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Gurktaler AG Annual Report 2016

Jul 20, 2016

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Annual Report

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Gurktaler Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2015 / 2016

Gurktaler Aktiengesellschaft

Kennzahlen

Umsatz- und Ertragskennzahlen 2015/2016 2014/2015
Umsatz in EUR
Mio.
0,8 0,8
Betriebsergebnis (EBIT
)
in EUR
Mio.
–0,3 –0,2
Jahresergebnis in EUR
Mio.
1,2 –0,9
Angesammelte Ergebnisse (Bilanzgewinn) in EUR
Mio.
0,9 –0,3
Cashflow gesamt in EUR
Mio.
0,0 0,0
Umsatzrentabilität in % 132,2 –109,1
Eigenkapitalrentabilität in % 4,8 –4,1
Bilanzkennzahlen
Bilanzsumme in EUR
Mio.
27,8 29,4
Eigenkapital in EUR
Mio.
22,5 21,3
Eigenkapitalquote in % 80,8 72,5
Finanzverbindlichkeiten in EUR
Mio.
4,6 6,8
Börsenkennzahlen
Börsenkapitalisierung per 31.3. in EUR
Mio.
15,5 16,5
Ergebnis je Aktie in EUR 0,55 –0,42
Cashflow je Aktie in EUR 0,04 –0,53
Eigenkapital je Aktie in EUR 10,00 9,48
Dividende je Aktie in EUR 0,081) 0,082)
Ausschüttungsquote in % 14,6 –6,4
Kennzahlen zur Vorzugsaktie ISIN
AT0000A0Z9H1
Höchstkurs in EUR 6,50 6,00
Tiefstkurs in EUR 4,05 3,92
Kurs per 31.3. in EUR 5,40 5,50
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stk. 750 750
Kurs-Gewinn-Verhältnis 9,8 –13,1
Kennzahlen zur Stammaktie ISIN
AT0000A0Z9G3
Höchstkurs in EUR 9,00 8,70
Tiefstkurs in EUR 6,31 6,20
Kurs per 31.3. in EUR 7,67 8,25
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stk. 1.500 1.500
Kurs-Gewinn-Verhältnis 14,0 –19,7
1) Vorschlag an die Hauptversammlung

2) Nur auf Vorzugsaktien

Inhalt

Vorwort des Vorstands 2 unternehmensporträt 4 Investor Relations 9 Finanzkalender 11 Corporate-Governance-Bericht 12 bericht des aufsichtsrats 18 LAGEBERICHT 20 konzernabschluss 2015/2016 26 Einzelabschluss 2015/2016 56 Erklärung der gesetzlichen Vertreter 67 gewinnverteilungsvorschlag 67 Glossar 68

Sehr geehrte DameN und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wir blicken zurück auf das dritte vollständige Geschäftsjahr der Gurktaler Aktiengesellschaft. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen der Alkoholsteuererhöhung im Jahr 2014 sind nach wie vor verantwortlich für eine zurückhaltende Konsumbereitschaft und damit eine stagnierende Entwicklung des heimischen Spirituosenmarktes. Der Geschäftsverlauf in Österreich hat sich nach den früheren Eindeckungen als Folge der Steuererhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder weitestgehend normalisiert. Auch unsere in Ungarn ansässige Beteiligung Zwack Unicum konnte trotz steuerlicher Zusatzbelastungen durch die Einführung einer Gesundheitssteuer wie in den Vorjahren ein stabiles Ergebnis erwirtschaften.

Die Unternehmenskennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres spiegeln diese Entwicklung wider. Der Umsatz der Gurktaler AG lag, bedingt durch steuerliche Effekte (Alkoholsteuererhöhung), mit TEUR 783 um –5,4 % unter dem Vorjahr. Geringeren Erträgen aus der Beteiligung an Zwack Unicum nach einer überproportionalen Dividende im vergangenen Jahr stand dieses Jahr wieder ein positiver Beteiligungsertrag der Underberg GmbH & Co KG, Deutschland, gegenüber. Das Finanzergebnis ist nach EUR –0,7 Mio. im Vorjahr im heurigen Jahr mit EUR 1,4 Mio. wieder positiv. Aus der Summe dieser Effekte resultiert ein Konzernjahresergebnis der Gurktaler AG in Höhe von EUR 1,2 Mio. nach EUR –0,9 Mio. im Vorjahr.

Die Entwicklung der Gurktaler-Aktie war im Zeitraum 1.4.2015 bis 31.3.2016 leicht rückläufig. Die Stammaktie verlor um 7 %, die Vorzugsaktie um 1,8 %. Die Marktkapitalisierung lag zum Stichtag am 31. März 2016 mit EUR 15,5 Mio. um 6,1 % unter dem Vorjahresniveau. Dank des erfreulichen Jahresüberschusses von EUR 1.401.701,87 sowie nach der Zuweisung zu Gewinnrücklagen schlägt der Vorstand der nächsten Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende auf Stamm- und Vorzugsaktien in Höhe von EUR 0,08 vor.

Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwarten wir aus heutiger Sicht eine weiterhin stabile Entwicklung des Österreich-Geschäfts. Die Lage in Ungarn macht eine Prognose allerdings schwierig und wird Kursentwicklung und Geschäftsverlauf unserer Beteiligung Zwack Unicum maßgeblich beeinflussen.

Als internationales Kompetenzzentrum für Kräuterspirituosen und Marktführer in diesem Segment liegt der Fokus der Gurktaler AG unter anderem auf der Weiterentwicklung des bestehenden Eigenmarken-Portfolios. Mithilfe vielversprechender Produktinnovationen der Marken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher, die im nun bereits laufenden Geschäftsjahr auf den Markt kommen, werden wir für neue Impulse und frischen Wind am Kräuterspirituosenmarkt sorgen. Auch der weitere Ausbau des Exportbereichs ist ein wichtiger Baustein und erklärtes Ziel für die zukünftige Entwicklung und das Wachstum unserer Marken.

Mit freundlichen Grüßen,

Mag. Karin Trimmel, Vorstand

Unternehmensporträt

Kräuterspirituosen im Fokus des Unternehmens

Seit 8. Februar 2013 notiert die Gurktaler AG an der Wiener Börse und zählt damit zu den jüngsten börsennotierten Unternehmen am österreichischen Kapitalmarkt. Nach einer verhältniswahrenden Abspaltung von der Schlumberger AG im Geschäftsjahr 2012/13 wurde das gesamte Kräuterspirituosengeschäft in dieser neu gegründeten Aktiengesellschaft gebündelt. Aufgrund der Expansionsstrategie der vergangenen Jahre und der damit verbundenen zunehmenden Komplexität der Unternehmensstrukturen war eine Entflechtung aus Sicht der Unternehmensführung ein sinnvoller und notwendiger Schritt, um den Fokus auf die jeweiligen Kernkompetenzen stärker herauszustellen.

Der Name Gurktaler steht für Reinheit und Natürlichkeit. Mit seinen Marken positioniert sich das Unternehmen als der Spezialist für Kräuterspirituosen. In enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnern versteht sich Gurktaler als langfristiger Markengestalter und als Kompetenzzentrum der traditionsreichsten Spirituosenkategorie Kräuter. Neben Beteiligungen an der deutschen Underberg GmbH & Co KG, dem Hersteller des berühmten Rheinberger Kräuterbitters, sowie dem ungarischen Kräuterbitterhersteller Zwack Unicum Nyrt. befinden sich zusätzlich die Kräuterspirituosenmarken Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter im Besitz der Gurktaler AG.

Alle Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: http://gruppe. gurktaler.at

Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen, in denen die jeweiligen Markenrechte gehalten werden, an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH sowie deren Vertriebstochter, die Top Spirit Handels- und Verkaufs GmbH:

Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk • "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien • Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien

Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins, dessen Höhe von der Ertragspanne der jeweiligen Produkte sowie den damit verbundenen Funktionen und Risiken durch die Verpachtung abhängt. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Zum anderen hält die Gurktaler AG Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn) und an der Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland. Die Ergebnisanteile aus diesen Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt.

Details zur Entwicklung der Umsatzerlöse und des Finanzergebnisses finden sich im Lagebericht ab Seite 20.

GURKTALER ALPENKRÄUTER GMBH, GURK (ÖSTERREICH)

Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH mit Firmensitz in Gurk, Kärnten, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Gurktaler AG. Bereits im März 2008 wurde die Sonnthurn Holding GmbH nach dem Kauf in Gurktaler Alpenkräuter GmbH umbenannt. Der Unternehmensgegenstand wurde um "Anbau, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von Kräutern" erweitert.

"Gurktaler® – der milde Alpenkräuter" ist die größte österreichische Spirituosenmarke und von erstklassiger Qualität nach alten überlieferten Rezepten hergestellt. Der Kräuterlikör im Zeichen des Gurker Domes verdankt seinen milden Geschmack der fein ausgewogenen Zusammensetzung nicht zuletzt mit frischen Kräutern aus dem heimischen Gurktal. Sowohl der Kräuteranbau als auch die Produktion des Extraktes und die Abfüllung des Gurktaler Alpenkräuters finden in Kärnten statt. Die frischen Kräuter werden direkt im Mazerationsraum des Gurker Domes verarbeitet. Dies belegt die regionale Verbundenheit und die österreichische Herkunft dieses heimischen Markenprodukts. Seine Milde und Einzigartigkeit spiegelt sich in dem relativ niedrigen Alkoholgehalt von 27 Vol.-% wider. Auch im Ausland ist die Marke erfolgreich, als typisch österreichisches Produkt ist Gurktaler ein beliebter Tourismusartikel; im Schnitt wird bereits jede vierte Flasche exportiert.

Der Dom zu Gurk Für die Herstellung des Kräuterlikörs im Zeichen des Gurker Domes werden frische Alpenkräuter aus dem Kärntner Gurktal verwendet.

AUSGEZEICHNETE QUALITÄT

Als Bestätigung für die hohe Qualität und den besonderen Geschmack der frischen Kräuter wurde Gurktaler Alpenkräuter im Jahr 2016 erneut mit einer Goldmedaille beim "World Spirits Award (WSA)" in der Kategorie "Bitter" ausgezeichnet.

"ROSSBACHER" VERTRIEBS GMBH, WIEN (ÖSTERREICH) Die "Rossbacher" Vertriebs GmbH mit Firmensitz in Wien befindet sich zu 100 % im Besitz der Gurktaler AG. Rossbacher ist von der Produktion bis hin zum Vertrieb ein österreichisches Traditionsprodukt. Seit dem Jahr 1897 wird der Halbbitter vermarktet, der für seine Qualität vielfach prämiert wurde. Die sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter, Wurzeln und Beeren ist sein unverkennbares Merkmal. Die wiederholte Auszeichnung mit einer Goldmedaille beim World Spirits Award (WSA) sowie eine weitere Goldprämierung beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) und der DLG-Preis (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) unterstreichen die hohe Produktqualität von Rossbacher. Die aufwendige Gewinnung der Wirkstoffe aus den einzelnen Kräutern erfolgt nach unter-Unternehmensporträt

schiedlichen Methoden (Mazeration, Perkolation oder Destillation). Mit Sorgfalt und langjähriger Erfahrung wurde erarbeitet, welches Verfahren bei welchen Rohstoffen zur Anwendung kommt. Dies ist ein seit jeher streng gehütetes Geheimnis.

LEIBWÄCHTER KRÄUTER GMBH, WIEN (ÖSTERREICH)

Die Leibwächter Kräuter GmbH mit Firmensitz in Wien wurde im Dezember 2012 als 100%ige Tochtergesellschaft der Schlumberger AG gegründet und ist im Februar 2013 – nach der abgeschlossenen verhältniswahrenden Abspaltung der Gurktaler AG von der Schlumberger AG – durch die Gurktaler AG gekauft worden.

Leibwächter ist ein feinherber Halbbitter mit einer leichten Süße, wodurch die würzige Kräuternote besonders gut zur Geltung kommt. Er wird aus einer Vielzahl von Kräutern und Früchten in einem schonenden Verfahren hergestellt. Die Zutaten werden mit Alkohol überzogen, zwei Wochen mazeriert und danach in einem Vakuumdestillierverfahren verarbeitet. So wird das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau garantiert.

UNDERBERG GMBH & CO KG, RHEINBERG (DEUTSCHLAND)

An diesem traditionsreichen deutschen Unternehmen mit Sitz in Rheinberg, Niederrhein, hält die Gurktaler AG eine Finanzbeteiligung in Höhe von 14,572 %. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Vertrieb von "Underberg – der Rheinberger Kräuter" nach dem Fabrikationsgeheimnis der Familie Underberg. Dazu zählen auch das Halten und Verwalten der Warenzeichen unter anderem im Zusammenhang mit der Marke Underberg sowie von Beteiligungen in Deutschland und weiteren Ländern.

Seit 1846 wird das Geheimrezept von der Familie gehütet und gepflegt. Das Wissen der Familie Underberg um die schonende Gewinnung der wertvollen Wirkstoffe aus den erlesenen und aromatischen Kräutern aus 43 Ländern wurde zum "Semper idem®"-Geheimverfahren entwickelt. Es folgt ein monatelanger Reifeprozess in Fässern aus slowenischer Eiche. Das unverwechselbare Markenzeichen von Underberg ist die Portionsflasche mit 20 ml. Underberg wird weltweit in rund 100 Ländern vertrieben.

ZWACK UNICUM NYRT., BUDAPEST (UNGARN)

Zwack Unicum ist der traditionsreiche Bitterlikör mit starker Verwurzelung im ungarischen Getränkemarkt, der dem Unternehmen auch seinen Namen gibt. Die Zwack Unicum Nyrt., mit Sitz in Budapest, Ungarn, ist auf die Herstellung hochwertiger eigener Produkte sowie auf die Distribution von Spirituosen und Wein spezialisiert. Die bei der Gurktaler AG "at equity" konsolidierte Zwack Gruppe ist der größte Spirituosenproduzent und -distributeur in Ungarn. Die Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, ein 49,998%iges Tochterunternehmen der Gurktaler AG, enthalten. Durchgerechnet beträgt die Beteiligung der Gurktaler AG an der Zwack Unicum Nyrt. 25 %.

Das Rezept von Zwack Unicum ist seit über 225 Jahren ein Geheimnis der Familie Zwack. Der Bitterlikör wird aus über 40 Kräutern und Gewürzen aus der ganzen Welt bereitet, die im Vorfeld sorgfältig ausgewählt werden. Dazu wird ein Teil der Kräuter mazeriert und der andere Teil destilliert. So entfalten sich das volle Aroma, der ausgewogene Geschmack und die optimale Wirkung der Kräuter. Die Kombination dieser zwei Produktionsverfahren und eine mehrmonatige Reifung in Eichenfässern verleihen Zwack Unicum seine komplexe Struktur und seine einzigartige Qualität. Das im Jahr 2014 neu eingeführte Produkt Zwack Unicum Zwetschke entwickelte sich binnen kürzester Zeit zu einer der beliebtesten ungarischen Kräuterspirituosen. Bereits im ersten Jahr zählte der neue, auf gedörrten Zwetschken gelagerte Unicum zu den drei größten Premium-Spirituosenmarken in seinem Heimatland. Neben dem bekannten Bitterlikör stellt Zwack auch verschiedene Brände bzw. Schnäpse und andere Liköre her.

UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Die Gurktaler AG hat einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit und fokussiert sich in ihrer strategischen Ausrichtung auf die bewährte Kompetenz im Geschäftsfeld der Kräuterspirituosen.

STRATEGISCHE ZIELE IM ÜBERBLICK:

Das wichtigste strategische Ziel der Gurktaler AG liegt in der langfristigen, nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Dies soll insbesondere durch die folgenden weiteren Ziele erreicht werden:

• Schaffen von Markenwerten und die Weiterentwicklung von starken Kräuterspirituosen-Warenzeichen mit höchster Qualität

  • Aufspüren von Marktchancen sowie Ausbau bestehender und Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland
  • Ständige Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Produktionsverfahren und Produkte mit starkem regionalem Bezug
  • Einbindung beteiligter Unternehmen und die Schaffung von Synergien hinsichtlich Entwicklung, Produktion und Vermarktung

Durch die Entflechtung vom Schaumweingeschäft der Schlumberger Gruppe wurde der Gurktaler Gruppe ermöglicht, ein eigenes Profil für ihre Kräutermarken und eine klare Differenzierung vom Mitbewerb zu erlangen.

Die mit Wirkung Februar 2013 vorgenommene Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts hat auf die Ausrichtung des operativen Geschäfts keine Auswirkungen. Schon bisher wurden sowohl die Schaumwein- als auch Kräuterspirituosen-Marken von jeweils namensgleichen Gesellschaften gehalten, aber von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH gepachtet und durch einen Kommissionärsvertrag von der Top Spirit Handels- und Verkaufsgesellschaft m.b.H. vertrieben. Die auf die jeweilige Funktion (Warenbezug, Vermarktung, Verkauf, Verwaltung) spezialisierten Unternehmen nehmen ihre Aufgaben auch weiterhin mit der größtmöglichen Professionalität – wie in der Vergangenheit – wahr.

Die Gurktaler AG beschäftigt derzeit drei Mitarbeiter. Dienstleistungen werden von den jeweiligen dafür spezialisierten Gesellschaften aus der Schlumberger Gruppe wahrgenommen und zu marktüblichen Preisen an die leistungsempfangenden Gesellschaften der Gurktaler AG verrechnet.

Die Vision 2021 der Schlumberger Gruppe ist auch für die Gurktaler AG maßgeblich. Aufbauend auf den ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Wurzeln des Unternehmens, wird eine authentische und nachhaltige Wertorientierung angestrebt. Die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes anhand "enkelfähiger Ziele" stellt – ganz unter dem Motto der Vision 2021: "Alles kann man besser machen" – die Ausrichtung des Unternehmens für die kommenden Jahre dar.

Investor Relations

Volatile Kapitalmärkte

Die Politik der internationalen Notenbanken bestimmte im Berichtszeitraum die Entwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten. So beschloss die Europäische Zentralbank (EZB) zu Beginn 2015 erstmals einen negativen Zins auf Einlagen von Banken bei der EZB und führte diesen Kurs der Niedrigzinspolitik bis dato fort. Bedingt durch diese Entwicklung in Verbindung mit der Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China und dem Fall des Ölpreises waren die Kapitalmärkte im Berichtszeitraum von starken Schwankungen und Rückgängen geprägt.

Die Eurozone konnte im Jahr 2015 einen Anstieg des realen BIP um 1,5 % vorweisen. Dieses Wirtschaftswachstum ist vor allem auf den privaten Konsum zurückzuführen. In Österreich fiel die Wirtschaftserholung aufgrund struktureller Defizite vergleichsweise bescheiden aus. Die wirtschaftliche Entwicklung in Ungarn war demgegenüber erfreulich und lag über dem Niveau der Eurozone.

Der deutsche Leitindex DAX erreichte zu Beginn des Berichtszeitraums Höchstwerte, sank dann aber wieder im Laufe des Geschäftsjahres. Gemessen an der Entwicklung der letzten fünf Jahre, wies er am Ende des Geschäftsjahres ein noch immer sehr hohes Niveau auf. Nach einem Höchststand im ersten Quartal des Wirtschaftsjahres hat sich der ATX verhältnismäßig stetig abwärts bewegt und erst zum Jahresende wieder erholt.

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar (USD) bewegte sich im Zeitraum 1. April 2015 bis 31. März 2016 in einer Bandbreite von 1,07 bis 1,14 USD; zum Stichtag befand er sich mit 1,12 USD um rund 4,2 % über dem Ausgangsniveau. Der ungarische Forint (HUF) schwankte im Berichtszeitraum gegenüber dem Euro in einem Preisband von 296,2 bis 317,3 HUF und schloss das Jahr mit 314,2 ab. Dies entspricht einer Steigerung von 4,74 % gegenüber dem Ausgangsniveau von Anfang April 2015.

DIE GURKTALER AKTIE

Das Grundkapital der am 10. Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragenen und seit dem 8. Februar 2013 an der Börse gehandelten Gurktaler AG in Höhe von EUR 4,5 Mio. unterteilt sich in 1.500.000 Stammaktien sowie 750.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht.

Die Stammaktie notierte zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2015/2016 bei EUR 8,25 und erreichte im August 2015 ihren Höchststand mit EUR 9,00. Generell verlief der Kurs der Stammaktie im Berichtzeitraum sehr volatil mit einem ruckartigen Anstieg im August auf ihr Höchstniveau und einer anschließenden Abwärtsentwicklung auf einen Tiefststand von EUR 6,31 Ende November. Danach setzte die Aktie ihre stark schwankende Entwicklung bis Ende März 2016

Investor Relations

fort und notierte zu Ende des Wirtschaftsjahres bei EUR 7,67. Somit lag der Kurs zum Schluss des Berichtszeitraumes um rund 7 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Per 31. März 2016 errechnete sich somit für die Gurktaler AG eine Marktkapitalisierung in Höhe von EUR 15,5 Mio. nach EUR 16,5 Mio. zum Beginn des Geschäftsjahres.

DIVIDENDENPOLITIK

Die Gurktaler AG strebt eine stabile Dividendenpolitik für ihre Anleger an. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 13. September 2016 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015/2016 eine Dividende in Höhe von EUR 0,08 für Stamm- und Vorzugsaktien auszuschütten. Diese Dividende entspricht 4 % des Grundkapitals. Gemessen am Schlusskurs vom 31. März 2016, errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,04 % für Stammaktien sowie 1,48 % für Vorzugsaktien.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, die mehr als 75 % der Stammaktien hält. Weitere 9,7 % der Stammaktien werden von der Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien mit einem Stimmrechtsanteil von 15,2 % befinden sich im Streubesitz, wobei der Gesellschaft keine anderen Aktionäre bekannt sind, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 3 UGB beträgt.

Investor Relations

INVESTOR RELATIONS

Mag. Wolfgang Spiller verantwortete seit dem 1. Jänner 2015 in beratender Funktion den Bereich Investor Relations bei der Gurktaler AG. Die oberste Zielsetzung aller Investor-Relations-Tätigkeiten ist eine zeitnahe und transparente Informationspolitik gegenüber allen Aktionären der Gurktaler AG. Auf der Unternehmenswebsite http://gruppe.gurktaler.at/investor-relations werden Halbjahresfinanzberichte und Geschäftsberichte sowie weiterführende Informationen veröffentlicht. Dort findet sich auch eine detaillierte Übersicht der Pflichtveröffentlichungen und Ad-hoc-Meldungen sowie Informationen zu Compliance und Corporate Governance.

2015/2016 2014/2015 2013/2014
Börsenkapitalisierung per 31.3 in EUR M
io.
15,5 16,5 14,0
Ergebnis je Aktie in EUR 0,55 –0,42 0,58
Cashflow je Aktie in EUR 0,04 –0,53 0,45
Eigenkapital je Aktie in EUR 10,00 9,48 10,18
Dividende je Aktie in EUR 0,081) 0,08 VZ 0,08+0,192)
Ausschüttungsquote in % 14,6 –6,4 46,22)
Kennzahlen zur Vorzugsaktie
Höchstkurs in EUR 6,50 6,00 6,84
Tiefstkurs in EUR 4,05 3,92 4,70
Kurs per 31.3. in EUR 5,40 5,50 4,85
Anzahl der ausgegebenen Vorzugsaktien in Tsd. Stk. 750 750 750
Kurs-Gewinn-Verhältnis 9,8 –13,1 8,3
Kennzahlen zur Stammaktie
Höchstkurs in EUR 9,00 8,70 8,50
Tiefstkurs in EUR 6,31 6,20 5,78
Kurs per 31.3. in EUR 7,67 8,25 6,90
Anzahl der ausgegebenen Stammaktien in Tsd. Stk. 1.500 1.500 1.500
Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. 14,0 –19,7 11,8

Kennzahlen

1) Vorschlag an die Hauptversammlung

2) Nachgebesserte Dividende aufgrund des Urteils des Handelsgerichtes Wien vom 15. Dezember 2014

Finanzkalender

13. September 2016 4. ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015/2016
16. September 2016 Ex-Dividenden-Tag
20. September 2016 Dividenden-Zahltag
28. November 2016 Halbjahresfinanzbericht

Corporate-Governance-Bericht 2015/2016

Gemäß § 243b UGB

Transparente Informationspolitik

Die Gurktaler AG notiert seit Februar 2013 an der Wiener Börse und verfolgt eine transparente Informationspolitik gegenüber den unterschiedlichen Interessengruppen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat bekennen sich zu Transparenz und dem partnerschaftlichen Umgang gegenüber allen Interessengruppen. Unsere Strategie am Markt ist es, den Marken trotz regulatorischer Herausforderungen zu weiterem Wachstum zu verhelfen und auch in der Zukunft eine starke internationale Position bei Kräuterspirituosen einzunehmen.

Die Organe der Gurktaler AG bekennen sich ausdrücklich zu den in Österreich für börsennotierte Gesellschaften geltenden Corporate-Governance-Bestimmungen. Der Österreichische Corporate Governance Kodex, der im Oktober 2002 in Kraft gesetzt wurde, hat für das Berichtsjahr 2015/2016 in der Fassung vom Jänner 2015 Gültigkeit.

STABILE AKTIONÄRSSTRUKTUR

Die Gurktaler AG verfügt über eine stabile Aktionärsstruktur. Mehr als 75 % ihrer 1.500.000 Stammaktien sind im Eigentum der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz. Zum Bilanzstichtag am 31. März 2015 wurden darüber hinaus 145.285 Stammaktien (dies entspricht 9,69 % aller Stammaktien) bzw. 6,46 % des Grundkapitals durch die Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien entfallen auf den Streubesitz. Es sind der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt, deren direkte oder indirekte Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 3 UGB beträgt.

BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (§ 243b Abs. 1 Z 1 UGB)

Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Jänner 2015 geforderten Informationen sind in diesem Bericht und entsprechend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht oder auf der Website des Unternehmens enthalten.

Der Kodex unterteilt sich in drei Kategorien, wobei die erste Kategorie, die L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruht und somit verpflichtend anzuwendende Regeln umfasst. Die Regeln der zweiten Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollten eingehalten oder bei Abweichung begründet werden. Von R-Regeln, die reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklärung abweichen.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Homepage des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at) veröffentlicht, und er gilt an der Wiener Börse als allgemein anerkannt.

ABWEICHUNGEN VOM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Gurktaler Unternehmenskultur. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt.

Regel 18:

Die Größe des Unternehmens mit nur drei Mitarbeitern erfordert es, dass die Aufgabe der internen Revision im Rahmen der Dienstleistungen, welche von der Schlumberger Gruppe für die Gurktaler Gruppe erbracht werden, von mehreren Mitgliedern der Schlumberger Organisation im Rahmen ihres Aufgabenbereichs wahrgenommen wird. Die fachliche Leitung und Kontrolle ist bei der Leitung des Rechnungswesens angesiedelt.

Regel 30 und 31:

Die Vergütungen des Vorstands der Gurktaler AG setzen sich aus einem Basisgehalt und einer Bonuszahlung zusammen. Es finden die EU-Vergütungsempfehlungen vom 30. April 2009 Anwendung, die im Kodex zusammengefasst sind.

In der Gurktaler AG gibt es keine Aufwendungen für die Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit wurden keine gesonderten Vereinbarungen hinsichtlich Anwartschaften oder Ansprüchen der Vorstandsmitglieder getroffen, die über die allgemeingültigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen hinausgehen.

Es besteht eine D&O-Versicherung, die damit verbundenen Aufwendungen werden vom Unternehmen getragen.

Regel 41 und 43:

Der Aufsichtsrat nimmt als Gesamtgremium die Nominierung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sowie die Regelung der Vorstandsvergütung wahr. Wegen der Größe des Aufsichtsrats ist weder ein Nominierungs- noch ein Vergütungsausschuss eingerichtet.

Regel 53 und 54:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder ist nicht im Sinne des Kodex als unabhängig anzusehen. Als Kriterium für die Unabhängigkeit gilt das materielle Ausmaß der geschäftlichen Beziehung, das keinen wesentlichen Anteil am jeweiligen Einkommen haben soll. Die unabhängigen Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß Regel 53 und 54 sind Herr KR Kranebitter und Herr Dr. Bürgers. Herr Dipl.-BW Peskes gilt als Ersatzmitglied gemäß Regel 53 und 54 ebenfalls als unabhängig.

Regel 66:

Die Gesellschaft erstellt ihre Quartalsergebnisse nach den Bestimmungen des Österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) und nicht, wie im Kodex verlangt, nach den International Financial Reporting Standards.

Regel 68:

Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte in deutscher Sprache, da aus Aktionärssicht bisher kein Erfordernis bestand, diese in englischer Sprache zu verfassen.

ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS

MAG. KARIN TRIMMEL, ALLEINVORSTAND SEIT 31.12.2014

Zuständig für Finanzen, Unternehmensbeteiligungen, Unternehmensstrategie, Öffentlichkeitsarbeit Geburtsjahr 1967 Erstmals bestellt am 11.9.2014 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 31.12.2017 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS

DR. HUBERTINE UNDERBERG-RUDER, VORSITZENDE

Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 1 Jahr nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 im September 2018 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn (At-Equity-Konsolidierung bei der Gurktaler AG)

KR EDUARD KRANEBITTER, STELLVERTRETER DER VORSITZENDEN

Geburtsjahr 1957 Erstmals bestellt am 11.9.2014 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 1 Jahr nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 im September 2018 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: keine

DR. TOBIAS BÜRGERS, MITGLIED

Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 1 Jahr nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 im September 2018 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Custodia Holding AG, München, Deutschland

DIPL.-BW GERD PESKES, ERSATZMITGLIED

Geburtsjahr 1944 Erstmals bestellt als Ersatzmitglied am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 1 Jahr nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 im September 2018 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Custodia Holding AG, München, Deutschland; Nymphenburg Immobilien AG, München, Deutschland; RHI AG, Wien, Österreich; Von Roll Holding AG, Zürich, Schweiz

ARBEITSWEISE UND KONTROLLE

Zur Sicherstellung einer hohen Transparenz sowie umfassenden und zeitgleichen Information aller relevanten Interessengruppen überwacht der Vorstand als Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung des Compliance Code der Gurktaler AG. Dieser basiert auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft pflegen zusätzlich zu den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen regen Gedankenaustausch zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, zur Geschäftsentwicklung, zum Risikomanagement und zu wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen bzw. Ereignissen erfolgt eine unverzügliche Information an die Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat übt seine Kontrolltätigkeit im Prüfungsausschuss bzw. als Gesamtgremium aus. Er entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat traf sich im Geschäftsjahr 2015/2016 zu vier ordentlichen Sitzungen. Es nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr an allen Sitzungen des Aufsichtsrats bis auf eine persönlich teil. Bei einer Sitzung des Aufsichtsrats waren zwei von drei Aufsichtsratsmitgliedern anwesend. Die Teilnahmequote lag somit bei durchschnittlich 91,67 %.

Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems und des Jahresabschlusses sowie der Überprüfung und Auswahl des Abschlussprüfers. Alle diesbezüglichen Vorschriften des Kodex werden dabei beachtet.

Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an: Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende, Finanzexpertin) Dr. Tobias Bürgers

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2015/2016 viermal, wobei jeweils beide Mitglieder persönlich oder via Telefonkonferenzschaltung anwesend waren.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung hinsichtlich der Gesamthöhe beschlossen, wobei die Aufteilung dem Aufsichtsrat überlassen wird.

Die 3. ordentliche Hauptversammlung beschloss im September 2015 über die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütungen. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015/2016 Vergütungen in folgender Höhe ausbezahlt:

Gesamt: EUR 15.000
Dipl.-BW
Gerd Peskes
EUR 562
Dr. Tobias Bürgers EUR 4.500
KR
Eduard Kranebitter
EUR 2.438
Emil Underberg EUR 1.500
Dr. Hubertine Underberg-Ruder EUR 6.000

Für gesonderte Beratungsleistungen fiel für Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütung an. Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprechen den Prinzipien der Fremdüblichkeit. Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter "Nahestehende Personen und Unternehmen".

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinne der L-Regel 48 vereinbart. Sofern davor zustimmungspflichtige Verträge abgeschlossen wurden, waren diese vom Aufsichtsrat genehmigt, und sie wurden, sofern sie über den Zeitraum eines Geschäftsjahres hinausreichten, vom Aufsichtsrat bestätigt.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 gemäß Konzernabschluss der Gurktaler AG auf EUR 112.359,96 (Vorjahr: TEUR 167). Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 130) an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11) von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler AG weiterverrechnet.

GLEICHBEHANDLUNG

Die Gurktaler AG beschäftigt drei Mitarbeiterinnen. Die Besetzung von Positionen wird unter nachvollziehbaren Kriterien und unter größter Objektivität getroffen. Die Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Kriterien nimmt dabei oberste Priorität ein.

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern, der Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Mitgliedern des Aufsichtsrats. Die Frauenquote liegt somit bei 33 %.

Im Vorstand ist derzeit ausschließlich Frau Mag. Karin Trimmel tätig.

ABSCHLUSSPRÜFER

In der 3. ordentlichen Hauptversammlung vom 16. September 2015 wurde die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015/2016 bestellt.

Die Honorare für die Aufwendungen der Abschlussprüfer belaufen sich auf rund TEUR 33 und beinhalten die Prüfung des Konzernabschlusses, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen.

Wien, am 24. Juni 2016

Der Vorstand:

Mag. Karin Trimmel

Mehr Informationen erhalten Sie unter: http://gruppe.gurktaler.at sowie unter der Telefonnummer +43/1/368 22 58-0

Rückfragen an: Investor Relations: Mag. Wolfgang Spiller, Gurktaler AG Tel: +43/1/368 60 38-215, E-Mail: [email protected]

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Die Anhebung der Alkoholsteuer mit 1. März 2014 führte nahezu für den gesamten österreichischen Spirituosenmarkt und damit auch für das Segment der Kräuterspirituosen zu einem Absatzrückgang. Auch unsere Beteiligung in Ungarn, Zwack Unicum, war durch regulatorische Veränderungen in Form einer neuen "Gesundheitssteuer" auf ausgewählte Spirituosenprodukte ab 1. Jänner 2015 betroffen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 verzeichnete das operative Geschäft nach diesen Veränderungen erstmals wieder eine relativ stabile Entwicklung.

Der Aufsichtsrat der Gurktaler AG verantwortet aktiv die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens im Interesse der Aktionäre, begleitet diese und nimmt umfassend die ihm nach Gesetz und Satzung aufgetragenen Aufgaben wahr. Im Geschäftsjahr 2015/2016 traf sich der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Sitzungen. Dabei wurde er vom Vorstand über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, die Geschäftsentwicklung sowie die Lage des Unternehmens und seiner Beteiligungen unterrichtet. Es nahmen mit Ausnahme eines Mitglieds bei einer Sitzung alle Mitglieder des Aufsichtsrats an diesen Sitzungen des Aufsichtsrats persönlich teil.

Eine Aufstellung der Aufsichtsratsmitglieder findet sich im Corporate-Governance-Bericht ab Seite 12. Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, wurde für das Geschäftsjahr 2015/2016 zum Abschlussprüfer ernannt.

Gemeinsam mit Herrn Dr. Tobias Bürgers bildet Frau Dr. Hubertine Underberg-Ruder als Vorsitzende und Finanzexpertin den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats gemäß § 92 Abs. 4a AktG. In vier Sitzungen konnten wir im Berichtsjahr alle Agenden, die dem Prüfungsausschuss zugeteilt sind, ausführlich behandeln.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2016 wurden von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ferner wurde vom Abschlussprüfer festgestellt, dass der vom Vorstand aufgestellte Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der vom Abschlussprüfer verfasste Prüfungsbericht wurde gemäß § 273 Abs. 4 UGB den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 geprüft und in seiner Sitzung vom 27. Juni 2016 den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gurktaler AG gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat in der gleichen Sitzung ferner den Konzernabschluss genehmigt.

Ebenfalls in seiner Sitzung vom 27. Juni 2016 hat der Aufsichtsrat – in Entsprechung des § 270 Abs. 1 UGB – beschlossen, der diesjährigen 4. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, sowohl hinsichtlich des Jahresabschlusses der Gurktaler AG als auch des Konzernabschlusses zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016/2017 zu wählen.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns zu. Weitere Informationen über die Arbeitsweise und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses sind dem Corporate-Governance-Bericht ab Seite 12 des Geschäftsberichts zu entnehmen.

Wien, am 27. Juni 2016

Dr. Hubertine Underberg-Ruder Vorsitzende des Aufsichtsrats

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

Die nachstehenden Angaben umfassen den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Gurktaler AG. Diese beiden Berichte werden gemäß § 267 Abs. 4 UGB in Verbindung mit § 251 Abs. 3 UGB integriert dargestellt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Uneinheitliches Konjunkturbild in Europa

Laut Angaben der Europäischen Kommission vom Frühjahr 2016 (EU-Winterprognose 2016) wird für das Jahr 2016 zum vierten Mal in Folge ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Hauptverantwortlich hierfür ist der steigende private Konsum; weitere positive Impulse gehen von den deutlich niedrigeren Rohstoff- und Primärenergiepreisen, dem günstigeren Euro-Dollar-Wechselkurs sowie der expansiven Geldpolitik der EZB aus. Gefährdet wird dieses moderate Wachstum jedoch durch die Abkühlung des Wirtschaftswachstums in den Entwicklungsländern, die nur bedingt durch die entwickelten Volkswirtschaften kompensiert werden kann. Die Aussichten für Mittel- und Osteuropa sind stabil.

Gemäß dem World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg die reale Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,5 %. Der Wachstumsmotor war wie in der jüngeren Vergangenheit stets Deutschland (+1,5 %), wenngleich sich hier die Dynamik verlangsamte. Für 2016 und 2017 wird von einer weiteren Steigerung des realen Wirtschaftswachstums auf 1,7 % für den Euroraum ausgegangen. Dies liegt unter den früheren Wachstumsprognosen des IWF. Ungarns Wirtschaftswachstum liegt nach 2,9 % in 2015 voraussichtlich bei rund 2,5 % in 2016.

Der Euro-Dollar-Wechselkurs bewegte sich seit Jahreswechsel 2015/16 mit geringen Schwankungen um 1,09, wo er auch Anfang März 2016 notierte. Der Euro-Forint-Wechselkurs schwankte seit bereits fast einem Jahr zwischen 310 und 315. Für das 2. Halbjahr 2016 wird eine Schwächung auf EUR/HUF 320 prognostiziert.

KONJUNKTURELLE BELEBUNG IN ÖSTERREICH

Nach vier Jahren, die von langsamem Wachstum geprägt waren, wird 2016 ein Aufschwung der österreichischen Konjunktur erwartet. Nach einem realen Wirtschaftswachstum von 0,3 % (2013) und 0,4 % (2014) weist die Statistik Austria für das Jahr 2015 ein Wachstum von 0,9 % aus.

Für die Jahre 2016 und 2017 prognostiziert die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ein Wirtschaftswachstum von 1,9 % bzw. 1,8 %. Ausschlaggebend sind hierfür drei Sonderfaktoren – das Inkrafttreten der Steuerreform im Jänner 2016, die Ausgaben für Asylwerber und anerkannte Flüchtlinge sowie die Wohnbauinitiative. Die österreichische Wirtschaft wird damit so stark wie jene des gesamten Euroraumes wachsen.

Anstiege werden auch hinsichtlich der Inflation und der Arbeitslosenquote erwartet. Betrug die Inflation, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), im Jahr 2015 noch rund 0,8 %, prognostiziert die OeNB in den Jahren 2016 und 2017 Inflationsniveaus von 1,3 % bzw. 1,7 %. Begründet liegt dies primär in steigenden Importpreisen von Rohstoffen sowie von importierten Waren. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird durch einen starken Anstieg des Arbeitskräfteangebots geprägt sein: Von einem Ausgangsniveau von 5,8 % im Jahr 2015 wird folglich eine Erhöhung der Arbeitslosenquote auf 6,1 % (2016) bzw. 6,3 % (2017) prognostiziert.

ERNEUTES ERSTARKEN DES TOURISMUS IN ÖSTERREICH

Auf Grundlage der Tourismusstatistik der Österreich Werbung verzeichnete der österreichische Tourismus im Kalenderjahr 2015 sowohl hinsichtlich Ankünften als auch hinsichtlich Nächtigungen nach einem enttäuschenden Jahr 2014 wieder hohe Zuwachsraten (+4,9 % bzw. +2,5 %). Hierbei lag das Niveau bei Auslandsgästen und Auslandsnächtigungen in beiden Fällen über dem korrespondierenden Inlandswachstum. Hauptverantwortlich für den Nächtigungszuwachs zeichneten Gäste aus Asien inklusive den arabischen Ländern in Asien (+800.000 Gäste); die stärkste Wachstumsdynamik entfiel auf den Städtetourismus, insbesondere Wien, mit einer Wachstumsquote von +5,9 %. Die Ausgaben der Touristen lagen unter der Entwicklung der Gästezahlen.

BRANCHENTRENDS UND WETTBEWERBSSITUATION AM ÖSTERREICHISCHEN GETRÄNKEMARKT

Die Marktentwicklung bei der für die Gurktaler Gruppe wichtigen Getränkekategorie Kräuterspirituosen war im Absatz durch die Alkoholsteuererhöhung um rund 1,4 % rückläufig, im Umsatz durch die darin enthaltene Steuer allerdings um 3,4 % höher. Die Gurktaler Gruppe konnte somit ihre Marktführerschaft in Österreich bei Kräuterspirituosen erfolgreich verteidigen.

GURKTALER UND IHRE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Die Gurktaler AG fungiert als geschäftsführende Holding der Gurktaler Gruppe und erbringt für Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen im Bereich Verwaltung. Sie hält keine Zweigniederlassungen. Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen an die Schlumberger Gruppe:

  • Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk
  • "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien
  • Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien

Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn), und Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland. Die Ergebnisanteile aus den genannten Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt.

Die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter ergehen seit Jänner 2013 an die Gurktaler Gruppe. Wie auch in der Vergangenheit erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der oben genannten Gesellschaften an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH.

Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins, dessen Höhe von der Ertragsspanne der jeweiligen Produkte sowie den damit verbundenen Funktionen und Risiken durch die Verpachtung abhängt. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Geschäftsfeld Deutschland: Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg

Die Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, und die mit ihr verbundenen Gesellschaften sind im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb des Underberg spezialisiert. Zudem hält sie die Warenzeichen der Marke Underberg und der Riemerschmid-Gruppe sowie Beteiligungen in Deutschland, Frankreich und Brasilien. Die gesetzlichen Bestimmungen für eine GmbH & Co KG nach deutschem Recht führen dazu, dass das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015/2016 der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, noch nicht berücksichtigt wird und somit im Abschluss des Geschäftsjahres 2015/2016 der Gurktaler Gruppe nicht enthalten ist.

Geschäftsfeld Ungarn: Zwack Unicum Nyrt., Budapest

In Ungarn konnte die Gesellschaft trotz der neuen "Gesundheitssteuer" ein stabiles Ergebnis erwirtschaften. Die wichtigsten Säulen des Geschäftserfolges bilden die Marken Zwack Unicum, Vilmos und Fütyülös. Eine Dividendenauszahlung ist in Höhe des Jahresergebnisses vorgesehen. Darüber hinaus bestehen nach wie vor Liquiditätsreserven dieser at-Equity-konsolidierten Beteiligung.

IFRS 2015/2016 2014/2015
Umsatz in EUR M
io.
0,8 0,8
Betriebsergebnis in EUR M
io.
–0,3 –0,2
Finanzergebnis in EUR M
io.
1,4 –0,7
Ergebnis vor Ertragsteuern in EUR M
io.
1,0 –0,9
Angesammelte Ergebnisse in EUR M
io.
0,9 –0,3
Cashflow gesamt in EUR M
io.
0,0 0,0
Ergebnis je Aktie in EUR 0,55 –0,42
Eigenkapitalquote in % 80,8 72,5
Umsatzrentabilität in % 132,2 –109,1
Eigenkapitalrentabilität in % 4,8 –4,1

ERGEBNIS - UND BILANZKENNZAHLEN

KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS

Gurktaler berichtet nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Gurktaler Gruppe ist operativ ausschließlich in Österreich tätig.

UMSATZ

Im Geschäftsjahr 2015/2016 erzielte die Unternehmensgruppe Gurktaler einen nahezu stabilen Umsatz von 793 TEUR (–5,4 %). Es sind dies im Wesentlichen die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter.

ERGEBNIS

Für das Geschäftsjahr 2015/2016 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) von EUR –0,3 Mio. nach EUR –0,2 Mio. im Vorjahr ausgewiesen. Im EBIT des Jahres 2015/2016 ist eine Wertberichtigung für das Markenrecht Rossbacher aufgrund rückläufiger Planergebnisse beim Impairmenttest in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) enthalten. Das Finanzergebnis umfasst im Wesentlichen die Erträge der At-Equity-Beteiligung in Ungarn mit EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.), das Beteiligungsergebnis der Underberg GmbH & Co KG mit Sitz in Rheinberg, Deutschland, im Ausmaß von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR –0,2 Mio.) und Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. (unverändert zum Vorjahr). Weiters erfolgte im Vorjahr eine ergebnisbedingte Wertberichtigung der Underberg GmbH & Co KG im Ausmaß von EUR 1,7 Mio.

An Ertragsteuern wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR –0,03 Mio.) verbucht. Das Konzernjahresergebnis beträgt in Summe EUR 1,2 Mio. nach EUR –0,9 Mio. im Vorjahr. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 0,55 (Vorjahr: EUR –0,42). Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 13. September 2016 eine Dividende in Höhe von EUR 0,08 je berechtigte Aktie (Stamm- und Vorzugsaktien) vorschlagen. Mit dieser Ausschüttung soll eine Mindestverzinsung für die Aktionäre sichergestellt, aber zugleich auch die Liquidität und Eigenkapitalquote der Gesellschaft weiter gestärkt werden.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden wie im Vorjahr keine wesentlichen Investitionen getätigt.

VERMÖGENS - UND KAPITALSTRUKTUR

Die Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März 2016 belaufen sich auf EUR 22,5 Mio. (Vorjahr: EUR 21,3 Mio.). Daraus errechnet sich bei einer Bilanzsumme von EUR 27,8 Mio. (Vorjahr: EUR 29,4 Mio.) eine Eigenmittelquote von 80,8 % (Vorjahr: 72,5 %). Gurktaler verfügt damit über eine solide Eigenmittelausstattung, die es weiter abzusichern gilt.

CASHFLOW-KENNZAHLEN

Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2015/2016 EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR –1,2 Mio.) und ist im Wesentlichen durch die Pachterträge und die Veränderung der Verbindlichkeiten beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Tilgung von Bankverbindlichkeiten.

2015/2016 2014/2015
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in EUR M
io.
0,1 –1,2
Cashflow aus Investitionen in EUR M
io.
2,3 3,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in EUR M
io.
–2,4 –2,4
Anfangsbestand der liquiden Mittel in TEUR 1 10
Endbestand der liquiden Mittel in TEUR 11 1

NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln sind die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs. Auch die Gurktaler Gruppe orientiert ihre Strategie und Vision an ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Nachhaltigkeit.

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2015/2016 waren in den Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises im Durchschnitt drei Mitarbeiterinnen beschäftigt – zum Stichtag 31. März 2016 waren es ebenfalls drei Mitarbeiterinnen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2015/2016 fielen keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung an.

RISIKOMANAGEMENT

Das operative Risikomanagement für die Gurktaler Gruppe wird durch die Schlumberger Gruppe ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2015/2016 sind keine außerordentlichen Ereignisse eingetreten.

Es sind keine Risiken bekannt, die isoliert oder in ihrem Zusammenspiel den Fortbestand der Gurktaler Gruppe gefährden könnten. Das Risikomanagement bei den Finanzbeteiligungen der Gurktaler AG wird durch ein aktives Beteiligungsmanagement umgesetzt und beinhaltet den Informationsaustausch mit den Entscheidungsträgern sowie ein regelmäßiges Berichtswesen.

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Das Grundkapital der Gurktaler AG setzt sich aus 750.000 Vorzugsaktien und 1.500.000 Stammaktien zusammen, wobei jede Aktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Vorzugsaktien sind stimmrechtslose Aktien mit einer Vorzugsdividende von 4 % auf den auf die Stückaktien entfallenden Anteil am Grundkapital, wobei für den nachzuzahlenden Dividendenvorzug § 12a AktG gilt.

Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, mit einem Aktienbesitz von mehr als 75 % der Stammaktien. Zum Stichtag 31. März 2016 hält die Schlumberger AG knapp 10 % der Stammaktien. Über die restlichen 15 % der Stammaktien sind der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 3 UGB beträgt.

Die Gurktaler Stammaktie (ISIN AT 0000A0Z9G3) und Vorzugsaktie (ISIN AT 0000A0Z9H1) notieren im Segment "standard market auction" der Wiener Börse. Dem Vorstand sind keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern bekannt. Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Mitarbeiterinnen der Gurktaler Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Darüber hinaus existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/2017

Es wird für 2016/2017 trotz des Wegfalls der Supermarktkette Zielpunkt als wichtigem Kunden mit einer stabilen Entwicklung bei Absatz und Umsatz gerechnet. Produktneuigkeiten sollen in diesem Geschäftsjahr zur Marktreife gebracht werden und den Markt für Kräuterspirituosen beleben. Neben einer gesunden Entwicklung der Marke Leibwächter ist ein weiteres Wachstum durch Exportaktivitäten vor allem nach Deutschland bei den Marken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher vorgesehen.

Die Entwicklung der Finanzbeteiligungen ist wie schon in der Vergangenheit schwierig zu prognostizieren. Die unsichere ökonomische und politische Lage in Ungarn wird die Kursentwicklung des ungarischen Forint, aber auch den Geschäftsverlauf von Zwack prägen. In Deutschland zeigt sich die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage durchwegs positiv, was sich auch vorteilhaft für die operative Tätigkeit der Underberg GmbH & Co KG auswirken wird.

BEDEUTENDE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach der Aufstellung des Konzernabschlusses per 31. März 2016 sind keine Umstände eingetreten, die einer gesonderten Erläuterung bedürfen.

Wien, am 24. Juni 2016

Der Vorstand

Mag. Karin Trimmel

Konzernabschluss

Konzernabschluss Gurktaler AG

Konzernbilanz 26 KonzernGewinn-und-verlust-rechnung 28 KonzernGesamtergebnisrechnung 28 KonzernGeldflussrechnung 29 KonzernEigenkapitalveränderungsrechnung 30 KonzernAnhang 31 bericht zum konzernabschluss 55

Konzernbilanz zum 31. März 2016

Aktiva

31.3.2016 31.3.2015
AZ TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
S
achanlagen
13 1 1
I
mmaterielle Vermögenswerte
14 11.911 12.588
A
nteile an assoziierten Unternehmen
15 12.372 12.980
Z
ur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
17 2.914 2.914
27.198 28.483
Kurzfristige Vermögenswerte
L
ieferforderungen
19 209 239
F
orderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
19 140 50
S
onstige Forderungen
19 285 631
Z
ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
20 11 1
645 921
27.843 29.404

AZ = Anhangzahl

Konzernabschluss

Passiva

31.3.2016 31.3.2015
AZ TEUR TEUR
Konzerneigenkapital 21
D
en Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 4.500 4.500
Kapitalrücklagen 17.139 17.139
R
ücklage Neubewertungseffekte Abfertigungen
–29 –32
A
ngesammelte Ergebnisse
898 –277
22.508 21.330
Langfristige Schulden
F
inanzverbindlichkeiten
23 2.718 5.042
P
assive latente Steuern
24 421 643
R
ückstellungen für Abfertigungen
25 55 54
Übrige Rückstellungen 25 5 5
3.199 5.744
Kurzfristige Schulden
F
inanzverbindlichkeiten
23 1.833 1.833
L
ieferverbindlichkeiten
22 18 14
V
erbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
22 57 229
S
onstige Verbindlichkeiten
22 195 244
V
erbindlichkeiten aus Ertragsteuern
22 33 10
2.136 2.330
27.843 29.404

KonzernGewinn-und-Verlust-rechnung für das Geschäftsjahr 2015/2016

2015/16 2014/15
AZ TEUR TEUR
Umsatzerlöse 5 793 838
Sonstige betriebliche Erträge 6 266 237
Personalaufwand 7 –350 –323
Aufwand für Abschreibungen und Wertminderungen 8 –679 –595
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 –379 –406
Betriebsergebnis –349 –249
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 10 1.322 1.403
Finanzerträge 10 227 24
Finanzaufwendungen 10 –152 –2.092
Gewinn/Verlust vor Ertragsteuern 1.048 –914
Ertragsteuern 11 187 –30
Konzernjahresergebnis 1.235 –944
Davon entfallen auf:
A
nteilsinhaber des Mutterunternehmens
1.235 –944
M
inderheiten
0 0
Konzernjahresergebnis 1.235 –944

Ergebnis je Aktie,

das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR
je Aktie) – unverwässert
12 0,55 –0,42

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2015/2016

2015/16 2014/15
AZ TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis 1.235 –944
Posten, bei denen keine Umgliederung ins Periodenergebnis möglich ist:
N
eubewertungseffekte gemäß IAS
19
4 –32
S
teuern betreffend Neubewertungseffekte gemäß IAS
19
–1 8
Sonstiges Ergebnis 3 –24
Konzerngesamtergebnis 1.238 –968
Davon entfallen auf:
A
nteilsinhaber des Mutterunternehmens
1.238 –968
M
inderheiten
0 0
Konzerngesamtergebnis 1.238 –968

AZ = Anhangzahl

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015/2016

2015/16 2014/15
AZ TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 27.1
Gewinn vor Ertragsteuern 1.048 –914
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten
Aufwand für Abschreibungen und Wertminderungen 679 2.307
Abschreibungen aus Bewertung at equity –1.323 –1.403
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 25 5 –17
Eliminierung Zinsensaldo 128 185
537 158
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Veränderung von Forderungen –62 –8
Veränderung von Verbindlichkeiten –216 –1.135
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 259 –985
Gezahlte Zinsen –152 –209
Gezahlte/erhaltene Steuern –11 –6
–163 –215
Nettozahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 96 –1.200
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
27.2
Investitionen in Sachanlagen –2 –2
Rückzahlung/Vergabe von Darlehen 346 –616
Erhaltene Dividenden 1.930 4.225
Erhaltene Zinsen 24 24
Nettozahlungsmittelzufluss aus der Investitionstätigkeit 2.298 3.631
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
27.3
Gewinnausschüttung –60 –607
Rückzahlungen von Bankverbindlichkeiten –2.324 –1.833
Nettozahlungsmittelabfluss/–zufluss aus der Finanzierungstätigkeit –2.384 –2.440
Veränderung der liquiden Mittel 10 –9
Entwicklung der liquiden Mittel
Anfangsbestand der liquiden Mittel 1 10
Zu-/Abnahme 10 –9
Endbestand der liquiden Mittel 11 1
Zusammensetzung der liquiden Mittel
Guthaben bei Kreditinstituten 20 11 1

AZ = Anhangzahl

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2015/2016

Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft
zurechenbares Eigenkapital
in TEUR AZ R Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen A
ücklage
Neubewertungs
effekte A
bfertigung E
ngesammelte
rgebnisse
Gesamt
Stand 1. April 2014 4.500 17.139 –8 1.274 22.905
Neubewertungseffekte gemäß
IAS
19, nach Steuern
0 0 –24 0 –24
Konzernjahresergebnis 0 0 0 –944 –944
Konzerngesamtergebnis 0 0 –24 –944 –968
Dividendenzahlungen 0 0 0 –607 –607
Stand 31. März 2015 21 4.500 17.139 –32 –277 21.330
R
ücklage
Neubewertungs
in TEUR AZ Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen A
effekte A
bfertigung E
ngesammelte
rgebnisse
Gesamt
Stand 1. April 2015 4.500 17.139 –32 –277 21.330
Neubewertungseffekte gemäß
IAS
19, nach Steuern
0 0 3 0 3
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.235 1.235
Konzerngesamtergebnis 0 0 3 1.235 1.238
Dividendenzahlungen 0 0 0 –60 –60
Stand 31. März 2016 21 4.500 17.139 –29 898 22.508

AZ = Anhangzahl

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2016

1 Grundlegende Informationen

1.1 EINFÜHRUNG

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochterunternehmen kurz "der Konzern" genannt), ist ein Tochterunternehmen der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 43.

Die Gurktaler Aktiengesellschaft notiert an der Wiener Börse.

Unternehmensgegenstand ist der Handel mit und die fabriksmäßige Erzeugung (in Form eines Industriebetriebs) von Waren aller Art, insbesondere alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, wie Spirituosen, Weinen, alkoholfreien Getränken und dergleichen, einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Hinsichtlich der derzeit bestehenden Verpachtung der Geschäftsbetriebe siehe AZ 5.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 27. Juni 2016 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

1.1.1 ENTWICKLUNG DER KONZERNSTRUKTUR

Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält.

1.1.2 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Zum Bilanzstichtag 31. März 2016 sind neben der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Anteil erfasst
"Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, Österreich 100 % VK
Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, Österreich 100 % VK
Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, Österreich 100 % VK
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 49,9 % Eq
Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn 25 % Eq

VK...Vollkonsolidierung, Eq...at equity

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, hält keine direkte Beteiligung an der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn. Die Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, enthalten und wird indirekt über die Muttergesellschaft nach der Equity-Methode einbezogen.

Im Berichtsjahr ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG

Der Konzernabschluss zum 31. März 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, welche in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Annahmen sind insbesondere in die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten und Beteiligungen eingeflossen, siehe dazu auch Erläuterungen unter AZ 4.1.

Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen erfolgen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.

2.1.1 ÄNDERUNG DER BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ANGABEN 2.1.1.1 NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE VON DER EU ÜBERNOMMEN WURDEN UND IM GESCHÄFTSJAHR ERSTMALS ANGEWENDET WURDEN

Es gibt keine neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss hatten.

2.1.1.2 STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU VERÖFFENTLICHTEN STANDARDS, DIE IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND UND DIE VOM KONZERN NICHT VORZEITIG ANGEWANDT WURDEN

IFRS 9 "Finanzinstrumente" befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die vollständige Fassung des IFRS 9 wurde im Juli 2014 veröffentlicht. Diese ersetzt die Regelungen des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. IFRS 9 behält das gemischte Bewertungsmodell mit Vereinfachungen bei und schafft drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: fortgeführte Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Die Kategorisierung richtet sich nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Hier besteht lediglich zu Beginn das unwiderrufliche Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Weiterhin gibt es jetzt ein neues Wertminderungsmodell auf Basis erwarteter Verluste, das das Modell des IAS 39, das auf eingetretenen Verlusten basiert, ersetzt. Für finanzielle Verbindlichkeiten hat sich die Kategorisierung und Bewertung grundsätzlich nicht geändert. Die einzige Ausnahme betrifft die Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden, für die Änderungen des eigenen Kreditrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. IFRS 9 erleichtert die Vorschriften zur Messung der Hedging-Effektivität, indem der quantitative Effektivitätstest grundsätzlich entfällt. Erforderlich ist ein wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument. Zudem muss das Sicherungsverhältnis dem entsprechen, das die Geschäftsführung tatsächlich für Zwecke des Risikomanagements nutzt. Eine zeitgleiche Dokumentation ist nach wie vor erforderlich, unterscheidet sich aber von der derzeit nach IAS 39 erstellten Dokumentation. Der neue Standard ist erstmals verpflichtend in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" beschäftigt sich mit der Umsatzrealisierung und legt Prinzipien fest, die dazu dienen, den Abschlussadressaten nützliche Informationen zu Art, Höhe, Anfall und Unsicherheiten von Umsatzerlösen zu vermitteln. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" sowie zugehöriger Interpretationen. Er ist voraussichtlich erstmals in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der Konzern wird IFRS 15 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches nach dem 1. Jänner 2018 beginnt. Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns erwartet.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse" beschäftigt sich mit dem Ansatz, der Bewertung, dem Ausweis sowie den Angabepflichten von Leasingverhältnissen. Für Leasingnehmer sieht der neue Standard ein Bilanzierungsmodell vor, das auf eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasing verzichtet. Künftig werden die meisten Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sein. Für Leasinggeber bleiben die Regelungen aus IAS 17 "Leasingverhältnisse" weitgehend bestehen, sodass hier auch künftig zwischen Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen zu unterscheiden ist, mit entsprechend unterschiedlichen Bilanzierungskonsequenzen. IFRS 16 ersetzt IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.

Es gibt keine weiteren Standards oder Interpretationen, die nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

2.2 KONSOLIDIERUNG

2.2.1 TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich strukturierter Unternehmen), die vom Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Unternehmen besitzt, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der variablen Rückflüsse des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Unternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden alle auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2016 sowie nach den Prinzipien der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlust-Rechnung zu erfassen.

Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IAS 39 bewertet und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet, und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.2.2 TRANSAKTIONEN MIT NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN OHNE VERLUST DER BEHERRSCHUNG

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden als Transaktionen mit den Eigentümern des Konzerns, die in ihrer Eigenschaft als Eigentümer handeln, bilanziert. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten Leistung und dem erworbenen Anteil am Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung an nicht beherrschende Anteilseigner entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

2.2.3 VERÄUSSERUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN

Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

2.2.4 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Konzernrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlust-Rechnung dargestellt.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Veräußerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

2.3 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Über das Geschäftssegment wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu dem Geschäftssegment und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand für strategische Entscheidungen ausgemacht.

2.4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

2.4.1 FUNKTIONALE WÄHRUNG UND BERICHTSWÄHRUNG

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, darstellt.

Die Konzernunternehmen führen ihre Bücher und sonstigen Aufzeichnungen in der Währung des jeweiligen Landes, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, in dem sie gegründet und eingetragen sind. Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

2.4.2 TRANSAKTIONEN UND SALDEN

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierte Cashflow Hedges und qualifizierte Net Investment Hedges zu erfassen. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzschulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung unter "Finanzierungserträge oder -aufwendungen" ausgewiesen. Alle anderen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung unter "sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen" ausgewiesen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts monetärer Wertpapiere, die auf eine Fremdwährung lauten und als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden, sind in Umrechnungsdifferenzen aus Änderungen der fortgeführten Anschaffungskosten, die erfolgswirksam erfasst werden, und andere Änderungen des Buchwerts, die erfolgsneutral erfasst werden, zu zerlegen.

Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (z.B. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente), sind als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlust-Rechnung auszuweisen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden (z.B. als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente), innerhalb der Neubewertungsrücklage als Teil der sonstigen Rücklagen zu erfassen.

2.4.3 KONZERNUNTERNEHMEN

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen (ausgenommen solche aus Hochinflationsländern), die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

• Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

  • Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlust-Rechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet (es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall sind Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umzurechnen).
  • Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden in den Konzernabschluss keine vollkonsolidierten Jahresabschlüsse in fremder Währung einbezogen.

Goodwill und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst.

2.5 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts oder – sofern einschlägig – als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern daraus zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelt werden können.

Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen (day-to-day servicing), werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Erhaltene Zuschüsse von Dritten werden grundsätzlich im sonstigen operativen Ertrag ausgewiesen. Wurden diese Zuschüsse für Anschaffung bzw. Herstellung von Vermögenswerten gewährt, werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Vermögenswerte entsprechend gekürzt.

Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Bei allen weiteren Vermögenswerten erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert abgeschrieben werden:

Abschreibung

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33 %

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen" in der Gewinnund Verlust-Rechnung erfasst.

2.6 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

2.6.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworbene immaterielle Vermögenswerte werden am Erwerbstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

2.6.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden sofort als Aufwand erfasst. Diese sind nur dann zu aktivieren, wenn für die Entwicklungstätigkeit folgende Nachweise erbracht werden:

  • die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist technisch realisierbar, und dieser steht zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung
  • das Unternehmen hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen
  • die Fähigkeit des Unternehmens, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, ist gegeben
  • die Erzielung von voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen durch den immateriellen Vermögenswert durch das Unternehmen ist gegeben
  • das Unternehmen verfügt über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen
  • die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten, ist gegeben

Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert.

2.7 WERTMINDERUNG NICHT MONETÄRER VERMÖGENSWERTE

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise Goodwill oder bestimmte Markenrechte, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können. Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

2.8 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden in die Kategorien "Ausleihungen und Forderungen" (loans and receivables) und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale) unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

2.8.1 AUSLEIHUNGEN UND FORDERUNGEN

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter "Lieferforderungen", "Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen" und "sonstige Forderungen" sowie unter "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ausgewiesen (Erläuterungen 2.9 und 2.10).

Im Geschäftsjahr wurden keine langfristigen Forderungen ausgewiesen.

Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet.

Wertberichtigungen werden dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, sowie ein Vertragsbruch gelten als Indikatoren für die Notwendigkeit einer Wertberichtigung. Der Betrag der Wertberichtigungen wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

2.8.2 ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Der Posten "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet ausschließlich sonstige Beteiligungen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste – als Teil des Jahresergebnisses erfasst. Einmal in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Sämtliche Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten werden im Jahresergebnis erfasst. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis zu erfassen.

2.9 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder erbrachten Leistungen. Wenn die voraussichtliche Kollektion in einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden sie als langfristige Forderungen bilanziert.

2.10 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige, hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gezeigt.

2.11 EIGENKAPITAL

Stamm- und Vorzugsaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.

2.12 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

2.13 FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

2.14 LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden österreichischen Steuervorschriften berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sogenannte Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus den Markenrechten.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.15 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Der Konzern gewährt verschiedene Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses und andere langfristige Leistungen entweder aufgrund einzelvertraglicher Vereinbarungen oder gemäß den Bestimmungen des entsprechenden lokalen Arbeitsrechtes.

Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren) berechnet. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit und der erwarteten Gehaltsentwicklung berechnet. Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand und wird erfolgswirksam im Jahresergebnis erfasst. In Übereinstimmung mit IAS 19 (2011) werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Rückstellungen für Abfertigungen im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital und aus Rückstellungen für Jubiläumsgelder im Personalaufwand erfasst. Weitere Angaben sind unter AZ 25.1. enthalten.

Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme.

Konzernabschluss

Für die Ermittlung des Barwertes der Anwartschaften kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen höchster Bonität mit entsprechender Laufzeit gewählt wird.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Für Abfertigungsverpflichtungen wird auf das derzeitige rechtmäßige Pensionseintrittsalter abgestellt.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem Recht. Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Die Regelung gilt für jene Dienstnehmer, die bis zum Jahr 2002 in das Unternehmen eingetreten bzw. innerhalb des Konzerns von anderen österreichischen Gesellschaften unter Anerkennung der vorherigen Dienstzeiten innerhalb des Konzerns übernommen worden sind.

Aufgrund von gesetzlichen Änderungen kommt für jene Dienstnehmer, die ab dem Jahr 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53 % des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu leisten.

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

2.16 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden angesetzt, wenn dem Konzern aus Ereignissen der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, es wahrscheinlich ist, dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen erforderlich ist, und eine verlässliche Schätzung der Höhe möglich ist. Wenn der Konzern die Erstattung eines zurückgestellten Betrages erwartet, z.B. aufgrund einer Versicherung, wird die Erstattung als separater Vermögenswert nur bei ausreichender Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt.

Der Konzern setzt eine Rückstellung für verlustträchtige Geschäfte an, wenn der erwartete Nutzen aus dem vertraglichen Anspruch geringer ist als die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen.

2.17 ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse bestehen derzeit aus Pachterlösen. Diese werden auf Quartalsbasis nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung realisiert.

2.18 ZINSERTRÄGE

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, d.h. auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst.

2.19 DIVIDENDENERTRÄGE

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht.

2.20 LEASINGVERHÄLTNISSE

Leasinggegenstände, die aufgrund des Leasingvertrages als Finanzierungsleasing zu qualifizieren sind und betragsmäßig wesentlich sind, werden als Sachanlagevermögen aktiviert und über die kürzere Dauer aus wirtschaftlicher Nutzungsdauer oder Leasingdauer abgeschrieben. Auf der Passivseite ist der Barwert der Verbindlichkeit aus den künftigen Leasingraten ausgewiesen. Der Barwert der Leasingzahlung entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Leasingverträge, bei denen der überwiegende Teil der Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Zahlungen für Operating-Leasing-Verträge werden erfolgswirksam erfasst.

2.21 GEWINNAUSSCHÜTTUNGEN

Gewinnausschüttungen werden erst nach Gewinnverwendungsbeschluss ausgewiesen.

3 Finanzrisikomanagement

3.1 FINANZRISIKOFAKTOREN

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit seinem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Durch die Verpachtung der Unternehmen Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, und "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, ist das Risiko betreffend Einkauf, Produktion und Vertrieb in die Schlumberger-Gruppe ausgelagert. Das Risikomanagement ist bei der Schlumberger-Gruppe als integrierter Bestandteil in die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral und im Wesentlichen gemäß den Prozessen laut den Zertifizierungen nach ISO 9001 : 2008 und nach IFS-Version 6. IFS-Standards sind Lebensmittel- bzw. Produktund Servicestandards, die sicherstellen, dass die nach IFS-Standards zertifizierten Unternehmen einheitliche Vorgaben in Bezug auf Lebensmittel- bzw. Produktsicherheit und Qualität anwenden. Der IFS-Food-Standard ist ein von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern.

Das Risiko der Markenrechtsverletzungen wird durch ständige interne und externe Marken- und Marktbeobachtung minimiert.

3.1.1 MARKTRISIKO

3.1.1.1 FREMDWÄHRUNGSRISIKO

Im Sinne des Risikomanagements wurden von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, für die von der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, zu erwartende Dividende im Jänner, Februar und April 2016 HUF-Kurssicherungen abgeschlossen.

Das restliche Währungsänderungsrisiko wurde als äußerst gering eingestuft, da mit Ausnahme der Dividendenforderung gegenüber der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, im Teilkonzern der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, keine weiteren wesentlichen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten ausgewiesen sind.

3.1.1.2 ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Aktivseitig besteht kein Zinsänderungsrisiko, da es sich bei den Guthaben bei Kreditinstituten um stichtagsbezogene Kontokorrentguthaben handelt. Bei den passivseitigen Kreditverbindlichkeiten wurde das Zinsänderungsrisiko generell als äußerst gering eingestuft. Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet.

Im Konzern werden festverzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, von der Möglichkeit, diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wurde nicht Gebrauch gemacht. Eine hypothetische Änderung des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag hätte für diese Finanzinstrumente weder eine Auswirkung auf die Konzerngesamtergebnisrechnung noch auf das Eigenkapital.

3.1.2 KREDITRISIKO

Auf der Aktivseite stellen die Buchwerte der finanziellen Aktiva das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Das Risiko ist als gering anzusehen, weil es sich bei Kreditinstituten um solche von unzweifelhafter Bonität handelt und zum Bilanzstichtag neben Forderungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen Lieferforderungen gegenüber dem Pächter ausgewiesen sind. Die Geschäftsleitung sieht derzeit keine weiteren materiellen Forderungsrisiken, die zusätzliche, über die bereits im Konzernabschluss erfassten Wertberichtigungen hinausgehende Vorsorgen erforderlich machen würden.

3.1.3 LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt. Die Gruppe sorgt durch eine konzernweite Finanz- und Liquiditätsplanung dafür, dass ausreichend flüssige Mittel vorhanden sind oder eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist, um ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Die Restfälligkeiten finanzieller Verpflichtungen gegenüber Dritten, bestehend aus Tilgungs- und Zinszahlungen, gliedern sich in folgende Zahlungstermine:

Konzernabschluss

31. März 2016 Fälligkeit
in TEUR S umme bis zu
3 Monaten
bis zu
12 Monaten
zwischen
1 und 5 Jahren
über
5 Jahre
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.927 486 1.441 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
18 18 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
57 0 57 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 152 74 78 0 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.778 0 0 2.778 0
Summe 4.932 578 1.576 2.778 0
31. März 2015 Fälligkeit
in TEUR S umme bis zu
3 Monaten
bis zu
12 Monaten
zwischen
1 und 5 Jahren
über
5 Jahre
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.986 501 1.485 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
14 14 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
229 0 229 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 195 110 85 0 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 5.228 0 0 5.228 0
Summe 7.652 625 1.799 5.228 0

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde mit der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, eine Rahmen-Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Der wiederholt ausnützbare Finanzierungsrahmen beträgt bis zu EUR 3 Mio. Hierdurch sind die laufenden Finanzierungserfordernisse der Gruppe gedeckt.

3.2 KAPITALMANAGEMENT

Der Gurktaler-Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Unternehmensfortführung sicherzustellen und die Kapitalkosten des Konzerns zu minimieren. Durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen der Maximierung der Erträge der Anteilseigner.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis der Fremdkapitalquote, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich zusammen aus allen langfristigen und kurzfristigen Schulden laut Konzernbilanz abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital berechnet sich aus dem Eigenkapital laut Konzernbilanz zuzüglich Nettofremdkapital.

in TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Langfristige Schulden 3.199 5.744
Kurzfristige Schulden 2.136 2.330
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –11 –1
Nettofremdkapital 5.324 8.073
Eigenkapital 22.508 21.330
Gesamtkapital 27.832 29.403
Fremdkapitalquote 19 % 27 %

Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

4 Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten exakt entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.

4.1 KRITISCHE SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUNG DER MARKENRECHTE

Im Rahmen des Impairment-Tests der als immaterielle Vermögenswerte bilanzierten Markenrechte (siehe AZ 14) wird der erzielbare Betrag durch den Nutzungswert bestimmt. Der Bestimmung des Nutzungswertes liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von fünf Jahren basieren. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Einschätzungen zum erwarteten Wachstum der relevanten Märkte.

Die Mittelfristplanung basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten.

Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte der Markenrechte sind die geplanten Pachterlöse und Diskontierungszinssätze.

Der Diskontierungszinssatz vor Steuern wurde für alle Markenrechte (jeweils Kräuterbitter) mit 7,29 % (Vorjahr: 7,33 %) angenommen. Die vom Unternehmen für die Extrapolation zur Berücksichtigung der erwarteten Geldentwertung über den Detailplanungszeitraum hinaus verwendete konstante Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) wird aus den Zukunftserwartungen abgeleitet und liegt jeweils nicht über der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate für die Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind.

Eine Anpassung bestimmter Parameter ergäbe folgende Sensitivitäten:

Der Pachterlös hängt vom realisierten Umsatz des Pächters mit den jeweiligen Marken ab. Läge der tatsächliche Umsatz 10 % unter den Schätzungen des Managements am 31. März 2016, hätte dies für die Markenrechte des Konzerns folgende Auswirkungen:

2015/2016 2014/2015
Markenrecht Leibwächter kein Abwertungsbedarf Abwertungsbedarf
in Höhe von TEUR
116
Markenrecht Rossbacher zusätzlicher Abwertungsbedarf zusätzlicher Abwertungsbedarf
in Höhe von TEUR
203
in Höhe von TEUR
271
Markenrecht Gurktaler kein Abwertungsbedarf kein Abwertungsbedarf

Wenn der Diskontierungszinssatz, der bei der Berechnung des Nutzungswertes angewendet wurde, um einen Prozentpunkt über der Schätzung des Managements zum 31. März 2016 gelegen hätte, wären folgende Auswirkungen auf die Markenrechte des Konzerns zu verzeichnen:

2015/2016 2014/2015
Markenrecht Leibwächter Abwertungsbedarf Abwertungsbedarf
in Höhe von TEUR
62
in Höhe von TEUR
435
Markenrecht Rossbacher zusätzlicher Abwertungsbedarf zusätzlicher Abwertungsbedarf
in Höhe von TEUR
287
in Höhe von TEUR
386
Markenrecht Gurktaler kein Abwertungsbedarf kein Abwertungsbedarf

5 Segmentberichterstattung

Die Gesellschaft agiert international in einem Geschäftssegment, welches den Handel mit alkoholischen Getränken einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte umfasst. Als "Chief Operating Decision Maker" wurde der Vorstand definiert, der regelmäßig auf Basis des Konzernbetriebsergebnisses Ressourcenentscheidungen trifft und die Gesamtentwicklung überwacht.

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, ist ausschließlich in einem einzigen Geschäftssegment tätig, nämlich der Verpachtung der Geschäftsbetriebe Rossbacher, Leibwächter und Gurktaler im Inland. Die Umsatzerlöse betreffen den Pachtzins von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, siehe dazu auch unter AZ 30.

6 Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Kostenerstattung von verbundenen Unternehmen 258 107
Kostenerstattung von Dritten 0 130
Andere 8 0
266 237

7 Personalaufwand

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Gehälter 284 265
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 6 7
Sozialaufwand und gehaltsabhängige Abgaben 60 51
350 323
Im Geschäftsjahr beschäftigte Angestellte:
Stichtag: 31.3.2016 31.3.2015
Angestellte 3 3
Durchschnitt: 2015/2016 2014/2015
Angestellte 3 2

8 Aufwand für Abschreibungen und Wertminderungen

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Sachanlagen
Abschreibungen 2 1
Immaterielle Vermögenswerte
Wertminderung (siehe auch AZ 14) 677 594
679 595

9 Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten 41 55
Geldverkehrsspesen und Avalgebühren 33 68
Sonstiger Verwaltungsaufwand von Dritten 106 87
Aufwendungen für Markenrechte und Warenschutz 21 18
Andere 178 178
379 406

10 Finanzergebnis

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach
der Equity-Methode bilanziert werden
Gewinnanteile nach Steuern vor Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen 1.322 1.403
Finanzerträge
Zinserträge gegenüber Dritten 24 24
Ergebnisübernahme aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 203 0
227 24
Finanzaufwendungen
Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 –1.712
Zinsen aus Bankverbindlichkeiten –151 –201
Zinsaufwand gegenüber Dritten 0 –7
Zinsen aus Personalrückstellungen –1 –1
Ergebnisübernahme aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 –171
–152 –2.092
1.397 –665

11 Ertragsteuern

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Österreich 8 9
Ausland 28 0
Laufende Ertragsteuerbelastung 36 9
Latente Steuern –223 21
–187 30

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes in Höhe von 25 % auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Ergebnis vor Steuern 1.048 –914
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz 2015/2016 (2014/2015): 25 % 262 –229
Korrektur aufgrund der österreichischen Mindestkörperschaftsteuer 9 9
271 –220
Steuerfreie Erträge –417 –329
Neu angesetzte Verlustvorträge –278 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 3 423
Nicht angesetzte Verlustvorträge 207 156
Aperiodischer Ertragsteueraufwand 27 0
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand –187 30

12 Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Jahresergebnis durch den gewichteten Mittelwert der im Umlauf befindlichen Aktien der jeweiligen Periode dividiert wird.

2015/2016 2014/2015
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR
)
1.235 –944
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 2.250.000 2.250.000
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 2.250.000 2.250.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR
/Stück)
0,55 –0,42

13 Sachanlagen

in TEUR A ndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Zum 1.4.2014
Anschaffungskosten = Buchwert netto 0
Geschäftsjahr 2014/2015
Eröffnungsbuchwerte 0
Zugänge 2
Abschreibungen –1
Endbuchwerte per 31.3.2015 1
Zum 31.3.2015
Anschaffungskosten 2
Kumulierte Abschreibung –1
Buchwert netto 1
Geschäftsjahr 2015/2016
Eröffnungsbuchwerte 1
Zugänge 2
Abschreibungen –2
Endbuchwerte per 31.3.2016 1
Zum 31.3.2016
Anschaffungskosten 2
Kumulierte Abschreibung –1
Buchwert netto 1

14 Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR I mmaterielle Vermögenswerte
Zum 1.4.2014
Anschaffungskosten = Buchwert netto 13.182
Geschäftsjahr 2014/2015
Eröffnungsbuchwerte 13.182
Wertminderung –594
Endbuchwerte per 31.3.2015 12.588
Zum 31.3.2015
Anschaffungskosten 13.182
Kumulierte Wertminderung –594
Buchwert netto 12.588
Geschäftsjahr 2015/2016
Eröffnungsbuchwerte 12.588
Wertminderung –677
Endbuchwerte per 31.3.2016 11.911
Zum 31.3.2016
Anschaffungskosten 13.182
Kumulierte Wertminderung –1.271
Buchwert netto 11.911

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Markenrechte "Rossbacher", "Gurktaler" und "Leibwächter".

Der Buchwert des aus der Konsolidierung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, resultierenden Markenrechtes "Gurktaler" beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.381 (31.3.2015: TEUR 2.381).

Die Buchwerte zum Bilanzstichtag betragen TEUR 2.030 (31.3.2015: TEUR 2.707) für das Markenrecht "Rossbacher" und TEUR 7.500 (31.3.2015: TEUR 7.500) für das Markenrecht "Leibwächter".

Impairment-Test auf immaterielle Vermögenswerte

Aufgrund der voraussichtlich unbegrenzten Nutzung der Markenrechte "Rossbacher", "Leibwächter" und "Gurktaler" werden diese keiner laufenden Abschreibung unterzogen. Die Bewertung der Markenrechte wird jährlich mittels eines Impairment-Tests gemäß IAS 36 überprüft (Erläuterung 4.1).

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung unter dem Posten "Aufwand für Abschreibungen" ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr ergab sich ein Abwertungsbedarf für das Markenrecht "Rossbacher" in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 594).

15 Anteile an assoziierten Unternehmen

Im Folgenden sind die assoziierten Unternehmen des Konzerns zum 31. März 2016 dargestellt, die der Konzern als wesentlich ansieht. Das Eigenkapital des unten angeführten assoziierten Unternehmens besteht lediglich aus Stammaktien, die direkt vom Konzern gehalten werden. Das Land, in dem das Unternehmen registriert ist, ist auch gleichzeitig sein Hauptgeschäftssitz.

Art und Umfang der Beteiligung an assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2015/2016 und 2014/2015:

B Sitzland eteiligungs- A rt der B ewertungs
Name quote B eziehung methode
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft Österreich 49,998 siehe 1) Equity

1) Die Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft hält in ihrer Holdingfunktion die Beteiligung an der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn (Anteil 50 % + 1 Aktie) und öffnet den Zugang zum ungarischen Getränkemarkt.

Die Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, enthalten.

Die Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, ist eine nicht notierte Gesellschaft, sodass kein notierter Marktpreis für diese Anteile vorliegt.

Es bestehen keine Eventualschulden in Bezug auf das assoziierte Unternehmen des Konzerns.

Im Folgenden sind die zusammengefassten Finanzinformationen für Peter Zwack & Consorten-Handels-Aktiengesellschaft, Wien, dargestellt, die nach der Equity-Methode bilanziert wird:

in TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Umsatzerlöse 42.547 43.468
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen vor Steuern 6.894 7.401
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen nach Steuern 5.340 5.667
Minderheiten –2.696 –2.860
Konsolidiertes Gesamtergebnis 2.644 2.807
Kurzfristige Vermögenswerte 20.071 22.059
Langfristige Vermögenswerte 10.471 10.325
Kurzfristige Schulden –9.599 –7.958
Langfristige Schulden –1.146 –1.278
Nettovermögen 19.797 23.148
Unterschied aus Konzernbewertung 4.946 2.812
Nettovermögen nach Konzernbewertung 24.743 25.960
Anteil des Konzerns am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens
zum Beginn des Geschäftsjahres 12.980 15.802
Zurechenbares Gesamtergebnis 1.322 1.403
Ausschüttungen –1.930 –4.225
Buchwert des Anteils am assoziierten Unternehmen 12.372 12.980
Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen
in TEUR A nteile an assoziierten Unternehmen
Zum 1.4.20141)
Anschaffungskosten 14.460
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust 1.342
Buchwert netto 15.802
Geschäftsjahr 2014/20151)
Eröffnungsbuchwerte 15.802
Anteil am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen –2.822
Endbuchwert per 31.3.2015 12.980
Zum 31.3.20151)
Anschaffungskosten 14.460
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust –1.480
Buchwert netto 12.980
Geschäftsjahr 2015/2016
Eröffnungsbuchwerte 12.980
Anteil am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen –608
Endbuchwert per 31.3.2016 12.372
Zum 31.3.2016
Anschaffungskosten 14.460
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust –2.088
Buchwert netto 12.372
in TEUR 2015/2016 2014/2015
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Anteile am Gewinn/Verlust 1.322 1.403
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0
1.322
0
1.403

1) angepasst (AZ 2)

16 Wesentliche Tochterunternehmen

Der Konzern hatte folgende wesentliche Tochterunternehmen zum 31. März 2016:

D
M
A
Name
Sitzland rt der
Geschäftstätigkeit A
urch das
utterunternehmen
direkt gehaltener
nteil am Kapital (%) A
Durch den
Konzern
gehaltener
nteil am Kapital (%)
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Österreich E rzeugung
Gurktaler
Kräuterlikör1) 100 100
Leibwächter Kräuter GmbH
L
Österreich E rzeugung
eibwächter
Kräuterbitter1) 100 100
"Rossbacher" Vertriebs GmbH
R
Österreich Erzeugung
ossbacher
Kräuterlikör1)
100 100

1) Das operative Geschäft der Gesellschaften ist an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, verpachtet.

Alle Tochterunternehmen werden vollkonsolidiert.

17 Zur VeräuSSerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR B eteiligungen
Zum 1.4.2014
Anschaffungskosten = Buchwert netto 4.626
Geschäftsjahr 2014/2015
Eröffnungsbuchwerte 4.626
Wertminderung –1.712
Endbuchwert per 31.3.2015 2.914
Zum 31.3.2015
Anschaffungskosten 4.626
Wertminderung –1.712
Buchwert netto 2.914
Geschäftsjahr 2015/2016
Eröffnungsbuchwerte = Endbuchwert per 31.3.2016 2.914
Zum 31.3.2016
Anschaffungskosten 4.626
Kumulierte Wertminderung –1.712
Buchwert netto 2.914

Als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurde die Beteiligung (14,572 %) an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland (TEUR 2.914; 31.3.2015: TEUR 2.914) klassifiziert. Im Vorjahr war eine Wertminderung in Höhe von TEUR 1.712 zu erfassen.

Die Werthaltigkeit der Beteiligung an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, wird durch eine Put-Option gegenüber der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, sichergestellt.

18 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

18.1 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu (fortgeführten) Anschaffungskosten

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind:

31. März 2016
in TEUR B uchwert Z eitwert
Finanzielle Vermögenswerte
Liefer- und sonstige kurzfristige Forderungen 634 634
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11 11
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 4.552 4.587
Liefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 227 227
31. März 2015

in TEUR Buchwert Zeitwert

Finanzielle Vermögenswerte
Liefer- und sonstige kurzfristige Forderungen 920 920
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 6.875 6.954
Liefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 438 438

Lieferforderungen und sonstige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die angegebenen Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

18.2 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZU ZEITWERTEN

Die folgende Tabelle zeigt Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert nach der Bewertungsmethode. Die verschiedenen Ebenen stellen sich wie folgt dar:

  • Ebene 1: die auf einem aktiven Markt verwendeten Marktpreise (unangepasst) identischer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Ebene 2: Bewertungs-Inputs, außer den in Ebene 1 aufgeführten Marktpreisen, die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abzuleiten) beobachtbar sind
  • Ebene 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Daten (Bewertungs-Inputs) der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte, die zu dem am 31. März 2016 beizulegenden Zeitwert bemessen werden:

31. März 2016
in TEUR E bene 1 E bene 2 E bene 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 2.914 2.914
Summe 0 0 2.914 2.914
31. März 2015
in TEUR E bene 1 E bene 2 E bene 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 2.914 2.914
Summe 0 0 2.914 2.914

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von sonstigen Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind, erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cashflows oder durch Ableitung anhand von vergleichbaren Transaktionen.

Falls keine beobachtbaren Marktdaten vorhanden sind, wird das Instrument in Ebene 3 eingeordnet.

19 Forderungen aus Lieferung und Leistungen, Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstige Forderungen

31.3.2016 31.3.2015
209 239
140 50
270 616
15 15
634 920

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei den Lieferforderungen, Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstigen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird, und folglich keine Wertminderungen.

Es bestehen keine Sicherheiten zu den Forderungen.

20 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 11 (31.3.2015: TEUR 1). Sämtliche Guthaben sind kurzfristig.

21 Konzerneigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2016 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 4.500 (31.3.2015: TEUR 4.500). Es setzt sich aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien (davon 1.500.000 Stammaktien und 750.000 Vorzugsaktien) zusammen.

Die Kapitalrücklage betrifft die Konzernobergesellschaft Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, und resultiert aus der 2013 erfolgten Umgründung.

22 Lieferverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Lieferverbindlichkeiten 18 14
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 57 229
Sonstige Verbindlichkeiten 195 244
Davon:
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 29 54
Verbindlichkeiten Öffentlichkeitsarbeit 63 70
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 42 49
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 9 8
Andere 52 63
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 33 10
303 497

Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen unter AZ 30.

23 Finanzverbindlichkeiten

31.3.2016 31.3.2015
2.718 5.042
0 0
2.718 5.042
1.833 1.833
4.551 6.875

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten lauten auf Euro.

Die Bandbreite der Zinssätze der Finanzkredite beträgt 2,34 % bis 2,75 % p.a. (Vorjahr: 2,34 % bis 2,75 % p.a.).

Für die gesamten Finanzverbindlichkeiten liegen Garantien von nahestehenden Unternehmen vor.

Im Juli 2013 wurden Finance-Covenants-Klauseln für einen Finanzkredit in Höhe von TEUR 3.438 (Vorjahr: TEUR 4.688) vereinbart. Die Finance-Covenants-Klauseln wurden im Geschäftsjahr erfüllt und führten daher zu keiner Anpassung der Finanzverbindlichkeit, siehe dazu auch unter Liquiditätsrisiko AZ 3.1.3.

24 Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 1.4.2015 V GuV- V
eränderung
errechnung
mit Eigenkapital
31.3.2016
Passive latente Steuern
langfristig
Markenrechte 689 37 0 726
Anlagevermögen –1 1 0 0
Geldbeschaffungskosten –7 2 0 –5
Verlustvorträge –14 –264 0 –278
Rückstellungen für Personalverpflichtungen –24 1 1 –22
643 –223 1 421

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen und wenn die latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.110 (31.3.2015: TEUR 1.114) wurden in Höhe von TEUR 278 gebildet. Die latenten Steuern auf nicht angesetzte Verlustvorträge belaufen sich auf TEUR 192 (31.3.2015: TEUR 278). Verlustvorträge sind unbeschränkt vortragsfähig. Latente Steuern werden bis auf das Markenrecht nach 12 Monaten realisiert.

25 Rückstellungen

In der Konzernbilanz sind folgende Ansprüche von Dienstnehmern abgegrenzt:

in TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Langfristige Rückstellungen
Rückstellungen für Abfertigungen 55 54
Übrige Rückstellungen
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 5 5
60 59
S tand Stand
in TEUR 1.4.2015 N eubildung 31.3.2016
Langfristige Rückstellungen
Rückstellungen für Abfertigungen 54 1 55
Übrige Rückstellungen
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 5 0 5
59 1 60

Bis auf die versicherungsmathematischen Ergebnisse aus der Rückstellung für gesetzliche Abfertigungen werden sämtliche erfolgswirksamen Veränderungen der Personalrückstellungen im Personalaufwand und in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

25.1 RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen für Abfertigungsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:

2015/2016 2014/2015
Zinssatz 2,0 % 1,6 %
Gehaltssteigerung 2,0 % p.a. 2,0 % p.a.
Fluktuation unterschiedlich in
Abhängigkeit von Dienstjahren A
unterschiedlich in
bhängigkeit von Dienstjahren
Pensionseintrittsalter gesetzliches Pensionsalter
laut Pensionsreform Herbst 2004
gesetzliches Pensionsalter
laut Pensionsreform Herbst 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Für ab dem 1. Jänner 2003 eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Die Beitragszahlungen im Geschäftsjahr 2015/2016 betrugen TEUR 2 (2014/2015 TEUR 4).

Der Barwert der Rückstellungen für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
1.4. 54 43
Wert der übertragenen Abfertigungsrückstellung 0 –56
Wert der übernommenen Abfertigungsrückstellung 0 31
Laufender Dienstzeitaufwand 4 3
Zinsaufwand 1 1
Versicherungsmathematische Verluste –4 32
31.3. 55 54

Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Personalaufwand, Zinsaufwand und sonstigen Ergebnis gebuchte Aufwand/Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Laufender Dienstzeitaufwand 4 3
Zinsaufwand 1 1
Ansatz von versicherungsmathematischen Verlusten –4 32
1 36

Zum 31. März 2016 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsansprüche 20 Jahre.

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für Abfertigungsverpflichtungen wurde die Auswirkung, resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen, auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19 (2011). Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter würde sich wie folgt auswirken:

Sensitivitätsanalyse Veränderung E rhöhung des Reduktion des
der Rückstellung der Parameters / Parameters /
für Abfertigungen Annahme Veränderung DBO Veränderung DBO
in % in TEUR in TEUR
Zinssatz +/–0,5 –4 5
Bezugserhöhung +/–0,25 2 –2

25.2 RÜCKSTELLUNGEN FÜR JUBILÄUMSGELDER

Die Bewertung der Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt analog dem Verfahren für Abfertigungen unter Zugrundelegung derselben Parameter bis auf geringfügige Abweichungen bei den Fluktuationssätzen.

Der Barwert der Rückstellungen für Jubiläumsgelder entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
1. April 5 1
Wert der übertragenen Jubiläumsgeldrückstellung 0 –2
Wert der übernommenen Jubiläumsgeldrückstellung 0 8
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 –2
31. März 5 5

Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Personalaufwand und Zinsaufwand gebuchte Aufwand/Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 0 0
Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten 0 –2
0 –2

Zum 31. März 2016 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Ansprüche aus Jubiläumsgeldern 23 Jahre.

Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter würde sich wie folgt auswirken:

Sensitivitätsanalyse Veränderung E rhöhung des Reduktion des
der Rückstellung der Parameters / Parameters /
für Jubiläumsgelder Annahme V eränderung DBO V eränderung DBO
in % in TEUR in TEUR
Zinssatz +/–0,5 0 0
Bezugserhöhung +/–0,25 0 0

26 Dividende je Aktie

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,08/Vorzugsaktie (2014/2015: EUR 0,27/Aktie) ausgezahlt.

Für das Geschäftsjahr 2015/2016 wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 4 % des Grundkapitals vorgeschlagen. Daraus ergeben sich keine steuerlichen Auswirkungen für die Gesellschaft.

In diesem Konzernabschluss wird diese Dividendenverbindlichkeit nicht berücksichtigt.

27 Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung

Die Konzerngeldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Konzerngeldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

27.1 CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bei der Berechnung des Nettomittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern nach Berücksichtigung von gezahlten Zinsen und Steuern den Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

27.2 CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

27.3 CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

28 Eventualverbindlichkeiten

Es wurden Garantien für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.712 (Vorjahr: TEUR 10.102) für Dritte abgegeben.

29 Leasingverhältnisse

Zahlungsverpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating Leasing:

in TEUR 31.3.2016 31.3.2015
Bis zu einem Jahr 31 31
Nach mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 109 125
Nach mehr als fünf Jahren 79 90
219 246
L
aufzeit
31.3.2016 31.3.2015
Davon betreffend:
– Gebäudemieten > 5 Jahre 157 157
– Kfz-Leasing 1–5 Jahre 62 89
219 246

30 Nahestehende Personen und Unternehmen

Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält. Sämtliche Unternehmen des Underberg-Konzerns ("übergeordneter Konzern") sind nahestehende Unternehmen.

Der Underberg-Konzern hat im Jahr 2014 seine Anteile an der Schlumberger-Gruppe verkauft. Aufgrund des Verkaufs der Anteile sind die Unternehmen der Schlumberger-Gruppe seit dem 25. August 2014 keine nahestehenden Unternehmen zur Underberg-Gruppe.

Die folgenden Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt:

Mit der Diversa Spezialitäten GmbH, Rheinberg, Deutschland, wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 ein Personalgestellungsvertrag über die Überlassung von Beschäftigten zum Einsatz im Betrieb der Diversa Spezialitäten GmbH, Rheinberg, Deutschland, abgeschlossen.

Mit der Semper Idem Underberg GmbH, Rheinberg, Deutschland, wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 ein Personalgestellungsvertrag über die Überlassung von Beschäftigten zum Einsatz im Betrieb der Semper Idem Underberg GmbH, Rheinberg, Deutschland, abgeschlossen.

Mit der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, wurde ein Dienstleistungsvertrag über Leistungen im Bereich Facility Management, Finanz- und Rechnungswesen und IT-Support sowie ein Mietvertrag abgeschlossen. Weiters wurden Pachtverträge über die Nutzung der Marken "Gurktaler", "Leibwächter" und "Rossbacher" abgeschlossen. Seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 ist die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, kein nahestehendes Unternehmen der Gurktaler-Gruppe.

Mit der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, wurden ein EDV-Dienstleistungsvertrag, gegenseitige Personalgestellungsverträge sowie eine Rahmen-Finanzierungsvereinbarung (Erläuterung AZ 3.1) abgeschlossen. Seit dem Geschäftsjahr 2014/2015 ist die Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, kein nahestehendes Unternehmen der Gurktaler-Gruppe. Der EDV-Dienstleistungsvertrag wurde mit Wirkung 31. Dezember 2014 aufgelöst. Die gegenseitigen Personalgestellungsverträge wurden einvernehmlich zum 30. September 2014 aufgelöst. Mit Gültigkeit ab 1. Oktober 2014 wurde ein neuer Personalgestellungsvertrag über den Einsatz eines Beschäftigten im Betrieb der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Konzernabschluss

Die insgesamt mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigten Geschäfte stellen sich wie folgt dar:

2015/2016 Verbundene Unternehmen Assoziierte
in TEUR Übergeordneter Konzern Unternehmen
Umsatzerlöse 0 10
Sonstige Erträge 253 5
Sonstige Aufwendungen 14 0
Ergebnisübernahmen 203 1.930
Forderungen 140 0
Verbindlichkeiten 0 57
2014/2015
in TEUR
Verbundene Unternehmen
Übergeordneter Konzern
Assoziierte
Unternehmen
Umsatzerlöse 393 10
Sonstige Erträge 232 5
Sonstige Aufwendungen 100 0
Ergebnisübernahmen –171 4.225
Zinsaufwendungen 6 1
Zinserträge 8 0
Forderungen 50 0
Verbindlichkeiten 139 90

Die Angaben über die Ergebnisübernahmen bei assoziierten Unternehmen betreffen ausschließlich die Ausschüttung und nicht die Bewertung der Anteile.

Im Geschäftsjahr wurden für Beratungsleistungen Vergütungen in Höhe von TEUR 0 (2014/2015: TEUR 1) an Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt.

Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprechen den Prinzipien der Fremdüblichkeit.

31 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Umstände eingetreten, die zu nachträglichen Erläuterungen veranlassen.

32 Sonstige Angaben

32.1 AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 33 (2014/2015: TEUR 33) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Prüfung des Konzernabschlusses 18 18
Andere Bestätigungsleistungen 10 10
Sonstige Leistungen 5 5
33 33

32.2 ANGABEN ÜBER NAHESTEHENDE PERSONEN UND ARBEITNEHMERINNEN

32.2.1 GLIEDERUNG DER AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN

Die Aufwendungen für Abfertigungen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte betrugen im Geschäftsjahr 2015/2016 TEUR 0 (2014/2015: TEUR 3).

32.2.2 GLIEDERUNG DER AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG

Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte fielen nicht an.

32.2.3 VORSTÄNDE DER GURKTALER AKTIENGESELLSCHAFT

Mag. Karin Trimmel (Wien), Vorstandsvorsitzende, vertritt seit 1. Jänner 2015 selbstständig.

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der Gurktaler Aktiengesellschaft betragen:

in TEUR 2015/2016 2014/2015
Fixe Bezüge 112 121
Variable Bezüge 0 95
Dotierung Personalrückstellungen 0 –49
112 167

Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 130) an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden im Geschäftsjahr Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11) von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, weiterverrechnet. In den weiterverrechneten Vorstandsbezügen sind Gehaltskosten sowie anteilige Nebenkosten und Aufwendungen aus Personalrückstellungen enthalten.

32.2.4 AUFSICHTSRÄTE DER GURKTALER AKTIENGESELLSCHAFT

Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende)

KR Eduard Kranebitter (Stellvertreter der Vorsitzenden)

Dr. Tobias Bürgers (Mitglied des Aufsichtsrates)

Dipl.-Bw. Gerd Peskes (Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15) gezahlt.

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt, und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Wien, am 24. Juni 2016

Der Vorstand:

Mag. Karin Trimmel e.h.

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2016, der gesonderten Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang, geprüft.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die der gesetzliche Vertreter als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2016 sowie der Ertragslage des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben nach § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 24. Juni 2016

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH

gez.:

Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss

Jahresabschluss

(Einzelabschluss)

Gurktaler AG 2015/2016

bilanz 56 Gewinn-und-Verlust-rechnung 58 Anhang 59 Bericht zum Jahresabschluss 66

bilanz zum 31. März 2016

Ak
tiva
31.3.2016 31.3.2015
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I
. Sachanlagen
A
ndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
993,38 1
II
. Finanzanlagen
A
nteile an verbundenen Unternehmen
19.944.576,01 19.944
19.945.569,39 19.945
B. Umlaufvermögen
I
. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.322.707,58 5.679
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 272.402,81 619
7.595.110,39 6.298
II
. Guthaben bei Kreditinstituten
10.257,14 0
7.605.367,53 6.298
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.881,32 12

27.563.818,24 26.255

Einzelabschluss

Passiva
31.3.2016 31.3.2015
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I
. Grundkapital
4.500.000,00 4.500
II
. Kapitalrücklagen
Gebundene 17.138.974,05 17.139
III
. Gewinnrücklagen
F
reie Rücklagen
5.076.000,00 3.856
IV
. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR
117,52 (Vorjahr: TEUR
20)
181.819,39 60
26.896.793,44 25.555
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 44.961,00 38
2. Steuerrückstellungen 33.321,99 10
3. Sonstige Rückstellungen 139.852,76 179
218.135,75 227
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.491,18 14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 413.255,68 433
3. Sonstige Verbindlichkeiten, 18.142,19 26
davon aus Steuern EUR
9.299,89 (Vorjahr: TEUR
17),
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR
8.582,43 (Vorjahr: TEUR
8)
448.889,05 473
27.563.818,24 26.255

Eventualverbindlichkeiten 14.263.610,41 14.789

Gewinn-und-Verlust-rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016

2015/16 2014/15
EUR TEUR
1. U
msatzerlöse
106.547,87 144
2. S
onstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.354,25 4
b) Übrige 315.280,13 278
321.634,38 282
3. P
ersonalaufwand
a) Gehälter –278.269,72 –269
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –9.144,05 –11
c) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge –59.477,10 –51
d) Sonstige Sozialaufwendungen –265,49 0
–347.156,36 –331
4. A
bschreibungen auf Sachanlagen
–1.520,25 –1
5. S
onstige betriebliche Aufwendungen
Übrige –327.606,33 –316
6.
Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis)
–248.100,69 –222
7. E
rträge aus Beteiligungen,
davon aus verbundenen Unternehmen EUR
1.565.704,67 (Vorjahr: TEUR
1.930)
1.565.704,67 1.930
8. S
onstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen EUR
89.782,66 (Vorjahr: TEUR
56)
113.285,58 79
9. A
ufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren
des Umlaufvermögens, davon 0,00 –1.883
a) Abschreibungen EUR
0,00 (Vorjahr: TEUR
1.712)
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR
0,00 (Vorjahr: TEUR
1.883)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR
7.340,99 (Vorjahr: TEUR
6)
–7.340,99 –12
11.Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) 1.671.649,26 114
12.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.423.548,57 –108
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag,
davon Körperschaftsteuer aus Gruppenbesteuerung EUR
6.390,29 (Vorjahr: TEUR
7),
davon weiterbelastet an Gruppenmitglieder EUR
15.140,29 (Vorjahr: TEUR
11)
–21.846,70 4
14.Jahresüberschuss 1.401.701,87 –104
15. Auflösung von Gewinnrücklagen 0,00 144
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen –1.220.000,00 0
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 117,52 20
18. Bilanzgewinn 181.819,39 60

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. März 2016 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung unter dem Aspekt der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden die im § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlust-Rechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu je EUR 400 werden gemäß § 13 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt. Da diese Abschreibungen betragsmäßig nicht von wesentlichem Umfang sind, wurde gemäß § 205 Abs. 1 in Verbindung mit § 226 Abs. 3 UGB von der Einstellung dieser Beträge in eine unversteuerte Rücklage abgesehen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag wurden vorgenommen, sofern eine Wertminderung von Dauer vorliegt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit Nennwerten bilanziert.

Forderungen in Fremdwährungen wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen und die Vorsorge für Jubiläumszuwendungen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der biometrischen Richttafeln AVÖ 2008-P Pagler & Pagler mit einem Rechnungszinssatz von 2,25 % (Vorjahr: Berechnung nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz von 2,25 %) und einem Pensionseintrittsalter von 65 Jahren ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens und der Änderung und Ergänzung von KFS/RL 2 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

Die Bewertungsmethode für die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und die Vorsorge für Jubiläumszuwendungen wurde gegenüber dem Vorjahr geändert. Der Grund für die Änderung der Bewertungsmethode ist die vorzeitige Anwendung der Vorschriften des Rechnungslegungs-Änderungsgesetzes 2014 (RÄG 2014).

Die Ergebnisauswirkung dieser Änderung der Bewertungsmethode in Höhe von EUR –1.250,00 wurde im Geschäftsjahr zur Gänze in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

Erläuterungen zu Posten der Bilanz

1. Aktiva

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
A
S
tand Z
1.4.2015
ugänge A bgänge
EUR EUR
I. S
A
achanlagen
ndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung1)
998,33 1.626,22 1.086,22
II. Finanzanlagen
A
nteile an verbundenen Unternehmen 21.656.474,05
21.657.472,38
0,00
1.626,22
0,00
1.086,22
1) Davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG 1.086,22 1.086,22

Einzelabschluss

Restbuchwerte
bschreibungen
des laufenden
Geschäftsjahres
Stand
31.3.2015
Stand
31.3.2016
Kumulierte
bschreibungen
Stand
31.3.2016 A
1.520,25 887,41 993,38 544,95 1.538,33
0,00 19.944.576,01 19.944.576,01 1.711.898,04 21.656.474,05
1.520,25 19.945.463,42 19.945.569,39 1.712.442,99 21.658.012,38

1) Davon geringwertige Vermögensgegenstände gemäß § 13 EStG 1.086,22 1.086,22 1.086,22

5. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

ahre
3

Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 31.245,16 (Vorjahr: TEUR 31). Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 140.724,64 (Vorjahr: TEUR 156).

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus laufender Verrechnung in Höhe von EUR 5.896.019,81 (Vorjahr: TEUR 3.749) sowie Gewinnausschüttungs- und Dividendenansprüche in Höhe von EUR 1.362.445,50 (Vorjahr: TEUR 1.930) von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, sowie in Höhe von EUR 64.242,27 (Vorjahr: TEUR 0) von der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland.

In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen kurzfristige Barvorlagen (TEUR 270; Vorjahr: TEUR 616) enthalten.

2. Passiva

Eigenkapital

25.555.091,57 1.401.701,87 –60.000,00 26.896.793,44
Bilanzgewinn 60.117,52 181.701,87 –60.000,00 181.819,39 1
Freie Rücklagen 3.856.000,00 1.220.000,00 0,00 5.076.000,00
Gewinnrücklagen
Gebundene 17.138.974,05 0,00 0,00 17.138.974,05
Kapitalrücklagen
Grundkapital 4.500.000,00 0,00 0,00 4.500.000,00
EUR FN
1.4.2015 Z ugänge A bgänge 31.3.2016
S tand Stand

ad 1: Der Abgang betrifft zur Gänze die Dividende.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:

31.3.2016 31.3.2015
EUR TEUR
Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 63.000,00 70
Prämien 11.000,00 41
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 28.570,00 30
Andere 37.282,76 38
139.852,76 179

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 413.255,68 (Vorjahr: TEUR 294) laufende Verrechnungen und mit EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 139) die Gesellschafterverrechnung der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aufwendungen von EUR 22.548,15 (Vorjahr: TEUR 21), die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten liegen in folgendem Umfang vor:

31.3.2016 31.3.2015
EUR EUR
Garantien 14.263.610,41 14.789.109,15

Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 4.551.259,34 (Vorjahr: TEUR 4.687) wurden für Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns eingegangen.

Einzelabschluss

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der geschäftsleitenden Verwaltung von verbundenen Unternehmen. Diese Leistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um weiterverrechnete Kosten und überrechnete Avalprovisionen an verbundene Unternehmen und Dritte.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich insbesondere um überrechnete Verwaltungsaufwendungen und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf EUR 31.170,00 (Vorjahr: TEUR 32) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

2015/16
TEUR TEUR
2014/15
Prüfung des Jahresabschlusses 10 10
Andere Bestätigungsleistungen 21 21
Sonstige Leistungen 0 1
31 32

Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

In den Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens sind Verluste aus Gewinngemeinschaften in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 171) sowie Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.712) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 20.387,22 (Vorjahr: TEUR 13).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

Grundkapital

Das Grundkapital des Unternehmens besteht aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien und setzt sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:

EUR
Stammaktien (1.500.000 Stück) 3.000.000,00
Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gemäß § 12a AktG (750.000 Stück) 1.500.000,00
4.500.000,00

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Dienstleistungsverträgen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 101.075,52 (Vorjahr: TEUR 89). Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 505.377,60 (Vorjahr: TEUR 446).

Beteiligungsverhältnisse

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, hält zum 31. März 2016 Anteile an folgenden Gesellschaften:

Name Sitz A bschluss Kapital-
anteil
% TEUR TEUR
Eigen- J
kapital
ahresüberschuss/
-fehlbetrag
Peter Zwack & Consorten Handels
Aktiengesellschaft Wien 31.3.2016 49,998 23.273 2.653
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk 31.3.2016 100,00 446 123
"Rossbacher" Vertriebs GmbH W ien 31.3.2016 100,00 –1.294 –689
Leibwächter Kräuter GmbH W ien 31.3.2016 100,00 43 72

Weiters werden noch Anteile von 14,572 % an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, gehalten.

Die Werthaltigkeit der Beteiligung an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, wird durch eine Put-Option gegenüber der Unterberg AG, Dietlikon, Schweiz, sichergestellt.

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die zur Firmengruppe der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Haupttätigkeit der Gesellschaft liegt in der Verwaltung von Beteiligungen sowie in der Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften vor allem im Bereich der Geschäftsführung.

Die Gesellschaft ist gemäß Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung vom 13. März 2013 und 6. Februar 2015 körperschaftsteuerlicher Gruppenträger folgender Konzerngesellschaften:

  • "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien
  • Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk
  • Leibwächter Kräuter GmbH, Wien

Für alle Gruppenmitglieder wird die Steuerumlage im Wege einer fiktiven Veranlagung ermittelt.

Wenn die Summe der fiktiven Körperschaftsteuer der Vertragsparteien, die ohne Gruppenbildung zu entrichten wäre, die tatsächlich bezahlte Körperschaftsteuer der Unternehmensgruppe übersteigt, kommt es bei Gruppenmitgliedern mit positiver Umlage zu einem Abgeltungsbetrag in Höhe von 10 % des Liquiditätsvorteils, ebenso bei Zahlung der Mindestkörperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe.

Konsolidierungskreis

Die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.

E. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer der Gesellschaft

Zum Bilanzstichtag waren drei (Vorjahr: drei) Angestellte beschäftigt.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2015/16 drei Angestellte (2014/15: zwei Angestellte).

An Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse, Haftungen oder Kredite gewährt.

Hinsichtlich der Angabe der Aufwendungen für Abfertigungen an Vorstandsmitglieder wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht. Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder im Sinne des § 80 AktG fielen nicht an.

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 6.697,00 (Vorjahr: TEUR 7) enthalten.

Einzelabschluss

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstandes wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr EUR 15.000,00 (Vorjahr: TEUR 15).

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2015/16 aus folgenden Personen zusammen:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende) KR Eduard Kranebitter (Stellvertreter der Vorsitzenden) Dr. Tobias Bürgers (Mitglied des Aufsichtsrates) Dipl.-Bw. Gerd Peskes (Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)

Zusammensetzung des Vorstandes

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2015/16 aus folgenden Personen zusammen:

Mag. Karin Trimmel (Vorstandsvorsitzende)

Wien, den 24. Juni 2016

Der Vorstand:

Mag. Karin Trimmel e.h.

Beteiligungsunternehmen der Gurktaler Aktiengesellschaft und der konsolidierten Gesellschaften

Verbundene Unternehmen, die in die Vollkonsolidierung einbezogen sind:

Kapitalanteil
(direkt und
indirekt)
Eigenkapital
des letzten
Jahresabschlusses
Name Sitz % TEUR
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk 100 446
Leibwächter Kräuter GmbH W ien 100 43
"Rossbacher" Vertriebs GmbH W ien 100 –1.294

Beteiligungen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden:

Kapitalanteil Eigenkapital
des letzten
Jahresabschlusses
Sitz % TEUR
ien 49,998 23.273
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft W (direkt und
indirekt)

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2016, der Gewinn- und Verlust-Rechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die der gesetzliche Vertreter als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der vom gesetzlichen Vertreter ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben nach § 243a Abs. 2 UGB sind zutreffend.

Wien, den 24. Juni 2016

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH

gez.: Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung, Gewinnverteilung

Erklärung aller gesetzlichen VErtreter § 82 ABS. 4 BÖRSEG

Ich bestätige nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Ich bestätige nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 24. Juni 2016 Der Vorstand:

Mag. Karin Trimmel e.h.

GEWINNVERTEILUNGSVORSCHLAG Gurktaler AKTIENGESELLSCHAFT

Das Geschäftsjahr 2015/2016 schließt mit einem Jahresgewinn von EUR 1.401.701,87.

Nach Zuweisung zu Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 1.220.000,00 und zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 117,52 errechnet sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 181.819,39.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,08 je Vorzugsaktie und EUR 0,08 je Stammaktie, das ist insgesamt ein Ausschüttungsbetrag von EUR 180.000 und entspricht 4 % des Grundkapitals von EUR 4.500.000.
  • Weiters wird vorgeschlagen, den verbleibenden Restbetrag in Höhe von EUR 1.819,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

Kräuterspirituosen

Kräuterspirituose

Eine Kräuterspirituose, die mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter enthält, wird als Likör gekennzeichnet. Sind weniger als 100 Gramm enthalten, wird die Spirituose als Bitter deklariert. Allerdings muss der bittere Geschmack der Spirituose vorherrschend sein. Underberg ist die einzige Spirituose ohne Zucker. Der Mindestalkoholgehalt für Kräuterspirituosen beträgt 15 Vol.%, liegt aber in der Regel deutlich darüber.

Herstellungsverfahren

Durch alkoholische Auszüge aus Kräutern, Samen, Blättern, Wurzeln, Rinden, Gewürzen und Früchten (Mazeration, Extraktion). Dabei werden die Kräuter in hochwertigen Alkohol eingelegt, und die wert- und wirkungsvollen Extrakte gehen in die Flüssigkeit über. Manchmal wird dieser Extrakt (Mazerat) auch noch einmal destilliert.

In einem anderen Verfahren (Perkolation) werden den zerkleinerten Pflanzenteilen die gewünschten Geschmacks- und Wirkstoffe durch einen im Kreislauf kontinuierlich fließenden Alkohol entzogen. Außerdem können die gewünschten ätherischen Gehalte und Wirkstoffe auch durch die direkte Einbindung in den Destillationsvorgang gewonnen werden.

Der jeweils gewonnene Extrakt reift dann meist noch einige Monate in Fässern.

Kategorien der Kräuterspirituosen

Vollbitter

(Auch als Magenbitter bezeichnet) sind Spirituosen mit vorwiegend bitterem Geschmack, die meist durch Einlegen und Auslaugen von Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten in Alkohol hergestellt werden. Der weltweit bekannteste Vertreter der Kategorie Vollbitter ist Underberg, der seit mehr als 165 Jahren ausschließlich in der Portionsflasche von 2 cl verkauft und komplett ohne Zucker hergestellt wird.

Aromatische Kräuter aus 43 Ländern sind Basis für diese vornehmlich zum Essen als Appetitanreger oder als angenehmer Abschluss gereichte Kräuterspirituose.

Halbbitter

Halbbitter sind Liköre, die aus einem Basisalkohol mit Aromen, Zucker oder natürlichen Süßstoffen hergestellt werden und einen etwas süßlicheren Geschmack haben. Zu dieser Kategorie gehören der milde österreichische Alpenkräuter Gurktaler sowie auch Rossbacher.

Aperitif

Als Aperitif bezeichnet man alkoholische Getränke, die zur Anregung des Appetits dienen. Aperitifs sind sozusagen die Ouvertüre eines guten Essens und sollen dem Gaumen wohltun, aber auf keinen Fall betrunken machen. Das Wort kommt vom französischen Adjektiv "aperitif" (appetitanregend) und hat seine Wurzeln im lateinischen Wort "aperire", was schlicht öffnen bedeutet und sich schon damals auf den Magen bezog.

Digestif

(von frz. digestif, -ve = verdauungsfördernd) Der Digestif übt nach dem Essen eine wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt für die Verdauung aus. Auch hier stammt das Wort aus dem Lateinischen, nämlich von "digerire", das im Allgemeinen "schließen" heißt. Der Digestif ist ein alkoholisches Getränk, das – im Gegensatz zum Aperitif – nach der Mahlzeit getrunken wird. Durch das Wissen der Destillation sind heute Digestifs vor allem wohltuende Mischungen aus Kräutern, Wurzeln, Rinden, Blättern, Gewürzen und anderen für diese Kräuterspirituosen wichtigen Gewächsen, die man schon in der Antike als medizinische Heilpflanzen kannte.

Gurktaler Aktiengesellschaft

Impressum

Herausgeber

Gurktaler Aktiengesellschaft Heiligenstädter Straße 43, 1190 Wien Tel.: +43/1/367 08 49-0 Fax: +43/1/367 08 49-340 E-Mail: [email protected] http://gruppe.gurktaler.at

Geschäftssitz: Wien Reg. beim HG Wien unter FN 389840 w UID: ATU67694202

Konzept, Beratung und Projektmanagement

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Philipp Horak (Vorstandsporträt)

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Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und unter gewissenhafter Prüfung sämtlicher Daten erstellt. Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Wörter "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Gesellschaft wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Geschlechtsneutrale Formulierung

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird bei personenbezogenen Begriffen wie "Kunden" oder "Aktionäre" auf die geschlechtsspezifische Differenzierung sowie auf die durchgängige Verwendung von akademischen Titeln verzichtet.

Der milde Alpenkräuter