Interim / Quarterly Report • Sep 27, 2018
Interim / Quarterly Report
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Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG notiert im Marktsegment Freiverkehr - Mittelstandsbörse Deutschland am Börsenplatz Hamburg.
Auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 konnte die Aktie den positiven Trend des Vorjahres fortsetzten. Zwar wurde mit 11,00 EUR im ersten Quartal noch ein Kurs unter dem Eröffnungskurs von 17,00 EUR erreicht, allerdings kehrte sich das Momentum mit Beginn des zweiten Quartals um und die Aktie gewann schnell an Wert. Die Erholung wurde womöglich durch die zwei Ad-hoc-Mitteilungen im April bzgl. höher als erwartet ausgefallene Buchgewinne auf Konzernebene und Ebene der HAMMONIA Schiffsholding getragen. In der Spitze erzielte die Aktie einen Wert von 55,50 EUR im Juni 2018. Allerdings stellte sich diese Marke als nicht nachhaltig heraus und der Kurs fiel auf moderate 30,00 EUR in der zweiten Hälfte des Monats und markierte damit den Schlusskurs der ersten Jahreshälfte. Gegenüber dem Jahresanfangskurs ist das ein Plus von über 70 %.
Über das erste Quartal hinweg entwickelte sich die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG vergleichbar zu den großen Indizes DAX, DAXglobal Shipping und MSCI World Index. Die positiven Kursausschläge der Aktie im zweiten Quartal sind erwartungsgemäß bei den Indizes nicht zu finden. Letztendlich beendete der DAXglobal Shipping die erste Jahreshälfte mit über -10 % deutlich im Minus. Der DAX schloss im selben Zeitraum ebenfalls mit -4 % im Minus. Leicht positiv entwickeln konnte sich der MSCI World Index mit 2 % über dem Anfangskurs. Somit lag die Aktie im direkten Vergleich mit den Indizes obenauf.
Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding AG werden seit dem 31. Dezember 2014 nicht mehr im regulierten Markt, sondern nur noch im Freiverkehr gehandelt. Folglich gibt es keine Stimmrechtsmeldungen der Aktionäre mehr. Daher liegen der HAMMONIA Schiffsholding AG keine aktuellen Informationen zur Aktionärsstruktur vor. Allerdings geht der Vorstand weiterhin davon aus, dass die Aktien der Gesellschaft überwiegend von langfristig orientierten institutionellen Investoren gehalten werden. Der größte Aktionär ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG mit einem Anteil von knapp 21 %. Die HAMMONIA Schiffsholding AG hält keine eigenen Aktien.


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| WKN / ISIN | A0MPF5 / DE000A0MPF55 |
| Börsenkürzel / Reuters / Bloomberg | HHX.HAM / HHX.DE / HHX.GR |
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
| Aktienanzahl | 136.414 Stück |
| Marktkapitalisierung zum Bilanzstichtag | 4.092.420,00 EUR |
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| Höchstkurs 15.06.2018 | 55,50 EUR |
| Tiefstkurs 20.02.2018 | 11,00 EUR |
| Anfangskurs 02.01.2018 | 17,00 EUR |
| Schlusskurs 29.06.2018 | 30,00 EUR |
Die HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 als HCI HAMMONIA SHIPPING AG von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG (heute Ernst Russ AG) initiiert. Bis zum 30. Dezember 2014 war die Gesellschaft an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Mit Wirkung vom 14. Juli 2017 wurde die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in HAMMONIA Schiffsholding AG umbenannt.
Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Seeschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf modernen Containerschiffen. Beim Betrieb der Schiffe besteht das Geschäftsmodell darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Seeschiffen.
Die HAMMONIA Schiffsholding AG steuert als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind Einschiffsgesellschaften und zivilrechtlich die Eigentümer und Betreiber einzelner Schiffe. Des Weiteren ist die HAMMONIA Schiffsholding AG an den jeweiligen Komplementärgesellschaften, in der Rechtsform "GmbH", der Schiffsgesellschaften als Alleingesellschafterin beteiligt. Diese Struktur erlaubt die Nutzung der steuerlich vorteilhaften Gewinnermittlungsmethode nach § 5a EStG (sog. "Tonnagesteuer").
In der HAMMONIA Schiffsholding AG sind keine Mitarbeiter angestellt. Im Konzern waren während des Berichtszeitraums durchschnittlich drei eigene Seeleute beschäftigt. Die Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen somit den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung.
Im ersten Halbjahr 2018 haben sich die Charterraten deutlich besser als erwartet entwickelt. Der New ConTex, ein unternehmensunabhängiger Index für Zeitcharterraten für Containerschiffe in den Größenklassen 1.100 TEU bis 4.250 TEU, konnte in den ersten sechs Monaten ca. 19 % zulegen. Beispielsweise lag die Charterrate für ein 2.500 TEU Containerschiff mit Kränen, vergleichbar mit dem M/S "HAMMONIA BEROLINA", am Jahresanfang noch bei 9.250 und im Juni schon bei 12.500 USD pro Tag (Quelle: ALPHALINER Monthly Monitor). Allerdings erreichte der Index Ende des Halbjahres vorerst sein Jahreshoch. Aktuell entwickeln sich die Charterraten aufgrund einer schwächeren Nachfrage seitens der Linienreedereien und geringerer Aktivität auf dem Chartermarkt wieder rückläufig. Ebenfalls ist damit zu rechnen, dass die Linienreeder versuchen werden, das Charterrateniveau so niedrig wie möglich zu halten, da sich neben den Charterraten auch die Frachtraten und die Bunkerpreise für die Linien im ersten Halbjahr ungünstig entwickelt haben.
Für das Gesamtjahr 2018 rechnet ALPHALINER auf der Kapazitätsseite mit einem Wachstum um 6,1 % und beim Containerumschlag mit einem Wachstum in Höhe von 4,5 %. Die Ausweitung der Kapazität ist auch der relativ geringen Zahl der Abwrackungen geschuldet, welche wiederum mit der Erholung der Charterraten zusammenhängt. Auf der Nachfrageseite scheint sich ebenfalls eine Eintrübung abzuzeichnen: Die protektionistische Handelspolitik der USA und der daraus resultierende Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China belastet die globale Konjunktur. Folglich sinken die Wachstumsprognosen. So hat der IWF in seinem Juli-Update die Welthandelsprognose für 2018/19 um 0,4 bzw. 0,3 % gegenüber der April-Prognose gesenkt. Das vom Ifo-Institut berechnete Barometer für das Weltwirtschaftsklima sank im dritten Quartal von 16,5 auf nur noch 2,9 Punkte. Auch die jüngste Eskalation der Lira-Krise in der Türkei und die damit zunehmende Nervosität in anderen Schwellenländern bremst die Euphorie.
Somit erwarten wir für den Rest des Jahres 2018 ein leichtes Absinken des Ratenniveaus. Allerdings nicht auf vergleichbar niedrige Werte wie das im Jahr 2016 der Fall war.
Das erste Halbjahr 2018 hatte zwei Flottenabgänge zu verzeichnen. Zum einen wurde das M/S "HAMMONIA ROMA" auf Betreiben der Bank am 20. März 2018 verkauft. Zum anderen wurde das M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA) am 26. Juni 2018 an neue Eigentümer übergeben. Dieser Verkauf fand planmäßig und im Rahmen des schon im Juni 2017 geschlossenen Verkaufsvertrages statt.
Folglich waren zum 30. Juni 2018 vier Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 bis 7.800 TEU in Fahrt. Neben dem M/S "HAMMONIA BEROLINA" mit 2.500 TEU und den M/S "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) und "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) mit jeweils 7.800 TEU ist das M/S "SAXONIA" ebenfalls Teil der Flotte. Letzteres befindet sich allerdings in einem Insolvenzverfahren, so dass die HAMMONIA Schiffsholding AG weder Einfluss auf die Schiffsgesellschaft ausübt, noch an der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Schiffsgesellschaft beteiligt ist.
Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" fährt noch bis mindestens 2021 unter einer Zeitcharter bei MCC Transport, einem Tochterunternehmen der Maersk Line A/S, zu 9.000 USD/Tag brutto.
Für die 7.800 TEU Schiffe konnten im Anschluss an die 10-Jahres-Zeitcharter Verlängerungen mit demselben Charterer, d.h. Maersk Line A/S, geschlossen werden. Mit einer Charterrate in Höhe von 19.750 USD/Tag konnte eine auskömmliche Charter geschlossen werden, sodass die Schiffe wirtschaftlich bis kurz vor Auslauf der Klasse und dem damit einhergehenden Verkauf betrieben werden konnten.
Die über den Stichtag hinaus betriebenen 7.800 TEU Schiffe werden voraussichtlich im September 2018 aus der Charter zurückgeliefert und verkauft werden.
Am 28. Februar 2018 konnte auch das letzte Schiffshypothekendarlehen der drei 7.800 TEU Schiffe zurückgeführt werden. Damit reduzierte sich der Gesamtverschuldungsgrad des Konzerns erheblich. Die Kaufpreisabsicherung der drei 7.800 TEU Schiffe stellte die Fähigkeit der Gesellschaft, die im Jahr 2018 fälligen Verbindlichkeiten zu tilgen, sicher. Somit ist die HAMMONIA Schiffsholding AG weiterhin auf einem sehr guten Weg, die im Jahr 2015 begonnene Restrukturierung im Berichtsjahr erfolgreich abzuschließen.
Positiv zu bewerten sind die Charterverlängerungen der 7.800 TEU Schiffe, die maßgeblich dazu beitragen, dass die diesjährigen Halbjahres-Geschäftszahlen des Konzerns ein positives Schiffsbetriebsergebnis zeigen. Somit setzt sich der Trend positive Ergebnisse zu erwirtschaften fort. Dennoch ist der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 21,9 Mio. EUR geprägt von positiven Sondereffekten aus dem Verkauf des M/S "HAMMONIA ROMA".
Negativ zu sehen ist die Verkleinerung der Flotte durch den Verkauf der M/S "HAMMONIA ROMA" und "HAMMONIA DANIA", die zu niedrigeren Umsatzerlösen und einer Abnahme des Anlagevermögens führt.
Insgesamt bietet sich zur Mitte des Geschäftsjahrs 2018 ein überwiegend positives Bild: Die HAMMONIA Schiffsholding AG ist weitgehend frei von externen Zwängen und finanziellen Unsicherheiten, da es derzeit keine Belastungen gibt, die nicht aus eigener Kraft heraus gemeistert werden können.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert auf den handelsrechtlichen Werten im Konzernabschluss, erfolgt jedoch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien.
Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das erste Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum stellen sich wie folgt dar:
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| in TEUR | 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 14.094 | 25.726 | -11.632 |
| Schiffsbetriebskosten | -2.886 | -5.948 | 3.062 |
| Personalkosten | -2.425 | -3.307 | 882 |
| Schiffsbetriebsergebnis | 8.783 | 16.471 | -7.688 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 18.508 | 9.978 | 8.530 |
| Davon Kurserträge | 683 | 5.975 | -5.292 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.491 | -5.882 | 4.391 |
| Davon Kursaufwendungen | -565 | -5.374 | 4.809 |
| Reedereiergebnis | 25.800 | 20.567 | 5.233 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | |||
| Planmäßig | -3.449 | -10.815 | 7.366 |
| Außerplanmäßig | 0 | -3 | 3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 22.351 | 9.749 | 12.602 |
| Zinserträge | 8 | 2 | 6 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -436 | -2.271 | 1.835 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 21.923 | 7.480 | 14.443 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -38 | -28 | -10 |
| Konzernperiodenergebnis | 21.885 | 7.452 | 14.433 |
| Davon entfielen auf Aktionäre der Muttergesellschaft | 19.520 | 6.423 | 13.097 |
| Davon entfielen auf andere Gesellschafter | 2.365 | 1.029 | 1.336 |
Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von fünf Containerschiffen (Vorjahresvergleichszeitraum: sieben Containerschiffe) erzielt. Die Anzahl der Containerschiffe reduzierte sich durch die im Vorjahresvergleichszeitraum erfolgte Entkonsolidierung von zwei Schifffahrtsgesellschaften. Zwei weitere Containerschiffe wurden im Berichtszeitraum veräußert.
Die Umsatzerlöse haben sich im Wesentlichen aufgrund des Auslaufens und anschließendem Neuabschluss von Charterverträgen vermindert.
Die Schiffsbetriebskosten enthalten die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich u.a. aufgrund der verminderten Anzahl an Containerschiffen vermindert. Die Aufwendungen für das Schiffspersonal haben sich ebenfalls aufgrund der verminderten Anzahl an Containerschiffen reduziert.
Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verminderte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 7,7 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich erhöht. Wesentlicher Grund sind außergewöhnliche Erträge aus dem Erlass eines Schiffshypothekendarlehens im Rahmen des Verkaufs eines Containerschiffes in Höhe von 17,1 Mio. EUR. Demgegenüber haben sich die Kurserträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 5,3 Mio. EUR vermindert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 4,4 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR vermindert. Wesentlicher Grund ist die Verminderung der Kursaufwendungen auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 5,4 Mio. EUR). Neben den Kursaufwendungen umfasst der Posten im Wesentlichen Verluste in Höhe von 0,5 Mio. EUR, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von zwei Containerschiffen entstanden sind. Des Weiteren betreffen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen diverse Verwaltungskosten der einzelnen Gesellschaften des Konzerns.
Die planmäßigen Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum aufgrund der reduzierten Anzahl an Containerschiffen vermindert.
Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen aufgrund der Tilgung der Schiffshypothekendarlehen bei drei Containerschiffen um 1,8 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR vermindert.
Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegt das Konzernperiodenergebnis des Berichtszeitraumes bei 21,9 Mio. EUR, nach 7,5 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Die auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der Schifffahrtsgesellschaften.
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt von einer langjährigen Schifffahrtskrise geprägt.
Das Finanzmanagement stellt sicher, dass der Konzern dauerhaft liquide ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA Schiffsholding AG ist das oberste Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen.
Die seit Jahren andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hatte für die HAMMONIA Schiffsholding AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Diese wurden im Jahr 2015 erfolgreich umgesetzt. Im Ergebnis konnte die HAMMONIA Schiffsholding AG um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag enthaftet werden. Ebenfalls wurden die Verbindlichkeiten auf Ebene der Holding neu geordnet. Die Gläubiger erhielten für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von maximal 8 Mio. USD für den Fall, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG wieder Dividenden zahlen wird.
Spätestens zum 01. Dezember 2018 bzw. zum 01. Januar 2019 werden die finanziellen Verpflichtungen auf Ebene der Holding in Höhe von 14,4 Mio. EUR zum Berichtsstichtag zur Rückzahlung fällig. Um die vollständige Tilgung der Verbindlichkeiten aus den Verkaufserlösen der 7.800 TEU Schiffe sicher zu stellen, wurde der Verkaufserlös der drei 7.800 TEU Schiffe mithilfe eines strukturierten Verkaufsvertrages auf Basis einer Preisgleitklausel festgeschrieben. Mit dem ersten erfolgreichen Verkauf des M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA) im Juni 2018 hat sich das Konzept bewährt. Mit dem planmäßigen Verkauf der verbleibenden zwei Schiffe im September 2018 wird genügend Liquidität generiert, um sämtliche Verbindlichkeiten der HAMMONIA Schiffsholding AG zurückzuführen. Darüber hinaus wird freie Liquidität - vorausgesetzt es finden keine Investitionen statt - im Konzern verbleiben.
Das vorerst einzig verbleibende M/S "HAMMONIA BEROLINA" hat aufgrund der längerfristigen Zeitcharter mit Maersk Line A/S eine stabile Finanzierung. Ebenfalls wurde bisher planmäßig eine vierteljährliche Ausschüttung in Höhe von 8 % p.a. auf das Eigenkapital geleistet. Trotzt einer im vorherigen Geschäftsjahr langfristig geschlossenen Zeitcharter mit Maersk Line A/S konnte für das M/S "HAMMONIA ROMA" mit der finanzierenden Bank keine Restrukturierung nach dem Vorbild des M/S "HAMMONIA BEROLINA" umgesetzt werden, so dass dieses Schiff letztendlich im Berichtszeitraum verkauft werden musste.
Für die Schiffsgesellschaft des M/S "SAXONIA" musste schon im Jahr 2016 Insolvenz angemeldet werden und somit ist diese Beteiligung für die Gesellschaft von untergeordneter finanzieller Bedeutung, da die HAMMONIA Schiffsholding AG aus diesem Schiff keine nennenswerten liquiden Zuflüsse mehr erwarten kann.
Zusammengefasst ist festzustellen, dass durch die Absicherung des Verkaufserlöses der drei 7.800 TEU Schiffe die Rückzahlung der Verbindlichkeiten auf Ebene der HAMMONIA Schiffsholding AG im Jahr 2018 sichergestellt ist. Für die verbleibenden Schiffe gibt es seitens der Holding keine Haftung mehr. Die weiterhin bestehenden Besserungsscheine sind nur im Falle einer Dividendenzahlung liquiditätswirksam. Der derzeitige Kassenbestand der Gesellschaft deckt den laufenden Liquiditätsbedarf des normalen Geschäftsbetriebs. Somit erscheint die Solvenz der Gesellschaft zum Bilanzstichtag auf absehbare Zeit gesichert.
Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich zum Stichtag 30. Juni 2018 im Vergleich zum Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2017, wie folgt dar:
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| in TEUR | 30.06.2018 | % | 31.12.2017 | % | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Anlagevermögen | 25.162 | 50,0 | 47.654 | 77,6 | -22.492 |
| Umlaufvermögen | 24.986 | 49,7 | 13.439 | 21,9 | 11.547 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 167 | 0,3 | 319 | 0,5 | -152 |
| Bilanzsumme | 50.315 | 100,0 | 61.412 | 100,0 | -11.097 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | 23.490 | 46,7 | 1.608 | 2,6 | 21.882 |
| Rückstellungen | 1.925 | 3,8 | 3.053 | 5,0 | -1.128 |
| Verbindlichkeiten | 24.900 | 49,5 | 56.751 | 92,4 | -31.851 |
| Bilanzsumme | 50.315 | 100,0 | 61.412 | 100,0 | -11.097 |
Auf der Aktivseite entfallen zum 30. Juni 2018 50 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | |
|---|---|
| Stand 31. Dezember 2017 | 47.654 |
| Planmäßige Abschreibungen | -3.449 |
| Abgänge | -19.043 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 25.162 |
Das Umlaufvermögen in Höhe von 25,0 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel (22,4 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u.a. Vorräte (0,3 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,7 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände (0,6 Mio. EUR).
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich um 21,9 Mio. EUR durch den im 1. Halbjahr 2018 realisierten Konzernperiodenüberschuss in Höhe von 21,9 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital in Höhe von 23,5 Mio. EUR ergibt sich aus 18,9 Mio. EUR den Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendem Konzerneigenkapital und aus 4,6 Mio. EUR konzernfremden Gesellschaftern zuzurechnendem Konzerneigenkapital. Die Konzerneigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 2,6% auf 46,7%.
Verbindlichkeiten in Höhe von 12,0 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 42,4 Mio. EUR) umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche die Schiffsfinanzierungen einschließlich abgegrenzter Zinsen eines in Fahrt befindlichen Containerschiffes sowie Bankverbindlichkeiten der Holding betreffen. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert neben planmäßigen Tilgungen im Wesentlichen aus der Rückzahlung bzw. dem Erlass eines Schiffshypothekendarlehens im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Containerschiffes. Die Verbindlichkeiten umfassen als weitere wesentliche Posten zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in unveränderter Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR, ein Darlehen (einschließlich aufgelaufener Zinsen) eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio. EUR sowie Anzahlungen aufgrund des bereits erfolgten Verkaufs von zwei Containerschiffen von 2,1 Mio. EUR.
Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
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| in TEUR | 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.112 | 11.365 | -5.253 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 17.782 | 3.227 | 14.555 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -13.835 | -11.671 | -2.164 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 10.059 | 2.921 | 7.138 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | -157 | 157 |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 89 | -857 | 946 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 12.288 | 10.900 | 1.388 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.436 | 12.807 | 9.629 |
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen durch die deutlich verminderten Umsatzerlöse vermindert.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Einzahlungen aus dem Verkauf von zwei Containerschiffen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -13,8 Mio. EUR resultiert in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 9,9 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen. 3,6 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1,8 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen, die im Wesentlichen die Zahlung kapitalisierter Zinsen im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Containerschiffes betreffen.
Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2018 gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 9,6 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR.
Für einen optimalen wirtschaftlichen Betrieb der Schiffe ist eine hohe technische Verfügbarkeit der Flotte von großer Bedeutung, da im Rahmen einer Zeitcharter der Charterer nur für Zeiten zahlen muss, in welchen ein Schiff technisch verfügbar und somit fahrtüchtig ist. Für den Berichtszeitraum ergibt sich folgende Statistik:
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| Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen | 799,00 |
| Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen | 788,05 |
| - Ist-Verfügbarkeit in Tagen | 797,14 |
| - Technisch bedingte Tage ohne Beschäftigung | 1,86 |
| - Tage ohne Beschäftigung1 | 2,64 |
| Technische Verfügbarkeit der Flotte im Berichtszeitraum | 99,77 % |
1 Beschäftigungslose Tage des M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA) zwischen der Rücklieferung aus der Zeitcharter und dem Verkauf des Schiffes.
Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei annähernd 100 %. Sowohl planmäßige als auch außerplanmäßige Dockungen sind im Berichtsraum nicht ausgeführt worden. Somit zeichnet sich die Flotte der HAMMONIA Schiffsholding AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe, den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften und die Qualität der technischen Bereederung wider.
Laut Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook Update, July 2018) wächst die Weltwirtschaft im laufenden Jahr und im Folgejahr 2019 mit 3,9 %. Die stagnierende Entwicklung beim Wachstum beendet den seit dem Jahr 2016 bestehenden positiven Wachstumstrend. Das liegt zum einen an der Erwartung, dass die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Volkswirtschaften bereits einen Höchststand erreicht hat oder zumindest im Jahr 2018 erreichen wird. Zum anderen nehmen die Risiken aufgrund des womöglich weiter eskalierenden Handelsstreits zwischen den großen Wirtschaftsräumen USA, China und Europa zu und die Schwäche der Landeswährungen bei Schwellenländern sorgt für erhöhten wirtschaftlichen Druck auf die betroffenen Länder.
Die sich materialisierenden Risiken eines Handelsstreits zeigen sich auch bei der Vorhersage des Welthandels. Dieser wuchs im Jahr 2017 noch kräftig mit 5,1 %. Für das Jahr 2018 sind 4,8 % prognostiziert und für das Folgejahr noch 4,5 %. Sollten sich diese Zahlen bewahrheiten, sind die Aussichten sicherlich alles andere als schlecht, aber auch hier zeichnet sich ein Überschreiten des Hochs ab.
Für die Containerschifffahrt bedeutet dies laut ALPHALINER (Monthly Monitor August 2018) wieder eine Umkehr der positiven Entwicklung des Angebots und der Nachfrage. Im letzten Jahr übertraf das Wachstum des Containerumschlags den Zuwachs bei den Containerschiffen noch. Für dieses Jahr wird allerdings schon wieder mit einer Umkehrung der Schere gerechnet, d.h. das Angebot an Schiffen wächst mit 6,1 % stärker als der Containerumschlag mit 4,5 %. Positiv ist zu bewerten, dass im Jahr 2019 wieder mit einer leicht positiven Entwicklung gerechnet wird. Aber wie immer wird die tatsächliche Situation und die Markteinschätzung der Beteiligten von makroökonomischen Faktoren, Neubaubestellungen und der Verschrottungsaktivität bestimmt werden und den Chartermarkt entsprechend beeinflussen.
Derzeit geht der Vorstand von leicht sinkenden Charterraten aus. Die historischen Tiefs aus 2016 sollten allerdings nicht mehr erreicht werden. Aber auch das zwischenzeitliche Hoch im ersten Halbjahr 2018 scheint aufgrund des sich abschwächenden Welthandels und der schlechten Ergebnisse im ersten Halbjahr 2018 bei den Linienreedern für die kommenden Monate Geschichte. Allerdings gilt grundsätzlich, dass sich die Angebots- und Nachfrageseite sehr viel ausgeglichener zeigt, als das beispielsweise noch vor drei Jahren der Fall war. Insofern sind die Vorzeichen für eine mittel- bis langfristige Erholung weiterhin intakt.
Die Auswirkungen des Chartermarkts auf die HAMMONIA Schiffsholding AG sind derzeit gering.
Das liegt daran, dass die Flotte voraussichtlich zum Ende des Jahres stark reduziert sein wird und die verbleibenden Schiffe nicht vom Chartermarkt abhängig sind. So werden die beiden verbleibenden 7.800 TEU Schiffe voraussichtlich im September 2018 verkauft werden. Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" fährt bis auf weiteres für Maersk Line A/S mit einer festen Zeitcharter. Das M/S "SAXONIA" ist aufgrund der Insolvenz der betreffenden Schiffsgesellschaft wirtschaftlich belanglos.
Auf der Passivseite der HAMMONIA Schiffsholding AG rechnen wir im Anschluss an die Veräußerung des letzten 7.800 TEU Schiffes mit der vollständigen Rückführung der Verbindlichkeiten aus der Restrukturierung im Jahr 2015.
Bezüglich der technischen Verfügbarkeit erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 eine ähnlich hohe Einsatzbereitschaft der Flotte wie im Gesamtjahr 2017.
Aufgrund der kleineren Flotte und der auslaufenden Chartern der 7.800 TEU Schiffe erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einerseits deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HAMMONIA Schiffsholding AG, andererseits auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Durch den Verkauf des M/S "HAMMONIA ROMA" werden hohe außergewöhnliche Erträge aus einem Darlehnsverzicht im Konzern der HAMMONIA Schiffsholding AG entstehen. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich niedrigeren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Tilgungsleistungen einerseits und vor allem wegen der kleineren Flotte andererseits erheblich sinken. Außerdem werden sich die planmäßigen Abschreibungen aufgrund des Verkaufs der drei 7.800 TEU Schiffe zur Jahresmitte bzw. im 3. Quartal 2018 deutlich vermindern. Weiterhin rechnen wir für 2018 mit einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,20 EUR/USD und daher mit einem schwächeren USD-Jahresdurchschnittskurs im Vergleich zum Niveau des Vorjahres von 1,13 EUR/USD. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 aus dem ordentlichen Geschäft, nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern ein positives Konzernergebnis von rd. 16 bis 20 Mio. EUR. Darin enthalten sind bereits Erträge aus dem Darlehensverzicht der finanzierenden Bank des M/S "HAMMONIA ROMA" von rd. 17,1 Mio. EUR. Weitere nicht planbare Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Verkauf weiterer Schiffe, sind dagegen nicht berücksichtigt.
Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2018 im Konzern einen gegenüber dem Vorjahr moderat verringerten Bestand an verfügbaren liquiden Mittel. Liquiditätserhöhend wirken sich insbesondere die Verkaufserlöse der 7.800 TEU Schiffe aus. Diesem positiven Effekt steht die Tilgung der Zahlungsversprechen der HAMMONIA Schiffsholding AG aus der Restrukturierung gegenüber. Ebenfalls tragen der Verkauf der M/S "HAMMONIA ROMA" sowie die Rückführung der Mezzanine Tranche bei der M/S "HAMMONIA HAFNIA" zur Verringerung der Liquidität bei.
Wir erwarten, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG im laufenden Jahr Beteiligungserträge aus zwei der drei 7.800 TEU Schiffe generieren wird. Dennoch wird die benötigte Liquidität zur Zahlung der Restrukturierungsverbindlichkeiten nicht aus den Beteiligungserträgen, sondern aus den Kapitalrückzahlungen generiert. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr von außergewöhnlichen Gewinnen gekennzeichnet gewesen ist, erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich geringere Erträge und damit insgesamt noch ein leicht positives Ergebnis für 2018, wobei jedoch keine nicht planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind.
Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation der Holdinggesellschaft erwarten wir für das Jahr 2018 bedeutende Auszahlungen aus den Schiffsgesellschaften im Zusammenhang mit dem Verkauf der oben genannten Schiffe. Dem gegenüber steht die Tilgung der Verbindlichkeiten aus dem Restrukturierungskonzept. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit sinkenden Zuflüssen von liquiden Mitteln. Grundsätzlich findet eine Verschiebung der Liquidität aus den Tochtergesellschaften in die Holding statt, so dass sich die ehemals über den Konzern verteilte Liquidität in der HAMMONIA Schiffsholding AG konzentriert. Diese zum Vorjahr deutlich erhöhte Liquidität in der Größenordnung von 8 bis 10 Mio. EUR zum Jahresende ist mehr als ausreichend, um die operativen Kosten der Holding auf Jahre hinaus zu decken, so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann.
Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.
Wesentliche Risiken resultieren aus Marktrisiken, Finanzierungsrisiken, darunter Währungs-, Zinsänderungs-, Finanzierungsänderungsrisiken, technischen und Schiffsbetriebsrisiken, unternehmensbezogenen Risiken und Geschäftsmodellrisiken.
Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet.
Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie die aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG.
Für eine ausführliche Darstellung der Hauptrisikogruppen wird auf den Geschäftsbericht 2017, Seite 20 ff., verwiesen.
Seit dem 31. Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Risikobewertung für die HAMMONIA Schiffsholding AG ergeben.
Wesentliche Chancen bestehen in der Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte, einer gütlichen Einigung mit den Banken bezüglich des Besserungsscheins, der Entwicklung von wirtschaftlich überzeugenden Projekten und dem Wiedererwachen des Interesses des Kapitalmarktes an Schiffsinvestitionen.
Für eine ausführliche Darstellung der Chancensituation wird auf den Geschäftsbericht 2017, Seite 22 verwiesen.
Seit dem 31. Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der Chanceneinschätzung für die HAMMONIA Schiffsholding AG ergeben.
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| in TEUR | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | 25.162 | 47.654 |
| I. Sachanlagen | |||
| 1. Seeschiff | 25.155 | 47.647 | |
| II. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 7 | 7 | |
| B. | Umlaufvermögen | 24.986 | 13.439 |
| I. Vorräte | |||
| 1. Bordbestände | 258 | 438 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.664 | 14 | |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 78 | 59 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 550 | 640 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 22.436 | 12.288 | |
| C. | Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 167 | 319 |
| Bilanzsumme | 50.315 | 61.412 |
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| in TEUR | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | 23.490 | 1.608 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 13.641 | 13.641 | |
| II. Kapitalrücklage | 0 | 20.410 | |
| III. Gewinnrücklage - Gesetzliche Rücklage | 0 | 5 | |
| IV. Konzernbilanzgewinn/-verlust | 5.221 | -34.714 | |
| Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendes Eigenkapital | 18.862 | -658 | |
| V. Anteile anderer Gesellschafter | 4.628 | 2.266 | |
| B. | Rückstellungen | 1.925 | 3.053 |
| 1. Steuerrückstellungen | 107 | 134 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.818 | 2.919 | |
| C. | Verbindlichkeiten | 24.900 | 56.751 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.041 | 42.436 | |
| 2. Genussrechtskapital | 6.175 | 6.175 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 344 | 336 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 571 | 354 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 5.769 | 7.450 | |
| Bilanzsumme | 50.315 | 61.412 |
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 14.094 | 25.726 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 18.508 | 9.978 |
| 3. | Schiffsbetriebsaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -476 | -1.016 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.410 | -4.932 | |
| 4. | Personalaufwand | ||
| a) Heuern für fremde Seeleute | -2.316 | -3.291 | |
| b) Heuern für eigene Seeleute | -71 | -14 | |
| c) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -38 | -2 | |
| 5. | Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | -3.449 | -10.818 | |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.491 | -5.882 |
| 7. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8 | 2 |
| 8. | Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -436 | -2.271 |
| 10. | Steuern vom Einkommen und Ertrag | -38 | -28 |
| 11. | Konzernperiodenüberschuss | 21.885 | 7.452 |
| 12. | Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 20.410 | 0 |
| 13. | Entnahmen aus Gewinnrücklage aus der gesetzlichen Rücklage | 5 | 0 |
| 14. | Anteile anderer Gesellschafter | -2.365 | -1.029 |
| 15. | Verlustvortrag | -34.714 | -58.359 |
| 16. | Konzernbilanzgewinn/-verlust | 5.221 | -51.936 |
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| in TEUR | 01.01. - 30.06.2018 | 01.01. - 30.06.2017 |
|---|---|---|
| Konzernperiodenüberschuss | 21.884 | 7.452 |
| Planmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.449 | 9.213 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 0 | 4 |
| Zunahme der Rückstellungen | -1.101 | -524 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -17.072 | -6.717 |
| Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.261 | -270 |
| Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -433 | -58 |
| Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 245 | 0 |
| Zinsaufwendungen | 436 | 2.271 |
| Zinserträge | -8 | -2 |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag | 38 | 28 |
| Ertragsteuerzahlungen | -65 | -32 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.112 | 11.365 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 17.774 | 3.227 |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 0 | -2 |
| Erhaltene Zinsen | 8 | 2 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 17.782 | 3.227 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 0 | 32 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten | -10.189 | -9.889 |
| Gezahlte Zinsen | -3.643 | -1.814 |
| Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter | -3 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -13.835 | -11.671 |
| Zahlungsmittelwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 10.059 | 2.921 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 12.288 | 10.900 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | -157 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 89 | -857 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.436 | 12.807 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzgewinn/-verlust | Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendes Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 13.641 | 20.410 | 5 | -58.359 | -24.303 | -8.437 |
| Konzernperiodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 6.423 | 6.423 | 1.029 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.428 |
| Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.06.2017 | 13.641 | 20.410 | 5 | -51.936 | -17.880 | 2.020 |
| Stand 01.01.2018 | 13.641 | 20.410 | 5 | -34.714 | -658 | 2.266 |
| Konzernperiodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 19.520 | 19.520 | 2.365 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0 | -20.410 | 0 | 20.410 | 0 | 0 |
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 0 | 0 | -5 | 5 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -3 |
| Stand 30.06.2018 | 13.641 | 0 | 0 | 5.221 | 18.862 | 4.628 |
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| in TEUR | Konzerneigenkapital |
|---|---|
| Stand 01.01.2017 | 0 |
| Konzernperiodenergebnis | 7.452 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 9.428 |
| Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" | -16.880 |
| Stand 30.06.2017 | 0 |
| Stand 01.01.2018 | 1.608 |
| Konzernperiodenergebnis | 21.885 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 0 |
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 0 |
| Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter | -3 |
| Stand 30.06.2018 | 23.490 |
Die HAMMONIA Schiffsholding AG mit Firmensitz in Neumühlen 9, 22763 Hamburg, Bundesrepublik Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 13.641.400,00 EUR ist eingeteilt in 136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG ist im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert.
Die HAMMONIA Schiffsholding AG sowie ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "HAMMONIA Schiffsholding Konzern") sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig. Intention der HAMMONIA Schiffsholding AG ist es, sich als internationaler Anbieter auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag waren fünf Tochtergesellschaften im Schiffsbetrieb tätig. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Seeschiffe sind in der weltweiten Fahrt eingesetzt.
Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht sind weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht entsprechend § 317 HGB durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.
Der Konzernzwischenabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 30. Juni 2018 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die für den Konzernzwischenabschluss des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen unverändert den im Konzernabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2017 dargestellten Methoden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ist daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 zu lesen.
Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.
Das gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen.
Die ordentliche Hauptversammlung der HAMMONIA Schiffsholding AG hat am 19. Juni 2015 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
(1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;
(2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten bzw. im Freiverkehr gehandelten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden;
(3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden.
Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.
Durch Beschluss des Vorstands vom 11. Mai 2018 wurden bei der HAMMONIA Schiffsholding AG zum Ausgleich des Bilanzverlustes (bzw. des Verlustvortrages aus dem Vorjahr) die gesetzliche Rücklage in Höghe von 5 TEUR sowie die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 20.410 TEUR vollständig aufgelöst.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 |
|---|---|---|
| Zeitcharter | 13.999 | 24.289 |
| Poolcharter | 0 | 720 |
| Erstattungen von Charterern | 95 | 717 |
| 14.094 | 25.726 |
Die Containerschiffe sind in weltweiter Fahrt eingesetzt, weshalb keine Angaben hinsichtlich der geographischen Verteilung der Umsatzerlöse erfolgen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 18.508 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 9.978 TEUR). Sie betreffen in Höhe von 17.132 TEUR außergewöhnliche Erträge aus dem Erlass eines Schiffshypothekendarlehens im Rahmen des Verkaufs eines Containerschiffes von 17.132 TEUR. Im Übrigen betreffen sie im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von 683 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 5.975 TEUR), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von 353 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 410 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Optionsprämien von 197 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 0 TEUR).
Die Aufwendungen aus Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen den Verbrauch von Schmierstoffen von 473 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 584 TEUR) sowie den Ankauf von Treibstoffen bei Chartererwechseln und den Verbrauch von Treibstoffen während Off-Hire-Zeiten bzw. beschäftigungsloser Zeiten von insgesamt 2 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 432 TEUR).
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Bereederungsgebühren und Kommissionen von 959 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.398 TEUR), Reparatur- und Ausrüstungskosten von 854 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.819 TEUR), Aufwendungen für Versicherungen von 402 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 626 TEUR), übrige Kosten des Schiffsbetriebs von 196 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 361 TEUR) und Chartermiete für Fremdtonnage von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum 664 TEUR).
Die Personalaufwendungen betreffen unverändert zum Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen Heuern für fremde Seeleute.
Der Posten betrifft planmäßige Abschreibungen auf Containerschiffe von 3.449 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 10.814 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 1.491 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 5.996 TEUR). Sie betreffen in Höhe von 474 TEUR außergewöhnliche Aufwendungen aus Verlusten in Zusammenhang mit dem Verkauf von Containerschiffen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von 565 TEUR Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahresvergleichszeitraum: 5.374 TEUR). Im Übrigen betrifft der Posten im Wesentlichen Aufwendungen für die Registrierung der Containerschiffe des Konzerns von 153 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 134 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten von 123 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 143 TEUR) und Gebühren aus Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen von 52 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 51 TEUR).
Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsen auf Schiffshypothekendarlehen von 399 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.594 TEUR), Zinsen aus Zinssicherungsgeschäften von 37 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 637 TEUR), übrige Bankgebühren wie Restrukturierungsgebühren von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 34 TEUR) und sonstige Zinsen von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 6 TEUR).
Aus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 102 TEUR pro Jahr. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 0,5 Jahren. Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt 51 TEUR.
Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung hat die Muttergesellschaft des Konzerns folgende Besserungsscheine vereinbart:
| ― | Im Falle einer Dividendenzahlung der Muttergesellschaft erhalten die beiden Genussrechtsinhaber einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal 4 Mio. USD |
| ― | Im Falle einer Dividendenzahlung der Muttergesellschaft erhalten drei weitere Kreditinstitute einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal 4 Mio. USD |
| ― | Im Falle des Erhalts von Ausschüttungen aus zwei Tochter-Schifffahrtsgesellschaften erhalten die beiden Genussrechtsinhaber jeweils maximal einen Betrag in Höhe der jeweils ausstehenden Beträge (zum 30. Juni 2018 insgesamt maximal 6,175 Mio. EUR; sogenannte schifffahrtsbezogene Besserungsscheine) |
Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 hat die Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter Form um 6.002.216,00 EUR auf 7.639.184,00 EUR und die entsprechende Änderung der Satzung in § 3 Abs. 1 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) beschlossen. Das entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 56,00 EUR pro Aktie. Die betreffende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 22. August 2018.
Das 7.800 TEU Containerschiff "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) wurde am 04. September 2018 zu einem Preis von ca. 9,8 Mio. USD verkauft. Der Kaufvertrag wurde im Juni 2017 geschlossen und sah die Übergabe des Schiffs an den Käufer nach dem Ende der Zeitcharter zwischen Februar und September 2018 vor.
Für das 7.800 TEU Containerschiff "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) wurde ein Übergabetermin für den 24. September 2018 vereinbart und ein Verkaufspreis von ca. 9,7 Mio. USD vertragsgemäß festgelegt.
Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem 30. Juni 2018 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten.
Hamburg, den 14. September 2018
Dr. Karsten Liebing
Vorstand
HAMMONIA Schiffsholding AG
HAMMONIA Schiffsholding AG
Neumühlen 9
D-22763 Hamburg
Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-0
Fax: +49 (0) 40 88 88 1-199
www.hammonia-schiffsholding.de
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