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Haemato AG — Annual Report 2014
Jun 12, 2018
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Annual Report
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HAEMATO AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bericht des Aufsichtsrates
1. Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich, zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.
2. Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2014 sechs ordentliche Sitzungen ab, davon vier im ersten Halbjahr und zwei im zweiten Halbjahr (08.04., 06.05., 27.05., 26.06., 14.10., 16.12.). Alle Sitzungen waren beschlussfähig.
Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
● die Lage des Unternehmens
● die strategische Entwicklung und deren operative Umsetzung
● die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation
● die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung
● der Geschäftsbericht sowie der Zwischenbericht des Konzerns vor deren jeweiliger Publikation
Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.
3. Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31.12.2014 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Gieron & Partner GmbH, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns und der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 24.03.2015 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 24.03.2015 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernanschluss unsererseits geprüft. Wir billigten auf der Aufsichtsratssitzung vom 24.03.2015 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 24.03.2015 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen.
4. Abhängigkeitsbericht
Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2014 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.
Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Gieron & Partner GmbH, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Gieron & Partner GmbH, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde mit Datum 20.03.2015 gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt.
In der Bilanzsitzung am 24.03.2015 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24.03.2015 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.
5. Besetzung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2014 bis 31.12.2014 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellv. Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen.
6. Sonstiges
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Christian Pahl für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe im Jahr 2014.
Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, den 24. März 2015
Andrea Grosse
(Vorsitzende des Aufsichtsrates)
Zusammengefasster Lagebericht
der HAEMATO AG und des Konzerns
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Die HAEMATO AG ist ein börsennotiertes pharmazeutisches Unternehmen. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel. Schwerpunkte bilden Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Produktportfolio um Botulinumtoxin und Hyaluronsäure für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken.
2. Forschung und Entwicklung
Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
a. Globales wirtschaftliches Umfeld
Nach einer verhaltenen weltwirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 hat sich die globale Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder dynamischer entwickelt. Sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch der Welthandel legten nach einem nur schwachen Anstieg im Verlauf des Jahres wieder spürbar kräftiger zu. Für das Gesamtjahr rechnet das Institut für Weltwirtschaft in seinem jüngsten Konjunkturbericht mit einem nur geringfügig dynamischeren Wachstum der Weltproduktion um durchschnittlich 3,4 % (2013: 3,2 %)1,2
Die konjunkturelle Dynamik fällt innerhalb der Industrienationen weiterhin sehr unterschiedlich aus. Die ökonomische Entwicklung in den USA blieb in 2014 zwar nach wie vor recht moderat, dennoch deutlich aufwärtsgerichtet. Dabei erlebte insbesondere der Arbeitsmarkt einen signifikanten Aufschwung. Nach der beginnenden Erholung im Frühjahr und dem darauffolgenden Stillstand expandierte die Wirtschaft im Euroraum dagegen nur geringfügig. Folglich blieb die Arbeitslosenquote auf einem hohen Niveau. In Anbetracht der schwachen ökonomischen Entwicklung war auch die Inflationsrate im Euroraum mit nur 0,5 % rückläufig.3
In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist die Geldpolitik zwar nach wie vor expansiv ausgerichtet, allerdings hat sie auch begonnen sich zu differenzieren. So haben die Notenbanken angefangen je nach konjunktureller Situation unterschiedliche Maßnahmen zu ergreifen. Während die Europäische Zentralbank und die Bank von Japan ihre Geldpolitik noch weiter ausweiteten, wurde in den USA das Programm zum Aufkauf zusätzlicher Anleihen im Herbst beendet.4
In den Schwellenländern entwickelte sich die Wirtschaft im dritten Quartal nach einem schwachen ersten Halbjahr zwar wieder etwas dynamischer, dennoch blieb die konjunkturelle Grundtendenz weiterhin gedämpft.5
Für 2015 und 2016 prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft eine verstärkte weltwirtschaftliche Dynamik mit Wachstumsraten von 3,7 % bzw. 3,9 %. Dabei wird vor allem für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit höheren Zuwachsraten als in den beiden vorangegangenen Jahren gerechnet. Insbesondere die sehr expansiv ausgerichtete Geldpolitik und der starke Rückgang des Ölpreises fördern die Konjunktur. Für den Welthandel erwartet das Institut für die kommenden zwei Jahre ebenso eine gemäßigte Beschleunigung auf 4,5 bzw. 5,5 %.6
Für den Euroraum rechnet das Institut für Weltwirtschaft für 2015 und 2016 mit einer allmählich dynamischeren Erholung der Konjunktur um 1,2 % respektive 1,5 %. Dennoch stehen strukturelle Probleme in Teilen der Währungsunion weiterhin der wirtschaftlichen Dynamik entgegen.7
b. Wirtschaftliches Umfeld Deutschland
In einem weiterhin weltwirtschaftlich schwierigen Umfeld hat sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2014 stabil gezeigt. Nach einem starken Jahresauftakt folgte zwar eine Schwächephase. Zum Jahresende konnte sich die deutsche Wirtschaft jedoch wieder stabilisieren. So legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 weitaus dynamischer als in 2013 und 2012 um 1,6 %8 zu. Damit überstieg das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts den Durchschnitt der letzten Dekade von 1,2 %.9
Das aus den positiven Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven resultierende und durch sinkende Energiepreise begünstigte inländische Konsumklima, war wie auch im Vorjahr wesentlicher Treiber der guten wirtschaftlichen Entwicklung.10 Die privaten Konsumausgaben stiegen in 2014 preisbereinigt um 1,0 % und auch die Ausgaben des Staates konnten 1,1 % zulegen.11
Positive Impulse kamen daneben von den Investitionen und dem Außenhandel. Die Bruttoinvestitionen lagen 1,7 % über dem Vorjahresniveau. Insbesondere die Investitionen in Ausrüstungen, wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge mit einem Anstieg von 3,7 % und in Bauten mit einer Wachstumsrate von 3,1 % waren maßgeblich für den Anstieg der Bruttoinvestitionen. Trotz eines andauernden schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeldes gewann der Außenbeitrag wieder etwas an Dynamik. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen preisbereinigt um 3,7 %. Allerdings erhöhten sich die Importe mit 3,3 % in ähnlicher Größenordnung. So leistete der Außenbeitrag zwar nur einen vergleichsweise kleinen Beitrag von 0,4 %. In 2013 war dieser jedoch noch rückläufig.12
Im Jahr 2014 konnte sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 0,9 % und erreichte mit 42,7 Millionen Personen zum achten Mal in Folge einen neuen Höchstwert. Die Erwerbslosenquote erreichte ein historisches Tief. Seit ihrem Höchststand in 2005 ist sie um über die Hälfte zurückgegangen und war mit 4,7 % im Jahr 2014 auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.13
Laut dem Institut für Weltwirtschaft soll die Konjunktur in 2015 und 2016 weiter anziehen. Positive Impulse gehen dabei weiterhin vor allem vom privaten Konsum aus, der durch steigende Einkommen sowie den Ölpreisverfall stimuliert wird. Aufgrund der anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen und zyklischer Auftriebskräfte wird die Investitionstätigkeit allmählich zunehmen und die konjunkturelle Dynamik vorantreiben. So rechnet das Institut für Weltwirtschaft für 2015 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 % und für das Jahr 2016 mit einem Anstieg um 1,9 %.14
Erwerbslosenquote in Deutschland nach dem Konzept der ILO von 1991 bis 2014 (in Prozent)

c. Globaler Pharmamarkt
Der Pharmamarkt zählt weltweit zu den wachstumsstärksten und stabilsten Branchen. Der wichtigste Treiber der weltweiten Nachfrage nach Pharmazeutika bildet nach wie vor die demografische Entwicklung. Während in den Industrieländern verbesserte Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von chronischen Krankheiten und eine alternde Gesellschaft den Markt bestimmen, ist der Markt der Schwellenländer von Bevölkerungszuwachs und einem verbesserten Zugang zu Gesundheitsleistungen gekennzeichnet.15
Im Jahr 2013 stieg der Umsatz des weltweiten Pharmamarktes um 2,4 % auf über 980 Mrd. US-Dollar. Dabei erzielten die USA, Europa und Japan über 70 % des gesamten Umsatzes. Der europäische Pharmamarkt stieg in 2013 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 %.16 Unter Betrachtung der einzelnen Wachstumsraten ist jedoch weiterhin eine angespannte Situation in den verschiedenen Arzneimittelmärkten ersichtlich. So weisen Griechenland, Finnland, Frankreich und Portugal negative Wachstumsraten auf. Wohingegen Großbritannien mit +17 % und Deutschland mit +5 % die größten Steigerungen erfahren.17
Zwischen 2013 und 2018 werden die weltweiten Arzneimittelausgaben laut der jüngsten Studie des IMS Institute for Healthcare Informatics um bis zu 30 % auf 1,3 Billionen US-Dollar steigen. Mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 4 bis 7 % beschleunigt sich die Wachstumsdynamik, verglichen mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,2 % im vorangegangenen Fünf-Jahres-Zeitraum, leicht.18
Die Haupttreiber des verstärkten Wachstums sind die entwickelten Märkte. Vor allem die USA und Japan tragen zum Wachstum bei, wobei die Wachstumsraten der EU-5-Staaten auf einem relativ niedrigen Niveau bleiben.19 Aufgrund von Kostendämpfungsmaßnahmen, die das Preisniveau drücken, fallen die Steigerungsraten der Pharmamärkte in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien und Italien vergleichsweise gering aus. Innerhalb der EU-5-Staaten werden Deutschland und Großbritannien zwischen 2013 und 2018 das größte Wachstum verzeichnen. In Spanien und Frankreich werden die Wachstumsraten nahe Null oder sogar negativ ausfallen. Für die fünf europäischen Länder erwartet das IMS Institut in den kommenden Jahren durchschnittliche Steigerungsraten zwischen 1 und 4 %.20
Arzneimittelausgaben weltweit in Mrd. US-Dollar

d. Pharmamarkt Deutschland
Deutschland ist der viertgrößte Pharmamarkt weltweit und der größte in Europa. Zudem ist die Bundesrepublik, nach der Schweiz, der zweitgrößte Pharmaproduzent in Europa.21 So verzeichnete der deutsche Pharmamarkt trotz einer angespannten Situation in verschiedenen Arzneimittelmärkten in Europa und anhaltenden Kostendämpfungsmaßnahmen22 ein solides Wachstum.
Der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes, bestehend aus Klinik- und Apothekenmarkt, ist im Jahr 2014 um 5,7 % auf 36,2 Mrd. Euro (Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens ohne Berücksichtigung von Rabatten jeglicher Art) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert vornehmlich aus einem hohen Wachstum des Apothekenmarktes, der den Pharmamarkt mit einem Umsatzanteil von 87 % und einem Absatzanteil von 91 % dominiert.23
Der Arzneimittelumsatz im Apothekenmarkt stieg in 2014 um 11,2 % auf 29,7 Mrd. Euro. Ein Teil dieses hohen Umsatzwachstums resultiert aus der Herabsenkung des Herstellerzwangsrabattes für patentgeschützte, nicht festbetragsgeregelte Präparate zu Beginn des letzten Jahres von 16 % auf 6 %, ab April 2014 auf 7 %. Dementsprechend verzeichnet der Apothekenmarkt sein größtes Wachstum im Segment der rezeptpflichtigen Arzneimittel. So wuchs der Umsatz mit Rx-Präparaten um 12,8 %, wogegen rezeptfreie Medikamente nur um 2,8 % zulegten. 24
Die nach Umsatz zehn führenden Arzneimittel im Apothekenmarkt weisen ein Wachstum von 21 % auf. Umsatztreiber sind insbesondere die Neueinführungen zur Hepatitis C-Therapie, die die Gruppe der Antiviralen Mittel ohne HIV-Präparate um knapp 222 % steigen ließ. Weiterhin legten Proteinkinasehemmer zur Behandlung von Krebs mit 18,1 % und Virustatika zur Behandlung von HIV mit 15,1 % zu.25
Infolge der Reduktion des Herstellerzwangsrabattes waren die Rabatte der Hersteller gegenüber der GKV im Vergleich zum Vorjahr um 40 % rückläufig. Die Einsparungen der Privaten Krankenversicherung gingen um 34 % auf 313 Mio. Euro zurück. Dennoch konnten die Krankenkassen durch Hersteller- und Apothekenrabatte über 3 Mrd. Euro im Jahr 2014 einsparen. Dabei belief sich die Belastung der pharmazeutischen Unternehmen auf insgesamt rund 2 Mrd. Euro.26
Als einer der wachstumsstärksten Märkte in Europa, bleibt Deutschland auch bis 2018 weltweit auf dem vierten Platz.27 Treiber sind laut dem IMS Health Institut insbesondere patentgeschützte Spezialpharmaka und Generika.28 Für die HAEMA-TO AG, deren Geschäftsmodell auf diese Segmente fokussiert ist, ist diese Marktentwicklung eine gute Voraussetzung für den weiteren Erfolg.
Umsatzentwicklung des Pharma-Gesamtmarktes

e. Generikamarkt
Der Wert des globalen Generikamarktes wird für 2013 auf 168 Mrd. US-Dollar geschätzt und soll, mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 11 %, bis 2018 auf 283 Mrd. US-Dollar wachsen. Damit sind Generika international die größten Wachstumstreiber.29 Aktuell werden über 50 % der Arzneimittelausgaben weltweit für Generika erbracht. Ihr Anteil an den Ausgaben in Europa beträgt 46 %.30 Die Quote differiert jedoch stark je nach Land.31
Für die Arzneimittelversorgung in Deutschland haben Generika in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Denn durch eine gleichwertige Behandlung mit „Nachahmermedi-kamenten" sind die Tagestherapiekosten um ein Vielfaches geringer als mit patentgeschützten Arzneimitteln oder Altoriginalen. Mittlerweile decken Generika 75 % des Arzneimittelbedarfs der Gesetzlichen Krankenversicherungen.32 Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Arzneimittelversorgung und dadurch zur nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens.
Im Apothekenmarkt verbuchten Generika in 2014 ein Umsatzplus von 5,3 % auf 6,23 Mrd. Euro (Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens ohne Berücksichtigung von Rabatten jeglicher Art). Der Absatz stieg um 1,3 %, während die Mengenentwicklung im gesamten Apothekenmarkt stagnierte.33
Durch den Einsatz von Generika konnten die Krankenkassen in den ersten zehn Monaten 2014 über 11 Mrd. Euro einsparen.34 Nach Hochrechnungen von Pro Generika liegen die Einsparungen für das Gesamtjahr 2014 bei 14 Mrd. Euro. Dabei wurde das Einsparpotential jedoch nicht vollständig ausgeschöpft. Weitere 2,9 Mrd. Euro hätten die Krankenkassen im vergangenen Jahr durch den verstärkten Einsatz von Generika einsparen können.35
f. EU-Importarzneimittel
Im deutschen Gesundheitswesen bilden EU-Importarzneimittel eine wesentliche Komponente der nachhaltigen Arzneimittelversorgung bei gleichbleibend hoher Qualität und höchsten Sicherheitsstandards.
Importarzneimittel sind in aller Regel patentgeschützte Original-Medikamente, die von internationalen Pharmakonzernen hergestellt werden. Da der europäische Arzneimittelmarkt in unterschiedliche Ländermärkte aufgeteilt ist, herrschen unterschiedliche Preisniveaus. Diese werden von Parallelhändlern, wie der HAEMATO-Gruppe genutzt, indem sie Arzneimittel in einem EU-Land kostengünstig einkaufen, um sie beispielsweise in Deutschland oder einem anderen EU-Land wieder zu verkaufen.36
Innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums dominiert der deutsche Parallelimportmarkt mit einem Marktanteil von 54 % (12 Monatswert, Juni 2014). Nach einem leichten Rückgang der Parallelimporte in Deutschland im Jahr 2013, stieg der Umsatz in 2014 wieder um 4 % (12 Monatswert, Juni 2014)37. Der Marktanteil auf dem Pharma-Gesamtmarkt (Umsätze nach Apothekenverkaufspreis) stieg gemessen am Umsatz von 15,9 % auf 17,5 % im Jahr 2014.38 Dieser Anstieg ist teilweise auf die Herabsetzung des Herstellerzwangsrabatts für patentgeschützte Arzneimittel von 16 % auf 6 % bzw. seit April 2014 auf 7 % zurückzuführen.39 Vom EU-Importmarkt für Arzneimittel in Deutschland gehen beträchtliche Einsparpotentiale für die Krankenversicherungen aus. Allein für das Jahr 2013 betrug das direkte Einsparvolumen für verschreibungspflichtige Medikamente 174 Mio. Euro. Für 2014 wird es sich voraussichtlich auf 222 Mio. Euro belaufen. Trotz der positiven Entwicklung im Markt für EU-Importarzneimittel, liegt nach jüngsten Schätzungen der Prognos AG das Einsparpotential bei über 340 Mio. Euro jährlich, so dass in der Vergangenheit bis zu 50 % des vorhandenen Potentials nicht ausgeschöpft wurde.40 Hinzu kommen indirekte Einsparungen durch preisdämpfende Wettbewerbseffekte der Importe41, deren Volumen jedoch kaum abgeschätzt werden kann.
Der Parallel- und Re-Import von Arzneimitteln konzentriert sich in Deutschland vornehmlich auf bestimmte Spezialmärkte bzw. Therapiegebiete. So sind über 40 % der Arzneimittelimporte in Deutschland Onkologika und Medikamente zur Behandlung des zentralen Nervensystems42, Therapiegebiete, die laut dem IMS Institut neben Autoimmun- und Atemwegserkrankungen den Großteil des Wachstums bis 2018 in den Industrienationen ausmachen» Daher kann auch in den kommenden Jahren von weiterem Wachstum und einem erheblichen Einsparpotential durch EU-Importarzneimittel ausgegangen werden.

2. Geschäftsverlauf
Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.
Der Umsatz stieg im Jahr 2014 auf Mio. EUR 202,67 (Vorjahr Mio. EUR 173,57). Das Umsatzwachstum betrug 16,8 %.
Der Jahresüberschuss betrug im Jahr 2014 Mio. EUR 7,0 (Vorjahr Mio. EUR 8,38).
Der im Januar 2014 von 16 % auf 6 % gesenkte und ab April 2014 auf 7 % erhöhte Herstellerrabatt förderte die Ergebnissituation der pharmazeutischen Hersteller für das gesamte Geschäftsjahr.
Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.
3. Lage
a. Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Umsätze des Unternehmens sind im wesentlichen mit Parallelimporten erzielt worden.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe verbesserte sich von 93 % in 2013 auf 92,0 % im Jahr 2014.
Die Personalkostenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Insourcing von ca. 2 % in 2013 auf 2,2 % in 2014 erhöht. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.
b. Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Unsere Kapitalstruktur ist gut. Das Eigenkapital stieg von TEUR 58.238 auf TEUR 58.983 in 2014. Die Dividendenauszahlung betrug TEUR 6.234 (Vorjahr: TEUR 3.132). Die Eigenkapitalquote fiel gering von 58,91 % in 2013 auf 58,00 % in 2014.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 22,9 % der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag sind relativ stabil zum Vorjahr geblieben. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 7,1 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.
Im Geschäftsjahr 2014 haben wir in den Um- und Ausbau von ca. 1.200 m2 Logistikfläche investiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Investitionstätigkeit für die Erlangung von Lizenzen.
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt.
Genussscheine betragen 5,1 % der Bilanzsumme. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genuss-scheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwertes Ihrer Genussscheine. Zum Stichtag beträgt der Bestand der emittierten Genussscheine Mio. EUR 5,3.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Durch die Ausweitung unseres Produktportfolios wurden unsere Vorräte an fertigen Erzeugnissen und Waren aufgebaut, welches unsere Kundenbindung sichert.
Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wir folgt dar:
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| 2014 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.561 | -3.824 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -1.832 | 3.572 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -5.621 | 2.065 |
| Cash Flow aus Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | -6.026 |
| -892 | -4.212 |
c. Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag vom Vorjahr verbessert. Die Vermögenslage des HAEMATO-Kon-zerns ist von gestiegenen Vorräten (TEUR 34.188; Vorjahr: TEUR 30.786) und von gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.478; Vorjahr: TEUR 7.107) gekennzeichnet. Das Anlagevermögen stieg von TEUR 45.386 in 2013 auf TEUR 50.142 in 2014.
Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
d. Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)
Die HAEMATO AG konnte im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 13.305) erzielen.
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 1.120 (Vorjahr: TEUR 27.332).
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf insgesamt TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 40).
e. Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)
Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt überwiegend durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 52.776 (Vorjahr: TEUR 58.710) und im Umlauf befindliches Genussscheinkapital zum Nennwert von TEUR 5.312 (Vorjahr: TEUR 5.312).
Zum 31. Dezember 2014 verfügt die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 2.354).
Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über eine Eigenkapitalquote von 90,5 %. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2014 mit 89,76 % relativ konstant geblieben.
Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2014 insgesamt TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 298).
Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100). Alle Genuss-scheininhaber erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine.
f. Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)
Die Vermögenslage ist im wesentlichen geprägt durch die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen um TEUR 820, die Erhöhung der Wertpapiere des Anlagevermögens um TEUR 3.830, den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR -6.031, die Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.130 und durch die Verminderung des Kassenbestands und der Bankguthaben um TEUR 1.442.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und EBIT heran.
Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr 2014 bei 11,6 % (VJ 15,5 %).
Das EBIT beträgt TEUR 8.234 (Vorjahr: TEUR 9.934), das EBITDA beträgt TEUR 10.289 (Vorjahr: TEUR 11.747).
Der HAEMATO-Konzern arbeitet insgesamt profitabel und die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.
III. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
IV. Prognosebericht
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des HAEMATO-Konzerns positiv. Die Pharmabranche bietet ein großes Wachstumspotential in den Bereichen Generika und europäische Importarzneimittel, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Etablierung mehrerer Lieferanten für die Mehrzahl der Produkte.
Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2014 eine Steigerung des Umsatzvolumens.
Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
V. Risikobericht
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.
Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Service, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
1. Risikobericht
a. Branchenspezifische Risiken
Ständige gesetzliche Regulierungsmaßnahmen, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Medikamente können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben.
b. Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Da unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich stabil geblieben sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzkosten damit verbunden.
c. Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
d. Risikomanagementsystem
Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.
Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controlling. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.
2. Chancenbericht
Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir von diesem Wachstum partizipieren.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
3. Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Unternehmensgruppe eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
VII. Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der HAEMATO AG nicht unterhalten.
VIII. Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Berlin, 28. Februar 2015
HAEMATO AG
Dr. Christian Pahl
(Vorstand)
1. Konzernbilanz zum 31.12.2014*
Aktiva
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| 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Liquide Mittel | 5.1 | 2.423.713,03 | 3.316 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.2 | 10.477.819,17 | 7.107 |
| Vorräte | 5.3 | 34.187.632,79 | 30.786 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.4 | 2.743.401,18 | 11.277 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5.4 | 173.594,77 | 144 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 5.4 | 1.553.202,62 | 840 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 51.559.363,56 | 53.470 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.5 | 6.770.310,01 | 8.001 |
| Firmenwerte | 5.5 | 34.583.688,64 | 34.584 |
| Sachanlagen | 5.5 | 1.093.534,00 | 353 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.5 | 84.356,25 | 100 |
| Finanzanlagen | 5.6 | 7.480.417,24 | 2.237 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5.7 | 129.679,80 | 111 |
| Langfristige Vermögenswerte | 50.141.985,94 | 45.386 | |
| SUMME AKTIVA | 101.701.349,50 | 98.856 | |
| Passiva | |||
| 2014 | 2013 | ||
| Anhang | EUR | TEUR | |
| Rückstellungen | 5.8 | 3.242.664,87 | 1.703 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.9 | 12.553.478,25 | 11.270 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.9 | 7.244.075,43 | 6.660 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.9 | 474.199,49 | 1.272 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.9 | 2.148.294,67 | 1.245 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 25.662.712,71 | 22.150 | |
| Rückstellungen | 5.10 | 20.935,41 | 79 |
| Anleihen (Genussscheine) | 5.11 | 5.209.300,00 | 5.209 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.12 | 10.750.000,00 | 11.850 |
| Latente Steuern | 5.13 | 1.075.732,67 | 1.330 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 17.055.968,08 | 18.468 | |
| Gezeichnetes Kapital | 5.14 | 20.778.898,00 | 20.779 |
| Kapitalrücklage | 5.14 | 7.571.981,01 | 7.572 |
| Gesetzliche Rücklage | 5.14 | 1.155.154,89 | 1.155 |
| Andere Gewinnrücklagen | 5.14 | 4.136.318,79 | 4.136 |
| Bilanzgewinn | 5.14 | 25.340.316,01 | 24.596 |
| Eigenkapital | 58.982.668,70 | 58.238 | |
| SUMME PASSIVA | 101.701.349,50 | 98.856 |
* Bilanzierung nach IFRS
3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014*
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| 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 8.1 | 202.674.378,36 | 173.566 |
| Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 8.2 | 0,00 | 3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.3 | 4.500.912,96 | 8.403 |
| Materialaufwand | |||
| > Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen und für Immobilien | 8.2 | -186.375.486,66 | -161.848 |
| Personalaufwand | |||
| > Löhne und Gehälter | -3.731.746,59 | -2.928 | |
| > Soziale Abgaben | -769.856,68 | -612 | |
| -4.501.603,27 | -3.540 | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 8.4 | -2.055.829,17 | -1.813 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.5 | -6.008.901,74 | -4.837 |
| Operatives Ergebnis | 8.233.470,48 | 9.934 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.6 | 184.915,76 | 443 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 8.7 | -1.551.058,66 | -1.370 |
| Finanzergebnis | -1.366.142,90 | -927 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.867.327,58 | 9.007 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8.8 | 112.139,74 | -611 |
| Sonstige Steuern | 8.9 | -1.016,00 | -16 |
| Jahresergebnis / | |||
| Gesamtergebnis der Berichtsperiode | 6.978.451,32 | 8.380 | |
| Vom Jahresergebnis / Gesamtergebnis entfallen auf: | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | 6.978.451,32 | 7.940 | |
| Nicht beherrschende Gesellschafter | 0,00 | 440 | |
| 6.978.451,32 | 8.380 |
* Bilanzierung nach IFRS
4. Konzern - Kapitalflussrechnung
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| 1. Jahresergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag abzüglich sonstiger Steuern | 6.866.311,58 | 8.991 |
| 2. Abschreibungen | 2.055.829,17 | 1.813 |
| 3. Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -57.637,27 | -83 |
| 4. Veränderungen aus Zeitbewertungen | -3.184.563,59 | -2.174 |
| 5. Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen und dem Verkauf von Tochterunternehmen | -4.447.067,73 | -3.426 |
| 6. Zins- und Beteiligungserträge | -184.915,76 | -443 |
| 7. Zinsaufwendungen | 1.551.058,66 | 1.371 |
| 8. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | 6.645.338,65 | -1.001 |
| 9. Veränderung der Vorräte | -3.401.635,80 | -4.135 |
| 10. Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristigen Rückstellungen | 2.988.555,87 | -1.977 |
| 11. Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit | 8.831.273,78 | -1.065 |
| 12. Erhaltene Zinsen / Beteiligungserträge | 182.688,70 | 23 |
| 13. Gezahlte Zinsen | -1.551.058,65 | -1.371 |
| 14. Gezahlte Ertragsteuern | -901.501,60 | -1.412 |
| -2.269.871,55 | -2.759 | |
| 15. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.561.402,23 | -3.824 |
| Investitionstätigkeit | ||
| 1. Auszahlungen für den Erwerb von Anlagevermögen und den Ankauf von Tochterunternehmen | -5.645.409,18 | -27.282 |
| 2. Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen und aus dem Verkauf von Tochterunternehmen | 3.812.848,00 | 30.854 |
| 3. Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -1.832.561,18 | 3.572 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| 1. Verkauf von eigenen Aktien | 430.000,00 | 5.045 |
| 2. Gezahlte Dividenden | -6.233.669,40 | -3.407 |
| 3. Veränderungen der Bankverbindlichkeiten | 182.881,54 | 427 |
| 4. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -5.620.787,86 | 2.065 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | 0,00 | -6.026 |
| Cash Flow | -891.946,81 | -4.213 |
| Liquide Mittel | ||
| 1. 31. Dezember 2014 / 31. Dezember 2013 | 2.423.713,03 | 3.316 |
| 2. 31. Dezember 2013 / 31. Dezember 2012 | 3.315.659,84 | 7.529 |
| -891.946,81 | -4.213 |
* Bilanzierung nach IFRS
5. Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2014*
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| Gezeichnetes Kapital | Erworbene eigene Anteile | Gesetzliche Rücklage | Kapitalrücklagen | |
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Stand 31. Dezember 2012 / 1. Januar 2013 | 13.852.599,00 | -1.324.484,00 | 1.155.154,89 | 230.105,01 |
| 2. Periodenergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Eigene Anteile / Umgliederung / Zugang | 0,00 | 1.324.484,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Dividende | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Erhöhung des gezeichneten Kapitals | 6.926.299,00 | 0,00 | 0,00 | 7.341.876,00 |
| 6. Stand 31. Dezember 2013 / 1. Januar 2014 | 20.778.898,00 | 0,00 | 1.155.154,89 | 7.571.981,01 |
| 7. Periodenergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 8. Dividende | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 9. Stand 31. Dezember 2014 | 20.778.898,00 | 0,00 | 1.155.154,89 | 7.571.981,01 |
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| Bilanzgewinn | Andere Gewinnrücklagen | Kapitalrücklage für eigene Anteile | Zwischensumme | |
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Stand 31. Dezember 2012 / 1. Januar 2013 | 18.912.226,58 | 652.130,37 | -666.100,62 | 32.811.631,23 |
| 2. Periodenergebnis | 7.940.109,25 | 0,00 | 0,00 | 7.940.109,25 |
| 3. Eigene Anteile / Umgliederung / Zugang | 875.227,01 | 3.484.188,42 | 666.100,62 | 6.350.000,05 |
| 4. Dividende | -3.132.028,75 | 0,00 | 0,00 | -3.132.028,75 |
| 5. Erhöhung des gezeichneten Kapitals | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 14.268.175,00 |
| 6. Stand 31. Dezember 2013 / 1. Januar 2014 | 24.595.534,09 | 4.136.318,79 | 0,00 | 58.237.886,78 |
| 7. Periodenergebnis | 6.978.451,32 | 0,00 | 0,00 | 6.978.451,32 |
| 8. Dividende | -6.233.669,40 | 0,00 | 0,00 | -6.233.669,40 |
| 9. Stand 31. Dezember 2014 | 25.340.316,01 | 4.136.318,79 | 0,00 | 58.982.668,70 |
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| Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens | Nicht beherrschende Gesellschafter | Eigenkapital gesamt | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Stand 31. Dezember 2012 / 1. Januar 2013 | 32.811.631,23 | 767.214,94 | 33.578.846,17 |
| 2. Periodenergebnis | 7.940.109,25 | 439.849,52 | 8.379.958,77 |
| 3. Eigene Anteile / Umgliederung / Zugang | 6.350.000,05 | -932.064,46 | 5.417.935,59 |
| 4. Dividende | -3.132.028,75 | -275.000,00 | -3.407.028,75 |
| 5. Erhöhung des gezeichneten Kapitals | 14.268.175,00 | 0,00 | 14.268.175,00 |
| 6. Stand 31. Dezember 2013 / 1. Januar 2014 | 58.237.886,78 | 0,00 | 58.237.886,78 |
| 7. Periodenergebnis | 6.978.451,32 | 0,00 | 6.978.451,32 |
| 8. Dividende | -6.233.669,40 | 0,00 | -6.233.669,40 |
| 9. Stand 31. Dezember 2014 | 58.982.668,70 | 0,00 | 58.982.668,70 |
* Bilanzierung nach IFRS
6. Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2014*
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | Zugang/Umbg. | Abgang/Umbg. | Stand 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte | 13.697.031,34 | 712.030,32 | 0,00 | 14.409.061,66 |
| 2. Firmenwerte | 34.583.688,64 | 0,00 | 0,00 | 34.583.688,64 |
| 48.280.719,98 | 712.030,32 | 0,00 | 48.992.750,30 | |
| II. Sachanlagen | 727.673,61 | 881.386,50 | -34.200,00 | 1.574.860,11 |
| III. Geleistete Anzahlungen | 100.199,68 | 857.888,96 | -873.732,39 | 84.356,25 |
| IV. Finanzanlagen | 1.738.341,12 | 4.067.835,79 | -1.417.738,46 | 4.388.438,45 |
| INSGESAMT | 50.846.934,39 | 6.519.141,57 | -2.325.670,85 | 55.040.405,11 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | Zugang | Abgang | Stand 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte | 5.695.565,33 | 1.943.186,32 | 0,00 | 7.638.751,65 |
| 2. Firmenwerte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.695.565,33 | 1.943.186,32 | 0,00 | 7.638.751,65 | |
| II. Sachanlagen | 374.383,26 | 112.642,85 | -5.700,00 | 481.326,11 |
| III. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| IV. Finanzanlagen | -498.366,51 | 0,00 | -2.593.612,28 | -3.091.978,791) |
| INSGESAMT | 5.571.582,08 | 2.055.829,17 | -2.599.312,28 | 5.028.098,97 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2014 | Stand 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Immaterielle Vermögenswerte | 6.770.310,01 | 8.001.466,01 |
| 2. Firmenwerte | 34.583.688,64 | 34.583.688,64 |
| 41.353.998,65 | 42.585.154,65 | |
| II. Sachanlagen | 1.093.534,00 | 353.290,35 |
| III. Geleistete Anzahlungen | 84.356,25 | 100.199,68 |
| IV. Finanzanlagen | 7.480.417,24 | 2.236.707,63 |
| INSGESAMT | 50.012.306,14 | 45.275.352,31 |
* Bilanzierung nach IFRS
1) Höherbewertung vorhandener Wertpapiere. Es handelt sich hierbei um Zuschreibungen über die Anschaffungskosten hinaus, die mit einem negativen Vorzeichen versehen wurden.
Konzernanhang (Notes) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014
1. Allgemeine Angaben
Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5 c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die MPH Mittelständische Pharma Holding AG.
Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig.
Der Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 der HAEMATO AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Die Werte für das Geschäftsjahr 2014 sind in EUR und für das Vorjahr in TEUR angegeben. Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.
Folgende Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmalig im Geschäftsjahr 2014 anzuwenden, wobei sich für die HAEMATO AG keine wesentlichen Auswirkungen ergaben:
— IFRS 10 - Konzernabschlüsse (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.),
— IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.),
— IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.),
— IAS 27 (2011) - Separate Abschlüsse (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.),
— IAS 28 (2011) - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.),
— Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 - Investmentgesellschaften,
— Änderungen an IAS 32 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten,
— Änderungen an IAS 36 - Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte,
— Änderungen an IAS 39 - Novation von außerbörslichen Derivaten und Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung.
Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen.
Der Konzernabschluss ist unter Beachtung von IAS 27.22 auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.
Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss für das laufende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 der HAEMATO AG, wurden neben der HAEMA-TO AG die Sanate GmbH, Schönefeld, die HAEMATO MED GmbH (vormals Sanago GmbH), Schönefeld, und die HAEMATO PHARM GmbH (vormals: HAE-MATO PHARM AG), Schönefeld, mit einbezogen.
Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:
— HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 1. April 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),
— HAEMATO MED GmbH (vormals Sanago GmbH - ab dem 22. Mai 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung),
— Sanate GmbH (ab dem 24. September 2013, Stichtag der Erstkonsolidierung).
Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.
Die HAEMATO AG hat im Geschäftsjahr 2013 die Castell Pharma B.V., Venray (Niederlande), erworben. Wie alle IFRS-Regeln unterliegt auch das Weltabschlussprinzip von IAS 27.12 dem „materiality-Vorbehalt".
Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000,00.
Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 31.737 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Bei den offen ausgewiesenen Finanzanlagen handelt es sich u.a. um Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften, auf die keine Verfügungsmacht ausgeübt werden kann.
Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteilsquote % |
|---|---|
| • HAEMATO PHARM GmbH*, Schönefeld | 100,00 |
| • HAEMATO MED GmbH**, Schönefeld | 100,00 |
| • Castell Pharma B.V.***, Venray (Niederlande) | 100,00 |
| • Sanate GmbH****, Schönefeld | 100,00 |
| • HAEMATO ASIA Co. Ltd., Lam Luk Ka (Thailand)***** | 40,00 |
* Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH.
** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO MED GmbH.
*** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der Castell Pharma B.V.
**** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH.
***** Die HAEMATO PHARM GmbH hält 8.000 von 20.000 Aktien (40%) an der HAEMATO ASIA Co. Ltd.
Die folgenden Gesellschaften wurden nicht konsolidiert:
— Castell Pharma B.V.,
— HAEMATO ASIA Co. Ltd.
Tochterunternehmen müssen nicht einbezogen werden, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von insgesamt untergeordneter Bedeutung sind. Von dieser Regelung wurde Gebrauch gemacht.
3. Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden - mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden - mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die latenten Steueransprüche bzw. latenten Steuerschulden wurden gemäß IAS 12 „Ertragsteuern" erfasst und bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Bei Unternehmenserwerben bis zum Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.
Forderungen und Schulden zwischen den konsolidierten Gesellschaften sowie konzerninterne Umsatzerlöse, andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.
4. Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH im vergangenen Geschäftsjahr den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
5. Angaben zur Konzernbilanz einschließlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.
5.1 Barmittel und Bankguthaben
Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen Bankguthaben und sind mit ihren Nominalwerten erfasst.
5.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 10.478 (Vorjahr: TEUR 7.107) belaufen, sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.
5.3 Vorräte
Unter den Vorräten werden fertige Erzeugnisse ausgewiesen, die zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet wurden. Nach IAS 2 wurden sämtliche Kosten mit einbezogen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der jeweiligen Vorräte angefallen sind. Zu aktivierende Fremdkapitalkosten sind nicht angefallen. Die Anwendung von IAS 11 ist nicht einschlägig.
5.4 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt in dem Zeitpunkt, in dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstrumentes wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Bei der Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen Entgelt sowie aller kumulierten Gewinne und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich u.a. um Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie um debitorische Kreditoren. Bei den Forderungen aus Ertragsteuern handelt es sich um erstattungsfähige Gewerbe- und Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag.
5.5 Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte
Die Sachanlagen sowie die immateriellen Vermögenswerte werden unter Anwendung von IAS 16 bzw. IAS 38 zu Anschaffungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungskosten. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, darf nicht abgeschrieben werden. Stattdessen hat der Erwerber ihn Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Konzerns zuzuordnen und gemäß IAS 36 auf Wertminderung zu prüfen, und zwar einmal jährlich oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte.
Wenn der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert ist, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert des der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten zuzuordnen. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 34.584 wurde vollständig dem Pharmabereich der HAEMATO PHARM GmbH als Zahlungsmittel generierende Einheit zugeordnet.
5.6 Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden u.a. Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.
5.7 Sonstige langfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.
5.8 Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen umfassen Abgrenzungen, die gebildet werden, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige, rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der sich aufgrund der bestmöglichen Schätzung der finanziellen Ausgaben zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtung ergibt.
Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar:
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| Rückstellungen | 1.1.2014 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuern | 126 | 46 | 0 | 0 | 80 |
| Prüfungs- und Jahresabschlusskosten | 137 | 125 | 12 | 80 | 80 |
| Mietgarantien | 69 | 29 | 0 | 6 | 46 |
| Personal / Urlaubsansprüche | 104 | 77 | 1 | 73 | 99 |
| AR-Vergütungen | 20 | 12 | 8 | 20 | 20 |
| Sonstige | 1.248 | 119 | 25 | 1.814 | 2.918 |
| 1.704 | 408 | 46 | 1.993 | 3.243 |
Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG/§ 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Derzeit befinden wir uns im Klageverfahren, gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.
5.9 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Zinsverbindlichkeiten, die auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden, entfallen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 2.148 (Vorjahr: TEUR 1.245). Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
5.10 Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Anteil der Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Mietgarantien der HAEMATO AG laufen zum 31.12.2015 aus. Aus diesem Grund sind die Mietgarantierückstellungen nur noch in den kurzfristigen Rückstellungen enthalten.
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| 1.1.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mietgarantien usw. | 69 | 69 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 10 | 2 | 0 | 13 | 21 |
| 79 | 71 | 0 | 13 | 21 |
5.11 Anleihen
(Genussscheine der HAEMATO AG)
Unter der Position Anleihen bei den Verbindlichkeiten wird ausschließlich begebenes Genussscheinkapital ausgewiesen. Beim Genussscheinkapital handelt es sich um ein Mezzanine-Finanzinstrument, das sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapital-Elemente aufweist. Bei der Bilanzierung nach IFRS ist nur ein Ausweis als Fremdkapital möglich. Unter der ISIN DE 000A0EQVT2 wird eine Tranche in Höhe von Mio. EUR 23,6 an der Börse Frankfurt im Freiverkehr gehandelt. Alle Genussscheininhaber erhalten ab dem Geschäftsjahr 2010 eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der HAEMATO AG vorausgehende Ausschüttung von 9 % p.a. des Nennwerts ihrer Genussscheine. Die Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in Stück 500.000 über je nominal EUR 100,00. Der Verkauf von Genussscheinen wurde 2006 eingestellt. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft beschlossen, zurückerworbene Genussscheine in Höhe von Mio. EUR 8,3 einzuziehen, so dass sich der Bestand der emittierten Genussscheine zum Stichtag auf Mio. EUR 5,3 verringert hat. Zum Stichtag hält die HAEMATO AG eigene Genussscheine im Gesamtnennbetrag von TEUR 103,0 (1.030 Genussrechte x EUR 100).
5.12 Langfristige Verbindlichkeiten
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
5.13 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden
Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und insoweit reduziert, als es nicht länger wahrscheinlich ist, dass ausreichende zu versteuernde Einkommen zur Nutzung dieser Ansprüche zur Verfügung stehen werden.
Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum erwarteten Zeitpunkt gelten bzw. künftig anzuwenden sind, wenn die latenten Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten beglichen werden.
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
— einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder
— dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst.
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
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| 31.12.2013 | ergebniswirksam erfasst | erfolgsneutral erfasst | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Temporäre Differenzen | ||||
| > Bewertung der immateriellen Vermögenswerte | 1.323 | -253 | 0 | 1.070 |
| > Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente | 7 | -7 | 0 | 0 |
| > Bewertung der Fremdwährungen zum Bilanzstichtag | 0 | 6 | 0 | 6 |
| Passive latente Steuern | 1.330 | -254 | 0 | 1.076 |
Im Zusammenhang mit der Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die Fair Values die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 591). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % (Vorjahr: 22,825 %) und anderer Komponenten ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7).
Des Weiteren ergibt sich eine passive latente Steuer in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: EUR 0) aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.
Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 °/0), die sich zum Stichtag auf TEUR 1.070 (Vorjahr: TEUR 1.323) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2014 TEUR 4.417 (Vorjahr: TEUR 5.798) betragen.
5.15 Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 20.778.898,00 ist eingeteilt in 20.778.898 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. 2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 6,75 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 2,0 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 4,75 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben, es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis beliefen sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 4,6 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 1,1 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 3,5 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599,00 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. Mai 2018 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 10.389.449,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2013).
Bedingtes Kapital 2013: Um die Ermächtigung an das im März 2013 erhöhte Grundkapital der Gesellschaft anzupassen wurde der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2013 ermächtigt, bis zum 29. Mai 2018 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente im Gesamtbetrag von bis zu EUR 50.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 4.989.449,00 nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Zu diesem Zweck wird das Grundkapital um bis zu EUR 4.989.449,00 durch Ausgabe von bis zu 4.989.449 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.
In den anderen Gewinnrücklagen werden die Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013 dargestellt, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden. Die HAEMATO AG hält zum Stichtag 0 Stück eigene Aktien.
Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
6. Anlagespiegel
Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Tabelle „Entwicklung des Anlagevermögens" dargestellt.
7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Gegenüber der Investitionsbank des Landes Brandenburg haftet die HAEMATO PHARM GmbH gesamtschuldnerisch mit der HAEMATO AG zur Sicherung der Forderungen aus dem Subventionsverhältnis zwischen der ILB und der auf die HAEMATO PHARM GmbH verschmolzenen Simgen GmbH in Höhe von EUR 214.440,00 (Höchstbetragsbürgschaft). Außerdem haftet die HAEMATO PHARM GmbH gegenüber der Investitionsbank des Landes Brandenburg gesamtschuldnerisch zusammen mit der MPH Mittelständische Pharma Holding AG zur Sicherung der Forderungen aus dem Subventionsverhältnis zwischen der ILB und der HAEMA-TO PHARM GmbH in Höhe von EUR 1.478.400,00 (Höchstbetragsbürgschaft).
Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.
8. Erläuterungen zur Gesamt-ergebnisrechnung
Grundsätze der Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zum Teil monatlich erfasst. Arzneimittel die versandt werden, führen zu Erlösen, sobald sie dem Versandunternehmen übergeben wurden.
Segmentberichterstattung nach IFRS 8
IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.
Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.
Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind.
Produkte und Dienstleistungen
Sämtliche Produkte (div. Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.
Geografische Informationen
Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.
Wesentliche Kunden
Von den Umsatzerlösen aus Direktverkäufen im Pharmabereich in Höhe von TEUR 202.674 (Vorjahr: TEUR 173.566) entfallen TEUR 9.837 (Vorjahr: TEUR 18.670) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Kein einzelner Kunde hat im Geschäftsjahr 2014 jeweils 5 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.
8.1 Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln.
8.2 Materialaufwand
Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind.
8.3 Sonstige betriebliche Erträge
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen, die sich insgesamt auf TEUR 4.501 (Vorjahr: TEUR 8.403) belaufen, entfallen TEUR 1.120 (Vorjahr: TEUR 2.642) auf Gewinne, die sich aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften ergeben.
8.4 Abschreibungen
Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.056 (Vorjahr: TEUR 1.813). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
8.5 Sonstige betrieblichen Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 6.009 (Vorjahr: TEUR 4.837) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten.
8.6 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten.
8.7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um Zinsaufwendungen für das in 2005 bzw. 2006 platzierte Genussscheinkapital. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 1.551 (Vorjahr: TEUR 1.371) belaufen, entfallen TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 469) auf die Verzinsung der zum Stichtag im Umlauf befindlichen Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden.
Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 stellen sich wie folgt dar:
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| Zinserträge + Dividenden 2014 | Zinserträge + Dividenden 2013 | Zinsaufwand 2014 | Zinsaufwand 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Liquide Mittel (sonstige finanzielle Vermögenswerte) | 0 | 23 | 0 | 0 |
| Kredite und Forderungen | ||||
| (sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) | 185 | 420 | -469 | -469 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten (sonstige finanzielle Verbindlichkeiten) | 0 | 0 | -1.082 | -902 |
| Summe Nettoergebnis | 185 | 443 | -1.551 | -1.371 |
| ► erfolgswirksam | 185 | 443 | -1.551 | -1.371 |
8.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Steueraufwand der laufenden Periode | -142.219,90 | -889.424,59 |
| Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden | -6.413,58 | -10.387,51 |
| Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden | 260.773,22 | 288.618,96 |
| 112.139,74 | -611.193,14 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung unterschiedlicher Effektivsteuersätze. Unter Hinweis auf IAS 12.81 c ergeben sich die folgenden Steuersätze:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| Gesetzlicher Effektivsteuersatz, Schönefeld | 24.225 | 22.825 |
Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %, Vorjahr 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %, Vorjahr: 7,000 %).
8.9 Sonstigen Steuern
Bei den sonstigen Steuern handelt es sich unter anderen um Kfz-Steuer.
9. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.
Es ergibt sich Folgendes:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss | 6.978.451,32 | 7.940.109,25 |
| Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 20.778.898 | 19.583.794 |
| Ergebnis je Aktie | 0,34 | 0,41 |
10. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstand
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| Familienname | Vorname | Funktion | Vertretungsbefugnis | Beruf |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Pahl | Christian | Vorstand | Alleinvertretungsberechtigt | Diplom-Kaufmann |
Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich 2014 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
Aufsichtsrat
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| Familienname | Vorname | Funktion | Beruf |
|---|---|---|---|
| Grosse | Andrea | Vorsitzende | Rechtsanwältin |
| Prof. Dr. Dr. Meck | Sabine | stellv. Vorsitzende | Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin |
| Dr. Braun | Marion | Mitglied | Ärztin |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 47).
11. Mitarbeiterzahl
In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 146 Arbeitnehmer (Vorjahr: 146 Arbeitnehmer) beschäftigt.
12. Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Erträgen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Kategorie | ||
| Liquide Mittel | 0 | 23 |
| Forderungen | 185 | 420 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3.185 | 2.174 |
Die Erträge aus Krediten und Forderungen sind in den Zinserträgen enthalten. Die Erträge aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen mit TEUR 3.185 (Vorjahr: TEUR 2.174) Erträge aus der Höherbewertung von Finanzanlagen.
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Aufwendungen aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Kategorie | ||
| Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden | 1.551 | 1.371 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 |
Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen. Die Aufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen
Das Risikomanagement der HAEMATO-Gruppe hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden.
Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Gleichzeitig werden der Vorstand und der Aufsichtsrat informiert. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.
Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren.
Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen, hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben.
Fremdkapital- und Zinsänderungsrisiko
Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2014 haben sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO PHARM GmbH nur unwesentlich auf insgesamt TEUR 23.303,5 erhöht. Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.
Bei den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten handelt es sich um mehrere Darlehen, die zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:
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| Inanspruchnahme | ||
|---|---|---|
| _ | in TEUR | Konditionen |
| --- | --- | --- |
| Darlehen über TEUR 2.000, beansprucht in Form eines kurzfristigen Festsatzkredites | 1.991 | ca. 5,5 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 2.000 | 2.000 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 2,50 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 7.500 | 6.500 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 4,50 % p.a |
| Darlehen über TEUR 500 | 75 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 4,50 % p.a |
| Darlehen über TEUR 4.000 | 888 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 1,50 % p.a |
| Darlehen über TEUR 1.100 | 1.100 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 4,30 % p.a |
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, ergibt sich Folgendes:
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| Inanspruchnahme | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Konditionen | |
| --- | --- | --- |
| Darlehen über TEUR 2.750 | 2.750 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 4,30 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 4.000 | 4.000 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 4,50 % p.a. |
| Darlehen über TEUR 4.000 | 4.000 | 3-Monats-EURIBOR zuzgl. 3,15 % p.a |
Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 21.312 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 213. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 213.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Vermögenswerte
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| 31.12.2014 | kurzfristig | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | Liquide Mittel | Summe der Buchwerte | Beizulegende Zeitwerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 10.478 | 2.743 | 2.424 | 15.645 | 15.645 |
| 31.12.2013 | kurzfristig | ||||
| in TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | Liquide Mittel | Summe der Buchwerte | Beizulegende Zeitwerte |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 7.107 | 11.277 | 3.316 | 21.700 | 21.700 |
Die Summe der Buchwerte bzw. die beizulegenden Zeitwerte der erfolgswirksam bewerteten Finanzanlagen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt TEUR 7.480 (Vorjahr: TEUR 2.237).
Bei den in der vor- und nachstehenden Tabelle dargestellten Instrumenten betrachtet der Vorstand die Buchwerte in der Konzernbilanz als gute Näherung an deren beizulegende Zeitwerte.
Verbindlichkeiten
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| 31.12.2014 | kurzfristig | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 12.553 | 7.244 | 474 |
| 31.12.2013 | kurzfristig | ||
| in TEUR | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 11.271 | 6.660 | 1.272 |
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| 31.12.2014 | langfristig | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen | Summe der Buchwerte | beizulegende Zeitwerte |
| --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 15.959 | 36.230 | 36.230 |
| 31.12.2013 | langfristig | ||
| in TEUR | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen | Summe der Buchwerte | beizulegende Zeitwerte |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 17.059 | 36.262 | 36.262 |
Wechselkursrisiko
Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie folgt:
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| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungen der Länder | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Norwegen (NOK) | 0,1 | 20,2 | 2,0 | 0,0 |
| Großbritannien (GBP) | 0,5 | 2,0 | 328,3 | 0,0 |
| Tschechische Republik (CZK) | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Polen (PLN) | 0,2 | 0,8 | 0,0 | 0,0 |
| Rumänien (RON) | 0,2 | 1,1 | 0,0 | 0,0 |
| Dänemark (DKK) | 521,2 | 263,3 | 3,7 | 5,4 |
Sonstige Preisrisiken
Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.
Risiko aus dem Ausfall von Forderungen
Das Ausfallrisiko von Forderungen aus dem Verkauf von Arzneimitteln wird durch entsprechende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gewürdigt. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (undiskontierte Tilgungs- und Zinszahlungen) zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt:
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| Buchwert | Cash Flow | Cash Flow | Cash Flow | |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | ||||
| Rückstellungen | 3.264 | 3.243 | 21 | 0 |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 28.513 | 12.554 | 10.750 | 5.209 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 7.718 | 7.718 | 0 | 0 |
| Buchwert | Cash Flow | Cash Flow | Cash Flow | |
| 31.12.2013 | bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | ||||
| Rückstellungen | 1.782 | 1.704 | 78 | 0 |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 28.330 | 11.271 | 11.850 | 5.209 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 7.932 | 7.932 | 0 | 0 |
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 7.244 (Vorjahr: TEUR 6.660) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 474 (Vorjahr: TEUR 1.272) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.424 (Vorjahr: TEUR 3.316).
13. Angabe der Honorare des Abschlussprüfers
Für das voraussichtliche Honorar der Gieron & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2014 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 30 gebildet.
14. Angabe über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (10). Folgende Geschäfte wurden mit nahe stehende Unternehmen und Personen getätigt:
Aus dem Verkauf der Windsor Grundbesitz AG von der HAEMATO AG an die MPH Mittelständische Pharma Holding AG im Geschäftsjahr 2013 ergibt sich im Jahr 2014 eine nachträgliche Kaufpreiserhöhung in Höhe von insgesamt TEUR 1.120. Diese wurde von der MPH Mittelständische Pharma Holding AG bezahlt.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 500 erhalten. Dieses ist gemäß Vereinbarung mit 5 % p.a. verzinst. Dieses Darlehen ist im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt worden.
Die HAEMATO MED GmbH (vormals Sanago GmbH) hat im Geschäftsjahr 2014 ein Darlehen in Höhe von TEUR 36 von der HAEMATO AG erhalten. Dieses ist mit 5 % p.a. verzinst und ist bis zum 15.10.2015 zurück zu zahlen. Zum Stichtag ergibt sich ein offener Saldo in Höhe von EUR 36.482,50.
Die HAEMATO MED GmbH (vormals Sanago GmbH) hat des Weiteren im Geschäftsjahr 2014 ein Darlehen in Höhe von TEUR 50 erhalten. Dieses ist mit 5 % p.a. verzinst. Durch Beschlussfassung der HAEMATO AG vom 19.12.2014 wurde zur Stärkung des Betriebskapitals eine Einlage in Höhe von TEUR 50 als Einstellung in die Kapitalrücklage der HAEMATO MED GmbH beschlossen. Hierzu wurde das Darlehen gemäß Vereinbarung umgewandelt.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat der Pharmigon GmbH, die mit der HAEMATO-Gruppe verbunden ist, Arzneimittel im Wert von insgesamt TEUR 728 verkauft. Die HAEMATO PHARM GmbH hat von der Dr. Fischer Medical Care GmbH, die mit der HAEMATO-Gruppe verbunden ist, Arzneimittel bezogen. Das Einkaufsvolumen belief sich auf insgesamt TEUR 13.456. Gleichzeitig hat die HAEMATO PHARM GmbH Waren an die Dr. Fischer Medical Care GmbH veräußert. Im Geschäftsjahr 2014 belief sich der Umsatz auf insgesamt TEUR 595.
Weitere Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen bestanden im Geschäftsjahr 2014 nicht.
15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zum 05. März 2015 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Schönefeld, den 5. März 2015
Dr. Christian Pahl
(Vorstand)
16. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die HAEMATO AG, Berlin
Wir haben den von der HAEMATO AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht der HAEMATO AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der HAEMATO AG, Berlin, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 19.03.2015
**Gieron & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dipl. Kfm. Bernhard Kaiser
Wirtschaftsprüfer