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Hapag-Lloyd AG

Quarterly Report Nov 15, 2010

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Quarterly Report

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ZWISCHENBERICHT

3.QUARTAL/9 MONATE 2010 DER "ALBERT BALLIN" HOLDING GMBH & CO. KG

INHALT

Konzernstruktur 3
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 3
Wechselkurs USD je EUR 3
Bunkerpreis 4
Besondere Ereignisse im Berichtsquartal 4
Transportmengen und Frachtraten 4
Umsatz und Ertragslage 5
Vermögens- und Finanzlage 6
Langfristige Vermögenswerte 6
Kurzfristige Vermögenswerte 6
Eigenkapital 6
Rückstellungen 6
Finanzschulden 7
Mitarbeiter 7
KONZERNZWISCHENBERICHT 8
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS 9
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 9
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 9
Konzernbilanz 10
Verkürzte Konzerneigenkapital
veränderungsrechnung 11
Verkürzte Konzernkapitalflussrechnung 11
KONZERNANHANG 12
Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden
des Konzernzwischenabschlusses 12
Allgemeine Erläuterungen 12
Grundsätze der Rechnungslegung 12
Konsolidierungskreis 13
Ausgewählte Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 13
Ausgewählte Erläuterungen zur
Konzernbilanz
14
Sachanlagen 14
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen 14
Derivate Finanzinstrumente 14
Eigenkapital 14
Sonstige Rückstellungen 15
Finanzschulden 15
Erläuterungen zur verkürzten
Konzernkapitalflussrechnung
16
16
Sonstige Erläuterungen
Beihilfen der öffentlichen Hand
16
Rechtsstreitigkeiten 16
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 17
Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen 17
Segmentberichterstattung 18

Konzernstruktur

Die "Albert Ballin" Holding GmbH & Co. KG (im Nachfolgenden: "Albert Ballin" Holding) hält sämtliche Anteile (100%) an der Hapag-Lloyd AG sowie Minderheitsbeteiligungen an Containerterminals in Hamburg und Montreal, die "at equity" konsolidiert werden. Mittelbare Gesellschafter sind die Hamburgische Seefahrtsbeteiligung "Albert Ballin" GmbH & Co. KG mit 56,67% sowie die TUI AG mit 43,33%.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft sowie der Welthandel haben sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2010 schneller von der schweren globalen Krise erholt als erwartet. Als Konjunkturlokomotiven fungierten dabei China sowie eine Reihe von Schwellenländern. Der Containerverkehr profitierte von dieser positiven Entwicklung unmittelbar. Sowohl im zweiten als auch zu Beginn des dritten Quartals konnten im Ost-West-Verkehr aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage zuvor stillgelegte Containerdienste vermehrt wieder aufgenommen werden, insbesondere auf dem Asien-Europa-Verkehr sowie dem Transpazifik. Darüber hinaus haben verschiedene Marktteilnehmer bestehende Dienstkapazitäten mit neueren und größeren Schiffen erweitert. Ähnliche Entwicklungen waren auf den größeren Nord-Süd-Verkehren zu verzeichnen. Von besonders hohem Nachfragewachstum war der Verkehr zwischen Asien und der Ostküste Südamerikas gekennzeichnet.

Wechselkurs USD je EUR

Im Laufe des dritten Quartals 2010 war eine Erholung des Euro gegenüber dem US-Dollar zu verzeichnen. Der USD-Kurs notierte bei durchschnittlich 1,29 USD je EUR und lag damit noch um 0,14 USD je EUR unter dem dritten Quartal des Vorjahres (USD 1,43 je EUR). Kumuliert für die ersten drei Quartale 2010 belief sich der Wechselkurs auf 1,32 USD je EUR, und notierte damit geringfügig unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (USD 1,36 je EUR).

Bunkerpreis

Der Bunkerpreis blieb seit Jahresbeginn weitgehend stabil. Im dritten Quartal 2010 lag der durchschnittliche Bunkerpreis bei 430 USD je Tonne und übertraf damit das entsprechende Vorjahresquartal um 27 USD je Tonne. Kumuliert für die ersten drei Quartale 2010 notierte der durchschnittliche Preis für Bunker bei 440 USD je Tonne, so dass der Bunkerpreis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums um 117 USD je Tonne überschritten wurde.

Besondere Ereignisse im Berichtsquartal

Am 22. September 2010 wurde der Konsortialvertrag über einen Sanierungskredit in Höhe von 1.200,0 Mio. EUR beendet. Zeitgleich wurde das Stillhalteabkommen mit den Finanzierungsparteien aufgelöst, so dass die Regelungen der ursprünglichen Finanzierungsverträge wieder Gültigkeit erlangten.

Per 28. September 2010 erfolgte die Auszahlung ausstehender Finanzierungsmittel (K-Sure I) in Höhe von 290,7 Mio. USD.

Im September 2010 erhielt die "Albert Ballin" Holding ein Emittentenrating von B1 (stable) durch Moody's Investors Services sowie BB- (stable) durch Standard & Poor's.

Transportmengen und Frachtraten

Die fortschreitende Erholung in der Containerschifffahrt spiegelt sich auch bei Hapag-Lloyd wider. Im dritten Quartal 2010 transportierte Hapag-Lloyd 1.276 Tsd. TEU (Vorjahr: 1.186 Tsd. TEU). Kumuliert für die ersten drei Quartale 2010 belief sich die Transportmenge damit auf insgesamt 3.728 Tsd. TEU und konnte somit gegenüber den drei Quartalen des Vorjahres um 235 Tsd. TEU gesteigert werden. Das Mengenwachstum wurde von der Mehrheit der Fahrtgebiete getragen. Im Fahrtgebiet Australasien blieb das Transportvolumen, bedingt durch den bewussten Verzicht auf unrentable Ladung in den innerasiatischen Verkehren, unter dem Vorjahr.

Das durchschnittliche Frachtratenniveau konnte im dritten Quartal 2010 weiter auf 1.672 USD/TEU (Vorjahr: 1.167 USD/TEU) gesteigert werden. Kumuliert für die ersten drei Quartale 2010 stieg die durchschnittliche Frachtrate auf 1.547 USD/TEU und lag damit um 326 USD/TEU über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung war maßgeblich zurückzuführen auf Frachtratenerhöhungen in den Vorquartalen und auf Peak Season-Zuschläge.

Umsatz und Ertragslage

In Folge der Erstkonsolidierung der Hapag-Lloyd zum 31. März 2009 ist die operative Geschäftstätigkeit in den Zwischenabschluss des Vorjahres für den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2009 einbezogen. Eine Vergleichbarkeit der kumulierten Gewinn- und Verlustrechnung ist daher nur eingeschränkt gegeben.

Im dritten Quartal 2010 führte die im Vergleich zum Vorjahresquartal deutliche Erhöhung der Frachtraten sowie das stark gestiegene Transportvolumen zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 68,5% auf 1.781,2 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten 2010 erzielte der Konzern kumulierte Umsatzerlöse in Höhe von 4.669,7 Mio. EUR.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Transportaufwendungen im dritten Quartal 2010 um 21,2% auf 1.265,4 Mio. EUR. Ursächlich für den im Verhältnis zu den Umsatzerlösen nur moderaten Anstieg der Transportaufwendungen im dritten Quartal waren realisierte Kosteneinsparungen sowie Degressionseffekte.

Die Abschreibungen des dritten Quartals 2010 in Höhe von 82,2 Mio. EUR lagen nur 1,4 Mio. EUR über den Abschreibungen des Vorjahresquartals.

Insgesamt verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) der "Albert Ballin" Holding von minus 184,5 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf 263,6 Mio. EUR im dritten Quartal 2010. Damit wurde der vergleichbare Vorjahreswert um 448,1 Mio. EUR deutlich übertroffen. Insgesamt erzielte der Konzern in den ersten drei Quartalen 2010 ein EBIT in Höhe von 506,0 Mio. EUR. Die Ergebnissteigerung resultierte im Wesentlichen aus deutlich über dem Vorjahr liegenden Frachtraten. Darüber hinaus trugen ein höheres Containertransportvolumen sowie erhebliche Kosteneinsparungen aus den im Vorjahr initiierten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung bei.

Vermögens- und Finanzlage

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. September 2010 um 345,8 Mio. EUR auf 4.882,1 Mio. EUR im Vergleich zum 31. Dezember 2009. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in sechs neue Schiffe im ersten Halbjahr 2010 sowie geleisteten Anzahlungen für weitere Schiffsneubauten.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum 30. September 2010 erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 548,2 Mio. EUR auf 1.630,6 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 1.082,4 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem höheren Finanzmittelbestand sowie den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung. Die Finanzmittel erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 440,3 Mio. EUR auf 853,6 Mio. EUR zum 30. September 2010. Ursächlich für den Anstieg war im Wesentlichen der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 454,4 Mio. EUR.

Eigenkapital

Zum 30. September 2010 betrug das Eigenkapital 3.666,7 Mio. EUR gegenüber 2.765,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2009. Der Anstieg resultiert neben dem Ergebnis der ersten neun Monate insbesondere aus der Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Höhe von 353,0 Mio. EUR in Eigenkapital sowie aus Veränderungen der Währungsumrechnungsrücklage. Die um die Währungsumrechnungsrücklage bereinigte Eigenkapitalquote stieg auf 57% nach 51% zum 31. Dezember 2009.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind neben der laufenden Zuschreibung aufgrund des Rückgangs des Zinsniveaus von 5,20% auf 4,25% im Berichtszeitraum um 17,5 Mio. EUR angestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Berichtszeitraum um 20,6 Mio. EUR gesunken. In erster Linie ist dies auf die Amortisation von Rückstellungen für drohende Verluste zurückzuführen, die für Verträge mit negativen Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs des Hapag-Lloyd-Konzerns gebildet wurden.

Finanzschulden

Die Finanzschulden der "Albert Ballin" Holding beliefen sich zum 30. September 2010 auf insgesamt 1.600,0 Mio. EUR und verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 82,0 Mio. EUR. Der Rückgang wurde insbesondere durch die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital in Höhe von 353,0 Mio. EUR am 31. März 2010 beeinflusst, dem unter anderem die Auszahlung der letzten Tranche der K-Sure I Finanzierung am 28. September 2010 in Höhe von 216,1 Mio. EUR (290,7 Mio. USD) erhöhend gegenübersteht. Die Nettoverschuldung (Finanzschulden minus Finanzmittel) betrug 746,4 Mio. EUR zum 30. September 2010 nach 1.268,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2009.

Mitarbeiter

Zum 30. September 2010 waren bei Hapag-Lloyd 6.903 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 6.999 Mitarbeiter). Diese Entwicklung resultiert aus zwei gegenläufigen Effekten. Die Anzahl der Mitarbeiter im Seebereich stieg im Wesentlichen aufgrund der Indienststellung neuer Schiffe an. Die eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen führten zu einem Rückgang der Mitarbeiteranzahl im Landbereich um insgesamt 187.

Anzahl Mitarbeiter

(in Köpfen zum Monatsende) 30.9.2010
Ist
30.9.2009
Ist
∆.
abs.
Hapag-Lloyd AG 6.903 6.999 -96
davon Landbereich 5.573 5.760 -187
davon Seebereich 1.330 1.239 91

KONZERNZWISCHENBERICHT Q3/9M 2010

"ALBERT BALLIN" HOLDING GMBH & CO. KG

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Mio. EUR 3Q
2010
3Q
2009
1Q bis 3Q
2010
1Q bis 3Q
2009
1)
Umsatzerlöse 1.781,2 1.057,2 4.669,7 2.178,4
Sonstige betriebliche Erträge 10,0 37,0 88,9 73,9
Transportaufwendungen 1.265,4 1.043,9 3.558,8 2.038,2
Personalaufwendungen 104,7 76,0 244,2 159,8
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen 82,2 80,8 238,2 161,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 75,5 78,5 222,1 201,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 263,4 -185,0 495,3 -308,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
einbezogenen Unternehmen 8,2 0,4 23,1 8,1
Übriges Finanzergebnis -8,0 0,1 -12,4 0,0
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 263,6 -184,5 506,0 -300,2
Zinsergebnis -46,5 -28,4 -112,3 -55,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 217,1 -212,9 393,7 -355,7
Ertragsteuern -0,6 -0,3 1,1 -6,3
Konzernergebnis 217,7 -212,6 392,6 -349,4
Ergebnisanteil der Eigenkapitalgeber
der "Albert Ballin" Holding 217,7 -212,7 392,6 -349,4
Auf Anteile anderer Gesellschafter entfallender Gewinn 0,0 0,1 0,0 0,0

1) inklusive 6 Monate Hapag-Lloyd AG Teilkonzern

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Mio. EUR 3Q
2010
3Q
2009
1Q bis 3Q
2010
1Q bis 3Q
2009
1)
Konzernergebnis 217,7 -212,6 392,6 -349,4
Unrealisierte Gewinne (+) und Verluste (-) aus derivativen
Finanzinstrumenten, die Schwankungen zukünftiger
Cashflows absichern (kein Steuereffekt)
32,5 31,3
Unrealisierte Gewinne (+) und Verluste (-) aus
Währungsumrechnung (kein Steuereffekt)
-356,6 -103,0 138,8 -268,9
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und
Verluste (-) aus Pensionsverpflichtungen und
zugehörigem Fondsvermögen, vor Steuern
-15,2 -15,4 0,2
Steuereffekt 0,8 0,9
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und
Verluste (-) aus Pensionsverpflichtungen und
zugehörigem Fondsvermögen, nach Steuern
-14,4 -14,5 0,2
Nicht in der GuV berücksichtigte Gewinne (+)
und Verluste (-), nach Steuern -338,5 -103,0 155,6 -268,7
Gesamtergebnis -120,8 -315,6 548,2 -618,1
Davon Anteil der Eigenkapitalgeber der
"Albert Ballin" Holding am Gesamtergebnis
-120,8 -315,7 548,2 -618,1
Davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallendes
Gesamtergebnis
0,0 0,1 0,0 0,0

1) inklusive 6 Monate Hapag-Lloyd AG Teilkonzern

KONZERNBILANZ

Mio. EUR 30.9.2010 31.12.2009 30.9.2009
Aktiva
Geschäfts- oder Firmenwerte 677,7 642,5 631,0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 824,3 834,2 836,4
Sachanlagen 3.007,8 2.695,6 2.670,9
Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen 318,3 325,0 3,1
Sonstige Forderungen 27,9 25,4 28,6
Derivative Finanzinstrumente 6,0 0,0 0,0
Aktive latente Ertragsteuern 20,1 13,6 15,2
Langfristige Vermögenswerte 4.882,1 4.536,3 4.185,2
Vorräte 127,3 94,8 88,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 448,1 324,6 270,6
Sonstige Forderungen 111,3 226,1 98,3
Derivative Finanzinstrumente 69,8 1,4 9,5
Ertragsteuerforderungen 16,8 11,8 1,7
Finanzmittel 853,6 413,3 355,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3,7 10,4 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 1.630,6 1.082,4 823,8
Summe Aktiva 6.512,7 5.618,7 5.009,0
Mio. EUR 30.9.2010 31.12.2009 30.9.2009
Passiva
Kapitalanteile der Kommanditisten 2.737,8 2.384,8 2.100,0
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital -21,0 -401,9 -349,4
Kumuliertes übriges Eigenkapital -74,0 -229,6 -268,7
Hybridkapital 697,7 697,7 0,0
Den Eigenkapitalgebern der "Albert Ballin" Holding
zustehendes Eigenkapital 3.340,5 2.451,0 1.481,9
Hybridkapital 325,8 314,1 0,0
Anteile anderer Gesellschafter 0,4 0,4 0,3
Eigenkapital 3.666,7 2.765,5 1.482,2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 99,0 79,3 72,4
Sonstige Rückstellungen 109,5 111,0 173,6
Ertragsteuerschuld 0,0 0,0 1,0
Finanzschulden 1.005,5 1.308,4 1.820,7
Sonstige Verbindlichkeiten 4,8 5,5 5,4
Passive latente Ertragsteuern 0,6 0,6 0,9
Langfristige Schulden 1.219,4 1.504,8 2.074,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2,7 4,9 3,2
Sonstige Rückstellungen 131,3 150,4 104,8
Ertragsteuerschuld 7,8 4,2 2,5
Finanzschulden 594,5 373,6 364,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 770,3 747,1 722,5
Sonstige Verbindlichkeiten 120,0 68,2 248,7
Derivative Finanzinstrumente 0,0 0,0 6,3
Kurzfristige Schulden 1.626,6 1.348,4 1.452,8
Summe Passiva 6.512,7 5.618,7 5.009,0

VERKÜRZTE KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Mio. EUR* Anteil der Eigenkapitalgeber der "Albert Ballin" Holding
Kapital- Erwirt- Kumuliertes Hybrid- Summe Hybrid- Anteile Summe
anteile der schaftetes übriges kapital kapital anderer Eigen
Komman- Konzern- Eigenkapital Gesell- kapital
ditisten eigenkapital schafter
Stand 1.1.2009 (EUR 1.000) (EUR -303,77) – (EUR 696,23) – (EUR 696,23)
Gesamtergebnis -349,4 -268,7 -618,1 -618,1
Transaktionen mit
Gesellschaftern 2.100,0 2.100,0 0,3 2.100,3
davon
Einzahlung anlässlich
Unternehmenserwerb 2.100,0 2.100,0 2.100,0
Zugang durch
Unternehmenserwerb 0,4 0,4
Ausschüttung -0,1 -0,1
Stand 30.9.2009 2.100,0 -349,4 -268,7 1.481,9 0,3 1.482,2
Stand 1.1.2010 2.384,8 -401,9 -229,6 697,7 2.451,0 314,1 0,4 2.765,5
Gesamtergebnis 392,6 155,6 548,2 548,2
Transaktionen mit
Gesellschaftern 353,0 -11,7 341,3 11,7 353,0
davon
Hybridkapital -11,7 -11,7 11,7
Kapitalerhöhung 353,0 353,0 353,0
Stand 30.9.2010 2.737,8 -21,0 -74,0 697,7 3.340,5 325,8 0,4 3.666,7

*Die Beträge zum 1.1.2009 beziehen sich nur auf den Einzelabschluss der "Albert Ballin" Holding und werden in exakten EUR-Beträgen angegeben.

VERKÜRZTE KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Mio. EUR 1Q bis 3Q
2010
1Q bis 3Q
2009
Mittelzufluss/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 454,4 -283,5
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -302,6 -2.291,9
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 292,0 2.966,3
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 443,8 390,9
Entwicklung des Finanzmittelbestands
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 413,3 0,0
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands -3,5 -35,6
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 443,8 390,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 853,6 355,3

KONZERNANHANG

ERLÄUTERUNGEN ZU GRUNDLAGEN UND METHODEN DES KONZERNZWISCHENABSCHLUSSES

Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der "Albert Ballin" Holding GmbH & Co. KG (im Nachfolgenden "Albert Ballin" Holding) und ihrer Tochtergesellschaften wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht gem. IAS 34 nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen vollumfänglichen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres notwendig sind.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2010. In Folge der Erstkonsolidierung zum 31. März 2009 wurde der Hapag-Lloyd-Konzern zum dritten Quartal 2009 nur mit der Geschäftstätigkeit für den 6-monatigen Zeitraum vom 1. April bis 30. September einbezogen. Ein Vergleich mit den Vorjahresangaben, insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung, ist daher nur eingeschränkt möglich.

Die im Konzernzwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres.

Die in den unterjährigen Perioden dargestellten Ergebnisse sind nicht notwendigerweise indikativ für Ergebnisse, die in zukünftigen Perioden erwartet werden können bzw. für das gesamte Geschäftsjahr zu erwarten sind. Die Ertragslage der "Albert Ballin" Holding ist grundsätzlich durch die Saisonalität bei Transportvolumen und Frachtraten im Containerschifffahrtsgeschäft geprägt. Die Schwankungen resultieren aus der gewöhnlich höheren Nachfrage nach Transportdienstleistungen in der Containerschifffahrt im zweiten und dritten Quartal.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge des Geschäftsjahres werden, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben.

Die Funktionalwährung der Hapag-Lloyd AG und ihrer Tochtergesellschaften ist der US-Dollar. Für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss der "Albert Ballin" Holding werden die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagskurs) in Euro umgerechnet. Für Aufwendungen, Erträge sowie das Ergebnis erfolgt die Umrechnung mit dem Durchschnittskurs des Berichtszeitraums. Die aus dieser Translation entstehenden Differenzen werden direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital als sonstiges Gesamtergebnis erfasst.

Aus der Translation einzelner Bilanzposten wie beispielsweise dem Anlagevermögen und den Finanzschulden resultieren aufgrund der deutlichen Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro zu den Stichtagen (30. September 2010 1,36520 USD je EUR; 31. Dezember 2009 1,4400USD je EUR) zum Teil signifikante Bewertungseffekte.

Grundsätze der Rechnungslegung

Die folgenden vom IASB veröffentlichten neuen Standards beziehungsweise Änderungen bestehender Standards, für die das Endorsement bereits erfolgt ist, waren im vorliegenden Zwischenabschluss

erstmals anzuwenden; eine Auswirkung aus der erstmaligen Anwendung ergab sich allerdings für die Vermögens- und Ertragslage des "Albert Ballin" Holding Konzerns nicht:

  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (überarbeitet 2008)
  • Änderung des IFRS 1: Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender
  • Änderung des IFRS 2: Anteilsbasierte Vergütung
  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet 2008) und IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse (überarbeitet 2008)
  • Änderung des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
  • IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen
  • IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien
  • IFRIC 16 Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb
  • IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer
  • IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden
  • Verbesserungen der IFRS (2009)

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen und At Equity-Beteiligungen einbezogen. Im Zwischenabschluss zum 30. September 2010 wurden neben der "Albert Ballin" Holding 48 Unternehmen vollkonsolidiert sowie 5 Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen.

Im Vergleich zum 31.12.2009 wurde eine Gesellschaft neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsätze wurden im Wesentlichen aus der Erbringung von Transportdienstleistungen generiert. Im dritten Quartal ist der Anstieg der Umsatzerlöse insbesondere auf das deutlich gestiegene Transportvolumen sowie auf gestiegene Frachtraten zurückzuführen.

In den Umsatzerlösen sind infolge der Abgrenzung nicht beendeter Schiffsreisen zum Bilanzstichtag anteilig zu erfassende Erlöse enthalten.

Die Transportaufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Treibstoffe, sowie Aufwendungen für Hafen- und Terminalkosten, Containertransportkosten, Charter, Leasing und Containermieten, Instandhaltungs- und Reparaturkosten sowie sonstige Leistungen. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die Einbeziehung der Hapag-Lloyd für die gesamten drei Quartale 2010 zurückzuführen.

Das Zinsergebnis setzt sich im Wesentlichen aus Zinsaufwand auf Bankdarlehen, Darlehenszinsen für Gesellschafterdarlehen und Gebühren für den staatsverbürgten Kredit, die Staatsbürgschaft sowie das Stand-Still-Agreement gemäß der Effektivzinsmethode zusammen.

Bezüglich des staatsverbürgten Kredits, der Staatsbürgschaft sowie des Stand-Still-Agreements verweisen wir auf die Erläuterungen im Abschnitt Finanzschulden.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Sachanlagen

Mio. EUR 30.9.2010 31.12.2009
Schiffe 2.409,6 1.821,9
Container, Container-Sattelauflieger 285,9 325,5
Übrige Anlagen 32,3 34,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 280,0 513,5
Gesamt 3.007,8 2.695,6

Die wesentlichen Veränderungen ergeben sich aus der Auslieferung von sechs neuen Containerschiffen sowie aus geleisteten Anzahlungen für weitere Schiffe. Zusätzlich führten Kurseffekte zu einem Anstieg.

Drei ältere Schiffe, die aufgrund einer bestehenden Verkaufsabsicht nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen wurden, sind im zweiten Quartal verkauft worden. Weiterhin wurde der Beschluss gefasst ein weiteres Schiff 2011 zu verkaufen. Aus diesem Grund wurden im dritten Quartal 2010 Vermögenswerte mit einem Buchwert von 3,7 Mio. EUR nach IFRS 5 in die Position als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Der Rückgang bei den sonstigen Forderungen ergibt sich insbesondere aufgrund der Einzahlung der zum 31. Dezember 2009 ausstehenden Kapitaleinlagen in Höhe von 142,5 Mio. EUR.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten positive Zeitwerte aus Commodity- und Devisen-Optionen.

Eigenkapital

Das eingezahlte Kommanditkapital der "Albert Ballin" Holding beträgt zum Bilanzstichtag 2.737,8 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 2.384,8 Mio. EUR). Der Anstieg ergibt sich aus der Umwandlung von 353,0 Mio. EUR der zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Finanzschulden in Eigenkapital am 31. März 2010.

Die Währungsumrechnungsrücklage (30. September 2010: -84,8 Mio. EUR; 31. Dezember 2009: -223,6 Mio. EUR) erhöhte sich stichtagsbedingt aufgrund der Stärkung des USD gegenüber dem EUR um 138,8 Mio. EUR.

Die direkt mit dem Eigenkapital zu verrechnenden Ergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten, die Schwankungen zukünftiger Cashflows absichern, wirkten sich mit 31,3 Mio. EUR positiv auf das Eigenkapital aus.

Die ergebnisneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste (nach Steuer) von 14,5 Mio. EUR resultieren im Wesentlichen aus einer Änderung bei den Pensionsrückstellungen aufgrund des Rückgangs des Zinsniveaus von 5,20% auf 4,25%.

Sonstige Rückstellungen

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden bestehende Verträge identifiziert, deren Vertragskonditionen zum Zeitpunkt des Erwerbs im Vergleich mit den aktuellen Marktkonditionen einen negativen Zeitwert begründeten. Die Amortisation dieser Posten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 führt im Wesentlichen zu einer Minderung des Transportaufwands.

Finanzschulden

Mio. EUR 30.9.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.130,3 893,9
Sonstige Finanzschulden 469,7 788,1
Gesamt 1.600,0 1.682,0

Finanzschulden nach Währungsexposure:

Mio. EUR 30.09.2010 31.12.2009
Auf USD lautende Finanzschuld (vor IFRS-Anpassungen) 991,1 753,7
Auf EUR lautende Finanzschuld (vor IFRS-Anpassungen) 631,8 970,3
Berücksichtigung von Transaktionskosten -22,9 -42,0
Gesamt 1.600,0 1.682,0

Im Rahmen der Rekapitalisierungsmaßnahmen wurde im Geschäftsjahr 2009 ein vorläufiges Stillhalteabkommen (sogenanntes Provisional Stand-Still-Agreement) mit den finanzierenden Banken vereinbart, welches am 30. April 2010 durch ein langfristiges Stillhalteabkommen abgelöst wurde (sogenanntes Long-Term Stand-Still-Agreement). Das Stillhalteabkommen umfasst die Nichtausübung von Kündigungsrechten sowie die Aussetzung von regulär fälligen Tilgungsleistungen.

Am 22. September 2010 wurde der Antrag auf die Bundes- und Landesbürgschaft zur Sicherung einer Kreditlinie in Höhe von 1.200,0 Mio. EUR von der "Albert Ballin" Holding und der Hapag-Lloyd AG zurückgenommen. Gleichzeitig wurde der Rahmenvertrag für diese Kreditlinie beendet. Mit Beendigung des Kreditrahmenvertrags endete ebenfalls das vereinbarte Stillhalteabkommen (Long-Term Stand-Still-Agreement), infolgedessen die gestundeten Tilgungsleistungen und Zinsen zur Auszahlung kamen. Die Rückführung der gestundeten Beträge erfolgte im Oktober 2010 (siehe Ereignisse nach dem Bilanzstichtag).

Am 28. September 2010 wurden bei gleichzeitiger Tilgung von 12,9 Mio. USD (9,6 Mio. EUR) im Rahmen der K-Sure Finanzierung 303,6 Mio. USD (225,7 Mio. EUR) in Anspruch genommen.

Die sonstigen Finanzschulden verringerten sich 2010 aufgrund einer Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital in Höhe von 353,0 Mio. EUR am 31. März 2010.

ERLÄUTERUNGEN ZUR VERKÜRZTEN KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Aus der Investitionstätigkeit sind in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 insgesamt -302,6 Mio. EUR an Mitteln abgeflossen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen enthalten im Wesentlichen Abschlusszahlungen für sechs neue Containerschiffe sowie Anzahlungen für weitere Schiffe.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit für die Vorjahresperiode enthält insbesondere auch – verrechnet mit den erworbenen Finanzmitteln – die Zahlungen für den Erwerb der Anteile an der Hapag-Lloyd AG durch die "Albert Ballin" Holding. Die durch die Käufe erworbenen Finanzmittel beliefen sich auf rund 401,7 Mio. EUR.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

Beihilfen der öffentlichen Hand

Die Finanzierung des Konzerns wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 neben Sanierungsbeiträgen der Gesellschafter insbesondere durch die Zusage eines staatsverbürgten Konsortialkredites in Höhe von 1.200,0 Mio. EUR sicher gestellt, der am 18. Mai 2010 unterzeichnet wurde. Sowohl der Konsortialkreditvertrag als auch der Bürgschaftsantrag wurden am 22. September 2010 zurückgenommen (siehe Erläuterungen zu den Finanzschulden).

Rechtsstreitigkeiten

Bei Hapag-Lloyd Mexico wurden im Geschäftsjahr 2009 für die Jahre 2002 und 2003 Steuerprüfungen abgeschlossen. Am 21. Januar 2010 und 26. Februar 2010 sind die Bescheide eingegangen. Diese verpflichten die Gesellschaft zu Körperschaftsteuer- und Umsatzsteuernachzahlungen sowie zur Zahlung von Strafgeldern und Zuschlägen für Inflation und sonstige Gebühren. Des Weiteren fordert die Steuerbehörde, die Mitarbeiter der Gesellschaft an den ermittelten Mehrgewinnen zu beteiligen. Die beauftragten Rechtsanwälte sind der Überzeugung, dass die Steuerbescheide nicht rechtmäßig sind. Die Gesellschaft hat gegen die Steuerbescheide 2002 und 2003 Einspruch eingereicht

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des "Albert Ballin" Holding-Konzerns enthalten insbesondere Bestellobligen für Investitionen in Containerschiffe, Charter- und Leasingverträge für Schiffe und Container sowie Mieten für Geschäftsgebäude. Die Verträge haben Laufzeiten zwischen einem und 13 Jahren und beinhalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Im dritten Quartal 2010 bzw. in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 wurden Mietzahlungen in Höhe von 151,5 Mio. EUR bzw. 406,7 Mio. EUR aufwandswirksam erfasst.

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen sowie das Bestellobligo setzen sich wie folgt zusammen:

Mio. EUR 30.9.2010 31.12.2009
Schiffe und Container 1.211,6 1.389,0
Verwaltungsgebäude 163,0 173,7
Sonstiges 158,9 150,3
Miete 1.533,5 1.713,0
Bestellobligo 390,3 667,5
Gesamt 1.923,8 2.380,5
Beizulegender Zeitwert 1.711,9 2.075,3

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgte anhand der Diskontierung der zukünftigen Ausgaben unter Verwendung eines marktüblichen Zinssatzes von 4,25% p.a..

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die "Albert Ballin" Holding in Ausübung ihrer normalen Geschäftstätigkeit in unmittelbaren oder mittelbaren Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Weitergehende Informationen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang 2009 im Rahmen der Sonstigen Erläuterungen enthalten. Wesentliche Veränderungen des laufenden Geschäftsjahres ergaben sich aus der Umwandlung von Finanzschulden in Eigenkapital in Höhe von 353,0 Mio. EUR am 31. März 2010.

Darüber hinaus führte die Einzahlung der zum 31. Dezember 2009 ausstehenden Kapitaleinlagen in Höhe von 142,5 Mio. EUR zu einer Verringerung der sonstigen Forderungen gegen mittelbare Gesellschafter.

Segmentberichterstattung

Den Anforderungen an die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 wird mit vorliegendem Zwischenabschluss entsprochen, da der "Albert Ballin" Holding-Konzern nur aus einem Segment besteht, über welches an den Hauptentscheidungsträger berichtet wird. Die Steuerung durch den Hauptentscheidungsträger erfolgt ebenfalls nur auf Basis dieses einen Segments.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 1. Oktober 2010 wurde im Rahmen eines Facility Agreements eine Kreditlinie in Höhe von 360 Mio. USD (262,37 Mio. EUR) für die Hapag-Lloyd AG und die "Albert Ballin" Holding gewährt.

Am 6. Oktober 2010 wurden die im Rahmen des Stand-Still-Agreements gestundeten Tilgungsleistungen und Zinsen sowie in diesem Zusammenhang fällige Gebühren in Höhe von insgesamt 229,3 Mio. EUR gezahlt.

Anfang Oktober 2010 wurde ein High Yield Bond begeben, der sich aus einer Euro-Tranche in Höhe von 330 Mio. EUR sowie einer US-Dollar-Tranche in Höhe von 250 Mio. USD zusammensetzt.

Zusätzlich wurde Ende Oktober 2010 eine dritte Tranche des High Yield Bonds über 150 Mio. EUR platziert.

Am 2. November 2010 tilgte Hapag-Lloyd AG einen Überbrückungskredit der TUI in Höhe von 226,2 Mio. EUR.

Hamburg, den 15. November 2010

"Albert Ballin" Holding GmbH & Co. KG Verwaltung "Albert Ballin" Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Martin Görge Peter Ganz

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