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HAMBORNER REIT AG Interim / Quarterly Report 2007

Aug 14, 2007

193_10-q_2007-08-14_58316109-d429-478c-ab92-6419ead6f976.pdf

Interim / Quarterly Report

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H A M B O R N E R A K T I E N G E S E L L S C H A F T

Zwischenbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2007

Kennzahlen HAMBORNER-Konzern

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Halbjahr 2007 1. Halbjahr 2006
Erträge aus der Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung T€ 6.759,6 6.958,3
Betriebsergebnis T€ 7.370,1 4.322,2
EBITDA (aus fortzuführenden Aktivitäten) T€ 9.720,3 6.068,0
EBIT (aus fortzuführenden Aktivitäten) T€ 8.472,9 4.779,0
Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten T€ 6.243,9 3.418,2
Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten T€ 22.055,6 1.434,3
Konzernüberschuss T€ 28.299,5 4.852,5
Ergebnis je Aktie 3,73 0,64
Aus der Bilanz 30.06.2007 31.12.2006
Bilanzsumme T€ 195.003,0 178.932,4
Langfristige Vermögenswerte T€ 123.187,9 162.546,3
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und aufgegebene Geschäftsbereiche T€ 61.923,0 11.558,9
Eigenkapital T€ 144.087,2 136.225,6
Eigenkapitalquote in % % 73,9% 76,1%
Aus der Kapitalflussrechnung 1. Halbjahr 2007 1. Halbjahr 2006
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit T€ 4.709,3 4.951,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit T€ 1.274,5 2.913,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit T€ -936,5 -7.209,3
Veränderung der Liquidität T€ 5.047,3 655,5

Inhalt

Zwischenlagebericht3
Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung4
Chancen- und Risikobericht 5
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 6
Verkürzter Zwischenabschluss des HAMBORNER-Konzerns zum 30. Juni 2007 7
Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung7
Konzern-Bilanz8
Konzern-Kapitalflussrechnung 10
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 11
Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss 12
Versicherung der gesetzlichen Vertreter15
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht16
Ergänzende Informationen17
Finanzkalender 2007 / 200817
Zukunftsgerichtete Aussagen17
Impressum 17

Die Rechnungslegung des HAMBORNER-Konzerns erfolgt nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Dieser Zwischenbericht ist am 14. August 2007 erschienen.

Zwischenlagebericht

Bericht zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wichtige Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Während die Erträge aus der Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung im 1. Halbjahr 2007 mit 2,9% knapp unter Vorjahresniveau lagen, stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich von rd. 1,6 Mio. € auf 5,6 Mio. €. Wesentliche Ursache war der zum Ende des Geschäftsjahres 2006 abgeschlossene Verkauf von acht Bestandsimmobilien an einen ausländischen Investor. Der Besitzübergang erfolgte für sechs Objekte im März und für die beiden übrigen im April 2007. Dieser Paketverkauf führte im 1. Halbjahr 2007 zu Veräußerungsgewinnen von rd. 5,3 Mio. €.

Die HAMBORNER AG wird sich künftig ausschließlich auf ihr Kerngeschäft Immobilien konzentrieren. Das bisherige sog. "zweite Standbein" der Gesellschaft, das aktive Management unseres Wertpapierportfolios, steht nicht mehr im strategischen Fokus. Bereits im 1. Quartal 2007 haben wir daher einige Titel innerhalb des Aktienspezialfonds sowie ein separat gehaltenes Wertpapierpaket veräußert. Konsequent der strategischen Neuausrichtung folgend, haben wir im 2. Quartal 2007 die unverändert sehr positive Börsenentwicklung genutzt, um größere Aktienbestände mit einem Volumen von insgesamt rd. 28,5 Mio. € zu veräußern. Hierbei haben wir uns auf solche Titel konzentriert, die in der jüngeren Vergangenheit sehr gut performt haben. Damit haben wir erhebliche –bisher nur unrealisierte– Kursgewinne tatsächlich realisiert. Insgesamt trugen die Wertpapierverkäufe im 1. Halbjahr mit rd. 22,1 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Die aus den Aktienverkäufen resultierende Liquidität wurde in geldmarktnahe Titel angelegt und steht für das angestrebte Wachstum im Immobilienbereich zur Verfügung.

Aufgrund der strategischen Entscheidung, das Wertpapierinvestment langfristig nicht mehr fortzuführen, weisen wir zum 30. Juni 2007 erstmals den Aktienspezialfonds Südinvest 107 als aufzugebenden Geschäftsbereich aus und separieren aus Transparenzgründen dessen Ergebnisbeitrag. Der außerordentlich hohe Konzernüberschuss von rd. 28,3 Mio. € setzt sich somit aus zwei Komponenten zusammen: Einerseits dem Ergebnis aus den fortzuführenden Aktivitäten, das sich im 1. Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rd. 2,8 Mio. € auf ca. 6,2 Mio. € verbesserte, und andererseits dem aufgrund der Aktienverkäufe sehr hohen Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten von rd. 22,1 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie versechsfachte sich nahezu von 0,64 Euro auf 3,73 Euro, wovon 0,82 Euro auf fortzuführende Aktivitäten entfallen (Vorjahreszeitraum: 0,45 Euro).

Weitere wesentliche Ereignisse im 1. Halbjahr 2007

Wie bereits im Geschäftsbericht 2006 erläutert, hat am 22. Januar 2007 die HSH Real Estate AG, Hamburg, über ihre Tochtergesellschaften Mustaphar 5. Verwaltungs GmbH, Hamburg, und Endor 5. Verwaltungs GmbH & Co. KG, Hamburg, vom bisherigen langjährigen Großaktionär, der Thyssen'schen Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, ein Aktienpaket an der HAMBORNER AG im Umfang von 50 % + 1 Aktie erworben. Im diesem Zug haben sämtliche Aktionärsvertreter ihre Aufsichtsratsmandate zum 15. Februar 2007 niedergelegt. An ihrer Stelle wurden durch Beschluss des Amtsgerichts Duisburg mit Wirkung vom 16. Februar 2007 die Herren Dr. Eckart John von Freyend, Dr. Marc Weinstock, Volker Lütgen und Robert Schmidt zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft bestellt. Sie wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2007 bestätigt.

Im Zuge des Wechsels des Großaktionärs hat Herr Jürgen Heite sein Vorstandsamt mit Ablauf des 31. März 2007 niedergelegt. Als Nachfolger in der Verantwortung für das Finanzressort wurde mit Wirkung vom 8. März 2007 Herr Dr. Rüdiger Mrotzek zum Vorstandsmitglied bestellt. Zum 30. April 2007 hat der bisherige Sprecher des Vorstands, Herr Karl-Hermann Krull, sein Amt niedergelegt. Als seinen Nachfolger hat der Aufsichtsrat mit Wirkung vom 15. Mai 2007 Herrn Roland J. Stauber bestellt.

Die HAMBORNER-Aktie

Unsere Aktie stieg im 1. Halbjahr 2007 von 34,70 € (Jahresschlusskurs 2006) um 4,32% auf 36,20 € (29.06.2007). Der Höchstkurs lag in diesem Zeitraum bei 38,00 €, der Tiefstkurs bei 33,75 €.

In der ersten Hälfte dieses Jahres sank der EPRA um 10,4% und der vom Bankhaus Ellwanger & Geiger veröffentlichte deutsche Immobilien-Aktienindex "E&G-DIMAX" um 12,3%.

Die Marktkapitalisierung von HAMBORNER lag zum Ende des Halbjahres bei rd. 274,8 Mio. €.

Beschluss der Hauptversammlung am 5. Juni 2007: Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und Aktiensplit

Die Aktien der HAMBORNER AG weisen derzeit einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € je Aktie auf. Da inzwischen ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie üblich ist, hat die Hauptversammlung am 5. Juni 2007 folgenden Beschluss gefasst:

Das Grundkapital der HAMBORNER AG wird im Wege der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 19.430.400 € um 3.339.600 € auf 22.770.000 € erhöht, und zwar ohne Ausgabe neuer Aktien durch Umwandlung eines entsprechenden Teilbetrages der im Jahresabschluss der HAMBORNER AG zum 31.12.2006 ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen. Das derzeit noch in 7.590.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilte Grundkapital wird neu in 22.700.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt, was einem Aktiensplit von 1:3 entspricht. Auf jede einzelne Stückaktie entfällt dann ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 €. Der Hauptversammlungsbeschluss wurde am 2. August 2007 in das Handelsregister eingetragen. Wir gehen daher davon aus, dass die Kapitalerhöhung und der Aktiensplit noch im laufenden Quartal durchgeführt werden können.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Wichtige Ereignisse nach Abschlussstichtag

Anfang Juli ist die jüngste Neuinvestition in den Besitz der HAMBORNER AG übergegangen: Wir haben die Büroimmobilie "Deilmann-Haus" in Münster zu einem Kaufpreis von rd. 14 Mio. € erworben. Das Objekt befindet sich im Technologiepark Münster, einem jungen Bürostandort, der in direkter Nachbarschaft zum Campus gelegen ist. Dort haben sich bereits zahlreiche technologieorientierte Unternehmen und Dienstleister neu angesiedelt. Mit der Mietfläche von rd. 9.500 m2 werden wir eine Sollmiete in Höhe von rd. 1 Mio. € p.a. erwirtschaften.

Ausblick

Die HAMBORNER AG hat sich für 2007 ein Akquisitionsziel von 50 bis 100 Mio. € gesetzt. Derzeit befinden wir uns im konkreten Erwerb mehrerer Objekte im Wert von insgesamt rd. 70 Mio. €, die hinsichtlich der Assetklassen sowie ihrer Einzelvolumina das HAMBORNER-Portfolio sehr gut ergänzen werden. Die Transaktionen sind bereits weit fortgeschritten, so dass wir mit Besitzübergang und ersten anteiligen Mieterträgen noch in diesem Jahr rechnen. Daneben stehen wir in Gesprächen über weitere Neuinvestitionen, die sich aber noch in einem frühen Stadium befinden.

Wir sind daher zuversichtlich, das im Zuge der strategischen Neuausrichtung kommunizierte Wachstumsziel zu erreichen und zum Jahresende über ein Portfolio mit einem Gesamtverkehrswert von über 250 Mio. € zu verfügen. Durch die Neuinvestitionen wird auch das Jahresmietsoll wieder deutlich anwachsen. Die Akquisitionen werden zukünftig teilweise fremdfinanziert, so dass wir in Abhängigkeit von ihrer Realisierung zum Ende des Geschäftsjahres voraussichtlich deutlich mehr Finanzverbindlichkeiten bilanzieren werden als bisher.

Die Entwicklung der Miet- und Pachterträge des Gesamtjahres 2007 schätzen wir aus heutiger Sicht wie folgt ein: Das im Zuge der Ende 2006 bzw. Anfang 2007 getätigten Objektverkäufe entfallende Mietaufkommen wird durch die Neuinvestitionen voraussichtlich größtenteils wieder ausgeglichen. In Abhängigkeit von den tatsächlich zu realisierenden Terminen der Besitzübergänge der geplanten Neuinvestitionen werden die Miet- und Pachterträge nach derzeitiger Einschätzung etwa auf Vorjahresniveau bzw. leicht darüber liegen. Durch den Verkauf des Logistikobjektes Ratingen, die Nachvermietung einiger bisher leer stehender Flächen sowie die hohen Vermietungsquoten in unseren neu erworbenen Objekten wird die Gesamtleerstandsquote für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich wieder auf ein erfreuliches Niveau von rd. 2% sinken (nach 4,3% in 2006).

Nachdem wir bereits im 1. Halbjahr einen Konzernüberschuss von rd. 28,8 Mio. € erwirtschaften konnten, erwarten wir für das Gesamtjahr 2007 ein Rekordergebnis, das maßgeblich auf realisierte Gewinne innerhalb des Wertpapierspezialfonds zurückzuführen ist. In Abhängigkeit von der weiteren Börsenentwicklung werden wir ggf. die noch gehaltenen Aktienbestände veräußern. Durch die Realisierung weiterer Aktienkursgewinne würde das Konzernergebnis nochmals steigen. Einen positiven, nicht zahlungswirksamen Effekt bereits in 2007 hat auch die Unternehmenssteuerreform durch Reduzierung unserer latenten Steuerverbindlichkeiten um rd. 10,7 Mio. €.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die im Zuge des Wechsels des Großaktionärs sowie der Neubesetzung des Vorstands und der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat neu formulierte Expansionsstrategie eröffnet der Gesellschaft große Chancen: Die HAMBORNER Aktiengesellschaft wird sich künftig ausschließlich auf ihr Kerngeschäft Immobilien und insbesondere auf die Assetklassen Einzelhandels- und Büroobjekte konzentrieren. Hierfür haben wir uns hohe Wachstumsziele gesetzt: Wir wollen jährlich 50 bis 100 Mio. € in profitable Gewerbeimmobilien investieren und so unser Portfolio auf ein Zielvolumen von zunächst 500 Mio. € ausbauen. Aufgrund der guten finanziellen Ausstattung ist HAMBORNER in der Lage, die anspruchsvollen Wachstumspläne zu realisieren, und zwar durch den sukzessiven Verkauf unserer Wertpapiere, durch die kurz-/mittelfristige Trennung von Aktivitäten, die nicht mehr zum Kerngeschäft gehören sowie durch Ausschöpfung bisher ungenutzter Finanzierungsspielräume.

Ergänzend zum Wachstumskurs werden wir künftig verstärkt ein aktives Portfoliomanagement betreiben, d.h. den Immobilienbestand insoweit umschichten, dass wir uns von weniger rentablen Objekten trennen. Die so verbesserte Portfolio-Struktur bietet neben einer ansehnlichen Steigerung der Kapitalrendite auch die Chance, das Durchschnittsalter unseres Bestandes zu senken.

Risiken

Wesentliche Änderungen der Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung haben sich seit Geschäftsjahresbeginn nicht ergeben. Für die Risikobeurteilung gelten daher weiterhin die Angaben, die im Konzernabschluss 2006 im "Bericht über die Chancen und Risiken" gemacht wurden.

Separat erwähnen möchten wir an dieser Stelle jedoch das Zins- und Börsenkursrisiko: Da wir weiter wachsen und die anstehenden Neuinvestitionen anteilig fremd finanzieren wollen, können steigende Kreditzinsen unsere Finanzierungskosten erhöhen. Des Weiteren verbleibt das aktienimmanente Risiko der hohen Volatilität der Einzeltitel sowie des Gesamtmarktes. Schwankungen der Börsenentwicklung schlagen für unseren verbliebenen Wertpapierbestand unmittelbar auf die Kurswerte und damit auf die noch nicht realisierten Kursgewinne/-verluste durch.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, lassen sich nicht erkennen.

Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die nachfolgend skizzierten Geschäfte hat die HAMBORNER AG mit zwei Unternehmen der HSH-Gruppe getätigt, und zwar zum einen mit der HSH Real Estate AG, einer 100%igen Tochtergesellschaft der HSH Nordbank AG, Hamburg, die über zwei Tochtergesellschaften die Aktienmehrheit an der HAMBORNER AG hält, und zum anderen mit der HSH Capitalpartners GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der HSH Real Estate AG.

Die Gesellschaft hat aufgrund eines am 28. März 2007 abgeschlossenen Dienstleistungsvertrages mit der HSH Real Estate AG Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Der hieraus im 1. Halbjahr 2007 resultierende Aufwand betrug 180,8 T€ zuzüglich Umsatzsteuer.

Ein weiterer Vertrag über die Erbringung von Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Immobilienpaketes wurde am 20.06.2007/31.07.2007 zwischen der HAMBORNER AG und der HSH Capitalpartners GmbH unterzeichnet. Dieser Vertrag tritt erst mit Erteilung der Zustimmung durch den Aufsichtsrat in Kraft und sieht bei Zustandekommen der Immobilientransaktion die Zahlung einer Vermittlungsgebühr durch HAMBORNER AG an die HSH Capitalpartners GmbH vor. Bei Scheitern der Transaktion ersetzt HAMBORNER der HSH Capitalpartners GmbH nach diesem Vertrag die entstandenen externen Kosten gegen Rechnungsnachweis. Für bereits im 1. Halbjahr 2007 im Zusammenhang mit diesem Projekt erbrachte Leistungen wurde eine Rückstellung in Höhe von 100 T€ gebildet.

Die o. g. Geschäfte zwischen der HAMBORNER AG und den ihr nahe stehenden Unternehmen wurden zu marktgerechten Konditionen durchgeführt.

Verkürzter Zwischenabschluss des HAMBORNER-Konzerns zum 30. Juni 2007

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1. - 30.6.
2007
(in T€)
1.1. - 30.6.
2006
(in T€)
Q2
2007
(in T€)
Q2
2006
(in T€)
Erträge aus der Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung 6.759,6 6.958,3 3.218,5 3.429,3
Sonstige betriebliche Erträge 5.605,9 1.643,5 1.172,7 396,4
Aufwendungen für Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung -1.576,8 -1.630,1 -687,1 -685,7
Personalaufwand -1.191,7 -989,1 -517,8 -489,1
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und
als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien -1.247,4 -1.289,0 -588,9 -644,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -979,5 -371,4 -629,1 -205,7
Betriebsergebnis 7.370,1 4.322,2 1.968,3 1.800,9
Beteiligungsergebnis 449,2 412,5 436,9 394,5
Finanzergebnis 681,3 -6,6 92,4 32,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.500,6 4.728,1 2.497,6 2.227,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.256,7 -1.309,9 -814,4 -551,5
Ergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten 6.243,9 3.418,2 1.683,2 1.676,3
Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten (nach Steuern) 22.055,6 1.434,3 20.623,4 927,9
Konzernüberschuss 28.299,5 4.852,5 22.306,6 2.604,2
Ergebnis je Aktie (in €) 3,73 0,64 2,94 0,34
davon aus fortzuführenden Aktivitäten (in €) 0,82 0,45 0,22 0,22
davon aus nicht fortzuführenden Aktivitäten (in €) 2,91 0,19 2,72 0,12
Aus fortzuführenden Aktivitäten
EBITDA (earnings before interests, taxes, depreciation and amortization) 9.720,3 6.068,0 2.994,1 2.883,9
EBIT (earnings before interests and taxes) 8.472,9 4.779,0 2.405,2 2.239,6

Konzern-Bilanz

Aktiva

30.06.2007
(in T€)
31.12.2006
(in T€)
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 15,0 18,0
Sachanlagen 170,3 190,2
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 121.385,0 108.782,2
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen 577,8 577,8
Wertpapiere 0,0 51.191,6
Sonstige Ausleihungen 66,1 73,9
643,9 51.843,3
Sonstige langfristige Vermögenswerte 918,1 819,3
Latente Steueransprüche 55,6 893,3
123.187,9 162.546,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 131,8 191,8
Forderungen aus Ertragsteuern 715,1 456,0
Bankguthaben, liquiditätsnahe Anlagen und Kassenbestände 9.045,2 4.179,4
9.892,1 4.827,2
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und aufgegebene Geschäftsbereiche
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0,0 11.558,9
Vermögenswerte aus nicht fortzuführenden Aktivitäten 61.923,0 0,0
61.923,0 11.558,9
Summe Vermögenswerte 195.003,0 178.932,4

Passiva

30.06.2007
(in T€)
31.12.2006
(in T€)
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19.430,4 19.430,4
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage
1.943,0 1.943,0
Andere Gewinnrücklagen 80.262,7 79.150,8
Neubewertungsrücklage 12.597,4 26.204,3
94.803,1 107.298,1
Konzern-Bilanzgewinn
Konzerngewinnvortrag 1.554,2 -1.780,1
Konzernüberschuss 28.299,5 11.277,2
29.853,7 9.497,1
144.087,2 136.225,6
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente 6.972,5 50,9
Latente Steuerverbindlichkeiten 23.944,8 28.837,4
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.120,3 2.258,3
Rückstellungen für Pensionen 6.039,9 6.140,3
Sonstige langfristige Rückstellungen 575,4 858,1
41.652,9 38.145,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Finanzverbindlichkeiten 550,6 1.280,0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.043,8 883,9
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 1.431,4 2.397,9
3.025,8 4.561,8
Verbindlichkeiten aus nicht fortzuführenden Aktivitäten 6.237,1 0,0
Summe Eigenkapital, Verbindlichkeiten und Rückstellungen 195.003,0 178.932,4
Haftungsverhältnisse
Gewährleistungen 0,8 0,8

Konzern-Kapitalflussrechnung

1.1. - 30.6.
2007
(in T€)
1.1. - 30.6.
2006
(in T€)
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit
EBIT (aus allen Aktivitäten) 30.976,9 6.244,7
Abschreibungen 1.247,4 1.289,0
Veränderung der Rückstellungen -1.349,6 -449,2
Buchgewinne/-verluste (saldiert) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen,
Investment Properties und zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten -5.290,3 -571,8
Buchgewinne/-verluste (saldiert) aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten -21.958,8 -359,0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 8,4 -9,8
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (ohne Steuern) -248,0 259,9
Veränderung der Verbindlichkeiten 2.022,1 -175,4
Zinseinzahlungen
Steuerzahlungen
400,5
-1.099,3
124,6
-1.401,9
4.709,3 4.951,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Investitonen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Properties
-14.326,9 -355,4
Erlöse aus Abgängen von Sachanlagen, Investment Properties,
und zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 17.348,9 3.055,7
Investitionen in finanzielle Vermögenswerte -34.045,0 -1.098,0
Erlöse aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 32.297,5 1.311,4
1.274,5 2.913,7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen -6.831,0 -6.831,0
Nettomittelzu-/-abfluss aus derivativen Finanzinstrumenten und Finanzverbindlichkeiten 6.222,0 -170,0
Zinsauszahlungen -327,5 -208,3
-936,5 -7.209,3
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 5.047,3 655,5
Finanzmittelfonds (Bankguthaben, liquiditätsnahe Anlagen und Kassenbestände)
am 1. Januar 4.179,4 5.586,6
am 30. Juni 9.226,7 6.242,1
davon als Liquidität in der Bilanz ausgewiesen 9.045,2 6.242,1
davon unter den "Vermögenswerten aus nicht fortzuführenden Aktivitäten" ausgewiesen 181,5 0,0

* Abweichend von den vorherigen Stichtagen haben wir –in Anpassung an die Änderungen in der internationalen Rechnungslegungspraxis– als neue Ausgangsgröße der Kapitalflussrechnung den EBIT (aus fortzuführenden und nicht fortzuführenden Aktivitäten) gewählt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gewinnrücklagen Konzerngewinn
gezeichnetes
Kapital
gesetzliche
Rücklage
andere
Gewinn
rücklagen
Neu
bewertungs
Rücklage
Vortrag Überschuss Eigenkapital
gesamt
(in T€) (in T€) (in T€) (in T€) (in T€) (in T€) (in T€)
Stand 1. Januar 2006 19.430,4 1.943,0 79.150,8 21.281,2 -1.441,4 6.492,3 126.856,3
Vortrag auf neue Rechnung 6.492,3 -6.492,3 0,0
Konzernüberschuss 1. Halbjahr 2006 4.852,5 4.852,5
Kursanpassung der Wertpapiere -370,9 -370,9
Dividendenausschüttung für 2005 -6.831,0 -6.831,0
Stand 30. Juni 2006 19.430,4 1.943,0 79.150,8 20.910,3 -1.780,1 4.852,5 124.506,9
Vortrag auf neue Rechnung 0,0 0,0 0,0
Konzernüberschuss 6.424,7 6.424,7
Kursanpassung der Wertpapiere 5.294,0 5.294,0
Stand 31. Dezember 2006 19.430,4 1.943,0 79.150,8 26.204,3 -1.780,1 11.277,2 136.225,6
Vortrag auf neue Rechnung 11.277,2 -11.277,2 0,0
Konzernüberschuss 1. Halbjahr 2007 28.299,5 28.299,5
Kursanpassung der Wertpapiere -13.606,9 -13.606,9
Dividendenausschüttung für 2006 -6.831,0 -6.831,0
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 1.111,9 -1.111,9 0,0
Stand 30. Juni 2007 19.430,4 1.943,0 80.262,7 12.597,4 1.554,2 28.299,5 144.087,2

Anhang zum verkürzten Konzern-Zwischenabschluss

Informationen zu HAMBORNER

Die HAMBORNER Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft (WKN 601300) mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzern-Zwischenbericht der HAMBORNER AG und ihrer Tochtergesellschaften ("HAMBORNER-Konzern") für das zweite Quartal und das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2007 wurde am 14. August 2007 veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) erstellt, wobei alle Beträge –sofern nicht anders dargestellt– in Tausend Euro (T€) ausgewiesen werden. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und prozentualen Angaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Dieser Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2007 steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Er wurde insbesondere in Übereinstimmung mit den Vorschriften des International Accounting Standard 34 zur Zwischenberichterstattung sowie den Anforderungen des near final draft des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 16 des DRSC (Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V.) zur Zwischenberichterstattung erstellt.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2007 basiert auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsgrundsätzen wie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006. Auch der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem letzten Konzernabschluss unverändert. Den Zwischenabschlüssen der einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Eine detaillierte Erläuterung der angewandten Grundsätze der Rechnungslegung sowie der Konsolidierungsmethode ist im Anhang zum Konzernabschluss unseres Geschäftsberichts 2006 veröffentlicht.

Die einzige, in diesem Halbjahresabschluss vorgenommene Änderung einer Bilanzierungsmethode betrifft eine neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschrift: Im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2007 wurde erstmalig die Interpretation des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung" angewendet. Danach können die im 1. Quartal 2007 erfolgswirksam vorgenommenen Wertberichtigungen für available-for-sale investments in den nachfolgenden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres nicht mehr erfolgswirksam rückgängig gemacht

werden. Im Halbjahresabschluss konnten daher Abschreibungen in Höhe von insgesamt 90,4 T€ nicht mehr aufgeholt werden, die im 1. Quartal 2007 auf zwei Wertpapiere vorgenommen wurden.

Der IFRS-Standard 5 verlangt den separaten Ausweis der als "zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und aufgegebenen Geschäftsbereiche". In der Konzernbilanz zum 31.12.2006 haben wir in den "zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten" die Immobilien ausgewiesen, die aufgrund eines bereits beurkundeten Vertrages Anfang 2007 auf den Erwerber übergegangen sind.

Aufgrund der strategischen Entscheidung, das Wertpapierinvestment nicht mehr langfristig fortzuführen, weisen wir zum Stichtag 30.06.2007 erstmals den Aktienspezialfonds Südinvest 107 als aufgegebenen Geschäftsbereich aus. Daher separieren wir in der Gewinn- und Verlustrechnung das Ergebnis aus diesen nicht fortzuführenden Aktivitäten. Als Konsequenz entfällt das Segment Finanzanlagen. Da sich HAMBORNER nunmehr ausschließlich auf den Geschäftsbereich Immobilien konzentriert, entfällt im vorliegenden Konzernabschluss eine Segmentberichterstattung nach IAS 14.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht beinhaltet nach Überzeugung des Vorstands alle wesentlichen Informationen, die zum Verständnis der Veränderungen der Ertrags-, Finanzund Vermögenslage sowie der voraussichtlichen Entwicklung des HAMBORNER Konzerns seit dem letzten Jahresfinanzbericht zum 31. Dezember 2006 erforderlich sind. Dies dokumentiert der Vorstand in der "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" gemäß § 37 WpHG (dem sog. "Bilanzeid") im Anschluss an den Anhang. Nichtsdestotrotz lassen die Ergebnisse der zum 30. Juni 2007 endenden Berichtsperiode nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die zukünftigen Ergebnisse zu.

Wie von der Hauptversammlung am 5. Juni 2007 beschlossen, wurde der vorliegende Halbjahresfinanzbericht einer prüferischen Durchsicht durch die BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Zweigniederlassung Essen unterzogen. Über deren Ergebnis hat BDO eine entsprechende Bescheinigung erstellt, die wir nachfolgend veröffentlichen.

Erläuterungen zur verkürzten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des 1. Halbjahres 2007

Die Erträge aus der Grundstücks- und Gebäudebewirtschaftung lagen im 1. Halbjahr 2007 mit 6.759,6 T€ um 198,7 T€ unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ergibt sich als Saldo aus entfallenden Erträgen aufgrund von Objektverkäufen (590,2 T€), denen Mieterträge aus den beiden Neuinvestitionen Krefeld und Minden gegenüberstehen (429,9 T€). Der verbleibende Rückgang von 38,4 T€ setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Faktoren wie Indizierungen, Mietnachlässen oder Leerständen zusammen.

Die durchschnittliche Leerstandsquote sank im 1. Halbjahr 2007 wieder auf ein erfreulich niedriges Niveau von 1,76% (H1/2006: 5,00%). Hauptursache für den Rückgang war die Veräußerung des rd. 12.000 m2 großen Logistikobjektes in Ratingen im 2. Halbjahr 2006. Nach Auslauf eines langfristigen Mietvertrages Ende Februar 2006 konnte das Objekt nur teilweise nachvermietet werden und hatte insofern erheblichen Anteil an der erhöhten Leerstandsquote im 1. Halbjahr 2006. Dagegen sind in den neu erworbenen Objekten keine Leerstände zu verzeichnen.

Im 1. Halbjahr 2007 wurden –insbesondere aufgrund des Verkaufs von acht Bestandsobjekten– Veräußerungsgewinne von 5.286,0 T€ erzielt (H1/2006: 571,8 T€). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge gingen, i. W. bedingt durch Wegfall einmaliger Sondererträge u. a. aus Entschädigungsleistungen für unterlassene Instandhaltung, im Vorjahresvergleich von 1.071,7 T€ auf 319,9 T€ zurück. Sie beinhalten mit 262,0 T€ einen Ertrag aus der Rückstellungsauflösung für eine Mietgarantie, die wir bei Verkauf des Ratinger Objektes abgegeben haben.

Der Rückgang der Aufwendungen für die Grundstücksund Gebäudebewirtschaftung liegt mit 3,3% in etwa auf dem Niveau der Mietrückgänge.

Der Personalaufwand ist im Vorjahresvergleich i.W. durch den restlichen Aufwand für die Abfindung des ausgeschiedenen Vorstandssprechers um 202,6 T€ gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 608,1 T€ auf 979,5 T€ zu. Hierin sind 280,8 T€ Beratungsaufwendungen für Leistungen der HSH Real Estate AG und der HSH Capitalpartners GmbH enthalten (s. "Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen"). Der übrige Anstieg besteht i. W. aus Aufwendungen für Personal-, Steuer- und Rechtsberatungen, die überwiegend im Zuge des Wechsels des Mehrheitsaktionärs sowie bei der Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung angefallen sind.

Das Finanzergebnis (aus fortzuführenden Aktivitäten) stieg im Vorjahresvergleich um 687,9 T€ auf 681,3 T€. Es setzt sich aus 653,5 T€ Gewinnen aus der im 1. Quartal getätigten Veräußerung eines separat gehaltenen Aktienpakets, 346,9 T€ Zinserträgen aus der Anlage der Liquidität aus den Objektverkäufen sowie 319,1 T€ Zinsaufwendungen zusammen. Letztere stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund der anteiligen Fremdfinanzierung der beiden Neuinvestitionen Krefeld und Minden um 100,8 T€.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des 1. Halbjahres 2007 beträgt 8.500,6 T€ und stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 3.772,5 T€.

Aufgrund der Ergebnisverbesserung erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag gegenüber dem 1. Halbjahr 2006 um 946,8 T€ auf 2.256,7 T€. Sie ergeben sich aus dem tatsächlichen Steueraufwand von 812,9 T€ (Vergleichsperiode 2006: 1.348,5 T€) und dem Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von 1.443,8 T€ (H1/2006: - 38,6 T€).

Die im Zuge der Unternehmensteuerreform geplante Senkung der Ertragsteuersätze in Deutschland erfordert eine Neubewertung der bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuerpositionen. Für den HAMBORNER-Konzern resultiert hieraus im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007 voraussichtlich ein zusätzlicher, aber nicht zahlungswirksamer steuerlicher Einmaleffekt in einer Größenordnung von rd. 10,7 Mio. €, der mit rd. 9,7 Mio. € ergebniswirksam wird.

Das Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten enthält die Aufwendungen und Erträge aus unserem Wertpapierspezialfonds Südinvest 107. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend angepasst. Dieses Ergebnis gliedert sich wie folgt:

H1/2007
(in T€)
H1/2006
(in T€)
sonstige betriebliche Aufwendungen -45,6 -43,9
Dividendenerträge 1.244,3 1.142,0
realisierte Kursgewinne 21.747,6 553,4
realisierte Kursverluste -334,5 -156,9
Abschreibungen auf Wertpapiere -107,7 -28,9
Zinserträge 83,5 22,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -531,9 -53,4
Ergebnis aus nicht fortzuführenden
Aktivitäten 22.055,6 1.434,3

Wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten hatten die Wertpapierverkäufe: Nachdem bereits im 1. Quartal 2007 einige Titel innerhalb des Fonds veräußert worden sind, wurden im Zuge der

strategischen Neuausrichtung der Gesellschaft (vgl. Zwischenlagebericht) im 2. Quartal umfangreiche Aktienbestände mit einem Volumen von rd. 28,5 Mio. € verkauft und innerhalb des Fonds in Investmentfondsanteile und festverzinsliche Papiere reinvestiert.

Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im 2. Quartal 2007 deutlich auf 2,94 € (Q2/2006: 0,34 €) und somit im 1. Halbjahr 2007 auf insgesamt 3,73 € (H1/2006: 0,64 €). Davon stammen 0,82 € aus fortzuführenden und 2,91 € aus nicht fortzuführenden Aktivitäten (H1/2006: 0,45 € / 0,19 €).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2007

Im Folgenden werden die wesentlichen Änderungen der Bilanzpositionen per 30.06.2007 gegenüber der hiermit zu vergleichenden Bilanz zum Stichtag des vorangegangenen Geschäftsjahres (31.12.2006) erläutert.

Bei der Veränderung des bilanzierten Immobilienvermögens müssen die beiden Positionen "als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien" und "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" gemeinsam betrachtet werden. Deren Anstieg um insgesamt 1.043,9 T€ ergibt sich als Saldo aus den Abgängen der im 1. Halbjahr 2007 veräußerten Objekte zu Anschaffungskosten (Bewertung at cost), die überwiegend zum Bilanzstichtag 31.12.2006 bereits in die Position "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" umgegliedert waren. Zudem ist hierin eine Anzahlung in Höhe von 14.106,9 T€ für das neu erworbene Objekt Münster enthalten, das Anfang Juli 2007 in unseren Besitz übergegangen ist. Ferner enthält die Position Anzahlungen auf den Umbau unseres Objektes Hamburg in Höhe von 301,9 T€. Diese Anzahlungen sind bei den Investment Properties zu aktivieren.

Durch die Objektverkäufe sowie der anteiligen Fremdfinanzierung der zum Jahresende 2006 erworbenen Objekte in Krefeld und Minden stieg der Liquiditätsbestand um 4.865,8 T€ auf 9.045,2 T€.

Entsprechend dem Hauptversammlungsbeschluss wurden aus dem Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres 6.831,0 T€ als Dividenden ausgeschüttet und 1.111,9 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Aufgrund der erheblichen Wertpapierverkäufe und der damit realisierten Kursgewinne hat sich die Neubewertungsrücklage um 13.606,9 T€ auf 12.597,4 T€ reduziert.

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente sind saldiert um 6.192,2 T€ gestiegen. Hierin spiegeln sich insbesondere die Auszahlung der beiden für die Neuinvestitionen Krefeld und Minden aufgenommenen Darlehen von insgesamt 6.392,0 T€ sowie die planmäßige Tilgung des Darlehens Oldenburg in Höhe von 340 T€ wider.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten (inkl. der bisher separat ausgewiesenen langfristigen Rechnungsabgrenzungen) sind um 1.862,0 T€ auf 4.120,3 T€ gestiegen. Der Anstieg resultiert fast ausschließlich aus einem Kaufpreiseinbehalt für das Objekt Münster im Zusammenhang mit einer Mietgarantie, die der Verkäufer uns gegenüber abgegeben hat.

Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 966,5 T€ auf 1.431,4 T€ resultiert i. W. aus der Veränderung der Tantiemerückstellung von per Saldo 698,9 T€.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus nicht fortzuführenden Aktivitäten sind gemäß IFRS 5 in der Bilanz zum 30.06.2007 separat auszuweisen. Die Bilanz zum Stichtag 31.12.2006 ist jedoch nicht entsprechend umzugliedern.

Vermögenswerte aus nicht fortzuführenden Aktivitäten:

30.06.07
(in T€)
Wertpapiere 61.023,3
Latente Steueransprüche 509,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 208,9
Bankguthaben, liquiditätsnahe Anlagen und Kassenbestände 181,5
Vermögenswerte aus nicht fortzuführenden Aktivitäten 61.923,0

Die Wertpapiere sind aufgrund ihrer Klassifizierung als "available for sale" zu Kurswerten bilanziert. Diese erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der fortgesetzt positiven Börsenentwicklung um 9.831,7 T€ auf 61.023,3 T€.

Die Verbindlichkeiten aus nicht fortzuführenden Aktivitäten in Höhe von 6.237,1 T€ bestehen ausschließlich aus latenten Steuerverbindlichkeiten.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und gliedert sich in die Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit. Die Ermittlung der Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.

Die vorliegende Cashflow-Rechnung umfasst auch die Mittelzu- und –abflüsse des in der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz als "nicht fortzuführende Aktivitäten" ausgewiesenen Wertpapierfonds Südinvest 107. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung enthaltenen Zahlungsströme aus dem Fonds gliedern sich wie folgt:

H1/2007
(in T€)
H1/2006
(in T€)
Cashflow aus operativer Tätigkeit 867,1 1.061,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.159,5 198,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 -133,1
Cashflow aus nicht fortzuführenden
Aktivitäten -2.292,4 1.126,7

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Erklärung gemäß § 37y WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzern-Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzens im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Duisburg-Hamborn, 10. August 2007

HAMBORNER AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Stauber Dr. Mrotzek

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die HAMBORNER Aktiengesellschaft, Duisburg-Hamborn

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzern-Zwischenlagebericht der HAMBORNER Aktiengesellschaft, Duisburg-Hamborn für den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2007, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischer Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht der verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Essen, 13. August 2007

BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rittmann ppa. Goldner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Ergänzende Informationen

Finanzkalender 2007 / 2008

14. November 2007 Zwischenbericht 3. Quartal 2007
30. März 2008 Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2007
15. Mai 2008 Zwischenbericht 1. Quartal 2008
5. Juni 2008 Ordentliche Hauptversammlung 2008
6. Juni 2008 Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2007
14. August 2008 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2008
14. November 2008 Zwischenbericht 3. Quartal 2008

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält auf die Zukunft gerichtete Aussagen, z.B. zur voraussichtlichen zukünftigen Geschäftsentwicklung des HAMBORNER-Konzerns. Diese Aussagen beruhen auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des Vorstands. Mangels Beherrschbarkeit der für diese Erwartungen ausschlaggebenden Rahmenbedingungen, wie etwa der Entwicklung des Marktumfeldes oder gesetzlicher Maßnahmen, sind diese Einschätzungen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Insoweit können die tatsächlichen Ergebnisse von den hier getroffenen Annahmen abweichen. Daher sind die zukunftsbezogenen Aussagen nicht als Garantie dafür zu verstehen, dass die Erwartungen eintreffen werden.

Impressum

Herausgeber: Der Vorstand der HAMBORNER Aktiengesellschaft, Duisburg-Hamborn Stand: August 2007

H A M B O R N E R

A K T I E N G E S E L L S C H A F T

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