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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2020

Jul 30, 2020

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Interim / Quarterly Report

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GRENKE AG

Baden-Baden

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020

FINANZBERICHT ZUM 2. QUARTAL UND DEM ERSTEN HALBJAHR 2020 GRENKE KONZERN

KENNZAHLEN GRENKE GRUPPE

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EINHEIT Q2 2020 Q2 2019 ∆ (%) Q1-Q2 2020 Q1-Q2 2019
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING TEUR 402.308 734.616 -45,2 1.083.585 1.404.871
davon International TEUR 257.105 553.327 -53,5 760.174 1.068.781
davon Franchise-International TEUR 13.587 20.756 -34,5 33.554 39.552
davon DACH* TEUR 131.616 160.533 -18,0 289.857 296.538
Westeuropa (ohne DACH)* TEUR 85.770 186.194 -53,9 263.180 372.918
Südeuropa* TEUR 104.017 229.945 -54,8 300.871 442.600
Nord- / Osteuropa* TEUR 62.086 125.127 -50,4 182.587 233.414
Übrige Regionen* TEUR 18.820 32.817 -42,7 47.089 59.401
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE FACTORING

(INKL. INKASSODIENSTLEISTUNG)
TEUR 141.666 163.100 -13,1 313.392 305.454
davon Deutschland TEUR 42.336 43.718 -3,2 91.531 84.872
davon International TEUR 33.866 44.437 -23,8 71.910 81.308
davon Franchise-International TEUR 65.464 74.945 -12,7 149.951 139.273
GRENKE BANK
Einlagevolumen** TEUR 1.312.333 769.935 70,5 1.312.333 769.935
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl.

Existenzgründungsfinanzierungen
TEUR 54.173 11.908 354,9 72.180 23.675
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES NEUGESCHÄFTS
GRENKE GRUPPE LEASING TEUR 70.425 121.761 -42,2 194.313 233.000
davon International TEUR 49.197 95.872 -48,7 144.560 183.983
davon Franchise-International TEUR 3.037 4.383 -30,7 7.297 8.290
davon DACH* TEUR 18.190 21.505 -15,4 42.456 40.726
Westeuropa (ohne DACH)* TEUR 16.594 32.222 -48,5 50.019 64.941
Südeuropa* TEUR 19.516 38.950 -49,9 56.805 72.658
Nord- / Osteuropa* TEUR 11.705 22.083 -47,0 34.542 42.051
Übrige Regionen* TEUR 4.419 7.001 -36,9 10.491 12.624
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge Stück 50.381 83.053 -39,3 % 126.035 157.813
Mittlerer Anschaffungswert TEUR 8,0 8,8 -9,7 % 8,6 8,9
Mittlere Vertragslaufzeit Monate 47 49 -2,7 % 48 49
Vermietvolumen** Mio. EUR 8.794 7.737 13,7 % 8.794 7.737
Anzahl der laufenden Verträge** Stück 971.944 869.610 11,8 % 971.944 869.610

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∆ (%)
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING -22,9
davon International -28,9
davon Franchise-International -15,2
davon DACH* -2,3
Westeuropa (ohne DACH)* -29,4
Südeuropa* -32,0
Nord- / Osteuropa* -21,8
Übrige Regionen* -20,7
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE FACTORING (INKL. INKASSODIENSTLEISTUNG) 2,6
davon Deutschland 7,8
davon International -11,6
davon Franchise-International 7,7
GRENKE BANK
Einlagevolumen** 70,5
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierungen 204,9
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES NEUGESCHÄFTS
GRENKE GRUPPE LEASING -16,6
davon International -21,4
davon Franchise-International -12,0
davon DACH* 4,3
Westeuropa (ohne DACH)* -23,0
Südeuropa* -21,8
Nord- / Osteuropa* -17,9
Übrige Regionen* -16,9
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge -20,1 %
Mittlerer Anschaffungswert -3,4 %
Mittlere Vertragslaufzeit -1,2 %
Vermietvolumen** 13,7 %
Anzahl der laufenden Verträge** 11,8 %

* Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, USA, VAE

** Zum Periodenende

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

GRENKE KONZERN

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EINHEIT Q2 2020 Q2 2019 ∆ (%) Q1-Q2 2020 Q1-Q2 2019
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsergebnis TEUR 98.002 90.056 8,8 199.113 177.312
Schadensabwicklung und Risikovorsorge TEUR 62.246 32.367 92,3 113.037 60.684
Gesamtkosten / -aufwand TEUR 50.763 54.125 -6,2 107.510 107.029
Operatives Ergebnis TEUR 20.177 41.743 -51,7 51.539 83.479
EBT (Gewinn vor Steuern) TEUR 17.435 40.416 -56,9 46.571 81.059
Gewinn TEUR 14.230 34.355 -58,6 37.970 68.152
Ergebnis Stammaktionäre der GRENKE AG TEUR 14.230 34.355 -58,6 30.542 61.621
Ergebnis Hybridkapitalgeber (Hybridzinsen) TEUR 0 0 n.a. 7.428 6.531
Ergebnis je Aktie (Stammaktionäre der GRENKE AG) EUR 0,31 0,74 -58,1 0,66 1,33
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (Stammaktionäre der GRENKE AG)* EUR 0,26 0,71 -63,4 0,72 1,40
Cost-Income-Ratio Prozent 40,23 43,92 -8,4 41,92 44,03
Personalaufwand TEUR 27.937 28.759 -2,9 58.241 56.390
davon Gesamtvergütung TEUR 23.047 23.598 -2,3 47.760 46.409
davon fixe Vergütung TEUR 17.658 16.877 4,6 35.822 33.438
davon variable Vergütung TEUR 5.389 6.721 -19,8 11.938 12.971
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent Personen 1.758 1.646 6,8 1.751 1.617

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∆ (%)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
--- ---
Zinsergebnis 12,3
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 86,3
Gesamtkosten / -aufwand 0,4
Operatives Ergebnis -38,3
EBT (Gewinn vor Steuern) -42,5
Gewinn -44,3
Ergebnis Stammaktionäre der GRENKE AG -50,4
Ergebnis Hybridkapitalgeber (Hybridzinsen) 13,7
Ergebnis je Aktie (Stammaktionäre der GRENKE AG) -50,4
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (Stammaktionäre der GRENKE AG)* -48,6
Cost-Income-Ratio -4,8
Personalaufwand 3,3
davon Gesamtvergütung 2,9
davon fixe Vergütung 7,1
davon variable Vergütung -8,0
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent 8,3

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EINHEIT 30.06.20 31.12.19 ∆ (%)
BILANZ
--- --- --- --- ---
Bilanzsumme Mio.EUR 7.689 7.147 7,6
Leasingforderungen Mio.EUR 5.657 5.646 0,2
Bilanzielles Eigenkapital Mio.EUR 1.272 1.249 1,8
Eigenmittel nach CRR Mio.EUR 1.051 941 11,7
Eigenkapitalquote Prozent 16,6 17,5 -5,4
Embedded Value, Leasingportfolio (exkl. Eigenkapital vor Steuern) Mio.EUR 587 662 -11,5
Embedded Value, Leasingportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) Mio.EUR 1.742 1.791 -2,8

* Für das Bereinigte Ergebnis je Aktie wird eine Abgrenzung des fiktiven Zinsaufwands des Hybridkapitals für das Geschäftsjahr vorgenommen

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

AUF EINEN BLICK

BREITE DIVERSIFIZIERUNG

PORTFOLIO LEASING-NEUGESCHÄFT

IT-PRODUKTE IM DETAIL

"Wir haben gegen Ende des 2. Quartals eine Erholung unseres Neugeschäfts gesehen," erläutert Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG

"Unser Geschäftsmodell ist in vielen Märkten und Branchen etabliert. Dies führt zu einer hohen Risikostreuung," erläutert Sebastian Hirsch, Mitglied des Vorstands der GRENKE AG

KURSSTABILISIERUNG

KURSENTWICKLUNG DER GRENKE-AKTIE (1. JULI 2019 BIS 30. JUNI 2020)

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GRENKE IM ÜBERBLICK

Die GRENKE Gruppe agiert als globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Kunden erhalten Lösungen aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen derzeit mit über 1.700 Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv.

Zur Erschließung neuer regionaler Märkte nutzt der Konzern ein Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKE AG nicht beteiligt. Im vorliegenden Zwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKE AG inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem Konzern inklusive der Franchisepartner.

1.2 GESCHÄFTSMODELL

Mit dem Angebot von Leasingfinanzierungen für betragsmäßig kleinere IT- und Bürokommunikationsprodukte sowie Software ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR hat GRENKE einen Markt definiert und entwickelt, der von vielen Leasinganbietern nur punktuell adressiert wird. Bei über 90 Prozent der Leasingverträge der Gruppe liegt der Anschaffungswert unter 25 TEUR. Zudem hat die Gruppe ihr Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktgruppen wie kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte oder Sicherheitsgeräte ausgedehnt.

Als Anbieter von Finanzierungslösungen für kleine Vertragsgrößen sind ein Höchstmaß an Effizienz in der Abwicklung und damit einhergehend niedrige Einzelkosten grundlegende Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf Effizienzoptimierung in allen operativen Kernprozessen ausgerichtet. Dies wird durch Standardisierung, umfassende IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit sowie eine schlanke Organisation erreicht. Nach eigener Einschätzung hat sich die Gruppe damit in den vergangenen Jahren ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal erarbeitet.

1.3 ZIELE UND STRATEGIEN

Die GRENKE Gruppe ist ein Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen. In Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich gehört die GRENKE Gruppe mit ihrem Leasingangebot zu den führenden Anbietern. Mittelfristig strebt die Gruppe an, GRENKE als umfassenden Small-Ticket-Finanzdienstleister nicht nur für den europäischen, sondern auch den internationalen Mittelstand zu positionieren. Außerhalb Europas hat die Gruppe in den vergangenen Jahren den Eintritt in verschiedenen Ländern Asiens, Nord- und Südamerikas sowie in Australien realisiert.

Zur Refinanzierung stehen dem Konzern umfangreiche Instrumente zur Verfügung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie unterschiedlich eingesetzt werden. Im Wesentlichen fußt die Finanzierung auf drei Säulen: den Einlagen der GRENKE Bank, der Asset-basierten Finanzierung, unter anderem ABCP-Programme, sowie Senior Unsecured-Instrumente, wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Darüber hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine solide Eigenkapitalbasis. Die Orientierungsgröße für die Eigenkapitalquote liegt seit vielen Jahren bei 16,0 Prozent. Diese Größe betrachtet GRENKE als wesentliche Voraussetzung für die Absicherung des Investmentgrade-Ratings.

2. GESCHÄFTSVERLAUF

2.1 AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE

Die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie haben seit März 2020 weltweit zu erheblichen Beschränkungen des öffentlichen Lebens und wirtschaftlichen Handelns geführt. Durch den "Lock-down" gelang es, das Tempo der Ausbreitung der Pandemie deutlich zu verlangsamen, so dass zahlreiche Staaten ab Mitte des zweiten Quartals 2020 begannen, die Einschränkungen schrittweise wieder aufzuheben. Insbesondere in Asien und Europa konnten die Neuinfektionszahlen bis zum Ende des zweiten Quartals deutlich reduziert werden, während die Neu-infektionszahlen in Nord- und Südamerika noch keine nachhaltige Eindämmung der Pandemie signalisieren.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das zweite Quartal 2020 mit einem Einbruch der Weltwirtschaft um mehr als 5 Prozent. Für die Industrieländer veranschlagt der IWF sogar einen Rückgang um mehr als 10 Prozent. Zwischenzeitlich stellen nahezu allen wichtigen Volkswirtschaften umfangreiche staatliche Hilfsprogramme für Unternehmen und Beschäftigte bereit, um den wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie entgegen zu treten.

Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing bewegte sich in den ersten beiden Monaten des Jahres zunächst innerhalb der zu Jahresbeginn prognostizierten Bandbreite. Infolge der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Beschränkungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten lag die Neugeschäftsentwicklung in den Monaten März bis Mai 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode auf deutlich niedrigerem Niveau. Im Juni setzte dann eine erste Belebung des Leasingneugeschäfts ein. Mit einem Rückgang von 45,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode bewegte sich das Neugeschäft im zweiten Quartal 2020 insgesamt im Rahmen der vom Vorstand Anfang Mai kommunizierten Größenordnung von etwa 50 Prozent des zu Jahresanfang - und damit vor Ausbruch der Pandemie -geplanten Neugeschäftsvolumens.

GRENKE hat sich dem veränderten wirtschaftlichen Umfeld im ersten Halbjahr 2020 angepasst. Die große Mehrheit der Mitarbeitenden befindet sich im Homeoffice, um in einem sicheren Umfeld die Erreichbarkeit für Partner und Kunden zu gewährleisten. Im Mittelpunkt der Geschäftssteuerung stehen die Qualität des kontrahierten Neugeschäfts und ein ausgewogenes Eingehen von Risiken. Dabei nimmt GRENKE bewusst ein geringeres Wachstum in Kauf. Gleichzeitig stieg die DB2-Marge im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 130 Basispunkte auf 17,9 Prozent (Q1-Q2 2019: 16,6 Prozent). Mit den höheren DB2-Margen können potenziell höhere Risiken abgefedert werden. Darüber hinaus hält der Konzern aktuell eine im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ausgebaute Liquidität in Höhe von 1.078,0 Mio. EUR. Die liquiden Mittel dienen der Reduzierung möglicher Liquiditätsrisiken und erhöhen die finanzielle Unabhängigkeit. Ferner ist GRENKE so in der Lage, eine wieder steigende Nachfrage der Kunden nach Leasingfinanzierungen ohne Zeitverzug zu bedienen.

2.2 NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE

Das Neugeschäftsvolumen von GRENKE umfasst das neu finanzierte Geschäftsvolumen der Gruppe, d.h. des Konzerns und der Franchisepartner. Aufgrund des beschriebenen wirtschaftlichen Umfelds sank das Neugeschäft der Gruppe im zweiten Quartal 2020 um 34,2 Prozent. Für das erste Halbjahr 2020 ergibt sich ein Rückgang von insgesamt 15,3 Prozent. Absolut betrachtet erreichte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im Halbjahr ein Volumen von 1.469,2 Mio. EUR nach 1.734,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Im Geschäftsbereich Leasing (GRENKE Gruppe Leasing) ging das Neugeschäftsvolumen - das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände - im ersten Halbjahr 2020 um 22,9 Prozent auf 1.083,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 1.404,9 Mio. EUR) zurück. Der Anteil des Leasinggeschäfts am gesamten Neugeschäftsvolumen der Gruppe sank entsprechend auf 73,8 Prozent (Q1-Q2 2019: 81,0 Prozent).

Die GRENKE Gruppe Leasing verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 über alle Regionen hinweg ein rückläufiges Neugeschäftsvolumen. Die DACH-Region, in der die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zusammengefasst sind, konnte sich mit einem Rückgang von lediglich 2,3 Prozent auf 289,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019:296,5 Mio. EUR) allerdings positiv von den übrigen Regionen Europas absetzen. Dazu trug maßgeblich die Entwicklung in Deutschland bei, wo das Neugeschäft im ersten Halbjahr annähernd stabil blieb (-1,5 Prozent). In seinem Heimatmarkt profitierte GRENKE von seinen umfangreichen und langjährigen Beziehungen zu Kunden und Händlern. Darüber hinaus war Deutschland von der COVID-19-Pandemie weniger stark getroffen als andere europäische Staaten. In Westeuropa ohne DACH nahm das Neugeschäft im Halbjahreszeitraum um 29,4 Prozent auf 263,2 Mio. EUR ab (Q1-Q2 2019: 372,9 Mio. EUR). In Frankreich, dem wichtigsten Einzelmarkt in dieser Region, sank das Neugeschäftsvolumen um 32,6 Prozent. In Südeuropa fiel das Neugeschäft im Berichtshalbjahr um 32,0 Prozent auf 300,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 442,6 Mio. EUR). In den beiden sehr stark von der Pandemie betroffenen Ländern Italien und Spanien nahm das Neugeschäft um 37,2 Prozent bzw. 13,2 Prozent ab. In der Region Nord-/Osteuropa war das Neugeschäft um 21,8 Prozent rückläufig und erreichte ein Volumen von 182,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 233,4 Mio. EUR). In Großbritannien, wo die Regierung später als in anderen europäischen Ländern mit Maßnahmen auf die Pandemie reagierte, war das Neugeschäft um 32,6 Prozent rückläufig. In den übrigen Regionen ergab sich ein Rückgang des Neugeschäftsvolumens von 20,7 Prozent auf 47,1 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 59,4 Mio. EUR). □ SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN"

NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING*

per 30. Juni 2020, in Mio. EUR

* Erläuterung Regionen siehe Folgeseite.

Die Diversifizierung des Leasingportfolios über den klassischen IT-Bereich hinaus blieb im Zeitraum von Januar bis Juni 2020 stabil. So entfiel auf medizintechnische Produkte, kleine Maschinen und Anlagen, Sicherheitsgeräte sowie auf sonstige Objekte im Berichtshalbjahr ein Anteil am Neugeschäft von zusammen 36,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 36,3 Prozent).

Die GRENKE Gruppe registrierte im ersten Halbjahr 2020 266.109 Leasinganfragen (Q1-Q2 2019: 316.645). Die Anzahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge lag im gleichen Zeitraum bei 126.035 (Q1-Q2 2019: 157.813). Dies entsprach einer Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 47,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 49,8 Prozent). Auf die internationalen Märkte entfielen 216.025 Anfragen (Q1-Q2 2019: 264.875), die zu 95.299 (Q1-Q2 2019: 128.643) neuen Verträgen führten. Entsprechend sank die Umwandlungsquote dort auf 44,1 Prozent (Q1-Q2 2019: 48,6 Prozent). In der DACH-Region stieg die Umwandlungsquote dagegen auf 61,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 56,3 Prozent). Der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss nahm im Berichtszeitraum auf 8.597 EUR ab (Q1-Q2 2019: 8.902 EUR). Die auf Gruppenebene leicht gesunkene Umwandlungsquote sowie der niedrigere mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss spiegeln eine restriktivere Annahme von Leasinganfragen wider. Hierbei lag der Fokus auf Vertragsabschlüssen mit geringem Volumen aus Branchen bzw. mit Unternehmen mit guter bis sehr guter Bonitätsbewertung.

Der Anteil der per eSignature geschlossenen Verträge stieg im ersten Halbjahr 2020 auf 28,6 Prozent (Q1-Q2 2019: 24,0 Prozent). Das eSignature Verfahren ist derzeit in 20 Märkten etabliert und ermöglicht es, Leasingverträge vollständig digital abzuwickeln.

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts fiel im ersten Halbjahr 2020 auf 194,3 Mio. EUR nach 233,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Aufgrund des im Vergleich zur Neugeschäftsentwicklung geringeren Rückgangs des Deckungsbeitrags verbesserte sich die DB2-Marge jedoch auf 17,9 Prozent (Q1-Q2 2019: 16,6 Prozent). Die gestiegene Marge resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Anteil des hoch profitablen Small-Ticket-Geschäfts und war über alle Regionen hinweg zu verzeichnen. Die stärkste Margenverbesserung ergab sich in der Region Südeuropa. Im Vorjahreszeitraum war die DB2-Marge dort durch das Auslaufen der Steuervergünstigungen für Leasingfinanzierungen in Italien ("Super ammortamento") belastet. Durch die Steuervergünstigungen für Leasinggeber konnte GRENKE seinen Kunden verbesserte Vertragskonditionen anbieten. Nach dem Ende des Programms passte GRENKE seine Konditionen Anfang 2019 an, erzielte aber infolgedessen eine insgesamt schwächere DB2-Marge im Auftaktquartal 2019. In den folgenden Quartalen stieg die DB2-Marge sukzessive wieder an. Die DB1-Marge des Leasinggeschäfts (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungskosten) lag im ersten Halbjahr 2020 bei 12,6 Prozent und erreichte einen Wert von 136,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 12,2 Prozent bzw. 171,7 Mio. EUR).

Der Geschäftsbereich Factoring (GRENKE Gruppe Factoring) steigerte sein Neugeschäftsvolumen - die Summe der angekauften Forderungen - im ersten Halbjahr 2020 um 2,6 Prozent auf 313,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 305,5 Mio. EUR). Der wesentliche Treiber war das Neugeschäft in Deutschland, das um 7,8 Prozent auf 91,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 84,9 Mio. EUR) zulegte. Bei einem deutlich erhöhten Anteil des Forderungsmanagements (ohne Finanzierungsfunktion) von 23,4 Prozent (Q1-Q2 2019: 15,1 Prozent) sank die Brutto-Marge in Deutschland auf 1,41 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,60 Prozent). Im internationalen Geschäft erzielte die GRENKE Gruppe Factoring ein Neugeschäftswachstum von 0,6 Prozent auf 221,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 220,6 Mio. EUR). Auf internationaler Ebene lag der Anteil des Forderungsmanagements (ohne Finanzierungsfunktion), bei dem keine Ausfallrisiken übernommen werden, bei 26,7 Prozent (Q1-Q2 2019: 21,3 Prozent). Die Brutto-Marge in den internationalen Märkten verbesserte sich leicht auf 1,47 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,41 Prozent). Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes von ca. 26 Tagen in Deutschland (Q1-Q2 2019: ca. 29 Tage) und ca. 48 Tagen auf internationaler Ebene (Q1-Q2 2019: ca. 42 Tage).

Die GRENKE Bank konnte ihr Neugeschäft im Bereich Kreditgeschäft für KMU im ersten Halbjahr 2020 auf 72,2 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 23,7 Mio. EUR) steigern und damit mehr als verdreifachen. Die GRENKE Bank profitierte dabei von der gestiegenen Kreditnachfrage von KMUs. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank nahm zum Stichtag 30. Juni 2020 auf 1.312,3 Mio. EUR zu. Es lag damit um 48,4 Prozent über dem Wert von 884,2 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2019 und um 70,5 Prozent über dem Stand zum Ende des ersten Halbjahrs 2019 (769,9 Mio. EUR).

AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN

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GRENKE Gruppe Leasing (Anteil am Neugeschäft in Prozent) 2020 Q1-Q2 2019 Q1-Q2
■ 1 DACH 26,7 21,1
■ 2 Westeuropa ohne DACH 24,3 26,6
■ 3 Südeuropa 27,8 31,5
■ 4 Nord-/Osteuropa 16,9 16,6
■ 5 Übrige Regionen 4,3 4,2

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GRENKE Gruppe (Mio EUR) 2020 Q1-Q2 2019 Q1-Q2
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 1.083,6 1.404,9
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring 313,4 305,5
Existenzgründungsfinanzierungen GRENKE Bank (inkl. Mikrokreditgeschäft) 72,2 23,7

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Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa ohne DACH: Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland*, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Australien*, Brasilien, Chile*, Kanada*, Singapur*, Türkei, VAE, USA*

* Franchise

2.3 GESCHÄFTSVERLAUF DES GRENKE KONZERNS

Im ersten Quartal 2020 nahmen im Rahmen von Zellteilungen zwei neue Standorte in Brasilien und jeweils eine neue Niederlassung in Schweden und in Portugal ihren Betrieb auf. Im zweiten Quartal 2020 eröffnete GRENKE einen ersten Franchise-Standort in den Vereinigten Staaten von Amerika (Phoenix, Arizona). Zum 30. Juni 2020 war GRENKE damit in 33 Ländern mit insgesamt 153 Standorten für seine Kunden präsent.

Anfang April gab GRENKE bekannt, dass die ordentliche Hauptversammlung aufgrund der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie nicht - wie geplant - am 19. Mai 2020 stattfinden kann. Der neue Termin für die in diesem Jahr rein virtuell durchgeführte ordentliche Hauptversammlung ist der 6. August 2020. Anfang Mai gab GRENKE einen angepassten Dividendenvorschlag in Höhe von 0,80 EUR je Aktie statt ursprünglich vorgeschlagenen 0,88 EUR je Aktie bekannt. Damit beabsichtigt GRENKE die Ausschüttung einer Dividende auf Vorjahresniveau, die von den Aktionären wahlweise in bar oder - zur Stärkung der Kapitalbasis - in bar und Aktien bezogen werden kann.

3. WIRTSCHAFTSBERICHT

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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TEUR 2020 Q1-Q2 2019 Q1-Q21
Zinsergebnis 199.113 177.312
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 113.037 60.684
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 86.076 116.628
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 56.464 45.947
Ergebnis aus dem Neugeschäft 23.290 28.493
Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis -1.462 -329
Operative Erträge insgesamt 164.368 190.739
Personalaufwand 58.241 56.390
davon Gesamtvergütung 47.760 46.409
davon fixe Vergütung 35.822 33.438
davon variable Vergütung 11.938 12.971
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 34.494 36.748
davon IT-Projektkosten 1.757 2.359
Gewinn vor Steuern 46.571 81.059
Gewinn 37.970 68.152
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert) 0,66 1,33

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

3.1 ERTRAGSLAGE

3.1.1 HALBJAHRESVERGLEICH 2020 VERSUS 2019

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft stiegen im ersten Halbjahr 2020 - infolge des niedrigeren Neugeschäftsvolumens - um 12,7 Prozent auf 229,3 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 203,5 Mio. EUR). Im gleichen Zeitraum nahmen die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung mit 15,4 Prozent überproportional zu und betrugen 30,2 Mio. EUR nach 26,2 Mio. EUR im Vergleichshalbjahr. Das Zinsergebnis, das dem Saldo dieser Positionen entspricht, stieg in Folge um 12,3 Prozent auf 199,1 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 177,3 Mio. EUR) an.

Die Schadensabwicklung und Risikovorsorge in der Gewinn- und Verlustrechnung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen schlägt sich die Wertberichtigung und Abwicklung für bereits gekündigte Leasingverträge in dieser Position nieder. Zum anderen werden die erwarteten Kreditausfälle aus bisher ungekündigten Leasingverträgen gezeigt. Gemäß IFRS 9 basiert die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle auf einem dreistufigen Ansatz. Tritt eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos (Stufe 2) oder eine Bonitätsbeeinträchtigung (Stufe 3) ein, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste zu bilden. Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden zum Stichtag deutlich mehr Leasingverträge identifiziert, die in Stufe 3 einzuordnen waren, was entsprechend zu einer erhöhten Risikovorsorge führte. Die überwiegende Anzahl der betroffenen Leasingverträge war zum Ende des Berichtshalbjahres allerdings ungekündigt. Sofern in der Zukunft eine Verbesserung dieser Verträge eintritt, sind diese Leasingverträge wieder in eine vorangegangene Stufe zu transferieren und die dann zu viel gebildete Risikovorsorge ist aufzulösen. Insgesamt summiert sich die Risikovorsorge nach IFRS 9 für alle drei Stufen und ungekündigte Leasingverhältnisse betreffend in der Berichtsperiode auf 49,6 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen infolgedessen um 86,3 Prozent auf 113,0 Mio. EUR nach 60,7 Mio. EUR im Vorjahreshalbjahr. Für weitergehende Informationen zur Schadensabwicklung und Risikovorsorge wird auf Abschnitt 5 auf Seite 26 des verkürzten Konzernanhangs verwiesen.

Die Schadenquote, welche das Verhältnis aus der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge (Zähler) und dem Vermietvolumen (Nenner) als Kennzahl abbildet, liegt für das erste Halbjahr bei 2,5 Prozent (Q1-Q2 2019: 1,6 Prozent). Der Anstieg war sowohl durch die höhere Risikovorsorge, als auch durch das nur geringe Wachstum des Vermietvolumens begründet. Aufgrund des geringeren Neugeschäfts im ersten Halbjahr nahm das Vermietvolumen (30.06.2020: 8.794,3 Mio. EUR), welches die Nettoanschaffungswerte aller laufenden Leasingverträge zusammenfasst, gegenüber dem Wert zum Jahresende (31.12.2019: 8.474 Mio. EUR) kaum zu. Der Anstieg der Schadenquote in Folge der COVID-19-Pandemie ist somit auf den Anstieg der Risikovorsorge sowie der unterproportionalen Entwicklung des Vermietvolumens zurückzuführen.

Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge sank im Berichtshalbjahr um 26,2 Prozent auf 86,1 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 116,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft legte auf Halbjahressicht um 22,9 Prozent zu. Dabei profitierte das Servicegeschäft weiterhin von den hohen Neugeschäftsvolumen der Vorjahre. Der Rückgang des Ergebnisses aus dem Neugeschäft von -18,3 Prozent auf 23,3 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 28,5 Mio. EUR) spiegelt das - durch die COVID-19-Pandemie begründete - rückläufige Neugeschäft des ersten Halbjahres wider. Das Verwertungsmehr-/minderergebnis lag mit -1,5 Mio. EUR wie auch in der Vergleichsperiode (Q1-Q2 2019: -0,3 Mio. EUR) im negativen Bereich. Demzufolge fielen die operativen Erträge insgesamt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 13,8 Prozent und erreichten 164,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 190,7 Mio. EUR).

Die Personalaufwendungen stiegen um 3,3 Prozent auf 58,2 Mio. EUR nach 56,4 Mio. Dabei wurde der Aufbau der Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um 8,3 Prozent auf 1.751 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter; Q1-Q2 2019: 1.617) durch einen Rückgang der variablen Vergütung um 8,0 Prozent kompensiert. Die Abschreibungen stiegen im ersten Halbjahr um 6,4 Prozent und betrugen 14,8 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 13,9 Mio. EUR). Dagegen sank der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um 6,1 Prozent auf 34,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 36,7 Mio. EUR). Ein deutlicher Rückgang innerhalb dieser Position war bei den Vertriebskosten zu verzeichnen und resultierte hauptsächlich - bedingt durch COVID-19-Pan-demie - aus rückläufigen Werbungs- und Reisekosten im zweiten Quartal. Die deutliche Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 8,8 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 5,2 Mio. EUR) resultierte vor allem aus Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -6,0 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -3,1 Mio. EUR). Diese ergaben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen während der Dauer von Sicherungsbeziehungen im Fremdwährungsbereich, die sich nicht im Hedge-Accounting befinden. Hier treffen die Umrechnung zum Stichtagskurs von Bilanzpositionen und die Markbewertung der Devisenterminkurse aufeinander. Über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen wird sich diese abbauen, sodass am Ende der kontrahierte Devisenterminkurs, zu dem die Absicherung erfolgte maßgeblich ist und realisiert wird. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 3,5 Mio. EUR nach 5,0 Mio. EUR im Vorjahreshalbjahr. Aufgrund der insgesamt niedrigeren Kosten sank die Cost-Income-Ratio im ersten Halbjahr 2020 auf 41,9 Prozent nach 44,0 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass GRENKE - wie im Geschäftsbericht 2019 erläutert - die Cost-Income-Ratio seit dem Geschäftsjahr 2020 entsprechend der Standardberechnungsmethode in der Finanzbranche ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge berechnet.

Infolge der gestiegenen Aufwendungen aus der Schadensabwicklung und Risikovorsorge lag das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 bei 51,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 83,5 Mio. EUR) und verzeichnete somit einen Rückgang von 38,3 Prozent. Der Gewinn vor Steuern ging um 42,5 Prozent auf 46,6 Mio. EUR zurück (Q1-Q2 2019: 81,1 Mio. EUR). Zum vergleichsweise stärkeren Rückgang des Gewinns vor Steuern trugen auch die sonstigen Zinsaufwendungen bei, die auf 4,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2020: 2,2 Mio. EUR) zunahmen. Diese resultieren überwiegend aus Negativzinsen auf Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Die Steuerquote der Berichtsperiode lag bei 18,5 Prozent nach 15,9 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Der Gewinn nach Steuern betrug 38,0 Mio. EUR nach 68,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2019 und ging somit um 44,3 Prozent zurück. Daraus errechnet sich für die Berichtsperiode ein Ergebnis je Aktie von 0,66 EUR (Q1-Q2 2019: 1,33 EUR).

3.1.2 VERGLEICH ZWEITES QUARTAL 2020 VERSUS 2019

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft stiegen im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahmen die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung um 15,1 Prozent zu, sodass das Zinsergebnis im zweiten Quartal per Saldo um 8,8 Prozent auf 98,0 Mio. EUR (Q2 2019: 90,1 Mio. EUR) zulegte. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen im zweiten Quartal 2020 infolge der CO-VID-19-Pandemie um 92,3 Prozent auf 62,2 Mio. EUR (Q2 2019: 32,4 Mio. EUR). Dementsprechend erhöhte sich die Schadenquote des Konzerns auf 2,8 Prozent (Q2 2019: 1,6 Prozent). Aufgrund der höheren Schäden sank das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im zweiten Quartal 2020 um 38,0 Prozent auf 35,8 Mio. EUR (Q2 2019: 57,7 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft nahm im Berichtsquartal um 14,9 Prozent auf 27,6 Mio. EUR (Q2 2019: 24,0 Mio. EUR) zu und profitierte weiterhin von dem hohen Neugeschäftsvolumen der Vorjahre. Demgegenüber spiegelt der Rückgang des Ergebnisses aus dem Neugeschäft von 35,9 Prozent auf 9,6 Mio. EUR (Q2 2019: 14,9 Mio. EUR) das rückläufige Neugeschäft des zweiten Quartals 2020 wider. Das Verwertungsminderergebnis lag mit 0,5 Mio. EUR wie im Vorjahreszeitraum (Q2 2019: -0,1 Mio. EUR) leicht im negativen Bereich. In Summe fielen die operativen Erträge im zweiten Quartal 2020 um 24,9 Prozent auf 72,5 Mio. EUR (Q2 2019: 96,5 Mio. EUR).

Der Personalaufwand fiel im zweiten Quartal im Wesentlichen aufgrund niedrigerer variabler Vergütungskomponenten um 2,9 Prozent auf 27,9 Mio. EUR (Q2 2019: 28,8 Mio. EUR). Infolge der hohen Investitionen der Vorjahre stiegen die Abschreibungen um 7,8 Prozent auf 7,3 Mio. EUR (Q2 2019: 6,8 Mio. EUR). Dagegen sank der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um 16,5 Prozent auf 15,5 Mio. EUR (Q2 2019: 18,6 Mio. EUR). Wie bei der Erläuterung der Halbjahreszahlen erwähnt, resultierte der Rückgang vor allem aus rückläufigen Werbungs- und Reisekosten. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im Berichtsquartal bei -1,5 Mio. EUR (Q2 2019: -0,7 Mio. EUR). Entsprechend sank die Cost-Income-Ratio im zweiten Quartal 2020 auf 40,2 Prozent (Q2 2019: 43,9 Prozent).

Aufgrund der gestiegenen Risikovorsorge fiel das operative Ergebnis des zweiten Quartals 2020 um 51,7 Prozent auf 20,2 Mio. EUR (Q2 2019: 41,7 Mio. EUR) und der Gewinn vor Steuern um 56,9 Prozent 17,4 Mio. EUR (Q2 2019: 40,4 Mio. EUR). Auf Basis einer auf 18,4 Prozent (Q2 2019: 15,0 Prozent) gestiegenen Steuerquote ergab sich im Berichtsquartal ein um 58,6 Prozent rückläufiger Gewinn von 14,2 Mio. EUR (Q2 2019: 34,4 Mio. EUR). Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,31 EUR (Q2 2019: 0,74 EUR). Bei einer ökonomischen Betrachtung des Ergebnisses je Aktie und einer entsprechenden periodischen Abgrenzung der Zinszahlungen für Hybridkapital ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,26 EUR (Q2 2019: 0,71 EUR).

3.1.3 UNTERJÄHRIGE ENTWICKLUNG DER ERTRAGSLAGE

Abweichend von der bisherigen Form der Berichterstattung erfolgt im Folgenden zusätzlich ein Vergleich der Ertragsentwicklung des zweiten Quartals 2020 mit dem ersten Quartal 2020. Die Auswirkungen der CO-VID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns lassen sich so aussagekräftiger und transparenter darstellen als bei einem Vorjahresvergleich.

Das Zinsergebnis des zweiten Quartals nahm gegenüber dem ersten Quartal des Jahres um 3,1 Prozent ab und betrug 98,0 Mio. EUR (Q1 2020: 101,1 Mio. EUR). Ursächlich für den Rückgang war die COVID-19-Pandemie, deren Auswirkungen auf das Geschäft des Konzerns erst in den letzten Wochen des ersten Quartals sichtbar wurden. Im zweiten Quartal beeinträchtigte die Pandemie dagegen durchgehend das Kontrahieren von Neugeschäft und damit einhergehend die Generierung von Zinserträgen. Der Anstieg der zuvor beschriebenen Risikovorsorge gemäß IFRS 9, insbesondere für die Märkte in Italien und Frankreich, führte im zweiten Quartal zu Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge in Höhe von 62,2 Mio. EUR nach 50,8 Mio. EUR im Vorquartal. Infolgedessen sank das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal sequenziell um 28,9 Prozent auf 35,8 Mio. EUR (Q1 2020: 50,3 Mio. EUR).

Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft entwickelte sich gegenüber dem ersten Quartal 2020 mit -4,2 Prozent leicht rückläufig und betrug 27,6 Mio. EUR. Der Rückgang des Ergebnisses aus dem Neugeschäft von 30,3 Prozent auf 9,6 Mio. EUR (Q1 2020: 13,7 Mio. EUR) spiegelt das rückläufige Neugeschäft des zweiten Quartals 2020 wider. Das Verwer-tungsmehr-/minderergebnis lag mit -0,5 Mio. EUR wie im ersten Quartal 2020 (Q1 2020: -1,0 Mio. EUR) im negativen Bereich. In Summe fielen die operativen Erträge im zweiten Quartal 2020 um 21,2 Prozent auf 72,5 Mio. EUR (Q1 2020: 91,9 Mio. EUR).

Der Personalaufwand sank im zweiten Quartal um 7,8 Prozent auf 27,9 Mio. EUR (Q1 2020: 30,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen summierten sich auf 7,3 Mio. EUR und waren somit auf dem Niveau des Vorquartals (Q1 2020: 7,5 Mio. EUR). Dagegen ging der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um 18,2 Prozent auf 15,5 Mio. EUR (Q1 2020: 19,0 Mio. EUR) zurück. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im Berichtsquartal bei -1,5 Mio. EUR (Q1 2020: -3,8 Mio. EUR). Das erste Quartal beinhaltete den Großteil der erwähnten Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen. Die insgesamt gesunkenen Kosten im zweiten Quartal führten zu einer Cost-Income-Ratio von 40,2 Prozent nach 43,5 Prozent im ersten Quartal 2020. Das operative Ergebnis des zweiten Quartals fiel infolge der gestiegenen Risikovorsorge um 35,7 Prozent auf 20,2 Mio. EUR (Q1 2020: 31,4 Mio. EUR) und der Gewinn vor Steuern um 40,2 Prozent auf 17,4 Mio. EUR (Q1 2020: 29,1 Mio. EUR).

Im zweiten Quartal verursachte das deutlich höhere Bundesbankguthaben nennenswerte Negativzinsen, was zu einem Anstieg der sonstigen Zinsaufwendungen auf 3,2 Mio. EUR (Q1 2020: 1,4 Mio. EUR) führte und den Gewinn vor Steuern zusätzlich belastete.

Die Steuerquote des zweiten Quartals blieb mit 18,4% im Quartalsvergleich nahezu unverändert (Q1 2020: 18,5%). Der Gewinn nach Steuern betrug 14,2 Mio. EUR nach 23,7 Mio. EUR im Vorquartal. Daraus errechnet sich für das Berichtsquartal ein Ergebnis je Aktie von 0,31 EUR (Q1 2020: 0,35 EUR).

Entsprechend der Vertragsgestaltung der Hybridanleihen wurden die Gewinnanteile der Hybridkapitalgeber (7,4 Mio. EUR nach 6,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum) bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie zum 30. März 2020 in voller Höhe erfasst. Bei einer periodischen Abgrenzung der Zinszahlungen ergibt sich für das zweite Quartal 2020 ein Ergebnis je Aktie von 0,26 EUR (Q1 2020: 0,46 EUR).

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

3.1.3.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen Struktur des Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung auf Seite 33 dargestellt, die Teil des verkürzten Konzernanhangs ist.

3.1.3.2 Geschäftsentwicklung

Die operativen Erträge im Segment Leasing reduzierten sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent von 174,8 Mio. EUR auf 141,4 Mio. EUR. Das Segmentergebnis fiel um 43,7 Prozent auf 41,9 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 74,3 Mio. EUR). Im Zuge des starken Wachstums des Kreditgeschäfts für KMU steigerte das Segment Bank seine operativen Erträge im ersten Halbjahr 2020 um 51,7 Prozent auf 21,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 14,2 Mio. EUR). Das Segmentergebnis verbesserte sich um 21,0 Prozent auf 11,7 Mio. EUR nach 9,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Im Segment Factoring sanken die operativen Erträge um 20,0 Prozent auf 1,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 1,8 Mio. EUR). Aufgrund fortgesetzter Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur und Anlaufkosten für die stärkere internationale Aufstellung des Geschäfts belief sich der Verlust des Segments auf -2,1 Mio. EUR nach -0,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

3.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-BILANZ

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Kurzfristige Vermögenswerte 3.616.511 2.972.450
davon Zahlungsmittel 1.077.981 434.379
davon Leasingforderungen 2.021.168 1.901.181
Langfristige Vermögenswerte 4.072.785 4.175.032
davon Leasingforderungen 3.636.025 3.744.735
Summe Vermögenswerte 7.689.296 7.147.482
Kurzfristige Schulden 2.212.277 1.861.352
davon Finanzschulden 2.010.946 1.716.313
Langfristige Schulden 4.204.520 4.037.380
davon Finanzschulden 4.096.375 3.924.353
Eigenkapital 1.272.499 1.248.750
Eigenkapitalquote (in Prozent) 16,6 17,5
Bilanzsumme 7.689.296 7.147.482
Embedded Value inkl. Eigenkapital und nach Steuern 1.741.957 1.791.388

3.2.1 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des GRENKE Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2020 gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2019 um 7,6 Prozent auf 7,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 7,1 Mrd. EUR). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der Zahlungsmittel, die sich zum Stichtag auf 1,1 Mrd. EUR mehr als verdoppelten (31. Dezember 2019: 0,4 Mrd. EUR). Der höhere Zahlungsmittelbestand ergab sich vor allem durch das erhöhte Einlagevolumen bei der GRENKE Bank. In der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation legt der GRENKE Konzern einen besonderen Fokus auf eine ausreichende Liquiditätsvorhaltung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten. So befanden sich zum Stichtag 849,4 Mio. EUR (31.12.2019: 212,2 Mio. EUR) auf Konten der Deutschen Bundesbank, was aufgrund des negativen Guthabenzinses i.H.v. -0,5 Prozent entsprechende Zinsaufwendungen verursacht.

Die größte Bilanzposition des Konzerns - die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen - lag mit 5,7 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 5,6 Mrd. EUR) auf annähernd unveränderter Höhe. Diese Entwicklung reflektiert das niedrige Neugeschäftsvolumen im ersten Halbjahr 2020.

Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 200,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 322,7 Mio. EUR) resultierte hauptsächlich aus stichtagsbedingt niedrigeren Umsatzsteuererstattungsansprüchen.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhten sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden in Summe um 8,3 Prozent auf 6,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 5,6 Mrd. EUR). Der größte Anteil entfiel auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die gegenüber dem Jahresende 2019 um 0,8 Prozent auf 4,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 4,7 Mrd. EUR) zunahmen. Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft stiegen um 48,0 Prozent auf 1,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2019: 0,9 Mrd. EUR).

Stichtagsbedingt stiegen die abgegrenzten Mietraten zum 30. Juni 2020 auf 83,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 23,6 Mio. EUR). Diese Bilanzposition unterliegt allerdings unterjährig häufig großen Schwankungen; im Vergleich zum 30. Juni 2019 ergab sich ein Zuwachs von 31,8 Prozent.

Das Eigenkapital des Konzerns lag zum 30. Juni 2020 bei 1.272,5 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 1.248,8 Mio. EUR), was einem Anstieg von 1,9 Prozent entspricht. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzerngewinn in Höhe von 38,0 Mio. EUR standen die Zinszahlung für das Hybridkapital (7,4 Mio. EUR) und negative Effekte aus der Währungsumrechnung (8,9 Mio. EUR) gegenüber. Ein positiver Effekt (2,4 Mio. EUR) ergab sich dagegen aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten. Aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme infolge des höheren Zahlungsmittelbestands sank die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2020 auf 16,6 Prozent (31. Dezember 2019: 17,5 Prozent). Damit übertraf die Eigenkapitalausstattung des Konzerns aber weiterhin die langfristige Orientierungsmarke von mindestens 16,0 Prozent.

3.2.2 LIQUIDITÄT

Dank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur war der GRENKE Konzern im Berichtshalbjahr jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Über die Tochtergesellschaft Grenke Finance PLC wurden im ersten Halbjahr 2020 drei neue Festzinsanleihen mit einem Gesamtvolumen von brutto 210 Mio. EUR und 300 Mio. HKD emittiert. Weitere Informationen zu den begebenen Schuldverschreibungen sind in den Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt und zudem auf der Website www.grenke.de/unternehmen/investor-relations/fremdkapi-tal/emittierte-anleihen abrufbar. Darüber hinaus wurde ein Schuldscheindarlehen über 19 Mio. EUR emittiert. Im kurzfristigen Bereich emittierte GRENKE im ersten Halbjahr acht Commercial Paper über 70 Mio. EUR. Getilgt wurden im Berichtszeitraum Anleihen über 153 Mio. EUR und Schuldscheindarlehen über 21,5 Mio. EUR, 33 Mio. DKK und 33 Mio. SEK.

Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. Juni 2020 bei 746.0 Mio. EUR und 113,8 Mio. GBP (31. Dezember 2019:

713.1 Mio. EUR und 125 Mio. GBP). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP (31. Dezember 2019: 947,8 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP).

Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h. Banklinien plus verfügbares Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 3.145,7 Mio. EUR, 39,0 Mio. PLN, 40,0 Mio. HRK und 11,6 Mio. CHF (31. Dezember 2019: 1.565,6 Mio. EUR, 27,0 Mio. PLN, 70,0 Mio. HRK und 14,5 Mio. CHF).

Zudem hat der Konzern seine Zusammenarbeit mit Förderbanken intensiviert und die bestehenden Programme zur weiteren Unterstützung von KMUs ausgedehnt. Im April 2020 kam ein Darlehen in Höhe von 90 Mio. EUR der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Auszahlung.

Die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank lag zum Stichtag 30. Juni 2020 bei 1.312,2 Mio. EUR nach 769,9 Mio. EUR zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahrs. Dies entspricht einem Anstieg von 70,5 Prozent.

3.2.3 FINANZLAGE

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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TEUR 2020 Q1-Q2 2019 Q1-Q2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 674.350 49.945
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 667.571 36.359
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.266 -10.846
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -15.638 -50.462
Summe des Cashflows 642.667 -24.949

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im ersten Halbjahr 2020 deutlich auf 674,4 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 49,9 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte zum einen aus der bereits erwähnten starken Zunahme der Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft (427,3 Mio. EUR nach 78,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum). Zum anderen fiel der Anstieg der Leasingforderungen (11,3 Mio. EUR) aufgrund des geringeren Neugeschäftsvolumens im ersten Halbjahr niedriger aus als im Vorjahreszeitraum (481,0 Mio. EUR). Dem stand eine rückläufige Zunahme der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung (38,4 Mio. EUR nach 452,5 Mio. EUR) gegenüber. Darüber ergab sich aus der Veränderung der sonstigen Vermögenswerte im Berichtshalbjahr ein Mittelzufluss von 101,2 Mio. EUR nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Abfluss von 114,7 Mio. EUR zu verzeichnen war. Der Veränderung der sonstigen Vermögenswerte liegt im Wesentlichen die Abnahme von Vorsteuerguthaben zugrunde.

Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen betrug der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des ersten Halbjahrs 667,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 36,4 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf -9,3 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -10,8 Mio. EUR). Er beinhaltete im Wesentlichen die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen von 9,5 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 11,0 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr bei -15,6 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -50,5 Mio. EUR). Die Verbesserung ergab sich aus der Tatsache, dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Verschiebung der ordentlichen Hauptversammlung 2020 noch nicht ausbezahlt wurde, während der Cashflow des Vorjahres die Dividendenzahlung für 2018 von 37,1 Mio. EUR beinhaltete. Die größte Position im ersten Halbjahr 2020 war somit die Zinszahlung auf das Hybridkapital von 10,7 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 9,4 Mio. EUR). Aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 5,8 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: 4,8 Mio. EUR).

Somit lag die Summe der Cashflows im Halbjahr bei 642,7 Mio. EUR (Q1-Q2 2019: -24,9 Mio. EUR). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg zum Stichtag 30. Juni 2020 entsprechend auf 1.077,9 Mio. EUR nach 434,3 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2019.

4. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss auf Seite 24 verwiesen.

5. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

5.1 CHANCEN UND RISIKEN

Durch die Beschränkungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität infolge der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 sind die Unsicherheiten gegenüber der im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Situation deutlich gestiegen, was vor allem für Kredit- und Liquiditätsrisiken gilt.

Die Volkswirte des IWF gehen inzwischen von einer - in dieser Dimension noch nie dagewesenen - Rezession im Jahr 2020 aus. Zwar haben viele Staaten umfangreiche Hilfsprogramme in Form von Kreditzusagen und -garantien auf den Weg gebracht um die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen sicherzustellen, dennoch ist im laufenden Geschäftsjahr mit einem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen zu rechnen. So erwartet beispielsweise Euler Hermes eine Zunahme der weltweiten Insolvenzen von 20 Prozent im Jahr 2020. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich auch das Zahlungsverhalten der Kunden des Konzerns durch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen verändert, obwohl im Juni und Juli 2020 gegenüber den Vormonaten bereits eine Verbesserung zu beobachten war. Infolge von verspäteten oder ausbleibenden Zahlungseingängen ist für das Geschäftsjahr mit einem Anstieg der Schäden zu rechnen, was sich zum 30. Juni 2020 in Form einer gestiegenen IFRS 9-Risikovorsorge niederschlägt. Der GRENKE Konzern hat das Risikoprognosemodell nach IFRS 9 bislang nicht angepasst und an der bisherigen Methode zur Ermittlung der erwarteten Ausfälle zum 30. Juni 2020 festgehalten. Der GRENKE Konzern geht seit Beurteilung der ersten Folgen der Pandemie im ersten Quartal 2020 unverändert davon aus, dass sich für das Gesamtjahr 2020 eine Schadensquote von bis zu 2,3 Prozent ergeben kann.

Wie schon anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zum ersten Quartal 2020 kommuniziert, bestätigte die Ratingagentur Standard & Poor's in ihrer letzten Analyse vom 23. April 2020 das Counterparty Credit Rating BBB+ / A-2 des Konzerns und revidierte den Ausblick für die GRENKE AG von stabil auf negativ infolge der erwarteten Auswirkungen der CO-VID-19-Pandemie. In ihrer Begründung nannte die Rating-Agentur dazu erwartet härtere wirtschaftliche Bedingungen in GRENKEs wichtigsten europäischen Kernmärkten innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate.

Das wirtschaftliche Umfeld bietet gleichwohl Chancen, indem Erkenntnisse und Beobachtungen frühzeitig in die Risikomessung integriert werden und das risikoadjustierte Kontrahieren von Verträgen möglich macht. GRENKE strebt eine möglichst optimale Balance zwischen Risiko und Deckungsbeitrag an. Außerdem festigen sich Kunden- und Partnerbeziehungen dadurch, dass GRENKE weiterhin Unternehmen beim Umsetzen von Investitionsvorhaben unterstützt.

5.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Im Juni 2020 senkte der IWF seinen Ausblick für die Weltwirtschaft und rechnet aufgrund der noch negativer als erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie für das laufende Jahr mit einem Rückgang von 4,9 Prozent. Im April 2020 hatte der IWF eine Abnahme von nur 3,0 Prozent prognostiziert. Die Rücknahme der Schätzungen betrifft vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, insbesondere die Eurozone, für die der IWF nun einen Rückgang von 10,2 Prozent erwartet (April-Schätzung: -7,5 Prozent). Allerdings geht der IWF davon aus, dass der Talsohle der wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten Quartal 2020 durchschritten worden sein dürfte. Für die kommenden Quartale wird mit einer graduellen Erholung gerechnet, die aber langsamer ausfallen soll als noch im April erwartet. Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindexes, der im März und April 2020 einen beispiellosen Einbruch verzeichnete, unterstützt die Annahme einer Erholung der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte. Der Index stieg sowohl im Mai als auch im Juni wieder deutlich an. Für 2021 rechnet der IWF mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 5,4 Prozent. Für die Eurozone wird ein Anstieg von 6,0 Prozent in Aussicht gestellt.

5.3 PROGNOSE

Wie bereits anlässlich der Veröffentlichung der Neugeschäftszahlen für das zweite Quartal 2020 am 2. Juli 2020 bekanntgegeben, ist der Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der GRENKE Gruppe derzeit nicht verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar 2020 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2020 enthalten. Vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Beschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie geht der Vorstand aus heutiger Sicht davon aus, dass sich das Neugeschäftsniveau im dritten Quartal 2020 bei ungefähr 70 Prozent des Vorjahresniveaus einpendeln wird. Somit bleibt die Neugeschäftsentwicklung für das laufende Geschäftsjahr insgesamt vom weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie abhängig. Zu Jahresbeginn war für das Neugeschäft zunächst ein Wachstum zwischen 14 und 18 Prozent avisiert worden.

Der Konzern ist in der Lage, auf Basis eines geringeren Neugeschäftsvolumens und angemessenen Kosteneinsparungen auch in der Krise profitabel zu arbeiten, auch wenn der Gewinn unter dem Niveau liegen wird, welches zu Jahresbeginn in einem Zielkorridor von 153 bis 165 Mio. EUR avisiert worden war. Auf Basis der guten Liquiditätslage sowie der stabilen Anzahl von Mitarbeitenden - insbesondere im Vertrieb - kann der GRENKE Konzern auf entsprechende Lockerungen und Normalisierungsentwicklungen sofort reagieren.

Der Vorstand wird seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aktualisieren und konkretisieren, sobald sich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hinreichend sicher bestimmen lassen.

WELTWEIT VOR ORT

NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING

nach Regionen, Q1-Q2 2020

KUNDENNÄHE VOR ORT

Länder / Märkte

33

Auf 5 Kontinenten für unsere Kunden präsent, Markteintritt USA

+ 1

Neuer Franchise-Standort in Phoenix, Arizona

STANDORTE GRENKE GRUPPE

153

SOLIDE KENNZAHLEN

KONZERN-GEWINN

14,2 Mio. EUR

GEWINN JE AKTIE

0,31 EUR

EIGENKAPTALQUOTE

16,6 Prozent

BREITE REFINANZIERUNGSBASIS

DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS

DIGITALE AUSRICHTUNG

eSIGNATURE QUOTE

28,6 Prozent aller neuen Leasingverträge wurden volldigital abgeschlossen.

eSIGNATURE

Anzahl der Länder

20

In 20 Ländern ist eSignature aktiv.

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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Q2 Q1-Q2
TEUR 01.04.2020 bis 30.06.2020 01.04.2019 bis 30.06.20191 01.01.2020 bis 30.06.2020 01.01.2019 bis 30.06.20191
--- --- --- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft2 113.734 103.723 229.305 203.474
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 15.732 13.667 30.192 26.162
Zinsergebnis 98.002 90.056 199.113 177.312
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 62.246 32.367 113.037 60.684
davon Wertminderungsaufwand 59.804 30.644 109.492 57.508
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 35.756 57.689 86.076 116.628
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 27.620 24.040 56.464 45.947
Ergebnis aus dem Neugeschäft 9.562 14.923 23.290 28.493
Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis -488 -130 -1.462 -329
Operative Erträge insgesamt 72.450 96.522 164.368 190.739
Personalaufwand 27.937 28.759 58.241 56.390
Abschreibungen und Wertminderung 7.304 6.776 14.775 13.891
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 15.522 18.590 34.494 36.748
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.109 3.317 8.777 5.192
Sonstige betriebliche Erträge 1.599 2.663 3.458 4.961
Operatives Ergebnis 20.177 41.743 51.539 83.479
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen -103 -48 -218 -89
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung -259 -513 -1.313 -801
Sonstige Zinserträge 790 382 1.108 672
Sonstige Zinsaufwendungen 3.170 1.148 4.545 2.202
Gewinn vor Steuern 17.435 40.416 46.571 81.059
Ertragsteuern 3.205 6.061 8.601 12.907
Gewinn 14.230 34.355 37.970 68.152
Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 14.230 34.355 37.970 68.152
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,31 0,74 0,66 1,33
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.353.918 46.353.918 46.353.918 46.353.918

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

2 Zinsen und ähnliche Erträge nach Effektivzinsmethode berechnet 5.503 TEUR (Vorjahr: 4.088 TEUR )

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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Q2 Q1-Q2
TEUR 01.04.2020 bis 30.06.2020 01.04.2019 bis 30.06.20191 01.01.2020 bis 30.06.2020 01.01.2019 bis 30.06.20191
--- --- --- --- ---
Gewinn 14.230 34.355 37.970 68.152
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage -4.164 5 2.107 11
Darin: Ertragsteuereffekte 595 -1 -301 -2
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen -2.427 -1.361 -8.900 521
Darin: Ertragsteuereffekte
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9)
Darin: Ertragsteuereffekte
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
Darin: Ertragsteuereffekte
Sonstiges Ergebnis -6.591 -1.356 -6.793 532
Gesamtergebnis 7.639 32.999 31.177 68.684
Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 7.639 32.999 31.177 68.684

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

KONZERN-BILANZ

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Vermögenswerte
--- --- ---
Kurzfristige Vermögenswerte
--- --- ---
Zahlungsmittel 1.077.981 434.379
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 5.108 946
Leasingforderungen 2.021.168 1.901.181
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 250.480 252.504
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.403 9.272
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 27.497 24.038
Steuererstattungsansprüche 23.659 27.450
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 200.215 322.680
Summe kurzfristige Vermögenswerte 3.616.511 2.972.450
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 3.636.025 3.744.735
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 6.600 1.492
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 100.848 96.650
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 4.705 4.923
Sachanlagen 115.469 109.092
Nutzungsrechte 50.015 50.315
Geschäfts- oder Firmenwerte 102.395 106.555
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 36.101 37.899
Latente Steueransprüche 19.236 21.967
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.391 1.404
Summe langfristige Vermögenswerte 4.072.785 4.175.032
Summe Vermögenswerte 7.689.296 7.147.482

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Schulden und Eigenkapital
--- --- ---
Schulden
--- --- ---
Kurzfristige Schulden
--- --- ---
Finanzschulden 2.010.946 1.716.313
Leasingverbindlichkeiten 11.852 12.148
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 3.918 8.506
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.827 35.890
Steuerschulden 5.346 3.059
Abgegrenzte Schulden 22.668 30.219
Sonstige kurzfristige Schulden 49.516 31.583
Abgegrenzte Mietraten 83.204 23.634
Summe kurzfristige Schulden 2.212.277 1.861.352
Langfristige Schulden
Finanzschulden 4.096.375 3.924.353
Leasingverbindlichkeiten 39.354 38.679
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 8.606 7.445
Latente Steuerschulden 54.558 61.676
Pensionen 5.544 5.128
Langfristige Rückstellungen 83 99
Summe langfristige Schulden 4.204.520 4.037.380
Eigenkapital
Grundkapital 46.354 46.354
Kapitalrücklage 289.314 289.314
Gewinnrücklagen 743.214 712.672
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -6.383 410
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG 1.072.499 1.048.750
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 200.000 200.000
Summe Eigenkapital 1.272.499 1.248.750
Summe Schulden und Eigenkapital 7.689.296 7.147.482

1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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2020 2019
TEUR Q1-Q2 Q1-Q21
--- --- --- ---
Gewinn vor Steuern 46.571 81.059
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 14.775 13.891
- / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -37 -24
- / + Ergebnis aus Finanzanlagen 3.165 1.281
- / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 162 1.255
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen -7.151 -3.076
- Zugänge Leasingforderungen -1.135.429 -1.396.859
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.098.066 942.487
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 191.910 176.868
- Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -221.551 -197.150
+ / - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer 19.636 -5.365
+ / - Währungsdifferenzen 36.091 -932
\= Veränderung Leasingforderungen -11.277 -480.951
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 880.191 1.331.237
- Zahlung Annuitäten an Refinanzierer -717.932 -879.836
- Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung -123.193 -24.249
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung 26.458 24.054
+ / - Währungsdifferenzen -27.078 1.257
\= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 38.446 452.463
+ / - Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 427.349 78.321
- / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer 175 -25.200
Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
- / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte 101.211 -114.656
- / + Zunahme / Abnahme von Leasinggegenständen aus Operating-Leasingverhältnissen -2.052 -10.133
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten 59.570 38.390
+ / - Zunahme / Abnahme sonstige Schulden 3.443 17.325
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 674.350 49.945
- / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern -3.342 -12.056
- Gezahlte Zinsen -4.545 -2.202
+ Erhaltene Zinsen 1.108 672
\= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 667.571 36.359
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -9.523 -10.985
- / + Auszahlungen / Einzahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen 0 -390
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen 0 -250
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 257 779
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.266 -10.846
+/ - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden 875 759
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten -5.849 -4.763
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital -10.664 -9.375
- Dividendenzahlungen 0 -37.083
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -15.638 -50.462
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 434.379 333.626
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -73 -3.112
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 434.306 330.514
+/ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 950 -19
\= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 435.256 330.495
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 1.077.981 309.252
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -58 -3.706
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 1.077.923 305.546
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) 642.667 -24.949
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 667.571 36.359
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.266 -10.846
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -15.638 -50.462
\= Summe der Cashflows 642.667 -24.949

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis Hedging-Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 01.01.2020 46.354 289.314 712.672 -2.193 -1.393 1.641
Gewinn 37.970
Sonstiges Ergebnis 2.107 -8.900
Dividendenzahlung in 2020 für 2019
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)
Kupon für Hybridkapital (netto) -7.428
Eigenkapital zum 30.06.2020 46.354 289.314 743.214 -86 -1.393 -7.259
Eigenkapital zum 01.01.2019 (wie berichtet) 46.354 289.314 616.257 -7 -828 -731
Anpassung Rechnungslegungsstandard IFRS 16 Leasingnehmer -745 12
Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) 46.354 289.314 615.512 -7 -828 -719
Gewinn1 68.152
Sonstiges Ergebnis 11 521
Dividendenzahlung in 2019 für 2018 -37.083
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)
Kupon für Hybridkapital (netto) -6.531
Eigenkapital zum 30.06.20191 46.354 289.314 640.050 4 -828 -198

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TEUR Neu-bewertungsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile Summe Eigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2020 2.355 1.048.750 200.000 1.248.750
Gewinn 37.970 37.970
Sonstiges Ergebnis -6.793 -6.793
Dividendenzahlung in 2020 für 2019
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) -7.428 -7.428
Kupon für Hybridkapital (netto) -7.428 7.428
Eigenkapital zum 30.06.2020 2.355 1.072.499 200.000 1.272.499
Eigenkapital zum 01.01.2019 (wie berichtet) 2.295 952.654 125.000 1.077.654
Anpassung Rechnungslegungsstandard IFRS 16 Leasingnehmer -733 -733
Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) 2.295 951.921 125.000 1.076.921
Gewinn1 68.152 68.152
Sonstiges Ergebnis 532 532
Dividendenzahlung in 2019 für 2018 -37.083 -37.083
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) -6.531 -6.531
Kupon für Hybridkapital (netto) -6.531 6.531
Eigenkapital zum 30.06.20191 2.295 976.991 125.000 1.101.991

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201936 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni 2020 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 zu lesen. Es erfolgte weder eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 Abs. 5 WpHG noch eine Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2020.

1.1 COVID-19-PANDEMIE

Die Weltwirtschaft wurde im 1. Halbjahr 2020 durch die COVID-19-Pan-demie erheblich beeinflusst. Dies hat sich auch auf den Zwischenabschluss des GRENKE Konzerns ausgewirkt. GRENKE reagierte, indem Arbeitsgruppen gebildet wurden, welche sich mit möglichen Auswirkungen der Pandemie auf die Geschäftsbereiche auseinandersetzten und entsprechende Maßnahmen beschlossen. In diesem Zusammenhang wurden Stundungsvereinbarungen mit Kunden abgeschlossen. Zu weiteren Ausführungen infolge der aktuellen Auswirkungen der Pandemie verweisen wir auf die Angaben im Konzernzwischenlagebericht.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischenabschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in einem nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen.

Für diesen Zwischenabschluss gelten die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019, auf den wir an dieser Stelle verweisen. Zudem ergänzen wir die nachfolgenden Sachverhalte.

2.1 STUNDUNGSVEREINBARUNGEN

GRENKE hat mit seinen Leasingkunden Stundungsvereinbarungen abgeschlossen, durch die die Kunden aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie und deren Folgen Unterstützung erfahren. Bei den Stundungsvereinbarungen werden einzelne Zahlungen für Leasingraten für einen festgelegten Zeitraum unverzinst gestundet und somit erst zu einem späteren Zeitpunkt fällig. Teile dieser Stundungsvereinbarungen basieren auf gesetzlichen Moratorien. Nach der Einschätzung von GRENKE haben die vereinbarten Stundungen zu keiner Änderung des Umfangs eines Leasingverhältnisses oder der Gegenleistung für ein Leasingverhältnis geführt. Daher werden die Zahlungsänderungen als nicht-substantielle Vertragsänderung (Modifikation) behandelt. Der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz wird für die Berechnung der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis unverändert fortgeführt.

Zudem wurden mit Kunden im Kreditgeschäft ebenfalls Stundungsvereinbarungen getroffen. Hier wurden dem Schuldner Kreditraten für einen gewissen Zeitraum, jedoch verzinslich, gestundet. Es handelt sich auch in diesem Fall um eine nicht-substantielle Vertragsänderung, da weder die qualitativen noch die quantitativen Indikatoren erfüllt werden eine Modifikation zu begründen. Wir verweisen hierzu auf die geschilderten Bilanzierungsmethoden im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019.

2.2 BEREITS VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN - NOCH NICHT UMGESETZT

Der im Mai 2017 vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichte IFRS 17 "Versicherungsverträge" regelt die Grundzüge in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards. Der neue Standard ist nicht nur für Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. Durch IFRS 17 werden die Vorschriften des IFRS 4 ersetzt. Die Zielsetzung von IFRS 17 besteht darin, dass für Versicherungsverträge eine einheitliche Bilanzierung vorgeschrieben wird. Am 25. Juni 2020 wurde eine Änderung des IFRS 17 veröffentlicht. Das IASB beschloss die Erstanwendung auf den 1. Januar 2023 zu verschieben sowie die derzeit für einige Versicherer geltende Ausnahme in IFRS 4 bezüglich der Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" zu verlängern, um ihnen die gleichzeitige Einführung von IFRS 9 und IFRS 17 zu ermöglichen. Es wird keine materielle Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG durch diesen neuen Standard erwartet.

Zudem veröffentlichte das IASB verschiedene überarbeitete Standards. Im Januar 2020 wurde IAS 1 "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig" veröffentlicht. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Die Klassifizierung hängt somit nicht von den Erwartungen ab, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Am 15. Juli 2020 wurde die Erstanwendung der Änderung durch das IASB um ein Jahr für Geschäftsjahre, die ab oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben.

Weiterhin wurden vom IASB am 14. Mai 2020 mehrere begrenzte IFRS-Änderungen veröffentlicht. Dies betrifft die Standards IAS 16 "Sachanlagen", IAS 37 "Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten" und IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Daneben enthielt die Veröffentlichung den Sammeländerungsstand der jährlichen Verbesserung, Zyklus 2018-2020, welcher Anpassungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 41 "Landwirtschaft" sowie an einem Beispiel zu IFRS 16 "Leasingverhältnisse" vornimmt. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die ab oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die derzeitigen Analysen lassen keine nennenswerte Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG erwarten.

Das IASB hat am 28. Mai 2020 IFRS 16 "Leasingverhältnisse" geändert ("COVID-19-Pandemie bezogene Mietkonzessionen"). Die Änderung betrifft die bilanziellen Auswirkungen von Zugeständnissen, die im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingeräumt wurden. Ziel der Änderung ist es, den Leasingnehmern eine Erleichterung von der Anwendung der in IFRS 16 enthaltenen Vorschriften zu Vertragsmodifikationen einzuräumen. Die praktischen Erleichterungen gelten explizit nicht für Leasinggeber, da das IASB die Komplexität der Änderungen und die prozessualen Möglichkeiten der Umsetzung bei Leasinggebern als weniger kritisch erachtet. Die Änderung tritt für jährliche Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen, eine frühere Anwendung ist jedoch zulässig. Die Standardänderung wurde bislang (Stand: 24. Juli 2020) nicht in EU-Recht übernommen ("endorsed"). GRENKE wendet diese Erleichterung zum aktuellen Berichtsstichtag nicht an, da GRENKE als Leasingnehmer von diesen Sachverhalten nicht betroffen ist.

3. ERSTMALS ANZUWENDENDE, NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Im Geschäftsjahr 2020 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2020 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren.

Alle nachfolgenden überarbeiteten bzw. geänderten Standards hatten keinen materiellen Einfluss auf die Bilanzierung und Berichterstattung im Konzernabschluss der GRENKE AG. Es handelt sich um die Änderungen zu IFRS 3, "Unternehmenszusammenschlüsse"; Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Bilanzierung und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler" betreffend die "Definition von Wesentlichkeit"; IBOR-Reform: Änderung von IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sowie Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept zur Rechnungslegung des IASB.

4. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichte-ten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Entsprechend den Verlautbarungen von verschiedenen Regulatoren (ESMA, EBA) wurde eine Beurteilung der Modellierung der IFRS 9 Wertberichtigung und der Schätzung der erwarteten Kreditverluste (ECL) vorgenommen. Aufgrund dieser Beurteilung in dem auch das Senior Management eingebunden war, ergab sich gegenüber den bisherigen Modellen zum 31. Dezember 2019 keine Anpassung. Es wird weiterhin eine stetige Modellüberprüfung im Laufe des Geschäftsjahres stattfinden, um mögliche Schätzungsänderungen der erwarteten Kreditverluste zu identifizieren.

Nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und beinhalten das erwartete Nachgeschäft und die erwarteten Verwertungserlöse am Ende der Laufzeit, basierend auf historischen Erfahrungswerten. Für Zugänge seit dem 1. Januar 2020 betragen sie zwischen 5,5 % und 15,0 % von den Anschaffungskosten. Die kalkulierten Restwerte werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung zugrundeliegenden Cashflows der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wird. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden die Geschäftspläne und internen Planungen überarbeitet. Wegen der noch nicht absehbaren Folgen auf die Geschäfte in den einzelnen zahlungsgenerierten Einheiten sind weitere Schätzunsicherheiten hinzugekommen. Grundsätzlich werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf

Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrundeliegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

5. ANPASSUNGEN

Aufgrund der retrospektiven Anpassung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" für Leasinggeber im Vorjahr, welche erst im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 vollzogen wurde, ergab sich entsprechend eine Änderung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30. Jun 2019. Das Zinsergebnis erhöhte sich um 20.586 TEUR und die Schadensentwicklung und Risikovorsorge um 399 TEUR. In diesem Zusammenhang reduzierte sich das Ergebnis aus dem Neugeschäft um 20.428 TEUR und das Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis stieg um 41 TEUR an. Insgesamt kam es zu einer Reduzierung des Gewinns vor Steuern um 200 TEUR und des Gewinns (nach Steuern) um 173 TEUR. Für weitere Erläuterungen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 im Konzernanhang unter Abschnitt "2.1.4 IFRS 16 Leasingverhältnisse - Der Konzern als Leasinggeber" verwiesen.

6. LEASINGFORDERUNGEN

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen)
--- --- ---
Forderungen zu Periodenbeginn 5.588.109 4.645.971
+ Veränderung in der Periode 30.912 942.138
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 5.619.021 5.588.109
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 411.490 331.048
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 88.986 133.647
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 24.354 53.205
Bruttoforderungen zu Periodenende 476.122 411.490
Summe Bruttoforderungen gekündigt und laufend 6.095.143 5.999.599
Wertminderungen zu Periodenbeginn 353.683 279.480
+ Veränderung kumulierte Wertberichtigung in der Periode 84.267 74.203
Wertminderungen zu Periodenende 437.950 353.683
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 5.645.916 4.697.539
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 5.657.193 5.645.916

Die folgende Übersicht zeigt die Bruttoforderungen der Leasingforderungen und die Wertberichtigung auf die Leasingforderungen pro IFRS 9 Wertberichtigungsstufe. Der GRENKE Konzern verfügt über keine als POCI klassifizierten Finanzinstrumenten im Sinne des IFRS 9.

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30.06.2020 31.12.2019
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Summe
--- --- --- --- --- ---
Bruttoforderungen
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Deutschland 1.153.568 47.425 47.401 1.248.394 1.210.593
Frankreich 1.097.054 115.151 141.345 1.353.550 1.351.940
Italien 1.047.501 149.979 217.711 1.415.191 1.385.640
Sonstige Länder 1.687.105 177.275 213.628 2.078.008 2.051.426
Summe Bruttoforderungen 4.985.228 489.830 620.085 6.095.143 5.999.599
Wertberichtigung 42.769 49.531 345.650 437.950 353.683
Buchwert 4.942.459 440.299 274.435 5.657.193 5.645.916

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen.

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30.06.2020 31.12.2019
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
--- --- --- --- --- ---
Anfangsbestand Wertberichtigung 46.098 43.017 264.568 353.683 279.480
Neu ausgereichte oder erworbene finanzielle Vermögenswerte 10.283 8.065 8.292 26.640 68.029
Umbuchungen
zu Stufe 1 4.294 -3.294 -1.000 0 0
zu Stufe 2 -3.719 9.971 -6.252 0 0
zu Stufe 3 -3.082 -15.342 18.424 0 0
Änderung der Risikovorsorge durch Stufenänderung -3.457 12.309 73.989 82.841 55.308
Einvernehmliche Vertragsauflösung oder Zahlungen für finanzielle Vermögenswerte (ohne Ausbuchungen) -11.330 -8.563 -8.745 -28.638 -41.276
Änderungen der vertraglichen Zahlungströme infolge von Modifikation (keine Ausbuchung) 0 0 0 0 0
Änderung durch Veränderung Bearbeitungsklasse bei Schadensfällen 0 0 9.839 9.839 13.988
Änderungen der Modelle/Risikoparameter für ECL-Berechnung 0 0 6.721 6.721 5.219
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten -8 -43 -19.484 -19.535 -35.484
Währungsumrechnungs- und sonstige Differenzen -336 -345 -2.889 -3.570 1.162
Aufzinsung 4.026 3.756 2.187 9.969 7.257
Endbestand Wertberichtigung 42.769 49.531 345.650 437.950 353.683

7. FINANZSCHULDEN

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Finanzschulden
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Kurzfristige Finanzschulden
--- --- ---
Asset Based 496.047 403.975
Senior Unsecured 699.640 758.420
Zweckgebundene Förderdarlehen 117.241 83.122
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 696.272 469.910
davon gegenüber Kreditinstitute 5.600 6.300
Sonstige Bankschulden 1.746 886
davon Kontokorrentschulden 58 73
Summe kurzfristige Finanzschulden 2.010.946 1.716.313
Langfristige Finanzschulden
Asset Based 412.246 512.943
Senior Unsecured 2.782.298 2.813.124
Zweckgebundene Förderdarlehen 280.319 177.761
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 621.512 420.525
Summe langfristige Finanzschulden 4.096.375 3.924.353
Summe Finanzschulden 6.107.321 5.640.666

7.1 ASSET BASED FINANZSCHULDEN

7.1.1 STRUKTURIERTE EINHEITEN

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC, FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2), FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3) sowie FCT "GK"-COM-PARTMENT "G4" (FCT GK 4). Sämtliche strukturierten Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.

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30.06.2020 31.12.2019
Programmvolumen in Landeswährung
--- --- ---
TEUR 947.802 947.802
TGBP 150.000 150.000
Programmvolumen in TEUR 1.112.198 1.124.107
Inanspruchnahme in TEUR 871.123 860.064
Buchwert in TEUR 780.083 761.560
davon kurzfristig 434.055 334.040
davon langfristig 346.028 427.520

7.1.2 FORDERUNGSVERKAUFS-VERTRÄGE

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30.06.2020 31.12.2019
Programmvolumen in Landeswährung
--- --- ---
TEUR 20.000 20.000
TGBP 100.000 100.000
TPLN 80.000 80.000
TBRL 185.000 185.000
Programmvolumen in TEUR 177.820 197.298
Inanspruchnahme in TEUR 127.262 153.634
Buchwert in TEUR 127.262 153.634
davon kurzfristig 61.267 68.798
davon langfristig 65.995 84.836

7.1.3 RESTWERTDARLEHEN

Die Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Buchwert 948 1.724
davon kurzfristig 725 1.137
davon langfristig 223 587

7.2 SENIOR UNSECURED FINANZSCHULDEN

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Anleihen 2.857.420 2.764.192
davon kurzfristig 419.412 336.652
davon langfristig 2.438.008 2.427.540
Schuldscheindarlehen 420.326 431.587
davon kurzfristig 114.753 92.449
davon langfristig 305.573 339.138
Commercial Paper 89.500 226.500
Revolving Credit Facility 73.269 114.319
davon kurzfristig 36.430 67.873
davon langfristig 36.839 46.446
Geldhandel 21.262 11.770
davon kurzfristig 19.384 11.770
davon langfristig 1.878 0
Kontokorrent 2.068 3.829
Zinsabgrenzung 18.093 19.347

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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30.06.2020 31.12.2019
Anleihen TEUR 5.000.000 3.500.000
Commercial Paper TEUR 750.000 750.000
Revolving Credit Facility TEUR 330.000 330.000
Revolving Credit Facility TPLN 100.000 100.000
Revolving Credit Facility TCHF 20.000 20.000
Revolving Credit Facility THRK 125.000 125.000
Geldhandel TEUR 35.000 35.000

7.2.1 ANLEIHEN

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 210.000 TEUR sowie 300.000 THKD begeben. Planmäßig wurden 153.000 TEUR getilgt.

7.2.2 SCHULDSCHEINDARLEHEN

Im Geschäftsjahr wurde bisher ein neues Schuldscheindarlehen begeben. Das Gesamtvolumen der neu begebenen Darlehen beläuft sich auf 19.000 TEUR. Planmäßig getilgt wurden 21.500 TEUR, 33.000 TDKK sowie 33.000 TSEK.

7.3 ZWECKGEBUNDENE FÖRDERDARLEHEN

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Bezeichnung
--- --- ---
Europäische Investitionsbank 99.832
NRW BANK 72.778 69.439
Thüringer Aufbaubank 4.767 4.104
Investitionsbank des Landes Brandenburg 2.086 3.006
KfW 216.582 182.555
Landeskreditbank Baden-Württemberg -Förderbank 1.514 1.778
Zinsabgrenzung 1 1
Summe der Förderdarlehen 397.560 260.883

8. EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2019 unverändert auf 46.353.918 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Vorstand der im August 2020 stattfindenden Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 30. Juni 2020 nicht als Verbindlichkeit erfasst.

9. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

9.1 HIERARCHIE DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:

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Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

9.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN

9.2.1 BEIZULEGENDE ZEITWERTE ORIGINÄRER FINANZINSTRUMENTE

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 2.857.420 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 2.764.192 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.843.956 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 2.827.286 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden und die sonstigen Beteiligungen, welche der Bewertungskategorie FVOCIoR zugeordnet sind und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.06.2020 Buchwert 30.06.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- ---
Leasingforderungen 6.363.197 5.657.193 6.381.615 5.645.916
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 345.825 345.823 343.650 343.649
davon Forderungen aus dem Factoringgeschäft 28.710 28.710 37.082 37.082
davon Forderungen aus dem Kreditgeschäft 139.571 139.569 126.629 126.628
davon Forderungen gegen Franchisenehmer (Refinanzierung) 133.115 133.115 133.289 133.289
davon Sonstige Vermögenswerte 44.429 44.429 46.650 46.650
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzschulden 6.191.549 6.107.321 5.754.703 5.640.666
davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.842.276 4.787.791 4.853.046 4.749.345
davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 1.347.527 1.317.784 900.771 890.435
davon Bankschulden 1.746 1.746 886 886

9.2.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps), Devisentermingeschäften und Cross Currency Swaps zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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TEUR Beizulegender Zeitwert 30.06.2020 Buchwert 30.06.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- ---
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 3.872 3.872 28 28
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 498 498 380 380
Fremdwährungsterminkontrakte 7.338 7.338 2.030 2.030
Gesamt 11.708 11.708 2.438 2.438
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung
Zinsderivate
Cross Currency Swaps 3.670 3.670 2.642 2.642
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung
Zinsderivate 2.037 2.037 696 696
Fremdwährungsterminkontrakte 6.817 6.817 12.613 12.613
Gesamt 12.524 12.524 15.951 15.951

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Mark-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Input-parameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für

Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit den Kupons, der am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.

9.3 BEWERTUNGSMETHODEN UND VERWENDETE INPUTFAKTOREN

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
--- --- ---
Börsennotierte Anleihen n. a. Notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte Mark-to-Market Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwertmodell Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden

10. ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) dargestellt:

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TEUR Segment 01.01. -30.06.2020 01.01. -30.06.2019
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)
--- --- --- ---
Bruttoerlöse aus dem Service und Protection Geschäft (Servicegeschäft) Leasing 60.096 49.795
Servicegebühr für Bereitstellung Leasing 2.552 3.433
Erlöse mit Franchisenehmern Leasing 992 753
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 816 767
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 10 11
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 532 409
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 77.522 85.742
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 637 692
Summe 143.157 141.602

11. ERLÖSE UND SONSTIGE UMSATZERLÖSE

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR 01.01. -30.06.2020 01.01.-30.06.20191
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 143.157 141.602
Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 229.305 203.4741
Erlöse aus Operating-Leasingverhältnissen 9.785 7.380
Erlösanteile aus Vormieten 5.679 7.422
Summe 387.926 359.878

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss. Kapitel "Anpassungen")

12. ERTRAGSTEUERN

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR 01.01. -30.06.2020 01.01. -30.06.20191
Laufende Steuer 9.420 6.366
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 1.237 -76
Ausländische Ertragsteuer 8.183 6.442
Latente Steuern -819 6.541
Deutschland 3.335 4.952
Ausland -4.154 1.589
Summe 8.601 12.907

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

13. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
--- --- --- --- --- --- ---
Januar bis Juni 2020 2019 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Operative Erträge
--- --- --- --- --- --- ---
Externe operative Erträge 167.541 191.665 -4.863 -2.918 1.690 1.992
Interne operative Erträge -26.129 -16.900 26.397 17.113 -268 -213
Summe operative Erträge 141.412 174.7651 21.534 14.195 1.422 1.779
Operatives Ergebnis 41.859 74.332 11.690 9.657 -2.132 -515
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen -80 -27 -138 -62 0 0
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen
Sonstiges Finanzergebnis
Gewinn vor Steuern lt. Konzern-Gewinn-u. Verlustrechnung
zum 30. Juni (Vorjahr: 31. Dez.)
Segmentvermögen 7.185.128 6.809.218 2.027.824 1.529.276 50.922 42.151
Segmentschulden 6.100.412 5.783.469 1.770.597 1.301.124 40.163 31.984

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TEUR Konsolidierung & Sonstiges Konzern
--- --- --- --- ---
Januar bis Juni 2020 2019 2020 2019
--- --- --- --- ---
Operative Erträge
--- --- --- --- ---
Externe operative Erträge 0 0 164.368 190.7391
Interne operative Erträge 0 0 0 0
Summe operative Erträge 0 0 164.368 190.7391
Operatives Ergebnis 122 5 51.539 83.4791
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 0 0 -218 -89
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis inkl. Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen 51.321 83.3901
Sonstiges Finanzergebnis -4.750 -2.331
Gewinn vor Steuern lt. Konzern-Gewinn-u. Verlustrechnung 46.571 81.0591
zum 30. Juni (Vorjahr: 31. Dez.)
Segmentvermögen -1.617.473 -1.282.580 7.646.401 7.098.065
Segmentschulden -1.554.279 -1.282.580 6.356.893 5.833.997

1 Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen").

13.1 GESCHÄFTSSEGMENTE

Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt, welches dem Entscheidungsträger, dem Vorstand der GRENKE AG, dazu dient, die Leistung der Segmente zur beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Die Segmentberichterstattung des GRENKE Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2020 um eine Aufgliederung der internen und externen operativen Erträge erweitert. Hiermit wird der insgesamt gewachsenen Bedeutung der Transaktionen zwischen den Segmenten insbesondere im Bereich Refinanzierung Rechnung getragen.

13.2 BERICHTSPFLICHTIGE SEGMENTE

13.2.1 LEASINGGESCHÄFT

Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingneh-mer, die Vermietung, Service-, Protect- und Wartungsangebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

13.2.2 BANKGESCHÄFT

Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das externe Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Neben dem Geschäft mit externen Kunden umfassen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG auch die interne Refinanzierung des Leasingsegments des GRENKE Konzerns mittels des Ankaufs von Forderungen und der Ausgabe von Darlehen.

13.2.3 FACTORINGGESCHÄFT

Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Forderungsmanagement ohne Finanzierungsfunktion (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das

Delkredererisiko beim Kunden. Interne operative Erträge werden insbesondere durch die interne Refinanzierung verursacht.

13.3 MESSGRÖßEN DER SEGMENTE

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist die zuständige Unternehmensinstanz, der Vorstand der GRENKE AG, verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Wachstum des Neugeschäfts des Leasingsegments, für die GRENKE Bank das Einlagevolumen und für das Factoringsegment die Bruttomarge. Die Messgrößen sind insbesondere durch die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die zeitraumbezogenen Segmentdaten und die operativen Segmenterträge werden wie folgt gegliedert und ermittelt:

Leasing: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, Ergebnis aus dem Servicegeschäft, Ergebnis aus dem Neugeschäft und Verwertungsergebnis.

Bank: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.

Factoring: Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus Verwertung betreffen das Segment Leasing.
Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.

Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche und latente Steueransprüche zusammen.

Die Segmentschulden entsprechenden dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerverbindlichkeiten und latente Steuerschulden.

14. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS IM GESCHÄFTSJAHR 2020

14.1 CORAL UND CORAL II

Im zweiten Quartal 2020 wurden die Verträge mit CORAL Purchasing Limited vorzeitig abgelöst und die strukturierte Einheit entkonsolidiert. Erstmalig wurde im zweiten Quartal 2020 die CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC in den Konsolidierungskreis aufgenommen bzw. konsolidiert. Dieses strukturierte Unternehmen ist im Rahmen einer Silo-Struktur in den Konsolidierungskreis des GRENKE Konzerns einbezogen worden.

15. AUSZAHLUNG AN HYBRIDKAPITALGEBER

Am 31. März 2020 hat die GRENKE AG planmäßig eine Kuponzahlung in Höhe von 10.664 TEUR an die Hybridkapitalgeber geleistet.

16. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 653 an (30.06.2019: 0 TEUR).

Zum 30. Juni 2020 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 70 TEUR (30.06.2019: 673 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

16.1 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

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TEUR 30.06.2020 31.12.2019
Personen in Schlüsselpositionen 0 0
Assoziierte Unternehmen 409 430

Die Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen resultiert aus einem Beratervertrag mit einem Aufsichtsratsmitglied. Der Beratungsaufwand dafür beträgt im Geschäftsjahr 80 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2019: 0 TEUR). Gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es entstand ein Zinsaufwand von 0 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2019: 1 TEUR).

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen und deren nahen Familienangehörigen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Die Bank hat zum Stichtag Einlagen in Höhe von 4.597 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 9.272 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 1 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2019: 35 TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten weisen zum Stichtag einen Stand von 8 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 27 TEUR) bei einem Kreditkartenlimit von 216 TEUR (Vorjahr 31.12.2019: 216 TEUR) gegenüber nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen und deren nahen Familienangehörigen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.

17. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaffen Finanzgarantien in Höhe von 60,1 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2019: 72,0 Mio. EUR) ausgereicht, welche das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 35,8 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2019: 37,5 Mio. EUR).

18. MITARBEITER

Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.777 (Vorjahr 30.06.2019: 1.651). Weitere 75 (Vorjahr 30.06.2019: 69) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

19. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Baden-Baden, den 29. Juli 2020

Antje Leminsky

(Vorstandsvorsitzende)

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Gilles Christ Sebastian Hirsch Mark Kindermann
(Vorstand) (Vorstand) (Vorstand)

FINANZKALENDER

30.07.2020 // Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2020

06.08.2020 // Ordentliche virtuelle Hauptversammlung

02.10.2020 // Neugeschäftszahlen Q1-Q3 2020

29.10.2020 // Veröffentlichung Quartalsmitteilung 3. Quartal 2020

INFORMATIONEN UND KONTAKT

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Team Investor Relations

Neuer Markt 2

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Telefon: +49 7221 5007-204

Telefax: +49 7221 5007-4218

E-Mail: [email protected]

Disclaimer

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter

Die Quartalsmitteilung erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

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