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Haemato AG Annual Report 2016

May 22, 2018

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Annual Report

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HAEMATO AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bericht des Aufsichtsrates

1. Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich, zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.

2. Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2016 sechs ordentliche Sitzungen ab, davon vier im ersten Halbjahr und zwei im zweiten Halbjahr (29.04., 08.06., 28.06., 29.06., 29.09., 22.11.). Alle Sitzungen waren beschlussfähig.

Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:

die Lage des Unternehmens
die strategische Entwicklung und deren operative Umsetzung
die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation
die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung
der Geschäftsbericht sowie der Zwischenbericht des Konzerns vor deren jeweiliger Publikation

Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.

3. Jahresabschluss

Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31.12.2016 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 25.04.2017 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 25.04.2017 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernanschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 25.04.2017 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 25.04.2017 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen.

4. Abhängigkeitsbericht

Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2016 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.

Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt.

In der Bilanzsitzung am 25.04.2017 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 25.04.2017 zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 25.04.2017 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.

5. Besetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellv. Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen.

6. Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Christian Pahl für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe im Jahr 2016.

Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Berlin, den 25. April 2017

Andrea Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Zusammengefasster Lagebericht

der HAEMATO AG und des Konzerns

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel. Schwerpunkte bilden Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Produktportfolio um Botulinumtoxin und Hyaluronsäure für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken.

2. Forschung und Entwicklung

Wir führen nach wie vor keine Forschung und Entwicklung durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

a. Globales wirtschaftliches Umfeld

Die Expansion der Weltwirtschaft war im Jahr 2016 schwach, hat sich aber zuletzt leicht beschleunigt. Nach vorläufigen Schätzungen der OECD hat die weltwirtschaftliche Leistung im Jahr 2016 insgesamt so gering wie seit 2009 nicht mehr zugenommen.1 Die Weltkonjunktur, die bereits im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, gewann erst nach der Jahresmitte 2016 merklich an Fahrt. Mit einer Rate von 0,9 Prozent war die Zuwachsrate im dritten Quartal 2016 sogar die höchste seit zweieinhalb Jahren.2 Für das vierte Quartal 2016 signalisiert der IfW-Indikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, eine weitere Beschleunigung der Konjunktur.3 Für das gesamte Jahr 2016 ist aus Sicht des Instituts für Weltwirtschaft mit einem Zuwachs der Weltproduktion von 3,1 % zu rechnen.4

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften beschleunigte sich der Produktionsanstieg im Sommer, die konjunkturelle Dynamik ist aber insgesamt moderat. In den Vereinigten Staaten erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um reichlich 0,8 Prozent, nach einer sehr verhaltenen Expansion im ersten Halbjahr. Neben einem Umschwung bei den Lagerinvestitionen und einer Zunahme des Exports expandierte der private Verbrauch kräftig und blieb eine wesentliche Stütze der Konjunktur. Die Auswirkungen des Wechsels im US-Präsidentenamt auf die Konjunktur sind derzeit noch schwer abzuschätzen, kurzfristig könnte eine expansivere Finanzpolitik anregend wirken. Der Anstieg der Aktienkurse auf neue Rekordstände in den Wochen nach der Wahl spiegelt die Erwartung beträchtlicher fiskalischer Impulse wider.5 In Japan ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Die Konsumausgaben trugen deutlich zum Wachstum bei, während die Investitionen rückläufig waren.6

Die Wirtschaftsleistung der Eurozone ist im dritten Quartal um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Langsam erfasst das Wachstum auch den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit ist im Oktober auf nunmehr 9,8 % gesunken.7 Die negativen Auswirkungen der Entscheidung für den Brexit sind kurzfristig offenbar geringer als erwartet, auf längere Sicht bleibt die Unsicherheit groß. Die Konjunktur im Vereinten Königreich hat sich nach dem Votum für einen Austritt aus der EU bislang überraschend robust gezeigt, die Aktienkurse liegen sogar deutlich über ihrem Niveau zur Jahresmitte.8 Aktuelle Stimmungsindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des moderaten Aufschwungs.9

Auch in den Schwellenländern expandierte die Wirtschaft zuletzt insgesamt wieder stärker, auch wenn die Probleme in einzelnen Ländern nach wie vor groß sind. Vor allem in China nahm das Bruttoinlandsprodukt dank einer expansiven Wirtschaftspolitik wieder stärker zu. Das Expansionsziel der Regierung von 6,5 % dürfte im zu Ende gehenden Jahr leicht überschritten werden. Das Tempo des Rückgangs der Produktion in Russland schwächte sich merklich ab. Regelrecht eingebrochen ist hingegen die wirtschaftliche Aktivität im dritten Quartal in der Türkei: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte angesichts der gestiegenen politischen Unsicherheit, die nicht zuletzt zu einem starken Rückgang im Tourismus führte, um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr, nachdem im zweiten Quartal noch ein Zuwachs von 3,1 % ausgewiesen worden war. In Lateinamerika ist das Bild differenziert: Während die Wirtschaft in Mexiko und in den Andenstaaten deutlich expandierte, verharrten Brasilien, Argentinien und Venezuela in der Rezession.10

Die Weltindustrieproduktion ist in der Tendenz weiter ansteigend. Nach den positiven Daten des BIP-Wachstums für das dritte Quartal deuten auch die globalen Frühindikatoren auf eine gesteigerte Dynamik hin.11 Während das Institut für Weltwirtschaft mit einem Anstieg der Weltproduktion um 3,5 % im Jahr 2017 und 3,6 % 2018 rechnet,12 erwartet die OECD ein Wachstum von 3,3 % für das Jahr 2017 und von 3,6% für das Jahr 2018. Für die Eurozone erwarten Analysten nach einem voraussichtlichen Wachstum von 1.6 % im Jahr 2016 aufgrund des Brexits für das Jahr 2017 ein Wachstum von 1,3 %.13 Mit anziehenden Rohstoffpreisen werden Russland und Brasilien ihre Rezessionen voraussichtlich verlassen und im nächsten Jahr wieder positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Chinas Wirtschaft entwickelt sich weiter mit hohen, aber leicht abnehmenden Wachstumsraten.14

b. Wirtschaftliches Umfeld Deutschland

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch in einem unruhigen internationalen Umfeld im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt von knapp 43,5 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das ist der höchste Stand seit 1991.15

Einen positiven Einfluss auf die Konjunktur hatten von Juli bis September vor allem private und staatliche Konsumausgaben.16 Die privaten Konsumausgaben wurden im dritten Quartal um 0,4 % und damit doppelt so stark wie im Vorquartal ausgeweitet. Insbesondere das Geschäft im Einzelhandel hat sich zu Beginn des vierten Quartals 2016 gut entwickelt. Nach einem schwachen Vormonat sind die Umsätze des Einzelhandels im Oktober recht kräftig um 2,5 % gestiegen und erreichten den höchsten Stand seit 25 Jahren.17 Insgesamt waren die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 2,0 % höher als ein Jahr zuvor.18 In den kommenden beiden Jahren dürften die privaten Konsumausgaben ihr hohes Expansionstempo jedoch nicht ganz halten können, da die Verbraucherpreise mit dem Auslaufen der preisdämpfenden Effekte seitens der Ölpreise wieder anziehen und so die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälern.19 Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2 % sogar noch deutlich stärker. Der kräftige Anstieg ist unter anderem auf die hohe Zuwanderung von Schutzsuchenden und den daraus resultierenden Kosten zurück zu führen. Gebremst wurde das BIP-Wachstum im Jahr 2016 dagegen durch einen Vorratsabbau (- 0,4 Prozentpunkte). Der Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, hatte per Saldo ebenfalls einen leicht negativen Effekt auf das BIP-Wachstum (-0,1 Prozentpunkte).20

Im nächsten und übernächsten Jahr wird aus Sicht des Instituts für Weltwirtschaft das Expansionstempo mit Raten von 1,7 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: 2 Prozent) und 2 Prozent ähnlich hoch bleiben.21 Geprägt ist diese Entwicklung weiterhin von einer kräftigen binnenwirtschaftlichen Dynamik. Die OECD erklärte, das Wachstum in Deutschland bleibe „solide“. Positive Einflussfaktoren seien „der robuste Arbeitsmarkt, die niedrigen Zinssätze und die leicht expansive Fiskalpolitik“, die dem Konsum und den Investitionen in den Wohnungsbau weiterhin Auftrieb geben würden.22

c. Globaler Pharmamarkt

In den großen Industrienationen führen moderne Lebensweisen und die steigende Lebenserwartung zu einem größeren Bedarf an medikamentöser Behandlung und zu neuen Therapiefeldern. Wachstumsregionen wie zum Beispiel die BRIC-Staaten erreichen zunehmend einen Lebensstandard, der höhere Gesundheitsausgaben erlaubt. Durch die gestiegene Lebenserwartung, den immer offeneren Zugang zu Arzneimitteln und den technologischen Fortschritt, der unter anderem zu innovativen Medikamenten führt, zählt der Pharmamarkt zu den Wachstumsbranchen.23

Der Umsatz mit Arzneimitteln lag 2015 weltweit mit insgesamt etwa 979 Mrd. Euro rund 1 % über dem Vorjahresniveau. Etwas mehr als 72 % des Gesamtumsatzes auf dem Weltpharmamarkt wird von Nordamerika, Europa und Japan erzielt. Der Umsatz von Nordamerika ist um 11 % auf 416,6 Mrd. Euro gestiegen. Dieser Teilmarkt stellt 2015 allein rund 43 % des weltweiten Pharmamarktumsatzes dar. Der Pharmamarkt in Europa ist um 7% auf 217,2 Mrd. Euro gewachsen. Die Analyse der Umsätze der EU-15 im Jahr 2015 zeigt, dass absolut betrachtet Deutschland gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien die größten europäischen Märkte darstellen.24

Wachsende Ausgaben in ärmeren Regionen sind auch Ausdruck eines besseren Zugangs zu medizinischen Leistungen. Das gilt vor allem für Süd- und Ostasien: Dort verstärken sich Faktoren wie rasantes Bevölkerungswachstum, geringere Säuglingssterblichkeit, wachsende Lebenserwartung und verbesserter Zugang zu medizinischen Leistungen zu einem nachhaltigen Wachstum für den Pharmaabsatz.25 Der Jahresumsatz der pharmazeutischen Industrie in den fünf Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien, Südafrika und China („BRICS-Staaten“) hat sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich erhöht, 2015 konnte ein Arzneimittelumsatz von rund 110 Mrd. Euro und ein Zuwachs von 8 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.26

Insgesamt handelt es sich beim weltweiten Pharmamarkt um einen Wachstumsmarkt mit erheblichem Beschäftigungspotential. Viele Krankheiten sind bis heute nicht therapierbar, die Lebenserwartung der Menschen steigt und das veränderte Konsuminteresse sowie die Suche nach mehr Lebensqualität erhöhen die Nachfrage nach gesundheitsbezogenen Leistungen und Produkten. Hinzu kommt, dass der Fortschritt in der Medizin und der Pharmazie, ganz besonders in der Molekular- und Zellbiologie, grundsätzlich neue Innovationsanreize schafft .27 IMS Health erwartet für den Zeitraum von 2016 bis 2021 eine Erhöhung der weltweiten Arzneimittelausgaben auf insgesamt ca. 1,5 Billionen US Dollar im Jahr 2021,28 im Vergleich zum Wachstum um 182 Mrd. US Dollar zwischen 2010 und 2015.29 Für die größten fünf europäischen Märkte (Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien) wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 1 % bis 4 % prognostiziert.30 Die Bedeutung der Arzneimittelmärkte in den „BRICS-Staaten“ wird für die pharmazeutische Industrie weiter zunehmen.31

d. Pharmamarkt Deutschland

Die demografische Entwicklung stellt die Versorgungslandschaft vor eine große Herausforderung. Die alternde Gesellschaft in Deutschland, die sich durch eine strukturelle Verschiebung hin zu mehr älteren und multimorbiden Menschen auszeichnet, und die zunehmende Chronifizierung lebensstil- und ernährungsbedingter Erkrankungen zwingen die Gesundheitspolitik nachhaltige Lösungen zu finden. Neben dem steigenden Einkommen und dem medizinischen Fortschritt ist die Alterung der Gesellschaft ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Gesundheitsausgaben, die den Anteil der Gesundheitsindustrie am Bruttoinlandsprodukt ankurbeln.32

Die stabilisierende Wirkung auf die Gesamtwirtschaft geht zu einem erheblichen Teil von der industriellen Gesundheitswirtschaft aus. Hierunter fallen die Unternehmen, die als Haupttätigkeit materielle Güter der Gesundheitswirtschaft (zum Beispiel Arzneimittel, Diagnostika oder medizintechnische Geräte wie Herzschrittmacher und Ultraschallgeräte) produzieren. Die Pharmaindustrie ist ein wichtiges Standbein der industriellen und damit der gesamten Gesundheitswirtschaft.33 Die pharmazeutische Industrie in Deutschland stellte 2015 pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 29,6 Mrd. Euro her.34 Mit einem Umsatz von 38,9 Mrd. Euro und rund 114.000 Mitarbeitern ist sie somit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber.35 Im kumulierten Zeitraum der ersten elf Monate 2016 wuchs der deutsche Pharma-Gesamtmarkt nach Umsatz um rund 4,1 % auf 36,1 Mrd. Euro. Nach Absatz betrug der Zuwachs 1,7 %. Der Apothekenmarkt, der den Gesamtmarkt dominiert, konnte in diesem Zeitraum einen Anstieg des Umsatzes um 4 % auf 29,8 Mrd. Euro verbuchen. Die nach Umsatz führenden zehn Arzneimittelgruppen im Apothekenmarkt verbuchen in den ersten elf Monaten 2016 in Summe ein durchschnittliches Marktwachstum von 4 %. Den höchsten Zuwachs erreichten direkte Faktor Xa-Hemmer (Antikoagulantien; +33 %), gefolgt von zwei Präparategruppen zur Krebstherapie (MAB Antineoplastika +22 %; Proteinkinasehemmer +17 %) und Immunsuppressiva (+11 %). Der Umsatz von antiviralen Mitteln exkl. HIV, zu denen im Schwerpunkt innovative Therapien gegen Hepatitis C gehören, ist um 39 % rückläufig.36

Die Einsparungen der GKV durch Herstellerabschläge und Apothekennachlässe beliefen sich in den ersten elf Monaten 2016 insgesamt auf 3,6 Mrd. Euro (+12 %). Den größten Anteil an den GKV-Einsparungen haben die pharmazeutischen Hersteller geliefert, deren Abschläge in den ersten elf Monaten bei 2,6 Mrd. Euro liegen. Die Steigerung von 16 % erklärt sich aus gestiegenen Rabatten durch Erstattungsbeiträge. Aus Apothekennachlässen resultieren weitere 943 Mrd. Euro (+1 %) an Einsparungen. Auch den privaten Versicherungen gewähren die pharmazeutischen Hersteller Abschläge auf an die Versicherten abgegebene Arzneimittel. Ihr Volumen erhöht sich im Zeitraum Januar bis November 2016 durch stark gestiegene Einsparungen aus Erstattungsbeträgen um 10 % auf 407 Mio. Euro.37

Der Ausblick auf 2020 ist laut eines aktuellen Branchenreports des Portals Statista optimistisch; es wird eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 2,7 % prognostiziert, so dass der Umsatz der pharmazeutischen Industrie 2020 voraussichtlich 52,3 Mrd. Euro beträgt.38 Das IMS Institute for Healthcare Informatics prognostiziert für den Zeitraum von 2016 bis 2021 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des deutschen Arzneimittelmarktes um 2 % bis 5 %.39

e. Generikamarkt

Steigende Arzneimittelausgaben machen Einsparungen auch in Deutschland zu einer wichtigen Voraussetzung stabiler Beiträge. In den letzten fünf Jahren hat die Verfügbarkeit von Generika zur Kostendämpfung während eines durchschnittlichen Gesamtausgabenwachstums beigetragen. 77 % aller 2015 zugunsten der Krankenkassen abgegebenen Arzneimittel waren Generika.40 Durch den verstärkten Einsatz von Generika konnte die GKV 2016 in den ersten elf Monaten 2016 14,52 Mrd. Euro einsparen. Laut der jüngsten Hochrechnung des Branchenverbandes Pro Generika werden sich die gesamten Einsparungen der GKV 2016 auf 15,84 Mrd. Euro belaufen, weitere 2,8 Milliarden Euro hätten durch Ausschöpfung des gesamten generikafähigen Marktes eingespart werden können.41 Die Krankenkassen wenden dabei für immer mehr Generikaversorgung immer weniger Mittel auf: Die Generikanettoausgaben entsprechen rund 10 % ihrer realen Arzneimittelkosten.42

Generika sind die großen Wachstumstreiber weltweit. In Lateinamerika stehen sie für über 60 Prozent des Wachstums der Arzneimittelausgaben. Auch im europäischen Markt mit seiner hohen Generika-Durchdringung sind sie noch für 46 Prozent des Wachstums verantwortlich. Den größten Generika-Marktanteil (nach Herstellerabgabepreis - HAP) findet man in Polen mit fast 55 Prozent, gefolgt von Litauen, Lettland und Kroatien mit über 40 Prozent. Deutschland bewegt sich mit rund einem Drittel des Marktes im Mittelfeld.43 Das IMS Institute for Healthcare Informatics weist in seiner jüngsten Prognose darauf hin, dass ein Großteil der Einsparungspotenziale durch den Einsatz von Generika in Europa bereits erreicht ist und niedrigere Patentabläufe in den kommenden fünf Jahren die Einsparmöglichkeiten bis 2020 einschränken werden.44

Generikaunternehmen haben eine hohe Verantwortung für die Arzneimittelversorgung der Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland übernommen. Der Generikaumsatz in Deutschland stieg - ohne Berücksichtigung der Rabatte aus Rabattverträgen - von Januar bis Oktober 2016 auf 4,3 Milliarden Euro (Herstellerabgabepreise).45 Der Einsatz von Generika im stationären Bereich ist im kumulierten Zeitraum um 6 % gestiegen. Im Apothekenmarkt fällt der Zuwachs mit 2 % niedriger aus. Dabei ist zu beachten, dass die angegebenen Werte Berechnungen zum Listenpreis darstellen. Ein Großteil der Generika ist jedoch „rabattiert“, so dass der tatsächliche Umsatz geringer ausfallen dürfte.46 Die führenden zehn Generikahersteller vereinten 2015 55 % des Umsatzes und 66 % des Packungsabsatzes aller Generika im deutschen Apothekenmarkt auf sich. Der Anteil aller Generika am Apothekengesamtmarkt machte 30 % nach Wert und 53 % nach Menge aus.47

f. EU-Importarzneimittel

Trotz der fortschreitenden Harmonisierung in Europa ist der europäische Arzneimittelmarkt in einzelne Ländermärkte aufgeteilt. Eine Folge dieser Aufteilung sind unterschiedliche Preisniveaus. Parallelhändler nutzen diese Preisunterschiede, indem sie Originale in den Mitgliedsländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EU und Norwegen, Island und Liechtenstein) mit niedrigen Preisen aufkaufen und in weiteren Ländern des EWR verkaufen. Obwohl erhebliche Kosten z. B. für Logistik und Umverpackung von den Parallelhändlern getragen werden, ist der Arbitragehandel mit Medikamenten ein attraktives Geschäft - ist doch das Marktvolumen in diesem Segment der europäischen Wirtschaft während der letzten Jahre spürbar angestiegen. Reimporte sind dagegen Arzneimittel, die in Deutschland produziert und in andere EU-Länder exportiert wurden. Dort werden sie zu einem günstigeren Preis eingekauft und wieder nach Deutschland reimportiert. Weil sie im Ausland günstiger sind als in Deutschland, kann der Reimporteur sie zu einem Preis anbieten, der unter dem Produktpreis des direkt in Deutschland vertriebenen Präparates liegt.48

Die Fragmentierung des EU-Pharmamarktes hat zu einem lukrativen Parallelhandel geführt. Für das Jahr 2012 wurde sein Wert (HAP) auf 5,5 Milliarden Euro geschätzt.49 Der Wert des Gesamtmarktes für EU-Arzneimittelimporte in Europa belief sich zuletzt auf 5,7 Mrd. Euro (12 Monatswert März 2015). Gegenüber 2014 (12 Monatswert Juni 2014) ist der Markt um rund 3,6 % gestiegen. Dabei machen Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Irland und Skandinavien 96 % des gesamten europäischen Importmarktes aus. Der deutsche Parallelimportmarkt hat, mit einem Marktanteil von 54 % nach Wert (12 Monatswert, März 2015), die dominierende Bedeutung innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums. Mit großem Abstand folgen Großbritannien mit einem Anteil von 15 % und Schweden mit 10 %.50

Während vor einigen Jahren noch sehr viele Parallelimporte aus Großbritannien nach Deutschland importiert wurden, kommen die Parallelimporte derzeit verstärkt aus dem südosteuropäischen Raum nach Deutschland. Getrieben wird diese Entwicklung auch durch massive Kostenreduktionen in einigen Gesundheitssystemen (u. a. Griechenland, Irland und Spanien). Darüber hinaus haben einige osteuropäische Währungen (z. B. der ungarische Forint) gegenüber dem Euro an Wert verloren. Importiert werden nach Deutschland selektiv in bestimmte Spezialmärkte bzw. Therapiegebiete: Insbesondere Onkologika und Anti-Psychotika. Über 40 % aller Parallelimporte entfallen auf diese beiden Therapie-Gebiete. Unterstützt wird der Import von EU-Arzneimitteln in Deutschland insbesondere durch die Gesetzgebung: Öffentliche Apotheken sind im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihres Umsatzes mit Fertigarzneimitteln, für die kein Rabattvertrag besteht, über Importe zu bestreiten. Dabei muss der Preis des Importarzneimittels entweder mindestens 15 Euro oder mindestens 15 Prozent unter dem Preis des Originalarzneimittels liegen.51

Durch die heterogene wirtschaftliche Entwicklung (u. a. grundsätzlich gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Großbritannien - keine bzw. nur eine geringe konjunkturelle Erholung in Südeuropa und in weiteren europäischen Ländern) wird die Kaufkraftschere in den einzelnen europäischen Ländern voraussichtlich weiter auseinander gehen. Ein wesentlicher Motor für Parallelimporte - Preisunterschiede bzw. Wechselkursschwankungen in den einzelnen Märkten - bleibt demnach bestehen und könnte sich sogar noch weiter verstärken.52

2. Geschäftsverlauf

Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.

Der Umsatz stieg im Jahr 2016 auf Mio. EUR 275,61 (Vorjahr Mio. EUR 229,73). Der Umsatz ist somit um 19,97 % gestiegen.

Die Umsatzsteigerung im Jahr 2016 wird durch eine Erweiterung des Produktangebotes im klassischen Großhandel mit Original Präparaten und des Kundenstammes sowie einem Ausbau der Absatzmärkte getragen.

Optimierungen in der Logistik führten im Geschäftsjahr zu einer Beschleunigung der Warenbewegungen und somit zu einer Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit von diesen Arzneimitteln.

Der Jahresüberschuss betrug im Jahr 2016 Mio. EUR 11,04 (Vorjahr Mio. EUR 5,54).

Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.

3. Lage

a. Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Die Umsätze des Unternehmens sind im Wesentlichen mit Parallelimporten erzielt worden.

Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe reduzierte sich von 93,4 % in 2015 auf 92,9 % im Jahr 2016.

Die Personalkostenquote konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 2,0 % verringert werden (2015: 2,2 %). Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.

b. Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist stabil. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu 2015 von TEUR 58.289 auf TEUR 63.092. Die Eigenkapitalquote ist nur leicht von 54,48 % in 2015 auf 54,03 % in 2016 zurückgegangen. Die Dividendenzahlung betrug wie im Vorjahr konstant TEUR 6.234.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 17,91 % (Vorjahr 26,75 %) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Bilanzstichtag um TEUR 7.705 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Laufzeiten der eingeräumten Kredite konnten in 2016 verlängert werden, so dass nunmehr über 90 % der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Laufzeiten von mehr als einem Jahr haben. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5,49 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Unsere Investitionstätigkeiten in Sachanlagen sind gering. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen liegen.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt.

Genussscheine betragen 4,5 % der Bilanzsumme. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genussscheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwertes Ihrer Genussscheine. Zum Stichtag beträgt der Bestand der emittierten Genussscheine Mio. EUR 5,3.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.

Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wir folgt dar:

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2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 12.753,7 3.028,8
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 52,3 -442,6
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -5.464,2 -2.560,8
7.341,8 25,4

c. Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)

Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns ist im Vergleich zum Bilanzstichtag vom Vorjahr unverändert gut.

Die Vorräte wurden im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf Mio. EUR 37,9 (Vergleich Vorjahr: Mio. EUR 41,7) reduziert. Das Anlagevermögen erhöhte sich in Summe auf TEUR 57.342 (Vorjahr: TEUR 54.129). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von TEUR 4.725 auf TEUR 4.118 im Geschäftsjahr gesunken.

Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert. Der HAEMATO-Konzern verfügt in 2016 über Mio. EUR 9,79 (Vergleich Vorjahr: Mio. EUR 2,45) liquide Mittel.

In dem Umlaufvermögen sind erstmalig Wertpapiere mit voraussichtlich kurzfristiger Haltedauer enthalten, deren Wert sich auf TEUR 4.270 beläuft.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

d. Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)

Die HAEMATO AG konnte im Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.374 (Vorjahr: TEUR 2.363) erzielen.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 12,7 (Vorjahr: TEUR 5).

e. Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)

Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 45.045 (Vorjahr: TEUR 48.905) und im Umlauf befindliches Genussscheinkapital zum Nennwert von TEUR 5.312 (Vorjahr: TEUR 5.312).

Zum 31. Dezember 2016 verfügt die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 70,7).

Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2015 über eine Eigenkapitalquote von 79,05 %. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2016 auf 74,56 % gesunken.

Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf insgesamt TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 70).

Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genussscheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine.

f. Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch die Abnahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 2.401, die Erhöhung des Kassenbestandes um TEUR 254 und die erstmalig im Umlaufvermögen gehaltenen Wertpapiere in Höhe von TEUR 3.500.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO- Konzerns (IFRS)

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und EBIT heran.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr 2016 bei 19,4 % (VJ 10,3 %).

Das EBIT beträgt TEUR 13.441 (Vorjahr: TEUR8.233), das EBITDA beträgt TEUR 15.247 (Vorjahr: TEUR 10.289).

Der HAEMATO-Konzern arbeitet insgesamt profitabel und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut zu bezeichnen werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des HAEMATO-Konzerns weiter positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotential in den Bereichen Generika und europäische Importarzneimittel, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Etablierung mehrerer Lieferanten für die Mehrzahl der Produkte.

Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2017 eine Steigerung des Umsatzvolumens.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Risikobericht

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Ständige gesetzliche Regulierungsmaßnahmen, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Medikamente können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben.

b. Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Da unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich stabil geblieben sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten damit verbunden.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.

Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten.

d. Risikomanagementsystem

Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.

Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.

2. Chancenbericht

Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum partizipieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

VIII. Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.“

Schönefeld, 27. Februar 2017

HAEMATO AG

Dr. Christian Pahl, Vorstand

1. Konzernbilanz zum 31.12.2016*

Aktiva

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2016 2015
Anhang EUR TEUR
--- --- --- ---
Liquide Mittel 5.1 9.790.993,70 2.449
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.2 4.117.689,75 4.725
Vorräte 5.3 37.892.812,29 41.677
Wertpapiere 5.4 4.269.572,02 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5.5 2.813.817,46 2.791
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.5 519.055,39 928
Forderungen aus Ertragsteuern 5.5 27.402,44 290
Kurzfristige Vermögenswerte 59.431.343,05 52.860
Immaterielle Vermögenswerte 5.6 4.675.775,39 5.629
Firmenwerte 5.6 34.583.688,64 34.584
Sachanlagen 5.6 1.178.465,00 1.307
Finanzanlagen 5.7 16.768.893,26 12.474
Sonstige langfristige Vermögenswerte 5.8 135.489,95 134
Langfristige Vermögenswerte 57.342.312,24 54.129
SUMME AKTIVA 116.773.655,29 106.989
Passiva
2016 2015
Anhang EUR TEUR
Rückstellungen 5.9 7.187.195,51 4.309
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.10 6.410.293,60 5.684
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.10 1.911.595,27 21.636
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.10 812.837,19 539
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5.10 12.387.306,16 3.420
Kurzfristige Verbindlichkeiten 28.709.227,73 35.588
Rückstellungen 5.11 13.373,16 21
Anleihen (Genussscheine) 5.12 5.209.300,00 5.209
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.13 19.000.000,00 6.981
Latente Steuern 5.14 750.116,72 902
Langfristige Verbindlichkeiten 24.972.789,88 13.112
Gezeichnetes Kapital 5.15 20.778.898,00 20.779
Kapitalrücklage 5.15 7.571.981,01 7.572
Gesetzliche Rücklage 5.15 1.155.154,89 1.155
Andere Gewinnrücklagen 5.15 4.136.318,79 4.136
Bilanzgewinn 5.15 29.449.284,99 24.646
Eigenkapital 63.091.637,68 58.289
SUMME PASSIVA 116.773.655,29 106.989

* Bilanzierung nach IFRS

3. Konzern - Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016*

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2016 2015
Anhang EUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 8.1 275.613.690,73 229.727
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 40,00 49
Sonstige betriebliche Erträge 8.2 10.203.258,81 6.573
Materialaufwand
> Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen 8.3 -256.145.428,66 -214.455
Personalaufwand
> Löhne und Gehälter -5.056.602,81 -4.495
> Soziale Abgaben -948.036,49 -914
-6.004.639,30 -5.409
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.4 -1.805.312,63 -1.800
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.5 -8.420.208,92 -6.462
Operatives Ergebnis 13.441.400,03 8.223
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.6 43.623,25 11
Erträge aus Beteiligungen 632.309,10 0
Abschreibungen auf Finanzanlagen 8.7 0,00 -565
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.8 -1.858.166,00 -1.640
Finanzergebnis -1.182.233,65 -2.195
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.259.166,38 6.028
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.9 -1.207.192,17 -486
Sonstige Steuern 8.10 -15.242,42 -3
Jahresergebnis/
Gesamtergebnis der Berichtsperiode 11.036.731,79 5.540
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,53 0,27

* Bilanzierung nach IFRS

4. Konzern - Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016*

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2016 2015
EUR EUR
--- --- ---
Periodenergebnis 11.036.731,79 5.540
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.805.312,63 1.800
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -7.562,25 0
Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 1.836.346,07 1.147
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,00 565
Zunahme/Abnahme aus Zeitbewertungen -9.656.945,13 -4.994
Zunahme/Abnahme der Vorräte 3.784.358,56 -7.490
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie andere Aktiva 991.803,44 4.947
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva 568.872,64 -224
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 59.532,11 -899
Zinsaufwendungen/-erträge 1.814.514,80 1.630
Sonstige Beteiligungserträge -632.309,10 0
Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.207.192,17 486
Ertragsteuerzahlungen -81.141,45 523
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 12.753.734,23 3.029
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -604.292,27 -364
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens/Renditeimmobilien 0,00 55
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -121.119,06 -486
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 154.596,00 6.778
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -7.785,70 0
Einzahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 80
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -45.000,00 -6.515
Zinserträge 43.623,25 11
Beteiligungserträge 632.309,10 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 52.331,32 -443
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme Krediten 2.400.000,00 0
Veränderungen der Bankverbindlichkeiten -705.191,47 5.313
Zinsaufwendungen -1.858.166,00 -1.640
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter -5.300.866,78 -6.234
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -5.464.224,25 -2.561
Cash Flow 7.341.841,30 25
Liquide Mittel am 01.01.2016/Vorjahr 2.449.152,40 2.424
Liquide Mittel am 31.12.2016/Vorjahr 9.790.993,70 2.449
Veränderung Liquide Mittel 7.341.841,30 25

* Bilanzierung nach IFRS

5. Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2016*

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gesetzliche Rücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/

-verlust
Eigenkapital gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- --- ---
1. Stand 1. Januar 2015 20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 25.340.315,97 58.982.668,66
2. Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 10.029.079,61 10.029.079,61
3. Dividende 0,00 0,00 0,00 0,00 -6.233.669,40 -6.233.669,40
4. Stand 1. Januar 2016 20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 24.646.222,60 58.288.575,29
5. Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 11.036.731,79 11.036.731,79
6. Dividende 0,00 0,00 0,00 0,00 -6.233.669,40 -6.233.669,40
7. Stand 31. Dezember 2016 20.778.898,00 7.571.981,01 1.155.154,89 4.136.318,79 29.449.284,99 63.091.637,68

* Bilanzierung nach IFRS

6. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31.12.2016*

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2016 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I Immaterielle Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte 14.848260,22 604.292,27 -5.753,20 1.604,04 15.448.403,33
2. Firmenwerte 34583.688,64 0,00 0,00 0,00 34583.688,64
49.431.948,86 604.292,27 -5.753,20 1.604,04 50.032.091,97
II. Sachanlagen 1.997.796,98 121.119,06 -314,07 -1.604,04 2.116.997,93
III. Finanzanlagen 7576.724,78 52.785,70 -2.381.771,66 0,00 5247.738,82
INSGESAMT 59.006.470,62 778.197,03 -2387.838,93 0,00 57.396.828,72

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Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2016 Abschreibungen Zuschreibungen Abgänge Stand 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
I Immaterielle Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte -9219.172,01 -1.557.156,68 0,00 3.700,75 -10.772.627,94
2. Firmenwerte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-9219.172,01 -1557.156,68 0,00 3.700,75 -10.772.627,94
II. Sachanlagen -690376,98 -248.155,95 0,00 0,00 -938532,93
III. Finanzanlagen 4.897.416,15 -0,00 7.684.919,91 -1.061.181,62 11521.154,44
INSGESAMT -5.012.132,84 -1.805.312,63 7.684.919,91 -1.057.480,87 -190.006,43

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Buchwerte
Stand 31.12.2016 Stand 01.01.2016
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
I Immaterielle Vermögenswerte
1. Immaterielle Vermögenswerte 4.674.775,39 5.629.088,21
2. Firmenwerte 34583.688,64 34583.688,64
39.259.464,03 40212.776,85
II. Sachanlagen 1.178.465,00 1.307.420,00
III. Finanzanlagen 16.768.893,26 12.474.140,93
INSGESAMT 57206.822,29 53.994.337,78

* Bilanzierung nach IFRS

Konzernanhang (Notes) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

1. Allgemeine Angaben

Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die MPH Mittelständische Pharma Holding AG.

Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig.

Der Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 der HAEMATO AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Die Werte für das Geschäftsjahr 2016 sind in EUR und für das Vorjahr in TEUR angegeben. Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.

Folgende Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmalig im Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden, wobei sich für die HAEMATO AG keine wesentlichen Auswirkungen ergaben:

Jährliche Verbesserungen (Zyklus 2012 - 2014) - diverse (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
IFRS 14 - Regulatorische Abgrenzungsposten (Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Januar 2016)
IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Januar 2016)
Änderungen an IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung über zulässige Abschreibungsmethoden (Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Januar 2016)
Änderungen an IAS 27 - Anwendung der Equity Methode in Einzelabschlüssen (Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Januar 2016)
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Anwendung der Konsolidierungsausnahme bei Investmentgesellschaften (Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Januar 2016)

Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.

Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss für das laufende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 der HAEMATO AG, wurden neben der HAEMATO AG die Sanate GmbH, Schönefeld, die HAEMATO MED GmbH, Schönefeld, und die HAEMATO PHARM GmbH, Schönefeld, mit einbezogen.

Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:

HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 1. April 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),
HAEMATO MED GmbH (ab dem 22. Mai 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),
Sanate GmbH (ab dem 24. September 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung).

Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.

Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.

Die HAEMATO AG hat im Geschäftsjahr 2013 die Castell Pharma B.V., Venray (Niederlande), erworben. Wie alle IFRS-Regeln unterliegt auch das Weltabschlussprinzip dem „materiality-Vorbehalt“. Tochterunternehmen müssen nicht einbezogen werden, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind. Von dieser Regelung wurde Gebrauch gemacht.

Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000,00. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 31.737 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Sy nergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.

Bei den offen ausgewiesenen Finanzanlagen handelt es sich u.a. um Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften, auf die keine Verfügungsmacht ausgeübt werden kann.

Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteilsquote

%
● HAEMATO PHARM GmbH*, Schönefeld 100,00
● HAEMATO MED GmbH**, Schönefeld 100,00
● Castell Pharma B.V.***, Venray (Niederlande) 100,00
● Sanate GmbH****, Schönefeld 100,00
● HAEMATO ASIA Co. Ltd., Lam Luk Ka (Thailand)***** 40,00

* Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH.

** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO MED GmbH.

*** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der Castell Pharma B.V.

**** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH.

***** Die HAEMATO PHARM GmbH hält 8.000 von 20.000 Aktien (40 %) an der HAEMATO ASIA Co. Ltd.

Die folgenden Gesellschaften wurden nicht konsolidiert:

Castell Pharma B.V.,
HAEMATO ASIA Co. Ltd.

Tochterunternehmen müssen nicht einbezogen werden, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind. Von dieser Regelung wurde Gebrauch gemacht.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden - mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden - mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die latenten Steueransprüche bzw. latenten Steuerschulden wurden gemäß IAS 12 „Ertragsteuern“ erfasst und bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Bei Unternehmenserwerben bis zum Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Forderungen und Schulden zwischen den konsolidierten Gesellschaften sowie konzerninterne Umsatzerlöse, andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.

4. Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.

5. Angaben zur Konzernbilanz einschließlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.

● 5.1 Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Bankguthaben und sind mit ihren Nominalwerten erfasst.

● 5.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 4.118 (Vorjahr: TEUR 4.725) belaufen, sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows

negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.

● 5.3 Vorräte

Unter den Vorräten werden fertige Erzeugnisse ausgewiesen, die zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet wurden. Nach IAS 2 wurden sämtliche Kosten mit einbezogen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der jeweiligen Vorräte angefallen sind. Zu aktivierende Fremdkapitalkosten sind nicht angefallen. Die Anwendung von IAS 11 ist nicht einschlägig.

● 5.4 Wertpapiere

In den Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Anteile an verbundenen Unternehmen, mit dem Ziel des kurzfristigen Verkaufs, enthalten. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value, dem beizulegenden Kurswert am Stichtag. Die Änderungen zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten wurde erfolgswirksam erfasst.

● 5.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt in dem Zeitpunkt, in dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Bei der Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen Entgelt sowie aller kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich u.a. um Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie um debitorische Kreditoren. Bei den Forderungen aus Ertragsteuern handelt es sich um erstattungsfähige Gewerbe- und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag.

● 5.6 Sachanlagen und immaterielle Vermögens- werte

Die Sachanlagen sowie die immateriellen Vermögenswerte werden unter Anwendung von IAS 16 bzw. IAS 38 zu Anschaffungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungskosten. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.

Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, darf nicht abgeschrieben werden. Stattdessen hat der Erwerber ihn zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zuzuordnen und gemäß IAS 36 auf Wertminderung zu prüfen, und zwar einmal jährlich oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.

Wenn der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert ist, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert des der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten zuzuordnen. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 34.584 wurde vollständig dem Pharmabereich der HAEMATO PHARM GmbH als zahlungsmittelgenerierende Einheit zugeordnet. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die geleisteten Anzahlungen abweichend zum Vorjahr unter den immateriellen Vermögenswerten bzw. den Sachanlagen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

● 5.7 Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden u.a. Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Wert“ zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.

● 5.8 Sonstige langfristige Vermögenswerte

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.

● 5.9 Kurzfristige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen umfassen Abgrenzungen, die gebildet werden, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige, rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der sich aufgrund der bestmöglichen Schätzung der finanziellen Ausgaben zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtung ergibt.

Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar:

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1.1.2016 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2016
Rückstellungen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Steuern 0 0 0 1.015 1.015
Prüfungs- und Jahresabschlusskosten 58 -56 -2 50 50
Personal/Urlaubsansprüche 87 -87 0 88 88
Aufsichtsratsvergütungen 20 -20 0 20 20
Sonstige 4.144 -1.453 -3 3.326 6.014
4.309 -1.616 -5 4.499 7.187

Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG/§ 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Einspruchsverfahren, gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.

● 5.10 Kurzfristige Verbindlichkeiten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Zinsverbindlichkeiten, die auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden, entfallen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 12.387 (Vorjahr: TEUR 3.420). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

● 5.11 Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

● 5.12 Anleihen (Genussscheine der HAEMATO AG)

Unter der Position Anleihen bei den Verbindlichkeiten wird ausschließlich begebenes Genussscheinkapital ausgewiesen. Beim Genussscheinkapital handelt es sich um ein Mezzanine-Finanzinstrument, das sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapital-Elemente aufweist. Bei der Bilanzierung nach IFRS ist nur ein Ausweis als Fremdkapital möglich. Unter der ISIN DE000A0EQVT2 wird eine Tranche in Höhe von Mio. EUR 23,6 an der Börse Frankfurt im Freiverkehr gehandelt. Alle Genussscheininhaber erhalten ab dem Geschäftsjahr 2010 eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine. Die Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in Stück 500.000 über je nominal EUR 100,00. Der Verkauf von Genussscheinen wurde 2006 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft beschlossen, zurückerworbene Genussscheine in Höhe von Mio. EUR 8,3 einzuziehen, so dass sich der Bestand der emittierten Genussscheine zum Stichtag auf Mio. EUR 5,3 verringert hat. Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100).

● 5.13 Langfristige Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

● 5.14 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden

Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und insoweit reduziert, als es nicht länger wahrscheinlich ist, dass ausreichende zu versteuernde Einkommen zur Nutzung dieser Ansprüche zur Verfügung stehen werden.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum erwarteten Zeitpunkt gelten bzw. künftig anzuwenden sind, wenn die latenten Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beglichen werden.

Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.

Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus

einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder
dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.

Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:

Im Zusammenhang mit der Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die Fair Values die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 581 (Vorjahr: TEUR 250). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 60).

Des Weiteren ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: EUR 3) aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 %), die sich zum Stichtag auf TEUR 607 (Vorjahr: TEUR 839) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2016 TEUR 2.505 (Vorjahr: TEUR 3.461) betragen.

● 5.15 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 20.778.898,00 ist eingeteilt in 20.778.898 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. 2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 6,75 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 2,0 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 4,75 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben, es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis beliefen sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 4,6 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 1,1 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 3,5 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599,00 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.

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31.12.2015

TEUR
ergebniswirksam erfasst

TEUR
erfolgsneutral erfasst

TEUR
31.12.2016

TEUR
Temporäre Differenzen
> Bewertung der immateriellen Vermögenswerte 839 -232 0 607
> Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente 60 80 0 140
> Bewertung der Fremdwährungen zum Bilanzstichtag 3 0 0 3
Passive latente Steuern 902 -152 0 750

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. Mai 2018 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 10.389.449,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013).

Bedingtes Kapital 2013: Um die Ermächtigung an das im März 2013 erhöhte Grundkapital der Gesellschaft anzupassen wurde der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 ermächtigt, bis zum 29. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 4.989.449,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Zu diesem Zweck wird das Grundkapital um bis zu EUR 4.989.449,00 durch Ausgabe von bis zu 4.989.449 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.

In den anderen Gewinnrücklagen werden die Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013 dargestellt, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag keine eigenen Aktien.

Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

6. Anlagespiegel

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist in der Tabelle „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 7. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Mittelständische Pharma Holding AG in Anspruch genommen.

Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 3. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Mittelständische Pharma Holding AG in Anspruch genommen.

Gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Mittelständischen Pharma Holding AG im Zusammenhang mit einem weiteren Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 4. Dieses Darlehen wurde an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Mittelständisches Pharma Holding AG in Anspruch genommen.

Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

8. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Grundsätze der Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zum Teil monatlich erfasst. Arzneimittel die versandt werden, führen zu Erlösen, sobald sie dem Versandunternehmen übergeben wurden.

Segmentberichterstattung nach IFRS 8

IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.

Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.

Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind.

Produkte und Dienstleistungen

Sämtliche Produkte (div. Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.

Geografische Informationen

Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.

Wesentliche Kunden

Von den Umsatzerlösen aus Direktverkäufen im Pharmabereich in Höhe von TEUR 275.614 (Vorjahr: TEUR 229.727) entfallen TEUR 9.060 (Vorjahr: TEUR 7.722) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Kein einzelner Kunde hat im Geschäftsjahr 2016 jeweils 5 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.

● 8.1 Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln.

● 8.2 Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen, die sich insgesamt auf TEUR 10.203 (Vorjahr: TEUR 6.573) belaufen, entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf Gewinne, die sich aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften ergeben. Aus der Bewertung von Finanzanlagen mit dem Zeitwert entfallen TEUR 9.657 (Vorjahr: TEUR 4.994) auf die sonstigen betrieblichen Erträge.

● 8.3 Materialaufwand

Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind.

● 8.4 Abschreibungen

Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.805 (Vorjahr: TEUR 1.800). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.

● 8.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 8.420 (Vorjahr: TEUR 6.462) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten.

● 8.6 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten.

● 8.7 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Finanzanlagen aus der Bewertung mit dem Zeitwert sind im Geschäftsjahr nicht entstanden (Vorjahr: TEUR 355).

● 8.8 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um Zinsaufwendungen für das in 2005 bzw. 2006 platzierte Genussscheinkapital. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 1.858 (Vorjahr: TEUR 1.640) belaufen, entfallen TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 469) auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden.

Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

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Zinserträge + Dividenden 2016 Zinserträge + Dividenden 2015 Zinsaufwand 2016 Zinsaufwand 2015
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Liquide Mittel (sonstige finanzielle Vermögenswerte) 0 0 0 0
Kredite und Forderungen (sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) 44 11 -469 -469
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten (sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) 0 0 -1.389 -1.171
Summe Nettoergebnis 44 11 -1.858 -1.640
● erfolgswirksam 44 11 -1.858 -1.640

● 8.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:

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2016 2015
EUR EUR
--- --- ---
Steueraufwand der laufenden Periode -1.358.576.39 660.049,14
Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden -140.719,59 -60.489,56
Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden 292.103,81 234.721,30
-1.207.192,17 -485.817,43

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung unterschiedlicher Effektivsteuersätze. Unter Hinweis auf IAS 12.81 c ergeben sich die folgenden Steuersätze:

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ab 2014 bis 2013
% %
--- --- ---
Gesetzlicher Effektivsteuersatz, Schönefeld 24,225 22,825

Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %).

● 8.10 Sonstige Steuern

Bei den sonstigen Steuern handelt es sich unter anderen um Kfz-Steuer.

9. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.

Es ergibt sich Folgendes:

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2016 2015
EUR EUR
--- --- ---
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss 11.036.731,79 5.539.576,03
Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) 20.778.898 20.778.898
Ergebnis je Aktie 0,53 0,27

10. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

● 10.1 Vorstand

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Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis Beruf
Dr. Pahl Christian Vorstand Alleinvertretungsberechtigt Diplom-Kaufmann

● 10.2 Aufsichtsrat

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Familienname Vorname Funktion Beruf
Grosse Andrea Vorsitzende Rechtsanwältin
Prof. Dr. Dr. Meck Sabine Stellvertretende Vorsitzende Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin
Dr. Braun Marion Mitglied Ärztin

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45).

11. Mitarbeiterzahl

In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 181 Arbeitnehmer (Vorjahr: 173 Arbeitnehmer) beschäftigt.

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Gewerbliche Mitarbeiter Angestellte Leitende Angestellte Summe
109 72 11 181

12. Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Erträgen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:

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2016 2015
Erträge Kategorie TEUR TEUR
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Forderungen 44 11
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 9.657 4.994

Die Erträge aus Krediten und Forderungen sind in den Zinserträgen enthalten. Die Erträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen mit TEUR 9.657 (Vorjahr: TEUR 4.994) Erträge aus der Höherbewertung von Finanzanlagen.

Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Aufwendungen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten:

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2016 2015
Aufwendungen Kategorie TEUR TEUR
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Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.858 1.640

Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen. Die Aufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen Abschreibungen auf Finanzanlagen.

● 12.1 Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen

Das Risikomanagement der HAEMATO-Gruppe hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden.

Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Gleichzeitig werden der Vorstand und der Aufsichtsrat informiert. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.

Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren.

Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen, hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben.

● 12.2 Fremdkapital- und Zinsänderungsrisiko

Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2016 haben sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 20.912 (Vorjahr: TEUR 28.617) reduziert. Davon sind TEUR 19.000 langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.

Bei den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mehrere Darlehen, die zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:

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Inanspruchnahme
in TEUR Konditionen
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Darlehen über TEUR 4.000 1.912 3-Monats-Euribor zuzgl. 1,50 % p.a.

Bei den langfristigen Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mehrere Darlehen, die zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:

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Inanspruchnahme
in TEUR Konditionen
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Darlehen über TEUR 10.000 10.000 Nach Vereinbarung Anpassung entspr. Euribor
Darlehen über TEUR 5.000 5.000 2,95 % p.a.
Darlehen über TEUR 4.000 4.000 2,601 % p.a. auf 3-Monats-Euribor

Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 14.000 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 140. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 140.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.

● 12.3 Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Vermögenswerte

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kurzfristig
31.12.2016

in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Liquide Mittel Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 4.088 2.814 9.791 16.693 16.693

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kurzfristig
31.12.2015

in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Liquide Mittel Summe der Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 4.725 2.791 2.449 9.965 9.965

Die Summe der Buchwerte bzw. die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam bewerteten Wertpapiere mit kurzfristiger Haltedauer belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt TEUR 4.270 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Summe der Buchwerte bzw. die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam bewerteten Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt TEUR 16.769 (Vorjahr: TEUR 12.474).

Bei den in der vor- und nachstehenden Tabelle dargestellten Instrumenten betrachtet der Vorstand die Buchwerte in der Konzernbilanz als gute Näherung an deren beizulegende Zeitwerte.

Verbindlichkeiten

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kurzfristig langfristig
31.12.2016

in TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen Summe der Buchwerte beizulegende Zeitwerte
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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.912 6.410 813 24.209 33.344 33.344

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kurzfristig langfristig
31.12.2015

in TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen Summe der Buchwerte beizulegende Zeitwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 21.636 5.684 539 12.190 40.049 40.049

Wechselkursrisiko

Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie folgt:

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Vermögenswerte Verbindlichkeiten
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
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Währungen der Länder TEUR TEUR TEUR TEUR
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Norwegen (NOK) 46,7 0,5 0,0 814,7
Großbritannien (GBP) 55,7 34,7 0,0 176,5
Tschechische Republik (CZK) 0,0 0,0 0,0 0,0
Polen (PLN) 40,2 12,0 0,0 0,0
Rumänien (RON) 0,1 0,1 0,0 0,0
Dänemark (DKK) 33,6 182,0 11,5 1,0

Sonstige Preisrisiken

Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.

Risiko aus dem Ausfall von Forderungen

Das Ausfallrisiko von Forderungen aus dem Verkauf von Arzneimitteln wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gewürdigt. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt.

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Buchwert 31.12.2016 Cash Flow bis 1 Jahr Cash Flow > 1 Jahr bis 5 Jahre Cash Flow > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
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Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
Rückstellungen 7.200 7.187 13 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 35.542 1.912 19.000 14.630
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 7.223 7.223 0 0

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Buchwert 31.12.2015 Cash Flow bis 1 Jahr Cash Flow > 1 Jahr bis 5 Jahre Cash Flow > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
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Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
Rückstellungen 4.330 4.309 21 0
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 33.826 21.636 6.981 5.209
Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 6.223 6.223 0 0

Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 6.410 (Vorjahr: TEUR 5.684) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 813 (Vorjahr: TEUR 539) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 9.791 (Vorjahr: TEUR 2.449).

13. Angabe der Honorare des Abschlussprüfers

Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2016 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 50 gebildet.

14. Angabe über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 „Related Party Disclosures“ kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften die zum Konsolidierungskreis der MPH Mittelständische Pharma Holding AG gehören in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (10). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.

Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.

Folgende Geschäfte wurden mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt:

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31.12.2016 31.12.2015
Forderungen/Verbindlichkeiten an/

gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen
TEUR TEUR
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Forderungen an nahestehende Rechtspersonen 30 455
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Rechtspersonen 9.421 1

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31.12.2016 31.12.2015
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen TEUR TEUR
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Erbrachte Lieferungen und Leistungen 6.463 2.680
Empfangene Lieferungen und Leistungen 19.094 13.986
Sonstige betriebliche Aufwendungen 213 792

15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum 5. April 2017 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Schönefeld, den 5. April 2017

Dr. Christian Pahl, Vorstand

16. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

„Ich habe den von der HAEMATO AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.

Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwänden geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzern.“

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 7. April 2017

Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer