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Haemato AG — Audit Report / Information 2021
Feb 14, 2023
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Audit Report / Information
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Finanzbericht: 31945255
HAEMATO AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
4. KONZERNLAGEBERICHT
4.1 Grundlagen des Unternehmens
4.1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig, insbesondere im Großhandel und der Herstellung. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf dem Verkauf von patentfreien und patentgeschützten Arzneimitteln im versicherungsfinanzierten Markt sowie dem Verkauf von Medizinprodukten. Schwerpunkte bilden die Wachstumsmärkte und Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Portfolio um Produkte für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte, Kliniken und medizinische Labore.
Zu unseren Kunden zählen insbesondere Apotheken, Großhändler und Behandlungszentren sowie Ärzte und Kliniken.
Mit unserem Produktportfolio von patentfreien und patentgeschützten Medikamenten leisten wir einen Beitrag zu einer effizienten Arzneimittelversorgung und dadurch zur Kostensenkung für Krankenkassen und somit auch für Patienten.
4.1.2 Forschung und Entwicklung
Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch.
4.2 Wirtschaftsbericht
4.2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
4.2.1.1 Gesamtwirtschaft
Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2020 aufgrund der Folgen der "Corona-Rezession" und längeren Lock- down-Phasen um 3,1 % geschrumpft ist, konnte sie im Jahr 2021 ein Wachstum von 5,9 % verzeichnen. 1 Allerdings hat die Erholung der Weltwirtschaft nach der Jahresmitte an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen die wirtschaftliche Aktivität, Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion, und die chinesische Wirtschaft scheint aus dem Tritt geraten zu sein. Die Unsicherheit über die Auswirkungen der neuen Omikron-Variante des Coronavirus auf die Konjunktur sind groß. 2
Die Erholung der Weltwirtschaft vom coronabedingten Einbruch verlief im Jahr 2021 stockend und ungleichmäßig. Die Weltproduktion stieg im Verlauf des Jahres zwar weiter deutlich, doch war die Dynamik insgesamt nur noch moderat. Die auf der Basis von Kaufkraftparitäten berechnete Weltproduktion stieg insgesamt im dritten Quartal 2021 sogar recht kräftig, weil sich die wirtschaftliche Aktivität in Indien von den Auswirkungen eines massiven Lockdowns erholte, der im Frühjahr angesichts einer dramatischen COVID-19-Welle verhängt worden war. In der übrigen Welt schwächte sich die Konjunktur hingegen nach der Jahresmitte spürbar ab. Die Infektionswellen in den einzelnen Ländern verlaufen immer weniger synchron, daher sind auch die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlich. Vor allem in den Ländern mit einer hohen Impfquote werden inzwischen auch höhere Inzidenzen toleriert, ohne dass Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden, die die Konjunktur stark dämpfen. Im Sommer 2021 führte ein verstärktes Infektionsgeschehen vor allem in vielen asiatischen Ländern zu deutlichen Bremsspuren in der Konjunktur, während die Auswirkungen auf die Produktion in den Vereinigten Staaten und in Europa zumeist gering waren. Mit dem Auftreten der neuen Virusvariante Omikron, weiter anhaltenden Lieferengpässe, welche die Warenproduktion beschränken und dem erheblich verstärkten Inflationsdruck haben sich die Aussichten zum Jahresende 2021 eingetrübt.
Während die Inzidenzen in den USA und in Asien im Herbst wieder gesunken sind, sind sie in Europa inzwischen auf einem so hohen Niveau, dass in vielen Ländern neuerliche Eindämmungsmaßnahmen ergriffen worden sind und für das vierte Quartal 2021 mit deutlichen konjunkturellen Bremswirkungen zu rechnen ist. In den Schwellenländern ist das Bild differenziert, zumeist hat sich der Produktionsanstieg im Sommer aber ebenfalls vermindert. Während sich die indische Wirtschaft vom im Frühjahr verzeichneten neuerlichen pandemie-bedingten Einbruch erholte, erhöhten sich in vielen anderen asiatischen Schwellenländern mit Ausbreitung der Delta-Variante die Infektionszahlen stark und es kam damit verbunden zu deutlichen Rückgängen der wirtschaftlichen Aktivität. In China, wo die Regierung eine strikte Null-COVID-Politik verfolgt, wurden regional zum Teil empfindliche Eindämmungsmaßnahmen ergriffen, deren Auswirkungen über die internationalen Lieferketten zeitweise weltweit spürbar waren. Darüber hinaus wurde die Konjunktur in China durch Probleme in der Energieversorgung gebremst. In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Unternehmen gezwungen, die Produktion herunterzufahren, um den Stromverbrauch zu drosseln. Schließlich belasteten Zahlungsschwierigkeiten großer Unternehmen der Immobilienwirtschaft die wirtschaftliche Stimmung und die Aktivität im Wohnungsbau. In Lateinamerika ist die Konjunktur gespalten. Während in den Andenländern Chile, Peru und Kolumbien die Wirtschaft weiter kräftig expandierte, ging die Produktion in den großen Ländern Brasilien und Mexiko - und wohl auch in Argentinien - zurück, wobei dies lediglich in Mexiko maßgeblich auf die Pandemie zurückzuführen war. In Brasilien und Argentinien war hingegen wesentlich, dass die Agrarproduktion dürrebedingt zurückging und der private Konsum dadurch gebremst wurde, dass stark steigende Preise die Kaufkraft reduziert haben. 4
Die Inflation hat im Verlauf des Jahres 2021 kräftig angezogen und ist im Herbst in vielen Ländern so hoch wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. In den G7-Ländern lag sie im Oktober bei 4,5 %. In den vergangenen Monaten war das Geschehen an den Energiemärkten von einem drastischen Anstieg des Gaspreises gekennzeichnet, der in Europa besonders ausgeprägt war. Die hohen Gaspreise strahlten auch auf den Ölpreis aus, der im November 2021 auf rund 85 Dollar je Barrel der Sorte Brent stieg, das höchste Niveau seit 2014. 5
In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,7 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Das Schlussquartal 2021 dürfte angesichts pandemiebedingter notwendiger Beschränkungen in den kontaktintensiven Dienstleistungen und Produktionsschwierigkeiten in der Industrie aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe schwach verlaufen sein. Die Lage in der Industrie hat sich jedoch in den letzten Monaten stabilisiert. Nach einem deutlichen Anstieg im Oktober nahm die Industrieproduktion im November 2021 noch einmal leicht zu. Die Auftragseingänge legten zuletzt ebenfalls wieder spürbar zu. Die Stimmung in den Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes hat sich erstmals seit sechs Monaten verbessert. Die Umsätze im Einzelhandel stiegen im November 2021 erneut und übertrafen ihr Vorkrisenniveau vom Februar 2020 merklich. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes erzielte der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2021 insgesamt einen neuen Rekordumsatz. Der Ausblick auf die kommenden Monate wird aber durch den Pandemieverlauf und eine hohe Inflationsrate belastet sein. Angesichts der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante hat sich das Konsumklima verschlechtert. Die Inflationsrate lag im Dezember 2021 bei 5,3 %, das war der höchste Wert seit Juni 1992. Im Jahr 2021 insgesamt betrug die Inflationsrate im Durchschnitt 3,1 %, einen höheren Stand hat man zuletzt im Jahr 1993 verzeichnet. 6
4.2.1.2 Pharmamarkt
Die chemisch-pharmazeutische Industrie ist der drittgrößte Industriezweig in Deutschland nach dem Fahrzeug- und Maschinenbau. Die pharmazeutische Industrie ist ein wichtiger Teil der chemischen Industrie. Über 20 % der gesamten Chemieproduktion entfallen auf pharmazeutische Erzeugnisse. Die Pharmaindustrie gehört zu den produktivsten und forschungsintensivsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Die Forschungsausgaben betragen durchschnittlich mehr als 10% des Umsatzes. 7
Im Jahr 2021 stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 7,3 % auf EUR 53,6 Mrd. Das Wachstum im Apothekenmarkt (Volumen: EUR 46,1 Mrd.) und Klinikmarkt (Volumen: EUR 7,5 Mrd.) ist mit 7,3 % bzw. 7,2 % fast identisch. Etwas differenzierter stellt sich die Situation beim Absatz dar, der insgesamt um 1,0 % zurückging. Während sich die Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Apothekenmarkt lediglich um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr verringerten, betrug der Rückgang im Klinikmarkt 2,5 %, wobei die Situation in den Kliniken geprägt war von Effekten durch die Bereitstellung von Bettenkapazitäten für COVID-Patienten und Verschiebungen von planbaren Eingriffen aufgrund der pandemischen Lage. 8

Quelle: IQVIA MARKTBERICHT: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2021
Der Apothekenmarkt verbuchte im Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum von knapp 8 %. Es wurden über 1,6 Mrd. Packungen (+0,7 %) im Wert von über EUR 44 Mrd. (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) an Patienten abgegeben. Nach einem massiven Absatzeinbruch im ersten Quartal 2021 erholte sich der Absatz des Apothekenmarktes und liegt über dem des Vorjahres. Der Umsatz steigert sich ab April wieder und pendelte sich im hohen einstelligen Bereich ein. Mit deutlichen Zuwächsen in den einzelnen Monaten ab dem zweiten Quartal zeichnet sich eine Normalisierung des Gesundheitsbetriebes ab, der Patienten wohl auch wieder mehr Ärzte und Apotheken aufsuchen ließ. Trotz ansteigender Inzidenzen mit der im Krankheitsverlauf vergleichsweise moderaten Omikron-Variante, hielt dieser Trend auch in den Wintermonaten an. Das Marktsegment der rezeptpflichtigen Präparate wuchs im Gesamtjahr 2021 um knapp 9 % nach Umsatz, dies entspricht einem Marktvolumen von knapp EUR 39 Mrd. Der Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln, die über Apotheken und über den Versandhandel abgegeben wurden, stieg leicht um knapp 2 % auf EUR 5,7 Mrd. Der Versandhandelsmarkt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel legte im Gesamtjahr 2021 nach Wert um fast 11 % (EUR 2,8 Mrd.) und nach Menge um knapp 8 % (241 Mio. Packungen) zu. Vor allem der Bereich des medizinischen Sachbedarfs, also u. a. auch die COVID-Tests und Hilfsmittel, zeigen mit fast 27 % Umsatz- und 11 % Absatzsteigerung das größte Wachstum (mit 4 % Gesamtmarktanteil nach Umsatz). Generell führt die pandemische Situation zu einer verstärkten Nutzung dieses Vertriebskanals in allen Produktkategorien. 9
Auch die GKV-Arzneiausgaben sind im Gesamtjahr erwartungsgemäß durch COVID-19 beeinflusst, wie insbesondere die monatliche Marktentwicklung verdeutlicht. Aber auch hier zeichnet sich nach einem sehr schwachen und negativen ersten Quartal 2021 ab April ein Wachstum des GKV-Marktes mit einem Umsatzplus ab, während der Absatz nahezu konstant blieb. Die GKV-Arzneimittelausgaben abzüglich Abschlägen von Herstellern (§130a Abs. 1 SGB V) und Apotheken (ohne Berücksichtigung von Einsparungen aus Rabattverträgen) belaufen sich im Gesamtjahr 2021 auf EUR 47,7 Mrd. Dieser Wert liegt um 8,1 % über dem des Vorjahres. Der Absatz zeigt sich mit 0,1 % Steigerung nahezu konstant. Die Einsparungen der gesetzlichen Krankenversicherung durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen belaufen sich im Gesamtmarkt 2021 auf EUR 6,5 Mrd. (+13 %). Auch für die privaten Krankenversicherungen ergeben sich Einsparungen durch Herstellerzwangsabschläge und Rabatte aus Erstattungsbeträgen. Dieses berechnete Volumen beläuft sich im Gesamtmarkt 2021 auf EUR 931 Mio. (+4 %). Im Krankenhaus stiegen die Herstellerzwangsabschläge und Rabatte um 6% auf EUR 214 Mio. 10
4.2.2 Geschäftsverlauf
Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller und Großhändler eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel und Medizinprodukte. Zum 01.01.2021 wurde mit der Übernahme und Erstkonsolidierung der M1 Aesthetics GmbH das Produktportfolio um Medikamente und Medizinprodukte zur Anwendung in der ästhetischen Medizin sowie kosmetische Erzeugnisse erweitert. Der Fokus liegt insbesondere auf Wachstumsmärkten im Bereich der Spezialpharmazeutika, vornehmlich in den hochpreisigen Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten. Im Bereich der ästhetischen Medizin ist man über den Vertrieb von medizinischen Produkten für die Chirurgie sowie die kosmetische Dermatologie vor allem im Selbstzahlermarkt vertreten. Größter und auch wichtigster Absatzmarkt ist der deutsche Markt.
Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2021 auf EUR 285,04 Mio. (Vorjahr: EUR 238,33 Mio.) und somit um 19,6 %. Betrachtet man den Umsatz ohne die erstmalig konsolidierte Ml Aesthetics GmbH, ergibt sich ein mit 2020 vergleichbarer Umsatz in Höhe von EUR 251,67 Mio. Dies bedeutet ein organisches Umsatzwachstum im Vergleich zu Vorjahr von 5,6 %. Einen positiven Teil hierzu konnte auch das Geschäft mit der Diagnostik beitragen. Im Frühjahr 2021 konnte eine Sonderzulassung für Laientests erwirkt werden. Die starke Nachfrage nach diesen Tests im Zuge der Corona-Pandemie konnte die HAEMATO nutzen und über die Sicherung von Lieferkontingenten schnell und flexibel ihren Teil zur Eindämmung der pandemischen Lage beitragen. Aufgrund der schnell nachgebenden Preise und einer Übersättigung im Markt waren weitere Abrufe des Kontingentes in der zweiten Jahreshälfte nicht notwendig. Die Absätze im Bereich Betäubungsmittel (BtM), Cannabis und Biosimilars wurden erhöht, tragen aber noch nicht wesentlich zum Umsatz der HAEMATO bei.
Das Geschäft von HAEMATO war im abgelaufenen Geschäftsjahr von der vorherrschenden Pandemie begleitet. Aufgrund flexibler und schneller Entscheidungen konnte die für die Bevölkerung beeinträchtigende und zeitweilig auch belastende Situation wirtschaftlich positiv genutzt werden. Aufgrund von Umstrukturierungen und innerbetrieblichen Prozessoptimierungen konnte ein effizienterer und schlankerer Geschäftsablauf angestoßen und beginnend umgesetzt werden. Hieraus folgen Kosteneinsparungen in nahezu allen Bereichen des Konzerns.
Während noch im Vorjahr erhebliche Einschränkungen in Bezug auf Kontaktbeschränkungen (z.B. durch Einführung Schichtmodell in allen Bereichen) getroffen werden mussten, war die organisatorische Lage im Berichtsjahr übersichtlicher. Durch die steigende Anzahl an Impfungen und die Wandlung des Virenstamms konnten schrittweise Erleichterungen angeordnet werden, die auch bei der HAEMATO zur Rückkehr zum normalen Geschäftsbetrieb führten. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Lockerungen genutzt, um auch im Vertrieb wieder beim Kunden als kompetenter Ansprechpartner vor Ort sein zu können. Lieferverzögerungen oder Ausfälle gab es keine zu verkraften.
Der in den Vorjahren entstandene erhöhte Abgabedruck in Verbindung mit kontinuierlich steigenden Aufwendungen in Form von Krankenkassen-Rabattverträgen führte dazu, dass einige Artikel des Produktportfolios unwirtschaftlich wurden. Als Folge dessen wurden die Überbestände abgebaut und die Verträge gekündigt, beziehungsweise nicht verlängert. Das Ergebnis dieser Portfolio-Anpassung hatte bereits im 2021 den positiven Effekt, dass unwirtschaftliche Transaktionen und Warenbeschaffungen, die zu unwirtschaftlichen Margen führen, vermieden wurden. Somit konnte sich die HAEMATO in ihrem Kerngeschäft stabilisieren. Mit der Aggregation der M1 Aesthetics GmbH wurde die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten im Bereich der Medizinprodukte vorangetrieben. Hinzu kommen die Produktbereiche der Diagnostik und der Kosmetika, die dazu führen, dass der Geschäftsbereich der HAEMATO in zwei Segmente untergliedert werden kann:
Segment Specialty Pharma
Das Kerngeschäft der HAEMATO beinhaltet den Handel und die Produktion von Medikamenten und Zubereitungen mit dem Schwerpunkt auf die Bereiche HIV, Onkologie, Rheumatologie, Neurologie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die HAEMATO tritt hier als Großhändler und Parallelimporteur in Erscheinung. Neben den genannten Bereichen werden Erweiterungen beim Absatz von Betäubungsmitteln, Cannabis und Biosimilars aufgebaut. "Specialty Pharma"-Arzneimittel sind unter anderem personalisierte Medikamente, die unter der Berücksichtigung wichtiger Parameter wie Blutwerte, Körpergröße und Körpergewicht zubereitet werden. Die aufwändige Entwicklung und Herstellung haben zur Folge, dass die Preise höher sind als bei gewöhnlichen Arzneimitteln. Allerdings ist mit der Individualisierung auch eine höhere und vor allem gezieltere Wirksamkeit verbunden. Der Anteil des Segmentes Specialty Pharma am Gesamtumsatz des Konzerns beträgt im Jahr 2021 EUR 219,9 Mio., was 77,1 % des Umsatzes bedeutet. Dabei konnten rund EUR 8,7 Mio. zum Rohergebnis beigetragen werden. Dies entspricht einem Anteil von 28,5 %. Insgesamt ist die Rohmarge im Kerngeschäft im Vergleich zum zweiten, nachfolgend genannten Segment gering. Diese beläuft sich auf 4,0 %.
In Europa erwarten die Marktforscher von IMS Health ein jährliches Umsatzwachstum mit Specialty-Pharma- Arzneimitteln von 10 % und auch in den USA entwickelt sich diese Medizin vom Nischenprodukt zum Megatrend. Nach Angaben des Drug Channels Institute (DCI) dürfte sich der Anteil von Specialty-Pharma-Arzneimitteln am Gesamtumsatz mit Arzneimitteln von 27 auf 44 % erhöhen. 11
Segment Lifestyle und Aesthetics
Das Segment Lifestyle und Aesthetics hat sich mit der Übernahme der M1 Aesthetics GmbH aus dem ursprünglichen Ein-Segment-Konzern herausgebildet. Bis ins Jahr 2020 vertrieb die HAEMATO neben den Specialty Pharma noch Arzneimittel zur ästhetischen Behandlung und Chirurgie. Hierbei ist insbesondere das Botulinumtoxin (Botox) zu nennen. Die M1 Aesthetics GmbH als Spezialist für den Vertrieb von ästhetischer Medizin und dermatologischen Behandlungswirkstoffen hat Zugang zu einem Netzwerk an Behandlungszentren und Kliniken, in denen ästhetische Behandlungen durchgeführt werden, die vor allem im Bereich des Selbstzahlermarktes agieren. Hierbei vertreibt das Unternehmen Hyaluronsäure und Botox sowie Kosmetika. Ergänzt wird das Segment durch die im Jahr 2020 aufgekommenen Vertriebsmöglichkeiten im Bereich der Diagnostik.
Dieser Bereich beinhaltet neben dem B2B-Handel auch den Handel von Kosmetikartikeln an Endkunden ("B2C"), die über einen Onlineshop unter dem Namen "M1 Select" vertrieben werden. Diese Marke ermöglicht es der HAEMATO-Gruppe, eine junge, dynamische Zielgruppe anzusprechen, deren Konsumverhalten sich hauptsächlich durch soziale Medien und web-basierte Absatzmärkte auszeichnet. Für diese sogenannte "Generation Y" wird - vorrangig durch den Einsatz von Influencern - ein erhöhter Werbeaufwand getrieben, der es ermöglicht, die Reichweite und Vermarktung der Produkte schnell wachsen zu lassen. Gleichzeitig ermöglicht dieser Bekanntheitsgrad und der Vertrieb der M1 Select Produkte in den Behandlungszentren der Konzernmutter M1 Kliniken AG, dass Kunden gebunden werden und der Umsatz im Bereich der ästhetischen Behandlungen verstärkt wachsen kann.
Der Anteil des Segmentes Lifestyle und Aesthetics zeichnet sich durch eine profitablere Rohmarge aus. Hier werden 33,7 % erzielt. Der anteilige Umsatz des Konzerns in dem Bereich beträgt im Jahr 2021 EUR 65,1 Mio., was 22,9 % des gesamten Konzernumsatzes bedeutet. Hierbei konnten EUR 21,9 Mio. zum Rohergebnis beigetragen werden. Dies entspricht einem Anteil von 71,5 %.
Unternehmenskäufe oder -verkäufe sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erfolgt.
Die Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildende) hat sich von 151 Personen (davon 132 in Vollzeit) am 31.12.2020 auf 111 Personen (davon 95 in Vollzeit) zum 31.12.2021 verringert. Hiervon sind 11 Beschäftigte (davon 6 in Vollzeit) der M1 Aesthetics GmbH zuzuweisen, die im Vorjahr noch nicht berücksichtigt wurden.
Im März 2021 wurde der Vorstand der HAEMATO AG durch das Ausscheiden von Herrn Daniel Kracht verändert. Seit 01. März 2021 ist Herr Patrick Brenske Alleinvorstand der HAEMATO AG.
Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft unterliegt keinen besonderen saisonalen Einflüssen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine besonderen Schadens- oder Unglücksfälle auf.
Auf der Finanzierungsseite konnten bis zum Stichtag 31.12.2021 rund EUR 3,6 Mio. Bankverbindlichkeiten zurückgeführt werden. Zusätzlich konnten die Lieferantenverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um EUR 0,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind EUR 4,0 Mio. aus dem Bereich der neu hinzugekommenen Tochtergesellschaft M1 Aesthetics GmbH enthalten. Abzüglich dieser Verbindlichkeiten und vor Konsolidierungen konnte die HAEMATO die Lieferantenverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,4 Mio. reduzieren.
Das Finanzergebnis für das Jahr 2021 wurde durch nicht liquiditätswirksame, stichtagsbezogene Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR -1,9 Mio. (Vorjahr: EUR -5,4 Mio.) stark beeinflusst. Insgesamt beträgt das Finanzergebnis für das Jahr 2021 EUR -1,8 Mio. (Vorjahr: EUR -6,2 Mio.).
Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2021 ein Jahresüberschuss von EUR 6,5 Mio. erzielt werden (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR -4,8 Mio.). Zu dem Ergebnis hat die M1 Aesthetics GmbH mit einem Jahresüberschuss von EUR 3,2 Mio. beigetragen und konnte für sich allein betrachtet ihren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,8 Mio. verbessern.
Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.
4.2.3 Lage
4.2.3.1 Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Umsätze des Konzerns haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Nach Übernahme und Erstkonsolidierung der M1 Aesthetics GmbH werden die Umsätze weiterhin im Wesentlichen mit dem Parallelimport und mit Original-Arzneimitteln erzielt, hinzugekommen sind aber die Absatzmöglichkeiten für weitere Produkte im Bereich Lifestyle und Aesthetics. Somit können seit 2021 Arzneimittel und Medizinprodukte nicht nur an Kliniken, Apotheken und Großhändler geliefert werden, sondern auch an Behandlungszentren, die im Bereich des Selbstzahlermarktes aktiv sind.
Der Handel mit Arzneimitteln im Markt der versicherungsregulierten Kundengruppen ist weiterhin geprägt von anhaltendem Preisdruck, ausgelöst durch die Krankenkassen und Hersteller. Diesen konnten wir durch eine optimierte Produktauswahl eingrenzen und haben das Portfolio den Gegebenheiten angepasst. Im Bereich Specialty Pharma konnte im Berichtsjahr ein Umsatz von EUR 219,9 Mio. erzielt werden. Die Rohmarge in diesem Segment liegt im Geschäftsjahr 2021 bei 4,0 %.
Das Segment Lifestyle und Aesthetics ist aufgrund der Kundenstruktur und der Produkte ertragreicher. Bei einem Umsatz von EUR 65,1 Mio. konnte eine Rohmarge von 33,7 % erzielt werden. Hierin enthalten sind neben den Produkten zur Anwendung in der ästhetischen Chirurgie und für Behandlungen, die den Selbstzahlermarkt betreffen, auch die Produkte, die im Zuge der Diagnostik vertrieben wurden. Der Markt für Corona-Prävention und Diagnostik war im Jahr 2021 geprägt von einer hohen Nachfrage, die schnell von einer Vielzahl an Mitbewerbern bedient werden konnte. Dieser stark ansteigende Preisdruck führte dazu, dass die HAEMATO vor allem in der ersten Jahreshälfte 2021, getrieben durch schnelle organisatorische Maßnahmen, erfolgreich sein konnte. Dieser Vorsprung half ebenso in der zweiten Jahreshälfte, um auch größere Aufträge zu gewinnen. Mit zunehmenden Wettbewerb gingen die Rohmargen dieser Aufträge jedoch sukzessive zurück.
Eine langfristige Auftragsreichweite sowie verpflichtende Abnahme- bzw. Liefermengen sind branchengemäß nicht üblich und nicht vorhanden.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe verringerte sich aus Konzernsicht von 92,58 % im Jahr 2020 auf 89,22 % im Geschäftsjahr 2021. Dies ist insbesondere dem neuen Produktmix zu verdanken.
Eine Diversifikation und somit eine direkte Zuordnung der einzelnen betrieblichen Aufwendungen zu den beiden Segmenten ist auf Grund der Konzernstruktur nicht möglich. Die Mitarbeiter, Anlagen und Geschäftsbereiche bei der HAEMATO AG sind weder räumlich noch aufgabenbasiert getrennt. Die nachfolgenden Informationen betreffen den gesamten Konzern.
Die Personalkostenquote sank im Vergleich zum Vorjahr leicht und liegt im Geschäftsjahr 2021 bei 2,6 %. Dies bedeutet eine Verminderung um 0,3 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020. Nominal sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr 9,6 % gestiegen. Hierin enthalten sind Personalkosten der M1 Aesthetics GmbH in Höhe von TEUR 441. Vergleicht man die HAEMATO auf Jahressicht mit der Struktur aus 2020, beträgt die Erhöhung der nominalen Personalkosten nur 3,2%. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 11,1 Mio. und stiegen somit um EUR 3,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 8,0 Mio.). Der Anstieg ist vor allem mit der erstmaligen Konsolidierung der M1 Aesthetics GmbH zu begründen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Aufwendungen durch die Eingliederung des Unternehmens um EUR 2,2 Mio. In der Kostenstruktur gab es zusätzlich Verschiebungen. Die Kosten der Warenabgabe für Transport und Logistikleistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 65,6 %. Grund hierfür ist neben dem Erstkonsolidierungseffekt auch die erhöhte Logistikorganisation durch den veränderten und erweiterten Produktmix. Die Logistikkosten für den Vertrieb von Diagnostikprodukten sind im Vergleich zu den anfallenden Kosten des Kerngeschäfts mit Arzneimitteln erhöht. Gleichzeitig konnten die Werbekosten trotz des marketing-intensiveren Geschäfts der M1 Aesthetics GmbH um 12,3 % reduziert werden.
Das EBIT im Geschäftsjahr betrug EUR 11,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.). Wir ermitteln das EBIT aus dem Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern, wobei auch die Beteiligungserträge der Finanzanlagen als festverzinsliche Bestandteile des Finanzergebnisses betrachtet werden. Das Geschäftsjahr 2021 war ertragsmäßig sehr erfreulich. Die eingeleitete Öffnung des Produktportfolios hin zu einem größeren Spektrum an handelbaren Arzneimitteln und Medizinprodukten konnte erste Erfolge verzeichnen. Der Handel mit Arzneimitteln ist geprägt von großem Preisdruck, ausgelöst durch die Krankenkassen und Hersteller. Aufgrund der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen der Produktkalkulation ist es aber gelungen, das Kerngeschäft der HAEMATO zu stabilisieren und wieder ertragsreicher zu gestalten. Durch den Handel mit präventiven Medizinprodukten im Bereich der Corona-Früherkennung konnten, anknüpfend an das Vorjahr, weitere positive Effekte erzielt werden. Auf der Ertragsseite entwickelte sich auch die neue Beteiligung an der M1 Aesthetics GmbH positiv, die mit einem EBIT von EUR 4,3 Mio. positiv zum Gesamterfolg beitragen konnte.
4.2.3.2 Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Unsere Finanzlage hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Unsere Kapitalstruktur ist stabil. Das Eigenkapital erhöhte sich nach einer Kapitalerhöhung im April 2021 im Vergleich zu 2020 von EUR 125,5 Mio. auf EUR 144,7 Mio. Bei der Barkapitalerhöhung, welche durch institutionelle Anleger gezeichnet wurde, wurde das gezeichnete Kapital um 10 % bzw. 475.391 neue stimmberechtigte Aktien auf 5.229.307 Anteile erhöht. Der Ausgabepreis der neuen Anteile lag bei EUR 31,00 je Anteil.
Die Eigenkapitalquote stieg auf Grundlage der Kapitalerhöhung im Jahr 2021 auf 79,52 %, in 2020 lag dieser Wert bei 74,22 %. Auf der Hauptversammlung im Juli 2021 wurde dem Vorschlag einer Dividendenzahlung in Höhe von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Aktie zugestimmt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen 8,0 % (Vorjahr: 10,7 %) der Bilanzsumme. An den Strukturen der Kreditlinien hat im Jahr 2021 keine Veränderung stattgefunden. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von kurzfristiger Laufzeit. Die HAEMATO befindet sich weiter in Verhandlungen über zusätzliche Kreditlinien, um eine weitere Optimierung der Liquiditätssteuerung und zusätzliches Umsatzwachstum zu erreichen. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 6,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 7,7 %) und konnten um EUR 0,8 Mio. reduziert werden. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die die M1 Aesthetics GmbH betreffen in Höhe von EUR 3,8 Mio. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.
Unsere Investitionstätigkeiten in Sachanlagen sind gering. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen liegen. Daneben werden Investitionen in neue Geschäftsfelder weiter vorangetrieben, welche aus dem laufenden Cashflow geleistet werden können.
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Liquiditätslage bietet ausreichend Möglichkeiten, um weitere Investitionen zu tätigen.
2021 konnte wiederholt ein hoher operativer Cashflow in Höhe von EUR 13,9 Mio. erzielt werden, da die Investitionstätigkeiten weiterhin geringgehalten wurden und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hoch war. Darin enthalten sind EUR 7,4 Mio. aus der Verringerung des Vorratsvermögens und geleisteter Anzahlungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten konnte in Folge der Kapitalerhöhung dazu beitragen, dass EUR 3,6 Mio. Bankverbindlichkeiten zurückgezahlt wurden. Im Jahr 2021 wurde zusätzlich eine Ausschüttung gemäß Beschluss der Hauptversammlung von EUR 2,8 Mio. vorgenommen. Bei der M1 Aesthetics wurden zusätzlich EUR 3,0 Mio. jederzeit fälliger Finanzverbindlichkeiten reduziert.
Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wie folgt dar:
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| Cashflow aus | 2021 TEUR | 2020 TEUR |
|---|---|---|
| laufender Geschäftstätigkeit | 14.053,9 | 14.670,8 |
| der Investitionstätigkeit | -171,6 | -844,4 |
| der Finanzierungstätigkeit | 7.158,1 | -4.491,6 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | -2.977,8 | - |
| Cashflow gesamt | 18.062,6 | 9.334,8 |
4.2.3.3 Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns ist mit einer Eigenkapitalquote von 79,5 % weiterhin sehr robust und hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verbessert.
Die HAEMATO verfügt zum Stichtag über liquide Cash-Bestände in Höhe von EUR 25,6 Mio. im Vergleich zu EUR 7,5 Mio. im Vorjahr.
Die Vorräte gingen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf EUR 34,0 Mio. trotz erstmaliger Einbeziehung der M1 Aesthetics GmbH zurück (Vorjahr: EUR 35,1 Mio.). Zur Ermittlung der Vorräte trägt diese EUR 2,6 Mio. bei.
Das Verhältnis der kurz- und langfristigen Vermögensgegenstände hat sich im Berichtsjahr gedreht. Waren im Vorjahr 70,4 % der Bilanzsumme durch kurzfristige Vermögensgegenstände gedeckt, sind es im Geschäftsjahr 2021 noch 44,5 %. Grund hierfür ist die Erstkonsolidierung der M1 Aesthetics GmbH. Im Jahr 2020 wurde der Kauf der Gesellschaft noch in den sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Nach Erstkonsolidierung wird der Geschäfts- und Firmenwert als langfristiger immaterieller Vermögensgegenstand mit EUR 53,6 Mio. bilanziert.
Das sonstige Anlagevermögen verringerte sich insbesondere durch die Bewertung der im Anlagevermögen gehaltenen Finanzanlagen zum Stichtagswert. Hier musste eine vorübergehende Wertminderung erfolgswirksam erfasst werden. Das Anlagevermögen stieg dementsprechend in Summe um EUR 50,9 Mio. auf EUR 100,9 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bleiben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit EUR 14,6 Mio. nahezu konstant (Vorjahr: EUR 14,2 Mio.). Hiervon entfallen EUR 4,1 Mio. auf die M1 Aesthetics GmbH.
Unsere wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden.
4.2.3.4 Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)
Die HAEMATO AG erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 76). Als Holding hat die HAEMATO AG keinen operativen Geschäftsbetrieb. Umsatzerlöse wurden im Jahr 2021 nicht erzielt (Vorjahr: TEUR 420). Die Beteiligungserträge der Tochtergesellschaften beliefen sich im Jahr 2021 auf TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 150). Im Jahr 2021 konnten Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 447 erzielt werden. Aus dem Verkauf dieser Wertpapiere resultieren TEUR 120 Veräußerungsgewinne.
4.2.3.5 Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)
Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt fast ausnahmslos durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 127.630 (Vorjahr: TEUR 115.922). Die Eigenkapitalquote liegt wie im Vorjahr bei 99,9 %.
Zum 31. Dezember 2021 verfügt die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 11.297 (Vorjahr: TEUR 65).
Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2021 auf insgesamt TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 53).
4.2.3.6 Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)
Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch die Eingliederung der M1 Aesthetics GmbH. Die Beteiligung wird zum 31.12.2021 erstmalig im Anlagevermögen abgebildet. Die Finanzanlagen erhöhten sich folglich im Vergleich zu 2020 und bestehen in Höhe von TEUR 115.982 per 31.12.2021.
4.2.3.7 Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, EBIT und EBITDA heran.
Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr bei 4,5 % (Vorjahr: -3,8 %).
Das EBIT beträgt TEUR 11.161,3 (Vorjahr: TEUR 1.626,9), das EBITDA beträgt TEUR 12.635,7 (Vorjahr: TEUR 3.314,8), das entspricht einer Steigerung von rund 281 %.
Der HAEMATO-Konzern arbeitet weiterhin erfolgreich und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
4.3 Prognosebericht
4.3.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick
Im Jahr 2021 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 2,7 % gestiegen, nachdem es ein Jahr zuvor pandemiebedingt um 4,6 % zurückgegangen war. Das Schlussquartal 2021 dürfte angesichts wieder notwendiger Beschränkungen in den kontaktintensiven Dienstleistungen und Produktionsschwierigkeiten in der Industrie aufgrund der anhaltenden Lieferengpässe schwach verlaufen sein. Die Industrie litt im letzten Jahr unter gravierenden Lieferengpässen bei zentralen Vorprodukten und konnte ihre Produktion - trotz voller Auftragsbücher - nicht wieder richtig hochfahren. Einige Bereiche der Dienstleistungen mussten pandemiebedingt zu Beginn und auch wieder gegen Ende des Jahres 2021 schmerzhafte Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten verkraften. 12


Die Konjunktur in Deutschland wird in diesem Jahr von zwei sehr unterschiedlichen konjunkturellen Triebkräften geprägt. Auf der einen Seite dürften die vollen Auftragsbücher der Industrieunternehmen und die allmähliche Normalisierung der Corona-Situation der Konjunktur einen kräftigen Schub geben. Auf der anderen Seite dämpfen die Folgen des russisch-ukrainischen Krieges die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2022 gestiegen sein. Erst im März hat es einen konjunkturellen Dämpfer gegeben, der die positive Gesamtbilanz des Winterquartalstrüben dürfte. Um den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Krieges Rechnung zu tragen, hat das ifo-Institut München für die Prognose zwei Szenarien in Betracht gezogen. Das Basisszenario geht nur von einer vorübergehenden Zunahme der Rohstoffpreise, Lieferengpässe und Unsicherheit aus. Im Alternativszenario verschärft sich die Situation zunächst noch, bevor ab der Jahresmitte 2022 eine allmähliche Entspannung einsetzt. Unter diesen Annahmen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 3,1 % (Basisszenario) bzw. 2,2 % (Alternativszenario) zulegen und damit spürbar weniger als bislang erwartet (3,7 %). Im kommenden Jahr 2023 dürfte das Wachstum dann mit 3,3 % (Basisszenario) bzw. 3,9 % (Alternativszenario) höher liegen als in diesem Jahr. Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr mit 5,1 % (Basisszenario) bzw. 6,1 % (Alternativszenario) deutlich schneller steigen als bislang erwartet (3,3 %). Im kommenden Jahr wird sich die Inflationsrate zwar wieder verlangsamen, aber mit etwa 2 % immer noch deutlich höher sein als in den Jahren vor der Coronakrise. 13
Die mittel- und langfristigen Perspektiven des Pharmamarktes sind weiterhin positiv. Die COVID-19 Pandemie war die stärkste globale Gesundheitskrise seit Jahrzehnten. Entscheidend für die Entwicklungen der weltweiten Arzneimittelausgaben und Arzneimittelverwendung ist somit auch der Umgang mit der Pandemie sowie deren Auswirkungen auf die Nicht-COVID-Gesundheitsversorgung. Die prä-pandemischen Treiber wurden von den unmittelbaren Auswirkungen von COVID-19 nur geringfügig beeinflusst. Sie bleiben auch weiterhin ein wesentlicher Treiber der zukünftigen Entwicklungen der weltweiten Arzneimittelausgaben bzw. Arzneimittelverwendung. In den Industrieländern werden die Einführung neuer Behandlungen, der Patentablauf von bestehenden Therapien sowie der Wettbewerb durch Generika und Biosimilars weiterhin die Hauptfaktoren für das Wachstum der Arzneimittelausgaben bzw. Arzneimittelverwendung sein. Gemäß einer Studie von IQVIA wird der weltweite Arzneimittelmarkt bis 2025 voraussichtlich um 3 bis 6 % CAGR wachsen und 2025 eine Gesamtmarktgröße von etwa 1,6 Billionen US-Dollar erreichen, exkludiert man die Ausgaben für COVID-19-Impfstoffe (Vorjahr: Schätzung bis 2024 von 1,14 Billionen USD). Die Ausgaben in Europa werden bis 2025 um 35 Milliarden US-Dollar steigen, wobei der Schwerpunkt auf Generika und Biosimilars liegt. Bis 2025 wird die Zahl der Markteinführungen neuer Wirkstoffe voraussichtlich ebenfalls überdurchschnittlich hoch bleiben, mit durchschnittlich 54 bis 63 pro Jahr, insgesamt 290 bis 315 für fünf Jahre bis 2025. Die Auswirkungen von Exklusivitätsverlusten werden zunehmen auf 166 Milliarden US-Dollar in den nächsten 5 Jahren, hauptsächlich aufgrund der Verfügbarkeit von Biosimilars, und die kumulierten Einsparungen durch Biosimilars werden schätzungsweise 285 Milliarden US-Dollar erreichen. Die beiden weltweit führenden Therapiebereiche Onkologie und Immunologie werden bis 2025 voraussichtlich um 9 bis 12 % CAGR wachsen, was durch neuartige Behandlungen und vermehrten Einsatz von Behandlungen verursacht wird. 14
Die forschenden Pharma-Unternehmen sind innovativ auf unterschiedlichsten Gebieten der Medizin. Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen sollen im Jahr 2022 neue Behandlungsmöglichkeiten durch neue Arzneimittel erhalten. Trotz intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu COVID-19 sind andere Therapiegebiete nicht vernachlässigt worden. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) rechnet damit, dass in Deutschland im Jahr 2022 mehr als 45 neue Medikamente mit neuem Wirkstoff auf den Markt gebracht werden - ähnlich viele wie im Jahr 2021 (46 neue Medikamente). Zahlreichen Betroffenen von Infektionskrankheiten, Krebserkrankungen, seltenen Gendefekten und vielen weiteren Erkrankungen wird dadurch geholfen. Doch auch zu COVID-19 wird weiter geforscht. Zur Behandlung Infizierter dürften erste Medikamente kommen, die nicht durch eine Infusion verabreicht oder gespritzt werden müssen, sondern geschluckt werden können. 15
Das Jahr 2021 war ein gutes Jahr für den Pharmastandort Deutschland: Der vfa rechnet mit einem Umsatzplus von 13 %. Und auch für 2022 erwartet der Verband mit einem Zuwachs von 8 % eine positive Entwicklung. 16
Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen, die die steigende Nachfrage nach kostengünstigen Arzneimitteln mit sich ziehen und Einsparbemühungen der Krankenkassen in den Vordergrund stellen, sieht sich die HAEMATO-Gruppe mit ihrem Fokus auf Generika, EU-Originalarzneimittel und kostengünstige Spezialmedikamente in einer stabilen Basis für zukünftiges Wachstum. Dies wird unterstützt durch eine verstärkte Nachfrage nach Medizinprodukten aus dem Bereich der COVID-19-Diagnostik, wobei hier schwer einzuschätzen ist, wie lange dieser Trend weiter anhält. Dabei soll sich der zukünftige Schwerpunkt der HAEMATO von den Generika hin zu den Spezialmedikamenten verlagern ("Specialty Pharma"). Dieser Arzneimittelbereich hat sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Megatrend entwickelt und wächst überproportional. Die HAEMATO-Gruppe ist in diesem Segment bereits sehr gut aufgestellt. Mit unserem direkten Zugang zu 4.800 Apotheken allein in Deutschland können wir in diesem Segment noch deutlich wachsen. Darüber hinaus werden bereits jetzt unter der HAEMATO MED pharmazeutische, medizinische und medizintechnische Produkte für die ästhetische Chirurgie und kosmetische Dermatologie entwickelt. Im Geschäftsjahr 2022 wird auch die Zulassung eines eigenen Botulinumtoxins für den europäischen Markt weiter vorangetrieben, nachdem Ende Oktober 2021 in Seoul, Korea ein Lizenz- und Liefervertrag mit dem Kooperationspartner HUONS Biopharma unterzeichnet wurde. Derzeit erfolgt die Erarbeitung einer Studien-Synopse als Vorbereitung der komplexen Zulassungsverfahren bei den Arzneimittelbehörden.
4.3.2 Unternehmerischer Ausblick
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Die Pharmabranche bietet ein großes Wachstumspotenzial, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden und Potenziale innerhalb der Wertschöpfungskette konsequent genutzt werden. Den möglichen Ausbau unseres Marktanteils im Parallelimportgeschäft sehen wir aktuell als Kerngeschäft und Grundlage für die Erschließung neuer Geschäftsfelder, in denen wir das Wachstum der HAEMATO-Gruppe vorantreiben können. Der Bereich Lifestyle und Aesthetics bietet spannende und Möglichkeiten mit hohen Wachstumsraten. In diesem Segment möchten wir die Marktanteile weiter ausbauen und die Marge optimieren. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU bringt Sicherheit im Bereich der Beschaffung und bildet eine stabile Geschäftsgrundlage für den Parallelimport. Wir gehen davon aus, dass das Kerngeschäft im Bereich der Specialty Pharma aufgrund des anhaltenden Preisdrucks durch Zwangsrabatte wenig Spielraum für höhere Margen bildet. Durch unsere große Erfahrung und durch die effiziente Umsetzung unseres Einkaufscontrollings wird es möglich sein, den Produktmix dementsprechend so zu gestalten, dass wir erfolgreich in diesem Segment handeln können. Unser Ziel ist es, über eine Steigerung des Umsatzes auch im Zuge des Großhandels mit Originalprodukten einen konstanten und erfolgreichen Cashflow zu generieren.
Sowohl der Bereich der Specialty Pharma als auch der Bereich Lifestyle und Aesthetics sind nach unserer Auffassung nicht von den global anhaltenden Lieferengpässen und der Krise in der Ukraine betroffen. Unsere Lieferanten und Kunden stehen nicht in Verbindung zu den Gebieten, in denen eine aktuelle Ausnahmesituation herrscht.
Das Jahr 2021 war in Bezug auf die Pandemie und die von der Regierung getroffenen Regelungen zur Eindämmung und Vorsorge in der vorher nie gekannten Situation ein besonderes Jahr. Diese Situation konnten wir punktuell gut nutzen und aufgrund unserer bestehenden Lieferantenbeziehungen im Bereich der Diagnostik schnell Umsätze und auch erfolgreiche Geschäfte akquirieren. Wir gehen davon aus, dass dieses Szenario in dieser Form im kommenden Jahr nicht möglich sein wird. Der Markt ist auf die Nachfrage von Testmöglichkeiten vorbereitet und die Zahl der Mitbewerber hat sich im Berichtsjahr stark erhöht. Dementsprechend rechnen wir damit, dass sich der Umsatz und Ertrag in dem Bereich nicht wiederholen lässt. Das Geschäft im Zusammenhang mit Testmöglichkeiten zur Früherkennung von Viren und Krankheitserregern wird nach unserer Auffassung aber bestehen bleiben. Die HAEMATO ist hier auf Grund von Weiterentwicklungen in der Lage, diese Früherkennung automatisiert und in kurzer Zeit auswertbar, auch auf andere Erreger abbilden zu können. Mit der Einführung von "Point of Care"-Automaten ("Medical Devices") ist es möglich, ortsunabhängig und vor allem unabhängig von Laboren, eine Diagnose und Auswertung von im Menschen befindlichen Viren und Krankheitserregern zu bilden. Mit einer eigens entwickelten Software ("HAEMATO.AI") und entsprechender Anbindung können die Testergebnisse an das Gesundheitswesen gemeldet werden, um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen. Neben dem Bereich der Prävention und Früherkennung zählen zum Segment Lifestyle und Aesthetics noch die Umsätze mit ästhetischen Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie Kosmetika. Deren Entwicklung sehen wir im kommenden Jahr weiter positiv und überproportional wachsend. Die ersten Anzeichen von Öffnungen im öffentlichen Raum, hin zu einem "normalen Leben" mit Absicherung durch regelmäßige Tests, werden dazu führen, dass die Umsätze aus ästhetischen Behandlungen weiter steigen werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 leicht rückläufige Umsatzerlöse im Bereich von EUR 250 bis 280 Mio. sowie ein sich daraus ergebendes EBIT von EUR 8 bis 10 Mio. Die im laufenden Geschäftsjahr deutlich verbesserte Rohergebnis- und EBIT-Marge soll beibehalten werden. Der anhaltende Preisdruck auf der Abgabenseite für parallelimportierte Arzneimittel über die Hersteller und Krankenkassen bleibt bestehen. Die erhöhte Inflation, die Unsicherheiten in Bezug auf die Corona-Pandemie und die Lage in der Ukraine lassen keine konkreten Ergebnisprognosen zu. Wir rechnen im Vergleich zu den Vorjahren mit steigenden Aufwendungen in der Warenbeschaffung und für Transportleistungen. Dieser Effekt soll durch weitere konsequente Portfoliobereinigungen - hin zu margenstarken Produkten und einem seit Ende 2021 laufenden zusätzlichen Kosteneffizienzprogramm - kompensiert werden. Der Bereich "Lifestyle und Aesthetics" soll weiter ausgebaut werden und somit den Fokus auf dauerhafte gute EBIT-Margen unterstützen.
Das Segment Specialty Pharma bildet das umsatzbezogene Kerngeschäft des Konzerns. Hohe Margen sind auf Grund der Reglementierungen im Markt nicht zu erzielen und eine Steigerung schwierig zu erwirtschaften. Das Geschäft ist dennoch solide, bringt dem Konzern Erträge und gibt die Möglichkeit, die vorhandenen Kundenbeziehungen zu nutzen, um weitere neue Produkte zu vertreiben. Mit dem Fokus auf Zielprodukte und sorgfältig ausgewählte Behandlungsgebiete wird es der HAEMATO möglich sein, in diesem Segment den Umsatz mittelfristig zu erhöhen. Durch den weiteren Ausbau von Prozessoptimierungen wird es zu Einsparungen kommen, die auch das operative Ergebnis in dem Segment positiv beeinflussen werden.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
4.4 Risikobericht
4.4.1.1 Branchenspezifische Risiken
Die Geschäftsaktivitäten des HAEMATO-Konzerns bieten eine Vielzahl von Chancen und unterliegen zugleich permanent Risiken. Chancen bezeichnen künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Zielabweichung führen können. Entsprechend bezeichnen Risiken künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- beziehungsweise Zielabweichung führen können. Die Nutzung von Chancen und das frühzeitige Erkennen und die Vermeidung von Risiken sind auch aufgrund der gestiegenen Größe des Konzerns bedeutsam für die weitere Entwicklung von HAEMATO. Bei der Wahrnehmung von Chancen ist darauf zu achten, dass ein akzeptables Risikoprofil gewahrt bleibt.
Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten europäischen Union, ein starker Margendruck im Segment Specialty Pharma sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder Single-Channel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren. Des Weiteren versuchen die Original-Hersteller durch Erhalt von hohen Listenpreisen unter Abschluss von nachträglichen Rabattvereinbarungen, Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden.
Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeur gelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen.
In der 10. Kalenderwoche (KW) 2022 wurden erneut über 1 Million COVID-19-Fälle an das RKI übermittelt. Während die Fallzahlen im Februar leicht gesunken sind, kommt es derzeit wieder zu einem deutlichen Anstieg der übermittelten Fälle. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz stieg von KW 09 zu KW 10 um 22 % an. Die Zahl aktuell Erkrankter mit einer COVID-19-bedingten akuten Atemwegserkrankung in der Bevölkerung wird auf 1,5 - 2,7 Millionen geschätzt. Insgesamt ist die Zunahme der schweren Krankheitsverläufe trotz der sehr hohen Infektionszahlen während der Omikron-Welle weiterhin moderat und deutlich schwächer im Verhältnis zur Höhe der Fallzahlen und Neuinfektionen als während der ersten vier COVID-19-Wellen. Auch die mit Omikron assoziierten Todesfälle bleiben bisher auf einem niedrigeren Niveau. Dies ist zurückzuführen auf die gegen schwere Krankheitsverläufe sehr gut wirksame Impfung und auf die grundsätzlich geringere Krankheitsschwere bei Infektionen durch die Omikron-Variante. Die Omikron-Variante ist in Deutschland die dominierende SARS-CoV-2-Variante. Der Anteil aller anderen Varianten inkl. Delta liegt unter 1 %. Der weitere Verlauf der Pandemie hängt davon ab, ob sich größere Teile der Bevölkerung weiterhin verantwortungsbewusst verhalten bzw. in welchem Umfang mögliche infektionsrelevante Kontakte zunehmen. Bis zum 08.03.2022 waren ca. 77 % der Bevölkerung mindestens einmal und 76 % vollständig geimpft; 58 % der Bevölkerung erhielten bereits eine Auffrischimpfung. Aber weiterhin sind hochgerechnet rund 9 Mio. Bürgerinnen und Bürger noch nicht geimpft. Alle Impfstoffe, die zurzeit in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigem Erkenntnisstand bei vollständiger Impfung und insbesondere nach Auffrischimpfung die allermeisten geimpften Personen wirksam vor einer schweren Erkrankung. 17
Der russische Einmarsch in die Ukraine Ende Februar 2022 hatte für ein Beben an den internationalen Finanzmärkten gesorgt. Der Dax büßte in den Tagen nach dem Einmarsch etwa 5 % ein, damit stand er vor dem größten Wochenverlust seit fast eineinhalb Jahren. Die politischen Krisen treiben die Rohstoffpreise und verstärken den Inflationsdruck. Experten erwarten für Februar Inflationswerte von 5,2 bis 5,4 % im Jahresvergleich. 18
Gesamtwirtschaftliche Risiken können sich z.B. aus neu entdeckten Varianten des Coronavirus (Beispiel "Deltakron") und damit verbundenen neuen "Lockdowns" und Beschränkungen des öffentlichen Lebens ergeben sowie aus einem Fortgang des Kriegs in der Ukraine, dessen wirtschaftliche Folgen noch nicht absehbar sind. Die westlichen Länder beraten über weitere und schwere Wirtschaftssanktionen gegen Russland. In einer ersten Reaktion ist der Ölpreis über die 100-Dollar-Marke gestiegen, die Aktienmärkte sind weltweit eingebrochen. Die Entwicklung in den nächsten Wochen wird davon abhängen, welchen Verlauf der Krieg in der Ukraine nimmt und wie die unmittelbaren Auswirkungen der Sanktionen sein werden. Der Anstieg der Rohstoffpreise und die Sanktionen werden die Wirtschaft auch in Deutschland belasten.
Die überwiegende Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen (rund 64 %) sorgt sich derzeit allerdings noch wenig um die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Für ihr Geschäft stellt der Ukraine-Konflikt nur ein geringes Risiko dar oder hat keine Relevanz. Wirtschaftsforschungsinstitute hatten ihre Wachstumsprognosen für 2022 zuletzt um bis zu 2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. 19
Risiken für die HAEMATO-Gruppe könnten dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen. Allerdings sind die wirtschaftlichen Verflechtungen der HAEMATO-Gruppe in die vom Krieg derzeit betroffenen Staaten äußerst gering, so dass derzeit diesbezüglich nur ein sehr geringes Risiko gesehen wird.
4.4.1.2 Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche, vor allem im Diagnostikbereich der COVID-19 Früherkennung, zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig aufgrund unseres starken Direktvertriebes weiter ausdehnen zu können und im Diagnostikbereich durch die Erweiterung des Angebotes über einfache Schnelltests hinaus, den Kundenstamm zu erweitern und den vorhandenen Kundenstamm für die neuen Angebote gewinnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten. Die HAEMATO Gruppe könnte durch Wettbewerber mit finanziell oder organisatorisch größeren Ressourcen negativ belastet werden. Sollte die aggressive Preispolitik durch Vergabe von Rabattverträgen weiter zunehmen, wird das negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben oder zu Verlusten am Marktanteil führen.
Negative Änderungen der im Sozialgesetzbuch verankerten Importförderklausel sind nicht zu erwarten. Der neue Bundesrahmenvertrag des GKV-Spitzenverbandes und DAV mit verbindlichen Änderungen zur verpflichtenden Abgabe von Importarzneimitteln ist Mitte 2019 in Kraft getreten.
4.4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb kurzer Fristen abgewickelt.
Wir bedienen uns eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt. Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystem sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die langfristigen Tranchen der Betriebsmittellinien stehen im kommenden Kalenderjahr zur Refinanzierung an. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der Kriegshandlungen in der Ukraine sind finanzwirtschaftliche Risiken für die HAEMATO-Gruppe kaum vorhersehbar. Die langfristig gehaltenen, börsennotierten Beteiligungen können hierbei, im Zuge einer vorübergehenden Wertminderung, zu einer nicht unwesentlichen Beeinflussung des Finanzergebnisses führen und somit auch das Gesamtergebnis des Konzerns maßgeblich beeinflussen.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
4.4.1.4 Risikomanagementsystem
Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.
Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.
4.4.2 Chancenbericht
Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum im Segment Specialty Pharma partizipieren.
Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der neuen Geschäftsfelder und kontinuierliche Optimierung des Produktmixes können ebenfalls wachstumsunterstützende Effekte erwartet werden. Dies betrifft insbesondere das Segment Lifestyle und Aesthetics mit den Schwerpunkten auf "Medizinprodukte / COVID-19 Diagnostik", "Lifestyle/Aesthetics" sowie "Betäubungsmittel" (BtM). Im Bereich BtM konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu verdreifacht werden. Eine Steigerung der Erlöse im Segment Aesthetics wird auch für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet. Hier erwarten wir, die bestehenden Kundenbeziehungen zu Behandlungszentren und Kliniken für ästhetische Behandlungen weiter auszubauen und damit zu wachsen.
Ende Oktober 2021 wurde mit dem koreanischen Pharmaunternehmen Huons BioPharma Co., Ltd. ("Huons"), mit Sitz in Seoul ein exklusiver Lizenz- und Liefervertrag für ein Botulinumtoxin-Produkt geschlossen. Durch den Vertrieb eines Botulinumtoxin-Produktes unter eigener Marke baut HAEMATO den Geschäftsbereich "Lifestyle & Aesthetics" weiter aus. Hierdurch wird auch die Belieferung des Mutterkonzerns M1 Kliniken AG, einem der führenden Anbieter für Schönheitsbehandlungen in Europa, mit einem preislich attraktiven Botulinumtoxin-Produkt auf lange Zeit sichergestellt. Darüber hinaus soll das Produkt in allen europäischen Märkten vertrieben werden. Für die Zulassung in Europa ist ein europäisches Zulassungsverfahren in Vorbereitung, zu dem auch klinische Studien gehören. Als Vorbereitung wird im Frühjahr 2022 in Südkorea ein GMP Pre-Audit stattfinden (Good Manufacturing Practices). GMP steht für die "Gute Herstellungspraxis" für Arzneimittel und stellt sicher, dass Patienten Arzneimittel in hoher Qualität erhalten. Diese Qualitätsansprüche müssen während der Herstellung, Verarbeitung, Verpackung und Lagerung von Arzneimitteln erfüllt werden.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
Darüber hinaus sehen wir weiterhin gute Absatzchancen im Bereich der COVID-19 Diagnostik, insbesondere von Point-of-Care PCR-Geräten, da eine flächendeckende Eindämmung der Pandemie in Deutschland für das Jahr 2022 derzeit nicht absehbar ist und durch das Auftreten von mehreren "Virus-Mutationen" eine Diagnostik, die zeitnah Ergebnisse liefert, weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Dem Wettbewerb am Markt werden wir, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die HAEMATO-Gruppe wird sich zukünftig auf hochmargige Präparate mit einem Fokus auf Parallel und Reimporte, Original-Arzneimittel sowie Medizinprodukte aus dem Bereich der COVID-19 Diagnostik konzentrieren, die ebenfalls hohe Margen versprechen. Darüber hinaus werden weiter an der Optimierung der internen Prozesse sowie Business-Intelligence-Lösungen gearbeitet. So wurden z.B. Optimierungen im EDV-Warenwirtschaftssystem, ein internes Einkaufs- und Vertriebs-Controlling sowie ein optimiertes Supply-Chain-Management zur effizienteren Produktsteuerung und Preispositionierung eingeführt.
4.4.3 Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie, den Kriegshandlungen in der Ukraine, einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Daneben können regulatorische Maßnahmen Risiken für die Entwicklung sein. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet.
4.5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potenzielle Forderungsausfälle.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
4.6 Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
4.7 Schlusserklärung nach § 312 Absatz 3 AktG
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Schönefeld, 23. März 2022
HAEMATO AG
Patrick Brenske, Vorstand
5. KONZERNABSCHLUSS
5.1 Konzernbilanz
- Aktiva
Bilanzierung nach IFRS
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| Anhangangabe | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.2.1 | 25.604.511 | 7.541.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.2.2 | 14.563.107 | 14.214.310 |
| Vorräte | 6.2.3 | 34.013.842 | 35.119.482 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.2.4 | 6.130.666 | 2.749.552 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 6.2.5 | 631.847 | 58.499.540 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 6.2.6 | 125.716 | 852.637 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 81.069.688 | 118.977.461 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.2.7 | 91.240.769 | 37.979.135 |
| Sachanlagen | 6.2.8 | 1.502.656 | 2.103.180 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.2.9 | 8.052.888 | 9.863.652 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 6.2.10 | 143.868 | 134.768 |
| Langfristige Vermögenswerte | 100.940.181 | 50.080.736 | |
| Σ AKTIVA | 182.009.869 | 169.058.197 |
- Passiva
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| Anhangangabe | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Rückstellungen | 6.3.1 | 1.047.708 | 1.535.059 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 6.3.2 | 1.916.205 | 151.673 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.3.3 | 12.224.178 | 13.027.575 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 574.465 | 539.340 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.3.5 | 14.587.571 | 18.307.472 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.3.6 | 1.211.871 | 2.382.269 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.3.7 | 5.526.662 | 6.981.822 |
| Kurzfristige Schulden | 37.088.659 | 42.925.211 | |
| Langfristige Rückstellungen | 6.3.8 | 59.782 | 52.554 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 53.280 | 540.898 |
| Passive latente Steuern | 6.3.9 | 82.195 | 59.621 |
| Langfristige Schulden | 195.256 | 653.073 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.3.10 | 5.229.307 | 4.753.916 |
| Erworbene eigene Anteile | 6.3.10 | -1.719 | -1.719 |
| Kapitalrücklage | 6.3.10 | 112.582.519 | 98.573.005 |
| Kapitalrücklage für eigene Anteile | 6.3.10 | -101.253 | -101.253 |
| Gewinnrücklagen | 6.3.10 | 27.017.100 | 22.255.964 |
| Eigenkapital | 144.725.954 | 125.479.913 | |
| Σ PASSIVA | 182.009.869 | 169.058.197 |
5.3 Konzerngesamtergebnisrechnung
Bilanzierung nach IFRS
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Anhangangabe | Jan.-Dez. 2021 | Jan.-Dez. 2020 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 6.4.1 | 285.042.565 | 238.333.085 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.4.2 | 457.738 | 487.611 |
| Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen | 6.4.3 | -254.311.487 | -220.645.708 |
| Personalaufwand | 6.4.4 | -7.503.028 | -6.844.899 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.4.5 | -11.050.131 | -8.015.298 |
| Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | EBITDA | 12.635.657 | 3.314.791 | |
| Abschreibungen | 6.4.6 | -1.474.350 | -1.687.883 |
| Operatives Ergebnis | EBIT | 11.161.307 | 1.626.908 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.4.7 | 1.148 | 646 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.4.8 | 358.353 | 4.136 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6.4.9 | -422.774 | -803.441 |
| Zuschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | 6.4.10 | 2.392 | 0 |
| Abschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | 6.4.10 | -1.863.092 | -5.383.342 |
| Erträge aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 6.4.11 | 119.561 | 0 |
| Finanzergebnis | -1.804.411 | -6.182.001 | |
| Ergebnis vor Steuern | EBT | 9.356.895 | -4.555.093 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6.4.12 | -2.823.028 | -268.881 |
| Sonstige Steuern | 0 | -6.824 | |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 6.533.867 | -4.830.798 |
5.4 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| Eigenkapitalveränderungsrechnung Teil I | 1. Gezeichnetes Kapital | 2. Erworbene eigene Anteile | 3. Kapitalrücklage |
|---|---|---|---|
| in EUR | in EUR | in EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2020 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 2.467.201 | 0 | 55.624.799 |
| Kapitalherabsetzung | -20.580.439 | 15.482 | -20 |
| Einstellung in die Rücklagen | 0 | 0 | 20.580.435 |
| 31. Dezember 2020 | 4.753.916 | -1.719 | 98.573.005 |
| 1. Januar 2021 | 4.753.916 | -1.719 | 98.573.005 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 475.391 | 0 | 14.261.730 |
| Transaktionskosten EK-instrumente | 0 | 0 | -252.216 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2021 | 5.229.307 | -1.719 | 112.582.519 |
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| Eigenkapitalveränderungsrechnung Teil II | 4. Kapitalrücklage für eigene Anteile | 5. Gewinnrücklagen | 6. Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| in EUR | in EUR | in EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2020 | -85.799 | 27.086.762 | 72.218.707 |
| Jahresüberschuss | 0 | -4.830.798 | -4.830.798 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 58.092.000 |
| Kapitalherabsetzung | -15.454 | 0 | -20.580.431 |
| Einstellung in die Rücklagen | 0 | 0 | 20.580.435 |
| 31. Dezember 2020 | -101.253 | 22.255.964 | 125.479.913 |
| 1. Januar 2021 | -101.253 | 22.255.964 | 125.479.913 |
| Jahresüberschuss | 0 | 6.533.867 | 6.533.867 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 14.737.121 |
| Transaktionskosten EK-instrumente | 0 | 0 | -252.216 |
| Ausschüttungen | 0 | -2.760.387 | -2.760.387 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 987.656 | 987.656 |
| 31. Dezember 2021 | -101.253 | 27.017.100 | 144.725.954 |
5.5 Konzernkapitalflussrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| Jan.-Dez. 2021 | Jan. - Dez. 2020 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 14.053.934 | 14.670.772 |
| Periodenergebnis | 6.533.867 | -4.830.798 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.430.106 | 1.687.883 |
| Zu-/ Abnahme der langfristigen Rückstellungen | 7.228 | 0 |
| Zu- / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -512.307 | 178.304 |
| Zu- / Abnahme durch Zeitwertbewertung | 1.860.700 | 5.387.341 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | 7.383.461 | 20.321.396 |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva | 4.095.920 | -3.000.476 |
| Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -8.632.499 | -5.237.416 |
| Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | -18.172 | 15.220 |
| Zinsaufwendungen / -erträge | 251.932 | 799.305 |
| Sonstige Beteiligungserträge | -1.148 | -646 |
| Ertragssteueraufwand / -ertrag | 2.823.028 | 268.881 |
| Ertragssteuerzahlungen | -1.168.181 | -918.222 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -171.581 | -844.435 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -230.732 | -676.272 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens/ Renditeimmobilien | 33.230 | 5.496 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ Renditeimmobilien | -96.015 | -177.794 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 38.750 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -88.806 | 0 |
| Zinserträge | 170.843 | 4.136 |
| Beteiligungserträge | 1.148 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 7.158.046 | -4.491.573 |
| Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen | 14.484.905 | 0 |
| Veränderung der Bankverbindlichkeiten | -3.566.398 | -3.163.659 |
| Zinsaufwendungen | -396.032 | -777.424 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter | -2.760.387 | 0 |
| Tilgung Nutzungsrechte | -604.042 | -550.490 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -2.977.830 | 0 |
| Netto-Cashflow | 18.062.570 | 9.334.764 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.541.941 | -1.792.823 |
| Jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Anfang der Periode | 0 | 3.893.760 |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 7.541.941 | 2.100.938 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 25.604.511 | 7.541.941 |
| Jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Ende der Periode | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 25.604.511 | 7.541.941 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | 18.062.570 | 5.441.003 |
6. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
6.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
6.1.1 Berichtendes Unternehmen
Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 B eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die M1 Kliniken AG. Im Juli 2020 übernahm die M1 Kliniken AG die Anteile der HAEMATO AG von der MPH Health Gare AG, die wiederum Muttergesellschaft der M1 Kliniken AG ist. Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich mit Fokus auf die Wachstumsmärkte der hochpreisigen Spezial-Pharmazeutika aus den Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig. Durch den Erwerb der in 2021 erstmalig vollkonsolidierten Tochtergesellschaft M1 Aesthetics GmbH wurde das Produktportfolio um Arzneimittel und Medizinprodukte der Lifestylebranche erweitert.
6.1.2 Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der HAEMATO AG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Er wurde vom Vorstand am 18. März 2022 zur Veröffentlichung genehmigt.
Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.
Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.
Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
6.1.3 Funktionale- und Darstellungswährung
Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Euro gerundet.
6.1.4. Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden
Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.
Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmals für Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen:
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| • | Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7) |
Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:
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| • | Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung IAS 37 - beginnend ab 01.01.2022 |
| • | Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020 - beginnend ab 01.01.2022 |
| • | Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung (Änderungen an IAS 16) - beginnend ab 01.01.2022 |
| • | Verweise auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) - beginnend ab 01.01.2022 |
| • | Einstufung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig - beginnend ab 01.01.2023 |
| • | Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 (Versicherungsverträge) - beginnend ab 01.01.2023 |
| • | Angaben zu Rechnungslegungsmethoden (Änderungen IAS 1 und IFRS Practice Statement 2) - beginnend ab 01.01.2023 |
| • | Definition von Schätzungen (Änderungen an IAS 8) - beginnend ab 01.01.2023 |
| • | Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion (Änderungen an IAS 12) - beginnend ab 01.01.2023 |
| • | Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) - noch offen |
6.1.5 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:
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| • | HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 1. April 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| • | HAEMATO MED GmbH (ab dem 22. Mai 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| • | Sanate GmbH (ab dem 24. September 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| • | M1 Aesthetics GmbH (ab dem 01.01.2021, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durch geführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschafterworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 34.584 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000.
Im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung 2020, welche vollständig von der M1 Kliniken AG gezeichnet wurde, wurden sämtliche Anteile der M1 Aesthetics GmbH durch Sacheinlage in die HAEMATO AG eingelegt. Das Stammkapital der M1 Aesthetics GmbH beläuft sich auf EUR 25.000. Die M1 Aesthetics GmbH verfügt über einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierten Nettovermögens, hat sich ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 53.643 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatz- und Ergebniswachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Für die HAEMATO PHARM GmbH und die M1 Aesthetics GmbH wurde zum 31.12.2021 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Beide Tochtergesellschaften haben hierzu die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag 31.12.2021 wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteilsquote in % |
|---|---|
| HAEMATO PHARM GmbH * , Schönefeld | 100,00 |
| HAEMATO MED GmbH * , Schönefeld | 100,00 |
| Sanate GmbH ** , Schönefeld | 100,00 |
| M1 Aesthetics GmbH * , Schönefeld | 100,00 |
* Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der Gesellschaft.
** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH
6.1.6 Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden - mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden - mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.
6.1.7 Schätzungen und Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Ermessensentscheidungen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH sowie der M1 Aesthetics GmbH den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
6.2 Angaben zur Konzernbilanz | Aktiva
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.
6.2.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.
6.2.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 14.563 (Vorjahr: TEUR 14.214) belaufen, werden mit dem Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.
6.2.3 Vorräte
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden grundsätzlich nach der Einzelzuordnungsmethode ermittelt und beinhalten die Kosten des Erwerbs sowie diejenigen Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei gleichartigen Vorräten, die in einer größeren Stückzahl vorliegen und untereinander austauschbar sind, erfolgt die Zuordnung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten basierend auf einer Normalauslastung.
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 687.609 | 766.571 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 32.082.061 | 32.871.341 |
| Anspruch auf Rückholung von Produkten | 834.028 | 1.441.253 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 410.144 | 40.317 |
| Vorräte | 34.013.842 | 35.119.482 |
6.2.4 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald HAEMATO Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten wählt HAEMATO den Handelstag sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für den bilanziellen Abgang. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente einer der in IFRS 9 Finanzinstrumente aufgeführten Bewertungskategorien (finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zugeordnet. Dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbare Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, beinhalten nur Tilgungen und Zinsen und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
6.2.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich unter anderen um Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben, Forderungen gegen Personal, Rechnungsabgrenzungsposten sowie um debitorische Kreditoren.
6.2.6 Forderungen aus Ertragssteuern
Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Ertragssteuererstattungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinserstattungen. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es überwiegend wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können.
6.2.7 Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann. Eine Änderung von einer unbegrenzten auf eine begrenzte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden grundsätzlich linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis zehn Jahre). Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen bezüglich der erwarteten Nutzungsdauer werden als Schätzungsänderung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in den Funktionskosten berücksichtigt.
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| EUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Erworbene immaterielle Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | Σ Immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2020 | 7.168.411 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.299.953 | 52.964.996 |
| Zugänge | 675.080 | 0 | 0 | 1.192 | 676.272 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -7.011 | -7.011 |
| 31. Dezember 2020 | 7.843.491 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.301.145 | 53.641.268 |
| 1. Januar 2021 | 7.843.491 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.301.145 | 53.641.268 |
| Zugänge | 173.011 | 0 | 0 | 57.720 | 230.732 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -110 | -110 |
| Umbuchungen | 761.963 | 0 | 0 | -761.963 | 0 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 9.451 | 53.642.738 | 0 | 0 | 53.652.189 |
| 31. Dezember 2021 | 8.787.916 | 88.226.426 | 9.912.944 | 596.793 | 107.524.079 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |||||
| 1. Januar 2020 | -5.350.213 | 0 | -9.365.765 | 0 | -14.715.977 |
| Abschreibungen | -640.969 | 0 | -305.186 | 0 | -946.155 |
| 31. Dezember 2020 | -5.991.182 | 0 | -9.670.951 | 0 | -15.662.133 |
| 1. Januar 2021 | -5.991.182 | 0 | -9.670.951 | 0 | -15.662.133 |
| Abschreibungen | -604.856 | 0 | -7.998 | 0 | -612.854 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | -8.323 | 0 | 0 | 0 | -8.323 |
| 31. Dezember 2021 | -6.604.362 | 0 | -9.678.949 | 0 | -16.283.310 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2020 | 1.852.309 | 34.583.689 | 241.993 | 1.301.145 | 37.979.135 |
| 31. Dezember 2021 | 2.183.555 | 88.226.426 | 233.995 | 596.793 | 91.240.769 |
6.2.8 Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt. Soweit relevant, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.
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| EUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| 1. Januar 2020 | 47.359 | 652.061 | 1.913.733 |
| Zugänge | 0 | 101.075 | 71.255 |
| Abgänge | 0 | 0 | -48.642 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 159.952 |
| 31. Dezember 2020 | 47.359 | 753.136 | 2.096.298 |
| 1. Januar 2021 | 47.359 | 753.136 | 2.096.298 |
| Zugänge | 0 | 24.087 | 71.928 |
| Abgänge | 0 | 0 | -73.926 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 0 | 5.223 | 50.103 |
| 31. Dezember 2021 | 47.359 | 782.446 | 2.144.403 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |||
| 1. Januar 2020 | -39.865 | -266.760 | -1.360.172 |
| Abschreibungen | -565 | -66.175 | -151.902 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 27.926 |
| 31. Dezember 2020 | -40.430 | -332.935 | -1.484.148 |
| 1. Januar 2021 | -40.430 | -332.935 | -1.484.148 |
| Abschreibungen | -565 | -79.616 | -163.482 |
| Abgänge | 0 | 0 | 59.097 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 0 | -4.697 | -39.651 |
| 31. Dezember 2021 | -40.995 | -417.248 | -1.628.184 |
| Buchwerte | |||
| 31. Dezember 2020 | 6.929 | 420.201 | 612.150 |
| 31. Dezember 2021 | 6.364 | 365.198 | 516.219 |
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| EUR | Nutzungsrechte | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Σ Sachanlagen |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| 1. Januar 2020 | 1.565.801 | 154.579 | 4.333.533 |
| Zugänge | 525.457 | 5.373 | 703.160 |
| Abgänge | -16.353 | 0 | -64.996 |
| Umbuchungen | 0 | -159.952 | 0 |
| 31. Dezember 2020 | 2.074.904 | 0 | 4.971.697 |
| 1. Januar 2021 | 2.074.904 | 0 | 4.971.697 |
| Zugänge | 130.157 | 0 | 226.172 |
| Abgänge | -49.807 | 0 | -123.734 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 10.465 | 0 | 65.791 |
| 31. Dezember 2021 | 2.165.718 | 0 | 5.139.926 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |||
| 1. Januar 2020 | -500.274 | 0 | -2.167.071 |
| Abschreibungen | -527.084 | 0 | -745.727 |
| Zuschreibungen | 16.353 | 0 | 16.353 |
| Abgänge | 0 | 0 | 27.926 |
| 31. Dezember 2020 | -1.011.004 | 0 | -2.868.518 |
| 1. Januar 2021 | -1.011.004 | 0 | -2.868.518 |
| Abschreibungen | -573.589 | 0 | -817.252 |
| Abgänge | 42.123 | 0 | 42.123 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 59.097 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | -8.372 | 0 | -52.720 |
| 31. Dezember 2021 | -1.550.843 | 0 | -3.637.270 |
| Buchwerte | |||
| 31. Dezember 2020 | 1.063.900 | 0 | 2.103.180 |
| 31. Dezember 2021 | 614.875 | 0 | 1.502.656 |
6.2.9 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.
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| Finanzielle Vermögenswerte | |
|---|---|
| EUR | |
| --- | --- |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| 1. Januar 2020 | 6.882.048 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| 31. Dezember 2020 | 6.882.048 |
| 1. Januar 2021 | 6.882.048 |
| Zugänge | 88.806 |
| Abgänge | -11.131 |
| 31. Dezember 2021 | 6.959.723 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |
| 1. Januar 2020 | 8.364.946 |
| Abschreibungen | -5.383.342 |
| 31. Dezember 2020 | 2.981.604 |
| 1. Januar 2021 | 2.981.604 |
| Abschreibungen | -1.863.092 |
| Zuschreibungen | 2.392 |
| Abgänge | -27.739 |
| 31. Dezember 2021 | 1.093.165 |
| Buchwerte | |
| 31. Dezember 2020 | 9.863.652 |
| 31. Dezember 2021 | 8.052.888 |
6.2.10 Sonstige langfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.
6.3 Angaben zur Konzernbilanz | Passiva
6.3.1 Kurzfristige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.
Die angesetzten Rückstellungen sind der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar:
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| Rückstellungen in TEUR | 01.01.2021 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Zugang Erstkonsolidierung | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prüfungs- und Jahresabschlusskosten | 54 | 52 | 0 | 52 | 12 | 66 |
| Personal / Urlaubsansprüche | 119 | 104 | 4 | 82 | 13 | 106 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 20 | 20 | 0 | 20 | 0 | 20 |
| Sonstige | 1.342 | 1.326 | 15 | 837 | 19 | 855 |
| 1.535 | 1.047 |
6.3.2 Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Darüber hinaus beinhalten die im Geschäftsjahr ausgewiesenen tatsächlichen Steuern auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinszahlungen und Strafen auf Steuernachzahlungen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit).
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| in TEUR | 01.01.2021 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Zugang Erstkonsolidierung | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 152 | 0 | 0 | 1.413 | 351 | 1.916 |
Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG / § 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht, und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Klageverfahren; gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.
6.3.3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
6.3.4 Leasingverbindlichkeiten
Die HAEMATO-Gruppe aktiviert nach IFRS 16 Leasingverträge aus dem Operate Leasing als Nutzungsrechte und schreibt diese über die Laufzeit der Verträge ab. Aus den Leasingzahlungen entstehen Verbindlichkeiten, die abhängig von der Laufzeit in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten zu unterscheiden sind und abgezinst werden.
Die Nutzungsrechte werden in den Sachanlagen abzüglich kumulierter Abschreibung ausgewiesen. Dabei wird der Barwert sämtlicher Leasingzahlungen als Anschaffungskosten zu Grunde gelegt. Leasinggegenstände von geringem Wert und kurzfristiger Dauer werden aufgrund der Anwendungserleichterungen des IFRS 16 nicht bilanziert.
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Nutzungsrecht | 614.875 | 1.063.900 |
| Anzahlung | -6.000 | -1.500 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 296 | 116 |
| Σ Aktivseite | 609.171 | 1.062.515 |
| Verbindlichkeiten | 627.989 | 1.080.606 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 574.464 | 539.340 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 53.525 | 541.266 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | -245 | -368 |
| Σ Passivseite | 627.744 | 1.080.238 |
| Abschreibung | -573.589 | -527.084 |
| Zinsaufwand | -26.743 | -27.279 |
| Σ Gewinn- und Verlustrechnung | -600.332 | -554.363 |
| Leasingaufwand | 599.542 | 551.843 |
| Σ Korrektur Leasingaufwand | 599.542 | 551.843 |
6.3.5 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Krediten und Kontokorrentkrediten, erhaltenen Darlehen und kreditorische Debitoren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 8.000 über einen Sicherheitenpoolvertrag, denen das Warenbestandlager zu Grunde liegt, abgesichert.
6.3.6 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohn- und Umsatzsteuer sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
6.3.7 Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten
Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften, die Finanzinstrumente darstellen. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn HAEMATO von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass dem Kunden diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird.
Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert.
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| 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Rücklieferungsrechte | 920.866 | 1.563.173 |
| Rabattverträge/ Herstellerrabatte | 4.605.797 | 5.418.649 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 5.526.662 | 6.981.822 |
6.3.8 Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
6.3.9 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden
Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und -vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. HAEMATO nimmt eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern vor, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können.
Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
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| • | einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder |
| • | dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft nicht kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2021 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
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| Temporäre Differenzen in TEUR | 31.12.2020 | ergebniswirksam erfasst | erfolgsneutral erfasst | 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|
| Bewertung der immateriellen Vermögenswerte | 59 | -2 | 0 | 57 |
| Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente | 1 | -1 | 0 | 0 |
| Fair Value Bewertung finanzieller Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen | 0 | 25 | 0 | 25 |
| Passive latente Steuern | 60 | 82 |
Die unterschiedlichen gesetzlichen Bewertungsmethoden nach Steuerrecht und Handelsrecht als auch beim Ansatz nach IFRS führen bei der Ermittlung der Rückstellungen zu Abweichungen. Zusammen mit der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenswerte und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag führen diese unterschiedlichen Wertansätze zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0).
Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 %), die sich zum Stichtag auf TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 59) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenswerte aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2021 TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 242) betragen.
6.3.10 Eigenkapital
Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.229.307,00 ist eingeteilt in 5.229.307 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00
Im Jahr 2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 6,75 Mio. durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu EUR 2,0 Mio. aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu EUR 4,75 Mio. aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben; es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis belief sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4,6 Mio. durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu EUR 1,1 Mio. aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu EUR 3,5 Mio. aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.
Im 2. Quartal 2017 wurde durch Ausgabe von 1.201.102 neuer Stückaktien im Nennwert von EUR 1,00 das Grundkapital auf EUR 21.980.000 erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 6,20 ausgegeben. Das Agio wurde in Höhe von EUR 6,25 Mio. vollständig in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die HAEMATO AG hat mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 26.09.2017 alle von der Gesellschaft ausgegebenen Genussscheine (ISIN: DE000A0EQVT2/WKN: A0EQVT) gem. § 3 Abs. 1 der Genussscheinbedingungen in der Fassung der Beschlussfassung der Gläubigerversammlung vom 21. Dezember 2009 zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Die Gesellschaft machte gemäß § 3 Abs. (2) der Genussscheinbedingungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Genussscheininhabern anstelle des Rückzahlungsbetrags Aktien der HAEMATO AG zu gewähren. Dazu wurden im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 9.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/1) im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154 ausgegeben. Das Grundkapital betrug danach EUR 22.867.154.
Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juli 2020 wurde das Grundkapital im Verhältnis 10:1 herabgesetzt. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug danach EUR 2.286.715 und ist eingeteilt in 2.286.715 Stückaktien.
Gemäß dem Beschluss des Aufsichtsrats vom 15. Dezember 2020 wurde das Grundkapital der HAEMATO AG um EUR 2.467.201 auf EUR 4.753.916 erhöht. Hierzu wurden 2.467.201 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von EUR 1,00 ausgegeben. Die Erhöhung des Grundkapitals erfolgt im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung. Hierzu werden gemäß notariellem Geschäftsanteilseinbringungs- und Übertragungsvertrag 100 % der Anteile an der M1 Aesthetics GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übertragen. Die M1 Kliniken AG zeichnet im Gegenzug die zum Zweck des Erwerbs ausgegebenen Anteile.
Durch Beschluss des Vorstands vom 24.03.2021 wurde das Grundkapital der HAEMATO durch eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 475.391 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien um EUR 475.391 erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Ausgabereis von EUR 31,00 je neuer Aktien und damit zu einem Gesamtausgabepreis von EUR 14.737.121 ausgegeben.
Genehmigtes Kapital
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2023 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von insgesamt noch bis zu 8.047.408 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu EUR 8.047.408 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I).
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13.07.2021 um bis zu EUR 2.614.653 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 2.614.653 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021).
Erworbene eigene Anteile
Die Gesellschaft hielt zum Zeitpunkt der Rückzahlung in 2018 1.030 Stück der gekündigten Genussscheine. Durch Rückzahlung in Form von Aktien erhielt die HAEMATO AG 17.201 eigene Aktien. Das Agio in Höhe von TEUR 85,8 aus der Wandlung der Genussscheine wurde in die Kapitalrücklage für eigene Anteile eingestellt.
Nach der Kapitalmaßnahme aus Juli 2020 belaufen sich die erworbenen eigenen Aktien auf 1.719. Im gleichen Schritt erhöht sich die Kapitalrücklage der eigenen Anteile auf TEUR 101,3.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
6.3.11 Eventualverbindlichkeiten
Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über EUR 3 Mio. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen.
Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.
6.4 Angaben zur Gesamtergebnisrechnung
Grundsätze der Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diese erlangt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Produkten erlangt. In der Regel erfolgt der Übergang der Verfügungsgewalt im Zeitpunkt der Übergabe der Ware an das Versandunternehmen.
Grundsätzlich erfolgt die Zahlung aus dem Verkauf von Arzneimitteln durch den Kunden, wenn dieser die Verfügungsgewalt über diese erlangt.
Segmentberichterstattung nach IFRS 8
IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.
Der HAEMATO-Konzern ist nach Übernahme der M1 Aesthetics GmbH erstmalig in zwei Geschäftssegmenten und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig. Die Geschäftssegmente sind im Wesentlichen in die Segmente Pharma und Lifestyle/Medizinprodukte/Diagnostik zu trennen. Die nachfolgende Aufstellung beinhaltet die konsolidierten Umsätze.
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| Segment | Lifestyle und Aesthetics in TEUR | Specialty Pharma in TEUR |
|---|---|---|
| Umsatz | 65.148 | 219.895 |
| Rohergebnis | 21.960 | 8.771 |
| Rohmarge | 33,7 % | 4,0 % |
Produkte und Dienstleistungen
Sämtliche Arzneimittel, die nicht dem Selbstzahlermarkt unterliegen und über die Krankenkasse zur Abrechnung kommen, wurden dem Bereich Specialty Pharma zugeordnet. Hierbei handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente und Wirkstoffe, die als Großhandel und als Parallelimport vertrieben werden. Dem Bereich Lifestyle und Aesthetics sind neben den für den Selbstzahlermarkt relevanten Produkten zur Anwendung bei Schönheitsbehandlungen auch Produkte und Dienstleistungen der Diagnostik sowie Kosmetikprodukte zuzuordnen. Auch Produkte, welche in der ästhetischen Medizin Verwendung finden und über Krankenkassen abgerechnet werden, wurden diesen Segment zugeordnet. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten umlagefähigen Kosten sind beiden Segmenten zuzuordnen und aufgrund der Komplexität und der Vermischung der Aufgabengebiete im Konzern nicht voneinander zu lösen. Eine Segmentierung im Kostenbereich ist nicht wirtschaftlich sinnvoll aufzugliedern.
Geografische Informationen
Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.
Wesentliche Kunden
Kein einziger externer Kunde hat im Geschäftsjahr 2021 jeweils 10 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen. Bezogen auf das Segment Lifestyle und Aesthetics wurden TEUR 10.154 Umsatz mit einem Kunden erzielt. Dies entspricht 16,4 % des externen Segmentumsatzes.
Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.
6.4.1 Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten. In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen enthalten, die aufgrund von Herstellerrabatten und vertraglichen Rabatten mit Krankenkassen resultieren. Diese Erlösschmälerungen werden im Zuge einer vernünftig kaufmännischen Schätzung als Rückstellung erfasst. In 2021 sind Aufwendungen aus früheren Berichtsperioden in Höhe von TEUR 2.133 enthalten, die in Rückstellungen aus früheren Jahren nicht berücksichtigt wurden.
6.4.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 458 (Vorjahr: TEUR 488). Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung, Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen sowie Sachbezüge von Arbeitnehmern.
6.4.3 Materialaufwand
Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln, Produkten zur Anwendung bei Schönheitsbehandlungen und der Diagnostik sowie von Kosmetikprodukten entstanden sind.
6.4.4 Personalaufwand
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2021 enthaltene Personalaufwand beträgt TEUR 7.503 (Vorjahr: TEUR 6.845). Bereinigt um die Personalaufwendungen aus dem Bereich der zum 01.01.2021 erstmalig konsolidierten M1 Aesthetics GmbH, beläuft sich der Personalaufwand 2021 auf TEUR 7.062.
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| 31.12.2021 in EUR | 31.12.2020 in EUR | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -6.435.610 | -5.749.559 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.067.418 | -1.095.340 |
| Personalaufwand | -7.503.028 | -6.844.899 |
6.4.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 11.050 (Vorjahr: TEUR 8.015) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe-und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten. Die zum 01.01.2021 erstmalig konsolidierte M1 Aesthetics GmbH trägt mit TEUR 2.375 zu diesen Kosten bei.
6.4.6 Abschreibungen
Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.474 (Vorjahr: TEUR 1.688). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
6.4.7 Erträge aus Beteiligungen
Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Dividenden.
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| Erträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten in TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| erhaltene Dividendenerträge | 1 | 1 |
6.4.8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus Zinserträgen von festverzinslichen Wertpapieren.
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| TEUR | Zinserträge 2021 | Zinserträge 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus gewährten Krediten und Forderungen | 0 | 4 |
| Erträge aus Zinsen von festverzinslichen Wertpapieren | 358 | 0 |
6.4.9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um die Abzinsung der Nutzungsrechte von Leasingverbindlichkeiten. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 423 (Vorjahr: TEUR 803) belaufen, entfallen TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27) auf die Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten.
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| TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Zinsen aus Nutzungsrechten | -27 | -27 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten | -396 | -776 |
| Nettoergebnis | -423 | -803 |
6.4.10 Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
Die in den finanziellen Vermögenswerten gehaltenen Finanzanlagen werden zum Stichtag "at fair value through profit or loss" bewertet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden diese Beteiligungen mit (saldiert) TEUR 1.861 niedriger bewertet. Dabei handelt es sich um die nicht realisierten Gewinne / Verluste aus der Fair Value Bewertung der Beteiligungen zum Stichtag.
6.4.11 Erträge aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten
Bei den Erträgen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um die realisierten Gewinne aus dem Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren.
6.4.12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt.
Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:
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| TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Steueraufwand der laufenden Periode | -2.416 | -412 |
| Steueraufwand der früheren Periode | -304 | 0 |
| Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden | -103 | 0 |
| Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden | 0 | 143 |
| Gesamt | -2.823 | -269 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung des anzuwendenden Effektivsteuersatzes in Höhe von derzeit 24,225 %.
Der ausgewiesene Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %) unter Anwendung des aktuell gültigen Gewerbesteuerhebesatzes für die Gemeinde Schönefeld.
6.4.13 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.
Der gewichtete Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien ermittelt sich wie folgt:
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| Zeitraum | Anzahl Stammaktien | Gewichtung | Gewichteter Anteil |
|---|---|---|---|
| 1. Januar - 28. Juli 2020 | 22.867.154 | Gem. Beschluss der Hauptversammlung erfolgte die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 10:1 | |
| 1. Januar - 16. Dezember 2020 | 2.286.715 | 351/366 | 2.192.997 |
| 17. Dezember - 31. Dezember 2020 | 4.753.916 | 15/366 | 194.832 |
| 2.387.829 | |||
| 1. Januar - 13. April 2021 | 4.753.916 | 103/365 | 1.341.516 |
| 14. April - 31. Dezember 2021 | 5.229.307 | 262/365 | 3.753.640 |
| 5.095.156 |
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| EUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss | 6.862.241 | -4.830.798 |
| Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 5.095.156 | 2.387.829 |
| Ergebnis je Aktie | 1,35 | -2,02 |
6.5 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Der Zahlungsmittelbestand enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 25.605 (Vorjahr: TEUR 7.542).
6.6 Sonstige Angaben
6.6.1 Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstand
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| Familienname | Vorname | Vertretungsbefugnis | Beruf | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Kracht | Daniel | Gemeinsam vertretungsberechtigt | Kaufmann | Bis 28.02.2021 |
| Brenske | Patrick | Alleinvertretungsberechtigt | Kaufmann |
Aufsichtsrat
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| Familienname | Vorname | Funktion | Beruf | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Grosse | Andrea | Vorsitzende | Rechtsanwältin | |
| Prof. Dr. Dr. Meck | Sabine | Stellvertretender Vorsitzender | Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin | |
| Dr. Braun | Marion | Mitglied | Ärtzin | Bis 15.02.2021 |
| Zimdars | Uwe | Mitglied | Unternehmensberater | Ab 09.03.2021 |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 45).
6.6.2 Mitarbeiterzahl
In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 150 Arbeitnehmer (Vorjahr: 169 Arbeitnehmer) beschäftigt. Hierbei enthalten sind 14 Arbeitnehmer von der zum 01.01.2021 erstmalig konsolidierten Tochtergesellschaft M1 Aesthetics GmbH.
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| Gewerbliche Mitarbeiter | Angestellte | davon leitende Angestellte | Summe |
|---|---|---|---|
| 63 | 87 | 14 | 150 |
6.6.3 Finanzinstrumente
Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten für die jeweiligen Klassen der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2021 nach IFRS 9.
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikatoren für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Nachfolgende Methoden und Prämissen wurden dabei zugrunde gelegt.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die Marktwertermittlung der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird ebenfalls unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
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| 31.12.2021 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 54.194.772 | 54.194.772 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 25.604.511 | 25.604.511 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.563.107 | 14.563.107 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.974.266 | 5.974.266 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.902.514 | 3.902.514 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 8.052.888 | 8.052.888 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 8.052.888 | 8.052.888 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -26.811.748 | -26.811.748 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -12.224.178 | -12.224.178 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -14.587.571 | -14.587.571 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -14.587.571 | -14.587.571 |
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| 31.12.2020 | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 34.369.455 | 34.369.455 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.541.941 | 7.541.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.214.310 | 14.214.310 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.749.552 | 2.749.552 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.749.552 | 2.749.552 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.863.652 | 9.863.652 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.863.652 | 9.863.652 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -31.335.047 | -31.335.047 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -13.027.575 | -13.027.575 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -18.307.472 | -18.307.472 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -18.307.472 | -18.307.472 |
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Nettoerträgen / Nettoverlusten aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:
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| Erträge Kategorie in TEUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 479 | 4 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (saldiert) | -1.861 | -5.383 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -423 | -803 |
Die Erträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen erhaltene Zinsen.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente beinhalten im Wesentlichen Erträge bzw. Verluste aus der Bewertung dieser Instrumente.
Die Aufwendungen (Abschreibungen) aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von (saldiert) TEUR 1.861 (Vorjahr: TEUR 5.383) ergeben sich im Wesentlichen aus der Stichtagsbewertung der durch die HAEMATO AG gehaltenen Aktien der M1 Kliniken AG (1.063.547 Aktien). Die M1-Aktien wurden der HAEMATO AG vor Börsengang der M1 Kliniken AG im Jahr 2015 übertragen und betreffen eine Abgeltung des bei der Gründung der M1 entstandenen Aufwandes sowie erzeugten unternehmerischen Wertes.
Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen für die kurz- und langfristigen Betriebsmittelkredite.
6.6.4 Management von Finanzrisiken
Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren. Daneben ist die HAEMATO-Gruppe Marktpreisrisiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen; hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben. Der Konzern unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus dem operativen Geschäft (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts einhergehen. Sofern diese Finanzrisiken eintreten, wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns negativ beeinflusst.
Die Leitlinien, die den Risikomanagementprozessen für die Finanzrisiken des Konzerns zugrunde liegen, sind darauf ausgerichtet, dass die Risiken konzernweit identifiziert und analysiert werden. Ferner zielen sie auf eine geeignete Begrenzung und Kontrolle der Risiken ab sowie auf deren Überwachung mithilfe verlässlicher und moderner Verwaltungs- und Informationssysteme. Die Leitlinien sowie die Systeme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktentwicklungen angepasst. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken.
Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen, entsprechen deren Buchwerten (ohne Berücksichtigung gegebenenfalls vorhandener Kreditsicherheiten). Die maximale Risikoposition entspricht in diesen Fällen den erwarteten künftigen Auszahlungen.
Liquide Mittel
Die liquiden Mittel des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die liquiden Mittel werden vorwiegend bei Finanzinstituten mit hoher Bonität innerhalb Deutschlands gehalten. Die Limits und ihre Ausnutzungen werden laufend überprüft. Damit unterliegen die liquiden Mittel keinem wesentlichen Kreditrisiko.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus den Verkaufsaktivitäten von Arzneimitteln sowie Produkten für ästhetische Behandlungen und zur Diagnostik. Das Kreditrisiko beinhaltet das Ausfallrisiko der Kunden, zu denen unter anderem pharmazeutische Großhändler, Hersteller, Apotheken, Klinikapotheken und Kliniken sowie Behandlungszentren gehören. Um Kreditrisiken zu identifizieren, prüft HAEMATO die Bonität von Kunden. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch verschiedene Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z. B. den Eigentumsvorbehalt sowie Kundenanzahlungen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zudem erfolgt eine Steuerung ergänzend durch eine Vorhaltung von ausreichend liquiden Mitteln und Kreditlinien bei Banken.
In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (nicht diskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2020 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt.
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2021 | Cashflow bis 1 Jahr | Cashflow >1 Jahr bis 5 Jahre | Cashflow >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 14.533 | 14.533 | 0 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 12.278 | 12.278 | 0 | 0 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2020 | Cashflow bis 1 Jahr | Cashflow > 1 Jahr bis 5 Jahre | Cashflow >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 18.100 | 18.100 | 0 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 13.235 | 13.235 | 0 | 0 |
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 12.224 (Vorjahr: TEUR 13.028) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 208) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2021 die in Anspruch genommenen Betriebsmittellinien.
Zinsänderungsrisiko
Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2021 beliefen sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 14.533 (Vorjahr: TEUR 18.100). Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen, welche zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:
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| Inanspruchnahme in TEUR | Konditionen | |
|---|---|---|
| Darlehen über TEUR 6.900 | 6.533 | 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 1,00 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 5.000 | 4.000 | 2,90 % p.a. auf EONIA |
| Darlehen über TEUR 9.000 | 4.000 | Nach Vereinbarung z. Zt. 2,25 % p.a. EURIBOR |
Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 14.533 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 145. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 145. Das Risiko der Zinsänderung reduziert sich bei den genannten Darlehen jedoch auch deswegen, da die Darlehen keine feste Laufzeit über einen Monat haben und jederzeit zurückgezahlt werden können.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.
Wechselkursrisiko
Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie nachfolgend tabellarisch dargestellt.
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| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2021 | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungen der Länder | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Hongkong/China (USD) | 0,0 | 0,0 | 12.501,7 | 0,0 |
| Norwegen (NOK) | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 193,5 |
| Großbritannien (GBP) | 1,8 | 0,4 | 0,0 | 772,7 |
| Tschechische Republik (CZK) | 0,0 | 0,3 | 0,0 | 0,0 |
| Polen (PLN) | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Rumänien (RON) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Dänemark (DKK) | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Sonstige Preisrisiken
Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.
6.6.5 Honorare des Abschlussprüfers
Die Aktionäre der HAEMATO AG haben in der Hauptversammlung am 13. Juli 2021 den Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff zum Abschlussprüfer gewählt.
Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse sowie alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen, der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der projektbegleitenden rechnungslegungsbezogenen IT- und Prozessprüfungen.
Steuerberatungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht. Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2021 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 62 gebildet.
6.6.6 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der MPH Health Care AG gehören, in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (6.6.1). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.
Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
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| Forderungen / Verbindlichkeiten an / gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen an nahestehende Rechtspersonen | 1.875 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Rechtspersonen | 165 | 2 |
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| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 2.500 | 1.151 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 1.324 | 9.910 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | 138 |
6.6.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Wirkung zum 01.04.2022 wird Herr Attila Strauss in den Vorstand der HAEMATO AG berufen. Er ist bereits seit dem 01.05.2021 als Chief Operating Officer bei der HAEMATO PHARM GmbH tätig und seit 01.10.2021 auch Geschäftsführer der Gesellschaft.
Weitere besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Schönefeld, den 11. März 2022
Patrick Brenske, Vorstand
6.6.8 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und dem Lagebericht 2021 der HAEMATO AG unter dem Datum 25. April 2022 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An den Aufsichtsrat der HAEMATO AG, Schönefeld:
Prüfungsurteile
Ich habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der HAEMATO AG - bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.2021, Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021, Konzernanhang (notes) für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 sowie den Konzernlagebericht geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| • | entspricht der beigefügte Konzern-Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern-Lagebericht in Einklang mit dem Konzern-Jahresabschluss, entspricht den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
| • | Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. |
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den Konzern-Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Jahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus:
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| • | identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzern-Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzern-Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | beurteile ich den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzern-Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| • | führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen." |
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, den 25. April 2022
Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer