AI assistant
Hays PLC — Audit Report / Information 2018
Feb 5, 2019
5277_rns_2019-02-05_5f7f7a77-aad2-4723-b8fe-a4df73153e71.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Hays AG
Mannheim
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2017 bis zum 30.06.2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018
Markt und Branche
Die Hays AG ist ein Personaldienstleister. Sie vermittelt Experten an Kunden in freiberuflicher Tätigkeit („Contracting“) oder in Festanstellung („Perm“). Zudem übernimmt die Gesellschaft im „Managed Service Providing“ Dienstleistungen für die Einkaufsabteilungen der Kunden, indem deren Einkauf von Freiberuflern gebündelt wird.
Die deutsche Wirtschaft ist im Kalenderjahr 2017 mit 2,2 % gewachsen. Nach einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unerwartet schwachen Jahresauftakt ist zu erwarten, dass die Zuwächse bei der Wirtschaftsleistung auch im weiteren Verlauf nicht an das Tempo vom vergangenen Jahr herankommen. Entsprechend beträgt die Prognose für das Kalenderjahr 2018 1,9 % und für das Kalenderjahr 2019 1,7 % (DIW). Zusammenfassend kann man aber weiterhin von einem soliden Wachstum sprechen.
Dieses Wachstum wird naturgemäß auch zu einer hohen Nachfrage nach freiberuflichen und festangestellten Spezialisten aller Fachrichtungen führen. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften, der die Großunternehmen dazu zwingt, bestimmte, dringend benötigte Expertise am Markt einzukaufen, ist zudem weiterhin struktureller und damit langfristiger Natur. Dies trifft aufgrund der Struktur der deutschen Wirtschaft mit ihrer Exportorientierung insbesondere für IT-Spezialisten und Ingenieure zu. Für passgenaue Ressourcen, deren spezielle Kenntnisse dauerhaft oder zeitlich begrenzt für ein Projekt benötigt werden, existiert ein permanenter Bedarf, zu dessen Deckung eine steigende Anzahl von Unternehmen bereit ist, spezialisierte Dienstleister zu beauftragen.
Die Konkurrenz um qualifizierte Ressourcen ist nach wie vor extrem hoch. Sowohl Endkunden als auch große Personaldienstleister gehen verstärkt dazu über, Aus- und Weiterbildungen anzubieten oder zu finanzieren. Auch Ressourcen aus dem benachbarten Ausland werden verstärkt gesucht und engagiert, wobei jedoch die Sprachbarriere weiterhin der limitierende Faktor bleibt.
Trotzdem trifft im deutschen Markt immer noch eine begrenzte Anzahl von hochqualifizierten Spezialisten auf eine deutlich höhere Nachfrage. Steigende Verkaufspreise sind die Folge und der Markt bietet einer Vielzahl von Anbietern mit ähnlichem Geschäftsmodell wie dem der Hays AG attraktive Chancen. Allerdings ist festzustellen, dass die Hays AG nach wie vor ein Alleinstellungsmerkmal darin besitzt, dass sie ihre Dienstleistung deutschlandweit für eine Vielzahl von Skills und für verschiedene Vertragsformen anbietet.
Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Hays AG konzentriert sich mit ihren Dienstleistungen auf Unternehmen aus den TOP 500 der deutschen Wirtschaft mit einer Streuung über alle Branchen. Die größten 10 Kunden sind für weniger als 20 % des Rohertrags verantwortlich.
Das Ergebnis des am 30. Juni 2018 endenden Geschäftsjahres ist positiv zu beurteilen. Wie erwartet ist die Hays AG erneut stark gewachsen. Sie hat ihre Marktposition nachdrücklich bestätigt und ausgebaut. Gemäß den Marktstudien von Lünendonk ist die Hays AG weiterhin mit großem Abstand der Marktführer.
Die Hays AG ist in Mannheim, Augsburg, Düsseldorf, Frankfurt, München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg, Dortmund, Köln, Essen, Leipzig, Ulm, Hannover, Bonn, Dresden, Freiburg, Walldorf und Ingolstadt vertreten und bietet ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze, die durch Wachstumsdynamik, Effizienz und hohe Eigenverantwortung geprägt sind. Die Mitarbeiterzahl stieg in den vergangenen 12 Monaten von 1.709 auf 1.923 Personen zum Ende des Geschäftsjahres. Durch den Personalaufbau wurde letztlich die Substanz in allen Geschäftsfeldern gestärkt. So war die Gesellschaft in der Lage, die Kundennachfragen mit einer ausreichenden Anzahl von eingearbeiteten Mitarbeitern und etablierten Prozessen zu bedienen. Alle Geschäftsfelder werden weiterbetrieben und sind auf Wachstum ausgerichtet.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als wesentliche Kennzahl zur Unternehmenssteuerung wird die Unternehmensleistung herangezogen und hier insbesondere die Umsatzerlöse. Neben der Unternehmensleistung wird das operative Ergebnis als bedeutsame Kennzahl zur internen Steuerung herangezogen. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch nur für die interne Steuerung erhoben werden und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Im Wesentlichen werden Kennzahlen aus dem Personalwesen einbezogen, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter, Schulungsstunden.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft steigt auf der Aktivseite im Wesentlichen aufgrund eines umsatzbedingten Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anstieg um TEUR 12.145) sowie aufgrund des Anstiegs in den immateriellen Vermögensgegenständen (Anstieg um TEUR 3.252), was im Wesentlichen auf Softwarezugänge im Rahmen von laufenden Optimierungsprojekten zurückzuführen ist.
Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.875 auf TEUR 66.529 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Cash-Pool-Guthabens der Gesellschaft bei der Hays Holding GmbH.
Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus der im Jahre 2016 erstmals zum Tragen gekommenen ertragssteuerlichen Organschaft, durch die im Geschäftsjahr 2017 noch Steuerrückforderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 2.397 ausgewiesen waren. Zum 1. April 2016 wurde rückwirkend zum 1. Juli 2015 eine ertragssteuerliche Organschaft mit der Hays Holding GmbH begründet, die als Organträgerin fungiert. Eine umsatzsteuerliche Organschaft wurde zum 1. April 2016 begründet. Bereits bis zum 1. April 2016 geleistete ertragssteuerliche Vorauszahlungen an das Finanzamt wurden zum Vorjahres Stichtag als Forderungen ausgewiesen.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 73.703 enthalten. Zum 15. Juni 2016 wurde zwischen der Hays AG und der Hays Holding GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juni 2016 zugestimmt hat. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 29. Juni 2016. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft.
Ertragslage
Der Umsatz der Hays AG in Höhe von 1.568 Mio. € (Vorperiode 1.549 Mio. €) ist in der Periode vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 1,3 % gestiegen. Der Anstieg ist dabei unter unseren Erwartungen geblieben, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Umsätze im Bereich „Managed Service Providing“ um 142 Mio. € auf 463 Mio. € zurückzuführen ist. Der Bereich der Vermittlung von freiberuflichen Experten ist hingegen um 134 Mio. € bzw. 14,7 % auf 1.048 Mio. € gestiegen. Das Geschäft mit der Vermittlung von Experten in Festanstellung hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 44 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €) erzielt und ist damit um 29,4 % gestiegen.
Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt TEUR 231.553 (Vorjahr: TEUR 203.887) und wies eine Steigerung von 13,6 % auf. Somit konnte der Effekt aus dem Rückgang des margenschwachen MSP Geschäftes durch das starke Wachstum in den beiden anderen Geschäftsbereichen im Rohertrag mehr als ausgeglichen werden.
Das Betriebsergebnis von TEUR 74.183 liegt um 2,8 % unter dem Wert des Vorjahres (TEUR 76.290) und unter unseren Erwartungen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die gestiegene Mitarbeiteranzahl und damit auch gestiegenen Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl, insbesondere im Vertrieb, ist korrespondierend mit der Wachstumsstrategie der Hays AG. Allerdings konnten im Rekrutierungsprozess die gesetzten Ziele schneller erreicht werden als erwartet. Der mit dem Personalaufbau erwartete Umsatzwachstum wird sich erst im folgenden Geschäftsjahr in den Büchern niederschlagen.
Die Umsatzrendite (Betriebsergebnis zu Umsatz) liegt mit 4,7 % unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 4,9 %). Dieser Rückgang dieser Kennzahl ist ebenfalls auf die Erhöhung des Personalaufwands zurückzuführen.
Finanzlage
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 80.234 (Vorjahr: TEUR 103.572). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Veränderung des Nettoumlaufvermögens sowie auf das um TEUR 2.016 geringere Periodenergebnis zurückzuführen.
Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -6.333 (Vorjahr: TEUR -28.504). Im Wesentlichen handelt es dabei um Investitionen in das Anlagevermögen. Der Unterschied zum Vorjahr ist im Wesentlichen darin begründet, dass im Vorjahr die Forderungen aus dem Cash-Pooling stärker abgenommen haben. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich im Wesentlichen aufgrund des geringeren Periodenergebnisses und damit auch geringeren Ergebnisabführung geringfügig verändert.
Nach wie vor ist die Bonität der Kunden der Hays AG als erstklassig zu bezeichnen. Die Forderungsausfälle sind im Promillebereich des Jahresumsatzes.
Begründet durch den leichten Anstieg der Bilanzsumme bei einem konstanten Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote auf 18,3 % (Vorjahr: 18,9 %) gesunken.
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Hays hat seine führende Marktposition in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Nach wie vor bestehen für spezialisierte Personaldienstleistungen ein hohes Potenzial und gute Wachstumschancen. Die Vorteile, die diese Dienstleistungen sowohl Großunternehmen in Bezug auf Flexibilität und Kostenersparnis als auch selbständigen Spezialisten in Bezug auf erzielbaren Verdienst und abwechslungsreiche Arbeit bieten, sind unverändert vorhanden. Großunternehmen setzen ihre Bemühungen fort, ihre Einkaufsvolumina auf Preferred Supplier zu bündeln bzw. bestimmte klar abgegrenzte interne Prozesse auf externe Dienstleister zu verlagern. Die Anzahl der Lieferanten pro Kunde wird sich damit reduzieren und die bestehende Fragmentierung des Marktes mittelfristig zurückgehen. Hays unterstützt seine Kunden aktiv in diesen Prozessen. Aus diesem Grund haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch weiterhin stark in die Automatisierung der Abrechnungsprozesse investiert. Es ist anzunehmen, dass Hays sowohl aufgrund seiner Größe, seiner technischen Infrastruktur als auch der Dauer seiner Kundenbeziehungen von dieser Entwicklung profitieren wird.
Risiken bestehen sowohl aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen als auch marktspezifischer Gegebenheiten. Im Falle eines Konjunktureinbruches und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung von Großkunden, würde das Geschäft von Hays direkt negativ beeinflusst werden. Politische Veränderungen vor allem im Bereich der Arbeits- und Sozialgesetzgebung können einen negativen Einfluss ausüben, wobei die Gefahr darin besteht, dass der Unterschied im Liberalisierungsgrad weiter zunimmt. Hier sind sowohl die Unterschiede zu den europäischen Nachbarn als auch zu den neuen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittskandidaten in Osteuropa relevant. Durch Near-shoring sind insbesondere Großunternehmen in der Lage, ihre IT-Abteilungen aber auch andere Servicefunktionen wie Buchhaltung, Controlling und Reporting in diese Länder zu verlagern und damit den Faktor Arbeit billiger aber auch flexibler zu gestalten. Durch den Ausbau des Permanent Geschäftes sowie die Hinzunahme des Finance, Marketing & Sales sowie des Life Science und Legal Geschäftes hat sich jedoch das Risikoprofil der Hays AG in den vergangenen Jahren positiv geändert. Die Abhängigkeit vom IT/Engineering Geschäft hat sich, obwohl nach wie vor vorhanden, weiter reduziert.
Der Eintritt insbesondere großer international tätiger ausländischer Personaldienstleister in den deutschen Markt wird sich noch verstärken, wodurch sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch sowohl auf der Einkaufs- als auch auf Kundenseite Risiken entstehen, die den Gewinn von Hays negativ beeinflussen können.
Demgegenüber sind Ausfall- und Liquiditätsrisiken zum einen wegen der diversifizierten Kundenstruktur und zum anderen aufgrund der guten Bonität der Kunden von Hays als weniger relevant einzustufen. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden überwacht werden. Wesentliche Risiken aus Verbindlichkeiten sind nicht zu erkennen, da große Teile aus Lieferungen und Leistungen resultieren und in Euro fakturiert sind. Sie stellen somit kein wesentliches Währungskursrisiko dar. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht.
Hays hat ein internes Reporting und Frühwarnsystem etabliert, mittels dessen alle relevanten Risiken regelmäßig vom Vorstand analysiert werden und auf dessen Basis Entscheidungen zur Unternehmensteuerung getroffen werden.
Wir, der Vorstand, gehen davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.
Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2018/19 wird aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten Monaten des Kalenderjahres mit einem deutlichen Wachstum des Geschäftes und einer daraus resultierenden Zunahme des Ergebnisses nach Steuern gerechnet. Bei den Umsatzerlösen erwarten wir ein starkes Wachstum in den Bereichen „Contracting“ und „Perm“, denen sinkende Umsätze im Bereich „Managed Service Providing“ gegenüberstehen werden. Die Gesellschaft rechnet, unter der Annahme stabiler gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, mit einem Umsatzwachstum von 5-7 %. Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund des Wachstums in den margenstärkeren Geschäftsfeldern etwas kräftiger als der Umsatz wachsen.
Die darauf gründenden Planungen sehen einen höheren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor, der ausreichen wird, um alle Investitionen leisten zu können sowie zur Aufstockung des Cash-Pool Guthabens beitragen wird. Investitionen sind nur in dem Maße geplant, wie es das Wachstum der Mitarbeiterzahl erfordert. Es ist geplant in 2018/19 weitere Standorte in Deutschland zu eröffnen.
Zusammenfassend befindet sich Hays in einer sehr guten Ausgangslage, um sowohl in einem Szenario einer stagnierenden Gesamtwirtschaft als auch bei einer positiven Entwicklung der Konjunktur zu bestehen und die sich ergebenden Chancen eines dynamischen Marktes zu nutzen. Die Belegschaft ist hoch motiviert, den Expansionskurs fortzusetzen. Gefahren für eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre stellen im Wesentlichen eine Verschlechterung der oben angesprochenen exogenen Faktoren dar, die von Hays direkt nicht beeinflussbar sind.
Erklärung der Unternehmensführung
Gem. dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ ist sich die Geschäftsführung der Hays AG dessen Anforderung bezüglich der Frauenquote in Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den 2 darunterliegenden Führungsebenen bewusst.
Die Geschäftsführer haben sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in der Belegschaft schrittweise zu steigern. Die Zielgröße für den Frauenanteil der ersten Führungsebene wird auf 10 % und der zweiten Führungsebene auf 35 % festgelegt. Beide Zielgrößen sollen bis zum 26. Juni 2023 erreicht werden.
Der Aufsichtsrat der Hays AG legt für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2018 die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand auf 0 % fest.
Mannheim, 14. September 2018
Der Vorstand
Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender
Markus Auer
Dirk Hahn
Christoph Niewerth
Bilanz zum 30. Juni 2018
Aktiva
| 30.06.2018 € |
30.06.2017 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 10.665.427 | 7.413.470 |
| II. Sachanlagen | 7.225.498 | 4.769.803 |
| 17.890.925 | 12.183.273 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 363.431 | 651.917 |
| 363.431 | 651.917 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 288.163.740 | 276.019.188 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 66.529.460 | 69.404.792 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 976.339 | 3.287.219 |
| 355.669.539 | 348.711.199 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 440.168 | 412.869 |
| 356.473.138 | 349.775.985 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.621.000 | 1.665.737 |
| 376.985.063 | 363.624.995 | |
| Passiva | ||
| 30.06.2018 € |
30.06.2017 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7.073.360 | 7.073.360 |
| II. Kapitalrücklage | 1.186.101 | 1.186.101 |
| III. Gewinnrücklage | 141.764 | 141.764 |
| IV. Bilanzgewinn | 60.390.751 | 60.390.751 |
| 68.791.976 | 68.791.976 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 410.729 | 164.281 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 12.793.892 | 13.306.510 |
| 13.204.621 | 13.470.791 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 198.977.700 | 195.723.695 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 87.280.111 | 76.516.240 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.993.809 | 4.931.649 |
| 290.251.620 | 277.171.584 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.736.846 | 4.190.644 |
| 376.985.063 | 363.624.995 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017/18
| 2017/18 € |
2016/17 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.568.253.408 | 1.548.618.767 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 3.490.946 | 9.478.595 |
| davon aus der Währungsumrechnung € 23.498; (Vorjahr: € 86.971) | ||
| 1.571.744.354 | 1.558.097.362 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.336.700.689 | -1.344.731.575 |
| -1.336.700.689 | -1.344.731.575 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -95.852.821 | -78.126.146 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -16.675.385 | -13.292.131 |
| -112.528.206 | -91.418.277 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -2.515.670 | -2.025.206 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -45.816.772 | -43.631.825 |
| davon aus der Währungsumrechnung € 45.958; (Vorjahr: € 105.503) | ||
| -48.332.442 | -45.657.031 | |
| 74.183.017 | 76.290.479 | |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 67.810 | 45.906 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -171.221 | -212.170 |
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -319.385 | -332.496 |
| 10. Ergebnis nach Steuern | 73.760.221 | 75.791.719 |
| 11. Sonstige Steuern | -57.502 | -73.229 |
| 12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn | -73.702.719 | -75.718.490 |
| 13. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
| 14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 60.390.751 | 60.390.751 |
| 15. Bilanzgewinn | 60.390.751 | 60.390.751 |
Anhang für das Geschäftsjahr zum 30. Juni 2018
Hays AG, Mannheim
1. Allgemeine Angaben
Rechtliche Verhältnisse
Die Gesellschaft wurde am 15. November 1999 gegründet und ist unter der Firma „Hays AG“ im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 8258 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Mannheim.
Am 30. Juni 2015 wurden die Anteile der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien) an der Hays AG an die neu gegründete Tochtergesellschaft Hays Holding GmbH, Mannheim (Deutschland) übertragen.
Mit der Hays Holding GmbH, Mannheim, wurde am 15. Juni.2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft.
Durch den vorliegenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht seit dem 1. Juli 2015 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft zur Hays Holding GmbH. Umsatzsteuerlich ist die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 Organgesellschaft der Hays Holding GmbH, die als Organträger fungiert.
Gliederung des Jahresabschlusses
Der vorliegende Jahresabschluss der Hays AG, Mannheim, wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes (AG) aufgestellt. Die Hays AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni (abweichendes Wirtschaftsjahr).
Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.
2. Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.
Die Bewertungsmethoden der Vorjahre wurden unverändert beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt wesentlichen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Aufgrund einer Kontenplanumstellung im Geschäftsjahr 2018 wurden einige Konten zur Verbesserung der Klarheit des Jahresabschlusses anders gegliedert. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde dabei verzichtet. Auf Auswirkung, welche diese Anpassungen im Vorjahr gehabt hätten, wird an entsprechender Stelle eingegangen.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer von ein bis acht Jahren linear abgeschrieben.
Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen Kosten für entgeltlich erworbene Software und deren Customizing, die zum Bilanzstichtag über das Gesamtprojekt betrachtet noch nicht betriebsbereit war.
Sachanlagen
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung planmäßig über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer anhand der linearen Methode.
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen EDV-Hardware, die zum Bilanzstichtag noch nicht betriebsbereit war.
Planmäßige Abschreibungen wurden wie folgt vorgenommen:
| Anlagegegenstände | Abschreibungsmethode/ Nutzungsdauer in Jahren |
|---|---|
| Bauten auf fremden Grundstücken | |
| Mietereinbauten | Linear/ 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| EDV-Hardware | Linear/ 2-8 Jahre |
| Büroausstattung | Linear/ 2-15 Jahre |
Auf die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen wurde die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet.
Umlaufvermögen
In den Vorräten sind Betriebsstoffe (Bestand Werbemittel) enthalten. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten angesetzt. Ein niedrigerer beizulegender Wert am Bilanzstichtag wird durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Latente Steuern
Latente Steuern wurden aufgrund des nunmehr seit dem 1. Juli 2015 bestehenden Organschaftsverhältnisses auf Ebene der Organträgerin Hays Holding GmbH, Mannheim, berechnet und gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften ausgewiesen.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts des Eintritts unbestimmt sind und bei denen mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist, mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung erfasst. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
3. Bilanzerläuterungen
Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 976 (Vorjahr TEUR 3.287) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 534).
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 695 (Vorjahr: TEUR 1.709) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 65.835 (Vorjahr: TEUR 67.695) aus einer Cash Pool Vereinbarung mit der Gesellschafterin Hays Holding GmbH. Insofern besteht für die Cash Pool Forderung eine Mitzugehörigkeit zu den flüssigen Mitteln. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Flüssige Mittel
Es handelt sich um Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund der Cash Pooling Vereinbarung mit der Hays Holding GmbH werden die EUR Guthaben bei Kreditinstituten täglich an die Hays Holding GmbH übertragen. Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet und sind nicht Gegenstand der Cash-Pool-Vereinbarung.
Eigenkapital
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2018 TEUR |
30.06.2018 TEUR |
30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Grundkapital | 7.073 | 7.073 | |
| Kapitalrücklage | 1.186 | 1.186 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 142 | 142 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 60.391 | 60.391 | |
| Gewinnausschüttung | 0 | -0 | |
| Zwischensumme | 60.391 | 60.391 | |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | |
| Bilanzgewinn | 60.391 | 60.391 | |
| Eigenkapital | 68.792 | 68.792 |
Zum Bilanzstichtag beträgt das Grundkapital EUR 7.073.360,00, eingeteilt in 7.073.360 Inhaber-Stückaktien mit einem Nennbetrag von EUR 1 je Stück.
Am 4. April 2007 wurde der Gesellschaft von der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an der Hays AG gehört. Gleichzeitig hat die Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr keine Beteiligung an der Hays AG mehr gehört.
Mit Abspaltungsvertrag vom 29. Februar 2016 wurden die von der Hays AG als Alleingesellschafterin gehaltenen Aktien der Hays (Schweiz) AG mit einem Buchwert von TEUR 63 rückwirkend zum 1. Juli 2015 im Wege einer Abspaltung zur Aufnahme ohne Gewährung neuer Geschäftsanteile an die alleinige Anteilseignerin Hays Holding GmbH, Mannheim übertragen. Gleichzeitig fand eine Reduktion der Kapitalrücklage um den Buchwert von TEUR 63 statt. Die Handelsregistereinträge erfolgten am 2. März 2016 beim Amtsgericht Mannheim.
Die Hays plc., London, Großbritannien, ist alleinige Anteilseignerin sowohl der Hays International Holdings Limited, als auch der Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, beide London (Großbritannien). Die Hays International Holdings Limited, London/Großbritannien, ist alleinige Anteilseignerin der Hays Holding GmbH, Mannheim, die wiederum alleinige Anteilseignerin der Hays AG, Mannheim, ist.
In der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.186 (Vorjahr: TEUR 1.186) ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 708 (Vorjahr: TEUR 708) enthalten.
Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 142 resultieren aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB i.d.F. des BilMoG im Jahr 2011.
Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2018 TEUR |
30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 9.887 | 8.791 |
| Boni an Kunden | 1.312 | 1.982 |
| Prozesskosten | 697 | 675 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 194 | 188 |
| Marketing | 34 | 540 |
| Ausstehende Rechnungen | 5 | 621 |
| Übrige | 665 | 510 |
| 12.794 | 13.307 |
In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und nicht genommener Urlaub enthalten.
Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 27.000 (Vorjahr: TEUR 22.710) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, wobei TEUR 22.710 die Management Charges und Zinsen der Hays plc. aus den Geschäftsjahren 2018, 2017 und 2016 betreffen.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 60.280 (Vorjahr: TEUR 62.076) gegenüber der Anteilseignerin enthalten. Hierin sind TEUR 73.703 (Vorjahr: TEUR 75.718) aus Ergebnisabführung enthalten, welche zusammen mit Umlageverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.831 (Vorjahr: TEUR 8.308) und mit Forderungen in Höhe von TEUR 19.254 (Vorjahr: TEUR 21.913) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft saldiert wurden.
Im Rahmen der Kontenplanumstellung wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.624 (Vorjahr: TEUR 2.375) von den sonstigen Verbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
Die gesamten Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen in Rechnung gestellte aber noch nicht als Umsatz realisierte Erlöse aus Vermittlungen im Permanentgeschäft für das Folgejahr in Höhe von TEUR 4.737 (Vorjahr: TEUR 4.191).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen.
| Laufzeit | 30.06.2018 TEUR |
30.06.2017 TEUR |
|---|---|---|
| Bis zu 1 Jahr | 20.348 | 14.541 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 45.427 | 30.424 |
| Mehr als 5 Jahre | 9.399 | 1.861 |
| Gesamt | 75.174 | 46.826 |
2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Inland und Ausland, stellen sich wie folgt dar:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 TEUR |
1.07.2016 - 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Inland | 1.558.222 | 1.540.338 |
| Ausland EU | 8.822 | 7.034 |
| Ausland Nicht-EU | 1.209 | 1.247 |
| 1.568.253 | 1.548.619 |
Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Geschäftsbereichen, stellen sich wie folgt dar:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 TEUR |
1.07.2016 - 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Contracting | 1.047.642 | 913.750 |
| Managed Service Providing | 463.131 | 604.800 |
| Permanent Placements | 43.919 | 33.591 |
| Übrige Erlöse | 13.561 | 5.321 |
| Erlösschmälerungen | 0 | -8.843 |
| 1.568.253 | 1.548.619 |
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlösschmälerungen bereits in den jeweiligen Geschäftsbereichen enthalten.
Des Weiteren werden im Berichtsjahr Kostenweiterbelastungen an Konzernunternehmen die im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, in den sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 8.619 (Vorjahr: TEUR 6.605) ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 TEUR |
1.07.2016 - 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kostenweiterbelastungen an Konzernunternehmen | 0 | 6.605 |
| Verrechnung Sonstige Sachbezüge (Kfz Gestellung) | 2.227 | 1.767 |
| Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen | 297 | 665 |
| Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 605 | 5 |
| Währungsumrechnungen | 23 | 0 |
| Übrige Erträge | 339 | 437 |
| 3.491 | 9.479 |
Materialaufwand
Bei dem Materialaufwand (Aufwendungen für bezogene Leistungen) handelt es sich um Aufwendungen für die vermittelten Fachkräfte.
Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 TEUR |
1.07.2016 - 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gehälter | 95.853 | 78.126 |
| Soziale Abgaben | 16.675 | 13.292 |
| 112.528 | 91.418 |
Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Absatz 5 HGB waren im Geschäftsjahresdurchschnitt 1.902 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 1.579).
Zum Geschäftsjahresende betrug die Anzahl der Angestellten 1.923 (Vorjahr 1.709), die sich den Bereichen Backoffice (467; Vorjahr 389), Recruitment Management (100; Vorjahr 94), Sales (1.251; Vorjahr 1.049) und Special Sales (85; Vorjahr 47) zuordnen lassen.
Abschreibungen
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 106).
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 | 1.07.2016 - 30.06.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 68 | 46 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 62 | 40 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 171 | 212 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen | 81 | 71 | ||
| 103 | 166 |
Das Finanzergebnis beinhaltet mit 54 TEUR (Vorjahr: TEUR 116) Zinsaufwendungen gegenüber dem Finanzamt.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| 1.07.2017 - 30.06.2018 TEUR |
1.07.2016 - 30.06.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag | 134 | -197 |
| Gewerbesteuer | 156 | -179 |
| Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag | 29 | 708 |
| 319 | 332 |
Abschlussprüferhonorar
Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2017/2018 beträgt TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 70).
5. Ergänzende Angaben
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands
Aufsichtsräte der Gesellschaft sind:
| • | Herr Alistair Cox, London (Großbritannien), Vorsitzender, (Chief Executive Officer bei Hays PLC, London) |
| • | Herr James Hilton, London (Großbritannien), (Group Finance Controller bei Hays PLC, London) |
| • | Herr Paul Venables, London (Großbritannien), (Chief Financial Officer bei Hays PLC, London) |
Die Aufsichtsratsmitglieder haben keine Vergütung für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr erhalten.
Vorstände der Gesellschaft sind:
| • | Herr Dipl.-Kaufmann Klaus Breitschopf, Mannheim, (Vorstandsvorsitzender), CEO (Chief Executive Officer) |
| • | Herr Dipl.-Betriebswirt Markus Auer, Brühl, CFO (Chief Financial Officer) |
| • | Herr Dipl.-Kaufmann Dirk Hahn, Ilvesheim, COO (Chief Operating Officer) |
| • | Herr Dipl.-Wirtschaftsingenieur Christoph Niewerth, Dreieich-Buchschlag, COO (Chief Operating Officer) |
Die Vorstände erhalten keine Vorstandsvergütung von der Hays AG.
Konzernabschluss
Das Mutterunternehmen der Hays AG, Mannheim, ist die Hays Holding GmbH, Mannheim, die alle Anteile an der Gesellschaft hält.
Der Jahresabschluss der Hays AG wird in den Konzernabschluss der Hays PLC., London, Großbritannien, einbezogen, welche für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt, der im Companies House für England und Wales in Cardiff, Großbritannien, unter der Nummer 2150 950 registriert ist. Der Konzernabschluss der Hays PLC. einschließlich des Bestätigungsvermerks wird in die deutsche Sprache übersetzt und soll beim Betreiber des Bundesanzeigers zur Offenlegung eingereicht werden.
Mannheim, 14. September 2018
Der Vorstand
Klaus Breitschopf, Vorstandsvorsitzender
Dirk Hahn
Christoph Niewerth
Markus Auer
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.7.2017 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umgliederungen € |
30.06.2018 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 7.998.429,45 | 1.082.671,91 | 1.040.770,98 | 3.487,04 | 8.043.817,42 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.439.934,76 | 2.986.277,82 | 0,00 | 0,00 | 9.426.212,58 |
| 14.438.364,21 | 4.068.949,73 | 1.040.770,98 | 3.487,04 | 17.470.030,00 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Bauten auf fremden Grundstücken | 423.234,07 | 363.394,55 | 70.245,95 | 252.864,91 | 969.247,58 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.907.381,34 | 3.211.080,79 | 1.198.019,69 | -256.351,95 | 13.664.090,49 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 73.833,05 | 618.177,26 | 0,00 | 0,00 | 692.010,31 |
| 12.404.448,46 | 4.192.652,60 | 1.268.265,64 | -3.487,04 | 15.325.348,38 | |
| 26.842.812,67 | 8.261.602,33 | 2.309.036,62 | 0,00 | 32.795.378,38 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.7.2017 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Umgliederungen € |
30.06.2018 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 7.024.894,45 | 816.992,91 | 1.040.770,98 | 3.487,04 | 6.804.603,42 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.024.894,45 | 816.992,91 | 1.040.770,98 | 3.487,04 | 6.804.603,42 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Bauten auf fremden Grundstücken | 329.965,07 | 39.673,55 | 70.245,95 | 120.691,91 | 420.084,58 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.304.680,33 | 1.659.003,79 | 1.159.739,69 | -124.178,95 | 7.679.765,48 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.634.645,40 | 1.698.677,34 | 1.229.985,64 | -3.487,04 | 8.099.850,06 | |
| 14.659.539,85 | 2.515.670,25 | 2.270.756,62 | 0,00 | 14.904.453,48 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 30.06.2018 € |
30.06.2017 € |
|
| --- | --- | --- |
| A. Anlagen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Software | 1.239.214,00 | 973.535,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 9.426.212,58 | 6.439.934,76 |
| 10.665.426,58 | 7.413.469,76 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Bauten auf fremden Grundstücken | 549.163,00 | 93.269,00 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.984.325,01 | 4.602.701,01 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 692.010,31 | 73.833,05 |
| 7.225.498,32 | 4.769.803,06 | |
| 17.890.924,90 | 12.183.272,82 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Hays AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hays AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
G rundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 14. September 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer
ppa. Birgit Pflumm, Wirtschaftsprüferin
Der Jahresabschluss zum 30.06.2018 wurde am 09.10.2018 festgestellt.