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Gurktaler AG Annual Report (ESEF) 2024

Jul 22, 2024

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KENNZAHLEN

Umsatz- und Ertragskennzahlen

2023/2024 2022/2023 (UGB)
Umsatz in EUR Mio. 3,8 0,4
Betriebsergebnis (EBIT) in EUR Mio. –0,7 –3,9
Jahresergebnis in EUR Mio. 2,9 0,3
Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in EUR Mio. –0,1 –0,5
Umsatzrentabilität (Return on Sales) in % 31,62 -473,5
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) in % 5,12 -8,19

Bilanzkennzahlen

Bilanzsumme in EUR Mio. 26,1 23,4
Eigenkapital in EUR Mio. 25,3 21,9
Eigenkapitalquote in % 96,8 93,9
Finanzverbindlichkeiten in EUR Mio. 0 0

Börsekennzahlen

Börsenkapitalisierung per 31.3. in EUR Mio. Ergebnis je Aktie in EUR Cashflow je Aktie in EUR Eigenkapital je Aktie in EUR Dividende je Aktie in EUR Ausschüttungsquote in %
2023/2024 16,8 1,40 –0,05 12,01 1,30 93,0
2022/2023 25,8 0,15 –0,24 10,43 0,11¹ 74,3

¹ Vorschlag an die Hauptversammlung

AKTIENGESELLS CHAFT

VORWORT DES VORSTANDS 2

UNTERNEHMENSPORTRÄT 4

INVESTOR RELATIONS 8

FINANZKALENDER 10

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT 11

BERICHT DES AUFSICHTSRATS 15

LAGEBERICHT 17

JAHRESABSCHLUSS 2023/2024 24

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 42

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG 43


Inhalt

Die neuerliche Auszeichnung mit Goldmedaillen unterstreicht die hohe Produktqualität von Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher


GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wir berichten über das elfte Geschäftsjahr der Gurktaler AG, die seit dem 8. Februar 2013 an der Wiener Börse notiert. Im vergangenen Wirtschaftsjahr wurden die Neuausrichtung des operativen Geschäfts durch die Umstellung von einem Pachtmo- dell auf einen Lohnfertigungsvertrag und Distributionsverträge sowie die Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften in die Muttergesellschaft Gurktaler AG umgesetzt.

Als Folge der Verschmelzung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH und der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH mit der Gurktaler AG besitzt die Gurktaler AG keine vollkonsolidierten Gesellschaften mehr und der Konzernabschluss entfällt daher.

Die Kennzahlen der Gurktaler AG im Wirtschaftsjahr 2023/2024 spiegeln erstmals das neue Geschäftsmodell wider und sind darüber hinaus von den Beteiligungen in Ungarn und Deutschland geprägt. Der Umsatz der Gesellschaft im Berichtsjahr belief sich auf TEUR 3.820 und ist aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

Nach einem Betriebsergebnis im Vorjahr in Höhe von TEUR –3.940 ergab das Geschäftsjahr 2023/2024 ebenfalls ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR –688, welches vor allem auf Marketinginvestitionen und Markenaktivierungsmaßnahmen bei Gurktaler Alpenkräuterlikör und dem Gurktaler Alpen-Aperitif mit Sanddorn sowie einmalig anfallende Kosten im Zusammenhang mit der Umstellung des Geschäftsmodells und dem Aufbau des Webshops zurückzuführen ist. Im Vorjahr wurden im Rahmen der Verschmelzung eine innerbetriebliche Forderung gegenüber der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH in Höhe von EUR 3,3 Mio. ausge- bucht. Nunmehr konnte nach Abschluss der Verschmelzung ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 2,8 Mio. erzielt werden.

Ungarn konnte im Wirtschaftsjahr 2023/2024 ein gutes Ergebnis erzielen, welches aufgrund höherer Betriebsaufwendungen, bedingt durch gestiegene Materialkosten und Marketingkosten sowie auch einer neu eingeführten Abfallwirtschaftsabgabe, leicht unter dem Vorjahr liegt. Besonders gut entwickelte sich die Marke Zwack Unicum. Das At-Equity-Ergebnis der Zwack Unicum Nyrt. lag nach TEUR 2.172 im Vorjahr im Wirtschaftsjahr 2023/2024 bei TEUR 1.650.

Die Underberg GmbH & Co KG verzeichnete dieses Jahr ein positives Ergebnis mit einer Ergebnisübernahme der Gurktaler AG von TEUR 151 nach einem Gewinn von TEUR 148 im Vorjahr. Das Finanzergebnis, das sich aus den Beteiligungserträgen von Zwack Unicum Nyrt. und der Underberg GmbH & Co KG sowie den Zinserträgen und -kosten zusammensetzt, beträgt TEUR 1.896 nach TEUR 2.131 im Vorjahr (UGB).

Das Ergebnis nach Steuern der Gurktaler AG beläuft sich auf EUR 0,8 Mio. (EUR –1,8 Mio. im Vorjahr nach UGB). Die Kursentwicklung der Gurktaler Stammaktie war im Zeitraum 1.4.2023 bis 31.3.2024 volatil. Die Stamm- und die Vorzugsaktie hatten in der zweiten Hälfte des vergangenen Wirtschaftsjahres Kursverluste zu verzeichnen. Die Stammaktie lag zum Stichtag 31.3.2024 um 41,2 % unter dem Vorjahreswert, die Vorzugsaktie musste gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 24,5 % verzeichnen. Die Marktkapitalisierung ist um EUR 9 Mio. bzw. 34,9 % gesunken.

Der Jahresüberschuss der Gurktaler AG als Einzelgesellschaft lag bei EUR 3,6 Mio. einschließlich eines darin enthalten Verschmel- zungsgewinns von EUR 2,8 Mio., nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR –1,8 Mio. im Vorjahr einschließlich einer darin enthaltenen innerbetrieblichen Abbuchung einer Forderung von EUR 3,3 Mio. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 2.735.673,20 vor, was einer Ausschüttung von EUR 1,30 je Stamm- und Vorzugsaktie entspricht.

Mit dem Umstieg seit 1.4.2023 vom Pachtmodell auf ein Lohnfertigungs- und Distributionsmodell hat die Gesellschaft mehr Einflussnahme auf eine positive Weiterentwicklung der Marken, das operative Geschäft sowie die Absicherung des Beteili- gungsgeschäfts. Der neue Markenauftritt des Gurktaler Alpenkräuterlikörs und der Relaunch der Marke Rossbacher ab Herbst 2024 versprechen eine gute Entwicklung des neuen Geschäftsmodells. Die noch immer hohe Inflation sowie die gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung in den für die Gurktaler AG relevanten Volkswirtschaften stellen auch im laufenden Geschäftsjahr eine Herausforderung dar.

Mit freundlichen Grüßen
Wien, am 25. Juni 2024
Mag. Wolfgang Spiller, Vorstand


UNTERNEHMENSPORTRÄT

KRÄUTERSPIRITUOSEN IM FOKUS DES UNTERNEHMENS

Der Name Gurktaler steht für Reinheit und Natürlichkeit und alpenfrischen Kräutergenuss. Mit seinen Marken positioniert sich das Unternehmen als der Spezialist für Kräuterspirituosen. In enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern versteht sich Gurktaler als langfris- tiger Markengestalter und als Kompetenzzentrum der tradi- tionsreichsten Spirituosenkategorie Kräuter.

Neben Beteili- gungen an der deutschen Underberg GmbH & Co KG, dem Hersteller des berühmten „Rheinberger Kräuters“, sowie dem ungarischen Kräuterbitterhersteller Zwack Unicum Nyrt. befinden sich zusätzlich die Kräuterspirituosenmarken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher im Eigentum der Gurktaler AG.

Die Gurktaler AG verkauft in ihrem operativen Geschäft die bei der Mozart Distillerie GmbH hergestellten Produkte an die Distributionspartner Schlumberger Wein- und Sektkelle- rei GmbH (für das Geschäft in Österreich) und die Diversa Spezialitäten GmbH (für das Geschäft in Deutschland), die wiederum für das internationale Geschäft die Produkte an die Semper idem Underberg AG in Rheinberg verkauft.

Zum anderen hält die Gurktaler AG Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien, (die wiederum eine Beteiligung von 50 % plus eine Aktie an Zwack Uni- cum Nyrt., Budapest, Ungarn, hält) und an der Underberg GmbH & Co KG (14,423 %) in Rheinberg, Deutschland. Die Ergebnisanteile der Beteiligung an der Underberg GmbH & Co KG werden im Finanzergebnis dargestellt. Details zur Entwicklung der Umsatzerlöse und des Finanzergebnisses finden sich im Lagebericht ab Seite 17.

Unternehmens- porträt
Alle Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: http://gruppe. gurktaler.at


„Gurktaler – Alpen-Aperitif“ wurde 2023 erfolgreich mit zahlreichen Listungen im Lebens- mitteleinzelhandel vertrieben und ist die heimische Antwort auf die italienische Aperitivo- Kultur. Der fruchtige Sanddornlikör mit frischen Kräutern aus dem Gurktal besticht mit einem satten Orangen-Ton und einem köstlichen Aroma nach Sanddorn, Mandarine, Orange und Marille. Sanddorn wächst unter anderem im Alpen- und Voralpenraum und wird wegen seines frischen Geschmacks auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Mit der Einführung des neuen Aperitifs verbindet Gurktaler das Lebensgefühl des Südens mit frischen Kräutern aus den Alpen. Ob pur auf Eis oder als „Sanddorn Alpen-Spritz“ gemixt mit trockenem Sekt, Prosecco, Tonic oder Soda – der Gurktaler Alpen-Aperitif ist vielseitig und avanciert in jeder Form zum trendigen, regionalen Sommer-Drink.

Das überarbeitete Flaschendesign stellt die frischen Kräuter aus den Alpen als essenzielle Qualitätsgrundlage aller Gurktaler-Produkte in den Mittelpunkt. Highlight der Neugestaltung: ein strahlendes Etikett mit modernisiertem Gurktaler-Schriftzug sowie eine auffallende Flaschenform, deren Säulenoptik an den Dom zu Gurk, eines der bedeutendsten romanischen Baudenkmäler Europas und zugleich den Herkunftsort des Gurktaler, erinnert. Die neue Ausstattung beinhaltet ebenfalls die Aufnahme des Premium- Qualitätssiegels „Made in Austria“.


DER MILDE DER FRUCHTIGE

„Gurktaler® – der milde Alpenkräuter“ ist die größte österreichische Spirituosenmarke mit über 60-jähriger Tradition. Er wird nach einer geheimen Rezeptur aus getrockneten und frischen Kräutern aus dem Gurktal hergestellt und ist mit rund 26 Prozent Marktanteil die größte österreichische Spirituosenmarke. Die Werte, welche die Marke repräsentie- ren, sind klar: natürlicher frischer Kräutergenuss aus dem Gurktal, gelegen in Kärnten im Herzen der Alpen.# UNTERNEHMENSPORTRÄT

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Rossbacher besteht als österreichischer Halbbitter seit 1897 am Markt und wurde für seine Qualität mehrfach prämiert. Eine neuerliche Auszeichnung der Wiener Kräuterspirituose mit der Goldmedaille beim World-Spirits Award (WSA) 2024 belegt die hohe Produktqualität von Rossbacher. Die Marke wird gerade einem Markenrelaunch unterzogen. Die aufwendige Gewinnung der Wirkstoffe aus den einzelnen Kräutern erfolgt nach unterschiedlichen Methoden (Mazeration, Perkolation oder Destillation). Mit Sorgfalt und langjähriger Erfahrung wurde erarbeitet, welches Verfahren bei welchen Rohstoffen zur Anwendung kommt. Dies ist seit jeher ein streng gehütetes Geheimnis. Seit Jänner 2017 erfolgt die Abfüllung und Veredelung der Produkte der Kräuterspirituosenmarken Gurktaler und Rossbacher am modernisierten und auf Spirituosenherstellung spezialisierten Produktionsstandort der Mozart Distillerie in Salzburg, einem Tochterunternehmen der Schlumberger Gruppe. Dadurch konnte die Produktqualität dieser Marken weiter gesteigert werden.

UNDERBERG GMBH & CO KG, RHEINBERG (DEUTSCHLAND)

An dem traditionsreichen deutschen Unternehmen Underberg GmbH & Co KG mit Sitz in Rheinberg, Niederrhein, hält die Gurktaler AG eine Finanzbeteiligung in Höhe von 14,423 %. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Vertrieb von „Underberg – der Rheinberger Kräuter“ nach dem Fabrikationsgeheimnis der Familie Underberg. Dazu zählen auch das Halten und Verwalten der Warenzeichen unter anderem im Zusammenhang mit der Marke Underberg sowie das Halten von Beteiligungen in Deutschland und anderen Ländern. Seit 1846 wird das Geheimnis gehütet und gepflegt. Das Wissen der Familie Underberg um die schonende Gewinnung der wertvollen Wirkstoffe aus den erlesenen und aromatischen Kräutern aus 43 Ländern erfolgt mithilfe des besonders schonenden „Semper idem®“-Geheimverfahrens. Es folgt ein monatelanger Reifeprozess in Fässern aus slowenischer Eiche. Das unverwechselbare Markenzeichen von Underberg ist die Portionsflasche mit 20 ml. Underberg wird weltweit in rund 100 Ländern vertrieben. Die Marke wurde einem umfassenden Relaunch unter dem Thema „the magic world of herbs“ unterzogen.

DER STARKE UNTERNEHMENSPORTRÄT

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

ZWACK UNICUM NYRT., BUDAPEST (UNGARN)

Zwack Unicum ist der traditionsreichste Bitterlikör mit starker Verwurzelung im ungarischen Getränkemarkt, der für das Unternehmen Zwack Unicum Nyrt. namensgebend ist. Das Unternehmen mit Sitz in Budapest, Ungarn, ist auf die Herstellung hochwertiger eigener Produkte sowie auf die Distribution von weiteren Spirituosen und Wein spezialisiert. Die bei der Gurktaler AG at-Equity-konsolidierte Zwack Gruppe ist der größte Spirituosenproduzent und -distributeur in Ungarn. Die Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, enthalten, die ein 49,998 %iges Tochterunternehmen der Gurktaler AG ist. Durchgerechnet beträgt die Beteiligung der Gurktaler AG an der Zwack Unicum Nyrt. daher 25 %. Das Rezept von Zwack Unicum ist seit über 230 Jahren ein Geheimnis der Familie Zwack. Der Bitterlikör wird aus mehr als 40 Kräutern und Gewürzen aus der ganzen Welt zubereitet, die im Vorfeld sorgfältig ausgewählt werden. Dazu wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein Teil destilliert. So entfalten sich das volle Aroma, der ausgewogene Geschmack und die optimale Wirkung der Kräuter. Die Kombination dieser zwei Produktionsverfahren und eine mehrmonatige Reifung in Eichenfässern verleihen Zwack Unicum seine komplexe Struktur und einzigartige Qualität. Nach der Einführung der überaus erfolgreichen Innovation Zwack Unicum Zwetschke im Jahr 2014 wurden 2016 mit Zwack Unicum Reserve sowie 2021 Unicum Barista weitere und mittlerweile erfolgreich etablierte Neuheiten auf den Markt gebracht. Neben dem bekannten Bitterlikör stellt Zwack auch verschiedene Brände, Schnäpse und andere Liköre sowie seit 2019 den Kräuter-Gin Kalumba her.

UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Die Gurktaler AG hat einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit und fokussiert sich in ihrer strategischen Ausrichtung auf die bewährte Kompetenz im Geschäftsfeld der Kräuterspirituosen.

STRATEGISCHE ZIELE IM ÜBERBLICK

Die Ziele der Gesellschaft orientieren sich an der langfristigen Unternehmensstrategie und konzentrieren sich in erster Linie auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Dies soll insbesondere durch die folgenden Ziele erreicht werden:

  • Schaffen von Markenwerten und Weiterentwicklung von starken Kräuterspirituosen-Warenzeichen mit höchster Qualität
  • Aufspüren von Marktchancen sowie Ausbau bestehender und Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland
  • Ständige Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Produktionsverfahren und Produkte mit starkem regionalem Bezug
  • Einbindung beteiligter Unternehmen und die Schaffung von Synergien hinsichtlich Entwicklung, Produktion und Vermarktung

Die Gurktaler AG beschäftigte im Schnitt fünf MitarbeiterInnen. Dienstleistungen, die von der Gesellschaft selbst bzw. durch außenstehende Dienstleister erbracht werden, werden zu marktüblichen Preisen an die leistungsempfangenden Gesellschaften der Gurktaler AG verrechnet.

Die Gurktaler AG strebt, aufbauend auf den ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Wurzeln des Unternehmens, eine authentische und nachhaltige Wertorientierung an. Die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes anhand „enkelfähiger Ziele“ stellt unter dem Motto: „Alles kann man besser machen“ – die Ausrichtung des Unternehmens für die kommenden Jahre dar.

INVESTOR RELATIONS

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

ABGESCHWÄCHTE KONJUNKTURDATEN

Nachdem die Covid-19-Pandemie und der russische Krieg in der Ukraine in den vergangenen zwei Jahren für außerordentlich hohe Handelsaktivität gesorgt hatten, bewegten sich die Aktienmärkte im Jahr 2023 mit verringerter Volatilität. Das hohe Zinsniveau, die hartnäckige hohe Inflation und geopolitische Spannungen hinterließen ihre Spuren auf den europäischen Aktienmärkten. Dennoch verbuchte die Wiener Börse ein Rekordjahr bei Anleihen-Listings. Der fortwährende Krieg in der Ukraine führe zu einer Zurückhaltung der internationalen Investoren und damit zu einer gedämpften Kursentwicklung. Aufgrund seiner starken Vernetzung in Zentral- und Osteuropa war dies für österreichische Unternehmen besonders spürbar (Quelle: Wiener Börse). Im Jahresverlauf legte der ATX Total Return um über 14 % zu und notierte am 31. März 2024 bei 7.871,14 Punkten. Am 18. September 2024 wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, das Aktienrückkaufprogramm zu erneuern.

Die Entwicklung des ungarischen Forint beeinflusst wesentlich die Beteiligungserträge der Gurktaler AG aus der At-Equity-Beteiligung am Teilkonzern Zwack. Der Wechselkurs verzeichnete im Berichtszeitraum einen eher schwachen Verlauf und bewegte sich 2023 gegenüber dem Euro in einem Korridor von EUR/HUF 367,43 bis EUR/HUF 382,57. Gegen Ende des Geschäftsjahres notierte der ungarische Forint per 31.3.2024 bei einem Devisenmittelkurs von EUR/HUF 395,26. Im Jahresschnitt waren es EUR/HUF 382,70.

DIE GURKTALER-AKTIE

Das Grundkapital der am 10. Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragenen und seit dem 8. Februar 2013 an der Börse gehandelten Gurktaler AG in Höhe von EUR 4,2 Mio. unterteilt sich in 1.354.364 Stammaktien sowie 750.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht.

Die Stammaktie notierte zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2023/2024 bei EUR 14,00 je Aktie und bewegte sich bis Ende Mai bis zu einem Kurs von EUR 21,00 aufwärts. Danach sank der Kurs der Stammaktie Anfang Juni auf EUR 13,00 und bewegte sich bis Ende August in einem Korridor von EUR 13,5 bis EUR 18,00. Ende September fiel der Kurs der Stammaktie dann auf EUR 10,00. Nach einem Anstieg auf EUR 12,00 Mitte Oktober verlief der Kurs der Stammaktie bis März seitwärts. Gegen Ende März verzeichnete die Aktie bei geringen Handelsvolumen einen starken Kursverlust und erreichte mit 20 gehandelten Stück zu EUR 6,60 ihren Tiefststand. Per 31.3.2024 notierte die Gurktaler Stammaktie bei EUR 8,00. Gegenüber dem Stichtag des Vorjahres ist der Kurs der Gurktaler Stammaktie somit um 41,2 % gesunken.

Die Gurktaler-Vorzugsaktie notierte zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2023/2024 bei EUR 10,00 und bewegte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 bis Ende September in einem Korridor von EUR 10,10 bis EUR 11,90. Danach fiel der Kurs der Aktie und erreichte im März mit einem Kurs von EUR 7,60 ihren Tiefststand. Per 31.3.2024 notierte die Vorzugsaktie bei EUR 8,00 und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 24,5 % gesunken. Per 31. März 2024 errechnete sich somit für die Gurktaler AG eine Marktkapitalisierung in Höhe von EUR 16,8 Mio. (im Vorjahr EUR 25,8 Mio.). Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 34,9%.

INVESTOR RELATIONS

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

DIVIDENDENPOLITIK

Die Gurktaler AG strebt grundsätzlich eine stabile und kontinuierliche Dividendenpolitik für ihre Anleger an. Der Vorstand wird der Hauptversammlung für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 am 18. September 2024 vorschlagen, basierend auf den Beteiligungserträgen und den Verschmelzungsgewinnen, soweit sie zur Ausschüttung zur Verfügung stehen, eine Dividende in Höhe von EUR 1,30 je Stamm- und Vorzugsaktie nach je EUR 0,11 im Vorjahr auszuschütten.# INVESTOR RELATIONS

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Diese Dividende entspricht 65,0 % des Grundkapitals. Gemessen am Schlusskurs vom 31. März 2024 errechnet sich eine Dividendenrendite von 16,25 % bei den Vorzugs- und Stammaktien.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Zum Stichtag 31.3.2024 ist die H. Underberg-Albrecht GmbH & Co. Verwaltungs- und Vertriebs KG mit 89,15 % der Stammaktien Hauptaktionär der Gurktaler AG. Die Semper idem Underberg AG hält weitere 3,49 % der Stammaktien. Die restlichen Stammaktien mit einem Stimmrechtanteil befinden sich im Streubesitz, wobei der Gesellschaft keine weiteren Aktionäre bekannt sind, deren Beteiligungen zumindest 10 % im Sinne des § 243 Abs. 1 Z. 3 UGB betragen.

VORSTAND

Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2023 Herrn Mag. Wolfgang Spiller zum Alleinvorstand für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2025 bestellt.

AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM

Bei der 9. ordentlichen Hauptversammlung wurde der Vorstand der Gurktaler AG ermächtigt, eigene Aktien sowohl über die Börse als auch außerbörslich im Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Ferner wurde beschlossen, dass der Vorstand für die Veräußerung bzw. die Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre beschließen kann und dass der Vorstand das Grundkapital durch Einziehung dieser eignen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss herabsetzen kann.

Der Vorstand hat beschlossen, von der erteilten Ermächtigung Gebrauch zu machen. Das Aktienrückkaufprogramm lief vom 20. Oktober 2021 bis zum 22. März 2024. Es wurden jedoch keine Aktien während der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms erworben. Weitere Details zum Aktienrückkaufprogramm sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://gruppe.gurktaler.at veröffentlicht.

AKTIENKURSENTWICKLUNG

Die Gurktaler-Stammaktie verzeichnete im Berichtsjahr einen Kursrückgang von 41,2 %, die Vorzugsaktie einen Kursrückgang von 24,5 %.

  • Prof. Dr. Tobias Bürgers

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023/2024 fünf Mal, wobei jeweils beide Mitglieder persönlich oder via Telefonkonferenzschaltung anwesend waren. Bei einer der fünf Sitzungen war der Abschlussprüfer anwesend.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamthöhe der Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung beschlossen, die Aufteilung der Summe wird dem Aufsichtsrat überlassen. Die 11. ordentliche Hauptversammlung beschloss im September 2023 über die Gesamthöhe der Aufsichtsrats- vergütungen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023/2024 Vergütungen in folgender Höhe ausbezahlt:

Mitglied Vergütung
Dr. Hubertine Underberg-Ruder EUR 12.000
KR Eduard Kranebitter EUR 8.000
Prof. Dr. Tobias Bürgers EUR 8.000
Thomas Mempel EUR 8.000
Gesamt EUR 36.000

Für Reisekosten fiel für Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023/2024 eine Vergütung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 2) an.

Jegliche Geschäfte mit nahe- stehenden Unternehmen und Personen werden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprechen den Prinzipien der Fremdüblichkeit. Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter „Nahestehende Personen und Unternehmen“. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden wie in den letzten Jahren keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinne der L-Regel 48 vereinbart. Sofern davor zustimmungspflichtige Verträge abgeschlossen wurden, waren diese vom Aufsichts- rat genehmigt und wurden, sofern sie über den Zeitraum eines Geschäftsjahres hinausreichten, vom Aufsichtsrat bestätigt.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vor- stands beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 gemäß Jahresabschluss der Gurktaler AG auf TEUR 207 (im Vorjahr TEUR 160). Details laut Vergütungsbericht.

GLEICHBEHANDLUNG

Die Gurktaler AG beschäftigt mit Stichtag 31.3.2024 sechs MitarbeiterInnen bzw. im Jahresschnitt fünf MitarbeiterIn- nen. Die Besetzung von Positionen wird unter nachvollzieh- baren Kriterien und unter größter Objektivität getroffen. Die Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Kriterien nimmt dabei oberste Priorität ein. Bei der Gurktaler AG haben eine weibliche und ein männlicher Angestellter der sechs MitarbeiterInnen eine Führungsposi- tion. Vier der sechs MitarbeiterInnen sind Frauen. Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus vier Mitgliedern, der Aufsichts- ratsvorsitzenden und drei Mitgliedern des Aufsichtsrats. Die Frauenquote liegt somit bei 25 %. Im Vorstand ist derzeit ausschließlich Herr Mag. Wolfgang Spiller tätig.

ABSCHLUSSPRÜFER

In der 11. ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Septem- ber 2023 wurde die Mazars Austria GmbH Wirtschaftsprü- fungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, nunmehr als Forvis Mazars Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft, Wien, firmierend, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 bestellt. Die Honorare für die Aufwendungen der Abschlussprüfer belaufen sich auf rund TEUR 43,5 (VJ: TEUR 51,4) und bein- halten die Prüfung des Konzernabschlusses und sonstige Bestätigungsleistungen.

Wien, am 25. Juni 2024
Der Vorstand
Mag. Wolfgang Spiller

Mehr Informationen erhalten Sie unter: http://gruppe.gurktaler.at sowie unter der Telefonnummer +43/1/368 22 58-0

Rückfragen an:
Investor Relations: Brigitte Dudli, Gurktaler AG
Tel: +43/1/368 60 38-300, E-Mail: [email protected]

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

15 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wir berichten über das elfte Geschäftsjahr der Gurktaler AG, die seit dem 8. Februar 2013 an der Wiener Börse notiert. Das vergangene Wirtschaftsjahr war in den für die Gurktaler AG relevanten Volkswirtschaften, vor allem von der immer noch anhaltenden Krise in der Ukraine und den damit verbunden wirtschaftlichen Auswirkungen geprägt. Die für die Gurktaler AG relevanten Volkswirtschaften wiesen 2023 eine hohe Inflation sowie eine rückgängige Wirtschaftsleistung auf. Für 2024 geht man ebenfalls von einem geringen bis keinem Wachstum aus.

Der Aufsichtsrat der Gurktaler AG verantwortet die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens im Interesse der Aktionäre, begleitet das Unternehmen und nimmt umfassend die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahr. Im Geschäftsjahr 2023/2024 traf sich der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung. Im Zuge dieser Sitzungen wurde er vom Vorstand über wesentliche Angelegenheiten der Geschäftsführung, die Geschäftsentwicklung sowie die Lage des Unternehmens und seiner Beteiligungen unterrichtet. Ein besonderes Augenmerk wurde in diesem Wirtschaftsjahr auf folgende Projekte und Themen gelegt:

  • Entwicklung des operativen Geschäfts und der Beteiligungen in der immer noch anhaltenden Krise in der Ukraine und angesichts der Auswirkungen der hohen Inflation,
  • der Umstieg vom Pachtmodell auf ein Lohnproduktions- und Vertriebsvertragsmodell für die Marken Gurktaler und Rossbacher,
  • der Abschluss des Projekts zur Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften in die Gurktaler AG sowie
  • der Vergütungsbericht der Gesellschaft, der bei der 11. ordentlichen Hauptversammlung zur Abstimmung vorgelegt und von dieser angenommen wurde.

Es nahmen bei den fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich oder über Videokonferenz teil, bei einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung nahmen drei von vier Aufsichtsräten teil. Die Teilnahmequote lag somit bei 95,8 %. Im Wirtschaftsjahr 2023/2024 gab es in den Gremien der Gesellschaft keine personellen Veränderungen. Der Aufsichtsrat bestellte im November 2023 Herrn Mag. Wolfgang Spiller als Vorstand für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2025. Eine detaillierte Aufstellung der Zusammensetzung sowie Arbeitsweise des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses im Wirtschaftsjahr 2023/2024 finden Sie im Corporate-Governance-Bericht ab Seite 11.

Die Mazars Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien wurde in der 11. ordentlichen Hauptversammlung im September 2023 für das Geschäftsjahr 2023/2024 zum Abschlussprüfer gewählt. Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde von der nunmehr in Forvis Mazars Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wien, umfirmierten Gesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Prüfungsurteil versehen. Ferner wurde vom Abschlussprüfer festgestellt, dass der vom Vorstand aufgestellte Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der vom Abschlussprüfer verfasste Prüfbericht wurde gemäß § 273 Abs. 4 UGB den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

16 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 geprüft und in seiner Sitzung vom 25. Juni 2024 den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gurktaler AG gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Ebenfalls in der Sitzung vom 25. Juni 2024 hat der Aufsichtsrat – in Entsprechung des § 270 Abs. 1 UGB beschlossen, der diesjährigen 12. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die Forvis Mazars Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Wien, hinsichtlich des Jahresabschlusses der Gurktaler AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024/2025 zu wählen. Nach Prüfung stimmt der Aufsichtsrat ebenfalls dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich herzlich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeitenden für ihr Enga- gement und ihre erfolgreiche Arbeit unter herausfordernden Rahmenbedingungen sowie den Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen.

Wien, am 25. Juni 2024
Dr.# Hubertine Underberg-Ruder Vorsitzende des Aufsichtsrats
Die Gurktaler AG hat einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Kompetenz bei Kräuterspirituosen.

LAGEBERICHT 17

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Die nachstehenden Angaben umfassen den Lagebericht der Gurktaler AG. Als Folge der Verschmelzung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH und der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH mit der Gurktaler AG, die mit der Firmenbuchlöschung am 6. Mai 2023 abgeschlossen wurde, besitzt die Gurktaler AG keine vollkonsolidierten Gesellschaften mehr. Der Konzernlagebericht entfällt daher.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Jahr 2023 erwies sich das globale Wirtschaftswachstum als überraschend widerstandsfähig. Stabile Energiepreise und der verminderte Druck auf die Lieferketten trugen zu einer relativ schnellen Senkung der Inflation bei. Unter diesen Rahmenbedingungen konnte die Weltwirtschaft um 3,1 % zulegen. Die Herausforderungen, vor allem in Form der nach wie vor auftretenden Lieferkettenunterbrechungen und den Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine – insbesondere im Energie- und Nahrungsmittelsektor – konnten gut kompensiert werden. Trotz mancher positiven Entwicklungen bleiben die geopolitischen Risiken auch in Zukunft hoch, vor allem im Hinblick auf den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten, wo der Terroranschlag der Hamas auf Israel im Oktober 2023 und deren Reaktion eine neue Eskalationswelle auslöste.

Laut OECD liegt das aktuell prognostizierte globale Wachstum für 2024 bei 2,9 % und soll 2025 bei 3 % stabil bleiben. Der BIP-Zuwachs in der Eurozone lag 2023 bei lediglich 0,4 %, wobei bisher für 2024 und 2025 ein Anstieg von 0,8 bzw. 1,5 % prognostiziert wird. Die globale Inflation wird voraussichtlich stetig zurückgehen. Lag sie laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im Jahr 2023 noch bei 6,8 %, soll sie 2024 auf 5,9 % und 2025 auf 4,5 % fallen.

In Österreich hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 im Vergleich zur Vorperiode um 0,8 % verringert. Zurückzuführen war das vor allem auf die negative Entwicklung der Warenproduktion sowie des Handels und des Verkehrs. Positive Impulse kamen hingegen vom Bildungs- und Gesundheitswesen sowie von der öffentlichen Verwaltung, die insgesamt einen realen Zuwachs von 1,7 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal aufwiesen. Für die Jahre 2025 und 2026 wird für die heimische Wirtschaft ein Wachstum von 1,7 % bzw. 1,3 % prognostiziert. Zur Erholung sollten vor allem der wieder anziehende private Konsum, die Investitionen und eine stärkere Dynamik hinsichtlich der Exporte beitragen.

Die Inflationsrate in Österreich ist laut Statistik Austria 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,8 Prozentpunkte auf 7,8 % gesunken und liegt damit weiterhin wesentlich über dem Schnitt in der Europäischen Union (5,4 %). Ein Großteil der Preissteigerungen ist auf die Bereiche Gastronomie (plus 12,2 %), Nahrungsmittel (plus 11 %), Energie (plus 16,5 %) und Instandhaltung der Wohnstätten (plus 12,6 %) zurückzuführen. Inflationsdämpfend wirkten hingegen die Preise für Treibstoff, die im Jahr 2023 lediglich um 1,7 % anstiegen. Dieser Wert lag 2022 noch bei 16,2 %.

Der Positivtrend am Arbeitsmarkt aus dem Jahr 2022 setzte sich weiter fort. Gemäß Statistik Austria waren im letzten Quartal des Jahres 2023 durchschnittlich 4,5 Mio. Personen ab 15 Jahren in Beschäftigung. Das entspricht einem Zuwachs von 0,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ist die Anzahl offener Stellen gesunken, während die saisonbereinigte Arbeitslosenquote um 0,4 % auf 5,1 % gestiegen ist.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

LAGEBERICHT 18

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Bei Österreichs wichtigstem Handelspartner Deutschland sank die Wirtschaftsleistung 2023 um 0,1 %. Grund hierfür ist der schwache Welthandel, der im Jahr 2023 mit einem Zuwachs von nur 0,7 % aufwarten konnte. Erholen wird sich dieser ab dem Jahr 2024, jedoch in einem überschaubaren Ausmaß mit nur knapp über 3 % in den Jahren 2024 bis 2026. Gemäß Konjunkturprognose der Bundesregierung dürfte das Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2024 bei lediglich 0,3 % liegen.

In Ungarn – einem weiteren für uns relevanten Markt – war die wirtschaftliche Entwicklung 2023 ernüchternd. Die Inflation lag bei 17 Prozent bei einem gleichzeitig schwachen Forint-Kurs. Entsprechend sind die privaten Ausgaben und die Umsätze im Einzelhandel gesunken. Vorübergehend eingeführte Preisobergrenzen für Nahrungsmittel und Treibstoffe zeitigten keine Wirkung und wurden daher wieder abgeschafft. Die ungarische Gesamtwirtschaft schrumpfte 2023 um 0,9 %. Für 2024 wird keine nennenswerte Verbesserung erwartet.

TOURISMUS IN ÖSTERREICH

Nach dem Rückgang der pandemiebedingten Einschränkungen 2022 konnte im Kalenderjahr 2023 mit 151,2 Mio. Nächtigungen ein Zuwachs von 10,4 % im Vergleich zu 2022 erzielt werden. Damit wurde beinahe wieder das Niveau vor Corona erreicht. Bei den Ankünften (45,2 Mio.) lag der Wert sogar um 13,6 % über dem Vorjahresniveau. Bei den ausländischen Gästen verzeichnet die Statistik einen noch stärkeren Anstieg (plus 17,9 % Ankünfte und plus 13,5 % bei den Nächtigungen) als bei den inländischen Reisenden (plus 5,3 % bzw. plus 2,6 %). Die größten relativen Zuwächse an Nächtigungen sind auf Gäste aus den folgenden Herkunftsländern zurückzuführen: USA (plus 32,1 %), Vereinigtes Königreich (plus 27,6 %), Ungarn (plus 23,4 %), Italien (plus 20,4 %) und Tschechien (plus 20,1 %).

ÖSTERREICHISCHE EINZELHANDELSWIRTSCHAFT

Der Konsum privater Haushalte sank im Jahr 2023 um 0,4 %. Entsprechend ist auch die Konjunkturbilanz 2023 im Handel negativ. Im Einzelhandel lässt sich für 2023 im Vergleich zu 2022 zwar ein nominelles Umsatzwachstum von 3 % auf netto rund EUR 86,2 Mrd. feststellen, jedoch ergibt sich nach der Preisbereinigung effektiv ein reales Minus von 3,4 %. Damit bleibt die Konjunktur des Einzelhandels in Österreich hinter der Entwicklung in der EU zurück. Positiv hervorzuheben ist der Lebensmitteleinzelhandel mit einem Plus von 8,3 %. Aus den Entwicklungen des Jahres 2023 lassen sich vorsichtig positive Tendenzen für den Handel 2024 ableiten. Gründe dafür sind sinkende Preise im Großhandel, stabile Energiekosten und ein solider Arbeitsmarkt. Ebenso wird erwartet, dass sich die Inflationsrate von 7,8 % auf 4 % fast halbieren wird und somit weniger schwer auf der Konsumlaune der Bevölkerung lastet, zugleich aber nach wie vor eine der höchsten in Europa bleibt.

BRANCHENTRENDS UND WETTBEWERBSSITUATION AM ÖSTERREICHISCHEN GETRÄNKEMARKT

Der Spirituosenmarkt in Österreich war im Jahr 2023 mit –5,9 % rückläufig. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um +0,4% gesteigert werden, aufgrund eines gestiegenen Durchschnittspreises von +6,7 %, bedingt durch Preiserhöhungen. Der Kräuterbittermarkt inklusive Hofer und Lidl entwickelt sich im Absatz im Jahr 2023 negativ mit –6,2%. Der Kategorieumsatz entwickelt sich hingegen positiv mit +1,6% bei einem höheren Durchschnittspreis von +8,3 %. Gurktaler gewinnt +4,5 % im Volumen, im Umsatz +11,3%. Rossbacher verliert im Absatz –8,8 % und im Umsatz –17,4 %. Auch bei Rossbacher erhöht sich der Durchschnittspreis aufgrund der Preiserhöhung um +10,4% (Quelle: Nielsen YTD KW08/24).

GURKTALER UND IHRE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Die Gurktaler AG fungiert einerseits als geschäftsführende Holding der Gurktaler Gruppe und erbringt für Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung, andererseits gibt es Produktions- und Vertriebsverträge für die Marken Gurktaler und Rossbacher für das Geschäft in Österreich und den Export, insbesondere nach und über Deutschland. Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH und die „Rossbacher“ Vertriebs GmbH wurden rückwirkend per 30.9.2022 mit der Gurktaler AG verschmolzen. Die Firmenbuchlöschung erfolgte am 6. Mai 2023. Alle Verträge sowie die Markenrechte gingen auf die Gurktaler AG als 100% Muttergesellschaft im Rahmen der Rechtsnachfolge über.

LAGEBERICHT 19

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Die Gurktaler AG hält Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien, (die wiederum eine Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn, hält) und Underberg GmbH & Co KG (14,423 %) in Rheinberg, Deutschland. Die Ergebnisanteile der Beteiligung an der Underberg GmbH & Co KG werden im Finanzergebnis dargestellt.

Seit dem 1.4.2023 gibt es branchenübliche Vertriebsverträge mit Distributoren sowie einen Produktions- und Materialwirtschaftsvertrag, die das Pachtmodell ersetzen, welches in den bisherigen Geschäftsjahren bestand. Die Produktion der Marken Gurktaler und Rossbacher erfolgt durch die Mozart Distillerie GmbH, Salzburg. Der Vertrieb wird über die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH in Österreich und die Semper idem Underberg AG in Deutschland sowie durch diese für das weitere internationale Geschäft abgewickelt.

GESCHÄFTSFELD DEUTSCHLAND: UNDERBERG GMBH & CO KG, RHEINBERG

Die Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, und die mit ihr verbundenen Gesellschaften sind im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb von Underberg spezialisiert. Zudem hält sie die Warenzeichen der Marke Underberg und der Riemerschmied-Gruppe sowie Beteiligungen in Deutschland. Die gesetzlichen Bestimmungen für eine GmbH & Co KG nach deutschem Recht führen dazu, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, noch nicht berücksichtigt wird und somit im Abschluss des Geschäftsjahres 2023/2024 der Gurktaler Gruppe nicht enthalten ist.

GESCHÄFTSFELD UNGARN: ZWACK UNICUM NYRT., BUDAPEST

In Ungarn konnte sich das Geschäft gegenüber dem Vorjahr im Umsatz erneut leicht steigern, im Absatz gab es leichte Volumensrückgänge.# LAGEBERICHT

20 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Aufgrund der höheren Betriebsaufwendungen, insbesondere bei den Materialkosten sowie den Kosten für Marketing und einer neu eingeführten Abfallwirtschaftsabgabe (Extended Producer Responsibility (EPR) fee), liegt das Ergebnis unter dem Vorjahr. Die Marke Unicum Likör entwickelte sich im Berichtsjahr besonders gut. Zwack Unicum Nyrt ist Markführer bei Spirituosen in Ungarn. 90 % der Umsätze entfallen auf das Inlandsge-schäft. Aufgrund der, wie schon eingangs erwähnt, hohen Inflation und dem damit verbundenen Verlust der Kaufkraft entwickelte sich das Konsumverhalten in Ungarn stark rückläufig. Das Management der Zwack Unicum Nyrt. hat die entsprechenden Maßnahmen getätigt, um diese Aus-wirkungen abzufedern und diese Entwicklung möglichst unbeschadet zu überstehen. Die Gesellschaft ist bestrebt, ihre Marktführerschaft zu festigen und die Exportaktivitäten zu intensivieren.

ERGEBNIS- UND BILANZKENNZAHLEN – GURKTALER AG

2023/2023 2022/2023 (UGB)
Umsatz in EUR Mio. 3,8 0,4
Betriebsergebnis in EUR Mio. –0,7 –3,9
Erträge aus Beteiligungen in EUR Mio. 1,8 2,1
Zinserträge und (–aufwendungen) 0,1 0,0
Erträge aus Zuschreibung zu Finanzanlagen (Verschmelzung) 2,8
Finanzergebnis in EUR Mio. 4,6 2,1
Ergebnis vor Ertragsteuern in EUR Mio. 4,0 –1,8
Steuern vom Einkommen/Ertrag in EUR Mio. –0,4 0,0
Ergebnis nach Steuern in EUR Mio. 3,6 –1,8
Auflösung Gewinnrücklagen (freie RL) in EUR Mio. 2,1 2,1
Zuweisung Gewinnrücklagen (freie RL) in EUR Mio. –2,8
Bilanzgewinn in EUR Mio. 2,9 0,3
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in EUR Mio. –0,1 –0,5
Ergebnis je Aktie (VJ: Konzern) in EUR 1,40 0,93
Eigenkapitalquote (VJ: Konzern) in % 96,8 96,8
Umsatzrentabilität (VJ: Konzern) in % 31,6 417,5
Eigenkapitalrentabilität (VJ: Konzern) in % 5,2 6,8

UMSATZ

Die Umsatzerlöse stammen zum einen aus der geschäftslei-tenden Verwaltung von verbundenen Unternehmen und aus weiterverrechneten Leistungen an verbundene Unternehmen. Diese Leistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht. Die Umsatzerlöse des operativen Geschäfts zum anderen umfassen die Verkaufserlöse der Gurktaler AG an die Ver-triebspartner Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH für Österreich, die Diversa Spezialitäten GmbH für Deutschland und weitere Exportländer sowie an den Betreiber des Gurktaler Online-Shops. Sie betrugen im Wirtschaftsjahr 2023/2024 TEUR 3.820. Hiervon entfielen TEUR 1.491 auf Exporterlöse. Gegenüber dem Vorjahr (TEUR 383) ist der Umsatz nicht vergleichbar, da im Vorjahr der Umsatz im Wesentlichen den Pachtzins umfasste, der sich aus den Umsätzen des Pächters Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH an dessen Kunden errechnete. Der Absatz der Marke Gurktaler Alpenkräuter reduzierte sich durch Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahr im Inland um 7 %. Bei den Exporten gingen als Folge der Preiserhöhungen Aktionen bei den Diskontern in Deutschland verloren. Der Absatz sank im Berichtszeitraum um –24 %. Bei Rossbacher ging im Inland gegenüber dem Vorjahr der Absatz um –14 % zurück, da es aufgrund von Preiserhöhungen zu Absatzeinbußen in verschiedenen Absatzschienen kam und es Aktionsverschiebungen gab. Aktuell gibt es keine nennens-werten Absätze im Export.

ERGEBNIS

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR –688 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR –3.940). Das Ergebnis ist im Wesentlichen in den Aufwendungen für die Markenentwicklung speziell beim Gurktaler Alpenkräu-terlikör in Form eines neuen Markenauftritts, der Entwick-lung einer neuen Sorte – des Gurktaler Alpen-Aperitifs mit Sanddorn – uund Markenaktivierungsmaßnahmen für diese Produkte begründet. Im Vorjahr wurde im Rahmen der Ver-schmelzung eine innerbetriebliche Forderung gegenüber der Rossbacher Vertriebs GmbH in Höhe von EUR 3,3 Mio. aus-gebucht. Die Erträge aus Anteilen verbundener Unternehmen umfas-sen die Erträge der At-Equity-Beteiligung in Ungarn mit TEUR 1.650 (Vorjahr: TEUR 1.950). Die Erträge aus Beteiligun-gen an der Underberg GmbH & Co KG mit Sitz in Rheinberg, Deutschland, liegen bei TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 148). Der Saldo aus Zinsaufwand und Zinserträgen liegt bei TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 32). An Ertragsteuern wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 408 (Vorjahr: TEUR –32) verbucht. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 1,40 (Vorjahr: EUR 0,15). Nachdem im Vorjahr durch die Verschmelzung sämtliche freien Rücklagen aufgelöst wurden, verblieb nach Abzug der aktiven latenten Steuern ein Gewinn in Höhe von TEUR 243, der an die Aktionäre ausgeschüttet wurde. Durch die Ver-schmelzungsgewinne nach Abschluss der Verschmelzung kann nunmehr eine Gewinnausschüttung von TEUR 2.735 (EUR 1,30/Aktie) an die Hauptversammlung vorgeschlagen werden. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 18. Septem-ber 2024 eine Dividende in Höhe von EUR 1,30 je bezugsbe-rechtigter Aktie (Stamm- und Vorzugsaktie) nach je EUR 0,11 im Vorjahr vorschlagen.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden TEUR 60 (Vorjahr: 0 bei der Gurktaler AG, TEUR 45 bei der Gurktaler Alpenkräuter GmbH) für Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbeson-dere für Messestände) investiert. Darüber hinaus wurden, wie im Vorjahr, rund TEUR 8 in die IT-Infrastruktur investiert.

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

Die Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März 2024 belaufen sich auf EUR 25,3 Mio. (Vorjahr: EUR 21,9 Mio.). Daraus errech-net sich bei einer Bilanzsumme von EUR 26,1 Mio. (Vorjahr: EUR 22,3 Mio.) eine Eigenmittelquote von 96,8 % (Vorjahr: 98,5 %). Die Gesellschaft verfügt über eine solide Eigenmit-telausstattung.

LAGEBERICHT

21 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

CASHFLOW-KENNZAHLEN

Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der laufenden Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 EUR -0,1 Mio. (Vorjahr: EUR -0,5 Mio.) Die gesamten zahlungswirksamen Verände-rungen des Finanzmittelbestandes sind im Wesentlichen auf die Dividende der Peter Zwack & Consorten Handels- Aktiengesellschaft sowie Korrekturen für unbare Aufwen-dungen (Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte/ Markenrechte) und Erträge zurückzuführen.

2023/2024 2022/2023
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in EUR Mio. 1,9 –0,5
Cashflow aus (De-)Investitionen in EUR Mio. –0,1 1,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in EUR Mio. –0,2 –12,4
Anfangsbestand der liquiden Mittel in TEUR 22 8.983
Endbestand der liquiden Mittel in TEUR 1.723 22

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln sind die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs. Auch die Gurktaler Gruppe orientiert ihre Strategie und Vision an ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Nachhal-tigkeit. Auch die Beteiligungsgesellschaften legen großen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitbild der Underberg Gruppe sieht in Nachhaltigkeit ein ganzheitliches Handlungsprinzip, das durch konkrete Maßnahmen wie beispielsweise Biodiverisi-tät und optimierter Ressourceneinsatz als auch dem „New Work“-Ansatz als Kombination von beruflicher Entwicklung mit persönlicher Entfaltung, einen Ausgleich zwischen öko-nomischen, ökologischen und soziokulturellen Bedürfnissen herstellt. Zwack Unicum Nyrt., die ungarische Beteiligung in Ungarn, nützt seit Herbst 2019 ausschließlich Ökostrom. Seit dem Geschäftsjahr 2022/2023 verwendet man vermehrt Erd-wärme und Solarenergie als Energielieferanten.

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren in der Gurktaler AG im Durchschnitt fünf MitarbeiterInnen beschäftigt. Die Mitar-beiter arbeiten zum Teil im Homeoffice. Im Februar 2024 wurde eine neue Mitarbeiterin als Marketingsassistentin und für die Social-Media-Aktivitäten eingestellt. Ein Mitarbeiter ist vorwiegend im Außendienst tätig.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2023/2024 fielen keine expliziten Aufwen-dungen für Forschung und Entwicklung an – die Aufwen-dungen für die Weiterentwicklung der Marken werden in den Marketing kosten erfasst.

RISIKOMANAGEMENT

Der Vorstand der Gurktaler AG hat ein effizientes Risiko-management etabliert. Ziel dieses Risikomanagements ist es, den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Risikomanagement umfasst die Evaluierung der Beteiligun-gen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG, Wien (damit indirekt an der Zwack Unicium Nyrt., Budapest) und an der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg. Darüber hinaus lag der Fokus des Risikomanagements auf der Überwachung des Geschäftsverlaufs des neuen Geschäftsmodells, welches seit 1. April 2023 mittels Produk-tions- und Vertriebsvereinbarungen mit der Schlumberger Gruppe sowie Vertriebsvereinbarungen mit der Underberg Gruppe umgesetzt wird, sowie die Bewertung der Marken-werte für Gurktaler und Rossbacher. Ein weiteres Thema des Risikomanagements war das Beob-achten des Kurses des ungarischen Forint, der die Beteili-gungserträge aus der Peter Zwack & Consorten Handels AG beeinflusst. Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung der Markenrechte: Die Überprüfung, ob eine Wertminderung beim Markenrecht vorliegen würde, wird wie bisher jährlich vorgenommen. Wenn Anhaltspunkte vorliegen, die eine mögliche Wertminderung zur Folge haben könnten, wird häufiger überprüft. Der Bestimmung des Nutzungswerts liegen Cashflow-Pla-nungen zu Grunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und zum Zeitpunkt der Durchführung Überprüfung gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von vier Jahren basieren.

LAGEBERICHT

22 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Diese Planungen sind für das laufende und die kommenden Geschäftsjahre unverändert gültig und werden nach dem für die Brache so wichtigen Weihnachtsgeschäft aktualisiert. Per 30.9.2023 wurden die Diskontierungszinsätze für die Markenrechte aktualisiert und betrugen für das Markenrecht Gurktaler 6,48 % und für das Markenrecht Rossbacher 6,43 %.# JAHRESABSCHLUSS 23 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

Der Diskontierungszinssatz vor Steuern wurde beim Jahres- abschluss zum 31.3.2024 für die Markenrechte Gurktaler mit 5,61 % (Vorjahr 6,6 %) und Rossbacher mit 5,57 % (Vorjahr 6,03 %) angenommen. Diese Diskontierungszinssätzen haben bei der Berechnung des Nutzungswerts folgende Auswirkungen auf die Marken- rechte zu verzeichnen: Markenrecht Rossbacher: Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 404 auf TEUR 1.247. Markenrecht Gurktaler: kein Abwertungsbedarf

Das interne Kontrollsystem der Gesellschaft sieht ein Vier- Augen-Prinzip bei allen finanziellen Transaktionen vor. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig und gemäß der Satzung der Gurktaler AG. Der Vorstand und Aufsichtsrat sehen als gesetzliche Ver- treter der Gesellschaft keine existenzielle Gefahr aus den Auswirkungen der Krise in der Ukraine auf die Gurktaler AG, da die Gesellschaft über eine solide Eigenkapitalquote verfügt. Das neue vertragliche bessere Geschäftsmodell gibt der Gesellschaft darüber hinaus mehr Gestaltungsspielraum als das bisherige Pachtmodell. Das Risikomanagement bei den Finanzbeteiligungen der Gurktaler AG wird durch ein aktives Beteiligungsmanage- ment umgesetzt und beinhaltet den Informationsaustausch mit den Entscheidungsträgern sowie ein regelmäßiges Berichtswesen.

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Das Grundkapital der Gurktaler AG setzt sich aus 750.000 Vorzugsaktien und 1.354.364 Stammaktien zusammen, wobei jede Aktie am Grundkapital in gleichem Umfang betei- ligt ist. Die Vorzugsaktien sind stimmrechtslose Aktien mit einer Vorzugsdividende von 4 % auf den auf die Stückaktien entfallenden Anteil am Grundkapital, wobei für den nachzu- zahlenden Dividendenvorzug § 12a AktG gilt.

Großaktionär der Gurktaler AG ist die H. Underberg-Albrecht GmbH & Co Verwaltungs- und Vertriebs KG Rheinberg, Deutschland, die mehr als 89 % der Stammaktien hält. Die Semper idem Underberg AG hält weitere 3,49 % der Stamm- aktien. Die restlichen Stammaktien befinden sich im Streube- sitz.

Die Gurktaler Stammaktie (ISIN AT 0000A0Z9G3) und Vorzugsaktie (ISIN AT 0000A0Z9H1) notieren im Segment „standard market auction“ der Wiener Börse.

Dem Vorstand sind keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern bekannt. Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Mit-arbeitern der Gurktaler Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz abge- leiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Darüber hinaus existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsrats- mitgliedern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2024/2025

Seit dem 1. April 2023 wird das operative Geschäft über Lohnfertigungsverträge mit der Mozart Distillerie GmbH, Salzburg, sowie Distributionsverträge mit der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH abgewickelt. Das Exportge- schäft und die Bearbeitung des deutschen Markts liegen vollständig in der Verantwortung der Diversa Spezialitäten GmbH und der Semper idem Underberg AG.

Die Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024/2025 kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht prognostiziert werden, da das für die Branche so wichtige Weihnachtsgeschäft erst in eini- gen Monaten erfolgt und Preisanpassungen für das nächste Jahr erst geplant werden müssen. Die Entwicklung der Finanzbeteiligungen war für das Jahr 2023/2024 durch Preiserhöhungen und damit verbundene Absatzrückgängen geprägt. Für das laufende Jahr sind die Preisanpassungen weniger umfangreich, weshalb mit einer stabilen Entwicklung gerechnet wird.

Der neue Markenauftritt des Gurktaler Alpenkräuterlikörs und der neuen Sorte Gurktaler-Alpen-Aperitif auf Basis von Sanddorn ist mittlerweile in den Regalen des Lebensmit- telshandels sichtbar. Neu ist ein fertig gemischter Gurktaler Alpenspritz in der Dose in den Regalen zu finden. Der Relaunch des Rossbacher Markenauftritts wird ab Herbst umgesetzt. Das Unternehmen verfügt über ausreichende Reserven, um den etablierten Marken eine noch größere Attraktivität zu verleihen.

BEDEUTENDE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind darüber keine Ereignisse eingetreten, die eine geson- derte Erläuterung erfordern

Wien, am 25. Juni 2024
Der Vorstand
Mag. Wolfgang Spiller

Gurktaler, der milde Alpenkräuter, schmeckt auch den jüngeren Konsumenten lt. Marktforschung Market Institut 04/2020

JAHRESABSCHLUSS 24 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

BILANZ 26

GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG 27

ANHANG 38

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2024

AKTIVA 31.3.2024 EUR 31.3.2023 EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 3.459.121,41 0 3.459 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.565,05 81 97 81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.374.393,20 19.927 17.374 19.927
20.930.079,66 20.008 20.930 20.008
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 151.174,17 0 151 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 111.656,69 0 112 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.109.020,62 3.218 3.109 3.218
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 70.543,68 31 71 31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.311,26 2 2 2
3.291.220,99 3.249 3.291 3.249
III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 1.723.353,88 22 1.723 22
5.165.749,04 3.271 5.165 3.271
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.227,69 23 21 23
D. Aktive latente Steuern 0 67 0 67
26.117.056,39 23.369 26.117 23.369

Jahresabschluss (Einzelabschluss) GurktalerAG

JAHRESABSCHLUSS 25 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

PASSIVA 31.3.2024 EUR 31.3.2023 EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes und eingezahltes Grundkapital 4.208.728,00 4.209 4.209 4.209
Gezeichnetes Grundkapital 4.208.728,00 4.209 4.209 4.209
II. Kapitalrücklagen
Gebundene 17.430.246,05 17.430 17.430 17.430
III. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 688.504,42 0 689 0
IV. Bilanzgewinn 2.941.069,35 0 2.941 0
davon Gewinnvortrag 310.548,31 10 311 10
25.268.547,82 21.950 25.269 21.950
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 95.266,00 84 95 84
2. Steuerrückstellungen 309.692,60 2 310 2
davon Rückstellung für latente Steuern 309.692,60 0 310 0
3. Sonstige Rückstellungen 195.818,49 195 196 195
600.777,09 281 601 281
C. Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 247.731,48 1.138 248 1.138
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 213.179,86 19 213 19
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 213.179,86 19 213 19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 1.089 0 1.089
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 1.089 0 1.089
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 34.551,62 30 35 30
davon aus Steuern 15.647,88 15 16 15
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15.819,37 12 16 12
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 34.551,62 30 35 30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0 0 0
247.731,48 1.138 248 1.138
26.117.056,39 23.369 26.117 23.369

JAHRESABSCHLUSS 26 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024

2023/2024 EUR 2023/2024 TEUR 2022/2023 EUR 2022/2023 TEUR
1. Umsatzerlöse 3.819.750,41 382
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen 0 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 23.589,05 21
c) Übrige 4.000,00 0
27.589,05 21
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand –2.648.383,81 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –374,27 0
–2.648.758,08 0
4. Personalaufwand
a) Gehälter –564.691,68 –451
b) Soziale Aufwendungen –134.330,73 –89
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –17.099,52 5
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge –116.430,56 –93
–699.022,41 –540
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –471.450,60 –21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen –715.779,43 –3.782
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 –687.671,06 –3.940
8. Erträge aus Beteiligungen 1.801.457,21 2.099
davon aus verbundenen Unternehmen 1.649.945,90 2.099
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96.759,84 47
davon aus verbundenen Unternehmen 64.498,44 47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –2.345,64 –15
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0
11. Zwischensumme aus Z 8 bis 10 1.895.871,41 2.131
12. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 11) 1.208.200,35 –1.809
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –407.709,26 32
davon latente Steuern 377.052,25 45
davon Körperschaftsteuer aus Gruppenbesteuerung 8.192,97 –5
davon weiterbelastet an Gruppenmitglieder 0,00 4
14. Ergebnis nach Steuern 800.491,09 –1.777
15. Verschmelzungsgewinn 2.750.014,41 0
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3.550.505,50 –1.777
17. Auflösung von Gewinnrücklagen 2.061.509,99 2.078
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –2.750.014,41 0
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 79.068,27 10
20. Bilanzgewinn 2.941.069,35 311

JAHRESABSCHLUSS 27 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetz- buches in der geltenden Fassung angewandt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu ver- mitteln, aufgestellt.# JAHRESABSCHLUSS 2023/2024

Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden die im § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs- und Bewertungs-vorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Gurktaler AG fungiert einerseits als geschäftsführende Holding der Gurktaler Gruppe und erbringt für Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung, andererseits gibt es Produktions- und Vertriebsverträge für die Marken Gurktaler und Rossbacher für das Geschäft in Österreich und den Export, insbesondere nach und über Deutschland. Seit dem 1.4.2023 gibt es branchenübliche Vertriebsverträge mit Distributoren sowie einen Produktions- und Materialwirtschafts-vertrag, die das Pachtmodell ersetzen, welches in den bisherigen Geschäftsjahren bestand. Die Kommunikation und das Reporting wurden mit den Partnern für die Produktion und die Distribution durch die Umstellung des Geschäftsmodells anstelle des Pachtverhältnisses intensiviert, um sicherzustellen, dass insbesondere in der Startphase des neuen Geschäftsmodells die dazu getroffenen Annahmen zur Ausgestaltung der Abläufe und Ergebnisse möglichst plankonform eintreten. Das Geschäftsjahr konnte entsprechend dieser Annahmen plangemäß abgeschlossen werden. Unter Berücksichtigung der rollierend überarbeiteten Umsatzerwartungen der Distributionspartner wurden die Planungen der Umsatzerlöse für die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, regelmäßig überarbeitet. Die gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung führen dazu, dass das Unternehmen in seinem Bestand nicht gefährdet ist. Bei den Beteiligungen an der Zwack Unicum NYRT, Budapest, und der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, wurden umfangreiche Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter und Erfüllung der Verpflichtungen zur Warenversorgung getroffen. Businesspläne zur Erfassung der kommerziellen Auswirkungen wurden erstellt und die Liquidität durch zusätzliche Maßnahmen in Form von Darlehen und erweiterten Kontokorrentrahmen abgesichert. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 JAHRESABSCHLUSS 28 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024 Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, kann dank der vorhandenen Reserven ihre vertraglichen Verpflichtungen in vollem Umfang erfüllen. Die fünf Mitarbeiterinnen sowie der Vorstand arbeiteten im Geschäftsjahr 2023/2024 teilweise aus dem Homeoffice. Bei den Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt. Das Unternehmen hat dem Vorsichtsprinzip Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verlust, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt. Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen berücksichtigt. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

2. ANLAGEVERMÖGEN

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu je EUR 800/ ab 1.1.2023 EUR 1.000 (Vorjahr: EUR 800) werden gemäß § 13 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen, sofern eine Wertminderung von Dauer vorliegt. Im Berichtsjahr erfolgte keine außerplanmäßige Abschreibung. Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt maximal auf den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.

3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENS GEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit Nennwerten bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

4. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

5. RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen für Abfertigungen und die Vorsorge für Jubiläumszuwendungen wurden unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 „Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen“ nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (Juni 2022) nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß internationalen Rechnungslegungssätzen nach IAS 19 (projected unit credit method) unter Zugrundelegung der biometrischen Richttafeln AVÖ 2018-P für Angestellte und einem Pensions-eintrittsalter von 65 Jahren ermittelt. Der Berechnung wurden ein Gehaltstrend von 2,90 % (Vorjahr: 2,70 %) sowie eine Fluktuation abhängig von der Dauer der Dienstzugehörigkeit, zugrunde gelegt. Der Ansammlungszeitraum beginnt mit dem Zeitpunkt, ab dem die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers erstmals Leistungen aus der Zusage begründet, und reicht bis zu jenem Zeitpunkt, zu dem vollständige Unverfallbarkeit eintritt. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 3,6 % (Vorjahr: 3,9 %) und die Vorsorgen für Jubiläumszuwendungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 3,3 % (Vorjahr: 3,9 %) ermittelt. Bei den verwendeten Rechnungszinssätzen handelt es sich um Stichtagszinssätze. Die Stichtagszinssätze sind jene Zinssätze, zu dem sich ein Unternehmen mit hochklassiger Bonitätseinstufung am Abschlussstichtag für die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Verpflichtungen im Wesentlichen entsprechendes Fremdkapital beschaffen kann. JAHRESABSCHLUSS 29 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024 Die Zinsaufwendungen betreffend die Abfertigungsrückstellungen und die Vorsorge für Jubiläumszuwendungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im betreffenden Personalaufwand erfasst. In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der bestmöglich geschätzt wurde.

6. VERBINDLICHKEITEN

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit ihrem Entstehungs-kurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

7. PASSIVE LATENTE STEUERN

Passive und aktive latente Steuern werden auf Differenzen, die zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Markenrechten, Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungs-posten bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, angesetzt. Vom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern für steuerliche Verlustvorträge wurde Gebrauch gemacht, da durch die Umstellung des Geschäftsmodelles in Folgejahren mit operativen Überschüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit gerechnet wird. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz von 23 % (Vorjahr: 23 %) ohne Berücksichtigung einer Abzinsung. Eine Saldierung der passiven latenten Steuern mit aktiven latenten Steuern wurde vorgenommen, da eine Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche mit den tatsächlichen Steuerschulden rechtlich möglich war.

JAHRESABSCHLUSS 30 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

B. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER BILANZ

1. AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
Stand 1.4.2023 Stand 1.4.2023 Stand 31.3.2024
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 3.888.486,88 429.365,47 3.459.121,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.711,73 41.237,84 81.473,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.638.974,05 1.711.898,04 19.927.076,01
21.761.685,78 1.753.135,88 20.008.549,90
Zugänge Zugänge/ Abgänge aus Verschmelzung Abgänge Zugänge Zugänge aus Verschmelzung Abgänge Stand 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 0,00 3.888.486,88 0,00 429.365,47 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.300,12 54.736,13 4.871,45 184.876,53 42.085,13 9.859,96 4.871,45
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.552.682,81 19.086.291,24 0,00 0,00 0,00
12.300,12 3.943.223,01 2.557.554,26 23.159.654,65 42.085,13 9.859,96 4.871,45

1 davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 204 (1a) UGB
2 davon a.o.# JAHRESABSCHLUSS 31 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

1. AKTIVA

ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand 1.4.2023 Zugänge Zugänge/ Abgänge aus Verschmelzung Abgänge Stand 31.3.2024 Kumulierte Abschreibungen Stand 1.4.2023 Zugänge Zugänge aus Verschmelzung Abgänge Stand 31.3.2024 Restbuchwerte Stand 31.3.2024 Restbuchwerte Stand 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 2 0,00 0,00 3.888.486,88 0,00 3.888.486,88 0,00 429.365,47 0,00 0,00 429.365,47 3.459.121,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 122.711,73 12.300,12 54.736,13 4.871,45 184.876,53 41.237,84 42.085,13 9.859,96 4.871,45 88.311,48 96.565,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.638.974,05 0,00 0,00 2.552.682,81 19.086.291,24 1.711.898,04 0,00 0,00 0,00 1.711.898,04 17.374.393,20
21.761.685,78 12.300,12 3.943.223,01 2.557.554,26 23.159.654,65 1.753.135,88 471.450,60 9.859,96 4.871,45 2.229.574,99 20.930.079,66
1 davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 204 (1a) UGB
2 davon a.o. Abschreibung 4.871,45 4.871,45 4.871,45 237.191,67 4.871,45 237.191,67

SACHANLAGEN

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–4
Kraftfahrzeuge 5–8

Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen:

Im folgenden Geschäftsjahr EUR In den folgenden 5 Geschäftsjahren EUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 0,00 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 30.035,04 150.175,20
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
30.035,04 150.175,20

Vorjahr:

Im folgenden Geschäftsjahr EUR In den folgenden 5 Geschäftsjahren EUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 0,00 0,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 24.108,75 120.543,60
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
24.108,75 120.543,60

BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, hält zum 31. März 2024 Anteile an folgenden Gesellschaften:

Name Sitz Abschluss Kapitalanteil % Eigenkapital TEUR Jahresüberschuss/ -fehlbetrag TEUR
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft Wien 31.3.2024 49,998 24.130 3.481

Vorjahr:

Name Sitz Abschluss Kapitalanteil % Eigenkapital TEUR Jahresüberschuss/ -fehlbetrag TEUR
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft Wien 31.3.2023 49,998 24.749 3.987
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk 31.3.2023 100,00 1.358 95
„Rossbacher“ Vertriebs GmbH Wien 31.3.2023 100,00 1.607 3.345

Weiters werden noch Anteile von 14,423% an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, gehalten. Die Werthaltigkeit der Beteiligung an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, wird durch eine Put-Option gegenüber der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, sichergestellt. Verbundene Unternehmen im Sinne des § 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die zur Firmengruppe der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 201.125,87 (Vorjahr: TEUR 91) und Gesellschafterverrechnung in Höhe von EUR 1.248.702,96 (Vorjahr: TEUR 1.045) sowie Gewinnausschüttungs- und Dividendenansprüche in Höhe von EUR 1.659.191,79 (Vorjahr: TEUR 2.081) von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien. Die sonstigen Forderungen enthalten Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0), die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

2. PASSIVA

EIGENKAPITAL

Stand 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
FN Grundkapital 4.208.728,00 0,00 0,00 4.208.728,00
Kapitalrücklagen Gebundene 17.430.246,05 0,00 0,00 17.430.246,05
Gewinnrücklagen Freie Rücklagen 1 0,00 160.000,00 0,00
Freie Rücklagen mit Ausschüttungssperre 0,00 528.504,42 0,00 528.504,42
Bilanzgewinn 2 310.548,31 2.862.001,08 –231.480,04
21.949.522,36 3.550.505,50 –231.480,04 25.268.547,82
ad 1 Aus der Verschmelzung entstanden freien Rücklagen in Höhe von EUR 2.750.014,41, davon wurden EUR 2.061.509,99 aufgelöst und dem Jahresgewinn zugeführt. Somit verbleiben EUR 160.000,00 an freien Rücklagen ohne und EUR 528.504,42 an freien Rücklagen mit Ausschüttungssperre.
ad 2 Der Abgang betrifft zur Gänze die Dividende.

Vorjahr:

Stand 1.4.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
FN Grundkapital 4.208.728,00 0,00 0,00 4.208.728,00
Kapitalrücklagen Gebundene 17.430.246,05 0,00 0,00 17.430.246,05
Gewinnrücklagen Freie Rücklagen 1 2.077.712,40 0,00 –2.077.712,40
Bilanzgewinn 2 12.425.595,95 300.699,96 –12.415.747,60
36.142.282,40 300.699,96 –14.493.460,00 21.949.522,36
ad 1 Von den freien Rücklagen wurden EUR 2.077.712,40 aufgelöst und dem Jahresgewinn zugeführt.
ad 2 Der Abgang betrifft zur Gänze die Dividende.

VORSCHLAG ERGEBNISVERWENDUNG

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.941.069,35 (Vorjahr: TEUR 311) einen Betrag von EUR 2.735.673,20 (Vorjahr: TEUR 231) auszuschütten und den verbleibenden Betrag von EUR 205.396,15 (Vorjahr: TEUR 10) auf neue Rechnung vorzutragen. Es liegt gemäß § 235 (2) UGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 164.095,53 (Vorjahr: TEUR 67) auf Grund der Aktivierung latenter Steuern vor.

RÜCKSTELLUNGEN

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:

31.3.2024 EUR 31.3.2023 EUR
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 35.750,00 41.500,00
Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 83.964,00 81.600,00
Andere 76.104,49 71.682,51
195.818,49 194.782,51

VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aufwendungen von EUR 34.551,62 (Vorjahr: TEUR 30), die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

PASSIVE LATENTE STEUERN

Die passiven latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen in den Markenrechten in Höhe von EUR 509.220,00 (1.4.2023: EUR 0,00) und in den Rückstellungen in Höhe von EUR 3.017,26 (1.4.2023: EUR 3.017,26). Die aktiven latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen im Anlagevermögen EUR 15.495,59 (1.4.2023: EUR 2.622,47) bzw. in den Rückstellungen EUR 22.953,54 (1.4.2023: EUR 17.212,06) und aufgrund von Verlustvorträgen EUR 164.095,53 (1.4.2023: EUR 47.525,12). Durch die Aktivierung des Markenrechts Rossbacher entstand per Saldo eine passive latente Steuer und dadurch erfolgte eine Umgliederung der aktiven latenten Steuern von gesamt EUR 202.544,65 zu den Passiva.

C. ERLÄUTERUNGEN ZU POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse stammen zum einen aus der geschäftsleitenden Verwaltung von verbundenen Unternehmen und aus weiterverrechneten Leistungen an verbundene Unternehmen. Diese Leistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht. Die Umsatzerlöse des operativen Geschäfts zum anderen umfassen die Verkaufserlöse der Gurktaler AG an die Vertriebspartner Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH für Österreich, die Diversa Spezialitäten GmbH für Deutschland und weitere Exportländer sowie an den Betreiber des Gurktaler Online-Shops. Im Geschäftsjahr 2023/2024 entfielen vom Gesamtumsatz i.H. von TEUR 3.819,8, TEUR 1.886,4 auf den Inlandsmarkt und TEUR 1.491,6 auf Exporterlöse, wobei der Großteil der Exportumsätze aus dem Geschäft mit Deutschland kommt. Auf die Erlöse aus dem Online-Shop entfielen im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 54,5. Der verbleibende Umsatz von TEUR 387,3 betrifft weiterverrechnete Kosten. Der Umsatz ist nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, da im Vorjahr der Umsatz im Wesentlichen den Pachtzins umfasste.

PERSONALAUFWAND

Im Posten „Gehälter“ sind Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von EUR 1.711,00 (Vorjahr: EUR 821) enthalten. In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 10.812,00 (Vorjahr: TEUR –9) enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich insbesondere um überrechnete Verwaltungsaufwendungen und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses sowie Kosten der Markenführung.# JAHRESABSCHLUSS 34 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf EUR 43.500,00 (Vorjahr: TEUR 51) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

2023/2024 EUR 2022/2023 EUR
Prüfung des Jahresabschlusses 28.500,00 20.297,50
Sonstige Bestätigungsleistungen 15.000,00 24.610,00
Sonstige Leistungen 0,00 6.491,90
Gesamt 43.500,00 51.399,40

ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Gewinne aus Personengesellschaften in Höhe von EUR 151.511,31 (Vorjahr: TEUR 149) enthalten.

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf EUR 407.709,26 (Vorjahr: Ertrag TEUR –32) und untergliedert sich in folgende Bereiche:

2023/2024 EUR 2022/2023 EUR
Steuern Inland 8.341,14 4.813,00
Steuerumlagen 0,00 –4.147,16
Latente Steuern 377.052,25 –45.403,61
Ausländische Steuern 22.315,87 12.257,61
Gesamt 407.709,26 –32.480,16

Die Gesellschaft prüft, ob sie in den Anwendungsbereich des Mindestbesteuerungsgesetzes (MinBestG) oder eines vergleichbaren ausländischen Steuergesetzes (Pillar-II-Gesetzgebung) fällt. Es wurden keine latenten Steuern berücksichtigt, die sich aus der Anwendung des MinBestG oder eines ausländischen Steuergesetzes, das der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 oder der dieser Richtlinie zugrundeliegenden Mustervorschrift der OECD für eine globale Mindestbesteuerung dient, ergeben. Gemäß der Pillar-II-Gesetzgebung fällt je Steuerhoheitsgebiet eine Ergänzungssteuer an, wenn der GloBE-Effektivsteuersatz den Mindeststeuersatz von idR 15% unterschreitet. Die Gesellschaft unterliegt in allen Steuerhoheitsgebieten einem Effektivsteuersatz von mindestens 15%. Das Unternehmen ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der Auswirkungen der Pillar-II-Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar-II-Gesetzgebung und der Berechnung des GloBE-Effektivsteuersatzes sind die quantitativen Auswirkungen der beschlossenen oder in Kraft getretenen Gesetzgebung noch nicht zuverlässig abschätzbar. Zur Unterstützung bei der Anwendung der Pillar II Gesetzgebung wird derzeit mit Steuerspezialisten zusammengearbeitet.

D. SONSTIGE ANGABEN

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital des Unternehmens besteht aus 2.104.364 (Vorjahr: 2.104.364) nennbetragslosen Stückaktien und setzten sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:

EUR
Stammaktien (1.354.364 Stück) 2.708.728
Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gemäß § 12a AktG (750.000 Stück) 1.500.000
Gesamt 4.208.728

EIGENE AKTIEN

Zum 31. März 2024 hält die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, keine eigenen Aktien.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN, DIE NICHT IN DER BILANZ AUSGEWIESEN SIND

Es liegen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind.

BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Haupttätigkeit der Gesellschaft liegt in der Verwaltung von Beteiligungen, in der Erbringung von Dienstleistungen für verbundene Unternehmen sowie in der strategischen Entwicklung des Markenportfolios, der Markenführung und der operativen Umsetzung im Rahmen der Produktions- und Materialwirtschaftsverträge sowie der Distributionsverträge.

Die Gesellschaft war gemäß Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung vom 13. März 2013 und 6. Februar 2015 körperschaftsteuerlicher Gruppenträger folgender Konzerngesellschaften:
* „Rossbacher“ Vertriebs GmbH, Wien
* Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk

Als Folge der Verschmelzung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH und der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH mit der Gurktaler AG, die mit der Firmenbuchlöschung am 6. Mai 2023 abgeschlossen wurde, geht durch den Umgründungsprozess die bestehende Steuergruppe ex lege unter. Für alle Gruppenmitglieder wurde bis zum 30. September 2022 die Steuerumlage im Wege einer fiktiven Veranlagung ermittelt. Durch die steuerliche Rückwirkungsfiktion der Verschmelzung auf den 1. Oktober 2022, wurden die Ergebnisse beider verbundener Unternehmen bereits der Muttergesellschaft zugerechnet.

UMGRÜNDUNG

Da die Umgründung der beiden verschmolzenen Gesellschaften der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH, Wien und der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, mit 6. Mai 2023 im Firmenbuch eingetragen wurde, erfolgten die Verschmelzungsbuchungen erst zu diesem Stichtag und auch das wirtschaftliche Eigentum ist somit an diesem Tag übergegangen. Im Zuge der Umgründung hat sich im Zusammenhang mit der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 1.589.289,99 und mit der Gurktaler Alpenkräuter GmbH ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 1.160.724,42, gesamt somit ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 2.750.014,41 ergeben. Der gesamte Verschmelzungsgewinn wurde in eine freie Rücklage zugewiesen. In Summe wurde von der freien Rücklage ein Betrag von EUR 2.061.509,99 aufgelöst und dem Bilanzgewinn zugeordnet.

AUSSCHÜTTUNGSSPERRE

Im Rahmen der Umgründung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH entstand ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 1.160.724,42, da das Markenrecht mit dem beizulegenden Wert in Höhe von EUR 2.337.000,00 angesetzt wurde. Im Zusammenhang mit der Bewertung ergab sich eine Ausschüttungssperre für den Verschmelzungsgewinn im Sinne des § 235 Abs 1 UGB. Da einerseits die Beteiligung mit EUR 123.000,00 abgeschrieben wurde und anderseits eine passive latente Steuer in Höhe von EUR 509.220,00 gebildet wurde, liegt die Ausschüttungssperre zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 528.504,42 vor. Der gesamte Betrag wird unter den Freien Rücklagen im vorliegenden Jahresabschluss bilanziert. Durch die Bildung einer aktiven latenten Steuer für Verlustvorträge besteht eine weitere Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 164.095,53 zum Bilanzstichtag.

VERGLEICHBARKEIT MIT VORJAHRESZAHLEN

Durch die Auswirkungen der Umgründung und auch durch die Änderung des Geschäftsmodells ist eine Vergleichbarkeit der Zahlen des Geschäftsjahres mit den Vorjahreszahlen nur sehr eingeschränkt möglich. In den Vorjahreszahlen ist auch noch ein Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 3.344,5 enthalten der ebenfalls im Zusammenhang mit der Umgründung gestanden hat.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die Semper idem Underberg AG, Rheinberg, Deutschland ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger in Deutschland veröffentlicht.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.

JAHRESABSCHLUSS 36 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

E. PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER DER GESELLSCHAFT

Zum Bilanzstichtag waren sechs (Vorjahr: fünf) Angestellte beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 fünf Angestellte (2022/2023: fünf Angestellte). An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden keine Vorschüsse, Haftungen oder Kredite gewährt. Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder im Sinne des § 80 AktG fielen nicht an.

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 206,6 (Vorjahr: TEUR 160). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr EUR 36.000,00 (Vorjahr: TEUR 36).

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 aus folgenden Personen zusammen:
* Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende)
* Thomas Mempel (Stellvertreter der Vorsitzenden)
* KR Eduard Kranebitter (Mitglied des Aufsichtsrats)
* Prof. Dr. Tobias Bürgers (Mitglied des Aufsichtsrats)

ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 aus folgender Person zusammen:
* Mag. Wolfgang Spiller (Vorsitzender seit 1. Jänner 2021). Wiederbestellung für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2025.

F. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Es sind keine Ereignisse eingetreten, die eine gesonderte Erläuterung erfordern.

Wien, den 25. Juni 2024

Der Vorstand:
Mag. Wolfgang Spiller e.h.

JAHRESABSCHLUSS 37 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN DER GURKTALER AKTIENGESELLSCHAFT UND DER KONSOLIDIERTEN GESELLSCHAFTEN

Verbundene Unternehmen, die in die Vollkonsolidierung einbezogen sind

Name Sitz Kapitalanteil (direkt und indirekt) % Eigenkapital des letzten Jahresabschlusses TEUR
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk 100 1.358
„Rossbacher“ Vertriebs GmbH Wien 100 1.607

Vorjahr: Keine.

Beteiligungen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden

Name Sitz Kapitalanteil (direkt und indirekt) % Eigenkapital des letzten Jahresabschlusses TEUR
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft Wien 49,998 24.749

Vorjahr: Keine.

JAHRESABSCHLUSS 38 GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. März 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.# Bericht zum Jahresabschluss

SONSTIGER SACHVERHALT

Der Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft für das am 31. März 2023 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

BEWERTUNG DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND DER IM GESCHÄFTSJAHR DARGESTELLTE UMGRÜNDUNGSVORGANG

Zum 31. März 2024 weist die Gurktaler Aktiengesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 17.374 (Vorjahr: TEUR 19.927) aus. Aufgrund der Verschmelzung der „Rossbacher“ Vertriebs GmbH, Wien, und der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Wien, wurden diese beiden Gesellschaften auf die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, verschmolzen. Als Verschmelzungsstichtag wurde im Verschmelzungsvertrag vom 12. April 2023 der 30. September 2022 festgelegt. Die Eintragung im Firmenbuch fand erst im Mai 2023 statt, sodass auch das wirtschaftliche Eigentum erst zu diesem Zeitpunkt auf die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, übergegangen ist. Im Zuge der Verschmelzung kam es zur Erfassung von Markenwerten in Höhe von TEUR 3.888, die zum 31. März 2024 mit einem Wert von TEUR 3.459 erfasst sind. Gemäß § 204 Abs. 2 UGB sind Beteiligungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abzuschreiben. Der gesetzliche Vertreter ist der Auffassung, dass dauerhafte Wertminderungen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen zum 31. März 2024 nicht gegeben sind und daher weder eine außerplanmäßige Abschreibung noch eine Zuschreibung erforderlich ist. Angesichts der Komplexität von Wertminderungsmodellen, der Schätzungsunsicherheit, die mit der Ableitung der verwendeten Daten verbunden ist, sowie der immanenten Ermessensentscheidungen wird die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Markenrechte, die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, als ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt angesehen.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Im Rahmen der Prüfung haben wir uns mit der Umgründungsmaßnahme und deren bilanziellen Erfassung im Jahresabschluss zum 31. März 2024 auseinandergesetzt, in dem wir die vertraglichen Unterlagen durchgesehen und mit der Bilanzierung abgeglichen haben. Bei der im Zuge der Umgründung in der Gurktaler AG erfassten Markenwerte haben wir uns zusätzlich zur Prüfung der Umgründung und der Ersterfassung auch die Werthaltigkeit der Markenwerte prüferisch gewürdigt, dabei haben wir uns mit dem jährlichen Prozess und die Vorgangsweise für die Budgetierung und dem Wertminderungstest auseinandergesetzt. Hierbei haben wir insbesondere die Planannahmen im Detail mit dem Vorstand besprochen und uns Schwankungen im Umsatz und den Kosten erläutern lassen. Unsere internen Spezialisten haben die wesentlichen Bewertungsparameter wie die Inputfaktoren für den Diskontierungszinssatz mit externen Markt- und Branchendaten verglichen. Die verwendeten Modelle entsprechen den anerkannten Bewertungsgrundsätzen und die verwendeten Annahmen sind plausibel und vertretbar. Des weiteren erfolgte ein Werthaltigkeitstest der Anteile an verbundenen Unternehmen derart, dass in einem ersten Schritt der Beteiligungsbuchwert mit dem anteiligen Eigenkapital bzw. dem Marktwert zum 31. März 2024 verglichen wurde. Bei einem Hinweis auf eine Unterdeckung wurde eine Bewertung durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2023/24 war eine Beteiligungsbewertung nicht erforderlich.

VERWEIS AUF WEITERGEHENDE INFORMATIONEN

Der gesetzliche Vertreter hat die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Anteile an verbundenen Unternehmen im Anhang unter Punkt „A.2“, „B.1“ und unter Punkt „D“ erläutert.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Gesamtbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Gesamtbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTLICHKEITEN DES GESETZLICHEN VERTRETERS UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, der gesetzliche Vertreter beabsichtigt, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder hat keine realistische Alternative dazu. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der vom gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch den gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.# BERICHT DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bericht zum Jahresabschluss

Urteil

Wir haben den Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024, dem Anhang und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024, geprüft.

Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Jahresabschluss nach den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das am 31. März 2024 endende Geschäftsjahr und entspricht diesen in seinen wesentlichen Aussagen.

Grundlage für das Urteil

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Prüfungsstandards durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Prüfers für die Abschlussprüfung“ unseres Berichts weiter erläutert.

Wir sind unabhängig von der Gesellschaft gemäß den geltenden österreichischen und europäischen berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltensanforderungen im Einklang mit diesen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Urteil zu dienen.

Wir bestätigen, dass die zur Erteilung des Prüfungsurteils erforderlichen Bescheinigungen von der Gesellschaft und von den für die Prüfungspflichtigen benannten Personen eingeholt wurden.

Wesentliche Prüfungssachverhalte

Wesentliche Prüfungssachverhalte sind die Sachverhalte, die nach unserem beruflichen Ermessen am bedeutendsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des laufenden Geschäftsjahres waren. Sie sind in unserem Bericht zum Jahresabschluss die Sachverhalte, über die wir mit dem Aufsichtsrat im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses kommuniziert haben. Wir geben diese Sachverhalte nicht im Bestätigungsvermerk an, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen eine öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung des Jahresabschlusses in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften verantwortlich und dafür, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Diese Verantwortung umfasst die Gestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, das für die Aufstellung eines Jahresabschlusses, der frei von wesentlichen Darstellungen ist, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, notwendig ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, und sie haben Umstände offenzulegen, die für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit relevant sind. Des Weiteren haben sie die Rechnungslegungsgrundsätze anzuwenden.

Der Aufsichtsrat ist dafür verantwortlich, die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter bei der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft wahrzunehmen.

Verantwortung des Prüfers für die Abschlussprüfung

Unsere Ziele sind es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen Darstellungen ist, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Urteil enthält. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Prüfungsstandards durchgeführte Prüfung stets eine wesentliche Darstellung aufdeckt, falls eine vorhanden ist. Darstellungen können aus einzelnen oder aggregierten Fehlern oder Fälschungen resultieren und gelten als wesentlich, wenn vernünftigerweise erwartet werden kann, dass sie einzeln oder in der Summe die wirtschaftlichen Entscheidungen beeinflussen, die die Nutzer auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses treffen.

Als Teil einer Prüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Prüfungsstandards üben wir berufliche Urteile und üben berufliche Skepsis während der gesamten Prüfung aus. Dies schließt ein:

  • Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher Darstellungen im Jahresabschluss, sei es wegen Betrugs oder Irrtums, und Entwicklung und Durchführung von Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken. Die Prüfungshandlungen umfassen auch die Untersuchung der Ursachen und der Angemessenheit der angewendeten Rechnungslegungsmethoden sowie die Beurteilung der wesentlichen Schätzungen und der zugehörigen Angaben, die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommen wurden.
  • Gewinnung von Prüfungsnachweisen, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Urteil zu dienen.
  • Beurteilung des Gesamteindrucks, des Aufbaus und des Inhalts des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, und ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, die ein möglichst getreues Bild erreicht.

Wir tauschen uns mit dem Aufsichtsrat unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Aufsichtsrat auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Aufsichtsrat ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutendsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

BERICHT ZUM LAGEBERICHT

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 21.9.2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir sind seit dem Jahresabschluss zum 31.03.2024 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frau Mag. Bettina Maria Szaurer.

Wien, 25. Juni 2024

Forvis Mazars Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa Mag. Bettina Maria Szaurer
Wirtschaftsprüferin

ppa Mag. Mario Zagicek
Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.


JAHRESABSCHLUSS

GESCHÄFTSBERICHT 2023/2024

ERKLÄRUNG

Ich bestätige nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 25. Juni 2024

Der Vorstand
Mag. Wolfgang Spiller
e.h.


ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

§ 124 ABS. 3 BÖRSEG


GEWINNVERWENDUNG

Das Geschäftsjahr 2023/2024 schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 3.550.505,50. Zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 79.068,27 und abzüglich der Zuweisung von Gewinnrücklagen in Höhe von EUR –688.504,42 errechnet sich ein Bilanzgewinn von EUR 2.941.069,35, wovon unter Abzug der latenten Steuern in Höhe von EUR 164.095,53 noch EUR 2.776.973,82 zur Ausschüttung zur Verfügung stehen.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,30 je Vorzugsaktie und EUR 1,30 je Stammaktie, das ist insgesamt ein Ausschüttungsbetrag von EUR 2.735.673,20 und entspricht 65,0 % des Grundkapitals von EUR 4.208.728,00.
  • Weiters wird vorgeschlagen, den verbleibenden Restbetrag in Höhe von EUR 205.396,15 auf neue Rechnung vorzutragen.

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG


HERAUSGEBER

Gurktaler Aktiengesellschaft
Heiligenstädter Straße 43, 1190 Wien
Tel.: +43/1/367 08 49–0
Fax: +43/1/367 08 49–340
E-Mail: [email protected]
http://gruppe.gurktaler.at

Geschäftssitz: Wien
Reg. beim HG Wien unter FN 389840 w
UID: ATU67694202


KONZEPT, BERATUNG UND PROJEKTMANAGEMENT

Mensalia Unternehmensberatungs GmbH
www.mensalia.at


FOTO

Mila Zytka (Vorstandsporträt)


DRUCK

KS Printsolution GmbH


DISCLAIMER

Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und unter gewissenhafter Prüfung sämtlicher Daten erstellt. Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind „zukunftsgerichtete Aussagen“. Diese Aussage, welche die Wörter „glauben“, „beabsichtigen“, „erwarten“ und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Gesellschaft wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen.

Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.


GESCHLECHTSNEUTRALE FORMULIERUNG

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird bei personenbezogenen Begriffen wie „Kunden“ oder „Aktionäre“ auf die geschlechts-spezifische Differenzierung sowie auf die durchgängige Verwendung von akademischen Titeln verzichtet.


IMPRESSUM

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