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Grenke AG Interim / Quarterly Report 2007

Jul 26, 2007

189_10-q_2007-07-26_43327848-9d8b-4d91-bac8-d872d17b1e52.pdf

Interim / Quarterly Report

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GRENKELEASING AG KONZERN 6-MONATSBERICHT 2007 BERICHTSZEITRAUM: 01.01.2007 – 30.06.2007

GRENKELEASING®

KENNZAHLEN 2
BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE 3
DIE AKTIE DER GRENKELEASING AG 4
Entwicklung von Kursen und Umsätzen 5
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte per 30.06.2007 6
Aktionärsstruktur 6
WACHSTUMSSTRATEGIE DER GRENKE GRUPPE 7
Expansion in Europa 8
GRENKE Gruppe Standorte in Europa 9
ZWISCHENLAGEBERICHT 10
Bericht zur Ertragslage 10
Bericht zur Finanz- und Vermögenslage 12
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung 14
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 15
ZWISCHENABSCHLUSS 16
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN 23
DER VORSTAND DER GRENKELEASING AG 29
DER AUFSICHTSRAT DER GRENKELEASING AG 30
KONZERNÜBERSICHT 31
DAS GRENKELEASING FRANCHISE-SYSTEM 32
DIE GRENKEFACTORING GMBH 33
RISIKOKLASSEN 34
ERLÄUTERUNGEN ZU DEN KENNZAHLEN 35
TERMINE 2007 UND KONTAKT 37

GRENKELEASING AG KONZERN 2 6-MONATSBERICHT 2007 01.01.2007 – 30.06.2007

KENNZAHLEN

01.01.2007
bis 30.06.2007
%
Veränderung
01.01.2006
bis 30.06.2006
Einheit
Kennzahlen der GRENKE Gruppe inkl. Franchisepartner
Neugeschäft der GRENKE Gruppe
250.954 10 228.841 TEUR
- davon Deutschland 150.917 3 146.778 TEUR
- davon Ausland 100.037 22 82.063 TEUR
Neugeschäft Franchisepartner 46.047 173 16.875 TEUR
- davon Factoringvolumen (Deutschland) 21.358 247 6.162 TEUR
Kennzahlen der GRENKE Gruppe Leasingsparte ohne Factoring
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasingsparte 229.596 3 222.679 TEUR
Deckungsbeitrag 2 (DB2) 32.402 5 30.936 TEUR
Anzahl der Neuverträge 30.157 1 29.886 Stück
Anteil der IT-Produkte am Leasingportfolio 88 1 87 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 7,6 1 7,5 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 45 -2 46 Monate
Vermietvolumen 1.442 11 1.297 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 193.856 9 178.415 Stück
GRENKELEASING AG Konzern, konsolidierte Kennzahlen
Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft 31.240 1 31.028 TEUR
Schadensabwicklung 9.006 24 7.252 TEUR
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 8.245 6 7.759 TEUR
Ergebnis Neugeschäft 9.773 6 9.215 TEUR
Ergebnis aus der Verwertung
(der den kalkulierten Restwert übersteigende Erlös )
1.381 -35 2.134 TEUR
Ergebnis aus Währungsdifferenzen 408 -659 -73 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 372 8 345 TEUR
Kosten Neuverträge 6.850 6 6.453 TEUR
Kosten laufende Verträge 2.223 8 2.053 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 5.325 19 4.492 TEUR
Kosten Management 4.402 -1 4.432 TEUR
Sonstige Kosten 772 10 705 TEUR
EBIT (Periodengewinn vor Zinsen und Steuern) 22.841 -9 25.021 TEUR
Sonstiges Zinsergebnis -26 -92 -331 TEUR
Erträge/Aufwendungen aus der Marktbewertung 10 -96 271 TEUR
EBT (Periodengewinn vor Steuern) 22.825 -9 24.961 TEUR
Gewinn (Konzernergebnis nach IFRS) 15.633 1 15.495 TEUR
Gewinn je Aktie (nach IFRS) 1,14 0 1,14 EUR
Dividende 0,55 10 0,50 EUR
Embedded Value des Vertragsportfolios ( inkl. Eigenkapital vor Steuern) 304 14 266 Mio. EUR
Embedded Value des Vertragsportfolios ( inkl. Eigenkapital nach Steuern) 268 14 235 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 46,2 9 42,4 Prozent
Eigenkapitalrendite (RoE) nach Steuern 14,5 - 16,7 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 410 7 379 Personen

Erläuterungen der Kennzahlen ab Seite 35

BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

GRENKELEASING wächst weiter. Im Berichtsquartal lag das Neugeschäft des Konzerns bereits wieder über Vorjahr obwohl die deutsche Unternehmensteuerreform, mit der über die weiterhin mögliche steuerliche Abzugsfähigkeit von Leasingraten in unserem größten Markt entschieden wurde, erst nach Quartalsende im Bundesrat verabschiedet wurde. Wachstum in diesem Umfeld unterstreicht erneut die Stärke unseres Geschäftsmodells. Auch unsere Hauptsteuergröße für das Neugeschäft, der Deckungsbeitrag 2 (DB2), entwickelte sich zufrieden stellend und übertraf im zweiten Quartal das Vorjahr bereits wieder leicht. Das Neugeschäft wird sich entsprechend unserem Geschäftsmodell künftig positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Mit einem Konzernergebnis, das im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr im Wesentlichen auf Vorjahresniveau lag, sind wir auf Kurs für unsere Jahresprognose.

Kräftiges Wachstum erzielen wir darüber hinaus unverändert mit unseren Franchise-Aktivitäten. Hier hat sich das Neugeschäft im zweiten Quartal gegenüber Vorjahr fast verdoppelt und im Halbjahr annähernd verdreifacht. Besonders erfolgreich ist dabei das Factoring, mit dem wir uns inzwischen eine etablierte Marktposition erarbeitet haben. Damit hat die GRENKE Gruppe inklusive der Franchise-Partner das Neugeschäft – und ganz besonders wichtig – auch den DB2 im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem ersten Quartal gesteigert und entsprechend das Wachstumstempo erhöht.

Seit Ende 2003 haben wir ein attraktives Portfolio an Franchise-Aktivitäten aufgebaut. Bei durchschnittlichen Markterschließungsperioden von vier bis sechs Jahren erreichen die ersten Gesellschaften nun sukzessive die Phase, in der es für GRENKELEASING attraktiv wird, ihre Kaufoption auszuüben und die Unternehmen in den Konzern zu übernehmen. Gleichzeitig bauen wir das Franchise-Netzwerk weiter aus. So konnte im Berichtsquartal ein Franchise-Partner für den Aufbau eines Standortes in Madrid gewonnen werden.

Die zusätzlichen Chancen für das Neugeschäft in Deutschland nach der Verabschiedung der Unternehmensteuerreform wollen wir durch aktive und umfassende Ansprache unserer Einzelhändler mit Nachdruck nutzen. Die hierzu notwendigen Informationen für unsere Vertriebspartner werden wir kurzfristig in die Fläche bringen und wollen in der Folge unser Neugeschäftsvolumen weiter steigern. Günstige Zahlen aus den ersten Wochen des dritten Quartals geben uns zusätzlich Anlass, für das zweite Halbjahr 2007 durchaus optimistisch zu sein.

Baden-Baden, im Juli 2007

Wolfgang Grenke Vorstandsvorsitzender

DIE AKTIE DER GRENKELEASING AG

Der Aktienkurs der GRENKELEASING AG hat sich im ersten Halbjahr 2007 zunehmend erfreulich entwickelt. Nach einem volatilen Start und einer vorübergehend etwas schwächeren Entwicklung stieg der Kurs bereits bis Anfang Mai wieder deutlich an und bewegte sich danach seitwärts. Aktuell handelt die Aktie knapp unter ihrem Schlussstand 2006. Entsprechend der abnehmenden täglichen Kursschwankungen im Verlauf des ersten Halbjahres ermäßigte sich auch der Tagesumsatz der Aktie in den letzen Monaten leicht.

Relativ zur Entwicklung des Small-Cap Index SDAX hat die Aktie bis Anfang Mai den zuvor aufgebauten Rückstand teilweise wieder ausgeglichen und bewegte sich seither mit dem Index. Sie konnte sich damit in einer Periode, in der auch der Branchenindex unserer Aktie – der Prime Financial Services Index – zuletzt tendenziell hinter dem Gesamtmarkt zurück blieb, gut halten.

Vor dem Hintergrund eines aktuell sehr optimistischen Börsenumfeldes und unserer Prognose eines vorübergehend konsolidierenden Jahresüberschusses des GRENKE-

LEASING AG Konzerns in 2007 sind wir mit dieser Entwicklung zufrieden. Nachdem inzwischen die Unternehmensteuerreform verabschiedet wurde, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten intensiv daran arbeiten, unser Neugeschäft auch in Deutschland wieder auszubauen.

Analysten erwarten deshalb eine positive Entwicklung unserer Aktie. Nach der Veröffentlichung der Neugeschäftsentwicklung im ersten Halbjahr haben sie ihre Einstufungen der Aktie entsprechend bestätigt oder sogar hochgenommen. Derzeit überwiegen die Kaufempfehlungen klar gegenüber den neutralen Einstufungen. Verkaufsempfehlungen sind uns keine bekannt.

Auch Investoren bestätigen diese Erwartungen. In zahlreichen Einzelgesprächen auf Roadshows und Konferenzen haben wir wieder bestehende Kontakte über die aktuellen Entwicklungen informiert und neuen Investoren unsere Wachstumsstrategie vorgestellt. Dabei sind wir auf eine breite positive Resonanz getroffen.

GRENKELEASING AG KONZERN 5 6-MONATSBERICHT 2007 01.01.2007 – 30.06.2007

50.000 100.000 150.000 200.000 70% 80% 90% 100% 110% 120% 130% 60% 0 25,63 EUR 29,30 EUR 32,96 EUR 36,62 EUR 40,28 EUR 43,94 EUR 47,61 EUR 21,97 EUR Jan. 07 Feb. 07 Mrz. 07 Apr. 07 Mai 07 Jun. 07 Anzahl gehandelte Aktien (XETRA und Parkett) GRENKELEASING AG SDAX Performance Index PRIME FINANCIAL SERVICES Performance Index

Entwicklung von Kursen und Umsätzen

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte per 30.06.2007 (Directors' Holdings)

Aktien Vorstände
Wolfgang Thomas Mark Michael
Grenke Konprecht Kindermann Kostrewa
Stückzahl Stückzahl Stückzahl Stückzahl
Stand: 30.06.2007 4.871.619 330.730 52.053 47.500
Aktien Aufsichtsräte
Dieter Prof. Dr. Erwin
Münch Ernst-Moritz Lipp Staudt
Stückzahl Stückzahl Stückzahl
Stand: 30.06.2007 75 16.000 1.000

Aktionärsstruktur

WACHSTUMSSTRATEGIE DER GRENKE GRUPPE

GRENKELEASING ist auf Wachstum ausgerichtet. Wir haben eine bewährte und erfolgreiche Strategie zur Erschließung zusätzlicher Wachstumsquellen entwickelt. Sie konzentriert sich auf zwei Entwicklungslinien: Neue Länder und neue Produkte.

Mit unserem klassischen Small-Ticket-IT-Leasing Geschäft besetzen wir schnell neue Länder und Regionen in Europa. Die aktuelle, umfassende Erweiterung der EU bietet für GRENKELEASING dabei enorme zusätzliche Wachstumschancen. Die Ausdehnung des Euroraums begrenzt die Risiken auf der Währungsseite. Das Wachstum mit zusätzlichen Produkten steht in diesen Ländern derzeit noch nicht im Fokus.

Im deutschen Markt hingegen, in dem wir heute schon umfassend präsent sind und den wir im Detail kennen, expandieren wir darüber hinaus zusätzlich zum Small-Ticket-IT-Leasing Geschäft mit neuen Produkten. Nach dem Roll-out werden die Produkte im Marktgeschehen getestet und weiterentwickelt. Wenn wir sicher sind, uns gut auf die neuen Anforderungen eingestellt zu haben, prüfen wir den Roll-out der neuen Produkte in unsere etablierten Auslandsmärkte.

Für beide Wachstumslinien setzen wir flexibel sowohl auf eigene Tochtergesellschaften als auch auf unser bewährtes Franchise-System (siehe hierzu auch Seite 32). Wachstum mit neuen Produkten und in neuen Ländern benötigt einige Jahre Anlauf bis es ein signifikantes Volumen erreicht, das die Anlaufkosten deckt. Im Franchise-System trägt unser Partner diese Kosten und Risiken. GRENKELEASING hat die Option, die Gesellschaft in einer späteren und reiferen Entwicklungsphase zu übernehmen.

Seit Ende 2003 haben wir ein attraktives Portfolio an Franchise-Aktivitäten, die sich auf unterschiedlichen Stufen ihrer Entwicklung befinden, aufgebaut. Insgesamt

stieg das von den GRENKELEASING Franchise-Partnern generierte Neugeschäft in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007 um 173 Prozent auf 46,0 Mio. EUR. Dabei waren in den Franchise-Betrieben 90 Mitarbeiter tätig.

Größte einzelne Aktivität war das stark wachsende Factoringgeschäft, dessen Volumen im ersten Halbjahr annähernd um den Faktor 3,5 auf 21,4 Mio. EUR zulegte. Die Ertragsmarge bezogen auf das Factoringvolumen betrug unverändert zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2,3 Prozent. Diese Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoring-Geschäftes von circa 40 Tagen.

In Großbritannien, einer weiteren Aktivität, die wir separat berichten, war der gesamte Leasingmarkt im zweiten Quartal schwach, was das Neugeschäft unseres Franchise-Partners deutlich belastet hat und für das erste Halbjahr insgesamt zu einem um 5,1 Prozent auf 5,7 Mio. EUR rückläufigen Neugeschäft führte. Dennoch konnte der DB2 absolut erhöht werden, die DB2-Marge stieg entsprechend umso stärker.

Diese kurzfristige Marktschwäche hat auf unsere mittelfristige Expansionsstrategie keine Auswirkungen. Als Small-Ticket-IT-Leasinganbieter ist es unser wichtigstes Ziel, schnell ein großes Netzwerk aufzubauen, das einen kostengünstigen und effizienten Zugang zu Kunden ermöglicht, so dass wir daraus profitables Wachstum generieren können. Eine wichtige Kennzahl unseres Geschäfts ist daher die Anzahl der Anfragen, die wir deshalb regelmäßig berichten.

Aus dem Portfolio der übrigen Franchise-Aktivitäten entwickelt sich darüber hinaus das polnische Geschäft weiterhin sehr erfreulich und wächst sukzessive in eine Größenordnung in der eine separate Berichterstattung sinnvoll wird.

Expansion in Europa

GRENKELEASING AG KONZERN 9 6-MONATSBERICHT 2007 01.01.2007 – 30.06.2007

GRENKE Gruppe Standorte in Europa

ZWISCHENLAGEBERICHT

Bericht zur Ertragslage

Das Neugeschäft des GRENKELEASING AG Konzerns legte im zweiten Quartal gegenüber Vorjahr schon wieder zu, so dass im Halbjahr nur noch ein moderater Rückgang zu verzeichnen war. Auch der DB2 war zufrieden stellend und lag im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2007 auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2006. Die beiden wichtigsten Steuergrößen für Wachstum und Profitabilität von GRENKELEASING in der Zukunft entwickeln sich damit zufrieden stellend.

Das Konzernergebnis, das unsere zentrale Größe für die kurzfristige Steuerung der Ertragsrechnung darstellt, veränderte sich im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr nur unwesentlich gegenüber den Vergleichszahlen 2006 und lag damit voll im Rahmen unserer Jahresprognose. Durch die Steuerung über das Konzernergebnis bilden wir unser Ziel einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 16 Prozent im Tagesgeschäft ab.

Diese haben zu dem erfolgreichen Aufbau eines mittlerweile substantiellen und profitablen Auslandsgeschäfts geführt. Entsprechend ermäßigt sich die Steuerquote gemessen an der Summe der Ertrags- sowie der latenten Steuern – derzeit sichtbar.

Planmäßig entwickelte sich im zweiten Quartal 2007 das Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft, das im Vergleich zum Vorjahr zulegte. Auch im Halbjahr konnte damit wieder ein Anstieg verzeichnet werden.

Dieser positiven Entwicklung standen planmäßige beziehungsweise rein quartalsbezogene Ergebnisbelastungen

in anderen Positionen gegenüber, so dass das Vorsteuerergebnis im zweiten Quartal wie auch im ersten Quartal 2007 unter den Vorjahreswerten blieb. Dies tangiert die Jahresprognose jedoch nicht.

So führt unsere kräftige Auslandsexpansion, wie angekündigt, im laufenden Jahr zu Vorlaufkosten, die erst in der Zukunft durch zusätzliche Erträge gedeckt werden. Entsprechend verzeichnen wir in einigen Aufwandspositionen planmäßig überdurchschnittliche Steigerungen.

Darüber hinaus war das Vorsteuerergebnis im zweiten Quartal 2007 durch einen im Vorjahresvergleich höheren Aufwand für die Schadensabwicklung sowie ein rückläufiges Ergebnis aus der Verwertung geprägt. Die höhere Schadensquote ist Ergebnis unserer Expansion in neue Märkte. Sie liegt im Rahmen unserer kommunizierten Erwartung. Unverändert liegen die Schäden dennoch weiter unter unserer Zielquote, so dass sich unser Risikomanagement-System auch in der aktuellen expansiven Phase erneut in vollem Umfang bewährt.

Das Verwertungsergebnis entsteht zum Zeitpunkt des Auslaufens von Leasingverträgen. Ein hohes oder niedriges Ergebnis in einer Berichtsperiode ist damit insbesondere Spiegelbild der Zyklik des Neugeschäfts in der Vergangenheit. Der Rückgang im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr gibt entsprechend keine Indikation über den aktuellen Geschäftserfolg.

Darüber hinaus wirkt sich das steigende Auslandsgeschäft auch in dieser Position aus: In den frühen Jahren der Markterschließung liegen auch die Ergebnisbeiträge

des Verwertungsgeschäfts naturgemäß unter denen in den etablierten Märkten.

Bericht zur Entwicklung der Segmente

Die primären Segmente des GRENKELEASING AG Konzerns sind nach den geographischen Regionen, in denen der Konzern tätig ist, gegliedert. Die regionale Aufteilung unterscheidet, ob die Leasingnehmer ihren Sitz in Deutschland, Frankreich, der Schweiz oder im sonstigen Ausland haben. Im Segment "sonstiges Ausland" sind die Länder Österreich, Italien, Tschechische Republik, Spanien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Belgien und Irland zusammengefasst.

In diesem Zwischenbericht werden die Segmenterlöse auf der gleichen Basis ermittelt wie im Geschäftsbericht 2006 dargestellt. Bei der Beurteilung der Ertragskraft der einzelnen Segmente ist zu berücksichtigen, dass wesentliche Funktionen des GRENKELEASING AG Konzerns in der Zentrale in Baden-Baden angesiedelt sind und deren Kosten damit im Segment Deutschland verbucht werden. Das Neugeschäft in Deutschland war in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2007 weiterhin von der Unsicherheit über die künftige Behandlung von Leasingraten im Rahmen der Unternehmensteuerreform belastet und blieb entsprechend verhalten.

Während das Neugeschäft des Konzerns im ersten Quartal 2007 jedoch noch unter Vorjahr lag, konnten wir im zweiten Quartal mit einem Neugeschäft auf dem Niveau der ersten drei Monate 2007 bereits wieder an den Vorjahreswert anknüpfen. Dies ist umso zufrieden stellender berücksichtigt man die geringere Anzahl von Arbeitstagen im zweiten Quartal. Wir haben damit schon sichtbar begonnen, die Wachstumslücke zu schließen. Dieser positive Trend war auch beim DB2 zu verzeichnen.

Segmenterlöse und –ergebnisse in Deutschland spiegeln die verhaltene Entwicklung des Neugeschäfts in den vergangenen Quartalen wider und blieben entsprechend hinter ihren Vorjahreswerten zurück. Erfreulicherweise konnten die Erlöse im zweiten Quartal 2007 jedoch auf dem Niveau des ersten stabilisiert werden. Das gegenüber Vorjahr und Vorquartal schwächere Segmentergebnis ist wesentlich geprägt durch das quartalsbezogen niedrigere Verwertungsergebnis – wie in der Erläuterung der Ertragslage dargestellt – sowie der Anstrengungen des Konzerns für das Wachstum der Gruppe im Ausland.

Haupttreiber des Wachstums im Ausland war im Berichtszeitraum weiterhin das Segment Frankreich, wo wir das Neugeschäftswachstum bei anhaltend hoher Profitabilität im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem ersten sogar noch einmal deutlich steigern konnten. Die Entwicklung lag damit über unseren Erwartungen. Auch das Direktkundengeschäft mit Endkunden, das wir wie angekündigt inzwischen aktiv betreiben, ist erfolgreich angelaufen. Frankreich gehört zu den ersten Auslandsmärkten, die wir uns erschlossen haben, und dokumentiert in besonderer Weise unsere erfolgreiche Strategie bei der nachhaltigen Erschließung neuer Märkte und Regionen.

Die Entwicklung von Segmenterlösen und –ergebnis in Frankreich unterstreicht unseren Markterfolg. So verzeichneten wir im Berichtshalbjahr gegenüber Vorjahr ein sehr kräftiges Wachstum, das wir im zweiten Quartal bei steigender Profitabilität sogar noch ausweiten konnten.

Auch die Schweiz gehört zu den etablierten Auslandsmärkten des GRENKELEASING AG Konzerns und damit zu unseren wichtigsten Auslandsgesellschaften. Hier waren wir als erste Leasinggesellschaft mit Small-Ticket-IT-Leasing am Markt und sind heute klarer Marktführer in diesem Segment.

Das Neugeschäftsvolumen in der Schweiz ist aufgrund der weiterhin angespannten Personalsituation derzeit deutlich rückläufig. Dennoch gelingt es, den DB2 absolut auf einem hohen Niveau zu halten. Die Personalsituation unserer Tochtergesellschaft spiegelt die Verfassung des lokalen Arbeitsmarktes wider, auf dem Unternehmen angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung verstärkt mit umfangreichen Karriere- und Weiterbildungsangeboten um knappe Fachkräfte werben. Unabhängig davon lagen die Segmenterlöse im zweiten Quartal 2007 auf Vorjahresniveau nach einem leichten Wachstum im ersten Quartal. Das Segmentergebnis konnte im Berichtsquartal sogar kräftig ausgeweitet und die Schwäche des ersten Quartals teilweise ausgeglichen werden. Im ersten Halbjahr 2007 haben wir damit die Erlöse gegenüber der Vorjahresperiode ausgeweitet und den Ergebnisrückgang deutlich begrenzt.

Im Segment "sonstiges Ausland" sind neun Tochtergesellschaften in Europa zusammengefasst, die das künftige Wachstum des Konzerns mittragen werden. Bereits im laufenden Jahr zeigt sich das hohe Wachstumstempo dieser Tochtergesellschaften mit einem Zuwachs der Erlöse im Vergleich zu 2006 um 51,3 Prozent im ersten

Bericht zur Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanz des GRENKELEASING AG Konzerns als Leasinganbieter wird maßgeblich von den entsprechenden Forderungen beziehungsweise ihrer Refinanzierung geprägt. Auf sie entfällt am Ende des ersten Halbjahres 2007 unverändert zum Ende des Geschäftsjahres 2006 rund 80 beziehungsweise gut 70 Prozent der Bilanzsumme.

Quartal und einem noch stärkeren Wachstum um 76,0 Prozent im zweiten. Dies dokumentiert unseren Erfolg in der Erschließung der neuen Märkte. Die Ergebnisse sind bei diesen jungen Tochtergesellschaft naturgemäß noch volatil und liegen unter dem Konzerndurchschnitt. Hier zeigen sich die Vorlaufkosten für künftiges Wachstum, die für unser Geschäft typisch sind.

Innerhalb dieses Segmentes ist die Markterschließung in Italien bereits weit vorangeschritten. Das Neugeschäft wächst mit sehr hohem Tempo, das wir im zweiten Quartal sogar noch einmal ausweiten konnten, und übertrifft damit im ersten Halbjahr 2007 das Neugeschäft der Schweiz erstmals sichtbar. Dabei wächst der DB2 überproportional, die Profitabilität hat inzwischen ein hohes Niveau erreicht.

Auch Spanien gehört zu den Märkten, in denen der GRENKELEASING AG Konzern bereits eine signifikante Marktpräsenz erreicht hat. Im ersten Halbjahr 2007 blieb das Neugeschäft zwar auf dem Vorjahresniveau – allerdings erfreulicherweise bei weiter steigendem DB2. Künftig erwarten wir wieder ein deutliches Wachstum unserer Aktivitäten in Spanien, da wir Anfang Juni den nächsten Schritt zur Expansion der GRENKE Gruppe mit dem Abschluss eines Franchise-Vertrages für einen neuen Standort in Madrid erfolgreich realisieren konnten. Damit wird auch unsere Tochtergesellschaft in Barcelona ihr Geschäft wieder ausbauen, da deren Beanspruchung personeller Ressourcen für die Vorbereitung der Expansion in Madrid künftig entfällt.

Darüber hinaus verfügt GRENKELEASING über komfortable liquide Mittel in Höhe von 40,1 Mio. EUR oder 3,3 Prozent der Bilanzsumme nach 46,4 Mio. EUR oder 3,9 Prozent zum Geschäftsjahresende 2006.

Die Eigenkapitalquote stieg zum Berichtsstichtag aufgrund des guten Konzernergebnisses auf 17,3 Prozent nach 17,1 Prozent zum Geschäftsjahresende 2006 und liegt damit weiterhin über dem Zielniveau von mindestens 16 Prozent, das wesentlich zu unserem Investment Grade-Rating und unserer entsprechend günstigen Refinanzierung beiträgt. Bankschulden bestehen am Ende der Berichtsperiode unverändert in nur sehr geringer Höhe von 11,3 Mio. EUR oder weniger als einem Prozent der Bilanzsumme - im Wesentlichen aus der Finanzierung von Gebäuden.

Der Konzern hat sich jenseits der Refinanzierung über Banken einen direkten Zugang zum Kapitalmarkt erschlossen und verfügt über diverse Refinanzierungsmöglichkeiten. GRENKELEASING kann zur Liquiditätssicherung aus einem Pool unterschiedlicher Instrumente auswählen und so flexibel auf Veränderungen der Zins-Spreads an den Kapitalmärkten reagieren.

Im zweiten Quartal 2007 wurde durch unsere irische Finanzierungsgesellschaft erfolgreich eine neue Anleihe mit einem Nennbetrag von 25,0 Mio. EUR und einer Laufzeit von 2 Jahren begeben. Die Anleihe wird variabel auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Credit-Spread von 0,25 Prozent verzinst. Zur Absicherung der Zinsveränderungsrisiken wurde parallel ein Zins-Swap mit einem variablen Nominalvolumen von anfänglich 20,0 Mio. EUR abgeschlossen und damit der Zins bis zum 23. Juni 2008 auf 4,35 Prozent festgeschrieben.

Entsprechend unseres Geschäftsmodells ist bei GRENKE-LEASING insbesondere der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von Bedeutung, während der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit die geschäftstypisch niedrigen Investitionen in das Anlagevermögen abbildet und der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen die jährliche Dividendenausschüttung beinhaltet.

Aus dem Geschäftserfolg des ersten Halbjahres sowie der Veränderung der Leasingforderungen und ihrer Refinanzierung generierte der Konzern im ersten Halbjahr 2007 einen Mittelzufluss von 30,5 Mio. EUR und damit 5,8

Mio. EUR mehr als in der Vorjahresperiode. Der Anstieg resultierte aus - vor allem im ersten Quartal - noch etwas verhaltenen Zugängen neuer Leasingforderungen sowie gleichzeitig steigenden Zahlungen und Zinserträgen aus Leasingforderungen im Bestand. Darüber hinaus lagen die Abgänge und Umgliederungen auslaufender Leasingforderungen deutlich über Vorjahr. Auf der anderen Seite haben wir auslaufende Refinanzierungen von Leasingforderungen in etwas geringerem Umfang als im Vorjahr durch neue ersetzt und stiegen die Zahlungen an Refinanzierer planmäßig an.

Der gestiegene Mittelzufluss wurde insbesondere für die Refinanzierung unserer Franchisenehmer im Zuge des sehr kräftigen Wachstums ihrer Aktivitäten eingesetzt. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde darüber hinaus durch die Rückführung sonstiger Schulden – insbesondere aus Lieferungen und Leistungen - um 6,5 Mio. EUR im Berichtshalbjahr beeinflusst im Vergleich zu deren stichtagsbedingter Zunahme um 4,0 Mio. EUR im Vorjahr im Zuge damaliger Gebäudeinvestitionen. Inklusive etwas höherer Steuerzahlungen als im Vorjahr sowie eines unwesentlich veränderten Zinsergebnisses belief sich der Netto-Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit damit im ersten Halbjahr 2007 auf 3,4 Mio. EUR nach 9,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Hieraus wurden Investitionen von 2,7 Mio. EUR im Vergleich zu 2,1 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2006 finanziert. Für die Dividendenausschüttung und die sonstige Veränderung des Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt 8,1 Mio. EUR nach 7,2 Mio. EUR wurden darüber hinaus Barmittel eingesetzt. In der Summe beliefen sich die Zahlungsmittel und –äquivalente abzüglich Kontokorrente zum Ende der Berichtsperiode auf 38,2 Mio. EUR. Sie liegen damit deutlich unter dem Bestand im Vorjahr von 55,6 Mio. EUR. Dies spiegelt unsere seither geänderte Strategie eines stärkeren und effizienteren Einsatzes liquider Mittel im laufenden Geschäft im Gegensatz zum Vorhalt von Guthaben wider.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Chancen- und Risikobericht

Die im Geschäftsbericht 2006 dargestellten Risiken der Geschäftsentwicklung gelten weiterhin fort. Bei der Refinanzierung der Franchise-Partner im Nicht-Euro-Raum können Fremdwährungsrisiken entstehen. Um diese Risiken zu minimieren, werden die Wechselkurse gemäß Festlegung in unserer finanzwirtschaftlichen Risikostrategie mittels Derivaten abgesichert. In diesem Jahr sind Fremdwährungsabsicherungen für die Franchisepartner in Norwegen und Ungarn dazugekommen.

Für das Geschäftsjahr 2007 ist dabei das Risiko steigender Zinsen von besonderer Bedeutung. Dabei wird die Refinanzierung – soweit sie variabel gestellt ist - über Derivate abgesichert und ist daher nur in geringem Umfang Zinsrisiken ausgesetzt.

Unabhängig davon ist unser Geschäftsmodell jedoch zinssensitiv, das heißt Wachstum und Profitabilität des Neugeschäfts können durch Veränderungen der Zinsen beeinflusst werden. Wesentlicher Faktor ist dabei der Zeitversatz, mit dem wir Zinsveränderungen an Kunden weitergeben. Dabei haben wir gerade gezeigt, dass wir auch bei steigenden Zinsen sowohl erfolgreich wachsen als auch unsere Ertragskraft erhöhen können – und zwar mit einer Ausweitung des DB2 im Neugeschäft der GREN-KE Gruppe inklusive Franchise-Nehmer im zweiten Quartal 2007 sowohl gegenüber dem ersten Quartal wie auch dem des Vorjahres.

Zusätzliche Chancen für die Geschäftsentwicklung im Neugeschäft des laufenden Jahres über die aktuelle Prognose hinaus sehen wir insbesondere aus dem Ende der Unsicherheit über die Besteuerung von Leasingraten im Rahmen der Steuerreform. Wir können damit auch in Deutschland wieder in unseren erwarteten Wachstumskorridor zurückkehren.

Dies wollen wir durch aktive und umfassende Ansprache unserer Einzelhändler mit Nachdruck umsetzen. Wir sind durchaus optimistisch, dass wir die hierzu notwendigen Informationen auch kurzfristig erfolgreich in die Fläche bringen und in der Folge unser Neugeschäftsvolumen weiter steigern können.

Erwartete Geschäftsentwicklung

Das Geschäft der GRENKE Gruppe inklusive Franchise-Partner hat sich im zweiten Quartal sowohl hinsichtlich des Neugeschäftsvolumens als auch dessen Profitabilität sehr robust und zufrieden stellend entwickelt. Trotz der Steuerdiskussion in Deutschland konnten wir die Wachstumsrate des Neugeschäfts und das Wachstum des DB2 im zweiten Quartal 2007 gegenüber dem ersten Quartal deutlich verbessern. Damit sind wir auf gutem Weg, in der GRENKE Gruppe inklusive Franchise-Partner das Jahresziel eines angestrebten Neugeschäftswachstums von ca. 10 Prozent im Geschäftsjahr 2007 zu erreichen. Die Zuwächse werden sich entsprechend unserem Geschäftsmodell in der Zukunft positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.

Für den Konzern erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr 2007 aus der operativen Entwicklung unverändert einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres. Aus den im Zuge der Unternehmensteuerreform veränderten Rahmenbedingungen werden wir darüber hinaus wahrscheinlich einen einmaligen positiven Steuereffekt aus den latenten Steuern verzeichnen:

Die latenten Steuerschulden, die aufgrund der unterschiedlichen Bilanzierung der Leasingforderungen in der IFRS- und in der Steuerbilanz zu bilden sind, werden im laufenden Geschäftsjahr auf den künftig niedrigeren Steuersatz angepasst.

Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform sind dabei im Detail noch nicht absehbar, da zwar einerseits die Steuersätze sinken werden, andererseits derzeit die Gegenfinanzierung über die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage noch nicht im Einzelnen feststeht. Aus heutiger Sicht gehen wir jedoch insgesamt von einer Reduzierung der Steuerquote in Deutschland im Vergleich zum bisherigen Niveau aus.

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild

Prüfung des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN KONZERN-GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 01.01.2007 BIS 30.06.2007

3-Monatsbericht 6-Monatsbericht
01.04.2007 01.04.2006 01.01.2007 01.01.2006
TEUR bis 30.06.2007 bis 30.06.2006 bis 30.06.2007 bis 30.06.2006
Erträge aus der Verzinsung
der Leasingforderungen
Aufwendungen aus der Verzinsung der 23.779 22.269 46.995 44.099
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
der Leasingforderungen 7.926 6.717 15.755 13.071
Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft 15.853 15.552 31.240 31.028
Schadensabwicklung 4.825 3.619 9.006 7.252
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung
aus dem Leasinggeschäft 11.028 11.933 22.234 23.776
Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft 4.632 4.297 9.114 8.640
Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft 479 471 869 881
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 4.153 3.826 8.245 7.759
Ergebnis aus dem Neugeschäft 4.967 4.867 9.773 9.215
Verwertungserlöse 3.501 2.513 6.945 6.213
Verwertungsaufwendungen 2.911 1.014 5.564 4.079
Ergebnis aus der Verwertung 590 1.499 1.381 2.134
Sonstige betriebliche Erträge 501 136 780 345
Personalaufwand 5.505 5.217 10.804 10.193
Betriebskosten 1.444 1.139 2.747 2.292
Verwaltungskosten 681 635 1.400 1.283
Beratungs- und Prüfungskosten 572 609 1.310 1.112
Vertriebskosten (ohne Provisionen) 843 877 1.522 1.674
Abschreibungen 548 446 1.017 876
Sonstige betriebliche Aufwendungen 48 152 411 497
Sonstige Steuern 151 159 361 281
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Erträge/Aufwendungen aus der
11.447 13.027 22.841 25.021
Marktbewertung 12 137 10 271
Sonstige Zinserträge 152 365 307 517
Sonstige Zinsaufwendungen 168 663 333 848
Periodengewinn vor Steuern 11.443 12.866 22.825 24.961
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.824 -2.664 19.199 1.967
Latente Steuern -1.366 7.542 -12.007 7.499
Periodengewinn 7.985 7.988 15.633 15.495
Ergebnis je Aktie (unverwässert; EUR) 0,58 0,59 1,14 1,14
Ergebnis je Aktie (verwässert; EUR) 0,58 0,58 1,14 1,13
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf
befindlicher Aktien (unverwässert; Stück)
13.681.914 13.644.075 13.680.790 13.643.859
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf
befindlicher Aktien (verwässert; Stück) 13.681.914 13.693.155 13.680.790 13.692.939

GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN KONZERNBILANZ ZUM 30.06.2007

TEUR
Vermögenswerte
6-Monatsbericht
zum 30.06.2007
Jahresabschluss
zum 31.12.2006
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 40.056 46.421
Finanzielle Vermögenswerte 3.514 1.804
Leasingforderungen 376.762 364.529
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.434 2.454
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 12.301 12.333
Steuererstattungsansprüche 6.800 13.146
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 39.629 34.949
Summe kurzfristige Vermögenswerte 480.496 475.636
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 598.101 580.684
Sachanlagen 31.231 28.093
Immaterielle Vermögenswerte 2.992 2.885
Latente Steueransprüche 21.390 16.799
Sonstige langfristige Vermögenswerte 85.215 75.874
Summe langfristige Vermögenswerte 738.929 704.335
Summe Vermögenswerte 1.219.425 1.179.971
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen 184.946 222.273
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.962 11.696
Verbindlichkeiten aus Steuern 6.838 1.195
Rückstellungen 1.428 1.316
Kurzfristige Bankschulden 3.038 1.498
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 1.244 1.206
Sonstige kurzfristige Schulden 5.365 6.536
Abgegrenzte Mietraten 45.291 42.371
Summe kurzfristige Schulden 254.112 288.091
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen 694.736 621.878
Langfristige Bankschulden, abzüglich des kurzfristigen Teils 8.306 9.617
Latente Steuerschulden 49.760 57.079
Sonstige langfristige Schulden 1.989 1.626
Summe langfristige Schulden 754.791 690.200
Eigenkapital
Grundkapital 17.491 17.486
Kapitalrücklage 60.166 60.052
Gewinnrücklagen 2.075 1.919
Währungsumrechnung -704 -511
Hedging-Rücklage 2.124 1.310
Pensionsrücklage -43 -36
Bilanzgewinn 129.413 121.460
Summe Eigenkapital 210.522 201.680
Summe Schulden und Eigenkapital 1.219.425 1.179.971

GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 01.01.2007 BIS 30.06.2007

TEUR 01.01.2007
bis 30.06.2007
01.01.2006
bis 30.06.2006
Periodengewinn vor Steuern 22.825 24.961
Im Periodengewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf
den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen 1.017 876
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Betriebs- und Geschäftsausstattung und
immateriellen Vermögenswerten
4 -15
-/+ Ergebnis aus Finanzanlagen 26 331
-/+ Nicht zahlungswirksame Eigenkapitalveränderungen 671 995
+/- Zunahme/Abnahme übrige Rückstellungen 112 266
- Zugänge Leasingforderungen -215.989 -222.976
+ Zahlungen Leasingnehmer 193.133 176.917
+ Abgänge/Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 41.337 34.502
+/- Veränderungen aus sonstigen Verrechnungen -23 -40
- Zinserträge aus Leasingforderungen -46.995 -44.099
- Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer -2.308 -2.246
+/- Währungsdifferenzen 1.195 160
= Veränderung Leasingforderungen -29.650 -57.782
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen 300.584 181.671
- Zahlung Annuitäten an Refinanzierer -114.634 -100.552
- Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen -165.448 -38.664
+ Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 15.755 13.058
+ Veränderung aus Marktbewertung 0 -269
+/- Währungsdifferenzen -726 -181
= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
der Leasingforderungen
35.531 55.063
- Veränderung Darlehen Franchisenehmer -13.310 -8.363
Veränderung sonstige Vermögenswerte/Schulden
-/+ Zunahme/Abnahme sonstige Vermögenswerte -2.988 -6.590
+/- Zunahme/Abnahme abgegrenzte Mietraten 2.920 2.310
+/- Zunahme/Abnahme sonstige Schulden -6.504 3.978
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.654 16.030

Fortsetzung auf der nächsten Seite

TEUR 01.01.2007
bis 30.06.2007
01.01.2006
bis 30.06.2006
-/+ Gezahlte/erhaltene Steuern -7.209 -6.517
- Gezahlte Zinsen -333 -848
+ Erhaltene Zinsen 307 517
= Netto-Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.419 9.182
- Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung
und immateriellen Vermögenswerten
Einzahlungen aus dem Verkauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung
-2.690 -2.098
+ und immateriellen Vermögenswerten 31 26
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -2.659 -2.072
+/- Aufnahme/Rückzahlung von Bankschulden -698 -349
- Dividendenzahlungen -7.524 -6.822
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhung Aktienoptionsprogramm 119 10
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -8.103 -7.161
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 46.421 55.677
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -1.011 -6
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 45.410 55.671
+/- Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 51 -2
= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechung 45.461 55.669
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 40.056 55.635
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten -1.938 -17
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 38.118 55.618
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode -7.343 -51
Netto-Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.419 9.182
+ Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -2.659 -2.072
+ Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -8.103 -7.161
= Summe der Cash-Flows -7.343 -51

GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGEN

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GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN KONZERN-SEGMENTBERICHT ZUM 30.06.2007 REGION (PRIMÄRES BERICHTSFORMAT)

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Segmentberichterstattung

Entsprechend den Vorschriften zur Segmentberichterstattung wurden einzelne Abschlussdaten nach Regionen ("Primäre Segmente") aufgeteilt. Die regionale Aufteilung unterscheidet, ob die Leasingnehmer ihren Sitz in Deutschland, Frankreich, der Schweiz oder im sonstigen Ausland haben. Im Segment "sonstiges Ausland" sind die Länder Österreich, Italien, Tschechien, Spanien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Irland und Belgien zusammengefasst.

Ermittlung der Segmentdaten

Die Segmenterlöse umfassen die Erlöse aus der Aktivierung der Leasingforderungen, Verkaufserlöse von Leasinggegenständen, Versicherungserlöse und Zinserträge. Das Segmentergebnis wird ohne Berücksichtigung der Steuern ermittelt (EBT).

GRENKELEASING AG, BADEN-BADEN AUFSTELLUNG DER ERFASSTEN GEWINNE UND VERLUSTE

01.01.2007 01.01.2006
TEUR bis 30.06.2007 bis 30.06.2006
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwertes
von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten 926 1.056
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen -193 -66
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten
Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -10 1
Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen -109 -131
Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen 614 860
Ergebnis nach Steuern 15.633 15.495
Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasster
Wertänderung der Periode 16.247 16.355

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Zwischenberichterstattung der GRENKELEASING AG (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) zum 30. Juni 2007 entspricht wie schon der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 den Anforderungen der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung wurden dementsprechend angewendet. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Da die Zwischenberichterstattung auf dem Konzernabschluss aufbaut, verweisen wir auf die im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 ausführlich dargestellten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden.

Verpflichtend anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards

Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedenste Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht. Nachfolgend werden die für GRENKELEASING relevanten oder möglicherweise relevanten Vorschriften sowie deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss beschrieben, die seit dem 1. Januar 2007 verpflichtend anzuwenden sind. Nicht explizit aufgeführte Neuerungen sind nicht relevant für den Abschluss der Gesellschaft. Auswirkungen hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung ergeben sich hieraus jedoch nicht.

Am 18. August 2005 hat das IASB den Standard IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht, der den bestehenden IAS 30 ersetzt und aus dem IAS 32 sämtliche Vorschriften zu den Anhangangaben übernimmt. Ferner wurden in diesem Zusammenhang noch Änderungen bzw. Ergänzungen in IAS 1 hinsichtlich der Angabepflichten zum Kapital ("Capital Disclosures") vorgenommen. Der Standard führt zu einer grundlegenden Umstrukturierung der Offenlegungspflichten für Finanzinstrumente. Im Wesentlichen werden Angaben zu den Zielen, Methoden, Risiken, Sicherheiten und Prozessen des Managements gefordert. Am 9. September 2006 wurde von der EU der IFRIC 8 "Anwendungsbereich des IFRS 2" und der IFRIC 9 "Neubewertung eingebetteter Derivate" übernommen. IFRIC 8 sieht vor, dass die in IFRS 2 geregelte aktienbasierte Vergütung auch für Vereinbarungen gilt, denen keine oder nur eine unangemessene Gegenleistung gegenüber steht. Hieraus ergaben sich bislang keinerlei Änderungen für den Abschluss der GRENKELEASING AG.

Freiwillig anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards bzw. Standards, die noch nicht von der EU endorsed wurden

Neben den vorgenannten für das Geschäftsjahr 2006 und 2007 verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Nachfolgend werden hiervon jedoch nur diejenigen aufgeführt, die eine Relevanz für die GRENKE-LEASING AG haben könnten. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKELEASING AG macht von diesem Wahlrecht jedoch nur Gebrauch, wenn dies nachfolgend explizit erwähnt ist.

Die am 20. Juli 2006 veröffentlichte Interpretation IFRIC 10 "Interim Financial Reporting and Impairment" regelt, dass Wertminderungen des Goodwill und bestimmter Finanzinstrumente, für die ein Zuschreibungsverbot nach IAS 39 besteht, in späteren Perioden nicht rückgängig gemacht werden dürfen.

Am 2. November 2006 wurde IFRIC 11 "IFRS 2 Group and Treasury Share Transactions" veröffentlicht. Die Interpretation regelt, dass anteilsbasierte Vergütungen, bei denen Unternehmen Dienstleistungen oder Güter für die Hingabe eigener Eigenkapitalinstrumente erhalten, gemäß IFRS 2, unabhängig davon wie die Instrumente beschafft worden sind, darzustellen sind. IFRIC 11 ist für Geschäftsjahre, die am 1. März 2007 oder danach beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRIC 10 und IFRIC 11 wurden von der EU am 1. Juni 2007 übernommen.

Am 30. November 2006 wurde sowohl IFRS 8 "Operating Segments" als auch IFRIC 12 "Service Concession Arrangements" veröffentlicht. Der Standard IFRS 8 ersetzt die bisherige Regelung IAS 14 "Segment Reporting" für die Segmentberichterstattung. Der Standard ist verpflichtend für die Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRIC 12 regelt die bilanzielle Behandlung von öffentlich-privaten Dienstleistungskonzessionen und ist für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2008 oder danach beginnen, verpflichtend anzuwenden.

Das IASB hat am 29. März 2007 den überarbeiteten IAS 23 "Borrowing Costs" veröffentlicht. Die Änderung betrifft die Aufhebung des Wahlrechts der sofortigen Erfassung von Fremdkapitalkosten als Aufwand. Der Standard ist für die Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Das IASB hat am 5. Juli 2007 IFRIC 14 veröffentlicht. Die Interpretation befasst sich mit einer am Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung zusätzliche Beträge in einen Pensionsplan einzuzahlen und den Regelungen des IAS 19 zur Wertobergrenze eines positiven Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung. IFRIC 14 ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen.

Derzeit werden - bis auf zusätzliche bzw. geänderte Angaben oder Ausweise - keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der genannten Standards bzw. Interpretationen für den Abschluss der GRENKELEASING AG erwartet.

Ermessensausübungen und Hauptquellen von Schätzunsicherheiten

Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

  • ` Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen (sog. "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
  • ` Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwertes von Leasingforderungen
  • ` Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten.

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit Hilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden. Folgende Tabelle veranschaulicht die BA-Klassen:

BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt
oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach
Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben)
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den BA-Klassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 % und 100 %.

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den sonstigen kurzfristigen Leasingforderungen enthalten. Die Leasingforderungen lassen sich wie folgt darstellen:

TEUR 30.06.2007 30.06.2006
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen
("Performende Leasingforderungen")
Stand zu Periodenbeginn 876.755 797.159
+ Veränderung in der Periode 27.342 55.536
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen
zum Periodenende 904.097 852.695
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen
("Nicht-performende Leasingforderungen")
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 134.248 136.097
- kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn -65.790 -72.428
= Nicht-performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn 68.458 63.669
+ Veränderung Bruttoforderungen in der Periode 10.315 9.353
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 5.436 10.107
+ Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 3.262 6.064
- Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 5.833 3.065
= Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende 70.766 65.914
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 945.213 860.828
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 974.863 918.609

Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Diese werden mit Hilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet. Die Restwerte für Zugänge bis 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrages erfahrungsgemäß zwischen ca. 11 % und 15 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung in mehrere Laufzeitgruppen weiter unterteilt. Für Zugänge ab 2007 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7 % und 28,4% der ursprünglichen Anschaffungskosten.

Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betrugen zum Stichtag zwischen 6,6 % und 20,1 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

Refinanzierung

Die GRENKE FINANCE Plc, Dublin/Irland hat am 18. September 2006 drei revolvierende Darlehens-Facilitäten mit drei deutschen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Rahmen der einjährigen Laufzeit der Vereinbarung können jederzeit Mindestbeträge von TEUR 5.000 über eine Laufzeit von jeweils einem Monat abgerufen werden. Per 30. Juni 2007 wurden diese Linien mit einem Volumen von insgesamt TEUR 60.000 ausgeschöpft, die durchschnittlich mit 4,57% verzinst werden. Die Fälligkeit ist sämtlich innerhalb eines Monats, somit Juli 2007.

Am 6. Juni 2007 wurde eine weitere Anleihe durch die GRENKE FINANCE Plc, Dublin, Irland mit einem Nennbetrag von TEUR 25.000 und einer Laufzeit von 2 Jahren begeben. Die Anleihe ist variabel auf Basis des 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Credit-Spread von 0,25% verzinst.

Des Weiteren wurde ein Zins-Swap mit einem variablen Nominalvolumen von anfänglich TEUR 20.000 abgeschlossen. Hierdurch wurde der Zins auf 4,35% für die Laufzeit bis zum 23. Juni 2008 festgeschrieben.

Pensionen

Die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen beträgt zum Stichtag TEUR 69 (TCHF 114). Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtung (DBO) von TEUR 303 (TCHF 501), einem Zeitwert des Planvermögens von TEUR 234 (TCHF 387) und einem versicherungsmathematischen Verlust von TEUR 10 (TCHF 16) zusammen. Der versicherungsmathematische Verlust wurde gemäß den Regelungen des geänderten IAS 19 erfolgsneutral in einer separaten Linie in der Kapitalrücklage erfasst.

Bis zum 30. Juni 2007 wurden folgende Aufwendungen und Erträge erfasst:

Dienstzeitaufwand: TEUR 15 (TCHF 24)
Zinsaufwand: TEUR 5 (TCHF 8)
Ertrag aus der Verzinsung
des Planvermögens: TEUR 2 (TCHF 4)

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Verwässernd wirken zum 30. Juni 2007 aufgrund ihrer Ausübungsmöglichkeit keine Aktienoptionen (Vorjahr: 49.080 Aktienoptionen).

Im letzten Ausübungsfenster vom 9. Mai bis zum 5. Juni 2007 konnten aus dem zweiten Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bislang nicht ausgeübte Optionen letztmalig ausgeübt werden. Der Ausübungspreis wird je Ausübungsfenster neu auf Basis des Durchschnittskurses von 20 Börsentagen bestimmt. Der Durchschnittskurs im für die Ausübung relevanten Zeitraum wurde zwischen dem 29. März und dem 27. April 2007 ermittelt und betrug 27 Euro. Insgesamt wurden 4.420 Optionen ausgeübt. Die bislang nicht ausgeübten 9.455 Optionen sind somit verfallen und wirken sich entsprechend nicht mehr auf das Ergebnis je Aktie aus.

Dividendenzahlung

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von EUR 51.069.498,00 des Geschäftsjahres 2006 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 8. Mai 2007. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns 2006 wie folgt beschlossen:

Bilanzgewinn EUR 51.069.498,00
Ausschüttung einer Dividende
von 0,55 EUR je Stückaktie auf
insgesamt 13.679.679
Stückaktien EUR 7.523.823,45
Einstellung in Gewinnrücklagen --
Gewinnvortrag EUR 43.545.674,55

Die Dividende wurde am 9. Mai 2007 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung die Verwendung des Bilanzgewinns 2005 wie folgt beschlossen:

Bilanzgewinn
EUR 46.906.004,09
Ausschüttung einer Dividende
von 0,50 EUR je Stückaktie auf
insgesamt 13.643.646
Stückaktien EUR 6.821.823,00
Einstellung in Gewinnrücklagen --
Gewinnvortrag EUR 40.084.181,09

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Phantom Stock Vereinbarung

Mit Datum vom 12. März 2007 hat der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit dem Vorstandsmitglied Herrn Dr. Hack eine Phantom Stock Vereinbarung zugunsten von Herrn Dr. Hack abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Herr Dr. Hack für das laufende Geschäftsjahr sowie die kommenden zwei Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem ungewichteten arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis zum 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2007 beträgt EUR 35,37. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf EUR 600.000 für den Zeitraum von 3 Jahren begrenzt. Herr Dr. Hack ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25% dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE-LEASING AG zu investieren.

Per 30. Juni 2007 betrug der Wert der gewährten Phantom Stocks TEUR 96. Da der Auszahlungsbetrag erst mit Ablauf des Jahres 2007 fällig wird, entfällt entsprechend auf das zweite Quartal ein anteiliger Aufwand in Höhe von TEUR 30.

Wechsel des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden

Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Hack anstelle von Herrn Konprecht zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen. Herr Konprecht wird sich ganz der Steuerung des Vertriebs widmen.

Anpassung von § 4 der Satzung in Folge der Ausgabe von Bezugsaktien in 2007

Aufgrund der in § 11 Abs. 2 der Satzung der GRENKELEA-SING AG erteilten Ermächtigung beschloss der Aufsichtsrat am 22. Juni 2007 wie folgt:

§ 4 Abs. 1 und Abs. 2 der Satzung der GRENKELEASING AG werden aufgrund des letztmals – nach Maßgabe der Bedingungen des durch Hauptversammlungsbeschluss vom 16. April 2002 ausgegebenen Aktienoptionsprogramms ("GRENKELEASING-Mitarbeiterbeteiligungsprogramm") – von den Teilnehmern des Programms erklärten Bezugs von insgesamt 4.420 Aktien der Gesellschaft (Bezugsaktien) wie folgt neu gefasst:

"(1) Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 17.491.421,86 EUR (in Worten: siebzehn Millionen vierhunderteinundneunzigtausendvierhunderteinundzwanzig Euro, sechsundachtzig Cent).

(2) Es ist eingeteilt in 13.684.099 Stückaktien. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber."

Die Satzungsänderung wurde am 9. Juli 2007 notariell beglaubigt und beim Handelsregister eingereicht.

Tochterunternehmen

Die WEBLEASE NETBUSINESS AG hat neue Räumlichkeiten in Karlsruhe bezogen und nimmt das Online- und Privatkundengeschäft wieder auf.

Ausweitung des Franchisesystems

Am 11. Juni 2007 wurde ein Franchise-Vertrag mit der GRENKE RENT, S.A. mit Sitz in Madrid, Spanien geschlossen.

Die Franchisepartner sind zur Nutzung der Marke "GRENKE" berechtigt, rechtlich und wirtschaftlich aber selbstständig.

Mitarbeiter

Der GRENKELEASING AG Konzern beschäftigte in der Zwischenberichtsperiode durchschnittlich 410 (Vorjahr: 379) Mitarbeiter (ohne Vorstand).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 6. Juli 2007 wurde das Gesetz zur Unternehmensteuerreform vom Bundesrat verabschiedet. Seit diesem Zeitpunkt ist es hinreichend wahrscheinlich, dass das Gesetz zum 1. Januar 2008 seine Wirkung entfaltet. Die sich hieraus ergebenden Änderungen für die latenten Steuern im Abschluss der GRENKELEASING AG werden derzeit ermittelt. Aufgrund der Komplexität ist die Angabe einer konkreten Bewertungsänderung jedoch zum heutigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Per 30. Juni 2007 wurde die Sicherungsbeziehung für einen der bestehenden Swaps aufgelöst, da die zukünftigen geplanten variablen Zahlungsströme aufgrund des geringeren Neugeschäftes in der ursprünglich geplanten Höhe nicht mehr eintreten werden. Aufgrund dieser Auflösung wurden die bislang im Eigenkapital erfassten Wertschwankungen in Höhe von TEUR 773 erfolgswirksam gebucht. Der Ausweis des entsprechenden Ertrages erfolgt im Zinsaufwand aus der Refinanzierung.

Der Zins-Swap wurde nach Abschluss des Quartals am 18. Juli 2007 veräußert, wobei ein weiterer Ertrag in Höhe von TEUR 41 erzielt wurde.

Zudem wurde ein neuer Zins-Swap mit einem anfänglichen Volumen von TEUR 40.000 kontrahiert. Die Laufzeit endet, wie die als Grundgeschäft zugeordnete Anleihe am 30. April 2008. Der Zinssatz wurde auf 4,4475 % festgeschrieben.

Die Folgeperiode wurde über einen weiteren Zins-Swap für drei Monate mit einem Volumen von 15 Mio. EUR und einem Zinssatz von 4,735 % gesichert. In diesem Fall wurde der ABS-Bond als Grundgeschäft für dieses Sicherungsinstrument herangezogen.

DER VORSTAND DER GRENKELEASING AG

DER AUFSICHTSRAT DER GRENKELEASING AG

Name Tätigkeit Weitere Aufsichtsrats-/
Beirats-Mandate
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
Alter: 56
Erstmals gewählt: 2003
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2008
Vorsitzender des Aufsichtsrates,
Professor für internationale Finanz-
wirtschaft und Geschäftsführer der
ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft
für Beteiligungen mbH, Baden-Baden
BOA Holding GmbH, Karlsruhe
Stutensee,
TFL International GmbH, Weil a. Rhein,
Burkart Verwaltungen GmbH, Singen
Gerhard E. Witt
Alter: 62
Erstmals gewählt: 1997
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2008
Stellvertretender Vorsitzender
des Aufsichtsrates,
Wirtschaftsprüfer und Steuer-
berater, Baden-Baden
GRENKE Investitionen
Verwaltungs KGaA, Berlin
Dr. Brigitte Sträter
Alter: 67
Erstmals gewählt: 2001
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010
Mitglied des Aufsichtsrates,
Inhaberin und Leiterin
der PR-Agentur CENA,
Düsseldorf
Dieter Münch
Alter: 64
Erstmals gewählt: 2000
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010
Mitglied des Aufsichtsrates,
Bankkaufmann a.D.,
Stiftungsvorstand, Weinheim
GRENKE Investitionen
Verwaltungs KGaA, Berlin,
Weisenburger Bau + Grund AG,
Halle/Saale
Dr. Oliver Nass
Alter: 39
Erstmals gewählt: 2005
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010
Mitglied des Aufsichtsrates,
Kaufmännischer Geschäftsführer
der ESG France, Paris
Erwin Staudt
Alter: 59
Erstmals gewählt: 2005
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010
Mitglied des Aufsichtsrates,
Diplom-Volkswirt,
hauptamtlich Präsident des VfB
Stuttgart 1893 e.V., Leonberg
PROFI Engineering Systems AG,
Darmstadt,
USU AG, Möglingen,
Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach

KONZERNÜBERSICHT

WEBLEASE NETBUSINESS AG Standorte
Baden-Baden (Deutschland) Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden,
Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Ham-
GLG Grenke-Leasing GmbH burg, Hannover, Köln, Leipzig, Mag-
Baden-Baden (Deutschland) deburg, Mannheim, Memmingen,
Mönchengladbach, München, Nürn-
berg, Rostock, Stuttgart
Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA
Baden-Baden (Deutschland)
GRENKE LEASE SPRL Grenkefinance N.V.
Brüssel (Belgien) Vianen (Niederlande)
GRENKELEASING ApS GRENKELEASING AG
Herlev (Dänemark) Wien (Österreich)
GRENKE LOCATION SAS GRENKELEASING AB
Schiltigheim (Frankreich) Stockholm (Schweden)
Standorte GRENKELEASING AG
Aix-en-Provence, Lyon, Nantes,
Paris I, Paris II (Intramuros), Toulouse
Zürich (Schweiz)
GRENKE LIMITED Standorte
GRENKE FINANCE Plc. Basel, Lausanne
Dublin (Irland) GRENKE ALQUILER S.A.
GRENKE Locazione S.r.l. Barcelona (Spanien)
GRENKE LEASING S.r.l.
Mailand (Italien) GRENKELEASING s.r.o.

DAS GRENKELEASING FRANCHISE-SYSTEM

Franchisepartner
GRENKEFACTORING GmbH GRENKELEASING Kft./Rt.
Baden-Baden (Deutschland) Budapest (Ungarn)
GRENKEAUTOLEASING GmbH GRENKELEASING S.R.L.
Bremen (Deutschland) Bukarest (Rumänien)
Kazenmaier FleetService GmbH Grenke Leasing Ltd.
Karlsruhe (Deutschland) Guildford (Großbritannien)
GRENKE RENT S.A.
Madrid (Spanien)
GRENKELEASING AS
Oslo (Norwegen)
GRENKELEASING Sp.z o.o
$P^{\text{mean}}(P^{\text{clean}})$

Das Franchise-System von GRENKELEASING hat sich seit seiner Einführung vor vier Jahren als nachweislich sehr erfolgreicher Weg erwiesen, neue Märkte schnell und nachhaltig zu besetzen. Wir können hierdurch Fachkräfte mit dem notwendigen Unternehmergeist für den Aufbau einer neuen Landesgesellschaft für uns gewinnen. Dabei setzen wir gezielt auf Franchise-Nehmer mit lokalen Marktkenntnissen und persönlichem Engagement.

GRENKELEASING ist an der rechtlich selbstständigen Gesellschaft des Franchise-Nehmers nicht beteiligt, hat aber nach Ablauf einer Frist von in der Regel vier bis sechs Jahren die Option, die Gesellschaft zu vorher festgelegten Bedingungen zu erwerben. Die Gestaltung der Kaufoption setzt dabei dem Franchise-Partner sowohl Anreize für Wachstum als auch für eine hohe Qualität seines Forderungsportfolios.

Im Rahmen des mit der Gesellschaft vereinbarten Vertrages haben die Franchise-Nehmer Zugang zu dem Knowhow, den bewährten Management Tools sowie einer Back-Office-Unterstützung von GRENKELEASING und dürfen den Markennamen "GRENKE" bzw. "GRENKELEA-SING" nutzen. Darüber hinaus übernimmt der Konzern die Prüfung und Refinanzierung der Leasingverträge, so dass die Forderungen und ihre Refinanzierung auch schon während der Laufzeit des Franchise-Vertrages in der Bilanz des GRENKELEASING AG Konzerns stehen.

Durch diese Maßnahmen ist gewährleistet, dass wir zum Zeitpunkt der möglichen Übernahme der Franchise-Gesellschaft das übernommene Forderungsportfolio genau kennen und der Name "GRENKE" bereits im Markt etabliert ist.

DIE GRENKEFACTORING GMBH

Die Finanzierungsform Factoring konnte in den letzten Jahren in Deutschland einen regelrechten Boom verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2006 stieg der Umsatz der im Deutschen Factoringverband e.V. vertretenen führenden Factoring-Institute um bemerkenswerte 30,7 % auf insgesamt 72 Mrd. EUR an*. Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich das Factoring-Volumen in Deutschland verdoppelt. Die Factoring-Quote – das Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen und dem Bruttoinlandsprodukt – ist erstmals auf über 3,1 % angestiegen. Weiterhin hat sich im Jahr 2006 die Kundenanzahl, eine immer wichtiger werdende Benchmark im Factoring, deutlich erhöht, und zwar um 20 % auf 3.866 Factoring-Anwender. Gerade im Mittelstand war im vergangenen Jahr aufgrund des Konjunkturaufschwungs eine verstärkte Nachfrage nach Factoring zu verzeichnen.

Factoring hat sich damit zu einem modernen und dauerhaft genutzten Finanzierungsinstrument entwickelt, das mit seinen Vorteilen einen festen Platz neben der klassischen Bankfinanzierung, dem Leasing und anderen Finanzierungsformen einnimmt. Studien belegen, dass der Trend klar weg vom Kredit und hin zu alternativen Instrumenten der Unternehmensfinanzierung wie Leasing und Factoring geht. Aktuell wird Factoring in Deutschland aber u.a. aufgrund gesetzlicher Vorschriften immer noch weit weniger genutzt als im Ausland.

Die GRENKE Gruppe ist in Deutschland seit 2006 mit der Finanzierungsform Factoring über die Franchise-Gesellschaft GRENKEFACTORING GmbH im Markt aktiv. Als Factoring-Anbieter für kleine und mittelständische Unternehmen ergänzt sie das Finanzierungsangebot der GRENKE Gruppe. GRENKEFACTORING nutzt für den ITgestützten Forderungsankauf die über Jahrzehnte gewonnenen Erfahrungen der GRENKELEASING.

Neben dem Hauptsitz in Baden-Baden ist GRENKEFACTO-RING in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München präsent.

* Diese und im Folgenden verwendeten Zahlen beruhen auf Detailangaben der Mitgliedsunternehmen – im Berichtsjahr 20, aktuell 22 -, die mehr als 95 % des gesamten Factoring-Umsatzes in Deutschland repräsentieren und daher als relevante Größe des Factorings in Deutschland anzusehen sind.

RISIKOKLASSEN

Eine wesentliche Kernkompetenz von GRENKELEASING besteht in der Fähigkeit, Ausfallrisiken zu messen und angemessen in ihrer Preispolitik zu berücksichtigen. Um das Ergebnis einer solchen Politik transparent zu machen, wurden Risikoklassen gebildet und ein "Deckungsbeitrag 1 (DB1) nach Schadensabwicklung" bestimmt, der Aufschluss über die Relation zwischen der Marge der Verträge und ihrem spezifischen Risiko gibt. Dabei wird Risiko als Funktion von Score, Vertragslaufzeit und Verwertungsmöglichkeit definiert.

Da sich der tatsächliche Ausfall erst gegen Ende der Vertragslaufzeit exakt bestimmen lässt, wird bei laufenden Verträgen das noch ungewisse Restrisiko anhand historischer Risikokurven geschätzt. Naturgemäß wird diese Schätzung immer genauer, je älter das Portfolio bzw. je kürzer die Restlaufzeit ist.

Werden Leasingverträge seitens GRENKELEASING aufgrund von Zahlungsrückständen gekündigt, so entsteht eine Kündigungsforderung (Schadensersatzforderung) gegenüber dem Leasingnehmer. Die Berechnungen gehen von einer durchschnittlichen Realisationsquote für diese Forderung aus. Ebenso werden durchschnittliche Restlaufzeiten für die jeweiligen Portfolios unterstellt. Dadurch lassen sich Ungenauigkeiten nicht vermeiden. Sie beeinflussen aber nach unseren bisherigen Erfahrungen die Aussagefähigkeit des Ergebnisses nicht wesentlich.

Die Tabelle zeigt, dass die besten wirtschaftlichen Erfolge bei mittleren Risiken zu erzielen sind. Bei sehr guten Risiken besteht Druck auf die Marge. Bei schlechten Risiken belastet hingegen die hohe Ausfallquote.

Wichtig für das Verständnis ist, dass sich auch bei leicht negativem "DB1 nach Schaden" in der Regel ein positiver DB2 ergibt, da die zusätzlichen Erträge aus Sachversicherung und Verwertung die laufenden Kosten der Vertragsverwaltung deutlich übersteigen.

Risikoklassen in der Leasingsparte
(Angaben in EUR) 2003 2004 2005 2006 6-Monate 2007
Klasse 1 Anschaffungskosten 97.023.937 104.515.781 126.708.580 156.236.768 75.320.859
Schadens-Prognose 2.642.508 3.477.029 3.987.212 4.641.773 2.528.152
DB1 nach Schaden 6,7% 5,8% 6,0% 5,3% 4,8%
Klasse 2 Anschaffungskosten 74.270.343 92.435.888 113.922.397 130.113.681 67.701.164
Schadens-Prognose 2.826.766 3.834.900 5.298.684 4.588.337 2.481.949
DB1 nach Schaden 8,0% 7,9% 6,7% 6,7% 6,6%
Klasse 3 Anschaffungskosten 55.041.326 62.606.845 89.440.278 93.147.386 51.597.167
Schadens-Prognose 2.721.081 3.304.143 5.273.770 4.443.810 2.701.561
DB1 nach Schaden 6,6% 6,9% 6,4% 6,8% 5,8%
Klasse 4 Anschaffungskosten 48.028.936 58.635.191 57.601.730 54.938.664 25.500.301
Schadens-Prognose 3.346.576 5.576.777 5.697.596 5.575.686 2.768.195
DB1 nach Schaden 5,0% 2,5% 2,6% 1,6% 0,6%
Klasse 5 Anschaffungskosten 34.939.909 45.053.526 31.375.206 25.559.369 9.655.737
Schadens-Prognose 3.476.609 5.718.635 4.337.502 2.998.380 1.241.133
DB1 nach Schaden 0,3% -2,6% -2,4% 0,3% -0,6%

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN KENNZAHLEN

Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio Unter Geschäftskunden verstehen wir Leasingnehmer, die nicht spezifischen Schutzvorschriften für Verbraucher unterliegen. Die Angabe bezieht sich auf die Anzahl neu abgeschlossener Leasingverträge im Berichtszeitraum.

Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio Unter IT-Produkten verstehen wir Geräte der Informationstechnik (wie PC, Server, Drucker), der Kopiertechnik und der Nachrichtentechnik. Die Angabe bezieht sich auf die Anzahl neu abgeschlossener Leasingverträge im Berichtszeitraum.

Cost-Income-Ratio Die Cost-Income-Ratio bildet das Verhältnis von Aufwand und Ertrag ab. Abweichend von im Bankensektor üblichen Ansätzen ziehen wir beim Ertrag den Aufwand für die Schadensabwicklung/Risikovorsorge ab – auch wenn dies eine etwas ungünstigere Kennzahl liefert. Im Leasingmarkt wären höhere Umsätze möglich, wenn höhere Risiken eingegangen würden. Eine derart optisch verbesserte Cost-Income-Ratio kann aber nicht Maßstab unseres unternehmerischen Handelns sein. Entsprechend weisen wir sie auch nicht aus.

Wir bestimmen die Cost-Income-Ratio somit als Quotient aus der Summe aller Aufwendungen (abzüglich Bewertungsaufwand und Steuern) und den Erträgen, die sich aus Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft nach Schadensabwicklung, Ergebnis Versicherungsgeschäft, Ergebnis Neugeschäft, Verwertungsmehrergebnis, den Sonstigen betrieblichen Erträgen sowie dem Zinsergebnis (außerhalb des Leasinggeschäfts) zusammensetzen.

Deckungsbeitrag/DB Der Deckungsbeitrag (DB), auch Bruttogewinn, ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, den z.B. ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung eines Nettogewinns leistet. Er wird ermittelt als Differenz aus Erlösen und den variablen Kosten, die durch das Produkt direkt ausgelöst wurden.

Bei GRENKE wird der Deckungsbeitrag 1 aus dem Barwert

der Zinsmarge abzüglich Provisionen an Dritte berechnet. Der Deckungsbeitrag 2 enthält alle barwertigen Cash-Flows aus erwarteten Erlösen (z.B. Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft) und Aufwendungen ohne Vertriebskosten über die Laufzeit eines Leasingvertrages. Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter Dies ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im GRENKELEASING AG Konzern im Berichtszeitraum. Mitglieder des Vorstands werden nicht mitgerechnet. Teilzeitmitarbeiter werden anteilig berücksichtigt. Embedded Value Der Ertrag eines Leasingvertrages entsteht bei IAS-/ IFRS-Bilanzierung über die Laufzeit verteilt. Ein Großteil des Gewinns aus dem Vertragsportfolio zu einem Bilanzstichtag liegt somit in der Zukunft. In Anlehnung an vergleichbare Betrachtungen in der Versicherungswirtschaft bestimmen wir den überschlägigen Gegenwartswert der künftigen Überschüsse aus dem bestehenden Vertragsportfolio am Bilanzstichtag als "embedded value", setzen davon die geschätzten Aufwendungen ab und ergänzen ihn um das Eigenkapital. Mittlerer Anschaffungswert Der mittlere Anschaffungswert wird als arithmetisches Mittel der Anschaffungskosten aller Leasinggegenstände bestimmt, die im Berichtszeitraum erworben wurden. Neugeschäft Das Neugeschäft umfasst die Anschaffungskosten aller neu erworbenen Gegenstände aus Leasing- und Mietkaufverträgen sowie dem Factoringvolumen im Berichtszeitraum. RoE Abkürzung für "Return on Equity" (dt.: Eigenkapitalrentabilität). Die RoE errechnet sich, indem der Jahresüberschuss ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital gesetzt wird. Die Kennzahl gibt Auskunft über die Rendite, die mit dem Kapital der Aktionäre erwirtschaftet wurde. Vermietvolumen Das Vermietvolumen ist die Summe aller (historischen) Anschaffungskosten der Gegenstände aus laufenden Leasing- und Mietkaufverträgen.

GRENKELEASING AG KONZERN 37 6-MONATSBERICHT 2007 BERICHTSZEITRAUM 01.01.2007-30.06.2007

TERMINE 2007

25.10.2007 Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2007
DVFA-Analystenkonferenz in Frankfurt
02.10.2007 Veröffentlichung Neugeschäft und DB1
26.07.2007 Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2007

KONTAKT

Renate Hauss Corporate Communications

GRENKELEASING AG Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden

Telefon: +49 (0) 7221 - 5 00 72 04 Telefax: +49 (0) 7221 - 5 00 71 12

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E-Mail: [email protected]

Das zum Bericht gehörige ausführliche Glossar finden Sie unter: www.grenkeleasing.de

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