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Gurktaler AG Annual Report 2014

Jul 30, 2014

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Annual Report

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Gurktaler Aktiengesellschaft

Geschäftsbericht 2013 / 2014

Gurktaler Aktiengesellschaft

Kennzahlen

Umsatz- und Ertragskennzahlen1) 2013/2014 2012/20132)
Umsatz in EUR
Mio.
0,8 0,2
Betriebsergebnis (EBIT
)
in EUR
Mio.
0,4 –0,3
EGT in EUR
Mio.
1,4 0,2
Bilanzgewinn in EUR
Mio.
1,3 0,1
Cashflow gesamt in EUR
Mio.
0,0 0,0
Umsatzrentablität (Return on Sales) in % 160,3 95,2
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) in % 6,1 0,7
Bilanzkennzahlen
Bilanzsumme in EUR
Mio.
33,7 33,5
Eigenkapital in EUR
Mio.
22,9 21,8
Eigenkapitalquote in % 68,0 64,9
Finanzverbindlichkeiten in EUR
Mio.
8,7 10,5
Börsenkennzahlen
Börsenkapitalisierung per 31.3. in EUR
Mio.
14,0 12,8
Ergebnis je Aktie in EUR 0,58 0,06
Cashflow je Aktie in EUR 0,90 0,12
Eigenkapital je Aktie in EUR 10,18 9,68
Dividende je Aktie in EUR 0,083) 0,08
Ausschüttungsquote in % 13,7 129,5
Kennzahlen zur Vorzugsaktie ISIN
AT0000A0Z9H1
Höchstkurs in EUR 6,84 5,40
Tiefstkurs in EUR 4,70 4,00
Kurs per 31.3. in EUR 4,85 4,70
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stk. 750 750
Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. 8,3 76,1
Kennzahlen zur Stammaktie ISIN
AT0000A0Z9G3
Höchstkurs in EUR 8,50 7,32
Tiefstkurs in EUR 5,78 5,50
Kurs per 31.3. in EUR 6,90 6,17
Anzahl der ausgegebenen Aktien in Tsd. Stk. 1.500 1.500
Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. 11,8 99,9

1) Die Gurktaler AG wurde mit Eintragung in das Firmenbuch im Jänner 2013 gegründet, weshalb die Umsatz- und Ertragskennzahlen 2012/2013 aufgrund der unterjährigen Unternehmensgründung kein gesamtes Geschäftsjahr erfassen.

2) Zum Teil angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

3) Vorschlag an die Hauptversammlung

Inhalt

Vorwort des Vorstands 2 unternehmensporträt 4 Gurktaler aktie 12 Finanzkalender 14 Corporate-Governance-Bericht 16 bericht des aufsichtsrats 24 LAGEBERICHT 26 konzernabschluss 2013/2014 32 Einzelabschluss 2013/2014 62 Erklärung der gesetzlichen Vertreter 71 gewinnverteilungsvorschlag 71 Glossar 72 Beim World-Spirits Award 2014 erhält Rossbacher nicht nur eine Goldmedaille, sondern wird auch zum "Spirit of the Year 2014" gekürt.

Sehr geehrte DameN und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Mit diesem Geschäftsbericht 2013/2014 blicken wir auf das erste vollständige Geschäftsjahr der Gurktaler AG zurück. Sie ist durch die verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts aus der Schlumberger AG Anfang des Jahres 2013 im Sinne eines eigenständigen Kompetenzzentrums für Kräuterspirituosen gegründet worden. Die erfolgreiche Entwicklung der Marken und Beteiligungen im Berichtsjahr bestätigen diese zukunftsorientierte Neuausrichtung.

Mit der Marke Gurktaler Alpenkräuter zählt die stärkste österreichische Spirituosenmarke zum Sortiment der Gurktaler AG, die rund ein Drittel des gesamten Kräuterspirituosenmarktes im heimischen Handel abdeckt. Gurktaler Alpenkräuter ist nicht zuletzt aufgrund der authentischen österreichischen Positionierung ein überaus beliebtes Tourismusprodukt. Ein Wachstum von über 20 % in Deutschland zeigt das große Potenzial der Marke im Exportbereich, den wir zukünftig noch stärker forcieren und ausbauen werden. Auch die traditionsreiche Marke Rossbacher konnte aufgrund der Neupositionierung eine erfreuliche Entwicklung mit wachsenden Marktanteilen verzeichnen. Als mehrfach ausgezeichnete, rassige österreichische Kräuterspirituose mit hervorragender Qualität gelang eine klare Differenzierung zu den anderen Marken des Unternehmens. Die erst seit Jänner 2013 im Eigentum der Gurktaler AG befindliche Marke Leibwächter hat sich aufgrund ihrer führenden Position im Kleinflaschensegment als ideale Ergänzung im Produktportfolio und wichtige Investition in die Zukunft erwiesen, weshalb wir für 2014/2015 auch erste Exportaktivitäten planen.

Der Geschäftsverlauf der ungarischen Beteiligung Zwack Unicum Nyrt. war im Berichtsjahr vor allem durch schwierige wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen geprägt. Trotz starker regulatorischer Eingriffe in Form von Steuerfreistellung für selbst hergestellte Obstbrände und einer verstärkten Besteuerung kommerziell hergestellter Spirituosen können wir dennoch auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Vor allem der Absatz von Premium-Spirituosen, im Speziellen Zwack Unicum und die neu eingeführte Zwack Unicum Zwetschke, die seit Anfang 2014 auch in Österreich erhältlich ist, wirkte sich positiv auf den Geschäftsverlauf aus.

Neben diesen positiven operativen und strategischen Entwicklungen spiegelt sich die Sinnhaftigkeit der vollzogenen Abspaltung und Neuausrichtung auch in einer deutlichen Steigerung des Börsenwerts wider. Die Gurktaler Stammaktie konnte 2013/2014 um 11,8 % zulegen und die Vorzugsaktie um 3,2 %. In Summe konnte damit der Börsenwert der Gurktaler AG um 9,4 % auf rund EUR 14 Mio. gesteigert werden.

Die Zielsetzung für die nächsten Jahre ist es, eine solide Entwicklung unserer Marken mit profitablem Wachstum zu generieren und das Unternehmen auch international als Kompetenzzentrum für Kräuterspirituosen zu etablieren. Ein klarer Fokus liegt dabei auf dem verstärkten Ausbau der Exportaktivitäten für unsere bestehenden Kräuterspirituosen.

Mit freundlichen Grüßen,

Vorstandsvorsitzender Vorstand

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller

Unternehmensporträt

Ein junges Unternehmen mit dem Fokus "Kräuterspirituosen"

Die Gurktaler AG notiert seit 8. Februar 2013 an der Wiener Börse und bündelt in ihrer heutigen Form das Kräuterspirituosengeschäft, das ihr im Geschäftsjahr 2012/2013 im Rahmen einer verhältniswahrenden Abspaltung von der Schlumberger AG übertragen wurde. Aufgrund der umsichtigen Expansionsstrategie der vergangenen Jahre und der damit verbundenen zunehmenden Komplexität der Unternehmensstrukturen war eine Entflechtung aus Sicht der Unternehmensführung ein sinnvoller und notwendiger Schritt, um den Fokus auf die jeweiligen Kernkompetenzen zukünftig stärker herauszustellen. Neben Beteiligungen an der deutschen Underberg GmbH & Co KG, dem Hersteller des berühmten Rheinberger Kräuterbitters, sowie an dem ungarischen Kräuterbitterhersteller Zwack Unicum Nyrt. befinden sich zusätzlich die Kräuterspirituosenmarken Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und seit Jänner 2013 auch die Marke Leibwächter im Eigentum der Gurktaler AG.

Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen an die Schlumberger Gruppe:

Alle Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: http://gruppe. gurktaler.at

Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk • "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien • Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien

Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn), und Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland.

Wie auch schon zuvor erfolgt eine Verpachtung des operativen Geschäfts der Gesellschaften, in denen die Markenrechte gehalten werden, an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH. Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins. Die Höhe hängt von den damit verbundenen Funktionen und Risiken ab und wurde von mehreren Experten geprüft. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Ergebnisanteile aus den genannten Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt. Details zur Entwicklung der Umsatzerlöse und des Finanzergebnisses finden sich im Lagebericht ab Seite 26.

Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk (Österreich)

Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH mit Firmensitz in Gurk, Kärnten, ist seit Gründung der Gurktaler AG im Jänner 2013 deren 100%ige Tochtergesellschaft. Bereits im März 2008 wurde die Sonnthurn Holding GmbH nach dem Kauf in Gurktaler Alpenkräuter GmbH umbenannt. Der Unternehmensgegenstand wurde um "Anbau, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von Kräutern" erweitert.

Gurktaler® – der milde Alpenkräuter – ist die größte österreichische Spirituosenmarke und von erstklassiger Qualität nach alten überlieferten Rezepten hergestellt. Der Kräuterlikör im Zeichen des Gurker Domes verdankt seinen milden Geschmack der fein ausgewogenen Zusammensetzung aus frischen Kräutern aus dem Gurktal. Sowohl der Kräuteranbau als auch die Produktion des Extraktes und die Abfüllung des Gurktaler Alpenkräuters finden in Kärnten statt. Die frischen Kräuter werden direkt im Mazerationsraum des Gurker Domes verarbeitet. Dies belegt

Der Dom zu Gurk Für die Herstellung des Kräuterlikörs im Zeichen des Gurker Domes werden frische Alpenkräuter aus dem Kärntner Gurktal verwendet.

die regionale Verbundenheit und die österreichische Herkunft dieses heimischen Markenprodukts. Seine Milde und Einzigartigkeit spiegelt sich auch in dem relativ niedrigen Alkoholgehalt von 27 Vol.% wider. Seit Kurzem ist der beliebte milde Geschmack des Gurktaler Alpenkräuters auch in Form von Gurktaler Kräuterbonbons zu genießen. Auch im Ausland ist die Marke erfolgreich: Als typisch österreichisches Produkt ist Gurktaler ein beliebter Tourismusartikel – im Schnitt wird bereits jede vierte Flasche exportiert.

Ausgezeichnete Qualität

Der World-Spirits Award 2014 zeichnete Gurktaler Alpenkräuter erneut mit einer Goldmedaille in der Kategorie "Bitter" aus und bestätigte damit zum wiederholten Male die hohe Qualität und den erlesenen Geschmack.

Unternehmensporträt

Die traditionelle österreichische Kräuterspirituose wird nach überlieferten Rezepten in geheimen Verfahren hergestellt.

"Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien (Österreich)

Die "Rossbacher" Vertriebs GmbH mit Firmensitz in Wien befindet sich zu 100 % im Eigentum der Gurktaler AG. Das operative Geschäft ist an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH verpachtet. Rossbacher ist von der Pro-

duktion bis hin zum Vertrieb ein österreichisches Traditionsprodukt.

Der Halbbitter – seit 1897 am Markt – wurde für seine Qualität vielfach prämiert. Die sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter, Wurzeln und Beeren

und seine geheime Rezeptur sind seine Merkmale. Goldmedaillen beim World-Spirits Award (WSA) und beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) sowie die Prämierung als "Spirit of the Year 2014" belegen die hohe Produktqualität von Rossbacher.

Die aufwendige Gewinnung der Wirkstoffe aus den einzelnen Rohstoffen erfolgt nach unterschiedlichen Methoden (Mazeration, Perkolation oder Destillation). Mit Sorgfalt und langjähriger Erfahrung wurde erarbeitet, welches Verfahren bei welchen Rohstoffen zur Anwendung kommt. Dies ist ein seit jeher streng gehütetes Geheimnis.

Leibwächter Kräuter GmbH, Wien (Österreich)

Die Leibwächter Kräuter GmbH mit Firmensitz in Wien wurde im Dezember 2012 als 100%ige Tochtergesellschaft der Schlumberger AG gegründet und ist im Februar 2013 – nach der abgeschlossenen verhältniswahrenden Abspaltung der Gurktaler AG von der Schlumberger AG – durch die Gurktaler AG gekauft worden. Das Unternehmen verpachtet sein Geschäft an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH.

Leibwächter ist ein feinherber Halbbitter mit einer leichten Süße, wodurch die würzige Kräuternote besonders gut zur Geltung kommt. Er wird aus einer Vielzahl von Kräutern und Früchten in einem schonenden Verfahren hergestellt. Die Zutaten werden mit Alkohol überzogen, zwei Wochen mazeriert und danach in einem Vakuumdestillierverfahren destilliert. So wird das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau garantiert.

Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg (Deutschland)

An diesem traditionsreichen deutschen Unternehmen mit Sitz in Rheinberg, Niederrhein, hält die Gurktaler AG eine Finanzbeteiligung in Höhe von 14,572 %. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Vertrieb von Underberg – der Rheinberger Kräuter nach dem Fabrikationsgeheimnis der Familie Underberg. Dazu zählt auch das Halten und Verwal-

ten der Warenzeichen unter anderem im Zusammenhang mit der Marke Underberg sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen in Deutschland und weiteren Ländern.

Seit 1846 wird das Geheimrezept von der Familie gehütet und gepflegt. Das Wissen der Familie Underberg um die schonende Gewinnung der wertvollen Wirkstoffe aus den erlesenen und aromatischen Kräutern aus 43 Ländern wurde zum "Semper idem®"-Geheimverfahren entwickelt. Es folgt ein monatelanger Reifeprozess in Fässern aus slowenischer Eiche. Das unverwechselbare Markenzeichen von Underberg ist die Portionsflasche mit 20 ml. Underberg wird weltweit in über 100 Ländern vertrieben.

Zwack Unicum Zwetschke erfreut sich schon kurz nach Markteinführung großer Beliebtheit. Zwack Unicum Nyrt., Budapest (Ungarn)

Zwack Unicum ist der traditionsreiche Bitterlikör mit starker Verwurzelung im ungarischen Getränkemarkt. Die Zwack Unicum Nyrt. mit Sitz in Budapest, Ungarn, ist auf die Herstellung hochwertiger eigener Produkte sowie auf die Distribution von Spirituosen und Wein spezialisiert. Die bei

der Gurktaler AG "at equity" konsolidierte Zwack Gruppe ist der größte Spirituosenproduzent und -distributeur namhafter Getränkemarken in Ungarn. Die Zwack Unicum Nyrt. Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, einer 49,998%igen Tochter der Gurktaler AG, enthalten. Durchgerechnet beträgt der Anteil der Gurktaler AG an der Zwack Unicum Nyrt. 25 %.

Das Rezept von Zwack Unicum ist seit über 200 Jahren ein Geheim-

nis der Familie Zwack. Er wird aus über 40 Kräutern und Gewürzen aus der ganzen Welt bereitet, die im Vorfeld sorgfältig ausgewählt werden. Dazu wird ein Teil der Kräuter mazeriert und der andere Teil destilliert. So entfalten sich das volle Aroma, der ausgewogene Geschmack und die optimale Wirkung der Kräuter. Die Kombination dieser zwei Produktionsverfahren und eine mehrmonatige Reifung in Eichenfässern verleihen Zwack Unicum seine komplexe Struktur und seine einzigartige Qualität. Das in diesem Jahr am österreichischen Markt neu eingeführte Produkt Zwack Unicum Zwetschke hat bereits eine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. Den ungarischen Markt eroberte der neue, auf gedörrten Zwetschken gelagerte Unicum binnen kürzester Zeit und entwickelte sich so in nur etwas mehr als einem Jahr zur drittgrößten Premium-Spirituosenmarke in seinem Heimatland. Neben dem bekannten Bitterlikör stellt Zwack auch verschiedene Brände bzw. Schnäpse und Liköre her.

Unternehmensstrategie

Die Gurktaler AG hat wie auch die Unternehmensgruppe Schlumberger, aus der sie hervorgegangen ist, einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit und fokussiert in ihrer strategischen Ausrichtung auf die bewährte Kompetenz im Geschäftsfeld der Kräuterspirituosen.

Strategische Ziele im Überblick:

  • Nachhaltige Entwicklung von Markenwerten insbesondere von starken Kräuterspirituosen mit höchster Qualität
  • Aufspüren von Marktchancen und der Ausbau bestehender und die Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland

  • ständige Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Produktionsverfahren und Produkte mit stark regionalem Bezug

  • Einbindung beteiligter Unternehmen und die Schaffung von Synergien hinsichtlich Entwicklung, Produktion und Vermarktung
  • langfristige, nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes

Durch die Entflechtung vom Schaumweingeschäft der Schlumberger Gruppe wurde der Gurktaler Gruppe ermöglicht, ein eigenes Profil für ihre Kräutermarken und eine klare Differenzierung vom Mitbewerb zu erlangen.

Die mit Wirkung Februar 2013 vorgenommene Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts hat auf die Ausrichtung des operativen Geschäfts keine Auswirkungen. Schon vorher wurden sowohl die Schaumwein- als auch Kräuterspirituosen-Marken von jeweils namensgleichen Gesellschaften gehalten, aber von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH gepachtet und durch einen Kommissionärsvertrag von der Top Spirit Handels- und Verkaufsgesellschaft m.b.H. kommissionsweise vertrieben. Die auf die jeweilige Funk-

Die Gurktaler AG hat einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Kompetenz bei Kräuterspirituosen.

tion (Warenbezug, Vermarktung, Verkauf, Verwaltung) spezialisierten Unternehmen nehmen – wie in der Vergangenheit – ihre Aufgaben auch weiterhin mit der größtmöglichen Professionalität in gewohnter Weise wahr.

Das Unternehmen beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiter. Dienstleistungen werden von den jeweiligen dafür spezialisierten Gesellschaften aus der Schlumberger Gruppe wahrgenommen und zu marktüblichen Preisen an die leistungsempfangenden Gesellschaften der Gurktaler AG verrechnet.

Die Vision 2021 der Schlumberger Gruppe findet auch in der Gurktaler AG ihre Anwendung. Aufbauend auf den ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Wurzeln des Unternehmens, wird eine authentische und nachhaltige Wertorientierung angestrebt. Die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes anhand "enkelfähiger Ziele" stellt gemeinsam mit dem Motto der Vision 2021 "Alles kann man besser machen" die strategische Zielsetzung für die kommenden Jahre dar.

Feinste Kräuterspirituosen

Die Gurktaler AG wurde im Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragen und bündelt seither das Kräuterspirituosengeschäft, das ihr im Rahmen einer verhältniswahrenden Abspaltung von der Schlumberger AG übertragen wurde. Neben der Gurktaler Alpenkräuter GmbH finden sich auch die "Rossbacher" Vertriebs GmbH sowie die Leibwächter Kräuter GmbH unter dem Dach dieser Gesellschaft, die zudem Finanzbeteiligungen an Zwack Unicum Nyrt. sowie an der Underberg GmbH & Co KG hält.

Rossbacher

die österreichische Kräuterspezialität Seit 1897 wird die österreichische Kräuterspezialität wegen ihres intensiven, harmonisch ausbalancierten Geschmacks geschätzt. Die vielfach prämierte Qualität des Halbbitters mit 32 Vol.% entsteht durch die sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter, Wurzeln und Beeren. Der diesjährige Internationale Spirituosen Wettbewerb bestätigte dies mit der Auszeichnung "Großes Gold" und kürte Rossbacher damit zur "Kräuterspirituose des Jahres".

Leibwächter

der feinherbe Halbbitter Leibwächter ist ein feinherber Halbbitter mit 35 Vol.%. Durch seine leichte Süße kommt die würzige Kräuternote besonders gut zur Geltung. Er wird aus einer Vielzahl von Kräutern und Früchten hergestellt. Dabei werden diese mit Alkohol überzogen, mazeriert und danach in einem Vakuumdestillierverfahren destilliert. So wird das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau garantiert.

Zwack Unicum

die ungarische Spezialität Das ungarische Flair, die eigenständige Flaschenform, das markante Etikett und der eigenständige Geschmack haben Unicum zu einer bedeutenden internationalen Spirituose gemacht. Noch heute wird Unicum nach uraltem Geheimrezept aus dem Jahre 1790 aus über 40 ausgewählten Kräutern behutsam hergestellt. Danach erfolgt eine monatelange Lagerung in Eichenfässern.

Underberg

die Portion Wohlbefinden Die Kraft erlesener und aromatischer Kräuter aus 43 Ländern der Welt, eine besonders schonende Gewinnung ihrer Wirkstoffe durch das streng gehütete Geheimverfahren "Semper idem®" sowie die sorgfältige Reifung in Eichenfässern sind neben der in Strohpapier gewickelten Portionsflasche typische Merkmale für Underberg. Der Rheinberger Kräuter ist heute weltweit die Nr. 1 in der Portionsflasche. Millionen von Menschen in über 100 Ländern schätzen täglich seine wohltuende Wirkung.

Die Gurktaler Aktie

Erholung auf den Kapitalmärkten

Im Berichtszeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 konnten zahlreiche Aktienindizes trotz anhaltender Unsicherheiten am Markt und damit verbundener Volatilitäten historische Höchststände erreichen. Geprägt war das Geschehen an den internationalen Kapitalmärkten von Regierungskrisen in mehreren europäischen Ländern, den politischen Unruhen in der Türkei sowie in der Ukraine und einer nach wie vor expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte im Mai und November 2013 die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte auf nunmehr 0,25 % und bekräftigte neuerlich das längerfristige Festhalten an dieser Niedrigzinspolitik. Positiv wirkte sich eine Stabilisierung der Konjunkturlage in Europa und den USA aus.

In diesem herausfordernden Umfeld konnte der deutsche Leitindex DAX im Berichtszeitraum um 22,4 % zulegen. Der ATX als Leitindex der Wiener Börse entwickelte sich hingegen mit einem Plus von 7,3 % deutlich schwächer.

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar bewegte sich im Zeitraum 1. April 2013 bis 31. März 2014 in einer Bandbreite von 1,28 bis 1,39 und zum Stichtag mit 1,38 um rund 7,2 % über dem Ausgangsniveau. Der ungarische Forint (HUF) schwankte im Berichtszeitraum gegenüber dem Euro in einem Preisband von 287,3 bis 314 HUF je Euro und schloss das Jahr mit 307,3 nur leicht über dem Ausgangsniveau von Anfang April 2013.

Börsennotiz der Gurktaler Aktie

Die Gurktaler AG wurde mit der verhältniswahrenden Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts von der Schlumberger AG gegründet und am 10. Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragen. Ihr Grundkapital in Höhe von EUR 4,5 Mio. unterteilt sich in 1.500.000 Stammaktien sowie 750.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Alle Aktien wurden den Aktionären der Schlumberger AG entsprechend ihren Anteilen an der Schlumberger AG zum

Abspaltungsstichtag am 8. Februar 2013 zugeteilt.

Die Gurktaler AG notiert seit 8. Februar 2013 an der Wiener Börse und ihre Aktien werden im Marktsegment "standard market auction" gehandelt.

Die Stammaktie notierte zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2013/2014 mit EUR 6,17 und erreichte Anfang Juli ihren Tiefstand mit EUR 5,78. Nach einem Anstieg auf EUR 8,50 gegen Ende August verzeichnete sie einen volatilen Verlauf. Per 31.3.2014 notierte die Gurktaler

Stammaktie bei EUR 6,90, womit sie im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres einen Wertzuwachs von 11,8 % erzielte.

Die Vorzugsaktie erreichte nach EUR 4,70 am Anfang des Wirtschaftsjahres ihren Höchststand von EUR 6,84 im Juni 2013. Danach setzte eine sehr volatile Entwicklung ein. Der Schlusskurs der Vorzugsaktie lag bei EUR 4,85 bzw. rund 3,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Per 31. März 2014 errechnete sich somit für die Gurktaler AG eine Marktkapitalisierung in Höhe von EUR 14,0 Mio. Die Marktkapitalisierung der Schlumberger AG belief sich zum selben Stichtag auf EUR 43,6 Mio. Daraus resultiert ein gemeinsamer Börsenwert beider Gesellschaften in Höhe von EUR 57,6 Mio. im Vergleich zu EUR 47,6 Mio. am Vorjahresstichtag, womit eine Wertsteigerung um 21,0 % erzielt werden konnte.

Dividendenpolitik

Die Gurktaler AG strebt eine stabile und kontinuierliche Dividendenpolitik für ihre Anleger an. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 11. September 2014 für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine Dividende in der Höhe von EUR 0,08 je gewinnberechtigte Stamm- bzw. Vorzugsaktie vorschlagen. In Summe entspricht das rund 4 % des Grundkapitals. Gemessen am Schlusskurs vom 31.3.2014 errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,2 % bei Stammbzw. 1,6 % bei Vorzugsaktien. Bei dieser Renditebetrachtung ist zudem die Dividende der Schlumberger AG, die ihr Vorstand der Hauptversammlung in Höhe von EUR 0,58 vorschlagen wird, zu berücksichtigen. Aktionäre der Schlumberger AG, die seit der verhältniswahrenden Abspaltung und Börsennotiz der Gurktaler AG am 8. Februar 2013 die ihnen zugeteilten Gurktaler Aktien gehalten haben, werden gemäß dem Vorschlag der Vorstandsgremien in Summe Dividenden in Höhe von EUR 0,66 erhalten.

Aktionäre, die zum Stichtag 31.3.2012 eine Stammaktie bzw. Vorzugsaktie der Schlumberger AG gehalten haben, profitierten bis zum 31.3.2014 unter Berücksichtigung der ihnen zugeteilten Gurktaler Aktien und daraus resultierender Dividenden von einer Rendite in Höhe von 51,2 % bzw. 23,7 %. Die kombinierte Aktienrendite für das Geschäftsjahr 2013/2014 beläuft sich auf 27,3 % für die Stammaktie und auf 2,5 % für Vorzugsaktien.

Aktionärsstruktur

Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, die mehr als 75 % der Stammaktien hält. 9,7 % aller Stammaktien werden von der Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien mit einem Stimmrechtsanteil von 15,2 % befinden sich im Streubesitz, wobei der Gesellschaft keine weiteren Aktionäre bekannt sind, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt. Die 750.000 Vorzugsaktien werden von Aktionären im Streubesitz gehalten.

Investor Relations

Mag. Wolfgang Spiller verantwortet als Vorstandsmitglied den Bereich Investor Relations bei Gurktaler. Die oberste Zielsetzung aller Investor-Relations-Tätigkeiten bildet eine zeitnahe und transparente Informationspolitik gegenüber allen Aktionären der Gurktaler AG. Auf der Unternehmenswebsite http://gruppe.gurktaler.at/investor-relations werden Finanzberichte, Zwischenmitteilungen und Geschäftsberichte sowie weiterführende Informationen veröffentlicht. Dort findet sich auch eine detaillierte Übersicht über alle Pflichtveröffentlichungen und Ad-hoc-Meldungen sowie zu Compliance und Corporate Governance.

Finanzkalender
3. Juli 2014 Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2013/2014
8. August 2014 Zwischenmitteilung für das 1. Quartal 2014/2015 zum 30. Juni
11. September 2014 2. Ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013/2014
15. September 2014 Dividendenzahlung (Ex-Tag)
17. September 2014 Dividendenausschüttung
28. November 2014 Halbjahresfinanzbericht 2014/2015 zum 30. September
10. Februar 2015 Zwischenmitteilung für das 3. Quartal 2014/2015 zum 31. Dezember
2013/2014 2012/2013
in EUR
Mio.
14,0 12,8
in EUR 0,58 0,06
in EUR 0,90 0,12
in EUR 10,18 9,68
in EUR 0,082) 0,08
in % 13,7 129,5
AT0000A0Z9H1
in EUR 6,84 5,40
in EUR 4,70 4,00
in EUR 4,85 4,70
in Tsd. Stk. 750 750
8,3 76,1
AT0000A0Z9G3
in EUR 8,50 7,32
in EUR 5,78 5,50
in EUR 6,90 6,17
in Tsd. Stk. 1.500 1.500
11,8 99,9
Kennzahlen1)

1) Die Gurktaler AG wurde mit Eintragung in das Firmenbuch im Jänner 2013 gegründet, weshalb die Umsatz- und Ertragskennzahlen 2012/2013 aufgrund der unterjährigen Unternehmensgründung kein gesamtes Geschäftsjahr erfassen.

2) Vorschlag an die Hauptversammlung

Corporate-Governance-Bericht 2013/2014

Gemäß § 243b UGB

Transparente Informationspolitik

Die Gurktaler AG teilt hinsichtlich Transparenz, Tradition und des partnerschaftlichen Umgangs gegenüber allen Interessengruppen dieselben Wertevorstellungen wie die Schlumberger AG, aus der sie durch die verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts mit Wirkung Februar 2013 hervorgegangen ist.

Im besonderen Maße gilt dies auch für Corporate-Governance-Bestimmungen, die in Österreich vor allem für börsennotierte Gesellschaften Gültigkeit haben. Vor allem aufgrund der teilweisen Personalunion im Vorstand wie auch im Aufsichtsrat der Gurktaler AG und der Schlumberger AG sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Transparenz und der Gleichbehandlung aller Aktionäre von besonderer Relevanz. Aufgrund dieser besonderen Konstellation setzen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gurktaler AG die Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex um, soweit dies möglich ist und sinnvoll erscheint.

Stabile Aktionärsstruktur

Die Gurktaler AG verfügt über eine stabile Aktionärsstruktur. Mehr als 75 % ihrer 1.500.000 Stammaktien sind im Eigentum der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz. Zum Bilanzstichtag am 31.3.2014 wurden weiters 145.285 Stammaktien (dies entspricht 9,7 % der Stammaktien) bzw. 6,5 % des Grundkapitals durch die Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien sowie alle 750.000 Vorzugsaktien entfallen auf den Streubesitz. Es sind der Gesellschaft keine weiteren Aktionäre bekannt, deren direkte oder indirekte Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt.

Corporate Governance Kodex (§ 243b Abs. 1 Z. 1 UGB)

Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Juli 2012 geforderten Informationen sind in diesem Bericht und entsprechend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht oder auf der Website des Unternehmens enthalten.

Der Kodex unterteilt sich in drei Kategorien, wobei die erste Kategorie, die L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruht und somit verpflichtend anzuwenden ist. Die zweite Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollte eingehalten oder

CORPORATE GOVERNANCE

bei Abweichung begründet werden. Abweichungen von diesen C-Regeln werden in diesem Bericht erörtert. Von R-Regeln (Recommendations), die einen reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklärung abweichen.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Homepage des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at) veröffentlicht und gilt an der Wiener Börse als allgemein anerkannt.

Abweichungen vom Corporate Governance Kodex

Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Gurktaler Unternehmenskultur. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich mit dem Kodex befasst und ihre Geschäftsordnungen entsprechend erstellt. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt.

Regel 18:

Die Größe des Unternehmens mit nur zwei Mitarbeitern erfordert es, dass die Aufgabe der internen Revision im Rahmen der Dienstleistungen, welche von der Schlumberger Gruppe für die Gurktaler Gruppe erbracht werden, von mehreren Mitgliedern der Schlumberger Organisation im Rahmen ihres Aufgabenbereichs wahrgenommen wird. Die fachliche Leitung und Kontrolle ist bei der Leitung des Rechnungswesens angesiedelt.

Die im Corporate Governance Kodex festgelegten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur von Gurktaler.

Regel 30 und 31:

Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind für die Schlumberger AG und die Gurktaler AG gleich geregelt. Für die Gurktaler AG gibt es ein Basisgehalt. Es erfolgt eine Weiterverrechnung entsprechend dem jeweils anfallenden Zeitaufwand im Rahmen eines Personalgestellungsvertrags an die Schlumberger AG. Es finden die EU-Vergütungsempfehlungen vom 30.4.2009 Anwendung, die im Kodex zusammengefasst sind.

In der Gurktaler AG gibt es keine Aufwendungen für die Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit wurden keine gesonderten Vereinbarungen hinsichtlich Anwartschaften oder Ansprüchen der Vorstandsmitglieder getroffen, die über die allgemeingültigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen hinausgehen.

Eine Aufschlüsselung der Vorstandsbezüge auf einzelne Mitglieder des Vorstands erfolgt nicht, da ohne detaillierte Angaben zu deren beruflichem Werdegang bzw. zu den Komponenten der Verantwortungsbereiche ein unvollständiges Bild entstünde. Deshalb wird nur die Gesamtsumme aller Vorstandsbezüge ausgewiesen.

Es besteht eine D&O-Versicherung, die damit verbundenen Aufwendungen werden vom Unternehmen getragen.

Regel 41 und 43:

Der Aufsichtsrat nimmt als Gesamtgremium die Nominierung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sowie die Regelung der Vorstandsvergütung wahr. Deshalb sind weder ein Nominierungs- noch ein Vergütungsausschuss eingerichtet.

Regel 53 und 54:

Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats sind nicht im Sinne des Kodex als unabhängig anzusehen. Als Kriterium für die Unabhängigkeit gilt das materielle Ausmaß der geschäftlichen Beziehung, das keinen wesentlichen Anteil am jeweiligen Einkommen haben soll. Das unabhängige Mitglied des Aufsichtsrats gemäß Regel 53 und 54 ist Herr Dr. Bürgers. Herr Dipl.-BW Peskes gilt als Ersatzmitglied des Aufsichtsrats gemäß Regel 53 und 54 ebenfalls als unabhängig.

Regel 66:

Die Gesellschaft erstellt ihre Quartalsergebnisse nach den Bestimmungen der österreichischen Gesetzgebung und nicht, wie im Kodex verlangt, nach den International Financial Reporting Standards.

Regel 68:

Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte in deutscher Sprache, da aus Aktionärssicht bisher kein Erfordernis bestand, diese in englischer Sprache zu verfassen.

Zusammensetzung des Vorstands

Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Unternehmensstrategie, Öffentlichkeitsarbeit Geburtsjahr 1957 Erstmals bestellt am 10.1.2013 (mit Eintragung der Gurktaler AG im Firmenbuch) Ende der aktuellen Funktionsperiode nach fünf Jahren: 10.1.2018 Keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen

Mag. Wolfgang Spiller, Vorstand

Zuständig für Finanzen, Unternehmensbeteiligungen Geburtsjahr 1967 Erstmals bestellt am 10.1.2013 (mit Eintragung der Gurktaler AG im Firmenbuch) Ende der aktuellen Funktionsperiode: 31.12.2016 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn (At-Equity-Konsolidierung bei der Gurktaler AG)

Hinsichtlich Vorstandsvergütung der Schlumberger AG sei auf die Angaben im aktuellen Geschäftsbericht der Gesellschaft verwiesen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Bei der Versammlung der Gründer der Gurktaler AG am 30.11.2012 wurden nachstehende Personen in den Aufsichtsrat der Gurktaler AG bestellt:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Vorsitzende

Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG (Vorsitzende), Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn (At-Equity-Konsolidierung bei der Gurktaler AG)

Emil Underberg, stv. Vorsitzender

Geburtsjahr 1941 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG (Stellvertreter der Vorsitzenden)

Dr. Tobias Bürgers, Mitglied

Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG

Dipl.-BW Gerd Peskes, Ersatzmitglied

Geburtsjahr 1944 Erstmals bestellt als Ersatzmitglied am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Custodia Holding AG, München, Deutschland; Nymphenburg Immobilien AG, München, Deutschland; RHI AG, Wien, Österreich; Von Roll Holding AG, Zürich, Schweiz; Schlumberger AG (Ersatzmitglied des Aufsichtsrats seit 5. September 2012)

Durch die 2. ordentliche Hauptversammlung am 11. September 2014 erfolgt eine Neuwahl des Aufsichtsrats.

Arbeitsweise und Kontrolle

Zur Sicherstellung einer hohen Transparenz sowie einer umfassenden und zeitgleichen Information aller relevanten Interessengruppen überwacht einer der Vorstände als Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung des Compliance Codes der Gurktaler AG, der auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basiert.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft pflegen zusätzlich zu den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen regen Gedankenaustausch zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, zur Geschäftsentwicklung, zum Risikomanagement und zu wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen bzw. Ereignissen erfolgt eine unverzügliche Information an die Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat übt seine Kontrolltätigkeit im Prüfungsausschuss bzw. als Gesamtgremium aus. Er entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat traf sich im Geschäftsjahr 2013/2014 zu vier ordentlichen Sitzungen. Es nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr an allen Sitzungen des Aufsichtsrats persönlich teil.

Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, des internen Kontrollsystems und des Jahresabschlusses sowie der Überprüfung und Auswahl des Wirtschaftsprüfers. Alle diesbezüglichen Vorschriften des Kodex werden dabei beachtet.

Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende, Finanzexpertin) Dr. Tobias Bürgers

Der Prüfungsausschuss traf sich im Geschäftsjahr 2013/2014 zu vier Sitzungen, bei denen beide Mitglieder persönlich anwesend waren.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung hinsichtlich der Gesamthöhe beschlossen, wobei die Aufteilung dem Aufsichtsrat überlassen wird.

Die 1. ordentliche Hauptversammlung beschloss im September 2013 über die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütungen. Für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 wurden anteilig EUR 3.750 als Gesamtbetrag für das Gremium ausbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2013/2014 ist vorgesehen, an die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen in folgender Höhe auszubezahlen:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder EUR 6.000 Emil Underberg EUR 4.500 Dr. Tobias Bürgers EUR 4.500

Gesamt: EUR 15.000

Für gesonderte Beratungsleistungen fielen für Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütung an. Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen würden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprächen den Prinzipien der Fremdüblichkeit. Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter "Nahestehende Personen und Unternehmen".

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinne der L-Regel 48 vereinbart. Sofern davor zustimmungspflichtige Verträge abgeschlossen wurden, waren diese vom Aufsichtsrat genehmigt, und sie wurden, sofern sie über den Zeitraum eines Geschäftsjahres hinausreichten, vom Aufsichtsrat bestätigt.

Vergütung des Vorstands

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 gemäß Konzernabschluss der Gurktaler AG auf EUR 288.882,39 (im VJ TEUR 90). Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 272 (im VJ TEUR 76) an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 22 (im VJ TEUR 21) von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler AG weiterverrechnet. Im Einzelabschluss der Gurktaler AG wurde die Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB angewendet. (Weitere Details zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung siehe weiter oben.)

Gleichbehandlung

Die Gurktaler AG beschäftigt eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter. Die Besetzung von Positionen wird anhand von nachvollziehbaren Kriterien und unter größter Objektivität getroffen. Die Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Kriterien nimmt dabei oberste Priorität ein.

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern: der Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Im Vorstand sind derzeit ausschließlich Männer tätig. Darüber hinaus gelten die Regelungen zur Gleichbehandlung der Schlumberger AG.

Frauen in ihrer traditionellen Tracht bei der Segnung der Kräuter im Dom zu Gurk.

Wirtschaftsprüfer

In der 1. ordentlichen Hauptversammlung vom 4. September 2013 wurde die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/2014 bestellt.

Die Honorare für die Aufwendungen der Abschlussprüfer belaufen sich auf rund TEUR 44 und beinhalten die Prüfung des Konzernabschlusses, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen.

Wien, am 1. Juli 2014

Der Vorstand:

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller

Mehr Informationen erhalten Sie unter: http://gruppe.gurktaler.at sowie unter der Telefonnummer +43/1/368 22 58-0

Rückfragen an: Investor Relations: Mag. Wolfgang Spiller, Gurktaler AG Tel: +43/1/368 60 38-215, E-Mail: [email protected]

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Seit der verhältniswahrenden Abspaltung der Gurktaler AG von der Schlumberger AG mit Wirkung Februar 2013 wurde die strategische Absicht dieses Schrittes von den Kapitalmärkten honoriert. Die Stamm- und Vorzugsaktien der Gurktaler AG konnten ebenso wie die Aktien der Schlumberger AG von einer deutlichen Wertaufholung profitieren. Parallel dazu gelang es der Gurktaler Gruppe ihr eigenständiges Profil zu schärfen, ohne das bewährte operative Zusammenspiel mit der Schlumberger Gruppe zu gefährden.

Von den Gründern der Gurktaler AG wurden neben mir Herr Dr. Tobias Bürgers und Herr Emil Underberg in den Aufsichtsrat bis zum Ablauf der 2. ordentlichen Hauptversammlung am 11. September 2014 bestellt. Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, wurde für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 zum Abschlussprüfer ernannt.

Der Aufsichtsrat der Gurktaler AG verantwortet aktiv die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens im Interesse der Aktionäre, begleitet diese und nimmt umfassend die ihm nach Gesetz und Satzung aufgetragenen Aufgaben wahr. Im Geschäftsjahr 2013/2014 trat der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Dabei wurde er vom Vorstand über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, die Geschäftsentwicklung sowie die Lage des Unternehmens und seiner Beteiligungen unterrichtet. Es nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an diesen Sitzungen des Aufsichtsrats persönlich teil.

Gemeinsam mit Herrn Dr. Tobias Bürgers bilde ich als Vorsitzende und Finanzexpertin den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats gemäß § 92 Abs 4a AktG. In vier Sitzungen konnten wir im Berichtsjahr alle Agenden, die dem Prüfungsausschuss zugeteilt sind, ausführlich behandeln.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2014 wurden von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ferner wurde vom Abschlussprüfer festgestellt, dass der vom Vorstand aufgestellte Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der vom Abschlussprüfer verfasste Prüfungsbericht wurde gemäß § 273 Abs. 4 UGB den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 geprüft und in seiner Sitzung vom 2. Juli 2014 den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gurktaler AG gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat in der gleichen Sitzung ferner den Konzernabschluss genehmigt.

Ebenfalls in seiner Sitzung vom 2. Juli 2014 hat der Aufsichtsrat – in Entsprechung des § 270 Abs. 1 UGB – beschlossen, der diesjährigen 2. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, sowohl hinsichtlich des Abschlusses der Gurktaler AG als auch des Konzernabschlusses zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014/2015 zu wählen.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns zu. Weitere Informationen über die Arbeitsweise und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses sind dem Corporate-Governance-Bericht ab Seite 16 des Geschäftsberichts zu entnehmen.

Wien, am 2. Juli 2014

Dr. Hubertine Underberg-Ruder Vorsitzende des Aufsichtsrats

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014

Die nachstehenden Angaben umfassen den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Gurktaler AG. Diese beiden Berichte werden gemäß § 267 Abs. 4 UGB in Verbindung mit § 251 Abs. 3 UGB integriert dargestellt.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Uneinheitliches Konjunkturbild in Europa

Mit einem leichten BIP-Anstieg von 0,1 % im Jahr 2013 hat die Europäische Union die Rezession des Vorjahres überwunden. Die Europäische Kommission geht für 2014 und 2015 von einer weiteren Stabilisierung bzw. Belebung der Konjunktur aus und rechnet mit Wachstumsraten von 1,6 % bzw. 2,0 %. Zwischen den 28 Mitgliedsländern bestehen jedoch nach wie vor große Unterschiede. Während Länder wie Italien, die Tschechische Republik, Spanien oder Finnland 2013 einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung verzeichnen mussten, konnten die Volkswirtschaften in Rumänien, Bulgarien, Lettland und Litauen deutlich an Fahrt gewinnen.

Im Euroraum erholt sich die Konjunktur nur schleppend. Die Finanzmarktkrise ist noch nicht vollständig überwunden, und die Fiskalpolitik erfordert in den meisten Mitgliedsländern eine strikte Ausgabenzurückhaltung. Der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte im Euroraum beläuft sich auf 92,6 % und verdeutlicht die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Budgetsanierung. Nach einem Rückgang um 0,4 % im Jahr 2013 rechnet die Europäische Kommission für 2014 bzw. 2015 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung im Euroraum um 1,2 % bzw. 1,7 %.

Verhaltene Konjunktur in Österreich

Die österreichische Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal 2013 noch eine Stagnation, konnte im weiteren Jahresverlauf jedoch an Dynamik gewinnen. Mit einem Anstieg des BIP um 0,4 % wird der Vorjahreswert von 0,9 % jedoch deutlich unterschritten. Wichtige Impulse lieferte die Exportwirtschaft, die einen realen Anstieg um 2,7 % verzeichnen konnte. Die privaten Konsumausgaben waren 2013 hingegen leicht rückläufig. Ein Grund dafür wird in einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 4,3 % auf 5,0 % gesehen.

Vorwiegend aufgrund des Preisrückgangs für Treibstoffe ging die Inflation in Österreich 2013 von 2,6 % auf 2,1 % zurück. Für 2014 und 2015 wird trotz der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Haushalte mit einer deutlichen Konjunkturbelebung gerechnet. Die Prognosen für das BIP-Wachstum belaufen sich für 2014 bzw. 2015 auf 1,6 % bzw. 1,8 %.

Österreichs Tourismus wächst weiter

Mit 132,6 Mio. Nächtigungen konnte der heimische Tourismus 2013 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,2 % erzielen. Während bei den ausländischen Gästen ein Anstieg um 1,9 % auf 96,9 Mio. Nächtigungen verbucht werden konnte, ging die Zahl der inländischen Gästenächtigungen um 0,6 % auf 35,8 Mio. zurück. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 3,6 Nächten unverändert zu den beiden Vorjahren. Der österreichische Tourismus generierte 2013 rund 7,3 % des gesamten BIP, womit das Vorjahresniveau gehalten werden konnte.

Branchentrends und Wettbewerbssituation am österreichischen Getränkemarkt

Die Marktentwicklung bei der für die Gurktaler Gruppe wichtigen Getränkekategorie Kräuterspirituosen war sowohl im Absatz als auch Umsatz steigend. Die Gurktaler Gruppe konnte ihre Marktführerschaft in Österreich bei Kräuterspirituosen erfolgreich verteidigen.

Uneinheitliche Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa

Die Volkswirtschaften im Osten Europas weisen für 2013 eine uneinheitliche Entwicklung aus. In Ungarn konnte die Rezession des Vorjahres mit einem BIP-Anstieg von 1,1 % überwunden werden.

Gurktaler und ihre Beteiligungsgesellschaften

Die Gurktaler AG fungiert als geschäftsführende Holding und erbringt für Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung und Versicherung. Die Muttergesellschaft des Konzerns hält keine Zweigniederlassungen. Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche. Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen an die Schlumberger Gruppe:

  • Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk
  • "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien
  • Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien

Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn) und Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland.

Die Ergebnisanteile aus den genannten Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt.

Die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter gehen seit Jänner 2013 an die Gurktaler Gruppe. Wie auch in der Vergangenheit erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der oben genannten Gesellschaften an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH. Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins, dessen Höhe von der Ertragsspanne der jeweiligen Produkte sowie den damit verbundenen Funktionen und Risiken durch die Verpachtung abhängt. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen.

Geschäftsfeld Deutschland: Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg Die Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, und die mit ihr verbundenen Gesellschaften sind im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb des Underberg spezialisiert. Zudem hält sie die Warenzeichen der Marke Underberg und der Riemerschmid-Gruppe sowie Beteiligungen in Deutschland, Frankreich und Brasilien. Die gesetzlichen Bestimmungen für eine GmbH & Co KG nach deutschem Recht führen dazu, dass das Ergebnis der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, noch nicht berücksichtigt wird und im Abschluss der Gurktaler Gruppe des Wirtschaftsjahres 2013/2014 nicht enthalten ist.

Geschäftsfeld Ungarn: Zwack Unicum Nyrt., Budapest

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation in Ungarn konnte die Gesellschaft Ausschüttungsreserven bilden, die wie bereits in der Vergangenheit eine Dividendenauszahlung ermöglichen, die über dem Jahresergebnis liegt. Darüber hinaus bestehen weitere Liquiditätsreserven dieser at-Equity-konsolidierten Beteiligung.

IFRS 2013/2014 2012/2013
Umsatz in EUR
Mio.
0,8 0,2
Betriebsergebnis (EBIT) in EUR
Mio.
0,4 –0,3
Finanzergebnis in EUR
Mio.
1,0 0,5
Bilanzgewinn in EUR
Mio.
1,3 0,1
Cashflow gesamt in EUR
Mio.
0,0 0,0
Ergebnis je Aktie in EUR 0,58 0,06
Eigenkapitalquote in % 68,0 64,9
Gewinn vor Ertragsteuern in EUR
Mio.
1,4 0,2
Umsatzrentabilität (Return on Sales) in % 160,3 95,2
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) in % 6,1 0,7

Ergebnis- und BIlanzkennzahlen

Konzernabschluss nach IFRS

Gurktaler berichtet nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Gurktaler Gruppe ist operativ ausschließlich in Österreich tätig.

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte die Unternehmensgruppe Gurktaler einen Umsatz von EUR 0,8 Mio. nach EUR 0,2 Mio. im Vorjahr. Es sind dies die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter. Im Vorjahr wurden diese Umsatzerlöse erst ab Jänner zugerechnet, weshalb die Vergleichbarkeit stark eingeschränkt ist.

Ergebnis

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wird ein Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 0,4 Mio. nach EUR –0,3 Mio. im Vorjahr ausgewiesen. Im Vergleichswert des Vorjahres waren negative Einmaleffekte vorwiegend aus der Spaltung und Unternehmensgründung enthalten. Das Finanzergebnis umfasst im Wesentlichen die Erträge der At-Equity-Beteiligung in Ungarn (EUR 1,2 Mio. nach EUR 1,1 Mio. im Vorjahr). Bei den Aufwendungen war im Vorjahr die Abschreibung der 100%-Beteiligung an der Sonnthurn Vertriebs-GmbH mit Sitz in Regenstauf, Deutschland, enthalten. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betreffen die Aufwendungen Zinskosten für Bankkredite. An Ertragsteuern wurden EUR 0,04 Mio. (Vorjahr: EUR 0,02 Mio.) verbucht.

Das Konzernjahresergebnis beträgt in Summe EUR 1,3 Mio. nach EUR 0,1 Mio. im Vorjahr, das ein Rumpfgeschäftsjahr darstellte. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 0,58 (Vorjahr: EUR 0,06). Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 11. September 2014 eine Dividende in Höhe von EUR 0,08 je berechtigter Aktie vorschlagen. Mit dieser Ausschüttung sollen eine Mindestverzinsung für die Aktionäre sichergestellt und gleichzeitig die Liquidität und Eigenkapitalquote der Gesellschaft gestärkt werden.

Investitionen

Im Gegensatz zum Vorjahr, wo Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 10,8 Mio. für die Anschaffung des Markenrechts Leibwächter und den Kauf des Markenrechts Rossbacher vorgenommen wurden, wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 keine Investitionen getätigt.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März 2014 belaufen sich auf EUR 22,9 Mio. (Vorjahr: EUR 21,8 Mio.) Daraus errechnet sich bei einer Bilanzsumme von EUR 33,7 Mio. (Vorjahr: EUR 33,5 Mio.) eine Eigenmittelquote von 68,0 % (Vorjahr: 64,9 %). Gurktaler verfügt damit über eine solide Eigenmittelausstattung, die es abzusichern gilt.

Cashflow aus dem Ergebnis

Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2013/2014 EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) und ist im Wesentlichen durch die Pachterträge beeinflusst. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Tilgung von Bankverbindlichkeiten für die im Vorjahr getätigten Markenkäufe.

in EUR
Mio.
2013/2014 2012/2013
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2,0 0,3
Cashflow aus Investitionen 0,0 –10,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –2,0 10,5
Anfangsbestand der liquiden Mittel in TEUR 9 0
Endbestand der liquiden Mittel in TEUR 10 9

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln sind wie bei der Schlumberger Gruppe, aus der die Gurktaler AG hervorgegangen ist, die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs. Auch die Gurktaler Gruppe orientiert ihre Strategie und Vision an ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Nachhaltigkeit.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren in den Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises im Durchschnitt zwei Mitarbeiter beschäftigt – ebenso zum Stichtag 31.3.2014.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2013/2014 fielen keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung an.

Risikomanagement

Das operative Risikomanagement für die Gurktaler Gruppe wird durch die Schlumberger Gruppe ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2013/2014 sind keine außerordentlichen Ereignisse eingetreten. Es sind keine tatsächlichen Risiken bekannt, die isoliert oder in ihrem Zusammenspiel den Fortbestand der Gurktaler Unternehmensgruppe gefährden könnten. Das Risikomanagement bei den Finanzbeteiligungen wird durch ein aktives Beteiligungsmanagement umgesetzt und beinhaltet den Informationsaustausch mit den Entscheidungsträgern sowie ein regelmäßiges Berichtswesen.

ANGABEN GEMÄSS § 243a UGB

Das Grundkapital der Gurktaler AG setzt sich aus 750.000 Vorzugsaktien und 1.500.000 Stammaktien zusammen, wobei jede Aktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Vorzugsaktien sind stimmrechtslose Aktien mit einer Vorzugsdividende von 4 % auf den auf die Stückaktien entfallenden Anteil am Grundkapital, wobei für den nachzuzahlenden Dividendenvorzug § 12a AktG gilt.

Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, mit mehr als 75 % der Stammaktien. Zum Stichtag 31.3.2014 hält die Schlumberger AG knapp 10 % der Stammaktien. Über die restlichen 15 % der Stammaktien sind der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt. Die 750.000 Vorzugsaktien werden im Streubesitz gehalten.

Die Gurktaler Stammaktie (ISIN AT 0000A0Z9G3) und Vorzugsaktie (ISIN AT 0000A0Z9H1) notieren im Segment "standard market auction" der Wiener Börse. Dem Vorstand sind keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern bekannt. Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Mitarbeitern der Gurktaler Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch den Mitarbeitern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Darüber hinaus existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014/2015

Im Vorfeld der Alkoholsteuererhöhung um 20 % mit 1. März 2014 wurden umfangreiche Eindeckungskäufe im Handel und der Gastronomie vorgenommen. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2014/2015 ist somit ein zurückhaltender Geschäftsverlauf zu erwarten. In weiterer Folge wird jedoch mit einer gesunden Entwicklung der Marke Leibwächter sowie einem kontinuierlichen Wachstum durch intensive Exportaktivitäten vor allem nach Deutschland bei den Marken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher gerechnet.

Die Entwicklung der Finanzbeteiligungen ist aus heutiger Sicht schwierig zu prognostizieren. Die unsichere ökonomische und politische Lage in Ungarn wird die Kursentwicklung des ungarischen Forint, aber auch den Geschäftsverlauf von Zwack prägen. In Deutschland zeigt sich die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage durchwegs positiv, wodurch in weiterer Folge mit einer soliden Entwicklung der Underberg GmbH & Co KG gerechnet wird.

Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach der Erstellung des Konzernabschlusses per 31. März 2014 sind keine Umstände eingetreten, die einer gesonderten Erläuterung bedürfen.

Wien, am 1. Juli 2014 Der Vorstand

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller

Konzernabschluss

Konzernabschluss Gurktaler AG

Konzernbilanz 32 KonzernGesamtergebnisrechnung 34 KonzernGeldflussrechnung 35 KonzernEigenkapitalveränderungsrechnung 36 KonzernAnhang 37 bericht zum konzernabschluss 61

Konzernbilanz zum 31. März 2014

Aktiva

31.3.2014 1.4.20131)
AZ TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
I
mmaterielle Vermögenswerte
12 13.182 13.182
A
nteile an assoziierten Unternehmen
13 11.577 14.590
Z
ur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
14 4.626 4.626
29.385 32.398
Kurzfristige Vermögenswerte
F
orderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
16 4.257 1.134
S
onstige Forderungen
16 14 6
Z
ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
17 10 9
4.281 1.149
33.666 33.547

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

AZ = Anhangzahl

Konzernabschluss

Passiva

4.500 4.500
17.139 17.139
–8 1
1.274 140
22.905 21.780
6.875 8.708
630 606
43 25
1 1
7.549 9.340
1.833 1.833
4 20
1.072 361
295 208
8 5
3.212 2.427
33.666 33.547
18
20
21
22
20
19
19
19

Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

2013/2014 2012/20131)
AZ TEUR TEUR
Umsatzerlöse 5 844 167
Sonstige betriebliche Erträge 6 277 76
Personalaufwand 7 –361 –97
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 –391 –475
Betriebsergebnis 369 –329
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 9 1.211 1.130
Finanzierungserträge 9 32 0
Finanzierungsaufwendungen 9 –259 –643
Gewinn vor Ertragsteuern 1.353 158
Ertragsteuern 10 –39 –19
Konzernjahresergebnis 1.314 139
Davon entfallen auf:
A
nteilsinhaber des Mutterunternehmens
1.314 139
M
inderheiten
0 0
Konzernjahresergebnis 1.314 139
Ergebnis je Aktie,
das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im
Geschäftsjahr zusteht (in EUR
je Aktie) – unverwässert
11 0,58 0,06
Konzernjahresergebnis 1.314 139
Posten, bei denen keine Umgliederung ins Periodenergebnis möglich ist:
N
eubewertungseffekte gemäß IAS
19
–12 2
S
teuern betreffend Neubewertungseffekte gemäß IAS
19
3 –1
Sonstiges Ergebnis –9 1
Konzerngesamtergebnis 1.305 140
Davon entfallen auf:
A
nteilsinhaber des Mutterunternehmens
1.305 140
M
inderheiten
0 0
Konzerngesamtergebnis 1.305 140

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

AZ = Anhangzahl

Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

2013/2014 2012/20131)
AZ TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 24.1
Gewinn vor Ertragsteuern 1.353 158
Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten
Zu-/Abschreibungen aus Bewertung at Equity 3.013 –130
Verluste aus Wertminderungen 0 584
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 22 5 26
Eliminierung Zinsensaldo 259 58
4.630 696
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Veränderung von Forderungen –3.131 –953
Veränderung von Verbindlichkeiten 782 583
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 2.281 326
Gezahlte Zinsen –259 –58
Gezahlte/erhaltene Steuern –8 0
–267 –58
Nettozahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.014 268
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 24.2
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 0 –10.801
Nettozahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 0 –10.801
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 24.3
Gewinnausschüttung –180 0
Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 0 10.542
Rückzahlungen von Bankverbindlichkeiten –1.833 0
Nettozahlungsmittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit –2.013 10.542
Veränderung der liquiden Mittel 1 9
Entwicklung der liquiden Mittel
Anfangsbestand der liquiden Mittel 9 0
Zu-/Abnahme 1 9
Endbestand der liquiden Mittel 10 9
Zusammensetzung der liquiden Mittel
Guthaben bei Kreditinstituten 17 10 9

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

AZ = Anhangzahl

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013/2014

D en Anteilsinhabern der Muttergesellschaft
zurechenbares Eigenkapital
R
N
in TEUR AZ
Grund-
kapital
Kapital-
rücklagen A
ücklage
eubewertungs-
effekte
bfertigungen
Konzern-
bilanz
gewinn
Gesamt
Stand 1. April 2012 4.500 17.139 0 1 21.640
Neubewertungseffekte gemäß IAS
19, nach Steuern
0 0 1 –1 0
Konzernjahresergebnis 0 0 0 140 140
Konzerngesamtergebnis 0 0 1 139 140
Stand 31. März 20131) 18 4.500 17.139 1 140 21.780
Stand 1. April 2013 4.500 17.139 1 140 21.780
Neubewertungseffekte gemäß IAS
19, nach Steuern
0 0 –9 0 –9
Konzernjahresergebnis 0 0 0 1.314 1.314
Konzerngesamtergebnis 0 0 –9 1.314 1.305
Dividendenzahlungen 0 0 0 –180 –180
Stand 31. März 2014 18 4.500 17.139 –8 1.274 22.905

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

AZ = Anhangzahl

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2014

1 Grundlegende Informationen

1.1 EINFÜHRUNG

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochterunternehmen kurz "der Konzern" genannt), ist ein Tochterunternehmen der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 43.

Die Gurktaler Aktiengesellschaft notiert an der Wiener Börse.

Unternehmensgegenstand ist der Handel mit und die fabriksmäßige Erzeugung (in Form eines Industriebetriebs) von Waren aller Art, insbesondere alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, wie Spirituosen, Weinen, alkoholfreien Getränken und dergleichen, einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Hinsichtlich der derzeit bestehenden Verpachtung der Geschäftsbetriebe siehe AZ 5.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 2. Juli 2014 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

1.1.1 ENTWICKLUNG DER KONZERNSTRUKTUR

Die Gurktaler Aktiengesellschaft wurde im vorangegangenen Geschäftsjahr rückwirkend mit Umgründungsstichtag 31. März 2012 durch die Abspaltung zur Neugründung durch Übertragung von

  • 100 % der Geschäftsanteile an der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk,
  • 100 % der Geschäftsanteile an der "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien,
  • Kommanditanteilen in Höhe von 14,572 % an der Underberg GmbH & Co.KG, Rheinberg, Deutschland, sowie
  • 30.499 Stück Nennbetragsaktien (49,9 %) an der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien,

von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, gegründet.

Von diesem Zeitpunkt an bildete die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, mit ihren bestehenden Beteiligungen als Tochterunternehmen die Gurktaler-Gruppe. Die operative Tätigkeit wurde im Jänner 2013 aufgenommen. Die Zahlen der Berichtsperiode sind daher nicht mit dem Vorjahr vergleichbar.

Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält.

1.1.2 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Zum Bilanzstichtag 31. März 2014 sind neben der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Anteil E rfasst
"Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, Österreich 100 % VK1)
Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, Österreich 100 % VK
Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, Österreich 100 % VK
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 49,9 % Eq2)
Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn 25 % Eq

1) VK ... voll konsolidiert 2) Eq ... at Equity

Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, hielt 100 % der Anteile an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland. Diese Gesellschaft übte keine operative Tätigkeit mehr aus und wurde auf Grund der geringfügigen Auswirkungen im Vorjahr nicht vollkonsolidiert. Die Anteile an der Gesellschaft (Vorjahr: TEUR 0) wurden unter dem Posten "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" dargestellt.

Die "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland, wurde im Jänner 2014 liquidiert.

Im Berichtsjahr ergaben sich darüber hinaus keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG

Der Konzernabschluss zum 31. März 2014 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, welche in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Annahmen sind insbesondere in die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten und Beteiligungen eingeflossen, siehe dazu auch Erläuterungen unter AZ 4.1.

Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen erfolgen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.

2.1.1 ÄNDERUNG DER BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN UND ANGABEN 2.1.1.1 NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE VON DER EU ÜBERNOMMEN WURDEN UND IM GESCHÄFTSJAHR ERSTMALS ANGEWENDET WURDEN

Die Änderung an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" dient dem Ziel, die Darstellung der zunehmenden Zahl von Posten des sonstigen Ergebnisses klarer zu gestalten. Es wird nun zwischen Posten des sonstigen Ergebnisses, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können (sogenanntes "recycling"), und Posten, bei denen eine solche Umgliederung nie erfolgen wird, unterschieden. Die Umsetzung der Änderung führte zu einer entsprechenden Neugliederung des sonstigen Ergebnisses.

IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" wurde im Juni 2011 geändert. Durch diese Änderungen werden die Korridor-Methode abgeschafft und die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt, was auf den Konzernabschluss keine Auswirkungen hatte. Eine Auswirkung hatte hingegen die nunmehr zwingende Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste ("Neubewertungseffekte") im sonstigen Ergebnis. Gemäß den Übergangsvorschriften im überarbeiteten Standard hat der Konzern IAS 19 in der laufenden Berichtsperiode rückwirkend angewandt. Von der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen im Zusammenhang mit IAS 19.127 sind im Konzern nur versicherungsmathematische Gewinne und Verluste betroffen. Die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die früheste dargestellte Vergleichsperiode, die dazugehörigen Erläuterungen und die Geldflussrechnung wurden entsprechend angepasst. Die Auswirkungen aufgrund der Änderungen des IAS 19 betreffen den Personalaufwand, die Ertragsteuern sowie das sonstige Ergebnis und werden in AZ 22.1 im Detail dargestellt.

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", beinhaltet zusätzliche Anhangsangaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Der Konzern hat keine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen, somit ergeben sich aus der Anwendung zusätzlicher Anhangsangaben keine Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Die Vorschriften, die eine Angleichung von IFRS und US GAAP mit sich bringen, erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist. Die Anwendung von IFRS 13 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts des Konzerns. Vorgeschriebene Angaben finden sich in den Anhangsangaben zu den einzelnen Vermögenswerten und Schulden, deren beizulegende Zeitwerte ermittelt wurden. Die Fair-Value-Hierarchie wird in den Erläuterungen dargestellt. Der Standard betrifft lediglich die Angaben und wirkt sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus.

2.1.1.2 STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU VERÖFFENTLICHTEN STANDARDS, DIE IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND UND DIE VOM KONZERN NICHT VORZEITIG ANGEWANDT WURDEN

IFRS 9 "Finanzinstrumente" befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. IFRS 9 wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie

Konzernabschluss

welche vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird IFRS 9 spätestens in dem Geschäftsjahr anwenden, welches nach dem 1. Jänner 2015 beginnt. Des Weiteren wird der Konzern die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden.

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" baut auf bestehenden Grundsätzen auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Das Konzept der Beherrschung ist damit sowohl auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die auf Stimmrechten basieren, als auch auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die sich aus anderen vertraglichen Vereinbarungen ergeben, anzuwenden. Das Prinzip der Beherrschung wird definiert und als Grundlage für die Konsolidierung festgelegt. Diese Definition wird durch umfassende Anwendungsleitlinien gestützt, die verschiedene Arten aufzeigen, wie ein berichtendes Unternehmen (Investor) ein anderes Unternehmen (Beteiligungsunternehmen) beherrschen kann. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wird den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2014/2015 anwenden. Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns erwartet.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" stellt gemeinschaftliche Vereinbarungen realistischer dar, indem mehr auf die Rechte und Verpflichtungen als auf die vertragliche Vereinbarung abgestellt wird. Durch die geänderten Definitionen gibt es nunmehr zwei "Arten" gemeinschaftlicher Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Eine gemeinschaftliche Vereinbarung ist definiert als eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Partnerunternehmen vertraglich die gemeinschaftliche Kontrolle über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinschaftliche Kontrolle existiert nur, wenn Entscheidungen über Aktivitäten, die sich auf die Rückflüsse aus einer Vereinbarung wesentlich auswirken, der einstimmigen Zustimmung der gemeinschaftlich führenden Partnerunternehmen bedürfen. Die Möglichkeit der Quotenkonsolidierung wurde abgeschafft. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wird den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2014/2015 anwenden. Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns erwartet.

IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an Unternehmen" führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen Standard zusammen. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wendet den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2014/2015 an. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Es gibt keine weiteren Standards oder Interpretationen, die nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

2.2 KONSOLIDIERUNG

2.2.1 TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanzund Geschäftspolitik ausübt. Dies geht regelmäßig mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 % einher. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Der Konzern überprüft auch dann, ob Beherrschung vorliegt, wenn das Mutterunternehmen weniger als 50 % der Stimmrechte hält, jedoch die Möglichkeit hat, die Geschäfts- und Finanzpolitik auf Grund einer De-facto-Beherrschung zu steuern.

De-facto-Beherrschung kann dann entstehen, wenn die Größenordnung der Stimmrechte des Konzerns im Verhältnis zu der Anzahl bzw. Verteilung der Stimmrechte der anderen Anteilseigner es ermöglicht, die Geschäfts- und Finanzpolitik zu steuern.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (vollkonsolidiert), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden alle auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2014 sowie nach den Prinzipien der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IAS 39 bewertet, und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

2.2.2 VERÄUSSERUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN

Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.

2.2.3 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Konzernrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

2.3 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Über das Geschäftssegment wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu dem Geschäftssegment und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand für strategische Entscheidungen ausgemacht.

2.4 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

2.4.1 FUNKTIONALE WÄHRUNG UND BERICHTSWÄHRUNG

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, darstellt.

Die Konzernunternehmen führen ihre Bücher und sonstige Aufzeichnungen in der Währung des jeweiligen Landes, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen, in dem sie gegründet und eingetragen sind. Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.

2.4.2 TRANSAKTIONEN UND SALDEN

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierte Cashflow Hedges und qualifizierte Net Investment Hedges zu erfassen. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzschulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Finanzierungserträge oder -aufwendungen" ausgewiesen. Alle anderen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen" ausgewiesen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts monetärer Wertpapiere, die auf eine Fremdwährung lauten und als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden, sind in Umrechnungsdifferenzen aus Änderungen der fortgeführten Anschaffungskosten, die erfolgswirksam erfasst werden, und andere Änderungen des Buchwerts, die erfolgsneutral erfasst werden, zu zerlegen.

Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (z.B. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente), sind als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden (z.B. als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente), innerhalb der Neubewertungsrücklage als Teil der sonstigen Rücklagen zu erfassen.

2.4.3 KONZERNUNTERNEHMEN

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen (ausgenommen solche aus Hochinflationsländern), die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

  • Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
  • Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet (es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall sind Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umzurechnen).
  • Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden in den Konzernabschluss keine vollkonsolidierten Jahresabschlüsse in fremder Währung einbezogen.

Goodwill und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst.

2.5 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

2.5.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworbene immaterielle Vermögenswerte werden am Erwerbstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

2.5.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden sofort als Aufwand erfasst. Diese sind nur dann zu aktivieren, wenn für die Entwicklungstätigkeit folgende Nachweise erbracht werden:

  • die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist technisch realisierbar und dieser steht zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung
  • das Unternehmen hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen
  • die Fähigkeit des Unternehmens, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen
  • die Erzielung von voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen durch den immateriellen Vermögenswert durch das Unternehmen
  • das Unternehmen verfügt über die technischen, finanziellen und sonstige Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen
  • die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten

Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert.

2.6 WERTMINDERUNG NICHT MONETÄRER VERMÖGENSWERTE

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise Goodwill oder bestimmte Markenrechte, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können. Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

2.7 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden in die Kategorien "Ausleihungen und Forderungen" (loans and receivables) und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale) unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

2.7.1 AUSLEIHUNGEN UND FORDERUNGEN

Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter "Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen" und "sonstige Forderungen" sowie unter "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ausgewiesen (Erläuterungen 2.8 und 2.9).

Im Geschäftsjahr wurden keine langfristigen Forderungen ausgewiesen.

Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet.

Wertberichtigungen werden dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht sowie ein Vertragsbruch gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertberichtigung. Der Betrag der Wertberichtigungen wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

2.7.2 ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird.

Der Posten "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet ausschließlich sonstige Beteiligungen.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste – aus der Marktbewertungsrücklage ausgebucht und als Teil des Jahresergebnisses erfasst. Einmal in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Sämtliche Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten werden im Jahresergebnis erfasst. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis zu erfassen.

2.8 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder erbrachten Leistungen. Wenn die voraussichtliche Kollektion in einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden sie als langfristige Forderungen bilanziert.

2.9 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige, hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gezeigt.

2.10 EIGENKAPITAL

Stamm- und Vorzugsaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.

2.11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNG UND LEISTUNGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

2.12 FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.

2.13 LAUFENDE UND LATENTE STEUERN

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Konzernabschluss

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden österreichischen Steuervorschriften berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sogenannte Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus den Markenrechten.

Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

2.14 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Der Konzern gewährt verschiedene Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses und andere langfristige Leistungen entweder auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen oder gemäß den Bestimmungen des entsprechenden lokalen Arbeitsrechtes.

Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren) berechnet. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation = DBO) wird auf Grund der zurückgelegten Dienstzeit und der erwarteten Gehaltsentwicklung berechnet. Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand und wird erfolgswirksam im Jahresergebnis erfasst. In Übereinstimmung mit IAS 19 (2011) werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Rückstellungen für Abfertigungen im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital und aus Rückstellungen für Jubiläumsgelder im Personalaufwand erfasst. Weitere Angaben sind unter AZ 22.1. enthalten.

Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme.

Für die Ermittlung des Barwertes der Anwartschaften kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen höchster Bonität mit entsprechender Laufzeit gewählt wird.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Für Abfertigungsverpflichtungen wird auf das derzeitige rechtmäßige Pensionseintrittsalter abgestellt.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem Recht. Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die auf Grund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Die Regelung gilt für jene Dienstnehmer, die bis zum Jahr 2002 in das Unternehmen eingetreten sind.

Auf Grund von gesetzlichen Änderungen kommt für jene Dienstnehmer, die ab dem Jahr 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53 % des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu leisten.

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.

2.15 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden angesetzt, wenn dem Konzern aus Ereignissen der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, es wahrscheinlich ist, dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen erforderlich ist, und eine verlässliche Schätzung der Höhe möglich ist. Wenn der Konzern die Erstattung eines zurückgestellten Betrages erwartet, z.B. auf Grund einer Versicherung, wird die Erstattung als separater Vermögenswert nur bei ausreichender Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt.

Der Konzern setzt eine Rückstellung für verlustträchtige Geschäfte an, wenn der erwartete Nutzen aus dem vertraglichen Anspruch geringer ist als die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen.

2.16 ERTRAGSREALISIERUNG

Die Umsatzerlöse bestehen derzeit aus Pachterlösen. Diese werden auf Quartalsbasis realisiert.

2.17 ZINSERTRÄGE

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, d.h. auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst.

2.18 DIVIDENDENERTRÄGE

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht.

2.19 LEASINGVERHÄLTNISSE

Leasinggegenstände, die auf Grund des Leasingvertrages als Finanzierungsleasing zu qualifizieren sind und betragsmäßig wesentlich sind, werden als Sachanlagevermögen aktiviert und über die kürzere Dauer aus wirtschaftlicher Nutzungsdauer oder Leasingdauer abgeschrieben. Auf der Passivseite ist der Barwert der Verbindlichkeit aus den künftigen Leasingraten ausgewiesen. Der Barwert der Leasingzahlung entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Leasingverträge, bei denen der überwiegende Teil der Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Zahlungen für Operating-Leasing-Verträge werden erfolgswirksam erfasst.

2.20 GEWINNAUSSCHÜTTUNGEN

Gewinnausschüttungen werden erst nach Gewinnverwendungsbeschluss ausgewiesen.

3 Finanzrisikomanagement

3.1 FINANZRISIKOFAKTOREN

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit seinem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Durch die Verpachtung der Unternehmen Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, und "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, ist das Risiko betreffend Einkauf, Produktion und Vertrieb in die Schlumberger Gruppe ausgelagert. Das Risikomanagement ist bei der Schlumberger-Gruppe als integrierter Bestandteil in die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral und im Wesentlichen gemäß den Prozessen laut den Zertifizierungen nach ISO 9001 : 2008 und nach IFS Version 6. IFS-Standards sind Lebensmittel- bzw. Produkt- und Servicestandards, die sicherstellen, dass die nach IFS-Standards zertifizierten Unternehmen einheitliche Vorgaben in Bezug auf Lebensmittel- bzw. Produktsicherheit und Qualität anwenden. Der IFS Food-Standard ist ein von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern.

Das Risiko der Markenrechtsverletzungen wird durch ständige interne und externe Marken- und Marktbeobachtung minimiert.

3.1.1 MARKTRISIKO

3.1.1.1 FREMDWÄHRUNGSRISIKO

Im Sinne des Risikomanagements wurden von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, für die von der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, zu erwartende Dividende im Jänner und April 2014 HUF-Kurssicherungen abgeschlossen.

Das restliche Währungsänderungsrisiko wurde als äußerst gering eingestuft, da mit Ausnahme der Dividendenforderung gegenüber der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, im Teilkonzern der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, keine weiteren wesentlichen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten ausgewiesen sind.

3.1.1.2 ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Aktivseitig besteht kein Zinsänderungsrisiko, da es sich bei den Guthaben bei Kreditinstituten um stichtagsbezogene Kontokorrentguthaben handelt. Bei den passivseitigen Kreditverbindlichkeiten wurde das Zinsänderungsrisiko generell als äußerst gering eingestuft. Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet.

Im Konzern werden festverzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, von der Möglichkeit, diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wurde nicht Gebrauch gemacht. Eine hypothetische Änderung des Marktzinsniveaus zum Bilanzstichtag hätte für diese Finanzinstrumente weder eine Auswirkung auf die Konzerngesamtergebnisrechnung noch auf das Eigenkapital.

3.1.2 KREDITRISIKO

Auf der Aktivseite stellen die Buchwerte der finanziellen Aktiva das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Das Risiko ist als gering anzusehen, weil es sich bei Kreditinstituten um solche von unzweifelhafter Bonität handelt und zum Bilanzstichtag ausschließlich Forderungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen ausgewiesen sind. Die Geschäftsleitung sieht derzeit keine weiteren materiellen Forderungsrisiken, die zusätzliche, über die bereits im Konzernabschluss erfassten Wertberichtigungen hinausgehende, Vorsorgen erforderlich machen würden.

3.1.3 LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt. Die Gruppe sorgt durch eine konzernweite Finanz- und Liquiditätsplanung dafür, dass ausreichend flüssige Mittel vorhanden sind oder eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist, um ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Die Restfälligkeiten finanzieller Verpflichtungen gegenüber Dritten, bestehend aus Tilgungs- und Zinszahlungen, gliedern sich in folgende Zahlungstermine:

31. März 2014 Fälligkeit
in TEUR S umme bis zu
3 Monaten
bis zu
12 Monaten
zwischen 1
und 5 Jahren
über 5
Jahre
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.031 512 1.519 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
4 4 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
1.072 0 1.072 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 227 227 0 0 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.215 0 0 7.215 0
Summe 10.549 743 2.591 7.215 0
31. März 2013 Fälligkeit
in TEUR S umme bis zu
3 Monaten
bis zu
12 Monaten
zwischen 1
und 5 Jahren
über 5
Jahre
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.077 524 1.553 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 20 0 20 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen 361 0 361 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 189 189 0 0 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.246 0 0 7.854 1.392
Summe 11.893 713 1.934 7.854 1.392

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde mit der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, eine Rahmen-Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Der wiederholt ausnützbare Finanzierungsrahmen beträgt bis zu EUR 3 Mio. Hierdurch sind die laufenden Finanzierungserfordernisse der Gruppe gedeckt.

3.2 KAPITALMANAGEMENT

Der Gurktaler Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Unternehmensfortführung sicherzustellen und die Kapitalkosten des Konzerns zu minimieren. Durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen der Maximierung der Erträge der Anteilseigner.

Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich zusammen aus allen langfristigen und kurzfristigen Schulden laut Konzernbilanz abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital berechnet sich aus dem Eigenkapital laut Konzernbilanz zuzüglich Nettofremdkapital.

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Langfristige Schulden 7.549 9.340
Kurzfristige Schulden 3.212 2.427
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –10 –9
Nettofremdkapital 10.751 11.758
Eigenkapital 22.905 21.780
Gesamtkapital 33.656 33.538
Verschuldungsgrad 32 % 35 %

Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

4 Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung

Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.

4.1 KRITISCHE SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUNG DER MARKENRECHTE

Im Rahmen des Impairment-Tests der als immaterielle Vermögenswerte bilanzierten Markenrechte (siehe AZ 12) wird der erzielbare Betrag durch den Nutzungswert bestimmt. Der Bestimmung des Nutzungswertes liegen Cashflow-Planungen zu Grunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von drei Jahren basieren. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Einschätzungen zum erwarteten Wachstum der relevanten Märkte.

Die Mittelfristplanung basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten und trifft insbesondere Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, der Verbraucherpreise, des Zinsniveaus und der Nominallöhne.

Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte der Markenrechte sind die geplanten Pachterlöse und Diskontierungszinssätze.

Der Diskontierungszinssatz wurde für alle Markenrechte (jeweils Kräuterbitter) mit 6,22 % (Vorjahr: 6,18 %) angenommen. Die vom Unternehmen für die Extrapolation zur Berücksichtigung der erwarteten Geldentwertung über den Detailplanungszeitraum hinaus verwendete konstante Wachstumsrate von 1 % wird aus der Zukunftserwartungen abgeleitet und liegt jeweils nicht über der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate für die Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind.

Eine Anpassung bestimmter Parameter ergäbe folgende Sensitivitäten:

Der Pachterlös hängt vom realisierten Umsatz des Pächters mit den jeweiligen Marken ab. Läge der tatsächliche Umsatz 10 % unter den Schätzungen des Managements am 31. März 2014, hätte dies für die Markenrechte des Konzerns folgende Auswirkungen:

2013/2014 2012/2013
Markenrecht Leibwächter kein Abwertungsbedarf A bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
656
Markenrecht Rossbacher A bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
189 A
bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
197
Markenrecht Gurktaler kein Abwertungsbedarf kein Abwertungsbedarf

Wenn der Diskontierungszinssatz, der bei der Berechnung des Nutzungswertes angewendet wurde, um einen Prozentpunkt über der Schätzung des Managements zum 31. März 2014 gelegen hätte, wären folgende Auswirkungen auf die Markenrechte des Konzerns zu verzeichnen:

2013/2014 2012/2013
Markenrecht Leibwächter kein Abwertungsbedarf A bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
981
Markenrecht Rossbacher A bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
424 A
bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
601
Markenrecht Gurktaler kein Abwertungsbedarf A bwertungsbedarf in Höhe von TEUR
622

5 Segmentberichterstattung

Die Gesellschaft agiert international in einem Geschäftssegment, welches den Handel mit alkoholischen Getränken einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte umfasst. Als "Chief Operating Decision Maker" wurde der Vorstand definiert, der regelmäßig auf Basis des Konzernbetriebsergebnisses Ressourcenentscheidungen trifft und die Gesamtentwicklung überwacht.

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, ist ausschließlich in einem einzigen Geschäftssegment tätig, nämlich der Verpachtung der Geschäftsbetriebe Rossbacher, Leibwächter und Gurktaler im Inland. Die Umsatzerlöse betreffen den Pachtzins von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, siehe dazu auch unter AZ 28.

6 Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Kostenerstattung von verbundenen Unternehmen 276 76
Andere 1 0
277 76

7 Personalaufwand

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Gehälter 309 92
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 9 21)
Sozialaufwand und gehaltsabhängige Abgaben 43 3
361 971)

1) Angepasste Vergleichswerte siehe AZ 22.1.

Im Geschäftsjahr beschäftigte Angestellte:

Stichtag: 31.3.2014 31.3.2013
Angestellte 2 2
Durchschnitt: 2013/2014 2012/2013
Angestellte 2 0

8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten 62 152
Abschreibung von Forderungen 6 90
Geldverkehrsspesen und Avalgebühren 83 63
Sonstiger Verwaltungsaufwand für verbundene und assoziierte Unternehmen 72 35
Aufwendungen für Markenrechte und Warenschutz 23 19
Andere 145 116
391 475

Konzernabschluss

9 Finanzergebnis

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach der
Equity-Methode bilanziert werden
Gewinnanteile nach Steuern vor Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen 1.211 1.130
Finanzierungserträge
Ergebnisübernahme aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 32 0
Finanzierungsaufwendungen
Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 –584
Zinsen aus Bankverbindlichkeiten –258 –58
Zinsen aus Personalrückstellungen –1 –1
–259 –643
984 487

Die Wertminderung im Vorjahr betraf die Beteiligung an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland (siehe auch AZ 1.1.2 sowie AZ 14).

10 Ertragsteuern

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Österreich 7 8
Ausland 5 0
Laufende Ertragsteuerbelastung 12 8
Latente Steuern 27 11
39 19

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes in Höhe von 25 % auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:

in TEUR 2013/2014 2012/20131)
Ergebnis vor Steuern 1.353 158
Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz
2013/2014 (2012/2013): 25 % 338 40
Korrektur auf Grund der österreichischen Mindestkörperschaftsteuer 1 8
339 48
Steuerfreie Erträge –340 –283
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 3 147
Verwendung von nicht angesetzten Verlustvorträgen –1 0
Nicht angesetzte Verlustvorträge 38 107
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 39 19

11 Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Jahresergebnis durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Aktien der jeweiligen Periode dividiert wird.

in TEUR 2013/2014 2012/20131)
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR )
1.314
139
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) 2.250.000 2.250.000
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 2.250.000 2.250.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR
/Stück)
0,58 0,06

1) Angepasst unter Anwendung von IAS 19 revised 2011

12 Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR I mmaterielle Vermögenswerte
Zum 1.4.2012
Anschaffungskosten = Buchwert netto 2.381
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwerte 2.381
Zugänge 10.801
Endbuchwert per 31.3.2013 13.182
Zum 31.3.2013
Anschaffungskosten = Buchwert netto 13.182
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwerte = Endbuchwert per 31.3.2014 13.182
Anschaffungskosten 13.182
Buchwert netto 13.182

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Markenrechte "Rossbacher", "Gurktaler" und "Leibwächter".

Der Buchwert des aus der Konsolidierung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Wien, resultierenden Markenrechtes "Gurktaler" beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.381 (31.3.2013: TEUR 2.381).

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die Markenrechte "Rossbacher" und "Leibwächter" erworben. Die Buchwerte zum Bilanzstichtag betragen TEUR 3.301 (31.3.2013: TEUR 3.301 für das Markenrecht "Rossbacher" und TEUR 7.500 (31.3.2013: TEUR 7.500) für das Markenrecht "Leibwächter".

Impairment-Test auf immaterielle Vermögenswerte

Auf Grund der voraussichtlichen Nutzung der Markenrechte "Rossbacher", "Leibwächter" und "Gurktaler" werden diese keiner laufenden Abschreibung unterzogen. Die Bewertung der Markenrechte wird jährlich mittels eines Impairment-Tests gemäß IAS 36 überprüft (Erläuterung 4.1).

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Aufwand für Abschreibungen" ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf für Markenrechte.

13 Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, enthalten. Die Berücksichtigung nach der Equity-Methode erfolgt für dieses Unternehmen indirekt über die jeweilige Muttergesellschaft.

Der Beteiligungsansatz der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Buchwert 1.4. 14.590 14.460
Ausschüttung –4.224 –1.000
Gewinnanteile nach Steuern 1.211 1.130
Buchwert 31.3. 11.577 14.590

Die Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und das Jahresergebnis der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Vermögenswerte 43.273 41.132
Schulden 9.605 7.392
Erlöse 40.694 43.489
Jahresergebnis 2.423 2.259
% gehalten 49,9 49,9

Konzernabschluss

Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen

in TEUR A nteile an assoziierten Unternehmen
Zum 1.4.2012
Anschaffungskosten = Buchwert netto 14.460
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwerte 14.460
Anteil am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen 130
Endbuchwert per 31.3.2013 14.590
Zum 31.3.2013
Anschaffungskosten 14.460
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust 130
Buchwert netto 14.590
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwerte 14.590
Anteil am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen –3.013
Endbuchwert per 31.3.2014 11.577
Anschaffungskosten 14.460
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust –2.883
Buchwert netto 11.577
in TEUR 2013/2014 2012/2013
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen 1.211 1.130
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0 0
1.211 1.130

14 Zur VeräuSSerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in TEUR B eteiligungen
Zum 1.4.2012
Anschaffungskosten = Buchwert netto 4.626
Geschäftsjahr 2012/2013
Eröffnungsbuchwerte 4.626
Zugänge 584
Wertminderungen –584
Endbuchwert per 31.3.2013 4.626
Zum 31.3.2013
Anschaffungskosten 5.210
Wertminderung –584
Buchwert netto 4.626
Geschäftsjahr 2013/2014
Eröffnungsbuchwerte = Endbuchwert per 31.3.2014 4.626
Anschaffungskosten = Buchwert netto 4.626

Als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurden Beteiligungen an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland (TEUR 4.626; 31.3.2013: TEUR 4.626), und an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland (TEUR 0; 31.3.2013: TEUR 0), klassifiziert. Die "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland wurde im Jänner 2014 liquidiert.

15 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

15.1 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN ZU (FORTGEFÜHRTEN) ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind:

in TEUR B 31. März 2014
uchwert Z eitwert
Finanzielle Vermögenswerte
L
iefer- und sonstige kurzfristige Forderungen
4.271 4.271
Z
ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
10 10
Finanzielle Verbindlichkeiten
F
inanzverbindlichkeiten
8.708 8.699
L
iefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
1.303 1.303
31. März 2013
in TEUR B uchwert Z eitwert
Finanzielle Vermögenswerte
L
iefer- und sonstige kurzfristige Forderungen
1.140 1.140
Z
ahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
9 9
Finanzielle Verbindlichkeiten
F
inanzverbindlichkeiten
10.541 10.532
L
iefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
570 570

Lieferforderungen und sonstige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die angegebenen Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

15.2 FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZU ZEITWERTEN

Die folgende Tabelle zeigt Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert nach der Bewertungsmethode. Die verschiedenen Ebenen stellen sich wie folgt dar:

  • Ebene 1: die auf einem aktiven Markt verwendeten Marktpreise (unangepasst) identischer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Ebene 2: Bewertungs-Inputs, außer den in Ebene 1 aufgeführten Marktpreisen, die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abzuleiten) beobachtbar sind
  • Ebene 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Daten (Bewertungs-Inputs) der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte, die zu dem am 31. März 2014 beizulegenden Zeitwert bemessen werden:

31. März 2014
in TEUR E bene 1 E bene 2 E bene 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 4.626 4.626
Summe 0 0 4.626 4.626
31. März 2013
in TEUR E bene 1 E bene 2 E bene 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0 4.626 4.626
Summe 0 0 4.626 4.626

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind, erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cashflows oder durch Ableitung anhand von vergleichbaren Transaktionen.

Falls ein oder mehrere bedeutende Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird das Instrument in Ebene 3 eingeordnet.

16 Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstige Forderungen

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen 4.257 1.224
Wertberichtigung 0 –90
Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen – netto 4.257 1.134
Sonstige Forderungen 14 6
4.271 1.140

Entwicklung der Wertberichtigung für Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen: (Erläuterungen zu den nahestehenden Unternehmen unter AZ 28.)

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Stand 1.4. 90 0
Zuführung 5 90
Auflösung –95 0
Stand 31.3. 0 90

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei den Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstigen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird und folglich keine Wertminderungen.

Es bestehen keine Sicherheiten zu den Forderungen.

17 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 10 (31.3.2013: TEUR 9). Sämtliche Guthaben sind kurzfristig.

18 Konzerneigenkapital

Zum Stichtag 31. März 2014 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 4.500 (31.3.2013: TEUR 4.500). Es setzt sich aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien (davon 1.500.000 Stammaktien und 750.000 Vorzugsaktien) zusammen.

Die Kapitalrücklage betrifft die Konzernobergesellschaft Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, und resultiert aus der im Vorjahr erfolgten Umgründung.

19 Lieferverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Lieferverbindlichkeiten 4 20
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 1.072 361
Sonstige Verbindlichkeiten 295 208
Davon:
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 103 78
Verbindlichkeiten Öffentlichkeitsarbeit 70 73
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 68 19
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 3 2
Andere 51 36
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 8 5
1.379 594

Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen unter AZ 28.

20 Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Langfristige Finanzkredite
Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 6.875 7.333
Laufzeit über 5 Jahre 0 1.375
6.875 8.708
Kurzfristiger Anteil an Finanzkrediten 1.833 1.833
Finanzverbindlichkeiten gesamt 8.708 10.541

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten lauten auf Euro.

Die Bandbreite der Zinssätze der Finanzkredite beträgt 2,34 % bis 2,75 % p.a. (Vorjahr: 2,34 % bis 2,75 % p.a.).

Für die gesamten Finanzverbindlichkeiten liegen Garantien von nahestehenden Unternehmen vor.

Im Juli 2013 wurden Finance-Covenants-Klauseln für einen Finanzkredit in Höhe von TEUR 5.937 (Vorjahr: TEUR 7.187) vereinbart. Die Finance-Covenants-Klauseln führten im Geschäftsjahr zu keiner Anpassung der Finanzverbindlichkeit, siehe dazu auch unter Liquiditätsrisiko AZ 3.1.3.

21 Latente Steuern

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in TEUR 1.4.2013 V GuV- V
eränderung E
errechnung mit
igenkapital
31.3.2014
Passive latente Steuern
Langfristig
Markenrechte 618 47 0 665
Anlagevermögen –1 0 0 –1
Geldbeschaffungskosten –10 2 0 –8
Verlustvorträge 0 –21 0 –21
Rückstellungen für Personalverpflichtungen –1 –1 –3 –5
606 27 –3 630

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen und wenn die latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 492 (31.3.2013: TEUR 429) wurden nicht gebildet, da die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne nicht ausreichend wahrscheinlich scheint. Verlustvorträge sind unbeschränkt vortragsfähig. Latente Steuern werden im Wesentlichen nach 12 Monaten realisiert.

22 Rückstellungen

In der Konzernbilanz sind folgende Ansprüche von Dienstnehmern abgegrenzt:

31.3.2014 31.3.2013
43 25
1 1
44 26
tand 1.4.2013 N eubildung S tand 31.3.2014
25 18 43
1 0 1
26 18 44

Bis auf die versicherungsmathematischen Ergebnisse aus der Rückstellung für gesetzliche Abfertigungen werden sämtliche erfolgswirksame Veränderungen der Personalrückstellungen im Personalaufwand und in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

22.1 RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen für Abfertigungsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:

2013/2014 2012/2013
Zinssatz 3,7 % 3,8 %
Gehaltssteigerung 2,5 % p.a. 1,5 % p.a.
Fluktuation unterschiedlich in Abhängigkeit
von Dienstjahren
unterschiedlich in Abhängigkeit
von Dienstjahren
Pensionseintrittsalter gesetzliches Pensionsalter
laut Pensionsreform Herbst 2004
Männer 65 Jahre /
Frauen 60 Jahre
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Für ab dem 1. Jänner 2003 eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Die Beitragszahlungen im Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen TEUR 4 (2012/2013 TEUR 0).

Der Barwert der Rückstellungen für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
1.4. 25 0
Wert der übernommenen Abfertigungsrückstellung 0 22
Laufender Dienstzeitaufwand 5 2
Zinsaufwand 1 1
Versicherungsmathematische Verluste 12 0
31.3. 43 25

Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Personalaufwand, Zinsaufwand und sonstigen Ergebnis gebuchte Aufwand/Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Laufender Dienstzeitaufwand 5 2
Zinsaufwand 1 1
Ansatz von versicherungsmathematischen Verlusten 12 0
18 3

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse für Abfertigungsverpflichtungen wurde die Auswirkung resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19 (2011). Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter würde sich wie folgt auswirken:

Sensitivitätsanalyse
der Rückstellung
für Abfertigungen
Veränderung E
der Annahme
in %
rhöhung des Parameters/ R
Veränderung DBO
in TEUR
eduktion des Parameters/
Veränderung DBO
in TEUR
Zinssatz +/–0,5 –3 3
Bezugserhöhung +/–0,25 2 –2

Die Auswirkungen der Erstanwendung des IAS 19 (2011) auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2012/2013 sind aus der untenstehenden Übersicht ersichtlich.

in TEUR
Auswirkung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2012/2013
Zunahme des Personalaufwands 1
Abnahme der Ertragsteuern 0
Auswirkung auf die Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2012/2013
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) im sonstigen Ergebnis –1
Ertragsteuern auf Komponenten, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden 0
Veränderung des Konzerngesamtergebnisses 0
Auswirkungen auf die Konzern-Geldflussrechnung
Abnahme des Ergebnisses vor Ertragsteuern (EBIT
)
–1
Zunahme der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge/Aufwendungen 1
Veränderung des Geldflusses aus der betrieblichen Tätigkeit 0

Die Höhe der Rückstellung hat sich nicht verändert, da die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste auch bisher erfasst wurden (jedoch im laufenden, nicht im sonstigen Ergebnis).

22.2 RÜCKSTELLUNGEN FÜR JUBILÄUMSGELDER

Die Bewertung der Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt analog dem Verfahren für Abfertigungen unter Zugrundelegung derselben Parameter bis auf geringfügige Abweichungen bei den Fluktuationssätzen. Zusätzlich wurde ein Lohnnebenkostensatz von 7,9 % (Vorjahr: 7,9 %) in der Berechnung berücksichtigt.

23 Dividende je Aktie

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 0,08/Aktie (2012/2013: EUR 0/Aktie) ausgezahlt.

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 4 % des Grundkapitals vorgeschlagen. Daraus ergeben sich keine steuerlichen Auswirkungen für die Gesellschaft.

In diesem Konzernabschluss wird diese Dividendenverbindlichkeit nicht berücksichtigt.

24 Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung

Die Konzerngeldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.

Innerhalb der Konzerngeldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

24.1 CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bei der Berechnung des Nettomittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.

Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern nach Berücksichtigung von gezahlten Zinsen und Steuern den Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

24.2 CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

24.3 CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

25 Eventualverbindlichkeiten

Für nahestehende Unternehmen wurden Garantien in Höhe von TEUR 6.096 (Vorjahr: TEUR 0) abgegeben.

26 Leasingverhältnisse

Zahlungsverpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating Leasing:

in TEUR 31.3.2014 31.3.2013
Bis zu einem Jahr 16 9
Nach mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 59 26
Nach mehr als fünf Jahren 33 33
108 68
L aufzeit 31.3.2014 31.3.2013
Davon betreffend:
Gebäudemieten > 5 Jahre 66 65
Kfz-Leasing 1–5 Jahre 42 3
108 68

27 Unternehmenserwerb

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 entstandenen erwerbsbezogene Kosten in Höhe von TEUR 2 wurden unter den Verwaltungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 fielen keine Unternehmenserwerbe und damit keine erwerbsbezogenen Kosten an.

28 Nahestehende Personen und Unternehmen

Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält. Sämtliche Unternehmen des Underberg-Konzerns ("übergeordneter Konzern") sind nahestehende Unternehmen.

Die folgenden Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt:

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde mit der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, ein Dienstleistungsvertrag über Leistungen im Bereich Facility Management, Finanz- und Rechnungswesen und IT-Support sowie ein Mietvertrag abgeschlossen. Weiters wurden Pachtverträge über die Nutzung der Marken "Gurktaler", "Leibwächter" und "Rossbacher" abgeschlossen.

Mit der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, wurden ein EDV-Dienstleistungsvertrag, gegenseitige Personalgestellungsverträge sowie eine Rahmen-Finanzierungsvereinbarung (Erläuterung AZ 3.1) abgeschlossen.

Die insgesamt mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigten Geschäfte stellen sich wie folgt dar:

2013/2014 Verbundene Unternehmen Assoziierte
in TEUR übergeordneter Konzern Unternehmen
Umsatzerlöse 834 10
Sonstige Erträge 272 4
Sonstige Aufwendungen 177 0
Ergebnisübernahmen 32 4.225
Zinsaufwendungen 9 0
Forderungen 281 3.975
Verbindlichkeiten 1.072 0

Bericht zum Konzernabschluss

2012/2013 Verbundene Unternehmen Assoziierte
in TEUR übergeordneter Konzern Unternehmen
Umsatzerlöse 164 3
Sonstige Erträge 76 0
Sonstige Aufwendungen 171 0
Ergebnisübernahmen 0 1.000
Forderungen 131 1.003
Verbindlichkeiten 361 0

Die Angabe über die Ergebnisübernahmen bei assoziierten Unternehmen betreffen ausschließlich die Ausschüttung und nicht die Bewertung der Anteile.

Garantien wurden von nahestehenden Unternehmen übergeordneter Konzern in Höhe von TEUR 8.708 (2012/2013: TEUR 10.538) gegeben. Vom Konzern wurden Garantien für nahestehende Unternehmen in Höhe von TEUR 6.096 (Vorjahr: TEUR 0) abgegeben.

Im Geschäftsjahr wurden für Beratungsleistungen Vergütungen in Höhe von TEUR 0 (2012/2013: TEUR 7) an Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt.

Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprechen den Prinzipien der Fremdüblichkeit.

29 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Umstände eingetreten, die zu nachträglichen Erläuterungen veranlassen.

30 Sonstige Angaben

30.1 AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 44 (2012/2013 TEUR 29) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Prüfung des Konzernabschlusses 18 18
Andere Bestätigungsleistungen 10 10
Sonstige Leistungen 16 1
44 29

30.2 ANGABEN ÜBER NAHESTEHENDE PERSONEN UND ARBEITNEHMERINNEN 30.2.1 GLIEDERUNG DER AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN

Die Aufwendungen für Abfertigungen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte betrugen im Geschäftsjahr 2013/2014 TEUR 5 (2012/2013: TEUR 2).

30.2.2 GLIEDERUNG DER AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG

Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte fielen nicht an.

30.2.3 VORSTÄNDE DER GURKTALER AKTIENGESELLSCHAFT

KR Eduard Kranebitter (Wien), Vorstandsvorsitzender

vertritt seit 10. Jänner 2013 (mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch) gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen

Mag. Wolfgang Spiller (Perchtoldsdorf)

vertritt seit 10. Jänner 2013 (mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch) gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen

Konzernabschluss

Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der Gurktaler Aktiengesellschaft betragen:

in TEUR 2013/2014 2012/2013
Fixe Bezüge 168 12
Variable Bezüge 95 0
Dotierung Personalrückstellungen 26 78
289 90

Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 76) an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden im Geschäftsjahr Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 21) von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, weiterverrechnet. In den weiterverrechneten Vorstandsbezügen sind Gehaltskosten sowie anteilige Nebenkosten und Aufwendungen aus Personalrückstellungen enthalten.

30.2.4 AUFSICHTSRÄTE DER GURKTALER AKTIENGESELLSCHAFT

Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende) Emil Underberg (Vorsitzende-Stellvertreter) Dr. Tobias Bürgers (Mitglied des Aufsichtsrates) Dipl.Bw. Gerd Peskes (Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 0) gezahlt.

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.

Wien, am 1. Juli 2014

Der Vorstand:

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller e.h. e.h.

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2014, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 1. Juli 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.: Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Einzelabschluss

Jahresabschluss

(Einzelabschluss)

Gurktaler AG 2013/2014

bilanz 62 Gewinn- und Verlustrechnung 64 Anhang 65 Bericht zum Jahresabschluss 70

bilanz zum 31. März 2014

Ak
tiva
31.3.2014 31.3.2013
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
A
nteile an verbundenen Unternehmen
21.656.474,05 21.656
B. Umlaufvermögen
I
. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.147.273,52 1.441
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.311,26 0
6.149.584,78 1.441
II
. Guthaben bei Kreditinstituten
8.433,47 3
6.158.018,25 1.444
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.582,32 6
27.826.074,62 23.106

Einzelabschluss

Passiva

31.3.2014 31.3.2013
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I
. Grundkapital
4.500.000,00 4.500
II
. Kapitalrücklagen
Gebundene 17.138.974,05 17.139
III
.Gewinnrücklagen
F
reie Rücklagen
4.000.000,00 0
IV
. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR
555.358,56 (Vorjahr: TEUR
0)
627.470,43 735
26.266.444,48 22.374
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 56.468,00 33
2. Steuerrückstellungen 7.562,00 4
3. Sonstige Rückstellungen 224.693,99 184
288.723,99 221
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.757,05 17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.233.439,77 488
3. Sonstige Verbindlichkeiten, 34.709,33 6
davon aus Steuern EUR
31.646,34 (Vorjahr: TEUR
3),
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR
2.746,25 (Vorjahr: TEUR
2)
1.270.906,15 511
27.826.074,62 23.106
Eventualverbindlichkeiten 12.032.848,69 7.184

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014

1. U
msatzerlöse
128.879,91
47
2. S
onstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
3.635,43
0
b) Übrige
326.890,74
90
330.526,17
90
3. P
ersonalaufwand
a) Gehälter
–309.129,91
–91
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
–27.862,11
–12
c) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–42.081,20
–3
d) Sonstige Sozialaufwendungen
–1.171,27
0
–380.244,49
–106
4. S
onstige betriebliche Aufwendungen
Übrige
–271.954,73
–293
5.
Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Betriebsergebnis)
–192.793,14
–262
6. E
rträge aus Beteiligungen,
davon aus verbundenen Unternehmen EUR
4.256.966,41 (Vorjahr: TEUR
1.000)
4.256.966,41
1.000
7. S
onstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen EUR
21.192,11 (Vorjahr: TEUR
0)
21.204,09
0
8. Z
insen und ähnliche Aufwendungen,
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR
13.684,16 (Vorjahr: TEUR
0)
–13.684,16
0
9.
Zwischensumme aus Z 6 bis 8 (Finanzergebnis)
4.264.486,34
1.000
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
4.071.693,20
738
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Körperschaftsteuer aus Gruppenbesteuerung EUR
6.375,00
(Vorjahr: TEUR
6), davon weiterbelastet an Gruppenmitglieder EUR
11.878,67
(Vorjahr: TEUR
3)
418,67
–3
12. Jahresüberschuss
4.072.111,87
735
13. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
–4.000.000,00
0
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
555.358,56
0
15. Bilanzgewinn
627.470,43
735
in EUR 2013/2014 2012/2013

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 durch die Abspaltung zur Neugründung durch Übertragung von Beteiligungen von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, gegründet. Die Abspaltung erfolgte rückwirkend mit Umgründungsstichtag 31. März 2012. Die Eintragung im Firmenbuch erfolgte im Jänner 2013.

Die Zahlen des Berichtsjahres sind daher nur bedingt mit den Vergleichszahlen des Vorjahres vergleichbar.

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. März 2014 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung unter dem Aspekt der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden die im § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Anlagevermögen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen durchgeführt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit Nennwerten bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in diesem Geschäftsjahr nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz von 3 % (Vorjahr: 3 %) und einem Pensionseintrittsalter von 65 Jahren für Männer ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.

5. Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

B. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

1. Aktiva

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens
Anschaffungskosten R estbuchwerte
S
in EUR S
tand 1.4.2013 = A
tand 31.3.2014
Kumulierte
bschrei-
bungen
Stand
31.3.2014
Stand
31.3.2013
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.656.474,05 0,00 21.656.474,05 21.656.474,05

Sachanlagen

Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 15.844,40 (Vorjahr: TEUR 10), davon EUR 6.559,52 (Vorjahr: TEUR 7) gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 75.353,30 (Vorjahr: TEUR 36), davon EUR 32.797,60 (Vorjahr: TEUR 33) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus laufender Verrechnung in Höhe von EUR 1.890.307,11 (Vorjahr: TEUR 441) sowie Gewinnausschüttungs- und Dividendenansprüche in Höhe von EUR 4.224.831 (Vorjahr: TEUR 1.000) von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, sowie in Höhe von EUR 32.135,41 (Vorjahr: TEUR 0) von der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland.

2. Passiva

Eigenkapital

S tand Stand
1.4.2013 Z ugänge A bgänge 31.3.2014
EUR FN
Grundkapital 4.500.000,00 0,00 0,00 4.500.000,00
Kapitalrücklagen
Gebundene 17.138.974,05 0,00 0,00 17.138.974,05
Gewinnrücklagen
Freie Rücklagen 0,00 4.000.000,00 0,00 4.000.000,00 1
Bilanzgewinn 735.358,56 72.111,87 –180.000,00 627.470,43 2
22.374.332,61 4.072.111,87 –180.000,00 26.266.444,48

ad 1: Der Zugang betrifft zur Gänze die Dotierung einer freien Gewinnrücklage. ad 2: Der Abgang betrifft zur Gänze die Dividende.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:

31.3.2014 31.3.2013
EUR TEUR
Prämien 95.000,00 75
Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 70.000,00 73
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 34.300,00 27
Andere 25.393,99 9
224.693,99 184

Einzelabschluss

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 179.708,78 (Vorjahr: TEUR 146) laufende Verrechnungen und mit EUR 1.053.730,99 (Vorjahr: TEUR 342) kurzfristige Finanzierungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aufwendungen von EUR 13.295,53 (Vorjahr: TEUR 6), die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten liegen in folgendem Umfang vor:

Garantien 12.032.848,69 7.184.495,78
EUR EUR
31.3.2014 31.3.2013

Die Haftungsverhältnisse wurden zur Gänze für Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns eingegangen.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der geschäftsleitenden Verwaltung von verbunden Unternehmen. Diese Leistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um weiterverrechnete Kosten und überrechnete Avalprovisionen an verbundene Unternehmen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich insbesondere um überrechnete Verwaltungsaufwendungen und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf EUR 39.525 (Vorjahr: TEUR 28) und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:

2013/2014 2012/2013
TEUR TEUR
Prüfung des Jahresabschlusses 9.950,00 10
Andere Bestätigungsleistungen 20.500,00 18
Sonstige Leistungen 9.075,00 0
39.525,00 28

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 15.447,85 (Vorjahr: TEUR 10).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D. Sonstige Angaben

Grundkapital

Das Grundkapital des Unternehmens besteht aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien und setzt sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:

EUR
Stammaktien (1.500.000 Stück) 3.000.000,00
Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gemäß § 12a AktG (750.000 Stück) 1.500.000,00
4.500.000,00

Einzelabschluss

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Dienstleistungsverträgen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 71.430,30 (Vorjahr: TEUR 73), davon EUR 71.430,30 (Vorjahr: TEUR 73) gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 357.151,50 (Vorjahr: TEUR 367), davon EUR 357.151,50 (Vorjahr: TEUR 367) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Beteiligungsverhältnisse

Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, hält zum 31. März 2014 Anteile an folgenden Gesellschaften:

Sitz A bschluss Kapital- E
anteil
% TEUR TEUR
igen-
kapital
ahresüber-
schuss/
-fehlbetrag
Wien 31.3.2014 49,998 29.106 8.526
Gurk 31.3.2014 100,00 208 114
Wien 31.3.2014 100,00 –56 –49
Wien 31.3.2014 100,00 –60 12
J

Weiters werden noch Anteile von 14,572 % an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, gehalten.

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die zur Firmengruppe der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Haupttätigkeit der Gesellschaft liegt in der Verwaltung von Beteiligungen sowie in der Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften vor allem im Bereich der Geschäftsführung.

Die Gesellschaft ist gemäß Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung vom 13. März 2013 körperschaftsteuerlicher Gruppenträger folgender Konzerngesellschaften:

• "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien

• Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk

Für alle Gruppenmitglieder wird die Steuerumlage im Wege einer fiktiven Veranlagung ermittelt.

Wenn die Summe der fiktiven Körperschaftsteuer der Vertragsparteien, die ohne Gruppenbildung zu entrichten wäre, die tatsächlich bezahlte Körperschaftsteuer der Unternehmensgruppe übersteigt, kommt es bei Gruppenmitgliedern mit positiver Umlage zu einem Abgeltungsbetrag in Höhe von 10 % des Liquiditätsvorteils, ebenso bei Zahlung der Mindestkörperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe.

Konsolidierungskreis

Die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.

E. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer der Gesellschaft

Zum Bilanzstichtag waren zwei (Vorjahr: zwei) Angestellte beschäftigt.

An Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse, Haftungen oder Kredite gewährt.

Hinsichtlich der Angabe der Aufwendungen für Abfertigungen an Vorstandsmitglieder wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht. Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder im Sinne des § 80 AktG fielen nicht an.

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 23.348 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten.

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstandes wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr EUR 3.750.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 aus folgenden Personen zusammen:

Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende) Emil Underberg (Stellvertreter der Vorsitzenden) Dr. Tobias Bürgers (Mitglied des Aufsichtsrates) Dipl.Bw. Gerd Peskes (Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)

Zusammensetzung des Vorstandes

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 aus folgenden Personen zusammen:

KR Eduard Kranebitter (Vorsitzender) Mag. Wolfgang Spiller

Wien, den 1. Juli 2014

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller

e.h. e.h

Beteiligungsunternehmen der Gurktaler Aktiengesellschaft und der konsolidierten Gesellschaften

Verbundene Unternehmen, die in die Vollkonsolidierung einbezogen sind

Kapitalanteil E
(direkt und
indirekt)
igenkapital
des letzten
Jahres
Name Sitz % TEUR
Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk 100 208
Leibwächter Kräuter GmbH Wien 100 –60
"Rossbacher" Vertriebs GmbH Wien 100 –56

Der Vorstand:

Beteiligungen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden

Kapitalanteil E
(direkt und
igenkapital
des letzten
Name Sitz indirekt)
% TEUR
Jahres
Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft Wien 49,998 29.106

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 1. Juli 2014

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung / Gewinnverteilungsvorschlag

Erklärung aller gesetzlichen VErtreter § 82 ABS. 4 BÖRSEG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 1. Juli 2014

Der Vorstand:

KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller

GEWINNVERTEILUNGSVORSCHLAG Gurktaler AKTIENGESELLSCHAFT

Das Geschäftsjahr 2013/2014 schließt mit einem Jahresgewinn von EUR 4.072.111,87.

Nach Zuweisung zu Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 4.000.000,00 und zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 555.358,56 errechnet sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 627.470,43.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,08 je Vorzugsaktie und EUR 0,08 je Stammaktie, das ist insgesamt ein Ausschüttungsbetrag von EUR 180.000,00 und entspricht 4% des Grundkapitals von EUR 4.500.000,00.
  • Weiters wird vorgeschlagen, den verbleibenden Restbetrag in der Höhe von EUR 447.470,43 auf neue Rechnung vorzutragen.

BEgriffe rund um Kräuterspirituosen

Halbbitter

Halbbitter sind Liköre, die aus einem Basisalkohol mit Aromen, Zucker oder natürlichen Süßstoffen hergestellt werden und einen etwas süßlicheren Geschmack haben. Zu dieser Kategorie gehören der milde österreichische Alpenkräuter Gurktaler sowie auch Rossbacher.

Aperitif

Als Aperitif bezeichnet man alkoholische Getränke, die zur Anregung des Appetits dienen. Aperitifs sind sozusagen die Ouvertüre eines guten Essens und sollen dem Gaumen wohltun, aber auf keinen Fall betrunken machen. Das Wort kommt vom französischen Adjektiv "aperitif" (appetitanregend) und hat seine Wurzeln im lateinischen Wort "aperire", was schlicht öffnen bedeutet und sich schon damals auf den Magen bezog.

(von frz. digestif, -ve = verdauungsfördernd) Der Digestif übt nach dem Essen eine wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt für die Verdauung aus. Auch hier stammt das Wort aus dem Lateinischen, nämlich von "digerire", das im Allgemeinen "schließen" heißt. Der Digestif ist ein alkoholisches Getränk, das – im Gegensatz zum Aperitif – nach der Mahlzeit getrunken wird. Durch das Wissen der Destillation sind heute Digestifs vor allem wohltuende Mischungen aus Kräutern, Wurzeln, Rinden, Blättern, Gewürzen und anderen für diese Kräuterspirituosen wichtigen Gewächsen, die man schon in der Antike als medizinische Heilpflanzen kannte.

Gurktaler Aktiengesellschaft

Impressum

Herausgeber

Gurktaler Aktiengesellschaft Heiligenstädter Straße 43, 1190 Wien Tel.: +43/1/367 08 49-0 Fax: +43/1/367 08 49-340 E-Mail: [email protected] http://gruppe.gurktaler.at

Geschäftssitz: Wien Reg. beim HG Wien unter FN 389840 w UID: ATU67694202

Ko nzept, Beratung und Projektmanagement

Mensalia Unternehmensberatungs GmbH www.mensalia.at

Fo to

Philipp Horak (Vorstandsporträt)

DRUCK

AV+Astoria, Wien

Disclaimer

Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und unter gewissenhafter Prüfung sämtlicher Daten erstellt. Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Wörter "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Gesellschaft wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

Geschlechtsneutrale Fo rmulierung

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird bei personenbezogenen Begriffen wie "Kunden" oder "Aktionäre" auf die geschlechtsspezifische Differenzierung sowie auf die durchgängige Verwendung von akademischen Titeln verzichtet.

Der milde Alpenkräuter