AI assistant
Gurktaler AG — Annual Report 2013
Jul 31, 2013
777_10-k_2013-07-31_0d32afff-3f8f-47cf-938c-00f94b58258e.pdf
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Gurktaler Aktiengesellschaft
Der milde Alpenkräuter Geschäftsbericht 2012 / 2013
Gurktaler Aktiengesellschaft Gurktaler Aktiengesellschaft
Geschäftsbericht 2012 / 2013 Geschäftsbericht 2012 / 2013
Kennzahlen
| Umsatz- und Ertragskennzahlen1) | 2012/2013 | |
|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 0,2 |
| Betriebsergebnis (EBIT ) |
in Mio. EUR | –0,3 |
| Bilanzgewinn | in Mio. EUR | 0,1 |
| Cashflow gesamt | in Mio. EUR | 0,0 |
| Eigenkapitalquote | in % | 64,9 % |
| EGT | in Mio. EUR | 0,2 |
| Umsatzrentabilität (Return on Sales) | in % | 95,2 % |
| Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) | in % | 0,7 % |
| Börsenkennzahlen | ||
| Börsenkapitalisierung per 31.3. | in Mio. EUR | 12,8 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,06 |
| Cashflow je Aktie | in EUR | 0,12 |
| Eigenkapital je Aktie | in EUR | 9,68 |
| Dividende je Aktie | in EUR | 0,08 |
| Ausschüttungsquote | in % | 128,6 % |
| Kennzahlen zur Vorzugsaktie ISIN AT 0000A0Z9H1 |
||
| Höchstkurs | in EUR | 5,40 |
| Tiefstkurs | in EUR | 4,00 |
| Kurs per 31.3. | in EUR | 4,70 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | in Tsd. Stk. | 750 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. | 75,55 | |
| Kennzahlen zur Stammaktie ISIN AT 0000A0Z9G3 |
||
| Höchstkurs | in EUR | 7,32 |
| Tiefstkurs | in EUR | 5,50 |
| Kurs per 31.3. | in EUR | 6,17 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | in Tsd. Stk. | 1.500 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. | 99,18 |
1) Die Gurktaler AG wurde mit Eintragung in das Firmenbuch im Jänner 2013 gegründet, weshalb alle Kennzahlen nur für das Geschäftsjahr 2012/2013 ausgewiesen werden können. Zudem umfassen die Umsatz- und Ertragskennzahlen aufgrund der unterjährigen Unternehmensgründung kein gesamtes Geschäftsjahr.
Inhalt
Vorwort des Vorstands 2
unternehmensporträt
4
aktie 12
Finanzkalender 14
Corporate-Governance-Bericht 16
bericht des aufsichtsrats 23
LA GEBERI CHT 25
konzernabschluss 2012/2013 32
Einzelabschluss 2012/2013 58
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 67
gewinnverteilungsvorschlag 67
Glossar 68
Beim World-Spirits Award 2013 wurde Gurktaler Alpenkräuter mit einer Goldmedaille in der Kategorie "Bitter" ausgezeichnet.
Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte DameN und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
In Ihren Händen halten Sie den ersten Geschäftsbericht der Gurktaler AG, die durch eine verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts von der Schlumberger AG gegründet wurde. Die Gurktaler AG notiert seit 8. Februar 2013 an der Wiener Börse. Den Aktionären der Schlumberger AG wurde zu diesem Stichtag dieselbe Anzahl an Aktien der Gurktaler AG zugeteilt, wie sie an der Schlumberger AG hielten. Dieser gesellschaftsrechtliche Entflechtungsschritt hat die interne Komplexität bei der Vielzahl an Beteiligungen reduziert und den zusätzlichen Fokus auf die Kernkompetenz im Kräuterspirituosengeschäft unterstrichen.
Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe umfasst zwei wesentliche Bereiche. Einerseits wird das operative Geschäft der drei Kräuterspirituosenunternehmen Gurktaler Alpenkräuter GmbH, "Rossbacher" Vertriebs GmbH und Leibwächter Kräuter GmbH an die Schlumberger Gruppe verpachtet. Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG und an der Underberg GmbH & Co KG.
Die strategischen Zielsetzungen der Gurktaler AG sind neben der Weiterentwicklung der bestehenden Kräuterspirituosenmarken vor allem das Aufspüren von Marktchancen, die Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland sowie die Einbindung von Unternehmensbeteiligungen, um Synergien zu heben.
Aufgrund der unterjährigen Abspaltung und Gründung des Unternehmens sind die Finanzkennzahlen für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 noch nicht aussagekräftig und lassen auch noch keine realistischen Rückschlüsse auf ein vollständiges Wirtschaftsjahr zu. Einen wesentlichen Beitrag zur positiven zukünftigen Entwicklung erwarten wir uns durch das im Jänner 2013 übernommene Leibwächter Geschäft sowie eine ambitionierte Strategie bei den Marken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher. Die unsichere ökonomische und politische Lage in Ungarn wird den Geschäftsverlauf unserer ungarischen Beteiligung stark beeinflussen. Für die Underberg GmbH & Co KG rechnen wir trotz einer Konjunktureintrübung in Deutschland mit einer soliden und langfristig positiven Entwicklung.
Als Vorstand der Gurktaler AG freuen wir uns auf das erste vollständige Geschäftsjahr eines jungen Unternehmens, das starke Akzente auf seinen Märkten setzen wird.
Mit freundlichen Grüßen,
Vorstandsvorsitzender Vorstand
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller
Unternehmensporträt
Starke Marken, neue Strukturen
Die Gurktaler AG bündelt in ihrer heutigen Form das Kräuterspirituosengeschäft, das ihr im Berichtsjahr im Rahmen einer verhältniswahrenden Abspaltung von der Schlumberger AG übertragen wurde. Die Schlumberger Gruppe konnte sich im Laufe der letzten Jahre neben der führenden Stellung im österreichischen Premiumsektmarkt mit dem Geschäftsfeld Kräuterspirituosen ein weiteres strategisch wichtiges Standbein aufbauen: Während bereits seit 1991 eine Beteiligung am ungarischen Kräuterbitterhersteller Zwack Unicum Nyrt. bestand, konnte 2001 die österreichische Traditionsmarke Wunderlich Rossbacher übernommen werden. 2007 erfolgte der nächste Expansionsschritt durch die Übernahme der Firma Sonnthurn mit der renommierten Kräuterspirituosenmarke Gurktaler Alpenkräuter, und seit Jänner 2013 wird das Sortiment durch Leibwächter abgerundet. Weiters besteht eine Finanzbeteiligung an der Underberg GmbH & Co KG.
Dank dieser umsichtigen Expansionsstrategie konnten im Geschäftsfeld Kräuterspirituosen die Umsatzerlöse während der letzten sieben Jahre nahezu verdreifacht werden. Damit verbunden war jedoch auch eine zunehmende Komplexität der Unternehmensstrukturen und Beteiligungsverhältnisse, weshalb die Unternehmensführung im Berichtsjahr eine Entflechtung eingeleitet hat.
Alle Informationen zum Unternehmen finden Sie auf: http://gruppe. gurktaler.at
Nach Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre der Schlumberger AG Ende November 2012 erfolgte eine verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts in die neu gegründete Gurktaler AG, die seit 8. Februar 2013 an der Wiener Börse notiert.
Die Geschäftstätigkeit der Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen an die Schlumberger Gruppe:
- Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk
- "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien
- Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien
Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn), und an der Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland. Die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter stehen der Gurktaler AG seit Jänner 2013 zu, die Ergebnisse aus den Finanzbeteiligungen stehen der Gurktaler AG seit 1.4.2012 zu.
Wie auch schon zuvor erfolgt eine Verpachtung des operativen Geschäfts der genannten Gesellschaften, in denen die Markenrechte gehalten werden, an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH sowie die Top Spirit Handels- und Verkaufs GmbH. Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins, dessen Höhe von der Ertragsspanne der jeweiligen Produkte sowie der damit verbundenen Funktionen und Risiken durch die Verpachtung abhängt. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Ergebnisanteile aus den genannten Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt. Details zur Entwicklung der Umsatzerlöse und des Finanzergebnisses finden sich im Lagebericht ab Seite 25.
Weiterführende Informationen und Dokumente zur Ab spaltung sind auf der Website www.gruppe.gurktaler.at einzusehen.
Der Dom zu Gurk Für die Herstellung des Kräuterlikörs im Zeichen des Gurker Domes werden frische Alpenkräuter aus dem Kärntner Gurktal verwendet.
Gurktaler Alpenkräuter GmbH , Gurk (Österreich)
Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH mit Firmensitz in Gurk, Kärnten, ist seit Gründung der Gurktaler AG im Jänner 2013 deren 100%ige Tochtergesellschaft. Bereits im März 2008 wurde die Sonnthurn Holding GmbH nach dem Kauf in Gurktaler Alpenkräuter GmbH umbenannt. Die Sonnthurn Produktions GmbH wurde mit der Sonnthurn Holding GmbH verschmolzen. Der Unternehmensgegenstand wurde um "Anbau, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von Kräutern" erweitert. Diese Gesellschaft ist unverändert die 100-Prozent-Eigentümerin der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH mit Sitz in Regenstauf, Deutschland. Die "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH ist ausschließlich für den Vertrieb der ehemaligen Sonnthurn Marken und Produkte in Deutschland zuständig.
Unternehmensporträt
Die traditionelle, österreichische Kräuterspirituose wird nach überlieferten Rezepten in geheimen Verfahren hergestellt.
Gurktaler® – der milde Alpenkräuter – ist von erstklassiger Qualität und nach alten überlieferten Rezepten hergestellt. Der Kräuterlikör im Zeichen des Gurker Domes verdankt seinen milden Geschmack der fein ausgewogenen Zusammensetzung aus frischen Kräutern aus dem Gurktal. Sowohl der Kräuteranbau als auch die Produktion des Extraktes und die Abfüllung des Gurktaler Alpenkräuters finden in Kärnten statt. Die frischen Kräuter werden direkt im Mazerationsraum des Gurker Domes verarbeitet. Dies belegt die regionale Verbundenheit und die österreichische Herkunft dieses heimischen Markenprodukts. Seine Milde und Einzigartigkeit spiegelt sich auch in dem relativ niedrigen Alkoholgehalt von 27 Vol.% wider.
Ausgezeichnete Qualität
Der World-Spirits Award 2013 zeichnete Gurktaler Alpenkräuter mit einer Goldmedaille in der Kategorie "Bitter" aus und bestätigte damit die hohe Qualität und den erlesenen Geschmack.
"Rossbacher" Vertriebs GmbH , Wien (Österreich)
Die "Rossbacher" Vertriebs GmbH mit Firmensitz in Wien wurde im Jahr 2001 von der Schlumberger Gruppe erworben. Im Rahmen der zuvor beschriebenen Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts erfolgte mit Jänner 2013 eine Übertragung aller Anteile an die Gurktaler AG. Seither wird das operative Geschäft an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH sowie deren Vertriebstochter, die Top Spirit Handels- und Vertriebs-GmbH, verpachtet. Rossbacher ist von der Produktion bis hin zum Vertrieb ein österreichisches Traditionsprodukt. Der Halbbitter besteht seit 1897 am Markt und wurde für seine Qualität vielfach prämiert. Die sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter, Wurzeln und Beeren und seine geheime Rezeptur sind seine Merkmale. Goldmedaillen beim World-Spirits Award (WSA) und am Internationalen Spirituosen Wettbewerb (ISW) sowie die Prämierung als "Kräuterspirituose des Jahres 2011" belegen die hohe Produktqualität von Rossbacher.
Die aufwendige Gewinnung der Wirkstoffe aus den einzelnen Rohstoffen erfolgt nach unterschiedlichen Methoden (Mazeration, Perkolation oder Destillation). Mit Sorgfalt und langjähriger Erfahrung wurde erarbeitet, welches Verfahren bei welchen Rohstoffen zur Anwendung kommt. Dies ist ein seit jeher streng gehütetes Geheimnis.
Leibwächter Kräuter GmbH , Wien (Österreich)
Die Leibwächter Kräuter GmbH mit Firmensitz in Wien wurde im Dezember 2012 als 100%ige Tochtergesellschaft der Schlumberger AG gegründet und ist im Februar 2013 – nach der abgeschlossenen verhältniswahrenden Abspaltung der Gurktaler AG von der Schlumberger AG – durch die Gurktaler AG gekauft worden. Das Unternehmen verpachtet sein Geschäft an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH.
Leibwächter ist ein feinherber Halbbitter mit einer leichten Süße, wodurch die würzige Kräuternote besonders gut zur Geltung kommt. Er wird aus einer Vielzahl von Kräutern und Früchten in einem schonenden Verfahren hergestellt. Die Zutaten werden mit Alkohol überzogen, zwei Wochen mazeriert und danach in einem Vakuumdestillierverfahren destilliert. So wird das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau garantiert.
Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg (Deutschland)
An diesem traditionsreichen deutschen Unternehmen mit Sitz in Rheinberg, Niederrhein, hält die Gurktaler AG eine Finanzbeteiligung in Höhe von 14,572 %. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von "Underberg – der Rheinberger Kräuter" nach dem Fabrikationsgeheimnis der Familie Underberg. Dazu zählt auch das Halten und Verwalten der Warenzeichen unter anderem im Zusammenhang mit der Marke "Underberg" sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen in Deutschland und weiteren Ländern.
Seit 1846 wird das Geheimrezept von der Familie gehütet und gepflegt. Das Wissen der Familie Underberg um die schonende Gewinnung der wertvollen Wirkstoffe aus den erlesenen und aromatischen Kräutern aus 43 Ländern wurde zum "Semper idem®"-Geheimverfahren entwickelt. Es folgt ein monatelanger Reifeprozess in Fässern aus slowenischer Eiche. Das unverwechselbare Markenzeichen von Underberg ist die Portionsflasche mit 20 ml. Underberg wird weltweit in 98 Ländern vertrieben.
Zwack Unicum Nyrt., Budapest (Ungarn)
Zwack Unicum ist der traditionsreiche Bitterlikör mit starker Verwurzelung im ungarischen Getränkemarkt, der dem Unternehmen auch seinen Namen gibt. Die Zwack Unicum Nyrt. mit Sitz in Budapest, Ungarn, ist auf die Herstellung hochwertiger eigener Produkte sowie auf die Distribution von Spirituosen und Wein spezialisiert. Die bei der Gurktaler AG "at equity" konsolidierte Zwack Gruppe ist der größte Spirituosenproduzent und -distributeur namhafter
Das Rezept des Zwack Unicum mit über 40 Kräutern ist seit über 200 Jahren ein Geheimnis der Familie Zwack.
Getränkemarken in Ungarn. Die Zwack Unicum Nyrt. Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, eine 49,998%ige Tochter der Gurktaler AG, enthalten. Durchgerechnet beträgt der Anteil der Gurktaler AG an der Zwack Unicum Nyrt. 25 %.
Das Rezept von Zwack Unicum ist seit über 200 Jahren ein Geheimnis der Familie Zwack. Er wird aus über 40 Kräutern und Gewürzen aus der ganzen Welt bereitet, die im Vorfeld sorgfältig ausgewählt werden. Dazu wird ein Teil der Kräuter mazeriert und der andere Teil destilliert. So entfalten
sich das volle Aroma, der ausgewogene Geschmack und die optimale Wirkung der Kräuter. Die Kombination dieser zwei Produktionsverfahren und eine
mehrmonatige Reifung in Eichenfässern verleihen Zwack Unicum seine komplexe Struktur und seine einzigartige Qualität.
Neben dem bekannten Bitterlikör stellt Zwack auch verschiedene Brände bzw. Schnäpse und Liköre her.
Unternehmensstrategie
Die Gurktaler AG hat wie auch die Firma Schlumberger, aus der sie hervorgegangen ist, einen besonderen Fokus auf die Kompetenz bei Kräuterspirituosen und einen hohen Anspruch hinsichtlich Qualität und Nachhaltigkeit.
Für die Zukunft lauteT die Zielsetzung:
- das Schaffen von Markenwerten und die Weiterentwicklung von starken Kräuterspirituosen-Warenzeichen mit höchster Qualität
- das Aufspüren von Marktchancen und der Ausbau bestehender und die Erschließung neuer Absatzkanäle im In- und Ausland
- die ständige Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Produktionsverfahren und Produkte mit starkem regionalem Bezug
Die Gurktaler AG hat hohen Anspruch hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit und Kompetenz bei Kräuterspirituosen.
• die Einbindung beteiligter Unternehmen und die Schaffung von Synergien hinsichtlich Entwicklung, Produktion und Vermarktung
Durch die Entflechtung vom Schaumwein-Geschäft soll die Gurktaler AG ein eigenes Profil für ihre Kräutermarken schaffen und eine klare Differenzierung vom Mitbewerb erlangen.
Die zum Jahreswechsel vorgenommene Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts hat auf die Ausrichtung des operativen Geschäfts keine Auswirkungen. Schon bisher wurden sowohl die Schaumwein- als auch Kräuterspirituosen-Marken von jeweils namensgleichen Gesellschaften gehalten, aber von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH gepachtet und durch einen Kommissionärsvertrag von der Top Spirit Handels- und Verkaufsgesellschaft m.b.H. kommissionsweise vertrieben. Die auf die jeweilige Funktion (Warenbezug, Vermarktung, Verkauf, Verwaltung) spezialisierten Unternehmen nehmen – wie in der Vergangenheit – ihre Aufgaben auch weiterhin mit der größtmöglichen Professionalität in gewohnter Weise wahr.
Das Unternehmen beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiter. Dienstleistungen werden von den jeweiligen dafür spezialisierten Gesellschaften aus der Schlumberger Gruppe wahrgenommen und zu marktüblichen Preisen an die leistungsempfangenden Gesellschaften der Gurktaler AG verrechnet.
Die Vision 2021 der Schlumberger Gruppe findet auch in der Gurktaler AG ihre Anwendung. Aufbauend auf den ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Wurzeln des Unternehmens, wird eine authentische und nachhaltige Wertorientierung angestrebt. Die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes anhand "enkelfähiger Ziele" stellt gemeinsam mit dem Motto der Vision 2021 "Alles kann man besser machen" die strategische Zielsetzung für die kommenden Jahre dar.
Feinste Kräuterspirituosen
Die Gurktaler AG wurde im Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragen und bündelt seither das Kräuterspirituosengeschäft, das ihr im Rahmen einer verhältniswahrenden Ab spaltung von der Sc hlumberger AG übertragen wurde. Neben der Gurktaler Alpenkräuter GmbH finden sich auch die Rossbacher Vertriebs GmbH sowie die Leibwächter Kräuter GmbH unter dem Dach dieser Gesellschaft, die zudem Finanzbeteiligungen an Zwack Unicum Nyrt. sowie an der Underberg GmbH & Co KG hält.
Rossbacher
die österreichische Kräuterspezialität Seit 1897 wird die österreichische Kräuterspezialität wegen ihres intensiven, harmonisch ausbalancierten Geschmacks geschätzt. Die vielfach prämierte Qualität des Halbbitters mit 32 Vol.% entsteht durch die sorgfältige Auswahl hochwertiger Kräuter, Wurzeln und Beeren. Der diesjährige Internationale Spirituosen Wettbewerb bestätigte dies mit der Auszeichnung "Großes Gold" und kürte Rossbacher damit zur "Kräuterspirituose des Jahres".
Leibwächter
der feinherbe Halbb itter Leibwächter ist ein feinherber Halbbitter mit 35 Vol.%. Durch seine leichte Süße kommt die würzige Kräuternote besonders gut zur Geltung. Er wird aus einer Vielzahl von Kräutern und Früchten hergestellt. Dabei werden diese mit Alkohol überzogen, mazeriert und danach in einem Vakuumdestillierverfahren destilliert. So wird das gleichbleibend hohe Qualitätsniveau garantiert.
Zwack Unicum
die ungarische Spezialität Das ungarische Flair, die eigenständige Flaschenform, das markante Etikett und der eigenständige Geschmack haben Unicum zu einer bedeutenden internationalen Spirituose gemacht. Noch heute wird Unicum nach
uraltem Geheimrezept aus dem Jahre 1790 aus über 40 ausgewählten Kräutern behutsam hergestellt. Danach erfolgt eine monatelange Lagerung in Eichenfässern. Das Mischungsverhältnis liefert ein ausgewogenes Ergebnis mit einem harmonisch-geschmeidigen Geschmack.
Underberg
die Portion Wohlbefinden Die Kraft erlesener und aromatischer Kräuter aus 43 Ländern der Welt, eine besonders schonende Gewinnung ihrer Wirkstoffe durch das streng gehütete Geheimverfahren "Semper idem®" sowie die sorgfältige Reifung in Eichenfässern sind neben der in Strohpapier gewickelten Portionsflasche typische Merkmale für Underberg. Der Rheinberger Kräuter ist heute weltweit die Nr. 1 in der Portionsflasche. Millionen von Menschen in über 100 Ländern schätzen täglich seine wohltuende Wirkung.
Die Gurkta ler Aktie
Volati le Kapita lmärkte
Die internationalen Kapitalmärkte waren im Geschäftsjahr 2012/2013 einerseits geprägt von der großen Unsicherheit über die Auswirkungen der Krise in der Eurozone auf die Weltwirtschaft und andererseits von den fiskalpolitischen Interventionen der Regierungen und Zentralbanken. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2012 stabilisierte sich die Entwicklung, und die meisten Handelsplätze konnten das Jahr mit deutlichen Kursgewinnen abschließen.
Der Euro Stoxx 600 Index, der die größten börsennotierten Unternehmen Europas umfasst, legte im Kalenderjahr 2012 um 14,4 % zu. In Deutschland gewann der DAX 29,1 % an Wert. Der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, verzeichnete einen Anstieg um 26,9 %, nachdem er im Jahr 2011 einen Rückgang um 34,9 % verzeichnet hatte. Vor allem das europäische Börsengeschehen stand im ersten Quartal 2013 im Schatten der Zypernkrise, die eine deutliche Verunsicherung und markante Kursrückgänge im Bankensektor auslöste.
Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar bewegte sich 2012 in einer Bandbreite von 1,20 und 1,35 und lag gegen Jahresende bei 1,32 und damit auf dem Ausgangsniveau des Jahres. Der ungarische Forint (HUF) konnte 2012 an Stärke gegenüber dem Euro gewinnen, nachdem zur Jahreswende 2011/2012 ein Wechselkursverhältnis von über 320 HUF je Euro erreicht worden war.
Börsennoti z de r Gurkta ler Aktie
Die Gurktaler AG wurde mit der verhältniswahrenden Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts von der Schlumberger AG, die von der außerordentlichen Hauptversammlung der Schlumberger AG am 30. November 2012 beschlossen wurde, gegründet und am 10. Jänner 2013 im Firmenbuch eingetragen. Ihr Grundkapital in Höhe von EUR 4,5 Mio. unterteilt sich in 1.500.000 Stammaktien sowie 750.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Alle Aktien wurden den Aktionären der Schlumberger AG entsprechend ihren Anteilen an der Schlumberger AG zum Abspaltungsstichtag am 8. Februar 2013 zugeteilt.
Die Gurktaler AG notiert seit 8. Februar 2013 an der Wiener Börse, und ihre Aktien werden im Marktsegment standard market auction gehandelt. Der Erstnotizpreis für die Gurktaler Stammaktie bildete sich am 11. Februar 2013 mit EUR 5,50 und jener für die Vorzugsaktie am 18. Februar mit rund EUR 4,00. Davon ausgehend verzeichnete die Gurktaler Stammaktie bis zum Ende des Berichtszeitraums am 31.3.2013 einen Anstieg um 12,2 % auf EUR 6,17 und die Vorzugsaktie einen Anstieg von 17,5 % auf EUR 4,70.
Per 31. März 2013 errechnete sich somit eine Marktkapitalisierung in Höhe von EUR 12,8 Mio. Die Marktkapitalisierung der Schlumberger AG belief sich zum selben Stichtag auf EUR 34,8 Mio. Daraus resultiert ein gemeinsamer Börsenwert beider Gesellschaften in Höhe von EUR 47,6 Mio. im Vergleich zu EUR 42,1 Mio. des Vorjahresstichtags der Schlumberger AG in ihrer damaligen Form (inkl. Kräuterspirituosengeschäft), womit eine Wertsteigerung um 13,1 % erzielt werden konnte.
Dividendenpolitik
Die Gurktaler AG strebt eine stabile und kontinuierliche Dividendenpolitik für ihre Anleger an. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 4. September 2013 für das Geschäftsjahr 2012/2013 eine Dividende in der Höhe von EUR 0,08 je bezugsberechtigte Stamm- bzw. Vorzugsaktie vorschlagen. In Summe entspricht das rund 4 % vom Grundkapital. Gemessen am Schlusskurs vom 31.3.2013 errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,3 % bei Stamm- bzw. 1,7 % bei Vorzugsaktien.
Bei dieser Renditebetrachtung ist zudem die Dividende der Schlumberger AG, die ihr Vorstand der Hauptversammlung in Höhe von EUR 0,58 vorschlagen wird, zu berücksichtigen. Aktionäre der Schlumberger AG, die seit der verhältniswahrenden Abspaltung und Börsennotiz der Gurktaler AG am 8. Februar 2013 die ihnen zugeteilten Gurktaler Aktien gehalten haben, werden gemäß dem Vorschlag der Vorstandsgremien in Summe Dividenden in Höhe von EUR 0,66 erhalten. Damit wird das Niveau des Vorjahres von EUR 0,73 leicht unterschritten, aber dennoch eine überaus attraktive Aktienrendite erzielt.
Unter Berücksichtigung des Gesamtwerts der Schlumberger und Gurktaler Aktien, die im Rahmen der Spaltung automatisch auf die Depots der Aktionäre übertragen wurden, erzielten die Stammaktien von Schlumberger und Gurktaler in Summe eine Aktienrendite (Total Shareholder Return) für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 18,8 % (2011/2012: 2,3 %) und die Vorzugsaktien in Summe in der Höhe von 10,9 % (2011/2012: –6,4 %).
Aktionärsstruktur
Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, die rund 75,1 % der Stammaktien hält. 9,7 % aller Stammaktien werden von der Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien mit einem Stimmrechtsanteil von 15,2 % befinden sich im Streubesitz, wobei der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt sind, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt. Im Übrigen werden 1,5 Millionen Vorzugsaktien von den Aktionären gehalten.
Investor Relations
Mag. Wolfgang Spiller verantwortet als Vorstandsmitglied den Bereich Investor Relations bei Gurktaler. Die oberste Zielsetzung aller Investor-Relations-Tätigkeiten bildet eine zeitnahe und transparente Informationspolitik gegenüber allen Aktionären der Gurktaler AG. Auf der Unternehmenswebsite http://gruppe.gurktaler.at/investor-relations werden Finanzberichte, Zwischenmitteilungen und Geschäftsberichte sowie weiterführende Informationen veröffentlicht. Dort findet sich auch eine detaillierte Übersicht über alle Pflichtveröffentlichungen und Ad-hoc-Meldungen sowie zu Compliance und Corporate Governance. Unter dem Menüpunkt "Hauptversammlung" werden fristgerecht alle diesbezüglichen Informationen veröffentlicht.
Am 30. November 2012 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der Schlumberger AG zur Behandlung und Beschlussfassung der Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts in die Gurktaler AG statt. Alle Details dazu finden sich ebenfalls auf der genannten Website, ein Überblick wird auf Seite 4 dieses Berichts geliefert.
| Finanzkalender | |
|---|---|
| 3. Juli 2013 | Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2012/2013 |
| 9. August 2013 | Zwischenmitteilung für das 1. Quartal 2013/2014 zum 30. Juni |
| 4. September 2013 | Ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012/2013 |
| 9. September 2013 | Dividendenzahlung (EXTA G) |
| 11. September 2013 | Dividendenausschüttung |
| 29. November 2013 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2013/2014 |
| 10. Februar 2014 | Zwischenmitteilung für das 3. Quartal 2013/2014 |
| Kennzahlen1) | 2012/2013 | |
|---|---|---|
| Börsenkapitalisierung per 31.3. | in EUR Mio. |
12,8 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,06 |
| Cashflow je Aktie | in EUR | 0,12 |
| Eigenkapital je Aktie | in EUR | 9,68 |
| Dividende je Aktie | in EUR | 0,08 |
| Ausschüttungsquote | in % | 128,6 % |
| Kennzahlen zur Vorzugsaktie ISIN AT 0000A0Z9H1 |
||
| Höchstkurs | in EUR | 5,40 |
| Tiefstkurs | in EUR | 4,00 |
| Kurs per 31.3. | in EUR | 4,70 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | in Tsd. Stk. | 750 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. | 75,55 | |
| Kennzahlen zur Stammaktie ISIN AT 0000A0Z9G3 |
||
| Höchstkurs | in EUR | 7,32 |
| Tiefstkurs | in EUR | 5,50 |
| Kurs per 31.3. | in EUR | 6,17 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | in Tsd. Stk. | 1.500 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis per 31.3. | 99,18 |
1) Die Gurktaler AG wurde mit Eintragung in das Firmenbuch im Jänner 2013 gegründet, weshalb alle Kennzahlen nur für das Geschäftsjahr 2012/2013 ausgewiesen werden können. Zudem umfassen die Umsatz- und Ertragskennzahlen aufgrund der unterjährigen Unternehmensgründung kein gesamtes Geschäftsjahr.
Corporate-Governance-Bericht 2012/2013
Gemäß § 243b UGB
Transparente Informationspolitik
Die Gurktaler AG teilt hinsichtlich Transparenz, Tradition und des partnerschaftlichen Umgangs gegenüber allen Interessengruppen dieselben Wertevorstellungen wie die Schlumberger AG, aus der sie durch die verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts im Berichtsjahr hervorgegangen ist.
Im besonderen Maße gilt dies auch für Corporate-Governance-Bestimmungen, die in Österreich vor allem für börsennotierte Gesellschaften Gültigkeit haben. Vor allem aufgrund der teilweisen Personalunion im Vorstand wie auch im Aufsichtsrat der Gurktaler AG und der Schlumberger AG sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Transparenz und der Gleichbehandlung aller Aktionäre von besonderer Relevanz. Aufgrund dieser besonderen Konstellation werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gurktaler AG die Einhaltung der Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex von Beginn an umsetzen, soweit dies möglich ist und sinnvoll erscheint.
Stabile Aktionärsstruktur
Die Gurktaler AG verfügt über eine stabile Aktionärsstruktur. Mehr als 75 % ihrer 1.500.000 Stammaktien sind im Eigentum der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, die sich als nachhaltiger Kernaktionär versteht. Zum Bilanzstichtag am 31.3.2013 wurden weiters 145.486 Stammaktien (dies entspricht 9,70 % der Stammaktien) bzw. 6,47 % des Grundkapitals durch die Schlumberger AG gehalten. Die restlichen Stammaktien entfallen auf den Streubesitz. Es sind der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt, deren direkte oder indirekte Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt. Darüber hinaus halten Aktionäre 750.000 Vorzugsaktien an der Gurktaler AG.
Corporate Governance Kodex (§ 243b Abs. 1 Z. 1 UGB)
Alle vom Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Juli 2012 geforderten Informationen sind in diesem Bericht und entsprechend der thematischen Zugehörigkeit entweder im Geschäftsbericht, Lagebericht oder auf der Website des Unternehmens enthalten.
Der Kodex unterteilt sich in drei Kategorien, wobei die erste Kategorie, die L-Regeln (Legal Requirements), auf zwingenden Rechtsvorschriften beruht und somit verpflichtend anzuwenden ist. Die zweite Kategorie, die C-Regeln (Comply or Explain), sollte eingehalten oder bei Abweichung begründet werden. Abweichungen von diesen C-Regeln werden in diesem Bericht erörtert. Von R-Regeln, die einen reinen Empfehlungscharakter haben, können die Unternehmen ohne Erklärung abweichen.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Homepage des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at) veröffentlicht, und er gilt an der Wiener Börse als allgemein anerkannt.
Ab weichungen vom Corporate Governance Kodex
Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Gurktaler Unternehmenskultur. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich mit dem Kodex befasst und ihre Geschäftsordnungen entsprechend erstellt. Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind nachstehend dargestellt.
Regel 18: Die Größe des Unternehmens mit nur zwei Mitarbeitern erfordert es, dass die Aufgabe der internen Revision im Rahmen der Dienstleistungen, welche von der Schlumberger Gruppe für die Gurktaler Gruppe erbracht werden, von mehreren Mitgliedern der Schlumberger Organisation im Rahmen ihres Aufgabenbereichs wahrgenommen wird. Die fachliche Leitung und Kontrolle ist bei der Leitung des Rechnungswesens angesiedelt.
Regel 30 und 31: Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind für die Schlumberger AG und die Gurktaler AG gleich geregelt. Für die Gurktaler AG gibt es ein Basisgehalt. Es erfolgt eine Weiterverrechnung entsprechend dem jeweils anfallenden Zeitaufwand im Rahmen eines Personalgestellungsvertrags an die Schlumberger AG. Es finden die EU-Vergütungsempfehlungen vom 30.4.2009 Anwendung, die im Kodex zusammengefasst sind.
Die im Corporate Governance Kodex festgelegten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur von Gurktaler.
In der Gurktaler AG gibt es keine Aufwendungen für die Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit wurden keine gesonderten Vereinbarungen hinsichtlich Anwartschaften oder Ansprüchen der Vorstandsmitglieder getroffen, die über die allgemeingültigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen hinausgehen.
Eine Aufschlüsselung der Vorstandsbezüge auf einzelne Mitglieder des Vorstands erfolgt nicht, da ohne detaillierte Angaben zu deren beruflichem Werdegang bzw. zu den Komponenten der Verantwortungsbereiche ein unvollständiges Bild entstünde. Deshalb wird nur die Gesamtsumme aller Vorstandsbezüge ausgewiesen.
Es besteht eine D&O-Versicherung, die damit verbundenen Aufwendungen werden vom Unternehmen getragen.
Regel 41 und 43: Der Aufsichtsrat nimmt als Gesamtgremium die Nominierung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sowie die Regelung der Vorstandsvergütung wahr. Deshalb sind weder ein Nominierungs- noch ein Vergütungsausschuss eingerichtet.
Regel 53 und 54: Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats sind nicht im Sinne des Kodex als unabhängig anzusehen. Als Kriterium für die Unabhängigkeit gilt das materielle Ausmaß der geschäftlichen Beziehung, das keinen wesentlichen Anteil am jeweiligen Einkommen haben soll. Das unabhängige Mitglied des Aufsichtsrats gemäß Regel 53 und 54 ist Herr Dr. Bürgers. Herr Dipl.-BW Peskes gilt als Ersatzmitglied des Aufsichtsrats gemäß Regel 53 und 54 ebenfalls als unabhängig.
Regel 66: Die Gesellschaft erstellt ihre Quartalsergebnisse nach den Bestimmungen des Österreichischen Börsegesetzes und nicht wie im Kodex verlangt nach den International Financial Reporting Standards.
Regel 68: Die Gesellschaft veröffentlicht ihre Berichte in deutscher Sprache, da aus Aktionärssicht bisher kein Erfordernis bestand, diese in englischer Sprache zu verfassen.
Zusammensetzung des Vorstands
Per Umlaufbeschluss des Aufsichtsrats wurden die nachstehenden Personen zum Vorstand der Gurktaler AG bestellt:
Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender
Zuständig für Unternehmensstrategie, Vertrieb, Marketing, Personal, Qualität, Öffentlichkeitsarbeit Geburtsjahr 1957 Erstmals bestellt am 10.1.2013 (mit Eintragung der Gurktaler AG im Firmenbuch) Ende der aktuellen Funktionsperiode nach 5 Jahren: 10.1.2018 Keine Aufsichtsratsmandate in anderen Unternehmen
Mag. Wolfg ang Spiller, Vorstand
Zuständig für Finanzen, IT, Beteiligungsmanagement Geburtsjahr 1967 Erstmals bestellt am 10.1.2013 (mit Eintragung der Gurktaler AG im Firmenbuch) Ende der aktuellen Funktionsperiode: 31.12.2016 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn (At-Equity-Konsolidierung bei der Gurktaler AG)
Hinsichtlich Vorstandsvergütung der Schlumberger AG sei auf die Angaben im aktuellen Geschäftsbericht der Gesellschaft verwiesen.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Die Gründer der Gurktaler AG haben in ihrer Versammlung vom 30.11.2012 nachstehende Personen zu Mitgliedern des ersten Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt. Laut § 9 Z 3 der Satzung dauert die aktuelle Funktionsperiode bis zur Beendigung jener Hauptversammlung, die nach Ablauf eines Jahres seit der Eintragung der Gesellschaft (im Jänner 2013) in das Handelsregister zur Beschlussfassung über die Entlastung stattfindet. Die Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern ist zulässig. Die nächste Wahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung wird somit mit der 2. ordentlichen Hauptversammlung der Gurktaler AG im Herbst 2014 erfolgen.
Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Vorsitzende
Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG (Vorsitzende), Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn (At-Equity-Konsolidierung bei der Gurktaler AG)
Emil Underberg, stv. Vorsitzender
Geburtsjahr 1941 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG (Stellvertreter der Vorsitzenden)
Dr. Tobias Bürgers, Mitglied
Geburtsjahr 1962 Erstmals bestellt am 30.11.2012 Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014 Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Schlumberger AG
Dipl.-BW Gerd Peskes, Ersatzmitglied
Geburtsjahr 1944
Erstmals bestellt als Ersatzmitglied am 30.11.2012
Ende der aktuellen Funktionsperiode: 2. ordentliche Hauptversammlung der Gurktaler AG für das Geschäftsjahr 2013/2014 im September 2014
Aufsichtsratsmandate in anderen börsennotierten Unternehmen: Custodia Holding AG, München, Deutschland; Nymphenburg Immobilien AG, München, Deutschland; RHI AG, Wien, Österreich; Von Roll Holding AG, Zürich, Schweiz; Schlumberger AG (Ersatzmitglied des Aufsichtsrats seit 5. September 2012)
Arbeitsweise und Kontrolle
Zur Sicherstellung einer hohen Transparenz sowie umfassenden und zeitgleichen Information aller relevanten Interessengruppen überwacht einer der Vorstände als Compliance-Verantwortlicher die Einhaltung des Compliance Code der Gurktaler AG, der auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basiert.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft pflegen zusätzlich zu den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen einen regen Gedankenaustausch zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, zur Geschäftsentwicklung, zum Risikomanagement und zu wesentlichen Geschäftsfällen. Bei wichtigen Anlässen bzw. Ereignissen erfolgt eine unverzügliche Information an die Vorsitzende des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat übt seine Kontrolltätigkeit im Prüfungsausschuss bzw. als Gesamtgremium aus. Er entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat traf sich im Geschäftsjahr 2012/2013 zu einer ordentlichen Sitzung, bei der alle Mitglieder persönlich anwesend waren.
Der Prüfungsausschuss wurde vom Aufsichtsrat der Gurktaler AG in seiner Sitzung am 22. Jänner 2013 konstituiert. Ihm gehören folgende Mitglieder des Aufsichtsrats an:
Dr. Hubertine Underberg-Ruder (Vorsitzende, Finanzexpertin) Dr. Tobias Bürgers
Der Prüfungsausschuss traf sich im Geschäftsjahr 2012/2013 zu einer Sitzung, bei der alle Mitglieder persönlich anwesend waren.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird generell von der Hauptversammlung hinsichtlich der Gesamthöhe beschlossen, wobei die Aufteilung dem Aufsichtsrat überlassen wird. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats noch keine Vergütungen ausbezahlt. Die 1. ordentliche Hauptversammlung beschließt im September 2013 über die Gesamthöhe der Aufsichtsratsvergütungen. Für ein volles Geschäftsjahr ist für die Zukunft vorgesehen, an die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen in folgender Höhe auszubezahlen:
Dr. Hubertine Underberg-Ruder EUR 6.000 Emil Underberg EUR 4.500 Dr. Tobias Bürgers EUR 4.500
GESAMT für ein volles Geschäftsjahr EUR 15.000
Für das Wirtschaftsjahr 2012/2013 wird somit vorgeschlagen, anteilig EUR 3.750 als Gesamtbetrag für das Gremium auszubezahlen.
Für Beratungsleistungen erhielten Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von EUR 7.385,25. Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen würden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprächen den Prinzipien der Fremdüblichkeit. Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss unter "Nahestehende Personen und Unternehmen".
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine zustimmungspflichtigen Verträge im Sinne der L-Regel 48 vereinbart. Sofern davor zustimmungspflichtige Verträge abgeschlossen wurden, waren diese vom Aufsichtsrat genehmigt, und sie wurden, sofern sie über den Zeitraum eines Geschäftsjahres hinausreichten, vom Aufsichtsrat bestätigt.
Vergütung des Vorstands
Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 gemäß Konzernabschluss der Gurktaler AG auf EUR 90.023,29. Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 76 an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 21 von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler AG weiterverrechnet. Im Einzelabschluss der Gurktaler AG wurde die Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB angewendet. (Weitere Details zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung siehe weiter oben.)
Gleichbehandlung
Die Gurktaler AG beschäftigt eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter. Die Besetzung von Positionen wird unter nachvollziehbaren Kriterien und unter größter Objektivität getroffen. Die Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Kriterien nimmt dabei oberste Priorität ein.
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern, der Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Im Vorstand sind derzeit ausschließlich Männer tätig.
Darüber hinaus gelten die Regelungen zur Gleichbehandlung der Schlumberger AG. Flexible Arbeitszeitmodelle und Individualvereinbarungen wie beispielsweise die Möglichkeit zur Väterkarenz sollen jedoch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern.
Wirtschaftsprüfer
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 30. November 2012 wurde die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/2013 bestellt.
Die Honorare für die Aufwendungen der Abschlussprüfer belaufen sich auf rund TEUR 29 und beinhalten die Prüfung des Konzernabschlusses, andere Bestätigungsleistungen und sonstige Leistungen.
Wien, am 1. Juli 2013
Der Vorstand:
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller
Mehr Informationen erhalten Sie unter: http://gruppe.gurktaler.at sowie unter der Telefonnummer +43/1/368 22 58-0
Rückfragen an: Investor Relations: Mag. Wolfgang Spiller, Gurktaler AG Tel: +43/1/368 60 38-215, E-Mail: [email protected]
BERICHT DES AU FSICHTSRATS
Durch die verhältniswahrende Abspaltung der Gurktaler AG von der Schlumberger Gruppe wurde Ende 2012 ein eigener Kompetenzbereich für Kräuterspirituosen geschaffen.
Im Sinne einer aktiven und wertorientierten Unternehmensführung wurde im Berichtsjahr eine gesellschaftsrechtliche Entflechtung der beiden Kernkompetenzen "Schaumwein" und "Kräuterspirituosen" vorbereitet und von der außerordentlichen Hauptversammlung der Schlumberger AG am 30. November 2012 beschlossen.
Die zur Gurktaler AG gehörenden Tochtergesellschaften sind die
- Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk
- "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien
- Leibwächter Kräuter GmbH (100 %, Akquisition im Februar 2013), Wien
sowie die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen
- Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn) und
- Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland.
Der Aufsichtsrat der Gurktaler AG wurde – ebenfalls am 30. November 2012 – in einer Versammlung der Gründer der Gurktaler AG bestellt. Als Mitglieder wurden Frau Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Herr Emil Underberg und Herr Dr. Tobias Bürgers bestellt. Als Ersatzmitglied wurde Herr Gerd Peskes bestellt. Als weiterer Tagesordnungspunkt dieser Sitzung wurde die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, zum Abschlussprüfer bestellt.
Der Aufsichtsrat der Gurktaler AG verantwortet aktiv die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens im Interesse der Aktionäre, begleitet diese und nimmt umfassend die ihm nach Gesetz und Satzung aufgetragenen Aufgaben wahr.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 traf sich der Aufsichtsrat zur ersten ordentlichen Sitzung im Jänner 2013. Dabei wurde er vom Vorstand über den Stand der Spaltung, den bevorstehenden Börsengang sowie die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, die Geschäftsentwicklung sowie die Lage des Unternehmens und seiner Beteiligungen unterrichtet. Es nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an dieser Sitzung des Aufsichtsrats persönlich teil.
Im Zusammenhang mit der Abspaltung fand ein laufender Kontakt mit dem Vorstand über den Spaltungsvorgang statt. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen.
Der Prüfungsausschuss wurde vom Aufsichtsrat der Gurktaler AG am 22. Jänner 2013 konstituiert und setzt sich aus Frau Dr. Hubertine Underberg-Ruder als Vorsitzende und Finanzexpertin und Herrn Dr. Tobias Bürgers zusammen. Die Mitglieder des gemäß § 92 Abs 4a AktG eingerichteten Prüfungsausschusses hielten im Berichtsjahr am 22. Jänner 2013 die erste Sitzung ab. Es nahmen alle Mitglieder des Prüfungsausschusses im Berichtsjahr an dieser Sitzung des Prüfungsausschusses persönlich teil.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2013 wurden von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, die in der Versammlung der Gründer der Gurktaler AG vom 30. November 2012 zum Abschlussprüfer bestellt wurde, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Ferner wurde vom Abschlussprüfer festgestellt, dass der vom Vorstand aufgestellte Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der vom Abschlussprüfer verfasste Prüfungsbericht wurde gemäß § 273 Abs. 4 UGB den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013 geprüft und in seiner Sitzung vom 2. Juli 2013 den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Gurktaler AG gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat in der gleichen Sitzung ferner den Konzernabschluss genehmigt.
Ebenfalls in seiner Sitzung vom 2. Juli 2013 hat der Aufsichtsrat – in Entsprechung des § 270 Abs. 1 UGB – beschlossen, der diesjährigen 1. ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, sowohl hinsichtlich des Abschlusses der Gurktaler AG als auch des Konzernabschlusses zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/2014 zu wählen.
Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns zu.
Weitere Informationen über die Arbeitsweise und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses sind dem Corporate-Governance-Bericht ab Seite 16 des Geschäftsberichts zu entnehmen.
Wien, am 2. Juli 2013
Dr. Hubertine Underberg-Ruder Vorsitzende des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013
Die nachstehenden Angaben umfassen den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Gurktaler AG. Diese beiden Berichte werden gemäß § 267 Abs. 4 UGB in Verbindung mit § 251 Abs. 3 UGB ineinander integriert.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Konjunktureintrübung in Europa
Im Wirtschaftsjahr 2012/2013 vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 war die Eurozone von einer Rezession und der anhaltenden Staatsschuldenkrise geprägt. Zugleich wirkten die global schwache Nachfrageentwicklung und die Verunsicherung auf den internationalen Finanzmärkten negativ auf die Gesamtwirtschaft ein.
In der Eurozone mit ihren 17 Mitgliedsstaaten ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Kalenderjahr 2012 im Durchschnitt um 0,6 % gesunken (2011: + 1,5 %). Für 2013 wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein weiterer Rückgang um 0,3 % erwartet. Erst für 2014 wird ein Wirtschaftswachstum prognostiziert, das vor allem aus einer positiven Entwicklung der Außennachfrage resultieren sollte.
Der Euro notierte im Jahr 2012 mit durchschnittlich 1,28 EUR/US\$ schwächer als im Vorjahr mit 1,39 EUR/US\$. Die Bandbreite lag zwischen 1,23 EUR/US\$ im Juli 2012 und 1,32 EUR/US\$ zwischen Februar und April 2012.
Laut Einschätzung des IWF wird das Wachstumsgefälle zwischen den Kernländern der Eurozone und den Peripherieländern weiterhin groß bleiben. In den südeuropäischen Ländern werden sich die Konsolidierungsprogramme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die erschwerten Finanzierungsbedingungen negativ auf die Entwicklung auswirken. Die Europäische Zentralbank erwartet dennoch eine wirtschaftliche Erholung der Eurozone gegen Jahresende 2013.
Wirtschaftswachstum in Österreich
Österreich verzeichnete 2012 entgegen dem gesamteuropäischen Trend ein BIP-Wachstum von 0,8 % und wird laut Einschätzung des IWF 2013 im gleichen Ausmaß wachsen. Eine stärkere Expansion um 1,6 % wird für 2014 prognostiziert. Damit entwickelte sich die österreichische Wirtschaft wiederholt stärker als die Mehrheit der übrigen Volkswirtschaften in der Eurozone.
Die Inflationsrate lag 2012 laut Statistik Austria mit 2,6 % weiterhin auf einem hohen Niveau, jedoch deutlich unter dem Wert von 2011 (3,3 %). Hauptverantwortlich dafür waren hohe Preise für Wohnen, Wasser und Energie sowie Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke und Treibstoff. Der Warenkorb des täglichen Bedarfs verzeichnete somit wesentlich höhere Preissteigerungen als der Verbraucherpreisindex, der auch Güter mit Investitionscharakter beinhaltet. Die nach der Eurostat-Methode berechnete Arbeitslosenquote Österreichs war 2012 mit 4,3 % (2011: 4,2 %) weiterhin die niedrigste Rate der EU-27-Mitgliedsstaaten und lag deutlich unter dem EU-27-Durchschnitt von 10,5 % (2011: 9,7 %). Nach nationaler Methode (beim AMS registrierte arbeitslose Personen auf Basis der unselbstständig Beschäftigten) belief sich die Arbeitslosenquote auf 7,0 % (2011: 6,7 %).
Positive Entwicklung im österreichischen Tourismus
Der österreichische Tourismus setzte seinen Wachstumskurs auch 2012 fort. Mit insgesamt 131 Mio. Nächtigungen verzeichnete die Branche ein Plus von 4,0 %. Während die Nächtigungszahl der ausländischen Gäste um 4,8 % auf 95,1 Mio. anstieg, erhöhte sich der Vergleichswert der Inlandsgäste um 1,9 % auf 36,0 Mio. Nächtigungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 3,6 Nächten unverändert zum Vorjahr. Die Ausgaben je Aufenthalt gehen jedoch seit Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 zurück, weshalb das wertmäßige Wachstum unter jenem der Nächtigungszahlen liegt.
Entwicklung im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel
Der Lebensmitteleinzelhandel wird in Österreich nach gängiger Betrachtung ohne Cash-and-Carry-Märkte sowie ohne das Segment der Discounter dargestellt und wuchs 2012 nominell um 2,2 % von EUR 17,7 Mrd. auf EUR 18,1 Mrd. real, unter Berücksichtigung der Inflation war jedoch ein Rückgang um 0,3 % zu verzeichnen. Mit einem Marktanteil von rund 83 % für die drei größten Anbieter (einschließlich des größten Discounters) besteht im österreichischen Lebensmittelhandel eine im internationalen Vergleich sehr hohe Konzentration.
Branchentrends und Wettbewerbssituation am österreichischen Getränkemarkt
Die Marktentwicklung bei der für die Gurktaler Gruppe wichtigen Getränkekategorie Kräuterspirituosen war wegen Preiserhöhungen in der Menge leicht rückläufig, der Umsatz konnte jedoch gesteigert werden. Die Gurktaler Gruppe konnte ihre Marktführerschaft in Österreich bei Kräuterspirituosen erfolgreich verteidigen.
Uneinheitliche Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa
Die osteuropäischen Volkswirtschaften zeigten 2012 einen sehr unterschiedlichen Verlauf. Wiederholt robust zeigte sich die Konjunktur in Polen und in Bulgarien. Sehr schwach war die Entwicklung in Ungarn mit einer Reduktion des BIP um 1,7 %. Die Wirtschaftslage in Ungarn war zudem von regulatorischen Eingriffen in mehrere Branchen und von politischen Unstimmigkeiten hinsichtlich der Vorgaben der Europäischen Union geprägt.
Gurktaler und seine Beteiligungsgesellschaften
Die Gurktaler AG fungiert als geschäftsführende Holding und erbringt für Beteiligungsunternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Verwaltung, Versicherung und IT. Die Muttergesellschaft des Konzerns hält keine Zweigniederlassungen. Die Geschäftstätigkeit der
Gurktaler Gruppe stützt sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche: Zum einen erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der nachstehenden Kräuterspirituosenunternehmen an die Schlumberger Gruppe:
- Gurktaler Alpenkräuter GmbH (100 %), Gurk, einschließlich der 100-Prozent-Beteiligung an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH mit Sitz in Regenstauf, Deutschland
- "Rossbacher" Vertriebs GmbH (100 %), Wien
- Leibwächter Kräuter GmbH (100 %), Wien
Zum anderen hält die Gurktaler AG die Finanzbeteiligungen an den Kräuterspirituosenunternehmen Peter Zwack & Consorten Handels-AG (49,998 %), Wien (mit einer Beteiligung von 50 % plus einer Aktie an Zwack Unicum Nyrt., Budapest, Ungarn) und an der Underberg GmbH & Co KG (14,572 %) in Rheinberg, Deutschland.
Die Ergebnisse aus den Finanzbeteiligungen stehen der Gurktaler AG rückwirkend zum 1.4.2012 zu. Die Ergebnisanteile aus den genannten Finanzbeteiligungen werden im Finanzergebnis dargestellt.
Die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter gehen seit Jänner 2013 an die Gurktaler AG. Wie auch in der Vergangenheit erfolgt die Verpachtung des operativen Geschäfts der oben genannten Gesellschaften an die Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH. Die Pachtverträge definieren einen umsatzabhängigen Pachtzins, dessen Höhe von der Ertragsspanne der jeweiligen Produkte sowie der damit verbundenen Funktionen und Risiken durch die Verpachtung abhängt. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden die Pachterträge als Umsatzerlöse ausgewiesen.
Geschäftsfeld Deutschland: Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg
Die Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, und die mit ihr verbundenen Gesellschaften, sind im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb des "Underberg" spezialisiert. Zudem hält sie die Warenzeichen der Marke "Underberg" und der Riemerschmid-Gruppe und hält Beteiligungen in Deutschland, Frankreich und Brasilien. Im Abschluss der Gurktaler Gruppe des Wirtschaftsjahres 2012/2013 wurde das Ergebnis der Underberg GmbH & Co KG, Rheinberg, noch nicht berücksichtigt.
Geschäftsfeld Ungarn: Zwack Unicum Nyrt., Budapest
Im Rahmen der Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts in die Gurktaler AG wurde die Beteiligung an Zwack Unicum Nyrt. in Ungarn rückwirkend mit 1.4.2012 ein Teil der neu gegründeten Gurktaler AG.
Aufgrund eines schwächeren Wechselkurses und der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation in Ungarn resultiert für das Geschäftsjahr 2012/2013 ein geringerer Beteiligungsertrag aus dieser at-Equity-konsolidierten Beteiligung.
Umsatz- und Ergebniskennzahlen
| IFRS | 2012/2013 | |
|---|---|---|
| Umsatz | in EUR Mio. | 0,2 |
| Betriebsergebnis (EBIT ) |
in EUR Mio. | –0,3 |
| Bilanzgewinn | in EUR Mio. | 0,1 |
| Cashflow gesamt | in EUR Mio. | 0,0 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,06 |
| Eigenkapitalquote | in % | 64,9 % |
| EGT | in EUR Mio. | 0,2 |
| Umsatzrentabilität (Return on Sales) | in % | 95,2 % |
| Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity – ROE) | in % | 0,73 |
| Umsatz je Mitarbeiter | in EUR Mio. | n.a. |
Ko nzernabschluss nach IFRS
Gurktaler berichtet nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Die Gurktaler Gruppe ist operativ ausschließlich in Österreich tätig.
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Unternehmensgruppe Gurktaler einen Umsatz von EUR 0,2 Mio. Es sind dies die Pachterträge für Gurktaler Alpenkräuter, Rossbacher und Leibwächter ab Jänner 2013. Die Umsätze lassen noch keinen Rückschluss auf ein vollständiges Wirtschaftsjahr zu, da bei Leibwächter die Umstellungsphase nach der Akquisition zu Verzerrungen des Geschäftsverlaufs führt.
Ergebnis
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wird ein Betriebserfolg (EBIT) von EUR –0,3 Mio. ausgewiesen. Darin sind negative Einmaleffekte, die vorwiegend der Spaltung und Unternehmensgründung zuzuschreiben sind, enthalten. Eine Hochrechnung für ein vollständiges Wirtschaftsjahr wäre deshalb nur bedingt aussagekräftig.
Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Erträge der At-Equity-Beteiligung in Ungarn (EUR 1,1 Mio.) und die Abschreibung der 100-Prozent-Beteiligung an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH mit Sitz in Regenstauf, Deutschland.
Die Ertragsteuern belasten das Konzernjahresergebnis mit EUR 0,02 Mio. Steuern. Davon sind EUR 0,01 Mio. latente Steuern.
Das Konzernjahresergebnis beträgt in Summe EUR 0,1 Mio. und lässt, wie bereits erwähnt, noch keine Rückschlüsse auf ein vollständiges Wirtschaftsjahr zu.
Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie in Höhe von EUR 0,06. Der Vorstand wird der Hauptversammlung im September 2013 eine Dividende in Höhe von EUR 0,08 je berechtigte Aktie vorschlagen.
Investitionen
Die Investitionen in das Anlagevermögen aller Gesellschaften der Gurktaler Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf EUR 10,8 Mio. Darin inkludiert sind vorwiegend die Anschaffung des Markenrechts Leibwächter und der Kauf des Markenrechts Rossbacher, das vormals im Eigentum der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH stand. Es wurden keine Investitionen in Sachanlagen im Wirtschaftsjahr 2012/2013 getätigt.
Vermög ens - und Kapitalstruktur
Die Bilanzstruktur der Gurktaler Gruppe resultiert aus dem Spaltungsvorgang und wird im Detail im Anhang zum Konzernabschluss erörtert.
Die Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März 2013 betrugen EUR 21,8 Mio. Daraus errechnet sich bei einer Bilanzsumme von EUR 33,5 Mio. eine Eigenmittelquote von 64,9 % (per 1.4.2012: 97,3 %).
Zum Zeitpunkt der Unternehmensgründung durch die Abspaltung von der Schlumberger Gruppe bestanden nahezu keine Verbindlichkeiten. Das ist auf die gesetzlichen Vorgaben zurückzuführen, die nur die Übertragung jener Verbindlichkeiten erlaubten, die auch schon in den letzten zwei Jahren vor der Spaltung direkt der Gurktaler AG zurechenbar waren. Der Kauf der Marken Leibwächter und Rossbacher begründet die Verbindlichkeiten zum 31.3.2013.
Gurktaler verfügt damit über eine solide Eigenmittelausstattung.
Cashflow aus dem Ergebnis
Der Nettozahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2012/2013 EUR 0,3 Mio. und ist im Wesentlichen durch die Pachterträge beeinflusst.
Der Cashflow der Investitionstätigkeit ist durch die Investitionen in Markenrechte begründet.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten für die Markenkäufe.
Lagebericht
| in EUR Mio. |
2012/2013 |
|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 0,3 |
| Cashflow aus Investitionen | –10,8 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 10,5 |
| Anfangsbestand der liquiden Mittel | 0 |
| Endbestand der liquiden Mittel | 0 |
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln sind wie bei der Schlumberger Gruppe, aus der die Gurktaler AG hervorgegangen ist, die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs. Das Unternehmen orientiert seine Strategie und Vision an ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Nachhaltigkeit.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren in den Unternehmen des Vollkonsolidierungskreises im Durchschnitt keine Personen beschäftigt. Per Stichtag 31.3.2013 waren zwei Personen beschäftigt.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2012/2013 fielen keine direkten Kosten im Bereich Forschung & Entwicklung an.
Risikomanagement
Das operative Risikomanagement wird durch die Schlumberger Gruppe ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2012/2013 sind keine außerordentlichen Ereignisse eingetreten. Ebenso sind bis zur Erstellung dieses Berichts keine besonderen Vorkommnisse eingetreten. Es sind keine tatsächlichen Risiken bekannt, die isoliert oder in ihrem Zusammenspiel den Fortbestand der Gurktaler Unternehmensgruppe gefährden könnten. Das Risikomanagement bei den Finanzbeteiligungen wird durch ein aktives Beteiligungsmanagement umgesetzt und beinhaltet den Informationsaustausch mit den Entscheidungsträgern sowie ein regelmäßiges Berichtswesen.
ANGABEN GEMÄSS § 243a UGB
Das Grundkapital der Gurktaler AG setzt sich aus 750.000 Vorzugsaktien und 1.500.000 Stammaktien zusammen, wobei jede Aktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Vorzugsaktien sind stimmrechtslose Aktien mit einer Vorzugsdividende von 4 % auf den auf die Stückaktien entfallenden Anteil am Grundkapital, wobei für den nachzuzahlenden Dividendenvorzug § 12a AktG gilt.
Großaktionär der Gurktaler AG ist die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, mit 75 % der Stammaktien. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts hält die Schlumberger AG fast 10 % der Stammaktien. Über die restlichen 15 % der Stammaktien sind der Gesellschaft keine Aktionäre bekannt, deren Beteiligung zumindest 10 % im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 3 UGB beträgt. Die Aktionäre halten 1,5 Millionen Vorzugsaktien.
Die Gurktaler Stammaktie (ISIN AT 0000A0Z9G3) und Vorzugsaktie (ISIN AT 0000A0Z9H1) notieren im Segment standard market auction der Wiener Börse. Dem Vorstand sind keine besonderen Kontrollrechte von Aktieninhabern bekannt.
Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gurktaler Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen auszuüben.
Es bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Darüber hinaus existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013/2014
Da das Geschäftsjahr 2013/2014 erstmals ein vollständiges Wirtschaftsjahr nach der Spaltung darstellen wird, kann kein detaillierter Ausblick mit Vorjahresvergleich hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgen. Einen wesentlichen Impuls erwartet sich der Vorstand durch das neu übernommene Leibwächter Geschäft sowie durch einen ambitionierten Strategieplan bei den Marken Gurktaler Alpenkräuter und Rossbacher.
Die Entwicklung der Finanzbeteiligungen ist aus heutiger Sicht schwierig zu prognostizieren. Die unsichere ökonomische und politische Lage in Ungarn wird die Kursentwicklung des ungarischen Forint, aber auch den Geschäftsverlauf von Zwack prägen. In Deutschland zeigt sich die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage gegenüber der jüngsten Vergangenheit etwas verhaltener, es wird aber mit einer soliden Entwicklung der Underberg GmbH & Co KG gerechnet.
Mangels Vergleichbarkeit kann keine Aussage über die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gurktaler Gruppe getroffen werden.
Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach der Erstellung des Konzernabschlusses per 31. März 2013 sind keine Umstände eingetreten, die einer gesonderten Erläuterung bedürfen.
Wien, am 1. Juli 2013 Der Vorstand:
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller
Konzernabschluss
Konzernabschluss Gurktaler AG
Konzernbilanz 32 KonzernGesamtergebnisrechnung 34 KonzernGeldflussrechnung 35 KonzernEigenkapitalveränderungsrechnung 35 KonzernAnhang 36 bericht zum konzernabschluss 57
Konzernbilanz zum 31. März 2013
Ak tiva
| 31.3.2013 | 1.4.2012 | ||
|---|---|---|---|
| AZ TEUR TEUR | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 12 | 13.182 | 2.381 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 13 | 14.590 | 14.460 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 14 | 4.626 | 4.626 |
| 32.398 | 21.467 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | 16 | 1.134 | 769 |
| Sonstige Forderungen | 16 | 6 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 17 | 9 | 0 |
| 1.149 | 769 | ||
| 33.547 | 22.236 |
AZ = Anhangzahl
Der Anhang auf den Seiten 36 bis 56 ist ein integrierter Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzernabschluss
Passiva
| 31.3.2013 | 1.4.2012 | ||
|---|---|---|---|
| AZ TEUR TEUR | |||
| Konzerneigenkapital | 18 | ||
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 4.500 | 4.500 | |
| Kapitalrücklagen | 17.139 | 17.139 | |
| Konzernbilanzgewinn und andere Rücklagen | 141 | 1 | |
| 21.780 | 21.640 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| F inanzverbindlichkeiten |
20 | 8.708 | 0 |
| Passive latente Steuern | 21 | 606 | 595 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 22 | 25 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 22 | 1 | 0 |
| 9.340 | 595 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| F inanzverbindlichkeiten |
20 | 1.833 | 0 |
| Lieferverbindlichkeiten | 19 | 20 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 19 | 361 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19 | 208 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 19 | 5 | 0 |
| 2.427 | 1 | ||
| 33.547 | 22.236 |
Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013
| 2012/2013 | ||
|---|---|---|
| AZ TEUR | ||
| Umsatzerlöse | 167 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 76 |
| Personalaufwand | 7 | –96 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | –475 |
| Betriebsergebnis | –328 | |
| Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, | ||
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 9 | 1.130 |
| Finanzierungsaufwendungen | 9 | –643 |
| Gewinn vor Ertragsteuern | 159 | |
| Ertragsteuern | 10 | –19 |
| Konzernjahresergebnis | 140 | |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 140 | |
| Minderheiten | 0 | |
| Konzernjahresergebnis | 140 | |
| Ergebnis je Aktie, | ||
| das den Anteilsinhabern des Mutterunternehmens im | ||
| Geschäftsjahr zusteht (in EUR je Aktie) – unverwässert |
11 | 0,06 |
| Konzernjahresergebnis | 140 | |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | |
| Konzerngesamtergebnis | 140 | |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilsinhaber des Mutterunternehmens | 140 | |
| Minderheiten | 0 | |
| Konzerngesamtergebnis | 140 | |
Konzerngeldflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013
| AZ TEUR Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 24.1 Gewinn vor Ertragsteuern 159 Bereinigung um nicht zahlungswirksame Posten Zu-/Abschreibungen aus Bewertung at Equity –130 Verluste aus Wertminderungen 584 Veränderung von langfristigen Rückstellungen 22 25 Eliminierung Zinsensaldo 58 696 Veränderungen im Nettoumlaufvermögen Veränderung von Forderungen –953 Veränderung von Verbindlichkeiten 583 Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel 326 Gezahlte Zinsen –58 –58 Nettozahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 268 Cashflow aus der Investitionstätigkeit 24.2 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –10.801 Nettozahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit –10.801 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 24.3 Aufnahme von Bankverbindlichkeiten 10.542 Nettozahlungsmittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit 10.542 Veränderung der liquiden Mittel 9 Entwicklung der liquiden Mittel Anfangsbestand der liquiden Mittel 0 Zu-/Abnahme 9 Endbestand der liquiden Mittel 9 Zusammensetzung der liquiden Mittel Guthaben bei Kreditinstituten 17 9 |
2012/2013 | |
|---|---|---|
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR AZ | Grundkapital | Konzernbilanz Kapital- gewinn und rücklagen andere Rücklagen |
Gesamt | |||
| Stand 1. April 2012 | 4.500 | 17.139 | 1 | 21.640 | ||
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 140 | 140 | ||
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 140 | 140 | ||
| Stand 31. März 2013 | 18 | 4.500 | 17.139 | 141 | 21.780 |
Anhang zum Konzernabschluss zum 31. März 2013
1 Grundlegende Informationen
1.1 EINF ÜHRUN G
Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (im Folgenden kurz "die Gesellschaft" und mit ihren Tochterunternehmen kurz "der Konzern" genannt), ist ein Tochterunternehmen der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz. Der Sitz der Gesellschaft ist in Österreich, 1190 Wien, Heiligenstädter Straße 43.
Die Gurktaler Aktiengesellschaft notiert an der Wiener Börse.
Unternehmensgegenstand ist der Handel mit und die fabriksmäßige Erzeugung (in Form eines Industriebetriebs) von Waren aller Art, insbesondere alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, wie Spirituosen, Weinen, alkoholfreien Getränken und dergleichen, einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte. Hinsichtlich der derzeit bestehenden Verpachtung der Geschäftsbetriebe siehe AZ 5.
Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (TEUR) aufgestellt.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Konzernabschluss sowie der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, werden am 2. Juli 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Gesellschafter können dabei den Einzelabschluss des Mutterunternehmens in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.
1.1.1 ENT WIC KLUN G DER KONZERNSTRU KTUR
Die Gurktaler Aktiengesellschaft wurde rückwirkend mit Umgründungsstichtag 31. März 2012 durch die Abspaltung zur Neugründung durch Übertragung von
- 100 % der Geschäftsanteile an der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk
- 100 % der Geschäftsanteile an der "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien
- Kommanditanteilen in Höhe von 14,572 % an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, sowie
- 30.499 Stück Nennbetragsaktien (49,9 %) an der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, gegründet.
Von diesem Zeitpunkt an bildete die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, mit ihren bestehenden Beteiligungen als Tochterunternehmen die Gurktaler Gruppe.
Aus dem Grund, dass die Sacheinlage der Beteiligungen in die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, eine Transaktion unter gemeinschaftlicher Kontrolle darstellt, wurde diese nicht als Unternehmenszusammenschluss ausgewiesen und daher nicht von den Regelungen des IFRS 3 erfasst. Die IFRS sehen keine spezifische Regelung für Transaktionen dieser Art vor. Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden erfolgte mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Umgründung.
Die folgende Tabelle zeigt die durch die Abspaltung übernommenen Vermögenswerte und Schulden:
| Buchwerte in TEUR A zum 31. März 2013 |
Gurktaler ktien- gesellschaft |
Gurktaler Alpenkräuter GmbH |
"Rossbacher" Vertriebs GmbH |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen 1) | 7.179 | 0 | 0 | 7.179 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 14.460 | 0 | 0 | 14.460 |
| Forderungen | 0 | 750 | 30 | 780 |
| Verbindlichkeiten | 0 | –1 | –11 | –12 |
| Erworbenes Nettovermögen | 21.639 | 749 | 19 | 22.407 |
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | –2.553 | 0 | 0 | –2.553 |
| Erworbenes Nettovermögen | 19.086 | 749 | 19 | 19.854 |
1) In den Vermögenswerten der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, sind Anteile an der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, und der "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 2.553 enthalten.
Konzernabschluss
| in TEUR zum 31. März 2013 |
Buchwerte der erworbenen Unternehmen |
Bei zulegender Zeitwert |
|---|---|---|
| Beteiligungen | 4.626 | 4.626 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 14.460 | 14.460 |
| Markenrecht | 0 | 2.381 |
| Forderungen | 780 | 780 |
| Verbindlichkeiten | –12 | –12 |
| Latente Steuer | 0 | –595 |
| Passiver Unterschiedsbetrag | 0 | –1 |
| Erworbenes Nettovermögen | 19.854 | 21.639 |
Die Bewertung der Beteiligungen erfolgte mittels Discounted-Cash-Flow-Methode. Der Diskontierungszinssatz wurde mit 6,4 % angenommen. Der beizulegende Zeitwert der Anteile an assoziierten Unternehmen wurde mittels Discounted Dividend Method und EBITDA Multiples ermittelt. Der niedrigere Wert aus der Discounted-Dividend-Method-Berechnung wurde angesetzt. Der Diskontierungszinssatz wurde mit 6,4 % zuzüglich Länderrisikoprämie von 2,4 % angenommen.
Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält.
1.1.2 KONSOLIDIERUN GSKREIS
Zum Bilanzstichtag 31. März 2013 sind neben der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
| Anteil E | rfasst |
|---|---|
| 100 % | VK |
| 100 % | VK |
| 100 % | VK |
| 49,9 % | Eq |
| 25 % | Eq |
VK ... voll konsolidiert Eq ... at Equity
Die Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, hält 100 % der Anteile an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland. Diese Gesellschaft übt keine operative Tätigkeit mehr aus und wurde auf Grund der geringfügigen Auswirkungen nicht vollkonsolidiert. Die Anteile an der Gesellschaft (TEUR 0) werden unter dem Posten "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" dargestellt.
2 Bilanzierungs - und Bewertungsgrundsätze
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
2.1 GRUNDLA GEN DER ABSCHLUSSERSTELLUN G
Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach dem historischen Anschaffungskostenprinzip aufgestellt, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, welche in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die der Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Annahmen sind insbesondere in die Bildung und Bewertung von immateriellen Vermögenswerten und Beteiligungen eingeflossen, siehe dazu auch Erläuterungen unter AZ 4.1. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen der Unternehmensleitung auf Basis der laufenden Ereignisse und Maßnahmen erfolgen, können die tatsächlichen Ergebnisse letztendlich von diesen Einschätzungen abweichen.
2.1.1 ÄNDERUN G DER BILANZIERUN GS - UND BE WERTUN GSMETHODEN UND AN GABEN 2.1.1.1 NEUE UND GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE VON DER EU ÜBERNOMMEN WURDEN UND IM GESCHÄFTSJAHR ERSTMALS ANGEWENDET WURDEN
Es gibt keine neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss hatten.
2.1.1.2 STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN ZU VERÖFFENTLICHTEN STANDARDS, DIE IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDEN SIND UND DIE VOm KONZERN NICHT VORZEITIG ANGEWANDT WURDEN
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" wurde im Juni 2011 geändert. Durch diese Änderungen wird die Korridor-Methode abgeschafft und die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt. Eine Anwendung hat mit Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, zu erfolgen. Bei Anwendung dieser Berechnungsmethode in der Berichtsperiode vom 31. März 2012 bis 31. März 2013 wären keine wesentlichen versicherungsmathematisch kumulierten Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis als Teil des Gesamtergebnisses darzustellen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde im November 2009 sowie Oktober 2010 veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend und wird voraussichtlich eine Auswirkung auf die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Konzern haben. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Standard wurde jedoch noch nicht ins EU-Recht übernommen (endorsement). Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden und werden daher im Detail nicht dargestellt.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" baut auf bestehenden Grundsätze auf. Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Das Konzept der Beherrschung ist damit sowohl auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die auf Stimmrechten basieren, als auch auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die sich aus anderen vertraglichen Vereinbarungen ergeben, anzuwenden. Das Prinzip der Beherrschung wird definiert und als Grundlage für die Konsolidierung festgelegt. Diese Definition wird durch umfassende Anwendungsleitlinien gestützt, die verschiedene Arten aufzeigen, wie ein berichtendes Unternehmen (Investor) ein anderes Unternehmen (Beteiligungsunternehmen) beherrschen kann. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wird den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2013/2014 anwenden. Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns erwartet.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Unternehmen" stellt gemeinschaftliche Vereinbarungen realistischer dar, indem mehr auf die Rechte und Verpflichtungen als auf die vertragliche Vereinbarung abgestellt wird. Durch die geänderten Definitionen gibt es nunmehr zwei "Arten" gemeinschaftlicher Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Eine gemeinschaftliche Vereinbarung ist definiert als eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Partnerunternehmen vertraglich die gemeinschaftliche Kontrolle über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinschaftliche Kontrolle existiert nur, wenn Entscheidungen über Aktivitäten, die sich auf die Rückflüsse aus einer Vereinbarung wesentlich auswirken, der einstimmigen Zustimmung der gemeinschaftlich führenden Partnerunternehmen bedürfen. Die Möglichkeit der Quotenkonsolidierung wurde abgeschafft. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wird den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2013/2014 anwenden. Es werden keine Auswirkungen auf den Abschluss des Konzerns erwartet.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an Unternehmen" führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einen Standard zusammen. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Der Konzern wird den Standard erstmals im Geschäftsjahr 2013/2014 anwenden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden und werden daher im Detail nicht dargestellt.
IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" hat die Verbesserung der Bewertungskontinuität und die Verminderung der Komplexität als Ziel gesetzt. Es wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, wie die Bewertung bestimmt wird und welche Angaben zu machen sind. Die Vorschriften, die eine Angleichung von IFRS und US GAAP mit sich bringen, erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist. Der Standard ist erst für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, anzuwenden, darf jedoch vorzeitig angewandt werden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft können noch nicht abgeschätzt werden und werden daher im Detail nicht dargestellt.
2.2 KONSOLIDIERUN G
2.2.1 TOCHTERUNTERNEHMEN
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanzund Geschäftspolitik ausübt. Dies geht regelmäßig mit einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 % einher. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Der Konzern überprüft auch dann, ob Beherrschung vorliegt, wenn das Mutterunternehmen weniger als 50 % der Stimmrechte hält, jedoch die Möglichkeit hat, die Geschäfts- und Finanzpolitik auf Grund einer De-facto-Beherrschung zu steuern.
De-facto-Beherrschung kann dann entstehen, wenn die Größenordnung der Stimmrechte des Konzerns im Verhältnis zu der Anzahl bzw. Verteilung der Stimmrechte der anderen Anteilseigner es ermöglicht, die Geschäfts- und Finanzpolitik zu steuern.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (vollkonsolidiert), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden alle auf den einheitlichen Konzernabschlussstichtag 31. März 2013 sowie nach den Prinzipien der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschbaren Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.
Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.
Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IAS 39 bewertet, und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet, und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Konzerninterne Transaktionen, Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
2.2.2 TRANSA KTIONEN MIT NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN OHNE VERLUST DER BEHERRSCHUN G
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Verlust der Beherrschung werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
2.2.3 VERÄUSSERUN G VON TOCHTERUNTERNEHMEN
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Unternehmen verliert, wird der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und die daraus resultierende Differenz als Gewinn oder Verlust erfasst. Der beizulegende Zeitwert ist der beim erstmaligen Ansatz eines assoziierten Unternehmens, Gemeinschaftsunternehmens oder eines finanziellen Vermögenswerts ermittelte beizulegende Zeitwert. Darüber hinaus werden alle im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Beträge in Bezug auf dieses Unternehmen so bilanziert, wie dies verlangt würde, wenn das Mutterunternehmen die dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden direkt veräußert hätte. Dies bedeutet, dass ein zuvor im sonstigen Ergebnis erfasster Gewinn oder Verlust vom Eigenkapital ins Ergebnis umgegliedert wird.
2.2.4 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Kontrolle besitzt, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Wenn sich die Beteiligungsquote an einem assoziierten Unternehmen verringert hat, dies jedoch ein assoziiertes Unternehmen bleibt, so wird nur der anteilige Betrag der zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne bzw. Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Konzernabschluss
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Konzernrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
Verwässerungsgewinne und -verluste, die aus Anteilen an assoziierten Unternehmen resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
2.3 SE GMENTBERICHTERSTATTUN G
Über das Geschäftssegment wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Der Hauptentscheidungsträger ist für Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen zu dem Geschäftssegment und für die Überprüfung von deren Ertragskraft zuständig. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand für strategische Entscheidungen ausgemacht.
2.4 WÄHRUN GSUMRECHNUN G
2.4.1 FUN KTIONALE WÄHRUN G UND BERICHTS WÄHRUN G
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, darstellt.
Die Konzernunternehmen führen ihre Bücher und sonstige Aufzeichnungen in der Währung des jeweiligen Landes, entsprechend den gesetzlichen Bestimmung, in dem sie gegründet und eingetragen sind. Die funktionale Währung ausländischer Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung.
2.4.2 TRANSA KTIONEN UND SALDEN
Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierte Cashflow Hedges und qualifizierte Net Investment Hedges zu erfassen. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzschulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Finanzerträge oder -aufwendungen" ausgewiesen. Alle anderen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen" ausgewiesen.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts monetärer Wertpapiere, die auf eine Fremdwährung lauten und als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden, sind in Umrechnungsdifferenzen aus Änderungen der fortgeführten Anschaffungskosten, die erfolgswirksam erfasst werden, und andere Änderungen des Buchwerts, die erfolgsneutral erfasst werden, zu zerlegen.
Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam verrechnet werden (z.B. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente), sind als Teil des Gewinns bzw. Verlusts aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen. Demgegenüber sind Umrechnungsdifferenzen bei nicht monetären Posten, deren Änderungen ihres beizulegenden Zeitwerts im Eigenkapital berücksichtigt werden (z.B. als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente), innerhalb der Neubewertungsrücklage als Teil der sonstigen Rücklagen zu erfassen.
2.4.3 KONZERNUNTERNEHMEN
Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen (ausgenommen solche aus Hochinflationsländern), die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:
- Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
- Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet (es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annäherung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den in den Transaktionszeitpunkten geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall sind Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umzurechnen).
- Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital erfasst.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden in den Konzernabschluss keine vollkonsolidierten Jahresabschlüsse in fremder Währung einbezogen.
Goodwill und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst.
2.5 IMMATERIELLE VERM ÖGENS WERTE
2.5.1 IMMATERIELLE VERM ÖGENS WERTE
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworbene immaterielle Vermögenswerte werden am Erwerbstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Immaterielle Vermögenswerte haben bestimmte Nutzungsdauern und werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer.
2.5.2 FORSCHUN G UND ENT WIC KLUN G
Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden sofort als Aufwand erfasst. Diese sind nur dann zu aktivieren, wenn für die Entwicklungstätigkeit folgende Nachweise erbracht werden:
- die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist technisch realisierbar und dieser steht zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung
- das Unternehmen hat die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen
- die Fähigkeit des Unternehmens, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen
- die Erzielung von voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen durch den immateriellen Vermögenswert durch das Unternehmen
- das Unternehmen verfügt über die technischen, finanziellen und sonstige Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen
- die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten
Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.
2.6 WERTMINDERUN G NICHT MONETÄRER VERM ÖGENS WERTE
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise Goodwill oder bestimmte Markenrechte, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (CGU). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
2.7 FINANZIELLE VERM ÖGENS WERTE
Die finanzielle Vermögenswerte des Konzerns werden in die Kategorien "Ausleihungen und Forderungen" (loans and receivables) und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale) unterteilt. Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.
Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.
2.7.1 AUSLEIHUN GEN UND FORDERUN GEN
Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Die Ausleihungen und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter "Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstige Forderungen" sowie unter "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ausgewiesen (Erläuterungen 2.8 und 2.9).
Im Geschäftsjahr wurden keine langfristigen Forderungen ausgewiesen.
Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet.
Wertberichtigungen werden dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, sowie ein Vertragsbruch gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertberichtigung. Der Betrag der Wertberichtigungen wird erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.
2.7.2 ZUR VERÄUSSERUN G VERF ÜGBARE FINANZIELLE VERM ÖGENS WERTE
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern, und der Vermögenswert in diesem Zeitraum nicht fällig wird. Der Posten "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet ausschließlich sonstige Beteiligungen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste – aus der Marktbewertungsrücklage ausgebucht und als Teil des Jahresergebnisses erfasst. Einmal in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.
Sämtliche Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten werden im Jahresergebnis erfasst. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente sind mit der Entstehung des Rechtsanspruchs des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis zu erfassen.
2.8 FORDERUN GEN AUS LIEFERUN GEN UND LEISTUN GEN
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind fällige Beträge aus im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauften Gütern oder aufgebrachten Leistungen. Wenn die voraussichtliche Kollektion in einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) erwartet wird, werden die Forderungen als kurzfristig klassifiziert. Andernfalls werden sie als langfristige Forderungen bilanziert.
2.9 ZAHLUN GSMITTEL UND ZAHLUN GSMITTELÄ QUIVALENTE
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige, hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten. In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gezeigt.
2.10 EI GEN KAPITAL
Stamm- und Vorzugsaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.
2.11 VERBINDLICH KEITEN AUS LIEFERUN Gen UND LEISTUN GEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger als einem Jahr (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus, wenn dieser länger ist) fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
2.12 FINANZVERBINDLICH KEITEN
Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
2.13 LAUFENDE UND LATENTE STEUERN
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden österreichischen Steuervorschriften berechnet. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet, wenn angemessen, Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.
Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (sogenannte Verbindlichkeitenmethode). Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus den Markenrechten.
Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auf Grund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
2.14 LEISTUN GEN AN ARBEITNEHMER
Der Konzern gewährt verschiedene Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverhältnisses und andere langfristige Leistungen entweder auf Grund einzelvertraglicher Vereinbarungen oder gemäß den Bestimmungen des entsprechenden lokalen Arbeitsrechtes.
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren) berechnet. Der Barwert der Anwartschaften (Defined Benefit Obligation = DBO) wird auf Grund der zurückgelegten Dienstzeit und der erwarteten Gehaltsentwicklung berechnet. Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten und wird sofort in vollem Umfang im Jahresergebnis erfasst.
Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme.
Für die Ermittlung des Barwertes der Anwartschaften kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen höchster Bonität mit entsprechender Laufzeit gewählt wird.
Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.
Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.
Für Abfertigungsverpflichtungen wird auf das derzeitige rechtmäßige Pensionseintrittalter abgestellt.
Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem Recht. Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die auf Grund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.
| Anzahl Dienstjahre | 3 | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Monatsbezüge | 2 | 3 | 4 | 6 | 9 | 12 |
Die Regelung gilt für jene Dienstnehmer, die bis zum Jahr 2002 in das Unternehmen eingetreten sind.
Auf Grund von gesetzlichen Änderungen kommt für jene Dienstnehmer, die ab dem Jahr 2003 in das Unternehmen eingetreten sind, ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53 % des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu leisten.
Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe kollektivvertraglich geregelt sind.
2.15 RÜCKSTELLUN GEN
Rückstellungen werden angesetzt, wenn dem Konzern aus Ereignissen der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, es wahrscheinlich ist, dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen erforderlich ist, und eine verlässliche Schätzung der Höhe möglich ist. Wenn der Konzern die Erstattung eines zurückgestellten Betrages erwartet, z.B. auf Grund einer Versicherung, wird die Erstattung als separater Vermögenswert nur bei ausreichender Eintrittswahrscheinlichkeit angesetzt.
Der Konzern setzt eine Rückstellung für verlustträchtige Geschäfte an, wenn der erwartete Nutzen aus dem vertraglichen Anspruch geringer ist als die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen.
2.16 ERTRA GSREALISIERUN G
Die Umsatzerlöse bestehen derzeit aus Pachterlösen. Diese werden auf Monatsbasis realisiert.
2.17 ZINSERTRÄ GE
Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Wenn bei einer Forderung eine Wertminderung vorliegt, schreibt der Konzern den Buchwert auf den erzielbaren Betrag, d.h. auf die Summe der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, abgezinst mit dem anfänglichen Effektivzinssatz, ab. Die Aufzinsung der wertgeminderten Forderung erfolgt weiterhin mit dem anfänglichen Effektivzinssatz und wird als Zinsertrag vereinnahmt. Der Zinsertrag aus wertgeminderten Darlehensforderungen wird infolgedessen gleichfalls unter Zugrundelegung des Effektivzinssatzes erfasst.
2.18 DIVIDENDENERTRÄ GE
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht.
2.19 LEASIN GVERHÄLTNISSE
Leasinggegenstände, die auf Grund des Leasingvertrages als Finanzierungsleasing zu qualifizieren sind und betragsmäßig wesentlich sind, werden als Sachanlagevermögen aktiviert und über die kürzere Dauer aus wirtschaftlicher Nutzungsdauer oder Leasingdauer abgeschrieben. Auf der Passivseite ist der Barwert der Verbindlichkeit aus den künftigen Leasingraten ausgewiesen. Der Barwert der Leasingzahlung entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Leasingverträge, bei denen der überwiegende Teil der Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing klassifiziert. Zahlungen für Operating-Leasing-Verträge werden erfolgswirksam erfasst.
2.20 GEWINNAUSSCH ÜTTUN GEN
Gewinnausschüttungen werden erst nach Gewinnverwendungsbeschluss ausgewiesen.
3 Finanzrisikomanagement
3.1 FINANZRISI KOFA KTOREN
Das Unternehmen ist im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit seinem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unsere Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.
Durch die Verpachtung der Unternehmen Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, und "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, ist das Risiko betreffend Einkauf, Produktion und Vertrieb in die Schlumberger-Gruppe ausgelagert. Das Risikomanagement ist bei der Schlumberger-Gruppe als integrierter Bestandteil in die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Das Management der Risiken erfolgt weitgehend dezentral und im Wesentlichen gemäß den Prozessen laut den Zertifizierungen nach ISO 9001 : 2008 und nach IFS-Version 5. IFS-Standards sind Lebensmittel- bzw. Produktund Servicestandards, die sicherstellen, dass die nach IFS-Standards zertifizierten Unternehmen einheitliche Vorgaben in Bezug auf Lebensmittel- bzw. Produktsicherheit und Qualität anwenden. Der IFS-Food-Standard ist ein von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern.
Das Risiko der Markenrechtsverletzungen wird durch ständige interne und externe Marken- und Marktbeobachtung minimiert.
3.1.1 MAR KTRISI KO
3.1.1.1 FREMDWÄHRUNGSRISIKO
Im Sinne des Risikomanagements wurde von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, für die von der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, zu erwartende Dividende im März und Mai 2013 eine HUF-Kurssicherung abgeschlossen.
Das restliche Währungsänderungsrisiko wurde als äußerst gering eingestuft, da mit Ausnahme der Dividendenforderung gegenüber der Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, im Teilkonzern der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, keine weiteren Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten ausgewiesen sind.
3.1.1.2 ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Aktivseitig besteht kein Zinsänderungsrisiko, da es sich bei den Guthaben bei Kreditinstituten um stichtagsbezogene Kontokorrentguthaben handelt. Bei den passivseitigen Kreditverbindlichkeiten wurde das Zinsänderungsrisiko generell als äußerst gering eingestuft. Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet.
3.1.2 KREDITRISI KO
Auf der Aktivseite stellten die Buchwerte der finanziellen Aktiva das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Das Risiko ist als gering anzusehen, weil es sich bei Kreditinstituten um solche von unzweifelhafter Bonität handelt und zum Bilanzstichtag ausschließlich Forderungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen ausgewiesen sind. Die Geschäftsleitung sieht derzeit keine weiteren materiellen Forderungsrisiken, die zusätzliche, über die bereits im Konzernabschluss erfassten Wertberichtigungen hinausgehende, Vorsorgen erforderlich machen würden.
3.1.3 LI QUIDITÄTSRISI KO
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt. Die Gruppe sorgt durch eine konzernweite Finanz- und Liquiditätsplanung dafür, dass ausreichend flüssige Mittel vorhanden sind oder eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist, um ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.
Die Restfälligkeiten finanzieller Verpflichtungen gegenüber Dritten gliedern sich in folgende Zahlungstermine:
| 31. März 2013 | Fälligkeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| bis zu | bis zu | zwischen 1 | über 5 | ||
| in TEUR S | umme | 3 Monaten | 12 Monaten | und 5 Jahren | Jahre |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.077 | 524 | 1.553 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||||
| und Leistungen | 20 | 0 | 20 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||||
| nahestehenden Unternehmen | 361 | 0 | 361 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 189 | 189 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 9.246 | 0 | 0 | 7.854 | 1.392 |
| Summe | 11.893 | 713 | 1.934 | 7.854 | 1.392 |
| 1. April 2012 | Fälligkeit | ||||
| bis zu | bis zu | zwischen 1 | über 5 | ||
| in TEUR S | umme | 3 Monaten | 12 Monaten | und 5 Jahren | Jahre |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 |
3.2 KAPITALMANA GEMENT
Der Gurktaler Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Unternehmensfortführung sicherzustellen und die Kapitalkosten des Konzerns zu minimieren. Durch die Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen dienen der Maximierung der Erträge der Anteilseigner.
Der Konzern überwacht sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich zusammen aus allen langfristigen und kurzfristigen Schulden laut Konzernbilanz abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Das Gesamtkapital berechnet sich aus dem Eigenkapital laut Konzernbilanz zuzüglich Nettofremdkapital.
| in TEUR | 31.3.2013 | 1.4.2012 |
|---|---|---|
| Langfristige Schulden | 9.340 | 595 |
| Kurzfristige Schulden | 2.427 | 1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | –9 | 0 |
| Nettofremdkapital | 11.758 | 596 |
| Eigenkapital | 21.780 | 21.640 |
| Gesamtkapital | 33.538 | 22.236 |
| Verschuldungsgrad | 35 % | 3 % |
Die Gesamtstrategie des Kapitalrisikomanagements hat sich im laufenden Geschäftsjahr nicht verändert, da der Konzern aus einer Umgründung entstanden ist.
4 Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung und Bewertung
Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert.
4.1 KRITISCHE SCHÄTZUN GEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUN G DER MAR KENRECHTE
Im Rahmen des Impairment-Tests wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch den Nutzungswert bestimmt. Der Bestimmung des Nutzungswertes liegen Cashflow-Planungen zu Grunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung für eine Periode von zehn Jahren basieren. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Einschätzungen zum erwarteten Wachstum der relevanten Märkte.
Die Mittelfristplanung basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten und trifft insbesondere Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, der Verbraucherpreise, des Zinsniveaus und der Nominallöhne.
Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind die geplanten Pachterlöse, EBIT- und Diskontierungszinssätze.
Der Diskontierungszinssatz wurde mit 6,18 % angenommen. Die vom Unternehmen für die Extrapolation zur Berücksichtigung der erwarteten Geldentwertung über den Detailplanungszeitraum hinaus verwendete konstante Wachstumsrate von 1 % wird aus den Zukunftserwartungen abgeleitet und liegt jeweils nicht über der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate für die Märkte, in denen die Unternehmen tätig sind.
Eine Anpassung bestimmter Parameter ergäbe folgende Sensitivitäten:
Der Pachterlös hängt vom realisierten Umsatz des Pächters mit den jeweiligen Marken ab. Läge der tatsächliche Umsatz 10 % unter den Schätzungen des Managements am 31. März 2013, hätte dies für die Markenrechte des Konzerns folgende Auswirkungen:
| Markenrecht Leibwächter | Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 656 |
|---|---|
| Markenrecht Rossbacher | Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 197 |
| Markenrecht Gurktaler | kein Abwertungsbedarf |
Wenn der Diskontierungszinssatz, der bei der Berechnung des Nutzungswertes angewendet wurde, um einen halben Prozentpunkt über der Schätzung des Managements zum 31. März 2013 gelegen hätte, wären folgende Auswirkungen auf die Markenrechte des Konzerns zu verzeichnen:
| Markenrecht Leibwächter | Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR | 981 | |
|---|---|---|---|
| Markenrecht Rossbacher | Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR | 601 | |
| Markenrecht Gurktaler | Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR | 622 |
4.2 LEISTUN GEN AN ARBEITNEHMER
Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen für Abfertigungsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:
| 2012/2013 | |
|---|---|
| Zinssatz | 3,8 % |
| Gehaltssteigerung | 1,5 % p.a. |
| Fluktuation | unterschiedlich in Abhängigkeit von Dienstjahren |
| Pensionseintrittsalter | Männer 65 Jahre / Frauen 60 Jahre |
| Sterbetafeln | AV Ö 2008-P, Angestellte |
Die Bewertung der Jubiläumsgeldrückstellung erfolgt analog dem Verfahren für Abfertigungen unter Zugrundelegung derselben Parameter bis auf geringfügige Abweichungen bei den Fluktuationssätzen. Zusätzlich wurde ein Lohnnebenkostensatz von 7,9 % in der Berechnung berücksichtigt.
5 Segmentberichterstattung
Die Gesellschaft agiert international in einem Geschäftssegment, welches den Handel mit und die fabriksmäßige Erzeugung (in Form eines Industriebetriebs) von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken, wie Spirituosen, Weinen, alkoholfreien Getränken und dergleichen, einschließlich der Durchführung der damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte umfasst. Als "Chief Operating Decision Maker" wurde der Vorstand definiert, der regelmäßig auf Basis des Konzernbetriebsergebnisses Ressourcenentscheidungen trifft und die Gesamtentwicklung überwacht.
Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, ist ausschließlich in einem einzigen Geschäftssegment tätig, nämlich der Verpachtung der Geschäftsbetriebe Rossbacher, Leibwächter und Gurktaler im Inland. Die Umsatzerlöse betreffen den Pachtzins.
6 Sonstige betriebliche Erträge
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Kostenerstattung von verbundenen Unternehmen | 76 |
| Andere | 0 |
| 76 |
7 Personalaufwand
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Gehälter | 91 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 2 |
| Sozialaufwand und gehaltsabhängige Abgaben | 3 |
| 96 |
Im Geschäftsjahr beschäftigte ArbeitnehmerInnen:
| Stichtag: | 31.3.2013 |
|---|---|
| Angestellte | 2 |
| Durchschnitt: | 2012/2013 |
| Angestellte | 0 |
8 Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Rechts-, Prüfungs- und sonstige Beratungskosten | 152 |
| Abschreibung von Forderungen | 90 |
| Geldverkehrsspesen und Avalgebühren | 63 |
| Sonstiger Verwaltungsaufwand für verbundene und assoziierte Unternehmen | 35 |
| Aufwendungen für Markenrechte und Warenschutz | 19 |
| Andere | 116 |
| 475 |
9 Finanzergebnis
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach der | |
| Equity-Methode bilanziert werden | |
| Gewinnanteile nach Steuern vor Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen | 1.130 |
| Finanzierungsaufwendungen | |
| Wertminderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | –584 |
| Zinsen aus Bankverbindlichkeiten | –58 |
| Zinsen aus Personalrückstellungen | –1 |
| –643 | |
| 487 |
Die Wertminderung betrifft die Beteiligung an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland (siehe auch AZ 1.1.2 sowie AZ 14).
Konzernabschluss
10 Ertragsteuern
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Laufende Ertragsteuerbelastung | 8 |
| Latente Steuern | 11 |
| 19 |
Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des in Österreich geltenden Ertragsteuersatzes in Höhe von 25 % auf das Ergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 159 |
| Errechneter Steueraufwand gemäß österreichischem Steuersatz 2012/2013: 25 % | 40 |
| Korrektur auf Grund der österreichischen Mindestkörperschaftsteuer | 8 |
| 48 | |
| Steuerfreie Erträge | –283 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 147 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | 107 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 19 |
11 Unverwässertes Ergebnis je Ak tie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Jahresergebnis durch den gewogenen Mittelwert der im Umlauf befindlichen Stammaktien der jeweiligen Periode dividiert wird.
| 2012/2013 | |
|---|---|
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Jahresergebnis (TEUR ) |
140 |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (in Stück) | 2.250.000 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | 2.250.000 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR /Stück) |
0,06 |
12 Immaterielle Vermögenswerte
| in TEUR I | mmaterielle Vermögenswerte |
|---|---|
| zum 1.4.2012 | |
| Anschaffungskosten = Buchwert netto | 2.381 |
| Geschäftsjahr 2012/2013 | |
| Eröffnungsbuchwerte | 2.381 |
| Zugänge | 10.801 |
| Endbuchwert per 31. März 2013 | 13.182 |
| Anschaffungskosten | 13.182 |
| Buchwert netto | 13.182 |
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Markenrechte "Rossbacher", "Gurktaler" und "Leibwächter".
Der beizulegende Zeitwert des aus der Konsolidierung der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, resultierenden Markenrechtes "Gurktaler" beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.381 (1.4.2012: TEUR 2.381).
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die Markenrechte "Rossbacher" und "Leibwächter" erworben. Die beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag betragen TEUR 3.301 für das Markenrecht "Rossbacher" und TEUR 7.500 für das Markenrecht "Leibwächter".
Impairment-Test auf immaterielle Vermög enswerte
Auf Grund der voraussichtlichen Nutzung der Markenrechte "Rossbacher", "Leibwächter" und "Gurktaler" werden diese keiner laufenden Abschreibung unterzogen. Die Bewertung der Markenrechte wird jährlich mittels eines Impairment-Tests gemäß IAS 36 überprüft (Erläuterung 4.1).
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter dem Posten "Aufwand für Abschreibungen" ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr ergab sich kein Abwertungsbedarf für Markenrechte.
13 Anteile an assoziierten Unternehmen
Die Zwack Unicum Plc., Budapest, Ungarn, ist im Teilkonzernabschluss der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, enthalten. Die Berücksichtigung nach der Equity-Methode erfolgt für dieses Unternehmen indirekt über die jeweilige Muttergesellschaft.
Der Beteiligungsansatz der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, hat sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Buchwert 1.4. | 14.460 |
| Ausschüttung | –1.000 |
| Gewinnanteile nach Steuern | 1.130 |
| Buchwert 31.3. | 14.590 |
Die Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und das Jahresergebnis der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, stellen sich wie folgt dar:
| 31.3.2013 |
|---|
| 41.132 |
| 7.392 |
| 43.489 |
| 2.259 |
| 49,9 |
Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen
| in TEUR A | nteile an assoziierten Unternehmen |
|---|---|
| zum 1.4.2012 | |
| Anschaffungskosten = Buchwert netto | 14.460 |
| Geschäftsjahr 2012/2013 | |
| Eröffnungsbuchwerte | 14.460 |
| Anteile am Gewinn/Verlust abzüglich Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen | 130 |
| Endbuchwert per 31. März 2013 | 14.590 |
| Anschaffungskosten | 14.460 |
| Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust | 130 |
| Buchwert netto | 14.590 |
| in TEUR | 2012/2013 |
| Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, | |
| die nach der Equity-Methode bilanziert werden | |
| Kumulierte Anteile am Gewinn/Verlust | |
| abzüglich Ausschüttung und Ergebnisübernahme | 1.130 |
14 Zur VeräuSS erung verfüg bare finanzielle Vermög enswerte
| in TEUR B | eteiligungen |
|---|---|
| zum 1.4.2012 | |
| Anschaffungskosten = Buchwert netto | 4.626 |
| Geschäftsjahr 2012/2013 | |
| Eröffnungsbuchwerte | 4.626 |
| Zugänge | 584 |
| Wertminderungen | –584 |
| Endbuchwert per 31.3.2013 | 4.626 |
| Anschaffungskosten | 5.210 |
| Wertminderungen | –584 |
| Buchwert netto | 4.626 |
Als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurden Beteiligungen an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland (TEUR 4.626), und an der "Sonnthurn" Vertriebs-GmbH, Regenstauf, Deutschland (TEUR 0), klassifiziert.
15 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
15.1 FINANZIELLE VERM ÖGENS WERTE UND VERBINDLICH KEITEN ZU (FORT GEF ÜHRTEN ) ANSCHAFFUN GSKOSTEN
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind:
| 31. März 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR B | uchwert | Zeitwert | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Liefer- und sonstige kurzfristige Forderungen | 1.140 | 1.140 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9 | 9 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| F inanzverbindlichkeiten |
10.541 | 10.532 | ||
| Liefer- und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 570 | 570 | ||
Lieferforderungen und sonstige Forderungen und kurzfristige Verbindlichkeiten sowie liquide Mittel haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die angegebenen Zeitwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.
15.2 FINANZIELLE VERM ÖGENS WERTE ZU ZEIT WERTEN
Die folgende Tabelle zeigt Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, analysiert nach der Bewertungsmethode. Die verschiedenen Ebenen stellen sich wie folgt dar:
• Ebene 1: die auf einem aktiven Markt verwendeten Marktpreise (unangepasst) identischer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
- Ebene 2: einschließende Daten, außer der in Ebene 1 aufgeführten Marktpreise, die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abzuleiten) beobachtbar sind
- Ebene 3: nicht auf Marktdaten basierende einschließende Daten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte, die zu dem am 31. März 2013 beizulegenden Zeitwert bemessen werden:
| 31. März 2013 = 1. April 2012 in TEUR E |
bene 1 | Ebene 2 | Ebene 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 4.626 | 4.626 |
| Summe | 0 | 0 | 4.626 | 4.626 |
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen, die nicht börsennotiert sind, erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cashflows oder durch Ableitung anhand von vergleichbaren Transaktionen.
Falls ein oder mehrere bedeutende Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird das Instrument in Ebene 3 eingeordnet.
16 Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und sonstige Forderungen
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | 1.224 |
| Wertberichtigung | –90 |
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen – netto | 1.134 |
| Sonstige Forderungen | 6 |
| 1.140 |
Entwicklung der Wertberichtigung für Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen: (Erläuterungen zu den nahestehenden Personen unter AZ 27.)
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Stand 1.4.2012 | 0 |
| Zuführung | 90 |
| Stand 31.3.2013 | 90 |
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Bei den sonstigen Forderungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen, dass den Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird und folglich keine Wertminderungen.
17 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Guthaben bei Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9. Sämtliche Guthaben sind kurzfristig.
18 Eigenkapital
Zum Stichtag 31. März 2013 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft TEUR 4.500 (1.4.2012: TEUR 4.500). Es setzt sich aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien (davon 1.500.000 Stammaktien und 750.000 Vorzugsaktien) zusammen.
Die Kapitalrücklage betrifft die Konzernobergesellschaft Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, und resultiert aus der im Berichtsjahr erfolgten Umgründung.
19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | 361 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 19 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 189 |
| Davon | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern | 78 |
| Verbindlichkeiten Öffentlichkeitsarbeit | 73 |
| Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 2 |
| andere | 36 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 5 |
| 594 |
Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen unter AZ 27.
20 Finanzverbindlichkeiten
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Langfristige Finanzkredite | |
| Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | 7.333 |
| Laufzeit über 5 Jahre | 1.375 |
| 8.708 | |
| Kurzfristiger Anteil an Finanzkrediten | 1.833 |
| Finanzverbindlichkeiten gesamt | 10.541 |
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten lauten auf Euro.
Die Bandbreite der Zinssätze der Finanzkredite beträgt 2,34 % bis 2,75 % p.a.
Für die gesamten Finanzverbindlichkeiten liegen Garantien von verbundenen Unternehmen vor.
Die Finance-Covenants-Klauseln für einen Finanzkredit in Höhe von TEUR 7.187 werden erst im Juli 2013 vereinbart und liegen zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht vor.
21 Latente Steuern
Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:
| in TEUR | 1.4.2012 | GuV-Veränderung | 31.3.2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Passive latente Steuern | ||||
| Langfristig | ||||
| Markenrechte | 595 | 23 | 618 | |
| Anlagevermögen | 0 | –1 | –1 | |
| Geldbeschaffungskosten | 0 | –10 | –10 | |
| Rückstellungen für Personalverpflichtungen | 0 | –1 | –1 | |
| 595 | 11 | 606 |
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, die laufenden Steuerforderungen gegen die laufenden Steuerverbindlichkeiten aufzurechnen und wenn die latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 429 wurden nicht gebildet, da die Realisierung der damit verbundenen Steuervorteile durch zukünftige steuerliche Gewinne nicht ausreichend wahrscheinlich scheint. Verlustvorträge sind unbeschränkt vortragsfähig. Latente Steuern werden im Wesentlichen nach 12 Monaten realisiert.
22 Rü ckstellungen
In der Konzernbilanz sind folgende Ansprüche von Dienstnehmern abgegrenzt: in TEUR 31.3.2013
| 31.3.2013 | |||
|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | |
|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 25 |
| Übrige Rückstellungen | |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 1 |
| 26 |
| S in TEUR |
tand 1.4.2012 |
Übernahme | Verbrauch | Auflösung | Neubildung | Stand 31.3.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Rückstellungen für Abfertigungen | 0 | 22 | 0 | 0 | 3 | 25 |
| Übrige Rückstellungen | ||||||
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| 0 | 23 | 0 | 0 | 3 | 26 |
22.1.1 RÜCKSTELLUN GEN FÜR ABFERTI GUNGEN
Für ab dem 1. Jänner 2003 eintretende Mitarbeiter wird dieser Anspruch durch laufende Beiträge in eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Die Beitragszahlungen im Geschäftsjahr 2012/2013 betrugen TEUR 0.
Der Barwert der Rückstellungen für Abfertigungen entwickelte sich wie folgt:
| 31.3.2013 |
|---|
| 0 |
| 22 |
| 2 |
| 1 |
| 0 |
| 25 |
Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Personalaufwand bzw. Zinsaufwand gebuchte Aufwand/Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2 |
| Zinsaufwand | 1 |
| Ansatz von versicherungsmathematischen Verlusten | 0 |
| 3 |
22.1.2 RÜCKSTELLUN GEN FÜR JUBILÄUMS GELDER
Der Barwert der Rückstellungen für Jubiläumsgelder entwickelte sich wie folgt:
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| 1. April | 0 |
| Wert der übernommenen Jubiläumsgeldrückstellung | 1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 |
| Zinsaufwand | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne | 0 |
| 31. März | 1 |
Der in der Konzerngesamtergebnisrechnung im Personalaufwand bzw. Zinsaufwand gebuchte Aufwand/Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 |
| Zinsaufwand | 0 |
| Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen | 0 |
| 0 |
23 Dividende je Ak tie
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine Dividenden ausgezahlt.
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 4 % des Grundkapitals vorgeschlagen. Daraus ergeben sich keine steuerlichen Auswirkungen für die Gesellschaft.
In diesem Konzernabschluss wird diese Dividendenverbindlichkeit nicht berücksichtigt.
24 Erläuterungen zur Konzerngeldflussrechnung
Die Konzerngeldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Aus ihr ist die Veränderung der liquiden Mittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse ersichtlich.
Innerhalb der Konzerngeldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
24.1 CASHFLO W AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTI GKEIT
Bei der Berechnung des Nettomittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgegangen und dieses um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert.
Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Netto-Umlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern nach Berücksichtigung von gezahlten Zinsen und Steuern den Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit.
24.2 CASHFLO W AUS INVESTITIONSTÄTI GKEIT
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten sowie von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.
24.3 CASHFLO W AUS FINANZIERUN GSTÄTI GKEIT
In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigen- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.
25 Leasingverhältnisse
Verpflichtungen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating Leasing:
| in TEUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 83 |
| Nach mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 320 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 399 |
| 802 | |
| Laufzeit | 31.3.2013 |
| Davon betreffend: |
| Gebäudemieten | > 5 Jahre | 65 |
|---|---|---|
| Dienstleistungsverträge und Personalgestellung | > 5 Jahre | 734 |
| KfZ-Leasing | < 1 Jahr | 3 |
| 802 |
26 Unternehmenserwerb
Die Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, wurde mit Erklärung über die Errichtung einer Gesellschaft vom 7. Dezember 2012 von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, neu gegründet und gemäß Kauf- und Abtretungsvertrag vom 11. Februar 2013 zu einem Kaufpreis von TEUR 18 von der Alleingesellschafterin Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, erworben.
Es war geplant, dass die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, eine Tochtergesellschaft für den Erwerb des Markenrechtes "Leibwächter" gründet. Auf Grund einer Verzögerung der Eintragung der neu gegründeten Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, ins Firmenbuch musste die Gründung durch die Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, erfolgen. Wirtschaftlich wurde die Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, ab Gründung dem Gurktaler Konzern zugerechnet, so dass der Erstkonsolidierungszeitpunkt mit der Gründung der Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, zusammenfällt.
| in TEUR | Buchwert = beizulegender Zeitwert |
|---|---|
| Liquide Mittel | 18 |
| Summe Vermögenswerte | 18 |
| Summe Schulden | 0 |
| Nettovermögen | 18 |
Erwerbsbezogene Kosten in Höhe von TEUR 2 wurden unter den Verwaltungskosten in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/2013 erfasst.
27 Nahestehende Personen und Unternehmen
Der Konzern wird von der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, beherrscht, die mehr als 75 % der Stammaktien (mehr als 50 % der Gesamtaktien) des Konzerns hält. Sämtliche Unternehmen des Underberg-Konzerns sind nahestehende Unternehmen.
Die folgenden Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt:
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde mit der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, ein Dienstleistungsvertrag über Leistungen im Bereich Facility Management, Finanz- und Rechnungswesen und IT-Support sowie ein Mietvertrag abgeschlossen. Weiters wurden Pachtverträge über die Nutzung der Marken "Gurktaler", "Leibwächter" und "Rossbacher" abgeschlossen.
Mit der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, wurden ein EDV-Dienstleistungsvertrag sowie gegenseitige Personalgestellungsverträge abgeschlossen.
Die insgesamt mit nahestehenden Personen und Unternehmen getätigten Geschäfte stellen sich wie folgt dar:
| Verbundene Unternehmen Übergeordneter Konzern in TEUR 2012/2013 |
Assoziierte Unternehmen 2012/2013 |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 164 | 3 |
| Sonstige Erträge | 76 | 0 |
| Sonstige Aufwendungen | 171 | 0 |
| Ergebnisübernahmen | 0 | 1.000 |
| Forderungen | 131 | 1.003 |
| Verbindlichkeiten | 361 | 0 |
Garantien wurden von verbundenen Unternehmen übergeordneter Konzern in Höhe von TEUR 10.538 gegeben.
Der Konzern hat im Geschäftsjahr das Markenrecht "Rossbacher" von der Schlumberger Wein- und Sektkellerei GmbH, Wien, erworben (Erläuterung 12).
Im Geschäftsjahr wurden für Beratungsleistungen Vergütungen in Höhe von TEUR 7 an Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt.
Jegliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden wie mit unabhängigen Dritten durchgeführt und entsprechen den Prinzipien der Fremdüblichkeit.
28 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach der Erstellung des Konzernabschlusses per 31. März 2013 sind keine Umstände eingetreten, die zu nachträglichen Erläuterungen veranlassen.
29 Sonstige Angaben
29.1 AUF WENDUN GEN FÜR DEN ABSCHLUSSPR ÜFER
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf TEUR 29 und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Prüfung des Konzernabschlusses | 18 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 10 |
| Sonstige Leistungen | 1 |
| 29 |
29.2 AN GABEN ÜBER NAHESTEHENDE PERSONEN , UNTERNEHMEN UND ARBEITNEHMERINNEN
29.2.1 GLIEDERUN G DER AUF WENDUN GEN FÜR ABFERTI GUN GEN
Die Aufwendungen für Abfertigungen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte betrugen im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 2.
29.2.2 GLIEDERUN G DER AUF WENDUN GEN FÜR ALTERSVERSOR GUN G
Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte fielen nicht an.
29.2.3 VORSTÄNDE DER GUR KTALER AKTIEN GESELLSCHAFT
KR Eduard Kranebitter (Wien), Vorstandsvorsitzender
vertritt seit 10. Jänner 2013 (mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch) gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen
Mag. Wolfgang Spiller (Perchtoldsdorf)
vertritt seit 10. Jänner 2013 (mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch) gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen
Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der Gurktaler Aktiengesellschaft betragen:
| in TEUR | 2012/2013 |
|---|---|
| Fixe Bezüge | 12 |
| Dotierung Personalrückstellungen | 78 |
| 90 |
Es wurden Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 76 an verbundene Unternehmen weiterverrechnet. Weiters wurden im Geschäftsjahr Vorstandsbezüge in Höhe von TEUR 21 von verbundenen Unternehmen an die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, weiterverrechnet. In den weiterverrechneten Vorstandsbezügen sind Gehaltskosten sowie anteilige Nebenkosten und Aufwendungen aus Personalrückstellungen enthalten.
29.2.4 AUFSICHTSRÄTE DER GUR KTALER AKTIEN GESELLSCHAFT
Dr. Hubertine Underberg-Ruder (seit 30. November 2012 Vorsitzende) Emil Underberg (seit 30. November 2012 Vorsitzende-Stellvertreter) Dr. Tobias Bürgers (seit 30. November 2012 Mitglied des Aufsichtsrates) Dipl.Bw. Gerd Peskes (seit 30. November 2012 Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden keine Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates gezahlt.
Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Kredite gewährt und es wurden zugunsten dieser Personen keine Haftungen übernommen.
Wien, am 1. Juli 2013
Der Vorstand:
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller e.h. e.h
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2013, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum KonzernLagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, den 1. Juli 2013
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
gez.: Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer
Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung. Einzelabschluss
Jahresabschluss
(Einzelabschluss)
Gurktaler AG 2012/2013
bilanz 58 Gewinn- und Verlustrechnung 60 Anhang 61 Bericht zum Jahresabschluss 66
bilanz zum 31. März 2013
| Ak tiva |
||
|---|---|---|
| 31.3.2013 | 1.4.2012 | |
| EUR TEUR | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.656.474,05 | 21.639 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.440.427,93 | 0 |
| 2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 406,31 | 0 |
| 1.440.834,24 | 0 | |
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 3.215,64 | 0 |
| 1.444.049,88 | 0 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.875,00 | 0 |
| 23.106.398,93 | 21.639 |
58 Geschäftsbericht 2012 / 2013
Einzelabschluss
Passiva
| 31.3.2013 | 1.4.2012 | |
|---|---|---|
| EUR TEUR | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 4.500.000,00 | 4.500 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| Gebundene | 17.138.974,05 | 17.139 |
| III. Bilanzgewinn | 735.358,56 | 0 |
| 22.374.332,61 | 21.639 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 33.120,00 | 0 |
| 2. Steuerrückstellungen | 3.898,00 | 0 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 184.154,76 | 0 |
| 221.172,76 | 0 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.710,01 | 0 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 488.443,13 | 0 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten, | 5.740,42 | 0 |
| davon aus Steuern EUR 2.964,98, |
||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.359,28 |
||
| 510.893,56 | 0 | |
| 23.106.398,93 | 21.639 | |
| Eventualverbindlichkeiten | 7.184.495,78 | 0 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013
| in EUR | 2012/2013 |
|---|---|
| 1. U msatzerlöse |
47.062,42 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge |
|
| Übrige | 90.192,51 |
| 90.192,51 | |
| 3. P ersonalaufwand |
|
| a) Gehälter | –91.642,00 |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche | |
| M itarbeitervorsorgekassen |
–11.810,58 |
| c) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | |
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | –2.847,58 |
| d) Sonstige Sozialaufwendungen | –80,18 |
| –106.380,34 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
| Übrige | –292.579,35 |
| 5. Zwischensumme aus Z 1 bis 4 (Betriebsergebnis) |
–261.704,76 |
| 6. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen EUR 999.960,00 |
999.960,00 |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1,32 |
| 8. Zwischensumme aus Z 6 bis 7 (Finanzergebnis) |
999.961,32 |
| 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
738.256,56 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |
| Körperschaftsteuer aus Gruppenbesteuerung EUR 6.398,00, davon |
|
| weiterbelastet an Gruppenmitglieder EUR 3.500,00 |
–2.898,00 |
| 11. Jahresüberschuss = Bilanzgewinn | 735.358,56 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013
A. Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden
1. Allgemeine Grundsätze
Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch die Abspaltung zur Neugründung durch Übertragung von Beteiligungen von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, gegründet. Die Abspaltung erfolgte rückwirkend mit Umgründungsstichtag 31. März 2012. Zu Vergleichszwecken werden die Bilanzwerte zum 1. April 2012 aus der Eröffnungsbilanz gemäß § 2 Abs. 1 Z 12 SpaltG dargestellt. Die durch die Umgründung übertragenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden gemäß § 202 Abs. 1 UGB mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. März 2013 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung unter dem Aspekt der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.
Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden die im § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
2. Anlagevermög en
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen durchgeführt.
3. Forderungen und sonstige Vermög ensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit Nennwerten bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen niedrigeren Stichtagskurs bewertet.
4. Rü ckstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in diesem Geschäftsjahr nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinssatz von 3 % und einem Pensionseintrittsalter von 65 Jahren für Männer ermittelt. Die Berechnung erfolgte unter Beachtung der Bestimmungen des Fachgutachtens KFS/RL 2 des Institutes für Betriebswirtschaft, Steuerrecht und Organisation der Kammer der Wirtschaftstreuhänder.
5. Verbindlichkeiten
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
B. Erläuterungen zu Posten der Bilanz
1. Ak tiva
| Anlagevermög | en | |
|---|---|---|
| Entwicklung des Anlagevermögens |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | Restbuchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 1.4.2012*) Z ugänge |
Stand 31.3.2013 |
Kumulierte Abschrei- bungen |
Stand 31.3.2013 |
Stand 1.4.2012 |
||
| Finanzanlagen Anteile an verbun denen Unternehmen |
21.638.974,05 | 17.500,00 | 21.656.474,05 | 0,00 | 21.656.474,05 | 21.638.974,05 |
*) Zugänge aus Spaltung
Sachanlagen
Die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 9.571,94, davon EUR 6.559,52 gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 35.810,02, davon EUR 32.797,60 gegenüber verbundenen Unternehmen.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Forderungen aus laufender Verrechnung in Höhe von EUR 440.467,93 sowie Gewinnausschüttungs- und Dividendenansprüche in Höhe von EUR 999.960 von der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien.
2. Passiva
| Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| S | tand 1.4.2012 EUR FN |
Zugänge | Stand 31.3.2013 |
|
| Grundkapital | 4.500.000,00 | 0,00 | 4.500.000,00 | 1, 2 |
| Kapitalrücklagen | ||||
| Gebundene | 17.138.974,05 | 0,00 | 17.138.974,05 | 2 |
| Bilanzgewinn | 0,00 | 735.358,56 | 735.358,56 | |
| 21.638.974,05 | 735.358,56 | 22.374.332,61 |
ad 1 Die Aufbringung des Grundkapitals der im Wege der Abspaltung zur Neugründung neu errichteten Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, erfolgte durch Sacheinlage der Nennbetragsaktien an der Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft, Wien, der Geschäftsanteile an der Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk, und an der "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien, sowie der Kommanditanteile an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland.
ad 2 Der Wert der Sacheinlage beläuft sich auf EUR 21.638.974,05.
Rü ckstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:
| Andere | 8.854,76 184.154,76 |
|---|---|
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 27.500,00 |
| Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses | 72.800,00 |
| Prämien | 75.000,00 |
| in EUR | 31.3.2013 |
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 146.465 laufende Verrechnungen und mit EUR 341.978,13 kurzfristige Finanzierungen.
Einzelabschluss
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Aufwendungen von EUR 5.740,42, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten liegen in folgendem Umfang vor:
| in EUR | 31.3.2013 |
|---|---|
| Garantien | 7.184.495,78 |
|---|---|
Die Haftungsverhältnisse wurden zur Gänze für Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns eingegangen.
C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren aus der geschäftsleitenden Verwaltung von verbunden Unternehmen. Diese Leistungen wurden ausschließlich im Inland erbracht.
Sonstige betriebliche Erträge
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um weiterverrechnete Kosten und überrechnete Avalprovisionen an verbundene Unternehmen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich insbesondere um überrechnete Verwaltungsaufwendungen und Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Veröffentlichung des Jahresabschlusses.
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer belaufen sich auf EUR 27.500 und untergliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche: in TEUR 2012/2013 Prüfung des Jahresabschlusses 10.000,00 Andere Bestätigungsleistungen 17.500,00 27.500,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Der gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt EUR 9.978,03.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
D. Sonstige Angaben
Grundkapital
Das Grundkapital des Unternehmens besteht aus 2.250.000 nennbetragslosen Stückaktien und setzt sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:
in EUR
| 4.500.000,00 | |
|---|---|
| Vorzugsaktien ohne Stimmrecht gemäß § 12a AktG (750.000 Stück) | 1.500.000,00 |
| Stammaktien (1.500.000 Stück) | 3.000.000,00 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Dienstleistungsverträgen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 73.361,36, davon EUR 73.361,36 gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf EUR 366.806,80, davon EUR 366.806,80 gegenüber verbundenen Unternehmen.
Beteiligungsverhältnisse
Die Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, hält zum 31. März 2013 Anteile an folgenden Gesellschaften:
| Name | Sitz A | J bschluss |
Kapital- anteil % |
Eigen- kapital TEUR TEUR |
ahresüber schuss/ -fehlbetrag |
|---|---|---|---|---|---|
| Peter Zwack & Consorten | |||||
| Handels-Aktiengesellschaft, Wien | 31.3.2013 | 49,998 | 22.581 | 1.978 | |
| Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk | 31.3.2013 | 100,00 | 94 | -655 | |
| "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien | 31.3.2013 | 100,00 | -7 | -26 | |
| Leibwächter Kräuter GmbH, Wien | 31.3.2013 | 100,00 | -72 | -89 |
Weiters werden noch Anteile von 14,572 % an der Underberg GmbH & Co. KG, Rheinberg, Deutschland, gehalten.
Die Leibwächter Kräuter GmbH, Wien, wurde mit Erklärung über die Errichtung einer Gesellschaft vom 7. Dezember 2012 von der Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, neu gegründet und mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 11. Februar 2013 von der Alleingesellschafterin Schlumberger Aktiengesellschaft, Wien, an Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, verkauft.
Betreffend die Übertragung der übrigen Geschäftsanteile siehe Erläuterungen unter Punkt 2, Eigenkapital.
Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die zur Firmengruppe der Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Haupttätigkeit der Gesellschaft liegt in der Verwaltung von Beteiligungen sowie in der Erbringung von Dienstleistungen für Tochtergesellschaften vor allem im Bereich der Geschäftsführung.
Die Gesellschaft ist gemäß Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung vom 13. März 2013 körperschaftsteuerlicher Gruppenträger folgender Konzerngesellschaften:
• "Rossbacher" Vertriebs GmbH, Wien
• Gurktaler Alpenkräuter GmbH, Gurk
Für alle Gruppenmitglieder wird die Steuerumlage im Wege einer fiktiven Veranlagung ermittelt.
Wenn die Summe der fiktiven Körperschaftsteuer der Vertragsparteien, die ohne Gruppenbildung zu entrichten wäre, die tatsächlich bezahlte Körperschaftsteuer der Unternehmensgruppe übersteigt, kommt es bei Gruppenmitgliedern mit positiver Umlage zu einem Abgeltungsbetrag in Höhe von 10 % des Liquiditätsvorteils, ebenso bei Zahlung der Mindestkörperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe.
Konsolidierungskreis
Die Underberg AG, Dietlikon, Schweiz, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.
Derivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente.
E. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer der Gesellschaft
Zum Bilanzstichtag waren zwei Angestellte beschäftigt.
An Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden keine Vorschüsse, Haftungen oder Kredite gewährt.
Hinsichtlich der Angabe der Aufwendungen für Abfertigungen an Vorstandsmitglieder wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht. Aufwendungen für die Altersversorgung für Vorstandsmitglieder im Sinne des § 80 AktG fielen nicht an.
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 11.549 enthalten.
Gesamtbezüg e des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Vorstandes wurde von der Schutzklausel gemäß § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.
An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge ausgezahlt.
Zusammensetzung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2012/13 aus folgenden Personen zusammen:
Dr. Hubertine Underberg-Ruder (seit 30. November 2012 Vorsitzende) Emil Underberg (seit 30. November 2012 Vorsitzende-Stellvertreter) Dr. Tobias Bürgers (seit 30. November 2012 Mitglied des Aufsichtsrates) Dipl.Bw. Gerd Peskes (seit 30. November 2012 Ersatzmitglied des Aufsichtsrates)
Zusammensetzung des Vorstandes
Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2012/13 aus folgenden Personen zusammen:
KR Eduard Kranebitter (seit 10. Jänner 2013 Vorsitzender, mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch) Mag. Wolfgang Spiller (seit 10. Jänner 2013, mit Eintragung der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, im Firmenbuch)
Wien, den 1. Juli 2013
Der Vorstand:
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller e.h. e.h
Beteiligungsunternehmen der Gurktaler Ak tiengesellschaft und der konsolidierten Gesellschaften
Verbundene Unternehmen, die in die Vollkonsolidierung einbezogen sind
| Kapitalanteil (direkt und indirekt) |
Eigenkapital des letzten Jahres |
|
|---|---|---|
| Name Sitz |
% TEUR | |
| Gurktaler Alpenkräuter GmbH Gurk |
100 | 94 |
| Leibwächter Kräuter GmbH Wien |
100 | -72 |
| "Rossbacher" Vertriebs GmbH Wien |
100 | -7 |
| Kapitalanteil | Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|
| (direkt und | des letzten | ||
| indirekt) | Jahres | ||
| Name | Sitz | % TEUR | |
| Peter Zwack & Consorten Handels-Aktiengesellschaft | Wien | 49,998 | 22.581 |
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Gurktaler Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, den 1. Juli 2013
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
gez.: Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer
Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.
Erklärung aller gesetzlichen VErtreter § 82 ABS. 4 BÖRSEG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, am 2. Juli 2013
Der Vorstand:
KR Eduard Kranebitter Mag. Wolfgang Spiller
e.h. e.h.
GEWINNVERT EILUNGSVORSCHLAG Gurktaler AKTIENGESELLSCHAFT
Das Geschäftsjahr 2012/2013 schließt mit einem Bilanzgewinn von EUR 735.358,56.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
- Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,08 je Vorzugsaktie und EUR 0,08 je Stammaktie, das ist insgesamt ein Ausschüttungsbetrag von EUR 180.000,-- und entspricht rd. 4 % des Grundkapitals von EUR 4.500.000,--.
- Weiters wird vorgeschlagen, den verbleibenden Restbetrag in der Höhe von EUR 555.358,56 auf neue Rechnung vorzutragen.
Kräuterspirituosen
Kräuterspirituose
Eine Kräuterspirituose, die mindestens 100 Gramm Zucker pro Liter enthält, wird als Likör gekennzeichnet. Sind weniger als 100 Gramm enthalten, wird die Spirituose als Bitter deklariert. Allerdings muss der bittere Geschmack der Spirituose vorherrschend sein. Underberg ist die einzige Spirituose ohne Zucker. Der Mindestalkoholgehalt für Kräuterspirituosen beträgt 15 Vol.%, liegt aber in der Regel deutlich darüber.
Herstellungsverfahren
Durch alkoholische Auszüge aus Kräutern, Samen, Blättern, Wurzeln, Rinden, Gewürzen und Früchten (Mazeration, Extraktion). Dabei werden die Kräuter in hochwertigen Alkohol eingelegt, und die wert- und wirkungsvollen Extrakte gehen in die Flüssigkeit über. Manchmal wird dieser Extrakt (Mazerat) auch noch einmal destilliert.
In einem anderen Verfahren (Perkolation) werden den zerkleinerten Pflanzenteilen die gewünschten Geschmacks- und Wirkstoffe durch einen im Kreislauf kontinuierlich fließenden Alkohol entzogen. Außerdem können die gewünschten ätherischen Gehalte und Wirkstoffe auch durch die direkte Einbindung in den Destillationsvorgang gewonnen werden.
Der jeweils gewonnene Extrakt reift dann meist noch einige Monate in Fässern.
Kategorien der Kräuterspirituosen
Vollbitter
(Auch als Magenbitter bezeichnet) sind Spirituosen mit vorwiegend bitterem Geschmack, die meist durch Einlegen und Auslaugen von Kräutern, Gewürzen und anderen Zutaten in Alkohol hergestellt werden. Der weltweit bekannteste Vertreter der Kategorie Vollbitter ist Underberg, der seit mehr als 165 Jahren ausschließlich in der Portionsflasche von 2 cl verkauft und komplett ohne Zucker hergestellt wird.
Aromatische Kräuter aus 43 Ländern sind Basis für diese vornehmlich zum Essen als Appetitanreger oder als angenehmer Abschluss gereichte Kräuterspirituose.
Halbbitter
Halbbitter sind Liköre, die aus einem Basisalkohol mit Aromen, Zucker oder natürlichen Süßstoffen hergestellt werden und einen etwas süßlicheren Geschmack haben. Zu dieser Kategorie gehören der milde österreichische Alpenkräuter Gurktaler sowie auch Rossbacher.
Aperitif
Als Aperitif bezeichnet man alkoholische Getränke, die zur Anregung des Appetits dienen. Aperitifs sind sozusagen die Ouvertüre eines guten Essens und sollen dem Gaumen wohltun, aber auf keinen Fall betrunken machen. Das Wort kommt vom französischen Adjektiv "aperitif" (appetitanregend) und hat seine Wurzeln im lateinischen Wort "aperire", was schlicht öffnen bedeutet und sich schon damals auf den Magen bezog.
Digestif
(von frz. digestif, -ve = verdauungsfördernd) Der Digestif übt nach dem Essen eine wohltuende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt für die Verdauung aus. Auch hier stammt das Wort aus dem Lateinischen, nämlich von "digerire", das im Allgemeinen "schließen" heißt. Der Digestif ist ein alkoholisches Getränk, das – im Gegensatz zum Aperitif – nach der Mahlzeit getrunken wird. Durch das Wissen der Destillation sind heute Digestifs vor allem wohltuende Mischungen aus Kräutern, Wurzeln, Rinden, Blättern, Gewürzen und anderen für diese Kräuterspirituosen wichtigen Gewächsen, die man schon in der Antike als medizinische Heilpflanzen kannte.
Gurktaler Aktiengesellschaft Gurktaler Aktiengesellschaft
Geschäftsbericht 2012 / 2013 Geschäftsbericht 2012 / 2013
Impressum
Herausgeber
Gurktaler Aktiengesellschaft Heiligenstädter Straße 43, 1190 Wien Tel.: +43/1/367 08 49-0 Fax: +43/1/367 08 49-340 E-Mail: [email protected] http://gruppe.gurktaler.at
Geschäftssitz: Wien Reg. beim HG Wien unter FN 389840 w UID: ATU67694202
Ko nzept, Beratung und Projektmanagement
Mensalia Unternehmensberatungs GmbH www.mensalia.at
Fo to
Philipp Horak (Vorstandsporträt)
DRUCK
AV+Astoria, Wien
Disclaimer
Dieser Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt und unter gewissenhafter Prüfung sämtlicher Daten erstellt. Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Wörter "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Gesellschaft wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichtete Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
Geschlechtsneutrale Fo rmulierung
Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird bei personenbezogenen Begriffen wie "Kunden" oder "Aktionäre" auf die geschlechtsspezifische Differenzierung sowie auf die durchgängige Verwendung von akademischen Titeln verzichtet.
Der milde Alpenkräuter Geschäftsbericht 2012 / 2013