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Grenke AG

Quarterly Report Aug 10, 2023

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 33066965

GRENKE AG

Baden-Baden

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Konzernkennzahlen

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EINHEIT Q2 2023 Q2 2022 VERÄNDERUNG (%) Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
NEUGESCHÄFT LEASING TEUR 650.343 587.434 10,7 1.260.498 1.086.672
DACH TEUR 164.451 139.924 17,5 307.502 257.922
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 171.043 149.613 14,3 332.879 281.404
Südeuropa TEUR 146.872 157.927 - 7,0 297.229 289.871
Nord-/​Osteuropa TEUR 131.338 107.234 22,5 254.772 197.983
Übrige Regionen TEUR 36.640 32.736 11,9 68.116 59.492
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS TEUR 109.675 93.189 17,7 211.689 176.429
DACH TEUR 21.739 16.981 28,0 39.618 32.466
Westeuropa (ohne DACH) TEUR 29.979 25.400 18,0 58.718 49.101
Südeuropa TEUR 26.616 25.493 4,4 53.022 47.530
Nord-/​Osteuropa TEUR 23.847 19.339 23,3 46.264 35.950
Übrige Regionen TEUR 7.494 5.976 25,4 14.068 11.382
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge Stück 78.599 72.192 8,9 148.075 134.098
Mittlerer Anschaffungswert EUR 8.274 8.137 1,7 8.513 8.104
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende Monate 48 48 1,2 49 48
Vermietvolumen zum Periodenende TEUR 9.215.146 8.874.329 3,8 9.215.146 8.874.329
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende Stück 1.035.204 1.005.887 2,9 1.035.204 1.005.887
NEUGESCHÄFT FACTORING TEUR 205.414 191.509 7,3 397.408 366.565
DACH TEUR 76.522 72.903 5,0 149.687 140.153
Südeuropa TEUR 43.788 37.643 16,3 80.742 67.674
Nord-/​Osteuropa TEUR 85.104 80.963 5,1 166.979 158.738
GRENKE BANK
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft TEUR 10.972 13.636 - 19,5 23.794 29.440

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VERÄNDERUNG (%)
NEUGESCHÄFT LEASING 16,0
DACH 19,2
Westeuropa (ohne DACH) 18,3
Südeuropa 2,5
Nord-/​Osteuropa 28,7
Übrige Regionen 14,5
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS 20,0
DACH 22,0
Westeuropa (ohne DACH) 19,6
Südeuropa 11,6
Nord-/​Osteuropa 28,7
Übrige Regionen 23,6
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge 10,4
Mittlerer Anschaffungswert 5,0
Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende 1,6
Vermietvolumen zum Periodenende 3,8
Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende 2,9
NEUGESCHÄFT FACTORING 8,4
DACH 6,8
Südeuropa 19,3
Nord-/​Osteuropa 5,2
GRENKE BANK
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft - 19,2

Regionen Leasing:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz

Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien, Schweden, Polen, Slowakei,

Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE, USA

Regionen Factoring:

DACH: Deutschland, Schweiz

Südeuropa: Italien, Portugal

Nord-/​Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn, Polen

Konsolidierte Franchisegesellschaften:

Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland, Norwegen

Factoring: Italien, Portugal, Ungarn

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EINHEIT Q2 2023 Q2 2022 VERÄNDERUNG (%) Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft TEUR 113.567 103.385 9,8 222.068 205.021
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts TEUR 29.536 15.927 85,4 54.035 29.756
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 21.447 28.071 - 23,6 47.887 59.652
Gesamtkosten/​-aufwand TEUR 77.671 68.115 14,0 149.688 132.555
Operatives Ergebnis TEUR 28.576 28.019 2,0 52.402 53.655
Konzernergebnis vor Steuern TEUR 31.305 28.554 9,6 51.776 55.566
KONZERNERGEBNIS TEUR 24.540 20.922 17,3 40.399 41.459
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE TEUR 25.510 21.726 17,4 34.528 33.614
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER TEUR 0 0 N.A. 9.068 9.082
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE TEUR - 970 - 804 - 20,6 - 3.197 - 1.237
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) EUR 0,55 0,46 19,6 0,74 0,72
Cost-Income-Ratio Prozent 59,5 54,0 5,5 pp 58,3 53,3
Personalaufwand TEUR 43.979 35.040 25,5 85.268 68.015
davon Gesamtvergütung TEUR 36.039 28.786 25,2 69.690 55.911
davon fixe Vergütung TEUR 30.873 24.141 27,9 60.249 46.214
davon variable Vergütung TEUR 5.166 4.645 11,2 9.441 9.697
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent Personen 2.052 1.846 11,2 2.023 1.831

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VERÄNDERUNG (%)
GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 8,3
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 81,6
Schadensabwicklung und Risikovorsorge - 19,7
Gesamtkosten/​-aufwand 12,9
Operatives Ergebnis - 2,3
Konzernergebnis vor Steuern - 6,8
KONZERNERGEBNIS - 2,6
ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE 2,7
ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER - 0,2
ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE - 158,4
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 2,8
Cost-Income-Ratio 5,0 pp
Personalaufwand 25,4
davon Gesamtvergütung 24,6
davon fixe Vergütung 30,4
davon variable Vergütung - 2,6
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent 10,5

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EINHEIT 30.06.2023 31.12.2022 VERÄNDERUNG (%)
BILANZ
Bilanzsumme Mio. EUR 6.707 6.413 4,6
Leasingforderungen Mio. EUR 5.430 5.244 3,5
Einlagevolumen GRENKE Bank Mio. EUR 1.535 1.151 33,4
Bilanzielles Eigenkapital * Mio. EUR 1.325 1.332 - 0,5
Eigenmittel nach CRR Mio. EUR 1.230 1.188 3,5
Eigenkapitalquote Prozent 19,8 20,8 - 1,0 pp
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio. EUR 476 482 - 1,2
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio. EUR 1.652 1.664 - 0,7

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KENNZAHLEN Q2 2023:

KONZERNERGEBNIS

24,5 Mio. EUR

ERGEBNIS JE AKTIE

0,55 EUR

EIGENKAPITALQUOTE

19,8 Prozent

REFINANZIERUNGSBASIS:

AKTIONÄRSSTRUKTUR:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbH

Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)

Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechts mitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.

Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse*

Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

Konzernzwischenlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GRENKE im Überblick

Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Small-Ticket-Leasing. Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen und KMU, die über uns leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: Einfach, schnell, persönlich und unternehmerisch. Factoring- und Bank-Services runden unser Angebot ab. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 30 Ländern weltweit aktiv.

1.2 Geschäftsmodell

Im Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small-Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 25 TEUR. 90 Prozent aller Leasingverträge entsprachen dieser Größenordnung im ersten Halbjahr 2023 - wie auch in den Vorjahren. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns im ersten Halbjahr 2023 ein Volumen von rund 8.500 EUR.

Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u.a. kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy-Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.

Zum 30. Juni 2023 waren wir an insgesamt 140 Standorten in 33 Ländern weltweit vertreten. In den ersten sechs Monaten 2023 erwirtschafteten wir 94,6 Prozent des Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas durch Markterweiterung in Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.

In Phasen konjunktureller Schwankungen sind wir in der Lage, unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen zeitnah zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf ein ausgewogenes und risikoadäquates Neugeschäft - d.h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir die Qualität und Quantität des Neugeschäfts gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionsgestaltung den jeweiligen Markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel anzupassen. Entsprechend erweist sich unser Geschäftsmodell als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen.

So ist es uns gelungen, auch in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten, wie der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021, risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften.

1.3 Segmente

Der GRENKE Konzern ist in die drei Segmente Leasing, Bank und Factoring gegliedert. Für eine Beschreibung der Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum verweisen wir auf Abschnitt 2.4.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 11 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

1.4 Aktionärsstruktur

Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, die sich im Besitz von Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie deren drei gemeinsamen erwachsenen Söhnen befindet. Zum Stichtag 30. Juni 2023 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 40,8 Prozent der Unternehmensanteile. Entsprechend betrug der Streubesitz 59,2 Prozent. Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzuordnen sind, lauten: ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,0 Prozent), Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV (3,2 Prozent), die GRENKE-Stiftung (3,0 Prozent) sowie die UniversalInvestment GmbH (3,0 Prozent). Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag rund 0,1 Prozent.

1.5 Ziele und Strategien

Unser Ziel ist es, der weltweit führende Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen zu werden. Für das Jahr 2024 strebt der Vorstand auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund 120 Mio. EUR an. Auch mit dem reduzierten Prognosekorridor für das Neugeschäft setzt GRENKE seine Wachstumsstrategie fort. Der neue Ausblick für das Neugeschäft entspricht einem zweistelligen Wachstum von 11 bis 19 Prozent gegenüber dem Guidancedurchschnitt für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von rund 2,7 Mrd. EUR.

Diese Ziele sind Grundlage unserer Unternehmensstrategie, die sich in die strategischen Felder "Vertriebsaktivitäten und -kanäle", "Operational Excellence und Kostendisziplin", "Digital Excellence" und "Sustainability" unterteilt.

Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende, zentrale Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Fremdkapital-basierte Finanzierung auf drei Säulen:

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Senior-Unsecured-Instrumente, die im wesentlichen auf unser Investment Grade Rating aufbauen wie Schuldverschreibungen, Anleihen und Commercial Paper, aber auch Kreditbeziehungen mit internationalen Banken, nicht zuletzt die jüngst verlängerte und aufgestockte syndizierte Kreditlinie
Forderungsbasierte Finanzierung, vor allem durch ABCP-Programme
Das Einlagengeschäft der GRENKE Bank

Dabei vermeiden wir Fristentransformation und verringern so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum.

Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2022, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".

2. Wirtschaftsbericht

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Leasingneugeschäft wächst um 10,7 Prozent auf 650,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2023
Siebtes Quartal in Folge zweistelliges Wachstum zum jeweiligen Vorjahresquartal
Deckungsbeitrag 2 steigt auf 109,7 Mio. EUR
DB2-Marge erreicht 16,9 Prozent
Konzernergebnis nach Steuern beträgt 24,5 Mio. EUR
Schadenquote verbessert sich auf 0,9 Prozent
Cost-Income-Ratio bei 59,5 Prozent
Eigenkapitalquote mit 19,8 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im zweiten Quartal 2023 waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd. Vor allem die hohe Inflation, weiterhin stark steigende Zinsen, die angespannten Refinanzierungsbedingungen an den Kapitalmärkten und die zunehmenden Rezessionsrisiken prägten die makroökonomische Entwicklung.

Im Euroraum ging die jährliche Inflationsrate hauptsächlich aufgrund fallender Energiepreise im Juni 2023 auf 5,5 Prozent zurück (Juni 2022: 8,6 Prozent), in Deutschland lag sie bei 6,4 Prozent. Damit verringerte sich zwar die Inflationsrate, lag jedoch weiterhin deutlich über dem Zielwert der EZB von 2 Prozent. Insbesondere die Kerninflationsrate, die die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel ausklammert, stieg in den vergangenen Monaten kontinuierlich an und lag im Juni 2023 bei 5,5 Prozent im Euroraum und bei 5,8 Prozent in Deutschland. Eine Trendwende für die Kerninflationsrate ist nicht erkennbar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hob den Hauptrefinanzierungssatz im Juni 2023 auf 4,0 Prozent und erhöhte ihn Ende Juli 2023 um weitere 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Der für die Finanzmärkte inzwischen richtungsweisende Einlagensatz wurde auf 3,75 Prozent erhöht. Außerdem beendete die EZB im Juli 2023 die Reinvestition von Anleihen, die sie im Rahmen ihres Ankaufsprogramms von Vermögenswerten gekauft hatte. Da die EZB betonte, dass sie die Inflationsrate im Fokus behalten will, ist von einer Fortsetzung ihres restriktiven Kurses auszugehen. Ferner ist der nahezu konstant gebliebene Zinsabstand zum US-amerikanischen Leitzins, der 100 Basispunkte über dem der Eurozone rangiert, ein zusätzliches Indiz für weitere Zinserhöhungen im Euroraum.

Die daraus unmittelbar gestiegenen Finanzierungskosten hemmen die Nachfrage nach Investitionen. Der für Deutschlands Wirtschaft indikative ifo-Geschäftsklimaindex tendiert in Richtung einer konjunkturellen Abschwächung. Er ging im Juni 2023 den zweiten Monat in Folge zurück und betrug 88,5 Punkte (Juni 2022: 92,3 Punkte). Die konjunkturelle Lage wurde von den befragten Unternehmen mit 93,7 Punkten dabei besser bewertet als die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate (83,6 Punkte). Ein schwaches außenwirtschaftliches Klima, gesunkene Auftragseingänge und gestiegene Zinsen waren dem ifo-Institut zufolge für die Entwicklung ausschlaggebend. Der Bundesbank zufolge könnte daher die wirtschaftliche Erholung zögerlicher ausfallen als noch zuvor erwartet. Die deutsche Wirtschaft stagnierte im zweiten Quartal 2023 bei einer Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, im ersten Quartal war es um 0,1 Prozent zurückgegangen.

Inmitten dieses herausfordernden Umfeldes ist es uns erneut und wie angekündigt gelungen, unseren Wachstumskurs beim Leasingneugeschäft im zweiten Quartal 2023 fortzusetzen und darüber hinaus unsere Profitabilität zu steigern.

2.2 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte

Im ersten Quartal 2023 übernahm Dr. Sebastian Hirsch den Vorstandsvorsitz von Michael Bücker. In der zugehörigen Ad-hoc-Mitteilung vom 16. Februar 2023 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat und der vormalige Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG, Michael Bücker, dessen Bestellung aus gesundheitlichen Gründen zeitlich befristet bis zum 28. Februar 2023 widerrufen worden war, sich darauf verständigt hatten, dass Michael Bücker das Unternehmen zum 28. Februar dieses Jahres verlässt.

Der Aufsichtsrat hatte daraufhin Dr. Sebastian Hirsch, der bereits interimistisch zum CEO ernannt worden war, zum 16. Februar 2023 zum CEO ernannt. Seine Aufgaben als Finanzvorstand führt Dr. Sebastian Hirsch seit seiner Ernennung zum CEO interimistisch fort. Dr. Martin Paal, der seit Juni 2022 bei der GRENKE AG als VP Controlling tätig ist, soll nach einer Übergangs- und Einarbeitungsphase die Leitung des Finanzressorts übernehmen. Er fungiert ab sofort als Senior Vice President als Stellvertreter von Dr. Sebastian Hirsch für das Finanzressort.

Am 2. März 2023 informierten wir in einer Ad-hoc-Mitteilung über unser Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 45 bis 50 Mio. EUR. Um die erfolgreiche internationale Wachstums- und Expansionsstrategie fortzusetzen, werden wir in den nächsten drei Jahren in die digitale Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette in über 30 Ländern investieren. Grundlage des Digitalisierungsprogramms - und mit einem Drittel der Investitionen die größte Einzelmaßnahme - ist die Transformation in die Cloud-Technologie. Die übrigen Investitionsmittel verteilen sich auf die darauf aufbauende Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft. Schätzungsweise 15 Mio. Euro werden im laufenden Geschäftsjahr als zusätzlicher Aufwand anfallen.

Ziel von "Digital Excellence" ist die möglichst vollständige End-to-End-Digitalisierung interner Prozesse im Kerngeschäft Leasing, um in neuen wie auch in bestehenden Märkten deutlich skalieren und dadurch stärker wachsen zu können. So soll beispielsweise die Bearbeitung eines Leasingantrages künftig statt Minuten nur noch Sekunden in Anspruch nehmen ("instant decision"). Mit dieser erweiterten Digitalisierungsinitiative stellen wir uns optimal auf, um auf neue Anforderungen von Kund:innen zu reagieren und selbst neue Trends in der Leasingfähigkeit von Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zu setzen, beispielsweise durch das Anbieten von Leasingfinanzierung für neue Objektkategorien. Einige der Investitionsmaßnahmen, wie der Ausbau der Cloud-Technologie, waren ohnehin geplant und werden jetzt - parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im Neugeschäft - vorgezogen und rascher umgesetzt.

Mit gleichem Datum, dem 2. März 2023, legten wir vorläufige, nicht testierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 vor wie auch den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2022 in Höhe von 0,45 Euro je Aktie. Außerdem gaben wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der Vorstand erwartet, dass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR erzielen und ein Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR erwirtschaften werden. Durch die Umsetzung des Digitalisierungsprogramms in den kommenden Jahren wird das angestrebte Konzernergebnis 2024 bei ca. 120 Mio. EUR liegen, statt wie zuvor prognostiziert bei 140 Mio. EUR. *

Am 23. März 2023 berichteten wir über eine neue Rating-Maßnahme von Standard & Poor's. S&P Global Ratings hatte das langfristige Emittentenrating von GRENKE von "BBB+" auf "BBB" gesenkt und das Kurzfristrating von "A-2" bekräftigt. Der stabile (vorher negative) Ausblick bringt die Erwartung zum Ausdruck, dass GRENKE seine angemessene Risikobereitschaft, die Qualität seiner Vermögenswerte und seine hohen Kapitalpuffer erhalten und schrittweise seine solide risikooptimierte Rentabilität in den nächsten zwei Jahren zurückgewinnen wird. Im Oktober 2022 hatten wir bereits ein Investment Grade Rating von "BBB" mit stabilem Ausblick durch Fitch-Rating erhalten (Fitch-Ratingstufe "BBB/​stable/​F2").

Am 20. April 2023 gaben wir eine Beteiligung an der "Miete24 P4Y GmbH" in Höhe von 25 Prozent plus einen Stimmanteil bekannt. Mit der Akquisition der Internetplattform stärken wir unsere Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und eröffnen uns zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Der Kaufpreis für den Anteil an Miete24 betrug 3,0 Mio. EUR. Darüber hinaus haben wir uns langfristig die Option zur vollständigen Übernahme gesichert. Der Rollout erfolgt sukzessive mit ausgesuchten Fachhändlern. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland soll die neue Digital-Plattform schnellstmöglich auch international eingesetzt werden.

* Der Vorstand hat die Prognose für das Leasingneugeschäft am 9. August 2023 überprüft. Für das Jahr 2024 strebt der Vorstand auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund 120 Mio. EUR an.

Am 16. Mai 2023 veranstalteten wir die ordentliche Hauptversammlung, die zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Pandemie wieder in Präsenz stattfand. Auf der Hauptversammlung wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Aktie (2022: 0,51 Euro) beschlossen. Auch allen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt, darunter der Satzungsänderung mit der Ermächtigung, künftig virtuelle Hauptversammlungen durchzuführen. Der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp schied mit Ablauf der Hauptversammlung turnusgemäß aus dem Gremium aus. Bestätigt wurde Nils Kröber als Aufsichtsratsmitglied für eine fünfjährige Amtszeit bis zum Ende der Hauptversammlung 2028. Für drei Jahre wurde Moritz Grenke, Sohn des Unternehmensgründers Wolfgang Grenke und Kommanditist der Großaktionärin Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, in den Aufsichtsrat gewählt.

Am 16. Mai 2023 wählte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung nach der Hauptversammlung Jens Rönnberg, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Konstantin Mettenheimer, Rechtsanwalt und Steuerberater, zu seinem Stellvertreter. Jens Rönnberg gehört dem Aufsichtsrat seit November 2019 an und war zuvor stellvertretender AR-Vorsitzender. Dr. Konstantin Mettenheimer wurde auf der Hauptversammlung 2021 in den Aufsichtsrat gewählt.

2.3 Neugeschäft

2.3.1 Leasing

Im zweiten Quartal 2023 erzielten wir ein Leasingneugeschäft in Höhe von 650,3 Mio. EUR. Damit übertrafen wir das Vorjahresquartal um 10,7 Prozent (Q2 2022: 587,4 Mio. EUR) und erreichten somit zum siebten Mal in Folge ein prozentual zweistelliges Wachstum.

Leasingneugeschäft seit Q4 2020

Die Nachfrage nach Leasingprodukten stabilisierte sich angesichts der dynamischen Zinsentwicklung, da sich bei steigenden Zinsen Kredite für Unternehmen in der Regel verteuern und Banken die Kreditvergabe auch restriktiver gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Da die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden, bietet Leasing in Zeiten steigender Zinsen für unsere Unternehmenskund:innen eine sichere Kalkulationsbasis.

Ermöglicht wurde der starke Zuwachs im Leasingneugeschäft zudem durch den Ausbau unseres Händlernetzes auf über 34.000 Händler:innen in den mehr als 30 Ländern, in denen wir aktiv sind.

Das größte Volumen beim Leasingneugeschäft realisierten wir im zweiten Quartal 2023 in Westeuropa (ohne DACH) mit 171,0 Mio. EUR, am zweitstärksten waren wir mit 164,5 Mio. EUR in der DACH-Region präsent. Das höchste Wachstum verzeichnete die Region Nord-Osteuropa mit 22,5 Prozent relativ zum Vorjahresquartal, insbesondere Großbritannien und Finnland verzeichneten in dieser Region mit 39,2 und 31,3 Prozent ein dynamisches Wachstum. An zweiter Stelle folgte die DACH-Region mit 17,5 Prozent Wachstum. Westeuropa (ohne DACH) lag mit 14,3 Prozent an dritter Stelle, in dieser Region waren die Niederlande (+33,6 Prozent) und Belgien (+22,1 Prozent) Wachstumstreiber. Beim Leasingneugeschäft in Südeuropa verzeichneten wir einen Rückgang von 7,0 Prozent, konnten jedoch die DB2-Marge infolge unserer Fokussierung auf höhere Profitabilität bei der Konditionsgestaltung in dieser Region besonders deutlich verbessern.

In den übrigen Regionen konnten wir das Leasingneugeschäft insgesamt um 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal steigern, die Zukunftsmärkte USA (+27,4 Prozent), Kanada (+24,3 Prozent) und Australien (+21,8 Prozent) wuchsen dabei überdurchschnittlich stark.

Die Nachfrage nach dem Leasing von eBikes ist unverändert gut. Verfügbar ist das eBike-Leasing in Deutschland, Österreich, Belgien und Finnland. Im Berichtsquartal wurden rund 15.000 Verträge für eBikes abgeschlossen, dies entspricht einer Steigerung um rund 50 Prozent (Q2 2022: rund 10.000 Verträge).

Neugeschäft Leasing

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Mio. EUR Q2 2023 Q2 2022 Veränderung (%) Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022 Veränderung (%)
LEASINGNEUGESCHÄFT 650,3 587,4 10,7 1.260,5 1.086,7 16,0
DACH 164,5 139,9 17,5 307,5 257,9 19,2
Westeuropa (ohne DACH) 171,0 149,6 14,3 332,9 281,4 18,3
Südeuropa 146,9 157,9 - 7,0 297,2 289,9 2,5
Nord-/​Osteuropa 131,3 107,2 22,5 254,8 198,0 28,7
Übrige Regionen 36,6 32,7 11,9 68,1 59,5 14,5

Regionen:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz

Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord-/​Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen*, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA

* Konsolidierte Franchisegesellschaften

Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) wuchs mit 17,7 Prozent stärker als das Leasingneugeschäft und erreichte im zweiten Quartal dieses Jahres 109,7 Mio. EUR (Q2 2022: 93,2 Mio. EUR). Das stärkste Wachstum verzeichnete dabei die DACH-Region mit 28,0 Prozent, den größten Beitrag leistete mit einem Deckungsbeitrag von 30,0 Mio. EUR die Region Westeuropa (ohne DACH).

Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft

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Mio. EUR Q2 2023 Q2 2022 Veränderung (%) Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022 Veränderung (%)
DB1 65,8 61,4 7,3 124,8 117,0 6,7
DB2 109,7 93,2 17,7 211,7 176,4 20,0
DACH 21,7 17,0 28,0 39,6 32,5 22,0
Westeuropa (ohne DACH) 30,0 25,4 18,0 58,7 49,1 19,6
Südeuropa 26,6 25,5 4,4 53,0 47,5 11,6
Nord-/​Osteuropa 23,8 19,3 23,3 46,3 36,0 28,7
Übrige Regionen 7,5 6,0 25,4 14,1 11,4 23,6

Die DB2-Marge erreichte im Berichtsquartal einen Wert von 16,9 Prozent. Sie ist ein Maß für die prognostizierte Profitabilität des neu abgeschlossenen Leasingportfolios. Mit dem aktuellen Wert lag die Marge einen Prozentpunkt über dem Niveau des Vorjahresquartals (Q2 2022: 15,9 Prozent). Die aktuelle Entwicklung bedeutet zudem eine Verbesserung der Marge trotz des volatilen Zinsumfeldes und der zunehmenden Rezessionsrisiken. So hatte die DB2-Marge im ersten Quartal dieses Jahres 16,7 Prozent betragen, der Jahresdurchschnitt 2022 lag bei 16,1 Prozent. Neben den übrigen Regionen (+2,2 Prozentpunkte) konnten wir die DB2-Marge insbesondere in Südeuropa durch Fokussierung auf margenstarke Verträge um 2,0 Prozentpunkte verbessern. In der DACH-Region, in der wir die Konditionen im Wesentlichen aufgrund von Rahmenverträgen mit größeren Kunden zeitversetzt anpassen konnten, realisierten wir im Berichtsquartal eine Verbesserung der DB2-Marge um 1,1 Prozentpunkte.

Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im zweiten Quartal 2023 bei 10,1 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals (10,4 Prozent in Q2 2022).

Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 25.000 EUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im zweiten Quartal 2023 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 25 TEUR eine DB2-Marge von 17,6 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 25 TEUR) eine DB2-Marge von 15,8 Prozent. Wichtig ist jedoch ebenfalls die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 41,1 Mio. EUR bei 37,4 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur 6,0 Prozent aller abgeschlossenen Verträge beinhaltet.

DB-Margen im Leasingneugeschäft

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Prozent Q2 2023 Q2 2022 Veränderung (pp) Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022 Veränderung (pp)
DB1-MARGE 10,1 10,4 - 0,3 9,9 10,8 - 0,9
DB2-MARGE 16,9 15,9 1,0 16,8 16,2 0,6
DACH 13,2 12,1 1,1 12,9 12,6 0,3
Westeuropa (ohne DACH) 17,6 17,2 0,4 17,8 17,6 0,2
Südeuropa 18,1 16,1 2,0 17,8 16,4 1,4
Nord-/​Osteuropa 18,2 18,0 0,2 18,2 18,2 0,0
Übrige Regionen 20,5 18,3 2,2 20,7 19,1 1,6

Im Berichtsquartal erhielten wir rund 150.000 Leasinganfragen. Damit übertraf die Nachfrage nach Leasingprodukten das Vorjahresquartal (Q2 2022: knapp 140.000). Die Umwandlungsquote entsprach mit 52,6 Prozent dem geschäftsüblichen Niveau und blieb im Jahresvergleich stabil (Q2 2022: 52,2 Prozent). Insgesamt schlossen wir im Berichtszeitraum über 78.000 neue Leasingverträge ab, im Vorjahresquartal waren es rund 72.000 Verträge.

Die durchschnittliche Ticketgröße blieb im 2. Quartal 2023 stabil bei knapp 8.300 EUR nach rund 8.100 EUR im vergleichbaren Vorjahresquartal. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10.000 EUR für das Gesamtjahr 2023 vorsieht.

Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, verringerte sich im Vorjahresvergleich geringfügig um 2,3 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent. Hintergrund sind verschiedene Vertragsstrukturen im Neugeschäftsportfolio.

Der Anteil des Direktvertriebs blieb im zweiten Quartal dieses Jahres nahezu konstant bei 17,0 Prozent (Q2 2022: 18,3 Prozent).

Ein Blick auf das Portfolio im Leasingneugeschäft zeigt, dass - gemessen an der Anzahl der Verträge - die am stärksten nachgefragte Objektgruppe im zweiten Quartal 2023 unverändert die der IT-Geräte war. Jedoch verringerte sich ihr Anteil am Portfolio im Vorjahresvergleich bedingt durch das deutliche Wachstum der eBikes um 2,6 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent. An zweiter Stelle im Portfolio lag die Kopiertechnik, die mit 19,6 Prozent auf einen etwas geringeren Anteil als im Vorjahresquartal kam. Das stärkste Wachstum wies die Objektgruppe der eBikes auf und nahm um 4,4 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent zu. Neben den eBikes konnten auch die Maschinen und Einrichtungen ihren Anteil ausbauen, allerdings fiel der Zuwachs mit 0,5 Prozentpunkten gering aus. Infolgedessen fielen die Maschinen und Einrichtungen zurück auf Platz vier im Portfolio, während eBikes auf Platz drei kletterten. Die verbleibenden Objektgruppen Telekommunikationsgeräte, Medizintechnik und Wellness, Sicherheitsgeräte und allgemeine Bürotechnik waren im Ranking im Gesamtportfolio stabil.

Leasinganfragen und -verträge

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Einheit Q2 2023 Q2 2022 Veränderung Q1 - Q2 2023 Q1-Q2 2022
Leasinganfragen Stück 149.568 138.261 8,2 % 301.803 272.914
Leasingverträge Stück 78.599 72.192 8,9 % 148.075 134.098
Umwandlungsquote Prozent 52,6 52,2 0,4 pp 49,1 49,1
durchschnittlicher NAW EUR 8.274 8.137 1,7 % 8.513 8.104
eSignature Quote Prozent 37,4 39,7 - 2,3 pp 39,7 41,1

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Veränderung
Leasinganfragen 10,6 %
Leasingverträge 10,4 %
Umwandlungsquote 0 pp
durchschnittlicher NAW 5,0 %
eSignature Quote - 1,4 pp

Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio nach Anzahl der Verträge

2.3.2 Factoring

Das Factoring wies im zweiten Quartal 2023 ein Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen von 205,4 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 7,3 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q2 2022: 191,5 Mio. EUR). Das Factoringvolumen wuchs in allen Regionen, vor allem die jüngsten Factoringgesellschaften in Südeuropa weiteten das Forderungsvolumen mit 16,3 Prozent am stärksten aus. Die volumenmäßig stärkste Region Nord-/​Osteuropa legte um 5,1 Prozent zu, Motor in dieser Region war Großbritannien mit einem Wachstum von 19,9 Prozent. Die DACH-Region lag mit 5,0 Prozent Wachstum in ähnlicher Größenordnung wie die Region Nord-/​Osteuropa.

Neugeschäft Factoring

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Einheit Q2 2023 Q2 2022 Veränderung Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
NEUGESCHÄFT FACTORING Mio. EUR 205,4 191,5 7,3 % 397,4 366,6
DACH Mio. EUR 76,5 72,9 5,0 % 149,7 140,2
Südeuropa Mio. EUR 43,8 37,6 16,3 % 80,7 67,7
Nord-/​Osteuropa Mio. EUR 85,1 81,0 5,1 % 167,0 158,7
BRUTTO-MARGE Prozent 1,6 1,4 0,2 pp 1,6 1,4
DACH Prozent 1,5 1,5 0 pp 1,5 1,5
Südeuropa Prozent 1,7 1,4 0,3 pp 1,7 1,4
Nord-/​Osteuropa Prozent 1,7 1,4 0,3 pp 1,7 1,3
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM Tage 41,4 41,6 - 0,2 43,6 40,0
Durchschnittlicher Zeitraum DACH Tage 26,9 27,8 - 0,9 27,2 27,3
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa Tage 77,2 73,5 3,7 81,9 70,5
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa Tage 37,5 38,6 - 1,1 38,3 38,6

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Veränderung
NEUGESCHÄFT FACTORING 8,4 %
DACH 6,8 %
Südeuropa 19,3 %
Nord-/​Osteuropa 5,2 %
BRUTTO-MARGE 0,2 pp
DACH 0 pp
Südeuropa 0,3 pp
Nord-/​Osteuropa 0,4 pp
DURSCHNITLLICHER ZEITRAUM 3,6
Durchschnittlicher Zeitraum DACH - 0,1
Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa 11,4
Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/​Osteuropa - 0,3

Regionen:

DACH: Deutschland, Schweiz

Südeuropa: Italien, Portugal

Nord-/​Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen

Die Brutto-Marge im Factoring verbesserte sich im Berichtsquartal durch die fortgesetzte Anpassung der Konditionen an die Zinsentwicklung auf 1,6 Prozent. Im regionalen Vergleich erzielten wir in Südeuropa sowie in Nord-/​Osteuropa mit 1,7 Prozent eine leicht überdurchschnittliche Marge, in der DACH-Region stabilisierte sich die Marge bei 1,5 Prozent. Insbesondere in Portugal, wo Großkunden das Geschäft prägen, verbesserte sich die Marge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,0 Prozent.

Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von rund 41 Tagen im Berichtsquartal. Aufgrund unterschiedlicher Zahlungsfristen und unterschiedlichen Zahlungsverhaltens fällt der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 27 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/​Osteuropa mit 38 und Südeuropa mit 77 Tagen. Der Vergleich der durchschnittlichen Zeiträume zeigt, dass sich die Zahlungsziele in der DACHRegion sowie in Nord-/​Osteuropa geringfügig um einen Tag verkürzt haben, während sie sich in Südeuropa um 4 Tage verlängert haben. In Südeuropa nutzten Unternehmen zunehmend die Möglichkeit, Zahlungsziele zu verlängern.

2.3.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank

Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank belief sich im zweiten Quartal 2023 auf 11,0 Mio. EUR nach 13,6 Mio. EUR im Vorjahresquartal. In der ersten Jahreshälfte 2023 ergab sich kumuliert ein Kreditneugeschäft von 23,8 Mio. EUR, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 29,4 Mio. EUR. Das Kreditneugeschäft beinhaltet ausschließlich die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet.

2.3.4 Währungseffekte

Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im zweiten Quartal des Jahres 2023 negative Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 2,2 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse aus dem zweiten Quartal 2022 das Neugeschäftsvolumen im zweiten Quartal 2023 im Leasing um 3,9 Mio. EUR höher und im Factoring um 1,8 Mio. EUR niedriger gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus einer Aufwertung des Schweizer Franken, der eine Abwertung des Britischen Pfund, der Schwedischen Krone und des Australischen Dollar gegenüberstand.

2.4 Ertragslage

Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung werden für das laufende Quartal isoliert sowie für den Berichtszeitraum und auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.

2.4.1 Vergleich zweites Quartal 2023 versus 2022

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im zweiten Quartal 2023 bei 113,6 Mio. EUR und damit um 10,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q2 2022: 103,4 Mio. EUR). Das starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale zeigt sich im Zinsertrag aus den Leasingforderungen. Zugleich wird sich die verbesserte Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft erst über die nächsten Quartale verstärkt in den Zinserträgen widerspiegeln. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen hauptsächlich getrieben durch das dynamisch gestiegene Zinsniveau der letzten Quartale um 13,6 Mio. EUR auf 29,5 Mio. EUR (Q2 2022: 15,9 Mio. EUR).

Dabei lag die Kompensationsquote, die angibt, wieviel mehr an Zinsertrag (Q2 2023: 10,2 Mio. EUR) wir relativ zum gestiegenen Zinsaufwand (Q2 2023: 13,6 Mio. EUR) generieren konnten, im zweiten Quartal 2023 bereits bei 75 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres betrug die Kompensationsquote noch 64 Prozent.

Im Saldo sank das Zinsergebnis im zweiten Quartal 2023 nur leicht um 3,5 Mio. EUR auf 84,0 Mio. EUR (Q2 2022: 87,5 Mio. EUR). Infolge des bereits konservativen Risikoansatzes aus den Vorquartalen und des unverändert soliden Zahlungsverhaltens unserer Kund:innen sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 6,6 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR (Q2 2022: 28,1 Mio. EUR). Dies führte zu einer insgesamt positiven Entwicklung in der Risikovorsorge, sodass sich unsere Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im zweiten Quartal 2023 auf 0,9 Prozent (Q2 2022: 1,3 Prozent) verbesserte.

Die gestiegenen Zinserträge sowie die im Vorjahresvergleich rückläufige Risikovorsorge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, sodass unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 3,2 Mio. EUR auf 62,6 Mio. EUR (Q2 2022: 59,4 Mio. EUR) anstieg.

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TEUR Q2 2023 Q2 2022 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 113.567 103.385 9,8
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 29.536 15.927 85,5
ZINSERGEBNIS 84.031 87.458 - 3,9
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 21.447 28.071 - 23,6
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 62.584 59.387 5,4
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 32.747 29.986 9,2
Ergebnis aus dem Neugeschäft 12.778 8.181 56,2
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 1.049 434 > 100
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 109.158 97.988 11,4
Personalaufwand 43.979 35.040 25,5
davon Gesamtvergütung 36.039 28.786 25,2
davon fixe Vergütung 30.873 24.141 27,9
davon variable Vergütung 5.166 4.645 11,2
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 27.082 26.206 3,3
davon IT-Projektaufwand 3.542 2.158 64,1
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 31.305 28.554 9,6
KONZERNERGEBNIS 24.540 20.922 17,3
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/​UNVERWÄSSERT) 0,55 0,46 19,6

Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im zweiten Quartal 2023 um 2,7 Mio. EUR auf 32,7 Mio. EUR (Q2 2022: 30,0 Mio. EUR) zu, was auf den erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal infolge der positiven Neugeschäftsentwicklung um 4,6 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR (Q2 2022: 8,2 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei 1,0 Mio. EUR (Q2 2022: 0,4 Mio. EUR).

Die niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und Neugeschäft führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen Erträge im zweiten Quartal 2023 um 11,2 Mio. EUR auf 109,2 Mio. EUR (Q2 2022: 98,0 Mio. EUR).

Unsere größte Aufwandsposition im Konzern, der Personalaufwand, nahm im zweiten Quartal 2023 um 9,0 Mio. EUR auf 44,0 Mio. EUR (Q2 2022: 35,0 Mio. EUR) zu. Der erwartungsgemäße Anstieg des Personalaufwands resultierte zum einen aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus einer Anpassung der Gehälter an eine attraktivere marktübliche Vergütung mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil, aber auch infolge einer konzernweiten inflationsbedingten Anhebung der Grundvergütung im August 2022 um ca. 3,5 Prozent. Die fixe Vergütung beträgt im Berichtszeitraum 30,9 Mio. EUR (Q2 2022: 24,1 Mio. EUR) und die variable Vergütung 5,2 Mio. EUR (Q2 2022: 4,6 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag aufgrund von Neueinstellungen im Berichtsquartal bei 2.052 und damit 206 über dem Vorjahreswert (Q2 2022: 1.846).

Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal nahezu unverändert bei 6,6 Mio. EUR (Q2 2022: 6,9 Mio. EUR). Unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg um 0,9 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR (Q2 2022: 26,2 Mio. EUR) an. Zum Anstieg der Personalnebenkosten sowie Energiepreise wirkte gegenläufig die Reduktion der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im zweiten Quartal 2023 bei - 2,9 Mio. EUR (Q2 2022: - 1,9 Mio. EUR). Darin spiegeln sich insbesondere Währungseffekte wider, welche größtenteils auf die Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 2,2 Mio. EUR zurückzuführen sind. In der Türkei wirken vor allem die Effekte aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29. Die überwiegenden Effekte bei anderen Währungen betragen für polnische Zloty (PLN) 0,6 Mio. EUR, chilenische Peso (CLP) 0,4 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) 0,4 Mio. EUR oder kanadische Dollar (CAD) 0,3 Mio. EUR und sind auf derivative Sicherungsgeschäfte zurückzuführen, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung in Höhe von 1,0 Mio. EUR im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die o.g. Umrechnungseffekte aus den Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.

Unser operatives Ergebnis im zweiten Quartal 2023 lag bei 28,6 Mio. EUR und stieg um 0,6 Mio. EUR an (Q2 2022: 28,0 Mio. EUR). Der Saldo aus sonstigen Zinserträgen und Zinsaufwendungen verbesserte sich auf 0,4 Mio. EUR (Q2 2022: - 2,1 Mio. EUR).

Unser Konzernergebnis vor Steuern nahm um 2,7 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR (Q2 2022: 28,6 Mio. EUR) zu.

Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 21,6 Prozent (Q2 2022: 26,7 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 24,5 Mio. EUR und damit um 3,6 Mio. EUR über dem Vorjahresquartal (Q2 2022: 20,9 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 1,0 Mio. EUR (Q2 2022: - 0,8 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften im ersten und zweiten Quartal 2023 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 12 des Anhangs verwiesen. Das Ergebnis je Aktie stieg in der Folge im zweiten Quartal 2023 auf 0,55 EUR (Q2 2022: 0,46 EUR).

Trotz der guten Ergebnisentwicklung insgesamt stieg unsere Cost-Income-Ratio (CIR) im zweiten Quartal 2023 um 5,5 Prozentpunkte auf 59,5 Prozent (Q2 2022: 54,0 Prozent), im Vergleich zum vierten Quartal 2022 (57,6 Prozent) erhöhte sich die CIR um 1,9 Prozentpunkte. Dieser Anstieg hat im Wesentlichen zwei Gründe. Einerseits ist das Income der CIR vor Risikovorsorge ermittelt, sodass sich die gute Entwicklung der operativen Erträge insgesamt hier nicht durchschlägt. Andererseits sind die Aufwendungen vor allem für Personal - geprägt durch den zuvor beschriebenen Basiseffekt aus 2022 - gestiegen.

2.4.2 Halbjahresvergleich 2023 versus 2022

Die ausgewählten Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Halbjahresvergleich im Wesentlichen analog zum Quartal entwickelt.

Unser Zinsergebnis reduzierte sich im ersten Halbjahr 2023 geringfügig um 7,2 Mio. EUR auf 168,0 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 175,3 Mio. EUR). Dabei konnten wir die im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 24,3 Mio. EUR höheren Zinsaufwendungen durch die deutlich gestiegenen Kapitalmarktzinsen zu 70 Prozent durch höhere Zinserträge aufgrund von Konditionsanpassungen kompensieren.

Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg um 4,5 Mio. EUR auf 120,1 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 115,6 Mio. EUR).

Unsere operativen Erträge erhöhten sich um 19,5 Mio. EUR auf 208,8 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 189,3 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis sank um 1,3 Mio. EUR auf 52,4 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 53,7 Mio. EUR).

Unser Konzernergebnis lag bei 40,4 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 41,5 Mio. EUR).

Die Schadenquote reduzierte sich entsprechend der positiven Entwicklung der Risikovorsorge auf 1,0 Prozent (Q1 - Q2 2022: 1,3 Prozent).

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022 Veränderung (%)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 222.068 205.021 8,3
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 54.035 29.756 81,6
ZINSERGEBNIS 168.033 175.265 - 4,1
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 47.887 59.652 - 19,7
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 120.146 115.613 3,9
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 63.109 57.989 8,8
Ergebnis aus dem Neugeschäft 24.590 15.257 61,2
Verwertungsmehr-(+)/​-minder(-)ergebnis 936 410 > 100
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 208.781 189.269 10,3
Personalaufwand 85.268 68.015 25,4
davon Gesamtvergütung 69.690 55.911 24,6
davon fixe Vergütung 60.249 46.214 30,4
davon variable Vergütung 9.441 9.697 - 2,6
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 50.997 51.037 - 0,1
davon IT-Projektaufwand 6.900 4.173 65,3
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 51.776 55.566 - 6,8
KONZERNERGEBNIS 40.399 41.459 - 2,6
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/​UNVERWÄSSERT) 0,74 0,72 2,8

2.4.3 Entwicklung der Segmente

Die Ergebnisse des Leasingsegments konnten den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen trotzen, da vor allem das Zahlungsverhalten unserer Kund:in-nen unverändert stabil blieb, sodass sich der Aufwand für Schadensabwicklung und Risikovorsorge verringerte. Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 14,8 Mio. EUR auf 188,0 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 173,2 Mio. EUR). * Das Segmentergebnis ging zurück und lag bei 49,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 52,5 Mio. EUR).

Die operativen Erträge im Segment Bank stiegen im Berichtszeitraum an und lagen bei 17,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022*: 12,8 Mio. EUR), was hauptsächlich aus der gesunkenen Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie aufgrund von Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 4,3 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 1,9 Mio. EUR).

Im Segment Factoring blieben unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum nahezu unverändert bei 3,2 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 3,3 Mio. EUR). Die Erfolge der getätigten Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur zeigen ihre Wirkung in den operativen externen Erträgen, jedoch wirken die höheren Aufwendungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus gegenläufig. Demzufolge und im Wesentlichen aufgrund gestiegener Personalkosten reduzierte sich das Ergebnis des Segments auf - 1,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: - 0,6 Mio. EUR).

2.5 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote liegt mit 19,8 Prozent im Bereich unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.

Der operative Cashflow liegt deutlich über dem des Vorjahres.

Unsere stärkere Forcierung des Einlagengeschäfts als Refinanzierungssäule zeigt sich im Refinanzierungsmix.

Steigende Leasingforderungen spiegeln die positive Neugeschäftsentwicklung wider.

* Aufgrund von Optimierungen in der Segmentberichterstattung wurde der Vorjahreswert der operativen Erträge im Segment Leasing und Bank angepasst.

2.5.1 Kapitalstruktur

Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022 Veränderung (%)
KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.271.622 2.443.391 - 7,0
davon Finanzschulden 2.019.978 2.247.666 - 10,1
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.110.655 2.637.185 18,0
davon Finanzschulden 3.018.656 2.547.052 18,5
Eigenkapital 1.324.780 1.332.167 - 0,6
BILANZSUMME 6.707.057 6.412.743 4,6
Eigenkapitalquote (in Prozent) 19,8% 20,8% - 1,0 pp

Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt 243,9 Mio. EUR auf 5,0 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 4,8 Mrd. EUR). Der größte Anteil unserer Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die gegenüber dem Jahresende 2022 nahezu unverändert bei 3,5 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 3,6 Mrd. EUR) blieben. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen hingegen in Summe um 384,1 Mio. EUR auf 1,5 Mrd. EUR an (31. Dezember 2022: 1,2 Mrd. EUR).

Das Eigenkapital blieb zum 30. Juni 2023 mit 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 1,3 Mrd. EUR) nahezu unverändert. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 40,4 Mio. EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende (20,9 Mio. EUR), die Zinszahlung für das Hybridkapital (12,9 Mio. EUR) sowie Transaktionen mit NCI (16,9 Mio. EUR), welche durch den Erwerb der Franchiseanteile begründet sind, gegenüber. Positiv wirkte dagegen der Effekt aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (3,3 Mio. EUR). Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme und des nahezu unveränderten Eigenkapitals veränderte sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2023 auf 19,8 Prozent (31. Dezember 2022: 20,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.

2.5.2 Cashflow

Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2023 225,7 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (Q1 - Q2 2022: - 292,2 Mio. EUR). Ursache hierfür ist im Wesentlichen die Zunahme des Einlagengeschäfts und den damit verbundenen Mittelzuflüssen. Die ausgewählten Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im Folgenden erläutert.

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022 Veränderung (%)
- Investitionen für neue Leasingforderungen - 1.297.685 - 1.113.207 16,6
+ Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) 807.454 923.414 - 12,6
+ Netto-Zugang/​Abgang Einlagengeschäft 384.065 - 303.474 < - 100
(I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT - 106.166 - 493.267 - 78,5
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.189.114 1.149.770 3,4
- Zahlungen/​Rückzahlungen Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) - 999.433 - 970.005 3,0
(II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT 189.681 179.765 5,5
(III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 142.159 21.293 > 100
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III) 225.674 - 292.209 < - 100
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 19.933 - 3.353 > 100
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 40.634 - 43.468 - 6,5
SUMME DER CASHFLOWS 165.107 - 339.030 < - 100

Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen im ersten Halbjahr 2023 auf 1.297,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 1.113,2 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 807,5 Mio. EUR nach 923,4 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank erhöhte sich auf 384,1 Mio. EUR nach - 303,5 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf - 106,2 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: - 493,3 Mio. EUR).

Im ersten Halbjahr 2023 wurden 999,4 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 970,0 Mio. EUR) an Refinanzierungen getilgt bzw. zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft stieg leicht auf 189,7 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 179,8 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2023 bei - 19,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: - 3,4 Mio. EUR). Hierin enthalten sind hauptsächlich die Kaufpreiszahlungen für die Übernahme der ehemaligen Leasing-Franchisegesellschaften in Australien sowie den Factoring-Franchisegesellschaften in Irland, Großbritannien und Polen von 14,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Zudem wurde im Berichtszeitraum eine Kaufpreiszahlung von 3,0 Mio. EUR für den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet. Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2,5 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 3,1 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 40,6 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: -43,5 Mio. EUR). Die wesentlichen Positionen waren die Ausschüttung der Dividenden für das vorangegangene Geschäftsjahr von 20,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 23,7 Mio. EUR) und Zinszahlungen auf das Hybridkapital von 12,9 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: 12,9 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 6,8 Mio. EUR (Q1 -Q2 2022: 6,8 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows im ersten Halbjahr 2023 bei 165,1 Mio. EUR (Q1 - Q2 2022: - 339,0 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30. Juni 2023 entsprechend auf 613,7 Mio. EUR nach 448,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022.

2.5.3 Liquidität

Dank unseres ausgewogenen Liquiditätsmanagements verfügen wir über eine solide Liquiditätsausstattung und eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur und erfüllten im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.

Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: den Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper, dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der GRENKE BANK AG sowie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir Fristentransformation auf Portfolioebene und reduzieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen gezielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir allerdings aus strategischen Gründen in allen drei Säulen aktiv sein.

Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich zum 30. Juni 2023 wie folgt:

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Mio. EUR 30.06.2023 Anteil in % 31.12.2022 Anteil in %
GRENKE Bank 1.566 31 1.208,0 25
Senior-Unsecured 2.483 48 2.573,0 52
Asset-Backed 1.094 21 1.137,0 23
SUMME 5.143 100 4.918,0 100

Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 225,1 Mio. EUR auf 5.143,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 4.917,9 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Neugeschäft und des damit einhergehenden erhöhten Refinanzierungsbedarfs für unser Leasinggeschäft. Dieser Anstieg wurde vor allem durch Einlagen der GRENKE BANK AG gedeckt.

Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE BANK AG erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2023 auf 1.534,7 Mio. EUR nach 1.150,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 sowie 1.108,5 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 33,4 Prozent seit dem 31. Dezember 2022 und begründet sich in einer stärkeren Nutzung der GRENKE Bank aufgrund des aktuell herausfordernden Marktumfelds.

Im Berichtszeitraum wurden aber auch zwei neue Anleihen mit einem Gesamtvolumen von nominal 110,0 Mio. EUR emittiert sowie zwei bestehende Anleihen mit insgesamt 174,3 Mio. EUR aufgestockt. Darüber hinaus emittierte der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 20,0 Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden sechs Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 105,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 267,0 Mio. EUR, ein Schuldscheindarlehen über 19,0 Mio. EUR sowie Commercial Paper über 100,0 Mio. EUR.

Im ersten Halbjahr 2023 wurde die bestehende syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 250,0 Mio. EUR gekündigt und eine neue syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 370,0 Mio. EUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer Franken und Britischen Pfund erfolgen) unterzeichnet. Die Kreditfazilität unterliegt einer Laufzeit von drei Jahren mit einer Verlängerungsoption von weiteren zwei Jahren.

Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.863,2 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2022: 3.671,1 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK).

2.6 Vermögenslage

Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm unsere Bilanzsumme zum 30. Juni 2023 um 294,3 Mio. EUR auf 6,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 6,4 Mrd. EUR) zu.

Die Zunahme unserer Vermögenslage zum 30. Juni 2023 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingforderungen sowie der Zahlungsmittel. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der positiven Neugeschäftsentwicklung um 185,9 Mio. EUR auf 5,4 Mrd. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022 (31. Dezember 2022: 5,2 Mrd. EUR) an.

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022 Veränderung (%)
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.095.616 2.847.293 8,7
davon Zahlungsmittel 615.815 448.844 37,2
davon Leasingforderungen 2.115.512 1.985.059 6,6
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.611.441 3.565.450 1,3
davon Leasingforderungen 3.314.318 3.258.885 1,7
SUMME VERMÖGENSWERTE 6.707.057 6.412.743 4,6

Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 167,0 Mio. EUR auf 615,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 448,8 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 30. Juni 2023 453,1 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 326,6 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank.

Im zweiten Quartal 2023 wurde die Beteiligung an der Miete24 PAY GmbH im GRENKE Konzern erstmalig nach der Equity-Methode in Höhe von 3,0 Mio. EUR bilanziert. Für weitere Informationen zur Beteiligung wird auf den Konzernanhang unter Tz.12 "Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023" verwiesen.

3. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.

4 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

4.1 Chancen und Risiken

Als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor ist vor allem das infolge der restriktiven Geldpolitik erhöhte und weiter steigende Zinsniveau zu sehen. Höhere Zinsen gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und Investitionsnachfrage und können das Wirtschaftswachstum schwächen. Wie in Kapitel 2.3.1 beschrieben, fördern höhere Zinsen in gewisser Hinsicht aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten. Trotz der gegenwärtigen Rezessionssorgen erwartet der Vorstand daher für das laufende Geschäftsjahr 2023 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß der im Februar 2023 veröffentlichten Guidance. Höhere Refinanzierungskosten können wir mit einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings tritt hierbei eine übliche Zeitverzögerung von circa drei Monaten ein. Die positive Entwicklung der DB2-Marge im zweiten Quartal 2023 wird dazu beitragen, dass die Zinserträge in den nächsten Quartalen steigen.

Sollten unerwartete Ereignisse wie der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank oder die Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS in der Vergangenheit die Kapitalmärkte treffen, könnte die Volatilität wieder deutlich ansteigen und die allgemein verfügbare Liquidität abnehmen. Jedoch sieht der Vorstand auch im gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität für den Konzern kurz- und mittelfristig sicherzustellen. Basis dafür sind zum einen die aktuelle Liquiditätsausstattung sowie zum anderen unsere Fähigkeit, das Leasingneugeschäft - und damit den Liquiditätsbedarf - über eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen zu steuern. Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsquellen.

Die Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann in unserem Geschäft weiterhin temporär zu Bewertungseffekten führen. Diese können sich zeitweilig insbesondere auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.

Mit Bezug auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sind wir überdies weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort finanziell auch nicht engagiert.

Über die oben geschilderten Risiken hinaus sind im Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen Veränderungen der Chancen und Risiken eingetreten, vgl. auch unsere Darstellung im Geschäftsbericht 2022. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.

4.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In seinem am 25. Juli veröffentlichten World Economic Outlook prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass sich das weltweite Wachstum verlangsamen wird und sich die Wachstumsdifferenzen zwischen einzelnen Regionen und Sektoren ausweiten werden. Für die Weltwirtschaft hält der IWF im Jahr 2023 ein Wachstum von 3,0 Prozent für möglich (2022: 3,5 Prozent), wobei die Industrienationen unterhalb des weltweiten Durchschnitts liegen werden. Die Vereinigten Staaten sollen im Jahr 2023 mit 1,8 Prozent etwas weniger als im Vorjahr (2022: 2,1 Prozent) wachsen. Das Wachstum in der Eurozone wird mit geschätzten 0,9 Prozent nur rund ein Viertel des Vorjahreswerts erreichen (2022: 3,5 Prozent). Für Deutschland erwartet der IWF, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent schrumpfen wird. Im Vorjahr 2022 wurde hingegen noch ein Wachstum von 1,8 Prozent festgestellt. Für Frankreich und Italien geht der IWF im Jahr 2023 von einem leicht positiven Wachstum in Höhe von 0,8 und 1,1 Prozent (2022: 2,5 und 3,7 Prozent) aus. In Spanien ist der IWF mit einem prognostizierten Wachstum von 2,5 Prozent zwar optimistischer, dennoch muss Spanien relativ zum Vorjahr deutliche Wachstumseinbußen hinnehmen (2022: 5,5 Prozent).

Dem IWF zufolge ist es vor allem die weltweit restriktivere Geldpolitik, die die globale Nachfrage dämpft und infolgedessen das Wirtschaftswachstum schwächt. Risiken für die künftige Entwicklung sieht der IWF darin, dass die Inflation hoch bleibt oder wieder ansteigen könnte, wenn es zu einer weiteren Intensivierung des Kriegs von Russland gegen die Ukraine oder Extremwetterszenarien kommt. Zudem steigt das Risiko für Verwerfungen an den Finanzmärkten dadurch, dass sich die Märkte an die steigenden Zinsen anpassen müssen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland verringerte sich im Juni 2023 auf 22,9 Punkte. Damit lag er unter dem Wert vom März 2023 mit 30,0 Punkten, jedoch deutlich über dem Vorjahreswert (Juni 2022: 8,9 Punkte). Die Leasinggesellschaften bewerteten die gegenwärtige Lage in der Leasingbranche mit 52,0 Punkten noch positiv, ihre Erwartungen zur Geschäftslage für die kommenden sechs Monate erreichten hingegen im Juni 2023 mit -3,1 Punkten den negativen Bereich. Der Bundesverband deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) führte die Abschwächung des Geschäftsklimaindex darauf zurück, dass die im Juli 2022 eingeleitete Zinswende zeitverzögert wirkt und einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 wahrscheinlich macht. Dementsprechend könnte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern und damit die Nachfrage nach Leasing abschwächen.

4.3 Unternehmensprognose

Aktuell ist immer noch nicht absehbar, wie sich der russische Krieg gegen die Ukraine entwickelt und welche wirtschaftlichen Auswirkungen die erhöhte Teuerungsrate im Euroraum verursachen wird. Trotz dieser Herausforderungen ist der Vorstand davon überzeugt, dass der GRENKE Konzern gut aufgestellt ist, um seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Position als einer der führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen weiter auszubauen.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand unverändert ein Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR. Dies entspricht einem erwarteten Zuwachs zwischen 13 und 22 Prozent im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr. Mit der stabilen Eigenkapitalausstattung verfügt der Konzern über die notwendige Finanzierungsgrundlage zum Abschluss des angestrebten Leasingneugeschäfts.

Im Jahr 2024 soll das Neugeschäftsvolumen die Marke von 3 Mrd. EUR durchbrechen, sodass der Vorstand weiterhin von zweitstelligen Wachstumsraten im Leasingneugeschäft ausgeht. Aufgrund der gegenwärtigen makroökonomischen Herausforderungen bleibt allerdings der DB2 im Fokus. Für das Jahr 2024 strebt der Vorstand auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund 120 Mio. EUR an. Auch mit dem reduzierten Prognosekorridor für das Neugeschäft setzt GRENKE seine Wachstumsstrategie fort. Der neue Ausblick für das Neugeschäft entspricht einem zweistelligen Wachstum von 11 bis 19 Prozent gegenüber dem Guidancedurchschnitt für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von rund 2,7 Mrd. EUR.

Die weitere Stabilisierung der DB2-Marge hat Vorrang, sodass wir ganz bewusst auf Geschäft mit niedrigeren Margen verzichten. Im Geschäftsjahr 2023 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an. Mittelfristig ist es unser Ziel, eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erwirtschaften. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und die Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2023 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert unterhalb der 10.000-EUR-Marke liegt. Der Fokus auf kleine Tickets bleibt wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie. Die im Leasingneugeschäft seit Jahresbeginn gestiegene DB2-Marge wird sich in der Folge in höheren operativen Erträgen auch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung unserer Kosten wird das neue Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" leisten. Mit End-to-End-Digitalisierung im Kerngeschäft Leasing schaffen wir weitere Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft in über 30 Ländern, die sekundenschnelle Bearbeitung von Leasinganträgen und die stärkere Nutzung von Cloud-Technologien.

Durch die Investitionen in das neue Digitalisierungsprogramm wird im laufenden Geschäftsjahr ein Mehraufwand von schätzungsweise bis zu 15 Mio. EUR anfallen. Trotz der Sondereffekte des ersten und teilweise auch zweiten Quartals 2023, verursacht durch die erratischen Wechselkursschwankungen, geht der Vorstand davon aus, dass die Guidance für das Konzernergebnis 2023 in dem prognostizierten Korridor zwischen 80 und 90 Mio. EUR erreicht werden kann. Die Erwartung für den Gewinnkorridor im Geschäftsjahr 2023 basiert auf der Annahme, dass die Schadenquote unter dem Wert von 1,5 Prozent liegen wird. Hierfür sind das solide Leasingvertragsportfolio, die stabilen Zahlungseingänge der jüngsten Quartale sowie die bereits gebildete, angemessene und konservative Risikovorsorge ausschlaggebend.

Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent (2022: 20,8 Prozent). Durch die vorgelagerten Aufwandseffekte aus dem Digitalisierungsprogramm geht der Vorstand im Jahr 2023 von einer CIR über 55 Prozent aus.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR Q2 2023 Q2 2022 Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft * 113.567 103.385 222.068 205.021
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 29.536 15.927 54.035 29.756
ZINSERGEBNIS 84.031 87.458 168.033 175.265
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 21.447 28.071 47.887 59.652
davon Wertminderungsaufwand - 6.057 6.565 - 1.058 19.321
ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE 62.584 59.387 120.146 115.613
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 32.747 29.986 63.109 57.989
Ergebnis aus dem Neugeschäft 12.778 8.181 24.590 15.257
Verwertungsmehr-(+)/​minder(-)ergebnis 1.049 434 936 410
OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT 109.158 97.988 208.781 189.269
Personalaufwand 43.979 35.040 85.268 68.015
Abschreibungen und Wertminderung 6.610 6.869 13.423 13.503
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 27.082 26.206 50.997 51.037
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.951 3.207 11.125 5.626
Sonstige betriebliche Erträge 2.040 1.353 4.434 2.567
OPERATIVES ERGEBNIS 28.576 28.019 52.402 53.655
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - 40 26 - 40 - 4
Aufwendungen/​Erträge aus der Marktbewertung 2.320 2.590 682 6.675
Sonstige Zinserträge 5.664 373 9.019 835
Sonstige Zinsaufwendungen 5.215 2.454 10.287 5.595
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 31.305 28.554 51.776 55.566
Ertragsteuern 6.765 7.632 11.377 14.107
KONZERNERGEBNIS 24.540 20.922 40.399 41.459
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis 25.510 21.726 43.596 42.696
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis - 970 - 804 - 3.197 - 1.237
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,55 0,46 0,74 0,72
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.495.573 46.495.573 46.495.573 46.495.573

* Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 4.365 TEUR (Vorjahr: 3.678 TEUR).

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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TEUR Q2 2023 Q2 2022 Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
angepasst * angepasst *
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KONZERNERGEBNIS 24.540 20.922 40.399 41.459
BETRÄGE, DIE GGF. IN KÜNFTIGEN PERIODEN IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Zu-/​Rückführung Hedging-Rücklage - 987 2.801 - 241 5.741
davon: Ertragsteuereffekte 141 - 400 34 - 820
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen/​Effekte aus Hochinflation 2.321 2.210 3.271 3.407
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN
Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten 0 0 0 0
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Zu-/​Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
davon: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
SONSTIGES ERGEBNIS 1.334 5.011 3.030 9.148
GESAMTERGEBNIS 25.874 25.933 43.429 50.607
davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis 26.832 26.615 46.622 52.423
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis - 958 - 682 - 3.193 - 1.816

* Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund Erstanwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern".

Konzern-Bilanz

Aktiva

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
VERMÖGENSWERTE
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Zahlungsmittel 615.815 448.844
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 15.837 10.727
Leasingforderungen 2.115.512 1.985.059
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 136.203 124.832
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.295 6.531
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 15.533 12.459
Steuererstattungsansprüche 24.299 25.471
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 165.122 233.370
SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.095.616 2.847.293
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 3.314.318 3.258.885
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 26.116 27.232
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 78.983 84.865
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.960 0
Sachanlagen 88.376 88.034
Nutzungsrechte 35.599 32.973
Geschäfts- oder Firmenwerte 35.000 34.940
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 13.394 16.514
Latente Steueransprüche 13.924 18.761
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.771 3.246
SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 3.611.441 3.565.450
SUMME VERMÖGENSWERTE 6.707.057 6.412.743

Passiva

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
SCHULDEN UND EIGENKAPITAL
SCHULDEN
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 2.019.978 2.247.666
Leasingverbindlichkeiten 10.978 10.043
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 3.657 3.477
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.910 36.112
Steuerschulden 5.673 5.331
Abgegrenzte Schulden 31.585 39.658
Sonstige kurzfristige Schulden 72.724 67.240
Abgegrenzte Mietraten 87.117 33.864
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 2.271.622 2.443.391
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Finanzschulden 3.018.656 2.547.052
Leasingverbindlichkeiten 24.905 23.170
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 9.136 3.442
Latente Steuerschulden 54.793 60.445
Pensionen 3.165 3.076
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.110.655 2.637.185
EIGENKAPITAL
Grundkapital 46.496 46.496
Kapitalrücklage 298.019 298.019
Gewinnrücklagen 779.297 799.475
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 20.338 17.312
SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG 1.144.150 1.161.302
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile * 200.000 200.000
Nicht beherrschende Anteile - 19.370 - 29.135
SUMME EIGENKAPITAL 1.324.780 1.332.167
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 6.707.057 6.412.743

* Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
KONZERNERGEBNIS 40.399 41.459
IM KONZERNERGEBNIS ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
+ Abschreibungen und Wertminderung 13.423 13.503
- /​ + Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 5 208
- /​ + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 15.617 30.191
+ /​ - Zunahme /​ Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen - 7.984 530
\= ZWISCHENSUMME 61.450 85.891
VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN
+ /​ - Leasingforderungen - 185.886 - 8.744
+ /​ - Kreditforderungen 1 920 381
+ /​ - Factoringforderungen 1 - 5.912 - 8.255
+ /​ - Sonstige Vermögenswerte 1 59.077 - 35.074
+ /​ - Verbindlichkeiten aus Finanzschulden 241.996 - 318.975
+ /​ - Sonstige Schulden 65.943 10.205
+ Erhaltene Zinsen 9.019 835
- Gezahlte Zinsen - 10.287 - 5.595
- Ertragsteuerzahlungen - 10.646 - 12.878
\= CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 225.674 - 292.209
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 2.529 - 3.108
- Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen - 14.480 - 274
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen - 3.000 0
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 76 29
\= CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT - 19.933 - 3.353
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 6.765 - 6.809
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital - 12.946 - 12.946
- Dividendenzahlungen an GRENKE Aktionäre - 20.923 - 23.713
\= CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT - 40.634 - 43.468
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE 2 448.605 852.960
+ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 225.674 - 292.209
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit - 19.933 - 3.353
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 40.634 - 43.468
+ /​ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung - 56 - 164
\= ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE 2 613.656 513.766

1 Vorjahreswerte angepasst.

2 Abzüglich passiver Kontokorrentkonten.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinn-rücklagen/​ Konzernergebnis HedgingRücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/​ Verluste Währungsumrech-nung/​Hoch-inflation
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 46.496 298.019 799.475 13.201 1.171 6.165
Konzernergebnis 34.528
Sonstiges Ergebnis - 241 3.267
GESAMTERGEBNIS 34.528 - 241 3.267
Dividenden in 2023 für 2022 - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878
Transaktionen mit NCI - 29.905
EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2023 46.496 298.019 779.297 12.960 1.171 9.432
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 46.496 298.019 753.245 - 39 - 577 5.576
Erstanwendung IAS 29 Hochinflation 1.498
Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) 46.496 298.019 753.245 - 39 - 577 7.074
Konzernergebnis 1 33.614
Sonstiges Ergebnis 5.741 3.986
GESAMTERGEBNIS 33.614 5.741 3.986
Dividenden 2022 für 2021 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital 1
Steueranteil für Hybridkapital 1
Sonstiges 1
Transaktionen mit NCI - 7.168
EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2022 2 46.496 298.019 755.978 5.702 - 577 11.060

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TEUR Neubewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 - 3.225 1.161.302 200.000 - 29.135 1.332.167
Konzernergebnis 34.528 9.068 - 3.197 40.399
Sonstiges Ergebnis 3.026 4 3.030
GESAMTERGEBNIS 37.554 9.068 - 3.193 43.429
Dividenden in 2023 für 2022 - 20.923 - 20.923
Kuponzahlung für Hybridkapital - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital - 3.878 3.878
Transaktionen mit NCI - 29.905 12.958 - 16.947
EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2023 - 3.225 1.144.150 200.000 - 19.370 1.324.780
EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 - 3.225 1.099.495 200.000 - 30.499 1.268.996
Erstanwendung IAS 29 Hochinflation 1.498 1.498
Eigenkapital zum 01.01.2022 (angepasst) - 3.225 1.100.993 200.000 - 30.499 1.270.494
Konzernergebnis 1 33.614 9.082 - 1.237 41.459
Sonstiges Ergebnis 9.727 - 579 9.148
GESAMTERGEBNIS 43.341 9.082 - 1.816 50.607
Dividenden 2022 für 2021 - 23.713 - 23.713
Kuponzahlung für Hybridkapital 1 - 12.946 - 12.946
Steueranteil für Hybridkapital 1 3.878 3.878
Sonstiges 1 - 14 - 14
Transaktionen mit NCI - 7.168 7.531 363
EIGENKAPITAL ZUM 30.06.2022 2 - 3.225 1.113.453 200.000 - 24.784 1.288.669

1 Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wird der Hybridkupon ab 2022 brutto dargestellt.

2 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund Erstanwendung von IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern".

Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

1. Allgemeine Angaben

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni 2023 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als " GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2023.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2024 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2023 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2022.

IFRS 17 "Versicherungsverträge" und Änderungen an IFRS 17

Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 "Versicherungsverträge" ersetzt den bestehenden Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" und bestimmt den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung sowie die Anhangangaben von Versicherungsverträgen. Die Erstanwendung von IFRS 17 und die Folgeänderungen an IFRS 17 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des GRENKE Konzerns, da der Konzern keine Versicherungsverträge im Sinn des IFRS 17 hat.

Änderung an IFRS 17 "Versicherungsverträge" zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9: Vergleichszahlen

Mit der Änderung an IFRS 17 wurde eine Übergangsvorschrift etabliert, die wahlweise eine abweichende Klassifizierung gemäß IFRS 9 für die Vergleichsperioden im Jahr der erstmaligen Anwendungen beider Standards ermöglicht. Dann darf für jeden finanziellen Vermögenswert, für den die Vergleichsperiode nicht auf IFRS 9 angepasst wurde, diejenige Klassifizierung angewendet werden, welche auf Basis der zum Übergangszeitpunkt vorliegenden Informationen zugrunde gelegt würde.

Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"

Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen. Die Änderungen sollen dazu beitragen, Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zu unterscheiden.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements"

Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen lediglich ihre "wesentlichen" (material) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen (anstelle bisher: die "bedeutenden" (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und anlassbezogen sein (zum Beispiel Änderung der Methode). Die Änderungen sollen so dazu beitragen, die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu verbessern. Flankierend dazu wurde die Leitlinie des IFRS Practice Statements 2 entsprechend angepasst.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zum Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion

Gemäß der Änderung an IAS 12 wird der Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer Schuld aktive oder passive latente Steuern anzusetzen sind.

2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG haben.

Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion

Mit den Änderungen an IFRS 16 werden Auslegungsfragen von späteren Modifikationen im Zusammenhang mit der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion in den Standard aufgenommen. Vorbehaltlich des EU-Endorsements sind die Regelungen ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten

Im Januar 2020 wurden die Änderungen an IAS 1 zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein Jahr für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zur Internationalen Steuerreform - Säule-2-Modellregeln

Mit den im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen an IAS 12 reagiert das IASB auf die Bedenken der Stakeholder hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der von der OECD veröffentlichten Modellvorschriften der Säule-2 auf die Bilanzierung von latenten Steuern. Gegenstand der Änderungen an IAS 12 sind die Einführung einer temporären Ausnahmeregelung für die Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung einer globalen Mindestbesteuerung ergeben sowie gezielte Anhangangaben für betroffene Unternehmen. Die Ausnahmeregelung ist unmittelbar nach Veröffentlichung der Änderungen des IAS 12 anzuwenden. Die neuen Anhangangaben sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen

Gegenstand der Änderungen sind zusätzliche Anhangangaben im Zusammenhang mit Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, zu denen insbesondere Reverse-Factoring-Vereinbarungen zählen. Die Änderungen ergänzen die Anforderungen, die bereits in den IFRS enthalten sind und verpflichten Unternehmen im Hinblick auf Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen zur Offenlegung von Konditionen und Bedingungen, Nennung der Bilanzposten und der Buchwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode, Bandbreiten von Zahlungsfristen und Risikokonzentrationen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Für Unternehmen, die nach den in der EU anzuwendenden IFRS bilanzieren, gelten die Regelungen nach der Übernahme in europäisches Recht. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.

3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.

Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:

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Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) 01.07.2023-31.12.2023 01.01.2024-31.12.2024
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
--- --- --- --- --- --- ---
Euroraum - 6,3 % 0,6 % 2,1 % 0,6 % 1,2 % 2,1 %
Deutschland - 3,7 % - 0,3 % 2,2 % - 0,3 % 1,5 % 2,2 %
Frankreich - 7,9 % 0,7 % 2,3 % 0,7 % 1,6 % 2,3 %
Italien - 9,0 % - 0,2 % 1,8 % - 0,2 % 1,3 % 1,8 %
Spanien - 10,8 % 1,2 % 3,5 % 1,2 % 2,6 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich - 9,3 % 0,3 % 2,6 % 0,3 % 0,6 % 2,6 %

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Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) 01.01.2025-31.12.2025
negativ Basis positiv
--- --- --- ---
Euroraum 1,2 % 1,6 % 2,1 %
Deutschland 1,5 % 2,2 % 2,2 %
Frankreich 1,6 % 1,8 % 2,3 %
Italien 1,3 % 1,1 % 1,8 %
Spanien 2,6 % 2,7 % 3,5 %
Vereinigtes Königreich 0,6 % 2,3 % 2,6 %

Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:

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Szenarien zum 30. Juni 2023
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 141.554 118.967 99.473

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Szenarien zum 31. Dezember 2022
TEUR negativ Basis positiv
Risikovorsorge 135.232 113.174 94.219

Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert. Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrise abgeleitet.

Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen Engpässen in den von russischem Gas stark abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung bei importierten Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit- und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der Covid-19-Pandemie.

Im positiven Szenario können über Energiesparmaßnahmen sowie dem Import von Flüssiggas, trotz eines andauernden Russland-Ukraine-Krieges, die fehlenden russischen Gaslieferungen aufgefangen werden. Die Inflation nimmt moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.

In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell können im GRENKE Portfolio deutlich rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden. Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt somit keine Berücksichtigung.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2023 bis 2025 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.

Zum 30. Juni 2023 sind die Szenarien in den Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:

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Szenariogewichtung 01.07.2023-31.12.2023 01.01.2024-31.12.2024
negativ Basis positiv negativ Basis positiv
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 72,9 % 26,5 % 0,6 % 8,3 % 74,9 % 16,8 %
Frankreich 26,7 % 71,3 % 2,0 % 7,6 % 77,1 % 15,3 %
Italien 66,6 % 32,1 % 1,3 % 10,3 % 63,5 % 26,2 %
Spanien 11,7 % 87,6 % 0,7 % 1,4 % 88,4 % 10,2 %
Vereinigtes Königreich 37,0 % 62,2 % 0,8 % 25,8 % 71,9 % 2,3 %

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Szenariogewichtung 01.01.2025-31.12.2025
negativ Basis positiv
--- --- --- ---
Deutschland 2,8 % 52,8 % 44,4 %
Frankreich 4,7 % 71,3 % 24,0 %
Italien 11,1 % 72,0 % 16,9 %
Spanien 0,6 % 86,5 % 12,9 %
Vereinigtes Königreich 2,1 % 63,8 % 34,1 %

Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen unter anderem bzgl. des BIP und der internen Floors durchgeführt. Zur angemessenen Berücksichtigung der zunehmenden Rezessionssorgen wurde eine zusätzliche Sensitivitätsanalyse anhand der Rücklastschriftquoten vorgenommen. Folglich wurden zusätzlich zu der auf Basis des bestehenden IFRS 9 Modells ermittelten Risikovorsorge, welche aktualisierte Parameter zur Abbildung der makroökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt, ein Post Model Adjustment gebildet. Hierbei wurde der Ergebniseffekt einer Erhöhung der Rücklastschriftquote um 60 % quantifiziert. Als zusätzliches Post Model Adjustment wurden 20 % des daraus resultierenden Ergebniseffektes angesetzt. Für alle Leasingverträge wurde daher in Summe ein Adjustment von 50.431 TEUR bilanziert, welches die zusätzlichen Unsicherheiten aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für den GRENKE Konzern und die damit verbundenen möglichen Folgen, wie Rezession, Liefer- und Energieengpässe sowie Inflation abdecken soll.

Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2023 betragen sie zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2022 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäftsoder Firmenwerte

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrundeliegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.

Aufgrund des aktuellen ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung der Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte. So setzte sich der im Geschäftsjahr 2022 beobachtbare dynamische Anstieg des risikolosen Zinssatzes im ersten Halbjahr 2023 nicht weiter fort. Der Anstieg des risikolosen Zinssatzes hatte im Vorjahr zu einer deutlichen Steigerung der Abzinsungssätze geführt, die zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind. Der für die Werthaltigkeitsermittlung maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,5 Prozent zum 30. Juni 2023, gegenüber 2,4 Prozent zum 31. Dezember 2022. Sollten die Abzinsungssätze erneut steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.

Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,6 und 16,8 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,4 und 18,5 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessungsausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.

Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

4. Leasingforderungen

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen:

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 5.285.022 5.093.885
+ Veränderung in der Periode 178.577 191.137
LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE 5.463.599 5.285.022
ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS GEKÜNDIGTEN/​ RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN (NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN)
BRUTTOFORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 443.506 563.763
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 51.464 25.308
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 43.112 145.565
BRUTTOFORDERUNGEN ZUM PERIODENENDE 451.858 443.506
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN GEKÜNDIGT UND LAUFEND 5.915.457 5.728.528
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN 484.584 538.676
+ Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode 1.043 - 54.092
WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE 485.627 484.584
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.243.944 5.118.972
LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ- UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE 5.429.830 5.243.944

Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI (Purchased or Originated Credit Impaired) klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9:

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30.06.2023 31.12.2022
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
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BRUTTOFORDERUNGEN
Deutschland 1.140.868 53.377 30.951 1.225.196 1.211.992
Frankreich 1.104.789 79.417 112.441 1.296.647 1.246.549
Italien 701.827 77.195 164.171 943.193 990.979
Sonstige Länder 2.024.004 155.381 271.036 2.450.421 2.279.008
SUMME BRUTTOFORDERUNGEN 4.971.488 365.370 578.599 5.915.457 5.728.528
Wertberichtigung 70.818 45.313 369.496 485.627 484.584
BUCHWERT 4.900.670 320.057 209.103 5.429.830 5.243.944

Die Brutto-Leasingforderungen sind aufgrund des Neugeschäftswachstums im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 3,3 % gestiegen. Demgegenüber beträgt der Anstieg der Wertberichtigung lediglich 0,2 %. Ursächlich sind hierfür im Wesentlichen reduzierte Wertberichtigungssätze sowie geringere Risikovorsorge aufgrund des abgeschwächten Neugeschäftswachstums in Südeuropa bei gleichzeitiger Fokussierung auf steigende Profitabilität.

Diesbezüglich ist insbesondere hervorzuheben, dass im GRENKE Konzern nach wie vor ein deutlich konservativer Ansatz Anwendung findet.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:

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30.06.2023 31.12.2022
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
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ANFANGSBESTAND WERTBERICHTIGUNG 71.296 49.912 363.376 484.584 538.676
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* 17.210 6.697 6.084 29.991 64.156
Umbuchungen
zu Stufe 1 5.503 - 3.991 - 1.512 0 0
zu Stufe 2 - 2.279 8.711 - 6.432 0 0
zu Stufe 3 - 1.829 - 9.339 11.168 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung - 4.446 1.974 37.512 35.040 52.598
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) - 19.172 - 11.589 - 13.082 - 43.843 - 50.001
Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) 0 0 7.652 7.652 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 0 0 12.042
Änderungen der Modelle/​Risikoparameter für ECL-Berechnung - 133 - 154 - 2.457 - 2.744 - 5.726
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten - 4 - 245 - 36.144 - 36.393 - 135.967
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen 37 100 992 1.129 1.567
Aufzinsung 4.635 3.237 2.339 10.211 7.239
ENDBESTAND WERTBERICHTIGUNG 70.818 45.313 369.496 485.627 484.584
davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung 0 0 333.714 333.714 336.783
davon Wertberichtigung performende Leasingforderung 70.818 45.313 35.782 151.913 147.801

* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
Zahlungen Leasingnehmer 1.189.114 1.149.770
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft - 213.534 - 197.676
Zugänge Leasingforderun-gen/​Nettoinvestitionen - 1.297.685 - 1.113.207
ZWISCHENSUMME - 322.105 - 161.113
Abgänge/​Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 148.860 140.955
Abnahme/​Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer - 7.308 18.472
Währungsdifferenzen - 5.333 - 7.058
VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN - 185.886 - 8.744

5. Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen:

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Asset-Backed 417.670 417.318
Senior-Unsecured 869.028 941.402
Zweckgebundene Förderdarlehen 36.751 61.069
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 694.370 827.638
Kontokorrent 2.159 239
SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN 2.019.978 2.247.666
LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Asset-Backed 534.962 554.792
Senior-Unsecured 1.625.032 1.644.798
Zweckgebundene Förderdarlehen 18.288 24.421
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 840.374 323.041
SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN 3.018.656 2.547.052
SUMME FINANZSCHULDEN 5.038.634 4.794.718

5.1 Asset-Backed Finanzschulden

5.1.1 Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G 4" (Helaba) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G 5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Program-me aufgelegt.

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 989.452 927.414
TGBP 150.000 150.000
Programmvolumen in TEUR 1.164.220 1.096.536
Inanspruchnahme in TEUR 968.152 992.002
Buchwert in TEUR 832.943 844.032
davon kurzfristig 368.036 366.168
davon langfristig 464.907 477.864

5.1.2 Forderungsverkaufsverträge

In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt:

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
Programmvolumen in LW
TEUR 16.500 16.500
TGBP 90.000 90.000
TBRL 210.000 210.000
Programmvolumen in TEUR 161.143 155.217
Inanspruchnahme in TEUR 126.173 135.219
Buchwert in TEUR 119.689 128.078
davon kurzfristig 49.634 51.150
davon langfristig 70.055 76.928

5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
Anleihen 2.141.758 2.145.406
davon kurzfristig 613.731 571.144
davon langfristig 1.528.027 1.574.262
Schuldscheindarlehen 132.890 131.017
davon kurzfristig 48.605 67.418
davon langfristig 84.285 63.599
Commercial Paper 30.000 25.000
Revolving-Credit-Facility 120.381 212.548
davon kurzfristig 107.661 205.611
davon langfristig 12.720 6.937
Geldhandel 20.000 40.000
davon kurzfristig 20.000 40.000
Kontokorrent 15.818 11.420
Zinsabgrenzung 33.213 20.809

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
Anleihen TEUR 5.000.000 5.000.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR 370.000 250.000
Revolving-Credit-Facility TEUR 16.590 30.000
Revolving-Credit-Facility TPLN 150.000 150.000
Revolving-Credit-Facility TCLP 20.250.000 20.250.000
Revolving-Credit-Facility THRK 0 125.000
Revolving-Credit-Facility THUF 540.000 540.000
Revolving-Credit-Facility TBRL 100.000 100.000
Geldhandel TEUR 40.000 40.000

5.2.1 Anleihen

Im Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 110.000 TEUR begeben. Zudem wurden zwei bestehende Anleihen um 50.000 TEUR und 124.250 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden 267.000 TEUR.

5.2.2 Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 20.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 19.000 TEUR.

5.2.3 Commercial Papers

Im Geschäftsjahr wurden bisher sechs Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von 105.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 100.000 TEUR.

5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.06.2023 31.12.2022
Europäische Investitionsbank 0 9.910
NRW Bank 24.209 22.037
Thüringer Aufbaubank 409 980
KfW 29.816 51.963
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 413 537
Zinsabgrenzung 192 63
SUMME DER FÖRDERDARLEHEN 55.039 85.490

5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung

Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar:

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZSCHULDEN
Zugang Verbindlichkeiten/​ Neuaufnahme aus der Refinanzierung 807.454 923.414
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung 44.530 26.050
Zahlung/​Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer - 999.433 - 970.005
Währungsdifferenzen 5.380 5.040
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DER REFINANZIERUNG - 142.069 - 15.501
Zugang/​Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 374.560 - 307.180
Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts 9.505 3.706
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEM EINLAGENGESCHÄFT 384.065 - 303.474
VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEN FINANZSCHULDEN 241.996 - 318.975

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

7. Angaben zu Finanzinstrumenten

7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet.

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem Inputfaktor der höchsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie in der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.141.758 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 2.145.406 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.062.965 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 1.975.233 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstige Beteiligung, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet ist und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

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Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
TEUR 30.06.2023 30.06.2023 31.12.2022 31.12.2022
--- --- --- --- ---
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Leasingforderungen 5.874.818 5.429.830 5.841.004 5.243.944
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 217.716 215.186 213.371 209.697
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 124.054 121.524 126.119 122.445
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzschulden 4.970.257 5.038.634 4.648.125 4.794.718
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.434.878 3.501.731 3.507.752 3.643.800
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.533.220 1.534.744 1.140.134 1.150.679

7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanz -instrumente

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert
TEUR 30.06.2023 31.12.2022
--- --- ---
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 4.616 4.761
Cross Currency Swaps 5.836 8.402
Fremdwährungsterminkontrakte 12.792 7.990
DERIVATIVE FINANZ INSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Zinsderivate 13.608 12.748
Fremdwährungsterminkontrakte 5.101 4.058
GESAMT 41.953 37.959
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG
Cross Currency Swaps 6.286 1.257
Fremdwährungsterminkontrakte 3.329 1.684
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG
Fremdwährungsterminkontrakte 3.178 3.978
GESAMT 12.793 6.919

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1
Börsennotierte Anleihen n. a. In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment)
Devisentermingeschäfte/​Cross-Currency-Swaps Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3
Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien)

8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) Leasing 68.231 62.298
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 4.508 2.736
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 708 592
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 8 7
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 436 512
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 93.974 91.315
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 283 299
SUMME 168.148 157.759

9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) 168.148 157.759
SONSTIGE UMSATZ ERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 222.068 205.020
Erlöse aus OperatingLeasingverhältnissen 13.119 10.888
Erlösanteile aus Vormieten 6.368 4.679
SUMME 409.703 378.346

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR Q1 - Q2 2023 Q1 - Q2 2022
Laufende Steuern 12.160 11.229
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 61 70
Ausländische Ertragsteuern 12.099 11.159
Latente Steuern - 783 2.878
Deutschland 3.716 - 572
Ausland - 4.499 3.450
SUMME 11.377 14.107

11. Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis Juni * 2023 2022 2023 2022 2023 2022
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OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 202.123 191.715 1.941 - 6.488 4.717 4.042
Interne operative Erträge - 14.119 - 18.517 15.638 19.305 - 1.519 - 788
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 188.004 173.198 17.579 12.817 3.198 3.254
davon zahlungsunwirksame Posten 405 14.513 - 1.083 5.162 - 380 - 354
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand - 78.162 - 61.944 - 3.941 - 3.576 - 3.165 - 2.608
Abschreibungen und Wertminderung - 13.040 - 13.108 - 288 - 452 - 318 - 290
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand - 45.074 - 45.396 - 5.867 - 6.511 - 1.586 - 1.397
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 1.833 - 260 - 3.169 - 377 213 412
SEGMENTERGEBNIS 49.895 52.490 4.314 1.901 - 1.658 - 629
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen - 40 - 4 0 0 0 0
Sonstiges Finanzergebnis
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN 49.855 52.486 4.314 1.901 - 1.658 - 629
zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember)
SEGMENTVERMÖGEN 6.142.190 6.088.976 1.988.667 1.667.264 108.160 100.816
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.960 0 0 0 0 0
SEGMENTSCHULDEN 4.990.487 4.928.263 1.704.936 1.393.172 109.022 99.909

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TEUR Konsolidierung und Sonstiges Konzern
Januar bis Juni * 2023 2022 2023 2022
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OPERATIVE ERTRÄGE
Externe operative Erträge 0 0 208.781 189.269
Interne operative Erträge 0 0 0 0
SUMME OPERATIVE ERTRÄGE 0 0 208.781 189.269
davon zahlungsunwirksame Posten 0 0 - 1.058 19.321
ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
Personalaufwand 0 113 - 85.268 - 68.015
Abschreibungen und Wertminderung 223 347 - 13.423 - 13.503
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand 1.530 2.267 - 50.997 - 51.037
Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) - 1.902 - 2.834 - 6.691 - 3.059
SEGMENTERGEBNIS - 149 - 107 52.402 53.655
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 - 40 - 4
Sonstiges Finanzergebnis - 586 1.915 - 586 1.915
KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN - 735 1.808 51.776 55.566
zum 30. Juni (Vorjahr: zum 31. Dezember)
SEGMENTVERMÖGEN - 1.570.183 - 1.488.545 6.668.834 6.368.511
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 2.960 0
SEGMENTSCHULDEN - 1.482.634 - 1.406.544 5.321.811 5.014.800

* Erträge werden positiv, Aufwendungen negativ dargestellt.

11.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.

11.2 Berichtspflichtige Segmente

11.2.1 Leasinggeschäft

Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstigen IT-Produkten spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.

11.2.2 Bankgeschäft

Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch " GRENKE Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG auch die interne Refinanzierung des Leasing- und Factoringsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

11.2.3 Factoringgeschäft

Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.

11.3 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis sowie die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen /​ -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.
Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.

Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.

Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.

12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023

Übernahme von Franchisegesellschaften

Im ersten Quartal 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft in Irland (GC Factoring Ireland Limited) sowie den beiden Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) rechtswirksam übernommen. Darüber hinaus kam es zur rechtswirksamen Übernahme von 58 Prozent der Anteile an den Factoring-Franchisegesellschaften in Polen (GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) und dem Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited).

Im zweiten Quartal 2023 hat die GRENKE AG die verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der FactoringFranchisegesellschaft in Polen (GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) rechtswirksam übernommen. Bei der Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn (GF Faktor Zrt.) ist für die rechtswirksame Übertragung der Anteile weiterhin die Zustimmung einer Behörde ausstehend.

Die Franchisegesellschaften waren bereits vor dem Erwerb der Anteile vollständig konsolidiert, sodass die rechtswirksame Anteilsübernahme lediglich zu einer Verringerung der auszuweisenden Minderheitsanteile führte. Für weitere Informationen zur Übernahme der Franchisegesellschaften verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Beteiligung an der Miete24 P4Y GmbH

Die GRENKE AG hat zum 23. Mai 2023 die kapital-und stimmberechtigten Anteile an der Miete24 P4Y GmbH (Velten/​Deutschland) in Höhe von 25 Prozent plus einen Stimmanteil rechtswirksam übernommen. Der Kaufpreis der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile betrug rund 3.000 TEUR. Die Miete24 P4Y GmbH betreibt die Online-Plattform Miete24 zur Vermietung von Informations- und Kommunikationstechnik. Mit der Akquisition der Internetplattform stärkt GRENKE seine Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und eröffnet sich zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Über den bereits erfolgten Anteilserwerb hinaus hat sich die GRENKE AG langfristig die Option zur vollständigen Übernahme der Miete24 P4Y GmbH gesichert.

13. Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 30. März 2023 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 12.946 TEUR (Vorjahr: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber ausgeschüttet.

14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-StockVereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0 TEUR an (30. Juni 2022: 0 TEUR).

Zum 30. Juni 2023 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 531 TEUR (30. Juni 2022: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen

Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.

Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen bestanden weder zum 30. Juni 2023 noch zum 31. Dezember 2022.

Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen

Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige.

Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. Juni 2023 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 128 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von Personen in Schlüsselpositionen und diesem Personenkreis nahestehenden Personen erhalten.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen

Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.

Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 30. Juni 2023 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 1.182 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 0 TEUR) von sonstigen nahestehenden Unternehmen erhalten. Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 816 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 802 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr bis 30. Juni 2022: 15 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr bis 30. Juni 2022: 2 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 30. Juni 2023 auf 4.519 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 4.518 TEUR).

15. Eventualverbindlichkeiten

Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine wesentlichen Veränderungen.

16. Mitarbeiter

Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.105 (Q2 2022: 1.904 ). Weitere 52 (Q2 2022: 45 ) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 10. Juli 2023 hat die GRENKE AG die verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft im Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited) rechtswirksam übernommen. Hierfür wurde eine Kaufpreiszahlung von 129 TEUR getätigt.

Zudem hat die GRENKE AG am 2. August 2023 die verbleibenden 42 Prozent der Anteile an der LeasingFranchisegesellschaft in Singapur (GC Lease Singapore Pte. Ltd.) rechtswirksam übernommen. Der Kaufpreis der Anteile lag unter 1 TEUR.

Am 9. August 2023 hat der Vorstand der GRENKE AG auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und dem weiteren Fokus auf ausgewogene Margen die bestehende Prognose für das Geschäftsjahr 2024 im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung vom selben Tag angepasst. Der Vorstand erwartet ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR statt bislang rund 3,4 Mrd. EUR sowie ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio EUR statt bisher rund 120 Mio. EUR.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Grenke AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Grenke AG, BadenBaden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, 9. August 2023

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Grunwald Schölch
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Baden-Baden, den 9. August 2023

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Dr. Sebastian Hirsch Gilles Christ Isabel Rösler
Vorstandsvorsitzender (CEO),

interimistischer Finanzvorstand (CFO)
Vertriebsvorstand (CSO) Risikovorständin (CRO)

Unternehmenskalender

5. Oktober 2023 /​/​ Neugeschäftsmeldung Q3 2023

9. November 2023 /​/​ Quartalsmitteilung Q3 und Q1 - Q3 2023

Impressum

Informationen und Kontakt

GRENKE AG

Team Investor Relations

Neuer Markt 2

76532 Baden-Baden

Telefon: +49 7221 5007-204

Telefax: +49 7221 5007-4218

E-Mail: [email protected]

Impressum

Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG

Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations

Gestaltung, Layout & Satz:SPARKS CONSULTING GmbH, München

Stand: 10.08.2023

© GRENKE AG, Baden-Baden

Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

WWW.GRENKE.COM

GRENKE AG

Stammhaus

Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden

Tel. +49 7221 5007-204 Fax +49 7221 5007-4218 [email protected]

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