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Haemato AG — Annual Report 2020
Sep 17, 2021
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Annual Report
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Finanzbericht: 28913421
HAEMATO AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
KURZÜBERSICHT ZUR HAEMATO AG-AKTIE
Im Berichtszeitraum hat die HAEMATO AG einen Umsatz von EUR 238,33 Mio. erzielt, das bedeutet eine Steigerung von 20,5 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 197,8 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug EUR 1,63 Mio. (Vorjahr TEUR -19). Der Kurs der HAEMATO AG-Aktie lag zum 31.12.2020 mit EUR 23,00 um rund 22 % niedriger als zum 31.12.2019. Zum Quartalsende 31.03.2021 lag der Kurs bei EUR 33,20.
KONZERNKENNZAHLEN (IFRS) IN EUR
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| Konzerngesamtergebnisrechnung | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 238.333.085 | 197.834.803 |
| EBIT | 1.626.908 | -18.680 |
| Periodenergebnis | -4.830.798 | -1.172.641 |
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| Konzernbilanz | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 118.977.461 | 72.769.426 |
| Langfristige Vermögenswerte | 50.080.736 | 55.797.743 |
| Eigenkapital | 125.479.913 | 72.218.707 |
| Verbindlichkeiten | 43.578.284 | 56.348.462 |
| Bilanzsumme | 169.058.197 | 128.567.169 |
| Eigenkapitalquote | 74,2 % | 56,2 % |
| Dividendenausschüttung | 0 | 2.284.995 |
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| KENNZAHLEN ZUR AKTIE | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Aktiengattung | Inhaber Aktie o.N. | Inhaber Aktie o.N. |
| Grundkapital | EUR 4.753.916 | EUR 22.867.154 |
| Anzahl Stammaktien | 4.753.916 (Stück) | 22.867.154 (Stück) |
| WKN / ISIN | A289VV / DE000A289VV1 | 1619070/DE0006190705 |
| Börsenkürzel / Symbol | HAEK | HAE |
| Handelsplätze | Xetra, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Tradegate, Düsseldorf, München | |
| Börsenzulassung | Frankfurter Wertpapierbörse | |
| Erster Handelstag | 5. Dezember 2005 | |
| Marktsegment | Entry Standard (Open Market) | |
| Designated Sponsor, Listing Partner | ICF Kursmakler AG | |
| Spezialist | ODDO SEYDLER BANK AG | |
| Coverage | GBC AG, First Berlin Equity Research GmbH | |
| Marktkapitalisierung | EUR 109,34 Mio. (zum 31.12.2020 - Xetra) |
1. UNTERNEHMENSPROFIL
HAEMATO AG
Die HAEMATO AG ist eine börsennotierte, im Pharmabereich tätige Unternehmensgruppe mit Sitz in Berlin. Der Geschäftsbetrieb wird im Wesentlichen von zwei Gesellschaften getragen: der HAEMATO PHARM GmbH sowie der HAEMATO MED GmbH. Die Unternehmensgruppe von HAEMATO verfügt über eine Gewerbe- und Produktionsfläche von ca. 4.200 m 2 am Standort Schönefeld und beschäftigt 151 Mitarbeiter per 31.12.2020.
Seit 15 Jahren engagiert sich HAEMATO PHARM dafür, durch den (Parallel-) Import und Vertrieb von preisgünstigen EU-Originalarzneimitteln einen aktiven Beitrag zur Kostensenkung im Gesundheitswesen zu leisten, damit jeder Patient von den neuesten Therapien und Behandlungskonzepten profitieren kann, auch wenn diese häufig sehr teuer sind. Um dauerhaft niedrige Preise zu gewährleisten, nutzt HAEMATO PHARM die regionalen Preisunterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern für den Einkauf. Schwerpunkte bilden die kostenintensiven Therapiebereiche Onkologie, HIV/AIDS, Neurologie, Rheumatologie sowie andere chronische Erkrankungen. Das Produktportfolio von HAEMATO PHARM umfasst über 1.150 zugelassene EU-Originalarzneimittel. Durch den Parallel- und Reimport von Originalarzneimitteln werden für die Gesetzlichen Krankenkassen jährlich EUR 240 Mio. in Deutschland eingespart. 1
Als Healthcare-Unternehmen entwickelt und vertreibt HAEMATO MED medizinische und medizintechnische Produkte für die ästhetische Chirurgie und kosmetische Dermatologie. Hierbei steht die enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Kunden der ästhetischen Medizin im Fokus. Oberste Prämisse der HAEMATO MED ist es, die Erwartungen und Bedürfnisse beider Zielgruppen sowie die neuesten technologischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse konsequent in alle Entwicklungsschritte miteinzubeziehen, damit die Sicherheit, die Qualität und der Komfort der ästhetischen Behandlung erhöht wird. Der Vertrieb der Produkte wird durch HAEMATO PHARM als exklusivem Vertriebspartner unterstützt. Ende 2020 hat die HAEMATO MED die erste Stufe der DIN ISO 13485-Zertifizierung bestanden, welche die Voraussetzung für die Entwicklung von Eigenmarken ist.
Zielmärkte der HAEMATO AG sind Deutschland und Österreich. Weitere Zielmärkte sind bereits in Planung. Zu unseren Kunden zählen Apotheken, Großhändler, Ärzte, Kliniken sowie Labore und Corona-Testzentren. Zu unserem festen Kundenstamm gehören alle vollsortierten Großhändler in Deutschland und Österreich und mehr als 6.000 Apotheken.
Im Jahr 2021 wird sich das Produktportfolio der HAEMATO AG noch breiter aufstellen. Durch die Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Medizinprodukten aus dem Bereich COVID-19 Diagnostik aktuell hoch und wird von uns bedient. Darüber hinaus wurde Anfang 2021 das behördliche Audit für den Handel mit Betäubungsmitteln (BtM) erfolgreich bestanden, so dass die Aktivitäten auch in Richtung des wachsenden Betäubungsmittelmarktes erweitert werden, nachdem im vergangenen Jahr die Abnahme des BtM-Lagers durch die Behörde erfolgt ist. Damit wollen wir die Vielseitigkeit unseres Sortiments als Wettbewerbsvorteil weiter ausbauen und dem dynamischen Pharmamarkt gegenüber stabil aufgestellt sein. Die hierfür notwendige Erlaubnis für den Import und Handel von Betäubungsmitteln wurde bereits 2019 von der HAEMATO AG erworben und die hierfür sehr hohen Sicherheitsauflagen und Qualitätsvorgaben erfüllt.
2. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
die HAEMATO AG und ihre Töchter blicken auf ein herausforderndes aber insgesamt erfolgreiches Jahr zurück. Im Geschäftsjahr 2020 erzielten wir einen Konzernumsatz (nach IFRS) von EUR 238,3 Mio. und ein operatives Ergebnis (EBIT) von EUR 1,6 Mio.
Der Jahresfehlbetrag betrug EUR 4,9 Mio. Hierin enthalten waren Sondereffekte in Höhe von EUR -5,4 Mio., die eine nicht liquiditätswirksame, stichtagsbezogene Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert (Börsenkurse) per 31.12.2020 beinhalten. Die Gesellschaft geht davon aus, dass diesbezüglich in den kommenden Jahren ein erhebliches Aufholpotenzial besteht.
Insgesamt sehen wir die HAEMATO mit einer Umsatzsteigerung von 20,5 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anstieg des Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBITDA) von EUR 1,9 Mio. auf EUR 3,3 Mio. (das entspricht rund 75 %) wieder auf einem guten Weg. Die Verbesserung der Ertragslage ist hauptsächlich im Anstieg des Umsatzes und damit einhergehend in der Erhöhung des Rohergebnisses begründet.
Wir sind zuversichtlich, dass sich die bereits im Geschäftsjahr 2019 begonnenen strategischen Maßnahmen mittelfristig weiter positiv auf die Vermögens- und Ertragslage der HAEMATO auswirken werden. Auch im Jahr 2020 haben wir die Bereinigung des Produktportfolios um margenschwache Produkte fortgesetzt, was sich in einer leicht verbesserten Materialaufwandsquote niedergeschlagen hat.
Im stark wachsenden Bereich der sogenannten Biosimiliars, die zunehmend Original-Arzneimittel und Generika verdrängen, haben wir die Anzahl der Zulassungen um 22 % (von 23 auf 28 Präparate) und den Umsatz um rund 13 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ein Biosimilar ist ein Nachahmerprodukt eines Biopharmazeutikums, beispielsweise eines biotechnologisch erzeugten Proteins, das nach Ablauf der Patentzeit des Originalwirkstoffs zugelassen wird.
Positive Effekte konnten im Geschäftsjahr 2020 im Zuge des Handels mit Medizinprodukten zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie erzielt werden. Im Einzelnen handelt es sich dabei um unterschiedliche Varianten von Mund-Nasen-Schutz sowie PCR- und Antigen-Schnelltests im Rahmen der COVID-19-Diagnostik.
Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 wurden 48 % des Grundkapitals an der HAEMATO AG durch die M1 Kliniken AG übernommen, mit der wir bereits seit vielen Jahren erfolgreich kooperieren. In einem weiteren Schritt hat die HAEMATO AG mit Wirkung zum 1. Januar 2021 die M1 Aesthetics GmbH von der M1 Kliniken AG übernommen. Für 2020 erwartet die M1 Aesthetics GmbH einen Umsatz in Höhe von gut EUR 30 Mio. und ein EBIT von rund EUR 4 Mio. In den kommenden Jahren wird eine Ergebnissteigerung erwartet.
Über diese Maßnahmen werden die M1 Kliniken AG und die HAEMATO AG ihre jeweiligen Kernkompetenzen stärken können. So wird sich die M1-Gruppe künftig ausschließlich auf den Betrieb der medizinischen Fachzentren und das weitere Wachstum des internationalen Beauty-Netzwerkes auf ca. 100 Standorte per Ende 2024 konzentrieren. Die HAEMATO AG wird sich noch stärker auf den Bereich des Spezialarzneimittel- und Medizinproduktehandels sowie die Entwicklung von Eigenmarken für den Selbstzahlerbereich fokussieren.
Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden Coronavirus Pandemie sind für die HAEMATOGruppe bislang gering. Als systemrelevantes Pharmaunternehmen haben wir unseren Geschäftsbetrieb vollumfänglich aufrechterhalten können und darüber hinaus im Bereich der COVID-19 Diagnostik neue Geschäftsfelder erschließen können.
Am 23. März 2021 hat das Tochterunternehmen HAEMATO PHARM GmbH durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Sonderzulassung für einen Antigen-Schnelltest in der Eigenanwendung für den Laien erhalten und plant, in den kommenden Monaten diese COVID-19-Laientests in hohen Stückzahlen an Apotheker, Großhändler und öffentliche Einrichtungen zu vertreiben. Der Beitrag dieses Geschäftsfeldes zum Umsatz und Ertrag der kommenden Jahre wird vom weiteren epidemiologischen Verlauf der Pandemie, dem Auftreten möglicher COVID-Mutationen sowie der Impfbereitschaft und -geschwindigkeit in Deutschland abhängen und ist deshalb zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichtes noch nicht eindeutig abzuschätzen.
Bezüglich der Arzneimittelversorgung gehen wir aktuell davon aus, dass die europäischen Pharmamärkte offen bleiben. Mittelfristig sehen wir uns gut positioniert, da für die zukünftige Bewältigung der wirtschaftlichen Lasten der Post-Corona-Zeit unsere Position als preisgünstiger Anbieter vorteilhaft ist.
Das außerordentliche Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist weiterhin ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Zukunft. Ich möchte mich daher herzlich für ihr besonderes Commitment und ihre Loyalität bedanken und wünsche allen Beteiligten, dass sie weiterhin bei guter Gesundheit bleiben.
Schönefeld, April 2021
Patrick Brenske, Vorstand
3. BERICHT DES AUFSICHTSRATES
3.1 Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen.
Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.
3.2 Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2020 sieben ordentliche Sitzungen ab. Alle Sitzungen waren beschlussfähig.
Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
25.03.2020:
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| ― | Abstimmung über den Inhalt einer Corporate News zum Ergebnis des Geschäftsjahres 2019 |
21.04.2020:
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| ― | Prüfung des Jahresabschlusses 2019 der HAEMATO PHARM GmbH |
| ― | Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes 2019 der HAEMATO AG |
| ― | Billigung des Jahresabschlusses und Abhängigkeitsberichts 2019 |
| ― | Beschluss über die Dividendenausschüttung |
| ― | Vorbereitung der Hauptversammlung |
| ― | Coronavirus-Folgewirkungen auf die HAEMATO-Gruppe |
12.05.2020:
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| ― | Vorbereitung der Hauptversammlung |
24.06.2020:
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| ― | Widerruf der Bestellung des Herrn Uwe Zimdars zum Vorstand mit Wirkung zum Ablauf des 30.06.2020 |
20.10.2020:
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| ― | Ausblick Geschäftsjahr 2020 und Lage des Unternehmens |
| ― | Status von Finanzierungsverhandlungen |
| ― | Status von Entwicklungsprojekten |
| ― | Aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation |
30.11.2020:
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| ― | Bestellung des Herrn Patrick Brenske zum weiteren Vorstand der Gesellschaft ab 30.11.2020 |
15.12.2020:
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| ― | Einbringung der M1 Aesthetics GmbH-Anteile in die HAEMATO AG |
In den Aufsichtsratssitzungen wurden zudem aktuelle Entwicklungen, strategische Entscheidungen und deren operative Umsetzung besprochen. Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.
3.3 Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, geprüft und sind mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 4. Mai 2021 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 4. Mai 2021 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen.
3.4 Abhängigkeitsbericht
Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2020 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.
Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt.
In der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 4. Mai 2021 zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 4. Mai 2021 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.
3.5 Besetzung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellvertretene Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen.
3.6 Sonstiges
Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen Herrn Uwe Zimdars (Vorstand bis 30. Juni 2020), Herrn Daniel Kracht und Herrn Patrick Brenske (ab 30. November 2020) für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe und die angenehme, konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2020.
Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement und die erzielten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, den 4. Mai 2021
Andrea Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates
MIT SICHERHEIT GUT AUFGESTELLT
4. KONZERNLAGEBERICHT
4.1 Grundlagen des Unternehmens
4.1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig, insbesondere im Großhandel und der Herstellung. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf dem Verkauf von patentfreien und patentgeschützten Arzneimitteln im versicherungsfinanzierten Markt sowie dem Verkauf von Medizinprodukten. Schwerpunkte bilden die Wachstumsmärkte und Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Portfolio um Produkte für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte, Kliniken und medizinische Labore.
4.1.2 Forschung und Entwicklung
Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch.
4.2 Wirtschaftsbericht
4.2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
4.2.1.1 Gesamtwirtschaft
Die Weltwirtschaft im Jahr 2020 wurde im Wesentlichem von der Entwicklung der Corona-Pandemie geprägt. Die sogenannte "Corona-Rezession", auf Englisch auch bekannt als "The Great Lockdown" entstand im Zuge der COVID-19-Pandemie, bei der es weltweit zu Betriebsschließungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen kam und das soziale und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren wurde, um die ungebremste Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus zu verhindern. In der Folge brachen die Börsen ein, die Wirtschaftsleistung sank weltweit und zahlreiche Staaten baten um internationale Kredithilfe. 2
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft wird sich für das Jahr 2020 voraussichtlich um -3,3 % abgeschwächt haben, die sogenannten "Fortgeschrittenen Länder" verzeichnen dabei einen Rückgang von -4,8 % und die Europäische Union von -6,3 %. 3 Im dritten Quartal 2020 hat die Weltwirtschaft einen erheblichen Teil der in der ersten Jahreshälfte erlittenen Rückgänge des Produktionsniveaus wieder aufgeholt und die Weltproduktion hat um fast 9 % zugenommen. Während das BIP im vierten Quartal 2020 in Europa aufgrund der zweiten Infektionswelle und der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung wohl erneut zurückgeht, dürfte es in der übrigen Welt zumeist weiter steigen. Allerdings hat sich die Stimmung bei den Unternehmen im November 2020 deutlich verschlechtert, nachdem die Infektionsraten im Herbst stark gestiegen sind und in vielen Ländern wieder Beschränkungen der sozialen und wirtschaftlichen Aktivität beschlossen wurden. Erhebliche Auswirkungen der zweiten Welle der Pandemie sind bislang vor allem in Europa sichtbar, wo es im Herbst 2020 zu einem erheblichen Rückgang der Mobilität gekommen ist, während sich diese etwa in den USA oder im asiatischen Raum kaum verringert hat. 4
Die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Im Jahr 2020 ist das Bruttoinlandsprodukt um 5,3 % zurückgegangen, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zunahm. Letztlich fällt das Minus aber deutlich niedriger aus, als es im Verlauf des letzten Jahres von vielen Experten erwartet worden war. Dies ist neben der Resilienz der deutschen Wirtschaft auch auf die sehr umfangreichen Maßnahmenpakete der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Einkommen zurückzuführen. Als Folge des Teil-Lockdowns im November und der anschließenden Verschärfung und Verlängerung dürfte die Wirtschaftsleistung nach einer kräftigen Erholung im 3. Quartal 2020 von 8,5 % im 4. Quartal lediglich stagnieren. Trotz des Teil-Lockdowns hat die Industrieproduktion im November weiter zugenommen, ebenso wie die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes. Dies deutet darauf hin, dass die Industrie -anders als noch im Frühjahr -von den Maßnahmen bisher weniger stark betroffen ist. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im November weiter gestiegen, die Entwicklung im Einzelnen verlief allerdings recht unterschiedlich. Während die Umsätze im Internet- und Versandhandel deutlich zunahmen, litt der stationäre Handel insbesondere unter den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und die Industrieproduktion haben im November 2020 trotz des Teil-Lockdowns weiter zugenommen. Auch der Warenhandel konnte erneut zulegen. Im Dezember verbesserten sich die Geschäfts- und Exporterwartungen im Verarbeitenden Gewerbe, obwohl die noch ausstehende Einigung über ein umfassendes Abkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zum Brexit für Unsicherheit gesorgt haben dürfte. Auch der Arbeitsmarkt erweist sich bislang als recht widerstandsfähig. In den letzten Monaten hat die Beschäftigung tendenziell zugenommen, während die Arbeitslosigkeit weiter zurückging. Die Kurzarbeit dürfte aber zuletzt wieder verstärkt in Anspruch genommen worden sein. 5
4.2.1.2 Pharmamarkt
Die Pharmaindustrie ist für die Wachstums-, Beschäftigungs- und Innovationseffekte in Deutschland von großer Bedeutung. Die Entwicklung des deutschen Pharmamarktes (Apotheke und Klinik) stand im Jahr 2020 unter den Einflüssen der COVID-19-Pandemie. Diese sorgte insbesondere im Monatsvergleich für eine hohe Volatilität. So verbuchte der Markt im März ein zweistelliges Wachstum -getragen insbesondere vom Apothekensegment. Dabei handelte es sich primär um Vorratskäufe aufgrund der COVID-19-Pandemie. Im April und Mai folgte dann ein massiver Rückgang. Nach einer kurzen Erholung kam es im Juli und August erneut zu Mengenrückgängen von bis zu 5 %. Nach einem starken September mit einem Umsatzwachstum von mehr als 10 % und in einem moderaten Mengenwachstum von knapp 3 % legte der Markt auch bis zum Jahresende weiter zu. Auf Jahressicht stieg der Umsatz mit Arzneimitteln im Pharmamarkt um 6,7 % auf EUR 49,5 Mrd. Die Mengenentwicklung war im Apothekenbereich stabil, während sie im Klinikmarkt deutlich rückläufig war.
Der Apothekenmarkt insgesamt wuchs im Jahr 2020 um rund 5 %. Es wurden rund 1,5 Mrd. Packungen (-5 %) im Wert von EUR 40 Mrd. (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) an Patienten abgegeben. Das Umsatzwachstum ist insbesondere auf den Anstieg im Segment der "rezeptpflichtigen Präparate" um 7 % zurückzuführen. Dies entspricht einem Marktvolumen von rund EUR 35 Mrd, wobei die Absatzmengen stagnierten. Der Umsatz mit OTC-Arzneimittel sank um 3,4 % im Jahr 2020. 6
Die Finanzsituation der GKV wird vor allem durch strukturelle Probleme auf der Einnahmen- und der Ausgabenseite beeinflusst. War die GKV im Jahr 2019 noch aufgrund der guten Konjunktur- und Beschäftigungssituation in Deutschland finanziell gut aufgestellt, so beeinflussen nunmehr die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie die Einnahme- und Ausgabenseite der GKV erheblich. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. bis 3. Quartal 2020 insgesamt ein Defizit von knapp EUR 1,7 Mrd. verbuchen müssen. Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen zum Stichtag 30. September 2020 bei EUR 17,8 Mrd. (Vorjahr rd. EUR 21 Mrd.). Der Gesundheitsfonds, der zum Stichtag 15. Januar 2020 über eine Liquiditätsreserve in einer Größenordnung von rund EUR 10,2 Mrd. verfügte, verzeichnete im 1. bis 3. Quartal 2020 ein Defizit von rund EUR 5,1 Mrd. Der Gesetzgeber hat im Sommer 2020 die drohende Finanzierungslücke für 2021 durch Zuschüsse und die Anhebung des Zusatzbeitragssatz um 0,2 Beitragspunkte geschlossen. 7
Durch den anhaltenden Zwang zu Kosteneinsparungen im Gesundheitssektor bleibt die Pharmaindustrie weiter unter Druck. So belaufen sich die Einsparungen der gesetzlichen Krankenversicherungen durch Herstellerzwangsabschläge ("Rabattverträge") in 2020 auf EUR 5,73 Mrd. (+18 %). Auch für die privaten Krankenversicherungen ergaben sich im Berichtsjahr Einsparungen durch Herstellerzwangsabschläge in Höhe von EUR 883 Mio. (+13 %). 8 Darüber hinaus führt die kontinuierliche Bildung von Festbeträgen jährlich zu Einsparungen der GKV in Höhe von EUR 8,2 Mrd. Das weiterhin fortgeführte Preismoratorium und die bereits seit 2003 durchgehend entrichteten Zwangsabschläge belasten zusätzlich die gesamte Branche. 9 Die Arzneimittelhersteller in Deutschland erhalten rund 50 % des Apothekenabgabepreises eines Medikaments. Die andere Hälfte verteilt sich auf den Großhandel und die Apotheken sowie die Umsatzsteuer und die gewährten Rabatte. 10
4.2.2 Geschäftsverlauf
Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel und Medizinprodukte. Der Fokus liegt insbesondere auf Wachstumsmärkten im Bereich der Spezialpharmazeutika, vornehmlich in den hochpreisigen Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten. Größter und auch wichtigster Absatzmarkt ist der deutsche Markt.
Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2020 auf EUR 238,33 Mio. (Vorjahr EUR 197,83 Mio.) und somit um 20,5 %. Dazu hat ab dem zweiten Halbjahr 2020 auch ein verstärktes Handelsgeschäft mit Medizinprodukten aus dem Bereich COVID-Diagnostik beigetragen. Hinzu kamen erste Absätze im Bereich Betäubungsmittel (BtM), Cannabis und Biosimilars.
Das Geschäft von HAEMATO war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den globalen Ausbruch der COVID-19-Pandemie und seine Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld, unsere Kunden und Lieferanten beeinträchtigt. Der Einfluss von COVID-19 auf unsere Geschäftstätigkeit war jedoch im Wesentlichen auf organisatorische Maßnahmen beim Arbeitsschutz und der Umstellung der organisatorischen Abläufe beschränkt. Von Maßnahmen der Regierungen und Behörden, die Pandemie durch verschiedenste Gegenmaßnahmen einzudämmen, sind wir im Wesentlichen verschont geblieben.
Es erfolgte eine konsequente Umsetzung der frühzeitig selbst auferlegten Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter. Die Hygienemaßnahmen wurden deutlich intensiviert, und es wurden die Arbeitszeiten der gesamten Belegschaft in ein Schichtmodell geändert, um den Betrieb auch im Falle der Betroffenheit eines Mitarbeiters aufrecht zu erhalten. Die persönlichen Kontakte wurden von Anfang an auf das notwendigste Minimum reduziert und Dienstreisen eingestellt.
In der Frühphase der Pandemie kam es bei HAEMATO zu Störungen in Form von leichten Verzögerungen der Lieferketten. Einzelne, in anderen EU-Ländern erlassene, zeitweise Exportverbote von Arzneimitteln haben ebenso für Beeinträchtigungen in der Beschaffung gesorgt.
Durch die zeitweise Verknappung bei der Beschaffungssituation aufgrund von COVID-19 sind die Einkaufspreise der Arzneimittel gestiegen und gleichzeitig hat sich in einigen Kundensegmenten wie z.B. den Klinik-Apotheken durch abgesagte und verschobene Behandlungen die Nachfrage verringert und zu einem geänderten Arzneimittel-Verordnungsverhalten geführt. Dies führte wiederum in einigen Produktkategorien zu einem erhöhten Abgabedruck, durch den unwirtschaftliche Krankenkassen-Rabattverträge abgeschlossen werden mussten und somit zu negativen Einflüssen auf das Betriebsergebnis.
Diesen negativen Einflüssen auf das Kerngeschäft wirkt die HAEMATO-Gruppe auf vielfältige Weise entgegen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde weiter daran gearbeitet, die Geschäftstätigkeiten auf die Bereiche "Biosimilars" und "Medizinprodukte" auszuweiten. So wurden ab dem Frühsommer 2020 Produkte im Bereich der COVID-19 Diagnostik verkauft und im November ein eigener Onlineshop für Antigen-Schnelltests und FFP2-Atemschutzmasken eröffnet.
Darüber hinaus wurde damit begonnen, den Vertriebsfokus zunehmend auf den Verkauf von sogenannten "Specialty Pharma"-Arzneimitteln und hier insbesondere Originalpräparate und Biosimilars zu legen. "Specialty Pharma" - Arzneimittel sind unter anderem personalisierte Medikamente, die unter der Berücksichtigung wichtiger Parameter wie Blutwerte, Körpergröße und Körpergewicht zubereitet werden. Die aufwändige Entwicklung und Herstellung haben zur Folge, dass die Preise höher sind als bei gewöhnlichen Arzneimitteln. Allerdings ist mit der Individualisierung auch eine höhere und vor allem gezieltere Wirksamkeit verbunden. In Europa erwarten die Marktforscher von IMS Health in den Jahren 2015 bis 2020 ein jährliches Umsatzwachstum mit Specialty-Pharma-Arzneimitteln von zehn Prozent. Und auch in den USA entwickelt sich diese Medizin vom Nischenprodukt zum Megatrend. Nach Angaben des Drug Channels Institute (DCI) wird sich der Umsatz bis 2020 im Vergleich zu 2015 mehr als verdoppeln -von USD 98 Mrd. auf USD 212 Mrd. Der Anteil von Specialty-Pharma-Arzneimitteln am Gesamtumsatz mit Arzneimitteln dürfte sich dadurch von 27 % auf 44 % erhöhen. 11
Mit Datum vom 15. Dezember 2020 wurden von der M1 Kliniken AG mittels eines Geschäftsanteilseinbringungs- und Übertragungsvertrages ("Einbringungsvertrag") sämtliche Geschäftsanteile an der M1 Aesthetics GmbH an die erwerbende HAEMATO AG veräußert. Als Gegenleistung für die Veräußerung und Einbringung der M1 Aesthetics-Anteile hat die M1 Kliniken AG neue Aktien aus einer Sachkapitalerhöhung der HAEMATO AG (unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre) erhalten. Das Grundkapital der HAEMATO AG wurde um EUR 2.467.201 auf EUR 4.753.916 durch Ausgabe von 2.467.201 neuen Aktien erhöht. Die neuen Aktien wurden ausschließlich von der M1 Kliniken AG gezeichnet und übernommen. Die Einbringung der Sacheinlage erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2021. Nach Abschluss der Transaktion hält die M1 Kliniken AG insgesamt 75,8 % am Grundkapital der HAEMATO AG. Über die M1-Aesthetics erhält die HAEMATO-Gruppe Zugang zu dem Geschäftsfeld "Medizinprodukte und Arzneimittel für die ästhetische Medizin", welches bedeutende Ertragspotentiale für die Gruppe erschließt.
Weitere Unternehmenskäufe oder -verkäufe sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erfolgt.
Die Anzahl der Beschäftigten (ohne Auszubildene) hat sich von 174 Personen (davon 154 in Vollzeit) am 31.12.2019 auf 151 Personen (davon 132 in Vollzeit) zum 31.12.2020 verringert.
Im Juli 2020 wurde der Vorstand der HAEMATO AG durch das Ausscheiden von Herrn Uwe Zimdars um eine Person reduziert. Bis zum November 2020 war Herr Daniel Kracht Alleinvorstand, ehe Herr Patrick Brenske am 30. November 2020 zum weiteren Vorstandmitglied berufen wurde.
Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft unterliegt keinen besonderen saisonalen Einflüssen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine besonderen Schadens- oder Unglücksfälle auf.
Auf der Finanzierungsseite wurden plangemäß zum Stichtag 31.12.2020 EUR 7,0 Mio. Bankverbindlichkeiten zurückgeführt. Zusätzlich konnten die Lieferantenverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um EUR 6,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.
Das Finanzergebnis für das Jahr 2020 wurde durch nicht liquiditätswirksame, stichtagsbezogene Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 5,38 Mio. (Vorjahr EUR 0,74 Mio.) stark beeinflusst. Insgesamt beträgt das Finanzergebnis für das Jahr 2020 EUR -6,18 Mio. (Vorjahr EUR -1,17 Mio.).
Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2020 hat sich durch das negative Finanzergebnis auf EUR 4,83 Mio. erhöht (Vorjahr EUR 1,17 Mio.).
Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.
4.2.3 Lage
4.2.3.1 Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Umsätze des Unternehmens sind im Wesentlichen mit Parallelimporten und Original-Arzneimitteln erzielt worden. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik der Apotheker, Kliniken und Großhändler ab.
Der Handel mit Arzneimitteln ist weiterhin geprägt von großem Preisdruck, ausgelöst durch die Krankenkassen und Hersteller. Positive Sondereffekte konnten im Geschäftsjahr im Zuge des Handels mit Medizinprodukten basierend auf Schutzmaßnahmen der COVID-19 Pandemie erzielt werden. Die Erhöhung in der Ertragslage ist hauptursächlich im Anstieg des Umsatzes und damit einhergehend der Erhöhung des Rohergebnisses begründet.
Eine langfristige Auftragsreichweite sowie verpflichtende Abnahme- bzw. Liefermengen sind branchengemäß nicht üblich und nicht vorhanden.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe verringerte sich leicht von 93,13 % im Jahr 2019 auf 92,58 % im Geschäftsjahr 2020.
Die Personalkostenquote sank im Vergleich zum Vorjahr leicht und liegt im Geschäftsjahr 2020 bei 2,9 %. Dies bedeutet eine Verminderung um 0,3 % im Vergleich zu 2019. Nominal sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 8,02 Mio. stiegen um EUR 1,16 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 6,85 Mio.). Der Anstieg ist vor allem in der Erhöhung der Vermarktungskosten und der erhöhten Transport- und Logistikkosten aufgrund des gesteigerten Umsatzvolumens begründet.
Das EBIT im Geschäftsjahr betrug EUR 1,63 Mio. (Vorjahr: TEUR -19). Wir ermitteln das EBIT aus dem Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern, wobei auch die Beteiligungserträge der Finanzanlagen als festverzinsliche Bestandteile des Finanzergebnisses betrachtet werden. Das Geschäftsjahr 2020 war ertragsmäßig und wettbewerbsbedingt weiterhin ein schwieriges Jahr. Der Handel mit Arzneimitteln ist geprägt von großem Preisdruck, ausgelöst durch die Krankenkassen und Hersteller. Positive Sondereffekte konnten im Geschäftsjahr im Zuge des Handels mit Medizinprodukten basierend auf Schutzmaßnahmen der COVID-19 Pandemie erzielt werden. Die Erhöhung in der Ertragslage ist im Anstieg des Umsatzes mit Medizinprodukten und deren überdurchschnittlicher Rohmarge begründet.
Aufgrund der angespannten Geschäftslage im Kerngeschäft wurden im Laufe des Jahres neue Geschäftsfelder und -möglichkeiten eruiert, die sich mit dem vorhandenen und gut aufgestellten Einkaufs- und Vertriebsnetzwerk kurzfristig realisieren ließen. Dabei wurde das Geschäftsfeld der COVID-19 Diagnostik als vielversprechend identifiziert und mit hohem Ressourceneinsatz bearbeitet.
Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 wurden erfüllt. Das Umsatzwachstum von 20,5 % (EUR 238,3 Mio. zu EUR 197,8 Mio. im Geschäftsjahr 2019) übersteigt die Vorjahresprognose. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -19 auf TEUR 1.627 erhöht und konnte die getroffene Prognose bestätigen. Darüber hinaus wurde auch die Prognose eines positiven operativen Cashflows mit EUR 14,67 Mio. (Vorjahr EUR -2,76 Mio.) deutlich erfüllt.
4.2.3.2 Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Unsere Kapitalstruktur ist stabil. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu 2019 von TEUR 72.219 auf TEUR 125.480. Maßgeblicher Grund hierfür ist eine durchgeführte Kapitalerhöhung im Jahr 2020, bei der 2.467.201 neue Stückaktien ausgegeben wurden.
Die Eigenkapitalquote stieg auf Grundlage der Kapitalerhöhung im Jahr 2020 auf 74,22 %, in 2019 lag dieser Wert bei 56,17 %. Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2020 nicht ausgeschüttet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen 10,71 % (Vorjahr: 19,57 %) der Bilanzsumme. Die im Vorjahr umgesetzten Veränderungen in der Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr beibehalten. Die im Geschäftsjahr 2020 ausgelaufenen Kreditlinien wurden neu strukturiert. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von kurzfristiger Laufzeit. Die HAEMATO befindet sich weiter in Verhandlungen über zusätzliche Kreditlinien, um eine weitere Optimierung der Liquiditätssteuerung und zusätzliches Umsatzwachstum zu erreichen. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 7,71 % der Bilanzsumme (Vorjahr 15,26 %) und konnten um EUR 6,6 Mio. reduziert werden. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.
Unsere Investitionstätigkeiten in Sachanlagen sind gering. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen liegen. Daneben werden Investitionen in neue Geschäftsfelder weiter vorangetrieben, welche aus dem laufenden Cashflow geleistet werden können.
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.
Der operative Cashflow 2020 beträgt EUR 14,7 Mio. Darin enthalten sind EUR 20,3 Mio. aus der Verringerung des Vorratsvermögens, EUR -5,2 Mio. aus der Verringerung von Lieferantenverbindlichkeiten, EUR -3,4 Mio. aus der Verringerung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie EUR -3,0 Mio. aus der Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wie folgt dar:
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| Cashflow aus | 2020 TEUR |
2019 TEUR |
|---|---|---|
| laufender Geschäftstätigkeit | 14.670,8 | -2.763,3 |
| der Investitionstätigkeit | -844,4 | -701,3 |
| der Finanzierungstätigkeit | -4.491,6 | 48,5 |
| Cashflow gesamt | 9.334,8 | -3.416,1 |
4.2.3.3 Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns ist verglichen mit dem Bilanzstichtag vom Vorjahr weiterhin als gut zu bezeichnen.
Die Vorräte gingen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf TEUR 35.119 zurück (Vorjahr: TEUR 55.441).
Das Anlagevermögen verringerte sich auf TEUR 50.081 (Vorjahr: TEUR 55.798). Hauptursächlich hierfür ist die Bewertung der im Anlagevermögen gehaltenen Finanzanlagen zum Stichtagswert. Hier musste eine vorübergehende Wertminderung erfolgswirksam erfasst werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von TEUR 10.944 in 2019 auf TEUR 14.214 per 31.12.2020.
Die Liquiditätslage ist nach wie vor zufriedenstellend. Der HAEMATO-Konzern verfügt per 31.12.2020 über flüssige Mittel in Höhe von EUR 7,54 Mio. (Vergleich Vorjahr: EUR 2,10 Mio.).
Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
4.2.3.4 Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)
Die HAEMATO AG erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 3.991). Ursächlich für das verringerte Ergebnis ist im Wesentlichen der Rückgang der Beteiligungserträge aus Ausschüttungen der Töchterunternehmen. Diese betrugen im Geschäftsjahr TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 4.500).
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 0).
4.2.3.5 Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)
Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt grundsätzlich durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 115.922 (Vorjahr: TEUR 57.906).
Zum 31. Dezember 2020 verfügte die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 413).
Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2019 über eine Eigenkapitalquote von 99,86 %. Im Geschäftsjahr 2020 ist die Eigenkapitalquote mit 99,90 % konstant geblieben.
Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2020 auf insgesamt TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 62).
4.2.3.6 Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)
Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch die Erhöhung sonstiger Vermögensgegenstände. Diese ist begründet in der eingetragenen Sachkapitalerhöhung, die die Einlage der übernommenen M1 Aesthetics GmbH gegen Ausgabe von neuem Eigenkapital an die Muttergesellschaft M1 Kliniken AG beinhaltet. Die Finanzanlagen erhöhten sich im Vergleich zu 2019 leicht um TEUR 270 und bestehen in Höhe von TEUR 57.814 per 31.12.2020.
4.2.3.7 Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, EBIT und EBITDA heran.
Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr bei -3,6 % (Vorjahr -1,6 %).
Das EBIT beträgt TEUR 1.626,9 (Vorjahr: TEUR -18,7), das EBITDA beträgt TEUR 3.314,8 (Vorjahr: TEUR 1.896,6), das entspricht einer Steigerung von rund 75 %.
Der HAEMATO-Konzern arbeitet weiterhin erfolgreich und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
4.3 Prognosebericht
4.3.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick
Die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Die Frühindikatoren haben sich im Dezember 2020 eingetrübt, obwohl die Verschärfung des Lockdowns noch nicht maßgeblich mit eingeflossen ist. 12
Aufgrund der Unsicherheiten rund um den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie und damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens sind die Prognosen für das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Entwicklung des Pharmamarktes im Jahr 2021 mit zahlreichen Fragezeichen behaftet.
Gemäß den Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft sollte die Weltproduktion ihren im zweiten Halbjahr 2020 begonnenen Erholungskurs auch im Jahr 2021 fortsetzen und um 6,7 % steigen. Für das Jahr 2022 wird ein nochmaliges Wachstum von 4,7 % prognostiziert. Das Wachstum soll demnach insbesondere von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den USA und China getragen werden. Im Euroraum soll die Erholung insbesondere im Jahr 2021 mit einem Wachstum von 4,4 % deutlich geringer ausfallen. Der Grund: Die zweite Corona-Welle hatte Europa zum Jahresanfang 2021 fest im Griff. Und während der Erstellung dieses Berichtes beginnt bereits die dritte Welle. Insgesamt wird die Entwicklung des BIP in Deutschland, Europa und der Welt ganz wesentlich vom weiteren Infektionsgeschehen abhängen. 13
Die mittel und langfristigen Perspektiven des Pharmamarktes sind weiterhin positiv. Der demografische Wandel ist in vollem Gange und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst kontinuierlich. Der steigende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung stellt die Gesundheitssysteme weltweit vor Herausforderungen. Dies wird sich bei den Arzneimittelausgaben bemerkbar machen. So sollen diese -gemäß einer Studie von IQVIA - bis 2024 auf bis zu USD 1,145 Bio. steigen (2019: USD 955 Mrd.). Davon soll mit bis zu USD 695 Mrd. über die Hälfte in den Industriestaaten umgesetzt werden. Das Segment der Specialty Pharma soll in den kommenden Jahren überdurchschnittlich wachsen und seinen Anteil am Gesamtmarkt bis 2024 auf 42 % erhöhen. In den Industrienationen soll sich der Anteil sogar auf 52 % mehr als verdoppeln (2019: 23 %). 14
Die forschenden Pharma-Unternehmen sind innovativ auf unterschiedlichsten Gebieten der Medizin. Für 2021 sind insbesondere neue Medikamente gegen COVID-19 und verschiedene Krebsarten zu erwarten, aber auch mehrere neue HIV-Medikamente und Antibiotika. Auch für Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose, angeborenen Stoffwechselstörungen und vielen anderen Krankheiten dürfte es neue Behandlungsmöglichkeiten geben. Diese Einschätzung stützt sich auf die in der EU beantragten oder kürzlich erteilten Zulassungen für neue Medikamente sowie die beschleunigten Entwicklungsprogramme für COVID-19-Medikamente. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) rechnet auf dieser Basis damit, dass Unternehmen 2021 mehr als 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff in Deutschland herausbringen; 2020 waren es 32. 15
Die Entwicklungsarbeit in bisher nie gesehener Intensität gegen COVID-19 dürfte 2021 zur Einführung weiterer Impfstoffe wie auch therapeutischer Medikamente führen. Impfstoffe und Therapeutika dürften helfen, die Pandemie im Laufe des Jahres in Deutschland zurückzudrängen. Insgesamt dürften die Medikamente gegen Infektionskrankheiten ein Viertel oder mehr der Neueinführungen von 2021 ausmachen -ein seit vielen Jahren nicht mehr erreichter Spitzenwert. Ein weiteres Viertel der neuen Medikamente 2021 dürfte gegen unterschiedliche Krebserkrankungen gerichtet sein. 16
Auch die Perspektiven im Bereich der "Biosimilars" sind weiterhin als gut anzusehen. Biosimilars gehören zu den Biopharmazeutika und sind Nachfolgeprodukte ehemals patentgeschützter biotechnologisch hergestellter Arzneimittel und ein wichtiger Bestandteil einer solidarischen Arzneimittelversorgung. Bei gleicher Qualität und Wirksamkeit bedeuten sie für die Krankenkassen hohe Einsparmöglichkeiten. Alle Biopharmazeutika werden ausschließlich von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen, bevor sie auf den Markt kommen. Mit der Zulassung erteilt die EMA ein amtliches Gütesiegel. Für zugelassene Biosimilars heißt das: Sie sind hinsichtlich ihrer Wirkung mit den Erstanbieterpräparaten absolut gleichwertig und damit eine vollwertige Therapiealternative. 17 Das Potenzial auf diesem Sektor wird durch hohe Wachstumsrate und Dynamik als sehr groß eingeschätzt. 18
Künftig werden mehr und mehr biopharmazeutische Arzneimittel ihren Patentschutz verlieren. Dann können Biosimilars für die Versorgung bereitgestellt werden. Sie erweitern das Therapiespektrum des Arztes: Ärzte können dank Biosimilars erstmals auch bei den Bio-pharmazeutika auf absolut gleichwertige Arzneimittel zurückgreifen. Im Jahr 2018 sind mit einem Umsatzvolumen von EUR 825 Mio. mehr biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel aus dem Patent gelaufen als die bisher üblichen chemisch synthetisierten. 19
Nach Abzug der gesetzlichen Herstellerabschläge verblieb 2019 ein Ausgabenvolumen der Biopharmazeutika in der GKV von EUR 7,8 Mrd. (HAP - Herstellerabgabepreis). Ohne die Sondergruppe der Insuline verbleiben EUR 6,9 Mrd. Davon entfallen nur EUR 0,8 Mrd. auf Biosimilars. Eine Berechnung des Einsatzes von Biologika ergab, dass eine durchweg konsequente Verschreibung von Biosimilars im Jahr 2019 rund EUR 543 Mio. zusätzliche Einsparungen gebracht hätte. Die Umstellung auf Biosimilars könnte den Kassen in Zukunft also Einsparungen in Milliardenhöhe bringen. 20 Mit dem im August 2019 in Kraft getretenen Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wird die Marktdurchdringung mit Biosimilars gefördert. 21
Nach einer Prognose von IQVIA wird der Pharmamarkt in Deutschland bis 2023 zwischen 3 % und 6 % wachsen. Das Wachstum wird weiterhin hauptsächlich aus Spezialtherapeutika resultieren, z.B. Medikamenten zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen, Immunschwächekrankheiten, HIV-Infektion und Multipler Sklerose. 22
Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen, die die steigende Nachfrage nach kostengünstigen Arzneimitteln mit sich ziehen und Einsparbemühungen der Krankenkassen in Vordergrund stellen, sieht sich die HAEMATO-Gruppe mit ihrem Fokus auf Generika, EU-Originalarzneimittel und kostengünstige Spezialmedikamente in einer stabilen Basis für zukünftiges Wachstum. Dies wird unterstützt durch eine verstärkte Nachfrage nach Medizinprodukten aus dem Bereich der COVID-19-Diagnostik, wobei hier schwer einzuschätzen ist, wie lange dieser Trend anhält. Dabei soll sich der zukünftige Schwerpunkt der HAEMATO von den Generika hin zu den Spezialmedikamenten verlagern ("Specialty Pharma"). Dieser Arzneimittelbereich hat sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Megatrend entwickelt und wächst überproportional. Die HAEMATO-Gruppe ist in diesem Segment bereits sehr gut aufgestellt. Mit unserem direkten Zugang zu 4.800 Apotheken allein in Deutschland können wir in diesem Segment noch deutlich wachsen. Darüber hinaus werden bereits jetzt unter der HAEMATO Med pharmazeutische, medizinische und medizintechnische Produkte für die ästhetische Chirurgie und kosmetische Dermatologie entwickelt. Wir erwarten, dass sich diese Sortimentserweiterung positiv auf die Umsatz- und Margenentwicklung auswirkt. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die HAEMATO-Gruppe ihr Produktsortiment auch um Artikel erweitert, die aufgrund der Corona-Pandemie eine besondere Nachfrage erfahren haben (z.B. COVID-19 Antigen-Tests, medizinische Schutzmasken, etc.).
4.3.2 Unternehmerischer Ausblick
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotenzial, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden und Potenziale innerhalb der Wertschöpfungskette konsequent genutzt werden. Den möglichen Ausbau unseres Marktanteils im Parallelimportgeschäft sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder sehen wir als größten Wachstumsmotor für die künftige Entwicklung der HAEMATO-Gruppe. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU mit Start 9. Februar 2019 bringt Sicherheit im Bereich der Beschaffung und wird eine stabilere Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden. Wir erwarten, vor allem von kleineren Wettbewerbern, Marktanteile übernehmen zu können, denen die Umsetzung der Richtlinie nicht dauerhaft gelingt. Arzneimittelfälschungen und dem Inverkehrbringen dieser Produkte wird damit praktisch ein Riegel vorgeschoben.
Wir erwarten im Geschäftsjahr 2021 durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen eine Steigerung des Umsatzvolumens von 5 % - 10 %, welche zu einer Steigerung des EBIT im Bereich von 15 % - 25 % durch Erhöhung des absoluten Rohgewinnes beitragen soll. Dies wird folglich auch zu einer Verbesserung der Finanzlage führen und zu einem positiven operativen Cashflow beitragen. Den weiteren Ausbau der Kooperationen mit den gesetzlichen Versicherungsträgern werden wir mit einer optimierten Einkaufspolitik durch effizientere Nutzung der vorhandenen Datenbasis unterstützen. Durch die Erschließung neuer Absatzmärke werden wir versuchen, das Ertragspotenzial für zukünftige Berichtsperioden ebenfalls nachhaltig zu erhöhen. Der Umsatzprognose von 5 % - 10 % Steigerung (entspricht EUR 12 Mio. - EUR 24 Mio.) liegt die Annahme zugrunde, dass rd. 50 % der Steigerung auf eine Ausweitung des Geschäfts mit Medizinprodukten (insbes. COVID-19 Diagnostik) entfällt, welches im vergangenen Geschäftsjahr erst in der 2. Jahreshälfte angelaufen ist und somit auf ein volles Geschäftsjahr betrachtet, zu einer deutlichen Zunahme führen wird. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass mit den Produkten des bereinigten Portfolios eine weitere Steigerung des Umsatzes aufgrund der anhaltenden und ansteigenden Nachfrage erzielt werden kann. Die geplante Steigerung des EBIT resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisbeiträgen der hochmargigen Bereiche COVID-19 Diagnostik und Specialty Pharma sowie aus einem optimierten Lagermanagement mit Vorrats-Controlling, welches zu einem deutlich geringeren Anteil an Verfallsware führen soll.
Wesentlich detaillierte Prognosen sind aufgrund der Restriktionen durch die aktuell noch andauernde Corona-Pandemie nicht möglich.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
4.4 Risikobericht
4.4.1.1 Branchenspezifische Risiken
Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten europäischen Union, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder Single-Channel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren. Des Weiteren versuchen die Original-Hersteller durch Erhalt von hohen Listenpreisen, unter Abschluss von nachträglichen Rabattvereinbarungen, Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden.
Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeur gelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen.
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland mittlerweile die dritte Welle erreicht. "Uns stehen sehr schwere Wochen bevor", erklärte auch RKI-Chef Lothar Wieler. Deutschland stehe am Anfang der dritten Welle, die wohl schlimmer als die ersten beiden sein werde. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Fallzahlen stark steigen." Von der Mutante B.1.1.7 seien besonders Berufstätige, aber auch Kinder und Jugendliche betroffen. Ansteckungen gebe es vor allem in privaten Haushalten, aber auch in Kitas, Schulen und am Arbeitsplatz. 23 Aktuell plant die Bundesregierung eine Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ("Corona-Notbremse") mit umfangreichen Kontakt- und abendlichen Ausgangsbeschränkungen. Aus weiteren Verlängerungen und anhaltenden "Lockdowns" können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit führen können. Risiken für die HAEMATO-Gruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen.
4.4.1.2 Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig aufgrund unseres starken Direktvertriebes weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten. Die HAEMATO Gruppe könnte durch Wettbewerber mit finanziell oder organisatorisch größeren Ressourcen negativ belastet werden. Sollte die aggressive Preispolitik durch Vergabe von Rabattverträgen weiter zunehmen, wird das negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben oder zu Verlusten am Marktanteil führen.
Negative Änderungen der im Sozialgesetzbuch verankerten Importförderklausel sind nicht zu erwarten. Mit der Zustimmung des Bundesrates zum Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) entsteht umfängliche Planungssicherheit für die Abgabe von Importarzneimitteln. Sowohl die neuen Maßnahmen zum weiteren Ausbau der Arzneimittelsicherheit als auch neue Abgaberegelungen zur Realisierung weiterer Kosteneinsparungen werden per Gesetzgebung gemäß §129 SGB V festgeschrieben. Gleichzeitig tritt der neue Bundesrahmenvertrag 2019 des GVK-Spitzenverbandes und DAV mit verbindlichen Änderungen zur verpflichtenden Abgabe von Importarzneimitteln in Kraft. Preisgünstige Reimporte helfen Apotheken, das 2%-ige Einsparziel gemäß Rahmenvertrag zu erreichen. 24
Darüber hinaus sehen wir weiterhin gute Absatzchancen im Bereich der COVID-19 Diagnostik, da eine flächendeckende Eindämmung der Pandemie in Deutschland für das Jahr 2021 derzeit nicht absehbar ist und durch das Auftreten von mehreren "Virus-Mutationen" die Diagnostik weiter an Bedeutung gewinnen wird.
4.4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt. Wir bedienen uns eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt. Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystems sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die langfristigen Tranchen der Betriebsmittellinien stehen im kommenden Kalenderjahr zur Refinanzierung an. Die im Jahr 2019 gestarteten Gespräche mit den Banken konnten in 2020 erfolgreich fortgesetzt und mehrheitlich abgeschlossen werden. Es werden weitere Gespräche über zusätzliche Finanzierungen geführt. Aufgrund der seit Ende Februar 2021 verstärkt zunehmenden Corona-Pandemie sind finanzwirtschaftliche Risiken für die HAEMATO Gruppe kaum vorhersehbar. Die langfristig gehaltenen, börsennotierten Beteiligungen können hierbei, im Zuge einer vorübergehenden Wertminderung, zu einer nicht unwesentlichen Beeinflussung des Finanzergebnisses führen und somit auch das Gesamtergebnis des Konzerns maßgeblich beeinflussen.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
4.4.1.4 Risikomanagementsystem
Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.
Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.
4.4.2 Chancenbericht
Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum partizipieren.
Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der neuen Geschäftsfelder und kontinuierliche Optimierung des Produktmixes können ebenfalls wachstumsunterstützende Effekte erwartet werden. Dies betrifft insbesondere die Geschäftsfelder "Medizinprodukte / COVID-19 Diagnostik", "Specialty Pharma" sowie "Betäubungsmittel (Cannabis / Schmerzmittel)".
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
Dem Wettbewerb am Markt werden wir, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die HAEMATO-Gruppe wird sich zukünftig auf hochmargige Präparate mit einem Fokus auf Reimporte und Original-Arzneimittel sowie Medizinprodukte aus dem Bereich der COVID-19 Diagnostik konzentrieren, die ebenfalls hohe Margen versprechen. Darüber hinaus werden weiter an der Optimierung der internen Prozesse sowie Business-Intelligence-Lösungen gearbeitet. So wurden z.B. Optimierungen im EDV-Warenwirtschaftssystem, ein internes Einkaufs- und Vertriebscontrolling sowie ein optimiertes Supply-Chain-Management zur effizienteren Produktsteuerung und Preispositionierung eingeführt.
4.4.3 Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Unsicherheit hinsichtlich des Verlaufs der Corona Pandemie, einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Daneben können regulatorische Maßnahmen Risiken für die Entwicklung sein. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet.
4.5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potenzielle Forderungsausfälle.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
4.6 Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
4.7 Schlusserklärung nach § 312 Absatz 3 AktG
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Schönefeld, 2. März 2021
HAEMATO AG
Patrick Brenske, Vorstand
MIT SICHERHEIT KONTROLLIERT
5. KONZERNABSCHLUSS
5.1 Konzernbilanz
Bilanzierung nach IFRS
Aktiva
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| Anhangangabe | 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.2.1 | 7.541.941 | 2.100.938 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.2.2 | 14.214.310 | 10.943.633 |
| Vorräte | 6.2.3 | 35.119.482 | 55.440.878 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 6.2.4 | 2.749.552 | 2.761.363 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 6.2.5 | 58.499.540 | 666.284 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 6.2.6 | 852.637 | 856.331 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 118.977.461 | 72.769.426 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.2.7 | 37.979.135 | 38.249.018 |
| Sachanlagen | 6.2.8 | 2.103.180 | 2.166.462 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 6.2.9 | 9.863.652 | 15.246.994 |
| Sonstige langfristige Vermögensgegenstände | 6.2.10 | 134.768 | 135.268 |
| Langfristige Vermögensgegenstände | 50.080.736 | 55.797.743 | |
| AKTIVA | 169.058.197 | 128.567.169 | |
| Passiva | |||
| Anhangangabe | 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
| Kurzfristige Rückstellungen | 6.3.1 | 1.535.059 | 1.356.755 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 6.3.2 | 151.673 | 661.469 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.3.3 | 13.027.575 | 19.621.836 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 539.340 | 518.236 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.3.5 | 18.307.472 | 28.897.171 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.3.6 | 2.382.269 | 97.348 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.3.7 | 6.981.822 | 4.377.622 |
| Kurzfristige Schulden | 42.925.211 | 55.530.437 | |
| Langfristige Rückstellungen | 6.3.8 | 52.554 | 52.554 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 540.898 | 562.610 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.3.9 | 0 | 0 |
| Passive latente Steuern | 6.3.10 | 59.621 | 202.861 |
| Langfristige Schulden | 653.073 | 818.025 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.3.11 | 4.753.916 | 22.867.154 |
| Erworbene eigene Anteile | 6.3.11 | -1.719 | -17.201 |
| Kapitalrücklage | 6.3.11 | 98.573.005 | 22.367.791 |
| Kapitalrücklage für eigene Anteile | 6.3.11 | -101.253 | -85.799 |
| Gewinnrücklagen | 6.3.11 | 22.255.964 | 27.086.762 |
| Eigenkapital | 125.479.913 | 72.218.707 | |
| PASSIVA | 169.058.197 | 128.567.169 |
5.3 Konzerngesamtergebnisrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| Gewinn- und Verlustrechnung | Anhangangabe | 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6.4.1 | 238.333.085 | 197.834.803 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.4.3 | 487.611 | 1.459.897 |
| Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen | 6.4.4 | -220.645.708 | -184.236.272 |
| Personalaufwand | 6.4.5 | -6.844.899 | -6.307.752 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.4.6 | -8.015.298 | -6.854.104 |
| Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | EBITDA | 3.314.791 | 1.896.572 | |
| Abschreibungen | 6.4.7 | -1.687.883 | -1.915.252 |
| Operatives Ergebnis | EBIT | 1.626.908 | -18.680 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.4.8 | 646 | 319.961 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.4.9 | 4.136 | 8.239 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6.4.10 | -803.441 | -771.887 |
| Zuschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 18.777 | |
| Abschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | -5.383.342 | -744.483 | |
| Finanzergebnis | -6.182.001 | -1.169.393 | |
| Ergebnis vor Steuern | EBT | -4.555.093 | -1.188.073 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6.4.11 | -268.881 | 19.307 |
| Sonstige Steuern | 6.4.12 | -6.824 | -3.875 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -4.830.798 | -1.172.641 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) * | 6.4.13 | - 1,02 | -0,05 |
* in Bezug auf das Stammkapital zum 31.12.
5.4 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| Eigenkapitalveränderungsrechnung Teil I | 1. Gezeichnetes Kapital in EUR |
2. Erworbene eigene Anteile in EUR |
3. Kapitalrücklage in EUR |
|---|---|---|---|
| 1. Januar 2019 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| 1. Januar 2020 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| 520 Kapitalerhöhung | 2.467.201 | 0 | 55.624.799 |
| 521 Kapitalherabsetzung | -20.580.439 | 15.482 | -20 |
| 530 Einstellung in die Rücklagen | 0 | 0 | 20.580.435 |
| 31. Dezember 2020 | 4.753.916 | -1.719 | 98.573.005 |
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| Eigenkapitalveränderungsrechnung Teil II | 4. Kapitalrücklage für eigene Anteile in EUR |
5. Gewinnrücklagen in EUR |
6. Eigenkapital in EUR |
|---|---|---|---|
| 1. Januar 2019 | -85.799 | 30.544.398 | 75.676.343 |
| Jahresüberschuss | 0 | 1.172.641 | 1.172.641 |
| Ausschüttungen | 0 | -2.284.995 | -2.284.995 |
| 31. Dezember 2019 | -85.799 | 27.086.762 | 72.218.707 |
| 1. Januar 2020 | -85.799 | 27.086.762 | 72.218.707 |
| Jahresüberschuss | 0 | 4.830.798 | -4.830.798 |
| 520 Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 58.092.000 |
| 521 Kapitalherabsetzung | -15.454 | 0 | -20.580.431 |
| 530 Einstellung in die Rücklagen | 0 | 0 | 20.580.435 |
| 31. Dezember 2020 | 101.253 | 22.255.964 | 125.479.913 |
5.5 Konzernkapitalflussrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 14.670.772 | -2.763.338 |
| Periodenergebnis | -4.830.798 | -1.172.641 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.687.883 | 1.915.252 |
| Zu-/Abnahme der langfristigen Rückstellungen | 0 | 26.975 |
| Zu-/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | 728.304 | 996.281 |
| Zu-/Abnahme durch Zeitwertbewertung | 5.387.341 | 725.706 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | 20.321.396 | -11.063.947 |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen sowie andere Aktiva | -3.000.476 | -3.704.443 |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen sowie andere Passiva | -5.787.416 | 10.054.040 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 15.220 | 0 |
| Zinsaufwendungen/-erträge | 799.305 | 744.651 |
| Sonstige Beteiligungserträge | -646 | -319.961 |
| Ertragssteueraufwand/-ertrag | 268.881 | -19.307 |
| Ertragssteuerzahlungen | -918.222 | -945.944 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -844.435 | -701.339 |
| Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 7.011 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -676.272 | -748.509 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 5.496 | 56.211 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -177.794 | -344.253 |
| Zinserträge | 4.136 | 8.239 |
| Beteiligungserträge | 0 | 319.961 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -4.491.573 | 48.531 |
| Veränderungen der Bankverbindlichkeiten | -3.163.659 | 3.583.024 |
| Zinsaufwendungen | -777.424 | -713.835 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter | 0 | -2.284.995 |
| Tilgung Nutzungsrechte | -550.490 | -535.663 |
| Netto-Cashflow | 9.334.764 | -3.416.146 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | -1.792.823 | 1.623.323 |
| Jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Anfang der Periode | 3.893.760 | 3.975.995 |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 2.100.938 | 5.599.318 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 7.541.941 | -1.792.823 |
| Jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Ende der Periode | 0 | 3.893.760 |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 7.541.941 | 2.100.938 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | 5.441.003 | -3.498.380 |
MIT SICHERHEIT GEKENNZEICHNET
6. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
6.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
6.1.1 Berichtendes Unternehmen
Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 B eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die M1 Kliniken AG. Im Juli 2020 übernahm die M1 Kliniken AG die Anteile der HAEMATO AG von der MPH Health Care AG, die wiederum Muttergesellschaft der M1 Klinken AG ist. Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich mit Fokus auf die Wachstumsmärkte der hochpreisigen Spezial-Pharmazeutika aus den Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig.
6.1.2 Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der HAEMATO AG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Er wurde vom Vorstand am 5. März 2021 zur Veröffentlichung genehmigt.
Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.
Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.
Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
6.1.3 Funktionale- und Darstellungswährung
Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Euro gerundet.
6.1.4. Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden
Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.
Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmals für Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen:
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| ― | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards |
| ― | Änderungen an den IAS 1 und IAS 8: Definitionen von "wesentlich" |
| ― | Änderungen an IFRS 3: Definitionen eines Geschäftsbetriebs |
| ― | Reform der Referenzzinssätze (Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7) |
Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:
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| ― | Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16) -beginnend ab 01.01.2021 |
| ― | Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung IAS 37 -beginnend ab 01.01.2022 |
| ― | Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020 -beginnend ab 01.01.2022 |
| ― | Sachanlagen: Erträge vor der geplanten Nutzung (Änderungen an IAS 16) -beginnend ab 01.10.2022 |
| ― | Verweise auf das Rahmenkonzept (Änderungen an IFRS 3) -beginnend ab 01.01.2022 |
| ― | Einstufung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig -beginnend ab 01.01.2023 |
| ― | IFRS 17 Versicherungsverträge und Änderungen an IFRS 17 Versicherungsverträge -beginnend ab 01.01.2023 |
| ― | Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28) -noch offen |
6.1.5 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:
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| ― | HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 1. April 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| ― | HAEMATO MED GmbH (ab dem 22. Mai 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| ― | Sanate GmbH (ab dem 24. September 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 34.584 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000.
Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag 31.12.2020 wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteilsquote in % |
|---|---|
| HAEMATO PHARM GmbH * , Schönefeld | 100,00 |
| HAEMATO MED GmbH ** , Schönefeld | 100,00 |
| Sanate GmbH *** , Schönefeld | 100,00 |
* Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH.
** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO MED GmbH.
*** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH.
6.1.6 Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden -mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden -mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.
6.1.7 Schätzungen und Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Ermessensentscheidungen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
6.2 Angaben zur Konzernbilanz | Aktiva
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.
6.2.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.
6.2.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 14.214 (Vorjahr: TEUR 10.944) belaufen, werden mit dem Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.
6.2.3 Vorräte
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden grundsätzlich nach der Einzelzuordnungsmethode ermittelt und beinhalten die Kosten des Erwerbs sowie diejenigen Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei gleichartigen Vorräten, die in einer größeren Stückzahl vorliegen und untereinander austauschbar sind, erfolgt die Zuordnung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten basierend auf einer Normalauslastung.
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 766.571 | 611.021 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 0 | 0 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 32.871.341 | 53.555.670 |
| Anspruch auf Rückholung von Produkten | 1.441.253 | 1.090.120 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 40.317 | 184.068 |
| Vorräte | 35.119.482 | 55.440.878 |
6.2.4 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald HAEMATO Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten wählt HAEMATO den Handelstag sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für den bilanziellen Abgang. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente einer der in IFRS 9 Finanzinstrumente aufgeführten Bewertungskategorien (finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zugeordnet. Dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbare Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, beinhalten nur Tilgungen und Zinsen und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
6.2.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich unter anderen um Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben, Rechnungsabgrenzungsposten sowie um debitorische Kreditoren. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind TEUR 58.092 aus der Übernahme der M1 Aesthetics GmbH enthalten. Diese wurde durch eine Sachkapitalerhöhung finanziert. Die Anteile der M1 Aesthetics GmbH gehen vertragsgemäß zum 01.01.2021 von der M1 Kliniken AG an die HAEMATO AG über.
6.2.6 Forderungen aus Ertragssteuern
Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Ertragssteuererstattungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinserstattungen. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es überwiegend wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können.
6.2.7 Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann. Eine Änderung von einer unbegrenzten auf eine begrenzte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden grundsätzlich linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis zehn Jahre). Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen bezüglich der erwarteten Nutzungsdauer werden als Schätzungsänderung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in den Funktionskosten berücksichtigt.
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| EUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | Σ Immaterielle Vermögensgegenstände |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2019 | 6.647.103 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.079.763 | 52.223.498 |
| Zugänge | 521.308 | 0 | 0 | 227.201 | 748.509 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -7.011 | -7.011 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 7.168.411 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.299.953 | 52.964.996 |
| 1. Januar 2020 | 7.168.411 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.299.953 | 52.964.996 |
| Zugänge | 675.080 | 0 | 0 | 1.192 | 676.272 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2020 | 7.843.491 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.301.145 | 53.641.268 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |||||
| 1. Januar 2019 | -4.680.439 | 0 | -8.866.035 | 0 | -13.546.473 |
| Abschreibungen | -669.774 | 0 | -499.730 | 0 | -1.169.504 |
| 31. Dezember 2019 | -5.350.213 | 0 | -9.365.765 | 0 | -14.715.977 |
| 1. Januar 2020 | -5.350.213 | 0 | -9.365.765 | 0 | -14.715.977 |
| Abschreibungen | -640.969 | 0 | -305.186 | 0 | -946.155 |
| 31. Dezember 2020 | -5.991.182 | 0 | -9.670.951 | 0 | -15.662.133 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2019 | 1.818.198 | 34.583.689 | 547.179 | 1.299.953 | 38.249.018 |
| 31. Dezember 2020 | 1.852.309 | 34.583.689 | 241.993 | 1.301.145 | 37.979.135 |
6.2.8 Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt. Soweit relevant, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder -falls höher -dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.
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| EUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Nutzungsrechte | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Σ Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| 1. Januar 2019 | 47.359 | 646.756 | 1.819.011 | 0 | 0 | 2.513.126 |
| Zugänge | 0 | 5.305 | 184.369 | 1.577.338 | 154.579 | 1.921.591 |
| Abgänge | 0 | 0 | -89.647 | -11.537 | 0 | -101.184 |
| 31. Dezember 2019 | 47.359 | 652.061 | 1.913.733 | 1.565.801 | 154.579 | 4.333.533 |
| 1. Januar 2020 | 47.359 | 652.061 | 1.913.733 | 1.565.801 | 154.579 | 4.333.533 |
| Zugänge | 0 | 101.075 | 71.255 | 525.457 | 5.373 | 703.160 |
| Abgänge | 0 | 0 | -48.642 | -16.353 | 0 | -64.996 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 159.952 | 0 | -159.952 | 0 |
| 31. Dezember 2020 | 47.359 | 753.136 | 2.096.298 | 2.074.904 | 0 | 4.971.697 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | ||||||
| 1. Januar 2019 | -34.658 | -200.611 | -1.231.026 | 0 | 0 | -1.466.295 |
| Abschreibungen | -5.207 | -66.149 | -162.582 | -511.810 | 0 | -745.748 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 11.537 | 0 | 11.537 |
| Abgänge | 0 | 0 | 33.435 | 0 | 0 | 33.435 |
| 31. Dezember 2019 | -39.865 | -266.760 | -1.360.172 | -500.274 | 0 | -2.167.071 |
| 1. Januar 2020 | -39.865 | -266.760 | -1.360.172 | -500.274 | 0 | -2.167.071 |
| Abschreibungen | -565 | -66.175 | -151.902 | -527.084 | 0 | -745.727 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 16.353 | 0 | 16.353 |
| Abgänge | 0 | 0 | 27.926 | 0 | 0 | 27.926 |
| 31. Dezember 2020 | -40.430 | -332.935 | -1.484.148 | -1.011.004 | 0 | -2.868.518 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2019 | 7.494 | 385.301 | 553.561 | 1.065.527 | 154.579 | 2.166.462 |
| 31. Dezember 2020 | 6.929 | 420.201 | 612.150 | 1.063.900 | 0 | 2.103.180 |
6.2.9 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.
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| Finanzielle Vermögenswerte EUR |
|
|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| 1. Januar 2019 | 6.882.048 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 6.882.048 |
| 1. Januar 2020 | 6.882.048 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| 31. Dezember 2020 | 6.882.048 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |
| 1. Januar 2019 | 11.441.709 |
| Zuschreibungen | -744.483 |
| Zuschreibungen | 18.777 |
| Abgänge | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 8.364.946 |
| 1. Januar 2020 | 8.364.946 |
| Abschreibungen | -5.383.342 |
| 31. Dezember 2020 | 2.981.604 |
| Buchwerte | |
| 31. Dezember 2019 | 15.246.994 |
| 31. Dezember 2020 | 9.863.652 |
6.2.10 Sonstige langfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.
MIT SICHERHEIT GUT BERATEN
6.3 Angaben zur Konzernbilanz | Passiva
6.3.1 Kurzfristige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.
Die angesetzten Rückstellungen sind der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar:
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| Rückstellungen in TEUR |
01.01.2020 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Prüflings- und Jahresabschlusskosten | 52 | 52 | 0 | 54 | 54 |
| Personal / Urlaubsansprüche | 127 | 127 | 0 | 119 | 119 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 30 | 30 | 0 | 20 | 20 |
| Sonstige | 1.148 | 1.060 | 65 | 1.319 | 1.342 |
| 1.357 | 1.535 |
6.3.2 Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern
Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Darüber hinaus beinhalten die im Geschäftsjahr ausgewiesenen tatsächlichen Steuern auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinszahlungen und Strafen auf Steuernachzahlungen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit).
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| in TEUR | 01.01.2020 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 661 | 661 | 0 | 152 | 152 |
Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG / § 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht, und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Klageverfahren; gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.
6.3.3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
6.3.4 Leasingverbindlichkeiten
Die HAEMATO-Gruppe aktiviert nach IFRS 16 Leasingverträge aus dem Operate Leasing als Nutzungsrechte und schreibt diese über die Laufzeit der Verträge ab. Aus den Leasingzahlungen entstehen Verbindlichkeiten, die abhängig von der Laufzeit in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten zu unterscheiden sind und abgezinst werden. Für Weiteres wird auf Punkt 4 verwiesen.
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Nutzungsrecht | 1.063.900 | 1.065.527 |
| Anzahlung | -1.500 | 0 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 116 | 116 |
| X Aktivseite | 1.062.515 | 1.065.643 |
| Verbindlichkeiten | 1.080.606 | 1.080.852 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 539.340 | 518.236 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 541.266 | 562.616 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | -368 | -6 |
| X Passivseite | 1.080.238 | 1.080.845 |
| Abschreibung | -527.084 | -511.810 |
| Zinsaufwand | -27.279 | -39.055 |
| X Gewinn- und Verlustrechnung | -554.363 | -550.865 |
| Leasingaufwand | 551.843 | 535.663 |
| X Korrektur Leasingaufwand | 551.843 | 535.663 |
6.3.5 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Krediten und Kontokorrentkrediten, erhaltenen Darlehen und kreditorische Debitoren. Der Vorstand befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Kreditinstituten zur Refinanzierung der Betriebsmittellinien.
6.3.6 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
6.3.7 Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten
Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften, die Finanzinstrumente darstellen. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn HAEMATO von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass dem Kunden diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird.
Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert.
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Rücklieferungsrechte | 1.563.173 | 1.179.018 |
| Rabattverträge/ Herstellerrabatte | 5.418.649 | 3.198.603 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.981.822 | 4.377.622 |
6.3.8 Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
6.3.9 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
6.3.10 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden
Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und -vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. HAEMATO nimmt eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern vor, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können.
Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
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| ― | einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder |
| ― | dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft nicht kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2020 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
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| Temporäre Differenzen in TEUR |
31.12.2019 | ergebniswirksam erfasst | erfolgsneutral erfasst | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Bewertung der immateriellen Vermögenswerte | 133 | -74 | 0 | 59 |
| Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente | 66 | -65 | 0 | 1 |
| Fair Value Bewertung finanzieller Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen | 4 | -4 | 0 | 0 |
| Passive latente Steuern | 203 | 60 |
Im Zusammenhang mit der Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die nach Fair Value bewerteten IFRS-Wertansätze die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 273). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % und anderer Komponenten ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 66).
Die unterschiedlichen gesetzlichen Bewertungsmethoden nach Steuerrecht und Handelsrecht als auch beim Ansatz nach IFRS führen bei der Ermittlung der Rückstellungen zu Abweichungen. Zusammen mit der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag führen diese unterschiedlichen Wertansätze zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4).
Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 %), die sich zum Stichtag auf TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 133) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2020 TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 547) betragen.
6.3.11 Eigenkapital
Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.753.916,00 ist eingeteilt in 4.753.916 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00.
2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 6,75 Mio. durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu EUR 2,0 Mio. aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu EUR 4,75 Mio. aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben; es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis belief sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4,6 Mio. durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu EUR 1,1 Mio. aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu EUR 3,5 Mio. aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.
Im 2. Quartal 2017 wurde durch Ausgabe von 1.201.102 neuer Stückaktien im Nennwert von EUR 1,00 das Grundkapital auf EUR 21.980.000 erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 6,20 ausgegeben. Das Agio wurde in Höhe von EUR 6,25 Mio. vollständig in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die HAEMATO AG hat mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 26.09.2017 alle von der Gesellschaft ausgegebenen Genussscheine (ISIN: DE000A0EQVT2/WKN: A0EQVT) gem. § 3 Abs. 1 der Genussscheinbedingungen in der Fassung der Beschlussfassung der Gläubigerversammlung vom 21. Dezember 2009 zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Die Gesellschaft machte gemäß § 3 Abs. (2) der Genussscheinbedingungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Genussscheininhabern anstelle des Rückzahlungsbetrags Aktien der HAEMATO AG zu gewähren. Dazu wurden im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 9.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/I) im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154 ausgegeben. Das Grundkapital betrug danach EUR 22.867.154.
Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juli 2020 wurde das Grundkapital im Verhältnis 10:1 herabgesetzt. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug danach EUR 2.286.715 und ist eingeteilt in 2.286.715 Stückaktien.
Gemäß des Beschlusses des Aufsichtsrats vom 15. Dezember 2020 wurde das Grundkapital der HAEMATO AG um EUR 2.467.201 auf EUR 4.753.916 erhöht. Hierzu wurden 2.467.201 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von EUR 1,00 ausgegeben. Die Erhöhung des Grundkapitals erfolgt im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung. Hierzu werden gemäß notariellem Geschäftsanteilseinbringungs- und Übertragungsvertrag 100 % der Anteile an der M1 Aesthetics GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übertragen. Die M1 Kliniken AG zeichnet im Gegenzug die zum Zweck des Erwerbs ausgegebenen Anteile.
Genehmigtes Kapital
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2023 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von insgesamt noch bis zu 8.522.799 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu EUR 8.522.799 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/I).
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9.06.2016 um bis zu EUR 9.502.295 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 9.502.295 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I).
Im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 9.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/I) wurden im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154 ausgegeben.
Erworbene eigene Anteile
Die Gesellschaft hielt zum Zeitpunkt der Rückzahlung in 2018 1.030 Stück der gekündigten Genussscheine. Durch Rückzahlung in Form von Aktien erhielt die HAEMATO AG 17.201 eigene Aktien. Das Agio in Höhe von TEUR 85,8 aus der Wandlung der Genussscheine wurde in die Kapitalrücklage für eigene Anteile eingestellt.
Nach der Kapitalmaßnahme aus Juli 2020 belaufen sich die erworbenen eigenen Aktien auf 1.719. Im gleichen Schritt erhöht sich die Kapitalrücklage der eigenen Anteile auf TEUR 101,3.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
6.3.12 Eventualverbindlichkeiten
Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über EUR 3 Mio. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen.
Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.
6.4 Angaben zur Gesamtergebnisrechnung
Grundsätze der Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diese erlangt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Produkten erlangt. In der Regel erfolgt der Übergang der Verfügungsgewalt im Zeitpunkt der Übergabe der Ware an das Versandunternehmen.
Grundsätzlich erfolgt die Zahlung aus dem Verkauf von Arzneimitteln durch den Kunden, wenn dieser die Verfügungsgewalt über diese erlangt.
Segmentberichterstattung nach IFRS 8
IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.
Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.
Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind.
Produkte und Dienstleistungen
Sämtliche Produkte (diverse Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.
Geografische Informationen
Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.
Wesentliche Kunden
Kein einziger externer Kunde hat im Geschäftsjahr 2020 jeweils 10 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.
Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden -unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung -berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.
6.4.1 Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln.
6.4.2 Bestandsveränderung
Die Bestandsveränderung enthält Minderungen von ausstehenden Betriebskostenabrechnungen.
6.4.3 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 1.460). Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung, Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen sowie Sachbezüge von Arbeitnehmern.
6.4.4 Materialaufwand
Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind.
6.4.5 Personalaufwand
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2020 enthaltene Personalaufwand beträgt TEUR 6.845 (Vorjahr: TEUR 6.308).
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -5.749.559 | -5.284.668 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.095.340 | -1.023.084 |
| Personalaufwand | -6.844.899 | -6.307.752 |
6.4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 8.015 (Vorjahr: TEUR 6.854) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten.
6.4.7 Abschreibungen
Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.688 (Vorjahr: TEUR 1.915). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
6.4.8 Erträge aus Beteiligungen
Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Dividenden.
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| Erträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten in TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| erhaltene Dividendenerträge | 1 | 320 |
6.4.9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus Zinsen für Steuererstattungen.
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| TEUR | Zinserträge 2020 | Zinserträge 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus gewährten Krediten und Forderungen | 4 | 5 |
| Erträge aus Zinsen für Steuererstattungen | 0 | 3 |
6.4.10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um die Abzinsung der Nutzungsrechte von Leasingverbindlichkeiten. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 772) belaufen, entfallen TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 39) auf die Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten.
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| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Zinsen aus Nutzungsrechten | -27 | -39 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten | - 776 | - 733 |
| Nettoergebnis | - 803 | - 772 |
6.4.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt.
Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:
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| TEUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Steueraufwand der laufenden Periode | -412 | - 101 |
| Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden | 0 | - 1 |
| Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden | 143 | 130 |
| -269 | 19 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung des anzuwendenden Effektivsteuersatzes in Höhe von derzeit 24,225 %.
Der ausgewiesene Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %) unter Anwendung des aktuell gültigen Gewerbesteuerhebesatzes für die Gemeinde Schönefeld.
6.4.12 Sonstige Steuern
Bei den sonstigen Steuern handelt es sich im Wesentlichen um Kfz-Steuer.
6.4.13 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.
Der gewichtete Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien ermittelt sich wie folgt:
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| Zeitraum | Anzahl Stammaktien | Gewichtung | Gewichteter Anteil |
|---|---|---|---|
| 1. Januar - 31. Dezember 2019 | 22.867.154 | 365/365 | 22.867.154 |
| 1. Januar - 28. Juli 2020 | 22.867.154 | Gem. Beschluss der Hauptversammlung erfolgte die Herabsetzung des Grundkapitals im Verhältnis 10:1 | |
| 1. Januar - 16. Dezember 2020 | 2.286.715 | 351/366 | 2.192.997 |
| 17. Dezember - 31. Dezember 2020 | 4.753.916 | 15/366 | 194.832 |
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| EUR | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss | -4.830.798 | -1.172.641 |
| Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 2.387.829 | 22.867.154 |
| Ergebnis je Aktie | -2,02 | - 0,05 |
6.5 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Der Zahlungsmittelbestand enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.542 (Vorjahr: TEUR 2.101).
6.6 Sonstige Angaben
6.6.1 Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstand
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| Familienname | Vorname | Vertretungsbefugnis | Beruf | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Zimdars | Uwe | Gemeinsam vertretungsberechtigt | Kaufmann | Bis 30.06.2020 |
| Kracht | Daniel | Gemeinsam vertretungsberechtigt | Kaufmann | |
| Brenske | Patrick | Alleinvertretungsberechtigt | Kaufmann | Ab 30.11.2020 |
Aufsichtsrat
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| Familienname | Vorname | Funktion | Beruf |
|---|---|---|---|
| Grosse | Andrea | Vorsitzende | Rechtsanwältin |
| Prof. Dr. Dr. Meck | Sabine | Stellvertretende Vorsitzende | Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin |
| Dr. Braun | Marion | Mitglied | Ärztin |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45).
6.6.2 Mitarbeiterzahl
In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 169 Arbeitnehmer (Vorjahr: 166 Arbeitnehmer) beschäftigt.
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| Gewerbliche Mitarbeiter | Angestellte | davon leitende Angestellte | Summe |
|---|---|---|---|
| 82 | 87 | 13 | 169 |
6.6.3 Finanzinstrumente
Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten für die jeweiligen Klassen der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2020 nach IFRS 9.
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikatoren für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Nachfolgende Methoden und Prämissen wurden dabei zugrunde gelegt.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die Marktwertermittlung der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird ebenfalls unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
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| 31.12.2020 EUR |
31.12.2020 EUR |
|
|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 34.369.455 | 34.369.455 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7.541.941 | 7.541.941 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.214.310 | 14.214.310 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 2.749.552 | 2.749.552 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.749.552 | 2.749.552 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 9.863.652 | 9.863.652 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.863.652 | 9.863.652 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -31.335.047 | -31.335.047 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -13.027.575 | -13.027.575 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -18.307.472 | -18.307.472 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -18.307.472 | -18.307.472 |
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| 31.12.2019 EUR |
31.12.2019 EUR |
|
|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.052.928 | 31.052.928 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.100.938 | 2.100.938 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.943.633 | 10.943.633 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 2.761.363 | 2.761.363 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.761.363 | 2.761.363 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 15.246.994 | 15.246.994 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 15.246.994 | 15.246.994 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -48.519.007 | -48.519.007 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -19.621.836 | -19.621.836 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -28.897.171 | -28.897.171 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -28.897.171 | -28.897.171 |
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Nettoerträgen /-verlusten aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:
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| Erträge Kategorie in TEUR |
2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 4 | 8 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | -5.383 | -726 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | - 803 | - 772 |
Die Erträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen erhaltene Zinsen.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente beinhalten im Wesentlichen Erträge bzw. Verluste aus der Bewertung dieser Instrumente.
Die Aufwendungen (Abschreibungen) aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 5.383 (Vorjahr: TEUR 744) ergeben sich im Wesentlichen aus der Stichtagsbewertung der durch die HAEMATO AG gehaltenen Aktien der M1 Kliniken AG (1.063.547 Aktien). Die M1-Aktien wurden der HAEMATO AG vor Börsengang der M1 Kliniken AG im Jahr 2015 übertragen und betreffen eine Abgeltung des bei der Gründung der M1 entstandenen Aufwandes sowie erzeugten unternehmerischen Wertes.
Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen für die kurz- und langfristigen Betriebsmittelkredite.
6.6.4 Management von Finanzrisiken
Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATOGruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren. Daneben ist die HAEMATO-Gruppe Marktpreisrisiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen; hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben. Der Konzern unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus dem operativen Geschäft (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts einhergehen. Sofern diese Finanzrisiken eintreten, wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns negativ beeinflusst.
Die Leitlinien, die den Risikomanagementprozessen für die Finanzrisiken des Konzerns zugrunde liegen, sind darauf ausgerichtet, dass die Risiken konzernweit identifiziert und analysiert werden. Ferner zielen sie auf eine geeignete Begrenzung und Kontrolle der Risiken ab sowie auf deren Überwachung mithilfe verlässlicher und moderner Verwaltungs- und Informationssysteme. Die Leitlinien sowie die Systeme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktentwicklungen angepasst. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken.
Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen, entsprechen deren Buchwerten (ohne Berücksichtigung gegebenenfalls vorhandener Kreditsicherheiten). Die maximale Risikoposition entspricht in diesen Fällen den erwarteten künftigen Auszahlungen.
Liquide Mittel
Die liquiden Mittel des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die liquiden Mittel werden vorwiegend bei Finanzinstituten mit hoher Bonität innerhalb Deutschlands gehalten. Die Limits und ihre Ausnutzungen werden laufend überprüft. Damit unterliegen die liquiden Mittel keinem wesentlichen Kreditrisiko.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus den Verkaufsaktivitäten von Arzneimitteln. Das Kreditrisiko beinhaltet das Ausfallrisiko der Kunden, zu denen unter anderem pharmazeutische Großhändler, Hersteller, Apotheken sowie Klinikapotheken gehören. Um Kreditrisiken zu identifizieren, prüft HAEMATO die Bonität von Kunden. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch verschiedene Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z. B. den Eigentumsvorbehalt sowie Kundenanzahlungen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zudem erfolgt eine Steuerung ergänzend durch eine Vorhaltung von ausreichend liquiden Mitteln und Kreditlinien bei Banken.
In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (nicht diskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2019 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt.
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2020 TEUR |
Cashflow bis 1 Jahr TEUR |
Cashflow >1 Jahr bis 5 Jahre TEUR |
Cashflow >5 Jahre TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 18.100 | 18.100 | 0 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 13.235 | 13.235 | 0 | 0 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2019 TEUR |
Cashflow bis 1 Jahr TEUR |
Cashflow >1 Jahr bis 5 Jahre TEUR |
Cashflow >5 Jahre TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 28.557 | 28.557 | 0 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 19.962 | 19.962 | 0 | 0 |
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 13.028 (Vorjahr: TEUR 19.622) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 340) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2020 die in Anspruch genommenen Betriebsmittellinien.
Zinsänderungsrisiko
Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2020 beliefen sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 18.100 (Vorjahr: TEUR 25.157). Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen, welche zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:
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| Inanspruchnahme in TEUR |
Konditionen | |
|---|---|---|
| Darlehen über TEUR 8.000 | 5.100 | 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 1,50 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 5.000 | 4.000 | 2,9 % p.a. auf EONIA |
| Darlehen über TEUR 9.000 | 4.000 | Nach Vereinbarung Anpassung entspr. EURIBOR |
| Darlehen über TEUR 5.000 | 5.000 | 2,95 % p.a. |
Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 13.100 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 131. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 131.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.
Wechselkursrisiko
Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie nachfolgend tabellarisch dargestellt.
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| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| Währungen der Länder | 31.12.2020 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Norwegen (NOK) | 0,2 | 0,0 | 193,5 | 1.029,8 |
| Großbritannien (GBP) | 0,4 | 0,2 | 772,7 | 157,5 |
| Tschechische Republik (CZK) | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Polen (PLN) | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Rumänien (RON) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Dänemark (DKK) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,8 |
Tabelle 1: Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag
Sonstige Preisrisiken
Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.
6.6.5 Honorare des Abschlussprüfers
Die Aktionäre der HAEMATO AG haben in der Hauptversammlung am 21. Juli 2020 den Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff zum Abschlussprüfer gewählt.
Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse sowie alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen, der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der projektbegleitenden rechnungslegungsbezogenen IT- und Prozessprüfungen.
Steuerberatungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht.
Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2020 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 50 gebildet.
6.6.6 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der MPH Health Care AG gehören, in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (47). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.
Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
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| Forderungen / Verbindlichkeiten an / gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2020 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
|---|---|---|
| Forderungen an nahestehende Rechtspersonen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Rechtspersonen | 2 | 7.516 |
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| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2020 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
|---|---|---|
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 1.151 | 2.823 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 9.910 | 15.596 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 138 | 0 |
6.6.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Herr Daniel Kracht scheidet mit Wirkung zum 1. März 2021 auf eigenen Wunsch aus der HAEMATO-Gruppe aus. Alleinvorstand ist ab diesem Datum Herr Patrick Brenske.
Schönefeld, den 1. März 2021
Patrick Brenske, Vorstand
MIT SICHERHEIT 1:1 DAS ORIGINAL
6.6.8 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und dem Lagebericht 2020 der HAEMATO AG unter dem Datum 20. April 2021 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An den Aufsichtsrat der HAEMATO AG, Schönefeld:
Prüfungsurteile
Ich habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der HAEMATO AG -bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.20120, Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2020, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2020, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2020, Konzernanhang (notes) für die Zeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 sowie den Konzernlagebericht geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Konzern-Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern-Lagebericht in Einklang mit dem Konzern-Jahresabschluss, entspricht den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
| ― | Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. |
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den Konzern-Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Jahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus:
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| ― | identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzern-Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzern-Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | beurteile ich den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzern-Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen." |
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, den 20. April 2021
Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer
MIT SICHERHEIT ZUKUNFTSORIENTIERT
7. WEITERE INFORMATIONEN
7.1 Die Aktie
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| KENNZAHLEN ZUR AKTIE | 2020 | 2019 |
|---|---|---|
| Aktiengattung | Inhaber Aktie o.N. | Inhaber Aktie o.N. |
| Grundkapital | EUR 4.753.916 | EUR 22.867.154 |
| Anzahl Stammaktien | 4.753.916 (Stück) | 22.867.154 (Stück) |
| WKN / ISIN | A289VV / DE000A289VV1 | 1619070/DE0006190705 |
| Börsenkürzel / Symbol | HAEK | HAE |
| Handelsplätze | Xetra, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin, Tradegate, Düsseldorf, München | |
| Börsenzulassung | Frankfurter Wertpapierbörse | |
| Erster Handelstag | 05.12.2005 | |
| Marktsegment | Entry Standard (Open Market) | |
| Designated Sponsor, Listing Partner | ICF Kursmakler AG | |
| Spezialist | ODDO SEYDLER BANK AG | |
| Coverage | GBC AG, First Berlin Equity Research GmbH | |
| Marktkapitalisierung | EUR 109,34 Mio. (zum 31.12.2020 | - Xetra) |
7.2 Finanzkalender
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| 21. April 2021 | Vorläufige Zahlen 2020 |
| 26. Mai 2021 | Geschäftsbericht 2020 |
| 31. Mai 2021 | Ergebnis QI 2021 |
| 13. Juli 2021 | Hauptversammlung |
| 31. August 2021 | Zwischenbericht 2021 |
| 30. November 2021 | Ergebnis QIII 2021 |
7.3 Glossar
AMNOG
Deutsches Gesetz zur Neuregelung des Arzneimittelmarktes, das zum 01.01.2011 in Kraft getreten ist
Bilanzgewinn
Saldo aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres, Gewinn- oder Verlustvortrag und Ergebnisverwendung
Biosimilars
Nachahmerpräparate von Biopharmazeutika (biotechnologisch hergestellte Arzneimittel), die keinem Patentschutz mehr unterliegen
BtM
Abkürzung für Betäubungsmittel
Cashflow
Wirtschaftliche Messgröße, die etwas über die Liquidität eines Unternehmens aussagt; Stellt den während einer Periode erfolgten Zufluss an liquiden Mitteln dar
Dividende
Gewinnanteil je Aktie einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird
EBIT
(engl.) bedeutet earnings before interest and taxes: der Gewinn vor Zinsen und Steuern; sagt etwas über den betrieblichen Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus
EBITDA
(engl.) bedeutet earnings before interest, taxes, depreciation and amortization: Zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern werden die Abschreibungen auf Wertgegenstände und immaterielle Vermögenswerte hinzuaddiert.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien. Die Berechnung erfolgt nach IAS 33.
GKV
Abkürzung für die gesetzliche Krankenversicherung
GSAV
Abkürzung für das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung
Patent
In Anwendung auf den Pharmamarkt: Gewerbliches Schutzrecht für einen neu entwickelten pharmazeutischen Wirkstoff; In der EU beträgt die zeitlich begrenzte Marktexklusivität 20 Jahre.
Onkologie
Wissenschaft, die sich mit Krebserkrankungen beschäftigt
Orphan Diseases
Gruppe von seltenen Erkrankungen, die zwar nur wenige Menschen betreffen, jedoch wegen ihrer Schwere oder Gefährlichkeit die Aufmerksamkeit der Behörden, Ärzte- und Patientenorganisationen erfahren
Zulassung
Behördlich erteilte Genehmigung, die erforderlich ist, um ein industriell hergestelltes, verwendungsfertiges Arzneimittel anbieten, vertreiben oder abgeben zu können.
7.4 Quellen
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| ― | Vgl. www.vad-news.de/parallelhandel/einwaende/ |
| ― | Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise_2020/21 |
| ― | Vgl. Kieler Konjunkturberichte: Weltwirtschaft im Frühjahr 2021, S. 15 |
| ― | Vgl. Kieler Konjunkturberichte: Weltwirtschaft im Winter 2020, S. 2-4 |
| ― | Vgl. Pressemitteilung BMWI vom 14.01.2021 "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2021", S. 1-2 |
| ― | Vgl. IQVIA Marktbericht Classic 2021 |
| ― | Vgl. BPI: Pharma-Daten 2020, S. 50 |
| ― | Vgl. IQVIA Marktbericht Classic 2021, S. 5 |
| ― | Vgl. IQVIA, Arzneimitteltrends 2018: Einführung und Etablierung neuer Therapien, S.5 |
| ― | Vgl. Pharma Fakten: Die Branche, www.pharma-fakten.de |
| ― | Vgl. www.boerse-online.de/nachrichten/meinungen/specialty-pharma-vom-nischenprodukt-zum-megatrend-1002139412 |
| ― | Vgl. BMWI: Dossier Konjunktur und Wachstum vom 14.01.2021 |
| ― | Vgl. Kieler Konjunkturberichte: Weltwirtschaft im Frühjahr 2021, S. 2, 15 |
| ― | Vgl. IQVIA Outlook 2024 (March 2020), S. 1, 8, 9 |
| ― | Vgl. vfa, Pressemitteilung 001/2021 vom 01.01.2021 |
| ― | Vgl. vfa, Pressemitteilung 001/2021 vom 01.01.2021 |
| ― | Vgl. https://probiosimilars.de/biosimilars/infopoint/ |
| ― | Vgl. IQVIA: Fokus Biosimilars, S. 2 |
| ― | Vgl. https://probiosimilars.de/standpunkte/nachhaltige-gesundheitsversorgung/ |
| ― | Vgl. Arbeitsgemeinschaft probiosimilars: Biosimilars in Zahlen 2019, S. 10-12 |
| ― | Vgl. WIdO, Pressemitteilung: Gesetz wird Wettbewerb bei Biosimilars fördern, 29.01.2019 |
| ― | Vgl. Arzneimitteltrends 2018: Einführung und Etablierung neuer Therapien, S. 1 |
| ― | Vgl. www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-pandemie-rki-chef-wieler-die-dritte-welle-ist-die-schlimmste/27044488.html |
| ― | Vgl. https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/arzneimittel/rahmenvertraege/rahmenvertraege.jsp |
7.5 Impressum & Kontakt
HAEMATO AG
Lilienthalstraße 5c, 12529 Schönefeld
Tel.: +49 (0) 30 897 30 86 - 70
Fax: +49 (0) 30 897 30 86 - 79
www.haemato.ag
Kontakt Investor Relations
Vorstand
Patrick Brenske
Aufsichtsrat
Vorsitzende des Aufsichtsrates: Andrea Grosse
Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Dr. Sabine Meck
Mitglied des Aufsichtsrates: Uwe Zimdars
Registergericht
Berlin, Amtsgericht Charlottenburg, HRB 88633 B
Konzeption, Gestaltung und Realisierung
HAEMATO AG
Fotos
HAEMATO AG, Adobe Stock, Getty, iStockphoto
Mit unseren Tätigkeitsbereichen bewegen wir uns als HAEMATO AG seit 15 Jahren im Spannungsfeld von GESUNDHEIT und SICHERHEIT. Die Arzneimittelsicherheit und der Schutz der Patienten haben für uns stets die oberste Priorität. Gesundheit und Wohlbefinden sehen wir als höchstes Gut, das es mit allen Mitteln zu bewahren und zu fördern gilt. Für all unsere Tätigkeiten, Prozesse und Produkte gilt das Credo: Sicherheit durch Originalqualität und schärfste Qualitätskontrollen.