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HAMMONIA Schiffsholding AG

Annual Report Jul 22, 2014

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Annual Report

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HCI Hammonia Shipping AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Geschäftsbericht 2013

% Eckdaten

Schiffsportfolio

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Schiff Datum der Übernahme Kapazität in TEU Baujahr
MS "SAXONIA" 03.12.2007 3.108 2003
MS "HAMMONIA POMERENIA" 29.11.2007 2.546 2007
MS "HAMMONIA FIONIA" 29.04.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA DANIA" 06.05.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA HAFNIA" 16.05.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA HOLSATIA" 21.05.2008 2.546 2008
MS "HAMMONIA TEUTONICA" 06.06.2008 2.546 2008
MS "HAMMONIA MASSILIA" 20.10.2008 2.546 2008
MS "HAMMONIA ROMA" 05.01.2009 2.546 2009
MS "HAMMONIA BAVARIA" 05.01.2009 2.546 2009
MS "HAMMONIA PESCARA" 29.12.2010 4.253 2009
MS "ANTOFAGASTA" 10.02.2012 2.872 2008
MS "WESTPHALIA NOVA" 03.12.2007 3.108 2003

Finanzkennzahlen

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in TEUR 2013 2012 2011
Schiffsbetriebsergebnis 32.963 39.917 42.136
Reedereiergebnis 33.408 40.265 40.559
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -27.948 -1.337 17.174
Konzernperiodenergebnis -42.053 -22.107 -226
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 12.792 21.146 22.948
Cashflow aus Investitionstätigkeit 17.843 -1.151 116
Ergebnis pro Aktie (in EUR) -308,31 -162,89 -3,15

Grußwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

die Schifffahrtskrise belastet nach wie vor das Marktumfeld der HCI HAMMONIA SHIPPING AG spürbar. Die Weltwirtschaft und auch der Welthandel verzeichnen zwar weiterhin moderate Wachstumsraten und auch die Nachfrage nach Containerschiffsverkehren ist weltweit erneut gestiegen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG operiert also nach wie vor in einem Wachstumsmarkt. Die Wachstumsrate allein ist jedoch nicht ausreichend, um die bestehenden Überkapazitäten an Containerschiffen abzubauen, insbesondere weil die weltweite Flotte durch Werftablieferungen von Schiffsneubauten weiter gewachsen ist. Hierbei handelt es sich um Schiffsneubauten, die fast ausschließlich nach Ausbruch der Schifffahrtskrise bestellt worden sind. Im vergangenen Jahr haben die großen Linienreeder ihre Orderaktivitäten trotz der noch bestehenden Überkapazitäten am Markt von rund 5 % sogar verstärkt und Containerschiffe mit einer Kapazität von rund 10 % der derzeit fahrenden Flotte bestellt. Somit beträgt aktuell das Verhältnis der bestellten Schiffe zur Bestandsflotte rund 23 %. Hintergrund ist ein ruinöser Wettkampf der Linienreeder um die günstigsten Stückkosten und damit um zukünftige Marktanteile. Es ist davon auszugehen, dass diese Neubaubestellungen nur durch staatlich unterstützte Exportfinanzierungen in den großen Schiffbaunationen Südkorea und China ermöglicht wurden. So verzögern letztlich staatliche Eingriffe die Rückkehr des Marktes in sein Gleichgewicht.

Dieses Umfeld schlägt sich auch in den Geschäftszahlen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nieder: Das Schiffsbetriebsergebnis liegt mit rund 33,0 Mio. EUR deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (39,9 Mio. EUR). Das Konzernperiodenergebnis ist mit rund -42,1 Mio. EUR deutlich negativ (Vorjahr: -22,1 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren erneut im Wesentlichen nicht liquiditätswirksame Wertminderungen des Anlagevermögens. Im Rahmen des "Impairment-Tests", bei dem die Wertansätze des Schiffsvermögens überprüft werden, haben sich Abwertungen in Höhe von rund 38,1 Mio. EUR ergeben. Ohne Berücksichtigung dieser außerordentlichen Wertminderungen betrug der Konzernverlust rund 4,0 Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist sicherlich nach wie vor nicht zufriedenstellend.

Die entscheidende Steuerungsgröße sind für uns die verfügbaren Zahlungsmittel. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen, konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedliche Restrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen werden, die teilweise bereits im Vorjahr begonnen wurden. Bezüglich der sechs 2.500 TEU Schiffe ist ein Kreditvertragsnachtrag geschlossen worden, der weitere Tilgungsstundungen beinhaltet. Eines der beiden 3.100 TEU Schiffe ist an eine neue Gesellschaft verkauft worden, an der sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit einem Minderheitenanteil beteiligt hat. Mit einem begrenzten liquiden Aufwand kann die Gesellschaft so an einem möglichen Werterholungspotenzial des Schiffes partizipieren. Das andere 3.100 TEU Schiff wird dagegen voraussichtlich veräußert werden müssen.

Der Eigenkapitalbeitrag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bei der Restrukturierung der oben genannten in Einnahmepools fahrenden Schiffe ist bislang durch die Überschüsse der drei in langjährigen Festchartern fahrenden 7.800 TEU Schiffe geleistet worden. Im abgelaufenen Jahr ist bei einem dieser Schiffe Vorzugskommanditkapital aufgenommen worden. Dies hat eine Sondertilgung des Darlehens und in Folge günstigere Kreditkonditionen ermöglicht, so dass nun laufend höhere Liquiditätsüberschüsse zur Stützung der Flotte zur Verfügung stehen.

Auch der Containerschiffsmarkt wird wieder zu einem Gleichgewicht finden. Damit sich die Charterraten nachhaltig erholen können, müssen zunächst die Überkapazitäten am Markt abgebaut werden. Dies kann einerseits durch die erwartete weitere Belebung des Welthandels und andererseits durch einen Rückgang des Angebotswachstums erfolgen. Letzteres setzt die Fortsetzung der bereits zu beobachtenden zunehmenden Verschrottung älterer Tonnage sowie eine Zurückhaltung bei den Neubaubestellungen voraus.

Für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist weiterhin eine die oben beschriebenen Restrukturierungselemente flankierende Kapitalmaßnahme ausstehend. Vor dem Hintergrund der verlangsamten Markterholung zeichnet sich zudem ein erneuter Restrukturierungsbedarf bei einem Teil der Flotte ab. Entsprechende Gespräche mit den finanzierenden Banken sind aufgenommen worden. Somit wird auch das laufende Jahr erneut herausfordernd. Ziel bleibt es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sicherzustellen.

Hamburg, den 11. April 2014

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

Aktie

Aufgrund des weiterhin ungünstigen Marktumfeldes für Containerschiffe war die Aktie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in den ersten acht Monaten des Jahres 2013 von einem fallenden Kurs geprägt. Im September 2013 konnte sich die Aktie leicht erholen und sich bis Ende des Jahres auf einem Niveau von rund 125,00 EUR stabilisieren. Zum Ende des Berichtszeitraums lag der Kurs bei 127,64 EUR und somit rund 20 % unter dem Jahresanfangskurs.

Im Vergleich zu anderen Aktienindizes der Schifffahrtsbranche schnitt die Aktie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG vor dem Hintergrund der stagnierenden Schifffahrtsmärkte schwach ab. Infolge der lockeren Geldpolitik der Notenbanken verzeichneten der DAX und der MSCI World Index im Berichtszeitraum einen Zugewinn von über 23 bzw. 19 %. Der DAXglobal Shipping EUR Price Return Index ist im Berichtszeitraum um 21 % gestiegen. Die deutlich bessere Entwicklung des DAXglobal Shipping Index gegenüber der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist hauptsächlich dadurch zu erklären, dass die Mehrheit der Mitglieder des DAXglobal Shipping Index Linienreedereien sind. Diese werden durch niedrigere Frachtraten für den Transport von Containern derzeit zwar belastet, sie profitieren gleichzeitig aber von extrem niedrigen Raten für das Einchartern von Containerschiffen. Ihrem Geschäftsmodell entsprechend werden sie von Investoren als Logistikunternehmen angesehen, so dass der Index eine sehr hohe Korrelation zum allgemeinen Aktienmarkt aufweist.

Durch die überwiegende Platzierung bei langfristig orientierten institutionellen Investoren weist die Aktie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Börsenhandel eine geringe Liquidität auf. Die Anteile der HCI HAMMONIA SHIPPING AG werden zu rund 20 % von Sparkassen, Raiffeisenbanken und Volksbanken, zu rund 27 % von Versicherungen und Pensionskassen, zu rund 27 % von anderen Banken, zu rund 10 % von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, zu rund 9 % von Vermögensverwaltungsgesellschaften und zu rund 3 % von anderen institutionellen Investoren gehalten. Die restlichen rund 4 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hält keine eigenen Aktien.

Kursentwicklung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (in EUR)

Relative Kursentwicklung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zu ausgewählten Aktienindizes (in %)

Basisdaten zur HCI HAMMONIA SHIPPING AG Aktie

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WKN / ISIN A0MPF5 / DE000A0MPF55
Börsenkürzel / Reuters / Bloomberg HHX.HAM / HHX.DE / HHX.GR
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Aktienanzahl 136.414 Stück
Aktienkurs (1.1.2013 - 31.12.2013)
Höchstkurs 11.2.2013 175,00 EUR
Tiefstkurs 28.8.2013 104,25 EUR
Anfangskurs 2.1.2013 160,00 EUR
Schlusskurs 30.12.2013 127,64 EUR
Marktkapitalisierung 30.12.2013 17,41 Mio. EUR

Konzernlagebericht

3.1 Grundlagen des Unternehmens (Geschäftsmodell)

3.1.1 Allgemeines

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG initiiert. Am 27. November 2007 erfolgte der Börsengang. Als börsennotierte Schiffsbeteiligungsgesellschaft wird die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt und ist an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt sowie an anderen deutschen Börsen im Freiverkehr notiert.

Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage.

Das Geschäftsmodell der HCI HAMMONIA SHIPPING AG besteht darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern.

Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Schiffen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte im Geschäftsjahr 2013 dreizehn Containerschiffe in Fahrt. Die Anteile an neun dieser Schiffsgesellschaften werden fast ausschließlich von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehalten. Bei drei Schiffsgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Mehrheitsgesellschafterin und bei einer Schiffsgesellschaft Minderheitsgesellschafterin. Zum 31. Dezember 2013 ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an insgesamt 18 Gesellschaften unmittelbar beteiligt. 16 dieser Gesellschaften stellen verbundene Unternehmen dar und bilden gemeinsam mit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG den gesamten Konsolidierungskreis des Konzerns. Es handelt sich dabei um diese Gesellschaften mit den folgenden Pflichteinlagen gemäß Gesellschaftsvertrag:

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• MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.176 TEUR)
• MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.326 TEUR)
• MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.126 TEUR)
• MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.226 TEUR)
• MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.726 TEUR)
• MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (11.326 TEUR)
• MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (17.000 TEUR)
• MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (17.000 TEUR)
• MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (17.000 TEUR)
• MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (10.733 TEUR)
• FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Go. KG (7.429 TEUR)
• MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Go. KG (10.226 TEUR)
• MS "Westphalia" Schiffahrts GmbH & Go. KG (10.226 TEUR)
• Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH (25 TEUR)
• Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH (25 TEUR)
• Verwaltung MS "HAMMONIA PEsCARA" GmbH (14 TEUR)

Bei zwei Gesellschaften handelt es sich um assoziierte Unternehmen, die im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden:

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• MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG (48,25 TEUR)
• Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH (12,5 TEUR)

Die Gesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind jeweils als sogenannte Einschiffs-Kommanditgesellschaften zivilrechtliche Eigentümer und Betreiber des einzelnen Schiffes. Die Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, die Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG und die Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in der MS "WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG. Die Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in den übrigen Kommanditgesellschaften. Am 10. Februar 2014 wurden die persönlich haftenden Gesellschafterinnen bei einigen Schiffsgesellschaften ausgetauscht (siehe dazu die Ausführungen im Kapitel 3.3 "Nachtragsbericht").

Am 31. Oktober 2013 ist das 3.100 TEU Containerschiff MS "WESTPHALIA" an die MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG veräußert worden. Mit rund 48 % der Stimmrechte ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine wesentliche Gesellschafterin der Schiffsgesellschaft. Entsprechend ihres finanziellen Engagements ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zu rund 40 % am Gewinn der Schiffsgesellschaft beteiligt, so dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG weiterhin an einer Werterholung des MS "WESTPHALIA" partizipieren kann.

Für das MS "SAXONIA" haben Vorstand und Aufsichtsrat als Folge der Verhandlungen mit den finanzierenden Banken bezüglich weiterer Tilgungsstundungen ebenfalls einen Verkaufsbeschluss gefasst (siehe Abschnitt 3.2.3.2 "Finanzlage"). Der Verkauf hat derzeit noch nicht stattgefunden, so dass die Schiffsgesellschaft weiterhin im Konsolidierungskreis der HCI HAMMONIA SHIPPING AG enthalten ist.

Als Führungsholding in der Form einer börsennotierten Aktiengesellschaft beteiligt sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, die ihrerseits die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist ein reiner Asset-Holder, d.h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft angestellt. Die Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung.

Der Erfolg der Geschäftstätigkeit ist im derzeitigen Marktumfeld im Wesentlichen von der Bewältigung der finanziellen Herausforderungen abhängig, die durch die anhaltende Schifffahrtskrise auch in der Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bestehen. Der mittel- bis langfristige Erfolg wird zudem von dem Zugang zu attraktiven Investitionsobjekten beeinflusst. Dies wird unter anderem durch die langfristig gewachsenen Geschäftsbeziehungen des Vorstands und des Bereederers, der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die Branchenkenntnis der HCI Gruppe und den guten Zugang zu den Chartermärkten der Peter Döhle Schiffahrts-KG sichergestellt, die für die Beschäftigung der Schiffe sorgt und zugleich als Poolmanager fungiert.

HCI HAMMONIA SHIPPING AG

3.1.2 Steuerungssystem

Die Steuerung des Unternehmens basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen. Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren in den Fokus gestellt.

Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen des Working Capitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass die Liquiditätsentwicklung die entscheidende Steuerungsgröße darstellt.

Die technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte stellt einen entscheidenden nicht finanziellen Leistungsindikator dar.

3.2 Wirtschaftsbericht

3.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert in der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom Januar 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3 % für das Jahr 2013. Im Vorjahr war diese Wachstumsrate mit 3,1 % nur marginal höher. Für positive Impulse sorgen weiterhin die Entwicklungs- und Schwellenländer. In diesen Regionen liegt die erwartete Wachstumsrate mit 4,7 % deutlich über der Wachstumsrate der Industrieländer mit 1,3 %. Hinsichtlich des für die Containerschifffahrt bedeutenden Welthandelsvolumens wird für das Jahr 2013 - wie auch schon im Vorjahr - ein Wachstum von 2,7 % geschätzt.

Die weltweite Containerschiffsflotte umfasst nach Angaben des Analysehauses Alphaliner 4.967 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von 17,3 Mio. TEU (Stand: Februar 2014). Die Aufliegerquote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, entwickelte sich saisonbedingt zwar in den Sommermonaten positiv und befand sich zwischen Juni und September auf einem Niveau von rund 2,5 %. Zum Ende des Jahres nahm der Anteil der Schiffe ohne Beschäftigung hingegen wieder deutlich zu und lag per Ende Dezember 2013 mit 4,5 % im Bereich des Jahresanfangswertes (Quelle: Alphaliner). Auf der Angebotsseite nennen Analysten für das Jahr 2013 eine Wachstumsrate der gesamten Containerschiffsflotte von 5,7 % (Alphaliner) bzw. 4,8 % (Clarkson Research Services Limited). Das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Containertransporten beträgt nach Analystenangaben im Jahr 2013 3,7 % (Alphaliner) bzw. 5,0 % (Clarkson). Die Überkapazitäten an Schiffstonnage konnten im Geschäftsjahr 2013 nicht abgebaut werden.

Trotz des bestehenden Überangebotes wurden im Gesamtjahr 2013 nach Angaben von Alphaliner 237 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von rund 1,9 Mio. TEU bestellt, d.h. mehr als 10 % der bestehenden Flotte. Der Großteil dieser Bestellungen ist von den Linienreedereien direkt oder indirekt initiiert worden. In der für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besonders relevanten Größenklasse der Schiffe mit einer Kapazität zwischen 2.000 und 3.000 TEU hingegen ist die Bestellaktivität nach neuer Tonnage auf einem niedrigen Niveau. Auch die Verschrottungsaktivität befand sich im Jahr 2013 auf einem im Vergleich zu den beiden Vorjahren sehr hohen Niveau. Jedoch konnten die Verschrottungsaktivitäten den bestehenden Orderbuchzuwachs nicht kompensieren. Anfang 2013 lag das Verhältnis der bestellten Transportkapazitäten zu denen der fahrenden Flotte noch bei rund 21 %. Dieser Wert hat sich bis Ende Dezember aufgrund weiterer Neubaubestellungen auf rund 23 % erhöht. In der Größenklasse zwischen 2.000 und 3.000 TEU beträgt das Verhältnis des Orderbuchs zur fahrenden Flotte jedoch lediglich 7,3 % (Vorjahr: 4,9 %). Der Anteil dieser Größenklasse am gesamten Orderbuch beträgt lediglich 3,1 %, während er für die Tonnage oberhalb 7.500 TEU bei rund 82 % liegt (Stand: Februar 2014). Dementsprechend ist der Zuwachs an Tonnage in der für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG relevanten Größenklasse für die nächsten Jahre begrenzt.

Die Entwicklung der Frachtraten war im Jahr 2013 Schwankungen unterworfen. Im Juni konnte der Abwärtstrend aufgrund des Versuchs der Linienreedereien, Preiserhöhungen bei ihren Kunden durchzusetzen vorerst gestoppt werden. Nach einem erneuten Absinken der Frachtraten, war bis Januar 2014 ein positiver Trend zu erkennen. Seitdem entwickeln sich die Frachtraten wieder rückläufig.

Bei den Charterraten haben sich im Jahr 2013 - von kleineren Schwankungen abgesehen - in den meisten Größensegmenten keine großen Schwankungen ergeben. Bei der für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG relevante Größenklasse der 2.500 TEU-Schiffe ergab sich eine leichte Erhöhung des Charterratenniveaus: in 2013 verzeichnete der Index New ConTex ein Plus von 16 % für Charterlaufzeiten von 12 Monaten bzw. einen Zuwachs von 3 % für Charterlaufzeiten von 24 Monaten. Insgesamt verharren die Charterraten jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau, welches meist nicht ausreichend ist, um den vollen Kapitaldienst zu leisten. Bei dem starken Angebotswachstum ist zwar zu berücksichtigen, dass dieses vorrangig in den Größenklassen der Containerschiffe über 7.500 TEU stattfindet. Indirekt werden durch den Kaskadeneffekt jedoch auch die kleineren Schiffsklassen beeinflusst, d.h. es findet eine Verdrängung durch jeweils größere Containerschiffseinheiten statt. Begrenzt werden die negativen Auswirkungen des Kaskadeneffekts durch wirtschaftliche und technische Beschränkungen.

3.2.2 Geschäftsverlauf Flotte

Sechs Schiffe der Sub-Panamax-Klasse mit einer Größe von 2.500 TEU fahren in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG mit zum Ende des Berichtszeitraums 59 Schiffen in Fahrt. Für die 2.500 TEU Schiffe lagen die Poolraten im Jahr 2013 durchschnittlich bei rund 7.500 USD/Tag. im Vergleich zu 2012 entspricht dies einem Rückgang von rund 17 %. Die Charterrate für Neuabschlüsse am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 7.800 USD/Tag brutto (HAMBURG Index©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2014). Der Pool bietet jedoch die Sicherheit eines kontinuierlichen Cashflows, welcher im derzeitig schwachen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung ist. Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2013 rund 3,5 % der Flotte im Segment zwischen 2.000 und 2.999 TEU ohne Beschäftigung.

Das MS "ANTOFAGASTA", ebenfalls ein Schiff der Sub-Panamax-Klasse, war bis Anfang 2013 an die Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert. Nach Beendigung der Charterlaufzeit lag das Schiff rund sieben Wochen auf. Am 10. März 2013 hat das Schiff eine fünf- bis acht monatige Zeitcharter bei der Hamburger Linienreederei Hapag-Lloyd zu einer Rate von 6.600 USD/Tag brutto angetreten. Zur Sicherstellung eines kontinuierlichen Cashflows hat die Schiffsgesellschaft einen Antrag zur Aufnahme in den Peter Döhle 2.500 bis 2.800 TEU Einnahmepool gestellt. Am 18. März 2013 hat der Poolmanager die Gesellschaft informiert, dass die Poolmitglieder der Aufnahme in den Pool zugestimmt haben, so dass zukünftig die Poolrate für die Einnahmesituation des Schiffes relevant ist. Da die Charterrate zum Zeitpunkt des Poolbeitritts niedriger war als die Nettopoolrate, hat die Schiffsgesellschaft eine einmalige Ausgleichszahlung in Höhe von rund 230 TUSD geleistet.

Die zwei Schiffe der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU fahren ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG. Dieser umfasste zum Ende des Berichtszeitraums 16 vergleichbare Schiffe. Die entsprechenden Poolraten lagen im Jahr 2013 bei durchschnittlich rund 7.000 USD/Tag und somit rund 20 % unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Die Marktraten für Neuabschlüsse am Spotmarkt lagen im Jahr 2013 bei rund 7.200 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2014). Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2013 rund 7,3 % der Flotte im Segment zwischen 3.000 und 5.099 TEU ohne Beschäftigung. Somit bietet der Pool eine Kontinuität für den Cashflow.

Die anderen vier Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG-Flotte haben mehrjährige Zeitchartern mit namhaften Linienreedereien. So ist das MS "HAMMONIA PESCARA" mit 4.250 TEU bis Ende Mai 2014 an die United Arab Shipping Company ("UASC") verchartert. Die UASC zählt zu den 20 weltweit größten Container-Linienreedereien. Die drei Post-Panamax Schiffe mit jeweils 7.800 TEU sind bis in das Jahr 2018 an die weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert. Alle vier Schiffe mit Zeitchartern haben planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen erwirtschaftet.

Bei sechs der sieben Schiffe der Sub-Panamax-Klasse sowie den beiden Schiffen der Panamax-Klasse und dem MS "HAMMONIA PESCARA" standen im Jahr 2013 bzw. Anfang 2014 die Klasseerneuerung und die turnusmäßige Dockung an. Durch den einwandfreien technischen Zustand der Schiffe konnte durch das sogenannte "Extended-Drydock-Programm" in Abstimmung mit der Klassifikationsgesellschaft die Dockung bei fast allen Schiffen um 2,5 Jahre verschoben werden. Dadurch konnte die Liquidität der Schiffsgesellschaften erheblich geschont werden. Bei dem MS "HAMMONIA TEUTONICA" wurde eine schnelle und günstige Dockung durchgeführt, die es dem Schiff ermöglicht, weitere fünf Jahre - ohne das Erfordernis einer Trockendockung - im Wasser zu bleiben.

Am 24. März 2013 ist auf dem MS "ANTOFAGASTA" auf der Route von Spanien nach Südamerika ein Feuer im Deckshaus ausgebrochen. Der Mannschaft ist es gelungen, das Feuer aus eigener Kraft zu löschen. Bei diesem tragischen Zwischenfall sind zwei Besatzungsmitglieder tödlich verunglückt. in der Zwischenzeit wurden die Reparaturen abgeschlossen und das MS "ANTOFAGASTA" trat am 24. Juni 2013 wieder seinen Dienst an. Die Reparaturaufwendungen sind bereits weitestgehend durch die Versicherungsleistungen gedeckt worden. Die Loss of Hire Versicherung in Höhe von 24.000 USD/Tag ist -mit Ausnahme von 14 Tagen Selbstbehalt - vollständig für die technische Ausfallzeit des Schiffes aufgekommen.

Des Weiteren ist das Schiff am 8. Dezember 2013 auf dem Weg von Hamburg nach Le Havre in einen Orkan geraten und hat Sturmschäden erlitten. Die derzeit geschätzten Kosten für die Reparaturarbeiten belaufen sich auf ca. 700 TEUR. Die Kosten, die über die Franchise (Selbstbehalt) in Höhe von 150 TUSD hinausgehen, werden von der Versicherung erstattet. Das Schiff ist seit dem 5. Februar 2014 wieder einsatzfähig. Auch in diesem Fall wird die Loss of Hire Versicherung in Höhe von 18.000 TUSD/Tag unter Berücksichtigung des Selbstbehalts von 14 Tagen vollständig für die technische Ausfallzeit des Schiffes aufkommen.

Im vierten Quartal 2013 traten Probleme mit dem Hilfsdiesel des MS "SAXONIA" auf. Bei der Reparatur sind im Dezember vier Off-Hire Tage entstanden. Die Kosten des Schadens werden bis auf die Franchise von der Versicherung übernommen.

Ansonsten verlief der Schiffsbetrieb weitestgehend störungsfrei und die Charterer sind mit der technischen Performance der Schiffe sehr zufrieden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie die derzeitige Situation an den internationalen Schifffahrtsmärkten schlagen sich entsprechend in den Geschäftszahlen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nieder: Das Schiffsbetriebsergebnis liegt mit rund 33,0 Mio. EUR deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (39,9 Mio. EUR). Das Konzernperiodenergebnis ist mit rund -42,1 Mio. EUR deutlich negativ (Vorjahr: -22,1 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren erneut im Wesentlichen nicht liquiditäts wirksame Wertminderungen des Anlagevermögens. im Rahmen des Impairment-Tests, bei dem die Wertansätze des Schiffsvermögens überprüft werden, haben sich Abwertungen in Höhe von rund 38,1 Mio. EUR ergeben. Davon sind Abschreibungen in Höhe von rund 14 Mio. EUR bereits im Halbjahresabschluss enthalten gewesen. Ohne Berücksichtigung dieser außerordentlichen Wertminderungen betrug der Konzernverlust rund 4,0 Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist sicherlich nach wie vor nicht zufriedenstellend.

3.2.3 Lage

3.2.3.1 Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012 Ergebnis- veränderung
Umsatzerlöse 60.319 68.782 -8.463
Schiffsbetriebskosten -27.356 -28.865 1.509
Schiffsbetriebsergebnis 32.963 39.917 -6.954
sonstige betriebliche Erträge 8.985 6.135 2.850
davon Kurserträge 3.715 2.783 932
sonstige betriebliche Aufwendungen -8.540 -5.787 -2.753
davon Kursaufwendungen -2.260 -1.164 -1.096
Reedereiergebnis 33.408 40.265 -6.857
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -22.759 -27.091 4.332
Wertminderungen (Impairment) -38.597 -14.511 -24.086
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -27.948 -1.337 -26.611
Zinserträge 34 106 -72
Erträge aus assoziierten Unternehmen 1 0 1
Zinsaufwendungen -16.504 -18.826 2.322
Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -164 0 -164
Ergebnis vor Gewinnanteilen konzernfremder Kommanditisten und Steuern -44.581 -20.057 -24.524
Finanzaufwendungen aus Ergebnisanteilen konzernfremder Kommanditisten 2.535 -2.043 4.578
Ergebnis vor Steuern (EBT) -42.046 -22.100 -19.946
Steuern vom Einkommen und Ertrag -7 -7 0
Konzernperiodenergebnis -42.053 -22.107 -19.946
davon entfielen auf Aktionäre der Muttergesellschaft -42.058 -22.221 -19.837
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile1) 5 114 -109

1) Minderheitsgesellschafter der Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH

Für den Berichtszeitraum wurde mit einem durchschnittlichen USD/EUR-Wechselkurs von 1,3281 gerechnet (Vorjahr: 1,2848).

Von den dreizehn Containerschiffen fahren acht in Einnahmepools (MS "WESTPHALIA" und MS "SAXONIA" im 3.100 TEU Pool der Peter Döhle Schiffahrts-KG und MS "HAMMONIA POMERENIA", MS "HAMMONIA TEUTONICA", MS "HAMMONIA HOLSATIA", MS "HAMMONIA BAVARIA", MS "HAMMONIA ROMA" sowie MS "HAMMONIA MASSILIA" im 2.500 bis 2.800 TEU Pool der Peter Döhle Schiffahrts-KG). Im Oktober 2013 wurde das MS "WESTPHALIA" veräußert. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe MS "HAMMONIA DANIA", MS "HAMMONIA HAFNIA" und MS "HAMMONIA FIONIA" fahren in einer zehnjährigen Zeitcharter für A.P Moeller-Maersk bis Mitte des Jahres 2018 und sind keinem Einnahmepool angeschlossen. Das 4.250 TEU Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" ist bis Ende Mai 2014 an die United Arab Shipping Company verchartert. Das 2.870 TEU Containerschiff MS "ANTOFAGASTA" fuhr bis Anfang 2013 ebenfalls in einer Einzelcharter. Im März 2013 erfolgte eine Aufnahme in den 2.500 bis 2.800 TEU Pool der Peter Döhle Schiffahrts-KG.

Die nicht in Einnahmepools fahrenden Containerschiffe tragen durch die überwiegend langjährigen Zeitchartern wesentlich zur Stabilisierung der Konzernerlöse bei. Von den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 60,3 Mio. EUR (Vorjahr: 68,8 Mio. EUR) wurden 72 % (Vorjahr: 71 %) von den in festen Zeitchartern fahrenden Schiffen erzielt. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Mio. EUR vermindert. Neben einer Verminderung der Erlöse aus Einnahmepools haben sich insbesondere die Umsatzerlöse des MS "ANTOFAGASTA" aufgrund des Auslaufens der Zeitcharter Anfang 2013 und des anschließenden Beitritts in einen Einnahmepool reduziert.

Im Rahmen der im Vorjahr abgegebenen Prognose wurde für die Umsatzerlöse aufgrund niedrigerer Poolraten und einer nur leichten Erholung der Charterraten eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Diese ist wie erwartet eingetreten.

Die Schiffsbetriebskosten enthalten neben den Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe die Aufwendungen für das Schiffspersonal. Die Verminderung der Schiffsbetriebskosten um rund 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen bedingt durch eine Reduzierung der Aufwendungen für das Schiffspersonal.

Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verminderte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 17 % auf 33,0 Mio. EUR.

Abweichend von der bisherigen Ausweispraxis wurden Aufwendungen bzw. Erträge aus Gewerbesteuer, die aus dem Betrieb von Handelsschiffen resultieren nicht mehr gesondert als Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen, sondern unter den Konzernabschlussposten "sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "sonstige betriebliche Erträge" erfasst. Hintergrund für die Ausweisänderung ist die teilweise pauschale Ermittlung der Gewerbesteuer (sogenannte "Tonnagesteuer"). Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Durch die Ausweisänderung haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr um 0,1 Mio. EUR (Vorjahresbetrag 0,4 Mio. EUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ebenfalls um 0,1 Mio. EUR (Vorjahresbetrag 0,0 Mio. EUR) erhöht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag veränderten sich entsprechend.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 2,9 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR, maßgeblich aufgrund eines Anstiegs der Erlöse aus dem Treibstoffverkauf bei Charterwechseln um 1,3 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Außerdem haben sich die Kurserträge um 0,9 Mio. EUR auf insgesamt 3,7 Mio. EUR und die Kostenerstattungen der Charterer um 0,5 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR erhöht. Weitere Erhöhungen betreffen die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Die Kurserträge resultieren hauptsächlich aus der Bewertung von Tranchen der Schiffshypothekendarlehen, welche - abweichend von der überwiegenden Finanzierung der Schiffe in US-Dollar - auf den japanischen Yen lauten. Die laufenden Kostenerstattungen betreffen neben laufenden Erstattungen, wie z.B. von Laschmaterial, Seefunkgebühren und Repräsentationskosten, die Erstattung von Havariekosten. Weitere sonstige betriebliche Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Versicherungserstattungen sowie aus der Abwicklung von Garantieansprüchen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,8 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR erhöht. Neben einem Anstieg der Kursaufwendungen um 1,1 Mio. EUR beruht dies im Wesentlichen auf einem Anstieg der Kosten des Erwerbs von Treibstoffen im Zusammenhang mit Chartererwechseln von 1,3 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Die Kursaufwendungen sind im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Schiffsgesellschaften in ihrer funktionalen Währung US-Dollar bilanzieren und die Verbindlichkeiten bei der Umrechnung in Euro mit dem jeweiligen Stichtagskurs zu bewerten haben. Weitere betriebliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 1,4 Mio. EUR Gebühren aus einem zwischen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Börsennotierung und Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von 0,5 Mio. EUR die ergebniswirksame Erfassung von Swaps aufgrund der Sondertilgung bzw. Rückzahlung von Darlehen.

Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2013 ein Reedereiergebnis von 33,4 Mio. EUR, das um 6,9 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt.

Die planmäßige Abschreibung der sechs in den Jahren 2007 bis 2009 neu erworbenen 2.500 TEU Containerschiffe sowie der Ende 2010 bzw. Anfang 2012 gebraucht erworbenen MS "HAMMONIA PESCARA" bzw. MS "ANTOFAGASTA" erfolgt linear über eine Gesamtnutzungsdauer von 25 Jahren. Die im Jahr 2007 gebraucht erworbenen Containerschiffe MS "SAXONIA" und MS "WESTPHALIA" werden über eine Restnutzungsdauer von jeweils 21 Jahren abgeschrieben. Die drei im Jahr 2008 gebraucht erworbenen 7.800 TEU-Containerschiffe (MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA HAFNIA" und MS "HAMMONIA DANIA") werden unter Zugrundelegung einer Restnutzungsdauer von 19 Jahren linear abgeschrieben. Die Verminderung der planmäßigen Abschreibungen hat verschiedene Ursachen. Zum einen haben die im Geschäftsjahr 2012 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen bei den Poolschiffen aufgrund der Reduzierung des Restbuchwertes zu einer Verminderung der laufenden Abschreibungen geführt. Weiterhin wurden bei den beiden 3.100 TEU Schiffen aufgrund der Klassifizierung als sogenanntes "IFRS 5 Vermögen" (zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte) die laufenden Abschreibungen ausgesetzt. Bei den übrigen Schiffen hat sich die Veränderung des Wechselkurses mindernd ausgewirkt.

Aufgrund des unverändert schwierigen Marktumfelds für Containerschiffe wurden bei verschiedenen Containerschiffen im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 38,1 Mio. EUR vorgenommen. Hiervon betreffen 13,7 Mio. EUR eine außerplanmäßige Abschreibung auf den angenommenen Nettoveräußerungspreis aufgrund der Mitte 2013 vorgenommenen Klassifizierung von zwei Containerschiffen als "zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte". Daneben wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen auf verschiedene Forderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR gebildet. Die neu gebildeten Wertberichtigungen betrafen im Wesentlichen Forderungen aus der Poolung von Kosten für die Absicherung der Containerschiffe bei der Durchfahrt durch Krisengebiete sowie Erstattungsansprüche gegen Zulieferer.

Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr 2013 mit -27,9 Mio. EUR um 26,6 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres. Die Verminderung ergibt sich im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr erheblich angestiegenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf in Einnahmepools fahrende Containerschiffe sowie aus den verminderten Umsatzerlösen dieser Containerschiffe.

Im Vorjahresbericht wurde für das Ergebnis vor Zinsen ein positiver Wert vor Sondereffekten prognostiziert. Vor Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibungen beträgt das EBIT im Geschäftsjahr 10,6 Mio. EUR, was den Erwartungen entspricht.

Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,3 Mio. EUR vermindert. Neben planmäßigen Tilgungen haben insbesondere im Geschäftsjahr 2013 getätigte Sondertilgungen sowie die Rückzahlung eines Darlehens bei Verkauf eines Containerschiffs die Zinsaufwendungen reduziert.

Im Rahmen der Veräußerung des MS "WESTPHALIA" hat der Konzern Beteiligungen an der Erwerbergesellschaft sowie deren Komplementärin erworben. Daneben wurde ein Darlehen an die Erwerbergesellschaft gewährt. Die Beteiligungen wurden als Anteile an assoziierten Unternehmen eingestuft. Die Einbeziehung der Gesellschaften erfolgt deshalb zum anteiligen Wert des Eigenkapitals (Equity-Methode). Die anteiligen Ergebnisse der assoziierten Unternehmen werden in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns einbezogen.

Die Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten resultieren aus den Kommanditbeteiligungen von Minderheitsgesellschaftern an den Schifffahrtsgesellschaften des Konzerns. Nach dem IFRS-Regelwerk sind diese Minderheitenanteile an Kommanditgesellschaften als Fremdkapital auszuweisen, obwohl sie wirtschaftlich betrachtet aus der Sicht des Konzerns Eigenkapital darstellen. Auf die Minderheiten entfallende Ergebnisanteile sind dementsprechend erfolgswirksam innerhalb des Finanzergebnisses zu erfassen. Die erhebliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Jahresfehlbeträgen (im Vorjahr: Jahresüberschüsse) bei dem MS "HAMMONIA PESCARA" sowie dem MS "ANTOFAGASTA".

Um den Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern zu verdeutlichen, haben wir in der Darstellung der Ertragslage ein Ergebnis vor Ergebnisanteilen konzernfremder Kommanditisten und Steuern eingefügt. Es lag mit -44,6 Mio. EUR um 24,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis vor Steuern von -42,0 Mio. EUR, nach 22,1 Mio. EUR im Jahr 2012.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich Komplementärgesellschaften, jeweils in der Rechtsform einer GmbH.

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag liegt das Konzernperiodenergebnis im Jahr 2013 bei -42,1 Mio. EUR, nach -22,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter einer Komplementärgesellschaft.

Im Konzernlagebericht 2012 wurde ein Konzernperiodenergebnis im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwartet. Sondereinflüsse waren hierbei nicht berücksichtigt. Ohne Berücksichtigung der Wertminderungen betrug das bereinigte Konzernperiodenergebnis 2013 (vor Sondereinflüssen) -3,5 Mio. EUR und lag damit im Rahmen der Erwartungen.

Insgesamt ist die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2013 erzielte Konzernergebnis wie auch im Vorjahr erheblich von der Schifffahrtskrise gekennzeichnet.

3.2.3.2 Finanzlage Grundsätze und Ziele der Finanzaktivitäten

Über das Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen.

Finanzierung

Die Marktentwicklung hatte hinsichtlich der in Einnahmepools fahrenden Schiffe zu einem erneuten Restrukturierungsbedarf geführt. Für die sechs Tochtergesellschaften mit 2.500 TEU Schiffen wurden am 31. Mai 2013 die finalen Kreditverträge bezüglich der Aussetzung von jeweils acht weiteren Quartalstilgungen - beginnend im 4. Quartal 2012 - unterzeichnet, nachdem auf Basis einer Vereinbarung vom Januar 2011 bereits jeweils vier Quartalstilgungen gestundet worden waren.

Die neuerlichen Stundungen entsprechen einem Tilgungsvolumen zwischen 4,4 und 4,7 Mio. USD je Schiff bzw. 26,8 Mio. USD für die sechs Schiffe. Zum Abschlussstichtag verbleibt ein Stundungsvolumen in Höhe von 10,0 Mio. USD. Der sofort zahlbare Eigenkapitalbeitrag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG konnte im Zuge der Verhandlungen auf umgerechnet 0,5 Mio. USD je Schiff, d.h. insgesamt 3 Mio. USD, reduziert werden. Weitere Eigenkapitalbeiträge in Summe von 7 Mio. USD sind verteilt über die Laufzeit bis Ende 2015 einzubringen. Zum Abschlussstichtag verbleiben noch einzubringende Eigenkapitalbeiträge in Höhe von 2,6 Mio. USD. Die Einzahlungstermine tragen dem im Zeitablauf entstehenden Liquiditätsbedarf Rechnung, zugleich kann nun der Zeitpunkt der nach wie vor erforderlichen flankierenden Kapitalmaßnahme flexibler in Abhängigkeit der Marktentwicklung gewählt werden. Die Höhe der Marge ist unverändert gegenüber der Vereinbarung hinsichtlich der bereits in 2011 vereinbarten Tilgungsstundungen, bzw. wurde reduziert bezüglich der Stundungstranchen. Im Gegenzug ist eine Restrukturierungsgebühr in Höhe von 0,95 Mio. USD je Schiff zu entrichten, die jedoch nur bei hinreichender Liquidität zahlbar wird, spätestens aber zum Ende der fest verzinsten Darlehenstranchen im Jahr 2020 bzw. 2021. Die Gesamtbelastung aus Gebühren und Marge entspricht damit dem aktuellen Marktniveau, die liquide Belastung konnte aber an die Erfordernisse der Schiffsgesellschaften angepasst werden. Im Rahmen dieses Konzeptes haftet die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aufgrund selbstschuldnerischer Bürgschaften für die Verbindlichkeiten der sechs Einschiffsgesellschaften gegenüber Kreditinstituten.

Da die finanzierenden Banken hinsichtlich der beiden 3.100 TEU Containerschiffe bereits jeweils acht Quartalstilgungen gestundet haben, waren die Verhandlungen bezüglich weiterer Tilgungsstundungen deutlich anspruchsvoller. Da die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG begrenzt sind, wäre ein Stundungsvolumen erforderlich gewesen, das letztlich die maximale Bereitschaft der finanzierenden Banken überschritten hat. Infolge dessen ist ein Verkauf dieser beiden Schiffe unumgänglich.

Am 31. Oktober 2013 ist das 3.100 TEU Containerschiff MS "WESTPHALIA" an die MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG. veräußert worden. Durch den erhaltenen Kaufpreis sind die Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des MS "WESTPHALIA" vollständig zurückgeführt worden, so dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aus ihren Bürgschaften für diese Finanzierung entlassen worden ist. Wesentliche Gesellschafterin der Käufergesellschaft ist neben der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG auch die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Beide halten jeweils rund 48 % der Stimmrechte. Entsprechend ihres finanziellen Engagements ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG gemäß Gesellschaftsvertrag zu rund 40 % am Gewinn der MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG beteiligt, so dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG auch nach Veräußerung des Schiffes zukünftig anteilig an einer Werterholung des MS "WESTPHALIA" partizipieren kann. Der nunmehr umgesetzte Verkauf des MS "WESTPHALIA" ist ein wesentlicher Baustein der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Bezüglich des Verkaufs des MS "SAXONIA" befindet sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Verhandlungen mit der finanzierenden Bank.

Am 28. März 2013 wurde ein Kreditvertragsaddendum mit den finanzierenden Banken einer der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften unterzeichnet, welcher die Aufnahme weiterer Gesellschafter in die MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG erlaubt. Auf Basis eines sogennanten Private Placement Memorandums haben durch die HCI Gruppe vermittelte Anleger insgesamt 8 Mio. EUR als Vorzugskommanditkapital in die Schiffsgesellschaft des MS "HAMMONIA HAFNIA" investiert. Das Neukapital wurde vorrangig für eine Sondertilgung des Darlehens genutzt. Die finanzierenden Banken haben im Gegenzug substanzielle Zugeständnisse bei den Kredivertragskonditionen gewährt. Das bedeutet im Gegensatz zu den Schwesterschiffen - MS "HAMMONIA FIONIA" und MS "HAMMONIA DANIA" - keine weiteren Sondertilgungen, eine geringere Zinsmarge sowie ein längeres Aussetzen der Werterhaltungsklausel (LTV-Klausel) bis Ende 2014. Diese Konditionen erlauben neben einer laufenden Ausschüttung für das Vorzugskommanditkapital auch substanzielle nachrangige Ausschüttungen an die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Durch die Aufnahme des Vorzugskapitals vermindert sich der Kapitalanteil der HCI HAMMONIA SHIPPING AG an dieser Schiffsgesellschaft. Der Anteil konzernfremder Kommanditisten in der Konzernbilanz erhöht sich entsprechend. Nach dem IFRS-Regelwerk werden diese Minderheitsgesellschafter als Fremdkapital und deren Ergebnisanteile als Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Verwässerung aus Sicht der HCI HAMMONIA SHIPPING AG-Aktionäre steht eine Verbesserung der Liquiditätssituation des Konzerns gegenüber. Aufgrund des erhöhten Liquiditätsbedarfs im Zuge der finanziellen Neuordnung der Flotte ist die Liquidität vorrangig zur Rentabilität zu erachten.

Am 9. Oktober 2013 wurde ein Nachtrag zum Kreditvertrag der drei 7.800 TEU Containerschiffe unterzeichnet. In diesem Nachtrag wird eine Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung (gemäß Addendum zum Kreditvertrag vom 10. Januar 2013) hinsichtlich der "Loan-To-Value"-Klausel für das MS "HAMMONIA DANIA" und das MS "HAMMONIA FIONIA" bis Ende 2014 dokumentiert, nachdem die Verlängerung dieses Verzichts für das MS "HAMMONIA HAFNIA" wie im vorherigen Absatz beschrieben bereits am 28. März 2013 vereinbart werden konnte. Die LTV-Klausel in den Kreditverträgen verlangt, dass das Verhältnis von ausstehender Darlehensvaluta zum Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrages einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet. Aufgrund der gesunkenen Schiffspreise wurde diese Kreditvertragsbedingung nach Ansicht der finanzierenden Banken verletzt. Die geschlossenen Verzichtsvereinbarungen sehen eine erhöhte Marge sowie zusätzliche Tilgungen auf das Darlehen vor. Der vereinbarte Tilgungsplan wurde dabei so ausgestaltet, dass die Gesellschaften der drei 7.800 TEU Schiffe im Ergebnis einen Teil ihrer Liquidität zur Stützungen der in Einnahmepool fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verwenden können. Die kontinuierliche Umsetzung dieser Vereinbarung setzt die erfolgreiche finanzielle Neuordnung des Gesamtunternehmens, d.h. die Restrukturierung der Poolschiffe sowie einen Beitrag der Eigenkapitalgeber der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, voraus.

Investitionen

Die MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG hat am 31. Oktober 2013 das 3.100 TEU Containerschiff MS "WESTPHALIA NOVA" erworben. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat rund 48 % der Anteile der Schiffsgesellschaft erworben (48.250 EUR).

Liquidität (Kapitalflussrechnung)

Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 12.792 21.146 -8.354
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 17.843 -1.151 18.994
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -34.790 -30.659 -4.131
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -4.155 -10.664 6.509
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -212 315 -527
Fristenänderung Finanzmittelfonds 0 3.091 -3.091
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.327 27.585 -7.258
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.960 20.327 -4.367

Der USD/EUR-Wechselkurs zum Bilanzstichtag betrug 1,3791 (Vorjahr: 1,3194). Für den Berichtszeitraum wurde mit einem durchschnittlichen USD/EUR-Wechselkurs von 1,3281 gerechnet (Vorjahr: 1,2848 USD/EUR).

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um -8,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr resultiert auf einer Verminderung des liquiditätswirksamen Periodenergebnisses.

Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Einnahmen aus dem Verkauf eines Seeschiffes (18,8 Mio. EUR). Demgegenüber standen Auszahlungen für Dockungskosten sowie für Finanzinvestitionen in assoziierte Unternehmen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -34,8 Mio. resultiert in Höhe von -44,0 Mio. EUR (Vorjahr: -31,1 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen. Hiervon betreffen -18,3 Mio. EUR Sondertilgungen aufgrund des Verkaufs eines Containerschiffes. Weitere Liquiditätsabflüsse in Höhe von -1,3 Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten bzw. Gesellschafter. Demgegenüber standen Einzahlungen von Kommanditkapital durch konzernfremde Gesellschafter in Höhe von 6,8 Mio. EUR sowie Liquiditätszuflüsse aus der Aufnahme von Darlehen (insgesamt 3,7 Mio. EUR).

Insgesamt verminderte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2013 gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 4,4 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR. Dies entspricht den im Konzernlagebericht 2012 abgegebenen Prognosen.

3.2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2013 % 2012 % Veränderung
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte 362.137 90% 478.138 95% -116.001
Kurzfristige Vermögenswerte 41.433 10% 27.588 5% 13.845
Bilanzsumme 403.570 100% 505.726 100% -102.156
Eigenkapital 100.956 25% 142.623 28% -41.667
Schulden
Langfristige Schulden 229.260 57% 203.663 40% 25.597
Kurzfristige Schulden 73.354 18% 159.440 32% -86.086
Bilanzsumme 403.570 100% 505.726 100% -102.156

Der USD/EUR-Wechselkurs zum Bilanzstichtag betrug 1,3791 (Vorjahr: 1,3194).

Auf der Aktivseite entfallen 90 % der Bilanzsumme auf langfristige Vermögenswerte. Die prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von zwei Containerschiffen in die kurzfristigen Vermögenswerte, da diese zur Veräußerung bestimmt sind (sogenanntes IFRS 5 Vermögen). Eins dieser Containerschiffe wurde im Herbst 2013 veräußert.

Die Veränderung der langfristigen Vermögenswerte ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2012 478.138
Investitionen in assoziierte Unternehmen 300
planmäßige Abschreibungen -22.759
außerplanmäßige Abschreibungen -38.048
Abgänge -227
Umgliederungen -36.990
Währungseinflüsse -18.277
Stand 31. Dezember 2013 362.137

Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 41,4 Mio. EUR umfassen neben einem zur Veräußerung bestimmten Containerschiff (19,0 Mio. EUR) im Wesentlichen liquide Mittel (16,0 Mio. EUR). Des Weiteren enthalten die kurzfristigen Vermögenswerte u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,5 Mio. EUR), Vorräte (1,4 Mio. EUR) und sonstige Vermögenswerte (2,8 Mio. EUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr durch die Umgliederung des Containerschiffs aus den langfristigen Vermögenswerten erhöht.

Das Eigenkapital verminderte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernperiodenfehlbetrag. Entsprechend verminderte sich die Konzerneigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 28 % auf 25 %. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2012 142.623
Konzernperiodenergebnis -42.053
Zeitwertänderung von Derivaten 6.590
in Cashflow-Hedges -6.011
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenz -193
100.956
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -18.277
Stand 31. Dezember 2013 362.137

Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen den langfristigen Teil der Schiffsfinanzierung der in Fahrt befindlichen Seeschiffe in Höhe von 197,2 Mio. EUR (Vorjahr: 171,5 Mio. EUR). Der Anstieg des langfristigen Teils der Schiffsfinanzierung resultiert aus Umgliederungen aus dem kurzfristigen Teil der Schiffsfinanzierungen aufgrund der Vereinbarung von Restrukturierungsmaßnahmen mit den finanzierenden Kreditinstituten. Demgegenüber standen planmäßige Tilgungen und Sondertilgungen. Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen außerdem Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 7,2 Mio. EUR, zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in Höhe von insgesamt 12,5 Mio. EUR, ein Darlehen eines nahstehenden Unternehmens von 3,1 Mio. EUR sowie Kapitalanteile im Fremdbesitz in Höhe von 9,3 Mio. EUR. Die Kapitalanteile im Fremdbesitz sind aus formalen Gründen nach den IFRS als Fremdkapital auszuweisen, stellen wirtschaftlich betrachtet gleichwohl Eigenkapital dar.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus dem kurzfristigen Teil der Schiffsfinanzierung in Höhe von 64,7 Mio. EUR (Vorjahr: 147,9 Mio. EUR). Hinsichtlich der Verminderung der kurzfristigen Schiffsfinanzierung gegenüber dem Vorjahr verweisen wir auf die Ausführungen zur langfristigen Schiffsfinanzierung.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist nach Umsetzung der bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt als geordnet anzusehen.

3.2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte im Berichtszeitraum

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Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen 4.684
Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen 4.620
Ist-Verfügbarkeit in Tagen 4.555
Technisch bedingte Off-Hire-Tage 129
Tage ohne Beschäftigung/ohne Pool 38
Technische Verfügbarkeit der Flotte 97,2%

Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei über 97 %. Bereinigt um die beiden Zwischenfälle im Zusammenhang mit dem MS "ANTOFAGASTA" und den daraus resultierenden langen Reparaturzeiten, ergibt sich eine Einsatzbereitschaft von über 99,6 %. im Vorjahr lag die Einsatzbereitschaft der Schiffe bei 99,2 %. Somit zeichnet sich die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen.

3.3 Nachtragsbericht

Die persönlich haftenden Gesellschafterinnen diverser Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurden am 10. Februar 2014 ausgetauscht.

Die Verwaltung "2.500 TEU" GmbH ist nun persönlich haftende Gesellschafterin der nachfolgenden Kommanditgesellschaften:

MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Die Verwaltung "7.800 TEU" GmbH wurde als persönlich haftende Gesellschafterin bei den nachfolgenden Kommanditgesellschaften eingesetzt:

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Sowohl die Verwaltung "2.500 TEU" GmbH als auch die Verwaltung "7.800 TEU" GmbH sind 100 %-ige Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Die bisherige persönlich haftende Gesellschafterin, die Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH (künftig wieder: Verwaltung MS "SAXONIA" GmbH) ist am Folgetag aus den oben genannten Kommanditgesellschaften ausgeschieden.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2013 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten.

3.4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.4.1 Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate.

Für die Entwicklung der Weltwirtschaft gehen Analysten von einer weiteren Erholung in den kommenden Jahren aus, nachdem eine positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2013 bereits begonnen hat. Insgesamt prognostiziert der IWF für das Jahr 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,7 % - und somit ein gegenüber dem Vorjahr 2013 um 0,7 %-Punkte gestiegenes Wachstum. Insbesondere die steigenden Wachstumsraten der Industrienationen tragen zu diesem Wachstum bei. Besonders deutlich wird nach Angaben des IWF das Welthandelsvolumen ansteigen. Für 2014 wird ein Wachstum von 4,5 % prognostiziert, während dieser Wert für das Jahr 2013 lediglich bei 2,7 % liegt.

Aufgrund des wieder steigenden Wachstums des Welthandelsvolumens wird auch bei der weltweiten Nachfrage nach Containertransporten gegenüber dem Jahr 2013 eine steigende Wachstumsrate erwartet. Die Aussagen der Branchenexperten weichen zwar voneinander ab, zeigen aber jeweils einen positiven Trend im Vergleich zum Vorjahr: so prognostiziert Alphaliner ein Wachstum von 4,4 % und Clarkson von 6,0 %. Die entsprechenden Vorjahreswerte lagen noch bei 3,7 % bzw. 5,0 %. Auf der Angebotsseite erwarten Analysten für das Jahr 2014 eine erneut leicht rückläufige Wachstumsrate der gesamten Containerschiffsflotte auf rund 5,5 % (Alphaliner) bzw. 4,6 % (Clarkson).

Allerdings weisen in den folgenden Jahren 2015 und 2016 die Orderbücher weiterhin hohe Zahlen an Ablieferungen auf. Eine nachhaltige Erholung der weltweiten Nachfrage ist somit für die Herstellung eines langfristigen Marktgleichgewichts erforderlich. Eine weiterhin hohe Anzahl an Verschrottungen könnte den Tonnagezuwachs in den kommenden Jahren zumindest etwas verringern. Analysten gehen davon aus, dass sich der noch wenig dynamische Aufwärtstrend der Zeitcharterraten am Gesamtmarkt weiter fortsetzen wird. Mit einer Rückkehr auf ein Ratenniveau am Gesamtmarkt, das ausreicht um den vollen Kapitaldienst zu leisten, wird nicht vor 2015 gerechnet. Kurzfristig rechnen wir somit nicht mit einer nachhaltigen Erholung der Containerschiffsmärkte. Der Abbau der bestehenden Überkapazitäten wird aufgrund der sich nur langsam erholenden Wachstumsdynamik und der weiteren Neubaubestellungen eine längere Zeit erfordern.

Da die Chartermärkte im laufenden Jahr unter Druck bleiben werden, erwarten wir für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe im Jahr 2014 Umsatzerlöse auf dem Niveau des vergangenen Jahres bzw. nur leicht höhere Erlöse. Ferner wird die Gesellschaft des MS "WESTPHALIA NOVA" aufgrund der Minderheitsbeteiligung nur noch nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Hinsichtlich des MS "SAXONIA" erwarten wir bis Mitte des Jahres einen Verkauf des Schiffes. Ein entsprechender Verkaufsbeschluss ist von Vorstand und Aufsichtsrat bereits im Jahr 2013 gefasst worden, so dass sich die Zusammensetzung des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahrs 2014 ändern wird. Hinzu kommt dass das MS "HAMMONIA PESCARA" bis Ende Mai 2014 zu einer sehr auskömmlichen Rate verchartert ist, jedoch anschließend auf dem derzeitigen Marktniveau neu verchartert werden muss. Daher erwarten wir für das Gesamtjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Mit der Reduzierung der in die Vollkonsolidierung einbezogenen Schiffsgesellschaften erwarten für das Gesamtjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir daher mit einem moderat verminderten Schiffsbetriebsüberschuss. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Tilgungsleistungen einerseits und der kleineren Flotte andererseits erheblich sinken. Gleiches gilt für die planmäßigen Abschreibungen. Weiterhin rechnen wir für 2014 mit einem Wechselkurs von 1,35 USD/EUR und damit mit einem im Vergleich zu 2013 nur geringfügig schwächeren USD-Jahresdurchschnittswechselkurs. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2014 ein negatives Konzernergebnis nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen 5 und 8 Mio. EUR. Mögliche Sondereinflüsse sind hierbei nicht berücksichtigt. So könnten erhebliche weitere Verluste entstehen, wenn die Marktentwicklung und die Verhandlungen mit den Banken den Verkauf weiterer Schiffe erforderlich machen sollten. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund der aktuell deutlich niedrigeren Marktpreise in Relation zu den Buch- bzw. Nutzungswerten der Schiffe.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2014 aufgrund der wirtschaftlichen Lage der in Einnahmepools fahrenden Schiffe eine gegenüber dem Vorjahr starke Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Die aktuellen Poolraten decken nicht die Schiffsbetriebskosten und den vollen Zinsaufwand, so dass trotz der vereinbarten Tilgungsaussetzungen auf die Liquiditätsreserven des Konzerns zurückgegriffen werden muss. Ab dem vierten Quartal 2014 sind bei den sechs 2.500 TEU Schiffe die Tilgungsleistungen wieder regulär zu leisten, was mit in einer verstärkten Liquiditätsbelastung einhergeht. Es war bislang vorgesehen, dass die bereits mit den finanzierenden Banken vereinbarten Restrukturierungsvereinbarungen noch durch eine Finanzierungsmaßnahme, wie beispielsweise eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder die Begebung weiterer Genussrechte, flankiert werden muss. Im Falle einer weiterhin ausbleibenden nachhaltigen Markterholung erhöht sich jedoch, insbesondere mit Blick auf das Folgejahr 2015, in dem bei allen Schiffen der Flotte wieder der volle Schuldendienst zu leisten ist, der zukünftigen Liquiditätsbedarf deutlich, der dann realistischer Weise nur durch weitere Liquiditätsbeiträge seitens der finanzierenden Banken gedeckt werden kann. Daher sind weitere Gespräche mit den finanzierenden Banken aufgenommen worden. Der Bestand des Konzerns kann nur sichergestellt werden, wenn eine konstruktive und in der Praxis umsetzbare Lösung mit den Banken vereinbart werden kann.

3.4.2 Risikobericht

Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, DV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet.

Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG.

Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet:

Marktbezogene Risiken

Der Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Die 2.500 TEU und 3.100 TEU Containerschiffe des Konzerns waren im gesamten Berichtsjahr 2013 Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools, die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen. Das MS "ANTOFAGASTA" ist seit März 2013 ebenfalls Mitglied in einem Einnahmepool. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schiffahrts-KG, eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz.

Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA DANIA" und MS "HAMMONIA HAFNIA" sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Die Charterverträge laufen noch bis mindestens Mitte Februar 2018. Das Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" ist bis zum 30. Mai 2014 an die Reederei United Arab Shipping Company S.A.G. ("UASC") fest verchartert.

Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus (sogenanntes Charteranschlussrisiko).

Die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren in Einnahmepools bzw. sind mittel- bis langfristig an renommierte Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt). Hierdurch soll das Charteranschlussrisiko zukünftig minimiert werden.

Lediglich die Charter des MS "HAMMONIA PESCARA" läuft dieses Jahr aus. Aktuell finden Verhandlungen bzgl. einer Verlängerung der bestehenden Charter bzw. einer anderen Anschlussbeschäftigung statt.

Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht vertragsgemäß.

Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen zwischen 2.500 TEU und 3.100 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen. Zur Minimierung dieses Risikos wird ein Forderungsmanagementsystem eingesetzt.

Die drei 7.800 TEU Containerschiffe sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen.

Finanzierungsrisiken

Hieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Währungsrisiko

Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert.

Die Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" sind teilweise durch JPY-Darlehen finanziert. Bei diesen Schiffsgesellschaften ergibt sich daher eine zusätzliche Divergenz zwischen dem operativen Cashflow, dem Schiffswert in US-Dollar und der anteiligen Finanzierung in japanischen Yen. Daraus resultieren Liquiditätsrisiken bezüglich laufender Tilgungs- und Zinsleistungen sowie Finanzierungsrisiken bzgl. sogenannter "Währungsklauseln". Da die betreffenden Darlehen nur teilweise in japanischen Yen valutieren und die betreffenden Schiffe Mitglied in einem Einnahmepool sind bzw. noch über eine feste Charter verfügen, ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses aufgrund eines stärker werdenden japanischen Yen derzeit als gering einzuschätzen. Die Währungsklausel des MS "ANTOFAGASTA" ist bis zum 1. November 2014 außer Kraft gesetzt und bei der MS "HAMMONIA PESCARA" liegt derzeit kein Verstoß gegen diese Währungsklausel vor, so dass derzeit kein unmittelbares Risiko besteht.

Zinsänderungsrisiko

Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko.

Finanzierungsänderungsrisiko

Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln, bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt.

Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich insbesondere dann materialisieren, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Aufgrund der Marktlage sind mit den finanzierenden Banken der sechs 2.500 TEU Containerschiffe Tilgungsstundungen vereinbart worden. Für diese Schiffe wurden am 31. Mai 2013 die finalen Kreditverträge bezüglich der Aussetzung von jeweils acht weiteren Quartalstilgungen - beginnend im 4. Quartal 2012 - unterzeichnet, nachdem auf Basis einer Vereinbarung vom Januar 2011 bereits jeweils vier vorherige Quartalstilgungen gestundet worden waren. Sollte eine nachhaltige Markterholung weiterhin ausbleiben, würde dies einen erneute Restrukturierung dieser Schiffe erfordern. Entsprechende Gespräche mit den finanzierenden Banken sind vorsorglich aufgenommen worden. Gleiches gilt für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA". Bei den beiden 3.100 TEU Containerschiffen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben ebenfalls Gespräche bezüglich weiterer Quartalstilgungen mit den finanzierenden Banken stattgefunden. Da die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG begrenzt sind, wäre ein Stundungsvolumen erforderlich gewesen, das letztlich die maximale Bereitschaft der finanzierenden Banken überschritten hat. Infolge dessen ist ein Verkauf dieser beiden Schiffe unumgänglich. Der Verkauf des MS "WESTPHALIA" ist am 31. Oktober 2013 erfolgt (siehe hierzu die Ausführungen im Abschnitt 3.2.2 "Geschäftsverlauf").Bezüglich des Verkaufs des MS "SAXONIA" befindet sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Verhandlungen mit den finanzierenden Banken.

Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich auch dann materialisieren, wenn bestimmte vertragliche Auflagen verletzt werden. Bei den Finanzierungen für die drei 7.800 TEU Containerschiffe hat sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG seit längerer Zeit in Verhandlungen mit den betreffenden Banken bezüglich einer Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung bezüglich der Werterhaltungsklausel (LTV-Klausel) befunden, wonach der Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrages ein bestimmtes Verhältnis zum ausstehenden Darlehen nicht unterschreiten darf. Es konnten Nachträge zu den bestehenden Kreditverträgen verhandelt werden, in denen eine Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung hinsichtlich der "Loan-To-Value"-Klausel für das MS "HAMMONIA DANIA" und das MS "HAMMONIA FIONIA" bis Ende 2014 dokumentiert wurde. Die Verlängerung dieses Verzichts für das MS "HAMMONIA HAFNIA" konnte bereits am 28. März 2013 vereinbart werden. Die getroffene Vereinbarung wurde so ausgestaltet, dass die Gesellschaften der drei 7.800 TEU Schiffe im Ergebnis einen Teil ihrer Liquidität zur Stützungen der in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verwenden können. Die kontinuierliche Umsetzung dieser Vereinbarung setzt die erfolgreiche finanzielle Neuordnung des Gesamtunternehmens, d.h. die Restrukturierung der Poolschiffe sowie einen Beitrag der Eigenkapitalgeber der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, voraus. Da im Rahmen der langandauenden Verhandlungen der aktuellen Verzichtsvereinbarung ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss geschlossen wurde, gehen wir davon aus, dass diese Verzichtsvereinbarung bei Bedarf auch über das Jahresende 2014 hinaus verlängert wird.

Eigenkapitalrisiko

Die finanzielle Neuordnung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG beinhaltet auch einen Beitrag der Eigenkapitalgeber. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass die erforderlichen Mittel am Kapitalmarkt nicht oder nicht vollständig eingeworben werden können. Zur Minimierung dieses Risikos werden frühzeitig Gespräche bezüglich einer Beteiligung an der Kapitalerhöhung aufgenommen.

Technische / Schiffsbetriebsrisiken

Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten.

Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachten Schäden an Dritten wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz unterhalten.

Unternehmensbezogene Risiken / Geschäftsmodellrisiken

Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. in diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht.

Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten. Des Weiteren sind die Finanzierungen für die Flotte durch langfristige Kreditverträge mit in der Schiffsfinanzierung etablierten Banken gesichert.

Gesamtbeurteilung der Risiken

Die unverändert hohe Orderaktivität der internationalen Linienreeder hat eine Rückkehr des Containerschiffsmarktes in ein Marktgleichgewicht bislang verhindert, da aufgrund des Wachstums der weltweiten Flotte bestehende Überkapazitäten am Markt kurzfristig nicht abgebaut werden können. Die in der Folge anhaltende Krise am Containerschiffsmarkt hat die Eintrittswahrscheinlichkeit der in diesem Bericht erläuterten Risiken erhöht. insbesondere zu nennen ist hier das Finanzierungsänderungsrisiko. Eine einvernehmliche Lösung mit den finanzierenden Banken der 2.500 TEU Schiffe hinsichtlich einer erneuten Restrukturierung der Schiffsfinanzierungen ist Voraussetzung für die Unternehmensfortführung.

3.4.3 Chancenbericht Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte

Die Schifffahrtsmärkte durchlaufen weiterhin eine schwierige Marktphase, die angebotsseitig durch hohe Überkapazitäten und nachfrageseitig von einem vergleichsweise moderaten Wachstum sowie von einem intensiven Wettbewerb um Marktanteile geprägt ist. im Ergebnis hat dies in den vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Charterraten geführt, von denen insbesondere die in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betroffen waren. Diese Entwicklung wird auch von dem Aktienkurs der HCI HAMMONIA SHIPPING AG reflektiert.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht mittel- bis langfristig von einer Konsolidierung des Containerschifffahrtsmarktes und in Folge dessen von einer Markterholung aus. Da das derzeit noch vorhandene Angebotswachstum im Containerschiffsmarkt vorrangig die großen Containerschiffe ab 7.500 TEU betrifft, bestehen mittelfristig vor allem für kleine bis mittelgroße Containerschiffe Marktchancen. in dem Maße wie die Zulieferverkehre und die regionalen Dienste Südasiens und Afrikas wachsen, in denen Restriktionen in der Hafenstruktur eine Verdrängung durch Großcontainerschiffe auf absehbare Zeit einschränken, besteht insbesondere für die mit Kränen ausgestatteten Schiffe nachhaltiges Erholungspotenzial. Die in den Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, die von der derzeitigen Marktsituation nachhaltig betroffen sind, sind noch verhältnismäßig jung und haben somit die Möglichkeit bei einer erfolgreichen Restrukturierung der Gesellschaft an einer Marktnormalisierung zu partizipieren.

Mittel- bis langfristig ergibt sich folglich ein nachhaltiges Erholungspotential für den Aktienkurs der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Notierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Aktie

Mit ihrer Notierung an der Hanseatischen Wertpapierbörse in Hamburg im regulierten Markt sowie an anderen deutschen Börsen im Freiverkehr hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Zugang zum Kapitalmarkt und somit die Möglichkeiten für die Beschaffung weiteren Eigenkapitals.

3.4.4 Internes Kontroll-System (IKS)

Das interne Kontroll-System des Konzerns der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bestimmt die erforderlichen Maßnahmen zur zeitnahen, vollständigen und korrekten Übermittlung von Belegen, Daten und Informationen, die für die Aufstellung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften, des Konzernabschlusses nach IFRS und des Konzernlageberichts erforderlich sind.

Durch das verwendete interne Kontroll-System soll das Risiko einer fehlerhaften Darstellung im internen als auch im externen Rechnungswesen weitestgehend vermieden werden. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass das System keine absolute Sicherheit auf fehlerfreie Darstellung bieten kann und insoweit ein Restrisiko bestehen bleibt.

Die Buchhaltung stellt die Basis des internen und externen Rechnungswesens dar. Die Buchhaltungen, d.h. die Abbildung der laufenden Geschäftsvorfälle und Verträge der Konzerntöchter als Basis für den darauf aufbauenden Konzernabschluss nach IFRS werden in der erforderlichen IFRS-Hauswährung USD erfasst und verbucht.

Die Buchhaltung wird von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG im Rahmen des jeweils zwischen den Konzerntochtergesellschaften und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehenden Bereederungsvertrags durchgeführt. Die hieraus resultierenden finalen Summen- und Saldenlisten der einzelnen Konzerntochtergesellschaften werden anschließend mit einer Schnittstelle für den Daten-Import in ein separates Konzernbuchhaltungsprogramm aufbereitet. Dabei werden die für den HCI HAMMONIA SHIPPING AG Konzern aufgestellten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konzernbilanzierungsgrundsätze entsprechend angewendet und einheitliche Anforderungen zur Darstellung und Erfassung konzerninterner Geschäftsvorfälle berücksichtigt.

Die Konzernbuchhaltung und Konzernbilanzerstellung nach IFRS wird von einem extern beauftragten Wirtschaftsprüfer auf Grundlage der für das Mutterunternehmen geltenden IFRS-Vorschriften und den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konzernrichtlinien der AG erstellt.

Als wesentliche Kontrollinstrumente für die korrekte und vollständige Abbildung der Geschäftsvorfälle der Konzerngesellschaften sind folgende Mechanismen implementiert:

Einheitlich definierter und eingehaltener Beleg- und Rechnungsfluss zwischen den einzelnen zuständigen Abteilungen
Abgrenzung und Abstufung der Zuständigkeit der verschiedenen Verantwortungsbereiche innerhalb der Konzerntochtergesellschaften
Einheitliches Controlling für alle Tochterunternehmen des Konzerns
Das "Vier-Augen-Prinzip"
Konzernbilanzerstellung durch einen externen Wirtschaftsprüfer

3.5 Vergütungsbericht

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung jeweils eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrags. Weiterhin werden Auslagen erstattet, die mit der Ausübung der Tätigkeit als Aufsichtsrat verbunden sind. Der Vorstand erhält keine Vergütung.

3.6 Lage der Holdinggesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG

3.6.1 Ertragslage

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012 Veränderung
Umsatzerlöse 1.178 1.272 -94
Sonstige betriebliche Erträge 78 36 42
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.813 -2.232 419
Erträge aus Beteiligungen 3.913 5.994 -2.081
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 39 -37
Abschreibungen auf Finanzanlagen -61.447 -23.609 -37.838
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -569 -534 -35
Jahresfehlbetrag -58.658 -19.034 -39.624

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Die Beteiligungserträge aus den Einschiffskommanditgesellschaften stellen sich wie folgt dar:

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Beteiligungen an Einschiffsgesellschaften Erträge aus Beteiligungen

in TEUR
Erträge aus Beteiligungen 2013

in TEUR
Veränderung 2012

in TEUR
MS "ANTOFAGASTA" 0 512 512
MS "HAMMONIA PESCARA" 0 2.027 -2.027
MS "HAMMONIA FIONIA" 1.854 879 975
MS "HAMMONIA DANIA" 1.952 1.479 473
MS "HAMMONIA HAFNIA" 0 1.079 -1.079
Verwaltung HAMMONIA PESCARA 107 0 107
Summe 3.913 5.994 -2.081

Als Folge der Schifffahrtskrise wurden bei dem überwiegenden Teil der Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Geschäftsjahr 2013 Verluste erwirtschaftet. Dies betraf im Wesentlichen Gesellschaften, deren Schiffe in Pools fuhren. Die Verluste resultierten zum Teil aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Schiffsvermögen. Eine Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 ihr Containerschiff veräußert. Im Ergebnis mussten zehn Beteiligungen außerplanmäßig anteilig um insgesamt 61.447 TEUR abgeschrieben werden.

Die Verminderung der Umsatzerlöse resultiert aus Erlösen mit einmaligem Charakter im Geschäftsjahr 2012.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 78 TEUR betreffen im Wesentlichen Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen.

Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 1.813 TEUR an. Diese resultierten im Wesentlichen aus Servicekosten (1.351 TEUR) sowie Prüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsberatungskosten (278 TEUR).

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 569 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Zinsen aus der Begebung von Genussrechten sowie aus Zinsen aus der Gewährung von Darlehen durch die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Der Anstieg der Zinsaufwendungen ergibt sich aus der Valutierung dieser Darlehen.

Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von 58.658 TEUR (im Vorjahr: 19.034 TEUR). Unter Einbeziehung des Verlustvortrages aus dem Vorjahr von 3.219 TEUR, ergäbe sich ein Bilanzverlust von 61.877 TEUR. Dieser wurde durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen gedeckt. Im Ergebnis beträgt der Bilanzgewinn somit 0 EUR.

3.6.2 Finanzlage

Die Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 2013 2012 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.455 -223 -3.232
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 516 -3.124 3.640
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.749 133 2.616
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel -190 -3.214 3.024
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 24 33 -9
Liquide Mittel am Anfang der Periode 1.604 4.785 -3.181
Liquide Mittel am Ende der Periode 1.438 1.604 -166

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -3.455 TEUR aus. Der vergleichsweise hohe negative Betrag resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung des Working Capitals der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 516 TEUR resultiert aus Ausschüttungen einzelner Tochtergesellschaften, denen die Einzahlung weiteren Eigenkapitals in sechs Tochtergesellschaften sowie Investitionen in eine Einschiffsgesellschaft gegenüberstehen.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 2.749 TEUR ergibt sich aus der Valutierung von verschiedenen Darlehen der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Demgegenüber stand die planmäßige Tilgung eines Genussrechts.

insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf -190 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2013 ein Bestand an liquiden Mitteln von 1.438 TEUR.

3.6.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2013 in % 31.12.2012 in % Veränderung
Vermögen
- Anlagevermögen 92.571 89% 154.534 95% -61.963
- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.595 10% 6.437 4% 4.158
- Liquide Mittel 1.438 1% 1.604 1% -166
- Rechnungsabgrenzungsposten 26 0% 24 0% 2
104.630 100% 162.599 100% -57.969
Kapital
- Eigenkapital 88.178 84% 146.836 90% -58.658
- Rückstellungen 115 0% 156 0% -41
- Verbindlichkeiten 16.337 16% 15.607 10% 730
104.630 100% 162.599 100% -57.969

Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen, die die Beteiligung an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 92.326 TEUR). Daneben wird eine Ausleihung an ein Beteiligungsunternehmen bilanziert (245 TEUR). Das Finanzanlagevermögen verminderte sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen an insgesamt zehn Tochtergesellschaften. Dem gegenüber standen Erhöhungen aus weiteren Einzahlungen in das Eigenkapital von Tochtergesellschaften, aus dem Erwerb von Beteiligungen an einer Einschiffsgesellschaft und deren Komplementärgesellschaft sowie aus der Gewährung eines Darlehens an diese Einschiffsgesellschaft.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich durch die Entstehung von Gewinnansprüchen gegenüber zwei Tochtergesellschaften erhöht.

Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig vermindert.

Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 88.178 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 74.532 TEUR sowie der gesetzlichen Rücklage von 5 TEUR zusammensetzt. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 58.658 TEUR. Zur Deckung des Bilanzverlustes wurde bei Aufstellung des Jahresabschlusses den Kapitalrücklagen ein Betrag von 61.877 TEUR entnommen.

Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um insgesamt 730 TEUR erhöht. Minderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie des Genussrechtskapitals stand ein Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten aus der Gewährung von Darlehen durch die Vertragsreederin der Einschiffsgesellschaften der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG gegenüber.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist nach Umsetzung der beschriebenen Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt als geordnet anzusehen.

3.7 Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital beträgt 13.641.400,00 EUR und ist eingeteilt in 136.414 Stück nennwertlose Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100 EUR. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Alle ausgegebenen Aktien sind mit denselben Rechten ausgestattet.

Der Verkauf oder die Übertragung der Aktien ist nicht beschränkt. Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, gibt es nicht.

Zu den direkten bzw. indirekten Beteiligungen am Kapital wird auf den Anhang (Ziff. 54) verwiesen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind nicht am Grundkapital beteiligt.

Nach § 84 AktG obliegt dem Aufsichtsrat die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Die Satzung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG enthält keine hiervon abweichenden Bestimmungen.

Für Satzungsänderungen ist nach § 179 AktG grundsätzlich eine Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich. Die Satzung kann laut Gesetz eine andere, im Falle einer Änderung des Unternehmensgegenstands jedoch nur eine größere, Kapitalmehrheit vorsehen. In dieser Hinsicht bestimmt die allgemeine Regelung des § 11 Abs. 2 der Satzung: "Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingend gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst." Für bestimmte Beschlussgegenstände sieht das Gesetz zwingend höhere Kapitalmehrheiten und/oder weitere Erfordernisse vor. Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, können gemäß § 14 der Satzung vom Aufsichtsrat beschlossen werden.

Der Vorstand wurde mit Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 6.820.700,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Angebote von nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über den Zeitpunkt der Durchführung einer Kapitalerhöhung beschließen.

Weiteres genehmigtes Kapital existiert nicht. Bedingtes Kapital besteht nicht.

Weiterhin wurde mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 der Vorstand zur Ausgabe von Genussrechten gegen Bar- oder Sachleistung in Höhe von bis zu 75 Millionen EUR ermächtigt. Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte beschließen. Von dieser Ermächtigung wurde bereits mit Beschluss vom 9./17. Dezember 2010 in Höhe von 7.450.000 EUR sowie mit Beschluss vom 8./29. Dezember 2011 in Höhe von 5.800.000 EUR Gebrauch gemacht.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen und die nach Maßgabe des § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB offenlegungspflichtig sind.

Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

3.8 Erklärung zur Unternehmensführung

3.8.1 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand

Die Führungs- und Kontrollstruktur der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist eine duale Unternehmensverfassung gemäß dem deutschen Aktienrecht auf. Die zwei Mitglieder des Vorstands leiten das Unternehmen eigenverantwortlich unter der Zielsetzung den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand trifft sich in der Regel alle vier Wochen zu turnusmäßigen Vorstandssitzungen und steht auch darüber hinaus laufend in einem intensiven Kontakt.

Der gesamte Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach dem Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den gesamten Vorstand vorgeschrieben ist. Geschäfte, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Rahmen der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

Der Vorstand unterrichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die geschäftliche Lage des Unternehmens. Bei sonstigen wichtigen Anlässen, die erheblichen Einfluss auf die Geschäftslage entfalten können, hat er dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich zu berichten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in überwachender und beratender Funktion tätig. Er besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat zeichnet unter anderem für die Billigung und damit Feststellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verantwortlich und steht hierzu in engem Kontakt mit den Abschlussprüfern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats stehen in keinen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zum Unternehmen, die einen Interessenkonflikt und eine damit eingeschränkte Unabhängigkeit bedeuten würden.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

Der regelmäßige Kontakt zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist integraler Bestandteil einer effektiven Zusammenarbeit im Interesse des Unternehmens. in den vier turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats berichtet der Vorstand über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen des Unternehmens, insbesondere die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Risikolage, das Risikomanagement und das Risikocontrolling. Außerdem berichtet der Vorstand mindestens einmal jährlich über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Auftretende Interessenkonflikte werden von den Vorstandsmitgliedern unverzüglich an den Aufsichtsrat berichtet. im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte einzelner Vorstandsmitglieder aufgetreten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und berät und überwacht mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorstand informiert. Soweit dies erforderlich ist, unterrichtet der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsrat umgehend und beruft gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ein.

3.8.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus sind innerhalb der HCI HAMMONIA SHIPPING AG keine speziellen Richtlinien für bestimmte Unternehmensführungspraktiken festgeschrieben.

3.9 Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) benennt Regeln und Leitlinien für die Unternehmensführung und -Überwachung börsennotierter Unternehmen in Deutschland. Der DCGK stärkt dabei die Transparenz und Effizienz der Unternehmensleitung und soll das Vertrauen nationaler und internationaler Anleger sowie anderer Stakeholder in die Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften fördern. Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bekennen sich zu den grundlegenden Zielen des Kodex. Die spezifische Ausgestaltung der Unternehmensaktivitäten führt jedoch zu einer Reihe von Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex.

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgen das Ziel, die Gesellschaft durch das derzeitig schwierige Marktumfeld zu steuern, um sie mittel- bis langfristig wieder profitabel aufzustellen und den Wert des Unternehmens somit langfristig wieder zu steigern.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist eine Managementholding für Schiffsinvestments. Die Börsennotierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgt den Zweck, insbesondere institutionellen Investoren den einfachen und flexiblen Zugang zu der Anlageklasse der Schiffsinvestments zu ermöglichen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind dem verantwortlichen Handeln zum Wohle des Unternehmens sowie der Aktionäre und weiterer Stakeholder der Gesellschaft verpflichtet. Der Vorstand besteht aus zwei Personen, die das Unternehmen eigenverantwortlich leiten. Das Vorstandsmitglied Dr. Karsten Liebing ist Geschäftsführer und das Vorstandsmitglied Jan Krutemeier ist Prokurist der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die Vertragsreeder und neben der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Management-Kommanditistin der über Schiffskommanditgesellschaften für die AG angekauften Schiffe ist. Die aus der Zusammenarbeit mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG potenziell resultierenden Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands sind im Emissionsprospekt der Gesellschaft detailliert dargelegt. Der Anhang des Geschäftsberichts 2013 enthält Angaben zu den Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen.

Dem dreiköpfigen Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehören derzeit die von der HAMMONIA Reederei unabhängigen Herren Werner Berg, Michael Hummel und Andreas Uibeleisen an. Ein Mitglied verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand. Aufgrund seiner geringen Mitgliederzahl hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet und behandelt die relevanten Themen im gesamten Gremium. Dem Aufsichtsrat steht Herr Werner Berg vor.

Der Aufsichtsrat hat mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex die nachfolgenden Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung beschlossen:

Der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds wahrzunehmen. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten der Gesellschaft als wesentlich erachtet werden.
Der Geschäftsmittelpunkt der HCI HAMMONIA SHIPPING AG liegt aufgrund des Unternehmenssitzes, der Investoren und der Vertragspartner in Deutschland. Daher ist internationale Erfahrung kein entscheidendes Kriterium für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats.
Dem Aufsichtsrat soll eine ausreichende Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.
Wie in der Entsprechenserklärung vom 12. Dezember 2013 dargelegt, war und ist eine pauschale Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält eine solche Beschränkung für nicht adäquat, da es im Aufsichtsratsgremium vor allem auf Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung ankommt, die für das Unternehmen entscheidend sind. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, kann auf Vielfalt nur eingeschränkt geachtet werden.

Bei den Wahlvorschlägen soll der Aufsichtsrat zudem auf eine angemessene Beteiligung von Frauen achten. Bereits bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Neuwahl oder Nachbesetzung vakant werden der Aufsichtsratspositionen sollen qualifizierte Frauen in den Auswahlprozess einbezogen und bei den Wahlvorschlägen angemessen berücksichtigt werden.

Gegenwärtig sind keine Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten. Im Vordergrund der Entscheidung soll auch zukünftig die Qualifikation der Kandidaten stehen, nicht das Geschlecht.

Aktienbesitz

Die Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats halten keine Anteile in nennenswertem Umfang.

Kommunikation

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG berichtet über das laufende Geschäft in Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen. Detaillierte Angaben erfolgen mit den Jahres- bzw. Halbjahresfinanzberichten. Zu den Entwicklungen im Quartal informiert die Gesellschaft durch Zwischenmitteilungen. Die Website des Unternehmens enthält die relevanten Informationen und Angaben zur Aktie, zur Hauptversammlung sowie den Finanzkalender. Für Fragen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner jederzeit unter den angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (die "Gesellschaft") erklären, dass die Gesellschaft den vom Bundesministerium der Justiz am 10. Juni 2013 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 (im Folgenden "Kodex") mit folgenden Einschränkungen seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen hat und auch in Zukunft entsprechen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3 enthält die Empfehlung, dass für Aufsichtsratsmitglieder ein näher bestimmter Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft besteht eine D&O-Versicherung, die keinen Selbstbehalt vorsieht. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Aufsichtsratsmitglieder nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein zu verbessern, mit dem die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Es ist daher auch für die Zukunft nicht geplant, einen Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder einzuführen.

Gemäß Ziffer 4.1.5 soll der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Da die Gesellschaft keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, ist diese Empfehlung des Kodex nicht anzuwenden.

Gemäß Ziffer 4.2.1 soll der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben.

Eine Ressortzuständigkeit einzelner Vorstandsmitglieder ist bei der Gesellschaft nicht vorgesehen. Da der Vorstand lediglich aus zwei Mitgliedern besteht, die aus Sicht der Gesellschaft gleichberechtigt sein sollen, ist es nicht gewünscht, einen Vorsitzenden zu benennen.

Die Ziffern 4.2.2. und 4.2.3. enthalten die Empfehlung, dass das Aufsichtsratsplenum die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festsetzt sowie das Vergütungssystem für den Vorstand beschließt und regelmäßig überprüft. Weiterhin werden Empfehlungen für die Gestaltung der Vergütung, u.a. auch bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen oder bei Kontrollwechsel ausgesprochen.

Da die Mitglieder des Vorstands mit der Gesellschaft keine Vorstandsverträge abgeschlossen haben und für ihre Tätigkeit auch keine Vergütung erhalten, ist nach wie vor über Höhe, Struktur und eingesetzte Instrumente der Vorstandsvergütung nicht zu entscheiden. Auch in den Fällen des vorzeitigen Ausscheidens oder des Kontrollwechsels würden die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft keine Vergütung erhalten. Dementsprechend sind die Empfehlungen des Kodex für die konkrete Ausgestaltung der Vorstandsvergütung nicht anwendbar.

Gemäß den Ziffern 4.2.4. und 4.2.5. soll die nach den gesetzlichen Vorschriften offenzulegende Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds in einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts näher erläutert werden. Für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, ist eine bestimmte Form der Darstellung als Muster vorgesehen.

Da die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft keine Vergütung erhalten, kann auch auf die Veröffentlichung und eine nähere Erläuterung verzichtet werden.

Gemäß Ziffer 4.3.4 sollen Interessenkonflikte des Vorstands dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offengelegt werden.

Aufgrund der vertraglichen Konstellationen der Gesellschaft zu dritten Vertragspartnern bestehen teilweise Interessenkonflikte, diese wurden alle bereits im Börsenzulassungsprospekt umfassend offengelegt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 2 bei der Zusammensetzung des Vorstands, auf Vielfalt zu achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Zudem wird gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 3 eine langfristige Nachfolgeplanung für Vorstandsmitglieder empfohlen.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass der Aspekt der Vielfalt, der die Berücksichtigung von Frauen einschließt, kein ausschlaggebendes Kriterium für die Besetzung des Vorstands ist. Im Interesse des Unternehmens kommt es vielmehr vorrangig auf Managementfähigkeiten und -erfahrung sowie Fachkompetenz an. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht, kann zudem auf Vielfalt nur eingeschränkt geachtet werden.

Eine langfristige Nachfolgeplanung ist bei der Gesellschaft nicht generell geplant. Aufgrund des Lebensalters der bestehenden Vorstandsmitglieder sehen Vorstand und Aufsichtsrat zurzeit keine Notwendigkeit für die Ausarbeitung einer langfristigen Nachfolgeplanung. Für den Fall kurzfristig ausscheidender Vorstandsmitglieder kann es keine langfristige Planung für die Nachfolge geben.

Gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 des Kodex soll für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt werden.

Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft war und ist nicht vorgesehen. Die Gesellschaft hält eine solche Beschränkung für nicht adäquat, da es im Vorstand vor allem auf Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung ankommt, die für das Unternehmen entscheidend sind.

Gemäß Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden.

Im Hinblick darauf, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft satzungsgemäß nur aus drei Personen besteht, ist die Bildung von Ausschüssen nicht vorgesehen.

Gemäß Ziffer 5.4.1 Satz 2 bis 5 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die u. a. eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt berücksichtigen sowie eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen.

Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sind im Corporate Governance Bericht (S. 31 ff. des Geschäftsberichts 2012) veröffentlicht worden.

Gemäß Ziffer 5.4.1 Satz 6 bis 8 des Kodex soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und die geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenlegen. Die Empfehlung beschränkt sich dabei auf solche Umstände, die nach der Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde.

Bei der letzten Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sind für die Wahlvorschläge der dort gewählten neuen Aufsichtsratsmitglieder keine entsprechenden Angaben gemacht worden, weil die fragliche Empfehlung erst nach der Bekanntmachung der Hauptversammlung im Bundesanzeiger in den Kodex aufgenommen worden ist. Für die Zukunft geht die Gesellschaft davon aus, dieser Empfehlung grundsätzlich zu folgen. Allerdings behält sich die Gesellschaft vor, hiervon im Einzelfall abzuweichen.

Gemäß Ziffer 6.1 des Kodex sollen sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, unverzüglich allen Aktionären zur Verfügung gestellt werden.

Die Gesellschaft behält sich vor, im Einzelfall hiervon abzuweichen. Sensible Firmendaten, die nicht der ad hoc-Pflicht unterliegen, können für die Arbeit von Finanzanalysten wichtig sein. Jedoch muss im Einzelfall entschieden werden, ob diese Daten der Öffentlichkeit und damit auch Wettbewerbern zugänglich gemacht werden sollen. Selbstverständlich wird sich die Gesellschaft an die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zum Insiderhandel halten.

Gemäß Ziffer 7.1.2. S. 2 des Kodex sollen der Konzernabschuss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte jeweils binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht werden.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass hier die gesetzlichen Regelungen zur Veröffentlichung ausreichend sind. Ein engerer Zeitplan bei der Erstellung und Prüfung der Abschlüsse würde möglicherweise deren Qualität belasten.

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG

Hamburg, den 12. Dezember 2013

für den Vorstand:

Jan Krutemeier

für den Aufsichtsrat:

Werner Berg

3.10 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hamburg, den 11. April 2014

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in TEUR Ziffer 2013 2012
Umsatzerlöse 29 60.319 68.782
Schiffsbetriebskosten 30 -27.356 -28.865
Schiffsbetriebsergebnis 32.963 39.917
Sonstige betriebliche Erträge 31 8.985 6.135
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32 -8.540 -5.787
Reedereiergebnis 33.408 40.265
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 33 -22.759 -27.091
Wertminderungen (Impairment) 34 -38.597 -14.511
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -27.948 -1.337
Zinserträge 35 34 106
Zinsaufwendungen 36 -16.503 -18.826
Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen 37 -164 0
Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten 38 2.535 -2.043
Ergebnis vor Steuern (EBT) -42.046 -22.100
Steuern vom Einkommen und Ertrag 39 -7 -7
Konzernperiodenfehlbetrag -42.053 -22.107
davon entfielen auf Aktionäre der HCI HAMMONIA SHIPPING AG -42.058 -22.221
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile 5 114
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR -308,31 -162,89
Ergebnis je Aktie (verwässert) in EUR -308,31 -162,89

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in TEUR Ziffer 2013 2012
Konzernperiodenfehlbetrag -42.053 -22.107
Zu reklassifizierende Ergebnisse:
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen 10 -6.011 -3.065
Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten bei einer Absicherung von Zahlungsströmen 47 (a) III
-Erfolgswirksame Änderung 4.943 5.519
-Erfolgsneutrale Änderung 1.647 -3.654
6.590 1.865
Sonstiges Ergebnis in der Periode 579 -1.200
Konzerngesamtergebnis -41.474 -23.307
davon entfielen auf Aktionäre der HCI HAMMONIA SHIPPING AG -41.479 -23.420
davon entfielen auf nicht beherrschende Anteile 5 114

Konzernbilanz

Aktiva

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in TEUR Ziffer 31.12.2013 31.12.2012
Sachanlagen 6 362.000 478.137
Finanzanlagen 7 1 1
Anteile an assoziierten Unternehmen 8 7 0
Sonstige langfristige Forderungen 9 129 0
Langfristige Vermögenswerte 362.137 478.138
Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen 10 19.022 0
Vorräte 11 1.382 2.246
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 1.487 1.334
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 13 712 609
Forderungen aus Ertragsteuern 14 31 3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15 1.296 1.207
Sonstige übrige Vermögenswerte 15 1.543 1.862
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 15.960 20.327
Kurzfristige Vermögenswerte 41.433 27.588
Bilanzsumme 403.570 505.726
Passiva
Ziffer 31.12.2013 31.12.2013
Gezeichnetes Kapital 17 (a) 13.641 13.641
Kapitalrücklage 17 (b) 70.667 132.544
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital 17 (c) 10.482 -9.337
Kumuliertes übriges Eigenkapital 17 (d) 6.017 5.438
Aktionären der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zuzuordnendes Eigenkapital 100.807 142.286
Nicht beherrschende Anteile 17 (e) 149 337
Eigenkapital 100.956 142.623
Finanzverbindlichkeiten 18 197.164 171.533
Genussrechtskapital 19 12.503 12.757
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 20 3.096 0
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 21 7.203 13.008
Kapitalanteile im Fremdbesitz 22 9.294 6.365
Langfristige Verbindlichkeiten 229.260 203.663
Finanzverbindlichkeiten 23 64.651 147.876
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 2.878 3.346
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 25 457 2.456
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 26 1 1
Sonstige Verbindlichkeiten 27 893 1.030
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 28 4.474 4.731
Kurzfristige Verbindlichkeiten 73.354 159.440
Bilanzsumme 403.570 505.726

Konzernkapitalflussrechnung

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in TEUR Ziffer 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Konzernperiodenfehlbetrag -42.053 -22.107
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 60.806 40.626
Steueraufwand 7 7
Eliminierung des Finanzergebnisses 13.934 20.763
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -3.141 -1.961
Abnahme/Zunahme des Working Capitals -1.244 702
Abnahme/Zunahme der Vorräte 536 -336
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 448 -242
Zunahme der Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen -359 -521
Zunahme/Abnahme der übrigen Aktiva -47 492
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 261 420
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen -1.984 1.946
Abnahme der sonstigen Passiva -99 -1.057
Erstattete/Gezahlte Steuern -36 -10
Gezahlte Zinsen -15.515 -16.980
Erhaltene Zinsen 34 106
Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit 43 12.792 21.146
Einzahlungen aus dem Verkauf eines Seeschiffes 18.840 0
Nettofinanzmittelzufluss aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 0 1.009
Auszahlungen für Finanzinvestitionen in assoziierte Unternehmen -299 0
Ausgaben für Dockungskosten u.a. -698 -2.160
Cash flow aus Investitionstätigkeit 17.843 -1.151
Einzahlungen aus der Ausgabe von Genussrechten 0 433
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankdarlehen 700 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von sonstigen Darlehen 3.049 0
Einzahlungen von Kommanditkapital durch konzernfremde Gesellschafter 6.808 0
Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten -1.153 0
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -193 0
Tilgung von Darlehen -44.001 -31.092
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit -34.790 -30.659
Zahlungsmittelwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -4.155 -10.664
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.327 27.585
Fristenänderung Finanzmittelfonds 0 3.091
Wechselkursbedingte Änderungen -212 315
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16, 42 15.960 20.327

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in TEUR Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-

eigenkapital
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Zeitwert-

änderung von Derivaten in Cashflowhedges
Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremwährungs-

abschlüssen
Kumuliertes sonstiges Konzern-

ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Ziffer 17 (a) 17 (b) 17 ( c) 17 (d) 17 (d) 17 (d)
Stand 01.01.2012 13.641 132.544 12.884 -14.446 21.084 6.638
Konzerngesamtergebnis
Konzernperiodenergebnis 0 0 -22.221 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 -3.065 -3.065
Übrige Veränderungen 0 0 0 1.865 0 1.865
Stand 31.12.2012 13.641 132.544 -9.337 -12.581 18.019 5.438
Stand 01.01.2013 13.641 132.544 -9.337 -12.581 18.019 5.438
Konzerngesamtergebnis
Konzernperiodenergebnis 0 0 -42.058 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0 -6.011 -6.011
Ausschüttungen 0 0 0 0 0 0
Entnahmen aus Kapitalrücklagen 0 -61.877 61.877 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 6.590 0 6.590
Stand 31.12.2013 13.641 70.667 10.482 -5.991 12.008 6.017

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in TEUR Aktionären der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zuzuordnendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Gesamt Konzern-Eigenkapital
Ziffer 17 (e)
Stand 01.01.2012 165.707 223 165.930
Konzerngesamtergebnis
Konzernperiodenergebnis -22.221 114 -22.107
Währungsumrechnungsdifferenzen -3.065 0 -3.065
Übrige Veränderungen 1.865 0 1.865
Stand 31.12.2012 142.286 337 142.623
Stand 01.01.2013 142.286 337 142.623
Konzerngesamtergebnis
Konzernperiodenergebnis -42.058 5 -42.053
Währungsumrechnungsdifferenzen -6.011 0 -6.011
Ausschüttungen 0 -193 -193
Entnahmen aus Kapitalrücklagen 0 0 0
Übrige Veränderungen 6.590 0 6.590
Stand 31.12.2013 100.807 149 100.956

Konzern-Anlagenspiegel - Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
2012 01.01.2012 Währungsdifferenzen Zugänge Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Umbuchungen Abgänge
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Geschäfts- oder Firmenwert 4.879 0 0 137 0 0
Summe 4.879 0 0 137 0 0

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
2012 31.12.2012 01.01.2012 Währungsdifferenzen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Umbuchungen
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Geschäfts- oder Firmenwert 5.016 -4.879 0 0 -137 0
Summe 5.016 -4.879 0 0 -137 0

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in TEUR Kumulierte Abschreibungen Buchwert
2012 Abgänge 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 0 -5.016 0 0
Summe 0 -5.016 0 0

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Zugänge Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Umbuchungen Abgänge
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 5.016 0 0 0 0 0
Summe 5.016 0 0 0 0 0

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
2013 31.12.2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwert 5.016 -5.016 0 0 0 0
Summe 5.016 -5.016 0 0 0 0

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in TEUR Kumulierte Abschreibungen Buchwert
2013 Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
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Geschäfts- oder Firmenwert 0 -5.016 0 0
Summe 0 -5.016 0 0

Konzern-Anlagenspiegel - Entwicklung der Sachanlagen

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
2012 01.01.2012 Währungsdifferenzen Zugänge Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Umbuchungen Abgänge
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Seeschiffe 587.484 -11.167 2.104 26.162 0 0
Summe 587.484 -11.167 2.104 26.162 0 0

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
2012 31.12.2012 01.01.2012 Währungsdifferenzen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Seeschiffe 604.583 -88.569 2.749 -27.091 -13.535 0
Summe 604.583 -88.569 2.749 -27.091 -13.535 0

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in TEUR Kumulierte Abschreibungen Buchwert
2012 Abgänge 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011
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Seeschiffe 0 -126.446 478.137 498.915
Summe 0 -126.446 478.137 498.915

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Zugänge Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Umbuchungen Abgänge
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Seeschiffe 604.583 -25.753 684 0 -66.859 0
Summe 604.583 -25.753 684 0 -66.859 0

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
2013 31.12.2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Seeschiffe 512.655 -124.446 6.729 -22.759 -38.048 29.869
Summe 512.655 -124.446 6.729 -22.759 -38.048 29.869

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in TEUR Kumulierte Abschreibungen Buchwert
2013 Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
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Seeschiffe 0 -150.655 362.000 478.137
Summe 0 -150.655 362.000 478.137

Konzern-Anlagenspiegel - Entwicklung der Finanzanlagen

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Zugänge Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Umbuchungen Abgänge
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Finanzanlagen 1 0 0 0 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 55 0 0 -48
sonstige langfristige Forderungen 0 0 245 0 0 -116
Summe 1 0 300 0 0 -164

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in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
2013 31.12.2013 01.01.2013 Währungsdifferenzen Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 1 0 0 0 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 7 0 0 0 0 0
sonstige langfristige Forderungen 129 0 0 0 0 0
Summe 137 0 0 0 0 0

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in TEUR Kumulierte Abschreibungen Buchwert
2013 Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Finanzanlagen 0 0 1 1
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 7 0
sonstige langfristige Forderungen 0 0 129 0
Summe 0 0 137 1

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der Finanzanlagen stellen einen Bestandteil des Konzernanhangs dar.

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist eine bei der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Deutschland. Die Adresse lautet: Burchardstraße 8, 20095 Hamburg. Die Gesellschaft ist unter der Nr. HRB 98689 beim Amtsgericht Hamburg eingetragen.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig. Intention der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist es, sich als internationaler Anbieter auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag waren zwölf (Vorjahr: dreizehn) Tochtergesellschaften im Schiffsbetrieb tätig. Eine weitere Tochtergesellschaft hat ihr Containerschiff im Geschäftsjahr 2013 veräußert. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Seeschiffe sind in der weltweiten Fahrt eingesetzt.

Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern beschäftigte in den Jahren 2013 und 2012 keine eigenen Mitarbeiter.

(1) Grundlagen

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB nach den vom international Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten international Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Es wurden alle IFRS angewendet, die von der Europäischen Union anerkannt wurden und im Geschäftsjahr 2013 verpflichtend anzuwenden waren.

Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns. Zusätzlich wurden die gemäß § 315a Abs. 3 HGB i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Entsprechend des in IAS 1 enthaltenen Wahlrechts stellt die Gesellschaft die ergebniswirksam erfassten Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung dar, während die Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis aufgrund der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in der Gesamtergebnisrechnung gezeigt wird. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind immaterielle Vermögenswerte aus dem Erwerb der Tochtergesellschaften, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente. Diese werden zu den jeweils am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt.

Dem Konzernabschluss liegt die Annahme der Unternehmensfortführung zugrunde.

Der Konzernabschluss wurde in TEUR aufgestellt. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen ebenfalls in TEUR. Bei geringfügigen Abweichungen oder scheinbaren Additionsfehlern handelt es sich um Rundungsdifferenzen.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(2) Konsolidierung

(a) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurden neben der HCI HAMMONIA SHIPPING AG alle Tochterunternehmen einbezogen. Bei den einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich um Unternehmen, deren Finanz- und Geschäftspolitik die HCI HAMMONIA SHIPPING AG direkt oder indirekt beherrschen kann.

Grundsätzlich werden Tochtergesellschaften von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG als reine Vorratsgesellschaften erworben. Bei solchen Erwerben finden die Regelungen des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen keine Anwendung. insbesondere sind keine Geschäfts- und Firmenwerte zu erfassen und fortzuführen.

Zum Teil werden jedoch Tochtergesellschaften erworben, die bereits wirtschaftliche Aktivitäten entfaltet haben. Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. im Rahmen der Erwerbsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam aufgelöst. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht.

Die bei der Zeitwertbewertung der Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal im Jahr überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG übergegangen ist.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse sind, sofern wesentlich, herausgerechnet.

Die Abschlüsse der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie der einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Abschlussstichtag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erstellt worden.

Bei den Anteilen anderer Gesellschafter an Tochterunternehmen handelt es sich um die Beteiligung von Minderheitskommanditisten an den Schiffskommanditgesellschaften. Sie werden unter der Bezeichnung "Kapitalanteile im Fremdbesitz" unter den Verbindlichkeiten in Höhe des anteiligen Kommanditkapitals ausgewiesen.

(b) Konsolidierungskreis

Zum 31. Dezember 2013 umfasst der Konsolidierungskreis unverändert zum Vorjahr die folgenden voll konsolidierten Unternehmen. Der Anteil am Kapital ist bei den Tochtergesellschaften in Klammern dargestellt und entspricht dem Stimmrecht:

Mutterunternehmen

HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg Komplementär-Tochtergesellschaften
Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH, Hamburg (100 %)
Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH, Hamburg (57 %)
Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH, Hamburg (100 %)

Schifffahrts-Tochtergesellschaften

MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,62 %)
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,64 %)
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,64 %)
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,61 %)
MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,60 %)
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,72 %)
MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,39 %)
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (97,39 %)
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg (98,56 %)
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (98,56 %)
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (98,56 %)
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (55,71 %)
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG, Hamburg (51,23 %)

(c) Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen und gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern einen Stimmrechtsanteil von 20 Prozent oder mehr hält. Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen oder einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen eliminiert.

im Konzernabschluss werden folgende Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert. Der Anteil am Kapital ist bei den Tochtergesellschaften in Klammern dargestellt und entspricht dem Stimmrecht:

MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG (48,25%)
Verwaltung "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH (50,00%)

(d) Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen

Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften (§§ 315a Abs. 1, 298 Abs. 1, i.V.m. 244 HGB) ist der Konzernabschluss in Euro (Darstellungswährung) aufgestellt. Die funktionale Währung im Sinne von IAS 21 der Schiffskommanditgesellschaften ist der US-Dollar (USD). Die funktionale Währung (USD) ergibt sich aus dem Umstand, dass sowohl der Ankauf der Schiffe, die Fremdfinanzierung, der Chartermarkt und die wesentlichen Schiffsbetriebskosten in USD abgewickelt werden. Dementsprechend werden in den Schifffahrts-Tochtergesellschaften gemäß IAS 21 alle in der lokalen Währung Euro bzw. in anderen Währungen erfolgten Transaktionen mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Kurs in USD umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden an den USD-Kurs zum Bilanzstichtag angepasst.

Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs des jeweiligen Jahres umgerechnet. Abweichend hiervon wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen bzw. Wertminderungen auf zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte mit dem jeweiligen Transaktionskurs umgerechnet (1,3791 USD je EUR bzw. 1,3080 USD je EUR). Eigenkapitalkomponenten der Tochterunternehmen werden zum entsprechenden historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten für Währungsumrechnung innerhalb des Konzerneigenkapitals erfasst.

Die Kurse für die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:

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Fremdwährung für 1 EUR Durchschnittskurs Stichtagskurs
2013 2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
USD 1,3281 1,2848 1,3791 1,3194

(3) Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(a) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erlöse zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird.

Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. im Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstehen, werden im Konzern aktiviert. In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 waren keine entsprechenden Aktivierungen erforderlich.

Auf Kapitalanteile im Fremdbesitz entfallene Ergebnisanteile werden auf der Grundlage des nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelten Ergebnisses ermittelt.

(b) Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Erworbene immaterielle Vermögenswerte, die eine bestimmbare Nutzungsdauer aufweisen, werden ab dem Zeitpunkt der Bereitstellung linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Konzern mit Ausnahme derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte nicht vor. Die Buchwerte der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Jahr der Entstehung vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2013 werden im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern deshalb keine derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert.

Im Konzern bestehen keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte.

(c) Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Die Sachanlagen des Konzerns betreffen ausschließlich Seeschiffe (Containerschiffe). Die Nutzungsdauern betragen bei Neubauten 25 Jahre. Bei gebraucht erworbenen Seeschiffen wird die Restnutzungsdauer anhand des jeweiligen technischen Zustands des Seeschiffs zum Erwerbszeitpunkt geschätzt.

Wesentliche Bestandteile von Sachanlagen (Seeschiff sowie regelmäßig anfallende größere Wartungen) werden getrennt abgeschrieben (Komponentenansatz).

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

(d) Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern überprüft die Vermögenswerte des Anlagevermögens auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen.

Derivative Geschäfts- oder Firmenwerte werden für die Durchführung der Werthaltigkeitstests den Berichtseinheiten zugeordnet, für die auch im internen Berichtssystem des Konzerns eine Allokation des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt. Diese Berichtseinheiten entsprechen in der Regel den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Zahlungsströme der Berichtseinheiten werden mit einem Kapitalkostensatz, der sich an Vergleichsunternehmen orientiert, diskontiert. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Kapitalwert der Zahlungsströme kleiner ist als der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie des Netto-Umlaufvermögens der Berichtseinheit inkl. der zugeordneten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wird vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder Entwicklungen der Buchwert der Vermögenswerte nicht mehr durch den zu erwartenden Veräußerungserlös bzw. den diskontierten Netto-Zahlungsstrom aus einer weiteren Nutzung gedeckt ist. Die Zahlungsströme werden ebenfalls mit einem Kapitalkostensatz, der sich an Vergleichsunternehmen orientiert, diskontiert. Sofern eine Ermittlung des erzielbaren Betrages für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, erfolgt die Bestimmung der Zahlungsströme für die nächst höhere Gruppe von Vermögenswerten, für die ein derartiger Zahlungsstrom ermittelt werden kann.

Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern in den Folgeperioden die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf denjenigen Betrag, der sich ohne die Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen außerplanmäßig abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht.

Die Durchführung des Werthaltigkeitstests erfolgt dabei zum Ende des Geschäftsjahres. Der im Berichtsjahr 2013 für die Diskontierung verwendete Zinssatz im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes der Seeschiffe beträgt je nach Schiff und dessen Restnutzungsdauer zwischen 7,84 % und 7,92 % (Vorjahr: 6,87 % und 7,26 %). Die Ermittlung der Netto-Cashflows wird auf der Grundlage der operativen Planung für die einzelnen Seeschiffe vorgenommen. Für die Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wurde sowohl für die Kosten als auch die Erlöse ein jährliches Wachstum von 2,5 % unterstellt (Vorjahr: 2,5 %).

(e) Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20 % bis zu 50 % zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter der Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an den assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

(f) Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte werden in dem HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern grundsätzlich bei Lieferung, d.h. zum Erfüllungstag, bilanziert.

Die Finanzinstrumente des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns umfassen flüssige Mittel, Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und Kredite sowie derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswap- und Devisensicherungsgeschäften.

Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, sofern die finanziellen Vermögenswerte nicht der Kategorie "at fair value through profit and loss" zugeordnet werden. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "at fair value through profit and loss" werden im Rahmen der Erst- und Folgebewertung mit dem Zeitwert bilanziert. Die Folgebewertung der übrigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt entweder zu Zeitwerten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode in Abhängigkeit von der Zuordnung der einzelnen Finanzinstrumente zu den Kategorien nach IAS 39.

Finanzielle Schulden werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung zum Zeitwert abzüglich Transaktionskosten bewertet und in der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. für finanzielle Schulden der Kategorie "at fair value through profit and loss" zu Zeitwerten bilanziert. Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat zum Bilanzstichtag keine originären finanziellen Verbindlichkeiten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sofern entweder die Rechte auf die aus den Vermögenswerten generierbaren Zahlungsströme erloschen sind oder nahezu alle Risiken in einer Form auf einen Dritten übertragen wurden, dass die Kriterien für eine Ausbuchung erfüllt sind. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die Verpflichtungen entweder erloschen, aufgehoben oder abgelaufen sind.

(i) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben auf Girokonten und Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von wenigen Tagen.

(ii) Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Forderungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte, die der Kategorie "Kredite und Forderungen" (loans and receivables) zugeordnet werden, werden bei erstmaliger Erfassung mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Wertminderungen von Forderungen und sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Wertberichtigungen werden gebildet, sofern objektive Hinweise dahingehend vorliegen, dass ein Ausfallrisiko bei dem finanziellen Vermögenswert besteht. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich dabei nach Erfahrungswerten bzw. individuellen Risikoeinschätzungen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden aufgrund dieser Einschätzungen Wertberichtigungen in Höhe von 549 TEUR (Vorjahr: 839 TEUR) neu gebildet. Aufgrund einer Überprüfung der in den Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen konnten diese in Höhe von 823 TEUR (Vorjahr: 512 TEUR) aufgelöst werden.

(iii) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfassen Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden, werden gemäß IAS 39 für Bewertungszwecke in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale financial assets) klassifiziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden am Bilanzstichtag mit dem Zeitwert bzw., sofern dieser nicht bzw. nicht zuverlässig zu ermitteln ist, mit den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern sich die Zeitwerte der Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden, nicht über geeignete Bewertungsmethoden ableiten lassen, werden diese zu Anschaffungskosten bilanziert.

Zeitwertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. im Falle, dass der Zeitwert wesentlich und nachhaltig gesunken ist, wird die Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Sollten die Umstände, die zu einer Wertminderung geführt haben, in den Folgeperioden nicht mehr zutreffen, erfolgt für die finanziellen Vermögenswerte mit Fremdkapitalcharakter die Zuschreibung, ebenso wie die Wertminderung in den Vorperioden, erfolgswirksam. Für Eigenkapitalinstrumente wird die Zuschreibung erfolgsneutral vorgenommen.

Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Zuschreibungen werden bei derartigen Finanzinstrumenten nicht vorgenommen.

(iv) Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit ihrem Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

(v) Derivative Finanzinstrumente

Bei den vom Konzern eingesetzten Derivaten handelt es sich um Zinsswap- sowie Devisensicherungsgeschäfte, die zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt dabei zum Zeitwert. Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 vorliegen.

Sind diese Voraussetzungen trotz eines bestehenden wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Der effektive Teil der Zeitwertänderung eines derivativen Finanzinstrumentes, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllt (Cashflow-Hedge), wird unter Berücksichtigung des darauf entfallenden steuerlichen Effektes unmittelbar im kumulierten übrigen Eigenkapital bilanziert. Der ineffektive Teil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der effektive Teil wird nur dann ergebniswirksam, wenn auch das Grundgeschäft ergebniswirksam realisiert wird.

(vi) Zeitwerte der Finanzinstrumente

Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente entsprechen die Zeitwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten.

Bei langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erfolgt die Bestimmung des Zeitwertes auf Grundlage der erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Referenzzinssätze. Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Grundlage der zum Bilanzstichtag bestehenden Referenzzinssätze ermittelt.

(g) Vorräte

Die Vorräte betreffen die Bordbestände der Seeschiffe. Sie werden auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der Bordbestände zum Stichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten werden nach der FIFO-Methode ermittelt. Die Bewertung erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert.

Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Wertminderung der Vorräte geführt haben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen.

(h) Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen

Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung stehende Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe beziehungsweise eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Mit den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten verbundene Schulden" ebenfalls gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden ebenso wie die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit beziehungsweise aus der Veräußerung dieser Geschäftsbereiche als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Dagegen werden Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

(i) Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung besteht, die zu einem wahrscheinlichen Vermögensabfluss in der Zukunft führt, sofern sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Musste die Rückstellungsbildung unterbleiben, weil eines der genannten Kriterien nicht erfüllt ist, werden die entsprechenden Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen, es sei denn, die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist sehr gering. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden abgezinst. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

(j) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Laufende Steuern werden zum Zeitpunkt ihrer Verursachung in Höhe des geschuldeten Betrages aufwandswirksam erfasst.

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie auf Verlustvorträge gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit hinreichend gesichert erscheint.

Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert. Latente Steuern werden auf in der Folgebewertung entstehende temporäre Unterschiede bei derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können.

Im Zusammenhang mit Ergebnisanteilen, die im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Gewinnermittlung der Einschiffsgesellschaften durch die Besteuerung nach § 5a EStG (Tonnagesteuer) abgegolten sind, werden Verlustvorträge im Rahmen der Ermittlung latenter Steueransprüche nicht berücksichtigt.

Aufgrund der Tonnagebesteuerung wurden im Zusammenhang mit den Schiffskommanditgesellschaften auftretende Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss als permanent angesehen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch teilweise verwendet werden kann.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

(k) Transaktionen in Fremdwährung

Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Der dem Konzernabschluss der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zugrunde gelegte Mittelkurs des US-Dollar zum 31. Dezember 2013 beträgt 1,3791 USD/EUR (Vorjahr: 1,3194 USD/EUR), derjenige des japanischen Yen 104,94 JPY/USD (Vorjahr: 86,11 JPY/USD). Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst.

(l) Verwendung von Schätzungen

Die der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus.

Insbesondere für den Ansatz von latenten Steuerposten müssen Schätzungen vorgenommen werden. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerlicher Sachverhalte. Daher können Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und unseren Annahmen oder künftige Änderungen unserer Einschätzungen Veränderungen des Steuerergebnisses in künftigen Perioden zur Folge haben. Aufgrund unserer Einschätzung der steuerlichen Situation des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns wurden im Konzernabschluss keine latenten Steuern berücksichtigt, insbesondere wurden keine Vorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen aktiviert.

Weitere wesentliche Schätzungen und Annahmen betreffen insbesondere die Festlegung der Nutzungsdauer der Seeschiffe, deren Restwert am Ende der Nutzungsdauer sowie die Schätzung von Cashflows im Rahmen der Durchführung von Werthaltigkeitstests (Buchwert der Seeschiffe einschließlich Wartungskomponente zum Bilanzstichtag: 362.000 TEUR; Vorjahr: 478.137 TEUR).

Die Darstellung der erforderlichen Ermessensausübungen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der Schiffe erfolgt innerhalb der Sachanlagen (vgl. Ziffer 6).

Der Konzern trifft im Rahmen der Bilanzierung Einschätzungen und Annahmen über erwartete zukünftige Entwicklungen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.

(4) Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns sind entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. Die im Geschäftsjahr 2013 durch das IASB neu herausgegebenen IFRS bzw. Überarbeitungen von IFRS sind durch den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern erst nach einem entsprechenden Beschluss der Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens verpflichtend anzuwenden.

Im Konzernabschluss der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zum 31. Dezember 2013 waren nachfolgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:

IAS 1 (Amendment) "Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses" - anzuwenden ab 1. Juli 2012 (relevant)
IAS 19 revised "Leistungen an Arbeitnehmer" - anzuwenden ab 1. Januar 2013 (nicht relevant)
IFRS 7 (Amendment) "Anhangangaben/Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden"- anzuwenden ab 1. Januar 2013 (nicht relevant)
IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" - anzuwenden ab 1. Januar 2013 (relevant)
Sammelstandard "Improvements to IFRS 2009-2011" - anzuwenden ab 1. Januar 2013 (relevant)
IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebauwerks" - anzuwenden ab 1. Januar 2013 (nicht relevant)
IFRS 1 (Amendment) "Darlehen der öffentlichen Hand" - anzuwenden ab 1. Januar 2013 (nicht relevant)

Im Juni 2012 veröffentlichte das IASB Änderungen des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". In der Gesamtergebnisrechnung sind künftig die Posten des Sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden ("recycling"), separat von den Posten des Sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden.

Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (überarbeitet 2011, IAS 19 revised).

Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Die Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Offenlegungspflicht sowohl saldierter Finanzinstrumente als auch solcher nicht saldierter Finanzinstrumente, die einer durchsetzbaren Globalaufrechnungsvereinbarung oder einer vergleichbaren Vereinbarung unterliegen.

Der im Mai 2011 veröffentlichte IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" regelt die Fair-Value-Bewertung. Der Fair Value wird als "exit price" definiert, das heißt als Preis, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden würde, beziehungsweise als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen.

Mit der Anpassung durch die Annual Improvements soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1.

Die Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind bereits von der EU endorsiert, werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sein:

IAS 28 (Amendment) "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IAS 32 (Amendment) "Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IAS 39 (Amendment) "Novation von Derivaten und der Fortsetzung von Sicherungsgeschäften" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" - anzuwenden ab 1. Januar 2014
IAS 36 (Amendment) "Wertminderungen von Vermögenswerten" - anzuwenden ab 1. Januar 2014

Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" veröffentlicht. Durch die Änderung des IAS 32 wird erläutert und klargestellt, welche Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz bestehen. Die Ergänzung zu IAS 32 ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB die neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Tätigkeiten" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" sowie Änderungen des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen". Nach dem neuen Konzept des IFRS 10 ist Beherrschung ("control") gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Nach dem neuen Konzept des IFRS 11 ist bei gemeinschaftlich geführten Aktivitäten zu unterscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten werden die einzelnen Rechte und Verpflichtungen anteilig im Konzernabschluss bilanziert. Demgegenüber werden Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet. Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. Der neue Standard IFRS 12 erweitert die Angabepflichten zu Anteilen an anderen Unternehmen. Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Die neuen Standards sowie die Standardänderungen sind ab dem 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis haben.

Infolge der im Juni 2013 veröffentlichten Änderung des IAS 39 bleiben Derivate trotz einer Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei infolge gesetzlicher Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert.

Die Änderungen des IAS 36 beinhalten Überarbeitungen zu den erforderlichen Anhangangaben, wenn der erzielbare Betrag für wertgeminderte Vermögensgegenstände auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurde.

Die Anwendung dieser Regelungen erfolgt im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung. Soweit nicht anders angegeben erwartet der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern, dass sich aus der Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ergeben werden.

Die durch das IASB bzw. IFRIC veröffentlichten Standards und Interpretationen, deren Anwendung in einem IFRS-Konzernabschluss nach § 315a HGB noch der Anerkennung durch die EU bedarf, stellen sich dabei wie folgt dar:

IAS 19 (Amendment) "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"
IFRS 9 "Finanzinstrumente" - anzuwenden ab 1. Januar 2015
IFRS 7 (Amendment) und IFRS 9 (Amendment) "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang" - anzuwenden ab 1. Januar 2015
IFRIC 21 "Abgaben"
Sammelstandard "Improvements to IFRS 2010-2012"
Sammelstandard "Improvements to IFRS 2011-2013"

Die erstmalige Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird vorbehaltlich der Anerkennung durch die EU zum Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung erfolgen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(5) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ist im Anlagenspiegel dargestellt.

(6) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen des Konzerns besteht aus Seeschiffen (technische Anlagen und Maschinen). Die Seeschiffe werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an Linienreedereien verchartert.

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
technische Anlagen und Maschinen
Seeschiff 360.067 475.877
Klassearbeiten 1.933 2.260
362.000 478.137

Sachanlagen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Seeschiffe werden als einheitlicher Gegenstand angesehen, wobei für die Kosten der großen Klasse, welche regelmäßig nach fünf Jahren fällig wird, ein entsprechender Betrag abgespalten und als gesonderte Komponente über fünf Jahre abgeschrieben wird. Für noch nicht gedockte Schiffe werden die Klassekosten in Abhängigkeit von der Größenklasse entsprechend geschätzt und über die verbleibende Zeit bis zur Dockung abgeschrieben, wobei die Aktivierung nur zeitanteilig erfolgt, sofern die Dockung planmäßig früher als nach fünf Jahren erfolgen soll. Für bereits gedockte Schiffe werden die tatsächlich angefallenen Klassekosten bis zur nächsten Dockung abgeschrieben. Im Rahmen des sogenannten extended dry docking anfallende Kosten werden aktiviert und bis zur nächsten Dockung (2,5 Jahre) abgeschrieben.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Die so ermittelte Nutzungsdauer beträgt für Neubauten 25 Jahre. Bei gebraucht erworbenen Seeschiffen wird die Restnutzungsdauer anhand des jeweiligen technischen Zustands des Seeschiffs zum Erwerbszeitpunkt geschätzt.

Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes erzielbaren Restwerte bestimmt. Der Restwert der Seeschiffe entspricht dem Schrottwert. Der Schrottwert unterliegt erheblichen Marktschwankungen. Zum Bilanzstichtag wurde bei der Ermittlung der Restwerte ein Schrottwert von 400,00 USD je Tonne (Vorjahr: 400,00 USD je Tonne) zugrunde gelegt.

Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die im Anlagenspiegel 2013 dargestellten Umbuchungen (Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie kumulierte Abschreibungen) betreffen zwei Containerschiffe, die gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung bestimmt eingestuft wurden und entsprechend den Ausweisregeln des IFRS 5 unter einem gesonderten Posten innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte auszuweisen sind.

Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Schifffahrt wurde die Werthaltigkeit der Seeschiffe mit Hilfe von Impairment-Tests überprüft. Die Durchführung der Werthaltigkeitstests erfolgte zum Ende des Geschäftsjahres.

Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der Seeschiffe bestimmt. Dieser ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Nettoveräußerungswert) einerseits und Nutzungswert andererseits. Aufgrund der seit Mitte 2008 beobachtbaren Verwerfungen an den An- und Verkaufsmärkten für Containerschiffe, ist davon auszugehen, dass die am Markt zu beobachtenden Transaktionen zu Preisen abgewickelt werden, die deutlich unter den Nutzungswerten liegen. Insgesamt wurde deshalb von der Konzernleitung der Nutzungswert als der erzielbare Betrag bestimmt. Aufgrund eines vom Vorstand gefassten Verkaufsbeschlusses wurden zwei Containerschiffe als zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nach IFRS 5 eingestuft. Die beiden Containerschiffe wurden deshalb in Höhe von 14.180 TEUR außerplanmäßig auf den Nettoveräußerungswert abgeschrieben und in den Posten "Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte" umgegliedert.

Wertbestimmende Faktoren des Nutzungswertes sind die künftigen Cashflows aus der künftigen Nutzung der zu bewertenden Vermögenswerte, die Diskontierungssätze sowie die Wachstumsrate. Zum Bilanzstichtag lag der Nutzungswert bei sieben Containerschiffen (Vorjahr: sechs Containerschiffe) unter dem Buchwert des Konzerns. Bei diesen sieben Containerschiffen wurden deshalb außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen bzw. die in den Vorjahren bereits erfolgten außerplanmäßigen Abschreibungen erhöht.

Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells ermittelt, das auf der unternehmensinternen Sicht aufbaut. Grundlage ist eine operative Cashflow-Planung, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Planung bis zum Jahr 2018 basiert. Die Planung wurde unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung für die einzelnen Schiffstypen aufgestellt. Die Schiffsbetriebskosten wurden vom Vertragsreeder auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt. Die Erwartungen des Poolmanagers sowie Veröffentlichungen externer Charterbroker bilden die Grundlage für die Prognose der Zeitchartern. Hierbei wurde sich im Wesentlichen auf die Prognose eines großen Charterbrokers gestützt, die für die Jahre 2014 und 2015 den sogenannten "negative outlook" des Poolmanagers widerspiegelt. Für die Jahre 2016 bis 2018 wurde von einer linear verlaufenden, sukzessiven Markterholung ausgegangen. im Jahr 2018 wurde auf die für den jeweiligen Schiffstyp historisch durchschnittlich erzielte Rate abgestellt (preisbereinigter 10-Jahres-durchschnitt abzüglich eines angemessenen Krisenabschlags). Aufgrund der krisenbedingten niedrigen Basis wurde für den Detailplanungszeitraum (2014 bis 2018) von einer mehr als 100%-igen Steigerung der Charterraten ausgegangen. Die erwarteten Entwicklungen der Charterraten und der Schiffsbetriebskosten für die einzelnen Schiffstypen auf Basis der vom Reeder antizipierten Steigerungen bilden die Grundlage für die Entwicklung der erwarteten Cashflows bis zum Ende der Detailplanungsphase der jeweiligen Schiffe. Die Wachstumsrate, die zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen jenseits der Detailplanungsphase benutzt wird, beträgt für die Chartereinnahmen und für die Schiffsbetriebskosten einheitlich 2,5% p.a.

Die vorstehende Cashflow-Prognose erfolgte zeitnah zum Abschlussstichtag. Der Cashflow unterliegt Schwankungen, da er von zahlreichen Faktoren, wie z.B. der Entwicklung der Weltwirtschaft, dem Bedarf an Transportleistungen und der Verfügbarkeit alternativer Transportkapazitäten und deren Kosten abhängig ist.

Die prognostizierten Free Cashflows stehen zur Bedienung der Fremdkapitalgeber sowie zur Eigenkapitalverzinsung zur Verfügung und werden mit dem gewogenen Kapitalkostensatz wacc (weighted average cost of capital) diskontiert, welcher die Sichtweise des Marktes widerspiegelt. Durch die Verwendung eines gewogenen Kapitalkostensatzes als Diskontierungssatz werden neben der aktuellen Kapitalstruktur der Beta-Faktor sowie die Marktrisikoprämie berücksichtigt. Der Beta-Faktor wurde auf der Grundlage einer Peergroup-Analyse berücksichtigt. Bei der Marktrisikoprämie wurde auf Stellungnahmen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) zurückgegriffen. Im Ergebnis wurden den Werthaltigkeitstests je nach erwarteter Restnutzungsdauer des jeweiligen Seeschiffs und unter Berücksichtigung der individuell erwarteten Free Cashflows gewogene Kapitalkostensätze zwischen 7,84 % und 7,92 % (Vorjahr: zwischen 6,87 % und 7,26 %) zugrunde gelegt.

Der unter diesen Prämissen durchgeführte Impairment-Test führte zu einem Wertminderungsaufwand von zusammen 23.868 TEUR (Vorjahr: 13.535 TEUR). Bei diesem Betrag - und den folgenden Sensitivitätsbetrachtungen - bleiben die Wertminderungen der beiden als zur Veräußerung bestimmten Containerschiffe unberücksichtigt.

Aufgrund der Unsicherheiten über die künftige Markt- und Zinsentwicklung wurden hinsichtlich der Charterraten und des Diskontierungssatzes Sensitivitätsberechnungen durchgeführt.

Eine Verminderung der erzielbaren Charterraten um minus 10% hätte bei nunmehr elf Containerschiffen zu einem Abwertungsbedarf von zusammen 69.351 TEUR anstelle der vorgenommenen Wertminderungen von 23.868 TEUR geführt.

Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um 100 Basispunkte hätte anstelle der vorgenommenen Wertminderungen zu einem Abwertungsbedarf auf insgesamt elf Containerschiffe von zusammen 47.816 TEUR geführt.

Eine Reduzierung des Diskontierungssatzes um 100 Basispunkte hätte anstelle der vorgenommenen Wertminderungen zu einem Abwertungsbedarf auf insgesamt sechs Containerschiffe von zusammen 8.584 TEUR geführt.

Die aus Vergleichstransaktionen abgeleiteten beizulegenden Zeitwerte (Marktwerte) der Containerschiffe liegen erheblich unter den Nutzungswerten und damit auch unter den Buchwerten. Die Marktwerte sind jedoch nach Auffassung des Vorstand nicht repräsentativ, da keine ausreichende Anzahl von Transaktionen vergleichbarer Schiffe vorliegt und diese teilweise aus Zwangssituationen heraus erfolgen.

(7) Finanzanlagen

Die zum Bilanzstichtag in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) ausgewiesenen Finanzanlagen betreffen ausschließlich nicht konsolidierte Anteile an Tochterunternehmen.

Für die nicht konsolidierten Anteile an einem Tochterunternehmen erfolgt der Wertansatz zum Bilanzstichtag zum Zeitwert bzw., sofern dieser aufgrund des Fehlens eines aktiven Marktes oder über andere Bewertungsmethoden nicht verlässlich ermittelt werden kann, zu Anschaffungskosten. Die nicht konsolidierten Anteile an Tochterunternehmen wurden zum Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

(8) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Bewertung der assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Equity-Methode. Die Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

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Kapitalanteil % Ergebnisanteil % Buchwerte

in TEUR
MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG 48,25 39,81 0
Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH 50,00 50,00 7
7

Die Buchwerte der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen des Konzerns an assoziierten Unternehmen veränderten sich folgendermaßen:

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Buchwerte der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen TEUR
Buchwerte 1.1.2013 0
Akquisitionen 55
Anteiliges Ergebnis nach Steuern -48
Buchwerte 31.12.2013 7

Die folgenden Tabellen zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der Bilanzen der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Konzernabschluss:

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Aggregierte Ergebnisdaten der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen TEUR
Umsatzerlöse 303
Jahresergebnis -411
Anteiliges Ergebnis vor Steuern aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen -163

Das aus der Beteiligung an den assoziierten Unternehmen dem Konzern zuzurechnende anteilige Ergebnis überstieg um 116 TEUR die betreffenden Beteiligungsbuchwerte des Konzerns. Der überschießende Betrag wurde mit unbesicherten Forderungen / Darlehen gegenüber dem assoziierten Unternehmen verrechnet.

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Aggregierte Bilanzdaten der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen TEUR
Langfristige Vermögenswerte 18.172
Kurzfristige Vermögenswerte 613
Langfristige Schulden 18.057
Kurzfristige Schulden 1.038
Eigenkapital -310
Anteiliges Eigenkapital -110
Sonstige 117
Buchwert aus der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 7

(9) Sonstige langfristige Forderungen

Ausgewiesen wird ein unbesichertes Darlehen an ein assoziiertes Unternehmen. Der Darlehensbuchwert wurde um den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens übersteigende anteilige Verluste gemindert. Die Entwicklung des Postens ist im folgenden dargestellt:

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Buchwerte sonstige langfristige Forderungen TEUR
Buchwerte 1.1.2013 0
Darlehensgewährung 245
Überschießende Verluste aus assoziierten Unternehmen -116
Buchwerte 31.12.2013 129

(10) Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Geschäftsjahr 2013 den Verkauf von zwei Containerschiffen beschlossen. Die beiden Containerschiffe sollen innerhalb von 12 Monaten veräußert werden. Aufgrund der bestehenden Veräußerungsabsicht werden die beiden Containerschiffe einschließlich der mit zu veräußernden Vorräte als zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen ausgewiesen (Veräußerungsgruppe). Die Bewertung der Containerschiffe erfolgte mit dem erwarteten Nettoveräußerungspreis (39.296 TEUR). Die Bewertung erforderte eine außerplanmäßige Abschreibung der beiden Containerschiffe in Höhe von insgesamt 14.180 TEUR, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Wertminderungen (Impairment) erfasst wurde. Ein Containerschiff wurde Ende Oktober 2013 veräußert. Das verbleibende Containerschiff wurde entsprechend des Verkaufspreises des baugleichen Schwesterschiffes bewertet (Level 2 im Sinne der Zeitwerthierarchie des IFRS 13: Beizulegende Zeitwerte, die auf Basis von Parametern bestimmt werden, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete Preise auf einem Markt zur Verfügung stehen).

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden im sonstigen Ergebnis Verluste in Höhe von 1.774 TEUR aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen erfasst, die in Verbindung mit dem als zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögen stehen.

Zum 31. Dezember 2013 umfasst das zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögen in Höhe von 18.900 TEUR ein Containerschiff und in Höhe von 122 TEUR Vorräte.

(11) Vorräte

Unter dem Posten Vorräte werden solche aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen, die sich auf Basis der Bestandsaufnahmen zum Abschlussstichtag ergeben haben. Die Zusammensetzung der Vorräte ergibt sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Treibstoffbestände 54 392
Schmieröl 1.146 1.606
Ausrüstung Deck 92 105
Ausrüstung Maschine 90 143
1.382 2.246

In den dargestellten Geschäftsjahren bestand für Vorräte kein Wertberichtigungsbedarf.

(12) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen an Kunden werden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um Einzelwertberichtigungen bilanziert. Die am Bilanzstichtag vorhandenen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen zwei Einnahmepools sowie darüber hinaus gegen Linienreedereien aufgrund von Nebenleistungen zur vereinbarten Zeitcharter. Die Brutto-Forderungen in Höhe von 1.958 TEUR (Vorjahr: 2.897 TEUR) sind in Höhe von 471 TEUR (Vorjahr: 1.563 TEUR) einzelwertberichtigt. Die Einzelwertberichtigungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen einen Einnahmepool, da in diesem die Forderungen gegen eine Linienreederei als ausfallgefährdet angesehen werden. Weitere Wertberichtigungen betreffen zweifelhafte Forderungen gegen Linienreedereien aus Nebenleistungen. Hinsichtlich der Entwicklung der Einzelwertberichtigungen vgl. Ziffer (47) (b) (ii).

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(13) Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen setzen sich in den Vergleichsjahren wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG 26 0
Forderungen gegen die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG 686 609
712 609

Die Forderungen gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG resultieren aus ihrer Tätigkeit als Vertragsreederin im Rahmen der Erbringung von Crewpoolleistungen und betreffen die Weiterbelastung von Forderungen gegen einzelne Charterer. Somit handelt es sich nicht um eine rechtliche Forderung gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, sondern um die buchhalterische Erfassung eines anteiligen Ausgleichsanspruchs bei Einziehung der Forderungen von den einzelnen Charterern. Die Forderungen wurden in Höhe von 477 TEUR (Vorjahr: 318 TEUR) wertberichtigt.

Die Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen finden sich unter Ziffer (50).

(14) Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag

Abweichend von der bisherigen Ausweispraxis wurden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Gewerbesteuer, die aus dem Betrieb von Handelsschiffen resultieren, nicht mehr gesondert als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen, sondern unter den Konzernabschlussposten übrige sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Hintergrund für die Ausweisänderung ist die teilweise pauschale Ermittlung der Gewerbesteuer (sogenannte "Tonnagesteuer"). Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Durch die Ausweisänderung haben sich die Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag im Geschäftsjahr um -49 TEUR (Vorjahresbetrag: -32 TEUR) vermindert.

Die ausgewiesenen Forderungen betreffen Erstattungsansprüche aus Kapitalertragsteuer.

Die Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(15) Sonstige Vermögenswerte (kurzfristig)

Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Ansprüche gegenüber Versicherungen 1.236 982
Übrige 60 225
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.296 1.207
Steuererstattungsansprüche 171 304
Abgrenzung Versicherungen 363 443
Übrige Abgrenzungen 1.009 1.115
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 1.543 1.862
Sonstige Vermögenswerte 2.839 3.069

Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

(16) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betreffen Guthaben bei Kreditinstituten. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Guthaben auf laufenden Geschäftskonten 6.824 5.180
Festgeldanlagen 9.136 15.147
15.960 20.327

Die Guthaben und Festgeldanlagen sind zum Nennwert bewertet. Die Festgeldanlagen haben Laufzeiten von wenigen Tagen. Guthaben auf laufenden Geschäftskonten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Festgeldanlagen werden mit den jeweils aktuellen Zinssätzen für kurzfristige Geldanlagen verzinst.

(17) Eigenkapital

Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

(a) Gezeichnetes Kapital

Unverändert zum Vorjahr setzt sich das gezeichnete Kapital aus 136.414 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die Anteile sind voll stimm- und dividendenberechtigt.

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen

1. für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

2. wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden;

3. soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.

(b) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 13.636 13.636
Kapitalrücklagen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 60.895 122.772
Emissionskosten für die Eigenkapitalbeschaffung -3.864 -3.864
Kapitalrücklagen insgesamt 70.667 132.544

Die Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultieren aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurden in Höhe von 13.636 TEUR dotiert.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der ordentlichen Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772 TEUR in eine Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Zur Deckung des Bilanzverlustes der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurden der Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB im Geschäftsjahr 61.877 TEUR entnommen und mit dem Posten "Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital" verrechnet.

Gemäß IAS 32.37 wurde das zugegangene Eigenkapital um die Emissionskosten für die Eigenkapitalbeschaffung in Höhe von 3.864 TEUR gekürzt. Diese sind gemäß IAS 32.37 grundsätzlich um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile zu kürzen. Da aufgrund des Geschäftsmodells der HCI HAMMONIA SHIPPING AG unter dem derzeit geltenden Steuerrecht für die Gesellschaft keine Steuerzahlungen erwartet werden, wurden die Eigenkapitalbeschaffungskosten ungekürzt vom zugegangenen Eigenkapital abgezogen.

(c) Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital umfasst die in den vergangenen sowie in der laufenden Periode erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital schließt die von dem Mutterunternehmen gebildeten Gewinnrücklagen ein. Gemäß § 150 Abs. 2 AktG wurde die gesetzliche Rücklage bei der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in den Vorjahren mit 5 TEUR dotiert.

Den Kapitalrücklagen wurden 61.877 TEUR entnommen und mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital verrechnet (vgl. Tz. 17 (b)).

(d) Kumuliertes übriges Eigenkapital

Im kumulierten übrigen Eigenkapital werden die Zeitwertänderungen von Derivaten in Cashflow-Hedges sowie ein Währungsumrechnungsposten ausgewiesen.

Die Zeitwertänderungen von Derivaten in Cashflow-Hedges betreffen Zinsswaps, die von den Tochtergesellschaften zur Sicherung variabel verzinslicher Darlehen eingesetzt und nach IAS 39 als Cashflow-Hedges designiert wurden. Im Geschäftsjahr wurden aus diesem Posten 4.943 TEUR (im Vorjahr: 5.519 TEUR) bisher im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die erfolgsneutral in diesem Eigenkapitalposten erfassten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.647 TEUR (im Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 3.654 TEUR).

Der Währungsumrechnungsposten resultiert aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen von deren funktionaler Währung (USD) in die Darstellungswährung (EUR). Im Geschäftsjahr wurden aus der Währungsumrechnung dieser Unternehmen Aufwendungen in Höhe von 6.011 TEUR (im Vorjahr: 3.065 TEUR) erfolgsneutral erfasst.

(e) Nicht beherrschende Anteile

Der im Konzernabschluss ausgewiesene Posten resultiert aus einer Verwaltungsgesellschaft und betrifft nicht beherrschende Anteile in Höhe von 43 % an dieser Gesellschaft. Vom bei der Verwaltungsgesellschaft im Geschäftsjahr entstandenen Jahresüberschuss entfielen auf die Fremdgesellschafter 5 TEUR (im Vorjahr: 114 TEUR). im Geschäftsjahr erfolgte eine Ausschüttung an die konzernfremden Gesellschafter in Höhe von 193 TEUR.

(18) Finanzverbindlichkeiten (langfristig)

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und beinhaltet im Wesentlichen Darlehen aus der Schiffsankauffinanzierung. Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden wesentlichen Darlehen:

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Nominalbetrag Tilgung p.a. Inanspruchname zum 31.12.2013 Inanspruchname zum 31.12.2012
TUSD/TJPY TUSD/TJPY TUSD/TJPY TEUR TUSD/TJPY TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
MS "HAMMONIA BAVARIA" 25.983 1.614 22.385 16.232 22.350 16.940
8.661 737 7.018 5.089 7.003 5.307
MS "HAMMONIA ROMA" 16.332 829 14.485 10.503 14.467 10.965
16.248 1.383 13.166 9.547 13.136 9.956
MS "HAMMONIA DANIA" 60.750 6.231 28.037 20.330 34.268 25.973
13.400 0 11.250 8.157 11.750 8.906
MS "HAMMONIA FIONIA" 60.750 6.231 28.037 20.330 34.268 25.973
12.000 0 11.250 8.157 11.750 8.906
MS "HAMMONIA HAFNIA" 60.750 6.231 28.037 20.330 34.268 25.973
13.400 0 2.000 1.450 11.750 8.906
MS "SAXONIA" 30.000 2.072 24.302 17.622 24.302 18.419
MS "WESTPHALIA" 30.000 2.308 0 0 23.653 17.927
MS "HAMMONIA TEUTONICA" 16.337 834 13.853 10.045 13.836 10.487
15.975 1.360 11.924 8.646 11.896 9.016
MS "HAMMONIA MASSILIA" 16.422 838 14.370 10.420 14.327 10.859
16.058 1.367 12.641 9.166 12.641 9.581
MS "HAMMONIA HOLSATIA" 16.273 830 13.822 10.022 13.782 10.445
15.912 1.354 11.849 8.592 11.849 8.981
MS "HAMMONIA POMERENIA" 24.690 1.534 19.361 14.039 19.320 14.643
8.230 700 5.779 4.190 5.779 4.380
MS "HAMMONIA PESCARA" 39.200 2.920 27.520 19.955 30.440 23.071
¥ 732.690 0 ¥ 732.690 5.063 ¥ 732.690 6.449
MS "ANTOFAGASTA" 22.939 1.102 10.706 7.763 11.257 8.532
¥ 1.124.908 ¥ 115.644 ¥ 904.514 6.250 ¥ 957.795 9.559

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Zinssatz Laufzeit
MS "HAMMONIA BAVARIA" USD-LIBOR + Marge 3. Januar 2023
CIRR 4. Januar 2021
MS "HAMMONIA ROMA" USD-LIBOR + Marge 3. Januar 2023
CIRR 5. Januar 2021
MS "HAMMONIA DANIA" USD-LIBOR + Marge 30. Mai 2018
USD-LIBOR + Marge 31. Mai 2018
MS "HAMMONIA FIONIA" USD-LIBOR + Marge 30. Mai 2018
USD-LIBOR + Marge 31. Mai 2018
MS "HAMMONIA HAFNIA" USD-LIBOR + Marge 30. Mai 2018
USD-LIBOR + Marge 31. Mai 2018
MS "SAXONIA" USD-LIBOR + Marge 31. Dezember 2019
MS "WESTPHALIA" USD-LIBOR + Marge 28. Februar 2021
MS "HAMMONIA TEUTONICA" USD-LIBOR + Marge 6. Juni 2022
CIRR 6. Juni 2020
MS "HAMMONIA MASSILIA" USD-LIBOR + Marge 20. Oktober 2022
CIRR 20. Oktober 2020
MS "HAMMONIA HOLSATIA" USD-LIBOR + Marge 21. Mai 2022
CIRR 21. Mai 2020
MS "HAMMONIA POMERENIA" USD-LIBOR + Marge 29. November 2021
CIRR 29. November 2019
MS "HAMMONIA PESCARA" USD-LIBOR + Marge 30. April 2023
JPY-LIBOR + Marge 30. Juli 2024
MS "ANTOFAGASTA" USD-LIBOR + Marge 12. März 2023
JPY-LIBOR + Marge 12. Dezember 2020

Die Schiffshypothekendarlehen sind durch abstrakte Schuldversprechen der jeweiligen Schifffahrtsgesellschaft besichert. Diese sind durch erstrangige Schiffshypotheken zugunsten der finanzierenden Kreditinstitute gesichert. Daneben haben die Schifffahrtsgesellschaften sämtliche Ansprüche aus der gegenwärtigen und künftigen Beschäftigung der Schiffe sowie aus den Versicherungen an die finanzierenden Banken abgetreten.

Der Buchwert der Vermögenswerte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten dienen, beträgt insgesamt 364.723 TEUR (Vorjahr: 480.453 TEUR). Hiervon betreffen 362.000 TEUR (Vorjahr: 478.137 TEUR) die Buchwerte der durch Hypotheken belasteten Seeschiffe, 1.487 TEUR (Vorjahr: 1.334 TEUR) die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 1.236 TEUR (Vorjahr: 982 TEUR) Ansprüche gegenüber Versicherungen.

Die Restlaufzeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 112.160 117.433
Restlaufzeit über 5 Jahren 85.004 54.100
Summe 197.164 171.533

(19) Genussrechtskapital

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 einmalig oder mehrmals auf den Namen und/oder auf den Inhaber lautende Genussrechte ohne Wandel- und Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben.

Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 30 Jahre betragen. Die Genussrechte können auf Euro oder auf eine andere gesetzliche Währung eines OECD-Mitgliedslandes lauten. Bei Ausgabe in einer anderen Währung ist der entsprechende Gegenwert, berechnet nach dem EZB-Referenzkurs am Tag der Beschlussfassung über die Begebung der Genussrechte, maßgebend.

Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf 75.000 TEUR oder den jeweiligen Gegenwert in einer anderen Währung eines OECD-Staates nicht übersteigen.

Die Ausgabe der Genussrechte erfolgt gegen Bar- oder Sachleistung.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Genussrechte zu. Die Genussrechte können auch gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Genussrechte auszuschließen

1. für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

2. wenn die Genussrechte obligationsähnlich ausgestaltet sind, d.h. keine Mitgliedschaftsrechte in der Gesellschaft begründen, keine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und die Höhe der Verzinsung nicht auf Grundlage der Höhe des Jahresüberschusses, des Bilanzgewinns oder der Dividende berechnet wird;

3. soweit Genussrechte gegen Erbringung von Sachleistungen zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere Seeschiffen oder Forderungen, ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere deren Übertragbarkeit, den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Stückelung, die Laufzeit, die Höhe der jährlichen Ausschüttung, die Kündigung sowie die Teilhabe an der Verteilung des Gewinns und des Liquidationserlöses festzulegen.

In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Für die Jahre 2014 und 2015 ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin für einen Zeitraum von zehn Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. im Geschäftsjahr wurden planmäßig 300 TEUR getilgt. Zum 31. Dezember 2013 beträgt die Restschuld aus diesem Genussrecht damit 6.850 TEUR.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367 TEUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433 TEUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit der Genussrechte an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Die Genussrechte sind grundsätzlich endfällig, d.h. regelmäßige Tilgungen der Genussrechte sind während der Laufzeit grundsätzlich nicht vorgesehen.

(20) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

Ausgewiesen werden Darlehen von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die Darlehen haben eine Restlaufzeit bis zum 31.12.2018. Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen finden sich unter Ziffer (50).

(21) Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (langfristig)

Der Ausweis betrifft die Marktwerte von Zinsswaps, die der Absicherung variabler Zinszahlungen aus Darlehen dienen. im Übrigen verweisen wir hinsichtlich weiterer Erläuterungen auf Ziffer (47).

Die Restlaufzeiten der Finanzderivate ergeben sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit unter 1 Jahr 0 0
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 7.203 12.571
Restlaufzeit über 5 Jahren 0 438
Summe 7.203 13.008

(22) Kapitalanteile im Fremdbesitz

Die Kapitalanteile im Fremdbesitz betreffen die Kommanditbeteiligung von Minderheitengesellschaftern an derzeit dreizehn Schiffskommanditgesellschaften (Vorjahr: dreizehn Schiffskommanditgesellschaften). Dieser Posten ergibt sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Fremdanteile am Kommanditkapital 26.064 19.256
Ergebnisanteile -9.642 -7.131
Entnahmesonderkonten -4.290 -3.150
Amteil an stillen Reserven/Lasten -2.838 -2.610
9.294 6.365

Unverändert zum Vorjahr wurden die Anteile der Fremdgesellschafter am Konzernergebnis im Zinsergebnis erfasst.

Die Restlaufzeiten der Kapitalanteile im Fremdbesitz ergeben sich wie folgt:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Restlaufzeit unter 1 Jahr 635 579
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 0 0
Restlaufzeit über 5 Jahren 8.659 5.786
Summe 9.294 6.365

Die Kapitalanteile im Fremdbesitz mit Restlaufzeiten von unter einem Jahr betreffen bereits entstandene Gewinnansprüche der Fremdgesellschafter. Somit sind dies wirtschaftlich keine Verbindlichkeiten. Entnahmen aus den Schiffskommanditgesellschaften können nur bei hinreichender Liquidität sowie einem Gesellschafterbeschluss, bei dem die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mitwirken muss, getätigt werden.

(23) Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Schiffshypothekendarlehen 54.807 136.485
Kontokorrentkredite 7.691 8.279
Zinsabgrenzung 2.153 3.112
64.651 147.876

Hinsichtlich der Schiffshypothekendarlehen vgl. Ziffer (18).

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 2.878 TEUR (Vorjahr: 3.346 TEUR) haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Ausweis beinhaltet Abgrenzungen in Höhe von 1.198 TEUR (Vorjahr: 996 TEUR).

(25) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Laufende Verbindlichkeiten gegenüber dem Vertragsreeder bzw. von ihm beherrschten Gesellschaften 441 2.436
Verbindlichkeiten gegenüber Organen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG 16 20
457 2.456

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen finden sich unter Ziffer (50).

(26) Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag

Abweichend von der bisherigen Ausweispraxis wurden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Gewerbesteuer, die aus dem Betrieb von Handelsschiffen resultieren, nicht mehr gesondert als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen, sondern unter den Konzernabschlussposten übrige sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Verbindlichkeiten erfasst. Hintergrund für die Ausweisänderung ist die teilweise pauschale Ermittlung der Gewerbesteuer (sogenannte "Tonnagesteuer"). Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Durch die Ausweisänderung haben sich die Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag im Geschäftsjahr um -138 TEUR (Vorjahresbetrag: -246 TEUR) vermindert.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern von Einkommen und Ertrag betreffen Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(27) Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Kreditorische Debitoren 681 614
Abgrenzungen 7 9
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 158 387
übrige sonstige Verbindlichkeiten 47 20
893 1.030

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(28) Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (kurzfristig)

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten betreffen ausschließlich Marktwerte von Verpflichtungen aus Zinssatzswapgeschäften. Die Zinssatzswapgeschäfte wurden als Teil von Sicherungsgeschäften designiert.

Im Übrigen verweisen wir hinsichtlich weiterer Erläuterungen auf Ziffer (47).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(29) Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen werden Chartererträge der Schifffahrtsgesellschaften ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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in TEUR 2013 2012
Poolcharter 16.989 20.175
Zeitcharter 43.330 48.608
60.319 68.783

(30) Schiffsbetriebskosten

Die Schiffsbetriebskosten setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Reparatur und Ausrüstungskosten 6.736 5.226
Bereederungsgebühren, Kommissionen 2.997 3.433
Schiffspersonalkosten 11.521 13.417
Verbrauch an Schmierölen und Fetten 2.198 2.486
Verbrauch an Treibstoffen 238 353
Versicherungen 2.599 2.849
Übrige 1.067 1.101
27.356 28.865

(31) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Kurserträge aus Devisentermingeschäften 102 29
Kurserträge aus Schiffshypothekendarlehen 2.245 1.945
Übrige Kurserträge 1.368 809
Erstattungen von Charterern 1.010 465
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 823 512
Erlöse aus Treibstoffverkauf 2.872 1.610
Übrige 565 765
8.985 6.135

(32) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Kursaufwendungen aus Schiffshypotheken 0 195
Kursaufwendungen aus Devisentermingeschäften 1 55
Übrige Kursaufwendungen 2.259 914
Aufwendungen aus Ankauf von Treibstoffen bei Chartererwechseln 2.907 1.646
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 516 615
Gebühren aus Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen 1.351 1.650
Verluste aus Zinssatzswaps 470 0
Kompensationszahlungen wegen Poolbeitritt 172 0
Übrige Verwaltungskosten 864 712
8.540 5.787

(33) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Unter diesem Posten werden im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen erfasst.

(34) Wertminderungen (Impairment)

Die Wertminderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Schiffsvermögen (Nutzungswert) 23.868 13.535
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Schiffsvermögen (Nettoveräußerungswert nach IFRS 5) 14.180 0
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Forderungen 549 839
Abschreibung von Firmenwerten aus der Erstkonsolidierung 0 137
38.597 14.511

Vgl. Ziffer (6) (Sachanlagen) und Ziffer (12) (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

(35) Zinserträge

Der Posten Zinserträge gliedert sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Zinserträge aus kurzfristiger Festgeldanlage 20 71
sonstige Zinserträge 14 35
Gesamtzinserträge 34 106

(36) Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Seeschiffe und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Zinsaufwand Schiffshypothekendarlehen 10.933 12.724
Zinsaufwand Zinssatzswaps 4.943 5.519
Zinsen Genussrechte 567 580
sonstiger Zinsaufwand 60 3
16.503 18.826

(37) Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen betreffen die anteilig auf den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern entfallenden Verluste aus der Beteiligung an den assoziierten Unternehmen.

(38) Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten

Der Posten betrifft Ergebniszuweisungen an Minderheitsgesellschafter von derzeit zwölf (im Vorjahr: dreizehn) Schiffskommanditgesellschaften. Die Kommanditanteile der Minderheitsgesellschafter wurden gemäß den IFRS-Vorschriften als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgte Ergebniszuweisungen sind entsprechend innerhalb des Finanzergebnisses auszuweisen.

Die Zusammensetzung des Postens ergibt sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Gewinnanteile 145 2.502
Verlustanteile -2.680 -459
-2.535 2.043

(39) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und Ertrag sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbeertragsteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen.

Abweichend von der bisherigen Ausweispraxis wurden Aufwendungen bzw. Erträge aus Gewerbesteuer, die aus dem Betrieb von Handelsschiffen resultieren nicht mehr gesondert als Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen, sondern unter den Konzernabschlussposten sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge erfasst. Hintergrund für die Ausweisänderung ist die teilweise pauschale Ermittlung der Gewerbesteuer (sogenannte "Tonnagesteuer"). Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Durch die Ausweisänderung haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr um 129 TEUR (Vorjahresbetrag: 375 TEUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 69 TEUR (Vorjahresbetrag: 25 TEUR) erhöht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag veränderten sich entsprechend.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich nach der Herkunft wie folgt auf:

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in TEUR 2013 2012
Laufender Ertragsteueraufwand -7 -7
Latenter Ertragsteueraufwand/-ertrag 0 0
-7 -7

Die laufenden Aufwendungen aus Ertragsteuern betreffen Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag bei Komplementärgesellschaften.

Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % (Vorjahr: 15 %) sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften sowie Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt.

Der fiktive Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Höhe von 32,28 % (Vorjahr: 32,28 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und Ertrag laut Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:

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in TEUR 2013 2012
IFRS-Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -42.046 -22.450
Konzernsteuersatz in % 15,83 % 32,28 %
Erwarteter Steueraufwand 0 0
Übrige -7 -7
Steueraufwand/-ertrag laut Gewinn- und Verlustrechnung -7 -7

Die permanenten Differenzen beinhalten die Auswirkungen der mit der Tonnagebesteuerung abgegoltenen Anteile am Konzernergebnis.

Körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge können nur eingeschränkt genutzt werden. Dabei ist eine positive steuerliche Bemessungsgrundlage bis zu 1.000 TEUR unbeschränkt um einen Verlustvortrag zu reduzieren, darüber hinausgehende Beträge sind nur bis maximal 60 % um einen vorhandenen Verlustvortrag zu kürzen.

Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. im Geschäftsjahr wurden für temporäre Differenzen sowie für Verlustvorträge für körperschaftsteuerliche Zwecke in Höhe von 10.044 TEUR (Vorjahr: 9.976 TEUR) bzw. für gewerbesteuerliche Zwecke in Höhe von 12.717 TEUR (Vorjahr: 12.170 TEUR) keine aktiven latenten Steuern bilanziert, da für diese Beträge die Generierung ausreichenden steuerlichen Einkommens in der näheren Zukunft nicht wahrscheinlich ist.

Die Vortragsfähigkeit der steuerlichen Verlustvorträge im Inland ist nach jetziger Rechtslage unbeschränkt möglich.

(40) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gibt an, welcher Teil des in einer Periode erwirtschafteten Ergebnisses auf eine Aktie entfällt. Hierzu wird der Konzernerfolg durch die gewichtete Zahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien auftreten (bspw. Wandelanleihen, Aktienoptionen). Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat keine solchen verwässernden Aktienerwerbsvereinbarungen. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie entsprechen sich. Das unverwässerte sowie das verwässerte Ergebnis je Aktie bestimmt sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Konzernperiodenfehlbetrag TEUR -42.058 -22.221
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien Stück 136.414 136.414
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Konzernperiodenfehlbetrag je Aktie EUR -308,31 -162,90

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

(41) Grundlagen

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

(42) Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die Zahlungsmitteläquivalente betreffen Festgeldanlagen mit Ursprungslaufzeiten von wenigen Tagen.

(43) Erläuterung der Cashflows

Die Ermittlung des Cashflows aus operativer Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Er beträgt 12.792 TEUR (Vorjahr: 21.146 TEUR). Aufgrund der Ausweisänderungen bei den Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag (vgl. Ziffer (39)), Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag (vgl. Ziffern (14) und (26)) sowie sonstige übrige Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten wurde auch die Ermittlung des operativen Cashflows (einschließlich der Vorjahresbeträge) entsprechend angepasst.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode ermittelt.

(44) Nicht zahlungswirksame Geschäftsvorfälle

Im Geschäftsjahr wurden keine zahlungsunwirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten getätigt. Im Vorjahr hatte der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen, die nicht in der Kapitalflussrechnung Niederschlag finden:

Der Konzern erwarb im Wege der Umwandlung eines Darlehens in Höhe von 5.367 TEUR Kommanditkapital an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

(45) Sonstige Angaben zur Kapitalflussrechnung

Aufgrund einer Waiver-Vereinbarung mit einem Bankenkonsortium (vgl. Ziffer (47) (a) (iv)) dürfen zwei Tochterunternehmen (im Vorjahr: drei Tochterunternehmen) nur dann Liquiditätsausschüttungen an ihre Gesellschafter - und damit auch die HCI HAMMONIA SHIPPING AG als Mutterunternehmen - tätigen, wenn die Barbestände sowie die nicht gezogenen Kontokorrentkredite einen Betrag von jeweils 3.250 TUSD übersteigen. Eine weitere Tochtergesellschaft unterliegt gemäß deren Darlehensvertrag ähnlichen Beschränkungen in Höhe von 1.000 TUSD. Gemäß den Vereinbarungen stehen den betroffenen Tochtergesellschaften die Barbestände jeweils uneingeschränkt zur Verfügung. Von der Vereinbarung sind insgesamt Zahlungsmittel in Höhe von 7.500 TUSD bzw. 5.438 TEUR (Vorjahr: 9.750 TUSD bzw. 7.390 TEUR) betroffen.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

(46) Grundlagen

Nach IFRS 8 sind die einzelnen Segmente des Konzerns nach dem sogenannten "management approach" abzugrenzen. Entscheidend ist dabei, für welche Segmente dem "chief operating decision maker", d.h. der verantwortlichen Unternehmensinstanz des Konzerns, separate Finanzinformationen zur Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund einer Vielzahl von zustimmungsbedürftigen Geschäften - auch auf Ebene der Schiffskommanditgesellschaften - sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft gemeinschaftlich als verantwortliche Unternehmensinstanz anzusehen.

Vorstand und Aufsichtsrat erhalten regelmäßig Finanzinformationen auf konsolidierter Basis. Soll-Ist-Vergleiche werden ebenfalls auf konsolidierter Basis erstellt. Die Prognoserechnungen werden auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei lediglich die Veränderungen des Working Capital je Schiff einfließen. Separate Informationen zu den einzelnen Schiffen sind grundsätzlich nicht Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Dies wird als nicht notwendig angesehen, da es sich bei dem Konzern um ein Ein-Produktunternehmen mit einem einheitlichen "Produktionsprozess" (Vercharterung von Containerschiffen an Linienreedereien) handelt. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt allein auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen je Tag. Als Ergebnis entfällt eine Segmentberichterstattung.

IFRS 8 schreibt auch für Konzerne, die nur aus einem Segment bestehen, Segmentangaben vor. Hierbei handelt es sich um Folgende:

Aus der Vercharterung von Containerschiffen an externe Linienreedereien hat der Konzern im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 60.319 TEUR (Vorjahr: 68.782 TEUR) erzielt.

Für sämtliche zwölf (Vorjahr: dreizehn) Schiffe des Konzerns bestehen jeweils separate Chartervereinbarungen mit Linienreedereien. Allerdings ist der Konzern mit sieben (Vorjahr: acht) Schiffen sogenannten Einnahmepools beigetreten. Hierbei werden die Einnahmen sämtlicher Poolmitglieder gepoolt und an die einzelnen Beteiligten ein Pooldurchschnitt weitergegeben. Die Pooleinnahme entspricht insofern nicht den mit den einzelnen Linienreedereien vereinbarten Chartern. Im Ergebnis können für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe keine länderspezifischen Angaben berichtet werden. Im Geschäftsjahr waren vier (Vorjahr: vier) nicht in Einnahmepools fahrende Containerschiffe an eine Linienreederei aus Dänemark verchartert. Hieraus wurden Umsatzerlöse in Höhe von 34.559 TEUR (Vorjahr: 40.821 TEUR) erzielt. Ein weiteres Containerschiff fährt in Zeitcharter für eine in Kuwait ansässige Linienreederei. Die erzielten Umsatzerlöse betrugen 7.516 TEUR (Vorjahr: 7.787 TEUR).

Unverändert zum Vorjahr betreffen die Sachanlagen des Konzerns in Höhe von 362.000 TEUR (Vorjahr: 478.137 TEUR) ausschließlich Containerschiffe. Diese sind weltweit in wechselnden Fahrtgebieten eingesetzt. Die Besitzgesellschaften dieser Containerschiffe haben sämtlich ihren Sitz in dem Land, in dem das Mutterunternehmen seinen Sitz hat.

57 % (Vorjahr: 59 %) der Umsatzerlöse stammen von einem einzigen Kunden. Hierbei handelt es sich um die weltgrößte Linienreederei für Containerschiffe. Weitere 12 % (Vorjahr: 11 %) stammen von einem weiteren Kunden.

Sonstige Angaben

(47) Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement

(a) Finanzinstrumente

(i) Angaben zu den Finanzinstrumenten

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern verwendet eine Vielzahl von Finanzinstrumenten.

In der folgenden Tabelle sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend der Kategorien der Finanzinstrumente nach IAS 32/39 bzw. die Klassifizierung nach IFRS 7 dargestellt. Die Klassifizierung nach IFRS 7 entspricht beim Konzern den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32/39. Um eine Überleitung auf die Bilanzwerte zu ermöglichen, werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb des Definitionsbereichs des IAS 32/39, bzw. die keiner Bewertungskategorie nach IAS 32/39 zugeordnet werden, gesondert als Non financial assets/Non financial liabilities (NFA/NFL) ausgewiesen.

Aktiva

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in TEUR 31.12.2013
Buchwert Bilanz AFV AFS LAR NFA
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 362.000 0 0 0 362.000
Finanzanlagen 1 0 1 0 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 7 0 7 0 0
Sonstige langfristige Forderungen 129 0 0 129 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Zur Veräußerung bestimmtes langfristiges Vermögen 19.022 0 0 0 19.022
Vorräte 1.382 0 0 0 1.382
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.487 0 0 1.487 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 712 0 0 712 0
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 31 0 0 0 31
Sonstige Vermögenswerte 2.839 0 0 1.296 1.543
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.960 0 0 15.960 0

Aktiva

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in TEUR 31.12.2012
Buchwert Bilanz AFV AFS LAR NFA
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 478.137 0 0 0 478.137
Finanzanlagen 1 0 1 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.246 0 0 0 2.246
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.334 0 0 1.334 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 609 0 0 609 0
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 3 0 0 0 3
Sonstige Vermögenswerte 3.069 0 0 1.207 1.862
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20.327 0 0 20.327 0

Die Kategorien "Financial assets at fair value through profit and loss (AFV)" und "Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV)" werden mit dem Zeitwert bewertet.

Die Kategorien AFV bzw. LFV enthalten keine finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gemäß IAS 39 gehalten werden, sondern ausschließlich finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz dieser Kategorie zugeordnet wurden.

Die Kategorien "Loans and receivables (LAR)" und "Financial liabilities measured at amortised cost (LAC)" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die Kategorie "Available for sale financial assets" (AFS) wird mit dem Zeitwert, sofern dieser nicht bzw. nicht zuverlässig zu ermitteln ist, mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Passiva

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in TEUR 31.12.2013
Buchwert Bilanz LAC LFV DS NFL
--- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Finanzverbindlichkeiten 197.164 197.164 0 0 0
Genussrechtskapital 12.503 12.503 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 3.096 3.096 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 7.203 0 0 7.203 0
Kapitalanteile im Fremdbesitz 9.294 9.294 0 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 64.651 64.651 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.878 2.878 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 457 457 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 0 0 0 1
Sonstige Verbindlichkeiten 893 681 0 0 212
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 4.474 0 442 4.032 0
Passiva
in TEUR 31.12.2012
Buchwert Bilanz LAC LFV DS NFL
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 171.533 171.533 0 0 0
Genussrechtskapital 12.757 12.757 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 13.008 0 0 13.008
Kapitalanteile im Fremdbesitz 6.365 6.365 0 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 147.876 147.876 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.346 3.346 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 2.456 2.456 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 0 0 0 1
Sonstige Verbindlichkeiten 1.030 614 0 0 416
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 4.731 0 0 4.731 0

Die Kategorie AFV enthält keine finanziellen Vermögenswerte die zu Handelszwecken gemäß IAS 39 gehalten werden, sondern ausschließlich finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz dieser Kategorie zugeordnet wurden.

Derivate in Sicherungsbeziehungen werden keiner Bewertungskategorie nach IAS 39 zugeordnet. Sie wurden deshalb der Klasse "Derivate in Sicherungsbeziehungen" (DS) zugewiesen.

Die Kategorie LFV betrifft Zeitwerte von Zinssatzswaps, die keiner Sicherungsbeziehung zugeordnet wurden. in der nachfolgenden Tabelle werden für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Buch- und beizulegende Zeitwerte gegenübergestellt:

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in TEUR IAS 39 -Kategorie bzw. IFRS 7-Klasse 31.12.2013 Buchwert 31.12.2013 Zeitwert 31.12.2012 Buchwert 31.12.2012 Zeitwert
Langfristige Vermögenswerte
Finanzanlagen AFS 1 1 1 1
Anteile an assoziierten Unternehmen AFS 7 7 0 0
Sonstige Vermögenswerte LAR 129 129 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 1.487 1.487 1.334 1.334
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen LAR 712 712 609 609
Sonstige Vermögenswerte LAR 1.296 1.296 1.207 1.207
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LAR 15.960 15.960 20.327 20.327
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten LAC 197.164 197.516 171.533 173.833
Genussrechtskapital LAC 12.503 12.503 12.757 12.757
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen LAC 3.096 3.096 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten DS 7.203 7.203 13.008 13.008
Kapitalanteile im Fremdbesitz LAC 9.294 9.294 6.365 6.365
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten LAC 64.651 64.788 147.876 148.434
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen LAC 2.878 2.878 3.346 3.346
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen LAC 457 457 2.456 2.456
Sonstige Verbindlichkeiten LAC 681 681 614 614
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten DS 4.032 4.032 4.731 4.731
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten LFV 442 442 0 0
Aggregiert nach Klassen/Kategorien
Available for sale financial assets AFS 1 1 1 1
Loans and receivables LAR 19.584 19.584 23.477 23.477
Financial liabilities measures at amortised cost LAC 290.724 291.213 344.947 347.805
Derivate in Sicherungsbeziehungen DS 11.235 11.235 17.739 17.739
Derivate at fair value through profit and loss LFV 442 442 0 0

Für nicht notierte Finanzinstrumente mit kurzen Restlaufzeiten wie kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristige Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem Zeitwert.

Für nicht notierte Finanzinstrumente mit langen Restlaufzeiten, wie langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, entspricht der Zeitwert dem Barwert des jeweiligen Finanzinstruments unter Anwendung aktueller Zinsparameter.

Die folgende Hierarchie wird verwendet, um den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten zu bestimmen und auszuweisen:

Level 1: Beizulegende Zeitwerte, die auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten bestimmt werden.

Level 2: Beizulegende Zeitwerte, die auf Basis von Parametern bestimmt werden, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete Preise auf einem Markt zur Verfügung stehen.

Level 3: Beizulegende Zeitwerte, die mithilfe von Parametern bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Zinsderivaten des Levels 2 werden beobachtbare Marktdaten verwendet.

Die Zeitwerte von nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzverbindlichkeiten (Darlehen mit fester Verzinsung) wurden entsprechend dem Level 2 auf der Basis von beachtbaren Marktdaten (Zinsdaten) ermittelt.

Weder im Geschäftsjahr 2013 noch im Vorjahr wurden Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien oder Umgliederungen innerhalb der Fair-Value-Hierarchie vorgenommen.

Die zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schuldenverteilen sich auf die Zeitwerthierarchien wie folgt:

Zeitwertbewertung zum 31.12.2013

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in TEUR Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 7.203 0 7.203 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 4.474 0 4.474 0

Zum 31. Dezember 2012 ergaben sich folgende Zuordnungen:

Zeitwertbewertung zum 31.12.2012

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in TEUR Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 13.008 0 13.008 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten 4.731 0 4.731 0

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bewertungskategorien bzw. Klassen des IAS 39 auf:

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in TEUR 2013 aus der Folgebewertung 2012 aus der Folgebewertung
zum Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigungen aus Abgang Summe zum Zeitwert
--- --- --- --- --- --- ---
Nettogewinne / Nettoverluste
Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) 0 0 0 101 101 0
Loans and Receivables (LAR) 0 219 -549 823 493 0
Financial liabilities measured at amortised cost (LAC) 0 1.135 0 243 1.378 0
Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) -299 0 0 -171 -470 0

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in TEUR 2012 aus der Folgebewertung
Währungsumrechnung Wertberichtigungen aus Abgang Summe
--- --- --- --- ---
Nettogewinne / Nettoverluste
Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) 0 0 -26 -26
Loans and Receivables (LAR) 61 -839 512 -266
Financial liabilities measured at amortised cost (LAC) 1.582 0 142 1.724
Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) 0 0 0 0

Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung in der Kategorie LAR betrifft im Wesentlichen flüssige Mittel.

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert berechnet wurden, beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf:

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in TEUR 2013 2012
Zinserträge 34 106
Zinsaufwendungen -16.503 -18.826
Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten 2.535 -2.043

Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden, sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren ebenso wie im Vorjahr keine Zinserträge, die nach IAS 39.AG 93 auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte abgegrenzt wurden, zu erfassen.

(ii) Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern ist aufgrund seiner internationalen Aktivitäten insbesondere Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch entsprechende Richtlinien im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern geregelt und erfolgt allein zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte sowie geplanter Transaktionen mit hinreichend hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese Richtlinien werden die Verantwortlichkeiten, die Handlungsrahmen und die Berichterstattung verbindlich festgelegt. Der Abschluss von Handelsgeschäften im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß dieser Richtlinie nur mit Banken erstklassiger Bonität erlaubt.

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern nutzt Devisentermingeschäfte zur Absicherung abgeschlossener bzw. erwarteter Geschäfte. Im Rahmen der Zinssicherung werden die Risiken durch Zinsderivate in Form von Zinsswaps begrenzt.

Die Nominal- und Zeitwerte der Zins- und Devisenderivate setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2013 31.12.2012
in TEUR Nominalbetrag Zeitwert Nominalbetrag Zeitwert
--- --- --- --- ---
Aktiva
Devisenderivate 0 0 0 0
Zinsderivate 0 0 0 0
Gesamt 0 0 0 0
Passiva
Devisenderivate 0 0 0 0
Zinsderivate 128.251 -11.677 161.280 -17.739
Gesamt 128.251 -11.677 161.280 -17.739

(iii) Angaben zu Sicherungsbeziehungen

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern bilanziert bestimmte Derivate, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, als Cashflow-Hedges gemäß IAS 39.

Cashflow-Hedges werden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos im Zusammenhang mit variablen Zahlungsströmen abgeschlossen. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zum Stichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode (Benchmarkansatz) geprüft.

Zum 31. Dezember 2013 bestehen die folgenden wesentlichen Sicherungsbeziehungen, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung als Cashflow-Hedges erfüllen:

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31.12.2013 Grundgeschäft Sicherungsgeschäft
Valutierung Zinssatz Laufzeit Nominalbetrag Zinssatz Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
TUSD/TJPY TUSD/TJPY % TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
MS "HAMMONIA ROMA" 10.000 USD USD-LIBOR + Marge 05.04.2018 10.000 USD 3,270 -586
MS "HAMMONIA TEUTONICA" 10.000 USD USD-LIBOR + Marge 06.06.2018 10.000 USD 3,150 -526
MS "HAMMONIA MASSILIA" 10.000 USD USD-LIBOR + Marge 20.01.2015 10.000 USD 3,310 -274
MS "HAMMONIA HOLSATIA" 10.000 USD USD-LIBOR + Marge 12.01.2015 10.000 USD 4,160 -307
MS "HAMMONIA BAVARIA" 14.900 USD USD-LIBOR + Marge 03.01.2023 5.976 USD 2,750 -128
MS "HAMMONIA POMERENIA" 12.880 USD USD-LIBOR + Marge 29.11.2021 5.017 USD 2,925 -198
MS "HAMMONIA DANIA" 34.037 USD USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 34.037 USD 2,0 - 7,15 -3.626
MS "HAMMONIA FIONIA" 34.037 USD USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 34.037 USD 2,0 - 7,40 -3.765
MS "HAMMONIA HAFNIA" 30.037 USD USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 30.037 USD 3,710 -1.508
MS "HAMMONIA PESCARA" 8.000 USD USD-LIBOR + Marge 30.04.2023 8.000 USD 2,380 -251
MS "HAMMONIA PESCARA" 732.690 JPY JPY-LIBOR + Marge 30.10.2024 732.690 JPY 1,870 -66
-11.235

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31.12.2013 Sicherungsgeschäft
Art Laufzeit
--- --- --- ---
Beginn Ende
--- --- --- ---
MS "HAMMONIA ROMA" Zinsswap 05.04.2012 05.04.2018
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Zinsswap 06.06.2012 06.06.2018
MS "HAMMONIA MASSILIA" Zinsswap 09.03.2011 20.01.2015
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Zinsswap 02.04.2009 12.01.2015
MS "HAMMONIA BAVARIA" Zinsswap 04.10.2010 02.01.2015
MS "HAMMONIA POMERENIA" Zinsswap 30.08.2011 30.08.2016
MS "HAMMONIA DANIA" Zinsswap 30.05.2008 30.05.2018
MS "HAMMONIA FIONIA" Zinsswap 30.05.2008 30.05.2018
MS "HAMMONIA HAFNIA" Zinsswap 31.05.2011 30.05.2018
MS "HAMMONIA PESCARA" Zinsswap 31.01.2012 29.01.2016
MS "HAMMONIA PESCARA" Zinsswap 03.08.2009 01.08.2014

Zum 31. Dezember 2012 bestanden die folgenden wesentlichen Sicherungsbeziehungen, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung als Cashflow-Hedges erfüllen:

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31.12.2012 Grundgeschäft Sicherungsgeschäft
Valutierung Tilgung Zinssatz Laufzeit Nominalbetrag Zinssatz
--- --- --- --- --- --- ---
TUSD/TJPY p.a.

TUSD
TUSD/TJPY %
--- --- --- --- --- --- ---
MS "HAMMONIA ROMA" 10.000 USD 0 USD-LIBOR + Marge 05.04.2018 10.000 USD 3,270
MS "HAMMONIA TEUTONICA" 10.000 USD 0 USD-LIBOR + Marge 06.06.2018 10.000 USD 3,150
MS "HAMMONIA MASSILIA" 10.000 USD 0 USD-LIBOR + Marge 20.01.2015 10.000 USD 3,310
MS "HAMMONIA HOLSATIA" 10.000 USD 0 USD-LIBOR + Marge 12.01.2015 10.000 USD 4,160
MS "HAMMONIA BAVARIA" 14.900 USD 1.076 USD-LIBOR + Marge 03.01.2023 6.564 USD 2,750
MS "HAMMONIA POMERENIA" 12.880 USD 1.023 USD-LIBOR + Marge 29.11.2021 5.576 USD 2,925
MS "SAXONIA" 24.302 USD 1.036 USD-LIBOR + Marge 31.12.2019 9.820 USD 2,810
MS "WEST-PHALIA" 23.653 USD 1.154 USD-LIBOR + Marge 28.02.2021 9.519 USD 1,720
MS "HAMMONIA DANIA" 40.268 USD 6.231 USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 40.268 USD 2,0 - 7,15
MS "HAMMONIA FIONIA" 40.268 USD 6.231 USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 40.268 USD 2,0 - 7,15
MS "HAMMONIA HAFNIA" 40.268 USD 6.231 USD-LIBOR + Marge 30.05.2018 40.268 USD 3,710
MS "ANTOFAGASTA" 11.257 USD USD-LIBOR + Marge 12.03.2023 4.000 USD 3,900
MS "HAMMONIA PESCARA" 8.000 USD USD-LIBOR + Marge 30.04.2023 8.000 USD 2,380
MS "HAMMONIA PESCARA" 732.690 JPY JPY-LIBOR + Marge 30.10.2024 732.690 JPY 1,870

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31.12.2012 Sicherungsgeschäft
Marktwert Art Laufzeit
--- --- --- --- ---
TEUR Beginn Ende
--- --- --- --- ---
MS "HAMMONIA ROMA" -947 Zinsswap 05.04.2012 05.04.2018
MS "HAMMONIA TEUTONICA" -920 Zinsswap 06.06.2012 06.06.2018
MS "HAMMONIA MASSILIA" -502 Zinsswap 09.03.2011 20.01.2015
MS "HAMMONIA HOLSATIA" -604 Zinsswap 02.04.2009 12.01.2015
MS "HAMMONIA BAVARIA" -245 Zinsswap 04.10.2010 02.01.2015
MS "HAMMONIA POMERENIA" -314 Zinsswap 30.08.2011 30.08.2016
MS "SAXONIA" -332 Zinsswap 30.09.2010 30.12.2014
MS "WEST-PHALIA" -256 Zinsswap 30.08.2011 30.08.2016
MS "HAMMONIA DANIA" -4.912 Zinsswap 30.05.2008 30.05.2018
MS "HAMMONIA FIONIA" -5.057 Zinsswap 30.05.2008 30.05.2018
MS "HAMMONIA HAFNIA" -3.020 Zinsswap 31.05.2011 30.05.2018
MS "ANTOFAGASTA" -55 Zinsswap 12.12.2011 12.06.2013
MS "HAMMONIA PESCARA" -379 Zinsswap 31.01.2012 29.01.2016
MS "HAMMONIA PESCARA" -196 Zinsswap 03.08.2009 01.08.2014
-17.739

Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsswaps erfolgte anhand der Mark-to-Market-Methode. Den Bewertungen liegen Zinsstrukturkurven von rund 0,6 % (1 Jahr; Vorjahr: 0,8 %), rund 0,5 % (2 Jahre; Vorjahr: 0,4 %), rund 1,8 % (5 Jahre; Vorjahr: 0,9 %) bis rund 1,8 % (10 Jahre; Vorjahr: 3,1 %) zugrunde.

Im Geschäftsjahr wurden Zeitwertänderungen der Zinsswaps in Höhe von 1.647 TEUR (Vorjahr: -3.654 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Aus dem Eigenkapital wurden im Geschäftsjahr 4.943 TEUR (Vorjahr: 5.519 TEUR) in die Gewinn- und Verlustrechnung (Posten Zinsaufwendungen) überführt.

In den Vergleichsjahren waren bei den Sicherungsbeziehungen keine Ineffektivitäten zu erfassen.

(iv) Angaben zu Zahlungsverzögerungen und Vertragsverletzungen

Hinsichtlich der Finanzierung der sechs 2.500 TEU Schiffe hatte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG gemeinsam mit den betroffenen Schifffahrtsgesellschaften in der Vergangenheit Addenden zu den bestehenden Kreditverträgen unterzeichnet. Gemäß den Addenden war den betroffenen Schifffahrtsgesellschaften jeweils die Aussetzung von vier Quartalstilgungen gestattet. Die Schifffahrtsgesellschaften hatten in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 hiervon vollständig Gebrauch gemacht. Die Marktentwicklung hatte hinsichtlich der in Einnahmepools fahrenden Schiffe zu einem erneuten Restrukturierungsbedarf geführt. Für die sechs Tochtergesellschaften wurden am 31. Mai 2013 die finalen Kreditverträge bezüglich der Aussetzung von jeweils acht weiteren Quartalstilgungen - beginnend im 4. Quartal 2012 - unterzeichnet.

Die neuerlichen Stundungen entsprechen einem Tilgungsvolumen zwischen 4,4 und 4,7 Mio. USD je Schiff bzw. 26,8 Mio. USD für die sechs Schiffe. Zum Abschlussstichtag verbleibt ein Stundungsvolumen in Höhe von 10,0 Mio. USD. Der sofort zahlbare Eigenkapitalbeitrag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG beträgt 0,5 Mio. USD je Schiff, d.h. insgesamt 3 Mio. USD. Weitere Eigenkapitalbeiträge in Summe von 7 Mio. USD sind verteilt über die Laufzeit bis Ende 2015 einzubringen. Zum Abschlussstichtag verbleiben noch einzubringende Eigenkapitalbeiträge in Höhe von 2,6 Mio. USD. Die Einzahlungstermine tragen dem im Zeitablauf entstehenden Liquiditätsbedarf Rechnung, zugleich kann nun der Zeitpunkt der nach wie vor erforderlichen flankierenden Kapitalmaßnahme flexibler in Abhängigkeit der Marktentwicklung gewählt werden. Die Höhe der Marge ist unverändert gegenüber der Vereinbarung hinsichtlich der bereits in 2011 vereinbarten Tilgungsstundungen (0,75 %), bzw. wurde reduziert bezüglich der Stundungstranchen. im Gegenzug ist eine Restrukturierungsgebühr in Höhe von 950 TUSD je Schiff zu entrichten, die jedoch nur bei hinreichender Liquidität zahlbar wird, spätestens aber zum Ende der fest verzinsten Darlehenstranchen im Jahr 2020 bzw. 2021. Die Gesamtbelastung aus Gebühren und Marge entspricht damit dem aktuellen Marktniveau, die liquide Belastung konnte aber an die Erfordernisse der Schiffsgesellschaften angepasst werden.

Die ausgesetzten Tilgungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 30.248 TUSD (Vorjahr: 16.725 TUSD). Die von den Tilgungsaussetzungen betroffenen Darlehen valutierten zum 31. Dezember 2013 inklusive der gestundeten Beträge insgesamt mit 160.653 TUSD (Vorjahr: 160.387 TUSD).

Für das 3.100 TEU Schiff MS "SAXONIA" lag nach langen Verhandlungen mit der Bank ein Vertragsentwurf vor. Danach sollten bis zu acht Quartalstilgungen gestundet werden. Allerdings kam es aufgrund der neuerlichen Marktverschlechterung nicht mehr zur Vertragsunterzeichnung, da absehbar wurde, dass weitere Tilgungsstundungen benötigt werden. Derzeit wird mit der Bank über eine neue vertragliche Gesamtlösung verhandelt. Die Bank hat zugesichert die bisher gestundeten Beträge nicht kurzfristig fällig zu stellen, solange über eine neue Lösung verhandelt wird. Zum 31. Dezember 2013 wurden insgesamt dreizehn Quartalstilgungen mit Duldung der Bank ausgesetzt. Die von den Tilgungsaussetzungen betroffenen Darlehen valutierten zum 31. Dezember 2013 inklusive der gestundeten Beträge insgesamt mit 24.302 TUSD (Vorjahr: 24.302 TUSD). Die ausgesetzten Tilgungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 6.734 TUSD (Vorjahr: 4.662 TUSD). Da zum Stichtag kein unterzeichnetes Addendum zum Kreditvertrag vorlag, werden die insgesamt ausgesetzten Tilgungen unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

(b) Finanzielles Risikomanagement

Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat ein zentrales Risikomanagementsystem zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Die Risikopositionen ergeben sich aus den konzernweit vorgenommenen und geplanten zahlungswirksamen Ein- und Ausgängen als Marktrisiken (Zinsrisiken und Währungsrisiken), Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken. Zinsrisiken werden durch die Mischung von variabel verzinslichen Positionen sowie festverzinslichen Positionen (über den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften) gesteuert. Währungsrisiken aus antizipierten Fremdwährungsausgaben werden über Devisensicherungsgeschäfte u.ä. begrenzt. Die sich aus Schwankungen an den Chartermärkten ergebenden Risiken werden durch den Einsatz der Seeschiffe in Einnahmepools und die sorgfältige Auswahl von Charterern reduziert. Liquiditätsrisiken werden durch ein konzernweites Controlling der erwarteten Einnahmen und Ausgaben sowie Kreditlinien gesteuert.

(i) Finanzrisiken

Aufgrund der internationalen Aktivitäten bestehen für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern eine Reihe von finanziellen Risiken. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagementprozesses werden diese Risiken reduziert.

Währungsrisiko

Aufgrund der Tatsache, dass die wesentlichen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehenden Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines Währungsraumes - des USD - stattfinden, stellt sich für den Konzern das Währungsrisiko aufgrund von Wechselkursschwankungen insgesamt begrenzt dar.

Für die Schiffskommanditgesellschaften ist die funktionale Währung der USD. Währungsrisiken betreffen hier grundsätzlich nur die Bewertung von in EUR gehaltenen flüssigen Mitteln sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die auf EUR lauten. Bei zwei Schiffskommanditgesellschaften gibt es ein begrenztes Währungsrisiko aufgrund von auf den JPY lautenden Schiffshypothekendarlehen.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat als funktionale Währung den EUR. Die Deckung ihrer Verwaltungskosten und insbesondere die Ausschüttungen an die Aktionäre der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erfolgen in EUR. Wesentliche Währungsrisiken bestehen für den Konzern zum einen in der Transformation des auf Ebene der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Rahmen von Kapitalerhöhungen eingeworbenen Eigenkapitals in den USD als Eigenmitteleinsatz im Rahmen des Ankaufs von Seeschiffen. Zum anderen bestehen Währungsrisiken dergestalt, dass die auf Ebene der Schiffskommanditgesellschaften in USD anfallenden Überschüsse bei Verwendung durch die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Begleichung von eigenen Kosten sowie als Ausschüttung an die Aktionäre in EUR transformiert werden müssen. Weitere Währungsrisiken entstehen aus Festgeldanlagen in USD.

Zur Begrenzung dieser Risiken setzt der Konzern grundsätzlich Devisensicherungsinstrumente ein.

Währungsrisiken im Sinne des IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung des Unternehmens abweicht. Zur Ermittlung der nachfolgend dargestellten Sensitivitäten wird eine hypothetische Auf- bzw. Abwertung des EUR gegenüber dem USD bzw. des JPY gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2013 bzw. 31. Dezember 2012 um 10 % angenommen. Alle anderen Variablen bleiben unverändert. Unter diesen Bedingungen hätten sich folgende wesentliche Auswirkungen auf Ergebnis (EBT) und damit auf das erwirtschaftete Eigenkapital des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ergeben:

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Ergebnis Eigenkapital
in TEUR Basispunkte 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- ---
Kursschwankung des USD 10 -1.200 -937 -1.200 -937
-10 1.214 944 1.214 944
Kursschwankung des JPY 10 1.068 1.389 1.068 1.389
-10 -1.305 -1.698 -1.305 -1.698

Zinsrisiko

Risiken aus Zinsänderungen existieren für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern grundsätzlich in Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung des Ankaufs von Seeschiffen.

in den Darlehensverträgen wurde überwiegend eine variable Verzinsung der künftigen Darlehensverbindlichkeiten vereinbart. Zur Reduzierung des Risikos von Zinsänderungen aufgrund der variablen Verzinsung der kontrahierten Darlehen hat der Konzern Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen. Die Zinssicherungsgeschäfte sind als Cashflow-Hedges designiert und wurden zum Bilanzstichtag als vollständig effektiv angesehen.

Bei einer hypothetischen Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus um jeweils 50 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinskurven) und gleichzeitig unveränderten sonstigen Variablen hätten sich folgende Auswirkungen auf das Ergebnis (EBT) und das Eigenkapital ergeben, die ergebnisseitig das Finanzergebnis beeinflussen:

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Ergebnis Eigenkapital
in TEUR Basispunkte 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- ---
Verschiebung des Zinsniveaus 50 -630 -659 861 1.853
-50 469 608 -744 -1.482

Aufgrund der in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 herrschenden niedrigen Zinsniveaus mit Zinssätzen für 3-Monats-Libor von unter 0,5 % differiert die Auswirkung einer Verschiebung des Zinsniveaus um 50 Basispunkte nach oben bzw. unten. Die überproportionale Auswirkung einer Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital resultiert aus der ergebnisneutralen Abbildung von Marktwerten von Zinsswaps im Eigenkapital, sofern diese als Sicherungsinstrumente in Cashflow-Hedges designiert sind.

(ii) Ausfallrisiko

Für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern besteht das Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Verminderung des Ausfallrisikos, dessen Maximalbetrag den bei den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten bilanzierten Buchwerten entspricht, werden Bonitätsprüfungen vorgenommen. Für erkennbare Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Stand am 1. Januar 1.563 1592
Währungsdifferenz -17 -21
Zuführung 0 500
Inanspruchnahme -390 0
Auflösungen -685 -508
Stand am 31. Dezember 471 1.563

Als Kriterien für die Bildung von Wertberichtigungen werden die Dauer der Überfälligkeit der einzelnen Forderung sowie im Einzelfall die Einschätzung der finanziellen Situation des Kunden (Charterers) und das bisherige Zahlungsverhalten des Kunden herangezogen. Die gebildeten Wertberichtigungen betreffen Forderungen gegen Charterer, die gemäß der vorgenannten Kriterien wertberichtigt wurden. Die Ausbuchung einer im Wert geminderten Forderung erfolgt, wenn Tatsachen darauf schließen lassen, dass die Forderung als uneinbringlich zu klassifizieren ist. Dies ist beispielsweise bei Insolvenz eines Kunden der Fall.

Für die Frage, ob eine Risikokonzentration vorliegt, werden ausfallgefährdete Forderungen gegen einzelne Kunden zusammengefasst, wenn bekannt ist, dass es sich bei den Kunden um verbundene Unternehmen einer Unternehmensgruppe handelt. Neben den bereits wertberichtigten Forderungen wurden keine weiteren Ausfallrisiken bzw. Risikokonzentrationen identifiziert.

Im Geschäftsjahr wurden Forderungen gegen nahestehende Personen wertberichtigt. Die Forderungen resultieren aus einem Crewpool. Die Wertberichtigungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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in TEUR 2013 2012
Stand am 1. Januar 318 0
Währungsdifferenz -17 0
Zuführung 361 318
Inanspruchnahme -47 0
Auflösungen -138 0
Stand am 31. Dezember 477 318

Im Geschäftsjahr wurden sonstige finanzielle Vermögenswerte (Erstattungsansprüche gegenüber Lieferanten) wertberichtigt. Die Wertberichtigungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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in TEUR 2013 2012
Stand am 1. Januar 0 0
Währungsdifferenz -3 0
Zuführung 78 0
Inanspruchnahme 0 0
Auflösungen 0 0
Stand am 31. Dezember 75 0

Das maximale theoretische Ausfallrisiko besteht in folgender Höhe:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.487 1334
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 712 609
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.296 1207
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.960 20.327
Maximales Ausfallrisiko 19.455 23.477

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen Einnahmepools und Linienreedereien. Sie sind nicht durch spezielle Instrumente gesichert.

Einlagen bei Banken werden nur bei Partnern unterhalten, die eine einwandfreie Bonität aufweisen.

Hinsichtlich der finanziellen Vermögenswerte, die zum Stichtag nicht wertgemindert, jedoch überfällig waren, ergibt sich folgende Zusammensetzung:

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davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in TEUR Buchwert Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tagen Zwischen 61 und 90 Tagen Zwischen 91 und 180 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
31. Dezember 2013 1.487 0 1.187 114 34 4
31. Dezember 2012 1.334 0 781 66 75 201
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen
31. Dezember 2013 712 547 165 0 0 0
31. Dezember 2012 609 0 609 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
31. Dezember 2013 1.296 1.236 60 0 0 0
31. Dezember 2012 1.207 982 225 0 0 0

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davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in TEUR Zwischen 180 und 360 Tagen Mehr als 360 Tage
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
31. Dezember 2013 44 104
31. Dezember 2012 210 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen
31. Dezember 2013 0 0
31. Dezember 2012 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
31. Dezember 2013 0 0
31. Dezember 2012 0 0

(iii) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern. Darüber wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen immer ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Minimierung der Finanzierungskosten ist dabei eine wesentliche Nebenbedingung für ein effizientes Finanzierungsmanagement. Grundsätzlich gilt, offene Positionen fristenkongruent zu refinanzieren. Als Refinanzierungsinstrumente können Geld- und Kapitalmarktprodukte wie zum Beispiel Kredite und Avale verwendet werden.

Die erforderlichen Basisdaten werden über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont bis zum Ende eines laufenden Jahres sowie darüber hinaus jährlich ermittelt. Die Planung wird regelmäßig einer Abweichungsanalyse unterzogen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten bzw. Derivate in Sicherungsbeziehungen ersichtlich:

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Buchwert Cashflows bis 1 Jahr Cashflows 1 bis 5 Jahre Cashflows über 5 Jahre
in TEUR 31.12.2013 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 261.815 7.199 65.868 18.319 114.993 4.720
Genussrechtskapital 12.503 521 300 1.463 12.350 0
Kapitalanteile im Fremdbesitz 9.294 0 635 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.878 0 2.878 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 3.553 0 504 0 3.049 0
Sonstige Verbindlichkeiten 681 0 681 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate in Sicherungsbeziehungen 11.677 4.474 0 7.203 0 0

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in TEUR Cashflows über 5 Jahre Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 85.351
Genussrechtskapital 0
Kapitalanteile im Fremdbesitz 8.659
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate in Sicherungsbeziehungen 0

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2013 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2013 gefixten Zinssätze ermittelt. Die Nettozahlungen aus Zinsswaps wurden unter Bezugnahme der der Bewertung zugrunde liegenden Terminsätze berechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraum zugeordnet.

Auf Grund von möglichen Vertragsverletzungen bezüglich vereinbarter Loan-To-Value-Klauseln wurden im Berichtsjahr rund 17 Mio. EUR den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten bzw. in der oben dargestellten Betrachtung den einjährigen Cashflows zugeordnet, da die Kreditinstitute zum Stichtag gegebenenfalls ein vertragliches Recht hätten geltend machen können, entsprechende Sondertilgungen zu verlangen, und zum Stichtag keine rechtsverbindlichen Aussetzungsvereinbarungen vorlagen. Eine tatsächliche Einforderung dieser Beträge durch die Banken ist jedoch nicht erfolgt. Es handelt sich somit um ein theoretisches Risiko auf Basis einer Stichtagsbetrachtung.

Nachfolgend sind die entsprechenden Daten zum 31. Dezember 2012 dargestellt:

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Buchwert Cashflows bis 1 Jahr Cashflows 1 bis 5 Jahre Cashflows über 5 Jahre
in TEUR 31.12.2012 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 319.409 7.802 148.831 17.244 117.530 4.166
Genussrechtskapital 12.757 530 300 1.723 6.850 244
Kapitalanteile im Fremdbesitz 6.365 0 579 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.346 0 3.346 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 2.456 0 2.456 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 614 0 614 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate in Sicherungsbeziehungen 17.739 4.731 0 12.571 0 438

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in TEUR Cashflows über 5 Jahre Tilgung
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 54.242
Genussrechtskapital 5.800
Kapitalanteile im Fremdbesitz 5.786
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate in Sicherungsbeziehungen 0

(iv) Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ist insbesondere auf die Beibehaltung einer starken Eigenkapitalbasis ausgelegt. Der Vorstand überprüft regelmäßig die Nettoverschuldung. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Eigenkapital, die Eigenkapitalquote und die Nettofinanzverschuldung:

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2013 2012 Veränderung
Eigenkapital in TEUR 100.956 142.623 -41.667
Eigenkapitalquote in % 25,0 28,2 -3,2
Nettofinanzverschuldung / Nettofinanzüberschuss in TEUR -258.358 -311.838 53.480

Die Nettofinanzverschuldung bestimmt sich dabei aus der Differenz zwischen Finanzverbindlichkeiten (einschließlich Genussrechten - Vorjahr entsprechend angepasst) und liquiden Mitteln. Die Verminderung der Nettofinanzverschuldung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der fortlaufenden Tilgung der Schiffshypothekendarlehen. In den Vergleichsjahren wurden die Ziele des Kapitalmanagements als erfüllt angesehen.

Des Weiteren stellt das Kapitalmanagement des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns auch auf die Höhe der Dividende ab, da der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern seinen Aktionären eine angemessene Dividendenrendite bereitstellen möchte.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aufgrund der Auswirkungen der Schifffahrtskrise an ihre Aktionäre keine Dividenden ausgeschüttet.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat insbesondere keine Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen oder Wandelschuldverschreibungen. Bezüglich des genehmigten Kapitals wird auf Ziffer (17) (a) verwiesen.

(48) Operating-Leasingverhältnisse

Bei den unter dem Posten Umsatzerlöse erfassten Chartergeschäften liegen gemäß IAS 17.10 i.V.m. IAS 17.12 sogenannte Operating-Leasingverhältnisse (Mietleasing) vor. Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen unterschiedliche Typen von Chartergeschäften.

Die Schiffe der 7.800 TEU Klasse sind langfristig fest an die weltgrößte Containerlinienreederei verchartert. Ein 4.250 TEU Containerschiff ist bis 2014 an eine große Linienreederei verchartert.

Die Schiffe der Klassen 2.500 TEU / 2.870 TEU bzw. 3.100 TEU fahren jeweils in einem Einnahmepool. Hierbei schließen die einzelnen Schiffe zwar individuelle Charterverträge mit Linienreedereien ab, allerdings werden die Einnahmen aller im Pool fahrenden Schiffe zusammengefasst und an die einzelnen Poolmitglieder eine Charterrate, die sich als Durchschnitt aller beteiligten Poolpartner ergibt, ausgezahlt. Die künftigen Poolraten hängen von den Anschlussbeschäftigungen der beteiligten Poolpartner ab. Deshalb ist die genaue Höhe der in den nächsten Jahren vom HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern aus der Beteiligung an den beiden Einnahmepools erzielbaren Poolraten ungewiss.

Nachfolgend werden die zukünftigen Mindestcharterraten gemäß IAS 17.56 (a) ausschließlich auf Basis der in den Pools bereits zum Stichtag fest kontrahierten Charterverträge (ohne Anschlusschartern) sowie der direkt erzielten Festchartern gegliedert nach den Laufzeiten aufgeführt:

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Mindestleasingraten
in TEUR (Vorjahr) bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
--- --- --- --- ---
45.850 104.239 0 150.089
(49.829) (144.774) (4.418) (199.021)

Die Charterverträge werden zu branchenüblichen Bedingungen abgeschlossen und beinhalten die Kostenübernahme für die Schiffsbesatzung, Versicherungen und sonstige Schiffsbetriebskosten, jedoch ohne Treibstoff und weitere Schiffsreisekosten, seitens des Eigentümers. Aus den Operating-Leasingverhältnissen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 60.319 TEUR (Vorjahr: 68.782 TEUR) vereinnahmt.

(49) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg, bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 882 TEUR (Vorjahr: 1.468 TEUR) pro Jahr. Diese ergeben sich aus einer Vergütung in Höhe von 1,0 % p.a. auf Basis des jeweiligen Eigenkapitals der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 13,5 Jahren. Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt 11.907 TEUR.

(50) Beziehungen und Transaktionen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

(a) Grundlagen

Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern die Personen und Unternehmen, die den Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die untereinander nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.

Die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG erbringt als Dienstleister Service-, Controlling- und Verwaltungsdienstleistungen für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Ein Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG war bis zum 31. Dezember 2012 in Personalunion Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin der Vorgängergesellschaft der HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG. Das Vorstandsmitglied hat zum 31. Dezember 2012 die HCI Gruppe verlassen und ist seit dem 1. Januar 2013 als Prokurist bei der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG tätig. Die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen der HCI Gruppe wurden deshalb für das Geschäftsjahr 2012 als nahestehende Unternehmen angesehen.

Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen werden aufgrund ihrer Stellung als Vertragsreederin und geschäftsführende Kommanditistin der Schiffskommanditgesellschaften sowie der Tatsache, dass zwei ihrer Geschäftsführer/Prokuristen in Personalunion Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind, als nahestehende Unternehmen definiert.

Die assoziierten Unternehmen MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin die Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH stellen für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern ebenfalls nahestehende Unternehmen dar.

Des Weiteren stellen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie die Tochterunternehmen des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns nahestehende Personen und Unternehmen dar.

Neben den Geschäftsbeziehungen zu den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen bestanden in den Jahren 2012 und 2013 die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen.

(b) Beziehungen zur HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte ursprünglich mit einer Vorgängergesellschaft der HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG einen Vertrag über die Erbringung von Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen mit einer Laufzeit von 20 Jahren (Servicevertrag) mit Wirkung ab dem 1. Juli 2007 abgeschlossen, nach dem die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG eine Vergütung in Höhe von 1,0 % p. a. des jeweiligen Eigenkapitals der Gesellschaft im Sinne von § 266 Abs. 3 Buchstabe A HGB zuzüglich etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer erhält. Die Vergütung war jeweils anteilig am Ende eines Quartals auf der Basis des Eigenkapitals der Gesellschaft zum Ende des vorangegangenen Quartals, wie es sich aus dem diesbezüglichen Quartalsabschluss ergibt, zu zahlen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hatte die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG die Rechte aus dem Vertrag an die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG abgetreten. Die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG hat sich bis zum 30. Dezember 2014 gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG verpflichtet, die aufgrund des Vertrages zu erbringenden Dienstleistungen weiterhin für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zu erbringen. Die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG hat im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 31. Dezember 2014, vorbehaltlich der Zustimmung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, das Recht, den Servicevertrag von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG zurückzukaufen und zu übernehmen.

(c) Beziehungen zur HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG

in den Vergleichsjahren bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG sowie deren verbundenen Unternehmen:

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Bilanz (in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und mit ihr verbundenen Unternehmen 686 609
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG 3.096 0
Laufende Verbindlichkeiten gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und mit ihr verbundenen Unternehmen 441 2.435

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Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR) 2013 2012
Schiffsbetriebskosten (Bereederungsgebühren) 2.492 2.871
Schiffsbetriebskosten (Crewpoolleistungen) 10.208 12.413
Sonstige betriebliche Aufwendungen (Servicegebühr) 1.351 1.650

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG einen Vertrag über eine Kooperation auf der Ebene der Schiffskommanditgesellschaften (im Folgenden "Kooperationsvertrag") abgeschlossen. Hierin ist vorgesehen, dass die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG mit den Schiffskommanditgesellschaften Bereederungsverträge abschließt, in denen sie die üblichen Bereederungsleistungen erbringt. Hierfür erhält sie eine Vergütung von 4 % der vereinnahmten Bruttofrachten. Bei Neubauten erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Vertragsreederin im ersten Betriebsjahr einen erhöhten Bereederungsaufwand von 125 TEUR von der jeweiligen Schiffskommanditgesellschaft. Für die vorbereitende Bereederung erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von den jeweiligen Schiffskommanditgesellschaften je 25 TEUR, unabhängig davon, ob es sich um Neubauten oder gebraucht erworbene Schiffe handelt. Als Gegenleistung für den erhöhten Bereederungsaufwand und für die beratende Tätigkeit bei Veräußerung eines Schiffs bzw. im Rahmen der Abwicklung nach einem Totalverlust erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von der jeweiligen Tochtergesellschaft eine pauschale Vergütung von 2% des Bruttoverkaufserlöses bzw. der Versicherungszahlung zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Vergütung fällt nicht an, wenn das Schiff an die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG oder eine der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG nahestehende Gesellschaft oder Person verkauft wird. Dies gilt auch, wenn die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG ein etwaiges Vorkaufsrecht ausüben sollte. Ein Beschluss über die Veräußerung der Schiffe bedarf während der ersten zehn Jahre nach Übernahme der Schiffe der Zustimmung aller Gesellschafter. Die Gesellschafter der Schiffskommanditgesellschaften haben festgelegt, dass während des vorgenannten Zeitraums ein Verkauf der Schiffe nur im Ausnahmefall erfolgen soll. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG ist im Hinblick auf ihre Stellung als Vertragsreeder während dieses Zeitraums auch dann stets berechtigt, ihre Zustimmung zu einem Verkauf der Schiffe zu verweigern, sofern nicht der Erwerber bereit ist, den Bereederungsvertrag sowie den mit der Peter Döhle Schiffahrts-KG abgeschlossenen Befrachtungsvertrag zu übernehmen oder zu gleichen Konditionen neu abzuschließen und diese Übernahmeverpflichtung dabei auch etwaigen Rechtsnachfolgern auferlegt. Nach Ablauf der 10-Jahresfrist bedarf ein gefasster Beschluss über die Veräußerung der Schiffe der Zustimmung der Servicegesellschaft HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG. Diese hat ihre Zustimmung zu verweigern, wenn die Vorschriften über das zu Gunsten der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehende Vorkaufsrecht nicht beachtet worden sind oder der im Beschluss festzusetzende Mindestverkaufspreis für das Schiff unter dem aktuellen Marktwert liegt.

Als Vertragsreeder der Schifffahrtsgesellschaften erledigt die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG auch die Bemannung für zwölf (Vorjahr: dreizehn) Containerschiffe. Die Kosten der Bemannung werden hierbei gemeinsam erfasst und abgerechnet (Crewpool).

Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG hat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Geschäftsjahr 2013 verschiedene Darlehen in Höhe von insgesamt 3.096 TEUR gewährt. Sämtliche Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Der vereinbarte Zinssatz beträgt einheitlich 2,5% p.a.

Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG hat als Management-Kommanditistin bei elf Schiffskommanditgesellschaften deren Geschäftsführung und rechtsgeschäftliche Vertretung übernommen. Als Gegenleistung für die Geschäftsführung erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von den jeweiligen Schiffskommanditgesellschaften einen Gewinnvorab. in den Vergleichsjahren waren keine Ansprüche auf Gewinnvorab entstanden.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hat die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von der HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mmbH & Co. KG die Rechte aus einem Servicevertrag mit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erworben. Hinsichtlich der Einzelheiten zum Servicevertrag vgl. Ziffer (50) (b).

(d) Beziehungen zur MS "HAMMONIA WESTPHALI NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Ende Oktober 2013 hat der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern das 3.100 TEU Containerschiff MS "WESTPHALIA" an die MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG veräußert. Der Kaufpreis betrug 25.700 TUSD. Aus der Abwicklung des Schiffverkaufs verblieben zum 31. Dezember 2013 Forderungen gegenüber dem assoziierten Unternehmen in Höhe von 26 TEUR. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat der MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 335 TUSD (245 TEUR) gewährt. Die Laufzeit des Darlehens ist an die Laufzeit des Schiffshypothekendarlehens des assoziierten Unternehmens gebunden. Der Zinssatz beträgt 4,0 %.

(e) Beziehungen zu nahestehenden Personen

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Bilanz (in TEUR) 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Organen des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns 17 20

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Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR) 2013 2012
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18 18

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages. Daneben werden Auslagen, die mit der Aufsichtsratstätigkeit zusammenhängen, sowie die auf die Vergütung entfallende Umsatzsteuer erstattet.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 betragen 18 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR).

Der Vorstand erhielt in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 keine Bezüge.

Des Weiteren wurden den oben genannten Personen keine Vorschüsse oder Kredite gewährt und keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangen.

(51) Organe der Gesellschaft

(a) Vorstand

Zu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Dr. Karsten Liebing, Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg
Herr Jan Krutemeier, Leiter Investment Management der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg.

Herr Dr. Karsten Liebing ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Aufsichtsrats tätig:

HCI Capital AG

(b) Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Berg, Geschäftsführer der AKTIVA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH und der PROKURATOR GmbH, beide Berlin (Vorsitzender)
Herr Michael Hummel, Leiter zentrale Anlage der Sparkasse Vogtland, Auerbach (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Andreas Uibeleisen, Bankdirektor der KfW i.R., Bad Homburg

Herr Werner Berg ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats tätig:

CENTRO PARK KG KAWI Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. (Vorsitzender)
Schiffahrtsgesellschaft "HANSA CENTAUR" mbH & Co. KG (Vorsitzender)
CTO Gesellschaft für Containertransport mbH & Co. KG MS "NAUPLIUS" (Vorsitzender)
CTO Gesellschaft für Containertransport mbH & Co. KG MS "TEGESOS" (Vorsitzender)
CTO Gesellschaft für Containertransport mbH & Co. KG MS "CHAMPION" (Vorsitzender)
Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BUXHANSA Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.
Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BUXFAVOURITE Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.
Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BRÜSSEL Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.
Beteiligungsgesellschaft LARENTIA + MINERVA mbH & Co. KG
MS "E. R. SEOUL" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)
MS "E. R. SHENZHEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)
MS "E. R. YANTIAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)
MS "E. R. LONG BEACH" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
MS "E. R. TIANSHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
MS "E. R. TEXAS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG
Reederei MS "E. R. LOS ANGELES" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)
Reederei MS "E. R. SWEDEN" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Reederei MS "E. R. LONDON" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Schiffsportfolio Global 1 (Vorsitzender)
Schiffsportfolio Global 2 (Vorsitzender)
NORDCAPITAL Offshore Fonds 1
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG (Vorsitzender)
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

Herr Michael Hummel ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Verwaltungsrats bzw. Beirats tätig:

Sparkasse Vogtland
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

Herr Andreas Uibeleisen ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats bzw. Verwaltungsrats tätig:

Schiffahrtsgesellschaft "Wappen von Frankfurt" mbh & Co.KG
Reederei MS "Reinbek" GmbH & Co. KG
Conti 7. Beteiligungsfonds GmbH & Co. KG
Conti 2. Container Schiffahrts-GmbH & Co.KG MS "Conti Taipeh"
Conti 174. Schiffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "Conti Almandin"
HCI Shipping Select XVIII
HCI Hammonia I GmbH & Co. KG
Conti 23. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS "Conti Chivalry"
Conti 17. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS "Conti Conquest"
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG
HCI Shipping Select XIII

(52) Kosten für die Abschlussprüfung

Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Abschlussprüfungsleistungen 117 106
Andere Bestätigungsleistungen 60 60
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
Summe 177 166

Die Angabe zu den Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2013 (2012) enthält 7 TEUR (3 TEUR) für die Prüfung

des Vorjahres. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die prüferische Durchsicht des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2013 bzw. zum 30. Juni 2012.

(53) Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit wenigen Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 12. Dezember 2013 abgegeben und auf der Website der HCI HAMMONIA SHIPPING AG unter http://www.hci-hammonia-shipping.de/userfiles/downloads/ir_downloads/Entsprechenserklaerung_12.12.2013.pdf den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

(54) Angaben zu Beteiligungen gemäß §§ 21f. WpHG

Der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG meldepflichtiger Beteiligungen zugegangen:

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Anteilseigner Datum Veröffentlichung Vorgang (Schwellenwert in %) Neuer Stimmrechtsanteil

in %
Debeka Lebensversicherungsverein a.G., Koblenz, Deutschland 04.12.2007 Schwellenüberschreitung 5% 6,66%
Debeka Krankenversicherungsverein a.G., Koblenz, Deutschland 04.12.2007 Schwellenüberschreitung 5% 6,66%
Sparkasse Singen-Radolfzell, Singen, Deutschland 05.12.2007 Schwellenüberschreitung 3% 3,33%
Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 5% 5,996%
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 3% 3,995%
HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 5% 9,86% (Der Stimmrechtsanteil ist der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 WpHG von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland, zuzurechnen)
Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 3% 3,33%
Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10% 13,19% (davon 3,33% gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland,
Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10% 13,19% (davon 3,33% gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, an der die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland, deren geschäftsführende Gesellschafterin die Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH ist, zu 100 % beteiligt ist; weitere 9,86% zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zuzurechnen von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland
Herr Jochen Döhle, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10% 13,56% (davon 3,33% gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, an der die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland, zu 100 % beteiligt ist, wobei Herr Jochen Döhle an der geschäftsführenden Gesellschafterin der Peter Döhle Schiffahrts-KG, der Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH, Hamburg, Deutschland, zu 100 % beteiligt ist; weitere 9,86% zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zuzurechnen von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland)
Ärzteversorgung Westfalen-Lippe, Münster, Deutschland 21.01.2008 Schwellenüberschreitung 3% 3,67% (davon 3,67% zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG über die Ferrum Pension Management S.a.r.l.)
internationale Kapitalanlagegesellschaft, Düsseldorf, Deutschland 10.10.2011 Schwellenüberschreitung 3% 3,665% (davon 3,665% zuzurechnen über die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe)
Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, Deutschland 12.02.2008 Schwellenunterschreitung 10% 8,771%
Sparkasse Vogtland, Plauen, Deutschland 20.06.2008 Schwellenüberschreitung 3% 3,30%
Sachsen-Finanzgruppe, Leipzig, Deutschland 18.03.2010 Schwellenüberschreitung 3% 3,30% (davon 3,30% zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Sparkasse Vogtland)
HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland 07.08.2008 Schwellenunterschreitung 20% 19,75%
Freie und Hansestadt Hamburg, Deutschland 01.07.2009 Schwellenüberschreitung 3%, 5%, 10% und 15% 19,41% (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
Land Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland 02.07.2009 Schwellenüberschreitung 3%, 5%, 10% und 15% 19,41% (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
HSH Finanzfonds AöR, Hamburg, Deutschland 02.07.2009 Schwellenüberschreitung 3%, 5%, 10% und 15% 19,41% (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
Sparkasse Hildesheim, Hildesheim, Deutschland 27.04.2010 Schwellenüberschreitung 3% 3,30%
Sparkassenzweckverband Hildesheim, Hildesheim, Deutschland 20.07.2010 Schwellenüberschreitung 3% 3,30% (davon 3,30% zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Sparkasse Hildesheim)
Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt, Deutschland 29.06.2010 Schwellenunterschreitung 5% 4,54% (davon 4,54% gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen: Stimmrechte der Sparkasse Hildesheim)

Weitere Meldungen lagen der Gesellschaft nicht vor.

(55) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die persönlich haftenden Gesellschafterinnen diverser Tochtergesellschaften wurden am 10. Februar 2014 ausgetauscht. Die Verwaltung "2.500 TEU" GmbH ist nun persönlich haftende Gesellschafterin der nachfolgenden Kommanditgesellschaften:

MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Die Verwaltung "7.800 TEU" GmbH wurde als persönlich haftende Gesellschafterin bei den nachfolgenden Kommanditgesellschaften eingesetzt:

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Sowohl die Verwaltung "2.500 TEU" GmbH als auch die Verwaltung "7.800 TEU" GmbH sind 100 %-ige Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Die bisherige persönlich haftende Gesellschafterin, die Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH (künftig wieder: Verwaltung MS "SAXONIA" GmbH) ist am Folgetag aus den oben genannten Kommanditgesellschaften ausgeschieden.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2013 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben könnten.

(56) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB

Für folgende konsolidierte Tochterunternehmen wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen:

MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

(57) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 bis 4 HGB

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns wird gemäß § 287 und § 313 HGB im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 11. April 2014 aufgestellt und damit zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung vom 23. April 2014 zur Billigung vorgelegt werden.

Hamburg, den 11. April 2014

HCI HAMMONIA SHIPPING AG

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht hin. Dort wird im Prognosebericht unter 3.4.1 ausgeführt, dass trotz vereinbarter Tilgungsaussetzungen auf die Liquiditätsreserven des Konzerns zurückgegriffen werden muss. Ab dem vierten Quartal 2014 sind die Tilgungsleistungen für die sechs 2.500 TEU Schiffe wieder voll zu erbringen, was zu einer verstärkten Liquiditätsbelastung führen wird. Bisher war vorgesehen die bereits mit den Banken vereinbarten Restrukturierungsmaßnahmen noch durch eine Finanzierungsmaßnahme, wie z.B. eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder die Begebung weitere Genussrechte, zu flankieren. Im Falle einer weiterhin ausbleibenden Markterholung wird der erhöhte Liquiditätsbedarf im Jahr 2015 jedoch realistischer Weise nur durch weitere Liquiditätsbeiträge der Banken gedeckt und damit auch der Bestand des Konzerns sichergestellt werden können.

Hamburg, den 15. April 2014

**HANSA PARTNER GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Arp, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ulmer, Wirtschaftsprüferin

AG-Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013

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in EUR 2013 2012
1. Umsatzerlöse 1.177.780,35 1.272.497,51
2. Sonstige betriebliche Erträge 77.642,03 36.049,21
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.813.493,92 -2.232.609,99
4. Erträge aus Beteiligungen 3.913.361,33 5.994.487,80
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.016,62 39.137,55
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -61.447.317,04 -23.609.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -568.562,87 -534.405,33
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -58.658.573,50 -19.033.843,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 135,32 0,00
10. Jahresfehlbetrag -58.658.438,18 -19.033.843,25
11. Verlustvortrag (im Vorjahr: Gewinnvortrag) -3.219.040,54 15.814.802,71
12. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 61.877.478,72 0,00
13. Bilanzgewinn (im Vorjahr: Bilanzverlust) 0,00 -3.219.040,54

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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in EUR 2013 2012
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.271.789,33 154.534.204,25
2. Beteiligungen 54.500,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 244.540,11 92.570.829,44 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.562.684,20 6.431.742,17
2. Sonstige Vermögensgegenstände 32.414,20 10.595.098,40 5.564,21
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.438.138,87 1.604.165,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.578,37 23.325,35
104.629.645,08 162.599.001,50
Passiva
in EUR 2013 2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.641.400,00 13.641.400,00
II. Kapitalrücklage 74.531.521,28 136.409.000,00
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklagen 5.000,00 5.000,00
IV. Bilanzverlust 0,00 -3.219.040,54
88.177.921,28 146.836.359,46
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 115.000,00 156.155,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 516.241,28 501.248,62
2. Genussrechtskapital 12.650.000,00 12.950.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.570,41 2.000.746,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 412,72 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.128.499,39 16.336.723,80 154.491,87
104.629.645,08 162.599.001,50

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR 1.1.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 178.143.204,25 3.597.607,98 4.412.705,86 0,00 177.328.106,37
2. Beteiligungen 0,00 54.500,00 0,00 0,00 54.500,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 244.540,11 0,00 0,00 244.540,11
178.143.204,25 3.896.648,09 4.412.705,86 0,00 177.627.146,48

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Kumulierte Abschreibungen
in EUR 1.1.2013 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.609.000,00 61.447.317,04 0,00 0,00 85.056.317,04
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
23.609.000,00 61.447.317,04 0,00 0,00 85.056.317,04

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Buchwert
in EUR 31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.271.789,33 154.534.204,25
2. Beteiligungen 54.500,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 244.540,11 0,00
92.570.829,44 154.534.204,25

Aufstellung des Anteilbesitzes zum 31. Dezember 2013

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Firma Sitz Eigenkapital

EUR
Beteiligungshöhe Ergebnis 2013

EUR
MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 4.605.329,38 97,60% -5.120.072,52
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 96.791,91 97,39% -8.467.793,64
MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 125.223,41 97,39% -9.565.895,05
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 2.585.392,89 97,64% -6.541.795,18
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 3.998.039,99 97,61% -3.508.601,19
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 4.723.586,16 97,62% -3.732.567,56
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 2.170.111,68 97,64% -7.289.945,95
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 1.335.577,71 97,72% -6.969.257,57
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 20.714.195,75 98,56% 1.881.210,13
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 30.223.365,47 98,56% -316.586,66
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 21.057.574,42 98,56% 1.980.609,65
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 12.464.430,34 55,71% -1.425.600,84
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG Hamburg 8.968.325,63 51,23% -1.671.627,38
Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH Hamburg 165.013,32 100,00% 25.435,18
Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH Hamburg 336.486,53 57,00% 11.486,27
Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH Hamburg 27.887,37 100,00% 719,75
MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 319.850,37 48,25% -402.849,54
Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH Hamburg 11.145,06 50,00% 1.354,94

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat sich im Geschäftsjahr 2013 erneut in einem für das Unternehmen schwierigen Marktumfeld bewegt. Sowohl die Weltwirtschaft und der Welthandel als auch die Nachfrage nach containerschiffsverkehren verzeichneten zwar erneut moderate Wachstumsraten. Dennoch belastet der bestehende Angebotsüberhang die Erholung des Containerschiffsmarktes weiterhin spürbar. Die hohe Anzahl weiterer Neubaubestellungen, die in den Folgejahren zur Ablieferung kommen werden, verzögern den Abbau des Kapazitätsüberhangs weiter.

Die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG umfasst aktuell dreizehn Vollcontainerschiffe mit einer Tragfähigkeit zwischen 2.500 TEU und 7.800 TEU. Die Anteile an neun dieser Schiffsgesellschaften werden fast ausschließlich von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehalten. Bei drei Schiffsgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Mehrheitsgesellschaften und bei einer Schiffsgesellschaft Minderheitsgesellschafter. Durch die Kombination von in Einnahmepools fahrenden Schiffen und mittel- bis langfristig vercharterten Schiffen konnte sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in den vergangenen Jahren verhältnismäßig gut in dem herausfordernden Marktumfeld bewähren. Die Einnahmepools konnten Marktschwankungen glätten, sind jedoch nicht in der Lage, der nunmehr seit über vier Jahren anhaltenden Schifffahrtskrise Stand zu halten, so dass für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG weitere Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich wurden.

Für die sechs 2.500 TEU Schiffe ist ein Kreditvertragsaddendum abgeschlossen worden, welches weitere Tilgungsstundungen beinhaltet. Überschüsse der drei in langjährigen Festchartern fahrenden 7.800 TEU Schiffe konnten bei der Restrukturierung der in Einnahmepools fahrenden Schiffe als Eigenkapitalbeiträge eingesetzt werden. im vergangenen Jahr ist bei einem dieser Schiffe Vorzugskommanditkapital von Dritten aufgenommen worden. Dies hat eine Sondertilgung des Darlehens verbunden mit günstigeren Kreditkonditionen ermöglicht, so dass nunmehr laufend höhere Liquiditätsüberschüsse zur Stützung der Flotte zur Verfügung stehen.

Für zwei Pool-Schiffe wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Verkaufsbeschlüsse gefasst. Eines der beiden Schiffe ist im abgelaufenen Geschäftsjahr an eine neue Gesellschaft verkauft worden, an der sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit einem Minderheitenanteil beteiligt hat. Das andere Schiff wird dagegen im laufenden Jahr voraussichtlich an Dritte veräußert.

Vorstand und Aufsichtsrat haben laufend die Marktentwicklung und die Auswirkungen auf das Unternehmen erörtert. im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Der Vorstand prüft derzeit, ob eine die Restrukturierung unterstützende Kapitalmaßnahme umsetzbar ist. Des Weiteren zeichnet sich aufgrund des Marktumfeldes erneuter Restrukturierungsbedarf ab. Der Vorstand hat daher frühzeitig zusätzliche Verhandlungen mit den finanzierenden Banken aufgenommen. Der Aufsichtsrat hat all diese Maßnahmen sehr eng begleitet und unterstützt die Aktivitäten des Vorstands in vollen Umfang.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei Mitgliedern: Werner Berg (Vorsitzender), Michael Hummel und Andreas Uibeleisen. im Hinblick auf die geringe Größe des Aufsichtsrats bestehen keine Ausschüsse. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2013 bei der Leitung des Unternehmens überwacht und in allen wichtigen Fragen beraten. Der Aufsichtsrat hat sich zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Lage der Gesellschaft informiert. insbesondere hat er die unterschiedlichen Verhandlungsstadien in Bezug auf die Restrukturierung der Gesellschaft auch außerhalb der regulären Sitzungen auf Basis der Informationen durch den Vorstand mitverfolgt. Gemeinsam haben Vorstand und Aufsichtsrat die mittelfristige Unternehmensplanung erörtert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstand auch außerhalb der regulären Sitzungen kontinuierlich in engem Kontakt. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist durch Transparenz geprägt und stellt somit eine effektive Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats sicher.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammen. Die inhaltlichen Schwerpunkte dabei waren:

Verabschiedung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für das Jahr 2012;
Verabschiedung des Halbjahresabschlusses 2013;
Risikomanagement der Tochtergesellschaften; Verfolgung der Marktentwicklungen auf den Schifffahrtsmärkten und Beurteilung der Auswirkungen auf die Gesellschaft;
Diskussion hinsichtlich der Restrukturierung des Unternehmens, Beschlüsse über den Verkauf der 3.100 TEU Schiffe;
Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung 2013 und deren Beschlussvorlagen;
Fragen der Corporate Governance und Abgabe einer Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz gemeinsam mit dem Vorstand;
Budget-Planung für die Jahre 2013 und 2014

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Auch außerhalb von Sitzungen wurden insgesamt drei Beschlüsse des Aufsichtsrats gefasst.

Die HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kehrwieder 11, 20457 Hamburg, wurde durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 zum Jahresabschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Wirtschaftsprüfer hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und den Lagebericht der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zum 31. Dezember 2013 nach HGB sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2013 nach IFRS/IAS unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Konzernabschluss eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat ferner dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Testaterteilung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zugestimmt und die Prüfungsberichte für den Jahres- und Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend in seiner Sitzung vom 23. April 2014 den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement das Unternehmen im Jahr 2013 unterstützt haben.

Hamburg, den 23. April 2014

Werner Berg

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Impressum

Finanzkalender

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29.04.2014 Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts 2013
16.05.2014 Veröffentlichung der Zwischenmitteilung für das 1. Quartal 2014
12.06.2014 Hauptversammlung
29.08.2014 Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts 2014
14.11.2014 Veröffentlichung der Zwischenmitteilung für das 3. Quartal 2014

Kontakt

HCI HAMMONIA SHIPPING AG

Burchardstraße 8

D-20095 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-2106

Fax: +49 (0) 40 88 88 1-442106

www.hci-hammonia-shipping.de

e-mail: [email protected]

Impressum

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Gestaltung: HCI HAMMONIA SHIPPING AG · Burchardstraße 8 · D-20095 Hamburg

Druck und Verarbeitung: Druck- und Verlagshaus FROMM GmbH & Co. KG · Breiter Gang 10-16 · D-49009 Osnabrück

© HCI HAMMONIA SHIPPING AG, 2014

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