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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2017

Jul 28, 2017

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Interim / Quarterly Report

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GRENKE AG

Baden-Baden

Finanzbericht zum 2 Quartal und Halbjahresbericht 2017

GRENKE AG KONZERN

FINANZBERICHT ZUM 2. QUARTAL UND DEM ERSTEN HALBJAHR 2017

KENNZAHLEN GRENKE GRUPPE

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01.01.2017

bis 30.06.2017
Veränderung

(%)
01.01.2016

bis 30.06.2016
Einheit
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 939.462 20,9 776.790 TEUR
davon International 716.191 23,1 581.876 TEUR
davon Franchise-International 27.660 104,3 13.540 TEUR
davon Deutschland 195.611 7,8 181.374 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 280.559 10,9 252.918 TEUR
Südeuropa* 293.518 36,0 215.824 TEUR
Nord- / Osteuropa* 149.559 29,2 115.734 TEUR
Übrige Regionen* 20.215 84,8 10.940 TEUR
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring (inkl. Inkassodienstleistung) 199.735 24,8 160.012 TEUR
davon Deutschland 81.626 18,6 68.853 TEUR
davon International 74.733 12,1 66.683 TEUR
davon Franchise-International 43.376 77,2 24.476 TEUR
GRENKE Bank
Einlagevolumen 475.299 23,2 385.682 TEUR
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierungen 13.072 25,9 10.382 TEUR
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts GRENKE Gruppe Leasing 169.829 19,2 142.512 TEUR
davon International 137.077 18,2 115.985 TEUR
davon Franchise-International 6.187 124,4 2.757 TEUR
davon Deutschland 26.565 11,8 23.770 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 51.254 6,5 48.108 TEUR
Südeuropa* 58.349 30,5 44.725 TEUR
Nord- / Osteuropa* 29.018 22,6 23.661 TEUR
Übrige Regionen* 4.643 106,5 2.248 TEUR
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge 110.206 20,8 91.243 Stück
Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio 77 -2,5 79 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,5 1,2 8,4 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 48 0 48 Monate
Vermietvolumen 5.292 17,8 4.492 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 613.844 16,0 529.108 Stück

* Regionen:

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GRENKE Gruppe \= GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern \= GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

KENNZAHLEN GRENKE KONZERN

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01.01.2017 bis 30.06.2017 Veränderung

(%)
01.01.2016 bis 30.06.2016 Einheit
Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis 119.921 13,1 106.013 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 26.963 -4,7 28.298 TEUR
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 32.420 17,4 27.605 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 33.385 12,1 29.791 TEUR
Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis -5.027 544,5 -780 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 2.469 16,9 2.112 TEUR
Kosten Neuverträge 24.410 21,7 20.060 TEUR
Kosten laufende Verträge 6.875 17,1 5.873 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 25.337 19,6 21.181 TEUR
Kosten Management 21.618 18,8 18.192 TEUR
Sonstige Kosten -869 -118,9 4.587 TEUR
Operatives Ergebnis 78.834 18,5 66.550 TEUR
Sonstiges Finanzergebnis (Ertrag(-)/Aufwand(+)) 1.436 201,0 477 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung -497 n.a. 0 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 76.901 16,4 66.073 TEUR
Gewinn 58.960 19,0 49.555 TEUR
Ergebnis je Aktie (nach IFRS, vor Aktiensplitt 1:3) 3,90 18,2 3,30 EUR
Ergebnis je Aktie (nach IFRS, nach Aktiensplitt 1:3) 1,30 18,2 1,10
Sonstige Angaben
Dividende 1,75 16,7 1,50 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) 1.081 15,6 935 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) 994 16,3 855 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 49,9 -2,9 51.4 Prozent
Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern 16,4 1,9 16,1 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 1.182 19,3 991 Personen
Personalaufwand 41.149 19,6 34.417 TEUR
- davon Gesamtvergütung 33.839 19,1 28.420 TEUR
- davon fixe Vergütung 25.151 18,5 21.220 TEUR
- davon variable Vergütung 8.688 20,7 7.200 TEUR

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GRENKE Gruppe \= GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern \= GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2017 dokumentiert eindrücklich die Stetigkeit unseres Wachstums, denn wir konnten nahtlos an die Entwicklung des Vorjahres anknüpfen: Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe wurde gegenüber Vorjahr um 22 Prozent gesteigert, das Leasing-Neugeschäft legte um 21 Prozent zu. Dabei wachsen wir weiterhin international mit hohen Zuwachsraten, insbesondere in Italien, Spanien und Großbritannien. Angesichts dieser guten Entwicklung im ersten Halbjahr und der ebenso guten Perspektiven für den weiteren Geschäftsjahresverlauf, heben wir die Prognose für das Leasing-Neugeschäft an. Statt des bislang erwarteten Wachstums zwischen 11 und 16 Prozent gehen wir fortan von einem Wert zwischen 16 und 21 Prozent aus. Dabei berücksichtigen wir auch die Lage der Feiertage im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Besser als erwartet, entwickelte sich auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Die Summe der angekauften Forderungen nahm gegenüber Vorjahr um 25 Prozent zu.

Während wir mit diesem Neugeschäftswachstum die Grundlage zukünftiger Ertragsausweitungen schaffen, ist unsere aktuelle Ertragsentwicklung ebenfalls sehr zufriedenstellend. Per Saldo konnten wir den Gewinn des GRENKE Konzerns in den ersten sechs Monaten um 19 Prozent auf 59,0 Mio. EUR steigern. Folglich haben wir auch unsere Erwartungen für den Konzern-Gewinn angehoben. Fortan rechnen wir mit einem Wert zwischen 118 und 124 Mio. EUR nach bisher 113 bis 123 Mio. EUR. Für die zweite Jahreshälfte sind wir somit sehr zuversichtlich, unser profitables Wachstum fortzusetzen.

Über die erfreuliche aktuelle Entwicklung hinaus haben wir die Weichen auch strategisch gestellt. GRENKE ist heute einer der bedeutendsten Anbieter von Finanzierungslösungen im Small-Ticket-Bereich für IT. Unser Geschäftsmodell kann aber weitaus mehr leisten, denn es ist auf andere Bereiche übertrag- und skalierbar. Neben IT-Produkten finanzieren wir beispielsweise auch kleine Maschinen und Medizintechnik. In diesen Bereichen sehen wir für die Zukunft sowohl national wie auch international große Potenziale, die wir systematisch ausschöpfen wollen.

Sie stellen wichtige, aber nicht die einzigen Schritte auf unserem Weg hin zum umfassenden Small-Ticket-Finanzdienstleister für den nationalen und internationalen Mittelstand dar. So wollen wir insbesondere auch die Potenziale heben, die in der zunehmend Fahrt aufnehmenden digitalen Transformation der gesamten Wirtschaft liegen. Gerade der Mittelstand benötigt hierfür die passende Unterstützung und wir werden sie mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen bereitstellen. Um uns hierfür noch besser aufzustellen, bündeln wir in der neu gegründeten Tochtergesellschaft GRENKE digital GmbH unsere digitalen Kompetenzen und Kräfte. Ganz bewusst wollen wir hier mit der Kultur und Philosophie eines Startups durchaus unkonventionell agieren und so schneller prototypisch entwickeln, ausrollen und betreuen.

Die von der Hauptversammlung beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit anschließendem Aktiensplit ist inzwischen durchgeführt. Damit geben wir der GRENKE-Aktie auch optisch das Potenzial weiteren Wachstums. Die Aktie notierte zum Ende des ersten Halbjahres auf dem Niveau ihres Allzeithochs um 200 EUR.

Wolfgang Grenke

Vorstandsvorsitzender

GRENKE AUF EINEN BLICK

Neugeschäft GRENKE Gruppe (inkl. Franchisepartner)

+22 %

1. HJ 2017: 1.152,3 Mio. EUR (1. HJ 2016: 947,2 Mio. EUR)

Internationale Präsenz

8 NEUE STANDORTE 2017

Markteintritt in Australien (Melbourne, Sydney)
6 neue Standorte im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie: Dänemark (Odense), Deutschland (Würzburg), Frankreich (Clermont-Ferrand), Italien (Rom), Niederlande (Zwolle/ Meppel) und Vereinigte Arabische Emirate (Abu Dhabi)

Kursentwicklung der GRENKE-Aktie (XETRA; EUR)

Gewinn GRENKE Konzern (Mio. EUR)

Anzahl der Beschäftigten im GRENKE Konzern

1.182

30.06.2016: 991 Beschäftigte

Solide Eigenkapitalausstattung

16,4 % EIGENKAPITALQUOTE

31.12.2016: 17,4 Prozent

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

Ziele und Strategien

Wir sind einer der international führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Schwerpunkt auf Leasingfinanzierungen. Historisch stellen die IT-Produkte den größten Anteil unseres Portfolios dar. Wir sind aber auch im Bereich der medizintechnischen Produkte und kleinen Maschinen und Anlagen aktiv. Unser Geschäftsmodell ist so einfach wie werthaltig. Strategisch setzen wir auf Risikobegrenzung durch Diversifikation. Charakteristisch für unser Geschäft sind eine breite Streuung unseres Portfolios über Kunden, Branchen und Länder hinweg sowie die durchschnittlich vergleichsweise kleinen Vertragsvolumina. Die Standardisierung unseres Angebots und damit auch eine schnelle und dennoch sichere Abwicklung der Verträge mit unseren Kunden treiben wir kontinuierlich voran, zuletzt mit der Einführung der innovativen eSignature. Seit Einführung des zukunftsweisenden Verfahrens wurden auf diese Weise bereits 36.000 Verträge geschlossen.

Als Wachstumsunternehmen verfolgen wir strategisch und langfristig das klare Ziel der Marktführerschaft in den von uns bearbeiteten Segmenten. In Deutschland, der Schweiz und Italien sind wir heute bereits Marktführer im Small-Ticket-Leasing für IT, auf gesamteuropäischer Ebene nehmen wir eine wesentliche Position ein. Außerhalb Europas haben wir den Eintritt in verschiedenen Ländern im Nahen und Fernen Osten, in Nord- und Südamerika sowie jüngst in Australien realisiert. Darüber hinaus verdichten wir unser Netzwerk an Tochtergesellschaften und Niederlassungen in bestehenden Märkten kontinuierlich - seit geraumer Zeit auch in mittleren und kleineren Städten. Im Berichtszeitraum eröffneten wir insgesamt acht neue Standorte. Zudem haben wir zum 1. Januar 2017 die Europa Leasing GmbH mit Fokus auf das Leasinggeschäft mit medizintechnischen Geräten und im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2017 die Gesellschaften unserer früheren Franchisenehmer in Malta und Brasilien übernommen. Für weitergehende Informationen zu den Akquisitionen des laufenden Geschäftsjahres verweisen wir auf den Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Über unsere geografische Expansion hinaus fächern wir auch unsere Produktpalette kontinuierlich weiter auf. Langfristig wollen wir unsere im IT-Bereich erworbene einzigartige Expertise auf weitere Bereiche ausdehnen und uns so generell zum Small-Ticket-Leasinganbieter für kleine und mittlere Unternehmen weiterentwickeln. Unser Einstieg in das Leasinggeschäft für medizintechnische Geräte und kleine Maschinen stellt hierbei einen ersten Schritt dar, weitere Wachstumspotenziale sehen wir in der zunehmenden Vernetzung der Wirtschaft. Darüber hinaus erweitert auch die GRENKE Bank ihre verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukte regelmäßig. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf des Konzerns beschrieben.

Wie in der Hauptversammlung 2017 angekündigt, ging die GRENKE digital GmbH als 100%-ige Tochter der GRENKE AG Anfang Juli und damit nach Ende des Berichtszeitraums an den Start. Als eine der großen Herausforderungen unserer Zeit wird die digitale Transformation mehr denn je auch den zukünftigen Erfolg von GRENKE bestimmen. Um uns hierfür sowohl innerhalb der GRENKE Gruppe als auch nach außen noch besser aufzustellen, bündeln wir in dieser Tochtergesellschaft unsere digitalen Kompetenzen und Kräfte und gehen damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung unseres gesamten Geschäfts. Die Philosophie: Das Team der GRENKE digital entwickelt und rollt digitale Ideen in Startup-Kultur aus und betreut diese künftig damit noch schneller und effizienter.

Geschäftsverlauf

Neugeschäft GRENKE Gruppe

Die GRENKE Gruppe ist auf profitables Wachstum ausgerichtet. Sichtbar wird dies unter anderem an der voranschreitenden geografischen Expansion, an der Diversifikation auf der Produktseite und nicht zuletzt am kontinuierlichen Wachstum des Neugeschäfts.

So konnte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im ersten Halbjahr 2017 um 21,7 Prozent auf ein Volumen von 1.152,3 Mio. EUR (6M 2016: 947,2 Mio. EUR) ausgeweitet werden. Damit liegt das Wachstum weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten wir im Sechsmonatszeitraum einen Anstieg von 20,9 Prozent. Das Volumen stieg von 776,8 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 939,5 Mio. EUR an. Den wesentlichen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung leisteten erneut unsere internationalen Märkte. Dort realisierten wir insgesamt ein Wachstum von 24,9 Prozent. Insbesondere die für uns bedeutenden Länder Italien (40,1 Prozent) sowie Spanien (30,3 Prozent) und Großbritannien (30,1 Prozent) ragten mit zum Teil deutlich höheren Wachstumsraten heraus. Das Neugeschäft in Deutschland legte um 7,9 Prozent zu. Angesichts des vergleichsweise hohen Durchdringungsgrades des deutschen Marktes erachten wir diese Wachstumsrate als sehr zufriedenstellend.

Im Berichtszeitraum erreichten uns insgesamt 236.179 (6M 2016: 203.950) Leasinganfragen, aus denen wiederum 110.206 (6M 2016: 91.243) neue Leasingverträge generiert wurden. Dies entspricht einer gegenüber Vorjahr um zwei Prozentpunkte höheren Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 47 Prozent. Auf unsere internationalen Märkte entfielen 198.310 (6M 2016: 167.430) Anfragen, die zu 90.625 (6M 2016: 73.001) neuen Verträgen führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort mit 46 Prozent ebenfalls zwei Prozentpunkte über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In unserem Heimatmarkt Deutschland wurden 52 Prozent (6M 2016: 50 Prozent) der Anfragen in Verträge umgewandelt.

Nach wie vor zeichnet sich unser Neugeschäft durch seine hohe Ertragsstärke aus. So konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen operativen Erträge eines Leasingvertrags abzüglich Risikokosten, gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 19,2 Prozent von 142,5 Mio. EUR auf 169,8 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer DB2-Marge von 18,1 Prozent nach 18,3 Prozent im Vorjahr. Die DB1-Marge (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungswerten) betrug im ersten Halbjahr 12,5 Prozent nach 13,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Absolut gesehen, belief sich der DB1 auf 117,8 Mio. EUR nach 101,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Im Segment Factoring legte die Summe der angekauften Forderungen im Berichtszeitraum um 24,8 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu. Das akquirierte Volumen erreichte damit einen Wert von 199,7 Mio. EUR nach 160,0 Mio. EUR. Während das Neugeschäft in Deutschland um 18,6 Prozent auf 81,6 Mio. EUR (6M 2016: 68,9 Mio. EUR) ausgeweitet wurde, konnte das Akquisitionsvolumen auf der internationalen Ebene um 29,5 Prozent auf 118,1 Mio. EUR (6M 2016: 91,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Brutto-Marge in Deutschland bewegte sich mit 1,71 Prozent nach 1,99 Prozent im Sechsmonatszeitraum des Vorjahres weiterhin auf hohem Niveau. In unseren internationalen Märkten betrug sie 1,26 Prozent nach 1,32 Prozent im Vorjahr. Diese Marge bezieht sich in Deutschland auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 27 Tagen und circa 37 Tagen auf internationaler Ebene. Beide Durchschnittszeiträume waren gegenüber dem Sechsmonatszeitraum des Vorjahres unverändert.

Die GRENKE Bank konnte ihr Neugeschäft im Bereich KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierung sowie Mikrokreditgeschäft, das auch das Folgegeschäft mit diesen beiden Gruppen enthält, in den ersten sechs Monaten 2017 um 25,9 Prozent auf ein Volumen auf 13,1 Mio. EUR nach 10,4 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum steigern. Mit dieser Entwicklung sind wir weiterhin sehr zufrieden. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank belief sich zum Stichtag 30. Juni 2017 auf 475,3 Mio. EUR. Es lag damit um 23,2 Prozent über dem Wert von 385,7 Mio. EUR zum Ende des ersten Halbjahres 2016 und um 14,0 Prozent über dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres (417,1 Mio. EUR).

Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien,

Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungar

Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE

Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns

Das Geschäft des ersten Halbjahres 2017 knüpfte nahtlos an die gute Entwicklung des Vorjahres an. Unverändert stellten das profitable Neugeschäft der jüngeren Vergangenheit und die attraktiven Refinanzierungsbedingungen die wesentlichen Ergebnistreiber dar. Entsprechend legte der Gewinn des Konzerns um erfreuliche 19 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu. Die geografische Expansion sowie die weitere Durchdringung bestehender Märkte wurden fortgeführt. Neben der Übernahme der Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in Brasilien eröffneten wir im zweiten Quartal 2017 im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie in Deutschland und Frankreich jeweils einen neuen Standort. Darüber hinaus haben wir mit zwei neuen Standorten in Melbourne und Sydney im April 2017 die Erschließung des australischen Kontinents in Angriff genommen. Denn unsere Zielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist auch dort vertreten. Unsere langjährigen Erfahrungen bezüglich der Bedürfnisse dieser Kunden konnten wir bereits in 30 Ländern erfolgreich umsetzen und dies werden wir jetzt auch in Australien tun. Auch dort konzentrieren sich Wettbewerber vornehmlich auf höhere Volumina, während unser Fokus auf Tickets bis 25 TEUR gerichtet ist. Bis zur Jahresmitte wurden insgesamt acht neue Standorte eröffnet - GRENKE war damit zum 30. Juni 2017 weltweit an 131 Standorten präsent.

Bezogen auf die Produkte, die wir anbieten, intensivierten wir über die GRENKE Bank im zweiten Quartal die Kooperation mit der NRW.BANK mit dem inzwischen siebten Globaldarlehen. Mit einem Volumen von 40 Mio. EUR bieten wir KMU mittels Fördergutscheinen der NRW.BANK weitere attraktive Finanzierungen an. Durch diese erfolgreiche Kooperation konnten bisher über 15.500 geförderte Leasingverträge abgeschlossen werden. Die GRENKE Bank finanziert über diesen Weg mit einer wachsenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und der Bundesländer Existenzgründungen und unterstützt bei der Vergabe von Fördermitteln für leasingfinanzierte betriebliche Neuanschaffungen von KMU sowie Freiberuflern. Im Rahmen dieser Kooperationen konnten bisher insgesamt über 27.000 Leasingverträge geschlossen werden.

Die Refinanzierung des Neugeschäfts geschieht über unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten, die wir in insgesamt drei Bereiche unterteilen: Senior Unsecured, Asset Based und zweckgebundene Förderdarlehen sowie die Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank. Dabei weiten wir unsere Refinanzierungspalette kontinuierlich mit passenden Instrumenten aus. So bietet die GRENKE Bank seit Mai 2017 über die App der mobilen Bank N26 und in Kooperation mit WeltSparen auf digitalem Wege Festgeld zu attraktiven Zinsen zunächst für Kunden in Deutschland an.

Aufgrund unserer erstklassigen Reputation an den Kapitalmärkten konnten wieder alle Neuemissionen innerhalb kurzer Zeitspannen erfolgreich platziert werden. Im Berichtszeitraum fanden ausschließlich kleinere Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von 362 Mio. EUR und 10 Mio. CHF statt. Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisteten erneut auch unsere guten Credit-Ratings, die uns eine unverändert hohe Kreditwürdigkeit bzw. Investmentgrade-Status attestieren. So bestätigte die Agentur Standard & Poor's in ihrer jüngsten Analyse vom Mai 2017 unser Counterparty Credit Rating BBB+/A-2 jeweils mit stabilem Ausblick.

Ausgewählte Angaben aus dem verkürzten Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR 01.04.2017

bis 30.06.2017
Veränderung (%) 01.04.2016 bis 30.06.2016
Zinsergebnis 60.800 12,1 54.260
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 13.323 5,5 12.626
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 47.477 14,0 41.634
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 17.062 18,5 14.398
Ergebnis aus dem Neugeschäft 17.811 15,0 15.482
Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis -2.446 n. a. -757
Operative Erträge insgesamt 79.904 12,9 70.757
Operatives Ergebnis 41.566 15,3 36.045
Gewinn vor Steuern 40.680 13,7 35.784
Gewinn 30.128 11,5 27.030
Ergebnis je Aktie (EUR, vor Aktiensplit 1:3, verwässert/unverwässert)1 1,99 11,5 1,80
Ergebnis je Aktie (EUR, nach Aktiensplit 1:3, verwässert/unverwässert)1 0,66 11,5 0,60

1 Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den GRENKE-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.06.2017 Veränderung (%) 31.12.2016
Kurzfristige Vermögenswerte 1.788.278 11,1 1.608.963
davon Zahlungsmittel 156.787 -0,1 156.896
davon Leasingforderungen 1.262.562 10,7 1.141.000
Langfristige Vermögenswerte 2.603.915 10,5 2.355.6051
davon Leasingforderungen 2.363.304 11,0 2.129.110
Eigenkapital 719.004 4,1 690.420
Eigenkapitalquote (in Prozent) 16,4 -5,7 17,4
Kurzfristige Schulden 1.432.815 7,9 1.328.512
davon Finanzschulden 1.301.528 6,0 1.227.581
Langfristige Schulden 2.240.374 15,1 1.945.6361
davon Finanzschulden 2.180.287 15,1 1.894.474
Bilanzsumme 4.392.193 10,8 3.964.5681

1 Vorjahreswerte angepasst, siehe Anhang.

Ertragslage

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielten wir ein operatives Ergebnis von 41,6 Mio. EUR. Damit wurde der Betrag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums um 15 Prozent übertroffen. Zu dieser erfreulichen Entwicklung haben sowohl die Erträge des hohen und profitablen Neugeschäfts früherer Perioden, ein höherer Ertragszuwachs im Servicegeschäft, als auch mehrere niedriger ausgefallene Aufwandspositionen beigetragen. Das Zinsergebnis stieg gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres ausgehend von höheren Zinsen und ähnlichen Erträgen aus dem Finanzierungsgeschäft und niedrigeren Aufwendungen aus der Refinanzierung um zwölf Prozent an. Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge waren im Berichtsquartal im Rahmen der üblichen Schwankungen leicht höher. Damit weist das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge einen Anstieg um 14 Prozent auf.

Weiter positiv entwickelten sich die Ergebnisse aus dem Service- und dem Neugeschäft. Ausgehend von unserem hohen Neugeschäftswachstum, übertraf Ersteres den Vorjahreswert um 19 Prozent, Letzteres konnte um 15 Prozent gesteigert werden. Damit verstärkte sich der Trend aus dem ersten Quartal 2017 noch einmal sichtbar. Inklusive des im Berichtszeitraum erzielten Verwertungsminderergebnisses konnten die operativen Erträge des Konzerns um 13 Prozent gesteigert werden.

Die Aufwandsseite entwickelte sich insgesamt unterproportional zu den Erträgen. Als eine der wesentlichen Positionen legten die Personalaufwendungen aufgrund der gegenüber Vorjahr gestiegenen Beschäftigtenzahl und höheren variablen Vergütungskomponenten um 23 Prozent auf 21,4 Mio. EUR (Q2 2016: 17,3 Mio. EUR) zu. Als weitere wesentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung ist der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand hingegen um elf Prozent auf 13,7 Mio. EUR (Q2 2016 15,4 Mio. EUR) gefallen. Hintergrund ist zum einen eine aufwandsmindernde Buchung bei den sonstigen Steuern aufgrund einer Rückerstattung und zum anderen ein starker Rückgang der IT Projektkosten. Die Quartalsentwicklung bei den IT-Projektkosten im ersten Halbjahr 2017 beruht auf einem Basiseffekt: 2016 hatte sich eine Aufwandsverschiebung vom ersten in das zweite Quartal ergeben, die sich in den Quartalsvergleichen des laufenden Geschäftsjahres zunächst (Q1) einem deutlichen Anstieg und zuletzt in dem erwähnten Rückgang niederschlug. Eine Veränderung der Investitionsstrategie ist damit nicht verbunden. Die Kosten für Betrieb und Vertrieb legten wachstumsbedingt zu. Einen leichten Rückgang verzeichneten wir hingegen bei den Beratungs- und Prüfungskosten.

Die Abschreibungen des Konzerns übertrafen im Zuge der in der jüngeren Vergangenheit getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen - im Wesentlichen für den Ausbau unseres IT-Rechenzentrums und aus der Übernahme früherer Franchisegesellschaften - den Vorjahreswert um 81 Prozent. Absolut betrachtet sind diese Aufwendungen mit 4,0 Mio. EUR nach 2,2 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum jedoch weiterhin von untergeordneter Bedeutung für die Ergebnisentwicklung des Konzerns.

Nach ebenfalls nur geringen Sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen, sonstigen Zinserträgen und -aufwendungen sowie Ergebnissen aus Equity-Beteiligungen und der Marktbewertung legte der Gewinn vor Steuern um 14 Prozent zu. Der Gewinn stieg im Berichtsquartal um elf Prozent, woraus sich ein Ergebnis je Aktie von 1,99 EUR nach 1,80 EUR im Vorjahr ergab.

Halbjahresvergleich 2017 versus 2016

Die vorangegangenen Erläuterungen für das Berichtsquartal treffen im Wesentlichen auch für den Sechsmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis übertraf den Vorjahreswert um 13 Prozent und erreichte einen Wert von 119,9 Mio. EUR nach 106,0 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Leicht unter Vorjahresniveau bewegten sich die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Sie beliefen sich auf 27,0 Mio. EUR nach 28,3 Mio. EUR. Die Schadensquote betrug 1,0 Prozent nach 1,3 Prozent in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Entsprechend legte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 20 Prozent von 77,7 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres auf 93,0 Mio. EUR zu.

Inklusive des um 17 Prozent höheren Ergebnisses aus dem Service- und zwölf Prozent gestiegenen Ergebnis aus dem Neugeschäft sowie eines Verwertungsergebnisses, das im ersten Halbjahr sichtbar negativ (Verwertungsminderergebnis) ausgefallen war, erhöhten sich die operativen Erträge insgesamt gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 14 Prozent von 134,3 Mio. EUR auf 153,7 Mio. EUR. Bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen nahm das operative Ergebnis um 18 Prozent zu. Absolut belief es sich im ersten Halbjahr auf 78,8 Mio. EUR nach 66,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Gewinn vor Steuern betrug im Berichtszeitraum 76,9 Mio. EUR nach 66,1 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, dies entspricht einem Anstieg um 16 Prozent. Nach Steuern belief sich der Gewinn auf 59,0 Mio. EUR (6M 2016: 49,6 Mio. EUR). Dies entspricht einer Steigerung um 19 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,90 EUR nach 3,30 EUR in der ersten Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Nach der von der Hauptversammlung 2017 beschlossenen und zum 10. Juli 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit anschließendem Aktiensplit beträgt das Grundkapital der GRENKE AG 44.313.102 EUR und ist eigeteilt in 44.313.102 (zuvor: 14.771.034) auf den Namen lautende Stammaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie (zuvor: 1,28 EUR). Gemessen an der neu ausstehenden Anzahl der Aktien der GRENKE AG beträgt der Gewinn je Aktie des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 0,66 EUR nach 0,60 EUR und für das erste Halbjahr 1,30 EUR nach 1,10 EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Entwicklung der Segmente

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden eliminiert (siehe hierzu "Konzern-Segmentberichterstattung"). Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Geschäftsentwicklung

Das Segment Leasing bildet weiterhin die Ertragssäule des Konzerns. Daher treffen die Erläuterungen zur Ertragslage im Wesentlichen auch auf dieses Kapitel zu. Die operativen Segmenterträge im Segment Leasing erhöhten sich im ersten Halbjahr gegenüber des vergleichbaren Vorjahreszeitraums um 14 Prozent von 125,8 Mio. EUR auf 144,0 Mio. EUR. Bei absolut rückläufigen Aufwendungen legte das Segmentergebnis entsprechend stärker, nämlich um 19 Prozent zu. Es erreichte 74,2 Mio. EUR nach 62,1 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Im Segment Factoring legten die operativen Segmenterträge um acht Prozent auf 2,0 Mio. EUR (6M 2016: 1,9 Mio. EUR) zu. Das Segmentergebnis blieb mit -0,2 Mio. EUR (6M 2016: -0,1 Mio. EUR) weiter leicht negativ. Im Segment Bank konnten wir die operativen Segmenterträge um 16 Prozent steigern. Sie resultieren im Wesentlichen aus der konzerninternen Refinanzierung und erreichten einen Wert von 7,7 Mio. EUR nach 6,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Segmentergebnis trug mit 4,9 Mio. EUR (6M 2016: 4,6 Mio. EUR) zum Ergebnis des Konzerns bei.

Finanz- und Vermögenslage

Das Wachstum des GRENKE Konzerns und seine gute Ertragsentwicklung spiegeln sich in der Bilanz wider. So erhöhte sich die Summe der Vermögenswerte zum Stichtag 30. Juni 2017 gegenüber dem Geschäftsjahresende per 31. Dezember 2016 um 11 Prozent auf 4,4 Mrd. EUR nach 4,0 Mrd. EUR. Als größte Einzelposition der Bilanz erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen im Berichtszeitraum um elf Prozent. Auf sie entfiel ein Anteil am Gesamtvermögen von 83 Prozent (31. Dezember 2016: 82 Prozent). Die Zahlungsmittel des Konzerns lagen zum Stichtag annähernd auf dem Stand zum 31. Dezember 2016. Insgesamt halten wir an unserer Strategie fest, liquide Mittel, die sonst nur niedrigverzinslich angelegt werden können, operativ - das heißt zur Finanzierung unseres Wachstums - einzusetzen. Leicht höher waren die lang- und kurzfristigen Sonstigen finanziellen Vermögenswerte. Stärker zugenommen hat hingegen die Summe der lang- und kurzfristigen Sonstigen Vermögenswerte. Sie stiegen um 17 Prozent auf 212,8 Mio. EUR.

Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die lang- und kurzfristigen Schulden des Konzerns wachstumsbedingt um zwölf Prozent an. Während die Finanzschulden, die zu einem Großteil die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung enthalten, um zwölf Prozent zunahmen, stiegen die abgegrenzten Mietraten stichtagsbedingt um 60 Prozent.

Das Eigenkapital wurde nach der Ausschüttung einer Dividende von 25,8 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR) ertragsbedingt um vier Prozent gegenüber dem Jahresschlussstand 2016 ausgeweitet. In Relation zur Bilanzsumme, die - wie zuvor schon erwähnt - um elf Prozent zunahm, lag die Eigenkapitalquote zur Jahresmitte 2017 mit 16,4 Prozent um einen Prozentpunkt unter dem Jahresendwert 2016 von 17,4 Prozent. Zum Ende des ersten Halbjahres 2016 hatte die Eigenkapitalquote 16,7 Prozent betragen. Insgesamt verfügen wir damit weiterhin über eine solide Eigenkapitalausstattung, die sichtbar oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent liegt.

Unverändert setzten wir auch im Berichtshalbjahr unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Ausgewogenheit der Kapitalquellen ein. Unsere hervorragende Reputation am Kapitalmarkt und bei den Kunden der GRENKE Bank versetzt uns in die Lage, flexibel zu agieren. Detaillierte Informationen zur Mittelherkunft sind im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt und zudem auf unserer Website www.grenke.de abrufbar.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten sechs Monaten 58,5 Mio. EUR nach -35,6 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dem Gewinn vor Steuern in Höhe von 76,9 Mio. EUR (6M 2016: 66,1 Mio. EUR) standen im Wesentlichen die Zunahme der Leasingforderungen in Höhe von 295,2 Mio. EUR (6M 2016: 193,3 Mio. EUR) sowie jeweils eine Zunahme der Darlehen an Franchisenehmer und der sonstigen Vermögenswerte über zusammengenommen 40,7 Mio. EUR (6M 2016: 73,6 Mio. EUR) gegenüber. Im Vorjahr gingen darüber hinaus noch jeweils eine Abnahme der abgegrenzten Mietraten und der sonstigen Schulden über saldiert 40,0 Mio. EUR negativ in die Cashflow-Berechnung ein. Im Berichtszeitraum trugen die beiden zuletzt genannten Positionen mit einer Zunahme von 20,1 Mio. EUR zum Cashflow des Konzerns bei. Positiv in die Cashflow-Berechnung eingegangen sind zudem die Zunahmen der Refinanzierungsverbindlichkeiten und des Einlagengeschäfts über zusammen 291,8 Mio. EUR (6M 2016: 203,8 Mio. EUR). Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 45,6 Mio. EUR nach -44,5 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Sechsmonatszeitraum -15,1 Mio. EUR (6M 2016: -4,9 Mio. EUR) und beinhaltete im Wesentlichen Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 7,2 Mio. EUR (6M 2016: 4,4 Mio. EUR) sowie die Kaufpreiszahlungen aus den Übernahmen der Europa Leasing GmbH und der Gesellschaft des früheren Franchisenehmers in Malta in Höhe von 8,0 Mio. EUR.

Die Summe der Cashflows inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der die Tilgung von Bankschulden in Höhe von 1,2 Mio. EUR (6M 2016: -0,8 Mio. EUR), die Zinszahlung auf das Hybridkapital von 4,1 Mio. EUR (6M 2016: 1,7 Mio. EUR) sowie die Ausschüttung der Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr von 25,8 Mio. EUR (6M 2016: 19,6 Mio. EUR) beinhaltete, betrug im Berichtszeitraum -0,6 Mio. EUR nach -69,8 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter dem gleichnamigen Kapitel dargestellt.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Chancen und Risiken

Wesentliche Veränderungen der zuletzt im Jahresfinanzbericht 2016 dargestellten Chancen und Risiken sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten. Für unsere künftige Entwicklung sehen wir weiterhin insgesamt deutlich mehr Chancen als üblicherweise mit unserem Geschäftsmodell verbundene Risiken.

Prognose

Mit dem Verlauf der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres sind wir insgesamt sehr zufrieden. Das Neugeschäftswachstum in unserer Leasingsparte lag mit 21 Prozent über dem oberen Ende unserer zu Geschäftsjahresbeginn in Aussicht gestellten Prognosespanne für das Gesamtjahr von 11 bis 16 Prozent. Angesichts dieser guten Entwicklung und der ebenso guten Perspektiven für das laufende Geschäftsjahr heben wir die Prognose in diesem Segment auf ein Wachstum in der Spanne von 16 bis 21 Prozent an. Mit einem Wachstum um 25 Prozent lag auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring oberhalb der Erwartungen. Gleiches gilt für die Gewinnentwicklung mit einer Steigerungsrate von 19 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Da wir auch für die zweite Jahreshälfte sehr zuversichtlich sind, unser profitables Wachstum fortzusetzen, heben wir unsere Erwartungen für den Konzern-Gewinn des Geschäftsjahres 2017 an und rechnen fortan mit einem Wert zwischen 118 und 124 Mio. EUR nach bisher 113 bis 123 Mio. EUR.

VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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3-Monats-Bericht 6-Monats-Bericht
TEUR 01.04.2017 bis 30.06.2017 01.04.2016 bis 30.06.2016 01.01.2017 bis 30.06.2017 01.01.2016 bis 30.06.2016
--- --- --- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 71.068 65.043 140.083 128.180
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 10.268 10.783 20.162 22.167
Zinsergebnis 60.800 54.260 119.921 106.013
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 13.323 12.626 26.963 28.298
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 47.477 41.634 92.958 77.715
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 17.062 14.398 32.420 27.605
Ergebnis aus dem Neugeschäft 17.811 15.482 33.385 29.791
Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis -2.446 -757 -5.027 -780
Operative Erträge insgesamt 79.904 70.757 153.736 134.331
Personalaufwand 21.375 17.338 41.149 34.417
Abschreibungen und Wertminderung 4.019 2.219 7.107 4.377
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 13.653 15.361 27.055 28.766
Sonstige betriebliche Aufwendungen 418 791 2.060 2.333
Sonstige betriebliche Erträge 1.127 997 2.469 2.112
Operatives Ergebnis 41.566 36.045 78.834 66.550
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen -61 69 -170 -67
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung -250 0 -497 0
Sonstige Zinserträge 128 157 240 225
Sonstige Zinsaufwendungen 703 487 1.506 635
Gewinn vor Steuern 40.680 35.784 76.901 66.073
Ertragsteuern 10.552 8.754 17.941 16.518
Gewinn 30.128 27.030 58.960 49.555
Davon entfallen auf:
Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 692 431 1.376 862
Aktionäre der GRENKE AG 29.436 26.599 57.584 48.693
Ergebnis je Aktie (EUR, vor Aktiensplitt 1:3)1 1,99 1,80 3,90 3,30
Ergebnis je Aktie (EUR, nach Aktiensplitt 1:3)1 0,66 0,60 1,30 1,10
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (vor Aktiensplitt 1:3) 14.771.034 14.759.749 14.771.034 14.756.974
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (nach Aktiensplitt 1:3) 44.313.102 44.279.247 44.313.102 44.270.922

1 Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den GRENKE-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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3-Monats-Bericht 6-Monats-Bericht
TEUR 01.04.2017 bis 30.06.2017 01.04.2016 bis 30.06.2016 01.01.2017 bis 30.06.2017 01.01.2016 bis 30.06.2016
--- --- --- --- ---
Gewinn 30.128 27.030 58.960 49.555
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage -12 26 -48 -14
Darin: Ertragsteuereffekte -1 -2 7 6
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen -1.614 -1.517 -1.140 -3.512
Darin: Ertragsteuereffekte 0 0 0 0
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -98 -211 -98 -211
Darin: Ertragsteuereffekte 33 60 33 60
Sonstiges Ergebnis -1.724 -1.702 -1.286 -3.737
Gesamtergebnis 28.404 25.328 57.674 45.818
Davon entfallen auf:
Hybridkapitalgeber der GRENKE AG 692 431 1.376 862
Aktionäre der GRENKE AG 27.712 24.897 56.298 44.956

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 156.787 156.896
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 3.287 3.688
Leasingforderungen 1.262.562 1.141.000
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 122.732 93.090
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.377 4.474
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 6.173 5.969
Steuererstattungsansprüche 18.652 23.555
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 211.708 180.291
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.788.278 1.608.963
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 2.363.304 2.129.110
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 295 29
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 47.251 73.643
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 4.963 5.133
Sachanlagen 50.504 48.369
Geschäfts- oder Firmenwerte 83.437 66.515
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 41.590 20.069
Latente Steueransprüche 11.437 11.0431
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.134 1.694
Summe langfristige Vermögenswerte 2.603.915 2.355.6051
Summe Vermögenswerte 4.392.193 3.964.5681

1 Vorjahreswerte angepasst, siehe Anhang.

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 1.301.528 1.227.581
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 596 1.225
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.802 16.663
Steuerschulden 13.685 13.117
Abgegrenzte Schulden 14.089 15.976
Kurzfristige Rückstellungen 1.646 1.646
Sonstige kurzfristige Schulden 26.384 20.396
Abgegrenzte Mietraten 51.085 31.908
Summe kurzfristige Schulden 1.432.815 1.328.512
Langfristige Schulden
Finanzschulden 2.180.287 1.894.474
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 776 1.751
Latente Steuerschulden 54.286 44.6301
Pensionen 5.025 4.781
Summe langfristige Schulden 2.240.374 1.945.6361
Eigenkapital
Grundkapital 44.313 18.881
Kapitalrücklage 93.611 119.043
Gewinnrücklagen 530.494 498.807
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals -138 1.148
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG 668.280 637.879
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile2 50.724 52.541
Summe Eigenkapital 719.004 690.420
Summe Schulden und Eigenkapital 4.392.193 3.964.5681

1 Vorjahreswerte angepasst, siehe Anhang.

2 Beinhaltet eine AT1 -Anleihe (Hybridkapital), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der GRENKE AG darstellt und unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen wird.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR 01.01.2017 bis 30.06.2017 01.01.2016 bis 30.06.2016
Gewinn vor Steuern 76.901 66.073
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 7.107 4.377
- / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 13 42
- / + Ergebnis aus Finanzanlagen 1.266 410
- / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 112 -2.739
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen -2.889 -647
- Zugänge Leasingforderungen -949.597 -780.920
+ Zahlungen Leasingnehmer 673.372 583.819
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 122.179 104.657
- Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -136.056 -124.826
+ / - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer -11.618 478
+ / - Währungsdifferenzen 6.533 23.507
\= Veränderung Leasingforderungen -295.187 -193.285
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 859.022 752.482
- Zahlung Annuitäten an Refinanzierer -639.516 -579.973
- Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung -20.425 -15.029
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 20.162 22.167
+ / - Währungsdifferenzen -2.801 -12.240
\= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 216.442 167.407
+ / - Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 75.354 36.378
- / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer -11.564 7.065
- / + Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden

Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte
-29.087 -80.683
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten 18.863 -36.032
+ / - Zunahme / Abnahme sonstige Schulden 1.217 -4.011
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 58.548 -35.645
- / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern -11.698 -8.411
- Gezahlte Zinsen -1.506 -635
+ Erhaltene Zinsen 240 225
\= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 45.584 -44.466
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -7.151 -4.377
- / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften/ assoziierten Unternehmen und Finanzanlagen -8.035 -485
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 120 -6
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.066 -4.868
+ / - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden -1.187 830
+ Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung 0 0
+ Nettoerlöse aus Hybridkapital 0 0
- Zinszahlungen auf Hybridkapital -4.125 -1.711
- Dividendenzahlungen -25.849 -19.557
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -31.161 -20.438
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode

Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten
156.896 186.453
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -131 -875
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 156.765 185.578
+ / - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 114 271
\= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 156.879 185.849
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode

Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten
156.787 116.252
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -551 -175
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 156.236 116.077
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) -643 -69.772
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 45.584 -44.466
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -15.066 -4.868
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -31.161 -20.438
\= Summe der Cashflows -643 -69.772

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis Hedging-Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 01.01.2017 18.881 119.043 498.807 90 -1.556 2.614
Gesamtergebnis -- -- 57.584 -48 -98 -1.140
Dividendenzahlung in 2017 für 2016 -- -- -25.849 -- -- --
Kapitalerhöhung (Umwandlung Kapitalrücklage im Rahmen des Aktiensplitts) 25.432 -25.432 -- -- -- --
Auflösung Agio Hybridkapital -- -- -48 -- -- --
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) -- -- -- -- --
Steuersatzänderung -- -- -- -- -- --
Eigenkapital zum 30.06.2017 44.313 93.611 530.494 42 -1.654 1.474
Eigenkapital zum 01.01.2016 18.859 116.491 419.068 -25 -1.405 6.895
Gesamtergebnis -- -- 48.693 -14 -211 -3.512
Dividendenzahlung in 2016 für 2015 -- -- -22.131 -- -- --
Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) 22 2.552 -- -- -- --
Kosten Emission Hybridkapital -- -- -- -- -- --
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) -- -- -- -- -- --
Eigenkapital zum 30.06.2016 18.881 119.043 445.630 -39 -1.616 3.383

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TEUR Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG Zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile
Summe

Eigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2017 637.879 52.541 690.420
Gesamtergebnis 56.298 1.376 57.674
Dividendenzahlung in 2017 für 2016 -25.849 -25.849
Kapitalerhöhung (Umwandlung Kapitalrücklage im Rahmen des Aktiensplitts) 0 -- 0
Auflösung Agio Hybridkapital -48 48 0
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) 0 -3.235 -3.235
Steuersatzänderung 0 -6 -6
Eigenkapital zum 30.06.2017 668.280 50.724 719.004
Eigenkapital zum 01.01.2016 559.883 30.771 590.654
Gesamtergebnis 44.956 862 45.818
Dividendenzahlung in 2016 für 2015 -22.131 -- -22.131
Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) 2.574 -- 2.574
Kosten Emission Hybridkapital 0 -- 0
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) 0 -1.197 -1.197
Eigenkapital zum 30.06.2016 585.282 30.436 615.718

ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Allgemeine Angaben

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Gegenstand des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernzwischenabschluss" bezeichnet) zum 30. Juni 2017 sind die GRENKE AG sowie ihre Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen (im Folgenden als "GRENKE Konzern" bezeichnet). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und durch die Europäische Union (EU) in europäisches Recht übernommen wurden, aufgestellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 zu lesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Die erstmalige Anwendung der folgenden geänderten Rechnungslegungsstandards wird im nachfolgenden Abschnitt kurz erläutert.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2017 wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen, er wurde nicht geprüft.

Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen -noch nicht umgesetzt

Vom IASB wurden geänderte und neue IAS und IFRS veröffentlicht, die aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Die GRENKE AG wird diese Standards zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen. Nachfolgend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Der Standard enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ersetzt die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten sowie die vorher veröffentlichten Versionen von IFRS 9.

An den bisherigen Wertmaßstäben "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert" hält IFRS 9 bei der Bewertung von Finanzinstrumenten fest. Als Grundlage für die Klassifizierung und Bewertung bezieht sich der Standard dabei zukünftig auf die Kriterien der Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem Finanzinstrumente gesteuert werden. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert, während nach IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste zulässig war. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge-Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der GRENKE Konzern wird IFRS 9 erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anwenden.

Kredite und Forderungen werden gehalten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, hierbei ist zu prüfen, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Betrag darstellen (SPPI-Test). Es wird damit gerechnet, dass Kredite und Forderungen nach IFRS 9 auch weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Für als Vermögenswerte ausgewiesene Eigenkapitalinstrumente wird voraussichtlich das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ausgeübt. Alle bisher zum beizulegenden Zeitwert gehaltenen finanziellen Vermögenswerte (Derivate) werden auch weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten bleibt gegenüber den derzeitigen Regelungen des IAS 39 nahezu unverändert, ein Einfluss auf den Konzernabschluss ist nicht zu erwarten.

Die Einführung des neuen Wertminderungsmodells auf den Konzernabschluss wird sich dahingegen auswirken, da es zu einer früheren Erfassung von potenziellen bzw. zukünftig erwarteten Wertminderungen kommt. Diese vorgezogene Erfassung von Wertminderungen wird zu einer erhöhten Risikovorsorge führen und damit zu einer leichten Reduzierung des Eigenkapitals, wobei noch detailliertere Analysen aller relevanten und belastbaren Informationen notwendig sind um die genaue Höhe der Auswirkung zu ermitteln. Bei den Leasingforderungen werden die größten Auswirkungen der erhöhten Risikovorsorge zu erwarten sein. Es ist nicht geplant den vereinfachten Ansatz anzuwenden. Bei den Kreditforderungen aus dem Bankgeschäft sowie den Forderungen aus dem Factoringgeschäft, wird aufgrund der im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik lediglich eine geringe Zunahme der Wertminderung erwartet.

Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften geht der GRENKE Konzern davon aus, dass alle derzeit als effektive Sicherungsbeziehungen designierten Sicherungsgeschäfte auch die nach IFRS 9 vorgesehenen Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen. Insofern wird dies voraussichtlich zu keiner Auswirkung im Konzernabschluss führen. Die genauen Auswirkungen aus den genannten Sachverhalten auf den GRENKE Konzern werden derzeit weiterhin untersucht. Die Beurteilung kann sich aufgrund weiterer detaillierter Analysen oder zusätzlicher Informationen die dem Konzern in der Zukunft zur Verfügung gestellt werden jedoch noch ändern.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

Der Standard führt ein prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15). Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält ferner Vorgaben zum Ausweis. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. Der neue Standard zu Umsatzerlösen wird alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung (IAS 11 "Fertigungsaufträge", und IAS 18 "Umsatzerlöse") sowie die dazugehörigen Interpretationen nach IFRS ersetzen. Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung vorgeschrieben. Untersucht wird die Aufteilung des Transaktionspreises auf verschiedene Leistungsverpflichtungen. Der GRENKE Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat. Basierend auf den bisher durchgeführten Analysen, werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet, da bisher nur wenige Erlöse aus langfristigen bzw. Mehrkomponentenverträge im Konzern generiert werden. Bei den neuen Vorschriften zu den Prinzipal-Agenten-Verhältnissen wird aktuell eine Untersuchung durchgeführt zu der noch keine fundierten Ergebnisse vorliegen. Noch nicht entschieden ist, wie bei möglichen Änderungen die erstmalige Anwendung dargestellt wird (z. B. vollständig retrospektiv, Übergangsmethode oder Anwendung der Ausnahmeregelung).

IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet, jedoch nur, wenn zu diesem Zeitpunkt auch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operate Lease und Finance Lease beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert (sogenannte "low value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16.

Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber wurden nur geringfügig verändert und entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Dadurch, dass die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17 entsprechen werden, wird der neue Standard voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG als Leasinggeber haben. Die geänderte Bilanzierung bei Leasingverhältnissen, bei denen der GRENKE Konzern Leasingnehmer ist, wird sich auf den Konzernabschluss auswirken. Insbesondere werden für gemietete Fahrzeuge und Immobilen Nutzungsrechte aktiviert werden. Es wird aber auch hier keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet, da der GRENKE Konzern vornehmlich Leasinggeber ist.

Anpassungen

In Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 8.41 ff. erfolgte eine Ausweisänderung latenter Steuern (partielle Saldierung). Für latente Steueransprüche und latente Steuerschulden besteht, sofern die Kriterien des IAS 12.74 vorliegen ein Saldierungsgebot. Für einzelne Sachverhalte welche zu latenten Steueransprüchen bzw. latente Steuerschulden führen lagen die Saldierungskriterien bereits in der Vergangenheit vor. Für die einschlägigen Sachverhalte erfolgte, trotz Saldierungsgebot, ein getrennter Ausweis von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Durch diese Anpassung ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis.

Die Änderung des Ausweises erfolgte jeweils retrospektiv. Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 werden daher Anpassungen der Vergleichszahlen der Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2016 vorgenommen. Hieraus ergeben sich die folgenden Auswirkungen:

Auszüge aus der Konzernbilanz zum 31.12.2016

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Veröffentlichter Konzernabschluss Angepasster Konzernabschluss
TEUR 31.12.2016 Anpassung 31.12.2016
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Langfristige Vermögenswerte

Latente Steueransprüche
17.927 -6.884 11.043
Summe langfristige Vermögenswerte 2.362.489 -6.884 2.355.605
Summe Vermögenswerte 3.971.452 -6.884 3.964.568
Langfristige Schulden
Latente Steuerschulden 51.514 -6.884 44.630
Summe langfristige Schulden 1.952.520 -6.884 1.945.636
Summe Schulden und Eigenkapital 3.971.452 -6.884 3.964.568

Es ergeben sich weder Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016 noch auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016.

Darüber hinaus wurden aufgrund der retrospektiven Anpassung auch die entsprechenden Vergleichsangaben im Anhang geändert.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen

Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:

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BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 % und 100 %. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine leichte Anpassung der Wertberichtungssätze. Bei Anwendung der alten Sätze hätte sich eine um 161 TEUR niedrigere Wertminderung ergeben. Garantierte sowie nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von den Laufzeitgruppen des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2017 zwischen 3,0 % und 17,5 % von den Anschaffungskosten.

Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Leasingforderungen

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TEUR 30.06.2017 30.06.2016
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) 3.175.908 2.758.660
Stand zu Periodenbeginn
+ Veränderung in der Periode 336.296 198.522
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 3.512.204 2.957.182
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht-performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 223.948 221.847
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 51.154 30.008
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 17.893 25.091
Bruttoforderungen zu Periodenende 257.209 226.764
Wertminderungen zu Periodenbeginn 129.746 126.335
+ Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 32.209 29.856
- Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* 18.408 26.661
Wertminderungen zu Periodenende 143.547 129.530
Buchwert Nicht-performende Leasingforderung zu Periodenbeginn 94.202 95.512
Buchwert Nicht-performende Leasingforderung zu Periodenende 113.662 97.234
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 3.270.110 2.854.172
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 3.625.866 3.054.416

* Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von 100 TEUR (Vorjahr: 811 TEUR).

Finanzschulden

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Asset Based 237.506 226.792
Senior Unsecured 765.589 724.236
Zweckgebundene Förderdarlehen 45.309 45.604
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 251.068 228.125
Sonstige Bankschulden 2.056 2.824
davon Kontokorrentschulden 551 131
Summe kurzfristige Finanzschulden 1.301.528 1.227.581
Langfristige Finanzschulden
Asset Based 496.696 431.595
Senior Unsecured 1.352.412 1.194.928
Zweckgebundene Förderdarlehen 89.803 78.988
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 241.376 188.963
Summe langfristige Finanzschulden 2.180.287 1.894.474
Summe Finanzschulden 3.481.815 3.122.055

Asset Based Finanzschulden

Strukturierte Unternehmen

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Sämtliche strukturierten Unternehmen, sind als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme aufgelegt.

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Programmvolumen 785.000 735.000
Inanspruchnahme 663.863 624.610
Buchwert 569.828 531.544
davon kurzfristig 166.061 154.054
davon langfristig 403.767 377.490

Forderungsverkaufs-Verträge

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30.06.2017 31.12.2016
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 25.000 25.000
TGBP 80.000 80.000
TPLN 80.000 60.000
TCHF 50.000 50.000
TBRL 250.000 --
Programmvolumen in TEUR 247.144 178.602
Inanspruchnahme in TEUR 140.385 126.843
Buchwert in TEUR 140.385 126.843
davon kurzfristig 63.336 72.739
davon langfristig 77.049 54.104

Restwertdarlehen

Seit dem Erwerb der Europa Leasing GmbH besitzt der Konzern Restwertdarlehen. Die Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkäufe veräußert wurden.

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30.06.2017 31.12.2016
Buchwert TEUR 23.989 0
davon kurzfristig 8.109 0
davon langfristig 15.880 0

Senior Unsecured Finanzschulden

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Anleihen 1.256.346 1.209.998
davon kurzfristig 178.525 266.374
davon langfristig 1.077.821 943.624
Schuldscheindarlehen 413.420 392.941
davon kurzfristig 153.027 151.387
davon langfristig 260.393 241.554
Commercial Paper 208.500 201.000
Revolving Credit Facility 174.305 73.937
davon kurzfristig 160.107 64.187
davon langfristig 14.198 9.750
Geldhandel 34.394 31.692
Kontokorrent 20.567 --

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Zinsabgrenzung 10.469 9.596

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

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30.06.2017 31.12.2016
Anleihen TEUR 2.000.000 1.500.000
Commercial Paper TEUR 500.000 500.000
Revolving Credit Facility TEUR 160.000 150.000
Revolving Credit Facility TPLN 70.000 50.000
Revolving Credit Facility TCHF 30.000 10.000
Geldhandel TEUR 35.000 45.000

Anleihen

Im Geschäftsjahr wurden bisher fünf neue Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 138.000 TEUR begeben. Eine weitere Anleihe aus dem Jahr 2014 wurde um 20.000 TEUR erhöht. Planmäßig wurden 112.200 TEUR getilgt.

Schuldscheindarlehen

Im Geschäftsjahr wurden bisher drei neu Schuldscheindarlehen begeben, ein weiteres auslaufendes wurde prolongiert. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 50.000 TEUR sowie 10.000 TCHF. Planmäßig getilgt wurden 10.000 TEUR und 8.218 TCHF.

Zweckgebundene Förderdarlehen

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehn bei den einzelnen Förderbanken.

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TEUR 30.06.2017 31.12.2016
NRW.Bank 53.195 51.771
Thüringer Aufbaubank 12.028 11.068
Investitionsbank Berlin 2.441 3.040
LfA Förderbank Bayern 9.789 14.712
Investitionsbank des Landes Brandenburg 3.047 3.691
KfW 52.248 37.932
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 2.321 2.310
Zinsabgrenzung 43 68

Im Berichtszeitraum wurden 33.833 TEUR an neuen Mitteln aufgenommen, 22.550 TEUR wurden planmäßig getilgt.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2017 hat die GRENKE AG eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftermitteln in Höhe von 25.432.327,53 mit anschließendem Aktiensplitt im Verhältnis von 1:3 durchgeführt. Das neue Grundkapital beträgt 44.313.102,00 EUR bei 44.313.102 neuen Stückaktien. Somit entfällt auf jede Aktie ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR. Die Umstellung erfolgt ab Juli 2017. Die Notierung der neuen Aktien am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse wurde am 10. Juli 2017 aufgenommen.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:

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Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht-performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 1.256.346 TEUR (Vorjahr 31.12.2016: 1.209.998 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 1.282.599 TEUR (Vorjahr 31.12.2016: 1.236.937 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet.

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Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
TEUR 30.06.2017 30.06.2017 31.12.2016 31.12.2016
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Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen (performend) 3.820.351 3.512.204 3.506.128 3.175.908
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 174.003 169.983 166.623 166.733
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.016.846 2.987.315 2.732.454 2.702.143
Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 496.001 492.444 420.411 417.088
Bankschulden 2.056 2.056 2.824 2.824

Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivative Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
TEUR 30.06.2017 30.06.2017 31.12.2016 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 46 46 97 97
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte 3.536 3.536 3.620 3.620
Summe 3.582 3.582 3.717 3.717
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte 1.372 1.372 2.976 2.976
Summe 1.372 1.372 2.976 2.976

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise.

Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten.

Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.

Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n. a. Notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte Market-to-Market

Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwertmodell

Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden

Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)

Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie (IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind, einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.

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TEUR 01.01. - 30.06.2017 01.01. - 30.06.2016
IT-Projektkosten 2.818 3.025

Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR 01.01. - 30.06.2017 01.01. - 30.06.2016
Ertragsteuern
Tatsächlicher Steueraufwand 15.998 13.607
Latente Steuern 1.943 2.911
Summe 17.941 16.518

Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis Juni 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Operative Segmenterträge 144.029 125.812 7.671 6.633 2.036 1.886
Segmentergebnis 74.167 62.111 4.859 4.557 -192 -118
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis
Sonstiges Finanzergebnis
Steuern
Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung zum 30. Juni (Vj. 31. Dez.)
Segmentvermögen 4.283.344 3.880.752 810.704 722.402 33.983 35.908
Überleitung Konzern
Steueransprüche
Vermögen lt. Konzernbilanz
Segmentschulden 3.603.283 3.229.856 742.050 668.390 25.812 27.247
Überleitung Konzern
Steuerschulden
Schulden lt. Konzernbilanz

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TEUR Summe Segmente Konsolidierung Konzern
Januar bis Juni 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Operative Segmenterträge 153.736 134.331 0 0 153.736 134.331
Segmentergebnis 78.834 66.550 0 0 78.834 66.550
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 78.834 66.550
Sonstiges Finanzergebnis -1.933 -477
Steuern 17.941 16.518
Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung zum 30. Juni (Vj. 31. Dez.) 58.960 49.555
Segmentvermögen 5.128.031 4.639.062 -765.927 -709.092 4.362.104 3.929.970
Überleitung Konzern
Steueransprüche 30.089 34.5981
Vermögen lt. Konzernbilanz 4.392.193 3.964.5681
Segmentschulden 4.371.145 3.925.493 -765.927 -709.092 3.605.218 3.216.401
Überleitung Konzern
Steuerschulden 67.971 57.7471
Schulden lt. Konzernbilanz 3.673.189 3.274.1481

1 Vorjahreswerte angepasst

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Berichtspflichtige Segmente

Leasinggeschäft

Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Servicegeschäfte, Service- und Wartungsangebote für die Leasinggegenstände und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Bankgeschäft

Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.

Factoringgeschäft

Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.

Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKE AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Servicegeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung.
Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerschulden.

Akquisitionen

Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2017

Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/Deutschland

Die GRENKE AG hat zum 01.01.2017 Beherrschung über die Anteile an der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/ Deutschland erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 06. Dezember 2016 abgeschlossen.

Die Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/Deutschland, betreibt ein der GRENKE AG ähnliches Geschäftsmodell und hat sich auf den Vertrieb von medizintechnischen Geräten in den Zielmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz spezialisiert.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 15.091 TEUR, Leasingforderungen 39.289 TEUR, sonstige Aktiva 7.305 TEUR, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 31.998, latente Steuerschulden 3.185 TEUR und sonstige Schulden 7.563 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 198 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt somit 19.138 TEUR. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 4.129 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.

GC Renting Malta Ltd., Sliema/Malta

Die GRENKE AG hat zum 31. März 2017 Beherrschung über die Anteile an der GC Renting Malta Ltd., Sliema/Malta erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 29. März 2017 abgeschlossen.

Die GC Renting Malta Ltd., Sliema/Malta war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 4.466 TEUR, sonstige Aktiva 849 TEUR, aktive latente Steuerforderungen 208 TEUR, latente Steuerschulden 1.615 TEUR und sonstige Schulden 1.266 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 2.704 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt somit 5.346 TEUR. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 592 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.

GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien

Die GRENKE AG hat zum 30. Juni 2017 Beherrschung über die Anteile an der GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 25. Juli 2017 abgeschlossen.

Die GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 2.518 TEUR, Leasingforderungen 21.022 TEUR, sonstige Aktiva 5.115 TEUR, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 36.734 TEUR, latente Steuerschulden 3.708 TEUR und sonstige Schulden 1.743 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 26.563 TEUR sind 5.540 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 14.334 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt somit 805 TEUR. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 859 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.

Dividendenzahlung

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 34.637.384,17 EUR des Geschäftsjahres 2016 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 11. Mai 2017. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:

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Bilanzgewinn 2016 34.637.384,17
Ausschüttung einer Dividende von 1,75 EUR je Namensaktie auf insgesamt 14.771.034 Namensaktien 25.849.309,50
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 8.788.074,67

Die Dividende wurde am 16.Mai 2017 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Auszahlung an Hybridkapitalgeber

Am 31. März 2017 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 4.125.000 EUR an die Hybridkapitalgeber geleistet.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit den Vorstandsmitgliedern Frau Leminsky, sowie den Herren Christ und Kindermann eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen.

Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im bisherigen Geschäftsjahr keine an.

Die Vereinbarung mit Frau Leminsky bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die Vereinbarungen mit den Herren Christ und Kindermann auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarungen haben die Vorstandsmitglieder für die jeweiligen Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 20.000 Aktien, bei Herrn Kindermann 6.000 Aktien, der GRENKE AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 144,25 EUR (vor Aktiensplitt).

Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR, für Herrn Kindermann auf 150.000 EUR, für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h. die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden. Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren. Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. Künftig kann sie somit keine Ansprüche aufgrund dieser Vereinbarung mehr erwerben.

Zum 30. Juni 2017 betrug der Wert der Phantom-Stock-Vereinbarungen 275 TEUR (30.06.2016: 139 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Eventualverbindlichkeiten

Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien in Höhe von 29,5 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2016: 77,3 Mio. EUR) ausgereicht, welches das maximale Ausfallrisiko darstellt. Die tatsächliche Ausnutzung von Seiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 19,3 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2016: 56,0 Mio. EUR).

Mitarbeiter

Der GRENKE Konzern beschäftigte in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 1.182 (Vorjahr 30.06.2016: 991) Mitarbeiter (ohne Vorstand). Weitere 40 (Vorjahr 30.06.2016: 23) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ab dem 1. Juli 2017 nahm unsere neu gegründete Tochtergesellschaft die GRENKE digital GmbH, ihre Geschäftstätigkeit auf. In diese Gesellschaft werden die weltweiten Konzernanwendungen mit den Innovationspunkten CRM, ERP, BI und Mobile gebündelt werden.

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die GRENKE AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der GRENKE AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Stuttgart, 27. Juli 2017

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Frey Brixner
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Baden-Baden, den 27. Juli 2017

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Gilles Christ Sebastian Hirsch Mark Kindermann
(Vorstand) (Vorstand) (Vorstand)

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Wolfgang Grenke Antje Leminsky
(Vorstandsvorsitzender) (stellvertretende Vorstandsvorsitzende)

FINANZKALENDER

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27.10.2017 Veröffentlichung Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2017

KONTAKT

Renate Hauss

Corporate Communications

Telefon: +49 7221 5007-204

Telefax: +49 7221 5007-4218

E-Mail: [email protected]

In diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.

GRENKE AG

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76532 Baden-Baden

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