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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2015

Jul 28, 2015

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Interim / Quarterly Report

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GRENKELEASING AG Konzern

Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2015

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen 2
Brief des Vorstands an die Aktionäre 4
Die Aktie der GRENKELEASING AG 6
Konzernzwischenlagebericht 7
Ziele und Strategien 7
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 8
Neugeschäft 8
Ertragslage 11
Finanz- und Vermögenslage 14
Veränderung in den Organen der Gesellschaft 16
Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 16
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 18
Verkürzter Konzernzwischenabschluss 19
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 19
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 20
Konzern-Bilanz 21
Konzern-Kapitalflussrechnung 23
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 25
Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss 26
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 42
Finanzkalender und Kontakt 43

Kennzahlen GRENKE Gruppe

01.01.2015 Veränderung 01.01.2014
bis 30.06.2015 (%) bis 30.06.2014 Einheit
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 637.720 14,7 555.766 TEUR
– davon International 469.856 14,4 410.655 TEUR
– davon Franchise-International 12.368 104,1 6.059 TEUR
– davon Deutschland 155.496 11,8 139.052 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 216.698 13,5 190.940 TEUR
Südeuropa* 158.970 20,4 132.078 TEUR
Nord- / Osteuropa* 95.687 8,2 88.455 TEUR
Übrige Regionen* 10.869 107,4 5.241 TEUR
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring 145.096 52,9 94.927 TEUR
– davon Deutschland 54.974 13,9 48.252 TEUR
– davon International 70.245 108,1 33.759 TEUR
– davon Franchise-International 19.877 53,9 12.916 TEUR
GRENKE Bank
Einlagevolumen 312.632 23,1 253.945 TEUR
Neugeschäft Existenzgründungsfinanzierung 7.489 38,2 5.417 TEUR
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts
GRENKE Gruppe Leasing 120.003 13,6 105.619 TEUR
– davon International 95.899 13,2 84.704 TEUR
– davon Franchise-International 2.248 78,3 1.261 TEUR
– davon Deutschland 21.856 11,2 19.654 TEUR
Westeuropa (ohne Deutschland)* 43.596 14,3 38.141 TEUR
Südeuropa* 34.290 16,6 29.396 TEUR
Nord- / Osteuropa* 18.300 5,5 17.343 TEUR
Übrige Regionen* 1.961 80,7 1.085 TEUR
Sonstige Angaben Leasing
Anzahl der Neuverträge 77.121 12,2 68.763 Stück
Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio 82 –2,4 84 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0,0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,3 2,5 8,1 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 48 0,0 48 Monate
Vermietvolumen 3.810 16,5 3.270 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 458.420 15,2 397.979 Stück

*Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz

Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien

Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Türkei

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten

Kennzahlen GRENKE Konzern

01.01.2015 Veränderung 01.01.2014
bis 30.06.2015 (%) bis 30.06.2014 Einheit
Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis 91.423 22,5 74.641 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 28.860 16,3 24.810 TEUR
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 23.587 20,8 19.525 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 24.816 7,1 23.181 TEUR
Verwertungsmehr(+)/-minder(–)ergebnis –32 –104,4 732 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 2.753 33,4 2.063 TEUR
Kosten Neuverträge 17.160 11,6 15.374 TEUR
Kosten laufende Verträge 5.134 14,7 4.477 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 20.124 7,1 18.788 TEUR
Kosten Management 13.955 21,9 11.450 TEUR
Sonstige Kosten 4.775 35,2 3.531 TEUR
Operatives Ergebnis 52.539 26 41.712 TEUR
Sonstiges Zinsergebnis (Aufwand) –5 –105,5 91 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung 18 –68,4 57 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 52.562 26,1 41.678 TEUR
Gewinn 38.480 23,4 31.182 TEUR
Ergebnis je Aktie (nach IFRS) 2,61 23,1 2,12 EUR
Sonstige Angaben
Dividende 1,10 10,0 1,00 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio
(inkl. Eigenkapital vor Steuern) 810 13,4 714 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio
(inkl. Eigenkapital nach Steuern) 737 14,3 645 Mio. EUR
Wirtschaftliches Ergebnis (nach Steuern)* 58 16,0 50 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 53,8 –3,9 56,0 Prozent
Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern 14,8 8,8 13,6 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 909 9,7 829 Personen
Personalaufwand 30.431 14,6 26.546 TEUR
– davon Gesamtvergütung 24.967 15,4 21.637 TEUR
– davon fixe Vergütung 18.607 12,6 16.530 TEUR
– davon variable Vergütung 6.360 24,5 5.107 TEUR

* Indikator, der den Gewinn einer Periode mit der Veränderung des Embedded Value nach Steuern (Barwert sämtlicher noch ausstehender Leasingraten nach Kosten und Risikovorsorge) zusammenfasst. Zur Bestimmung des Wirtschaftlichen Ergebnisses wurde die Berechnungsmethode ab dem Jahr 2015 angepasst. Der thesaurierte Gewinn wird sowohl beim Periodengewinn als auch beim Embedded Value am Ende der Periode berücksichtigt und ist daher für die Ermittlung des Wirtschaftlichen Ergebnisses einmal rechnerisch zu eliminieren.

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner

GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten

Brief des Vorstands an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

nach einem starken Jahresauftaktquartal freuen wir uns, Ihnen heute über die erfolgreiche Fortsetzung dieser guten Entwicklung im ersten Halbjahr und zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres berichten zu dürfen. So haben wir das Neugeschäftsvolumen der GRENKE Gruppe Leasing um erfreuliche 15 Prozent gesteigert, das der GRENKE Gruppe Factoring sogar um 53 Prozent. Für die Erreichung unserer prognostizierten Jahresziele liegen wir damit nicht nur gut im Plan, in unserer Factoringsparte werden wir unsere Ziele sogar übertreffen.

Substanziell zu diesem Wachstum beigetragen hat neben der hohen Nachfrage in unseren internationalen Märkten insbesondere auch unser Heimatmarkt Deutschland. Hier erzielten wir trotz des im Bereich Small-Ticket-IT-Leasing nach wie vor intensiven Wettbewerbs ein zweistelliges Wachstum. Der internationale Anteil unseres Neugeschäfts lag dabei weiterhin bei über 70 Prozent. Auf internationaler Ebene sehr erfolgreich waren wir auch mit unserem Factoringangebot: Hier konnten wir das Volumen unseres Neugeschäfts gegenüber Vorjahr mehr als verdoppeln. Insgesamt zeigen sich damit erneut die Vorteile unserer gezielten Diversifizierung. Dies sowohl bezogen auf die Regionen, in denen wir tätig sind, als auch auf die Produkte, die wir anbieten. So unterbrechen zwischenzeitliche Verlangsamungen in einzelnen Märkten das Wachstum der GRENKE Gruppe nicht. Darüber hinaus sind wir in der Lage, die Deckungsbeitrags-2-Marge in unserem Leasinggeschäft auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Sie betrug im ersten Halbjahr 18,8 Prozent nach 19,0 Prozent in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Ausgehend vom guten Geschäftsverlauf der letzten Quartale, bewegten wir uns auch ertragsseitig auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. Dazu beigetragen haben unter anderem die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, die gegenüber dem ersten Quartal absolut rückläufig waren, und nicht zuletzt das anhaltend günstige Refinanzierungsumfeld. So ist es uns gelungen, den Gewinn des GRENKE Konzerns im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf 38,5 Mio. EUR zu steigern. Unsere bisherige Prognose für das laufende Geschäftsjahr, nach welcher der Gewinn des Konzerns zwischen 71 und 75 Mio. EUR betragen soll, passen wir daher nach oben an. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir nun mit einem Gewinn zwischen 74 und 78 Mio. EUR.

Den Erfolg unseres werthaltigen Geschäftsmodells reflektierte im bisherigen Jahresverlauf auch der Kurs unserer Aktie. Er legte in den vergangenen sechs Monaten um beeindruckende 45 Prozent zu. Auf diese Entwicklung sind wir stolz. Um Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, künftig noch persönlicher, zeitnaher und umfassender über Ereignisse informieren zu können, haben wir unsere bislang auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Zustimmung der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 auf Namensaktien umgestellt. Dies mit Wirkung zum 10. Juli 2015. Selbstverständlich wird Ihre Rechtsstellung als Aktionär dadurch in keiner Weise beeinträchtigt. Ihre Beteiligung an unserem Unternehmen bleibt ebenso unverändert wie Ihre damit verbundenen Rechte. Weitergehende Informationen zur bereits erfolgten Umstellung haben wir im Kapitel "Die Aktie der GRENKELEASING AG" auf Seite 6 dieses Berichts für Sie zusammengefasst.

Abschließend möchte ich mich im Namen des gesamten Vorstands noch einmal bei den beiden mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Dieter Münch und Prof. Dr. Thilo Wörn für die sehr erfolgreiche und jederzeit konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Jahre bedanken. Neu im Aufsichtsrat begrüßen darf ich hingegen Tanja Dreilich und Dr. Ljiljana Mitic. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Baden-Baden, im Juli 2015

Wolfgang Grenke Vorstandsvorsitzender

Die Aktie der GRENKELEASING AG

Auch im zweiten Quartal des laufenden Jahres haben die gegenwärtigen geopolitischen Konflikte und Krisenherde die globalen Finanzmärkte nur begrenzt belastet. Die europäischen Kapitalmärkte profitierten dabei vor allem von dem QE-Programm der Europäischen Zentralbank, das den Ankauf von Anleihen mit einem monatlichen Volumen von 60 Mrd. EUR beinhaltet. Weiter im Fokus der Anleger standen die mögliche Zinswende der US-Notenbank, ein damals immer wahrscheinlicher gewordener Zahlungsausfall Griechenlands sowie nicht zuletzt die massive Korrektur des chinesischen Aktienmarktes.

Dies beeinflusste auch den deutschen Leitindex DAX, der im Verlauf des zweiten Quartals zwar bei 12.375 Punkten ein neues Rekordhoch erreichte, per Saldo aber neun Prozent einbüßte. Analog dazu entwickelte sich der Branchenindex DAXsector Financial Services, dem auch die Aktie der GRENKELEASING AG angehört. Eine bessere Performance zeigte der SDAX-Kursindex, der im zweiten Quartal insgesamt um ein Prozent zulegte.

Sichtlich unbeeindruckt von der verhaltenen Entwicklung der Referenzindizes setzte die Aktie der GRENKELEASING AG ihren Aufwärtstrend erfolgreich fort. Mit einem Kurs von 88,99 EUR in das Börsenjahr gestartet, legte sie im Verlauf des ersten Halbjahres um 45 Prozent zu. Bezogen auf das zweite Quartal 2015, in dem die Aktie am zweitletzten Handelstag bei einem Kurs von 131,15 EUR ihr neues Rekordhoch erreichte, stieg der Kurs um 20 Prozent.

Umstellung auf Namensaktien

Am 12. Mai 2015 hat die ordentliche Hauptversammlung der GRENKELEASING AG unter anderem die Umstellung der bisher auf den Inhaber lautenden Aktien auf Namensaktien beschlossen. Mit der depot- und börsenmäßigen Umstellung, die am 10. Juli 2015 nach Börsenschluss vorgenommen wurde, verfolgen wir das Ziel, mit unseren Aktionärinnen und Aktionären künftig noch persönlicher und zielgerichteter kommunizieren zu können. Die Rechtsstellung der Aktionäre wird, wenn sie in das Aktienregister eingetragen sind, durch die Umstellung nicht beeinträchtigt. Ihre Beteiligung an der Gesellschaft bleibt ebenso unverändert wie die mit ihren Aktien verbundenen Rechte.

Seit dem 13. Juli 2015 sind die Aktien der GRENKELEASING AG damit im regulierten Markt an allen inländischen Wertpapierbörsen sowie im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) als auf den Namen lautende Stückaktien der GRENKELEASING AG notiert. ISIN und Wertpapierkennnummer ("WKN") lauten seit der Umstellung wie folgt:

  • ISIN: DE000A161N30
  • WKN: A161N3

Das Börsenkürzel "GLJ" bleibt hingegen unverändert bestehen.

Konzernzwischenlagebericht

Ziele und Strategien

Der GRENKE Konzern ist mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen weltweit tätig. Für das Erschließen neuer regionaler Märkte innerhalb wie außerhalb Europas sowie für die Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten wurde zudem ein Franchisemodell etabliert. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKELEASING AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") nicht beteiligt. In diesem Konzernzwischenlagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern (im Folgenden auch "Konzern" genannt), das heißt der GRENKELEASING AG und all ihren konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem GRENKE Konzern inklusive seiner rechtlich selbstständigen Franchisepartner.

Unser Geschäftsmodell ist einfach, nach- und werthaltig. Den Ursprung der GRENKE Gruppe bildeten Leasingfinanzierungen für kleinere IT-Produkte (Small-Ticket-IT-Leasing). Heute sind wir eines der führenden europäischen Unternehmen im Bereich von Finanzdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Neue Länder und Kontinente erschließen wir im Rahmen unserer globalen Expansionsstrategie Schritt für Schritt. Nach dem Eintritt in neue Länder erhöhen wir unsere Marktpräsenz dort kontinuierlich über Zellteilungen bzw. durch das Eröffnen neuer Standorte. Hierdurch sind wir in der Lage, über viele Jahre hinweg unabhängig von der jeweiligen Konjunkturentwicklung ein hohes Wachstum zu generieren. So gehen wir beispielsweise in unserem Heimatmarkt Deutschland derzeit mit Erfolg zunehmend auch in kleinere Städte und erschließen uns auf diese Weise neues Potenzial. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eröffneten wir jeweils einen neuen Standort in Bielefeld und Malmö (Schweden), im zweiten Quartal je einen neuen Standort in Regensburg sowie in Newport (Großbritannien). Darüber hinaus haben wir im Verlauf des ersten Quartals die Gesellschaft des früheren Franchisenehmers in Slowenien übernommen.

Im Zuge unseres Wachstums wollen wir Risiken nicht vermeiden, vielmehr wollen wir sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen. Dabei konzentrieren wir uns auf Länder mit einem jeweils günstigen Wettbewerbsumfeld und somit einem attraktiven Chancen-Risiko-Profil. Bestehende oder mögliche künftige Risiken sichern wir auf diese Weise in ausreichendem Umfang ab. Eine zentrale Rolle vor jedem Vertragsabschluss nimmt unser langjährig erprobtes und fortwährend verfeinertes IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen ein. Es stellt darüber hinaus einen wesentlichen Wachstumstreiber dar. Dies zeigte sich unter anderem im Laufe der jüngsten Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrisen. Während dieser Zeit waren viele Anbieter gezwungen, ihre Engagements im Small-Ticket-IT-Leasing aufgrund der für sie nicht mehr überschaubaren Risikosituation zurückzufahren oder sich teilweise sogar ganz aus dem Markt zurückzuziehen. Für uns ergeben sich daraus hingegen attraktive Chancen, unsere Position als führender Anbieter von effizienten Dienstleistungen weiter zu stärken und konsequent auszubauen.

Über unsere geografische Diversifikation hinaus fächern wir auch unsere Produktpalette und unser Angebot an Finanzlösungen kontinuierlich weiter auf. Neben verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank") zählen hierzu beispielsweise auch die Beteiligung an dem Programm "Leasing-Bürgschaft" der deutschen Bürgschaftsbanken oder die deutschlandweite Fortsetzung des Programms "Mikrokreditfonds Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie die Zusammenarbeit mit dem Portal "WeltSparen". Nicht zuletzt finanziert die GRENKE Bank in Kooperation mit einer wachsenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und der Bundesländer auch Existenzgründungen und vergibt Fördermittel für betriebliche Neuanschaffungen, die über Leasing finanziert werden. Im Rahmen dieser Kooperationen konnten seit 2012 14.989 Leasingverträge geschlossen werden. Im Berichtsquartal neu hinzugekommen ist eine Kooperation mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Im Rahmen eines ersten Globaldarlehens stehen 5 Mio. EUR für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren, zu besonders günstigen Konditionen bereit.

Darüber hinaus bildet auch der Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in verschiedenen europäischen Ländern einen festen und stetig wachsenden Bestandteil unserer umfangreichen Angebotspalette.

Regionale, Produkt- und Branchendiversifikation begrenzen strategisch das Risiko. Charakteristisch für unser Geschäft sind die breite Streuung unseres Portfolios über Kunden und Branchen hinweg sowie die vergleichsweise durchschnittlich kleinen Vertragsvolumina. Auch bei unseren Vertriebspartnern zielen wir darauf ab, Klumpenrisiken zu vermeiden, und bei den IT-Produkten sind wir stets herstellerunabhängig. Nicht zuletzt setzen wir auf den fortwährenden Ausbau unserer ohnehin bereits breiten Palette an Refinanzierungsinstrumenten, sodass wir auch bezüglich der Finanzierung unseres Wachstums jederzeit flexibel verschiedene Optionen nutzen können.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Traditionell ist das Neugeschäft der GRENKE Gruppe relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftszyklen. Profitables Wachstum erzielen wir daher sowohl in guten als auch in konjunkturell schlechteren Jahren. Den Einfluss der allgemeinen Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen auf unsere Schadenquote minimieren wir wirkungsvoll mit unserem ausgereiften Verfahren zur Prognose von Zahlungsausfällen. Einen größeren Einfluss auf unser Wachstum haben Branchentrends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft, oder die kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor. Allerdings verschaffen uns unsere höchst effizienten betrieblichen Prozesse in der Regel relative Wettbewerbsvorteile. Etwaige Veränderungen der Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen an unsere Kunden weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur, davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen anpassen, einen vorübergehend be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Dabei bietet unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten – darunter auch Bankeinlagen bei der GRENKE Bank – eine hohe Flexibilität, um auf unterschiedliche Marktveränderungen oder erwartete Zinsentwicklungen reagieren zu können.

Neugeschäft

Das Wachstum unseres Neugeschäfts bewegte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf einem unverändert hohen Niveau. Damit konnten wir erfolgreich an die gute Entwicklung des ersten Quartals anknüpfen. So erzielten wir beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, in den ersten sechs Monaten ein Wachstum von 15 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2014 auf ein Volumen von 637,7 Mio. EUR. Während wir in unserem bereits sehr eng durchdrungenen und wettbewerbsintensiven Heimatmarkt Deutschland mit zwölf Prozent wieder ein substanzielles zweistelliges Wachstum generierten, belief sich der internationale Anteil am Neugeschäft auf 72 Prozent. Nach 71 Prozent in den ersten sechs Monaten des Vorjahres und 66 Prozent im ersten Halbjahr 2013 realisieren wir damit einen kontinuierlich wachsenden Teil unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands.

In Westeuropa (ohne Deutschland) erzielten wir in den ersten sechs Monaten ein Neugeschäftsvolumen von 216,7 Mio. EUR nach 190,9 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einem erfreulichen Zuwachs von 14 Prozent. Sehr erfolgreich waren wir dabei insbesondere in unserem Kernmarkt Frankreich sowie in der Schweiz, wo wir unser Leasinggeschäft um neun bzw. 29 Prozent gesteigert haben. Ebenfalls sehr erfreulich entwickelte sich das Neugeschäft in unseren südeuropäischen Märkten. Hier konnten wir das Neugeschäftsvolumen im ersten Halbjahr kräftig um 20 Prozent von 132,1 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 159,0 Mio. EUR steigern. In Nord- / Osteuropa stieg das Leasing-Neugeschäft um acht Prozent gegenüber Vorjahr. Ein erneut überproportionales Wachstum realisierten wir in unseren übrigen Regionen. In diesen für uns noch überwiegend jungen Ländern richten wir unsere Steuerung immer stärker auf Wachstum aus, ohne jedoch Abstriche bei unserer Risikobewertung zu machen. Im Sechsmonatszeitraum haben wir das Neugeschäftsvolumen dort so mehr als verdoppelt (+107 Prozent). Absolut belief es sich im ersten Halbjahr auf 10,9 Mio. EUR nach 5,2 Mio. EUR im Vorjahr.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erreichten uns insgesamt 177.691 Leasinganfragen, die zu 77.121 Vertragsabschlüssen führten. Entsprechend betrug die Umwandlungsquote 43 Prozent. Davon entfielen 145.088 Anfragen auf unsere internationalen Märkte, aus denen wir wiederum 61.089 Verträge generierten. Mit 42 Prozent lag die internationale Umwandlungsquote zwar sehr dicht an der Gesamtquote, aber weiterhin deutlich unterhalb der Quote von 49 Prozent im deutschen Markt. Der Mittelwert je Vertragsabschluss erreichte einen Wert von 8.269 EUR nach 8.082 EUR im Sechsmonatszeitraum des Vorjahres.

Nach wie vor zeichnet sich unser Neugeschäft durch seine hohe Ertragsstärke aus. So konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen operativen Erträge eines Leasingvertrags abzüglich Risikound Einzelvertragskosten, um 14 Prozent von 105,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 120,0 Mio. EUR gesteigert werden. Die DB2- Marge lag mit 18,8 Prozent nur leicht unterhalb des Vorjahresniveaus von 19,0 Prozent.

Sehr positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Hier stieg das Neugeschäftsvolumen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015 um 53 Prozent von 94,9 Mio. EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 145,1 Mio. EUR an. Kräftig dazu beigetragen hat auch hier die hohe Nachfrage in unseren internationalen Märkten, in denen wir ein Wachstum um 108 Prozent realisierten. In Deutschland verzeichneten wir ein zufriedenstellend stabiles Wachstum von 14 Prozent gegenüber Vorjahr. Die Ertragsmarge im Segment Factoring lag mit 1,45 Prozent unterhalb des Vorjahreswerts von 1,95 Prozent. Sie bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 35 Tagen in Deutschland (1. Halbjahr 2014: circa 31 Tage) und circa 38 Tagen auf internationaler Ebene (1. Halbjahr 2014: circa 40 Tage).

In unserem Bankgeschäft erzielten wir über die bestehenden Kooperationen der GRENKE Bank mit Förderbanken ein Wachstum der Existenzgründungsfinanzierungen um 38 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Entsprechend legte das Volumen von 5,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf aktuell 7,5 Mio. EUR zu. Auch das Einlagevolumen der GRENKE Bank erhöhte sich infolge des Refinanzierungsbedarf für das steigende Neugeschäft sowie unserer Liquiditätssteuerung zum Stichtag 30. Juni 2015 kräftig. Es stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 23 Prozent von 253,9 Mio. EUR auf 312,6 Mio. EUR an.

Vorjahr per 30.06.: Deutschland 29,4%; Westeuropa (ohne Deutschland) 34,2%; Südeuropa 20,1%, Nord- / Osteuropa 15,5%; Übrige Regionen 0,8%

Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Türkei

Vorjahr per 30.06.: Deutschland –5,7%; Westeuropa (ohne Deutschland) +18,8%; Südeuropa +26,9%, Nord- / Osteuropa +24,1%; Übrige Regionen –51,8%

Ertragslage

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.2015 01.04.2014
TEUR bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
Zinsergebnis 46.943 38.415
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 13.921 12.967
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 33.022 25.448
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 12.326 10.109
Ergebnis aus dem Neugeschäft 13.004 12.080
Verwertungsmehr(+)/-minder(–)ergebnis –765 381
Operative Erträge insgesamt 57.587 48.018
Personalaufwand 15.398 13.462
Davon Gesamtvergütung 12.656 10.906
Davon fixe Vergütung 9.426 8.330
Davon variable Vergütung 3.230 2.576
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 12.650 11.176
Davon IT-Projektkosten 1.190 636
Gewinn vor Steuern 27.568 22.394
Gewinn 20.077 16.677
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert) 1,36 1,13

Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015 konnten wir an den Erfolg der ersten drei Monate anknüpfen. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch das profitable Neugeschäft früherer Quartale, dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge sukzessive zufließen, aber auch durch das anhaltend günstige Zinsumfeld. Gestiegene Zinserträge aus dem Finanzierungsgeschäft und niedrigere Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung ließen das Zinsergebnis des GRENKE Konzerns im Berichtsquartal gegenüber Vorjahreszeitraum um 22 Prozent ansteigen.

Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge bewegten sich innerhalb der quartalsüblichen Schwankungsbreite. Mit einem Anstieg um sieben Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres entwickelten sie sich deutlich unterproportional zum Zinsergebnis und waren gegenüber dem ersten Quartal 2015 sogar absolut rückläufig. Die Schadensquote des Konzerns belief sich auf 1,5 Prozent nach 1,6 Prozent im zweiten Quartal 2014. Damit verzeichneten wir beim Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge per Saldo einen erfreulichen Anstieg um 30 Prozent gegenüber Vorjahr.

Ausgehend von unserem hohen Neugeschäftswachstum entwickelten sich auch die Ergebnisse aus dem Versicherungsund dem Neugeschäft positiv. Ersteres hat den Vorjahreswert mit einer Zunahme um 22 Prozent sichtbar übertroffen, Letzteres konnte gegenüber Vorjahr um acht Prozent gesteigert werden. Unter Berücksichtigung eines auf Quartalsbasis tendenziell volatilen Verwertungsergebnisses haben sich die operativen Erträge des GRENKE Konzerns damit um 20 Prozent erhöht.

Die Aufwandsseite entwickelte sich im Wesentlichen parallel zu den Erträgen. So legten die Aufwendungen für Personal sowie für Vertrieb und Verwaltung um 14 bzw. 13 Prozent zu. Grund hierfür waren vor allem die im Zuge der letzten Übernahmen von Gesellschaften früherer Franchisenehmer gestiegene Anzahl der Beschäftigten sowie die in Vorbereitung bevorstehender Markteintritte erhöhten Beratungskosten. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um 37 Prozent, die Sonstigen betrieblichen Erträge um 59 Prozent. Absolut gesehen sind aber sowohl die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen als auch die Sonstigen betrieblichen Erträge weiterhin unbedeutend für die Ergebnisentwicklung insgesamt.

Das operative Ergebnis stieg per Saldo auf 27,6 Mio. EUR nach 22,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einem Zuwachs um 23 Prozent. Analog dazu – nämlich mit einer Zunahme um ebenfalls 23 Prozent – legte auch der Gewinn vor Steuern zu. Bei einer im Wesentlichen unveränderten Steuerquote konnte der Gewinn im Berichtsquartal von 16,7 Mio. EUR auf 20,1 Mio. EUR gesteigert werden. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie von 1,36 EUR nach 1,13 EUR im zweiten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Halbjahresvergleich 2015 versus 2014

Die Erläuterungen für das Berichtsquartal treffen im Wesentlichen auch für den Sechsmonatszeitraum zu. Das Zinsergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr um 22 Prozent von 74,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 91,4 Mio. EUR. Auch im Halbjahreszeitraum war der Anstieg der Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge unterproportional. Sie erhöhten sich in der Sechsmonatsbetrachtung gegenüber Vorjahreszeitraum um 16 Prozent von 24,8 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR. Die Schadenquote belief sich auf 1,5 Prozent nach 1,55 Prozent in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Entsprechend legte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 26 Prozent von 49,8 Mio. EUR auf 62,6 Mio. EUR zu.

Inklusive gestiegener Ergebnisse aus dem Versicherungs- und aus dem Neugeschäft sowie unter Berücksichtigung eines neutralen Verwertungsergebnisses erhöhten sich die operativen Erträge von 93,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 110,9 Mio. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs um 19 Prozent. Bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen erhöhte sich das operative Ergebnis um 26 Prozent und erreichte einen Wert von 52,5 Mio. EUR nach 41,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Insgesamt erzielten wir im ersten Halbjahr eine Verbesserung bei der Cost-Income-Ratio, d. h. dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Während wir im Vorjahreszeitraum einen Wert von 56,0 Prozent erreichten, lag das Verhältnis im Berichtszeitraum bei 53,8 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht die Profitabilität unseres Geschäfts.

Dementsprechend kräftig legte auch der Gewinn vor Steuern zu. Mit 52,6 Mio. EUR übertraf er den Vorjahreswert von 41,7 Mio. EUR um 26 Prozent. Nach Steuern erreichte der Gewinn einen Wert von 38,5 Mio. EUR gegenüber 31,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg um 23 Prozent. Das Ergebnis je Aktie betrug 2,61 EUR nach 2,12 EUR in der ersten Hälfte des Vorjahres.

Entwicklung der Segmente

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Transaktionen zwischen den operativen Segmenten werden in der Spalte "Konsolidierung" eliminiert. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung dargestellt.

Geschäftsentwicklung

Unverändert bildet das Segment Leasing die Ertragssäule des GRENKE Konzerns. Die Erläuterungen zur Ertragslage des Konzerns treffen daher im Wesentlichen auch auf die Entwicklung dieses Segments zu. Entsprechend kräftig erhöhten sich die operativen Segmenterträge des Segments Leasing in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Sie stiegen um erfreuliche 20 Prozent von 85,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 102,5 Mio. EUR an. Überproportional dazu entwickelte sich das Segmentergebnis, das um 30 Prozent von 36,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,5 Mio. EUR gesteigert werden konnte. Einen hohen Zuwachs bei den operativen Segmenterträgen erzielten wir auch in unserem Segment Factoring. Mit 1,8 Mio. EUR lagen diese um 80 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres von 1,0 Mio. EUR. Das Segmentergebnis blieb mit 0,2 Mio. EUR hingegen auf dem Niveau des Vorjahres. Grund hierfür sind die zurzeit noch erhöhten Personalaufwendungen sowie Aufwendungen in Vorbereitung auf das künftige Wachstum. Leicht rückläufig entwickelte sich das Segment Bank. Die operativen Segmenterträge ermäßigten sich um fünf Prozent von 7,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,7 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Das Segmentergebnis lag bei 4,8 Mio. EUR nach 5,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Finanz- und Vermögenslage

Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Kapitalflussrechnung

TEUR 30.06.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1.267.502 1.179.316
davon Zahlungsmittel 110.577 88.395
davon Leasingforderungen 944.756 876.781
Langfristige Vermögenswerte 1.890.127 1.745.634
davon Leasingforderungen 1.707.261 1.579.317
Summe Vermögenswerte 3.157.629 2.924.950
Kurzfristige Schulden 988.868 849.974
davon Finanzschulden 851.306 779.319
Langfristige Schulden 1.648.388 1.581.990
davon Finanzschulden 1.597.096 1.531.880
Eigenkapital 520.373 492.986
Eigenkapitalquote in Prozent 16,5 16,9
Bilanzsumme 3.157.629 2.924.950
01.01.2015 01.01.2014
bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 73.913 –29.316
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 60.396 –36.524
Cashflow aus Investitionstätigkeit –10.293 –8.968
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –16.143 –11.114
Summe der Cashflows 33.960 –56.606

Die folgenden Ausführungen zur Vermögenslage des GRENKE Konzerns beziehen sich auf den Stichtag 30. Juni 2015. Als Vergleichswert bzw. zur Darstellung prozentualer Veränderungen legen wir die Werte vom Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres per 31. Dezember 2014 zugrunde. Diese werden im Folgenden auch als "Vorjahr" oder "Vergleichswert des Vorjahres" bezeichnet.

Das Wachstum auf der Ertragsseite spiegelte sich zum Stichtag 30. Juni 2015 auch in der Bilanz des GRENKE Konzerns wider. Gegenüber Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um acht Prozent auf sichtbar über 3 Mrd. EUR. Das Eigenkapital des Konzerns nahm um sechs Prozent zu. Infolgedessen lag die Eigenkapitalquote zum Stichtag mit 16,5 Prozent zwar leicht unterhalb des Vergleichswerts des Vorjahres von 16,9 Prozent, jedoch weiterhin oberhalb unserer langfristigen Zielmarke von 16 Prozent.

Die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen erhöhten sich im ersten Halbjahr um acht Prozent. Als größte Einzelposition der Bilanz entfiel auf sie zum Stichtag ein Anteil von 84 Prozent am Gesamtvermögen (Vorjahr: 84 Prozent). Die Zahlungsmittel des Konzerns lagen zum 30. Juni 2015 infolge der Mittelzuflüsse aus dem hohen Neugeschäft früherer Perioden um 25 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Damit verfügen wir auch weiterhin über ausreichend liquide Mittel. Während sich die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte gegenüber Vorjahr um zehn Prozent reduzierten, stieg dieselbe Position im langfristigen Bereich um 31 Prozent an. Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die Summe der kurzfristigen Schulden um 16 Prozent und die Summe der langfristigen Schulden um vier Prozent zu. Stichtagsbedingt erhöht haben sich dabei vor allem die abgegrenzten Mietraten sowie die Pensionsrückstellungen des Konzerns. Erstere stiegen gegenüber Vorjahr um das 2,1-Fache, Letztere aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus um 37 Prozent.

Im Zuge der Feinsteuerung unserer Refinanzierungsstruktur haben wir im ersten Halbjahr vier neue Anleihen über 104,0 Mio. EUR platziert. Zudem wurden fünf neue Schuldscheine über 28,4 Mio. CHF und 20,0 Mio. EUR begeben. Entlang unseres Ziels, überschüssige Liquidität nach Möglichkeit zu vermeiden, haben wir darüber hinaus lediglich kleinere Volumina unserer diversen Instrumente emittiert. Dazu zählten insgesamt 13 Commercial Papers im Februar, März, Mai und Juni 2015 mit einem Volumen von zusammen 127,5 Mio. EUR. Die Ausnutzung unserer Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme lag zum Stichtag 30. Juni 2015 mit 66 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 70 Prozent. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil unserer Refinanzierung bilden die Einlagen bei der GRENKE Bank, die wir gegenüber dem Geschäftsjahresende 2014 im Rahmen unserer Steuerung um 12,3 Mio. EUR auf 312,6 Mio. EUR erhöhten. Damit haben wir zum Stichtag 30. Juni 2015 alle drei Säulen unseres umfangreichen Refinanzierungsmixes bedarfsgerecht eingesetzt. Der größte Anteil entfiel dabei mit 61 Prozent auf Instrumente der Kategorie "Senior Unsecured". Auf Instrumente der Kategorie "Asset Based" und die Einlagen bei der GRENKE Bank entfielen Anteile von 22 bzw. 17 Prozent.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 73,9 Mio. EUR. Dem Gewinn vor Steuern in Höhe von 52,6 Mio. EUR standen im Wesentlichen Mittelabflüsse aus der Refinanzierung der Leasingforderungen (195,7 Mio. EUR) sowie Darlehen an Franchisenehmer und eine Zunahme der sonstigen Vermögenswerte von saldiert 7,5 Mio. EUR gegenüber. Mittelzuflüsse resultierten insbesondere aus der Veränderung der Refinanzierungsverbindlichkeiten, dem Einlagengeschäft sowie den abgegrenzten Mietraten von zusammengenommen 203,4 Mio. EUR. Ein weiterer Mittelzufluss in Höhe von 11,7 Mio. EUR ergab sich im Bereich der sonstigen Schulden. Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 60,4 Mio. EUR nach –36,5 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im ersten Halbjahr –10,3 Mio. EUR nach –9,0 Mio. EUR im Vorjahr. Er beinhaltete vor allem Zahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 2,6 Mio. EUR sowie einen weiteren Mittelabfluss in Höhe von 7,7 Mio. EUR für den Erwerb der früheren Franchisegesellschaft in Slowenien im ersten Quartal 2015.

Die Summe des Cashflows inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der die Nettoaufnahme von Bankschulden in Höhe von 0,1 Mio. EUR und die Dividendenzahlung in Höhe von –16,2 Mio. EUR beinhaltete, betrug im Sechsmonatszeitraum 34,0 Mio. EUR nach –56,6 Mio. EUR im Vorjahr.

Veränderung in den Organen der Gesellschaft

Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 endete die Amtszeit der beiden Aufsichtsratsmitglieder Dieter Münch und Prof. Dr. Thilo Wörn. Vorstand und Aufsichtsrat bedanken sich für die eingebrachte Erfahrung und das große Engagement beider Herren. Von der Hauptversammlung für eine Amtszeit von weiteren vier Jahren wiedergewählt wurden Florian Schulte und Erwin Staudt. Für dieselbe Amtszeit neu in das Gremium gewählt wurden Tanja Dreilich und Dr. Ljiljana Mitic. Damit beträgt der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG ein Drittel.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Chancen und Risiken

Der folgende Chancen- und Risikobericht bezieht sich sowohl auf den GRENKE Konzern als auch auf die einzelnen Segmente. Die im Jahresfinanzbericht 2014 dargestellten Chancen und Risiken sind unverändert gültig. Neue Risiken bzw. solche von besonderer Bedeutung sind nicht hinzugekommen. Wie bereits im Vorjahr, sehen wir auch im Geschäftsjahr 2015 für unsere weitere Entwicklung mehr Chancen als die üblichen mit unserem Geschäftsmodell verbundenen Risiken.

Die Nachfrage nach Leasingfinanzierungen bleibt, gemessen an der im Kapitel zum Neugeschäft dargestellten Anzahl der eingehenden Anfragen, weiterhin hoch. Unseren Fokus können wir daher klar auf das Wachstum unseres Neugeschäfts legen, dieses systematisch ausweiten und gleichzeitig risikoadäquate Margen erzielen. Mit zusätzlichen Standorten, Niederlassungen und Franchisepartnern, dem Erschließen neuer regionaler Absatzmärkte sowie dem Auffächern unseres Angebots an Finanzdienstleistungen werden wir auch unser organisches Wachstum künftig konsequent vorantreiben. Substanziellen Einzelrisiken sind wir dabei – aufgrund der breiten Diversifikation unseres Geschäfts – nicht ausgesetzt.

Zunehmende Schäden, die unsere Ertragsentwicklung wesentlich beeinflussen, beobachten wir insbesondere in rezessiven Perioden. Derzeit ist die konjunkturelle Entwicklung in der Mehrzahl der Länder, in denen wir aktiv sind, zwar positiv, angesichts ihrer mittlerweile großen Anzahl weisen jedoch einzelne Länder auch einen gegenläufigen Trend auf. Unterjährig ist der Schadenverlauf traditionell volatil. Zudem wirkt er sich erst mit einem Zeitversatz von rund zwei Jahren, ausgehend vom zugrunde liegenden Geschäftsabschluss, aus. Derartige Risiken einzugehen und sie erfolgreich zu steuern gehört zu den zentralen Elementen unseres Geschäftsmodells. Wir setzen darauf, Risiken bei Vertragsabschluss möglichst präzise einzuschätzen und so eine angemessene Prämie in den angebotenen Konditionen zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System befindet sich auf einem hohen Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen.

Hinsichtlich der Refinanzierung des Bestands an Leasingforderungen bestehen nur in geringem Umfang Zinsrisiken. Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung sind – soweit sie überhaupt variabel verzinst werden – über Derivate abgesichert. Im Neugeschäft können hingegen Risiken aus Zins- und Spreadveränderungen entstehen. Daher kann der mögliche Zeitversatz, mit dem wir Zinsänderungen an Kunden weitergeben, einen vorübergehenden Einfluss auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Die europäische Zentralbank hat ihre derzeitige Niedrigzinspolitik jüngst noch einmal bekräftigt. In den USA steuert die amerikanische Notenbank aktuell von einer sehr expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik um, das zu einer Anhebung des Leitzinses führen könnte. Daraus könnte sich eine Fortsetzung

der bereits zu beobachtenden Euroschwäche ergeben. Dies wird das Geschäft des GRENKE Konzerns jedoch nicht spürbar tangieren, da für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer, die außerhalb der Eurozone agieren, ab einem ausstehenden Finanzierungsvolumen von ca. 1.000 TEUR eine entsprechende Absicherung ist vorgesehen ist. Die Schweiz, Brasilien, Chile, Polen und Großbritannien sind in der Leasingrefinanzierung insgesamt nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings abgesichert.

Auf der Refinanzierungsseite könnten politische oder geopolitische Risiken zu kurzfristigen substanziellen Belastungen des Kapitalmarkts führen. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass der Markt Emittenten mit guter Reputation auch in schwierigen Phasen ausreichend Mittel zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen zur Verfügung stellt. Entsprechend gelang es uns bisher in unterschiedlichsten Marktsituationen, kontinuierlich erfolgreich Emissionen, darunter auch Schuldscheine, Commercial Papers und ABS-Papiere, bedarfsoptimiert zu platzieren. Zudem bietet uns der Zugang zu Bankeinlagen über die GRENKE Bank eine attraktive Refinanzierungsquelle, die wir mit hoher Flexibilität nutzen können.

Prognose

Nach einem bereits sehr guten Jahresauftakt sind wir auch mit dem Verlauf der ersten sechs Monate überaus zufrieden. Das Neugeschäftswachstum der GRENKE Gruppe Leasing liegt mit 15 Prozent weiterhin am oberen Ende unserer auf das Gesamtjahr bezogenen Prognosespanne von 11 bis 15 Prozent. Deutlich besser als zu Jahresbeginn erwartet entwickelt sich das Neugeschäft unseres Segments Factoring. Mit einem Plus von 53 Prozent haben wir den prognostizierten Anstieg von 20 bis 24 Prozent zum Ende des ersten Halbjahres sogar um mehr als das Doppelte übertroffen. Das Expansionstempo übersteigt damit auch weiterhin klar unsere langfristige Zielmarke für die GRENKE Gruppe von zehn Prozent pro Jahr. Auch ertragsseitig sind wir mit der Gewinnausweitung des GRENKE Konzerns um 23 Prozent nach sechs Monaten auf gutem Weg, unsere bisherige Jahresprognose eines Gewinns in der Spanne von 71 bis 75 Mio. EUR sogar noch zu übertreffen. Daher heben wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr an und erwarten einen Gewinn zwischen 74 und 78 Mio. EUR. Nach einer deutlichen Gewinnsteigerung um 38 Prozent im Vorjahr soll der Gewinn im Geschäftsjahr 2015 damit um weitere 14 bis 20 Prozent zulegen.

Auch künftig werden wir unsere bewährte und erfolgreiche Geschäftspolitik fortsetzen: Wir konzentrieren uns jeweils auf diejenigen Märkte, in denen wir für das Eingehen von Risiken entsprechende Margen durchsetzen und so die Ertragskraft des GRENKE Konzerns sichern können. Auf diese Weise nutzen wir die unterschiedlichen Entwicklungen der verschiedenen Länder, in denen wir präsent sind, gezielt für uns. Zudem bauen wir unsere Marktpräsenz zielstrebig weiter aus. Für das Geschäftsjahr 2015 sind weitere Zellteilungen sowie der Eintritt in neue Länder, darunter Singapur und damit auch der Eintritt in einen neuen Kontinent, vorbereitet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

3-Monats-Bericht 6-Monats-Bericht
01.04.2015 01.04.2014 01.01.2015 01.01.2014
TEUR bis 30.06.2015 bis 30.06.2014 bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 59.186 51.948 116.438 102.240
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des
Einlagengeschäfts 12.243 13.533 25.015 27.599
Zinsergebnis 46.943 38.415 91.423 74.641
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 13.921 12.967 28.860 24.810
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 33.022 25.448 62.563 49.831
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 12.326 10.109 23.587 19.525
Ergebnis aus dem Neugeschäft 13.004 12.080 24.816 23.181
Verwertungsmehr(+)/-minder(–)ergebnis –765 381 –32 732
Operative Erträge insgesamt 57.587 48.018 110.934 93.269
Personalaufwand 15.398 13.462 30.431 26.546
Abschreibungen und Wertminderung 2.456 1.437 3.947 2.932
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 12.650 11.176 24.173 22.440
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.000 582 2.597 1.702
Sonstige betriebliche Erträge 1.502 1.094 2.753 2.063
Operatives Ergebnis 27.585 22.455 52.539 41.712
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung 8 22 18 57
Sonstige Zinserträge 51 26 160 134
Sonstige Zinsaufwendungen 76 109 155 225
Gewinn vor Steuern 27.568 22.394 52.562 41.678
Ertragsteuern 7.491 5.717 14.082 10.496
Gewinn 20.077 16.677 38.480 31.182
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile 0 –3 0 –3
Aktionäre der GRENKELEASING AG 20.077 16.680 38.480 31.185
Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) 1,36 1,13 2,61 2,12
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) 1,36 1,13 2,61 2,12
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) 14.754.199 14.732.758 14.754.199 14.716.469
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) 14.754.199 14.732.758 14.754.199 14.716.469

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

3-Monats-Bericht 6-Monats-Bericht
01.04.2015 01.04.2014 01.01.2015 01.01.2014
TEUR bis 30.06.2015 bis 30.06.2014 bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
Gewinn 20.077 16.677 38.480 31.182
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV
umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) 10 –57 –29 –36
Ertragsteuern –1 6 3 4
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) 9 –51 –26 –32
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (vor Steuern) 188 432 5.851 621
Ertragsteuern 0 0 0 0
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (nach Steuern) 188 432 5.851 621
Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV
umgegliedert werden
Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste (vor Steuern) –900 –403 –900 –403
Ertragsteuern 212 94 212 94
Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste (nach Steuern) –688 –309 –688 –309
Sonstiges Ergebnis –491 72 5.137 280
Gesamtergebnis 19.586 16.749 43.617 31.462
Davon entfallen auf:
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0 0
Aktionäre der GRENKELEASING AG 19.586 16.749 43.617 31.462

Konzern-Bilanz

TEUR 30.06.2015 31.12.2014
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 110.577 88.395
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 79 768
Leasingforderungen 944.756 876.781
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 53.821 59.816
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.267 4.793
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 8.251 8.756
Steuererstattungsansprüche 11.561 10.940
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 134.190 129.067
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.267.502 1.179.316
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 1.707.261 1.579.317
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 0 341
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 40.191 30.714
Sachanlagen 40.995 40.411
Geschäfts- oder Firmenwerte 62.506 57.285
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 17.630 14.264
Latente Steueransprüche 20.406 21.869
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.138 1.433
Summe langfristige Vermögenswerte 1.890.127 1.745.634
Summe Vermögenswerte 3.157.629 2.924.950

Konzern-Bilanz

TEUR 30.06.2015 31.12.2014
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 851.306 779.319
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 6.616 3.506
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.000 9.821
Steuerschulden 7.613 7.043
Abgegrenzte Schulden 9.624 10.312
Kurzfristige Rückstellungen 1.887 1.887
Sonstige kurzfristige Schulden 12.512 11.214
Abgegrenzte Mietraten 82.310 26.872
Summe kurzfristige Schulden 988.868 849.974
Langfristige Schulden
Finanzschulden 1.597.096 1.531.880
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 1.341 1.077
Latente Steuerschulden 45.439 45.692
Pensionen 4.511 3.281
Langfristige Rückstellungen 1 60
Summe langfristige Schulden 1.648.388 1.581.990
Eigenkapital
Grundkapital 18.859 18.859
Kapitalrücklage 116.491 116.491
Gewinnrücklagen 377.639 355.389
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 7.384 2.247
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKELEASING AG 520.373 492.986
Nicht beherrschende Anteile 0 0
Summe Eigenkapital 520.373 492.986
Summe Schulden und Eigenkapital 3.157.629 2.924.950

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.2015 01.01.2014
TEUR bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
Gewinn vor Steuern 52.562 41.678
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 3.947 2.932
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und
– / + immateriellen Vermögenswerten 10 7
– / + Ergebnis aus Finanzanlagen –5 91
– / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 4.984 103
+ / – Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen 480 660
Zugänge Leasingforderungen –654.674 –575.309
+ Zahlungen Leasingnehmer 507.882 439.018
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 94.737 83.627
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft –114.044 –100.851
+ / – Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer –1.508 1.184
+ / – Währungsdifferenzen –28.070 –5.339
= Veränderung Leasingforderungen –195.677 –157.670
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 454.682 943.521
Zahlung Annuitäten an Refinanzierer –348.848 –171.063
Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung –11.762 –715.471
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 25.015 27.599
+ / – Währungsdifferenzen 16.602 3.444
= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 135.689 88.030
+ / – Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 12.274 –1.692
– / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer –7.052 –2.052
Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
– / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte –412 11.403
+ / – Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten 55.438 –19.047
+ / – Zunahme / Abnahme sonstige Schulden 11.675 6.241
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 73.913 –29.316

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Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.2015 01.01.2014
TEUR bis 30.06.2015 bis 30.06.2014
– / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern –13.522 –7.117
Gezahlte Zinsen –155 –225
+ Erhaltene Zinsen 160 134
= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 60.396 –36.524
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten –2.648 –3.269
– / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften –7.709 –5.846
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen
+ und immateriellen Vermögenswerten 64 147
= Cashflow aus Investitionstätigkeit –10.293 –8.968
+ / – Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden 87 –470
+ Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung 0 0
Dividendenzahlungen –16.230 –10.644
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –16.143 –11.114
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 88.395 109.770
Bankschulden aus Kontokorrentkrediten –10.900 –432
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 77.495 109.338
+ / – Veränderung aufgrund Währungsumrechnung –931 –66
= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 76.564 109.272
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 110.577 53.381
Bankschulden aus Kontokorrentkrediten –53 –715
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 110.524 52.666
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) 33.960 –56.606
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 60.396 –36.524
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit –10.293 –8.968
+
=
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Summe der Cashflows
–16.143
33.960
–11.114
–56.606

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Summe
Rücklage für Eigenkapital
versicherungs der Aktionäre Nicht be
Grund Kapital Gewinnrücklagen / Hedging mathematische Währungs der GRENKE herrschende Summe
TEUR kapital rücklage Konzernergebnis Rücklage Gewinne / Verluste umrechnung LEASING AG Anteile Eigenkapital
Eigenkapital
zum 01.01.2015 18.859 116.491 355.389 –7 –920 3.174 492.986 -- 492.986
Gesamtergebnis -- -- 38.480 –26 –688 5.851 43.617 43.617
Dividendenzahlung
in 2015 für 2014 -- -- –16.230 -- -- -- –16.230 -- –16.230
Eigenkapital
zum 30.06.2015 18.859 116.491 377.639 –33 –1.608 9.025 520.373 520.373
Eigenkapital
zum 01.01.2014
vor Anpassung 18.790 112.757 306.064 –57 –438 2.346 439.462 -- 439.462
Effekte durch rück
wirkende Anpassung
nach IFRS 3 -- -- –42 -- -- -- –42 -- –42
Eigenkapital
zum 01.01.2014
angepasst 18.790 112.757 306.022 –57 –438 2.346 439.420 -- 439.420
Gesamtergebnis -- -- 31.185 –32 –309 621 31.465 –3 31.462
Dividendenzahlung
in 2014 für 2013 -- -- –14.700 -- -- -- –14.700 -- –14.700
Kapitalerhöhung
(Ausgabe von Aktien
aus Aktiendividende) 69 3.734 -- -- -- -- 3.803 -- 3.803
Konsolidierungs
kreisbedingte
Veränderung -- -- -- -- -- -- -- –42 –42
Transaktionen mit
Eigentümern -- -- –1.049 -- -- -- –1.049 45 –1.004
Eigenkapital
zum 30.06.2014 18.859 116.491 321.458 –89 –747 2.967 458.939 -- 458.939

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegenstand dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses (Konzernzwischenabschluss) zum 30. Juni 2015 sind die GRENKELEASING AG und ihre Tochterunternehmen (der Konzern). Dieser Konzernzwischenabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Er ist in Zusammenhang mit dem IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 zu lesen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden Standards, die im nachfolgenden Abschnitt kurz genannt werden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2015 wurden vom Abschlussprüfer nicht geprüft.

Verpflichtend anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards

Im Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS ("Annual Improvements Project", AIP) wurden im Dezember 2013 verschiedene Standards "Jährliche Verbesserungen an den IFRS; Zyklus 2011 – 2013" geändert. Betroffen sind hiervon IFRS 1 Erstmalige Anwendung der Internationalen Financial Reporting Standards, IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Die geänderten Standards stellen bestehende Sachverhalte klar. Die vorgenommenen Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im verkürzten Konzernzwischenabschluss der GRENKELEASING AG, da die Sachverhalte entweder für den GRENKE Konzern nicht zutreffend sind oder bereits so interpretiert wurden.

IFRIC 21 "Abgaben" enthält Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird. Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Die Auflegung von IFRIC 21 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst und erfolgten in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

  • Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
  • Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
  • Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten

Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:

BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragte, nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich weiterhin zwischen 5 % und 100 %. Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11 % und 15 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen aufgeschlüsselt. Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7 % und 28,4 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Restwertsätze veränderten sich für Zugänge ab 1. Januar 2009 bis 31. März 2011 auf zwischen 6,5 % und 28,4 % und für Zugänge ab 1. April 2011 bis 31. Dezember 2014 auf zwischen 6,5 % und 23,5 %. Aufgrund neuerer Kalkulationen und durch die Einführung von neuen Laufzeitgruppen für Leasingverträge mit Laufzeiten größer 60 Monate reduzierten sich die Restwertsätze seit 1. Januar 2015 auf zwischen 3,0 % und 21,5 %.

Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen Annahmen bei den zugrunde liegenden Cashflows. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei werden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Außerhalb der jährlichen Überprüfung auf die Werthaltigkeit wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien ein Werthaltigkeitstest vorgenommen. Anhaltspunkt für einen vorgezogenen Werthaltigkeitstest waren ungeplante rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt. Infolgedessen wurden die Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen neu getroffen. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Abschreibungen und Wertminderung.

Leasingforderungen

TEUR 30.06.2015 30.06.2014
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen
(performende Leasingforderungen)
Stand zu Periodenbeginn 2.354.439 2.043.904
– zahlungsunwirksame Veränderung in der Periode 0 –26
+ zahlungswirksame Veränderung in der Periode 194.170 158.855
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen
zum Periodenende 2.548.609 2.202.733
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten / rückständigen Verträgen
(nicht-performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 223.257 217.110
– kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn –121.598 –111.145
= Nicht-performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn 101.659 105.965
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 29.674 22.105
– Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 27.621 19.275
+ Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 19.461 10.594
– Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 19.765 14.497
Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende 103.408 104.892
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 2.456.098 2.149.869
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 2.652.017 2.307.625

Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.

TEUR 30.06.2015 31.12.2014
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 695.587 607.923
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 112.121 170.268
Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 482.876 355.955
Zweckgebundene Förderdarlehen 28.303 16.846
Forderungsverkaufs-Verträge 72.278 64.854
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 154.331 159.582
Kurzfristige Bankschulden 1.397 11.814
davon Kontokorrentschulden 53 10.900
Summe kurzfristige Finanzschulden 851.306 779.319
Langfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 1.438.795 1.390.761
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 225.652 211.398
Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 1.071.149 1.048.486
Zweckgebundene Förderdarlehen 56.950 41.709
Forderungsverkaufs-Verträge 85.044 89.168
Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 158.301 140.775
Langfristige Bankschulden 0 344
Summe langfristige Finanzschulden 1.597.096 1.531.880
Summe Finanzschulden 2.448.402 2.311.199

Strukturierte Einheiten

Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1), Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"- COMPARTMENT "G2" (FCT GK 2) sowie FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" (FCT GK 3). Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Einheiten, die als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme oder ABS-Bond aufgelegt sind, weiter erläutert.

ABS-Bond

Am 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die strukturierte Einheit GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlauben der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden drei Jahren bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgt variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 1,25 % und 3,5 % liegt.

Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 9.450 TEUR (31.12.2014: 24.592 TEUR).

ABCP-Programme

Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 593.333 TEUR haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:

ABCP-Programm / Strukturierte Initiierende Refinanzierbare Programmvolumen TEUR Programmvolumen TEUR
Einheit Bank Leasingforderungen zum 30.06.2015 zum 31.12.2014
Deutsche und österreichische
Opusalpha Purchaser II Limited HeLaBa Leasingforderungen 100.000 100.000
Deutsche und französische
Kebnekaise Funding Limited SEB AB Leasingforderungen 110.000 110.000
Deutsche
CORAL PURCHASING Limited DZ BANK Leasingforderungen 150.000 150.000
(FCT GK 2)/ Französische
Elektra Purchase No. 25 Limited UniCredit Leasingforderungen 100.000 100.000
(FCT GK 3)/ Französische
Regency Assets Limited HSBC Leasingforderungen 133.333 133.333
Gesamt 593.333 593.333

Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt.

Die Programmzusagen für die ABCP-Programme laufen für Kebnekaise Funding Limited bis November 2015; für CORAL Purchasing Limited bis September 2015; für Elektra Purchase No. 25 Limited bis Juli 2016; für Opusalpha Purchaser II Limited bis Februar 2016 und für Regency Assets Limited bis März 2017.

Zum Stichtag waren 66,3 % (31.12.2014: 69,7 %) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen.

Forderungsverkaufs-Verträge

Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, in Polen mit der Commerzbanktochter mBank S.A. und der DZ BANK AG Niederlassung Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. Die bestehenden Verträge erlauben einen revolvierenden Verkauf von neuen Forderungen bis zur maximalen Höhe von: Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau 15.000 TEUR, Sparkasse Karlsruhe 10.000 TEUR, UBS AG 50.000 TCHF, mBank S.A. 50.000 TPLN, DZ BANK AG Niederlassung Polen 50.000 TPLN, Norddeutsche Landesbank 80.000 TGBP.

Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen

Im Geschäftsjahr wurden bisher vier neue Anleihen platziert: am 6. März über 24.000 TEUR, am 26. März über 30.000 TEUR, am 27. April über 30.000 TEUR sowie am 21. Mai über 20.000 TEUR. Weiterhin gab es fünf neue Schuldscheindarlehen: am 29. Januar über 9.600 TCHF, am 26. März über 10.000 TEUR und am 30. März über 8.800 TCHF, am 12. Juni über 10.000 TCHF sowie die Verlängerung eines am 15. Juni ausgelaufenen Schuldscheindarlehens über 10.000 TEUR.

Eine Anleihe über 75.000 TEUR wurde am 9. März 2015 planmäßig getilgt. Weiterhin wurden 20.833 TEUR sowie 1.600 TCHF im Bereich der Schuldscheindarlehen getilgt.

Förderdarlehen

NRW.Bank

Seit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKELEASING AG, der GRENKE BANK AG und der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden 15.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 3.125 TEUR getilgt.

Thüringer Aufbaubank

Am 16. Januar 2012, am 27. September 2013 sowie am 2. April 2015 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.BANK geschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden keine neuen Mittel abgerufen, getilgt wurden 1.458 TEUR.

Investitionsbank Berlin

Am 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung.

Im Berichtszeitraum wurden 5.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 833 TEUR getilgt.

LfA Förderbank Bayern

Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25.000 TEUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Der erste Abruf über 10.000 TEUR erfolgte am 11. Juni 2014 mit einer Laufzeit von 4 Jahren.

Im Berichtszeitraum wurden weitere 10.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 2.500 TEUR getilgt.

ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg

Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29. Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen freier Berufe und öffentlichrechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg heraus führen.

Bisher wurden keine Mittel abgerufen.

KfW

Die GRENKE BANK AG bietet in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige Gelder als auch eine 80%ige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR.

Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank (L-Bank)

Seit Anfang 2011 bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung 80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80%ige Ausfallbürgschaft zur Verfügung stellt.

Revolving Credit Facility

Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von fünf revolvierenden Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 125.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR (bzw. 1.500 CHF) über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen.

Die Fazilität mit der HSBC über 15.000 TEUR wurde Anfang Juli 2015 verlängert und läuft bis Ende Juni 2016. Die Fazilität mit der Nord LB über 20.000 TEUR wurde im März 2015 verlängert und läuft bis März 2016. Die schon mehrere Jahre bestehenden Fazilitäten über jeweils 30.000 TEUR mit der SEB, Deutschen Bank und DZ BANK besitzen folgende Laufzeiten: SEB bis März 2016, Deutsche Bank bis September 2015, DZ BANK bis Oktober 2015.

Zum 30. Juni 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 90.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 30.000 TEUR sowie 4.500 TCHF).

Geldhandel

Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von insgesamt 25.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der GRENKELEASING AG, Schweiz, zur Verfügung steht.

Weitere Geldhandelslinien mit einem Volumen von je 10.000 TEUR bestehen mit der Norddeutschen Landesbank sowie mit der Commerzbank AG.

Zum 30. Juni 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 32.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr 31.12.2014: 25.000 TEUR sowie 3.500 TCHF). Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.

Commercial Papers

Der GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. In der Berichtsperiode wurden 86.000 TEUR planmäßig zurückgeführt und 127.500 TEUR neu emittiert, sodass das Commercial-Paper-Programm zum 30. Juni 2015 mit 67.500 TEUR ausgenutzt war (Vorjahr 31.12.2014: 26.000 TEUR).

Angaben zu Finanzinstrumenten

Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie eingeordnet:

  • Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
  • Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind
  • Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umgruppierungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden in der abgelaufenen Berichtsperiode nicht statt.

Umgruppierungen finden zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich eine Veränderung der Inputfaktoren ergibt, die für die Einordnung in die Bemessungshierarchie relevant ist.

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sämtliche derivative Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

Beizulegender Beizulegender
TEUR Zeitwert 30.06.2015 Buchwert 30.06.2015 Zeitwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2014
Finanzielle Vermögenswerte
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 297 297
Devisentermingeschäfte 79 79 812 812
Summe 79 79 1.109 1.109
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 42 42 9 9
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 315 315
Devisentermingeschäfte 7.915 7.915 4.259 4.259
Summe 7.957 7.957 4.583 4.583

Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht performende Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 1.035.000 TEUR (31.12.2014: 1.006.000 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 1.054.883 TEUR (31.12.2014: 1.032.929 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Beizulegender Beizulegender
TEUR Zeitwert 30.06.2015 Buchwert 30.06.2015 Zeitwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2014
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen (performend) 2.829.618 2.548.609 2.612.422 2.354.439
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 96.742 94.012 92.667 90.530
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 2.155.511 2.134.373 2.027.409 1.998.648
Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 317.746 312.632 300.547 300.357
Bankschulden 1.397 1.397 12.155 12.158

Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

Art und Stufe Bewertungsmethode Inputfaktoren
Bemessungshierarchie Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n/a Notierter Börsenpreis am Bewertungstag
Bemessungshierarchie Stufe 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Abgezinster Barwert der geschätzten Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen
künftigen Cashflows und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontra
hentenrisikos der Gegenpartei
Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Abgezinster Barwert der geschätzten Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen
Refinanzierung des Leasinggeschäfts, künftigen Cashflows und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen
Schuldscheindarlehen, Bankschulden) Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
Devisentermingeschäfte Market-to-Market Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen
Abgezinster Barwert der geschätzten zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen
künftigen Cashflows Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA
(Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit,
Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden
Zinsderivate Barwertmodell Verfügbare Zinssätze zu vergleichenden Konditionen
Abgezinster Barwert der geschätzten und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen
künftigen Cashflows Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment)
bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA
(Credit Value Adjustement), die aus verfügbaren
Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet
werden

Abschreibungen und Wertminderung

Auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Leasing Tschechien, die das Leasinggeschäft in Tschechien abbildet, wurde zum 30. Juni 2015 eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 703 TEUR vorgenommen. Anhaltspunkt dafür waren ungeplante rückläufige Neugeschäftszahlen in diesem Markt.

Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)

Innerhalb des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands werden die Investitionen in die Informationstechnologie (IT) im Konzern, die durch nicht aktivierungsfähige IT-Projektkosten bedingt sind, einzeln dargestellt. Diese Aufwendungen entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.

TEUR 01.01. – 30.06.2015 01.01. – 30.06.2014
IT-Projektkosten 1.652 1.104

Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind:

TEUR 01.01. – 30.06.2015 01.01. – 30.06.2014
Ertragsteuern
Tatsächlicher Steueraufwand 13.378 11.217
Latente Steuern 704 –721
Ertragsteueraufwand 14.082 10.496
TEUR Segment Leasing Segment Bank Segment Factoring Summe Segmente Konsolidierung Konzern
Januar bis Juni 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Operative Segmenterträge 102.507 85.257 6.652 7.025 1.775 987 110.934 93.269 0 0 110.934 93.269
Segmentergebnis 47.528 36.542 4.832 5.268 179 192 52.539 42.002 0 0 52.539 42.002
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 52.539 42.002
Sonstiges Finanzergebnis 23 –324
Steuern 14.082 10.496
Gewinn lt. Konzern
Gewinn- u. Verlustrechnung 38.480 31.182
zum 30. Juni (Vj. 31. Dez.)
Segmentvermögen 3.041.230 2.810.407 533.921 476.522 30.027 25.904 3.605.178 3.312.833 –479.516 –420.692 3.125.662 2.892.141
Überleitung Konzern
Steueransprüche 31.967 32.809
Vermögen lt. Konzernbilanz 3.157.629 2.924.950
Segmentschulden 2.624.326 2.384.591 418.567 394.265 20.827 21.065 3.063.720 2.799.921 –479.516 –420.692 2.584.204 2.379.229
Überleitung Konzern
Steuerschulden 53.052 52.735
Schulden lt. Konzernbilanz 2.637.256 2.431.964

Konzern-Segmentberichterstattung

Geschäftssegmente

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Abschluss des GRENKE Konzerns des jeweiligen Geschäftsjahres. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.

Berichtspflichtige Segmente

Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.

Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen für Anleger angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden. Zudem unterstützt die GRENKE BANK AG die Refinanzierung des Leasinggeschäfts des GRENKE Konzerns durch innerkonzernliche Leasingforderungsankäufe.

Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH und der im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG, Schweiz, welche klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring erbringen.

Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

  • Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Verwertungsmehrergebnis.
  • Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
  • Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
  • Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerschulden.

Akquisitionen

Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2014

Die Kaufpreisallokationen des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg (vormals GCLUX Location S.à.r.l.), wurde im ersten Quartal 2015 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben.

Bei der Kaufpreisallokation der ebenfalls im Vorjahr erworbenen GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz, ergab sich innerhalb des Bewertungszeitraumes eine Schätzungsänderung und infolgedessen eine retrospektive Reduzierung des Geschäfts- und Firmenwertes um 66 TEUR. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014.

Unternehmenszusammenschlüsse im Geschäftsjahr 2015

GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien

Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 5. März 2015 und Erwerbszeitpunkt 31. März 2015 100 % der stimmberechtigten Anteile an der GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien. Die Gesellschaft wurde zwischenzeitlich umfirmiert in GRENKELEASING d.o.o.

Die GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 3.575 TEUR, Leasingforderungen 241 TEUR, sonstige Aktiva 655 TEUR, aktive latente Steuerforderungen 62 TEUR, latente Steuerschulden 660 TEUR und sonstige Schulden 999 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 412 TEUR sind 171 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. In den sonstigen Schulden sind innerkonzernliche Verbindlichkeiten enthalten, die aus einer Risikoumlage (TEUR 745) sowie einer kurzfristigen Schuld (73 TEUR) bestehen und infolge der Schuldenkonsolidierung eliminiert werden und somit nicht in der Konzernbilanz erscheinen. Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.106 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich. Aufgrund der Erstkonsolidierung zum Stichtag ergab sich hieraus keine Auswirkung auf das Konzernergebnis. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 7.980 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 271 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.

Dividendenzahlung

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 16.530.911,12 EUR des Geschäftsjahres 2014 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2015. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:

Bilanzgewinn 2014 16.530.911,12 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,10 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.754.199 Stückaktien 16.229.618,90 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 301.292,22 EUR

Die Dividende wurde am 13. Mai 2015 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2013 wie folgt beschlossen und vorgenommen:

Bilanzgewinn 2013 14.790.501,93 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.700.000 Stückaktien 14.700.000,00 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 90.501,93 EUR

Die Dividende wurde am 6. Mai 2014 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat im Geschäftsjahr 2013 mit den Vorstandsmitgliedern Herr Gilles Christ, Herr Jörg Eicker, Herr Mark Kindermann und Frau Antje Leminsky eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung besteht für Herr Gilles Christ, Herr Jörg Eicker, Herr Mark Kindermann und Frau Antje Leminsky für die Geschäftsjahre 2013, 2014 und 2015 jeweils ein Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von respektive 15.000 Aktien, 30.000 Aktien, 4.000 Aktien und 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2012 betrug 52,01 EUR und für das Jahr 2013 73,13 EUR. Der maximale Auszahlungsbetrag aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 300.000 EUR, 600.000 EUR, 100.000 EUR bzw. 300.000 EUR für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h., die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden. Die Teilnehmer an dem Programm sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.

Aufgrund der Begrenzung wurde der maximale Auszahlungsbetrag für den gesamten Vorstand bereits zum 31. Dezember 2014 erreicht. Für das Jahr 2014 wurden im ersten Quartal 2015 insgesamt noch 12 TEUR aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen ausbezahlt. Weitere Zahlungen werden aufgrund der maximalen Ausnutzung dieses Programms nicht mehr erfolgen.

Eventualverbindlichkeiten

Die GRENKELEASING AG garantiert als Garantiegeber für Finanzgarantien für einzelne Franchisegesellschaften in Höhe von 40,0 Mio. EUR (31.12.2014: 43,9 Mio. EUR).

Mitarbeiter

Der GRENKE Konzern beschäftigte in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 909 (Vorjahr 30.06.2014: 829) Mitarbeiter (ohne Vorstand). Weitere 26 (Vorjahr 30.06.2014: 29) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 22. Juli hat die GRENKELEASING AG eine Hybridanleihe (Nichtkumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1) emittiert, um das Eigenkapital zu stärken. Das Gesamtvolumen dieser nachrangigen Anleihe beträgt 30.000 TEUR, der Zinskupon 8,25 %.

Des Weiteren wurden drei endfällige Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 60.000 TEUR und einer Laufzeit von je drei Jahren zwischen dem 9. Juli und 23. Juli 2015 begeben. Ein bestehendes Schuldscheindarlehen über 10.000 TEUR mit einer ursprünglichen Fälligkeit zum 25. Juli 2015 wurde um drei weitere Jahre prolongiert. Die Zinskupons betragen jeweils unter 1 %.

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die GRENKELEASING AG, Baden-Baden

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37 w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Stuttgart, den 27. Juli 2015

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey Brixner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Finanzkalender

27.10.2015 Finanzbericht zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2015

Kontakt

Renate Hauss Corporate Communications

Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-4218

E-Mail: [email protected]

In diesem Finanzbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Stammhaus GRENKELEASING AG Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden

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