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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2019

Jul 30, 2019

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Interim / Quarterly Report

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GRENKE AG

Baden-Baden

Halbjahresbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2019

FINANZBERICHT

ZUM 2. QUARTAL UND DEM ERSTEN HALBJAHR 2019

GRENKE KONZERN

KENNZAHLEN

GRENKE GRUPPE

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01.01.2019

BIS 30.06.2019
VERÄNDERUNG (%) 01.01.2018

BIS 30.06.2018
EINHEIT
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING 1.404.871 21,3 1.158.365 TEUR
davon International 1.068.781 22,7 871.404 TEUR
davon Franchise-International 39.552 49,4 26.479 TEUR
davon DACH * 296.538 13,8 260.482 TEUR
Westeuropa (ohne DACH) * 372.918 22,2 305.210 TEUR
Südeuropa * 442.600 19,3 371.100 TEUR
Nord- / Osteuropa * 233.414 27,3 183.359 TEUR
Übrige Regionen * 59.401 55,4 38.214 TEUR
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE FACTORING

(INKL. INKASSODIENSTLEISTUNG)
305.454 29,6 235.621 TEUR
davon Deutschland 84.872 -0,7 85.487 TEUR
davon International 81.308 19,8 67.856 TEUR
davon Franchise-International 139.273 69,3 82.278 TEUR
GRENKE BANK Einlagevolumen 769.935 29,3 595.645 TEUR
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft

inkl. Existenzgründungsfinanzierungen
23.675 26,8 18.677 TEUR
DECKUNGSBEITRAG 2 (DB2) DES

NEUGESCHÄFTS GRENKE GRUPPE LEASING
233.000 13,6 205.105 TEUR
davon International 183.983 13,2 162.605 TEUR
davon Franchise-International 8.290 48,6 5.578 TEUR
davon DACH * 40.726 10,3 36.922 TEUR
Westeuropa (ohne DACH) * 64.941 18,4 54.847 TEUR
Südeuropa * 72.658 2,0 71.219 TEUR
Nord- / Osteuropa * 42.051 22,8 34.240 TEUR
Übrige Regionen * 12.624 60,3 7.878 TEUR
SONSTIGE ANGABEN LEASING
Anzahl der Neuverträge 157.813 16,8 135.087 Stück
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0,0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,9 3,8 8,6 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 49 0,0 49 Monate
Vermietvolumen 7.735 21,7 6.356 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 869.610 19,2 729.302 Stück

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* Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland,

Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

GRENKE KONZERN

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01.01.2019

BIS 30.06.2019
VERÄNDERUNG (%) 01.01.2018

BIS 30.06.2018
EINHEIT
KENNZAHLEN DER GEWINN-

UND VERLUSTRECHNUNG
Zinsergebnis 156.726 14,2 137.197 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 60.284 43,2 42.105 TEUR
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 45.947 17,5 39.102 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 48.920 19,9 40.785 TEUR
Verwertungsmehr-(+) / -minder(-)ergebnis -370 84,5 -2.391 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 4.961 78,4 2.781 TEUR
Kosten Neuverträge 35.572 18,7 29.972 TEUR
Kosten laufende Verträge 10.001 22,4 8.168 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 31.692 9,6 28.919 TEUR
Kosten Management 28.300 8,6 26.049 TEUR
Sonstige Kosten 6.656 27,9 5.205 TEUR
Operatives Ergebnis 83.679 8,6 77.056 TEUR
Sonstiges Finanzergebnis (Ertrag(-) / Aufwand(+)) 1.619 114,7 754 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung -801 -1.435,0 60 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 81.259 6,4 76.362 TEUR
GEWINN 68.326 7,2 63.752 TEUR
ERGEBNIS JE AKTIE (NACH IFRS) 1,33 0,0 1,33 EUR
SONSTIGE ANGABEN
Dividende 0,80 14,3 0,70 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio

(exkl. Eigenkapital vor Steuern)
578,1 15,2 501,9 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio

(inkl. Eigenkapital nach Steuern)
1.589 12,1 1.417 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 57,7 2,5 56,3 Prozent
Eigenkapitalquote 17,0 -9,1 18,7 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter

nach Vollzeitäquivalent
1.617 15,7 1.397 Personen
Personalaufwand 56.390 14,3 49.316 TEUR
davon Gesamtvergütung 46.409 15,0 40.345 TEUR
davon fixe Vergütung 33.438 12,3 29.776 TEUR
davon variable Vergütung 12.971 22,7 10.569 TEUR

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

AUF EINEN BLICK

GRENKE SETZT SEINEN WACHSTUMSKURS WEITER FORT: MIT EINEM GUTEN NEUGESCHÄFT UND WEITEREN ZELLTEILUNGEN IM ERSTEN HALBJAHR

Breite Diversifizierung

PORTFOLIO LEASING-NEUGESCHÄFT

Hohes Wachstum

STANDORTE GRENKE GRUPPE

147

ZELLTEILUNGEN

BELGIEN

KANADA

SPANIEN

NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE

+23%

Volumen inkl. Franchisepartner erreicht 1.734,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.412,7 Mio. EUR)

ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN

1.617

Anstieg gegenüber Vorjahr um 15,7 % (GRENKE Konzern, Vorjahr: 1.397)

Attraktive Kursentwicklung

KURSENTWICKLUNG DER GRENKE-AKTIE

02. Januar 2018 bis 28. Juni 2019

BRIEF DES VORSTANDS

AN DIE AKTIONÄRE

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

Sie sind von GRENKE profitables Wachstum gewohnt. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir Ihren Erwartungen erneut gerecht werden konnten und im ersten Halbjahr 2019 wieder stark gewachsen sind. Trotz der weltweiten konjunkturellen Eintrübung nahm das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing um 21 Prozent zu. In unseren drei Leasing-Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Italien verzeichneten wir jeweils zweistellige Zuwachsraten, aber auch außerhalb der Kernmärkte erzielten alle Regionen starkes Wachstum. Die GRENKE Gruppe Factoring steigerte ihr Neugeschäftsvolumen sogar um 30 Prozent, wobei sich das internationale Geschäft einmal mehr als Wachstumstreiber erwies. Die positive Entwicklung unseres Neugeschäfts zeigt, dass wir in der Lage sind, unser Markenversprechen "Fast. Forward. Finance" für uns und unsere Kunden einzulösen.

Unsere Zellteilungsstrategie schreitet ebenfalls planmäßig voran: So eröffneten wir in der ersten Jahreshälfte drei weitere Standorte in Belgien, Kanada und Spanien. Damit waren wir Ende Juni weltweit mit 147 Standorten vertreten.

Weiterhin profitieren wir nachhaltig vom Sonderabschreibungsprogramm in Italien. Dieses lief zwar mit Beginn des Geschäftsjahres in der für uns nutzbaren Form aus; die Vergünstigungen aus dem Neugeschäft der letzten drei Jahre kommen uns allerdings weiterhin zugute. Das gute Wachstum der letzten Jahre verschafft uns nun einen Vorteil, der insgesamt zu geringeren Steuerbelastungen führt. Wir gehen davon aus, dass wir hiervon auch in den nächsten Quartalen profitieren werden.

Gleichzeitig stellen wir infolge des zuletzt verlangsamten Wirtschaftswachstums in vielen Märkten ein sich veränderndes Zahlungsverhalten fest. Infolgedessen nahmen die Schäden in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlicher zu als für das Geschäftsjahr erwartet. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Schäden in den vergangenen Jahren auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau lagen, sodass die Entwicklung im ersten Halbjahr aus unserer Sicht eine Normalisierung darstellt.

Angesichts des sich ändernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds wurde die Prognose für den Konzern-Gewinn angepasst. Wir rechnen nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn in der Spanne von 138 bis 148 Mio. EUR. Dies entspricht einer Gewinnsteigerung von 5 bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Hinblick auf das Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing können wir dieses sogar im oberen Bereich zwischen 16 bis 19 Prozent konkretisieren. Beim Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Factoring bekräftigen wir unsere Erwartungen von 25 Prozent für das Jahr 2019.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, unser Geschäftsmodell hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. In konjunkturell günstigen wie auch schwierigen Zeiten waren wir stets in der Lage, risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften. Auf die veränderte Risikosituation haben wir mit einer Anpassung unserer Annahmepraxis und Konditionsgestaltung zum Ende des zweiten Quartals reagiert. Wir haben die Weichen für ein erfolgreiches zweites Halbjahr gestellt und schauen optimistisch in die Zukunft. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen.

Baden-Baden, im Juli 2019

Der Vorstand der GRENKE AG

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Antje Leminsky Gilles Christ Sebastian Hirsch Mark Kindermann
Vorstandsvorsitzende Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 GRENKE IM ÜBERBLICK

Die GRENKE Gruppe agiert als globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Kunden erhalten Lösungen aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen derzeit mit über 1.600 Mitarbeitern in 32 Ländern weltweit aktiv.

Um neue regionale Märkte zu erschließen nutzt der Konzern ein Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKE AG nicht beteiligt. Im vorliegenden Zwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKE AG inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem Konzern inklusive der Franchisepartner

1.2 GESCHÄFTSMODELL

Mit dem traditionellen Angebot von Leasingfinanzierungen für betragsmäßig kleinere IT- und Bürokommunikationsprodukte sowie Software ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR hat GRENKE einen Markt definiert und entwickelt, der von vielen Leasinganbietern nur punktuell adressiert wird. Bei über 90 Prozent der Leasingverträge liegt der Anschaffungswert unter 25 TEUR. Zudem hat die Gruppe ihr Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere Produktbereiche wie kleine Maschinen und Anlagen, medizintechnische Geräte sowie Sicherheitsgeräte ausgedehnt.

Als Anbieter von Finanzierungslösungen für kleine und mittlere Vertragsgrößen sind ein Höchstmaß an Effizienz in der Abwicklung und damit einhergehend niedrige Einzelkosten grundlegende Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Deshalb ist das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf Effizienzoptimierung in allen operativen Kernprozessen ausgerichtet. Dies wird durch Standardisierung, umfassende, IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit sowie eine schlanke Organisation erreicht.

1.3 ZIELE UND STRATEGIEN

Die GRENKE Gruppe ist einer der europaweit führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen. In diesem Bereich gehört das Unternehmen in Deutschland, der Schweiz sowie Italien und Frankreich zu den führenden Anbietern. Das strategische Ziel der Gruppe ist es, GRENKE mittelfristig als umfassenden Small-Ticket-Finanzdienstleister nicht nur für den europäischen, sondern auch den internationalen Mittelstand zu positionieren. Außerhalb Europas hat die Gruppe in den vergangenen Jahren den Eintritt in verschiedenen Ländern in Asien, Australien sowie Nord- und Südamerika realisiert.

Die Finanzierung der Wachstumsstrategie basiert auf mehreren Säulen. Neben den Einlagen der GRENKE Bank bedient sich das Unternehmen an "Asset-basierter" Instrumenten, unter anderem der ABCP-Programme, sowie "Senior Unsecured" Instrumenten, wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper. Darüber hinaus legt GRENKE großen Wert auf eine solide Eigenkapitalbasis. Die Orientierungsgröße für die Eigenkapitalquote liegt deshalb seit vielen Jahren bei 16 Prozent. Diese Größe wird als wesentliche Voraussetzung für die Absicherung des Investmentgrade-Ratings betrachtet.

2. GESCHÄFTSVERLAUF

2.1 NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE

Bei der Betrachtung des Neugeschäftsvolumens stellt GRENKE grundsätzlich auf die Gruppe ab, das heißt den Konzern inklusive seiner Franchisepartner. Im zweiten Quartal 2019 weitete die Gruppe ihr Neugeschäft um 23 Prozent aus. Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 (+22 Prozent) hat sich das Wachstum damit leicht beschleunigt. Absolut betrachtet erreichte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im Halbjahr ein Volumen von 1.734,0 Mio. EUR nach 1.412,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anstieg von 23 Prozent.

Der Geschäftsbereich Leasing (GRENKE Gruppe Leasing) steigerte sein Neugeschäftsvolumen - das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände - im ersten Halbjahr 2019 um 21 Prozent auf 1.404,9 Mio. EUR (6M 2018: 1.158,4 Mio. EUR). Der Anteil des Leasinggeschäfts am gesamten Neugeschäftsvolumen der Gruppe blieb damit mit 81 Prozent (6M 2018: 82 Prozent) nahezu unverändert.

In den drei Leasing-Kernmärkten Deutschland (+14 Prozent), Frankreich (+21 Prozent) und Italien (+11 Prozent) verzeichnete GRENKE in den ersten sechs Monaten 2019 jeweils zweistellige Zuwachsraten des Neugeschäftsvolumens gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Außerhalb der Kernmärkte erzielten alle Regionen starkes Wachstum, wodurch die regionale Diversifizierung des Leasingportfolios weiter vorangetrieben werden konnte. Unter den internationalen Märkten ragte im ersten Halbjahr vor allem Spanien (+55 Prozent) heraus.

In der DACH-Region, in der die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zusammengefasst sind, nahm das Neugeschäft im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf 296,5 Mio. EUR (6M 2018: 260,5 Mio. EUR) zu. Dazu trug maßgeblich die erwähnte, sehr erfreuliche Entwicklung in Deutschland bei. In Westeuropa (ohne DACH) verzeichnete GRENKE einen Zuwachs von 22 Prozent auf 372,9 Mio. EUR (6M 2018: 305,2 Mio. EUR). In Südeuropa, der gemessen an ihrem Anteil am gesamten Leasing-Neugeschäft größten Region, legte das Neugeschäft um 19 Prozent auf 442,6 Mio. EUR (6M 2018: 371,1 Mio. EUR) zu. Die wesentlichen Wachstumsimpulse in dieser Region gingen - wie bereits eingangs erwähnt - von Spanien und Italien aus. Die Region Nord- / Osteuropa steigerte das Neugeschäft in den ersten sechs Monaten überdurchschnittlich um 27 Prozent auf 233,4 Mio. EUR (6M 2018: 183,4 Mio. EUR). Wie bereits zum Jahresbeginn 2019 zeigte sich das Neugeschäft in Großbritannien unbeeindruckt von den Unsicherheiten über den bevorstehenden Brexit. Im ersten Halbjahr 2019 nahm das Neugeschäftsvolumen hier insgesamt um 30 Prozent zu. Das prozentual höchste Wachstum von 55 Prozent auf 59,4 Mio. EUR (6M 2018: 38,2 Mio. EUR) verzeichnete GRENKE in den übrigen Regionen. Allerdings ist hier die noch relativ niedrige absolute Basis zu berücksichtigen. SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN"

NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING*

per 30. Juni 2019, in Mio. EUR

* Erläuterung Regionen siehe Folgeseite.

Die seit 2017 forcierte Verbreiterung des Leasingportfolios über den klassischen IT-Bereich hinaus setzte sich im Zeitraum von Januar bis Juni 2019 nahtlos fort. So entfiel auf medizintechnische Produkte, kleine Maschinen und Anlagen sowie Sicherheitsgeräte im Berichtshalbjahr ein Anteil am Neugeschäft von zusammen 36,3 Prozent (6M 2018: 32,7 Prozent).

Die GRENKE Gruppe verzeichnete von Januar bis Juni 2019 insgesamt 316.645 Leasinganfragen (6M 2018: 277.936). Im gleichen Zeitraum wurden 157.813 neue Leasingverträge (6M 2018: 135.087) abgeschlossen. Dies entsprach einer leicht erhöhten Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 50 Prozent (6M 2018: 49 Prozent). Auf die internationalen Märkte entfielen 264.875 Anfragen (6M 2018: 233.545), die zu 128.643 (6M 2018: 111.227) neuen Verträgen führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort bei 49 Prozent (6M 2018: 48 Prozent). Die höchste Umwandlungsquote konnte mit 56 Prozent (6M 2018: 54 Prozent) unverändert in der DACH-Region erzielt werden. Der mittlere Wert pro Leasing-vertragsabschluss bewegte sich im Berichtszeitraum mit 8.902 EUR (6M 2018: 8.575 EUR) auf einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht erhöhten, insgesamt aber weiterhin geschäftstypischen Niveau und belegt den starken Fokus auf das Small-Ticket-Segment.

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts nahm im Sechsmonatszeitraum 2019 um 14 Prozent auf 233,0 Mio. EUR nach 205,1 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu. Die DB2-Marge sank auf 16,6 Prozent (6M 2018: 17,7 Prozent). Sequenziell betrachtet blieb die DB2-Marge gegenüber dem ersten Quartal 2019 dagegen stabil. Erwartungsgemäß verbesserte sich die DB2-Marge in Italien im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal, nachdem die Marge zu Jahresbeginn nach dem Auslaufen der Steuervergünstigungen für Leasingfinanzierungen ("Super ammortamento") zurückgegangen war. Die damit zusammenhängende Konditionsanpassung in Italien konnte erfolgreich durchgesetzt werden.

Der positive Effekt aus der Konditionsanpassung in Italien wurde auf Gruppenebene durch eine Adjustierung der erwarteten Ausfälle in der Deckungsbeitragskalkulation für das Neugeschäft in den übrigen Märkten kompensiert. Dies reflektiert die vorsichtige und noch stärker risikoadjustierte Annahmepraxis und Konditionsgestaltung der GRENKE Gruppe, insbesondere aufgrund der allgemein zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten. Die DB1-Marge des Leasinggeschäfts (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungskosten) lag im ersten Halbjahr 2019 bei 12,2 Prozent und erreichte einen Wert von 171,7 Mio. EUR (6M 2018: 12,8 Prozent bzw. 148,3 Mio. EUR).

Das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe Factoring stieg in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 30 Prozent auf 305,5 Mio. EUR (6M 2018: 235,6 Mio. EUR). Bei einem Anteil des Inkassogeschäfts von 15 Prozent (6M 2018: 12 Prozent) erreichte das Neugeschäft in Deutschland mit 84,9 Mio. EUR (6M 2018: 85,5 Mio. EUR) annähernd den Vorjahreswert. Die Brutto-Marge bewegte sich hier mit 1,60 Prozent (6M 2018: 1,62 Prozent) auf weiterhin hohem Niveau. Starkes Wachstum verzeichneten dagegen die internationalen Märkte, in denen das Neugeschäftsvolumen insgesamt um 47 Prozent auf 220,6 Mio. EUR (6M 2018: 150,1 Mio. EUR) zunahm. Auf internationaler Ebene lag der Anteil des Inkassogeschäfts, bei dem keine Ausfallrisiken übernommen werden, bei 21 Prozent (6M 2018: 27 Prozent). Die Brutto-Marge in den internationalen Märkten verbesserte sich auf 1,41 Prozent (6M 2018: 1,20 Prozent). Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes von ca. 29 Tagen in Deutschland (6M 2018: ca. 27 Tage) und ca. 42 Tagen auf internationaler Ebene (6M 2018: ca. 40 Tage).

Die GRENKE Bank steigerte ihr Neugeschäft im Bereich Kreditgeschäft für KMU im Sechsmonatszeitraum um 27 Prozent auf 23,7 Mio. EUR (6M 2018: 18,7 Mio. EUR). Das Einlagevolumen der GRENKE Bank nahm zum Stichtag 30. Juni 2019 auf 769,9 Mio. EUR zu. Es lag damit um 11 Prozent über dem Wert von 692,4 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2018 und um 29 Prozent über dem Stand zum Ende des ersten Halbjahrs 2018 (595,6 Mio. EUR).

AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN

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GRENKE Gruppe Leasing

(Anteil am Neugeschäft in Prozent)
01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.2018
1 DACH 21,1 22,5
2 Westeuropa (ohne DACH) 26,6 26,4
3 Südeuropa 31,5 32,0
4 Nord- / Osteuropa 16,6 15,8
5 Übrige Regionen 4,2 3,3

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GRENKE Gruppe

(Mio. EUR)
01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.2018
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 1.404,9 1.158,4
Neugeschäft GRENKE
Gruppe Factoring 305,5 235,6
Existenzgründungsfinanzierungen GRENKE Bank
(inkl. Mikrokreditgeschäft) 23,7 18,7

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* Regionen: DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland* ,

Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien* , Brasilien, Chile* , Kanada* , Singapur* , Türkei, VAE

* Franchise

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF DES GRENKE KONZERNS

Im zweiten Quartal 2019 setzte GRENKE den Ausbau der Präsenz in bestehenden Märkten mit der Eröffnung eines weiteren Standorts in Spanien fort. Nach den im ersten Quartal 2019 erfolgten Zellteilungen in Belgien und Kanada war GRENKE damit zum 30. Juni 2019 mit 147 Standorten weltweit vertreten. Für das Geschäftsjahr 2019 ist die Eröffnung von weiteren neuen Standorten geplant. Darüber hinaus bereitet GRENKE den Markteintritt mit seinem Leasingangebot in die USA vor.

Im Berichtsquartal führte GRENKE das eSignature Verfahren, mit dem sich Leasingverträge vollständig digital abwickeln lassen, in Australien ein. Damit ist dieses Verfahren inzwischen in 20 Märkten etabliert. Die Anzahl der per eSignature geschlossenen Verträge stieg im ersten Halbjahr erneut überproportional um 29 Prozent. Damit wurden im ersten Halbjahr 2019 knapp ein Viertel (24 Prozent) aller Verträge auf diese Weise abgewickelt.

Im Juni 2019 bestätigte die Agentur Standard & Poor's erneut den Investmentgrade-Status des GRENKE Konzerns mit einem Counterparty Credit Rating BBB+/ A-2 jeweils mit stabilem Ausblick. Die Ratingagentur betonte in ihrer jüngsten Analyse insbesondere GRENKEs disziplinierte und risikoadäquate Konditionengestaltung und starke Kapitalausstattung. GRENKEs seit Jahren solides Rating ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Refinanzierung des hohen Neugeschäftswachstums.

Die Hauptversammlung der GRENKE AG, die am 14. Mai 2019 in BadenBaden stattfand, stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2018 und damit der Erhöhung der Dividende auf 0,80 EUR (Vorjahr: 0,70 EUR) je Aktie zu. Die Ausschüttung wurde somit zum neunten Mal in Folge angehoben. Darüber hinaus wählte die Hauptversammlung Frau Claudia Krcmar und Herrn Heinz Panter neu in den Aufsichtsrat als Nachfolger von Frau Tanja Dreilich und Herrn Erwin Staudt, deren Amtszeit mit Beendigung der Hauptversammlung endete. Wiedergewählt wurden Frau Dr. Ljiljana Mitic und Herr Florian Schulte.

Mit Wirkung zum 24. Juni 2019 nahm die Deutsche Börse die Aktien der GRENKE AG in den MDAX-Index auf, den Auswahlindex der 60 größten deutschen Unternehmen, die auf die 30 DAX-Unternehmen folgen. Der Aufstieg in den MDAX reflektiert das nachhaltige und erfolgreiche Wachstum des GRENKE Konzerns in den vergangenen Jahren und die damit einhergehende zunehmende Aufmerksamkeit, die das Unternehmen am Kapitalmarkt genießt.

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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TEUR 01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.20181
Zinsergebnis 156.726 137.197
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 60.284 42.1051
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 96.442 95.092
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 45.947 39.102
Ergebnis aus dem Neugeschäft 48.920 40.785
Verwertungsmehr-(+) / minder(-)ergebnis -370 -2.391
Operative Erträge insgesamt 190.939 172.588
Personalaufwand 56.390 49.316
davon Gesamtvergütung 46.409 40.345
davon fixe Vergütung 33.438 29.776
davon variable Vergütung 12.971 10.569
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 36.748 37.137
davon IT-Projektkosten 2.359 3.291
Gewinn vor Steuern 81.259 76.362
Gewinn 68.326 63.752
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert / unverwässert) 1,33 1,331

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")")

3. WIRTSCHAFTSBERICHT

3.1 NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARD IFRS 16

Der GRENKE Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 erstmals IFRS 16 "Leasingverhältnisse" angewendet. Die aus der Umstellung resultierenden Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden betreffen den GRENKE Konzern in seiner Rolle als Leasingnehmer. Die Änderungen wurden nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz angewendet, sodass es zu keiner Anpassung von Vorjahreswerten kam.

Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden Vermögenswerte für Nutzungsrechte an Leasinggegenständen aktiviert. Dies betraf gemietete Immobilien, geleaste Fahrzeuge und Nutzungsrechte für sonstige Leasingverhältnisse. Auf der Passivseite der Bilanz wurden entsprechende Leasingverbindlichkeiten erfasst. Der kumulierte Umstellungseffekt aus der Erstanwendung wurde erfolgsneutral im Eigenkapital zum 1. Januar 2019 erfasst.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des ersten Halbjahrs 2019 ergaben sich aus der Anwendung von IFRS 16 höhere Abschreibungen aufgrund der Aktivierung von Nutzungsrechten sowie ein zusätzlicher Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten. Die zuvor im Vertriebs- und Verwaltungsaufwand enthaltenen Miet- / Leasingaufwendungen verringerten sich durch IFRS 16 entsprechend.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2019 sind die in den Miet- / Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile als Mittelabfluss im Finanzierungscashflow erfasst. Die in den Raten enthaltenen Zinsanteile werden als Verminderung des Netto-Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die Auszahlungen für "Short Term"-Leases und "Low Value"-Leases sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten. SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS SEITE 22

3.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und makroökonomischen Indikatoren haben sich im ersten Halbjahr 2019 in den meisten Volkswirtschaften weiter eingetrübt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte entsprechend seine Schätzung für das globale Wachstum im laufenden Jahr im April um 0,2 und im Juli erneut um 0,1 Prozentpunkte. Angesichts des bevorstehenden Brexit und der weiter schwelenden Handelskonflikte bewertet der IWF insbesondere die Aussichten für die Eurozone inzwischen deutlich schwieriger als noch zu Jahresbeginn. So reduzierte der IWF seine Wachstumsprognose für den Euroraum auf 1,3 Prozent, nachdem er im Januar noch eine Expansion von 1,6 Prozent in Aussicht gestellt hatte.

Die verhaltenen Konjunkturaussichten veranlassten den Kreditversicherer Coface sein Länderrating für Deutschland Anfang Juli 2019 von "A1" auf "A2" herabzustufen. Die vorsichtigere Einschätzung basiert vor allem auf einer Eintrübung in den für Deutschland wichtigen Industrien Automobil, Metall, Pharma und Informations- und Kommunikationstechnologie. Für diese Sektoren hat Coface seine Einschätzung auf "hohes" bzw. "mittleres" Risiko gesenkt. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet Coface einen Anstieg der Insolvenzen um ein Prozent. Für Westeuropa insgesamt rechnet Coface mit einer Zunahme von zwei Prozent.

Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt auch Euler Hermes, die für 2019 weltweit steigende Insolvenzen prognostiziert hat. Für Westeuropa sagt Euler Hermes einen Anstieg von drei Prozent voraus, im Wesentlichen als Ergebnis der sich abschwächenden Konjunktur und der allgemein steigenden politischen Unsicherheiten. Euler Hermes hebt dabei insbesondere die erwartete Entwicklung in Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien hervor.

3.3 ERTRAGSLAGE

3.3.1 VERGLEICH ZWEITES QUARTAL 2019 VERSUS 2018

Die Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft nahmen im zweiten Quartal 2019 um 15 Prozent zu. Dies lag leicht unter dem Anstieg der Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung (18 Prozent), sodass sich im zweiten Quartal per Saldo ein Wachstum des Zinsergebnisses von 15 Prozent auf 79,6 Mio. EUR (Q2 2018: 69,5 Mio. EUR) ergab. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsquartal erhöhten sich deutlich um 59 Prozent auf 32,2 Mio. EUR (Q2 2018: 20,2 Mio. EUR). Die Schadenquote des Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,6 Prozent (Q2 2018: 1,4 Prozent) und lag damit etwas über den Erwartungen zum Jahresbeginn, aber weiterhin im Rahmen des langfristig angestrebten Niveaus. Bei der Schadenquote ist zu berücksichtigen, dass die Schäden in den vergangenen Jahren - trotz des erhöhenden Effekts durch die Einführung von IFRS 9 - im Vergleich zum Neugeschäftswachstum unterproportional zugenommen haben. Daher sollte die Entwicklung über mehrere Perioden hinweg betrachtet werden. Entsprechend stellt die Entwicklung im zweiten Quartal 2019 aus Sicht des Konzerns eine Normalisierung dar. Hintergrund dieser Entwicklung sind zum einen leicht erhöhte Kündigungen von Verträgen aufgrund von Nichtzahlung, aber auch eine etwas schlechtere Erfolgsquote im Rahmen der Forderungsbeitreibung zum Ende des Quartals. Diese Entwicklungen beobachtet GRENKE in mehreren Ländern und setzt dementsprechend überregional Gegenmaßnahmen ein. Wie bereits Anfang Juli bekannt gegeben, hat GRENKE unter anderem die Risikovorsorge in der Deckungsbeitragskalkulation des Neugeschäfts zum Ende des zweiten Quartals angepasst und verbindet dies mit einer restriktiveren und noch stärker risikoadjustierten Annahmepraxis und Konditionsgestaltung. So erwartet man insgesamt, dass sich die Schadenquote im Jahresverlauf auf einem Niveau von 1,6 Prozent stabilisieren wird. Aufgrund der höheren Schäden lag das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im zweiten Quartal 2019 mit 47,4 Mio. EUR (Q2 2018: 49,2 Mio. EUR) um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Ergebnisse aus dem Service- und Neugeschäft nahmen im Berichtsquartal um 17 Prozent bzw. 22 Prozent zu. Das Verwertungsminderergebnis lag mit -0,8 Mio. EUR wie im Vorjahreszeitraum (Q2 2018: -1,0 Mio. EUR) leicht im negativen Bereich. In Summe stiegen die operativen Erträge insgesamt somit um sieben Prozent auf 96,9 Mio. EUR (Q2 2018: 90,4 Mio. EUR).

Die betrieblichen Aufwendungen legten im zweiten Quartal 2019 überproportional zur Ertragsentwicklung zu. Demzufolge stieg die Cost-Income-Ratio auf 58,1 Prozent (Q2 2018: 54,9 Prozent), blieb damit aber weiterhin unter der mittelfristigen Zielgröße von 60 Prozent. Beim Anstieg der Cost-Income-Ratio sind auch gegebene Faktoren zu berücksichtigen. So führen die gestiegene Risikovorsorge und die niedrigeren Zinserträge in Folge des Abschreibungsprogramms in Italien zu einer Reduzierung der operativen Erträge ("Income"). Die mit dem Abschreibungsprogramm verbundene Steuerersparnis wirkt sich aber nicht positiv auf die betrieblichen Aufwendungen ("Cost") aus, sondern entlastet die Steuerposition und ist somit nicht in der Cost-Income-Ratio reflektiert. Die Personalaufwendungen, die größte Aufwandsposition des Konzerns, erhöhten sich um 16 Prozent auf 28,8 Mio. EUR (Q2 2018: 24,9 Mio. EUR). Dazu trugen zum einen der Aufbau der Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten um 15,7 Prozent auf 1.617 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter; Q2 2018: 1.397) und zum anderen höhere variable Vergütungskomponenten bei.

Der Anstieg der Abschreibungen um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal war im Wesentlichen durch die veränderte Bilanzierung gemäß IFRS 16 bedingt. Infolge der Aktivierung der Miet- und Leasingverhältnisse wurden die entsprechenden Aufwendungen als zusätzliche Abschreibungen für Nutzungsrechte (Q2 2019: 2,4 Mio. EUR) und zusätzliche Zinsaufwendungen für Schulden aus Miet- und Leasingverhältnissen (Q2 2019: 0,1 Mio. EUR) klassifiziert. Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand, in dem die Miet-/Leasingaufwendungen im Vorjahr verbucht wurden, sank dagegen um fünf Prozent auf 18,6 Mio. EUR (Q2 2018: 19,5 Mio. EUR). Die Entwicklung der Aufwendungen verbunden mit dem Neugeschäftswachstum des ersten Halbjahres unterstreichen das kosten-bewusste Handeln und die skalierbare Wachstumsstrategie. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag im Berichtsquartal bei -0,7 Mio. EUR (Q2 2018: -0,4 Mio. EUR).

Das operative Ergebnis des zweiten Quartals betrug 42,1 Mio. EUR nach 41,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum und der Gewinn vor Steuern 40,8 Mio. EUR (Q2 2018: 40,9 Mio. EUR). Die Steuerquote sank auf 15,0 Prozent (Q2 2018: 16,6 Prozent). Dabei profitierte der Konzern anhaltend von dem Sonderabschreibungsprogramm in Italien ("Super ammortamento"). Dieses lief zwar mit Beginn des Geschäftsjahres 2019 in der für GRENKE nutzbaren Form für Neuinvestitionen aus, die aus dem Neugeschäft der letzten drei Jahre resultierenden steuerlichen Vergünstigungen führen in den nächsten Quartalen allerdings zu insgesamt geringeren Steuerbelastungen für den Konzern. Entsprechend erreichte der Gewinn im zweiten Quartal 2019 34,7 Mio. EUR (Q2 2018: 34,1 Mio. EUR). Das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent. Daraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 0,75 EUR (Q2 2018: 0,76 EUR). Dabei ist die zum 31. Dezember 2018 geänderte Abgrenzung der Gewinnanteile der Hybridkapitalgeber entsprechend der rechtlichen Vertragsgestaltung der Anleihen zu berücksichtigen. Die Gewinnanteile der Hybridkapitalgeber werden nun in voller Höhe zum 30. März des jeweiligen Geschäftsjahres erfasst, während sie zuvor zeitanteilig abgegrenzt wurden. SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNABSCHLUSS, KAPITEL "ANPASSUNGEN"

3.3.2 HALBJAHRESVERGLEICH 2019 VERSUS 2018

Im Sechsmonatszeitraum 2019 verbesserte sich das Zinsergebnis um 14 Prozent auf 156,7 Mio. EUR (6M 2018: 137,2 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge stiegen um 43 Prozent und erreichten einen Wert von 60,3 Mio. EUR nach 42,1 Mio. EUR. Entsprechend nahm das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um ein Prozent auf 96,4 Mio. EUR im Berichtshalbjahr zu (6M 2018: 95,1 Mio. EUR).

Auf Halbjahressicht legten die Ergebnisse aus dem Service- und Neugeschäft um 18 Prozent bzw. 20 Prozent zu. Das Verwertungsminderergebnis hat sich mit -0,4 Mio. EUR (6M 2018: -2,4 Mio. EUR) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert deutlich verbessert. Entsprechend stiegen die operativen Erträge insgesamt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um elf Prozent von 172,6 Mio. EUR auf 190,9 Mio. EUR.

Analog zur Entwicklung im zweiten Quartal waren die betrieblichen Aufwendungen im ersten Halbjahr im Wesentlichen durch den Anstieg der Personalaufwendungen um 14 Prozent beeinflusst. Infolge der veränderten Bilanzierung gemäß IFRS 16 lag der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand dagegen knapp auf Vorjahresniveau, während die Abschreibungen um 70 Prozent höher ausfielen. Entsprechend stellte sich das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2019 auf 83,7 Mio. EUR (6M 2018: 77,1 Mio. EUR). Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent.

Der Gewinn vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 81,3 Mio. EUR nach 76,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Steuern erreichte der Gewinn 68,3 Mio. EUR ( 6M 2018: 63,8 Mio. EUR), eine Steigerung von sieben Prozent. Daraus ergab sich ein unverändertes Ergebnis je Aktie von 1,33 EUR (6M 2018: 1,33 EUR).

3.3.3 ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

3.3.3.1 Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen Struktur des Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung auf Seite 38 dargestellt, die Teil des verkürzten Konzernanhangs ist.

3.3.3.2 Geschäftsentwicklung

Mit einem Anteil von 92 Prozent (Vorjahr: 93 Prozent) an den gesamten operativen Segmenterträgen des ersten Halbjahrs 2019 bildete das Leasingsegment unverändert die wesentliche Ertragssäule des Konzerns.

Die operativen Erträge im Segment Leasing erhöhten sich im Berichtshalbjahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um neun Prozent von 160,8 Mio. EUR auf 175,0 Mio. EUR. Das Segmentergebnis stieg um sechs Prozent auf 74,5 Mio. EUR (6M 2018: 70,2 Mio. EUR). Das Segment Bank erzielte ein überdurchschnittliches Ertragswachstum von 40 Prozent auf 14,2 Mio. EUR (6M 2018: 10,2 Mio. EUR). Das Segmentergebnis erhöhte sich um 28 Prozent auf 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR). Im Segment Factoring nahmen die operativen Erträge um acht Prozent auf 1,8 Mio. EUR (6M 2018: 1,6 Mio. EUR) zu. Das Segmentergebnis konnte zwar leicht auf -0,5 Mio. EUR nach -0,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum verbessert werden, blieb aber aufgrund fortgesetzter Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur und Anlaufkosten für die stärkere internationale Aufstellung des Geschäfts weiterhin im negativen Bereich.

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-BILANZ

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Kurzfristige Vermögenswerte 2.715.917 2.433.300
davon Zahlungsmittel 309.252 333.626
davon Leasingforderungen 1.777.405 1.605.173
Langfristige Vermögenswerte 3.809.224 3.443.191
davon Leasingforderungen 3.407.756 3.098.837
Summe Vermögenswerte 6.525.141 5.876.491
Kurzfristige Schulden 1.791.427 1.642.962
davon Finanzschulden 1.611.571 1.520.095
Langfristige Schulden 3.622.106 3.146.432
davon Finanzschulden 3.533.092 3.092.431
Eigenkapital 1.111.608 1.087.097
Eigenkapitalquote (in Prozent) 17,0 18,5
Bilanzsumme 6.525.141 5.876.491
Embedded Value inkl. Eigenkapital und nach Steuern 1.588.561 1.538.085

3.4 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

3.4.1 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des GRENKE Konzerns erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni 2019 gegenüber dem Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2018 um elf Prozent auf 6,5 Mrd. EUR. Das starke Neugeschäftswachstum des ersten Halbjahrs spiegelt sich in einem Anstieg der lang- und kurzfristigen Leasingforderungen - die bei Weitem größte Bilanzposition - um 10 Prozent wider. Absolut betrachtet summierten sich die Leasingforderungen auf 5,2 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 4,7 Mrd. EUR).

Der Bestand an Zahlungsmitteln reduzierte sich im Verlauf des ersten Halbjahrs um sieben Prozent auf 309,3 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 333,6 Mio. EUR). Dies war im Wesentlichen die Folge der Dividendenzahlung. GRENKE verfolgt unverändert die Strategie, liquide Mittel - neben der Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen - ausschließlich zur Finanzierung des Wachstums des Konzerns einzusetzen.

Die Zunahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 363,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 280,5 Mio. EUR) resultierte hauptsächlich aus stichtagsbedingt höheren Umsatzsteuererstattungsansprüchen.

Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im laufenden Geschäftsjahr waren zum 30. Juni 2019 Nutzungsrechte in Höhe von 37,1 Mio. EUR für im Rahmen von Miet- und Leasingverhältnissen genutzte Vermögenswerte zu bilanzieren. Beim GRENKE Konzern betrifft dies überwiegend angemietete Bürogebäude und Firmenwagen. Dem standen erstmals zu erfassende Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 37,4 Mio. EUR gegenüber.

Das Neugeschäftswachstum des ersten Halbjahrs spiegelt sich auf der Passivseite der Bilanz in der Zunahme der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung wider. Diese stiegen gegenüber dem Jahresende 2018 um zwölf Prozent auf 4,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 3,9 Mrd. EUR). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft erhöhten sich um elf Prozent. Insgesamt verzeichneten die Finanzschulden des Konzerns einen Zuwachs von zwölf Prozent auf 5,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2018: 4,6 Mrd. EUR).

Stichtagsbedingt erhöhten sich die abgegrenzten Mietraten deutlich auf 63,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 24,7 Mio. EUR). Diese Bilanzposition unterliegt allerdings unterjährig häufig großen Schwankungen; im Vergleich zum 30. Juni 2018 ergab sich dagegen ein Rückgang von drei Prozent.

Das Eigenkapital des Konzerns übertraf mit 1.111,6 Mio. EUR zum Stichtag 30. Juni 2019 den Stand zum Ende des Geschäftsjahres 2018 um zwei Prozent. Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzerngewinn in Höhe von 68,3 Mio. EUR stand dabei die Ausschüttung einer Dividende von 37,1 Mio. EUR (Vorjahr: 31,0 Mio. EUR) gegenüber. Die Eigenkapitalquote sank zur Jahresmitte 2019 auf 17,0 Prozent (31. Dezember 2018: 18,5 Prozent). Damit übertraf die Eigenkapitalausstattung des Konzerns aber weiterhin die langfristige Orientierungsmarke von mindestens 16 Prozent. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultierte ein einmaliger Umstellungseffekt auf das Konzerneigenkapital in Höhe von -0,7 Mio. EUR, der zum 1. Januar 2019 erfasst wurde. SIEHE ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS, SEITE 18

3.4.2 LIQUIDITÄT

Dank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur war der GRENKE Konzern im Berichtshalbjahr jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Refinanzierung des Neugeschäfts des ersten Halbjahrs erfolgte weiterhin über eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. Im Berichtszeitraum fanden wie üblich eine Reihe kleinerer Transaktionen zwischen jeweils 10 und 50 Mio. EUR sowie zweieinhalb bis zehn Jahren Laufzeit mit einem Gesamtvolumen von 221,5 Mio. EUR statt. Zusätzlich wurde eine große Anleihe mit einem Volumen von 300 Mio. EUR und fünfjähriger Laufzeit begeben. Alle Neuemissionen konnten innerhalb kurzer Zeitspannen erfolgreich platziert werden. Weitere Informationen zu den begebenen Schuldverschreibungen sind in den Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt und zudem auf der Website www.grenke.de/ unternehmen/investor-relations/fremdkapital/emittierte-anleihen abrufbar.

Die Ausnutzung der ABCP-Programme lag zum 30. Juni 2019 bei 776,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 750,5 Mio. EUR). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 792,5 Mio. EUR und 150,0 Mio. GBP.

Die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank erreichte zum Stichtag 30. Juni 2019 ein Volumen von 769,9 Mio. EUR nach 595,6 Mio. EUR zum Halbjahresende 2018. Dies entspricht einem Anstieg von 29 Prozent.

3.4.3 FINANZLAGE

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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TEUR 01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.2018
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 49.945 5.182
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36.359 -1.324
Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.846 -46.401
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -50.462 158.860
Summe des Cashflows -24.949 111.135

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im ersten Halbjahr auf 49,9 Mio. EUR (6M 2018: 5,2 Mio. EUR). Ein positiver Effekt auf den Cashflow resultierte vor allem aus dem gestiegenen Gewinn vor Steuern in Höhe von 81,3 Mio. EUR (6M 2018: 76,4 Mio. EUR) und den erhöhten Abschreibungen in Höhe von 13,9 Mio. EUR (6M 2018: 8,2 Mio. EUR). Die Zunahme der Leasingforderungen (481,2 Mio. EUR nach 380,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum) wurde durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung (452,5 Mio. EUR nach 312,7 Mio. EUR) und des Einlagengeschäfts (78,3 Mio. EUR nach 76,5 Mio. EUR) überkompensiert. Aus der Veränderung der Darlehen an Franchisenehmer ergab sich dagegen ein Mittelabfluss von 25,2 Mio. EUR (6M 2018: Mittelzufluss von 16,5 Mio. EUR).

Nach gezahlten / erhaltenen Steuern und Zinsen betrug der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des ersten Halbjahrs 36,4 Mio. EUR (6M 2018: -1,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Sechsmonatszeitraum mit -10,8 Mio. EUR (6M 2018: -46,4 Mio. EUR) deutlich verbessert. Die Vorjahresperiode beinhaltete einen Mittelabfluss von 35,6 Mio. EUR für die Übernahme ehemaliger Franchisenehmer. Im ersten Halbjahr 2019 lagen die Auszahlungen für Akquisitionen dagegen nur bei 0,4 Mio. EUR. Entsprechend umfasste der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen von 11,0 Mio. EUR (6M 2018: 11,3 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im ersten Halbjahr 2019 auf -50,5 Mio. EUR (6M 2018: 158,9 Mio. EUR). Die wesentlichen Positionen waren die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr von 37,1 Mio. EUR (6M 2018: 31,0 Mio. EUR) und Zinszahlungen auf das Hybridkapital von 9,4 Mio. EUR (6M 2018: 6,8 Mio. EUR). Darüber hinaus resultierte die Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten in einen Mittelabfluss von 4,8 Mio. EUR (6M 2018: 0,0 Mio. EUR). Im Vorjahreszeitraum beinhaltete der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zusätzlich den Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 196,9 Mio. EUR.

Somit belief sich die Summe der Cashflows im Berichtshalbjahr auf -24,9 Mio. EUR (6M 2018: 111,1 Mio. EUR). Entsprechend sank der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Stichtag 30. Juni 2019 auf 305,5 Mio. EUR nach 330,5 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2018.

4. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Ausführungen im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss auf Seite 41 verwiesen.

5. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

5.1 CHANCEN UND RISIKEN

Gegenüber den zuletzt im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Chancen und Risiken haben sich im Berichtszeitraum keine grundsätzlichen Änderungen ergeben. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Konzern und Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.

Durch das schwächere konjunkturelle Umfeld haben im ersten Halbjahr 2019 allerdings die Adressrisiken zugenommen. Der GRENKE Konzern hat zum Ende des zweiten Quartals auf die veränderte Risikosituation mit einer Anpassung seiner Annahmepraxis und Konditionsgestaltung reagiert. Entsprechend rechnet der Konzern damit, dass die Schadenquote im laufenden Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr zwar ansteigen wird, aber weiterhin auf einem beherrschbaren Niveau und im Rahmen des langjährigen Durchschnitts liegen wird.

5.2 PROGNOSE

Das wirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des ersten Halbjahrs 2019 deutlicher eingetrübt als zu Jahresbeginn von den meisten Wirtschaftsforschungsinstituten erwartet. Dies trifft insbesondere auf den Kernmarkt Europa zu. Demzufolge verzeichneten Kreditversicherer und Wirtschaftsauskunfteien wie Coface und Creditreform in den zurückliegenden Quartalen einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. Auch beim GRENKE Konzern ist ein sich veränderndes Zahlungsverhalten zu beobachten. Dadurch sind die Schäden im ersten Halbjahr 2019 - ausgehend von einem allerdings sehr niedrigen Niveau - angestiegen.

Das Geschäftsmodell des GRENKE Konzerns hat sich in den vergangenen Jahren vielfach bewährt. Sowohl in konjunkturell günstigen wie auch schwierigen Zeiten war der Konzern stets in der Lage, risikoadäquate Margen durchzusetzen und nachhaltig profitabel zu wirtschaften. Zudem verfügt der Konzern über eine solide Eigenkapitalausstattung und - darauf aufbauend - seit vielen Jahren über ein Investmentgrade-Rating.

Angesichts des schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat der GRENKE Konzern seine Prognose für den Konzern-Gewinn angepasst und rechnet nun mit einem Gewinn in der Spanne von 138 bis 148 Mio. EUR für das laufende Geschäftsjahr 2019 (2018: 131,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 5 bis 13 Prozent. Ursprünglich hatte der Konzern einen Gewinn in der Bandbreite von 147 bis 156 Mio. EUR prognostiziert.

Im Hinblick auf das Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing und GRENKE Gruppe Factoring liegen die Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2019 jeweils über Plan. Aufgrund der beschriebenen Anpassung in der Annahmepraxis und Konditionsgestaltung geht GRENKE allerdings davon aus, dass sich die Wachstumsraten beim Neugeschäft im zweiten Halbjahr 2019 etwas abschwächen werden. Demzufolge bekräftigt das Unternehmen die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019. Das Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing wird auf eine Spanne von 16 bis 19 Prozent konkretisiert (bisher 14 bis 19 Prozent) und das der GRENKE Gruppe Factoring von 25 Prozent bestätigt.

Hohe Reputation

STANDARD & POOR'S

Counterparty Credit Rating

BBB+

Erstklassige Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten

Kräftiges Wachstum

KONZERN-GEWINN

6M 2019 (Mio. EUR)

68,3

GEWINN JE AKTIE

6M 2019 (EUR)

1,33

EIGENKAPTALQUOTE

in Prozent

17,0

Breite Refinanzierungsbasis

DREI SÄULEN: REFINANZIERUNGSMIX DES GRENKE KONZERNS

Internationale Ausrichtung

ZELLTEILUNGEN

in Q2

+1

Spanien

eSIGNATURE

Anzahl der Länder

20

In 20 Ländern ist eSignature aktiv

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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3-MONATS-BERICHT 6-MONATS-BERICHT
TEUR 01.04.2019

bis 30.06.2019
01.04.2018

bis 30.06.20181
01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.20181
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Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft2 93.229 81.116 182.888 159.637
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 13.667 11.630 26.162 22.440
Zinsergebnis 79.562 69.486 156.726 137.197
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 32.153 20.2461 60.284 42.1051
davon Wertminderungsaufwand 30.429 17.2501 57.107 37.3021
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 47.409 49.240 96.442 95.092
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 24.040 20.538 45.947 39.102
Ergebnis aus dem Neugeschäft 26.262 21.583 48.920 40.785
Verwertungsmehr-(+) / minder(-)ergebnis -792 -964 -370 -2.391
Operative Erträge insgesamt 96.919 90.397 190.939 172.588
Personalaufwand 28.759 24.888 56.390 49.316
Abschreibungen und Wertminderung 6.776 4.332 13.891 8.192
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 18.590 19.481 36.748 37.137
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.317 1.180 5.192 3.668
Sonstige betriebliche Erträge 2.663 805 4.961 2.781
Operatives Ergebnis 42.140 41.321 83.679 77.056
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen -48 -45 -89 -87
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung -513 17 -801 60
Sonstige Zinserträge 382 325 672 497
Sonstige Zinsaufwendungen 1.148 683 2.202 1.164
Gewinn vor Steuern 40.813 40.935 81.259 76.362
Ertragsteuern 6.121 6.8011 12.933 12.6101
Gewinn 34.692 34.134 68.326 63.752
Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 34.692 34.134 68.326 63.752
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert in EUR) 0,75 0,761 1,33 1,331
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien 46.353.918 44.694.353 46.353.918 44.504.781

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

2 Zinsen und ähnliche Erträge nach Effektivzinsmethode berechnet 4.088 TEUR (Vorjahr: 2.755 TEUR)

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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3-MONATS-BERICHT 6-MONATS-BERICHT
TEUR 01.04.2019

bis 30.06.2019
01.04.2018

bis 30.06.2018 1
01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.20181
--- --- --- --- ---
Gewinn 34.692 34.134 68.326 63.752
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage 5 -2 11 -15
Darin: Ertragsteuereffekte -1 0 -2 2
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen -1.361 -7801 521 -1.4881
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Wertänderung von optional erfolgsneutral behandelten Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) 0 291 0 291
Darin: Ertragsteuereffekte 0 -82 0 -82
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 0 0
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis -1.356 -491 532 -1.212
Gesamtergebnis 33.336 33.643 68.858 62.540
Stammaktionäre und Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 33.336 33.643 68.858 62.540

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

KONZERN-BILANZ

Vermögenswerte

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 309.252 333.626
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 2.792 1.874
Leasingforderungen 1.777.405 1.605.173
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 201.712 160.430
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.627 7.666
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 24.165 16.586
Steuererstattungsansprüche 29.905 27.488
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 363.059 280.457
Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.715.917 2.433.300
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 3.407.756 3.098.837
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 1.885 1.842
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 86.746 82.692
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 5.071 4.910
Sachanlagen 104.904 89.980
Nutzungsrechte 37.065 0
Immaterielle Vermögenswerte 147.163 148.497
Latente Steueransprüche 17.252 15.203
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.382 1.230
Summe langfristige Vermögenswerte 3.809.224 3.443.191
Summe Vermögenswerte 6.525.141 5.876.491

Schulden und Eigenkapital

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 1.611.571 1.520.095
Leasingverbindlichkeiten 9.359 0
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 2.884 1.406
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.609 28.156
Steuerschulden 7.415 10.688
Abgegrenzte Schulden 24.194 27.545
Sonstige kurzfristige Schulden 34.281 30.348
Abgegrenzte Mietraten 63.114 24.724
Summe kurzfristige Schulden 1.791.427 1.642.962
Langfristige Schulden
Finanzschulden 3.533.092 3.092.431
Leasingverbindlichkeiten 28.085 0
Derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 2.628 1.557
Latente Steuerschulden 53.573 47.991
Pensionen 4.649 4.348
Langfristige Rückstellungen 79 105
Summe langfristige Schulden 3.622.106 3.146.432
Eigenkapital
Grundkapital 46.354 46.354
Kapitalrücklage 289.314 289.314
Gewinnrücklagen 649.716 625.737
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 1.224 692
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG 986.608 962.097
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 125.000 125.000
Summe Eigenkapital 1.111.608 1.087.097
Summe Schulden und Eigenkapital 6.525.141 5.876.491

1 Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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TEUR 01.01.2019

bis 30.06.2019
01.01.2018

bis 30.06.20181
Gewinn vor Steuern 81.259 76.3621
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 13.891 8.192
- /+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -24 51
- /+ Ergebnis aus Finanzanlagen 1.281 667
- /+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 1.255 1.0321
+/ - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen -3.076 -4.481
- Zugänge Leasingforderungen -1.411.527 -1.169.230
+ Zahlungen Leasingnehmer 942.487 793.707
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 170.750 156.559
- Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -176.564 -154.907
+/ - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer -5.365 -10.9441
+/ - Währungsdifferenzen -932 4.385
\= Veränderung Leasingforderungen -481.151 -380.4301
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 1.331.237 1.051.769
- Zahlung Annuitäten an Refinanzierer -879.836 -735.451
- Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung -24.249 -21.910
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 24.054 22.440
+ / - Währungsdifferenzen 1.257 -4.152
\= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 452.463 312.696
+/ - Zunahme /Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 78.321 76.469
- /+ Zunahme /Abnahme Darlehen Franchisenehmer -25.200 16.450
Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
- /+ Zunahme /Abnahme sonstige Vermögenswerte -114.656 -104.2581
+/ - Zunahme /Abnahme von Leasinggegenständen aus Operatingleasingverhältnissen -10.133 0
+/ - Zunahme /Abnahme abgegrenzte Mietraten 38.390 27.278
+/ - Zunahme /Abnahme sonstige Schulden 17.325 -24.846
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 49.945 5.182
- /+ Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern -12.056 -5.839
- Gezahlte Zinsen -2.202 -1.164
+ Erhaltene Zinsen 672 497
\= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36.359 -1.324
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -10.985 -11.305
- / + Auszahlungen / Einzahlungen aus der Akquisition von Tochterunternehmen -390 -35.575
- Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen -250 0
- Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen 0 0
- Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 779 479
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.846 -46.401
+ / - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden 759 -256
- Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten -4.763 0
+ Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung 0 196.921
- Kuponzahlungen auf Hybridkapital -9.375 -6.786
Dividendenzahlungen -37.083 -31.019
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -50.462 158.860
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 333.626 203.357
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -3.112 -111
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 330.514 203.246
+/ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung -19 56
\= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 330.495 203.302
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 309.252 316.009
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -3.706 -1.572
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 305.546 314.437
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) -24.949 111.135
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 36.359 -1.324
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -10.846 -46.401
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -50.462 158.860
\= Summe der Cashflows -24.949 111.135

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis Hedging Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 31.12.2018 (wie berichtet) 46.354 289.314 625.737 -7 -828 -768
Anpassung Rechnungslegungsstandart (IFRS 16) - - -733 - - -
Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) 46.354 289.314 625.004 -7 -828 -768
Gewinn - - 68.326 - - -
Sonstiges Ergebnis - - - 11 - 521
Dividendenzahlung in 2019 für 2018 - - -37.083 - - -
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) - - - - - -
Kupon für Hybridkapital (netto) - - -6.531 - - -
Eigenkapital zum 30.06.2019 46.354 289.314 649.716 4 -828 -247
Eigenkapital zum 01.01.20181 44.313 93.611 530.373 -6 -1.258 -619
Gewinn1 - - 63.752 - - -
Sonstiges Ergebnis1 - - - -15 291 -1.488
Dividendenzahlung in 2018 für 2017 - - -31.019 - - -
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)1 - - - - - -
Kapitalerhöhung 2.041 195.715 - - - -
Kupon für Hybridkapital (netto)1 - - -4.727 - - -
Eigenkapital zum 30.06.20181 46.354 289.326 558.379 -21 -967 -2.107

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TEUR Neubewertunsrücklage aus Eigenkapitalinstrumenten (IFRS 9) Summe Eigenkapital Aktionäre der GRENKE AG Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile Summe Eigenkapital
Eigenkapital zum 31.12.2018 (wie berichtet) 2.295 962.097 125.000 1.087.097
Anpassung Rechnungslegungsstandart (IFRS 16) - -733 - -733
Eigenkapital zum 01.01.2019 (angepasst) 2.295 961.364 125.000 1.086.364
Gewinn - 68.326 - 68.326
Sonstiges Ergebnis - 532 - 532
Dividendenzahlung in 2019 für 2018 - -37.083 - -37.083
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto) - - -6.531 -6.531
Kupon für Hybridkapital (netto) - -6.531 6.531 -
Eigenkapital zum 30.06.2019 2.295 986.608 125.000 1.111.608
Eigenkapital zum 01.01.20181 - 666.414 125.000 791.414
Gewinn1 - 63.752 - 63.752
Sonstiges Ergebnis1 - -1.212 - -1.212
Dividendenzahlung in 2018 für 2017 - -31.019 - -31.019
Kuponzahlung für Hybridkapital (netto)1 - - -4.727 -4.727
Kapitalerhöhung - 197.756 - 197.756
Kupon für Hybridkapital (netto)1 - -4.727 4.727 -
Eigenkapital zum 30.06.20181 - 890.964 125.000 1.015.964

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

ANGABEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni 2019 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS (IAS 34), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu lesen. Es erfolgte weder eine prüferische Durchsicht im Sinne von § 115 Abs. 5 WpHG noch eine Prüfung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zum 30. Juni 2019.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im Konzernzwischen-abschluss angewendet wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen hiervon betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ergeben haben, welche in einem nachfolgenden Abschnitt erläutert werden. Von der vorzeitigen Anwendung von geänderten Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2020 oder später verpflichtend umzusetzen sind, wurde abgesehen. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen.

3. BEREITS VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN - NOCH NICHT UMGESETZT

Die im Oktober 2018 vom IASB veröffentlichten Änderungen zu IFRS 3, "Unternehmenszusammenschlüsse", stellen eine Klarstellung zur Bestimmung, ob ein Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben wurde, dar. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die ab oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Änderung des Standards wird keine wesentliche Auswirkung auf den GRENKE Konzernabschluss haben. Aus den weiteren überarbeiteten Standards, die für Geschäftsjahre ab 2020 umzusetzen sind, IAS 1, IAS 8 und IFRS 17 sowie den Anpassungen an das Rahmenkonzept werden ebenfalls keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

4. ERSTMALS ANZUWENDENDE, NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Im Geschäftsjahr 2019 wurden im GRENKE Konzern alle neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1. Januar 2019 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement), sofern diese für den GRENKE Konzern relevant waren. Die für den GRENKE Konzern wesentlichen neuen Standards werden nachfolgend dargestellt.

Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht, der am 31. Oktober 2017 in europäisches Recht übernommen wurde. IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die wesentliche Neuerung durch IFRS 16, betreffend die Bilanzierung beim Leasingnehmer, ist der Wegfall der Unterscheidung zwischen Operating-leasingverhältnissen und Finanzierungsleasingverhältnissen. So hat vom Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (sogenannte "Low Value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr (sogenannte "Short Term"-Leases) eingeräumt. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16.

Der GRENKE Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 erstmalig IFRS 16 "Leasingverhältnisse" angewendet. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden durch diesen Ansatz nicht angepasst. Der kumulierte Umstellungseffekt aus der Erstanwendung wurde erfolgsneutral im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 erfasst. Gegenüber IAS 17 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital hierdurch um 733 TEUR. Die Überleitungstabellen für die Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 stellen wir im folgenden Abschnitt dar.

Neben den thematisierten Neuregelungen durch IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind darüber hinaus IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" sowie verschiedene andere Änderungen an Standards und Interpretationen erstmalig im Geschäftsjahr 2019 anzuwenden. Diese Änderungen hatten jedoch keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG.

5. ERSTANWENDUNG IFRS 16 "LEASINGVERHÄLTNISSE"

Nachstehende Tabelle fasst die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16, ausgehend von der veröffentlichten GRENKE Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 zusammen. Aufgrund der Anwendung des modifizierten rückwirkenden Ansatzes kam es zu keiner Anpassung von Vorjahreswerten.

AUSWIRKUNG AUF DIE KONZERNBILANZ (ERHÖHUNG / -VERMINDERUNG) ZUM 1. JANUAR 2019

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TEUR Veröffentlichter

Konzernabschluss

31.12.2018
Anpassung

IFRS 16
IFRS 16

Eröffnungsbilanz

01.01.2019
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 280.457 -544 279.913
Summe kurzfristige Vermögenswerte 2.433.300 -544 2.432.756
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 89.980 -381 89.599
Nutzungsrechte 0 40.072 40.072
Latente Steueransprüche 15.203 221 15.424
Summe langfristige Vermögenswerte 3.443.191 39.912 3.483.103
Summe Vermögenswerte 5.876.491 39.368 5.915.859
Kurzfristige Schulden
Leasingverbindlichkeiten 0 9.080 9.080
Sonstige kurzfristige Schulden 30.348 -370 29.978
Summe kurzfristige Schulden 1.642.962 8.710 1.651.672
Langfristige Schulden
Leasingverbindlichkeiten 0 31.391 31.391
Summe langfristige Schulden 3.146.432 31.391 3.177.823
Eigenkapital
Gewinnrücklagen 625.737 -745 624.992
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 692 12 704
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG 962.097 -733 961.364
Summe Eigenkapital 1.087.097 -733 1.086.364
Summe Schulden und Eigenkapital 5.876.491 39.368 5.915.859

Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen in Höhe von 40.072 TEUR erfasst. Hiervon entfielen 35.753 TEUR auf gemietete Immobilien, 3.943 TEUR auf geleaste Fahrzeuge und 376 TEUR auf Nutzungsrechte für sonstige Leasingverhältnisse. Die erfassten Nutzungsrechte beinhalten Vermögenswerte in Höhe von 381 TEUR, die bis zum 31. Dezember 2018 nach IAS 17 im Rahmen des Finanzierungsleasings als Sachanlagen bilanziert wurden. Die gemäß IAS 17 ehemals vorliegenden Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entsprechen betragsmäßig den zum 1. Januar 2019 nach IFRS 16 neu erfassten Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten für diese Leasingverhältnisse.

Auf der Passivseite der Bilanz wurden im Zuge der Einführung von IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 40.471 TEUR erfasst, davon waren 9.080 TEUR innerhalb eines Jahres fällig. Der aus der Erstanwendung resultierende Effekt reduzierte das bilanzielle Eigenkapital um 733 TEUR. Insgesamt ergab sich durch IFRS 16 zum 1. Januar 2019 eine Erhöhung der Bilanzsumme um 39.368 TEUR. Aufgrund von geänderten Wahlrechtsausübungen im Rahmen der Erstanwendung hat sich die Bilanzsumme gegenüber der ursprünglichen Prognose leicht erhöht. Insbesondere die Bestimmung der Grenzfremdkapitalzinsen und das Wahlrecht der rückwirkenden Laufzeitbestimmung haben dazu geführt.

Ausgehend von den ehemals außerbilanziell erfassten Operatingleasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 ergibt sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:

ÜBERLEITUNG LEASINGVERBINDLICHKEITEN

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TEUR
Operatingleasingverpflichtungen zum 31.12.2018 42.021
Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse -466
Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte -22
Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzins -1.432
Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch die Erstanwendung von IFRS 16 zum 01.01.2019 40.101
Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31.12.2018 370
Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019 40.471

Die Leasingverbindlichkeiten zum Erstanwendungszeitpunkt wurden unter Verwendung von individuellen Grenzfremdkapitalzinssätzen zum 1. Januar 2019 abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 betrug 1,27 % per annum.

Der GRENKE Konzern hat bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen. Die Erleichterungswahlrechte wurden jeweils einheitlich für sämtliche Leasingverhältnisse angewendet. Es wurde von der Erleichterungsregelung Gebrauch gemacht, nicht erneut zu beurteilen, ob die bis dahin bestehenden Vereinbarungen ein Leasingverhältnis darstellen oder beinhalten. Weiterhin wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die anfänglichen direkten Kosten bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung unberücksichtigt zu lassen. Ferner werden Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Erstanwendungszeitpunkt endet, als kurzfristige Leasingverhältnisse klassifiziert. Auch bei Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte wird die Vereinfachungsregelung in Anspruch genommen, sodass es auch hier analog zu den kurzfristigen Leasingverhältnissen zu keinem Ansatz eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit in der Bilanz kommt.

Die neu erfassten Nutzungsrechte aus ehemaligen Operatingleasingverhältnissen wurden innerhalb des modifiziert retrospektiven Ansatzes so bilanziert, als wäre IFRS 16 schon ab dem Bereitstellungsdatum des Leasingobjekts angewendet worden, zur Abzinsung wurde jedoch der Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 herangezogen. Das Erstanwendungswahlrecht zur rückwirkenden Laufzeitbestimmung wurde in diesem Zuge in Anspruch genommen.

6. AUSWIRKUNGEN IFRS 16 ZUM 30. JUNI 2019

Aus der Anwendung von IFRS 16 ergaben sich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im ersten Halbjahr 2019 um 4.850 TEUR höhere Abschreibungen durch die Abschreibung der aktivierten Nutzungsrechte sowie ein zusätzlicher Zinsaufwand in Höhe von 242 TEUR aus den Leasingverbindlichkeiten. Die Miet- / Leasingaufwendungen verringerten sich durch IFRS 16 um 4.953 TEUR. Die im ersten Halbjahr 2019 angefallenen Aufwendungen für "Short Term"-Leases betrugen 345 TEUR. Für "Low Value"-Leases fielen Aufwendungen in Höhe von 3 TEUR an.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung für das erste Halbjahr 2019 sind die in den Miet- / Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile (4.763 TEUR) als Mittelabfluss im Finanzierungscashflow erfasst. Die in den Raten enthaltenen Zinsanteile werden als Verminderung des Netto-Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die Auszahlungen für "Short Term"-Leases und "Low Value"-Leases sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten.

7. ÄNDERUNG BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der GRENKE Konzern wendet seit dem 1. Januar 2019 IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Aus der Anwendung von IFRS 16 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. Die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden betreffen den GRENKE Konzern in seiner Rolle als Leasingnehmer und werden im Folgenden dargestellt. Die leasinggeberseitigen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden durch IFRS 16 hingegen nur geringfügig verändert und punktuell konkretisiert und entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17.

Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in ihrer seit der IFRS 16 Erstanwendung gültigen Form. Davon abweichende Erstanwendungsbestimmungen für den erstmaligen Übergang von IAS 17 auf IFRS 16 sind unter Punkt 5 "ERSTANWENDUNG IFRS 16 LEASINGVERHÄLTNISSE" dargestellt und können von den hier beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen abweichen. Abweichungen ergeben sich durch die besonderen Übergangsvorschriften für nach IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifizierte Verträge sowie durch die Ausübung von Erstanwendungswahlrechten bei nach IAS 17 als Operatingleasing klassifizierten Verträgen. Derartige Erstanwendungswahlrechte betreffen beispielsweise den fehlenden Einbezug anfänglicher direkter Kosten bei der Nutzungsrechtermittlung, die Abzinsung mit den Grenzfremdkapitalzinsen zum 1. Januar 2019, die rückwirkende Laufzeitbestimmung und die restlaufzeitorientierte Identifikation von "Short Term"-Leases.

Durch IFRS 16 kommt es am Bereitstellungsdatum grundsätzlich zur Aktivierung eines Nutzungsrechts und zur Passivierung einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit bei Vorliegen eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16. Ein Vertrag stellt ein Leasingverhältnis dar, soweit er gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung eines zugrundeliegenden Vermögenswerts berechtigt.

Eine Ausnahme vom bilanziellen Ansatz bilden lediglich die sogenannten "Short Term"- und "Low Value"-Leases, die der GRENKE Konzern trotz des Vorliegens eines Leasingverhältnisses wahlrechtlich nicht in der Bilanz als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Leasingzahlungen für diese Verträge werden stattdessen als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Bei "Short Term"-Leases handelt es sich um kurzfristige Leasingverhältnisse, deren Laufzeit maximal 12 Monate beträgt und die darüber hinaus keine Kaufoption beinhalten. "Low Value"-Leases sind Leasingverhältnisse, bei denen der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Im GRENKE Konzern wird ein Neuwert von höchstens 4.500 EUR zur Bestimmung von Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte zugrundegelegt.

Soweit Verträge sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten, werden einzig die Leasingkomponenten als Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 bilanziert. Die erstmalige Bewertung der nach IFRS 16 angesetzten Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen. Bei der Ermittlung der Leasingzahlungen werden neben der unkündbaren Grundlaufzeit auch Verlängerungszeiträume berücksichtigt, soweit die Ausübung der zugrundeliegenden Verlängerungsoptionen als hinreichend sicher gilt. Zur Diskontierung der Zahlungsströme verwendet der GRENKE Konzern den jeweiligen Grenzfremdkapitalzins des Leasingnehmers. Im Zuge der anschließenden Folgebewertung werden die Leasingverbindlichkeiten durch die in den Leasingzahlungen enthaltenen Tilgungsanteile reduziert.

Der Erstansatz der zugehörigen Nutzungsrechte orientiert sich der Höhe nach an der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten. Ausgehend von der Höhe der Leasingverbindlichkeit ergibt sich die Höhe des Nutzungsrechts durch die zusätzliche Aktivierung von allen bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen sowie von anfänglichen direkten Kosten und geschätzten Kosten für Rückbauverpflichtungen. Erhaltene Leasinganreize sind zu subtrahieren. Im Rahmen der Folgebewertung wird das angesetzte Nutzungsrecht planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben und bei Bedarf nach IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" wertgemindert.

8. VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

// Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte

// Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte beruht auf Annahmen und Schätzungen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustraten. Der Konzern übt bei der Erstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsgerichteten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren sind unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt.

Garantierte sowie nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß IFRS 16 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet. Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von der Laufzeitgruppe des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2018 zwischen 3,0 % und 16,0 % von den Anschaffungskosten. Die geschätzten Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen der Historie angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

9. ANPASSUNGEN

Der Wertminderungsbetrag infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 wurde aufgrund einer Rekalkulation im vierten Quartal 2018 für die Vergleichsquartale des Vorjahres angepasst. Davon betroffen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen "Schadensabwicklung und Risikovorsorge" (-681 TEUR) und "Ertragsteuern" (330 TEUR). Entsprechend änderten sich geringfügig die anderen Konzernzwischen-abschlussbestandteile.

Wegen der zum 31. Dezember 2018 geänderten Darstellung der Abgrenzung der Gewinnanteile der Hybridkapitalgeber (siehe 3.19 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018) ergibt sich in der vergleichenden Darstellung eine Änderung des Ergebnisses je Aktie für den Zeitraum des ersten Halbjahres des Vorjahres von 1,35 EUR auf 1,33 EUR je Aktie.

10. LEASINGFORDERUNGEN

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TEUR 30.06.2019 30.06.2018
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen)
Forderungen zu Periodenbeginn 4.652.442 3.845.473
+ Veränderung in der Periode 475.785 390.806
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 5.128.227 4.236.279
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten / rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 331.048 270.421
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 71.032 63.855
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 25.953 26.721
Bruttoforderungen zu Periodenende 376.127 307.555
Summe Bruttoforderung gekündigt und laufend 5.504.354 4.543.834
Wertminderungen zu Periodenbeginn 279.480 230.777
+ Veränderung kumulierte Wertberichtigung in der Periode 39.713 23.296
Wertminderungen zu Periodenende 319.193 254.073
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 4.704.010 3.885.117
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 5.185.161 4.289.761

11. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die bisherigen Bilanzpositionen Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sonstige immaterielle Vermögenswerte.

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TEUR 30.06.2019 30.06.2018
Geschäfts- und Firmenwerte 106.840 106.584
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 40.323 41.913
Summe immaterielle Vermögenswerte 147.163 148.497

12. FINANZSCHULDEN

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Asset Based 368.556 277.983
Senior Unsecured 708.050 782.102
Zweckgebundene Förderdarlehen 97.336 83.527
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 431.925 372.131
davon gegenüber Kreditinstituten 6.300 5.513
Sonstige Bankschulden 5.704 4.352
davon Kontokorrentschulden 3.706 3.112
Summe kurzfristige Finanzschulden 1.611.571 1.520.095
Langfristige Finanzschulden
Asset Based 477.902 550.665
Senior Unsecured 2.538.112 2.066.659
Zweckgebundene Förderdarlehen 172.727 149.286
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 344.351 325.821
Summe langfristige Finanzschulden 3.533.092 3.092.431
Summe Finanzschulden 5.144.663 4.612.526

12.1 ASSET BASED FINANZSCHULDEN

12.1.1 STRUKTURIERTE EINHEITEN

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Sämtliche strukturierten Einheiten sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 792.500 792.500
TGBP 150.000 100.000
Programmvolumen in TEUR 959.808 904.291
Inanspruchnahme in TEUR 776.147 750.549
Buchwert in TEUR 682.890 661.644
davon kurzfristig 298.043 204.476
davon langfristig 384.847 457.168

12.1.2 FORDERUNGSVERKAUFSVERTRÄGE

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 25.000 25.000
TGBP 100.000 100.000
TPLN 80.000 80.000
TBRL 110.000 110.000
Programmvolumen in TEUR 180.645 180.142
Inanspruchnahme in TEUR 160.621 155.489
Buchwert in TEUR 160.621 155.489
davon kurzfristig 68.797 67.885
davon langfristig 91.824 87.604

12.1.3 RESTWERTDARLEHEN

Die Restwertdarlehen dienen insbesondere zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Buchwert 2.947 11.515
davon kurzfristig 1.716 5.622
davon langfristig 1.231 5.893

12.2 SENIOR UNSECURED FINANZSCHULDEN

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Anleihen 2.223.876 1.932.187
davon kurzfristig 90.410 270.165
davon langfristig 2.133.466 1.662.022
Schuldscheindarlehen 462.209 480.223
davon kurzfristig 70.029 85.932
davon langfristig 392.180 394.291
Commercial Paper 286.500 302.500
Revolving Credit Facility 222.335 106.381
davon kurzfristig 209.869 96.035
davon langfristig 12.466 10.346
Geldhandel 32.403 10.026
Kontokorrent 4.641 3.004
Zinsabgrenzung 14.198 14.440

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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30.06.2019 31.12.2018
Anleihen TEUR 3.500.000 2.500.000
Commercial Paper TEUR 750.000 500.000
Revolving Credit Facility TEUR 280.000 235.000
Revolving Credit Facility TPLN 100.000 100.000
Revolving Credit Facility TCHF 20.000 20.000
Geldhandel TEUR 35.000 35.000

12.2.1 ANLEIHEN

Im Geschäftsjahr wurden bisher sieben Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 441.500 TEUR begeben. Zudem wurden zwei bestehende Anleihen um insgesamt 80.000 TEUR erhöht. Planmäßig wurden 230.000 TEUR getilgt.

12.2.2 SCHULDSCHEINDARLEHEN

Im Geschäftsjahr wurden bisher zwei neue Schuldscheindarlehen begeben. Das Gesamtvolumen der neu begebenen Darlehen beläuft sich auf 10.000 TEUR und 120.000 TDKK. Planmäßig getilgt wurden 34.000 TEUR, 13.000 TDKK, 33.000 TSEK und 5.618 TCHF.

12.3 ZWECKGEBUNDENE FÖRDERDARLEHEN

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Bezeichnung
NRW. BANK 70.230 70.971
Thüringer Aufbaubank 6.267 5.170
Investitionsbank Berlin 0 611
LfA Förderbank Bayern 0 2.442
Investitionsbank des Landes Brandenburg 3.914 5.151
KfW 187.765 146.461
Landeskreditbank BadenWürttemberg - Förderbank 1.882 1.996
Zinsabgrenzung 5 11

13. EIGENKAPITAL

Das Grundkapital der GRENKE AG ist im Vergleich zum 31. Dezember 2018 unverändert auf 46.353.918 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

14. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

14.1 HIERARCHIE DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden

Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind

Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

14.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN

14.2.1 BEIZULEGENDE ZEITWERTE ORIGINÄRER FINANZINSTRUMENTE

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 2.223.876 TEUR (Vorjahr 31.12.2018: 1.931.812 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 2.280.538 TEUR (Vorjahr 31.12.2018: 1.943.978 TEUR). Die originären finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen, welche gemäß IFRS 16 bewertet werden und die sonstigen Beteiligungen, welche der Bewertungskategorie FVOCIoR zugeordnet sind und somit zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vollständig zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

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Beizulegender

Zeitwert
Buchwert Beizulegender

Zeitwert
Buchwert
TEUR 30.06.2019 30.06.2019 31.12.2018 31.12.2018
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen (performend) 5.619.722 5.019.231 5.100.095 4.556.603
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 289.200 283.013 241.706 237.677
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.395.980 4.362.683 3.905.114 3.910.222
Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 778.542 776.276 699.435 697.952
Bankschulden 5.704 5.704 4.352 4.352

14.2.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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Beizulegender

Zeitwert
Buchwert Beizulegender

Zeitwert
Buchwert
TEUR 30.06.2019 30.06.2019 31.12.2018 31.12.2018
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 367 367 285 285
Devisentermingeschäfte 4.310 4.310 3.431 3.431
Summe 4.677 4.677 3.716 3.716
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 0 0 15 15
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 1.152 1.152 273 273
Devisentermingeschäfte 4.360 4.360 2.675 2.675
Summe 5.512 5.512 2.963 2.963

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.

14.3 BEWERTUNGSMETHODEN UND VERWENDETE INPUTFAKTOREN

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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ART UND STUFE Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n. a. Notierter Börsenpreis (Tagesmittelkurs) am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden

(Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden)
Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte Market-to-Market

Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwertmodell

Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Bemessungshierarchie Stufe 3
Nicht notierte Eigenkapitalinstrumente Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Risikoadjustierter Abzinsungssatz, Ergebniszuwachsfaktor

15. VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSAUFWAND (OHNE PERSONALAUFWAND)

Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie (IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind, einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise. Die IT-Projektkosten betrugen im ersten Halbjahr 2019 2.359 TEUR (Vorjahr 30.06.2018: 3.291 TEUR).

16. ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

Nachfolgend sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) und sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16) dargestellt:

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TEUR Segment 01.01-30.06.2019 01.01-30.06.2018
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)
Bruttoerlöse aus dem Versicherungsgeschäft (Servicegeschäft) Leasing 49.795 40.990
Erlöse mit Franchisenehmern Leasing 753 516
Erlöse aus Mahngebühren Leasing 767 661
Erlöse aus Mahngebühren Factoring 11 11
Sonstige Erlöse mit Leasingnehmern Leasing 409 403
Verkauf von Leasingobjekten Leasing 85.742 78.763
Provisionseinnahmen aus dem Bankgeschäft Bank 692 502
Zwischensumme 138.169 121.846
Sonstige Umsatzerlöse (IFRS 9, IFRS 16)
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft n/a 182.888 159.637
Erlöse aus Operating-leasingverhältnissen n/a 7.380 2.846
Erlösanteile aus Vormieten n/a 7.422 5.460
Zwischensumme 197.690 167.943
Summe 335.859 289.789

17. ERTRAGSTEUERN

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR 01.01-30.06.2019 01.01-30.06.2018
Ertragsteuern
Tatsächlicher Steueraufwand 6.366 11.075
Latente Steuern 6.567 1.535
Summe 12.933 12.610

18. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis Juni 2019 2018 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Operative Segmenterträge 174.965 160.789 14.195 10.1501 1.779 1.649
Segmentergebnis 74.537 70.175 9.657 7.5521 -515 -671
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis
Sonstiges Finanzergebnis
Steuern
Gewinn lt. Konzern- Gewinn- u. Verlustrechnung
zum 30. Juni (Vorjahr: 31. Dez.)
Segmentvermögen 6.262.304 5.740.958 1.372.392 1.137.383 42.961 40.212
Überleitung Konzern
Steueransprüche
Vermögen lt. Konzernbilanz
Segmentschulden 5.343.702 4.774.365 1.174.858 1.010.537 33.658 30.566
Überleitung Konzern
Steuerverbindlichkeiten
Schulden lt. Konzernbilanz

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TEUR Summe Segmente Konsolidierung Konzern
Januar bis Juni 2019 2018 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Operative Segmenterträge 190.939 172.5881 0 0 190.939 172.5881
Segmentergebnis 83.679 77.0561 0 0 83.679 77.0561
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 83.679 77.056
Sonstiges Finanzergebnis -2.420 -694
Steuern 12.933 12.6101
Gewinn lt. Konzern- Gewinn- u. Verlustrechnung 68.326 63.7521
zum 30. Juni (Vorjahr: 31. Dez.)
Segmentvermögen 7.677.657 6.918.553 -1.199.673 -1.084.753 6.477.984 5.833.800
Überleitung Konzern
Steueransprüche 47.157 42.691
Vermögen lt. Konzernbilanz 6.525.141 5.876.491
Segmentschulden 6.552.218 5.815.468 -1.199.673 -1.084.753 5.352.545 4.730.715
Überleitung Konzern
Steuerverbindlichkeiten 60.988 58.679
Schulden lt. Konzernbilanz 5.413.533 4.789.394

1 Vorjahreswerte teilweise angepasst (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss, Kapitel "Anpassungen")

18.1 GESCHÄFTSSEGMENTE

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

18.2 BERICHTSPFLICHTIGE SEGMENTE

18.2.1 LEASINGGESCHÄFT

Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Servicegeschäfte, Service- und Wartungsangebote für die Leasinggegenstände und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

18.2.2 BANKGESCHÄFT

Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.

18.2.3 FACTORINGGESCHÄFT

Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.

18.3 MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernzwischenabschlusses. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKE AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen / -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Servicegeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung.
Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
Die Segmentschulden entsprechenden dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerschulden.

19. ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS IM GESCHÄFTSJAHR 2019

19.1 GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GMBH & CO. KG, BADEN-BADEN/DEUTSCHLAND

Im ersten Quartal 2019 wurde eine neue Tochtergesellschaft, die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG, Baden-Baden / Deutschland, gegründet. Im Zuge der Gründung wurde der überwiegende Teil der Vertriebsmitarbeiter der GRENKE AG in die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG überführt. Die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG übernimmt den Vertrieb bei der GRENKE AG. Komplementärin der GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG ist die ebenfalls neu gegründete GRENKE Management Services GmbH, Baden-Baden / Deutschland. Beide Gesellschaften werden seit Gründung in den Konsolidierungskreis einbezogen.

20.WEITERE ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS

20.1 GRENKE HRVATSKA D.O.O., ZAGREB / KROATIEN

Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKE HRVATSKA D.O.O. (damals firmiert als GC RENTING CROATIA D.O.O.), Zagreb / Kroatien, wurde im ersten Quartal 2019 finalisiert. Wegen Anpassungen bei den Leasinggegenständen aus Operating-Leasingverhältnissen und den latenten Steuerschulden kam es innerhalb des 12-monatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 zu einer entsprechenden Anpassung des zum Erwerbszeitpunkt vorliegenden Geschäfts- oder Firmenwerts von 9.149 TEUR auf 12.418 TEUR. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018.

20.2 LEASING MIDDLE EAST FZCO, DUBAI / VAE

Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GC LEASING MIDDLE EAST FZCO, Dubai / VAE, wurde im ersten Quartal 2019 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018.

21.DIVIDENDENZAHLUNG

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 43.047.901,71 EUR des Geschäftsjahres 2018 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 14. Mai 2019. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:

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EUR
Bilanzgewinn 2018 43.047.901,71
Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR je Namensaktie auf insgesamt 46.353.918 Namensaktien 37.083.134,40
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 5.964.767,31

Die Dividende wurde am 17. Mai 2019 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 0,70 EUR je Aktie ausgeschüttet.

22. AUSZAHLUNG AN HYBRIDKAPITALGEBER

Am 31. März 2019 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 9.375 TEUR an die Hybridkapitalgeber geleistet.

23. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr nicht an (30.06.2018: 393 TEUR).

Zum 30. Juni 2019 betrug der Wert aller bestehenden Phantom-Stock-Vereinbarungen 673 TEUR (30.06.2018: 214 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

23.1 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

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TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Assoziierte Unternehmen 1.034 1.320
Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige 0 44

Die Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen resultiert aus einem Beratervertrag mit einem Aufsichtsratsmitglied. Gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es entstand ein Zinsaufwand von 1 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2018: 7 TEUR).

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Personen in Schlüsselpersonen (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 11.984 TEUR (Vorjahr 31.12.2018: 5.499 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 35 TEUR (Vorjahr bis 30.06.2018: 22 TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten zum Stichtag wiesen einen Stand von 16 TEUR (Vorjahr 31.12.2018: 29 TEUR) gegenüber diesem Personenkreis aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.

24. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien in Höhe von 57,4 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2018: 75,7 Mio. EUR) ausgereicht, welche das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 40,1 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2018: 21,9 Mio. EUR).

25. MITARBEITER

Der Personalbestand (ohne Vorstand) auf Basis einer Kopfzählung des GRENKE Konzerns betrug in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.651 (Vorjahr 30.06.2018: 1.437). Weitere 69 (Vorjahr 30.06.2018: 61) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

26. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Ein neues ABCP Programm mit einem Programmvolumen in Höhe von 150 Mio. EUR wurde am 2. Juli 2019 aufgelegt. Zudem wurde am 2. Juli 2019 eine Anleihe erstmalig in japanischen Yen in Höhe von 7 Mrd. JPY emittiert.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanz-berichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Baden-Baden, den 29. Juli 2019

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Antje Leminsky Gilles Christ Sebastian Hirsch Mark Kindermann
Vorstandsvorsitzende Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

FINANZKALENDER

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02.10.2019 Neugeschäftszahlen 9M-2019
30.10.2019 Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2019

INFORMATIONEN UND KONTAKT

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Telefon: +49 7221 5007-204

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E-Mail: [email protected]

In dieser Quartalsmitteilung erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.

Die Quartalsmitteilung erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

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