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Grenke AG Annual Report 2017

Apr 24, 2018

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Annual Report

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GRENKE AG Baden-Baden

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernjahresbericht 31.12.2017

GESCHÄFTSBERICHT 2017

GRENKE KONZERN KENNZAHLEN

GRENKE GRUPPE

01.01.2017 bis 31.12.2017 Veränderung (%) 01.01.2016 bis 31.12.2016 Einheit
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing
davon International 1.432.173 28,9 1.111.260 TEUR
davon Franchise-International 53.723 109,1 25.689 TEUR
davon DACH* 489.817 7,5 455.558 TEUR
Westeuropa (ohne DACH)* 506.090 19,4 423.943 TEUR
Südeuropa* 613.393 38,3 443.637 TEUR
Nord- / Osteuropa* 318.404 31,8 241.537 TEUR
Übrige Regionen* 48.009 72,5 27.831 TEUR
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring (inkl. Inkassodienstleistung) 442.840 24,3 356.222
davon Deutschland 169.489 10,6 153.177
davon International 164.765 13,9 144.673
davon Franchise-International 108.586 86,0 58.372
GRENKE Bank Einlagevolumen 519.208 24,5 417.088
Neugeschäft KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierungen 30.653 21,2 25.282
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts GRENKE Gruppe Leasing 353.048 25,3 281.787
davon International 270.922 26,6 213.965
davon Franchise-International 11.675 116,1 5.402
davon DACH* 70.451 12,9 62.421
Westeuropa (ohne DACH)* 90.599 16,8 77.582
Südeuropa* 120.415 38,0 87.229
Nord- / Osteuropa* 60.744 25,0 48.597
Übrige Regionen* 10.839 81,9 5.959

Sonstige Angaben Leasing

01.01.2017 bis 31.12.2017 Veränderung (%) 01.01.2016 bis 31.12.2016 Einheit
Anzahl der Neuverträge 228.199 24,9 182.655 Stück
Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio 75 -3,8 78 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0,0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,7 0,0 8,7 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 48 0,0 48 Monate
Vermietvolumen 5.809 19,5 4.863 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 669.820 18,3 566.086 Stück

* Regionen:
DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- | Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden | Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, Türkei, VAE

Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2017 bis 31.12.2017 Veränderung (%) 01.01.2016 bis 31.12.2016 Einheit
Zinsergebnis 246.597 13,2 217.790 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 55.467 0,7 55.089 TEUR
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 70.562 19,0 59.279 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 68.983 17,3 58.799 TEUR
Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis -8.212 37,2 -5.985 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 12.779 215,6 4.049 TEUR
Kosten Neuverträge 50.317 25,0 40.244 TEUR
Kosten laufende Verträge 14.937 19,9 12.453 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 53.381 26,5 42.193 TEUR
Kosten Management 47.683 22,4 38.971 TEUR
Sonstige Kosten 7.577 -10,4 8.455 TEUR
Operatives Ergebnis 161.347 18,2 136.527 TEUR
Sonstiges Finanzergebnis (Ertrag(-)/Aufwand(+)) 3.560 217,0 1.123 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung -60 n.a. -868 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 157.727 17,2 134.536 TEUR
Gewinn 124.982 21,1 103.234
Ergebnis je Aktie (nach IFRS, nach Aktiensplit 1:3) 2,74 19,7 2,29 EUR

Sonstige Angaben

01.01.2017 bis 31.12.2017 Veränderung (%) 01.01.2016 bis 31.12.2016 Einheit
Dividende 0,70 20,7 0,58 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) 1.253 21,7 1.030 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) 1.169 23,3 948 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 52,4 2,3 51,2 Prozent
Eigenkapitalquote 17,7 1,7 17,4 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 1.229 19,2 1.031 Personen
Personalaufwand 86.162 22,0 70.624 TEUR
davon Gesamtvergütung 70.697 21,9 58.003 TEUR
davon fixe Vergütung 52.179 19,7 43.577 TEUR
davon variable Vergütung 18.518 28,4 14.426 TEUR

GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS

40 JAHRE GRENKE

Dies ist ein ganz besonderer Geschäftsbericht. Wir blicken auf 40 Jahre Unternehmensgeschichte zurück und dürfen daher ein wenig stolz sein. Denn aufgrund des Erfolgs während dieser vier Jahrzehnte zählen wir heute zu den wachstumsstärksten Finanzdienstleistern in Europa. Nach der Gründung 1978 entstand zwölf Jahre später die erste Niederlassung außerhalb von Baden-Baden. Mit der Gründung der GRENKELEASING AG nahm das Unternehmen 1997 Tempo auf und eröffnete in Österreich seinen ersten Standort außerhalb Deutschlands. Der Börsengang erfolgte zur Jahrtausendwende. Seit 2003 lassen wir unsere Bonität von unabhängigen Prüfern bewerten. Investment Grade ist seither unser Standard. 2005 Start des Factoringgeschäfts, 2009 entsteht die GRENKE BANK AG. Seit 2012 wächst unser internationales Geschäft mit großer Dynamik. Zu den Meilensteinen des Berichtsjahres gehören die angestoßene Diversifikation des Leasinggeschäfts von Small Tickets außerhalb des klassischen IT-Bereichs, der Markteintritt mit unserem Leasingangebot in Australien sowie die Gründung der GRENKE digital GmbH. In diesen 40 Jahren stieg die Zahl der Leasingverträge von anfangs 198 auf inzwischen über 650.000 und die Börsenbewertung legte seit dem Börsengang im April 2000 bis Ende 2017 mit einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 16 Prozent auf über 3,5 Mrd. EUR zu. Wir wollen so weitermachen.

GRENKE AUF EINEN BLICK

Unser Geschäftsmodell steht für nachhaltig profitables Wachstum und solide Finanzierung

HOHES WACHSTUM NEUE STANDORTE
2017 9 ― MARKTEINTRITT LEASING Australien ― MARKTEINTRITT FACTORING Italien ― ZELLTEILUNGEN Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Vereinigte Arabische Emirate
NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE +24 % Volumen inkl. Franchisepartner erreicht 2.449,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.974,0 Mio. EUR) ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN 1.229 Anstieg gegenüber Vorjahr um 19 Prozent (GRENKE Konzern, Vorjahr: 1.031)
LANGFRISTIGER ERFOLG EIGENKAPITALQUOTE 17,7 %
Auch im Geschäftsjahr 2017 verfügte der GRENKE Konzern über eine solide Eigenkapitalausstattung. Gegenüber Vorjahr (17,4 Prozent) konnte die Eigenkapitalquote trotz des hohen Wachstums sogar noch einmal gesteigert werden. Der Konzern-Gewinn erreichte 2017 einen Wert von 125,0 Mio. EUR und übertraf damit die unterjährig präzisierte Prognose von 118 bis 124 Mio. EUR leicht.
BREIT DIVERSIFIZIERT PORTFOLIO LEASING-NEUGESCHÄFT

BRIEF DES VORSTANDES AN DIE AKTIONÄRE

Neue Bestmarken - das steht in aller Kürze für 2017. Neugeschäft und Gewinn übertreffen klar die Vorjahreswerte. Und die GRENKE-Aktie dokumentiert das Vertrauen in die Nachhaltigkeit dieses Erfolgs.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

es macht Freude, Ihnen über das Geschäftsjahr 2017 zu berichten! Die GRENKE Gruppe hat im Neugeschäft die eigenen Erwartungen übertroffen, ihre Produktpalette signifikant ausgebaut, den Markteintritt auf dem fünften Kontinent vollzogen und darüber hinaus mit zahlreichen Zellteilungen ihre Marktpräsenz weiter erhöht. Profitabilität und Finanzkraft wurden trotz dieses kräftigen Wachstums nachhaltig ausgebaut: gestiegene Deckungsbeiträge, gestärktes Eigenkapital und der Gewinn erreichten neue Bestmarken. Investoren honorieren diese Erfolge mit reger Nachfrage nach Wertpapieren von GRENKE. So wurde unser Refinanzierungsbedarf auch im Geschäftsjahr 2017 wieder vollständig zu sehr attraktiven Konditionen gedeckt und der Kurs der GRENKE-Aktie stieg um fast 60 Prozent.

2017 steigerten wir das Neugeschäft der GRENKE Gruppe um 24 Prozent auf nahezu 2,5 Mrd. Euro. Das schon hohe Durchschnittswachstum der letzten zehn Jahre wurde damit um sieben Prozentpunkte übertroffen. Hierzu haben erneut die internationalen Märkte wesentlich beigetragen. Die Entwicklung dokumentiert einmal mehr den nachhaltigen Erfolg unseres werthaltigen Geschäftsmodells sowohl im Leasing- als auch im Bank- und Factoringgeschäft. Die GRENKE Bank etabliert sich zudem mehr und mehr als starker Partner für Freiberufler, Gründer und KMU. Seinen Niederschlag findet dieses dynamische Wachstum in der äußerst eindrucksvollen Entwicklung des Gewinns: 2017 legte er um 21 Prozent auf 125,0 Mio. EUR zu. Dabei haben wir Skaleneffekte genutzt und so die Cost-Income-Ratio stabil gehalten.

Die Anteilseigner der GRENKE AG sollen hiervon profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, für das Geschäftsjahr 2017 eine im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent höhere Dividende von 0,70 EUR pro Aktie auszuschütten.

Meine Aussage an dieser Stelle aus dem Vorjahr gilt für 2017 umso mehr: "Wachstum generieren wir maßgeblich über eine stetig und bedarfsorientiert weiterentwickelte Angebotspalette." Seit 2017 finanzieren wir vermehrt medizintechnische Geräte sowie kleinere Maschinen und Anlagen. Auch an unserem strategischen Ziel, die Marke GRENKE weiter global zu etablieren und ihre Präsenz in der Fläche zu verdichten, verfolgten und verfolgen wir konsequent. Neben dem Markteintritt mit zwei Standorten in Australien eröffneten wir im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie 2017 insgesamt sieben neue Standorte und etablierten das Factoringgeschäft in Italien. Damit stehen wir in 31 Ländern und 132 Standorten für Nähe zum Kunden.

Im Namen des gesamten Vorstands bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr auch 2017 wieder herausragendes Engagement und beim Aufsichtsrat sowie unseren Aktionären für ihr Vertrauen und ihre Verbundenheit zum Unternehmen.

Zum Schluss ein Wort in eigener Sache. Mit Ablauf meiner Amtszeit Ende Februar 2018 werde ich aus dem Vorstand ausscheiden, um nach vierzig großartigen Jahren die Leitung des Unternehmens in jüngere Hände zu geben. Ich bin mir sicher, eines bleibt unverändert: GRENKE wird auch zukünftig dynamisch wachsen - und damit auch der Unternehmenswert.

WOLFGANG GRENKE, Vorstandsvorsitzender

GESCHÄFTSJAHR 2012 NEUGESCHÄFT IM 35. JAHR 1 MRD. EUR
GESCHÄFTSJAHR 2017 NEUGESCHÄFT IM 40. JAHR 2,4 MRD. EUR

DAS GRENKE-PRINZIP: EINFACH, SCHNELL, PERSÖNLICH.# 40 JAHRE GRENKE

Kleine und mittlere Finanzierungsvolumina zu attraktiven und zugleich individuellen Konditionen anbieten zu können, erfordert höchste Effizienz. Hier bauen wir auf unsere langjährige operative Erfahrung, standardisierte Prozesse auf digitaler Basis und eine schlanke Organisation. Das produziert Schnelligkeit, Sicherheit, höchste Kosteneffizienz und Kundenutzen: alles Alleinstellungsmerkmale der GRENKE Gruppe. Sie sind zugleich seit 40 Jahren hohe Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber und Treiber des Unternehmenswerts.

40 Jahre dynamisches Wachstum:

Das Start-up mit einer Handvoll Kunden ist heute die global agierende GRENKE Gruppe, der weltweit Hunderttausende Kunden vertrauen. Die Geschäftsidee, kleineren Unternehmen Zugang zu einer zeitgemäßen IT zu ermöglichen und zugleich ihre Kapitalbindung zu schonen, hat sich als langfristig dynamischer Wachstumsmotor erwiesen. Heute bietet GRENKE attraktive Leasinglösungen über IT hinaus und zahlreiche weitere maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen.

VOM FERIENJOB ZUM WELTKONZERN: LEICHT ABGEWANDELT DIE SPRICHWÖRTLICHE KARRIERE EINES SELFMADEMANS - ODER START-UP-ENTREPRENEURS, WIE ES HEUTE HEISST. IN KNAPPEN WORTEN DIE ERFOLGSGESCHICHTE DES UNTERNEHMERS WOLFGANG GRENKE.

Denn aus einer Geschäftsidee zur Finanzierung seines Mathematik- und Wirtschaftsstudiums schuf er in den letzten vierzig Jahren ein Weltunternehmen, das heute auf fünf Kontinenten in insgesamt 31 Ländern unterwegs ist. Und aus einer Handvoll Kunden wurden viele Hunderttausende. Dabei beruht der Erfolg der global agierenden GRENKE Gruppe heute wie vor vierzig Jahren auf sehr einfachen unternehmerischen Maximen: Orientiere dich am individuellen Kundennutzen, schaffe Vorteile im Wettbewerb und nutze diese konsequent. Geholfen haben Wolfgang Grenke sein mathematisches Talent - er übernahm schon als Schüler die Buchführung im elterlichen Betrieb - und seine Leidenschaft, das Schachspiel. Denn für Wolfgang Grenke trainiert Schach wesentliche Unternehmerqualitäten: analytisch denken, die Lage erkennen und zusammenfassen, Handlungsalternativen erarbeiten sowie Entscheidungsfreudigkeit. Schnell, konsequent und effizient. Mit diesen Voraussetzungen können auch wirtschaftlich schwierige Phasen überwunden werden. Vor allem, wenn das Geschäftsmodell weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist. Das von GRENKE definierte Small-Ticket-Leasing war es von Beginn an. Denn gerade mittelständische Unternehmen können sich in Rezessionszeiten meist keine zusätzliche Kapitalbindung leisten, benötigen aber dennoch eine vernünftige Geschäftsausstattung. Die von Wolfgang Grenke schon vor vierzig Jahren erkannten unternehmerischen Maximen und Qualitäten stellen unverändert die Kernwerte der GRENKE Gruppe dar, auch für die inzwischen hinzugekommenen Geschäftsbereiche Bank und Factoring: EINFACH - SCHNELL - PERSÖNLICH.

BEI ALLEM GLOBALEN ERFOLG DES UNTERNEHMENS, DAS ER GRÜNDETE UND DAS ER ALS GROSSAKTIONÄR BIS HEUTE FÜHRT: WOLFGANG GRENKE IST AUCH ALS MÄZEN SEINER HEIMATSTADT BADEN-BADEN STETS TREU GEBLIEBEN.

Denn der leidenschaftliche Schachspieler, Kunst- und Musikliebhaber ist tief verwurzelt in seiner Region. Hier fördert er nach Kräften zahlreiche kulturelle Aktivitäten und arbeitet an der Zukunftsfähigkeit von Stadt und Land. Als langjähriger Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages liegen ihm besonders die Förderung junger Unternehmen sowie die Bewältigung der anstehenden Generationswechsel in den vielen mittelständischen Unternehmen am Herzen. Der Mittelstand als Motor der baden-württembergischen Wirtschaft und Quelle ihrer Prosperität war ja schon immer seine, "Zielgruppe". Schon seit Jahrzehnten fördern Wolfgang Grenke und die von ihm ins Leben gerufene GRENKE-Stiftung die legendäre Schachwelt seiner Heimatstadt. Das Baden-Badener Schachzentrum ebenso wie die weltberühmte Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden und weitere Schachaktivitäten, vor allem im Jugendbereich. Denn auch und vor allem Jugendförderung ist ihm ein besonderes Anliegen. 2009 eröffnete das LA8, eines der prägenden Glanzlichter der Baden-Badener Museumsmeile. Finanziert von der GRENKE-Stiftung, ist dieses Kulturzentrum und Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts einzigartig in der Museumslandschaft Deutschlands. Und nicht zuletzt unterstützt er maßgeblich das international gefeierte Baden-Badener Festspielhaus.

MARKTKAPITALISIERUNG ZUM BÖRSENGANG 2000: 281 MIO. EUR

MARKTKAPITALISIERUNG ENDE 2017: 3.508 MIO. EUR

17 JAHRE AUSSERORDENTLICHE WERTSTEIGERUNG FÜR UNSERE AKTIONÄRE.

Denn seit ihrer Erstnotiz im Jahr 2000 wurde die GRENKE-Aktie jedes Jahr um durchschnittlich 16 Prozent wertvoller. Die GRENKE-Aktie stieg von damals 6,33 EUR bis Ende 2017 auf 79,16 EUR. Zuzüglich der ununterbrochenen, regelmäßig erhöhten Dividendenzahlungen seit 2002. Mit den vorgeschlagenen 0,70 EUR pro Aktie für das Geschäftsjahr 2017 ergibt dies ein durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum von 15 Prozent.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Ihre GRENKE AG und der GRENKE Konzern gehen mit neuen Rekorden in das Jubiläumsjahr 2018: Neugeschäft und Ergebnis haben auch im Geschäftsjahr 2017 neue Höchstmarken erreicht und mit dem Markteintritt in Australien ist GRENKE nunmehr auf fünf Kontinenten für seine Kunden präsent. Einmal mehr erwies sich das bewährte Geschäftsmodell mit seiner sehr breiten Risikostreuung, hohen Finanzkraft, weitgehenden Digitalisierung und Standardisierung aller Prozesse und Produkte in Leasing, Bank und Factoring als überaus erfolgreich. Ihre Gesellschaft ist zukunftssicher aufgestellt. Auch der Aktienmarkt honoriert diese Erfolgsbilanz: Mit einem Kursanstieg um 60 Prozent hat Ihre Aktie auch im Jahr 2017 wieder deutlich besser abgeschlossen als der Vergleichsindex der SDAX-Unternehmen, dem sie angehört.

In der Aufsichtsratssitzung am 1. Februar 2018 hat Wolfgang Grenke, Gründer und Vorstandsvorsitzender der GRENKE AG, dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er für eine erneute Berufung in den Vorstand der Gesellschaft nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Zwar war uns sein Wunsch, die Leitung der Gesellschaft auf absehbare Zeit in jüngere Hände geben zu wollen, bekannt. Wir nehmen ihn dennoch alle mit größtem Bedauern entgegen und drücken Wolfgang Grenke unseren herzlichen Dank aus für die herausragenden Leistungen, die der große Unternehmer in den vergangenen vierzig Jahren für sein Unternehmen und Lebenswerk erbracht hat. Mit seinem visionären Weitblick hat er nicht nur das Unternehmen GRENKE, sondern die gesamte Branche geprägt. Wir wünschen ihm für die weitere Zukunft alles Gute.

Im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Wolfgang Grenke hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung Frau Antje Leminsky als Vorstandsvorsitzende berufen. Ausschlaggebend hierfür sind ihre strategische und operative IT-Kompetenz sowie ihre internationalen Erfahrungen. Die bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende wird ihr neues Amt mit Wirkung zum 1. März 2018 übernehmen und in ihrer neuen Rolle neben ihren bisherigen Ressorts IT und Personalstrategie ebenfalls für Konzernstrategie, Risikocontrolling und Credit Center verantwortlich sein. Sebastian Hirsch, im Vorstand seit 1. Januar 2017 verantwortlich für die Bereiche Controlling, M&A und Treasury, wird darüber hinaus zukünftig die Ressorts Recht, Steuern und Investor Relations und damit die Kapitalmarktkommunikation des GRENKE Konzerns verantworten. Ein zusätzliches Vorstandsmitglied wurde nicht berufen.

Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen erhalten Sie im Folgenden die notwendigen formalen Informationen des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2017 wahrgenommen. Er hat stets gut und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammengearbeitet, die Führung der Geschäfte überwacht und ihn regelmäßig beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über alles Wesentliche zeitnah und umfassend in Kenntnis gesetzt sowie in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Vorstand und Aufsichtsrat haben insbesondere die strategische Ausrichtung des GRENKE Konzerns eng miteinander abgestimmt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand außerdem detailliert über die unterjährige Entwicklung des GRENKE Konzerns informiert. Gleiches gilt für die GRENKE BANK AG sowie die GRENKEFACTORING GmbH. Die Berichte des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat hinsichtlich ihrer Plausibilität kritisch geprüft. Dabei wurden Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands jederzeit und in vollem Umfang den Anforderungen des Aufsichtsrats gerecht. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig vor. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats über den aktuellen Geschäftsgang inklusive des Bankgeschäfts und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Vom Vorstand wurde ich ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung in Kenntnis gesetzt. Zu den wesentlichen Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand gehörten Überlegungen zu Übernahmen oder Beteiligungen, die Vorbereitung von Refinanzierungsentscheidungen, Compliance-Angelegenheiten, das interne Controlling sowie Personalthemen. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr das konzernweite Risikomanagementsystem, die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance überwacht. Im Bereich Compliance umfasste dies auch die Angemessenheit des angewandten Managementverfahrens sowie die Einhaltung von relevanten Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG-Compliance).# Des Weiteren hat der Aufsichtsrat das operative Risikokontrollsystem inklusive der Angemessenheit der angewandten Risikomanagementverfahren, die Risikostrategie und deren Umsetzung überwacht.

Hierzu hat er Berichte des Vorstands entgegengenommen. Die jeweilige Liquiditäts- und Refinanzierungssituation des GRENKE Konzerns war regelmäßig Thema des Aufsichtsrats. Die Refinanzierung war im Geschäftsjahr 2017 zu jeder Zeit gewährleistet. Im Vorfeld der Hauptversammlung am 11. Mai 2017 erörterten Aufsichtsrat und Vorstand insbesondere den Vorschlag an die Aktionäre, das Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln zu erhöhen und neu einzuteilen. Da sich der Börsenkurs der GRENKE-Aktie in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hatte, war ein recht hohes Niveau erreicht worden. Um die Aktie insbesondere für Privat- und Kleinanleger noch interessanter zu machen und das Handelsvolumen der GRENKE-Aktie zu erhöhen, bot es sich an, das Grundkapital der Gesellschaft - nach dessen Erhöhung aus Gesellschaftsmitteln - im Verhältnis 1:3 neu einzuteilen und damit die Anzahl der Aktien via Aktiensplit zu verdreifachen. Sie haben diesem Vorschlag und der entsprechenden Änderung der Satzung mit großer Mehrheit zugestimmt. Zu den regelmäßigen Themen bei den Erörterungen des Aufsichtsrats gehörten die laufende Geschäftsentwicklung, die Überwachung der internationalen Einheiten, die Erörterung von Vertriebsentwicklung und Verwaltungsthemen, der Stand der Unternehmensplanung sowie Fragen zur Personalentwicklung. Bei Letzterem wurde der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen erneut besondere Bedeutung zugemessen, weil das Unternehmen und seine Mitarbeiter davon nachhaltig profitieren. Ziel ist es, im GRENKE Konzern ein Viertel der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. GRENKE wird bezüglich des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Vorstand eine führende Position unter den großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland bescheinigt. Die Digitalisierung des Geschäftsmodells, ein digitales Produktangebot und digitale Prozesse sind grundlegende Voraussetzungen für die Maximierung des Kundennutzens, die Kostenführerschaft, den Erfolg auf der internationalen Ebene und vor allem für die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit des Konzerns. Daher befasste sich der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr schwerpunkt- und regelmäßig mit Fragen zur IT, dem Status und Fortgang laufender IT-Projekte und digitaler Vertriebsformen (insbesondere eSignature) sowie mit der mittelfristigen IT-Strategie des GRENKE Konzerns und seiner digitalen Erneuerung. Insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Revolution ("Digilution") in der Finanzbranche wurde die strategische Weiterentwicklung des Konzerns erörtert. Denn GRENKE soll hier auch in der Zukunft eine führende Rolle einnehmen. Einen besonderen Stellenwert nahm hierbei die Gründung der Tochtergesellschaft GRENKE digital GmbH am Technologiestandort Karlsruhe ein, in die insbesondere Mitarbeiter aus dem Bereich IT eingegangen sind. Hierzu hat der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen telefonischen Konferenz getagt. Seither firmiert das dort 2015 gegründete GRENKE Technology Center unter diesem Namen. In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch die Beteiligung der GRENKE AG an der Technologieregion Karlsruhe GmbH erörtert und beschlossen. Damit dokumentiert die GRENKE AG zusammen mit vier weiteren Unternehmen sowie zahlreichen Gemeinden, Kammern und Wissenschaftsverbänden der Region ihr Interesse an der Weiterentwicklung eines der wichtigsten Technologiestandorte Europas. Hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung des GRENKE Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Entwicklung der Franchiseunternehmen insgesamt, der Entscheidung zur Übernahme der Franchisegesellschaften in Brasilien und Malta sowie dem Markteintritt in Australien. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 1. Februar 2018 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) der GRENKE AG nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Danach wird - unter Berücksichtigung der in der Erklärung genannten Ausnahmen - den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen. Über Corporate Governance bei der GRENKE AG berichtet der Vorstand in diesem Geschäftsbericht 2017 zugleich auch für den Aufsichtsrat.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat fünfmal getagt:

Die Sitzungen fanden am 1. Februar, 5. Mai (außerordentlich), 10. Mai, 22. bis 24. Juli, sowie am 20. November statt. Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung am 5. Mai war die Beschlussfassung zur Gründung der GRENKE digital GmbH. Bei den Sitzungen des Aufsichtsrats waren jeweils alle Mitglieder anwesend.

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern.

Folgende Mitglieder gehörten im Geschäftsjahr 2017 dem Aufsichtsrat an:

  • Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
  • Gerhard E. Witt, stellvertretender Vorsitzender
  • Tanja Dreilich
  • Dr. Ljiljana Mitic
  • Florian Schulte
  • Erwin Staudt

Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat seiner Geschäftsordnung gemäß zwei Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.

Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden Mitgliedern:

  • Gerhard E. Witt, Vorsitzender
  • Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
  • Tanja Dreilich

Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung, des Risikomanagements des Konzerns und mit Compliance. Seine Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse auf diesen Gebieten. Der Prüfungsausschuss hat den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Prüfungsschwerpunkte bestimmt. Er hat dessen Unabhängigkeit geprüft und die Honorarvereinbarung geschlossen. Im Berichtsjahr hat der Prüfungsausschuss keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers infrage stellten. Der Prüfungsausschuss hat die Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet. In Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers hat er sich mit dem Jahresabschluss 2016 intensiv befasst. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die im Berichtsjahr zu veröffentlichenden Quartalsabschlüsse eingehend mit dem Vorstand diskutiert.

Der Personalausschuss (Präsidialausschuss) besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:

  • Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
  • Erwin Staudt
  • Gerhard E. Witt

Personalentscheidungen des Aufsichtsrats stellen die wesentlichen Themen dar, mit denen sich der Personalausschuss befasst. Außerdem ist er zuständig für Vorschläge im Hinblick auf den Abschluss sowie das Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.

Der vom Vorstand jeweils zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Jahresabschluss der GRENKE AG bzw. Konzernabschluss sowie die gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in geschlossener Darstellung zusammengefassten Lageberichte der GRENKE AG und des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 und der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKE AG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Die Jahresabschlüsse sowie der verkürzte Abschluss und Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft bzw. prüferisch durchgesehen. Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKE AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute. Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 erfolgte gemäß § 315 a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Jahresabschluss der GRENKE AG und der Konzernabschluss des GRENKE Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seiner Sitzung am 1. Februar 2018 erörtert. Geprüft hat er darüber hinaus auch die aufgrund der CSR-Richtlinie mit dem Geschäftsjahr 2017 erstmalig zu erstellende nichtfinanzielle Erklärung. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet sowie die fristgerechte Vorlage der nichtfinanziellen Erklärung - wie vom Gesetzgeber gefordert -bestätigt. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung keine Einwände gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKE AG festgestellt sowie den Konzernabschluss der GRENKE AG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKE AG angeschlossen. In derselben Sitzung am 1. Februar 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus seiner Sicht im zusammengefassten Lagebericht vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu eigen.# CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

Verantwortungsbewusstsein bestimmt alles Handeln im GRENKE Konzern. Verantwortung und Effizienz - nicht zuletzt im Sinne von Nachhaltigkeit - sind die wesentlichen Elemente unseres Selbstverständnisses. Aufsichtsrat, Vorstand und Führungspersonen identifizieren sich mit den Grundsätzen guter Unternehmensführung, wie sie im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) niedergelegt sind. Sie bekennen sich zu wertorientierter Führung und transparenter Leitung und Kontrolle. Wissend um gute Corporate Governance als Grundvoraussetzung für Erhalt und Ausbau des Vertrauens in ihr Unternehmen, verpflichten sie sich zu umfassender Compliance hinsichtlich ethischer und gesetzlicher Verhaltensregeln, Normen und relevanter Gesetze. Dies gilt in besonderem Maße im Hinblick auf die für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidenden Stakeholder: die gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kapitalgeber. Die GRENKE AG entspricht den Empfehlungen des DCGK in der aktuellen Fassung vom 7. Februar 2017 mit wenigen begründeten Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Erfüllung des Kodex befasst und die am Ende dieses Corporate-Governance-Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Internetseite der GRENKE AG wiedergegeben.

KONZERNLEITUNG UND KONZERNÜBERWACHUNG

Der Vorstand der GRENKE AG setzt sich aus fünf (nach Ausscheiden von Wolfgang Grenke zum 28. Februar 2017 aus vier), der Aufsichtsrat aus sechs Mitgliedern zusammen. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgrößen für ihre Zusammensetzung - mindestens 20 Prozent weibliche Vorstandsmitglieder und 33 Prozent weibliche Mitglieder des Aufsichtsrats - werden eingehalten. Rund die Hälfte der Beschäftigten des Konzerns ist weiblich. Deshalb sieht der Aufsichtsrat in den derzeitigen Zielgrößen eine Untergrenze, die sich langfristig nach oben bewegen sollte.

AUFSICHTSRAT

Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2017 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung sowie aktuelle Ereignisse. Wesentlicher Bestandteil der Berichte war in diesem Zusammenhang regelmäßig die Darstellung von Neugeschäft, Vertrieb, Digitalisierung und der Refinanzierungssituation. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung eng mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen des Risikomanagements inklusive Compliance, der Risikovorsorge, des Internen Kontrollsystems sowie des Internen Revisionssystems. Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum über die Arbeit ihrer Ausschüsse.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Sie verfügen über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, des Risikomanagements und der Compliance. Das Gremium beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit der Systematik von Unternehmensplanung und Risikomanagement. Es prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des DCGK. Es bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und verantwortet und vereinbart das Honorar mit dem Abschlussprüfer. Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem DCGK widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragen zur Compliance und dem Compliance Management. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation - inklusive der KWG-Compliance - im Unternehmen.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

EUR Festvergütung und Zulagen Nebenleistungen Erfolgszulage Tantieme Aktienbasierte Vergütung Gesamt
2017
Christ 189.736,70 15.774,63 100.282,96 67.999,97 242.739,00 616.533,26
Eicker (bis 31.12.2016) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Grenke 300.000,00 54.733,05 176.970,00 120.000,00 0,00 651.703,05
Hirsch (seit 01.01.2017) 178.333,40 14.654,52 52.586,60 71.333,36 0,00 316.907,88
Kindermann 169.999,92 36.356,58 100.282,96 67.999,97 150.000,00 524.639,43
Leminsky 305.000,04 17.666,76 75.212,28 102.000,00 0,00 499.879,08
Gesamt 1.143.070,06 139.185,54 505.334,80 429.333,30 392.739,00 2.609.662,70
Gesamt EUR 2016*
Christ 375.481,26
Eicker (bis 31.12.2016) 671.723,04*
Grenke 646.602,42
Hirsch (seit 01.01.2017) 0,00
Kindermann 374.123,74
Leminsky 502.486,73
Gesamt 2.570.417,19
  • Beinhaltet eine Abfindung über 300 TEUR zum 31. Dezember 2016.

PERSONALAUSSCHUSS (PRÄSIDIALAUSSCHUSS)

Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und unterbreitet Vorschläge für das Abschließen, Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.

VORSTAND

Der Vorstand leitet den GRENKE Konzern eigenverantwortlich. Er verantwortet die operative Leitung und die Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Konzerns sowie das Einhalten der Grundsätze der Unternehmenspolitik. Des Weiteren stellt er den Jahresabschluss der GRENKE AG sowie die Quartalsmitteilungen und den Halbjahres- und Jahresabschluss des Konzerns auf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend mit Vorstandsberichten und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen. Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, Compliance, zur Finanz- und Ertragslage sowie zu strategischen und operativen Geschäftsrisiken und deren Management sind Gegenstand von Aufsichtsratssitzungen und von Einzelgesprächen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Wesentliche Vorstandsentscheidungen wie unter anderem Akquisitionen und besondere Finanzierungsmaßnahmen sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands listet einen Katalog solcher zustimmungspflichtiger Geschäfte auf. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.

VERGÜTUNGSBERICHT (BESTANDTEIL DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS)

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als fixe Vergütungskomponenten eine vom Geschäftserfolg unabhängige Festvergütung, Leistungszulagen und Nebenleistungen wie Dienstwagen und Versicherungszuschüsse sowie erfolgsabhängige variable Vergütungskomponenten vor. Die Struktur des Vergütungssystems fördert den langfristigen Erfolg des Konzerns und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch messbar sind, kontrolliert werden können und dem Risiko entsprechend angemessene Erträge erwirtschaften. Es werden keine Anreize für unangemessene Risiken geschaffen. Zudem wird das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKE AG durch diese Vergütungspraxis weder gefährdet, noch schränkt sie das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein. Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses des GRENKE Konzerns (EBT - Earnings before Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard (BSC). Das Erreichen des EBT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die EBT-abhängige Vergütung vollständig.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Name Funktion Grundbezug 2017 EUR Prüfungsausschuss EUR Personalausschuss EUR Variable Vergütung EUR Reisekosten EUR Gesamt EUR
Prof. Dr. Lipp Vorsitzender 22.500,00 2.000,00 1.500,00 262,80 26.000,00
Witt Stellv. Vorsitzender 15.000,00 3.000,00 1.000,00 915,60 19.000,00
Dreilich Aufsichtsrat 15.000,00 2.000,00 0,00 2.064,85 17.000,00
Dr. Mitic Aufsichtsrat 15.000,00 0,00 0,00 2.493,97 15.000,00
Münch Aufsichtsrat (bis 12.05.2015) -- -- -- -- -- --
Schulte Aufsichtsrat 15.000,00 0,00 0,00 525,60 15.000,00
Staudt Aufsichtsrat 15.000,00 0,00 1.000,00 538,60 16.000,00
Summe 97.500,00 7.000,00 3.500,00 6.801,42 108.000,00
Name Gesamt 2017* EUR Gesamt 2016* EUR
Prof. Dr. Lipp 52.262,80 53.217,35
Witt 38.915,60 38.604,96
Dreilich 36.064,85 38.128,39
Dr. Mitic 32.493,97 30.594,00
Münch -- 136,20
Schulte 30.525,60 30.629,01
Staudt 32.538,60 32.604,96
Summe 222.801,42 223.914,87
  • Feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten.# DIE VERGÜTUNG DER ORGANE DER GRENKE AG

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands ist in den jeweiligen Anstellungsverträgen geregelt. Die variablen Vergütungsbestandteile sind an die Erreichung von Performance-Zielen gekoppelt. Die gemäß der BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderem die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge, des Neugeschäfts, der Deckungsbeiträge und des Schadenverlaufs. Das Erreichen der BSC-Kriterien wird quartalsweise nachträglich gemessen.

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2017 bestanden mit Ausnahme von Herrn Grenke mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern entsprechende Vereinbarungen. Der Wert dieser Phantom-Stock-Vereinbarungen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 393 TEUR (31. Dezember 2016: 0 TEUR). Zur Auszahlung kam es im Berichtsjahr mangels im Vorjahr erreichten Auszahlungsanspruchs nicht (31. Dezember 2016: 139 TEUR).

Die Vereinbarung mit Frau Leminsky bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die Vereinbarungen mit den Herren Christ und Kindermann auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarungen haben die Vorstandsmitglieder für die jeweiligen Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 60.000, vor Aktiensplit 20.000 Aktien (bei Herrn Kindermann 18.000, vor Aktiensplit 6.000 Aktien) der GRENKE AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 48,08 EUR.

Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR (für Herrn Kindermann auf 150.000 EUR) für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, das heißt, die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden.

Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren bei Frau Leminsky und bei Herrn Kindermann, bei Herrn Christ von drei Jahren.

Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 konnte sie somit keine Ansprüche aus dieser Vereinbarung erwerben. Herr Kindermann hat im Geschäftsjahr 2017 den maximalen Auszahlungsbetrag bereits erreicht und kann ebenfalls keine weiteren Ansprüche aus der Vereinbarung mehr erwerben.

Ferner besteht für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKE AG. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit ist in den Vorstandsverträgen die Möglichkeit vereinbart, ein Wettbewerbsverbot auszusprechen. Diese Wettbewerbsklausel sieht eine Entschädigungszahlung für die Dauer von zwei Jahren (Cap) vor, deren Höhe auf maximal 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgehaltes (Cap) begrenzt ist. Berechnungsgrundlagen für die Entschädigungszahlung bilden die Grundvergütung sowie die im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich gezahlten variablen Vergütungen. Abfindungsvereinbarungen bestehen nicht. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt gemäß der Satzung der GRENKE AG. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit eine feste Vergütung von 15.000 EUR, der oder die Vorsitzende eine solche von 22.500 EUR. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss erhalten sie zusätzlich 2.000 EUR, für den Vorsitz dieses Ausschusses 3.000 EUR. Für die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Personalausschuss angehören, erhöht sich die feste Vergütung um 1.000 EUR, die des oder der Vorsitzenden um 1.500 EUR. Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -Vorsitze pro rata temporis berechnet.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wird darüber hinaus eine variable Vergütung gewährt, wenn an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,25 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um den Prozentsatz, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,25 EUR übersteigt. Der variable Vergütungsbestandteil beträgt maximal 100 % der festen Vergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes. Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2017 hat die Bestimmungen zur variablen Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Zuge der Beschlussfassung zur Neueinteilung des Grundkapitals entsprechend angepasst.

Ferner hat die GRENKE AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese sieht für jedes Mitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr vor.

Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG SOWIE FINANZPUBLIZITÄT

Der Lagebericht des GRENKE Konzerns und der Lagebericht des Einzelabschlusses der GRENKE AG wird gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Zwischen den Unternehmenseinheiten auftretende erhebliche Abweichungen werden in einem gesonderten Kapitel erläutert. Der Jahresabschluss der GRENKE AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat beim Aufstellen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315 a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.

TRANSPARENZ UND INFORMATION DER AKTIONÄRE

GRENKE nutzt das Internet, um Aktionäre und Öffentlichkeit umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Pressemeldungen, Finanzberichte und Quartalsmitteilungen sowie Meldungen nach Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite www.grenke.de/de/investor-relations sind die Entsprechenserklärungen zum DCGK wiedergegeben. Aktionäre und Öffentlichkeit können sich im Internet über den GRENKE Konzern, seine Organisationsstruktur und die Mitglieder des Managements informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Während der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung werden der Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet als Livestream angeboten. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender sowie auf der Internetseite von GRENKE zusammengefasst. Über die GRENKE-Aktie wird im Kapitel "Aktie und Investor Relations" berichtet.

COMPLIANCE

Zum Thema Compliance verweisen wir auf die diesbezüglichen Ausführungen in der nichtfinanziellen Erklärung.

:: ►SIEHE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG AB SEITE 39 FF.

CONTROLLING UND RISIKOMANAGEMENT

Alle involvierten Beschäftigten und der Vorstand sollen in die Lage versetzt werden, Risiken bewusst zu steuern sowie Chancen zu nutzen. Das Risikomanagement im GRENKE Konzern umfasst unter anderem neben Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit die Festlegung von Strategien sowie ein Risikocontrolling und einen iterativen Risikomanagementprozess. Wir erachten es damit als angemessen und wirksam. Die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie die Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) sind einzuhalten. Entsprechend werden die jeweils aktuell geforderten Risikosteuerungs- und Risiko-Controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, strategische und operationelle Risiken konzernweit umgesetzt.# ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND AUFSICHTSRATS ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (DCGK) GEMÄSS § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG haben am 1. Februar 2018 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Februar 2017 den im DCGK niedergelegten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zunächst in der Fassung vom 5. Mai 2015 und seit Geltung der überarbeiteten Fassung vom 7. Februar 2017 dieser mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird:

Der Aufsichtsrat hat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder jeweils dafür Sorge getragen, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen und Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig geprüft. Gleichwohl wird abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 des DCGK bei der Bemessung der Vorstandsvergütung derzeit nicht explizit das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch nicht in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. GRENKE AG ist ein mittelständisches Unternehmen, dessen Vorstandsvergütungen sich in einem moderaten Rahmen, sowohl im Verhältnis zu den Vergütungen der Belegschaft als auch im zeitlichen Verlauf, bewegen. Die auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielende Empfehlung ist daher ungeeignet.

Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des DCGK ist keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich der variablen Vergütung vorgesehen. Die Vorstandsvergütungen der GRENKE AG entsprechen einer Größenordnung, die mit ähnlich großen Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft vergleichbar ist. Auch hier gilt, dass die Empfehlung des DCGK einer betragsmäßigen Höchstgrenze für Vorstandsvergütungen auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielt und für die GRENKE AG als mittelständisches Unternehmen ungeeignet ist.

Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nicht einseitig, sondern nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregeln, die an Unternehmensereignisse, insbesondere an einen Kontrollwechsel, geknüpft sind.

Der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Absätze 3 und 4 DCGK wird nicht gefolgt, insbesondere werden die Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex für die Offenlegung der Vorstandsvergütung nicht genutzt. Die Vorstandsvergütung wird den gesetzlichen Anforderungen entsprechend individualisiert für jedes Vorstandsmitglied im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2017 in transparenter Weise veröffentlicht. Eine weitere oder hiervon abweichende Darstellung der Vergütungskomponenten der einzelnen Vorstandsmitglieder ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder im Aktionärsinteresse noch aus Transparenzgründen geboten.

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Nach Auffassung der Gesellschaft sollen bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein. Die oben genannten Empfehlungen des DCGK werden bei der Zusammensetzung des Vorstands sowie bei Wahlvorschlägen von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet.

Nach Ziffer 5.3.3 des DCGK soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht derzeit aus insgesamt sechs Mitgliedern, die ausschließlich von den Anteilseignern zu wählen sind. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung eines weiteren Ausschusses für nicht erforderlich. Die Gesellschaft sieht die von der Kommission mit Ziffer 5.3.3 des DCGK gewünschte Transparenz des Auswahlverfahrens auch ohne einen entsprechenden Ausschuss als gewährleistet an. Der Empfehlung der Ziffer 5.3.3 wird daher nicht gefolgt.

Nach Ziffer 5.4.1 des DCGK soll ferner eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt werden. Wie bereits ausgeführt, sind die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates insgesamt maßgeblich. Diese für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrates erforderliche und für die GRENKE AG wichtige Expertise der Aufsichtsratsmitglieder soll in ihrer Gesamtheit erhalten bleiben. Auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wird deshalb verzichtet.

Die Gesellschaft weicht derzeit von der Empfehlung Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des DCGK ab. Nach § 10 Abs. 3 der aktuell gültigen Satzung wird jedem Aufsichtsratsmitglied neben einer festen Vergütung eine variable Vergütung gewährt, sofern eine gewisse Mindestdividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der variable Vergütungsbestandteil beträgt jedoch maximal 100 % der festen Vergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes. Die geltende Satzungsregelung mit der variablen Vergütungskomponente entspricht daher formal der Kodex-Empfehlung nicht, welche auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung - wie beispielsweise auf die Orientierung an der Durchschnittsdividende über mehrere Jahre - abstellt.

"Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass EBT und Dividende der GRENKE AG, bedingt durch das Geschäftsmodell, die Ertragsfähigkeit des gesamten Leasingportfolios über alle in den vergangenen vier Jahren eingehenden Leasingforderungen mit ihren jeweiligen Deckungsbeiträgen widerspiegeln. Die Dividende ist insoweit nicht - im Unterschied zu Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen -durch etwaige kurzfristige Schwankungen des jährlichen Neugeschäfts oder Deckungsbeiträge geprägt."

Baden-Baden, den 1. Februar 2018

GRENKE AG

Für den Vorstand
Wolfgang Grenke

Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp

AKTIE UND INVESTOR RELATIONS

INVESTOR RELATIONS

Die offene und kontinuierliche Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit ist für uns selbstverständlich. Wir legen deshalb großen Wert auf den direkten Kontakt zu unseren Analysten, Investoren, Privataktionären und Medienvertretern. Institutionellen Investoren bieten wir regelmäßig Telefonkonferenzen und Einzelgespräche an. Ebenso präsentieren wir uns regelmäßig im Rahmen von Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen. Zentrales Forum für unsere Privataktionäre bildet die Hauptversammlung. Aktionären, die nicht persönlich teilnehmen können, bieten wir - genauso wie der Öffentlichkeit - die Möglichkeit, die Rede des Vorstandsvorsitzenden sowie die Generaldebatte via Livestream auf unserer Website mitzuverfolgen. Dort stehen auch jederzeit alle aktuellen Investor-Relations-Nachrichten, Pressemeldungen sowie die Finanzberichte bereit. Darüber hinaus bieten wir einen individuellen News-Service an. Im Berichtsjahr beobachteten insgesamt sieben renommierte Investmentbanken unsere Aktie. Die jeweils aktuellen Analysten-Empfehlungen sind auf unserer Website dokumentiert. Der Börsenkurs der GRENKE-Aktie hat sich in den letzten Jahren überaus positiv entwickelt. Um die Aktie insbesondere für Privat- und Kleinanleger noch interessanter zu machen und das Handelsvolumen der GRENKE-Aktie zu erhöhen, hat die Hauptversammlung 2017 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln zu erhöhen und im Verhältnis 1:3 neu einzuteilen (Aktiensplit).

□ ZUR KURSENTWICKLUNG IM BERICHTSJAHR SIEHE GRAFIK AUF FOLGESEITE

KURSENTWICKLUNG IM BERICHTSJAHR SIEHE GRAFIK AUF FOLGESEITE

INVESTMENT CASE

Wir positionieren GRENKE am Kapitalmarkt mit den folgenden Alleinstellungsmerkmalen und wesentlichen Ertrags- und Werttreibern:

  • Wettbewerbsvorsprung und hohe Einstiegsbarrieren durch umfassende Standardisierung und Digitalisierung; damit Schnelligkeit direkt am Point of Sale (POS),
  • Internationalisierung dieser Alleinstellungsmerkmale als Erfolgsfaktor unserer Wachstumsstrategie,
  • breite Diversifikation unserer Finanzlösungen für KMU,
  • Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft in Europa,
  • langjährig bewährtes und krisenresistentes Risikomanagement,
  • hoher innerer Wert unserer Aktie.

Unser strategisches Unternehmensziel ist es, nachhaltig zu expandieren und so eine dynamische Gewinnentwicklung zu erzielen. Wir fokussieren unser internationales Wachstum auf diejenigen Länder und Produkte, die ein für uns günstiges Wettbewerbsumfeld und somit ein attraktives Chancen-Risiko-Profil aufweisen. Entscheidend dabei ist, dass wir Risiken nicht grundsätzlich vermeiden wollen, sondern sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen.# DIVIDENDENPOLITIK

Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für künftige Expansion bilden die zentralen Kriterien unserer langfristig ausgerichteten Dividendenpolitik. Die GRENKE-Aktie bietet sich daher als Anlage mit attraktiven Wachstumsperspektiven an. Hinzu kommen ihr hoher innerer Wert und ein kontinuierlicher Strom an laufendem Einkommen. GRENKE weist zur Sicherung einer günstigen Refinanzierungsbasis traditionell eine gute Eigenkapitalausstattung auf. Sie stellt zusammen mit einer auch bei kräftigem Wachstum hohen Eigenkapitalrendite die Grundlage unseres nachhaltig guten Ratings dar. Damit erhalten wir uns den Zugang zu zahlreichen Refinanzierungsalternativen und attraktiven Konditionen. Ende des Geschäftsjahres 2017 lag die Eigenkapitalquote des GRENKE Konzerns bei 17,7 Prozent nach 17,4 Prozent im Vorjahr. Aufgrund der abermals guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der GRENKE AG am 3. Mai 2018 eine Dividende in Höhe von 0,70 EUR je Aktie vorschlagen. Die Ausschüttung je Aktie würde damit im achten Jahr in Folge erhöht.

STAMMDATEN

Kürzel / Bloomberg / Reuters ISIN Marktsegment Index Designated Sponsors
GLJ / GLJ_GR / GLJn.DE DE000A161N30 Regulierter Markt SDAX ODDO BHF AG; HSBC Trinkaus und Burkhardt AG
(Prime Standard)
  • Gesamtzahl ausstehender und eingetragener Aktien: 44.313.102
  • Gattung: Stückaktien (Namensaktien)
  • Rechnerischer Nennwert je Stück (rund): 1,00 EUR

Aktionärsstruktur:

  • Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 1.9 des aktuellen "Leitfadens zu den Aktienindizes der Deutschen Börse": 57,3 %
  • Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG*: 42,7 %

* Komplementärin: Grenke Vermögensverwaltung GmbH
Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland und Oliver Grenke).

AKTIENDATEN (ADJUSTIERT NACH AKTIENSPLIT 1:3 PER 10. JULI 2017)

2017 2016 2015 2014 2013
Börsenkurs zum Geschäftsjahresende 79,16 EUR 49,67 EUR 61,53 EUR 29,66 EUR 22,67 EUR
Höchster Börsenkurs 86,12 EUR 66,00 EUR 62,52 EUR 30,50 EUR 25,00 EUR
Tiefster Börsenkurs 48,80 EUR 45,52 EUR 30,00 EUR 22,67 EUR 16,80 EUR
Börsenkapitalisierung 3.508 Mio. EUR 2.201 Mio. EUR 2.724 Mio. EUR 1.313 Mio. EUR 1.000 Mio. EUR
Ergebnis je Aktie 2,74 EUR 2,29 EUR 1,81 EUR 1,47 EUR 1,08 EUR
Dividende je Aktie* 0,70 EUR 0,58 EUR 0,50 EUR 0,37 EUR 0,33 EUR
Kurs-Gewinn-Verhältnis 28,9 21,7 34,0 20,2 21,1

* Börsenkurse jeweils auf Basis des XETRA-Tagesschlusskurses.
* 2017: Vorschlag an die Hauptversammlung.

ABSATZMARKT

STANDORTE DER GRENKE GRUPPE ZUM 31. DEZEMBER 2017

  • ZELLTEILUNGEN: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Vereinigte Arabische Emirate
  • FRANCHISE-ÜBERNAHMEN: Brasilien, Malta

PRÄSENZ VOR ORT

Kundennähe ist auch im digitalen Zeitalter sehr wichtig. Deshalb verdichten wir unser Netzwerk fortwährend mit Zellteilungen und der Übernahme von Franchisegesellschaften in bestehenden Märkten. Ende 2017 waren wir in 31 Ländern und auf fünf Kontinenten vertreten.

ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT DER GRENKE AG

Im Folgenden fassen wir die Lageberichte über das Geschäftsjahr 2017 (1. Januar bis 31. Dezember) für den GRENKE Konzern (im Folgenden auch "Konzern") und die Konzernmuttergesellschaft GRENKE AG (im Folgenden auch "Gesellschaft") in einer geschlossenen Darstellung zusammen. Wesentlich abweichende Sachverhalte der Gesellschaft gegenüber dem Konzern werden im Kapitel "Lagebericht für die GRENKE AG" erläutert. Der Konzern bilanziert unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und die Gesellschaft nach dem deutschen Handelsrecht (HGB). Die GRENKE AG hat mit der Eintragung ins Handelsregister am 11. Mai 2016 von vormals GRENKELEASING AG in GRENKE AG umfirmiert. Der Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus wird der Bericht über das Geschäftsjahr 2017 auch im Internet unter www.grenke.de/finanzberichte als PDF-Dokument zum Download angeboten.

Der international agierende Konzern nutzt zum Erschließen neuer regionaler Märkte sowie zur Expansion mit neuen Finanzprodukten seit vielen Jahren ein international erfolgreiches Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die Gesellschaft nicht beteiligt. Im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt, der Gesellschaft inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt, dem Konzern inklusive seiner rechtlich selbstständigen Franchisepartner. Der GRENKE Konzern ist europaweit nahezu flächendeckend über Tochtergesellschaften präsent. Deutschland, Frankreich und Italien sind hier die bedeutendsten Märkte. Außerhalb Europas betätigen sich Tochtergesellschaften in Brasilien und der Türkei. Zur GRENKE Gruppe gehören im Leasingsegment darüber hinaus Franchisenehmer in den Märkten Australien, Chile, Kanada, Kroatien, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

ORGANISATORISCHE STRUKTUR

Die GRENKE AG übernimmt als Muttergesellschaft von ihrem Stammsitz in Baden-Baden aus steuernde Aufgaben für den Konzern, der international in zahlreichen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist. Die Tochtergesellschaften haben in ihren jeweiligen lokalen Märkten zum Teil eigene Niederlassungen gegründet. Die Leitung der Gesellschaft obliegt dem am Stammsitz in Baden-Baden angesiedelten Vorstand. Er bestand im Berichtsjahr aus fünf Personen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus insgesamt sechs Personen.

Als Finanzdienstleister sind wir auf Finanzierungslösungen für kleine und mittlere Volumina spezialisiert. Voraussetzung für deren wirtschaftlich effiziente Abwicklung sind sehr niedrige Einzelkosten. Deshalb ist das Geschäftsmodell neben den Hauptzielen Optimierung des Kundennutzens und Schaffen von Wettbewerbsvorteilen auf Effizienzmaximierung bei allen Prozessen ausgerichtet. Unsere auf langjähriger operativer Erfahrung beruhende Kosteneffizienz resultiert aus Standardisierung, umfassender, IT-gestützter Automatisierung und Schnelligkeit sowie einer schlanken Organisation. Sie ist wesentliches Alleinstellungsmerkmal des GRENKE Konzerns und definiert damit eine hohe Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber.

Über Jahrzehnte hinweg haben wir uns eine breite internationale Kundenbasis geschaffen. Sie stellt einen der zentralen Wettbewerbsvorteile dar. Aufgrund unserer internationalen Aufstellung verfügen wir zudem über umfangreiche Erfahrung in der Erschließung neuer Märkte und dem Heben der dortigen Potenziale.

Im Rahmen des Franchisemodells stellt die GRENKE AG ihren Partnern Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfügung. Daneben verfügt die Gesellschaft jeweils über das Recht, die Franchisegesellschaften nach einer vorher vereinbarten Frist von üblicherweise vier bis sechs Jahren zu erwerben. Der Kaufpreis ergibt sich aus einer bereits bei Vertragsabschluss festgehaltenen Berechnungsformel, die Marktparameter sowie die individuelle Performance der Gesellschaft berücksichtigt. Die Refinanzierung des operativen Geschäfts aus den Miet- bzw. Leasingverträgen oder Factoringvereinbarungen, die ein Franchisenehmer mit seinen Kunden abschließt, stellt in aller Regel die GRENKE AG sicher.

SEGMENTE

Die Ausrichtung der drei Geschäftssegmente Leasing, Bank und Factoring erfolgt entlang der organisatorischen Struktur des Konzerns. Unverändert hat das Segment Leasing für den Konzern die höchste Bedeutung. Es umfasst sämtliche Vorgänge, die mit seiner Tätigkeit als Leasinggeber zusammenhängen. Zum Segment gehört auch die zu Beginn des Berichtsjahres vollständig übernommene Europa Leasing GmbH, die sich auf den Vertrieb von Leasinglösungen für medizintechnische Geräte in den Zielmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz spezialisiert hat.

Als Finanzpartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"). Sie arbeitet mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer zusammen. Im Rahmen dieser Kooperationen finanziert sie Existenzgründungen und vergibt Fördermitteln für KMU und Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Mit ihrem Internetauftritt bietet die GRENKE Bank darüber hinaus klar verständliche Geldanlagen wie beispielsweise Festgeldprodukte für private und gewerbliche Kunden an. Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen betragsmäßig kleinerer Forderungen mit gegenwärtigem Schwerpunkt in Deutschland und der Schweiz.

GESCHÄFTSPROZESSE UND DIENSTLEISTUNGEN

Mit dem wirtschaftlich attraktiven Angebot von Leasingfinanzierungen für kleinere IT- und nachrichtentechnische Produkte sowie Software schon ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR haben wir einen Markt definiert und entwickelt, der von der breiten Mehrheit der Leasinganbieter nur punktuell adressiert wird. Unser Geschäftsmodell ist zudem auf andere Bereiche übertrag- und skalierbar. Neben IT-Produkten finanzieren wir auch kleine Maschinen und Anlagen sowie medizintechnische Geräte. Damit korreliert der von uns bearbeitete Markt nur in geringem Umfang mit der gesamtwirtschaftlichen Investitionstätigkeit und ist deutlich weniger von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst. Die hierfür wesentliche Voraussetzung, Kosten und Risiken effizient kontrollieren zu können, stellen wir mit unserem selbst entwickelten, bewährten und fortwährend verfeinerten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen sicher.# GRENKE Gruppe

Product Portfolio and Business Development

The structure of the financed asset portfolio has not significantly changed in recent years due to the nature and scope of product usage in the office environments of the European mid-market. Regarding the new business of the GRENKE Group, the average value per lease agreement in the reporting year was around EUR 8,658, compared to around EUR 8,719 in the previous year. In the area of start-up and credit financing, we are systematically expanding our activities together with German promotional banks, as well as with programs such as the "Mikrokreditfonds Deutschland" of the Federal Ministry of Labor and Social Affairs. Furthermore, in the reporting year, the cooperation with NRW.BANK was intensified through the seventh global loan for leasing financings with a volume of EUR 40 million for the issuance of promotional vouchers for SMEs. Through this successful cooperation, over 17,000 subsidized leasing agreements have been concluded to date. In total, almost 35,000 leasing agreements have been concluded within the scope of such cooperations. The cooperation with the Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) was also expanded with a new global loan. For small and medium-sized enterprises and freelancers in Brandenburg, EUR 5 million are available for the second time at particularly favorable conditions for financing new operational acquisitions through leasing. Following the successful launch in 2015, over 700 subsidized leasing agreements have been concluded with ILB to date. The global loan signed with KfW at the end of 2016 was successfully implemented in leasing financings in the reporting year, resulting in a total of 9,800 leasing agreements contracted through this program. In addition, since September 2017, we have been operating an intuitive online platform through which we, together with our partners, the promotional banks of individual federal states and the federal government (KfW), offer small and medium-sized enterprises simple access to promotional vouchers for operational new acquisitions financed through leasing. The platform offers interested parties extensive information about their respective funding opportunities and calculates the best possible funding amount. Furthermore, through our cooperation with the "WeltSparen" portal, we offer various fixed-term deposit accounts at attractive conditions and diversify our product range by expanding our business in the area of factoring services. To cover all economically sensible sales channels in the leasing business, we pursue multiple paths. For example, our specialist retail partners, supported by their own employees in local sales offices, broker financing agreements to end customers. The same applies to manufacturers of IT products, whom we serve through key account management. Within the framework of our successful direct business, we also approach selected corporate clients directly. They benefit from attractive framework agreements regarding conditions and/or flexible drawdown of leasing financings. Our online activities now represent a significant and growing additional sales channel. This applies to both our traditional small-ticket leasing business and our other financial products. For example, we operate the deposit business exclusively as an online bank and offer an innovative internet platform for processing start-up financing. The purchase of receivables (factoring) is also carried out in an IT-supported, automated process. In contrast to our other activities, however, we acquire customers exclusively directly in this area. Centralized data management and largely automated contract processing enable us to manage our business centrally. We measure and calculate the risks and default rates of financings with our internally developed IT-based model for forecasting payment defaults, which has been continuously improved over many years. This allows us to limit the costs of credit checks and to issue contract and payment commitments within a very short time.

Sales Markets

Our strategic goal is to position GRENKE as a comprehensive small-ticket financial services provider for the European and international mid-market. Sustainable, careful, and at the same time rapid geographic expansion is therefore important to us. In recent years, new markets outside Europe such as Brazil, Chile, Dubai, Canada, Singapore, and Turkey have been opened up. In the reporting year, another continent was added with the market entry in Australia and the opening of two locations in Melbourne and Sydney. We serve our international markets with customized financing offers, contract designs, and contribution margin targets adapted to the respective legal and market environments. To this end, we enter into a contract with an entrepreneurially oriented franchisee who knows the local market well. Customer proximity is also very important in the digital age. Therefore, we continuously densify our network within the Group through spin-offs and the acquisition of franchise companies in existing markets. In the reporting year, these were the companies of former franchisees in Brazil and Malta. As part of our spin-off strategy, we opened a total of seven new locations in Denmark, Germany, France, Italy (two locations), the Netherlands, and the United Arab Emirates. In the rapidly growing Italian market, factoring business was launched in October 2017, and the first purchase of receivables was made. The GRENKE Group is currently present in 31 countries with 132 locations, 31 of which are in Germany. In France and Italy, we are represented at 18 and 16 locations, respectively. Strategic Goal: We position the GRENKE Group as a comprehensive small-ticket financial services provider for the European and international mid-market. Global expansion is therefore part of our program.

External Factors Affecting Business

The business of the GRENKE Group is relatively independent of overall economic cycles and has been consistently expanded even in economically challenging times. The essential influencing factors include less macroeconomic developments than industry-specific trends, such as the business policy of banks and financial service providers in the leasing, factoring, and deposit business, or the continuously increasing regulatory requirements in this sector. Further external influencing factors such as the development of corporate insolvencies or changes in capital market and central bank interest rates on refinancing costs are presented in the chapter "Macroeconomic and Industry Framework Conditions" and in the Risk Report, respectively.

Goals and Strategies

We are one of the internationally leading providers of financial services for SMEs with a focus on leasing financings with small individual contract volumes. In Germany, Switzerland, and Italy, we are already market leaders in small-ticket leasing, and at the all-European level, we hold a significant position among providers of financial services for SMEs. Outside of Europe, we have now entered various countries in Asia, Australia, and North and South America. As a growth company, we strategically and long-term pursue the clear goal of market leadership in the area of small-ticket leasing, although not necessarily in every single local market. We focus our growth on markets that offer an attractive risk-reward profile. Thus, we consistently seize market opportunities when competitors, such as after the financial and sovereign debt crisis, reduce their engagement in this area or even withdraw completely. Furthermore, providers from the banking sector, as a consequence of rising regulatory requirements, are confronted with the need for higher equity backing and thus higher profitability of their business activities. Satisfactory returns in small-ticket leasing can only be achieved with highly efficient processes and effective risk assessment in online operations. Both require high upfront investments and many years of process experience and represent a growing barrier to entry under tightened framework conditions. The business model of the GRENKE Group, on the other hand, has proven to be both growth-oriented and equity-generating, particularly with regard to its internal financing power. Therefore, these regulatory changes offer us attractive opportunities in the medium term to consistently further expand our position as a leading provider of financial services for SMEs. Thus, beyond the leasing business, the purchase of receivables of smaller amounts (factoring) in various European countries forms a stable and growing component of our extensive range of services, to which we attribute high potential in the long term. With factoring, we also offer our leasing customers an additional financing alternative, which, similar to small-ticket leasing, can only be offered to a very limited extent by competitors due to the smaller contract volumes. In the long term, we aim to further expand this area by gaining market share and achieving adequate returns. With an average new business growth of the GRENKE Group of 17 percent over the last ten years, we underscore our ability to benefit from both economically strong and weak periods. In the reporting year, we were again very successful with a new business growth of 24 percent.# WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR LAGE DES KONZERNS

Im Geschäftsjahr 2017 hat sich das Wachstum des GRENKE Konzerns noch einmal beschleunigt. Anhaltende, positive Wachstumsimpulse signalisieren eine sehr gute Zukunftsperspektive. Dies wird mit dem Überschreiten von zwei Milliarden Euro Neugeschäftsvolumen eindrucksvoll unterstrichen. Kräftig zugelegt hat der Konzern-Gewinn, der damit ebenfalls einen neuen Rekordwert erreicht hat. Das gesteigerte Ertragsniveau ist, über die Mengen- und Skaleneffekte aus dem Wachstum des Geschäftsvolumens resultierend, auch Folge unserer nachhaltigen und konsequenten Anstrengungen zur Kosten-degression. Insgesamt konnten die Cost-Income-Ratio stabil gehalten und das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Gleichzeitig war es uns erneut möglich, mithilfe unserer diversen Refinanzierungsmöglichkeiten das unverändert günstige Kapitalmarktklima bedarfsgerecht zu nutzen. Die wesentlichen Transaktionen im Berichtsjahr werden im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns dargestellt. Auch unser geografisches Wachstum haben wir mit sieben Zellteilungen und dem Einstieg in den australischen Markt mit unserem Leasingangebot fortgesetzt. Die Übernahme der Europa Leasing GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2017 stärkt unsere Marktposition im Small-Ticket-Leasing medizintechnischer Geräte substanziell.

Nähere Angaben zum Neugeschäft der GRENKE Gruppe sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf dargestellt. Unser Geschäftsmodell ist so einfach wie werthaltig. Strategisch setzen wir auf Risikobegrenzung durch Diversifikation. Charakteristisch für unser Geschäft sind eine möglichst breite Streuung des Portfolios über Kunden, Branchen, Leasingobjekte und Länder hinweg sowie die durchschnittlich vergleichsweise kleinen Vertragsvolumina. So entfiel auch im Geschäftsjahr 2017 auf keinen einzelnen Leasingnehmer ein Anteil am Neugeschäft der GRENKE Gruppe von mehr als einem Prozent und auf keinen Konzernkunden ein Gesamtobligo von mehr als zwei Prozent des Konzern-Eigenkapitals. Wir vermeiden in allen Segmenten Klumpenrisiken jeglicher Art und sind im Speziellen herstellerunabhängig bei den Leasingobjekten.

Bonität und Kreditwürdigkeit: Sie sind Schlüssel unseres Erfolgs. Unsere Kapitalmarktreputation lassen wir daher regelmäßig und von unabhängigen Ratingagenturen überprüfen. Auch 2017 wieder: Investment Grade mit stabilem Ausblick. Nicht zuletzt setzen wir auf den fortwährenden Ausbau unserer ohnehin breiten Palette an Refinanzierungsinstrumenten, um bei der Finanzierung unseres Wachstums jederzeit flexibel zu bleiben. Neben unserem wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht dies insbesondere unser Ansehen als verlässlicher Geschäftspartner. Unsere Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten pflegen wir daher mit größter Aufmerksamkeit. In regelmäßigen Abständen werden wir von der Rating-Agentur Standard & Poor's sowie von der Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung ("GBB") in einem Ratingprozess beurteilt. Von beiden Agenturen haben wir zuletzt sehr gute Ratings erhalten, die uns einen soliden "Investment Grade"-Status und damit eine unverändert hohe Kreditwürdigkeit attestieren. In ihrer letzten Analyse vom Mai 2017 bestätigte Standard & Poor's unser Counterparty Credit Rating BBB+/A-2 jeweils mit stabilem Ausblick. Zu einem stabilen Ausblick kam auch die GBB. Auf Basis der überzeugenden Eigenkapitalausstattung, der klaren und seit Jahren erfolgreichen strategischen Ausrichtung und der nachhaltig positiven Neugeschäftsentwicklung bei hoher Profitabilität bestätigte sie das Ratingergebnis "A". Positiv hervorgehoben wurden darüber hinaus die effizienten Prozesse und die sehr gute Kostenstruktur durch einen hohen Automatisierungs- und Standardisierungsgrad sowie nicht zuletzt die Übertragbarkeit des erfolgreichen Geschäftsmodells auf andere Produktgruppen.

STEUERUNGSSYSTEM

Im Fokus unserer Steuerung steht die Schaffung von Kundennutzen und Wettbewerbsvorteilen. Wir streben die Gewinnung weiterer Marktanteile überall dort, wo wir präsent sind, an. Die GRENKE Gruppe strebt insgesamt ein langfristiges Wachstum des Neugeschäfts - das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, Factoringvolumina und Existenzgründungsfinanzierungen (inkl. Mikrokreditgeschäft) - um jährlich mindestens zwölf Prozent an. Entlang dieser Wachstumsstrategie schätzen wir Risiken möglichst korrekt ein und wollen adäquate Deckungsbeiträge durchsetzen. Eine zentrale Rolle kommt dabei unserem langjährig erprobten und fortwährend verfeinerten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen zu, das maßgeblich zu unserer Erfolgsbilanz beigetragen hat.

Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing steuern wir insbesondere nach dem Deckungsbeitrag 2 (DB2), der in seiner Berechnung mit dem operativen Ergebnis des Konzern korrespondiert. Sichtbar wird dies an obenstehender Grafik, die auf der einen Seite die Herleitung des operativen Ergebnisses bzw. des periodischen Erfolgs und auf der anderen Seite die der DB2-Kalkualtion für das Leasing-Neugeschäft, bezogen auf die gesamte Laufzeit der Verträge (Totalperiode), zeigt.

□ SIEHE GRAFIK "KORRELATION ZWISCHEN DB2 (NEUGESCHÄFT) UND PERIODISCHEM ERFOLG (GUV)"

Ertragsorientiert steuern wir auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Hier sind es die Brutto-Marge und die Anzahl der Tage, über die sich das jeweilige Geschäft erstreckt. Langfristig orientieren wir uns aber vor allem am Factoringvolumen, mit dessen Anstieg meist auch die Gewinnung zusätzlicher Kunden einhergeht. Die Zusagen von Finanzierungsanfragen steuern wir gestaffelt nach Risikoklassen, sowohl hinsichtlich der absoluten Anzahl der Zusagen als auch bezüglich der risikogewichteten Marge. Hiermit wird zugleich dem Ziel einer stabilen Rentabilität Rechnung getragen.

Wesentliche Steuerungsgrößen für das Geschäft der GRENKE Bank stellen das Einlagevolumen und eine angemessene Eigenkapitalausstattung dar. Vor allem soll die GRENKE Bank einen signifikanten Teil zur Refinanzierung des GRENKE Konzerns beitragen. Der Anteil von 20 Prozent der Finanzschulden des Konzerns, die per 31. Dezember 2017 über die GRENKE Bank realisiert werden konnten, liegt dabei in unserem Zielkorridor. Dieser liegt zwischen 15 und 30 Prozent, und je nach Bedarf sowie Marktmöglichkeiten nutzen wir diese Option. Zeitgleich achten wir auf die Refinanzierungskosten und den ausgewogenen Mix unserer Finanzierungsquellen. Bei der Umsetzung unserer Refinanzierungsstrategie setzen wir auf eine breite Palette an Instrumenten und streben möglichst attraktive Refinanzierungskonditionen an. Gleichzeitig achten wir auch hier auf Diversifizierung, indem wir uns fortlaufend mit allen Instrumenten im Markt bewegen. Dies verschafft uns ein eigenes Bild über die jeweils aktuelle Marktverfassung und eröffnet flexible Handlungsräume.

Die wertorientierte Steuerung auf Konzernebene erfolgt über den Deckungsbeitrag 2, der die periodischen operativen Erträge auf Totalperiodenbetrachtung kumuliert und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem generierten Deckungsbeitrag bzw. den operativen Erträgen und den anfallenden Kosten (Cost-Income-Ratio) bei gleichzeitig solider Eigenkapitalausstattung darstellt. Während der Deckungsbeitrag wesentlich vom Neugeschäft der abgelaufenen Berichtsperiode determiniert wird, sind die operativen Erträge sowie der Gewinn zusätzlich von vorangegangenen Geschäftsjahren bestimmt. Die Orientierungsgröße für die Eigenkapitalquote liegt seit vielen Jahren bei 16 Prozent. Diese Zielgröße betrachten wir als wesentliche Voraussetzung für das Absichern unserer guten Ratings.

Unsere Cost-Income-Ratio liegt für das abgelaufene Geschäftsjahr bei 52,4 Prozent. Als Zielvorgabe möchten wir einen Wert von 55 Prozent nicht überschreiten, wenngleich temporäre Aufwendungen insbesondere bei fortlaufender Expansion in einzelnen Perioden dazu führen können. Da Aufwendungen, die bei der Expansion in neue Märkte und bei Zellteilungen bzw. der Eröffnung neuer Niederlassungen in bestehenden Märkten entstehen, nicht unmittelbar, sondern meist erst nach Beendigung der Anlaufphase durch Erträge gedeckt werden, verwenden wir als zusätzlichen Indikator den Embedded Value (gemäß einer Substanzwertrechnung). Dieser stellt den Barwert sämtlicher noch ausstehender Raten und Verwertungserlöse nach Kosten und Risikovorsorge dar. Eine positive Differenz zwischen dem Embedded Value am Anfang und am Ende eines Geschäftsjahres belegt den Anstieg des Unternehmenswerts. Der Deckungsbeitrag 2 gibt den Embedded Value des Neugeschäfts einer Periode vor Kosten und Steuern an. Mit diesen Kennziffern betreiben wir ein aktives, auf Wachstum ausgerichtetes Wertmanagement.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zu den Kernkompetenzen des GRENKE Konzerns zählen ein effizientes Risikomanagement und die entsprechende Leasinglogistik, basierend auf zentralisierten, standardisierten und in hohem Maße digitalisierten Prozessen. Zu diesem Zweck optimieren wir kontinuierlich die eingesetzten Standardsoftwareprodukte sowie unsere individuell entwickelten Anwendungen. Fokus unserer Aktivitäten ist neben der Modernisierung unserer Infrastruktur die Weiterentwicklung unserer Portale und Abwicklungssysteme für Vertrieb und Verwaltung. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 5,1 Mio. EUR nach 4,9 Mio. EUR im Vorjahr aktiviert und 2,4 Mio. EUR auf selbst erstellte Software abgeschrieben (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Das 2015 im Kreativpark in Karlsruhe - einem der wichtigsten Technologie-Standorte Europas - gegründete GRENKE Technology Center entwickelt als unser hauseigenes Zentrum für Software- und Geschäftsprozessentwicklung hochmoderne Systemlösungen für uns und unsere Partner auf der Basis neuester technologischer Standards. Das GRENKE Technology Center ist organisatorisch Teil der im Berichtsjahr neu gegründeten GRENKE digital GmbH, in der sämtliche Digitalkompetenzen des Konzerns gebündelt werden.# GRENKE Konzern – Jahresbericht 2017

Insgesamt zeichnet sich der GRENKE Konzern zum Zeitpunkt des Aufstellens des zusammengefassten Lageberichts durch eine sehr gute Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage aus. Damit sehen wir den Konzern hervorragend aufgestellt, um künftig seine internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und seine Gewinne weiter steigern zu können.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Der GRENKE Konzern ist weltweit erfolgreich. Im Sinne der Wesentlichkeit konzentrieren sich die folgenden Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen auf die drei für den Konzern bedeutsamsten Märkte Deutschland, Frankreich und Italien.

Für die deutsche Leasingwirtschaft stellt 2017 - getragen von der allgemein positiven Wirtschaftsentwicklung - das zweite Rekordjahr in Folge dar. Laut vorläufigen Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Leasingunternehmen ("BDL") legte das Leasing-Neugeschäft nach einem Plus von sieben Prozent im Vorjahr zuletzt um insgesamt weitere sechs Prozent, das Mobilien-Leasing sogar um 6,5 Prozent zu. Auch im Berichtsjahr konnten die bankennahen und mittelständischen Leasing-Gesellschaften ihr Geschäft mit gut acht Prozent spürbar stärker ausweiten als die Leasinggesellschaften der Hersteller mit knapp sechs Prozent. Verglichen mit der Neugeschäftsausweitung im Leasing, sind die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen nur um gut zwei Prozent gestiegen. Der Leasing-Marktanteil konnte also erneut ausgebaut werden. 2017 stieg die Leasing-Quote im Bereich Mobilien erstmals über 24 Prozent der Ausrüstungsinvestitionen und übertraf damit auch den bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2005. Treiber des Wachstums war erneut das Fahrzeugleasing, das mit Pkw und Nutzfahrzeugen einen Anteil von 77 Prozent am Leasing-Markt hält. Das Neugeschäft der Leasingbranche in den Bereichen Bürotechnik/EDV sowie Nachrichten- und Signaltechnik hat dagegen auch 2017 eher stagniert.

Auch in Frankreich und Italien wächst das Leasinggeschäft deutlich. Nach Angaben des französischen Verbands der Finanzunternehmen Association Française des Sociétés Financières ("ASF") nahmen die Leasinginvestitionen in Frankreich von Januar bis September 2017 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um sieben Prozent zu. Die im Zuge steuerregulatorischer Vorzieheffekte im Vorjahr erreichte zweistellige Zuwachsrate von zwölf Prozent wurde nicht wiederholt. Gleichwohl stellt der Zuwachs um sieben Prozent eine deutliche Aufwärtsentwicklung dar. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere von der gestiegenen Nachfrage im Technologiebereich. Der italienische Leasingmarkt hat laut dem italienischen Leasingverband Associazione Italiana Leasing ("Assilea") in den ersten elf Monaten 2017 insgesamt um zwölf Prozent zugelegt. Treiber des Wachstums war im Wesentlichen das Automobil-Leasing, das wertmäßig mehr als 50 Prozent des Gesamtmarktes ausmachte. Aber auch der zu knapp einem Drittel beitragende Investitionsgüterbereich legte im gleichen Maße zu wie der Gesamtmarkt. Das staatliche Programm "Piano Industria 4.0" - als Pendant zur deutschen "Plattform 4.0" und französischen "Alliance Industrie du Futur" - zur Förderung der Digitalisierung der Wirtschaft stimuliert auch in Italien insbesondere die Investitionen im IT-Sektor.

Die Entwicklung unseres Neugeschäfts verläuft relativ unabhängig von der Gesamtwirtschaft. Ein gewisser Einfluss geht hingegen von allgemeinen Branchentrends aus. Im Berichtsjahr hat es keine wesentlichen diesbezüglichen Veränderungen gegeben. Darüber hinaus können sich Trendveränderungen bei den Unternehmensinsolvenzen auf die Schadenquote des Konzerns auswirken. Dass wir in der Lage sind, diese wirksam abzufedern, zeigt der Verlauf unserer Schadenquote. □ SIEHE GRAFIK "VERLAUF SCHADENQUOTE GRENKE KONZERN''

Bezogen auf das Geschäft der GRENKE Bank, führt ein Branchenvergleich ins Leere, da wir das Einlagengeschäft ausschließlich bedarfsgerecht im Rahmen der Refinanzierung des Konzerns steuern. Die Einflüsse von Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur, davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen anpassen, einen vorübergehenden be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben.

ZIELE ÜBERTROFFEN

Profitables Wachstum steht für uns an erster Stelle. Auch 2017 haben wir bei Gewinn und Neugeschäft neue Bestmarken erreicht.

ANSTIEG BESCHLEUNIGT

KONZERN-GEWINN (Mio. EUR)
  • GEWINN steigt 2017 um 21 Prozent auf 125,0 Mio. EUR.
  • ERGEBNIS JE AKTIE erreicht 2,74 EUR.
  • PROGNOSE von 118 bis 124 Mio. EUR leicht übertroffen.

ZUKUNFTBASIS GELEGT

NEUGESCHÄFTSVOLUMEN (Mio. EUR)
  • dynamisches neugeschäft bildet solide Grundlage für künftiges Gewinnwachstum.
  • DB2-MARGE steigt auf 17,9 Prozent und untermauert hohe Profitabilität.

AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN

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2017 2016
GRENKE Gruppe Leasing (Anteil am Neugeschäft in Prozent)
■ 1 DACH 24,8 28,6
■ 2 Westeuropa (ohne DACH) 25,6 26,6
■ 3 Südeuropa 31,0 27,9
■ 4 Nord-/Osteuropa 16,1 15,2
■ 5 Übrige Regionen 2,4 1,7

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GRENKE Gruppe (Mio. EUR) 2017 2016
Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing 1.975,7 1.592,5
Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring 442,8 356,2
Existenzgründungsfinanzierungen GRENKE Bank (inkl. Mikrokreditgeschäft) 30,7 25,3

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Regionen:

  • DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
  • Südeuropa: Italien, Kroatien* , Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
  • Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
  • Übrige Regionen: Australien* , Brasilien, Chile* , Dubai* , Kanada* , Singapur* , Türkei, VAE*

* Franchise

Da wir jedoch über eine breite Palette von Refinanzierungsinstrumenten inklusive der Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank verfügen, haben wir die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Alternativen je nach erwarteter Marktlage und Zinsentwicklung flexibel zur Refinanzierung einzusetzen. Auch 2017 bestand zu jeder Zeit in ausreichendem Umfang Zugang zu Refinanzierungsmitteln, die zu attraktiven Konditionen aufgenommen werden konnten.

GESCHÄFTSVERLAUF NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE

Die GRENKE Gruppe erbrachte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein starkes Neugeschäft. Über die drei Geschäftsbereiche Leasing, Bank und Factoring hinweg legte das Volumen um 24 Prozent zu und erreichte mit 2.449,2 Mio. EUR, erstmals über der 2-Milliarden-Euro-Marke, einen neuen Spitzenwert. Nach 1.974,0 Mio. EUR im Vorjahr lag die Wachstumsrate erneut über dem langjährigen Durchschnitt. Die Verteilung des Neugeschäfts nach Segmenten blieb gegenüber Vorjahr nahezu unverändert. Leasing bildete mit einem Volumen von 1.975,7 Mio. EUR nach 1.592,5 Mio. EUR im Vorjahr bzw. einem Anteil von 80,7 Prozent am gesamten im Berichtsjahr erzielten Neugeschäft nach wie vor das bedeutendste Segment. Damit lag der Anstieg beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing gegenüber dem Vorjahr bei 24 Prozent. Wesentlich zu dieser guten Entwicklung beigetragen haben erneut die internationalen Märkte. Auf internationaler Ebene realisierten wir ein sehr erfreuliches Wachstum von 29 Prozent. Insbesondere die für uns bedeutenden Länder Italien (41 Prozent), Spanien (35 Prozent) und Großbritannien (28 Prozent) ragten mit zum Teil deutlich höheren Wachstumsraten heraus. Das Neugeschäft in der DACH-Region, in der die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zusammengefasst sind, legte um acht Prozent zu. Damit haben wir in dieser Region weitere Marktanteile für uns gewonnen. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, verzeichneten wir unterjährig, das heißt auf Quartalsbasis, ein relativ konstantes Wachstum. Das dritte Quartal war geschäftstypisch auf etwas niedrigerem Niveau - im Wesentlichen aufgrund der Sommermonate und der damit verbundenen Urlaubszeit.

QUARTALSVERLAUF NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING

In Hinblick auf unsere regionale Abgrenzung legte das Neugeschäft in Westeuropa (ohne DACH) im Berichtsjahr um 19 Prozent auf 506,1 Mio. EUR (Vorjahr: 423,9 Mio. EUR) zu. Das absolut gesehen höchste Wachstum realisierten wir - wie im Vorjahr - in Südeuropa. Dort nahm das Volumen unseres Neugeschäfts um 38 Prozent auf 613,4 Mio. EUR (Vorjahr: 443,6 Mio. EUR) zu, wodurch sich diese Region mit einem Anteil von 31 Prozent am gesamten Leasing-Neugeschäft nunmehr als die bedeutsamste entlang unserer eigenen Abgrenzung darstellt (Vorjahr: 28 Prozent). In Nord-/Osteuropa steigerten wir unser Neugeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr um 32 Prozent auf 318,4 Mio. EUR (Vorjahr: 241,5 Mio. EUR). Basisbedingt stark gewachsen sind wir in unseren übrigen Regionen. Das dort akquirierte Volumen stieg um 73 Prozent auf 48,0 Mio. EUR an (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Der Anteil am Leasing-Neugeschäft legte hier von 1,7 Prozent im Vorjahr auf 2,4 Prozent im Berichtsjahr zu. □ SIEHE GRAFIK "AUFTEILUNG NEUGESCHÄFT GRENKE GRUPPE LEASING NACH REGIONEN"

Von Januar bis Dezember 2017 erreichten uns insgesamt 470.920 Leasinganfragen, aus denen wiederum 228.199 neue Leasingverträge generiert wurden. Dies entspricht einer Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 48 Prozent. Im Vorjahr waren es 390.736 Anfragen, die in 182.655 Verträgen mündeten, woraus sich eine Umwandlungsquote von 47 Prozent ergab. Auf unsere internationalen Märkte entfielen 385.857 (Vorjahr: 308.363) Anfragen, die zu 182.099 (Vorjahr: 139.542) neuen Verträgen führten. Entsprechend lag die Umwandlungsquote dort mit 47 Prozent ebenfalls leicht über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 45 Prozent. In der DACH-Region wurden 54 Prozent (Vorjahr: 52 Prozent) der Anfragen in Verträge umgewandelt. Insgesamt ist es uns wichtig, dass die Anzahl der Verträge kongruent zum Volumen des Neugeschäfts wächst.# GESCHÄFTSVERLAUF DES GRENKE KONZERNS

Das Geschäftsjahr 2017 verlief sehr zufriedenstellend. Die dynamischen Entwicklungen der letzten Jahre bei Neugeschäft und Erträgen konnten fortgesetzt werden. Unverändert profitierten wir vom Erfolg des profitablen Neugeschäfts der jüngeren Vergangenheit, dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge zufließen, und von den anhaltend günstigen Refinanzierungsbedingungen. Der Gewinn des Konzerns kletterte so um 21 Prozent auf 125,0 Mio. EUR (Vorjahr: 103,2 Mio. EUR).

Das größte und gleichermaßen bedeutsamste Segment des Konzerns bildete unverändert Leasing. Im Berichtsjahr entfielen hierauf - genau wie im Vorjahr - 94 Prozent des operativen Ergebnisses des Konzerns. Schwerpunktmäßig finanzierten wir mit einem Anteil von rund 75 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent) weiterhin IT-Produkte; mit der strategischen Akquisition der Europa Leasing GmbH zu Beginn des Berichtsjahres verbreiterten wir unsere strategische Aufstellung in diesem Segment jedoch deutlich. So finanzieren wir vermehrt auch medizintechnische Produkte sowie kleine Maschinen und Anlagen mit großem Erfolg. Denn gerade diese Produktgruppen verzeichneten im Berichtsjahr hohe Zuwachsraten.

Sehr gut angenommen wurde darüber hinaus auch der Direktvertrieb, den wir inzwischen in einem Großteil unserer Märkte etabliert haben. In direktem Kontakt mit unserem Vertrieb - also unabhängig von Hersteller und Fachhandel - haben Kunden die Möglichkeit, Neuanschaffungen noch einfacher und flexibler über Leasing zu finanzieren.

Effizienz spielt in unserem Geschäft eine übergeordnete Rolle. Nicht zuletzt deshalb arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung und Vereinfachung unserer Prozesse. Das zeigt die innovative "eSignature". Der 2015 eingeführte Service zur vollständig digitalen Abwicklung eines Leasingvertrags gewann auch im Berichtsjahr weiter an Bedeutung. Seit Einführung wurden auf diese Weise bereits 58.733 Verträge geschlossen.

Digitale Transformation:

Wir treiben die Digitalisierung von Prozessen und Produktangebot konsequent und mit hohem Tempo voran. Unsere neuen Online-Angebote bestätigen den Erfolg digitaler Innovationen. Neben der Effizienz in unseren Prozessen ist es vor allem auch die digitale Transformation, die den zukünftigen Erfolg von GRENKE mitbestimmen wird. Um uns hierfür sowohl innerhalb der GRENKE Gruppe als auch nach außen noch besser aufzustellen, gründeten wir Anfang Juli 2017 die GRENKE digital GmbH - eine 100%-ige Tochter der GRENKE AG - und gehen damit einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung unseres gesamten Geschäfts.

Im Berichtsjahr starteten wir auf der Produktseite gleich zwei digitale Kampagnen. Zum einen offerieren wir gemeinsam mit unseren Partnern, den Förderbanken einzelner Bundesländer und des Bundes (KfW), kleinen und mittelständischen Unternehmen Fördergutscheine für betriebliche Neuanschaffungen, die über Leasing finanziert werden. Hierzu wurde eine intuitive Online-Plattform geschaffen, auf der sich Interessierte über ihre jeweiligen Fördermöglichkeiten informieren und sich den bestmöglichen Förderbetrag direkt selbst berechnen können. Zum anderen launchten wir im November 2017 im Rahmen eines Pilotprojekts den innovativen "Cashflow-Optimizer". Diese OnlinePlattform, die zunächst in der Schweiz getestet wird, ermöglicht Kunden innerhalb von Stunden den Verkauf einzelner Forderungen an GRENKE. Der Factoring-Prozess wird dabei vollständig digital abgewickelt.

Insgesamt sehr erfolgreich waren wir auch mit unserem Bankgeschäft und den Produkten, die wir in diesem Bereich anbieten. Im Berichtsjahr konnten insgesamt zwei Kooperationen mit Förderbanken des Bundes und der Bundesländer durch den Abschluss neuer Globaldarlehen intensiviert werden. Zum Ende des Berichtsjahres arbeiteten wir mit vier Instituten zusammen.

:: ►WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN BESTEHENDEN KOOPERATIONEN UND DEN PRODUKTEN DER GRENKE BANK SIEHE KAPITEL "GRUNDLAGEN DES KONZERNS"

In einer Bietergemeinschaft mit der Berliner Cash Payment Solutions GmbH (CPS), an der die GRENKE Bank Ende 2015 eine strategische Beteiligung über 25,01 Prozent eingegangen ist, und mehreren führenden Einzelhändlern gewannen wir im Berichtsjahr eine Ausschreibung der Bundesagentur für Arbeit. Über die Infrastruktur bzw. das Zahlstellennetz des von uns als aufsichtsrechtlichen Betreiber mit CPS angebotenen Service "barzahlen.de" sollen zukünftig Sonderzahlungen an Leistungsempfänger der Bundesagentur bar ausgezahlt werden. Darüber hinaus haben wir in Kooperation mit CPS die "GRENKE Cash App" entwickelt. Kunden der GRENKE Bank haben so die Möglichkeit, in einer von derzeit schon über 8.500 Partnerfilialen des deutschen Einzelhandels Bargeld von ihrem Konto abzuheben oder auf ihr Konto einzuzahlen.

Intensiviert wurde im Berichtsjahr auch die Zusammenarbeit mit der zweiten strategischen Beteiligung - der Finanzchef24 GmbH. Da die Zielgruppen von Finanzchef24 und der GRENKE Bank in hohem Maße vergleichbar sind, werden über das Online-Portal des ersten digitalen Versicherungsmaklers für Gewerbekunden in Deutschland seit 2017 auch Geschäftsgirokonten der GRENKE Bank und Finanzierungslösungen der GRENKE Gruppe angeboten.

Nicht zuletzt sind wir im Berichtsjahr auch geografisch weiter gewachsen. Neben dem Markteintritt in Australien mit zwei Standorten in Melbourne und Sydney haben wir im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie insgesamt sieben neue Standorte in Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnet. In Italien sind wir seit Oktober 2017 nun auch mit unserem Factoringangebot aktiv.

Auf diese Weise stärken wir unsere Position im Small-Ticket-Segment. Unser Neugeschäft zeichnete sich weiterhin durch seine hohe Ertragsstärke aus. Im Sinne einer transparenten Herleitung entlang der operativen Ergebnisrechnung des Konzerns wurde die Berechnung des Deckungsbeitrags 2 (DB2) des Neugeschäfts im Segment Leasing beginnend mit dem ersten Quartal 2017 angepasst. □ SIEHE HIERZU GRAFIK UND AUSFÜHRUNGEN IM KAPITEL ZUM STEUERUNGSSYSTEM DES KONZERNS. Insgesamt konnte der DB2 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Berechnung rückwirkend entsprechend angepasst) um 25 Prozent von 281,8 Mio. EUR auf 353,0 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer DB2-Marge von 17,9 Prozent nach 17,7 Prozent im Vorjahr. Die DB1-Marge (Deckungsbeitrag 1 zu Anschaffungswerten) betrug 12,6 Prozent nach 12,5 Prozent im Vorjahr. Absolut gesehen belief sich der DB1 auf 248,8 Mio. EUR nach 199,1 Mio. EUR im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten wir auch in unserem Segment Factoring. Dort legte die Summe der angekauften Forderungen im Berichtszeitraum gegenüber Vorjahr ebenfalls um 24 Prozent zu. Das akquirierte Volumen erreichte einen Wert von 442,8 Mio. EUR nach 356,2 Mio. EUR. Während das Neugeschäft in Deutschland um elf Prozent auf 169,5 Mio. EUR (Vorjahr: 153,2 Mio. EUR) gesteigert werden konnte, legte das Volumen auf internationaler Ebene um 35 Prozent auf 273,4 Mio. EUR (Vorjahr: 203,1 Mio. EUR) zu. Die Brutto-Marge des in Deutschland erzielten Neugeschäftsvolumens bewegte sich mit 1,70 Prozent nach 1,86 Prozent im Vorjahr weiterhin auf hohem Niveau. In unseren internationalen Märkten betrug sie 1,28 Prozent nach 1,24 Prozent im Vorjahr. Die Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 28 Tagen (Vorjahr: ca. 26 Tage) in Deutschland und circa 38 Tagen (Vorjahr: ca. 37 Tage) auf internationaler Ebene. Das internationale Geschäft enthielt im Vergleich zu Deutschland einen höheren Anteil Inkassogeschäft, bei dem keine Ausfallrisiken übernommen werden.

Die GRENKE Bank konnte ihr Neugeschäft im Bereich KMU-Kreditgeschäft inkl. Existenzgründungsfinanzierung im Berichtsjahr um 21 Prozent auf ein Volumen auf 30,7 Mio. EUR nach 25,3 Mio. EUR im Vorjahr steigern. Das Einlagevolumen der GRENKE Bank belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf 519,2 Mio. EUR. Es lag damit um 24 Prozent über dem Wert von 417,1 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres 2016.

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

TEUR 01.01.2017 bis 31.12.2017 01.01.2016 bis 31.12.2016
Zinsergebnis 246.597 217.790
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 55.467 55.089
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 191.130 162.701
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 70.562 59.279
Ergebnis aus dem Neugeschäft 68.983 58.799
Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis -8.212 -5.985
Operative Erträge insgesamt 322.463 274.794
Personalaufwand 86.162 70.624
davon Gesamtvergütung 70.697 58.003
davon fixe Vergütung 52.179 43.577
davon variable Vergütung 18.518 14.426
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 67.737 58.380
davon IT-Projektkosten 6.209 6.207
Gewinn vor Steuern 157.727 134.536
Gewinn 124.982 103.234
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert, nach Aktiensplit) 2,74 2,29

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

Auch im Berichtsjahr haben wir unsere gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen. Bezogen auf das Neugeschäft der GRENKE Gruppe realisierten wir im Bereich Leasing ein Neugeschäftswachstum von 24 Prozent. Nach einem starken vierten Quartal, in dem das Neugeschäft um 28 Prozent zulegte und damit insgesamt besser ausfiel als erwartet, lag es damit über der im Zuge der Halbjahresberichterstattung angehobenen Zielspanne von 16 bis 21 Prozent (zuvor: 11 bis 16 Prozent). Wesentlich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen haben erneut das hohe Neugeschäft in unseren internationalen Märkten, darunter insbesondere in Italien, aber auch das breiter diversifizierte Portfolio und der gut etablierte Direktvertrieb. Im Bereich Factoring haben wir die Prognosespanne eines Wachstums zwischen zwölf und 20 Prozent mit einem Anstieg des angekauften Forderungsvolumens um 24 Prozent ebenfalls übertroffen. Beim Gewinn des Konzerns lagen wir mit 125,0 Mio.# LAGEBERICHT

EUR moderat über der zum ersten Halbjahr, ausgehend von der guten Geschäftsentwicklung, präzisierten bzw. leicht angehobenen Prognosespanne von 118 bis 124 Mio. EUR (zuvor: 113 bis 123 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag mit 17,7 Prozent auf dem angestrebten Niveau und damit auch weiterhin über unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 Prozent.

LAGE ERTRAGSLAGE

Die positive Gesamtentwicklung des Konzerns im Geschäftsjahr 2017 spiegelt sich auch in einer äußerst zufriedenstellenden Entwicklung der Ertragslage wider. Sichtbar wird dies unter anderem am operativen Ergebnis, das gegenüber Vorjahr um 18 Prozent von 136,5 Mio. EUR auf 161,3 Mio. EUR zulegte. Hierzu beigetragen haben vor allem das hohe und profitable Neugeschäft früherer Jahre, ein günstiger Schadensverlauf, das anhaltend attraktive Zinsumfeld sowie nicht zuletzt mehrere gegenüber Vorjahr niedriger ausgefallene Aufwandspositionen. Im Berichtsjahr hielt der Trend steigender Zinsen und ähnlicher Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft bei gleichzeitig rückläufigen Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung weiter an. Entsprechend legte das Zinsergebnis des Konzerns um 13 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Nahezu unverändert zeigten sich die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Sie stiegen als Ergebnis unserer aktiven und risikoorientierten Konditionssteuerung gegenüber Vorjahr um ein Prozent an. Damit konnten wir das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge um erfreuliche 17 Prozent steigern. Die Schadenquote des Konzerns betrug 1,0 Prozent nach 1,2 Prozent im Vorjahr. Mit vergleichbaren Raten stiegen auch die Ergebnisse aus dem Service- und dem Neugeschäft. Ausgehend vom hohen Neugeschäft der Periode, verzeichneten wir bei ersterem einen Anstieg um 19 Prozent, letzteres konnte um 17 Prozent gesteigert werden. Inklusive des Verwertungsminderergebnisses in Höhe von -8,2 Mio. EUR nach -6,0 Mio. EUR im Vorjahr konnten die operativen Erträge des Konzerns um 17 Prozent gesteigert werden. Das Verwertungsminderergebnis resultierte im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl auslaufender Verträge, die am Ende der Grundmietzeit zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem gegenüber stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen, die entlang der angewandten Bilanzierungsvorschriften jedoch erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Über die Gesamtlaufzeit wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsergebnis erwartet. Wie schon im Vorjahr, lag die Zunahme der Aufwandspositionen auch im Berichtsjahr unter dem Wachstum auf der Ertragsseite. Als eine der wesentlichen Positionen erhöhten sich die Personalaufwendungen. Sie nahmen ausgehend von der gegenüber Vorjahr, auch im Zuge des geografischen Wachstums des Konzerns, weiter gestiegenen Beschäftigtenzahl und höheren variablen Vergütungskomponenten um 22 Prozent zu. Die Anzahl der im Berichtsjahr durchschnittlich Beschäftigt en erhöhte sich um 19 Prozent. Als weitere wesentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns stieg der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um 16 Prozent an. Wachstumsbedingt zugelegt haben dabei vor allem die Kosten für Betrieb, Verwaltung und Vertrieb sowie die Beratungs- und Prüfungskosten. Nahezu konstant blieben hingegen die IT-Projektkosten, die auf dem Niveau des Vorjahres verharrten. Die Abschreibungen des Konzerns übertrafen den Vorjahreswert, ausgehend von den in der jüngeren Vergangenheit getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen - im Wesentlichen für den Ausbau unseres IT-Rechenzentrums und aus den im Zuge der Übernahmen des Berichtsjahres erworbenen Händlerstämmen -, um 65 Prozent. Absolut betrachtet nahmen sie von 9,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 15,4 Mio. EUR zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge gingen in der Summe mit einem positiven Beitrag von 8,1 Mio. EUR in die Ertragsrechnung des Konzerns ein. Im Vorjahr zeigte sich die Summe aus beiden Positionen ergebnisneutral. Insgesamt stieg der Gewinn vor Steuern gegenüber Vorjahr um 17 Prozent an. Bei einer niedrigeren Steuerquote von 20,8 Prozent (Vorjahr: 23,3 Prozent) legte der Gewinn im Berichtszeitraum um 21 Prozent zu. Daraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 2,74 EUR nach 2,29 EUR im Vorjahr.

Entwicklung der Segmente

GESCHÄFTSSEGMENTE

Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen Struktur des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung, die Teil des Konzernanhangs ist, dargestellt.

GESCHAFTSENTWICKLUNG

Mit einem Anteil von, wie im Vorjahr, 94 Prozent am operativen Ergebnis des Konzerns bildet Leasing unverändert das bedeutsamste Segment und gleichermaßen die Ertragssäule des Konzerns. Deshalb treffen die vorangegangenen Erläuterungen zur Ertragslage auch auf die Entwicklung der Segmente zu. Entsprechend kräftig legten die operativen Segmenterträge im Segment Leasing zu. Sie stiegen von 258,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 302,9 Mio. EUR im Berichtsjahr an. Dies entspricht einer Steigerung um 17 Prozent. Sehr erfreulich entwickelte sich auch das Segmentergebnis: Es stieg um 18 Prozent auf 151,5 Mio. EUR nach 128,3 Mio. EUR im Vorjahr an. Auf Vorjahresniveau bewegten sich mit 4,0 Mio. EUR die operativen Segmenterträge im Segment Factoring. Bei insgesamt gestiegenen Kosten blieb das Segmentergebnis mit -0,4 Mio. EUR leicht negativ (Vorjahr: -0,2 Mio. EUR). Überaus zufriedenstellend entwickelte sich das Segment Bank. Die operativen Segmenterträge stiegen um 27 Prozent von 12,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 15,6 Mio. EUR an, das Segmentergebnis trug mit 10,2 Mio. EUR nach 8,4 Mio. EUR zum Ergebnis des Konzerns bei. Gegliedert nach den Regionen, in denen wir tätig sind, realisierten wir in Deutschland einen Anstieg bei den operativen Erträgen um elf Prozent gegenüber Vorjahr. Erneut kräftig gewachsen sind wir darüber hinaus auch in unseren Kernmärkten Frankreich (+17 Prozent) und Italien (+26 Prozent). Die operativen Erträge in unseren sonstigen Ländern übertrafen den Vorjahreswert um 16 Prozent.

AUSGEWÄHLTE ANGABEN ZU DEN GESCHÄFTSSEGMENTEN

Segmente Leasing Bank Factoring
TEUR TEUR TEUR
2017 2016 2017 2016 2017 2016
Neugeschäft (Leasing)/Forderungsvolumen inkl. Inkassodienstleistungen (Factoring) 1.975.713 1.592.506 -- -- 442.840 356.222
Deckungsbeitrag 2 (DB2) 353.048 281.787 -- -- -- --
DB2-Marge (in Prozent) 17,9 17,7 -- -- -- --
Einlagevolumen -- -- 519.208 417.088 -- --
Brutto-Marge Factoring (in Prozent) -- -- -- -- 1,4 1,5
Operative Segmenterträge 302.875 258.514 15.618 12.294 3.970 3.986
Personalaufwand 80.767 66.177 2.627 1.826 2.768 2.621
Segmentergebnis 151.514 128.329 10.214 8.387 -381 -189

FINANZLAGE

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

TEUR
01.01.2017 bis 31.12.2017 01.01.2016 bis 31.12.2016
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 52.580 16.779
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 27.953 -16.241
Cashflow aus Investitionstätigkeit -25.696 -14.947
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 43.572 1.943
Summe des Cashflows 45.829 -29.245

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 52,6 Mio. EUR nach 16,8 Mio. EUR im Vorjahr. Ausgehend vom Gewinn vor Steuern in Höhe von 157,7 Mio. EUR (Vorjahr: 134,5 Mio. EUR), veränderten sich die Leasingforderungen um -634,0 Mio. EUR (Vorjahr: -409,0 Mio. EUR). Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen ging mit 501,9 Mio. EUR nach 361,1 Mio. EUR im Vorjahr in die Kapitalflussrechnung des Konzerns ein. Weitere Positionen bildeten die Zunahme der Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft in Höhe von 102,1 Mio. EUR (Vorjahr: 67,8 Mio. EUR), der eine Zunahme der Darlehen an Franchisenehmer und der sonstigen Vermögenswerte über zusammengenommen -104,4 Mio. EUR nach -92,6 Mio. EUR im Vorjahr gegenüberstand. Die abgegrenzten Mietraten nahmen nach einer Abnahme um 51,1 Mio. EUR im Vorjahr um 4,2 Mio. EUR im Berichtsjahr zu. Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 28,0 Mio. EUR nach -16,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit summierte sich im Berichtsjahr auf -25,7 Mio. EUR (Vorjahr: -14,9 Mio. EUR). Er beinhaltete neben den Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung einen weiteren Mittelabfluss für den Erwerb von Tochterunternehmen. Dem gegenüber stand ein Mittelzufluss aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen. Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der neben der Tilgung von Bankschulden über 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: Aufnahme in Höhe von 1,6 Mio. EUR) den Nettoerlös aus der Begebung einer weiteren Hybridanleihe von 73,7 Mio. EUR (Vorjahr: Aufstockung einer bestehenden Hybridanleihe in Höhe von 21,6 Mio. EUR) sowie Mittelabflüsse aus Zinszahlungen auf das Hybridkapital über 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) und nicht zuletzt die Dividendenzahlung von 25,8 Mio. EUR (Vorjahr: 19,6 Mio. EUR) enthielt, belief sich die Summe der Cashflows im Berichtsjahr auf 45,8 Mio. EUR nach -29,2 Mio. EUR im Vorjahr. Damit erhöhte sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Bilanzstichtag 2017 gegenüber dem Vorjahreswert auf 203,3 Mio. EUR nach 156,8 Mio. EUR.

VERMÖGENSLAGE

Die kräftigen Steigerungen von Neugeschäft und Gewinn haben sich im Berichtsjahr auch in der Entwicklung der Bilanz des GRENKE Konzerns niedergeschlagen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr erneut kräftig um 22 Prozent an und erreichte einen Wert von 4,8 Mrd. EUR nach 4,0 Mrd. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.# GRENKE Konzern Konzernanhang

AUSGEWÄHLTE ANGABEN AUS DER KONZERN-BILANZ

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Vermögenswerte 1.969.693 1.608.963
davon Zahlungsmittel 203.367 156.896
davon Leasingforderungen 1.368.121 1.141.000
Langfristige Vermögenswerte* 2.872.512 2.355.605
davon Leasingforderungen 2.598.614 2.129.110
Summe Vermögenswerte* 4.842.205 3.964.568
Kurzfristige Schulden 1.390.294 1.328.512
davon Finanzschulden 1.261.525 1.227.581
Langfristige Schulden* 2.595.342 1.945.636
davon Finanzschulden 2.533.181 1.894.474
Eigenkapital 856.569 690.420
Eigenkapitalquote (in Prozent) 17,7 17,4
Bilanzsumme* 4.842.205 3.964.568
Embedded Value nach Steuern 1.169.452 948.322

* Vorjahreswerte angepasst, siehe Konzernanhang Tz. 3.18.

Die weiteren wesentlichen Einzelpositionen der Aktivseite der Bilanz haben sich wie folgt entwickelt: Der Mittelzufluss im Zuge der Emission der Hybridanleihe in Höhe von nominal 75,0 Mio. EUR gegen Ende des dritten Quartals schlug sich zum Geschäftsjahresende in einem Anstieg der Zahlungsmittel um 30 Prozent auf 203,4 Mio. EUR nieder (Vorjahr: 156,9 Mio. EUR). Mit Ausnahme der gesetzlichen und regulatorischen Auflagen (z. B. im Rahmen der Liquidity Coverage Ratio) halten wir jedoch unverändert an unserer Strategie fest, liquide Mittel nur zu operativen Zwecken und damit zur Finanzierung unseres Wachstums vorzuhalten. Einen erneut kräftigen Anstieg verzeichneten auch die Sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte. Sie erhöhten sich gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres im Wesentlichen infolge gestiegener Liquiditätsreserven aus der Erhöhung des Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programmvolumens und der Ausweitung des Kreditgeschäfts der GRENKE Bank um 19 Prozent. Auch die Sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte nahmen kräftig um 35 Prozent zu. Hier schlägt sich im Wesentlichen die zu Beginn des Berichtsjahres vollständig konsolidierte Europa Leasing GmbH nieder.

Die Ausweitung unseres Neugeschäfts zeigt sich auch auf der Passivseite der Bilanz: Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung erhöhten sich im Vorjahresvergleich mit 21 Prozent leicht unterdurchschnittlich, während die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft im Zuge unserer aktiven Refinanzierungspolitik um 25 Prozent stiegen (kurz- und langfristig jeweils addiert). Insgesamt nahmen die Finanzschulden des Konzerns mit 22 Prozent in einem dem Aufwuchs der Leasingforderungen vergleichbaren Umfang zu. Die Entwicklung der sonstigen Schuldenpositionen spiegelt das im Berichtsjahr gewachsene Geschäftsvolumen wider.

Unverändert setzten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. So wurden im Berichtsjahr elf neue Anleihen mit einem Volumen von 443,0 Mio. EUR sowie eine Anleihe mit einem Volumen von 70 Mio. CHF aufgelegt und drei bestehende über insgesamt 65,0 Mio. EUR aufgestockt. Insgesamt standen zum Bilanzstichtag 2017 Anleihen mit einem Volumen von 1.510,6 Mio. EUR aus (Vorjahr: 1.210,0 Mio. EUR). Fünf Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 267,2 Mio. EUR wurden im Geschäftsjahr 2017 planmäßig zurückgezahlt. Weitere Informationen zu den emittierten Anleihen sind auf unserer Website www.grenke.de abrufbar. Darüber hinaus haben wir wie erwähnt eine weitere Hybridanleihe mit einem Volumen von 75 Mio. EUR emittiert. Nähere Informationen zum Hybridkapital sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Tz. 5.17.8 dargestellt.

Im Bereich der Schuldscheindarlehen (SSD) haben wir 2017 insgesamt sechs getilgt, sieben neue begeben und zwei verlängert. Im Berichtsjahr wurden erstmals Schuldscheine in GBP und PLN lautend begeben. Das Gesamtvolumen der zum 31. Dezember 2017 ausstehenden SSD lag bei 307,5 Mio. EUR (Vorjahr: 329,5 Mio. EUR), 41,4 Mio. CHF (Vorjahr: 68,4 Mio. CHF), 15,0 Mio. GBP und 10,0 Mio. PLN.

Die Ausnutzung unserer ABCP-Programme lag zum Stichtag dieses Berichts bei 655,2 Mio. EUR (Vorjahr: 624,6 Mio. EUR). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 772,5 Mio. EUR (Vorjahr: 735,0 Mio. EUR).

ERWARTETE MITTELABFLÜSSE AUS VERTRAGLICHEN VERPFLICHTUNGEN

Zahlungen, die fällig werden TEUR 31.12.2017 Gesamt 1 bis 3 Monate 4 Monate bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre nach 5 Jahren
Finanzschulden 3.491.071 467.814 819.478 2.097.944 105.835
Verbindlichkeiten aus ABCP 720.895 80.636 214.534 425.066 659
Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (in EUR lautend) 2.264.058 316.457 477.080 1.371.031 99.490
Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (nicht in EUR lautend) 125.769 20.895 20.577 84.297 0
Forderungsverkaufsverträge (in EUR lautend) 20.594 2.760 6.607 11.227 0
Forderungsverkaufsverträge (nicht in EUR lautend) 132.569 18.337 45.422 68.810 0
Zahlungen in Verbindung mit Bankschulden 227.186 28.729 55.258 137.513 5.686
Hybridanleihe 170.411 0 6.786 83.375 80.250
Leasing- und Mietvereinbarungen 41.374 3.913 10.964 23.073 3.424
Unwiderrufliche Kreditzusagen 3.956 3.956 0 0 0
Einkaufsverpflichtungen* 603.441 448.690 154.751 0 0
Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften -1.277 -138 -593 -546 0
Vertragliche Vereinbarungen insgesamt 4.308.976 924.235 991.386 2.203.846 189.509

* Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, vergleiche Konzernanhang.

Die zur Verfügung stehende Geldhandelslinie in Höhe von 35,0 Mio. EUR wurden zum Bilanzstichtag mit einem Volumen von 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,0 Mio. EUR bzw. 2,7 Mio. CHF) in Anspruch genommen. Im kurzfristigen Bereich nutzten wir unverändert unser Commercial-Paper-(CP-)Programm mit einem Volumen von unverändert bis zu 500 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag haben wir es mit 313,0 Mio. EUR (Vorjahr: 201,0 Mio. EUR) ausgenutzt. Auch die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank haben wir wieder sehr erfolgreich genutzt und die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft auf 519,2 Mio. EUR nach 417,1 Mio. EUR um 24 Prozent deutlich erhöht. Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h. Banklinien plus verfügbares Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 803,0 Mio. EUR und 30,0 Mio. PLN (Vorjahr: 688,6 Mio. EUR und 7,0 Mio. PLN).

Im Berichtsjahr weiter ausgebaut haben wir die Zusammenarbeit mit Förderbanken des Bundes (KfW) und der Bundesländer. Weiterführende Informationen zu den bestehenden und neu hinzugekommenen Kooperationen haben wir im Kapitel zum Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter Tz. 5.11.4 dargestellt. Das Gesamtvolumen der Globaldarlehen, über die wir die vermittelten Förderdarlehen refinanzieren, belief sich zum Stichtag auf 287,5 Mio. EUR nach 237,5 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Hiervon wurden 152,0 Mio. EUR in Anspruch genommen (Vorjahr: 86,3 Mio. EUR).

Für seine Refinanzierung nutzt der GRENKE Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit können wir flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren. Die obenstehende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 resultieren: Im laufenden Geschäftsjahr 2018 sind neben den üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Von den insgesamt 1,3 Mrd. EUR Finanzschulden, die 2018 fällig werden, entfallen auf Verbindlichkeiten aus ABCP-Programmen insgesamt 295,2 Mio. EUR und auf Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 835,0 Mio. EUR. Die größte Einzelposition bildet eine Anleihe über 125 Mio. EUR, die im Dezember 2018 zur Rückzahlung ansteht. Details zu den Fälligkeiten der einzelnen Instrumente sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die im Konzern verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2017 werden im Kapitel "Steuerungssystem" genannt. Neben den finanziellen Kennzahlen wird der Unternehmenswert des GRENKE Konzerns auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 gelten:

― Die Entwicklung der Belegschaft: Die Anzahl der Mitarbeiter des GRENKE Konzerns in den jeweiligen Standorten beläuft sich im Jahresdurchschnitt auf rund 1.229 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.031 Mitarbeiter). Davon sind rund 502 Mitarbeiter (Vorjahr: 428 Mitarbeiter) an unseren deutschen Standorten sowie 728 Mitarbeiter (Vorjahr: 603) an internationalen Standorten beschäftigt. Die Personalstärke des Konzerns hat sich vor dem Hintergrund weiterer Neueinstellungen und durch Akquisitionen erneut erhöht.

― Die Fluktuationsquote im Konzern: Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen, im Verhältnis zur gesamten Belegschaft belief sich im Konzerndurchschnitt auf 7,8 Prozent (Vorjahr: 7,3 Prozent) und liegt damit auf Vorjahresniveau. Insbesondere im Managementbereich und bei den leitenden Angestellten lag sie erneut unter dem konzernweiten Durchschnitt.# Die geschlechterspezifische Quote der GRENKE AG:

Hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde die Zielvorgabe von jeweils 25 Prozent in der zweiten und dritten Führungsebene Mitte 2017 erreicht. Künftig möchten wir eine geschlechterspezifische Quote von jeweils mindestens 25 Prozent in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis zum 31. Dezember 2021 beibehalten.

Anzahl der Auszubildenden/DH-Studierenden:

Im Geschäftsjahr 2017 konnte die Anzahl der Auszubildenden und DH-Studierenden in Deutschland von 35 jungen Menschen im Vorjahr auf insgesamt 47 gesteigert werden.

Die Schulungsquote:

Die prozentuale Anzahl der Mitarbeiter des GRENKE Konzerns, die an verschiedenen Schulungen teilgenommen haben, lag im Berichtsjahr bei 86 Prozent (Vorjahr: 87 Prozent) und belegt eine große Resonanz an dem Weiterbildungsangebot.

Weitere Informationen können der nachfolgenden nichtfinanziellen Erklärung entnommen werden.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

Unser nichtfinanzielles Engagement erstreckt sich auf die Geschäftstätigkeit und die Auswirkungen unserer Konzerntätigkeiten auf die ökologische Umwelt sowie insbesondere auch auf die Beziehungen zu Kapitalmarktpartnern, Mitarbeitern und Kunden und ist nach unserer Überzeugung der Grundpfeiler für eine zukunftsweisende Positionierung im Wettbewerb. Alle Themen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) sind fester Bestandteil des GRENKE-Risikomanagements, das wir auf Seite 50 dieses Berichts ausführlich darstellen.

Im Hinblick auf unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten weisen wir besonders auf unser Engagement bei der Einbindung von Förderprogrammen in unsere Finanzdienstleistungen hin. Hierzu zählen die Existenzgründungsfinanzierungen ebenso wie unsere Gutscheinprogramme für Leasingneuanschaffungen (siehe Lagebericht, Seite 24). Das Geschäftsmodell ist im Kapitel "Grundlagen des Konzerns" (Seite 23 ff.) ausführlich dargestellt.

Sofern nicht anders angegeben, bezieht sich die folgende nichtfinanzielle Erklärung ausschließlich auf den GRENKE Konzern. Als Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen werden wir nach Abschluss des Herstellungsprozesses der Leasingobjekte tätig. Wir achten darauf, ausschließlich fabrikneue Gegenstände von Lieferanten und Herstellern zu beziehen, die die jeweils geltenden Marktstandards einhalten. Darüber hinaus setzt sich GRENKE dafür ein, gebrauchte Leasingobjekte einer Verwertung und weiteren Nutzung im Wirtschaftskreislauf zuzuführen. Weitere Informationen zum Umgang mit Geschäftspartnern sind im Kapitel "Unternehmenskodex" auf Seite 41 zu finden.

WESENTLICHE THEMEN UND STAKEHOLDER-ENGAGEMENT

Im Jahr 2017 haben wir im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse Sachverhalte ermittelt, die aus Unternehmenssicht bzw. im Hinblick auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg von hoher Relevanz sind. Dabei hat sich GRENKE auch mit den Interessen und Erwartungen seiner diversen Anspruchsgruppen befasst. Zu den wichtigsten Dialogpartnern gehören unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner wie Kunden und Händler, Aktionäre und der Kapitalmarkt, der Staat sowie die Gesellschaft. An diese Anspruchsgruppen wenden wir uns regelmäßig mit einem zielgruppenspezifischen Dialogangebot, das neben herkömmlichen Formen wie Brief, Telefon und E-Mail folgende weitere Kommunikationskanäle umfasst:

DIALOG MIT UNSEREN STAKEHOLDERN

Stakeholder Dialogangebot
Aktionäre / Kapitalmarkt :: Investoren (Fremd- und Eigenkapital)
:: Analysten
:: Ratingagenturen Finanzberichte, Hauptversammlung, Analysten- und Investorenkonferenzen, Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen, Ratings (S&P, GBB)
Mitarbeiter :: Management
:: Mitarbeiter Konzernweites Managementforum, regelmäßige Informationen für Mitarbeiter, Mitarbeiterbefragung, Aktionen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Partner :: Kunden/Händler der drei Geschäftssegmente Leasing, Bank und Factoring Kundenbesuche und Workshops, Welcome Calls, Präsenz auf Messen, Magazin "Mittelpunkt", Zufriedenheitsbefragungen
Staat :: Aufsichtsbehörden
:: Regulator
:: Wirtschaftsprüfer
:: Nationale/Internationale Gesetzgeber Aufsichtsgespräch, Meldewesen und Reporting, Finanzberichte / Reporting
Gesellschaft :: Potenzielle Mitarbeiter
:: Medienvertreter
:: Lokale Anspruchsgruppen
:: Gemeinnützige Institutionen Social-Media-Präsenz auf XING, Linkedln, Facebook und kununu, Unternehmensberichterstattung, Austausch mit Medienvertretern, Magazin "Mittelpunkt", Austausch in gemeinnützigen Projekten

Die Anregungen, Wünsche und Beschwerden unserer Mitarbeiter, Lieferanten, Leasingnehmer und anderer Geschäftspartner werden bereits seit 1996 systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Eine sogenannte "Interne Empfängerzufriedenheit" mit Vorgesetzten und anderen Abteilungen fließt in die Balanced-Scorecard-(BSC-) Auswertung ein, die wiederum Bestandteil der variablen Vergütung ist. Auf diese BSC entfällt - je nach Grad der Zielerreichung - ein Anteil von höchstens vier Prozentpunkten an der variablen Vergütung, der maximal 35 Prozent des Jahresgrundgehalts betragen kann. Bei Führungskräften fließt zusätzlich die Fluktuationsquote der jeweiligen Abteilung in die Bewertung ein.

Mit der sogenannten "Externen Empfängerzufriedenheit" werden Anregungen und Kritik unserer Finanzierungsnehmer und Fachhandelspartner ebenfalls laufend ausgewertet. So stellen wir sicher, dass die Rückmeldungen in einem strukturierten Prozess von uns aufgenommen werden und wir sie unter anderem bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots und unserer Dienstleistungen berücksichtigen können.

Unter Einbeziehung der Erwartungshaltung unserer Interessengruppen wurden im Zuge einer Wesentlichkeitsanalyse alle relevanten Themen und Aspekte identifiziert und in internen Arbeitsgruppen mit Vertretern der Fachbereiche diskutiert, validiert und in Form von Key Performance Indicators (gekennzeichnet durch 03 ) definiert und ausgearbeitet. Das Ergebnis dieses Prozesses haben wir in einer Wesentlichkeitsmatrix festgehalten, in der die wesentlichen Themen entsprechend ihrer internen und externen Relevanz verortet sind.

□ SIEHE GRAFIK "WESENTLICHKEITSMATRIX"

DIE WESENTLICHEN THEMEN VON GRENKE

In einem nächsten Schritt wurden diese wesentlichen Themen in vier übergeordneten Handlungsfeldern zusammengefasst:

UNSERE HANDLUNGSFELDER UND ZUGEHÖRIGE WESENTLICHE THEMEN

Handlungsfelder Themen
Nachhaltiges Personalmanagement Ausbildung & Studium
Mitarbeiterentwicklung
Attraktiver Arbeitgeber
Diversität
Ressourcenmanagement
Verantwortungsvolle Unternehmensführung Compliance
Ethische und rechtliche Normen bestimmen unser Handeln. Wir halten uns an geltende Vorschriften, geltendes Recht sowie interne Regelungen und identifizieren uns mit den Grundsätzen der transparenten Unternehmensführung.
Regionales Engagement Kooperationen
Wir stellen uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. So unterstützen wir Projekte und Organisationen, die in den Bereichen Soziales, Jugend, Sport und Kultur aktiv sind.
  • "Qualitätsmanagement" und "Stakeholder-Engagement" sind handlungsfeldübergreifende Themen und werden im jeweiligen Abschnitt der nichtfinanziellen Erklärung erläutert.

Auf den folgenden Seiten werden die Handlungsfelder "Nachhaltiges Personalmanagement", "Verantwortungsvolle Unternehmensführung", "Ressourcenmanagement" und "Regionales Engagement" detailliert dargestellt. Damit decken wir die fünf Aspekte (Umwelt-, Arbeitnehmer und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung) aus dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz gemäß § 289 c Absatz 2 HGB ab. Wir berichten sowohl über den Status unseres CSR-Strategieprozesses im zurückliegenden Geschäftsjahr als auch über die den wesentlichen Themen zugeordneten KPIs. Darüber hinaus prüft GRENKE die Implementierung eines allgemeinen Reportingstandards, der künftig als Rahmen für die explizite CSR-Berichterstattung fungieren und die heute existierenden Reports in den einzelnen Bereichen ergänzen könnte.

UNTERNEHMENSKODEX

Wir wollen sowohl in unserem wirtschaftlichen Umfeld als auch gegenüber unseren Mitarbeitern und der Gesellschaft verantwortungsvoll unternehmerisch handeln. Deshalb geht unser Unternehmenskodex über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen in unseren internationalen Märkten hinaus und gibt unserem Handeln einen ethischen Ordnungsrahmen. Damit wollen wir sicherstellen, dass die grundlegenden Werte, die unser Unternehmen tragen, eingehalten und gelebt werden - bei aller Vielfalt, die unsere internationale Organisation auszeichnet. Der Unternehmenskodex bildet somit das Fundament für die laufende Weiterentwicklung unserer CSR-Strategie.

Unternehmen weltweit wenden zunehmend eigene Kodizes an, darunter Verhaltens-, Unternehmens- und Compliance-Kodizes oder sogenannte Codes of Conduct. Wir verpflichten uns durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass der eigene Verhaltenskodex innerhalb der gegenseitigen Geschäftsbeziehung eingehalten wird.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Aufbauend auf den Richtlinien des Unternehmenskodex verfügen wir über ein Qualitätsmanagementsystem, das den Rahmen für nahezu alle Handlungen des GRENKE Konzerns vorgibt und somit auch die CSR-Strategie prägt. Annähernd alle Geschäfts- und Arbeitsprozesse konzernweit sind skalierbar und kundenorientiert in unserem Qualitätsmanagement ausgerichtet. So gewährleisten wir, dass unsere nationalen und internationalen Kunden einfache, flexible und kosteneffiziente Finanzierungslösungen vor Ort von uns erhalten. Alle Mitarbeiter haben Zugriff auf unser Qualitätsmanagementsystem.Dies ermöglicht uns, auf Anforderungen ebenfalls schnell, vertrauensvoll und ressourceneffizient zu reagieren. Die seit Juni 1998 bestehende Zertifizierung verstehen wir als Ansporn und Verpflichtung, unsere Produkte und Services stetig zu verbessern. Nach ihrem diesjährigen Überwachungsaudit bestätigte uns die TÜV SÜD Management Service GmbH erneut, dass wir über ein gut funktionierendes und wirksames Qualitätsmanagementsystem verfügen, das die Anforderungen der Norm ISO 9001:2015 vollumfänglich erfüllt. Das aktuelle Zertifikat ist bis 24. Oktober 2019 gültig. Unsere zertifizierten Standorte und Unternehmen sind auf unserer Website zu finden. :: ►SIEHE WEBSITE WWW.GRENKE.DE/DE/UNTERNEHMEN/QUALITAET.HTML

Das Qualitätsmanagement ist zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie, des Risikomanagements und unseres Due-Diligence-Prozesses. In einem sogenannten Qualitätsmanagement Kreislauf, der die Bausteine "Qualitätspolitik", "Qualitätsziele", "Programme und Projekte", "Qualitäts-Audits" und "Qualitäts-Review" umfasst, prüfen und optimieren wir die organisatorische Struktur, die Prozesse und die Ergebnisse im Konzern systematisch, um damit zum langfristigen Erfolg des Unternehmens beizutragen. Im Rahmen dieses Qualitätsmanagement-Kreislaufs führen wir - ergänzend zu den genannten TÜV-Überwachungs- und Re-Zertifizierungsaudits - beispielsweise interne Audits durch und erfassen kontinuierlich qualitätsrelevante Dokumente, die jährlich bzw. halbjährlich aktualisiert werden. Somit stellen wir sicher, dass sich sowohl vorhandene Gesetzesänderungen als auch gegenwärtige Produkt- und Prozessanpassungen in unserem Qualitätsmanagement widerspiegeln. Nicht zuletzt ist ein internes Audit bzw. eine Zertifizierung als Voraussetzung für die Akquisition von Franchisegesellschaften in den Übernahmeprozess integriert. Dadurch können wir rechtzeitig Prozessabweichungen feststellen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr sind KPI 16 Standorte durch den TÜV SÜD im Rahmen der Stichprobenzertifizierung auditiert worden (Vorjahr: 15). Darüber hinaus haben 112 interne Audits stattgefunden (Vorjahr: 97).

NACHHALTIGES PERSONALMANAGEMENT

Der Erfolg des GRENKE Konzerns beruht auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese zu gewinnen, zu binden und entsprechend weiterzuentwickeln, steht im Kern unserer Personalstrategie. Als Familienunternehmen stehen wir loyal zu unseren Mitarbeitern und nehmen unsere Fürsorgepflicht ernst. Über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen hinaus sind Arbeitnehmerbelange im Sinne unseres Selbstverständnisses für uns von höchster Wichtigkeit. Die Art und Weise, wie wir intern miteinander arbeiten und umgehen, haben wir in unserem Unternehmenskodex festgehalten. Darin sind sowohl die Verpflichtungen der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen als auch die des Konzerns ihnen gegenüber klar definiert. Insbesondere setzen wir auf gegenseitige Wertschätzung, Fairness und Respekt. Wir unterstützen Eigenverantwortung und Chancengleichheit, fördern die individuellen Stärken unserer Mitarbeiter und berücksichtigen deren Wünsche im Hinblick auf die Optimierung des Arbeitsumfelds. Unser Personalmanagement fokussiert die Themen Ausbildung und Studium, die Mitarbeiterentwicklung, unsere Positionierung als attraktiver Arbeitgeber sowie die Mitarbeitergewinnung. Im Rahmen der Due Diligence werden Personalthemen mithilfe von Reports zu wesentlichen Kennzahlen erfasst und regelmäßig in den Vorstandssitzungen evaluiert und besprochen.

AUSBILDUNG

Eine qualifizierte, eigenverantwortlich handelnde Belegschaft ist gerade in Zeiten des Fachkräftemangels eines der höchsten Güter des GRENKE Konzerns. Wir möchten Nachwuchs und potenzielle Führungskräfte frühzeitig an unser Unternehmen binden. Hierfür setzen wir auf mehrere sich ergänzende Maßnahmen. Zu diesen zählen insbesondere unser Ausbildungsmanagement, Kooperationen mit Schulen im Rahmen des Projekts "Wirtschaft macht Schule" und unsere Praktikumswochen.

Ausbildungsmanagement und Studium

Unseren Mitarbeitern alle Kompetenzen für ihre berufliche Karriere mitzugeben, ist für uns ein zentrales Anliegen. Beim Umgang mit Auszubildenden kommen unsere Leitlinien der Ausbildung zur Anwendung. Sie umfassen neben den Einführungstagen zu Beginn der Ausbildung auch die Einsatzplanung gemäß der persönlichen Entwicklung und einen definierten Feedbackprozess (siehe auch "Mitarbeiterqualifizierung und -entwicklung" auf Seite 44). Mit dem Ausbildungsmanagement verfolgt der GRENKE Konzern das Ziel, mehr Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen. In Deutschland bieten wir Auszubildenden in Kooperation mit der IHK die folgenden Fachrichtungen an:

  • Kauffrau/-mann für Büromanagement
  • Kauffrau/-mann für Dialogmarketing
  • Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung und Systemintegration

Weiterhin haben wir für junge Talente an verschiedenen Hochschulstandorten duale Bachelor-Studiengänge im Angebot. Die GRENKE AG ist dazu seit 2004 fester Partner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Anwärter können aus folgenden Studiengängen wählen:

  • International Business/International Business Management trinational
  • BWL-Deutsch-Französisches Management
  • BWL-Finanzdienstleistungen
  • Accounting & Controlling
  • Wirtschaftsinformatik
  • Angewandte Informatik

Im Geschäftsjahr 2017 absolvierten in Deutschland insgesamt 47 Personen (Vorjahr: 35) eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. Auch wurden fünf von sieben Auszubildenden übernommen; dies entspricht einer Übernahmequote von KPI 71 Prozent (Vorjahr: 83 Prozent). International konnte der GRENKE Konzern die Anzahl der Auszubildenden ebenfalls steigern: So verzeichnete unsere französische Tochtergesellschaft GRENKE Location S.A.S einen signifikanten Anstieg von fünf auf 16 Personen im Jahr 2017. Ferner beendete eine Person ihre Berufsausbildung und wurde übernommen. In Italien sowie der Schweiz wird GRENKE jeweils durch eine Nachwuchskraft verstärkt. Die Ausbildungsquote der ausbildenden Gesellschaften des GRENKE Konzerns beträgt (KPI 6,2 Prozent nach 5,8 Prozent im Vorjahr.

Schulkooperationen und Praktika

Im Rahmen des Projekts "Wirtschaft macht Schule" der Industrie- und Handelskammer (IHK) hat GRENKE Kooperationsverträge mit dem Markgraf-Ludwig-Gymnasium, dem Richard-Wagner-Gymnasium in Baden-Baden sowie der Lothar-von-Kübel-Realschule in Sinzheim geschlossen. Ziel ist es, Schülern ein besseres Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge zu vermitteln, ihnen die Berufsfindung zu erleichtern und die Beratungskompetenz der Lehrer zu stärken. Wir engagieren uns dabei in Form von Workshops, durch Sponsorings und Messeteilnahmen, im Jahr 2017 zum Beispiel anlässlich der Karlsruher Ausbildungsmesse "Einstieg Beruf". Außerdem bieten wir den Schülern regelmäßig Aktivitäten wie Bewerbertrainings und die Teilnahme an unserer Hauptversammlung an. Dem Nachwuchs aus der eigenen Belegschaft bieten wir die Möglichkeit, sich bei der IHK als "Ausbildungsbotschafter" schulen zu lassen. In dieser Funktion unterstützen unsere Auszubildenden die IHK unter anderem bei Berufsorientierungsveranstaltungen und stellen ihr Berufsbild sowie unser Unternehmen an Schulen vor. Im Jahr 2017 führten wir zwei Schülerpraktikumswochen in der Konzernzentrale in Baden-Baden ein. Diese bündeln und ersetzen die einzelnen Praktikumsangebote der Vorjahre und sollen mehr Schülern die berufliche Orientierung ermöglichen. Die Teilnehmer lernen verschiedene Aufgabenbereiche kennen und absolvieren ein Bewerbertraining. Im Zuge dieses neuen Angebots erhöhte sich die Anzahl der Praktikanten im Jahr 2017 auf insgesamt 29 (Vorjahr: 12).

MITARBEITERQUALIFIZIERUNG UND -ENTWICKLUNG

Geschäfts- und Arbeitsprozesse verändern sich im globalen Wirtschaftsraum ebenso wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wissen und Motivation der Belegschaft und somit die kontinuierliche Weiterbildung werden zur strategischen Unternehmensressource, die in einem sich stetig wandelnden Marktumfeld an Bedeutung gewinnt. Diese Veränderungsprozesse aktiv zu begleiten und gestalten, ist als Zielsetzung in unserem Personalentwicklungskonzept fest verankert. Kern dieses Konzepts sind unsere Einarbeitungsprozesse und die GRENKE Akademie.

Einführung und Einarbeitung

Wir wollen für jeden Mitarbeiter einen optimalen Einstieg in unser Unternehmen schaffen. Deshalb werden potenzielle neue Kollegen bereits während des Bewerbungsprozesses von einem festen Ansprechpartner betreut und über jeden Schritt informiert. Auch erhalten sie die Gelegenheit, das Team vorab persönlich kennenzulernen. Neue Mitarbeiter werden im Anschluss durch einen Einarbeitungsprozess ins Unternehmen eingeführt. Ein wichtiger Bestandteil hierbei ist "Join GRENKE": Bei diesem neuen Programm stellen sich die einzelnen Fachbereiche in Form von Webkonferenzen vor. Auf diese Weise werden das jeweilige Aufgabengebiet sowie das Zusammenspiel der einzelnen Fachbereiche während der Einarbeitungsphase vorgestellt. Diese Kennenlerntermine werden in regelmäßigen Abständen angeboten, vom Bereich Human Resources (HR) koordiniert und jeweils individuell mit der zuständigen Führungskraft abgestimmt. Ergänzend dazu besuchen alle neuen Mitarbeiter innerhalb des ersten Jahres ihrer Betriebszugehörigkeit eine dreitägige Einführungsveranstaltung in der Konzernzentrale Baden-Baden. Das Konzept wird in enger Abstimmung mit den Referenten überprüft und überarbeitet. So wird seit 2017 unter anderem die Vorstellung der GRENKE digital GmbH berücksichtigt (siehe "Forschung und Entwicklung" auf Seite 28 im Lagebericht).

Die GRENKE Akademie

Die GRENKE Akademie bietet standortübergreifend praxisorientierte sowie didaktisch und methodisch strukturierte Weiterbildungsmaßnahmen an. Durch den Einsatz moderner E-Learning-Programme und einen kontinuierlichen Evaluationsprozess stellen wir Qualität und Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens sicher.# Die Akademie

Die Akademie ist in die zwei Bereiche Personalqualifizierung und Personalentwicklung unterteilt und entwickelt Weiterbildungsangebote, die auf die verschiedenen Unternehmensbereiche zugeschnitten sind. Im nachstehenden Schaubild werden die GRENKE Akademie und ihre beiden Teilbereiche visualisiert:

□ SIEHE GRAFIK "AUFBAU GRENKE AKADEMIE"

Im Bereich der Personalqualifizierung verfolgen wir das Ziel, jeden Mitarbeiter durch qualitativ hochwertige und praxisorientierte Weiterbildungsangebote in seiner täglichen Arbeit zu unterstützen und dauerhaft für seinen Aufgabenbereich zu qualifizieren. Wir legen bei der Zusammenstellung des jährlichen Schulungsangebots besonders viel Wert auf eine Mischung aus internen und externen Trainings sowie auf ergänzende Individualschulungen zu Spezialthemen. Interne Schulungsmaßnahmen werden dabei durch GRENKE-Referenten durchgeführt, die von der Abteilung HR begleitet und unterstützt werden. Mit externen Schulungsmaßnahmen beauftragen wir ausgebildete Trainer für das jeweilige Thema. Für die Auswahl und Bewertung externer Trainer und Coaches greift der HR-Bereich auf ein Evaluationsmodell zurück. Einmal jährlich findet zudem ein Aufgabenreview-Gespräch zwischen Mitarbeiter und der verantwortlichen Führungskraft statt. In diesem Gespräch wird unter anderem die Aufgabenbeschreibung thematisiert sowie die Leistung und individuelle Kompetenz beurteilt. Außerdem leiten wir hieraus gegebenenfalls einen Schulungsbedarf ab, der im Rahmen des jährlichen Schulungskatalogs berücksichtigt wird.

Die Personalentwicklung widmet sich der individuellen Förderung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern. Hierbei kommen zwei Instrumente zum Einsatz:

  • Einmal im Jahr führen wir innerhalb der GRENKE AG die "HR-Umfrage zur persönlichen Entwicklung" durch. Hier können sich unsere Mitarbeiter in einem geschützten Rahmen zu ihren individuellen Entwicklungswünschen innerhalb des Unternehmens melden. Die Umfrage erfolgt online über das Mitarbeiterportal. Damit bieten wir einen Rahmen, in dem unsere Mitarbeiter ihre beruflichen Entwicklungswünsche und persönlichen Ziele dem Unternehmen gegenüber äußern können. Unter Wahrung von Neutralität und Objektivität erhält GRENKE so Aufschluss über das Fähigkeits-, Leistungs- und Persönlichkeitspotenzial, die individuelle Lern- und Veränderungsbereitschaft sowie über noch ungenutztes Potenzial.
  • Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ein Weiterbildungsvorhaben sowie einen konkreten Förderwunsch außerhalb des jährlichen Schulungskataloges zu beantragen. Nach der Genehmigung des Antrags wird eine individuelle Fördervereinbarung in Zusammenarbeit mit dem HR-Bereich erstellt.

Das Weiterbildungsangebot der GRENKE Akademie stößt regelmäßig auf große Nachfrage. So nahmen im Berichtsjahr 031 86 Prozent der Mitarbeiter des GRENKE Konzerns an verschiedenen Schulungen teil (Vorjahr: 87 Prozent). Für 2018 ist die Weiterentwicklung des Personalentwicklungskonzepts geplant. Im Rahmen eines Nachwuchskräfteentwicklungsprogramms sollen unsere Mitarbeiter künftig die Möglichkeit erhalten, sich gezielt zur Führungskraft, zum Projektleiter oder auch zum Spezialisten zu entwickeln.

ATTRACTIVER ARBEITGEBER

Sich als attraktiver und chancenbietender Arbeitgeber zu positionieren, hat für den GRENKE Konzern einen hohen Wert. Dies tun wir, indem wir unseren Mitarbeitern ein attraktives und sicheres Arbeitsumfeld, flexible Arbeitszeitmodelle sowie eine angemessene Entlohnung bieten.

Gesundheit und Sicherheit

Die Grundlage für unser Gesundheitsmanagement bildet der Unternehmenskodex. Wir wollen die Gesundheit der Belegschaft nachhaltig fördern und für sichere Arbeitsplätze sorgen. Hierzu werden die gesetzlichen Anforderungen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz umgesetzt. Zusätzlich bieten wir unseren Mitarbeitern beispielsweise regelmäßig ärztliche Kontrolluntersuchungen zur Gesundheitsvorsorge an.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde das Gesundheitsmanagement um folgende Angebote erweitert:

  • Im September 2017 wurde die Gesundheitsplattform "GRENKEmachtfit" eingeführt. Sie bietet im ersten Schritt Mitarbeitern in Deutschland ein vielfältiges Angebot an Kursen sowie Tipps zu den Themen Ernährung, Fitness und Gesundheit.
  • In Kooperation mit einem externen Anbieter initiierten wir ein unternehmensspezifisches Pilotseminar mit dem Schwerpunkt "Führen und psychische Gesundheit".

In Deutschland ermitteln wir für jeden Arbeitsplatz mögliche Gesundheitsgefährdungen und legen geeignete Maßnahmen fest. Im Fokus stehen dabei die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze sowie allgemeine Unterweisungen über die potenziellen Gefahren im individuellen Arbeitsumfeld. Im Jahr 2018 werden wir darüber hinaus einen Gesundheitstag durchführen, der verschiedene Stationen zum Thema Stress und Entspannung umfasst.

Zudem gibt es verschiedene Angebote im Bereich des Teamsports, die den Erhalt der Gesundheit fördern und den Teamgedanken stärken:

  • Seit 2006 trifft sich am Standort Baden-Baden die Betriebsfußballmannschaft einmal wöchentlich zum gemeinsamen Training und nimmt auch an Freizeitturnieren teil.
  • Im Jahr 2014 ist eine Gruppe GRENKE-Mitarbeiter erstmalig beim Firmenlauf B2RUN gestartet. Seitdem ist die Teilnehmerzahl kontinuierlich gestiegen; 2017 nahmen bereits 100 Mitarbeiter von GRENKE in neun Städten teil.

Arbeitszeitmodelle und Vergütung

Wir bieten ein Arbeitsumfeld, in dem sich Familie und Beruf bestmöglich vereinbaren lassen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei GRENKE profitieren von individuellen, lebensphasenorientierten Arbeitszeit- und Arbeitsortmodellen. Mit unserer digitalen Infrastruktur ermöglichen wir überdies flexibles Arbeiten (zum Beispiel im Home-Office). Die Vergütung erfolgt erfolgsorientiert anhand der GRENKE Balanced Scorecard (BSC). Für weitere Informationen zum BSC-Konzept siehe Seite 40.

MITARBEITERGEWINNUNG

Um neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen, arbeiten wir fortwährend daran, unsere Arbeitgebermarke regional und überregional bekannt zu machen. GRENKE war 2017 wieder auf zahlreichen Recruiting-Messen vertreten und stellte sich zum Beispiel anlässlich der CareerContacts und der KIT-Karrieremesse in Karlsruhe sowie der Kooperationsveranstaltung "catch-the-job" vor. Seit Oktober 2017 präsentieren wir uns zudem mit einem neu konzipierten Messestand.

Der GRENKE Konzern kooperiert gezielt mit ausgewählten Hochschulen und Initiativen. Zu unseren Aktivitäten gehörte im zurückliegenden Jahr insbesondere die Teilnahme am Leasing Day 2017 der Universität Köln, die neben einem Kurzvortrag im Plenum auch einen GRENKE-Informationsstand für Studenten und Interessierte umfasste. Ein weiteres Beispiel ist unser Sponsoring der Bildungsinitiative "Tradity": Diese verfolgt unter dem Motto "Gamifying Education" das Ziel, den Wissensaustausch der Zukunft digitaler und individueller zu gestalten. Im Rahmen des Deutschlandstipendiums fördern wir derzeit außerdem fünf Stipendiaten der Hochschule Karlsruhe für Technik und Wirtschaft in den Studiengängen Informatik, International Management und Wirtschaftsinformatik.

Im Zuge der Stärkung der Arbeitgebermarke nutzt GRENKE ausgewählte soziale Medien, um neue Zielgruppen adäquat anzusprechen und die Reichweite von Stellenanzeigen und Recruiting-Initiativen zu erhöhen. Das Unternehmen ist seit 2017 mit einem einheitlichen Auftritt auf Xing, kununu, Linkedln und Facebook vertreten. Potenzielle Bewerber erhalten hier viele Einblicke ins Unternehmen und können mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch kommen.

Diversität

Hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen konnten wir unsere Zielvorgabe von jeweils 25 Prozent in der zweiten und dritten Führungsebene zum 30. Juni 2017 erreichen. Auch künftig möchten wir eine geschlechterspezifische Quote von jeweils mindestens KPI 25 Prozent in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis zum 31. Dezember 2021 beibehalten. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter möchten wir am Gleichbehandlungsgrundsatz festhalten. Werden Personaldienstleister eingebunden, sind diese aufgefordert, weibliche und männliche Profile in gleicher Anzahl in ihre Auswahl einzubeziehen, um die Position mit dem geeignetsten Kandidaten zu besetzen. Durch qualifizierte Weiterbildung versetzen wir unsere Beschäftigten in die Lage, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Zukünftig werden wir beim Thema Weiterbildung zudem einen noch stärkeren Fokus auf die Förderung und Qualifizierung der weiblichen Belegschaft setzen.

Entwicklung der Belegschaft

Die Personalstärke des Konzerns hat sich vor dem Hintergrund weiterer Neueinstellungen und durch Akquisitionen erneut erhöht. GRENKE beschäftigte im zurückliegenden Jahr durchschnittlich rund 1.229 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.031). Auf unsere deutschen Standorte entfielen im Jahresdurchschnitt rund 502 Beschäftigte (Vorjahr: 428), an den internationalen Standorten beschäftigt en wir 728 Personen (Vorjahr: 603).

Fluktuation

Die Fluktuationsquote belief sich im Konzerndurchschnitt auf KPI 7,8 Prozent (Vorjahr: 7,3 Prozent), in den drei für GRENKE bedeutendsten Märkten Deutschland, Frankreich und Italien war sie hingegen rückläufig. So betrug die Quote in Deutschland 7,4 Prozent nach 8,2 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich sowie bei den leitenden Angestellten lag die Fluktuationsquote erneut deutlich unter dem konzernweiten Durchschnitt.

VERANTWORTUNGSVOLLE UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die GRENKE AG entspricht dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in weiten Teilen und fühlt sich dem Thema Compliance verpflichtet. Neben der Wahrung der Menschenrechte und der Einhaltung ethischer Normen ist Rechtskonformität für uns als Finanzdienstleistungsinstitut die bindende Grundvoraussetzung unserer Geschäftstätigkeit und hat damit oberste Priorität. Wir halten uns an gesetzliche Bestimmungen und wollen potenziellen Risiken für GRENKE mit geeigneten Maßnahmen entgegenwirken.# Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über Anforderungen im Rahmen von Compliance. Der Aufsichtsrat befasst sich außerdem im Prüfungsausschuss mit Fragestellungen zur Compliance.

COMPLIANCE-MANAGEMENT

Compliance erstreckt sich bei GRENKE auf alle geschäftlichen Tätigkeiten und Prozesse. Das an relevanten Gesetzen sowie aufsichtsrechtlichen und internen Regelungen orientierte Handeln stellt für uns eine Selbstverständlichkeit dar. Auf der Grundlage unseres Unternehmenskodex ist uns der respektvolle Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern genauso wichtig wie Gleichbehandlung, Antidiskriminierung und die Achtung der Menschenrechte. Alle Organe und Mitarbeiter werden über ein systemgestütztes Intranet, per E-Mail und in Schulungen über einzuhaltende Gesetze sowie interne Regelungen, Neuerungen und Änderungen informiert.

Vor dem Hintergrund des internationalen Geschäftsbetriebs stellen die unterschiedlichen Rechtssysteme und Gesetze in den 31 Ländern der GRENKE Gruppe eine zentrale Herausforderung dar. Daher verfügen wir über ein gruppenweites Compliance-Management-System (CMS). Es zielt darauf ab, den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden und somit operationellen Risiken und Verunsicherungen entgegenzuwirken. Unser CMS basiert auf internationalen Compliance-Standards, einschlägigen gesetzlichen Anforderungen und auf Ergebnissen aus Gesprächen mit den Fachabteilungen. Durch die laufende Prüfung und Anpassung an Risiken, an die Rechtsprechung sowie an die Entwicklung der Branche als solche steigert GRENKE die Effektivität und Effizienz seines CMS.

Die Risiken in Bezug auf Compliance und Geldwäsche werden von den Länderorganisationen jährlich analysiert. Die hieraus resultierenden Ergebnisse bilden das Fundament der Risikosteuerung. Die Minimierung von Risiken anhand von Due-Diligence-Prozessen wird insbesondere vor Übernahmen von Gesellschaften durchgeführt. Lokale Compliance-Officer in den jeweiligen Ländern stellen sicher, dass unsere Standards national wie international eingehalten werden. Auf Gruppenebene überprüft GRENKE die Tochtergesellschaften regelmäßig durch Compliance- und Geldwäsche-Audits. Die lokalen Compliance-Officer berichten direkt an den Compliance-Beauftragten der GRENKE Gruppe, der alle wesentlichen Informationen an das zuständige Vorstandsmitglied übermittelt. Er unterstützt den Vorstand ferner bei der Vermeidung von Gesetzesverstößen, Korruption und dolosen Handlungen sowie bei deren Aufklärung. Der Aufsichtsrat erhält einen ausführlichen Compliance-Jahresbericht, um die Wirksamkeit und Angemessenheit des CMS überprüfen zu können.

Wir treten potenzieller Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie sonstigen strafbaren Handlungen durch eine Vielzahl von Arbeitsanweisungen und Richtlinien energisch entgegen. Die Ernennung nationaler Geldwäschebeauftragter bildet die Grundlage für das konzernweit rechtskonforme Handeln. Um die sanktionsrechtlichen Vorgaben des Gesetzgebers angemessen berücksichtigen zu können, haben wir uns für einen systemgestützten Prozess entschieden. Der Aufsichtsrat wird mit einem jährlichen Bericht des Geldwäschebeauftragen informiert. Unseren Mitarbeitern stehen verschiedene Möglichkeiten und Wege zur Verfügung, mögliche Regelverstöße zu melden. Mit den gemeldeten Informationen gehen wir verantwortungsbewusst um. Verstößen gegen geltendes Recht begegnet GRENKE mit adäquaten Maßnahmen.

COMPLIANCE-SCHULUNGEN UND AUDITS

Das fundierte Compliance-Verständnis unserer Belegschaft ist der Schlüssel für die Erreichung unserer Ziele. Deshalb erhalten alle neuen Mitarbeiter konzernweit eine umfassende Einführung in die Themen Compliance, Geldwäsche, Korruption und Bestechung. Wesentlicher Bestandteil der Schulung ist auch der richtige Umgang mit Einladungen und Geschenken.

Im Jahr 2017 konnten im Rahmen der dreitägigen Einführungsveranstaltung 222 von 424 neu eingestellten Mitarbeitern, einschließlich Franchisemitarbeitern und Auszubildenden, am Stammsitz in Baden-Baden zu den oben genannten Themen geschult werden. Dies entspricht einer Schulungsquote von 52,4 Prozent (Vorjahr: 41,1 Prozent). Wir beabsichtigen, den Anteil der Compliance-Schulungen, die in unserer Konzernzentrale stattfinden, in den kommenden Jahren zu erhöhen. Mit zusätzlichen Online-Schulungen sowie Schulungen durch die nationalen Compliance- oder Geldwäsche-Beauftragten gewährleisten wir, dass das Thema bei GRENKE kontinuierlich kommuniziert wird.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir zudem planmäßig elf Prüfungen zur Compliance und Geldwäscheprävention vor Ort in unseren Tochtergesellschaften durchgeführt (Vorjahr: sieben Prüfungen). Im Rahmen dieser dreijährlich stattfindenden Audits werden jeweils das Vorhandensein, die Angemessenheit sowie die Wirksamkeit des CMS und der Geldwäsche-Organisation geprüft.

DATENSCHUTZ

Die Grundlage für eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung ist der sichere Umgang mit Daten. Datenschutz ist daher ein wichtiges Anliegen des GRENKE Konzerns. Aufgrund des internationalen Geschäftsbetriebs stellen die unterschiedlichen Rechtssysteme mit ihren nationalen gesetzlichen Anforderungen eine datenschutzrechtliche Herausforderung für GRENKE dar. Dies ändert sich teilweise ab Mai 2018 durch die Europäische Datenschutzgrundverordnung, die für eine Harmonisierung innerhalb der Europäischen Union sorgen wird. Infolge der zahlreichen neuen Anforderungen haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, um die Europäische Datenschutzgrundverordnung konzernweit umzusetzen.

Die GRENKE AG als Mutterunternehmen hat außerdem seit 2004 einen Datenschutzbeauftragten bestellt, der die Mitarbeiter zum Thema Datenschutz schult und als Ansprechpartner für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter zur Verfügung steht. Zudem entwickeln wir das vorhandene Datenschutz-Management-System kontinuierlich weiter, um potenzielle Verstöße frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen aufzustellen.

RESSOURCENMANAGEMENT

Der GRENKE Konzern verpflichtet sich zum verantwortungsvollen Umgang mit allen vorhandenen, ihm überlassenen Ressourcen. Im Ressourcenmanagement bündeln wir daher sämtliche Maßnahmen, mit denen wir unsere Leistung in Bezug auf Umweltaspekte steigern wollen. Im Zentrum stehen dabei das Konzept "Papierloses Büro", energieeffizientere Standorte und zertifizierte Energieaudits sowie unsere Reisekostenpolicy.

KONZEPT "PAPIERLOSES BÜRO"

Als international aufgestellter Anbieter von Leasingfinanzierungen bringt unser Geschäft traditionell ein sehr hohes Unterlagenaufkommen mit sich. Vor diesem Hintergrund verfolgen wir das Ziel, den Papierverbrauch nachhaltig zu senken. Drei sich ergänzende Digitalisierungsmaßnahmen sind dabei im Konzept "Papierloses Büro" zusammengefasst:

  • Mit der digitalen Personalakte ermöglichen wir es unseren Mitarbeitern, wichtige Formalitäten wie Urlaubsanträge oder Gehaltsabrechnungen papierlos abzuwickeln und zu verwalten.

  • Im Kundenportal können unsere Kunden zudem ihre Verträge, Rechnungen und Daten jederzeit online verwalten. Infolgedessen konnte der Postversand reduziert werden. In unseren Kernmärkten wurden von den erstellen Rechnungen lediglich 6 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) in Deutschland, 42 Prozent (Vorjahr: 64 Prozent) in Frankreich sowie 29 Prozent (Vorjahr: 53 Prozent) in Italien versandt. Das Portal ist zum Ende des Geschäftsjahres 2017 für unsere Kunden in 21 Ländern verfügbar. In diesem Jahr wurde das System in unseren Tochtergesellschaften in der Slowakei, Tschechien und Ungarn implementiert.
    □ SIEHE GRAFIK "ANTEIL GEDRUCKTER RECHNUNGEN IN DEN KERNMÄRKTEN"

  • Darüber hinaus haben wir 2015 die elektronische Signaturlösung "eSignature" eingeführt, die seitdem zunehmend an Akzeptanz gewinnt. Dieser kostenlose Service für Fachhandelspartner und Kunden vereinfacht den Abschluss von Finanzierungsverträgen: Die Dokumente werden elektronisch versandt und rechtsgültig signiert. Dadurch kann unter anderem Papier für Ausdrucke und Briefversand eingespart werden. Die eSignature wurde 2015 zunächst in Deutschland und Frankreich eingeführt. Sie ist zum 31. Dezember 2017 in insgesamt elf Märkten implementiert und soll sukzessive ausgerollt werden. Den Anteil der über diese Weise abgeschlossenen Leasingverträge weiter zu erhöhen, ist strategisches Ziel des GRENKE-Qualitätsmanagements (siehe Seite 41, "Qualitätsmanagement"). Im Berichtsjahr lag dieser bei 18 Prozent (Vorjahr: neun Prozent).
    □ SIEHE GRAFIK "MIT ELEKTRONISCHER SIGNATUR ABGESCHLOSSENE LEASINGVERTRÄGE"

Auch innerhalb des Konzerns gewinnt die elektronische Signatur zunehmend an Bedeutung, beispielsweise bei der Unterzeichnung von Protokollen oder auch Verträgen zwischen Konzerngesellschaften.

STANDORTMODERNISIERUNG UND ENERGIEAUDITS

Alle Firmengebäude, die vom GRENKE Konzern zur Miete genutzt werden, verfügen über Energieausweise, die den jeweiligen energetischen Zustand dokumentieren. Auch lassen wir die technischen Anlagen in unseren Gebäuden kontinuierlich modernisieren, um unseren Stromverbrauch zu senken. So wurden die Außenbeleuchtung unseres Stammhauses in Baden-Baden im Zeitraum von 2013 bis 2014 sowie Teile unserer Tiefgaragenbeleuchtung in den Jahren 2014 und 2015 auf LED-Technik umgerüstet. Im November 2017 wurde die Tiefgaragendecke eines Bauabschnitts mit Mineralwolle gedämmt, um zusätzliche Wärme und Energie zu gewinnen.

Energieaudits verstehen wir als sehr wichtiges Instrument, um die Energieeffizienz im Unternehmen zu bewerten und auf Grundlage der Ergebnisse gegebenenfalls Maßnahmen zur Steigerung ab- bzw. einzuleiten. Die Audits nach DIN EN 16247 erfolgen alle vier Jahre am Stammsitz in Baden-Baden sowie in ausgewählten Niederlassungen. Mit der regelmäßigen Rezertifizierung ist der TÜV SÜD beauftragt; die nächste Durchführung ist für Januar 2020 geplant.REISEKOSTENPOLICY

Der GRENKE Konzern beabsichtigt, die Anzahl der Geschäftsreisen möglichst gering zu halten und sieht vorrangig die Nutzung wirtschaftlicherer Kommunikationsformen wie Video- und Telefonkonferenzen vor. Für erforderliche Dienstfahrten verfügen wir über eine interne Reisekostenpolicy. Sie empfiehlt, öffentliche Verkehrsmittel und insbesondere Bahnverbindungen zu nutzen. Ferner prüfen wir im Rahmen eines Pilotprojekts seit Juni 2017 den Einsatz von E-Mobilität in Deutschland.

REGIONALES ENGAGEMENT

Sich für die Gesellschaft zu engagieren, ist für den GRENKE Konzern ein gelebter Bestandteil sowohl der Unternehmenskultur als auch des Stakeholder-Engagements. Unsere Förderschwerpunkte ergeben sich dabei aus der regionalen Verwurzelung des Unternehmens in der Region Mittelbaden und aus den vom Konzernvorstand definierten kulturellen und sozialen Themen.

SPORT, KULTUR UND BILDUNG

Einen besonderen Fokus legen wir seit der Unternehmensgründung auf Schach als Denksportdisziplin. Deren Handlungsmaximen wie analytisches Denken und strategisches Handeln sowie Entscheidungsfähigkeit fassen wir als Eckpfeiler einer verantwortungsvollen Unternehmensführung auf – und als Kernkompetenzen in Zeiten des digitalen Wandels. Seit 1997 fördert der GRENKE Konzern das Schachzentrum und die Ooser Schachgesellschaft in Baden-Baden. Im Förderzeitraum haben die auf diese Weise unterstützten Mannschaften zahlreiche nationale und internationale Erfolge erzielt. Im Jahr 2013 übernahmen wir erstmals das Hauptsponsoring der "GRENKE Chess Classic" in Baden-Baden, an dem regelmäßig hochrangige Spieler wie der norwegische Schachweltmeister Magnus Carlsen teilnehmen. Auch sponsern wir das weltweit größte offene Schachturnier "GRENKE Chess Open", das seit 2016 in Karlsruhe stattfindet und im letzten Jahr rund 1.200 Teilnehmer aus aller Welt zählte. Im Bereich Musik und Education unterstützen wir das Schulprojekt "Kolumbus – Klassik entdecken!". Mit einem Zuschuss eröffnen wir Schülern den vergünstigten Zugang zu den Veranstaltungen des Festspielhauses Baden-Baden. Im begleitenden Unterricht besprechen die Schüler den Inhalt der Vorstellung und können an Orchesterproben teilnehmen. Mehr als 42.000 Schüler haben dieses Bildungsangebot seit 2001 wahrgenommen. Weitere Informationen zum GRENKE-Schulprojekt sind unter www.festspielhaus.de/schulprojekt zu finden. Außerdem fördert die GRENKE AG seit 2016 die SRH Hochschule Berlin im Rahmen einer Stiftungsprofessur für Entrepreneurship einschließlich zweier halber Doktorandenstellen bis 2022 sowie mit dem Aufbau des Forschungsinstituts GRENKE Centre for Entrepreneurial Studies. Ziel dieses Instituts ist es, Unternehmensgründungen wissenschaftlich zu analysieren und Erfolgsfaktoren für die Praxis zu ermitteln. Als Gründer und Vorstandsvorsitzender der GRENKE AG bringt Herr Wolfgang Grenke seine Expertise und sein Netzwerk ebenfalls in dieses Förderprojekt ein. Unter der Schirmherrschaft der GRENKE AG fand im Jahr 2017 gemeinsam mit dem Förderverein des SV Sinzheim erstmals der GRENKE-Cup, ein Fußball-Hallenturnier zugunsten der Jugendarbeit, statt. Gemeinsames Anliegen ist die Verknüpfung des Sports mit Schule, Ausbildung oder Studium. Eine dauerhafte Etablierung des Turniers in den kommenden Jahren wird von allen Beteiligten angestrebt.

GEMEINNÜTZIGE PROJEKTE

Ergänzend zum Sponsoring der oben genannten Einrichtungen, unterstützen wir regionale und überregionale gemeinnützige Organisationen. Beispiele hierfür sind die Stiftung Ordnungspolitik, die mittels ordnungspolitischer Diskussionen neue Politikoptionen erarbeitet, und das Hilfswerk "SOS-Kinderdörfer", das sich weltweit für das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts enthält den Vergütungsbericht, in dem die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat mit den individualisierten Bezügen ihrer Mitglieder dargestellt werden. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses zusammengefassten Lageberichts.

VERÄNDERUNG IN DEN ORGANEN DER GESELLSCHAFT

Herr Sebastian Hirsch wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Januar 2017 in den Vorstand berufen und zeichnet für die Bereiche Controlling, M&A und Treasury verantwortlich. Herr Hirsch war zuvor als Generalbevollmächtigter im Unternehmen tätig. Gleichzeitig hat Herr Wolfgang Grenke (Vorstandsvorsitzender) zusätzlich zu dem von ihm verantworteten Bereich Unternehmensstrategie den Bereich Investor Relations übernommen.

CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

CHANCENBERICHT

Die GRENKE Gruppe betreibt im Bereich des Small-Ticket-Leasings ein schon seit vielen Jahren kontinuierlich ausgeweitetes und verdichtetes Netzwerk. Dabei wurden die Geschäftsaktivitäten in den letzten Jahren auch auf nicht europäische Länder ausgeweitet. Derzeit ist GRENKE außerhalb Europas zusätzlich in Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Singapur, der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten. An unserem strategischen Ziel, die Marke GRENKE und unser erfolgreiches Geschäftsmodell global zu etablieren, werden wir auch zukünftig kontinuierlich weiterarbeiten. Im Zuge der strategischen Ausweitung der Angebotspalette über den klassischen IT-Bereich hinaus gehört die vorwiegend im Bereich des Finanzierungsleasings medizintechnischer Geräte tätige Europa Leasing GmbH seit Anfang 2017 zum Konzern. Unverändert setzen wir auf globaler Ebene unser bewährtes Franchise-Modell ein, das wir auch im Bereich des Factorings anwenden. Factoringlösungen bieten wir über Deutschland und die Schweiz hinaus gemeinsam mit unseren Partnern auch in Großbritannien, Irland, Ungarn und Polen an. Seit dem vierten Quartal des Berichtsjahres werden Factoringdienstleistungen auch in Italien angeboten. Neben der Erschließung neuer Märkte nehmen wir Chancen auch dort wahr, wo wir uns schon erfolgreich etabliert haben. Deshalb wollen wir mittelfristig insbesondere vom konsequenten Ausbau unserer Marktanteile in bereits erschlossenen Märkten profitieren. Diese Potenziale können insbesondere infolge eines zum Beispiel regulierungsbedingten Rückzugs oder einer teilweisen Angebotseinschränkung seitens des Wettbewerbs gehoben werden. Zusätzliches Potenzial sehen wir in neuen Online-Vertriebskanälen, bei weiteren Leasingobjekten – etwa Kleinmaschinen im Bereich Industrie 4.0 oder 3-D-Druck – sowie im weiteren Ausbau der Medizintechnik. Durch die Erweiterung unserer Finanzlösungen können wir künftig zusätzliche Geschäfte mit etablierten Kunden generieren. Aufgrund von Skaleneffekten sollte derartiges Wachstum zumindest mittelfristig zu nur unterproportional steigenden Vertriebs- und Verwaltungskosten führen. Das Geschäftsjahr 2017 weist gerade auf diesem Gebiet spürbare Erfolge auf. Diese Chancen nutzend, werden wir auch in den nächsten Jahren das Neugeschäft ausweiten und unsere Marktposition stärken. Eine erhebliche Beeinflussung der Ertragssituation des GRENKE Konzerns über die aktuellen Erwartungen hinaus ist daraus nicht zu erwarten, da uns die Erträge aus neuen Verträgen entsprechend der Natur unseres Geschäfts erst sukzessive über die gesamte Vertragslaufzeit zufließen.

RISIKOBERICHT

RISIKOMANAGEMENT

Das Risikomanagement des GRENKE Konzerns erfolgt in einem klar definierten und koordinierten Prozess. Er erfasst alle relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der einzelnen Bereiche abgestimmt. Zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist darüber hinaus ein konzernweites Risikocontrolling implementiert, das Risiken unabhängig beurteilt und bewertet sowie überwacht, kommuniziert und steuert. Die Kontrolle sowie der Nachweis für die korrekte und vollumfassende Implementierung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Risikomanagement erfolgt jährlich durch die Prüfung der Internen Revision. So ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Mängel. Das zentrale Gremium des Risikomanagementprozesses innerhalb des GRENKE Konzerns stellt der Arbeitskreis Risiko (AK Risk) dar. Ihm gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden (fakultativ) die für die Bereiche Finanzen, IT sowie für das operative Geschäft zuständigen Vorstandsmitglieder und die Vertreter aller relevanten Bereiche an. Dies gewährleistet einen umfassenden Informationsfluss. Der Chief Information Security Officer (CISO) überwacht die IT-Sicherheit und verantwortet den Schutz der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte des Konzerns. Er berichtet als Stabsstelle direkt an das für den Bereich IT zuständige Vorstandsmitglied. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung des Risikomanagementsystems und seine konzernweite Einhaltung. Unser bewährtes Risikomanagement wird konsequent weiterentwickelt, um allfällige, auch neu auftretende Risiken und Risikofelder präzise messen und zu angemessenen Konditionen eingehen zu können. Dabei achten wir sowohl auf Einzelrisiken als auch insbesondere auf mögliche Risikokonzentrationen und übergreifende Interdependenzen. Der strategische und risikopolitische Rahmen für das Risikomanagement wird durch die Risikostrategie des Konzerns festgelegt. Er definiert die übergreifenden Risikoziele sowie den Einsatz konsistenter Standards, Methoden, Verfahren und Instrumente zu deren Erreichen. Klar definierte Anforderungen dienen dazu, hohe Qualitätsstandards, Durchgängigkeit und Wiedererkennungswerte der risikostrategischen Ziele sicherzustellen. Die jederzeitige Einhaltung der regulatorisch geforderten Kapital- und Liquiditätsquoten ist ebenfalls operativ und strategisch implementiert.# Die Risikostrategie ist abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und gibt die folgenden geschäftsstrategischen Ziele vor:

― Risikodiversifizierung zur Vermeidung von Klumpenrisiken
― Prozessverschlankung und -standardisierung zur Komplexitäts- und damit operationellen Risikoreduktion
― Reduzieren von Marktpreisrisiken auf das für das operative Geschäft notwendige Minimum
― Effektive frühzeitige Messung und Steuerung von Risiken sowie Prognose von Zahlungsausfällen
― Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügende Eigenkapitalstruktur nach Säule I und Säule II.

Aufgrund der breiten und weiter zunehmenden Diversifikation unseres Geschäfts sind wir substanziellen Einzelrisiken nicht ausgesetzt; eine Risikokonzentration wird hierdurch weitestgehend vermieden. Zusätzlich fallen in unserem Kerngeschäft Small-Ticket-Leasing naturgemäß nur vergleichsweise kleine Anschaffungswerte an. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen Leasingnehmer die Ein-Prozent-Marke des Konzern-Eigenkapitals. Insgesamt gab es Ende 2017 weniger als zwanzig Kreditnehmereinheiten im Bereich Leasing, die die Grenze von einer Million Euro überschritten. Insgesamt vereinten sie einen Anteil von deutlich weniger als einem Prozent des Gesamtobligos an Leasingverträgen. Engagements oberhalb einer gewissen Größe werden besonders intensiv überwacht.

Bei unseren Vertriebspartnern verfahren wir entsprechend. So entfiel auf den bedeutendsten Händler, mit dem GRENKE zusammenarbeitet, 2017 ein Anteil von nur 0,69 Prozent am Gesamtneugeschäftsvolumen. Die zwanzig größten Händler vereinten einen Anteil von 5,84 Prozent des Neugeschäftes. In gleicher Weise steuern wir unser Factoringgeschäft und unsere Bankdienstleistungen.

Wesentliche Restwertrisiken bestehen in unserem Leasinggeschäftsmodell nicht, da das Leasingportfolio vornehmlich aus wirtschaftlichen Vollamortisationsverträgen besteht. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung gemäß IAS 17 Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen auf Portfoliobasis, die auf das Gesamtergebnis über mehrere Perioden zu kaum wesentlichen Ergebnisbeiträgen aus dem Verwertungsmehrergebnis führen. Das starke Wachstum früherer Perioden führte allerdings dazu, dass die auslaufenden Verträge am Ende der Grundmietzeit in Summe zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen gegenüber, die erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Bei der Bilanzierung der entsprechenden Vermögenswerte in der Nachmietphase ist es unter der momentanen Auslegung des IAS 17 nicht möglich, den ökonomischen Sachverhalt so darzustellen, dass sich entsprechende Aufwendungen und Erträge in derselben Periode gegenüberstehen. Dies führt dazu, dass das Verwertungsergebnis zwischenzeitlich negativ ausfallen kann (Verwertungsminderergebnis). Über die Gesamtlaufzeit wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsergebnis erwartet.

RISIKOMANAGEMENTPROZESS

Der Risikomanagementprozess basiert auf der Risikostrategie und umfasst den Regelkreislauf Identifikation, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung. Mit diesem Prozess gelingt es, interne und externe Risiken sowie Chancen im Konzern systematisch und strukturiert zu erfassen, offenzulegen, zu bewerten und zu dokumentieren. Beschäftigte und Vorstand werden damit in die Lage versetzt, im Rahmen der risikopolitischen Vorgaben mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie erkannte Chancen gezielt zu nutzen.

Beste Voraussetzungen: Risiken effektiv zu managen erfordert Bestqualität von Prozessen, Daten und Instrumenten sowie verlässliche Geschäftsbeziehungen. Deshalb lassen wir unser Qualitätsmanagement regelmäßig zertifizieren. Ein umfangreiches Qualitätsmanagement ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagementprozesses. Es konsequent und kontinuierlich zu verbessern gehört zur Unternehmensphilosophie. Das Qualitätsmanagement umfasst die Bewertung unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressenausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung individuell auf unseren Bedarf ausgerichteter Software für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Franchisepartnern. Zur erneuten Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements im Berichtsjahr verweisen wir auf das separate Kapitel auf Seite 64. Ferner stellen unsere Verfahren zur Bewertung von Bonitätsrisiken aus Leasingverträgen, Kredit- und Factoringvereinbarungen einen weiteren wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems dar.

Im Rahmen der Risikoidentifikation wird jährlich sowie anlassbezogen eine Bewertung des Risikoinventars durch die Konzernmitarbeiter vorgenommen. Um die Einzelrisiken sachkundiger beurteilen zu können, hat das Unternehmen Arbeitskreise für die Risikoarten Adressenausfall-risiken, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie strategische und operationelle Risiken eingerichtet, in denen diese Risiken diskutiert werden. Die Sprecher der Arbeitskreise berichten an den AK Risk, der sich mindesteins einmal pro Jahr trifft. Themen sind insbesondere das Ergebnis der Risikoumfrage, Berichte der Arbeitskreise für Risikoarten, Risikoinventur, Ad-hoc-Risikomeldungen und insbesondere weitere aufsichtsrechtliche und gesetzliche Herausforderungen sowie Neuerungen in Bezug auf das Risikomanagement. Werden innerhalb des Gremiums Risiken als wesentlich eingestuft, schlägt der Risikoverantwortliche dem Vorstand Gegenmaßnahmen vor, die dieser beschließt und erforderlichenfalls berücksichtigt.

Das Risikocontrolling nutzt ein periodenorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell, das alle als wesentlich identifizierten Risiken beurteilt sowie der konzernweiten Steuerung und Überwachung des Gesamtrisikoprofils und des ökonomischen Kapitals dient. Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren. Teil der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen ist auch die angemessene Berücksichtigung von Erkenntnissen aus Stresstestbetrachtungen für die wesentlichen Risiken.

Das Risikocontrolling erstellt vierteljährlich einen Risikobericht, welcher die aktuelle Risikosituation darstellt und erläutert. Anlassbezogen und mindestens jährlich wird die Bestandsaufnahme aller relevanten Risiken (Risikoinventur) durchgeführt. Ergänzend zu den Risikoberichten, der Risikoinventur, der Risikoumfrage und der Ad-hoc-Risikoberichterstattung dienen weitere Instrumente zur Steuerung von Risiken. Es werden regelmäßig Berechnungen der Risikopositionen vorgenommen, Marktpreisrisiken und Liquiditätspositionen gegenüber dem Vorstand dargestellt und erläutert.

Im Konzern sind zudem die unabhängigen Funktionen der Compliance-Stelle, des Geldwäschebeauftragten und des Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Die Compliance-Stelle überwacht den Umgang mit Insiderinformationen und das Einhalten der vorgegebenen Wohlverhaltensregeln. Sie identifiziert und steuert in der gesamten GRENKE Gruppe Interessenskonflikte mit Risikopotenzialen. Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung und Umsetzung der Datenschutzgesetze. Der Geldwäschebeauftragte überwacht die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gemäß Geldwäschegesetz. Mit seiner Richtlinie entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben, mit einer aktuellen Gefährdungsanalyse des Konzerns sowie mit dem Einsatz von Monitoring- und Researchinstrumenten ergreift er angemessene risikobasierte Maßnahmen gegen Rechts- und Reputationsrisiken. Die Sonderbeauftragten sind fachlich unmittelbar dem jeweiligen Vorstand unterstellt. Daher bestehen, wie aufsichtsrechtlich gefordert, aufbau- und ablauforganisatorisch adäquate und effektive interne Kontrollverfahren zur Steuerung und Überwachung der genannten Risiken. Diese Risiken werden wiederum - wie bereits bei den Ausführungen zum Risikomanagement erläutert - durch das Risikocontrolling beurteilt und bewertet sowie unabhängig überwacht, gesteuert und kommuniziert.

UMSETZUNG AUFSICHTSRECHTLICHER ANFORDERUNGEN

Gemäß § 10 a Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) stellt der GRENKE Konzern eine Institutsgruppe mit der GRENKE AG als übergeordneter Gesellschaft dar. Diese hat mit der GRENKE BANK AG ein Kreditinstitut als Tochtergesellschaft. Sowohl der GRENKE Konzern als auch die GRENKE BANK AG unterliegen unter anderem den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der Capital Requirement Regulation (CRR) und des KWG. Der GRENKE Konzern sowie die GRENKE BANK AG haben daher die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie die Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT) einzuhalten. Sie beinhalten qualitative sowie quantitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung ihrer Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäfte umzusetzen sind. Der GRENKE Konzern wird die in den aktuellen MaRisk in der Fassung vom 27. Oktober 2017 verlangten Anforderungen innerhalb der vorgesehenen Umsetzungsfrist bis zum 31. Oktober 2018 vollständig umsetzen. Die Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT) in der Fassung vom 3. November 2017 sind vollständig in der IT-Strategie berücksichtigt.

Zusätzlich unterliegen auch die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA und Europa Leasing GmbH auf Einzelinstitutsebene dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Für die beiden erstgenannten Konzerngesellschaften hat die GRENKE AG die sogenannten Waiver-Regelungen gem. § 2 a Abs. 1 und 2 KWG in Verbindung mit § 2 a Abs. 5 KWG in Anspruch genommen.# RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Die nachgeordneten Institute haben BaFin und Bundesbank angezeigt, dass bestimmte aufsichtsrechtliche Bestimmungen auf Gruppen- statt auf Einzelinstitutsebene angewendet werden, da die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen vom übergeordneten Institut vollständig erfüllt werden. Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde bereits 2009 stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKE Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.

RISIKOTRAGFÄHIGKEIT

Zur Überwachung der Risikotragfähigkeit und damit zur laufenden Sicherstellung der Unternehmensexistenz (Going-Concern-Ansatz bzw. Fortführungsprinzip) wendet der GRENKE Konzern ein internes Risikotragfähigkeitsmodell an, das alle als wesentlich identifizierten Risikoarten beinhaltet. Diesem Modell liegt eine in die Zukunft gerichtete rollierende Zwölfmonatsbetrachtung auf Basis von GuV- und Bilanz-Größen zugrunde. Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren. Grundlegendes Ziel des Risikotragfähigkeitsmodells ist es, vorhandene Risiken zu quantifizieren, um daraus frühzeitig potenzielle Belastungen für das Eigenkapital zu identifizieren und angemessene Maßnahmen zu ergreifen. Das Zusammenspiel von Risikodeckungsmasse (für die Risikoabdeckung zur Verfügung gestelltes Kapital), Risikolimitierung und quantifiziertem Risikokapitalbedarf (Risiko) wird als Risikotragfähigkeitssystem bezeichnet. Es stellt einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie, -planung und -steuerung dar. Als Risikodeckungsmasse werden die maximal zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel - im Wesentlichen Eigenkapital - bezeichnet. Gemäß der Logik des Going-Concern-Ansatzes wird ein Teil der Risikodeckungsmasse zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen sowie weiterer Abzugspositionen reserviert und steht somit nicht der Risikoabdeckung zur Verfügung. Teil des Risikotragfähigkeitssystems ist auch die angemessene Berücksichtigung von Erkenntnissen aus Stresstestbetrachtungen für die Risiken aus außergewöhnlichen, jedoch möglichen Extremereignissen. Das Risikocontrolling entwickelt klassische Szenarien und erarbeitet hierzu Maßnahmen, die es dem Vorstand vorschlägt. Im Zuge der quartalsweisen Ermittlung der Risikotragfähigkeit werden aktuell die folgenden Stresstestszenarien berechnet:

  • Schwerer konjunktureller Abschwung: Dieses Szenario unterstellt einen schweren konjunkturellen Einbruch und eine Stagnation in den Folgejahren, ausgelöst beispielsweise durch die finanzielle Schieflage eines bedeutenden Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitus. Dabei wird unterstellt, dass die steigende Unsicherheit auf den Finanzmärkten mit einer Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten, Ratingherabstufungen, einem Einbruch von Exporten und Investitionen in Deutschland und Europa einhergehen. Es kommt verstärkt zu Betrugsfällen infolge von Wut- und Verzweiflungstaten. Schließlich führen die schlechten Aussichten und die zunehmende extreme Unsicherheit zu einem Rückgang des Neugeschäfts.
  • Schwere EU-Währungskrise nach Italexit: Das Szenario unterstellt einen teilweisen Zerfall des Euro-Raums nach einem Austritt Italiens aus dem EU-/Euroraum. Dabei wird unter anderem unterstellt, dass Forderungen an dieses Land in großem Umfang abgeschrieben werden müssen, eine Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten erfolgt, Ratingherabstufungen für italienische Unternehmen, Banken und den Staat durchgeführt werden und sich als Folge des damit einhergehenden Vertrauensverlustes eine massive Abwertung des Euro ergibt. Die neue italienische Währung wertet gegenüber dem Euro erheblich ab. Die zunehmende Verunsicherung führt zu einem Rückgang des Neugeschäfts.
  • Abschwung im IT-Bereich: Ein weltweit unerwartet (ad-hoc) eintretender Wandel in der IT-Branche (u. a. Cloud-Computing) führt zu einem globalen Nachfragerückgang bzgl. IT-Produkten. Ein nationaler Preisverfall ist die Folge, was temporär zu einem sinkenden Neugeschäft und geringen Erlösen aus Sicht der Gesellschaft führt.
  • Verlust des Investmentgrade-Status: Aufgrund von noch stärkeren regulatorischen Anforderungen erhöhen sich die Eigenkapitalanforderungen. Dies hat eine Herabstufung der eigenen Ratingeinstufung sowie eine qualitative Verschlechterung der Risikoprofilnote im Rahmen des SREP zur Folge. Die Refinanzierungskosten erhöhen sich entsprechend.
  • Inflation: Das Szenario unterstellt einen Anstieg der Inflation im Euro-Raum infolge drastischer geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen. Dabei wird unter anderem unterstellt, dass zunehmend in Sachwerte investiert wird und es aufgrund von Inflationsängsten zu einem Rückgang der Sparquote und einem damit einhergehenden Anstieg der Konsumquote kommt. Steigende Investitionen im Euro-Währungsraum gehen mit einer Aufwertung des Euro einher. Die EZB reagiert mit einer Erhöhung der Leitzinsen, um die überschüssige Liquidität im Markt abzuschöpfen. Zur Vermeidung erhöhter Kreditvergaben erhöhen die europäischen Zentralbanken die länderspezifischen Quoten zur Festsetzung des antizyklischen Kapitalpuffers.
  • Zudem erfolgt jährlich zum Stichtag die inverse Stresstestbetrachtung. Sie setzt auf der Annahme der Nichtfortführbarkeit der Geschäftstätigkeit auf. Ausgehend von dieser Annahme, wird zurückgerechnet, bei welchem Stressszenario-Level die Nichtfortführbarkeit gerade eintritt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Risikodeckungsmasse nicht mehr zur Abdeckung der vorhandenen Risiken ausreicht.

Die Risikotragfähigkeitsrechnung sowie die integrierten Stresstests des Konzerns gehen konform mit den Anforderungen gemäß AT 4.1 sowie AT 4.3.3 MaRisk. Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinsichtlich der Integration eines zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozesses gemäß AT 4.1 Tz. 11 der MaRisk wird ebenfalls Rechnung getragen.

KREDITVOLUMEN - GRENKE KONZERNBILANZ

TEUR
31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Forderungen
Zahlungsmittel 205.367 156.896
Leasingforderungen 1.368.121 1.141.000
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 2.161 3.688
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 116.509 93.090
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.935 4.474
Summe kurzfristige Forderungen 1.698.093 1.399.148
Langfristige Forderungen
Leasingforderungen 2.598.614 2.129.110
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 82.047 73.643
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 1.344 29
Summe langfristige Forderungen 2.682.005 2.202.782
Summe Forderungsvolumen 4.380.098 3.601.930

ADRESSENAUSFALLRISIKEN

Risikodefinition

Unter Adressenausfallrisiken im weiteren Sinn sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können. Ziel ist es, eine dem Risiko adäquate Risikoprämie zu erwirtschaften, damit die Risiken getragen werden können. Adressenausfallrisiken werden im GRENKE Konzern als wesentlich angesehen. Sie bestehen im bilanziellen und außerbilanziellen Kunden- und Eigengeschäft. Das bilanzielle Leasinggeschäft dominiert. In der Steuerung unseres Geschäftes legen wir Wert auf die Messung und Erwartungsschätzung von Verlusten aus dem Ausfall oder aus Bonitätsverschlechterungen unserer Kunden. Das Adressenausfallrisiko im engeren Sinn verstehen wir unter der möglichen negativen Abweichung von Verlust-erwartung und tatsächlich eingetretenen Schäden. Daher ist es unser strategisches Ziel, die Abweichung zwischen den prognostizierten Erwartungswerten und den tatsächlich realisierten Verlusten aus Adressenausfallrisiken nahe Null zu halten.

Kreditvolumen - GRENKE Konzernbilanz

Das Forderungsvolumen im GRENKE Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:

□ SIEHE TABELLE "KREDITVOLUMEN - GRENKE KONZERN-BILANZ"

Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2017 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 120.825 TEUR (Vorjahr: 92.441 TEUR). Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 12 TEUR Kasse; Vorjahr: 16 TEUR) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des Konzerns zum Stichtag dar.

Leasinggeschäft

Schon seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Kunden, indem wir Erwartungswerte für Zahlungsausfälle bilden. Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems nachhaltig bestätigt, insbesondere erwies sich das System auch während der globalen Finanzmarktkrise als zuverlässig. Dies gilt für unser inländisches wie internationales Geschäft.# SIEHE GRAFIK "LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH REGIONEN"

Konzentrationen bestehen insbesondere in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Das jeweilige Euler Hermes Country Risk Rating der Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien beträgt "1", während Italien die Note 2 erhält. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert, den insbesondere die Rechtssicherheit der einzelnen Länder für das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe einnimmt. Unabhängig davon befinden sich durch den bevorstehenden Brexit die politischen Entwicklungen in der Eurozone verstärkt im Fokus. Aktuell gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die erwarteten Verluste in unserem Portfolio und insbesondere in den vier bedeutendsten Ländern einer erhöhten negativen Abweichung unterliegen. Durch die Diversifikation über viele Länder hinweg wird beabsichtigt, das Länderrisiko zu reduzieren.

LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS (NACH REGIONEN)

31.12.2017 31.12.2016
■ 1 DACH 26,8 29,7
■ 2 Westeuropa (ohne DACH) 28,2 29,0
■ 3 Südeuropa 28,5 25,9
4 Nord-/Osteuropa 14,6 14,0
■ 5 Übrige Regionen 1,8 1,4
GRENKE Gruppe Leasing (Mio. EUR) 31.12.2017 31.12.2016
Laufende Leasingforderungen 3.685,4 3.222,3

Regionen:

  • DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
  • Westeuropa (ohne DACH): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande
  • Südeuropa: Italien, Kroatien*, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
  • Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen*, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
  • Übrige Regionen: Australien, Brasilien, Chile*, Dubai*, Kanada*, Singapur*, Türkei, VAE*

* Franchise

Die Überprüfung der Adressenausfallrisiken erfolgt regelmäßig und mindestens quartalsweise aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Verfahren wird von eigenen Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Das Adressenausfallrisiko unserer Leasingnehmer sehen wir als das wesentliche Risiko unseres Geschäfts an. Es wird mithilfe statistischer Modelle bewertet und gesteuert. Entscheidungskompetenzen bei Neuvertragsabschlüssen sind in Form von Handlungsvollmachten stufenweise vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand aufgebaut und begrenzen als weiteres Instrument unsere Risiken. Im Ergebnis führen unsere statistischen Modelle zu einem Erwartungswert künftiger Ausfallschäden, die wir als kalkulatorische Risikokosten in der Deckungsbeitragskalkulation berücksichtigen. Die erwarteten Ausfallschäden lagen für das Neugeschäftsportfolio 2017 bei durchschnittlich 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent), bezogen auf die Anschaffungskosten der Leasinggegenstände und für die gesamte Vertragslaufzeit von durchschnittlich 48,6 Monaten. Für alle Portfolios werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt. Hierbei werden die anfänglich erwarteten Ausfallschäden mit einer aktualisierten Schadenserwartung verglichen. Erkenntnisse aus diesem Vergleich gehen in die Struktur unserer statistischen Modelle ein und bilden somit ein Regelkreissystem. Die Planung sieht vor, dass die laufenden Kosten des Betriebs auch dann noch erwirtschaftet werden können, wenn die tatsächlichen deutlich höher ausfallen als die erwarteten Schäden. Alle Leasingnehmer werden hinsichtlich ihrer Bonität in Risikoklassen von 1 bis 6 eingestuft. Dabei orientieren wir uns am deutschen Schulnotensystem, wonach die Klasse 1 der bestmöglichen und die Klasse 6 der schlechtesten Einstufung entspricht. Die durchschnittliche Risikoklasse des Portfolios der Leasingverträge beträgt 1,94 (GRENKE Konzern auf Basis aller zum Stichtag 31. Dezember 2017 laufenden Verträge) nach 1,90 im Vorjahr.

GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS (NACH GRÖSSENKLASSEN)

31.12.2017 31.12.2016
< 2,5 TEUR 4,43 4,54
2,5 - 5 TEUR 12,54 12,64
5 - 12,5 TEUR 25,67 26,44
12,5 - 25 TEUR 20,00 20,24
25 - 50 TEUR 17,34 17,08
50 - 100 TEUR 11,32 10,76
100 - 250 TEUR 6,72 6,32
> 250 TEUR 1,98 1,98

Konzernweit verfolgen wir einen Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen. Dessen Differenzierung erfolgt nach den folgenden Kriterien:

  • Leasingnehmer: stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern aus Geschäfts- bzw. Firmenkunden
  • Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängigkeiten
  • Leasinggegenstände: keine signifikanten offenen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); Wartungs-/Gewährleistungsrisiken werden stets von Lieferanten/Herstellern getragen; Objekt ist Teil der Wertschöpfungskette unserer Kunden
  • Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer mittleren Vertragslaufzeit von rund vier Jahren und Konzentration auf Small Tickets jeweils unter 25 TEUR (61 Prozent aller Leasingverträge)
  • Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten
  • Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 26 Ländern (in der GRENKE Gruppe: 31)

Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit ökonomischem Vollamortisationsanspruch. Hier übersteigen die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten. Risiken, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Länder entstehen könnten, werden vor Markteintritt mit lokalen Rechts- und Steuerfachleuten erörtert und in den Leasingverträgen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell wird, soweit notwendig, entsprechend angepasst. Für Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird immer anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Leasingverträge ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Zum Stichtag betrug der Bestand der Wertberichtigungen 149,2 Mio. EUR (Vorjahr: 129,7 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Leasinggeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 54,1 Mio. EUR erhöht.

Kreditgeschäft

Adressenausfallrisiken stellen das wesentliche Finanzrisiko der GRENKE BANK AG dar. Die Forderungen an Kunden der GRENKE Bank setzen sich neben den angekauften Leasingforderungen und angekauften Portfolios von Konzerngesellschaften aus Existenzgründungsfinanzierungen, Mikrokreditfinanzierungen, Projektfinanzierungen, KMU-Krediten und dem sukzessive abschmelzenden Altportfolio der Privatkredite zusammen. Seit 2015 vergibt die GRENKE Bank in Zusammenarbeit mit dem Mikrokreditfonds Deutschland und ausgewählten Mikrofinanzinstituten Kleinstkredite bis maximal 25 TEUR an Existenzgründer und bestehende Unternehmen. Die Bearbeitung und Refinanzierung erfolgt im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Das Adressenausfallrisiko wird komplett durch den Mikrokreditfonds Deutschland getragen. Mit Blick auf die Ausrichtung als Finanzierer kleiner und mittelständischer Unternehmen arbeitet die GRENKE BANK AG schon seit 2010 mit Förderbanken zusammen. Dies geschieht insbesondere mit dem Ziel, kleineren Existenzgründern Finanzmittel für ihr Gründungsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Das damit verbundene Kreditrisiko für die GRENKE BANK AG wird insbesondere durch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung durch die jeweilige Förder- bzw. Bürgschaftsbank reduziert. Ferner beschränkt sich die Finanzierung von Existenzgründungsvorhaben in der Regel auf Kreditobligos von maximal 100 TEUR je Kreditnehmereinheit, sodass die Kreditrisiken in diesem Bereich breit diversifiziert werden. Darüber hinaus erfolgte im Bereich kleinteiliger Existenzgründerfinanzierungen 2014 die Einführung einer eigenen Produktvariante (GRENKE Starterdarlehen), die sich vom Grundsatz her an den Bedingungen der Förderkredite orientiert, jedoch keine Haftungsfreistellung durch Förderbanken beinhaltet. Das Altportfolio, das insbesondere kleinteilige Beteiligungsfinanzierungen von Privatpersonen umfasst, wird plangemäß abgewickelt. Durch laufende Tilgungen und Kreditablösungen ist dieser Kreditportfolioanteil auf mittlerweile unter 0,1 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Im Rahmen der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft der GRENKE Bank werden je nach Höhe der Bonität oder der Bearbeitungsklasse Wertberichtigungen gebildet. Zusätzlich erfolgt eine Bewertung der im Einzelfall zu stellenden Sicherheit mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert. Der Aufwand der Risikovorsorge der GRENKE BANK AG für das klassische Kreditgeschäft beträgt zum Stichtag 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR).

Factoringgeschäft

Auch das Factoringgeschäft konzentriert sich auf den Small-Ticket-Bereich. Die Factoringeinheiten, welche in Deutschland, der Schweiz und Italien ansässig sind, bieten im Wesentlichen das sogenannte "offene Factoring" an. Hierbei besteht der Vorteil sowohl für die Gesellschaft als auch für den Factoringkunden, darin, dass die Rechnungsempfänger (Debitoren) über die Abtretung bestehender Forderungen informiert werden und diese im Falle eines Zahlungsverzugs -stets in Abstimmung mit dem Kunden - direkt angesprochen werden können. Dies führt erstens zu einer Entlastung der Factoringkunden, und zweitens schafft es Transparenz hinsichtlich des Monitorings der offenen Forderungen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Verträge in Form des stillen Factorings angeboten. Im Gegensatz zum offenen Factoring erfährt der Debitor nicht, dass die bestehende Forderung an die Factoringgesellschaft abgetreten wurde. Darüber hinaus werden Inkassodienstleistungen angeboten. Für rückständige Factoringforderungen werden angemessene Wertberichtigungen anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Debitorenforderungen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren und historischer Erfahrungswerte.Die Wertberichtigung im Factoringgeschäft beträgt zum Stichtag 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Factoringgeschäft war weiterhin nicht wesentlich. Zu den selektierenden Hauptkriterien im Bereich Factoring zählen die Bonität, der durchschnittliche Jahresumsatz, die Branchenzugehörigkeit sowie der Debitorenstamm des potenziellen Factoringkunden. Dessen laufendes Monitoring ermöglicht eine risikoadjustierte Preisgestaltung. Im Rahmen der Kreditentscheidung erfolgt eine Bonitätsprüfung der Debitoren des Factoringkunden anhand der Daten externer Wirtschaftsauskunfteien, die mit Unterstützung des Credit-Centers des Konzerns ausgewertet werden. Zum größten Teil werden Verträge mit jeweils inländischen Debitoren abgewickelt. Innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgt zudem auf Basis des Zahlungsverhaltens eine laufende Prüfung sowie Bewertung der Debitoren und Kunden.

Beteiligungsgeschäft

2015 wurde über die Tochtergesellschaft GRENKE BANK AG eine Beteiligung in Höhe von 25,01 Prozent an der Cash Payment Solution GmbH in Berlin eingegangen. Als Bestandteil der Adressenausfallrisiken werden Beteiligungsrisiken daher ebenfalls im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert. 2016 wurde die Diversifikation des Konzerns mit einer strategischen Investition der GRENKE BANK AG in die Finanzchef24 GmbH verbreitert.

Finanzierung der Franchiseunternehmen

Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten in ihren jeweiligen Märkten als Leasinggeber auf. Auch sie bewegen sich im Small-Ticket-Segment. Daneben bieten wir Factoring im Rahmen unseres Franchisemodells in Großbritannien, Irland, Polen und Ungarn an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden überwiegend über den Konzern refinanziert. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Soweit Refinanzierungen ausgereicht werden, werden diese entweder in Form von Darlehen oder als Forfaitierungen bereitgestellt. Dabei werden die zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert. Darüber hinaus dient die GRENKE AG als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften. Diese betrugen zum Stichtag 38,4 Mio. EUR nach 70,6 Mio. EUR im Vorjahr.

MARKTPREISRISIKEN

Risikodefinition

Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktpreisen ergeben können. Marktpreisrisiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich angesehen. Die strategische Ausrichtung sieht vor, Marktpreisrisiken ausschließlich in Verbindung mit dem operativen Geschäft einzugehen und auf ein entsprechendes Höchstmaß zu reduzieren. Preisschwankungen an den Finanzmärkten können sich signifikant auf Cashflow und Gewinn des Konzerns auswirken. Von besonderer Bedeutung sind Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen. Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und indem wir Zins- und Währungspositionen laufend überwachen, betreiben wir eine aktive Positions- und Risikosteuerung im Rahmen unseres gewöhnlichen Geschäfts.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN UND DEREN AUSWIRKUNG AUF DAS JAHRESERGEBNIS SOWIE EIGENKAPITAL VOR ERTRAGSTEUER

+100 Bp -100 Bp +100 Bp -100 Bp
31. Dezember 2017
Variabel verzinsliche Instrumente -644 644 -- --
Marktbewertung Zinsswaps -- -- 933 -956
31. Dezember 2016
Variabel verzinsliche Instrumente -692 692 -- --
Marktbewertung Zinsswaps -- -- 2.385 -2.205

Neben risikobehafteten, marktsensitiven Positionen wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer Fremdwährung spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten der jeweiligen Marktpreise eine entscheidende Rolle im Umgang mit Zins-und Wechselkursrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns in Bezug auf die Abhängigkeit von der Volatilität der Marktpreise zu begrenzen. Das heißt, unter Wahrung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen der Sicherungsbeziehungen soll eine möglichst hohe Unabhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden. Dabei werden für eine Risikoabschätzung über die Sensitivitätsanalyse folgende Parameter unterstellt:
* eine gleichzeitige, parallele Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber den bedeutendsten Fremdwährungen um zehn Prozent
* eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (ein Prozentpunkt)

Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesen Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine fiktiv unterstellte Marktpreisveränderung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceterisparibus-Annahmen. Deshalb erfolgt das Betrachten der Verschiebung der Zinskurve losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung deutlich abweichen. Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich mit dem zuständigen Vorstand im AK Marktpreisrisiko auf der Grundlage laufend erstellter Analysen erörtert. Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen bzw. Rohstoffpreisen ist der Konzern nicht ausgesetzt.

Derivate zur Absicherung

Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Eingesetzt werden ausschließlich Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das Adressenausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.

Zinsänderungsrisiken

Das Zinsänderungsrisiko resultiert für den Konzern in erster Linie aus der Sensitivität der zukünftigen Zinsaufwendungen aus Finanzschulden infolge von Veränderungen des Marktzinsniveaus. Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen und ABCP-Programmen. Einzelheiten zu diesen Risiken sowie zum Management von Zins- und Währungsrisiken werden im Konzernanhang im Kapitel "7.3 Derivative Finanzinstrumente" dargestellt. Maßgeblich für die Identifizierung einer offenen Risikoposition, die dann eine wirtschaftlich sinnvolle Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist deren Sensitivität hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolgs. Das heißt, insgesamt wollen wir ein Zinsergebnis erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist. Eine Veränderung von 100 Basispunkten (Bp) der Zinssätze im Berichtsjahr hätte das Eigenkapital und Jahresergebnis, jeweils vor Ertragsteuer, mit den oben aufgeführten Beträgen erhöht oder vermindert. Da das Zinsniveau für die meisten relevanten Basiszinsen im Euroraum im Berichtszeitraum negativ war, wird nunmehr bei einem Absenken des Zinsniveaus ebenfalls von einer Parallelverschiebung um 100 Basispunkte nach unten ausgegangen. In den Vorjahren begrenzten wir dieses Szenario. Es wird ferner unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem Wechselkurse, konstant bleiben.

□ SIEHE TABELLE "ZINSÄNDERUNGSRISIKEN UND DEREN AUSWIRKUNG AUF DAS JAHRESERGEBNIS SOWIE EIGENKAPITAL VOR ERTRAGSTEUER"

Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und die Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Hierdurch gewinnen wir hohe Flexibilität bei der Optimierung unserer Refinanzierung. Die daraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zinszahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Da für alle designierten Sicherungsgeschäfte eine nahezu 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen der Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen der ABCP-Programme mit der Helaba (Opusalpha Purchaser II), der DZ BANK (CORAL), der Hypo-Vereinsbank/UniCredit Bank AG (Elektra) und mit der HSBC France (Regency) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung dem jeweiligen strukturierten Unternehmen bzw. dem GRENKE Konzern. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft, und das Absichern der Zahlungsströme erfolgt durch den Einsatz von Zinsswaps. Im Rahmen des ABCP-Programmes mit der SEB AB (Kebnekaise Funding Limited) werden Zinsswaps für das Begrenzen des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Die GRENKE AG ist hier kein Counterpart im Swap. Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt derjenigen des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten Finanzierung. Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedgebeziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Anhand eines Zins-Tools wertet der AK Marktpreisrisiken monatlich die offenen Zinspositionen gemäß der internen Definition aus und leitet Handlungsbedarf ab. Durch den Vorstand beschlossene Sicherungsgeschäfte werden daraufhin vom Team Refinanzierung getätigt.Das Zinsrisiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung quartalsweise auf Basis eines Value-at-Risk-(VaR-)Ansatzes quantifiziert. Zur Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos werden die Effekte von Änderungen der jeweiligen Risikoparameter (Euribor-Referenzzinssätze) auf die Positionen des Zinsbuchs, welches alle zinstragenden aktivischen und passivischen Bilanzpositionen beinhaltet, simuliert und die Auswirkungen unter Berücksichtigung von Neugeschäftsannahmen auf das Zinsergebnis abgeleitet. Dabei wird die Veränderung des jeweiligen Risikoparameters (jeweiliger Referenzzins) durch eine historische Simulation zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent und einer vorgegebenen Haltedauer von 240 Tagen ermittelt und als absolute Basispunkteverschiebung dargestellt. Bei einem Risikohorizont von einem Jahr liegt die geschätzte maximale Verlusthöhe zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent (entspricht einem BP-Shift von 81 Bp) bei 4.602 TEUR.

Währungsrisiken

Aufgrund der breiten internationalen Ausrichtung seines Geschäfts ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder zu eliminieren, kommen Derivate zum Einsatz. Diese Derivate werden zum Stichtag bilanziell mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den finanziellen Schulden erfasst. Darüber hinaus refinanzieren wir in unseren großen Märkten, wie z. B. Großbritannien, das dort akquirierte Neugeschäft in der lokalen Landeswährung, wodurch Währungsrisiken nahezu ausgeschlossen werden können. Dies führt, verbunden mit der Tatsache, dass unsere lokalen Tochtergesellschaften ihr operatives Geschäft im Allgemeinen auf den jeweiligen lokalen Märkten und nicht cross border (über die Landesgrenzen) abschließen, zu unwesentlichen Auswirkungen des bevorstehenden Brexits für unser Geschäft im Zusammenhang mit Wechselkursschwankungen.

Das Währungsrisiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung quartalsweise auf Basis eines Value-at-Risk-(VaR-)Ansatzes quantifiziert. Zur Identifizierung offener Positionen, die einem Fremdwährungsrisiko unterliegen, werden Cashflows in Fremdwährung den abgeschlossenen Devisentermingeschäften gegenübergestellt. Für jede Währungsposition wird das entsprechende Konfidenzniveau anhand historischer Wechselkursänderungen der letzten zehn Jahre errechnet. Darüber hinaus werden verschiedene Extremszenarien simuliert. Die VaR-Berechnung ergibt bei einem Konfidenzniveau von 99,0 Prozent und einem Risikohorizont von einem Jahr ein geschätztes Währungsrisiko über die verschiedenen Devisen von 994 TEUR.

Währungsrisiken bestehen derzeit hauptsächlich im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer, die außerhalb der Eurozone agieren. Das Hedging offener Fremdwährungscashflows erfolgt auf Basis intern definierter Absicherungsgrenzen, die ab einem Bestand zum Tageskurs in Höhe von umgerechnet 500 TEUR pro Währung greifen. In Rumänien, Dänemark, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Brasilien, Großbritannien, Schweden, der Tschechischen Republik sowie in der Türkei und Ungarn wurde dieser Betrag zum ersten Mal überschritten. Dessen ungeachtet ist der Wechselkurs für in australischen und kanadischen Dollar, Vereinigte-Arabische-Emirate-Dirham, Brasilianischen Real, Britischen Pfund, ungarischen Forint, Rumänischen LEU, SingapurDollar und türkischen Lira sowie Dänischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochter- und Franchisegesellschaften überwiegend bekannt und fest kontrahiert. Es bestehen allerdings weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen.

FREMDWÄHRUNGSSENSITIVITÄTEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DAS JAHRESERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUER

2017 2016
Aufwertung Abwertung
GBP -255 259
HUF -743 746
CHF -2 2
BRL 205 -205

Die Schweiz, Brasilien, Chile, Polen und Kroatien sind in der unmittelbaren Leasingrefinanzierung nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings abgesichert. Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten - im Fremdwährungsbereich kommen ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz - wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt den Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge-Accounting) wird im Währungsbereich bis auf Weiteres verzichtet.

Fremdwährungssensitivitätsanalyse

Nach Einschätzung des Managements ist der Konzern unter materiellen Gesichtspunkten hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des Britischen Pfunds (GBP), des ungarischen Forint (HUF) dem Schweizer Franken (CHF) sowie dem Brasilianischen Real (BRL) ausgesetzt. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern ergeben sich aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden einschließlich nicht als Sicherungsgeschäfte designierten Fremdwährungsderivaten sowie aus tatsächlichen Zahlungsströmen, die im Berichtszeitraum ganz oder teilweise ergebniswirksam erfasst wurden und im Rahmen der Konsolidierung in Euro umzurechnen waren unter der Bedingung, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem die Zinssätze, konstant bleiben. Eine direkte Auswirkung auf das Eigenkapital ergibt sich nicht, weil Fremdwährungsderivate nicht als Sicherungsgeschäft bilanziert werden. Die Einflüsse der prognostizierten Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte werden außer Acht gelassen. Die Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10prozentigen Aufwertung oder Abwertung des Euro gegenüber den jeweiligen anderen Währungen zum 31. Dezember bzw. während der Berichtsperiode und deren Auswirkung auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuer. □ SIEHE TABELLE "FREMDWÄHRUNGSSENSITIVITÄTEN UND DEREN AUSWIRKUNGEN AUF DAS JAHRESERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUER"

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Hinsichtlich der Liquiditätsrisiken verweisen wir zusätzlich auf die Übersicht der erwarteten Mittelabflüsse aus vertraglichen Verpflichtungen im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns.

Risikodefinition

Unter Liquiditätsrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel fehlen oder nur teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Liquiditätsrisiken werden in der Gruppe als wesentlich erachtet, aber aufgrund ausreichender Steuerungsmaßnahmen durch die vorhandenen Systeme und Methoden gut beherrscht.

Liquiditätssteuerung

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wird zu jedem Zeitpunkt durch die ausreichende Vorhaltung von Liquiditätslinien gewährleistet. Im Wesentlichen wird sie durch vorgehaltene Liquidität, zugesagte Kreditlinien und bewährte, am Markt etablierte Geld- und Kapitalmarktprogramme abgedeckt. Emissionen unter den bestehenden Geld- und Kapitalmarktprogrammen erfolgen ausschließlich auf liquiden Märkten und Währungen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich im Berichtsjahr weiterhin freundlich entwickelt. Die Liquiditätssteuerung basiert auf den drei Säulen Geld- und Kapitalmarktprogramme, Forderungsverkauf und Finanzierungen über die GRENKE Bank. Dank dieser breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur waren wir jederzeit in der Lage, ausreichend Liquidität für den Konzern und das weltweite Geschäft zu beschaffen. Eine Herabstufung des Unternehmensratings durch Standard & Poor's oder GBB könnte die Refinanzierung von außen beeinträchtigen. Das Marktliquiditätsrisiko spielt lediglich eine untergeordnete Rolle, da keine handelbaren Vermögensgegenstände vorgehalten werden.

Kurzfristige Liquidität

Das Management des Liquiditätsrisikos umfasst die tägliche Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird jeweils am ersten Arbeitstag einer Kalenderwoche eine Liquiditätsübersicht erstellt und auf Vorstandsebene behandelt. Hierin sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten. Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft. Ferner werden auch Löhne und Steuern berücksichtigt. Das Reporting unterscheidet drei Liquiditätsstufen:

  • Liquidität 1 (Barliquidität): Auf allen Konten befindliches Geld zuzüglich der Überziehungsrahmen bei Banken sowie aller "unmittelbar" (Zeithorizont etwa eine Woche) fließenden Gelder.
  • Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen die Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind, sich aber in diesem Zeithorizont ohne signifikante Wertverluste monetarisieren lassen.
  • Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der nicht bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen die Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind und mehr als einen Monat benötigen, um sich ohne signifikante Wertverluste monetarisieren zu lassen.

LIQUIDITÄTSSTUFEN

31.12.2017 31.12.2016
Liquidität 1 (Barliquidität) 254.153 240.783
Liquidität 2 (bis 4 Wochen) 376.002 360.711
Liquidität 3 (größer 4 Wochen) 560.654 535.210

Zudem erfolgt die Steuerung der kurzfristigen Liquidität im Rahmen der verbindlich einzuhaltenden Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die LCR betrug zum Stichtag 31. Dezember 2017 130,33 Prozent. Die Mindestquote in Höhe von 80 Prozent im Jahr 2017 wurde jederzeit eingehalten. 2018 steigt die Mindestquote auf 100 Prozent.# Die wesentlichen Refinanzierungsquellen zur Sicherung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit stellen vorgehaltene Liquidität, EUR- und CHF-Geldhandel, Revolving Credit Facilities in EUR und CHF sowie Kontokorrentkreditlinien in EUR und BRL dar. Diese kurzfristigen Refinanzierungslinien sind teilweise fest zugesagt und unterliegen in Bezug auf die Referenzzinssätze EONIA, EURIBOR/LIBOR oder CDI lediglich geringen Marktschwankungen. Zusätzlich sehen die genutzten Refinanzierungsverträge keine ordentlichen vorzeitigen Kündigungsrechte vor. Die Laufzeit für Geldhandel und Kontokorrentkreditlinien ist unbefristet, während die Laufzeit für Revolving Credit Facilities 364 Tage beträgt. Zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen stehen vertraglich zugesagte Revolving-Credit-Facility-Verträge mit verschiedenen Banken in Höhe von 150 Mio. EUR, 20 Mio. CHF und 100 Mio. PLN zur Verfügung.

Mittel- und langfristige Liquidität

Über das kurzfristige Steuern der Liquidität und das wöchentliche Reporting hinaus wird monatlich eine statische Liquiditätsplanung erstellt. Mindestens einmal im Quartal wird eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt, deren Cash-Planung darauf abzielt, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene. Da die Duration der Aktivseite im Portfolio ungefähr diesem Zeitraum entspricht, ist das eine bedeutende Kennzahl zur Steuerung des Gesamtkonzerns im Hinblick auf dessen Liquidität.

□ SIEHE GRAFIK "LIQUIDITÄTSVERLAUF PER 31. DEZEMBER 2017"

Im laufenden Geschäftsjahr 2018 werden Schuldverschreibungen in Form von Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von 343 Mio. EUR und 22,8 Mio. CHF fällig. Die Refinanzierung dieser Schuldverschreibungen kann zum Fälligkeitszeitpunkt einem Refinanzierungsrisiko unterliegen. Wir erwarten jedoch, dass sich dieses Refinanzierungsrisiko in engen Grenzen hält. Als relevante Messgröße zur Steuerung der Fristigkeiten neuer Refinanzierungen und der Liquiditätsstruktur wird auf Monatsbasis die Duration für die Aktiv- und Passivseite berechnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 ergab sich eine Duration für die Aktivseite von 21 Monaten (Vorjahr: 20 Monate) und für die Passivseite von 26 Monaten (Vorjahr: 25 Monate). Auf Basis dieser Daten kann durch geeignete Maßnahmen das Risiko von Fristentransformationen reduziert werden. Prinzipiell refinanzieren wir uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsalternativen auf den Fremdkapitalmärkten. Unser Spektrum an Refinanzierungsinstrumenten ist sehr breit gefasst. Es beinhaltet neben klassischen Bankfinanzierungen revolvierende Darlehensfazilitäten und ABCP-Programme. Die Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten keine Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit bestehen. Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrunde liegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für Brasilien, Chile, Deutschland, Großbritannien, Polen und die Schweiz über klassische Bankenfinanzierungen, die in der Regel ebenfalls eine solche assetbasierte Struktur aufweisen. Wir nutzen aber auch Refinanzierungsinstrumente, die nicht assetbasiert sind und daher nach unserem Ermessen und gemäß unserer Geschäftsentwicklung eingesetzt werden. So haben wir mit dem Debt-Issuance-Programm (DIP) einen direkten Kapitalmarktzugang. Zusätzlich verfügen wir schon seit 2011 über eine Plattform zur Emission von Commercial Paper (CP). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 500 Mio. EUR ausgestattet und kann mit Laufzeiten zwischen einem und 364 Tagen begeben werden. Damit eröffnet uns die CP-Plattform unterjährige Refinanzierungsalternativen, während die Anleihen des DIP Laufzeiten ab einem Jahr aufweisen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten der Finanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Mit diesem breit gefächerten Instrumentarium können wir aus den zur Verfügung stehenden Alternativen die jeweils attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen. Vor dem Hintergrund der auch weiterhin nicht völlig entschärften europäischen Staatsschuldenkrise bleiben die Finanzmärkte vor allem bei Anleihen mittlerer bis längerer Laufzeiten hohen Risiken ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die deutschen Langfristzinsen, die sich auf historisch extrem niedrigem Niveau befinden. Hinzu kommen aktuell erhöhte Zinsänderungsrisiken aus der Ankündigung der US-Notenbank, die kurzfristigen Zinssätze in den USA sukzessive weiter anheben zu wollen, was ebenfalls Zinsfolgen in Europa haben kann. Aufgrund der Verlautbarungen der EZB ist aber davon auszugehen, dass deren Politik einer umfassenden Liquiditätsversorgung mit anhaltend niedrigen Kurzfristzinsen auch auf weitere Sicht beibehalten wird. Die sehr niedrigen Renditen von Staatspapieren und die gleichzeitige Verschlechterung der Bonität vieler staatlicher Schuldner haben Anleger dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen. Dieser Trend hält an. Das hat zu einer sehr guten Verfügbarkeit von Refinanzierungsmitteln für Unternehmen mit hoher Bonität und guter Reputation am Kapitalmarkt - wie es GRENKE ist - geführt. Wir haben diese Marktverfassung auch im Berichtsjahr wieder aktiv genutzt, um nicht nur unseren aktuellen Refinanzierungsbedarf vollständig, zügig und zu attraktiven Konditionen zu decken, sondern auch einen Teil des Kapitalbedarfs für unser künftiges Wachstum.

OPERATIONELLE RISIKEN

Risikodefinition

Unter operationellen Risiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Strukturen, menschlichen Fehlhandlungen und technischem Versagen oder infolge extern getriebener Ereignisse (z. B. elementare Gefährdungen, höhere Gewalt, vorsätzliche Handlungen) ergeben können. Reputationsrisiken fallen nach der internen Definition nicht darunter. Operationelle Risiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich erachtet. Die Risiken werden auf Basis des Basisindikatoransatzes nach CRR I im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung quantifiziert und über die Einzelerfassung in der Risikoumfrage überwacht und gesteuert.

Risikoumfrage

Mindestens jährlich wird über das intranetbasierte Risikomanagement-Tool des Konzerns eine Umfrage unter anderem zu den operationellen Risiken durchgeführt. Hierbei werden Mitarbeiter aus allen Bereichen nach deren Risiken befragt. Bestandteil sind auch die Sachverhalte aus der nichtfinanziellen Erklärung. Die Ergebnisse der Risikoumfrage werden zur Wesentlichkeitseinschätzung der Risiken des Unternehmens im Rahmen des Risikostrategieprozesses herangezogen. Die Gesamtergebnisse der Risikobereiche Recht und Steuern, IT, Internationalisierung und Franchise, Administration, Personal, Vertrieb und Marketing sowie Verwertung werden anhand des durchschnittlich geschätzten Schadens und der genannten Eintrittserwartung evaluiert und dementsprechend drei Risikoklassen zugeordnet. Die relevantesten Risiken werden im Gremium AK Risk analysiert. In 2017 gehörten Risiken aus dem Altportfolio und die mangelhafte/fehlerhafte Zinssicherung bei Refinanzierung zu den am höchsten bewerteten Einzelrisiken. Auf Einzelrisikoebene werden Steuerungsmaßnahmen definiert. Darüber hinaus gab es im Berichtszeitraum keine operationellen Schäden, welche über der Schwelle von 2 Mio. EUR lagen. Der größte Teil der Schäden ist in die Kategorie Externer Betrug einzuordnen. Sofern einzelne Schadenshöhen nicht exakt zu bestimmen sind, beruhen die Werte auf Schätzungen. Die Quantifizierung der operationellen Risiken für die Unternehmenssteuerung erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung unter Verwendung des Basisindikatoransatzes gemäß Art. 315 CRR. Das geschätzte Risiko inklusive Wachstumsannahme betrug hier per 31. Dezember 2017 61.014 TEUR (Vorjahr: 48.510 TEUR).

Zertifizierung des Qualitätsmanagements

Die TÜV SÜD Management Service GmbH erteilte der GRENKE AG bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2010 von der TÜV-Zertifizierungsstelle, der TÜV SÜD Management Service GmbH, nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 geprüft und zertifiziert. Neben den Standorten in Deutschland, der GRENKEFACTORING GmbH (Deutschland) und der für die Verwertungen zuständigen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Italien, der Türkei, Rumänien, Ungarn, Portugal, Finnland, der Slowakischen Republik, Luxemburg, Irland, Malta, Slowenien, Dänemark, die GRENKEFACTORING AG Schweiz, dem Vereinigten Königreich sowie die Franchisenehmer GC Locafäo de Equipamentos LTDA Brasil, GF Faktor Zrt Hungary, GC Leasing Middle East FZCO Dubai sowie GC Renting Croatia d.o.o. zertifiziert. Die TÜV SÜD Management Service GmbH hat das Qualitätsmanagementsystem der GRENKE AG (einschließlich der vorgenannten Tochtergesellschaften und Franchisepartner) zuletzt erneut einem Audit unterzogen und ihr mit Wirkung vom 25. Oktober 2016 zertifiziert und im Wiederholungsaudit des Jahres 2017 bestätigt, dass es die Forderungen der neuen Norm ISO 9001:2015 erfüllt. Das Zertifikat ist bis zum 24. Oktober 2019 gültig. Alle elektronisch geschlossenen Leasingverträge sowie gescannte Papierdokumente werden in einem revisionssicheren Archiv langzeit-archiviert. Das digitale Archiv wird redundant in zwei Rechenzentren gespeichert, womit für den Fall eines Elementarschadens hinreichend Vorsorge getroffen wurde. Die Vertragsdaten werden über spezielle, IT-gestützte Systeme gespeichert und verarbeitet. IT spielt beim Abwickeln und Verwalten unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle.# Risikomanagement und Interne Kontrollsysteme

Daher werden die Organisation und die Abläufe der IT wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.

Geschäftsprozess- und IT-Risikomanagement

Sämtliche Kerngeschäfts-, Management- und Supportprozesse sind an der Geschäftsstrategie ausgerichtet, in hohem Maße standardisiert und digitalisiert und werden im Zuge der Erneuerung von Legacy-Systemen stetig mit dem Ziel der Vereinfachung und Beschleunigung weiterentwickelt. Voraussetzung dafür ist eine technologisch moderne und in hohem Maße flexible Systemarchitektur, deren Veränderung (Change Management) inhaltlich und methodisch systematisch dokumentiert wird und regelmäßigen internen Prüfungen unterliegt. Eine hohe betriebliche Stabilität erreichen wir durch fortgesetzte Modernisierung der Infrastruktur, basierend auf einer vollständig redundanten Rechenzentrumsarchitektur und der einhundertprozentigen Virtualisierung von Servern, Speichern und Netzwerk. Das IT-Risikomanagement umfasst eine vollständige Risikotransparenz über alle Funktionsbereiche der IT hinweg, das heißt Organisation, Prozesse, Anwendungen, Infrastrukturbetrieb inklusive IT-Sicherheit, Projekten und Compliance.

Betriebliches Kontinuitätsmanagement

Der Konzern hat ein betriebliches Kontinuitätsmanagement etabliert. Die Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen sind schriftlich dokumentiert. Sie umfassen auch Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufpläne. Ziel ist es, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren. Ein Krisenstab fungiert als zentrales Reaktionsinstrument. Die Aufgaben des Krisenstabs sind in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivieren von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellen der betrieblichen Kontinuität unterteilt. Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und Prozesse mindestens einmal jährlich überprüft.

IKS und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) stellt die Gesamtheit der vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen dar, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:

  • Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit inklusive des Schutzes des Vermögens sowie der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen
  • Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung
  • Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns. Über eine definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Jahresabschluss und den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Dabei sind Konzernrechnungslegung und Konsolidierung zentral organisiert. Buchungsvorgänge der einzelnen Länder werden verbindlichen Ablaufplänen entsprechend zur Generierung der qualitativen und quantitativen Angaben von zuständigen Sachbearbeitern zentral erfasst und bearbeitet. Es gilt das Vieraugenprinzip. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind schriftlich niedergelegt und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die für den Konzernrechnungslegungsprozess verwendeten elektronischen Systeme und die erforderliche IT-Infrastruktur werden regelmäßig hinsichtlich der gebotenen Sicherheitsanforderungen von der Internen Revision überprüft. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung und Sicherstellung der Wirksamkeit der Systeme und Prozesse des Konzernrechnungslegungsprozesses, insbesondere hinsichtlich neuer Produkte, Sachverhalte und veränderter rechtlicher Regelungen. Hierzu werden bei Bedarf auch externe Berater hinzugezogen. Zur Sicherstellung der Qualität der Rechnungslegung im Konzern werden die damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig bedarfsorientiert geschult. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

  • Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
  • Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und dessen Ergebnisse auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften
  • Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Abschlusses einschließlich des Lageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
  • Maßnahmen, die die ordnungsgemäße, IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
  • Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS

Der Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. In dieses System ist auch der Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft in vollem Umfang eingebunden. Damit gewährleistet das eingerichtete Risikomanagementsystem hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses von Gesellschaft und Konzern die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen für die Öffentlichkeit.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den Zielen und Managementmethoden hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten sowie den einzelnen Risikoarten, die mit solchen Instrumenten behandelt werden, wird auf das Kapitel "Derivate zur Absicherung" sowie auf die Ausführungen zum Management der Zins- und Währungsrisiken in diesem Risikobericht verwiesen. Andere Finanzinstrumente als die dort erwähnten werden nicht eingesetzt.

ZUSAMMENSETZUNG DES KERNKAPITALS VOR FESTSTELLUNG

scroll TEUR
31.12.2017
Eingezahlte Kapitalinstrumente 44.313
Agio 93.611
Einbehaltene Gewinne 471.625
Sonstiges Ergebnis -2.261
Abzugsposten vom Kernkapital -118.617
Übergangsbestimmungen nach Artikel 478 CRR 2.373
Summe des harten Kernkapitals nach Artikel 26 CRR 491.044
Summe des zusätzlichen Kernkapitals nach Artikel 51 CRR 125.000
Summe des Ergänzungskapitals nach Artikel 62 CRR --
Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR 616.044

RELEVANTE RISIKOPOSITIONEN

scroll TEUR
31.12.2017
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Zentralstaaten oder Zentralbanken --
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber regionalen/lokalen Gebietskörperschaften 5.923
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Instituten/Unternehmen mit kurzfristigem Rating 8.802
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Unternehmen 160.379
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus dem Mengengeschäft 87.651
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus sonstigen Positionen 6.123
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus Beteiligungen --
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus mit besonders hohen Risiken verbundenen Risikopositionen 928
Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus ausgefallenen Positionen 9.565
Summe Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko 279.371
Summe Eigenmittelanforderungen Marktrisiko 2.597
Summe Eigenmittelanforderungen operationelle Risiken 48.268
Summe Eigenmittelanforderungen Anpassungen der Kreditbewertung 437
Eigenmittelanforderungen insgesamt 330.673

ANGABEN ZU DEN EIGENMITTELN

Die Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR betrug zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 616 Mio. EUR (Vorjahr: 449 Mio. EUR). Die Hybridanleihe von 2015 wurde 2016 um 20 Mio. EUR aufgestockt. Im September 2017 wurde eine weitere Hybridanleihe über 75 Mio. EUR emittiert. Diese Anleihen werden dem zusätzlichen Kernkapital zugerechnet. Ergänzungskapital besteht nicht. Die Eigenmittel des Konzerns (regulatorisches Eigenkapital) setzen sich aus dem eingezahlten Kapital, dem Agio, den einbehaltenen Gewinnen der vergangenen Geschäftsjahre, dem sonstigen kumulierten Ergebnis sowie anrechenbaren Positionen des zusätzlichen Kernkapitals zusammen. Abzugspositionen, die vornehmlich aus den zuletzt festgestellten immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten bestehen, sowie Übergangsbestimmungen nach Art. 478 CRR werden berücksichtigt. Durch die Tatsache, dass die GRENKE AG im Sinne des § 10 a KWG übergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe ist, hat sie dafür Sorge zu tragen, dass der Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Capital Requirement Regulation (CRR) einhält. Nach den Vorgaben des Artikels 92 Abs. 1 CRR in Verbindung mit § 10 a KWG ermittelt die GRENKE AG unter anderem die Gesamtkapitalkennziffer des Konzerns auf den Grundlagen des IFRS-Abschlusses.

ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG

Das kontrollierte Eingehen von Risiken stellt für den GRENKE Konzern einen maßgeblichen Teil des Geschäftsmodells dar. Zur Steuerung der Risiken wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System erfüllt die aufsichtsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Anforderungen. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, befindet sich auf hohem Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt.# PROGNOSEBERICHT GESCHÄFTSVERLAUF UND KÜNFTIGE AUSRICHTUNG

Neugeschäftsentwicklung der GRENKE Gruppe

Angesichts des anhaltend guten konjunkturellen Umfelds, unserer eigenen Wettbewerbsstärke und der jüngsten strategischen Weichenstellungen sind wir zuversichtlich, auch im laufenden Geschäftsjahr 2018 substanzielles Neugeschäft generieren zu können. In unserem dominierenden Leasinggeschäft (GRENKE Gruppe Leasing) rechnen wir - bei einem weiterhin guten Wachstum in unseren drei bedeutsamsten Märkten Deutschland, Frankreich und Italien - mit einer Wachstumsrate zwischen 16 und 20 Prozent. An unserem Ziel einer unverändert profitablen und risikoadäquaten DB2-Marge halten wir dabei konsequent fest. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring erwarten wir einen Anstieg gegenüber Vorjahr zwischen 15 und 20 Prozent. Auch in Hinblick auf die Refinanzierung des zu erwartenden hohen Neugeschäfts sehen wir uns bestens aufgestellt, das Volumen über unsere diversen Kapitalmarktzugänge zu attraktiven Konditionen refinanzieren zu können.

Entwicklung des GRENKE Konzerns

Auf Basis unserer Planungen und der dargestellten Chancen und Risiken rechnen wir auch für das laufende Geschäftsjahr 2018 wieder mit einem anhaltend hohen Wachstum sowie einem - auf vergleichbarer Basis - erneuten Anstieg des Konzern-Gewinns. Wesentlich dazu beitragen werden die hohe Dynamik des Leasing-Neugeschäfts der letzten Jahre, weiter wachsende Zinserträge sowie eine auf das langfristige Mittel bezogene stabile Cost-Income-Ratio. Darüber hinaus werden wir auch vom aktuellen, profitablen Neugeschäft und nicht zuletzt vom wachsenden Einlagengeschäft der GRENKE Bank profitieren.

Unter Berücksichtigung des ab dem 1. Januar 2018 erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" erwarten wir einen Gewinn zwischen 123 und 131 Mio. EUR. Während nach dem bislang anzuwendenden Standard IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste zulässig war, sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf erwarteten Kreditausfällen basiert. Gleichwohl erwarten wir bezogen auf den vergleichbaren Gewinn ein Wachstum zwischen 15 und 18 Prozent. Die Umstellung und Erstanwendung des IFRS 9 hat keine Auswirkungen auf unsere Deckungsbeiträge oder den Embedded Value, schließlich bleibt die Gesamtprofitabilität des Konzerns davon unberührt. Das Vorwegnehmen der sogenannten Expected Losses (erwartete Kreditausfälle) führt lediglich zu einer Periodenverschiebung. Im laufenden Jahr werden wir umso mehr die Bedeutung der Deckungsbeiträge sowie des Embedded Values betonen. Ferner werden die Anpassungseffekte aus der Anwendung des IFRS 9 separat dargelegt sein. Dies sollte uns auch im laufenden Geschäftsjahr 2018 den für die Fortführung unserer attraktiven Dividendenpolitik notwendigen Spielraum geben, die unsere Aktionäre am Unternehmenserfolg beteiligt.

Die wesentlichen Risiken, die zu Abweichungen in der dargestellten Planung führen können, fassen wir im Folgenden zusammen:

  • Signifikante Trendwende an den Kapitalmärkten (Zinsänderungsrisiko): Konjunkturell bedingt steigende Kupons bei Anleihen staatlicher Schuldner insbesondere im oberen Ratingbereich könnten deren relative Attraktivität ansteigen lassen und an den Kapitalmärkten zu Spread-Ausweitungen und damit einhergehenden zwischenzeitlich möglichen Liquiditätsengpässen sowie entsprechenden Veränderungen der generellen Refinanzierungssituation für Unternehmen führen. Zwar können wir höhere Refinanzierungskosten in unseren Konditionen stets weitergeben, dies allerdings im Zweifel mit einem gewissen Zeitversatz.

  • Signifikante Veränderungen in der Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistungseinheiten von IT-Herstellern hin zu einer verstärkten Rückkehr ins Leasinggeschäft: Dies könnte zu verschärftem (Margen-)Wettbewerb und damit Preisdruck führen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung im Jahr 2018 ist eher gering anzusetzen, da sie vergleichsweise lange Vorlaufzeiten erfordert. Darüber hinaus dürfte der Small-Ticket-Bereich nur wenig betroffen sein, da er hohe Eintrittsbarrieren aufweist.

  • Starker Anstieg der Schäden: Traditionell steigen die Schäden zeitversetzt zur konjunkturellen Entwicklung. Damit dürfte selbst ein scharfer Konjunktureinbruch im Jahr 2018 erst im Zeitverlauf zu einem spürbaren Anstieg führen. Zum einen verfügen wir über eine wirksame Steuerung, die die Schadensentwicklung effektiv in Grenzen hält. Zum anderen kann im Geschäftsjahr 2018 sogar eher von einer Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums ausgegangen werden. Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Konjunktureinbruchs in 2018 als sehr niedrig ein.

  • Veränderung aufgrund rechtlicher Gegebenheiten: Änderungen der in den jeweiligen Ländern anzuwendenden Steuergesetze und -regelungen könnten beispielsweise zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen. Außerdem können steigende regulatorische Anforderungen in den einzelnen Märkten zu administrativen Aufwendungen führen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns soll sich auch 2018 ertragsbedingt weiter verbessern. Ausgehend vom erwarteten Gewinn, rechnen wir mit einem steigenden Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die geplanten Investitionen vollständig innenfinanziert. Die Anwendung des neuen Wertminderungsmodells gemäß IFRS 9 führt zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen für unser Portfolio (Leasing, Bank und Factoring) um die zukünftig erwarteten Wertminderungen. Wir rechnen mit einem einmaligen Umstellungseffekt zwischen 50 und 70 Mio. Euro, der sich direkt im Eigenkapital niederschlägt. An unserer langfristigen Orientierungsgröße von 16 Prozent für die bilanzielle Eigenkapitalquote halten wir fest.

Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung

Das profitable Wachstum der Vergangenheit soll auch in den kommenden Geschäftsjahren weiter fortgesetzt werden. Die Position als global agierender Finanzierungspartner für kleine und mittelständische Unternehmen soll dabei nachhaltig gestärkt und ausgebaut werden. Mit seiner soliden Kapitalausstattung, der guten Positionierung auf den Eigen- und Fremdkapitalmärkten und der Fähigkeit, stets risikoadäquate Margen durchzusetzen, ist der GRENKE Konzern dafür hervorragend gerüstet. Die Erschließung neuer Märkte zählt dabei ebenso zur Strategie wie die Ausweitung unserer Präsenz in den bestehenden Märkten. Aus heutiger Sicht sind zusammenfassend keine Faktoren zu erkennen, die einen negativen Einfluss auf die künftige Entwicklung des GRENKE Konzerns haben könnten.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

AKTIENBESITZ UND AKTIENGESCHÄFTE DER ORGANE

Ausführliche Angaben zum Aktienbesitz der Organe per 31. Dezember 2017 sind im Konzernanhang im Kapitel "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" dargestellt. Angaben zu den Aktiengeschäften der Organe im Laufe des Berichtsjahres sind auf unserer Homepage www.grenke.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance einsehbar.

ERLÄUTERNDER BERICHT ÜBER DIE ANGABEN NACH §§ 289 A ABS. 1 UND 315 A ABS. 1 HGB

Die Aktien der GRENKE AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts zugelassen mit den weiteren Zulassungsfolgepflichten, wie sie von der Deutsche Börse AG für den Prime Standard definiert sind. Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes Gezeichnetes Kapital in Höhe von 44.313.102,00 EUR, das eingeteilt ist in 44.313.102 Namensaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von rund 1,00 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet. Entsprechend bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen. Zur Wahrung der Kontinuität und Sicherung einer stabilen Aktionärsstruktur haben die Eheleute Wolfgang und Anneliese Grenke gemeinsam mit ihren Söhnen Moritz Grenke, Roland Grenke und Oliver Grenke (Familie Grenke) im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG gegründet. In diese Gesellschaft hat die Familie Grenke am 17. September 2014 sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien an der GRENKE AG eingebracht. Der zwischen den Mitgliedern der Familie Grenke bestehende Poolvertrag wurde mit Einbringung der Aktien in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG aufgehoben. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 besitzt die Familienholding Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 18.905.958 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend rund 42,66 Prozent des Grundkapitals. Komplementär der Grenke Beteiligung GmbH & Co.# KG ist die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, ihre Kommanditisten sind die folgenden Mitglieder der Familie Grenke: Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland und Oliver Grenke.

Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH ist an Vermögen und Ertrag der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG nicht beteiligt. Jeweils einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Wolfgang Grenke und Frau Anneliese Grenke. In der Grenke Vermögensverwaltung GmbH und damit mittelbar in der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG hat Herr Wolfgang Grenke maßgeblichen Einfluss. Herr Wolfgang Grenke ist zugleich Vorsitzender des Vorstands der GRENKE AG. Mit Bescheid vom 1. September 2014 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG und die Grenke Vermögensverwaltung GmbH jeweils von den Pflichten des § 35 Abs. 1 Satz 1 sowie des § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG nach § 37 WpÜG befreit (Abgabe eines Pflichtangebots für Aktien der GRENKE AG). Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaften vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen.

Die Satzung der GRENKE AG sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig. Der Vorstand der GRENKE AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.

Änderungen der Satzung bedürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen eines Beschlusses durch die Hauptversammlung. Deren Beschlüsse werden - soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern. Weitere Angaben gemäß DRS 20 K211 (Bedingungen eines Kontrollwechsels im Falle eines Übernahmeangebots) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen. Ausführliche Angaben zu genehmigten und bedingten Kapitalien sind im Konzernanhang im Kapitel "5.17 Eigenkapital" dargestellt.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Wir verweisen auf das Kapitel "Veränderungen in den Organen der Gesellschaft".

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH §§ 289 F, 315 D HGB

Als börsennotierte Aktiengesellschaft bzw. als Mutterunternehmen haben wir gemäß §§ 289 f, 315 d HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat enthält. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG der GRENKE AG und die Erklärung zur Unternehmensführung sind im Internet unter dem Link www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance zugänglich.

LANGFRISTIG AUSGERICHTET

Unsere Dividendenpolitik ist langfristig ausgerichtet. Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für künftige Expansion bilden zentrale Kriterien.

ATRAKTIVES WACHSTUM

DIVIDENDENVORSCHLAG 2017 (EUR)

0,70

Ausgehend von der abermals guten Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der GRENKE AG eine Dividende in Höhe von 0,70 EUR je Aktie vorschlagen.

KONTINUIERLICHER ANSTIEG

Mit der vorgeschlagenen Dividende steigt die Ausschüttung an die Aktionäre im achten Jahr in Folge. Das durchschnittliche Dividendenwachstum in den letzten 5 Jahren beträgt 21 Prozent pro Jahr. Neben einem hohen inneren Wert bietet die GRENKE-Aktie damit einen kontinuierlich steigenden Dividendenertrag.

Lagebericht FÜR DIE GRENKE AG

Im Folgenden erläutern wir - ergänzend zur Berichterstattung über den GRENKE Konzern - die Entwicklung der GRENKE AG (die "Gesellschaft") im Geschäftsjahr 2017. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung waren keine wesentlich abweichenden Entwicklungen zu verzeichnen, die ausschließlich die Gesellschaft beträfen.

GESELLSCHAFTSRECHTLICHER RAHMEN, KONZERNZUGEHÖRIGKEIT

Die GRENKE AG wurde 1997 unter der damaligen Firmierung GRENKELEASING AG gegründet. Im selben Jahr wurde auch die Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (die "KGaA") gegründet. Die beiden Gesellschaften stellen eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar - mit der GRENKE AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Im Rahmen eines DoppelstockModells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKE AG hält indirekt 100 Prozent der KGaA, es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zusammen mit den gemäß IFRS konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten der GRENKE AG bildet sie den GRENKE Konzern.

Überblick über die Tochtergesellschaften und Niederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Freiburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, München, Neu-Ulm, Nürnberg, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken und Stuttgart. Sie hält über die Anteile an der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA hinaus jeweils 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, der GRENKE digital GmbH, Karlsruhe und der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn. Außerhalb Deutschlands hält die GRENKE AG zum Bilanzstichtag Beteiligungen von jeweils 100 Prozent an:

BETEILIGUNGEN AUSSERHALB DEUTSCHLANDS

Gesellschaft Sitz
GRENKELEASING GmbH Wien/Österreich
GRENKELEASING AG Zürich/Schweiz
GRENKEFACTORING AG Basel/Schweiz
GRENKELEASING s.r.o. Prag/Tschechien
GRENKE ALQUILER S.L. Barcelona/Spanien
GRENKELEASING ApS Herlev/Dänemark
Grenkefinance N.V. Vianen/Niederlande
GRENKE LIMITED Dublin/Irland
GRENKE FINANCE PLC Dublin/Irland
GRENKE LOCATION SAS Schiltigheim/Frankreich
GRENKE Locazione S.r.l. Mailand/Italien
GRENKELEASING AB Stockholm/Schweden
Grenke Leasing Ltd. Guildford/Großbritannien
GRENKELEASING Sp. z o.o. Posen/Polen
GRENKELEASING Magyarorszâg Kft. Budapest/Ungarn
GRENKE LEASE Sprl Brüssel/Belgien
Grenke Renting S.R.L. Bukarest/Rumänien
GRENKE RENTING S.A. Lissabon/Portugal
GRENKELEASING Oy Vantaa/Finnland
GRENKELEASING s.r.o. Bratislava/Slowakei
GRENKELOCATION SARL Munsbach/Luxemburg
GRENKELEASING d.o.o. Ljubljana/Slowenien
GRENKE RENT S.L. Madrid/Spanien
GRENKE Kiralama Ltd. Sti. Istanbul/Türkei
GRENKE Renting Ltd. Sliema/Malta
GC Locaçao de Equipamentos LTDA São Paulo/Brasilien
GRENKE Locação de Equipamentos LTDA São Paulo/Brasilien
FCT "GK"-Compartment "G2" Pantin/Frankreich

LAGE

Der Jahresabschluss der GRENKE AG zum 31. Dezember 2017 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt worden.

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN AUS GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND BILANZ

TEUR 2017 2016
Leasingerträge 559.627 529.662
Leasingaufwendungen 410.349 392.147
Ergebnis aus Leasinggeschäften 149.278 137.515
Zinsergebnis -4.853 -4.010
Sonstige betriebliche Erträge 85.864 26.122
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 71.621 60.348
Personalaufwand 30.116 28.788
Abschreibungen und Wertminderung 111.099 95.403
Jahresüberschuss 34.793 34.077
31.12.2017 31.12.2016
Anteile an verbundenen Unternehmen 373.044 297.834
Leasingvermögen 320.806 267.343
Sachanlagen 22.775 24.687
Sonstige Vermögensgegenstände 28.543 52.007
Forderungen an Kunden 46.701 52.099
Eigenkapital 272.373 263.429
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 38.301 46.811
Rechnungsabgrenzungsposten 333.448 285.634
Bilanzsumme 982.163 862.284

ERTRAGSLAGE

Das Ergebnis aus dem Leasinggeschäft stieg im Berichtsjahr um neun Prozent auf 149,3 Mio. EUR (Vorjahr: 137,5 Mio. EUR) an. Das Zinsergebnis betrug -4,9 Mio. EUR nach -4,0 Mio. EUR im Vorjahr; die Zinsaufwendungen enthielten neben den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die KGaA weitergeleitet werden, auch periodenfremde Aufwendungen, die voraussichtlich infolge einer steuerlichen Außenprüfung festgesetzt werden, sowie abgegrenzte Zinsen aus den begebenen Hybridanleihen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtsjahr von 26,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 85,9 Mio. EUR. Grund für die starke Zunahme waren konzerninterne Umlagen für Lizenz- und Garantiegebühren. Diese wurden im Berichtsjahr, resultierend einer Verständigung mit den Finanzbehörden bzw. einer aktuell stattfindenden Betriebsprüfung, an ausländische Tochtergesellschaften fakturiert.# Die Inrechnungstellung erfolgte im Wesentlichen für die Anwendung des Geschäftsmodells der GRENKE AG sowie für die Gewährung von Garantien.

Weiterhin eher unbedeutend für die Ertragsentwicklung der Gesellschaft waren die Provisionsaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Während erstere von 5,5 Mio. EUR im Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR zulegten, reduzierten sich letztere von 4,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,3 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, in denen auch die Aufwendungen für Personal enthalten sind, nahmen im Zuge des Wachstums der Gesellschaft sowie des fortgeführten Ausbaus und der Optimierung unserer IT im Berichtsjahr von 60,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 71,6 Mio. EUR zu. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen im Wesentlichen aufgrund des Aufwuchses des Leasingvermögens von 95,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 111,1 Mio. EUR. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft reduzierten sich hingegen leicht von 8,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,2 Mio. EUR.

Insgesamt betrug das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 45,9 Mio. EUR nach 40,1 Mio. EUR im Vorjahr. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 11,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR) ergab sich ein Jahresüberschuss von 34,8 Mio. EUR nach 34,1 Mio. EUR im Vorjahr.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr 2017 erneut kräftig an. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 erhöhte es sich um knapp 14 Prozent auf 982,2 Mio. EUR nach 862,3 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Die Zunahme resultierte aus mehreren Positionen:

Die Barreserven, die zum überwiegenden Teil aus einem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank bestehen, wurden zum Stichtag von 77,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 90,0 Mio. EUR erhöht. Hintergrund ist die Einhaltung der regulatorischen Mindestliquiditätsquote auf Gruppenebene. Der Kassenbestand wurde hingegen weiterhin auf einem nicht wesentlichen Niveau beibehalten. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich leicht von 76,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 81,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017, die Forderungen an Kunden reduzierten sich von 52,1 Mio. EUR auf 46,7 Mio. EUR.

Im Wesentlichen, resultierend aus den Übernahmen des Berichtsjahres erhöht, haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen. Sie wuchsen gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres um 25 Prozent auf 373,0 Mio. EUR nach 297,8 Mio. EUR an. Zugenommen hat darüber hinaus das Leasingvermögen. Es erhöhte sich um 20 Prozent auf 320,8 Mio. EUR nach 267,3 Mio. EUR, im Wesentlichen durch Objekte aus Verträgen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden. Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr in mehreren Tranchen Leasinggegenstände von der KGaA zurückerworben, welche als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen dienen.

Einen Rückgang verzeichneten wir hingegen sowohl bei den Sachanlagen als auch bei den sonstigen Vermögensgegenständen. Während sich die Sachanlagen gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres nur leicht von 24.7 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR reduzierten, nahmen die sonstigen Vermögensgegenstände in deutlichem Umfang von 52,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 28,6 Mio. EUR ab. Im Wesentlichen reduzierten sich die Forderungen aufgrund des Verrechnungskontos gegenüber der KGaA.

Den größten Posten auf der Passivseite der Bilanz stellt wie im Vorjahr der Rechnungsabgrenzungsposten dar, der um 17 Prozent auf 333,4 Mio. EUR nach 285,6 Mio. EUR zulegte. Der größte Teil dieser Position betraf die Abgrenzung aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in ihrer absoluten Höhe auch zum Ende des Berichtsjahres weiterhin unbedeutend für die Vermögenslage der Gesellschaft waren, sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 18 Prozent gesunken. Sie reduzierten sich damit auf 38,3 Mio. EUR nach 46.8 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Die sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft reduzierten sich um sieben Prozent auf 192,1 Mio. EUR (Vorjahr: 206,9 Mio. EUR). Unter diese Position fielen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine Erhöhung um 75,0 Mio. EUR ergab sich nach der Begebung einer weiteren Hybridanleihe im September 2017 im Bereich der nachrangigen Verbindlichkeiten. Sie stiegen damit von 50,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 125,0 Mio. EUR zum Stichtag dieses Berichts an.

Das Eigenkapital der Gesellschaft wuchs auf 272,4 Mio. EUR an (Vorjahr: 263,4 Mio. EUR). Bezogen auf die im Verhältnis stärker gestiegene Bilanzsumme, betrug die Eigenkapitalquote zum Stichtag dieses Berichts 27,7 Prozent (Vorjahr: 30,6 Prozent).

LIQUIDITÄT UND REFINANZIERUNG

Die Finanzierung des Leasing-Neugeschäfts steht unverändert auf einer äußerst soliden Basis. Unmittelbarer Refinanzierungspartner der Gesellschaft ist die GRENKE BANK AG. Die GRENKE AG veräußert zu ihrer Refinanzierung regelmäßig Leasingforderungen an die GRENKE BANK AG. Die zu diesem Zweck genutzten Bankeinlagen der GRENKE Bank wurden im Berichtsjahr auf 519,2 Mio. EUR nach 417,1 Mio. EUR im Vorjahr ausgeweitet. Weitere Finanzierungsmittel werden im Rahmen des Cash-Pool-Verfahrens über das konzerninterne Verrechnungskonto zur Verfügung gestellt. Der Saldo zum Bilanzstichtag betrug 90,9 Mio. EUR (Vorjahr: 122,3 Mio. EUR).

Zusätzlich können Privatplatzierungen entweder direkt oder indirekt über unsere 100-prozentige Tochter GRENKE FINANCE PLC mit Sitz in Dublin/Irland vorgenommen werden. Im Berichtsjahr wurden insgesamt elf neue Anleihen begeben und vier aufgestockt. Davon wurden zwei Anleihen zum ersten Mal, eine zum zweiten Mal sowie eine zum dritten Mal aufgestockt. Das Nominalvolumen betrug insgesamt 508 Mio. EUR. Im Gegenzug wurden Anleihen mit einem Volumen von 267,2 Mio. EUR getilgt.

Darüber hinaus besteht ebenfalls über unsere Tochter in Irland die Möglichkeit der Nutzung von sechs revolvierenden Darlehensfazilitäten im Volumen von insgesamt 150 Mio. EUR sowie von einer Geldhandelslinie im Volumen von insgesamt 35 Mio. EUR. Diese Geldhandelslinie sowie eine der revolvierenden Darlehensfazilitäten kann alternativ auch für Ziehungen in Schweizer Franken über die Schweizer Tochtergesellschaft genutzt werden. Ferner bestehen konzernweit fünf ABCP-Programme mit einem möglichen Gesamtvolumen von 772,5 Mio. EUR. Diese gewähren der GRENKE FINANCE PLC sowie der KGaA das Recht, Forderungen über einen gewissen Zeitraum an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Des Weiteren haben die GRENKE AG und die GRENKE FINANCE PLC die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio. EUR und einer Laufzeit zwischen einem und 364 Tagen zu begeben. Zum Stichtag dieses Berichts lag die Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms bei 313 Mio. EUR (Vorjahr: 201 Mio. EUR).

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR LAGE DER GESELLSCHAFT

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts 2017 befindet sich die Gesellschaft in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, um ihre internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und ihre Gewinne auf dem Niveau des Berichtsjahres wieder erreichen zu können.

DOPPELSTOCK

Die Leasingobjekte des Neugeschäfts werden teilweise im Rahmen eines Doppelstock-Verfahrens bei der KGaA angemietet. Die Mietforderungen der KGaA werden an Finanzinstitute über strukturierte Unternehmen im Rahmen von drei ABCP-Programmen oder lokal an zwei Sparkassen verkauft (forfaitiert). Die zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen sichern eine Finanzierung des Neugeschäfts auch bei steigendem Volumen.

DIVIDENDE

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Gesellschaft am 3. Mai 2018 für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 0,70 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr wurden 0,58 EUR je Aktie ausgeschüttet.

MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der auf Vollzeitbasis beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand) stieg im Berichtsjahr auf 392 (Vorjahr: 385). Die Fluktuationsquote belief sich auf 6,0 Prozent (Vorjahr: 9,3 Prozent). Im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten lag sie jedoch weiterhin auf einem niedrigeren Niveau.

CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die für den Konzern dargestellten Chancen und Risiken gelten im Wesentlichen auch für die Gesellschaft. Dabei hat der Heimatmarkt Deutschland für die Gesellschaft jedoch weiterhin eine besondere und deutlich stärkere Bedeutung als für den Konzern insgesamt. Währungsrisiken ist sie nicht ausgesetzt, da sie keine Cross-Border-Geschäfte in Nicht-Euro-Ländern betreibt.

PROGNOSEBERICHT

Nach der abermals guten Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr sind wir auch für das laufende Geschäftsjahr 2018 insgesamt sehr zuversichtlich. Das künftige Ergebnis der Gesellschaft kann maßgeblich durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen oder bei Refinanzierungsmöglichkeiten, die wiederum zu einer Änderung der Refinanzierungsentscheidungen des Vorstands führen können, beeinflusst werden. Wir rechnen damit, ein Wachstum des Neugeschäfts im oberen einstelligen Prozentbereich für Deutschland realisieren zu können, und erwarten für die GRENKE AG wieder einen Jahresüberschuss - abhängig von den Beteiligungserträgen und Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften - auf ähnlichem Niveau wie in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren. Die maßgeblichen Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2018 haben auch darüber hinaus Gültigkeit. Weitere Informationen zur Entwicklung des Konzerns sind im Abschnitt Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Baden-Baden, den 31.# Januar 2018

Der Vorstand

Konzernabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

ERFOLGREICHE REFINANZIERUNG
Die Finanzierung unseres Wachstums sichern wir über den Einsatz unserer breiten Refinanzierungspalette ab. Und das mit großem Erfolg.

REFINANZIERUNGSMIX BONITÄT UND KREDITWÜRDIGKEIT: SCHLÜSSEL UNSERES ERFOLGS
* ERSTKLASSIGE REPUTATION an den Eigen-und Fremdkapitalmärkten.
* UNABHÄNGIGE AGENTUREN beurteilen GRENKE regelmäßig im Rahmen eines Ratingprozesses.
* INVESTMENT GRADE: Auch 2017 wurden uns wieder eine hohe Kreditwürdigkeit und ein stabiler Ausblick attestiert.

STANDARD & POOR'S: COUNTERPARTY CREDIT RATING BBB+

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scroll TEUR Erläuterung im Konzernanhang 01.01.2017 bis 31.12.2017 01.01.2016 bis 31.12.2016
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft 4.1 289.404 260.958
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 4.1 42.807 43.168
Zinsergebnis 246.597 217.790
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 4.2 55.467 55.089
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 191.130 162.701
Ergebnis aus dem Servicegeschäft 4.3 70.562 59.279
Ergebnis aus dem Neugeschäft 4.4 68.983 58.799
Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis 4.5 -8.212 -5.985
Operative Erträge insgesamt 322.463 274.794
Personalaufwand 4.6 86.162 70.624
Abschreibungen und Wertminderung 4.7 15.363 9.296
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 4.8 67.737 58.380
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.9 4.633 4.016
Sonstige betriebliche Erträge 4.10 12.779 4.049
Operatives Ergebnis 161.347 136.527
Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen -402 -235
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung -60 -868
Sonstige Zinserträge 500 532
Sonstige Zinsaufwendungen 3.658 1.420
Gewinn vor Steuern 157.727 134.536
Ertragsteuern 4.11 32.745 31.302
Gewinn 124.982 103.234

Davon entfallen auf:
Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | | 3.738 | 1.771
Aktionäre der GRENKE AG | | 121.244 | 101.463

Ergebnis je Aktie (EUR, nach Aktiensplit 1:3)¹‚² | 4.12 | 2,74 | 2,29
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien² | 4.12 | 44.313.102 | 44.292.126

¹ Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den GRENKE-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch.
² Die Vorjahresangaben wurden infolge des Aktiensplits von 1:3 angepasst.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scroll TEUR Erläuterung im Konzernanhang 01.01.2017 bis 31.12.2017 01.01.2016 bis 31.12.2016
Gewinn 124.982 103.234

Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage | 4.13 | -96 | 115
Darin: Ertragsteuereffekte | | 14 | -10
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | | -3.611 | -4.281
Darin: Ertragsteuereffekte | | 0 | 0
| | -3.707 | -4.166

Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 5.16 | 298 | -151
Darin: Ertragsteuereffekte | | -84 | 58
Sonstiges Ergebnis | | -3.409 | -4.317

Gesamtergebnis | | 121.573 | 98.917

Davon entfallen auf:
Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | | 3.738 | 1.771
Aktionäre der GRENKE AG | | 117.835 | 97.146

KONZERN-BILANZ

Vermögenswerte

scroll TEUR Erläuterung im Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 5.2 203.367 156.896
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 5.1 2.161 3.688
Leasingforderungen 5.3 1.368.121 1.141.000
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5.4 116.509 93.090
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.5 5.935 4.474
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 7.104 5.969
Steuererstattungsansprüche 22.671 23.555
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.6 243.825 180.291
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.969.693 1.608.963

Langfristige Vermögenswerte | | |
Leasingforderungen | 5.3 | 2.598.614 | 2.129.110
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 5.1 | 1.344 | 29
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.4 | 82.047 | 73.643
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | | 4.732 | 5.133
Sachanlagen | 5.7 | 55.415 | 48.369
Geschäfts- oder Firmenwerte | 5.8 | 82.845 | 66.515
Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.9 | 35.402 | 20.069
Latente Steueransprüche¹ | 5.10 | 10.887 | 11.043
Sonstige langfristige Vermögenswerte | | 1.226 | 1.694
Summe langfristige Vermögenswerte¹ | | 2.872.512 | 2.355.605

Summe Vermögenswerte¹ | | 4.842.205 | 3.964.568

¹ Vorjahreswerte angepasst, siehe Konzernanhang Kapitel 3.18.

Schulden und Eigenkapital

scroll TEUR Erläuterung im Konzernanhang 31.12.2017 31.12.2016
Schulden
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 5.11 1.261.525 1.227.581
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert 5.12 1.199 1.225
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.550 16.663
Steuerschulden 20.092 13.117
Abgegrenzte Schulden 5.15 25.070 15.976
Kurzfristige Rückstellungen 5.14 1.627 1.646
Sonstige kurzfristige Schulden 5.13 23.810 20.396
Abgegrenzte Mietraten 36.421 31.908
Summe kurzfristige Schulden 1.390.294 1.328.512

Langfristige Schulden | | |
Finanzschulden | 5.11 | 2.533.181 | 1.894.474
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 5.12 | 760 | 1.751
Latente Steuerschulden¹ | 5.10 | 55.932 | 44.630
Pensionen | 5.16 | 4.419 | 4.781
Sonstige langfristige Schulden | | 1.050 | 0
Summe langfristige Schulden¹ | | 2.595.342 | 1.945.636

Eigenkapital | 5.17 | |
Grundkapital | | 44.313 | 18.881
Kapitalrücklage | | 93.611 | 119.043
Gewinnrücklagen | | 592.771 | 498.807
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | | -2.261 | 1.148
Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG | | 728.434 | 637.879
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile² | | 128.135 | 52.541
Summe Eigenkapital | | 856.569 | 690.420

Summe Schulden und Eigenkapital¹ | | 4.842.205 | 3.964.568

¹ Vorjahreswerte angepasst, siehe Konzernanhang Kapitel 3.18.
² Beinhaltet AT1-Anleihen (Hybridkapital), die unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen werden.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

scroll TEUR 01.01.2017 bis 31.12.2017 01.01.2016 bis 31.12.2016
Gewinn vor Steuern 157.727 134.536
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ Abschreibungen und Wertminderung 15.363 9.296
- / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1 72
- / + Ergebnis aus Finanzanlagen 3.158 888
- / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen -89 -2.542
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen 7.214 3.727
- Zugänge Leasingforderungen -1.998.337 -1.598.007
+ Zahlungen Leasingnehmer 1.401.037 1.204.226
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 245.767 206.099
- Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft -280.809 -253.892
+ / - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer -19.218 3.511
+ / - Währungsdifferenzen 17.594 29.084
= Veränderung Leasingforderungen -633.966 -408.979
  • Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.728.126 | 1.322.704
  • Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -1.215.429 | -959.057
  • Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -42.119 | -31.952
  • Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 42.807 | 43.168
  • / - Währungsdifferenzen | -11.444 | -13.800
    = Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 501.941 | 361.063

  • / - Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 102.118 | 67.785

  • / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer | -28.482 | -1.855

Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
- / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte | -75.876 | -90.717
+ / - Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten | 4.199 | -51.076
+ / - Zunahme / Abnahme sonstige Schulden | -728 | -5.419

= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 52.580 | 16.779

  • / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern | -21.469 | -32.132
  • Gezahlte Zinsen | -3.658 | -1.420
  • Erhaltene Zinsen | 500 | 532

= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.953 | -16.241

  • Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -17.167 | -11.832
  • / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften/ assoziierten Unternehmen und Finanzanlagen | -10.035 | -3.485
  • Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1.506 | 370

= Cashflow aus Investitionstätigkeit | -25.696 | -14.947

+/ - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden | -120 | 1.607
+ Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung | 0 | 0
+ Nettoerlöse aus Hybridkapital | 73.666 | 21.604
- Zinszahlungen auf Hybridkapital | -4.125 | -1.711
- Dividendenzahlungen | -25.849 | -19.557

= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 43.572 | 1.943

Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 156.896 | 186.453
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -131 | -875
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 156.765 | 185.578

+/ - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | 662 | 432
= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 157.427 | 186.010

Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 203.367 | 156.896
- Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -111 | -131
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 203.256 | 156.765

Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | 45.829 | -29.245

Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.953 | -16.241
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit | -25.696 | -14.947
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 43.572 | 1.943
= Summe der Cashflows | 45.829 | -29.245

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

scroll TEUR Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen / Konzernergebnis Hedging-Rücklage Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne / Verluste Währungs- umrechnung Eigenkapital zum 01.01.2017 Gesamtergebnis Dividendenzahlung in 2017 für 2016 Kapitalerhöhung (Umwandlung Kapitalrücklage im Rahmen des Aktiensplits) Emission Hybridkapital Kosten Emission Hybridkapital Auflösung Agio Hybridkapital Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) Sonstiges Eigenkapital zum 31.12.2017
18.881 119.043 498.807 90 -1.556 2.614 637.879 121.244 -96 298 -3.611 -25.849 25.432 -25.432 -1.125 -209

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKE AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKE AG Konzerns (im Folgenden "GRENKE Konzern" genannt). Die GRENKE AG ist ein börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt. Der GRENKE Konzern betreibt das Finanzierungsgeschäft, als Partner für schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen, in seiner Bandbreite vom Leasing bis zum Factoring sowie diverse Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Einlagengeschäft mit Privatkunden.

Der Konzernabschluss der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernabschluss" bezeichnet) zum 31. Dezember 2017 umfasst den Abschluss der GRENKE AG sowie ihrer Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen und wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.1 und Tz. 3.18 dargestellt und betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer beziehungsweise überarbeiteter Rechnungslegungsstandards ergeben haben sowie Anpassungen gemäß IAS 8.41. Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. Februar 2018 den vorliegenden, vom Vorstand am 31. Januar 2018 aufgestellten Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.

2 ÄNDERUNGEN IN DER RECHNUNGSLEGUNG

2.1 IN 2017 UMGESETZTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Vom International Accounting Standards Board (IASB) wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) veröffentlicht. Des Weiteren veröffentlicht das IASB im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards ("Annual Improvements Project", AIP). Primäres Ziel der Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen.

Folgende Änderungen an Standards, die ab dem Geschäftsjahr neu anzuwenden waren, hatten, bis auf ergänzende Angaben im Anhang, keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG:

  • Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative"
  • Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste"

2.2 BEREITS VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN - NOCH NICHT UMGESETZT

Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere geänderte IAS und IFRS veröffentlicht, die erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt. Nachfolgend wird unterschieden, ob Standards bereits in europäisches Recht übernommen ("endorsed") wurden (in Klammern: verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt) oder noch nicht:

BEREITS IN EUROPÄISCHES RECHT ÜBERNOMMEN ("ENDORSED")

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (1. Januar 2018)
  • IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
  • Klarstellungen von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
  • IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (1. Januar 2019)
  • Änderung an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge (1. Januar 2018)

NOCH NICHT IN EUROPÄISCHES RECHT ÜBERNOMMEN ("NICHT ENDORSED") (IN KLAMMERN: IASB-ERSTANWENDUNGSZEITPUNKT):

  • Änderungen an IAS 40 "Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien" (1. Januar 2018)
  • Änderungen an IAS 28 "Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" (1. Januar 2019)
  • Änderungen an IFRS 2 "Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung" (1. Januar 2018)
  • Änderungen an IFRS 9 "Rückzahlungsklauseln mit negativer Ausgleichsleistung" (1. Januar 2019)
  • IFRS 17 "Versicherungsverträge" (1. Januar 2021)
  • Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2014 - 2016 (1. Januar 2017 bzw. 1. Januar 2018)
  • Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2015 - 2017 (1. Januar 2019)
  • IFRIC Interpretation 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" (1. Januar 2018)
  • IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" (1. Januar 2019)

¹ Die EU hat entschieden, den Übergangsstandard IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" (1. Januar 2016) nicht in europäisches Recht zu übernehmen und bis zur finalen Verabschiedung des Standards abzuwarten.

Nachfolgend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind. Für die übrigen neuen und geänderten Standards wird mit Ausnahme neuer bzw. modifizierter Anhangangaben mit keiner bedeutenden Auswirkung auf den Konzernabschluss gerechnet.

IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB IFRS 9 "Finanzinstrumente". Der Standard enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ersetzt die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten sowie die vorher veröffentlichten Versionen von IFRS 9.

An den bisherigen Wertmaßstäben "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert" hält IFRS 9 bei der Bewertung von Finanzinstrumenten fest. Als Grundlage für die Klassifizierung und Bewertung bezieht sich der Standard dabei zukünftig auf die Kriterien der Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem Finanzinstrumente gesteuert werden.

Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert, während nach IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste zulässig war. Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten.

Das neue Wertminderungsmodell sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlustes zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Wertminderung bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Wertminderung) zu erfolgen (Stufe 3).

IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge-Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Der neue Standard ist für Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Klassifizierung

Die Anwendung der Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften von IFRS 9 wird keine erheblichen Auswirkungen auf die Bilanz oder das Eigenkapital des Konzerns haben. Kredite und Forderungen werden gehalten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen. Hierbei wurde geprüft, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Betrag darstellen (SPPI-Test).

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Eigenkapital zum 01.01.2016 -1.258 -997 18.859 116.491 419.068 -25
-1.405 6.895 101.463 115 -151 -4.281
Dividendenzahlung in 2016 für 2015 -22.131
Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) 22 2.552
Emission Hybridkapital 600
Kosten Emission Hybridkapital -190
Auflösung Agio Hybridkapital -3
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto)
Eigenkapital zum 31.12.2016 18.881 119.043 498.807 90 -1.556 2.614
Summe Eigenkapital
Aktionäre der GRENKE AG
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Summe Eigenkapital
Eigenkapital zum 01.01.2017 637.879 52.541 690.420
Gesamtergebnis 117.835 3.738 121.573
Dividendenzahlung in 2017 für 2016 -25.849 -25.849
Kapitalerhöhung (Umwandlung Kapitalrücklage im Rahmen des Aktiensplits) 0 0
Emission Hybridkapital -1.125 75.000 73.875
Kosten Emission Hybridkapital -209 -209
Auflösung Agio Hybridkapital -97 97 0
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) -3.235 -3.235
Sonstiges -6 -6
Eigenkapital zum 31.12.2017 728.434 128.135 856.569
Eigenkapital zum 01.01.2016 559.883 30.771 590.654
Gesamtergebnis 97.146 1.771 98.917
Dividendenzahlung in 2016 für 2015 -22.131 -22.131
Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) 2.574 2.574
Emission Hybridkapital 600 21.193 21.793
Kosten Emission Hybridkapital -190 -190
Auflösung Agio Hybridkapital -3 3 0
Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) -1.197 -1.197
Eigenkapital zum 31.12.2016 637.879 52.541 690.420

Wertminderung

Zur Bestimmung der Risikovorsorge für Leasingforderungen werden diese in drei Stufen eingeteilt.

In der Stufe 1 befinden sich all diejenigen Leasingforderungen, deren Kreditrisiko sich nicht erheblich verschlechtert hat. Als Risikovorsorge wird hier der erwartete Verlust für einen Zwölfmonatszeitraum herangezogen (12 Month Expected Credit Loss).

In der Stufe 2 befinden sich Leasingforderungen, die zwar noch laufend sind, deren Kreditrisiko sich aber seit Vertragsbeginn erheblich verschlechtert hat. Als erheblich verschlechtert betrachten wir Forderungen, die mehr als 30 Tage überfällig sind oder deren geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit sich in vergleichbarem Maß verschlechtert hat, wie es bei Forderungen mit 30 Tage Überfälligkeit in der Vergangenheit zu beobachten war. Für Forderungen in Stufe 2 wird eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts für die gesamte restliche Vertragslaufzeit gebildet (Lifetime Expected Credit Loss).

In Stufe 3 befinden sich neben laufende Leasingverträge, die mehr als 90 Tage überfällig sind und gekündigte Verträge, auch Leasingforderung die bei Zugang schon wertgemindert waren. Für diese Forderungen gilt das Schadensereignis als eingetreten und wir setzen erwartete Schäden als Risikovorsorge an.

Bei Forderungen aus dem Factoringgeschäft nehmen wir keine Unterteilung in Stufe 1 und Stufe 2 vor. Da es sich bei den Factoring Forderungen um kurzlaufende Forderungen handelt, entspricht der 12 Month Expected Credit Loss dem Lifetime Expected Credit Loss.

Bei den Forderungen aus dem Kreditgeschäft wird ebenfalls bereits bei Zugang der erwartete Verlust von zwölf Monaten als Wertminderung gebildet. Eine wesentliche Verschlechterung bei Kreditforderungen liegt vor, wenn ein Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen erreicht oder die Forderung in die Intensivbetreuung kommt. In diesem Fall wird die Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte Vertragslaufzeit gebildet. Forderungen, die unter anderem einen Verzug von mehr als 90 Tagen aufweisen oder sich in Sanierung oder der Kreditabwicklung befinden, gelten als ausgefallen.

Langfristige Forderungen gegen Franchiser werden bei Zugang mit dem erwarteten Verlust von zwölf Monaten als Wertminderung gebildet. Eine signifikante Verschlechterung dieser Forderungen liegt vor, wenn ein Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen erreicht wird. In diesem Fall wird eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte Vertragslaufzeit gebildet. Forderungen, die unter anderem einen Verzug von mehr als 90 Tagen aufweisen gelten als ausgefallen.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Der Konzern wird für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Forderungen gegen Franchiser dieses vereinfachte Wertminderungsmodell anwenden, nach dem für alle Forderungen unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist.

Die geschätzten Forderungsausfälle wurden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Forderungsausfällen der letzten Jahre kalkuliert.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Banken oder Finanzinstituten werden anhand von Bonitätsstufen eingeteilt, die durch Beobachtung von veröffentlichten externen Kreditratings bestimmt werden. Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten für die Fälle berechnet, bei denen die Banken im Kreditrating nicht mehr im Investment-Grade Bereich klassifiziert werden und sich somit das Kreditrisiko signifikant erhöht hat. Dabei werden durch die Bonitätsratings implizierten historischen Ausfallraten für die Unternehmensanleihen Wertminderungen bestimmt.

Für Forderungen aus ABCP-Darlehen hat der Konzern einen identischen Ansatz wie für die Ermittlung der erwarteten Verluste für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wegen der zugesagten Liquiditätsgarantien der dabei beteiligten Kreditinstitute, verwendet.

Die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 wird zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen führen und das Eigenkapital zwischen 50 Mio. EUR und 70 Mio. EUR vermindern.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften geht der GRENKE Konzern davon aus, dass alle derzeit als effektive Sicherungsbeziehungen designierten Sicherungsgeschäfte auch die nach IFRS 9 vorgesehenen Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen. Insofern würde dies voraussichtlich zu keiner Auswirkung im Konzernabschluss führen.

Der GRENKE Konzern hat sich entschieden, das in IFRS 9 enthaltene Bilanzierungswahlrecht auszuüben und somit die Anwendung der IFRS-9-Bilanzierungsregeln für Sicherungsbeziehungen zu verschieben und weiterhin die Bilanzierungsregeln für Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 anzuwenden. Ergänzende Angaben des IFRS 7 werden umgesetzt.

Der Konzern hat die geschätzten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss beurteilt. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieser Standards zum 1. Januar 2018 können hiervon abweichen, da ― bei Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 der Konzern Tests sowie Beurteilungen der Kontrollen seiner neuen Wertminderungssystematik nicht abgeschlossen hat und ― die neuen Rechnungslegungsmethoden bis zur Veröffentlichung des ersten Konzernabschlusses nach dem Erst-anwendungszeitpunkt Änderungen unterliegen können.

IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN"

Das IASB veröffentlichte im Mai 2014 IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". Der Standard führt ein branchenunabhängiges und prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Der Standard hat aber keine Auswirkungen auf die Vereinnahmung von Erträgen, die im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten des Regelungsbereiches von IAS 39/IFRS 9 entstehen. Ebenfalls davon ausgeschlossen ist die Vereinnahmung von Erträgen aus Leasingvereinbarungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 17/IFRS 16 fallen.

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15). Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

IFRS 15 enthält ferner Vorgaben zum Ausweis. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen.

Der neue Standard zu Umsatzerlösen wird alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung (IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Umsatzerlöse") sowie die dazugehörigen Interpretationen nach IFRS ersetzen. Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung vorgeschrieben.

Die Umsetzung der Änderungen von IFRS 15 auf den Konzernabschluss wird nur von sehr untergeordneter Bedeutung sein, da der Konzern im Wesentlichen Erträge aus Leasingvereinbarungen oder Erträge im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten generiert, die nicht von der Änderung des IFRS 15 betroffen sind. Die Anpassungen werden in den Gewinnrücklagen erfasst und werden unter Mio. 1 EUR betragen, je nach genauem Bestand zum 1. Januar 2018.

Der Konzern beabsichtigt, beim Übergang auf IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden. Infolgedessen wird der Konzern die Anforderungen des IFRS 15 nicht auf jede dargestellte Vergleichsperiode anwenden.

IFRS 16 "LEASINGVERHÄLTNISSE"

Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet, jedoch nur, wenn zu diesem Zeitpunkt auch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird.

Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operate Lease und Finance Lease beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen.# Anwendungserleichterungen und neue Standards

Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert (sogenannte "low value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber wurden nur geringfügig verändert und entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Dadurch, dass die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17 entsprechen werden, wird der neue Standard voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG als Leasinggeber haben.

Die geänderte Bilanzierung bei Leasingverhältnissen, bei denen der GRENKE Konzern Leasingnehmer ist, wird sich auf den Konzernabschluss auswirken. Insbesondere werden für gemietete Fahrzeuge und Immobilen Nutzungsrechte aktiviert werden. Darüber hinaus wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt.

Der Konzern hat eine erste Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf seinen Konzernabschluss abgeschlossen, eine detaillierte Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen. Die tatsächlichen Auswirkungen sind abhängig von dem verwendeten Zinssatz zum 1. Januar 2019, der Zusammensetzung des Leasingportfolios oder die Einschätzung über die Ausübung von Verlängerungsoptionen. Es wird keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet, da der GRENKE Konzern vornehmlich Leasinggeber ist.

IFRIC 23 "UNSICHERHEIT BEZÜGLICH DER ERTRAGSTEUERLICHEN BEHANDLUNG"

IFRIC 23 wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Mit der Interpretation werden die Anforderungen an den Ansatz und die Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Die Interpretation ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. GRENKE prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung der Interpretation auf den Konzernabschluss hat, erwartet jedoch nur geringe Auswirkungen, da GRENKE sich am bisherigen Entwurf der Interpretation für die Bilanzierung orientiert hat.

ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

ZUSAMMENSETZUNG DES KONZERNS

Der Konzern besteht aus 38 (Vorjahr: 33) konsolidierten Unternehmen, davon sind fünf (Vorjahr: fünf) konsolidierte strukturierte Unternehmen. An 34 (Vorjahr: 29) der vom Konzern beherrschten Unternehmen hält der Konzern direkt oder indirekt eine 100prozentige Kapitalbeteiligung. Vier (Vorjahr: vier) der konsolidierten Unternehmen werden von Dritten gehalten, dabei handelt es sich bei drei strukturierten Unternehmen um Beteiligungsunternehmensteile (Silos). Weiterhin ist ein (Vorjahr: ein) assoziiertes Unternehmen im Konzern nach der Equity-Methode bilanziert.

Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKE AG und ihrer beherrschten Konzerngesellschaften (im Folgenden auch "GRENKE Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung kommen konzernweit einheitliche Rechnungslegungsgrundsätze zur Anwendung. Beteiligungsunternehmen werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, an dem der GRENKE Konzern Beherrschung erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine Möglichkeit zur beherrschenden Einflussnahme mehr vorliegt.

TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind Unternehmen, welche aufgrund der Anteile direkt oder indirekt vom Konzern gehalten werden und über die die GRENKE AG Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die GRENKE AG aufgrund bestehender Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Aktivitäten des untergeordneten Unternehmens im Rahmen der Verfügungsgewalt zu bestimmen, dabei variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und eine Verbindung zwischen Verfügungsgewalt und Höhe der variablen Rückflüsse besteht.

STRUKTURIERTE UNTERNEHMEN

Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden.

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.

Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil der GRENKE AG am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital.

ÜBERSICHT GRENKE KONZERN - AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES GEMÄSS § 313 ABS. 2 HGB

Tochterunternehmen sowie strukturierte Unternehmen Sitz Kapitalanteil 31.12.2017 Kapitalanteil 31.12.2016
Inland
GRENKE Service AG Baden-Baden 100 % 100 %
Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (direkt 84,4 %, 15,6 % indirekt über GRENKE Service AG) Baden-Baden 100 % 100 %
GRENKE BANK AG Baden-Baden 100 % 100 %
GRENKEFACTORING GmbH Baden-Baden 100 % 100 %
GRENKE digital GmbH Karlsruhe 100 % --
Europa Leasing GmbH Kieselbronn 100 % --
Ausland
GRENKELEASING s.r.o. Prag/Tschechien 100 % 100 %
GRENKE ALQUILER S.L. Barcelona/Spanien 100 % 100 %
Grenkefinance N.V. Vianen/Niederlande 100 % 100 %
GRENKE RENT S.L. Madrid/Spanien 100 % 100 %
GRENKELEASING AG Zürich/Schweiz 100 % 100 %
GRENKELEASING GmbH Wien/Österreich 100 % 100 %
GRENKELEASING ApS Herlev/Dänemark 100 % 100 %
GRENKE LIMITED Dublin/Irland 100 % 100 %
GRENKE FINANCE PLC Dublin/Irland 100 % 100 %
GRENKE LOCATION SAS Schiltigheim/Frankreich 100 % 100 %
GRENKE Locazione S.r.l. Mailand/Italien 100 % 100 %
GRENKELEASING AB Stockholm/Schweden 100 % 100 %
GRENKE LEASE Sprl Brüssel/Belgien 100 % 100 %
Grenke Leasing Ltd. Guildford/Großbritannien 100 % 100 %
GRENKELEASING Sp. z o.o. Posen/Polen 100 % 100 %
GRENKELEASING Magyarország Kft. Budapest/Ungarn 100 % 100 %
Grenke Renting S.R.L Bukarest/Rumänien 100 % 100 %
GRENKE RENTING S.A. Lissabon/Portugal 100 % 100 %
GRENKELEASING s.r.o. Bratislava/Slowakei 100 % 100 %
GRENKELEASING Oy Vantaa/Finnland 100 % 100 %
GRENKELOCATION SARL Munsbach/Luxemburg 100 % 100 %
GRENKEFACTORING AG Basel/Schweiz 100 % 100 %
GRENKELEASING d.o.o. Ljubljana/Slowenien 100 % 100 %
GRENKE Kiralama Ltd. Sti. Istanbul/Türkei 100 % 100 %
GRENKE RENTING LTD. Sliema/Malta 100 % --
GC Locação de Equipamentos LTDA São Paulo/Brasilien 100 % --
GRENKE LOCAÇÃO DE EQUIPAMENTOS LTDA São Paulo/Brasilien 100 % 100 %
FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" Pantin/Frankreich 100 % 100 %
FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" Pantin/Frankreich 0 % 0 %
Opusalpha Purchaser II Limited Dublin/Irland 0 % 0 %
Kebnekaise Funding Limited St. Helier/Jersey 0 % 0 %
CORAL PURCHASING Limited St. Helier/Jersey 0 % 0 %
Assoziierte Unternehmen
Cash Payment Solution GmbH Berlin 25,01 % 25,01 %

Für Erläuterungen hinsichtlich der Neuzugänge im Geschäftsjahr verweisen wir auf Tz. 6.1.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Einzelabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung eines Tochterunternehmens abweichende Währung lauten, werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter der Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.

Der Währungsumrechnung lagen die folgenden wesentlichen Wechselkurse zugrunde:

Stichtagskurs 31.12.2017 Durchschnittskurs 2017 Stichtagskurs 31.12.2016 Durchschnittskurs 2016
CHF 1,1702 1,1117 1,0739 1,0902
GBP 0,8872 0,8767 0,8562 0,8195

LEASINGVERHÄLTNISSE

Als Leasingvereinbarung gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingverträge sind als Operatingleasing oder Finanzierungsleasing zu klassifizieren.# 3.3 Leasingverhältnisse

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Vertragsbeginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt.

DER KONZERN ALS LEASINGGEBER

Finanzierungsleasingverhältnisse

Bei einem Finanzierungsleasingverhältnis werden alle wesentlichen mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden bei erstmaligem Ansatz in der Bilanz als Leasingforderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Die Leasingzahlungen werden so in Zinszahlungen und Tilgung aufgeteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung der Forderung erzielt wird. Anfängliche direkte Kosten, wie zum Beispiel Händlerprovisionen, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden bei der Berechnung des Nettoinvestitionswerts berücksichtigt. Diese anfänglichen direkten Kosten werden bei Entstehen im Ergebnis aus dem Neugeschäft ergebniswirksam angesetzt. Im Ergebnis aus dem Neugeschäft werden zudem Erlöse aus Vormieten, das heißt die Vergütung für die Nutzung des Leasingobjektes durch den Leasingnehmer für den Zeitraum zwischen Übergabe des Objektes bis zur Ausstellung des Mietannahmeschreibens, ausgewiesen. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden.

Operatingleasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen nicht alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom GRENKE Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte in der Regel als Sachanlagen ausgewiesen (siehe Tz. 5.7). Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt.

DER KONZERN ALS LEASINGNEHMER

Finanzierungsleasingverhältnisse

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den GRENKE Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den GRENKE Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Operatingleasingverhältnisse

Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

3.4 BEMESSUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Der GRENKE Konzern bewertet derivative Finanzinstrumente zu beizulegenden Zeitwerten. Zudem sind die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, in Tz. 7.4 dargestellt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen im Rahmen eines geordneten Geschäftsvorfalls beim Verkauf des Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Übertragung der Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt zeitpunktbezogen unter der Anwendung der Annahmen, die die repräsentativen Marktteilnehmer bei ihrer Preisbildung berücksichtigen würden. Bei der Preisbildung wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von nicht finanziellen Vermögenswerten wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet:

  • Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
  • Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
  • Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

3.5 FINANZINSTRUMENTE

KLASSEN VON FINANZINSTRUMENTEN

Finanzinstrumente im Anwendungsbereich von IFRS 7 werden in Anlehnung an die Bilanzpositionen in folgende Klassen unterteilt: Zahlungsmittel, Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Leasingforderungen (performend), Leasingforderungen (nicht performend), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen, Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankschulden, Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung.

Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich Derivate. Die weiteren finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind bis auf die performenden Leasingforderungen zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.

DERIVATE

Die im GRENKE Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente (Derivate), sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise sowohl im Rahmen der Erst- als auch der Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Im GRENKE Konzern werden nur Zinsderivate zur Absicherung von Zahlungsströmen aus der Wertänderung von Zinsen als Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) bilanziert. Diese Zinsswap-Kontrakte werden den variablen Zahlungsströmen der Grundgeschäfte aus Anleihen und Privatplatzierungen sowie den variablen Zahlungsströmen aus den Grundgeschäften der ABCP- und ABS-Refinanzierung zugeordnet. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps weist der Konzern nach Berücksichtigung von latenten Steuern im Posten Sonstiges Ergebnis (Hedging-Rücklage) aus.Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" vorgenommen. Weitere Ausführungen sind unter Tz. 7.3 erläutert.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Finanzielle Vermögenswerte werden in Abhängigkeit vom Einzelfall entsprechend IAS 39 als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Forderungen aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17 eingestuft. Wir verweisen auf Tz. 3.3.

Kategorie Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Kredite und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie unter Zahlungsmittel ausgewiesen.

Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Unter dieser Kategorie sind ausschließlich Eigenkapitalinstrumente sowie sonstige Beteiligungen enthalten, welche zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Anlagen in Eigenkapitalinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, werden die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet. Dies ist bei Eigenkapitalinstrumenten der Fall, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und wesentliche Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsmodellen nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden können.

Andere Kategorien

Der GRENKE Konzern hält zum Stichtag keine finanziellen Vermögenswerte in der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sowie bis auf die Derivate keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte.

Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Transaktionen von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der GRENKE Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung zählen Anzeichen dafür, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten erlebt, die durch Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen gekennzeichnet sind. Daneben werden das bisherige Zahlungsverhalten, die Altersstruktur, eine substanzielle Verschlechterung der Kreditwürdigkeit sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines Schuldners berücksichtigt. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst. Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen bzw. aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("nicht performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Im GRENKE Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "nicht performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt und der Barwert der ausstehenden Raten als Schadensersatz geltend gemacht. Dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei den in der Kategorie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bilanzierten Eigenkapitalinstrumenten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Nach einer erfolgten Wertminderung können keine ergebniswirksamen Zuschreibungen mehr vorgenommen werden.

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird einschließlich der damit verbundenen Wertberichtungen ausgebucht, wenn die Voraussetzungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" erfüllt sind. Dies ist im GRENKE Konzern üblicherweise der Fall, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Wenn der GRENKE Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

ZAHLUNGSMITTEL

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Zahlungsmittel werden zu Anschaffungskosten bewertet. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst, im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Wert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Gewinn- und Verlustrechnung amortisiert. Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwerts der noch an die Refinanzierer zu leistenden Zahlungen. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen. Eine finanzielle Garantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß und den Bedingungen des Schuldinstruments entsprechend nachkommt.# Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien

Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel dem Barwert der für die Übernahme der Finanzgarantie erhaltenen Gegenleistung. Anschließend erfolgt die Bewertung der Verbindlichkeit mit der bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlichen Ausgaben oder dem höheren angesetzten Betrag abzüglich der kumulierten Amortisationen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder endgültig erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst; im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände

Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände werden mit ihren erzielbaren Erlösen angesetzt. Die Ermittlung erfolgt hierbei auf Basis von Vergangenheitswerten. Eine adäquate Bewertung ist durch die Verwendung von Laufzeitbändern gewährleistet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Finanzierungskosten werden aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; realisierte Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag/Aufwand ausgewiesen.

Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:

Gegenstand des Sachanlagevermögens Nutzungsdauer (Jahre)
Bürogebäude 33
Betriebs- und Geschäftsausstattung:
EDV-Hardware 3
Mietereinbauten 10
Sonstige (Büroeinrichtung) 3 - 20

Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die aus Unternehmenskäufen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung und werden nach dem erstmaligen Ansatz mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment-Test") unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("Impairment-only-Approach"). Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest Überprüfungen vorzunehmen. In der Folgezeit werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Leasingsegment ist diese gleichbedeutend mit dem Geschäftsumfang, der in den jeweiligen Verkaufsregionen (Ländern) repräsentiert wird, und entspricht in der Regel den rechtlichen Einheiten. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte intern überwacht werden.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von vier bzw. fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Lizenzen, Software

Erworbene Lizenzen und Software werden zu fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert. In die Anschaffungskosten wird der Erwerbspreis zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswertes auf die beabsichtigte Nutzung einbezogen. Diese werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die nach individueller Beurteilung in aller Regel drei bzw. fünf Jahre beträgt.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten)

Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der GRENKE Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden bzw. über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren je nach Entwicklungsprojekt mit drei bis fünf Jahren unterstellt.

Kundenbeziehungen/Händlerstamm

Ein/-e im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene/-r Kundenbeziehung/Händlerstamm wird beim erstmaligen Ansatz entsprechend ihres/seines beizulegenden Zeitwerts bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der/des Kundenbeziehung/Händlerstamms erfolgt mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens über die Residualwertmethode. Die Kundenbeziehungen bzw. Händlerstämme werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs bis sieben Jahren abgeschrieben.

Wettbewerbsverbote

Durch Unternehmenszusammenschlüsse vertraglich erworbene Wettbewerbsverbote werden entsprechend ihres beizulegenden Zeitwerts zum Zugangszeitpunkt bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über ein kapitalwertorientiertes Verfahren, eine Mehrgewinnmethode. Die Wettbewerbsverbote werden über die vertragliche Nutzungsdauer, die in der Regel ein bis drei Jahre beträgt, planmäßig abgeschrieben.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden während des Zeitraums, in dem sie noch nicht genutzt werden, einmal jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.

Die Bilanzansätze von Geschäfts- oder Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 3.8 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich untersagt ist.

Eigenkapital

Die unter den zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesenen von der GRENKE AG begebenen Hybridanleihen sind nach IAS 32 vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Die Nominalbeträge der Anleihen wurden um Disagien sowie Kapitalbeschaffungskosten reduziert bzw.# 3.12 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den GRENKE Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.

3.13 PENSIONEN UND ANDERE LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsaufwand aus leistungsorientierten Verpflichtungen sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens werden als Nettozinsaufwand in den sonstigen Zinserträgen erfasst. Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen werden unmittelbar mit der Plananpassung als Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected-Unit-Credit-Method") berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen. Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird mithilfe der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der GRENKE BANK AG. Eine Fondsfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, zum Beispiel aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen. Im GRENKE Konzern kommen überwiegend beitragsorientierte Versorgungspläne zur Anwendung.

3.14 STEUERN

TATSÄCHLICHE STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDEN

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

LATENTE STEUERSCHULDEN UND LATENTE STEUERANSPRÜCHE

Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider. Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

UMSATZSTEUER

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:

  • Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
  • Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen bzw. Schulden erfasst.

GEWERBESTEUER

Bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKE AG, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie für die GRENKEFACTORING GmbH wurde § 19 GewStDV seit dem Erhebungszeitraum 2008 angewendet und Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzugerechnet. Bei der GRENKE BANK AG wird § 19 GewStDV in der für Banken relevanten Art angewendet.

3.15 ERTRAGSREALISIERUNG

ERLÖSE AUS DER FUNKTION DES KONZERNS ALS LEASINGGEBER

Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 3.3 verwiesen.

ERLÖSE AUS DEM SERVICEGESCHÄFT

Erlöse aus dem Servicegeschäft umfassen die Erträge für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts, die die Leasingnehmer über den GRENKE Konzern abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstands nicht selbst vornehmen. Der GRENKE Konzern agiert zwischen den Leasingnehmern und dem Versicherer.

VERKAUF VON LEASINGOBJEKTEN

Erlöse aus dem Verkauf von Leasingobjekten werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Gegenständen verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Erlöse aus Verkäufen nach Grundmietzeitende bzw. aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung werden im Verwertungsmehrergebnis, die Verkaufserlöse aufgrund schadhafter Leasingverträge in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge ausgewiesen.

ZINSERTRÄGE

Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft (zinsähnliche Gebühren wie beispielsweise Factoringgebühren) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

3.16 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.

GRUNDSÄTZE DER KONSOLIDIERUNG

Bei der Prüfung, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, werden unter anderem folgende Kontrollfaktoren untersucht: der Zweck und die Gestaltung des Unternehmens, die relevanten Tätigkeiten und wie diese bestimmt werden, ob der Konzern durch seine Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, ob der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse hat und ob der Konzern die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflusst wird. Sind Stimmrechte maßgeblich, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er direkt oder indirekt mehr als die Hälfte der Stimmrechte an dem Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen dafür, dass ein anderer Investor über die praktische Fähigkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, soweit diese als substanziell erachtet werden. Ähnlich beurteilt der Konzern das Vorliegen einer Beherrschung in Fällen, in denen er nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, aber die praktische Fähigkeit zur einseitigen Lenkung der relevanten Tätigkeiten hat.# KONSOLIDIERUNG VON STRUKTURIERTEN UNTERNEHMEN

Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene strukturierte Unternehmen in Form von Asset-Backed-Commercial-Paper-Programmen ("ABCP-Programme"). Bei den strukturierten Unternehmen bzw. ABCP-Programmen CORAL PURCHASING Limited, Kebnekaise Funding Limited sowie Opusalpha Purchaser Limited wurde eine Beherrschung eines Beteiligungsunternehmensteils als fiktives separates Unternehmen festgestellt (sogenannte Silostruktur). Zwar handelt es sich hierbei um sogenannte Multiseller, bei denen Kreditinstitute Verbriefungsvehikel gründen, um Kunden den Zugang zu spezifischen Portfolios von Vermögenswerten zu bieten und durch die Verbriefung finanzieller Vermögenswerte Marktliquidität bereitzustellen, jedoch eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einer weiteren Refinanzierungsform und generiert damit entsprechenden Nutzen.

Eine Einflussmöglichkeit des GRENKE Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der strukturierten Unternehmen besteht nicht. Eine maßgebliche Tätigkeit während der Laufzeit dieser Programme stellt die Forderungsauswahl der zu übertragenden Forderungen dar. Weiterhin wird die initiale Auswahl der Forderungen für jedes Silo nach spezifischen Auswahlkriterien festgelegt. Bei einem Ausfall der Forderungen wird die Abwicklung vom GRENKE Konzern übernommen. Die Chancen und Risiken aus den Forderungen des Silos verbleiben im GRENKE Konzern. Mit dem revolvierenden Forderungsankauf bzw. -verkauf können die variablen Rückflüsse beeinflusst werden, sodass der Beteiligungsunternehmensteil als fiktives separates Unternehmen beherrscht wird.

Bei der FCT GK 2 werden die Anteile des Sondervermögens von zwei Tochterunternehmen gehalten und konsolidiert. Die Anteile, welche direkt und indirekt vom Konzern gehalten werden, sind ein Indiz für eine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, aber nicht das entscheidende Kriterium, da für eine Konsolidierung alle Prämissen gemäß IFRS 10 erfüllt sein müssen. Die Konsolidierung erfolgt, da alle Kontrollfaktoren erfüllt sind und der Konzern die Wirtschaftseinheit beherrscht, indem er die Fähigkeit besitzt, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, Anrechte auf variable Rückflüsse hat und zudem über die Fähigkeit verfügt, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass er dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflussen kann.

Bei der FCT GK 3 besteht im Gegensatz zur FCT GK 2 keine Beteiligung bei sonst gleicher Gestaltung. Die Konsolidierung erfolgt ebenso wie beim FCT GK 2 nicht aufgrund des Beteiligungsverhältnisses, da hierbei die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte kein dominanter Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, sondern aufgrund der Kontrollfaktoren. Diese sind sowohl bei dem FCT GK 2 als auch beim FCT GK 3 zu bejahen, was eine Konsolidierungspflicht dieser beiden Unternehmen nach sich zieht.

Zum 31. Dezember 2017 und 2016, wie auch jeweils unterjährig, bestanden für den GRENKE Konzern keine Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Folglich existieren keine erheblichen Beschränkungen aufgrund von Schutzrechten zugunsten dieser Anteilseigner.

Leasing

Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.

3.17 VERWENDUNG VON ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

ANNAHMEN IM RAHMEN DES WERTHALTIGKEITSTESTS BEI DER BEWERTUNG DER BESTEHENDEN GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS GEKÜNDIGTEN BZW. RÜCKSTÄNDIGEN LEASINGVERTRÄGEN (SOGENANNTE "NICHT PERFORMENDE LEASINGFORDERUNGEN") AUF BASIS DES WERTERHALTUNGSSATZES

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Leasinggeschäft:

BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt/Inkassobüro beauftragt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 % und 100 %. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine leichte Anpassung der Wertberichtigungssätze. Bei Anwendung der alten Sätze hätte sich eine um 345 TEUR geringere Wertminderung ergeben.

Garantierte sowie nicht garantierte (kalkulierte) Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen gemäß der Definition des IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUS RÜCKSTÄNDIGEN FORDERUNGEN DES FACTORINGS

Rückständige Factoringforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Factoringgeschäft:

BA-Klasse Bezeichnung
0 Forderung in Warteposition
1 Nicht fällige und fällige Forderungen vor Inkassomaßnahmen
2 Fällige Forderungen in er eigenen Inkassobearbeitung
3 Fällige Forderungen in Bearbeitung durch Fremdinkasso und/oder mit bedienter Ratenzahlungsvereinbarung
4 Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Mahnbescheid-Beantragung
5 Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Klageerhebung
6 Fällige Forderung bei insolventem Debitor
7 Ausgebuchte Forderung
8 Vollständig bezahlte Forderung

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist aufgrund von Zahlungsstörungen von einer Wertminderung auszugehen.# ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN UND DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Dabei wird eine der BA-Klasse entsprechende Werthaltigkeit zugrunde gelegt, deren Wertberichtigungssatz zwischen 3 % und 100 % beträgt. Die Wertberichtigungssätze werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN (RISIKOVORSORGE) AUS DEM KREDITGESCHÄFT

Bei Forderungen aus dem Kreditgeschäft wird die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarung zur Leistung der Zins- und Tilgungsleistung stetig überwacht. Bei Leistungsstörungen und Überziehungen werden frühzeitig geeignete Maßnahmen in Form eines strukturierten schriftlichen Mahnverfahrens eingeleitet. Bei erfolglosem Mahnverfahren oder Insolvenz des Kunden wird der Blankoanteil vollständig wertberichtigt, sofern der Kunde den offenen Kreditbetrag in Abstimmung mit der Förderbank nicht zeitnah zurückführen kann.

ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN FÜR FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen prüft der Konzern kontinuierlich, ob ein notwendiger Wertberichtigungsbedarf vorliegt. Als objektive Hinweise für eine Wertminderung gelten unter anderem Ausfall oder Verzug eines Schuldners, Hinweise auf eine Insolvenz sowie sonstige Merkmale, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen der Schuldner hinweisen. Die Höhe des Wertminderungsaufwands orientiert sich analog den BA-Klassen im Leasinggeschäft und wird einzelfallbasiert bestimmt.

BERÜCKSICHTIGUNG VON KALKULIERTEN RESTWERTEN AM ENDE DER VERTRAGSLAUFZEIT IM RAHMEN DER ERMITTLUNG DES BARWERTS VON LEASINGFORDERUNGEN

Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von den Laufzeitgruppen des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2017 zwischen 3,0 % und 17,5 % der Anschaffungskosten. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt. Das starke Wachstum früherer Perioden führte dazu, dass die auslaufenden Verträge am Ende der Grundmietzeit in Summe zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem gegenüber stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen, die erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Bei der Bilanzierung der entsprechenden Vermögenswerte in der Nachmietphase ist es nicht möglich, den ökonomischen Sachverhalt so darzustellen, dass sich entsprechende Aufwendungen und Erträge in derselben Periode gegenüberstehen. Dies führt dazu, dass das Verwertungsmehr/minderergebnis zu einem Verwertungsminderergebnis werden kann und negativ ausfällt. Über die Totalperiode wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsmehrergebnis erwartet.

ANSATZ VON LEASINGGEGENSTÄNDEN IN VERWERTUNG ZU KALKULIERTEN RESTWERTEN

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,9 % und 17,3 % (Vorjahr: zwischen 2,7 % und 15,0 %) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstands unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.

BEIZULEGENDER ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTEN

Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Input-Parameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maße eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Input-Parameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Input-Parameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.

ANSATZ UND BEWERTUNG LATENTER STEUERN AUF VERLUSTVORTRÄGE

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

ANSATZ UND BEWERTUNG TATSÄCHLICHER STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE UND STEUERSCHULDEN

Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen von Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und der lokalen Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden.

3.18 ANPASSUNGEN LATENTE STEUERN

In analoger Anwendung mit den Vorschriften des IAS 8.41 ff. erfolgte eine Ausweisänderung latenter Steuern (partielle Saldierung). Für latente Steueransprüche und latente Steuerschulden besteht, sofern die Kriterien des IAS 12.74 vorliegen, ein Saldierungsgebot. Für einzelne Sachverhalte, welche zu latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden führen, lagen die Saldierungskriterien bereits in der Vergangenheit vor. Für die einschlägigen Sachverhalte erfolgte, trotz Saldierungsgebot, ein getrennter Ausweis von latenten Steueransprüchen und latenten Steuerschulden. Durch diese Anpassung ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Die Änderung des Ausweises erfolgte jeweils retrospektiv. Im diesem Konzernabschluss wurden daher Anpassungen der Vergleichszahlen der Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2016 vorgenommen. Hieraus ergeben sich die folgenden Auswirkungen:

AUSZÜGE AUS DER KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2016

TEUR Veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2016 Anpassung Angepasster Konzernabschluss 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche 17.927 -6.884 11.043
Summe langfristige Vermögenswerte 2.362.489 -6.884 2.355.605
Summe Vermögenswerte 3.971.452 -6.884 3.964.568
Langfristige Schulden
Latente Steuerschulden 51.514 -6.884 44.630
Summe langfristige Schulden 1.952.520 -6.884 1.945.636
Summe Schulden und Eigenkapital 3.971.452 -6.884 3.964.568

Es ergeben sich weder Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung oder die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016 noch auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016. Darüber hinaus wurden aufgrund der retrospektiven Anpassung auch die entsprechenden Vergleichsangaben im Anhang geändert.

4 AUSGEWÄHLTE ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

4.1 ZINSERGEBNIS

4.1.1 ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE AUS DEM FINANZIERUNGSGESCHÄFT

Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2017 2016
Zinserträge aus dem Leasinggeschäft 280.809 253.892
Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer 2.301 1.355
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft 4.574 4.432
Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank 1.720 1.279
Summe 289.404 260.958

4.1.2 AUFWENDUNGEN AUS DER VERZINSUNG DER REFINANZIERUNG UND DES EINLAGENGESCHÄFTS

Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2017 2016
Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung 38.627 38.754
Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft 4.180 4.414
Summe 42.807 43.168

4.2 SCHADENSABWICKLUNG UND RISIKOVORSORGE

Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("Percentage-of-Receivables-Approach").

TEUR 2017 2016
Risikovorsorge Leasinggeschäft 54.067 53.070
Buchwertabgang bei performenden Leasingforderungen durch vorzeitige Schäden 67.307 51.718
Erlöse aus Schadensfällen 67.747 49.504
Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen 54.424 50.693
Aufwand aus Delkrederegebühren an Franchiser 83 163
Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank 1.122 1.822
Risikovorsorge Factoringgeschäft 278 197
Ergebnis 55.467 55.089

4.3 ERGEBNIS AUS DEM SERVICEGESCHÄFT

In der Position sind bisher ausschließlich Erträge und Aufwendungen aus dem Servicegeschäft im Zusammenhang mit der Abwicklung von Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts enthalten.# 4.4 ERGEBNIS AUS DEM NEUGESCHÄFT

Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2017 2016
Einbuchung neuer Leasingforderungen 1.998.337 1.598.005
Erlösanteile aus Vormieten 9.044 7.506
Erlöse aus Bearbeitungsgebühren 5.518 4.586
Erlöse aus Mietsonderzahlungen 9.014 5.435
Abgangsgewinne aus echtem Forderungsverkauf 1.997 0
Einbuchung neuer Leasinggegenstände aus Operate Leasingverhältnissen 4.302 0
Summe 2.028.212 1.615.532

Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2017 2016
Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände 1.921.073 1.531.318
An Händler bezahlte Provisionen 38.156 25.415
Summe 1.959.229 1.556.733

Ergebnis aus dem Neugeschäft 68.983 58.799

Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert. Bezogen auf die leasingvertragsbezogene Kalkulation werden im Ergebnis Neugeschäft die anfänglichen direkten Kosten und der anteilige Erlös aus Vormieten gezeigt. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden. Erstmalig wurden Abgangsgewinne aus Forderungsverkäufen von neu zugegangenen Leasingforderungen gezeigt, bei denen das Ausfallrisiko mit veräußert wurde.

4.5 VERWERTUNGSMEHR-(+)/-MINDER(-)ERGEBNIS

TEUR 2017 2016
Erlöse aus Nachmieten 42.668 37.134
Buchverluste aus dem Abgang nach Grundmietzeitende -45.424 -43.799
Buchgewinne /-verluste aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung -2.447 1.516
Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit -3.009 -836
Ergebnis -8.212 -5.985

Bei den Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Dem gegenüber stehen die Abschreibungen sowie die Buchverluste aus dem Abgang der Leasinggegenstände nach Grundmietzeitende bzw. Buchgewinne /-verluste aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung.

4.6 PERSONALAUFWAND

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 1.229 (Vorjahr: 1.031). Teilzeitangestellte werden anteilig berücksichtigt. Weitere 46 (Vorjahr: 28) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.

TEUR 2017 2016
Gehälter 70.697 58.003
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 15.465 12.621
Summe 86.162 70.624

Für die bestehenden leistungsorientierten Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalkosten für das Geschäftsjahr 2017 von insgesamt 556 TEUR (Vorjahr: 557 TEUR) erfasst. Des Weiteren sind im Personalaufwand 919 TEUR (Vorjahr: 746 TEUR) für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm des französischen Tochterunternehmens erfasst.

4.7 ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNG

TEUR 2017 2016
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.069 4.748
Geschäftsausstattung 4.863 3.854
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0
Bürogebäude 696 694
Leasinggegenstände 735 0
Summe 15.363 9.296

Für die Aufwendungen aus Wertminderung verweisen wir auf Tz. 5.7 bis Tz. 5.9.

4.8 VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSAUFWAND (OHNE PERSONALAUFWAND)

Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:

TEUR 2017 2016
Betriebskosten 26.565 21.384
Beratungs- und Prüfungskosten 9.777 8.277
Vertriebskosten (ohne Provisionen) 12.099 9.389
Verwaltungskosten 9.911 8.453
Sonstige Steuern 2.944 4.439
IT-Projektkosten 6.209 6.207
Vergütung der Kontrollgremien 232 231
Summe 67.737 58.380

Informations-(IT-)Projektkosten, die keine Aktivierung als Entwicklungskosten begründen, entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.

4.9 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

TEUR 2017 2016
Währungsumrechnungsdifferenzen 2.918 2.490
Erlösschmälerungen 679 613
Aufwendungen für die Wartung von Leasingobjekten 121 0
Provisionsaufwendungen Bankgeschäft 112 108
Buchverluste aus dem Verkauf von Büro- und Geschäftsausstattung 95 94
Mietaufwendungen 0 182
Übrige Posten 708 529
Summe 4.633 4.016

4.10 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

TEUR 2017 2016
Rückerstattung Vorsteuer aus Vorjahren 6.712 0
Erträge aus Mahngebühren 1.399 1.029
Vereinnahmte Franchisegebühren 967 777
Mieterträge aus Operate Lease während der Grundmietzeit 803 0
Provisionseinnahmen Bankgeschäft 718 514
Sonstige Gebühren an Leasingnehmer 648 463
Erlöse aus dem Verkauf von Waren 419 381
Bestandsveränderung -226 -374
Periodenfremde Erträge 160 222
Versicherungsentschädigungen 115 76
Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen 94 22
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 81 0
Miete und Mietnebenkosten 72 294
Umrechnungsdifferenzen 0 30
Übrige Posten 817 615
Summe 12.779 4.049

4.11 ERTRAGSTEUERN

TEUR 2017 2016
Laufende Steuern 27.691 28.167
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 13.637 6.528
Ausländische Ertragsteuern 14.054 21.639
Latente Steuern 5.054 3.135
Deutschland 3.205 1.654
Ausland 1.849 1.481
Summe 32.745 31.302

Unter den laufenden Steuern sind Aufwendungen in Höhe von 14.638 TEUR (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 5.471 TEUR) aus Vorjahren enthalten.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG ZWISCHEN DEM DURCHSCHNITTLICHEN EFFEKTIVEN UND DEM ERWARTETEN STEUERSATZ

Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKE AG auf den effektiven Steuersatz, bezogen auf den Vorsteuergewinn (100 %), ergibt sich wie folgt:

2017 2016
Anzuwendender Steuersatz
Gewerbesteuer 14,51 % 14,19 %
Körperschaftsteuer 15,00 % 15,00 %
Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) 0,83 % 0,83 %
Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKE AG 30,34 % 30,02 %
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 0,16 % 0,38 %
Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern -9,20 % -9,10 %
Effekte Steuersatzänderungen -0,08 % -1,01 %
Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge* -0,06 % -0,16 %
Steuernachzahlungen und -erstattungen aus Vorjahren 9,28 % 4,07 %
Steuervergünstigungen -8,67 % 0,00 %
Sonstiges* -1,01 % -0,93 %
Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern 20,76 % 23,27 %

* Im Vorjahr erfolgte eine Anpassung der Position "Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge" in Höhe von -0,32 % von +0,16 % auf -0,16 %. Die Position "Sonstiges" hat sich entsprechend um 0,32 % von -1,25 % auf -0,93 % erhöht.

4.12 ERGEBNIS JE AKTIE

Der auf die Aktionäre der GRENKE AG entfallene Gewinn in Höhe von 121.244 TEUR (Vorjahr: 101.463 TEUR) liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Ein Verwässerungseffekt ergab sich weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr 2,74 EUR (Vorjahr: 2,29 EUR)*.

Stück 2017 2016
Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode* 44.313.102 44.262.597
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode* 44.313.102 44.292.126
Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode* 44.313.102 44.313.102

* Die Vorjahresangaben wurden infolge des Aktiensplits von 1:3 angepasst.

4.13 SONSTIGES ERGEBNIS

Die erfolgswirksamen Umgliederungen realisierter Gewinne/Verluste vor Steuern stellen sich wie folgt dar:

TEUR 2017 2016
In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) aus Zinskontrakten -99 197
Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung -11 -72
Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen -110 125

5 AUSGEWÄHLTE ANGABEN ZUR BILANZ

5.1 FINANZINSTRUMENTE MIT POSITIVEM BEIZULEGENDEM ZEITWERT

Unter den Finanzinstrumenten mit positivem beizulegendem Zeitwert werden ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung ausgewiesen. Derivate mit einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39, die einen positiven beizulegenden Zeitwert aufweisen, liegen nicht vor.

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Beizulegender Zeitwert
Zinsswaps 0 97
Fremdwährungsterminkontrakte 3.505 3.620
Summe 3.505 3.717

Eine Erläuterung zu den Zins- und Währungsderivaten findet sich unter Tz. 7.3.

5.2 ZAHLUNGSMITTEL

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Kontoguthaben bei Banken 82.530 64.439
Guthaben auf Zentralbankkonten 120.825 92.441
Kassenbestand 12 16
Summe 203.367 156.896

Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Zahlungsmittel laut Bilanz 203.367 156.896
Abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten 111 131
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt.

5.3 LEASINGFORDERUNGEN

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 3.895.184 3.225.519
+ nicht garantierte Restwerte 442.068 381.596
Bruttoinvestition 4.337.252 3.607.115
- nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag 491.779 431.207
Nettoinvestition 3.845.473 3.175.908
- Barwert der nicht garantierten Restwerte 346.979 296.579
Barwert der Mindestleasingzahlungen 3.498.494 2.879.329

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TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre länger als 5 Jahre
Bruttogesamtinvestition 1.486.641 2.821.007 29.604
Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) 1.259.083 2.323.039 24.993
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 1.134.354 2.342.276 21.864
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorjahr) 949.044 1.912.148 18.137

Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen)
Stand zu Periodenbeginn 3.175.908 2.758.660
+Veränderung in der Periode 669.565 417.248
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende 3.845.473 3.175.908
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 223.948 221.847
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 87.359 50.444
- Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 40.886 48.343
Bruttoforderungen zu Periodenende 270.421 223.948
Wertminderungen zu Periodenbeginn 129.746 126.335
+ Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 50.243 41.924
- Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* 30.830 38.513
Wertminderungen zu Periodenende 149.159 129.746
Buchwert Nicht performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn 94.202 95.512
Buchwert Nicht performende Leasingforderungen zu Periodenende 121.262 94.202
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 3.270.110 2.854.172
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 3.966.735 3.270.110
  • Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von -712 TEUR (Vorjahr: -1.260 TEUR).

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TEUR Barwert der Mindestleasingzahlungen Barwert der Restwerte Andere Forderungen gegen Leasingnehmer Bilanzansatz
2016
Kurzfristige Leasingforderungen 949.044 97.754 94.202 1.141.000
Langfristige Leasingforderungen 1.930.285 198.825 0 2.129.110
Summe (2016) 2.879.329 296.579 94.202 3.270.110
2017
Kurzfristige Leasingforderungen 1.134.354 112.505 121.262 1.368.121
Langfristige Leasingforderungen 2.364.140 234.474 0 2.598.614
Summe (2017) 3.498.494 346.979 121.262 3.966.735

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten. Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:

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zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig Leasingforderungen Mio. EUR Netto-Buchwert davon zum Stichtag überfällig Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag < 90 Tage Zwischen 91 Tage und 180 Tage Zwischen 181 Tage und 360 Tage
Zum 31.12.2016
nicht wertgemindert 24,0 24,0 0,0 21,9 1,1 0,4
wertgemindert 73,6 199,9 129,7 16,3 13,1 25,6
Summe 97,6 223,9 129,7 38,2 14,2 26,0
Zum 31.12.2017
nicht wertgemindert 39,6 39,6 0,0 33,7 2,9 2,2
wertgemindert 81,6 230,8 149,2 18,0 19,5 31,9
Summe 121,2 270,4 149,2 51,7 22,4 34,1

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zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig Leasingforderungen Mio. EUR Zwischen 1 und 5 Jahre >5 Jahre
Zum 31.12.2016
nicht wertgemindert 0,6 0,0
wertgemindert 109,3 35,6
Summe 109,9 35,6
Zum 31.12.2017
nicht wertgemindert 0,8 0,0
wertgemindert 123,2 38,2
Summe 124,0 38,2

Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor. Zum Stichtag bestehen Leasingforderungen in Höhe von 3.845 Mio. EUR (Vorjahr: 3.176 Mio. EUR), welche weder überfällig noch wertgemindert sind. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt. Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2017 keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf. Der GRENKE Konzern bleibt in den überwiegenden Fällen (95 %) rechtlicher Eigentümer der Leasinggegenstände, durch welche die Leasingforderungen besichert sind. Zusätzlich bestehen im geringen Umfang Bankbürgschaften (9,5 Mio. EUR) sowie Bürgschaften und Garantien von Dritten für 5 % der Leasingforderungen, bezogen auf den Buchwert.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:

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Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 129,7 126,3
Zuführung zur Einzelwertberichtigung 50,2 41,9
Verbrauch der Einzelwertberichtigung 22,5 30,7
Auflösung der Einzelwertberichtigung 7,5 6,5
Währungsdifferenzen -0,7 -1,3
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 149,2 129,7

Der Zinsertrag aus der Aufzinsung des Wertberichtigungsaufwands beträgt 185 TEUR (Vorjahr: 339 TEUR) und wird in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit ausgewiesen.

5.4 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Rateneinzüge vor Monatsende 1.094 1.261
Darlehen im Zusammenhang mit ABCP 14.973 17.160
Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) 49.734 21.889
Forderungen aus dem Factoringgeschäft 26.856 24.760
Forderungen gegen Refinanzierer 48 -120
Forderungen aus dem Kreditgeschäft 23.118 19.458
Anzahlungen für Unternehmenserwerb 0 8.500
Sonstiges 686 182
Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 116.509 93.090
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen im Zusammenhang mit ABCP 21.157 23.280
Forderungen aus dem Kreditgeschäft 46.544 37.123
Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) 10.597 9.959
Sonstige Beteiligungen 3.000 3.262
Sonstiges 749 19
Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 82.047 73.643
Summe finanzielle Vermögenswerte 198.556 166.733

Die Darlehen im Zusammenhang mit ABCP beinhalten insbesondere Liquiditätsreserven, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen an den Sponsor des Programms gewährt werden müssen. Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen von der Herkunft der über die strukturierten Unternehmen refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert. Die Forderungen Franchisenehmer beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge und Factoringvereinbarungen resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Bei den Franchisenehmern, die im Factoringgeschäft tätig sind, sind sämtliche Ansprüche gegenüber dem Factoringkunden abgetreten. Die abgetretenen Leasing- und Factoringforderungen übersteigen zum Stichtag den Forderungsbestand gegen Franchisenehmer vollständig. Die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von 2.301 TEUR (Vorjahr: 1.355 TEUR) (siehe auch Tz. 4.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag Altgeschäft der Bank betreffendes Volumen von 104 TEUR (Vorjahr: 173 TEUR) auf. Zusätzlich bestehen 45.582 TEUR (Vorjahr: 42.488 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus der Gewährung von Existenzgründungsdarlehen sowie 229 TEUR (Vorjahr: 316 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus Projektfinanzierungen. Zudem sind Forderungen aus der Vergabe von Mikrokrediten in Höhe von 15.039 TEUR (Vorjahr: 8.994 TEUR) in den gesamten Forderungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 69.662 TEUR (Vorjahr: 56.581 TEUR) enthalten. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst. Unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten war im Vorjahr die Anzahlung auf die Anteile der Europa Leasing GmbH in Höhe von 8.500 TEUR enthalten. Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ist in den Sonstigen Beteiligungen die Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH in Höhe von 3.000 TEUR ausgewiesen.

Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind 14.984 TEUR (Vorjahr: 12.160 TEUR) überfällig und hiervon 7.365 TEUR (Vorjahr: 6.473 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2017 waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 7.619 TEUR (Vorjahr: 5.687 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach den in Tz. 3.17 beschriebenen Verfahren. Der Wertminderungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 872 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR).Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zeitbänder hierzu wieder:

Sonstige finanzielle Vermögenswerte TEUR Netto-Buchwert davon zum Stichtag überfällig Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag < 90 Tage Zwischen 91 Tage und 180 Tage Zwischen 181 Tage und 360 Tage Zum 31.12.2016 nicht wertgemindert Zum 31.12.2016 wertgemindert Zum 31.12.2016 Summe Zum 31.12.2017 nicht wertgemindert Zum 31.12.2017 wertgemindert Zum 31.12.2017 Summe
Nicht wertgemindert 5.687 5.687 0 5.548 74 59 5.687 0 5.687 7.619 0 7.619
Wertgemindert 4.376 6.473 2.097 1.083 495 1.421 0 4.376 4.376 0 4.775 4.775
Summe 10.063 12.160 2.097 6.631 569 1.480 5.687 4.376 10.063 7.619 4.775 12.394
Sonstige finanzielle Vermögenswerte TEUR Zwischen 1 und 5 Jahre >5 Jahre
Zum 31.12.2016 nicht wertgemindert 6 0
Zum 31.12.2016 wertgemindert 3.467 7
Zum 31.12.2016 Summe 3.473 7
Zum 31.12.2017 nicht wertgemindert 73 2
Zum 31.12.2017 wertgemindert 4.229 64
Zum 31.12.2017 Summe 4.302 66

Zudem wurden finanzielle Vermögenswerte, welche nicht überfällig sind, in Höhe von 163 TEUR (Vorjahr: 507 TEUR) um 75 TEUR (Vorjahr: 119 TEUR) wertgemindert, was zu einem Nettobuchwert von 88 TEUR (Vorjahr: 388 TEUR) führt. Es bestehen darüber hinaus finanzielle Vermögenswerte, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 186.074 TEUR (Vorjahr: 156.282 TEUR). Bei finanziellen Vermögenswerten, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten, und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte begrenzt.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand der sonstigen finanziellen Vermögenswerte:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2.216 1.607
Zuführung zur Einzelwertberichtigung 1.250 911
Verbrauch der Einzelwertberichtigung 415 159
Auflösung der Einzelwertberichtigung 378 138
Währungsdifferenzen -8 -5
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 2.665 2.216

5.5 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.935 TEUR (Vorjahr: 4.474 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Franchisenehmer, Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind 6.443 TEUR (Vorjahr: 2.733 TEUR) überfällig und hiervon 6.144 TEUR (Vorjahr: 1.893 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2017 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 299 TEUR (Vorjahr: 840 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach der in Tz. 3.17 beschriebenen Vorgehensweise. Im Geschäftsjahr betrug der Ertrag durch die Auflösung von Wertberichtigungen 197 TEUR (Vorjahr: Wertminderungsaufwand 86 TEUR). Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von 1.017 TEUR (Vorjahr: 1.144 TEUR) enthalten.

Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zeitbänder hierzu wieder:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR Netto-Buchwert davon zum Stichtag überfällig Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag < 90 Tage Zwischen 91 Tage und 180 Tage Zwischen 181 Tage und 360 Tage Zum 31.12.2016 nicht wertgemindert Zum 31.12.2016 wertgemindert Zum 31.12.2016 Summe Zum 31.12.2017 nicht wertgemindert Zum 31.12.2017 wertgemindert Zum 31.12.2017 Summe
Nicht wertgemindert 840 840 0 840 0 0 840 0 840 299 0 299
Wertgemindert 1.043 1.893 850 0 166 468 0 1.043 1.043 0 2.903 2.903
Summe 1.883 2.733 850 840 166 468 840 1.043 1.883 299 2.903 3.202
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR Zwischen 1 und 5 Jahre >5 Jahre
Zum 31.12.2016 nicht wertgemindert 0 0
Zum 31.12.2016 wertgemindert 1.025 234
Zum 31.12.2016 Summe 1.025 234
Zum 31.12.2017 nicht wertgemindert 0 0
Zum 31.12.2017 wertgemindert 3.617 1.034
Zum 31.12.2017 Summe 3.617 1.034

Es bestehen darüber hinaus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 2.734 TEUR (Vorjahr: 2.591 TEUR). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten, und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen.

5.6 SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Umsatzsteuererstattungsanspruch 229.809 164.984
In Arbeit befindliche Aufträge 4.234 992
Aktive Rechnungsabgrenzung 3.252 2.727
Geleistete Anzahlungen 3.209 1.376
Unterwegs befindliche Beträge 674 7.830
Versicherungsansprüche 587 485
Debitorische Kreditoren 408 267
Waren 224 337
Kurzfristige Vorschüsse 212 231
Übrige Posten 1.216 1.062
Summe 243.825 180.291

5.7 SACHANLAGEN

5.7.1 ÜBERSICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

TEUR Grundstücke und Bauten Anlagen im Bau Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen Summe
Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2017 23.920 0 31.969 19.816 75.705
Währungsdifferenzen 0 0 -75 -511 -586
Zugänge 0 0 6.310 22.336 28.646
Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs 0 0 243 2.417 2.660
Abgänge 0 0 2.159 13.097 15.256
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2017 23.920 0 36.045 28.544 88.509
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung
01.01.2017 6.925 0 18.839 1.572 27.336
Währungsdifferenzen 0 0 -43 -77 -120
Zugänge an Abschreibungen 696 0 4.863 3.744 9.303
Zugänge an Wertminderung 0 0 0 0 0
Abgänge an Abschreibungen 0 0 1.309 2.116 3.425
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2017 7.621 0 22.350 3.123 33.094
Nettobuchwerte 31.12.2017 16.299 0 13.695 25.421 55.415

5.7.2 ÜBERSICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

TEUR Grundstücke und Bauten Anlagen im Bau Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen Summe
Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2016 23.877 0 27.276 18.266 69.419
Währungsdifferenzen 0 0 -193 -257 -450
Zugänge 43 0 5.584 12.552 18.179
Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs 0 0 9 82 91
Abgänge 0 0 698 10.745 11.443
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2016 23.920 0 31.969 19.816 75.705
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung
01.01.2016 6.231 0 15.344 1.493 23.068
Währungsdifferenzen 0 0 -96 -19 -115
Zugänge an Abschreibungen 694 0 3.854 836 5.384
Zugänge an Wertminderung 0 0 0 0 0
Abgänge an Abschreibungen 0 0 263 738 1.001
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2016 6.925 0 18.839 1.572 27.336
Nettobuchwerte 31.12.2016 16.995 0 13.130 18.244 48.369

Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbar sind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Verwertungsergebnis gezeigt (siehe Tz. 4.5). Zudem werden seit diesem Geschäftsjahr in dieser Position Leasinggegenstände, die bei Beginn des Leasingverhältnisses als Operating Leasing klassifiziert wurden, ausgewiesen.

TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre länger als 5 Jahre
Ausstehenden Mindestleasingzahlungen aus Operatingleasingverhältnissen 1.773 1.400 0
Ausstehenden Mindestleasingzahlungen aus Operatingleasingverhältnissen (Vorjahr) 0 0 0

5.8 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

5.8.1 ENTWICKLUNG UND ÜBERSICHT

TEUR 2017 2016
Anschaffungskosten
Stand zum 01.01. 67.669 63.315
Fremdwährungsumrechnung -1.876 -1.153
Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung 18.206 5.507
Stand am 31.12. 83.999 67.669
Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen
Stand zum 01.01. 1.154 1.154
Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahres 0 0
Stand am 31.12. 1.154 1.154
Buchwert
Stand zum 01.01. 66.515 62.161
Stand zum 31.12. 82.845 66.515

Hinsichtlich der Zugänge des Jahres 2017 verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Akquisitionen der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/Deutschland, der GRENKE RENTING LTD., Sliema/Malta, und der GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien, unter Tz. 6.1. Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei, wurde im ersten Quartal 2017 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016.

Die Buchwerte der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Grenke Renting S.A. (Lissabon) - Portugal 28.472 28.472
GC Locação de Equipamentos LTDA (São Paulo) - Brasilien¹ 13.587 --
GRENKELEASING d.o.o. (Ljubljana) - Slowenien 5.106 5.106
GRENKE RENT S.L. (Madrid) - Spanien 5.015 5.015
GRENKELEASING Sp. z o.o. (Posen) - Polen 4.283 4.056
GRENKE Kiralama Ltd. Sti. (Istanbul) - Türkei 3.891 4.771
GRENKEFACTORING AG (Basel) - Schweiz 3.878 4.225

¹ Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo, Brasilien, im Jahr 2017 ist noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation erst im Jahr 2018 finalisiert wird (siehe Tz. 6.1). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Brasilien zugeordnet.

5.8.2 WERTHALTIGKEIT GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Die GRENKE AG überprüft jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.# 5.8.2 Ermittlung des erzielbaren Betrags
Wesentliche Parameter für die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Grundlage des Nutzungswertes sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erzielbaren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen wurden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von bis zu 43 % im Leasingsegment in einzelnen Regionen für einzelne Jahre. Die landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifischen Diskontierungsfaktoren betragen zwischen 3,2 % und 16,5 % (Vorjahr: zwischen 3,2 % und 10,1 %). Der dargestellte Abzinsungssatz reflektiert einen Eigenkapitalsatz nach Steuern. Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital-Asset-Pricing-Modell) auf, wobei ein risikofreier Zins von 1,0 % (Vorjahr: 0,9 %) und ein Betafaktor von 0,73 (Vorjahr: 0,76) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Leasing- und Banksegment berücksichtigt wurden. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Factoringsegment wurde ein Betafaktor von 0,67 (Vorjahr: 0,66) herangezogen. Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) fortgeschrieben. Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognoseparameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist. Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit. Für die wesentliche zahlungsmittelgenerierende Einheit Portugal wurden als wesentliche Annahmen ein Diskontierungsfaktor von 9,4 % (Vorjahr: 9,6 %) sowie Neugeschäftswachstumsraten zwischen -2,0 % und 5,0 % (Vorjahr: zwischen 5,0 % und 8,0 %) in einzelnen Jahren herangezogen. Die Wachstumsrate in der ewigen Rente beträgt 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %). Die wesentlichen Annahmen der verwendeten Parameter entsprechen dem oben erläuterten Vorgehen, welches für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gültigkeit besitzt.

5.8.3 SENSITIVITÄT DER GETROFFENEN ANNAHMEN

Der beizulegende Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Betafaktor für das systematische Risiko determiniert. Dabei wurden landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifische Besonderheiten beachtet. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken. Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen. Das Management ist der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer weiteren Wertminderung wie der oben erwähnten führen. Die sich zwischen den routinemäßigen jährlichen Werterhaltungstests ergebenden Veränderungen der Parameter hatten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

5.9 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

5.9.1 ÜBERSICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

TEUR Anschaffungskosten 01.01.2017 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Zugänge durch Unternehmenserwerbe Umbuchungen Anschaffungskosten 31.12.2017 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017 Nettobuchwerte 31.12.2017
Entwicklungskosten 9.621 0 5.086 177 0 0 14.530 1.264 0 2.379 177 0 3.466 11.064
Software-Lizenzen 8.720 -19 1.712 1.292 71 0 9.192 5.877 -11 1.667 841 0 6.692 2.500
Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote 18.072 -454 0 0 18.347 0 35.965 9.203 -99 5.023 0 0 14.127 21.838
Summe 36.413 -473 6.798 1.469 18.418 0 59.687 16.344 -110 9.069 1.018 0 24.285 35.402

5.9.2 ÜBERSICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

TEUR Anschaffungskosten 01.01.2016 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Zugänge durch Unternehmenserwerbe Umbuchungen Anschaffungskosten 31.12.2016 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 Nettobuchwerte 31.12.2016
Entwicklungskosten 4.771 0 4.850 0 0 0 9.621 583 0 681 0 0 1.264 8.357
Software-Lizenzen 7.429 -17 1.364 56 0 0 8.720 3.970 -5 1.960 48 0 5.877 2.843
Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote 16.633 -200 0 0 1.639 0 18.072 7.109 -13 2.107 0 0 9.203 8.869
Summe 28.833 -217 6.214 56 1.639 0 36.413 11.662 -18 4.748 48 0 16.344 20.069

Zugänge im Bereich "Kundenbeziehungen/Wettbewerbsverbote" sind ausschließlich auf die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren abgeschlossenen Akquisitionen zurückzuführen.

5.10 LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND-SCHULDEN

Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016¹ 2017 2016
Latente Steueransprüche
Steuerliche Verlustvorträge 9.605 9.671 53 211
Leasingforderungen 1.600 1.128 -499 -253
Schulden 5.150 6.085 1.001 156
Pensionen 723 1.043 404 -149
Sonstiges 1.923 0 -1.929 174
Summe 19.001 17.927 -970 139
Latente Steuerschulden
Leasingforderungen 49.863 34.158 15.336 -9.421
Immaterielle Vermögenswerte 9.388 4.270 -2.453 867
Schulden 2.718 13.078 -8.881 12.268
Sonstiges 2.077 8 2.022 -718
Summe 64.046 51.514 6.024 2.996
Latenter Steueraufwand/-ertrag 5.054 3.135
Latente Steuerschulden, netto 45.045 33.587 -- --

In der Bilanz nach Saldierung wie folgt ausgewiesen:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Latente Steueransprüche 10.887 11.043
Latente Steuerschulden 55.932 44.630

¹ Vorjahresbeträge angepasst, vgl. Kapitel 3.18

Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr passive latente Steuern in Höhe von 8 TEUR aufgelöst sowie aktive latente Steuern in Höhe von 6 TEUR gebildet (Vorjahr: erfolgsneutrale Auflösung aktiver latenter Steuern in Höhe von 2 TEUR und Bildung passiver latenter Steuern in Höhe von 8 TEUR). Diese resultieren aus der erfolgsneutral gebildeten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten bzw. Gewinnen die aktive latenten Steuern in Höhe von 84 TEUR aufgelöst (Vorjahr Bildung aktiven latenten Steuern: 58 TEUR). Für 3.132 TEUR steuerliche Verlustvorträge wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Um 100 TEUR verringerte sich der Aufwand aufgrund des Ansatzes von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten. 118 TEUR beruhen auf Änderung des Steuersatzes und 446 TEUR auf die Ausbuchung von bisher erfassten temporären Differenzen.

5.11 KURZ- UND LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN

5.11.1 ÜBERSICHT

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen.

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Asset Based 261.292 226.792
Senior Unsecured 661.469 724.236
Zweckgebundene Förderdarlehen 61.360 45.604
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 274.721 228.125
Sonstige Bankschulden 2.683 2.824
davon Kontokorrentschulden 111 131
Summe kurzfristige Finanzschulden 1.261.525 1.227.581
Langfristige Finanzschulden
Asset Based 481.518 431.595
Senior Unsecured 1.678.392 1.194.928
Zweckgebundene Förderdarlehen 128.784 78.988
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 244.487 188.963
Summe langfristige Finanzschulden 2.533.181 1.894.474
Summe Finanzschulden 3.794.706 3.122.055

Der GRENKE Konzern strukturiert die Aufteilung der Finanzschulden in gleicher Form, wie an die Anleihe- und Kapitalmarktteilnehmern berichtet wird, mit dem Ziel, einen einheitlichen Auftritt zu vermitteln. Unter die Asset Based Finanzschulden fallen Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit ABCP-Programmen sowie Forderungsverkäufe mit externen Kreditinstituten. Unter den Senior Unsecured Finanzschulden sind erstrangige unbesicherte Schuldtitel inkludiert. Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt 274.721 TEUR (Vorjahr: 228.125 TEUR) entfallen zum Stichtag 52.011 TEUR (Vorjahr: 34.520 TEUR) auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart. Unter den Bankschulden werden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet. Zum Stichtag wurden diese Linien mit 111 TEUR (Vorjahr: 131 TEUR) ausgeschöpft. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt 765.167 TEUR (Vorjahr: 656.136 TEUR) an die refinanzierenden Institute abgetreten worden. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurückübertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können. Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31.# Dezember 2017

5.11.2 ASSET BASED

Strukturierte Unternehmen Folgende konsolidierte strukturierte Unternehmen bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (HeLaBa), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING Limited (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (UniCredit), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" (HSBC). Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Unternehmen, die als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme aufgelegt sind, weiter erläutert.

ABCP-Programme Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 772.500 TEUR (Vorjahr: 735.000 TEUR) haben.

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Programmvolumen 772.500 735.000
Inanspruchnahme 655.211 624.610
Buchwert 575.023 531.544
davon kurzfristig 181.805 154.054
davon langfristig 393.218 377.490

Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE PLC sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches im Normalfall mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt. Der Buchwert wird nach der Effektivzinsmethode ermittelt, wobei anfallende Transaktionskosten über die Laufzeit der zugrunde liegenden Refinanzierungspakete amortisiert werden. Die strukturierten Unternehmen refinanzieren sich durch die revolvierende Ausgabe von Commercial Papers, welche in der Regel eine Laufzeit von einem Monat aufweisen. Die Verzinsung der Commercial Papers orientiert sich am 1-Monats-Euribor. Es handelt sich daher um eine variable Verzinsung. Das Zinsänderungsrisiko (festverzinsliche Leasingforderungen auf der Aktivseite versus variabel verzinsliche Refinanzierung auf der Passivseite) managen die strukturierten Unternehmen durch den Abschluss von Zinssicherungsinstrumenten (Zinsswaps). Ein Währungsrisiko besteht im Rahmen der ABCP-Refinanzierung nicht, da ausschließlich Euro-Transaktionen und eurobasierte Leasingverträge Vertragsgegenstand sind. Die Laufzeiten der einzelnen ABCP-Programme sind folgender Tabelle zu entnehmen:

ABCP-Programm Sponsor Laufzeit bis
Opusalpha Purchaser II Limited HeLaBa März 2018
Kebnekalse Funding Limited SEB AB November 2018
CORAL PURCHASING Limited DZ-Bank August 2018
FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" UniCredit April 2019
FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" HSBC Juni 2019

Forderungsverkaufs-Verträge Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, mit der Commerzbanktochter mBank S.A. mit der Deutschen Bank Brasilien sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt. Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für den GRENKE Konzern über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor, da das Ausfallrisiko verbleibt. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 148.115 TEUR (Vorjahr: 126.843 TEUR) und stimmt mit den veräußerten Forderungen (abzüglich Abschlägen etc.) überein.

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Programmvolumen in Landeswährung
TEUR 25.000 25.000
TGBP 100.000 80.000
TPLN 80.000 60.000
TCHF 50.000 50.000
TBRL 75.480 --
Programmvolumen in TEUR 218.589 178.602
Inanspruchnahme in TEUR 148.115 126.843
Buchwert in TEUR 148.115 126.843
davon kurzfristig 71.591 72.739
davon langfristig 76.524 54.104

Restwertdarlehen Seit dem Erwerb der Europa Leasing GmbH besitzt der Konzern Restwertdarlehen. Die Restwertdarlehen dienen teilweise zur Finanzierung von Restwerten von Leasingverträgen, bei denen die Raten im Rahmen des Forderungsverkaufs veräußert wurden.

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Buchwert 19.672 0
davon kurzfristig 7.896 0
davon langfristig 11.776 0

5.11.3 SENIOR UNSECURED FINANZSCHULDEN

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Anleihen 1.510.590 1.209.998
davon kurzfristig 83.676 266.374
davon langfristig 1.426.914 943.624
Schuldscheindarlehen 361.845 392.941
davon kurzfristig 123.414 151.387
davon langfristig 238.431 241.554
Commercial Paper 313.000 201.000
Revolving Credit Facility 106.758 73.937
davon kurzfristig 93.711 64.187
davon langfristig 13.047 9.750
Geldhandel 25.000 31.692
Kontokorrent 11.044 --
Zinsabgrenzung 11.624 9.596

Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:

31.12.2017 31.12.2016
Anleihen TEUR 2.000.000 1.500.000
Commercial Paper TEUR 500.000 500.000
Revolving Credit Facility TEUR 150.000 150.000
Revolving Credit Facility TPLN 100.000 50.000
Revolving Credit Facility TCHF 20.000 10.000
Geldhandel TEUR 35.000 45.000

Anleihen Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst. Grundsätzlich sind alle Schuldverschreibungen endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet.

Debt-Issuance-Programm Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Bezeichnung von bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TEUR
EUR-Anleihe 13.12.2012 13.12.2019 3,75 40.837 40.756 41.000
EUR-Anleihe 07.06.2013 07.06.2017 2,00 0 99.964 0
EUR-Anleihe 09.12.2013 10.12.2018 2,25 124.908 124.808 125.000
EUR-Anleihe 21.02.2014 21.08.2018 1,90 29.986 29.962 30.000
EUR-Anleihe 04.03.2014 04.03.2019 2,17 29.983 29.968 30.000
EUR-Anleihe 17.04.2014 17.10.2017 1,625 0 124.913 0
EUR-Anleihe 27.06.2014 27.08.2018 1,50 9.997 9.990 10.000
EUR-Anleihe 07.07.2014 07.07.2017 1,25 0 9.995 0
EUR-Anleihe 26.11.2014 27.05.2019 1,50 145.025 124.835 145.000
EUR-Anleihe 06.03.2015 06.03.2018 0,884 23.998 23.986 24.000
EUR-Anleihe 26.03.2015 26.03.2019 0,80 29.979 29.961 30.000
EUR-Anleihe 27.04.2015 27.04.2020 0,73 29.890 29.840 30.000
EUR-Anleihe 21.05.2015 27.04.2020 0,93 19.933 19.902 20.000
EUR-Anleihe 07.09.2015 07.04.2017 Euribor + 0,60 0 12.198 0
EUR-Anleihe 04.12.2015 05.10.2020 1,375 119.853 119.545 120.000
EUR-Anleihe 21.01.2016 21.01.2026 2,616 25.896 25.883 26.000
EUR-Anleihe 09.03.2016 09.04.2021 1,50 175.517 144.986 175.000
EUR-Anleihe 15.06.2016 15.06.2021 0,875 19.921 19.897 20.000
EUR-Anleihe 17.06.2016 15.09.2017 0,02 0 19.964 0
EUR-Anleihe 08.08.2016 08.08.2018 0,44 19.994 19.984 20.000
EUR-Anleihe 29.11.2016 02.02.2022 1,125 164.082 148.661 165.000
EUR-Anleihe 27.02.2017 18.01.2019 0,02 9.948 0 10.000
EUR-Anleihe 03.03.2017 03.03.2022 1,041 19.967 0 20.000
EUR-Anleihe 14.03.2017 06.04.2020 0,70 42.903 0 43.000
EUR-Anleihe 14.03.2017 09.03.2020 0,729 39.955 0 40.000
EUR-Anleihe 20.03.2017 20.03.2019 0,573 24.978 0 25.000
EUR-Anleihe 06.07.2017 06.07.2021 0,738 24.945 0 25.000
EUR-Anleihe 06.07.2017 06.07.2021 0,695 34.923 0 35.000
EUR-Anleihe 07.09.2017 07.10.2022 0,875 198.621 0 200.000
EUR-Anleihe 13.10.2017 02.01.2019 0,02 19.945 0 20.000
EUR-Anleihe 20.11.2017 17.02.2020 0,17 9.981 0 10.000
EUR-Anleihe 05.12.2017 05.12.2024 0,970 14.970 0 15.000
Bezeichnung Nennbetrag 31.12.2016 TEUR
EUR-Anleihe 41.000
EUR-Anleihe 100.000
EUR-Anleihe 125.000
EUR-Anleihe 30.000
EUR-Anleihe 30.000
EUR-Anleihe 125.000
EUR-Anleihe 10.000
EUR-Anleihe 10.000
EUR-Anleihe 125.000
EUR-Anleihe 24.000
EUR-Anleihe 30.000
EUR-Anleihe 30.000
EUR-Anleihe 20.000
EUR-Anleihe 12.200
EUR-Anleihe 120.000
EUR-Anleihe 26.000
EUR-Anleihe 145.000
EUR-Anleihe 20.000
EUR-Anleihe 20.000
EUR-Anleihe 20.000
EUR-Anleihe 150.000
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0
EUR-Anleihe 0

In 2017 wurden insgesamt elf neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 443.000 TEUR begeben. Die Konditionen ergeben sich aus der obigen Tabelle. Zusätzlich wurden die Anleihe vom 26. November 2014 um 20.000 TEUR, die Anleihe vom 9. März 2016 um 10.000 TEUR und weitere 20.000 TEUR sowie die Anleihe vom 29. November 2016 um 15.000 TEUR erhöht. Die Konditionen ergeben sich aus folgender Tabelle.

| Bezeichnung | von | bis | Zinskupon Prozent p. a. | Agio Nennbetrag 31.12.2017 | Nennbetrag 31.12.2016 |
|-------------------------|--------------|--------------|-------------------------|----------------------------|-----------------------|# TEUR

EUR-Anleihe 16.06.2017

27.05.2019 0,319 417 20.000 0

EUR-Anleihe 07.08.2017

09.04.2021 0,764 265 10.000 0

EUR-Anleihe 16.10.2017

09.04.2021 0,617 566 20.000 0

EUR-Anleihe 16.08.2017

02.02.2022 0,816 173 15.000 0

Fünf Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 267.200 TEUR wurden im Geschäftsjahr planmäßig zurückgezahlt. Zudem wurde erstmalig eine Schweizer Anleihe aufgenommen.

Bezeichnung Laufzeit von Laufzeit bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TCHF Nennbetrag 31.12.2016 TCHF
CHF-Anleihe 15.09.2017 15.09.2020 0,45 59.655 0 70.000 0

Schuldscheindarlehen (SSD)

Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Euro können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Bezeichnung Laufzeit von Laufzeit bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TEUR Nennbetrag 31.12.2016 TEUR
EUR-SSD 06.12.2010 30.06.2020 4,850 2.250 3.000 2.250 3.000
EUR-SSD 06.12.2010 30.06.2020 4,850 2.250 3.000 2.250 3.000
EUR-SSD 21.12.2012 21.12.2020 2,80 3.000 4.000 3.000 4.000
EUR-SSD 28.03.2013 05.01.2017 2,41 0 20.000 0 20.000
EUR-SSD 31.01.2014 31.01.2019 2,25 9.996 9.992 10.000 10.000
EUR-SSD 18.07.2014 18.07.2017 1,43 0 25.000 0 25.000
EUR-SSD 28.07.2014 28.07.2019 1,644 9.991 9.985 10.000 10.000
EUR-SSD 12.08.2014 12.08.2017 1,20 0 5.000 0 5.000
EUR-SSD 26.08.2014 26.08.2017 1,26 0 15.000 0 15.000
EUR-SSD 04.09.2014 04.09.2017 1,18 0 10.000 0 10.000
EUR-SSD 18.09.2014 18.09.2017 1,05 0 7.000 0 7.000
EUR-SSD 12.12.2014 12.12.2017 1,21 0 25.000 0 25.000
EUR-SSD 26.03.2015 26.03.2019 0,84 5.000 7.500 5.000 7.500
EUR-SSD 15.06.2015 15.06.2018 0,87 10.000 10.000 10.000 10.000
EUR-SSD 09.07.2015 09.07.2018 0,835 10.000 10.000 10.000 10.000
EUR-SSD 21.07.2015 21.07.2018 0,95 10.000 10.000 10.000 10.000
EUR-SSD 23.07.2015 23.07.2018 0,91 25.000 25.000 25.000 25.000
EUR-SSD 25.07.2015 25.07.2018 0,90 10.000 10.000 10.000 10.000
EUR-SSD 17.08.2015 17.08.2018 0,811 13.996 13.989 14.000 14.000
EUR-SSD 04.09.2015 04.09.2018 0,78 20.000 20.000 20.000 20.000
EUR-SSD 22.12.2015 22.12.2017 0,75 0 4.997 0 5.000
EUR-SSD 29.03.2016 29.03.2019 0,78 9.994 9.989 10.000 10.000
EUR-SSD 29.04.2016 29.04.2026 2,35 10.968 10.964 11.000 11.000
EUR-SSD 30.05.2016 01.04.2019 0,72 20.000 20.000 20.000 20.000
EUR-SSD 05.09.2016 05.09.2019 0,52 9.992 9.987 10.000 10.000
EUR-SSD 20.10.2016 20.10.2026 1,702 19.930 19.922 20.000 20.000
EUR-SSD 26.11.2016 26.11.2019 0,714 10.000 10.000 10.000 10.000
EUR-SSD 05.01.2017 05.01.2020 0,770 20.000 0 20.000 0
EUR-SSD 24.01.2017 24.01.2022 1,058 9.980 0 10.000 0
EUR-SSD 23.02.2017 23.02.2027 2,083 19.927 0 20.000 0
EUR-SSD 18.07.2017 18.07.2020 0,630 25.000 0 25.000 0
EUR-SSD 01.09.2017 01.09.2021 0,654 10.000 0 10.000 0
EUR-SSD 20.11.2017 20.11.2020 0,521 10.000 0 10.000 0

Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Schweizer Franken können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Bezeichnung Laufzeit von Laufzeit bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TCHF Nennbetrag 31.12.2016 TCHF
CHF-SSD 03.02.2014 10.01.2017 1,59 0 372 0 400
CHF-SSD 29.09.2014 29.09.2017 0,82 0 9.299 0 10.000
CHF-SSD 29.01.2015 10.01.2018 0,01 684 3.725 800 4.000
CHF-SSD 30.03.2015 10.01.2018 0,35 684 3.725 800 4.000
CHF-SSD 12.06.2015 12.06.2018 0,43 8.546 9.312 10.000 10.000
CHF-SSD 29.09.2015 29.09.2017 0,234 0 9.312 0 10.000
CHF-SSD 24.05.2016 10.04.2019 0,34 4.662 8.445 5.455 9.090
CHF-SSD 27.07.2016 10.07.2019 0,29 5.384 9.201 6.300 9.900
CHF-SSD 24.10.2016 10.10.2019 0,45 6.836 10.225 8.000 11.000
CHF-SSD 31.03.2017 07.03.2022 0,81 8.527 0 10.000 0

Alle Rückzahlungen im Geschäftsjahr erfolgten planmäßig. Zusätzlich wurden noch folgende Schuldscheindarlehen in Fremdwährung aufgenommen:

Bezeichnung Laufzeit von Laufzeit bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TPLN Nennbetrag 31.12.2016 TPLN
PLN-SSD 25.09.2017 25.09.2020 3,50 2.394 0 10.000 0
Bezeichnung Laufzeit von Laufzeit bis Zinskupon Prozent p. a. Buchwert 31.12.2017 TEUR Buchwert 31.12.2016 TEUR Nennbetrag 31.12.2017 TGBP Nennbetrag 31.12.2016 TGBP
GBP-SSD 15.12.2017 15.12.2017 2,34 16.854 0 15.000 0

Commercial Papers

Der GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2017 ist das Commercial-Paper-Programm mit 313.000 TEUR ausgenutzt (Vorjahr: 201.000 TEUR).

Revolving Credit Facility

Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von sechs revolvierenden Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 150.000 TEUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer Franken erfolgen), welche der GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen. Zudem steht der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, eine weitere Darlehensfazilität mit einem Gesamtvolumen von 20.000 TCHF zur Verfügung. Diese Fazilitäten bestehen mit der Deutschen Bank AG, der DZ-Bank AG, der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, der Norddeutschen Landesbank, der SEB AG sowie der Commerzbank AG. Zum 31. Dezember 2017 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 90.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr: 50.000 TEUR sowie 16.500 TCHF). Darüber hinaus besteht eine weitere Fazilität mit der SEB AB, welcher der GRENKLEASING Sp. Z.o.o. die Möglichkeit bietet, jederzeit kurzfristig Gelder mit einem Mindestbetrag von 1.000 TPLN und einer festen Laufzeit von jeweils drei Jahren aufzunehmen. Zum 31. Dezember 2017 betrug das in Anspruch genommene Volumen 70.000 TPLN (Vorjahr: 43.000 TPLN).

Geldhandel

Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von insgesamt 35.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE PLC, Dublin/Irland, und der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung steht. Zum 31. Dezember 2017 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 25.000 TEUR sowie 0 TCHF (Vorjahr: 28.000 TEUR sowie 2.700 TCHF).

5.11.4 ZWECKGEBUNDENE FÖRDERDARLEHEN

Es bestehen verschiedene Kooperationen in Form von Globaldarlehen zwischen der GRENKE AG, der GRENKE BANK AG und den Förderbanken Kreditanstalt für Wiederaufbau, NRW Bank, Thüringer Aufbaubank, Investitionsbank Berlin, LfA Förderbank Bayern sowie der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg. Diese ermöglichen die Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht für regionale Investitionsvorhaben von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Des Weiteren bietet die GRENKE BANK AG in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige Gelder als auch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR. Dazu bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung 80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft zur Verfügung stellt.

Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.

Bezeichnung TEUR 31.12.2017 TEUR 31.12.2016
NRW Bank 73.392 51.771
Thüringer Aufbaubank 9.557 11.068
Investitionsbank Berlin 1.835 3.040
LfA Förderbank Bayern 7.603 14.712
Investitionsbank des Landes Brandenburg 4.761 3.691
KfW 90.741 37.932
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 2.216 2.310
Zinsabgrenzung 39 68

5.11.5 ÜBERLEITUNG DER FINANZIELLEN SCHULDEN AUS FINANZIERUNGAKTIVITÄTEN DER KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Veränderung der finanziellen Schulden aus Finanzierungaktivitäten setzen wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Bankschulden (ohne Kontokorrentschulden)
Eröffnungsbilanzwert 2.692
Zahlungswirksame Veränderung -120
Schlussbilanzwert 2.572
Summe Schulden auf Finanzierungsaktivität 2.572

5.12 FINANZINSTRUMENTE MIT NEGATIVEM BEIZULEGENDEM ZEITWERT

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0 0
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 1.959 2.976
Summe 1.959 2.976

Der GRENKE Konzern weist im laufenden Geschäftsjahr negative beizulegende Zeitwerte im Zusammenhang mit Devisentermingeschäften (siehe Tz. 7.3.4) aus. Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert. Zum 31.# 5.13 SONSTIGE KURZFRISTIGE SCHULDEN

31.12.2017 31.12.2016
Umsatzsteuer 10.225 9.395
Kreditorische Debitoren 7.603 5.732
Gehaltsverbindlichkeiten 1.208 573
Ausstehende Belastungen von Refinanzierern 962 0
Kundenzahlungen in Abwicklung 688 1.352
Sozialabgaben 581 457
Lohn-/Kirchensteuer 535 393
Verbindlichkeiten Kfz-Leasing 387 301
Rechnungsabgrenzungsposten 256 219
Verrechnungskonten mit Unternehmen 178 137
Kautionsverbindlichkeiten 119 233
Verbindlichkeiten sonstige Steuern 54 204
Übriges 1.014 1.400
Summe 23.810 20.396

5.14 RÜCKSTELLUNGEN

Unter der Position sind Haftungsrisiken der GRENKE BANK AG abgebildet. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:

TEUR 01.01. 2017 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12. 2017
Haftungsrisiken 1.646 0 19 0 1.627
Belastende Verträge 0 0 0 0 0
Summe 1.646 0 19 0 1.627
TEUR 01.01. 2016 Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12. 2016
Haftungsrisiken 1.657 0 11 0 1.646
Belastende Verträge 107 0 77 30 0
Summe 1.764 0 88 30 1.646

Von den Haftungsrisiken entfallen 796 TEUR (Vorjahr: 796 TEUR) auf ungewisse Verbindlichkeiten, die ursprünglich in Höhe von 1.429 TEUR im Rahmen der Kaufpreisallokation beim Erwerb der GRENKE BANK AG angesetzt wurden. Da ein Abfluss der Mittel jederzeit stattfinden kann, wurde diese ungewisse Verbindlichkeit als kurzfristige Schuld klassifiziert. Erstattungsmöglichkeiten von Dritten sind nicht gegeben. Von den Rückstellungen haben 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) einen langfristigen Charakter.

5.15 ABGEGRENZTE SCHULDEN

Unter der Position abgegrenzte Schulden sind folgende Sachverhalte abgebildet:

31.12.2017 31.12.2016
Beratungsleistungen 2.561 3.844
Personalleistungen 5.187 4.106
Übrige Kosten 17.322 8.026
Summe 25.070 15.976

Sämtliche abgegrenzte Schulden haben kurzfristigen Charakter.

5.16 PENSIONEN

5.16.1 LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar-/ Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht - in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, und die GRENKEFACTORING AG, Basel - sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand für das Geschäftsjahr 2017 von insgesamt 556 TEUR (Vorjahr: 557 TEUR) erfasst. Die gewichtete durchschnittliche Duration des überwiegenden Anteils der Pensionsverpflichtungen beträgt 18,7 Jahre (Vorjahr: 13,4 Jahre).

Pensionen Deutschland

Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen überwiegend an ausgeschiedene Mitarbeiter. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:

31.12.2017 31.12.2016
Abzinsungssatz 1,55 % 1,50 %
Erwartete künftige Rentenanpassungen 1,70 % 1,70 %
Angewendete Sterbetafel Richttafeln 2005 G* Richttafeln 2005 G*

* von Prof. Klaus Heubeck

Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2017 2016
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 1.814 1.726
Zinsaufwand 27 34
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Ausbezahlte Leistungen -54 -56
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 110
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen 0 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 1.787 1.814

Pensionen Schweiz

Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) muss jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter gewähren. Der GRENKE Konzern unterhält in der Schweiz leistungsorientierte (kapitalbasierte) Pläne, welche von Stiftungen verwaltet werden, die rechtlich unabhängig vom Unternehmen sind. Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2017 31.12.2016
Abzinsungssatz 0,70 % 0,35 %
Erwartete künftige Gehaltssteigerungen 2,50 % 2,50 %
Erwartete künftige Rentenanpassungen* 0,00 % 0,00 %
Angewendete Sterbetafel BVG 2015 BVG 2015

* Es wird eine Rentenanpassung von 0 % unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.

Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge erfasst:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Dienstzeitaufwand 556 557
Zinsaufwand 21 38
Ertrag aus Verzinsung des Planvermögens 12 22

Das Vermögen ist über einen Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung BVG (Berufliches Vorsorge Gesetz) einer Lebensversicherungsgesellschaft in einem Kollektiv-Versicherungsvertrag investiert. Die Stiftung verwaltet das Vermögen und ist verantwortlich für die Anlagestrategie innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagen bestehen vollständig aus direkten Ansprüchen gegenüber der Sammelstiftung. Zum 31. Dezember 2017 beträgt die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen 2.632 TEUR (Vorjahr: 2.967 TEUR). Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtungen (DBO) von 6.514 TEUR (Vorjahr: 6.399 TEUR), einem Zeitwert des Planvermögens von 3.882 TEUR (Vorjahr: 3.432 TEUR) und einem versicherungsmathematischen Gewinn von 382 TEUR (Vorjahr Verlust: 95 TEUR) zusammen.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2017 2016
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 6.399 5.297
Zinsaufwand 21 38
Laufender Dienstzeitaufwand 556 557
Gezahlte Leistungen 186 311
Beiträge der Teilnehmer des Plans 571 184
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -658 -50
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen -561 62
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 6.514 6.399

Entwicklung des Vermögens:

TEUR 2017 2016
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 3.432 2.778
Erwartete Rendite 12 22
Beiträge des Arbeitgebers 277 249
Beiträge der Teilnehmer des Plans 186 184
Gezahlte Leistungen 571 311
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -276 -145
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen -320 33
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 3.882 3.432

Die in der Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen enthaltenen versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste resultieren aus:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Veränderungen von demografischen Annahmen 0 -513
Veränderungen von finanziellen Annahmen -532 436
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste -126 27
Summe -658 -50

Die erfahrungsbedingten Anpassungen an das Vermögen betragen -276 TEUR (Vorjahr: -145 TEUR). Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf 263 TEUR geschätzt.

Sensitivitätsanalyse

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 verwendeten Annahmen würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:

31.12.2017 Veränderung der Prämisse in %-Punkten Erhöhung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR Verringerung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR
Abzinsungssatz 0,25 -388 417
Künftige Gehaltssteigerung 0,25 65 -63
Künftige Rentenanpassungen 0,25 55 -53
31.12.2016 Veränderung der Prämisse in %-Punkten Erhöhung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR Verringerung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR
Abzinsungssatz 0,25 -411 444
Künftige Gehaltssteigerung 0,25 76 -74
Künftige Rentenanpassungen 0,25 56 -54

Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode angewandt wie für die Berechnung der bilanzierten Verpflichtung.

5.16.2 BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Ein weiterer Teil der betrieblichen Altersversorgung besteht im Konzern aus beitragsorientierten Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich in 2017 auf insgesamt 2.000 TEUR (Vorjahr: 1.931 TEUR) und betrafen überwiegend die in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleisteten Beiträge. Die künftige Höhe dieser Aufwendungen hängt wesentlich von der Entwicklung der zugrunde liegenden Rentenversicherungssysteme ab.

5.17 EIGENKAPITAL

5.17.1 GRUNDKAPITAL

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Am 11. Mai 2017 beschloss die Hauptversammlung der GRENKE AG eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in Höhe von 25.432.327,53 EUR mit anschließendem Aktiensplit im Verhältnis 1:3. Das neue Grundkapital beträgt 44.313.102,00 EUR bei 44.313.102 Stückaktien ohne Nennwert (Vorjahr: 18.881 TEUR bei 14.771.034 Stückaktien ohne Nennwert). Somit entfällt auf jede Aktie ein rechnerischer Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR. Die Umstellung erfolgte ab Juli 2017. Die Notierung der neuen Aktien am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse wurde am 10. Juli 2017 aufgenommen. Alle Aktien besitzen die gleichen Rechte und Pflichten.# 5. Eigenkapital

Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft.

5.17.2 GENEHMIGTES KAPITAL

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 um einen Betrag bis zu nominal 1.885 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Das genehmigte Kapital beträgt nach der am 2. Juni 2016 im Rahmen einer Aktiendividende durchgeführten Kapitalerhöhung 1.864 TEUR.

5.17.3 ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN GEMÄSS § 71 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt. Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.

5.17.4 GENUSSRECHTSKAPITAL UND HYBRIDE SCHULDVERSCHREIBUNGEN

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte und andere hybride Finanzinstrumente bis zu einem Gesamtwert von 150.000 TEUR für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Mai 2021 ausgeben zu können. Davon wurden bis zum Stichtag 95.000 TEUR insgesamt und 75.000 TEUR in 2017 ausgenutzt (siehe 5.17.7).

5.17.5 BILANZGEWINN

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 34.637.384,17 EUR des Geschäftsjahres 2016 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 11. Mai 2017. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:

Beschreibung Betrag
Bilanzgewinn 2016 34.637.384,17 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,75 EUR je Namensaktie auf insgesamt 14.771.034 Namensaktien¹ 25.849.309,50 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 8.788.074,67 EUR

¹ Angaben vor Aktiensplit

Die Dividende wurde am 16. Mai 2017 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,70 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2017 nicht als Verbindlichkeit erfasst.

5.17.6 RÜCKLAGEN

Die Kapitalrücklage in Höhe von 93.611 TEUR (Vorjahr: 119.043 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKE AG im April 2000 und den Kapitalerhöhungen von Februar 2013, Mai 2014 und Mai 2016. Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung der GRENKE AG am 11. Mai 2017 erfolgte eine Umwandlung eines Teilbetrages in Höhe von 25.432.327,53 EUR von der Kapitalrücklage in das Grundkapital. Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKE AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen.

5.17.7 ZUSÄTZLICHE EIGENKAPITALBESTANDTEILE

Am 22. Juli 2015 hat die GRENKE AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nicht kumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben. Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise entfallen, sind nicht kumulativ und liegen im Ermessen des Emittenten. Zinszahlungen in Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum und unterliegen somit keiner Laufzeitbeschränkung. Sie können von der GRENKE AG zum ersten möglichen vorzeitigen Fälligkeitsdatum gekündigt werden und danach alle fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Ein Kündigungsrecht der Investoren der Anleihe ist ausgeschlossen. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die unter anderem beinhalten, dass die GRENKE AG die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1 -Kernkapitalquote des GRENKE Konzerns unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden. Am 20. Dezember 2016 wurde die Anleihe bei gleichbleibendem Zinskupon von 8,25 % um weitere 20.000 TEUR nominal aufgestockt. Durch den geänderten Marktzinssatz gegenüber der Erstemission ergab sich ein zusätzliches Aufgeld von 600 TEUR. Am 31. März 2017 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 4.125.000 EUR an die Hybridkapitalgeber geleistet (Vorjahr: 1.710.860,66 EUR). Am 27. September 2017 hat die GRENKE AG eine weitere unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 75.000 TEUR und einem Zinskupon von 7,00 % begeben. Die Kriterien sind sonst identisch mit der begebene AT1-Anleihe vom 25. Juli 2015. Der erste mögliche vorzeitige Rückzahlungstag ist der 31. März 2023. Trankaktionskosten wurden in Höhe von 1.425 TEUR direkt mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

6 ÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

6.1 AKQUISITIONEN

EUROPA LEASING GMBH, KIESELBRONN/DEUTSCHLAND

Die GRENKE AG hat zum 1. Januar 2017 Beherrschung über die Anteile an der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/Deutschland, erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 6. Dezember 2016 abgeschlossen. Die Europa Leasing GmbH, Kieselbronn/Deutschland, betreibt ein der GRENKE AG ähnliches Geschäftsmodell und hat sich auf den Vertrieb von medizintechnischen Geräten in den Zielmärkten insbesondere Deutschland und im geringen Umfang Österreich und der Schweiz spezialisiert. Mit der Übernahme verstärkt GRENKE substanziell die eigene Marktposition im Small-Ticket-Leasing medizinischer Geräte.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft:

Beschreibung Betrag
immaterielle Vermögenswerte 11.434 TEUR
Leasingforderungen 41.578 TEUR
sonstige Aktiva 5.593 TEUR
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 31.998 TEUR
latente Steuerschulden 2.822 TEUR
sonstige Schulden 5.793 TEUR

Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Aus den Leasingforderungen von brutto 41.686 TEUR sind 108 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1.146 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt somit 19.138 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 4.126 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst. Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt mit einem Ergebnis von -1.212 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns nach Konsolidierungen und erwerbsbedingten Effekten beigetragen, der Beitrag zum Zinsergebnis seit Erwerbszeitpunkt betrug 659 TEUR.

GRENKE RENTING LTD., SLIEMA/MALTA

Die GRENKE AG hat zum 31. März 2017 Beherrschung über die Anteile an der damals firmierten GC Renting Malta Ltd., Sliema/Malta, erlangt. Der Kaufvertrag über die 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 29. März 2017 abgeschlossen. Die GC Renting Malta Ltd., Sliema/Malta, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Mit dem Erwerb stärkt GRENKE seine Position in einem weiteren europäischen Land. Die Gesellschaft firmiert nunmehr unter GRENKE RENTING Ltd.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft:

Beschreibung Betrag
immaterielle Vermögenswerte 4.466 TEUR
sonstige Aktiva 849 TEUR
aktive latente Steuerforderungen 208 TEUR
latente Steuerschulden 1.615 TEUR
sonstige Schulden 1.266 TEUR

Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. In den sonstigen Aktiva sind Leasingforderungen in Höhe von brutto 92 TEUR, die um 35 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich sind, enthalten. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 2.704 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 5.346 TEUR und beinhaltet 4.973 TEUR Zahlungsmitteln sowie 373 TEUR bedingte Gegenleistung. Die bedingte Gegenleistung beruht auf einer Entwicklung des Nachgeschäfts und wurde mittels eines Erwartungswertes berechnet.# 6.1 GRUPPENUNTERNEHMEN NEU IM KONZERN

GC LOCAÇÃO DE EQUIPAMENTOS LTDA, SÃO PAULO/BRASILIEN
Die GRENKE AG hat zum 30. Juni 2017 Beherrschung über die Anteile an der GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien, erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 25. Juli 2017 abgeschlossen. Die GC Locação de Equipamentos LTDA, São Paulo/Brasilien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Mit der Übernahme der Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers ist GRENKE erstmalig auf dem amerikanischen Kontinent mit einer eigenen Tochtergesellschaft vertreten und kann dadurch seine globale Marktpräsenz weiter ausbauen. Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig, in Bezug auf die Behandlung der steuerlichen Verlustvorträge, und es kann infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfolgen. Die Kaufpreisallokation bezieht alle bis zur Aufstellung dieses Abschlusses verfügbaren Informationen über Fakten und Umstände, die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt bestanden, ein. Soweit innerhalb des 12-monatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 weitere solche Fakten und Umstände bekannt werden, erfolgt eine entsprechende Anpassung der Kaufpreisallokation. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 2.518 TEUR, Leasingforderungen 21.022 TEUR, sonstige Aktiva 5.116 TEUR, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 36.734 TEUR, latente Steuerschulden 3.622 TEUR, sonstige Schulden 1.996 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 26.562 TEUR sind 5.540 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die latenten Steuerschulden resultieren im Wesentlichen aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 14.356 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 660 TEUR und besteht aus einem symbolischen Barkaufpreis sowie 659 TEUR bedingte Gegenleistung. Die bedingte Gegenleistung beruht auf einer profitablen Entwicklung des Unternehmens und wurde mittels eines Erwartungswertes berechnet. Zum Stichtag beträgt der Wert der bedingten Gegenleistung 667 TEUR und hat sich aufgrund der Aufzinsung und Währungsumrechnung verändert Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 859 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst. Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Ergebnis von -2.049 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns nach Konsolidierungen und erwerbsbedingten Effekten beigetragen. Der Beitrag zum Zinsergebnis betrug -288 TEUR. Hätte GRENKE das Unternehmen zum 1. Januar 2017 erworben, hätte die Tochtergesellschaft ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -4.205 TEUR zum Jahresergebnis beigesteuert.

6.2 WEITERE ÄNDERUNGEN UND ANGABEN

GRENKE KIRALAMA LTD. STI., ISTANBUL/TÜRKEI
Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei, wurde im ersten Quartal 2017 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016.

GRENKE DIGITAL GMBH, BADEN-BADEN/DEUTSCHLAND
Mit Wirkung zum 1. Juli 2017 wurde unsere neue Tochtergesellschaft, die GRENKE digital GmbH, gegründet. Im Zuge der Gründung wurde der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter der ehemaligen Organisationseinheit IT der GRENKE AG in die GRENKE digital überführt. Die GRENKE digital übernimmt überwiegend den IT-Betrieb, die IT-Wartung sowie sonstige IT-Dienstleistungen für die GRENKE AG.

GRENKE LOCAÇÃO DE EQUIPAMENTOS LTDA, SAO PAULO/BRASILIEN
Die zum Ende des Jahres 2016 neu gegründete Gesellschaft wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2017 konsolidiert.

7 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

7.1 ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Wertansatz nach IAS 39 vs. Wertansatz nach IAS 17 zum 31.12.2017

TEUR Bewertungskategorie Buchwert 31.12.2017 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel L&R 203.367 203.367
Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung AtFVtPL 3.505 3.505
Leasingforderungen (performend) n. a. 3.845.473 3.845.473
Leasingforderungen (nicht performend) L&R 121.262 121.262
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen L&R 5.935 5.935
Sonstige Beteiligungen Afs 3.000 3.000
Sonstige finanzielle Vermögenswerte L&R 195.556 195.556
Aggregierte Kategorien L&R 526.120 3.845.473
AtFVtPL 3.505 3.505
Afs 3000 3000
n. a. 3.845.473 3.845.473
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen oL 3.272.815 3.272.815
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft oL 519.208 519.208
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oL 20.550 20.550
Bankschulden oL 2.683 2.683
Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung AtFVtPL 1.946 1.946
Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung n.a. 13 13
Aggregierte Kategorien oL 3.815.256 3.815.256
AtFVtPL 1.946 1.946
n.a. 13 13

Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a. nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
* Afs Available-for-sale financial assets/Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Wertansatz nach IAS 39 vs. Wertansatz nach IAS 17 zum 31.12.2016

TEUR Bewertungskategorie Buchwert 31.12.2016 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel L&R 156.896 156.896
Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung AtFVtPL 3.620 3.620
Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung n. a. 97 97
Leasingforderungen (performend) n. a. 3.175.908 3.175.908
Leasingforderungen (nicht performend) L&R 94.202 94.202
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen L&R 4.474 4.474
Sonstige Beteiligungen Afs 3.262 3.262
Sonstige finanzielle Vermögenswerte L&R 163.471 163.471
Aggregierte Kategorien L&R 419.043 3.175.908
AtFVtPL 3.620 3.620
Afs 3.262 3.262
n. a. 97 97
3.175.908
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen oL 2.702.143 2.702.143
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft oL 417.088 417.088
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oL 16.663 16.663
Bankschulden oL 2.824 2.824
Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung AtFVtPL 2.976 2.976
Aggregierte Kategorien oL 3.138.718 3.138.718
AtFVtPL 2.976 2.976

Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a. nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
* Afs Available-for-sale financial assets/Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Nettogewinne und -verluste

Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis
31.12.2017 (TEUR)
Kredite und Forderungen -3.345 -15.036 -40.831
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 763 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0
31.12.2016 (TEUR)
Kredite und Forderungen -6.074 -4.470 -48.278
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 3.771 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsertrag betrug 9.095 TEUR (Vorjahr: 7.599 TEUR), der Gesamtzinsaufwand 3.659 TEUR (Vorjahr: 1.420 TEUR) für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen 341.581 TEUR (Vorjahr: 306.706 TEUR).# 7 FINANZRISIKEN UND FINANZINSTRUMENTE

Die Nettogewinne und -Verluste, bezogen auf Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte, dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.

7.1.1 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKOSTRATEGIE

Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken, wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht verwiesen.

7.2 FÄLLIGKEIT FINANZIELLER VERPFLICHTUNGEN

In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich um undiskontierte Cashflows handelt.

Zum 31.12.2017 (in TEUR)

Art der Verbindlichkeit täglich fällig bis zu 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 0 439.085 764.220 1.960.431 100.149
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 52.011 76.688 146.022 244.487 0
Bankschulden 111 2.572 0 0 0
Sonstige Schulden 0 23.810 0 1.050 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 20.550 0 0 0
Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0 1.199 760 0
Summe 52.122 562.705 911.441 2.206.728 100.149

Zum 31.12.2016 (in TEUR)

Art der Verbindlichkeit täglich fällig bis zu 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 0 303.852 752.702 1.533.571 215.956
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 34.520 69.245 124.360 188.963 0
Bankschulden 131 2.693 0 0 0
Sonstige Schulden 0 20.396 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 16.663 0 0 0
Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 0 328 897 1.751 0
Summe 34.651 413.177 877.959 1.724.285 215.956

Bezüglich der Angaben zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht.

7.3 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

7.3.1 EINSATZ UND BEWERTUNG

Geschäftsmodell

Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet der GRENKE Konzern B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an. Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen. Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden vom GRENKE Konzern nur dann vorgenommen bzw. akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das maximale Ausfallrisiko eine untergeordnete Rolle und wird durch den Buchwert begrenzt. Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts-sowie Marktrisiken, wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen. Zudem verweisen wir auf die entsprechenden Angaben bei den einzelnen Bilanzposten.

Absicherungsphilosophie

Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele des GRENKE Konzerns notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolgs des Konzerns im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang. Die abzusichernden Positionen werden hinsichtlich des Umfangs oder der Höhe weitgehend gesichert, wobei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Die Auswahl der einzelnen Instrumente ist immer eine Entscheidung der Geschäftsleitung unter Beachtung des Risikoprofils, das heißt der mit dem jeweiligen Risiko verbundenen Ertragschance. Zinscaps enthalten neben der Chance auf sinkende Zinsen immer auch das bis zum Erreichen des Strikes vorhandene Risiko steigender Finanzierungskosten, während Swaps ein vereinbartes Zinsniveau für die Laufzeit des Grundgeschäfts festlegen.

Bewertung

Da es sich bei den eingesetzten Derivaten nicht um börsennotierte, standardisierte Finanzinstrumente handelt, sondern um sogenannte OTC-Derivate, werden anerkannte Bewertungsmethoden und -modelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen. Die für die Bewertung notwendigen Parameter wie Zinssätze, Zinsstrukturkurven sowie Devisenkassa- und -terminkurse sind jederzeit am Markt beobachtbar und können über externe Informationsquellen abgerufen werden.

7.3.2 WÄHRUNGSRISIKOMANAGEMENT

Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.

Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung

Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in Dubai, Kanada, Kroatien Singapur und Australien sowie der britischen, tschechischen, schwedischen, ungarischen, schweizerischen (Factoring), dänischen, polnischen, türkischen und norwegischen Tochterunternehmen werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der GRENKE Konzern finanziert die durch die Franchisenehmer bzw. Tochterunternehmen generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen. Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert. Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen beizulegenden Zeitwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 5.1) und auf der Passivseite (siehe Tz. 5.12) erfolgt. Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt 302.168 TEUR (Vorjahr: 125.722 TEUR). Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:

Währung Nominalvolumen per 31.12.2016 (EUR) Nominalvolumen per 31.12.2017 (EUR) Fälligkeit der Nominalvolumina
2018 2019 2020
TRY 10.637 11.283 11.283 0 0
CZK 3.210 14.450 5.390 4.125 2.733
GBP 73.998 95.090 95.090 0 0
CHF 8.669 9.067 9.067 0 0
HUF 2.153 7.868 3.560 2.618 1.281
CAD 2.601 19.745 4.284 15.461 0
SEK 5.385 39.365 9.150 9.215 8.704
DKK 12.872 62.059 17.767 17.133 16.705
AED 5.058 21.437 10.981 6.240 3.108
SGD 5.395 180 2.053 3.162 0
HRK 1.139 10.100 10.100 0 0
PLN 474 474 0 0 0
AUD 1.343 0 0 1.343 0
NOK 4.492 1.449 1.268 882 893

Gesicherter Durchschnittskurs (in EUR pro Fremdwährungseinheit)

Währung Kauf
TRY 4,89
CZK 25,75
GBP 0,89
CHF 1,17
HUF 313,01
CAD 1,54
SEK 9,85
DKK 7,44
AED 4,56
SGD 1,66
HRK 7,43
PLN 4,18
AUD 1,64
NOK 9,8

Sensitivitäten

Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlageberichts ausführlich erläutert werden.

7.3.3 ZINSRISIKOMANAGEMENT

Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der GRENKE Konzern ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand bzw. das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.

Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung

Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der der GRENKE Konzern die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Zinsswaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zinsderivate im Hedge-Accounting eine 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), in der Position Sonstiges Ergebnis erfasst. Im Rahmen der ABCP-Programme sowie bei FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" und FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung dem jeweiligen strukturierten Unternehmen bzw. der GRENKE AG. Die variable Refinanzierung der ABCP-Transaktion wird durch den Einsatz von Zinsswaps ökonomisch gesichert. Dabei handelt es sich in beiden Fällen aus Sicht des GRENKE Konzerns um Receiver-Swaps. Es wird hierbei ein Festzins im Gegenzug in einen Variablen Zins getauscht. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden, abgesehen von den ABCP-Programmen, ausschließlich Payer-Swaps kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinsaustauschgeschäft.# 7.3.3 ZINS- UND WÄHRUNGSINSTRUMENTE

Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2017 von 400 Mio. EUR (Vorjahr: 402 Mio. EUR) und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,403 % und 0,327 % (Vorjahr: 0,238 % und 0,016 %) auf. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zinsswaps endet in 2018 (Vorjahr: in 2018). Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina der Payer-Swaps für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen.

TEUR Nominalvolumen je zum 31.12. 2016 Nominalvolumen je zum 31.12. 2017 Durchschnitts-Zinssatz 2017
in 2017 vor 2017 kontrahiert 12.200 150.000 -0,40 %
in 2017 kontrahiert 390.000 250.000 -0,34 %
Summe 402.200 400.000

Sensitivitäten

Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der GRENKE AG ausführlich erläutert werden.

7.3.4 EFFEKTIVITÄT DER SICHERUNGSBEZIEHUNG

Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung. Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet der GRENKE Konzern ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der vom GRENKE Konzern verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden.

Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der Hypothetische-Derivate-Methode durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument sowie die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner.

Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt. Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet.

Devisentermingeschäfte

Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäfts in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.

Zinsswaps

Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der Variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen. Das aktive Einbinden der bestehenden wie auch der künftig geplanten Refinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement. Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt. Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft. Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und bestehenden bzw. geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der Hypothetische-Derivate-Methode ergab sich eine Effektivität von nahezu 100 %. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet. Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accountings gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht des GRENKE Konzerns und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich im Jahr 2018 komplett erfolgswirksam und führen daher zu einer Umgliederung der in den zugehörigen Posten des Sonstigen Ergebnisses abgegrenzten Nettogewinne/-verluste in den Posten sonstiger Zinsaufwand in Höhe von 13 TEUR (Vorjahr: Zinsertrag von 97 TEUR).

7.4 BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN

7.4.1 BEIZULEGENDE ZEITWERTE ORIGINÄRER FINANZINSTRUMENTE

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, non-performing Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 1.510.590 TEUR (Vorjahr: 1.209.998 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 1.535.676 TEUR (Vorjahr: 1.236.937 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet.

TEUR Beizulegender Zeitwert 2017 Buchwert 2017 Beizulegender Zeitwert 2016 Buchwert 2016
Finanzielle Vermögenswerte
Leasingforderungen (performend) 4.229.802 3.845.473 3.506.128 3.175.908
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 198.374 198.556 166.623 166.733
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 3.308.125 3.272.815 2.732.454 2.702.143
Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft 527.611 519.208 420.411 417.088
Bankschulden 2.683 2.683 2.824 2.824

7.4.2 BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.

TEUR Beizulegender Zeitwert 2017 Buchwert 2017 Beizulegender Zeitwert 2016 Buchwert 2016
Finanzielle Vermögenswerte
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 0 0 97 97
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte 3.505 3.505 3.620 3.620
Summe 3.505 3.505 3.717 3.717
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung 13 13 0 0
Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte 1.946 1.946 2.976 2.976
Summe 1.959 1.959 2.976 2.976

Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten. Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.

7.4.3 BEWERTUNGSMETHODEN UND VERWENDETE INPUTFAKTOREN

In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:

Art und Stufe der Bemessungshierarchie Bewertungsmethode Inputfaktoren
Stufe 1
Börsennotierte Anleihen n. a.

| Finanzinstrument | Bewertungsverfahren # 9. REGULATORISCHE ANGABEN

9.1.2 REGULATORISCHES KAPITAL

Die GRENKE AG hat als Finanzdienstleistungsinstitut und übergeordnetes Unternehmen der Institutsgruppe die Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Institutsgruppen gemäß § 10 a KWG i. V. m. Artikel 25 ff. der EU-Verordnung Nr. 575/2013 (Capital Requirement Regulation, kurz: CRR) zu erfüllen. Der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis der GRENKE AG bestimmt sich nach dem Konsolidierungskreis des Konzerns. Für die Solvabilität der Institutsgruppe wird ebenfalls auf die Konzernzugehörigkeit abgestellt. Die Eigenmittel gemäß Artikel 72 ff. CRR werden im Rahmen der Erstellung der COREP-Meldung (Common solvency ratio reporting) ermittelt. Für die Darstellung der Eigenmittel verweisen wir auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht. Die Kapitalrendite nach § 26 a KWG Abs. 1 Satz 4 beträgt 2,6 %.

9.2 FRANCHISESYSTEM

Die GRENKE AG stellt im Rahmen eines Franchisevertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt 967 TEUR (Vorjahr: 777 TEUR) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von 2.301 TEUR (Vorjahr: 1.355 TEUR) (siehe Tz. 4.1) erwirtschaftet. Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen in Höhe von 60.331 TEUR (Vorjahr: 31.848 TEUR) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt 1.017 TEUR (Vorjahr: 1.144 TEUR) (siehe Tz. 5.4 und Tz. 5.5).

9.3 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE (EVENTUALVERBINDLICHKEITEN) UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien in Höhe von 38,4 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR) ausgereicht, welche das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 25,2 Mio. EUR (Vorjahr: 56,0 Mio. EUR). Unwiderrufliche Kreditzusagen betrugen 3.956 TEUR (Vorjahr: 4.694 TEUR) und resultieren aus dem Kreditgeschäft; sie beinhalten nicht in Anspruch genommene befristete Kontokorrentlinien und noch nicht in Anspruch genommene Darlehenszusagen. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Mietverträge für Gebäude enthalten teilweise eine Klausel, die eine Erhöhung der Mietraten entsprechend den herrschenden Marktverhältnissen erlaubt. Weiterhin bestehen für einige Mietverhältnisse Verlängerungsoptionen. Sonstige Beschränkungen sind nicht vorhanden. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen
fällig im Folgejahr 14.877 12.999
fällig in 2 bis 5 Jahren 23.073 22.946
fällig nach 5 Jahren 3.424 4.749
Summe 41.374 40.694

Den Mietzahlungen stehen erwartete Mieteinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 58 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR) im Geschäftsjahr 2018 entgegen. In den Folgejahren entstehen weitere Mieterträge in Höhe von 53 TEUR. Für Mietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren.

Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft tritt die Betriebsgesellschaft (GRENKE AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrags zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mitabgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen.

Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 hat die GRENKE AG gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e. V. eine Verpflichtungserklärung gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds abgegeben. Damit einhergehend werden Verluste freigestellt, die dem Bundesverband zugunsten der GRENKE BANK AG entstehen würden. Die GRENKE AG trägt, abgesehen des politischen Risikos, für die konsolidierten Gesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien und GRENKEFACTORING GmbH dafür Sorge, dass sie ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können. Hintergrund der Patronatserklärungen ist die Nutzung der Waiver-Regelung nach § 2a Abs. 1 KWG i.V.m. Art. 7 CRR sowie i.V.m. § 2a Abs. 5 KWG durch die jeweilige Tochtergesellschaft.

AUFWAND AUS MIET- UND LEASINGVERHÄLTNISSEN

Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 11.761 TEUR (Vorjahr: 9.252 TEUR) entstanden. Der Aufwand ist in der Position Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.

9.4 BETRIEBSPRÜFUNGEN

Für die GRENKE AG und die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA wurde eine steuerliche Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 im Vorjahr abgeschlossen und geänderte Steuerbescheide gingen ein. Gegen die Bescheide hat der GRENKE Konzern Einspruch eingelegt. Zum Stichtag ist noch ein Sachverhalt strittig, bei dem GRENKE eine abweichende Position gegenüber der Finanzverwaltung vertrat. Für die Bewertung der unsicheren Steuerpositionen aus dem strittigen Sachverhalt wurde der wahrscheinlichste Wert als Steuerforderungen angesetzt. Im Oktober 2015 wurden die Prüfungsanordnungen für die GRENKE AG, die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, die GRENKE Service AG, die GRENKEFACTORING GmbH und die GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 erlassen. Die Außenprüfung begann im November 2016 und wurde bislang noch nicht abgeschlossen. Die Erkenntnisse aus der vergangenen steuerlichen Außenprüfung der Veranlagungsjahre 2005 bis 2009 führten zu einer Neueinschätzung bezüglich der angesetzten Steueraufwendungen der nachfolgenden Veranlagungsjahre und wurden durch entsprechende unsichere Steuerverbindlichkeiten berücksichtigt.

9.5 BERATUNGS- UND PRÜFUNGSKOSTEN

Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2017 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2017 2016
Abschlussprüfungsleistungen 756 586
Andere Bestätigungsleistungen 126 70
Sonstige Leistungen 66 103
Summe 948 759

Von dem Gesamthonorar waren 19 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) periodenfremd.

9.6 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die GRENKE AG beherrscht oder an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen des GRENKE Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige, Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen der GRENKE AG und Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Die GRENKE AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszwecks auch Leistungen innerhalb des GRENKE Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.

VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN

TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 0 262
Assoziierte Unternehmen 1.897 3.470

Die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen bestanden im Vorjahr aus ausstehenden Einlagen, gegenüber assoziierten Unternehmen resultieren die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es entstand ein Zinsaufwand von 29 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR).

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 5.274 TEUR (Vorjahr: 3.216 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 21 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR). Von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrats einschließlich deren nahen Verwandten hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 1.307 TEUR (Vorjahr: 1.203 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 17 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR). Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten zum Stichtag wiesen einen Stand von 20 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und deren nahen Familienangehörigen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
― Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
― Herr Gerhard E.# GRENKE AG

Aufsichtsrat

  • Professor Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  • Frau Tanja Dreilich, München, Diplom-Kauffrau, MBA, Geschäftsführerin und Group-CFO der Kirchhoff Automotive Holding GmbH & Co. KG, Iserlohn, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH, Iserlohn, sowie Geschäftsführerin der Kirchhoff Automotive Beratungsgesellschaft GmbH, Iserlohn
  • Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, selbstständige Unternehmensberaterin sowie Partner bei der Impact51 AG, Küsnacht, Schweiz, und Geschäftsführerin bei der Venture Value Partners GmbH, München
  • Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Baden-Baden, sowie der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden
  • Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt

Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und Mitglied im Aufsichtsrat der Oberberg Kliniken Holding GmbH, Berlin (bis 15.12.2017). Herr Gerhard E. Witt ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, ein Tochterunternehmen der GRENKE AG. Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt und der USU Software AG, Möglingen. Des Weiteren ist Herr Erwin Staudt Mitglied des Beirats bei der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen. Herr Florian Schulte ist Aufsichtsratsmitglied der MS Direct AG, St. Gallen, der Upside Beteiligungs AG, München, sowie Aufsichtsratsmitglied der Syntellix AG, Hannover.

Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Her Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 entscheidet.

Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKE AG belief sich auf insgesamt 223 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG in § 10 der Satzung der GRENKE AG festgelegt.

Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:

Summe TEUR Vergütung AG 2017 Vergütung AG Vorjahr Vergütung KGaA 2017 Vergütung KGaA Vorjahr
Summe 227 228 223 224
4 4

Vorstand

Der Vorstand der GRENKE AG setzt sich wie folgt zusammen:

  • Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden, Vorstandsvorsitzender
  • Frau Antje Leminsky, Diplom-Kauffrau, Baden-Baden, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
  • Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich
  • Herr Sebastian Hirsch, Diplom-Betriebswirt (BA), Sinzheim
  • Herr Mark Kindermann, Diplom-Kaufmann, Bühl

Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKE AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.

Die Vorstandsvergütung für 2017 setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR Gesamtbezüge davon fix davon variabel
Summe 2.610 1.282 1.328
Summe Vorjahr 2.656 1.701 955

Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2017 bestanden mit Ausnahme von Herrn Grenke mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern entsprechende Vereinbarungen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr keine an (Vorjahr: 139 TEUR).

Die Vereinbarung mit Frau Leminsky bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die Vereinbarungen mit den Herren Christ und Kindermann auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarungen haben die Vorstandsmitglieder für die jeweiligen Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von 60.000 Aktien (vor Aktiensplit 20.000 Aktien) bei Herrn Christ und bei Herrn Kindermann 18.000 Aktien (vor Aktiensplit 6.000 Aktien) der GRENKE AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Geschäftsjahr 2017 beträgt 48,08 EUR. Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR, für Herrn Kindermann auf 150.000 EUR, für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h. die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden.

Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren bei Frau Leminsky, und bei Herrn Kindermann und Herrn Christ beträgt sie drei Jahre.

Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 konnte sie somit keine Ansprüche aus dieser Vereinbarung erwerben. Herr Kindermann hat im Geschäftsjahr 2017 den maximalen Auszahlungsbetrag bereits erreicht und kann ebenfalls keine weiteren Ansprüche aus der Vereinbarung mehr erwerben.

Zum 31. Dezember 2017 betrug der Wert der Phantom-Stock-Vereinbarungen für die Tranche 2017 393 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.

Herr Wolfgang Grenke und seine Familie ("Familie Grenke") haben im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden, gegründet, in welche die Familie Grenke am 17. September 2014 sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien an der GRENKE AG, die in einem Poolvertrag gebündelt waren, eingebracht hat. Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG hält zum Bilanzstichtag an der GRENKE AG insgesamt 18.905.958 Aktien. Dies entspricht einer prozentualen Beteiligung am Grundkapital der GRENKE AG von ca. 42,66 %. Zur Geschäftsführung berechtigt ist die Komplementärin, die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, Baden-Baden, deren Geschäftsführer Herr Wolfgang Grenke und Frau Anneliese Grenke sind.

Herr Wolfgang Grenke ist Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie Aufsichtsratsmitglied der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, und der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz.

Frau Antje Leminsky ist Vorstand der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, der Testo SE & Co. KGaA, Lenzkirch, und der Testo Management SE, Lenzkirch. Des Weiteren ist sie Geschäftsführerin der GRENKE digital GmbH, Karlsruhe.

Herr Gilles Christ ist im Aufsichtsrat der GRENKE Service AG, Baden-Baden, und Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING Sp. z o.o., Poznan/Polen.

Herr Sebastian Hirsch ist im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKE digital GmbH, Karlsruhe.

Herr Mark Kindermann ist Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland, sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE Service AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, und der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz.

9.7 ANGABEN ZU MITTEILUNGEN GEMÄSS §§ 21 ABS. 1, 22 WERTPAPIERHANDELSGESETZ (WPHG)

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. GRENKE nutzt dabei zu Berichtserstattung intensiv auch das Internet; unter https://www.grenke.de/de/investor-relations/grenke-aktie/stimmrechte.html werden die Stimmrechtsmitteilungen, die mitgeteilt worden sind gemäß §§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetz publiziert.

MITGETEILTE MELDEPFLICHTIGE BETEILIGUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2017

Die Universal-Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. Februar 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 2. Februar 2017 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (das entspricht 746.282 Stimmrechten)¹ betragen hat.

Die Universal-Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. September 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 18. September 2017 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,97 % (das entspricht 2.204.340 Stimmrechten) betragen hat.

¹ Hinweis: vor Aktiensplit 1:3

9.8 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.

9.9 ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKE AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten des Unternehmens (www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.# COUNTRY-BY-COUNTRY-REPORTING 2017

VORWORT

Gemäß Artikel 89 der Richtlinie 2013/36/EU (CRD IV), die durch § 26 a KWG in Verbindung mit § 64 r Abs. 15 Satz 1 KWG in deutsches Recht umgesetzt wurde, ist der GRENKE AG Konzern (im Folgenden GRENKE Konzern) verpflichtet, Angaben zu den Firmenbezeichnungen, der Art der Tätigkeit, der geografischen Lage, dem Umsatz, der Anzahl an Lohn- und Gehaltsempfängern in Vollzeitäquivalenten, dem Gewinn oder Verlust vor Steuern, den Steuern auf Gewinn oder Verlust sowie den erhaltenen öffentlichen Beihilfen aufgeschlüsselt nach Ländern offenzulegen.

OFFENLEGUNG

Der GRENKE Konzern legt in diesem Bericht die geforderten Angaben zum 31.12.2017 offen. Er umfasst dabei die erforderlichen Angaben für alle zu diesem Stichtag im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den handelsrechtlichen Konsolidierungskreis, der mit dem aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis identisch ist, einbezogenen Gesellschaften. Die geographische Zuordnung erfolgt auf Basis des juristischen Sitzes der Gesellschaften.

Die Führung und das Handeln des GRENKE Konzerns basiert auf den Normen des deutschen Corporate Governance Kodex. Die weiteren Grundsätze einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung der Gruppe sind ausführlich im Jahresfinanzbericht dargelegt.

Innerhalb des Konzerns wird in diesem Bericht zwischen den Bereichen Leasing, Factoring und Banking/Refinancing unterschieden. Das Segment Leasing bildet dabei das für den GRENKE Konzern bedeutsamste Segment und umfasst sämtliche Vorgänge, die mit der Leasingtätigkeit des Konzern zusammenhängen. Dies umfasst je nach lokalen Gegebenheiten auch die Vermietung von beweglichen Gütern. Dabei werden gewerblichen Kunden vor allem IT-Produkte wie Drucker, Kopierer und nachrichtentechnische Produkte und Software ab einem Netto-Anschaffungswert von EUR 500 zur entgeltlichen Nutzung überlassen.

Der Bereich Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen, also den Ankauf von Forderungen gegen sofortige Zahlung. Der Fokus liegt auf betragsmäßig kleinen Forderungen in den Ländern Deutschland, Schweiz und Italien.

Das Segment Banking umfasst zum einen die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die vornehmlich über das Einlagengeschäft und den Forderungsankauf zur Refinanzierung des Konzerngeschäfts beiträgt sowie vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Zusammenarbeit mit Förderbanken Darlehen zur Existenzgründung und Mikrokredite vergibt bzw. abwickelt. Die GRENKE BANK AG betreibt zudem über Niederlassungen in Norwegen eigenes Leasinggeschäft sowie in Italien Factoringgeschäft.

Im Bereich Refinancing steht zudem durch Tochterunternehmen sowie ebenfalls aufsichts- und handelsrechtlich konsolidierte Verbriefungsgesellschaften ohne Kapitalbeteiligung eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten zur Verfügung.

Die Definition des Umsatzes erfolgt anhand der folgenden Größen der Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS:
* Zinsergebnis ohne Schadensergebnis (Wertberichtigung, Risikovorsorge)
* Serviceergebnis
* Neugeschäftsergebnis
* Verwertungsminderergebnis
* Sonstige betriebliche Erträge inkl. konzerninterne Erträge
* Sonstiges Zinsergebnis inkl. konzerninternes Zinsergebnis

BERICHTERSTATTUNG

In der folgenden Übersicht sind gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 Punkt 1 KWG alle in- und ausländischen Gesellschaften mit Firmenbezeichnung, Sitz und Art der Tätigkeit aufgeführt.

Land Gesellschaft Unternehmenssitz Art der Tätigkeit/ Bereich
EU-Staaten
Belgien GRENKE LEASE Sprl Brüssel Leasing
Dänemark GRENKELEASING ApS Herlev Leasing
Deutschland GRENKE BANK AG Baden-Baden Banking/Refinancing
GRENKEFACTORING GmbH Baden-Baden Factoring
GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA Baden-Baden Leasing/Refinancing
GRENKE AG Baden-Baden Leasing
GRENKE SERVICE AG Baden-Baden Sonstiges
GRENKE digital GmbH Karlsruhe Sonstiges
Europa Leasing GmbH Kieselbronn Leasing
Finnland GRENKELEASING Oy Vantaa Leasing
Frankreich GRENKE LOCATION SAS Schiltigheim Leasing
FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" Pantin Refinancing
FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" Pantin Refinancing
Irland GRENKE LIMITED Dublin Leasing
GRENKE FINANCE PLC Dublin Leasing/Refinancing
Opusalpha Purchaser II Limited Dublin Refinancing
Italien GRENKE Locazione S.r.l. Mailand Leasing
Luxemburg GRENKELOCATION SARL Munsbach Leasing
Malta GRENKE RENTING LTD. Sliema Leasing
Niederlande Grenkefinance N.V. Vianen Leasing
Österreich GRENKELEASING GmbH Wien Leasing
Polen GRENKELEASING Sp.z.o.o. Posen Leasing
Portugal GRENKE RENTING S. A. Lissabon Leasing
Rumänien Grenke Renting S.R.L. Bukarest Leasing
Schweden GRENKELEASING AB Stockholm Leasing
Slowakei GRENKELEASING s.r.o. Bratislava Leasing
Slowenien GRENKELEASING d.o.o. Ljubljana Leasing
Spanien GRENKE ALQUILER S.L. Barcelona Leasing
GRENKE RENT S.L. Madrid Leasing
Tschechische Republik GRENKELEASING s.r.o. Prag Leasing
Ungarn GRENKELEASING Magyarorszag Kft. Budapest Leasing
Vereinigtes Königreich Grenke Leasing Ltd Guildford Leasing
Drittstaaten
Brasilien GC Locação de Equipamentos LTDA São Paulo Leasing
GRENKE Locação de Equipamentos LTDA São Paulo Sonstiges
Jersey Kebnekaise Funding Limited St. Helier Refinancing
CORAL PURCHASING LIMITED St. Helier Refinancing
Norwegen GRENKE BANK AG BRANCH NORWAY Lysaker Leasing
Schweiz GRENKELEASING AG Zürich Leasing
GRENKEFACTORING AG Basel Factoring
Türkei GRENKE Kiralama Ltd Sti. Istanbul Leasing

Im Weiteren folgen die länderspezifischen Angaben gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 Punkte 2 bis 6 KWG. Die Angaben erfolgen auf Länderbasis nach IFRS-Umstellung und vor konzerninternen Verrechnungen.

Land Anzahl der Lohn-und Gehalts-empfänger¹in Vollzeitäquivalenten Umsatz (in Mio. Euro) Gewinn oder Verlust vor Steuern (in Mio. Euro) Steuern auf Gewinn oder Verlust (in Mio. Euro)² Erhaltene öffentliche Beihilfen (in Mio. Euro)
EU-Staaten
Belgien 18 5,3 0,5 0,4 0
Dänemark 22 5,4 0,3 0,7 0
Deutschland 575 131,3 57,0 16,8 0
Finnland 13 1,9 -0,2 0,0 0
Frankreich 148 33,5 14,6 5,4 0
Irland 37 165,6 40,4 5,9 0
Italien 172 81,2 40,3 -0,3 0
Luxemburg 4 0,2 -0,2 0,0 0
Malta 3 0,1 -0,5 -0,2 0
Niederlande 25 2,9 0,1 0,0 0
Österreich 18 5,8 0,9 0,3 0
Polen 45 4,2 -0,1 0,0 0
Portugal 36 4,9 1,2 0,3 0
Rumänien 16 1,0 -0,1 0,0 0
Schweden 16 2,6 0,3 0,6 0
Slowakei 8 0,9 0,1 0,2 0
Slowenien 8 0,5 -0,6 -0,1 0
Spanien 55 8,9 2,1 0,7 0
Tschechische Republik 8 1,1 0,3 -0,3 0
Ungarn 9 0,3 -0,4 0,0 0
Vereinigtes Königreich 46 21,1 6,0 1,6 0
Drittstaaten
Brasilien 22 -0,2 -1,9 0,1 0
Jersey 0 11,4 n.a. n.a. 0
Norwegen 2 0,3 -0,2 0,0 0
Schweiz 46 14,1 0,5 0,8 0
Türkei 9 0,5 -2,7 -0,2 0

¹ Ohne Mitarbeiter in Elternzeit oder Mutterschutz und einschließlich Geschäftsleitung und Auszubildende.
² Angaben inkl. latenter Steuern.

Die Kapitalrendite nach § 26 a KWG Abs. 1 Satz 4 beträgt 2,6 %.

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der GRENKE AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GRENKE AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Erklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung und die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
* entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzern zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und
* vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten nichtfinanziellen Konzernerklärung und der Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.# BESONDERER BERICHT DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS AN DIE GESELLSCHAFTER

Bericht zur Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

ERMITTLUNG DER WERTBERICHTIGUNG AUF ZAHLUNGSGESTÖRTE FORDERUNGEN AUS FINANCE LEASE VERTRÄGEN

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Ermittlung der Wertberichtigungen auf zahlungsgestörte Forderungen aus Finance Lease Verträgen ist ein wesentlicher Bereich, in dem die gesetzlichen Vertreter Ermessensentscheidungen treffen. Diese Ermessensentscheidungen im Rahmen der Ermittlung des angemessenen Wertberichtigungsbetrags umfassen unter anderem die Auswahl des verwendeten Modells für die Ermittlung der Wertberichtigungssätze, die in dem Modell verwendeten Schätzparameter und mögliche Modellanpassungen. Aufgrund der Vielzahl an Daten und Informationen beinhaltet die darauf aufbauende Berechnung der Wertberichtigungen Risiken in Bezug auf die falsche Bilanzierung im Konzernabschluss. Daher haben wir die Ermittlung der Wertberichtigungen auf zahlungsgestörte Forderungen aus Finance Lease Verträgen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt.

Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen im Prozess zur Ermittlung von Wertberichtigungen auf zahlungsgestörte Forderungen aus Finance Lease Verträgen einschließlich der damit verbundenen unterstützenden Prozesse, beispielsweise zum Genehmigungsverfahren der Finance Lease Verträge sowie den Mahnprozess befasst. Zudem haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von leasing- und mietkaufspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Jahresabschluss sowie durch Testen von Kontrollen beurteilt. Wir haben das angewandte Modell daraufhin untersucht, ob die wesentlichen Schätzparameter in das Modell einbezogen werden. Für die Schätzparameter haben wir die aktuellen Berechnungen anhand historischer Daten sowie die verwendeten Zeiträume unter Berücksichtigung der Prognosegenauigkeit analysiert. Die Ermittlung der Wertberichtigungen wurde anhand der Daten des gekündigten Leasing- und Mietkaufportfolios mittels eigener Berechnungen nachvollzogen. Insbesondere haben wir die historischen Zahlungseingänge einzelner Leasingverträge und deren Zuordnung in die einzelnen Mahnstufen (Bearbeitungsklassen) überprüft. Aufgrund unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Ermittlung der Wertberichtigungen auf zahlungsgestörte Forderungen aus Finance Lease Verträgen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den bzgl. auf zahlungsgestörte Forderungen aus Finance Lease Verträgen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 3.5, zu den damit in Zusammenhang stehenden Angaben zu Quellen von Schätzungsunsicherheit auf die Angabe im Konzernanhang unter Kapitel 3.17 sowie zu den Angaben zum Schadensergebnis und der Risikovorsorge im Konzernanhang unter Kapitel 4.2 sowie auf die Angaben zu den Leasingforderungen auf die Angabe im Konzernanhang in Kapitel 5.3.

WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sind die Bewertungen in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Aufgrund der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen Wertminderungsbedarf hindeuten sowie aufgrund deren Wesentlichkeit für den Konzernabschluss besteht ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung. Die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerte war daher im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen im Zusammenhang mit der Bewertung der im Konzernabschluss bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten befasst. Wir haben die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Geschäfts- oder Firmenwerte anhand einer risikoorientierten Stichprobe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beurteilt. Wir haben die Berechnungen der verwendeten Bewertungsparameter sowie der geplanten Zahlungsmittelzuflüsse, unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten Mehrjahresplanung sowie durch den Vergleich der Bewertungsannahmen mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen, nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Bewertungsparameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten beurteilt und das Berechnungsschema sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Zur Validierung der Mehrjahresplanung haben wir stichprobenweise einen Soll-Ist Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen vorgenommen. Zudem haben wir uns mit den durch die Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen der erzielbaren Beträge gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen befasst. Ergänzend haben wir die Angaben der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang zu der Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Hinblick auf die sich ergebenen Anforderungen der Vorschriften nach IAS 36, wie sie in der EU anzuwenden sind, gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den bzgl. der Geschäfts- oder Firmenwerte angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 3.8 "Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze - Geschäfts- oder Firmenwerte", zu den damit in Zusammenhang stehenden Angaben zu Ermessensausübungen des Vorstandes und zu Quellen von Schätzungsunsicherheit auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 3.17 "Verwendung von Annahmen und Schätzungen" sowie zu den Angaben zum Geschäfts- oder Firmenwert auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 5.8 "Ausgewählte Angaben zur Bilanz - Geschäfts- oder Firmenwerte".

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich ― "Kennzahlen sowie Bericht des Vorstandes an die Aktionäre"; ― "Nichtfinanzielle Erklärung"; ― "Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB"; ― "Corporate Governance Bericht"; ― "Aktien und Investor Relations", sowie ― die "Versicherung der Gesetzlichen Vertreter".
Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich: ― "Bericht des Aufsichtsrates".
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. In Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.# VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (System), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

  • ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
  • ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
  • ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.;
  • ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
  • ― holen wir ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
  • ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
  • ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 11. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der GRENKE AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Werner Frey.

Stuttgart, 31. Januar 2018

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey, Wirtschaftsprüfer
Brixner, Wirtschaftsprüferin

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Baden-Baden, den 31. Januar 2018

Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Sebastian Hirsch, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand

Jahresabschluss DER GRENKE AG (HGB) - AUSZUG

EUR 2017 2016
1. Leasingerträge 559.626.945,47 529.662.369,18
2. Leasingaufwendungen 410.349.178,77 392.147.199,58
3. Zinserträge aus 7.169.560,15 5.567.995,90
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 7.169.560,15 5.567.995,90
darunter: Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 204.686,26 142.959,52
4.
9.577.795,38
12.022.117,42

darunter: Positive Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften
142.959,52
204.686,26

  1. Laufende Erträge aus c) Anteilen an verbundenen Unternehmen
    45.000.000,00
    0,00
    45.000.000,00
    0,00

  2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
    10.663.759,78
    13.384.665,18

  3. Provisionsaufwendungen
    5.496.750,61
    6.503.983,91

  4. Sonstige betriebliche Erträge
    26.122.121,88
    85.864.233,47

  5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
    60.347.584,92
    71.620.808,68

a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter
24.963.276,08
26.157.011,83

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, darunter: für Altersversorgung
3.824.760,47
99.232,52 EUR (Vorjahr: 92.128,84 EUR)
3.958.820,66

b) andere Verwaltungsaufwendungen
31.559.548,37
41.504.976,19

  1. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
    95.403.214,98
    111.098.905,92

  2. Sonstige betriebliche Aufwendungen
    4.880.380,73
    268.866,01

  3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
    8.873.309,09
    8.187.624,53

  4. Aufwendungen aus Verlustübernahme
    238.321,58
    87.362,14

  5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
    40.051.689,87
    45.906.556,89

  6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
    5.904.607,28
    11.039.137,74

  7. Sonstige Steuern
    70.446,77
    74.121,57

  8. Jahresüberschuss
    34.076.635,82
    34.793.297,58

  9. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
    560.748,35
    8.788.074,67

  10. Bilanzgewinn
    34.637.384,17
    43.581.372,25

Bilanz

31.12.2017 31.12.2016
1. Barreserve 90.000.590,11 77.000.286,37
a) Kassenbestand 590,11 286,37
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken
    darunter: bei der Deutschen Bundesbank 90.000.000,00 EUR (Vorjahr: 77.000.000,00 EUR)
90.000.000,00 77.000.000,00
2. Forderungen an Kreditinstitute 81.388.328,83 76.796.154,31
a) täglich fällig 31.388.328,83 26.796.154,31
b) andere Forderungen 50.000.000,00 50.000.000,00
3. Forderungen an Kunden 46.700.579,77 52.098.737,88
4. Anteile an verbundenen Unternehmen 373.043.632,72 297.834.396,89
a) an Kreditinstitute 126.272.355,82 96.272.355,82
b) an Finanzdienstleistungsinstitute 27.115.089,71 7.934.042,59
c) Übrige 219.656.187,19 193.627.998,48
5. Leasingvermögen 320.806.068,25 267.342.749,57
6. Immaterielle Anlagewerte 1.664.307,00 2.395.832,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.664.307,00 2.395.832,00
7. Sachanlagen 22.775.315,81 24.687.498,75
8. Sonstige Vermögensgegenstände 28.542.956,71 52.006.621,95
9. Rechnungsabgrenzungsposten 17.241.513,83 12.122.077,62
Summe der Aktiva 982.163.293,03 862.284.355,34
31.12.2017 31.12.2016
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.538,80 4.011,87
a) täglich fällig 9.538,80 4.011,87
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 38.301.403,67 46.811.102,55
b) andere Verbindlichkeiten
    ba) täglich fällig 1.703.931,01 1.592.113,56
    bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 36.597.472,66 45.218.988,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 192.111.230,25 206.881.587,23
4. Rechnungsabgrenzungsposten 333.447.581,61 285.634.295,27
5. Rückstellungen 20.920.679,81 9.524.487,61
b) Steuerrückstellungen 14.261.902,00 0,00
c) andere Rückstellungen 6.658.777,81 9.524.487,61
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 125.000.000,00 50.000.000,00
7. Eigenkapital 272.372.858,89 263.428.870,81
a) Gezeichnetes Kapital 44.313.102,00 18.880.774,47
b) Kapitalrücklage 97.376.587,21 122.808.914,74
c) Gewinnrücklagen
    ca) gesetzliche Rücklage 5.089,87 5.089,87
    cc) satzungsmäßige Rücklagen 48.353,78 48.353,78
    cd) andere Gewinnrücklagen 87.048.353,78 87.048.353,78
d) Bilanzgewinn 43.581.372,25 34.637.384,17
Summe der Passiva 982.163.293,03 862.284.355,34
  1. Eventualverbindlichkeiten
    b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverpflichtungen
    4.669.714.850,36
    4.059.062.427,67

INFORMATIONEN UND KONTAKT

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IMPRESSUM

Herausgeber: Der Vorstand der GRENKE AG
Redaktion: GRENKE AG, Investor Relations
Stand: 7. Februar 2018
© GRENKE AG, Baden-Baden

DISCLAMER

In diesem Geschäftsbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter. Der Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist stets die deutsche Fassung.

FINANZKALENDER

  • 08.02.2018 VERÖFFENTLICHUNG GESCHÄFTSBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 - BILANZ-PRESSE- UND ANALYSTENKONFERENZ
  • 27.04.2018 VERÖFFENTLICHUNG QUARTALSMITTEILUNG ZUM 1. QUARTAL 2018
  • 03.05.2018 HAUPTVERSAMMLUNG IM KONGRESSHAUS BADEN-BADEN
  • 27.07.2018 VERÖFFENTLICHUNG FINANZBERICHT ZUM 2. QUARTAL UND DEM ERSTEN HALBJAHR 2018
  • 30.10.2018 VERÖFFENTLICHUNG QUARTALSMITTEILUNG ZUM 3. QUARTAL UND DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2018

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