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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2015

Oct 27, 2015

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Interim / Quarterly Report

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GRENKELEASING AG

Baden-Baden

Finanzbericht zum 3. Quartal und den ersten 9 Monaten 2015

GRENKELEASING AG Konzern

Finanzbericht zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2015

Kennzahlen GRENKE Gruppe

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01.01.2015 Veränderung 01.01.2014
bis 30.09.2015 (%) bis 30.09.2014 Einheit
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Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 961.121 17,0 821.279 TEUR
- davon International 698.433 16,1 601.776 TEUR
- davon Franchise-International 19.936 109,7 9.509 TEUR
- davon Deutschland 242.752 15,6 209.994 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 315.533 12,7 280.028 TEUR
Südeuropa* 239.263 24,7 191.931 TEUR
Nord- / Osteuropa* 147.139 12,5 130.848 TEUR
Übrige Regionen* 16.434 93,8 8.478 TEUR
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring 230.177 54,3 149.159 TEUR
- davon Deutschland 87.184 14,4 76.226 TEUR
- davon International 110.430 112,3 52.015 TEUR
- davon Franchise-International 32.563 55,7 20.918 TEUR
GRENKE Bank
Einlagevolumen 314.770 6,5 295.677 TEUR
Neugeschäft Existenzgründungsfinanzierung (inkl. Mikrokreditgeschäft) 14.370 71,3 8.390 TEUR
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts GRENKE Gruppe Leasing 177.763 12,3 158.240 TEUR
- davon International 140.297 10,9 126.451 TEUR
- davon Franchise-International 3.651 87,6 1.946 TEUR
- davon Deutschland 33.815 13,3 29.843 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 62.667 10,5 56.716 TEUR
Südeuropa* 50.211 14,8 43.751 TEUR
Nord- / Osteuropa* 28.052 7,0 26.217 TEUR
Übrige Regionen* 3.018 76,2 1.713 TEUR
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge 113.448 12,8 100.596 Stück
Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio 81 -3,6 84 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0,0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,5 3,7 8,2 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 48 0,0 48 Monate
Vermietvolumen 3.959 16,8 3.389 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 472.862 15,0 411.153 Stück

* Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, SpanienNord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Türkei

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

Kennzahlen GRENKE Konzern

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01.01.2015 Veränderung 01.01.2014
bis 30.09.2015 (%) bis 30.09.2014 Einheit
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Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis
140.440 21,9 115.243 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 43.817 12,2 39.060 TEUR
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 36.853 20,9 30.490 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 37.300 6,7 34.959 TEUR
Verwertungsmehr(+)/-minder(-)ergebnis -45 -102,5 1.779 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 4.079 26,0 3.238 TEUR
Kosten Neuverträge 25.163 12,3 22.413 TEUR
Kosten laufende Verträge 7.944 2,3 7.766 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 30.639 15,1 26.617 TEUR
Kosten Management 22.643 17,7 19.236 TEUR
Sonstige Kosten 7.699 49,9 5.136 TEUR
Operatives Ergebnis 80.722 23,3 65.481 TEUR
Sonstiges Zinsergebnis (Aufwand) -65 -189,0 73 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung 18 -76,0 75 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 80.805 23,4 65.483 TEUR
Gewinn 59.689 23,5 48.331 TEUR
Ergebnis je Aktie (nach IFRS) 4,02 22,6 3,28 EUR
Sonstige Angaben
Dividende 1,10 10,0 1,00 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) 865 16,7 741 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) 791 18,1 670 Mio. EUR
Wirtschaftliches Ergebnis (nach Steuern)* 82 9,3 75 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 53,8 -2,4 55,1 Prozent
Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern 14,0 3,7 13,5 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 918 9,5 838 Personen
Personalaufwand 46.340 15,1 40.253 TEUR
- davon Gesamtvergütung 38.106 15,8 32.911 TEUR
- davon fixe Vergütung 28.411 13,5 25.039 TEUR
- davon variable Vergütung 9.695 23,2 7.872 TEUR

* Indikator, der den Gewinn einer Periode mit der Veränderung des Embedded Value nach Steuern (Barwert sämtlicher noch ausstehender Leasingraten nach Kosten und Risikovorsorge) zusammenfasst. Zur Bestimmung des wirtschaftlichen Ergebnisses wurde die Berechnungsmethode ab dem Jahr 2015 angepasst. Der thesaurierte Gewinn wird sowohl beim Periodengewinn als auch beim Embedded Value am Ende der Periode berücksichtigt und ist daher für die Ermittlung des wirtschaftlichen Ergebnisses einmal rechnerisch zu eliminieren.

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

Brief des Vorstands an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen heute über die weiterhin sehr positive Entwicklung des GRENKE Konzerns berichten zu dürfen. Erneut werden unser bewährtes, werthaltiges Geschäftsmodell und der erfolgreiche Verlauf der letzten Quartale deutlich sichtbar. Der positive Trend der ersten sechs Monate setzte sich auch im dritten Quartal 2015 uneingeschränkt fort. Zusätzlich begünstigt durch die im Verhältnis zum Ertragswachstum nur unterproportional gestiegenen Schäden und das insgesamt attraktive Zinsumfeld, legte der Gewinn im Neunmonatszeitraum um erfreuliche 24 Prozent auf 59,7 Mio. EUR zu. Aufgrund dieser guten Entwicklung gehen wir nunmehr davon aus, die im Juli 2015 bereits angehobene Prognose eines Gewinns zwischen 74 und 78 Mio. EUR sogar noch zu übertreffen. Für 2015 rechnen wir fortan mit einem Gewinn zwischen 78 und 80 Mio. EUR. Dies ist ein Wachstum von mindestens 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Überaus erfolgreich waren wir zudem im Neugeschäft. Das gesamte Volumen der GRENKE Gruppe konnte im Neunmonatszeitraum um 23 Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden, das der GRENKE Gruppe Leasing um 17 Prozent. Damit liegt das Wachstum der GRENKE Gruppe nicht nur oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von zehn Prozent, in unserem Segment Leasing übertrifft es auch den zu Geschäftsjahresbeginn prognostizierten Anstieg um 11 bis 15 Prozent. Während es uns in Deutschland gelungen ist, im Leasinggeschäft erneut zweistellig zu wachsen, blieb Frankreich leicht unter den Erwartungen. Auf internationaler Ebene konnte dies jedoch mehr als kompensiert werden. Eine anhaltend hohe Nachfrage verzeichneten wir darüber hinaus in unserem Factoringgeschäft. Mit einem Anstieg des Neugeschäfts um 54 Prozent gegenüber Vorjahr sind wir nach neun Monaten auf gutem Weg, die für 2015 in Aussicht gestellte Wachstumsrate von 20 bis 24 Prozent sogar zu verdoppeln. Die Deckungsbeitrags-2-Marge in unserem Leasinggeschäft bewegte sich mit 18,5 Prozent nach 19,3 Prozent im Vorjahr auch im Neunmonatszeitraum auf einem sehr hohen Niveau.

Wir sehen auch für die Zukunft attraktive Wachstumschancen, die wir konsequent nutzen wollen. Zur Stärkung unserer soliden Eigenkapitalbasis haben wir deshalb im dritten Quartal Hybridkapital über 30 Mio. EUR begeben. Mit diesem von uns erstmals genutzten Instrument, das sich strategisch entlang unseres profitablen Wachstumspfades einsetzen lässt, und einer Eigenkapitalquote von 17,5 Prozent, bezogen auf die Bilanzsumme von zum Stichtag dieses Berichts über 3,2 Mrd. EUR, sind wir bestens gerüstet, um auch künftig schnell und flexibel reagieren zu können.

Einer nach wie vor hohen Aufmerksamkeit erfreuten wir uns am Kapitalmarkt. Das große Vertrauen der Anleger spiegelte sich vor allem in der Kursentwicklung unserer Aktie wider. In den zurückliegenden neun Monaten legte sie um 59 Prozent zu und erreichte bei einem Kurs von 158 EUR Mitte September ihren neuen historischen Höchststand; der Börsenwert unseres Unternehmens stieg auf über 2,3 Mrd. EUR an. Damit sind wir für viele Anleger nicht nur ein attraktives Investment, sondern ebenso eine feste und verlässliche Größe im Portfolio. Einen ausgezeichneten Ruf genießen wir ferner auf dem Markt für Fremdkapital. Dies zeigt das jüngste Rating der Agentur Standard & Poor's vom August 2015, die uns bereits seit 2003 eine hohe Kreditwürdigkeit (BBB+/A-2) attestieren. Der zuvor negative Ausblick wurde nunmehr als stabil eingestuft.

Baden-Baden, im Oktober 2015

Wolfgang Grenke

Vorstandsvorsitzender

Die Aktie der GRENKELEASING AG

Für die internationalen Finanzmärkte hatte das dritte Quartal gut begonnen. Wesentlich dazu beigetragen hatten robuste Konjunkturdaten aus Europa und den USA sowie die Zuversicht auf eine Einigung in der Schuldenfrage Griechenlands. Sorgen bereiteten hingegen die sich häufenden negativen Konjunktursignale aus China sowie die allgemeine Verunsicherung an den chinesischen Aktienmärkten, die zuvor schon eine massive Korrektur erfuhren. Dies wirkte sich im weiteren Quartalsverlauf auch auf die internationalen Märkte aus, die Ende August hohe Verluste hinnehmen mussten und sich in der Folge nur zögerlich erholten. Erst zum Ende des Quartals setzte eine erneute Erholungstendenz ein, ausgelöst vor allem durch deutliche Kursgewinne in Asien sowie gute Arbeitsmarktdaten aus den USA.

Per Saldo büßte der deutsche Leitindex DAX im Verlauf des dritten Quartals zwölf Prozent ein - der höchste Quartalsverlust seit vier Jahren. Deutlich besser entwickelte sich der Branchenindex DAXsector Financial Services, dem auch die Aktie der GRENKELEASING AG angehört. Von Juli bis September legte er um neun Prozent zu; der SDAX-Kursindex verlor drei Prozent.

Insgesamt unbeeindruckt von den hohen Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten setzte die Aktie der GRENKELEASING AG ihren seit Ende 2014 anhaltenden kräftigen Kursanstieg auch im dritten Quartal fort. Mitte September erreichte sie mit einem Kurs von 158,00 EUR einen neuen historischen Höchststand und hat sich damit innerhalb nur eines Jahres rund verdoppelt. Zum Quartalsende notierte die Aktie auf einem Kursniveau um 140 EUR. Per Saldo legte sie damit im Quartalsverlauf um neun Prozent zu.

Konzernzwischenlagebericht

Ziele und Strategien

Der GRENKE Konzern ist mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen weltweit tätig. Für den Markteintritt in neue Länder sowie die Expansion mit zusätzlichen Finanzierungsprodukten haben wir zudem ein Franchisemodell etabliert. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKELEASING AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") nicht beteiligt. In diesem Konzernzwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern (im Folgenden auch "Konzern" genannt), das heißt der GRENKELEASING AG und all ihren konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem GRENKE Konzern inklusive seiner rechtlich selbstständigen Franchisepartner.

Wir sind einer der führenden europäischen Anbieter von Finanzdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit Schwerpunkt auf Leasingfinanzierungen für kleine IT-Produkte (Small-Ticket-IT-Leasing). Unser Geschäftsmodell ist einfach, nachhaltig und werthaltig. Charakteristisch für unser Geschäft sind eine breite Streuung unseres Portfolios über Kunden, Branchen und Länder sowie vergleichsweise durchschnittlich kleine Vertragsvolumina. Die Standardisierung unseres Angebots ermöglicht eine schnelle und dennoch sichere Abwicklung der Verträge. Wir wachsen durch das fortwährende Erschließen neuer Länder in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. In unseren etablierten Märkten erhöhen wir zudem kontinuierlich unsere Marktpräsenz.

Auch unsere Produktpalette und unser Angebot an Finanzlösungen erweitern wir kontinuierlich. Unser im Berichtsquartal eingeführtes innovatives Angebot "eSignature" wird von unseren Leasingkunden und Fachhandelspartnern bereits in großem Umfang genutzt. Die digitale Signatur ist nicht nur einfach, flexibel und bequem. Für die Händler beschleunigt der papierlose Vertrag vor allem die Abwicklung noch einmal ganz erheblich. Damit verkürzt sich für sie die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Geldeingang weiter. Wir untermauern auf diese Weise unsere Position als bevorzugter Partner unserer Händler. Einen wesentlichen und schnell wachsenden Schwerpunkt bildet darüber hinaus der Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in verschiedenen europäischen Ländern.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres haben wir neue Standorte für unser Leasinggeschäft in Bielefeld, Regensburg, Newport (Großbritannien) und Malmö (Schweden) eröffnet. Ferner haben wir im ersten Quartal 2015 die Gesellschaft des früheren Franchisenehmers in Slowenien übernommen. Bis Jahresende sind eine Zellteilung in Frankreich sowie der Markteintritt in Irland (Factoring) und Singapur (Leasing) geplant. Neben verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank") in Deutschland engagieren wir uns beispielsweise in dem Programm "Leasing-Bürgschaft" der deutschen Bürgschaftsbanken oder arbeiten mit dem Portal "WeltSparen" zusammen. Im Rahmen des Programms "Mikrokreditfonds Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurden seit Juni 2015 bereits Verträge mit einem Volumen von insgesamt 1,7 Mio. EUR abgeschlossen. Nicht zuletzt finanziert die GRENKE Bank in Kooperation mit einer wachsenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und der Bundesländer Existenzgründungen und vergibt Fördermittel für leasingfinanzierte betriebliche Neuanschaffungen von kleineren und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern. Im Rahmen dieser Kooperationen wurden seit 2012 15.910 Leasingverträge abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit der NRW.BANK, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde im Berichtsquartal um ein Globaldarlehen erweitert und damit um 25 Mio. EUR erhöht.

Aufgrund unserer internationalen Präsenz und unserer breiten Produktpalette können wir den Fokus unseres Wachstums auf Länder und Produkte mit einem jeweils günstigen Wettbewerbsumfeld und somit attraktiven Chancen-Risiko-Profil konzentrieren. Dabei wollen wir Risiken nicht vermeiden, sondern sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen. Hierzu setzen wir unser selbst entwickeltes, bewährtes und fortwährend verfeinertes IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen ein. Dieses hat maßgeblich zu unserer langjährigen Erfolgsbilanz beigetragen: hohes Wachstum, begrenzte Risiken, attraktive Margen - über Konjunkturzyklen hinweg.

Unser Wachstum finanzieren wir über eine stetig wachsende Palette an Refinanzierungsinstrumenten. So stellen wir sicher, dass wir jederzeit flexibel verschiedene Optionen nutzen können. Dies wird nicht nur durch unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht, sondern insbesondere auch durch unser Ansehen als verlässlicher Geschäftspartner. Unsere Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten pflegen wir daher mit größter Aufmerksamkeit.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Traditionell ist das Neugeschäft der GRENKE Gruppe relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftszyklen. Profitables Wachstum erzielen wir sowohl in guten als auch in konjunkturell schlechteren Jahren. Den Einfluss der allgemeinen Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen auf unsere Schadenquote minimieren wir wirkungsvoll mit unserem ausgereiften Verfahren zur Prognose von Zahlungsausfällen. Einen größeren Einfluss auf unser Wachstum haben Branchentrends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft, oder die kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor. Dabei verschaffen uns unsere höchst effizienten betrieblichen Prozesse in der Regel relative Wettbewerbsvorteile. Etwaige Veränderungen der Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen an unsere Kunden weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur, davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen anpassen, einen vorübergehend be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Dabei bietet unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten -darunter auch Bankeinlagen bei der GRENKE Bank - eine hohe Flexibilität, um auf unterschiedliche Marktveränderungen oder erwartete Zinsentwicklungen reagieren zu können.

Neugeschäft

Erneut sehr erfolgreich waren wir in unserem Neugeschäft. So legte das Volumen der GRENKE Gruppe gegenüber dem Neunmonatszeitraum des Vorjahres um 23 Prozent zu und erreichte einen Wert von 1.205,7 Mio. EUR. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten wir in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg von 17 Prozent auf 961,1 Mio. EUR. Hervorzuheben ist das inzwischen wieder hohe Wachstum in unserem Heimatmarkt Deutschland, das mit 16 Prozent auf einer Höhe mit dem in unseren internationalen Märkten lag. Der internationale Anteil an unserem Neugeschäft lag mit 75 Prozent auf einem unverändert hohen Niveau und unterstreicht unsere Strategie, einen kontinuierlich zunehmenden Teil unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands zu generieren.

In Westeuropa (ohne Deutschland) erzielten wir im Neunmonatszeitraum ein Neugeschäftsvolumen von 315,5 Mio. EUR und damit 13 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Während wir in unserem Kernmarkt Frankreich mit plus neun Prozent nur moderat gewachsen waren, konnten wir unsere Marktanteile in den für uns bedeutenden Ländern Italien und Schweiz mit Zuwächsen um 33 bzw. 28 Prozent erneut erfolgreich ausbauen. Ein hohes Expansionstempo realisierten wir auch in unseren südeuropäischen Märkten, in denen das Volumen unseres Leasingneugeschäfts um 25 Prozent auf 239,3 Mio. EUR zunahm. In Nord- / Osteuropa verzeichneten wir einen Anstieg um 13 Prozent gegenüber Vorjahr; das dort akquirierte Volumen betrug 147,1 Mio. EUR. Überproportional stark erhöht haben wir das Neugeschäft in unseren übrigen Regionen, welche die für uns noch überwiegend jungen Länder umfassen. Dort richten wir unsere Steuerung sukzessive auf Wachstum aus, ohne dabei jedoch Abstriche bei unserer Risikobewertung zu machen. So konnte das Volumen unseres Neugeschäfts gegenüber Vorjahr annähernd verdoppelt werden (+94 Prozent). Absolut belief es sich auf 16,4 Mio. EUR nach 8,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Von Januar bis September erreichten uns insgesamt 257.625 Leasinganfragen. Die Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) betrug 44 Prozent, entsprechend wurden 113.448 neue Verträge geschlossen. Auf unsere internationalen Märkte entfielen davon 208.808 Anfragen, die zu 89.160 neuen Verträgen führten. Damit lag die Umwandlungsquote von 43 Prozent leicht unterhalb der Quote inkl. unseres Heimatmarkts Deutschland, wo 48.817 Anfragen in 24.288 neue Verträge und damit gut die Hälfte der Anfragen in Verträge umgewandelt wurden. Der Mittelwert je Vertragsabschluss lag bei 8.472 EUR nach 8.164 EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Ungebrochen blieb auch die Ertragsstärke der GRENKE Gruppe. So konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen operativen Erträge eines Leasingvertrags abzüglich Risiko- und Einzelvertragskosten, um zwölf Prozent von 158,2 Mio. EUR auf 177,8 Mio. EUR gesteigert werden. Die DB2-Marge lag mit 18,5 Prozent nur leicht unterhalb des Vorjahreswerts von 19,3 Prozent und damit auf einem anhaltend hohen Niveau.

Dynamisch entwickelte sich nicht zuletzt das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Hier legte das im Neunmonatszeitraum akquirierte Volumen, das ist die Summe der angekauften Forderungen, um mehr als die Hälfte zu (+54 Prozent) und erreichte so einen Wert von 230,2 Mio. EUR. Dies entspricht gut einem Viertel des Neugeschäfts der GRENKE Gruppe Leasing und unterstreicht die große Bedeutung dieses Segments in der GRENKE Gruppe. Den größten Teil des Zuwachses erzielten wir in unseren internationalen Märkten, in denen wir einen Anstieg um rund das Doppelte (+96 Prozent) verzeichneten. In Deutschland konnten wir das Volumen unseres Neugeschäfts aufgrund des intensiveren Wettbewerbs um 14 Prozent steigern. Die Ertragsmarge dort lag mit 2,11 Prozent (Vorjahr: 2,13 Prozent) jedoch sichtbar über der Ertragsmarge auf internationaler Ebene mit 1,37 Prozent (Vorjahr: 1,93 Prozent). Sie bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 38 Tagen in Deutschland (9M 2014: 33 Tage) und circa 36 Tagen auf internationaler Ebene (9M 2014: 36 Tage).

Die GRENKE Bank konnte in Kooperation mit Förderbanken das Volumen der Existenzgründungsfinanzierungen inklusive Mikrokreditgeschäft gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 71,3 Prozent steigern. Entsprechend legte das Volumen von 8,4 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR zu. Das Einlagevolumen belief sich zum Stichtag 30. September auf 314,8 Mio. EUR und lag damit sieben Prozent über dem Wert zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres von 295,7 Mio. EUR.

Anteile am Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing + Factoring + Existenzgründungsfinanzierung inkl. Franchisepartner per 30. September 2015

Neugeschäft in den ersten neun Monaten 2015:

GRENKE Gruppe Leasing 961,1 Mio. EUR (Vorjahr: 821,3 Mio. EUR)

GRENKE Gruppe Factoring 230,2 Mio. EUR (Vorjahr: 149,2 Mio. EUR)

Vorjahr per 30.09.: Deutschland 30,1%; Westeuropa (ohne Deutschland) 33,9%; Südeuropa 19,6%, Nord-/ Osteuropa 15,5%; Übrige Regionen 0,9%

Wachstumsraten im Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing per 30. September 2015 (gegenüber Vergleichszeitraum 2014)

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Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Türkei
Vorjahr per 30.09.: Deutschland -3,2%; Westeuropa (ohne Deutschland) +21,0%; Südeuropa +26,1%, Nord-/Osteuropa +22,2%; Übrige Regionen -33,1%

Ertragslage

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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TEUR 01.07.2015 01.07.2014
bis 30.09.2015 bis 30.09.2014
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Zinsergebnis 49.017 40.602
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 14.957 14.250
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 34.060 26.352
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 13.266 10.965
Ergebnis aus dem Neugeschäft 12.484 11.778
Verwertungsmehr(+)/-minder(-)ergebnis -13 1.047
Operative Erträge insgesamt 59.797 50.142
Personalaufwand 15.909 13.707
Davon Gesamtvergütung 13.139 11.274
Davon fixe Vergütung 9.804 8.509
Davon variable Vergütung 3.335 2.765
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 14.295 11.546
Davon IT-Projektkosten 1.543 816
Gewinn vor Steuern 28.242 23.805
Gewinn 21.208 17.149
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert) 1,41 1,16

Auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015 ist es uns gelungen, das hohe Wachstum der ersten sechs Monate fortzusetzen. Auf Quartalsebene konnten wir unseren Gewinn um erfreuliche 24 Prozent gegenüber Vorjahr steigern. Hierzu haben gleich mehrere positive Entwicklungen beigetragen: Das profitable Neugeschäft früherer Quartale, dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge sukzessive zufließen, das anhaltend attraktive Zinsumfeld sowie ein günstiger Verlauf der Schäden.

So führten weiter steigende Erträge aus Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft sowie rückläufige Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung zu einer Zunahme des Zinsergebnisses um 21 Prozent gegenüber Vorjahr. Erneut unterproportional dazu entwickelten sich die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Als Ergebnis unserer aktiven und risikoorientierten Margensteuerung legten sie gegenüber Vorjahr lediglich um fünf Prozent zu. Die Schadenquote des Konzerns belief sich damit auf 1,5 Prozent nach 1,7 Prozent im dritten Quartal 2014. Entsprechend verzeichneten wir beim Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge einen erfreulichen Anstieg um 29 Prozent gegenüber Vorjahr.

Im Rahmen unserer Erwartungen entwickelten sich auch die Ergebnisse aus dem Versicherungs- und dem Neugeschäft. Ersteres legte, ausgehend vom hohen Wachstum unseres Neugeschäfts, um 21 Prozent zu, Letzteres konnte um sechs Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Inklusive des auf Quartalsbasis tendenziell volatilen Verwertungsergebnisses haben sich die operativen Erträge des GRENKE Konzerns damit um 19 Prozent erhöht.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich infolge der gegenüber Vorjahr gestiegenen Beschäftigtenzahl und erfolgsabhängiger Vergütungskomponenten um 16 Prozent, der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand legte im Vorjahresvergleich um 24 Prozent zu. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem deutlich gestiegene IT-Projektkosten (+89 Prozent) sowie erhöhte Beratungskosten in Vorbereitung auf bevorstehende Markteintritte. Absolut gesehen weiterhin unbedeutend für die Ergebnisentwicklung des GRENKE Konzerns nahmen die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30 Prozent zu, die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber Vorjahr um 13 Prozent.

In der Summe konnten wir das operative Ergebnis des GRENKE Konzerns im Berichtsquartal um zufriedenstellende 19 Prozent steigern. Per Saldo erreichte es einen Wert von 28,2 Mio. EUR nach 23,8 Mio. EUR im dritten Quartal des Vorjahres. Parallel dazu entwickelte sich das Ergebnis vor Steuern, das um ebenfalls 19 Prozent zulegte. Bei einer reduzierten Steuerquote von 25 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr stieg der Gewinn im Berichtsquartal um 24 Prozent von 17,1 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR an. Daraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 1,41 EUR nach 1,16 EUR im Vorjahr.

Neunmonatsvergleich 2015 versus 2014

Die vorangegangenen Erläuterungen zur Entwicklung des dritten Quartals treffen im Wesentlichen auch auf den Neunmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 22 Prozent von 115,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 140,4 Mio. EUR. Unterproportional dazu stiegen die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge um zwölf Prozent von 39,1 Mio. EUR auf 43,8 Mio. EUR. Die Schadenquote belief sich auf 1,5 Prozent nach 1,6 Prozent im Neunmonatszeitraum des Vorjahres. Entsprechend legte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 27 Prozent von 76,2 Mio. EUR auf 96,6 Mio. EUR zu.

Die operativen Erträge des Konzerns erhöhten sich unter Berücksichtigung gestiegener Ergebnisse aus dem Versicherungs- und aus dem Neugeschäft sowie eines neutralen Verwertungsergebnisses von 143,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 170,7 Mio. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent. Deutlich unterproportional zu den Erträgen entwickelten sich die Aufwendungen. So übertraf der Personalaufwand den Vorjahreswert um 15 Prozent, der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand nahm lediglich um 13 Prozent zu. Das operative Ergebnis konnte damit um 23 Prozent gesteigert werden und erreichte einen Wert von 80,7 Mio. EUR nach 65,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In Summe führte dies zu einer Verbesserung der Cost-Income-Ratio, d. h. dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Während wir im Vorjahreszeitraum einen Wert von 55,1 Prozent erreichten, lag das Verhältnis im Berichtszeitraum bei 53,8 Prozent. Dies zeigt sowohl die hohe Margenstärke unseres Geschäfts als auch die hohe Effizienz unserer betrieblichen Prozesse.

Dementsprechend kräftig legte auch der Gewinn vor Steuern zu. Mit 80,8 Mio. EUR übertraf er den Vorjahreswert von 65,5 Mio. EUR um 23 Prozent. Nach Steuern erreichte der Gewinn einen Wert von 59,7 Mio. EUR gegenüber 48,3 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg um 24 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 4,02 EUR nach 3,28 EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Entwicklung der Segmente

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung dargestellt.

Geschäftsentwicklung

Unverändert bildet das Segment Leasing die Ertragssäule des GRENKE Konzerns, weshalb die Erläuterungen zur Ertragsentwicklung im Wesentlichen auch auf dieses Kapitel zutreffen. So nahmen die operativen Segmenterträge in unserem Leasinggeschäft gegenüber Vorjahr um 20 Prozent auf 158,1 Mio. EUR zu. Sehr erfreulich entwickelte sich dabei das Segmentergebnis, das bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen um 27 Prozent auf 73,3 Mio. EUR zulegte. Einen kräftigen Zuwachs verzeichneten wir auch in unserem Segment Factoring. Von Januar bis September verbesserten sich die operativen Segmenterträge gegenüber Vorjahr um 49 Prozent auf 2,7 Mio. EUR, das Segmentergebnis belief sich auf 0,2 Mio. EUR und lag damit nur leicht unterhalb des Vorjahreswerts von 0,3 Mio. EUR. Leicht rückläufig entwickelte sich unser Segment Bank, das die Aktivitäten der GRENKE Bank umfasst. Die operativen Segmenterträge ermäßigten sich im Berichtszeitraum um drei Prozent gegenüber Vorjahr und erreichten einen Wert von 9,9 Mio. EUR nach 10,1 Mio. EUR. Das Segmentergebnis betrug 7,2 Mio. EUR nach 7,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Finanz- und Vermögenslage

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Kapitalflussrechnung

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TEUR 30.09.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1.309.931 1.179.316
davon Zahlungsmittel 122.034 88.395
davon Leasingforderungen 964.816 876.781
Langfristige Vermögenswerte 1.937.463 1.745.634
davon Leasingforderungen 1.749.503 1.579.317
Summe Vermögenswerte 3.247.394 2.924.950
Kurzfristige Schulden 904.320 849.974
davon Finanzschulden 777.911 779.319
Langfristige Schulden 1.774.297 1.581.990
davon Finanzschulden 1.721.360 1.531.880
Eigenkapital 568.777 492.986
Eigenkapitalquote in Prozent 17,5 16,9
Bilanzsumme 3.247.394 2.924.950
01.01.2015 bis 30.09.2015 01.01.2014 bis 30.09.2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 60.768 -159
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 42.835 -7.130
Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.669 -10.142
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.088 -10.840
Summe der Cashflows 44.254 -28.112

Die positive Entwicklung in der Ertragslage spiegelte sich zum Stichtag 30. September 2015 auch in der Bilanz des GRENKE Konzerns wider. Infolge des sehr zufriedenstellenden Wachstums in den ersten neun Monaten erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber Vorjahr (31. Dezember) um elf Prozent auf über 3,2 Mrd. EUR. Das Eigenkapital nahm dabei um 15 Prozent zu. Wesentlich dazu beigetragen hat die Emission von Hybridkapital über 30,0 Mio. EUR im dritten Quartal. Mit einer gestärkten Eigenkapitalquote von 17,5 Prozent nach 16,9 Prozent zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres liegen wir nicht nur deutlich oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent, sondern sind auch für weiteres Wachstum bestens gerüstet.

Als größte Einzelposition der Bilanz erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen in den ersten neun Monaten um elf Prozent. Auf sie entfiel - wie im Vorjahr - ein Anteil von 84 Prozent am Gesamtvermögen. Die Zahlungsmittel des Konzerns lagen zum Berichtsstichtag 38 Prozent über dem Stand zum 31. Dezember 2014 und damit auf einem weiterhin komfortabel hohen Niveau. Insgesamt halten wir an unserer Ausrichtung fest, liquide Mittel, die sonst nur niedrigverzinslich angelegt werden könnten, operativ, das heißt insbesondere zur Finanzierung unserer Leasingforderungen, einzusetzen. Weitere wesentliche Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite der Bilanz im Bereich der finanziellen Vermögenswerte, die im langfristigen Bereich 51 Prozent oberhalb des Werts zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres lagen.

Auf der Passivseite nahm die Summe der lang- und kurzfristigen Schulden um zwölf bzw. um sechs Prozent zu. Im Zuge unseres hohen Neugeschäftswachstums stiegen dabei vor allem die langfristigen Finanzschulden, die zu einem Großteil die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung enthalten. Einen Anstieg verzeichneten wir darüber hinaus bei den abgegrenzten Mietraten sowie bei den Pensionsrückstellungen des Konzerns. Erstere stiegen stichtagsbedingt gegenüber Vorjahr um das 1,7-Fache, Letztere aufgrund des derzeitigen Niedrigzinsniveaus um 35 Prozent.

Zur Finanzierung unserer Leasingforderungen setzten wir unverändert auf unsere breite Palette an Refinanzierungsquellen, die sowohl fremd- als auch eigenkapitalnahe Instrumente umfasst. Bis zum 30. September 2015 haben wir so insgesamt fünf neue Anleihen über 116,2 Mio. EUR sowie, wie erwähnt, Hybridkapital über 30,0 Mio. EUR platziert. Weitere Informationen zum Hybridkapital sind im Anhang auf Seite 31 dargestellt. Darüber wurden in den ersten neun Monaten elf Schuldscheine mit einem Gesamtvolumen von 109,0 Mio. EUR und 28,4 Mio. CHF sowie im kurzfristigen Bereich diverse Commercial Papers über zusammen 290,0 Mio. EUR begeben. Letztere vor allem entlang unseres Ziels, überschüssige Liquidität nach Möglichkeit zu vermeiden. Dem gegenüber standen im bisherigen Geschäftsjahresverlauf die planmäßige Tilgung zweier Anleihen über zusammengenommen 175,0 Mio. EUR sowie von Schuldscheindarlehen über 82,9 Mio. EUR und 3,6 Mio. CHF. Die Ausnutzung unserer Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-) Programme lag zum Berichtsstichtag mit 76,3 Prozent um 6,6 Prozentpunkte über dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Als dritte wesentliche Säule in unserem umfangreichen Refinanzierungsmix haben wir auch die Einlagen bei der GRENKE Bank im Rahmen unserer Steuerung erhöht. Sie beliefen sich zum Stichtag 30. September auf 314,8 Mio. EUR nach 300,4 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Ausgehend vom Gewinn vor Steuern in Höhe von 80,8 Mio. EUR, erzielten wir in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 60,8 Mio. EUR nach -0,2 Mio. EUR im Vorjahr. Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen aus der Refinanzierung der Leasingforderungen (258,0 Mio. EUR) sowie aus Darlehen an Franchisenehmer und einer Zunahme der sonstigen Vermögenswerte von saldiert 22,7 Mio. EUR. Positiv in die Cashflow-Berechnung eingegangen sind als größte Einzelpositionen Mittelzuflüsse aus der Veränderung der Refinanzierungsverbindlichkeiten, dem Einlagengeschäft sowie den abgegrenzten Mietraten von zusammengenommen 243,0 Mio. EUR. Ein weiterer Mittelzufluss in Höhe von 5,6 Mio. EUR ergab sich im Bereich der sonstigen Schulden. Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 42,8 Mio. EUR nach -7,1 Mio. EUR im Neunmonatszeitraum des Vorjahres.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete im Wesentlichen Zahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögensgegenständen (4,1 Mio. EUR) sowie einen weiteren Mittelabfluss für den Erwerb der früheren Franchisegesellschaft in Slowenien im ersten Quartal 2015 (7,7 Mio. EUR). Per Saldo betrug er -11,7 Mio. EUR nach -10,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der die Tilgung von Bankschulden (0,2 Mio. EUR), den Nettoerlös aus der Begebung des Hybridkapitals im dritten Quartal (29,5 Mio. EUR) sowie die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre (16,2 Mio. EUR) beinhaltete, belief sich die Summe des Cashflows in den ersten neun Monaten auf 44,3 Mio. EUR nach -28,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Chancen und Risiken

Der folgende Chancen- und Risikobericht bezieht sich sowohl auf den GRENKE Konzern als auch auf die einzelnen Segmente. Die zuletzt im Jahresfinanzbericht 2014 dargestellten Chancen und Risiken sind unverändert gültig. Neue Risiken bzw. solche von besonderer Bedeutung sind nicht hinzugekommen. Für unsere weitere Entwicklung sehen wir insgesamt deutlich mehr Chancen als die üblichen mit unserem Geschäftsmodell verbundenen Risiken.

Gemessen an der im Kapitel zum Neugeschäft dargestellten Anzahl der eingehenden Anfragen, bleibt die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen weiterhin hoch. Dies erlaubt es uns, unseren Fokus klar auf das Wachstum unseres Neugeschäfts zu legen, dieses systematisch auszuweiten und gleichzeitig risikoadäquate Margen zu erzielen. Wir werden auch künftig unser organisches Wachstum konsequent vorantreiben. Hierzu beitragen wird unter anderem auch der für das vierte Quartal 2015 geplante Markteintritt in Singapur, mit dem wir unsere Präsenz auf dem asiatischen Kontinent gezielt ausbauen. Substanziellen Einzelrisiken sind wir dabei - aufgrund der breiten Diversifikation unseres Geschäfts - nicht ausgesetzt.

Zunehmende Schäden, die unsere Ertragsentwicklung wesentlich beeinflussen, beobachten wir insbesondere in rezessiven Perioden. Derzeit ist die konjunkturelle Entwicklung in der Mehrzahl der Länder, in denen wir aktiv sind, jedoch positiv. Traditionell ist der Schadenverlauf unterjährig volatil. Zudem wirkt er sich erst mit einem Zeitversatz von rund zwei Jahren, ausgehend vom zugrunde liegenden Geschäftsabschluss, aus. Derartige Risiken einzugehen und sie erfolgreich zu steuern gehört zu den zentralen Elementen unseres bewährten Geschäftsmodells. Wir setzen darauf, Risiken bei Vertragsabschluss möglichst präzise einzuschätzen und so eine angemessene Prämie in den angebotenen Konditionen zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System befindet sich auf einem hohen Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikohäufungen und übergreifende wechselseitige Abhängigkeiten.

Hinsichtlich der Refinanzierung des Bestands an Leasingforderungen bestehen nur in geringem Umfang Zinsrisiken. Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung sind - soweit sie überhaupt variabel verzinst werden - über Derivate abgesichert. Im Neugeschäft können hingegen Risiken aus Zins- und Spreadveränderungen entstehen. Daher kann der mögliche Zeitversatz, mit dem wir Zinsänderungen an Kunden weitergeben, einen vorübergehenden Einfluss auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Während die amerikanische Notenbank aktuell von einer ursprünglich sehr expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik umsteuert, ist eine Zinswende in Europa derzeit nicht absehbar. Eine restriktivere Geldpolitik in den USA könnte zu einer Anhebung des Leitzinses führen und eine Fortsetzung der bereits zu beobachtenden Euroschwäche bedeuten. Dies wird das Geschäft des GRENKE Konzerns jedoch nicht spürbar tangieren, da für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer, die außerhalb der Eurozone agieren, ab einem ausstehenden Finanzierungsvolumen von ca. 1.000 TEUR eine entsprechende Absicherung vorgesehen ist. Die Schweiz, Brasilien, Chile, Polen und Großbritannien sind in der Leasingrefinanzierung insgesamt nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings abgesichert.

Auf der Refinanzierungsseite könnten politische oder geopolitische Risiken zu kurzfristigen substanziellen Belastungen des Kapitalmarkts führen. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass der Markt Emittenten mit guter Reputation auch in schwierigen Phasen ausreichend Mittel zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen zur Verfügung stellt. Entsprechend gelang es uns bisher in unterschiedlichsten Marktsituationen, kontinuierlich erfolgreich Emissionen, darunter auch Schuldscheine, Commercial Papers, ABS-Papiere und jüngst Hybridkapital, bedarfsoptimiert zu platzieren. Zudem bietet uns der Zugang zu Bankeinlagen über die GRENKE Bank eine attraktive Refinanzierungsquelle, die wir mit hoher Flexibilität nutzen können.

Prognose

Mit dem Verlauf der ersten neun Monate im Geschäftsjahr 2015 sind wir überaus zufrieden. Wesentlich zu dieser guten Entwicklung beigetragen hat das hohe Expansionstempo der vergangenen Quartale, von dem wir sukzessive profitieren. Mit einem Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing von 17 Prozent im Neunmonatszeitraum führen wir unsere Expansion nicht nur konsequent fort, wir liegen auch sichtbar über unserer auf das Gesamtjahr bezogenen Prognosespanne von 11 bis 15 Prozent. Deutlich besser als zu Geschäftsjahresbeginn erwartet entwickelte sich im bisherigen Verlauf auch das Neugeschäft in unserem Segment Factoring. Mit einem Anstieg um 54 Prozent in den ersten neun Monaten sind wir auf einem guten Weg, das prognostizierte Wachstum von 20 bis 24 Prozent sogar mehr als zu verdoppeln. Insgesamt übertreffen wir damit auch weiterhin klar unsere langfristige Zielmarke für die GRENKE Gruppe von zehn Prozent pro Jahr. Bezogen auf den Gewinn des GRENKE Konzerns, sind wir nach neun Monaten auf gutem Weg, unsere im Juli 2015 angehobene Prognose, nach der wir einen Gewinn in der Spanne von 74 bis 78 Mio. EUR erwarteten, sogar noch zu übertreffen. Deshalb prognostizieren wir für das laufende Geschäftsjahr nunmehr einen Gewinn zwischen 78 und 80 Mio. EUR.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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3-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht
01.07.2015 01.07.2014 01.01.2015 01.01.2014
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TEUR bis 30.09.2015 bis 30.09.2014 bis 30.09.2015 bis 30.09.2014
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Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 60.536 53.971 176.974 156.211
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 11.519 13.369 36.534 40.968
Zinsergebnis 49.017 40.602 140.440 115.243
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 14.957 14.250 43.817 39.060
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 34.060 26.352 96.623 76.183
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 13.266 10.965 36.853 30.490
Ergebnis aus dem Neugeschäft 12.484 11.778 37.300 34.959
Verwertungsmehr(+)/-minder(-)ergebnis -13 1.047 -45 1.779
Operative Erträge insgesamt 59.797 50.142 170.731 143.411
Personalaufwand 15.909 13.707 46.340 40.253
Abschreibungen und Wertminderung 1.733 1.521 5.680 4.453
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 14.295 11.546 38.461 33.986
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.010 774 3.607 2.476
Sonstige betriebliche Erträge 1.330 1.175 4.079 3.238
Operatives Ergebnis 28.180 23.769 80.722 65.481
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung 0 18 18 75
Sonstige Zinserträge 135 82 293 216
Sonstige Zinsaufwendungen 73 64 228 289
Gewinn vor Steuern 28.242 23.805 80.805 65.483
Ertragsteuern 7.034 6.656 21.116 17.152
Gewinn 21.208 17.149 59.689 48.331
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0 -4
Hybridkapitalgeber der GRENKELEASING AG 336 0 336 0
Aktionäre der GRENKELEASING AG 20.872 17.149 59.353 48.335
Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) 1,41 1,16 4,02 3,28
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) 1,41 1,16 4,02 3,28
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) 14.754.199 14.754.199 14.754.199 14.747.052
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) 14.754.199 14.754.199 14.754.199 14.747.052

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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3-Monats-Bericht 9-Monats-Bericht
01.07.2015 01.07.2014 01.01.2015 01.01.2014
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TEUR bis 30.09.2015 bis 30.09.2014 bis 30.09.2015 bis 30.09.2014
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Gewinn 21.209 17.149 59.689 48.331
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) - 27 33 -56 -3
Ertragsteuern 2 -5 5 -1
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) -25 28 -51 -4
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (vor Steuern) -2.431 601 3.420 1.222
Ertragsteuern 0 0 0 0
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (nach Steuern) -2.431 601 3.420 1.222
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor Steuern) 9 0 -891 -403
Ertragsteuern 0 0 212 94
Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) 9 0 -679 -309
Sonstiges Ergebnis -2.447 629 2.690 909
Gesamtergebnis 18.762 17.778 62.379 49.240
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0 -4
Hybridkapitalgeber der GRENKELEASING AG 336 0 336 0
Aktionäre der GRENKELEASING AG 18.426 17.778 62.043 49.244

Konzern-Bilanz

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TEUR 30.09.2015 31.12.2014
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 122.034 88.395
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 1.169 768
Leasingforderungen 964.816 876.781
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 61.852 59.816
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.497 4.793
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 7.878 8.756
Steuererstattungsansprüche 14.198 10.940
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 133.487 129.067
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.309.931 1.179.316
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 1.749.503 1.579.317
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 18 341
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 46.425 30.714
Sachanlagen 41.665 40.411
Geschäfts- oder Firmenwerte 62.175 57.285
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17.177 14.264
Latente Steueransprüche 19.355 21.869
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.145 1.433
Summe langfristige Vermögenswerte 1.937.463 1.745.634
Summe Vermögenswerte 3.247.394 2.924.950

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TEUR 30.09.2015 31.12.2014
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 777.911 779.319
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 2.551 3.506
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.631 9.821
Steuerschulden 9.671 7.043
Abgegrenzte Schulden 12.603 10.312
Kurzfristige Rückstellungen 1.776 1.887
Sonstige kurzfristige Schulden 12.236 11.214
Abgegrenzte Mietraten 71.941 26.872
Summe kurzfristige Schulden 904.320 849.974
Langfristige Schulden
Finanzschulden 1.721.360 1.531.880
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 980 1.077
Latente Steuerschulden 47.524 45.692
Pensionen 4.433 3.281
Langfristige Rückstellungen 0 60
Summe langfristige Schulden 1.774.297 1.581.990
Eigenkapital
Grundkapital 18.859 18.859
Kapitalrücklage 116.491 116.491
Gewinnrücklagen 398.154 355.389
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 4.937 2.247
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKELEASING AG 538.441 492.986
Nicht beherrschende Anteile 0 0
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* 30.336 0
Summe Eigenkapital 568.777 492.986
Summe Schulden und Eigenkapital 3.247.394 2.924.950

* Beinhaltet eine zusätzliche AT1-Anleihe (Hybridkapital), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der GRENKELEASING AG darstellt und unter IFRS als Eigenkaptial ausgewiesen wird

Konzern-Kapitalflussrechnung

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01.01.2015 01.01.2014
TEUR bis 30.09.2015 bis 30.09.2014
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Gewinn vor Steuern 80.805 65.483
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und

Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 5.680 4.453
- / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 29 24
- / + Ergebnis aus Finanzanlagen -65 479
- / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 3.154 740
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen 3.269 2.645
- Zugänge Leasingforderungen -985.435 -850.375
+ Zahlungen Leasingnehmer 774.896 670.774
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 138.800 123.492
- Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -172.491 -153.750
+ / - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer 2.515 -1.745
+ / - Währungsdifferenzen -16.266 -10.444
\= Veränderung Leasingforderungen -257.981 -222.048
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 729.368 754.686
- Zahlung Annuitäten an Refinanzierer -575.987 -603.378
- Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung -15.952 -42.100
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 36.534 40.968
+ / - Währungsdifferenzen 9.529 6.278
\= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 183.492 156.454
+ / - Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 14.413 40.051
- / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer -7.688 -4.548
Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
- / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte -15.014 -20.047
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten 45.069 -28.669
+ / - Zunahme / Abnahme sonstige Schulden 5.605 4.824
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 60.768 -159
- / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern -17.998 -6.492
- Gezahlte Zinsen -228 -672
+ Erhaltene Zinsen 293 193
\= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 42.835 -7.130
- Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -4.065 -4.570
- / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften -7.709 -5.846
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 105 274
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.669 -10.142
+ / - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden -151 -196
+ Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung 0 0
+ Einzahlungen aus zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen (Hybridkapital) 29.469 0
- Dividendenzahlungen -16.230 -10.644
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.088 -10.840
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 88.395 109.770
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -10.900 -432
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 77.495 109.338
+ / - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung -934 -275
\= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 76.561 109.063
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 122.034 83.085
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -1.219 -2.134
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 120.815 80.951
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) 44.254 -28.112
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 42.835 -7.130
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit -11.669 -10.142
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.088 -10.840
\= Summe der Cashflows 44.254 -28.112

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis Hedging-Rücklage Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 01.01.2015 18.859 116.491 355.389 -7 -920 3.174
Gesamtergebnis 59.353 -51 -679 3.420
Emmission
Hybridkapital
Kosten Emission
Hybridkapital -358
Dividendenzahlung in 2015 für 2014 -16.230
Eigenkapital zum 30.09.2015 18.859 116.491 398.154 -58 -1.599 6.594
Eigenkapital zum 01.01.2014 vor Anpassung 18.790 112.757 306.064 -57 -438 2.346
Effekte durch rückwirkende Anpassung nach IFRS 3 -42
Eigenkapital zum 01.01.2014 angepasst 18.790 112.757 306.022 -57 -438 2.346
Gesamtergebnis 65.044 50 -482 828
Dividendenzahlung in 2014 für 2013 -14.700
Kapitalerhöhung

(Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende)
69 3.734 0
Konsolidierungskreisbedingte

Veränderung
Transaktionen mit Eigentümern -977
Eigenkapital zum 30.09.2014 18.859 116.491 355.389 -7 -920 3.174

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TEUR Summe Eigenkapital der Aktionäre

der GRENKE-EASING AG
Nicht beherrschende Anteile Zusätzliche

Eigenkapitalbestandteile*
Summe Eigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2015 492.986 0 0 492.986
Gesamtergebnis 62.043 0 336 62.379
Emmission
Hybridkapital 30.000 30.000
Kosten Emission
Hybridkapital -358 -358
Dividendenzahlung in 2015 für 2014 -16.230 -16.230
Eigenkapital zum 30.09.2015 538.441 0 30.336 568.777
Eigenkapital zum 01.01.2014 vor Anpassung 439.462 0 439.462
Effekte durch rückwirkende Anpassung nach IFRS 3 -42 -42
Eigenkapital zum 01.01.2014 angepasst 439.420 439.420
Gesamtergebnis 65.440 -4 65.436
Dividendenzahlung in 2014 für 2013 -14.700 -14.700
Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) 3.803 3.803
Konsolidierungskreisbedingte

Veränderung
33 33
Transaktionen mit Eigentümern -977 -29 -1.006
Eigenkapital zum 30.09.2014 492.986 492.986

* Beinhaltet eine zusätzliche AT1-Anleihe (Hybridkapital), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der GRENKELEASING AG darstellt und unter IFRS als Eigenkaptial ausgewiesen wird

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegenstand dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses (Konzernzwischenabschluss) zum 30. September 2015 sind die GRENKELEASING AG und ihre Tochterunternehmen (der Konzern). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 zu lesen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden Standards, die im nachfolgenden Abschnitt kurz genannt werden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. September 2015 wurden vom Abschlussprüfer nicht geprüft.

Verpflichtend anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards

Im Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS ("Annual Improvements Project", AIP) wurden im Dezember 2013 verschiedene Standards "Jährliche Verbesserungen an den IFRS; Zyklus 2011 - 2013" geändert. Betroffen sind hiervon IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die geänderten Standards stellen bestehende Sachverhalte klar. Die vorgenommenen Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im verkürzten Konzernzwischenabschluss der GRENKELEASING AG, da die Sachverhalte entweder für den GRENKE Konzern nicht zutreffend sind oder bereits so interpretiert wurden.

IFRIC 21 "Abgaben" enthält Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird. Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Steuern (IAS 12 Ertragsteuern), Strafzahlungen und andere Strafen, Schulden, die aus Emissionshandelsprogrammen entstehen, und andere Abflüsse, die unter den Anwendungsbereich anderer Standards fallen, sind nicht von dieser Interpretation betroffen. Die Auflegung von IFRIC 21 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten

Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:

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BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragte, nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich weiterhin zwischen 5 % und 100 %. Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. In den Leasingforderungen sind gemäß IAS 17 nicht garantierte Restwerte erfasst. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11 % und 15 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen aufgeschlüsselt. Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7 % und 28,4 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Restwertsätze veränderten sich für Zugänge ab 1. Januar 2009 bis 31. März 2011 auf zwischen 6,5 % und 28,4 % und für Zugänge ab 1. April 2011 bis 31. Dezember 2014 auf zwischen 6,5 % und 23,5 %. Aufgrund neuerer Kalkulationen und durch die Einführung von neuen Laufzeitgruppen für Leasingverträge mit Laufzeiten größer 60 Monate reduzierten sich die Restwertsätze seit 1. Januar 2015 auf zwischen 3,0 % und 21,5 %.

Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen Annahmen bei den zugrunde liegenden Cashflows. Hierbei werden Annahmen zu den künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Außerhalb der jährlichen Überprüfung auf die Werthaltigkeit wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien ein Werthaltigkeitstest im zweiten Quartal 2015 vorgenommen. Anhaltspunkt für einen vorgezogenen Werthaltigkeitstest waren unerwartete rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt. Infolgedessen wurden die Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen neu getroffen. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Abschreibungen und Wertminderung.

Leasingforderungen

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TEUR 30.09.2015 30.09.2014
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen

(performende Leasingforderungen)
Stand zu Periodenbeginn 2.354.439 2.043.904
- zahlungsunwirksame Veränderung in der Periode 0 -26
+ zahlungswirksame Veränderung in der Periode 260.495 220.303
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 2.614.934 2.264.181
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten / rückständigen Verträgen

(nicht-performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 223.257 217.110
- kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn -121.598 -111.145
\= Nicht-performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn 101.659 105.965
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 39.854 39.742
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 37.960 28.100
+ Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 25.840 15.942
- Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 30.008 25.730
Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende 99.385 107.820
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 2.456.098 2.149.869
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 2.714.319 2.372.001

Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.

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TEUR 30.09.2015 31.12.2014
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 606.451 607.923
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 101.294 170.268
Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 387.325 355.955
Zweckgebundene Förderdarlehen 37.974 16.846
Forderungsverkaufs- Verträge 79.858 64.854
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 169.134 159.582
Kurzfristige Bankschulden 2.326 11.814
davon Kontokorrentschulden 1.219 10.900
Summe kurzfristige Finanzschulden 777.911 779.319
Langfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 1.575.724 1.390.761
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 286.117 211.398
Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 1.144.558 1.048.486
Zweckgebundene Förderdarlehen 56.994 41.709
Forderungsverkaufs- Verträge 88.055 89.168
Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 145.636 140.775
Langfristige Bankschulden 0 344
Summe langfristige Finanzschulden 1.721.360 1.531.880
Summe Finanzschulden 2.499.271 2.311.199

Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1), Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Einheiten, die als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme oder ABS-Bond aufgelegt sind, weiter erläutert.

ABS-Bond

Am 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die strukturierte Einheit GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlauben der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden drei Jahren bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgt variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 1,25 % und 3,5 % liegt.

Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 5.309 TEUR (31.12.2014: 24.592 TEUR). Die GRENKELEASING AG hat von ihrem Rückkaufsrecht aus den Verträgen mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen zum 15. Oktober 2015 zurückgekauft.

ABCP-Programme

Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 593.333 TEUR haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:

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ABCP-Programm / Initiierende Refinanzierbare Programmvolumen TEUR Programmvolumen TEUR
Strukturierte Einheit Bank Leasingforderungen zum 30.09.2015 zum 31.12.2014
--- --- --- --- ---
Opusalpha Purchaser II Limited HeLaBa Deutsche und österreichische Leasingforderungen 100.000 100.000
Kebnekaise Funding Limited SEB AB Deutsche und französische Leasingforderungen 110.000 110.000
CORAL PURCHASING Limited DZ BANK Deutsche

Leasingforderungen
150.000 150.000
(FCT GK 2)/

Elektra Purchase No. 25 Limited
UniCredit Französische

Leasingforderungen
100.000 100.000
(FCT GK 3)/

Regency Assets Limited
HSBC Französische

Leasingforderungen
133.333 133.333
Gesamt 593.333 593.333

Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt.

Die Programmzusagen für die ABCP-Programme laufen für Kebnekaise Funding Limited bis November 2015, für CORAL Purchasing Limited bis September 2016, für Elektra Purchase No. 25 Limited bis Juli 2016, für Opusalpha Purchaser II Limited bis Februar 2016 und für Regency Assets Limited bis März 2017.

Zum Stichtag waren 76,3 % (31.12.2014: 69,7 %) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen.

Forderungsverkaufs-Verträge

Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, in Polen mit der Commerzbanktochter mBank S.A. und der DZ BANK AG Niederlassung Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. Die bestehenden Verträge erlauben einen revolvierenden Verkauf von neuen Forderungen bis zur maximalen Höhe von: Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau 15.000 TEUR, Sparkasse Karlsruhe 10.000 TEUR, UBS AG 50.000 TCHF, mBank S.A. 50.000 TPLN und der Norddeutsche Landesbank 80.000 TGBP. Der Vertrag mit der DZ BANK AG Niederlassung Polen befindet sich in der Tilgungsphase, sodass keine neuen Forderungen hierüber verkauft werden.

Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen

Im Geschäftsjahr wurden bisher fünf neue Anleihen platziert: am 6. März über 24.000 TEUR, am 26. März über 30.000 TEUR, am 27. April über 30.000 TEUR, am 21. Mai über 20.000 TEUR sowie am 7. September über 12.200 TEUR. Weiterhin gab es zwölf neue Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 109.000 TEUR und 38.400 TCHF.

Zwei Anleihen über 100.000 TEUR sowie 75.000 TEUR wurden im Geschäftsjahr planmäßig getilgt. Weiterhin wurden 82.917 TEUR sowie 3.600 TCHF im Bereich der Schuldscheindarlehen getilgt.

Förderdarlehen

NRW.Bank

Seit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKELEASING AG, der GRENKE BANK AG und der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden 22.500 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 5.937 TEUR getilgt.

Thüringer Aufbaubank

Am 16. Januar 2012, am 27. September 2013 sowie am 2. April 2015 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.BANK geschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden 2.500 TEUR an neuen Mittel abgerufen, getilgt wurden 2.083 TEUR.

Investitionsbank Berlin

Am 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden 5.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 1.145 TEUR getilgt.

LfA Förderbank Bayern

Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25.000 TEUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Der erste Abruf über 10.000 TEUR erfolgte am 11. Juni 2014 mit einer Laufzeit von vier Jahren.

Im Berichtszeitraum wurden weitere 10.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 2.500 TEUR getilgt.

ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg

Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29. Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen freier Berufe und öffentlichrechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg heraus führen.

Bisher wurden keine Mittel abgerufen.

KfW

Die GRENKE BANK AG bietet in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige Gelder als auch eine 80%ige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR.

Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank)

Seit Anfang 2011 bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung 80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80%ige Ausfallbürgschaft zur Verfügung stellt.

Revolving Credit Facility

Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von fünf revolvierenden Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 125.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR (bzw. 1.500 CHF) über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen.

Die Fazilität mit der HSBC über 15.000 TEUR wurde Anfang Juli 2015 verlängert und läuft bis Ende Juni 2016. Die Fazilität mit der Nord LB über 20.000 TEUR wurde im März 2015 verlängert und läuft bis März 2016. Die schon mehrere Jahre bestehenden Fazilitäten über jeweils 30.000 TEUR mit der SEB, Deutschen Bank und DZ BANK besitzen folgende Laufzeiten: SEB bis März 2016, Deutsche Bank bis September 2016, DZ BANK bis Oktober 2016.

Zum 30. September 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 45.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 30.000 TEUR sowie 4.500 TCHF).

Im September 2015 wurde ein Vertrag über eine Fazilität von 25.000 TPLN zwischen der GRENKELEASING Sp. Z.o.o. Polen und der SEB unterzeichnet. Dieser Vertrag bietet die Möglichkeit, auf revolvierender Basis jederzeit kurzfristig Gelder mit einem Mindestbetrag von 1.000 TPLN und einer festen Laufzeit von jeweils drei Jahren aufzunehmen. Die Finanzierungszusage gilt bis September 2016. Bei Nichtverlängerung der Zusage im September 2016 müssen die laufenden Einzelziehungen nicht vorzeitig zurückgezahlt werden.

Geldhandel

Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von insgesamt gemeinschaftlich 25.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung steht.

Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 10.000 TEUR besteht mit der Commerzbank AG.

Zum 30. September 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 25.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 25.000 TEUR sowie 3.500 TCHF). Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.

Commercial Papers

Der GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. In der Berichtsperiode wurden 219.500 TEUR planmäßig zurückgeführt und 336.000 TEUR neu emittiert, sodass das Commercial-Paper-Programm zum 30. September 2015 mit 142.500 TEUR ausgenutzt war (Vorjahr 31.12.2014: 26.000 TEUR).

Eigenkapital

Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile

Am 22. Juli hat die GRENKELEASING AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nichtkumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben. Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise entfallen und sind nicht kumulativ. Zinszahlungen in Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der GRENKELEASING AG zum ersten möglichen vorzeitigen Fälligkeitsdatum gekündigt werden und danach alle fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die unter anderem beinhalten, dass die GRENKELEASING AG die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der GRENKE Konzern unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:

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Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken,

entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind
Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivative Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

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Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
TEUR 30.09.2015 30.09.2015 31.12.2014 31.12.2014
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 297 297
Devisentermingeschäfte 1.187 1.187 812 812
Summe 1.187 1.187 1.109 1.109
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 84 84 9 9
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 315 315
Devisentermingeschäfte 3.447 3.447 4.259 4.259
Summe 3.531 3.531 4.583 4.583

Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht-performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 974.200 TEUR (Vorjahr 31.12.2014: 1.006.000 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 962.312 TEUR (Vorjahr 31.12.2014: 1.032.929 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet.

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Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert
TEUR 30.09.2015 30.09.2015 31.12.2014 31.12.2014
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen (performend) 2.900.441 2.614.934 2.612.422 2.354.439
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 110.946 108.277 92.667 90.530
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 2.213.546 2.182.175 2.027.409 1.998.648
Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 318.537 314.771 300.547 300.357
Bankschulden 2.326 2.326 12.155 12.158

Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

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Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n/a Notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte Market-to-Market

Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwertmodell

Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows
Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustement), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden

Abschreibungen und Wertminderung

Auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien, die das Leasinggeschäft in Tschechien abbildet, wurde zum 30. Juni 2015 eine vollständige Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 703 TEUR vorgenommen. Anhaltspunkt dafür waren unerwartete rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt.

Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)

Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie (IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind, einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.

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TEUR 01.01. - 30.09.2015 01.01. - 30.09.2014
IT-Projektkosten 3.195 1.920

Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

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TEUR 01.01. - 30.09.2015 01.01. - 30.09.2014
Ertragsteuern
Tatsächlicher Steueraufwand 16.980 16.206
Latente Steuern 4.136 946
Ertragsteueraufwand 21.116 17.152

Konzern-Segmentberichterstattung

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TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring
Januar bis September 2015 2014 2015 2014 2015 2014
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Operative Segmenterträge 158.128 131.421 9.865 10.149 2.738 1.841
Segmentergebnis 73.342 57.883 7.166 7.655 214 349
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis
Sonstiges Finanzergebnis
Steuern
Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung
zum 30. Sept. (Vj. 31. Dez.)
Segmentvermögen 3.153.006 2.810.407 579.959 476.522 29.535 25.904
Überleitung Konzern
Steueransprüche
Vermögen lt. Konzernbilanz
Segmentschulden 2.654.169 2.384.591 493.786 394.265 22.125 21.065
Überleitung Konzern
Steuerschulden
Schulden lt. Konzernbilanz

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TEUR Summe Segmente Konsolidierung Konzern
Januar bis September 2015 2014 2015 2014 2015 2014
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Operative Segmenterträge 170.731 143.411 0 0 170.731 143.411
Segmentergebnis 80.722 65.887 0 0 80.722 65.887
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 80.722 65.887
Sonstiges Finanzergebnis 83 -404
Steuern 21.116 17.152
Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung 59.689 48.331
zum 30. Sept. (Vj. 31. Dez.)
Segmentvermögen 3.762.500 3.312.833 -548.659 -420.692 3.213.841 2.892.141
Überleitung Konzern
Steueransprüche 33.553 32.809
Vermögen lt. Konzernbilanz 3.247.394 2.924.950
Segmentschulden 3.170.080 2.799.921 -548.659 -420.692 2.621.421 2.379.229
Überleitung Konzern
Steuerschulden 57.196 52.735
Schulden lt. Konzernbilanz 2.678.617 2.431.964

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Berichtspflichtige Segmente

Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen für Anleger angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Zudem unterstützt die GRENKE BANK AG die Refinanzierung des Leasinggeschäfts des GRENKE Konzerns durch innerkonzernliche Leasingforderungsankäufe.

Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH und der im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG, Schweiz, welche klassische Factoringdienstleistungen mit Fokus auf dem Small-Ticket-Factoring erbringen.

Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Verwertungsmehrergebnis.
Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerschulden.

Akquisitionen

Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2014

Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg (vormals GCLUX Location S.a.r.l.), wurde im ersten Quartal 2015 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben.

Bei der Kaufpreisallokation der ebenfalls im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz, ergab sich innerhalb des Bewertungszeitraumes eine Schätzungsänderung und infolgedessen eine retrospektive Reduzierung des Geschäfts- und Firmenwertes um 66 TEUR. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014.

Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2015

GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien

Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 5. März 2015 und Erwerbszeitpunkt 31. März 2015 100 % der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien. Die Gesellschaft wurde zwischenzeitlich umfirmiert in GRENKELEASING d.o.o.

Die GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 3.575 TEUR, Leasingforderungen 241 TEUR, sonstige Aktiva 655 TEUR, aktive latente Steuerforderungen 62 TEUR, latente Steuerschulden 660 TEUR und sonstige Schulden 999 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 412 TEUR sind 171 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. In den sonstigen Schulden sind innerkonzernliche Verbindlichkeiten enthalten, die aus einer Risikoumlage (TEUR 745) sowie einer kurzfristigen Schuld (73 TEUR) bestehen und infolge der Schuldenkonsolidierung eliminiert werden und somit nicht in der Konzernbilanz erscheinen. Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.106 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich. Aufgrund der Erstkonsolidierung zum Stichtag ergab sich hieraus keine Auswirkung auf das Konzernergebnis. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 7.980 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 271 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.

Dividendenzahlung

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 16.530.911,12 EUR des Geschäftsjahres 2014 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2015. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:

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Bilanzgewinn 2014 16.530.911,12 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,10 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.754.199 Stückaktien 16.229.618,90 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 301.292,22 EUR

Die Dividende wurde am 13. Mai 2015 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2013 wie folgt beschlossen und vorgenommen:

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Bilanzgewinn 2013 14.790.501,93 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.700.000 Stückaktien 14.700.000,00 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 90.501,93 EUR

Die Dividende wurde am 6. Mai 2014 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat im Geschäftsjahr 2013 mit den Vorstandsmitgliedern Herr Gilles Christ, Herr Jörg Eicker, Herr Mark Kindermann und Frau Antje Leminsky eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung besteht für Herrn Gilles Christ, Herrn Jörg Eicker, Herrn Mark Kindermann für die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 und Frau Antje Leminsky für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 jeweils ein Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von respektive 15.000 Aktien, 30.000 Aktien, 4.000 Aktien und 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2012 betrug 52,01 EUR und für das Jahr 2013 73,13 EUR. Der maximale Auszahlungsbetrag aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 300.000 EUR, 600.000 EUR, 100.000 EUR bzw. 300.000 EUR für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h., die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden. Die Teilnehmer an dem Programm sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.

Aufgrund der Begrenzung wurde der maximale Auszahlungsbetrag für den gesamten Vorstand bereits zum 31. Dezember 2014 erreicht. Für das Jahr 2014 wurden im ersten Quartal 2015 insgesamt noch 12 TEUR aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen ausbezahlt. Weitere Zahlungen werden aufgrund der maximalen Ausnutzung dieses Programms nicht mehr erfolgen.

Eventualverbindlichkeiten

Die GRENKELEASING AG garantiert als Garantiegeber für Finanzgarantien für einzelne Franchisegesellschaften in Höhe von 38,0 Mio. EUR (Vorjahr 31.12.2014: 43,9 Mio. EUR).

Mitarbeiter

Der GRENKE Konzern beschäftigte in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 917 (Vorjahr 30.09.2014: 838) Mitarbeiter (ohne Vorstand). Weitere 25 (Vorjahr 30.09.2014: 28) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die GRENKELEASING AG hat von ihrem Rückkaufsrecht aus den Verträgen mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen mit einem Nominalvolumen von 18.343 TEUR zum 15. Oktober 2015 zurückgekauft.

Finanzkalender

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10.02.2016 Jahresfinanzbericht 2015
28.04.2016 Finanzbericht zum 1. Quartal 2016
03.05.2016 Hauptversammlung 2016, Baden-Baden
28.07.2016 Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2016
28.10.2016 Finanzbericht zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2016

Kontakt

Renate Hauss

Corporate Communications

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Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: [email protected]

In diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Stammhaus

GRENKELEASING AG

Neuer Markt 2

76532 Baden-Baden

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