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Grenke AG — Annual Report (ESEF) 2023
Apr 26, 2024
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I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Zusammengefasster Lagebericht
-
- Grundlagen des Konzerns ……………………………………………………………34
- 5.9 Geschäfts- und strategische Risiken……………………………………… 177
- 1.1 GRENKE im Überblick……………………………………………………………34
- 5.10 Reputationsrisiken …………………………………………………………… 177
- 1.2 Ziele und Strategie ………………………………………………………………38
- 5.11 Sonstige Risiken ……………………………………………………………… 178
- 1.3 Steuerungssystem ………………………………………………………………42
- 5.12 Nachhaltigkeitsrisiken ……………………………………………………… 178
- 1.4 Forschung und Entwicklung …………………………………………………49
- 5.13 Internes Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess ……………………………………… 179
-
- Wirtschaftsbericht ………………………………………………………………………50
- 5.14 Konzernweites internes Kontrollsystem ………………………………… 180
- 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen ……………………………50
- 5.15 Angaben zu den Eigenmitteln ……………………………………………… 181
- 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen …………………………………51
- 5.16 Zusammenfassende Betrachtung ………………………………………… 182
- 2.3 Makroökonomische Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung …………52
- 2.4 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte………………………………………53
-
- Chancen- und Prognosebericht ………………………………………………… 183
- 2.5 Neugeschäft ………………………………………………………………………57
- 6.1 Chancenbericht ………………………………………………………………… 183
- 2.6 Ertragslage …………………………………………………………………………65
- 6.2 Prognosebericht ……………………………………………………………… 185
- 2.7 Finanzlage …………………………………………………………………………70
-
- Übernahmerelevante Angaben …………………………………………………… 190
- 2.8 Vermögenslage ……………………………………………………………………77
-
- Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate-Governance-Bericht … 193
- 2.9 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns…78
- 8.1 Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG……………………………… 193
-
- Nichtfinanzielle Erklärung 2023 …………………………………………… 79
- 8.2 Leitung und Überwachung ………………………………………………… 193
- 3.1 Unternehmensporträt ………………………………………………… 79
- 8.3 Zielgrößen für Frauenanteil, Diversitätskonzept und Kompetenzprofil… 203
- 3.2 Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ……………………………………… 80
- 8.4 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat ……………………………… 206
- 3.3 Nachhaltigkeit im GRENKE Konzern ………………………………… 89
- 8.5 Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors’ Dealings) ………… 207
- 3.4 Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen ………………………………… 97
- 8.6 Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat …………………………… 207
- 3.5 Angaben gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie ………………………… 137
- 8.7 Transparenz und Information der Aktionär:innen ……………………… 207
-
- Veränderung in den Organen der Gesellschaft ……………………………… 153
- 8.8 Verantwortungsvolle Unternehmensführung …………………………… 208
-
- Risikobericht ………………………………………………………………………… 153
-
- Lagebericht für die GRENKE AG ………………………………………………… 209
- 5.1 Risikomanagement …………………………………………………………… 153
- 9.1 Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeit …………… 209
- 5.2 Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen ……………………… 156
- 9.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage …………………………………… 211
- 5.3 Risikotragfähigkeit …………………………………………………………… 157
- 9.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur
- 5.4 Risikosituation des GRENKE Konzerns im Berichtsjahr 2023 ……… 158
- Lage der Gesellschaft (Lagebericht AG) ………………………………… 214
- 5.5 Kreditrisiken …………………………………………………………………… 160
- 9.4 Doppelstock …………………………………………………………………… 215
- 5.6 Marktpreisrisiken ……………………………………………………………… 166
- 9.5 Dividende………………………………………………………………………… 215
- 5.7 Liquiditätsrisiken ……………………………………………………………… 171
- 9.6 Mitarbeiter:innen ……………………………………………………………… 215
- 5.8 Operationelle Risiken ………………………………………………………… 174
- 9.7 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht ………………………………… 215
Zusammengefasster Lagebericht
Geschäftsverlauf
- Leasingneugeschäft übertrifft Vorjahr um 12,3 Prozent (2022: 2,3 Mrd. EUR) und erreicht mit 2,6 Mrd. EUR unteres Ende der Guidance (2,6 bis 2,8 Mrd. EUR)
- Westeuropa (ohne DACH) mit 683,5 Mio. EUR volumenstärkste Region (+13,9 Prozent gegenüber Vorjahr); starkes Wachstum der Green-Economy-Objekte
- Deckungsbeitragsmarge 2 (DB2) beträgt im Berichtsjahr 16,5 Prozent nach 16,1 Prozent im Jahr 2022; DB2-Volumen um 15,3 Prozent gewachsen auf 426,3 Mio. EUR nach 369,6 Mio. EUR im Vorjahr
- Ertragslage
- Konzernergebnis nach Steuern liegt mit 86,7 Mio. EUR in der oberen Hälfte der Guidance von 80 bis 90 Mio. EUR
- Schadenquote beträgt 1,0 Prozent und liegt damit entsprechend der Prognose unter 1,5 Prozent
- Cost-Income-Ratio liegt mit 59,2 Prozent über dem Zielwert von etwas über 55,0 Prozent
- Finanz- und Vermögenslage
- Eigenkapitalquote sinkt durch das starke Wachstum erwartungsgemäß und übertrifft mit 19,1 Prozent deutlich das langfristige Ziel von mindestens 16,0 Prozent
- Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Berichtsjahrs 7,1 Mrd. EUR nach 6,4 Mrd. EUR im Vorjahr
- Chancen und Risiken
- Starke Marktposition durch diversifiziertes Vertragsportfolio und datengetriebene Entscheidungsprozesse (Scoring)
- Unverändert stabiles Zahlungsverhalten der Leasingnehmer:innen
- Guidance
- Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR
- Die Guidance für das Konzernergebnis nach Steuern für das Geschäftsjahr 2024 liegt bei 95 bis 115 Mio. EUR
Der vorliegende zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (1. Januar bis 31. Dezember) bezieht sich sowohl auf den GRENKE Konzern (im Folgenden auch „Konzern“ genannt) als auch auf die Konzernmuttergesellschaft GRENKE AG (im Folgenden auch „Gesellschaft“ genannt). Er beinhaltet zudem unsere nichtfinanzielle Erklärung. Für den Konzernabschluss
bilanzieren wir nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und für den Jahresabschluss
der Gesellschaft nach dem deutschen Handelsrecht (HGB). Der Konzernabschluss sowie der Jahresab-
schluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023
werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Daru-
ber hinaus ist der Bericht über das Geschäftsjahr 2023
im Internet unter www.grenke.com/de/unternehmen/
investor-relations/berichte-und-praesentationen als
PDF-Dokument zum Download verfügbar.
1. Grundlagen des Konzerns
1.1 GRENKE im Überblick
Wir sind ein globaler Finanzierungspartner für kleine und
mittlere Unternehmen (KMU). Mit unseren Angeboten
verschaffen wir Unternehmen finanziellen Freiraum bei
der Realisierung von Investitionen. KMU, die über uns
leasen, schonen so ihre Liquidität. Wir agieren gemäß
der
- 1978 in Baden-Baden gegründet, sind wir der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer:in-
nen, Vermietung, Service-, Protect- und Wartungsan-
gebote sowie die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Dabei haben wir uns im Wesentlichen auf das Small-
Ticket-Leasing von IT-Produkten wie zum Beispiel den
PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peri-
pheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Ko-
piertechnik sowie Medizintechnik spezialisiert. Nahezu
alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge
mit Vollamortisationsanspruch. Der Schwerpunkt des
Leasingportfolios liegt im Bereich der IT- und Buro-
kommunikationsprodukte. Der Anteil von IT-Geräten
bezogen auf die Anzahl der Verträge betrug im ver-
gangenen Geschäftsjahr 28,6 Prozent (Vorjahr: 30,6
Prozent). Daruber hinaus haben wir jedoch unser Ge-
schäftsmodell in den vergangenen Jahren auf weitere
Produktgruppen wie kleine Maschinen und Anlagen,
medizintechnische Geräte, Sicherheitsgeräte und vor
allem Green-Economy-Objekte ausgedehnt. Bezogen
auf die Anzahl der Verträge summierte sich der Anteil
dieser Produktgruppen im Jahr 2023 auf 39,2 Prozent
nach 35,7 Prozent im Vorjahr. Zu den Green-Econo-
my-Objekten zählen beispielsweise Wallboxen, Photo-
voltaikanlagen und vor allem eBikes. - Wir sind in der Lage, unser Geschäft durch eine An-
passung der Annahmestrategie bei Leasinganfragen
agil zu steuern. - Die GRENKE AG ist die Muttergesellschaft des
GRENKE Konzerns mit 56 Tochtergesellschaften
(im Sinn des §290 HGB/IFRS 10). Die Leitung der
GRENKE AG obliegt dem am Stammsitz in Baden-
Baden angesiedelten Vorstand, der sich zum 31. De-
zember 2023 aus drei Mitgliedern zusammensetzt.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungs-
gemäß aus sechs Mitgliedern. - nebenstehenden Text überschrieben.
- Im Kerngeschäft Leasing erwirtschafteten wir im Be-
richtsjahr 96,2 Prozent (Vorjahr: 96,2 Prozent) der
Zinserträge des Konzerns. Dabei konzentrierten wir
uns überwiegend auf das sogenannte Small-Ticket-
Leasing, bei dem die Ticketgröße kleiner als 25 TEUR
ist. Auf Verträge dieser Größenordnung entfielen im
Berichtsjahr mehr als 93 Prozent (Vorjahr: ebenfalls
mehr als 93 Prozent) aller Leasingverträge. - Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit
der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen.
nebenstehenden Text überschrieben.
nebenstehenden Text überschrieben.
nebenstehenden Text überschrieben.# DURCH DIE STRIKTE FOKUSSIERUNG AUF UNSEREN WERTEN: EINFACH, SCHNELL, PERSÖNLICH UND UNTER-
Das Dienstleistungsangebot beinhaltet die Übernahme risikoärmeres Neugeschäft in Phasen konjunktureller Schwächen – d.h. durch den Verzicht auf Geschäfte Segments haben wir uns daher entschieden und in der Ad-hoc-Mitteilung vom 31. Januar 2024 verkundet, dass wir uns vom Segment Factoring trennen und uns auf das Leasinggeschäft fokussieren. Mehr Details können Abschnitt 9.8, „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ im Konzernanhang entnommen werden.
Als Finanzierungspartner vor allem für KMU in Deutschland umfasst das Segment Bank einen Großteil der Aktivitäten der GRENKE Bank. Im Rahmen von Kooperationen mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer vergibt die GRENKE Bank Fördermittel für KMU und Freiberufler:innen, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen KMU und konzentriert sich seit 2021 im Wesentlichen auf im Rahmen des „Mikrokreditfonds Deutschland“ betriebenes Mikrokreditgeschäft. Über ihren Internetauftritt sowie über gängige Onlineplattformen bietet die GRENKE Bank darüber hinaus Festgeldanlagen für private und gewerbliche Kund:innen an. Durch diesen Marktzugang für Kundeneinlagen kommt der GRENKE Bank eine wichtige Rolle bei der Refinanzierung des Konzerns mittels des Ankaufs von Leasingforderungen und der Ausgabe von Darlehen zu. Das Einlagengeschäft leistet mit 29,8 Prozent (Vorjahr: 24,0 Prozent) der Finanzschulden des Konzerns einen wesentlichen Beitrag zur Refinanzierung. Die Attraktivität zeigt sich auch in den Zinskonditionen, denn das Einlagengeschäft macht nur einen Anteil von 18,8 Prozent (Vorjahr: 10,8 Prozent) der Zinsaufwendungen für die gesamte Refinanzierung aus.
Zur Geschäftsentwicklung der Segmente im Berichtsjahr wird auf die Ausführungen im Kapitel 2.6. „Ertragslage“, Abschnitt „Entwicklung der Segmente“ des zusammengefassten Lageberichts und im Kapitel 8 „Segmentberichterstattung“ des Konzernanhangs verwiesen.
1.1.2 Absatzmärkte und Marktposition
Mit dem Small-Ticket-Leasing haben wir den Teil des Leasingmarkts definiert, der sich durch Ticketgrößen bis 25.000 EUR auszeichnet. Die Objektgruppen im Small-Ticket-Leasing fallen vorwiegend in die Kategorien Informationstechnologie, Telekommunikationstechnik, Medizintechnik sowie Fahrräder.
Der Leasingmarkt in Deutschland wird vom Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) laut den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2022 auf rund 70 Mrd. EUR Neugeschäft geschätzt. Der Markt wird primär von Fahrzeugen (PKW, Transporter usw.) geprägt, auf die zusammen ein Anteil von rund 76 Prozent am Neugeschäftsvolumen entfällt. In den ersten drei Quartalen 2023 konnten gemäß BDL die Leasing-Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18 Prozent verzeichnen, das zum Teil allerdings durch deutliche Preissteigerungen bei den Anschaffungswerten verursacht wurde.
Die für uns relevanten Objektgruppen IT, Software und Cloudanwendungen, sonstige Ausrüstungen, Medizintechnik, immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Fahrräder und eRoller nehmen laut BDL einen Anteil von rund 11 Prozent des Gesamtmarktvolumens 2022 ein. Dabei umfasst dieses Volumen von ca. 7,7 Mrd. EUR Neugeschäft im Jahr alle Investitions- und damit Ticketgrößen. Das Wachstum im Segment IT, Software und Cloudanwendungen stieg mit 9 Prozent wieder stärker an, was zeigt, dass die Unternehmen die Dringlichkeit der Digitalisierung erkannt haben und wieder vermehrt investieren. Einen starken Zuwachs verzeichnete auch das Neugeschäft mit Fahrrädern und eRollern. Der Markt ist im Jahr 2022 um 47 Prozent gewachsen und hat nun einen Anteil von 3 Prozent am Leasing-Neugeschäft. Das Neugeschäft mit sonstigen Ausrüstungen steigerte sich im Markt um 22 Prozent, hierbei ist vor allem die Entwicklung der Anlagen für erneuerbare Energien hervorzuheben. Deren Neugeschäft, u. a. mit Photovoltaik- und Biogas-Anlagen etc., stieg um über 80 Prozent im Jahr 2022.
Die wichtigsten Leasingmärkte in Europa
werden überwiegend von lokalen Anbieter:innen bedient, insbesondere Leasingtochtergesellschaften von Banken und Hersteller:innen von Ausrüstungsgütern. Viele dieser Wettbewerber:innen sind nicht derart auf das Small-Ticket-Leasing fokussiert wie wir. Sie bieten ebenfalls Leasingfinanzierungen für Autos oder Flugzeuge an. Marktabergreifend betrachten wir BNP Paribas, DLL und Crédit Mutuel als wesentlich in unserer Wettbewerbslandschaft.
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Der französische Leasingmarkt wird überwiegend von den Leasingtochtergesellschaften der großen französischen Banken dominiert. Laut einer aktuellen lokalen Studie von markess zur Wettbewerbsstruktur im Tech-Small-Ticket-Leasing gehören wir in Frankreich
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
neben BNP Paribas und CCLS (Crédit Mutuel/CIC) zu den drei größten Anbietern.
1.1.3 Expansionsmodell
Zum Jahresende 2023 hatten wir noch fünf Franchise- tochtergesellschaften. Dazu zählen Gesellschaften in Chile, Kanada sowie Lettland. Zusätzlich bestanden drei Vertriebsagenturen im Leasingbereich in Norwegen und im Factoringbereich in Portugal und Italien. Im Lauf des Berichtsjahres wurden die restlichen Anteile an der ehemaligen Franchisegesellschaft in Singapur erworben. Außerdem konnten die Anteile an den ehemaligen Franchisegesellschaften in Irland, Großbritannien, Polen und Ungarn erworben werden. Im Fall der beiden australischen Franchisegesellschaften wurden bestehende Kaufoptionen ausgeübt und die Anteile damit erworben.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren wir im Segment Leasing in 33 Ländern auf fünf Kontinenten
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
aktiv.
Zur Erschließung neuer regionaler Märkte nutzten wir zwischen 2003 und 2020 vor allem ein Franchise- modell. An den rechtlich selbstständigen Franchise- gesellschaften war und ist die GRENKE AG nicht beteiligt; die Anteile werden bzw. wurden von Finanzinvestor:innen sowie von den Geschäftsführer:innen der Franchisegesellschaften gehalten. Unabhängig von der Eigentümerstruktur wurden die Franchise- gesellschaften von der GRENKE AG aufgrund einer faktischen Kontrolle nach IFRS 10 erstmalig für das Geschäftsjahr 2020 sowie rückwirkend auch für das Geschäftsjahr 2019 vollkonsolidiert. Nach typischer- weise vier bis sechs Jahren hatten wir in der Vergangenheit die Möglichkeit, die Franchisegesellschaften zu erwerben.
In Ergänzung zu seinen eigenen operativen Ge- schäftsaktivitäten ging der Konzern in den vergange- nen Jahren in Italien insbesondere in den Marktsegmenten von Leasing- finanzierungen mit einem Anschaffungsvolumen von unter 50 TEUR eine bedeutende Marktstellung erarbeitet. Auch hier können wir gemäß einer INVIGORS- Studie aus 2021 und aktuellen Zahlen aus 2023 des italienischen Leasingverbands Assilea unsere Markt- position im Tech-Small-Ticket-Leasing behaupten und befinden uns neben BNP Paribas und DLL unter den Top 3.
Im Segment Factoring haben wir uns auf übliche Factoringdienstleistungen im Small-Ticket-Factoring mit deutschen KMU konzentriert. Dabei bieten wir sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsab- tretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, an. Daneben besteht auch die Möglichkeit des Forderungsmanagements ohne Finanzierungsfunktion an. Der Anteil des Factoringgeschäfts an den Zinserträgen im Konzern ist mit 2,9 Prozent leicht gestiegen (Vorjahr: 2,6 Pro-zent). Dennoch verzeichnete das Gesamtsegment auch im Jahr 2023 einen negativen Ergebnisbeitrag.
Der Leasingmarkt ist angebotsseitig überwiegend mit-telständisch geprägt. Laut einer von uns beauftrag-ten Studie von INVIGORS zur Wettbewerbsstruktur im Tech-Small-Ticket-Leasing gehören wir in dieser Kategorie in Deutschland zusammen mit DLL, BNP Paribas, MMV Leasing und Mercator-Leasing zu den fünf führenden Anbietern. Die Marktstudie umfasst die Objektgruppen IT-Ausstattung inklusive Software, Büroausstattung und Kopiergeräte. Die Analysen be-ruhen auf Zahlen von 2021. Für das Jahr 2022 und 2023 haben wir keine wesentlichen Veränderungen auf Marktseite wahrgenommen.
Unser Marktpotenzial weltweit
// Etablierte Kernmärkte // Künftige Kernmärkte // Hidden Stars
30 Mio. 25 Mio. 1,5 Mio.
Der Leasingmarkt ist angebotsseitig überwiegend mit-telständisch geprägt. Laut einer von uns beauftrag-ten Studie von INVIGORS zur Wettbewerbsstruktur im Tech-Small-Ticket-Leasing gehören wir in dieser Kategorie in Deutschland zusammen mit DLL, BNP Paribas, MMV Leasing und Mercator-Leasing zu den fünf führenden Anbietern. Die Marktstudie umfasst die Objektgruppen IT-Ausstattung inklusive Software, Büroausstattung und Kopiergeräte. Die Analysen be-ruhen auf Zahlen von 2021. Für das Jahr 2022 und 2023 haben wir keine wesentlichen Veränderungen auf Marktseite wahrgenommen.
Die für uns relevanten Objektgruppen IT, Software und Cloudanwendungen, sonstige Ausrüstungen, Medizin- technik, immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Fahrräder und eRoller nehmen laut BDL einen Anteil von rund 11 Prozent des Gesamtmarktvolumens 2022 ein. Dabei umfasst dieses Volumen von ca. 7,7 Mrd. EUR Neugeschäft im Jahr alle Investitions- und damit Ticketgrößen. Das Wachstum im Segment IT, Software und Cloudanwendungen stieg mit 9 Prozent wieder stärker an, was zeigt, dass die Unternehmen die Dringlichkeit der Digitalisierung erkannt haben und wieder vermehrt investieren. Einen starken Zuwachs verzeichnete auch das Neugeschäft mit Fahrrädern und eRollern. Der Markt ist im Jahr 2022 um 47 Prozent gewachsen und hat nun einen Anteil von 3 Prozent am Leasing-Neugeschäft. Das Neugeschäft mit sonstigen Ausrüstungen steigerte sich im Markt um 22 Prozent, hierbei ist vor allem die Entwicklung der Anlagen für erneuerbare Energien hervorzuheben. Deren Neugeschäft, u. a. mit Photovoltaik- und Biogas-Anlagen etc., stieg um über 80 Prozent im Jahr 2022.
Die wichtigsten Leasingmärkte in Europa
werden überwiegend von lokalen Anbieter:innen bedient, ins-besondere Leasingtochtergesellschaften von Banken und Hersteller:innen von Ausrüstungsgütern. Viele dieser Wettbewerber:innen sind nicht derart auf das Small-Ticket-Leasing fokussiert wie wir. Sie bieten ebenfalls Leasingfinanzierungen für Autos oder Flug-zeuge an. Marktabergreifend betrachten wir BNP Pa-ribas, DLL und Crédit Mutuel als wesentlich in unserer Wettbewerbslandschaft.
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Der französische Leasingmarkt wird überwiegend von den Leasingtochtergesellschaften der großen franzö-sischen Banken dominiert. Laut einer aktuellen loka-len Studie von markess zur Wettbewerbsstruktur im Tech-Small-Ticket-Leasing gehören wir in Frankreich
neben BNP Paribas und CCLS (Crédit Mutuel/CIC) zu den drei größten Anbietern.
1.1.3 Expansionsmodell
Zum Jahresende 2023 hatten wir noch funf Franchise- tochtergesellschaften. Dazu zählen Gesellschaften in Chile, Kanada sowie Lettland. Zusätzlich bestanden drei Vertriebsagenturen im Leasingbereich in Norwegen und im Factoringbereich in Portugal und Italien. Im Lauf des Berichtsjahres wurden die restlichen Anteile an der ehemaligen Franchisegesellschaft in Singapur erwor-ben. Außerdem konnten die Anteile an den ehemaligen Franchisegesellschaften in Irland, Großbritannien, Polen und Ungarn erworben werden. Im Fall der beiden aus-tralischen Franchisegesellschaften wurden bestehende Kaufoptionen ausgeübt und die Anteile damit erworben.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren wir im Segment Leasing in 33 Ländern auf fünf Kontinenten
aktiv.
Zur Erschließung neuer regionaler Märkte nutzten wir zwischen 2003 und 2020 vor allem ein Franchise- modell. An den rechtlich selbstständigen Franchise- gesellschaften war und ist die GRENKE AG nicht beteiligt; die Anteile werden bzw. wurden von Finanzinvestor:innen sowie von den Geschäftsführer:innen der Franchisegesellschaften gehalten. Unabhängig von der Eigentümerstruktur wurden die Franchise- gesellschaften von der GRENKE AG aufgrund einer faktischen Kontrolle nach IFRS 10 erstmalig für das Geschäftsjahr 2020 sowie rückwirkend auch für das Geschäftsjahr 2019 vollkonsolidiert. Nach typischer- weise vier bis sechs Jahren hatten wir in der Vergan- genheit die Möglichkeit, die Franchisegesellschaften zu erwerben.
In Ergänzung zu seinen eigenen operativen Ge- schäftsaktivitäten ging der Konzern in den vergange- nen Jahren in Italien insbesondere in den Marktsegmenten von Leasing- finanzierungen mit einem Anschaffungsvolumen von unter 50 TEUR eine bedeutende Marktstellung erar- beitet. Auch hier können wir gemäß einer INVIGORS- Studie aus 2021 und aktuellen Zahlen aus 2023 des italienischen Leasingverbands Assilea unsere Markt- position im Tech-Small-Ticket-Leasing behaupten und befinden uns neben BNP Paribas und DLL unter den Top 3.# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRATS INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
1.1.4 Geschäftsprozesse und Dienstleistungen
Die Kaufpreisermittlung war grundsätz- nen Jahren vereinzelt strategische Beteiligungen ein. mit insgesamt 132 Standorten vertreten. Der Schwer- lich an einer bereits bei Abschluss des Franchisever- So besitzt die GRENKE Bank eine Beteiligung von punkt der Präsenz des Konzerns liegt in Europa, wo trags festgelegten Formel angelehnt, die Marktpara- 13,7 Prozent an der Finanzchef24 GmbH mit Sitz in wir in nahezu allen Ländern aktiv sind. In den drei größ- meter sowie die individuelle Geschäftsentwicklung Munchen. Das Unternehmen ist ein digitaler Versicherungs- ten Kernmärkten Deutschland, Frankreich und Italien hatten wir zum Ende des Berichtsjahres 31 bzw. 18 der Franchisegesellschaft berucksichtigt. Im Rahmen ihres Franchisemodells stellen wir unseren Partner:innen Makler fur Gewerbekund:innen in Deutschland und betreibt ein Onlinefinanzportal, mit dem Unterneh- und sechs Standorte. Außerhalb Europas haben wir den Markteintritt in Asien, in Australien sowie Nord- und Sudamerika realisiert. Gemessen am Neuge- nen Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfugung. Die Refinanzierung schäft Leasing erwirtschafteten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 94,1 Prozent (Vorjahr: 94,4 Prozent) des Geschäfts in Europa und 5,9 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) außerhalb Europas. des operativen Geschäfts aus den Miet- bzw. Leasingverträgen oder Factoringvereinbarungen, die die Franchiseunternehmen mit Kund:innen abgeschlossen haben, stellt in der Regel die GRENKE AG sicher. Die GRENKE AG hat zudem im Berichtsjahr eine Beteiligung in Höhe von 25,96 Prozent an der Miete24 P4Y GmbH mit Sitz in Velten erworben. Diese bietet in einem Onlineportal mehr als 10.000 IT-Produkte voll- digitalisiert zur Miete an.
dauerhaften Vertragsverwaltung bis hin zur Verwer- tung der Leasingruckläufer. Folgende Grafik stellt die- se Wertschöpfungskette vom Investitionsbedarf bis zur Weiternutzung der Objekte inklusive der wesentli- chen Größenordnungen dar.
Gleichzeitig treiben wir die Digitalisierung unseres An- gebots in beiden Kanälen strikt voran, um die Möglich- keiten zur Effizienzsteigerung in externen und internen Prozessen optimal zu heben. Das eSignature-Verfah- ren, mit dem sich Leasingverträge vollständig digital und damit schnell und einfach abwickeln lassen, ist inzwischen in 27 Märkten implementiert. Im Berichts- jahr wurden 40,1 Prozent (Vorjahr: 40,5 Prozent) al- ler Leasingverträge per eSignature abgeschlossen. Ein weiterer digitaler Service im Kunden-portal ist der elektronische Versand von Rechnungen per E-Mail.
Wertschöpfungskette GRENKE
| Schnelle Leasing- Investitionsbedarf | Objektkauf | Leasingvertrag | Weiternutzung | |
| entscheidung | ||||
| € |
Mit unserem Service wollen wir als führender Partner für kleine und mittlere Unternehmen einen wesentli- chen Beitrag dazu leisten, dass wichtige Investitionen über uns mit Leasing realisiert werden. Hierbei kon- zentrieren wir uns auf kleine Investitionsbeträge, die vorrangig einen Betrag bis einschließlich 25 TEUR ausmachen, und streben eine weltweit führende Stel- lung in diesem Segment an. Für das Geschäftsjahr 2024 strebt der Vorstand auf Basis der Wachstums- strategie und unter Berücksichtigung aktueller Kon- junkturprognosen ein Leasingneugeschäft in Höhe von mindestens 3,0 Mrd. EUR an. Damit soll erstmals in der Geschichte der GRENKE AG ein Leasingneu- geschäft in dieser Größenordnung realisiert werden und die Basis für weiteres Wachstum bilden. Die der- zeitige Prognose geht dabei von einem Neugeschäfts- volumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR aus, wie bereits im August 2023 kommuniziert. Des Weiteren prognostiziert der Vorstand für 2024 ein Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die Eigen- kapitalquote soll unter Einbezug des avisierten Aktien- rückkaufprogramms zum Ende des Geschäftsjahres 2024 mehr als 16 Prozent betragen. Mehr Details zum Aktienrückkaufprogramm sind im Abschnitt 9 des Ka- pitels „Aktie und IR“ zu finden.
Innerhalb des Leasinggeschäfts nutzen wir im We- sentlichen zwei Vertriebskanäle: den Vertrieb über Fachhandelspartner:innen sowie das Direktgeschäft. Im Rahmen des Direktgeschäfts bieten wir Leasinglö- sungen – unabhängig von Herstellern und Fachhandel – für ausgewählte KMU an. Hierbei nutzen wir jedoch unser vorhandenes Netz an Fachhandelspartner:in- nen, genießen aber gleichzeitig die Flexibilität der di- rekten Kundenansprache und -bindung. Im Berichts- jahr ist der Anteil unseres Direktgeschäfts nach Anzahl der Verträge von 15,8 Prozent im Jahr 2022 auf 14,1 Prozent gesunken. Das liegt vor allem daran, dass das stark wachsende eBike-Geschäft über entsprechende Fachhandelspartner:innen abgewickelt wird.
Unterstützt von unseren Mitarbeiter:innen in lokalen Vertriebsbüros vermitteln Fachhandelspartner:innen Finanzierungsverträge an Endkund:innen. Wir arbeiten weltweit mit über 36.000 Fachhandelspartner:innen zusammen. Das verschafft uns einen Multiplikatoreff- ekt und eine Basis für die Skalierung unseres Wachs- tums. Durch die hohe Diversifizierung streben wir eine Vermeidung von Klumpenrisiken an.
Die der- Arbeitskonzepte mit Mobile Working andererseits zeitige Prognose geht dabei von einem Neugeschäfts- ermöglichen effiziente und persönliche Kommuni- volumen im Leasing zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR kation mit allen Stakeholdern gleichermaßen. aus, wie bereits im August 2023 kommuniziert. Des Hierzu bildeten wir drei Marktsegmente, die mit Weiteren prognostiziert der Vorstand für 2024 ein jeweils eigenem Marktangang bearbeitet werden. Konzernergebnis von 95 bis 115 Mio. EUR. Die Eigen- Etablierte Kernmärkte: unsere größten und kapitalquote soll unter Einbezug des avisierten Aktien- etablierten Märkte. Hier wollen wir über weitere rückkaufprogramms zum Ende des Geschäftsjahres Produktdiversifizierung und eine konstant hohe 2024 mehr als 16 Prozent betragen. Mehr Details zum Marktpenetration wachsen. Insbesondere sol- Aktienrückkaufprogramm sind im Abschnitt 9 des Ka- len direkte Kundenansprachen neben unserem pitels „Aktie und IR“ zu finden. klassischen Händlervertrieb intensiviert werden.
1.2 Ziele und Strategie
Zukünftige Kernmärkte: unsere Märkte mit starker Wachstumsprognose. Hier investieren wir in neue Wachstumsmärkte und erschließen deren großes Marktpotenzial über den Auf- und Ausbau von Kunden- und Partnerbeziehungen.
Hidden Stars: unsere kleineren und jüngeren Märkte mit solidem Beitrag zu unserem Umsatz. Hier wollen wir unsere profitable Position auf- rechterhalten. Hierzu werden die vorhandenen Händlernetze sowie bestehenden Kundenbe- ziehungen ausgebaut.
Mit Miete24 sind wir im Jahr 2023 eine strate- gische Beteiligung eingegangen, um zukünftig unsere potenziellen Kund:innen ebenfalls über das Onlinegeschäft anzusprechen. Dabei wird über eine plattformähnliche Onlinelösung angeboten, die durch Integration in Onlineshops einer Quasi-
Zur Umsetzung unserer Wachstumsziele konzentrie- ren wir uns auf die folgenden vier Kernbereiche mit entsprechenden strategischen Maßnahmen. Daruber hinaus spielt die Steuerung der Liquidität und Refinan- zierung eine elementare strategische Rolle für uns.
Unsere Vertriebsorganisation nutzt ein breites Netzwerk mit über 36.000 Fachhandelspartnern und ein Kundenportfolio aus über 660.000 KMU weltweit. Wir setzen stetig auf die Intensivierung und des Direktvertriebs, vor allem in unseren etablier- ten Märkten sowie auf die Stärkung unseres Fach- handelsnetzwerks durch neuere Objektkategorien und fortlaufende Digitalisierung.
Wir wollen unsere Präsenz zeitgemäß und ge- schäftsmodellfokussiert stärken – regional wie national, denn die Nähe zu unseren Fachhandels- partner:innen sowie Kund:innen bleibt Teil unse- res Markenkerns. Unser Netzwerk an physischen Standorten bzw. klassischen Niederlassungen überprüfen wir derzeit und passen entsprechend an. Denn digitale Lösungen einerseits und neue
bezahlmethode sehr nahekommt.
Daruber hinaus haben wir für uns Märkte identifi- ziert, aus denen wir uns aufgrund der Komplexität, Größe und des geringen Potenzials zurückziehen aus, wie werden, hierzu zählen die Turkei und Singapur. In anderen kleinen Märken wie Malta, Tschechi- en und der Slowakei wollen wir Synergien über Hub-Strukturen innerhalb des Konzerns bspw. über benachbarte Landesgesellschaften nutzen.
Weiterhin haben wir entschieden, uns vom Fac- toring Segment zu trennen und uns auf das Lea- singgeschäft zu fokussieren. Mehr Details können Abschnitt 9.8, „Ereignisse nach Bilanzstichtag“ im Konzernanhang entnommen werden.
| Etablierte Kernmärkte¹ | Zukünftige Kernmärkte² | Hidden Stars³ |
|---|---|---|
| Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien, Schweden, Schweiz, Spanien, Vereinigtes Königreich | Australien, Kanada und die USA | Belgien, Brasilien, Chile, Dänemark, Irland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate |
1 Etablierte Kernmärkte: Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien, Schweden, Schweiz, Spanien, Vereinigtes Königreich
2 Zukünftige Kernmärkte: Australien, Kanada und die USA
3 Hidden Stars: Belgien, Brasilien, Chile, Dänemark, Irland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate# Der Kanal soll wie kunftiger Investitionsvorhaben von KMU, Selbstständigen und Freiberuflern, Unternehmen und Institutionen der öffentlichen Hand sowie in Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartner:innen.
Wir analysieren und optimieren fortlaufend unsere operativen Kernprozesse – von der sofortigen Entscheidungsfindung über den einfachen und schnellen Vertragsabschluss bis zur vollständig digitalen Prozessabwicklung.
Unser Geschäftsmodell bringt eine hohe Anzahl von Geschäftsbeziehungen zu Händler:innen und Kund:innen mit sich, die wir kosteneffizient über den gesamten Lebenszyklus managen wollen.
Wir wollen unsere Effizienz steigern: bei der Geschäftsanbahnung und allen Transaktionen mit unseren Kund:innen und Händler:innen sowie bei internen Transaktionen.
Wir werden unsere Geschäftsprozesse, wo immer vernünftig möglich, vollständig automatisieren und digitalisieren. Wir setzen dabei auf klare Kunden- dezentrierung und das Kreieren einer optimalen Customer-Journey. Mehr noch zielen wir nicht nur darauf ab, Komplexität für unsere Zielgruppen zu minimieren, sondern eine einfache und schnelle und damit die besten Lösungen zu bieten. Ziel ist ein effizienter Mix aus digitalen Prozessen und persönlicher Kundenansprache, um die Vorteile der Digitalisierung im Vertrieb zur Erreichung von Operational Excellence zu nutzen.
Dazu setzen wir unter anderem auf neue Bezahl- und Vertragsmodelle wie z.B. Pay-per-Use-Verträge und erweitern die Anwendungsfälle für den eContract. Für die effiziente Umsetzung dieser Themen haben wir unseren eigenen konzerninternen IT-Dienstleister, die GRENKE digital GmbH (GdG). Auch das Onboarding sowie ein ordnungsgemäßer KYC-Prozess gehören in eine optimale, digitale Customer-Journey, erst recht im kleinteiligen Geschäft. Der Einsatz von KI kann uns bei der automatischen und integrativen Erfassung der richtigen und relevanten Daten unterstützen.
Operational Excellence und Kostendisziplin
in den kommenden Jahren im ersten Schritt in Deutschland stark intensiviert werden.
Der anhaltende Investitionsbedarf allen voran in den Bereichen Digitalisierung und Green Economy bei unserer Kundenzielgruppe bietet uns in allen Märkten Wachstumschancen. Wir ergänzen unser Portfolio mit leasingfähigen Gütern und nutzungsbasierten laufender Leasingverträge und mehr als 660.000 Vertragskonzepten kontinuierlich entlang aktueller aktiver Kundenbeziehungen („Massengeschäft“) erreichen, aufrechterhalten und ausbauen.
Wir wollen unsere hohe Kosteneffizienz, die wir aufgrund hoher Standardisierung in der Abwicklung und Verwaltung von mehr als einer Million Leasingverträge und mehr als 660.000 aktiven Kundenbeziehungen erreichen, aufrechterhalten und ausbauen.
Wir wollen der führende Finanzierungspartner für KMU weltweit sein
Digital Excellence und Automatisierung
Ausbau nationale und Kostenführerschaft in Ab- Digitalisierung und Erweiterung Produktportfolio regionale Präsenz wicklung und Verwaltung Automatisierung aller Prozesse um innovative Objektkategorien und digitalisieren. mit klarer Kundenzentrierung Efꢀzienzsteigerung bei denzentrierung und das Kreieren einer optimalen Ausbau Händler- und digitales Prozessoptimierung, Vereinheit- Erschließung Geschäftsanbahnungen und Direktkundennetzwerk lichung und Standardisierung neuer Marktpotenziale Customer-Journey. Mehr noch zielen wir nicht nur allen Transaktionen mit Kunden darauf ab, Komplexität für unsere Zielgruppen zu Erweiterung GRENKE Sustainability minimieren, sondern eine einfache und schnelle Produktangebot Index (GSI) und damit die besten Lösungen zu bieten. ESG-Konformität Ziel ist ein effizienter Mix aus digitalen Prozessen und persönlicher Kundenansprache, um die Vorteile der Digitalisierung im Vertrieb zur Erreichung Nachhaltigkeit als integraler, übergreifender Bestandteil der Strategie – intern wie extern von Operational Excellence zu nutzen.
40 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Dazu setzen wir unter anderem auf neue Bezahl- lem die Finanzierung nachhaltiger Investitionsvor- hen hierbei umfangreiche Instrumente zur Verfugung, ꢀ und Vertragsmodelle wie z.B. Pay-per-Use-Ver- haben ermöglichen. die je nach Marktgegebenheiten im Rahmen der Ge- träge und erweitern die Anwendungsfälle fur den Wichtiger Baustein dieser Strategie ist die Erweite- samtstrategie eingesetzt werden. ꢀ eContract. Fur die effiziente Umsetzung dieser The- rung des Portfolios um innovative Objektkategorien Im Wesentlichen beruht die fremdkapitalbasierte Fi- men haben wir unseren eigenen konzerninternen zur Erschließung neuer Marktpotenziale. Hierzu nanzierung auf drei Säulen: IT-Dienstleister, die GRENKE digital GmbH (GdG). zählen wir unter anderem Objekte im Bereich der ꢀ fortschreitenden Digitalisierung sowie Leasingge- Senior-Unsecured-Instrumente, die im Wesent- genstände fur den Ausbau einer grunen und insge- lichen auf unserem Investment-Grade-Rating samt ressourcenschonenden Wirtschaft. Weiterhin aufbauen wie Anleihen, aktuell ein Green Bond, zentral bleibt dabei die Wiederverwendung und Ver- Commercial Paper und Schuldverschreibungen, wertung gebrauchter Leasingobjekte. sowie Kreditbeziehungen mit internationalen Wir werden den Beitrag unseres Leasinggeschäfts aber auch Banken, sowie syndizierte Kreditlinien forderungsbasierte Finanzierung, unter anderem zur Nachhaltigkeit mithilfe unseres selbst entwi- durch ABCP-Programme ꢀ ckeltten ESG-Index messen. Daruber hinaus nut- das Einlagengeschäft der GRENKE Bank ꢀ zen wir zur Refinanzierung die Emission nachhalti- ger Finanzierungsinstrumente („Sustainable-linked der notwendigen Finanzierungsinstrumente. Funding“).
Dabei vermeiden wir Fristentransformation und elimi- nieren so potenzielle Zinsänderungs- und Anschlussfi- nanzierungsrisiken auf Portfolioebene. Je nach Bedarf sowie Marktgegebenheiten nutzen wir die einzelnen Säulen der Refinanzierung.
Nachhaltigkeit
Im Einklang mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) und der Agenda 2030 erweiterten wir unsere Definition von Nachhaltigkeit, entwickelten ein Zielbild und leiteten eine Nachhaltigkeitsstrategie mit entsprechenden Maßnahmen für den Konzern ab.
Wir wollen unsere Aktivitäten bei GRENKE noch stärker und zielgerichtet nachhaltig aufstellen: Dazu gehört die Ausrichtung sämtlicher Geschäfts- und Unternehmensaktivitäten entlang der Dimensionen „Klima und Umwelt“ (Environment), „Sozialer Beitrag“ (Social) und „Verantwortung und Vertrauen“ (Governance), kurz ESG.
Als Unternehmen wollen wir nachhaltig agieren und unserer Kundengruppe im Mittelstand vor al- lem die Finanzierung nachhaltiger Investitionsvorhaben ermöglichen.
Liquidität und Refinanzierung spielen eine grundlegende Rolle in unserem Geschäftsmodell und werden entsprechend strategisch gesteuert. Dabei hat eine solide Eigenkapitalausstattung eine entscheidende Bedeutung für unsere Ratings sowie die Zinshöhe und damit die Kosten unserer Refinanzierung. Seit vielen Jahren halten wir unser selbst gestecktes Ziel für die Eigenkapitalquote von über 16 Prozent ein. Um jederzeit eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, setzen wir schon seit vielen Jahren auf eine möglichst breite und vielfältige Refinanzierungsstruktur. Uns ste-
Wir verfugen uber ein Investment-Grade-Rating der Ratingagenturen Standard & Poor‘s und Fitch Ratings.
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1.3 Steuerungssystem
1.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren
Zur Bewertung der Geschäftsentwicklung und zur Steuerung des Konzerns nutzt der Vorstand folgende finanzielle Leistungsindikatoren.
| Leasingneugeschäft (in Mrd. EUR) | Gewinn (in Mio. EUR) | Eigenkapitalquote | Cost-Income-Ratio (CIR) | Schadenquote | DB2-Marge |
|---|---|---|---|---|---|
| 2,6–2,8 | 80,0–90,0 | > 16% | Leicht über 55% | ≤ 1,5% | ~ 17,0% |
| 2,6 | 86,7 | 19,1% | 59,2%* | 1,0% | 16,5% |
| 2,3 | 84,2 | 20,8% | 55,2%* | 1,3% | 16,1% |
| 1,7 | 95,2 | 19,1% | 50,5% | 1,6% | 17,6% |
- Geänderte Berechnungslogik der CIR. Ohne sonstige Aufwendungen und Erträge.
Leasingneugeschäft: das Leasingneugeschäft wird gemessen am Nettoanschaffungswert in Euro aller neu abgeschlossenen Leasingverträge innerhalb einer Periode. Es zeigt die Entwicklung des Leasingportfolios über einen definierten Zeitraum (Quartal/Jahr).
Konzernergebnis: Gewinn nach Steuern des Konzerns in einer Periode. Dies zeigt die realisierte Profitabilität des Konzerns im Berichtszeitraum.
Eigenkapitalquote: der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Eine solide Eigenkapitalquote ist Grundlage für ein Investmentgrade-Rating, das wiederum für die Refinanzierung am Kapitalmarkt relevant ist.
Cost-Income-Ratio (CIR): Dies ist der Quotient aus der Summe der Aufwandspositionen (Personalaufwand, Abschreibungen und Wertminderungen, Vertriebs- und Verwaltungsaufwand) sowie der Summe der Ertragspositionen (operative Erträge vor Schadensabwicklung und Risikovorsorge). Der Quotient ist damit ein Indikator der Kosteneffizienz.
Schadenquote: Diese stellt den Quotienten aus den Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge einer Periode und dem Vermietungsvolumen zum Periodenstichtag dar. Damit gibt die Schadenquote die Performance des Leasingportfolios im Berichtszeitraum wieder.
Deckungsbeitragsmarge 2 (DB2-Marge): Quotient aus den diskontierten, operativen Erträgen aller neu abgeschlossenen Leasingverträge über die Totalperiode (gesamte Laufzeit) und dem Nettoanschaffungswert aller neuen Leasingverträge innerhalb einer Periode. Dies ist ein Indikator der prognostizierten Profitabilität des neu abgeschlossenen Leasingportfolios.
1.3.2 Steuerungsgrößen
Zur Beurteilung und Steuerung der Profitabilität unseres Leasinggeschäfts berechnen wir Deckungsbeiträge, die die Erträge eines Leasingvertrags über die Totalperiode zeigen. Im Leasinggeschäft wird zwischen dem Deckungsbeitrag 1 (DB1) bzw. der DB1-Marge (Deckungsbeitrag 1 im Verhältnis zum Neugeschäft) und dem Deckungsbeitrag 2 (DB2) bzw. der DB2- Marge unterschieden.
Über die Konzernsteuerungsgrößen hinaus gibt es weitere Steuerungskennzahlen für das Leasinggeschäft:
* Nettoanschaffungswert (NAW)
* Expected Loss
* Embedded Value# DER DB1 ENTSPRICHT DEM BARWERT DES ZINSÜBERSCHUSSES EINES LEASINGVERTRAGS
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Der DB1 entspricht dem Barwert des Zinsüberschusses eines Leasingvertrags ab- Restlaufzeit des gesamten Bestandsportfolios dar. Die Steuerungsgrö-
ßen Leasing Einheit 2023 2022 2021 zuglich der an Dritte bezahlten Provision, während der Differenz zwischen dem Embedded Value am Anfang DB-Marge 1 Prozent 9,8 10,0 11,4 DB2 den Barwert der operativen Erträge eines Lea- und am Ende eines Geschäftsjahrs repräsentiert die DB-Marge 2 Prozent 16,5 16,1 17,6 singvertrags inklusive Risikokosten, Service- und Ver- Veränderung des Substanzwerts. Der DB2 gibt den Nettoanschaf- Mio. EUR 2.581,3 2.299,2 1.657,8 wertungsertrag darstellt. Beide Größen beziehen sich gesamten Embedded Value des Neugeschäfts einer fungswert (NAW) auf die Totalperiode eines Leasingvertrags und be- Periode vor Kosten und Steuern an. Expected Prozent 5,1 5,0 4,5 trachten somit im Durchschnitt die vier Jahre Leasing- Loss / NAW vertragsdauer beginnend mit Vertragsabschluss. Der Den Embedded Value als zusätzliche Kennzahl ver- Embedded Value Mio. EUR 1.689,0 1.663,6 1.596,7 Fokus der Steuerung liegt auf dem DB2, der in seiner wenden wir aus zwei Gründen: Erstens, weil Aufwen- Berechnung mit dem operativen Ergebnis des Kon- dungen, die bei der Expansion in neue Märkte und bei zerns korrespondiert. Während der Deckungsbeitrag Zellteilungen bzw. der Eröffnung neuer Niederlassun- vom Neugeschäft der abgelaufenen Berichtsperiode gen in bestehenden Märkten entstehen, nicht unmit- determiniert wird, verteilen sich die operativen Erträge telbar, sondern meist erst nach Beendigung der An- aus den abgeschlossenen Leasingverträgen über de- laufphase durch Erträge gedeckt werden. Zweitens, ren Laufzeit. Dadurch bestimmen sich die operativen weil der interne Zins in unseren Leasingforderungen Erträge sowie das Konzernergebnis des aktuellen Ge- über die Restlaufzeit eines Portfolios weitgehend fest- schäftsjahres auch aus dem akquirierten Neugeschäft steht, aber sich infolge der IFRS-Leasingbilanzierung vorheriger Geschäftsjahre. erst über die Laufzeit im Zinsergebnis niederschlägt. Steuerungs- Der Expected Loss entspricht der über die Gesamt- größen laufzeit eines Leasingvertrags beziehungsweise ei- Factoring Einheit 2023 2022 2021 nes Portfolios anfänglich kalkulierten und erwarteten Bruttomarge Prozent 1,6 1,4 1,3 Schadenshöhe. Dabei streben wir eine möglichst ge- Factoringvolumen Mio. EUR 838,6 784,2 700,9 ringe Abweichung der erwarteten Schäden von den später tatsächlich realisierten Schäden an.
Der Embedded Value stellt den Barwert sämtlicher noch ausstehender Raten und Verwertungserlöse nach Kosten und Risikovorsorge auf die verbleibende
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Eine der wesentlichen Steuerungsgrößen der GRENKE Bank ist das Einlagevolumen, da die GRENKE Bank über den Ankauf von Leasingforderungen einen wichtigen Bestandteil der Refinanzierungsstrategie des GRENKE Konzerns darstellt. Darüber hinaus wird die GRENKE Bank auf Basis ihrer Eigenkapitalausstattung gesteuert, wobei auf die Eigenkapitalquote, die Gesamtkapitalquote gemäß CRR, die Leverage Ratio und die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) abgestellt wird.
Steuerungsgrößen Bank Einheit 2023 2022 2021
Einlagevolumen Mio. EUR 1.360,8 1.236,0 1.489,9
Eigenkapitalquote Prozent 21,6 23,1 22,7
Gesamtkapitalquote Prozent 21,9 27,5 26,7
Leverage Ratio Prozent 14,1 19,3 16,2
Liquiditätsdeckungsquote Prozent 1.565,4 531,9 543,4
Die wichtigsten Steuerungsgrößen für das Factoring- geschäft sind die Bruttomarge – definiert als die Erträ- ge aus dem Forderungsankauf, der Kreditierung und dem Forderungsmanagement im Verhältnis zu den jeweiligen Nettoanschaffungswerten – und das Facto- ringvolumen, mit dessen Anstieg auch die Gewinnung zusätzlicher Kund:innen einhergeht. Die Zusagen von Finanzierungsanfragen werden dabei gestaffelt nach Risikoklassen gesteuert. Gleichzeitig besteht bei der fristenkongruenten Re- finanzierung eine hohe Prognosesicherheit über den Zinsaufwand und somit insgesamt für das ausste- hende Zinsergebnis über die Restlaufzeit. Mithilfe der Steuerung auf Basis des Embedded Values berück- sichtigen wir zukünftige Ergebnisbeiträge des Lea- singneugeschäfts und verbinden zwei Ziele zu einem: das Wachstum des Neugeschäfts mit der Steigerung des Substanzwerts.
Die nachfolgende Abbildung zeigt die wichtigsten KPI auf einen Blick.
1.3.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Neben den in Kapitel 1.3.1 beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren (Key Performance Indica- tors–KPI) wird der Unternehmenswert des GRENKE Konzerns auch durch nichtfinanzielle Leistungsindika- toren bestimmt.
Im Geschäftsjahr 2023 haben wir die Nachhaltigkeits- strategie und -aktivitäten des GRENKE Konzerns wei- ter vorangetrieben. Zur Beurteilung und Steuerung unserer Nachhaltigkeitsziele wurden bereits im Jahr 2022 die wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindika- toren als TOP-KPI definiert. Diese wurden im aktuellen Geschäftsjahr 2023 mit entsprechenden Zielgrößen versehen.
Die jeweiligen mittelfristigen Ziele für die relevanten fi- nanziellen Steuerungskennzahlen des Konzerns sowie die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2024 fin- den Sie im Kapitel 6.2 „Prognosebericht“.
Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung, Kapitel 3.4 „Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen“.
44 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren*
| KLIMA UND UMWELT # KÜRZEBRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Datenverfügbarkeit und -qualität durch die Einführung eines konzernweiten digitalen Tools für die Erhebung unseres Unternehmensfußabdrucks deutlich verbessert werden. Wir arbeiten weiterhin daran, alle Emissionsdaten möglichst vollständig zu erheben. Aus der zu erwartenden zunehmenden Datenverfügbarkeit, insbesondere hinsichtlich unseres Scope 3, können kurzfristig weiter Anstiege der berichteten Treibhausgasemissionen resultieren. Detaillierte Erläuterungen zu den Reduktionsmaßnahmen werden im Kapitel 3.4.1.4 „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“ dargestellt.
TOP-KPI: Treibhausgasemissionen für Scope 1, 2, 3 und gesamt, gemessen in tCO₂e gemäß GHG Protokoll
Die nachfolgenden Angaben zu den Treibhausgasemissionen in Scope 1 bilden ca. 90 Prozent (2022: ca. 70 Prozent) ab. Dabei wurden Scope-1-Emissionen von rund 3.840 Tonnen CO₂-Äquivalent (tCO₂e) gemessen (2022: 4.492 tCO₂e). Bei den Scope-2-Emissionen konnten die Daten aller Standorte und genutzten Flächen erhoben werden (2022: 70 Prozent). Gemäß der standortbasierten Methode des GHG Protokolls wurden dabei Scope-2-Emissionen von 944 tCO₂e gemessen (2022: 870 tCO₂e).
Auch die Erhebung unserer Scope-3-Emissionen konnten wir im Geschäftsjahr weiterentwickeln. Die bilanzierten Emissionen decken derzeit rund 60 Prozent unserer Standorte ab (2022: 30 Prozent) und belaufen sich auf einen Wert von 3.119 tCO₂e (2022: 6.186 tCO₂e). Trotz der gesteigerten Datenverfügbarkeit führt eine präzisere Datengrundlage zu unseren Emissionssionsen durch Transporte sowie eingekaufte Waren und Dienstleistungen zu einer deutlichen Reduktion der Scope-3-Emissionen. Erstmalig bilanzieren wir in diesem Jahr außerdem gemäß der ausgabenbasi das der ausgabenbasierten Methode des GHG-Protokolls.
Der TOP-KPI setzt sich zusammen aus:
- Anzahl Länder mit verfügbaren eSignature-Lösungen
- Anzahl Länder mit verfügbaren eInvoice-Lösungen
- eContract-Quote, gemessen am Anteil mit eSignature abgeschlossener Leasingverträge im Verhältnis zur Gesamtzahl neuer Vertragsabschlüsse im Geschäftsjahr
Automatisierungsgrad im Leasingkernprozess
Im Kontext unseres Geschäftsmodells als Small-Ticket-Leasingfinanzierer ist die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse ein wesentlicher Treiber, auch zur Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Dies gilt insbesondere in der Dimension Umwelt für einen schonenden Ressourceneinsatz, aber auch im Hinblick auf Soziales und Governance. Denn z. B. durch 24/7-Verfügbarkeit und Self-Service-Funktionalität erhöhen wir das Servicelevel für unsere Kund:innen und Partner:innen. Durch integrierte Kontrollen in diesen Prozessen sichern wir gleichzeitig auf effiziente Art unser rechtskonformes Handeln. Unser Ziel ist es, in allen papierintensiven Prozessen den Papierverbrauch bis 2024 auf ein Minimum zu reduzieren.
Im Geschäftsjahr 2023 waren digitale Signaturlösungen in 27 Ländern verfügbar (2022: 27 Länder). Der Anteil der über eSignature elektronisch abgeschlossenen Leasingverträge betrug im Geschäftsjahr 40,1 Prozent (2022: 40,5 Prozent). Unsere Lösung zur digitalen Rechnungsstellung war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin in 26 Ländern verfügbar (2022: 26 Länder). Während im Geschäftsjahr die Weiterentwicklung in den bestehenden Ländern im Fokus stand, ist für das Geschäftsjahr 2024 der Rollout in die weiteren Länder Rumänien und Polen geplant. Die Messbarkeit des Automatisierungsgrades im Leasingkernprozess, also von der ersten Anfrage bis zum Vertragsende, werden wir in den folgenden Geschäftsjahren kontinuierlich verbessern.
Den Grad der Automatisierung messen wir weiterhin anhand der Verfügbarkeit unserer eSignature- und eInvoice-Lösungen sowie der eContract-Quote bei neuen Vertragsabschlüssen.
SOZIALER BEITRAG
Fluktuationsquote
Ein weiterer Indikator für ein nachhaltiges Personalmanagement und die Attraktivität als Arbeitgeber ist die Fluktuationsquote. Diese spiegelt das Bleibe- und Wechselverhalten im Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter:innen ohne Elternzeit und unbezahlte Abwesenheit wider. Unsere Zielsetzung ist es, eine geringere Fluktuationsquote als die Finanz- und Versicherungsdienstleisterbranche zu erreichen. Dieser Branchenwert betrug 2021 rund 15 Prozent, womit wir im Geschäftsjahr weiterhin innerhalb unserer Zielmarke lagen. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Fluktuationsquote im Konzerndurchschnitt bei 9,7 Prozent (2022: 11,4 Prozent). Damit sank die Quote erneut, im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte.
TOP-KPI: Fluktuation in Prozent im Berichtsjahr, gemessen anhand des Bleibe- und Wechselverhaltens im Verhältnis zur durchschnittlichen Zahl der Beschäftigten nach Köpfen
GRENKE Engagement-Score (Zufriedenheit unserer Mitarbeiter:innen)
Die jährliche Befragung unserer Mitarbeiter:innen ist eine wichtige Basis zur Evaluierung unserer Arbeitgeberattraktivität. Aus detaillierten Fragestellungen ermitteln wir seit diesem Jahr den GRENKE Engagement-Score (GES). Dieser dient der Messung der Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen und fasst die Ergebnisse aus den Themenfeldern Engagement, Identifikation und Bindung sowie Gesamtzufriedenheit mit dem Unternehmen in einem Score zusammen. Das Ergebnis des GES wird anhand einer Skala von 1 bis 7 ermittelt, wobei 1 einer hohen Zufriedenheit und 7 einer geringen Zufriedenheit entspricht. Wir streben langfristig einen GRENKE Engagement-Score von mindestens 2,2 an. Aus der diesjährigen Befragung ergab sich ein GES von 2,1 (2022: 2,0). Die Beteiligungsquote lag konzernweit bei 68,4 Prozent (2022: 74 Prozent).
TOP-KPI: GRENKE Engagement-Score, gemessen als quantitativer Score zwischen 1 und 7 auf Basis der jährlichen Befragung unserer Mitarbeiter:innen
Schulungen und Weiterbildungen
Zur langfristigen Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter:innen bieten wir ein umfassendes Angebot an Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Deren Nutzung messen wir anhand der durchschnittlichen Anzahl von Tagen pro Mitarbeiter:in, die im Berichtszeitraum für freiwillige sowie für Pflichtschulungen verwendet wurden. Unser Ziel war es, die durchschnittlichen Schulungstage pro Mitarbeiter:in bereits 2023 auf 3,5 bis 4 Tage zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich die Anzahl auf 3,7 Tage (2022: 2,9 Tage) bei einer konzernweiten Schulungsquote von 99 Prozent (2022: 99 Prozent).
TOP-KPI: durchschnittliche Anzahl der Schulungs- und Weiterbildungstage pro Mitarbeiter:in im Berichtsjahr, gemessen auf Basis der Gesamtbeschäftigtenanzahl
VERANTWORTUNG UND VERTRAUEN
Overall Strategy Awareness (Score)
Für eine optimale Umsetzung unserer Unternehmensstrategie und damit auch der Nachhaltigkeitsstrategie legen wir großen Wert auf die Zustimmung und Unterstützung durch unsere Mitarbeiter:innen. Die sogenannte Overall Strategy Awareness (OSA) beschreibt die Identifizierung unserer Mitarbeiter:innen mit der Strategie. Wir messen den OSA auf Basis der Fragen zu Strategie, Produkten und Innovation in der jährlichen Befragung unserer Mitarbeiter:innen. Dessen Ergebnis des Overall Strategy Awareness Score wird anhand einer Skala von 1 bis 7 ermittelt, wobei 1 hoher Bekanntheit und 7 geringer Bekanntheit entspricht. Unser Ziel ist es, langfristig einen OSA von 2,5 zu gewährleisten.
Im Geschäftsjahr 2023 gab es kaum Veränderung, und die Overall Strategy Awareness blieb relativ konstant bei einem Score von 2,6 (2022: 2,5).
TOP-KPI: Overall Strategy Awareness Score, gemessen als Wert zwischen 1 und 7 auf Basis aller Antworten zu den Sektionen Strategie, Produkte und Innovation der jährlichen Befragung unserer Mitarbeiter:innen
Abschlussquote der Internal Audits
Die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung einer Governance-Struktur mit effektiven Prozessen und Kontrollen zur Sicherung rechtskonformen und integren Handelns ist zentral für unseren Unternehmenserfolg. Um die konzernübergreifende Steuerung entlang unserer Nachhaltigkeitsstrategie zu sichern, integrieren wir Nachhaltigkeitskomponenten in die variable Vergütung des Top-Managements.
TOP-KPI: Anteil der abgeschlossenen Revisionsprüfungen durch Internal Audit, gemessen in Prozent auf Basis der geplanten Audits gem. Jahresprüfungsplanung
TOP-KPI: Anteil der Top-Managementpositionen mit Nachhaltigkeitskomponente in der variablen Vergütung, gemessen auf Basis der Gesamtzahl von Top-Managementpositionen (d.h. des Vorstands sowie der ersten und zweiten Führungsebene)
Weitere Informationen können nachfolgend der nicht-finanziellen Erklärung in Kapitel 3 entnommen werden.
TOP-KPI: Anteil der Top-Managementpositionen mit Nachhaltigkeitskomponente in der variablen Vergütung# GRENKE AG - Geschäftsbericht 2023
Bericht des Vorstands
Nachhaltigkeit im Personalmanagement
Wir messen dies zu gewährleisten, messen wir den Anteil der abgeschlossenen Prüfungen im Vergleich zur Gesamtzahl der für das Geschäftsjahr geplanten Prüfungen durch das Internal Audit in der gesamten GRENKE Gruppe. Unser Ziel war es, die Abschlussquote der insgesamt geplanten Prüfungen bis 2023 auf 75 Prozent und im weiteren bis 2024 auf 85 Prozent und ab 2025 auf 90 Prozent zu erhöhen. Unser erstes Zwischenziel für 2023 konnten wir im Geschäftsjahr bereits übertreffen. Die Abschlussquote belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 81 Prozent (2022: 58 Prozent). Dies ist eine Steigerung der Abschlussquote um 23 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
Wir verfolgen weiterhin die Integration von Nachhaltigkeitskomponente in der variablen Vergütung im Vergleich zu der Gesamtanzahl der Top-Managementpositionen (d. h. des Vorstands sowie der ersten und zweiten Führungsebene).
Im Geschäftsjahr 2022 wurden für den gesamten Konzernvorstand erstmalig variable Vergütungsbestandteile an Nachhaltigkeitsziele geknüpft. Dies ergibt eine Quote von 100 Prozent im Vorstand, sowie 1,8 Prozent in der Gesamtbetrachtung von Vorstand und Top-Management (2022: 1,6 Prozent).
Forschung und Entwicklung
Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) aktiviert. Die Abschreibungen auf selbst erstellte Software beliefen sich auf 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Darüber hinaus nehmen wir Leistungen Dritter für Forschungs- und Entwicklungszwecke in Anspruch. Diese fielen im Berichtsjahr 2023 im Wesentlichen im Zusammenhang mit IT-Projekten an und betrugen 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR). Davon wurden 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) aktiviert.
Zu unseren Kernkompetenzen zählen standardisierte und – insbesondere im Bereich Leasing – in hohem Maß digitalisierte Prozesse sowie eine effiziente Antragprüfung. Zu diesem Zweck optimieren wir fortlaufend die eingesetzten Softwarelösungen und Anwendungen. Ein wichtiger Fokus der technischen Aktivitäten liegt dabei auf dem Ausbau sowie der Migration in eine geeignete und sichere Cloud-Infrastruktur im Rahmen unseres Digitalisierungsprogramms „Digital Excellence“. Die Weiterentwicklung und die Umsetzung automatisierter und kundenzentrierter Prozesse für den Vertrieb und die Verwaltung treiben wir stetig voran. So wurden im Jahr 2023 die Datenmigrationen der Länder in die zentrale Kundenstammdatenhaltung weiter vorangetrieben. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erweiterung der digitalen Know-Your-Customer-Prozesse. Von zentraler Bedeutung ist dabei die GRENKE digital GmbH, die sämtliche Digitalkompetenzen bündelt und Systemlösungen für uns und unsere Partner:innen entwickelt. Im Jahr 2023 waren 164 Mitarbeiter:innen in der GRENKE digital GmbH beschäftigt (Vorjahr: 153).
Konzern-Jahresabschluss
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das makroökonomische Umfeld war im Jahr 2023 von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Der seit Februar 2022 andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine sorgte für eine anhaltend hohe Unsicherheit. Mit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 kamen weitere Risikofaktoren für den weltweiten Handel und die Weltwirtschaft hinzu. In seiner Ende Januar veröffentlichten Schätzung geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass das weltweite Wachstum im Jahr 2023 bei 3,1 Prozent lag und damit besser abschnitt, als zunächst angenommen. Global betrachtet kamen nachfrageseitig positive Impulse durch die Konsum- und Staatsausgaben, die trotz der global angestiegenen Zinsen in einigen Ländern unerwartet hoch waren. Auf der Angebotsseite unterstützten wieder funktionierende Wertschöpfungsketten und eine gute Arbeitsmarktsituation die Produktionsbedingungen der Unternehmen. Zudem sendeten die sinkenden Inflationsraten ein positives Signal. Binnennachfrage schwächer wurde, zudem war die Exportnachfrage nicht so stark wie in den vorigen Jahren. Zudem belastete dem IWF zufolge die deutsche Schuldenbremse sowie das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts das deutsche Wachstum.
Wirtschaftswachstum gemäß IWF
| Prozent 2023 | Prozent 2022 | |
|---|---|---|
| Weltweit | 3,1 | 3,5 |
| USA | 2,5 | 1,9 |
| Euroraum | 0,5 | 3,4 |
| Deutschland | –0,3 | 1,8 |
| Frankreich | 0,8 | 2,5 |
| Italien | 0,7 | 3,7 |
| Spanien | 2,4 | 5,8 |
| Großbritannien | 0,5 | 4,3 |
Die Vereinigten Staaten erwiesen sich 2023 als robust und wuchsen stärker als im Vorjahr. Im Euroraum forderte die im Jahr 2022 begonnene Erhöhung der Leitzinsen ihren Tribut, so dass das Wachstum im Euroraum nur rund ein Siebtel des Vorjahres betrug. Aufgrund des vergleichsweise kräftigen Wachstums der Urlaubsländer Spanien, Italien und Portugal konnte die Euro-Wirtschaft jedoch eine Rezession vermeiden. Im Gegensatz dazu ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 zurück. Mit Blick auf Deutschland konstatiert der IWF, dass die Binnennachfrage schwächer wurde, zudem war die Exportnachfrage nicht so stark wie in den vorigen Jahren. Zudem belastete dem IWF zufolge die deutsche Schuldenbremse sowie das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts das deutsche Wachstum.
Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2023 bei 2,9 Prozent.
In den USA konnte ein ähnlicher Verlauf der Leitzinsen beobachtet werden, der jedoch zeitlich den europäischen Zinsschritten vorauslief. Ausgehend von einer Bandbreite von 4,25 bis 4,5 Prozent zum Jahresanfang 2023 erhöhte die US-Notenbank Fed den Leitzins bis Juli 2023 auf 5,25 bis 5,5 Prozent und beließ ihn seitdem auf diesem Niveau.
Aufgrund der zu Jahresbeginn sehr hohen Inflationsrate von 8,6 Prozent im Euroraum setzte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre restriktive Geldpolitik zunächst fort. Lag der Hauptrefinanzierungssatz im Euroraum am Anfang des Jahres noch bei 2,5 Prozent und der für die Finanzmärkte inzwischen richtungsweisende Einlagensatz bei 2,0 Prozent, erhöhte die EZB bis September 2023 mit weiteren sechs Zinsschritten den Leitzins, sodass der Hauptrefinanzierungssatz auf 4,5 Prozent und der Einlagensatz auf 4 Prozent anstiegen. Dementsprechend herausfordernd gestaltete sich das Kapitalmarktumfeld. Infolge des nachlassenden Inflationsdrucks und der damit einhergehenden Zinspause der EZB seit Herbst 2023 entspannte sich das Kapitalmarktumfeld, und die Leitindizes konnten Zuwächse verbuchen.
Branchenbezogene Rahmenbedingungen
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts hat der Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen (BDL) noch keine Zahlen für die Entwicklung des Leasingmarkts in Deutschland im Gesamtjahr 2023 herausgegeben.
Das ifo-Geschäftsklima für die Leasingbranche in Deutschland lag im Dezember 2023 bei 12,2 Punkten und ist damit im Jahresverlauf per Saldo gestiegen (Dezember 2022: 8,4 Punkte). Nach einem Höchststand von 31,5 Punkten im April 2023 verzeichnete der Index bis zum Jahresende wieder einen Rückgang. Im Dezember 2023 schätzten die Leasinggesellschaften die aktuelle Geschäftslage mit 41,3 Punkten besser ein als die erwartete Geschäftsentwicklung für die kommenden sechs Monate, die einen Wert von –13,5 Punkten aufwies. Den Rückgang des ifo-Geschäftsklimas Leasing führt der BDL vor allem auf die
Bei den vom ifo-Institut befragten deutschen Unternehmen verschlechterte sich hingegen die Stimmung im Lauf des Jahres 2023. So war seit April 2023 ein kontinuierlicher Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex zu beobachten.
Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sentiment-Indikator für die Wirtschaft im Euroraum erreichte im Dezember 2023 einen Wert von 96,4 Punkten. Damit blieb die Stimmung der befragten Unternehmen im Vorjahresvergleich nahezu unverändert, so hatte der entsprechende Indikator im Dezember 2022 bei 96,7 Punkten gelegen. Zu Beginn des Berichtsjahres verbesserte sich der Indikator zunächst, ging in der Folge bis September auf 93,6 Punkte zurück und stieg bis Jahresende wieder an.
Einen positiven Akzent setzte die Tatsache, dass sich die zu Beginn des Jahres noch bestehende Materialknappheit im Lauf des Jahres weitestgehend auflöste. Die Zahl der Insolvenzen nahm im Berichtsjahr in Deutschland zu, im gesamten Euroraum wurde hingegen im dritten Quartal ein leichter Rückgang der Insolvenzen verzeichnet.
Die Schuldenbremse wird kontrovers diskutiert. Einer Umfrage vom Februar 2024 zufolge sprach sich eine Mehrheit von 56 Prozent für die Einhaltung der Schuldenbremse aus.
men mit etwas mehr Optimismus in die Zukunft: Deren Erwartungen für die kommenden sechs Monate liegen mit 84,3 Punkten geringfügig höher als im Vorjahr (Dezember 2022: 83,8 Punkte). Dem ifo-Institut zufolge dürften die Energiekrise sowie die Unsicherheit über die deutsche Finanz- und Wirtschaftspolitik die Einschätzungen der Unternehmen negativ beeinflusst haben. Im Branchenvergleich bewerteten vor allem Unternehmen des Bauhauptgewerbes die Geschäftssituation aufgrund hoher Zinsen und umfangreicher Regulierungen negativ.# IN KÜRZE
BRIEF DES VORSTANDS
BERICHT DES AKTIE & KONZERN
JAHRESABSCHLUSS
FINANZKALENDER & LAGEBERICHT
VORSITZENDEN AUF SICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Der Indikator, der die Einschätzung von Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und ihren Erwartungen zur Entwicklung auf Sicht von sechs Monaten zusammenfasst, fiel bis Dezember 2023 auf 86,4 Punkte (Dezember 2022: 88,9 Punkte). Insbesondere die Bewertung der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage fiel mit 88,6 Punkten deutlich schlechter aus als im Vorjahresmonat (Dezember 2022: 94,2 Punkte). Allerdings blicken die Unternehmen, Inmitten dieses herausfordernden Umfelds ist es uns erneut gelungen, unseren Wachstumskurs beim Leasingneugeschäft im Gesamtjahr 2023 fortzusetzen. Zudem konnten wir die Zinserhöhungen der EZB inzwischen vollständig integrieren und unsere Profitabilität im Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr steigern.
Leaseurope, der Dachverband der europäischen Leasingunternehmen, hat zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts ebenfalls noch keine Daten für das Gesamtjahr 2023 herausgegeben. Aus der Bekanntgabe für das erste Halbjahr 2023 geht hervor, dass das Leasingneugeschäft in Europa im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um 9,5 Prozent wuchs. Das Wachstum in den volumenmäßig größten Ländern betrug im Vereinigten Königreich 1,1 Prozent, in Frankreich 13,4 Prozent und in Deutschland 12,3 Prozent.
Aus der Bekanntgabe für das erste Halbjahr 2023 geht hervor, dass das Leasingneugeschäft in Europa im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um 9,5 Prozent wuchs. Das Wachstum in den volumenmäßig größten Ländern betrug im Vereinigten Königreich 1,1 Prozent, in Frankreich 13,4 Prozent und in Deutschland 12,3 Prozent.
Somit überstanden wir die makroökonomischen Einflüsse, die Unsicherheit über die künftige Wirtschaftspolitik, die hohen Zinsen und den weiterhin bestehenden Inflationsdruck zurück.
2.3 Makroökonomische Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung
Vom Kriegsgeschehen in der Ukraine und den Sanktionen gegen Russland waren wir nicht direkt betroffen, da wir über keine Standorte oder Engagements in diesen Ländern verfügen. Dasselbe gilt für den Kriegsausbruch im Nahen Osten, denn wir sind weder in Israel noch in den angrenzenden, in den Konflikt involvierten Gebieten durch Niederlassungen vertreten.
Weitere makroökonomische Einflüsse, wie die Veränderungen von Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten, werden im Detail im Kapitel 5.8 im Risikobericht dargestellt.
Die Zinsentwicklung in der Eurozone hatte im Berichtsjahr weiterhin Einfluss auf unser Geschäft, wobei wir die gestiegenen Zinsen vollständig in die Leasingkonditionen einpreisen konnten. Der Zweijahreszins, der für uns aufgrund der Duration des Gesamtportfolios von rund zwei Jahren besonders relevant ist, lag zu Jahresbeginn 2023 bei 3,3 Prozent und stieg bis auf Mitte Oktober auf rund 3,8 Prozent an. Seit der EZB-Sitzung Ende Oktober, die den Beginn der Zinspause markierte, sank der Kapitalmarktzins für diese Fristigkeit bis Jahresende auf 2,8 Prozent.
In einem Umfeld steigender Zinsen, dem wir bis Mitte Oktober gegenübergstanden, das zudem verbunden ist mit ausgeprägten Rezessionssorgen, ziehen es Unternehmen vor, freie Liquidität vorsorglich zu halten, und nutzen sie weniger unmittelbar für betriebliche Investitionen. Da Leasing eine wichtige Finanzierungsfunktion hat und die Leasingraten zum Investitionszeitpunkt und somit bei Vertragsabschluss fest kontrahiert werden können, bietet es vor allen Dingen in Zeiten der Erwartung von weiter steigenden Zinsen eine sichere Kalkulationsbasis für die Leasingnehmerinnen und Leasingnehmer. Positiv auf die Leasingnachfrage wirkte auch die Tatsache, dass sich bei steigenden Zinsen Kredite verteuern und im Vergleich zur Finanzierung über Leasing an Attraktivität verlieren. Andererseits führen steigende Zinsen auch für uns zu höheren Refinanzierungszinsen und damit zu höheren Kosten, die jedoch mit einem Zeitversatz von rund einem Quartal in die Leasingkonditionen eingepreist werden können. Als Reaktion auf die bis September 2023 kontinuierlich steigenden Leitzinsen der EZB passten wir unsere Konditionen mehrmals an. Da die Leitzinsen im vierten Quartal konstant blieben und die DB2-Marge üblicherweise mit einem Zeitversatz von einem Quartal auf Zinserhöhungen reagiert, konnten wir die Zins- erhöhungen bis zum Jahresende 2023 vollständig integrieren. Die DB2-Marge verbesserte sich daher im Gesamtjahr 2023 aufgrund der Anpassungen unserer Konditionen gegenüber dem Vorjahr, in dem die EZB ihren restriktiven Kurs begonnen hatte.
Das Leasingneugeschäft zog im Berichtsjahr weiter vor, wie in Abschnitt 2.5 dargestellt. Grund dafür durften die Investitionsentscheidungen der Unternehmen gewesen sein, mittels Leasing Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen, nicht zuletzt Digitalisierungsvorhaben und grüne Wirtschaftsobjekte zu finanzieren. Im Unterschied zur Kreditvergabe, bei der die Liquidität den Kreditnehmer:innen am Anfang zufließt und nicht notwendigerweise für Investitionen genutzt wird, steht hinter jedem Leasingvertrag ein in der Regel betriebsnotwendiges Objekt und damit ein konkreter mittel- bis langfristiger Investitionsbedarf. Das Zahlungsverhalten unserer Leasingkundschaft blieb unverändert stabil, vgl. hierzu Abschnitt 2.6.1.
2.4 Wesentliche Ereignisse und Geschäfte
2.4.1 Wesentliche Ereignisse
Im ersten Quartal 2023 übernahm Dr. Sebastian Hirsch den Vorstandsvorsitz von Michael Bucker. Mit gleichem Datum, dem 2. März 2023, legten wir vorläufige, nicht testierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 sowie den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2022 in Höhe von 0,45 EUR je Aktie vor. Außerdem gaben wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Zu diesem Zeitpunkt lag die Erwartung für das Leasingneugeschäft im Geschäftsjahr 2023 zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR und für das Konzernergebnis bei 80 bis 90 Mio. EUR.
Der Aufsichtsrat hatte daraufhin Dr. Sebastian Hirsch, der bereits interimistisch zum CEO ernannt worden war, am 16. Februar 2023 zum CEO berufen. Seine Aufgaben als Finanzvorstand führt Dr. Sebastian Hirsch seit seiner Ernennung zum CEO interimistisch fort. Dr. Martin Paal, der seit Juni 2022 bei der GRENKE AG als VP Controlling tätig ist, soll nach einer Übergangs- und Einarbeitungsphase die Leitung des Finanzressorts übernehmen. Er fungierte seither als Senior Vice President als Stellvertreter von Dr. Sebastian Hirsch für das Finanzressort.
Am 2. März 2023 informierten wir in einer Ad-hoc-Mitteilung über unser Digitalisierungsprogramm „Digital Excellence“ mit einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 45 bis 50 Mio. EUR. Um die erfolgreiche internationale Wachstums- und Expansionsstrategie – parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im Neugeschäft – fortzusetzen, werden wir in den nächsten drei Jahren in die digitale Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette in über 30 Ländern investieren. Grundlage des Digitalisierungsprogramms – und mit einem Drittel der Investitionen die größte Einzelmaßnahme – ist die Transformation in die Cloud-Technologie. Die übrigen Investitionsmittel verteilen sich auf die darauf aufbauende Automatisierung aller Kernprozesse für das Leasinggeschäft. Schätzungsweise 15 Mio. EUR werden im laufenden Geschäftsjahr als zusätzlicher Aufwand anfallen.
Durch die Umsetzung des Digitalisierungsprogramms in den kommenden Jahren ging der Vorstand zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass das angestrebte Konzernergebnis 2024 bei ca. 120 Mio. EUR liegen werde, statt wie zuvor prognostiziert bei 140 Mio. EUR.
Ziel von „Digital Excellence“ ist die möglichst vollständige End-to-End-Digitalisierung interner Prozesse im Kerngeschäft Leasing, um in neuen wie auch in bestehenden Märkten deutlich skalieren und dadurch stärker wachsen zu können. So soll beispielsweise die Bearbeitung eines Leasingantrags künftig statt Minuten nur noch Sekunden in Anspruch nehmen („Instant Decision“). Mit dieser erweiterten Digitalisierungsinitiative stellen wir uns optimal auf, um auf neue Anforderungen von Kundinnen und Kunden zu reagieren und selbst neue Trends in der Leasingfähigkeit von Investitionsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen zu setzen, beispielsweise durch das Anbieten von Leasingfinanzierung für neue Objektkategorien. Einige der bereits geplanten Investitionsmaßnahmen, wie der Ausbau der Cloud-Technologie, waren ohnehin geplant und werden jetzt parallel zu dem ambitionierten Wachstumspfad im Neugeschäft vorgezogen und rascher umgesetzt.
Am 23. März 2023 berichteten wir über eine neue Ratingmaßnahme von Standard & Poor‘s. S&P Global Ratings hatte das langfristige Emittentenrating von GRENKE von „BBB+“ auf „BBB“ gesenkt und das Kurzfristrating von „A-2“ bekräftigt. Der stabile (vorher negative) Ausblick bringt die Erwartung zum Ausdruck, dass GRENKE seine angemessene Risikobereitschaft, die Qualität seiner Vermögenswerte und seine hohen Kapitalpuffer erhalten und schrittweise seine solide risikooptimierte Rentabilität in den nächsten Jahren weiter ausbauen wird.# GRENKE AG Geschäftsbericht 2023
1. IN KÜRZE
BRIEF DES VORSTANDS
TRENDWECHSEL UND WACHSTUMSPHILOSOPHIE
Im Oktober schied der langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, mit Ablauf der Hauptversammlung turnusgemäß aus dem Gremium aus. Bestätigt wurde Nils Kröber als Aufsichtsratsmitglied für eine fünfjährige Amtszeit bis zum Ende der Hauptversammlung 2028. Für drei Jahre wurde Moritz Grenke, ältester Sohn des Unternehmensgründers Wolfgang Grenke und Kommanditist der Großaktionärin Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, in den Aufsichtsrat gewählt. Am 22. September 2023 platzierten wir mit unserer ersten Benchmark-Anleihe zugleich erstmals eine Anleihe, die ausschließlich der Refinanzierung nachhaltiger Leasinggüter dient. Das Emissionsvolumen dieses ersten Green Bonds (ISIN XS2695009998) lag bei 500 Mio. EUR und erreichte damit den höchsten Wert einer Anleihe in der mehr als vierzigjährigen Geschichte unseres Unternehmens. Die Nachfrage überstieg das Angebot deutlich. Der Zinssatz beträgt 7,875 Prozent p. a. bei einer Laufzeit von 3,5 Jahren bis zum 6. April 2027. Ab einem Volumen von 500 Millionen Euro gilt eine Emission als Benchmark-Anleihe und kann in einen Kapitalmarktindex aufgenommen werden. Bei diesem GRENKE Green Bond handelt es sich um einen Use-of-Proceeds-Bond, dessen Erlöse zweckgebunden sind für die Refinanzierung von als nachhaltig geltenden Objekten, beispielsweise aus den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität sowie Ressourcen- und Abfallmanagement. Aktuell macht das eBike-Geschäft rund 80 Prozent unseres Green-Bond-Portfolios aus. Das Restvolumen verteilt sich weiterhin unter 1,5 Prozent. Durch den Aufwand aus dem Digitalisierungsprogramm ging der Vorstand im Jahr 2023 von einer Cost-Income-Ratio (CIR) leicht über 55 Prozent aus. Für das Geschäftsjahr 2023 rechnete der Vorstand – wie in den Vorjahren – mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von über 16 Prozent.
Am 21. November 2023 informierte CEO Dr. Sebastian Hirsch genau ein Jahr nach seinem Amtsantritt als interimistischer CEO im Rahmen eines virtuellen CEO-Updates Investoren und Analysten darüber, dass die Corona-Delle überwunden sei und die vergangenen Zinserhöhungen vollständig in die Konditionen eingepreist seien. Mit einem erstarkten Neugeschäft, der ersten grünen Benchmark-Anleihe und dem Digitalisierungsprogramm hat GRENKE den Turnaround und eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum geschafft.
Parallel zur Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2023 am 9. November 2023 kommunizierte der Vorstand, dass sich das Leasingneugeschäft zum Ende des Jahres 2023 in der unteren Hälfte der Guidance von 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR einpendeln werde.
Am 2. März 2023 gaben wir unsere Guidance für das Leasingneugeschäft und das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der Vorstand erwartete, dass wir für das Geschäftsjahr 2023 ein Leasingneu-geschäft zwischen 2,6 und 2,8 Mrd. EUR erzielen und ein Konzernergebnis von 80 bis 90 Mio. EUR erwirtschaften werden.
Am 16. März 2023 kommunizierte der Vorstand, dass er zudem für die DB2-Marge eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr erwarte und dass der mittelfristige Zielwert für die DB2-Marge bei rund 17 Prozent liege, an den sich der Istwert sukzessive annähern sollte. Der Guidance für das Konzernergebnis 2023 lag die Annahme zugrunde, dass die Schadenquote
Der langjährige Vorsitzende des Prognosekorridors für das Neugeschäft setzen wir unsere Wachstumsstrategie fort. Für das Konzernergebnis 2022 hatten wir bereits ein Investment-Grade-Rating von „BBB“ mit stabilem Ausblick durch Fitch-Rating erhalten (Fitch-Ratingstufe „BBB/stable/F2“).
Im Geschäftsjahr 2024 geht der Vorstand daraus abgeleitet von einem Korridor zwischen 95 und 115 Mio. EUR aus (zuvor rund 120 Mio. EUR). Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2023 bleibt unverändert bei 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR für das Leasingneugeschäft und für das Konzernergebnis bei 80 bis 90 Mio. EUR.
Am 20. April 2023 gaben wir eine Beteiligung an der „Miete24 P4Y GmbH“ in Höhe von 25 Prozent plus einen Stimmanteil bekannt. Mit der Akquisition der Internetplattform stärken wir unsere Vertriebsinfrastruktur vor allem im Fachhandel und eröffnen uns zusätzliche Optionen im Online-Direktgeschäft mit gewerblichen Kunden. Der Kaufpreis für den Anteil an Miete24 betrug 3,0 Mio. EUR. Darüber hinaus haben wir uns langfristig die Option zur vollständigen Übernahme gesichert. Der Rollout erfolgt sukzessive mit ausgesuchten Fachhändlern. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland soll die neue Digital-Plattform schnellstmöglich auch international eingesetzt werden.
Am 16. Mai 2023 wählte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung nach der Hauptversammlung Jens Rönnberg, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Dr. Konstantin Mettenheimer, Rechtsanwalt und Steuerberater, zu seinem Stellvertreter. Jens Rönnberg gehört dem Aufsichtsrat seit November 2019 an und war zuvor stellvertretender AR-Vorsitzender. Dr. Konstantin Mettenheimer wurde auf der Hauptversammlung 2021 in den Aufsichtsrat gewählt.
Am 16. Mai 2023 veranstalteten wir die ordentliche Hauptversammlung, die zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Pandemie wieder in Präsenz stattfand. Auf der Hauptversammlung wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,45 EUR je Aktie (2022: 0,51 EUR) beschlossen. Auch allen anderen Tagesordnungspunkten wurde mit großer Mehrheit zugestimmt, darunter der Satzungsänderung mit der Ermächtigung, künftig virtuelle Hauptversammlungen
Am 9. August 2023 passte der Vorstand seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 an das Marktumfeld an. Auf Basis aktualisierter Konjunkturprognosen und des weiteren Fokus auf ausgewogene Margen in diesem Umfeld strebt der Vorstand für 2024 nun ein Leasingneugeschäft in Höhe von 3,0 bis 3,2 Mrd. EUR statt zuvor rund 3,4 Mrd. EUR an. Auch mit dem reduzierten
2.4.2 Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf
Wie es zu Jahresbeginn in Aussicht gestellt wurde, lag die Schadenquote im Geschäftsjahr 2023 mit 1,0 Prozent unterhalb von 1,5 Prozent. Die Cost-Income- Ratio lag mit 59,2 Prozent über dem als leicht über 55,0 Prozent ausgewiesenen Zielwert.
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete GRENKE ein Konzernergebnis nach Steuern von 86,7 Mio. EUR und traf damit wie angekündigt die obere Hälfte der Prognose von 80 bis 90 Mio. EUR.
Die Eigenkapitalquote lag mit 19,1 Prozent zum Jahresende wie erwartet deutlich über dem gesetzten Mindestziel von 16 Prozent.
Am 21. November 2023 beschloss der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die Genehmigung eines Aktienrückkaufprogramms zu beantragen, um von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die ordentliche Hauptversammlung vom 6. August 2020 Gebrauch zu machen. Die Durchführung des Aktienrückkaufprogramms steht gemäß Art. 77, 78 CRR unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Gesellschaft beabsichtigt, die Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Vorstand wird das Kapitalmarkt über den Fortgang unterrichten.
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte GRENKE ein Leasingneugeschäft in Höhe von 2,6 Mrd. EUR und traf damit das untere Ende der Prognose von 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR. Gegenüber dem Vorjahr realisierte der Konzern ein Wachstum des Leasingneugeschäfts von 12,3 Prozent. Die DB2-Marge erreichte in einem volatilen Zinsumfeld 16,5 Prozent und näherte sich damit – nach einem Vorjahreswert von 16,1 Prozent – erwartungskonform dem mittelfristigen Zielwert von 17,0 Prozent an.
Die Gesellschaft beabsichtigt, die Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Vorstand wird das Kapitalmarkt über den Fortgang unterrichten.
Übersicht Prognoseentwicklung GRENKE Konzern, Geschäftsjahr 2023
| Geschäftsjahr 2022 | Guidance 2023 vom 9. November | Guidance 2023 vom 16. März | Guidance 2023 vom 2. März | Geschäftsjahr 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Leasingneugeschäft | 2,6 Mrd. EUR untere Hälfte des Korridors | 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR | 2,6 bis 2,8 Mrd. EUR | 2,3 Mrd. EUR |
| DB2-Marge des Leasingneugeschäfts | 16,1% | -- | ~ 17,0% | -- |
| Schadenquote | 1,3% | -- | ≤ 1,5% | -- |
| Cost-Income-Ratio* | 55,2% | -- | etwas über 55% | -- |
| Gewinn | 84,2 Mio. EUR | obere Hälfte des Korridors | 80 bis 90 Mio. EUR | 80 bis 90 Mio. EUR |
| Eigenkapitalquote | 20,8% | -- | über 16% | -- |
- CIR ohne sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen, wie im Capital Markets Update im Mai 2022 angekündigt# KÜRZEBRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
2.5 Neugeschäft
Entwicklung des Leasingneugeschäfts nach Quartalen in Mio. EUR
2.5.1 Leasing +12,3 %
Das Leasingneugeschäft – das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände – erreichte im Gesamtjahr 2023 ein Volumen von 2.581,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2.299,2 Mio. EUR) und lag damit um 12,3 Prozent über dem Vorjahreswert. In jedem Quartal des Berichtsjahres konnten wir das Neugeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern und befinden uns somit weiterhin auf einem konstanten Wachstumspfad. Nach den ersten Marktdaten für das Geschäftsjahr 2023, die zumindest von Leaseurope für das erste Halbjahr vorliegen, sind wir damit stärker gewachsen als der Markt. Unser Händlernetzwerk konnten wir weiter ausbauen, sodass wir mit mehr als 36.100 Fachhandelspartnern in über 30 Ländern, in denen wir aktiv sind, zusammenarbeiten.
Neugeschäft Leasing Mio. EUR
| 2023 | 2022 | Veränderung (%) | |
|---|---|---|---|
| LEASINGNEUGESCHÄFT | 2.581,3 | 2.299,2 | 12,3 |
| DACH | 625,3 | 571,4 | 9,4 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 683,5 | 600,0 | 13,9 |
| Südeuropa | 595,7 | 571,1 | 4,3 |
| Nord-/Osteuropa | 524,7 | 427,2 | 22,8 |
| Übrige Regionen | 152,0 | 129,5 | 17,4 |
Regionen:
* DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
* Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
* Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
* Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Lettland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
* Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada*, Singapur, Türkei, VAE, USA
* Konsolidierte Franchisegesellschaften, bei denen die Übernahme der Gesellschaftsanteile zum 31.12.2023 noch aussteht
Anteil Neugeschäft Leasing nach Regionen in Prozent
- 2022:
- DACH: 24,9 %
- Westeuropa (ohne DACH): 26,1 %
- Südeuropa: 24,8 %
- Nord-/Osteuropa: 18,6 %
- Übrige Regionen: 5,6 %
- 2023:
- DACH: 24,2 %
- Westeuropa (ohne DACH): 26,5 %
- Südeuropa: 23,1 %
- Nord-/Osteuropa: 20,3 %
- Übrige Regionen: 5,9 %
Zum Wachstum des Leasingneugeschäfts des Geschäftsjahres 2023 konnte jede Region, in der GRENKE tätig ist, positiv beitragen. In der DACH-Region, welche die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz umfasst, stieg das Leasingneugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent auf 625,3 Mio. EUR (Vorjahr: 571,4 Mio. EUR). Deutschland als größter Einzelmarkt der Region verzeichnete ein Neugeschäftswachstum von 2,5 Prozent und hat somit einen Anteil von 79,6 Prozent (Vorjahr: 85,0 Prozent) des Neugeschäftsvolumens der DACH-Region. Der geringere Anteil ist insbesondere auf das starke Neugeschäftswachstum in Österreich (111,7 Prozent) zurückzuführen. Zu den Wachstums- treibern in Österreich gehörte vor allem der Bereich der Green-Economy-Objekte wie z.B. Fahrradleasing. Das aus Deutschland bekannte Modell, in dem Arbeitgeber Lease und ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, wird seit 2023 auch über GRENKE in Österreich finanziert. Hierbei konnte GRENKE eine Partnerschaft mit einem der führenden österreichischen Anbieter im Dienstradleasing erfolgreich etablieren. In Westeuropa ohne DACH stieg das Neugeschäft im Berichtsjahr um 13,9 Prozent auf 683,5 Mio. EUR (Vorjahr: 600,0 Mio. EUR). Gemessen am Anteil des konzern-
weiten Leasingneugeschäfts stellt Westeuropa ohne DACH im Berichtsjahr die größte Region dar. In Frankreich, dem wichtigsten Einzelmarkt in dieser Region, lag das Plus im Gesamtjahr bei 10,3 Prozent. Den prozentual stärksten Anstieg verzeichnete im Be- richtsjahr die Region Nord-/Osteuropa mit einem Wachstum des Neugeschäfts um 22,8 Prozent auf 524,7 Mio. EUR (Vorjahr: 427,2 Mio. EUR). Großbritannien als bedeutendster Markt in Nord-/Osteuropa trug mit einem Plus von 24,1 Prozent im Jahr 2023 wesentlich zum Wachstum in dieser Region bei. Gründe für die erzielte Geschäftssteigerung in Großbritannien waren vor allem die konsequente Akquisition neuer Händler durch direkte, lokale Ansprache sowie die Wiederbelebung und der weitere Ausbau bestehender Partnerschaften. Darüber hinaus trugen unter anderem Finnland (33,1 Prozent) sowie Rumäni- en (30,0 Prozent) deutlich positiv zum Neugeschäfts- wachstum der Region bei. Vor allem Finnland führte somit seinen Wachstumspfad fort und finanziert u. a. aus Deutschland bekannte Modell, in dem Arbeitgeber eBikes. In Finnland konnten zudem weitere Fachhändler akquiriert und ein Neugeschäft von über 100 Mio. EUR erreicht werden. Somit ist Finnland nach Deutschland, Frankreich, Italien, Groß- britannien und Spanien nun das sechste GRENKE Land mit mehr als 100 Mio. EUR Neugeschäft in ei- nem Kalenderjahr.
In Südeuropa stieg das Neugeschäft um 4,3 Prozent und erreichte ein Volumen von 595,7 Mio. EUR (Vorjahr: 571,1 Mio. EUR). Der wichtigste Einzelmarkt dieser Re- gion, Italien, verzeichnete einen leichten Rückgang im Neugeschäft von 2,2 Prozent. Der leichte Rückgang des Neugeschäftsvolumens in Italien kann überwiegend mit dem starken Margenfokus und der damit ver- bundenen Anpassung der Konditionen erklärt werden. Darüber hinaus hatte die eintrübende Konjunktur in Italien, verbunden mit unserem risikobewussten An- nahmeverhalten, Auswirkungen auf das Neugeschäft. Positiv zur Entwicklung des Neugeschäfts der Region trug Kroatien mit einem Wachstum von 34,2 Prozent bei. In den übrigen Regionen ergab sich 2023 ein An- stieg des Neugeschäftsvolumens um 17,4 Prozent auf 152,0 Mio. EUR (Vorjahr: 129,5 Mio. EUR).
DB-Margen im Leasingneugeschäft
| Prozent | |||
|---|---|---|---|
| 2023 | 2022 | Veränderung (pp) | |
| DB1-MARGE | 9,8 | 10,0 | –0,2 |
| DB2-MARGE | 16,5 | 16,1 | 0,4 |
| DACH | 12,9 | 12,0 | 0,9 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 17,3 | 17,4 | –0,1 |
| Südeuropa | 17,2 | 16,4 | 0,8 |
| Nord-/Osteuropa | 17,9 | 18,2 | –0,3 |
| Übrige Regionen | 21,0 | 20,1 | 0,9 |
Deckungsbeiträge im Leasingneugeschäft
| Mio. EUR | |||
|---|---|---|---|
| 2023 | 2022 | Veränderung (%) | |
| DB1 | 254,1 | 231,1 | 10,0 |
| DB2 | 426,3 | 369,6 | 15,3 |
| DACH | 80,9 | 68,6 | 17,8 |
| Westeuropa (ohne DACH) | 117,4 | 103,6 | 13,4 |
| Südeuropa | 102,5 | 93,6 | 9,5 |
| Nord-/Osteuropa | 93,7 | 77,7 | 20,6 |
| Übrige Regionen | 31,9 | 26,1 | 22,1 |
Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneuge- schäfts stieg im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 15,3 Prozent auf 426,3 Mio. EUR an (Vorjahr: 369,6 Mio. EUR). Die DB2-Marge konnte aufgrund einer höheren Ertragsprognose im Bereich Service & Protect von 16,1 Prozent auf 16,5 Prozent erhöht werden.
Geografisch betrachtet verbesserte sich der De- ckungsbeitrag 2 in allen Regionen. Die höchsten Steige- rungen des absoluten Deckungsbeitrags 2 konnten in Nord-/Osteuropa mit 20,6 Prozent sowie in der DACH-Region mit 17,8 Prozent erzielt werden. Westeu- ropa ohne DACH (13,4 Prozent) und Südeuropa (9,5 Prozent) verzeichneten ebenfalls ein moderates Wachstum. Prozentual zeigten die übrigen Regionen mit 22,1 Prozent das größte Wachstum, wobei diese mit einem Anteil von 7,5 Prozent am gesamten De- ckungsbeitrag 2 die kleinste Ländergruppierung darstellen.
Der Deckungsbeitrag 1 (DB1) des Leasingneuge- schäfts stieg im Geschäftsjahr 2023 um 10,0 Prozent auf 254,1 Mio. EUR (Vorjahr: 231,1 Mio. EUR). Die DB1-Marge lag im Berichtsjahr mit 9,8 Prozent nahe- zu auf dem Vorjahreswert von 10,0 Prozent. Die im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufige DB1-Marge resultierte im Wesentlichen aus dem kontinuierlichen Anstieg der Zinsen und den damit einhergehenden höheren Refinanzierungskosten im Jahr 2023, die auf- grund des Margendrucks nicht sofort oder nur teilweise über die Konditionen an die Kunden weitergegeben werden konnten. Grundsätzlich waren wir 2023 in der Lage, die gestiegenen Refinanzierungskosten über die Konditionen anzupassen der Konditionen in den Leasingraten zu verankern.
Die DB2-Marge konnte vor allem in den Regionen DACH (12,9 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr), Südeuropa (17,2 Prozent nach 16,4 Prozent im Vorjahr) und in den übrigen Regionen (21,0 Prozent nach 20,1 Prozent im Vorjahr) deutlich erhöht werden.
In Westeuropa ist die DB2-Marge mit 17,3 Prozent (Vorjahr: 17,4 Prozent) nahezu unverändert. In Nord-/Osteuropa verzeichneten wir einen modera- ten Rückgang der DB2-Marge von 18,2 Prozent auf 17,9 Prozent.
Die konsolidierten Franchisegesellschaften, bei denen die Übernahme der Gesellschaftsanteile zum Stichtag noch nicht übernommen hat, lag im Geschäftsjahr 2023 bei insgesamt 54,7 Mio. EUR (Vorjahr: 43,9 Mio. EUR). Das entspricht einem Anstieg von 24,7 Prozent. Die konsoli- dierten Franchisegesellschaften trugen im Wesentlichen mit einem um 24,7 Prozent erhöhten Leasingneugeschäft zum Gesamtergebnis bei. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Akquisition von drei neuen Gesellschaften in Frankreich und zwei weiteren in den USA zurückzuführen. Die Geschäftsentwicklung im Leasing zur Finanzierung und Realisierung von Investitionen liegt weiter international im Trend. So re- gistriert GRENKE weiterhin eine wachsende Nach- frage. Im Geschäftsjahr 2023 erhielten wir insgesamt# 2.5.1 Leasing
Die konsolidierten Franchisegesellschaften erwirtschafteten in 2023 einen DB2 in Höhe von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). Die DB2-Marge lag entsprechend bei 17,3 Prozent (Vorjahr: 16,4 Prozent) und damit über dem Konzerndurchschnitt von 16,5 Prozent. Ursächlich hierfür ist die konsequente Marktbearbeitung, die mit der Akquisition neuer Partner einhergeht, der Ausbau bestehender Kooperationen sowie der Ausbau der Geschäftstätigkeit neuerer Objektkategorien wie bspw. Green Economy.
Das in den Zahlen des Leasingsegments enthaltene Neugeschäft der konsolidierten Franchisegesellschaften in Chile, Kanada und Lettland, deren Anteile Summe einen DB2 in Höhe von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR).
Die Anzahl der neu abgeschlossenen Leasinganfragen lag bei 577.091 (Vorjahr: 530.074). Die Anzahl der neu abgeschlossenen Leasingverträge lag bei 291.689 (Vorjahr: 268.689), eine Steigerung von 8,6 Prozent, bei einer relativ konstanten Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 50,5 Prozent (Vorjahr: 50,7 Prozent).
In der DACH-Region stieg die Umwandlungsquote auf 67,0 Prozent (Vorjahr: 64,7 Prozent). Auf die internationalen Märkte entfielen 469.077 Anfragen (Vorjahr: 430.308), die zu 219.282 (Vorjahr: 204.188) neuen Verträgen führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort im Gesamtjahr 2023 bei 46,7 Prozent (Vorjahr: 47,5 Prozent).
Der mittlere Wert pro Leasingvertragsabschluss stieg 2023 leicht um 3,4 Prozent auf 8.849 EUR (Vorjahr: 8.557 EUR). Damit lag er im Rahmen der definierten Zielgröße, die unsere Fokussierung auf kleine Tickets mit einer durchschnittlichen Ticketgröße von weniger als 10.000 EUR für das Gesamtjahr 2023 reflektiert.
| Leasinganfragen | Stück | 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Leasinganfragen | Stück | 577.091 | 530.074 | 8,9% |
| Leasingverträge | Stück | 291.689 | 268.689 | 8,6% |
| Umwandlungsquote | Prozent | 50,5 | 50,7 | –0,2 pp |
| Durchschnittlicher NAW | EUR | 8.849 | 8.557 | 3,4% |
| eSignature Quote | Prozent | 40,1 | 40,5 | –0,4 pp |
Der Anteil der Leasingverträge, die mithilfe des bei GRENKE gängigen eSignature-Verfahrens vollständig digital abgewickelt werden können, lag im Berichtsjahr mit 40,1 Prozent nahezu auf dem Niveau des Jahres 2022 (40,5 Prozent). Zum Berichtsjahresende war dieses Verfahren in 27 Märkten etabliert.
Anteil Objektgruppen am Leasingportfolio nach Anzahl der Verträge
| Objektgruppen | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| IT-Geräte | 28,6 % | 30,6 % |
| Kopiertechnik | 21,0 % | 21,7 % |
| Green Economy Objekte | 16,8 % | 13,1 % |
| (davon: eBike) | 13,8 % | 11,3 % |
| Maschinen und Einrichtungen | 14,2 % | 13,9 % |
| Telekommunikationsgeräte | 8,9 % | 9,3 % |
| Medizintechnik, Wellness | 4,1 % | 4,4 % |
| Sicherheitsgeräte | 3,9 % | 3,9 % |
| Allg. Bürotechnik | 2,2 % | 2,7 % |
| Sonstiges | 0,3 % | 0,3 % |
Im Zuge aktueller Trends konnten wir das Geschäft mit Leasingobjekten aus dem Bereich der Green Economy weiter ausbauen. Demnach verzeichneten wir einen Anstieg des Anteils der Green-Economy-Objekte am Portfolio der neu abgeschlossenen Verträge um 3,7 Prozent. Wachstumstreiber in diesem Bereich sind weiterhin die eBikes. So finanzierten wir allein im Jahr 2023 über 40.000 eBikes mit einem Neugeschäftsvolumen von über 130 Mio. EUR. Bei den weiteren Kategorien beobachteten wir lediglich leichte Verschiebungen der Nachfrage. Der Anteil der IT-Geräte ging – gemessen an der Anzahl der Verträge die größte Objektgruppe – trotz steigender Anzahl der Verträge im Berichtsjahr leicht zurück (–2,0 Prozent). Die Objektgruppen der allgemeinen Bürotechnik, der Telekommunikationsgeräte, der Kopiertechnik sowie Medizintechnik/Wellness verzeichneten ebenfalls einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (jeweils <1 Prozent). Demgegenüber nahmen Maschinen und Einrichtungen gegenüber dem Vorjahr anteilig zu, während der Anteil des Geschäfts mit Sicherheitsgeräten konstant blieb.
Die mit Leasing über uns realisierten Investitionen unterschieden sich zudem nach der Art des Vertriebskanals. So gehörten im Händlervertrieb Kopierautomaten, EDV- und Telefonanlagen zu den am stärksten nachgefragten Produktgruppen. Im Direktvertrieb investierten die Unternehmen vor allem in eBikes, EDV-Anlagen und Büroeinrichtung.
2.5.2 Factoring
Das Factoring wies im Geschäftsjahr 2023 ein Neugeschäft mit einem angekauften Forderungsvolumen von 838,6 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 6,9 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Gleichzeitig bedeutet dieses Forderungsvolumen mit einer durchschnittlichen Laufzeit vom Ankauf bis zur Fälligkeit von rund 43 Tagen, dass sich diese Forderungen kalkulatorisch 8,5-mal im Jahr (365 Tage/43 Tage) umschlagen, weshalb das Factoringgeschäft mit einem bilanziellen Forderungsvolumen von 83,9 Mio. EUR unverändert einen unwesentlichen Anteil an der Konzernbilanz hat.
Die Erträge im Verhältnis zu den Nettoanschaffungswerten ergeben die Bruttomarge des Factoringgeschäfts. Der Refinanzierungsbedarf ist aufgrund des revolvierenden Ankaufs der Forderungen und des dadurch geringeren Volumens niedriger als bei der Refinanzierung des Leasingneugeschäfts.
Der Neugeschäft im Factoring nahm im Geschäftsjahr 2023 um 6,9 Prozent auf 838,6 Mio. EUR (Vorjahr: 784,2 Mio. EUR) zu. Davon betreffen 17,8 Prozent das Forderungsmanagement (ohne Finanzierungsfunktion). In der DACH-Region lag das Factoringneugeschäft mit 295,6 Mio. EUR (Vorjahr: 297,0 Mio. EUR) auf einem konstanten Niveau.
Die Bruttomarge stieg im Berichtsjahr leicht auf 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). In Südeuropa legte das Factoringneugeschäft um 23,2 Prozent auf 183,0 Mio. EUR (Vorjahr: 148,5 Mio. EUR) zu. Treiber dieses Wachstums ist Portugal mit einer Steigerung von 47,4 Prozent infolge des erfolgreichen Ausbaus des Bestandskundengeschäfts durch den Einbezug neuer Debitoren, der Gewinnung neuer Kunden sowie starker Synergieeffekte mit dem etablierten Leasingsegment. Die Region Nord-/Osteuropa erzielte ein Wachstum von 6,3 Prozent auf 360,0 Mio. EUR (Vorjahr: 338,7 Mio. EUR). Die Bruttomarge stieg in Südeuropa auf 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent). In Nord-/Osteuropa stieg die Bruttomarge ebenfalls auf 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,4 Prozent).
Die Bruttomarge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts. Grund für den Anstieg der Bruttomarge ist vor allem der Anstieg der Zinssätze im europäischen Raum, der über die Konditionen an die Kunden weitergegeben wurde. Aufgrund der unterschiedlichen Zahlungsziele und -gewohnheiten betrug der durchschnittliche Zeitraum in der DACH-Region ca. 27 Tage (Vorjahr: ca. 27 Tage), ca. 78 Tage in Südeuropa (Vorjahr: ca. 79 Tage) und 38 Tage in Nord-/Osteuropa (Vorjahr: ca. 38 Tage).
| NEUGESCHÄFT FACTORING | MIO. EUR | 2023 | 2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| NEUGESCHÄFT FACTORING | MIO. EUR | 838,6 | 784,2 | 6,9% |
| DACH | Mio. EUR | 295,6 | 297,0 | -0,5% |
| Südeuropa | Mio. EUR | 183,0 | 148,5 | 23,2% |
| Nord-/Osteuropa | Mio. EUR | 360,0 | 338,7 | 6,3% |
| BRUTTOMARGE | PROZENT | 1,6 | 1,4 | 0,2 pp |
| DACH | Prozent | 1,6 | 1,5 | 0,1 pp |
| Südeuropa | Prozent | 1,7 | 1,4 | 0,3 pp |
| Nord-/Osteuropa | Prozent | 1,7 | 1,4 | 0,3 pp |
| DURCHSCHNITTLICHER ZEITRAUM | TAGE | 43 | 42 | 1 |
| Durchschnittlicher Zeitraum DACH | Tage | 27 | 27 | 0 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Südeuropa | Tage | 78 | 79 | –1 |
| Durchschnittlicher Zeitraum Nord-/Osteuropa | Tage | 38 | 38 | –0 |
Regionen: DACH: Deutschland, Schweiz; Südeuropa: Italien, Portugal; Nord-/Osteuropa: Ungarn, Großbritannien, Irland, Polen
2.5.3 Kreditgeschäft der GRENKE Bank
Das Kreditneugeschäft der GRENKE Bank beinhaltet vor allem die im Rahmen des „Mikrokreditfonds Deutschland“ vergebenen Kredite, bei denen die GRENKE Bank staatlich geförderte Mikrofinanzierungen zwischen 1.000 und 25.000 EUR anbietet. Das gesamte Kreditgeschäft der GRENKE Bank sank um 11,8 Prozent auf 45,0 Mio. EUR (Vorjahr: 51,1 Mio. EUR).
2.5.4 Währungseffekte
Aus der Veränderung der durchschnittlichen Wechselkurse von Fremdwährungen zum Euro im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich im Gesamtjahr negative (Vorjahr: 69,0 Mio. EUR) zu. Per Saldo lag das Zinsergebnis im Berichtsjahr bei 338,5 Mio. EUR und damit trotz positiver Entwicklung um 1,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 344,5 Mio. EUR. Der Großteil des Zinsergebnisses im Geschäftsjahr 2023 entfiel auf das Segmentergebnisse Leasingsegment. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Angaben unter Tz. 4.1 „Zinsergebnis“ im Konzernanhang.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft sind abhängig von den Leasingforderungen aus laufenden Verträgen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 betrug der Bestand der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen 5,3 Mrd. EUR im Vergleich zu 5,1 Mrd. EUR zu Beginn des Geschäftsjahres 2022.
2.6 Ertragslage
Die ausgewählten Angaben aus der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung werden für das laufende Geschäftsjahr auf Konzernebene sowie auf Basis der Segmentergebnisse erläutert.# BRIEF DES VORSTANDS
BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Ausgewählte Angaben aus der Konzern- Gewinn- und -Verlustrechnung
Bis zum Geschäftsjahr 2023 wuchsen die Leasingforderungen auf 5,7 Mrd. EUR an. Daher belaufen sich die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft im Geschäftsjahr 2023 auf 467,4 Mio. EUR und liegen damit 13,0 Prozent über dem Vorjahreswert (413,5 Mio. EUR). Das anhaltend starke Wachstum des Neugeschäfts der letzten Quartale zeigt sich im Zinsertrag aus den Leasingforderungen. Zudem spiegelt sich die gestärkte Margensituation infolge der angepassten Konditionierung im Leasingneugeschäft sukzessiv wider. Aufgrund des mit dem gestiegenen Neugeschäftsvolumen einhergehenden höheren Refinanzierungsbedarf sowie des allgemein gestiegenen Zinsniveaus nahmen die Aufwendungen für die Verzinsung um 86,8 Prozent auf 128,9 Mio. EUR zu. Währungseffekte in Bezug auf das Leasingneugeschäftsvolumen in Höhe von 12,4 Mio. EUR. Diese resultierten vor allem aus der Abwertung der Schwedischen Krone und des Australischen Dollars. Leicht gegenläufig wirkte die Aufwertung des Schweizer Franken.
Die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 um 24,6 Prozent auf 90,8 Mio. EUR (Vorjahr: 120,4 Mio. EUR). Diese Position setzt sich zusammen aus Ausbuchungen für uneinbringliche Forderungen und Wertberichtigungen für erwartete Ausfälle im Sinn einer Risikovorsorge. Die positive Entwicklung resultiert aus dem konservativen Risikoansatz der Vorjahre und dem unverändert soliden Zahlungsverhalten unserer Kund:innen. Die Ermittlung der erwarteten Kreditausfälle basiert gemäß IFRS 9 auf einem dreistufigen Ansatz. Tritt eine signifikante Verschlechterung des Kreditrisikos (Stufe 2) oder eine Bonitätsbeeinträchtigung (Stufe 3) ein, ist eine Risikovorsorge in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste zu bilden. Wir verweisen für weitergehende Informationen zur Methode für die Ermittlung der Wertminderungen von Leasingforderungen auf die Angaben unter Tz. 5.2 „Leasingforderungen“ im Konzernanhang. Die Aufwendungen für tatsächlich eingetretene und realisierte Forderungsausfälle aus nicht performenden Leasingverträgen reduzierten sich im Berichtsjahr 2023 auf 104,7 Mio. EUR (Vorjahr: 160,1 Mio. EUR) und sind in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge enthalten. Diese tatsächlich realisierten Schäden beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausbuchung von Forderungen, die Kosten der Rechtsverfolgung sowie die Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen aus gekündigten Leasingverträgen.
Von den gesamten Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge entfielen 86,9 Mio. EUR (Vorjahr: 105,2 Mio. EUR) bzw. 95,7 Prozent auf das Leasinggeschäft, –5,8 Mio. EUR (Vorjahr: +14,3 Mio. EUR) auf das Kreditgeschäft der Bank und 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) auf das Factoringgeschäft. Für weitere Informationen zur Zusammensetzung der Aufwendungen verweisen wir auf die Angaben unter Tz. 4.2 „Schadensabwicklung und Risikovorsorge“ im Konzernanhang.
Die Schadenquote (Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Verhältnis zum Vermietvolumen am jeweiligen Berichtsstichtag) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). Damit lag die Schadenquote unter ihrem Mittelwert seit 2018 von 1,6 Prozent. Das Vermietvolumen (Summe der Nettoanschaffungswerte aller laufenden Leasingverträge) stieg zum Stichtag 31. Dezember 2023 infolge des höheren Neugeschäftsvolumens um 3,9 Prozent auf 9.415 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 9.059 Mio. EUR).
Die gestiegenen Zinserträge sowie die im Vorjahresvergleich rückläufige Risikovorsorge konnten den Anstieg der Zinsaufwendungen überkompensieren, so dass unser Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsjahr um 10,5 Prozent auf 247,7 Mio. EUR (Vorjahr: 224,1 Mio. EUR) anstieg. Das Ergebnis aus dem Servicegeschäft verbesserte sich im Berichtsjahr um 8,9 Prozent und erreichte 135,1 Mio. EUR (Vorjahr: 124,0 Mio. EUR). Die stabile Entwicklung resultierte unter anderem aus dem hohen Neugeschäftsvolumen des aktuellen sowie der vorangegangenen Geschäftsjahre. Das Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Geschäftsjahr 2023 um 14,5 Prozent auf 46,6 Mio. EUR (Vorjahr: 40,7 Mio. EUR). Begründet durch das höhere Neugeschäftsvolumen entwickelten sich die Erlöse aus Vormieten und Servicegebühr der Bereitstellung entsprechend positiv im Geschäftsjahr 2023. Das Verwertungsmehr- bzw. -minderergebnis lag bei 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: –3,1 Mio. EUR) hauptsächlich begründet durch ein positives Verwertungsergebnis aus Verträgen, die die Grundmietzeit erreicht haben.
Die Anzahl der Beschäftigten lag im Geschäftsjahr 2023 bei durchschnittlich 2.068 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter) und damit um 10,1 Prozent über dem Vorjahreswert von durchschnittlich 1.878 Beschäftigten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtsjahr 2023 um 31,2 Prozent auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR) zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen infolge der Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 4,0 Mio. EUR, welche unter anderem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie durch chilenische Peso (CLP) mit 1,5 Mio. EUR, polnische Zloty (PLN) mit 1,3 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) mit 1,1 Mio. EUR und kanadische Dollar (CAD) mit 1,0 Mio. EUR.
| TEUR 2023 | TEUR 2022 | (%) | |
|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 467.412 | 413.513 | 13,0 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 128.879 | 69.000 | 86,8 |
| ZINSERGEBNIS | 338.533 | 344.513 | –1,7 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 90.829 | 120.437 | –24,6 |
| ZINSERGEBNIS NACH SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE | 247.704 | 224.076 | 10,5 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 135.109 | 124.031 | 8,9 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 46.560 | 40.673 | 14,5 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(–)ergebnis | 2.597 | –3.121 | < –100 |
| OPERATIVE ERTRÄGE INSGESAMT | 431.970 | 385.659 | 12,0 |
| Personalaufwand | 176.007 | 149.067 | 18,1 |
| davon Gesamtvergütung | 144.468 | 122.637 | 17,8 |
| davon fixe Vergütung | 126.009 | 102.469 | 23,0 |
| davon variable Vergütung | 18.459 | 20.168 | –8,5 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 106.465 | 97.663 | 9,0 |
| davon IT-Projektaufwand | 13.384 | 8.602 | 55,6 |
| KONZERNERGEBNIS VOR STEUERN | 110.403 | 111.033 | –0,6 |
| KONZERNERGEBNIS | 86.714 | 84.184 | 3,0 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR, VERWÄSSERT/UNVERWÄSSERT) | 1,79 | 1,75 | 2,3 |
Vorjahr um 8,5 Prozent auf 18,5 Mio. EUR (Vorjahr: 20,2 Mio. EUR). Die Anzahl der Beschäftigten lag im Geschäftsjahr 2023 bei durchschnittlich 2.068 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter) und damit um 10,1 Prozent über dem Vorjahreswert von durchschnittlich 1.878 Beschäftigten.
Die Abschreibungen und Wertminderungen sanken um 16,6 Prozent auf 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: 32,5 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 beinhaltete die Position Wertminderungen für Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt 0,6 Mio. EUR, welche auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit aus dem Leasinggeschäft in Spanien entfällt. Im Vorjahr erfasste der Konzern Wertminderungen für Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 5,9 Mio. EUR. Diese entfielen auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aus dem Leasinggeschäft in Portugal mit 5,2 Mio. EUR und Ungarn mit 0,7 Mio. EUR. Ursächlich für die Wertminderungen war im Wesentlichen der deutliche Anstieg der Abzinsungssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,0 Prozent auf 106,5 Mio. EUR (Vorjahr: 97,7 Mio. EUR). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultierte aus den Aktivitäten im Rahmen des Digital-Excellence-Programms, welches die Konzeption und Umsetzung automatisierter Prozesse im Bereich Kundenprüfung und Geldwäsche sowie den schrittweisen Aufbau einer geeigneten Cloudinfrastruktur beinhaltet. Gegenläufig hierzu wirken die gesunkenen Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten. Diese waren in den Vorjahren aufgrund der Folgeeffekte der anlassbezogenen Sonderprüfung nach § 44 (1) Satz 2 Kreditwesengesetz stark angestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtsjahr 2023 um 31,2 Prozent auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR) zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen infolge der Umrechnung von türkischer Lira (TRY) in Höhe von 4,0 Mio. EUR, welche unter anderem aus den Effekten aus der Bewertung Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie durch chilenische Peso (CLP) mit 1,5 Mio. EUR, polnische Zloty (PLN) mit 1,3 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) mit 1,1 Mio. EUR und kanadische Dollar (CAD) mit 1,0 Mio. EUR.
Durch die gestiegenen Ergebnisse aus dem Servicegeschäft, dem Neugeschäft und dem Verwertungsergebnis sowie der reduzierten Schadensabwicklung und Risikovorsorge erhöhten sich die operativen Erträge insgesamt im Geschäftsjahr 2023 um 12,0 Prozent auf 432,0 Mio. EUR (Vorjahr: 385,7 Mio. EUR).
Die absolut betrachtet größte Aufwandsposition des Konzerns, der Personalaufwand, nahm im Berichtsjahr um 18,1 Prozent auf 176,0 Mio. EUR (Vorjahr: 149,1 Mio. EUR) zu. Der Anstieg resultiert in erster Linie aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus einer Anpassung der Gehälter mit einem verringerten variablen Vergütungsbestandteil und einer konzernweiten inflationsbedingten Anhebung der Grundvergütung im August 2022 um ca. 3,5 Prozent. Das Ergebnis aus dem Neugeschäft stieg im Geschäftsjahr 2023 um 14,5 Prozent auf 46,6 Mio. EUR (Vorjahr: 40,7 Mio. EUR). Begründet durch das höhere Neugeschäftsvolumen entwickelten sich die Erlöse aus Vormieten und Servicegebühr der Bereitstellung entsprechend positiv im Geschäftsjahr 2023. Das Verwertungsmehr- bzw. -minderergebnis lag bei 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: –3,1 Mio. EUR) hauptsächlich begründet durch ein positives Verwertungsergebnis aus Verträgen, die die Grundmietzeit erreicht haben.
Entwicklung der Schadenquote, Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie Vermietvolumen
| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schadenquote (linke Achse) | 1,6 | 1,6 | 1,6 | 1,4 | 1,3 | 1,0 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge (2018 ꢀ 100 %) | 100 | 101 | 100 | 95 | 95 | 92 |
| Vermietvolumen (2018 ꢀ 100 %) | 100 | 106 | 102 | 100 | 104 | 109 |
Schadenquote (linke Achse)
Schadensabwicklung und Risikovorsorge (2018 ꢀ 100 %)
Vermietvolumen (2018 ꢀ 100 %)
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Vormieten und Servicegebühr der Bereitstellung Vorjahr um 8,5 Prozent auf 18,5 Mio. EUR (Vor- (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR) zu verzeichnen. Der Anstieg im entsprechend positiv im Geschäftsjahr 2023. Das jahr: 20,2 Mio. EUR). Die Anzahl der Beschäftig- Vergleich zum Vorjahr resultierte aus den Aktivitäten Verwertungsmehr- bzw. -minderergebnis lag bei ten lag im Geschäftsjahr 2023 bei durchschnittlich im Rahmen des Digital-Excellence-Programms, wel- 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: –3,1 Mio. EUR) hauptsächlich 2.068 (auf Basis Vollzeitbeschäftigter) und damit um ches die Konzeption und Umsetzung automatisierter aufgrund eines positiven Verwertungsergebnisses 10,1 Prozent über dem Vorjahreswert von durch- Prozesse im Bereich Kundenprüfung und Geldwä- aus Verträgen, die die Grundmietzeit erreicht haben. schnittlich 1.878 Beschäftigten. sche sowie den schrittweisen Aufbau einer geeigneten Cloudinfrastruktur beinhaltet. Gegenläufig hierzu wirken Durch die gestiegenen Ergebnisse aus dem Service- Die Abschreibungen und Wertminderungen san- die gesunkenen Rechts-, Beratungs- und Prufungs- geschäft, dem Neugeschäft und dem Verwertungs- ken um 16,6 Prozent auf 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: kosten. Diese waren in den Vorjahren aufgrund der Fol- ergebnis sowie der reduzierten Schadensabwicklung 32,5 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 beinhaltete die geefekte der anlassbezogenen Sonderprufung nach und Risikovorsorge erhöhten sich die operati- Position Wertminderungen fur Geschäfts- oder Firmen- § 44 (1) Satz 2 Kreditwesengesetz stark angestiegen. ven Erträge im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um werte von insgesamt 0,6 Mio. EUR, welche auf die 12,0 Prozent auf 432,0 Mio. EUR (Vorjahr: zahlungsmittelgenerierende Einheit aus dem Leasingge- Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im 385,7 Mio. EUR). schäft in Spanien entfällt. Im Vorjahr erfasste der Kon- Berichtsjahr 2023 um 31,2 Prozent auf 18,4 Mio. EUR zern Wertminderungen fur Geschäfts- oder Firmenwerte (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR) zu. Der Anstieg resultiert im Die absolut betrachtet größte Aufwandsposition des in Höhe von 5,9 Mio. EUR. Diese entfielen auf die zah- Wesentlichen aus höheren Fremdwährungsumrech- Konzerns, der Personalaufwand, nahm im Berichts- lungsmittelgenerierenden Einheiten aus dem Leasing- nungsdifferenzen infolge der Umrechnung von turki-jahr um 18,1 Prozent auf 176,0 Mio. EUR (Vorjahr: geschäft in Portugal mit 5,2 Mio. EUR und Ungarn mit scher Lira (TRY) in Höhe von 4,0 Mio. EUR, welche 149,1 Mio. EUR) zu. Der Anstieg resultiert in erster 0,7 Mio. EUR. Ursächlich fur die Wertminderungen war unter anderem aus den Effekten aus der Bewertung linie aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie aus im Wesentlichen der deutliche Anstieg der Abzinsungs- Hochinflation gemäß IAS 29 resultieren, sowie durch einer Anpassung der Gehälter mit einem verringerten sätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. chilenische Peso (CLP) mit 1,5 Mio. EUR, polnische variablen Vergutungsbestandteil und einer konzern- Zloty (PLN) mit 1,3 Mio. EUR, ungarische Forint (HUF) weiten inflationsbedingten Anhebung der Grund- Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erhöhte sich mit 1,1 Mio. EUR und kanadische Dollar (CAD) mit vergutung im August 2022 um ca. 3,5 Prozent. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,0 Prozent auf 1,0 Mio. EUR.# INKÜRZEBRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORZITZENDEN AUFSICHTSRATS INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAK T
Diese ergeben sich vor allem aus derivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökonomisch über die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise kompensiert wird dies periodisch zudem durch die erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforderungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben genannten Umrechnungseffekte aus Derivaten. Zudem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag geltenden Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unterschied und der daraus resultierende Bewertungseffekt gleicht sich über die Laufzeit der Sicherungsbeziehungen aus.
Das operative Ergebnis nahm im Geschäftsjahr 2023 um 15,2 Prozent auf 112,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,1 Mio. EUR) zu.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtsjahr auf 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Erträge und Mahngebühren zurückzuführen ist.
Die Cost-Income-Ratio stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 59,2 Prozent (Vorjahr: 55,2 Prozent) und lag damit über dem für das Gesamtjahr angestrebten Wert von leicht über 55 Prozent. Da wir die Cost-Income-Ratio, entsprechend der für den Banken-/Finanzsektor üblichen Berechnungsmethode, ohne die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge berechnen, sind die zugrunde liegenden operativen Erträge – abweichend von der Darstellung in der Konzern-Gewinn- und -Verlust-Rechnung – im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,3 Prozent auf 522,8 Mio. EUR gestiegen.
90,9 Prozent unserer operativen Erträge entfielen auf das Leasingsegment (Vorjahr: 92,0 Prozent), beziehen sich die vorangegangenen Ausführungen in diesem Kapitel im Wesentlichen auf die Entwicklung im Leasingsegment.
Das Vergutungsmodell enthält zwei Komponenten, eine fixe und eine variable. Die Fixvergutung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 23,00 Prozent und belief sich auf 126,0 Mio. EUR (Vorjahr: 102,5 Mio. EUR). Die variable Vergutung sank hingegen im Vergleich zum Vorjahr: 506,1 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg ist zuzurechnende Konzernergebnis lag bei 92,3 Mio. EUR (Vorjahr: 90,4 Mio. EUR). Die durch die Konsolidierung der Franchisegesellschaften ausweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschenden Anteilseigner:innen lagen bei –5,6 Mio. EUR (Vorjahr: –6,2 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund des unterjährigen Erwerbs von Anteilen mehrerer Franchisegesellschaften eingeschränkt. Für weitere Informationen verweisen wir auf Tz. 6.1 des Konzern- anhangs.
Unser Konzernergebnis vor Steuern verändert sich nur geringfugig im Jahr 2023 um –0,6 Prozent auf 110,4 Mio. EUR (Vorjahr: 111,0 Mio. EUR). Die Steuerquote sank auf 21,5 Prozent nach 24,2 Prozent im Vorjahr. Dabei ist zu beachten, dass die Wertminderung auf Firmenwerte nicht steuerlich berücksichtigt wird und sich damit im Vorjahr verstärkt negativ auf die Steuerquote auswirkte.
Dementsprechend verbesserte sich unser Konzernergebnis auf 86,7 Mio. EUR (Vorjahr: 84,2 Mio. EUR) und nahm somit um 3,0 Prozent zu. Das Aktionär:innen sowie Hybridkapitalgebern der GRENKE AG
Entwicklung der Segmente
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen Struktur des Konzerns. Deshalb unterteilen wir die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in Leasing, Bank und Factoring. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzernsegmentberichterstattung unter Tz. 8 dargestellt, die Teil des Konzernanhangs ist.
Das Leasingsegment konnte den positiven Trend gleichzeitig gestiegenen Personalaufwendungen auf 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) sowie gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen erreichte das Segmentergebnis 17,9 Mio. EUR (Vorjahr: –0,1 Mio. EUR).
trotz des in den Abschnitten „Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen“ und „Branchenbezogene Rahmenbedingungen“ beschriebenen herausfordernden Umfelds weiter fortsetzen. Die operativen Erträge des Leasingsegments stiegen im Berichtsjahr um 10,6 Prozent auf 392,5 Mio. EUR (Vorjahr: 355,0 Mio. EUR) an. Der Anstieg ergab sich aus den rückläufigen Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge, die um 17,4 Prozent auf 86,9 Mio. EUR (Vorjahr: 105,2 Mio. EUR) sanken. Der Personalaufwand stieg auf 160,5 Mio. EUR (Vorjahr: 136,1 Mio. EUR). Trotz höheren Personalaufwands und gestiegener Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen nahm das Segmentergebnis im Berichtsjahr um 6,7 Prozent auf 106,9 Mio. EUR (Vorjahr: 100,2 Mio. EUR) zu, auch begründet durch die gesunkene Wertminderung von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR).
Die operativen Erträge des Segments Bank verzeichneten 2023 einen Anstieg von 68,4 Prozent auf 40,6 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR), was aus dem gestiegenen Anteil an der Konzernrefinanzierung und aus einer geringeren Risikovorsorge für frühere Kreditportfolien resultiert. Die Risikovorsorge im Banksegment lag im aktuellen Geschäftsjahr bei –5,8 Mio. EUR nach +14,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Die operativen Erträge im Segment Factoring reduzierten sich im Geschäftsjahr 2023 auf –1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR). Die Risikovorsorge erhöhte sich auf 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf außergewöhnliche Wertminderungen zurückzuführen ist. Der Personalaufwand stieg um 13,0 Prozent auf 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Der Verlust des Segments belief sich damit auf 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Steigende Leasingforderungen spiegeln das anhaltende positive Neugeschäftswachstum wider.
Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Angaben unter Tz. 8 „Segmentberichterstattung“ sowie Tz. 9.8 „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“ im Konzernanhang.
2.7 Finanzlage
Die Eigenkapitalquote liegt mit 19,1 Prozent im Bereich unserer Erwartungen und weiterhin auf hohem Niveau.
Der operative Cashflow liegt deutlich über dem des Vorjahres.
Das Refinanzierungsvoluminen wurde durch die Emission des ersten Green Bonds mit einem Rekordvolumen von 500,0 Mio. EUR auf Benchmark-Niveau erhöht.
2.7.1 Kapitalstruktur
Im GRENKE Konzern legen wir einen besonderen Fokus auf eine angemessene Liquiditätsausstattung, um so flexibel auf Marktgegebenheiten reagieren zu können. Zudem ist der Konzern aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben verpflichtet, einen Liquiditätspuffer vorzuhalten.
Auf der Passivseite zeigt sich die steigende Bilanzsumme insbesondere in der Zunahme der Finanzschulden um insgesamt 624,2 Mio. EUR auf 5,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 4,8 Mrd. EUR).
Der größte Anteil unserer Finanzschulden entfiel weiterhin auf die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die sich gegenüber dem Jahresende 2022 auf 3,8 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 3,6 Mrd. EUR) erhöhten.
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank stiegen ebenfalls um 466,4 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 1,2 Mrd. EUR).
Der Anstieg der lang- und kurzfristigen derivativen Finanzinstrumente mit negativem Marktwert auf der
Das Eigenkapital stieg leicht zum 31. Dezember 2023 mit 1,4 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 1,3 Mrd. EUR). Dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Konzernergebnis in Höhe von 86,7 Mio. EUR standen hauptsächlich die Ausschüttung einer Dividende (20,9 Mio. EUR), die Zinszahlung für das Hybridkapital (12,9 Mio. EUR), Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseigner (24,3 Mio. EUR), welche durch den Erwerb der Franchiseanteile begründet sind, sowie Effekte aus der Marktbewertung von Hedging-Instrumenten (10,1 Mio. EUR) gegenüber. Positiv wirkte dagegen der Effekt aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung (5,4 Mio. EUR).
| 106,5 Mio. EUR (Vorjahr: 97,7 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren zusätzliche Personalnebenkosten, Werbeaufwand, gestiegene Kfz-Kosten sowie Wartungs- und Reparaturaufwand. Zudem war bei den IT-Projektkosten eine Zunahme von 55,6 Prozent auf 13,4 Mio. EUR | |
|---|---|
| Die Fixvergutung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 23,00 Prozent und belief sich auf 126,0 Mio. EUR (Vorjahr: 102,5 Mio. EUR). Die variable Vergutung sank hingegen im Vergleich zum | |
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| Diese ergeben sich vor allem aus de- Vergutungsmodell enthält zwei Komponenten, eine 106,5 Mio. EUR (Vorjahr: 97,7 Mio. EUR). Ursächlich rivativen Sicherungsgeschäften, welche sich ökono- fixe und eine variable. Die Fixvergutung stieg im Ver- hierfur waren zusätzliche Personalnebenkosten, Werbe- misch uber die Gesamtperiode ausgleichen. Teilweise gleich zum Vorjahr um 23,00 Prozent und belief sich auf aufwand, gestiegene Kfz-Kosten sowie Wartungs- und kompensiert wird dies periodisch zudem durch die 126,0 Mio. EUR (Vorjahr: 102,5 Mio. EUR). Die va- Reparaturaufwand. Zudem war bei den IT-Projektkos- erfolgsneutrale Währungsumrechnung im sonstigen riable Vergutung sank hingegen im Vergleich zum ten eine Zunahme von 55,6 Prozent auf 13,4 Mio. EUR Ergebnis der Konzern-Gesamtergebnisrechnung. Da 68 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T dies hauptsächlich die Umrechnung der Leasingforde- (Vorjahr: 506,1 Mio. EUR) gestiegen. Der Anstieg ist zuzurechnende Konzernergebnis lag bei rungen in Fremdwährungsländern betrifft, wird dieser damit deutlich geringer als der Anstieg der Personal- 92,3 Mio. EUR (Vorjahr: 90,4 Mio. EUR). Die durch Effekt in einer anderen Position gezeigt als die oben kosten aufgrund der konzernweiten inflationsbeding- die Konsolidierung der Franchisegesellschaften aus- genannten Umrechnungseffekte aus Derivaten. Zu- ten Anpassung und erhöhter Mitarbeiterzahl sowie zuweisenden Ergebnisanteile der nicht beherrschen- dem erfolgt die Umrechnung der Leasingforderungen des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands. Dies spie- den Anteilseigner:innen lagen bei –5,6 Mio. EUR (Vor- jeweils zum Stichtagskurs, wohingegen die Derivate gelt sich in der Cost-Income-Ratio wider. jahr: –6,2 Mio. EUR). Die Vergleichbarkeit ist aufgrund zu Marktwerten auf Basis der zum Stichtag gelten- des unterjährigen Erwerbs von Anteilen mehrerer den Devisenterminkurse bewertet sind. Dieser Unter- Das operative Ergebnis nahm im Geschäftsjahr Franchisegesellschaften eingeschränkt. Fur weitere schied und der daraus resultierende Bewertungseffekt 2023 um 15,2 Prozent auf 112,9 Mio. EUR (Vorjahr: Informationen verweisen wir auf Tz. 6.1 des Konzern- gleicht sich uber die Laufzeit der Sicherungsbeziehun- 98,1 Mio. EUR) zu. anhangs. Das Ergebnis je Aktie stieg in der Folge im gen aus. Berichtsjahr auf 1,79 EUR (Vorjahr: 1,75 EUR). | |
| Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Be- richtsjahr auf 8,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf die Auflösung von Ruckstel- lungen, periodenfremde Erträge und Mahngebuhren zuruckzufuhren ist. Unser Konzernergebnis vor Steuern verändert sich nur geringfugig im Jahr 2023 um –0,6 Prozent auf 110,4 Mio. EUR (Vorjahr: 111,0 Mio. EUR). Die Steu- erquote sank auf 21,5 Prozent nach 24,2 Prozent im Vorjahr. Dabei ist zu beachten, dass die Wertminde- rung auf Firmenwerte nicht steuerlich berucksichtigt wird und sich damit im Vorjahr verstärkt negativ auf die Steuerquote auswirkte. Da im Geschäftsjahr 2023 90,9 Prozent unserer ope- rativen Erträge auf das Leasingsegment entfielen (Vor- jahr: 92,0 Prozent), beziehen sich die vorangegangen – abweichend von der Darstellung in der Konzern- Gewinn- und -Verlust-Rechnung – im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,3 Prozent auf 522,8 Mio. EUR aktio- när:innen sowie Hybridkapitalgebern der GRENKE AG | |
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| Dementsprechend verbesserte sich unser Konzern- ergebnis auf 86,7 Mio. EUR (Vorjahr: 84,2 Mio. EUR) und nahm somit um 3,0 Prozent zu. Das Aktionär- när:innen sowie Hybridkapitalgebern der GRENKE AG # I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S |
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Aufgrund der überproportionalen resultiert aus der sich normalisierenden Zinsstruktur- Steigerung der Bilanzsumme im Vergleich zum Eigen- kurve zum Stichtag im Euroraum, die im Vorjahr noch kapital verringerte sich die Eigenkapitalquote zum deutlich invers war, sowie entsprechenden Währungs- 31. Dezember 2023 auf 19,1 Prozent (31. Dezember entwicklungen im Geschäftsjahr 2023. 2022: 20,8 Prozent). Die Eigenkapitalquote ubertraf damit weiterhin das selbst gesteckte Ziel des Kon- zerns von mindestens 16 Prozent.
| Veränderung TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 | (%) |
|---|---|---|---|
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2.042.649 | 2.443.391 | –16,4 |
| davon Finanzschulden | 1.831.589 | 2.247.666 | –18,5 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 3.702.022 | 2.637.185 | 40,4 |
| davon Finanzschulden | 3.587.328 | 2.547.052 | 40,8 |
| Eigenkapital | 1.354.870 | 1.332.167 | 1,7 |
| BILANZSUMME | 7.099.541 | 6.412.743 | 10,7 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 19,1% | 20,8% | –1,7 pp |
71
2.7.2 Cashflow
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr 2023 auf 329,3 Mio. EUR (Vorjahr: –346,8 Mio. EUR). Ursache hierfur sind im Wesentlichen zwei Effekte. Erstens das unverändert stabile Zahlungs- verhalten und Zuflüsse aus Zahlungen von Lea- singnehmer:innen in Höhe von 2.409,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Zweitens die Ausweitung der Re- finanzierung und die damit verbundenen Mittelzuflus- se, insbesondere durch die Neuemission eines Green Bond auf Benchmark-Niveau und die Steigerung des Einlagengeschäfts der GRENKE Bank. Die ausgewähl- ten Angaben aus der Konzernkapitalflussrechnung und deren Entwicklung werden im Folgenden erläutert.
InderDarstellunguntenumfasstderCashflowausdem Neugeschäft die Investitionen fur neue Leasingforde- rungen. Darin enthalten sind die Nettoanschaffungs- werte fur die Leasingobjekte und die direkt mit dem Vertragsabschluss entstehenden Kosten. Aufgrund des höheren Neugeschäftsvolumens stiegen die In- vestitionen fur neue Leasingforderungen im Berichts- jahr auf 2.656,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2.363,8 Mio. EUR). Diesen stehen die Einzahlungen aus der Zunahme der Refinanzierung in Höhe von 2.319,4 Mio. EUR nach 1.984,5 Mio. EUR im Vorjahr gegenuber. Zusätz- lich erhöhte sich das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG um 466,4 Mio. EUR nach einem Ruckgang von 261,3 Mio. EUR im Vorjahr. In Summe stieg der
Der Cashflow aus Investitionen in das Neugeschäft auf Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 20,9 Mio. EUR nach 23,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zinszahlung auf das Hybridkapital lag bei 12,9 Mio. EUR (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR). Aus der Ruckzahlung von Leasing- verbindlichkeiten ergab sich zudem ein Mittelabfluss von 13,4 Mio. EUR (Vorjahr: 13,3 Mio. EUR).
Somit lag die Summe der Cashflows im Geschäftsjahr 2023 bei 248,6 Mio. EUR (Vorjahr: –405,0 Mio. EUR).
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungs- mitteläquivalenten stieg zum Stichtag 31. Dezem- ber 2023 entsprechend auf 696,9 Mio. EUR nach 448,6 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende 2022.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden 2.272,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2.065,3 Mio. EUR) an Refinanzierer ge- tilgt bzw. zuruckgezahlt. Der Cashflow aus dem Bestandsgeschäft sank aufgrund hö- herer Ruckzahlungen an Refinanzierer auf 137,4 Mio. EUR (Vorjahr: 254,2 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im Ge- schäftsjahr 2023 bei –33,3 Mio. EUR (Vorjahr: –8,2 Mio. EUR). Hierin enthalten sind hauptsächlich die Kaufpreiszahlungen fur die Übernahme der ehe- maligen Leasing-Franchisegesellschaften in Australien und Singapur sowie der Factoring-Franchisegesell- schaften in Irland, Großbritannien, Polen und Ungarn von 24,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Zudem wer- de im Berichtszeitraum Kaufpreiszahlungen von 3,1 Mio. EUR fur den Erwerb einer Minderheitsbe- teiligung an der Miete24 P4Y GmbH geleistet. Die Auszahlungen fur den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Be- richtsjahr –47,3 Mio. EUR (Vorjahr: –49,9 Mio. EUR). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der etwas geringeren Dividendenzahlung fur das
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| Kapitalflussrechnung in Mio. EUR | Rück- zahlungen neue Refinanzierun- gen (ohne Bestands- geschäft) | Geld und geldähnliche Vermögens- werte zum 31.12.2022 | Zugang/ Abgang für Leasing- nehmer | Netto- Investitionen in das Neugeschäft | Übrige Geld und geldähnliche Vermögens- werte zum 31.12.2023 | Cashflow aus laufender Geschäfts- tätigkeit | Cashflow aus Investitions- tätigkeit | Cashflow aus Finanzierungs- tätigkeit | Anpassung für Währungs- effekte | Bestands- Einlagen- geschäft | Einlagen- geschäft) | Leasing- forderungen | Refinanzierun- gen (ohne Einlagen- geschäft) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2023 | 466,4 | 2.656,3 | 2.319,4 | – 2.409,7 | – 2.272,3 | 62,3 | 329,2 | – 33,3 | – 47,3 | – 0,3 | 696,9 | ||
| 137,4 | 448,6 | ||||||||||||
| 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | 2022: | |
| 853,0 | 2.319,5 | – 2.065,3 | 254,2 | 1.984,5 | – 261,3 | – 2.363,8 | 39,6 | – 346,8 | – 8,3 | – 49,9 | 0,6 | 448,6 |
73
2.7.3 Liquidität
Der Anstieg der Refinanzierungsvolumina um 616,6 Mio. EUR auf 5.534,5 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 4.917,9 Mio. EUR) begrundet sich im Wesent- lichen aus dem gestiegenen Neugeschäft und dem damit einhergehenden erhöhten Refinanzierungsbe- darf fur unser Leasinggeschäft. Der Anstieg wurde vor allem durch Einlagen bei der GRENKE BANK AG und Senior-Unsecured-Instrumente gedeckt.
Zur Refinanzierung stehen uns umfangreiche Instru- mente zur Verfugung, die je nach Marktbedingungen im Rahmen der Gesamtstrategie eingesetzt werden. Im Wesentlichen basiert die Finanzierung uber Fremd- kapital auf drei Säulen:
- Senior-Unsecured-Instrumenten, die im Wesentlichen auf unser Rating abstellen wie Anleihen, Schuldverschreibungen und Commercial Paper.
- Dem Einlagengeschäft inklusive der Förderdarlehen bei der GRENKE BANK AG so-
wie der forderungsbasierten Finanzierung, vor allem ABCP-Programme. Dabei vermeiden wir eine Fristen- transformation auf Portfolioebene und reduzieren da- durch Zinsänderungs- und Anschlussfinanzierungs- risiken auf Portfolioebene auf ein Minimum. Dank unseres breiten Refinanzierungsmixes können wir je nach Bedarf und Marktlage die einzelnen Säulen ge- zielt nutzen und den Anteil ausbauen oder reduzieren. Gleichzeitig wollen wir aus strategischen Grunden in allen drei Säulen aktiv sein.
Die Refinanzierung uber Kundeneinlagen der GRENKE BANK AG lag zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 1.617,1 Mio. EUR nach 1.150,7 Mio. EUR zum Jahres- ende 2022. Dies entspricht einem Anstieg von 40,5 Prozent durch eine intensivere Nutzung der Re- finanzierungssäule GRENKE Bank.
Im Berichtsjahr 2023 wurden zudem zwei neue Senior-Unsecured kleinere EUR-Anleihen mit einem Gesamtvolu- men von 160,0 Mio. EUR ausgegeben, zwei be- stehende Anleihen mit insgesamt 174,3 Mio. EUR aufgestockt sowie vor allem ein Green Bond auf Benchmark-Niveau mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio. EUR emittiert. Neben der im Be- richtsjahr erfolgten planmäßigen Tilgung der An- leihen wurde zudem freiwillig eine vorzeitige par- tielle Tilgung zweier Anleihen von insgesamt 180,3Mio.EURvorgenommen.WeitereInformationen zu den Schuldverschreibungen sind in den Konzern- angabenunterTz.5.11dargestelltundaufderWebsite
www.grenke.com/de/unternehmen/investor- relations/fremdkapital/emittierte-anleihen abrufbar.
Der vereinbarte Programm beträgt 100,0 Mio. EUR und war zum Bilanzstichtag mit 29,3 Mio. EUR ausgenutzt. Von den insgesamt 1,3 Mrd. EUR Finanzschulden, die 2024 fällig werden, entfallen 451,4 Mio. EUR auf Verbindlichkeiten aus ABCP-Programmen und Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen. Details zu den Fälligkeiten der einzelnen Instrumente sind im Konzernanhang unter Tz.
Im Dezember 2023 legten wir zudem ein neues ABCP-Programm SILVER BIRCH FUNDING DAC (Sponsor: HSBC) mit einem Gesamtvolumen von 136,4 Mio. GBP auf und weiteten damit die forde- rungsbasierte Refinanzierung aus. Das Programm mit einer Laufzeit von zwei Jahren war zum Bilanzstichtag
Der Refinanzierungsmix bezogen auf die Refinanzie- rungssäulen des GRENKE Konzerns verteilte sich per 31. Dezember 2023 wie folgt:
| Mio. EUR | 31.12.2023 Anteil in % | 31.12.2022 Anteil in % |
|---|---|---|
| GRENKE Bank | 1.624 | 29 |
| Senior-Unsecured | 2.748 | 50 |
| Asset-Backed | 1.163 | 21 |
| SUMME | 5.535 | 100 |
Daruber hinaus wurden im Berichtsjahr drei neue Schuldscheindarlehen uber insgesamt ein Nominal- volumen von 57,5 Mio. EUR und 40,0 Mio. CHF be- geben. Die Tilgung der Schuldscheindarlehen erfolgte im Berichtsjahr planmäßig.
abflusse, die aus den zum 31. Dezember 2023 be- stehenden vertraglichen Verpflichtungen resultieren.
74# 5.11 „Kurz- und langfristige Finanzschulden“
Im Geschäftsjahr 2023 wurde die bestehende syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 250,0 Mio. EUR gekündigt und eine neue syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 400,0 Mio. EUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer Franken, Britischem Pfund und Kanadischem Dollar erfolgen) unterzeichnet. Die Kreditfazilität unterliegt einer Laufzeit von drei Jahren mit einer Verlängerungsoption von weiteren zwei Jahren.
Des Weiteren steht uns seit Dezember 2023 ein Kreditrahmen mit einem Gesamtvolumen von 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN mit der Banco HSBC S.A., Brasilien, zur Verfügung.
Im September 2023 wurde ein weiteres ABCP-Programm mit der strukturierten Einheit „Kebnekaise Funding Limited“ (Sponsor: SEB AB) erstmalig zur Refinanzierung von Leasingforderungen aus Finnland abgeschlossen. Das über eine Laufzeit von zwei Jahren laufende Programm wurde mit 22,6 Mio. GBP ausgenutzt.
Weitere Informationen zu den Instrumenten der Refinanzierung und den erfolgten Refinanzierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum sind in den Konzernangaben unter Tz. 5.11 „Kurz- und langfristige Finanzschulden“ dargestellt.
Die außerbilanziellen Verpflichtungen des GRENKE Konzerns beliefen sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 in Summe auf 869,5 Mio. EUR (Vorjahr: 838,4 Mio. EUR). Neben den üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit umfassen diese unwiderrufliche Kreditzusagen und Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften. Leasing- und Mietvereinbarungen sind nur insoweit außerbilanziell, als dass keine Erfassung einer Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 zu erfolgen hat. Weitere Details zu den außerbilanziellen Verpflichtungen sind im Konzernanhang unter Tz. 9.2 „Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen“ dargestellt.
Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d.h. Banklinien plus verfügbares Volumen aus Anleihen) betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 3.667,4 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF und 40,0 Mio. PLN (31. Dezember 2022: 3.671,1 Mio. EUR, 540,0 Mio. HUF, 40,0 Mio. PLN und 40,0 Mio. HRK).
Für die Refinanzierung nutzen wir verschiedene Instrumente und staffeln deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit kann der Konzern flexibel auf Veränderungen der Refinanzierungsmärkte reagieren.
Die nachstehende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse aus vertraglichen Verpflichtungen:
| Zahlungen, die fällig werden | 31.12.2022 Gesamt | 31.12.2023 Gesamt | 1 bis 3 Monate | 1 bis 5 Monate | bis 1 Jahr | über 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|---|
| nach TEUR | ||||||
| Finanzschulden | 4.030.296 | 4.368.462 | 435.204 | 867.650 | 2.858.548 | 207.060 |
| Verbindlichkeiten aus ABCP (in EUR lautend) | 966.436 | 1.028.439 | 106.326 | 285.199 | 634.851 | 2.063 |
| Verbindlichkeiten aus ABCP (nicht in EUR lautend) | 141.655 | 173.337 | 16.131 | 43.717 | 110.665 | 2.824 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (in EUR lautend) | 2.368.792 | 2.649.288 | 231.910 | 437.458 | 1.932.477 | 47.443 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (nicht in EUR lautend) | 334.746 | 370.008 | 56.875 | 46.375 | 112.534 | 154.224 |
| Forderungsverkaufsverträge (in EUR lautend) | 5.884 | 3.417 | 617 | 1.850 | 950 | 0 |
| Forderungsverkaufsverträge (nicht in EUR lautend) | 134.454 | 104.503 | 13.346 | 38.377 | 52.780 | 0 |
| Zahlungen in Verbindung mit Bankschulden | 78.329 | 39.470 | 9.999 | 14.674 | 14.291 | 506 |
| Hybridanleihen | 236.035 | 259.550 | 0 | 14.988 | 244.562 | 0 |
| Leasing- und Mietvereinbarungen | 40.186 | 51.901 | 5.726 | 13.915 | 27.216 | 5.044 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 6.392 | 7.360 | 7.360 | 0 | 0 | 0 |
| Einkaufsverpflichtungen¹ | 818.479 | 838.856 | 668.969 | 169.887 | 0 | 0 |
| Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften | 4.041 | 8.268 | 1.574 | 2.652 | 3.953 | 89 |
| VERTRAGLICHE VEREINBARUNGEN INSGESAMT | 5.135.429 | 5.534.397 | 1.118.833 | 1.069.092 | 3.134.279 | 212.193 |
¹ Die Verpflichtungen beinhalten jene Zahlungsverpflichtungen, denen sich der Konzern auch bei Ausübung vertraglicher Kündigungsoptionen nicht entziehen kann. Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
2.8 Vermögenslage
| Veränderung TEUR (%) | 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 11,7 | 3.180.347 | 2.847.293 |
| davon Zahlungsmittel | 55,3 | 697.202 | 448.844 |
| davon Leasingforderungen | 4,6 | 2.076.719 | 1.985.059 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 9,9 | 3.919.194 | 3.565.450 |
| davon Leasingforderungen | 11,2 | 3.623.135 | 3.258.885 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 10,7 | 7.099.541 | 6.412.743 |
Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nahm unsere Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 um 686,8 Mio. EUR auf 7,1 Mrd. EUR (31. Dezember 2022: 6,4 Mrd. EUR) zu.
Die Zunahme unserer Vermögenslage zum 31. Dezember 2023 resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurz- und langfristigen Leasingforderungen. Unsere größte Bilanzposition, die Leasingforderungen, stieg dabei aufgrund der anhaltend positiven Neugeschäftsentwicklung um 455,9 Mio. EUR auf 5,7 Mrd. EUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2022 (31. Dezember 2022: 5,2 Mrd. EUR) an. Für weitere Details zur Entwicklung der Leasingforderungen im Geschäftsjahr 2023 wird auf die Angaben unter Tz. 5.2 oder „Leasingforderungen“ im Konzernanhang verwiesen.
Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 248,4 Mio. EUR auf 697,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 448,8 Mio. EUR). Dabei befanden sich zum 31. Dezember 2023 484,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 326,6 Mio. EUR) der Zahlungsmittel auf Konten der Deutschen Bundesbank.
Der Rückgang der lang- und kurzfristigen derivativen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert auf 18,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 38,0 Mio. EUR) resultiert aus der sich normalisierenden Zinsstrukturkurve zum Stichtag im Euro-Raum, die im Vorjahr noch deutlich invers war, sowie entsprechenden Währungsentwicklungen im Geschäftsjahr 2023.
Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte blieben die Sachanlagen nahezu unverändert mit 88,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 88,0 Mio. EUR). Der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte von 26,3 Prozent auf 12,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 16,5 Mio. EUR) war die Folge der geringen Investitionen im Berichtsjahr (2,4 Mio. EUR), denen Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 6,7 Mio. EUR gegenüberstanden. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sanken leicht aufgrund der Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Spanien in Höhe von 0,6 Mio. EUR auf 34,4 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 34,9 Mio. EUR). Für weitere Ausführungen verweisen wir auf die Angaben unter Textziffer 5.7 „Geschäfts- oder Firmenwerte“ im Konzernanhang.
2.9 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns
Das Geschäftsjahr 2023 war für uns erneut herausfordernd. Global betrachtet belasteten der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten die Weltwirtschaft. Während sich die Konjunktur im Euro-Raum im Vorjahresvergleich abschwächte, lag die Inflation im gesamten Geschäftsjahr weiter deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Entsprechend hob die EZB bis September 2023 den Leitzins in sechs Schritten von 2,5 Prozent zum Anfang des Jahres auf 4,5 Prozent an. Seit September 2023 erfolgte eine Beruhigung der Zinsdynamik, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. Als Konsequenz stiegen die Refinanzierungskosten im Gesamtjahr 2023 weiter an. Zugleich dämpften die höheren Zinsen Konsum und Investition, entsprechend schwächte sich die Wirtschaftsleistung ab. Angesichts dieser Entwicklung passten wir am 9. August 2023 unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 an.
Am 22. September 2023 erreichten wir mit der Emission eines Green Bonds von 500 Mio. EUR auf Benchmark-Niveau zwei wichtige Meilensteine. Dieser Bond dient der Finanzierung von Green-Economy-Objekten aus den Bereichen erneuerbare Energie, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität sowie Ressourcen- und Abfallmanagement. Aktuell machen eBikes rund 80 Prozent unseres Green-Economy-Portfolios aus.
Im März 2023 bestätigte S&P Global Ratings unser Investment-Grade-Rating von BBB+/negativ/A-2. Fitch Ratings bestätigte ebenfalls sein Investment-Grade-Rating von BBB/stabil/F2 im November. Auf Basis unserer starken Eigenkapitalquote von 19,1 Prozent zum Jahresende 2023 sowie der diversifizierten Refinanzierungsmöglichkeiten ist der Vorstand zuversichtlich, auch im kommenden Jahr das geplante Wachstum im Leasingneugeschäft zu attraktiven Konditionen finanzieren zu können.
stand neben dem Volumenwachstum im Leasing und zur Lage des Konzerns die Profitabilität im Fokus. Mit einer DB2-Marge von 16,5 Prozent lagen wir voll auf Kurs unseres mittelfristigen Ziels von 17 Prozent und konnten die steigenden Refinanzierungskosten mit einem gewohnten Zeitversatz von rund einem Quartal erfolgreich an die Leasingnehmer:innen weitergeben.
Die hohe Qualität unseres Portfolios zeigte sich auch in diesem Geschäftsjahr deutlich. Infolge des stabilen Zahlungsverhaltens der Unternehmer:innen gingen die Aufwendungen für die Schadensabwicklung und Risikovorsorge weiter zurück. Die Schadenquote sank hierdurch von 1,3 Prozent im Vorjahr auf 1,0 Prozent im Berichtsjahr und lag damit deutlich unterhalb unserer Prognose von unter 1,5 Prozent.# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
3. Nichtfinanzielle Erklärung 2023
Zum einen erzielten wir nach Einschätzung des Vorstands der GRENKE AG im Jahr 2023 ein gutes Ergebnis. Zum anderen wurde erstmals der Aufstieg in die Benchmark-Klasse von 500 Mio. EUR erreicht. Der Green Bond hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren bei einem Coupon von 7,875 Prozent. Die Emission unterstreicht die Wachstumsambitionen unseres Unternehmens sowie die gestiegene Relevanz des Leasings von Green-Bond, welche ausschließlich der Finanzierung von nachhaltigen Leasingobjekten dient. In allen Quartalen konnten wir wie geplant deutliche Zuwächse im Leasingneugeschäft verzeichnen und den Wachstumskurs des Vorjahres weiter fortführen. Mit 2,6 Mrd. EUR Leasingneugeschäft erreichten wir das untere Ende unserer Jahresprognose.
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3.1 Unternehmensporträt
3.1.1 Dieser Bericht und regulatorischer Rahmen
Der vorliegende Bericht stellt die verpflichtende Nichtfinanzielle Konzernerklärung (nachfolgend Nichtfinanzielle Erklärung oder NfE) des GRENKE Konzerns für den Berichtszeitraum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 dar. Die Nichtfinanzielle Erklärung ist eine gesetzliche Anforderung gemäß § 289b Abs. 1 HGB und § 289c HGB i. V. m. § 315b HGB und den Vorgaben der EU-Taxonomie (EU-Verordnung 2020/852) sowie der zugehörigen delegierten Rechtsakte. In Vorbereitung auf die ab Geschäftsjahr 2024 für uns verpflichtende Durchführung der (EU-Richtlinie 2022/2464) Corporate Sustainability Reporting Directive (kurz: CSRD) zur Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen haben wir die Berichtsinhalte in der vorliegenden NfE weiterentwickelt. Mit der NfE erläutern wir im Rahmen unseres Geschäftsberichts jährlich den Umgang mit den Auswirkungen, Chancen und Risiken zu der für GRENKE relevanten Auswahl nichtfinanzieller Themen (vgl. Kapitel 3.2.1 „Stakeholder-Dialog und Wesentlichkeitsanalyse“). Dabei geben wir Auskunft zum Entwicklungsstatus unserer Nachhaltigkeitsstrategie (vgl. Kapitel 3.2.2 „Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele“ und 3.3.1 „Nachhaltige Unternehmensführung“) sowie den Managementansätzen, wichtigsten Maßnahmen und Fortschritten im Geschäftsjahr (vgl. Kapitel 3.4 „Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen“).
Weitergehende Informationen und Aktualisierungen veröffentlichen wir unterjährig auf unserer Website www.grenke.com/de/.
Stichtag der NfE 2023 ist der 31. Dezember 2023. Ereignisse mit besonderer Relevanz für die nichtfinanziellen Aspekte im Berichtszeitraum wurden bis 05. Februar 2024 berücksichtigt.
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die folgenden Angaben auf den GRENKE Konzern, d.h., die nichtfinanziellen Angaben berücksichtigen die in den bilanziellen IFRS-konformen Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften. Gleiches gilt für die Angaben zur EU-Taxonomie (vgl. im Detail Kapitel 3.5 „Angaben gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie“).
Angewendetes Rahmenwerk
Die NfE wurde für das Geschäftsjahr 2022 erstmalig nach der „With Reference“-Option der Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI SRS), d. h. den allgemeinen Standards GRI 1 bis 3 sowie den Themenstandards zu Ökonomie (GRI 200er-Reihe), Ökologie (GRI 300er-Reihe) und Governance (GRI 400er-Reihe), erstellt. In diesem Geschäftsjahr haben wir den Bericht um weitere Datenpunkte aus den Themenstandards angereichert. Eine Auflistung der behandelten Standards veröffentlichen wir als GRI-Content-Index unter www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/.
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Einbezogene Unternehmen
Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die folgenden Angaben auf den GRENKE Konzern, d. h., die nichtfinanziellen Angaben berücksichtigen die in den bilanziellen IFRS-konformen Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften. Gleiches gilt für die Angaben zur EU-Taxonomie (vgl. im Detail Kapitel 3.5 „Angaben gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie“).
Kontaktstelle bei Fragen zum Bericht ist unsere Investor-Relations-Abteilung ([email protected]).
3.1.2 Geschäftsmodell und unsere Wertschöpfungskette
Für Einzelheiten zum Konzern, zur Geschäftstätigkeit und zur Beschreibung unserer Wertschöpfungskette verweisen wir auf Kapitel 1.1.1 des Konzernlageberichts, „Geschäftsmodell und -segmente“. Details zur Eigentumerstruktur der GRENKE AG können den Erläuterungen in Kapitel „Aktie und Investor Relations“ sowie Kapitel 7 „Übernahmerelevante Angaben“ im Konzernlagebericht entnommen werden. Aktualisierungen zur Eigentumerstruktur und weitere kapitalmarktrelevante Informationen werden unterjährig auf der Homepage veröffentlicht unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/grenke-aktie/aktionaersstruktur/.
3.2 Unsere Nachhaltigkeitsstrategie
Die zugehörigen Themen feste Bestandteile unseres Management-Meetings, CEO-Letter, ESG-Komitee, quartalsweise // Aufsichtsrat Townhalls, regelmäßige Informationen für die Mitarbeiter:innen (Intranet), // Vorstand und Top-Management jährliche Mitarbeiterbefragung, Aktionen zu Arbeitssicherheit und Gesund- // Mitarbeiter:innen heitsschutz; Social Media (LinkedIn, Xing, Facebook), Workshops und ESG-Projekte Stakeholder-Dialogs geworden. Im Berichtsjahr 2023 umfasste dies vor allem die quartalsweisen Townhalls sowie Investorengespräche und ESG-Roadshows, beispielsweise im Rahmen unseres Green Bonds.
Weiterhin wurde die jährlich stattfindende Mitarbeiterbefragung um ESG-Themen angereichert. In Vorbereitung auf die vorliegende NfE stand zudem die interne Zusammenarbeit mit über 25 Fachbereichen im Fokus, die in die Erstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung involviert sind.
3.2.1 Stakeholder-Dialog und Wesentlichkeitsanalyse
Die Wesentlichkeitsanalyse aus dem Geschäftsjahr 2022 bildet die Basis für die wesentlichen Themen in unserer Nachhaltigkeitsstrategie und somit auch in der vorliegenden NfE. Der Prozess der Wesentlichkeitsanalyse wird angelehnt an den Strategieregelprozess mindestens alle fünf Jahre durchgeführt. Jährlich erfolgt die Überprüfung und Aktualisierung.
Die Grundlage unserer Wesentlichkeitsanalyse ist der kontinuierliche Dialog mit unseren Stakeholdern. Bereits seit 1996 werden Erwartungen von Anspruchsgruppen – allen voran der Kapitalmarktakteure, unserer Mitarbeiter:innen sowie unserer Kund:innen und Partner:innen – erhoben und ausgewertet und fließen so in unsere strategischen Entscheidungen ein. Wir nutzen verschiedene zielgruppenspezifische Kommunikationsformate und -kanäle, um mit unseren Stakeholdern in Kontakt zu treten.
Der Dialog über Nachhaltigkeitsthemen gewinnt fortlaufend an Bedeutung, bspw. aufgrund der zunehmenden staatlichen Regulierung im ESG-Bereich seit 2017 und einer steigenden Erwartungshaltung an die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Durch die Einbettung von Nachhaltigkeit in unsere Unternehmensstrategie sind
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| Stakeholder | Formate und Kanäle |
|---|---|
| Management/Mitarbeiter:innenr | Management-Meetings, CEO-Letter, ESG-Komitee, quartalsweise // Aufsichtsrat Townhalls, regelmäßige Informationen für die Mitarbeiter:innen (Intranet), // Vorstand und Top-Management jährliche Mitarbeiterbefragung, Aktionen zu Arbeitssicherheit und Gesund- // Mitarbeiter:innen heitsschutz; Social Media (LinkedIn, Xing, Facebook), Workshops und ESG-Projekte |
| Geschäftspartner:innen | Besuche und Workshops, Welcome-Calls, kontinuierliche Dialog mit unseren Stakeholdern. Be- // Leasingnehmer:innen und Kund:innen Kunden- und Partnermagazin, Zufriedenheitsbefragungen // Fachhandelspartner:innen im Segment Leasing reits seit 1996 werden Erwartungen von Anspruchs- sowie Partner:innen der drei Geschäftssegmente gruppen – allen voran der Kapitalmarktakteure, unse- Leasing, Factoring und Bank rer Mitarbeiter:innen sowie unserer Kund:innen und Kapitalmarkt Geschäftsberichte, Hauptversammlung, Analysten- und Investorenkonfe- // Investor:innen (Fremd- und Eigenkapital) renzen, Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen, ESG-Ratings (ISS ESG, Partner:innen – erhoben und ausgewertet und fließen // Banken/Finanzanalyst:innen S&P Global, Sustainalytics, MSCI, EthiFinance-Ratings) so in unsere strategischen Entscheidungen ein. Wir Aufsichtsbehörden und Regulatoren Aufsichtsgespräch, Meldewesen und Reporting, Geschäftsberichte/ nutzen verschiedene zielgruppenspezifische Kommu- // Aufsichtsbehörden Reporting, Dialog mit Förderbanken wie der Kreditanstalt für Wiederauf- // Regulatoren bau zu Förderprogrammen sowie dem Bundesministerium für Arbeit und nikationsformate und -kanäle, um mit unseren Stake- // Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Soziales bezüglich Mikrokrediten holdern in Kontakt zu treten. // Nationale/internationale Gesetzgeber (u.a. Standardsetter) |
| Zivilgesellschaft | Social-Media-Präsenz auf LinkedIn, Xing, Facebook und kununu, // Potenzielle Mitarbeiter:innen Unternehmensberichterstattung (Pressemitteilungen/Gastbeiträge), // Medienvertreter:innen Austausch mit Medienvertreter:innen, Kunden- und Partnermagazin, // Lokale Anspruchsgruppen Austausch in gemeinnützigen Projekten // Gemeinnützige Institutionen // Verbände |
Unsere Wesentlichkeitsanalyse haben wir so konzipiert, dass sie die Konformität mit dem doppelten Wesentlichkeitsvorbehalt des § 289c Abs. 3 HGB gewährleistet und sich gleichzeitig am GRI-3-Standard orientiert. So stellen wir ebenfalls sicher, dass wir auf die Anforderungen der ab Geschäftsjahr 2024 in Kraft tretenden CSRD vorbereitet sind. Es werden dabei diejenigen nichtfinanziellen Themen identifiziert, die
Relevante Stakeholdergruppen
| EXTERNE STAKEHOLDER | INTERNE STAKEHOLDER |
|---|---|
| ꢀꢀ BꢁꢂꢃꢄꢂꢀFꢅꢂꢁꢂꢆ- | ꢀꢀ Rꢁꢊꢅꢂꢋꢁꢋꢄꢂꢊꢌꢍꢄꢂ ꢀꢀ Aꢌꢙꢉꢅꢗꢕꢊꢉꢍꢁꢊ |
die Auswirkungen unseres Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt. Die Outside-in-Perspektive stellt hingegen die Auswirkungen der nichtfinanziellen Themen auf den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des GRENKE Konzerns dar (vgl. Grafik „Wesentlichkeitsmatrix“). Zunächst wurden die bedeutendsten internen und externen Stakeholdergruppen identifiziert (vgl. Grafik „Relevante Stakeholdergruppen“).# Dies er- ꢐFꢍꢄꢑꢒ- ꢌꢂꢒ ꢀꢀ Fꢜꢕꢍꢌꢂꢋꢉꢃꢍꢛꢙꢊꢄ Eꢅꢋꢄꢂꢃꢁꢓꢅꢊꢁꢇꢔ sowohl aus der Inside-out-Perspektive als auch aus der Outside-in-Perspektive wesentlich sind.
Wesentlichkeitsanalyse
ꢀꢀ Kꢌꢂꢒꢄꢂ ꢀꢀ ꢝꢅꢊꢁꢍꢚꢄꢅꢊꢄꢍꢍꢅꢂꢂꢄꢂ der Wesentlichkeitsanalyse folgt insbesondere im Hinblick auf den möglichen Einfluss der Stakeholder auf GRENKE und vice versa.
Inside-out-Perspektive
ꢀꢀ Lꢄꢁꢉꢅꢂꢋꢂꢄꢕꢑꢄꢍ ꢌꢂꢒ ꢝꢅꢊꢁꢍꢚꢄꢅꢊꢄꢍ beschreibt die Inside-out-Perspektive die Auswir- kungen von GRENKE auf die Stakeholder.
Outside-in-Perspektive
ꢀꢀ Fꢏꢍꢉꢗꢕꢌꢂꢋꢀ ꢘꢅꢉꢉꢄꢂꢉꢗꢕꢁꢙꢊ ꢀꢀ Sꢊꢁꢂꢒꢁꢍꢒꢉꢄꢊꢊꢄꢍ ꢀꢀ Vꢄꢍꢚꢛꢂꢒꢄ
Prozess der Wesentlichkeitsanalyse
Anhand mehrerer Quellen wurden potenziell relevante, nichtfinanzielle Themen zusammengestellt. Dies beinhaltet bspw. bereits durch GRENKE identifizierte ESG-Sachverhalte entlang unserer Geschäftsstrategie, Inhalte der Rahmenwerke der GRI, ESG-bezogene Anfragen von Ratingagenturen und Branchenvergleiche zu wesentlichen ESG-Sachverhalten.
Diese potenziell relevanten Inhalte wurden erneut hinsichtlich ihrer Relevanz für unser Geschäftsmodell validiert und auf diese Weise zu einer Liste von 20 ESG-Themen konsolidiert.
01 Identiꢀzierung
02 Auswahl der Themen
03 Validierung und Priorisierung
04 Erstellung der Materialitätsmatrix
05 Einbindung interner und externer Stakeholder
Stakeholderbefragung
Im Geschäftsjahr 2022 befragten wir unsere externen und internen Stakeholder im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse. Mittels einer Onlineerhebung wurden dabei 708 externe Stakeholder und 266 interne Stakeholder kontaktiert. Insgesamt wurde die Umfrage von 147 der internen Stakeholder sowie 60 externen Stakeholdern beantwortet. Die Rücklaufquote betrug entsprechend 21,3 Prozent.
Mit Vertreter:innen und Vertretern aus Forschung und Wissenschaft sowie des Aufsichtsrats wurden zudem individuelle Experteninterviews geführt. Sie stammten aus den Bereichen Bioökonomie, nachhaltige Unternehmensführung, nachhaltige Produktentwicklung und Personalmanagement/Führung. Sie halfen dabei, weitere Perspektiven zur Einordnung der nichtfinanziellen Themen zu ergänzen und die Ergebnisse der Stakeholderbefragung zu validieren. Alle Antworten der Onlineerhebung und der Experteninterviews wurden ausgewertet und in einer Wesentlichkeitsmatrix abgebildet (vgl. Grafik „Wesentlichkeitsmatrix“).
Gliederung der wesentlichen Themen gemäß HGB
Um den Vorgaben des HGB zu entsprechen, wurden die Themen aus den o. g. Bereichen den im § 289c HGB genannten Nachhaltigkeitsaspekten zugeordnet (vgl. Tabelle „Gliederung der wesentlichen Themen gemäß HGB“).
| Themen gemäß Gliederung nach § 289c HGB | Wesentlichkeitsmatrix |
|---|---|
| Umweltbelange | ESG-bezogene Produkte und Services, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Ressourcenschonung, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel |
| Arbeitnehmerbelange | Arbeitgeberattraktivität, Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit |
| Sozialbelange | Kundensicherheit und -zufriedenheit, Diversität, Inklusion und Chancengleichheit |
| Achtung der Menschenrechte | Menschenrechte |
| Bekämpfung von Korruption | Compliance |
| Nachhaltige Unternehmensführung | Risikomanagement, Innovation und Partnerschaften, Reporting und Transparenz, Corporate Governance |
Wesentlichkeitsmatrix
Niedrige Signifikanz
Hoch Signifikanz
- Risikomanagement
- ESG-bezogene Produkte und Services
- Kreislaufwirtschaft
- Innovation und Partnerschaften
- Arbeitgeberattraktivität
- Finanzielle Inklusion
- Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit
- Digitalisierung und Ressourcenschonung
- Reporting und Transparenz
- Compliance und Datenschutz
- Umweltbelastung durch Kund:innen und Partner:innen
- Menschenrechte
- Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
- Sicherheit und Wohlbefinden der Kunden
- Green-Economy-Objekte
- Zugang zu Finanzmärkten
- Diversität, Inklusion und Chancengleichheit
- Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit
- Gesellschaftliches Engagement
- Corporate Governance
Hohe Signifikanz
Niedrige Signifikanz
- Umweltbelange
- Arbeitnehmerbelange
- Sozialbelange
- Achtung der Menschenrechte
- Bekämpfung von Korruption
- Nachhaltige Unternehmensführung
Wesentliche Themen für GRENKE
Im Geschäftsjahr 2023 haben wir unsere Wesentlichkeitsanalyse überprüft und bestätigt. In diesem Zuge führte die GRENKE BANK AG eine eigene Wesentlichkeitsanalyse durch. Die Befragung weiterer bank-spezifischer externer und interner Stakeholder zu den konzernseitig definierten wesentlichen Themen bestätigte die Wesentlichkeit der ausgewählten Themen für die GRENKE BANK.
Im Zuge der Validierung der Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden die Definitionen der wesentlichen Themen ergänzt und für eine bessere Operationalisierung und Steuerung wie folgt verabschiedet:
ESG-Produkte und -Services
Dieses Thema beschreibt unsere Fähigkeit, KMU Investitionen in ihre Nachhaltigkeit zu ermöglichen sowie selbst nachhaltige (Leasing-)Finanzierungen und Dienstleistungen anzubieten. Die beiden Themen „ESG-bezogene Produkte und Services“ und „Green-Economy-Objekte“ wurden aufgrund der inhaltlichen Nähe zusammengefasst.
Kreislaufwirtschaft
Dieses Thema befasst sich insbesondere mit der Wiederverwendung und Verwertung der Leasingobjekte nach Ablauf der Vertragslaufzeit zur Unterstützung einer Kreislaufwirtschaft.
Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit
Wir betrachten diese Themen als grundlegende Voraussetzung zur Erfüllung des Themas Arbeitgeberattraktivität. Zudem stellen Arbeitnehmerbelange einen Mindestinhalt gemäß § 289c HGB dar. Dementsprechend sind diese Gegenstand der Nichtfinanziellen Erklärung.
Arbeitgeberattraktivität
Dieses Thema misst unsere Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen und mit entsprechenden Maßnahmen zur Förderung und zur persönlichen Weiterentwicklung sowie mit zielgruppenorientierten Angeboten zu halten.
Kundensicherheit und -zufriedenheit
Im Fokus steht hier unsere Fähigkeit, gezielte Kundenerlebnisse zu schaffen und eine hohe Kundenzufriedenheit zu sichern, indem wir KMU einen attraktiven und gleichberechtigten Zugang zu Finanzierungen bieten. Die beiden Themen Sicherheit und Wohlbefinden der Kund:innen sowie finanzielle Inklusion wurden aufgrund der inhaltlichen Nähe in diesem Thema zusammengefasst.
Innovation und Partnerschaften
Dieses Thema beschreibt den Aufbau und die Pflege gezielter Partnerschaften im Rahmen unseres Engagements zur Förderung einer nachhaltigen Gesellschaft und innovative Lösungsansätze.
Digitalisierung und Ressourcenschonung
Dieses Thema beschreibt unsere Fähigkeit, Prozesse und Abläufe zu digitalisieren und dadurch, durch weitere Maßnahmen, den Einsatz von Ressourcen zu minimieren.
Risikomanagement
Hiermit adressieren wir unsere Fähigkeit, Risiken, die potenziell die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Stakeholder beeinträchtigen können, einzuschätzen, zu managen und zu minimieren.
Reporting und Transparenz
Im Fokus steht hier die transparente Gestaltung der Unternehmenskommunikation und der finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstattung.
Compliance und Datenschutz
Dieses Thema umfasst den Schutz von Daten durch den GRENKE Konzern sowie die Einhaltung der einschlägigen Gesetze und regulatorischen Anforderungen. Die Themen Compliance und Datenschutz wurden aufgrund der starken inhaltlichen Nähe in diesem Thema gebündelt.
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
Dieses Thema sehen wir unmittelbar verknüpft mit den Themen ESG-Produkte und -Services, Digitalisierung und Ressourcenschonung sowie Risikomanagement. Es orientiert sich weiterhin an den gleichnamigen Umweltzielen 1 und 2 der EU-Taxonomie. Daher wurde das Thema im Zuge der Validierung der Ergebnisse als wesentlich eingestuft.
Diese neun für GRENKE wesentlichen Themen werden im Rahmen der Nichtfinanziellen Erklärung um die folgenden Mindestinhalte gemäß HGB ergänzt:
- Umweltbelange
- Arbeitnehmerbelange
- Sozialbelange
- Achtung der Menschenrechte
- Bekämpfung von Korruption
- Nachhaltige Unternehmensführung
Achtung der Menschenrechte
Die Wahrung der Menschenrechte stellt eine grundlegende Voraussetzung zur Erfüllung unserer strategisch wesentlichen Themen dar. Diese werden zudem als Mindestinhalt in § 289c HGB genannt und werden deshalb ebenfalls in die Nichtfinanzielle Erklärung aufgenommen.
Ab dem kommenden Geschäftsjahr 2024 unterliegt GRENKE den Berichtsanforderungen der CSRD und deren doppeltem Wesentlichkeitsverständnis. In Vorbereitung haben wir unsere NfE bereits in diesem Jahr
nach Vertragsablauf möglichst weitergenutzt bzw.
3.2.2 Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele
Unser nichtfinanzielles Engagement verstehen wir als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit sowie eine dauerhaft starke Positionierung am Markt. Seit unserer Gründung vor mehr als vier Jahrzehnten ist Nachhaltigkeit Bestandteil unserer unternehmerischen Aktivitäten. GRENKEs Geschäftsmodell erleichtert es KMU durch unterschiedliche Finanzierungsangebote, neueste und ressourcenschonende Technologien zu nutzen. Gleichzeitig ermöglichen unsere Lösungen, dass die Leasinggüter
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der Themen gemäß Gliederung nach § 289c HGB im Überblick:
| Umweltbelange | Arbeitnehmerbelange | Sozialbelange | Achtung der Menschenrechte |
|---|---|---|---|
| ESG-Produkte und -Services | Arbeitgeberattraktivität | Kundensicherheit und -zufriedenheit | Menschenrechte |
| Kreislaufwirtschaft | Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit | Diversität, Inklusion und Chancengleichheit | |
| Digitalisierung und Ressourcenschonung | |||
| Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel | |||
| Bekämpfung von Korruption | |||
| Nachhaltige Unternehmensführung | |||
| Risikomanagement | |||
| Innovation und Partnerschaften | |||
| Reporting und Transparenz | |||
| Compliance und Datenschutz | |||
| Umweltbelastung durch Kund:innen und Partner:innen | |||
| Sicherheit und Wohlbefinden der Kunden | |||
| Green-Economy-Objekte | |||
| Zugang zu Finanzmärkten | |||
| Gesellschaftliches Engagement | |||
| Corporate Governance |
Innovation und Partnerschaften um ein weiteres wesentliches Thema angereichert: optimal verwertet werden. Nachhaltigkeit verankern Achtung der Menschenrechte // Menschenrechte wir bereits in unserer Unternehmensstrategie. Daraus Bekämpfung von Korruption und Bestechung Zugang zu Finanzmärkten abgeleitet beschreibt unsere Nachhaltigkeitsstrategie ꢀ // Compliance und Datenschutz Dieses Thema umfasst den Zugang des GRENKE unsere Nachhaltigkeitsvision: Wegbereiter fur einen Nachhaltige Unternehmensfuhrung Konzerns Zugang zu Finanzmärkten im Sinn der Be- nachhaltigen Mittelstand zu sein. // Risikomanagement // Reporting und Transparenz schaffung und Weiterverwertung von Kapital, insbe- // Zugang zu Finanzmärkten sondere hinsichtlich der nachhaltigen Kapitalbeschaf- Entlang dieser Vision beschreibt unsere Nachhaltig- fung (z.B. die Emission von (gruner) Anleihen). keitsstrategie unsere Zielsetzungen und Maßnahmen im Sinn von ESG entlang der drei Dimensionen Klima und Umwelt, sozialer Beitrag sowie Verantwortung und Vertrauen. Fur jede Dimension haben wir eine strategische Am- bition definiert. Aus der Analyse unserer wesentlichen Themen leiteten wir die strategischen Fokusthemen fur unsere Strategie ab (vgl. Kapitel 3.2.1 „Stakehol- der-Dialog und Wesentlichkeitsanalyse“).
85 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Die Ausgestaltung unserer strategischen Ambitionen Mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie legen wir den Fo- KLIMA UND UMWELT stutzen wir weiterhin auf die Sustainable Development kus auf neun der 17 Ziele der Agenda 2030 (vgl. Grafik Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. „Unsere Nachhaltigkeitsambition“). Unsere Nachhaltigkeitsambition Wegbereiter für einen nachhaltigen Mittelstand Mit Blick auf Klima und Umwelt möchten wir die Trans- formotion zu einer grunen Zukunft mit unserem Ange- Verantwortung bot nachhaltiger Finanzdienstleistungen unterstutzen Klima und Umwelt Sozialer Beitrag und Vertrauen und unseren Kund:innen die Entscheidung fur umwelt- bewusste Investitionen erleichtern. Unser Ziel ist es,
ꢚꢁꢌ ꢔꢉꢂꢑꢒꢐꢉꢍꢇꢁꢈꢉꢇ ꢎꢁꢉ Tꢌꢆꢇꢂ- ꢚꢁꢌ ꢖꢜꢌꢎꢉꢌꢇ Cꢒꢆꢇꢑꢉꢇꢈꢐꢉꢁꢑꢒꢒꢉꢁꢊ ꢚꢁꢌ ꢂꢊꢓꢌꢃꢉꢇ ꢉꢁꢇꢉ ꢊꢌꢆꢇꢂꢋꢆꢌꢉꢇꢊꢉ den Anteil der Green-Economy-Objekte am Leasing- ꢖꢄꢌꢅꢆꢊꢁꢄꢇ ꢁꢇ ꢉꢁꢇꢉ ꢈꢌꢝꢇꢉ Zꢍꢃꢍꢇꢖꢊꢟ ꢍꢇꢎ Iꢇꢇꢄꢕꢆꢊꢁꢄꢇꢂꢃꢌꢆꢖꢊ ꢖꢝꢌ ꢍꢇꢂꢉꢌꢉ Kꢄꢅꢅꢍꢇꢁꢃꢆꢊꢁꢄꢇ ꢍꢇꢎ ꢂꢑꢒꢆꢖꢖꢉꢇ neugeschäft stetig zu erhöhen und somit die nachhal- ꢁꢇꢎꢉꢅ ꢙꢁꢌ ꢇꢆꢑꢒꢒꢆꢐꢊꢁꢈꢉ Fꢁꢇꢆꢇꢏ- Kꢍꢇꢎꢉꢇ ꢍꢇꢎ Gꢉꢂꢑꢒꢓꢖꢊꢂꢋꢆꢌꢊꢇꢉꢌ ꢉꢁꢇꢉ ꢇꢆꢑꢒꢒꢆꢐꢊꢁꢈꢉ Uꢇꢊꢉꢌꢇꢉꢒꢅꢉꢇꢂ- ꢎꢁꢉꢇꢂꢊꢐꢉꢁꢂꢊꢍꢇꢈꢉꢇ ꢆꢇꢔꢁꢉꢊꢉꢇ ꢍꢇꢎ ꢎꢁꢉ ꢂꢄꢙꢁꢉ ꢘꢁꢊꢆꢌꢔꢉꢁꢊꢉꢌꢁꢇꢇꢉꢇ ꢍꢇꢎ ꢂꢊꢌꢍꢃꢊꢍꢌ ꢍꢇꢎ -ꢃꢍꢐꢊꢍꢌꢛ tigen Investitionsbedarfe unserer KMU-Kund:innen zu Eꢇꢊꢂꢑꢒꢉꢁꢎꢍꢇꢈ ꢖꢝꢌ ꢍꢅꢙꢉꢐꢊꢔꢉꢙꢍꢂꢂꢊꢉ ꢘꢁꢊꢆꢌꢔꢉꢁꢊꢉꢌ ꢈꢐꢉꢁꢑꢒꢉꢌꢅꢆꢞꢉꢇꢛ finanzieren (SDG 12). Dies beinhaltet etwa Objekte zur Iꢇꢕꢉꢂꢊꢁꢊꢁꢄꢇꢉꢇ ꢉꢌꢐꢉꢁꢑꢒꢊꢉꢌꢇꢛ Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energien (SDG 7). Der Aufbau lokaler Green-Economy-Kompe- ꢀꢀ ESG-ꢗꢌꢄꢎꢍꢃꢊꢉ ꢍꢇꢎ -Sꢉꢌꢕꢁꢑꢉꢂ ꢀꢀ Aꢌꢔꢉꢁꢊꢈꢉꢔꢉꢌꢆꢊꢊꢌꢆꢃꢊꢁꢕꢁꢊꢓꢊ ꢀꢀ Rꢁꢂꢁꢃꢄꢅꢆꢇꢆꢈꢉꢅꢉꢇꢊ tenzen und Partnernetzwerke ermöglicht effektives ꢀꢀ Kꢌꢉꢁꢂꢐꢆꢍꢖꢙꢁꢌꢊꢂꢑꢒꢆꢖꢊ ꢀꢀ Kꢍꢇꢎꢉꢇꢂꢁꢑꢒꢉꢌꢒꢉꢁꢊ ꢍꢇꢎ ꢀꢀ Rꢉꢋꢄꢌꢊꢁꢇꢈ ꢍꢇꢎ Tꢌꢆꢇꢂꢋꢆꢌꢉꢇꢏ Risikomanagement und die Nutzung von Wachstums- -ꢏꢍꢖꢌꢁꢉꢎꢉꢇꢒꢉꢁꢊ ꢀꢀ Dꢁꢈꢁꢊꢆꢐꢁꢂꢁꢉꢌꢍꢇꢈ ꢍꢇꢎ ꢀꢀ Cꢄꢅꢋꢐꢁꢆꢇꢑꢉ ꢍꢇꢎ Dꢆꢊꢉꢇꢂꢑꢒꢍꢊꢏ chancen (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und Rꢉꢂꢂꢄꢍꢌꢑꢉꢇꢂꢑꢒꢄꢇꢍꢇꢈ ꢀꢀ Iꢇꢇꢄꢕꢆꢊꢁꢄꢇꢉꢇ ꢍꢇꢎ ꢗꢆꢌꢊꢇꢉꢌꢂꢑꢒꢆꢖꢊꢉꢇ -Services“). ꢀꢀ Zꢍꢈꢆꢇꢈ ꢏꢍ Fꢁꢇꢆꢇꢏꢅꢓꢌꢃꢊꢉꢇ ꢀꢀ Kꢐꢁꢅꢆꢂꢑꢒꢍꢊꢏ ꢍꢇꢎ Aꢇꢋꢆꢂꢂꢍꢇꢈ ꢀꢀ Aꢌꢔꢉꢁꢊꢂꢌꢉꢑꢒꢊꢐꢁꢑꢒꢉ Tꢒꢉꢅꢉꢇ ꢆꢇ ꢎꢉꢇ Kꢐꢁꢅꢆꢙꢆꢇꢎꢉꢐ ꢍꢇꢎ Sꢁꢑꢒꢉꢌꢒꢉꢁꢊ ꢀꢀ ꢘꢉꢇꢂꢑꢒꢉꢇꢌꢉꢑꢒꢊꢉ
86 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Auch unser eigenes Produktangebot wollen wir ent- SOZIALER BEITRAG Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlichen Fä- lang von ESG-Kriterien weiterentwickeln und unseren higkeiten, Glaube, politischer Überzeugung, Alter und KMU-Kund:innen einen nachhaltigen Leasingvertrag im Sinn der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenscho- Erfahrung – ist uns zudem besonders wichtig und gilt nung anbieten (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte es zu fördern. Unser Angebot an unsere Mitarbeiter:in- und -Services“). Die Digitalisierung unserer Geschäfts- nen beinhaltet weiterhin Modelle fur eine angemessene prozesse spielt eine entscheidende Rolle fur die Re- Vergutung, eine flexible Arbeitszeitgestaltung und zur duzierung unseres ökologischen Fußabdrucks (SDG Förderung der Gesundheit, z.B. durch ergonomische 12 und 13). Bis 2025 wollen wir dafur klimaneutral in Arbeitsplatzgestaltung und Gesundheitsvorsorge. Bezug auf Scope-1- und -2-Emissionen werden und gleichzeitig Scope-3-Emissionen stetig reduzieren. Den Zugang zu hochwertiger Bildung (SDG 4) stär- Dementsprechende Relevanz kommt unserer Digita- ken wir intern durch unsere Maßnahmen in die Aus- lisierungsstrategie „Digital Excellence“ zu (vgl. Kapitel und Weiterbildung unserer Mitarbeiter:innen (vgl. Ka- 3.4.1.3 „Digitalisierung und Ressourcenschonung“ pitel 3.4.2.1.5 „Qualifizierung und Entwicklung der und Kapitel 6.2.2.5 „Gesamtaussage zur kunftigen Mitarbeiter:innen“). Über unser Unternehmen hinaus Entwicklung“). fördern wir Bildung und Kultur durch unsere Koope- rationen und Sponsoringengagements sowie in den
Bereichen Forschung und Entwicklung.
Die Nachhaltigkeit unseres Leasingportfolios möchten wir messbar oder zumindest objektiv beurteilbar und
Unsere Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber am transparent machen. Hierfur entwickeln wir weiter- Markt wollen wir zur langfristigen Sicherung unseres hin den GRENKE Sustainability Index (GSI). Der GSI Unternehmenserfolgs stärken und ausbauen. Wich- wird uns ermöglichen, mit unseren Partner:innen und tiger Indikator hierfur ist die Zufriedenheit unserer Mit- KMU-Kund:innen konkret uber Nachhaltigkeitsthe- arbeiter:innen, die wir jährlich messen und stetig mit men zu sprechen und das Bewusstsein fur nachhal- passenden Maßnahmen verbessern. Chancengleich- tige Investitionsmöglichkeiten zu stärken.
heit und Diversität (SDG 5) betrachten wir dabei als Grundpfeiler. Hierzu achten wir auf Geschlechterdiver- sität in Vorstand, Aufsichtsrat und unter unseren Mit- arbeiter:innen. Die Auswahl und Entwicklung unserer Talente – unabhängig von Kultur, Nationalität, Ethnie,
87 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
VERANTWORTUNG UND VERTRAUEN Die Fortschritte in diesen Handlungsfeldern und die In den nachfolgenden Kapiteln werden die Details und Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele messen Fortschritte zu den genannten Aktivitäten näher be- und steuern wir anhand entsprechender nichtfi- schrieben. nanzieller Leistungsindikatoren, die wir als TOP KPI bezeichnen (vgl. Kapitel 1.3.3 „Nichtfinanzielle Leis- Unsere strategischen Handlungsfelder tungsindikatoren“). Verantwortung und Vertrauen bedeuten fur uns, eine
nachhaltige Unternehmensstruktur und -kultur mit ei-
ner transparenten, verlässlichen und vertrauensvollen Verantwortung
Unternehmensfuhrung zu vereinen. Unseren nachhal-
tigen Erfolg sichern wir durch ein sorgfältiges Risiko- Klima und Umwelt Sozialer Beitrag und Vertrauen
management ab (vgl. Kapitel 3.4.3.1 „Risikomanage-
ment“). Aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten, Anteil an Green-Economy-Objekten Arbeitgeberattraktivität sicherstellen und Identiꢀkation mit der Unternehmens-
wie z.B. die Auswirkungen, Chancen und Risiken des ausbauen und GSI einführen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter binden und Nachhaltigkeitsstrategie Klimawandels, integrieren wir in unser Risikomanage-
ment. Die transparente Berichterstattung und Kapital- CO2-Neutralität in Bezug auf Talente und Know-how weiterentwickeln ESG-Aspekte weiter in die Unter-
marktkommunikation (vgl. Kapitel 3.4.3.2 „Reporting Scope 1 und 2 nehmenssteuerung integrieren und Transparenz“) bilden wichtige Grundsteine des vertrauensvollen Miteinanders mit unseren Stakehol-
Leasingkernprozesse digitalisieren und Diversität stärken und Gesetzeskonformes Verhalten und Papierverbrauch minimieren Frauenanteil erhöhen interne Kontrollen dern. Wir sehen diese als notwendige Voraussetzung, um mit unseren Finanzierungslösungen nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Innovationen fur KMU zu fördern (SDG 8 und 9). Ein verantwortungsvoller Um-
gang mit und der Schutz von Daten unserer Stake-
holder (vgl. Kapitel 3.4.3.3 „Compliance und Daten-
schutz“) schaffen weiterhin Vertrauen und legen so die Basis fur langfristige Partnerschaften (SDG 17).
88 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
des Unternehmens. Er wird durch den Aufsichtsrat uberwacht und beraten.# Fur Ausfuhrungen betreffend 3.3.1 Nachhaltige Unternehmensführung
die personellen Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf das Kapitel 4 „Veränderung in den Organen der Gesellschaft“.
Unser Nachhaltigkeitsengagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Die Verantwortung für Nachhaltigkeit liegt entsprechend im Verantwortungsbereich unseres CEO Dr. Sebastian Hirsch. Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2022 in enger Zusammenarbeit mit allen Vorstandsbereichen erstmals entwickelt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt und aktualisiert. Die unterjährige Umsetzung wurde auch im Geschäftsjahr 2023 durch regelmäßige Berichte an den Gesamtvorstand begleitet. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Bedeutung von ESG für den Konzern zudem durch die Ernennung von Frau Dr. Mitic als Nachhaltigkeitsbeauftragte innerhalb des Aufsichtsrats gestärkt. Als Expertin für nachhaltige Unternehmensentwicklung unterstützt und überwacht sie die ESG-Transformation des GRENKE Konzerns (www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/management-der-grenke-ag/aufsichtsrat/).
Die GRENKE AG erfüllt die im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) dargestellten wesentlichen gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften sowie weitestgehend die vom DCGK empfohlenen Standards für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung (vgl. Kapitel 8 „Erklärung zur Unternehmensführung“). Bestätigung erhalten unsere Maßnahmen zur Stärkung der Governance erneut durch die Ergebnisse der DVFA Scorecard 2023. Innerhalb des SDAX belegte die GRENKE AG zum zweiten Mal in Folge erneut den dritten Platz.
Die GRENKE AG verfügt als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht über Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Dem Vorstand obliegt die Leitung
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3.3.1.1 ESG-Organisation und Management
Das operative Management der Nachhaltigkeitsstrategie obliegt bei GRENKE dem 2022 geschaffenen ESG-Bereich. Dies beinhaltet sowohl die Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung als auch die Koordination der konzernweiten ESG-bezogenen Aktivitäten. Das Aufgabenspektrum des ESG-Bereichs umfasst im Detail Folgendes:
- Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie
- Weiterentwicklung eines umfassenden Steuerungssystems
- Operationalisierung der Nachhaltigkeitsstrategie
- Entwicklung unserer CO2-Neutralisierungsstrategie
- Weiterentwicklung und Aktualisierung von ESG-Policies
- Interne und externe nichtfinanzielle Berichterstattung und Verantwortung für das ESG-Datenmanagement
- Aufbau von Know-how zum Thema Nachhaltigkeit in allen Ländern und Standorten
- Austausch und Interessenvertretung gegenüber internen und ausgewählten externen Stakeholdern
ESG-Management
GRENKE ESG
| Vorstand # Darin verpflichten wir uns
3.3.2 Nachhaltige Unternehmenspolitik
3.3.2.1 Richtlinien und Rahmenwerke
Wir erkennen die Vielfalt innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens an und nutzen die damit verbundenen Potenziale zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Gleichzeitig fördern wir den internen und externen Dialog zur Charta und beziehen unsere Mitarbeiter:innen in die Umsetzung der Charta ein.
Unser Verhaltenskodex ist aber nicht nur eine Orientierungshilfe, sondern vielmehr die verbindliche Leitlinie für unsere Werte und unser Verhalten. Er ist verpflichtend für alle bei GRENKE arbeitenden Menschen. Darüber hinaus erwarten wir von unseren Lieferant:innen, Partner:innen und Berater:innen, dass sie ähnliche Standards umsetzen. Er sensibilisiert uns für die rechtlichen Risiken im beruflichen Alltag aufgrund geltender Gesetze sowie für unsere eigenen Unternehmensrichtlinien. Darüber hinaus betrachten wir unseren Verhaltenskodex als ethische Orientierungshilfe für unser Handeln und unsere Entscheidungen (vgl. Grafik „GRENKE Verhaltenskodex“).
Unsere Nachhaltigkeitsstrategie und -aktivitäten richten wir an international anerkannten Rahmenwerken und Standards sowie selbst geschaffenen Richtlinien (Policies) aus und integrieren diese in unsere Geschäftstätigkeit. Zu den wichtigsten Richtlinien und Grundsätzen zählen:
- Carbon Disclosure Project
Um transparent über unsere CO2-Emissionen sowie die Chancen und Risiken für unser Geschäftsmodell aus dem Klimawandel zu berichten, reichten wir für das Geschäftsjahr 2022 erstmals den Berichtsfragenbogen des Carbon Disclosure Projects (CDP) ein. Im Geschäftsjahr 2023 beantworteten wir den Fragebogen erneut und reichten diesen zum erstmaligen Rating ein. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang 2024 erwartet. - Charta der Vielfalt
Chancengleichheit und Diversität sind elementare Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt bereits im Geschäftsjahr 2022 verpflichtet sich der GRENKE Konzern aktiv dazu, den Diversitätsgedanken weiter in der Organisationsstruktur zu verankern. Ferner verpflichten wir uns zu einer nachhaltigen Entwicklung über alle unsere Geschäftsaktivitäten hinweg und haben die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs – Sustainable Development Goals) in unsere Nachhaltigkeitsstrategie integriert (vgl. Kapitel 3.2.2 „Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele“).
GRENKE Verhaltenskodex
| Vertrauen fördern und fördern als Grundlage der Risikokultur | Respekt, Fairness, Chancengleichheit, Toleranz, Anti-Diskriminierung |
| Achtung und Einhaltung nationalen und internationalen Rechts | Korruptions- und Bestechungsbekämpfung |
| Schutz von IT-Systemen und verantwortungsvoller Umgang mit technischem Fortschritt | Klima- und Umweltschutz |
| Freier und fairer Wettbewerb | Materialbeschaffung |
| Service- und Produktentwicklung mit Mehrwert für Kunden | Unterstützung gesellschaftlicher Aktivitäten |
| Sicheres und gesundes Arbeitsumfeld unter Wahrung der Arbeitnehmer- und Menschenrechte | Vermeidung von Interessenskonflikten |
| Compliance-Management und Geldwäscheprävention | Objektive und unabhängige Berichterstattung |
| GRENKE schützen | Null-Toleranz gegenüber Offenlegung von Insiderinformationen und Aufrechterhaltung eines wirksamen Compliance- Management-Systems. Dokumentation interner Prozesse und Qualitätssicherung |
| Umgang mit Kunden und Partnern unter Berücksichtigung geltender Standards und Vorschriften |
GRENKE Lieferantenkodex
Unser Lieferantenkodex fordert von unseren Lieferant:innen u.a. die Einhaltung von Arbeitnehmer- und Menschenrechten sowie Gesetzen zum Umweltschutz (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/). Zudem sind unsere Lieferanten verpflichtet, bei der Materialbeschaffung eine wirksame Qualitätssicherung durchzuführen und verbundene Risiken zu minimieren. Gegenüber Geschäftspartner:innen und Dritten verpflichten sich Lieferant:innen, stets integer und ethisch einwandfrei zu handeln. Gleichzeitig müssen sie die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Geldwäscheprävention sowie dem Wettbewerbs- und Kartellrecht einhalten und die Rechte an geistigem Eigentum gewährleisten. Darüber hinaus erwarten wir von unseren Lieferant:innen Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption, Bestechung und Interessenkonflikten sowie zur Einrichtung eines funktionierenden und wirksamen Compliance-Management-Systems.
Transparenz und Vertrauen sind für uns die Basis einer guten Zusammenarbeit. Auch von unseren Lieferant:innen erwarten wir, dass ihr Verhalten unserem Verhaltenskodex entspricht, indem sie bei sich sowie bei ihren Lieferant:innen und Subunternehmer:innen ähnliche Standards umsetzen (vgl. Grafik „Basis unseres Lieferantenkodex“).
Umweltrichtlinie
- Die Umweltrichtlinie fasst unsere Bemühungen im Bereich Umweltschutz zusammen. Wir verpflichten uns zu einer kontinuierlichen Verbesserung unseres Umweltmanagementsystems in Übereinstimmung mit den regulatorischen und Compliance-Verpflichtungen. Dazu gehört für uns, dass wir die umweltrechtlichen Anforderungen und üblichen Marktstandards erfüllen. Wir orientieren unser Handeln daher an den Anforderungen der ISO 14001. Eine erstmalige Zertifizierung wird für 2024 geprüft.
Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie
- Ziel dieser für alle GRENKE Gesellschaften in Deutschland geltenden Richtlinie ist, die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen durch einen effizient und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz – ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung – zu erhalten, zu verbessern und zu fördern.
3.3.2.2 Qualitätsmanagement
Neben der Sicherstellung gesetzlicher Anforderungen setzen wir selbst hohe Qualitätsansprüche an unser Handeln. Hierfür nutzen wir ein Qualitätsmanagement-System, das den Rahmen für die konzernweit etablierten Geschäfts- und Arbeitsprozesse im Geschäftsalltag des GRENKE Konzerns vorgibt.
Alle Mitarbeiter:innen haben Zugriff auf unser Qualitätsmanagementsystem und werden in der Anwendung geschult. Das internationale Qualitätsmanagement-Team an unserem Hauptsitz in Baden-Baden greift auf ein breites internes Netzwerk zurück, um wesentliche Informationen und Änderungen schnell und zielgerichtet an die relevanten Fachbereiche kommunizieren zu können. In jedem Land gibt es eine QM-Kontaktperson, in einigen Ländern sogar eigene QM-Teams. Regelmäßige Network-Calls und monatliche Newsletter stellen den Informations- und Erfahrungsaustausch sicher, um das Qualitätsmanagement bestmöglich weiterzuentwickeln. Der inhaltliche Schwerpunkt des Qualitätsmanagementsystems gilt den Arbeitsprozessen.
Seit 1998 wird bei GRENKE das Qualitätsmanagement von der TÜV SÜD Management Service GmbH als unabhängige Prüfungsgesellschaft jährlich zertifiziert. Nach ihrem Überwachungsaudit im Jahr 2021 und der Aktualisierung im Geschäftsjahr 2022 bestätigte die TÜV SÜD Management Service GmbH im Geschäftsjahr 2023 erneut, dass wir über ein gut funktionierendes und wirksames Qualitätsmanagementsystem verfügen, das die Anforderungen der Norm ISO 9001:2015 vollumfänglich erfüllt. Die derzeitige Zertifizierung ist bis Oktober 2025 gültig. Unsere zertifizierten Standorte und Unternehmen sind auf unserer Website zu finden (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-deutschland/auszeichnungen-zertifizierungen/). Für das Geschäftsjahr 2024 wird erstmalig auch die dezidierte Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems und unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten geprüft.
Das Qualitätsmanagement ist zentraler Bestandteil unserer Bemühungen, eine wir rechtzeitig Prozessabweichungen feststellen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 32 Standorte durch den TÜV SÜD im Rahmen der Stichprobenzertifizierung auditiert (2022: 31 Standorte). Darüber hinaus fanden 107 interne Audits statt (2022: 115 interne Audits).
Im Geschäftsjahr 2023 wurden über den neuen Ideenprozess 41 Ideen eingereicht (2022: 45 Ideen). Bei einer Vielzahl der diesjährigen Vorschläge handelte es sich um IT-Entwicklungsanfragen, die an den entsprechenden Prozess verwiesen wurden.
Wenn wir im Rahmen der internen Schulungen die durchschnittliche Bewertung von ≥ 3,5 Punkten erreichen, erhalten die Mitarbeiter:innen eine einmalige Geldprämie. Damit wollen wir auch weiterhin die Innovationskraft unserer Mitarbeiter:innen fördern und ausbauen.# 3.4 Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen
Im Rahmen des Qualitätsmanagement-Regelkreises führen wir – ergänzend zu den genannten TÜV-Über-
wachungs- und Rezertifizierungsaudits – interne Qua-
litätsmanagement-Audits durch und erfassen kontinu-
ierlich qualitätsrelevante Dokumente, die regelmäßig
aktualisiert werden. Somit stellen wir sicher, dass
sich sowohl Gesetzesänderungen als auch laufende
Produkt- und Prozessanpassungen in unserem Qua-
litätsmanagement widerspiegeln.
3.4.1 Klima und Umwelt
ESG-Produkte und -Services
Unser Fokus liegt auf Finanzierungslösungen, die auf
kleine und mittelständische Unternehmen und deren
Investitionsbedarfe zugeschnitten sind. Für die nach-
haltige Ausrichtung unseres Unternehmens sehen wir
es als unsere Aufgabe an, insbesondere ESG-Produk-
te und -Services zu finanzieren und anzubieten. Unse-
re Aktivitäten und Fortschritte messen wir mit einem
entsprechenden TOP-KPI (vgl. Kapitel 1.3.3 „Nicht-
finanzielle Leistungsindikatoren“).
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Kopiertechnik | 18ꢂ3 | 19ꢂ0 |
| Maschinen und Einrichtungen | 8ꢂ0 | 8ꢂ0 |
| Medizintechnik & Wellness | 23ꢂ1 | 21ꢂ4 |
| Telekommunikationsgeräte | 7ꢂ1 | 7ꢂ7 |
| Green Economy | 7ꢂ7 | 5ꢂ7 |
| Sicherheitsgeräte | 4ꢂ1 | 4ꢂ0 |
| IT-Produkte (inkl. Notebooks) | 2ꢂ9 | 3ꢂ1 |
| Allgemeine Bürotechnik | 0ꢂ8 | 1ꢂ1 |
| Sonstiges | 27ꢂ9 | 30ꢂ1 |
Um den Kundenbedürfnissen der KMU zu entspre-
chen, decken unsere Leasing- und Mietprodukte eine
große Vielfalt von Leasingobjekten ab. Gleichzeitig
gewährleisten wir so die Diversifizierung unseres Port-
folios (siehe Grafik „Zusammensetzung unseres Lea-
singobjektportfolios“). Angesichts der Transformation
der Gesamtwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit sind
wir bestrebt, auch unser Objektportfolio nachhaltiger
zu gestalten. Durch die Finanzierung von Objekten
der Green Economy tragen wir zu einer nachhaltigen Transformation der Geschäftstätigkeit unserer
Kund:innen im Einzelnen sowie der Wirtschaft als Kol-
lek-tive bei. Unter Green-Economy-Objekten verste-
hen wir z.B. Objekte zur Gewinnung und Speiche-
rung erneuerbarer Energien, für nachhaltige Mobili-
tätslösungen oder Ressourcenmanagement. Neben
dem eBike-Geschäft beinhaltet dies nun etwa auch
Photovoltaikanlagen sowie Energiespeicher, Wallbox-
en und Ladeinfrastruktur. Seit 2022 entwickeln die
Kolleg:innen aus dem Vertrieb den spezialisierten
Green-Economy-Marktangang weiter. Die Maßnah-
men fokussieren insbesondere die Ansprache neuer
Fachhandelspartner:innen und Kund:innen.
Im Geschäftsjahr 2023 konnte hierdurch der Anteil
der Green-Economy-Objekte am gruppenweiten Lea-
singneugeschäft, bemessen am Nettoanschaffungs-
volumen, auf 7,7 Prozent gesteigert werden (2022:
5,7 Prozent¹). Besondere Relevanz bei den Green-
Economy-Objekten haben weiterhin eBikes, welche
im Jahr 2023 im Gesamtkonzern weiterhin 4,3 Pro-
zent des Leasingneugeschäfts ausmachten (2022:
4,3 Prozent). Der Anteil an Green-Economy-Objek-
ten an unserem Leasingneugeschäft im Geschäftsjahr
2023 entspricht einem Nettoanschaffungsvolumen
von 200 Mio. EUR (2022: 130 Mio. EUR) (siehe Grafik
„GEO nach NAW“).
GEO nach NAW
(2021, 2022, 2023)
per 31. Dezember 2023, in Mio. EUR
| 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Graf | 73 | 130 | 200 |
Im Kontext von ESG leisten wir zudem einen Beitrag
zur Gesundheitsversorgung, indem wir beispielsweise
Arztpraxen und medizinischen Einrichtungen die Fi-
nanzierung medizintechnischer Objekte ermöglichen.
Der Anteil an Medical-Objekten an unserem gesamten
Portfolio blieb 2023 dabei gruppenweit konstant bei
8,0 Prozent (2022: 8,0 Prozent).
An der Produktion von Waren und Gütern sind wir
als Finanzierungspartner zwar nicht direkt beteiligt,
dennoch sind wir bestrebt, auch in vor- und nach-
gelagerten Prozessen unseren Einfluss auf Nach-
haltigkeitskriterien geltend zu machen (vgl. GRENKE
Lieferantenkodex, Kapitel 3.3.2.1 „Richtlinien und
Rahmenwerke“). Im Geschäftsjahr 2023 führten wir die Entwicklung des
GSI fort und validierten die Modellierung in Zusam-
menarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie
(KIT). Die Anregungen der Forschungskooperation mit
dem KIT führten insbesondere zur strategischen Ge-
wichtung der enthaltenen Variablen, um den GSI als
aussagekräftige Bewertungsmetrik einzuführen. Die
Projektarbeiten am GSI werden 2024 fortgeführt und
die Einführung am Markt vorbereitet.
Die Nachhaltigkeit unserer Dienstleistung wird sowohl
durch die Leasingobjekte als auch die Leasingverträ-
ge selbst beeinflusst. Um die Nachhaltigkeit unserer
Finanzierungen transparent und messbar zu machen,
entwickeln wir den GRENKE Sustainability Index (GSI).
Dieser Index berücksichtigt die verschiedenen für den
Leasingvertrags-Lebenszyklus relevanten Komponen-
ten. Dazu gehören Parameter im Kontext des Leasing-
objekts (z.B. Objektkategorie oder Nutzungsdauer), des
Vertrags (z.B. Digitalisierung der Abwicklungs-
prozesse) und unserer Leasingnehmer:innen (z.B.
Branchenschlüssel). Der GSI soll unserem Vertrieb
als Instrument dienen, um das Gespräch zu Nach-
haltigkeitsaspekten mit unseren KMU-Kund:innen und
Partner:innen zu leiten. Dafür bewertet der GSI unsere
Finanzierungsgeschäfte unter Berücksichtigung der
Spezifika objektbezogener Finanzierungen. Bei den
Bewertungskriterien handelt es sich um eigens defi-
nierte Kriterien, welche nicht den Kriterien für nachhal-
tige Finanzprodukte im Sinn der Sustainable Finance
Disclosure Regulation (SFDR) entsprechen oder aus
dieser abgeleitet werden. Wir haben uns für die De-
finition des GSI entschieden, da keine einschlägigen
Kriterien für nachhaltige Leasingverträge existieren.
GRENKE Sustainability Index
Für die Entwicklung eines nachhaltigen Leasingver-
trags starteten wir im Geschäftsjahr 2022 zudem mit
der Planung eines weiteren Projekts in Zusammenar-
beit mit dem KIT sowie der AfB gGmbH. Das Projekt
GRENKE wurde im Geschäftsjahr 2023 weitergefuhrt.
Unsere Mitarbeiter:innen im Vertrieb wollen wir be-
fähigen, mit unseren Leasingnehmer:innen und Ge-
schäftspartner:innen über Nachhaltigkeit sprechen zu
können. Schulungen und andere Formate umfassen
hierfür die Nachhaltigkeit in unserem Produkt- und
Objektportfolio. Ziel dieser Workshops ist die Operati-
onalisierung und Fortentwicklung der durch uns finan-
zierbaren Objekte im Sinn der Green Economy. Durch
diese Formate unterstützen wir die lokale Implemen-
tierung unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrate-
gie entlang der landesspezifischen Anforderungen.
Das Know-how unserer Belegschaft zum Thema ESG wollen wir kontinuierlich weiterentwickeln, um ein ge-
meinsames Verständnis zu unseren Nachhaltigkeits-
themen zu etablieren. So wollen wir sicherstellen, dass
unsere Mitarbeiter:innen ihr eigenes Handeln entlang
unserer Nachhaltigkeitsstrategie ausrichten.
1 Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Definition der Green-Economy-Objekte um neue Objekttypen erweitert, bspw. um Tafelwasseranlagen. Dies führt zu einem Anteil an Green-Economy-Objekten in 2022 von 5,7 Prozent. Gemäß alter Definition betrug der Anteil 5,2 Prozent.# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Im Vor-jahr entwickelten wir hierfur ein Schulungsangebot zu ESG-Grundlagen und zum Thema ESG@GREN- KE – unsere Ambitionen und Einblicke. 2022 wurden die Themen im Rahmen von 32 interaktiven, digitalen Live-Sessions geschult. Das freiwillige Schulungsan- gebot wurde 2022 insgesamt von 910 Kolleg:innen nen. Innerhalb des Programms werden die teil- OPERA IN FIORE: Des Weiteren hat die italienische ꢀ aus 28 Ländern wahrgenommen. Im aktuellen Ge- nehmenden Fachhandelspartner:innen uber einen Tochtergesellschaft mit Sitz in Mailand die Pflege ih- schäftsjahr 2023 wurden die Inhalte als Lernvideos Zeitraum von zwölf Monaten durch EcoVadis als rer Grunanlage in den Buros einer Genossenschaft veröffentlicht und stehen seither dauerhaft zum Ab- unabhängigen Drittpartner begleitet. Nach einem anvertraut, die die Arbeit und soziale Wiedereinglie- ruf zur Verfugung. Fur das kommende Geschäftsjahr ersten Audit können die Fachhandelspartner:innen derung von benachteiligter Personen mit Haft-Er- 2024 sind neue Formate und interaktive Lernangebo- während dieses Zeitraums ihre eigene Nachhaltig- fahrung fördert (vgl. www.operainfiore.it). te geplant. keitspolitik durch die Umsetzung konkreter Maß- nahmen zu vorab definierten Themen verbessern.
3.4.1.2 Kreislaufwirtschaft
Daneben wurden durch unsere Ländergesellschaften Das SEED-Programm von GRENKE bietet den Als Leasinganbieter sehen wir in einer nachhaltigen weitere Nachhaltigkeitsinitiativen gestartet: teilnehmenden Fachhandelspartner:innnen zu- Kreislaufwirtschaft einen wichtigen Hebel. Dies be- sätzlich Schulungs- und Informationsangebote zu ginnt fur uns bereits vor einer potenziellen Zuruck- CLIMATE FRESK: Im Geschäftsjahr 2023 absol- Nachhaltigkeitsthemen. Mit dem Programm unter- nahme der Objekte: Wir verleasen Neuwaren, die ꢀ vierten alle Mitarbeiter:innen der GRENKE LOCA- stutzen wir unsere Partner:innen auf dem Weg zu gängige Markt- und Technologiestandards erfullen. TION SAS in Frankreich den sogenannten „Climate einer verbesserten nachhaltigen Unternehmens- Davon versprechen wir uns eine längere Nutzungs- Fresk“-Workshop. Die Inhalte dieses Workshops fuhrung. Es bildet damit einen weiteren Baustein dauer der Leasingobjekte. So können die Geräte uber basieren auf den wissenschaftlichen Veröffent- zur Unterstutzung des Mittelstands und starker, die normale Leasinglaufzeit hinaus von unseren Lea- lichungen der IPCC-Berichte (Intergovernmental langfristiger Partnerschaften (vgl. GRENKE SEED- singnehmern genutzt werden. Des Weiteren achten Panel on Climate Change, auch als Weltklimarat Programm, www.grenke.fr/rse/programme-rse/). wir bei den Objekten darauf, dass diese zum Beispiel Programm). Sie verfolgen das Ziel einer hochwertigen nach der Leasingvertragslaufzeit durch Weiterverkauf Weiterbildung zu Klimathemen. Die Inhalte behan- ZERO PER CENTO: An unserem Standort in Ita- in einen zweiten Produktlebenszyklus uberfuhrt wer- ꢀ deln dabei insbesondere Ansätze, um klimabe- lien, der GRENKE LOCAZIONE SRL, werden Fir- den können oder die Ruckgewinnung von Ressour-
3.4.1.3 Digitalisierung und Ressourcenschonung
Die digitale Personalakte
Auch bei der Zusammenarbeit mit öffentlichen Ein- Anteil gedruckter Rechnungen in den Kernmärkten richtungen setzen wir die elektronische Rechnungs- per 31. Dezember 2023, in Prozent stellung ein. Laut EU-Richtlinie (2014/55/EU) mussen <1 alle EU-Länder zumindest im Business-to-Govern- Personaldokumente zuzugreifen. Zugleich gewährleis- ment-Bereich sukzessive eInvoicing einfuhren. E-In- ten wir so einen rechtssicheren Umgang mit Lösch- voicing setzen wir derzeit in Deutschland, Frankreich, und Aufbewahrungsfristen. Die digitale Personalakte Italien, Portugal, Schweden, der Turkei und Finnland ermöglicht zudem, wichtige Formalitäten wie Gehalts- sowie in unserer Franchisetochtergesellschaft in Chile abrechnungen oder Urlaubsanträge papierlos abzuwi- um. Regelmäßig fuhren wir hierbei Formatanpassun- ckeln und zu verwalten. gen durch, darunter im Geschäftsjahr 2023 in unserer Tochtergesellschaft Italien.
| Anzahl Länder mit verfugbaren eSignature- Lösungen | Anzahl der Länder mit verfugbaren eInvoice- Lösungen |
|---|---|
| ꢀ | ꢀ |
| Anteil gedruckter Rechnungen in den Kernmärkten per 31. Dezember 2023, in Prozent |
|---|
| <1 |
| <1 |
| <1 |
| <1 |
| 5 |
| 4 |
| 12 |
| 7 |
| 3 |
| 5 |
| 5 |
| 7 |
| 7 |
| 5 |
| 2019 |
| 2020 |
| 2021 |
| 2022 |
| 2023 |
| Deutschland |
| Frankreich |
| Italien |
Das digitale Kundenportal
Hier können unsere Leasingnehmer:innen ihre Verträge, Rechnungen und Daten jederzeit online verwalten.# VERMÖGENSANLAGE-BERICHT DES VORSTANDS
Das insgesamt wurde der Postversand bei der Rechnungsstellung durch die oben genannten Maßnahmen weiterhin bei GRENKE weiter reduziert. In Deutschland und Frankreich konnte dieser um mehr als einen Prozentpunkt reduziert werden auf 5 Prozent in Deutschland (2022: 7 Prozent) und 3 Prozent in Frankreich (2022: 4 Prozent). Der ohnehin sehr niedrige Anteil in Italien verblieb unverändert kleiner 1 Prozent (siehe Grafik „Anteil gedruckter Rechnungen in den Kernmärkten“).
Der Versand von Rechnungen erfolgt weitestgehend papierlos. Im Jahr 2023 war unsere Lösung zur digitalen Rechnungsstellung weiterhin in 26 Ländern² (2022: 26 Länder) verfügbar (TOP-KPI). Während im Geschäftsjahr 2023 die Weiterentwicklung in den bestehenden Ländern im Fokus stand, ist für das kommende Geschäftsjahr 2024 der Rollout in den Ländern Rumänien und Polen geplant.
Die eSignatur ist auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin in 27 Ländern (2022: 27 Länder)² verfügbar. Es soll zukünftig bei GRENKE weiter ausgerollt werden. Bereits 2015 führte GRENKE die eSignatur ein, die seitdem steigende Nutzungszahlen verzeichnet. Für Fachhandelspartner:innen und Kund:innen ist dieser kostenlose Vorgang vereinfacht den Abschluss von Finanzierungsverträgen. Die Dokumente werden elektronisch versandt und rechtsgültig signiert. Durch diese Lösung sparen wir Papier für Ausdrucke und Kuverts ein. Die eSignatur wurde zunächst in Deutschland und Frankreich eingeführt und ist aktuell in insgesamt 27 Märkten (2022: 27) verfügbar (Bestandteil des TOP-KPI). Hierbei nutzen wir zwei marktgängige Lösungen: DocuSign und die BankID via Verified. In drei Märkten wird die BankID als digitale Signaturlösung verwendet, in den übrigen 24 DocuSign. Durch unsere Lösungen können weiterhin in über 80 Prozent der GRENKE Märkte Dokumente digital signiert werden.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 116.910 Verträge mit elektronischer Signatur abgeschlossen (2022: 108.841 Verträge; siehe Grafik „Anzahl mit elektronischer Signatur abgeschlossener Leasingverträge“).
Die Nutzung unserer Gebäudeflächen versuchen wir, gleichsam effizient und ressourcenschonend zu gestalten. Damit reagieren wir auf die Veränderungen der Arbeitswelt (New Work) durch die Digitalisierung und wollen gleichermaßen die Attraktivität unserer Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter:innen erhöhen. Bei unseren New-Work-Konzepten achten wir darauf, unsere Gebäude- und Flächengestaltung an die veränderten Umwelt- und Klimabedingungen anzupassen, das heißt, unseren Ressourcenverbrauch immer weiter zu reduzieren. Modellcharakter hat seit 2022 der Standort der italienischen Tochtergesellschaft „De Castillia 23“ in Mailand. Der Standort beinhaltet neue Flächen- und Arbeitsplatzkonzepte, die als Vorbild für andere GRENKE Standorte gelten. Im Sinn von New Work und Ressourcenschonung wurden 2023 unter anderem Standorte und Flächen in Australien, Brasilien und Kanada umgestaltet. Dabei wurde sowohl bei der Auswahl neuer Büros als auch bei der Büroausstattung auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen per Werbemittel geachtet. So konnte beispielsweise der Umzug des Standorts Melbourne vollständig CO2-neutral erfolgen und zudem auf Möbel aus wiederverwerteten Materialien zurückgegriffen werden. Die 2022 im Hauptsitz in Baden-Baden gestarteten Projekte zur Flächenoptimierung wurden im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Erste Flächen sollen 2024 fertiggestellt werden.
Neue Arbeitsplatzkonzepte (New Work)
Neben der Umgestaltung unserer Büroflächen beteiligen wir uns seit 2023 mit einer Patenschaft am Projekt „Bluhender Naturpark“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Unter dem Motto „blühendes Headquarter“ tragen wir zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Artenschutzes bei, indem wir die Fläche von rund 450 Quadratmetern auf dem Unternehmensgelände in Baden-Baden mit heimischen Wildblumensamen bepflanzen. Nach der Einsaat im Herbst 2023 soll so ab dem kommenden Frühjahr neuer Lebensraum für Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge entstehen. Im Rahmen der begleitenden Mitmachaktion verteilten wir Blumensamenpäckchen an unsere Mitarbeiter:innen. In zwei Onlinevorträgen informierte eine Expertin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zur optimalen Bepflanzung. So wollen wir das Bewusstsein für den Schutz und die Förderung von Artenvielfalt stärken.
Anzahl mit elektronischer Signatur abgeschlossener Leasingverträge zwischen Konzerngesellschaften
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| 116.910 | 108.841 | 82.953 | 74.070 |
Somit blieb der Anteil digital signierter Verträge weitestgehend konstant und entspricht einer eContract-Quote (Bestandteil des TOP-KPI) von 40,1 Prozent im Jahr 2023 (2022: 40,5 Prozent).
Im Rahmen der Bilanzierung unseres Unternehmensfußabdrucks im Geschäftsjahr 2023 haben wir im Konzern einen angefallenen Abfall von 135 Tonnen (2022: 31 Tonnen) ermittelt. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist auf die deutlich erhöhte Datenverfügbarkeit in der Bilanzierung 2023 im Vergleich zur Erhebung im Vorjahr zurückzuführen. Durch eine ausgeweitete Datenverfügbarkeit konnten wir 2023 zudem erstmalig unseren Wasserverbrauch ermitteln. Die Erhebung ergab einen Wert von 40.234 Kubikmetern.
Abfall- und Wassermanagement
Wir nehmen unsere Verantwortung für den Umweltschutz sehr ernst und bemühen uns umressourcenschonende Geschäftsabläufe. Dazu gehört der sparsame Umgang mit Energie, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen. Unsere 2023 veröffentlichte Umweltrichtlinie fasst unser Versprechen entlang der wesentlichen Aspekte zusammen (vgl. GRENKE Umweltrichtlinie www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/).
Als Finanzdienstleister fällt unser Wasserverbrauch und das tatsächliche Abfallaufkommen naturgemäß gering aus. Nichtsdestotrotz wollen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter:innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sowie hinsichtlich des produzierten Abfalls weiter stärken sowie durch passende Maßnahmen unsere Verbräuche weiter reduzieren.
Um unsere Emissionen und Verbräuche konzernweit möglichst vollständig erheben zu können, setzen wir auch 2024 Maßnahmen zur Steigerung unserer Datenverfügbarkeit fort. Dies betrifft insbesondere die Abhängigkeit unserer Datenverfügbarkeit von den Nebenkostenabrechnungen der zumeist angemieteten Standorte. Nähere Informationen zur Ermittlung unserer Emissionen und Verbräuche nach dem GHG-Protokoll sowie unseren Maßnahmen folgen im nächsten Kapitel (vgl. 3.4.1.4 „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“).
3.4.1.4 Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
Wir wollen als GRENKE Konzern durch die Reduktion der Erreichung von Klimaneutralität im eigenen Betrieb einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Für die Erreichung dieser Ziele entwickelten wir eine Roadmap zur Klimaneutralität. In dieser definieren wir unsere Reduktionsziele für jeden Scope und detaillieren die Maßnahmen zur CO2-Reduktion:
Wir wollen die Transparenz über unsere Scope-3-Emissionen erhöhen und auch diese sukzessive reduzieren. Wir arbeiten daran, unsere konzernweiten Klimaziele in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel bis 2050 weiterzuentwickeln. Um die CO2-Emissionen verringern zu können, haben wir im Jahr 2021 mit der Analyse unseres CO2-Fußabdrucks begonnen. Dabei wurden zunächst die Datenanforderungen definiert sowie Systemgrenzen ermittelt. Bei der Etablierung und erstmaligen Evaluierung unseres CO2-Fußabdrucks gemäß Greenhouse-Gas-Protocol (GHG-Protokoll) arbeiteten wir im Geschäftsjahr 2022 mit der DEKRA Assurance Services GmbH zusammen. Unseren Unternehmensfußabdruck konnten wir erstmals für 2022 näherungsweise bilanzieren. Wir orientieren uns bei der Erstellung unseres CO2-Fußabdrucks am
Der Versand von Rechnungen erfolgt weitestgehend papierlos. Im Jahr 2023 war unsere Lösung zur digitalen Rechnungsstellung weiterhin in 26 Ländern³ (2022: 26 Länder) verfügbar (TOP-KPI). Während im Geschäftsjahr 2023 die Weiterentwicklung in den bestehenden Ländern im Fokus stand, ist für das kommende Geschäftsjahr 2024 der Rollout in den Ländern Rumänien und Polen geplant.
Die eSignatur ist auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin in 27 Ländern (2022: 27 Länder) verfügbar. Es soll zukünftig bei GRENKE weiter ausgerollt werden. Bereits 2015 führte GRENKE die eSignatur ein, die seitdem steigende Nutzungszahlen verzeichnet. Für Fachhandelspartner:innen und Kund:innen ist dieser kostenlose Vorgang vereinfacht den Abschluss von Finanzierungsverträgen. Die Dokumente werden elektronisch versandt und rechtsgültig signiert. Durch diese Lösung sparen wir Papier für Ausdrucke und Kuverts ein. Die eSignatur wurde zunächst in Deutschland und Frankreich eingeführt und ist aktuell in insgesamt 27 Märkten (2022: 27) verfügbar (Bestandteil des TOP-KPI). Hierbei nutzen wir zwei marktgängige Lösungen: DocuSign und die BankID via Verified. In drei Märkten wird die BankID als digitale Signaturlösung verwendet, in den übrigen 24 DocuSign. Durch unsere Lösungen können weiterhin in über 80 Prozent der GRENKE Märkte Dokumente digital signiert werden.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 116.910 Verträge mit elektronischer Signatur abgeschlossen (2022: 108.841 Verträge; siehe Grafik „Anzahl mit elektronischer Signatur abgeschlossener Leasingverträge“).
Die Nutzung unserer Gebäudeflächen versuchen wir, gleichsam effizient und ressourcenschonend zu gestalten. Damit reagieren wir auf die Veränderungen der Arbeitswelt (New Work) durch die Digitalisierung und wollen gleichermaßen die Attraktivität unserer Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter:innen erhöhen. Bei unseren New-Work-Konzepten achten wir darauf, unsere Gebäude- und Flächengestaltung an die veränderten Umwelt- und Klimabedingungen anzupassen, das heißt, unseren Ressourcenverbrauch immer weiter zu reduzieren. Modellcharakter hat seit 2022 der Standort der italienischen Tochtergesellschaft „De Castillia 23“ in Mailand. Der Standort beinhaltet neue Flächen- und Arbeitsplatzkonzepte, die als Vorbild für andere GRENKE Standorte gelten. Im Sinn von New Work und Ressourcenschonung wurden 2023 unter anderem Standorte und Flächen in Australien, Brasilien und Kanada umgestaltet. Dabei wurde sowohl bei der Auswahl neuer Büros als auch bei der Büroausstattung auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen per Werbemittel geachtet. So konnte beispielsweise der Umzug des Standorts Melbourne vollständig CO2-neutral erfolgen und zudem auf Möbel aus wiederverwerteten Materialien zurückgegriffen werden. Die 2022 im Hauptsitz in Baden-Baden gestarteten Projekte zur Flächenoptimierung wurden im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Erste Flächen sollen 2024 fertiggestellt werden.
Neue Arbeitsplatzkonzepte (New Work)
Neben der Umgestaltung unserer Büroflächen beteiligen wir uns seit 2023 mit einer Patenschaft am Projekt „Bluhender Naturpark“ des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Unter dem Motto „blühendes Headquarter“ tragen wir zum Erhalt der Kulturlandschaft und des Artenschutzes bei, indem wir die Fläche von rund 450 Quadratmetern auf dem Unternehmensgelände in Baden-Baden mit heimischen Wildblumensamen bepflanzen. Nach der Einsaat im Herbst 2023 soll so ab dem kommenden Frühjahr neuer Lebensraum für Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge entstehen. Im Rahmen der begleitenden Mitmachaktion verteilten wir Blumensamenpäckchen an unsere Mitarbeiter:innen. In zwei Onlinevorträgen informierte eine Expertin des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zur optimalen Bepflanzung. So wollen wir das Bewusstsein für den Schutz und die Förderung von Artenvielfalt stärken.
Anzahl mit elektronischer Signatur abgeschlossener Leasingverträge
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|---|
| 74.070 | 82.953 | 108.841 | 116.910 |
Somit blieb der Anteil digital signierter Verträge weitestgehend konstant und entspricht einer eContract-Quote (Bestandteil des TOP-KPI) von 40,1 Prozent im Jahr 2023 (2022: 40,5 Prozent).
Im Rahmen der Bilanzierung unseres Unternehmensfußabdrucks im Geschäftsjahr 2023 haben wir im Konzern einen angefallenen Abfall von 135 Tonnen (2022: 31 Tonnen) ermittelt. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ist auf die deutlich erhöhte Datenverfügbarkeit in der Bilanzierung 2023 im Vergleich zur Erhebung im Vorjahr zurückzuführen. Durch eine ausgeweitete Datenverfügbarkeit konnten wir 2023 zudem erstmalig unseren Wasserverbrauch ermitteln. Die Erhebung ergab einen Wert von 40.234 Kubikmetern.
Abfall- und Wassermanagement
Wir nehmen unsere Verantwortung für den Umweltschutz sehr ernst und bemühen uns um ressourcenschonende Geschäftsabläufe. Dazu gehört der sparsame Umgang mit Energie, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen. Unsere 2023 veröffentlichte Umweltrichtlinie fasst unser Versprechen entlang der wesentlichen Aspekte zusammen (vgl. GRENKE Umweltrichtlinie www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/).
Als Finanzdienstleister fällt unser Wasserverbrauch und das tatsächliche Abfallaufkommen naturgemäß gering aus. Nichtsdestotrotz wollen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeiter:innen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser sowie hinsichtlich des produzierten Abfalls weiter stärken sowie durch passende Maßnahmen unsere Verbräuche weiter reduzieren.
Um unsere Emissionen und Verbräuche konzernweit möglichst vollständig erheben zu können, setzen wir auch 2024 Maßnahmen zur Steigerung unserer Datenverfügbarkeit fort. Dies betrifft insbesondere die Abhängigkeit unserer Datenverfügbarkeit von den Nebenkostenabrechnungen der zumeist angemieteten Standorte. Nähere Informationen zur Ermittlung unserer Emissionen und Verbräuche nach dem GHG-Protokoll sowie unseren Maßnahmen folgen im nächsten Kapitel (vgl. 3.4.1.4 „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“).
3.4.1.4 Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel
Wir wollen als GRENKE Konzern durch die Reduktion der Erreichung von Klimaneutralität im eigenen Betrieb einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Für die Erreichung dieser Ziele entwickelten wir eine Roadmap zur Klimaneutralität. In dieser definieren wir unsere Reduktionsziele für jeden Scope und detaillieren die Maßnahmen zur CO2-Reduktion:
Wir wollen die Transparenz über unsere Scope-3-Emissionen erhöhen und auch diese sukzessive reduzieren. Wir arbeiten daran, unsere konzernweiten Klimaziele in Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel bis 2050 weiterzuentwickeln. Um die CO2-Emissionen verringern zu können, haben wir im Jahr 2021 mit der Analyse unseres CO2-Fußabdrucks begonnen. Dabei wurden zunächst die Datenanforderungen definiert sowie Systemgrenzen ermittelt. Bei der Etablierung und erstmaligen Evaluierung unseres CO2-Fußabdrucks gemäß Greenhouse-Gas-Protocol (GHG-Protokoll) arbeiteten wir im Geschäftsjahr 2022 mit der DEKRA Assurance Services GmbH zusammen. Unseren Unternehmensfußabdruck konnten wir erstmals für 2022 näherungsweise bilanzieren. Wir orientieren uns bei der Erstellung unseres CO2-Fußabdrucks am
² Australien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Lettland, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate.
³ Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Kroatien, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Singapur, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika.# KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS
BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT
VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
unserer CO2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) und die GHG-Protocol-Corporate-Standard. Innerhalb unserer Konzernstruktur folgen wir dabei dem „Operational Control Approach“. Das heißt, wir erfassen neben den Emissionen der GRENKE AG auch alle Emissionen, die in den Tochtergesellschaften und Franchisegesellschaften entstehen, da die GRENKE AG als Mutter operativen Einfluss auf diese ausübt. Die Treibhausgasemissionen werden nach GHG-Protokoll bemessen und richten sich nach der Auflistung des Kyoto-Protokolls. Üblicherweise wird der Einfachheit halber von CO2-Emissionen gesprochen. Diese werden in Tonnen CO2-Äquivalenten (tCO2e) angegeben.
Scope 1 umfassen dabei die direkten Treibhausgasemissionen, die aus den Heiz- und Kühlsystemen der Standorte sowie der kraftstoffbetriebenen Fahrzeugflotte resultieren. Scope-2- und Scope-3-Emissionen beziehen sich auf die indirekten Treibhausgasemissionen. Ebenfalls in diesem Scope enthalten sind unsere Wasserbräuche sowie durch uns angefallener Abfall.
Scope 2 umfasst die Emissionen aus der Stromversorgung und dem Bezug von Fernwärme. Gemäß GHG-Protokoll unterscheiden wir in der Berechnung zwischen der standortbasierten und marktbasierten Methode. Die standortbezogene Methode berücksichtigt durchschnittliche Emissionsfaktoren für die Stromnetze im jeweiligen Land. Bei der marktbasierte Methode werden vertragliche Vereinbarungen berücksichtigt, nach denen die Organisation Strom aus bestimmten Quellen, wie fossilen, erneuerbaren oder anderen Erzeugungsanlagen, bezieht. Sind diese Angaben nicht bekannt, wird mit einem Mixfaktor kalkuliert. Daher unterscheidet sich das Emissionsergebnis je nach gewählter Methode. Unser Unternehmensfußabdruck berücksichtigt die Scope-2-Werte gemäß der standortbasierten Methode. Die Werte gemäß marktbasierter Methode legen wir zusätzlich offen. Hier erreichen wir durch die Steigerung der Datenqualität eine Abdeckung von über 90 Prozent in Scope 1. Zu Scope 2 konnten Daten all unserer Standorte und genutzten Flächen erhoben werden.
Scope 3 deckt die indirekten Emissionen des täglichen operativen Betriebs und entlang der Wertschöpfungskette ab. Die Scope-3-Emissionen resultieren im GRENKE Konzern insbesondere aus bezogenen Gütern, Waren und Dienstleistungen sowie Geschäftsreisen, Mitarbeiterpendelwegen und Transportwegen, da diese Kategorien in unserem Einflussbereich liegen.
Im Rahmen der Ermittlung unseres CO2-Fußabdrucks im Berichtsjahr 20234 beliefen sich die Scope-1-Emissionen auf rund 3.840 tCO2e (2022: 4.492 tCO2e). Hiervon resultiert mit 3.051 tCO2e der größte Teil aus unserer Firmenflotte. Weitere 723 tCO2e resultieren aus unseren Verbräuchen für Öl- bzw. Gasheizung sowie 66 tCO2e aus Kühlungen.
Die jährliche Erhebung haben wir im Geschäftsjahr 2023 fortgeführt. Zudem wurden 2023 weitere Maßnahmen zur Sicherstellung einer konzernweiten Datenverfügbarkeit durchgeführt. Für eine detaillierte Erhebung, Verarbeitung und Überwachung unserer Emissions- und Verbrauchswerte haben wir 2023 eine digitale Lösung etabliert. Das Tool ermöglicht uns detaillierte Analysen von der Konzernsicht bis hin zur Ebene unserer einzelnen weltweiten Standorte. Im vorherigen Geschäftsjahr 2022 konnten die Emissionsdaten noch nicht vollständig im gesamten GRENKE Konzern erhoben werden. Die Angaben zu den Treibhausgasemissionen von Scope 1 und 2 bildeten dadurch nur ca. 70 Prozent unserer Standorte und genutzten Flächen ab. Im aktuellen Geschäftsjahr erreichten wir durch die Steigerung der Datenqualität eine Abdeckung von über 90 Prozent in Scope 1.
4 Die Bilanzierung unseres Unternehmensfußabdrucks erfolgt jährlich auf Grundlage der Verbrauchs- und Emissionsdaten des vorigen Kalenderjahres. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die notwendigen Daten zur Ermittlung des Fußabdrucks z.T. erst mit einigem Zeitversatz verfügbar sind, bspw. die Daten aus den Nebenkostenabrechnungen unserer Büroflächen.
Gemäß der standortbasierten Methode beliefen sich die Scope-2-Emissionen in der Bilanzierung von 2023 auf 944 Tonnen tCO2e und resultieren aus dem Bezug von Strom und Fernwärme (2022: 870 tCO2e). Der Großteil dieser Scope-2-Emissionen ist mit 843 tCO2e auf unseren Stromverbrauch zurückzuführen. Davon stammen 201 tCO2e aus erneuerbaren Energien, bspw. aus Grün- oder Ökostrom, sowie 642 tCO2e aus herkömmlichen (nicht erneuerbaren) Energiequellen. Des Weiteren resultieren 101 tCO2e aus dem Bezug von Fernwärme.
| Anteil an | Scope 1 in tCO2e | Scope 2 in tCO2e | Scope 3 in tCO2e | Gesamtemissionen in % |
|---|---|---|---|---|
| Regionen | ||||
| DACH | 2.058 | 511 | 2.252 | 61 |
| WESTEUROPA | 322 | 51 | 197 | 7 |
| SÜDEUROPA | 914 | 104 | 316 | 17 |
| NORD-/OSTEUROPA | 443 | 122 | 251 | 10 |
| ÜBRIGE REGIONEN | 103 | 156 | 103 | 5 |
| GESAMT | 7.903 | 100 |
Unsere bilanzierten Emissionen teilen sich wie folgt auf unsere Länder und die dazugehörigen Regionen auf:
| 2023 (absolut) | 2022 (absolut) | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| SCOPE 1 GESAMT | 3.840 | 4.492 | –652 |
| SCOPE 2 GESAMT (STANDORTBASIERT) | 944 | 870 | 74 |
| Scope 2 gesamt (marktbasiert) | 2.089 | ||
| SCOPE 3 GESAMT | 3.119 | 6.186 | –3.067 |
| INSGESAMT | 7.903 | 11.548 | –3.645 |
Die im Jahr 2022 gestartete Erhebung unserer Scope-3-Emissionen haben wir 2023 ebenfalls weiterentwickelt. Die im aktuellen Geschäftsjahr bilanzierten Emissionen decken nun rund 60 Prozent unserer Standorte und genutzten Flächen (2022: 30 Prozent) ab und belaufen sich insgesamt auf einen Wert von 3.119 tCO2e (2022: 6.186 tCO2e).
Trotz der gesteigerten Datenverfügbarkeit zeigt die diesjährige Bilanzierung unseres Unternehmensfußabdrucks mit 32 Prozent insgesamt eine deutliche Reduktion im Vergleich zum Vorjahr. Die Veränderungen können sowohl auf unsere Maßnahmen zur Optimierung unseres CO2-Fußabdrucks als auch präzisere Daten zu unseren Verbräuchen und Emissionen zurückgeführt werden:
| 3,66 t CO2e pro Leasingneugeschäft | 0,03 t CO2e pro 1000 EUR Umsatz | 0,03 t CO2e pro Mitarbeiter:in | |
|---|---|---|---|
| Der Geschäftsbereich Leasing | |||
| macht rund 99 % unserer | |||
| Gesamtemissionen aus. | |||
| Unser Unternehmensfußabdruck | |||
| in unserem Headquarter | |||
| in Baden-Baden an. |
Hinsichtlich der Scope-1-Emissionen konnten rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden. Im Geschäftsjahr 2023 trieben wir die Elektrifizierung unserer Firmenflotte voran. Weiterhin ist der Verbrauch an Öl bzw. Gas für die Heizung gesunken.
In Scope 2 führte die zunehmende Datenverfügbarkeit zu unseren Stromverbräuchen zu einem Anstieg von 9 Prozent. Rund die Hälfte unserer Gesamtemissionen fallen in unserem Headquarter in Baden-Baden an.
Auch bei der Ermittlung unserer Scope-3-Emissionen5 konnten wir die Datenverfügbarkeit im Vergleich zum letzten Jahr deutlich steigern und präzisere Angaben zu den enthaltenen Kategorien erlangen. Beispielsweise übermittelten unsere Transportdienstleister im Asset-Broker-Geschäft uns in diesem Jahr erstmalig detaillierte Emissionsdaten zu den in Anspruch genommenen Dienstleistungen. In Deutschland führte der Umstieg auf emissionsfreie Versandarten zudem zu tatsächlichen Einsparungen. Insgesamt zeigt die diesjährige Messung eine Reduktion im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 Prozent.
5 Die Ermittlung unserer Scope-3-Emissionen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2023 nach der ausgabenbasierten Berechnungsmethodik gemäß GHG-Protokoll. 2022 wurde noch die durchschnittsbasierte Methode angewendet.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Datenverfügbarkeit insbesondere hinsichtlich unserer Scope-3-Emissionen zu verbessern. Weiterhin möchten wir im Geschäftsjahr 2024 mit weiteren Maßnahmen die Optimierung unseres Unternehmensfußabdrucks voranbringen.
Wir arbeiten daran, unseren Strom für alle Standorte zu einem wachsenden Anteil aus erneuerbaren und emissionsfreien Energiequellen zu beziehen. An unserem eigenen Gebäude in Baden-Baden wurde hierzu im September 2022 eine Photovoltaikanlage mit einer maximalen Leistung von 165 kWp in Betrieb genommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 156 MWh durch die PV-Anlage erzeugt.
Energieverbrauch und Energiemix
Zu den größten Treibern unserer bisher erhobenen CO2-Emissionen zählt unser Energieverbrauch. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Energieverbrauch der TÜV SÜD beauftragt, die nächste Durchführung ist 2026 geplant.
Neben den Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs unserer Standorte fördern wir den Umstieg von CO2-intensiven Geschäftsreisen zu umweltverträglicheren Kommunikationsformen wie Video- und Audiokonferenzen. Während der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 arbeiteten zeitweise 80 Prozent der Mitarbeiter:innen remote. Durch die dauerhafte Etablierung einer hybriden Arbeitsweise, also dem Angebotsmix aus Remote-Arbeit und dem Arbeiten an unseren Standorten, bleibt die Nutzung digitaler Audio- und Videokonferenzen weiterhin hoch.# Im Geschäftsjahr unserer Standorte zu reduzieren. Zur Erreichung gemieteten Buroflächen verfolgen wir weiterhin den 2023 fanden rund 9,23 Mio. Audiokonferenzen (2022: unserer Klimaziele modernisieren wir fortwährend Umstieg auf emissionsfreie Stromtarife. Insgesamt 3,63 Mio.) und rund 2,02 Mio. Videokonferenzen unsere Gebäude und rusten sie nach neuesten verteilt sich der Energiemix unseres gemessenen (2022: 1,63 Mio.) statt. energetischen Standards um. Weitere Details zu Verbrauchs wie folgt: unseren Flächennutzungskonzepten beschreiben wir Nicht vermeidbare Geschäftsreisen regeln wir mit un- Verän- in Kapitel 3.4.1.3 „Digitalisierung und Ressourcen- serer Travel-Policy. Unsere Travel-Policy empfiehlt, fur Energieverbrauch schonung“. geschäftliche Reisen die Bahn und sämtliche öffent-
in MWh 2023 2022 (absolut)
ENERGIEVER- 7.949 11.225 –3.276 BRAUCH GESAMT
(STROM, WÄRME, FERNWÄRME)
Die von uns in Deutschland angemieteten Firmen- lichchen Verkehrsmittel der Flugreise vorzuziehen. Zur Sensibilisierung der Mitarbeiter:innen wird bei der Rei-
gebäude verfugen grundsätzlich uber einen Energie- seplanung der CO2-Ausstoß angezeigt, um die Attrak-
ausweis. Gleichzeitig beauftragen wir in Deutschland tivität dieser Verkehrsmittel mehr in den Vordergrund
Stromverbrauch 3.448 3.018 430
regelmäßig Energieaudits, um die Energieeffizienz im zu stellen. Im Vergleich zu 2021 ist die Anzahl von Ge-
Wärmeenergie- 3.934 6.888 –2.954
Unternehmen zu ermitteln und bei Bedarf Maßnah- schäftsreisen in Deutschland nach der Corona-Pan-
verbrauch
men zur Steigerung der Effizienz einleiten zu können. demie erwartungsgemäß wieder angestiegen. Mit der
Heizöl und Gas
Im Geschäftsjahr 2021 wurden sowohl am Hauptsitz Einfuhrung des neuen digitalen Reisebuchungs-
Fernwärme- 567 1.319 –752
und in Baden-Baden sowie in weiteren Niederlassungen Abrechnungstools Concur in Deutschland schufen
verbrauch
in Deutschland Energieaudits nach DIN EN 16247 wir im Jahr 2022 die Grundlage fur eine verbesserte
durchgefuhrt. Mit der regelmäßigen Rezertifizierung ist Datenverfugbarkeit unserer Geschäftsreisen. Im Ge-
Die Erhebung des Stromverbrauchs erfolgt auf Basis der konzernweiten Stromrechnungen.
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I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
schäftsjahr 2023 wurden in Deutschland 359 Bahnrei-
sen (2022: 190 Bahnreisen) und 118 Flugreisen (2022:
95 Flugreisen) durchgefuhrt. Die gestiegene Reise-
tätigkeit ist auf die weitere Normalisierung nach der
Pandemie zuruckzufuhren. Dennoch entspricht das
Verhältnis von Flugreisen zu Bahnreisen weiterhin 1:3.
Wir erwarten, dass die grundlegende Überarbeitung
unserer Car-Policy im Jahr 2023 einen erheblichen Bei-
trag zur Reduktion unserer Emissionen schafft. Ohne
die Mobilität unseres Außendienstes und unserer Mit-
arbeiter:innen einzuschränken, liegt der Schwerpunkt
nun ganz auf der Elektromobilität.
Seit dem Geschäftsjahr 2023 wird der Bestand an
Poolfahrzeugen an den Standorten Baden-Baden
(Headquarter) und Karlsruhe (GRENKE digital GmbH)
vollständig elektrisch und emissionsfrei betrieben. Der
Bestand an Poolfahrzeugen wurde 2023 um drei neue
E-Fahrzeuge erweitert. Zwei dieser Fahrzeuge werden
am Standort Baden-Baden und eines am Standort
Karlsruhe stationiert. Damit können regelmäßig anfal-
lende Fahrten zwischen den Standorten emissionsfrei
durchgefuhrt werden.
Im gesamten Konzern lag der Anteil elektrischer Fahr-
zeuge an der gesamten Fahrzeugflotte im Geschäfts-
jahr 2023 bei 27 Prozent (2022: 12 Prozent). Der Anteil
vollelektrischer Fahrzeuge hat sich dabei verdreifacht.
An den in Deutschland im Geschäftsjahr neu bestell-
ten Fahrzeugen betrug der Anteil der elektrischen
Fahrzeuge 64 Prozent (2022: 39 Prozent). Nachdem
Hybridfahrzeuge als Übergangstechnologie auch bei
uns eingesetzt wurden, ist unter den im Geschäftsjahr
neu bestellten Fahrzeugen nur noch ein einziges die-
ser Fahrzeuge (2022: 22 Stuck), während alle anderen
neu bestellten elektrischen Fahrzeuge vollelektrische
Modelle waren.
3.4.2 Sozialer Beitrag
3.4.2.1 Arbeitgeberattraktivität
Unser Erfolg beruht im Wesentlichen auf den Fähigkei-
ten und der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter:in-
nen. Neue Mitarbeiter:innen zu gewinnen, sie an uns
zu binden und sie weiterzuentwickeln, ist daher Kern
unserer Personalstrategie. 2023 wurden wir dafur
erstmalig als „Top Employer Germany“ zertifiziert und
ausgezeichnet. Zudem wurde unsere irische Tochter-
gesellschaft im Jahr 2023 als „Best Place to Work“
gekürt und gehört damit zu den 30 besten Arbeitge-
bern Irlands. Auch unsere portugiesische Tochterge-
sellschaft wurde 2023 ausgezeichnet, da sie zu den 50
besten Arbeitgebern Portugals gehört.
Wir möchten weiterhin eine angemessene Personal-
stärke sicherstellen und gleichzeitig die Fluktuation
(TOP-KPI vgl. Kapitel 1.3.3 „Nichtfinanzielle Leistungs-
indikatoren“) so gering wie möglich halten. Entspre-
chend arbeiten wir kontinuierlich an unserer Attraktivi-
tät als Arbeitgeber. Die Personalabteilung koordiniert
und steuert alle wesentlichen Personalangelegenhei-
ten in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand sowie
den lokalen Geschäftsfuhrer:innen. Personalthemen
wie auch die Kennzahlen werden regelmäßig in den
Vorstandssitzungen evaluiert und besprochen.
109
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Wir legen Wert auf Fairness, Respekt sowie gegen-
seitige Wertschätzung und unterstutzen Eigenverant-
wortung und Chancengleichheit. In unserem Unter-
nehmenskodex haben wir die Verpflichtungen der
Mitarbeiter:innen gegenuber GRENKE, aber auch die
Verpflichtungen vice versa zusammengefasst (vgl.
www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/
esg/). Im Hinblick auf die Verbesserung des Arbeits-
umfelds beziehen wir die Wünsche unserer Mitarbei-
ter:innen in unsere Überlegungen stets ein.
Besonders achten wir auf ein ansprechendes und si-
cheres Arbeitsumfeld, um die körperliche und geistige
Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen zu schutzen. Un-
ser sogenanntes „House of Benefits“ veranschaulicht
die vier Säulen unserer Angebote: Flexibilität, Familie,
Gesundheit und persönliche Entwicklung. Insgesamt
gründet es auf einem transparenten Gehaltsmodell mit
zusätzlichen Angeboten aus den Bereichen Finanzen
und Mobilität. Das gruppenweite Angebot kann ent-
sprechend der Mitarbeiterstruktur und den lokalen Ge-
gebenheiten von den Ländergesellschaften individuell
angepasst werden (vgl. Kapitel 3.4.2.1.4 „Arbeitszeit-
modelle und Vergutung“ und 3.4.2.1.5 „Qualifizierung
und Entwicklung der Mitarbeiter:innen“).
Wir arbeiten kontinuierlich daran, GRENKE als Arbeit-
gebermarke regional und uberregional bekannt zu
machen. Hierfur nutzen wir ausgewählte soziale Me-
dien, um neue Zielgruppen anzusprechen und die
Reichweite unserer Informationsbeiträge sowie
Stellenanzeigen und Recruiting-Initiativen zu erhöhen.
Wir präsentieren uns mit einem einheitlichen Auftritt
auf LinkedIn, Xing, kununu und Facebook und nut-
zen auch die Möglichkeit von Blogs und Podcasts,
um potenziellen Bewerber:innen Einblicke in unsere Kultur und die Arbeitswelt bei GRENKE zu ermögli-
chen. Wir bieten damit potenziellen Bewerber:innen
die Möglichkeit, mit unseren Mitarbeiter:innen direkt
ins Gespräch zu kommen. Auch international setzen
wir vermehrt auf die Nutzung sozialer Medien, unter
anderem auf LinkedIn und anderen lokalen Jobbörsen
in Italien und Frankreich wie bspw. bei Letzterem auf
Pôle Emploi und HelloWork.
3.4.2.1.1 Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten
Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten wir durchschnitt-
lich 2.158 Mitarbeiter:innen (nach Köpfen; 2022:
1.954). In Vollzeitäquivalenten (VZÄ) entspricht dies
von 2.068 Beschäftigten (2022: 1.878). Auf unsere deut-
schen Standorte entfielen, berechnet nach Köpfen,
dabei 896 Mitarbeiter:innen (2022: 800), an den inter-
nationalen Standorten waren 1.262 Personen (2022:
1.154) beschäftigt.
Anzahl der Beschäftigten
im Jahresdurchschnitt, nach Köpfen*
2023 2022
m w m w
BESCHÄFTIGTE 1.003 1.154 887 1.067
GESAMT
Vollzeitbeschäftigte 965 945 856 883
Teilzeitbeschäftigte 38 210 31 184
* Ohne Mitarbeiter:innen in Elternzeit sowie ohne Geschäftsleitung und Auszu-
bildende.
Außerdem beschäftigten wir 58 Auszubildende sowie
duale Student:innen im Konzern (2022: 47 Auszu-
bildende sowie duale Student:innen). Für den Aus-
bildungsstart im Geschäftsjahr 2024 planen wir wei-
tere 55 neue Ausbildungsstellen. Hiervon entfallen 31
Stellen auf deutsche und 24 Stellen auf internationale
Standorte.
110
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Entwicklung der Beschäftigten
im Jahresdurchschnitt, nach Köpfen
2023 2022
m w m w
REGIONEN GESAMT
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.003 1.154 887 1.067
Eintritte 273 251 216 243
Die auf Grundlage der Ein- und Austritte ermittelte Fluktuationsquote, welche wir als TOP-KPI (vgl. Ka-
pitel 1.3.3 „Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren“) de-
finiert haben, lag im Geschäftsjahr 2023 im Konzern-
durchschnitt bei 9,7 Prozent (2022: 11,4 Prozent). In
Deutschland lag diese im Jahr 2023 bei 8,3 Prozent,
nach 11,8 Prozent im Vorjahr 2022. Dies entspricht
einem Rückgang um 3,5 Prozentpunkte.# 3.4.2.1.1 Mitarbeiter:innen
Unsere Ziel- Austritte 97 113 101 121 setzung ist es, eine geringere Fluktuationsquote als DEUTSCHLAND die Finanz- und Versicherungsdienstleisterbranche zu Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 473 423 403 396 erreichen. Dieser Branchenwert betrug 2021 rund 15 Eintritte 134 83 83 78 Prozent, womit wir im Geschäftsjahr weiterhin inner- Austritte 33 41 46 49 halb unserer Zielmarke lagen. Im Geschäftsjahr 2023 FRANKREICH gab es eine betriebsbedingte Kündigung (2022: 0) mit Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 73 121 65 105 Vertragsende zum 31. Dezember des Jahres. Eintritte 25 41 21 37 Austritte 6 6 5 8
3.4.2.1.2 Diversität, Inklusion und Chancengleichheit
Diversität und Chancengleichheit verstehen wir als ITALIEN Grundprinzipien und wichtige Bestandteile unseres Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 82 131 81 130 Unternehmenserfolgs (vgl. Kapitel 3.3.2.1 „Richtlinien Eintritte 4 6 5 10 und Rahmenwerke“). Wir wollen die besten Mitarbei- Austritte 4 5 4 11 ter:innen für uns gewinnen, fördern und langfristig an GRENKE LEASING uns binden – unabhängig von Kultur, Nationalität, Eth- BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT (M/W) 1.965 1.774 nie, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlichen GRENKE BANK und geistigen Fähigkeiten, Glaube, politischer Über- BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT (M/W) 110 102 zeugung, Alter und Erfahrung. Zur Stärkung unseres GRENKE FACTORING Verständnisses und unserer Angebote rund um Diver- BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT (M/W) 83 78 sität, Inklusion und Chancengleichheit haben wir im Geschäftsjahr 2023 ein interdisziplinäres 111 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R A T S I N V E S T O R R E L A T I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N T A K T Projekt gestartet. Ziel des Projekts ist die Weiterent- im Aufsichtsrat weiterhin 17,0 Prozent und bleibt da- Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand wicklung unserer Maßnahmen sowie die Stärkung mit erneut unter unserer Zielgröße von 33,0 Prozent. per 31.12., in Prozent unserer Unternehmenskultur. Langfristig soll die Zielgröße von 33,0 Prozent jedoch 2023 2022 wieder erreicht werden. Die vom Aufsichtsrat festge- Ziel Ergebnis Ergebnis legte Zielgröße von 25,0 Prozent Frauenquote im Vor- Aufsichtsrat 33,0 17,0 17,0 stand konnte erfüllt werden. Nähere Informationen zur Vorstand 25,0 33,0 33,0 (bis 01.12.: 25,0) Zusammensetzung des Aufsichtsrats und Vorstands Die Geschlechtervielfalt in unserem Unternehmen ha- sind in Kapitel „Bericht des Aufsichtsrats“ dargestellt. Wir sind GRENKE ben wir bereits seit 2021 mit konkreten Zielsetzungen Wir sind mehr als Wir sind an Wir leben in (bis für die Gremien sowie die Führungsebenen verankert. 2.000 Kolleginnen 141 Standorten vertreten 33 Ländern und Kollegen Im aktuellen Geschäftsjahr beträgt die Frauenquote im Aufsichtsrat weiterhin 17,0 Prozent und bleibt da- Frauenanteil im Top-Management per 31.12., in Prozent mit erneut unter unserer Zielgröße von 33,0 Prozent. 2023 2022 Langfristig soll die Zielgröße von 33,0 Prozent jedoch Ziel Ergebnis Ergebnis wieder erreicht werden. GRENKE AG 30,0 33,9 42,1 Die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße von 25,0 GRENKE Konzern 30,0 28,0 26,1 Prozent Frauenquote im Vorstand konnte erfüllt werden. Wir sind im Schnitt Wir sind im Schnitt Seit 2006 trifft sich am Standort Baden-Baden die Nähere Informationen zur Zusammensetzung des Auf- seit 6ꢁ6 ꢀahren Betriebsfußballmannschaft wöchentlich zum Trai- sichtsrates und Vorstands sind in Kapitel „Bericht 37 ꢀahre alt ning und nimmt darüber hinaus an Freizeitwettbe- des Aufsichtsrats“ dargestellt. Bei GRENKE beschäftigt werben sowie 2023 auch am GRENKE Turnier teil. Die Definition des Top-Managements haben wir 2022 im Rahmen einer Organisationsveränderung neu ver- abschiedet. Wir verstehen hierunter die erste und zweite Führungsebene unter dem Vorstand. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil der Frauen im Top-Management in der GRENKE AG 33,9 Prozent (2022: 42,1 Prozent). In beiden Jahren liegen wir so- mit über der geschlechterspezifischen Zielgröße von 30,0 Prozent. Konzernweit betrug 2023 der Anteil der Frauen im Top-Management 28,0 Prozent (2022: 26,1 Prozent). Die geschlechterspezifische Zielgröße konnten wir somit nicht erreichen. Wir halten an der Ziel- größe von mindestens 30,0 Prozent im Top-Manage- ment fest und sind bestrebt, diese auch im GRENKE Konzern zu erreichen. Zur Umsetzung unseres Prinzips der Chancengleich- heit und Vielfalt sind auch unsere externen Personal- dienstleister bei der Auswahl neuer Talente aufgefor- dert, alle Geschlechter gleichermaßen in ihre Auswahl einzubeziehen, um die ausgeschriebene Position mit den geeignetsten Kandidat:innen zu besetzen. Wir sind der festen Überzeugung, dass die effektive Zusammenarbeit über die Generationen hinweg ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von GRENKE ist. Die Altersstruktur unserer Gesamtbe- schäftigtenzahl gliedert sich wie folgt auf: Altersstruktur per 31.12., in Prozent 2023 2022 Unter 30 Jahren 22 23 30 bis 50 Jahre 64 64 Über 50 Jahre 14 13
3.4.2.1.3 Zufriedenheit und Wohlergehen der Mitarbeiter:innen
Wir möchten weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und unseren Mitarbeiter:innen ein sicheres und ansprechendes Arbeitsumfeld bieten. Im Rah- men unserer jährlichen Zufriedenheitsumfrage für alle Mitarbeiter:innen ermitteln wir konzernweit den GRENKE Engagement-Score, den wir ebenfalls als TOP-KPI definiert haben (siehe Kapitel 1.3.3 „Nicht- finanzielle Leistungsindikatoren“). Dieser dient der Messung der Zufriedenheit unserer Mitarbeiter:innen und fasst die Ergebnisse aus den Themenfeldern Engagement, Identifikation und Bindung sowie Gesamt- zufriedenheit mit dem Unternehmen in einem Score zusammen. Der Score wird mit einer Skala von 1 bis 7 gemessen, wobei 1 hoher Zufriedenheit und 7 ge- ringer Zufriedenheit entspricht. Im Geschäftsjahr 2023 erhielten wir von 1.546 Mitarbeiter:innen (2022: 1.495 Mitarbeiter:innen) Antworten, d. h., wir erzielten eine Reichweite von 68,4 Prozent (2022: 74 Prozent). Auf Basis aller eingegangenen Antworten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein GRENKE Engagement-Score von 2,1 (2022: 2,0). Weiterhin sind wir bestrebt, nicht zuletzt anhand des Feedbacks unserer Mitarbei- ter:innen die Zufriedenheit innerhalb der Organisation zu erhöhen.
Zur Verbesserung der Zufriedenheit unserer Mitarbei- ter:innen haben wir stetig Maßnahmen eingeführt, die sich auf eine angemessene Vergütung, die Vereinbar- keit von Beruf und Privatleben und die Unterstützung in besonderen Lebensumständen (vgl. „House of Be- nefits“ und Kapitel 3.4.2.1.4 „Arbeitszeitmodelle und Vergütung“), sowie auf diverse Themen rund um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbei- ter:innen beziehen. Die Krankheitstage der Beschäf- tigten sanken leicht im Geschäftsjahr 2023. Im Durch-schnitt waren die Kolleg:innen 7 Tage aufgrund von Krankheit abwesend (2022: 8 Tage). In Deutschland waren es 11 Tage (2022: 12 Tage).
Unsere Maßnahmen zum Thema Gesundheit und Wohlergehen umfassen vor allem:
- Wir bieten unseren Mitarbeiter:innen die Möglich- keit regelmäßiger ärztlicher Gesundheitsvorsorge- untersuchungen. Zum Beispiel bieten wir unseren Fuhrungskräften ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre und ab dem 50. Lebensjahr jährliche Prä- ventivuntersuchungen an.
- Die in Deutschland im Jahr 2017 eingeführte Ge- sundheitsplattform GRENKEmachtfit unterstutzt mit Fitnessangeboten und Ernährungsberatung unser betriebliches Gesundheitsmanagement. Im Berichtszeitraum waren 77 Prozent der Mitar- beiter:innen in Deutschland registriert (2022: 81 Prozent). Auch im Jahr 2023 bestand das digitale Angebot vieler Kurse fort, gleichzeitig fanden aber auch wieder Präsenztermine statt. Ferner wird die Plattform eingesetzt, um die arbeitssicherheits- rechtliche Vorsorgeuntersuchung für Bildschirm- arbeitsplätze G37-effizient zu organisieren und um interne sowie team- bzw. gesundheitsfördernde Sportgruppen zu unterstutzen.
-
In Deutschland wurden folgende Angebote für den betrieblichen Teamsport entwickelt, woran sich auch die Vorstandsmitglieder beteiligen: Seit 2006 trifft sich am Standort Baden-Baden die Betriebsfußballmannschaft wöchentlich zum Trai- ning und nimmt darüber hinaus an Freizeitwettbe- werben sowie 2023 auch am GRENKE Turnier teil.
-
Im Geschäftsjahr 2023 wurden in diesem Zuge 15 Mental Health First Aider von uns ausgebildet (vgl. GRENKE Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-grup- pe/esg/). Weitere Maßnahmen und Aktionen zum Thema Mental Health sind im kommenden Ge- schäftsjahr geplant und bereits in Vorbereitung.
- Unsere Ländergesellschaften können vergleichba- re Gesundheitsangebote entwerfen und ähnliche Angebote realisieren. In Frankreich wurde im Juni 2023 zum zweiten Mal in Folge die Woche der Le- bensqualität am Arbeitsplatz („Semaine QVT“) ge- feiert. Des Weiteren spielt auch die eigene Mobilität und körperliche Gesundheit eine wichtige Rol- le.
3.4.2.1.4 Arbeitszeitmodelle und Vergütung
Unsere digitale Infrastruktur bietet unseren Mitarbei- ter:innen verschiedene Möglichkeiten des flexib-len, beispielsweise Remote-Arbeitens. Auch im Ge- schäftsjahr 2023 nahmen viele unserer Kolleg:innen dieses Angebot wahr. Wir begrüßen, dass alle unsere Mitarbeiter:innen mindestens einen Tag pro Woche interne Remote arbeiten, und bieten ihnen je nach Tätigkeits-schwerpunkt in Abstimmung mit der zuständigen Fuh-rungskraft bis zu vier Tage pro Woche Remote-Arbeit an. Durchschnittlich beantragten unsere Kolleg:innen 3,0 Tage pro Woche (2022: 2,9 Tage) Remote-Arbeit.
Zum Thema remote Arbeiten und Arbeiten auf Distanz stellen wir für unsere Mitarbeiter:innen digitale Schu-lungen bereit, um sie technisch, kommunikativ und organisatorisch bei eventuell entstehenden Heraus-forderungen zu unterstützen.le. Neben den Gesundheitsseminaren fanden in Seit 2014 starten Mitarbeiter:innen beim Firmen- Frankreich und Großbritannien auch wieder „Cycle lauf B2RUN. Zur gemeinsamen Vorbereitung orga- Gleichzeitig wollen wir aber auch das Arbeiten an un- to Work“-Challenges statt. Ziel der Aktionen war nisieren sich unsere Kolleg:innen in regelmäßigen seren Standorten fur unsere Mitarbeiter:innen attrakti- es, so oft wie möglich mit dem Fahrrad zur Arbeit Lauftreffs und begeistern damit auch neue Teil- ver gestalten und entwickeln uns mit den Veränderun- zu fahren. In Polen, Portugal und Frankreich wur- nehmer:innen fur die Teilnahme. Im Geschäftsjahr gen der Arbeitswelt fort. Wir arbeiten kontinuierlich an den zur Erweiterung des Angebots Kooperationen 2023 meldeten sich seitens GRENKE insgesamt neuen Flächen- und Arbeitsplatzkonzepten, um den mit Fitnessstudios geschlossen. Neben organisier- 133 Mitarbeiter:innen in zehn Städten bei der Ver- Anforderungen unserer Mitarbeiter:innen im Rahmen ten Sporteinheiten wird in unseren Niederlassun- anstaltung an (2022: 110). von New-Work-Ansätzen nachzukommen (siehe hier- gen darauf geachtet, zusätzlich zu bereitgestellten zu auch Kapitel 3.4.1.4 „Klimaschutz und Anpassun- Obstkörben auch eine ausgewogene Auswahl an gen an den Klimawandel“). Mittagsmenus anzubieten.
114 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Nutzung von Arbeitszeitmodellen
Auch das Geschäftsjahr 2023 war gesamtwirtschaft- lich geprägt von deutlich steigenden Verbraucher- per 31.12., nach Köpfen Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle. Insbesondere jun- preisen. Der Bund hat fur Arbeitgeber in Deutschland 2023 2022 ge Eltern nutzen spezielle Arbeitszeitmodelle, durch dafur kraft Gesetzes vom 19. Oktober 2022 die Mög- m w m w die sich Familie und Beruf bestmöglich vereinbaren lichkeit geschaffen, bis Ende 2024 die sogenannte Elternurlaub 19 57 27 59 lassen. Grundsätzlich haben alle unsere Mitarbeiter:in- Inflationsausgleichsprämie bis zu einem Höchstbetrag nen bei Geburt eines Kindes Anspruch auf Eltern- von 3.000 EUR steuer- sowie sozialversicherungsfrei urlaub. Daruber hinaus wurde 2021 das Programm urlaub. Daruber hinaus wurde 2021 das Programm Special Life Situations 5 9 9 6 „Support in Special Life Situations“ neu eingefuhrt, um zusätzlich zum Arbeitslohn auszuzahlen. Von die- Kolleg:innen in besonders herausfordernden Lebens- sem Angebot machten wir im Geschäftsjahr 2023 situationen zu unterstutzen. Die Personen haben die Gebrauch und zahlten unseren Mitarbeiter:innen wie Gelegenheit, durch das Programm ihre Arbeitsleistung auch in 2022 einen Inflationsausgleich. Im Geschäftsjahr 2022 stellten wir außerdem das Ver- auf 80 Prozent zu reduzieren und trotzdem eine volle gutungssystem fur unsere Mitarbeiter:innen um. Mit Bezahlung durch GRENKE zu erhalten. Dieses Pro- dem Umstieg auf das sogenannte Total-Reward-Sys- gramm kann von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitar- tem wurde der Anteil der fixen Vergutung erhöht, der beiter nach Zustimmung der jeweiligen Fuhrungskraft Anteil der variablen Vergutung sank entsprechend. sowie der Personalabteilung in Anspruch genommen Außerdem wurden die Komponenten der variablen werden. Wir ermöglichen unseren Mitarbeiter:innen Vergutung angepasst. Die gestiegene Zufriedenheit dieses Angebot einmal alle drei Jahre fur eine maxi- der Mitarbeiter:innen mit diesem neuen Vergutungs- male Dauer von zwei Monaten. modell spiegelte sich sehr positiv in unserer Mitarbei- terbefragung 2022 wider (vgl. Entwicklung des TOP- Ergänzt wurden diese Programme im Geschäftsjahr KPI GRENKE Engagement-Score in Kapitel 1.3.3 2022 um die Maßnahme „Welcome Newborn“, d. h., „Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren“ bzw. fur Details alle frischgebackenen Eltern haben die Möglichkeit, Kapitel 3.4.2.1.3 „Zufriedenheit und Wohlergehen der nach Geburt des Kindes fur die ersten sechs Wochen Mitarbeiter:innen“). die Arbeitszeit auf 75 Prozent zu reduzieren und dies bei voller Bezahlung. Die Angebote wurden in folgen- dem Rahmen von unseren Beschäftigten genutzt: Wir beteiligen uns an Betreuungskosten fur nicht
Aus dem Elternurlaub kehrten im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 44 Personen (2022: 59) zuruck.
Fur das Jahr 2024 plant GRENKE die Einfuhrung ei- nes Kompensationsrasters in Deutschland, um unter anderem auch eine Gender-Pay-Gap-Analyse durch- fuhren zu können. Dieses Raster wird es ermöglichen, die Gehälter der Mitarbeiter.innen auf geschlechter- spezifische Unterschiede hin zu uberprufen. Durch die Analyse der Daten können potenzielle Ungleichheiten identifiziert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Ziel ist es, eine bereits heute kulturell veran- kerte geschlechterunabhängige Bezahlung zukunftig noch besser beurteilen und sicherstellen zu können.
Neben der Gehaltskomponente bieten wir unseren Mitarbeiter:innen weitere kombinierbare Angebote.
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ꢀ schulpflichtige Kinder und pflegebedurftige An- gehörige. Pro pflegebedurftigem Angehörigen ge-
Mitarbeiter:innen den Unterschied machen. Weiterbil- dung bringt Know-how und Kompetenz in unser Un- ternehmen, fördert Innovationskraft, Leistungsfähig- keit und -bereitschaft sowie die Arbeitszufriedenheit. Außerdem werden ein breites Weiterbildungsangebot und Entwicklungsmöglichkeiten zunehmend zu ent- scheidenden Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers. unterstutzt. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir zudem die Auffindbarkeit und Nutzung relevanter HR-Inhal- te durch eine neu gestaltete Intranetseite fur unsere Mitarbeiter:innen vereinfacht. Hinzu kommt auch die neue E-Learning-Reihe #knowyourHR, in der HR-Pro- zesse mit Hilfe eines Autorentools in kleinen Sequen- zen erläutert werden.
Einfuhrung und Einarbeitung
Allen neuen Mitarbeiter:innen wollen wir einen opti- malen Einstieg in unser Unternehmen ermöglichen. Bereits während des Auswahlverfahrens werden Be- werber:innen von einer festen Ansprechperson in der Personalabteilung, dem sogenannten HR Business Partner, betreut und uber jeden Schritt im Bewerbungsprozess informiert. Zudem können Bewerber:in- nen als Teil des Prozesses ihr neues Team im Rahmen eines „Schnupper-Termins“ kennenlernen. Der Be- werbungsprozess kann vollständig digital durchge- fuhrt werden. Dies ermöglicht uns, allen am Prozess beteiligten Personen eine hohe Flexibilität zu bieten.
Unser digitales Programm „Join GRENKE“ wurde etabliert, um neue Teammitglieder bei der Integration in unser Unternehmen zu begleiten. Im Rahmen des Programms lernen die Mitarbeiter:innen unter ande- rem unsere Historie und Marke, das Geschäftsmodell, die Arbeitswelt bei GRENKE und einzelne Fachbereiche kennen. Auf diese Weise werden das jeweilige
GRENKE Talent Lab
Im Rahmen gesetzlicher Vorgaben sensibilisieren wir
Aufgabengebiet sowie das Zusammenspiel einzel- ner Fachbereiche und Prozesse verinnerlicht.# GRENKE Talent Lab
Das GRENKE Talent Lab ist die zentrale Plattform innerhalb des GRENKE Konzerns für sämtliche Weiterbildungsangebote. Es bietet unseren Mitarbeiter:innen standortübergreifende sowie didaktisch und methodisch strukturierte Weiterbildungsmaßnahmen in unterschiedlichen Formaten. Die Lernangebote sind auf die verschiedenen Abteilungen sowie Funktionen in der Organisation zugeschnitten. Im Rahmen unserer Personalentwicklungsstrategie unterscheiden wir die zwei Bereiche Personalqualifizierung und Personalentwicklung. Diese beiden Säulen ergänzen sich gegenseitig und wurden als ganzheitliche Learning Journey konzipiert, die auf jedes Teammitglied individuell zugeschnitten werden kann.
Personalqualifizierung
Personalqualifizierung bedeutet für uns, dass Mitarbeiter:innen durch qualitativ hochwertige und praxisorientierte Weiterbildungsangebote in ihrer täglichen Arbeit unterstützt und kontinuierlich für ihren Aufgabenbereich qualifiziert werden. Wir legen bei der Zusammenstellung des jährlichen Schulungsangebots besonders viel Wert auf eine Mischung aus internen und externen Trainings sowie auf ergänzende Individualschulungen. Durch den Einsatz verschiedener Lernformate und -medien, u.a. moderner E-Learning-Programme, stellen wir die Qualität des Weiterbildungsangebots sowie den Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens sicher. Interne Schulungsmaßnahmen werden durch Expert:innen aus den jeweiligen Fachbereichen durchgeführt und von der Personalabteilung unterstützt. Mit externen Schulungsmaßnahmen beauftragen wir ausgebildete und erfahrene Referent:innen für das jeweilige Fachthema. Für die Auswahl und Bewertung externer Referent:innen sowie Coaches greift der HR-Bereich auf ein eigens entwickeltes Evaluationsmodell zurück. Innerhalb des Talent Labs können zudem die Angebote der digitalen Lernplattform LinkedIn-Learning genutzt werden. Diese Plattform bietet über 17.000 E-Learnings zu Themen wie Betriebswirtschaft, IT und Kreativität. Die Schulungen beinhalten bspw. Methoden zum Projektmanagement, den Umgang mit Hard- und Software oder Design-Thinking. Für IT-Professionals steht darüber hinaus die Lernplattform PluralSight zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2023 nahmen 99 Prozent aller Kolleg:innen an mindestens einer Schulung im Rahmen des GRENKE Talent Labs teil (2022: 99 Prozent). Das entsprach einer Anzahl von 29 Lernstunden im Schnitt pro Mitarbeiter:in (2022: 23 Lernstunden). Unser Ziel ist es, dass jede Mitarbeiter:in neben den Pflichtschulungen an mindestens einer weiteren Schulung aus dem Talent Lab teilnimmt. Um unseren Mitarbeiter:innen einen besseren Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Plattform zu geben, stellen wir interessante Inhalte in deutsch- und englischsprachigen Themensammlungen (Collections) zusammen und informieren gezielt darüber in unserem Intranet (Top-5-Trainingskurse) sowie per E-Mail.
Personalentwicklung
Unter Personalentwicklung verstehen wir die gezielte, individuelle Förderung unserer Mitarbeiter:innen über alle Hierarchieebenen hinweg. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, einmal jährlich ein Reviewgespräch mit den verantwortlichen Führungskräften zu führen, in dem unter anderem der Erfüllungsgrad der Aufgaben besprochen sowie Leistung, Potenzial und individuelle Kompetenzen beurteilt werden. Außerdem leiten wir hieraus potenziellen Weiterbildungsbedarf ab, der bei der jährlichen Schulungsplanung berücksichtigt wird. Seit 2022 bezieht der Prozess der Annual Reviews auch das Top-Management, also die erste Ebene unterhalb des Vorstands, mit ein.
Seit 2018 führen wir gezielt für unsere Führungskräfte das Programm „Leadership Personality“ durch. Dieses wird jährlich fortlaufend evaluiert und weiterentwickelt. Mittlerweile haben mehrere nationale und internationale Gruppen das Programm erfolgreich absolviert. Das Schulungsprogramm besteht aus insgesamt fünf Modulen mit zehn Trainingstagen. Ergänzt wird das Programm durch ein individuelles Coaching für die einzelnen Teilnehmer:innen. Die Module befassen sich mit relevanten Inhalten zur Theorie und Praxis des Führens von Mitarbeiter:innen, verknüpft mit GRENKE spezifischen Themen. Im Jahr 2022 wurden angesichts des Remote-Arbeitsangebots beispielsweise die Themen Arbeiten und Führung auf Distanz ergänzt – in Präsenz und als Onlineformat. 2023 wurde unter anderem das Thema „Gesundes Führen“ stärker in den Fokus gestellt. Im Mittelpunkt stehen immer der offene Austausch sowie die praktische Anwendung und das Erleben der Lerninhalte. Unterstützung bei der Durchführung erhält das GRENKE Team von einem externen Partner. Die Weiterentwicklung unserer Führungskräfte wird sukzessive ausgebaut. So wurde 2023 ein eigenes Führungskräfteentwicklungsprogramm in der deutschen Vertriebsgesellschaft pilotiert, das die besonderen Herausforderungen von Führungskräften im Vertrieb in den Mittelpunkt stellt. Um unseren Führungskräften konzernweit Orientierung für ihre Führungsrolle zu geben, entwickelten wir entsprechende Leitlinien. Die Einführung und Verankerung des GRENKE Leadership Guides ist für 2024 geplant.
Im Rahmen unserer Personalentwicklung bieten wir Mitarbeiter:innen außerdem die Möglichkeit, einen Antrag auf eine individuelle, außerplanmäßige Weiterbildung zu stellen. Diese Weiterbildungsvorhaben oder konkreten Förderungswünsche können außerhalb des jährlichen Schulungsportfolios beantragt werden. Nach Prüfung und Genehmigung des Antrags wird eine individuelle Fördervereinbarung zwischen den Mitarbeiter:innen und GRENKE geschlossen.
3.4.2.1.6 Ausbildung und Studium
Unser Ziel ist es, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und demografischen Wandels, frühzeitig geeignete Nachwuchs- und Führungskräfte an uns zu binden. Unser Personalmanagement entwickelt und verbessert kontinuierlich die Themenfelder Ausbildung und Studium. Hierzu setzen wir unter anderem auf unser Ausbildungskonzept, das Kooperationen mit Schulen und Hochschulen, wie etwa im Rahmen des Projekts „Wirtschaft macht Schule“, sowie unsere Praxisangebote und unsere vielfältigen Initiativen im Bereich der Berufsorientierung beinhaltet. Wir freuen uns darüber, im Jahr 2022 Interessent:innen wieder physisch auf Ausbildungs- und Studienmessen getroffen zu haben. Dies beinhaltete beispielsweise die Karlsruher Ausbildungsmesse „Einstieg Beruf“ den „Tag der offenen Tür“ der DHBW Karlsruhe, den „Campustag“ der DHBW in Mannheim sowie das Ausbildungsforum in Sinzheim.
Wir geben allen unseren Mitarbeiter:innen die Möglichkeit, die erforderlichen Kompetenzen für ihre berufliche Karriere bei GRENKE zu erwerben. Das beginnt bereits bei der Ausbildung in unserem Unternehmen. Unseren Auszubildenden und dual Studierenden ermöglichen wir eine individuelle Förderung, die ihre Stärken und den Bedarf in den speziellen Tätigkeitsfeldern gleichermaßen berücksichtigt. Die Ausbildung bzw. das duale Studium beginnt mit den sogenannten „StartDays“ im Headquarter Baden-Baden.# Ausbildung und Studium bei GRENKE
In den vergangenen Jahren hat diese Veranstaltung vollständig digital stattfinden können. Im Jahr 2023 konnten am 30. und 31. August beide Tage wieder live und vor Ort stattfinden. Dabei konnten die Auszubildenden und dual Studierenden nicht nur das Ausbildungsteam sowie die zuständigen Ansprechpersonen der Fachbereiche, sondern auch den Vorstand persönlich kennenlernen.
Durch eine halbjährliche Einsatzplanung und standardisierte Einarbeitungspläne in den Fachbereichen stellen wir sicher, dass ein einheitliches und übergreifendes Grundwissen zusätzlich zu den individuellen Fachkompetenzen vermittelt wird. Die Ansprechpersonen, die in den Fachabteilungen für die Betreuung, Begleitung und Einarbeitung der Auszubildenden bzw. dual Studierenden zuständig sind, haben die IHK-Ausbilder-Eignungsprüfung abgelegt. Das Ausbildungsprogramm wird zudem durch regelmäßige Feedbackgespräche komplettiert, die insbesondere auch die Entwicklungswünsche unserer Nachwuchskräfte einbezieht. Durch eine praxisorientierte Ausbildung entwickeln die Auszubildenden und dual Studierenden wichtige Kompetenzen im jeweils angestrebten Ausbildungsberuf oder Studiengang und darüber hinaus ein Verständnis für die Herausforderungen im Arbeitsalltag bei GRENKE. Mit fortschreitender Entwicklung wirken die Auszubildenden und dual Studierenden zudem aktiv an Projekten mit und lassen dabei auch eigene Ideen einfließen.
Unser Ausbildungsangebot 2023
In Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten wir die folgenden Ausbildungsberufe an:
- Kaufleute für Büromanagement (für das Headquarter Baden-Baden und verschiedene Vertriebsstandorte)
- Kaufleute für Digitalisierungsmanagement (für das Headquarter Baden-Baden)
- Fachinformatiker:in Anwendungsentwicklung (für Karlsruhe)
- Fachinformatiker:in Systemintegration (für das Headquarter Baden-Baden)
Weiterhin bilden wir in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) seit 2004 junge Talente in verschiedenen Studienrichtungen aus. Unser Ausbildungsangebot 2023 umfasste dabei folgende Studiengänge:
- BWL – Digital Commerce Management (B. A.)
- BWL – Digital Business Management (B. A.)
- Accounting und Controlling (B. A.)
- Wirtschaftsinformatik (B. Sc.)
- BWL – Finanzdienstleistungen
- Informatik – Cyber Security (B. Sc.)
- International Business (B. A.)
- Betriebswirtschaftslehre (verschiedene Studienrichtungen)
Durch die sich ständig wandelnde Marktsituation und die damit einhergehenden Anforderungen bedarf es einer kontinuierlichen Prüfung und Anpassung unseres Ausbildungsangebots. In diesem Zuge identifizieren wir neue Ausbildungsberufe bzw. Studiengänge und überarbeiten unser Portfolio laufend, um den internen Bedarf an Nachwuchskräften bestmöglich abzudecken.
Insgesamt absolvierten im Geschäftsjahr 2023 konzernweit 58 Personen (2022: 47 Personen) eine duale Ausbildung bzw. ein duales Studium. In Deutschland waren es 36 Personen (2022: 29). Wir sind stolz darauf, auch in diesem Jahr wieder einen Großteil unserer Auszubildenden und dual Studierenden übernommen zu haben. Die Übernahmequote betrug konzernweit 72 Prozent (2022: 91 Prozent). In Deutschland wurden sechs Absolvent:innen übernommen. Das entspricht einer deutschlandweiten Übernahmequote von 100 Prozent.
Darüber hinaus wurden 3 Praktika (2022: 2) durchgeführt, die es den Praktikant:innen ermöglichten, die Fachabteilungen nach individuellen Interessen zu durchlaufen. Durch die Präsenz im vorberuflichen Bildungsbereich wollen wir Schüler:innen in ihrer Berufsorientierung unterstützen und die Wahrnehmung von GRENKE als engagierter und attraktiver Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber langfristig weiter stärken.
Auch in unseren internationalen Tochtergesellschaften setzen wir unser Ausbildungsangebot fort. Unsere französische Tochtergesellschaft GRENKE LOCATION SAS verzeichnete im Jahr 2023 insgesamt 12 Auszubildende (2022: 11). In Italien gab es im Geschäftsjahr 2023 erneut keine Auszubildenden. In Großbritannien, Dänemark und Finnland wurden alle Absolvent:innen übernommen. International beendeten 12 Personen (2022: 6) ihre Berufsausbildung, wovon 7 Personen (2022: 5) übernommen wurden. Die Übernahmequote der Absolvent:innen im Ausland betrug im Geschäftsjahr 2023 58 Prozent (2022: 83 Prozent). Die Ausbildungsquote der ausbildenden Gesellschaften des GRENKE Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2023 leicht auf 2,6 Prozent nach 2,3 Prozent im Vorjahr. Um unser Ausbildungsprogramm fortzuführen und neue junge Talente zu entwickeln, sind für das Geschäftsjahr 2024 55 Ausbildungsstellen in Planung. Hiervon entfallen 31 Stellen auf Deutschland und 24 auf unsere Tochtergesellschaften im Ausland. Unser konzernweites Ausbildungsmanagement umfasst zudem folgende Angebote:
- Unseren Auszubildenden bieten wir die Option, sich bei der IHK als Ausbildungsbotschafter:innen schulen zu lassen. In dieser Funktion unterstützen sie unter anderem bei Berufsorientierungsveranstaltungen und stellen ihr jeweiliges Berufsbild und unser Unternehmen vor.
- Vorträge, Workshops, Teambuilding und jede Menge Networking boten einen erstklassigen Einstieg ins Berufsleben.
Ergänzend zu den bestehenden Kooperationen organisiert der GRENKE Konzern weitere Aktivitäten in Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen und Initiativen, die ebenfalls einen Beitrag zur Stärkung unserer Arbeitgebermarke und damit zur Talentgewinnung leisten. Dazu zählt unter anderem die Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Entwicklung des GRENKE Sustainability Index (GSI) (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und -Services“). Nähere Informationen zu weiteren Partnerschaften sind im Kapitel 3.4.2.5 „Innovation und Partnerschaften“ enthalten.
Insgesamt wurden wir 2023 für unser Engagement im Ausbildungsmanagement zum siebten Mal in Folge in den Kategorien „Beste Ausbilder Deutschlands“ und „Bester Ausbilder Deutschlands Duales Studium“ im Rahmen der gleichnamigen Studie des Wirtschaftsmagazins „Capital“ eingestuft. Die Erreichung der höchstmöglichen Punktzahl bei dieser Auszeichnung bestärkt uns und unsere Maßnahmen zur Sicherstellung einer hervorragenden Ausbildungsqualität in unserem Unternehmen. Gleichermaßen sind wir stolz auf die sehr guten Leistungen und das Engagement unserer Auszubildenden sowie dual Studierenden.
3.4.2.2 Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit
Wir fördern das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter:innen und sorgen für gesundheitlich unbedenkliche Arbeitsplätze. In Deutschland ermitteln wir beispielsweise regelmäßig für jeden Arbeitsplatz mögliche gesundheitliche und sicherheitstechnische Risiken im Zuge von Gefährdungsbeurteilungen und legen geeignete Maßnahmen fest. Im Fokus stehen dabei die ergonomische Gestaltung sowie allgemeine Unterweisungen über potenzielle Gefahren im individuellen Arbeitsumfeld. Entlang der Veränderung der Arbeitsrealität und der verstärkten Nutzung von Remote-Arbeit haben wir unser Schulungsangebot um Inhalte zu Arbeitsschutz und Sicherheit bei der Nutzung von Remote-Arbeit ergänzt.
Mit der ausgelaufenen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung endete zum 2. Februar 2023 auch die Verpflichtung eines Hygienekonzepts. Dennoch legt GRENKE Wert auf den Schutz der Mitarbeiter:innen und bietet deshalb weiterhin u.a. kostenlose Antigen-Schnelltests und FFP2-Masken an.
Betriebsbeauftragte werden in den Bereichen Betriebsmedizin, Arbeitssicherheit und Brandschutz eingesetzt, um die Sicherheit und die Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhalten, zu fördern und zu verbessern.
Zudem ist die Voraussetzung für ein sicherheitsgerechtes Verhalten, die Mitarbeiter:innen über Gefahren an ihrem Arbeitsplatz zu informieren und ihre Motivation zu sicherheitsgerechtem Verhalten zu fördern. Die Sicherheitsunterweisung steht im Einklang mit den Vorgaben des gesetzlichen Arbeitsschutzes, den Unfallverhütungsvorschriften sowie den internen Vorgaben der GRENKE AG und deren Tochtergesellschaften. Die physische Erstunterweisung informiert über Regeln im Arbeitsschutz und ist die Grundlage für alle weiteren Unterweisungen – die auch dokumentiert werden. Die Unterweisung bei GRENKE erfolgt bei Neueinstellung von Mitarbeiter:innen (Onboarding), Arbeitsplatzwechsel, bei Veränderungen im Aufgabenbereich und bei Einführung neuer Arbeitsmittel. Mindestens einmal jährlich finden bei GRENKE Wiederholungsunterweisungen in einem digitalen E-Learning-Format statt.
Die Erfordernisse zur Bestellung sowie die Aufgaben und Inhalte der GRENKE Betriebsbeauftragten ergeben sich aus dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) in Verbindung mit der DGUV Vorschrift 2 (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung), den Bauordnungen der Bundesländer, einschlägigen behördlichen Auflagen und der ISO 9001. Dies dient unter anderem der Vermeidung von Ansteckung am Arbeitsplatz.# Weiterhin informierte 2023 unser Covid-Response-Team (CRT) in enger Abstimmung mit unserer Betriebsärztin vom Klinikum Mittelbaden unsere Mitarbeiter:innen per E- Mail über Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz vor allem in den Herbst- und Wintermonaten. Dies gilt auch fur weitere Erkältungssymptome und den verantwortungsvollen Umgang zur Vermeidung unserer Mitarbeiter:innen fassen wir in unsere Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie (OHS Policy) zusammen. Diese haben wir im Geschäftsjahr 2023 auf unserer Website veröffentlicht (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/). Diese Richtlinie gilt für alle Gesellschaften in Deutschland.
122 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L A T I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N T A K T
Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Deutschland 6 arbeitsbedingte Unfälle (2022: 9 Unfälle) durch HR an unsere Unfallversicherung gemeldet. Mit Blick auf die einzelnen Konzernunternehmen verteilen sich die Fälle wie folgt:
Arbeitsbedingte Unfälle
| per 31.12., nach gemeldeten Unfällen | |
|---|---|
| 2023 | |
| GRENKE AG | 3 |
| GRENKEFACTORING GmbH | 0 |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG | 2 |
| GRENKE digital GmbH | 0 |
| GRENKE Investitionen & Verwaltungs KGaA | 1 |
| 2022 | |
| GRENKE AG | 2 |
| GRENKEFACTORING GmbH | 1 |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG | 2 |
| GRENKE digital GmbH | 4 |
| GRENKE Investitionen & Verwaltungs KGaA | 0 |
Todesfälle infolge arbeitsbedingter Verletzungen gab es keine. Die arbeitsbedingten Gefahren, die ein Risiko für Verletzungen mit hohem Risikopotenzial darstellen, können bei GRENKE als äußerst gering eingestuft werden und stellen im Geschäftsmodell sowie im Arbeitsalltag bei GRENKE keine nennenswerten Gefahren dar.
3.4.2.4 Kundensicherheit und -zufriedenheit
Unser Ziel ist es, Unternehmen – allen voran KMU – bestmöglich bei ihren Investitionen und Finanzierungen zu unterstützen. Insgesamt zählen über eine halbe Million KMU zu unseren Kund:innen. Unser Marktangang erfolgt in den derzeit 31 Ländern sowohl durch den indirekten als auch den direkten Vertrieb (vgl. Kapitel 1.1.1 des Konzernlageberichts, „Geschäftsmodell und -segmente“). Damit unsere Leasingnehmer:innen zufrieden sind, setzen wir unseren Fokus auf einfache und schnelle Finanzierungslösungen sowie einen persönlichen und auf die unternehmerischen Bedürfnisse unserer Leasingnehmer:innen und Geschäftspartner:innen eingehenden Service.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde dies in den Ländern Schweden, Finnland, Portugal, Niederlande, Belgien und Irland fortgeführt. Für 2024 ist die Einführung in weiteren Ländern geplant.
In unserer Kundenansprache gewinnt der direkte Marktangang zunehmend an Bedeutung. Seit 2019 nimmt der Direktvertrieb einen steigenden Anteil am gesamten Neugeschäftsvolumen ein. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich dieser Anteil auf 17,0 Prozent (2022: 18,0 Prozent). Die Treue unserer Leasingnehmer:innen gibt uns Aufschluss über ihre Zufriedenheit mit unserem Produktangebot und Service. Im Unterschied zu den einzelvertragsbasierten Abschlüssen mit Leasingnehmer:innen im Händlervertrieb vereinbaren wir mit unseren Unternehmer:innen im Direktvertrieb in der Regel Finanzierungsrahmen über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Das freigegebene Volumen kann über diesen Zeitraum für die anfallenden Anschaffungen einfach und schnell von unseren Direktkund:innen abgerufen werden. Im Geschäftsjahr 2023 entschieden sich 4.384 Kund:innen im Direktgeschäft für einen erneuten Finanzierungsrahmen mit GRENKE (2022: 4.310 Folgeverträge). Das entspricht einem Anteil von 43 Prozent (2022: 41 Prozent) an Folgeverträgen im Vergleich zur Gesamtzahl aller Verträge im Direktvertrieb.
Der indirekte Marktangang, also der Vertrieb über Fachhandelspartner:innen, macht mit 83,0 Prozent 2023 weiterhin den Großteil unseres Neugeschäfts aus (2022: 82,1 Prozent). Im Geschäftsjahr 2023 arbeiteten wir mit 36.164 Fachhandelspartner:innen (2022: 33.412) zusammen. Ein Indikator für die Zufriedenheit unserer Fachhandelspartner:innen ist die Dauer unserer Geschäftsbeziehungen. Im Geschäftsjahr 2023 arbeiteten wir weiterhin mit 62 Prozent (2022: 62 Prozent) unserer aktiven Fachhandelspartner:innen¹ bereits länger als drei Jahre zusammen. Maßnahmen zur Weiterentwicklung unseres Marktangangs richten wir nach den Bedürfnissen unserer Kundengruppen aus. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir begonnen, die Vertriebsstruktur in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu reorganisieren. Durch Einfuhrung überregionaler Hubs sowie einer klareren Aufgabentrennung ermöglichten wir unseren Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb so mehr Fokus für die bedarfsgerechte Betreuung unserer Kund:innen und Partner.:innen.
Unser Angebot digitaler Meetings via Videokonferenzsystem wurde auch 2023 gerne angenommen. Insgesamt wurden 17.880 digitale Meetings. Das entspricht für das Geschäftsjahr 2023 weiterhin einem Anteil von 27 Prozent aller digitalen Meetings (2022: 27 Prozent) gegenüber einem Anteil von 73 Prozent in Präsenz (2022: 73 Prozent).
Ergänzende Angebote der GRENKE Bank waren das Neben unseren Angeboten zur Finanzierung von Leasinginvestitionen ergänzt die GRENKE BANK AG unser Produktangebot mit passgenauen Kredit- und Bankinglösungen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Anzahl von Geschäftsgirokonten und Darlehenskonten um 7,5 Prozent auf eine Gesamtzahl von 12.635 gesteigert werden (2022: 11.755 Konten).
Darüber hinaus kooperiert die GRENKE BANK AG mit Förderbanken. Dies ermöglicht uns, günstige Refinanzierungskonditionen über unser Leasinggeschäft an KMU weiterzureichen. Das Gesamtvolumen der Refinanzierungsmittel von Förderbanken zur Vergunstigung von Leasingangeboten für KMU umfasste 2023 insgesamt 12,5 Mio. EUR (2022: 10 Mio. EUR).
3.4.2.3 Achtung der Menschenrechte
Die Wahrung von Menschenrechten ist für uns selbstverständlich. Im Rahmen des Compliance-Managements (siehe Kapitel 3.3.2 „Nachhaltige Unternehmenspolitik“) sind Regeln für Gleichbehandlung, Antidiskriminierung und Achtung der Menschenrechte im Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie in den angewendeten Richtlinien definiert (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/). Diese wurden im aktuellen Geschäftsjahr umfassend aktualisiert und veröffentlicht. Weiter verbessern wir auch unsere Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit in Bezug auf Hinweise von Mitarbeiter:innen sowie externen Personen bezüglich eventueller Regelverstöße, insbesondere bezüglich eventueller Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung und Rassismus. Unter anderem planen wir eine eigene Kategorie in unserem Hinweisgebersystem GRENKE Integrity Line, die auf die Möglichkeit der Abgabe solcher Meldungen deutlich hinweist (vgl. Kapitel 3.4.3.3. „Compliance und Datenschutz“).
Weiter wurden und werden mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie und Bekenntnisse in Bezug auf ESG Analysen und Planungen geeigneter Maßnahmen zur Sicherstellung von LkSG- bzw. ESG-Compliance im Austausch mit allen involvierten Fachabteilungen fortgesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau geeigneter, insbesondere digitaler Prozesse zur Prüfung unserer Fachhandelspartner:innen und der eigenen Beschaffungsvorgänge.
Im Rahmen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigten wir bei der Überarbeitung unseres Verhaltenskodex sowie unseres Lieferantenkodex insbesondere ESG-bezogene Themen. In den Dokumenten formulieren wir klare Erwartungen hinsichtlich der Vermeidung von Kinder-, Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen sowie umweltbezogenen Vorgaben. Zusätzlich werden wir unser Hinweisgebersystem ausdrücklich auch für menschen- und umweltrechtbezogene Beschwerden öffnen.
Die GRENKE AG hat im Geschäftsjahr 2023 ihre Prüfungen und Planungen in Bezug auf eine Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) fortgesetzt. Die Analyse ergab, dass die GRENKE AG zum 01. Januar 2024 nicht in den Anwendungsbereich des LkSG fällt, weil sie den gesetzlichen Schwellenwert von mindestens 1.000 Arbeitnehmer:innen im Inland nicht überschreitet und voraussichtlich jedenfalls 2024 nicht überschreiten wird.
Auch im Geschäftsjahr 2023 setzte die GRENKE Geschäftsjahres auf 96.933 EUR (2022: 94.380 EUR).
Ergänzende Angebote von GRENKEFACTORING BANK AG wieder das Mikrokreditgeschäft am Markt mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Abk.: BMAS) um. Mit diesem ermöglichten wir Unternehmer:innen sowie Unternehmensgründer:innen den
Der Anteil der Kreditnehmer:innen bzw. Antragsteller:innen mit Migrationshintergrund bei Mikrokrediten sank von 24 Prozent im Geschäftsjahr 2022 auf 20 Prozent im Geschäftsjahr 2023.
Durch verschiedene Factoring- und Serviceleistungen (vgl. im Detail Kapitel 1.1.1 „Segmente“) ermöglichen wir es KMU, ihre Liquiditätslage zu verbessern.
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¹ Als aktive Fachhandelspartner verstehen wir diejenigen, die uns in den letzten 365 Tagen mindestens eine Anfrage gesendet haben.# GRENKE AG Konzern-Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
Bericht des Vorstands
3.4.2.5 Innovation und Partnerschaften
Baden-Baden, die mit über 370 Mitgliedern einer der größten Schachvereine Deutschlands ist. Die OSG ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern deutscher Rekordmannschaftsmeister und zählt herausragende Talente wie Vincent Keymer, den jüngsten deutschen Großmeister, zu ihrer Spielerschaft.
Auch im Lern- und Jugendbereich konnten etliche Erfolge errungen werden. Im Geschäftsjahr 2023 weiteten wir unser Engagement für die Förderung des Jugendsports aus und stellen dieses künftig international auf. Mit dem Einstieg in den Radsport fördern wir ab 2024 mit einer langfristig angelegten Partnerschaft die Entwicklung junger Radsport-Talente auf ihrem Weg ins Profilager – als Namensgeber des U19-Teams GRENKE-AutoEder. Außerdem ist der GRENKE Schriftzug ab der kommenden Saison auf dem Trikot der WorldTour-Mannschaft BORA-hansgrohe zu sehen.
Unterstützung des eSports-Teams des KSC
Die KSC GRENKE aKAdemie
Beim Fußball setzen wir ebenfalls auf Jugendförderung und unterstützen gemeinsam mit dem Karlsruher Sportclub (KSC) junge Talente auf dem Weg zur Profikarriere und beim Start in eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Die KSC GRENKE aKAdemie steht für eine ganzheitliche Ausbildung, die über das reine Fußballtrainingsprogramm weit hinausgeht und langfristig auf sportliche, schulische und persönliche Förderung von KSC-Nachwuchstalenten ausgerichtet ist. Seit Juli 2022 hat GRENKE seine Partnerschaft umfassend erweitert: als neuer Hauptpartner des Leistungsbereichs mit Logopräsenz auf der Trikotbrust der U16-, U17- und U19-Mannschaft.
GRENKE Chess Classic und GRENKE Chess Open
Einen besonderen Fokus legen wir traditionell auf die Förderung der Denksportdisziplin Schach. Seit 1997 unterstützen wir das Schachzentrum Baden-Baden und die Ooser Schachgesellschaft (OSG) in
Finanzkalender & Lagebericht
Vorsitzenden-Auf sichtsrats | Investor Relations | Abschluss | GRENKE AG | Kontakt
Insgesamt forderten und administrative Aufgaben durch uns abwickeln zu lassen, um sich so stärker auf ihre Geschäftstätigkeit fokussieren zu können. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Factoringkund:innen ist von langfristigen Beziehungen geprägt. So arbeiten die bestehenden Kund:innen durchschnittlich seit sieben Jahren mit uns zusammen.
Die Zufriedenheit unserer Kund:innen und Partner:innen ist uns ein wichtiges Anliegen. Um die Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Leasingnehmer:innen und Partner:innen noch besser ermitteln und mit geeigneten Maßnahmen optimieren zu können, möchten wir unser Gesamtkonzept weiterentwickeln. Mittels eines Befragungstools wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Händlerzufriedenheitsanalyse sowie eine kontinuierliche Zufriedenheitsbefragung per 31.12. für Neukund:innen durchgeführt. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 planen wir die Erweiterung der Befragung auf alle Kundengruppen.
Im Mikrokreditgeschäft der GRENKE BANK AG per 31.12.
| Veränderung (%) | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl neu vergebener Mikrokredite in Zusammenarbeit mit dem BMAS | –13% | 2.393 | 2.751 |
| davon Anteil der Kreditnehmer bei Mikrokrediten, die einen Migrationshintergrund haben | 4% | 20% | 24% |
| daraus geplanter Zuwachs an Arbeitsplätzen durch die Umsetzung der Vorhaben | –13% | 1.691 | 1.942 |
| Verwalteter Bestand staatlich geförderter Mikrokredite zum Ablauf des Geschäftsjahres | 3% | 96.933 EUR | 94.380 EUR |
Zugang zu Krediten mit einer Einzelkreditsumme von bis zu 25 TEUR und tragen zur Stärkung von KMU sowie zur Sicherung der mit diesen Betrieben verbundenen Arbeitsplätzen bei. So gewährte die GRENKE BANK AG im Geschäftsjahr eine Anzahl von 2.393 Mikrokrediten (2022: 2.751). Damit sank die Gesamtzahl der gewährten Kredite leicht um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Bank einen Zuwachs von rund 39 Prozent verzeichnete.
Durch die Förderung des BMAS soll der Aufbau von Arbeitsplätzen erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2023 planten wir, durch die Herausgabe neuer Mikrokredite 1.691 Stellen (2022: 1.942 Stellen) neu zu schaffen. Dies entspricht einer leichten Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von rund 13 Prozent (2022: Steigerung 54 Prozent).
Wir sind dabei im Geschäftsjahr 2023 rund 28 Prozent Frauen (2022: 28 Prozent) und 72 Prozent Männer (2022: 72 Prozent) bei der Antragstellung.
Die Sportwelt und die Interessen von Nachwuchstalenten entwickeln sich weiter. Mit dem von uns als Top-Partner unterstützten eSports-Team „PHIRONIX“ des Karlsruher SC unterstützen wir Nachwuchstalente. Zu sehen sind die Spiele auf der Plattform Twitch und auf der Webseite der VBL. Das GRENKE Logo ist auf dem Trikotärmel der Karlsruher eSportler und im Livestream sichtbar.
GRENKE Cup Fußball-Hallenturnier
Der fünfte GRENKE Cup unter der Schirmherrschaft der GRENKE AG gemeinsam mit dem Förderverein des SV Sinzheim fand im November 2023 statt. Das Fußball-Hallenturnier verfolgt die Idee, eine stärkere Verbindung zwischen Sport und Schule, Ausbildung oder Studium voranzutreiben.
Schulprojekt „Kolumbus: Klassik entdecken!“
Im Bereich Musik und Bildung unterstützen wir bereits seit über 20 Jahren das Schulprojekt „Kolumbus: Klassik entdecken!“. Mit einem Zuschuss eröffnen wir Schulkindern den vergünstigten Zugang zu Veranstaltungen des Festspielhauses Baden-Baden. Die Lernenden besprechen im begleitenden Unterricht den Inhalt der besuchten Vorstellung und können an Opern-, Ballett- und Orchesterproben teilnehmen.
CyberForum und CyberChampions Award
Das CyberForum e. V. in Karlsruhe unterstützt insbesondere Start-ups mit digitalen Geschäftsideen und veranstaltete hierzu im Geschäftsjahr 2023 das CyberLab Festival. In dessen Rahmen wurden Awards in den Kategorien „CyberChampion“, „Innovative AI“, „Impact“ und ein Publikumspreis vergeben. GRENKE unterstützte die Veranstaltung auch im Geschäftsjahr 2023.
Auch in unseren Tochtergesellschaften, bspw. in Italien und Frankreich, werden gemeinnützige Projekte unterstützt und das Sponsoring von Sportteams großgeschrieben.
Entrepreneurship mit zwei halben Doktorandenstellen bis 2022 sowie mit dem Aufbau des Forschungsinstituts GRENKE Centre for Entrepreneurial Studies, welches im Januar 2018 eröffnet wurde. Das Institut beschäftigt sich mit der Analyse von Unternehmensgründungen und ermittelt mit wissenschaftlichen Methoden die Erfolgsfaktoren für die Praxis. Im Geschäftsjahr 2023 fand zudem das SRH GRENKE Innovation Festival statt.
Centrum für Europäische Politik
Das Centrum für Europäische Politik (cep) der Stiftung Ordnungspolitik stellt der Allgemeinheit Informationen und Expertisen über aktuelle Politikvorhaben der EU zur Verfügung. Wir nutzen als Partner dieses aus-schließlich für Information und Austausch gedachte Angebot für das frühzeitige Erkennen geplanter und kommender Gesetzesvorhaben. So reichten die unabhängigen Meinungen von Expert:innen bereits im Geschäftsjahr 2022 unser Know-how über Rechtsvorhaben zu künstlicher Intelligenz (KI) und nachhaltiger Mobilität an.
Wir sind der festen Überzeugung, dass Bildung ein fester Bestandteil nachhaltiger Entwicklung ist. Aus diesem Grund treiben wir insbesondere in Deutschland durch Kooperationen und Partnerschaften mit
Ergänzend zum Sponsoring der oben genannten Einrichtungen unterstützen wir auch regionale und überregionale gemeinnützige Organisationen.
densumme in Höhe von 25.000 EUR (2022: 25.000 EUR). Die SOS-Kinderdörfer sind ein unabhängiges, nicht staatliches und überkonfessionelles Hilfswerk für Kinder, das weltweit aktiv ist.
haben.# I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
3.4.3 Verantwortung und Vertrauen
3.4.3.1 Risikomanagement
3.4.3.1.1 Corporate Risk Management
Finanzinstitute tragen maßgeblich zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft und zur Erreichung der Klimaziele der Europäischen Union bei. Dies resultiert aus der Schlusselposition, die der Finanzsektor in der Volkswirtschaft besetzt, bspw. durch die Finanzierung geplanter Investitionsvorhaben. In diesem Kontext können Finanzinstitute allerdings auch physischen und transitorischen Risiken ausgesetzt sein, die identifiziert, bewertet und gesteuert werden mussen.
Die Anforderungen an das Risikomanagement ergeben sich fur GRENKE insbesondere aus dem „Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken“ vom 20. Dezember 2019 (geändert am 13. Januar 2020) sowie aus der 7. Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der BaFin vom 29. Juni 2023. Diese beschreiben, dass Unternehmen Nachhaltigkeitsrisiken in ihr Risikomanagement integrieren mussen. Neben der Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung dieser Risiken umfasst dies die Berücksichtigung in der Geschäftsstrategie und -organisation (vgl. Kapitel 3.2 „Unsere Nachhaltigkeitsstrategie“ sowie 3.3 „Nachhaltigkeit im GRENKE Konzern“).
ESG-Aspekte berucksichtigen wir als Risikotreiber, die sich in unseren bestehenden Risikoarten materialisieren konnen. So wird beispielsweise im Rahmen der Risikoinventur keine separate Risikoart „Nachhaltigkeitsrisiken“ etabliert. Dieses Vorgehen fusst auf der Tatsache, dass Nachhaltigkeitsrisiken auf zahlreiche bekannte Risikoarten einwirken und demnach eine integrierte Betrachtung notwendig ist. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsaspekte in der risikospezifischen Betrachtung der Geschäftsaktivitäten und der Portfoliozusammensetzung zu berucksichtigen.
Unsere Risikoinventur bewertet bereits seit 2022 den ESG-Aspekt aus Sicht der ökonomischen und normativen Perspektive der Risikotragfähigkeitsrechnung. Dabei werden alle relevanten Risiken entlang der ESG-Dimensionen nach physischen und transitorischen Einflussen bewertet. Insgesamt wurden im Rahmen der diesjährigen Risikoinventur 20 Risiken (2022: 16 Risiken) als wesentlich bewertet.
Bedingt durch unser Geschäftsmodell ist eine sorgfältige Bewertung dieser Risiken entscheidend: Während ESG-Risiken tendenziell langfristig Auswirkungen auf ein Portfolio ausuben, weisen unsere Leasingverträge vergleichsweise kurze Laufzeiten auf. Somit konnen transitorische Risiken während der Vertragslaufzeit nur sehr begrenzt Wirkung entfalten. Die Gestaltung unserer Finanzierungslösungen mindert ebenfalls physische Risiken, da grundsätzlich in allen Fällen eine Sachversicherung fur das Leasingobjekt verlangt wird.
Zur Erhöhung der Transparenz und Unterrichtung des Vorstands werden Ad-hoc-Risikomeldungen genutzt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt 15 neue geplante Risikomeldungen abgegeben (2022: 13). Zusätzlich wurde eine aus 2022 bestehende Risikomeldung im Geschäftsjahr 2023 fortgeschrieben. Die Erhöhung der Ad-hoc-Meldungen resultiert jedoch nicht aus ESG-Risikofaktoren, sondern aus einer erhöhten und gezielten Sensibilisierung der Organisation fur Risiken allgemein. Das Thema ESG-Risiken wird auch 2024 Gegenstand der Weiterentwicklungen im Risikomanagement des GRENKE Konzerns sein.
3.4.3.1.2 Internal Audits
Internal Audit erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen in der GRENKE AG und in der GRENKE Gruppe. Um die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung mit effektiven Prozessen und Kontrollen der Governance- und Compliance-Struktur zu gewährleisten, messen wir als einen unserer TOP-KPIs den Anteil der durch Internal Audit abgeschlossenen Prüfungen im Vergleich zur Gesamtzahl der fur das Geschäftsjahr geplanten Prüfungen im gesamten Konzern.
Die Abschlussquote interner Revisionsprüfungen belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 81 Prozent (2022: 58 Prozent) und hat sich im Vergleich zu 2022 damit um 23 Prozent verbessert. Auch die absolute Anzahl der abgeschlossenen Prüfungen hat sich von 77 im Jahr 2022 auf 95 im Jahr 2023 erhöht. Als Reaktion auf die Ergebnisse der Sonderprüfung wurden der Bereich Internal Audit quantitativ und qualitativ erheblich aufgebaut, Prozesse wurden grundlegend überarbeitet. Die dafur vorgenommene konzeptionelle Neuausrichtung des Bereichs im Jahr 2021 führte zu einer deutlichen Erweiterung relevanter Prüfungsinhalte. Unter Berücksichtigung des damit zusammenhängenden erfolgten Personalaufbaus wird fur 2024 ein weiterer Anstieg der Abschlussquote erwartet.
3.4.3.2 Reporting und Transparenz
Der Dialog mit unseren Stakeholdern und die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse bilden die Grundlage unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserer nichtfinanziellen Berichterstattung. Entsprechend hat die Kommunikation mit unseren Stakeholdern einen hohen Stellenwert fur uns. Fur einen effektiven Austausch mit unseren Anspruchsgruppen verfugen wir uber mehrere Abteilungen, die im Austausch mit internen und externen Stakeholdern stehen. Die interne Kommunikation wird durch die Abteilung Corporate Communications gesteuert. Sie dient in erster Linie der Information, Orientierung, Motivation und dem Austausch unserer Mitarbeiter:innen weltweit. Sie zielt darauf, über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen zu informieren, unseren Kolleg:innen die Möglichkeit des direkten Feedbacks an den Vorstand zu geben und ist damit auch Teil der Unternehmenskultur.
Zur bilateralen oder multilateralen Informationsvermittlung nutzt die interne Kommunikation verschiedene Kommunikationskanäle und -instrumente. Zu diesen zählen nicht nur textliche Beiträge im unternehmensweiten Intranet oder per E-Mail, sondern auch multimediale Formate (Text, Ton und Bild). Dies umfasst sowohl Clips, anlassbezogene Videoansprachen, mindestens vier virtuelle, dialogisch orientierte Mitarbeiterversammlungen (Townhall-Meetings) pro Jahr sowie auch Onlinebefragungstools. Um die Identifizierung unserer Mitarbeiter:innen mit der Unternehmensstrategie zu ermitteln, messen wir im Rahmen einer jährlichen Mitarbeiterbefragung den Overall Strategy Awareness (OSA) Score, den wir als TOP-KPI definiert haben (vgl. Kapitel 1.3.3 „Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren“). Dieser TOP-KPI wird ermittelt auf Basis aller Antworten zu den Fragengebieten Strategie, Produkte und Innovation auf einer Skala von 1 = hohe Bekanntheit bis 7 = geringe Bekanntheit. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte unsere OSA einen Score von 2,6 (2022: 2,5). Daraus leiten wir ab, dass sich unsere Mitarbeiter:innen weiterhin mit unserer Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie identifizieren.
Die externe Kommunikation dient dem Austausch mit verschiedenen Stakeholdergruppen außerhalb des Unternehmens. Analog zur internen Kommunikation ist hier die übergeordnete Zielsetzung, über die aktuellen Entwicklungen in unserem Unternehmen zu informieren und diese im Dialog gegenüber den jeweiligen Anspruchsgruppen einzuordnen. Entlang unserer externen Stakeholdergruppen haben wir mehrere Abteilungen, die die individuelle Ansprache führen.
Die Abteilung Corporate Communications verantwortet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unseres Unternehmens und steht hierzu regelmäßig mit Journalist:innen und Multiplikatoren in Kontakt. Corporate Communications setzt dabei auf ein breites Instrumentarium an Kanälen und Formaten.
Wissenschaftlichen Einrichtungen und vertrauensvollen Partner:innen
Wir setzen uns seit Langem für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau ein. Aus diesem Grund unterstützen wir auch in Italien die Sportart, die traditionell eher als männlich wahrgenommen wird.
Cesano Women Football
Idrostar
SRH Berlin University of Applied Sciences
Seit 2016 fördern wir die SRH Berlin University of Applied Sciences im Rahmen einer Stiftungsprofessur für Innovationen voran.
FAI – Fondo Ambiente Italiano
In Italien unterstützen wir einen nationalen Fonds zur Erhaltung und Förderung der Umwelt. Ziel der Stiftung sind der Schutz und die Aufwertung des historischen, künstlerischen und landschaftlichen Erbes Italiens.
Cercle d’Echecs de Bischwiller
GRENKE unterstützt auch die Jugendarbeit des Schachzentrums in Bischwiller (F) und setzt hier seine Bestrebungen der Förderung des Schachsports und der Jugendarbeit auch international fort.
Weihnachtsspende an das Hilfswerk SOS-Kinderdörfer
Notleidenden Kindern zu helfen, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund unterstützen wir die SOS-Kinderdörfer zur Weihnachtszeit mit einer Spende.# GRENKE AG - 2023 Annual Report
I. Report of the Management Board
1.1 Letter from the Chairman of the Supervisory Board and the CEO
1.2 Consolidated Financial Statements
1.2.1 Income Statement
1.2.2 Statement of Comprehensive Income
1.2.3 Balance Sheet
1.2.4 Statement of Cash Flows
1.2.5 Statement of Changes in Equity
1.2.6 Notes to the Consolidated Financial Statements
1.2.6.1 General Notes on the Consolidated Financial Statements
1.2.6.2 Accounting Policies
1.2.6.3 Notes on the Individual Income Statement Items
1.2.6.4 Notes on the Individual Balance Sheet Items
1.2.6.5 Notes on Other Disclosures
1.2.6.6 Segment Reporting
1.2.6.7 Related Party Disclosures
1.2.6.8 Post-Balance Sheet Events
1.2.6.9 Subsequent Events
1.2.6.10 Disclosures Relating to the Supervisory Board
1.2.6.11 Other Disclosures
1.2.7 Responsibility Statement
1.2.8 Auditor's Report
1.3 Financial Calendar
1.4 Management Report
1.4.1 Overall Performance of the GRENKE Group
1.4.2 Business Development
1.4.2.1 Business Development in the Reporting Year
1.4.2.2 Development of Individual Companies
1.4.2.3 Business Development by Segment
1.4.2.4 Earnings, Financial Position and Net Assets
1.4.2.4.1 Profitability
1.4.2.4.2 Financial Position
1.4.2.4.3 Net Assets
1.4.2.5 Research and Development
1.4.2.6 Acquisitions and Disposals
1.4.2.7 Employees
1.4.2.8 Remuneration Report
1.4.2.9 Events After the Reporting Period
1.4.2.10 Subsequent Events
1.4.2.11 Outlook
1.4.2.11.1 Expected Development
1.4.2.11.2 Opportunities and Risks
1.4.2.11.3 Overall Economic and Sector-Specific Environment
1.4.2.11.4 Strategy and Objectives
1.4.2.11.5 Risk and Opportunity Report
1.4.2.11.6 Risk Management
1.4.2.11.7 Internal Control System
1.4.2.11.8 Corporate Governance Report
1.4.2.11.9 Environmental Protection
1.4.2.11.10 Social Responsibility
1.4.2.11.11 Disclaimer
1.4.3 Report of the Supervisory Board
1.4.4 Information on Corporate Governance
1.4.5 Declaration of Compliance
1.4.6 Articles of Association
1.4.7 List of Shareholdings
1.4.8 Contact Information
3.4.3.2 Transparency and Communication
These include press releases, contributions, and interviews in print and online media, the offering of conference calls, webcasts, and press conferences (physical and virtual), as well as social media posts on the company's own channels. Since 2019, we have been conducting continuous media monitoring to analyze market and industry trends, and we further developed this in the reporting year. This includes a daily digital press review for the Management Board and executives, the use of a comprehensive media and analysis portal for research, and a quarterly reputation analysis. Based on a concept map with the topics relevant to us, the communications department conducts this reputation analysis. It analyzes the success of media work in terms of quantitative and qualitative KPIs such as the number and media category of the reports, external or internal initiation, reach, advertising equivalence value, and a reputation score based on the content-related qualitative evaluation of all reports. Overall, this analysis serves for the continuous evaluation of press work as well as for deriving measures and optimizing future press work.
The Investor Relations department conducts dialogue with equity investors and analysts. The department is responsible for regular reporting in the form of the annual report, the interim financial statements, and quarterly reports, as well as information from press releases. For further information on Investor Relations and capital market communication, please refer to the "Share and Investor Relations" chapter.
The Treasury department handles communication with debt capital investors and analysts. This includes publishing information on debt instruments, engaging with debt capital providers, calculating market risks, and collaborating with rating agencies. For further information on liquidity risks, please refer to Chapter 5.7 "Liquidity Risks".
The Marketing department targets the group of customers and trade partners. It provides information on our current product developments and offerings, initiates marketing campaigns, and manages our website.
The HR department addresses potential new employees and talent in external communication and ensures the acquisition of new talent. This is done through contributions on our social media channels, direct exchange on feedback platforms, and positioning at trade fairs and events.
ESG Communication
Furthermore, communication via the various channels also serves to make the employer brand GRENKE and our corporate culture known, as well as to place job advertisements and recruiting initiatives (cf. Chapter 3.4.2.1 "Employer Attractiveness"). We are represented on LinkedIn, Xing, kununu, Facebook, and YouTube. The channels are primarily aimed at leasing customers, partners, potential applicants, and our employees.
We have also established our own corporate channels in the relevant social networks in recent years and regularly populate them with information from various departments. The goal is to increase brand awareness, improve image, adequately address new target groups, strengthen customer loyalty, and increase the reach of corporate messages, products, and services.
We provide all our stakeholders with up-to-date information on developments in the area of ESG. In addition to the annual reporting within the scope of our Non-Financial Statement, we have already created a dedicated ESG section on our website in the previous reporting year (cf. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/). This section was updated and expanded in 2023. It provides information on our strategy, our policies, measures, and initiatives, as well as ESG ratings and reporting data.
Our international digital partner and customer magazine "thats.business – GRENKE Magazine for Entrepreneurs" complements our own communication channels with emotional and informative contributions. On thats.business, we present target group-relevant content and offer readers added value through specialized expertise and entertaining insights. The offering positions us along our brand values as a strong partner for small and medium-sized enterprises and thus helps to strengthen brand loyalty. Potential new customers can be redirected from the online magazine to the GRENKE website via jump-off points and find further information on our financing solutions there.
3.4.3.3 Compliance and Data Protection
3.4.3.3.1 Compliance Management
We act in accordance with regulatory and internal regulations and treat employees and external stakeholders with respect. We also observe the principles of equal treatment, non-discrimination, and human rights. The rules of mutual respectful and ethical behavior are also laid down in our Code of Conduct (cf. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/esg/), which is presented to all employees as part of their employment contracts. Our goal is to meet the diverse international requirements and to confidently counter operational risks and uncertainties with the group-wide Compliance Management System (CMS). Within its framework, the risk potential for non-compliance cases (including corruption and money laundering risks) is analyzed annually by the country organizations. Before and after the acquisition of companies, due diligence processes are carried out.
Local Compliance Officers or Compliance Representatives in the respective countries are responsible for ensuring that our standards are met nationally and internationally. Subsidiaries are regularly audited as part of compliance and money laundering audits. The local Compliance Officers report both to the local management and to the GRENKE Group Compliance Officer, who transmits the essential information to the responsible Management Board member (CRO). He also supports the Management Board in preventing violations of laws, corruption, and fraudulent acts, as well as in clarifying questionable cases. The responsible Management Board member receives an annual compliance report. Furthermore, the Group's Compliance function informs the Management Board and Supervisory Board of all significant findings through an annual compliance report.
Legal innovations are communicated nationwide to the relevant specialist departments via the so-called Legal Monitoring tool, which they evaluate for relevance and risk and, if necessary, adapt the written order to the new legal situation.
We provide our colleagues with various channels to report possible violations of regulations. With our whistleblowing platform GRENKE Integrity Line, we enable our employees, leasing customers, business partners, and business partners to report.
3.4.3.3.2 Prevention of Money Laundering
We proactively counter potential money laundering and terrorist financing as well as criminal offenses through qualified employees, work instructions, policies, and adequate controls. The further development potential identified within the scope of the special audit in the area of money laundering prevention was further advanced in the 2022 financial year based on the results of the annual financial statement audit and the associated quality assurance. Significant progress has been made here.
These relate to the methodological further development of the risk analysis and the associated derivation of money laundering prevention measures and control actions, as well as the implementation of an IT-supported monitoring tool for systematic, automated, and continuous monitoring.
We provide our colleagues with various channels to report possible violations of regulations. With our whistleblowing platform GRENKE Integrity Line, we enable our employees, leasing customers, business partners, and business partners to report.# Implementierung rechtlicher Neuerungen
Dritten, uns stets unter Wahrung der Vertraulichkeit den Überwachung unserer Geschäftsbeziehungen. wird ebenfalls toolbasiert nachverfolgt. Die Organe auf mögliche Regelverstöße aufmerksam zu machen. Daruber hinaus setzten wir einen einheitlichen Grup- werden über die wesentlichen rechtlichen Neuerun- (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-grup- penstandard um und stärkten die lokalen Verant- gen mittels des regelmäßigen Compliance-Reportings pe/grenke-integrity-line/). Im Geschäftsjahr 2023 gin- wortlichkeiten in unseren Tochtergesellschaften. Zur verbessert. gen 20 Meldungen über das Hinweisgebersystem ein Verbesserung des geldwäscherechtlichen Risikoma- Mit den gemeldeten Informa- (2022: 14 Meldungen). nagements wurden darüber hinaus interne Prozesse tionen gehen wir verantwortungsbewusst um. Verstö- konzeptionell überarbeitet und verschlankt. Durch In- ße gegen geltendes Recht begegnet GRENKE mit adä- nahme eines IT-gestützten Monitoring-Tools er- quaten Maßnahmen. höhten wir beispielsweise die Prozesssicherheit und -effizienz in ehemals manuellen Abläufen.
Die bestehenden Regelungen zur Prävention von Inte- ressenkonflikten und zum Umgang mit Zuwendungen werden laufend weiterentwickelt. Bereits eingeführt wurde konzernweit ein regelmäßiger Austausch mit
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Im Geschäftsjahr 2023 wurden auf Grundlage der turnusmäßigen Prüfung 14 Compliance-Reviews zur Umsetzung der Geldwäscheprävention (2022: 15 Reviews) in den Tochtergesellschaften durchgeführt. Zudem wurde gruppenweit eine Risikoanalyse durchgeführt. Hieraus geht das Ergebnis der Gruppen-Risikoanalyse hervor, woraus die gesetzlich vorgeschriebenen Kontroll- und Prüfungshandlungen abgeleitet werden. Die daraus resultierenden Kontrollpläne werden durch die CRO freigegeben.
Das Risiko im Bereich Geldwäsche, Terrorismusfinan- zierung und sonstiger strafbarer Handlungen wird im Rahmen von Risikoanalysen jährlich von allen Toch- tergesellschaften auf Einzelinstitutsebene sowie auf Konzernebene ermittelt. In diesem Zuge erfolgt die Bewertung der vorhandenen Sicherungs- und Kon- trollmaßnahmen. Die lokalen Geldwäschebeauftragten berichten dabei sowohl an das lokale Management als auch an den Geldwäschebeauftragten der GRENKE Gruppe, der alle wesentlichen Informationen an das zuständige Vorstandsmitglied (CRO) übermittelt. Vor- stand und Aufsichtsrat erhalten jährlich einen ausfuhr- lichen Jahresbericht zur Geldwäscheprävention. Alle geldwäscherelevanten Geschäftsbeziehungen werden im gesetzlichen Rahmen anhand eines Know-Your- Customer-Prozesses (KYC) geprüft. Dieser beinhaltet sowohl die Identifizierung als auch die Feststellung der wirtschaftlich Berechtigten, deren PEP-Status (politisch exponierte Personen) und das Vorhanden- sein auf nationalen und internationalen Sanktions- und Embargolisten. Die für die GRENKE AG agierenden zuverlässigen Dritten gemäß §17 Abs. 5 GwG werden darüber hinaus regelmäßig zu geldwäscherechtlichen Vorga- ben und Entwicklungen geschult und informiert.
Alle unsere Mitarbeiter:innen werden ebenfalls re- gelmäßig sowie anlassbezogen geschult, wobei die Teilnahme an den Schulungen von der Personal- abteilung nachgehalten und ein Eskalationsprozess bei Nichtteilnahme eingeleitet wird. Anlassbezogene Schulungsmaßnahmen werden von der Abteilung Geldwäscheprävention zentral gesteuert. Im Fall von Anhaltspunkten eines Verdachtsmoments auf Geld- wäsche, Terrorismusfinanzierung sowie strafbare Handlungen stehen unseren Mitarbeiter:innen ver- schiedene interne Wege zur Meldung zur Verfügung. Ergänzt wird dies durch die Hinweisgeberplattform GRENKE Integrity Line, die im Intranet sowie auf unse- rer Website erreichbar ist. Die jeweiligen Geldwäsche- beauftragten in der Gruppe leiten die Verdachtsfälle unverzüglich den nationalen Vorgaben entsprechend an die zuständigen Behörden weiter.
Weiterhin hat die GRENKE AG im Geschäftsjahr 2023, unter anderem mittels einer konzernweit gul- tigen Leitlinie, verbindliche Vorgaben an den Daten- schutz im Konzern aufgestellt. Weiterhin wurde die Datenschutzorganisation bei GRENKE auch perso- nell gestärkt. Die Datenschutzbeauftragten und die Datenschutzorganisation stehen den Fachbereichen, Tochtergesellschaften und der Belegschaft, aber auch unseren Kund:innen und Geschäftspartner:innen als fachkompetente Kontaktpersonen zur Seite. Im Ge- schäftsjahr 2023 gingen keine Hinweise auf eventuelle Verletzungen datenschutzrechtlicher Vorschriften ein.
3.4.3.3.3 Datenschutz
Wir entwickeln unser Datenschutzmanagementsys- tem kontinuierlich weiter, um die Datenverarbeitung im Konzern rechtskonform auszuführen, poten- zielle Verstöße frühzeitig zu erkennen und geeigne- te Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat für eine datenschutzrechtliche Harmonisierung innerhalb der Europäischen Union gesorgt. Vor dem Hintergrund unserer Geschäftstätigkeit orientieren wir uns weltweit an diesem Regelwerk. Daneben erfordert die Umset- zung der datenschutzrechtlichen Anforderungen auch die Berücksichtigung nationaler Gesetzgebungen unserer Märkte, die dazu führen, dass neben den Be- stimmungen der DSGVO in einzelnen Mitgliedsstaaten weiterhin unterschiedliche Regelungen zum Daten- schutz greifen.
Bei der GRENKE AG sowie zahlreichen Tochterge- sellschaften wurden entsprechend der gesetzlich ge- forderten Vorgaben Datenschutzbeauftragte bestellt. Darüber hinaus besteht für Tochtergesellschaften die Möglichkeit, auch ohne gesetzliche Verpflichtung, Da- tenschutzbeauftragte zu benennen.
Unsere Mitarbeiter:innen werden im Bereich Daten- schutz jährlich durch Schulungen sowie fortlaufend über Informationen im Intranet über die aktuellen Anforderungen und Entwicklungen informiert. Neben dem Thema Datenschutz gehören zu den Pflicht- schulungen unserer Mitarbeiter:innen außerdem die Themen Geldwäscheprävention, Informationssicher- heit und Compliance. Diese werden auch bei neuen Kolleg:innen im Rahmen des Einarbeitungsprozesses durchgeführt. Dadurch stellen wir sicher, dass allen Beschäftigten das richtige Handwerkszeug zum Um- gang mit den Risiken dieser Governance-Themen zur Verfügung steht. Die Schulungsquote zu diesen Themenbereichen lag im Geschäftsjahr 2023 bei 96,8 Prozent (2022: 83,2 Prozent).
3.4.3.3.4 Informationssicherheit
Wir entwickeln unser Informationssicherheitsmanage- ment-System regelmäßig und anlassbezogen weiter, um den uns anvertrauten und von uns verarbeiteten Informationen mit einem angemessenen Schutzniveau zu begegnen. Dabei halten wir uns an die Vorgaben der einschlägigen Verordnungen, Gesetze und Standards, insbesondere die Mindestanforderungen an das Risi- komanagement (MaRisk) sowie die bankenaufsichts- rechtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) und deren Fortschreibung. Die Maßnahmen, Prozesse und Kon-
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trollen orientieren sich an dem Standard DIN ISO 27001 sowie dem IT-Security-Reifegradmodell nach COBIT (international anerkanntes Rahmenwerk zur IT-Gover- nance) und werden sukzessive ausgebaut.
Die Business-Impact-Analyse wurde erstmals mit neu- er Methodik durchgeführt und wird schrittweise verfei- nert. Dabei werden unsere Prozesse unter anderem nach ihrer wirtschaftlichen Relevanz für GRENKE nach Dauer ihrer Ausfallzeit eingestuft. Die Einstufung wird auf die einzelnen Prozesskomponenten aus Infrastruk- tur, IT, Personal und Dienstleistern übertragen und mit den Verantwortlichen abgestimmt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch das Business-Continui- ty-Management (BCM) mit einem Plausibilitätscheck geprüft und in Rücksprache mit den jeweiligen Fach- bereichen und insbesondere mit der IT angepasst. Die stetig steigende Transparenz bildet die Grundlage für weitere planvolle Maßnahmen zum Ausbau risiko- reduzierender Methoden. Dazu gehören beispielswei- se die Umstellung der IT-Plattformen, die Forcierung strategischer Sicherheitskonzepte sowie der Umbau derselben, um den Schutz kontinuierlich auszuweiten.
Abgeleitet aus den Erkenntnissen unseres bisherigen IT-Notfallmanagementsystems sowie unserer Busi- ness-Impact-Analyse entwickelten wir im Geschäfts- jahr 2022 unsere eigene Einheit zur Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Business-Continuity-Manage- ments (BCM). Dieses entwickelten wir im Geschäfts-jahr 2023 weiter und bauten ebenfalls das Notfallma- nagementsystem weiter aus. Die Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen findet laufend statt.
tionssicherheit sensibilisiert. Der modulare Aufbau der Schulungen bietet den Vorteil, zeitnah und zielgerich- tet auf sich verändernde Zustände wie z.B. die erhöh- te Ausfallwahrscheinlichkeit von IT-Systemen oder die Einführung neuer Technologien zu reagieren.
Es ist dem GRENKE Konzern, jederzeit auf Marktent- wicklungen zu reagieren. Prinzipiell refinanzieren wir uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten über# I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Der te Anzahl von Phishing-Versuchen zu reagieren (vgl. einen direkten Zugang zu verschiedenen Refinanzie- Aufbau eines Notfallhandbuchs mit dazugehörigen Kapitel 3.4.2.1.5 „Qualifizierung und Entwicklung der rungsalternativen auf den Fremdkapitalmärkten. Im Reaktionsplänen befindet sich in der kontinuierlichen Mitarbeiter:innen“). Wesentlichen stutzt sich die fremdkapitalbasierte Fi- Weiterentwicklung. Weiterhin intensivierten wir in die nanzierung auf drei Säulen (vgl. im Detail Kapitel 2.7.3 Abarbeitung von Feststellungen aus internen und ex- 3.4.3.4. Zugang zu Finanzmärkten „Liquidität“): ternen Audits, um potenzielle Risiken fruhzeitig erken- Mit unseren Leasing- und Mietlösungen ermöglichen nen und beheben zu können. Dies umfasste auch die wir die Investitionen von uber einer halben Million KMU Einlagen der GRENKE BANK ꢀ Überarbeitung und Anpassung verschiedener Richt- weltweit. Um unsere KMU-Kund:innen mit unseren Fi- Forderungsbasierte Darlehen, unter anderem ꢀ linien, insbesondere im Bereich des Business-Conti- nanzierungslösungen optimal zu unterstutzen, spielt durch ABCP-Programme nuity-Managements. die Refinanzierung der GRENKE eine zentrale Rolle. Senior-Unsecured-Instrumente wie Anleihen, ꢀ Eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur ermöglicht Schuldscheindarlehen und Commercial Paper Unser Vorstand wird regelmäßig uber den aktuellen Status des Informationssicherheitsmanagements in- formiert, und es wird eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit wichtigen Schnittstellen wie den Bereichen Compliance, Datenschutz und Risikoma- Die drei Säulen der Refinanzierung nagement gepflegt. Eine wesentliche Maßnahme im Geschäftsjahr 2023 war die Intensivierung der Zusam- GRENKE BANK ASSET BACKED SENIOR UNSECURED menarbeit der ersten und zweiten Abwehrlinie gemäß dem Three-Lines-of-Defense Modell. Mit dieser Zu- ꢀꢀ Eꢆꢃꢄꢍꢕꢅꢃꢕꢅꢌꢉꢇꢖꢗꢓ ꢀꢀ ABCꢁ-ꢁꢎꢐꢕꢎꢍꢑꢑꢅ ꢀꢀ DIꢁ ꢂAꢃꢄꢅꢆꢇꢅꢃꢈ sammenarbeit stellen wie eine effektivere Aufgaben- ꢀꢀ Gꢄꢐꢘꢍꢄꢋꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ ꢑꢆꢓ ꢀꢀ Fꢐꢎꢋꢅꢎꢊꢃꢕꢌꢘꢍꢌꢆꢅꢎꢓꢅ Dꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ ꢀꢀ Sꢉꢇꢊꢄꢋꢌꢉꢇꢅꢆꢃꢋꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ bearbeitung sicher. Fꢙꢎꢋꢅꢎꢘꢍꢃꢔꢅꢃ ꢀꢀ SꢏꢃLꢐꢍꢃ & RCFꢌ ꢀꢀ Cꢐꢑꢑꢅꢎꢉꢆꢍꢄ ꢁꢍꢒꢅꢎ In verschiedenen zielgruppenorientierten und modular aufgebauten Schulungen werden Mitarbeiter:innen im ꢀꢀ Gꢅꢄꢋꢇꢍꢃꢋꢅꢄ Umgang mit den Themenschwerpunkten der Informa- 135 ꢀꢀ Kꢐꢃꢓꢐꢔꢐꢎꢎꢅꢃꢓ I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Im Rahmen unserer Refinanzierungsstrategie betreibt bei S&P deutliche Verbesserungen und gehören nun tenten inklusive möglicher Risiken und der Finanzlage die GRENKE BANK AG seit 2009 den Ankauf von zu den besten 25 Prozent in diesem Rating. Weitere des Emittenten zu bilden. Diese stehen auf unserer Leasingforderungen aus den Konzerngesellschaften. deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr Website zur Verfugung (vgl. www.grenke.com/de/ Daneben kooperiert die GRENKE BANK mit verschie- gab es ebenfalls bei den Ratings von Sustainalytics unternehmen/investor-relations/fremdkapital/emittier- denen Förderbanken, indem sie zweckgebundene und EthiFinance. Beim MSCI-Rating blieben wir kons- te-anleihen/). Forderungen aus Leasingverträgen in Form von Glo- tant auf dem gleichen Niveau. baldarlehen ankauft. Die aus der Refinanzierung mit- In Vorbereitung auf die Emission von Sustainable tels Förderbanken resultierenden vergunstigten Kon- Unsere Nichtfinanzielle Berichterstattung im Rahmen Bonds haben wir bereits im DIP-Prospekt vom 13. Juli ditionen geben wir 1:1 an die Leasingkunden weiter. dieser NfE sowie weitere Veröffentlichungen auf unse- 2021 mögliche Finanzierungen von sogenannter „ESG reur Homepage liefern die Grundlage fur die Bewertun- Finanzierung wurde uber die Jahre konkretisiert, sodass ein gen (vgl. www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-eigenständiger Green Bond Framework erstellt und im gruppe/esg/). Die Verbesserung unserer Ergebnisse Nachtrag vom 23. August 2023 in den DIP-Prospekt vom 23. März 2023 integriert wurde. Entsprechend Fur den Zugang zu Kapital gewinnen Nachhaltigkeits- der Anforderungen den ICMA Green Bond Principles aspekte sowohl durch das Interesse von Kapitalge- (GBP) vom Juni 2021 beschreibt der Framework die bern als auch durch die ansteigende Finanzmarktre- Verwendung der Emissionserlöse, den Prozess der gulation zu ESG stetig an Relevanz. Projektbewertung und -auswahl, das Management der Erlöse sowie die Berichterstattung. ESG-Ratings und -Benchmarks können den Zugang zu Kapital fur nachhaltig agierende Unternehmen er- Mit unseren GRENKE Green Bonds fördern wir die leichtern. Sie liefern Investoren eine Grundlage, um nachhaltige Transformation von KMU durch die Finan- die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen zu be- zierung und Refinanzierung unseres Green-Economy- werten und zu vergleichen. Neben unseren etablierten Geschäfts (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und Investment-Grade-Ratings durch S&P Global Ratings -Services“). Entsprechend den Green Project Catego- sowie Fitch Ratings ist es unser Ziel, marktfähige ESG- ries der ICMA aus dem Jahr 2022 unterstutzen wir so Ratings zu etablieren. Im Geschäftsjahr 2022 haben die folgenden Kategorien: wir hierfur die Zusammenarbeit mit den wesentlichen ESG-Ratinganbietern, ISS ESG, S&P Global, Sustai- ꢀ erneuerbare Energien, nalytics, MSCI, EthiFinance Ratings, ausgebaut. Da- ꢀ Energieeffizienz, bei konnten wir unser Corporate Rating von ISS ESG ꢀ sauberer Transport, Anfang 2023 von D auf D+ steigern und unseren Qua- ꢀ Verschmutzungsprävention und -kontrolle lity-Score signifikant verbessern. Auch erzielten wir ꢀ sowie nachhaltiges Wasser- und Abwasser- management.
3.5 Angaben gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie
Mit der Second Party Opinion vom 16. Mai 2023 vali- dierte Sustainalytics als unabhängige Drittpartei unser GRENKE Green Bond Framework. Sie betrachtet das GRENKE Green Bond Framework als glaubwurdig, wirkungsvoll und im Einklang mit den vier Säulen der ICMA GBP 2021.
Die EU-Taxonomie fur nachhaltiges Wirtschaften („EU- Taxonomie“) ubersetzt die Klima- und Umweltziele der Europäischen Union in ein Klassifizierungssystem fur nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Gemäß Art. 8 der gesetzlichen EU-Verordnung 2020/852, in Verbindung mit der Delegierten Verordnung EU 2021/2178 (Disclosures Delegated Act, DDA) schreibt der europäische Ge- setzgeber eine europaweit einheitliche Offenlegung nachhaltigkeitsbezogener Leistungskennzahlen (Taxo- nomie-KPI) im Rahmen der nichtfinanziellen Bericht- erstattung vor.
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Taxonomie- KPI tragen sektoralen Spezifika durch eine Unter-
teilung in „Grüne Projekte“ (Green Projects) sowie „Nachhaltige Projekte“ (Sustainable Projects) Rechnung. Unsere Berichterstattung nach Art. 8 der EU-Taxonomie umfasst in erster Linie die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die vom Gesetzgeber geforderten Taxonomie-KPIs beziehen sich auf die Umweltziele der EU-Taxonomie. Diese sind:
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Die weitere Aufnahme nachhaltiger Finanzierungsinst- rumente betrachten wir auch 2024, um aktuelle Nach- haltigkeitsthemen in unserem Refinanzierungsmix zu berucksichtigen.
Bis zum Geschäftsjahr 2022 war die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) und das daraus abgeleitete nationale Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungs- gesetz, „CSR-RUG“) Grundlage der Klassifizierung der GRENKE AG. Als Finanzholdinggesellschaft unter Aufsicht der BaFin nach KWG mit einem Kreditinsti- tut und anderen Finanzdienstleistungsinstituten als Tochtergesellschaften berichteten wir bis 2022 die klimaschutzbezogenen Angaben nach Maßgabe der ersten gesetzlichen Anforderungen der §§340 ff. HGB i. V. m. der EU-Taxonomie sowie den zur EU-Taxonomie er- lassenen delegierten Rechtsakten entsprechend den Anforderungen fur Finanzunternehmen.
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Taxonomie- KPI tragen sektoralen Spezifika durch eine Unter- teilung in „Grüne Projekte“ (Green Projects) sowie „Nachhaltige Projekte“ (Sustainable Projects) Rechnung. Unsere Berichterstattung nach Art. 8 der EU-Taxonomie umfasst in erster Linie die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die vom Gesetzgeber geforderten Taxonomie-KPIs beziehen sich auf die Umweltziele der EU-Taxonomie. Diese sind:
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
- Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme
Die Weiterentwicklung und Aktualisierung unserer ESG- Ra- tings ist fur das Geschäftsjahr 2024 ebenfalls vorge- sehen.
Unseren Zugang zu Kapital möchten wir zudem durch die Erweiterung unseres Refinanzierungsmix um Investment-Grade-Ratings durch S&P Global Ratings nachhaltige Produktvarianten stärken. Mit Blick auf sowie Fitch Ratings ist es unser Ziel, marktfähige ESG- die dritte Säule, die Senior-Unsecured-Instrumente, Ratings zu etablieren. Im Geschäftsjahr 2022 haben ermöglichen beispielsweise Green Bonds die geziel- wir hierfur die Zusammenarbeit mit den wesentlichen te Förderung von nachhaltiger Projekte. Zur Emission ESG-Ratinganbietern, ISS ESG, S&P Global, Sustai- von Anleihen hat der GRENKE Konzern bereits 2003 nalytics, MSCI, EthiFinance Ratings, ausgebaut. Da- ein sogenanntes Debt-Issuance-Programme (DIP) bei konnten wir unser Corporate Rating von ISS ESG aufgesetzt. Der Prospekt unterliegt der EU-Prospekt- Anfang 2023 von D auf D+ steigern und unseren Qua- verordnung (2017/1129) und bietet Investoren die lity-Score signifikant verbessern. Auch erzielten wir
3.4.3.4. Zugang zu Finanzmärkten „Liquidität“
Mit unseren Leasing- und Mietlösungen ermöglichen wir die Investitionen von uber einer halben Million KMU weltweit. Um unsere KMU-Kund:innen mit unseren Finanzierungslösungen optimal zu unterstutzen, spielt die Refinanzierung der GRENKE eine zentrale Rolle. Eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur ermöglicht
| GRENKE BANK | ASSET BACKED | SENIOR UNSECURED |
|---|---|---|
| ꢀꢀ Eꢆꢃꢄꢍꢕꢅꢃꢕꢅꢌꢉꢇꢖꢗꢓ ꢀꢀ ABCꢁ-ꢁꢎꢐꢕꢎꢍꢑꢑꢅ | ꢀꢀ DIꢁ ꢂAꢃꢄꢅꢆꢇꢅꢃꢈ | ꢀꢀ Gꢄꢐꢘꢍꢄꢋꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ ꢑꢆꢓ ꢀꢀ Fꢐꢎꢋꢅꢎꢊꢃꢕꢌꢘꢍꢌꢆꢅꢎꢓꢅ Dꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ ꢀꢀ Sꢉꢇꢊꢄꢋꢌꢉꢇꢅꢆꢃꢋꢍꢎꢄꢅꢇꢅꢃ |
| ꢀꢀ Gꢅꢄꢋꢇꢍꢃꢋꢅꢄ | ꢀꢀ Fꢙꢎꢋꢅꢎꢘꢍꢃꢔꢅꢃ ꢀꢀ SꢏꢃLꢐꢍꢃ & RCFꢌ ꢀꢀ Cꢐꢑꢑꢅꢎꢉꢆꢍꢄ ꢁꢍꢒꢅꢎ |
Im September 2023 platzierten wir uber unseren GRENKE Green Bond uber unser DIP. Das Emissionsvolumen dieses ersten Green Bonds (ISIN XS2695009998) lag bei 500 Mio. Euro und erreichte damit den höchsten Wert einer Anleihe in der mehr als vierzigjährigen Unternehmensgeschichte. Der Zinssatz beträgt 7,875 Prozent p.a. und die Laufzeit 3,5 Jahre bis 06. April 2027. Die Nachfrage uberstieg das Angebot deutlich und ging vor allem aus institu- tionellen Anlegern, also Vermögensverwaltern, Fonds, Banken, Versicherern und Pensionsfonds hervor. Weitere Details zu unserem Green Bond Framework ver- offentlichen wir auf unserer Website (vgl. www.grenke.
com/de/unternehmen/investor-relations/fremdkapital/emittierte-anleihen/).
Mit unseren GRENKE Green Bonds fördern wir die nachhaltige Transformation von KMU durch die Finan- zierung und Refinanzierung unseres Green-Economy- Geschäfts (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und -Services“). Entsprechend den Green Project Catego- ries der ICMA aus dem Jahr 2022 unterstutzen wir so die folgenden Kategorien:
- erneuerbare Energien,
- Energieeffizienz,
- sauberer Transport,
- Verschmutzungsprävention und -kontrolle
- sowie nachhaltiges Wasser- und Abwasser- management.
Die weitere Aufnahme nachhaltiger Finanzierungsinst- rumente betrachten wir auch 2024, um aktuelle Nach- haltigkeitsthemen in unserem Refinanzierungsmix zu berucksichtigen.
Mit der Second Party Opinion vom 16. Mai 2023 vali- dierte Sustainalytics als unabhängige Drittpartei unser GRENKE Green Bond Framework. Sie betrachtet das GRENKE Green Bond Framework als glaubwurdig, wirkungsvoll und im Einklang mit den vier Säulen der ICMA GBP 2021.
Die EU-Taxonomie fur nachhaltiges Wirtschaften („EU- Taxonomie“) ubersetzt die Klima- und Umweltziele der Europäischen Union in ein Klassifizierungssystem fur nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Gemäß Art. 8 der gesetzlichen EU-Verordnung 2020/852, in Verbindung mit der Delegierten Verordnung EU 2021/2178 (Disclosures Delegated Act, DDA) schreibt der europäische Ge- setzgeber eine europaweit einheitliche Offenlegung nachhaltigkeitsbezogener Leistungskennzahlen (Taxo- nomie-KPI) im Rahmen der nichtfinanziellen Bericht- erstattung vor.
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Taxonomie- KPI tragen sektoralen Spezifika durch eine Unter- teilung in „Grüne Projekte“ (Green Projects) sowie „Nachhaltige Projekte“ (Sustainable Projects) Rechnung. Unsere Berichterstattung nach Art. 8 der EU-Taxonomie umfasst in erster Linie die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die vom Gesetzgeber geforderten Taxonomie-KPIs beziehen sich auf die Umweltziele der EU-Taxonomie. Diese sind:
Bis zum Geschäftsjahr 2022 war die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) und das daraus abgeleitete nationale Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungs- gesetz, „CSR-RUG“) Grundlage der Klassifizierung der GRENKE AG. Als Finanzholdinggesellschaft unter Aufsicht der BaFin nach KWG mit einem Kreditinsti- tut und anderen Finanzdienstleistungsinstituten als Tochtergesellschaften berichteten wir bis 2022 die klimaschutzbezogenen Angaben nach Maßgabe der ersten gesetzlichen Anforderungen der §§340 ff. HGB i. V. m. der EU-Taxonomie sowie den zur EU-Taxonomie er- lassenen delegierten Rechtsakten entsprechend den Anforderungen fur Finanzunternehmen.
Über die Mittelzuteilung berichten wir ab September 2024 auch jährlich über die Mittelzuteilung. Nichtfinanzunternehmen wird durch die europäi- sche Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung fur Unternehmen definiert.
3.5.1 Taxonomiefähigkeit und -konformität unserer Aktivitäten
Eine Aktivität gilt dann als taxonomiefähig, wenn sie taxonomiekonform ist und einen wesentlichen Beitrag auf eines der sechs Umweltziele der EU-Taxonomie leistet. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass keines der anderen Ziele erheblich beeinträchtigt wird („Do No Significant Harm“, DNSH) und die Mindeststandards („Minimum Safeguards, MS) eingehalten werden (vgl. Grafik „Ziele der EU-Taxonomie“).
Die Erhebung der Taxonomie-KPI sieht zunächst die Eingrenzung der grundsätzlich taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten vor. Die Taxonomiefähigkeit setzt voraus, dass die Wirtschaftstätigkeit in den delegierten Rechtsakten der EU-Taxonomie genannt ist. Angesichts unseres Geschäftsmodells als Leasingfinanzierer für KMU (vgl. Kapitel 1.1.1 „Geschäftsmodell und -segmente“) umfassen unsere Wirtschaftsaktivitäten ein breites Portfolio an Leasingobjekten (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und -Services“). Zur Überprüfung der für GRENKE taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten verfolgen wir einen am Leasingobjekt orientierten Ansatz. Dies bedeutet, dass das Verleasen eines Gegenstandstyps einer im delegierten Rechtsakt genannten Tätigkeit zugeordnet werden muss, um als taxonomiefähig beurteilt zu werden.
Im Zuge der Umsetzung der EU-Taxonomie unterziehen wir unser Geschäftsmodell einer detaillierten Analyse. Unser Leasingkerngeschäft kann im Wesentlichen bezüglich des delegierten Rechtsakts zum Umweltziel 4 „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“ als taxonomiefähig eingestuft werden. Als taxonomiekonforme Aktivität gemäß Umweltziel 1 „Klimaschutz“ wurde das eBike Geschäft identifiziert, mit dem wir unsere KMU Kund:innen bei der Stärkung nachhaltiger Mobilität unterstützen (vgl. Kapitel 3.4.1.1 „ESG-Produkte und -Services“).
Der GRENKE AG qualifiziert sich an sich nicht als CRR-Kreditinstitut i.S.d. Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung EU 575/2013. Die GRENKE AG gilt als Finanzholdinggesellschaft i.S.d. Art. 4 Abs. 1 Nr. 20 der Verordnung EU 575/2013 und ist als solche keines der gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie genannten Arten von Finanzunternehmen. Die Draft Commission Notice vom 21. Dezember 2023 wurde für diese Berichterstattung nicht berücksichtigt. Als Mutterunternehmen des GRENKE Konzerns ist für das Geschäftsjahr 2023 die Einordnung der GRENKE AG als Nichtfinanzunternehmen ausschlaggebend für die Konzernberichterstattung gemäß Art. 8 der EU-Taxonomie. Entsprechend sind durch GRENKE die taxonomiefähigen, sowie -konformen Anteile ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten an den Umsatzerlösen, Investitions- sowie Betriebsausgaben jährlich zu berichten.
Ziele der EU-Taxonomie
Der Climate Delegated Act EU 2021/2139 (CDA) vom 4. Juni 2021 definiert die technischen Bewertungskriterien (TSC) zur Einwertung hinsichtlich des wesentlichen Beitrags von Wirtschaftsaktivitäten zur Verwirklichung der Umweltziele „Klimaschutz” und „Anpassung an den Klimawandel”. Mit dem Environmental Delegated Act EU 2023/2486 (EDA) wurden die technischen Bewertungskriterien für die Umweltziele 3-6 ergänzt. Die Amendments zum Climate Delegated Act EU 2023/2485 ergänzen die Einwertung gemäß den Umweltzielen 1 und 2 um weitere Wirtschaftsaktivitäten. Sie müssen für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 gemäß angefugtem Abs. 6 in Art. 10 der EU-Taxonomieverordnung nur auf Taxonomiefähigkeit geprüft werden.
| Umweltziel | Wesentlicher Beitrag zu |
|---|---|
| Klimaschutz | - Erreichen von Dekarbonisierung, Kunden und Dritte, Treibhausgasreduktion, Anpassung an den Klimawandel, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz |
| Anpassung an den Klimawandel | - Anpassung an den Klimawandel |
| Nachhaltige Nutzung und Schutz | - Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | - Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | - Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | - Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
- Klimaschutz
- Anpassung an den Klimawandel
- Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
- Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
- Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung
- Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme
Sicherstellung des Mindestschutzes
Die Anforderungen zum Mindestschutz basieren auf international anerkannten Rahmenwerken wie den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation sowie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Einhaltung der Rahmenwerke innerhalb des GRENKE Konzerns untermauern wir durch unseren Unternehmens- sowie unseren Lieferantenkodex (vgl. Kapitel 3.3.2.1 „Richtlinien und Rahmenwerke“). Arbeitsrechtliche Themen und Arbeitssicherheit stellen wir durch geeignete Maßnahmen ebenfalls innerhalb unseres Geschäftsbetriebs sicher (vgl. Kapitel 3.4.2.2 „Arbeitsrechtliche Themen und Sicherheit“). Die Einhaltung der Anforderungen zur Verhinderung von Korruption und Bestechung, sowie zur Stärkung eines fairen Wettbewerbs stellen wir durch unser Compliance Management System sicher (vgl. Kapitel 3.4.3.3 „Compliance und Datenschutz“).
Berichtsanforderungen gemäß EU-Taxonomie - GJ 2023
| GJ 2023 | |
|---|---|
| GRENKE Konzern | |
| Umsatzerlöse | |
| Taxonomiefähige Umsatzerlöse | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | |
| Taxonomiekonforme Umsatzerlöse | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | |
| Investitionsausgaben (CapEx) | |
| Taxonomiefähige Investitionsausgaben | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | |
| Taxonomiekonforme Investitionsausgaben | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | |
| Betriebsausgaben (OpEx) | |
| Taxonomiefähige Betriebsausgaben | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme | |
| Taxonomiekonforme Betriebsausgaben | |
| Umweltziel | |
| 1 Klimaschutz | |
| 2 Anpassung an den Klimawandel | |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft | |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung | |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
3.5.2 Taxonomie-KPI und qualitative Informationen
Unsere Vorgehensweise spiegelt das Engagement bei GRENKE wider, sowohl die Anforderungen der EU-Taxonomie zu erfüllen als auch unseren Stakeholdern gegenüber eine transparente und verantwortungsvolle Berichterstattung zu gewährleisten. Trotz der bestehenden Herausforderungen durch Datenlucken haben wir umfassende Anstrengungen unternommen, um die Integrität und Zuverlässigkeit unserer Berichterstattung zu sichern. Für die kommenden Berichtsjahre streben wir an, die Qualität unserer Daten kontinuierlich zu verbessern, indem wir die Datenbeschaffung hinsichtlich der Daten der weiteren Tochtergesellschaften ausweiten.
Im Folgenden stellen wir die für GRENKE identifizierten Anteile an Umsatzerlösen, Investitions- und Betriebsausgaben im Zusammenhang mit ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten dar. Trägt eine Wirtschaftstätigkeit wesentlich zu mehreren Umweltzielen bei, wird gemäß EDA das relevanteste Umweltziel für die Berechnung der KPI angegeben. Es erfolgt keine Doppelzählung.
Der für die Berechnung maßgebliche Konsolidierungskreis für den GRENKE Konzern der Konsolidierungskreis nach IFRS. Im Einklang mit den Anforderungen der DDA möchten wir auf die Herausforderungen hinweisen, die sich aus bestehenden Datenlucken ergeben. Im Rahmen unserer Bemühungen, transparente und aussagekräftige Informationen bereitzustellen, ergänzen wir die quantitativen Angaben um qualitative Erläuterungen, die den Umfang der für die Taxonomie-KPI erfassten Vermögenswerte und Tätigkeiten umfassen.
Die Anforderungen der EU-Taxonomie sehen zur Vergleichbarkeit die Offenlegung von Vorjahreszahlen vor. Für das Geschäftsjahr 2023 umfasst unsere Berichterstattung gemäß EU-Taxonomieverordnung desshalb rund 98,4 Prozent unserer Konzernumsätze (vgl. 3.5.2.1 „Turnover-KPI“). Die berichteten drei Taxonomie-KPI für Turnover, CapEx und OpEx stellen somit eine hohe Abdeckung mit den bestehenden Finanzberichterstattungssystemen dar.
Die für das Geschäftsjahr 2023 nach Art. 10 Abs. 4 und Abs. 6 DDA verpflichtend offenzulegenden Informationen stellen sich für den Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 wie folgt dar.
| Berichtsanforderungen gemäß EU-Taxonomie - GJ 2023 |
| GRENKE Konzern |
| Umsatzerlöse |
| Taxonomiefähige Umsatzerlöse |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
| Taxonomiekonforme Umsatzerlöse |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
| Investitionsausgaben (CapEx) |
| Taxonomiefähige Investitionsausgaben |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
| Taxonomiekonforme Investitionsausgaben |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
| Betriebsausgaben (OpEx) |
| Taxonomiefähige Betriebsausgaben |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
| Taxonomiekonforme Betriebsausgaben |
| Umweltziel |
| 1 Klimaschutz |
| 2 Anpassung an den Klimawandel |
| 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft |
| 5 Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung |
| 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme |
Die Anforderungen der EU-Taxonomie sehen zur Vergleichbarkeit die Offenlegung von Vorjahreszahlen vor. Für das Geschäftsjahr 2023 umfasst unsere Berichterstattung gemäß EU-Taxonomieverordnung desshalb rund 98,4 Prozent unserer Konzernumsätze (vgl. 3.5.2.1 „Turnover-KPI“). Die berichteten drei Taxonomie-KPI für Turnover, CapEx und OpEx stellen somit eine hohe Abdeckung mit den bestehenden Finanzberichterstattungssystemen dar.
Die für das Geschäftsjahr 2023 nach Art. 10 Abs. 4 und Abs. 6 DDA verpflichtend offenzulegenden Informationen stellen sich für den Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 wie folgt dar.
Die für das Geschäftsjahr 2023 nach Art. 10 Abs. 4 und Abs. 6 DDA verpflichtend off# GRENKE AG Geschäftsbericht 2023
IN KÜRZE
BRIEF DES VORSTANDS
BERICHT DES AKTIE & KONZERN
JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT
VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT
INVESTOR RELATIONS
ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Diese beinhalten Details zu unseren Informationsquellen und den inhärenten Beschränkungen unseres Ansatzes, der sich durch eine bestmögliche, jedoch konservative Herangehensweise am Markt der taxonomiekonformen Daten für GRENKE ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt und zudem der Übergang von der Berichterstattung als Finanzunternehmen zu einem Nichtfinanzunternehmen mit diesem Jahr stattfindet, werden in diesem Bericht keine Vorjahreszahlen ausgewiesen.
Im Vorjahr war aufgrund der Erleichterungsvorschrift lediglich der Anteil taxonomiefähiger Wirtschaftaktivitäten zu berichten.
Die Datenerhebung für alle wesentlichen Taxonomie-KPI – Umsatzerlöse (Turnover), Investitionsausgaben (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) – trieben wir
141
I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
DNSH-Kriterien
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) | Wirtschaftstätigkeiten (1) | J; N; J; N; J; N; J; N; J; N; J; N; | Text | TEUR | % | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | | | | | | | |
| A.1 ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM) | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Betrieb von Vorrichtungen zur persönlichen Mobilität, Radverkehrslogistik | CCM | 19.989 | 3,1% | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | – |
| 6.4. UMSATZ ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄTIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM) (A.1) | | 19.989 | 3,1% | 3,1% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | J | J | J | J | J | J | J | – |
| – DAVON ERMÖGLICHENDE TÄTIGKEITEN | | 0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | J | J | J | J | J | J | J | |
| – DAVON ÜBERGANGSTÄTIGKEITEN | | 0 | 0,0% | 0,0% | | | | | | J | J | J | J | J | J | J | – |
| A.2 TAXONOMIEFÄHIGE, ABER NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (NICHT TAXONOMIEKONFORME TÄTIGKEITEN) | | | | EL; | EL; | EL; | EL; | EL; | EL; | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | |
| Betrieb von Vorrichtungen zur persönlichen Mobilität, Radverkehrslogistik | CCM | 11 | 0,0% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | | | | | | |
| 6.5. Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen | CCM | 881 | 0,1% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | | | | | | |
| 5.5. Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | CE | 508.165 | 79,1% | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | EL | N/EL | – | | | | | | |
| UMSATZ TAXONOMIEFÄHIGER, ABER NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄTIGKEITEN (NICHT TAXONOMIEKONFORME TÄTIGKEITEN) (A.2) | | 509.057 | 79,3% | 0,1% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 79,1% | 0,0% | – | | | | | | |
| A. UMSATZ TAXONOMIEFÄHIGER TÄTIGKEITEN (A.1 + A.2) | | 529.046 | 82,4% | 3,3% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 79,1% | 0,0% | | | | | | | |
| B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN | | | | | | | | | | | | | | | | |
| UMSATZ NICHT TAXONOMIEFÄHIGER TÄTIGKEITEN | | 113.282 | 17,6% | | | | | | | | | | | | | |
| GESAMT ( A + B) | | 642.328 | 100% | | | | | | | | | | | | | |
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I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Standard (IAS) 1, Paragraf 82 (a) ausgewiesenen Einnahmen. Diese Positionen setzen wir für unseren Geschäftsbereich Leasing entsprechend an.
Die Datenerhebung für alle wesentlichen Taxonomie-KPI – Umsatzerlöse (Turnover), Investitionsausgaben (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) – trieben wir
3.5.2.1.1 Vorgehen hinsichtlich unserer Leasingaktivitäten
Im Geschäftsbereich Leasing umfassen die relevanten Umsatzpositionen unsere Zinsen aus dem Leasinggeschäft sowie Erlöse aus dem Operating-Leasing. Hinzu kommen die Erlöse aus Protect und Services, wie auch die Erlöse aus Vormieten und Bearbeitungsgebühren.
Aufgrund der Stellung unserer Tochtergesellschaft der GRENKE BANK AG als CRR-Kreditinstitut ergibt sich die Umsatzdefinition für die Bank entsprechend der durch Art. 1 Nr. 2 CSRD veranlassten Änderung des Art. 2 Nr. 5 der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU mit Verweis auf Art. 43 Abs. 2 (c) der Bankrichtlinie 86/635/ EWG. Der Umsatz im Sinn des Art. 8 Reportings für die Wirtschaftsaktivitäten der Bank umfassen entsprechend den Zinsertrag, Provisionserträge aus dem Kreditgeschäft sowie sonstige betriebliche Erträge der GRENKE Bank.
Unsere Umsatzerlöse aus 2023 gemäß zuvor genannter Definition betrugen auf Konzernebene 671.917 TEUR.
3.5.2.1 Turnover-KPI
Die Berechnung des Turnover-KPI erfolgt als Anteil des taxonomiekonformen Umsatzes (Zähler) im Verhältnis gesetzt zum gesamten Nettoumsatz des Konzerns (Nenner).
Dabei berücksichtigt der Nenner alle Umsatzerlöse der einzubeziehenden Konzerngesellschaften. Im Rahmen der Implementierung der EU-Taxonomieberichterstattung als Nichtfinanzunternehmen haben wir im Geschäftsjahr 2023 die Definition des Nettoumsatzes für GRENKE analysiert, da unsere Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (Konzern-GuV) ansonsten der Struktur für Finanzunternehmen entspricht. Für Zwecke des EU-Taxonomiereportings für den Geschäfts-
bereich Leasing definieren wir den Begriff Nettoumsatz analog Art. 2 Nr. 5 der Bilanzrichtlinie (2013/34/EU). Er umfasst folglich die gemäß International Accounting
| Umsatzanteil/ Gesamtumsatz | Taxonomiekonform je Ziel | Taxonomie- fähig je Ziel | Nettoumsatz im Geschäftsbereich Leasing: |
|---|---|---|---|
| CCM | 3,1% | 3,3% | Zinsen aus dem Leasinggeschäft |
| CCA | 0,0% | 0,0% | Erlöse aus Operating-Leasingverhältnissen |
| WTR | 0,0% | 0,0% | Erlöse aus Protect und Services |
| CE | – | 79,1% | Erlöse aus Vormieten und Bearbeitungsgebühren |
| PPC | 0,0% | 0,0% | |
| BIO | 0,0% | 0,0% |
In der Analyse unserer Umsatzerlöse hinsichtlich deren Taxonomiefähigkeit sowie -konformität unterscheiden wir aufgrund der Charakteristika unserer Geschäftsaktivitäten die Vorgehensweisen für den Geschäftsbereich Leasing sowie die Aktivitäten der GRENKE BANK AG.
| Bezeichnung | Geschäftsbereich |
|---|---|
| Zinsen aus dem Leasinggeschäft | Leasing |
| Erlöse aus Operating-Leasingverhältnissen | Leasing |
| Erlöse aus Protect und Services | Leasing |
| Erlöse aus Vormieten und Bearbeitungsgebühren | Leasing |
Mit unseren Leasing- und Mietlösungen ermöglichen wir unseren KMU-Kund:innen die benötigten Investitionen in den eigenen Geschäftsbetrieb. Entsprechend dem Charakter unserer Small-Ticket-Finanzierungen und aufgrund unseres breit aufgestellten Vertriebsnetzes an unabhängigen Fachhandelspartner:innen beinhaltet unser Objektportfolio eine große Vielfalt unterschiedlicher Gegenstände. Für die Erhebung des Zählers wurden die Umsatzerlöse auf Basis des zugehörigen Gegenstandstyps auf Taxonomiefähigkeit und -konformität hin untersucht.
143
Taxonomiefähige Leasingaktivitäten
Aufgrund unseres kleinteiligen Geschäfts nehmen wir die Einschätzung der Taxonomiefähigkeit auf Ebene des Gegenstandstyps vor. Zunächst erfolgt die Zuordnung der Gegenstandstypen unseres Objektportfolios zu den in der EU-Taxonomie genannten Wirtschaftsaktivitäten (vgl. Tabelle „Beispiele unserer taxonomiefähigen Leasingaktivitäten“).
Beispiele unserer taxonomiefähigen Leasingaktivitäten:
| Umweltziel | Taxonomiefähige Wirtschaftsaktivität | Beispiel EU-Taxonomie Leasing-Gegenstandstyp |
|---|---|---|
| Klimaschutz | Betrieb von Vorrichtungen zur persönlichen Mobilität, Radverkehrslogistik | eBikes, Fahrräder |
| Kreislaufwirtschaft | Produkte als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | EDV-Hardware |
| Kreislaufwirtschaft | Produkte als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | Medizintechnische Geräte |
Im ersten Schritt wird die als taxonomiefähig identifizierte Leasingaktivität auf ihren wesentlichen Beitrag zu einem der Umweltziele hin analysiert. Im zweiten Schritt wird diese Tätigkeit dahingehend geprüft, als dass sie die Erreichung der weiteren Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt. Basis zur Prüfung der Leasingtätigkeiten sind die Datenblätter für die Gegenstandstypen im Leasingportfolio der GRENKE AG, die im Freigabeprozess neuer Objekttypen gepflegt und entsprechend dokumentiert sind.
Sofern beide Prüfschritte erfolgreich durchgeführt wurden und unter der oben beschriebenen Einhaltung des Mindestschutzes durch die GRENKE AG, wird die Leasingaktivität als taxonomiekonform eingewertet. Die Umsatzerlöse aus dem Geschäftsjahr 2023 werteten wir sodann gemäß der Klassifizierung der Objekttypen als taxonomiefähige und taxonomiekonforme Wirtschaftsaktivitäten aus. Entsprechend unserer zuvor erläuterten Definition setzt sich unser Umsatz aus Leasingaktivitäten im Sinn der EU-Taxonomie aus mehreren Positionen zusammen. Aufgrund unterschiedlicher Systeme und Datenstrukturen waren bei der Berichterstattung manche Umsatzbestandteile lediglich auf Leasingvertragsebene verfügbar. Sofern ein Leasingvertrag mehr als einen Leasinggegenstand umfasst, wurden die Umsatzerlöse aus dem Geschäftsjahr 2023 anteilig auf die im Vertrag enthaltenen Leasingobjekte zugerechnet. Die Teilwerte der Leasinggegenstände wurden ins Verhältnis gesetzt.
Taxonomiekonformität unserer Leasingaktivitäten
Die Prüfung der Taxonomiekonformität wird in einem zweistufigen Prozess durchgeführt.
144
geschäftsmodell und -segmente“). Die Erträge der Bank stammen somit überwiegend aus allgemeinen Krediten, die ohne spezifischen Verwendungszweck vergeben werden. Folglich wurde im Rahmen der Analyse der Taxonomiefähigkeit und -konformität der Wirtschaftsaktivitäten der GRENKE Bank die NFRD-Pflicht der Gegenparteien geprüft.
Eine Berücksichtigung dieser Umsätze im Turnover-KPI wurde eine Veränderung der berichteten KPI wie folgt bedeuten:
| Umsatz in TEUR | Umsatzanteil in Prozent |
|---|---|
| A.1 Umsatz ökologisch | 19.989 |
des gesamten Leasinganschaffungsvolumens des Gesamtvertrags in Beziehung gesetzt.
Die Erträge der Bank stammen somit überwiegend aus allgemeinen Krediten, die ohne spezifischen Verwendungszweck vergeben werden. Folglich wurde im Rahmen der Analyse der Taxonomiefähigkeit und -konformität der Wirtschaftsaktivitäten der GRENKE Bank die NFRD-Pflicht der Gegenparteien geprüft.# Nachhaltiger Tätigkeiten (Taxonomiekonform)
A.2 Umsatz
| taxono- | |||
|---|---|---|---|
| Diese Vorgehensweise ermöglicht eine bestmögliche Nach- | 509.061 | 75,8% | |
| ausfuhrlicher Analyse wurden lediglich rund | |||
| miefähiger, aber nicht | |||
| Zuteilung der Umsatzerlöse auf die Wirtschaftsaktivi- | 17.968 | TEUR | der Umsatzerlöse der GRENKE Bank |
| ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxono- | mit NFRD-pflichtigen Gegenparteien identifiziert (Zins- | ||
| miekonforme Tätigkeiten) | erträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäft). | ||
| A.1+ A.2 Umsatz | 529.050 | 78,7% | |
| taxonomiefähiger | |||
| Tätigkeiten | |||
| aller Umsatzbestandteile direkt auf Ebene des Lea- | |||
| singgegenstands zu erreichen. | |||
| Zur Ermittlung der taxonomiefähigen Umsatzerlöse | |||
| in Höhe von rund 4 TEUR wurden die Taxonomie- | |||
| B. Umsatz nicht | 142.867 | 21,3% | |
| KPI der Gegenparteien aus dem Geschäftsjahr 2022 | |||
| taxonomiefähiger Tätigkeiten | |||
| 2023 noch nicht verfugbar waren. Der nicht bzw. ta- | |||
| xonomiefähige Umsatz der GRENKE Bank wird nicht | |||
| in den Templates fur das verpflichtende Taxonomiere- | |||
| porting berucksichtigt, da die delegierten Rechtsakte | |||
| keine passende Wirtschaftstätigkeit beinhalten und | |||
| eine inhaltliche und strukturelle Anpassung der Tem- | |||
| plates nicht zulässig ist. | |||
| Als Finanzierungspartner vor allem fur KMU in Deutschland umfasst | |||
| das Segment Bank die Aktivi- | |||
| täten der GRENKE BANK AG, insbesondere hinsicht- | |||
| lich der Ermöglichung von Mikro- und Förderkrediten | |||
| sowie dem Einlagengeschäft (vgl. Kapitel 1.1.1 „Ge- | |||
| A + B GESAMT | 671.917 | 100,0% |
3.5.2.1.2 Vorgehen hinsichtlich der Aktivitäten der zugrunde gelegten
Unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells resultieren relevante Umsatzpositionen der GRENKE Bank aus Zins- und Provisionserträgen aus dem Kreditgeschäft sowie aus den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Investitionen (CapEx)
DNSH-Kriterien
Geschäftsjahr 2023
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; | J; N; |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Text | TEUR | % | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J/N | J/N | J/N | J/N | |
| J/N | J/N | J/N | J/N |
E T A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM)
| Betrieb von Vorrichtungen zur persön- | CCM | 117 | 0,2% | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J |
| lichen Mobilität, Radverkehrslogistik | J | J | J | |||||||||
| 6.4. CAPEX ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄ- | 117 | 0,2% | 0,2% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | J | J | J | J |
| TIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM) (A.1) | J | J | J | |||||||||
| – DAVON ERMÖGLICHENDE TÄTIGKEITEN | 0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | J | J | J | J |
| – DAVON ÜBERGANGSTÄTIGKEITEN | 0 | 0,0% | 0,0% | J | J | J | J | J | J |
A.2 TAXONOMIEFÄHIGE, ABER NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (NICHT TAXONOMIEKONFORME TÄTIGKEITEN)
| EL; | EL; | EL; | EL; | EL; | EL; | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | |
| Herstellung von Batterien | CCM | 419 | 0,9% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| 3.4. Stromerzeugung mittels der | CCM | 1.807 | 3,7% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| Technologie der Solarenergie- | ||||||||||||
| konzentration (CSP) | ||||||||||||
| Betrieb von Vorrichtungen zur persön- | CCM | 241 | 0,5% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| lichen Mobilität, Radverkehrslogistik | ||||||||||||
| Beförderung mit Motorrädern, | CCM | 4.922 | 10,1% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| Personenkraftwagen und | 6.5. | |||||||||||
| leichten Nutzfahrzeugen | ||||||||||||
| Renovierung | CCM | 1.351 | 2,8% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | EL | N/EL | – | ||
| bestehender Gebäude | 7.2./ CE 3.2. | |||||||||||
| Installation, Wartung und Reparatur | CCM | 66 | 0,1% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| von Ladestationen für Elektrofahr- | 7.4. | |||||||||||
| zeuge in Gebäuden (und auf zu Ge- | ||||||||||||
| bäuden gehörenden Parkplätzen) | ||||||||||||
| Erwerb von Eigentum an Gebäuden | CCM | 4.332 | 8,9% | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | – | ||
| 7.7. | ||||||||||||
| Herstellung von Elektro- | CE | 20.520 | 42,2% | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | EL | N/EL | – | ||
| und Elektronikgeräten | 1.2. | |||||||||||
| CAPEX TAXONOMIEFÄHIGER, ABER | 33.656 | 69,1% | 27,0% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 42,2% | 0,0% | – | |||
| NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄTIGKEITEN (NICHT TAXONOMIEKON- | ||||||||||||
| FORME TÄTIGKEITEN) (A.2) | ||||||||||||
| A. CAPEX TAXONOMIEFÄHIGER | 33.774 | 69,4% | 27,2% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 42,2% | 0,0% | – | |||
| TÄTIGKEITEN (A.1 + A.2) |
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
| CAPEX NICHT TAXONOMIEFÄHIGER | 14.907 | 30,6% | |
| TÄTIGKEITEN | |||
| GESAMT (A + B) | 48.680 | 100% |
Aufgrund unseres stark auf Finanzierungsleasing fokussierten Geschäftsmodells wird der Hauptteil unseres Leasinggeschäfts als Leasingforderung in unserer Bilanz abgebildet. Lediglich bei unseren beiden Märkten mit Operating-Leasingverhältnissen, Kroatien und Türkei, werden die Leasinggegenstände aktiviert und ebenfalls unter IAS 16 Sachanlagen aufgeführt (vgl. Kapitel 3.3.1.2 „Operating-Leasingverhältnisse“).
Die Ermittlung des Zählers für den CapEx-KPI ergibt sich gemäß den im DDA genannten Bestandteilen für GRENKE wie folgt:
Bestandteil a): Die direkte Zuordnung von Vermögenswerten oder Prozessen zu taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten kann für GRENKE nicht angewendet werden. Unser Geschäftsmodell und unsere Ambition, Partner für die Investitionsvorhaben der KMU zu sein, basiert sowohl auf Standort- als auch auf Länderebene diversifizierten Portfolien. Eine eindeutige Zuordnung von CapEx zu taxonomiekonformen Tätigkeiten, beispielsweise dem Verleasen von eBikes, ist als solches nicht möglich.
Bestandteil b): Ein spezifischer CapEx-Plan zur Ausweitung oder Umwandlung von taxonomie-
fähigen in taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten liegt bei GRENKE aufgrund zuvor genannter Erläuterung ebenfalls nicht vor.
Bestandteil c): Relevant ist jedoch der Erwerb von
Produktion aus taxonomiekonformen Wirtschafts-
tätigkeiten, wie die Renovierungsarbeiten an be-
stehenden Gebäuden, die der Wirtschaftsaktivität
„Renovierung bestehender Gebäude“ entspre-
chen.
Die Berechnung des CapEx-KPI erfolgt als Anteil der
taxonomiekonformen Investitionsausgaben (Zähler)
ins Verhältnis gesetzt zu den gesamten Investitions-
ausgaben (Nenner). Die Investitionsausgaben im Sinn
der EU-Taxonomie umfassen im Fall von GRENKE² die
Zugänge, die auf Grundlage der folgenden Standards
verbucht werden:
- IAS 16 Sachanlagen, Paragraf 73, Buchstabe (e), Ziffer (i) und Ziffer (iii)
- IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte, Paragraf 118, Buchstabe (e), Ziffer (i)
- IFRS 16 Leasingverhältnisse, Paragraf 53, Buchstabe (h)
- IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Paragraf 76, Buchstaben (a) und (b) (für das Modell des beizulegenden Zeitwerts), IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Paragraf 79 (d), Ziffern (i) und (ii) (für das Anschaffungskostenmodell)
- IAS 41 Landwirtschaft, Paragraf 50, Buchstaben (b) und (e)
${ }^{2}$ Unter den weiteren im DDA genannten Positionen werden bei GRENKE keine Investitionsausgaben verbucht.
| CapEx-Anteil/ Gesamt-CapEx | Taxonomie- konform | Taxonomie- fähig | je Ziel | je Ziel | je Ziel | je Ziel | je Ziel | je Ziel |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CCM | 0,2% | 27,2% | 0,0% | 0,0% | 0,0% | 42,2% | 0,0% | |
| CCA | 0,0% | 0,0% | ||||||
| WTR | 0,0% | 0,0% | ||||||
| CE | – | 44,9% | ||||||
| PPC | 0,0% | 0,0% | ||||||
| BIO | 0,0% | 0,0% |
3.5.2.2 CAPEX-KPI
| Beispiele unserer taxonomiefähigen Investitionsausgaben: | |||
| Beschreibung des taxonomiefähigen | |||
| Erwerbs von Produktion | |||
| Installation von Solarpanels auf bestehenden Bürogebäuden von GRENKE | |||
| Ausstattung unserer Mitarbeitenden und Operating-Leasingverhältnisse von eBikes und Fahrrädern | |||
| Erwerb diverser Betriebs- und Geschäftsausstattung und Operating-Leasingverhältnisse | |||
| Ausstattung der Mitarbeitenden und Operating-Leasingverhältnisse von Pkw |
| Korrespondierende | Stromerzeugung |
|---|---|
| Wirtschaftsaktivität | mittels der Techno- |
| als taxonomiekonform | logie der Solarenergie- |
| identifiziert | konzentration (CSP) |
| Betrieb von Vorrich- | und |
| tungen zur persönlichen | Fahrräder |
| Mobilität, Radverkehrs- | Einerseits statten wir mit |
| logistik | diesen unsere Mitarbeiter:innen aus, andererseits |
| stammen die Zugänge auch aus unseren Operating- | |
| Leasingverhältnissen. | |
| Herstellung von Elektro- | Für den Erwerb von Produktion können wir für das |
| und Elektronikgeräten | Geschäftsjahr 2023 keine zusammenfassende Bestä- |
| tigung der Taxonomiekonformität der produzierenden | |
| Beförderung mit Motor- | Unternehmen nachweisen. |
| rädern, Personenkraft- | Der Erwerb von Produktion kann als taxonomiekon- |
| wagen und leichten | former CapEx eingestuft werden, wenn durch das |
| Nutzfahrzeugen | produzierende Unternehmen nachgewiesen werden |
| kann, dass das Produkt die TSC erfullt und daher | |
| als taxonomiekonform einzustufen ist. | |
| Als taxonomiekonforme CapEx wurden die aktivierten eBikes | |
| und Fahrräder identifiziert. |
Betriebsausgaben (OpEx)
| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) | Nutzfahrzeugen | Renovierungs- und Umbauarbeiten im Zuge der Modernisierung der Gebäude | New-Work-Konzepte | Renovierung bestehender Gebäude | Text | TEUR | % | N/EL | J/N |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftstätigkeiten (1) | J | N | J | N | |||||
| J | N | J | N | ||||||
| J | N | J | N | ||||||
| J | N | J | N | ||||||
| J | N | J | N | ||||||
| J | N | J | N |
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1 ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM)
| Text | TEUR | % | |
|---|---|---|---|
| OPEX ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄTIGKEITEN (TAXONOMIEKONFORM) (A.1) | 0 | 0,0% | |
| DAVON ERMÖGLICHENDE TÄTIGKEITEN | 0 | 0,0% | |
| DAVON ÜBERGANGSTÄTIGKEITEN | 0 | 0,0% |
A.2 TAXONOMIEFÄHIGE, ABER NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGE TÄTIGKEITEN (NICHT TAXONOMIEKONFORME TÄTIGKEITEN)
| Text | TEUR | % | |
|---|---|---|---|
| OPEX TAXONOMIEFÄHIGER, ABER NICHT ÖKOLOGISCH NACHHALTIGER TÄTIG- KEITEN (NICHT TAXONOMIEKONFORME TÄTIGKEITEN) (A.2) | 0 | 0,0% |
| Text | TEUR | % | |
|---|---|---|---|
| A. OPEX TAXONOMIEFÄHIGER TÄTIGKEITEN (A.1 + A.2) | 0 | 0,0% |
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
| Text | TEUR | % | |
|---|---|---|---|
| OPEX NICHT TAXONOMIEFÄHIGER TÄTIGKEITEN | 0 | 0,0% |
| Text | TEUR | % | |
|---|---|---|---|
| GESAMT (A + B) | 6.856 | 100% |
3.5.2.3 OPEX-KPI
In Übereinstimmung mit Anhang I des DDA erlaubt die EU-Taxonomie eine vereinfachte Berichterstattung der Betriebsausgaben, wenn diese für das Geschäftsmodell des berichtenden Unternehmens nicht von erheblicher Bedeutung sind. Das Geschäftsmodell von GRENKE ist stark von Vertriebs- und IT-Fähigkeiten sowie Know-how abhängig. Die gemäß EU-Taxonomie relevanten Betriebsausgaben stellen daher lediglich einen geringen Anteil der gesamten direkten, nicht kapitalisierten Kosten dar.
Von den gesamten Betriebsausgaben in Höhe von 309.582.223 EUR entfielen im Jahr 2023 lediglich 6.855.864 EUR auf die für die EU-Taxonomieberichterstattung relevanten Kostenpositionen. Dies entspricht einem Anteil von 2,2 Prozent. Die betreffenden Kosten werden als nicht wesentlich für das Geschäftsmodell von GRENKE eingeschätzt. Sämtliche andere direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unternehmen oder Dritte, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen,
Die Berechnung des OpEx-KPI erfolgt als Anteil der taxonomiekonformen Betriebsausgaben (Zähler) im Verhältnis gesetzt zu den gesamten Betriebsausgaben (Nenner).
Dabei berücksichtigt der Nenner alle OpEx der einbeziehenden Konzerngesellschaften. Entsprechend den Vorgaben der EU-Taxonomie umfassen die relevanten Kostenpositionen der Betriebsausgaben bei GRENKE die folgenden:
| Direkte, nicht kapitalisierte Kosten (in EUR) | Kosten (%) |
|---|---|
| Forschung und Entwicklung | – |
| Gebäudesanierungsmaßnahmen | – |
| Kurzfristiges Leasing | 48.075 |
| Wartung und Reparatur | 6.807.789 |
| Sämtliche andere direkte Ausgaben | – |
| SUMME | 6.855.864 |
0,01%
2,2%
2,21%
werden als nicht wesentlich für das Geschäftsmodell von GRENKE eingeschätzt.
Entsprechend dieser Einschätzung sieht GRENKE die Bedingungen für die Freistellung von der detaillierten Berechnung des Zählers für die OpEx-KPI erfüllt. Im Berichtstemplate wird der Zähler mit 0 ausgewiesen. Im Template wird ausschließlich der Nenner, der die Gesamthöhe der relevanten Betriebsausgaben mit 6.855.864 EUR reflektiert, offengelegt.
3.5.3 Kernenergie und fossiles Gas
Meldebogen 1 Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas
Bei der Überprüfung unserer Wirtschaftsaktivitäten haben wir keine Umsatzerlöse aus den im CCDA 1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, definierten Atom- und Gasaktivitäten festgestellt.
| Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | NEIN |
|---|---|
| 2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
TÄTIGKEITEN IM BEREICH FOSSILES GAS
| NEIN | |
|---|---|
| 4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
(vgl. „Meldebogen 1 Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas“).
4. Veränderung in den Organen der Gesellschaft
Nachdem Dr. Sebastian Hirsch für die Zeit von November 2022 bis Februar 2023 bereits die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden interimistisch übernommen hatte, wurde er nach dem endgültigen Ausscheiden von Michael Bucker am 16. Februar 2023 zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt.
Mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung der GRENKE AG am 16. Mai 2023 endeten die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Nils Kröber. Während Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp turnusgemäß aus dem Gremium ausschied, wurde Nils Kröber vom Aufsichtsrat der Hauptversammlung zur Wiederwahl vorgeschlagen und von dieser für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2027 beschließt, in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Ferner wurde Moritz Grenke für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2025 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt. Dr. Konstantin Mettenheimer wurde ebenfalls gewählt. Der Aufsichtsrat wählte Norbert Freisleben zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
5. Risikobericht
5.1 Risikomanagement
Der GRENKE Konzern hat ein umfassendes Risikomanagementsystem auf Basis der einschlägigen regulatorischen Vorgaben umgesetzt, das einer laufenden Weiterentwicklung unterliegt.
Übergeordnete Ziele sind die durchgehende Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung (Internal Capital Adequacy Assessment Process) sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Liquiditätsausstattung (Internal Liquidity Adequacy Assement Process) für den GRENKE Konzern.
Das Risikomanagement des GRENKE Konzerns umfasst alle relevanten Einheiten des Konzerns und ist darauf ausgerichtet, potenzielle, neu eintretende so-
Die Risikostrategie definiert in diesem Zusammen- hang die risikopolitische Grundhaltung des Konzerns und legt darauf basierend den strategischen Rahmen für das Risikomanagement fest. Inhalt und Umfang der in der Geschäftsstrategie definierten wesent- lichen Geschäftsaktivitäten legen in diesem Zusam- menhang Art und Ausmaß der wesentlichen Risiken für den Konzern fest. Dabei ist die grundlegende Ab- sicht der risikostrategischen Vorgaben, einen verant- wortungsbewussten Umgang mit Risiken zu fördern und dabei eine angemessene Balance zwischen der Wahrnehmung von Gewinnchancen und dem Ein- gehen von Risiken zu wahren.
Basierend auf dieser grundlegenden Vorgabe bein- haltet die Risikostrategie die daraus abgeleiteten Zie- le der Risikosteuerung fur die wesentlichen Risiken, die Festlegung des Risikoappetits sowie die Defini- tion der Maßnahmen zur Risikosteuerung.
Für die operative Umsetzung ist der sogenannte Ri- sikoappetit definiert. Diese quantitativen und/oder qualitativen Vorgaben in Form von Limiten und/oder# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
5.1.1 Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess im GRENKE Konzern umfasst folgende Aspekte:
- Basierend auf den Inhalten und Vorgaben der Geschäftsstrategie werden die für den GRENKE Konzern relevanten Risiken einmal jährlich im Rahmen der Risikoinventur identifiziert und im Hinblick auf ihre Wesentlichkeit bewertet. Daraus ergibt sich das sogenannte Gesamtrisikoprofil des Konzerns, mit dem sich der Vorstand einen Überblick über diejenigen Risiken verschafft, die Vermögenslage (inklusive Kapitalausstattung), Ertrags- oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können.
- Diese Risikomessung wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung für alle wesentlichen Risiken zusammengeführt. In diesem Zusammenhang werden die wesentlichen Risiken mithilfe spezifischer Risikomodelle quantifiziert. Wenn eine Quantifizierung nicht oder nicht vernünftig möglich ist, werden Experten schätzungen herangezogen. Diese Risikomes sung wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung für alle wesentlichen Risiken zusammengefuhrt. Um angemessene Risikosteuerungsmaßnahmen abzuleiten, werden Limits für diese Risiken festgelegt.
Der GRENKE Konzern hat Anfang 2023 den ICAAP auf die neuen Steuerungsperspektiven gemäß Risikotragfähigkeitsleitfaden der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt. Damit wurde der Going Concern Ansatz durch eine Risikotragfähigkeitsrechnung in der sogenannten normativen und ökonomischen Perspektive ersetzt. Weitere Ausführungen sind unter Kapitel 5.3 Risikotragfähigkeit zu finden.
Basierend auf den Ergebnissen der Risikoinventur wird im Rahmen des Prozesses zur Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung auf Konzernebene sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken des Konzerns, einschließlich möglicher Risikokon zentrationen, stets durch vorhandenes Risikokapital abgedeckt sind und somit die Risikotragfähigkeit gegeben ist.
Darüber hinaus beinhaltet der ICAAP im GRENKE Konzern auch die quartalsweise Berechnung von Stresstestrechnungen für die wesentlichen Risiken. Im Zuge der Stresstestrechnungen werden außergewöhnliche, aber plausibel mögliche Ereignisse unterstellt. Zentrale Aufgabe des Stresstestings ist die kritische Reflexion der Ergebnisse und die Identifizierung eines möglichen Handlungsbedarfs für das Unternehmen. Im Berichtsjahr 2023 hat der GRENKE Konzern sein Stresstestkonzept überarbeitet und in diesem Zusammenhang auch ESG-Risiken in Form spezifischer Szenario-Betrachtungen gewürdigt.
Die Interne Revision führt einmal jährlich eine risiko orientierte und prozessunabhängige Prüfung der Ange messenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements durch. Im Berichtsjahr 2023 ergaben sich im Rahmen der Prüfung der Internen Revision des Risikomanage ments drei wesentliche und keine schwerwiegenden Bean standungen. Die wesentlichen Feststellungen betrafen die Themenbereiche des internen Kontrollsystems, das Stresstesting sowie die Validierungsprozesse.
Im Rahmen der Ende 2023 durchgeführten Risiko inventur wurden die folgenden Risiken als wesentlich für den Konzern eingestuft:
- Kreditrisiko: Kreditausfallrisiko, Migrationsrisiko
- Marktpreisrisiko: Fremdwährungsrisiko, Zinsan passungsrisiko, Zinsstrukturkurvenrisiko
- Operationelles Risiko: operationelles Risiko gemäß CRR, Modellrisiko, Verhaltensrisiko, Compliance Risiko, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko, IKT-Sicherheitsrisiko, IKT-Weiterentwicklungsrisi ko, IKT-Datenintegritätsrisiko, IKT-Auslagerungsri siko, IKT-Wartbarkeitsrisiko, IKT-Compliancerisiko
- Liquiditätsrisiko: Liquiditätsrisiko im engeren Sinn, Refinanzierungsrisiko
- Geschäfts- und strategisches Risiko
- Reputationsrisiko
Der Prozess zur Sicherung einer jederzeit angemes senen Liquiditätsausstattung soll gewährleisten, dass der GRENKE Konzern innerhalb eines definier ten Überlebenshorizonts über angemessene Liquidi tätspuffer und Refinanzierungspositionen verfügt, die die Liquiditätstragfähigkeit sicherstellen. Im Rah men dessen wird quartalsweise ermittelt, inwieweit die Liquiditätsausstattung im Planszenario sowie in Stresssituationen angemessen ist.
Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagement prozesses ist auch eine angemessene Risikobericht erstattung. Das Corporate Risk Management erstellt vierteljährlich einen Risikobericht, in dem die aktuelle Risikosituation auf Konzernebene umfassend darge stellt und analysiert wird.
Darüber hinaus werden im Zusammenhang mit einer besonderen Risikolage Ad-hoc-Risikomeldungen er stellt. Im Berichtsjahr 2023 wurden 15 Ad-hoc-Risi komeldungen (Vorjahr: 13) abgegeben. Davon konn ten zwölf als wesentlich und drei als unwesentlich klassifiziert werden. Wir werten diesen Anstieg als positives Zeichen dafür, dass unsere internen Sen sibilisierungsmaßnahmen hinsichtlich der Wahrneh mung und Aufdeckung von Risiken im Geschäftsbe trieb Wirkung zeigen und Transparenz schaffen.
5.1.2 Struktur und Funktionen
Die Verantwortung für die Angemessenheit und Wirk samkeit des Risikomanagements des Konzerns trägt der Gesamtvorstand. Der Gesamtvorstand beschließt neben der Risikostrategie, deren Inhalte er mit dem Aufsichtsrat erörtert, alle methodischen Anpassungen und Ergebnisse in Bezug auf die relevanten Risikomanagementprozesse. Die Risikocontrolling-Funktion nach MaRisk hat die Chief Risk Officer (CRO) inne.
Das Corporate Risk Management beinhaltet das klas sische Risikocontrolling, das regulatorische Melde wesen, die Einheit zur Entwicklung und Pflege der quantitativen Risikomodelle und die unabhängige Validierungseinheit, welche die Angemessenheit der internen Risikomodelle laufend überpruft.
Teil des Risikomanagementsystems ist auch der Ar beitskreis Risiko (AK Risiko). Der AK Risiko erörtert unter anderem die Ergebnisse der Risikoinventur, be spricht ggf. erforderliche Ad-hoc-Risikomeldungen und thematisiert weitere aufsichtsrechtliche und gesetzliche Neuerungen in Bezug auf das Risikomanagement.
Gemäß MaRisk verfügen wir über eine Compliance Funktion und haben die Position eines/einer Geld wäschebeauftragten, eines Chief Information Securi ty Officer, eines/einer Auslagerungsbeauftragten und eines/einer Datenschutzbeauftragten implementiert.
Grundlegende Aufgabe der Compliance-Funktion ist es, auf die Implementierung wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für den Konzern wesentlichen recht lichen Regulierungen und Vorgaben hinzuwirken. Zu diesem Zweck identifiziert und analysiert sie mögliche Compliance-Risiken, betreibt ein Rechtsnormenmoni toring und fuhrt entsprechende Kontrollen durch. Zur Einhaltung des GRENKE Verhaltenskodex, der den ethischen Ordnungsrahmen für das Handeln im Kon zern bildet, sicherzustellen, betreibt die Compliance Funktion unter anderem das konzernweite Hinweisge bersystem, konzipiert und entwickelt Schulungs- bzw. Sensibilisierungsmaßnahmen zu Compliance-Themen und wirkt an der Erstellung von Regelungen bezug lich der konzernweiten Steuerung von Complian ce-Risiken mit. Die Funktion verantwortet auch die entsprechenden Regelungen zu einzelnen Compli ance-Kernthemen, wie den Umgang mit potenziellen Interessenkonflikten.
Der/die Geldwäschebeauftragte ist für die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Vorschriften zuständig. Hierzu gehört auch die Einhaltung der Sorgfalts pflichten gemäß Geldwäschegesetz. Auf Basis von Richtlinien entsprechend den gesetzlichen und auf sichtsrechtlichen Vorgaben, einer aktuellen Gefähr dungsanalyse des Konzerns sowie mit dem Einsatz von Monitoring- und Analyseinstrumenten ergreift er risikobasierte Maßnahmen, um zu verhindern, dass GRENKE für Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige strafbare Handlungen missbraucht wird, und wirkt damit auch Rechts- und Reputationsrisiken entgegen.
Zudem ist er/sie Schnittstelle bei der Zusammenarbeit mit den Daten schutz-Aufsichtsbehörden.
Die Einhaltung der bankaufsichtlichen Anforderungen an das Risikomanagement (BAIT) sowie die „Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT“ (BAIT) einzuhalten. Diese sollen sicherstellen, dass die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und aufgestellten Mindestanforderungen an das Risiko management (MaRisk) eingehalten werden und eine hinreichende Schulung des Mitarbeiter:innen für Be lange des Datenschutzes erfolgt.# 5.2 Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
Der Chief Information Security Officer trägt die Verantwortung für die Wahrnehmung aller Belange der Informationssicherheit. Er/sie stellt durch Vorgaben und Beratung sicher, dass die festgelegten Ziele und Maßnahmen hinsichtlich der Informationssicherheit kommuniziert. transparent gemacht und deren Einhaltung regelmäßig sowie anlassbezogen überprüft und überwacht werden. Des Weiteren betreut der Chief Information Security Officer das Informationsrisikomanagement in Abstimmung mit dem Corporate Risk Management.
Der/die Auslagerungsbeauftragte steuert und überwacht die Einhaltung gesetzlicher sowie regulatorischer Anforderungen bei Auslagerungen. Entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementierte der Konzern interne Kontrollverfahren zur Steuerung und Überwachung der genannten Risiken, die auf dem Aufbau und Ablauf der entsprechenden Prozesse basieren.
Der/die Datenschutzbeauftragte wirkt – gemeinsam mit der Datenschutz-Organisation – auf die Einhaltung aller relevanten Datenschutzvorschriften bei GRENKE hin. Er/Sie überwacht, ob die betreffenden Prozesse
5.3 Risikotragfähigkeit
Die Risikotragfähigkeitskonzeption bei GRENKE beinhaltet zwei Steuerungsperspektiven: Die normative Perspektive mit dem Ziel der Institutsfortführung sowie die ökonomische Perspektive mit dem Ziel des Gläubigerschutzes.
Die normative Sicht im GRENKE Konzern basiert im Basisszenario auf der geltenden Geschäftsplanung und beinhaltet darüber hinaus aktuell drei adverse Szenariorechnungen. Eine davon beinhaltet beispielsweise einen schweren konjunkturellen Abschwung.
Bei den adversen Szenarien berücksichtigt der GRENKE Konzern generell außergewöhnliche, aber plausible Entwicklungen, die bezogen auf die Auswirkungen auf die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten einen angemessenen Schweregrad aufweisen.
In der ökonomischen Perspektive erfolgt die Risikquantifizierung und Ermittlung des Risikodeckungspotenzials in ökonomischer Betrachtungsweise (barwertig) und basiert auf internen Modellen. Diese Bewertung erfolgt rollierend über einen Zeitraum von einem Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent⁹. Der Vorstand legt das zur Deckung potenzieller Risiken bereitgestellte Risikokapital in
Die normative Perspektive mit dem Ziel der Institutsfortführung sowie die ökonomische Perspektive mit dem Ziel des Gläubigerschutzes.
Die normative Sicht im GRENKE Konzern basiert im Basisszenario auf der geltenden Geschäftsplanung und beinhaltet darüber hinaus aktuell drei adverse Szenariorechnungen. Eine davon beinhaltet beispielsweise einen schweren konjunkturellen Abschwung.
Bei den adversen Szenarien berücksichtigt der GRENKE Konzern generell außergewöhnliche, aber plausible Entwicklungen, die bezogen auf die Auswirkungen auf die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten einen angemessenen Schweregrad aufweisen.
In der ökonomischen Perspektive erfolgt die Risikquantifizierung und Ermittlung des Risikodeckungspotenzials in ökonomischer Betrachtungsweise (barwertig) und basiert auf internen Modellen. Diese Bewertung erfolgt rollierend über einen Zeitraum von einem Jahr mit einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent⁹. Der Vorstand legt das zur Deckung potenzieller Risiken bereitgestellte Risikokapital in
5.4 Risikosituation des GRENKE Konzerns
5.4.1 Normative Perspektive
Die Risikotragfähigkeit ist in der normativen Sicht gegeben, wenn für mindestens drei Jahre ab Betrachtungsstichtag kontinuierlich alle regulatorischen Kapitalanforderungen eingehalten werden. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war im GRENKE Konzern in 2023 jederzeit gegeben.
Nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Kernkapitals, die Summe der Eigenmittel und die relevanten Risikopositionen zum Bilanzstichtag.
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Eingezahlte Kapitalinstrumente (Grundkapital) | 46.496 | 46.496 |
| Agio (Kapitalrücklagen) | 298.019 | 298.019 |
| Einbehaltene Gewinne | 721.270 | 709.100 |
| Sonstiges Ergebnis | 10.877 | 17.312 |
| Abzugsposten vom Kernkapital | –94.297 | –82.742 |
| Übergangsbestimmungen nach Artikel 478 CRR | – | – |
| Summe des harten Kernkapitals nach Artikel 26 CRR | 982.365 | 988.185 |
| Summe des zusätzlichen Kernkapitals nach Artikel 51 CRR | 200.000 | 200.000 |
| Summe des Ergänzungskapitals nach Artikel 62 CRR | – | – |
| SUMME DER EIGENMITTEL NACH ARTIKEL 25 FF. | 1.182.365 | 1.188.185 |
⁹ Dies impliziert, dass die Wahrscheinlichkeit einer Überschuldung aus barwertiger Sicht auf Jahressicht bei höchstens 0,1% liegt.# CRR 1.182.365 1.188.185 158 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
5.4.2 Ökonomische Perspektive
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Zentralstaaten oder Zentralbanken | - | - |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber regionalen / lokalen Gebietskörperschaften | 7.036 | 8.084 |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Instituten / Unternehmen mit kurzfristigem Rating | 10.026 | 7.797 |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Unternehmen | 234.057 | 205.132 |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus dem Mengengeschäft | 115.979 | 114.181 |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus sonstigen Positionen | 15.625 | 14.540 |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus Beteiligungen | 232 | - |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus mit besonders hohen Risiken verbundenen Risikopositionen | - | - |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus ausgefallenen Positionen | 21.725 | 17.160 |
| SUMME EIGENMITTELANFORDERUNGEN KREDITRISIKO | 404.680 | 366.893 |
| SUMME EIGENMITTELANFORDERUNGEN MARKTRISIKO | - | - |
| SUMME EIGENMITTELANFORDERUNGEN OPERATIONELLE RISIKEN | 82.002 | 86.057 |
| SUMME EIGENMITTELANFORDERUNGEN ANPASSUNGEN DER KREDITBEWERTUNG | 1.783 | 1.986 |
| EIGENMITTELANFORDERUNGEN INGESAMT | 488.465 | 454.936 |
In der ökonomischen Perspektive erfolgt eine barwertige Betrachtung aller Bestandteile des Risikodeckungspotenzials und der wesentlichen Risiken. Wir verfolgen in diesem Zusammenhang in der ökonomischen Risikoberechnung einen angemessen konservativen Ansatz, um sicherzustellen, dass auch seltene bzw. extreme Ereignisse angemessen berücksichtigt und in der Steuerung (Limitierung) abgesichert werden.
Das Risikodeckungspotenzial des GRENKE Konzerns in der ökonomischen Perspektive beträgt zum Bilanzstichtag 1.969 Mio. EUR. Davon sind zum 31. Dezember 2023 in Summe 1.204 Mio. EUR als Risikokapital in Form von Limiten auf die wesentlichen Risikoarten allokiert. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung beträgt das modellhaft ermittelte barwertige Gesamtrisiko des GRENKE Konzerns bei einem Konfidenzniveau von 99,9%¹⁰ zum Stichtag 31. Dezember 2023 rund 863 Mio. EUR. Das gestiegene Gesamtrisiko resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Kreditrisiken sowie der Zinsänderungsrisiken. Der Anstieg der Kreditrisiken ergibt sich aus dem gestiegenen Neugeschäft im Berichtsjahr, in dessen
¹⁰ Dies impliziert, dass die Wahrscheinlichkeit einer Überschuldung aus barwertiger Sicht auf Jahressicht bei höchstens 0,1% liegt.
159 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Folge das Forderungsvolumen des Konzerns per 31. Dezember 2023 um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Die Kreditrisiken in Höhe von ca. 647 Mio. EUR führten zum Berichtsstichtag zu einer Auslastung des Risikolimits von 70 Prozent (Vorjahr: 66 Prozent). Der Anteil der Kreditrisiken am Gesamtrisiko liegt bei 75 Prozent (Vorjahr: 79 Prozent), womit die Kreditrisiken weiterhin das relevanteste Risiko des Konzerns darstellen.
Der Anstieg der Marktpreisrisiken ist auf das Zinsänderungsrisiko zurückzuführen. Hier wirken sich vor allem die starken Zinsanstiege der letzten zwei Jahre auf die Höhe des Zinsänderungsrisikos aus. Die Marktpreisrisiken in Höhe von ca. 102 Mio. EUR führten zum Berichtsstichtag zu einer Limitauslastung von 68 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent). Der Anteil der Marktpreisrisiken (Zinsänderungs- und Währungsrisiken) an den Gesamtrisiken lag bei ca. 12 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent).
Die operationellen Risiken in Höhe von ca. 51,1 Mio. EUR ergeben zum Berichtsstichtag eine Limitauslastung von 73 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent). Der Anteil der operationellen Risiken am Gesamtrisiko lag bei ca. 6 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent).
Weiterhin bestehen Risikopuffer für Geschäfts- und strategische Risiken, Reputationsrisiken, Refinanzierungsrisiken und Modellrisiken.
5.5 Kreditrisiken
5.5.1 Risikodefinition und -bewertung
Unter Kreditrisiken sind in erster Linie potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können. Wesentliche Risikoarten sind:
- Kreditausfallrisiko: Unter dem Ausfallrisiko als Risikounterart des klassischen Kreditrisikos wird das Risiko verstanden, dass ein Kunde Forderungen aus in Anspruch genommenen Krediten sowie aus fälligen Zahlungen nicht begleichen kann.
- Migrationsrisiko: Das Migrationsrisiko, als Risiko- counterart des klassischen Kreditrisikos, bildet Wertänderungen ab, die durch eine Änderung der Bonitätseinstufung (Ratingmigration) eines Kreditnehmers entstehen.
Auf Grundlage der geschäftsstrategischen Ausrichtung des GRENKE Konzerns resultieren die Kreditrisiken insgesamt weit überwiegend aus dem Leasinggeschäft. GRENKE fokussiert sich im Kerngeschäft auf die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Aber auch das Factoringgeschäft, das Kreditportfolio der Bank und Sichteinlagen bei Drittbanken tragen zum konzernweiten Kreditrisiko bei.
Aus dem bilanziellen Kundengeschäft (Leasing und Factoring) ergeben sich insbesondere Kreditausfallrisiken sowie Migrationsrisiken. Beide Risiko- unterarten sind im Rahmen der Risikoinventur infolge ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Vermögenslage als wesentlich bewertet.
5.5.2 Risikomessung
Die Mindestkapitalanforderungen (Säule I) für Kreditrisiken gemäß der CRR II werden auf Basis des Kreditrisikostandardansatzes (KSA) ermittelt. Der unerwartete Verlust im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung wird mittels eines hybriden Kreditportfoliomodells in Form eines Value-at-Risk berechnet. Das ebenfalls als wesentlich eingestufte Migrationsrisiko wird neben der Abbildung von Bonitätsverschlechterungen über die IFRS 9-Stufen im Rahmen der Risikovorsorge insbesondere im Rahmen der Stressszenarien im Sinne einer historischen Erhöhung der Risikoparameter gewürdigt.
5.5.3 Steuerung des Risikos
Kreditausfallrisiken sind durch die Limitierung im Rahmen des Risikotragfähigkeitsmodells begrenzt. Der Konzern hat zudem zur Steuerung und Beurteilung der Kreditausfallrisiken Scoreverfahren im Einsatz. Daraus ergeben sich Ausfallwahrscheinlichkeit und nachfolgend ein Erwartungswert des potenziellen Schadens. Es werden sowohl kunden- als auch vertragsspezifische Merkmale sowie Bewertungen von Auskunfteien berücksichtigt.
Verbunden mit der Kreditentscheidung wird ein Kundenlimit festgelegt, das entweder einem Finanzierungsrahmen (Factoring, Direktgeschäft, Händlerfinanzierung, Kontrahentengeschäft) oder dem angefragten Finanzierungsbetrag (Einzelleasingvertrag) entspricht. Die vergebenen Kundenlimite stellen Obergrenzen dar.
Die erwarteten Verluste aus Kreditausfallrisiken aus dem Leasing-, Factoring- und Kreditgeschäft werden auf Grundlage der IFRS 9 Systematik mit einer entsprechenden Risikovorsorge unterlegt. Darüber hinaus wird der zu erwartende Schaden bei notleidenden Engagements im Leasing und Factoring durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 beträgt die Gesamtlimitauslastung in der Risikotragfähigkeitsberechnung 72 Prozent (Vorjahr¹¹: 69 Prozent). Die in der zum Bilanzstichtag gültigen Risikostrategie des Konzerns vorgegebene Gesamtrisikoauslastung von dauerhaft unter 95 Prozent wurde somit eingehalten. Wie im Vorjahr bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2023 keine Risiken, deren Eintritt den Bestand des Konzerns oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden würde.
¹¹ Der Grenke Konzern nutzte zum Stichtag 31.12.2022 letztmalig den Going-Concern-Ansatz.
5.5.4 Forderungsvolumen – GRENKE Konzernbilanz
Das Forderungsvolumen des GRENKE Konzerns betrug zum 31. Dezember 2023 insgesamt 6,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,9 Mrd. EUR). Mit ca. 5,7 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,2 Mrd. EUR) entfiel der überwiegende Teil des Forderungsvolumens auf die kurz- und langfristigen Leasingforderungen.
| Forderungsvolumen – GRENKE Konzernbilanz | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| KURZFRISTIGE FORDERUNGEN |
Die Zahlungsmittel enthielten zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 484,7 Mio. EUR (Vorjahr: 326,6 Mio. EUR). Die übrigen Zahlungsmittel umfassten – bis auf 17 TEUR Kassenbestand (Vorjahr: 37,6 TEUR) – Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellten die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des Konzerns zum Stichtag dar.## 5.5.5 Leasinggeschäft
Auf Leasingforderungen entfällt zum 31. Dezember 2023 ein Anteil von 86 Prozent des gesamten Forderungsvolumens des GRENKE Konzerns (Vorjahr: 88 Prozent). Entsprechend betrachtet der Konzern das Kreditausfallrisiko seiner Leasingnehmer:innen als das wesentlichste Risiko. Im Hinblick auf Länderrisiken bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2023 eine Konzentration auf die Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz und Großbritannien, auf die insgesamt 72 Prozent des gesamten Forderungsvolumens des Leasinggeschäfts entfielen.
Das Kreditausfallrisiko wird auf Basis statistischer Modelle bewertet und gesteuert. Bei Vertragsanbahnung werden zumeist landesspezifische logistische Regressionsmodelle eingesetzt. Im Gesamtergebnis fuhren die vom Konzern eingesetzten Modelle zu einem Prognosewert kunftiger Ausfallschäden, die als Risikokosten in der Deckungsbeitragskalkulation berucksichtigt werden. Entscheidungskompetenzen bei Vertragsabschlussen sind in Form von Handlungsvollmachten stufenweise von Vertriebsmitarbeiter:innen bis zum Vorstand aufgebaut und begrenzen als weiteres Instrument das Risiko.
Durch die geschäftsstrategische Ausrichtung des Geschäftsmodells auf das Small-Ticket-Leasing werden Risikokonzentrationen weitestgehend vermieden. Dies spiegelt sich in einem mittleren Anschaffungswert pro Leasingvertrag im Jahr 2023 in Höhe von 8.849 EUR wider (Vorjahr: 8.557 EUR). Das Gesamtobligo uberstieg bei keinem der Leasingnehmer:innen die Ein-Prozent-Marke des bilanziellen Konzerneigenkapitals. Am Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es 60 Kreditnehmereinheiten im Bereich Leasing, deren Obligo die Grenze von 1,5 Mio. EUR uberschritt. In Summe vereinten sie einen Anteil von weniger als 3,2 Prozent des Gesamtobligos an Leasingverträgen.
Auch bei den Vertriebspartnern uberwacht der Konzern seine Abhängigkeit von einzelnen Händlern und Vermittlern im Hinblick auf mögliche Risikokonzentrationen. Auf den/die fur den GRENKE Konzern größten Händler entfiel am Ende des Geschäftsjahres 2023 ein Anteil von lediglich 1,42 Prozent am Gesamtneugeschäftsvolumen. Die 20 größten Händler vereinten zum 31. Dezember 2023 in Summe einen Anteil von 7,20 Prozent am Leasingneugeschäft (Vorjahr: 5,45 Prozent).
Der Großteil der abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträge sind Verträge mit ökonomischem Vollamortisationsanspruch. Hier ubersteigen die von den Leasingnehmern während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten. Entsprechend bestehen im Leasinggeschäftsmodell des GRENKE Konzerns keine wesentlichen Restwertrisiken.
Leasingneugeschäft nach Risikoklassen
| Klasse | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| bis 3 Jahre | 4,95 | 5,24 |
| bis 4 Jahre | 13,48 | 13,39 |
| bis 5 Jahre | 21,03 | 22,08 |
| über 5 Jahre | 18,75 | 19,50 |
Leasingneugeschäft nach Größenklassen (auf Basis der Nettoanschaffungswerte)
| Größenklasse | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| <2,5 TEUR | 4,95 | 5,24 |
| 2,5–5 TEUR | 13,48 | 13,39 |
| 5–12,5 TEUR | 21,03 | 22,08 |
| 12,5–25 TEUR | 18,75 | 19,50 |
| 25–50 TEUR | 16,16 | 16,16 |
| 50–100 TEUR | 12,96 | 11,88 |
| 100–250 TEUR | 9,24 | 8,90 |
| >250 TEUR | 3,43 | 2,85 |
Leasingneugeschäft nach Laufzeitklassen (auf Basis der Nettoanschaffungswerte)
Da die Forderungen aus dem Factoringgeschäft 2023 durchgängig kurzfristiger Natur sind, erfolgt die Aufschlusselung der Forderungen aus dem Neugeschäft nach den Laufzeitklassen ausschließlich fur die Geschäftsbereiche Leasing und Bank. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit des im Berichtsjahr kontrahierter Neugeschäfts betrug 49 Monate (Vorjahr: 48 Monate).
Die Verteilung des Neugeschäfts des GRENKE Konzerns nach Größenklassen ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
Die Leasingneugeschäft nach Risikoklassen sind im Diagramm dargestellt.
Die erwarteten Ausfallschäden lagen fur das Neugeschäftsportfolio 2023 des GRENKE Konzerns bei durchschnittlich 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent) bezogen auf die Anschaffungskosten der Leasinggegenstände und auf die gesamte Vertragslaufzeit von durchschnittlich 49 Monaten (Vorjahr: 48 Monate).
Zur Bestimmung der Risikovorsorge fur Leasingforderungen gemäß IFRS 9 werden diese abhängig von ihrem jeweiligen Kreditrisiko in drei Stufen eingeteilt. Die Wertberichtigungen fur Leasingverträge der Stufe 1 entsprechen dem erwarteten Verlust fur einen Zwölfmonatszeitraum. Fur Leasingforderungen in Stufe 2 wird eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts fur die gesamte restliche Vertragslaufzeit gebildet. Fur Leasingforderungen der Stufe 3 werden die erwarteten Schäden als Risikovorsorge angesetzt. Die Zufuhrung zur Risikovorsorge auf Konzernebene fur das Leasinggeschäft liegt im laufenden Jahr bei 86,9 Mio. EUR.
Forderungsvolumen
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel | 697.202 | 448.844 |
| Leasingforderungen | 2.076.719 | 1.985.059 |
| Der GRENKE Konzern bewertet die Bonität seiner Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 6.880 | 10.727 |
| Kunden durch die Bildung von Prognosewerten fur Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 135.734 | 124.832 |
| Zahlungsausfälle. Dafur werden den Leasingneh- | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.214 | 6.531 |
| mer:innen hinsichtlich ihrer Bonität Scoreklassen | ||
| SUMME KURZFRISTIGE FORDERUNGEN | 2.923.749 | 2.575.993 |
| von 1 bis 6 zugewiesen. Dabei entspricht die Sco- | ||
| LANGFRISTIGE FORDERUNGEN | ||
| reklasse 1 der bestmöglichen und die Scoreklasse | ||
| Leasingforderungen | 3.623.135 | 3.258.885 |
| 6 der schlechtesten Einstufung. Die Scoreklassen | ||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 79.501 | 84.865 |
| sind länderspezifisch determiniert. Zum Stichtag | ||
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 11.811 | 27.232 |
| 31. Dezember 2023 lag der durchschnittliche Ent- | ||
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 2.906 | 0 |
| scheidungswert fur das Neugeschäft, ermittelt auf | ||
| SUMME LANGFRISTIGE FORDERUNGEN | 3.717.353 | 3.370.982 |
| Basis der Anzahl der abgeschlossenen Leasingver- | ||
| SUMME FORDERUNGSVOLUMEN | 6.641.102 | 5.946.975 |
| träge, bei 2,24 (Vorjahr: 2,34). |
Objektkategorien: IT-Produkte, kleine Maschinen, Vermittlern im Hinblick auf mögliche Risikokonzentra-
ꢀ Modelle bewertet und gesteuert. Bei Vertragsanbah- und Anlagen sowie medizintechnische Geräte tionen. Auf den/die fur den GRENKE Konzern größten
nung werden zumeist landesspezifische12 logistische Leasingverträge: hohe Stuckzahl laufender Verträ- Händler entfiel am Ende des Geschäftsjahres 2023
ꢀ Regressionsmodelle eingesetzt. Im Gesamtergeb- ge mit einer mittleren Vertragslaufzeit von rund vier ein Anteil von lediglich 1,42 Prozent am Gesamtneu-
nis fuhren die vom Konzern eingesetzten Modelle zu Jahren und Fokussierung auf Small Tickets jeweils geschäftsvolumen. Die 20 größten Händler vereinten
einem Prognosewert kunftiger Ausfallschäden, die unter 25 TEUR 2023 in Summe einen Anteil von 7,20 Prozent am
als Risikokosten in der Deckungsbeitragskalkulation Vertriebskanäle: vielfältige Absatzkanäle mit breitem Leasingneugeschäft (Vorjahr: 5,45 Prozent).
berucksichtigt werden. Entscheidungskompetenzen ꢀ Händlernetzwerk, Direktgeschäft und Vermittler
bei Vertragsabschlussen sind in Form von Hand- Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in
lungsvollmachten stufenweise von Vertriebsmitarbei- allen großen europäischen Volkswirtschaften mit
ter:innen bis zum Vorstand aufgebaut und begrenzen Standorten in 33 Ländern weltweit
als weiteres Instrument das Risiko.
12 Landesspezifische Modelle können eingesetzt werden, sofern ein Vertragsportfolio mit einer hinreichend großen Vertragsstückzahl vorliegt, das gleichzeitig einen hinreichend hohen Reifegrad für die statistische Bewertung aufweist.
Ge-
Der Großteil der abgeschlossenen Finanzierungs-
leasingverträge sind Verträge mit ökonomischem
Vollamortisationsanspruch. Hier ubersteigen die von
den Leasingnehmern während der Grundmietzeit zu
entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter
Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskos-
ten. Entsprechend bestehen im Leasinggeschäfts-
modell des GRENKE Konzerns keine wesentlichen
Restwertrisiken.
Leasingnehmer: diversifiziertes Portfolio an Lea-
ꢀ singnehmer aus Geschäfts- bzw. Firmenkunden
(B2B)
Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängig-
ꢀ keiten
Leasinggegenstände: keine signifikanten offe-
ꢀ nen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); War-
tungs-/Gewährleistungsrisiken werden stets von
Lieferanten/Herstellern getragen; Objekt ist Teil der
Wertschöpfungskette der Leasingnehmer
Die erwarteten Ausfallschäden lagen fur das Neu-
geschäftsportfolio 2023 des GRENKE Konzerns bei
durchschnittlich 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent)
bezogen auf die Anschaffungskosten der Leasingge-
genstände und auf die gesamte Vertragslaufzeit von
durchschnittlich 49 Monaten (Vorjahr: 48 Monate).
Zur Bestimmung der Risikovorsorge fur Leasing-
forderungen gemäß IFRS 9 werden diese abhängig
von ihrem jeweiligen Kreditrisiko in drei Stufen ein-
geteilt. Die Wertberichtigungen fur Leasingverträge
der Stufe 1 entsprechen dem erwarteten Verlust fur
einen Zwölfmonatszeitraum. Fur Leasingforderungen
in Stufe 2 wird eine Risikovorsorge in Höhe des er-
warteten Verlusts fur die gesamte restliche Vertrags-
laufzeit gebildet. Fur Leasingforderungen der Stufe
3 werden die erwarteten Schäden als Risikovorsor-
ge angesetzt. Die Zufuhrung zur Risikovorsorge auf
Konzernebene fur das Leasinggeschäft liegt im lau-
fenden Jahr bei 86,9 Mio. EUR.
Die Verteilung des Neugeschäfts des GRENKE Kon-
zerns nach Größenklassen ist der nachfolgenden Ta-
belle zu entnehmen.
Der Großteil der abgeschlossenen Finanzierungs-
leasingverträge sind Verträge mit ökonomischem
Vollamortisationsanspruch. Hier ubersteigen die von
den Leasingnehmern während der Grundmietzeit zu
entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter
Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskos-
ten. Entsprechend bestehen im Leasinggeschäfts-
modell des GRENKE Konzerns keine wesentlichen
Restwertrisiken.
Leasingnehmer: diversifiziertes Portfolio an Lea-
ꢀ singnehmer aus Geschäfts- bzw. Firmenkunden
(B2B)
Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängig-
ꢀ keiten
Leasinggegenstände: keine signifikanten offe-
ꢀ nen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); War-
tungs-/Gewährleistungsrisiken werden stets von
Lieferanten/Herstellern getragen; Objekt ist Teil der
Wertschöpfungskette der Leasingnehmer
Die erwarteten Ausfallschäden lagen fur das Neu-
geschäftsportfolio 2023 des GRENKE Konzerns bei
durchschnittlich 5,1 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent)
bezogen auf die Anschaffungskosten der Leasingge-
genstände und auf die gesamte Vertragslaufzeit von
durchschnittlich 49 Monaten (Vorjahr: 48 Monate).
Zur Bestimmung der Risikovorsorge fur Leasing-
forderungen gemäß IFRS 9 werden diese abhängig
von ihrem jeweiligen Kreditrisiko in drei Stufen ein-
geteilt. Die Wertberichtigungen fur Leasingverträge
der Stufe 1 entsprechen dem erwarteten Verlust fur
einen Zwölfmonatszeitraum. Fur Leasingforderungen
in Stufe 2 wird eine Risikovorsorge in Höhe des er-
warteten Verlusts fur die gesamte restliche Vertrags-
laufzeit gebildet. Fur Leasingforderungen der Stufe
3 werden die erwarteten Schäden als Risikovorsor-
ge angesetzt. Die Zufuhrung zur Risikovorsorge auf
Konzernebene fur das Leasinggeschäft liegt im lau-
fenden Jahr bei 86,9 Mio. EUR.
publik Deutschland. Das Kreditausfallrisiko wird voll-
ständig durch den Mikrokreditfonds Deutschland ge-
tragen. Das Forderungsvolumen der GRENKE BANK
AG aus dem Mikrokreditgeschäft lag zum Jahresende
2023 bei 96,9 Mio. EUR (Vorjahr: 94,4 Mio. EUR).
Als
Finanzierungspartner fur KMU bot die GRENKE BANK
AG bis 2020 zudem Darlehen in eigenem Obligo fur
KMU an. Zum Jahresende 2020 traf die GRENKE
BANK AG die strategische Entscheidung, das KMU-
Kreditgeschäft weitgehend einzustellen und die Aktivi-
täten im Darlehensgeschäft im Wesentlichen auf das
Mikrokreditgeschäft zu konzentrieren. Das verbliebene
Forderungsvolumen der GRENKE BANK AG aus dem
KMU-Kreditgeschäft betrug zum Jahresende 2023
8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 19,0 Mio. EUR). Das Kreditge-
schäft der GRENKEBANK AG hat ebenfallseinenFokus
te und einem geringeren Forderungsbestand infolge
eines Portfolioverkaufs.
5.5.7 Factoringgeschäft
Auch das Factoringgeschäft des GRENKE Konzerns
konzentriert sich auf den Small-Ticket-Bereich. Ne-
ben eigenen Tochtergesellschaften in Deutschland,
der Schweiz, Großbritannien, Irland, Polen und Un-
garn erbringen Niederlassungen der GRENKE Bank
in Italien und Portugal Factoringdienstleistungen. Die
Factoringeinheiten des Konzerns wickeln zum größ-
ten Teil Factoringverträge mit jeweils inländischen
Debitoren ab. Dabei wird im Wesentlichen das so-
genannte „offene Factoring“ angeboten, bei dem die
Rechnungsempfänger (Debitoren) uber die Abtretung
bestehender Forderungen informiert werden.
5.5.6 Kreditgeschäft
Über den Ankauf konzerninterner Leasingforderun-
gen stellt die GRENKE BANK AG ein wichtiges stra-
tegisches Standbein in der Refinanzierungsstrategie
des GRENKE Konzerns dar.# Daruber hinaus setzten auf den Small-Ticket-Bereich, und das durchschnitt- bestimmten Voraussetzungen werden auch Verträge sich die aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK liche Forderungsvolumen auf Kundenebene lag zum in Form des stillen Factorings angeboten, bei dem AG resultierenden Forderungen im Wesentlichen aus 31. Dezember 2023 bei 7 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). der Debitor nicht uber die Abtretung der bestehen- Mikrokredit- und Existenzgrundungsfinanzierungen den Forderung an die Factoringgesellschaft infor- sowie KMU-Krediten zusammen. Entsprechend stel- Die Ermittlung der Risikovorsorge bei den Forderun- miert wird. Daruber hinaus umfasst das Leistungs- len Kreditausfallrisiken das wesentliche Finanzrisiko gen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE Bank AG angebot auch das unechte Factoring, bei dem das der GRENKE BANK AG dar. basiert auf einem Modell der erwarteten Kreditausfäl- Delkredererisiko bei den Factoringkunden verbleibt. le. Im Jahr 2023 konnte die GRENKE Bank 5,8 Mio. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 belief sich der Be- In Zusammenarbeit mit dem Mikrokreditfonds EUR an Risikovorsorge fur das Kreditgeschäft auflö- stand an Factoringforderungen aller Gesellschaften Deutschland und ausgewählten Mikrofinanzinstituten sen. Der Ruckgang gegenüber dem Vorjahr resultier- auf 106,7 Mio. EUR (Vorjahr: 95,1 Mio. EUR). vergibt die GRENKE BANK AG seit 2015 Kleinstkre- te im Wesentlichen aus der Auflösung von im Vorjahr dite bis maximal 25 TEUR an KMU. Die Bearbeitung gebildeter zusätzlicher Risikovorsorge aufgrund von Zu den wesentlichen Kriterien bei der Kundense- und Refinanzierung erfolgt im Auftrag der Bundesre- Unsicherheiten im Bereich der Unternehmenskredi- lektion im Bereich Factoring zählen die Bonität, der
Durchschnittliche Jahresumsatz, die Branchenzuge- auf Konzernebene fur das Factoringgeschäft liegt im Laufzeit und der Neubewertung von Aktiva, Passi- hörigkeit sowie der Debitorenstamm der potenziellen Factoringkunden. Dessen laufendes Monitoring ermöglicht eine risikoadjustierte Konditionengestaltung. Im Rahmen der Kreditentscheidung erfolgt eine Bonitätsprüfung der Debitoren der Factoringkunden anhand der Daten externer Wirtschaftsauskunfteien und frei zugänglicher Informationen, die ab gewissen Betragsgrenzen mit Unterstützung des Credit-Centers des Konzerns bewertet werden. Innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgt zudem eine laufende Prüfung sowie Bewertung der Debitoren und Kunden auf Basis des Zahlungsverhaltens und weiterer Indikatoren.
5.5.8 Beteiligungsgeschäft
Der Konzern ist zum Stichtag über die GRENKE Bank AG mit 13,7 Prozent an der in München ansässigen Finanzchef24 GmbH beteiligt, die in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Im Berichtsjahr erwarb der Konzern eine Minderheitsbeteiligung an der Miete24 P4Y GmbH in Höhe von 26,0 Prozent.
5.6 Marktpreisrisiken
5.6.1 Risikodefinition und -bewertung
Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktrisikofaktoren ergeben können. Wesentliche Unterarten des Marktrisikos sind:
Fremdwährungsrisiko:
Wertänderung der in Fremdwährung (Nicht-Euro-Währungen) gehaltenen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder Debitoren aufgrund von Schwankungen der Wechselkurse.
Zinsanpassungsrisiko:
Risiken im Zusammenhang mit zeitlichen Inkongruenzen hinsichtlich der Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitgehend exakt derjenigen des Grundgeschäfts.
Zinsstrukturkurvenrisiko:
Risiko, das aus Veränderungen der Neigung und der Gestalt der Zinsstrukturkurve erwächst.
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Vermögenswerten und Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Es gilt dabei, die Sensitivität des Gewinns in Bezug auf die Abhängigkeit von der Volatilität der Marktpreise zu begrenzen. Die operative Zinssteuerung und daraus abgeleiteten Hedgingmaßnahmen erfolgen durch Treasury unter Einbindung des Corporate Risk Managements.
Das Zinsrisiko wird mindestens einmal im Quartal durch das Corporate Risk Management im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert.
5.6.2 Risikomessung
Eine Quantifizierung der Risiken findet auf der Ebene der im Rahmen der Risikoinventur wesentlich eingestuften Zinsänderungs- sowie Fremdwährungsrisiken (Zinsanpassung- und Zinsstrukturkurvenrisiko sowie Fremdwährungsrisiko) statt.
Die Risikomessung für das Zinsänderungsrisiko erfolgt mittels einer historischen Simulation mit Risiko-horizont 12 Monate und einem Konfidenzniveau von 99,9 Prozent.
Für die Risikoberechnung der offenen Währungspositionen wird ein Value-at-Risk-Ansatz angewandt. Für eine Risikoabschätzung wird eine Sensitivitätsanalyse hinsichtlich einer Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) erstellt. Die Analyse basiert auf Ceteris-paribus-Annahmen, bei der die Betrachtung der Verschiebung der Zinskurve losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen erfolgt. Bei der Betrachtung wird zudem unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem Wechselkurse, konstant bleiben. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung können aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung hiervon deutlich abweichen. Eine Veränderung von 100 Basispunkten (BP) der Zinssätze im Berichtsjahr 2023 hätte das Eigenkapital und Jahresergebnis, jeweils vor Ertragsteuer, mit jeweils 1 Mio. EUR bzw. 3,3 Mio. EUR erhöht bzw. vermindert. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 betrug dieser Effekt etwa 2,7 Mio. EUR bzw. 3,6 Mio. EUR.
5.6.5 Zinsänderungsrisiken
Die Zinsänderungsrisiken des Konzerns resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus auf die Positionen des Zinsbuchs (zinstragende aktivische und passive Bilanzpositionen) und den entsprechenden Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Der GRENKE Konzern betreibt keine Fristentransformation, um einen Zinsüberschuss zu erwirtschaften, sondern strebt vielmehr eine fristenkongruente Finanzierung an.
5.6.3 Steuerung des Risikos
Die Risikostrategie sieht vor, keine nennenswerte Fristentransformation zu betreiben, wodurch die Marktpreisrisiken insgesamt gemindert werden. Die Risiken werden operativ vom Treasury unter Aufsicht des jeweiligen Vorstands überwacht und effektiv gesteuert. Die Steuerung der Marktpreisrisiken (Zins- und Währungsrisiken) erfolgt u.a. gesamthaft anhand der von der Geschäftsleitung genehmigten Risikolimite im Rahmen der Risikotragfähigkeit. Zusätzlich erfolgt hierzu die Limitierung im Rahmen des Fremdwährungsrisikos, indem offene, mit einer festen Laufzeit versehene Positionen identifiziert und zusätzlich gemäß den intern definierten Absicherungsgrenzen abgesichert werden, sofern sie in ihrer Gesamtheit umgerechnet zum Tageskurs umgerechnet zum Tageskurs überschreiten. Als Instrument des Risikomanagements dient im Rahmen der operativen Zinssteuerung der Einsatz von OTC-Derivaten (derzeit Zins- und Währungs-swaps sowie Devisentermingeschäfte). Das Kontrahieren der Derivate erfolgt nach intern definierten Kompetenzregeln.
5.6.4 Derivate zur Absicherung
Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente insbesondere dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate reduziert oder eliminiert werden können. Eingesetzt werden ausschließlich Zins- und Währungsswaps sowie Devisentermingeschäfte. Jedem Derivatekontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind Kreditinstitute mit überwiegend guter bzw. sehr guter Bonität mit einem S&P-Rating ab BBB+. Weitere Einzelheiten zu Marktpreisrisiken sowie insbesondere zum Zins- und Währungsrisikomanagement werden im Konzernanhang im Kapitel 7.3 „Derivative Finanzinstrumente“ dargestellt.# Ertragssteuer steuer
Zudem ubersteigt das in den Swaps kontrahierte TEUR +100 BP –100 BP +100 BP –100 BP Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten 31. DEZEMBER 2023 Finanzierung. Die bestehenden wie auch die geplan- Variabel verzinsliche Instrumente –987 987 ten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Marktbewertung Zinsswaps 3.262 –3.281 Risikomanagement eingebunden und die diesbezug- 31. DEZEMBER 2022 lichen Hedgebeziehungen im Rahmen einer stetigen Variabel verzinsliche Instrumente –2.747 2.747 Analyse regelmäßigen Effektivitätstests mittels einer Marktbewertung Zinsswaps 3.567 –3.593 nach IFRS zulässigen Methode unterzogen.
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von mit der DZ Bank (CORAL Purchasing (Ireland) 2 DAC) Die offenen Zinspositionen gemäß der internen Defini- Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung der Ri- obliegt die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteu- tion werden monatlich bewertet und darauf aufbauend sikostrategie des Konzerns dar, bei der die Liquiditäts- erung dem GRENKE Konzern. Die ABCP-Transaktion eventueller Handlungsbedarf abgeleitet. Durch den beschaffung und die Zinssicherung getrennt vonein- dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundge- Vorstand beschlossene Sicherungsgeschäfte werden ander vorgenommen werden. Hierdurch gewinnt der schäft, und das Absichern der Zahlungs-ströme er- daraufhin vom Team Treasury getätigt. GRENKE Konzern ein hohes Maß an Flexibilität bei der folgt durch den Einsatz von Zinsswaps. Im Rahmen Optimierung der Refinanzierung. Die daraus gegebe- der drei ABCP-Programme mit der SEB AB (KEB-
Das Zinsänderungsrisiko wird im Rahmen der Risi- nenfalls resultierenden Risiken (variable Zinszahlungs- NEKAISE FUNDING LIMITED), mit einem der beiden kotragfähigkeitsberechnung quartalsweise auf Basis ströme) werden durch geeignete Zinsderivate abge- ABCP-Programme mit der DZ Bank (CORAL Purcha- des Modells der historischen Simulation quantifiziert. sichert. Da fur alle designierten Sicherungsgeschäfte sing (Ireland) 2 DAC) sowie mit dem ABCP-Programm Bei einem Risikohorizont von einem Jahr lag der Va- eine nahezu 100-prozentige Effektivität nachgewiesen mit der Nord LB (Silver Birch Funding DAC) werden lue-at-Risk zum Konfidenzniveau von 99,9 Prozent werden konnte, wurden die Marktwertänderungen der Zinsswaps fur das Begrenzen des Zinsänderungsrisi- zum Jahresende 2023 bei 100,8 Mio. EUR (Vorjahr: Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte im Eigenkapital kos eingesetzt. Die GRENKE AG ist hier kein Counter- 46,1 Mio. EUR). Daruber hinaus werden sämtli- erfasst. part im Swap. che Standardzinsschockszenarien der EBA-Leitlinie 2018/02 nebst Rundschreiben 06/2019 der BaFin Im Rahmen der ABCP-Programme mit der Hela- Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Pa- berechnet. Diese beinhalten neben dem parallelen ba (Opusalpha Purchaser II), der UniCredit Bank AG rameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzie- Zinsshift um 200 Basispunkte auch verschiedene (Elektra) und mit einem der beiden ABCP-Programme rung gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht Drehungen der Zinsstrukturkurve. Das Ergebnis des 168 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T aufsichtsrechtlichen Standardzinsschocks um +200 zum Tageskurs in Höhe von umgerechnet 500 TEUR den durch den gleichzeitigen Abschluss von laufzeit- Basispunkte liegt bei –4,28 Prozent, das Ergebnis des pro Währung greifen. Der Wechselkurs fur den Großteil kongruenten Cross-Currency-Swaps vollständig ab- aufsichtsrechtlichen Standardzinsschocks um –200 der internen Finanzierung in Australien, Chile, Kanada, gesichert. Basispunkte liegt bei +3,81 Prozent. der Schweiz, Dänemark, Großbritannien, Schweden, Singapur, Polen, den USA, den Vereinigten Arabischen Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungs- Emiraten, Tschechien und Ungarn ist fest kontrahiert. schwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten 5.6.6 Währungsrisiken Aufgrund der internationalen Ausrichtung seines Ge- Zusätzlich bestehen in Brasilien, Chile, Polen, der bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in schäfts hat der GRENKE Konzern offene Fremdwäh- Schweiz und Großbritannien externe Vereinbarungen Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrech- rungspositionen und ist entsprechend Währungsrisi- zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung, die zu nung des Jahresabschlusses von Konzerngesell- ken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen bzw. keinem unmittelbaren Währungsrisiko aus Konzern- schaften. Der Einsatz von Derivaten – im Fremdwäh- zu eliminieren, kommen intern definierte Hedgingstra- sicht fuhren. Hier bestehen lediglich Risiken fur die je- rungsbereich kommen Devisentermingeschäfte und tegien zur Anwendung. Die eingesetzten Derivate wer- weils offenen Tranchen, und die Absicherungsgrenze Währungsswaps zum Einsatz – wirkt der Marktsen- den zum Stichtag bilanziell mit ihren Marktwerten un- von 500 TEUR findet Anwendung. Brasilien, Chile und sitivität der Grundgeschäfte, das heißt den Cashflows ter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den Polen sind in der unmittelbaren Leasingrefinanzierung aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forde- finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. In den großen nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken rungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu nur Märkten, wie zum Beispiel Großbritannien, refinanziert betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinan- perfekte Kompensation ein. der Konzern das dort akquirierte Neugeschäft in der zierung in Landeswährung bestehen. lokalen Landeswährung. Daruber hinaus schließen Die GRENKE Bank AG gewährt den Konzerngesell- Das Währungsrisiko wird im Rahmen der Risikotrag- die Tochtergesellschaften ihr operatives Geschäft im schaften in der Turkei, sowie in Ungarn Darlehen in fähigkeitsberechnung quartalsweise auf Basis eines Allgemein auf den jeweiligen lokalen Märkten und Landeswährung. Hier werden alle Zahlungsströme zu Value-at-Risk-Ansatzes quantifiziert. Daruber hinaus nicht uber Landesgrenzen (Cross Border) hinweg ab, festen Wechselkursen uber Devisentermingeschäf- werden verschiedene Stressszenarien wie eine Ad- wodurch Währungsrisiken nahezu ausgeschlossen te abgesichert. Die Cashflows in norwegischen Kro- hoc-Kursverschiebung von 25 Prozent simuliert. Die werden können. nen aus abgeschlossenen Leasingverträgen werden VaR-Berechnung ergab zum Stichtag 31. Dezember ebenfalls auf Basis der intern definierten Absiche- 2023 ein Währungsrisiko von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: Währungsrisiken bestehen hauptsächlich im Bereich der rungsgrenzen abgesichert. Volumensbegrenzung fur Fremdwährungsbestände 1,1 Mio. EUR). Aufgrund der vorgenannten, strengen Finanzierung fur Konzerngesellschaften, die au- und eines historischen Fokus auf Euro-Länder, blieb ßerhalb der Eurozone agieren. Das Hedging offener das Fremdwährungsrisiko im Berichtsjahr auch bei Fremdwährungscashflows erfolgt auf Basis intern de- starken Währungskursschwankungen gering. finierter Absicherungsgrenzen, die ab einem Bestand 169 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S T A N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T 5.6.7 Fremdwährungssensitivitätsanalyse des Leasingforderungsvolumens in dem entsprechen- Die dargestellten Auswirkungen auf das Jahreser- Nach Einschätzung des Managements ist der Kon- den Land getroffen. gebnis vor Ertragsteuern ergeben sich aufgrund der zern unter materiellen Gesichtspunkten hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des Britischen Pfund (GBP), Die Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität ei- Änderungen beizulegender Zeitwerte der monetären Australischen Dollar (AUD), Schweizer Franken (CHF), ner zehnprozentigen Aufwertung oder Abwertung des Vermögenswerte und Schulden einschließlich nicht der Schwedischen Krone (SEK), der Norwegischen Euro gegenuber den jeweiligen anderen Währungen als Sicherungsgeschäfte designierter Fremdwäh- Krone (NOK) und der Dänischen Krone (DKK) ausge- zum 31. Dezember 2023 bzw. während der Berichts- rungsderivate sowie aus tatsächlichen Zahlungs- setzt. Die Auswahl der Währungen wurde zum einen periode und deren Auswirkung auf das Jahresergeb- strömen, die im Berichtszeitraum ganz oder teilweise aufgrund der möglichen Auswirkungen, basierend auf nis vor Ertragsteuern. ergebniswirksam erfasst wurden und im Rahmen der Analyse, und zum anderen aufgrund der Größe der Konsolidierung in Euro umzurechnen waren. Da-
| 2023 | 2022 | |
|---|---|---|
| Aufwertung Abwertung | Aufwertung Abwertung | |
| TEUR | Aufwertung Abwertung | Aufwertung Abwertung |
| GBP | –542 534 | –994 995 |
| AUD | –311 161 | –118 122 |
| CHF | 552 –552 | 108 –108 |
| SEK | 9 10 | 103 –70 |
| NOK | –774 385 | –132 –205 |
bei wurden alle anderen Einflussfaktoren, vor allem die Zinssätze, konstant gehalten. Die Einflüsse der prognostizierten Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte werden außer Acht gelassen. Die Wertveränderun- gen von Cross-Currency-Swaps haben keine mate- rielle Auswirkung auf das Jahresergebnis vor Ertrag- steuern, da diese als Sicherungsgeschäft bilanziert werden. Die Wertänderungen dieser Swaps wirken sich insbesondere direkt im Konzerneigenkapital aus.# 5.7 Liquiditätsrisiken
5.7.1 Risikodefinition und -bewertung
Unter Liquiditätsrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die dadurch entstehen können, dass liqui- de Geldmittel fehlen oder teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fäl- ligkeit zu erfullen. Wesentliche Unterarten des Li- quiditätsrisikos sind:
- Liquiditätsrisiko im eigentlichen Sinne: Risiko, dass gegenwärtige und kunftige Zahlungsverpflichtun- gen nicht vollständig oder fristgerecht erfullt wer- den können.
- Refinanzierungsrisiko: Risiko, zum benötigten Zeit- punkt eine Refinanzierung nur zu teureren Kondi- tionen als erwartet tätigen zu können.
Das Management des Liquiditätsrisikos umfasst die tägliche Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge. Grundsätzlich entstehen Liquiditätsrisiken aus allen Positionen, die mit externen Parteien eingegangen werden. Refinanzierungsquellen des GRENKE Kon- zerns setzen sich vornehmlich aus ABCP-Program- men sowie den Emissionen von Anleihen und Schuld- scheinen, dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank AG, der syndizierten Kreditlinie uber ein Bankkonsor- tium sowie der Emission von nachrangigen Schuldver- schreibungen (Hybridkapital) zusammen.
5.7.2 Risikomessung
Der Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) soll gewährleisten, dass der GRENKE Konzern innerhalb eines definierten Überlebenshorizonts uber angemessene Liquiditätspuffer und Refinanzierungs- positionen verfugt, die die Liquiditätstragfähigkeit (LTF) im Rahmen eines Fortfuhrungsansatzes sicherstellen. Als Überlebenshorizont ist der Zeitraum anzusehen, in welchem ein Unternehmen in der Lage ist, kunftige Zahlungsverpflichtungen zu erfullen, ohne zusätzliche Steuerungsmaßnahmen durchzufuhren. Der GRENKE Konzern hat fur sich definiert, dass der Mindestuber- lebenshorizont sechs Monate betragen soll. Der selbst definierte Mindestuberlebenshorizont soll in allen Sze- narien eingehalten werden. Als Zieluberlebenshorizont ist ein Zeitraum von mindestens neun Monaten, aus- gehend vom zugrunde liegenden Stichtag, definiert.
Die Berechnung des Refinanzierungsrisikos im Rah- men des Internal Capital Adequacy Assessment Pro- cess (ICAAP) erfolgt auf Basis einer Refinanzierungs- verteuerung beim Schließen von Liquiditätslucken.
Wie auch bei den Marktrisiken werden Liquiditäts- risiken durch den Grundsatz, keine nennenswerte Fristentransformation zu betreiben, insgesamt gemin- dert. Liquiditätsrisiken werden operativ von der Abtei- lung Treasury, strategisch durch die Geschäftsleitung gesteuert und durch das Team Corporate Risk Con- trolling uberwacht. Die Überwachung erfolgt anhand der monatlichen LCR, NSFR, Liquiditätsablaufbilanz nebst Überlebenshorizonten im Rahmen der Liquidi- tätsrisikoberichterstattung.
5.7.3 Steuerung des Risikos
Ziel ist es, vornehmlich gemessen an der Duration, eine Kongruenz zwischen Bilanzaktiva und -passiva und, soweit in diesem Bereich möglich, ebenfalls eine breite Diversifizierung der Refinanzierungsquellen zu erreichen. Klumpen- und Konzentrationsrisiken in der Refinanzierung sind auf das wirtschaftlich Sinnvolle zu reduzieren. Kumulierte Fälligkeiten von Refinan- zierungsinstrumenten sind ab intern definierten Ober- grenzen vom Vorstand zu beschließen.
5.7.4 Kurzfristige Liquidität
Die Berechnung des Refinanzierungsrisikos im Rah- men des Internal Capital Adequacy Assessment Pro- cess (ICAAP) erfolgt auf Basis einer Refinanzierungs- verteuerung beim Schließen von Liquiditätslucken.
Der Internal Liquidity Adequacy Assessment Process (ILAAP) soll gewährleisten, dass der GRENKE Konzern innerhalb eines definierten Überlebenshorizonts uber angemessene Liquiditätspuffer und Refinanzierungs- positionen verfugt, die die Liquiditätstragfähigkeit (LTF) im Rahmen eines Fortfuhrungsansatzes sicherstellen. Als Überlebenshorizont ist der Zeitraum anzusehen, in welchem ein Unternehmen in der Lage ist, kunftige Zahlungsverpflichtungen zu erfullen, ohne zusätzliche Steuerungsmaßnahmen durchzufuhren. Der GRENKE Konzern hat fur sich definiert, dass der Mindestuber- lebenshorizont sechs Monate betragen soll. Der selbst definierte Mindestuberlebenshorizont soll in allen Sze- narien eingehalten werden. Als Zieluberlebenshorizont ist ein Zeitraum von mindestens neun Monaten, aus- gehend vom zugrunde liegenden Stichtag, definiert.
Wie auch bei den Marktrisiken werden Liquiditäts- risiken durch den Grundsatz, keine nennenswerte Fristentransformation zu betreiben, insgesamt gemin- dert. Liquiditätsrisiken werden operativ von der Abtei- lung Treasury, strategisch durch die Geschäftsleitung gesteuert und durch das Team Corporate Risk Con- trolling uberwacht. Die Überwachung erfolgt anhand der monatlichen LCR, NSFR, Liquiditätsablaufbilanz nebst Überlebenshorizonten im Rahmen der Liquidi- tätsrisikoberichterstattung.
Ziel ist es, vornehmlich gemessen an der Duration, eine Kongruenz zwischen Bilanzaktiva und -passiva und, soweit in diesem Bereich möglich, ebenfalls eine breite Diversifizierung der Refinanzierungsquellen zu erreichen. Klumpen- und Konzentrationsrisiken in der Refinanzierung sind auf das wirtschaftlich Sinnvolle zu reduzieren. Kumulierte Fälligkeiten von Refinan- zierungsinstrumenten sind ab intern definierten Ober- grenzen vom Vorstand zu beschließen.
Die Berechnung des Refinanzierungsrisikos im Rah- men des Internal# GRENKE AG KONZERN-JAHRESABSCHLUSS
LAGEBERICHT
FINANZKALENDER & KONTAKT
5.8 Operationelle Risiken
5.8.1 Risikodefinition und -bewertung
Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge einer Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Die Definition schließt Rechtsrisiken ein. Strategische und Reputationsrisiken werden nicht einbezogen. Wesentliche Unterarten des operationellen Risikos sind:
- Operationelles Risiko (hier als Unterrisikoart gemäß CRR): das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden.
- Modellrisiko: Risiko durch Fehler in der Entwicklung, Einführung oder bei Anwendung von Prognose- und Bewertungsmodellen, die zur Entscheidungsfindung eingesetzt werden (z. B. Scoringmodelle, IFRS 9 Modelle, RTF-Modelle zur Quantifizierung der Risiken).
- Verhaltensrisiko: das bestehende oder zukünftige Risiko von Verlusten infolge der unangemessenen Erbringung von Finanzdienstleistungen, einschließlich Fällen vorsätzlichen oder fahrlässigen Fehlverhaltens.
- Compliancerisiko: Compliancerisiken wie rechtliche Sanktionen, finanzielle Verluste oder Imageschäden entstehen, wenn Unternehmen gegen Gesetze, industriespezifische Vorschriften, interne Richtlinien oder vorgeschriebene Best Practices verstoßen.
- IKT-Risiken/Cyber-Risiken: einzelne Ausprägungen des IKT-Risikos sind ebenfalls wesentlich: Das IKT-Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko, IKT-Sicherheitsrisiko, IKT-Weiterentwicklungsrisiko, IKT-Datenintegritätsrisiko, IKT-Auslagerungsrisiko, IKT-Wartbarkeitsrisiko, IKT-Compliancerisiko.
IKT-Risiken sowie Cyber-Risiken entstehen für GRENKE durch Cyberattacken und technisches Versagen/Fehler sowie aus menschlichem Versagen und unzureichenden internen Regelungen. Die Risikoarten des IKT-Risikos sind im Rahmen der Risikoinventur insbesondere infolge ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Ertragslage als wesentlich bewertet.
Sowohl für das IKT-Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko als auch das IKT-Sicherheitsrisiko ist die Erreichbarkeit für Kunden eine relevante Größe für die Wesentlichkeitseinstufung.
Verhaltensrisiken ergeben sich sowohl aus unangemessener Erbringung von Finanzdienstleistungen in den Bereichen Leasing, Bank, Factoring sowie aus Themen zu Kunden, Produkten und Geschäfts Im Geschäftsjahr 2März 2023 Jahren kein Refinanzierungsrisiko, da sie langfristig Die GRENKE Bank AG nutzt für das Einlagengeschäft 2024 werden Schuldverschreibungen in Form von Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von 384,7 Mio. EUR und 130,0 Mio. CHF fällig. Die Refinanzierung dieser Schuldverschreibungen kann zum Fälligkeitszeitpunkt einem Refinanzierungsrisiko unterliegen. Als relevante Messgröße zur Beurteilung des Refinanzierungsrisikos dient die Net Stable Funding Ratio (NSFR). Die Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten keine Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit bestehen. Zudem erfolgt monatlich eine dynamische Liquiditätsplanung, die darauf abzielt, den Liquiditätsstatus unter Stressbedingungen und damit das LiquiditätsDA00226770910000000000000000000000000'
Die Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und LaufGRENKE Bank AG nutzt für das EinlagengBABGEGENÜBERSTELLUNG DES VORSSTANDSBERICHTES DER UND DES KONZERN-JAHRESABSCHLUSSES DER GRENKE AG ZUM 31. DEZEMBER 2023 5.8 Operationelle Risiken
5.8.1 Risikodefinition und -bewertung
Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge einer Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Die Definition schließt Rechtsrisiken ein. Strategische und Reputationsrisiken werden nicht einbezogen. Wesentliche Unterarten des operationellen Risikos sind:
- Operationelles Risiko (hier als Unterrisikoart gemäß CRR): das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden.
- Modellrisiko: Risiko durch Fehler in der Entwicklung, Einführung oder bei Anwendung von Prognose- und Bewertungsmodellen, die zur Entscheidungsfindung eingesetzt werden (z. B. Scoringmodelle, IFRS 9 Modelle, RTF-Modelle zur Quantifizierung der Risiken).
- Verhaltensrisiko: das bestehende oder zukünftige Risiko von Verlusten infolge der unangemessenen Erbringung von Finanzdienstleistungen, einschließlich Fällen vorsätzlichen oder fahrlässigen Fehlverhaltens.
- Compliancerisiko: Compliancerisiken wie rechtliche Sanktionen, finanzielle Verluste oder Imageschäden entstehen, wenn Unternehmen gegen Gesetze, industriespezifische Vorschriften, interne Richtlinien oder vorgeschriebene Best Practices verstoßen.
- IKT-Risiken/Cyber-Risiken: einzelne Ausprägungen des IKT-Risikos sind ebenfalls wesentlich: Das IKT-Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko, IKT-Sicherheitsrisiko, IKT-Weiterentwicklungsrisiko, IKT-Datenintegritätsrisiko, IKT-Auslagerungsrisiko, IKT-Wartbarkeitsrisiko, IKT-Compliancerisiko.
IKT-Risiken sowie Cyber-Risiken entstehen für GRENKE durch Cyberattacken und technisches Versagen/Fehler sowie aus menschlichem Versagen und unzureichenden internen Regelungen. Die Risikoarten des IKT-Risikos sind im Rahmen der Risikoinventur insbesondere infolge ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Ertragslage als wesentlich bewertet.
Sowohl für das IKT-Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko als auch das IKT-Sicherheitsrisiko ist die Erreichbarkeit für Kunden eine relevante Größe für die Wesentlichkeitseinstufung.
Verhaltensrisiken ergeben sich sowohl aus unangemessener Erbringung von Finanzdienstleistungen in den Bereichen Leasing, Bank, Factoring sowie aus Themen zu Kunden, Produkten und GeschäftsGRENKE AG
5.8 Operationelle Risiken
5.8.1 Risikodefinition und -bewertung
Im Geschäftsjahr 2023 wurden über die Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE PLC im Rahmen des Debt-Issuance-Programms (DIP) drei neue Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 610 Mio. EUR begeben sowie drei bestehende Anleihen um 224,25 Mio. EUR aufgestockt. Des Weiteren wurde über die GRENKE FINANCE PLC ein Schuldscheindarlehen über 57,5 Mio. EUR sowie über die GRENKELEASING AG, Schweiz, zwei Schuldscheindarlehen über insgesamt 40 Mio. CHF emittiert. Zum 31. Dezember 2023 war die bestehende CP-Plattform mit 50 Mio. EUR ausgelastet. Die syndizierte revolvierende Kreditfazilität über 400 Mio. EUR wurde zum 31. Dezember 2023 mit 150 Mio. EUR, 36 Mio. GBP und 10 Mio. CHF aus# 5.8.3 Steuerung des Risikos
In organisatorischer Hinsicht werden operationelle und Cyber-Risiko bezieht sich damit auf die wesentlichen Geschäftsprozesse und liefert somit eine belastbare Aussage zur Qualität der Leistungsunterstützung durch die IKT-Systeme des Konzerns. Ad-hoc-Meldungen werden Mitarbeiter:Innen bzw. definierte Risikoverantwortliche und Risikoexperten aller Bereiche dazu aufgefordert, alle Risiken, auch die operationellen, zu bewerten.
Neben der jährlichen Risikoinventur und der laufenden Meldung von Schäden und Risiken trägt auch das jährliche OpRisk Self-Assessment zur Identifizierung operationeller Risiken bei.
Das Ziel des Risikomanagementprozesses für operationelle Risiken ist die Abschwächung des Verlustpotenzials unter Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, bei gleichzeitiger Optimierung des Einsatzes und des Schutzes von Vermögenswerten. Ergibt sich aus den Diskussionen im AK Risiko Handlungsbedarf, so werden durch den Vorstand ggf. Maßnahmen nach den im Konzern für bindende Beschlüsse festgelegten Regeln ergriffen. Des Weiteren ist der jeweilige Risikoverantwortliche in der Verantwortung, geeignete Gegenmaßnahmen bzgl. seiner zugewiesenen Risiken festzulegen und zu überarbeiten. Operationelle Risiken werden zudem im Rahmen der risikoartenübergreifenden Stresstestszenarien betrachtet.
5.8.4 Geschäftsprozess- und IT-Risikomanagement
Sämtliche Kerngeschäfts-, Management- und Supportprozesse des GRENKE Konzerns sind entlang der Geschäftsstrategie ausgerichtet, standardisiert sowie digitalisiert. Im Zuge der Erneuerung von Legacy-Systemen werden diese kundenorientiert mit dem Ziel der Vereinfachung und Beschleunigung weiterentwickelt. Voraussetzung dafür ist eine technologisch moderne und in hohem Maß flexible Systemarchitektur, deren Veränderung (Changemanagement) inhaltlich und methodisch systematisch dokumentiert und regelmäßig überprüft wird. Eine hohe betriebliche Stabilität wird durch eine kontinuierliche Modernisierung der Infrastruktur, basierend auf einer vollständig redundanten Rechenzentrumsarchitektur erreicht. Zusätzlich wurde 2023 begonnen eine passende Cloud-Infrastruktur aufzubauen und Komponenten in diese zu migrieren.
Das IT-Risikomanagement umfasst eine vollständige Risikotransparenz über alle Funktionsbereiche der IT hinweg, das heißt Organisation, Prozesse, Anwendungen, Infrastrukturbetrieb inklusive IT-Sicherheit, Projekte und Compliance.
Die Messung und Steuerung der Cyber-Risiken und Risiken aus der Informations- und Kommunikations- technologie (IKT) erfolgt auf Grundlage von Informationsverbunden, deren Basis die für GRENKE spezifischen Geschäftsprozesscluster sind. Diese werden mit weiteren IT-spezifischen Informationen wie z. B. genutzten Applikationen oder Hardware- Komponenten angereichert. Das gemessene IKT-Risiko bzw. die jeweilige Risikoverantwortliche in der Verantwortung, geeignete Gegenmaßnahmen bzgl. seiner zugewiesenen Risiken festzulegen und zu überarbeiten.
In der im Berichtsjahr durchgeführten Risikoinventur für die IKT-Risiken und Cyber-Risiken wurden aller- dings einige bestehende latente Risiken, wie Verfugbarkeit und Kontinuität, Sicherheit, Weiterentwicklung, Datenintegrität, Auslagerung, Wartbarkeit, Anpassbarkeit, Compliance, Leistung, Organisation sowie Kosten erfasst. Trotz einiger bestehender latenter Risiken ist die Leistungserbringung der IKT-Systeme des Konzerns insgesamt auf angemessenem Niveau. Die wesentlichen Feststellungen werden in bereits laufenden Projekten adressiert.
5.8.5 Betriebliches Kontinuitätsmanagement
Im Berichtszeitraum für das Jahr 2023 hat das Business-Continuity-Management (BCM) eine Richtlinie sowie ein BCM-Handbuch erarbeitet. Des Weiteren hat das BCM eine einheitliche Methodik eingeführt, mit der die Fachbereiche ihre Prozesse und Systeme detaillierter bewerten. Woraus wir alle Länder, Stand- orte, Gebäude, Prozesse und Applikationen in das BCM-Tool aufnehmen konnten.
Abgeleitet aus diesen Erkenntnissen der Business-Impact-Analyse konnten wir eine Auswertung der kritischen Prozesse und Applikationen definieren. Aus diesen Erkenntnissen Business-Continuity-Pläne für die kritischen Prozesse und Länder entwickelt. Wesentliche Elemente des BCM sind definiert, und die Mindestanforderungen der Regulatorik wurden erfüllt.
Zielsetzung ist es, das Business-Continuity-Management im Jahr 2024 weiter zu etablieren und zu verankern (kontinuierliche Verbesserung).
5.9 Geschäfts- und strategische Risiken
5.9.1 Risikodefinition und -bewertung
Das Geschäfts- und strategische Risiko bezeichnet das Risiko einer unerwarteten Ergebnisentwicklung, die nicht durch andere Risikoarten abgedeckt ist. Insbesondere umfasst dies das Risiko, dass aufgrund von Veränderungen wesentlicher Rahmenbedingungen (z. B. Wirtschafts- und Produktumfeld, gesetzliche Veränderungen im Kontext Nachhaltigkeit, Kundenverhalten, Wettbewerbssituation) und/oder aufgrund einer nicht angemessenen strategi- schen Positionierung Verlusten nicht begegnet werden kann. Die Geschäfts- und strategischen Risiken werden in der Gruppe als wesentlich erachtet.
Der unternehmerische Erfolg des GRENKE Konzerns hängt in hohem Maß vom Erfolg der Vertriebsaktivitäten innerhalb der vorgesehenen Vertriebskanäle ab. Die Gefahren der Nichterreichung der Vertriebsziele liegen darin, dass die Vertriebsleistung aufgrund externer Faktoren nicht wie erwartet eintritt und somit die in der Vertriebsplanung hinterlegten Prämissen (Neugeschäftsannahmen) sich entgegen der erwarteten Entwicklungen bewegen. Die strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells der GRENKE AG ist insbesondere durch die Ausrichtung auf das kleinvolumige Leasinggeschäft und die hauptsächlich auf KMU-Kunden beschränkten Vertriebsaktivitäten geprägt.
5.9.2 Risikomessung
Dieses wesentliche Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeit mit einem pauschalen Puffer berücksichtigt, der wiederum aus Planabweichungen abgeleitet wird.
5.9.3 Risikosteuerung
In einem dynamischen Marktumfeld ist es wichtig, Änderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zur Anpassung an neue Marktgegeben- heiten sowie zur Begrenzung potenzieller Risiken zu ergreifen. Die GRENKE AG beobachtet deshalb die exogenen Markteinflüsse sowie die hieraus eventuell entstehenden Risiken. Des Weiteren wurde ein Beteiligungscontrolling implementiert.
5.10 Reputationsrisiken
5.10.1 Risikodefinition und -bewertung
Das Reputationsrisiko ist das bestehende oder künftige Risiko in Bezug auf die Erträge, die Eigenmittel, die Liquidität und den Aktienkurs eines Instituts infolge einer Schädigung des Rufs des Instituts. Reputationsrisiken werden in der Gruppe als wesentlich erachtet.
Dem Reputationsrisiko kommt eine besondere Bedeutung zu. Für die GRENKE AG als börsennotiertes Unternehmen ist eine einwandfreie Reputation u. a. im Hinblick auf ihre Marktposition und die Refinanzie- rungsmöglichkeiten besonders relevant. Deswegen wird das Reputationsrisiko bei der GRENKE AG als wesentliches Risiko angesehen.
5.10.2 Risikolmessung
Innerhalb der Risikotragfähigkeitsrechnung werden die Reputationsrisiken durch einen pauschalen Risikopuffer berücksichtigt, welcher aus der Risikoinven- tur abgeleitet wird.
5.10.3 Risikosteuerung
Die Steuerung des Reputationsrisikos erfolgt in erster Linie über Frühwarnindikatoren und die systematische Überwachung von Reputationsindikatoren. In diesem Zusammenhang kommen seit 2019 vermehrt Werk- zeuge zum Einsatz, die ein Monitoring von Reputa- tionsrisiken ermöglichen.
5.11 Sonstige Risiken
5.11.1 Risikodefinition und -bewertung
Sonstige Risiken beinhalten bzw. betrachten neben den Gefahren aus der Veränderung des rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfelds auch das:
Wie auch im Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken der BaFin erläutert, sieht der GRENKE Konzern Nachhaltigkeitsrisiken als Teilaspekt der bekannten Risikoarten an. Das heißt, Nachhaltigkeits- risiken sind nicht als separate Risikoart im Risikokata- log zur Risikoinventur definiert.
5.11.3 Risikosteuerung
In einem dynamischen Marktumfeld ist es wichtig, Änderungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zur Anpassung an neue Marktgegeben- heiten sowie zur Begrenzung potenzieller Risiken zu ergreifen. Die GRENKE AG beobachtet deshalb die exogenen Markteinflüsse sowie die hieraus eventuell entstehenden Risiken. Mit Einrichtung und konse- quenter Weiterentwicklung des Risikoinventars so- wie des Frühwarnindikatorsets werden insbesondere sonstige Risiken innerhalb des Konzerns nach einheit- lichem Muster identifiziert, bewertet und überwacht. Zusätzlich wird eine Überprüfung der Wesentlichkeit der Summe aller im Einzelnen unwesentlichen Risiken mit aufgenommen.
Im Einklang mit den ESG-Kriterien und den Sustainability Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) richtet GRENKE seine Nachhaltigkeitsstrate- gie im Sinne von ESG entlang der Dimensionen En- vironmental, Social und Governance aus.
Der Bereich ESG (Environment, Social, Gover- nance) stützt sich auf die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der UN und umfasst die Bereiche Klima & Umwelt (Environment), Sozialer Beitrag (Social) und Verantwortung & Vertrauen (Governance).# Nachhaltigkeitsrisiken
Pensionsrisiko, Versicherungsrisiko, Immobilienrisiko, wirken sich auf verschiedene Risikoarten aus, eine 5.12 Nachhaltigkeitsrisiken Beteiligungsrisiko, Staatsrisiko sowie Steuerrisiko. eindeutige Abgrenzung ist kaum möglich. Nachhal- tigkeitsrisiken bei GRENKE werden somit als Treiber Die Risikoarten und Risikounterarten unter der Ka- Finanzinstitute haben uber ihre Transformationsfunk- gesehen, die sich in den bekannten Risikoarten ma- tegorie „Sonstige Risiken“ werden als unwesentliche tion, auch nach aufsichtsrechtlicher Vorgabe, eine terialisieren können. Neben dem derzeitigen Einfluss Risikounterarten betrachtet. Schlusselrolle zur Erreichung der Klimaziele bzw. der der ESG-Bereiche wird zusätzlich auch der zukunftige dazu notwendigen Transformation der Wirtschaft. Einfluss uber unterschiedliche Zeitdimensionen be- 5.11.2 Risikomessung Zum einen sollen Finanzinstitute physische und transi- rucksichtigt. Der Prozess zur Analyse der in der Risikoinventur als torische Risiken in ihr Risikomanagement einbeziehen und zum anderen auch die Auswirkungen von ESG- Wir haben Nachhaltigkeitsrisiken qualitativ im Rah- unwesentlich klassifizierten Risiken wird in Bezug auf men der Risikoinventur berucksichtigt, indem wir die Risiken bei der Kreditvergabe beachten. physischen (bspw. extreme Wetterereignisse) und in Einzelbetrachtung unwesentliche Risiken um eine 178 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T transitorischen Risiken (bspw. Änderung der Kun- Gesamtbetrachtung unter Einbezug aller nachgela- präferenz als Reaktion auf Klimawandel oder das genen Risikounterarten erweitert. Umweltverschmutzung) sowie die Bereiche Sozialer Beitrag und Verantwortung & Vertrauen analysiert ha- ben, inwieweit diese auf die bestehenden Risikoarten Einfluss nehmen. Nach dieser Logik wurden im Rahmen der Ri- sikoinventur die physischen und transitorischen Ri- siken entlang der ESG-Dimensionen pro Risikoart analysiert.
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung fur den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns. Über eine definierte Fuhrungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Jahres- und den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften in den Prozess eingebunden. Dabei sind Konzernrechnungslegung und Konsolidierung zentral organisiert. Buchungsvorgänge der einzelnen Landesgesell- schaften werden entsprechend verbindlicher Ablaufpläne von zuständigen Sachbearbeiter:innen zentral erfasst und bearbeitet, um qualitative und quantitative Angaben zu generieren. Es gilt grundsätzlich das Vieraugenprinzip.
Die Grundsätze fur die Aufbau- und Ablauforganisa- tion sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezo- genen IKS sind schriftlich niedergelegt und werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Die fur den Konzernrechnungslegungsprozess ver- wendeten Systeme und die erforderliche IT-Infrastruk- tur werden regelmäßig hinsichtlich der gebotenen Sicherheitsanforderungen von der internen Revision uberpruft. Gleiches gilt fur die Weiterentwicklung des Konzernrechnungslegungsprozesses, insbesondere hinsichtlich neuer Produkte, Sachverhalte und verän- derter rechtlicher Regelungen. Bei Bedarf werden ex- terne Berater hinzugezogen. Zur Sicherstellung der Qualität der Rechnungslegung im Konzern werden die damit befassten Mitarbeiter:innen regelmäßig be- darfsorientiert geschult. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Er uberwacht das konzernweite Risikomanagementsystem und die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance. Zudem uber- pruft er die Inhalte der nichtfinanziellen Erklärung. Dabei wird der Aufsichtsrat vom Prufungsausschuss unterstutzt, der insbesondere die interne und externe Rechnungslegung und den Rechnungslegungspro- zess uberwacht.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns werden die Merk- male des IKS als wesentlich erachtet, die die Bilan- zierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbe- sondere die folgenden Elemente:
- Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz fur den Rechnungs- legungsprozess
- Kontrollen zur Überwachung des Rechnungs- legungsprozesses und dessen Ergebnisse auf Vorstandsebene sowie auf Ebene der in den Ab- schluss einbezogenen Gesellschaften
- Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungs- wirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen fur die Aufstellung des Abschlusses und des zusammengefassten Lage- berichts generieren, inklusive einer Funktionstren- nung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
- Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS
- Robustheit, Effektivität und Effizienz der Ge- schäftsprozesse
- Einhaltung der fur GRENKE maßgeblichen recht- lichen Vorschriften
Zur Reduktion der identifizierten Risiken sind im Rah- men des Konzernrechnungslegungsprozesses Kont- rollen implementiert.
5.11.2 Risikomessung
Wir haben Nachhaltigkeitsrisiken qualitativ im Rah- men der Risikoinventur berucksichtigt, indem wir die physischen (bspw. extreme Wetterereignisse) und transitorischen Risiken (bspw. Änderung der Kun- denpräferenz als Reaktion auf Klimawandel oder Umweltverschmutzung) sowie die Bereiche Sozialer Beitrag und Verantwortung & Vertrauen analysiert ha- ben, inwieweit diese auf die bestehenden Risikoarten Einfluss nehmen.
Aufgrund des langfristigen Wirkungshorizonts auf das GRENKE Portfolio, bestehend aus Leasingver- trägen mit einer tendenziell kurzeren Vertragslauf- zeit, ist die Auswirkung der ESG-Risiken im GRENKE Konzern grundsätzlich unter Berucksichtigung des Geschäftsmodells zu bewerten, um den Einfluss an- gemessen in die Bewertung der Risikowesentlichkeit einfließen zu lassen.
Während Transitionsrisiken ähnlich stark auf die we- sentlichen Risiken einwirken, wirken die physischen Risiken insbesondere auf das operationelle Risiko ein. Nach dieser Logik wurden im Rahmen der Ri- sikoinventur die physischen und transitorischen Ri- siken entlang der ESG-Dimensionen pro Risikoart analysiert.
ESG-Risiken direkt in die Risikomodellierung einzu- beziehen. Daher werden ESG-Risiken zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2023 im Rahmen der Stresstests bzw. ad- versen Szenarien in der ökonomischen sowie in der normativen Sicht der Risikotragfähigkeit einbezogen.
Im dritten Quartal 2022 wurde der sogenannte GRENKE Sustainability Index (GSI) eingefuhrt. Der GSI bewertet jeden Leasingvertrag nach den drei ESG-Bereichen zum Zeitpunkt des Vertragsab- schlusses. Dabei wird das Augenmerk auf alle Ver- tragsinhalte gelegt und somit der Nachhaltigkeits- gedanke beim Leasingnehmer und Händler gestärkt. Konkret fließen objekt-, kunden- und vertragsspezi- fische Aspekte ein. Der Index gibt die GSI-Kategorien Grau (schlechteste Kategorie), Blau, Blaugrun, Hell- grun und Grun (beste Kategorie) auf Vertragsebene aus.
Aufgrund des langfristigen Wirkungshorizonts auf das GRENKE Portfolio, bestehend aus Leasingver- trägen mit einer tendenziell kurzeren Vertragslauf- zeit, ist die Auswirkung der ESG-Risiken im GRENKE Konzern grundsätzlich unter Berucksichtigung des Geschäftsmodells zu bewerten, um den Einfluss an- gemessen in die Bewertung der Risikowesentlichkeit einfließen zu lassen.
Während Transitionsrisiken ähnlich stark auf die we- sentlichen Risiken einwirken, wirken die physischen Risiken insbesondere auf das operationelle Risiko ein. Nach dieser Logik wurden im Rahmen der Ri- sikoinventur die physischen und transitorischen Ri- siken entlang der ESG-Dimensionen pro Risikoart analysiert.
Physische Risiken sind ebenfalls gemindert, da grundsätzlich in allen Fällen eine Sachversicherung fur das Leasingobjekt verlangt wird. Weiterhin liegen noch keine ausreichenden Datengrundlagen vor, um
5.13 Internes Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Bei GRENKE sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem – beide mit Blick auf die Konzernrechnungslegung – miteinander ver- knupft. Im Folgenden wird daher der Begriff „IKS“ (internes Kontrollsystem) verwendet. Das interne Kontrollsystem (IKS) stellt die Gesamtheit der vom Management im Unternehmen eingefuhrten Grund- sätze, Verfahren und Maßnahmen dar, die auf die or- ganisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
- Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit inklusive des Schutzes des Vermögens sowie der Verhinderung und Aufde- ckung von Vermögensschädigungen
- Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der inter- nen und externen Rechnungslegung
- Einhaltung der fur das Unternehmen maßgebli- chen rechtlichen Vorschriften
5.14 Konzernweites internes Kontrollsystem
Über das rechnungslegungsbezogene Kontrollsys- tem hinaus verfugt GRENKE uber Instrumente, Ver- fahren und Kontrollen fur alle wesentlichen Prozesse, um deren Robustheit, Effektivität und Effizienz zu ge- währleisten. Die Art, der Umfang und die Komplexität der wesentlichen Prozesse bestimmen die Art und den Umfang der dazugehörigen Kontrollen.
Das interne Kontrollsystem (IKS) bei GRENKE ver- folgt insbesondere die folgenden Ziele:
- Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS
- Robustheit, Effektivität und Effizienz der Ge- schäftsprozesse
- Einhaltung der fur GRENKE maßgeblichen recht- lichen Vorschriften
Zur Reduktion der identifizierten Risiken sind im Rah- men der einzelnen Prozesse Kontrollen imple- mentiert.
5.15 Angaben zu den Eigenmitteln
Identifikation von Risikofeldern und Schwachstellen Zur Reduktion der identifizierten Risiken sind im Rah- men des Konzernrechnungslegungsprozesses Kont- rollen implementiert.
Da die GRENKE AG im Sinne des § 10a KWG ein ubergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe ist, gelten die von der Bundesanstalt fur Finanzdienst- leistungsafsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanfor- derungen an das Risikomanagement (MaRisk), den Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT)# 5.16 Zusammenfassende Betrachtung
Die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des IKS im Besonderen wird von der internen Revision bei GRENKE risikoorientiert und prozessunabhängig gemäß den Vorgaben der MaRisk AT 4.4.3 überprüft und beurteilt.
Die Vorgaben und die Anforderungen an Struktur und Umfang des IKS werden auf Gruppenebene entwickelt und dortm wo sinnvoll und möglich, auf einzelne Gesellschaften übertragen. Die Grundsätze für Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernweiten IKS bei Grenke werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Das bei GRENKE implementierte IKS trägt den aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben für Finanzdienstleistungsinstitute an ein angemessenes und wirksames internes Kontrollsystem, insbesondere zur Sicherstellung der Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen Rechnung.
Regulatorische Eigenmittel und Kapitalquoten
Nach den Vorgaben der CRR verfügte der GRENKE Konzern zum Stichtag 31. Dezember 2023 über anrechenbare Eigenmittel in Höhe von 1.182,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.188,2 Mio. EUR). Die Eigenmittel des Konzerns (regulatorisches Eigenkapital) setzen sich aus dem eingezahlten Kapital, dem Agio, den einbehaltenen Gewinnen der vergangenen Geschäftsjahre, dem sonstigen kumulierten Ergebnis sowie anrechenbaren Positionen des zusätzlichen Kernkapitals zusammen. Zudem werden Abzugspositionen, die vornehmlich aus den immateriellen Vermögens- und Firmenwerten bestehen, berücksichtigt. Wie im Vorjahr bestand kein Ergänzungskapital.
Der zu unterlegende Risikobetrag ergibt sich aus dem Kreditrisiko, dem operationellen Risiko und dem Marktrisiko. Beim Kreditrisiko, welches auf Basis des Kreditrisikostandardansatzes (KSA) ermittelt wird, ergibt sich der Risikobetrag anhand der Risikogewichte für die einzelnen Forderungsklassen. Der Risikobetrag für operationelle Risiken wird nach dem Basisindikatoransatz anhand der Bruttoerträge der vergangenen drei Geschäftsjahre berechnet. Das Marktrisiko resultiert aus den offenen Fremdwährungspositionen.
Das kontrollierte Eingehen von Risiken ist für uns Teil des Geschäftsmodells. Zur Steuerung der Risiken ist ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert, das fortlaufend weiterentwickelt wird.
Für identifizierte Kredit-, Markt-, Liquiditäts-, operationelle und sonstige Risiken aus dem Leasing-, Bank-, Factoring- und Beteiligungsgeschäft wurden Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen unter Anwendung objektiver Hinweise gebildet. Nach Auffassung des Vorstands wurde für alle erkennbaren Risiken angemessene Vorsorge getroffen. Basierend auf der Gesamtbeurteilung der Risikosituation kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass die Risikotragfähigkeit des Konzerns im Berichtsjahr durchweg gegeben war. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen der Leasingnehmer die Ein-Prozent-Marke des Konzerneigenkapitals. Gemessen an der Höhe des Geschäftsvolumens und der wirtschaftlichen Lage des Konzerns erachtet der Vorstand die Gesamtrisikosituation als beherrschbar.
Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 (2b) CRR betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 19,36 Prozent (Vorjahr: 20,89 Prozent). Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Gesamtkapitalquote von 13,8 Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent), die neben den 8 Prozent nach Art. 92 CRR auch den Kapitalerhaltungspuffer in Höhe von 2,5 Prozent, den antizyklischen Kapitalpuffer in Höhe von 0,79 Prozent (Vorjahr: 0,11 Prozent) sowie den SREP-Kapitalzuschlag von 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) beinhaltet, wurden im Berichtsjahr 2023 folglich eingehalten.
Zusätzlich zur risikoadjustierten Eigenkapitalanforderung fordert die CRR durch die Leverage-Ratio auch die Beachtung einer größtenteils auf bilanzielle Verhältnisse abstellende und somit risikoinsensitive Kapitalquote. Zum Stichtag ergab sich hier eine Quote gemäß Art. 429 CRR von 16,87 Prozent (Vorjahr: 18,78 Prozent). Die von den Aufsichtsbehörden zum Stichtag geforderte Mindestquote in Höhe von 3,0 Prozent wurde somit erfüllt.
Die Eigenmittel des Konzerns (regulatorisches Eigenkapital) lagen zum Ende des Geschäftsjahrs 2023 bei 1.182,4 Mio. EUR und bestanden ausschließlich aus Kernkapital.
6. Chancen- und Prognosebericht
6.1 Chancenbericht
Trotz makroökonomischer Unsicherheiten und Rezessionssorgen in unseren Kernmärkten, blickt GRENKE auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023. Sowohl das Leasingneugeschäft, das Konzernergebnis als auch die DB2-Marge erreichten die Prognosen. Die Schadenquote mit 1,0 Prozent (Prognose: <1,5 Prozent) und die Eigenkapitalquote mit 19,1 Prozent (Prognose: >16 Prozent) waren dabei deutlich besser als prognostiziert, die Cost-Income-Ratio lag dagegen mit 59,2 Prozent über dem erwarteten Zielwert von leicht über 55 Prozent.
Diese planmäßig positive Geschäftsentwicklung ist vor allem auf die Resilienz unseres Geschäftsmodells und die globale vertriebliche Präsenz zurückzuführen, welche es uns erlaubt, uns auch in herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schnell anzupassen und profitables Neugeschäft zu kontrahieren. So wurde das Leasingneugeschäft 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent gesteigert. Das Berichtsjahr 2023 war von weiterhin hoher Inflation und zahlreichen deutlichen Zinsschritten von Zentralbanken geprägt.
Vor allem das gute Neugeschäftswachstum und die stabile DB2-Margenentwicklung bestätigen den Vorstand in seiner eingeschlagenen Wachstumsstrategie. Damit ist der Grundstein gelegt, das bisherige Rekord-Neugeschäftsniveau von 2019 zu übertreffen und gleichzeitig einen anhaltenden Wachstumskurs beizubehalten. Das Potenzial soll vor allem durch folgende strategische Ansätze erschlossen werden:
- Fokus auf Small-Ticket-Leasing: Wir bündeln unsere Aufmerksamkeit auf unser Kerngeschäft Leasing, um unsere Kunden bei ihren Investitionen zu unterstützen.
- Zugewinn von Marktanteilen: Wir streben in unseren Märkten einen Marktanteil von mindestens 10 Prozent an. Daraus ergibt sich allein in Europa ein Marktpotenzial von aktuell rund 1,2 Mio. potenziellen Kunden.
- Internationales Wachstum: Wir operieren mit den USA, Kanada und Australien in drei zukunftigen Kernmärkten, die auf Grund ihrer Größe und Marktstruktur langfristig überdurchschnittliches Wachstumspotenzial versprechen.
- Direktkundengeschäft: Mit über 600.000 KMU verfügen wir über einen breiten Kundenstamm, der
- Objektdiversifizierung: Wir bauen unser Portfolio leasingfähiger Objekte flexibel entlang den Bedürfnissen der KMU aus und erschließen so neue potenzielle Kundengruppen.
- Megatrends: Wir profitieren von Megatrends, wie Green Economy, E-Mobilität, Medizintechnik oder Robotik, und ermöglichen KMU mit unseren Finanzierungsangeboten Investments in Zukunftstechnologien.
- Erweiterung des Händlernetzwerks: Mit der Einführung neuer Objektkategorien bauen wir stetig unser Händlernetzwerk aus.
- Digital Excellence: Wir setzen auf den Einsatz modernster digitaler Technologien für eine schnelle, einfache und kosteneffiziente Gestaltung unserer Geschäftsabläufe und Leistungsangebote.
- Kanäle: Wir nutzen vielfältige Wege der Kundenakquisition und erweitern unsere Vertriebswege stetig.
- Finanzierung: Wir erschließen unser Geschäftspotenzial durch unseren breiten Finanzierungsansatz. Hierfür stehen uns sowohl die GRENKE Bank, als auch der Anleihemarkt und forderungsbasierte Finanzierungsinstrumente zur Verfügung.# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRAT INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Chancen eröffnen sich vor allem dort, wo sich Wett- gezielt auf Megatrends, wie beispielsweise die grune anhaltender Wachstumsambitionen verfugen wir bewerber – beispielsweise aufgrund des erhöhten Transformation der Wirtschaft oder den zunehmen- uber eine solide Basis fur zukunftig Zinserträge, wel- Regulierungsaufwands oder aufgrund mangelnder den Einsatz von intelligenter Robotik. Hieraus resul- che die Kostenentwicklung ubersteigen. Kosteneffizienz in Massengeschäft – ganz oder teil- tiert fur uns zunehmend Wachstumspotenzial, auch weise aus Märkten zuruckziehen. Das Standortma- in bereits etablierten Märkten. nagement wird zunehmend effizienter, weil wir durch digitale Präsenzen und Vertriebsmitarbeiter:innen im Mit zahlreichen KMU und Händler bestehen langfris- Mit diesen Maßnahmen verfolgen wir das strategi- Homeoffice auch ohne unmittelbare Niederlassungen tige Beziehungen, die uber einen einzelnen Vertrags- sche Ziel, die Marke GRENKE und unsere Marktposi- eine breites Vertriebsnetz abdecken können. abschluss hinausgehen. Viele KMU sind wiederholt tion global weiter auszubauen. Vertragspartner, oft in der Betreuung einer Niederlas- Zum Jahresende 2023 war der GRENKE Konzern sung oder eines Landes, immer häufiger aber auch in insgesamt 33 Ländern vertreten. Neben unseren gleichzeitig in mehreren Ländern. Kernmärkten in Europa sind wir auch in Nord- und Sudamerika, Asien sowie Australien präsent. Im Be- Über das Wachstum des Neugeschäfts und des ge- richtsjahr 2023 entfiel auf diese Länder ein Anteil am samten Vertragsportfolios hinaus ergibt sich Poten- Leasingneugeschäftsvolumen des GRENKE Kon- zial zur Effizienzsteigerung durch digitale Ansätze. zerns von ca. 5,9 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent). Be- Hierfur haben wir unser Programm „Digital Excel- sonders in unseren zukunftigen Kernmärkten USA, lence“ aufgesetzt. Es ist auf drei Jahre ausgelegt und Kanada und Australien sehen wir uberproportionales zielt auf Effizienzsteigerungen ab. Start war im Ge- Wachstumspotenzial in der Nische des Massenge- schäftsjahr 2023 bei einem Investitionsvolumen uber schäfts im Small-Ticket-Leasing fur KMU. die Gesamtlaufzeit in Höhe von 45 – 50 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2025 soll erstmalig der Break-even- Als Finanzierungspartner fur KMU mit uber 45 Jahren Punkt erreicht werden, sodass die Effizienzsteige- Erfahrung verfugen wir uber ein tiefes Verständnis fur rung in den Vertriebs- und Verwaltungsaufwendun- die sich wandelnden Bedurfnisse unserer Kunden. gen die im Geschäftsjahr 2025 geplanten Kosten der Wir nutzen diese Erfahrung, um unser Leistungs- IT-Investitionen ubersteigt. angebot entsprechend flexibel weiterzuentwickeln und Finanzierungsmöglichkeiten fur ein wachsendes Aufgrund des starken Leasingneugeschäftswachs- Objektportfolio anzubieten. Hierbei setzen wir auch tums in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 sowie
6.2 Prognosebericht
6.2.1 Erwartete Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Sektorumfelds
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Jahresbeginn 2024 sind weiterhin herausfordernd. Die Kriege zwischen Russland und der Ukraine so- wie im Nahen Osten stellen Unsicherheitsfaktoren fur den weltweiten Handel und die Weltwirtschaft dar. Im Euroraum wirkte die von Inflationssorgen getriebene restriktive Geldpolitik der EZB im Vorjahr zudem eher wachstumsdämpfend. Da die Inflationsraten zwi- schenzeitlich deutlich gesunken sind, stellte die EZB bereits eine mögliche Lockerung der Geldpolitik in Aussicht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) prognostiziert, dass die Gesamtinflationsrate im Euroraum im Jahr 2024 auf durchschnittlich 2,7 Prozent zuruckgehen wird, im Vorjahr betrug sie durchschnittlich 5,4 Pro- zent. Mit einer Prognose von 2,1 Prozent fur die In- flation im Jahr 2025 und 1,9 Prozent im Jahr 2026 geht die EZB davon aus, dass ihre Zielinflationsrate von 2 Prozent mittelfristig wieder erreicht wird. Aussa- gen der EZB zufolge ist davon auszugehen, dass der nächste Zinsschritt – nach einer Phase von zunächst konstanten Leitzinsen – eine Lockerung der Refinan- zierungsbedingungen sein könnte. Auf ihrer Sitzung Ende Januar 2024 beließ die EZB den Hauptrefinan- zierungssatz bei 4,5 Prozent und den fur die Finanz- märkte inzwischen richtungsweisenden Zinssatz der Einlagenfazilität bei 4 Prozent.
Die Finanzmärkte erwarten, dass die EZB die Leitzin- sen bis Mai 2024 konstant halten wird und dass die EZB ihre Geldpolitik anschließend lockern wird. Dies ist das Ergebnis einer Finanzmarktumfrage der EZB im Januar 2024. Konkret erwarten die Befragten, dass die EZB im Juni einen ersten Zinsschritt von –25 Ba- sispunkten vornehmen wird. Im weiteren Verlauf sollen sich die Zinssätze sukzessive verringern.
In den Vereinigten Staaten hielt die US-amerikanische Notenbank Fed in ihrer Sitzung Ende Januar 2024 die Spanne fur den Leitzins konstant bei 5,25 bis 5,5 Pro- zent. Die Fed kommunizierte, dass sie noch stärker vertrauen können musse, dass sich die Infla- tionsrate auf das Zielniveau von 2 Prozent zubewegt, bevor sie eine Zinssenkung in Betracht ziehen könne. Die jährliche Inflationsrate in den USA lag im Januar 2024 bei 3,1 Prozent.
Trotz der weiter bestehenden geopolitischen Span- nungen hat sich die Volatilität an den Aktienmärkten zum Jahresanfang 2024 beruhigt. So wies der Volatili- tätsindex VIX zu Beginn des Jahres 2024 einen Wert von rund 13 Punkten aus (Stand 2. Januar 2024: 13,2 Punkte) und verringerte sich damit im Ver- gleich zum Vorjahreswert um rund 10 Punkte (Stand 3. Januar 2023: 22,9 Punkte).
Der vom IWF vorgestellten Prognose lagen sinkende Preise fur Öl, Gas und andere Rohstoffe zugrunde. Ri- siken fur das prognostizierte Wachstum sieht der IWF
Im Euroraum wirkte die von Inflationssorgen getriebene restriktive Geldpolitik der EZB im Vorjahr zudem eher wachstumsdämpfend. Da die Inflationsraten zwi- schenzeitlich deutlich gesunken sind, stellte die EZB bereits eine mögliche Lockerung der Geldpolitik in Aussicht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) prognostiziert, dass die Gesamtinflationsrate im Euroraum im Jahr 2024 auf durchschnittlich 2,7 Prozent zuruckgehen wird, im Vorjahr betrug sie durchschnittlich 5,4 Pro- zent. Mit einer Prognose von 2,1 Prozent fur die In- flation im Jahr 2025 und 1,9 Prozent im Jahr 2026 geht die EZB davon aus, dass ihre Zielinflationsrate von 2 Prozent mittelfristig wieder erreicht wird. Aussa- gen der EZB zufolge ist davon auszugehen, dass der nächste Zinsschritt – nach einer Phase von zunächst konstanten Leitzinsen – eine Lockerung der Refinan- zierungsbedingungen sein könnte. Auf ihrer Sitzung Ende Januar 2024 beließ die EZB den Hauptrefinan- zierungssatz bei 4,5 Prozent und den fur die Finanz- märkte inzwischen richtungsweisenden Zinssatz der Einlagenfazilität bei 4 Prozent.
Die Finanzmärkte erwarten, dass die EZB die Leitzin- sen bis Mai 2024 konstant halten wird und dass die EZB ihre Geldpolitik anschließend lockern wird. Dies ist das Ergebnis einer Finanzmarktumfrage der EZB im Januar 2024. Konkret erwarten die Befragten, dass die EZB im Juni einen ersten Zinsschritt von –25 Ba- sispunkten vornehmen wird. Im weiteren Verlauf sollen sich die Zinssätze sukzessive verringern.
In den Vereinigten Staaten hielt die US-amerikanische Notenbank Fed in ihrer Sitzung Ende Januar 2024 die Spanne fur den Leitzins konstant bei 5,25 bis 5,5 Pro- zent. Die Fed kommunizierte, dass sie noch stärker vertrauen können musse, dass sich die Infla- tionsrate auf das Zielniveau von 2 Prozent zubewegt, bevor sie eine Zinssenkung in Betracht ziehen könne. Die jährliche Inflationsrate in den USA lag im Januar 2024 bei 3,1 Prozent.
Trotz der weiter bestehenden geopolitischen Span- nungen hat sich die Volatilität an den Aktienmärkten zum Jahresanfang 2024 beruhigt. So wies der Volatili- tätsindex VIX zu Beginn des Jahres 2024 einen Wert von rund 13 Punkten aus (Stand 2. Januar 2024: 13,2 Punkte) und verringerte sich damit im Ver- gleich zum Vorjahreswert um rund 10 Punkte (Stand 3. Januar 2023: 22,9 Punkte).
Im September 2023 stabilisierte sich das Zinsniveau im Euroraum, Groß- britannien und den USA auf vergleichsweise hohem Niveau.
Als ein nach eigener Einschätzung führender Anbie- ter im Bereich des Small-Ticket-Leasings in Europa wachsen wir in unseren Kernmärkten in Europa im Wesentlichen durch den Gewinn von Marktanteilen.
Durch die direkte Ansprache von Bestandskunden verfugen wir uber ein großes Potenzial fur Folgegeschäft.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Jahresbeginn 2024 sind weiterhin herausfordernd. Die Kriege zwischen Russland und der Ukraine so- wie im Nahen Osten stellen Unsicherheitsfaktoren fur den weltweiten Handel und die Weltwirtschaft dar.
Die jährliche Inflationsrate in den USA lag im Januar 2024 bei 3,1 Prozent.
Der vom IWF vorgestellten Prognose lagen sinkende Preise fur Öl, Gas und andere Rohstoffe zugrunde.
In seiner im Januar 2024 veröffentlichten Prognose zum Wachstum der Weltwirtschaft geht der Interna- tionale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass das weltweite Wachstum unverändert zum Vorjahr bei 3,1 Prozent liegen wird. Der IWF konstatierte, dass die Wirtschaftsleistung damit deutlich unter dem Durch- schnitt der Jahre 2000 bis 2019 liegen wird. Seiner Analyse zufolge sind eine restriktive Geldpolitik, die Rucknahme staatlicher Leistungen sowie ein schwa- ches Produktivitätswachstum die Ursachen fur das im historischen Vergleich verminderte Wachstum.
Innerhalb der Industrienationen schätzt der IWF das Wachstum fur das Jahr 2024 in den Vereinigten Staa- ten mit 2,1 Prozent am höchsten ein. Fur den Euro- raum setzt der IWF ein deutlich geringeres Wachstum von 0,9 Prozent an. Dabei erwartet er, dass Spanien 1,5 Prozent, Frankreich mit 1,0 Prozent und Italien mit 0,7 Prozent uber dem Durchschnitt liegen. Deutsch- land soll mit einer Wachstumsrate von 0,5 Prozent hinter die anderen Länder fallen.
Mit Blick auf das Jahr 2025 erwartet der IWF eine konstante Verlagerung des Wachstums. Während das weltwei- te Wachstum mit 3,2 Prozent weitestgehend unver- ändert bleiben soll, wird das Wachstum der USA mit 1,7 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Der Euro- raum soll mit einem Wachstum von 1,7 Prozent wie- derum gegenuber den USA aufholen. Auch die deutsche Wirtschaft soll sich mit einem Wachstum von 1,6 Pro- zent erholen. In Frankreich erwartet der IWF mit 1,6 Prozent ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung, Italien wird hingegen mit 1,1 Prozent im Länderver- gleich leicht zuruckfallen. Spanien soll mit 2,1 Prozent am stärksten wachsen.
Die nachfolgenden Aussagen zur kunftigen Geschäftsentwicklung des GRENKE wird seine Ressourcen und Investitionskraft kunftig voll auf die fortschreitende Digitalisierung und das weitere Wachstum im Leasing konzentrieren. Hierbei spielt das Bankgeschäft der GRENKE BANK AG eine un- verändert wichtige Rolle, vor allen Dingen zur Sicher- stellung der Refinanzierung uber Einlagen.
6.2.2 Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung
Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller geo- politischer Konflikte ist der Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.
6.2.2.1 Erwartete Entwicklung des Leasingneugeschäfts
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR.
Folge stellen gestiegene Energiepreise, vergleichswei- se hohe Inflationsraten und die damit verbundenen höheren Zinsen Hindernisse fur die Unternehmen dar. Laut BDL verschärfen Herausforderungen wie Fach- kräftemangel, Streiks, hohe Lohnforderungen, zuneh- mende Burokratie und eine erodierende Infrastruktur die Situation fur Unternehmen.
Auf die KPIs des Unternehmens. GRENKE wird sei-# IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRATS INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
6.2.2.4 Strategie und Erfolgsmessung der nicht-finanziellen Kennzahlen
Klima und Umwelt
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lag die Anzahl der drei Schlusselkennzahlen eine weitgehend stabile Entwicklung an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lag dieser Anteil bei 7,7 Prozent, nach 5,7 Prozent im Vorjahr. Wir rechnen mit einer weiteren leichten Steigerung dieses Werts im laufenden Geschäftsjahr.
In der Kategorie „Klima und Umwelt“ betrachten wir den Anteil der Green-Economy-Objekte an unserem Leasingneugeschäftsvolumen. Wir streben fur alle Länder mit eSignature-Lösung bei 27 Märkten (2022: 27 Länder), eInvoice-Lösungen waren weiterhin in 26 Ländern (2022: 26 Länder) verfügbar. Die eContract-Quote betrug 40,1 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr.
Verantwortung und Vertrauen
In der Kategorie „Verantwortung und Vertrauen“ messen wir mit dem „Overall Strategy Awareness Score“ die Bekanntheit unserer Strategie unter unseren Mitarbeiter:innen entlang einer Skala von 1 (hohe Bekanntheit) bis 7 (geringe Bekanntheit). Im Berichtsjahr erreichten wir einen Wert von 2,6, nach 2,5 im Jahr 2022. Unser Ziel ist es, langfristig einen Wert von 2,5 zu erreichen.
Daruber hinaus betrachten wir den Anteil des Top-Managements mit Nachhaltigkeitskomponenten in der variablen Vergutung. Die Vergutung aller Vorstände ist auf Basis der variablen Vergutung an Nachhaltigkeitsziele geknupft. Ferner sind Nachhaltigkeitskomponenten in die variable Vergutung des Top-Managements integriert. Wir messen dies als den Anteil der Top-Managementpositionen mit Nachhaltigkeitskomponente in der variablen Vergutung im Vergleich zu der Gesamtanzahl der Top-Managementpositionen (d. h. des Vorstands sowie der 1. und 2. Fuhrungsebene). Dies ergibt im Geschäftsjahr 2023 eine Quote von 100 Prozent im Vorstand sowie von 1,8 Prozent in der Gesamtbetrachtung von Vorstand und Top-Management (2022: 1,6 Prozent). Wir verfolgen weiterhin die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die variable Vergutung des gesamten Top-Managements.
Um den Erfolg unserer internen Governance-Strukturen zu messen, erfassen wir den Anteil der durch die interne Revision abgeschlossenen Revisionsprüfungen im Verhältnis zu den geplanten Audits gemäß Jahresprufungsplanung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 lag der Wert bei 81 Prozent und konnte damit deutlich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (2022: 58 Prozent). Unser Ziel ist es, die Abschlussquote der insgesamt geplanten Prüfungen bis 2024 auf 85 Prozent und ab 2025 auf 90 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig soll im laufenden Geschäftsjahr ein Konzernergebnis nach Steuern von 95 bis 115 Mio. EUR erzielt werden. Fur das Digitalisierungsprogramm soll bereits im Geschäftsjahr 2025 der Break-even-Punkt erreicht werden, sodass die Effizienzsteigerung in den Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen erstmalig die Kosten der IT-Investitionen ubersteigt. Gleichzeitig sind wir damit sehr gut aufgestellt, unsere internationalen Wachstumsambitionen uber 2024 hinaus profitabel und skalierbar zu gestalten.
Einen wesentlichen Beitrag dazu wird das im Fruhjahr 2023 initiierte Digitalisierungsprogramm „Digital Excellence“ leisten. Mit End-to-End-Digitalisierung im Kerngeschäft Leasing schaffen wir weitere Effizienzsteigerungen durch die Automatisierung aller Kernprozesse fur das Leasinggeschäft in uber 30 Ländern, die sekundenschnelle Bearbeitung von Leasinganträgen und die stärkere Nutzung von Cloud-Technologien. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand fur 2024 ein Leasingneugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Mrd. EUR. Mit der stabilen Eigenkapitalausstattung verfugt der Konzern uber die notwendige Finanzierungsgrundlage zum Abschluss des angestrebten Neugeschäfts.
6.2.2.5 Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung
Der Prognose fur das Geschäftsjahr 2024 legen wir die oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie die beschriebenen spezifischen Markt- und Branchenentwicklungen zugrunde. Bei unserer Prognose unterstellen wir daruber hinaus, dass geopolitische Spannungen nicht weiter zunehmen. Der Vorstand ist davon uberzeugt, dass der GRENKE Konzern gut aufgestellt ist, um seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und seine Position als einer der fuhrenden Anbieter von Finanzdienstleistungen fur KMU mit Schwerpunkt auf Small-Ticket-Finanzierungen weiter auszubauen.
7. Übernahmerelevante Angaben
Erläuternder Bericht über die Angaben nach §289a HGB und §315a HGB
Generell ist das Stimmrecht in den Fällen des § 136 AktG aus den betroffenen Aktien von Gesetzes wegen ausgeschlossen. Auch aus eigenen Aktien können nach § 71b AktG keine Rechte ausgeubt werden.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaftern vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen, außer den im Vergütungsbericht genannten Sperrfristen fur Aktien, die im Rahmen der aktienbasierten Vergütung von Mitgliedern des Vorstands erworben wurden. Fur weitere Informationen hierzu wird auf den Vergütungsbericht verwiesen.
Ferner bestehen im Zusammenhang mit Stuckaktien Art. 19 Abs. 11 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (Marktmissbrauchsverordnung) und auf Basis interner Vorgaben fur Vorstands- sowie Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG beim Kauf und Verkauf von Aktien der GRENKE AG gewisse Handelsverbote im (zeitlichen) Zusammenhang mit der Veröffentlichung eines Zwischenberichts oder eines Jahresabschlussberichts.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend fur den Anteil der Aktionär:innen am Gewinn nach Steuern der GRENKE AG.
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 besaß die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG mit Sitz in Baden-Baden (Deutschland) 17.069.984 Aktien der Gesellschaft, entsprechend rund 36,71 Prozent des Grundkapitals.
Komplementärin der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG ist die Grenke Vermögensverwaltung GmbH mit Sitz in Baden-Baden (Deutschland). Ihre Kommanditisten sind die folgenden Mitglieder der Familie Grenke: Anneliese Grenke, Moritz Grenke, Oliver Grenke, Roland Grenke und Wolfgang Grenke. Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH ist an Vermögen und Ertrag der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG nicht beteiligt. Jeweils einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Grenke Vermögensverwaltung GmbH sind Frau Anneliese Grenke und Herr Wolfgang Grenke.
Mit Aktienleihvertrag vom 29. Dezember 2023 hat die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 1.920.000 Aktien im Rahmen eines Wertpapierdarlehens auf die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH als Treuhänderin fur die unselbständige GRENKE-Stiftung, Baden-Baden, ubertragen; nach den Bestimmungen des Wertpapierdarlehensvertrags besteht zum Ende der Vertragslaufzeit am 30. Dezember 2024 ein entsprechender Rückübertragungsanspruch der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG auf 1.920.000 Aktien der GRENKE AG. Der GRENKE Stiftung Verwaltungs GmbH sind zum Ende des Geschäftsjahres 2023 somit insgesamt 3.328.500 Aktien der GRENKE AG, entsprechend rund 7,16 Prozent des Grundkapitals, zuzurechnen.
Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Die GRENKE AG verfugte zum Stichtag 31. Dezember 2023 über ein voll eingezahltes gezeichnetes Kapital in Höhe von 46.495.573 EUR, das in 46.495.573 nennwerte Stuckaktien („Aktien“) mit einem rechnerischen Nominalwert von je 1 EUR eingeteilt ist. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere die aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Die Aktien der GRENKE AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts mit den weiteren Zulassungsfolgepflichten, wie sie von der Deutsche Börse AG fur den Prime Standard definiert sind, zugelassen.
Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 14. Mai 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. Mai 2024 Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse nach Maßgabe der §§ 84 und 85 AktG, §§ 24 Abs. 1 und 25c KWG sowie § 5 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen.
Der Vorstand der GRENKE AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung und Abberufung.# Mai 2024 einmalig oder in verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse ver- lung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Teilbeträgen mehrmals auf den Inhaber und/oder auf leihen, wurden nicht ausgegeben. Änderung und Kundigung der mit ihnen abzuschlie- den Namen lautende Options- und/oder Wandel- ßenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann schuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschrei- einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stell- Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer bungen“) mit oder ohne Laufzeitbeschränkung im amtendvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen Gesamtnennbetrag von bis zu 500.000.000 EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern (nachfol- und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands zu ernennen. gend auch „Inhaber“) der Optionsschuldverschreibun- gen Optionsrechte oder -pflichten und den Inhabern Die Arbeitnehmer:innen, die Aktien der GRENKE AG von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionär:innen oder -pflichten fur auf den Namen lautende Stückak- nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der tien der GRENKE AG (nachfolgend auch „GRENKE Satzung aus. Aktien“) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 4.500.000 EUR nach näherer Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass Maßgabe der Bedingungen dieser Schuldverschrei- der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vor- bungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Die jeweili- nimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maß- gen Bedingungen können auch Pflichtwandlungen zum gabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt. Ende der Laufzeit oder zu anderen Zeiten vor- sehen, einschließlich der Verpflichtung zur Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann auch gegen Erbrin- gung einer Sacheinlage erfolgen.
Änderungen der Satzung bedurfen gemäß Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen
Satzung über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über die Änderung der Satzung
Die Satzung der GRENKE AG sieht keine gegen- § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses durch die Hauptversammlung. Deren Beschlüsse werden – soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften oder die Satzung entgegenstehen – mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst (§ 133 AktG, § 15 Abs. 1 der Satzung). Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 2 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen.
lichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig.
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro
Marktwert der Schuldverschreibung nicht wesentlich zu einem Preis veräußert werden, der den Börsen- unterschreitet. In diesem Fall darf die Summe der ver- preis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich äußerten Aktien insgesamt 10 Prozent des jeweiligen unterschreitet. Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten.
Marktwert der Schuldverschreibung nicht wesentlich zu einem Preis veräußert werden, der den Börsen- preis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Summe der ver-
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro
auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Die Schuldverschrei- bungen können auch durch ein Konzernunternehmen der GRENKE AG im Sinne des § 18 AktG ausgegeben werden, an dem die GRENKE AG unmittelbar oder mittelbar zu 100 Prozent beteiligt ist (nachfolgend „Tochtergesellschaft“). Für diesen Fall wird der Vor- stand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die GRENKE AG die Garantie für die Schuldver- schreibungen zu übernehmen und den Inhabern der Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungs- rechte oder -pflichten auf neue, auf den Namen lau- tende Stückaktien der GRENKE AG zu gewähren oder aufzuerlegen.
Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen
wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht.
Zur Bedienung der unter vorstehender Ermächtigung
ausgegebenen Schuldverschreibungen hat die Haupt- versammlung am 14. Mai 2019 ferner beschlossen, das Grundkapital der GRENKE AG um bis zu nominal 4.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2019).
Maßgebend für die Berechnung der 10-Prozent-Gren- ze ist die Höhe des Grundkapitals im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder – falls der nachfolgende Wert geringer ist – die Höhe des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Sofern während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zu ihrer Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch ge- macht wird und dabei das Bezugsrecht gemäß oder ent- sprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10-Prozent- Grenze anzurechnen. Die erworbenen Aktien können auch zur Bedienung von ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder zur Durchfuhrung einer sog. Aktiendividende („Scrip Divi- dend“) verwendet werden. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden.
Der Vorstand wurde unter anderem auch zum Ablauf des
- August 2025 zu jedem zulässigen Zweck eigene Aktien im Umfang von bis zu 5 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals oder, falls dieser Wert niedriger ist, des zum Zeitpunkt der Aus- ubung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwe- cken zu verwenden. Die Aktien können unter anderem auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen von Unter- nehmenszusammenschlussen und Unternehmens- erwerben verwendet oder gegen Barzahlung an Dritte zu einem Ausgabepreis, der den theoretischen
191 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht.
Mit Meldung vom 21. November 2023 wurde bekannt
gegeben, dass Vorstand und Aufsichtsrat beschlos- sen haben, die Erlaubnis der BaFin nach Art. 78 CRR zur Durchfuhrung eines Aktienruckkaufprogramms nach Art. 78 CRR einzuholen. Der Antrag wurde im Berichtszeitraum vollständig eingereicht. Nach Bilanz- stichtag erfolgte die Zulassung durch die BaFin und das Aktienrückkaufprogramm wurde am 12. Februar 2024 begonnen. Mehr Informationen zum Stand des Aktienruckkaufprogramms nach Bilanzstichtag finden sich in Abschnitt 9.8, „Ereignisse nach dem Bilanz- stichtag“ im Konzernanhang.
8. Erklärung zur Unternehmensführung/
8.1 Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG
Corporate Governance Bericht
Die gemäß §§ 289f und 315d HGB abzugebenden Erklärungen zur Unternehmensfuhrung sind für die GRENKE AG und den GRENKE Konzern zusammen- gefasst. Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG berichten entsprechend dem Grundsatz 23 des Deutschen Cor- porate Governance Kodex (DCGK) auch über die Cor- porate Governance der Gesellschaft.
ENTSCHULDIGUNGSERKLÄRUNG 2024 DES VOR- STANDS UND DES AUFSICHTSRATS ZUM DEUT- SCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK) GEMÄSS § 161 AKTG
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz:
Seit der Abgabe der letzten jährlichen Entsprechenserklärung im Januar 2023 hat die GRENKE AG den für sie geltenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28. April 2022, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022 („DCGK 2022“), mit Ausnahme der nach- folgenden - ausschließlich im Zeitraum bis zum Ablauf des 28.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft unter
der Bedingung eines Kontrollwechsels
Weitere Angaben gemäß DRS 20 K211 (Bedingungen eines Kontrollwechsels im Fall eines Übernahmeange- bots) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, der Gesellschaft erheblichen Nachteil zuzufugen.
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG bekennen
sich zu einer verantwortungsvollen, transparenten und nachhaltige und langfristige Steigerung des Unter- nehmenswerts ausgerichteten Fuhrung und Kontrol- le des Unternehmens. Hierfür analysieren und bewerten Vorstand und Aufsichtsrat die Rolle des Unternehmens in der Gesellschaft und die daraus resultierende ge- sellschaftliche Verantwortung genauso wie Sozial- und
Sacheinlage
IN KÜRZE BRIEF DES VORSTANDS - BERICHT DES AKTIE & KONZERN - JAHRESABSCHLUSS FINANZKALENDER & LAGEBERICHT VORSITZENDEN AUFSICHTSRATS INVESTOR RELATIONS ABSCHLUSS GRENKE AG KONTAKT
Baden-Baden, den 30. Januar 2024
GRENKE AG
Zum Wohl des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft eng zusammen. Dabei setzt der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und vollumfänglich über alle für die GRENKE AG und den GRENKE Konzern relevanten Fragen der Umsetzung der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen in Kenntnis. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden, die Geschäftsordnung des Vorstands weist einen entsprechenden Katalog solcher zustimmungspflichtigen Geschäfte auf.
Die in den vergangenen fünf Jahren abgegebenen Entsprechenserklärungen sind auf unserer Website im Bereich Investor Relations unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/ zugänglich.
8.2.1 Der Vorstand
Gemäß § 5 Abs.1 der Satzung besteht der Vorstand der GRENKE AG aus mindestens zwei Personen. Die genaue Anzahl der Personen bestimmt der Aufsichtsrat. Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse und ist einer Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Ihm obliegen dabei die operative Leitung und die Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie die Einhaltung der Unternehmenspolitik. Ferner stellt der Vorstand den Jahresabschluss der GRENKE AG sowie die für sie geltenden Quartalsmitteilungen, den Halbjahresfinanzbericht und den Jahresabschluss des Konzerns auf und informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend in Vorstandsberichten sowie Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen.
Der Vorstand entwickelt die Unternehmensstrategie der GRENKE AG, welche auch die Nachhaltigkeitsstrategie beinhaltet. Die Strategie wird durch den Vorstand im fortlaufenden Austausch mit dem Aufsichtsrat umgesetzt. Strategische Fragen sowie Fragen zur Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, Compliance, zur Finanz- und Ertragslage, zu strategischen und operativen Geschäftsrisiken und deren Management sowie Datenschutz und Informationssicherheit, Cyber- security und zur Nachhaltigkeit entlang der Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) sind regelmäßige Bestandteile von Aufsichtsratssitzungen und Einzelgesprächen zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, welcher über diesen Austausch direkt an den Aufsichtsrat berichtet.
Der Aufsichtsrat erlässt eine Geschäftsordnung für den Vorstand, welche u. a. einen Zustimmungsvorbehalt mit Blick auf die Aufteilung in Geschäftsbereiche sowie Regeln für die Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Vorstands, als auch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand enthält. Die einzelnen Geschäftsbereiche werden den Vorstandsmitgliedern entsprechend den jeweiligen individuellen Kompetenzprofilen zugeteilt. Der Grundsatz der Gesamtverantwortung des Vorstands wird davon nicht tangiert.
Im Berichtszeitraum setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:
- Dr. Sebastian Hirsch (1. Dezember 2022 bis 15. Februar 2023: Interim-CEO und CFO; seit 16. Februar 2023: CEO und Interim-CFO)
- Gilles Christ (CSO)
- Isabel Rösler (CRO)
Seit dem 21. November 2022 hatte der Aufsichtsrat der GRENKE AG die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Michael Bucker auf dessen eigenen Wunsch vorübergehend krankheitsbedingt bis zur vereinbarten Wiederbestellung zum 1. März 2023 widerrufen. Am 16. Februar 2023 haben sich die GRENKE AG und Michael Bucker dahingehend verständigt, dass Michael Bucker das Unternehmen zum 28. Februar 2023 endgültig verlässt.
Vom 21. November 2022 bis zum 16. Februar 2023 übernahm der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Sebastian Hirsch interimistisch die Rolle und Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden (CEO), zusätzlich zu seiner Rolle als Finanzvorstand (CFO). Am 16. Februar 2023 wurde Dr. Sebastian Hirsch durch den Aufsichtsrat zum CEO berufen. Die Rolle des CFO verbleibt bei ihm interimistisch bis zur Berufung eines neuen CFOs. Der Geschäftsverteilungsplan wurde in diesem Zuge zum 1. März 2023 angepasst.
Geschäftsverteilungsplan während des Geschäftsjahres 2023
| Dr. Sebastian Hirsch | Gilles Christ | Isabel Rösler |
|---|---|---|
| Finanzvorstand (Interim-CEO und CFO) | Vertriebsvorstand (CSO) | Risikovorständin (CRO) |
| Strategie & Kommunikation | Markensteuerung | Risikosteuerung |
| Expansion & M&A | Vertrieb GRENKE Solutions | Compliance |
| Controlling | Vertriebsmanagement | Interne Revision |
| IT Services | Corporate Credit | |
| Treasury/Corporate Finance | Prozessmanagement | |
| Administration | Rechnungswesen/Steuern | |
| Recht | ||
| Personal | ||
| Property- und Facility-Management |
Weitergehende Informationen zur Vita der einzelnen Vorstandsmitglieder der GRENKE AG werden auf der Internetseite der GRENKE AG unter www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/management-der-grenke-ag/vorstand/ bereitgestellt.
Die jeweiligen Vorstandsmitglieder führen die ihnen zugewiesenen Geschäftsbereiche grundsätzlich in Eigenverantwortung. Bei Maßnahmen und Geschäften eines Geschäftsbereichs, welche für das Unternehmen von besonderer Relevanz und Tragweite sind, bedürfen diese der vorherigen Zustimmung des gesamten Vorstands. Selbiges gilt für Maßnahmen und Geschäfte, bei denen der Vorstandsvorsitzende oder ein anderes Vorstandsmitglied nach Einschätzung des Vorstands unter Berücksichtigung der Grundsätze der §§ 317 ff. AktG sowie des DCGK (insbesondere Empfehlung 4.2.4) dem Unternehmensinteresse im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung der Gesellschaft gemäß § 87 AktG nachweisbar stärker verpflichtet wäre, als dies bei Anwendung der jeweiligen Geschäftsverteilungspläne der Fall wäre, oder bei denen sich aus einem Geschäftsbereich für das Unternehmen von besonderer Relevanz und Tragweite ergeben würde, die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats benötigt.
8.2 Leitung und Überwachung
Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht unterliegt die GRENKE AG dem deutschen Aktiengesetz. Entsprechend verfügt die Gesellschaft über drei Organe: Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Der Vorstand leitet das Unternehmen, während der Aufsichtsrat den Vorstand uberwacht und berät. Jeweilige Aufgaben und Befugnisse ergeben sich im Wesentlichen aus dem Gesetz sowie der Satzung der Gesellschaft und den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat.
Seit dem 1. März 2023 hat die GRENKE AG sämtlichen geltenden Empfehlungen des DCGK 2022 entsprochen und wird diesen auch in Zukunft entsprechen.
Entgegen der Empfehlung G.10 Satz 1 bildete die Währung aktienbasierter Vergütung zwar auch in dem Altvertrag bereits einen Schwerpunkt der variablen Vergütung, ohne jedoch zwangsweise immer zu überwiegen. Nach dem Altvertrag wurden die variablen aktienbasierten Vergütungsbestandteile – wenngleich unter mehrjährigen Auszahlungssperrfristen – entgegen der Empfehlung G.10 Satz 2 nicht unter einer vierjährigen Auszahlungssperrfrist gewährt.
Der Empfehlung G.11 Satz 2, dass eine variable Vergütung in begründeten Fällen zurückgefordert werden können soll, wurde in dem Altvertrag nicht entsprochen.
Der Empfehlung G.12 im Fall der Beendigung eines Vorstandsvertrags an den vereinbarten Haltedauern festzuhalten, wurde im Altvertrag in Bezug auf die aktienbasierte Vergütung nicht vollumfänglich entsprochen.
Abweichend von der Empfehlung G.13 Satz 1 sah der Altvertrag kein Abfindungs-Cap auf den von zwei Jahresvergütungen vor.
Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen bis zum Ablauf des 28. Februar 2023 – aufgrund eines unter Bestandsschutz stehenden, zum Ablauf des 28. Februar 2023 beendeten Vorstandsvertrags („Altvertrag“) – nicht vollumfänglich entsprochen.
Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
8.2.2 Der Aufsichtsrat
Über das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie der individuellen Bezüge der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht (www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/) informiert. Das geltende Vergütungssystem gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 des AktG, der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 und der Vermerk des Abschlussprufers gemäß § 162 des AktG sind auf der Internetseite der GRENKE AG unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/ öffentlich zugänglich.
Seit dem 21. November 2022 hatte der Aufsichtsrat der GRENKE AG die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Michael Bucker auf dessen eigenen Wunsch vorübergehend krankheitsbedingt bis zur vereinbarten Wiederbestellung zum 1. März 2023 widerrufen. Am 16. Februar 2023 haben sich die GRENKE AG und Michael Bucker dahingehend verständigt, dass Michael Bucker das Unternehmen zum 28. Februar 2023 endgültig verlässt.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG bestand im Berichtszeitraum im Wesentlichen aus folgenden Mitgliedern:
- Dr. Michael Bormann (Vorsitzender)
- Dr. Sebastian Hirsch (Mitglied bis 15. Februar 2023)
- Dr. Ljiljana Mitic (seit 1. März 2023)
- Moritz Grenke (seit 16. Mai 2023)
- Nils Kröber
- Dr. Ljiljana Mitic
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats, mit Ausnahme von Moritz Grenke, werden durch den Aufsichtsrat als unabhängig eingestuft. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde von Nils Kröber über eine laufende Beratungs- tätigkeit für die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG sowie für einzelne Mitglieder der Familie Grenke aufgeklärt und über eventuell daraus resultierende Interessenkonflikte informiert. Moritz Grenke wird auf Grund seiner Tätigkeit als Kommanditist des Großaktionärs GRENKE Beteiligung GmbH & Co. KG als nicht unabhängig eingestuft.# BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Zusammensetzung und Arbeitsweise
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG setzt sich gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung aus sechs Mitgliedern zusammen. Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden durch die Hauptversammlung gewählt.
Im Berichtszeitraum setzte sich der Aufsichtsrat aus den folgenden sechs Mitgliedern zusammen: Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp (bis 16. Mai 2023: Vorsitzender des Aufsichtsrats; zum 16. Mai 2023 ausgeschieden), WP/StB Jens Rönnberg (bis 16. Mai 2023: stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats; seit 16. Mai 2023: Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dr. Konstantin Mettenheimer (seit 16. Mai 2023: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Norbert Freisleben, Dr. Ljiljana Mitic und Dr. Alexander von Baplans (bis 16. Mai 2023).
Aufsichtsratvorsitzende
Der Aufsichtsratvorsitz hielt bis zum 16. Mai 2023 Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp. Er war im Berichtszeitraum zu keinem Zeitpunkt Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Seit dem 16. Mai 2023 hält WP/StB Jens Rönnberg den Aufsichtsratsvorsitz. WP/StB Jens Rönnberg legte vor seiner Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden das Amt des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses nieder.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats steht im regelmäßigen und anlassbezogenen Kontakt zu den einzelnen Vorstandsmitgliedern. In seiner Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender koordinierte Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp bis zum 16. Mai 2023 die Arbeit des Vorstands neben den ihm zugewiesenen Verantwortungsbereichen.
Eine Altersgrenze für die Vorstandsmitglieder wurde durch den Aufsichtsrat festgelegt. Diese sieht vor, dass Mitglieder des Vorstands bei der Bestellung maximal 60 Jahre alt sein dürfen.
Bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflichten gegenüber der Gesellschaft sind die Vorstandsmitglieder zu Schadenersatz verpflichtet.
Unabhängige Anteilseignervertreter:innen
Eine angemessene Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter:innen war aus Sicht des Aufsichtsrats mit bis zum 16. Mai 2023 fünf unabhängigen Vertreter:innen der Anteilseigner, namentlich Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Dr. Ljiljana Mitic, WP/StB Jens Rönnberg, Norbert Freisleben und Dr. Konstantin Mettenheimer, gegeben. Auch seit dem 16. Mai 2023 ist aus Sicht des Aufsichtsrats mit vier unabhängigen Vertreter:innen der Anteilseigner, namentlich Dr. Ljiljana Mitic, WP/StB Jens Rönnberg, Norbert Freisleben und Dr. Konstantin Mettenheimer, eine angemessene Anzahl unabhängiger Anteilseignervertreter:innen gegeben.
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp wurde durch den Aufsichtsrat als unabhängig angesehen, da er trotz seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat der GRENKE AG seit Mai 2003 alle weiteren Definitionsparameter erfullt und daruber hinaus aufgrund seiner Persönlichkeit und seiner Vita sowie seiner finanziellen Unabhängigkeit als unabhängig einzustufen ist. Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp gab keinen Anlass zu Zweifeln an der pflicht- und ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben im Aufsichtsrat; auch gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass aus der langen Zugehörigkeitsdauer ein wesentlicher und nicht nur vorübergehender Interessenkonflikt entsteht.
Weiterführende Informationen zur Vita, zur Mandatslaufzeit und zu weiteren Mandaten der jeweiligen Mitglieder des Aufsichtsrats der GRENKE AG können der Internetseite der GRENKE AG unter www.grenke.com/de/unternehmen/grenke-gruppe/management-der-grenke-ag/aufsichtsrat/ entnommen werden.
Kernaufgaben des Aufsichtsrats
Kernaufgabe des Aufsichtsrats ist die Beratung und Überwachung des Vorstands bei der Geschäftsführung, insbesondere auch in Bezug auf die Unternehmensstrategie und elementare Unternehmensentscheidungen. Er überwacht die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance). Der Vorstand bezieht den Aufsichtsrat in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ein. Der Aufsichtsrat legt für solche Geschäfte Zustimmungsvorbehalte in der Geschäftsordnung des Vorstands fest, sofern diese nicht bereits in der Satzung abgebildet sind. Der Aufsichtsrat stimmt ebenfalls über in § 111a ff AktG geregelte Geschäfte mit nahestehenden Personen ab, soweit diese zustimmungsbedürftig sind. Der Aufsichtsrat verantwortet zudem die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts der GRENKE AG und des GRENKE Konzerns sowie des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns. Auch stellt er den Jahresabschluss der GRENKE AG fest und billigt den Konzernabschluss.
Im Berichtsjahr 2023 wurde der Aufsichtsrat regelmäßig durch den Vorstand in ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen umfassend über die wirtschaftliche Situation des Konzerns, die strategischen Planungen sowie relevante aktuelle Ereignisse informiert. Daruber hinaus unterhielt der jeweilige Aufsichtsratsvorsitzende einen regelmäßigen und engen Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden über das Tagesgeschäft und berichtete über diesen Austausch direkt an das Aufsichtsratsplenum. Wesentliche Bestandteile der Unterrichtungen durch den Vorstand waren die regelmäßigen Berichte über das Neugeschäft, den Vertrieb, die Digitalisierung inklusive Cybersecurity, die Kostenentwicklung, die Informationssicherheit, die Refinanzierung sowie die laufenden Prufungshandlungen durch den Abschlussprufer BDO AG Wirtschaftsprufungsgesellschaft (Jahresabschluss 2023). Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand zu Nachhaltigkeitsfragen entlang der Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, kurz ESG) informiert. Mit Bezug auf die aktuelle makroökonomische Lage, die Entwicklung der Zinslandschaft und der Inflation, waren diese Themen mit den damit verbundenen Herausforderungen ebenfalls beständige Inhaltspunkte des Austauschs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vorstand stimmte sich eng mit dem Aufsichtsrat zur strategischen Entwicklung des Konzerns ab und befasste sich gemeinsam mit dem Aufsichtsrat mit Fragen des Risikomanagements und der Compliance, der Risikovorsorge, dem internen Kontrollsystem sowie der internen Revision.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG kommt mindestens vierteljährlich in ordentlichen Sitzungen zusammen. Darüber hinaus werden bei Bedarf außerordentliche Sitzungen sowie Video- und Telefonkonferenzen abgehalten bzw. Beschlusse außerhalb von Sitzungen gefasst. Unabhängig von diesen Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig Berichte der Internen Revision, der Compliance und des Risikocontrollings.
Für das Gesamtgremium des Aufsichtsrats wurde ein Kompetenzprofil durch den Aufsichtsrat entwickelt. Hierin wurden Ziele bezüglich der individuellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats festgelegt. Integraler Bestandteil des Konzepts ist neben einem zum Profil des Gesamtaufsichtsrats passenden Kompetenzprofil auch die Diversität. Vorschläge für Neubesetzungen im Aufsichtsrat an die Hauptversammlung werden stets entlang der nachfolgend unter Ziffer 8.3 genannten Ziele und Kompetenzanforderungen evaluiert und ausgewählt.
Im Berichtszeitraum wurde eine Kompetenz- und Effizienzprufung vom Aufsichtsrat in Form digital auszufüllender Fragebögen durchgeführt. Die Ergebnisse werden anschließend im Plenum ausfuhrlich besprochen und Verbesserungsvorschlage entwickelt und protokolliert. Die Verbesserungsvorschlage fließen dann im Nachgang – zusammen mit den Empfehlungen des Nominierungsausschusses – in die Gremienarbeit des Aufsichtsrats ein.
Eine ausfuhrliche Darstellung der Tätigkeit des Aufsichtsrats, inklusive einer Übersicht seiner Mitglieder und einer Auflistung der jeweiligen individuellen Teilnahmen an Sitzungen ist dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.
Der Aufsichtsrat fuhrt – unterstutzt durch den Nominierungsausschuss – regelmäßig, mindestens einmal jährlich, a) eine Bewertung der Struktur, Größe, Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse durch, die mit Beratungsgesellschaften entwickelt wurde und in Abstimmung mit dem Nominierungsausschuss jährlich an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird. Hierin werden verschiedene, relevante Themenbereiche aus der Aufsichtsratstätigkeit behandelt. Zu den Themenbereichen zählen unter anderem der Informationsaustausch, die Ausschussarbeit, die Qualität der Zusammenarbeit, der Arbeitseinsatz und die Unabhängigkeit. Die Eingabe der Bewertungen der jeweiligen Themenbereiche erfolgt anonym und jeweils quantitativ, qualitativ sowie nach Zeitaufwand. Nach dem Aggregieren der Eingaben werden die Ergebnisse anschließend im Plenum ausfuhrlich besprochen und Verbesserungsvorschlage entwickelt und protokolliert. Die Verbesserungsvorschlage fließen dann im Nachgang – zusammen mit den Empfehlungen des Nominierungsausschusses – in die Gremienarbeit des Aufsichtsrats ein.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse sind über alle wesentlichen Vorgänge, die die Gesellschaft und den Konzern betreffen, informiert. Die Vorstandsmitglieder sind zur ständigen Berichterstattung über alle geschäftlichen Angelegenheiten und zur Vorlage der erforderlichen Unterlagen verpflichtet. Die Informationen und Unterlagen sind dem Aufsichtsrat und den Ausschüssen rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
Der Vorstand der GRENKE AG hat die vorherige Beschlussfassung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2023 verlangt.
Die Regelungen über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sowie die individuellen Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/) informiert. Der Vergütungsbericht über das letzte Geschäftsjahr, der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 des AktG und der letzte Vergütungsbeschluss der Hauptversammlung gemäß § 113 Abs. 3 des AktG sind auf der Internetseite der GRENKE AG unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/ öffentlich zugänglich.Mai 2023, und seit diesem Tag WP/StB Jens schusse sowie b) eine Bewertung der Kenntnisse, der Befragung wurden durch den Nominierungsaus- Rönnberg, die Arbeit des Aufsichtsrats und nimmt des- Fähigkeiten und Erfahrung sowohl der einzelnen Ge- schuss am 8. Mai 2023 in einer Sitzung ausgewertet sen Belange in der Öffentlichkeit wahr. Hierzu fuhrte der schäftsleiter und Mitglieder des Verwaltungs- oder und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Diese Er- Aufsichtsratsvorsitzende auch Gespräche mit Investo- Aufsichtsorgans als auch des jeweiligen Organs in gebnisse und Verbesserungsvorschläge wurden an- ren zu aufsichtsratsrelevanten Fragestellungen. seiner Gesamtheit durch. Diese Selbstbewertung schließend im Gesamtgremium am 15. Mai 2023 aus- basiert auf einem umfassenden, unternehmensspe- fuhrlich vorgestellt und diskutiert. zifischen Fragebogen, welcher in Zusammenarbeit 198 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T Der Aufsichtsrat stellte mit Blick auf den Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils eine Qualifikationsmatrix auf Basis einer Selbsteinschätzung der Mitglieder auf.
| Norbert Freisleben | Dr. Konstantin Mettenheimer | Nils Kröber | Jens Rönnberg | Moritz Grenke | Dr. Ljiljana Mitic | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | Mitglied seit 2019 | Mitglied seit 2021 | Mitglied seit 2021 | Mitglied seit 2021 | Mitglied seit 2015 | Mitglied seit 2023 |
| Persönliche Eignung | ||||||
| Unabhängigkeit i. S. d. Kodex | ja | ja | ja | ja | ja | ja |
| Kein Overboarding i. S. d. Kodex | ja | ja | ja | ja | ja | ja |
| Diversität | ||||||
| Geburtsjahr | 1957 | 1970 | 1976 | 1955 | 1969 | 1985 |
| Geschlecht | m | m | m | m | w | m |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch-chilenisch |
| Internationale Erfahrung | ||||||
| Deutschland | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| EMEA (Europa, Naher Osten) | ● | ○ | ● | ● | ○ | ● |
| APAC (Asien, Australien) | ○ | ● | ○ | ● | ○ | ○ |
| AMER (Nord- und Südamerika) | ● | ● | ● | ● | ● | ◔ |
| Fachliche Eignung | ||||||
| Führungserfahrung | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ |
| Geschäftsfeld/Sektorenvertrautheit (Leasing, Factoring) | ● | ◑ | ◕ | ◑ | ● | ◕ |
| Geschäftsfeld/Sektorenvertrautheit (Bank) | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ |
| Risikomanagement | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ |
| Compliance/Corporate Governance | ◕ | ◕ | ◕ | ◕ | ◑ | ◑ |
| Kapitalmarkt | ◕ | ◕ | ◕ | ● | ● | ◕ |
| Strategie | ◑ | ◕ | ◕ | ◑ | ● | ◑ |
| Nachhaltigkeit/ESG/CSR | ◔ | ◑ | ◕ | ◑ | ● | ● |
| IT, Technologie und Digitalisierung | ◑ | ◑ | ◑ | ◑ | ● | ◑ |
| Vertrieb | ◕ | ◕ | ● | ◕ | ● | ◑ |
| Personal | ● | ● | ◕ | ◕ | ◑ | ◑ |
| Finanzexperte nationale und internationale Rechnungslegung Abschlussprüfung | ● | ● | ◕ | ◕ | ◔ | ◑ |
Die Kennzeichnung resultiert auf einer Selbsteinschätzung des Aufsichtsrats und spiegelt den Bereich zwischen ‚hohe‘ ● Kenntnisse / Expertise und ‚keine‘ ○ Kenntnisse / Expertise wider.
199 I N K Ü R Z E B R I E F D E S V O R S TA N D S - B E R I C H T D E S A K T I E & K O N Z E R N - J A H R E S A B S C H L U S S F I N A N Z K A L E N D E R & L A G E B E R I C H T V O R S I T Z E N D E N A U F S I C H T S R AT S I N V E S T O R R E L AT I O N S A B S C H L U S S G R E N K E A G K O N TA K T
In seiner Zusammensetzung aus erwiesenen Expert:innen auf den Gebieten Finanzwesen, Rechnungslegung, Unternehmensplanung, Unternehmensfuhrung, Controlling, Accounting, Risikomanagement, Wirtschaftsprufung, Compliance, Umwelt und Nachhaltigkeit, IT, Recht und Personal erfullt der Aufsichtsrat der GRENKE AG vollumfänglich das zugrunde liegende Kompetenzprofil und verfugt uber die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben.
8.2.2.2 Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vereinbarungsgemäß ist der Aufsichtsrat vom Abschlussprufer unverzuglich uber alle relevanten wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse zu informieren, zu deren Kenntnis dieser im Rahmen der Abschlussprufung gelangt. Auch hat der Abschlussprufer den Aufsichtsrat daruber zu informieren und dies im Prufungsbericht festzuhalten, sollten bei der Durchfuhrung der Abschlussprufung Tatsachen festgestellt werden, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Die an die Ausschusse ubertragenen Aufgaben und Befugnisse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aufgefuhrt. Über die Arbeit der jeweiligen Ausschusse berichten die Ausschussvorsitzenden im Plenum des Gesamtaufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze erlassen, welche besagt, dass Aufsichtsratsmitglieder bei der Wahl maximal 70 Jahre alt sein durfen.
Eine Übersicht der Ausschusse, deren Mitglieder und Vorsitzende, eine Aufstellung der jeweiligen Teil nahmen an Sitzungen der Ausschusse sowie Details zur Arbeit der im Geschäftsjahr 2023 gebildeten Ausschusse können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden.
8.2.2.2.1 Prüfungsausschuss
Dem Prufungsausschuss gehören drei Mitglieder an. Die Aufgaben des Prufungsausschusses sind gemäß § 7 Abs. 4 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats insbesondere: die Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, des Compliance-Management-Systems, inklusive der Korruptionsbekämpfung, sowie der Internen Revision. Zudem gehören die Überwachung der Durchfuhrung der Jahresabschluss prufung, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprufers und der vom Abschlussprufer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie der Qualität des Abschlussprufers zu den Aufgaben des Prufungs ausschusses.
Die Empfehlung an den Aufsichtsrat uber die festzulegenden Prufungsschwerpunkte des Abschlussprufers sowie die Entgegennahme und Bewertung der Fest stellungen des Abschlussprufers uber die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement systems und die Effizienz der internen Revision oblie gen ebenfalls dem Prufungsausschuss.
Des Weiteren befasst sich der Prufungsausschuss mit etwaigen sonstigen Feststellungen des Abschlussprufers, der Vorbereitung der dem Aufsichtsrat nach §§ 170, 171 AktG obliegenden Prufungen und Bericht erstattungen, der Überwachung der Abarbeitung der festgestellten Mängel und der Erörterung der Zwischen berichte (viertel- und halbjährlich) und -mitteilungen.
Im Geschäftsjahr 2023 war der Prufungsausschuss mit WP/StB Jens Rönnberg sowie Dr. Konstantin Metten heimer und Norbert Freisleben besetzt. Den Vorsitz hatte bis zum 16. Mai 2023 WP/StB Jens Rönnberg und ab dem 16. Mai 2023 Norbert Freisleben inne. Da mit erfullt das Gremium alle nach § 107 Abs. 4 Satz 3 AktG und § 100 Abs. 5 AktG sowie § 25d Abs. 9 KWG geltenden Anforderungen an den Prufungsausschuss.
Alle Mitglieder des Prufungsausschusses sind vom GRENKE Konzern unabhängig und verfugen uber Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung inter ner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Der Prufungsausschuss ist in seiner Gesamtheit mit dem Sektor, in dem der GRENKE Konzern tätig ist, vertraut.
8.2.2.2.2 Nominierungsausschuss
Dem Nominierungsausschuss gehören drei Mitglieder an.
| WP/StB Jens Rönnberg | Dr. Konstantin Mettenheimer | Norbert Freisleben | |
|---|---|---|---|
| Zugehörigkeit | Mitglied | Mitglied | Mitglied |
| Vorsitzender bis | 16. Mai 2023 | - | ab 16. Mai 2023 |
Aufgaben des Nominierungsausschusses sind gemäß § 8 Abs. schaft schadensersatzpflichtig.
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat in Anlehnung an die Vorgaben des § 25d Abs. 7 Satz 2 KWG neben dem Prufungsausschuss ei nen Nominierungsausschuss, einen Risikoausschuss und einen Vergutungskontrollausschuss eingerich tet. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat am 14. März 2023 die auf den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zur Hauptversammlung 2026 zeitlich begrenzte Einrichtung eines Digitalisierungsausschusses.
Die an die Ausschüsse ubertragenen Aufgaben und Befugnisse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aufgefuhrt. Über die Arbeit der jeweiligen Ausschusse berichten die Ausschussvorsitzenden im Plenum des Gesamtaufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze erlassen, welche besagt, dass Aufsichtsratsmitglieder bei der Wahl maximal 70 Jahre alt sein durfen.
Eine Übersicht der Ausschusse, deren Mitglieder und Vorsitzende, eine Aufstellung der jeweiligen Teil nahmen an Sitzungen der Ausschusse sowie Details zur Arbeit der im Geschäftsjahr 2023 gebildeten Aus schusse können dem Bericht des Aufsichtsrats ent nommen werden.
8.2.2.2.1 Prüfungsausschuss
Dem Prufungsausschuss gehören drei Mitglieder an. Die Aufgaben des Prufungsausschusses sind gemäß § 7 Abs. 4 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ins besondere: die Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, die Überwa chung des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, des Compliance-Ma nagement-Systems, inklusive der Korruptionsbekämp fung, sowie der Internen Revision. Zudem gehören die Überwachung der Durchfuhrung der Jahresabschluss prufung, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprufers und der vom Abschlussprufer zusätzlich erbrachten Leistungen sowie der Qualität des Abschlussprufers zu den Aufgaben des Prufungs ausschusses.
Die Empfehlung an den Aufsichtsrat uber die festzulegenden Prufungsschwerpunkte des Abschlussprufers sowie die Entgegennahme und Bewertung der Fest stellungen des Abschlussprufers uber die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagement systems und die Effizienz der internen Revision oblie gen ebenfalls dem Prufungsausschuss.
Des Weiteren befasst sich der Prufungsausschuss mit etwaigen sonstigen Feststellungen des Abschlussprufers, der Vorbereitung der dem Aufsichtsrat nach §§ 170, 171 AktG obliegenden Prufungen und Bericht erstattungen, der Überwachung der Abarbeitung der festgestellten Mängel und der Erörterung der Zwischen berichte (viertel- und halbjährlich) und -mitteilungen.
Im Geschäftsjahr 2023 war der Prufungsausschuss mit WP/StB Jens Rönnberg sowie Dr. Konstantin Metten heimer und Norbert Freisleben besetzt. Den Vorsitz hatte bis zum 16. Mai 2023 WP/StB Jens Rönnberg und ab dem 16. Mai 2023 Norbert Freisleben inne. Da mit erfullt das Gremium alle nach § 107 Abs. 4 Satz 3 AktG und § 100 Abs. 5 AktG sowie § 25d Abs. 9 KWG geltenden Anforderungen an den Prufungsausschuss.
Alle Mitglieder des Prufungsausschusses sind vom GRENKE Konzern unabhängig und verfugen uber Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung inter ner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Der Prufungsausschuss ist in seiner Gesamtheit mit dem Sektor, in dem der GRENKE Konzern tätig ist, vertraut.
8.2.2.2.2 Nominierungsausschuss
Dem Nominierungsausschuss gehören drei Mitglieder an. Auf-
gaben des Nominierungsausschusses sind gemäß § 8 Abs.# 8.2.2.2.3 Risikoausschuss
Dem Risikoausschuss gehören drei Mitglieder an. Aufgaben des Risikoausschusses sind gemäß § 9 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats insbesondere die Beratung des Aufsichtsrats zur aktuellen und zur kunftigen Gesamtrisikobereitschaft und Gesamtrisikostrategie des Unternehmens sowie Unterstutzung des Vorstands bei der Überwachung der Umsetzung dieser Strategie durch die obere Leitungsebene.
Bis zum 16. Mai 2023 war der Risikoausschuss mit Norbert Freisleben als Vorsitzendem sowie Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Dr. Konstantin Mettenheimer als Mitgliedern besetzt. Seit dem 16. Mai sitzt Dr. Konstantin Mettenheimer dem Gremium vor, Norbert Freisleben und Moritz Grenke sind die weiteren Mitglieder. Das Gremium verfugt in seiner Gesamtheit uber ausreichende Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen betreffend Risikomanagement und Kontrollverfahren. Der Vorsitzende ist weder Vorsitzender des Gesamtaufsichtsrats noch eines anderen Ausschusses.
8.2.2.2.4 Vergütungskontrollausschuss
Dem Vergutungskontrollausschuss gehören drei Mitglieder an. AufgabendesVergutungskontrollausschus ses sind gemäß § 10 Abs. 3 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats insbesondere die Überwachung der angemessenen Ausgestaltung der Vergutungssys teme der Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter:innen sowie insbesondere die angemessene Ausgestaltung der Vergutungen fur die Leiter der Risikocontrolling- Funktion und der Compliance-Funktion sowie solcher Mitarbeiter:innen, die einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil des Instituts haben, und Unter stutzung des Aufsichtsrats bei der Überwachung der angemessenen Ausgestaltung der Vergutungssyste me fur die Mitarbeiter:innen des Unternehmens.
Der Ausschuss trägt den langfristigen Interessen von Anteilseignern, Anlegern, sonstiger Beteiligter sowie dem öffentlichen Interesse Rechnung und unterstutzt den Aufsichtsrat bei der Überwachung der ordnungs gemäßen Einbeziehung der internen Kontroll- und aller sonstigen maßgeblichen Bereiche bei der Ausgestal tung der Vergutungssysteme, der Zielvorgaben und -erreichung fur die variable Vergutung der Vorstände. Er berät bei der Gestaltung der Vergutungspolitik und legt eine angemessene und auf eine nachhaltige Un ternehmensentwicklung ausgerichtete Vergutung der Vorstände fest.
Das im Geschäftsjahr 2023 mit Nils Kröber als dem Vorsitzenden sowie Dr. Ljiljana Mitic und Norbert Freisleben als Mitgliedern besetzte Gremium verfugt in seiner Gesamtheit uber ausreichende Sachkunde im Bereich Risikomanagement und Risikocontrolling (insbesondere im Hinblick auf Vergutungssysteme). Der Vorsitzende verfugt daruber hinaus uber Sachver stand und Berufserfahrung sowie Dr. Ljiljana Mitic uber Sachkunde im Bereich Risikomanagement und Risi kocontrolling, insbesondere im Hinblick auf Mechanis men zur Ausrichtung der Vergutungssysteme an der Gesamtrisikobereitschaft und -strategie sowie an der Eigenmittelausstattung des Unternehmens.
8.2.2.2.5 Digitalisierungsausschuss
Dem Digitalisierungsausschuss gehören drei Mitglie der an. Der Ausschuss wurde mit Aufsichtsratsbe schluss vom 14. März befristet fur den Zeitraum vom 1. April 2023 bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2026 gebildet. Gemäß § 11 Abs. 4 der Geschäfts ordnung des Aufsichtsrats sind die maßgeblichen Aufgaben des Digitalisierungsausschusses die Unter stutzung des Aufsichtsrats bei der Überwachung der Umsetzung der IT- und Digitalisierungsstrategie, die begleitende Überwachung der IT-Projekte und Prozessinitiativen, der geplanten IT-Architektur und -struktur hinsichtlich technischer Leistungsfähigkeit, Stabilität und Skalierbarkeit sowie der Investitionsbud gets. Auch unterstutzt das Gremium den Aufsichtsrat bei der Überwachung des Projekt- und Erfolgscont rollings auf Ebene der IT-, Verwaltungs- und Personal kosten im Bereich der Digitalisierung.
Der Digitalisierungsausschuss war vom 1. April bis 16. Mai 2023 mit Dr. Ljiljana Mitic als der Vorsitzenden sowie Norbert Freisleben und Nils Kröber besetzt. Seit dem 16. Mai 2023 besteht der Digitalisierungs ausschuss aus der Vorsitzenden Dr. Ljiljana Mitic, Nils Kröber und Moritz Grenke.
8.3 Zielgrößen für Frauenanteil, Diversitätskonzept und Kompetenzprofil
Einmal im Geschäftsjahr berichtet der Vorstand - Stände unterhalb des Vorstands wurde durch den Vorstand fur das Geschäftsjahr 2023 auf mindes tens 30 Prozent festgelegt. Dieser Zielwert wurde im Berichtszeitraum fur die GRENKE AG erreicht.
Des Weiteren beschloss der Vorstand, fur das Ge schäftsjahr 2024 fur die ersten beiden Fuhrungsebe nen unterhalb des Vorstands eine geschlechterspezi fische Zielgröße von jeweils 30 Prozent beizubehalten.
In der Gesamtbelegschaft der GRENKE AG war das Geschlechterverhältnis im Geschäftsjahr 2023 mit einem Frauenanteil von rund 50 Prozent weitgehend ausgeglichen.
Fur das Geschäftsjahr 2023 legte der Aufsichtsrat eine Zielgröße fur den Anteil weiblicher Fuhrungskräfte im Vorstand von mindestens 25 Prozent und im Auf sichtsrat von mindestens 33 Prozent fest. Die entspre chenden Zielgrößen bilden dabei eine Untergrenze.
Die Zielgröße fur den Vorstand wurde 2023 erreicht.
Familienfreundlicher Maßnahmen (wie z. B. finanzielle Unter stutzung, Unterstutzung bei der Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeitmodelle, Teilzeitmodelle, ortsunab hängige Ansinnen, den Frauenanteil in Fuhrungspositio nen zu erhöhen, um.
Der Vorstand soll in seiner Zusammensetzung den An forderungen des „Zweiten Fuhrungspositionen-Geset-
GRENKE AG - Geschäftsbericht 2023
8.2 Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat
8.2.1 Vorstand
Die GRENKE AG berücksichtigt für die Zusammensetzung des Vorstands folgende Diversitätsaspekte:
Maßgeblich für die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Besetzung einer Vorstandsposition ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls. Aus Sicht des Aufsichtsrats sind insbesondere die persönliche Eignung und fachliche Qualifikation wesentliche Kriterien bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands. Dies umfasst nicht nur eine angemessene Berücksichtigung von Frauen, sondern auch die Vielfalt hinsichtlich der kulturellen Herkunft und die verschiedenen Bildungs- und Berufshintergründe.
Darüber hinaus können hierdurch gewährleistet werden, dass alle Änderungen des geschäftlichen Umfelds, welche grundsätzlich in einem internationalen Kontext stehen, sowie alle die Gesellschaft im unternehmerischen Alltag betreffenden Auswirkungen des kulturellen, demografischen und gesellschaftlichen Wandels analysiert und bewertet werden. Dies entspricht unserem Verständnis von Beständigkeit und Nachhaltigkeit sowie von Innovation und Dynamik für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.
Dabei achtet der Aufsichtsrat insbesondere auf folgende Grundsätze bei der Abwägung, welche Persönlichkeiten das Vorstandsgremium am besten ergänzen würden:
- Die Zusammensetzung des Vorstands soll hinsichtlich der Altersstruktur so ausgewogen sein, dass die Handlungsfähigkeit des Organs jederzeit gewährleistet ist.
- Die Mitglieder des Vorstands müssen im Hinblick auf ihre Bildungs- und Berufshintergründe die Pflichten zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung nach dem Gesetz, der Satzung und der Geschäftsordnung der GRENKE AG erfüllen können. Darüber hinaus sollen sie im Wesentlichen über folgende Hintergründe verfügen:
- nachhaltige Managementerfahrung in einem internationalen Kontext
- umfangreiche Erfahrung im IT-Management (Digitalisierung) aus verschiedensten Perspektiven
- umfassende Kenntnisse über die Anforderungen und Zusammenhänge des Kapitalmarkts
- fundierte Kenntnisse des Finanzmanagements und des Risikomanagements
- profunde Kenntnisse der Rechnungslegung nach IFRS und HGB
- tiefgreifende Kenntnisse in Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Basierend auf diesen Grundsätzen erfüllt der Aufsichtsrat mit der Berücksichtigung der Geschlechterdiversität bei der Auswahl der Vorstandsmitglieder die rechtlichen Erfordernisse und setzt das damit verbundene "Zweite Führungspositionengesetz (FuPoG II)" um.
Im Rahmen dieses Austauschs prüft der Aufsichtsrat regelmäßig, ob die Kompetenzen der jeweiligen Vorstandsmitglieder den Anforderungen ihres Ressorts genügen. Auch wird hierbei regelmäßig geprüft, ob die Anzahl der Vorstandsmitglieder und deren Zuständigkeiten dem Wachstum und der Komplexität des Unternehmens und den damit verbundenen Anforderungen entsprechen.
Die Entscheidung über die Besetzung des Vorstands und den Geschäftsverteilungsplan sowie die Sicherung der personellen Nachfolgeplanung obliegt dem Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand und mit Unterstützung durch den Nominierungsausschuss für die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand. Bei der langfristigen Nachfolgeplanung werden die Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kreditwesengesetzes, des Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sowie die Kriterien des vom Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des Vorstands entwickelten Diversitätskonzepts berücksichtigt. Unter Einbeziehung der konkreten Qualifikationsanforderungen und der genannten Kriterien erarbeitet der Nominierungsausschuss ein Zielprofil und erstellt auf dessen Basis im Fall einer konkreten Nachfolgeentscheidung eine engere Auswahl verfügbarer Kandidat:innen. Mit diesen Kandidat:innen werden danach strukturierte Gespräche geführt. Anschließend wird dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Beschlussfassung vorgelegt. Bei Bedarf werden der Aufsichtsrat sowie der Nominierungsausschuss bei der Entwicklung von Anforderungsprofilen durch externe Berater unterstützt. Die Position der Generalbevollmächtigten dient dabei im Unternehmen als Möglichkeit, interne Kandidat:innen an die Rolle des Vorstands heranzuführen.
8.2.2 Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Beratung und Überwachung des Vorstands jederzeit sichergestellt sind. Für die Besetzung des Aufsichtsrats finden folgende Diversitätsaspekte entsprechende Berücksichtigung:
Der Aufsichtsrat soll in seiner Zusammensetzung den Anforderungen des „Zweiten Führungspositionengesetzes (FuPoG II)“ genügen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen hinsichtlich ihrer Bildungs- und Berufshintergründe in der Lage sein, die gesetzlichen Verpflichtungen, die mit dieser Aufgabe einhergehen, zu erfüllen und zugleich die für die Ausübung dieser Tätigkeit erforderliche Zeit aufbringen können. Neben den hohen charakterlichen Anforderungen im Sinne der Persönlichkeitskompetenz sind vor allem fachliche Kompetenzen und wirtschaftliche Erfahrung sowie eine entsprechende objektive Urteilsfähigkeit der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder entscheidend. Das Kompetenzprofil der Mitglieder des Aufsichtsrats der GRENKE AG stellt in Ergänzung hierzu im Wesentlichen auf folgende Hintergründe ab:
- nachhaltige Managementerfahrung in einem internationalen Kontext
- umfassende Kenntnisse über die Anforderungen und Zusammenhänge des Kapitalmarkts
- fundierte Kenntnisse des Finanzmanagements (Finanzierung und Controlling)
- profunde Kenntnisse der Rechnungslegung nach IFRS und HGB
- umfangreiche Erfahrung im IT-Management (Digitalisierung und Transformation)
- Erfahrung im Strategie- und Vertriebsmanagement
- tiefgreifende Kenntnisse in Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein.
Die mit dem Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats verfolgten Ziele lauten entsprechend wie folgt:
Um seiner Rolle als Aufsichts- und Kontrollgremium gerecht zu werden, soll der Aufsichtsrat in der Lage sein, eine zutreffende Einschätzung der aktuellen Entwicklung und Zukunftsausrichtung der Gesellschaft abzugeben. Entsprechend ist das Ziel, den Aufsichtsrat so zu besetzen, dass eine dem Aktiengesetz und dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechende qualifizierte Kontrolle und Beratung jederzeit sichergestellt sind.
Im Geschäftsjahr 2023 war der Aufsichtsrat so zusammengesetzt, dass die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen durch die Gesamtheit der Mitglieder des Aufsichtsrats umfassend abgebildet waren. Somit war es dem Gremium möglich, sich zum einen inhaltlich qualifiziert mit den entscheidungsrelevanten Fragestellungen auseinanderzusetzen und diese zu bewerten. Zum anderen war es in der Lage, seine Entscheidungen für eine wirksame Überwachung und Kontrolle unter objektiven Gesichtspunkten zu treffen.
Die Lebensläufe aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder wurden durch die Gesellschaft auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht und geben Auskunft über die individuellen relevanten Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Die Lebensläufe werden jährlich aktualisiert.
8.4 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die jeweilige Vergütung sowie das zugrundeliegende Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat werden im Vergütungsbericht (www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/) beschrieben.
Der Vergütungsbericht über das letzte Geschäftsjahr und der Vermerk des Abschlussprufers gemäß § 162 des AktG, das geltende Vergütungssystem gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 des AktG und der letzte Vergütungsbeschluss gemäß § 113 Abs. 3 des AktG sind auf der Internetseite der GRENKE AG unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen/ öffentlich zugänglich.
Die Zielgröße für den Anteil Frauen im Aufsichtsrat wurde 2023 nicht erreicht, soll aber perspektivisch wieder erfüllt werden. Hintergrund der aktuellen Nichterfüllung ist eine Entscheidung für Kandidaten auf Basis eines sehr spezifischen Anforderungsprofils.
Die Zielgröße für den Anteil Frauen im Aufsichtsrat wurde 2023 nicht erreicht, soll aber perspektivisch wieder erfüllt werden. Hintergrund der aktuellen Nichterfüllung ist eine Entscheidung für Kandidaten auf Basis eines sehr spezifischen Anforderungsprofils.# 8.5 Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors’ Dealings)
Per Gesetz sind Personen, die Fuhrungsaufgaben bei der GRENKE AG wahrnehmen, sowie Personen in enger Beziehung zu diesen, verpflichtet, jeglichen Handel mit Anteilen der GRENKE AG oder mit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, sofern der Wert der Transaktion im Kalenderjahr die Schwelle von 20.000 EUR erreicht oder uberschreitet. Die GRENKE AG stellt nach Art. 19 Abs. 2 und 3 Marktmissbrauchsverordnung (MAR) die erforderlichen Mitteilungen und Veroffentlichungen sicher und publiziert diese gleichermaßen auf der Internetseite des Unternehmens unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/directors-dealings/.
8.6 Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Zum 31. Dezember 2023 betrug der zuzurechnende Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der GRENKE AG 31.090 Aktien. Dies entspricht rund 0,1 Prozent der ausgegebenen Aktien. Der Aktienbesitz verteilte sich wie folgt auf die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats:
| Name | Zuzurechnende Aktien |
|---|---|
| Dr. Sebastian Hirsch (CEO) | 8.000 |
| Gilles Christ (CSO) | 8.030 |
| Isabel Rösler (CRO) | 1.300 |
| WP/StB Jens Rönnberg (Vorsitz) | 0 |
| Dr. Konstantin Mettenheimer | 0 |
| (Stv. Vorsitz) | |
| Norbert Freisleben | 450 |
| Moritz Grenke¹ | 11.612 |
| Nils Kröber | 294 |
| Dr. Ljiljana Mitic | 1.404 |
| Gesamt | 31.090 |
¹ Inklusive Anteile der Ehepartnerin
8.7 Transparenz und Information der Aktionärinnen
GRENKE AG erfolgen durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Daruber hinaus nutzt das Unternehmen eine Vielzahl von Kanälen, um den Finanzmarkt und die Öffentlichkeit umfassend uber den Geschäftsverlauf und relevante Ereignisse zu informieren. Gemäß Art. 18 MAR fuhrt die GRENKE AG Insiderlisten. Die betroffenen Personen wurden uber die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen bei eventuellen Verstößen aufgeklärt. Maßnahmen der GRENKE AG zur Information des Kapitalmarkts sind ausfuhrlich im Kapitel „Aktie und Investor Relations“ dieses Geschäftsberichts beschrieben.
8.8 Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Das Segment verantwortungsvolle Unternehmensführung umfasst die Bereiche Compliance, Geldwäscheprävention, Corporate Governance, Datenschutz, Informationssicherheit, Umwelt und Klima sowie Sozialer Beitrag. Aufgrund des hohen Stellenwerts dieser Themen sowohl fur das Kundenvertrauen als auch fur das Vertrauen am Kapitalmarkt sowie deren weiterreichende Relevanz fur den Unternehmenserfolg, ist diesem Bereich ein eigenes Kapitel in der Nichtfinanziellen Erklärung des Geschäftsberichts gewidmet, zu dem weiterfuhrende Informationen zu Gegenstand und Umfang der Jahresabschlussprufung gemäß § 317 HGB finden in Kapitel 4.
8.9 Controlling und Risikomanagement
Das Risikomanagement bei der GRENKE AG soll den Vorstand und alle involvierten Beschäftigten befähigen, Risiken bewusst zu steuern und Chancen zu nutzen. Dabei gelten fur die GRENKE AG als Finanzdienstleister die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt fur Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) definierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie die bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT). Das Thema Risikomanagement und die jeweiligen Verantwortlichkeiten werden ausfuhrlich im Lagebericht behandelt.
8.10 Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität
Gemäß §§ 315 Abs. 5 und 298 Abs. 2 HGB werden der Lagebericht des GRENKE Konzerns sowie der Lagebericht der GRENKE AG in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Auftretende Abweichungen werden jeweils detailliert im Lagebericht der GRENKE AG erläutert.
Die Konzernrechnungslegung des GRENKE Konzerns fur das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 erfolgte im Einklang mit den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind sowie fur die Gesellschaft nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Die GRENKE AG hat daruber hinaus die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315a HGB zu beachten und angewendet.
Nach Prufung durch den Aufsichtsrat werden der festgestellte Jahresabschluss und der gebilligte Konzernabschluss grundsätzlich innerhalb von vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres veröffentlicht. Fur das Geschäftsjahr 2023 wählte die Hauptversammlung am 16. Mai 2023 die BDO AG Wirtschaftsprufungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprufer und Konzernabschluss prufer. Die BDO AG Wirtschaftsprufungsgesellschaft nimmt auch die pruferische Durchsicht fur unterjähriger Finanzberichte vor, soweit diese erfolgt.
Weiterfuhrende Informationen zu Gegenstand und Umfang der Jahresabschlussprufung gemäß § 317 HGB sowie zu den Aufgaben des Prufungsausschusses können dem Bericht des Aufsichtsrats des Geschäftsberichts entnommen werden.
9. Lagebericht für die GRENKE AG
9.1 Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeit
Im Folgenden wird – ergänzend zur Berichterstattung uber den GRENKE Konzern – die Entwicklung der GRENKE AG (die „Gesellschaft“) im Geschäftsjahr 2023 erläutert. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft fur das Geschäftsjahr 2023 sowie der Konzernabschluss werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Daruber hinaus wird der Jahresabschluss fur das Geschäftsjahr 2023 unter www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-praesentationen zum Download angeboten. Bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung waren keine wesentlich abweichenden Entwicklungen zu verzeichnen, die ausschließlich die Gesellschaft betrafen.
9.1.1 Niederlassungen
Neben ihrer Funktion als Muttergesellschaft des Konzerns betreibt die GRENKE AG das Leasinggeschäft in Deutschland. Neben dem Stammhaus in Baden-Baden befinden sich in den folgenden Städten in Deutschland Standorte der GRENKE AG:
Standorte in Deutschland
| Gesellschaft | Sitz |
|---|---|
| GRENKE AG | Baden-Baden |
| GRENKELEASING AG | Baden-Baden |
| GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA | Baden-Baden |
| GRENKE Service GmbH | Baden-Baden |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden |
| GRENKE digital GmbH | Karlsruhe |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG | Kieselbronn |
Die GRENKE AG wurde 1997 unter der damaligen Firmierung GRENKELEASING AG gegrundet. Im selben Jahr wurde auch die GRENKE Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) gegrundet. Die beiden Gesellschaften stellen eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar, mit der GRENKE AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Im Rahmen eines Doppelstockmodells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKE AG hält indirekt 100 Prozent der KGaA, es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabfuhrungsvertrag. Als Muttergesellschaft des GRENKE Konzerns hielt die GRENKE AG zum Jahresende 2023 direkte Beteiligungen an 43 Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten.
Standorte in Deutschland
| Gesellschaft | Sitz |
|---|---|
| GRENKE AG | Baden-Baden |
| GRENKELEASING AG | Baden-Baden |
| GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA | Baden-Baden |
| GRENKE Service GmbH | Baden-Baden |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden |
| GRENKE digital GmbH | Karlsruhe |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG | Kieselbronn |
Die GRENKE AG wurde 1997 unter der damaligen Firmierung GRENKELEASING AG gegrundet. Im selben Jahr wurde auch die GRENKE Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) gegrundet. Die beiden Gesellschaften stellen eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar, mit der GRENKE AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Im Rahmen eines Doppelstockmodells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKE AG hält indirekt 100 Prozent der KGaA, es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabfuhrungsvertrag. Als Muttergesellschaft des GRENKE Konzerns hielt die GRENKE AG zum Jahresende 2023 direkte Beteiligungen an 43 Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten.
| Gesellschaft | Sitz |
|---|---|
| GRENKE AG | Baden-Baden |
| GRENKELEASING AG | Baden-Baden |
| GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA | Baden-Baden |
| GRENKE Service GmbH | Baden-Baden |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden |
| GRENKE digital GmbH | Karlsruhe |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG | Kieselbronn |
| Gesellschaft | Sitz |
|---|---|
| GRENKE AG | Berlin*/** |
| GRENKE AG | Bielefeld** |
| GRENKE AG | Bremen** |
| GRENKE AG | Dortmund** |
| GRENKE AG | Dresden** |
| GRENKE AG | Düsseldorf** |
| GRENKE AG | Erfurt** |
| GRENKE AG | Frankfurt am Main** |
| GRENKE AG | Freiburg** |
| GRENKE AG | Hamburg** |
| GRENKE AG | Hannover** |
| GRENKE AG | Heilbronn** |
| GRENKE AG | Karlsruhe* |
| GRENKE AG | Kassel* |
| GRENKE AG | Kiel* |
| GRENKE AG | Kieselbronn*/** |
| GRENKE AG | Köln*/** |
| GRENKE AG | Leipzig** |
| GRENKE AG | Magdeburg** |
| GRENKE AG | Mannheim*/** |
| GRENKE AG | Mönchengladbach*/** |
| GRENKE AG | München** |
| GRENKE AG | Neu-Ulm** |
| GRENKE AG | Nürnberg** |
| GRENKE AG | Potsdam* |
| GRENKE AG | Regensburg** |
| GRENKE AG | Rostock** |
| GRENKE AG | Saarbrücken* |
| GRENKE AG | Stuttgart*/** |
* Angemeldete Niederlassungen der GRENKE AG.
** Angemeldete Niederlassungen der GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG.
9.1.2 Beteiligungen
Die GRENKE AG hat im Berichtsjahr eine Beteiligung in Höhe von 25,96 Prozent an der Miete24 P4Y GmbH mit Sitz in Velten, Deutschland erworben.
9.1.2.1 Assoziierte Unternehmen
Außerhalb Deutschlands hält die GRENKE AG zum Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:
| Gesellschaft | Sitz | Quote in % |
|---|---|---|
| GRENKELEASING GmbH | Wien/Österreich | 100 |
| GRENKELEASING AG | Zürich/Schweiz | 100 |
| GRENKEFACTORING AG | Basel/Schweiz | 100 |
| GRENKELEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100 |
| GRENKE RENTING Bukarest/Rumänien | 100 S.R.L. | |
| GRENKE RENTING S.A. | Lissabon/Portugal | 100 |
| Grenkeleasing Oy | Vantaa/Finnland | 100 |
| GRENKELEASING s.r.o. | Bratislava/Slowakei | 100 |
| GRENKELOCATION | Munsbach/Luxemburg | 100 |
| SARL | ||
| GRENKELEASING d.o.o. | Ljubljana/Slowenien | 100 |
| GRENKE RENT S.L. | Madrid/Spanien | 100 |
| GRENKE Kiralama | Istanbul/Türkei | 100 |
| Ltd. Sti. | ||
| GRENKE Renting Ltd. | Sliema/Malta | 100 |
| GC Locação de | São Paulo/Brasilien | 100 |
| Equipamentos LTDA | ||
| GC Leasing Middle | Dubai/Vereinigte Arabi- | 100 |
| East FZCO | sche Emirate |
9.1.2.2 Tochterunternehmen
Über die Anteile an der KGaA hinaus hielt die GRENKE AG zum 31. Dezember 2023 jeweils 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GRENKE Service GmbH, Baden-Baden, der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und der GRENKE digital GmbH, Karlsruhe. Die 2019 gegrundete GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co.
KG wurde im Geschäftsjahr 2022 zur grenzüberschreitenden Erbringung von Dienstleistungen im IT-Bereich gegründet. Die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG (nachfolgend: GRENKE BUSINESS SOLUTIONS) wurde zum 31. Dezember 2023 mit der GRENKE AG (aufnehmende Gesellschaft) verschmolzen. Die GRENKE BUSINESS SOLUTIONS wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 (Verschmelzungsstichtag) verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der aufnehmenden GRENKE Service GmbH erfolgte am 2. Januar 2024.
Beteiligungen außerhalb Deutschlands
| Gesellschaft | Sitz | Quote in % |
|---|---|---|
| GRENKELEASING GmbH | Wien/Österreich | 100 |
| GRENKELEASING AG | Zürich/Schweiz | 100 |
| GRENKEFACTORING AG | Basel/Schweiz | 100 |
| GRENKELEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100 |
| GRENKE RENTING Bukarest/Rumänien | 100 S.R.L. | |
| GRENKE RENTING S.A. | Lissabon/Portugal | 100 |
| Grenkeleasing Oy | Vantaa/Finnland | 100 |
| GRENKELEASING s.r.o. | Bratislava/Slowakei | 100 |
| GRENKELOCATION SARL | Munsbach/Luxemburg | 100 |
| GRENKELEASING d.o.o. | Ljubljana/Slowenien | 100 |
| GRENKE RENT S.L. | Madrid/Spanien | 100 |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti. | Istanbul/Türkei | 100 |
| GRENKE Renting Ltd. | Sliema/Malta | 100 |
| GC Locação de Equipamentos LTDA | São Paulo/Brasilien | 100 |
| GC Leasing Middle East FZCO | Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 100 |
9.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
| TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Leasingerträge | 697.422 | 665.254 |
| Leasingaufwendungen | 485.073 | 431.774 |
| ERGEBNIS AUS LEASINGGESCHÄFTEN | 212.349 | 233.480 |
| Zinsergebnis | –11.445 | –9.045 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 86.613 | 59.288 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 132.536 | 121.302 |
| Personalaufwand | 41.202 | 33.204 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 135.844 | 164.399 |
| JAHRESÜBERSCHUSS | 41.695 | 1.147 |
| TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Barreserve | 0 | 80.000 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 447.892 | 444.055 |
| Leasingvermögen | 301.167 | 369.092 |
| Sachanlagen | 15.542 | 16.747 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 84.120 | 114.715 |
| Forderungen an Kunden | 56.971 | 52.335 |
| Eigenkapital | 523.941 | 503.168 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 200.000 | 200.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 135 | 76 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 52.381 | 48.191 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 256.528 | 311.969 |
| Bilanzsumme | 1.077.947 | 1.196.025 |
9.2.1 Ertragslage
Die Erträge der GRENKE AG sind geprägt von den beiden Funktionsbereichen Leasinggeschäft in Deutschland sowie Holdingfunktion des Konzerns. Das Ergebnis aus dem Leasinggeschäft vor Abschreibungen und Wertberichtigungen ist im Berichtsjahr mit 212,3 Mio. EUR (Vorjahr: 233,5 Mio. EUR) etwas geringer als im Vorjahr. Das Zinsergebnis betrug –11,4 Mio. EUR nach –9,0 Mio. EUR im Vorjahr. Neben den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die KGaA weitergeleitet werden, enthielt das Zinsergebnis sowohl Aufwendungen wie Erträge für Zinsen aus Steuernachzahlungen und -erstattungen sowie abgegrenzte Zinsen aus den begebenen AT1-Anleihen. Die Zinsaufwendungen insgesamt stehen vor allem in Zusammenhang mit der Finanzierung des Leasingvermögens, aus denen die Leasingerträge erwirtschaftet werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen aufgrund der von Forderungen gegenüber Tochterunternehmen, der Zuführung von Wertberichtigungen sowie Droh- verlustrückstellungen. der Auflösung von Rückstellungen und höherer konzerninterner Umlagen zum Bilanzstichtag um 27,3 Mio. EUR auf 86,6 Mio. EUR (Vorjahr: 59,3 Mio. EUR). Während die Provisionserträge mit 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) leicht zurückgegangen sind, stiegen die Provisionsaufwendungen im Berichtsjahr auf 24,2 Mio. EUR (Vorjahr: 22,1 Mio. EUR).
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 11,2 Mio. EUR auf 132,5 Mio. EUR an. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene konzerninterne Umlagen für Dienstleistungen sowie Forschungs- und Entwicklungskosten zurückzuführen. Des Weiteren ist ein gestiegener Aufwand für Lizenzen enthalten, der jedoch konzernintern an Tochterunternehmen weiterberechnet wurde. Ferner ist der im Vergleich zum Vorjahr höhere Personalaufwand mit insgesamt 41,2 Mio. EUR (Vorjahr: 33,2 Mio. EUR) enthalten.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sanken im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs des Leasingvermögens von 164,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 135,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft stiegen von 4,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 37,6 Mio. EUR insbesondere durch Aufwendungen aus dem Verzicht auf Forderungen gegenuber Tochterunternehmen, der Zuführung von Wertberichtigungen sowie Droh- verlustrückstellungen.
Im Geschäftsjahr 2023 betrug das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit 42,1 Mio. EUR nach 2,7 Mio. EUR im Vorjahr. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) ergab sich ein Jahresüberschuss von 41.695 TEUR (Vorjahr: 1.147 TEUR).
Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen stiegen im Berichtsjahr nach 90,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 110,7 Mio. EUR. Die Erträge aus Gewinnabfuhrungsverträgen sind auf 22,2 Mio. EUR nach 0,2 Mio. EUR im Vorjahr gestiegen.
Dem stehen Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochterunternehmen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) gegenüber.
Die besonderen außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf den Beteiligungsbuchwert von Anteilen an verbundenen Unternehmen von insgesamt 53,8 Mio. EUR (Vorjahr: 52,4 Mio. EUR) vorgenommen. Dem stehen im Geschäftsjahr Zuschreibungen in Höhe von 3,3 Mio. EUR gegenüber, wohingegen im Vorjahr keine Zuschreibungen zu verzeichnen waren.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf den Leasingvermögenswerten im leasingtypischen Forderungsgeschäft gingen im Vergleich zum Vorjahr um 135,8 Mio. EUR auf 135,8 Mio. EUR zurück.
9.2.2 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft sank zum Stichtag 31. Dezember 2023 um 9,9 Prozent auf 1.077,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.196,0 Mio. EUR). Der Rückgang ergab sich aus mehreren Positionen:
Das Leasingvermögen nahm nach 369,1 Mio. EUR im Vorjahr um 18,4 Prozent auf 301,2 Mio. EUR ab. Der Rückgang beruht auf der gestiegenen Anzahl beendeter Leasingverträge, welche in zu verwertende Gegenstände des Umlaufvermögens umgegliedert wurden. Das gestiegene Neugeschäft wurde im Wesentlichen im Rahmen des Doppelstockmodells erzielt. Das Leasingvermögen dient zum Großteil als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen.
Während die Sachanlagen gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahrs von 16,7 Mio. EUR auf 15,5 Mio. EUR zurückgingen, stiegen die Forderungen an Kunden auf 57,0 Mio. EUR (Vorjahr: 52,3 Mio. EUR). Grund hierfür ist der Rückgang der an die GRENKE BANK AG verkauften Mietkaufforderungen von 18,7 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR, die in den Forderungen an Kunden saldiert gezeigt werden.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind von 444,1 Mio. EUR auf 447,9 Mio. EUR leicht gestiegen.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten sank um 17,8 Prozent auf 256,5 Mio. EUR (Vorjahr: 312,0 Mio. EUR). Der größte Teil dieser Position betraf die Abgrenzung aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen, die im Geschäftsjahr von 276,4 Mio. EUR auf 217,0 Mio. EUR zurückgingen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren mit 0,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kund:innen stiegen um 8,7 Prozent auf 52,4 Mio. EUR nach 48,2 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahrs. Dies resultiert überwiegend aus einem Anstieg der im Doppelstock mit der KGaA ausgewiesenen Mietkaufverbindlichkeiten von 41,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 45,9 Mio. EUR im Berichtsjahr.
Die GRENKE AG verfügt über eine bedeutende Barreserve und ist damit für strategische Maßnahmen und unerwartete Ereignisse gut aufgestellt. Die Barreserve wurde zum 31. Dezember 2023 von 80,0 Mio. EUR auf 0 TEUR reduziert. Dies ist auf die Verwendung der Mittel für das operative Geschäft und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens zurückzuführen. Die Barreserve stellt einen wichtigen Bestandteil der Konzernliquidität dar und dient als zusätzliche Sicherheit.
Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg auf 523,9 Mio. EUR (Vorjahr: 503,2 Mio. EUR). Somit lag die Eigenkapitalquote zum Stichtag 31. Dezember 2023 bei 48,6 Prozent (Vorjahr: 42,1 Prozent).
9.2.3 Liquidität und Refinanzierung
Dank des hohen Bestands an Zahlungsmitteln und der breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur war die GRENKE AG stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist insbesondere auf die hohe Liquiditätsplanung und die frühzeitige Absicherung der Finanzierung des Leasingportfolios zurückzuführen.
Die GRENKE AG hält Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 447,9 Mio. EUR. Diese Anteile tragen zur Stabilität der Vermögenslage bei und stellen eine wichtige Säule des GRENKE Konzerns dar.
Die nachrangigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 200,0 Mio. EUR und sind im Wesentlichen durch die von der GRENKE AG emittierte AT1-Anleihe dargestellt. Diese Anleihe dient als zusätzliche Eigenkapitalmaßnahme zur Stärkung der aufsichtsrechtlichen Kernkapitalanforderungen. Die AT1-Anleihe wird von den Aufsichtsbehörden als zusätzliches Kernkapital und nach IFRS als Eigenkapital angerechnet. Von der Möglichkeit, die erste emittierte AT1-Anleihe zum 31. März 2021 in Höhe von 50 Mio. EUR zurückzuführen, machte die GRENKE AG keinen Gebrauch. Somit hat sich die AT1-Anleihe um weitere fünf Jahre bis zum 31. März 2026 verlängert, der Zinskupon beträgt 7,33 Prozent.# Abschluss der GRENKE AG für das Geschäftsjahr 2023
Gewinn- und Verlustrechnung der GRENKE AG für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
| EUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| 1. Leasingerträge | 697.422.242,46 | 665.253.748,68 |
| 2. Leasingaufwendungen | 485.073.130,80 | 431.774.143,22 |
| 3. Zinserträge aus | 7.275.972,14 | 7.440.232,07 |
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 7.275.972,14 | 7.440.232,07 |
| darunter: negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 0,00 | 220.609,45 |
| 4. Zinsaufwendungen | 18.720.991,23 | 16.485.194,05 |
| darunter: positive Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 0,00 | 220.609,45 |
| 5. Laufende Erträge aus | 110.701.916,20 | 90.616.536,68 |
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 110.701.916,20 | 90.616.536,68 |
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 22.180.985,87 | 230.713,51 |
| 7. Provisionserträge | 4.839.646,00 | 6.241.008,00 |
| 8. Provisionsaufwendungen | 24.234.945,34 | 22.139.245,54 |
| 9. Sonstige betriebliche Erträge | 86.612.525,78 | 59.288.359,78 |
| 10. |
Die sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sanken im Berichtsjahr deutlich von 105,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 32,3 Mio. EUR zum Stichtag. Der Rückgang resultierte insbesondere aus der geringeren Beanspruchung der Bereitstellung von Liquidität von der GRENKE FINANCE PLC. Gegenläufig stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten waren mit 200,0 Mio. EUR unverändert zum Vorjahr und umfassen ausschließlich die emittierten AT1-Anleihen.
Die Forderungen an Kreditinstitute sanken zum 31. Dezember 2023 von 114,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 84,1 Mio. EUR. Die Barreserve als Guthaben bei Zentralbanken sank von 80,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 100 EUR. Mit dieser Liquidität sowie dem Guthaben der GRENKE BANK AG steuert GRENKE die aufsichtsrechtliche Liquidität in Höhe von 24,4 Mio. EUR aus. Somit sind 2,3 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent) der Bilanzsumme als Liquidität verfügbar.
Unmittelbare Refinanzierungspartnerin der Gesellschaft ist die GRENKE BANK AG. Die GRENKE AG verkauft zu ihrer Refinanzierung regelmäßig Leasingforderungen an die GRENKE BANK AG. Weitere Finanzierungsmittel werden im Rahmen des Cashpool-Verfahrens über das konzerninterne Verrechnungskonto zur Verfügung gestellt. Der Saldo zum Bilanzstichtag weist eine Forderung in Höhe von 82,2 Mio. EUR aus (Vorjahr: 44,3 Mio. EUR).
Zusätzlich können Privatplatzierungen entweder direkt oder indirekt über die 100-prozentige Tochter GRENKE FINANCE PLC mit Sitz in Dublin/Irland vorgenommen werden. Im Berichtsjahr wurden dabei drei neue Euro-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 610 Mio. EUR emittiert sowie drei bestehende Anleihen um 224,25 Mio. EUR aufgestockt. Im Gegenzug wurden Anleihen mit einem Volumen von 567,0 Mio. EUR getilgt. Zudem wurde freiwillig eine vorzeitige partielle Tilgung zweier Anleihen von gesamt 180,3 Mio. EUR vorgenommen. Planmäßige Rückzahlungen von Schuldscheindarlehen der GRENKE FINANCE PLC erfolgten mit einem Gesamtvolumen von 37 Mio. EUR.
Im Rahmen der konzernweiten Refinanzierungsprogramme gab die Gesellschaft Garantien gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10.127,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11.125,8 Mio. EUR) ab.
Ferner bestehen konzernweit neun ABCP-Programme mit einem möglichen Gesamtvolumen von 1.089,5 Mio. EUR und 286,36 Mio. GBP. Diese gewähren der GRENKE FINANCE PLC, der KGaA sowie der GRENKELEASING LIMITED, Vereinigtes Königreich, das Recht, Forderungen über einen gewissen Zeitraum an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren.
Des Weiteren haben die GRENKE AG und die GRENKE FINANCE PLC die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 750,0 Mio. EUR und einer Laufzeit zwischen einem Tag und 364 Tagen zu begeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 lag die Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms bei 50,0 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR).
Darüber hinaus besteht ebenfalls über die Tochtergesellschaft in Irland die Möglichkeit der Nutzung einer syndizierten, revolvierenden Kreditfazilität im Volumen von 400 Mio. EUR. Diese Fazilität kann alternativ auch von anderen Tochtergesellschaften genutzt werden.
9.3 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft (Lagebericht AG)
Das Geschäftsjahr 2023 war für uns erneut herausfordernd. Global betrachtet belasteten der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten die Weltwirtschaft. Während sich die Konjunktur im Euroraum im Vorjahresvergleich abschwächte, lag die Inflation im gesamten Geschäftsjahr weiter deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Entsprechend hob die EZB bis September 2023 den Leitzins in sechs Schritten von 2,5 Prozent zum Anfang des Jahres auf 4,5 Prozent an. Seit September 2023 erfolgte eine Beruhigung der Zinsdynamik, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. Als Konsequenz stiegen die Refinanzierungskosten im Gesamtjahr 2023 weiter an. Zugleich dämpften die höheren Zinsen Konsum und Investition, entsprechend schwächte sich die Wirtschaftsleistung ab. Entsprechend der konjunkturellen Entwicklung passten wir am 9. August 2023 unseren Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 an. Unter diesen Umständen erzielten wir nach Einschätzung des Vorstands der GRENKE AG im Jahr 2023 ein gutes Ergebnis.
Auf Basis unserer nochmals gesteigerten Eigenkapitalquote von 48,6 Prozent zum Jahresende 2023 sowie des starken Refinanzierungsmix ist der Vorstand überzeugt, auch im Geschäftsjahr 2024 das geplante Wachstum im Leasingneugeschäft im Konzern zu attraktiven Konditionen finanzieren zu können.
9.4 Doppelstock
Die Refinanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die Konzerngesellschaften GRENKE BANK AG, GRENKE FINANCE PLC und die KGaA. Die Leasingobjekte des Neugeschäfts werden teilweise im Rahmen eines Doppelstockverfahrens bei der KGaA angemietet. Die Mietforderungen der KGaA werden an Finanzinstitute über strukturierte Unternehmen im Rahmen von drei ABCP-Programmen oder lokal an zwei Sparkassen verkauft (forfaitiert). Die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen sichern eine Finanzierung des Neugeschäfts auch bei steigendem Volumen.
Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2024, in der GRENKE AG – abhängig von den Beteiligungserträgen und Gewinnabfuhrungen der Tochtergesellschaften – einen Jahresüberschuss ausweisen zu können.
9.5 Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. April 2024 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vor. Im Vorjahr wurden 0,45 EUR je Aktie ausgeschüttet.
9.6 Mitarbeiter:innen
Die durchschnittliche Anzahl der auf Vollzeitbasis beschäftigten Mitarbeiter:innen (ohne Vorstand, inklusive Auszubildenden) ist mit 410 (Vorjahr: 349) im Berichtsjahr gestiegen. Die Fluktuationsquote sank auf 7,8 Prozent (Vorjahr: 10,7 Prozent).
9.7 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
9.7.1 Chancen- und Risikobericht
Die für den Konzern dargestellten Chancen und Risiken gelten im Wesentlichen auch für die Gesellschaft. Dabei hat der Heimatmarkt Deutschland für die Gesellschaft jedoch weiterhin eine besondere und deutlich stärkere Bedeutung als für den Konzern insgesamt. Wesentlichen Währungsrisiken im Rahmen des operativen Geschäfts ist die Gesellschaft nicht ausgesetzt, da sie keine Cross-Border-Geschäfte in Nicht-Euro-Ländern betreibt.
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie der Krieg im Nahen Osten stellen Unsicherheitsfaktoren für den weltweiten Handel und die Weltwirtschaft dar. Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller geopolitischer Konflikte ist der Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.
9.7.2 Prognosebericht
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Jahresbeginn 2024 sind weiterhin herausfordernd. Im Euro-Raum wirkte die von Inflationssorgen getriebene restriktive Geldpolitik der EZB im Vorjahr zudem eher wachstumsdämpfend. Da die Inflationsraten zwischenzeitlich deutlich gesunken sind, hat die EZB bereits eine mögliche Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt. Es wird erwartet, dass der nächste Zinsschritt – nach einer Phase von zunächst konstanten Leitzinsen – eine Lockerung der Refinanzierungsbedingungen sein könnte.
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand der GRENKE AG einen Volumenzuwachs im Leasingneugeschäft sowie eine leichte Steigerung der DB2-Marge im Vergleich zum Vorjahr.
Im Übrigen verweisen wir auf die für den Konzern getroffenen Aussagen des Vorstands betreffend der Prognose für 2024 und 2025. Diese sind im Abschnitt „Prognosebericht“ (Kapitel 6.2) des zusammengefassten Lageberichts enthalten.
Baden-Baden, den 1. März 2024
Der Vorstand# Jahresabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung
| EUR 2023 | EUR 2022 | |
|---|---|---|
| 1. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 132.536.039,37 | 121.301.831,81 |
| a) Personalaufwand | ||
| aa) Löhne und Gehälter | 35.978.787,90 | 29.060.314,35 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, darunter: für Altersversorgung 152.032,47 EUR (Vorjahr: 125.283,24 EUR) | 5.223.648,60 | 4.143.529,74 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 91.333.602,87 | 88.097.987,72 |
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 135.844.239,33 | 164.398.589,56 |
| a) auf Leasingvermögen | 132.665.467,07 | 161.120.393,21 |
| b) auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen | 3.178.772,26 | 3.278.196,35 |
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 843.476,34 | 5.813.883,80 |
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 37.594.346,70 | 4.884.307,97 |
| 14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 53.800.330,86 | 52.387.876,23 |
| 15. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 3.300.000,00 | 0,00 |
| 16. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 1.611.600,21 | 7.203.903,68 |
| 17. ERGEBNIS DER NORMALEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 42.074.188,27 | 2.681.622,86 |
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –670.260,55 | 144.284,72 |
| 19. Sonstige Steuern | 1.048.960,44 | 1.390.817,38 |
| 20. JAHRESÜBERSCHUSS | 41.695.488,38 | 1.146.520,76 |
| 21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 74.370.364,44 | 94.146.851,53 |
| 22. BILANZGEWINN | 116.065.852,82 | 95.293.372,29 |
Jahresbilanz zum 31.12.2023 der GRENKE AG
Aktiva
| EUR 31.12.2023 | EUR 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 859,15 | 80.000.305,02 |
| a) Kassenbestand | 759,15 | 305,02 |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 100,00 | 80.000.000,00 |
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank 100,00 EUR (Vorjahr: 80.000.000,00 EUR) | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 84.120.469,50 | 114.714.530,43 |
| a) täglich fällig | 24.409.574,89 | 5.613.271,20 |
| b) andere Forderungen | 59.710.894,61 | 109.101.259,23 |
| 3. Forderungen an Kunden | 56.971.373,04 | 52.334.876,50 |
| 4. Beteiligungen | 3.121.351,57 | 0,00 |
| 5. Anteile an verbundenen Unternehmen | 447.891.753,56 | 444.054.671,78 |
| a) an Kreditinstituten | 224.672.355,82 | 237.272.355,82 |
| b) an Finanzdienstleistungsinstituten | 4.276.957,59 | 4.276.957,59 |
| c) Übrige | 218.942.440,15 | 202.505.358,37 |
| 6. Leasingvermögen | 301.167.322,39 | 369.092.146,90 |
| 7. Immaterielle Anlagewerte | 979.274,00 | 1.013.595,00 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 979.274,00 | 1.013.595,00 |
| 8. Sachanlagen | 15.542.199,87 | 16.746.963,30 |
| 9. Sonstige Vermögensgegenstände | 158.356.388,64 | 110.176.523,30 |
| 10. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.796.472,00 | 7.891.877,93 |
| SUMME DER AKTIVA | 1.077.947.463,72 | 1.196.025.490,16 |
Passiva
Eventualverbindlichkeiten
| EUR 31.12.2023 | EUR 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverpflichtungen | 10.127.403.125,98 | 11.125.815.652,38 |
Entwicklung des Anlagevermögens
Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen
| EUR | Immaterielle Anlagewerte | Software-Lizenzen | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Geschäftsausstattung | Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||||
| Stand 01.01.2023 | 10.406.387,64 | 10.406.387,64 | 24.122.650,54 | 433.933,07 | 25.192.414,46 | 49.748.998,07 |
| Zugänge | 527.663,95 | 527.663,95 | 156.443,74 | 295.565,49 | 1.119.428,48 | 1.571.437,71 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 143.522,32 | 1.076.836,42 | 1.220.358,74 |
| Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | –6.341,76 | 6.341,76 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2023 | 10.934.051,59 | 10.934.051,59 | 24.279.094,28 | 579.634,48 | 25.241.348,28 | 50.100.077,04 |
| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||||
| Stand 01.01.2023 | 9.392.792,64 | 9.392.792,64 | 11.144.679,31 | 0,00 | 21.857.355,46 | 33.002.034,77 |
| Zugänge | 561.984,95 | 561.984,95 | 713.558,90 | 0,00 | 1.903.228,41 | 2.616.787,31 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.060.944,91 | 1.060.944,91 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | ||
| Stand 31.12.2023 | 9.954.777,59 | 9.954.777,59 | 11.858.238,21 | 0,00 | 22.699.638,96 | 34.557.877,17 |
| BUCHWERTE | ||||||
| Stand 31.12.2023 | 979.274,00 | 979.274,00 | 12.420.856,07 | 579.634,48 | 2.541.709,32 | 15.542.199,87 |
| Stand 31.12.2022 | 1.013.595,00 | 1.013.595,00 | 12.977.971,23 | 433.933,07 | 3.335.059,00 | 16.746.963,30 |
Andere Anlagevermögen
| EUR | Leasingvermögen | Anteile an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|---|
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
| Stand 01.01.2023 | 800.288.092,72 | 593.850.261,29 | 0,00 | 593.850.261,29 |
| Zugänge | 106.508.411,90 | 54.337.412,64 | 3.121.351,57 | 57.458.764,21 |
| Abgänge | 18.828.205,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 221.036.802,78 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2023 | 666.931.496,20 | 648.187.673,93 | 3.121.351,57 | 651.309.025,50 |
| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||
| Stand 01.01.2023 | 431.195.945,82 | 149.795.589,51 | 0,00 | 149.795.589,51 |
| Zugänge | 132.665.467,07 | 53.800.330,86 | 0,00 | 53.800.330,86 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 3.300.000,00 | 0,00 | 3.300.000,00 |
| Abgänge | 13.069.446,78 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 185.027.792,30 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2023 | 365.764.173,81 | 200.295.920,37 | 0,00 | 200.295.920,37 |
| BUCHWERTE | ||||
| Stand 31.12.2023 | 301.167.322,39 | 447.891.753,56 | 3.121.351,57 | 451.013.105,13 |
| Stand 31.12.2022 | 369.092.146,90 | 444.054.671,78 | 0,00 | 444.054.671,78 |
Anhang zum Abschluss der GRENKE AG für das Geschäftsjahr 2023
1. Allgemeine Hinweise
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKE AG ist oberstes Unternehmen des GRENKE AG Konzerns (im Folgenden „GRENKE Konzern“ genannt). Die GRENKE AG ist ein börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. §2 Abs. 11 WpHG in Anspruch nimmt. Der Jahresabschluss der GRENKE AG zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Der Jahresabschluss besteht aus der Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang. Darüber hinaus wurde ein Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gemäß §315 Abs. 5 in Verbindung mit §298 Abs. 2 sowie §289 HGB und §340a HGB aufgestellt.
Aufgrund der Anwendung der RechKredV erfolgt der Ausweis in den vorgeschriebenen Formblättern (§2 BFA 7).
2. Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§340 ff. HGB bewertet. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Kundenforderungen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen, die Forderungen aus Mietkaufverträgen sind mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgt mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigung bei Leasingforderungen sowie bei Mietkaufforderungen wird jeweils anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit geprüft und bei Bedarf angepasst. Seit März 1995 wird zum Ende jeden Monats – gleichzeitig mit den monatlichen Einzügen – zu jedem Leasingvertrag der jeweils aktuelle Bearbeitungsstand abgelegt. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsstandsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
Diese BA-Klassen sind:
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt/Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Am 13.12.2019 verabschiedete der Bankenfachausschuss (BFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten ("Pauschalwertberichtigung") (IDW Rundschreiben RechKredV). Seine verpflichtende Anwendung findet der neue Standard erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2021 beginnen.# Jahresabschluss
Die Gesellschaft hat den Ansatz jedoch schon vorzeitig seit dem Geschäftsjahr 2020 freiwillig angewendet. Dafür wurden bisher die von der GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben werden, wird eine lineare Abschreibung über die Vertragslaufzeit auf den individuellen kalkulierten Restwert vorgenommen. Das Bürogebäude wird nach der linearen Methode entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten der Zugänge werden nach der linearen Methode, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden die Leasinggegenstände ausgewiesen, bei denen die Vertragslaufzeit beendet ist. Mit Vertragsablauf werden die Objekte in „Leasinggegenstände in Verwertung“ mit ihrem Restbuchwert umgegliedert.
Vermögensgegenstände, die in 2019 im Rahmen der Verschmelzung mit der Europa Leasing GmbH zugegangen sind, wurden zu den in der Schlussbilanz angesetzten Werten übernommen und weiter linear über die Restnutzungsdauer abgeschrieben („Buchwertfortführung“ nach §24 UmwG).
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Leasinggegenständen aus Verträgen, die nicht im Rahmen des Doppelstockmodelles an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA verkauft werden, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Leasinggegenständen aus Verträgen, die nicht im Rahmen des Doppelstockmodelles an die GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA verkauft werden, werden die Leasinggegenstände bei Umbuchung, falls der Restbuchwert größer 12,5 Prozent der historischen Anschaffungskosten ist, zunächst auf 12,5 Prozent der historischen Anschaffungskosten wertberichtigt, was dem durchschnittlich zu erwartenden Erlös entspricht. Nachdem ein Leasinggegenstand außerplanmäßig abgeschrieben wurde, wird er, ausgehend vom neuen Buchwert, weiter planmäßig bis auf null abgeschrieben. Bei Leasingverträgen, die aufgrund eines Zahlungsrückstands gekündigt wurden und für die daher eine Schadensersatzforderung eingebucht wurde, wird der Leasinggegenstand vollständig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren Marktwerten angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Soweit der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und durch planmäßige jährliche Abschreibung getilgt.
Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gemäß §256 a HGB i.V.m. §340 h HGB umgerechnet.
Wie im Vorjahr wird vom Wahlrecht der Überkreuzkompensation gemäß §340 f Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften wurden berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden mit den üblichen Marktzinsen abgezinst.
Dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die erhaltenen Erlöse aus der Finanzierung der Mietraten über die GRENKE BANK AG, saldiert mit dem Kaufpreis-Abschlag für verkaufte Leasingforderungen, erfolgsneutral zugeführt. Diese werden annuitätisch über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge erfolgswirksam aufgelöst. Die im Rahmen der Verschmelzung mit der Europa Leasing GmbH im Jahr 2019 übernommenen Nutzungsüberlassungsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr 2022 letztmalig linear aufgelöst. Weiterhin werden in diesem Posten die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA erhaltenen Umlagen für die Bonitätsrisiken abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit. Des Weiteren wurden einmalige Sonderzahlungen passivisch abgegrenzt und entsprechend der Laufzeit der Leasingverträge linear aufgelöst.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der anderen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde erstmals eine Rückstellung für die drohende Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten gebildet.
Aufgrund der unterschiedlichen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertung einzelner Bilanzpositionen ergeben sich latente Steuern. Die GRENKE AG als Organträgerin weist auch eventuelle latente Steuern ihrer Organgesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, GRENKE Service GmbH, GRENKEFACTORING GmbH sowie der GRENKE BANK AG und der GRENKE digital GmbH im Rahmen der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft aus.
Die in den nachrangigen Verbindlichkeiten enthaltenen Hybridanleihen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. Nominalbetrag angesetzt. Die abgegrenzten Zinsaufwendungen werden auf Basis der erwarteten Zinszahlungen in der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Zinserträge als Davon-Vermerk ausgewiesen.
Jahresabschluss
Erläuterungen der Jahresbilanz
Barreserve und Franchisegesellschaften
Die Barreserve beinhaltet die Kasse und das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 100 Euro (Vorjahr: 80.000 TEUR). Hintergrund für das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank, insbesondere im Vorjahr, ist die Einhaltung der LCR-Kennziffer (Mindestliquiditätsquote) auf Gruppenebene.
| Gesamt-betrag | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 Jahr bis 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | |||||
| Forderun- gen an Kredit- institute | 84.120 | 56.859 | 13.905 | 13.356 | 0 |
| (Vorjahr) | 114.714 | 38.768 | 20.192 | 55.754 | 0 |
Forderungen an Kreditinstitute
Neben den laufenden Geschäftskonten in Höhe von 2.613 TEUR (Vorjahr: 2.578 TEUR) wird in dieser Position gegenüber dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden, ein Verrechnungskonto in Höhe von 21.797 TEUR (Vorjahr: 3.035 TEUR) sowie ein Festgeldkonto von 2.693 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen. Die Forderung aus Schuldscheindarlehen an die GRENKE BANK AG
Forderungen an Kunden
Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen in Höhe von 46.408 TEUR (Vorjahr: 42.695 TEUR) sind zum Barwert der künftigen Mietkaufraten ausgewiesen, die ursprünglich im Rahmen des Doppelstockmodells refinanziert wurden und bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA bilanziert waren. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die GRENKE AG Mietkaufverträge von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückgekauft, um diese über die GRENKE BANK AG zu refinanzieren. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Mietkaufforderung entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Mietkaufverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Mietkaufverträge in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr: 3.687 TEUR) von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben. Die an die GRENKE BANK AG verkauften Mietkaufforderungen von 8.872 TEUR (Vorjahr: 18.711 TEUR) werden einschließlich des Kaufpreis-Abschlages in den Forderungen an Kunden saldiert gezeigt.# JAHRESABSCHLUSS
3.4 Beteiligungen
Die GRENKE AG hat im Berichtsjahr eine Beteiligung in Höhe von 25,96 Prozent an der Miete24 GmbH mit Sitz in Velten erworben.
Die GRENKE AG ist zum Bilanzstichtag an nachfolgenden Gesellschaften mittelbar oder unmittelbar beteiligt. Die Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
| Quote Eigenkapital 31.12.2023 | Jahresergebnis 2023 | |
|---|---|---|
| AN KREDITINSTITUTEN | ||
| GRENKE BANK AG, Baden-Baden* | 295.000.000,00 | 0,00 |
| AN FINANZDIENSTLEISTUNGSINSTITUTEN | ||
| GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien | 16.212.089,59 | 1.434.521,06 |
| GRENKE Hrvatska d.o.o., Zagreb/Kroatien | 5.063.192,50 | 1.920.926,31 |
| GC Leasing Middle East FZCO, Dubai/VAE | –3.651.792,35 | –585.752,36 |
| Grenkeleasing Magyarország Kft., Budapest/Ungarn | 1.225.669,67 | –275.338,09 |
| GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei | 1.036.546,34 | –447.824,94 |
| GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg | –963.064,01 | 192.360,67 |
| GC Leasing AZ, LLC, Phoenix/ Vereinigte Staaten von Amerika | –1.944.711,11 | –1.015.838,20 |
| GC Lease Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur** | 1.798.453,33 | –2.834.616,39 |
| GC Factoring Ireland Limited, Dublin/Irland** | –4.266.414,70 | –719.938,64 |
| GC Faktoring Polska Sp. z o.o., Posen/Polen** | –3.558.259,27 | –1.250.221,55 |
| GC Factoring Limited, Guildford/Vereinigtes Königreich** | –5.445.705,61 | –570.127,01 |
| GF Faktor Zrt., Budapest/Ungarn** | 1.028.488,20 | 218.960,97 |
| GC LEASING MELBOURNE PTY LTD, Melbourne/Australien** | –1.912.239,91 | –837.593,65 |
| GC LEASING SYDNEY PTY LTD, Sydney/Australien** | –5.641.359,92 | –2.383.578,82 |
| GRENKE LEASING IL LLC, Chicago/USA*** | 0,00 | 0,00 |
| SONSTIGE | ||
| GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen | 100 | –1.774.412,96 |
| GRENKE RENTING S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 | 336.340,71 |
| GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal | 100 | 2.068.461,35 |
| GRENKE RENT S.L., Madrid/Spanien | 100 | 3.323.536,06 |
| Grenkeleasing Oy, Vantaa/Finnland | 100 | 2.090.155,72 |
| GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz | 100 | –378.869,57 |
| GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien | 100 | 25.200,00 |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei | 100 | –2.299.597,68 |
| GRENKE Renting Ltd., Sliema/Malta | 100 | –432.824,26 |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien | 100 | –754.425,68 |
| GRENKE Service GmbH, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKE digital GmbH, Karlsruhe* | 100 | 0,00 |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG, Baden-Baden | 100 | 937.871,77 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 100 | 21.685.245,50 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 100 | 222.361,94 |
| GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich | 100 | –47.065,98 |
| GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/Spanien | 100 | –646.158,50 |
| GRENKE LOCAZIONE S.R.L., Mailand/Italien | 100 | 33.578.648,44 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande | 100 | –434.392,59 |
| GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark | 100 | –4.738.306,85 |
| GRENKE LIMITED, Dublin/Irland | 100 | 5.201.592,85 |
| GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland | 100 | 41.829.180,04 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 100 | –1.486.185,96 |
| GRENKE LEASE SRL, Brüssel/Belgien | 100 | –1.299.822,78 |
| GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/Vereinigtes Königreich | 100 | 3.295.372,43 |
- nach Ergebnisabführung
** Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2023
*** Gründung im Geschäftsjahr 2023
Die Angabe der Werte der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sowie der GRENKE Service GmbH, der GRENKE digital GmbH und der GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG erfolgte auf Basis der Einzelabschlüsse nach HGB. Bei den verbleibenden Beteiligungen beziehen sich die Angaben auf die Konzernzahlen nach IFRS vor Konsolidierung.
Mit Handelsregistereintrag vom 20. Dezember 2023 wurde die GRENKE Service AG in die GRENKE Service GmbH umgewandelt. Das bisherige Grundkapital wurde zum Stammkapital des neuen Rechtsträgers. Die GRENKE MANAGEMENT SERVICES GmbH wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 1. Dezember 2023 sowie Nachtrag vom 13. Dezember 2023 in die GRENKE Service GmbH (=aufnehmende Gesellschaft) rückwirkend zum 1. Oktober 2023 (Verschmelzungsstichtag) verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister der aufnehmenden GRENKE Service GmbH erfolgte am 2. Januar 2024.
Die GRENKE AG hat im Berichtsjahr die restlichen Anteile der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Lease Singapore Pte Ltd (Singapur/Singapur) erworben. Die GRENKE AG hält nunmehr sämtliche Anteile an der Gesellschaft.
3.5 Anteile an verbundenen Unternehmen
| Quote Eigenkapital 31.12.2023 | Jahresergebnis 2023 | |
|---|---|---|
| GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen | 100 | –1.774.412,96 |
| GRENKE RENTING S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 | 336.340,71 |
| GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal | 100 | 2.068.461,35 |
| GRENKE RENT S.L., Madrid/Spanien | 100 | 3.323.536,06 |
| Grenkeleasing Oy, Vantaa/Finnland | 100 | 2.090.155,72 |
| GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz | 100 | –378.869,57 |
| GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien | 100 | 25.200,00 |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei | 100 | –2.299.597,68 |
| GRENKE Renting Ltd., Sliema/Malta | 100 | –432.824,26 |
| GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien | 16.212.089,59 | 1.434.521,06 |
| GRENKE Hrvatska d.o.o., Zagreb/Kroatien | 5.063.192,50 | 1.920.926,31 |
| GC Leasing Middle East FZCO, Dubai/VAE | –3.651.792,35 | –585.752,36 |
| GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien | 100 | –754.425,68 |
| Grenkeleasing Magyarország Kft., Budapest/Ungarn | 1.225.669,67 | –275.338,09 |
| GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei | 1.036.546,34 | –447.824,94 |
| GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg | –963.064,01 | 192.360,67 |
| GC Leasing AZ, LLC, Phoenix/ Vereinigte Staaten von Amerika | –1.944.711,11 | –1.015.838,20 |
| GC Lease Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur** | 1.798.453,33 | –2.834.616,39 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 100 | 222.361,94 |
| GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich | 100 | –47.065,98 |
| GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/Spanien | 100 | –646.158,50 |
| GRENKE LOCAZIONE S.R.L., Mailand/Italien | 100 | 33.578.648,44 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande | 100 | –434.392,59 |
| GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark | 100 | –4.738.306,85 |
| GRENKE LIMITED, Dublin/Irland | 100 | 5.201.592,85 |
| GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland | 100 | 41.829.180,04 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 100 | –1.486.185,96 |
| GRENKE LEASE SRL, Brüssel/Belgien | 100 | –1.299.822,78 |
| GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/Vereinigtes Königreich | 100 | 3.295.372,43 |
| GRENKE BANK AG, Baden-Baden* | 295.000.000,00 | 0,00 |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKE Service GmbH, Baden-Baden* | 100 | 0,00 |
| GRENKE digital GmbH, Karlsruhe* | 100 | 0,00 |
| GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG, Baden-Baden | 100 | 937.871,77 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 100 | 21.685.245,50 |
| GC Lease Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur** | 1.798.453,33 | –2.834.616,39 |
| GC Factoring Ireland Limited, Dublin/Irland** | –4.266.414,70 | –719.938,64 |
| GC Faktoring Polska Sp. z o.o., Posen/Polen** | –3.558.259,27 | –1.250.221,55 |
| GC Factoring Limited, Guildford/Vereinigtes Königreich** | –5.445.705,61 | –570.127,01 |
| GF Faktor Zrt., Budapest/Ungarn** | 1.028.488,20 | 218.960,97 |
| GC LEASING MELBOURNE PTY LTD, Melbourne/Australien** | –1.912.239,91 | –837.593,65 |
| GC LEASING SYDNEY PTY LTD, Sydney/Australien** | –5.641.359,92 | –2.383.578,82 |
| GRENKE LEASING IL LLC, Chicago/USA*** | 0,00 | 0,00 |
Im Berichtsjahr wurden jeweils sämtliche kapital- und stimmberechtigten Anteile der Factoring-Franchisegesellschaften im Vereinigten Königreich (GC Factoring Limited), in Irland (GC Factoring Ireland Limited), Polen (GC Faktoring Polska Sp. z o.o.) und Ungarn (GF Faktor Zrt.) übernommen. Bei der Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn erfolgte die Übernahme Ende November 2023, nach Zustimmung der ungarischen Zentralbank (NBH).
Am 28. Februar 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100 Prozent der Anteile an den Leasing-Franchisegesellschaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) übernommen.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine neue Tochtergesellschaft, die GRENKE LEASING IL LLC, Chicago/ Vereinigte Staaten von Amerika, gegründet.
3.6 Leasingvermögen
Die GRENKE AG hat im Berichtsjahr die restlichen Anteile der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Lease Singapore Pte Ltd (Singapur/Singapur) erworben. Die GRENKE AG hält nunmehr sämtliche Anteile an der Gesellschaft.
Im Berichtsjahr hat die GRENKE AG die restlichen Tranchen Leasingobjekte zurückgekauft. Diese wurden im Anschluss über die GRENKE BANK AG refinanziert. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Objekte entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Leasingverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Leasinggegenstände in Höhe von 42.732 TEUR (Vorjahr: 59.249 TEUR) von Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben.
Zum anderen werden unter den Leasinggegenständen Objekte aus Verträgen ausgewiesen, welche nicht im Rahmen des Doppelstockmodelles an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA verkauft werden. Im Berichtsjahr hat die GRENKE AG Leasinggegenstände in Höhe von 63.768 TEUR (Vorjahr: 62.974 TEUR) erworben. Der Buchwert des Leasingvermögens wurde im Geschäftsjahr 2023 um außerplanmäßige Abschreibungen auf den IFRS Barwert in Höhe von 31.932 TEUR (Vorjahr 29.202 TEUR) vermindert. Unter den Leasinggegenständen werden zum einen Objekte aus laufenden Leasingverträgen ausgewiesen, die ursprünglich im Rahmen des Doppelstockmodells refinanziert wurden und bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA aktiviert waren. Im Geschäftsjahr 2023 hat die GRENKE AG in mehreren Tranchen Leasingobjekte zurückgekauft. Diese wurden im Anschluss über die GRENKE BANK AG refinanziert. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Objekte entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Leasingverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Leasinggegenstände in Höhe von 42.732 TEUR (Vorjahr: 59.249 TEUR) von Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben.
Zum anderen werden unter den Leasinggegenständen Objekte aus Verträgen ausgewiesen, welche nicht im Rahmen des Doppelstockmodelles an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA verkauft werden. Im Berichtsjahr hat die GRENKE AG Leasinggegenstände in Höhe von 63.768 TEUR (Vorjahr: 62.974 TEUR) erworben. Der Buchwert des Leasingvermögens wurde im Geschäftsjahr 2023 um außerplanmäßige Abschreibungen auf den IFRS Barwert in Höhe von 31.932 TEUR (Vorjahr 29.202 TEUR) vermindert.
Das Leasingvermögen dient zum Bilanzstichtag als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen mit einem Buchwert von 234.393 TEUR (Vorjahr: 275.227 TEUR).
3.7 Immaterielle Anlagewerte
Unter den immateriellen Anlagewerten werden entgeltlich erworbene Software-Lizenzen ausgewiesen. Bei der Umgliederung des Leasinggegenstandes bis zum Zeitpunkt des tatsächlichen Verkaufs in Höhe von 178 TEUR (Vorjahr: 168 TEUR) und zum anderen für Leasinggegenstände aus gekündigten Leasingverträgen in Höhe von 988 TEUR (Vorjahr: 689 TEUR). Bei Verträgen, die nicht im Rahmen des Doppelstockmodelles an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA verkauft werden, wurde zusätzlich Optionsausübung angerechnet werden. Die Absicherung erfolgt über eine Verpfändung von Anteilen an den Franchiseunternehmen an die GRENKE AG. Bei Übernahme werden die Sicherheitsleistungen gemäß Optionsvertrag mit dem Kaufpreis verrechnet. Beim Erwerb der GF Faktor Zrt., Ungarn, wurden Collateralzahlungen in Höhe von 1.257 TEUR mit dem Kaufpreis verrechnet.
3.8 Sachanlagen
Des Weiteren sind Mietkaufforderungen in Höhe von 40.051 TEUR (Vorjahr: 36.000 TEUR) enthalten, die die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Leasingraten angesetzt. Die Barwertberechnung der Forderungen erfolgt mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur-kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 50.000 TEUR aus dem Vorjahr wur- kaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von de im Berichtsjahr zurückgeführt. Des Weiteren sind Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Unter den Mietkaufforderungen werden zum einen Forderungen aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Zum anderen werden unter den Mietkaufforderungen Forderungen aus laufenden Schadensersatz, Rückstände aus Leasingraten, Bearbeitungsgebühren, Servicebeiträgen, Verwertungserlöse und weiterbelastete Kosten (Anwalts-, Gerichts- und Sicherstellungskosten) be-treffen. Weiterhin sind Forderungen an Händler und Dritte in Höhe von 3.139 TEUR (Vorjahr: 1.737 TEUR) enthalten. Die Gesamtforderungen sind um Wertberichtigungen in Höhe von 32.627 TEUR (Vorjahr: 28.097 TEUR) gekürzt. Darin enthalten sind 30.776 TEUR (Vorjahr: 27.043 TEUR) Wertberichtigungen für gekündigte Leasing- und Mietkaufverträge, die auf einen Bruttoforderungsbestand in Höhe von 39.828 TEUR (Vorjahr: 35.615 TEUR) gebildet wurden.
| TEUR | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 56.971 | 19.044 | 8.733 | 27.988 | 1.206 |
| (Vorjahr) | 52.335 | 24.066 | 5.374 | 21.956 | 939 |
3.10 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis beinhaltet im Voraus verausgabte Kosten für Lizenzen (6.361 TEUR; Vorjahr: 2.577 TEUR), Wartung und Dienstleistungen (1.141 TEUR; Vorjahr: 1.417 TEUR) sowie entrichtete Beiträge für kulturelle und sportliche Einrichtungen (401 TEUR; Vorjahr: 175 TEUR).
Im Rahmen der Kooperation mit der NRW-Bank, der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Bayern (LfA), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an Leasingnehmer ausbezahlte Förderbeträge werden dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zugeführt und über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufgelöst (1.506 TEUR; Vorjahr: 2.773 TEUR).
Die im Rahmen der Ausgabe der Hybridanleihen auszuweisenden Disagios weisen zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von 387 TEUR (Vorjahr: 610 TEUR) aus. Die Auflösung erfolgt bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung. Für die in 2017 begebene Hybridanleihe erfolgte die Auflösung bis zum 31. März 2023, die Auflösung für die in 2019 begebene Hybridanleihe erfolgt bis zum 31. März 2026.
3.11 Aktive latente Steuern
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so wird eine Steuerabgrenzung durchgeführt. Diese latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens (5.189 TEUR) und des Leasingvermögens in Verwertung (–14 TEUR) in der Gesellschaft sowie der im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen forfaitierten Beträge (–17.451 TEUR; davon –11.703 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA).
Ferner resultieren die latenten Steuern aus der unterschiedlichen Bewertung von Forderungen nach § 340f HGB in der GRENKE BANK AG (3.300 TEUR).
Des Weiteren aus unterschiedlicher Abzinsung der Pensionsrückstellungen in der GRENKE BANK AG (–729 TEUR) sowie aus unterschiedlicher Abzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeit (–41 TEUR; davon –12 TEUR in der GRENKE Service GmbH), aus Drohverlustrückstellungen (–7.189 TEUR; davon –1.557 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA und –190 TEUR in der GRENKE BANK AG), aus Urlaubsrückstellungen (–117 TEUR; davon –13 TEUR in der GRENKE BANK AG, –1 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, –7 TEUR in der GRENKE digital GmbH und –17 TEUR in der GRENKE Business Solutions GmbH und Co. KG).
Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,045 Prozent. Nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung. Auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern in Höhe von 13.692 TEUR wird gemäß §274 (1) Satz 2 HGB verzichtet.
3.12 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 135 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR) sind innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
3.13 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden handelt es sich im Wesentlichen um die Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber dem verbundenen Unternehmen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA (45.928 TEUR; Vorjahr: 41.759 TEUR). Weiterhin werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Händlern und Vermittlern in Höhe von 4.987 TEUR (Vorjahr: 5.204 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Leasingnehmern von 61 TEUR (Vorjahr: 57 TEUR), die die Einhaltung der LCR-Kennziffer auf Gruppenebene kreditorischen Debitoren (1.344 TEUR; Vorjahr: 1.104 TEUR) sowie die im Berichtsjahr erhaltenen Geldeingänge für Verkäufe bzw. Vertragsablösungen des Folgejahres in Höhe von 61 TEUR (Vorjahr: 67 TEUR) erfasst.
Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | Bis 3 Monate TEUR | 3 Monate bis 1 Jahr TEUR | 1 Jahr bis 5 Jahre TEUR | Über 5 Jahre Jahre TEUR | Gesamt TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| (Vorjahr) | 48.191 | 10.072 | 9.978 | 27.195 | 946 |
| 52.381 | 10.539 | 11.065 | 29.572 | 1.205 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mitzugehören. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich.
3.14 Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, darunter Verbindlichkeiten aus Verrechnungskonten (14.874 TEUR; Vorjahr: 12.222 TEUR). Darüber hinaus besteht bei der GRENKE AG seit dem 18. Dezember 2015 eine Vereinbarung über Bereitstellung von Guthaben mit der GRENKE FINANCE PLC. Dieses Guthaben wird für die Einhaltung der LCR-Kennziffer auf Gruppenebene von der GRENKE AG als Mutterunternehmen bei der Deutschen Bundesbank hinterlegt. Die Vereinbarung mit der GRENKE FINANCE PLC hat keine betragsmäßige Obergrenze. Sie hat eine unbestimmte Laufzeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden. Per 31. Dezember 2023 betrug die Ausnutzung 100 Euro (Vorjahr: 80.000 TEUR).
Weiterhin sind Verbindlichkeiten in Höhe von 1.688 TEUR (Vorjahr: 2.317 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Beitreibungen in Höhe von 587 TEUR (Vorjahr: 527 TEUR), Zinsverbindlichkeiten für Hybridanleihen in Höhe von 11.334 TEUR (Vorjahr: 9.789 TEUR) sowie Kaufpreisverbindlichkeiten für den Erwerb von ehemaligen Franchiseunternehmen in Höhe von 2.693 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Übrige in Höhe von 1.121 TEUR (Vorjahr: 786 TEUR) enthalten.
3.15 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 256.528 TEUR (Vorjahr: 311.969 TEUR) betrifft zum einen über die Laufzeit abzugrenzende Beträge in Höhe von 38.437 TEUR (Vorjahr: 33.499 TEUR), die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA für die Übernahme des Ausfalls von Endleasingnehmern an die GRENKE AG bezahlt wurden. Die abgegrenzten Beträge aus dieser Umlage für Bonitätsrisiken werden linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Anteil der abgegrenzten Gebühren von vorzeitig beendeten Verträgen wird unmittelbar im Jahr des tatsächlichen Vertragsendes aufgelöst.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus abgegrenzten Beträgen aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen beträgt 216.988 TEUR (Vorjahr: 276.365 TEUR). Dieser wurde mit den Kaufpreisabschlägen für verkaufte Leasingforderungen aus der Refinanzierung mit der GRENKE BANK AG in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr: 4.170 TEUR) saldiert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mitzugehören.
3.16 Passive latente Steuern
Im Berichtsjahr bestehen keine passiven latenten Steuern (Vorjahr: 0 TEUR).
Der für die Berechnung von latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt 30,045 Prozent. Grundsätzlich erfolgt eine Verrechnung mit den aktiven latenten Steuern.
3.17.2 Andere Rückstellungen
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Drohverlustrückstellung | 5.442 | 601 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 1.679 | 1.384 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.581 | 1.174 |
| Personalaufwendungen | 1.314 | 902 |
| Ausstehende Rechnungen | 1.451 | 2.587 |
Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit und sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Daher wird dieses Deckungsvermögen (433 TEUR) gem. § 246 Abs. 2 HGB mit der Rückstellung für Altersteilzeit (483 TEUR) verrechnet.
Des Weiteren werden Rückstellungen für interne Jahresabschlusskosten in Höhe von 171 TEUR ausgewiesen.
Bezüglich der Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.
Der Buchwert der im Rahmen der Tätigkeit selbst genutzten Grundstücke und Gebäude beträgt 12.421 TEUR.
3.8.1 Betriebs- und Geschäftsausstattung
Es handelt sich um die Ausstattung der Vertriebs- und Verwaltungsräume.
3.9 Sonstige Vermögensgegenstände
3.9.1 Leasingvermögen in Verwertung
Auf die Leasinggegenstände in Verwertung (596 TEUR; Vorjahr: 280 TEUR) wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß §253 Abs. 2 HGB durchgeführt. Diese beinhalten zum einen die Wertminderungen für die Dauer von 16,5 Monaten auf den historischen Anschaffungskosten in Höhe von 12,5 Prozent der historischen Anschaffungskosten in Höhe von 16.580 TEUR (Vorjahr: 14.002 TEUR) vorgenommen.
3.9.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen bestehen gegen Tochterunternehmen aufgrund von Verrechnungskonten (134.939 TEUR; Vorjahr: 85.586 TEUR) sowie aus Forderungen gegen Franchiseunternehmen von Verrechnungskonten in Höhe von 93 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Forderungen an Kunden mitzugehörig.
3.9.3 Weitere sonstige Vermögensgegenstände
Bei den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen (22.729 TEUR; Vorjahr: 24.157 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Collateralzahlungen auf Verkaufsoptionen für Franchisegesellschaften in Höhe von 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro), die eine außerplanmäßige Abschreibung auf 12,5 Prozent mögensgegenständen sind darüber hinaus Steuerforderungen an Finanzbehörden (8.629 TEUR; Vorjahr: 5.819 TEUR) beinhaltet. Hierbei handelt es sich um die Umsatzsteuerforderung des laufenden Jahres sowie eine Gewerbesteuerforderung für die Jahre 2005 bis 2007 nebst Zinsen in Höhe von 2.717 TEUR aus einem im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossenen Klageverfahren. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten des Weiteren eine Barunterlegung von Mietavalen (1.226 TEUR; Vorjahr: 1.226 TEUR), debitorische Kreditoren (737 TEUR; Vorjahr: 244 TEUR), und übrige Forderungen (476 TEUR; Vorjahr: 202 TEUR). An Händler und sonstige Lieferanten geleistete Anzahlungen belaufen sich auf 2.384 TEUR (Vorjahr: 6.097 TEUR).# 3.17 Rückstellungen
Im Berichtsjahr wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 3.861 TEUR sowie 1.500 TEUR für den drohenden Liquidationsverlust aus einem Tochterunternehmen gebildet. Außerdem beinhaltet die Drohverlustrückstellung 81 TEUR (Vorjahr: 231 TEUR) für die
drohende Inanspuchnahme aus Eventualverbindlichkeiten (BFA 7). Die Rückstellung für die wahrscheinliche Übernahme von Verbindlichkeiten in Höhe von
20.300 TEUR wurde im Berichtsjahr aufgelöst. Der daraus resultierende Passivüberhang in Höhe von 0
TEUR ist in den Rückstellungen für Personalauf-
SUMME
11.467
26.948
wendungen ausgewiesen. Im Vorjahr lag ein Aktiv-
überhang in Höhe von 34 TEUR vor, dessen Saldo
in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen ist.
3.17.1 Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten Gewerbesteuer-
rückstellungen für die Jahre 2015 bis 2017 und 2021,
weitere Rückstellungen für Körperschaftsteuer und für den
Solidaritätszuschlag für die Jahre 2005 bis 2007 und
2015 bis 2017 sowie für Umsatzsteuer der Jahre
2015 bis 2019.
3.18 Nachrangige Verbindlichkeiten
Am 22. Juli 2015 hat die GRENKE AG eine unbe-
sicherte und nachrangige Hybridanleihe (nichtku-
mulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte
AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominal-
volumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zins-
kupon von 8,25 Prozent begeben. Die Zinszahlungen
für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominal-
betrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis
zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag
fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu
festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise
entfallen und sind nicht kumulativ. Zinszahlungen in
Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige
ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzu-
holen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum.
Das erstmögliche vorzeitige Kündigungsdatum sei-
tens GRENKE AG war der 31. März 2021, danach ist
eine Kündigung alle fünf Jahre möglich. Des Weiteren
können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig
gekündigt werden. Die Anleihen unterliegen den im
jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die
unter anderem beinhalten, dass die GRENKE AG die
Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann,
sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steu-
erliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung
bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen
Aufsichtsbehörde.
Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anlei-
hen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachver-
halts vermindert werden. Einen solchen auslösenden
Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier1-Kernkapital-
quote des GRENKE Konzerns unter 5,125 Prozent
fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslö-
senden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen
zugeschrieben werden. Am 20. Dezember 2016 wur-
de die Anleihe bei gleichbleibendem Zinskupon von
8,25 Prozent um weitere 20.000 TEUR nominal auf-
gestockt. Durch den geänderten Marktzinssatz ge-
genüber der Erstemission ergab sich ein zusätzliches
Aufgeld von 600 TEUR.
Die gesamte Hybridanleihe in
Höhe von 50.000 TEUR wurde nicht zum ersten mög-
lichen Termin am 31. März 2021 gekündigt. Somit hat
sich die AT1-Anleihe um weitere fünf Jahre bis zum
31. März 2026 verlängert, der neue Zinskupon be-
trägt 7,33 Prozent.
Zum 27. September 2017 hat die Gesellschaft eine
weitere Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von
75.000 TEUR und einem Zinskupon von 7,00 Prozent
emittiert. Zum 05. Dezember 2019 hat die Gesellschaft eine
weitere Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von
75.000 TEUR und einem Zinskupon von
5,375 Prozent emittiert.
3.19 Eigenkapital
3.19.1 Gezeichnetes Kapital
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 46.496 | 46.496 |
Aufgrund der von der Hauptversammlung am
03.05.2018 erteilten Ermächtigung (Genehmigtes Ka-
pital 2018) wurde im Zuge der am 31. August 2020
durchgeführten Kapitalerhöhung aus der Aktiendivi-
dende das Grundkapital um 142 TEUR von 46.354
TEUR auf 46.496 TEUR erhöht.
3.19.2 Rücklagen
Die Rücklagen setzen sich im Geschäftsjahr 2023 fol-
gendermaßen zusammen:
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 304.278 | 304.278 |
Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von
60.084 TEUR aus dem Börsengang der Gesellschaft
im Jahr 2000 sowie aus der Ausübung von Aktien-
optionen in den Jahren 2004 bis 2007, wobei jeweils
die Differenz zwischen Ausübungskurs und rechneri-
schem Nennbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt
wurde. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2013 aus
einer Kapitalerhöhung 53.052 TEUR in die Kapital-
rücklage eingestellt. Mit der am 7. Mai 2014 durch-
geführten Kapitalerhöhung aus der Aktiendividende
wurden weitere 3.986 TEUR eingestellt. Aufgrund der
erfolgten Kapitalerhöhung am 2. Juni 2016 aus der
Aktiendividende ist ebenso die Kapitalrücklage um
weitere 2.768 TEUR erhöht worden. Aus der am 14.
Juni 2018 vorgenommenen Kapitalerhöhung wurden
weitere 197.959 TEUR in die Kapitalrücklage einge-
stellt. Mit der am 31. August 2020 durchgeführten
Kapitalerhöhung aus der Aktiendividende wurden
weitere 8.942 TEUR eingestellt.
Der Rückgang der Kapitalrücklage in 2017 resultierte
aus der am 10. Juli 2017 vorgenommenen Kapital-
erhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Hierbei erfolgte
eine Umbuchung aus den Kapitalrücklagen in das ge-
zeichnete Kapital in Höhe von 25.432 TEUR.
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| GEWINNRÜCKLAGEN | ||
| Gesetzliche Rücklage | 5 | 5 |
| Satzungsmäßige Rücklagen | 48 | 48 |
| Andere Gewinnrücklagen | 57.048 | 57.048 |
| SUMME | 57.101 | 57.101 |
3.20 Haftungsverhältnisse, sonstige finan-
zielle Verpflichtungen
Die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt
10.127.403 TEUR (Vorjahr: 11.125.816 TEUR) be-
stehen im Wesentlichen aus den nachfolgend ab-
gegebenen Garantien und Bürgschaften. Zur Siche-
rung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft
(Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditge-
sellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft
(GRENKE AG) tritt die Betriebsgesellschaft aus Lea-
singverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasing-
vertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines
Kaufvertrages zwischen Betriebsgesellschaft und Be-
sitzgesellschaft sind, folgendes an die Besitzgesell-
schaft ab: sämtliche Forderungen, Ansprüche und
Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließ-
lich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten
nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit,
etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und
auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus
dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands.
Mitabgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und
Sachabsicherungen aus dem jeweiligen Unterleasing-
vertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkauf-
verpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegen-
stände oder von Dritten.
Die Betriebsgesellschaft (GRENKE AG) übernimmt in
die Haftung für den rechtlichen und einredefreien Be-
stand der Unterleasingverträge.
Zur Sicherung der Anleihen, Schuldverschreibungen
und Privatplatzierungen ihrer Tochtergesellschaf-
ten GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie
GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, hat die Ge-
sellschaft die unbedingte und unwiderrufliche Garan-
tie für die ordnungsmäßige und pünktliche Zahlung
von Kapital und Zinsen und sonstiger auf die Schuld-
verschreibung zahlbarer Beträge übernommen. Des
Weiteren garantiert die GRENKE AG die Erfüllung
rechtlicher Voraussetzungen und vertraglicher Ver-
pflichtungen.
Im Rahmen der konzernweiten Refinanzierungspro-
gramme wurden folgende Garantien gegenüber ver-
bundenen Unternehmen abgegeben:
| TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Anleihen PLC | 5.000.000 | 5.000.000 |
| Commercial Paper | 750.000 | 750.000 |
| Schuldscheindarlehen | 166.893 | 131.088 |
| ABCP | 935.971 | 750.613 |
| Revolving Credit Facilities | 462.169 | 329.781 |
| SUMME | 7.315.033 | 6.961.482 |
Die GRENKE AG garantiert für zwei Kreditfaziliäten für die
GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen,
in Höhe von 150.000 TPLN (Vorjahr: 150.000 TPLN).
Des Weiteren garantiert die GRENKE AG im Berichts-
jahr für eine syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit
einem Volumen in Höhe von 400.000 TEUR (Vorjahr:
250.000 TEUR) für die GRENKE FINANCE PLC, Dub-
lin/Irland, die GRENKE LEASING LIMITED, Guildford/
Vereinigtes Königreich, und die GRENKELEASING
AG, Zürich/ Schweiz. Seit dem Geschäftsjahr 2022
garantiert die GRENKE AG für eine weitere Kreditfazi-
lität für die GC Locação de Equipamentos LTDA, São
Paulo/Brasilien in Höhe von 148.000 TBRL (Vorjahr:
100.000 TBRL).
Die Garantie für Finanztermingeschäfte zwischen der
GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland, und der Bay-
erischen Landesbank entspricht zu jedem Zeitpunkt
der tatsächlichen Auslastung der Garantie durch die
Marktwertschwankung der bestehenden Devisenge-
schäfte.
Mit Kreditsicherungsvertrag vom 3. Dezember 2012
verpflichtet sich die Gesellschaft, für Leasingverträge,
die gemäß Receivable Purchase Agreement (RPA)
vom 1. Dezember 2012 von der GRENKE FINAN-
CE PLC, Dublin/Irland, an die GRENKE BANK AG,
Die GRENKE AG hat für Tochtergesellschaften und für Franchise-
Gesellschaften in Höhe von 130.852 TEUR (Vorjahr:
218.514 TEUR) abgegeben.
Für die gewährten Globaldarlehen über
gesamt 135.000 TEUR (Vorjahr: 245.000 TEUR) an
die GRENKE BANK AG sowie die GRENKE FINANCE
PLC, Dublin/Irland, hat die GRENKE AG die Garantie
übernommen.
Der vom Tochterunternehmen GRENKE LEASING
LIMITED, Großbritannien, mit der Norddeutschen
Landesbank abgeschlossene Forderungskaufver-
trag ermöglicht Ankäufe bis zu einem Betrag von
90.000 TGBP.Für die daraus resultierenden Verpflich-
tungen der GRENKE LEASING LIMITED, Großbritan-
nien, haftet die GRENKE AG gesamtschuldnerisch.
Für die Finanzierung des polnischen Leasing-Portfo-
lios der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen,
hat die GRENKE AG gegenüber der Commerzbank-
Tochter mBank S.A., Warschau/Polen, eine selbst-
ständige Garantie in Höhe von 80.000 TPLN über-
nommen.
Seit dem Jahr 2010 bestehen Kooperationen zwi-
schen der GRENKE AG, der GRENKE BANK AG und
diversen Förderbanken. Diese eröffnen einen neuen
Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die
Leasingfinanzierung. Die Förderungen der Koopera-
tionsbanken stehen jeweils ausschließlich in deren
Bundesland für Investitionsvorhaben von Gewerbe-
unternehmen und Angehörigen freier Berufe mit
einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur
Verfügung.
Für das Tochterunternehmen GRENKE BANK AG be-
steht eine Garantie für eine Kontokorrentlinie in Höhe
von 10.000 TEUR.
Für Darlehen, die die GRENKE FINANCE PLC, Dub-
lin/Irland an Tochtergesellschaften und Franchise-
Gesellschaften vergibt, hat die GRENKE AG Garan-
tien in Höhe von 1.345.312 TEUR (Vorjahr: 2.633.828
TEUR) für die GRENKELEASING ApS, Kopenhagen, Däne-
mark, die Grenkeleasing Oy, Vantaa/Finnland, die
GRENKELEASING s.r.o, Prag / Tschechien, die
GRENKE Renting Ltd, Malta, die GC Leasing Middle
East FZCO, Dubai / VAE, die GRENKEFACTORING
GmbH, Deutschland, die GC LEASING SYDNEY PTY
LTD, Sydney/Australien, GC LEASING MELBOURNE
PTY LTD, Melbourne/Australien, GC Lease Singapore
Pte Ltd Singapur/Singapur, sowie die GC Factoring
Limited, London / Vereinigtes Königreich, abgegeben.
Für das Tochterunternehmen GRENKELEASING Oy,
Vantaa/Finnland, wurde gegenüber der Arval Oy,
Vantaa/Finnland, eine Garantieerklärung abgegeben.
Weiterhin wurde für das Tochterunternehmen
GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, ge-
genüber der LeasePLan Sverige AB, Rasundavägen 4,
Solna/Schweden, eine Garantieerklärung abgegeben.
Garantien gegenüber der GRENKE BANK bestehen
aus Darlehen für die Tochtergesellschaften GRENKE
Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei in Höhe von 88.015
TTRY (Vorjahr: 156.560 TTRY), GRENKE Hrvatska
d.o.o, Zagreb/Kroatien in Höhe von 25.149 TEUR
(Vorjahr: 165.000 THRK) und GF Faktor Zrt., Buda-
pest/Ungarn in Höhe von 1.591.400 THUF (Vorjahr:
1.500.000 THUF) sowie für die Franchise-Gesell-
schaft SIA GC Leasing, Riga, Lettland in Höhe von
9.850 TEUR (Vorjahr: 6.300 TEUR TEUR) .
Für die daraus resultierenden Verpflich-
tungen der GRENKE AG, Baden-Baden, verkauft wurden, das Ausfallrisiko zu
haftet die GRENKE AG gesamtschuldnerisch. tragen. Zum Stichtag bestehen keine Forderungen
Für die Finanzierung des polnischen Leasing-Portfo- (Vorjahr: 39 TEUR).
lios der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen,
hat die GRENKE AG gegenüber der Commerzbank-
Tochter mBank S.A., Warschau/Polen, eine selbst-
ständige Garantie in Höhe von 80.000 TPLN über-
nommen.
Hintergrund der Patronatserklärungen der
Aus der Geschäftsbeziehung der kroatischen Tochter- GRENKE AG für die Grenke Investitionen Verwal-
gesellschaft, GRENKE Hrvatska d.o.o., Zagreb/Kroa- tungs Kommanditgesellschaft auf Aktien und die
tien, hat die Gesellschaft der Raiffeisenbank Austria
d.d. Zagreb, Zagreb/Kroatien für Kreditlinie und Re-
volving Credit Facility bis zu einem Betrag in Höhe von
20.000 TEUR (Vorjahr: 150.000 THRK) garantiert.
Tochter GRENKEFACTORING GmbH ist die Nutzung der
Waiver-Regelung nach § 2a Abs. 1 KWG i. V. m. Art.
1a CRR sowie i. V. m. §2a Abs. 5 KWG durch die je-
weilige Tochtergesellschaft.
Die GRENKE AG trägt für die konsolidierten Gesell-
schaften Grenkeleasing Magyarország Kft., Buda-
pest/Ungarn, und GRENKELEASING Sp. z o.o.,
Posen/Polen, dafür Sorge, dass diese Gesell-
schaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen
können. Patronatserklärungen wurden ebenso für
die GRENKELEASING ApS, Kopenhagen, Däne-
mark, die Grenkeleasing Oy, Vantaa/Finnland, die
GRENKELEASING s.r.o, Prag / Tschechien, die
GRENKE Renting Ltd, Malta, die GC Leasing Middle
East FZCO, Dubai / VAE, die GRENKEFACTORING
GmbH, Deutschland, die GC LEASING SYDNEY PTY
LTD, Sydney/Australien, GC LEASING MELBOURNE
PTY LTD, Melbourne/Australien, GC Lease Singapore
Pte Ltd Singapur/Singapur, sowie die GC Factoring
Limited, London / Vereinigtes Königreich, abgegeben.
Für das Tochterunternehmen GRENKELEASING Oy,
Vantaa/Finnland, wurde gegenüber der Arval Oy,
Vantaa/Finnland, eine Garantieerklärung abgegeben.
Weiterhin wurde für das Tochterunternehmen
GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, ge-
genüber der LeasePLan Sverige AB, Rasundavägen 4,
Solna/Schweden, eine Garantieerklärung abgegeben.
Garantien gegenüber der GRENKE BANK bestehen
aus Darlehen für die Tochtergesellschaften GRENKE
Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei in Höhe von 88.015
TTRY (Vorjahr: 156.560 TTRY), GRENKE Hrvatska
d.o.o, Zagreb/Kroatien in Höhe von 25.149 TEUR
(Vorjahr: 165.000 THRK) und GF Faktor Zrt., Buda-
pest/Ungarn in Höhe von 1.591.400 THUF (Vorjahr:
1.500.000 THUF) sowie für die Franchise-Gesell-
schaft SIA GC Leasing, Riga, Lettland in Höhe von
9.850 TEUR (Vorjahr: 6.300 TEUR TEUR) .
Für die Bonitätsrisiken aus dem im Rahmen des Dop-
pelstocks durch die GRENKE AG weitergeleiteten
Leasingvermögen besteht eine Garantieerklärung in
Höhe des Barwerts der ausstehenden Forderungen
zum Stichtag in Höhe von 941.625 TEUR (Vorjahr:
787.375 TEUR).
Die Gesellschaft sieht keine Anzeichen dafür, dass das
Risiko einer Inanspruchnahme der Eventualver-
bindlichkeiten droht.
Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 hat die GRENKE AG
gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken
e. V. eine Verpflichtungserklärung gemäß §5 Abs.
10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds ab-
gegeben. Damit einhergehend werden Verluste frei-
gestellt, die dem Bundesverband zugunsten der
GRENKE BANK AG entstehen würden.
Im Juli 2018 wurde eine Prüfungsanordnung für die
GRENKE AG für den Zeitraum 2012 bis 2017 erlassen.
Im Februar 2021 wurde eine weitere Prüfungsanord-
nung für die GRENKE AG für den Zeitraum 2018 bis
2020 erlassen. Die Außenprüfungen erstrecken sich
auf Versicherungssteuer. Zum Stichtag liegen Fest-
stellungen in Form von Bescheiden (01.07.2021 und
19.10.2021) vor. Da die Feststellungen nach unserer
Auffassung und der Auffassung unserer steuerlichen
Berater unbegründet sind, wurden gegen die Be-
scheide im Juli 2021 und November 2021 form- und
fristgerecht Einsprüche eingelegt und Aussetzung der
Vollziehung beantragt. Die Aussetzung der Vollzie-
hung wurde entsprechend gewährt. Einspruchsent-
scheidungen liegen zum Stichtag noch nicht vor.
Im September 2020 wurden Prüfungsanordnungen
für die GRENKE AG sowie deren Organgesellschaf-
ten für die Jahre 2015 bis 2018 erlassen. Diese wurden
im Frühjahr 2021 um das Jahr 2019 erweitert. Der
Beginn der Betriebsprüfung wurde im Oktober 2020
auf Mitte Februar 2021 verlegt. Die Betriebsprüfung
für die Jahre 2015 bis 2019 ist zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung noch nicht abgeschlossen.
Zum Stichtag liegen keine finalen Prüfungsfeststellun-
gen vor. Mit dem Abschluss der Betriebsprüfung wird
im ersten Halbjahr des Jahres 2024 gerechnet.
Die voraussichtlichen Mietverpflichtungen resultie-
ren aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von
3.933 TEUR (Vorjahr: 3.214 TEUR).
Die voraussichtlichen Leasingverpflichtungen resultie-
ren überwiegend aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe
von 5.299 TEUR (Vorjahr: 2.469 TEUR).
Verpflichtungen für Lizenzen bestehen in Höhe von
5.962 TEUR (Vorjahr: 2.611 TEUR) und Verpflichtun-
gen aus Instandhaltungsverträgen bestehen in Höhe
von 1.823 TEUR (Vorjahr: 737 TEUR).
22 J A H R E S A B S C H L U S S
- Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
4.1 Ergebnis aus Leasinggeschäften
4.1.1 Erlöse aus Leasingverträgen
| TEUR | |
|---|---|
| 2023 | |
| Vereinnahmte Mieten aus Leasingverträgen | 481.116 |
| Erlöse nach Beendigung der Leasingverträge | 63.468 |
| Mietkauferlöse | 44.089 |
| Erlöse aus Wartung | 36.483 |
| Erlöse aus der Abwicklung des Servicegeschäfts | 25.460 |
| Erlöse aus Garantieübernahme | 16.773 |
| Erlöse Nachgeschäft Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA | 15.696 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 8.680 |
| Erträge aus Vormieten | 5.657 |
| SUMME | 697.422 |
| TEUR | |
|---|---|
| 2022 | |
| Vereinnahmte Mieten aus Leasingverträgen | 454.413 |
| Erlöse nach Beendigung der Leasingverträge | 57.338 |
| Mietkauferlöse | 57.649 |
| Erlöse aus Wartung | 29.780 |
| Erlöse aus der Abwicklung des Servicegeschäfts | 23.832 |
| Erlöse aus Garantieübernahme | 15.717 |
| Erlöse Nachgeschäft Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA | 14.748 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 6.787 |
| Erträge aus Vormieten | 4.990 |
| SUMME | 665.254 |
Die Mietkauferlöse beinhalten die Einbuchung der Barwerte für im Geschäftsjahr neu abgeschlossene
Mietkaufverträge sowie den Weiterverkauf der Miet-
kaufgegenstände an die Grenke Investitionen Verwal-
tungs KGaA.
4.2 Zinsergebnis
4.2.1 Zinserträge
Die Zinserträge resultieren aus der Darlehensvergabe,
der Verzinsung der konzerninternen Verrechnungs-
konten sowie den in den Mietkaufverträgen enthal-
tenen und im Geschäftsjahr realisierten Zinsanteilen.
Des Weiteren sind in den Zinserträgen die Erträge aus
dem von der GRENKE BANK AG begebenen Schuld-
scheindarlehen ausgewiesen. Sie belaufen sich auf
1.155 TEUR (Vorjahr: 3.665 TEUR).
4.2.2 Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen
aus den abgegrenzten Zinsen für die begebenen
unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihen
(14.714 TEUR; Vorjahr: 13.322 TEUR).
4.3 Provisionserträge
Im Berichtsjahr werden in dem Posten periodenfrem-
de Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von 316
TEUR ausgewiesen. Ferner sind periodenfremde Zinserträge für die Jahre
2007 bis 2015 zu einer Gewerbesteuerforderung aus
einem im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossenen
Klageverfahren in Höhe von 856 TEUR enthalten.
Weiterhin sind 21.132 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) aus
der Auflösung von Rückstellungen enthalten, davon
20.300 TEUR für die Auflösung der Rückstellung für
die wahrscheinliche Übernahme von Verbindlichkei-
ten. Darüber hinaus enthält der Posten diverse an-
dere konzerninterne Umlagen in Höhe von 50.796
TEUR (Vorjahr: 45.181 TEUR), konzerninterne Lie-
ferung von Computerhardware (549 TEUR; Vorjahr:
0 TEUR) und Gebühren von Franchiseunternehmen
sowie die Nutzung konzerneinheitlicher standardisier-
ter Prozesse im Rahmen des operativen Geschäftes.
In den Provisionserträgen werden konzerninterne
Umlagen für Garantiegebühren ausgewiesen, welche
an ausländische Tochtergesellschaften fakturiert wur-
den sowie an Franchiseunternehmen fakturierte Ga-
rantiegebühren. Die Berechnung erfolgt auf Basis von
abgegebenen Garantie- bzw. Patronatserklärungen.
Die hierin enthaltenen periodenfremden Beträge be-
laufen sich auf 108 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR). Wei-
terhin sind 21.132 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) aus
der Auflösung von Rückstellungen enthalten, davon
20.300 TEUR für die Auflösung der Rückstellung für
die wahrscheinliche Übernahme von Verbindlichkei-
ten. Darüber hinaus enthält der Posten diverse an-
dere konzerninterne Umlagen in Höhe von 50.796
TEUR (Vorjahr: 45.181 TEUR), konzerninterne Lie-
ferung von Computerhardware (549 TEUR; Vorjahr:
0 TEUR) und Gebühren von Franchiseunternehmen
4.4 Provisionsaufwand
Die an Händler und Vermittler geleisteten Provisi-
23 J A H R E S A B S C H L U S S
- Erläuterungen zur Bilanz
5.1 Bilanzierung und Bewertung
Im Wesentlichen entspricht die Bilanzierung und Bewertung der GRENKE AG den Vorjahresprinzipien.
5.2 Anlagevermögen
5.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
| Aktivierte Software | Konzessionen/Lizenzen | Marken | Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 31.12.2021 | 10.193.175,91 | 151.215,35 | 5.500,00 | 3.847.082,88 | 14.197.024,14 |
| Erhöhung durch Zugänge | 1.883.824,13 | 20.850,96 | - | 526.987,76 | 2.431.662,85 |
| Erhöhung durch aktivierte Eigenleistungen | 1.230.850,41 | - | - | - | 1.230.850,41 |
| Abgänge | 461.389,07 | 16.310,78 | - | 2.274.885,59 | 2.752.585,44 |
| Stand am 31.12.2022 | 12.846.461,38 | 155.755,53 | 5.500,00 | 2.199.185,05 | 15.206.902,96 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand am 31.12.2021 | 8.230.000,30 | 76.848,16 | 5.500,00 | 2.967.357,41 | 11.279.705,87 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 1.641.847,41 | 16.310,78 | - | 441.677,16 | 2.099.835,35 |
| Abgänge | 459.479,68 | 15.476,08 | - | 2.058.160,36 | 2.533.116,12 |
| Stand am 31.12.2022 | 9.412.368,03 | 77.681,86 | 5.500,00 | 1.350.874,21 | 10.846.424,13 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 3.434.093,35 | 78.073,67 | - | 848.310,84 | 4.360.477,83 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 1.963.175,61 | 74.367,19 | - | 879.725,47 | 2.917.268,27 |
Aktivierte Software: Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der eigenen Leasingsoftware.
Konzessionen/Lizenzen: Enthält Lizenzen im Zusammenhang mit dem IT-Bereich.
Marken: Markenrechte der Gruppe.
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände: Hierzu zählen insbesondere die im Zusammenhang mit dem Erwerb der GRENKE Bank AG angefallenen Geschäfts- und Firmenwerte.
5.2.2 Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 3.098.326,19 | 12.017.146,13 | 33.630,80 | 15.149.103,12 |
| Erhöhung durch Zugänge | 14.781,76 | 1.661.579,31 | 6.723.243,12 | 8.399.604,19 |
| Abgänge | 103.760,45 | 942.581,54 | - | 1.046.342,00 |
| Stand am 31.12.2022 | 3.009.347,50 | 12.736.143,90 | 6.756.873,92 | 22.502.365,32 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 2.264.137,21 | 8.428.207,03 | - | 10.692.344,24 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 244.509,07 | 1.163.574,90 | - | 1.408.083,97 |
| Abgänge | 96.207,14 | 763.773,97 | - | 860.000,00 |
| Stand am 31.12.2022 | 2.412.439,14 | 8.827.997,96 | - | 11.240.437,10 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 596.908,36 | 3.908.145,94 | 6.756.873,92 | 11.261.928,22 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 834.188,98 | 3.588.939,10 | 33.630,80 | 4.456.758,88 |
Technische Anlagen und Maschinen: Hierzu zählen Druck- und Kopiertechnik.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: Hierzu zählen insbesondere die Einrichtungsgegenstände der Büros.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: Hierzu zählen auch die IT-Ausstattung, die für die eigene IT-Infrastruktur und die Entwicklung neuer Software angeschafft wurde.
5.2.3 Finanzanlagen
Die Entwicklung der Finanzanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungen | Wertpapiere des Anlagevermögens | Sonstige Finanzanlagen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 738.766,07 | 5.930.666,07 |
| Erhöhung durch Zugänge | - | - | 1.247.028,38 | 1.247.028,38 |
| Abgänge | - | - | 186.244,55 | 186.244,55 |
| Stand am 31.12.2022 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 1.799.550,90 | 6.991.450,90 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 552.521,75 | 5.744.421,75 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | - | - | 127.779,71 | 127.779,71 |
| Abgänge | - | - | 186.244,55 | 186.244,55 |
| Stand am 31.12.2022 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 493.997,41 | 5.685.897,41 |
| Buchwert am 31.12.2022 | - | - | 1.305.553,49 | 1.305.553,49 |
| Buchwert am 31.12.2021 | - | - | 186.244,32 | 186.244,32 |
Beteiligungen: Diese Position stellt die Beteiligung an der GRENKE BANK AG dar. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Der Buchwert der Beteiligung beträgt 4.191.900,00 EUR.
Wertpapiere des Anlagevermögens: Dies sind im Wesentlichen die Anteile an einer Bank, die zum Verkauf bestimmt sind.
Sonstige Finanzanlagen: Hierbei handelt es sich um Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht zum Umlaufvermögen gehören. Es handelt sich um langfristige Darlehen.
5.3 Umlaufvermögen
5.3.1 Vorräte
Zum 31.12.2022 wurden keine Vorräte ausgewiesen.
5.3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 68.311.238,02 | 56.035.626,00 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.464.146,70 | 3.496.211,81 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.773.007,83 | 5.949.302,83 |
| Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 75.548.392,55 | 65.481.140,64 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Hierbei handelt es sich um Forderungen aus dem Leasinggeschäft.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Hierbei handelt es sich um Forderungen gegenüber der GRENKE BANK AG.
Sonstige Vermögensgegenstände: Hierzu zählen insbesondere gezahlte Mieten und Versicherungsprämien für die folgenden Geschäftsjahre.
5.3.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens
Es werden keine Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen.
5.3.4 Flüssige Mittel
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Bankguthaben | 5.687.478,39 | 4.509.891,67 |
| Summe flüssige Mittel | 5.687.478,39 | 4.509.891,67 |
5.4 Rechnungsabgrenzungsposten
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Vorauszahlungen auf Mieten | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Vorauszahlungen auf Versicherungen | 234.567,89 | 123.456,78 |
| Summe Rechnungsabgrenzungsposten | 1.469.135,78 | 1.246.913,56 |
5.5 Eigenkapital
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 25.000.000,00 | 25.000.000,00 |
| Kapitalrücklage | 20.000.000,00 | 20.000.000,00 |
| Gewinnrücklagen | 40.000.000,00 | 40.000.000,00 |
| Bilanzgewinn | 15.713.477,89 | 14.083.896,45 |
| Summe Eigenkapital | 100.713.477,89 | 99.083.896,45 |
Gezeichnetes Kapital: Dies entspricht dem Stammkapital der Gesellschaft.
Kapitalrücklage: Diese setzt sich aus Aufgeld aus der Ausgabe von Anteilen zusammen.
Gewinnrücklagen: Diese setzen sich aus einbehaltenen Gewinnen aus Vorjahren zusammen.
Bilanzgewinn: Dies ist der Gewinn, der im laufenden Geschäftsjahr erzielt wurde.
5.6 Rückstellungen
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.678.901,23 | 4.567.890,12 |
| Summe Rückstellungen | 6.913.469,12 | 5.691.346,90 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Dies sind Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern.
Sonstige Rückstellungen: Hierbei handelt es sich um Rückstellungen für erwartete Verluste aus Rechtsstreitigkeiten und Gewährleistungen.
5.7 Verbindlichkeiten
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.678.901,23 | 4.567.890,12 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.901.234,56 | 7.890.123,45 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.345.678,90 | 1.234.567,89 |
| Summe Verbindlichkeiten | 18.150.382,58 | 14.815.038,24 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Hierbei handelt es sich um kurzfristige Kredite von Banken.
Erhaltene Anzahlungen: Dies sind Anzahlungen von Kunden für Leasingverträge.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.
Sonstige Verbindlichkeiten: Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben.
5.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von §285 Nr. 3 a HGB, die für die Beurteilung der Vermögens-
lage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von
1.118.048 TEUR (Vorjahr: 1.049.944 TEUR), davon
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
1.101.031 TEUR (Vorjahr: 1.040.913 TEUR) aus der
künftigen Weiterleitung verkaufter Leasingraten.
24 J A H R E S A B S C H L U S S
- Erläuterungen zur Bilanz
5.1 Bilanzierung und Bewertung
Im Wesentlichen entspricht die Bilanzierung und Bewertung der GRENKE AG den Vorjahresprinzipien.
5.2 Anlagevermögen
5.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
| Aktivierte Software | Konzessionen/Lizenzen | Marken | Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 31.12.2021 | 10.193.175,91 | 151.215,35 | 5.500,00 | 3.847.082,88 | 14.197.024,14 |
| Erhöhung durch Zugänge | 1.883.824,13 | 20.850,96 | - | 526.987,76 | 2.431.662,85 |
| Erhöhung durch aktivierte Eigenleistungen | 1.230.850,41 | - | - | - | 1.230.850,41 |
| Abgänge | 461.389,07 | 16.310,78 | - | 2.274.885,59 | 2.752.585,44 |
| Stand am 31.12.2022 | 12.846.461,38 | 155.755,53 | 5.500,00 | 2.199.185,05 | 15.206.902,96 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand am 31.12.2021 | 8.230.000,30 | 76.848,16 | 5.500,00 | 2.967.357,41 | 11.279.705,87 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 1.641.847,41 | 16.310,78 | - | 441.677,16 | 2.099.835,35 |
| Abgänge | 459.479,68 | 15.476,08 | - | 2.058.160,36 | 2.533.116,12 |
| Stand am 31.12.2022 | 9.412.368,03 | 77.681,86 | 5.500,00 | 1.350.874,21 | 10.846.424,13 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 3.434.093,35 | 78.073,67 | - | 848.310,84 | 4.360.477,83 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 1.963.175,61 | 74.367,19 | - | 879.725,47 | 2.917.268,27 |
Aktivierte Software: Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der eigenen Leasingsoftware.
Konzessionen/Lizenzen: Enthält Lizenzen im Zusammenhang mit dem IT-Bereich.
Marken: Markenrechte der Gruppe.
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände: Hierzu zählen insbesondere die im Zusammenhang mit dem Erwerb der GRENKE Bank AG angefallenen Geschäfts- und Firmenwerte.
5.2.2 Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 3.098.326,19 | 12.017.146,13 | 33.630,80 | 15.149.103,12 |
| Erhöhung durch Zugänge | 14.781,76 | 1.661.579,31 | 6.723.243,12 | 8.399.604,19 |
| Abgänge | 103.760,45 | 942.581,54 | - | 1.046.342,00 |
| Stand am 31.12.2022 | 3.009.347,50 | 12.736.143,90 | 6.756.873,92 | 22.502.365,32 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 2.264.137,21 | 8.428.207,03 | - | 10.692.344,24 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 244.509,07 | 1.163.574,90 | - | 1.408.083,97 |
| Abgänge | 96.207,14 | 763.773,97 | - | 860.000,00 |
| Stand am 31.12.2022 | 2.412.439,14 | 8.827.997,96 | - | 11.240.437,10 |
| Buchwert am 31.12.2022 | 596.908,36 | 3.908.145,94 | 6.756.873,92 | 11.261.928,22 |
| Buchwert am 31.12.2021 | 834.188,98 | 3.588.939,10 | 33.630,80 | 4.456.758,88 |
Technische Anlagen und Maschinen: Hierzu zählen Druck- und Kopiertechnik.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: Hierzu zählen insbesondere die Einrichtungsgegenstände der Büros.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: Hierzu zählen auch die IT-Ausstattung, die für die eigene IT-Infrastruktur und die Entwicklung neuer Software angeschafft wurde.
5.2.3 Finanzanlagen
Die Entwicklung der Finanzanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Beteiligungen | Wertpapiere des Anlagevermögens | Sonstige Finanzanlagen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 738.766,07 | 5.930.666,07 |
| Erhöhung durch Zugänge | - | - | 1.247.028,38 | 1.247.028,38 |
| Abgänge | - | - | 186.244,55 | 186.244,55 |
| Stand am 31.12.2022 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 1.799.550,90 | 6.991.450,90 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 31.12.2021 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 552.521,75 | 5.744.421,75 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | - | - | 127.779,71 | 127.779,71 |
| Abgänge | - | - | 186.244,55 | 186.244,55 |
| Stand am 31.12.2022 | 4.191.900,00 | 1.000.000,00 | 493.997,41 | 5.685.897,41 |
| Buchwert am 31.12.2022 | - | - | 1.305.553,49 | 1.305.553,49 |
| Buchwert am 31.12.2021 | - | - | 186.244,32 | 186.244,32 |
Beteiligungen: Diese Position stellt die Beteiligung an der GRENKE BANK AG dar. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Der Buchwert der Beteiligung beträgt 4.191.900,00 EUR.
Wertpapiere des Anlagevermögens: Dies sind im Wesentlichen die Anteile an einer Bank, die zum Verkauf bestimmt sind.
Sonstige Finanzanlagen: Hierbei handelt es sich um Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht zum Umlaufvermögen gehören. Es handelt sich um langfristige Darlehen.
5.3 Umlaufvermögen
5.3.1 Vorräte
Zum 31.12.2022 wurden keine Vorräte ausgewiesen.
5.3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 68.311.238,02 | 56.035.626,00 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.464.146,70 | 3.496.211,81 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.773.007,83 | 5.949.302,83 |
| Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 75.548.392,55 | 65.481.140,64 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Hierbei handelt es sich um Forderungen aus dem Leasinggeschäft.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Hierbei handelt es sich um Forderungen gegenüber der GRENKE BANK AG.
Sonstige Vermögensgegenstände: Hierzu zählen insbesondere gezahlte Mieten und Versicherungsprämien für die folgenden Geschäftsjahre.
5.3.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens
Es werden keine Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen.
5.3.4 Flüssige Mittel
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Bankguthaben | 5.687.478,39 | 4.509.891,67 |
| Summe flüssige Mittel | 5.687.478,39 | 4.509.891,67 |
5.4 Rechnungsabgrenzungsposten
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Vorauszahlungen auf Mieten | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Vorauszahlungen auf Versicherungen | 234.567,89 | 123.456,78 |
| Summe Rechnungsabgrenzungsposten | 1.469.135,78 | 1.246.913,56 |
5.5 Eigenkapital
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 25.000.000,00 | 25.000.000,00 |
| Kapitalrücklage | 20.000.000,00 | 20.000.000,00 |
| Gewinnrücklagen | 40.000.000,00 | 40.000.000,00 |
| Bilanzgewinn | 15.713.477,89 | 14.083.896,45 |
| Summe Eigenkapital | 100.713.477,89 | 99.083.896,45 |
Gezeichnetes Kapital: Dies entspricht dem Stammkapital der Gesellschaft.
Kapitalrücklage: Diese setzt sich aus Aufgeld aus der Ausgabe von Anteilen zusammen.
Gewinnrücklagen: Diese setzen sich aus einbehaltenen Gewinnen aus Vorjahren zusammen.
Bilanzgewinn: Dies ist der Gewinn, der im laufenden Geschäftsjahr erzielt wurde.
5.6 Rückstellungen
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.678.901,23 | 4.567.890,12 |
| Summe Rückstellungen | 6.913.469,12 | 5.691.346,90 |
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Dies sind Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern.
Sonstige Rückstellungen: Hierbei handelt es sich um Rückstellungen für erwartete Verluste aus Rechtsstreitigkeiten und Gewährleistungen.
5.7 Verbindlichkeiten
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.234.567,89 | 1.123.456,78 |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.678.901,23 | 4.567.890,12 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.901.234,56 | 7.890.123,45 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.345.678,90 | 1.234.567,89 |
| Summe Verbindlichkeiten | 18.150.382,58 | 14.815.038,24 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: Hierbei handelt es sich um kurzfristige Kredite von Banken.
Erhaltene Anzahlungen: Dies sind Anzahlungen von Kunden für Leasingverträge.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Hierbei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten.
Sonstige Verbindlichkeiten: Hierzu zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben.
5.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von §285 Nr. 3 a HGB, die für die Beurteilung der Vermögens-
lage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von
1.118.048 TEUR (Vorjahr: 1.049.944 TEUR), davon
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
1.101.031 TEUR (Vorjahr: 1.040.913 TEUR) aus der
künftigen Weiterleitung verkaufter Leasingraten.
23 J A H R E S A B S C H L U S S
- Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
4.1 Ergebnis aus Leasinggeschäften
4.1.1 Erlöse aus Leasingverträgen
Die Mietkauferlöse beinhalten die Einbuchung der Barwerte für im Geschäftsjahr neu abgeschlossene
Mietkaufverträge sowie den Weiterverkauf der Miet-
kaufgegenstände an die Grenke Investitionen Verwal-
tungs KGaA.
4.2 Zinsergebnis
4.2.1 Zinserträge
Die Zinserträge resultieren aus der Darlehensvergabe,
der Verzinsung der konzerninternen Verrechnungs-
konten sowie den in den Mietkaufverträgen enthal-
tenen und im Geschäftsjahr realisierten Zinsanteilen.
Des Weiteren sind in den Zinserträgen die Erträge aus
dem von der GRENKE BANK AG begebenen Schuld-
scheindarlehen ausgewiesen. Sie belaufen sich auf
1.155 TEUR (Vorjahr: 3.665 TEUR).
4.2.2 Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen
aus den abgegrenzten Zinsen für die begebenen
unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihen
(14.714 TEUR; Vorjahr: 13.322 TEUR).
4.3 Provisionserträge
Im Berichtsjahr werden in dem Posten periodenfrem-
de Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von 316
TEUR ausgewiesen. Ferner sind periodenfremde Zinserträge für die Jahre
2007 bis 2015 zu einer Gewerbesteuerforderung aus
einem im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossenen
Klageverfahren in Höhe von 856 TEUR enthalten.
Weiterhin sind 21.132 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) aus
der Auflösung von Rückstellungen enthalten, davon
20.300 TEUR für die Auflösung der Rückstellung für
die wahrscheinliche Übernahme von Verbindlichkei-
ten. Darüber hinaus enthält der Posten diverse an-
dere konzerninterne Umlagen in Höhe von 50.796
TEUR (Vorjahr: 45.181 TEUR), konzerninterne Lie-
ferung von Computerhardware (549 TEUR; Vorjahr:
0 TEUR) und Gebühren von Franchiseunternehmen
sowie die Nutzung konzerneinheitlicher standardisier-
ter Prozesse im Rahmen des operativen Geschäftes.
In den Provisionserträgen werden konzerninterne
Umlagen für Garantiegebühren ausgewiesen, welche
an ausländische Tochtergesellschaften fakturiert wur-
den sowie an Franchiseunternehmen fakturierte Ga-
rantiegebühren. Die Berechnung erfolgt auf Basis von
abgegebenen Garantie- bzw. Patronatserklärungen.
Die hierin enthaltenen periodenfremden Beträge be-
laufen sich auf 108 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR). Wei-
terhin sind 21.132 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) aus
der Auflösung von Rückstellungen enthalten, davon
20.300 TEUR für die Auflösung der Rückstellung für
die wahrscheinliche Übernahme von Verbindlichkei-
ten. Darüber hinaus enthält der Posten diverse an-
dere konzerninterne Umlagen in Höhe von 50.796
TEUR (Vorjahr: 45.181 TEUR), konzerninterne Lie-
ferung von Computerhardware (549 TEUR; Vorjahr:
0 TEUR) und Gebühren von Franchiseunternehmen
4.4 Provisionsaufwand
Die an Händler und Vermittler geleisteten Provisi-# 25 JAHRESABSCHLUSS
4.2.3 Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
Die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren insbesondere aus einer Dividendenzahlung der GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland, in Höhe von 110.000 TEUR (Vorjahr: 90.000 TEUR).
4.6 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
4.6.1 Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern (35.979 TEUR; Vorjahr: 29.060 TEUR) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen (5.224 TEUR; Vorjahr: 4.144 TEUR) zusammen.
4.6.2 Andere Verwaltungsaufwendungen
| TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Umlagen – konzernintern | 51.075 | 44.768 |
| Beratungs- und Prüfungsaufwendungen inkl. IT-Projektkosten | 11.917 | 18.885 |
| Übrige Aufwendungen | 7.625 | 5.383 |
| Werbe-/Repräsentationskosten | 4.365 | 4.352 |
| Wartung, Instandhaltung | 3.559 | 2.881 |
| Raumkosten | 2.729 | 2.867 |
| Kfz-Kosten | 2.918 | 2.353 |
| Sonstige Personalkosten | 2.099 | 2.332 |
| Telefon, Internet | 1.620 | 1.503 |
| Informationsaufwendungen | 1.355 | 1.103 |
| Aufsichtsratvergütung | 627 | 555 |
| Beiträge, Gebühren, Abgaben, Versicherungen | 502 | 494 |
| Reisekosten | 749 | 439 |
| Kosten des Geldverkehrs | 120 | 123 |
| Bürobedarf | 73 | 60 |
| SUMME | 91.333 | 88.098 |
Die Sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich in folgende geografische Regionen aufgliedern:
| TEUR | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 51.135 | 28.807 | |
| Nord-/Osteuropa | 17.243 | 15.294 | |
| Westeuropa | 7.962 | 6.505 | |
| Südeuropa | 7.887 | 6.767 | |
| Übrige Regionen | 2.386 | 1.915 | |
| SUMME | 86.613 | 59.288 |
Regionen:
Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Lettland
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, USA, VAE
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 86.613 TEUR (Vorjahr: 59.288 TEUR) beinhalten im Wesentlichen 10.720 TEUR (Vorjahr: 10.119 TEUR) konzerninterne Umlagen für Lizenzgebühren, welche an ausländische Tochtergesellschaften fakturiert wurden. Im Rahmen der Lizenzgebühren erfolgt eine Inrechnungstellung des Geschäftsmodells der GRENKE AG und beinhaltet die Geschäftsidee, das Verfahren zur Bewertung von Chancen und Risiken sowie Bonizahlungen sowie Nachmietenbeteiligungen (621 TEUR; Vorjahr: 1.163 TEUR) sowie 684 TEUR (Vorjahr: 569 TEUR) Bearbeitungsgebühren, die im Rahmen des Vertragsabschlusses von den Leasingnehmern zu entrichten sind. Die an die Leasingnehmer weiterbelasteten Sicherstellungskosten sowie weiterbelastete Rechtsverfolgungskosten belaufen sich auf 902 TEUR (Vorjahr: 824 TEUR).
Darüber hinaus sind Zinsaufwendungen aus den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge enthalten, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA weitergeleitet werden müssen.
4.7 Abschreibungen auf immaterielle
und Sachanlagen sowie Leasingvermögen
Die Abschreibungen in Höhe von 135.844 TEUR (Vorjahr: 164.399 TEUR) betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von 132.665 TEUR (Vorjahr: 161.120 TEUR).
4.8 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 32.710 TEUR auf 37.594 TEUR gestiegen, insbesondere durch Aufwendungen aus dem Verzicht von Forderungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von 23.951 TEUR. Des Weiteren sind die Pauschalwertberichtigung für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken auf Forderungen gegenüber Kunden erhöht und die Zuführung für Drohverlustrückstellungen gestiegen, während die Erträge aus abgeschriebenen Forderungen leicht zurückgegangen sind.
Die GRENKE AG macht wie im Vorjahr vom Wahlrecht der Überkreuzkompensation gemäß §340 f Abs. 3 HGB Gebrauch. Dabei wurden Aufwendungen in Höhe von 38.184 TEUR (Vorjahr: 5.551 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 590 TEUR (Vorjahr: 667 TEUR) verrechnet.
Die zur Diskontierung der Zahlungsströme zu verwendenden Abzinsungssätze in den Bewertungsmodellen stiegen im Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich erneut an, da sich der in die Ermittlung des Abzinsungssatzes einzubeziehende Basiszins weiter erhöhte. Da sich der Barwert künftiger Zahlungsströme durch höhere Abzinsungssätze reduziert, wirkten sich die höheren Abzinsungssätze negativ auf die zu ermittelnden Barwerte der Beteiligungen aus. Der höhere Abzinsungssatz war ursächlich für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der GC LEASING SYDNEY PTY LTD, Sydney/Australien. Auch die außerplanmäßige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der GRENKE BANK AG, Baden-Baden/Deutschland, lag in der Erhöhung des Abzinsungssatzes sowie einer Veränderung weiterer Planungsparameter begründet.
Die Abschreibungen auf die Beteiligungen an der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen, der Grenkeleasing Magyarország Kft., Budapest/Ungarn, der GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei, und der GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien, resultierten aus der Veränderung des als Wertuntergrenze angesetzten und ausschließlich zu Bewertungszwecken ermittelten Liquidationswerts dieser Beteiligungen.
Durch die gestiegenen Abzinsungssätze sowie durch reduzierte Neugeschäfts- und Renditeaussichten resultierten im Rahmen eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds.
4.9 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen des Beteiligungsbuchwertes an der GRENKE BANK AG, Baden-Baden/ Deutschland (27.600 TEUR), der GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien (12.700 TEUR), der GRENKELEASING AB, Stockholm/ Schweden (7.235 TEUR), der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen (2.307 TEUR), der GC LEASING SYDNEY PTY LTD, Sydney/Australien (1.500 TEUR), der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz (852 TEUR), der GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/ Spanien (750 TEUR), der Grenkeleasing Magyarors- zág Kft., Budapest/Ungarn (397 TEUR), der GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei (332 TEUR), der GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien (127 TEUR) und der GC Lease Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur (1 TEUR).
Im Falle der Beteiligungen an der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz, und der GC Lease Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur, waren die außerplanmäßigen Abschreibungen auf eingetrübte Renditeaussichten im Rahmen eines herausfordern- den wirtschaftlichen Umfelds zurückzuführen.
4.10 Erträge aus Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Erträge aus Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten die im Geschäftsjahr vorgenommene Wertaufholung des Beteiligungsbuchwertes an der GRENKE Hrvatska d.o.o., Zagreb/ Kroatien (3.300 TEUR). Ursächlich für die Wertaufholung waren positive Neugeschäfts- und Renditeentwicklungen sowie damit einhergehende verbesserte Planungsaussichten.
4.11 Steuern vom Einkommen und Ertrag
Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich aus einem periodenfremden Gewerbesteuerertrag aus einem erfolgreich abgeschlos- senen Klageverfahren für die Jahre 2005 bis 2007 in Höhe von 1.860 TEUR. Dem gegenüber stehen periodenfremde Gewerbesteueraufwendungen in Höhe von 284 TEUR für die Jahre 2015 bis 2017 und 2021 sowie periodenfremde Aufwendungen aus Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlag für die Jah- re 2005 bis 2007 und 2015 bis 2017 in Höhe von 770 TEUR, die sich aus einer Rückstellung für eine laufende Betriebsprüfung ergeben. Des Weiteren sind in dieser Position nicht anrechenbare Quellensteuern in Höhe von 136 TEUR enthalten.
Für Geschäfte mit unmittelbar oder mittelbar zu 100 Prozent im Anteilsbesitz der GRENKE AG ste- henden Unternehmen, die in den Konzernabschluss der GRENKE AG einbezogen werden, werden gemäß §285 Nr. 21 HGB keine Angaben gemacht.
Im Berichtsjahr haben die nachfolgend aufgeführten Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen stattgefunden.
4.12 Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern entfallen im Wesentlichen auf die Versicherungssteuer in Höhe von 793 TEUR (Vorjahr: 1.302 TEUR). Des Weiteren sind die Kfz-Steuer, die Grundsteuer sowie periodenfremde Umsatzsteu- eraufwendungen in Höhe von 160 TEUR enthalten.
5. Sonstige Angaben
5.1 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
In der Rubrik Tochterunternehmen (Franchise) sind die in 2020 erstmals in den Konzernabschluss einbezo- genen Tochterunternehmen (Franchise-Gesellschaf- ten), für die kein Anteilsbesitz vorliegt, aufgeführt.
Unter die sonstigen nahestehenden Unternehmen fallen Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunter- nehmen der Personen in Schlüsselpositionen bzw. deren nahen Familienangehörigen.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen aus- schließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRENKE AG.
Unter den nahestehenden Personen gemäß §285 Nr. 21 HGB i.V.m. IAS 24.10 befinden sich Personen, die wegen dem wirtschaftlichen Gehalt der Beziehung als nahestehende Person deklariert wurden.
Im Folgenden werden sämtliche wesentliche Ge- schäfte mit nahestehenden Unternehmen und Perso- nen aufgeführt. Hierbei wird auch über Geschäfte mit nahestehen- den Unternehmen und Personen berichtet, die im Geschäftsjahr erstmalig als nahestehend identifiziert wurden.
KE AG im Berichtsjahr die restlichen Anteile der kapi- tal- und stimmberechtigten Anteile an der GC Lease Singapore Pte Ltd (Singapur/Singapur) erworben. Die# JAHRESABSCHLUSS
5.2 Mitarbeiter
Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 411 Arbeitnehmer (Vorjahr: 347) beschäftigt. Davon waren 94 Personen in Teilzeit und 317 Personen in Vollzeit beschäftigt.
5.3 Vorstand und dessen Bezüge
Vorstände der GRENKE AG waren im Berichtsjahr:
- Herr Dr. Sebastian Hirsch, Sinzheim, Vorstandsvorsitzender
- Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich
- Frau Isabel Rösler, Diplom-Betriebswirtin (BA), Stuttgart
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden (bis 16. Mai 2023), Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Jens Rönnberg, Mainz, stellvertretender Vorsitzender (bis 16. Mai 2023) und Vorsitzender (seit dem 16. Mai 2023), selbstständiger Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Geschäftsleiter der Roennberg UG (haftungsbeschränkt), Mainz
- Herr Dr. Konstantin Nikolaus Maria Mettenheimer, Königstein, stellvertretender Vorsitzender (seit dem 16. Mai 2023), Rechtsanwalt und Steuerberater, Executive Chairman of the Boards of Directors der PMB Capital Limited, London, Vereinigtes Königreich
- Herr Norbert Freisleben, Unterschleißheim, Diplom-Ökonom und Certified Public Accountant (CPA), Geschäftsführer NUFA GmbH, Böblingen, und Karl Häge Verwaltungs GmbH, Langenau
- Herr Nils Kröber, Neuss, Rechtsanwalt, Geschäftsführer der DeaDia Ventures GmbH, Köln
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, selbstständige Unternehmensberaterin, Geschäftsführerin Venture Value Partners GmbH
Die Vorstände vertreten die GRENKE AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 2.107 TEUR (Vorjahr: 2.679 TEUR). An frühere Vorstandsmitglieder der GRENKE AG wurden im Jahr 2023 744 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) bezahlt. Für eine detaillierte Beschreibung des Vergütungssystems der Mitglieder des Vorstands wird auf den Vergütungsbericht verwiesen.
Herr Dr. Sebastian Hirsch ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 30. Juni 2023).
Herr Gilles Christ ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 20. Dezember 2023).
Frau Isabel Rösler ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 30. Juni 2023).
5.4 Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2023 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden (bis 16. Mai 2023), Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Jens Rönnberg, Mainz, stellvertretender Vorsitzender (bis 16. Mai 2023) und Vorsitzender (seit dem 16. Mai 2023), selbstständiger Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Geschäftsleiter der Roennberg UG (haftungsbeschränkt), Mainz
- Herr Dr. Konstantin Nikolaus Maria Mettenheimer, Königstein, stellvertretender Vorsitzender (seit dem 16. Mai 2023), Rechtsanwalt und Steuerberater, Executive Chairman of the Boards of Directors der PMB Capital Limited, London, Vereinigtes Königreich
- Herr Norbert Freisleben, Unterschleißheim, Diplom-Ökonom und Certified Public Accountant (CPA), Geschäftsführer NUFA GmbH, Böblingen, und Karl Häge Verwaltungs GmbH, Langenau
- Herr Nils Kröber, Neuss, Rechtsanwalt, Geschäftsführer der DeaDia Ventures GmbH, Köln
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, selbstständige Unternehmensberaterin, Geschäftsführerin Venture Value Partners GmbH
- Herr Moritz David Grenke, Baden-Baden (seit dem 16. Mai 2023), Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden
Die Aufsichtsratsvergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats der GRENKE AG belief sich auf insgesamt TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 555). Für eine detaillierte Beschreibung des Vergütungssystems der Mitglieder des Aufsichtsrats wird auf den Vergütungsbericht verwiesen.
Herr Dr. Sebastian Hirsch ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 30. Juni 2023).
Herr Gilles Christ ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 20. Dezember 2023).
Frau Isabel Rösler ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Service AG, Baden-Baden (bis 30. Juni 2023).
5.5 Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandate und Beteiligungen je Gattung
Herr Jens Rönnberg ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Herr Dr. Konstantin Nikolaus Maria Mettenheimer ist Aufsichtsratsmitglied der TTTech Computertechnik AG, Wien, Österreich, sowie Vorsitzender des Verwaltungsrats der Brunneria Foundation, Liechtenstein, der Blue Seas Trust Company Ltd., George Town, Cayman Islands, und der Eastwest Trust Company Ltd., George Town, Cayman Islands, sowie Direktor der Art Media Ltd. und Art Media Holding Ltd., Halifax, Kanada.
Herr Norbert Freisleben ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der GANÉ AG, Aschaffenburg, und stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der GANÉ Investment AG, Frankfurt am Main.
Frau Dr. Ljiljana Mitic ist Non-Executive Director der Computacenter plc, London, Vereinigtes Königreich und Vorsitzende des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Herr Moritz David Grenke ist Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Die Amtszeiten von Herrn Dr. Konstantin Nikolaus Maria Mettenheimer und Frau Dr. Ljiljana Mitic enden mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 entscheidet.
Die Amtszeit von Herrn Moritz David Grenke endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über seine Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 entscheidet.
Die Amtszeiten von Herrn Jens Rönnberg und Herrn Norbert Freisleben enden mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2026 entscheidet.
Die Amtszeit von Herrn Nils Kröber endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über seine Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 entscheidet.
5.6 Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß §285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der GRENKE AG aufgeführt.
5.7 Zahl und Nennbetrag der Aktien
Das Gezeichnete Kapital lautet auf Euro und setzt sich wie folgt zusammen:
| Nennbetrag je Stück | Anzahl Stück | Nominale Nennbetrag EUR |
|---|---|---|
| EUR 1,00 | 46.495.573 | 46.495.573 |
| Stückaktien |
5.8 Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. Mai 2023 um bis zu 4.400 TEUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Das genehmigte Kapital beträgt nach der am 31. August 2020 durchgeführten Kapitalerhöhung zum Stichtag 2.218 TEUR.
5.9 Bedingtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Mai 2024 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt 4.500 TEUR zu erhöhen (Bedingtes Kapital). An die Schaffung des Bedingten Kapitals ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennwert von bis zu 500.000 TEUR auszugeben. Aus dem Bedingten Kapital wurden bislang keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
5.10 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Durch die Hauptversammlung am 6. August 2020 wurde eine, bis zum 5. August 2025 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 AktG geschaffen, die auf bis zu 5 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft begrenzt ist.
Am 21. November 2023 hat der Vorstand der GRENKE AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die Genehmigung eines Aktienrückkaufprogrammes zu beantragen. Die Durchführung des Aktienrückkaufprogramms steht gemäß Art. 77, 78 CRR unter dem Vorbehalt der Zustimmmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Gesellschaft beabsichtigt, die Aktien über die Börse zurückzukaufen. Die erforderliche Zustimmung wurde am 29. Januar 2024 gewährt. Auf die Ausführungen im Nachtragsbericht wird hierzu hingewiesen.
5.11 Angaben zu Mitteilungen gemäß §§33 ABS. 1, 34 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. GRENKE nutzt dabei zur Berichterstattung intensiv auch das Internet; unter https://www.grenke.com/de/unternehmen/investor-relations/grenke-aktie/stimmrechte/ werden die Stimmrechtsmitteilungen, die mitgeteilt worden sind, gemäß §§33 ff. Wertpapierhandelsgesetz publiziert.
GRENKE AG hält nunmehr sämtliche Anteile an der Gesellschaft. vorzeitig ausgezahlte Am 28. Februar 2023 hat die GRENKE AG jeweils 100 Beträge für Erbringung von Franchise- Verkaufs- Prozent der Anteile an den Leasing-Franchisegesell- Art des Geschäfts Garantieleistungen Gebühren Darlehen optionen schaften in Australien (GC LEASING MELBOURNE Volumen in Erträge in Art der Beziehung TEUR TEUR in TEUR in TEUR in TEUR PTY LTD und GC LEASING SYDNEY PTY LTD) über- Tochterunternehmen (Franchise) 140.702 162 591 nommen. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr jeweils Sonstige nahestehende Unternehmen 5.353 sämtliche kapital- und stimmberechtigten Anteile der Nahestehende Personen gemäß Factoring-Franchisegesellschaften im Vereinigten Kö- §285 Nr.21 HGB i.V.m. IAS 24.10 63 3.923 nigreich (GC Factoring Limited), in Irland (GC Facto- ring Ireland Limited), Polen (GC Faktoring Polska Sp. Neben den in der Tabelle aufgeführten Geschäften Die GRENKE AG agiert gegenüber den Franchise- z o.o.) und Ungarn (GF Faktor Zrt.) übernommen. Bei bestehen zudem Optionsverträge mit den Gesell- Gesellschaften als Franchisegeber und vereinnahmt der Factoring-Franchisegesellschaft in Ungarn erfolg- schaftern der Franchise-Gesellschaften, die es der hierfür eine Franchise-Gebühr. Grundlage hierfür ist te die Übernahme Ende November 2023, nach Zu- GRENKE AG ermöglichen, die Franchise-Gesell- eine zwischen den Parteien geschlossene Franchise- stimmung der ungarischen Zentralbank (NBH). Damit schaft zu erwerben. Vereinbarung aus der sich die gegenseitigen Rechte verbleiben weitere fünf Gesellschaften aus dem Fran- und Pflichten ergeben. chisebereich und drei Vertriebsagenturen. Für die von den Franchise-Gesellschaften aufge- nommenen Finanzverbindlichkeiten (Darlehen, Kon- Zwischen der GRENKE AG und den Finanzinvestoren tokorrentkredite) gibt die GRENKE AG Garantien. derFranchisegesellschaften,diesonstigenahestehen- Grundlage dieser erbrachten Garantieleistung ist eine de Unternehmen sind, wurde im Dezember 2020 eine zwischen den jeweiligen Parteien geschlossene Si- Vereinbarung (Memorandum of Understanding) ge- cherheiten-Rahmenvereinbarung. schlossen, mit dem Ziel die Anteile aller Franchisege- sellschaften bis zum 31. Dezember 2021 zu erwerben. Im Rahmen der Franchiseübernahmen hat die GREN- KE AG mit den Gesellschaftern der Franchisege- sellschaften im Wege einer Sale-and-Purchase-Verein- barung die Übernahme der Anteile der jeweiligen Gesellschaften vereinbart.# JAHRESABSCHLUSS
Der nachfolgenden Tabelle können die zum Bilanzstichtag mitgeteilten meldepflichtigen Beteiligungen entnommen werden. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die zuletzt zugegangene Mitteilung eines Meldepflichtigen.
| Datum der Mitteilung | Datum der Über- oder Unterschreitung einer Meldeschwelle | Erreichen Beteiligung in % Stimmrechte gemäß WpHG | Zurechnung Mitteilungspflichtiger | Beteiligung gemäß § 33, 34 |
|---|---|---|---|---|
| 19. Januar 2023 | 13. Januar 2023 | 2,99% | Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg | 1.390.456 |
| 27. November 2023 | 23. November 2023 | 0,01% | Moritz Grenke1 | 6.222 |
| 5. Januar 2024 | 29. Dezember 2023 | 7,16% | GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH, Baden-Baden, Deutschland2 | 3.328.500 |
| 12. Januar 2024 | 14. Dezember 2023 | 5,03% | Universal Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland | 2.339.324 |
1 Wegfall der Zurechnung aufgrund beherrschenden Einflusses auf die GRENKE Stiftung Verwaltungs GmbH.
2 Die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH fungiert als Treuhänderin für die unselbstständige (nicht-rechtsfähige) GRENKE-Stiftung, Baden-Baden. Bis zur gegenständlichen Übertragung hielt die GRENKE-Stiftung Verwaltungs GmbH 1.408.500 Aktien der GRENKE AG treuhänderisch. Mit Wertpapierleihe vom 29.12.2023 hat die Mitteilungspflichtige weitere 1.920.000 Aktien von der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden erworben.
5.12 Mutterunternehmen, Konzernabschluss
Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach §315a HGB auf Basis der IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird zum elektronischen Handelsregister eingereicht.
5.13 Erklärung nach §161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKE AG haben für 2023 die nach §161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
JAHRESABSCHLUSS
5.14 Verwendung des Ergebnisses
Am 31. Januar 2024 hat der Aufsichtsrat der GRENKE AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt, sich künftig auf das Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand der GRENKE AG am 6. Februar 2024 die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen. Die dazu beantragte Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liegt vor (siehe auch Ad-hoc-Mitteilung vom 21. November 2023). Im Zuge dessen sollen im Wert von bis zu EUR 70 Millionen (ohne Nebenkosten) maximal 2.317.695 Aktien über die Börse erworben werden, was 5 Prozent des zum Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2020 bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entspricht. Das Aktienrückkaufprogramm begann am 12. Februar 2024 und ist bis zum 31. Juli 2025 befristet.
Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage traten nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht ein.
Baden-Baden, den 1. März 2024
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Stückaktie auf insgesamt 46.495.573 Stückaktien EUR 21.852.919,31
Vortrag auf neue Rechnung EUR 94.212.933,51
5.15 Nachtragsbericht
Bei den verbundenen Unternehmen ergab sich folgende Veränderung: mit notariellem Verschmelzungsvertrag vom 1. Dezember 2023 sowie Nachtrag vom 13. Dezember 2023 wurde die GRENKE MANAGEMENT SERVICES GmbH, Baden-Baden, Neuer Markt 2 eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 732457 in die GRENKE Service GmbH verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung erfolgte mit konstitutiver Wirkung am 2. Januar 2024. Verschmelzungsstichtag war der 1. Oktober 2023. Damit ist die GRENKE Service GmbH im Wege der Gesamtrechtsnachfolge in die Rechtsstellung der persönlich haftenden Gesellschafterin der GRENKE BUSINESS SOLUTIONS GmbH & Co. KG eingetreten. Der Vorstand wird der Hauptversammlung der GRENKE AG am 30. April 2024 für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 0,47 EUR je Aktie vorschlagen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 116.065.852,82 EUR soll wie folgt verwendet werden:
Dr. Sebastian Hirsch Gilles Christ Isabel Rösler
Vorstandsvorsitzender (CEO), Vertriebsvorstand (CSO) Risikovorständin (CRO)
interimistischer Finanzvorstand (CFO)