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Haemato AG Audit Report / Information 2015

Jun 20, 2016

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Audit Report / Information

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Kennzahlen der HAEMATO AG Konzernabschluss im Überblick

Kennzahlen HAEMATO AG Einzelabschluss nach HGB (in TEUR)

Geschäftsjahr 2015 Geschäftsjahr 2014
Bilanzsumme 61.862 58.792
Eigenkapital 48.905 52.776
Umsatzerlöse 5 1.120
EBIT 2.839 564
Jahresüberschuss 2.363 300
Bilanzgewinn 15.248 19.119

Kennzahlen HAEMATO-Gruppe Konzernabschluss nach IFRS (in TEUR)

Geschäftsjahr 2015 Geschäftsjahr 2014
Bilanzsumme 106.989 101.701
Eigenkapital 58.289 58.983
Umsatzerlöse 229.727 202.674
EBIT 8.223 8.233
Jahresüberschuss 5.540 6.978
Bilanzgewinn 24.646 25.340

Vermögenslage HAEMATO-Gruppe nach IFRS (in TEUR)

Geschäftsjahr 2015 Geschäftsjahr 2014
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 52.860 51.559
Langfristige Vermögenswerte 54.129 50.142
Summe Aktiva 106.989 101.701
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten 35.588 25.663
Langfristige Verbindlichkeiten 13.112 17.056
Eigenkapital 58.289 58.983
Summe Passiva 106.989 101.701

Inhalt

f Brief an die Aktionäre 2
f Bericht des Aufsichtsrates 3
f Zusammengefasster Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns 7
I. Grundlagen des Unternehmens 8
1. Geschäftsmodell des Unternehmens 8
2. Forschung und Entwicklung 8
II. Wirtschaftsbericht 9
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 9
2. Geschäftsverlauf 15
3. Lage 16
4. Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS) 18
III. Nachtragsbericht 18
IV. Prognosebericht 18
V. Risikobericht 18
VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 20
VII. Bericht über Zweigniederlassungen 20
VIII. Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG 20
f Konzernabschluss 21
f Konzernanhang 29
f Weitere Informationen 49

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2015 konnten wir ein Umsatzwachstum von 13 % auf 229,7 Mio. Euro verzeichnen. Das EBIT erreichte mit 8,2 Mio. Euro das Vorjahresniveau.

Die getätigten Investitionen in den Produktions- und Lagerausbau waren wichtig für die Realisierung eines höheren Warenumschlages.

Der Wareneinsatz stieg allerdings von 91,9 % im Jahr 2014 auf 93,3 % im Jahr 2015.

Unser Ziel ist es, im Jahr 2016 Umsatzwachstum und eine Steigerung in der Rohmarge zu erzielen.

Unter der Marke HAEMATO MED arbeiten wir am Aufbau eines Sortiments an Medizinprodukten, die im Lifestyle-Beauty-Segment

ohne gesetzliche Rabatte vermarktet werden können und dadurch Investitionen attraktiv erscheinen lassen.

Ich danke an dieser Stelle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr erneut hohes Engagement, welches die Erzielung der erläuterten Resultate in einem wettbewerbsintensiven Umfeld ermöglichte.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates danke ich für die gute Zusammenarbeit.

Für das Geschäftsjahr 2016 bin ich zuversichtlich hinsichtlich eines Wachstums von Umsatz und Gewinn des HAEMATO-Konzerns.

Dr. Christian Pahl Vorstand

April 2016

Bericht des Aufsichtsrates

1.Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich, zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.

2.Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2015 sechs ordentliche Sitzungen ab, davon vier im ersten Halbjahr und zwei im zweiten Halbjahr (24.03., 21.04., 08.06., 24.06., 10.11., 15.12.). Alle Sitzungen waren beschlussfähig.

Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:

  • die Lage des Unternehmens
  • die strategische Entwicklung und deren operative Umsetzung
  • die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation
  • die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung
  • der Geschäftsbericht sowie der Zwischenbericht des Konzerns vor deren jeweiliger Publikation

Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.

3.Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31.12.2015 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Gieron & Partner GmbH, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 19.04.2016 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 19.04.2016 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernanschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 19.04.2016 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 19.04.2016 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen.

4.Abhängigkeitsbericht

Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2015 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.

Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Gieron & Partner GmbH, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Gieron & Partner GmbH, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde mit Datum 16.03.2016 gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt.

In der Bilanzsitzung am 19.04.2016 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 19.04.2016 zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 19.04.2016 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.

5.Besetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellv. Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen.

6.Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Christian Pahl für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe im Jahr 2015.

Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Berlin, den 19. April 2016

Andrea Grosse (Vorsitzende des Aufsichtsrates)

Zusammengefasster Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns

I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens 8
2. Forschung und Entwicklung 8
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 9
a. Globales wirtschaftliches Umfeld 9
b. Wirtschaftliches Umfeld Deutschland 10
c. Globaler Pharmamarkt 11
d. Pharmamarkt Deutschland 12
e. Generikamarkt 13
f. EU-Importarzneimittel 14
2. Geschäftsverlauf 15
3. Lage 16
a. Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) 16
b. Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) 16
c. Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) 17
d. Ertragslage der HAEMATO AG (HGB) 17
e. Finanzlage der HAEMATO AG (HGB) 17
f. Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB) 17
4. Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS) 18
III. Nachtragsbericht 18
IV. Prognosebericht 18
V. Risikobericht 18
1. Risikobericht 18
a. Branchenspezifische Risiken 18
b. Ertragsorientierte Risiken 18
c. Finanzwirtschaftliche Risiken 19
d. Risikomanagementsystem 19
2. Chancenbericht 19
3. Gesamtaussage 19
VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten 20
VII. Bericht über Zweigniederlassungen 20
VIII. Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG 20

Zusammengefasster Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel. Schwerpunkte bilden Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Produktportfolio um Botulinumtoxin und Hyaluronsäure für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken.

2. Forschung und Entwicklung

Wir führen nach wie vor keine Forschung und Entwicklung durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

a. Globales wirtschaftliches Umfeld

Nachdem sich die Weltproduktion im zweiten Halbjahr 2014 etwas dynamischer entwickelt hatte, verringerte sich das Expansionstempo im vergangenen Jahr wieder. Die Entwicklung des globalen Bruttoinlandsprodukts schwächte sich in den ersten drei Quartalen 2015 mit Raten von nur jeweils 0,7 % ab. Insgesamt ist die Weltproduktion laut ersten Prognosen des Instituts für Weltwirtschaft in 2015 mit einer Rate von 3,1 % expandiert und weist damit den geringsten Anstieg seit dem Krisenjahr 2009 auf.1

Insbesondere die Wirtschaft in den Schwellenländern entwickelte sich nach wie vor schwach. Im ersten Halbjahr trübte sich die Konjunktur merklich ein. Die Rezession in Russland und Brasilien verschärfte sich und die Expansion in China verlangsamte sich spürbar. Insgesamt scheint sich die Lage in Russland und China zwar etwas zu stabilisieren. In Lateinamerika bleibt die wirtschaftliche Situation jedoch unverändert schlecht.2

Dagegen konnten die Industrienationen weiterhin moderat expandieren. Jedoch fällt die konjunkturelle Dynamik nach wie vor sehr heterogen aus. So entwickelte sich die Wirtschaft in den USA in 2015 weiterhin positiv. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,5 %3 zu und die Arbeitslosenquote sank auf unter 5 %. Im Euroraum expandierte die Wirtschaft in einem moderaten Tempo. Insgesamt bleibt die konjunkturelle Dynamik hier jedoch gedämpft. Die Arbeitslosenquote verzeichnet zwar rückläufige Tendenzen, dennoch ist sie weiterhin hoch.4

Laut dem jüngsten Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft wird die globale Wirtschaft in den kommenden beiden Jahren nur in geringem Tempo wachsen. So soll die Weltproduktion in 2016 um 3,4 % und in 2017 um 3,8 % steigen. Dabei setzt sich der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, infolge der weiterhin expansiven Geldpolitik, langsam steigenden Löhnen sowie den positiven Auswirkungen des niedrigen Ölpreises, mit etwas erhöhter Dynamik fort. Dagegen werden die niedrigen Rohstoffpreise und strukturelle Probleme weiterhin eine dämpfende Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern haben.5

b. Wirtschaftliches Umfeld Deutschland

Die deutsche Wirtschaft knüpfte auch in 2015 an ihren stabilen Wachstumskurs der letzten Jahre an. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes legte das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,7 % zu. Damit lag das Wirtschaftswachstum, wie auch im Jahr 2014, über dem Durchschnittswert der letzten Dekade von 1,3 %.6

Wachstumstreiber bildete in 2015 wie auch in den Jahren zuvor der inländische Konsum. Dieser konnte im vergangenen Jahr um 2,1 % zulegen. Dazu trugen sowohl die Ausgaben des Staates mit einem Wachstum von 2,8 % als auch die privaten Konsumausgaben mit einem preisbereinigten Anstieg von 1,9 % bei.7 Vor allem der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend des deutschen Arbeitsmarktes, gestiegene Arbeitnehmerentgelte und die daraus resultierenden gestiegenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte waren ausschlaggebend für den Zuwachs des privaten Konsums.8

Durch vermehrte Investitionen in Ausrüstungen, wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge von Unternehmen und Staat lieferten auch die Bruttoanlageinvestitionen mit einem Zuwachs von 1,7 % positive Impulse zur Entwicklung des Bruttoninlandsprodukts.9 Auch der Außenhandel entwickelte sich ungeachtet des weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds nach wie vor dynamisch. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen in 2015 preisbereinigt um 5,4 %. Da die Importe jedoch mit 5,7 % in ähnlichem Umfang zulegten, trug der Außenhandel nur mit 0,2 % zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes bei.10

Für die kommenden Quartale rechnet das Institut für Weltwirtschaft mit einem spürbar dynamischeren Expansionstempo der deutschen Wirtschaft. Getragen von den starken realen Einkommensanstiegen der privaten Haushalte bleibt der private Konsum auch weiterhin Wachstumstreiber des Aufschwungs. Zudem wird der Export durch die Abwertung des Euro gestützt und die investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen werden sich positiv auf ein kräftigeres Wachstum der Anlageinvestitionen auswirken. Das Institut für Weltwirtschaft geht von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % im Jahr 2016 und von 2,3 % im Jahr 2017.11

Verfügbares Einkommen privater Haushalte

Veränderungsrate in Prozent

Quelle: Statistisches Bundesamt.

c. Globaler Pharmamarkt

Neue innovative Medikamente sowie individualisierte Therapien in den Industrienationen und ein verbesserter Zugang zu medizinischer Versorgung in den Schwellenländern führen weiterhin weltweit zu einem Wachstum des Pharmamarktes. In 2020 wird ein größerer Teil der Weltbevölkerung Zugang zu Medizin haben als jemals zuvor und über 50 % der Weltbevölkerung werden mehr als eine Tagesdosis einnehmen.12

Im Jahr 2014 wuchs der weltweite Umsatz mit Arzneimitteln um 6,4 % auf 1.057 Mrd. US-Dollar (846 Mrd. Euro). Damit hat der globale Pharmamarkt wieder etwas mehr an Dynamik gewonnen, denn noch in 2013 betrug das Umsatzwachstum nur 2,4 %.13

Wie auch in den Vorjahren wurden auch in 2014 70 % des gesamten Umsatzes von Nordamerika, Europa und Japan generiert. Dabei konnte der Umsatz in Nordamerika um 12 % zulegen. In Europa wuchs der Pharmamarkt um 4 %.14 Absolut betrachtet stellen Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien die größten Märkte in Europa. Nach wie vor entwickeln sich die Arzneimittelmärkte in den europäischen Ländern allerdings unterschiedlich und zeigen mitunter weiterhin eine angespannte Situation. So weisen Griechenland und Portugal wie auch im Jahr 2013 negative Wachstumsraten auf, und auch die Arzneimittelumsätze in Irland und Luxemburg waren rückläufig. Dagegen erfuhren in 2014 Großbritannien mit 8 % und Deutschland mit 7 % die größten Zuwächse.15

Der globale Pharmamarkt wird sich auch in Zukunft weiterhin positiv entwickeln. Einer aktuellen Studie von IMS Health über den globalen Pharmamarkt zufolge steigen die Ausgaben für Arzneimittel bis 2020 weltweit auf rund 1,4 Billionen US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 29 bis 30 % im Vergleich zu 2015.16 Dieser Anstieg der Ausgaben wird zum einen von einem signifikanten Zuwachs des Arzneimittelvolumens in den so genannten Pharmerging Markets wie China, Brasilien, Russland, Indien oder Argentinien getragen, das sich vor allem aus nicht-originalen Medikamenten, Generika und OTC-Präparaten zusammensetzt. Zum anderen tragen die Industrienationen mit ihrem vermehrten Einsatz von Originalpräparaten und Spezialmedikamenten zu dem starken Anstieg der Ausgaben bis 2020 bei.17

Für die EU-5-Staaten prognostiziert IMS Health bis 2020 im Durchschnitt ein jährliches Ausgabenwachstum zwischen 4 und 7 %. Infolge der vermehrten Einführung von Spezialmedikamenten stellt sich hier vor allem Deutschland als Wachstumstreiber heraus. Dagegen werden andere europäische Länder wie Spanien, Italien oder Frankreich weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sein und sich nur langsam erholen.18

TOP Pharmamärkte weltweit nach Umsatz

in Mio. Euro

d. Pharmamarkt Deutschland

Deutschland zählt zu den wachstumsstärksten Pharmamärkten innerhalb Europas, aber auch weltweit. Innovative Therapien, die demografische Entwicklung, die von einer strukturellen Verschiebung der Bevölkerung hin zu mehr älteren und multimorbiden Menschen gekennzeichnet ist, sowie die Zunahme lebensstilbedingter Erkrankungen19 aber auch das Bedürfnis nach mehr Lebensqualität lassen die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten steigen.20

In den ersten elf Monaten des Jahres 2015 stieg der Umsatz im Pharma-Gesamtmarkt um 5,7 % auf 34,7 Mrd. Euro (Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens ohne Berücksichtigung von Rabatten jeglicher Art). Der Absatz nach Zähleinheiten wächst um 2,3 % auf 86,5 Mrd. Einheiten.21

Das größte Wachstum zwischen Januar und November 2015 erfuhr der Apothekenmarkt, der mit 82 % den Pharma-Gesamtmarkt dominiert, und auch den Großteil der Kundenstruktur der HAE-MATO ausmacht. Der Umsatz im Apothekenmarkt konnte um 6,2 % auf 28,7 Mrd. zulegen. Der Absatz stieg auf 1,4 Mrd. Packungen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,6 %.22

Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Medikamenten im Apothekenmarkt stiegt in den ersten elf Monaten um 6,2 % auf 24,5 Mrd. Euro.23 Die führende Arzneimittelgruppe im Apothekenmarkt stellen Anti-TNF-Präparate, die zur Therapie von diversen Autoimmunerkrankungen wie Rheuma eingesetzt werden. Das größte Wachstum erreichen mit einem Plus von 108,6 % allerdings die antiviralen Mittel, exklusive HIV. Dieser starke Zuwachs ist vor allem auf Neueinführungen zur Hepatitis-C-Therapie zurückzuführen. Zweistelliges Wachstum erfuhren aber auch verschiedene Krebstherapeutika. Insgesamt wuchsen die zehn führenden Arzneimittelgruppen überdurchschnittlich um 16,6 %.24

Nachdem in 2014 infolge der Reduktion des Herstellerzwangsrabattes die Herstellerabschläge gegenüber den Krankenkassen (gesetzlich und privat) gesunken waren, sind diese in den ersten elf Monaten 2015 wieder um 19,2 % auf insgesamt 2,6 Mrd. Euro gestiegen. Allerdings betrug der Herstellerzwangsrabatt in den ersten drei Monaten 2014 noch 6 % und lag damit 1 % unter dem Rabattsatz dieses Jahres.25

Laut dem IMS Health Institut werden die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland in den kommenden fünf Jahren auf 52 bis 62 Mrd. US-Dollar steigen und damit das stärkste Wachstum in Europa erfahren. Wachstumstreiber bleiben Spezialtherapeutika, wobei auch Generika zur Eindämmung des Kostenanstiegs weiterhin eine große Rolle spielen werden.26 Unter diesen Marktgegebenheiten sehen wir die HAEMATO AG auch für die Zukunft gut gerüstet, um weiter erfolgreich zu agieren.

e. Generikamarkt

In der Europäischen Union, in der belastete Gesundheitssysteme einer immer höheren Nachfrage einer alternden Gesellschaft gegenüberstehen, spielten und spielen Generika eine signifikante Rolle in der Kostenkontrolle. Der verstärkte Wettbewerb durch den Markteintritt von Generika senkt die Kosten für patentfreie Arzneimittel (Originalpräparate mit abgelaufenem Patentschutz und Generika) um 61 % verglichen mit den Kosten während des Patentschutzes. In 2014 konnten dadurch in der EU geschätzte 100 Mrd. Euro eingespart werden. Zudem tragen Generika erheblich zu einem verbesserten Zugang zu Medikamenten verschiedener Therapiegebiete in unterschiedlichen Ländern bei.27

Auch in Deutschland nimmt die Bedeutung von Generika, durch mögliche Einsparungen von Therapiekosten immer weiter zu. Generika decken 76 % des Arzneimittelbedarfs der Gesetzlichen Krankenversicherung.28 Allein im Zeitraum Januar bis November 2015 stieg der Generikaumsatz auf 4,6 Mrd. Euro (Herstellerabgabepreise). Dies entspricht einem Anstieg von 5,9 %.29 Der Absatz konnte um 2,8 % gesteigert werden.30

Durch den Einsatz von Generika konnte die Gesetzliche Krankenversicherung in den ersten elf Monaten 2015 12,90 Mrd. Euro einsparen. Laut den jüngsten Hochrechnungen des Branchenverbandes ProGenerika werden sich die Einsparungen der Gesetzlichen Krankenversicherung im gesamten Jahr 2015 auf 14,08 Mrd. Euro belaufen. Allerdings wäre in 2015 ein zusätzliches Einsparpotential durch die Ausschöpfung des gesamten generikafähigen Marktes von 2,67 Mrd. Euro realisierbar gewesen, so dass sich das gesamte mögliche Einsparvolumen für das vergangene Jahr auf insgesamt 16,75 Mrd. Euro beziffert.31

Entwicklung des Generikaanteils an GKV-Verordnungen in %

Quelle: Pro Generika

f. EU-Importarzneimittel

Neben Generika sind auch EU-Importarzneimittel wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Arzneimittelversorgung. Aus diesem Grund wird der EU-Import von Arzneimitteln auch gesetzlich gefördert. So sind Apotheken zur Abgabe eines preiswerten Imports verpflichtet, wenn dieses mindestens 15 Euro oder 15 % preiswerter als das Originalpräparat ist. Zudem müssen Apotheken 5 % ihrer Verkäufe durch EU-Importarzneimittel abdecken.32

Im Gegensatz zu Generika handelt es sich bei Importarzneimitteln um identische Präparate des Originalherstellers. In der Regel sind dies Medikamente, die noch dem Patentschutz unterliegen. Diese werden von Arzneimittelimporteuren, wie der HAE-MATO-Gruppe, unter Ausnutzung unterschiedlicher Preisniveaus in einem EU-Land kostengünstig eingekauft und in Deutschland oder einem anderen EU-Land preiswerter als das des Originalanbieters wieder verkauft. Damit bilden Importarzneimittel auch die einzige preisliche Konkurrenz zu patentgeschützten Präparaten der Originalhersteller.

Der Wert des Gesamtmarktes für EU-Arzneimittelimporte in Europa belief sich zuletzt auf 5,7 Mrd. Euro (12 Monatswert März 2015). Gegenüber 2014 (12 Monatswert Juni 2014)33 ist der Markt um rund 3,6 % gestiegen. Dabei machen Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Irland und Skandinavien 96 % des gesamten europäischen Importmarktes aus. Mit 54 % oder knapp 3,01 Mrd. Euro ist Deutschland nach wie vor Zielmarkt Nummer eins für Parallelimporte in Europa. Mit großem Abstand folgen Großbritannien mit einem Anteil von 15 % und Schweden mit 10 %.34 Allerdings war der Umsatz im Parallelimportmarkt Schwedens mit -20 % stark rückläufig, während der Umsatz Großbritanniens mit 14 % signifikant gesteigert werden konnte. Der Umsatz mit Parallelimporten in Deutschland legte zuletzt um 6 % (12 Monatswert März 2015) zu.35

Der EU-Import ist zu einem Großteil auf Spezialtherapeutika fokussiert. 65 % des gesamten Parallelimport-Wertes in Europa, also 3,65 Mrd. Euro (12 Monatswert März 2015) werden mit Spezialtherapeutika generiert. Vor allem Onkologika und Medikamente zur Behandlung des zentralen Nervensystems dominieren.36 Da auch die HAEMATO-Gruppe auf Spezialtherapeutika fokussiert ist, konnte Sie im letzten Jahr trotz des hohen Wettbewerbsdrucks weitere Marktanteile gewinnen und ist auch für die kommenden Jahre zuversichtlich.

2. Geschäftsverlauf

Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.

Der Umsatz stieg im Jahr 2015 auf Mio. EUR 229,73 (Vorjahr Mio. EUR 202,67). Das Umsatzwachstum betrug 13,4 %.

Der Jahresüberschuss betrug im Jahr 2015 Mio. EUR 5,54 (Vorjahr Mio. EUR 6,98).

Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.

3. Lage

a. Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Die Umsätze des Unternehmens sind im wesentlichen mit Parallelimporten erzielt worden.

Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe erhöhte sich von 92 % in 2014 auf 93,4 % im Jahr 2015.

Die Personalkostenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten von ca. 2,22 % in 2014 auf 2,35 % in 2015 erhöht. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.

b. Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist gut. Das Eigenkapital veränderte sich von TEUR 58.983 auf TEUR 58.289 in 2015. Die Dividendenauszahlung betrug TEUR 6.234 (Vorjahr: TEUR 6.234). Die Eigenkapitalquote fiel gering von 58,00 % in 2014 auf 54,48 % in 2015.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 26,75 % der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag stiegen um TEUR 5.313. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5,3 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir in den Um- und Ausbau von Logistik- sowie Produktionsflächen investiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Investitionstätigkeit für die Erlangung von Lizenzen.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt.

Genussscheine betragen 4,9 % der Bilanzsumme. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genussscheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwertes Ihrer Genussscheine. Zum Stichtag beträgt der Bestand der emittierten Genussscheine Mio. EUR 5,3.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Durch die Ausweitung unseres Produktportofolios wurden unsere Vorräte an fertigen Erzeugnissen und Waren aufgebaut, welches unsere Kundenbindung sichert.

Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cash-flows aus laufender Geschäftstätigkeit wie folgt dar:

2015
TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäfts
tätigkeit 3.028,8
Cash Flow aus der Investitionstä
tigkeit -442,6
Cash Flow aus der Finanzierungs
tätigkeit -2.560,8
25,4

Da die Anwendung des DRS Nr. 21 erstmalig erfolgt wurde auf die nicht vergleichbaren Vorjahreswerte verzichtet.

c. Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag vom Vorjahr verbessert. Die Vermögenslage des HAE-MATO-Konzerns ist von gestiegenen Vorräten (TEUR 41.677 Vorjahr: TEUR 34.188) und von gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.725 Vorjahr: TEUR 10.478) gekennzeichnet. Das langfristige Vermögen stieg von TEUR 50.142 in 2014 auf TEUR 54.129 in 2015.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

d. Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)

Die HAEMATO AG konnte im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.363 (Vorjahr: TEUR 300) erzielen.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 1.120). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf insgesamt TEUR 3.553 (Vorjahr: TEUR 40).

e. Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)

Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 48.905 (Vorjahr: TEUR 52.776) und im Umlauf befindliches Genussscheinkapital zum Nennwert von TEUR 5.312 (Vorjahr: TEUR 5.312).

Zum 31. Dezember 2015 verfügt die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 70,7 (Vorjahr: TEUR 912,2).

Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2014 über eine Eigenkapitalquote von 89,76 %. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2015 auf 79,05 % gesunken.

Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2015 auf insgesamt TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 136).

Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genussscheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine.

f. Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)

Die Vermögenslage ist im wesentlichen geprägt durch die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 7.139 und durch die Verminderung des Kassenbestands und der Bankguthaben um TEUR 842.

4.Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und EBIT heran.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr 2015 bei 10,3 % (VJ 11,6 %).

Das EBIT beträgt TEUR 8.223 (Vorjahr: TEUR 8.233), das EBITDA beträgt TEUR 10.023 (Vorjahr: TEUR 10.289 ).

Der HAEMATO-Konzern arbeitet insgesamt profitabel und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut zu bezeichnen werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des HAEMATO-Konzerns positiv. Die Pharmabranche bietet ein großes Wachstumspotential in den Bereichen Generika und europäische Importarzneimittel, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Etablierung mehrerer Lieferanten für die Mehrzahl der Produkte.

Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2015 eine Steigerung des Umsatzvolumens.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Risikobericht

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Service, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und Lieferantenauswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Ständige gesetzliche Regulierungsmaßnahmen, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Medikamente können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben.

b. Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Da unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich stabil geblieben sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten damit verbunden.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

d. Risikomanagementsystem

Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.

Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controlling. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.

2. Chancenbericht

Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum partizipieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und Lieferantenauswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

VIII. Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

Berlin, 01. März 2016

HAEMATO AG

Dr. Christian Pahl (Vorstand)

Konzernabschluss

Konzernbilanz - Aktiva 22
Konzernbilanz - Passiva 23
Konzern - Gesamtergebnisrechnung 24
Konzern - Kapitalflussrechnung 25
Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung 26
Konzern - Entwicklung des Anlagevermögens 27

1. Konzernbilanz - Aktiva

zum 31.12.2015*

e
2015
e
2014
Anhang EUR TEUR
5.1 2.449.152,40 2.424
5.2 4.724.993,87 10.478
5.3 41.677.170,85 34.187
5.4 2.790.968,51 2.743
5.4 927.652,41 174
5.4 290.301,67 1.553
52.860.239,71 51.559
5.5 5.629.088,21 6.846
5.5 34.583.688,64 34.584
5.5 1.307.420,00 1.102
5.6 12.474.140,93 7.480
5.7 134.241,20 130
54.128.578,98 50.142
106.988.818,69 101.701

2. Konzernbilanz - Passiva

zum 31.12.2015*

e
2015
e
2014
Anhang EUR TEUR
5.8 4.309.313,73 3.243
5.9 21.636.090,48 12.553
5.9 5.683.927,21 7.244
5.9 538.970,02 474
5.9 3.419.509,35 2.148
35.587.810,79 25.663
5.10 20.935,41 21
5.11 5.209.300,00 5.209
5.12 6.980.696,26 10.750
5.13 901.500,94 1.076
13.112.432,61 17.056
5.14 20.778.898,00 20.779
5.14 7.571.981,01 7.572
5.14 1.155.154,89 1.155
5.14 4.136.318,79 4.136
5.14 24.646.222,60 25.340
58.288.575,29 58.983

f SUMME PASSIVA 106.988.818,69 101.701

3. Konzern - Gesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015*

e
2015
e
2014
Anhang EUR TEUR
Umsatzerlöse 8.1 229.727.261,92 202.674
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen 48.537,54 0
Sonstige betriebliche Erträge 8.2 6.572.701,79 4.501
Materialaufwand
˃
Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen
8.3 -214.454.549,08 -186.375
Personalaufwand
˃
Löhne und Gehälter
-4.495.317,79 -3.732
˃
Soziale Abgaben
-913.844,50 -770
-5.409.162,29 -4.502
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstän
de des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.4 -1.799.815,35 -2.056
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.5 -6.461.881,92 -6.009
Operatives Ergebnis 8.223.092,61 8.233
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.6 10.569,90 185
Abschreibungen auf Finanzanlagen 8.7 -564.759,70 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.8 -1.640.442,48 -1.551
Finanzergebnis -2.194.632,28 -1.366
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.028.460,33 6.867
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.9 -485.817,43 112
Sonstige Steuern 8.10 -3.066,87 -1
Jahresergebnis /
Gesamtergebnis der Berichtsperiode 5.539.576,03 6.978

4. Konzern - Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015*

e
2015
EUR
Periodenergebnis 5.539.576,03
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.799.815,35
Zunahme / Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 1.146.612,97
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 564.759,70
Zunahme / Abnahme aus Zeitbewertungen -4.993.977,95
Zunahme / Abnahme der Vorräte -7.489.538,06
Abnahme / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie andere Aktiva
4.946.638,93
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva -224.163,01
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen -899.469,29
Zinsaufwendungen / -erträge 1.629.872,58
Ertragsteueraufwand / -ertrag 485.817,43
Ertragsteuerzahlungen 522.887,63
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.028.832,31
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -363.598,56
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 54.573,63
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -486.356,71
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 6.857.412,19
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.515.190,00
Zinserträge 10.569,90
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -442.589,55
Veränderung der Bankverbindlichkeiten 5.313.308,49
Zinsaufwendungen -1.640.442,48
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -6.233.669,40
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -2.560.803,39
Cash Flow 25.439,37
Liquide Mittel am 01.01.2015 / Vorjahr 2.423.713,03
Liquide Mittel am 31.12.2015 / Vorjahr 2.449.152,40
Veränderung Liquide Mittel 25.439,37

* Bilanzierung nach IFRS

Da die Anwendung des DRS Nr. 21 erstmalig erfolgt wurde auf die nicht vergleichbaren Vorjahreswerte verzichtet.

g
n
u
n
h
c
e
sr
g
n
u
er
d
n
ä
er
v
al
pit
a
k
n
e
g
Ei
n -
er
z
n
o
K
5.

zum 31.12.2015*

Gezeichnetes
Kapital
rücklagen
Kapital
Gesetzliche
Rücklage
Gewinnrücklagen Bilanzgewinn /
-verlust
Eigenkapital
gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 1. Januar 2014
1.
20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 24.595.534,05 58.237.886,74
Periodenergebnis
2.
0,00 0,00 0,00 0,00 6.978.451,32 6.978.451,32
Dividende
3.
0,00 0,00 0,00 0,00 -6.233.669,40 -6.233.669,40
Stand 1. Januar 2015
4.
20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 25.340.315,97 58.982.668,66
Periodenergebnis
5.
0,00 0,00 0,00 0,00 5.539.576,03 5.539.576,03
Dividende
6.
0,00 0,00 0,00 0,00 -6.233.669,40 -6.233.669,40
Stand 31. Dezember 2015
7.
20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 24.646.222,60 58.288.575,29

* Bilanzierung nach IFRS

26

6. Entwicklung des Konzernanlagevermögens

zum 31.12.2015*

Stand
01.01.2015
Zugang Abgang Stand
31.12.2015
Stand
01.01.2015
Abgänge Stand
31.12.2015
Stand
31.12.2014
Stand
31.12.2015
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
14.484.661,66 363.598,56 0,00 14.848.260,22 -7.638.751,65 -1.580.420,36 0,00 0,00 -9.219.172,01 5.629.088,21 6.845.910,01
34.583.688,64 0,00 0,00 34.583.688,64 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 34.583.688,64 34.583.688,64
49.068.350,30 363.598,56 0,00 49.431.948,86 -7.638.751,65 -1.580.420,36 0,00 0,00 -9.219.172,01 40.212.776,85 41.429.598,65
1.583.616,36 486.356,71 -72.176,09 1.997.796,98 -481.326,11 -219.394,99 0,00 10.344,12 -690.376,98 1.307.420,00 1.102.290,25
4.388.438,45 6.515.190,00 -3.326.903,67 7.576.724,78 3.091.978,79 -564.759,70 4.993.977,95 -2.623.780,89 4.897.416,15 12.474.140,93 7.480.417,24
55.040.405,11 7.365.145,27 -3.399.079,76 59.006.470,62 -5.028.098,97 -2.364.575,05 4.993.977,95 -2.613.436,77 -5.012.132,84 53.994.337,78 50.012.306,14
Abschreibungen Zuschreibungen

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben 30
2. Konsolidierungskreis 30
3. Konsolidierungsgrundsätze 32
4. Schätzungen und Annahmen 32
5. Angaben zur Konzernbilanz einschließlich
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 33
6. Anlagespiegel 37
7. Haftungsverhältnisse und
sonstige finanzielle Verpflichtungen 37
8. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 38
9. Ergebnis je Aktie 40
10. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane 41
11. Mitarbeiterzahl 41
12. Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7 42
13. Angabe der Honorare des Abschlussprüfers 46
14. Angabe über Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen 47
15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 47
16. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 48

Konzernanhang (Notes)

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

1. Allgemeine Angaben

Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die MPH Mittelständische Pharma Holding AG.

Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig.

Der Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 der HAEMATO AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Die Werte für das Geschäftsjahr 2015 sind in EUR und für das Vorjahr in TEUR angegeben. Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.

Folgende Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmalig im Geschäftsjahr 2015 anzuwenden, wobei sich für die HAEMATO AG keine wesentlichen Auswirkungen ergaben:

f IFRIC 21 – Abgaben (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.),

f Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2011 - 2013) – diverse (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.)

Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.

Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss für das laufende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 der HAEMATO AG, wurden neben der HAE-MATO AG die Sanate GmbH, Schönefeld, die HAE-MATO MED GmbH, Schönefeld, und die HAEMATO PHARM GmbH, Schönefeld, mit einbezogen.

Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:

f HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 1. April 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),

f HAEMATO MED GmbH (ab dem 22. Mai 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),

f Sanate GmbH (ab dem 24. September 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung).

Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.

Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.

Die HAEMATO AG hat im Geschäftsjahr 2013 die Castell Pharma B.V., Venray (Niederlande), erworben. Wie alle IFRS-Regeln unterliegt auch das Weltabschlussprinzip dem "materiality-Vorbehalt".

Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HA-EMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HA-EMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAE-MATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000,00. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 31.737 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.

Bei den offen ausgewiesenen Finanzanlagen handelt es sich u.a. um Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften, auf die keine Verfügungsmacht ausgeübt werden kann.

Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteilsquote
%
f HAEMATO PHARM GmbH*,
Schönefeld 100,00
f HAEMATO MED GmbH**,
Schönefeld 100,00
f Castell Pharma B.V.***, Venray
(Niederlande) 100,00
f Sanate GmbH****, Schönefeld 100,00
f HAEMATO ASIA Co. Ltd.,
Lam Luk Ka (Thailand)* 40,00
  • * Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH.
  • ** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO MED GmbH.
  • *** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der Castell Pharma B.V.
  • **** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH.
  • ***** Die HAEMATO PHARM GmbH hält 8.000 von 20.000 Aktien (40 %) an der HAEMATO ASIA Co. Ltd.

Die folgenden Gesellschaften wurden nicht konsolidiert:

  • f Castell Pharma B.V.,
  • f HAEMATO ASIA Co. Ltd.

Tochterunternehmen müssen nicht einbezogen werden, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind. Von dieser Regelung wurde Gebrauch gemacht.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden – mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden – mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die latenten Steueransprüche bzw. latenten Steuerschulden wurden gemäß IAS 12 "Ertragsteuern" erfasst und bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Bei Unternehmenserwerben bis zum Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Forderungen und Schulden zwischen den konsolidierten Gesellschaften sowie konzerninterne Umsatzerlöse, andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.

4. Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.

5. Angaben zur Konzernbilanz einschließlich der Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.

f 5.1 Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Bankguthaben und sind mit ihren Nominalwerten erfasst.

f 5.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 4.725 (Vorjahr: TEUR 10.478) belaufen, sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.

f 5.3 Vorräte

Unter den Vorräten werden fertige Erzeugnisse ausgewiesen, die zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet wurden. Nach IAS 2 wurden sämtliche Kosten mit einbezogen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der jeweiligen Vorräte angefallen sind. Zu aktivierende Fremdkapitalkosten sind nicht angefallen. Die Anwendung von IAS 11 ist nicht einschlägig.

f 5.4 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt in dem Zeitpunkt, in dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Bei der Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen Entgelt sowie aller kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich u.a. um Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie um debitorische Kreditoren. Bei den Forderungen aus Ertragsteuern handelt es sich um erstattungsfähige Gewerbe- und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag.

f 5.5 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Sachanlagen sowie die immateriellen Vermögenswerte werden unter Anwendung von IAS 16 bzw. IAS 38 zu Anschaffungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungskosten. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.

Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder – falls höher – dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, darf nicht abgeschrieben werden. Stattdessen hat der Erwerber ihn zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zuzuordnen und gemäß IAS 36 auf Wertminderung zu prüfen, und zwar einmal jährlich oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.

Wenn der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert ist, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert des der Einheit zugeordneten Geschäftsoder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten zuzuordnen. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 34.584 wurde vollständig dem Pharmabereich der HAEMATO PHARM GmbH als zahlungsmittelgenerierende Einheit zugeordnet. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die geleisteten Anzahlungen abweichend zum Vorjahr unter den immateriellen Vermögenswerten bzw. den Sachanlagen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

f 5.6 Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden u.a. Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.

f 5.7 Sonstige langfristige Vermögenswerte

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.

f 5.8 Kurzfristige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen umfassen Abgrenzungen, die gebildet werden, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige, rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der sich aufgrund der bestmöglichen Schätzung der finanziellen Ausgaben zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtung ergibt.

Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar:

1.1.2015 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2015
Rückstellungen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuern 80 -80 0 0 0
Prüfungs- und Jahresabschlusskosten 80 -56 -22 56 58
Mietgarantien 46 -46 0 0 0
Personal / Urlaubsansprüche 99 -94 -5 87 87
Aufsichtsratsvergütungen 20 -20 0 20 20
Sonstige 2.918 -1.250 -371 2.847 4.144
3.243 -1.546 -398 3.010 4.309

Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG / § 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Einspruchsverfahren, gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.

f 5.9 Kurzfristige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Zinsverbindlichkeiten, die auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden, entfallen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 3.420 (Vorjahr: TEUR 2.148). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

f 5.10 Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

f 5.11 Anleihen (Genussscheine der HAEMATO AG)

Unter der Position Anleihen bei den Verbindlichkeiten wird ausschließlich begebenes Genussscheinkapital ausgewiesen. Beim Genussscheinkapital handelt es sich um ein Mezzanine-Finanzinstrument, das sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapital-Elemente aufweist. Bei der Bilanzierung nach IFRS ist nur ein Ausweis als Fremdkapital möglich. Unter der ISIN DE 000A0EQVT2 wird eine Tranche in Höhe von Mio. EUR 23,6 an der Börse Frankfurt im Freiverkehr gehandelt. Alle Genussscheininhaber erhalten ab dem Geschäftsjahr 2010 eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine. Die Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in Stück 500.000 über je nominal EUR 100,00. Der Verkauf von Genussscheinen wurde 2006 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft beschlossen, zurückerworbene Genussscheine in Höhe von Mio. EUR 8,3 einzuziehen, so dass sich der Bestand der emittierten Genussscheine zum Stichtag auf Mio. EUR 5,3 verringert hat. Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100).

f 5.12 Langfristige Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

f 5.13 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und insoweit reduziert, als es nicht länger wahrscheinlich ist, dass ausreichende zu versteuernde Einkommen zur Nutzung dieser Ansprüche zur Verfügung stehen werden.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum erwarteten Zeitpunkt gelten bzw. künftig anzuwenden sind, wenn die latenten Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beglichen werden.

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.

Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus

  • f einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder
  • f dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2015 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:

Im Zusammenhang mit der Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die Fair Values die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 0). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 0).

Des Weiteren ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: EUR 6) aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 %), die sich zum Stichtag auf TEUR 839 (Vorjahr: TEUR 1.070) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2015 TEUR 3.461 (Vorjahr: TEUR 4.417) betragen.

ergebniswirksam erfolgsneutral
31.12.2014 erfasst erfasst 31.12.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR
Temporäre Differenzen
˃ Bewertung der immateriellen Vermö
genswerte 1.070 -231 0 839
˃ Fair Value-Bewertung vorhandener
Finanzinstrumente 0 60 0 60
˃ Bewertung der Fremdwährungen
zum Bilanzstichtag 6 -3 0 3
Passive latente Steuern 1.076 -174 0 902

f 5.14 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 20.778.898,00 ist eingeteilt in 20.778.898 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. 2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 6,75 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 2,0 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 4,75 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben, es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis beliefen sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugsbzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 4,6 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 1,1 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 3,5 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599,00 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. Mai 2018 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 10.389.449,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013).

Bedingtes Kapital 2013: Um die Ermächtigung an das im März 2013 erhöhte Grundkapital der Gesellschaft anzupassen wurde der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 ermächtigt, bis zum 29. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 4.989.449,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Zu diesem Zweck wird das Grundkapital um bis zu EUR 4.989.449,00 durch Ausgabe von bis zu 4.989.449 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.

In den anderen Gewinnrücklagen werden die Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013 dargestellt, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag keine eigenen Aktien.

Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

6. Anlagespiegel

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Tabelle "Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der Investitionsbank des Landes Brandenburg haftet die HAEMATO PHARM GmbH gesamtschuldnerisch mit der HAEMATO AG zur Sicherung der Forderungen aus dem Subventionsverhältnis zwischen der ILB und der auf die HAEMA-TO PHARM GmbH verschmolzenen Simgen GmbH in Höhe von EUR 214.440,00 (Höchstbetragsbürgschaft). Außerdem haftet die HAEMATO PHARM GmbH gegenüber der Investitionsbank des Landes Brandenburg gesamtschuldnerisch zusammen mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG zur Sicherung der Forderungen aus dem Subventionsverhältnis zwischen der ILB und der HAEMA-TO PHARM GmbH in Höhe von EUR 1.478.400,00 (Höchstbetragsbürgschaft).

Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 7. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Von diesem Darlehen wurde zum 31.12.2015 von der HAEMATO AG ein Betrag in Höhe von Mio. EUR 6,98 in Anspruch genommen.

Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 3. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Mittelständische Pharma Holding AG in Anspruch genommen.

Gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständischen Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem weiteren Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 4. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Mittelständisches Pharma Holding AG in Anspruch genommen.

Die HAEMATO AG haftet gemäß Sicherheiten-Poolvertrag vom 12.02.2015 zusammen mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG gesamtschuldnerisch für die nachfolgend aufgeführten Verbindlichkeiten der HAEMATO PHARM GmbH:

  • f UniCredit Bank AG Darlehen in Höhe von Mio. EUR 12
  • f Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Darlehen in Höhe von Mio. EUR 8
  • f Sachsen Bank Darlehen in Höhe von Mio. EUR 5

Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

8. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Grundsätze der Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zum Teil monatlich erfasst. Arzneimittel die versandt werden, führen zu Erlösen, sobald sie dem Versandunternehmen übergeben wurden.

Segmentberichterstattung nach IFRS 8

IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.

Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.

Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind.

Produkte und Dienstleistungen

Sämtliche Produkte (div. Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.

Geografische Informationen

Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.

Wesentliche Kunden

Von den Umsatzerlösen aus Direktverkäufen im Pharmabereich in Höhe von TEUR 229.722 (Vorjahr: TEUR 202.674) entfallen TEUR 7.722 (Vorjahr: TEUR 9.837) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Kein einzelner Kunde hat im Geschäftsjahr 2015 jeweils 5 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden – unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung – berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.

f 8.1 Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln.

f 8.2 Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen, die sich insgesamt auf TEUR 6.573 (Vorjahr: TEUR 4.501) belaufen, entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.120) auf Gewinne, die sich aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften ergeben. Aus der Bewertung von Finanzanlagen mit dem Zeitwert entfallen TEUR 4.994 (Vorjahr: TEUR 3.185) auf die sonstigen betrieblichen Erträge.

f 8.3 Materialaufwand

Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind.

f 8.4 Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.800 (Vorjahr: TEUR 2.056). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.

f 8.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 6.462 (Vorjahr: TEUR 6.009) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechtsund Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten.

f 8.6 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten.

f 8.7 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aus der Bewertung von Finanzanlagen mit dem Zeitwert entfallen TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Des weiteren erforderte die Werthaltigkeitsprüfung der Finanzanlage HAEMATO ASIA Co. Ltd. eine Abschreibung in Höhe von TEUR 210.

f 8.8 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um Zinsaufwendungen für das in 2005 bzw. 2006 platzierte Genussscheinkapital. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 1.640 (Vorjahr: TEUR 1.551) belaufen, entfallen TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 469) auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden.

Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

Zinserträge
+ Dividenden
2015
TEUR
Zinserträge
+ Dividenden
2014
TEUR
Zinsaufwand
2015
TEUR
Zinsaufwand
2014
TEUR
Liquide Mittel
(sonstige finanzielle Vermögenswerte) 0 0 0 0
Kredite und Forderungen
(sonstige finanzielle Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten) 11 185 -469 -469
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierte Verbindlichkeiten (sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten) 0 0 -1.171 -1.082
Summe Nettoergebnis 11 185 -1.640 -1.551
f erfolgswirksam 11 185 -1.640 -1.551

f 8.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:

2015 2014
EUR EUR
Steueraufwand der laufenden Periode -660.049,17 -142.219,90
Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden -60.489,56 -6.413,58
Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden 234.721,30 260.773,22
-485.817,43 112.139,74

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung unterschiedlicher Effektivsteuersätze. Unter Hinweis auf IAS 12.81 c ergeben sich die folgenden Steuersätze:

ab 2014 bis 2013
% %
Gesetzlicher Effektivsteuersatz, Schönefeld 24,225 22,825

Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %).

f 8.10 Sonstige Steuern

Bei den sonstigen Steuern handelt es sich unter anderen um Kfz-Steuer.

9. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.

Es ergibt sich Folgendes:

2015 2014
EUR EUR
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil
am Jahresüberschuss 5.539.576,03 6.978.451,32
Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) 20.778.898 20.778.898
Ergebnis je Aktie 0,27 0,34

10. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

f 10.1 Vorstand

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis Beruf
Dr. Pahl Christian Vorstand Alleinvertretungsberechtigt Diplom-Kaufmann

f 10.2 Aufsichtsrat

Familienname Vorname Funktion Beruf
Grosse Andrea Vorsitzende Rechtsanwältin
Prof. Dr. Dr. Meck Sabine Stellvertretende Vorsitzende Hochschullehrerin und
Wissenschaftsjournalistin
Dr. Braun Marion Mitglied Ärztin

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 53).

11. Mitarbeiterzahl

In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 173 Arbeitnehmer (Vorjahr: 146 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Gewerbliche Mitarbeiter Angestellte Leitende Angestellte Summe
99 63 11 173

12. Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Erträgen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:

2015 2014
Erträge Kategorie TEUR TEUR
Forderungen 11 185
Zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermö
genswerte 4.994 3.185

Die Erträge aus Krediten und Forderungen sind in den Zinserträgen enthalten. Die Erträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen mit TEUR 4.994 (Vorjahr: TEUR 3.185) Erträge aus der Höherbewertung von Finanzanlagen.

Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Aufwendungen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten:

2015 2014
Aufwendungen Kategorie TEUR TEUR
Verbindlichkeiten, die zu
fortgeführten Anschaffungs
kosten bilanziert werden 1.640 1.551

Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen. Die Aufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen Abschreibungen auf Finanzanlagen.

f 12.1 Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen

Das Risikomanagement der HAEMATO-Gruppe hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden.

Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Gleichzeitig werden der Vorstand und der Aufsichtsrat informiert. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.

Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren.

Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen, hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben.

f 12.2 Fremdkapital- und Zinsänderungsrisiko

Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2015 haben sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 28.617 (Vorjahr: TEUR 23.303) erhöht. Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.

Bei den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mehrere Darlehen, die zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:

Inanspruchnahme
in TEUR Konditionen
Darlehen über TEUR 2.000,
beansprucht in Form eines kurzfristigen Festsatzkredites 1.978 5,5 % p.a.
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 2.000 2.000 zuzgl. 2,50 % p.a.
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 4.000 4.000 zuzgl. 3,15 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 7.500 2.500 zuzgl. 4,50 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 500 0 zuzgl. 4,50 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 4.000 4.000 zuzgl. 4,50 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 3.000 3.000 zuzgl. 4,20 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 2.000 1.981 zuzgl. 4,20 % p.a
3-Monats-EURIBOR
Darlehen über TEUR 4.000 2.177 zuzgl. 1,50 % p.a

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, ergibt sich Folgendes:

Inanspruchnahme
in TEUR Konditionen
Schuldscheindarlehen über TEUR 7.000 6.981 3,45 % p.a

Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 21.636 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 216. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAE-MATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 216.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.

f 12.3 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Vermögenswerte

kurzfristig
Forderungen aus sonstige kurzfris Beizu
31.12.2015 Lieferungen und tige finanzielle Liquide Summe der legende
in TEUR Leistungen Vermögenswerte Mittel Buchwerte Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte 4.725 2.791 2.449 9.965 9.965
kurzfristig
Forderungen aus sonstige kurzfris Beizu
31.12.2014 Lieferungen und tige finanzielle Liquide Summe der legende
in TEUR Leistungen Vermögenswerte Mittel Buchwerte Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte 10.478 2.743 2.424 15.645 15.645

Die Summe der Buchwerte bzw. die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam bewerteten Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt TEUR 12.474 (Vorjahr: TEUR 7.480).

Bei den in der vor- und nachstehenden Tabelle dargestellten Instrumenten betrachtet der Vorstand die Buchwerte in der Konzernbilanz als gute Näherung an deren beizulegende Zeitwerte.

kurzfristig langfristig
Verbind Verbindlich Verbindlichkei
lichkeiten keiten aus sonstige ten gegenüber
gegenüber Lieferungen finanzielle Kreditinsti Summe beizu
31.12.2015 Kredit und Leis Verbind tuten und der Buch legende
in TEUR instituten tungen lichkeiten Anleihen werte Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten 21.636 5.684 539 12.190 40.049 40.049
kurzfristig langfristig
Verbind Verbindlich Verbindlichkei
lichkeiten keiten aus sonstige ten gegenüber
gegenüber Lieferungen finanzielle Kreditinsti Summe beizu
31.12.2014 Kredit und Leis Verbind tuten und der Buch legende
in TEUR instituten tungen lichkeiten Anleihen werte Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten 12.553 7.244 474 15.959 36.230 36.230

Verbindlichkeiten

Wechselkursrisiko

Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie folgt:

Vermögenswerte Verbindlichkeiten
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Währungen der Länder TEUR TEUR TEUR TEUR
Norwegen (NOK) 0,5 0,1 814,7 2,0
Großbritannien (GBP) 34,7 0,5 176,5 328,3
Polen (PLN) 12,0 0,2 0,0 0,0
Rumänien (RON) 0,1 0,2 0,0 0,0
Dänemark (DKK) 182,0 521,2 1,0 3,7

Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.

Risiko aus dem Ausfall von Forderungen

Das Ausfallrisiko von Forderungen aus dem Verkauf von Arzneimitteln wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gewürdigt. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt.

Buchwert Cash Flow Cash Flow Cash Flow
> 1 Jahr bis
31.12.2015 bis 1 Jahr 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
Rückstellungen 4.330 4.309 21 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 33.826 21.636 6.981 5.209
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 6.223 6.223 0 0
Buchwert Cash Flow Cash Flow Cash Flow
> 1 Jahr bis
31.12.2014 bis 1 Jahr 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
Rückstellungen 3.264 3.243 21 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 28.513 12.554 10.750 5.209
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 7.718 7.718 0 0

Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 5.684 (Vorjahr: TEUR 7.244) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 474) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Kapitalflussrechnung neu gegliedert um zuverlässigere und relevantere Informationen über die Auswirkungen von Geschäftsvorfällen, sonstigen Ereignissen oder Bedingungen auf den cash flow des Unternehmens zu vermitteln (IAS 8.14b). Auf die nicht vergleichbaren Vorjahreswerte wurde verzichtet. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.449 (Vorjahr: TEUR 2.424).

13. Angabe der Honorare des Abschlussprüfers

Für das voraussichtliche Honorar der Gieron & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2015 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 26,1 gebildet.

14. Angabe über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften die zum Konsolidierungskreis der MPH Mittelständische Pharma Holding AG gehören in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (10). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.

Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.

Folgende Geschäfte wurden mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt:

Forderungen / Verbindlichkeiten an / gegenüber 31.12.2015 31.12.2014
nahestehenden Unternehmen und Personen TEUR TEUR
Forderungen an nahestehende Rechtspersonen 455 74
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Rechtspersonen 1 1.663
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen 31.12.2015 31.12.2014
und Personen TEUR TEUR
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 2.680 1.310
Empfangene Lieferungen und Leistungen 13.986 13.459
Sonstige betriebliche Aufwendungen 792 168

15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum 5. März 2016 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Schönefeld, den 5. März 2016

Dr. Christian Pahl (Vorstand)

16. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die HAEMATO AG, Schönefeld

Wir haben den von der HAEMATO AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht der HAEMATO AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HAEMATO AG, Schönefeld, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 22.03.2016

Gieron & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dipl. Kfm. Bernhard Kaiser Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

1. Die Aktie 50
2. Der Genussschein 50
3. Glossar 51
4. Quellen 52
5. Impressum 53

1. Die Aktie

Aktiengattung Inhaberaktien
WKN / ISIN 619070 / DE0006190705
Anzahl der Aktien 20.778.898 Stück
Symbol HAE
Börsenzulassung Frankfurter Wertpapierbörse
Börsensegment Entry Standard (Open Market)
Designated Sponsor, Listing Partner ICF Kursmakler AG
Grundkapital 20.778.898,00 EUR
Erster Handelstag 05.12.2005
Spezialist ODDO SEYDLER BANK AG

2. Der Genussschein

WKN / ISIN A0EQVT / DE000A0EQVT2
Symbol HAE1
Art / Verbriefung Inhaberpapiere, Globalurkunde
Erstmalige Ausgabe 2005
Grundbetrag je Genussschein 100 EUR (Mindestanlagebetrag)
Laufzeit
Jährliche Ausschüttung
Zeitpunkt der Ausschüttung
unbefristet
9,00 % p.a. bezogen auf den Nennwert des Ge
nussscheins (in Abhängigkeit vom Bilanzgewinn
der HAEMATO AG)
nachträglich zum ersten Bankarbeitstag nach dem
Tag der Hauptversammlung der HAEMATO AG
Börsenplatz Frankfurter Wertpapierbörse

3. Glossar

AMNOG

Deutsches Gesetz zur Neuregelung des Arzneimittelmarktes. Zum 01.01.2011 in Kraft getreten.

Bilanzgewinn

Saldo aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres, Gewinn- oder Verlustvortrag und Ergebnisverwendung.

Cash Flow

Eine wirtschaftliche Messgröße, die etwas über die Liquidität eines Unternehmens aussagt. Stellt den während einer Periode erfolgten Zufluss an liquiden Mitteln dar.

DAX

Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex. In diesem Börsenverzeichnis sind die jeweils 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien eingetragen.

Dividende

Der Gewinnanteil je Aktie einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

EBIT

engl. bedeutet earnings before interest and taxes: der Gewinn vor Zinsen und Steuern. Sagt etwas über den betrieblichen Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.

EBITDA

engl. bedeutet earnings before interest, taxes, depreciation and amortization: zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern werden die Abschreibungen auf Wertgegenstände und immaterielle Vermögenswerte hinzuaddiert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien. Die Berechnung erfolgt nach IAS 33.

GKV

Gesetzliche Krankenversicherung: Sie ist Teil des deutschen Gesundheitswesens und für alle Arbeitnehmer, deren Jahresarbeitsentgelt unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt sowie für viele weitere Personen verpflichtend.

Patent

In Anwendung auf den Pharmamarkt: Gewerbliches Schutzrecht für einen neu entwickelten pharmazeutischen Wirkstoff. In der EU beträgt die zeitlich begrenzte Marktexklusivität 20 Jahre.

Patentfreie Wirkstoffe

Patentfreie Wirkstoffe werden auch als Generikum bezeichnet. Ein Generikum ist ein Arzneimittel, das eine wirkstoffgleiche Kopie eines bereits unter Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments ist. Generika sind therapeutisch äquivalent zum Originalpräparat.

Patentgeschützte Wirkstoffe

Marken-Arzneimittel, welche zum einen vom Patentinhaber vermarktet werden und zum anderen als EU-Importarzneimittel, basierend auf der rechtlichen Grundlage des Imports, innerhalb der EU Mitgliedsstaaten kostengünstiger eingekauft werden.

Onkologie

Wissenschaft, die sich mit Krebserkrankungen beschäftigt.

Zulassung

Eine behördlich erteilte Genehmigung, die erforderlich ist, um ein industriell hergestelltes, verwendungsfertiges Arzneimittel anbieten, vertreiben oder abgeben zu können.

4. Quellen

  • Vgl. Institut für Weltwirtschaft: Kieler Konjunkturberichte Nr. 13 (2015 / Q4). Weltkonjunktur im Winter 2015. Kiel, 11.12.2015, S. 1f.
  • Vgl. ebd., S. 2.
  • Ebd., S. 6.
  • Vgl. ebd., S. 2.
  • Vgl. ebd., S. 1.
  • Vgl. Statistisches Bundesamt: Pressekonferenz "Bruttoninlandsprodukt 2015 für Deutschland" am 14. Januar 2016 in Berlin, Statement von Dieter Sarreither, Wiesbaden, S. 1f.
  • Vgl. ebd., S. 5.
  • Vgl. ebd., S. 3, 7, 10.
  • Vgl. Statistisches Bundesamt: Deutsche Wirtschaft im Jahr 2015 weiter im Aufschwung. Pressemitteilung vom 14. Januar 2016 – 014/16, S. 1.
  • Vgl. Statistisches Bundesamt: Pressekonferenz "Bruttoninlandsprodukt 2015 für Deutschland" am 14. Januar 2016 in Berlin, Statement von Dieter Sarreither, Wiesbaden, S. 5f.
  • Vgl. Institut für Weltwirtschaft: Kieler Konjunkturberichte Nr. 15 (2015 / Q4). Deutsche Konjunktur im Winter 2015. Kiel, 11.12.2015, S. 1.
  • Vgl. IMS Institute for Healthcare Informatics: Global Medicines Use in 2020. Outlook and implications. November 2015, USA, S. 1ff.
  • Vgl. BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.: Pharma-Daten 2015, 45. überarbeitete Auflage, Oktober 2015, Berlin, S. 44.
  • Vgl. ebd.
  • Vgl. ebd., S. 48f.
  • Vgl. IMS Institute for Healthcare Informatics: Global Medicines Use in 2020. Outlook and implications. November 2015, USA, S. 9.
  • Vgl. ebd., S. 3.
  • Vgl. ebd., S. 17f.
  • Vgl. BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.: Pharma-Daten 2015, 45. überarbeitete Auflage, Oktober 2015, Berlin, S. 57.
  • Vgl. ebd., S. 45, 47f.
  • Vgl. IMS HEALTH GmbH: IMS Marktbericht. Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im November 2015. Januar 2016, Frankfurt am Main, S. 10.
  • Vgl. ebd., S. 13.
  • Vgl. ebd., S. 14.
  • Vgl. ebd., S. 17.
  • Vgl. ebd., S. 26f.
  • Vgl. IMS Institute for Healthcare Informatics: Global Medicines Use in 2020. Outlook and implications. November 2015, USA, S. 18.
  • Vgl. IMS Institute for Healthcare Informatics: The Role of Generic Medicines in Sustaining Healthcare Systems: A European Perspektive. Introduction, Juni 2015, USA.
  • Vgl. Pro Generika: Marktdaten 11/2015. 12.01.2016, Berlin, S. 3.
  • Vgl. ebd., S. 7.
  • Vgl. ebd., S. 8.
  • Vgl. ebd, S. 10.
  • Siehe IMS Health: Parallelhandel: Welche Faktoren bestimmen den Warenstrom in Europa? Frankfurt 2014, S. 8.
  • Siehe ebd., S. 4.
  • Vgl. Weißenfeldt, Frank; Senior Manager Supplier Relation bei IMS Health: Parallelimporte 2015. Parallelimporte Faktoren, die den Weg nach Deutschland bestimmen. Vortrag im Rahmen der Veranstaltung "Parallelimporte 2015" des Forum Instituts, 5.11.2015, Offenbach, Folie 10.
  • Vgl. ebd., Folie 14.
  • Vgl. ebd., Folie 11.

Impressum

Geschäftsadresse: Lilienthalstraße 5c 12529 Schönefeld

Telefon: +49 (0) 30 897 30 86-70 Fax: +49 (0) 30 897 30 86-79

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Investor Relations: Anfragen an: [email protected]

Aufsichtsrat:

Vorsitzende des Aufsichtsrates: Andrea Grosse Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Dr. Sabine Meck Mitglied des Aufsichtsrates: Dr. med. Marion Braun

Vorstand:

Dr. Christian Pahl

Sitz: Berlin, Amtsgericht Charlottenburg, HRB 88633 B

Konzeption, Gestaltung und Realisierung: HAEMATO AG

Fotos: Fotolia HAEMATO AG

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