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Grenke AG — Interim / Quarterly Report 2023
May 11, 2023
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Interim / Quarterly Report
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Publication

GRENKE AG
Baden-Baden
Quartalsmitteilung
QUARTALSMITTEILUNG ZUM 1. QUARTAL 2023
Konzernkennzahlen
| VERÄNDERUNG | ||||
|---|---|---|---|---|
| EINHEIT | Q1 2023 | Q1 2022 | (%) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| NEUGESCHÄFT LEASING | TEUR | 610.154 | 499.237 | 22,2 |
| DACH | TEUR | 143.051 | 117.997 | 21,2 |
| Westeuropa (ohne DACH) | TEUR | 161.836 | 131.791 | 22,8 |
| Südeuropa | TEUR | 150.357 | 131.945 | 14,0 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 123.434 | 90.749 | 36,0 |
| Übrige Regionen | TEUR | 31.476 | 26.756 | 17,6 |
| DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES LEASINGNEUGESCHÄFTS | TEUR | 102.015 | 83.240 | 22,6 |
| DACH | TEUR | 17.879 | 15.485 | 15,5 |
| Westeuropa (ohne DACH) | TEUR | 28.739 | 23.701 | 21,3 |
| Südeuropa | TEUR | 26.406 | 22.037 | 19,8 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 22.417 | 16.612 | 34,9 |
| Übrige Regionen | TEUR | 6.574 | 5.405 | 21,6 |
| SONSTIGE ANGABEN LEASING | ||||
| Anzahl der Neuverträge | Stück | 69.476 | 61.906 | 12,2 |
| Mittlerer Anschaffungswert | EUR | 8.782 | 8.064 | 8,9 |
| Mittlere Vertragslaufzeit zum Periodenende | Monate | 49 | 48 | 2,0 |
| Vermietvolumen zum Periodenende | TEUR | 9.113.392 | 8.792.445 | 3,7 |
| Anzahl der laufenden Verträge zum Periodenende | Stück | 1.022.843 | 995.893 | 2,7 |
| NEUGESCHÄFT FACTORING | TEUR | 191.994 | 175.055 | 9,7 |
| DACH | TEUR | 73.165 | 67.250 | 8,8 |
| Südeuropa | TEUR | 36.953 | 30.031 | 23,1 |
| Nord-/Osteuropa | TEUR | 81.875 | 77.774 | 5,3 |
| GRENKE BANK | ||||
| Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Mikrokreditgeschäft | TEUR | 12.822 | 15.805 | -18,9 |
Regionen Leasing:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Rumänien,
Schweden, Polen, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE, USA
Regionen Factoring:
DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Großbritannien, Irland, Ungarn, Polen
Konsolidierte Franchisegesellschaften:
Leasing: Chile, Kanada (3x), Lettland, Norwegen
Factoring: Italien, Portugal, Ungarn
| VERÄNDERUNG | ||||
|---|---|---|---|---|
| EINHEIT | Q1 2023 | Q1 2022 | (%) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG | ||||
| Zinsergebnis | TEUR | 84.002 | 87.807 | -4,3 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | TEUR | 26.440 | 31.581 | -16,3 |
| Gesamtkosten/-aufwand | TEUR | 72.017 | 64.440 | 11,8 |
| Operatives Ergebnis | TEUR | 23.826 | 25.636 | -7,1 |
| Konzernergebnis vor Steuern | TEUR | 20.471 | 27.012 | -24,2 |
| KONZERNERGEBNIS | TEUR | 15.859 | 20.537 | -22,8 |
| ERGEBNIS STAMMAKTIONÄRE | TEUR | 9.018 | 11.888 | -24,1 |
| ERGEBNIS HYBRIDKAPITALGEBER | TEUR | 9.068 | 9.082 | -0,2 |
| ERGEBNIS NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | TEUR | -2.227 | -433 | -414,3 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | EUR | 0,19 | 0,26 | -26,9 |
| Cost-Income-Ratio | Prozent | 57,1 | 52,5 | 4,6 pp |
| Personalaufwand | TEUR | 41.289 | 32.975 | 25,2 |
| davon Gesamtvergütung | TEUR | 33.651 | 27.125 | 24,1 |
| davon fixe Vergütung | TEUR | 29.376 | 22.073 | 33,1 |
| davon variable Vergütung | TEUR | 4.275 | 5.052 | -15,4 |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter:innen nach Vollzeitäquivalent | Personen | 1.996 | 1.816 | 9,9 |
| VERÄNDERUNG | ||||
|---|---|---|---|---|
| EINHEIT | 31.03.2023 | 31.12.2022 | (%) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| BILANZ | ||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 6.805 | 6.413 | 6,1 |
| Leasingforderungen | Mio. EUR | 5.304 | 5.244 | 1,1 |
| Finanzschulden: davon Einlagevolumen GRENKE Bank | Mio. EUR | 1.425 | 1.151 | 23,8 |
| Bilanzielles Eigenkapital1 | Mio. EUR | 1.320 | 1.332 | -0,9 |
| Eigenmittel nach CRR | Mio. EUR | 1.240 | 1.188 | 4,4 |
| Eigenkapitalquote | Prozent | 19,4 | 20,8 | -6,7 |
| Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) | Mio. EUR | 483 | 482 | 0,2 |
| Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | Mio. EUR | 1.652 | 1.664 | -0,7 |
1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
KENNZAHLEN Q1 2023:



REFINANZIERUNGSBASIS:

AKTIONÄRSSTRUKTUR:

* Komplementär: Grenke Vermögensverwaltung GmbH
Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)
Neben der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zeigt die Grafik weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzurechnen sind.
Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 2.3 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse"
Die obenstehenden Angaben sind ohne Gewähr und basieren auf den von der Gesellschaft erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).
Konzernzwischenlagebericht
1. Grundlagen des Konzerns
1.1 GRENKE im Überblick
Wir sind globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Small-Ticket-Leasing. Mit unseren Angeboten verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei der Realisierung von Investitionen. Unsere Leasingnehmer:innen erhalten unkomplizierte nutzungsorientierte Finanzierungslösungen und schonen so ihre eigenen Ressourcen, vor allem ihre Liquidität. Wir agieren gemäß unseren Werten: Einfach, schnell und persönlich - von Unternehmerin zu Unternehmer:in. Factoring- und Bank-Services runden unser Angebot ab. 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir mit rund 2.000 Mitarbeiter:innen in 33 Ländern weltweit aktiv.
1.2 Geschäftsmodell
Im Leasinggeschäft konzentrieren wir uns überwiegend auf sogenannte Small Tickets, d. h. Verträge mit einem Anschaffungswert der finanzierten Objekte von unter 25 TEUR. Darauf entfiel im ersten Quartal 2023 - wie in den Vorjahren - ein Anteil von über 90 Prozent aller Leasingverträge. Im Durchschnitt hatte ein Vertrag bei uns im ersten Quartal 2023 ein Volumen von rund 8.800 EUR.
Der Schwerpunkt unseres Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Bürokommunikationsprodukte. Darüber hinaus haben wir unser Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen ausgedehnt, darunter u. a. kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und Green Economy-Objekte, wie beispielsweise Wallboxen, Photovoltaikanlagen und eBikes.
Zum 31. März 2023 waren wir an insgesamt 152 Standorten in 33 Ländern weltweit vertreten. Im ersten Quartal 2023 erwirtschafteten wir 94,8 Prozent des Leasingneugeschäfts in Europa, wo wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. Unsere Kernmärkte sind Deutschland, Frankreich und Italien. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz außerhalb Europas in Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika kontinuierlich aus.
In Phasen konjunktureller Schwäche sind wir in der Lage, unser Geschäft durch eine Anpassung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen zeitnah zu steuern. Durch die strikte Fokussierung auf risikoärmeres Neugeschäft - d. h. durch den Verzicht auf Geschäft mit risikoreicheren Branchen und Kundensegmenten - können wir das Neugeschäft gezielt beeinflussen. Zudem sind wir in der Lage, unsere Konditionsgestaltung den jeweiligen markt- und makroökonomischen Bedingungen flexibel anzupassen. Entsprechend erwies sich unser Geschäftsmodell in der Vergangenheit als widerstandsfähig gegenüber Marktschwankungen. So ist es uns gelungen, auch in wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeiten wie der Finanzmarktkrise 2009 oder der Corona-Pandemie 2020 und 2021 risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften.
1.3 Segmente
Der GRENKE Konzern ist in die drei Segmente Leasing, Bank und Factoring gegliedert. Für eine Beschreibung der Geschäftsaktivitäten und der Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtszeitraum wird auf Abschnitt 3.1.3 "Entwicklung der Segmente" und die Ausführungen in Kapitel 12 "Konzern-Segmentberichterstattung" des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.
1.4 Aktionärsstruktur
Als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen verfügen wir mit der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG über eine Großaktionärin, bestehend aus Anneliese Grenke, dem Unternehmensgründer Wolfgang Grenke sowie den drei gemeinsamen, erwachsenen Söhnen. Zum Stichtag 31. März 2023 hielt die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 40,84 Prozent der Unternehmensanteile. Entsprechend betrug der Streubesitz 59,16 Prozent. Weitere Aktionär:innen, die zum in der jeweiligen Stimmrechtsmitteilung genannten Veröffentlichungsdatum einen Anteil von über 3 Prozent hielten und laut Definition der Deutschen Börse dem Streubesitz zuzuordnen sind, lauten: ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (5,02 Prozent), Investmentaktiengesellschaft für langfristige Investoren TGV (3,24 Prozent), die GRENKE-Stiftung (3,04 Prozent) sowie die Universal Investment GmbH (3,02 Prozent). Der Anteil der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat betrug zum Stichtag 0,3 Prozent.
1.5 Ziele und Strategien
Unser Ziel ist es, der weltweit führende Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen zu werden. Mittelfristig bedeutet dies, dass wir bis 2024 unser Leasingneugeschäft auf rund 3,4 Mrd. EUR im Vergleich zu 2021 verdoppeln wollen bei einem Konzernergebnis von rund 120 Mio. EUR, einer DB2-Mar-ge von rund 17 Prozent und einer Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent.
Diese Ziele sind Grundlage unserer Unternehmensstrategie, die sich in die strategischen Felder "Vertriebsaktivitäten und -kanäle", "Operational Excelence und Kostendisziplin", "Digitalisierung" und "Nachhaltigkeit" unterteilt.
Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende, zentrale Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend gesteuert. Uns stehen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die fremdkapital-basierte Finanzierung auf drei Säulen:
| ― | Einlagen der GRENKE Bank |
| ― | Forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem durch ABCP-Programme |
| ― | Senior-Unsecured-Instrumente, wie Schuldverschreibungen, Anleihen und Commercial Paper |
Dabei vermeiden wir Fristentransformation und eliminieren so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene.
Weitere Details entnehmen Sie dem aktuellen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2022, Kapitel 1.2 "Ziele und Strategie".
2. Geschäftsverlauf
| ― | Leasingneugeschäft wächst um 22,2 Prozent auf 610,2 Mio. EUR |
| ― | Sechstes Quartal in Folge zweistelliges Wachstum |
| ― | Deckungsbeitrag 2 steigt auf 102,0 Mio. EUR |
| ― | DB2-Marge erreicht 16,7 Prozent |
| ― | Konzernergebnis nach Steuern beträgt 15,9 Mio. EUR |
| ― | Schadenquote verbessert sich auf 1,2 Prozent |
| ― | Cost-Income-Ratio bei 57,1 Prozent |
| ― | Eigenkapitalquote mit 19,4 Prozent deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von 16 Prozent |
2.1 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte
Im ersten Quartal 2023 übernahm Dr. Sebastian Hirsch den Vorstandsvorsitz von Michael Bücker. In der zugehörigen Ad-hoc-Mitteilung vom 16. Februar 2023 gaben wir bekannt, dass der Aufsichtsrat und der vormalige Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG, Michael Bücker, dessen Bestellung aus gesundheitlichen Gründen zeitlich befristet bis zum 28. Februar 2023 widerrufen worden war, sich darauf verständigt haben, dass Michael Bücker das Unternehmen zum 28. Februar dieses Jahres verlässt.
Der Aufsichtsrat hatte daraufhin Dr. Sebastian Hirsch zum 16. Februar 2023, der bereits interimistisch als CEO ernannt worden war, zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Seine Aufgaben als Finanzvorstand führt Dr. Sebastian Hirsch seit seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden interimistisch fort. Dr. Martin Paal, der seit Juni 2022 bei der GRENKE AG als VP Controlling tätig ist, soll nach einer Übergangs- und Einarbeitungsphase die Leitung des Finanzressorts übernehmen. Er fungiert ab sofort als Stellvertreter von Dr. Sebastian Hirsch für das Finanzressort.
Am 2. März 2023 informierten wir in einer Ad-hoc-Mitteilung über unser Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 45 bis 50 Mio. EUR. Um die erfolgreiche internationale Wachstums- und Expansionsstrategie fortzusetzen, werden wir in den nächsten drei Jahren in die digitale Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette in über 30 Ländern investieren. Grundlage des Digitalisierungsprogramms - und mit einem Drittel der Investitionen die größte Einzelmaßnahme - ist die Transformation in die Cloud-Technologie. Die übrigen Investitionsmittel verteilen sich auf die darauf aufbauende Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft. Schätzungsweise 15 Mio. Euro werden im laufenden Geschäftsjahr als zusätzlicher Aufwand anfallen.
Ziel von "Digital Excellence" ist die möglichst vollständige End-to-End-Digitalisierung interner Prozesse im Kerngeschäft Leasing, um in neuen wie auch in bestehenden Märkten deutlich skalieren und dadurch stärker wachsen zu können. So soll beispielsweise die Bearbeitung eines Leasingantrages künftig statt Minuten nur noch Sekunden in Anspruch nehmen ("instant decision"). Mit dieser erweiterten Digitalisierungsinitiative stellen wir uns optimal auf, um auf neue Anforderungen von Kund:innen zu reagieren und selbst neue Trends in der Leasingfähigkeit von Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zu setzen, beispielsweise durch das Anbieten von Leasingfinanzierung für neue Objektkategorien. Einige der Investitionsmaßnahmen, wie der Ausbau der Cloud-Technologie, waren ohnehin geplant und werden jetzt - parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im Neugeschäft - vorgezogen und rascher umgesetzt.
Mit gleichem Datum, dem 2. März 2023, legten wir vorläufige, nicht testierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 vor wie auch den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2022 in Höhe von 0,45 Euro je Aktie. Außerdem gaben wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der Vorstand erwartet, dass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR erzielen und ein Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR erwirtschaften werden. Für das Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand unverändert von einem Leasingneugeschäft von 3,4 Mrd. EUR aus. Durch die Umsetzung des Digitalisierungsprogramms in den kommenden Jahren wird das angestrebte Konzernergebnis 2024 bei ca. 120 Mio. EUR liegen, statt wie bisher prognostiziert bei 140 Mio. EUR.
Am 23. März 2023 berichteten wir über eine neue Rating-Maßnahme von Standard & Poor's. S&P Global Ratings hatte das langfristige Emittentenrating von GRENKE von "BBB+" auf "BBB" gesenkt und das Kurzfristrating von "A-2" bekräftigt. Der stabile (vorher negative) Ausblick bringt die Erwartung zum Ausdruck, dass GRENKE seine angemessene Risikobereitschaft, die Qualität seiner Vermögenswerte und seine hohen Kapitalpuffer erhalten und schrittweise seine solide risikooptimierte Rentabilität in den nächsten zwei Jahren zurückgewinnen wird. Das neue S&P-Rating ist gleichlautend mit dem Fitch-Rating vom Oktober 2022, bei dem GRENKE ein Investment Grade Rating von "BBB" mit stabilem Ausblick (Fitch-Ratingstufe "BBB/stable/F2") erhalten hatte.
2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Lage blieb im ersten Quartal 2023 herausfordernd. Kaufkraftverluste infolge anhaltend hoher Inflationsraten in Kombination mit einer restriktiven Geldpolitik dämpfen die Konjunktur. Ausgelöst durch die Insolvenz der Silicon Valley Bank und die Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS kam es Mitte März zusätzlich zu Turbulenzen an den Kapitalmärkten. Die nahezu auf dem Gesamtmarkt entstandenen Aktienkursrückgänge konnten jedoch weitgehend wieder aufgeholt werden. So erholte sich der DAX nach temporären Tiefständen von unter 15.000 Punkten Mitte März und lag Ende März wieder oberhalb von 15.500 Punkten.
Im Jahresvergleich günstig entwickelt haben sich die Energiepreise und die Volatilität an den Kapitalmärkten. Der Volatilitätsindex VIX nahm zum 31. März 2023 mit 18,7 Punkten einen Wert leicht unter dem Vorjahresniveau an (31. März 2022: 20,6) an, der Ölpreis WTI/Brent lag mit 75,7 USD pro Barrel 25 Prozent unter dem Vorjahreswert (31. März 2022: 100,3 USD pro Barrel).
Infolge des geringeren Preisauftriebs bei Energie, nachlassender Materialengpässe und wieder besser funktionierender Lieferketten verbesserte sich die Stimmung der vom ifo Institut befragten Unternehmen. Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland stieg im März 2023 auf 93,3 Punkte - und damit zum fünften Mal in Folge. Insbesondere die Erwartungen der befragten Unternehmen waren ausschlaggebend für die Aufwärtsbewegung, doch auch ihre Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage verbesserte sich. Hierfür kann die Öffnung der chinesischen Wirtschaft nach der Corona-Pandemie eine Rolle gespielt haben.
Die jährliche Inflation im Euroraum betrug im März dieses Jahres 7,4 Prozent. Die Teuerung von Energieprodukten schwächte sich mit 3,5 Prozent im Jahresvergleich ab, doch Preissteigerungen von 22,3 Prozent bei Nahrungsmitteln hielten die Inflationsrate weit über dem mittelfristigen Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent. Infolgedessen setzte die EZB den Leitzins im März 2023 auf 3,5 Prozent herauf. Eine ähnliche Entwicklung ist in den Vereinigten Staaten zu beobachten. Angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks erhöhte die Notenbank Fed den Leitzins im März 2023 auf eine Bandbreite von 4,75 bis 5,00 Prozent.
Inmitten dieses Umfeldes ist es GRENKE erneut und wie angekündigt gelungen, seinen Wachstumskurs beim Leasingneugeschäft im ersten Quartal 2023 zu profitablen Konditionen fortzusetzen.
2.3 Neugeschäft
2.3.1 Leasing
Im ersten Quartal 2023 wuchs das Leasingneugeschäft um 22,2 Prozent auf 610,2 Mio. EUR (Q1 2022: 499,2 Mio. EUR) Damit erreichte die Leasingsparte zum sechsten Mal in Folge ein prozentual zweistelliges Wachstum.
Leasingneugeschäft seit Q4 2020

Die Nachfrage nach Leasingprodukten stieg angesichts der dynamischen Zinsentwicklung weiter an, da sich bei steigenden Zinsen Kredite für Unternehmen in der Regel verteuern und Banken die Kreditvergabe auch restriktiver gestalten. Kredite verlieren somit im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität. Leasingraten werden zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert. In Zeiten steigender Zinsen bietet Leasing daher für unsere Un-ternehmenskund:innen eine sichere Kalkulationsbasis.
Der starke Zuwachs im Leasingneugeschäft basierte zudem auf dem Erfolg unserer Initiativen, das Händlernetz kontinuierlich zu stärken und auszubauen. So wuchs das weltweite Netz von etwas mehr als 30.000 Händlern zum Ende des ersten Quartals 2022 auf rund 34.000 Ende März 2023.
Die volumenstärkste Region beim Leasingneugeschäft war im ersten Quartal 2023 die Region Westeuropa (ohne DACH) mit 161,8 Mio. EUR, dicht gefolgt von Südeuropa und der DACH-Region mit 150,4 Mio. EUR und 143,1 Mio. EUR.
Im Berichtsquartal konnten wir in allen Regionen zweistellige Wachstumsraten relativ zum Vorjahresquartal erzielen. Die Region Nord-/Osteuropa erreichte mit 36 Prozent die höchste Wachstumsrate. Besonders stark stieg das Leasingneugeschäft dabei in den Ländern Großbritannien und Finnland mit 45,6 Prozent und 42,6 Prozent. Ein überdurchschnittliches Wachstum konnte mit 22,8 Prozent ebenfalls die Region Westeuropa (ohne DACH) vorweisen, wobei vor allem Frankreich (+18,0 Prozent) und die Niederlande (+48,6 Prozent) zum Wachstum beitrugen.
Das dynamische Wachstum von 21,2 Prozent in der DACH-Region ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass insbesondere Österreich von einem boomenden Geschäft mit eBikes profitierte und im Vorjahresvergleich um 132,1 Prozent erheblich zulegte. Deutschland erreichte im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Plus von 16,6 Prozent.
In der Region Südeuropa, die ein Wachstum von insgesamt 14,0 Prozent erzielte, zeigten Italien und Spanien einen soliden und planmäßigen Zuwachs von 12,5 und 2,1 Prozent. Die übrigen Regionen umfassen unter anderem die wichtigen Zukunftsmärkte USA (+265,8 Prozent), Kanada (+10,4 Prozent) und Australien (+66,8 Prozent). Insgesamt nahm das Neugeschäft in den übrigen Regionen um 17,6 Prozent zu.
Neugeschäft Leasing
| Mio. EUR | Q1 2023 | Q1 2022 | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|
| LEASINGNEUGESCHÄFT | 610,2 | 499,2 | 22,2 |
| DACH | 143,1 | 118,0 | 21,2 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 161,8 | 131,8 | 22,8 |
| Südeuropa | 150,4 | 131,9 | 14,0 |
| Nord-/Osteuropa | 123,4 | 90,7 | 36,0 |
| Übrige Regionen | 31,5 | 26,8 | 17,6 |
Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen*, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA
* Konsolidierte Franchisegesellschaften
Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen

Das dynamische Wachstum des Leasingneugeschäfts zeigt sich auch in der positiven Entwicklung des Deckungsbeitrags 2 (DB2). Im Berichtsquartal stieg der DB2 auf 102,0 Mio. EUR, was einem Plus von 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (Q1 2022: 83,2 Mio. EUR).
Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft
| Mio. EUR | Q1 2023 | Q1 2022 | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|
| DB1 | 59,0 | 55,6 | 6,0 |
| DB2 | 102,0 | 83,2 | 22,6 |
| DACH | 17,9 | 15,5 | 15,5 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 28,7 | 23,7 | 21,3 |
| Südeuropa | 26,4 | 22,0 | 19,8 |
| Nord-/Osteuropa | 22,4 | 16,6 | 34,9 |
| Übrige Regionen | 6,6 | 5,4 | 21,6 |
Die DB2-Marge erreichte im Berichtsquartal einen Wert von 16,7 Prozent. Die DB2-Marge ist ein Indikator für die prognostizierte Profitabilität des neu abgeschlossenen Leasingportfolios. Mit dem aktuellen Wert lag sie wieder auf dem Niveau vor dem dynamischen Zinsanstieg Anfang 2022 (Q1 2022: 16,7 Prozent). Im Vorquartal hatte die DB2-Marge noch 15,5 Prozent betragen, der Jahresdurchschnitt 2022 lag bei 16,1 Prozent. Die DB2-Marge profitierte im Berichtsquartal insbesondere davon, dass wir die Konditionen weiter an die steigenden Zinsen anpassen konnten. Im regionalen Vergleich hatten wir mit der Konditionsanpassung vor allem in Südeuropa und in den übrigen Regionen Erfolg. In der DACH-Region verzögerte sich hingegen die Anpassung der Konditionen an die steigenden Zinsen, da das Geschäft in Deutschland auch von Großkooperationen mit Rahmenverträgen geprägt ist.
Die DB1-Marge des Leasingneugeschäfts lag im ersten Quartal 2023 bei 9,7 Prozent und damit 1,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal (11,1 Prozent in Q1 2022).
Die aus den Leasingverträgen resultierenden prozentualen Margen unterscheiden sich je nach Ticketgröße. Verträge mit einem Nettoanschaffungswert von weniger als 25.000 EUR werden tendenziell mit höheren Margen abgeschlossen. So erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2023 mit Verträgen mit einem Nettoanschaffungswert kleiner 25 TEUR eine DB2-Marge von 17,9 Prozent. Im Vergleich dazu erzielten wir mit größeren Verträgen (Nettoanschaffungswert größer 25 TEUR) eine DB2-Marge von 15,0 Prozent. Wichtig ist daher ebenfalls die Betrachtung der absoluten Deckungsbeiträge. Der Anteil der größeren Verträge am gesamten Deckungsbeitrag liegt mit 38,3 Mio. EUR bei 37,5 Prozent, wobei diese Vertragsgruppe nur 6,5 Prozent aller abgeschlossenen Verträge beinhaltet.
DB-Margen im Leasingneugeschäft
| Prozent | Q1 2023 | Q1 2022 | Veränderung (pp) |
|---|---|---|---|
| DB1-Marge | 9,7 | 11,1 | -1,4 |
| DB2-Marge | 16,7 | 16,7 | 0,0 |
| DACH | 12,5 | 13,1 | -0,6 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 17,9 | 18,1 | -0,2 |
| Südeuropa | 17,6 | 16,7 | 0,9 |
| Nord-/Osteuropa | 18,2 | 18,3 | -0,1 |
| Übrige Regionen | 20,9 | 20,2 | 0,7 |
Leasinganfragen und -verträge
| Einheit | Q1 2023 | Q1 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Leasinganfragen | Stück | 152.235 | 134.653 | 13,1 % |
| Leasingverträge | Stück | 69.476 | 61.906 | 12,2 % |
| Umwandlungsquote | Prozent | 45,6 | 46,0 | 0,4 pp |
| durchschnittlicher NAW | EUR | 8.782 | 8.064 | 8,9 % |
| eSignature Quote | Prozent | 42,3 | 42,7 | -0,3 pp |
Im Berichtsquartal erhielten wir mit rund 150.000 erheblich mehr Leasinganfragen als im Vorjahresquartal (Q1 2022: rd. 130.000). 45,6 Prozent der Anfragen führten zu einem Vertragsabschluss. Damit blieb die Umwandlungsquote im Jahresvergleich stabil (Q1 2022: 46,0 Prozent) und entsprach dem geschäftsüblichen Niveau. Insgesamt schlossen wir im Berichtszeitraum über 69.000 neue Leasingverträge ab, im Vorjahresquartal waren es knapp 62.000 Verträge.
Die Normalisierung der Ticketgrößen setzte sich im Berichtsquartal fort. Die durchschnittliche Ticketgröße stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,9 Prozent auf rund 8.800 EUR. Damit näherte sie sich der Größenordnung von rund 9.100 EUR aus dem Jahr 2019 an. Gleichzeitig lag sie im Rahmen der definierten Zielgröße, die eine Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10.000 EUR für das Gesamtjahr 2023 vorsieht.
Der Anteil der Verträge, die über das eSignature-Verfahren vollständig digital abgewickelt wurden, blieb im Berichtsquartal stabil bei 42,3 Prozent nach 42,7 Prozent im Vorjahresquartal. Der Anteil des Direktvertriebs blieb im Berichtszeitraum mit 16,9 Prozent konstant (Q1 2022: 16,8 Prozent).
Fast alle Objektgruppen im Leasingneugeschäft konnten gemessen an der Anzahl der Verträge im Jahresvergleich Zuwächse verzeichnen. IT-Geräte nahmen mit einem Anteil von 31 Prozent im Berichtsquartal weiterhin die stärkste Position im Objektportfolio ein. Obwohl sich die Anzahl der geleasten IT-Geräte erhöhte, verringerte sich ihr Anteil am Portfolio im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozentpunkte bedingt durch das überproportional hohe Wachstum der eBikes. Der Anteil der eBikes am Portfolio nahm entsprechend deutlich um 1,8 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent zu. Der Anteil der Verträge im Bereich Kopiertechnik konnte mit einem Plus von 0,8 Prozentpunkten ebenfalls einen Zuwachs verbuchen. Die Objektgruppe Medizintechnik und Wellness hingegen verlor relativ betrachtet 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Kategorie verzeichnete als einzige Objektgruppe nicht nur relativ, sondern auch gemessen an der Anzahl der Verträge einen Rückgang.
Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio nach Anzahl der Verträge

2.3.2 Factoring
Das Factoring wies im Berichtsquartal ein Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen von 192,0 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 9,7 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q1 2022: 175,1 Mio. EUR). Das Factoringvolumen wuchs in allen Regionen, vor allem die jüngsten Factoringgesellschaften in Südeuropa weiteten das Forderungsvolumen mit 23,1 Prozent am stärksten aus. Eine erfolgreiche Umsetzung von Neuerungen im Vertriebsansatz und eine bessere Marktlage führten insbesondere in Portugal zu einem Wachstum von 40,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.
Neugeschäft Factoring
| Einheit | Q1 2023 | Q1 2022 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Neugeschäft Factoring | Mio. EUR | 192,0 | 175,1 | 9,7 % |
| DACH | Mio. EUR | 73,2 | 67,3 | 8,8 % |
| Südeuropa | Mio. EUR | 37,0 | 30,0 | 23,1 % |
| Nord-/Osteuropa | Mio. EUR | 81,9 | 77,8 | 5,3 % |
| BRUTTO-MARGE | Prozent | 1,6 | 1,4 | 0,2 pp |
| DACH | Prozent | 1,5 | 1,5 | 0,0 pp |
| Südeuropa | Prozent | 1,7 | 1,5 | 0,2 pp |
| Nord-/Osteuropa | Prozent | 1,6 | 1,2 | 0,4 pp |
| DURCHSCHNITLLICHER ZEITRAUM | Tage | 45,8 | 38,2 | 7,6 |
| Durchschnittlicher Zeitraum DACH | Tage | 27,5 | 26,8 | 0,7 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa | Tage | 86,0 | 66,2 | 19,8 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/Osteuropa | Tage | 39,2 | 38,7 | 0,5 |
Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz
Südeuropa: Italien, Portugal
Nord-/Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen
Die Brutto-Marge im Factoring verbesserte sich im Berichtsquartal aufgrund der Anpassung der Konditionen an die Zinsentwicklung auf 1,6 Prozent. Im regionalen Vergleich erzielten wir in Südeuropa mit 1,7 Prozent eine leicht überdurchschnittliche Marge, dort konnte insbesondere Portugal zunehmend vom Geschäft mit Großkunden profitieren.
Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von knapp 46 Tagen im Berichtsquartal. Die Verlängerung um knapp 8 Tage im Vergleich zum ersten Quartal 2022 ist darauf zurückzuführen, dass mehrere Kund:innen ihre Zahlungsziele bei einer angespannten Liquiditätslage verlängern mussten. Aufgrund der unterschiedlichen Zahlungsfristen und -gewohnheiten in den Ländern fällt der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region mit 28 Tagen deutlich geringer aus als Nord-/Ost-europa mit 39 Tagen und Südeuropa mit 86 Tagen. In Südeuropa verlängerte sich der durchschnittliche Zeitraum im Vorjahresvergleich deutlich um 20 Tage.
2.3.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank
Das Kreditneugeschäft der GENKE Bank lag im ersten Quartal 2023 bei 12,8 Mio. EUR nach 15,8 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Das Kreditneugeschäft beinhaltet ausschließlich die im Rahmen des "Mikrokreditfonds Deutschland" vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet.
2.3.4 Währungseffekte
Aus der Veränderung der Wechselkurse ergaben sich im ersten Quartal 2023 negative Währungseffekte in Bezug auf das Neugeschäftsvolumen von Leasing und Factoring in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Das bedeutet, dass sich unter der Annahme identischer Wechselkurse aus dem ersten Quartal 2022 das Neugeschäftsvolumen im ersten Quartal 2023 im Leasing um 3,1 Mio. EUR und im Factoring um 1,5 Mio. EUR höher gezeigt hätte. Die Währungseffekte resultierten überwiegend aus der Aufwertung des Schweizer Franken, der eine Abwertung des Britischen Pfunds entgegenstand.
3. Wirtschaftsbericht
3.1 Ertragslage
3.1.1 Vergleich erstes Quartal 2023 versus 2022
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Q1 | Q1 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| TEUR | 2023 | 2022 | (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 108.501 | 101.636 | 6,8 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 24.499 | 13.829 | 77,2 |
| ZINSERGEBNIS | 84.002 | 87.807 | -4,3 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 26.440 | 31.581 | -16,3 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 57.562 | 56.226 | 2,4 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 30.362 | 28.003 | 8,4 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 11.812 | 7.076 | 66,9 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | -113 | -24 | >100 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 99.623 | 91.281 | 9,1 |
| Personalaufwand | 41.289 | 32.975 | 25,2 |
| davon Gesamtvergütung | 33.651 | 27.125 | 24,1 |
| davon fixe Vergütung | 29.376 | 22.073 | 33,1 |
| davon variable Vergütung | 4.275 | 5.052 | -15,4 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 23.915 | 24.831 | -3,7 |
| davon IT-Projektaufwand | 3.358 | 2.015 | 66,6 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 20.471 | 27.012 | -24,2 |
| KONZERNERGEBNIS | 15.859 | 20.537 | -22,8 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/UNVERWÄSSERT) | 0,19 | 0,26 | -26,9 |
Die Zinsen und ähnliche Erträge aus unserem Finanzierungsgeschäft lagen im ersten Quartal 2023 bei 108,5 Mio. EUR und damit um 6,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Q1 2022: 101,6 Mio. EUR). Das starke Wachstum aus dem Neugeschäft des letzten Jahres beginnt sich im Zinsertrag aus den Leasingforderungen zu zeigen, wenngleich die verbesserte Margensituation durch die angepasste Konditionierung im Leasingneugeschäft sich erst über die nächsten Quartale in den Zinserträgen widerspiegeln wird. Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts stiegen um 10,7 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR (Q1 2022: 13,8 Mio. EUR). Die Entwicklung resultiert aus dem für das wachsende Neugeschäft gestiegenen Refinanzierungsbedarf und dem allgemein gestiegenen Zinsniveau aus den letzten Quartalen, welches sich in dem stark erhöhten Refinanzierungsaufwand widerspiegelt. Das Zinsergebnis, der Saldo beider Positionen, sank entsprechend leicht um 3,8 Mio. EUR auf 84,0 Mio. EUR (Q1 2022: 87,8 Mio. EUR). Diese Entwicklung spiegelt gleichzeitig die Margenentwicklung aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr wider. Infolge des guten Zahlungsverhaltens unserer Kund:innen sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 5,2 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR (Q1 2022: 31,6 Mio. EUR). Die makroökonomischen Umstände haben sich trotz weiterer Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine sowie steigender Energiekosten positiv entwickelt. Dies führte zu einer insgesamt positiven Entwicklung in der Risikovorsorge, sodass sich unsere Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen) im ersten Quartal 2023 auf 1,2 Prozent (Q1 2022: 1,4 Prozent) verbesserte.
Aufgrund der im Vorjahresvergleich rückläufigen Risikovorsorge stieg unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal um 1,4 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR (Q1 2022: 56,2 Mio. EUR).
Das Ergebnis aus unserem Servicegeschäft nahm im ersten Quartal um 2,4 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR (Q1 2022: 28,0 Mio. EUR) zu, was auf den erhöhten Bestand des Leasingportfolios zurückzuführen ist. Unser Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Berichtsquartal infolge der positiven Neugeschäftsentwicklung um 4,7 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR (Q1 2022: 7,1 Mio. EUR). Das Verwertungsergebnis lag bei - 0,1 Mio. EUR (Q1 2022: 0,0 Mio. EUR).
Die niedrigeren Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie die Ergebnisse aus dem Servicegeschäft und Neugeschäft führten im Wesentlichen zu einem Zuwachs unserer operativen Erträge im ersten Quartal 2023 um 8,3 Mio. EUR auf 99,6 Mio. EUR (Q1 2022: 91,3 Mio. EUR).
Unsere größte Aufwandsposition im Konzern, der Personalaufwand, nahm im ersten Quartal um 8,3 Mio. EUR auf 41,3 Mio. EUR (Q1 2022: 33,0 Mio. EUR) zu. Der Anstieg des Personalaufwands resultierte zum einen aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus einer Anpassung der Gehälter an eine attraktivere marktübliche Vergütung mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil, aber auch infolge einer konzernweiten inflationsbedingten Anhebung der Grundvergütung im August 2022 um ca. 3,5 Prozent. Die fixe Vergütung beträgt im Berichtszeitraum 29,4 Mio. EUR (Q1 2022: 22,1 Mio. EUR) und die variable Vergütung 4,3 Mio. EUR (Q1 2022: 5,1 Mio. EUR). Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten auf Basis Vollzeitbeschäftigter lag aufgrund von Neueinstellungen im Berichtsquartal bei 1.996 und damit 180 über dem Vorjahreswert (Q1 2022: 1.816).
Unsere Abschreibungen und Wertminderungen lagen im Berichtsquartal nahezu unverändert bei 6,8 Mio. EUR (Q1 2022: 6,6 Mio. EUR). Unser Vertriebs- und Verwaltungsaufwand ging um 0,9 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR (Q1 2022: 24,8 Mio. EUR) zurück. Zum Anstieg der Personalnebenkosten sowie Energie- und Rohstoffpreise wirkte gegenläufig die Reduktion der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im ersten Quartal 2023 bei - 3,8 Mio. EUR (Q1 2022: - 1,2 Mio. EUR). Darin spiegeln sich hauptsächlich Währungseffekte wider, welche im Wesentlichen auf die Umrechnung von TRY, PLN, CAD, NOK und CLP zurückzuführen sind. In der Türkei wirken hierbei insbesondere die Effekte aus der Bewertung Hochinflation IAS 29. Bei den anderen Währungen sind die Effekte auf derivative Sicherungsgeschäfte zurückzuführen, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen.
Unser operatives Ergebnis im ersten Quartal 2023 lag bei 23,8 Mio. EUR und ging um 1,8 Mio. EUR zurück (Q1 2022: 25,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen/ Erträge aus der Marktbewertung werden im ersten Quartal durch einen Bewertungseffekt aus derivativen Finanzinstrumenten für Zinssicherungen in Höhe von - 1,6 Mio. EUR dominiert, der im Zusammenhang mit ABCP-Finanzierungen steht und nicht im Hedge-Accounting verbucht wird. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass sich im ersten Quartal des Vorjahres ein positiver Bewertungseffekt in Höhe von 4,1 Mio. EUR eingestellt hatte, der nun erwartungsgemäß über die Dauer der Zinssicherung abgebaut wird. Unser Konzernergebnis vor Steuern sank um 6,5 Mio. EUR auf 20,5 Mio. EUR (Q1 2022: 27,0 Mio. EUR).
Unsere Steuerquote reduzierte sich auf 22,5 Prozent (Q1 2022: 24,0 Prozent). Unser Konzernergebnis liegt bei 15,9 Mio. EUR und damit um 4,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal (Q1 2022: 20,5 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften auszuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner lagen bei - 2,2 Mio. EUR (Q1 2022: -0,4 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften im ersten Quartal 2023 sowie im zweiten Quartal 2022 eingeschränkt, hier wird auf die Ausführungen in Tz. 12 des Anhangs verwiesen. Das Ergebnis je Aktie sank in der Folge im ersten Quartal 2023 auf 0,19 EUR (Q1 2022: 0,26 EUR).
Unsere Cost-Income-Ratio (CIR) stieg im ersten Quartal 2023 um 4,6 Prozentpunkte auf 57,1 Prozent (Q1 2022: 52,5 Prozent), wobei sich die CIR im Vergleich zum vierten Quartal 2022 (57,6 Prozent) um 0,5 Prozentpunkte verbesserte. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Personalkosten und Aufwendungen für Verzinsung aus der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts zurückzuführen. Die Berechnung der CIR wurde mit dem Capital Markets Update am 13. Mai 2022 umgestellt und erfolgt seither ohne die Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen sowie sonstiges Zinsergebnis.
3.1.2 Entwicklung der Segmente
Die Ergebnisse des Leasingsegments konnten den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen trotzen, da vor allem das Zahlungsverhalten unserer Kund:in-nen unverändert stabil blieb, sodass sich der Aufwand für Schadensabwicklung und Risikovorsorge verringerte. Entsprechend stiegen in diesem Segment unsere operativen Erträge um 8,6 Mio. EUR auf 91,0 Mio. EUR (Q1 2022: 82,4 Mio. EUR). Das Segmentergebnis entwickelte sich positiv und lag bei 23,6 Mio. EUR (Q1 2022: 23,1 Mio. EUR).
Die operativen Erträge im Segment Bank blieben im Berichtszeitraum nahezu unverändert bei 7,2 Mio. EUR (Q1 2022: 7,4 Mio. EUR), was hauptsächlich aus höheren Zinsen im Einlagengeschäft sowie der gesunkenen Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Bei gestiegenen Personalaufwendungen sowie aufgrund von Währungseffekten erreichten wir ein Segmentergebnis von 1,4 Mio. EUR (Q1 2022: 2,9 Mio. EUR).
Im Segment Factoring blieben unsere operativen Erträge im Berichtszeitraum nahezu unverändert bei 1,4 Mio. EUR (Q1 2022: 1,6 Mio. EUR). Die Erfolge der getätigten Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur zeigen ihre Wirkung in den operativen externen Erträgen, jedoch wirken die höheren Aufwendungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus gegenläufig. Demzufolge und im Wesentlichen aufgrund gestiegener Personalkosten reduzierte sich das Ergebnis des Segments auf - 1,1 Mio. EUR (Q1 2022: - 0,3 Mio. EUR).
3.2 Vermögens- und Finanzlage
Ausgewählte Angaben aus der Konzernbilanz
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 | Veränderung (%) |
|---|---|---|---|
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.189.254 | 2.847.293 | 12,0 |
| davon Zahlungsmittel | 832.586 | 448.844 | 85,5 |
| davon Leasingforderungen | 1.988.709 | 1.985.059 | 0,2 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.615.269 | 3.565.450 | 1,4 |
| davon Leasingforderungen | 3.314.976 | 3.258.885 | 1,7 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 6.804.523 | 6.412.743 | 6,1 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.379.027 | 2.443.391 | -2,6 |
| davon Finanzschulden | 2.098.347 | 2.247.666 | -6,6 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.105.601 | 2.637.185 | 17,8 |
| davon Finanzschulden | 3.018.279 | 2.547.052 | 18,5 |
| Eigenkapital | 1.319.895 | 1.332.167 | -0,9 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 19,4% | 20,8% | -1,4 pp |
| BILANZSUMME | 6.804.523 | 6.412.743 | 6,1 |
3.2.1 Vermögenslage
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm unsere Bilanzsumme zum 31. März 2023 um 391,8 Mio. EUR auf 6,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 6,4 Mrd. EUR) zu, was aus dem Anstieg der Zahlungsmittel resultierte. Sie erhöhten sich um 383,8 Mio. EUR auf 832,6 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 448,8 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 31. März 2023 433,3 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 326,6 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank.
Wir legen im GRENKE Konzern einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.
Unsere größte Bilanzposition, die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen, stieg im Rahmen der positiven Neugeschäftsentwicklung auf 5,3 Mrd. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022 (31. Dezember 2022: 5,2 Mrd. EUR) an.
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der kurz- und langfristigen Finanzschulden um insgesamt 321,9 Mio. EUR auf 5,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 4,8 Mrd. EUR). Der größte Anteil unserer Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die gegenüber dem Jahresende 2022 nahezu unverändert bei 3,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 3,6 Mrd. EUR) blieben. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen hingegen in Summe um 274,3 Mio. EUR auf 1,4 Mrd. EUR an (31. Dezember 2022: 1,2 Mrd. EUR).
Das Eigenkapital sank zum 31. März 2023 um 12,3 Mio. EUR auf 1.319,9 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 1.332,2 Mio. EUR). Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 15,9 Mio. EUR standen die Zinszahlung für das Hybridkapital (12,9 Mio. EUR) sowie Transaktionen mit NCI (16,9 Mio. EUR) gegenüber. Positiv wirkten dagegen Effekte aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten im Hedge-Accounting (0,7 Mio. EUR) und aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (0,9 Mio. EUR), welche durch die Änderung der Stichtagskurse begründet ist. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme und des gleichzeitig gesunkenen Eigenkapitals reduzierte sich die Eigenkapitalquote zum 31. März 2023 auf 19,4 Prozent (31. Dezember 2022: 20,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote übertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Konzerns von mindestens 16 Prozent.
3.2.2 Liquidität
Dank der soliden Liquiditätsausstattung und einer diversifizierten Refinanzierungsstruktur erfüllten wir im Berichtszeitraum jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung über Fremdkapital auf drei Säulen: dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen der GRENKE BANK AG, der forderungsbasierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme, sowie den Senior-Unsecured-Instrumenten wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Dabei vermeiden wir eine Fristentransformation und eliminieren dadurch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Je nach Bedarf streben wir an, zwischen 15 und 33 Prozent der Finanzschulden über die GRENKE BANK AG zu finanzieren.
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzierungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich zum 31. März 2023 wie folgt:
| Mio. EUR | 31.03.2023 | Anteil in % | 31.12.2022 | Anteil in % |
|---|---|---|---|---|
| GRENKE Bank | 1.472,5 | 28 | 1.208,3 | 25 |
| Senior-Unsecured | 2.658,6 | 51 | 2.572,4 | 52 |
| Asset-Backed | 1.106,7 | 21 | 1.137,2 | 23 |
| SUMME | 5.237,8 | 100 | 4.917,9 | 100 |
Der Anstieg der Refinanzierung um 319,9 Mio. EUR auf 5.237,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 4.917,9 Mio. EUR) resultierte im Wesentlichen aus der gewachsenen Aktivseite der Bilanz und der daraus folgenden Steigerung bei den Kundeneinlagen. Die Refinanzierung durch Senior-Unsecured-Instrumente als wesentliche Refinanzierungssäule erhöhte sich ebenfalls leicht wogegen die Refinanzierung über ABCP-Programme leicht abnahm.
Die Refinanzierung über Kundeneinlagen der GRENKE BANK AG lag zum Stichtag 31. März 2023 bei 1.425,0 Mio. EUR nach 1.150,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022 sowie 1.331,0 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres. Dies entspricht einem Anstieg von 23,8 Prozent seit dem 31. Dezember 2022 und begründet sich in einer stärkeren Forcierung aufgrund der aktuell herausfordernden Marktbedingungen auf die GRENKE Bank als Refinanzierungssäule.
Im Berichtszeitraum wurden eine neue Anleihe mit einem Gesamtvolumen von brutto 10,0 Mio. EUR emittiert sowie zwei bestehende Anleihen mit insgesamt 174,3 Mio. EUR aufgestockt.* Darüber hinaus emittierte der GRENKE Konzern ein Schuldscheindarlehen über 20,0 Mio. CHF. Im kurzfristigen Bereich wurden drei Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 75,0 Mio. EUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden im Berichtszeitraum Schuldscheindarlehen über 19,0 Mio. CHF sowie Commercial Paper über 25,0 Mio. EUR.
Weitere Informationen zu unseren Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind im Konzernanhang unter Tz. 5 "Finanzschulden" dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbarem Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.552,7 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2022: 3.671,1 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK).
3.2.3 Finanzlage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
| Q1 | Q1 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| TEUR | 2023 | 2022 | (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| - Investitionen für neue Leasingforderungen | -627.849 | -510.418 | 23,0 |
| + Zugang neue Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) | 394.446 | 412.574 | -4,4 |
| + Netto-Zugang/Abgang Einlagengeschäft | 274.315 | -81.058 | < -100 |
| (I) CASHFLOW NEUGESCHÄFT | 40.912 | -178.902 | < -100 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 591.963 | 573.054 | 3,3 |
| - Zahlungen/Rückzahlungen Refinanzierungen (ohne Einlagengeschäft) | -368.197 | -568.862 | -35,3 |
| (II) CASHFLOW BESTANDSGESCHÄFT | 223.766 | 4.192 | >100 |
| (III) ÜBRIGE CASHFLOWS LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 135.471 | 77.984 | 73,7 |
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (I) + (II) + (III) | 400.149 | -96.726 | < -100 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.640 | -1.174 | 39,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -16.240 | -16.327 | -0,5 |
| SUMME DER CASHFLOWS | 382.269 | -114.227 | < -100 |
Der Cashflow aus Investitionen für neue Leasingforderungen umfasst die Nettoanschaffungswerte für neu erworbene Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die Investitionen für neue Leasingforderungen in den ersten drei Monaten 2023 auf 627,8 Mio. EUR (Q1 2022: 510,4 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 394,4 Mio. EUR nach 412,6 Mio. EUR in der Vorjahresperiode gegenüber. Der Cashflow aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank erhöhte sich auf 274,3 Mio. EUR nach -81,1 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. In Summe stieg unser Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf 40,9 Mio. EUR (Q1 2022: -178,9 Mio. EUR).
* Zusätzliche Details zu den begebenen Anleihen sind auf der Website www.grenke.de/unternehmen/investor-relations/fremdkapital/emittierte-anleihen abrufbar.
In den ersten drei Monaten 2023 wurden 368,2 Mio. EUR (Q1 2022: 568,9 Mio. EUR) an Refinanzierer getilgt bzw. zurückgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft stieg aufgrund geringerer Rückzahlungen an Refinanzierer auf 223,8 Mio. EUR (Q1 2022: 4,2 Mio. EUR).
Unser Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag in Summe in den ersten drei Monaten 2023 bei 400,1 Mio. EUR und damit deutlich über dem Vorjahreswert (Q1 2022: -96,7 Mio. EUR). Der höhere Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte aus zwei wesentlichen Effekten. Zum einen aus der Zunahme des Einlagengeschäfts und den damit verbundenen Mittelzuflüssen. Zum anderen standen leicht erhöhte Zahlungen von Leasingnehmer:innen weniger Rückzahlungsverpflichtungen aus der Refinanzierung gegenüber.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in den ersten drei Monaten 2023 bei - 1,6 Mio. EUR (Q1 2022: - 1,2 Mio. EUR). Er beinhaltete hauptsächlich die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen von 1,4 Mio. EUR (Q1 2022: 1,2 Mio. EUR). Zudem wurden im Berichtszeitraum Kaufpreiszahlungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR für die Akquisition von Tochterunternehmen geleistet.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum - 16,2 Mio. EUR (Q1 2022: -16,3 Mio. EUR). Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 12,9 Mio. EUR (Q1 2022: 12,9 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 3,3 Mio. EUR (Q1 2022: 3,4 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows in den ersten drei Monaten 2023 bei 382,3 Mio. EUR (Q1 2022: - 114,2 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 31. März 2023 entsprechend auf 830,8 Mio. EUR nach 448,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2022.
4 . Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen in Tz. 14 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss verwiesen.
5 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
5.1 Chancen und Risiken
Im Bereich der Chancen und Risiken ist als gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor vor allem die weit über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank liegende Inflationsrate zu sehen. Deshalb ist derzeit von einer Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik im Euroraum auszugehen. Höhere Zinsen wiederum gelten im Allgemeinen als Hemmnis für die Konsum- und Investitionsnachfrage und könnten das Wirtschaftswachstum schwächen.
Wie in Kapitel 2.3.1 beschrieben, fördern höhere Zinsen in gewisser Hinsicht aber auch die Nachfrage nach Leasingprodukten. Daher erwartet der Vorstand für das Jahr 2023 ein weiter wachsendes Leasingneugeschäftsvolumen gemäß der Guidance. Höhere Refinanzierungskosten können wir mit einer Anpassung der Konditionen ausgleichen, allerdings tritt hierbei eine übliche Zeitverzögerung von circa drei Monaten ein. Die positive Margenentwicklung im ersten Quartal wird dazu beitragen, dass die Zinserträge in den nächsten Quartalen wachsen.
Sollten nach der Insolvenz der Silicon Valley Bank oder der Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS weitere unerwartete Ereignisse die Kapitalmärkte treffen, könnte die Volatilität wieder deutlich ansteigen und die Verfügbarkeit an liquiden Mitteln einschränken. Aufgrund der aktuellen Liquiditätsausstattung sowie der Möglichkeit, den Liquiditätsbedarf über eine restriktivere Annahmepolitik im Leasingneugeschäft zu steuern, sieht der Vorstand jedoch auch im gegenwärtigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, um die Liquidität kurz- und mittelfristig sicherzustellen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft unverändert Zugang zu diversen Refinanzierungsquellen.
Die Volatilität an den Zins- und Währungsmärkten kann in unserem Geschäft temporär zu Bewertungseffekten führen. Diese können sich insbesondere temporär auf die Umrechnung von Fremdwährungspositionen, die Bewertung der Derivate oder die Bewertung von Geschäfts- und Firmenwerten auswirken. Gleichwohl sieht der Vorstand darin keine langfristige Beeinträchtigung der Profitabilität des Geschäftsmodells.
Wir sind überdies weder in Russland noch in der Ukraine mit eigenen Niederlassungen vertreten und dort finanziell auch nicht engagiert.
Über die oben geschilderten Risiken hinaus sind im Berichtszeitraum keine weiteren wesentlichen Veränderungen der Chancen und Risiken eingetreten, vgl. auch unsere Darstellung im Geschäftsbericht 2022. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des Konzerns und der Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.
5.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Im April 2023 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF), dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 Prozent im Jahre 2022 auf 2,8 Prozent im laufenden Jahr abschwächen werde. Bei den Industrienationen soll das Wachstum mit 1,3 Prozent nur noch halb so groß ausfallen wie im Vorjahr (2022: 2,7 Prozent). In der Eurozone soll das Wachstum mit 0,8 Prozent weniger als ein Viertel des Vorjahres (2022: 3,5 Prozent) betragen. Den Prognosen zufolge wird Spanien mit 1,5 Prozent in 2023 deutlich stärker als die gesamte Eurozone wachsen (2022: 5,5 Prozent), Frankreich und Italien liegen mit jeweils 0,7 Prozent prognostiziertem Wachstum im mittleren Bereich (2022: Frankreich 2,6 und Italien 3,7 Prozent). Für Deutschland erwartet der IWF, dass die Wirtschaft mit voraussichtlich - 0,1 Prozent sogar leicht schrumpfen (2022: 1,8 Prozent) wird.
Maßgeblich für die Einschätzung des IWFs sind die anhaltend hohen Inflationsraten, verbunden mit der Erwartungshaltung, dass die Zentralbanken deshalb an ihrem Kurs, dem mit weiteren Zinserhöhungen entgegenzuwirken, festhalten werden. Der IWF sieht zudem das Risiko, dass aufgrund der erhöhten Zinsen Schwachstellen im Bankensektor zu Tage treten können, was wiederum ein gewissen Ansteckungsrisiko in sich birgt.
Der ifo-Geschäftsklimaindex für die Leasingbranche in Deutschland verzeichnete im März 2023 einen erneuten Anstieg und liegt nun wieder auf dem Niveau vom November 2021 und damit auf Vorkriegsniveau, bezogen auf den Angriff Russlands auf die Ukraine. Der Bundesverband deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) führt diese Verbesserung auf fallende Energiepreise, ein Ausbleiben der befürchteten Gasmangellage und mehr Planungssicherheit, die Investitionen begünstigt, zurück.
5.3 Unternehmensprognose
Aktuell ist immer noch nicht absehbar, wie sich der russische Krieg in der Ukraine entwickelt und welche exakten wirtschaftlichen Auswirkungen die erhöhte Teuerungsrate im Euroraum verursachen wird. Trotz dieser Herausforderungen ist der Vorstand davon überzeugt, dass der GRENKE Konzern gut aufgestellt ist, um seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Position als einer der führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen weiter auszubauen.
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR. Dies entspricht einem erwarteten Zuwachs zwischen 13 und 22 Prozent im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr. Mit der stabilen Eigenkapitalausstattung verfügt der Konzern über die notwendige Finanzierungsgrundlage zum Abschluss des angestrebten Neugeschäfts.
Auch im laufenden Geschäftsjahr steht die Entwicklung unseres DB2 im Zentrum unserer Neugeschäftssteuerung. Im Geschäftsjahr 2023 streben wir eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr an. Mittelfristig ist das Ziel eine DB2-Marge von rund 17 Prozent zu erreichen. Hierfür sind insbesondere die Refinanzierungskosten und unsere Konditionierung der neu abgeschlossenen Leasingverträge ausschlaggebend, aber auch die durchschnittliche Ticketgröße. Im Geschäftsjahr 2023 wird erwartet, dass der Durchschnittswert pro Leasingvertrag unverändert unterhalb der 10.000-EUR-Marke liegt. Der Fokus auf kleine Tickets bleibt wesentlicher Teil unserer Wachstumsstrategie. Die sich im Neugeschäft zeigende höhere DB2-Marge wird sich in der Folge in erhöhten operativen Erträgen auch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.
Einen wesentlichen Beitrag zur Senkung unserer Kosten wird das neue Digitalisierungsprogramm "Digital Excellence" leisten. Mit End-to-End-Digitalisierung im Kerngeschäft Leasing schaffen wir weitere Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft in über 30 Ländern, die sekundenschnelle Bearbeitung von Leasinganträgen und die stärkere Nutzung von Cloud-Technologien.
Durch die Investitionen in das neue Digitalisierungsprogramm wird im laufenden Geschäftsjahr ein Mehraufwand von schätzungsweise 15 Mio. EUR anfallen. Trotz der Sondereffekte des ersten Quartals 2023, verursacht durch die erratischen Wechselkursschwankungen, geht der Vorstand davon aus, dass die Guidance für das Konzernergebnis 2023 in dem prognostizierten Korridor zwischen 80 und 90 Mio. EUR erreicht werden kann. Die Erwartung für den Gewinnkorridor im Geschäftsjahr 2023 basiert auf der Annahme, dass die Schadenquote weiterhin unter dem Wert von 1,5 Prozent liegen wird. Hierfür sind das solide Leasingvertragsportfolio, die stabilen Zahlungseingänge der jüngsten Quartale sowie die bereits gebildete, angemessene und konservative Risikovorsorge ausschlaggebend.
Auf Grundlage der erwarteten Entwicklung des Konzernergebnisses rechnet GRENKE - wie in den Vorjahren - mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von mehr als 16 Prozent (2022: 20,8 Prozent). Durch die vorgelagerten Aufwandseffekte aus dem Digitalisierungsprogramm geht der Vorstand im Jahr 2023 von einer CIR leicht über 55 Prozent aus. Mittelfristig soll die CIR unter 55 Prozent liegen.
Verkürzter Konzernzwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft1 | 108.501 | 101.636 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 24.499 | 13.829 |
| ZINSERGEBNIS | 84.002 | 87.807 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 26.440 | 31.581 |
| davon Wertminderungsaufwand | 4.999 | 12.756 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 57.562 | 56.226 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 30.362 | 28.003 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 11.812 | 7.076 |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | -113 | -24 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 99.623 | 91.281 |
| Personalaufwand | 41.289 | 32.975 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 6.813 | 6.634 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 23.915 | 24.831 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.174 | 2.419 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.394 | 1.214 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 23.826 | 25.636 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 0 | -30 |
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | -1.638 | 4.085 |
| Sonstige Zinserträge | 3.355 | 462 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 5.072 | 3.141 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 20.471 | 27.012 |
| Ertragsteuern | 4.612 | 6.475 |
| KONZERNERGEBNIS | 15.859 | 20.537 |
| davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Ergebnis | 18.086 | 20.970 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis | -2.227 | -433 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) | 0,19 | 0,26 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien | 46.495.573 | 46.495.573 |
1 Zinsen und ähnliche Erträge nach der Effektivzinsmethode berechnet für den Berichtszeitraum 2.065 TEUR (Vorjahr: 1.761 TEUR).
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| KONZERNERGEBNIS | 15.859 | 20.537 |
| BETRÄGE, DIE GGF. IN KÜNFTIGEN PERIODEN IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN | ||
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage | 746 | 2.940 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | -107 | -420 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | 949 | 1.197 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 |
| BETRÄGE, DIE IN KÜNFTIGEN PERIODEN NICHT IN DIE GUV UMGEGLIEDERT WERDEN | ||
| Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten | 0 | 0 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 |
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 0 | 0 |
| Darin: Ertragsteuereffekte | 0 | 0 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 1.695 | 4.137 |
| GESAMTERGEBNIS | 17.554 | 24.674 |
| davon auf Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG entfallendes Gesamtergebnis | 19.789 | 25.808 |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | -2.235 | -1.134 |
Konzern-Bilanz
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| VERMÖGENSWERTE | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Zahlungsmittel | 832.586 | 448.844 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 14.493 | 10.727 |
| Leasingforderungen | 1.988.709 | 1.985.059 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 122.728 | 124.832 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.051 | 6.531 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 15.234 | 12.459 |
| Steuererstattungsansprüche | 24.433 | 25.471 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 184.020 | 233.370 |
| SUMME KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.189.254 | 2.847.293 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Leasingforderungen | 3.314.976 | 3.258.885 |
| Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 24.133 | 27.232 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 84.962 | 84.865 |
| Sachanlagen | 89.407 | 88.034 |
| Nutzungsrechte | 36.598 | 32.973 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 34.957 | 34.940 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 14.927 | 16.514 |
| Latente Steueransprüche | 12.055 | 18.761 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3.254 | 3.246 |
| SUMME LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 3.615.269 | 3.565.450 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 6.804.523 | 6.412.743 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | ||
| SCHULDEN | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 2.098.347 | 2.247.666 |
| Leasingverbindlichkeiten | 11.072 | 10.043 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 3.551 | 3.477 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27.556 | 36.112 |
| Steuerschulden | 5.639 | 5.331 |
| Abgegrenzte Schulden | 32.477 | 39.658 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 88.011 | 67.240 |
| Abgegrenzte Mietraten | 112.374 | 33.864 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.379.027 | 2.443.391 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Finanzschulden | 3.018.279 | 2.547.052 |
| Leasingverbindlichkeiten | 25.909 | 23.170 |
| Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 4.445 | 3.442 |
| Latente Steuerschulden | 53.876 | 60.445 |
| Pensionen | 3.092 | 3.076 |
| Sonstige langfristige Schulden | 0 | 0 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.105.601 | 2.637.185 |
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 46.496 | 46.496 |
| Kapitalrücklage | 298.019 | 298.019 |
| Gewinnrücklagen | 775.724 | 799.475 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 19.015 | 17.312 |
| SUMME EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER GRENKE AG | 1.139.254 | 1.161.302 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 | 200.000 | 200.000 |
| Nicht beherrschende Anteile | -19.359 | -29.135 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 1.319.895 | 1.332.167 |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 6.804.523 | 6.412.743 |
1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.
Konzern-Kapitalflussrechnung
| Q1 | Q1 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | 2023 | 2022 | |
| --- | --- | --- | --- |
| KONZERNERGEBNIS | 15.859 | 20.537 | |
| IM KONZERNERGEBNIS ENTHALTENE ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN UND ÜBERLEITUNG AUF DEN CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| + | Abschreibungen und Wertminderung | 6.813 | 6.634 |
| - / + | Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -1 | 6 |
| - / + | Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen | 8.290 | 13.683 |
| + / - | Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | -7.165 | -1.766 |
| \= | ZWISCHENSUMME | 23.796 | 39.094 |
| VERÄNDERUNG DES VERMÖGENS UND DER VERBINDLICHKEITEN AUS OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT NACH KORREKTUR UM ZAHLUNGSUNWIRKSAME POSTEN | |||
| + / - | Leasingforderungen | -59.741 | 31.792 |
| + / - | Kreditforderungen | 571 | 3.901 |
| + / - | Factoringforderungen | -2.980 | 935 |
| + / - | Sonstige Vermögenswerte | 47.911 | -19.825 |
| + / - | Verbindlichkeiten aus Finanzschulden | 320.319 | -219.324 |
| + / - | Sonstige Schulden | 75.254 | 73.621 |
| + | Erhaltene Zinsen | 3.355 | 462 |
| - | Gezahlte Zinsen | -5.072 | -3.141 |
| - | Ertragsteuerzahlungen | -3.264 | -4.241 |
| \= | CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 400.149 | -96.726 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -1.381 | -1.202 |
| - | Auszahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen | -332 | 0 |
| + | Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 73 | 28 |
| \= | CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | -1.640 | -1.174 |
| - | Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten | - 3.294 | -3.381 |
| - | Kuponzahlungen auf Hybridkapital | -12.946 | -12.946 |
| \= | CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | -16.240 | -16.327 |
| ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZU BEGINN DER PERIODE | 448.605 | 852.960 | |
| + | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 400.149 | -96.726 |
| + | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.640 | -1.174 |
| + | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -16.240 | -16.327 |
| + / - | Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | -116 | -583 |
| \= | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM ENDE DER PERIODE | 830.758 | 738.150 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen/ Konzernergebnis |
Hedging- Rücklage |
Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne/ Verluste |
Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | 46.496 | 298.019 | 799.475 | 13.201 | 1.171 | 6.165 |
| Konzernergebnis | 9.018 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 746 | 957 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | 9.018 | 746 | 957 | |||
| Kuponzahlung für Hybridkapital | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital | -3.878 | |||||
| Transaktionen mit NCI | -28.891 | |||||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 | 46.496 | 298.019 | 775.724 | 13.947 | 1.171 | 7.122 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 | 46.496 | 298.019 | 753.245 | -39 | -577 | 5.576 |
| Konzernergebnis* | 11.888 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 2.940 | 1.898 | ||||
| GESAMTERGEBNIS | 11.888 | 2.940 | 1.898 | |||
| Kuponzahlung für Hybridkapital* | ||||||
| Steueranteil für Hybridkapital* | ||||||
| Sonstiges* | ||||||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2022 | 46.496 | 298.019 | 765.133 | 2.901 | -577 | 7.474 |
| TEUR | Neubewertungsrücklage aus Eigenkapital- instrumenten |
Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2023 | -3.225 | 1.161.302 | 200.000 | -29.135 | 1.332.167 |
| Konzernergebnis | 9.018 | 9.068 | -2.227 | 15.859 | |
| Sonstiges Ergebnis | 1.703 | -8 | 1.695 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 10.721 | 9.068 | -2.235 | 17.554 | |
| Kuponzahlung für Hybridkapital | -12.946 | -12.946 | |||
| Steueranteil für Hybridkapital | -3.878 | 3.878 | |||
| Transaktionen mit NCI | -28.891 | 12.011 | -16.880 | ||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2023 | -3.225 | 1.139.254 | 200.000 | -19.359 | 1.319.895 |
| EIGENKAPITAL ZUM 01.01.2022 | -3.225 | 1.099.495 | 200.000 | -30.499 | 1.268.996 |
| Konzernergebnis* | 11.888 | 9.082 | -433 | 20.537 | |
| Sonstiges Ergebnis | 4.838 | -701 | 4.137 | ||
| GESAMTERGEBNIS | 16.726 | 9.082 | -1.134 | 24.674 | |
| Kuponzahlung für Hybridkapital* | -12.946 | -12.946 | |||
| Steueranteil für Hybridkapital* | 3.878 | 3.878 | |||
| Sonstiges* | -14 | -14 | |||
| EIGENKAPITAL ZUM 31.03.2022 | -3.225 | 1.116.221 | 200.000 | -31.633 | 1.284.588 |
* Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit wird der Hybridkupon ab 2022 brutto dargestellt.
Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
1. Allgemeine Angaben
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 31. März 2023 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zu lesen. Es erfolgte eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 WpHG des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 31. März 2023.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in den nachfolgenden Abschnitten erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2023 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen und erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.
2.1 Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Rechnungslegungsstandards
Im Geschäftsjahr 2023 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2023 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.
Alle nachfolgenden neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen haben keinen oder nur unwesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2022.
IFRS 17 "Versicherungsverträge" und Änderungen an IFRS 17
Der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 "Versicherungsverträge" ersetzt den bestehenden Standard IFRS 4 "Versicherungsverträge" und bestimmt den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung sowie die Anhangangaben von Versicherungsverträgen. Die Erstanwendung von IFRS 17 und die Folgeänderungen an IFRS 17 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des GRENKE Konzerns, da der Konzern keine Versicherungsverträge im Sinn des IFRS 17 hat.
Änderung an IFRS 17 "Versicherungsverträge" zur erstmaligen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9: Vergleichszahlen
Mit der Änderung an IFRS 17 wurde eine Übergangsvorschrift etabliert, die wahlweise eine abweichende Klassifizierung gemäß IFRS 9 für die Vergleichsperioden im Jahr der erstmaligen Anwendungen beider Standards ermöglicht. Dann darf für jeden finanziellen Vermögenswert, für den die Vergleichsperiode nicht auf IFRS 9 angepasst wurde, diejenige Klassifizierung angewendet werden, welche auf Basis der zum Übergangszeitpunkt vorliegenden Informationen zugrunde gelegt würde.
Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern"
Gegenstand der Änderungen an IAS 8 sind Klarstellungen zur Abgrenzung von Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen. Die Änderungen sollen dazu beitragen, Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen zu unterscheiden.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements"
Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen lediglich ihre "wesentlichen" (material) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang darstellen müssen (anstelle bisher: die "bedeutenden" (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und anlassbezogen sein (zum Beispiel Änderung der Methode). Die Änderungen sollen so dazu beitragen, die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu verbessern. Flankierend dazu wurde die Leitlinie des IFRS Practice Statements 2 entsprechend angepasst.
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" zum Ansatz latenter Steuern aus einer einzigen Transaktion
Gemäß der Änderung an IAS 12 wird der Anwendungsbereich der Ausnahmeregelung angepasst, sodass im Zeitpunkt des Zugangs eines Vermögenswertes oder einer Schuld keine aktiven oder passiven latenten Steuern anzusetzen sind.
2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt
Vom IASB wurden folgende neue und geänderte Standards oder Interpretationen veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht grundsätzlich keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.
Voraussichtlich werden die nachfolgenden Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG haben.
Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zur Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion
Mit den Änderungen an IFRS 16 werden Auslegungsfragen von späteren Modifikationen im Zusammenhang mit der Folgebewertung einer Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale und Leaseback-Transaktion in den Standard aufgenommen. Vorbehaltlich des EU-Endorsements sind die Regelungen ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" zur Klassifizierung von Verbindlichkeiten
Im Januar 2020 wurde IAS 1 "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig" veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein Jahr für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben. Eine Übernahme durch die EU steht noch aus.
3. Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen.
Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Festlegung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wird eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Das ECL-Modell wird inklusive der Inputparameter und der Teilmodelle anlassbezogen und mindestens einmal jährlich validiert und gegebenenfalls aktualisiert.
Zur Ermittlung der Risikovorsorge gemäß IFRS 9 werden erwartete Kreditausfälle verschiedener makroökonomischer Szenarien gewichtet. GRENKE berechnet hierfür ein negatives, ein positives sowie ein Basisszenario. Die unterstellten Entwicklungen des Bruttoinlandsprodukts sind je Szenario folgender Tabelle zu entnehmen:
| Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) | 01.04.2023-31.12.2023 | 01.01.2024-31.12.2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Euroraum | -6,3 % | 0,1 % | 2,1 % | 0,2 % | 1,4 % | 2,1 % |
| Deutschland | -3,7 % | -0,3 % | 2,2 % | -0,3 % | 1,5 % | 2,2 % |
| Frankreich | -7,9 % | 0,7 % | 2,3 % | 0,7 % | 1,6 % | 2,3 % |
| Italien | -9,0 % | -0,2 % | 1,8 % | -0,2 % | 1,3 % | 1,8 % |
| Spanien | -10,8 % | 1,2 % | 3,5 % | 1,2 % | 2,6 % | 3,5 % |
| Großbritannien | -9,3 % | 0,3 % | 2,6 % | 0,3 % | 0,6 % | 2,6 % |
| Bruttoinlandsprodukt (in % ggü. Stichtag ) | 01.01.2025-31.12.2025 | ||
|---|---|---|---|
| negativ | Basis | positiv | |
| --- | --- | --- | --- |
| Euroraum | 1,4 % | 1,7 % | 2,1 % |
| Deutschland | 1,5 % | 2,2 % | 2,2 % |
| Frankreich | 1,6 % | 1,8 % | 2,3 % |
| Italien | 1,3 % | 1,1 % | 1,8 % |
| Spanien | 2,6 % | 2,7 % | 3,5 % |
| Großbritannien | 0,6 % | 2,3 % | 2,6 % |
Die Höhe der Risikovorsorge der laufenden Leasingforderungen je Szenario ist in folgender Tabelle aufgeführt:
| Szenarien | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | negativ | Basis | positiv |
| --- | --- | --- | --- |
| Risikovorsorge | 141.989 | 118.895 | 99.267 |
Im Basisszenario werden wiederkehrende, jedoch nicht permanente Engpässe bzgl. russischer Gaslieferungen angenommen, da der Russland-Ukraine-Krieg weiter andauert. Die Inflation bleibt unverändert auf erhöhtem Niveau (deutlich oberhalb von 2 Prozent). Infolge von Zweit- und Drittrundeneffekten treten global erhöhte Kreditverluste ein. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa einem Viertel des Anstiegs zu Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Höhe des Anstiegs wird anhand historischer Ausfallraten im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrise abgeleitet.
Das negative Szenario geht von weiteren, erheblichen Engpässen in den von russischem Gas stark abhängigen Volkswirtschaften und vom Andauern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine aus. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung bei importierten Energierohstoffen. Parallel straffen die Notenbanken weiter die Geldpolitik, um die noch immer steigenden Inflationsraten zu bekämpfen. Dies führt in der Industrie zu einer starken Abkühlung der Investitionsbereitschaft sowie zu einem erheblichen Verlust an Kaufkraft bei privaten Haushalten. Aus Zweit- und Drittrundeneffekten resultieren global wesentlich erhöhte Kreditverluste. Der Anstieg der Ausfallraten entspricht in etwa demjenigen zu Beginn der Covid-19-Pandemie.
Im positiven Szenario wird von einem andauernden Russland-Ukraine-Krieg ausgegangen. Die fehlenden russischen Gaslieferungen können allerdings über Energiesparmaßnahmen sowie dem Import von Flüssiggas aufgefangen werden. Die Inflation nimmt moderat ab. Politische Maßnahmen stützen den Kaufkraftverlust in den privaten Haushalten und verhindern ein starkes Abkühlen der Investitionsbereitschaft in der Industrie. Entsprechend kommt es zu einer Rückkehr der Ausfallraten zum Vor-Covid-19-Niveau.
In sämtlichen Szenarien werden verschiedene Mindestausfallraten (Floors) berücksichtigt. Aktuell können im GRENKE Portfolio deutlich rückgängige Ausfallraten, insbesondere auch im Vergleich zum Vor-Covid-19-Niveau, beobachtet werden. Ungeachtet dessen wird der Anstieg der Ausfallraten in allen Szenarien auf das Ausfallratenniveau vor der Covid19-Pandemie angewendet. Der Effekt der aktuell deutlich rückgängigen Ausfallraten erfährt somit keine Berücksichtigung.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Makroszenarien werden länderspezifisch ermittelt, um die unterschiedlichen wirtschaftlichen sowie politischen Begebenheiten des jeweiligen Landes zu würdigen. Diese Szenariogewichte werden zum einen aus öffentlichen Daten der EZB abgeleitet. Diese stellt durch eine Umfrage unter verschiedenen Analysten eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für das BIP der Jahre 2022 bis 2024 auf. Aus diesen Wahrscheinlichkeitsverteilungen können Eintrittswahrscheinlichkeiten für einzelne Szenarien berechnet werden. Zum anderen werden zur länderspezifischen Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeiten die öffentlich zugänglichen BIP-Erwartungen sowie die historischen BIP-Betrachtungen des IWF herangezogen.
Zum 31. März 2023 sind die Szenarien in den Kernmärkten des GRENKE Konzerns wie folgt gewichtet:
| Szenariogewichtung | 01.04.2023-31.12.2023 | 01.01.2024-31.12.2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| negativ | Basis | positiv | negativ | Basis | positiv | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 68,9 % | 28,3 % | 2,8 % | 8,3 % | 71,6 % | 20,1 % |
| Frankreich | 32,3 % | 63,1 % | 4,6 % | 7,8 % | 74,3 % | 17,9 % |
| Italien | 64,3 % | 31,8 % | 3,9 % | 9,8 % | 62,0 % | 28,2 % |
| Spanien | 3,9 % | 93,1 % | 3,0 % | 1,3 % | 88,3 % | 10,4 % |
| Großbritannien | 45,5 % | 51,3 % | 3,2 % | 25,0 % | 73,1 % | 1,9 % |
| Szenariogewichtung | 01.01.2025-31.12.2025 | ||
|---|---|---|---|
| negativ | Basis | positiv | |
| --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 2,7 % | 54,0 % | 43,3 % |
| Frankreich | 4,5 % | 72,9 % | 22,6 % |
| Italien | 11,0 % | 73,1 % | 15,9 % |
| Spanien | 0,6 % | 86,7 % | 12,7 % |
| Großbritannien | 2,0 % | 65,9 % | 32,1 % |
Aufgrund der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit wurden zusätzlich diverse Sensitivitätsanalysen bzgl. des BIP und der internen Floors durchgeführt. Die gebildeten Post Model Adjustments tragen auf Basis dieser Sensitivitätsanalysen den erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheiten Rechnung.
Folglich wurden zusätzlich zu der auf Basis des bestehenden IFRS 9 Modells ermittelten Risikovorsorge, welche aktualisierte Parameter zur Abbildung der makroökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt, Post Model Adjustments gebildet. Für alle Leasingverträge wurde in Summe ein Adjustment von 46.257 TEUR bilanziert, welches die zusätzlichen Unsicherheiten aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für den GRENKE Konzern und die damit verbundenen möglichen Folgen, wie Rezession, Liefer- und Energieengpässe sowie Inflation abdecken soll.
Berücksichtigung kalkulierter Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2023 betragen sie zwischen 1 und 25 Prozent der Anschaffungskosten (Vorjahr: seit dem 1. Januar 2022 zwischen 1 und 25 Prozent). Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Fall eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und sogenannter Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf den aktuellsten Geschäftsplänen und internen Planungen. In diesem Zusammenhang werden Annahmen über die künftigen Ertrags- und Aufwandsentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertrags- und Aufwandsverläufe unter Berücksichtigung aktueller und zu erwartender Marktentwicklungen in die Zukunft projiziert. Die ermittelten Planungen reflektieren die bestmöglichen Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die hierbei getroffenen Einschätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben.
Aufgrund des aktuellen ökonomischen Gesamtumfelds sind die Schätzungen hinsichtlich der weiteren Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin mit zusätzlichen Unsicherheiten verbunden. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.
Der GRENKE Konzern hat zum Stichtag untersucht, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte vorliegen könnte. Zum Stichtag bestand, unter Berücksichtigung der Veränderung der Bewertungsparameter sowie der wirtschaftlichen Entwicklungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, kein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- oder Firmenwerte. So setzte sich der im Geschäftsjahr 2022 beobachtbare dynamische Anstieg des risikolosen Zinssatzes im ersten Quartal 2023 nicht weiter fort. Der Anstieg des risikolosen Zinssatzes hatte im Vorjahr zu einer deutlichen Steigerung der Abzinsungssätze geführt, die zur Diskontierung der geplanten Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten heranzuziehen sind. Der für die Werthaltigkeitsermittlung maßgebliche risikolose Zinssatz betrug 2,3 Prozent zum 31. März 2023, gegenüber 2,4 Prozent zum 31. Dezember 2022. Sollten die Abzinsungssätze erneut steigen, könnte dies zu erfolgswirksamen Wertminderungen in künftigen Berichtsperioden führen.
Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,5 und 17,9 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,4 und 16,2 Prozent) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten unmittelbar abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Inputparameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maß eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Inputparameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.
Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessungsausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen und Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und die lokale Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden, basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung.
Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.
4. Leasingforderungen
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Leasingforderungen.
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN (PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) |
||
| FORDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 5.285.022 | 5.093.885 |
| + Veränderung in der Periode | 67.139 | 191.137 |
| LEASINGFORDERUNGEN (KURZ- UND LANGFRISTIG) AUS LAUFENDEN VERTRÄGEN ZUM PERIODENENDE | 5.352.161 | 5.285.022 |
| ENTWICKLUNG DER LEASINGFORDERUNGEN AUS GEKÜNDIGTEN/RÜCKSTÄNDIGEN VERTRÄGEN (NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN) |
||
| BRUTTOFORDERUNG ZU PERIODENBEGINN | 443.506 | 563.763 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 16.642 | 25.308 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 20.055 | 145.565 |
| BRUTTOFORDERUNG ZUM PERIODENENDE | 440.093 | 443.506 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNG GEKÜNDIGT UND LAUFEND | 5.792.254 | 5.728.528 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENBEGINN | 484.584 | 538.676 |
| + Veränderung kumulierte Wertminderungen in der Periode | 3.985 | -54.092 |
| WERTMINDERUNGEN ZU PERIODENENDE | 488.569 | 484.584 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 5.243.944 | 5.118.972 |
| LEASINGFORDERUNGEN (BILANZANSATZ KURZ- UND LANGFRISTIG) ZUM PERIODENENDE | 5.303.685 | 5.243.944 |
Die folgende Übersicht zeigt die Brutto-Leasingforderungen und die hierauf gebildete Wertberichtigung pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI klassifizierten Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 9.
| 31.03.2023 | 31.12.2022 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stufe | Stufe | Stufe | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | 1 | 2 | 3 | Summe | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BRUTTOFORDERUNGEN | |||||
| Deutschland | 1.136.348 | 57.575 | 20.320 | 1.214.243 | 1.211.992 |
| Frankreich | 1.079.386 | 101.931 | 86.473 | 1.267.790 | 1.246.549 |
| Italien | 714.706 | 97.781 | 158.092 | 970.579 | 990.979 |
| Sonstige Länder | 1.919.401 | 183.118 | 237.123 | 2.339.642 | 2.279.008 |
| SUMME BRUTTOFORDERUNGEN | 4.849.841 | 440.405 | 502.008 | 5.792.254 | 5.728.528 |
| Wertberichtigung | 69.943 | 63.461 | 355.165 | 488.569 | 484.584 |
| BUCHWERT | 4.779.898 | 376.944 | 146.843 | 5.303.685 | 5.243.944 |
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Leasingforderungen:
| 31.03.2023 | 31.12.2022 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stufe | Stufe | Stufe | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | 1 | 2 | 3 | Summe | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ANFANGSBESTAND WERTBERICHTIGUNG | 71.296 | 49.912 | 363.376 | 484.584 | 538.676 |
| Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte* | 9.575 | 4.308 | 250 | 14.133 | 64.156 |
| Umbuchungen | |||||
| zu Stufe 1 | 5.064 | -4.302 | -762 | 0 | 0 |
| zu Stufe 2 | -2.941 | 7.053 | -4.112 | 0 | 0 |
| zu Stufe 3 | -93 | -6.786 | 6.879 | 0 | 0 |
| Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung | -4.037 | 16.310 | 6.246 | 18.519 | 52.598 |
| Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) | -12.706 | -4.441 | -8.801 | -25.948 | -50.001 |
| Änderungen der vertraglichen Zahlungsströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen | 0 | 0 | 6.559 | 6.559 | 12.042 |
| Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung | -862 | -1.957 | -149 | -2.968 | -5.726 |
| Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten | -1 | -23 | -16.716 | -16.740 | -135.967 |
| Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen | -76 | 55 | -16 | -37 | 1.567 |
| Aufzinsung | 4.724 | 3.332 | 2.411 | 10.467 | 7.239 |
| ENDBESTAND WERTBERICHTIGUNG | 69.943 | 63.461 | 355.165 | 488.569 | 484.584 |
| davon Wertberichtigung nicht-performende Leasingforderung | 0 | 0 | 340.631 | 340.631 | 336.783 |
| davon Wertberichtigung performende Leasingforderung | 69.943 | 63.461 | 14.534 | 147.938 | 147.801 |
* Die in Stufe 2 und 3 angegebenen Werte betreffen im Geschäftsjahr neu ausgereichte Leasingforderungen, die zum Zugangszeitpunkt der Stufe 1 zugeordnet waren, aber im Lauf des Geschäftsjahres einer anderen Stufe zugeteilt wurden.
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Leasingforderungen wie folgt dar.
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| Zahlungen Leasingnehmer | 591.963 | 573.054 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | -104.436 | -98.131 |
| Zugänge Leasingforderungen / Nettoinvestitionen | -627.849 | -510.418 |
| ZWISCHENSUMME | -140.322 | -35.495 |
| Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 69.335 | 68.143 |
| Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | 7.398 | 12.788 |
| Währungsdifferenzen | 3.848 | -13.644 |
| VERÄNDERUNG LEASINGFORDERUNGEN | -59.741 | 31.792 |
5. Finanzschulden
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen.
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 416.505 | 417.318 |
| Senior-Unsecured | 830.268 | 941.402 |
| Zweckgebundenen Förderdarlehen | 44.891 | 61.069 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 804.856 | 827.638 |
| Kontokorrent | 1.827 | 239 |
| SUMME KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 2.098.347 | 2.247.666 |
| LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | ||
| Asset-Backed | 535.461 | 554.792 |
| Senior-Unsecured | 1.839.224 | 1.644.798 |
| Zweckgebundenen Förderdarlehen | 23.456 | 24.421 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 620.138 | 323.041 |
| SUMME LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN | 3.018.279 | 2.547.052 |
| SUMME FINANZSCHULDEN | 5.116.626 | 4.794.718 |
5.1 Asset-Backed Finanzschulden
5.1.1 Strukturierte Einheiten
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (Helaba), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL Purchasing (IRELAND) 2 DAC (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (Unicredit), Elektra Purchase No 25 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G 4" (Helaba) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G 5" (DZ-Bank). Sämtliche strukturierte Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Programmvolumen in Landeswährung | ||
| TEUR | 987.612 | 927.414 |
| TGBP | 150.000 | 150.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 1.158.222 | 1.096.536 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 972.203 | 992.002 |
| Buchwert in TEUR | 823.820 | 844.032 |
| davon kurzfristig | 365.731 | 366.168 |
| davon langfristig | 458.089 | 477.864 |
5.1.2 Forderungsverkaufsverträge
In der nachfolgenden Tabelle werden die Programmvolumen, Inanspruchnahme und Buchwerte der Forderungsverkaufsverträge dargestellt.
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Programmvolumen in LW | ||
| TEUR | 16.500 | 16.500 |
| TGBP | 90.000 | 90.000 |
| TBRL | 210.000 | 210.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 156.938 | 155.217 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 134.493 | 135.219 |
| Buchwert in TEUR | 128.146 | 128.078 |
| davon kurzfristig | 50.774 | 51.150 |
| davon langfristig | 77.372 | 76.928 |
5.2 Senior-Unsecured-Finanzschulden
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Anleihen | 2.312.131 | 2.145.406 |
| davon kurzfristig | 561.573 | 571.144 |
| davon langfristig | 1.750.558 | 1.574.262 |
| Schuldscheindarlehen | 131.219 | 131.017 |
| davon kurzfristig | 48.051 | 67.418 |
| davon langfristig | 83.168 | 63.599 |
| Commercial Paper | 75.000 | 25.000 |
| Revolving-Credit-Facility | 103.934 | 212.548 |
| davon kurzfristig | 98.436 | 205.611 |
| davon langfristig | 5.498 | 6.937 |
| Geldhandel | 0 | 40.000 |
| davon kurzfristig | 0 | 40.000 |
| Kontokorrent | 15.878 | 11.420 |
| Zinsabgrenzung | 31.330 | 20.809 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Anleihen TEUR | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Commercial Paper TEUR | 750.000 | 750.000 |
| Syndizierte revolvierende Kreditfazilität TEUR | 250.000 | 250.000 |
| Revolving-Credit-Facility TEUR | 46.590 | 30.000 |
| Revolving-Credit-Facility TPLN | 150.000 | 150.000 |
| Revolving-Credit-Facility TCLP | 20.250.000 | 20.250.000 |
| Revolving-Credit-Facility THRK | 0 | 125.000 |
| Revolving-Credit-Facility THUF | 540.000 | 540.000 |
| Revolving-Credit-Facility TBRL | 100.000 | 100.000 |
| Geldhandel TEUR | 40.000 | 40.000 |
5.2.1 Anleihen
Im Geschäftsjahr wurde bisher eine neue Anleihe mit einem Nominalvolumen von 10.000 TEUR begeben. Zudem wurden zwei bestehende Anleihen um 50.000 TEUR und 124.250 TEUR aufgestockt. Planmäßig getilgt wurden 0 TEUR.
5.2.2 Schuldscheindarlehen
Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 20.000 TCHF begeben. Planmäßig getilgt wurden 19.000 TEUR.
5.2.3 Commercial Papers
Im Geschäftsjahr wurden bisher drei Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von 75.000 TEUR emittiert. Planmäßig getilgt wurden 25.000 TEUR.
5.3 Zweckgebundene Förderdarlehen
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Europäische Investitionsbank | 0 | 9.910 |
| NRW Bank | 25.818 | 22.037 |
| Thüringer Aufbaubank | 695 | 980 |
| KfW | 41.168 | 51.963 |
| Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank | 474 | 537 |
| Zinsabgrenzung | 192 | 63 |
| SUMME DER FÖRDERDARLEHEN | 68.347 | 85.490 |
5.4 Ergänzende Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung
Ergänzend zur Kapitalflussrechnung stellen sich die Zahlungsströme bezogen auf die Finanzschulden wie folgt dar.
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZSCHULDEN | ||
| Zugang Verbindlichkeiten / Neuaufnahme aus der Refinanzierung | 394.446 | 412.574 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung | 20.933 | 11.857 |
| Zahlung / Rückzahlung von Verbindlichkeiten an Refinanzierer | -368.197 | -568.862 |
| Währungsdifferenzen | -1.178 | 6.165 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DER REFINANZIERUNG | 46.004 | -138.266 |
| Zugang / Rückzahlung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 270.749 | -83.030 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts | 3.566 | 1.972 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEM EINLAGENGESCHÄFT | 274.315 | -81.058 |
| VERÄNDERUNG VERBINDLICHKEITEN AUS DEN FINANZSCHULDEN | 320.319 | -219.324 |
6. Eigenkapital
Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 unverändert auf 46.495.573 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.
7. Angaben zu Finanzinstrumenten
7.1 Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hier-archie") eingeordnet.
Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.
7.2 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
7.2.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind, sowie der sonstigen Beteiligung, die der Stufe 3 der Bemessungshierarchie zugeordnet ist. Der Buchwert der börsennotierten Anleihen zum Bilanzstichtag beträgt 2.312.131 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 2.145.406 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.187.769 TEUR (Vorjahr 31.12.2022: 1.975.233 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden, und die sonstigen Beteiligungen, welche der Bewertungskategorie FVTOCI zugeordnet sind und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
| Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.03.2023 | 31.03.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Leasingforderungen | 5.864.438 | 5.303.685 | 5.841.004 | 5.243.944 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 211.908 | 207.690 | 213.371 | 209.697 |
| davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 127.234 | 123.016 | 126.119 | 122.445 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzschulden | 4.963.765 | 5.116.626 | 4.648.125 | 4.794.718 |
| davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 3.559.443 | 3.689.805 | 3.507.752 | 3.643.800 |
| davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 1.402.495 | 1.424.994 | 1.140.134 | 1.150.679 |
7.2.2 Beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert | |
|---|---|---|
| TEUR | 31.03.2023 | 31.12.2022 |
| --- | --- | --- |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 4.228 | 4.761 |
| Cross Currency Swap | 6.873 | 8.402 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 11.545 | 7.990 |
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Zinsderivate | 11.147 | 12.748 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 4.833 | 4.058 |
| GESAMT | 38.626 | 37.959 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIT SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Cross Currency Swap | 2.231 | 1.257 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 2.205 | 1.684 |
| DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE OHNE SICHERUNGSBEZIEHUNG | ||
| Fremdwährungsterminkontrakte | 3.560 | 3.978 |
| GESAMT | 7.996 | 6.919 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.
Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Fremdwährungsterminkontrakten wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Model-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten mit den Kupons, der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.
7.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt.
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren |
|---|---|---|
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 1 | ||
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | In aktiven Märkten notierter Börsenpreis am Bewertungstag |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 2 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) |
| Devisentermingeschäfte/Cross-Currency-Swaps | Mark-to-Model Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| Zinsderivate | Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt-Value-Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit-Value-Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
| BEMESSUNGSHIERARCHIE STUFE 3 | ||
| Sonstige Beteiligungen (Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH) | Discounted-Cashflow-Modell Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows | Businessplan der Finanzchef24 GmbH zur Ermittlung der zukünftigen Cashflows; nachhaltige Wachstumsrate der zukünftigen Cashflows; Parameter zur Ermittlung des Diskontierungszinses (insbesondere risikoloser Zinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Adjustierungsprämien) |
8. Erlöse aus Verträgen mit Kunden Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:
| TEUR | Segment | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|---|
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | |||
| Bruttoerlöse aus dem Service-and-Protection-Geschäft (Servicegeschäft) | Leasing | 32.915 | 30.573 |
| Servicegebühr für Bereitstellung | Leasing | 2.220 | 1.262 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Leasing | 363 | 316 |
| Erlöse aus Mahngebühren | Factoring | 4 | 4 |
| Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern | Leasing | 236 | 241 |
| Verkauf von Leasingobjekten | Leasing | 49.096 | 42.934 |
| Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft | Bank | 200 | 119 |
| SUMME | 85.034 | 75.449 |
9. Erlöse und sonstige Umsatzerlöse Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN (IFRS 15) | 85.034 | 75.449 |
| SONSTIGE UMSATZERLÖSE (IFRS 9, IFRS 16) | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 108.501 | 101.636 |
| Erlöse aus Operating-Leasingverhältnissen | 6.464 | 5.379 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 3.254 | 2.170 |
| SUMME | 203.253 | 184.634 |
10. Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:
| TEUR | Q1 2023 | Q1 2022 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 4.610 | 5.728 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | 32 | 361 |
| Ausländische Ertragsteuern | 4.578 | 5.367 |
| Latente Steuern | 2 | 747 |
| Deutschland | 4.112 | 213 |
| Ausland | -4.110 | 534 |
| SUMME | 4.612 | 6.475 |
11. Konzern-Segmentberichterstattung
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar bis März | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||||
| Externe operative Erträge | 100.292 | 91.171 | -3.084 | -1.798 | 2.415 | 1.908 |
| Interne operative Erträge | -9.301 | -8.809 | 10.275 | 9.165 | -974 | -356 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 90.991 | 82.362 | 7.191 | 7.367 | 1.441 | 1.552 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 4.634 | 12.631 | 445 | 252 | -80 | -127 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||||
| Personalaufwand | -37.863 | -29.913 | -1.946 | -1.823 | -1.569 | -1.299 |
| Abschreibungen und Wertminderung | -6.615 | -6.423 | -147 | -233 | -162 | -216 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | -21.541 | -22.607 | -2.502 | -2.526 | -722 | -680 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | -1.392 | -364 | -1.219 | 113 | -55 | 336 |
| SEGMENTERGEBNIS | 23.580 | 23.055 | 1.377 | 2.898 | -1.067 | -307 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 0 | -30 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 23.580 | 23.025 | 1.377 | 2.898 | -1.067 | -307 |
| zum 31. März (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN | 6.312.368 | 6.088.976 | 1.945.653 | 1.667.264 | 100.789 | 100.816 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SEGMENTSCHULDEN | 5.152.568 | 4.928.263 | 1.667.827 | 1.393.172 | 100.918 | 99.909 |
| TEUR | Konsolidierung und Sonstiges |
Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| Januar bis März | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| OPERATIVE ERTRÄGE | ||||
| Externe operative Erträge | 0 | 0 | 99.623 | 91.281 |
| Interne operative Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SUMME OPERATIVE ERTRÄGE | 0 | 0 | 99.623 | 91.281 |
| davon zahlungsunwirksame Posten | 0 | 0 | 4.999 | 12.756 |
| ZINSUNABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN | ||||
| Personalaufwand | 89 | 60 | -41.289 | -32.975 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 111 | 238 | -6.813 | -6.634 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand | 850 | 982 | -23.915 | -24.831 |
| Sonstige betriebliche Erträge (+) und Aufwendungen (-) | -1.114 | -1.290 | -3.780 | -1.205 |
| SEGMENTERGEBNIS | -64 | -10 | 23.826 | 25.636 |
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | -30 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -3.355 | 1.406 | -3.355 | 1.406 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | -3.419 | 1.396 | 20.471 | 27.012 |
| zum 31. März (Vorjahr: zum 31. Dezember) | ||||
| SEGMENTVERMÖGEN | -1.590.775 | -1.488.545 | 6.768.035 | 6.368.511 |
| davon nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SEGMENTSCHULDEN | -1.496.200 | -1.406.544 | 5.425.113 | 5.014.800 |
11.1 Geschäftssegmente
Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Daher sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, was dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.
Innerkonzernliche Transaktionen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung in der Spalte "Konsolidierung und Sonstiges" eliminiert.
11.2 Berichtspflichtige Segmente
11.2.1 Leasinggeschäft
Das Segment Leasing beinhaltet sämtliche Aktivitäten, die mit der Tätigkeit des Konzerns als Leasinggeber zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Service-, Protection- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Servern, Bildschirmen und anderen Peripheriegeräten, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstigen IT-Produkten spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.
11.2.2 Bankgeschäft
Als Finanzierungspartner vor allem für KMU umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE Bank Existenzgründungen. Zudem vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Geldanlageprodukte wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG auch die interne Refinanzierung des Leasingsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.
11.2.3 Factoringgeschäft
Im Segment Factoring bietet GRENKE klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring an. Dabei werden im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge ergeben sich insbesondere aus der internen Refinanzierung.
11.3 Messgrößen der Segmente
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments (Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände), für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge bestimmt. Die Erfolgskomponenten der Segmente sind im Konzernzwischenlagebericht aufgeführt. Die weiteren Messgrößen umfassen insbesondere die operativen Segmenterträge, die zinsunabhängigen Aufwendungen, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis sowie die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen / -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.
Die Segmenterträge der einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:
| ― | Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis. |
| ― | Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
| ― | Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge. |
Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich um Wertminderungen.
Das Segmentvermögen beinhaltet die betriebsnotwendigen Vermögenswerte. Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten.
Segmentvermögen und -schulden berücksichtigen keine Steuerpositionen.
12. Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2023
Im ersten Quartal 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100 Prozent der Anteile an der Factoring-Franchisegesellschaft in Irland (GC Factoring Ireland Limited) sowie den beiden Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) rechtswirksam übernommen. Darüber hinaus kam es zur rechtswirksamen Übernahme von 58 Prozent der Anteile an den Factoring-Franchisegesellschaften in Polen (GC Faktoring Polska Sp.z.o.o.) und dem Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited). Bei der Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn (GF Faktor Zrt.) ist für die rechtswirksame Übertragung der Anteile weiterhin die Zustimmung einer Behörde ausstehend.
Die Franchisegesellschaften waren bereits vor dem Erwerb der Anteile vollständig konsolidiert, sodass die rechtswirksame Anteilsübernahme lediglich zu einer Verringerung der auszuweisenden Minderheitsanteile führte. Für weitere Informationen zur Übernahme der Franchisegesellschaften verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.
13. Auszahlung an Hybridkapitalgeber
Am 30. März 2023 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 12.946 TEUR (Vorjahr: 12.946 TEUR) an die Hybridkapitalgeber geleistet.
14. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-StockVereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von 0 TEUR an (31. März 2022: 0 TEUR).
Zum 31. März 2023 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 383 TEUR (31. Dezember 2022: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.
Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen
Transaktionen der GRENKE AG mit ihren Tochterunternehmen sind Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Fall, dass die Transaktion im Rahmen der Konsolidierung eliminiert wird, entfällt eine Offenlegung. Geschäfte des GRENKE Konzerns mit assoziierten Unternehmen sind als Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen offenzulegen.
Gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten der GRENKE BANK AG. Die GRENKE BANK AG hat zum Stichtag 31. März 2023 Einlagen sowie Guthaben auf Kontokorrentkonten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 12 TEUR) von assoziierten Unternehmen erhalten.
Offenzulegende Transaktionen mit Tochterunternehmen entstanden weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2022.
Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des GRENKE Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG sowie diesem Personenkreis nahestehende Personen wie zum Beispiel Familienangehörige. Transaktionen mit Personen in Schlüsselpositionen wurden weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Geschäftsjahr 2022 getätigt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen
Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. diesem Personenkreis nahestehenden Personen. Unter den sonstigen nahestehenden Personen, sind Personen gemäß IAS 24.10 ausgewiesen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Mit sonstigen nahestehenden Unternehmen bestehen Kontokorrentkonten. Kreditrahmen für Kontokorrentkonten wurden in Höhe von 809 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 802 TEUR) bei einem Kontokorrentkreditlimit in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 840 TEUR) in Anspruch genommen. Es entstand ein Zinsertrag in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr bis 31. März 2022: 31 TEUR). Die Erträge mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr bis 31. März 2022: 1 TEUR) resultieren aus Leasingverträgen und Mitarbeiterdarlehen. Des Weiteren bestehen Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen, die überwiegend aus Collateral Zahlungen an sonstige nahestehende Unternehmen und Personen resultieren. Diese belaufen sich zum 31. März 2023 auf 4.519 TEUR (Vorjahr 31. Dezember 2022: 4.518 TEUR).
15. Eventualverbindlichkeiten
Bei den Eventualverbindlichkeiten ergaben sich bis zum 31. März 2023 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 keine wesentlichen Veränderungen.
16. Mitarbeiter
Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 2.075 (Q1 2022: 1.888 ). Weitere 52 (Q1 2022: 46 ) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Für die Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) erfolgte am 11. April 2023 eine erste Kaufpreiszahlung in Höhe von jeweils 85 Prozent des Kaufpreises. Die zweite Kaufpreiszahlung in Höhe der restlichen 15 Prozent erfolgte unter Vorbehalt möglicher Kaufpreisanpassungen am 25. April 2023. Für die GC LEASING MELBOURNE PTY LTD wurden insgesamt 9.370 TEUR und für die GC LEASING SYDNEY PTY LTD 7.205 TEUR ausbezahlt.
Die GRENKE AG gab zum 20. April 2023 den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH in Höhe von 25 Prozent plus einen Stimmanteil bekannt. Die Miete24 P4Y GmbH betreibt die Online-Plattform Miete24 zur Vermietung von Informations- und Kommunikationstechnik. Mit der Akquisition stärkt GRENKE seine Position vor allem im Fachhandel und eröffnet sich zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Der Kaufpreis für den Anteil an der Miete24 P4Y GmbH liegt im unteren einstelligen Millionenbereich. Darüber hinaus hat sich GRENKE langfristig die Option zur vollständigen Übernahme gesichert.
Der Vorstand hat entschieden, das Neugeschäft in der Türkei einzustellen und einen Verkauf oder eine Abwicklung zu prüfen. Hintergrund sind anhaltende operative Verluste der lokalen Gesellschaft sowie die enormen Währungsschwankungen. Das Neugeschäft der Türkei betrug im Geschäftsjahr 2022 lediglich 8,0 Mio. EUR.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die Grenke AG, Baden-Baden
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Grenke AG, BadenBaden, für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, 10. Mai 2023
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Unternehmenskalender
16. Mai 2023 // Hauptversammlung
5. Juli 2023 // Neugeschäftsmeldung Q2 2023
10. August 2023 // Finanzbericht Q2 und Q1-Q2 2023
5. Oktober 2023 // Neugeschäftsmeldung Q3 2023
9. November 2023 // Quartalsmitteilung Q3 und Q1 -Q3 2023
Impressum
Informationen und Kontakt
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| Herausgeber: | Der Vorstand der GRENKE AG |
| Redaktion: | GRENKE AG, Investor Relations |
| Gestaltung, Layout & Satz: | SPARKS CONSULTING GmbH, München |
| Stand: | 11.05.2023 |
© GRENKE AG, Baden-Baden
Disclaimer
In dieser Quaralsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.
Der Finanzbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.
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