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Grenke AG — Annual Report 2015
Mar 31, 2016
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Annual Report
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GRENKELEASING AG Baden-Baden Jahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2015
GRENKELEASING AG KONZERN UND GRENKELEASING AG JAHRESFINANZBERICHT 2015
KENNZAHLEN GRENKE GRUPPE
| 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Veränderung (%) | 01.01.2014 bis 31.12.2014 | Einheit |
|---|---|---|---|
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing | |||
| 1.359.882 | 20,0 | 1.132.777 | TEUR |
| - davon International | 19,4 | 832.479 | TEUR |
| - davon Franchise-International | 91,7 | 14.236 | TEUR |
| - davon Deutschland | 18,3 | 286.062 | TEUR |
| Westeuropa (ohne Deutschland)* | 13,6 | 389.939 | TEUR |
| Südeuropa* | 31,6 | 264.137 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa* | 16,2 | 179.623 | TEUR |
| Übrige Regionen* | 69,5 | 13.016 | TEUR |
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring (inkl. Inkassodienstleistung) | |||
| 324.632 | 55,5 | 208.777 | TEUR |
| - davon Deutschland | 16,1 | 106.817 | TEUR |
| - davon International | 118,5 | 70.777 | TEUR |
| - davon Franchise-International | 47,3 | 31.183 | TEUR |
| GRENKE Bank Einlagevolumen | 16,3 | 300.358 | TEUR |
| Neugeschäft Existenzgründungsfinanzierung (inkl. Mikrokreditgeschäft) | 72,8 | 11.349 | TEUR |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts GRENKE Gruppe Leasing | |||
| 245.493 | 12,4 | 218.424 | TEUR |
| - davon International | 10,7 | 175.028 | TEUR |
| - davon Franchise-International | 77,7 | 2.812 | TEUR |
| - davon Deutschland | 15,2 | 40.584 | TEUR |
| Westeuropa (ohne Deutschland)* | 8,1 | 78.917 | TEUR |
| Südeuropa* | 16,3 | 60.364 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa* | 8,8 | 36.019 | TEUR |
| Übrige Regionen* | 59,1 | 2.540 | TEUR |
Sonstige Angaben Leasing
| 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Veränderung (%) | 01.01.2014 bis 31.12.2014 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Neuverträge | 159.000 | 14,6 | 138.775 | Stück |
| Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio | 81 | -2,4 | 83 | Prozent |
| Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio | 100 | 0,0 | 100 | Prozent |
| Mittlerer Anschaffungswert | 8,6 | 4,9 | 8,2 | TEUR |
| Mittlere Vertragslaufzeit | 48 | 0,0 | 48 | Monate |
| Vermietvolumen | 4.149 | 17,5 | 3.530 | Mio. EUR |
| Anzahl der laufenden Verträge | 492.455 | 15,3 | 427.212 | Stück |
* Regionen: Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS
KENNZAHLEN GRENKE KONZERN
| 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Veränderung (%) | 01.01.2014 bis 31.12.2014 | Einheit |
|---|---|---|---|
| Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Zinsergebnis | 191.204 | 21,4 | 157.528 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 59.369 | 10,5 | 53.748 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 50.801 | 20,7 | 42.078 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 50.068 | 10,1 | 45.461 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | -644 | -140,1 | 1.607 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.531 | 25,5 | 4.406 |
| Kosten Neuverträge | 35.107 | 13,7 | 30.886 |
| Kosten laufende Verträge | 11.031 | 1,6 | 10.858 |
| Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs | 41.357 | 17,6 | 35.163 |
| Kosten Management | 31.343 | 19,2 | 26.304 |
| Sonstige Kosten | 9.416 | 31,4 | 7.168 |
| Operatives Ergebnis | 109.337 | 25,7 | 86.953 |
| Sonstiges Zinsergebnis (Ertrag(-)/Aufwand(+)) | -106 | -179,7 | 133 |
| Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung | 18 | -79,8 | 89 |
| EBT (Gewinn vor Steuern) | 109.461 | 25,9 | 86.909 |
| Gewinn | 80.845 | 24,3 | 65.040 |
| Ergebnis je Aktie (nach IFRS) | 5,43 | 23,1 | 4,41 |
Sonstige Angaben
| 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Veränderung (%) | 01.01.2014 bis 31.12.2014 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Dividende | 1,50 | 36,4 | 1,10 | EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) | 898 | 16,5 | 771 | Mio. EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | 822 | 18,1 | 696 | Mio. EUR |
| Wirtschaftliches Ergebnis (nach Steuern)* | 112 | 10,9 | 101 | Mio. EUR |
| Cost-Income-Ratio | 54,0 | -3,1 | 55,7 | Prozent |
| Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern | 13,7 | 3,8 | 13,2 | Prozent |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 928 | 9,7 | 846 | Personen |
| Personalaufwand | 63.190 | 14,8 | 55.028 | TEUR |
| - davon Gesamtvergütung | 51.902 | 15,2 | 45.038 | TEUR |
| - davon fixe Vergütung | 38.630 | 12,7 | 34.267 | TEUR |
| - davon variable Vergütung | 13.272 | 23,2 | 10.771 | TEUR |
* Indikator, der das Gesamtergebnis einer Periode mit der Veränderung des Embedded Value (ohne Eigenkapital) nach Steuern (Barwert sämtlicher noch ausstehender Leasingraten nach Kosten und Risikovorsorge) zusammenfasst. Der Wert für das Geschäftsjahr 2014 wurde entsprechend einer neuen Berechnungsmethode rückwirkend angepasst.
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS
EINFACH, SCHNELL, PERSÖNLICH MIT INNOVATIVEN PRODUKTEN BAUEN WIR UNSERE MARKTSTELLUNG AUS UND ERWEITERN UNSERE INTERNATIONALE PRÄSENZ.
BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
das abgelaufene Geschäftsjahr war für GRENKE in vielerlei Hinsicht ein sehr gutes. Deutlich wird dies zum einen am Wachstum unseres Neugeschäfts, dessen Volumen gegenüber Vorjahr um 26 Prozent auf mehr als 1,7 Mrd. EUR zulegte. Zum anderen aber auch am Gewinn des GRENKE Konzerns. Mit 80,8 Mio. EUR haben wir nicht nur den Vorjahreswert deutlich um 24 Prozent übertroffen, sondern auch die zuletzt im Rahmen des Finanzberichts zum dritten Quartal angehobene Prognose.
Gewachsen ist darüber hinaus auch die Anzahl der Länder, in denen wir tätig sind. So eröffneten wir in Singapur den ersten Standort der GRENKE Gruppe in Südostasien. Hinzu kamen fünf Zellteilungen in bestehenden Märkten sowie der Markteintritt in Irland mit unserem Factoringangebot. Damit waren wir zum Ende des Berichtsjahres weltweit an insgesamt 113 Standorten präsent. Dies und der weiter gestiegene internationale Anteil am Neugeschäft auf 72 Prozent unterstreichen unseren Anspruch, einen stetig wachsenden Teil unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands generieren zu wollen.
Unser Factoringgeschäft trifft mit attraktiven Angeboten auf rege Nachfrage: 2015 konnten wir das Volumen der Forderungsankäufe um mehr als die Hälfte steigern. Abstriche bei der Profitabilität machten wir auch im Berichtsjahr nicht. Im Bereich GRENKE Gruppe Leasing, wo wir unser Neugeschäft kräftig um 20 Prozent gesteigert haben, haben wir die DB2-Marge auf hohem Niveau gehalten.
Einen besonderen Meilenstein definierte im Berichtsjahr die Einführung der innovativen "eSignature". Als einer der ersten Anbieter überhaupt bieten wir unseren Fachhandelspartnern im Leasinggeschäft einen Service zur vollständig digitalen Abwicklung eines Vertrags. Damit beschleunigen wir die Vertragsabwicklung noch einmal ganz erheblich und verkürzen gleichzeitig die Zeitspanne bis zum Geldeingang. Seit Einführung der eSignature im September 2015 wurden auf diese Weise bereits über 2.200 Verträge geschlossen.
Zielstrebig verfolgten wir im zurückliegenden Geschäftsjahr auch den Ausbau der Aktivitäten der GRENKE Bank. Zusätzlich zum Engagement in dem Programm "Mikrokreditfonds Deutschland" sowie zur Zusammenarbeit mit dem Portal "WeltSparen" haben wir Ende 2015 eine strategische Investition in die Berliner Cash Payment Solutions GmbH und den von ihr offerierten Service "barzahlen.de" vorgenommen. Der innovative Bezahlservice ermöglicht den Ausgleich von Rechnungen verschiedenster Branchen mit Bargeld in Partnerfilialen des deutschen Einzelhandels.
Große Aufmerksamkeit widmeten wir nach wie vor der Pflege unserer Reputation an den Kapitalmärkten. So wurden alle 2015 emittierten Bonds hervorragend vom Markt aufgenommen. Darüber hinaus konnten auch wieder neue Refinanzierungspartner gewonnen werden. Zu den wesentlichen Transaktionen zählten die Emission einer Anleihe über 100 Mio. EUR sowie einer Hybridanleihe über 30 Mio. EUR. Mit diesem von uns erstmals genutzten Instrument haben wir nicht nur unsere solide Eigenkapitalbasis gestärkt, sondern auch die breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten weiter ausgebaut. Insgesamt bleibt die Finanzierung unserer Expansion damit gut abgesichert.
Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das Vertrauen in unseren Namen und unser werthaltiges Geschäftsmodell hat sich für Sie auch 2015 wieder ausgezahlt: Der Wert der GRENKE-Aktie hat sich im zurückliegenden Börsenjahr mehr als verdoppelt. Bei ihrem historischen Höchststand von 187,55 EUR Mitte Dezember erreichte Ihre Gesellschaft einen Börsenwert von knapp 2,8 Mrd. EUR. Zudem freuen wir uns, Ihnen auf der Hauptversammlung im Mai 2016 vorschlagen zu können, eine Dividende von 1,50 EUR je Aktie auszuschütten. Dabei bieten wir den Aktionären erneut die Möglichkeit, statt einer reinen Bardividende ganz oder teilweise Aktien der GRENKELEASING AG zu beziehen.
Mit derselben Strategie, mit der wir in den vergangenen Jahren erfolgreich waren, sind wir auch in das laufende Geschäftsjahr 2016 gestartet. Weiterhin klar im Fokus steht der Ausbau unserer Präsenz in den bestehenden Märkten im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie sowie unserer Marktstellung, die wir durch innovative Produkte und Dienstleistungen stärken. So werden wir auch in Zukunft ein leistungsfähiger Partner für unsere Kunden sein. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit einem Gewinn zwischen 93 und 98 Mio. EUR und damit einem Anstieg von mindestens 15 Prozent. In unserem Leasing-Neugeschäft gehen wir von einem Wachstum zwischen 16 und 20 Prozent bei einer unverändert profitablen und risikoadäquaten DB2-Marge aus. Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring soll um 30 bis 35 Prozent zulegen.
Im Namen des gesamten Vorstands möchte ich Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, an dieser Stelle wieder einladen, uns auch in der nächsten Wachstumsperiode zu begleiten. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen unseren Erfolgsweg fortzusetzen.
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
DER VORSTAND DER GRENKELEASING AG
DAS WERTHALTIGE GRENKE-GESCHÄFTSMODELL IST TREIBER UNSERES WACHSTUMS.# BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2015 wahrgenommen. Er hat mit dem Vorstand kontinuierlich zusammengearbeitet, ihn regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über alles Wesentliche regelmäßig, zeitnah und umfassend in Kenntnis gesetzt und stets in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Dies geschah sowohl mündlich als auch schriftlich, unter anderem durch Vorstandsvorlagen und Sitzungsprotokolle.
Vorstand und Aufsichtsrat haben insbesondere die strategische Ausrichtung des GRENKE Konzerns eng miteinander abgestimmt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand detailliert über alle diesbezüglich relevanten Fragen und Themen, die wirtschaftliche Lage, den laufenden Geschäftsgang, die Steuerung des Vertriebs sowie über aktuelle Ereignisse, den Stand der Unternehmensplanung und die Personalsituation des GRENKE Konzerns informiert. Gleiches gilt für die GRENKE BANK AG sowie die GRENKEFACTORING GmbH. Die Berichte des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat hinsichtlich ihrer Plausibilität jeweils kritisch überprüft. Dabei wurden Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands jederzeit und in vollem Umfang den Anforderungen des Aufsichtsrats gerecht. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig vor.
Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich kontinuierlich über den aktuellen Geschäftsgang inklusive des Bankgeschäfts und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Hierzu wurde ich vom Vorstand auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung informiert. Zu den wesentlichen Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand gehörten die Vorbereitung von Refinanzierungsentscheidungen, Compliance-Angelegenheiten, das interne Controlling, das Risikomanagement und dessen Weiterentwicklung sowie Personalthemen. Im Vorfeld der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 wurde zudem die vorgesehene Umstellung der auf den Inhaber lautenden Aktien der GRENKELEASING AG auf Namensaktien besprochen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären der GRENKELEASING AG vorgeschlagene Umwandlung nahmen diese dann mit großer Mehrheit an.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr das konzernweite Risikomanagementsystem, die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance - letztere inklusive der Überwachung der Einhaltung von relevanten Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG-Compliance) - sowie das operative Risikokontrollsystem inklusive der Angemessenheit der angewandten Risikomanagementverfahren, die Risikostrategie und deren Umsetzung überwacht. Hierzu hat er Berichte des Vorstands über die Risikomanagement- und Kontrollsysteme des GRENKE Konzerns und deren Weiterentwicklung sowie über die aktuelle Risikolage entgegengenommen.
Die jeweilige Liquiditäts- und Refinanzierungssituation des GRENKE Konzerns war regelmäßig Thema der Sitzungen des Aufsichtsrats. Die breit diversifizierte Finanzierung des GRENKE Konzerns hat sich mit der erstmaligen Emission einer eigenkapitalstärkenden Hybridanleihe weiter verbreitert. Die Refinanzierung war im Geschäftsjahr 2015 jederzeit gewährleistet. Zu den weiteren wesentlichen Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats gehörten die regelmäßige Erörterung der laufenden Geschäftsentwicklung, die Überwachung der internationalen Einheiten, die Erörterung der Vertriebsentwicklung und von Verwaltungsthemen sowie Fragen zur Personalentwicklung. Bei Letzterem wurde schwerpunktmäßig die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen erörtert. Ziel ist es, im GRENKE Konzern ein Viertel der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.
Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mehrfach mit dem Status und Fortgang laufender umfangreicher IT-Projekte, unter anderem zum Stand des IT- und Prozessmanagements, zum neuen IT-Standort Karlsruhe sowie mit der mittelfristigen IT-Strategie des GRENKE Konzerns. Zu den strategischen Aufgaben gehörten die Entscheidung für die Übernahme des Franchise-Unternehmens in Slowenien sowie die Minderheitsbeteiligung an einem FinTech-Unternehmen.
Der Aufsichtsrat hat weiterhin die Geschäftsverteilung im Vorstand erörtert und versabschiedet, den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2014 festgestellt, den Konzernabschluss gebilligt sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft, den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2014 beschlossen und den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt. Da ein Drittel des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2015 neu berufen wurde, konnten wertvolle ergänzende Kompetenzen gewonnen werden. Die Effizienzprüfung hat daher auch eine neue Aufgabenverteilung einbezogen.
Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 29. April 2015 die Entsprechenserklärung der GRENKELEASING AG nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, wonach - unter Berücksichtigung der in der Erklärung genannten Ausnahmen - den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wird. Über Corporate Governance bei der GRENKELEASING AG berichtet der Vorstand in diesem Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr 2015 zugleich auch für den Aufsichtsrat.
Im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat viermal getagt: Die Sitzungen fanden am 3. Februar, 11. Mai, 25. bis 27. Juli sowie am 23. November statt. Abgesehen von der Sitzung am 11. Mai, bei der ein Mitglied des Aufsichtsrats entschuldigt gefehlt hat, waren bei den übrigen Sitzungen des Aufsichtsrats jeweils alle Mitglieder anwesend.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 endeten die Amtszeiten der Aufsichtsratsmitglieder Dieter Münch, Florian Schulte, Erwin Staudt und Prof. Dr. Thilo Wörn. Herr Münch und Herr Prof. Dr. Wörn stellten sich nicht mehr zur Wahl. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Münch und Herrn Prof. Dr. Wörn für ihren wertvollen Beitrag zur Arbeit des Gremiums, der bei Herrn Münch eine Zeitspanne von 15 Jahren umfasste. Herr Schulte und Herr Staudt wurden von der Hauptversammlung wiedergewählt. Als neue Mitglieder wurden zwei erfahrene Managerinnen gewählt: Tanja Dreilich und Dr. Ljiljana Mitic, die hervorragende fachliche und unternehmerische Expertisen einbringen.
Folgende Mitglieder gehörten damit im Geschäftsjahr 2015 dem Aufsichtsrat an:
- Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
- Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender
- Tanja Dreilich (seit 12. Mai 2015)
- Dr. Ljiljana Mitic (seit 12. Mai 2015)
- Dieter Münch (bis 12. Mai 2015)
- Florian Schulte
- Erwin Staudt
- Prof. Dr. Thilo Wörn (bis 12. Mai 2015)
Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat seiner Geschäftsordnung gemäß zwei Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.
Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden Mitgliedern:
- Gerhard E. Witt, Vorsitzender
- Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
- Dieter Münch (bis 12. Mai 2015)
- Tanja Dreilich (seit 12. Mai 2015)
Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung, des Risikomanagements des Konzerns und mit Compliance. Seine Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse auf diesen Gebieten. Der Prüfungsausschuss hat den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Prüfungsschwerpunkte bestimmt. Er hat dessen Unabhängigkeit geprüft und die Honorarvereinbarung geschlossen. Im Berichtsjahr hat der Prüfungsausschuss keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers infrage stellten. Der Prüfungsausschuss hat die Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet. In Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers hat er sich mit dem Jahresabschluss 2014 intensiv befasst. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die zu veröffentlichenden Quartalsabschlüsse eingehend mit dem Vorstand diskutiert.
Der Personalausschuss (Präsidialausschuss) besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:
- Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
- Erwin Staudt
- Gerhard E. Witt
Personalentscheidungen des Aufsichtsrats stellen die wesentlichen Themen dar, mit denen sich der Personalausschuss befasst. Außerdem ist er zuständig für Vorschläge im Hinblick auf den Abschluss, das Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Der vom Vorstand jeweils zum 31. Dezember 2015 aufgestellte Jahresabschluss der GRENKELEASING AG bzw. Konzernabschluss sowie die gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in geschlossener Darstellung zusammengefassten Lageberichte der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Jahresabschlüsse sowie die verkürzten Abschlüsse und Zwischenlageberichte zum ersten Quartal und für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2015 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft bzw. prüferisch durchgesehen.# DER AUFSICHTSRAT DER GRENKELEASING AG
Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKELEASING AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute. Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 erfolgte gemäß § 315 a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Konzernabschluss des GRENKE Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seiner Sitzung am 4. Februar 2016 erörtert. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung keine Einwände gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG festgestellt sowie den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG angeschlossen.
In der gleichen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst. Auf die entsprechenden Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns wird Bezug genommen. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus seiner Sicht vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu eigen.
Für die GRENKELEASING AG war 2015 ein herausragendes Jahr. Das Wachstum von GRENKE Konzern und GRENKE Gruppe hat die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen, und entsprechend waren die dem Kapitalmarkt kommunizierten Prognosen über den Jahresverlauf hinweg mehrfach nach oben zu korrigieren. Die Anleger haben den nachhaltigen Erfolg der internationalen Wachstumsstrategie des GRENKE Konzerns und seine hohe Ertragskraft auch im Jahr 2015 wieder mit deutlich steigenden Kursen honoriert: Die GRENKE-Aktie legte im Berichtsjahr um 107 Prozent zu, nachdem sie im Vorjahr bereits um 31 Prozent gestiegen war. Zum Unternehmenserfolg und damit auch zur erneut guten Entwicklung der GRENKE-Aktie im Geschäftsjahr 2015 haben alle Beschäftigten der GRENKE Gruppe mit großer Motivation und hohem Einsatz beigetragen.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GRENKE Konzerns und seiner Franchise-Unternehmen in den weltweit inzwischen 30 Ländern, in denen GRENKE vertreten ist, sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihren hohen persönlichen Einsatz und für ihre Leistungen. Diese Leistungsbereitschaft aller sowie Aufstellung und Strategie der GRENKE Gruppe stimmen den Aufsichtsrat in hohem Maße zuversichtlich für die Zukunft der Gesellschaft.
Baden-Baden, am 4. Februar 2016
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
| Name/Wohnort | Funktion/Beruf | Weitere Aufsichtsrats-/ Beiratsmandate |
|---|---|---|
| ► Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | Baden-Baden Jahrgang 1951 Erstmals gewählt: 2003 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2018 Vorsitzender des Aufsichtsrats, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD &COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH |
GRENKE BANK AG, Baden-Baden; Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin |
| ► Gerhard E. Witt | Baden-Baden Jahrgang 1945 Erstmals gewählt: 1997 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2018 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Rechtsbeistand für Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Recht der Insolvenzen |
GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden |
| ► Tanja Dreilich | München Jahrgang 1969 Erstmals gewählt: 2015 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH |
-- |
| ► Dr. Ljiljana Mitic | München Jahrgang 1969 Erstmals gewählt: 2015 Gewählt bis zur Hauptversammlung: 2019 Executive Vice President und Global Head of Financial Services Markets der Atos IT Solutions and Services GmbH |
-- |
| ► Florian Schulte | Baden-Baden Jahrgang 1971 Erstmals gewählt: 2010 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Geschäftsführer der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH |
Global Group Dialog Solutions AG, Idstein; Deltavista International AG, Küsnacht (Schweiz); Syntellix AG, Hannover |
| ► Erwin Staudt | Leonberg Jahrgang 1948 Erstmals gewählt: 2005 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 Diplom-Volkswirt |
PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt; USU Software AG, Möglingen; Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach; Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen |
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Verantwortungsbewusstsein bestimmt alles Handeln im GRENKE Konzern, verantwortungsvolle und effektive Unternehmensführung stellt einen wesentlichen Teil unseres Selbstverständnisses dar. Aufsichtsrat, Vorstand und leitende Mitarbeiter identifizieren sich mit den Grundsätzen guter Unternehmensführung, die den Ansprüchen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht. Sie verpflichten sich zu umfassender Compliance hinsichtlich der ethischen und gesetzlichen Verhaltensregeln und Normen sowie aller relevanten Gesetze. Sie wissen, dass gute Corporate Governance eine wesentliche Grundlage darstellt für den Erhalt und Ausbau des Vertrauens in ihr Unternehmen. Dies gilt in besonderem Maße im Hinblick auf die für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidenden Stakeholder: die gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kapitalgeber. Sie bekennen sich dazu, den GRENKE Konzern wertorientiert und transparent zu leiten und zu kontrollieren.
Die GRENKELEASING AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der überarbeiteten Fassung vom 5. Mai 2015 mit wenigen begründeten Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Erfüllung des Kodex befasst und die am Ende dieses Corporate-Governance-Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Internetseite der GRENKELEASING AG wiedergegeben.
Konzernleitung und Konzernüberwachung
Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgrößen für ihre Zusammensetzung - mindestens 20 Prozent weibliche Vorstandsmitglieder und 33 Prozent weibliche Mitglieder des Aufsichtsrats - werden eingehalten. Rund die Hälfte der Mitarbeiter ist weiblich. Deshalb sieht der Aufsichtsrat in diesen derzeitigen Zielgrößen eine Untergrenze, die sich langfristig nach oben bewegen sollte.
Aufsichtsrat
Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2015 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung sowie aktuelle Ereignisse. Wesentlicher Bestandteil der Berichte war in diesem Zusammenhang regelmäßig die Darstellung des Refinanzierungs- und Liquiditätsstatus. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung eng mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen des Risikomanagements, der Risikovorsorge, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum über die Arbeit ihrer Ausschüsse.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Sie verfügen über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, des Risikomanagements und der Compliance. Das Gremium beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit solchen der Systematik der Unternehmensplanung und des Risikomanagements im Konzern. Es prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Es bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und verantwortet und vereinbart das Honorar mit dem Abschlussprüfer. Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragen zur Compliance. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation - inklusive der KWG-Compliance - im Unternehmen.
Personalausschuss (Präsidialausschuss)
Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und unterbreitet Vorschläge für das Abschließen, Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Vorstand
Der Vorstand leitet den GRENKE Konzern eigenverantwortlich. Er verantwortet die operative Leitung und die Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Konzerns sowie das Einhalten der Grundsätze der Unternehmenspolitik.Des Weiteren stellt er den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG sowie die Quartalsabschlüsse und den Jahresabschluss des Konzerns auf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend durch Vorstandsberichte und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen, Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, Finanz- und Ertragslage sowie über strategische und operative Geschäftsrisiken und deren Management. Wesentliche Vorstandsentscheidungen wie unter anderem Akquisitionen und besondere Finanzierungsmaßnahmen sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands listet einen Katalog solcher zustimmungspflichtiger Geschäfte auf. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.
Vergütungsbericht (Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts)
Vergütung des Vorstands
| Gesamt EUR | Festvergütung und Zulagen | Nebenleistungen | Erfolgszulage | Tantieme | Aktienbasierte Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | ||||||
| Christ | 192.579,95 | 7.200,00 | 92.936,77 | 62.333,32 | 0,00 | 355.050,04 |
| Eicker | 293.000,00 | 19.445,76 | 58.744,30 | 78.800,00 | 86.000,00 | 535.990,06 |
| Grenke | 300.000,00 | 47.194,92 | 178.926,00 | 120.000,00 | 0,00 | 646.120,92 |
| Kindermann | 154.999,98 | 21.793,26 | 92.411,58 | 61.999,99 | 0,00 | 331.204,81 |
| Leminsky | 287.500,04 | 15.675,48 | 69.175,42 | 95.000,00 | 139.000,00 | 606.350,94 |
| Gesamt | 1.228.079,97 | 111.309,42 | 492.194,07 | 418.133,31 | 225.000,00 | 2.474.716,77 |
| 2014 | 2.118.511,83 |
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als fixe Vergütungskomponenten eine vom Geschäftserfolg unabhängige Festvergütung, Leistungszulagen und Nebenleistungen wie Dienstwagen und Versicherungszuschüsse sowie erfolgsabhängige variable Vergütungskomponenten vor. Die Struktur des Vergütungssystems fördert den langfristigen Erfolg des Konzerns und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch gut beherrschbar sind und dem Risiko entsprechend angemessene Erträge erwirtschaften. Es werden keine Anreize für unangemessene Risiken geschaffen. Zudem wird das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKELEASING AG durch diese Vergütungspraxis weder gefährdet noch schränkt sie das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein.
Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses des GRENKE Konzerns (EBT - Earnings before Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard (BSC). Das Erreichen des EBT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die variable Vergütung vollständig. Die gemäß der BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderem die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge, des Neugeschäfts, der Deckungsbeiträge und des Schadenverlaufs. Das Erreichen der BSC-Kriterien wird quartalsweise nachträglich gemessen.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Die bisherigen Vereinbarungen mit den Herren Christ, Eicker und Kindermann liefen im Geschäftsjahr 2015 bzw. die bisherige Vereinbarung mit Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2014 aus. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 13 TEUR an. Der Aufsichtsrat hat mit Frau Leminsky und Herrn Eicker im Geschäftsjahr 2015 Folgevereinbarungen geschlossen. Während sich die Vereinbarung mit Frau Leminsky auf das gesamte Geschäftsjahr bezogen hat und die Geschäftsjahre 2015 bis 2017 betrifft, bezieht sich die Phantom-Stocks-Vereinbarung mit Herrn Eicker auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarung haben Herr Jörg Eicker und Frau Antje Leminsky für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018 respektive 2015, 2016 und 2017 jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 20.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Da sich die Phantom-Stocks-Vereinbarung von Frau Leminsky auf das Geschäftsjahr 2015 bezog, lag dieser Vereinbarung ein Basiskurs von 87,87 EUR zugrunde. Für die am 1. Oktober 2015 beginnende Vereinbarung mit Herrn Eicker wurde demgegenüber ein Basiskurs von 180,42 EUR für das Geschäftsjahr 2016 in Ansatz gebracht. Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h. die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden.
Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.
Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. Aufgrund der Begrenzung der variablen Vergütungskomponenten auf maximal 100 Prozent der festen Vergütungsbestandteile wurde der Betrag auf 139 TEUR begrenzt. Dieser Anspruch kommt im folgenden Geschäftsjahr zur Auszahlung, weil die Bemessung das Basisjahr 2015 betrifft.
Der Wert der gewährten Phantom-Stocks-Vereinbarung für Herrn Eicker zum 31. Dezember 2015 betrug 86 TEUR. Dieser Betrag ermittelte sich aus der Bewertung der Phantom-Stocks zum 31. Dezember 2015 für die Tranche 2016 und wird nicht im folgenden Geschäftsjahr sondern frühestens im Jahr 2017 zur Auszahlung gelangen, wenn die Kriterien dafür am Jahresende 2016 weiterhin bestehen bleiben. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Wert der Phantom-Stock-Vereinbarungen 225 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR).
Ferner besteht für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor.
Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit ist in den Vorstandsverträgen die Möglichkeit vereinbart, ein Wettbewerbsverbot auszusprechen. Diese Wettbewerbsklausel sieht eine Entschädigungszahlung für die Dauer von zwei Jahren (Cap) vor, deren Höhe auf maximal 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgehaltes (Cap) begrenzt ist. Berechnungsgrundlagen für die Entschädigungszahlung bilden die Grundvergütung sowie die im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich gezahlten variablen Vergütungen. Abfindungsvereinbarungen bestehen nicht. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
| Name | Funktion | Grundbezug 2015 | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Variable Vergütung | Reisekosten | EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | Vorsitzender | 22.500,00 | 2.000,00 | 1.500,00 | 26.000,00 | ||
| Witt | Stellv. Vorsitzender | 15.000,00 | 3.000,00 | 1.000,00 | 19.000,00 | ||
| Dreilich | Aufsichtsrat (seit 12.05.2015) | 9.541,67 | 1.272,22 | 10.813,89 | |||
| Dr. Mitic | Aufsichtsrat (seit 12.05.2015) | 9.541,67 | 9.541,67 | ||||
| Münch | Aufsichtsrat (bis 12.05.2015) | 5.500,00 | 733,33 | 6.233,33 | |||
| Schulte | Aufsichtsrat | 15.000,00 | 15.000,00 | ||||
| Staudt | Aufsichtsrat | 15.000,00 | 1.000,00 | 16.000,00 | |||
| Prof. Dr. Wörn | Aufsichtsrat (bis 12.05.2015) | 5.500,00 | 5.500,00 | ||||
| Summe | 97.583,34 | 7.005,55 | 3.500,00 | 108.088,89 |
| Gesamt 2015* | Gesamt 2014* | EUR | |
|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | 52.131,61 | 26.152,31 | |
| Witt | 38.000,00 | 18.618,60 | |
| Dreilich | 23.218,19 | -- | |
| Dr. Mitic | 19.567,88 | -- | |
| Münch | 12.734,86 | 17.164,80 | |
| Schulte | 30.000,00 | 15.618,60 | |
| Staudt | 32.000,00 | 16.818,60 | |
| Prof. Dr. Wörn | 11.237,00 | 17.449,49 | |
| Summe | 218.889,54 | 111.822,40 |
- Feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten.
Die von den Aktionären der Gesellschaft beschlossene Satzung der GRENKELEASING AG regelt auch die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Rahmen der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 erfolgte eine Beschlussfassung über die Anpassung der Aufsichtsratsvergütung und die damit einhergehende Satzungsänderung. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit eine feste Vergütung von 15.000 EUR, der oder die Vorsitzende eine solche von 22.500 EUR. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss erhalten sie zusätzlich 2.000 EUR, für den Vorsitz dieses Ausschusses 3.000 EUR. Für die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Personalausschuss angehören, erhöht sich die feste Vergütung um 1.000 EUR, die des oder der Vorsitzenden um 1.500 EUR.Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze pro rata temporis berechnet. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,70 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um den Prozentsatz, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,70 EUR übersteigt, wobei der variable Bestandteil maximal 100 Prozent der Festvergütung beträgt. Ferner hat die GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese sieht für jedes Mitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe
Ausführliche Angaben zum Aktienbesitz der Organe per 31. Dezember 2015 sind nachfolgend dargestellt. Angaben zu den Aktiengeschäften der Organe im Laufe des Berichtsjahres sind auf unserer Homepage www.grenke.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance einsehbar.
Aktienbesitz Vorstand
| Aktien per 31. Dezember | Stück 2015 | Stück 2014 |
|---|---|---|
| Gilles Christ | 5.112 | 7.282 |
| Jörg Eicker | 5.172 | 5.172 |
| Wolfgang Grenke* | 0 | 0 |
| Mark Kindermann | 53.172 | 53.087 |
| Antje Leminsky | 2.823 | 2.823 |
| Summe | 66.279 | 68.364 |
* Direkter Anteilsbesitz.
Aktienbesitz Aufsichtsrat
| Aktien per 31. Dezember | Stück 2015 | Stück 2014 |
|---|---|---|
| Tanja Dreilich | 390 | -- |
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 34.118 | 32.618 |
| Dr. Ljiljana Mitic | 468 | -- |
| Dieter Münch | -- | 75 |
| Florian Schulte | 2.365 | 2.365 |
| Erwin Staudt | 1.009 | 1.009 |
| Prof. Dr. Thilo Wörn | -- | 1.060 |
| Summe | 38.350 | 37.127 |
Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität
Der Lagebericht des GRENKE Konzerns und der Lagebericht des Einzelabschlusses der GRENKELEASING AG wird gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Zwischen den Unternehmenseinheiten auftretende erhebliche Abweichungen werden in einem gesonderten Kapitel erläutert. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht.
Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat beim Aufstellen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315 a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet.
Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.
Transparenz und Information der Aktionäre
GRENKE nutzt das Internet, um Aktionäre und Öffentlichkeit umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Ad-hoc- und Pressemeldungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Meldungen nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite von GRENKE (www.grenke.de/de/investor-relations) sind die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegeben. Aktionäre und Öffentlichkeit können sich im Internet über den GRENKE Konzern, seine Organisationsstruktur und die Mitglieder des Managements informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Während der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung werden der Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet als Livestream angeboten. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender sowie auf der Internetseite von GRENKE zusammengefasst. Über die GRENKE-Aktie wird ausführlich im Kapitel "Investor Relations" berichtet.
Compliance
Compliance bei GRENKE erstreckt sich auf alle geschäftlichen Tätigkeiten und Geschäftsprozesse und erfasst alle Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Compliance-Stelle unter der Leitung eines verantwortlichen Compliance Officers überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der unternehmensinternen Richtlinien sowie der ethischen Standards, denen wir uns verpflichtet fühlen. Zu ihren Kernaufgaben gehören des Weiteren die Zusammenstellung der relevanten Vorschriften und die Zusammenarbeit mit den betroffenen Unternehmenseinheiten sowie die Schulung von Führungskräften und Beschäftigten. Der Compliance Officer unterstützt ferner den Vorstand bei der Vermeidung von Gesetzesverstößen, Korruption und dolosen Handlungen sowie bei deren Aufklärung.
Controlling und Risikomanagement
GRENKE betreibt ein konzernweites Risikomanagement. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken für die Muttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften zu erfassen, zu bewerten, zu steuern, zu überwachen und offenzulegen. Mitarbeiter und Vorstand sollen in die Lage versetzt werden, Risiken bewusst zu steuern sowie Chancen zu nutzen. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement umfasst unter anderem neben Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung eines Risikocontrollings und eines iterativen Risikomanagementprozesses. Die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sind einzuhalten. Entsprechend werden die aktuell geforderten Risikosteuerungs- und -controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken konzernweit umgesetzt. Die Funktionalität des Risikomanagements sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch das Risikocontrolling und die Interne Revision überwacht. Diese berichten unmittelbar an den Vorstand. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Lagebericht dargestellt.
Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben am 4. Februar 2016 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:
"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 29. April 2015 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zunächst in der Fassung vom 24. Juni 2014 bzw. seit Geltung der überarbeiteten Fassung vom 5. Mai 2015 dieser mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird:
Der Aufsichtsrat hat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder jeweils dafür Sorge getragen, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen und Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig geprüft. Gleichwohl wird abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 des DCGK bei der Bemessung der Vorstandsvergütung derzeit nicht explizit das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch nicht in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. GRENKELEASING AG ist ein mittelständisches Unternehmen, dessen Vorstandsvergütungen sich in einem moderaten Rahmen, sowohl im Verhältnis zu den Vergütungen der Belegschaft, als auch im zeitlichen Verlauf bewegen. Die auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielende Empfehlung ist daher ungeeignet.
Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des DCGK ist keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich der variablen Vergütung vorgesehen. GRENKELEASING AG ist ein mittelständisches Unternehmen, dessen Vorstandsvergütungen sich in Größenordnungen bewegen, die vergleichbar sind mit ähnlich großen Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft. Auch hier gilt, dass die Empfehlung des DCGK einer betragsmäßigen Höchstgrenze für Vorstandsvergütungen auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielt und für die GRENKELEASING AG als mittelständisches Unternehmen ungeeignet ist.
Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor. Grund hierfür ist, dass einige Vorstandsverträge vor der Aufnahme der entsprechenden Empfehlung in den DCGK abgeschlossen wurden und somit Bestandsschutz genießen. Aber auch bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde ein Abfindungs-Cap nicht vereinbart, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nicht einseitig, sondern nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregeln, die an Unternehmensereignisse, insbesondere an einen Kontrollwechsel, geknüpft sind.
Der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Absätze 3 und 4 DCGK wird nicht gefolgt, insbesondere werden die "Mustertabellen" des "Deutschen Corporate Governance Kodex" für die Offenlegung der Vorstandsvergütung nicht genutzt."# Die Vorstandsvergütung wird den gesetzlichen Anforderungen entsprechend individualisiert für jedes Vorstandsmitglied im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2015 in transparenter Weise veröffentlicht. Eine weitere oder hiervon abweichende Darstellung der Vergütungskomponenten der einzelnen Vorstandsmitglieder ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder im Aktionärsinteresse noch aus Transparenzgründen geboten.
Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Nach Auffassung der Gesellschaft sollen bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein. Die oben genannten Empfehlungen des DCGK werden bei der Zusammensetzung des Vorstands sowie bei Wahlvorschlägen von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet.
Nach Ziffer. 5.3.3 des DCGK soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht derzeit aus insgesamt sechs Mitgliedern, die ausschließlich von den Anteilseignern zu wählen sind. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung eines weiteren Ausschusses für nicht erforderlich. Die Gesellschaft sieht die von der Kommission mit Ziffer 5.3.3 des DCGK gewünschte Transparenz des Auswahlverfahrens auch ohne einen entsprechenden Ausschuss als gewährleistet an. Der Empfehlung der Ziffer 5.3.3 wird daher nicht gefolgt.
Nach Ziffer 5.4.1 des DCGK soll ferner eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt werden. Wie bereits ausgeführt, sind die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates insgesamt maßgeblich. Diese für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrates erforderliche und für die GRENKELEASING AG wichtige Expertise der Aufsichtsratsmitglieder soll in ihrer Gesamtheit erhalten bleiben. Auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wird deshalb verzichtet.
Die Gesellschaft weicht derzeit von der Empfehlung Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des DCGK ab. Nach § 10 Abs. 3 der aktuell gültigen Satzung wird jedem Aufsichtsratsmitglied neben einer festen Vergütung eine variable Vergütung gewährt, sofern eine gewisse Mindestdividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der variable Vergütungsbestandteil beträgt jedoch maximal 100 % der festen Vergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes. Die geltende Satzungsregelung mit der variablen Vergütungskomponente entspricht daher der Kodex-Empfehlung nicht. Vorstand und Aufsichtsrat sind jedoch der Auffassung, dass die bisherige, eher konservativ ausgerichtete Dividendenpolitik und damit auch die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder - wie vom DCGK gefordert - in Einklang mit einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung stehen.
Baden-Baden, den 4. Februar 2016
GRENKELEASING AG
Für den Vorstand
Wolfgang Grenke
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
AKTIE UND INVESTOR RELATIONS
Kapitalmarktkommunikation
Auch im Geschäftsjahr 2015 pflegten wir im Rahmen unserer umfassenden Investor-Relations-Aktivitäten einen offenen und kontinuierlichen Informationsaustausch mit Aktionären, Anleiheinvestoren, Analysten und Medienvertretern. Dabei nutzten wir vielfältige Kommunikationswege. Im Vordergrund standen insbesondere das persönliche Gespräch, Presse- und Analystenkonferenzen sowie die Teilnahme an ausgewählten Kapitalmarktkonferenzen. Mit unserer aktiven Kommunikationspolitik haben wir die Investorenbasis auch im Berichtsjahr weiter ausgeweitet.
Um unsere Aktionäre noch persönlicher, zeitnaher und umfassender über aktuelle Ereignisse informieren zu können, haben wir die Aktiengattung mit Wirkung zum 13. Juli 2015 von bis zu diesem Tag auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf Namensaktien umgestellt. Die Rechtsstellung unserer Aktionäre, die über diesen Vorgang ausführlich informiert wurden, wurde durch die Umstellung nicht beeinträchtigt.
Das zentrale Forum zur Kontaktpflege mit unseren Aktionären bildet weiterhin die jährlich stattfindende Hauptversammlung. Als besonderen Service bieten wir denjenigen, die nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen können, ebenso wie der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Rede des Vorstands sowie die Generaldebatte via Livestream auf unserer Website www.grenke.de zu verfolgen. Dort sind jederzeit auch alle aktuellen Investor-Relations-Nachrichten, Pressemeldungen sowie Geschäfts- und Quartalsberichte abrufbar. Darüber hinaus bieten wir einen individuellen News-Service an.
Qualität und Zeitnähe unserer Informationen stehen an oberster Stelle. Sie sollen bei GRENKE den höchsten Standards entsprechen und deutlich über das geforderte Mindestmaß hinausgehen. Daher veröffentlichen wir die Zahlen zum Neugeschäft sowie dessen Deckungsbeiträge bereits jeweils am zweiten Arbeitstag nach Quartalsende. Den geprüften Konzernabschluss des Geschäftsjahres veröffentlichen wir schon in der ersten Februarhälfte des darauffolgenden Jahres.
Den Erfolg dieser Anstrengungen belegen die jüngsten Auszeichnungen, die wir im Rahmen unserer Kapitalmarktkommunikation erhalten haben. Zum einen rangierten wir in Deutschlands renommiertestem Investor-Relations-Wettbewerb "Der beste Geschäftsbericht", der 2015 erstmals von dem Wirtschaftsmagazin "BILANZ" vergeben wurde, auf Platz 5 der analysierten SDAX-Unternehmen. Zum anderen belegten wir bei der Benchmarkstudie zur Abschluss- und Veröffentlichungsgeschwindigkeit der ifb AG den Spitzenplatz innerhalb unseres Börsensegments (SDAX). Mit durchschnittlich 41 Tagen bis zur Veröffentlichung lagen wir sehr deutlich unter dem SDAX-Durchschnitt von 81,2 Tagen.
Investment Case
Am Kapitalmarkt positionieren wir uns mit den folgenden herausragenden Alleinstellungsmerkmalen unseres Geschäftsmodells:
- Wettbewerbsvorsprung und hohe Einstiegsbarrieren für potenzielle Wettbewerber durch umfassende Standardisierung mittels IT-gestützter Automatisierung und damit Schnelligkeit direkt am Point of Sale (POS),
- Internationalisierung dieser Alleinstellungsmerkmale als Erfolgsfaktor unserer Wachstumsstrategie,
- breite Diversifikation unserer Angebotspalette an Finanzlösungen,
- Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft in Zentraleuropa,
- langjährig bewährtes, auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten erfolgreiches Risikomanagement als wesentlicher Ertrags- und Werttreiber,
- hoher innerer Wert unserer Aktie, gemessen an Return on Equity und Embedded Value.
Unser strategisches Unternehmensziel ist es, nachhaltig zu expandieren und so eine dynamische Gewinnentwicklung zu erzielen. Wir fokussieren unser internationales Wachstum auf diejenigen Länder und Produkte, die ein für uns günstiges Wettbewerbsumfeld und somit ein attraktives Chancen-Risiko-Profil aufweisen. Entscheidend dabei ist, dass wir Risiken nicht grundsätzlich vermeiden wollen, sondern sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen. Die hierfür wesentliche Voraussetzung, Kosten und Risiken effizient kontrollieren zu können, stellen wir mit unserem selbst entwickelten, bewährten und fortwährend verfeinerten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen sicher. So können wir flexibel auf Marktveränderungen reagieren und gleichzeitig angemessene Risikoprämien erzielen. Den Nachweis für den Erfolg dieser Strategie haben wir in der Vergangenheit kontinuierlich und über Konjunkturzyklen hinweg eindrucksvoll erbracht.
Kursentwicklung der GRENKE-Aktie
* Kursindizes; indexiert auf den Kurs der Aktie der GRENKELEASING AG.
Das Börsenjahr 2015 war geprägt von zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen, die auch die internationalen Finanzmärkte teils kräftig in Bewegung versetzten. Infolgedessen büßte der deutsche Leitindex DAX, der im April bei 12.375 Punkten (XETRA-Schlusskurs, auch im Folgenden) ein historisches Rekordhoch erreichte, im weiteren Jahresverlauf teils kräftig ein und notierte zeitweise sogar unter dem Stand zu Jahresbeginn. Per Saldo erholte er sich jedoch wieder und beendete das Jahr mit einem Plus von zehn Prozent.
Deutlich besser entwickelte sich hingegen die Aktie der GRENKELEASING AG, die ihren Aufwärtstrend auch im Geschäftsjahr 2015 unvermindert fortsetzte. Nach einem Jahresschlusskurs 2014 von 88,99 EUR beendete sie das Börsenjahr 2015 bei einem Kurs von 184,60 EUR. Wir erachten diesen beeindruckenden Kursanstieg um 107 Prozent als großen Vertrauensbeweis unserer Anleger in den Erfolg unseres werthaltigen Geschäftsmodells und damit letztlich auch in den Namen GRENKE. Per Saldo zeigte unsere Aktie damit auch eine deutlich bessere Performance als die Kursindizes ihrer Benchmarks SDAX (+5 Prozent) und DAXsector Financial Services (+27 Prozent).
Nachdem unsere Aktie bei einem Schlusskurs von 90,00 EUR am ersten Handelstag 2015 den niedrigsten Stand des Jahres markiert hatte, folgte im Jahresverlauf eine überaus erfreuliche Kursentwicklung, die zwischenzeitlich nur kurzfristig von den Korrekturen des Gesamtmarkts gebremst werden konnte. Ihr absolutes Rekordhoch erreichte sie Mitte Dezember bei einem Kurs von 187,55 EUR. An diesem Tag betrug der Börsenwert unseres Unternehmens rund 2,8 Mrd. EUR. Betrachtet man die Kursentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren (jeweils Jahresschlusskurs), so ergibt sich für unsere Aktionäre ein attraktiver Wertzuwachs ihrer Aktie um mehr als das 3,7-Fache.
Auch die Liquidität unserer Aktie verbesserte sich im Berichtsjahr weiter.# Research und Ratings
Analysteneinschätzungen
Im Zuge der sehr guten Kursentwicklung im Berichtsjahr haben die Analysten ihre Kursziele zwar mehrfach angehoben, zum Jahresende 2015 überwogen jedoch die Halten-Empfehlungen. Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht der aktuellen Einschätzungen von Analysten wieder, die uns beobachten und regelmäßig Empfehlungen zu unserer Aktie veröffentlichen. Eine stets aktuelle Übersicht der Analystenbewertungen ist auf unserer Website unter der Rubrik "Investor Relations" verfügbar.
| Institut | Analyst | Bewertung |
|---|---|---|
| Bankhaus Lampe | Andreas Schäfer | Halten |
| Berenberg Bank | Gunnar Cohrs | Hold |
| Deutsche Bank | Benjamin Goy | Hold |
| equinet Bank AG | Dr. Philipp Häßler | Neutral |
| HSBC Trinkaus & Burkhardt AG | Johannes Thormann | Hold |
| Warburg Research | Malte Räther | Buy |
Credit-Ratings
Auch auf dem Markt für Fremdkapital genießen wir einen ausgezeichneten Ruf. So bestätigte die Agentur Standard & Poor's in ihrer jüngsten Analyse vom 24. August 2015 die Counterparty Credit Ratings der GRENKELEASING AG. Sie lauten für das Short-Term Debt "A-2" und bei Senior Unsecured "BBB+". Mit dieser seit 2003 unveränderten Einschätzung besitzen wir bei kurz- und langfristigen Laufzeiten Investmentgrade-Status. Der zuvor negative Ausblick wurde nunmehr als "stabil" eingestuft. Auch in ihrer jüngsten Analyse verweist die Agentur auf unser auch während Rezessionszeiten herausragendes Risikomanagement sowie auf unsere Fähigkeiten, risikoadäquate Preise zu realisieren. Entsprechend ordnet Standard & Poor's die Risikoposition von GRENKE als "adäquat" ein. Insgesamt sieht die Agentur GRENKE in einer gegenüber dem Wettbewerb herausgehobenen Position.
Die Einschätzungen von Standard & Poor's lauten im Einzelnen:
- Counterparty Credit Rating BBB+/Stable/A-2
- Senior Unsecured BBB+
- Short-Term Debt A-2
Auch die Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung mbH (GBB) attestierte uns in ihrem Rating vom 16. Dezember 2015 "hohe Bonität". Auf Basis der nachhaltig guten Geschäftsentwicklung, der soliden Kapitalausstattung sowie der rückläufigen Tendenz der Schadensquote hob sie ihr Ratingergebnis von "A-" auf "A" bei unverändert stabilem Ausblick an. Hervorgehoben wurden unter anderem unsere schlanken Prozesse durch hohen Standardisierungs- und Automatisierungsgrad sowie unser hoher Grad an Risikodiversifizierung und das sehr granulare Portfolio.
Dividendenpolitik
Die langfristig ausgerichtete Dividendenpolitik der GRENKELEASING AG orientiert sich an den Kriterien Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für die künftige Expansion. Investoren bietet sich die GRENKE-Aktie daher als Anlage mit attraktiven Wachstumsperspektiven an, die gleichzeitig auch einen hohen inneren Wert und einen kontinuierlichen Strom an laufendem Einkommen bietet. GRENKE weist zur Sicherung einer günstigen Refinanzierungsbasis traditionell eine gute Eigenkapitalausstattung auf. Unsere strategische Zielgröße liegt bei 16 Prozent. Diese sowie eine auch bei kräftigem Wachstum hohe Eigenkapitalrendite sind Grundlagen unseres nachhaltig guten Ratings. Damit erhalten wir uns den Zugang zu den unterschiedlichen Refinanzierungsalternativen mit attraktiven Konditionen. Ende des Geschäftsjahres 2015 lag die Eigenkapitalquote des GRENKE Konzerns bei 17,0 Prozent nach 16,9 Prozent im Vorjahr. Als wichtigste Grundlage für unser zukünftiges Wachstum steuern wir unsere solide Eigenkapitalausstattung aktiv. Im Rahmen dieser übergeordneten, langfristig strategischen Vorgabe gestalten wir die Ausschüttungspolitik der Gesellschaft ertragsorientiert. Bezüglich der Kontinuität der Ausschüttung sind wir zuversichtlich, da wir auch für die nächsten Jahre mit einer dynamischen Geschäftsentwicklung und entsprechend steigenden Erträgen rechnen.
Gewinnverwendungsvorschlag
Für das Geschäftsjahr 2015 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 3. Mai 2016 eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie vorschlagen. Damit würde die Ausschüttung je Aktie im fünften Jahr hintereinander erhöht (Entwicklung siehe Tabelle "Aktiendaten" auf nachfolgender Seite). Darüber hinaus bieten wir unseren Aktionären erneut die Möglichkeit, die Dividende nach ihrer Wahl ausschließlich in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der GRENKELEASING AG zu erhalten.
Die GRENKE-Aktie auf einen Blick
Stammdaten
| Kürzel | GLJ |
| Kürzel Bloomberg | GLJ_GR |
| Kürzel Reuters | GLJn.DE |
| ISIN | DE000A161N30 |
| Marktsegment | Regulierter Markt (Prime Standard) |
| Index | SDAX |
| Designated Sponsors | ODDO SEYDLER BANK AG; HSBC Trinkaus und Burkhardt AG |
| Gesamtzahl ausstehender und eingetragener Aktien | 14.754.199 |
| Gattung | Stückaktien (Namensaktien) |
| Rechnerischer Nennwert je Stück (rund) | 1,28 EUR |
| Aktionärsstruktur: Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 1.9 des aktuellen "Leitfaden zu den Aktienindizes der Deutschen Börse" | 57,4 % |
| Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG* | 42,6 % |
* Komplementärin: Grenke Vermögensverwaltung GmbH
Kommanditisten: Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)
Aktiendaten
| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende | 184,60 EUR | 88,99 EUR | 68,00 EUR | 50,61 EUR | 39,00 EUR |
| Höchster Börsenkurs | 187,55 EUR | 91,79 EUR | 76,38 EUR | 54,46 EUR | 46,00 EUR |
| Tiefster Börsenkurs | 90,00 EUR | 66,46 EUR | 50,25 EUR | 37,45 EUR | 32,55 EUR |
| Börsenkapitalisierung | 2.724 Mio. EUR | 1.313 Mio. EUR | 1.000 Mio. EUR | 693 Mio. EUR | 534 Mio. EUR |
| Ergebnis je Aktie | 5,43 EUR | 4,41 EUR | 3,23 EUR | 3,10 EUR | 2,87 EUR |
| Dividende je Aktie** | 1,50 EUR | 1,10 EUR | 1,00 EUR | 0,80 EUR | 0,75 EUR |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 34,0 | 20,2 | 21,1 | 16,3 | 13,6 |
* Börsenkurse jeweils auf Basis des XETRA-Tagesschlusskurses.
** 2015: Vorschlag an die Hauptversammlung.
ZUSAMMENGEFASSTER KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT DER GRENKELEASING AG
Im Folgenden legen wir den zusammengefassten Lagebericht für den GRENKE Konzern (im Folgenden auch "Konzern" genannt) und die GRENKELEASING AG (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) über das Geschäftsjahr 2015 (1. Januar bis 31. Dezember) in einer geschlossenen Darstellung vor. Der Konzern bilanziert unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und die Gesellschaft nach dem deutschen Handelsrecht (HGB). Die wesentlichen Erläuterungen zu Rahmenbedingungen, Strategie und Entwicklung stimmen für beide Unternehmenseinheiten überein. Soweit im Berichtsjahr zwischen den Unternehmenseinheiten erhebliche Abweichungen zu verzeichnen waren, werden diese im Kapitel "Lagebericht für die GRENKELEASING AG" am Ende dieses zusammengefassten Lageberichts erläutert. Der Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 werden gemeinsam im Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus wird der Bericht über das Geschäftsjahr 2015 auch im Internet unter www.grenke.de/finanzberichte als PDF-Dokument zum Download angeboten. Der Konzern ist international tätig. Für das Erschließen neuer regionaler Märkte sowie für die Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten nutzen wir seit vielen Jahren ein international erfolgreiches Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die Gesellschaft nicht beteiligt. Im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt, der Gesellschaft inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt, dem Konzern inklusive seiner rechtlich selbstständigen Franchisepartner.
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell des Konzerns
Organisatorische Struktur
Die GRENKELEASING AG übernimmt als Muttergesellschaft von ihrem Stammsitz in Baden-Baden aus steuernde Aufgaben für den Konzern, der international in zahlreichen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist. Die Tochtergesellschaften haben in ihren jeweiligen lokalen Märkten zum Teil eigene Niederlassungen gegründet. Die Leitung der Gesellschaft obliegt einem Vorstand aus fünf Personen, der am Stammsitz in Baden-Baden angesiedelt ist. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus insgesamt sechs Personen.
Als Finanzdienstleister sind wir auf kleine und mittlere Finanzierungsvolumina spezialisiert. Um am Markt erfolgreich sein zu können, prägen maximale Effizienz in den Geschäftsprozessen und eine schlanke Organisation unsere Aufstellung. Im Rahmen des Franchisemodells stellt die Gesellschaft ihren Partnern vertraglich Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfügung. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft jeweils über das Recht, die Franchisegesellschaften nach einer vorher vereinbarten Frist von üblicherweise vier bis sechs Jahren zu erwerben. Der Kaufpreis ergibt sich aus einer bereits bei Vertragsabschluss fest vereinbarten Berechnungsformel, die Marktparameter sowie die individuelle Performance der Gesellschaft berücksichtigt. Die Refinanzierung der Miet- bzw. Leasingverträge, die ein Franchisenehmer mit seinen Kunden abschließt, übernimmt in aller Regel die GRENKELEASING AG über ihre Tochtergesellschaft in Irland.# Teilweise schließen die Franchisenehmer Leasingverträge mit ihren Kunden auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass die Gesellschaft direkt als Leasinggeber auftritt.
Segmente
Die Ausrichtung der drei Geschäftssegmente des Konzerns - Leasing, Bank und Factoring - erfolgt entlang der dominierenden Organisationsstruktur. Unverändert bildet das Segment Leasing das für den Konzern bedeutsamste Segment. Es umfasst sämtliche Vorgänge, die mit seiner Tätigkeit als Leasinggeber zusammenhängen.
Als Finanzpartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"), die darüber hinaus in Zusammenarbeit mit einer zunehmenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer Existenzgründungen finanziert und zudem Fördermittel vergibt. Lettere richten sich an KMU sowie Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet sie weiterhin für private und gewerbliche Kunden klar verständliche Geldanlagen wie beispielsweise Festgeldprodukte an.
Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit dem Fokus auf betragsmäßig kleinere Forderungen in Deutschland und der Schweiz. Die GRENKE Gruppe ist europaweit präsent und darüber hinaus in Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur und der Türkei tätig. Bezogen auf den Konzern, sind die wesentlichen geografischen Gebiete auf Länderebene, in denen mit externen Kunden Neugeschäft generiert wird, Deutschland, Frankreich und Italien.
Geschäftsprozesse und Dienstleistungen
Wir sind in der Lage, Leasingfinanzierungen auch für kleinere IT-Produkte mit geringem Anschaffungswert wirtschaftlich sinnvoll anzubieten. Damit haben wir einen Markt definiert und entwickelt, der bis heute von der breiten Mehrheit der Leasinganbieter nicht adressiert wird. Gewerblichen Kunden finanzieren wir vor allem IT-Produkte wie Drucker oder Kopierer, nachrichtentechnische Produkte und Software ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR. Dieser Markt unterscheidet sich wesentlich vom klassischen Leasinggeschäft mit seinen in der Regel deutlich höheren Ticketpreisen: Damit ist er nur in geringem Umfang mit der gesamtwirtschaftlichen Investitionstätigkeit korreliert und somit deutlich weniger von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst.
Bezogen auf das Neugeschäft der GRENKE Gruppe, lag der Mittelwert je Leasingvertragsabschluss im Berichtsjahr bei rund 8.553 EUR nach rund 8.163 EUR im Vorjahr. Resultierend aus Art und Umfang der Nutzung der Produkte in den Büroumgebungen des europäischen Mittelstands, hat sich auch die Struktur des finanzierten Güterportfolios nicht wesentlich verändert.
Neben verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukten der GRENKE Bank engagieren wir uns beispielsweise in dem Programm "Leasing-Bürgschaft" der deutschen Bürgschaftsbanken, wodurch vor allem jungen Unternehmen der Zugang zu größeren Leasinginvestitionen erleichtert werden soll. Im Bereich der Existenzgründungsfinanzierungen bauen wir unsere Aktivitäten weiter zügig aus. So erhielten wir den Zuschlag für die Fortsetzung des Programms "Mikrokreditfonds Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das sich vor allem an Existenzgründer und junge Unternehmen mit geringer Bonität richtet. Nicht zuletzt offerieren wir über die Zusammenarbeit mit dem Portal "WeltSparen" diverse Festgeldanlagen zu attraktiven Konditionen. Zusammen mit dem Ausbau unseres Geschäfts im Bereich der Factoringdienstleistungen konnten wir die Diversifizierung auf der Produktseite damit auch im Berichtsjahr weiter vorantreiben.
Voraussetzung für die wirtschaftlich effiziente Abwicklung geringer Vertragsvolumina sind sehr niedrige Einzelkosten pro Vertrag. Entsprechend ist das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf die Maximierung seiner Effizienz ausgerichtet. Standardisierung, umfassende, IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit stellen seine wesentlichen Alleinstellungsmerkmale dar und definieren damit auch wichtige Eintrittshürden in unseren Markt.
Im Leasinggeschäft setzen wir aufgrund der geringen Größe der Verträge vor allem auf das sogenannte Vertriebsleasing. Hier gehen wir multiple Wege, um alle wirtschaftlich sinnvollen Vertriebskanäle abzudecken. Die Finanzierungsverträge mit den Endkunden werden überwiegend durch die Vermittlung unserer Fachhandelspartner abgeschlossen. Dazu bauen eigene Mitarbeiter in lokalen Vertriebsbüros zügig ein breites Partnernetz in den jeweiligen Zielmärkten auf. Zusätzlich vertreiben wir unser Finanzierungsangebot über die Hersteller von IT-Produkten, die wir über ein Key-Account-Management betreuen. Ferner sprechen wir ausgewählte Firmenkunden direkt an. Über diese Kanäle hinaus stellen unsere Online-Aktivitäten einen bedeutenden und wachsenden zusätzlichen Vertriebsweg dar. Dies gilt sowohl für unser traditionelles Geschäft im Small-Ticket-IT-Leasing als auch für unsere anderen Finanzprodukte. So betreiben wir das Einlagengeschäft ausschließlich als Online-Bank und haben für die Abwicklung der Existenzgründungsfinanzierungen eine innovative Internetplattform entwickelt. Und auch der Ankauf von Factoringforderungen erfolgt in einem IT-gestützten, automatisierten Prozess. Im Gegensatz zu unseren anderen Aktivitäten akquirieren wir in diesem Bereich die Kunden jedoch direkt und aktiv über Mailing- und Telefonaktionen.
Sämtliche das operative Geschäft des GRENKE Konzerns betreffenden Verträge werden zentral am Stammsitz in Baden-Baden verwaltet und automatisiert abgewickelt. Risiken und Ausfallquoten der Finanzierungen messen und kalkulieren wir mit unserem intern aufgebauten und ständig weiter optimierten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen. So begrenzen wir die Kosten von Bonitätsprüfungen und können Vertrags- und Zahlungszusagen innerhalb kürzester Zeit erteilen.
Absatzmärkte
Die GRENKE Gruppe ist international tätig. Nachhaltige und zügige geografische Expansion ist bei uns Programm. Hierzu gehört die Erschließung neuer internationaler Märkte wie Brasilien, Chile, Dubai, Kanada oder die Türkei in den letzten Jahren und die Markteintritte in Irland (Factoring) und in Singapur (Leasing) im Berichtsjahr.
Wir bedienen unsere internationalen Märkte, die zum Teil sehr unterschiedliche Kulturen, Strukturen, Anforderungen und Rechtssysteme aufweisen, mit individuellen Finanzierungsangeboten, Vertragsgestaltungen und Deckungsbeitragsvorgaben. Für das Erschließen eines neuen Markts prüfen wir zunächst aus Deutschland heraus die dortigen (Markt-)Verhältnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen im Detail. Anschließend gründen wir entweder eine Tochtergesellschaft vor Ort oder schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der den lokalen Markt gut kennt. Unser Vertragsangebot wird fortwährend in engem Austausch zwischen dem Vertrieb vor Ort und der Konzernzentrale in Deutschland optimiert. Darüber hinaus verdichten wir im Konzern mit Zellteilungen bzw. der Übernahme von Franchisegesellschaften in bestehenden Märkten fortwährend unser Netzwerk und verkürzen damit systematisch die Wege zu unseren Kunden.
Im Berichtsjahr haben wir die Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in Slowenien übernommen und im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie einen weiteren Standort in Frankreich sowie Standorte in Bielefeld, Regensburg, Malmö (Schweden) und Newport (Großbritannien) eröffnet. Insbesondere in unserem Heimatmarkt Deutschland gehen wir derzeit mit Erfolg auch in kleinere Städte und erschließen damit zusätzliches Potenzial.
Derzeit ist die GRENKE Gruppe in 30 Ländern mit 113 Standorten präsent, davon an 28 Standorten in Deutschland. In den bedeutendsten anderen europäischen Ländern Frankreich und Italien sind wir an 17 bzw. 11 Standorten vertreten.
Das internationale Geschäft hat im Berichtsjahr mit rund 72 Prozent zum Neugeschäft der GRENKE Gruppe beigetragen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr waren es 70 Prozent.
Externe Einflussfaktoren auf das Geschäft
Das Geschäft des GRENKE Konzerns ist relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftszyklen. Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen daher weniger gesamtwirtschaftliche Entwicklungen als vielmehr branchenbezogene Trends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft oder die kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor. In der jüngeren Vergangenheit haben wir eindrucksvoll gezeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, unser Neugeschäft auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten konsequent auszuweiten. Weitere externe Einflussfaktoren wie die Entwicklung von Unternehmensinsolvenzen oder die Veränderungen von Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten werden im Kapitel "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" bzw. im Risikobericht dargestellt.
Ziele und Strategien
Wir sind einer der führenden Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU mit Schwerpunkt auf Leasingfinanzierungen für IT-Produkte mit durchschnittlich kleinen Vertragsvolumina. Als Wachstumsunternehmen verfolgen wir strategisch und langfristig das klare Ziel der Marktführerschaft in diesem Bereich. In Deutschland und in der Schweiz sind wir heute bereits Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing, auf gesamteuropäischer Ebene nehmen wir eine wesentliche Position unter den Finanzdienstleistungen für KMU ein. Außerhalb Europas haben wir den Eintritt in verschiedenen Ländern im Nahen und Fernen Osten sowie in Nord- und Südamerika realisiert. Wir streben nicht notwendig die Marktführerschaft in jedem einzelnen der Länder an, in denen wir aktiv sind. Vielmehr richten wir den Fokus unseres Wachstums auf jene Märkte, die, bezogen auf das jeweils aktuelle Wettbewerbsumfeld, das attraktivste Chancen-Risiko-Profil aufweisen.# GRENKE Konzern
So haben infolge der Finanz- und Staatsschuldenkrise viele Mitbewerber ihr Angebot im Small-Ticket-IT-Leasing reduziert oder sich sogar komplett aus dem Markt zurückgezogen. Anbieter aus der Bankenbranche sehen sich zudem häufig deutlich steigenden regulatorischen Anforderungen mit der Folge eines die Geschäftsmodelle tangierenden zunehmenden Eigenkapitalbedarfs ausgesetzt. Das Geschäftsmodell des GRENKE Konzerns hat sich hingegen insbesondere hinsichtlich seiner Innenfinanzierungskraft als gleichzeitig wachstumsträchtig und Eigenkapital schaffend erwiesen. Deshalb ergeben sich aus diesen regulatorischen Veränderungen mittelfristig, also in einem Zeithorizont von ungefähr fünf Jahren, für uns attraktive Chancen, unsere Position als führender Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU weiter konsequent auszubauen. Umgekehrt stellt der Aufbau höchster Prozesseffizienz zur Darstellung eines wirtschaftlich sinnvollen Small-Ticket-Leasings eine hohe Wiedereintrittsbarriere auch für solche Unternehmen dar, die sich hier erneut etablieren wollen, nachdem sie sich zuvor schon einmal aus diesem Markt zurückgezogen hatten. Um diese Eintrittsbarrieren dauerhaft hoch zu halten, aber auch, um die Nähe zu unseren Kunden zu erhöhen, verdichten wir unser Netzwerk an Tochtergesellschaften und Niederlassungen kontinuierlich. Über Franchisenehmer, die ihren jeweiligen lokalen Markt gut kennen, erschließen wir zügig neue Länder. Akquisitorische Wachstumschancen resultieren im Wesentlichen aus der Übernahme von Gesellschaften unserer Franchisenehmer einige Jahre nach ihrer Gründung. So stellen wir sicher, dass wir die Qualität eines Forderungsportfolios bei der Übernahme kennen und verlässlich beurteilen können. Über unsere geografische Expansion hinaus fächern wir auch unsere Produktpalette kontinuierlich weiter auf. Beispiele hierfür bilden die Beteiligung an dem Programm "Leasing-Bürgschaft" oder die Fortsetzung des Programms "Mikrokreditfonds Deutschland", aber auch verschiedene Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukte der GRENKE BANK AG. In Zusammenarbeit mit einer wachsenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und der Bundesländer finanziert die GRENKE Bank zudem Existenzgründungen und vergibt Fördermittel für betriebliche Neuanschaffungen, die über Leasing finanziert werden. Im Rahmen dieser Kooperationen konnten bisher 16.311 Leasingverträge geschlossen werden. Darüber hinaus bildet der Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in verschiedenen europäischen Ländern einen festen und wachsenden Bestandteil unserer umfangreichen Angebotspalette. Mit dem Factoring offerieren wir insbesondere unseren kleinen und mittelständischen Leasingkunden eine zusätzliche Finanzierungsalternative, die von Wettbewerbern aufgrund der kleineren Vertragsvolumina wiederum nur in sehr geringem Umfang angeboten werden kann. Langfristig verfolgen wir das Ziel, diesen Bereich über das Hinzugewinnen von Marktanteilen weiter auszubauen und dabei adäquate Margen durchzusetzen. Mit einem Neugeschäftswachstum in der GRENKE Gruppe von, gerechnet ab dem Jahr 2000, durchschnittlich 16 Prozent unterstreichen wir unsere Fähigkeit, sowohl von gesamtwirtschaftlich starken als auch schwachen Perioden zu profitieren. Auch im Berichtsjahr waren wir mit einem Neugeschäftswachstum von 26 Prozent erneut sehr erfolgreich. Nähere Angaben zum Neugeschäft der GRENKE Gruppe sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf dargestellt. Unser Geschäftsmodell ist so einfach wie werthaltig. Strategisch setzen wir auf Risikobegrenzung durch Diversifikation. Charakteristisch für unser Geschäft sind eine breite Streuung unseres Portfolios über Kunden, Branchen und Länder hinweg sowie die vergleichsweise kleinen durchschnittlichen Vertragsvolumina. So entfiel auch im Geschäftsjahr 2015 auf keinen einzelnen Leasingnehmer ein Anteil am Neugeschäft der GRENKE Gruppe von mehr als einem Prozent und auf keinen Konzernkunden ein Gesamtobligo von mehr als zwei Prozent des Konzern-Eigenkapitals. In Deutschland wie auch in unseren internationalen Märkten vermeiden wir bei den Vertriebspartnern Klumpenrisiken, und bei den IT-Produkten sind wir grundsätzlich unabhängig von einzelnen Herstellern. In gleicher Weise entwickeln wir unser Factoringgeschäft und unsere Bankdienstleistungen. Nicht zuletzt setzen wir auf den fortwährenden Ausbau unserer ohnehin bereits breiten Palette an Refinanzierungsinstrumenten, sodass wir auch bezüglich der Finanzierung unseres Wachstums jederzeit flexibel verschiedene Optionen nutzen können. Dies wird nicht nur durch unseren wirtschaftlichen Erfolg ermöglicht, sondern insbesondere auch durch unser Ansehen als verlässlicher Geschäftspartner. Unsere erstklassige Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten pflegen wir daher mit größter Aufmerksamkeit.
Steuerungssystem
Im Fokus unserer Steuerung steht die Gewinnung weiterer Marktanteile - dies sowohl in unserem Heimatmarkt Deutschland als auch in unseren internationalen Märkten. Für die GRENKE Gruppe streben wir daher ein langfristiges Wachstum des Neugeschäfts - das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, Factoringvolumina und Existenzgründungsfinanzierungen (inkl. Mikrokreditgeschäft) - um jährlich mindestens zehn Prozent an. Entlang dieser Wachstumsstrategie wollen wir Risiken jedoch nicht vermeiden, vielmehr wollen wir sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen. Eine zentrale Rolle kommt dabei unserem langjährig erprobten und fortwährend verfeinerten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen zu, das maßgeblich zu unserer Erfolgsbilanz beigetragen hat: hohes Wachstum, begrenzte Risiken, attraktive Margen - über Konjunkturzyklen hinweg.
Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing steuern wir dabei insbesondere nach der Deckungsbeitrags-2-Marge (DB2-Marge). Das sind die barwertigen operativen Erträge eines Leasingvertrages abzüglich Risiko- und Einzelvertragskosten. Ertragsorientiert steuern wir auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Hier sind es die Factoringmarge und die Anzahl der Tage, über die sich das jeweilige Geschäft erstreckt. Langfristig orientieren wir uns aber vor allem am Factoringvolumen, mit dessen Anstieg meist auch die Gewinnung zusätzlicher Kunden einhergeht. Die Zusagen von Finanzierungsanfragen steuern wir gestaffelt nach Risikoklassen, sowohl hinsichtlich der absoluten Anzahl der Zusagen als auch bezüglich der risikogewichteten Marge. Hiermit wird zugleich eine stabile Rentabilität erreicht, der wir unverändert hohe Bedeutung beimessen. Als wesentliche Steuerungsgrößen für das Geschäft der GRENKE Bank haben wir das Einlagevolumen und die Eigenkapitalquote, welche mindestens acht Prozent betragen muss, entlang den regulatorischen Anforderungen definiert.
Die Steuerung auf Konzernebene erfolgt wertorientiert. Zentrale Größen bilden der Gewinn und ein nachhaltig hoher Return on Equity (ROE) bei gleichzeitig solider Eigenkapitalausstattung. Während das Gewinnwachstum wesentlich vom Neugeschäft vorangegangener Geschäftsjahre ausgeht und damit gewissen Schwankungen unterliegen kann, betragen die Zielgrößen für die Nachsteuerrendite auf das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote seit vielen Jahren 16 Prozent. Diese Größen betrachten wir als wesentliche Voraussetzung für das Absichern unserer guten Ratings.
Durch das hohe Wachstums in den vergangenen Jahren lag der ROE unterhalb unserer Zielmarke von 16 Prozent. Da Aufwendungen, die bei der Expansion in neue Märkte und bei Zellteilungen bzw. der Eröffnung neuer Niederlassungen in bestehenden Märkten entstehen, nicht unmittelbar, sondern meist erst nach Beendigung der Anlaufphase durch Erträge gedeckt werden, verwenden wir als zusätzlichen Indikator den Embedded Value (gemäß einer Substanzwertrechnung). Dieser stellt den Barwert sämtlicher noch ausstehender Raten nach Kosten und Risikovorsorge dar. Ist die Differenz des Embedded Values zwischen Anfang und Ende eines Geschäftsjahres positiv, so ist der Unternehmenswert der Gesellschaft gestiegen. Auch wenn sich der ROE in einem Geschäftsjahr nicht wesentlich verändern sollte, der Embedded Value aber gestiegen ist, resultiert daraus ein positiver Effekt für den Konzern. Die Kombination aus ROE und Embedded Value bildet unseren Ansatz einer wertorientierten Steuerung. Damit betreiben wir ein aktives, auf Wachstum ausgerichtetes Wertmanagement.
Bei der Steuerung unserer Refinanzierung setzen wir auf eine breite Palette an Instrumenten, die wir kontinuierlich pflegen. Dabei streben wir einerseits möglichst attraktive Refinanzierungskonditionen an. Andererseits stellen wir sicher, dass auch auf der Passivseite der Bilanz keine Klumpenrisiken entstehen. Deshalb bewegen wir uns fortlaufend mit allen Instrumenten im Markt, um uns ein eigenes Bild über die jeweils aktuelle Marktverfassung machen und gegebenenfalls frühzeitig reagieren zu können.
Forschung und Entwicklung
Als Finanzdienstleister betreibt der GRENKE Konzern keine Grundlagenforschung bzw. -entwicklung. Zu seinen Kernkompetenzen zählt das Bereitstellen einer effizienten Risikobearbeitung und Leasinglogistik durch den Einsatz zentralisierter und hoch standardisierter IT-Prozesse. Entsprechend optimieren wir zu diesem Zweck regelmäßig marktgängige Produkte mit individuell programmierten Anwendungen für unseren Bedarf. Darüber hinaus entwickeln wir auch eigene Applikationen, wie zum Beispiel eine zentrale Anwendung zur Verwaltung sämtlicher operativer Vorgänge, beispielsweise von der Anfrage eines Kunden bis zur Verwertung eines Leasinggegenstands. Das System wurde im Berichtsjahr in weiteren Teilbereichen eingeführt. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 2,7 Mio. EUR nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahr aktiviert und 0,3 Mio. EUR abgeschrieben (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Einen weiteren Meilenstein definierte im Berichtsjahr die Einführung der innovativen "eSignature".# Wirtschaftsbericht
Als besonderen Mehrwert für Fachhandelspartner und Kunden bietet GRENKE als einer der ersten Anbieter überhaupt einen Onlineservice zur digitalen Abwicklung eines Leasingvertrags. Der komplett papierlose Vorgang beschleunigt die Vertragsabwicklung noch einmal ganz erheblich und verkürzt dadurch auch die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Geldeingang. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr in Karlsruhe - einem der wichtigsten Technologie-Standorte in Deutschland - ein eigenes Technology Center gegründet. Im dortigen Kreativpark wurde in unmittelbarer Nähe zu Deutschlands führenden Hochschulen, Technologieinstituten und Netzwerken ein Zentrum für hochmoderne Software- und Geschäftsprozessentwicklung geschaffen, das die Systemlösungen für uns und unsere Partner auf Basis neuester Standards weiterentwickelt.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns
Auch im Geschäftsjahr 2015 konnten wir an die gute Entwicklung der Vorjahre anknüpfen. So wurden alle Ziele des Konzerns mindestens erreicht oder sogar übertroffen. Dies zeigt sich insbesondere beim Konzerngewinn, der im Vorjahresvergleich erneut kräftig zulegte und dessen prognostizierte Zielspanne im Zuge der Berichterstattungen jeweils zum ersten Halbjahr sowie zum dritten Quartal 2015 angehoben wurde. Konsequent fortgeführt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die weitere Expansion, dies sowohl in bestehenden als auch in neuen regionalen Märkten. Hierzu zählten insgesamt fünf Zellteilungen, der Abschluss eines Franchisevertrags in Singapur und damit der Markteintritt in Südostasien sowie der Markteintritt in Irland mit unserem Factoringangebot. Weiter ausgebaut haben wir darüber hinaus auch das umfangreiche Angebot an Finanzdienstleistungen. Ausgehend von unserer erstklassigen Reputation an den Kapitalmärkten, sind wir unverändert in der Lage, sowohl unsere Optionen zur Refinanzierung als auch unser Einlagengeschäft bedarfsgerecht und in vollem Umfang zu nutzen. Die mit der Refinanzierung des Konzerns verbundenen Risiken sind nicht zuletzt angesichts unserer guten Ratings überschaubar. Die wesentlichen Transaktionen im Berichtsjahr werden im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns dargestellt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses zusammengefassten Lageberichts ist der GRENKE Konzern damit in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, um künftig seine internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und seine Gewinne weiter steigern zu können. Insgesamt sehen wir uns bestens gerüstet, um auch künftig die Risiken unseres Geschäfts erfolgreich managen und die Chancen in unseren Märkten gezielt erkennen und wahrnehmen zu können.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe ist traditionell relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftszyklen. Einen größeren Einfluss auf unser Wachstum haben allgemeine Branchentrends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft, oder die steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor. Im Berichtsjahr hat es keine wesentlichen Veränderungen des Branchenumfelds gegeben. Zwar schlägt sich der allgemeine Wirtschaftsverlauf im Kauf von Ausrüstungsgütern und in den Unternehmensinsolvenzen nieder. Insbesondere den Einfluss von Insolvenzen, die sich in der Regel zeitversetzt zur konjunkturellen Entwicklung auf die Schadenquote des Konzerns auswirken, können wir jedoch wirksam abfedern. Sichtbar wird dies am nachfolgenden Verlauf der Schadenquote.
SCHADENQUOTE GRENKE KONZERN
Bezogen auf das Geschäft der GRENKE Bank, ist ein Branchenvergleich nicht sinnvoll, da wir das Einlagengeschäft bedarfsgerecht im Rahmen der Refinanzierung des Konzerns steuern und nicht das Ziel verfolgen, in diesem Bereich essenziell zu wachsen bzw. weitere Marktanteile zu gewinnen. Etwaige Veränderungen der Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen an unsere Kunden weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur, davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen anpassen, einen vorübergehenden be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Da wir jedoch über eine breite Palette von Refinanzierungsinstrumenten inklusive der Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank verfügen, haben wir die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Alternativen je nach erwarteter Marktlage und Zinsentwicklung flexibel zur Refinanzierung einzusetzen. Aufgrund der breiten Diversifizierung auf der Produkt- und Investorenseite bestand auch im Geschäftsjahr 2015 zu jeder Zeit in ausreichendem Umfang Zugang zu Refinanzierungsmitteln, die zu attraktiven Konditionen aufgenommen werden konnten.
Geschäftsverlauf
Neugeschäft der GRENKE Gruppe
Mit dem Wachstum unseres Neugeschäfts sind wir sehr zufrieden. Es lag im Berichtsjahr nicht nur auf einem weiterhin hohen Niveau, sondern insgesamt auch über dem langjährigen Durchschnitt. So legte das Volumen der GRENKE Gruppe um erfreuliche 26 Prozent auf über 1,7 Mrd. EUR zu. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Anstieg um 20 Prozent. Es erreichte damit ein Volumen von 1.359,9 Mio. EUR nach 1.132,8 Mio. EUR im Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist das inzwischen wieder hohe Wachstum in unserem Heimatmarkt Deutschland. Nachdem das Volumen dort im Vorjahr noch leicht rückläufig war, konnte es im Berichtsjahr wieder kräftig um 18 Prozent gesteigert werden. Auf einem anhaltend hohen Niveau lag der internationale Anteil an unserem Neugeschäft mit 72 Prozent. Nach 70 Prozent im Vorjahr generieren wir einen kontinuierlich wachsenden Teil unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands. In Westeuropa (ohne Deutschland) erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Neugeschäftsvolumen von 443,2 Mio. EUR und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr (389,9 Mio. EUR). Sehr erfolgreich waren wir dabei insbesondere in unserem Kernmarkt Frankreich sowie in der Schweiz, wo wir unser Leasingneugeschäft um zehn bzw. 25 Prozent gesteigert haben. Ebenfalls sehr erfreulich entwickelte sich das Neugeschäft in unseren südeuropäischen Märkten. Hier nahm das Neugeschäftsvolumen um 32 Prozent von 264,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 347,7 Mio. EUR zu. Hervorzuheben ist dabei die gute Entwicklung in dem für uns bedeutenden Markt Italien, auf dem wir ein Wachstum von 41 Prozent realisierten. In Nord- / Osteuropa verzeichneten wir einen Anstieg um 16 Prozent gegenüber Vorjahr; das dort akquirierte Volumen betrug 208,6 Mio. EUR nach 179,6 Mio. EUR im Vorjahr. Ein erneut überproportionales Wachstum realisierten wir in unseren Übrigen Regionen. In den für uns noch überwiegend jungen Ländern, zu denen seit dem vierten Quartal 2015 auch Singapur zählt, richten wir unsere Steuerung immer stärker auf Wachstum aus. Abstriche bei unserer Risikobewertung machen wir dabei jedoch nicht. So konnte das Volumen des dort akquirierten Geschäfts um 70 Prozent gesteigert werden. Absolut belief es sich auf 22,1 Mio. EUR nach 13,1 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtsjahr erreichten uns insgesamt 355.273 Leasinganfragen. Die Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) betrug 45 Prozent - entsprechend wurden 159.000 neue Leasingverträge geschlossen. Auf unsere internationalen Märkte entfielen 289.578 Anfragen, die wiederum zu 125.469 Verträgen führten. Damit lag die Umwandlungsquote bei 43 Prozent und somit unterhalb der Quote inklusive unseres Heimatmarkts Deutschland, wo 51 Prozent der Anfragen in Verträge umgewandelt wurden. Moderat erhöht hat sich der Mittelwert je Vertragsabschluss. Er lag im Berichtsjahr bei 8.553 EUR nach 8.163 EUR im Vorjahr. Nach wie vor zeichnet sich unser Neugeschäft durch seine hohe Ertragsstärke aus. So konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts, das sind die barwertigen operativen Erträge eines Leasingvertrags abzüglich Risiko- und Einzelvertragskosten, um zwölf Prozent von 218,4 Mio. EUR auf 245,5 Mio. EUR gesteigert werden. Die DB2-Marge lag mit 18,1 Prozent leicht unterhalb des Vorjahreswerts von 19,3 Prozent. Überaus positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring. Hier legte das im Berichtsjahr akquirierte Volumen um mehr als die Hälfte - nämlich um 56 Prozent - von 208,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 324,6 Mio. EUR zu. Neben der Summe der angekauften Forderungen enthält dieses Volumen erstmals auch solche aus Inkassodienstleistungen. Den überwiegenden Teil davon akquirierten wir in unseren internationalen Märkten, in denen wir einen Anstieg auf rund das Doppelte (+97 Prozent) verzeichneten. Zufriedenstellend entwickelte sich das Neugeschäft in Deutschland. Das dort akquirierte Volumen konnte im Berichtsjahr um 16 Prozent von 106,8 Mio. EUR auf 124,1 Mio. EUR gesteigert werden. Die Ertragsmarge betrug dabei 2,08 Prozent (Vorjahr: 2,01 Prozent), in unseren internationalen Märkten lag sie inklusive der Inkassodienstleistungen bei 1,36 Prozent (Vorjahr: 1,92 Prozent). Sie bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 39 Tagen in Deutschland (Vorjahr: 34 Tage) und 25 Tagen auf internationaler Ebene (Vorjahr: 21 Tage). Im Bereich der Existenzgründungsfinanzierungen inklusive Mikrokreditgeschäft konnte die GRENKE Bank das Volumen um 73 Prozent von 11,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 19,6 Mio. EUR steigern. Diese Entwicklung ist mehr als erfreulich. Das Einlagevolumen erhöhte sich als Teil unserer Refinanzierungsstrategie um 16 Prozent von 300,4 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres auf 349,3 Mio. EUR zum Stichtag dieses Berichts.
ANTEILE AM NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE LEASING + FACTORING + EXISTENZGRÜNDUNGSFINANZIERUNG (INKL. MIKROKREDITGESCHÄFT) INKL. FRANCHISEPARTNER PER 31. DEZEMBER 2015# DEZEMBER 2015 WACHSTUMSRATEN IM NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE LEASING PER 31. DEZEMBER 2015 (GEGENÜBER VERGLEICHSZEITRAUM 2014)
Vorjahr: Deutschland -3,1%; Westeuropa (ohne Deutschland) 22,1%; Südeuropa 19,6%; Nord- / Osteuropa: 18,1% Übrige Regionen: -11,1%
Regionen:
* Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
* Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
* Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
* Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns
Der GRENKE Konzern befand sich auch im Geschäftsjahr 2015 auf Wachstumskurs. Ertragsseitig profitierten wir sowohl vom hochmargigen Neugeschäft der jüngeren Vergangenheit als auch von den anhaltend günstigen Refinanzierungsbedingungen. In Summe konnte der Gewinn des Konzerns bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen um erfreuliche 24 Prozent auf 80,8 Mio. EUR gesteigert werden.
Gewachsen sind wir darüber hinaus auch bezogen auf die Länder, in denen wir tätig sind. Neben den Markteintritten in Irland (Factoring) und Singapur (Leasing) haben wir im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie einen weiteren Standort in Frankreich sowie Standorte in Bielefeld, Regensburg, Malmö (Schweden) und Newport (Großbritannien) eröffnet. Hinzu kommt die Übernahme der Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in Slowenien, für die im Berichtsjahr Mittel in Höhe von 8,0 Mio. EUR abgeflossen sind. Zudem ging die GRENKE Bank im vierten Quartal eine Beteiligung über 25,01 Prozent an der Cash Payment Solutions GmbH mit Sitz in Berlin ein. Das FinTech-Unternehmen ermöglicht mit der Lösung "barzahlen.de" den Ausgleich von Rechnungen verschiedenster Branchen in Partnerfilialen des deutschen Einzelhandels sowie Ein- und Auszahlungen von Bargeld.
Zur Refinanzierung unseres Neugeschäfts setzten wir unverändert auf eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten und die Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank, die wir bedarfsorientiert steuern. Ausgehend von unserem erstklassigen Standing an den Kapitalmärkten, verliefen alle Neuemissionen und Anschlussfinanzierungen erfolgreich. So wurden die im Berichtsjahr aufgelegten Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 216,2 Mio. EUR hervorragend vom Markt aufgenommen. Zur Stärkung unserer Eigenkapitalbasis haben wir zudem eine Additional-Tier-1-(AT1-) Hybridanleihe über 30 Mio. EUR begeben.
Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisteten vor allem auch unsere guten Credit-Ratings, die uns eine unverändert hohe Kreditwürdigkeit bzw. Investmentgrade-Status attestieren. Im Einzelnen sind dies seit Mai 2003 die Agentur Standard & Poor's mit einem Issuer Credit Rating "BBB+" im langfristigen Bereich und einem Rating "A-2" im kurzfristigen Bereich sowie die Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung mbH (GBB) mit einem "A"-Rating. In ihrer jüngsten Analyse vom 24. August 2015 bestätigte Standard & Poor's unser Counterparty Credit Rating BBB+/A-2 jeweils mit stabilem Ausblick, der in den vorangegangenen drei Jahren noch als negativ eingestuft worden war. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die GBB, die 2014 erstmals eine Analyse des GRENKE Konzerns veröffentlichte. In ihrem jüngsten Rating vom 16. Dezember 2015 hob sie das Ergebnis aufgrund der guten Geschäftsentwicklung, der soliden Kapitalausstattung sowie der rückläufigen Tendenz der Schadenquoten von "A-" auf "A" an. Der Ausblick wurde unverändert als "stabil" bewertet.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2015 haben wir alle unsere Ziele mindestens erreicht oder sogar übertroffen. So war bereits im Zuge der Berichterstattung zum ersten Halbjahr absehbar, dass die zentrale Erfolgsgröße des Konzerns - der Gewinn - die zu Geschäftsjahresbeginn in Aussicht gestellte Spanne von 71 Mio. EUR bis 75 Mio. EUR übertreffen wird. Dies vor allem ausgehend von einem kräftigen Anstieg der Zinserträge bei gleichzeitig nur unterproportional gestiegenen Zinsaufwendungen. Infolgedessen haben wir unsere Gewinnprognose mit Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts auf einen Wert zwischen 74 Mio. EUR und 78 Mio. EUR angehoben. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten haben wir unsere Gewinnprognose ein weiteres Mal angehoben. Die im Zuge der Veröffentlichung des Zwischenfinanzberichts zum dritten Quartal angepasste Prognosespanne eines Gewinns zwischen 78 Mio. EUR und 80 Mio. EUR konnte mit dem im Berichtsjahr erzielten Gewinn von 80,8 Mio. EUR sogar noch einmal übertroffen werden.
Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres mit 17,0 Prozent auf dem angestrebten Niveau und weiterhin über unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 Prozent. Auch in Hinblick auf das Neugeschäft der GRENKE Gruppe sind unsere Erwartungen übertroffen worden: Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing wuchs um 20 Prozent und lag damit über unserer Zielspanne von 11 bis 15 Prozent. Dies nicht zuletzt aufgrund des hohen Wachstums in unserem Heimatmarkt Deutschland. Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring wuchs mit 56 Prozent mehr als doppelt so stark wie zu Geschäftsjahresbeginn erwartet (Prognose: 20 bis 24 Prozent).
Lage
Ertragslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| TEUR | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | 01.01.2014 bis 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | 191.204 | 157.528 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 59.369 | 53.748 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 131.835 | 103.780 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 50.801 | 42.078 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 50.068 | 45.461 |
| Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis | -644 | 1.607 |
| Operative Erträge insgesamt | 232.060 | 192.926 |
| Personalaufwand | 63.190 | 55.028 |
| davon Gesamtvergütung | 51.902 | 45.038 |
| davon fixe Vergütung | 38.630 | 34.267 |
| davon variable Vergütung | 13.272 | 10.771 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 52.689 | 45.727 |
| davon IT-Projektkosten | 4.630 | 2.420 |
| Gewinn vor Steuern | 109.461 | 86.909 |
| Gewinn | 80.845 | 65.040 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert) | 5,43 | 4,41 |
Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der GRENKE Konzern einen Gewinn in Höhe von 80,8 Mio. EUR. Das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Wesentlich zu dieser überaus erfreulichen Entwicklung beigetragen haben das hohe und margenstarke Neugeschäft früherer Jahre, dessen Erträge uns über die fortschreitende Laufzeit der Verträge zufließen, sowie das anhaltend attraktive Zinsumfeld und ein günstiger Schadensverlauf. Nicht zuletzt flossen auch die guten Ergebnisse der beiden 2014 erfolgten Übernahmen früherer Franchisegesellschaften erstmals für eine volle Berichtsperiode in das Konzernergebnis ein. Hinzu kam die Neukonsolidierung im Berichtsjahr, die jedoch noch einen vergleichsweise geringen Beitrag zur Ertragsentwicklung des Konzerns leistete. Nähere Angaben zum Konsolidierungskreis sind im Konzernanhang unter Tz. 2.3.1 dargestellt.
Das Zinsergebnis legte im Berichtsjahr um 21 Prozent zu. Während die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts um zwölf Prozent rückläufig waren, stiegen die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft um 13 Prozent an. Unterproportional zum Zinsergebnis entwickelten sich die Schäden des Konzerns: Als Ergebnis unserer aktiven und risikoorientierten Margensteuerungen nahmen die Aufwendungen aus der Schadensabwicklung und Risikovorsorge gegenüber Vorjahr lediglich um zehn Prozent zu. Die Schadenquote des Konzerns betrug wie im Vorjahr 1,5 Prozent. Entsprechend verzeichneten wir beim Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge einen kräftigen Anstieg um 27 Prozent gegenüber Vorjahr.
Überaus positiv entwickelten sich auch die Ergebnisse aus dem Versicherungs- und dem Neugeschäft. Ausgehend vom hohen Neugeschäftswachstum übertraf Ersteres den Vorjahreswert um 21 Prozent, Letzteres konnte im Berichtsjahr um zehn Prozent gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des tendenziell volatilen Verwertungsergebnisses, das im Berichtsjahr leicht negativ ausgefallen war, legten die operativen Erträge insgesamt um 20 Prozent gegenüber Vorjahr zu.
Der Personalaufwand des Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr infolge der Übernahme der Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in Slowenien und der weiteren Aufstockung unserer Belegschaft um 15 Prozent gegenüber Vorjahr. Als zweite wesentliche Aufwandsposition in der Ergebnisrechnung des Konzerns stieg der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand gegenüber Vorjahr um 15 Prozent an. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die IT-Projektkosten, die im Zuge des Ausbaus und der Optimierung unserer Systeme und der Neuentwicklung effizienter Services im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen waren (+91 Prozent), sowie erhöhte Beratungskosten aus dem Markteintritt in Singapur. Insgesamt lag die Zunahme der beiden Aufwandspositionen sichtbar unterhalb des Wachstums auf der Ertragsseite.
Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 24 Prozent. Hier schlägt sich im Wesentlichen eine Wertminderung auf den Geschäfts- und Firmenwert unserer zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Tschechien in Höhe von 0,7 Mio. EUR aufgrund rückläufiger Neugeschäftszahlen nieder. Absolut gesehen bewegten sich die Abschreibungen, genau wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge, die im Berichtsjahr um 39 bzw. 26 Prozent zulegten, jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Nach gezahlten und erhaltenen Zinsen legte der Gewinn vor Steuern gegenüber Vorjahr um 26 Prozent zu. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 5,43 EUR nach 4,41 EUR im Vorjahr (gerechnet auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien).
Entwicklung der Segmente
Geschäftssegmente
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns.# Konzern-Segmentberichterstattung und Geschäftsentwicklung
Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung, die Teil des Konzernanhangs ist, dargestellt.
Ausgewählte Angaben zu den Geschäftssegmenten
| Leasing | Bank | Factoring | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| Neugeschäft (Leasing) / Forderungsvolumen inkl. Inkassodienstleistungen (Factoring) | 1.359.882 | 1.132.777 | -- | -- | 324.632 | 208.777 |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) | 245.493 | 218.424 | -- | -- | -- | -- |
| DB2-Marge (in Prozent) | 18,1 | 19,3 | -- | -- | -- | -- |
| Einlagevolumen | -- | -- | 349.304 | 300.358 | -- | -- |
| Factoringmarge (in Prozent) | -- | -- | -- | -- | 1,6 | 2,0 |
| Operative Segmenterträge | 215.128 | 177.245 | 13.143 | 13.006 | 3.789 | 2.675 |
| Personalaufwand | 59.423 | 52.092 | 1.558 | 1.525 | 2.209 | 1.411 |
| Segmentergebnis | 99.567 | 77.236 | 9.462 | 9.792 | 308 | 444 |
Geschäftsentwicklung
Einhergehend mit den Ausführungen zur Ertragslage des Konzerns, entwickelte sich auch das Segment Leasing, das unverändert die Ertragssäule des GRENKE Konzerns bildet, mehr als zufriedenstellend. So nahmen die operativen Segmenterträge im Leasinggeschäft ausgehend vom hohen Neugeschäft gegenüber Vorjahr um 21 Prozent zu. Einen noch stärkeren Anstieg verzeichneten wir beim Segmentergebnis, das bei nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen um 29 Prozent zulegte und inzwischen knapp 100 Mio. EUR beträgt.
Einen ertragsmäßig hohen Zuwachs realisierten wir auch im Bereich unseres Factoringgeschäfts, wo die Segmenterträge um 42 Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnten. Das Segmentergebnis ermäßigte sich aufgrund gestiegener Aufwendungen in Vorbereitung auf das künftige Wachstum um 31 Prozent. Absolut gesehen leistete es, wie auch im Vorjahr, einen noch vergleichsweise geringen Beitrag zum Konzernergebnis.
Im Wesentlichen auf Vorjahresniveau entwickelte sich das Segment Bank. So erhöhten sich die operativen Segmenterträge moderat um ein Prozent, das Segmentergebnis blieb im Berichtsjahr hingegen drei Prozent hinter dem des Vorjahres zurück. Das Einlagevolumen stieg im Rahmen der bedarfsorientierten Steuerung unserer Refinanzierung um 16 Prozent an.
Bezogen auf die Regionen, in den wir tätig sind, verzeichneten wir in Deutschland bei den operativen Erträgen ein Wachstum von 9 Prozent gegenüber Vorjahr. In unserem Kernmarkt Frankreich und in Italien - dem wachstumsstärksten Markt der vergangenen Jahre - realisierten wir kräftige Zuwächse um 21 bzw. 28 Prozent gegenüber Vorjahr. Die operativen Erträge der sonstigen Länder übertrafen den Vorjahreswert um 26 Prozent.
Finanzlage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 145.355 | 3.558 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 119.827 | -9.257 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -24.241 | -11.260 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 13.066 | -11.188 |
| Summe des Cashflows | 108.652 | -31.705 |
Der Zahlungsmittelfonds des Konzerns belief sich zu Beginn des Geschäftsjahres auf 76,9 Mio. EUR und erhöhte sich im weiteren Verlauf um 108,7 Mio. EUR auf 185,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015.
Im Einzelnen erzielten wir im Berichtsjahr, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern in Höhe von 109,5 Mio. EUR, einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 145,4 Mio. EUR nach 3,6 Mio. EUR im Vorjahr. Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen aus der Veränderung der Leasingforderungen in Höhe von 397,8 Mio. EUR nach 306,1 Mio. EUR im Vorjahr sowie aus Darlehen an Franchisenehmer und einer Zunahme der sonstigen Vermögenswerte von zusammengenommen 33,7 Mio. EUR nach 0,8 Mio. EUR im Vorjahr. Als größte Einzelpositionen sind die Mittelzuflüsse aus der Veränderung der Refinanzierungsverbindlichkeiten und dem Einlagengeschäft von saldiert 391,3 Mio. EUR (Vorjahr: 249,7 Mio. EUR) positiv in die Cashflow-Berechnung eingegangen. Weitere Mittelzuflüsse ergaben sich aus einer Zunahme der abgegrenzten Mietraten von 56,0 Mio. EUR (Vorjahr: -38,2 Mio. EUR) sowie der sonstigen Schulden von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Nach gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 119,8 Mio. EUR nach -9,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltete im Wesentlichen Zahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögensgegenständen von 11,3 Mio. EUR nach 5,7 Mio. EUR im Vorjahr sowie einen Mittelabfluss für den Erwerb von Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmensanteilen. Dies waren im Berichtsjahr zum einen der Erwerb der früheren Franchisegesellschaft in Slowenien im ersten Quartal (8,0 Mio. EUR) sowie zum anderen die Minderheitsbeteiligung an der Cash Payment Solutions GmbH durch die GRENKE Bank im vierten Quartal (5,4 Mio. EUR). Per Saldo betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24,2 Mio. EUR nach -11,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der neben der Tilgung von Bankschulden (0,2 Mio. EUR; Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) den Nettoerlös aus der Begebung der AT1-Hybridanleihe über 29,5 Mio. EUR sowie den Mittelabfluss im Zuge der Dividendenzahlung von 16,2 Mio. EUR (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR) enthielt, belief sich die Summe des Cashflows im Berichtsjahr auf 108,7 Mio. EUR nach -31,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Vermögenslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.427.593 | 1.179.316 |
| davon Zahlungsmittel | 186.453 | 88.395 |
| davon Leasingforderungen | 1.004.360 | 876.781 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.046.937 | 1.745.634 |
| davon Leasingforderungen | 1.849.812 | 1.579.317 |
| Summe Vermögenswerte | 3.474.530 | 2.924.950 |
| Kurzfristige Schulden | 1.199.096 | 849.974 |
| davon Finanzschulden | 1.061.744 | 779.319 |
| Langfristige Schulden | 1.684.780 | 1.581.990 |
| davon Finanzschulden | 1.630.600 | 1.531.880 |
| Eigenkapital | 590.654 | 492.986 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 17,0 | 16,9 |
| Bilanzsumme | 3.474.530 | 2.924.950 |
| Embedded Value nach Steuern | 821.532 | 695.686 |
| Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern (in Prozent) | 13,7 | 13,2 |
Die Vermögenslage des GRENKE Konzerns präsentierte sich zum 31. Dezember 2015 unverändert solide. Mit einer Eigenkapitalquote von 17,0 Prozent nach 16,9 Prozent zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres haben wir unsere langfristige Zielgröße von mindestens 16 Prozent erneut übertroffen.
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 19 Prozent auf 3.474,5 Mio. EUR nach 2.925,0 Mio. EUR zum Stichtag des Vorjahres. Dieser kräftige Zuwachs folgte im Wesentlichen einem Anstieg der Leasingforderungen, die - ausgehend vom hohen Neugeschäftsvolumen - um 16 Prozent zunahmen. Mit einem Anteil von 82 Prozent am Gesamtvermögen (Vorjahr: 84 Prozent) bildeten sie unverändert die größte Einzelposition auf der Aktivseite der Bilanz. Auf hohem Niveau bewegten sich die Zahlungsmittel des Konzerns: Sie lagen stichtagsbedingt mit 186,5 Mio. EUR deutlich über dem Stand zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres von 88,4 Mio. EUR. Die Summe aus kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten stieg um 23 Prozent, die der kurz- und langfristigen sonstigen Vermögenswerte um elf Prozent.
Die Ausweitung unseres Neugeschäfts spiegelt sich auch auf der Passivseite der Bilanz wider. Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 17 Prozent, die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft nahmen um 16 Prozent zu (kurz- und langfristig jeweils addiert). Einen kräftigen Anstieg verzeichneten wir darüber hinaus auch bei den abgegrenzten Mietraten, die zum Stichtag um mehr als das Doppelte (209 Prozent) über dem Stand zum 31. Dezember 2014 lagen.
Das Eigenkapital des GRENKE Konzerns nahm um 20 Prozent auf 590,7 Mio. EUR zu. Wesentlich dazu beigetragen haben unsere gute Ertragsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie die Emission von Hybridkapital über 30,0 Mio. EUR im dritten Quartal, das den Richtlinien nach IFRS entsprechend dem Eigenkapital zugerechnet wird.
Auch im Berichtsjahr setzten wir zur Finanzierung der Leasingforderungen auf unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten, die sowohl fremd- als auch eigenkapitalnahe Instrumente umfasst. So legten wir sechs Anleihen über insgesamt 216,2 Mio. EUR auf. Darüber hinaus haben wir, wie bereits erwähnt, erstmals auch eine AT1-Hybridanleihe über 30,0 Mio. EUR begeben. Weitere Informationen zum Hybridkapital sind im Anhang unter Tz. 4.17.8 dargestellt. Planmäßig zurückgezahlt wurden im Berichtsjahr zwei Anleihen mit einem Nominalvolumen von 175 Mio. EUR. Im Bereich der Schuldscheindarlehen (SSD) haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt fünf SSD getilgt, zwei verlängert und sechs neue begeben. Das Gesamtvolumen der zum Stichtag ausstehenden SSD lag 30,1 Mio. EUR über dem Gesamtvolumen zum 31. Dezember 2014. Hinzu kam die Emission von vier weiteren auf Schweizer Franken lautenden SSD mit einem Volumen von insgesamt 34,4 Mio. CHF.
Die Ausnutzung unserer Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme lag zum Stichtag dieses Berichts bei 442,4 Mio. EUR. Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug unverändert zum Vorjahr 593,3 Mio. EUR. Die Ausnutzung der bei verschiedenen Instituten zur Verfügung stehenden Geldhandelslinien in Höhe von insgesamt 45,0 Mio. EUR lag zum Stichtag bei 31,2 Mio. EUR bzw. 4 Mio. CHF (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR bzw. 3,5 Mio. CHF). Im kurzfristigen Bereich nutzten wir unverändert unser Commercial-Paper-(CP-) Programm mit einem Volumen von bis zu 250 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag nutzten wir es mit 196 Mio. EUR aus.
Nicht zuletzt setzten wir als dritte wesentliche Säule in unserem Refinanzierungsmix auch auf die Einlagen bei der GRENKE Bank, die wir 2015 im Rahmen unserer Steuerung erhöht haben. Zum Ende des Berichtsjahres beliefen sie sich auf 349,3 Mio. EUR nach 300,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014. Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h.Banklinien plus verfügbares Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 324,1 Mio. EUR (Vorjahr: 571,4 Mio. EUR). Im Bereich der Förderdarlehen haben wir die Zusammenarbeit mit den Förderbanken im Berichtsjahr erfolgreich ausgebaut. So arbeiten wir seit April 2015 mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg zusammen. Im Rahmen eines ersten Globaldarlehens stehen 5 Mio. EUR für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren, zu besonders günstigen Konditionen bereit. Das Gesamtvolumen der Globaldarlehen, über die wir die vermittelten Förderdarlehen refinanzieren, belief sich zum Stichtag auf 125 Mio. EUR nach 90,0 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Davon wurden 66,8 Mio. EUR in Anspruch genommen (Vorjahr: 41,1 Mio. EUR). Für seine Refinanzierung nutzt der GRENKE Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit können wir flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren. Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 resultieren:
| Zahlungen, die fällig werden | TEUR insgesamt | 1 bis 3 Monate | 4 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | nach 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 2.575.927 | 453.545 | 493.532 | 1.589.630 | 39.220 |
| Verbindlichkeiten aus ABS/ABCP | 493.007 | 54.038 | 145.642 | 292.393 | 934 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (in EUR lautend) | 1.715.188 | 355.530 | 259.073 | 1.100.585 | 0 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (nicht in EUR lautend) | 57.737 | 12.494 | 5.782 | 39.461 | 0 |
| Forderungsverkaufsverträge (in EUR lautend) | 21.486 | 2.744 | 6.930 | 11.812 | 0 |
| Forderungsverkaufsverträge (nicht in EUR lautend) | 148.721 | 19.544 | 54.568 | 74.609 | 0 |
| Zahlungen in Verbindung mit Bankschulden | 95.709 | 7.491 | 21.537 | 60.870 | 5.811 |
| Hybridanleihe | 44.079 | 1.704 | 0 | 9.900 | 32.475 |
| Leasing- und Mietvereinbarungen | 37.488 | 3.246 | 8.321 | 21.693 | 4.228 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 4.294 | 4.294 | 0 | 0 | 0 |
| Einkaufsverpflichtungen* | 486.208 | 486.208 | 0 | 0 | 0 |
| Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften | 3.440 | 1.192 | 932 | 1.316 | 0 |
| Vertragliche Vereinbarungen insgesamt | 3.151.436 | 950.189 | 502.785 | 1.622.539 | 75.923 |
- Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Vergleiche Konzernanhang
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind im laufenden Geschäftsjahr 2016 neben den üblichen Einkaufsverpflichtungen insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Von den insgesamt 947,1 Mio. EUR Finanzschulden, die 2016 fällig werden, entfallen auf Verbindlichkeiten aus ABS-/ABCP-Programmen 199,7 Mio. EUR; auf die in EUR lautenden Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen entfallen 614,6 Mio. EUR. Die größten Einzelpositionen bilden hierbei zwei Anleihen über zusammengenommen 225 Mio. EUR, die im März und Oktober 2016 zur Rückzahlung anstehen. Mit der im November 2015 aufgelegten Anleihe über 100 Mio. EUR wurde die Rückzahlung der im März fälligen Anleihe bereits gesichert. Details zu den Fälligkeiten der einzelnen Instrumente sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Finanzielle- und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die im Konzern verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2015 werden im Kapitel "Steuerungssystem" genannt. Jenseits der finanziellen und organisatorischen Steuerung des Konzerns resultiert unser Erfolg zu einem wesentlichen Teil auch aus den im Folgenden im Einzelnen dargestellten nichtfinanziellen Leistungen.
Selbstverpflichtung zur Corporate Responsibility
In der Unternehmenskultur des GRENKE Konzerns spielt verantwortungsvolles Handeln eine zentrale Rolle. Unser Unternehmenskodex geht über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen in unseren Märkten hinaus und verpflichtet uns, unserem Handeln einen ethischen Ordnungsrahmen zu geben. Damit wollen wir sicherstellen, dass die grundsätzlichen Werte, die unser Unternehmen tragen, eingehalten und gelebt werden - bei aller Vielfalt, die unsere internationale Organisation auszeichnet, und über Ländergrenzen hinweg. Die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter, Lieferanten, Leasingnehmer und anderer Geschäftspartner -ihre Anregungen, Wünsche und Beschwerden - werden bereits seit vielen Jahren systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Die sogenannte "Interne Empfängerzufriedenheit" mit Vorgesetzten und anderen Abteilungen fließt in die Balanced-Scorecard-(BSC-)Auswertung ein, die wiederum Bestandteil der variablen Vergütung ist. Auf sie entfällt - je nach Grad der Zielerreichung - ein Anteil von höchstens vier Prozentpunkten an der variablen Vergütung, der maximal 35 Prozent des Jahresgrundgehalts betragen kann. Darüber hinaus bewerten die erste und zweite Führungsebene die Leistung der jeweiligen Führungskräfte und Teams. Auf sie entfällt ein Anteil von höchstens drei Prozentpunkten der maximal möglichen variablen Vergütung. Bei Führungskräften fließt zusätzlich auch die Fluktuationsquote der jeweiligen Abteilung in die Bewertung mit ein. Im Rahmen der sogenannten "Externen Empfängerzufriedenheit" werden die Anregungen und Kritik unserer Finanzierungsnehmer und Fachhandelspartner ebenfalls laufend ausgewertet. So gewährleisten wir, dass die Rückmeldungen unserer Geschäftspartner von uns in einem strukturierten Prozess aufgenommen werden und wir sie bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots und unserer Dienstleistungen berücksichtigen können.
Zeitgemäße Personalarbeit
Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Talenten, Fähigkeiten und ihrem Einsatz in besonderer Weise zur Profilierung der Marke GRENKE in unseren Zielmärkten bei. Zeitgemäße Personalarbeit ist für uns und unseren langfristigen Erfolg daher ein Anliegen und eine Verpflichtung zugleich. Ziel unserer umfassenden Personalarbeit ist es, unsere strategische Weiterentwicklung und unser internationales Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Wir wollen auf allen Ebenen qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen und sie mit den attraktiven Arbeitsbedingungen und Perspektiven eines global agierenden Dienstleistungskonzerns an uns binden. Damit begegnen wir auch dem steigenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter im Zuge des demografischen Wandels. Über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen hinaus nehmen wir Arbeitnehmerbelange im Sinne unseres Selbstverständnisses zur Corporate Responsibility sehr ernst. Die Art und Weise, wie wir intern miteinander arbeiten und umgehen, haben wir daher in einem Handbuch zusammengefasst. Darin sind sowohl die Verpflichtungen der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen als auch die des Konzerns ihnen gegenüber klar definiert. Insbesondere setzen wir auf gegenseitige Wertschätzung, Fairness und Respekt. Deshalb unterstützen wir Eigenverantwortung und Chancengleichheit, fördern die individuellen Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und berücksichtigen soweit möglich deren Wünsche zum Gestalten ihres Arbeitsplatzes und der individuellen Arbeitszeit. Hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir für die GRENKELEASING AG einen Mindestanteil von 25 Prozent für weibliche Mitarbeiter in der zweiten und dritten Führungsebene festgelegt, den wir bis Mitte 2017 erreichen wollen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beziehen wir auf allen Ebenen in unsere Dispositionen ein. Durch qualifizierte Aus- und Weiterbildung versetzen wir unsere Beschäftigten in die Lage, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden, und eröffnen Perspektiven für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung.
Die Anzahl der im GRENKE Konzern Beschäftigten erhöhte sich auch im Berichtsjahr weiter. Entlang unseres Wachstumspfads stellten wir neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, darunter auch jene aus der Übernahme der Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in Slowenien. So betrug die Personalstärke im Jahresdurchschnitt 952 nach 874 im Jahr zuvor (jeweils ohne Vorstand). In Deutschland waren durchschnittlich 426 (Vorjahr: 399) Personen beschäftigt, an unseren internationalen Standorten 527 (Vorjahr: 475). Die Fluktuationsquote belief sich im Konzerndurchschnitt auf 6,6 Prozent nach 5,2 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich und bei den leitenden Angestellten lag sie wie in den Vorjahren deutlich niedriger. Zielgerichtete und bedarfsorientierte Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung eröffnen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönliche und professionelle Chancen. Mit der GRENKE Akademie bieten wir ihnen standortübergreifend attraktive Weiterbildungsangebote. Zusätzlich sichern regelmäßig durchgeführte Evaluationsprozesse und der Einsatz moderner E-Learning-Programme neben der Erfüllung unseres hohen Qualitätsanspruchs auch den Wissenstransfer innerhalb der GRENKE Gruppe. Unser Angebot findet regelmäßig große Resonanz. So nahmen im Berichtsjahr 83 Prozent der Mitarbeiter des GRENKE Konzerns an verschiedenen Schulungen teil (Vorjahr: 85 Prozent). Auch in den Bereichen Berufsausbildung (IHK) und duale Studiengänge (DHBW) bieten wir ein umfangreiches Angebot. Dabei unterstützen wir regelmäßig auch neuere Ausbildungsgänge wie beispielsweise im Dialogmarketing mit derzeit einem Auszubildenden. In der Fachinformatik bilden wir aktuell zwei Mitarbeiter in der Fachrichtung Systemintegration und drei weitere in der Anwendungsentwicklung aus. Ein junger Kollege absolviert zurzeit die Ausbildung zum Informatikkaufmann (m/w), zwei weitere eine Ausbildung zum bzw. zur Kaufmann/-frau für Büromanagement. Zusätzlich absolvieren gegenwärtig sechs Studenten das trinationale Studium International Business Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach, der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel sowie der Université de Haute Alsace in Colmar.# GRENKE Gruppe
Junge Talente fördern
Sowohl die GRENKELEASING AG als auch unsere Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Frankreich bieten jungen Menschen ein solches Angebot. Mit der DHBW Lörrach kooperieren wir schon seit 2004. Neben dem trinationalen Studium bieten wir in Lörrach auch den Dualen Studiengang zum Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik an. Hierfür ist derzeit ein Student eingeschrieben. Seit 2007 arbeiten wir mit der DHBW Karlsruhe zusammen, wo derzeit in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik eine Studentin immatrikuliert ist. Neben der Wirtschaftsinformatik bieten wir in Kooperation mit der DHBW Karlsruhe auch die Fachrichtung Angewandte Informatik an. Diese Fachrichtung absolviert derzeit ein Student. Ebenfalls seit 2007 besteht die Zusammenarbeit mit der DHBW Mannheim in der Studienrichtung Accounting & Controlling, wo wir gegenwärtig mit drei Studenten vertreten sind. Im Oktober 2011 haben wir diese Kooperation erweitert und bieten nun auch den dualen Studiengang International Business an. Dieses Angebot nehmen aktuell drei Studenten wahr. Darüber hinaus pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Geschäftsjahr 2015 absolvierten im GRENKE Konzern insgesamt 34 (Vorjahr: 35) junge Menschen eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium.
Internationale Kundenbasis
Über Jahrzehnte hinweg haben wir uns eine breite internationale Kundenbasis aufgebaut. Die Anzahl der laufenden Verträge in der GRENKE Gruppe Leasing betrug zum Ende des Berichtsjahres 492.455 (Vorjahr: 427.212). Darüber hinaus haben wir unseren Kundenstamm mit einer Verbreiterung des Produktangebots in den letzten Jahren zusätzlich erweitert. Damit wurde die Basis für das Generieren wiederkehrenden Geschäfts systematisch ausgebaut. Aus der ständig breiter werdenden Produktpalette ergeben sich zudem vielfältige Cross-Selling-Möglichkeiten, die wir ebenfalls konsequent nutzen. Unsere breite und etablierte Kundenbasis stellt einen zentralen Wettbewerbsvorteil dar. Zusätzlich bedeuten die niedrigen durchschnittlichen Vertragsvolumina eine wesentliche Markteintrittshürde für andere Anbieter. Nicht zuletzt verfügen wir aufgrund unserer internationalen Aufstellung inzwischen über umfangreiche Erfahrung in der Erschließung neuer Märkte und dem Heben der dortigen Potenziale. Mit der nachgewiesenen und laufend in die Praxis umgesetzten hohen Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells können wir schnell und effizient neue regionale Märkte adressieren und so unser Wachstumspotenzial weitgehend unabhängig von lokalen Marktentwicklungen erhöhen.
Business Excellence in allen Unternehmensbereichen
Mit höchster Prozessqualität und -sicherheit differenzieren wir uns wirkungsvoll im Wettbewerb. Die kontinuierliche weitere Verbesserung unseres Qualitätsmanagements ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Auf diese Weise gewährleisten wir ein hohes Maß an Servicequalität und Zufriedenheit bei Kunden und Geschäftspartnern. Bereits seit 1998 wird unser Qualitätsmanagement in regelmäßigen Abständen zertifiziert. Weiterführende Informationen hierzu sind im Kapitel "Zertifizierung des Qualitätsmanagements" auf Seite 83 dieses Berichts dargestellt. Es umfasst vor allem unser Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen, das Bewerten unserer Händlerbeziehungen, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und das Erstellen von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteter Software. Das selbst entwickelte IT-basierte Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen wurde 1994 eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Auf Basis der Kombination von Informationen aus öffentlich zugänglichen Datenbanken sowie eigenen, fortwährend verfeinerten Kriterien klassifizieren wir Risiken und die notwendigen zugehörigen Deckungsbeiträge, um unsere Renditeziele nachhaltig erwirtschaften zu können. Ziel des Verfahrens ist es nicht, Risiken zu minimieren, sondern sie korrekt einzuschätzen. Auf diese Weise kommen die im Voraus kalkulierten Schäden in der Deckungsbeitragsrechnung der tatsächlichen Schadenquote sehr nahe. So stellen wir sicher, dass wir einerseits unsere Renditeziele erreichen und andererseits möglichst wettbewerbsfähige Konditionen bieten. Weiterführende Informationen zu unserem Qualitätsmanagement sowie der Funktionsweise unseres Modells zur Prognose von Zahlungsausfällen sind im Risikobericht, der einen Teil des Chancen-, Risiko- und Prognoseberichts bildet, dargestellt.
Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten
Unsere Reputation an den Fremdkapitalmärkten entscheidet wesentlich über unseren Zugang zu Finanzierungsmitteln und über die Konditionen, zu denen wir sie aufnehmen können. Damit stellt sie einen der maßgeblichen Einflussfaktoren für Wettbewerbsstärke und Wachstumspotenziale der GRENKE Gruppe dar. Daher pflegen wir unseren Auftritt auf den Fremdkapitalmärkten seit vielen Jahren mit größter Aufmerksamkeit und setzen auf den kontinuierlichen Ausbau unserer bereits breit diversifizierten Refinanzierungspalette. Auf diese Weise haben wir einen weiteren wesentlichen Wettbewerbsvorteil aufgebaut. Dies gilt umso mehr, als die regulatorischen Anforderungen im Nachgang der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrisen gestiegen sind und weiter steigen. Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisten vor allem auch unsere guten Credit-Ratings. Weitergehende Informationen zu den jüngsten Einschätzungen der Ratingagenturen sind im Kapitel zur Geschäftsentwicklung des GRENKE Konzerns auf Seite 46 dargestellt. Nicht zuletzt legen wir großen Wert auf unsere hohe Reputation am Aktienmarkt. Diesen Anspruch verfolgen wir strategisch und unabhängig von unserem jeweiligen Kapitalbedarf. Im Zentrum steht die Vermittlung unserer nachhaltigen und attraktiven Equity Story. Unser Auftritt zeichnet sich daher durch eine zeitnahe, transparente und regelmäßige Berichterstattung nach globalen Standards, persönliche Gespräche mit den Kapitalmarktteilnehmern auf Vorstandsebene sowie eine stetige und aktionärsfreundliche Dividendenpolitik aus.
Vergütungsbericht
Der Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts enthält den Vergütungsbericht, in dem die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat mit den individualisierten Bezügen ihrer Mitglieder dargestellt werden. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses zusammengefassten Lageberichts.
Veränderung in den Organen der Gesellschaft
Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 endete die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Dieter Münch, Florian Schulte, Erwin Staudt und Prof. Dr. Thilo Wörn. Herr Münch und Herr Prof. Dr. Wörn standen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Von der Hauptversammlung für eine Amtszeit von weiteren vier Jahren wiedergewählt wurden Florian Schulte und Erwin Staudt. Für dieselbe Amtszeit neu in das Gremium gewählt wurden Tanja Dreilich und Dr. Ljiljana Mitic.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die zu berichten wäre.
Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Chancenbericht
Die GRENKE Gruppe betreibt im Bereich des Small-Ticket-Leasing schon seit vielen Jahren europaweit ein Netzwerk, das kontinuierlich weiter ausgeweitet und verdichtet wird. Beginnend mit der Eröffnung einer Franchisegesellschaft in Brasilien, wurden die Geschäftsaktivitäten in den letzten Jahren auf nicht-europäische Länder ausgeweitet. Derzeit ist GRENKE außerhalb Europas auch in Chile, Dubai, Kanada und Singapur vertreten. An unserem strategischen Ziel, die Marke GRENKE und unser erfolgreiches Geschäftsmodell global zu etablieren, werden wir auch zukünftig kontinuierlich weiterarbeiten. Gerade auf Märkten außerhalb Europas können wir unser bewährtes Franchise-Modell einsetzen, das wir auch im Bereich des Factorings anwenden. Factoringlösungen bieten wir über Deutschland und die Schweiz hinaus gemeinsam mit unseren Partnern auch in Großbritannien, Irland und Ungarn an. Chancen ergeben sich aber auch dort, wo wir uns schon erfolgreich etabliert haben. Deshalb wollen wir mittelfristig insbesondere vom konsequenten Ausbau unserer Marktanteile in bereits erschlossenen Märkten profitieren. Chancen werden wir vor allem dort wahrnehmen, wo sich aufgrund des Rückzugs von Wettbewerbern bzw. der teilweisen Einschränkung ihres Angebots oder im Zuge gesamtwirtschaftlicher Erholung eine deutliche Verbesserung der Risikosituation der KMUs abzeichnet und sich damit Möglichkeiten zu margenstarkem Wachstum ergeben. Zu einem wesentlichen zusätzlichen Vertriebsaufwand wird dies nicht führen, da wir in den meisten dieser Länder heute schon sehr viel mehr Finanzierungsanfragen erhalten, als wir akzeptieren. Daher ergeben sich zusätzliche enorme Geschäftspotenziale schon allein aus einer Erhöhung der Umwandlungsquote. Dies tun wir jedoch nur im Rahmen unserer risikoadäquaten Margenpolitik. Abstriche hieran stellen für uns keine Option dar. Über die regionale Expansion hinaus haben wir in den letzten Jahren auch unsere Angebotspalette an Finanzlösungen kontinuierlich erweitert. Hier profitieren wir von unserer etablierten Kundenbasis, mit der wir zusätzliches Geschäft generieren, sowie von unserer Fähigkeit, unsere hochgradig effizienten Geschäftsprozesse auch auf diese Felder übertragen zu können. Diese Chancen nutzend, werden wir auch in den nächsten Jahren das Neugeschäft steigern und unsere Marktposition stärken. Eine erhebliche Beeinflussung der Ertragssituation des GRENKE Konzerns über die aktuellen Erwartungen hinaus ist daraus nicht zu erwarten, da uns die Erträge aus neuen Verträgen entsprechend der Natur unseres Geschäfts erst sukzessive über die gesamte Vertragslaufzeit zufließen.
Risikobericht
Risikomanagement
Das Risikomanagement des Konzerns erfolgt in einem koordinierten Prozess.# Risikomanagement
Dieser erfasst alle relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der einzelnen Bereiche abgestimmt. Zur Wahrnehmung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist darüber hinaus ebenfalls konzernweit ein Risikocontrolling implementiert. Hier finden die Beurteilung und Bewertung sowie die unabhängige Überwachung, Steuerung und Kommunikation der Risiken statt. Darüber hinaus stellt der Arbeitskreis Risiko (AK Risk) ein wichtiges Arbeitsgremium für das Risikomanagement dar. Ihm gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden (fakultativ) die für die Bereiche Finanzen, IT sowie für das operative Geschäft zuständigen Vorstände und die Vertreter aller relevanten Bereiche an, sodass ein ganzheitlicher Informationsfluss gewährleistet ist. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung des Risikomanagementsystems und seine konzernweite Einhaltung. Des Weiteren haben wir die Stabstelle des Chief Information Security Officer (CISO) in unser Risikomanagementsystem implementiert. Seine Funktion umfasst die IT-Sicherheit und damit den Schutz der immateriellen Geschäftswerte des Konzerns. Er berichtet direkt an das für den Bereich IT zuständige Vorstandsmitglied.
Unser ausgefeiltes Risikomanagement zur Steuerung der Summe aller Risiken haben wir frühzeitig unternehmensintern etabliert und entwickeln es konsequent weiter. Risiken werden damit möglichst präzise gemessen und zu angemessenen Konditionen übernommen. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen.
Der strategische und risikopolitische Rahmen für das Risikomanagement wird durch die Risikostrategie im Konzern festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens werden die übergreifenden Risikoziele sowie der Einsatz konsistenter Standards, Methoden, Verfahren und Instrumente zu deren Erreichen definiert. Klar definierte Anforderungen dienen dazu, hohe Qualitätsstandards, Durchgängigkeit und Wiedererkennungswerte der risikostrategischen Ziele sicherzustellen. Die Risikostrategie ist abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und gibt die folgenden geschäftsstrategischen Ziele vor:
― Risikodiversifizierung zur Vermeidung von Klumpenrisiken
― Komplexitätsreduktion durch Verschlankung und Standardisierung der Prozesse, um operationelle Risiken zu reduzieren
― Reduzieren von Marktpreisrisiken auf das für das operative Geschäft notwendige Minimum
― Einsatz von Technologie (IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen und Frühwarnsystem) zur Messung und Steuerung von Risiken
Aufgrund der breiten Diversifikation unseres Geschäfts sind wir grundsätzlich keinen substanziellen Einzelrisiken ausgesetzt. Eine Konzentration von Risiken wird hierdurch ebenso wirksam vermieden wie durch die Tatsache, dass in unserem Kerngeschäft Small-Ticket-Leasing naturgemäß nur vergleichsweise kleine Anschaffungswerte anfallen. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen Leasingnehmer die Einprozentmarke des Konzern-Eigenkapitals. Engagements oberhalb einer gewissen Größe werden darüber hinaus besonders intensiv überwacht. Bei unseren Vertriebspartnern verfahren wir entsprechend. In gleicher Weise steuern wir unser Factoringgeschäft und unsere Bankdienstleistungen. Restwertrisiken werden in unserem Leasinggeschäftsmodell nicht gesehen, denn unser Leasingportfolio besteht grundsätzlich nur aus wirtschaftlichen Vollamortisationsverträgen. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung gemäß IAS 17 Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen. Die für unsere Gesamtergebnisentwicklung kaum wesentlichen Ergebnisbeiträge aus der Verwertung zeigen jedoch schon seit vielen Jahren, dass wir diese kalkulatorischen Größen regelmäßig realistisch ansetzen.
Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess basiert auf der Risikostrategie und umfasst den Regelkreislauf Identifikation, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung. Mit diesem Prozess gelingt es, interne und externe Risiken und Chancen im Konzern systematisch und strukturiert zu erfassen, offenzulegen, zu bewerten und zu dokumentieren. Mitarbeiter und Vorstand werden damit in die Lage versetzt, mit Risiken im Rahmen der risikopolitischen Vorgaben verantwortungsvoll umzugehen sowie erkannte Chancen gezielt zu nutzen.
Ein umfangreiches Qualitätsmanagement ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagementprozesses. Seine konsequente und kontinuierliche Verbesserung ist Teil der Unternehmensphilosophie. Es umfasst die Bewertung unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung individuell auf unseren Bedarf ausgerichteter Software für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Franchisepartnern. Zur erneuten Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements im Berichtsjahr verweisen wir auf das separate Kapitel auf Seite 83.
Ferner stellen unsere Verfahren zur Bewertung von Bonitätsrisiken aus Leasingverträgen, Kredit- und Factoringvereinbarungen einen weiteren wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems dar.
Der Risikomanagementprozess verfügt unter anderem im Rahmen der Risikoidentifikation über ein Risikomanagement-Tool, welches im Konzern-Intranet betrieben wird. Seine Funktionalität sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft. Diese berichtet unmittelbar an den Vorstand. Das Risikomanagement-Tool ermöglicht die Durchführung von Risikoumfragen, bei denen die Mitarbeiter dazu angehalten sind, sowohl bestehende als auch potenzielle Risiken zeitpunktbezogen zu bewerten. Die Ergebnisse der Umfrage werden anschließend im AK Risk besprochen und analysiert. Werden neue oder bereits bekannte Risiken als relevant eingestuft, so werden durch den Vorstand Gegenmaßnahmen beschlossen, mit denen die Risiken gesteuert werden sollen.
Der AK Risk trifft sich mindestens einmal im Jahr. Er befasst sich im Besonderen mit der Risikoumfrage, Ad-hoc-Risikomeldungen und weiteren aktuellen Herausforderungen in Bezug auf das Risikomanagement. Um eine intensivere Erfassung und Beurteilung der Einzelrisiken zu erlangen, sind darüber hinaus Sub-AKs eingerichtet, die sich mit den Bereichen Adressausfallrisiken, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken befassen und direkt an den AK Risk berichten.
Die Bestandsaufnahme aller relevanten und bedeutenden Risiken (Risikoinventur) wird einmal im Jahr durch das Risikocontrolling durchgeführt. Hierfür werden insbesondere die Risiken der Risikoumfrage vonseiten des AK Risk und des Risikocontrollings in Zusammenarbeit mit den Risikobesitzern analysiert und bei Bedarf angepasst. Sofern sich größere Änderungen bzw. neue relevante Risiken ergeben, unterbreitet der AK Risk umgehend dem Vorstand Vorschläge, sodass diese im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung finden können.
Ergänzend zur jährlichen Risikoinventur, der Risikoumfrage und der Ad-hoc-Risikoberichterstattung verstehen wir unter Risikomanagement auch den Einsatz umfassender Instrumente für den Umgang mit Risiken. Dies trifft insbesondere auf Finanz- und Risikocontrolling zu. Hierbei kommen vor dem Hintergrund der einstigen Finanzmarktrisiken monatliche Berechnungen der Risikopositionen sowie die regelmäßige Darstellung und Erörterung der Marktpreisrisiken und der Liquiditätsposition mit dem Vorstand zum Einsatz.
Im unabhängig arbeitenden Risikocontrolling wird vierteljährlich ein umfassender Risikobericht erstellt, in dem die aktuelle Risikosituation dargestellt wird. Das darin enthaltene interne Risikotragfähigkeitsmodell stellt die wesentliche Grundlage der konzernweiten Steuerung und Überwachung unseres Gesamtrisikoprofils und der ökonomischen Kapitalisierung dar. Es beinhaltet alle als wesentlich identifizierten Risiken (Marktpreisrisiken, Adressrisiken, operationelle Risiken und Liquiditätsrisiken). Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren.
Im Konzern sind zudem die unabhängigen Funktionen der Compliance-Stelle, des Geldwäschebeauftragten und des Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Die Compliance-Stelle überwacht den Umgang mit Insiderinformationen und das Einhalten der vorgegebenen Wohlverhaltensregeln. Sie identifiziert und managt in der gesamten GRENKE Gruppe Interessenskonflikte mit Risikopotenzialen. Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung und Umsetzung der Datenschutzgesetze. Der Geldwäschebeauftragte überwacht die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gemäß Geldwäschegesetz. Er ergreift mit seiner Richtlinie entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit einer aktuellen Gefährdungsanalyse des Konzerns sowie mit dem Einsatz von Monitoring- und Researchinstrumenten angemessene risikobasierte Maßnahmen gegen Rechts- und Reputationsrisiken. Die Sonderbeauftragten sind fachlich unmittelbar dem jeweiligen Vorstand unterstellt. Daher bestehen, wie aufsichtsrechtlich gefordert, aufbau- und ablauforganisatorisch adäquate sowie wirksame interne Kontrollverfahren zur Steuerung und Überwachung der genannten Risiken. Diese werden wiederum - wie bereits bei den Ausführungen zum Risikomanagement erläutert - durch das Risikocontrolling beurteilt und bewertet sowie unabhängig überwacht, gesteuert und kommuniziert.
Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
Gemäß § 10 a Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) stellt der GRENKE Konzern eine Institutsgruppe dar, da die GRENKELEASING AG als übergeordnete Gesellschaft ein Finanzdienstleistungsinstitut ist, das mit der GRENKE BANK AG ein Kreditinstitut zur Tochter hat. Sowohl der GRENKE Konzern als auch die GRENKE BANK AG unterliegen unter anderem den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des KWG, der Capital Requirement Regulation (CRR) sowie der Capital Requirement Directive (CRD IV).# Der GRENKE Konzern hat die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) einzuhalten. Sie beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung ihrer Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt ihrer Geschäfte umzusetzen sind. Der GRENKE Konzern setzt die in den aktuellen MaRisk in der Fassung vom 14. Dezember 2012 verlangten angemessenen Steuerungs- und Controllingprozesse vollständig um. Zusätzlich unterliegen auch die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH und Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA auf Einzelinstitutsebene dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Für diese beiden Konzerngesellschaften hat die GRENKELEASING AG jedoch die geltenden Waiver-Regelungen gem. § 2 a Abs. 1 und 2 KWG in Verbindung mit § 2 a Abs. 5 KWG in Anspruch genommen. Hiernach können nachgeordnete Institute bei BaFin und Bundesbank anzeigen, dass bestimmte aufsichtsrechtliche Bestimmungen auf Gruppenebene statt auf Einzelinstitutsebene angewendet werden, sofern die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen vom übergeordneten Institut vollständig erfüllt werden. Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde bereits 2009 stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKE Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften, das heißt die Muttergesellschaft GRENKELEASING AG und all ihre inländischen und internationalen Töchter sowie strukturierten Einheiten, durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.
RISIKOTRAGFÄHIGKEIT
Adressrisiken
Potenzielle Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können
Marktpreisrisiken
Potenzielle Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktrisikofaktoren (beispielsweise Zinsen, Devisen- und Aktienkurse) ergeben können
Liquiditätsrisiken
Potenzielle Verluste, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel fehlen oder nur teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen
Operationelle Risiken
Potenzielle Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben können
Strategische Risiken
Geschäftsrisiken
Verlustrisiko aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit des Unternehmens
Reputationsrisiken
Verlustrisiko aus der möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens oder der Marke (Imageschaden)
Sonstige Risiken
Unter anderem Restwertrisiko, Absatzrisiko, Bestandsrisiko
Zur Überwachung der Risikotragfähigkeit und damit zur laufenden Sicherstellung der Unternehmensexistenz (Going-Concern-Ansatz bzw. Fortführungsprinzip) wendet der GRENKE Konzern ein internes Risikotragfähigkeitsmodell an, das alle als wesentlich identifizierten Risikoarten beinhaltet. Diesem Modell liegt eine periodenbezogene Betrachtung auf Basis von GuV- und Bilanz-Größen zugrunde. Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren. Grundlegendes Ziel des Risikotragfähigkeitsmodells ist es, in der Ergebnissicht vorhandene Risiken zu quantifizieren, um daraus frühzeitig potenzielle Belastungen für das Eigenkapital identifizieren und angemessene Maßnahmen ergreifen zu können. Das Zusammenspiel von Risikodeckungsmasse (für die Risikoabdeckung zur Verfügung gestelltes Kapital), dem Prozess der Risikolimitierung und dem quantifizierten Risikokapitalbedarf (Risiko) wird als Risikotragfähigkeitssystem bezeichnet. Es stellt einen integralen Bestandteil der Prozesse zur Konzernstrategie, -planung und -steuerung dar. Als Risikodeckungsmasse werden die maximal zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel - im Wesentlichen das Eigenkapital - bezeichnet. Gemäß der Logik des Going-Concern-Ansatzes wird ein Teil der Risikodeckungsmasse zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen reserviert und steht somit nicht zur eigentlichen Risikoabdeckung zur Verfügung. Teil des Risikotragfähigkeitssystems ist grundsätzlich auch die angemessene Berücksichtigung von Ergebnissen aus Stresstestbetrachtungen für die wesentlichen Risiken aus außergewöhnlichen, jedoch plausibel möglichen Ereignissen. Der interne AK Stresstest diskutiert klassische Szenarien sowie inverse Stresstests und erarbeitet hierzu Maßnahmenbeschlüsse, die er dem Vorstand vorschlägt. Im Zuge der quartalsweisen Ermittlung der Risikotragfähigkeit werden die folgenden Stresstestszenarien berechnet:
- EU-Währungskrise nach Staatsbankrott: Das Szenario unterstellt einen teilweisen Zerfall des Euro-Raums nach einem Staatsbankrott bestimmter Mitgliedsländer (Griechenland, Portugal und Spanien). Dabei wird unter anderem unterstellt, dass Forderungen an diese Länder in großem Umfang abgeschrieben werden müssen, eine Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten erfolgt, weitere Ratingherabstufungen für Unternehmen, Banken und Staaten durchgeführt werden und sich als Folge des einhergehenden Vertrauensverlustes eine massive Abwertung des Euros sowie der Austritt der GRENKE-Märkte Spanien und Portugal aus dem Euro ergibt. Deren neue Währungen werten gegenüber dem Euro ebenfalls erheblich ab.
- Schwerer konjunktureller Abschwung: Dieses Szenario unterstellt einen schweren konjunkturellen Einbruch und eine Stagnation in den Folgejahren, ausgelöst beispielsweise durch die plötzliche Insolvenz eines Staates. Dabei wird unterstellt, dass Aktienkurse aufgrund der Unsicherheit auf den Finanzmärkten einbrechen, eine Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten erfolgt, Ratingherabstufungen vorgenommen werden, Exporte und Investitionen in Deutschland einbrechen, einhergehend mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Es kommt verstärkt zu Betrugsfällen infolge von Wut- und Verzweiflungstaten. Zudem führen die schlechten Aussichten und die zunehmende Unsicherheit zu einem Rückgang des Neugeschäfts.
- Preisverfall im IT-Bereich: Ein weltweiter Wandel in der IT-Branche führt zu einem Nachfragerückgang bzgl. IT-Produkten. Ein Preisverfall ist die Folge, was zu einem sinkenden Neugeschäft und geringen Erlösen aus Sicht der Gesellschaft führt.
- Verlust des Investmentgrade-Status: Aufgrund von stärkeren regulatorischen Anforderungen erhöhen sich die Eigenkapitalanforderungen. Anhaltender Druck auf die Länderratings der Wachstumsmärkte führt zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalstruktur des GRENKE Konzerns. Dies kann eine Herabstufung der eigenen Ratingeinstufung zur Folge haben. Die Refinanzierungskosten erhöhen sich entsprechend.
- Inflation: Das Szenario unterstellt einen Anstieg der Inflation im Euro-Raum infolge drastischer geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen. Dabei wird unter anderem unterstellt, dass zunehmend in Sachwerte investiert wird und es aufgrund von Inflationsängsten zu einem Rückgang der Sparquote und einem damit einhergehenden Anstieg der Konsumquote kommt. Die EZB reagiert mit einer Erhöhung der Leitzinsen, um die überschüssige Liquidität im Markt abzuschöpfen.
Zudem erfolgt jährlich zum Stichtag die inverse Stresstestbetrachtung. Sie setzt auf die Annahme der Nichtfortführbarkeit der Geschäftstätigkeit auf. Ausgehend von dieser Annahme, wird zurückgerechnet, bei welchem Stressszenario-Level die Nichtfortführbarkeit gerade eintritt. Dies ist dann der Fall, wenn die Risikodeckungsmasse nicht mehr zur Abdeckung der vorhandenen Risiken ausreicht. Die Risikotragfähigkeitsrechnung sowie die integrierten Stresstests des Konzerns gehen konform mit den Anforderungen gemäß AT 4.1 sowie AT 4.3.3 MaRisk. Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinsichtlich der Integration eines zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozesses gemäß AT 4.1 Tz. 9 der MaRisk werden ebenfalls Rechnung getragen.
Adressausfallrisiken
Risikodefinition
Unter Adressrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können. Ziel ist es, eine dem Risiko adäquate Risikoprämie zu erwirtschaften, damit die Risiken getragen werden können. Adressausfallrisiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich angesehen. Sie bestehen im bilanziellen und außerbilanziellen Kunden- und Eigengeschäft, wobei das bilanzielle Leasinggeschäft dominierend ist.
Kreditvolumen - GRENKE Konzernbilanz
Das Forderungsvolumen im GRENKE Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| Kurzfristige Forderungen | ||
| Zahlungsmittel | 186.453 | 88.395 |
| Leasingforderungen | 1.004.360 | 876.781 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 250 | 768 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 63.828 | 59.816 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.272 | 4.793 |
| Summe kurzfristige Forderungen | 1.259.163 | 1.030.553 |
| Langfristige Forderungen | ||
| Leasingforderungen | 1.849.812 | 1.579.317 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 47.195 | 30.714 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 27 | 341 |
| Summe langfristige Forderungen | 1.897.034 | 1.610.372 |
| Summe Forderungsvolumen | 3.156.197 | 2.640.925 |
Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2015 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 67.398 TEUR (Vorjahr: 32.513 TEUR). Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 11 TEUR im Vorjahr 11 TEUR Kasse) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des Konzerns zum Stichtag dar.
Leasinggeschäft
Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Kunden, indem wir Erwartungswerte für Zahlungsausfälle bilden.# Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems inzwischen nachhaltig und hinreichend bestätigt, insbesondere während der globalen Finanzmarktkrise. Dies gilt für unser Inlandsgeschäft ebenso wie für die internationalen Märkte, in denen wir uns betätigen.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH REGIONEN
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Regionen:
- Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
- Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
- Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen*, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
- Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
* Franchise Konzentrationen bestehen insbesondere in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Angesichts der guten bis sehr guten S&P-Ratings von Deutschland (AAA), Großbritannien (AAA) und Frankreich (AA) sowie des durchschnittlichen Ratings Italiens (BBB-) ist das damit verbundene Risiko überschaubar. Aktuell gibt es zudem keinen Anhaltspunkt dafür, dass die erwarteten Verluste in den vier größten Ländern einer erhöhten Schwankung unterliegen. Durch die dennoch vorhandene Diversifikation über viele Länder hinweg reduziert sich das Konzentrationsrisiko zusätzlich.
Die Überprüfung der Adressausfallrisiken erfolgt jährlich aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels automatisierter Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Verfahren wird von eigenen Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Auch in Jahren mit sehr niedrigen tatsächlichen Schadenquoten berücksichtigen wir in unserer DB2-Steuerung kalkulatorisch die durchschnittliche Schadenquote der jeweils davorliegenden Rezession. Entsprechend lagen die kalkulatorischen Risikokosten für das Neugeschäftsportfolio 2015 wie schon im Vorjahr bei durchschnittlich sechs Prozent. Zudem wird der Konzern so gesteuert, dass die laufenden Kosten des Betriebs auch dann noch erwirtschaftet werden können, sollte die Schadenquote erheblich darüber hinaus steigen.
Die Quoten werden kontinuierlich und konzernweit gemessen. Hierbei werden das Neugeschäft und die Anschaffungswerte bzw. das anfängliche Finanzierungsvolumen der zu Schäden gewordenen Verträge über einen definierten Zeitraum ins Verhältnis gesetzt. Die längerfristige Statistik dieser Auswertungen fungiert als Frühindikator zu erwartender Adressausfälle und somit der Qualität des Portfolios. Dabei wird angestrebt, dass die im Voraus kalkulierten Schäden der Deckungsbeitragsrechnung und die mit dem Vertragsportfolio verbundenen Ertragschancen in einem angemessenen Verhältnis zu den später tatsächlich zu verzeichnenden Schäden stehen. Den wesentlichen Risiken unseres Geschäfts wird mit dem Ableiten von Erwartungswerten für Schadensergebnisse, kombiniert mit je nach deren Volumen stufenweise aufgebauten Handlungsvollmachten vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand, begegnet.
Alle Leasingnehmer werden hinsichtlich ihrer Bonität in Risikoklassen von 1 bis 6 eingestuft. Dabei orientieren wir uns am deutschen Schulnotensystem, wonach die Risikoklasse 1 der bestmöglichen und die Risikoklasse 6 der schlechtestmöglichen Einstufung entspricht.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH RISIKOKLASSEN
Die durchschnittliche Risikoklasse des Portfolios der Leasingverträge beträgt 1,84 (GRENKE Konzern auf Basis aller zum Stichtag 31. Dezember 2015 laufenden Verträge) nach 1,84 in den beiden Vorjahren.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH GRÖSSENKLASSEN
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH LAUFZEITKLASSEN
Konzernweit verfolgen wir einen Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen. Dessen Differenzierung erfolgt nach den folgenden Kriterien:
- ― Leasingnehmer: stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern, zu annähernd 100 Prozent Geschäfts- bzw. Firmenkunden
- ― Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängigkeiten
- ― Leasinggegenstände: keine signifikanten offenen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); Wartungs-/ Gewährleistungsrisiken werden grundsätzlich von Lieferanten/Herstellern getragen
- ― Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer Portfolioduration unter zwei Jahren und Konzentration auf Small Tickets jeweils unter 25 TEUR (65 Prozent aller Leasingverträge)
- ― Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten
- ― Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 21 Ländern (in der GRENKE Gruppe: 30)
Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Hier übersteigen die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten. Risiken, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Länder entstehen könnten, werden bereits vor Markteintritt mit lokalen Rechts- und Steuerberatern erörtert und in den Leasingverträgen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell wird, soweit notwendig, entsprechend angepasst.
Für Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird grundsätzlich anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Leasingverträge ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Zum Stichtag betrug der Bestand der Wertberichtigungen 126,3 Mio. EUR (Vorjahr: 121,6 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Leasinggeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Mio. EUR auf 55,7 Mio. EUR erhöht.
Kreditgeschäft
Adressausfallrisiken stellen das wesentliche Finanzrisiko der GRENKE BANK AG dar. Die Forderungen an Kunden setzen sich aus angekauften Leasingforderungen, Existenzgründungsfinanzierungen, Mikrokreditfinanzierungen, Projektfinanzierungen und dem sukzessive abschmelzenden Altportfolio der Privatkredite zusammen. Den mit Abstand größten Anteil am Kreditportfolio der GRENKE BANK AG nehmen die angekauften Leasingforderungen ein. Hierbei handelt es sich um ein breit diversifiziertes Portfolio mit kleinteiligen Forderungen an kleine und mittelständische Unternehmen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. Das Forderungsportfolio wurde ausschließlich von Gesellschaften des Konzerns erworben. Insofern sind die Kontrahentenrisiken der Natur des Geschäfts entsprechend gering. Dem Kreditrisiko wird durch eine entsprechende Margenregelung, basierend auf dem langjährig bewährten Verfahren zur Prognose von Zahlungsausfällen des Konzerns, und teilweise auch zusätzlich durch eine Absicherung über Garantieverträge Rechnung getragen. Die angekauften Leasingforderungen werden auf Basis des Entscheidungswertverfahrens zur Ermittlung des Expected Loss der GRENKELEASING AG bewertet.
Für KMU bieten wir in Kooperation mit den deutschen Bürgschaftsbanken seit September 2014 die Möglichkeit, eine sogenannte Leasing-Bürgschaft zu beantragen. Die Banken übernehmen je nach Einzelfall eine Bürgschaft in Höhe von 30 oder 60 Prozent des Finanzierungsvolumens. Seit Mai 2015 vergibt die GRENKE Bank in Zusammenarbeit mit dem Mikrokreditfonds Deutschland und ausgewählten Mikrofinanzinstituten Kleinstkredite bis maximal 20 TEUR an Existenzgründer und bestehende Unternehmen. Die Bearbeitung und Refinanzierung erfolgt im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Das Adressausfallrisiko wird komplett durch den Mikrokreditfonds Deutschland getragen.
Mit Blick auf die Ausrichtung als Finanzierer kleiner und mittelständischer Unternehmen arbeitet die GRENKE BANK AG schon seit 2010 mit Förderbanken zusammen. Dies geschieht insbesondere mit dem Ziel, kleineren Existenzgründern Finanzmittel für ihr Gründungsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Das damit verbundene Kreditrisiko für die GRENKE BANK AG wird insbesondere durch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung durch die jeweilige Förder- bzw. Bürgschaftsbank reduziert. Ferner beschränkt sich die Finanzierung von Existenzgründungsvorhaben in der Regel auf Kreditobligos von maximal 100 TEUR je Kreditnehmereinheit, sodass die Kreditrisiken in diesem Bereich breit diversifiziert werden. Darüber hinaus erfolgte im Bereich kleinteiliger Existenzgründerfinanzierungen im zweiten Halbjahr 2014 die Einführung einer eigenen Produktvariante (GRENKE Starterdarlehen), das sich vom Grundsatz her an den Bedingungen der Förderkredite orientiert, jedoch keine Haftungsfreistellung durch Förderbanken beinhaltet.
Das Altportfolio, das insbesondere kleinteilige Beteiligungsfinanzierungen von Privatpersonen umfasst, wird plangemäß abgewickelt. Durch laufende Tilgungen und Kreditablösungen ist dieser Kreditportfolioanteil auf mittlerweile 0,5 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Im Rahmen der Risikovorsorge werden je nach Höhe der Bonität oder der Bearbeitungsklasse Wertberichtigungen gebildet. Zusätzlich erfolgt eine Bewertung der im Einzelfall zu stellenden Sicherheit mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert. Der Aufwand der Risikovorsorge der GRENKE BANK AG für das klassische Kreditgeschäft beträgt 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR).
Factoringgeschäft
Auch das Factoringgeschäft konzentriert sich auf den Small-Ticket-Bereich. Die Factoringgesellschaften, welche in Deutschland und der Schweiz ansässig sind, bieten im Wesentlichen das sogenannte "offene Factoring" an. Hierbei besteht der Vorteil für die Gesellschaft als auch für den Factoringkunden darin, dass die Rechnungsempfänger (Debitoren) über die Abtretung bestehender Forderungen informiert werden und diese im Falle eines Zahlungsverzugs - stets in Abstimmung mit dem Kunden - direkt angesprochen werden können.Dies führt zum einen zu einer Entlastung der Factoringkunden, zum anderen schafft es Transparenz hinsichtlich des Monitorings der offenen Forderungen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Verträge in Form des stillen Factorings angeboten. Im Gegensatz zum offenen Factoring erfährt der Debitor nicht, dass die bestehende Forderung an die Factoringgesellschaft abgetreten wurde. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr damit begonnen, Inkassodienstleistungen anzubieten. Für rückständige Factoringforderungen werden angemessene Wertberichtigungen anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Debitorenforderungen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren und historischer Erfahrungswerte. Die Wertberichtigung im Factoringgeschäft beträgt zum Stichtag 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Factoringgeschäft beträgt 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: <0,1 Mio. EUR). Zu den selektierenden Hauptkriterien im Bereich Factoring zählen die Bonität, der durchschnittliche Jahresumsatz, die Branchenzugehörigkeit sowie der Debitorenstamm des potenziellen Factoringkunden. Dessen laufendes Monitoring ermöglicht eine risikoadjustierte Preisgestaltung. Im Rahmen der Kreditentscheidung erfolgt eine Bonitätsprüfung der Debitoren des Factoringkunden anhand der Daten von externen Wirtschaftsauskunfteien, die durch Unterstützung des Credit-Centers der GRENKELEASING AG ausgewertet werden. Zum größten Teil werden Verträge mit inländischen Debitoren abgewickelt, da die Prüfung ausländischer Debitoren mit erheblichen Risiken verbunden ist. Innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgt zudem auf Basis des Zahlungsverhaltens eine laufende Prüfung sowie Bewertung der Debitoren. Bis auf wenige Ausnahmen besteht das Adressausfallrisiko, welchem die Factoringgesellschaft ausgesetzt ist, ausschließlich gegenüber dem Debitor.
Beteiligungsgeschäft
Im vierten Quartal 2015 wurde über die Tochtergesellschaft GRENKE BANK AG eine Beteiligung in Höhe von 5.368 TEUR (25,01 Prozent) an der Cash Payment Solution GmbH in Berlin eingegangen. Als Bestandteil der Adressausfallrisiken werden Beteiligungsrisiken daher ebenfalls im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert.
Finanzierung der Franchiseunternehmen
Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten an ihrem jeweiligen Leasingmarkt als Leasinggeber auf. Auch sie bewegen sich grundsätzlich im Small-Ticket-Segment. Daneben bieten wir Factoring im Rahmen unseres Franchisemodells in Großbritannien, Irland und Ungarn an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden in der Regel überwiegend über den Konzern refinanziert. Teilweise schließen die Franchisenehmer Verträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der Konzern direkt als Leasinggeber auftritt. Im Berichtsjahr traf dies ausschließlich auf unseren Franchisenehmer in Malta zu. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Soweit Refinanzierungen ausgereicht werden, werden diese entweder in Form von Darlehen oder als Forfaitierungen bereitgestellt. Grundsätzlich werden dabei die zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert. Darüber hinaus dient die GRENKELEASING AG als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften.
Marktpreisrisiken
Risikodefinition
Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktrisikofaktoren ergeben können. Solche Marktrisikofaktoren sind hauptsächlich Zinsen und Devisenkurse. Marktpreisrisiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich angesehen. Ziel ist es, Marktpreisrisiken nur in Verbindung mit operativem Kundengeschäft einzugehen und auf ein entsprechendes Mindestmaß zu reduzieren. Preisschwankungen an den Finanzmärkten können sich signifikant auf Cashflow und Gewinn des Konzerns auswirken. Von besonderer Bedeutung sind Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen. Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und indem wir Zins- und Währungspositionen laufend überwachen, steuern wir diese Risiken aktiv. Neben risikobehafteten, marktsensitiven Positionen wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer vom Euro abweichenden Währung spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten eine entscheidende Rolle im Umgang mit Finanzmarktrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns auf die Volatilität von Marktpreisen zu begrenzen. Das heißt, unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen von Hedgebeziehungen soll eine möglichst geringe Abhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden.
Dabei werden für eine Risikoabschätzung die folgenden Parameter unterstellt:
* eine gleichzeitige, parallele Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber den bedeutendsten Fremdwährungen um zehn Prozent
* eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (ein Prozentpunkt)
Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesen Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktbedingung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceterisparibus-Annahmen. Das heißt, das Betrachten der Verschiebung der Zinskurve erfolgt losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung deutlich abweichen.
Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich mit dem zuständigen Vorstand im Sub-AK auf der Grundlage laufend erstellter Analysen erörtert. Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen bzw. Rohstoffpreisen ist der Konzern nicht ausgesetzt, da Positionen weder in börsennotierten Aktien noch in Rohstoffen bzw. in daraus abgeleiteten Derivaten gehalten werden.
Derivate zur Absicherung
Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Hier kommen ausschließlich Zinsswaps und Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das Adressausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsänderungsrisiko resultiert für den Konzern in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Die Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen und ABCP-Programmen. Der ABS-Bond wurde am 15. Oktober 2015 abgelöst. Einzelheiten zu diesen Risiken sowie zum Management von Zins- und Währungsrisiken werden im Konzernanhang im Kapitel "6.3 Derivative Finanzinstrumente" dargestellt. Maßgeblich für die Identifizierung einer offenen Risikoposition, die dann eine wirtschaftlich sinnvolle Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist deren Sensitivität hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolgs. Das heißt, insgesamt sind wir bestrebt, ein Zinsergebnis zu erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist.
Eine Veränderung von 100 Basispunkten (Bp) der Zinssätze zum Stichtag hätte das Eigenkapital und Jahresergebnis, jeweils vor Ertragsteuer, mit den unten aufgeführten Beträgen erhöht oder vermindert. Dabei ist das Absenken des Zinsniveaus für das Jahresergebnis auf null begrenzt. Es wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem Wechselkurse, konstant bleiben.
| Jahresergebnis vor Ertragsteuer | Eigenkapital vor Ertragsteuer | |
|---|---|---|
| +100 Bp | -100 Bp (bis max. 0,0 % Zinsniveau) | |
| 31. Dezember 2015 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | -1.278 | 26 |
| Marktbewertung Zinsswaps | -- | -- |
| 31. Dezember 2014 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | -2.680 | 479 |
| Marktbewertung Zinsswaps | -- | -- |
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und die Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Hierdurch gewinnen wir hohe Flexibilität bei der Optimierung unserer Refinanzierung. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Da für alle designierten Sicherungsgeschäfte eine nahezu 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen der Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen der ABCP-Programme mit der Helaba (Opusalpha Purchaser II), der DZ BANK (CORAL), der HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG (Elektra) und mit der HSBC France (Regency) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der jeweiligen strukturierten Einheit bzw. der GRENKELEASING AG. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft, und das Absichern der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zinsswaps. Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt derjenigen des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten Finanzierung.# Risikomanagementbericht
Finanzrisiken
Zinsrisiko
Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedgebeziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Das Zinsrisiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeit quartalsweise auf Basis eines Value-at-Risk-(VaR-) Ansatzes quantifiziert. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Gegenüberstellung der offenen variabel und fest verzinsten Aktiva sowie der entsprechenden Passiva. Die angenommene Elastizität der variabel verzinsten Positionen beträgt 1, da nahezu alle Referenzzinsen durch den 1- bis 3- bzw. 6-Monats-Euribor reflektiert und hinreichend abgebildet sind. Neben den Bilanzpositionen und ihrem planmäßigen Amortisationsverlauf fließen jeweils aktuelle Zinsstrukturkurven, Währungskurse und sämtliche derivativen Positionen ein. Das Ausmaß des Zinsänderungsrisikos wird anhand der veränderten Zinscashflows bei Basispunkteveränderungen zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent und einer Haltedauer von 240 Tagen ermittelt. Bei einem Risikohorizont von einem Jahr liegt die geschätzte maximale Verlusthöhe zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent (entspricht einem BP-Shift von 122 Bp) bei 1.218 TEUR.
Währungsrisiken
Aufgrund der breiten internationalen Ausrichtung seines Geschäfts ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz. Diese Derivate werden zum Stichtag bilanziell mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den finanziellen Schulden erfasst. Währungsrisiken bestehen derzeit im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer, die außerhalb der Eurozone agieren. Das Hedging offener Fremdwährungscashflows erfolgt auf Basis intern definierter Absicherungsgrenzen, die ab einem Tageskurs in Höhe von umgerechnet 500 TEUR pro Währung greifen. In Polen, Dänemark, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Großbritannien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik sowie in der Türkei, Ungarn und Kroatien wurde dieser Betrag analog zum Vorjahr überschritten. In Kanada wurde dieser Betrag zum ersten Mal überschritten. Für Singapur gab es keine offenen Fremdwährungscashflows. Damit ist der Wechselkurs für in kanadischen Dollar, polnischen Złoty, Vereinigte-Arabische-Emirate-Dirham, Britischen Pfund, ungarischen Forint, kroatische Kuna, Singapur-Dollar, Schweizer Franken (im Rahmen des Schweizer Factoringgeschäfts) und türkischen Lira sowie Dänischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochter- und Franchisegesellschaften bekannt und überwiegend fest kontrahiert. Im Zuge des Wachstums der Gesellschaften bestehen jedoch weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen unterhalb der Mindestgrenze. Die Schweiz, Brasilien, Chile, Polen und Kroatien sind in der Leasingrefinanzierung nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings abgesichert. Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten - im Fremdwährungsbereich kommen ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz - wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt den Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge-Accounting) wird im Währungsbereich bis auf weiteres verzichtet. Für die Risikoberechnung der offenen Währungspositionen im Rahmen der Risikotragfähigkeit wird die Methode des Value-at-Risk (VaR) angewandt. Für jede Währung werden die historischen relativen Renditen der letzten zehn Jahre über eine Haltedauer von 240 Handelstagen betrachtet. Der ermittelte Kurseffekt wird auf die offene Devisenposition zum Stichtag angewandt. Die VaR-Berechnung ergibt bei einem Konfidenzniveau von 99,0 Prozent ein geschätztes Währungsrisiko über die verschiedenen Devisen von 1.075 TEUR.
Fremdwährungssensitivitätsanalyse
Nach Einschätzung des Managements ist der Konzern hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des Britischen Pfunds (GBP), des ungarischen Forint (HUF), der türkischen Lira (TRY) sowie dem Schweizer Franken (CHF) ausgesetzt. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern ergeben sich aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden einschließlich nicht als Sicherungsgeschäfte designierten Fremdwährungsderivaten sowie aus tatsächlichen Zahlungsströmen, die im Berichtszeitraum ganz oder teilweise ergebniswirksam erfasst wurden und im Rahmen der Konsolidierung in Euro umzurechnen waren unter der Bedingung, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem die Zinssätze, konstant bleiben. Eine direkte Auswirkung auf das Eigenkapital ergibt sich nicht. Dies ist damit begründet, dass Fremdwährungsderivate nicht als Sicherungsgeschäft bilanziert werden. Die Einflüsse der prognostizierten Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte werden außer Acht gelassen. Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10-prozentigen Aufwertung oder Abwertung des Euros gegenüber den jeweiligen anderen Währungen zum 31. Dezember bzw. während der Berichtsperiode und deren Auswirkung auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuer.
| TEUR | 2015 Aufwertung | 2015 Abwertung | 2014 Aufwertung | 2014 Abwertung |
|---|---|---|---|---|
| GBP | -1.043 | 1.051 | -658 | 655 |
| HUF | -612 | 613 | -319 | 338 |
| TRY | -329 | 340 | -311 | 270 |
| CHF | -322 | 322 | -- | -- |
Liquiditätsrisiken
Hinsichtlich der Liquiditätsrisiken verweisen wir zusätzlich auf die Übersicht der erwarteten Mittelabflüsse aus vertraglichen Verpflichtungen im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns.
Risikodefinition
Unter Liquiditätsrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel fehlen oder nur teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Liquiditätsrisiken werden in der Gruppe als wesentlich erachtet, aber aufgrund ausreichender Steuerungsmaßnahmen durch die vorhandenen Systeme und Methoden gut beherrscht.
Liquiditätssteuerung
Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wird zu jedem Zeitpunkt durch die ausreichende Vorhaltung von Liquiditätslinien gewährleistet. Im Wesentlichen wird sie durch vorgehaltene Liquidität, zugesagte Kreditlinien und bewährte, am Markt etablierte Geld- und Kapitalmarktprogramme abgedeckt. Emissionen unter den bestehenden Geld- und Kapitalmarktprogrammen erfolgen ausschließlich auf liquiden Märkten und Währungen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich im Berichtsjahr weiterhin freundlich entwickelt. Die Liquiditätssteuerung basiert auf den drei Säulen Geld- und Kapitalmarktprogramme, Forderungsverkauf und Finanzierungen über die GRENKE Bank. Dank dieser breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur waren wir jederzeit in der Lage, ausreichend Liquidität für den Konzern und das weltweite Geschäft zu beschaffen. Eine Herabstufung des Unternehmensratings durch Standard & Poor's oder GBB könnte die Refinanzierung von außen beeinträchtigen. Das Marktliquiditätsrisiko spielt lediglich eine untergeordnete Rolle, da keine liquidierbaren Vermögensgegenstände vorgehalten werden.
Kurzfristige Liquidität
Das Management des Liquiditätsrisikos umfasst die tägliche Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird jeweils am ersten Arbeitstag einer Kalenderwoche eine Liquiditätsübersicht erstellt und auf Vorstandsebene behandelt. Hierin sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten. Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft. Ferner werden auch Löhne und Steuern berücksichtigt. Das Reporting unterscheidet drei Liquiditätsstufen:
- Liquidität 1: Auf allen Konten befindliches Geld zuzüglich der Überziehungsrahmen bei Banken sowie aller "unmittelbar" (Zeithorizont etwa eine Woche) fließenden Gelder.
- Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen diejenigen Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind, sich aber in diesem Zeithorizont ohne signifikante Wertverluste monetarisieren lassen.
- Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der nicht bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen diejenigen Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind, aber mehr als einen Monat benötigen, um sich ohne signifikante Wertverluste monetarisieren zu lassen.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Liquidität 1 (Barliquidität) | 164.242 | 140.195 |
| Liquidität 2 (bis 4 Wochen) | 293.108 | 350.743 |
| Liquidität 3 (größer 4 Wochen) | 490.145 | 429.813 |
Zudem erfolgt die Steuerung der kurzfristigen Liquidität im Rahmen der ab 1. Oktober 2015 verbindlich einzuhaltenden Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die LCR-Mindestquote betrug zum Stichtag 31. Dezember 2015 in der internen Berechnung nach den Vorgaben der Delegierten Verordnung 94,69 Prozent. Die Mindestquote in Höhe von 60 Prozent wurde seit der Pflicht zur Einhaltung einer Mindestquote jederzeit eingehalten. Die wesentlichen Refinanzierungsquellen zur Sicherung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit stellen vorgehaltene Liquidität, EUR- und CHF-Geldhandel, Revolving Credit Facilities in EUR und CHF sowie Kontokorrentkreditlinien dar. Diese kurzfristigen Refinanzierungslinien sind teilweise fest zugesagt und unterliegen in Bezug auf die Referenzzinssätze EONIA bzw. EURIBOR/LIBOR lediglich geringen Marktschwankungen.# Zusätzliche Finanzinformationen
Zusätzlich sehen die genutzten Refinanzierungsverträge keine ordentlichen vorzeitigen Kündigungsrechte vor und weisen in der Regel feste Zusagen und Laufzeiten von mindestens einem Jahr auf. Zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen stehen vertraglich zugesagt Revolving-Credit-Facility-Verträge mit verschiedenen Banken in Höhe von 125,00 Mio. EUR und 25 Mio. PLN zur Verfügung.
Mittel- und langfristige Liquidität
Über das kurzfristige Steuern der Liquidität und das wöchentliche Reporting hinaus wird monatlich eine statische Liquiditätsplanung erstellt. Mindestens einmal im Quartal wird eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt, deren Cash-Planung darauf abzielt, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene und für die nächsten fünf Jahre. Da die Duration der Aktivseite im Portfolio ungefähr diesem Zeitraum entspricht, ist das eine bedeutende Kennzahl zur Steuerung des Gesamtkonzerns im Hinblick auf dessen Liquidität.
LIQUIDITÄTSVERLAUF PER 31. DEZEMBER 2015 in Mio. EUR
Im laufenden Geschäftsjahr 2016 werden Schuldverschreibungen in Form von Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von 305 Mio. EUR und 8 Mio. CHF fällig. Die Refinanzierung dieser Schuldverschreibungen kann zum Fälligkeitszeitpunkt einem Refinanzierungsrisiko unterliegen. Wir erwarten jedoch, dass sich dieses Refinanzierungsrisiko aufgrund unserer diversifizierten Refinanzierungsinstrumente, ausreichender Steuerungsmaßnahmen und guter Erfahrung auf den Kapitalmärkten im Jahr 2016 in engen Grenzen hält.
Als relevante Messgröße zur Steuerung der Fristigkeiten neuer Refinanzierungen und der Liquiditätsstruktur wird auf Monatsbasis die Duration für die Aktiv- und Passivseite berechnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 ergab sich eine Duration für die Aktivseite von 20 Monaten (Vorjahr: 19 Monate) und für die Passivseite von 22 Monaten (Vorjahr: 24 Monate). Auf Basis dieser Daten kann durch geeignete Maßnahmen das Risiko von Fristentransformationen reduziert werden.
Grundsätzlich refinanzieren wir uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsalternativen auf den Fremdkapitalmärkten. Damit sind wir in der Lage, beim Strukturieren unserer Passivseite auf breite Diversifikation zu setzen und mit mehreren Bankenpartnern zusammenzuarbeiten.
Unser Spektrum an Refinanzierungsinstrumenten ist sehr breit gefasst. Es beinhaltet zunächst klassische Bankfinanzierungen, revolvierende Darlehensfazilitäten und ABCP-Programme. Diese Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit nicht bestehen.
Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrundeliegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für Brasilien, Chile, Deutschland, Großbritannien, Polen und die Schweiz über klassische Bankenfinanzierungen, die in der Regel ebenfalls eine solche assetbasierte Struktur aufweisen.
Wir nutzen aber auch Refinanzierungsinstrumente, die nicht assetbasiert sind und daher nach unserem Ermessen und gemäß unserer Geschäftsentwicklung eingesetzt werden. So haben wir mit dem Debt-Issuance-Programm (DIP) einen direkten Kapitalmarktzugang. Zusätzlich verfügen wir schon seit Oktober 2011 über eine Plattform zur Emission von Commercial Paper (CP). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 250 Mio. EUR ausgestattet und kann mit Laufzeiten zwischen 1 und 364 Tagen begeben werden. Damit eröffnet uns die CP-Plattform unterjährige Refinanzierungsalternativen, während die Anleihen des DIP Laufzeiten ab einem Jahr aufweisen.
Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten der Finanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Sie bietet Anlagemöglichkeiten für gewerbliche und private Kunden. Mit diesem breit gefächerten Instrumentarium können wir aus den zur Verfügung stehenden Alternativen die im Rahmen der jeweiligen Verfassung der Kapitalmärkte attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen.
Vor dem Hintergrund der nur wenig entschärften europäischen Staatsschuldenkrise bleiben die Finanzmärkte vor allem bei Anleihen mittlerer bis längerer Laufzeiten hohen Risiken ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die deutschen Langfristzinsen, die sich auf historisch extrem niedrigem Niveau befinden. Allerdings betreiben die Nationalbanken weltweit weiterhin eine umfassende Liquiditätsversorgung der Märkte. Auf weitere Sicht ist davon auszugehen, dass diese Politik in Europa - die bisherigen zins- und geldpolitischen Signale der Europäischen Zentralbank deuten unverändert auf anhaltend niedrige Kurzfristzinsen - grundsätzlich beibehalten wird, während sich in den USA angesichts der dort robusten Konjunktur die geldpolitische Wende inzwischen deutlich abzeichnet.
Die sehr niedrigen Renditen von Staatspapieren und die gleichzeitige Verschlechterung der Bonität vieler staatlicher Schuldner haben Anleger dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen. Das hat zu einer sehr guten Verfügbarkeit von Refinanzierungsmitteln für Unternehmen mit hoher Bonität und guter Reputation am Kapitalmarkt - wie es GRENKE ist - geführt. Wir haben diese Marktverfassung auch im Berichtsjahr wieder aktiv genutzt, um nicht nur unseren aktuellen Refinanzierungsbedarf vollständig, zügig und zu attraktiven Konditionen zu decken, sondern auch einen Teil des Kapitalbedarfs für unser künftiges Wachstum. Dazu konnten wir auch erfolgreich neue Refinanzierungsoptionen wie die Emission einer eigenkapitalstärkenden AT1-Hybridanleihe wahrnehmen.
Operationelle Risiken
Risikodefinition
Unter operationellen Risiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Strukturen, menschlichen Fehlhandlungen und technischem Versagen oder infolge extern getriebener Ereignisse (z. B. elementare Gefährdungen, höhere Gewalt, vorsätzliche Handlungen) ergeben können. Reputationsrisiken fallen nicht darunter.
Operationelle Risiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich erachtet. Die Risiken werden auf Basis der Auswertungen der Risikoumfrage im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert.
Risikoumfrage
Mindestens jährlich wird über das intranetbasierte Risikomanagement-Tool des Konzerns eine Umfrage unter anderem zu den operationellen Risiken durchgeführt. Hierbei werden Mitarbeiter aus allen Bereichen zu den ihre Bereiche betreffenden Risiken befragt. Die Gesamtergebnisse der Oberbereiche Recht und Steuern, IT, Internationalisierung und Franchise, Administration, Personal, Vertrieb und Marketing sowie Verwertung werden anhand des durchschnittlich geschätzten Schadens und der genannten Eintrittserwartung evaluiert.
Im Berichtsjahr wurde eine Neubewertung des Risikoinventars innerhalb des Risikotools vorgenommen. Die bedeutendsten operationellen Nettorisiken aus den Umfragen im Jahr 2015 waren die folgenden:
- ― Risiken aus dem Altportfolio
- ― Fehlkalkulation von Steuern und Abgaben
- ― Externe Kommunikation gegenüber Kapitalmarkt
Das Risiko aus dem Altportfolio der Bank wurde mit der Eintrittswahrscheinlichkeit "wahrscheinlich" (50 Prozent bis 89 Prozent) sowie einer Schadenshöhe "mittel", das heißt in der Größenordnung von 150 TEUR bis 499 TEUR, bewertet. Das Risiko Fehlkalkulation von Steuern und Abgaben wurde mit der Eintrittswahrscheinlichkeit "möglich" (10 Prozent bis 49 Prozent) und einer Schadenhöhe von "schwerwiegend", das heißt zwischen 500 TEUR und 4.999 TEUR, eingestuft. In dieselbe Wahrscheinlichkeits- und Schadenshöhekategorie wurde das Risiko der externen Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt eingeordnet. Es beinhaltet insbesondere mögliche negative Auswirkungen, die sich durch die Kommunikation gegenüber Analysten und Aktionären ergeben. Die genannten Größenordnungen, bezogen auf die Einstufung des jeweiligen Schadensrisikos, waren zum Vorjahr unverändert.
Die relevantesten Risikofelder werden im AK Risk eingehend analysiert und Rückmeldungen aus den direkt betroffenen Bereichen zu den möglichen Gegenmaßnahmen eingeholt. Im Berichtszeitraum gab es keine operationellen Schäden, welche über der Schwelle von 2 Mio. EUR lagen. Der größte Teil der Schäden ist in die Kategorie Externer Betrug einzuordnen. Sofern einzelne Schadenshöhen nicht exakt zu bestimmen sind, beruhen die Werte auf Schätzungen und können zum Teil nur mit erheblichem zeitlichem Nachlauf präzisiert werden. In der Risikotragfähigkeitsrechnung erfolgt die Quantifizierung der operationellen Risiken aktuell über den Basisindikatoransatz gemäß Art. 315 CRR.
Zertifizierung des Qualitätsmanagements
Die TÜV SÜD Management Service GmbH erteilte der GRENKELEASING AG bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2010 von der TÜV-Zertifizierungsstelle, der TÜV SÜD Management Service GmbH, nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 geprüft und zertifiziert. Neben den Standorten in Deutschland, der GRENKEFACTORING GmbH (Deutschland) und der für die Verwertungen zuständigen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn, Portugal, Finnland, der Slowakischen Republik, Luxemburg, die GRENKEFACTORING AG Schweiz, die GC Leasing d.o.o., Slowenien, dem Vereinigten Königreich sowie die Franchisenehmer GC Locaҫão de Equipamentos LTDA Brasil, GC Renting Ofis Donanimlari Kiralama Limited Sirketi Türkiye, GF Faktor Zrt Hungary und GC Renting LtD Malta zertifiziert. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand bewertet. Eventuell erforderliche Korrekturmaßnahmen werden zeitnah veranlasst. Im aktuellen Auditbericht ISO 9001 vom 8.# September 2015 wird bestätigt, dass die GRENKELEASING AG (einschließlich der vorgenannten Tochtergesellschaften und Franchisepartner) über ein gut funktionierendes und wirksames Managementsystem verfügt. Die Anforderungen der Norm ISO 9001:2008 werden laut diesem Bericht erfüllt. Die Original-Leasingverträge werden, soweit sie nicht eingescannt sind, in feuersicheren Schränken bzw. Tresoren aufbewahrt. Damit ist zudem für den Fall eines Elementarschadens hinreichende Vorsorge getroffen. Die Vertragsdaten werden über unsere IT überwiegend mit speziell hierfür entwickelten Programmen gespeichert und aktualisiert. Die ursprünglichen Vertragsdaten werden sowohl in den Standorten als auch in der zentralen Vertragsverwaltung in Baden-Baden vorgehalten. Automatische Sicherungsprogramme und Stromunterbrechungseinrichtungen sichern die Datenhaltung ab. IT spielt beim Abwickeln und Verwalten unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle. Daher werden die Organisation und die Abläufe der IT wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.
Geschäftsprozess- und IT-Risikomanagement
Sämtliche Kerngeschäfts-, Management- und Supportprozesse laufen im hohen Maße automatisiert und digitalisiert und werden insbesondere im Zuge der kontinuierlichen Erneuerung von Legacy-Systemen stetig mit dem Ziel der Vereinfachung und Beschleunigung weiterentwickelt. Voraussetzung dafür ist eine technologisch moderne und in hohem Maße flexible Daten- und Softwaresystemarchitektur, deren Veränderung (Change Management) inhaltlich und methodisch systematisch dokumentiert wird und regelmäßigen internen Prüfungen unterliegt. Eine hohe betriebliche Stabilität wird erreicht durch fortgesetzte Modernisierung der Infrastruktur, die von einer vollständig redundanten Rechenzentrumsarchitektur, der einhundertprozentigen Virtualisierung von Servern, Speichern und Netzwerk sowie dem Einsatz eines angemessenen IT-Sicherheitsmanagements inklusive geprüften Datensicherungsverfahren ausgeht.
Business Continuity Management
Der Konzern hat ein Business Continuity Management etabliert. Die Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen sind schriftlich dokumentiert. Sie umfassen auch Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufpläne. Ziel ist es, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren. Ein Krisenstab, bestehend aus einem Leiter und seinem Team, fungiert als zentrales Krisenreaktionsinstrument. Die Aufgaben des Krisenstabs sind in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivieren von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellen der betrieblichen Kontinuität unterteilt. Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und die unterschiedlichen Pläne regelmäßig in Tests, Übungen und Simulationen überprüft. Die Tests finden mindestens einmal jährlich statt und umfassen alle relevanten Punkte.
IKS und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) stellt die Gesamtheit der vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen dar, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
― Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit inklusive des Schutzes des Vermögens sowie der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen
― Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung
― Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Jahresabschluss und den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Dabei sind Konzernrechnungslegung und Konsolidierung zentral organisiert. Buchungsvorgänge der einzelnen Länder werden entsprechend verbindlicher Ablaufpläne zur Generierung der qualitativen und quantitativen Angaben von zuständigen Sachbearbeitern zentral erfasst und bearbeitet. Es herrscht das Vieraugenprinzip. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind schriftlich niedergelegt und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die für den Konzernrechnungslegungsprozess verwendeten elektronischen Buchhaltungssysteme und die erforderliche IT-Infrastruktur werden regelmäßig hinsichtlich der gebotenen Sicherheitsanforderungen von der Internen Revision überprüft. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung und Sicherstellung der Wirksamkeit der Systeme und Prozesse des Konzernrechnungslegungsprozesses, insbesondere hinsichtlich neuer Produkte, Sachverhalte und veränderter rechtlicher Regelungen. Hierzu werden bei Bedarf auch externe Berater hinzugezogen. Zur Sicherstellung der Qualität der Rechnungslegung im Konzern werden die damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig bedarfsorientiert geschult.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
― Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
― Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und von dessen Ergebnissen auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften
― Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Abschlusses einschließlich des Lageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
― Maßnahmen, die die ordnungsgemäße, IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
― Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS
Der Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. In dieses System ist auch der Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft in vollem Umfang eingebunden. Damit gewährleistet das eingerichtete Risikomanagementsystem hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses von Gesellschaft und Konzern die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen für die Öffentlichkeit.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den Zielen und Managementmethoden hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten sowie den einzelnen Risikoarten, die mit solchen Instrumenten behandelt werden, wird auf das Kapitel "Derivate zur Absicherung" sowie auf die Ausführungen zum Management der Zins- und Währungsrisiken in diesem Risikobericht verwiesen. Andere Finanzinstrumente als dort erwähnt werden nicht eingesetzt.
Angaben zu den Eigenmitteln
Die Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR betrug zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 374 Mio. EUR (Vorjahr: 310 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurde eine Hybridanleihe über 30 Mio. EUR emittiert. Diese wird dem zusätzlichen Kernkapital zugerechnet. Ergänzungskapital besteht nicht.
Zusammensetzung des Kernkapitals vor Feststellung
| scroll | TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Eingezahlte Kapitalinstrumente | 18.859 | 18.859 | |
| Agio | 116.491 | 116.491 | |
| Einbehaltene Gewinne | 288.780 | 135.350 | |
| Sonstige Rücklagen | -- | 245.332 | |
| Abzugsposten vom Kernkapital | -85.928 | -79.032 | |
| Übergangsbestimmungen nach Artikel 478 CRR | 5.923 | 8.083 | |
| Summe des harten Kernkapitals nach Artikel 26 CRR | 344.125 | 309.734 | |
| Summe des zusätzlichen Kernkapitals nach Artikel 51 CRR | 30.000 | -- | |
| Summe des Ergänzungskapitals nach Artikel 62 CRR | -- | -- | |
| Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR | 374.125 | 309.734 |
Relevante Risikopositionen
| scroll | TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Zentralstaaten oder Zentralbanken | -- | -- | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber regionalen/lokalen Gebietskörperschaften | -- | -- | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Instituten/Unternehmen mit kurzfr. Rating | 5.017 | 1.310 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Unternehmen | 106.503 | 90.986 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus dem Mengengeschäft | 65.430 | 56.566 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus sonstigen Positionen | 5.008 | 4.463 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus Beteiligungen | 644 | -- | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus ausgefallenen Positionen | 7.445 | 8.249 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko | 190.047 | 161.573 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Marktrisiko | 16.261 | 15.490 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen operationelle Risiken | 32.380 | 27.622 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Anpassungen der Kreditbewertung | 251 | 183 | |
| Eigenmittelanforderungen insgesamt | 238.939 | 204.868 |
Die Eigenmittel des Konzerns (regulatorisches Eigenkapital) setzen sich aus dem eingezahlten Kapital, dem Agio, den einbehaltenen Gewinnen der vergangenen Geschäftsjahre sowie anrechenbaren Positionen des zusätzlichen Kernkapitals zusammen. Abzugspositionen, die vornehmlich aus den zuletzt festgestellten immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten bestehen, sowie Übergangsbestimmungen nach Art. 478 CRR werden entsprechend berücksichtigt. Durch die Tatsache, dass die GRENKELEASING AG im Sinne des § 10 a KWG übergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe ist, hat sie dafür Sorge zu tragen, dass der Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Capital Requirement Regulation (CRR) einhält.# Nach den Vorgaben des Artikels 92 Abs. 1 CRR in Verbindung mit § 10 a KWG ermittelt die GRENKELEASING AG unter anderem die Gesamtkapitalkennziffer des Konzerns auf den Grundlagen des IFRS-Abschlusses.
Zusammenfassende Betrachtung
Das kontrollierte Eingehen von Risiken stellt für den GRENKE Konzern einen maßgeblichen Teil des Geschäftsmodells dar. Zur Steuerung der Risiken wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System erfüllt die aufsichtsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Anforderungen. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, befindet sich auf hohem Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt. Für identifizierte Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken aus dem Leasing-, Bank-, Factoring- und Beteiligungsgeschäft ist ausreichend Vorsorge getroffen. Die dazu im Konzernabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung objektiver Hinweise in angemessener Höhe gebildet. Die Risikotragfähigkeit war im Berichtsjahr durchweg gegeben. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen Leasingnehmer die Einprozentmarke des Konzern-Eigenkapitals. Die aufsichtsrechtliche Mindestkapitalquote muss nach aufsichtsrechtlichen Standards zum Berichtsstichtag 8,00 Prozent betragen. Die Gesamtkapitalquote des Konzerns lag im Jahresverlauf regelmäßig über zwölf Prozent. Zum Stichtag weist der Konzern eine Gesamtkapitalquote von 12,53 Prozent (Vorjahr: 12,09 Prozent) aus. Sie liegt damit deutlich über der von der Institutsgruppe geforderten Eigenmittelausstattung und bietet genügend Spielraum für ihre geplante Weiterentwicklung. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Konzern und Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Die Risikodeckungsmasse reicht aus, um zukünftig geplante Geschäftsaktivitäten abzubilden.
Prognosebericht
Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung
Entwicklung des GRENKE Konzerns
Angesichts der dargestellten Chancen- und Risikolage gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2016, das im Folgenden den Prognosezeitraum von exakt einem Jahr bildet, von den nachfolgenden Entwicklungen aus:
Der Konsolidierungskreis des Konzerns dürfte sich im Zuge von Übernahmen aus dem Bereich der Franchisepartner auch 2016 ändern. Wesentliche Abweichungen sind jedoch nicht zu erwarten. Infolge der hohen Dynamik des Leasing-Neugeschäfts der letzten Jahre und wachsender Zinserträge erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr einen weiteren Gewinnanstieg. Dazu beitragen werden zusätzlich neben dem nach wie vor margenstarken aktuellen Neugeschäft auch das Einlagengeschäft der GRENKE Bank und das stark wachsende Factoringgeschäft. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir daher einen Gewinn in der Spanne von 93 bis 98 Mio. EUR - und damit einen neuen Rekordwert.
Auch in Bezug auf das Wachstum unseres Neugeschäftsvolumens sind wir angesichts unserer Wettbewerbsstärke und unserer hervorragenden Positionierung optimistisch: In unserem Leasinggeschäft (GRENKE Gruppe Leasing) rechnen wir mit einem Neugeschäftswachstum zwischen 16 und 20 Prozent und im Bereich des Factorings (GRENKE Gruppe Factoring) zwischen 30 und 35 Prozent. Dabei sind wir zuversichtlich, unser Neugeschäft über unsere diversen Kapitalmarktzugänge auch 2016 zu attraktiven Konditionen refinanzieren zu können. Einen erneut wichtigen Beitrag dazu wird die GRENKE BANK AG leisten, deren Einlagengeschäft wir aktiv steuern. Auch an unserem Ziel einer unverändert profitablen und risikoadäquaten DB2-Marge halten wir konsequent fest. Insgesamt sollte uns diese Entwicklung auch im laufenden Geschäftsjahr 2016 den für die Fortführung unserer Dividendenpolitik notwendigen Spielraum geben, die unsere Aktionäre am Unternehmenserfolg beteiligt.
Die wesentlichen Risiken, die zu Abweichungen in der dargestellten Planung führen können, führen wir im Folgenden auf:
- Signifikante Trendwende an den Kapitalmärkten (Zinsänderungsrisiko): Konjunkturell bedingt steigende Kupons bei Anleihen staatlicher Schuldner insbesondere im oberen Ratingbereich könnten deren relative Attraktivität ansteigen lassen und an den Kapitalmärkten zu Spreadausweitungen und damit entsprechenden Veränderungen der generellen Refinanzierungssituation für Unternehmen führen. Zwar können wir höhere Refinanzierungskosten in unseren Konditionen weitergeben, dies allerdings im Zweifel mit einem gewissen Zeitversatz. Das Risiko einer signifikanten Veränderung des Zinsumfelds schätzen wir trotz der inzwischen eingeleiteten Wende in der US-amerikanischen Zinspolitik weiterhin als eher gering ein. Dies gilt insbesondere für die Verhältnisse in Europa, wo die Signale der Europäischen Zentralbank bisher unverändert in die bisherige Richtung einer expansiven Geldpolitik weisen.
- Signifikante Veränderungen in den Geschäftspolitiken von Banken und Finanzdienstleistungseinheiten von IT-Herstellern hin zu einer verstärkten Rückkehr ins Leasinggeschäft: Dies könnte zu verschärftem (Margen-)Wettbewerb und damit Preisdruck führen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung im Jahr 2016 ist eher gering anzusetzen, da sie vergleichsweise lange Vorlaufzeiten erfordert. Darüber hinaus dürfte der Small-Ticket-Bereich nur wenig betroffen sein, da er traditionell hohe Eintrittsbarrieren aufweist.
- Starker Anstieg der Schäden: Traditionell steigen die Schäden zeitversetzt zur konjunkturellen Entwicklung. Damit dürfte selbst ein scharfer Konjunktureinbruch im Jahr 2016 erst im Zeitverlauf zu einem spürbaren Anstieg führen. Zum einen verfügen wir über eine wirksame Steuerung, die die Schadensentwicklung effektiv in Grenzen hält. Zum anderen kann im Geschäftsjahr 2016 eher von einer weiteren Stabilisierung des globalen Wirtschaftswachstums ausgegangen werden. Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Konjunktureinbruchs in 2016 als sehr niedrig ein.
Finanz- und Vermögenslage
Die Finanz- und Vermögenslage des GRENKE Konzerns soll sich insbesondere angesichts eines weiter steigenden Zinsergebnisses, resultierend aus dem hohen Neugeschäftswachstum der vergangenen Jahre und dem aktiv gesteuerten Einlagengeschäft der GRENKE Bank, auch 2016 ertragsbedingt weiter verbessern. Ausgehend von dem erwarteten Gewinnanstieg, rechnen wir mit einem steigenden Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die geplanten Investitionen vollständig innenfinanziert. Die Eigenkapitalquote soll die langfristige Zielgröße von 16 Prozent nicht unterschreiten.
Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung
Mit seiner soliden Finanzausstattung, der guten Positionierung auf den Kapitalmärkten und der Fähigkeit, risikoadäquate Margen durchzusetzen, ist der GRENKE Konzern hervorragend gerüstet, um den Wachstumspfad der letzten Jahre hin zu einem global agierenden Unternehmen auch zukünftig fortzusetzen. Damit werden wir nicht nur unsere Marktstärke in den traditionellen Kernmärkten weiter konsequent ausbauen, sondern darüber hinaus auch das GRENKE-Geschäftsmodell in neuen Märkten auf globaler Ebene etablieren. Aus heutiger Sicht sind zusammenfassend keine Faktoren zu erkennen, die die weitere Entwicklung des GRENKE Konzerns wesentlich und nachhaltig negativ beeinflussen könnten.
Übernahmerelevante Angaben
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe
Ausführliche Angaben zum Aktienbesitz der Organe per 31. Dezember 2015 sind im Konzernanhang im Kapitel "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" dargestellt. Angaben zu den Aktiengeschäften der Organe im Laufe des Berichtsjahres sind auf unserer Homepage www.grenke.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance einsehbar.
Erläuternder Bericht über die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB
Die Aktien der GRENKELEASING AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts zugelassen mit den weiteren Zulassungsfolgepflichten, wie sie von der Deutsche Börse AG für den Prime Standard definiert sind. Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes Gezeichnetes Kapital in Höhe von 18.859.255,47 EUR, das eingeteilt ist in 14.754.199 Namensaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von rund 1,28 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet. Entsprechend bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen.
Zur Wahrung der Kontinuität und Sicherung einer stabilen Aktionärsstruktur haben die Eheleute Wolfgang und Anneliese Grenke gemeinsam mit ihren Söhnen Moritz Grenke, Roland Grenke und Oliver Grenke (Familie Grenke) im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG gegründet. In diese Gesellschaft hat die Familie Grenke am 17. September 2014 sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien an der GRENKELEASING AG eingebracht. Der zwischen den Mitgliedern der Familie Grenke bestehende Poolvertrag wurde mit Einbringung der Aktien in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG aufgehoben. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 besitzt die Familienholding Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 6.291.733 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend rund 42,64 Prozent des Grundkapitals. Komplementär der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG ist die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, ihre Kommanditisten sind die folgenden Mitglieder der Familie Grenke: Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland und Oliver Grenke. Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH ist am Vermögen und Ertrag der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG nicht beteiligt. Jeweils einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Wolfgang Grenke und Frau Anneliese Grenke. In der Grenke Vermögensverwaltung GmbH und damit mittelbar in der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG hat Herr Wolfgang Grenke maßgeblichen Einfluss. Herr Wolfgang Grenke ist zugleich Vorsitzender des Vorstands der GRENKELEASING AG.# Mit Bescheid vom 1. September 2014 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG und die Grenke Vermögensverwaltung GmbH jeweils von den Pflichten des § 35 Abs. 1 Satz 1 sowie des § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG nach § 37 WpÜG befreit (Abgabe eines Pflichtangebots für Aktien der GRENKELEASING AG).
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaften vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen. Die Satzung der GRENKELEASING AG sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig. Der Vorstand der GRENKELEASING AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.
Änderungen der Satzung bedürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen eines Beschlusses durch die Hauptversammlung. Deren Beschlüsse werden - soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern. Weitere Angaben gemäß DRS 20 K211 (Bedingungen eines Kontrollwechsels im Falle eines Übernahmeangebots) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen. Ausführliche Angaben zu genehmigten und bedingten Kapitalien sind im Konzernanhang im Kapitel "4.17 Eigenkapital" dargestellt.
Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
Wir verweisen auf das Kapitel "Veränderungen in den Organen der Gesellschaft".
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB
Als börsennotierte Aktiengesellschaft haben wir gemäß § 289 a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat enthält. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG der GRENKELEASING AG und die Erklärung zur Unternehmensführung sind im Internet unter dem Link www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance zugänglich.
Lagebericht für die GRENKELEASING AG
Ergänzend zur Berichterstattung über den GRENKE Konzern, wird im folgenden Lagebericht die Entwicklung der GRENKELEASING AG (die "Gesellschaft") im Geschäftsjahr 2015 erläutert. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung waren keine wesentlichen abweichenden, ausschließlich die Gesellschaft betreffenden Entwicklungen zu verzeichnen. Über die bereits dargestellten wesentlichen Ereignisse des Geschäftsjahres hinaus ist für die Gesellschaft zusätzlich zu berichten, dass bei ihr im November 2010 mit der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen wurde. Diese dauerte zum Berichtsstichtag noch an und es lagen noch keine Prüfungsfeststellungen vor.
Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeit
Die GRENKELEASING AG stellt zusammen mit der Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (die "KGaA") eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar - mit der GRENKELEASING AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Beide Gesellschaften wurden 1997 gegründet. Im Rahmen eines Doppelstock-Modells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKELEASING AG hält direkt und indirekt 100 Prozent der KGaA, seit dem 1. Januar 2002 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zusammen mit den gemäß IFRS konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten der GRENKELEASING AG bildet sie den GRENKE Konzern.
Überblick über die Tochtergesellschaften und Niederlassungen
Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Freiburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, München, Neckarsulm, Neu-Ulm, Nürnberg, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken und Stuttgart. Sie hält über die Anteile an der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA hinaus jeweils 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, und der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerhalb Deutschlands hält die GRENKELEASING AG zum Bilanzstichtag Beteiligungen von jeweils 100 Prozent direkt an GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich; GRENKELEASING AG, Zürich/ Schweiz; GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz; GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien; GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien; GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark; Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie GRENKE LIMITED und GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland; GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich; GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien; GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden; Grenke Leasing Ltd., Guildford/ Großbritannien; GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen; GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn; GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien; S.C. Grenke Renting S.R.L, Bukarest/Rumänien; GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal; GRENKELEASING Oy, Vantaa/Finnland; GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei; GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg, GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien, GRENKE RENT S.A, Madrid/Spanien, sowie indirekt 100 Prozent an FCT "GK"-Compartment "G2", Pantin/Frankreich.
Lage
Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2015 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt worden.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
| TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Leasingerträge | 536.070 | 499.655 | |
| Leasingaufwendungen | -407.579 | -367.870 | |
| Ergebnis aus Leasinggeschäften | 128.491 | 131.785 | |
| Zinsergebnis | -1.015 | 563 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 24.609 | 21.593 | |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 51.660 | 44.446 | |
| Personalaufwand | 26.708 | 23.981 | |
| Abschreibungen und Wertminderung | 89.276 | 94.375 | |
| Jahresüberschuss | 22.391 | 16.440 |
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 245.724 | 191.674 |
| Leasingvermögen | 223.312 | 201.724 |
| Sachanlagen | 25.628 | 20.970 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 32.199 | 37.211 |
| Forderungen an Kunden | 54.589 | 57.531 |
| Eigenkapital | 248.694 | 242.533 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 403 | 1.031 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 45.400 | 38.005 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 228.393 | 218.127 |
| Bilanzsumme | 692.472 | 541.463 |
Ertragslage
Die Gesellschaft übernahm auch im Berichtsjahr Leasinggegenstände in mehreren Tranchen von der KGaA. Im Zuge dessen stieg das Volumen dieser Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr erneut an. Während die Leasingerträge hierdurch zunahmen, blieb das Ergebnis aus Leasinggeschäften aufgrund überproportional gestiegener Leasingaufwendungen mit 128,5 Mio. EUR jedoch leicht hinter dem Vorjahreswert von 131,8 Mio. EUR zurück. Die kontinuierliche Übernahme von Leasinggegenständen der KGaA durch die Gesellschaft reduzieren deren Geschäftsvolumen und damit sukzessive auch ihren Ertrag, den sie im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die GRENKELEASING AG abführt. So ermäßigten sich die Erträge aus Gewinnabführung im Berichtsjahr auf 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR). Das Zinsergebnis der Gesellschaft fiel mit -1,0 Mio. EUR nach 0,6 Mio. EUR im Vorjahr leicht negativ aus. Grund hierfür ist der Anstieg des Cash-Pool-Kontos, das im Berichtsjahr um 0,7 Mio. EUR höher als im Vorjahr ausfiel. Aufgrund der Beendigung der GOALS-2009-Refinanzierung sind die Erträge aus dem hierfür abgeschlossenen Zinsswap-Geschäft um 0,7 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Einen deutlich positiven Beitrag leisteten hingegen die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Ausgehend von Dividendenzahlungen zweier Tochtergesellschaften, erhöhten sie sich kräftig von 10,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 26,2 Mio. EUR im Berichtsjahr. Nähere Informationen hierzu sind im Anhang zum Abschluss der GRENKELEASING AG dargestellt. Leicht über Vorjahresniveau bewegten sich die Provisionsaufwendungen mit 5,4 Mio. EUR nach 5,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtsjahr insbesondere durch konzerninterne Umlagen auf 24,6 Mio. EUR nach 21,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, in denen auch die Aufwendungen für Personal enthalten sind, nahmen im Berichtsjahr von 44,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 51,7 Mio. EUR zu; dies insbesondere im Zuge unserer Geschäftsausweitung sowie des fortwährenden Ausbaus und der Optimierung unserer IT. Während sich die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen absolut rückläufig entwickelten (89,3 Mio. EUR nach 94,4 Mio.# EUR im Vorjahr), stiegen selbige auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft von 12,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 16,7 Mio. EUR an. Weiter fielen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere in Höhe von 1,7 Mio. EUR an. Diese Position, die im Vorjahr noch nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft einging, bezieht sich auf eine 2015 vorgenommene Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der GRENKELEASING s.r.o, Prag/Tschechien. Insgesamt betrug das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 22,2 Mio. EUR nach 19,6 Mio. EUR im Vorjahr. Nach erhaltenen Steuern von per Saldo 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: -3,2 Mio. EUR) ergab sich daraus ein Jahresüberschuss von 22,4 Mio. EUR nach 16,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der GRENKELEASING AG stieg im Geschäftsjahr 2015 kräftig an. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der regulatorisch bedingten erstmaligen Einstellung eines Guthabens bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von 45,0 Mio. EUR in die Barreserve, höheren Forderungen an Kreditinstitute und insbesondere aus dem Wertanstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen um 54,1 Mio. EUR bzw. 28 Prozent auf 245,7 Mio. EUR. Die Zunahme der Forderungen an Kreditinstitute resultiert wesentlich aus einem im Berichtsjahr von der GRENKE BANK AG begebenen Schuldscheindarlehen über 30,0 Mio. EUR, das in voller Höhe von der Gesellschaft gezeichnet wurde. Darüber hinaus hat das Leasingvermögen um gut zehn Prozent auf 223,3 Mio. EUR nach 201,7 Mio. EUR zugenommen. Dem gegenüber standen jeweils ein moderater Rückgang der Forderungen an Kunden und der Sonstigen Vermögensgegenstände.
Der größte Posten auf der Passivseite der Bilanz ist wie im Vorjahr der Rechnungsabgrenzungsposten, der leicht zunahm. Der größte Teil dieser Position betraf unverändert die Abgrenzung aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen. Aufgrund des Aufwuchses anderer Positionen ist dessen Anteil an der Bilanzsumme dennoch von 40 Prozent im Vorjahr auf 33 Prozent im Berichtsjahr gesunken. So haben im Berichtsjahr die Verbindlichkeiten der Gesellschaft insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der Position der Sonstigen Verbindlichkeiten zugenommen. Hier ist erstmals die mit der GRENKE FINANCE Plc. im Berichtsjahr vereinbarte Kontokorrentlinie zur Finanzierung des Guthabens bei der Deutschen Bundesbank ausgewiesen. Per 31. Dezember 2015 betrug die Ausnutzung dieser Linie 45,0 Mio. EUR. Insgesamt betragen die Sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 2015 135,0 Mio. EUR nach 37,7 Mio. EUR im Vorjahr. Darüber hinaus werden im Zuge der Emission einer unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2015 erstmals nachrangige Verbindlichkeiten in gleicher Höhe ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg auf 248,7 Mio. EUR an (Vorjahr: 242,5 Mio. EUR). Bezogen auf die Bilanzsumme von 692,5 Mio. EUR (Vorjahr: 541,5 Mio. EUR), betrug die Eigenkapitalquote zum Stichtag dieses Berichts 35,9 Prozent (Vorjahr: 44,8 Prozent).
Liquidität und Refinanzierung
Die Finanzierung des Leasingneugeschäfts steht auf einer soliden Basis. Unmittelbarer Refinanzierungspartner der Gesellschaft ist die GRENKE BANK AG. Der am 4. Februar 2010 platzierte ABS-Bond, über den am 15. Januar 2013 der letzte Ankauf stattfand, wurde im Berichtsjahr planmäßig abgelöst. Die GRENKELEASING AG veräußert zu ihrer Refinanzierung regelmäßig Leasingforderungen an die GRENKE BANK AG. Die zu diesem Zweck genutzten Bankeinlagen der GRENKE Bank wurden im Berichtsjahr auf 349,3 Mio. EUR nach 300,4 Mio. EUR im Vorjahr ausgeweitet. Weitere Finanzierungsmittel werden im Rahmen des Cash-Pool-Verfahrens über das konzerninterne Verrechnungskonto zur Verfügung gestellt. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt 81,2 Mio. EUR (Vorjahr: 35,8 Mio. EUR). Zusätzlich können Privatplatzierungen entweder direkt oder indirekt über unsere 100-prozentige Tochter GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, vorgenommen werden. Im Berichtsjahr wurden insgesamt sechs neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 216,2 Mio. EUR begeben. Zwei Anleihen mit einem Volumen von 175 Mio. EUR wurden fristgerecht getilgt. Darüber hinaus besteht ebenfalls über unsere Tochter in Irland die Möglichkeit der Nutzung von fünf revolvierenden Darlehensfazilitäten im Volumen von insgesamt 125,0 Mio. EUR sowie von zwei Geldhandelslinien im Volumen von insgesamt 45,0 Mio. EUR. Eine dieser zwei Geldhandelslinien sowie eine der revolvierenden Darlehensfazilitäten kann alternativ auch für Ziehungen in Schweizer Franken über die Schweizer Tochtergesellschaft genutzt werden. Ferner bestehen fünf ABCP-Programme mit einem Volumen von insgesamt 593,3 Mio. EUR. Diese gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der KGaA das Recht, Forderungen über einen gewissen Zeitraum an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Des Weiteren haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE FINANCE Plc. die Möglichkeit, Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250,0 Mio. EUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum Stichtag dieses Berichts lag die Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms bei 196,0 Mio. EUR (Vorjahr: 26,0 Mio. EUR).
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft
Die Gesellschaft befindet sich zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts 2015 in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, um ihre internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und ihre Gewinne auf dem Niveau des Berichtsjahres wieder erreichen zu können.
Doppelstock
Die Leasingobjekte des Neugeschäfts werden teilweise im Rahmen eines Doppelstock-Verfahrens bei der KGaA angemietet. Die Mietforderungen der KGaA werden an Finanzinstitute über strukturierte Einheiten im Rahmen von fünf ABCP-Programmen oder lokal an zwei Sparkassen verkauft (forfaitiert). Die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen sichern eine Finanzierung des Neugeschäfts auch bei steigendem Volumen.
Dividende
Für das Geschäftsjahr 2015 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 3. Mai 2016 eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr wurden 1,10 EUR je Aktie ausgeschüttet. Darüber hinaus bieten wir unseren Aktionären erneut die Möglichkeit, die Dividende nach ihrer Wahl ausschließlich in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der GRENKELEASING AG zu erhalten.
Mitarbeiter
Die Anzahl der vollzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand) der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr auf durchschnittlich 365 (Vorjahr: 345). Die Fluktuationsquote betrug 4,0 Prozent nach 4,4 Prozent im Vorjahr. Erneut auf einem deutlich niedrigeren Niveau lag sie insbesondere im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten, über die zu berichten wäre.
Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Die für den Konzern dargestellten Chancen und Risiken gelten im Wesentlichen auch für die Gesellschaft. Dabei hat der Heimatmarkt Deutschland für die Gesellschaft jedoch weiterhin eine besondere und deutlich stärkere Bedeutung als für den Konzern insgesamt. Währungsrisiken ist sie nicht ausgesetzt, da sie keine Cross-Border-Geschäfte in Nicht-Euro-Ländern betreibt.
Prognosebericht
Das künftige Ergebnis der Gesellschaft kann maßgeblich durch Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen oder bei Refinanzierungsmöglichkeiten, die wiederum zu einer Änderung der Refinanzierungsentscheidungen des Vorstands führen können, beeinflusst werden. Für das Geschäftsjahr 2016 sind wir insgesamt zuversichtlich. Wir rechnen damit, ein Wachstum des Neugeschäfts im niedrigen zweistelligen Prozentbereich für Deutschland realisieren zu können, und erwarten für die Einzelgesellschaft GRENKELEASING AG wieder einen Jahresüberschuss - abhängig von den Beteiligungserträgen und Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften - auf Niveau des Berichtsjahres. Die maßgeblichen Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2016 haben auch darüber hinaus Gültigkeit. Weitere Informationen zur Entwicklung des Konzerns sind im Abschnitt Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts enthalten.
Baden-Baden, den 31. Januar 2016
Der Vorstand
Konzernabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | 01.01.2014 bis 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 3.1 | 239.001 | 211.592 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 3.1 | 47.797 | 54.064 |
| Zinsertrag | 191.204 | 157.528 | |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 3.2 | 59.369 | 53.748 |
| Zinsertrag nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 131.835 | 103.780 | |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 3.3 | 50.801 | 42.078 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 3.4 | 50.068 | 45.461 |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | 3.5 | -644 | 1.607 |
| Operative Erträge insgesamt | 232.060 | 192.926 | |
| Personalaufwand | 3.6 | 63.190 | 55.028 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 3.7 | 7.969 | 6.448 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 3.8 | 52.689 | 45.727 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.9 | 4.406 | 3.176 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.10 | 5.531 | 4.406 |
| Operatives Ergebnis | 109.337 | 86.953 | |
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | 18 | 89 | |
| Sonstige Zinserträge | 423 | 294 | |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 317 | 427 | |
| Gewinn vor Steuern | 109.461 | 86.909 | |
| Ertragsteuern | 3.11 | 28.616 | 21.869 |
| Gewinn | 80.845 | 65.040 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | -4 | |
| Hybridkapitalgeber der GRENKELEASING AG | 771 | 0 | |
| Aktionäre der GRENKELEASING AG | 80.074 | 65.044 | |
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 3.12 |
scroll TEUR
| Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | 01.01.2014 bis 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gewinn | 80.845 | 65.040 |
| Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) 4.17.7 | -18 | 56 |
| Ertragsteuern | 0 | -6 |
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) | -18 | 50 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (vor Steuern) | 3.721 | 828 |
| Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen (nach Steuern) | 3.721 | 828 |
| 3.703 | 878 | |
| Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden | ||
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste (vor Steuern) 4.16 | -623 | -668 |
| Ertragsteuern | 138 | 186 |
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) | -485 | -482 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.218 | 396 |
| Gesamtergebnis | 84.063 | 65.436 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | -4 |
| Hybridkapitalgeber der GRENKELEASING AG | 771 | 0 |
| Aktionäre der GRENKELEASING AG | 83.292 | 65.440 |
Konzern-Bilanz
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Vermögenswerte
| Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel | 186.453 | 88.395 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 250 | 768 |
| Leasingforderungen | 1.004.360 | 876.781 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 63.828 | 59.816 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.272 | 4.793 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 7.073 | 8.756 |
| Steuererstattungsansprüche | 17.569 | 10.940 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 143.788 | 129.067 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.427.593 | 1.179.316 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Leasingforderungen | 1.849.812 | 1.579.317 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 27 | 341 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 47.195 | 30.714 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 5.368 | 0 |
| Sachanlagen | 46.351 | 40.411 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 62.161 | 57.285 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 17.171 | 14.264 |
| Latente Steueransprüche | 17.649 | 21.869 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1.203 | 1.433 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 2.046.937 | 1.745.634 |
| Summe Vermögenswerte | 3.474.530 | 2.924.950 |
Schulden und Eigenkapital
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| Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Schulden | ||
| Kurzfristige Schulden | ||
| Finanzschulden | 1.061.744 | 779.319 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 2.124 | 3.506 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.489 | 9.821 |
| Steuerschulden | 10.107 | 7.043 |
| Abgegrenzte Schulden | 12.666 | 10.312 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.764 | 1.887 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 17.294 | 11.214 |
| Abgegrenzte Mietraten | 82.908 | 26.872 |
| Summe kurzfristige Schulden | 1.199.096 | 849.974 |
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzschulden | 1.630.600 | 1.531.880 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 1.316 | 1.077 |
| Latente Steuerschulden | 48.619 | 45.692 |
| Pensionen | 4.245 | 3.281 |
| Langfristige Rückstellungen | 0 | 60 |
| Summe langfristige Schulden | 1.684.780 | 1.581.990 |
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 18.859 | 18.859 |
| Kapitalrücklage | 116.491 | 116.491 |
| Gewinnrücklagen | 419.068 | 355.389 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 5.465 | 2.247 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKELEASING AG | 559.883 | 492.986 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile* | 30.771 | 0 |
| Summe Eigenkapital | 590.654 | 492.986 |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 3.474.530 | 2.924.950 |
- Beinhaltet eine AT1-Anleihe (Hybridkapital), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der GRENKELEASING AG darstellt und unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen wird.
Konzern-Kapitalflussrechnung
scroll TEUR
| 01.01.2015 bis 31.12.2015 | 01.01.2014 bis 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 109.461 | 86.909 |
| Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| + Abschreibungen und Wertminderung | 7.969 | 6.448 |
| -/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 69 | 26 |
| -/+ Ergebnis aus Finanzanlagen | -106 | 652 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen | 3.527 | 255 |
| +/- Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | 3.132 | 3.297 |
| - Zugänge Leasingforderungen | -1.392.808 | -1.169.892 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 1.051.872 | 910.105 |
| + Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 187.711 | 166.596 |
| - Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | -232.758 | -208.013 |
| +/- Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | 6.388 | 4.417 |
| +/- Währungsdifferenzen | -18.239 | -9.356 |
| = Veränderung Leasingforderungen | -397.834 | -306.143 |
| + Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 990.611 | 911.218 |
| - Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -682.625 | -717.566 |
| - Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -23.896 | -48.312 |
| + Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 47.797 | 54.064 |
| +/- Währungsdifferenzen | 10.509 | 5.586 |
| = Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 342.396 | 204.990 |
| +/- Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 48.947 | 44.721 |
| -/+ Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer | -11.788 | -7.898 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden | ||
| -/+ Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte | -21.884 | 7.075 |
| +/- Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten | 56.036 | -38.202 |
| +/- Zunahme / Abnahme sonstige Schulden | 5.430 | 1.428 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 145.355 | 3.558 |
| -/+ Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern | -25.634 | -12.163 |
| - Gezahlte Zinsen | -317 | -916 |
| + Erhaltene Zinsen | 423 | 264 |
| = Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 119.827 | -9.257 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -11.330 | -5.708 |
| -/+ Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen | -13.077 | -5.846 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 166 | 294 |
| = Cashflow aus Investitionstätigkeit | -24.241 | -11.260 |
| +/- Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden | -173 | -544 |
| + Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung | 0 | 0 |
| + Nettoerlöse aus Hybridkapital | 29.469 | 0 |
| - Dividendenzahlungen | -16.230 | -10.644 |
| = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 13.066 | -11.188 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 88.395 | 109.770 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -10.900 | -432 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 77.495 | 109.338 |
| +/- Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | -569 | -138 |
| = Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 76.926 | 109.200 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 186.453 | 88.395 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -875 | -10.900 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 185.578 | 77.495 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | 108.652 | -31.705 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 119.827 | -9.257 |
| + Cashflow aus Investitionstätigkeit | -24.241 | -11.260 |
| + Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 13.066 | -11.188 |
| = Summe der Cashflows | 108.652 | -31.705 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
scroll TEUR
| Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Hedging- Rücklage | Rücklage für versicherungs- mathematische Gewinne / Verluste | Währungsumrechnung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | 18.859 | 116.491 | 355.389 | -7 | -920 | 3.174 |
| Gesamtergebnis | 80.074 | -18 | -485 | 3.721 | ||
| Emission Hybridkapital | ||||||
| Kosten Emission Hybridkapital | -165 | |||||
| Dividendenzahlung in 2015 für 2014 | -16.230 | |||||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 18.859 | 116.491 | 419.068 | -25 | -1.405 | 6.895 |
| Eigenkapital zum 01.01.2014 vor Anpassung | 18.790 | 112.757 | 306.064 | -57 | -438 | 2.346 |
| Effekte durch rückwirkende Anpassung nach IFRS | 3 | -42 | ||||
| Eigenkapital zum 01.01.2014 angepasst | 18.790 | 112.757 | 306.022 | -57 | -438 | 2.346 |
| Gesamtergebnis | 65.044 | 50 | -482 | 828 | ||
| Dividendenzahlung in 2014 für 2013 | -14.700 | |||||
| Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) | 69 | 3.734 | ||||
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung | ||||||
| Transaktionen mit Eigentümern | -977 | |||||
| Eigenkapital zum 31.12.2014 | 18.859 | 116.491 | 355.389 | -7 | -920 | 3.174 |
scroll TEUR
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKELEASING AG | Nicht beherrschende Anteile | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | Summe Eigenkapital | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | 492.986 | 0 | 0 | 492.986 |
| Gesamtergebnis | 83.292 | 771 | 84.063 | |
| Emission Hybridkapital | 30.000 | 30.000 | ||
| Kosten Emission Hybridkapital | -165 | -165 | ||
| Dividendenzahlung in 2015 für 2014 | -16.230 | -16.230 | ||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 559.883 | 30.771 | 590.654 | |
| Eigenkapital zum 01.01.2014 vor Anpassung | 439.462 | 0 | 0 | 439.462 |
| Effekte durch rückwirkende Anpassung nach IFRS | -42 | -42 | ||
| Eigenkapital zum 01.01.2014 angepasst | 439.420 | 0 | 439.420 | |
| Gesamtergebnis | 65.440 | -4 | 65.436 | |
| Dividendenzahlung in 2014 für 2013 | -14.700 | -14.700 | ||
| Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) | 3.803 | 3.803 | ||
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung | 33 | 33 | ||
| Transaktionen mit Eigentümern | -977 | -29 | -1.006 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2014 | 492.986 | 0 | 492.986 |
Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
1 Gegenstand des Unternehmens
Die GRENKELEASING AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKELEASING AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKELEASING AG Konzerns (im Folgenden GRENKE Konzern genannt). Die GRENKELEASING AG ist ein börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt. Der GRENKE Konzern betreibt das Finanzierungsgeschäft, als Partner für schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen, in seiner Bandbreite vom Leasing bis zum Factoring sowie diverse Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Einlagengeschäft mit Privatkunden.# GRENKE Konzern
Die Durchführung von Leasinggeschäften über bewegliche Wirtschaftsgüter aller Art, die Verwaltung von Leasingverträgen für Dritte, die Vermittlung von Sachversicherungen für Leasinggüter, der Forderungsankauf und die Forderungsverwaltung von bzw. für Drittunternehmen (Factoring), das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte bilden die Geschäftsfelder des GRENKE Konzerns. Dabei konzentriert sich das Leasinggeschäft im Wesentlichen auf das sogenannte "Small-Ticket-Leasing" von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie sonstige IT-Produkte. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Dies beinhaltet, dass die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten übersteigen.
2 Grundlagen des Konzernabschlusses
2.1 Grundlagen der Erstellung
Der Konzernabschluss der GRENKELEASING AG (im Folgenden als "Konzernabschluss" bezeichnet) zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) - vormals International Accounting Standards (IAS) - sowie die Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) bzw. International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden im vorliegenden Abschluss berücksichtigt.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRENKELEASING AG sowie ihrer Tochtergesellschaften und konsolidierten strukturierten Einheiten zum 31. Dezember 2015. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.2 dargestellt und betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer beziehungsweise überarbeiteter Rechnungslegungsstandards ergeben haben.
Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Februar 2016 den vorliegenden, vom Vorstand am 31. Januar 2016 aufgestellten Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.
2.2 Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS
2.2.1 In 2015 umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) veröffentlicht. Des Weiteren veröffentlicht das IASB im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards ("Annual Improvements Project", AIP). Primäres Ziel der Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen.
Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2011 - 2013
Im Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS (AIP) wurden verschiedene Standards "Jährliche Verbesserungen an den IFRS: Zyklus 2011 - 2013" geändert. Betroffen sind hiervon IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" und IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Die geänderten Standards stellen bestehende Sachverhalte klar. Die vorgenommenen Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da die Sachverhalte entweder für den GRENKE Konzern nicht zutreffend sind oder bereits so interpretiert wurden.
IFRIC 21 "Abgaben"
IFRIC 21 "Abgaben" enthält Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird. Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist. Steuern (IAS 12 "Ertragsteuern"), Strafzahlungen und andere Strafen, Schulden, die aus Emissionshandelsprogrammen entstehen, und andere Abflüsse, die unter den Anwendungsbereich anderer Standards fallen, sind nicht von dieser Interpretation betroffen. Die Anwendung von IFRIC 21 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da die unter IFRIC 21 fallende Bankenabgabe sowie Beiträge zur Entschädigungseinrichtung deutscher Banken von untergeordneter Bedeutung für den Konzern sind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine neuen oder überarbeiteten verpflichtend anzuwendenden IFRS in Kraft getreten.
2.2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt
Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere geänderte IAS und IFRS veröffentlicht, die aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKELEASING AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.
Nachfolgend wird unterschieden, ob Standards bereits in europäisches Recht übernommen ("endorsed") wurden (in Klammer: verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt):
Bereits in europäisches Recht übernommen ("endorsed")
- Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" (1. Februar 2015)
- Änderungen an IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen" (1. Januar 2016)
- Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2010 - 2012 (1. Februar 2015)
- Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2012 - 2014 (1. Januar 2016)
Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten"
Der geänderte IFRS 11 schreibt vor, dass der Erwerber eines Anteils an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, bei der es sich um einen Geschäftsbetrieb handelt, die entsprechenden Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anzuwenden hat. Die Änderungen stellen auch klar, dass ein bislang gehaltener Anteil an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht neu bewertet wird, wenn ein weiterer Anteil an derselben gemeinschaftlichen Tätigkeit unter Beibehaltung der gemeinschaftlichen Führung erworben wird. Diese Änderungen sollen keine Anwendung finden, wenn die Parteien (einschließlich des berichtenden Unternehmens), die sich die gemeinschaftliche Führung teilen, unter der gemeinsamen Beherrschung durch dasselbe oberste beherrschende Unternehmen stehen. Da der GRENKE Konzern keine Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten hält, ist diese Änderung für ihn nicht relevant.
Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative"
Die Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Angaben im Abschluss nur notwendig sind, wenn ihr Inhalt wesentlich ist. Der Wesentlichkeitsgrundsatz im Abschluss ist anzuwenden und gilt explizit auch dann, wenn ein Standard eine Liste von Minimumangaben fordert. Zudem nimmt das IASB Klarstellungen zur Aggregation und Disaggregation von Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Sonstigen Gesamtergebnisses vor. Eine weitere Klarstellung erfolgt für die Darstellung von Anteilen am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung. Die Musterstruktur des Anhangs wurde ebenfalls gestrichen, künftig soll die Struktur eine Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz berücksichtigen. Inwieweit diese Klarstellungen die Abschlussbestandteile des Konzernabschlusses zukünftig beeinflussen werden, wurde noch nicht abschließend entschieden. Voraussichtlich werden die Änderungen keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, da es sich bei den Änderungen lediglich um Klarstellungen handelt.
Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"
Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen keine sachgerechte Methode darstellen. Eine widerlegbare Vermutung wurde durch die Änderung an IAS 38 eingeführt, dass Umsatzerlöse keine geeignete Basis für Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da diese keine umsatzabhängige Abschreibungsmethode anwendet.
Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen"
Die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" bewirken, dass biologische Vermögenswerte, die die Definition von fruchttragenden Pflanzen erfüllen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht werden. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben, da der Konzern keine fruchttragenden Pflanzen im Bestand hat.# Änderungen an Rechnungslegungsstandards
Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"
Durch die Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" wird klargestellt, wie Arbeitnehmerbeiträge oder Beiträge Dritter zu leistungsorientierten Plänen zu bilanzieren sind. Die Bilanzierung ist davon abhängig, ob die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängen oder nicht. Die Gesellschaft prüft derzeit die Änderungen, geht zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass sie einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.
Änderungen IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen"
Die Änderungen an IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen" lässt zu, dass Unternehmen die Equity-Methode zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen anwenden. Die Änderung hat keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft, da die Regelungen in IAS 27 lediglich für Einzelabschlüsse Gültigkeit besitzen.
Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2010 - 2012
Im Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS ("Annual Improvements Project", AIP) wurden verschiedene Standards "Verbesserungen an IFRS: Zyklus 2010 - 2012" geändert. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte erst für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Februar 2015 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung auf Einzeländerungsbasis ist zulässig. Betroffen sind hiervon IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung", IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 8 "Geschäftssegmente", IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte".
Die Änderungen bezwecken die Präzisierung von Ansatz, Bewertung und Ausweis von Geschäftsvorfällen oder vereinheitlichen Terminologien. Die vorgenommenen Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da die Sachverhalte entweder für den GRENKE Konzern nicht zutreffend sind oder bereits so interpretiert wurden.
Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2012 - 2014
Im Rahmen des Projektes der jährlichen Verbesserungen an den IFRS wurden verschiedene Standards "Verbesserungen an IFRS: Zyklus 2012 - 2014" geändert. Die Erstanwendung betrifft Geschäftsjahre beginnend ab 1. Januar 2016. Eine frühzeitige Anwendung auf Einzeländerungsbasis ist zulässig. Betroffen sind IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche", IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben", IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung".
Die vorgenommenen Änderungen sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG.
Noch nicht in europäisches Recht übernommen ("nicht endorsed") (in Klammer: IASB-Erstanwendungszeitpunkt)
- IFRS 9 "Finanzinstrumente" (1. Januar 2018)
- IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" (1. Januar 2016)
- IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
- IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (1. Januar 2019)
- Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften - Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht" (1. Januar 2016)
- Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerungen oder Erbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture" (vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben)
- Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" (1. Januar 2017)
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Der Standard enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ersetzt die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten sowie die vorher veröffentlichten Versionen von IFRS 9. An den bisherigen Wertmaßstäben "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert" hält IFRS 9 bei der Bewertung von Finanzinstrumenten fest. Als Grundlage für die Klassifizierung und Bewertung bezieht sich der Standard dabei zukünftig auf die Kriterien der Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem Finanzinstrumente gesteuert werden. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert, während nach IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste zulässig war. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge-Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Voraussichtlich wird sich die Einführung des neuen Wertminderungsmodells auf den Konzernabschluss auswirken, da es zu einer früheren Erfassung von Wertminderungen kommt. Detaillierte Auswirkungen aus den genannten Auswirkungen auf den GRENKE Konzern werden untersucht.
IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten"
IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" gestattet einem IFRS-Erstanwender, mit einer begrenzten Einschränkung, regulatorische Abgrenzungsposten zur Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle weiter zu bilanzieren. Da der Konzern kein IFRS-Erstanwender ist, ergeben sich keine Auswirkungen auf die Bilanzierung des Konzerns. Die Europäische Kommission hat beschlossen, keine Übernahme des Interimstandards IFRS 14 in europäisches Recht vorzuschlagen.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
Der Standard führt ein fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15). Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält ferner Vorgaben zum Ausweis. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. Der neue Standard zu Umsatzerlösen wird alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung nach IFRS ersetzen. Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung vorgeschrieben. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat.
IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Das IASB hat den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im Januar 2016 veröffentlicht. IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet, jedoch nur, wenn zu diesem Zeitpunkt auch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operate Lease und Finance Lease beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert (sogenannte "low value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse, mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr, eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16. Das IASB hat sich dazu entschieden, viele Aspekte der zwischenzeitlich vorgeschlagenen Bilanzierungsweise beim Leasinggeber aufzugeben und stattdessen die Anforderungen aus dem bestehenden IAS 17 zu verwenden. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen daher weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Dadurch, dass die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17 entsprechen werden, wird der neue Standard voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss von GRENKE als Leasinggeber haben. Die geänderte Bilanzierung bei Leasingverhältnissen, bei denen GRENKE Leasingnehmer ist, wird sich auf den Konzernabschluss auswirken. Es wird aber auch hier keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss erwartet, da GRENKE vornehmlich Leasinggeber ist.
Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften - Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht"
Der Standard dient zur Klärung von Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften nach IFRS 10, welche ihre Tochterunternehmen stattdessen zum beizulegenden Zeitwert bilanziell abbilden.# Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben, da der Konzern an keiner Investmentgesellschaft beteiligt ist.
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerungen oder Erbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen"
Bei den Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Es wird davon ausgegangen, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden. Im Jahr 2015 wurde der Erstanwendungszeitpunkt vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern"
Im Januar 2016 veröffentlichte der IASB die Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern". Die Änderungen stellen die Voraussetzungen für den Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste, insbesondere für nicht realisierte Verluste auf Schuldtitel, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind, klar. Mögliche Auswirkungen aus den genannten Änderungen auf den GRENKE Konzernabschluss werden untersucht.
2.3 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.3.1 Zusammensetzung des Konzerns
Der Konzern besteht aus 32 (Vorjahr: 32) konsolidierten Unternehmen, davon sind fünf (Vorjahr: sechs) konsolidierte strukturierte Einheiten. An 28 (Vorjahr: 27) der vom Konzern beherrschten Unternehmen hält der Konzern direkt oder indirekt eine 100-prozentige Kapitalbeteiligung. Vier (Vorjahr: fünf) der konsolidierten Unternehmen werden von Dritten gehalten, davon handelt es sich bei drei strukturierten Einheiten um Beteiligungsunternehmensteile (Silos). Weiterhin ist seit Ende des Geschäftsjahres ein assoziiertes Unternehmen im Konzern nach der Equity-Methode bilanziert.
Tochtergesellschaften
Tochtergesellschaften sind Unternehmen, welche aufgrund der Anteile direkt oder indirekt vom Konzern gehalten werden und über die die GRENKELEASING AG Beherrschung ausübt. Ein Unternehmen wird beherrscht, wenn der GRENKE Konzern die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen besitzt. Das heißt, der GRENKE Konzern ist mit seiner Verbindung zu dem Unternehmen variablen Rückflüssen ausgesetzt und hat die Fähigkeit, diese Rückflüsse mittels seiner Verfügungsgewalt zu beeinflussen.
Strukturierte Einheiten sind Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Beherrschung liegt vor, wenn die GRENKELEASING AG aufgrund bestehender Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Aktivitäten des untergeordneten Unternehmens zu bestimmen, dabei variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und eine Verbindung zwischen Entscheidungsgewalt und Höhe der variablen Rückflüsse besteht.
Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, an dem der GRENKE Konzern Beherrschung erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine Möglichkeit zur beherrschenden Einflussnahme mehr vorliegt.
Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.
Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt, wozu auch die Transaktionskosten zählen. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Dieser Geschäfts- und Firmenwert ist Bestandteil des Buchwertes der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft.
Der Anteil von GRENKE am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Aufgrund des Erwerbs von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen kurz vor Geschäftsjahresende wurde auf einen Einbezug des Ergebnisses dieses Unternehmens in diesem Abschluss zum 31. Dezember 2015 aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet.
Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKELEASING AG und ihrer beherrschten Konzerngesellschaften (im Folgenden auch "GRENKE Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung kommen konzernweit einheitliche Rechnungslegungsgrundsätze zur Anwendung. Neben der GRENKELEASING AG sind die folgenden Tochterunternehmen und strukturierten Einheiten sowie ein assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
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| Tochterunternehmen sowie strukturierte Einheiten | Sitz | Beteiligung 2015 | Beteiligung 2014 |
|---|---|---|---|
| Inland | |||
| GRENKE Service AG | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (direkt 84,4 %, 15,6 % indirekt über GRENKE Service AG) | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| Ausland | |||
| GRENKELEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100 % | 100 % |
| GRENKE ALQUILER S.A. | Barcelona/Spanien | 100 % | 100 % |
| Grenkefinance N.V. | Vianen/Niederlande | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING AG | Zürich/Schweiz | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING GmbH | Wien/Österreich | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING ApS | Herlev/Dänemark | 100 % | 100 % |
| GRENKE LIMITED | Dublin/Irland | 100 % | 100 % |
| GRENKE FINANCE Plc. | Dublin/Irland | 100 % | 100 % |
| GRENKE LOCATION SAS | Schiltigheim/Frankreich | 100 % | 100 % |
| GRENKE Locazione S.r.l. | Mailand/Italien | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING AB | Stockholm/Schweden | 100 % | 100 % |
| GRENKE LEASE Sprl1) | Brüssel/Belgien | 100 % | 100 % |
| Grenke Leasing Ltd. | Guildford/Großbritannien | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. | Posen/Polen | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Magyarorszag Kft. | Budapest/Ungarn | 100 % | 100 % |
| S.C. Grenke Renting S.R.L | Bukarest/Rumänien | 100 % | 100 % |
| GRENKE RENT S.A. | Madrid/Spanien | 100 % | 100 % |
| GRENKE RENTING S.A. | Lissabon/Portugal | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING s.r.o. | Bratislava/Slowakei | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Oy | Vantaa/Finnland | 100 % | 100 % |
| GRENKELOCATION SARL | Munsbach/Luxemburg | 100 % | 100 % |
| GRENKEFACTORING AG | Basel/Schweiz | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING d.o.o. | Ljubljana/Slowenien | 100 % | -- |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2"2) | Pantin/Frankreich | 100 % | 100 % |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G3"3) | Pantin/Frankreich | 0 % | 0 % |
| Opusalpha Purchaser II Limited4) | Dublin/Irland | 0 % | 0 % |
| Kebnekaise Funding Limited4) | St. Helier/Jersey | 0 % | 0 % |
| CORAL PURCHASING Limited4) | St. Helier/Jersey | 0 % | 0 % |
| GOALS FINANCING 2009 LIMITED5) | Dublin/Irland | -- | 0 % |
| Assoziierte Unternehmen | |||
|---|---|---|---|
| Cash Payment Solution GmbH | Berlin | 25,01 % | -- |
1) GRENKELEASING AG ist mit 1.749 TEUR (von insgesamt 1.750 TEUR) am Tochterunternehmen GRENKE LEASE Sprl in Brüssel/Belgien direkt und über ihre deutsche Tochtergesellschaft GRENKE Service AG mit 1 TEUR indirekt beteiligt.
2) Die GRENKELEASING AG ist indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE Service AG mit jeweils 50 % beteiligt.
3) Konsolidierung ab dem 31. März 2013 durch Aufnahme der Refinanzierungstätigkeit dieses Compartments im Rahmen des ABCP-Programms Regency Assets Limited für französische Leasingforderungen. Es besteht kein Beteiligungsverhältnis.
4) Konsolidierung ab dem Geschäftsjahr 2014, rückwirkend zum 1. Januar 2013 infolge der Erstanwendung von IFRS 10.
5) Die strukturierte Einheit GOALS FINANCING 2009 LIMITED wurde im Jahr 2015 abgewickelt und dadurch entkonsolidiert
Für Erläuterungen hinsichtlich der Neuzugänge im Geschäftsjahr verweisen wir auf Tz. 5.1.
2.3.2 Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsgeschäfte
Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung (zum Beispiel flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) werden in der Folge mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet und sich gegebenenfalls ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.
Fremdwährungsumrechnung im Konzern
Jedes Unternehmen innerhalb des GRENKE Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.# 2.3.2 Umrechnung und Darstellung von Fremdwährungen
Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung. Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen in Euro zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres (arithmetisches Mittel der festgestellten Tageskurse eines Geschäftsjahres). Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Die im GRENKE Konzern verwendeten Wechselkurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:
| Währung | Stichtagskurs 31.12.2015 | Durchschnittskurs 2015 | Stichtagskurs 31.12.2014 | Durchschnittskurs 2014 |
|---|---|---|---|---|
| AED | 3,9910 | 4,0771 | 4,4445 | 4,8793 |
| CAD | 1,5116 | 1,4186 | 1,4063 | 1,4661 |
| CHF | 1,0835 | 1,0679 | 1,2024 | 1,2146 |
| CZK | 27,0230 | 27,2790 | 27,7350 | 27,5360 |
| DKK | 7,4626 | 7,4587 | 7,4453 | 7,4548 |
| GBP | 0,7340 | 0,7258 | 0,7789 | 0,8061 |
| HUF | 315,9800 | 310,0000 | 315,5400 | 308,7100 |
| NOK | 9,6030 | 8,9496 | 9,0420 | 8,3544 |
| PLN | 4,2639 | 4,1841 | 4,2732 | 4,1843 |
| RON | 4,5240 | 4,4454 | 4,4828 | 4,4437 |
| SEK | 9,1895 | 9,3535 | 9,3930 | 9,0985 |
| TRY | 3,1765 | 3,0255 | 2,8320 | 2,9065 |
| USD | 1,0926 | -- | 1,2160 | -- |
2.3.3 Leasingverhältnisse
Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Vertragsbeginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt. Eine erneute Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur dann vorzunehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
a. Es erfolgt eine Änderung der Vertragsbedingungen, sofern sich die Änderung nicht nur auf eine Erneuerung oder Verlängerung der Vereinbarung bezieht;
b. eine Erneuerungsoption wird ausgeübt oder eine Verlängerung gewährt, es sei denn, die Erneuerungs- oder Verlängerungsbestimmungen wurden bereits ursprünglich in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt;
c. es erfolgt eine Änderung der Feststellung, ob die Erfüllung von einem spezifischen Vermögenswert abhängt, oder
d. es erfolgt eine wesentliche Änderung des Vermögenswerts.
Der Konzern als Leasinggeber
Finanzierungsleasingverhältnisse
Bei einem Finanzierungsleasingverhältnis werden alle wesentlichen mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Daher werden die ausstehenden Leasingzahlungen vom Leasinggeber als Kapitalrückzahlung und Finanzertrag behandelt. Die Leasingzahlungen dienen dazu, dem Leasinggeber seine Finanzinvestition zurückzuerstatten und ihn für seine Dienstleistungen zu entlohnen. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden bei erstmaligem Ansatz in der Bilanz als Leasingforderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Die Leasingzahlungen werden so in Zinszahlungen und Tilgung aufgeteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung der Forderung erzielt wird. Anfängliche direkte Kosten, wie zum Beispiel Händlerprovisionen, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden bei der Berechnung des Nettoinvestitionswerts berücksichtigt. Diese anfänglichen direkten Kosten werden bei Entstehen im Ergebnis aus dem Neugeschäft ergebniswirksam angesetzt. Im Ergebnis aus dem Neugeschäft werden zudem Erlöse aus Vormieten, das heißt die Vergütung für die Nutzung des Leasingobjektes durch den Leasingnehmer für den Zeitraum zwischen Übergabe des Objektes bis zur Ausstellung des Mietannahmeschreibens, ausgewiesen. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, bei denen nicht alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom GRENKE Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte in der Regel als Sachanlagen ausgewiesen (siehe Tz. 4.7). Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt. Dieser wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Der Konzern als Leasingnehmer
Finanzierungsleasingverhältnisse
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den GRENKE Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den GRENKE Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
2.3.4 Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
Der GRENKE Konzern bewertet derivative Finanzinstrumente zu beizulegenden Zeitwerten. Zudem sind die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, in Tz. 6.4 dargestellt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen im Rahmen eines geordneten Geschäftsvorfalls beim Verkauf des Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Übertragung der Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt zeitpunktbezogen unter der Anwendung der Annahmen, die die repräsentativen Marktteilnehmer bei ihrer Preisbildung berücksichtigen würden. Bei der Preisbildung wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von nicht finanziellen Vermögenswerten wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet:
- Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
- Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
- Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.## 2.3.5 Finanzinstrumente
Klassen von Finanzinstrumenten
Finanzinstrumente im Anwendungsbereich von IFRS 7 werden in Anlehnung an die Bilanzpositionen in folgende Klassen unterteilt: Zahlungsmittel, Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Leasingforderungen (performend), Leasingforderungen (nicht performend), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen, Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankschulden, Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert mit Sicherungsbeziehung.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich Derivate. Die weiteren finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind bis auf die performenden Leasingforderungen zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
Derivate
Die im GRENKE Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente (Derivate), sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden sowohl im Rahmen der Erst- bzw. Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Im GRENKE Konzern werden nur Zinsderivate zur Absicherung von Zahlungsströmen aus der Wertänderung von Zinsen als Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) bilanziert. Diese Zinsswap-Kontrakte werden den variablen Zahlungsströmen der Grundgeschäfte aus Anleihen und Privatplatzierungen sowie den variablen Zahlungsströmen aus den Grundgeschäften der ABCP- und ABS-Refinanzierung zugeordnet. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps weist der Konzern nach Berücksichtigung von latenten Steuern im Posten Sonstiges Ergebnis (Hedging-Rücklage) aus. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypo-thetische-Derivate-Methode" vorgenommen. Weitere Ausführungen sind unter Tz. 6.3 erläutert.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entsprechend IAS 39 als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Forderungen aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17 eingestuft. Wir verweisen auf Tz. 2.3.3.
Kategorie Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Kredite und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie unter Zahlungsmittel ausgewiesen.
Andere Kategorien
Der GRENKE Konzern hält zum Stichtag keine finanziellen Vermögenswerte in den Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sowie bis auf die Derivate keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte.
Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Transaktionen von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der GRENKE Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt, dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung zählen Anzeichen dafür, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten erlebt, die durch Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen gekennzeichnet sind. Daneben werden das bisherige Zahlungsverhalten, die Altersstruktur, eine substanzielle Verschlechterung der Kreditwürdigkeit sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines Schuldners berücksichtigt.
Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst.
Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen bzw. aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("nicht performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Im GRENKE Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "nicht performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt und der Barwert der ausstehenden Raten als Schadensersatz geltend gemacht. Dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
- Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.
- Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung der Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen von IAS 39.19 erfüllt ("Pass-through Arrangement").
- Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen, oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.
Wenn der GRENKE Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.# Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigungen ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden.
Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Zahlungsmittel werden zu Anschaffungskosten bewertet. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst, im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst, im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Gewinn- und Verlustrechnung amortisiert.
Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwerts der noch an die Refinanzierer zu leistenden Zahlungen. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen.
Eine finanzielle Garantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß und den Bedingungen des Schuldinstruments entsprechend nachkommt.
Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel dem Barwert der für die Übernahme der Finanzgarantie erhaltenen Gegenleistung. Anschließend erfolgt die Bewertung der Verbindlichkeit mit der bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlichen Ausgaben oder dem höheren angesetzten Betrag abzüglich der kumulierten Amortisationen.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder endgültig erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst; im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände werden mit ihren erzielbaren Erlösen angesetzt. Die Ermittlung erfolgt hierbei auf Basis von Vergangenheitswerten. Eine adäquate Bewertung ist durch die Verwendung von Laufzeitbändern gewährleistet.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Finanzierungskosten werden aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; realisierte Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag/Aufwand ausgewiesen.
Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
| Gegenstand | Nutzungsdauer |
|---|---|
| Bürogebäude | 33 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| EDV-Hardware | 3 Jahre |
| Mietereinbauten | 10 Jahre |
| Sonstige (Büroeinrichtung) | 3 - 20 Jahre |
Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.
Geschäfts- oder Firmenwerte
Die aus Unternehmenskäufen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt.
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung und werden nach dem erstmaligen Ansatz mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment-Test") unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("Impairment-only-Approach"). Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest Überprüfungen vorzunehmen. In der Folgezeit werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt.
Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Leasingsegment ist diese gleichbedeutend mit dem Geschäftsumfang, der in den jeweiligen Verkaufsregionen (Ländern) repräsentiert wird, und entspricht in der Regel den rechtlichen Einheiten. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte intern überwacht werden. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln.
Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von vier bzw. fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Ein für den Geschäfts- und Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Perioden nicht wieder aufgeholt.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen, Software
Erworbene Lizenzen und Software werden zu fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert. In den Anschaffungskosten wird der Erwerbspreis zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswertes auf die beabsichtigte Nutzung einbezogen. Diese werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die nach individueller Beurteilung in aller Regel drei bzw. fünf Jahre beträgt.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten)
Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der GRENKE Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden bzw. über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren je nach Entwicklungsprojekt mit drei bis fünf Jahren unterstellt.
Kundenbeziehungen/Händlerstamm
Ein/-e im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene/-r Kundenbeziehung/Händlerstamm wird beim erstmaligen Ansatz entsprechend ihres/seines beizulegenden Zeitwerts bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der/des Kundenbeziehung/Händlerstamms erfolgte bis 2011 über ein kostenorientiertes Verfahren. Bei Unternehmenszusammenschlüssen ab 2012 erfolgte die Ermittlung mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens über die Residualwertmethode. Die Kundenbeziehungen bzw.# Händlerstämme
Händlerstämme werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren abgeschrieben.
Wettbewerbsverbote
Durch Unternehmenszusammenschlüsse vertraglich erworbene Wettbewerbsverbote werden entsprechend ihres beizulegenden Zeitwerts zum Zugangszeitpunkt bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über ein kapitalwertorientiertes Verfahren, eine Mehrgewinnmethode. Die Wettbewerbsverbote werden über die vertragliche Nutzungsdauer, die in der Regel ein bis zwei Jahre beträgt, planmäßig abgeschrieben.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden während des Zeitraums, in dem sie noch nicht genutzt werden, einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.
Die Bilanzansätze von Geschäfts- oder Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 2.3.8 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich untersagt ist.
Eigenkapital
Die unter den zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesene von der GRENKELEASING AG begebene Hybridanleihe ist nach IAS 32 vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Der Nominalbetrag der Anleihe wurde um ein Disagio sowie Kapitalbeschaffungskosten reduziert und wird unter Berücksichtigung von latenten Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Die an die Anleiheninhaber abgegrenzten Zinsvergütungen werden, vermindert um die Ertragsteuern, direkt im Eigenkapital erfasst. Bei Fälligkeit vermindern die Zinszahlungen das Eigenkapital.
Rückstellungen
Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den GRENKE Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsaufwand aus leistungsorientierten Verpflichtungen sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens werden als Nettozinsaufwand in den sonstigen Zinserträgen erfasst. Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen werden unmittelbar mit der Plananpassung als Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected-Unit-Credit-Method") berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen.
Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der GRENKE BANK AG. Eine Fondsfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, zum Beispiel aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen. Im GRENKE Konzern kommen überwiegend beitragsorientierte Versorgungspläne zur Anwendung.
Steuern
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche
Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider. Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:
- Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
- Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen bzw. Schulden erfasst.
Gewerbesteuer
Bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKELEASING AG, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie für die GRENKEFACTORING GmbH wurde § 19 GewStDV für die Erhebungszeiträume 2008 bis 2015 angewendet und Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzugerechnet. Bei der GRENKE BANK AG wird § 19 GewStDV in der für Banken relevanten Art angewendet.
Ertragsrealisierung
Erlöse aus der Funktion des Konzerns als Leasinggeber
Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 2.3.3 verwiesen.# Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft
Unter den Erlösen aus dem Versicherungsgeschäft sind die Erträge für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts ausgewiesen, die die Leasingnehmer über den GRENKE Konzern abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstands nicht selbst vornehmen. Der GRENKE Konzern agiert zwischen den Leasingnehmern und dem Versicherer. Die Versicherungsbeiträge werden jährlich eingezogen und anteilig abgegrenzt.
Verkauf von Leasingobjekten
Erlöse aus dem Verkauf von Leasingobjekten werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Gegenständen verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Erlöse aus Verkäufen nach Grundmietzeitende bzw. aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung werden im Verwertungsmehrergebnis, die Verkaufserlöse aufgrund schadhafter Leasingverträge in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge ausgewiesen.
Zinserträge
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft (zinsähnliche Gebühren wie beispielsweise Factoringgebühren) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
2.3.16 Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Grundsätze der Konsolidierung
Bei der Prüfung, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, werden unter anderem folgende Kontrollfaktoren untersucht: der Zweck und die Gestaltung des Unternehmens, die relevanten Tätigkeiten und wie diese bestimmt werden, ob der Konzern durch seine Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, ob der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse hat und ob der Konzern die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflusst wird.
Sind Stimmrechte maßgeblich, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er direkt oder indirekt mehr als die Hälfte der Stimmrechte an dem Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen dafür, dass ein anderer Investor über die praktische Fähigkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten einseitig zu bestimmen. Einer oder mehrere der folgenden Faktoren deuten auf solche Anzeichen hin: Ein anderer Investor besitzt aufgrund einer Vereinbarung mit dem Konzern die Beherrschungsmöglichkeit über mehr als die Hälfte der Stimmrechte; ein anderer Investor besitzt aufgrund gesetzlicher Regelungen oder einer Vereinbarung die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanzpolitik und der geschäftlichen Tätigkeiten der Beteiligung; ein anderer Investor beherrscht die Beteiligung aufgrund seiner Möglichkeit zur Bestellung und Abberufung der Mehrheit der Vorstandsmitglieder oder eines gleichwertigen Lenkungsorgans; ein anderer Investor beherrscht das Unternehmen aufgrund seiner Möglichkeit, über die Mehrheit der abzugebenden Stimmrechte bei einer Sitzung der Vorstandsmitglieder oder eines gleichwertigen Lenkungsorgans zu verfügen.
Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, soweit diese als substanziell erachtet werden. Ähnlich beurteilt der Konzern das Vorliegen einer Beherrschung in Fällen, in denen er nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, aber die praktische Fähigkeit zur einseitigen Lenkung der relevanten Tätigkeiten hat. Diese Fähigkeit kann in Fällen entstehen, in denen der Konzern die Möglichkeit zur Beherrschung der relevanten Tätigkeiten aufgrund der Größe und Verteilung des Stimmrechtsbesitzes der Anteilseigner besitzt. Zudem wird bei der Konsolidierungsprüfung eines Unternehmens auch die Möglichkeit der Beherrschung eines Teils des Beteiligungsunternehmens als fiktives separates Unternehmen, als sogenanntes Silo, berücksichtigt.
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich ein oder mehrere Kontrollfaktoren der in IFRS 10 geführten Beherrschungselemente verändert haben, überprüft der Konzern die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Zudem werden die getroffenen Entscheidungen jährlich überprüft. Dazu gehören Änderungen der Entscheidungsrechte, Änderungen von vertraglichen Vereinbarungen, Änderungen der Finanzierungs-, Eigentums- oder Kapitalstrukturen sowie Änderungen nach einem auslösenden Ereignis, das in den ursprünglichen Vertragsvereinbarungen vorweggenommen wurde.
Konsolidierung von strukturierten Einheiten
Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene strukturierte Einheiten in Form von Asset-Backed-Commercial-Paper-Programmen ("ABCP-Programme") und Asset-Backed-Security-Bonds ("ABS-Bonds"). Bei den strukturierten Einheiten bzw. ABCP-Programmen CORAL PURCHASING Limited, Kebnekaise Funding Limited sowie Opusalpha Purchaser Limited wurde eine Beherrschung eines Beteiligungsunternehmensteils als fiktives separates Unternehmen festgestellt (sogenannte Silostruktur). Zwar handelt es sich hierbei um sogenannte Multiseller, bei denen Kreditinstitute Verbriefungsvehikel gründen, um Kunden den Zugang zu spezifischen Portfolios von Vermögenswerten zu bieten und durch die Verbriefung finanzieller Vermögenswerte Marktliquidität bereitzustellen, jedoch eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einer weiteren Refinanzierungsform und generiert damit entsprechenden Nutzen. Eine Einflussmöglichkeit des GRENKE Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der strukturierten Einheiten besteht nicht. Eine maßgebliche Tätigkeit während der Laufzeit dieser Programme stellt die Forderungsauswahl der zu übertragenden Forderungen dar. Weiterhin wird die initiale Auswahl der Forderungen für jedes Silo nach spezifischen Auswahlkriterien festgelegt. Bei einem Ausfall der Forderungen wird die Abwicklung von GRENKE übernommen. Die Chancen und Risiken aus den Forderungen des Silos verbleiben im GRENKE Konzern. Mit dem revolvierenden Forderungsankauf bzw. -verkauf können die variablen Rückflüsse beeinflusst werden, sodass der Beteiligungsunternehmensteil als fiktives separates Unternehmen beherrscht wird.
Bei der FCT GK 2 werden die Anteile des Sondervermögens von zwei Tochterunternehmen gehalten und konsolidiert. Die Anteile, welche direkt und indirekt vom Konzern gehalten werden, sind ein Indiz für eine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, aber nicht das entscheidende Kriterium, da für eine Konsolidierung alle Prämissen gemäß IFRS 10 erfüllt sein müssen. Die Konsolidierung erfolgt, da alle Kontrollfaktoren erfüllt sind und der Konzern die Wirtschaftseinheit beherrscht, indem er die Fähigkeit besitzt, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, Anrechte auf variable Rückflüsse hat und zudem über die Fähigkeit verfügt, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass er dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflussen kann.
Bei der FCT GK 3 besteht im Gegensatz zur FCT GK 2 keine Beteiligung bei sonst gleicher Gestaltung. Die Konsolidierung erfolgt ebenso wie beim FCT GK 2 nicht aufgrund des Beteiligungsverhältnisses, da hierbei die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte kein dominanter Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, sondern aufgrund der Kontrollfaktoren. Diese sind sowohl bei dem FCT GK 2 als auch beim FCT GK 3 zu bejahen, was eine Konsolidierungspflicht dieser beiden Unternehmen nach sich zieht.
GOALS Financing 2009 Ltd. war eine strukturierte Einheit im Rahmen eines ABS-Bonds (Tz. 4.12.2). Der GRENKE Konzern war maßgeblich an der vertraglichen Gestaltung der Gründung beteiligt und konnte somit die wesentliche Tätigkeit der strukturierten Einheit lenken und verfügte damit über die Verfügungsgewalt. Weiterhin lag es im Ermessen des GRENKE Konzerns, in welcher Höhe Forderungen verkauft wurden. Er trug somit das Recht und Risiko der variablen Rückflüsse. Eine Beherrschung ohne Stimmrechtsanteile wurde daher angenommen und somit diese strukturierte Einheit konsolidiert. In 2015 wurde GOALS Financing 2009 Ltd. abgewickelt und entkonsolidiert.
Zum 31. Dezember 2015 und 2014, wie auch jeweils unterjährig, bestanden für den GRENKE Konzern keine Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Folglich existieren keine erheblichen Beschränkungen aufgrund von Schutzrechten zugunsten dieser Anteilseigner.
Leasing
Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.
2.3.17 Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.# Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.
Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Leasinggeschäft:
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 % und 100 %. Die Struktur der Wertberichtigungssätze wurde im Geschäftsjahr neu ermittelt. Bei Anwendung der alten Sätze hätte sich eine um 163 TEUR höhere Wertminderung ergeben.
Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Ermittlung der Wertberichtigungen aus rückständigen Forderungen des Factorings
Rückständige Factoringforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Factoringgeschäft:
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Forderung in Warteposition |
| 1 | Nicht fällige und fällige Forderungen vor Inkassomaßnahmen |
| 2 | Fällige Forderungen in der eigenen Inkassobearbeitung |
| 3 | Fällige Forderungen in Bearbeitung durch Fremdinkasso und/oder mit bedienter Ratenzahlungsvereinbarung |
| 4 | Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Mahnbescheid-Beantragung |
| 5 | Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Klageerhebung |
| 6 | Fällige Forderung bei insolventem Debitor |
| 7 | Ausgebuchte Forderung |
| 8 | Vollständig bezahlte Forderung |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist aufgrund von Zahlungsstörungen von einer Wertminderung auszugehen. Dabei wird eine der BA-Klasse entsprechende Werthaltigkeit zugrunde gelegt, deren Wertberichtigungssatz zwischen 3 % und 100 % beträgt. Die Wertberichtigungssätze werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Ermittlung der Wertberichtigungen (Risikovorsorge) aus dem Kreditgeschäft
Bei Forderungen aus dem Kreditgeschäft wird die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarung zur Leistung der Zins- und Tilgungsleistung stetig überwacht. Bei Leistungsstörungen und Überziehungen werden frühzeitig geeignete Maßnahmen in Form eines strukturierten schriftlichen Mahnverfahrens eingeleitet. Bei erfolglosem Mahnverfahren oder Insolvenz des Kunden wird der Blankoanteil vollständig wertberichtigt, sofern der Kunde den offenen Kreditbetrag in Abstimmung mit der Förderbank nicht zeitnah zurückführen kann.
Ermittlung der Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen prüft der Konzern kontinuierlich, ob ein notwendiger Wertberichtigungsbedarf vorliegt. Als objektive Hinweise für eine Wertminderung gelten unter anderem Ausfall oder Verzug eines Schuldners, Hinweise auf eine Insolvenz sowie sonstige Merkmale, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen der Schuldner hinweisen. Die Höhe des Wertminderungsaufwands orientiert sich analog den BA-Klassen im Leasinggeschäft und wird einzelfallbasiert bestimmt.
Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich des Jahres 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11 % und 15 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen weiter detailliert. Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7 % und 28,4 % der ursprünglichen Anschaffungskosten. Die Restwertsätze veränderten sich für Zugänge ab 1. Januar 2009 bis 31. März 2011 auf zwischen 6,5 % und 28,4 % und für Zugänge ab 1. April 2011 bis 31. Dezember 2014 auf zwischen 6,5 % und 23,5 %. Aufgrund neuerer Kalkulationen und durch die Einführung von neuen Laufzeitgruppen für Leasingverträge mit Laufzeiten größer 60 Monate reduzierten sich die Restwertsätze seit 1. Januar 2015 auf zwischen 3,0 % und 21,5 %. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,8 % und 17,5 % (Vorjahr: zwischen 2,8 % und 18,6 %) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstands unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Input-Parameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maße eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Input-Parameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Input-Parameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.
Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.# 3 Ausgewählte Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Zinsergebnis
3.1.1 Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus dem Leasinggeschäft | 232.758 | 207.353 |
| Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer | 1.122 | 659 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft | 4.221 | 2.955 |
| Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank | 900 | 625 |
| Summe | 239.001 | 211.592 |
3.1.2 Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts
Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung | 42.977 | 48.703 |
| Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft | 4.820 | 5.361 |
| Summe | 47.797 | 54.064 |
3.2 Schadensabwicklung und Risikovorsorge
Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("Percentage-of-Receivables-Approach").
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Risikovorsorge Leasinggeschäft | 55.599 | 50.486 |
| Buchwertabgang bei performenden Leasingforderungen durch vorzeitige Schaden | 51.350 | 50.809 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 49.719 | 49.531 |
| Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen | 53.812 | 48.895 |
| Aufwand aus Delkrederegebühren an Franchiser | 156 | 313 |
| Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank | 3.599 | 3.242 |
| Risikovorsorge Factoringgeschäft | 171 | 20 |
| Ergebnis | 59.369 | 53.748 |
3.3 Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft
Die Erlöse und Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft im Rahmen des Leasinggeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft | 53.940 | 44.669 |
| Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft | 3.139 | 2.591 |
| Ergebnis | 50.801 | 42.078 |
3.4 Ergebnis aus dem Neugeschäft
Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Einbuchung neuer Leasingforderungen | 1.392.808 | 1.169.892 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 6.796 | 6.295 |
| Erlöse aus Bearbeitungsgebühren | 4.281 | 3.739 |
| Erlöse aus Mietsonderzahlungen | 4.228 | 3.259 |
| Summe | 1.408.113 | 1.183.185 |
Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände | 1.334.652 | 1.119.232 |
| An Händler bezahlte Provisionen | 23.393 | 18.492 |
| Summe | 1.358.045 | 1.137.724 |
Ergebnis aus dem Neugeschäft | 50.068 | 45.461 |
Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert. Bezogen auf die leasingvertragsbezogene Kalkulation, werden im Ergebnis Neugeschäft die anfänglichen direkten Kosten und der anteilige Erlös aus Vormieten gezeigt. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden.
3.5 Verwertungsmehrergebnis
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Nachmieten | 35.522 | 31.079 |
| Buchverluste aus dem Abgang nach Grundmietzeitende | -39.008 | -34.190 |
| Buchgewinne aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung | 3.624 | 5.556 |
| Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit | -782 | 838 |
| Ergebnis | -644 | 1.607 |
Bei den Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Dem gegenüber stehen die Abschreibungen sowie die Buchverluste aus dem Abgang der Leasinggegenstände nach Grundmietzeitende bzw. Buchgewinne aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung.
3.6 Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 928 (Vorjahr: 846). Teilzeitangestellte werden anteilig berücksichtigt. Weitere 24 (Vorjahr: 28) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gehälter | 51.902 | 45.038 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 11.288 | 9.990 |
| Summe | 63.190 | 55.028 |
Für die bestehenden leistungsorientierten Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalkosten für das Geschäftsjahr 2015 von insgesamt 420 TEUR (Vorjahr: 277 TEUR) erfasst. Des Weiteren sind im Personalaufwand 636 TEUR (Vorjahr: 583 TEUR) für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der französischen Tochtergesellschaft erfasst.
3.7 Abschreibungen und Wertminderung
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.337 | 3.203 |
| Geschäftsausstattung | 2.237 | 2.105 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 703 | 451 |
| Bürogebäude | 692 | 689 |
| Summe | 7.969 | 6.448 |
Für die Aufwendungen aus Wertminderung verweisen wir auf Tz. 4.8 und Tz. 4.9.
3.8 Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)
Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Betriebskosten | 17.624 | 16.217 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 8.286 | 7.590 |
| Vertriebskosten (ohne Provisionen) | 8.635 | 8.082 |
| Verwaltungskosten* | 8.273 | 7.303 |
| Sonstige Steuern | 5.010 | 3.991 |
| IT-Projektkosten | 4.630 | 2.420 |
| Vergütung der Kontrollgremien | 231 | 124 |
| Summe | 52.689 | 45.727 |
- Der Vorjahreswert der Verwaltungskosten wurde aufgrund einer übersichtlicheren Darstellung entsprechend um 1.346 TEUR erhöht. Die Anpassung steht im Zusammenhang mit den Anpassungen im sonstigen betrieblichen Ertrag und den sonstigen Zinsaufwendungen. Informations-(IT-)Projektkosten, die keine Aktivierung als Entwicklungskosten begründen entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.
Beratungs- und Prüfungskosten
In den Beratungs- und Prüfungskosten sind Aufwendungen für das Honorar (inklusive Auslagen) des Abschlussprüfers der GRENKELEASING AG enthalten. Die Honorare für Abschlussprüferleistungen umfassen die Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der GRENKELEASING AG sowie für die Prüfungen der Jahresabschlüsse und Lageberichte der GRENKELEASING AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen und vom Konzernabschlussprüfer geprüften Tochterunternehmen. Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2015 setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 600 | 584 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 192 | 65 |
| Sonstige Leistungen | 44 | 116 |
| Summe | 836 | 765 |
Die Vorjahresangabe wurde um das Honorar für durch den Konzernabschlussprüfer geprüfte Tochterunternehmen ergänzt. Von dem Gesamthonorar waren 38 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR) periodenfremd.
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 8.247 TEUR (Vorjahr: 7.744 TEUR) entstanden. Der Aufwand ist in der Position Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.
3.9 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.239 | 1.102 |
| Erlösschmälerungen | 772 | 778 |
| Mietaufwendungen | 548 | 567 |
| Buchverluste aus dem Verkauf von Büro- und Geschäftsausstattung | 117 | 42 |
| Übrige Posten | 730 | 687 |
| Summe | 4.406 | 3.176 |
3.10 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus Mahngebühren* | 1.378 | 1.440 |
| Miete und Mietnebenkosten | 622 | 626 |
| Vereinnahmte Franchisegebühren | 592 | 541 |
| Provisionseinnahmen Bankgeschäft | 415 | 366 |
| Periodenfremde Erträge | 351 | 200 |
| Sonstige Gebühren an Leasingnehmer | 326 | 179 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Waren | 241 | 384 |
| Bestandsveränderung | 239 | -108 |
| Courtagen und Gebührenerstattungen Factoringgeschäft | 232 | 179 |
| Umrechnungsdifferenzen | 181 | 19 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 144 | 54 |
| Versicherungsentschädigungen | 73 | 86 |
| Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 48 | 16 |
| Übrige Posten | 689 | 424 |
| Summe | 5.531 | 4.406 |
- Der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge wurde aufgrund einer übersichtlicheren Darstellung entsprechend um 827 TEUR erhöht (vergleiche Tz. 3.8).
3.11 Ertragsteuern
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 21.569 | 18.330 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | -314 | 3.135 |
| Ausländische Ertragsteuern | 21.883 | 15.195 |
| Latente Steuern | 7.047 | 3.539 |
| Deutschland | 3.943 | -5.441 |
| Ausland | 3.104 | 8.980 |
| Summe | 28.616 | 21.869 |
Unter den laufenden Steuern sind Erträge in Höhe von 697 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) aus Vorjahren enthalten.# Überleitungsrechnung zwischen dem durchschnittlichen effektiven und dem erwarteten Steuersatz
Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKELEASING AG auf den effektiven Steuersatz, bezogen auf den Vorsteuergewinn (100 %), ergibt sich wie folgt:
| Anzuwendender Steuersatz | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 14,19 % | 14,19 % |
| Körperschaftsteuer | 15,00 % | 15,00 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,83 % | 0,83 % |
| Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG | 30,02 % | 30,02 % |
| Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 0,96 % | 0,09 % |
| Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern | -9,38 % | -5,41 % |
| Saldo aus Steuerminderungen und -erhöhungen aufgrund Veränderungen in den Steuersätzen | -0,27 % | -0,75 % |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | 0,00 % | 0,00 % |
| Steuernachzahlungen und -erstattungen aus Vorjahren1) | -0,64 % | -0,02 % |
| Steuermehrung aufgrund steuerlich nicht wirksamer Firmenwertberichtigung | 0,19 % | 0,15 % |
| Sonstiges | 5,25 % | 1,08 % |
| Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern | 26,14% | 25,16 % |
1) Steuererstattungen für Vorjahre beliefen sich in 2015 auf 697 TEUR (Vorjahr: Steuererstattungen 22 TEUR).
3.12 Ergebnis je Aktie
Der auf die Aktionäre der GRENKELEASING AG entfallene Gewinn in Höhe von 80.074 TEUR (Vorjahr: 65.044 TEUR) liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Ein Verwässerungseffekt ergab sich weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr 5,43 EUR (Vorjahr: 4,41 EUR).
| Stück | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode | 14.754.199 | 14.700.000 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (unverwässert) | 14.754.199 | 14.735.489 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (verwässert) | 14.754.199 | 14.735.489 |
| Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode | 14.754.199 | 14.754.199 |
3.13 Sonstiges Ergebnis
Die erfolgswirksamen Umgliederungen realisierter Gewinne/Verluste vor Steuern stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) aus Zinskontrakten | 28 | 120 | |
| Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung | -46 | -64 | |
| Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen | -18 | 56 |
4 Ausgewählte Angaben zur Bilanz
4.1 Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert
Unter den Finanzinstrumenten mit positivem beizulegendem Zeitwert werden ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung ausgewiesen. Derivate mit einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39, die einen positiven beizulegenden Zeitwert aufweisen, liegen nicht vor.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | |||
| Zinsswaps | 0 | 298 | |
| Fremdwahrungsterminkontrakte | 277 | 811 | |
| Summe | 277 | 1.109 |
Eine Erläuterung zu den Zins- und Wahrungsderivaten findet sich unter Tz. 6.3.
4.2 Zahlungsmittel
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Kontoguthaben bei Banken | 119.044 | 55.871 | |
| Guthaben auf Zentralbankkonten | 67.398 | 32.513 | |
| Kassenbestand | 11 | 11 | |
| Summe | 186.453 | 88.395 |
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel laut Bilanz | 186.453 | 88.395 | |
| Abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten | 875 | 10.900 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Kapitalflussrechnung | 185.578 | 77.495 |
4.3 Leasingforderungen
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Ausstehende Mindestleasingzahlungen | 2.820.782 | 2.427.236 | |
| + nicht garantierte Restwerte | 338.757 | 296.769 | |
| Bruttoinvestition | 3.159.539 | 2.724.005 | |
| - nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag | 400.879 | 369.566 | |
| Nettoinvestition | 2.758.660 | 2.354.439 | |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 258.496 | 223.136 | |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 2.500.164 | 2.131.303 |
| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | länger als 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| Bruttogesamtinvestition | 1.105.633 | 2.031.168 | 22.738 | |
| Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) | 952.371 | 1.751.454 | 20.180 | |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 823.686 | 1.660.212 | 16.266 | |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorjahr) | 701.662 | 1.416.888 | 12.753 |
Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | |||
| Stand zu Periodenbeginn | 2.354.439 | 2.043.904 | |
| + Veränderung in der Periode | 404.221 | 310.535 | |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 2.758.660 | 2.354.439 | |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht-performende Leasingforderungen) | |||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 223.257 | 217.110 | |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 49.984 | 45.871 | |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 51.394 | 39.724 | |
| Bruttoforderungen zu Periodenende | 221.847 | 223.257 | |
| Wertminderungen zu Periodenbeginn | 121.598 | 111.145 | |
| + Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* | 46.319 | 33.978 | |
| - Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode | 41.582 | 23.525 | |
| Wertminderungen zu Periodenende | 126.335 | 121.598 | |
| Buchwert Nicht-performende Leasingforderung zu Periodenbeginn | 101.659 | 105.965 | |
| Buchwert Nicht-performende Leasingforderung zu Periodenende | 95.512 | 101.659 | |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 2.456.098 | 2.149.869 | |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende | 2.854.172 | 2.456.098 |
* Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von 924 TEUR (Vorjahr: 508 TEUR).
| TEUR | Barwert der Mindestleasingzahlungen | Barwert der Restwerte | Andere Forderungen gegen Leasingnehmer | Bilanzansatz |
|---|---|---|---|---|
| 2014 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 701.662 | 73.460 | 101.659 | 876.781 |
| Langfristige Leasingforderungen | 1.429.641 | 149.676 | 0 | 1.579.317 |
| Summe (2014) | 2.131.303 | 223.136 | 101.659 | 2.456.098 |
| 2015 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 823.686 | 85.162 | 95.512 | 1.004.360 |
| Langfristige Leasingforderungen | 1.676.478 | 173.334 | 0 | 1.849.812 |
| Summe (2015) | 2.500.164 | 258.496 | 95.512 | 2.854.172 |
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten. Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:
| Mio. EUR | Zum 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen Netto-Buchwert | davon zum Stichtag überfällig | Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag | < 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | ||
| nicht wertgemindert | 18,3 | 18,3 | 0,0 | 16,9 | 0,7 | |
| wertgemindert | 83,4 | 205,0 | 121,6 | 15,1 | 13,7 | |
| Summe | 101,7 | 223,3 | 121,6 | 32,0 | 14,4 | |
| Zum 31.12.2015 | ||||||
| nicht wertgemindert | 22,3 | 22,3 | 0,0 | 20,4 | 0,8 | |
| wertgemindert | 73,2 | 199,5 | 126,3 | 15,0 | 13,8 | |
| Summe | 95,5 | 221,8 | 126,3 | 35,4 | 14,6 |
| Mio. EUR | Zum 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen Netto-Buchwert | Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| nicht wertgemindert | 0,4 | 0,0 | ||
| wertgemindert | 108,4 | 42,0 | ||
| Summe | 108,8 | 42,0 | ||
| Zum 31.12.2015 | ||||
| nicht wertgemindert | 0,5 | 0,0 | ||
| wertgemindert | 105,4 | 40,0 | ||
| Summe | 105,9 | 40,0 |
Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor. Zum Stichtag bestehen Leasingforderungen in Höhe von 2.759 Mio. EUR (Vorjahr: 2.354 Mio. EUR), welche weder überfällig noch wertgemindert sind. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt. Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2015 keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf. Der GRENKE Konzern bleibt in den überwiegenden Fällen rechtlicher Eigentümer der Leasinggegenstände, durch welche die Leasingforderungen besichert sind. Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:
| Mio. EUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 121,6 | 111,1 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 45,4 | 37,0 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 34,2 | 21,2 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 7,4 | 5,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,9 | 0,5 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 126,3 | 121,6 |
Der Zinsertrag aus der Aufzinsung des Wertberichtigungsaufwands beträgt 882 TEUR (Vorjahr: 348 TEUR) und wird in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit ausgewiesen.
4.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Rateneinzüge vor Monatsende | 908 | 980 | |
| Darlehen im Zusammenhang mit ABCP | 10.857 | 12.594 | |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 21.142 | 13.770 | |
| Forderungen aus dem Factoringgeschäft | 21.702 | 17.550 | |
| Restricted Cash | 0 | 2.745 | |
| Forderungen gegen Refinanzierer | 38 | 4.018 | |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 8.990 | 7.859 | |
| Sonstiges | 191 | 300 | |
| Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 63.828 | 59.816 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Darlehen im Zusammenhang mit ABCP | 12.687 | 12.127 | |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 25.522 | 12.597 | |
| Forderungen gegen Refinanzierer | 0 | 1.457 | |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 8.852 | 4.436 | |
| Sonstiges | 134 | 97 | |
| Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 47.195 | 30.714 | |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 111.023 | 90.530 |
Die Darlehen im Zusammenhang mit ABCP beinhalten insbesondere Liquiditätsreserven, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen an den Sponsor des Programms gewährt werden müssen.# 4.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen aber auch von der Herkunft der über die strukturierten Einheiten refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert. Die Forderungen Franchisenehmer beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Entsprechend werden die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von 1.122 TEUR (Vorjahr: 659 TEUR) (siehe auch Tz. 3.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. In den Forderungen aus dem Factoringgeschäft sind die Forderungen an Kunden aus angekauften Rechnungen aus Factoring ausgewiesen. Als "Restricted Cash" wurde im Vorjahr der Bestand an liquiden Mitteln dargestellt, der auf Bankkonten von GOALS 2009 stand. Diese liquiden Mittel stellten die Liquiditätsreserve der strukturierten Einheit dar. Der GRENKE Konzern hatte auf diese Mittel keinen Zugriff. Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag ein Altgeschäft der Bank betreffendes Volumen von 976 TEUR (Vorjahr: 1.239 TEUR) auf. Zusätzlich bestehen 30.264 TEUR (Vorjahr: 19.151 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus der Gewährung von Existenzgründungsdarlehen sowie 83 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus Projektfinanzierungen. Zudem sind Forderungen aus der Vergabe von Mikrokrediten in Höhe von 3.189 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) in den gesamten Forderungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 34.512 TEUR (Vorjahr: 20.456 TEUR) enthalten. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst.
Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind 8.727 TEUR (Vorjahr: 6.842 TEUR) überfällig und hiervon 3.933 TEUR (Vorjahr: 2.495 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2015 waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 4.794 TEUR (Vorjahr: 4.347 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach den in Tz. 2.3.17 beschriebenen Verfahren. Der Wertminderungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 451 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR).
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zeitbänder hierzu wieder:
| TEUR | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige | Netto-Buchwert | davon zum | < 90 Tage | Zwischen 91 | Zwischen 181 | Sonstige | Netto-Buchwert | davon zum | < 90 Tage | Zwischen 91 | Zwischen 181 | |
| finanzielle | Stichtag | Tage und 180 | Tage und 360 | finanzielle | Stichtag | Tage und 180 | Tage und 360 | |||||
| Vermögenswerte | überfällig | Tage | Tage | Vermögenswerte | überfällig | Tage | Tage | |||||
| nicht wertgemindert | 4.347 | 4.347 | 0 | 4.277 | 17 | 44 | 4.794 | 4.794 | 0 | 4.759 | 31 | 4 |
| wertgemindert | 1.464 | 2.495 | 1.031 | 429 | 152 | 160 | 2.795 | 3.933 | 1.138 | 912 | 672 | 492 |
| Summe | 5.811 | 6.842 | 1.031 | 4.706 | 169 | 204 | 7.589 | 8.727 | 1.138 | 5.671 | 703 | 496 |
| TEUR | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige | Sonstige | Sonstige | Sonstige | |
| finanzielle | finanzielle | finanzielle | finanzielle | |
| Vermögenswerte | Vermögenswerte | Vermögenswerte | Vermögenswerte | |
| Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre | Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| nicht wertgemindert | 9 | 0 | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.748 | 6 | 1.857 | 0 |
| Summe | 1.757 | 6 | 1.857 | 0 |
Zudem wurden finanzielle Vermögenswerte, welche nicht überfällig sind, in Höhe von 1.416 TEUR (Vorjahr: 532 TEUR) um 470 TEUR (Vorjahr: 284 TEUR) wertgemindert, was zu einem Nettobuchwert von 946 TEUR (Vorjahr: 248 TEUR) führt. Es bestehen darüber hinaus finanzielle Vermögenswerte, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 102.488 TEUR (Vorjahr: 84.471 TEUR). Bei finanziellen Vermögenswerten, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte begrenzt.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand der sonstigen finanziellen Vermögenswerte:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 1.315 | 1.228 |
| Zugang Tochterunternehmen | 0 | 38 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 664 | 467 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 159 | 199 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 213 | 219 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 1.607 | 1.315 |
4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.272 TEUR (Vorjahr: 4.793 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Franchisenehmer, Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind 2.951 TEUR (Vorjahr: 3.683 TEUR) überfällig und hiervon 2.377 TEUR (Vorjahr: 2.894 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2015 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 574 TEUR (Vorjahr: 789 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach der in Tz. 2.3.17 beschriebenen Vorgehensweise. Der Wertminderungsaufwand betrug im Geschäftsjahr -118 TEUR (Vorjahr: 209 TEUR). Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von 622 TEUR (Vorjahr: 426 TEUR) enthalten.
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zeitbänder hierzu wieder:
| TEUR | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen | Netto-Buchwert | davon zum | < 90 Tage | Zwischen 91 | Zwischen 181 | Forderungen | Netto-Buchwert | davon zum | < 90 Tage | Zwischen 91 | Zwischen 181 | |
| aus | Stichtag | Tage und 180 | Tage und 360 | aus | Stichtag | Tage und 180 | Tage und 360 | |||||
| Lieferungen | überfällig | Tage | Tage | Lieferungen | überfällig | Tage | Tage | |||||
| und Leistungen | und Leistungen | |||||||||||
| nicht wertgemindert | 789 | 789 | 0 | 789 | 0 | 0 | 574 | 574 | 0 | 574 | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.319 | 2.894 | 1.575 | 0 | 132 | 596 | 1.613 | 2.377 | 764 | 0 | 271 | 431 |
| Summe | 2.108 | 3.683 | 1.575 | 789 | 132 | 596 | 2.187 | 2.951 | 764 | 574 | 271 | 431 |
| TEUR | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2015 | Zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen | Forderungen | Forderungen | Forderungen | |
| aus | aus | aus | aus | |
| Lieferungen | Lieferungen | Lieferungen | Lieferungen | |
| und Leistungen | und Leistungen | und Leistungen | und Leistungen | |
| Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre | Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| nicht wertgemindert | 0 | 0 | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.241 | 925 | 1.275 | 400 |
| Summe | 1.241 | 925 | 1.275 | 400 |
Es bestehen darüber hinaus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 2.085 TEUR (Vorjahr: 2.685 TEUR). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen.
4.6 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuererstattungsanspruch | 134.852 | 122.944 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 1.998 | 1.703 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.854 | 868 |
| Waren | 1.543 | 973 |
| Unterwegs befindliche Beträge | 1.091 | 752 |
| Versicherungsansprüche | 377 | 423 |
| Debitorische Kreditoren | 337 | 284 |
| In Arbeit befindliche Aufträge | 285 | 23 |
| Kurzfristige Vorschüsse | 275 | 0 |
| Übrige Posten | 1.176 | 1.097 |
| Summe | 143.788 | 129.067 |
4.7 Sachanlagen
4.7.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2015
| TEUR | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 01.01.2015 | 23.877 | 0 | 19.669 | 17.147 | 60.693 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 145 | 98 | 243 |
| Zugänge | 0 | 0 | 7.739 | 11.309 | 19.048 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 68 | 0 | 68 |
| Abgänge | 0 | 0 | 277 | 10.288 | 10.565 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2015 | 23.877 | 0 | 27.276 | 18.266 | 69.419 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung | |||||
| 01.01.2015 | 5.539 | 0 | 13.093 | 1.650 | 20.282 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 79 | 13 | 92 |
| Zugänge an Abschreibungen | 692 | 0 | 2.237 | 782 | 3.711 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 65 | 952 | 1.017 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2015 | 6.231 | 0 | 15.344 | 1.493 | 23.068 |
| Nettobuchwerte 31.12.2015 | 17.646 | 0 | 11.932 | 16.773 | 46.351 |
4.7.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2014
| TEUR | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| 01.01.2014 | 23.720 | 0 | 20.353 | 15.745 | 59.818 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 36 | 80 | 116 |
| Zugänge | 157 | 0 | 1.825 | 10.258 | 12.240 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 49 | 0 | 49 |
| Abgänge | 0 | 0 | 2.545 | 8.936 | 11.481 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2014 | 23.877 | 0 | 19.669 | 17.147 | 60.693 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung | |||||
| 01.01.2014 | 4.850 | 0 | 13.313 | 1.588 | 19.751 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 9 | 10 | 19 |
| Zugänge an Abschreibungen | 689 | 0 | 2.105 | 838 | 3.632 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 2.334 | 786 | 3.120 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2014 | 5.539 | 0 | 13.093 | 1.650 | 20.282 |
| Nettobuchwerte 31.12.2014 | 18.338 | 0 | 6.576 | 15.497 | 40.411 |
Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbar sind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Ergebnis aus der Verwertung gezeigt (siehe Tz. 3.5). Die Ausgaben für Anlagen im Bau betreffen die Erweiterung eines Bürogebäudes und wurden nach der Fertigstellung unter "Grundstücke und Bauten" erfasst.
4.8 Geschäfts- oder Firmenwerte
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| Stand zum 01.01. | ||
| ## 4.8 Goodwill |
(wie bisher berichtet) 57.736 52.747 Effekte durch rückwirkende Anpassung nach IFRS 3 0 -198 Buchwerte 01.01. (neu) 57.736 52.549 Fremdwährungsumrechnung 473 -9 Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung 5.106 5.196 Stand am 31.12. 63.315 57.736 Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen Stand zum 01.01. 451 0 Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahres 703 451 Stand am 31.12. 1.154 451 Buchwert Stand zum 01.01. 57.285 52.549 Stand zum 31.12. 62.161 57.285
Hinsichtlich der Zugänge des Jahres 2015 verweisen wir auf die Erläuterungen zu der Akquisition der GC Leasing d.o.o. Ljubljana/Slowenien unter Tz. 5.1. Die bisher vorläufige Kaufpreisallokation für die GRENKEFACTORING AG, Schweiz, wurde im zweiten Quartal 2015 finalisiert. Aufgrund besserer Erkenntnisse ergaben sich im Bewertungszeitraum Änderungen an der bedingten Gegenleistung, welches zur einer retrospektiven Reduzierung des angesetzten Geschäfts- oder Firmenwertes um 66 TEUR zur Folge hatte.
Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Grenke Renting S.A. (Lissabon) - Portugal | 28.472 | 28.472 |
| GRENKE RENT S.A. (Madrid) - Spanien | 5.015 | 5.015 |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. (Posen) - Polen | 4.195 | 4.186 |
| GRENKEFACTORING GmbH (Baden-Baden) - Factoring | 2.698 | 2.698 |
| Grenke Leasing Ltd. (Guildford) - Großbritannien | 2.309 | 2.176 |
| GRENKE BANK AG (Baden-Baden) - Bank | 1.582 | 1.582 |
| S.C. Grenke Renting S.R.L. (Bukarest) - Rumänien | 1.334 | 1.346 |
| GRENKELEASING s.r.o. (Prag) - Tschechische Republik | 0 | 772 |
| GRENKELEASING Magyarorszag Kft. (Budapest) - Ungarn | 916 | 918 |
| GRENKE Locazione S.r.l. (Mailand) - Italien | 504 | 504 |
| GRENKE Service AG (Baden-Baden) | 379 | 379 |
| GRENKELEASING Oy (Vantaa) - Finnland | 3.410 | 3.410 |
| GRENKELEASING s.r.o. (Bratislava) - Slowakei | 589 | 589 |
| GRENKELOCATION SARL (Munsbach) - Luxemburg | 1.464 | 1.464 |
| GRENKEFACTORING AG (Basel) - Schweiz | 4.188 | 3.774 |
| GRENKELEASING d.o.o. (Ljubljana) - Slowenien1) | 5.106 | -- |
| Summe | 62.161 | 57.285 |
1) Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der GRENKELEASING d.o.o. (ehemals GC Leasing d.o.o.; Ljubljana), Slowenien im Jahr 2015 ist noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation erst im Jahr 2016 finalisiert wird (siehe Tz. 5.1). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Slowenien zugeordnet.
4.8.1 Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert
Die GRENKELEASING AG überprüft jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Parameter für die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Grundlage des Nutzungswertes sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erzielbaren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen wurden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von bis zu 25 % im Leasingsegment in einzelnen Regionen für einzelne Jahre. Die landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifischen Diskontierungsfaktoren betragen zwischen 4,7 % und 10,1 % (Vorjahr: zwischen 6,35 % und 9,4 %). Der dargestellte Abzinsungssatz reflektiert einen Eigenkapitalsatz nach Steuern. Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital-Asset-Pricing-Modell) auf, wobei ein risikofreier Zins von 1,0 % (Vorjahr: 2,25 %) und ein Betafaktor von 0,77 (Vorjahr: 0,68) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Leasing- und Banksegment berücksichtigt wurde. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Factoringsegment wurde ein Betafaktor von 0,70 (Vorjahr: 0,77) herangezogen. Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) fortgeschrieben.
Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognose-Parameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist. Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit. Für die wesentliche zahlungsmittelgenerierende Einheit Portugal wurden als wesentliche Annahmen ein Diskontierungsfaktor von 9,6 % (Vorjahr: 9,4 %) sowie Neugeschäftswachstumsraten zwischen 5,4 und 8,0 % (Vorjahr 8,0 %) in einzelnen Jahren herangezogen. Die Wachstumsrate in der ewigen Rente beträgt 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %). Die wesentlichen Annahmen der verwendeten Parameter entsprechen dem oben erläuterten Vorgehen, welches für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gültigkeit besitzt.
GRENKELEASING stellte im Geschäftsjahr 2014 in der jährlichen Wertminderungsüberprüfung für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Tschechien im Leasingsegment eine Wertminderung fest. Diese führte im Vorjahr zu einer Reduzierung des angesetzten Geschäfts- und Firmenwerts um 451 TEUR. Aufgrund weiterer unerwarteter rückläufiger Neugeschäftszahlen in diesem Markt wurde zum 30. Juni 2015 eine weitere Wertminderung für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, indem der erzielbare Betrag von 1.904 TEUR geringer als der Buchwert von 2.607 TEUR eingeschätzt wurde. Dabei wurde bei Berechnung des erzielbaren Betrags, der durch den Nutzungswert bestimmt wurde, ein Abzinsungssatz von 9,1 % verwendet. Die Wertminderung reduzierte den auf diese Einheit angesetzten Geschäfts- und Firmenwert vollständig um 703 TEUR. Weitere Wertminderungen konnten nicht festgestellt werden.
4.8.2 Sensitivität der getroffenen Annahmen
Der beizulegende Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Betafaktor für das systematische Risiko determiniert. Dabei wurden landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifische Besonderheiten beachtet. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken. Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen. Das Management ist der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer weiteren Wertminderung wie der oben erwähnten führen. Die sich zwischen den routinemäßigen jährlichen Werterhaltungstests ergebenden Veränderungen der Parameter hatten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
4.9 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
4.9.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2015
| TEUR | Anschaffungskosten 01.01.2015 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Zugänge durch Unternehmenserwerbe | Umbuchungen | Anschaffungskosten 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 2.536 | 0 | 2.235 | 0 | 0 | 0 | 4.771 |
| Software-Lizenzen | 5.988 | 17 | 1.424 | 0 | 0 | 0 | 7.429 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 13.073 | -15 | 0 | 0 | 3.575 | 0 | 16.633 |
| Summe | 21.597 | 2 | 3.659 | 0 | 3.575 | 0 | 28.833 |
| TEUR | Kumulierte Abschreibungen 01.01.2015 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 238 | 0 | 345 | 0 | 0 | 583 |
| Software-Lizenzen | 2.690 | 2 | 1.278 | 0 | 0 | 3.970 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 4.405 | -10 | 2.714 | 0 | 0 | 7.109 |
| Summe | 7.333 | -8 | 4.337 | 0 | 0 | 11.662 |
| TEUR | Nettobuchwerte 31.12.2015 |
|---|---|
| Entwicklungskosten | 4.188 |
| Software-Lizenzen | 3.459 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 9.524 |
| Summe | 17.171 |
4.9.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2014
| TEUR | Anschaffungskosten 01.01.2014 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Zugänge durch Unternehmenserwerbe | Umbuchungen | Anschaffungskosten 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 565 | 0 | 1.971 | 0 | 0 | 0 | 2.536 |
| Software-Lizenzen | 6.308 | 1 | 1.804 | 2.127 | 2 | 0 | 5.988 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 15.109 | -11 | 0 | 2.807 | 782 | 0 | 13.073 |
| Summe | 21.982 | -10 | 3.775 | 4.934 | 784 | 0 | 21.597 |
| TEUR | Kumulierte Abschreibungen 01.01.2014 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Kumulierte Abschreibungen 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 177 | 0 | 61 | 0 | 0 | 238 |
| Software-Lizenzen | 4.266 | -175 | 997 | 2.398 | 0 | 2.690 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 4.622 | 64 | 2.145 | 2.426 | 0 | 4.405 |
| Summe | 9.065 | -111 | 3.203 | 4.824 | 0 | 7.333 |
| TEUR | Nettobuchwerte 31.12.2014 |
|---|---|
| Entwicklungskosten | 2.298 |
| Software-Lizenzen | 3.298 |
| Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | 8.668 |
| Summe | 14.264 |
Zugänge im Bereich "Kundenbeziehungen/Wettbewerbsverbote" sind ausschließlich auf die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren abgeschlossenen Akquisitionen zurückzuführen.
4.10 Latente Steueransprüche und -schulden
Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:
| Bilanz TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Gewinn- und Verlustrechnung 2015 | Gewinn- und Verlustrechnung 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | ||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 9.871 | 10.104 | 187 | 669 |
| Umbewertung der Leasingforderungen | 689 | 935 | 246 | -123 |
| Umbewertung der Schulden | 6.134 | 10.049 | 3.915 | -1.121 |
| Pensionen | 953 | 784 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 2 | -3 | -647 | 0 |
| Summe | 17.649 | 21.869 | 3.701 | -575 |
| Latente Steuerschulden | ||||
| Umbewertung der Leasingforderungen | 43.687 | 38.829 | 4.858 | 5.345 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.275 | 2.687 | 1.196 | 10 |
| Umbewertung der Schulden | 939 | 4.063 | -3.124 | -860 |
| Sonstiges | 718 | 113 | 416 | -381 |
| Summe | 48.619 | 45.692 | 3.346 | 4.114 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | 7.047 | 3.539 | ||
| Latente Steuerschulden, netto | 30.970 | 23.823 |
In der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
Latente Steueransprüche 17.649 21.869
Latente Steuerschulden 48.619 45.692
Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von 0 TEUR aufgelöst (Vorjahr: 6 TEUR). Diese resultieren aus der erfolgsneutral gebildeten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten die aktiven latenten Steuern in Höhe von 138 TEUR gebildet (Vorjahr: 186 TEUR).
```Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der GRENKELEASING AG als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8 b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5-prozentigen Pauschalzurechnung des § 8 b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passiven Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umdrehen. Da diese Umkehrung derzeit nur in Bezug auf einen Teilbetrag für Tochtergesellschaften in Frankreich, der Schweiz und in Irland (Vorjahr: Frankreich) zu erwarten ist, wurden nur die betreffenden Steuerlatenzen in Höhe von 718 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) bilanziell berücksichtigt.
4.11 Kurz- und langfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | |||
| Kurzfristige Finanzschulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 858.787 | 607.923 | |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS/ABCP | 108.861 | 170.268 | |
| Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen | 637.002 | 355.955 | |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 28.814 | 16.846 | |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 84.110 | 64.854 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 200.997 | 159.582 | |
| Kurzfristige Bankschulden | 1.960 | 11.814 | |
| davon Kontokorrentschulden | 875 | 10.900 | |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 1.061.744 | 779.319 | |
| Langfristige Finanzschulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 1.482.293 | 1.390.761 | |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS/ABCP | 268.470 | 211.398 | |
| Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen | 1.075.495 | 1.048.486 | |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 65.295 | 41.709 | |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 73.033 | 89.168 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 148.307 | 140.775 | |
| Langfristige Bankschulden | 0 | 344 | |
| Summe langfristige Finanzschulden | 1.630.600 | 1.531.880 | |
| Summe Finanzschulden | 2.692.344 | 2.311.199 |
Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt dar:
| Art der Verbindlichkeit | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Besicherter Betrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 2015 | 1.482.293 | 1.475.633 | 6.660 | 471.440 |
| (Vorjahr) | 1.390.761 | 1.384.247 | 6.514 | 440.221 | |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 2015 | 148.307 | 148.307 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 140.775 | 140.775 | 0 | 0 | |
| Bankschulden | 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 344 | 344 | 0 | 10.800 |
Außerdem werden unter den Bankschulden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet. Zum Stichtag wurden diese Linien mit 875 TEUR (Vorjahr: 10.900 TEUR) ausgeschöpft.
Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt 200.997 TEUR (Vorjahr: 159.582 TEUR) entfallen zum Stichtag 19.154 TEUR (Vorjahr: 9.145 TEUR) auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart.
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt 471.440 TEUR (Vorjahr: 440.221 TEUR) an die refinanzierenden Institute abgetreten. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurückübertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können.
Im Folgenden werden die Refinanzierungsquellen und damit die wesentlichen Kategorien der Finanzschulden näher erläutert.
4.11.1 Strukturierte Einheiten
Folgende konsolidierte strukturierte Einheiten bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited, Kebnekaise Funding Limited, CORAL PURCHASING Limited, FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (FCT GK 2), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" (FCT GK 3), im Vorjahr zusätzlich GOALS FINANCING 2009 LIMITED. Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Einheiten, die als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme oder ABS-Bond aufgelegt sind, weiter erläutert.
4.11.2 ABS-Bond
Am 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die strukturierte Einheit GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlaubten der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden drei Jahren bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgte variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 1,25 % und 3,5 % lag. Durch die strukturierte Einheit wurden drei Tranchen von Anleihen mit unterschiedlichen Ratings (Risikoklassen) ausgegeben. Der Anteil der am besten beurteilten Tranche ist ein Spiegelbild der Qualität des Leasingportfolios sowie des internen Risikomanagements und wirkt sich unmittelbar auf die Kosten dieser Finanzierungsart aus. Ein Anteil von 76,5 % (122.400 TEUR) der Anleihe wurde mit dem höchsten Rating von Standard & Poor's (AAA) und FITCH (AAA) ausgezeichnet. Die 100-prozentige Tochter der GRENKELEASING AG, die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die zweite Tranche anteilig und die letzte Tranche des ABS-Bonds vollständig mit einem Nominalwert von 24.200 TEUR gezeichnet, sodass im Konzern letztendlich nur ein Geldzufluss von 135.800 TEUR zu verzeichnen war. Im Geschäftsjahr hat die GRENKELEASING AG von ihrem Ablöserecht Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen zum 15. Oktober 2015 zurückgekauft.
4.11.3 ABCP-Programme
Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 593.333 TEUR (Vorjahr: 593.333 TEUR) haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:
| ABCP-Programm / strukturierte Einheit | Initiierende Bank | Refinanzierbare Leasingforderungen | Programmvolumen TEUR zum 31.12.2015 | Programmvolumen TEUR zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Opusalpha Purchaser II Limited | HeLaBa | Deutsche und österreichische Leasingforderungen | 100.000 | 100.000 |
| Kebnekaise Funding Limited | SEB AB | Deutsche und französische Leasingforderungen | 110.000 | 110.000 |
| CORAL PURCHASING Limited | DZ-Bank | Deutsche Leasingforderungen | 150.000 | 150.000 |
| (FCT GK 2) / Elektra Purchase No. 25 Limited | UniCredit | Französische Leasingforderungen | 100.000 | 100.000 |
| (FCT GK 3) / Regency Assets Limited | HSBC | Französische Leasingforderungen | 133.333 | 133.333 |
| Gesamt | 593.333 | 593.333 |
Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches im Normalfall mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt. Der nach der Effektivzinsmethode ermittelte Buchwert des in Anspruch genommenen Volumens beträgt zum Stichtag 377.331 TEUR (Vorjahr: 357.074 TEUR).
Die Programmzusage für das ABCP-Programm Kebnekaise Funding Limited läuft bis November 2016, die für das ABCP-Programm CORAL PURCHASING Limited bis September 2016, die für das ABCP-Programm Elektra Purchase No. 25 Limited bis Juli 2016 und die für das ABCP-Programm Opusalpha Purchaser II Limited bis Februar 2017.
Um bei der Verbriefung französischer Leasingforderungen den aktuellen juristischen Rahmenbedingungen in Frankreich (eigenes französisches Verbriefungsgesetz) Rechnung zu tragen, wurde im Jahr 2009 ein französisches Verbriefungsvehikel (FCT = Fonds Commun de Titrisation à Compartments/French Issuer) gegründet. Das FCT bestand zunächst nur aus einem sogenannten Compartment ("FCT GK 1"). Am 18. Januar 2011 wurde ein zweites Compartment ("FCT GK 2") gegründet. Das "FCT GK 2" refinanziert sich durch die Emission von FCT-Notes, die zu 100 % durch die strukturierte Einheit Elektra Purchase No. 25 Limited gezeichnet werden. Am 26. März 2013 wurde ein drittes Compartment ("FCT GK 3") gegründet. Dieses dritte Compartment refinanziert sich durch die Emission von sogenannten FCT Senior Notes und FCT Subordinated Notes. Die FCT Senior Notes werden zu 100 % durch Regency Assets Limited gezeichnet und die FCT Subordinated Notes zu 100 % durch die GRENKE FINANCE Plc. Die einzelnen Compartments unter dem FCT sind juristisch streng voneinander getrennt ("ring-fenced") und dienen alle ausschließlich der Verbriefung französischer Leasingforderungen.
Zum Stichtag waren 74,6 % (Vorjahr: 69,7 %) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen. Die strukturierten Einheiten refinanzieren sich durch die revolvierende Ausgabe von Commercial Papers, welche in der Regel eine Laufzeit von einem Monat aufweisen. Die Verzinsung der Commercial Papers orientiert sich am 1-Monats-Euribor. Es handelt sich daher um eine variable Verzinsung.## 4.11.4 Forderungsverkaufs-Verträge
Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, mit der Commerzbanktochter mBank S.A. und der DZ Bank AG Niederlassung Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. Die bestehenden Verträge erlauben einen revolvierenden Verkauf von neuen Forderungen bis zur maximalen Höhe von: Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau 15.000 TEUR, Sparkasse Karlsruhe 10.000 TEUR, UBS AG 50.000 TCHF, mBank S.A. 60.000 TPLN, Norddeutsche Landesbank 80.000 TGBP. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt. Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für den GRENKE Konzern über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor, da das Ausfallrisiko verbleibt. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 157.143 TEUR (Vorjahr: 154.022 TEUR) und stimmt mit den veräußerten Forderungen (abzüglich Abschlägen etc.) überein.
4.11.5 Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen
Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst. Grundsätzlich sind alle Schuldverschreibungen endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet.
Debt-Issuance-Programm
Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | bis | Zinskupon Prozent p. a. | Disagio TEUR | Nennbetrag 31.12.2015 TEUR | Nennbetrag 31.12.2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR-Anleihe | 09.03.2011 | 09.03.2015 | 4,00 (stufenweise + 0,10) | 440 | 0 | 75.000 |
| EUR-Anleihe | 24.01.2012 | 24.07.2015 | 4,25 | 875 | 0 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 30.05.2012 | 30.03.2016 | 3,75 | 500 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 23.10.2012 | 24.10.2016 | 3,125 | 625 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 13.12.2012 | 13.12.2019 | 3,75 | 576 | 41.000 | 41.000 |
| EUR-Anleihe | 07.06.2013 | 07.06.2017 | 2,00 | 350 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 09.12.2013 | 10.12.2018 | 2,25 | 500 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 21.02.2014 | 21.08.2018 | 1,90 | 105 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 04.03.2014 | 04.03.2019 | 2,17 | 75 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 17.04.2014 | 17.10.2017 | 1,625 | 375 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 06.05.2014 | 06.05.2016 | 1,37 | 25 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 27.06.2014 | 27.08.2018 | 1,50 | 25 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 07.07.2014 | 07.07.2017 | 1,25 | 32 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 26.11.2014 | 27.05.2019 | 1,50 | 313 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 06.03.2015 | 06.03.2018 | 0,884 | 36 | 24.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 26.03.2015 | 26.03.2019 | 0,80 | 71 | 30.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 27.04.2015 | 27.04.2020 | 0,73 | 244 | 30.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 21.05.2015 | 27.04.2020 | 0,93 | 147 | 20.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 07.09.2015 | 07.04.2017 | Euribor + 0,60 | 10 | 12.200 | 0 |
| EUR-Anleihe | 04.12.2015 | 05.10.2020 | 1,375 | 828 | 100.000 | 0 |
In 2015 wurden insgesamt sechs neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 216.200 TEUR begeben. Die Konditionen ergeben sich aus der obigen Tabelle. Zwei Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 175.000 TEUR wurden im Geschäftsjahr planmäßig zurückgezahlt.
Schuldscheindarlehen (SSD)
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Euro können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | bis | Zinskupon Prozent p. a. | Disagio TEUR | Nennbetrag 31.12.2015 TEUR | Nennbetrag 31.12.2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 3.750 | 4.500 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 3.750 | 4.500 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,8900 | 20 | 0 | 5.000 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,9400 | 20 | 0 | 5.000 |
| EUR-SSD | 24.10.2011 | 15.12.2016 | Euribor + 3,00 | 185 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-SSD | 16.11.2011 | 16.11.2016 | 5,0000 | 60 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 14.06.2012 | 14.06.2015 | 3,25 | -- | 0 | 10.000 |
| EUR-SSD | 25.07.2012 | 25.07.2015 | 2,99 | -- | 0 | 10.000 |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | Euribor + 2,00 | -- | 0 | 20.750 |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | Euribor + 2,20 | -- | 0 | 2.000 |
| EUR-SSD | 21.12.2012 | 21.12.2020 | 2,80 | -- | 5.000 | 6.000 |
| EUR-SSD | 01.03.2013 | 01.03.2016 | 2,15 | -- | 3.333 | 10.000 |
| EUR-SSD | 28.03.2013 | 05.01.2017 | 2,41 | -- | 20.000 | 20.000 |
| EUR-SSD | 01.08.2013 | 01.08.2016 | 2,41 | 15 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 31.01.2014 | 31.01.2019 | 2,25 | 20 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 13.02.2014 | 13.08.2015 | 1,162 | -- | 0 | 10.000 |
| EUR-SSD | 18.07.2014 | 18.07.2017 | 1,43 | -- | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 28.07.2014 | 28.07.2019 | 1,644 | 30 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 12.08.2014 | 12.08.2017 | 1,20 | -- | 10.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 26.08.2014 | 26.08.2017 | 1,26 | -- | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 04.09.2014 | 04.09.2017 | 1,18 | -- | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 18.09.2014 | 18.09.2017 | 1,05 | -- | 14.000 | 21.000 |
| EUR-SSD | 12.12.2014 | 12.12.2017 | 1,21 | -- | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 26.03.2015 | 26.03.2019 | 0,84 | -- | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 15.06.2015 | 15.06.2018 | 0,87 | -- | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 09.07.2015 | 09.07.2018 | 0,835 | -- | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 21.07.2015 | 21.07.2018 | 0,95 | -- | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 23.07.2015 | 23.07.2018 | 0,91 | -- | 25.000 | 0 |
| EUR-SSD | 25.07.2015 | 25.07.2018 | 0,90 | -- | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 17.08.2015 | 17.08.2018 | 0,811 | 21 | 14.000 | 0 |
| EUR-SSD | 04.09.2015 | 04.09.2018 | 0,78 | -- | 20.000 | 0 |
| EUR-SSD | 22.12.2015 | 22.12.2017 | 0,75 | 8 | 5.000 | 0 |
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Schweizer Franken können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | bis | Zinskupon Prozent p. a. | Disagio TCHF | Nennbetrag 31.12.2015 TCHF | Nennbetrag 31.12.2014 TCHF |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CHF-SSD | 03.02.2014 | 10.01.2017 | 1,59 | -- | 2.000 | 3.600 |
| CHF-SSD | 29.09.2014 | 29.09.2017 | 0,82 | 56 | 10.000 | 10.000 |
| CHF-SSD | 29.01.2015 | 10.01.2018 | 0,01 | -- | 7.200 | 0 |
| CHF-SSD | 30.03.2015 | 10.01.2018 | 0,35 | -- | 7.200 | 0 |
| CHF-SSD | 12.06.2015 | 12.06.2018 | 0,43 | -- | 10.000 | 0 |
| CHF-SSD | 29.09.2015 | 29.09.2017 | 0,234 | -- | 10.000 | 0 |
Alle Rückzahlungen im Geschäftsjahr erfolgten planmäßig.
4.11.6 Förderdarlehen
NRW.Bank
Seit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKELEASING AG, der GRENKE BANK AG und der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 22.500 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 8.125 TEUR getilgt.
Thüringer Aufbaubank
Am 16. Januar 2012, am 27. September 2013 sowie am 2. April 2015 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.BANK geschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 2.500 TEUR an neuen Mitteln abgerufen, getilgt wurden 3.333 TEUR.
Investitionsbank Berlin
Am 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Im Berichtszeitraum wurden 5.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 2.291 TEUR getilgt.
LfA Förderbank Bayern
Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25.000 TEUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Der erste Abruf über 10.000 TEUR erfolgte am 11. Juni 2014 mit einer Laufzeit von vier Jahren. Im Berichtszeitraum wurden weitere 10.000 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen und 3.750 TEUR getilgt.
ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29. Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren.# 4.11.6 Förderprogramme
Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen freier Berufe und öffentlich-rechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg heraus führen. Im Berichtszeitraum wurden 2.500 TEUR an neuen Darlehen aufgenommen.
KfW
Die GRENKE BANK AG bietet in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige Gelder als auch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR.
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank)
Seit Anfang 2011 bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung 80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft zur Verfügung stellt.
4.11.7 Revolving Credit Facility
Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von fünf revolvierenden Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 125.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR (bzw. 1.500 CHF) über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen.
Die Fazilität mit der HSBC über 15.000 TEUR wurde Anfang Juli 2015 verlängert und läuft bis Ende Juni 2016.
Die Fazilität mit der Nord LB über 20.000 TEUR wurde im März 2015 verlängert und läuft bis März 2016.
Die schon mehrere Jahre bestehenden Fazilitäten über jeweils 30.000 TEUR mit der SEB, Deutschen Bank und DZ-Bank besitzen folgende Laufzeiten: SEB bis März 2016, Deutsche Bank bis September 2016, DZ-Bank bis Oktober 2016.
Zum 31. Dezember 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 55.000 TEUR sowie 7.500 TCHF (Vorjahr: 30.000 TEUR sowie 4.500 TCHF).
Im September 2015 wurde ein Vertrag über eine Fazilität von 25.000 TPLN zwischen der GRENKELEASING Sp. Z.o.o. Polen und der SEB unterzeichnet. Dieser Vertrag bietet die Möglichkeit, auf revolvierender Basis jederzeit kurzfristig Gelder mit einem Mindestbetrag von 1.000 TPLN und einer festen Laufzeit von jeweils drei Jahren aufzunehmen. Die Finanzierungszusage gilt bis September 2016. Bei Nichtverlängerung der Zusage im September 2016 müssen die laufenden Einzelziehungen nicht vorzeitig zurückgezahlt werden.
4.11.8 Geldhandel
Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von insgesamt 35.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung steht. Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 10.000 TEUR besteht mit der Commerzbank AG.
Zum 31. Dezember 2015 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 31.200 TEUR sowie 4.000 TCHF (Vorjahr: 25.000 TEUR sowie 3.500 TCHF). Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.
4.11.9 Commercial Papers
Der GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2015 ist das Commercial-Paper-Programm mit 196.000 TEUR ausgenutzt (Vorjahr: 26.000 TEUR).
4.12 Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Derivate mit Sicherungsbeziehung | 39 | 9 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung | 3.401 | 4.574 |
| Summe | 3.440 | 4.583 |
Der GRENKE Konzern weist im laufenden Geschäftsjahr negative beizulegende Zeitwerte im Zusammenhang mit Zinstauschgeschäften (siehe Tz. 6.3.2) und Devisentermingeschäften (siehe Tz. 6.3.3) aus. Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert.
Zum 31. Dezember 2015 weisen Devisentermingeschäfte, bezogen auf Britische Pfund, Schweizer Franken, ungarische Forint, Dänische Kronen, Schwedische Kronen, kroatische Kuna, teilweise Tschechische Kronen und Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate, einen negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 3.401 TEUR (Vorjahr: negativer beizulegender Zeitwert, bezogen auf Britische Pfund, Schweizer Franken, teilweise ungarische Forint, Dänische Kronen, polnische Zloty, kanadische Dollar, türkische Lira und Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate in Höhe von 4.259 TEUR) aus. Wir verweisen auf weitergehende Erläuterungen in Tz. 6.3.3.
Neben den Devisenterminkontrakten in Höhe von 3.401 TEUR (Vorjahr: 4.259 TEUR) stellten Zinsswaps in Höhe von 315 TEUR im Vorjahr Derivate ohne Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 dar. Alle übrigen kontrahierten Zinsswaps, die sich ohne Ausnahme im Hedge-Accounting nach IAS 39 befinden, weisen zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) und eine hocheffektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 auf.
4.13 Sonstige kurzfristige Schulden
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuer | 7.856 | 5.604 |
| Kreditorische Debitoren | 5.962 | 1.905 |
| Sozialabgaben | 542 | 520 |
| Gehaltsverbindlichkeiten | 440 | 344 |
| Lohn-/Kirchensteuer | 309 | 299 |
| Verbindlichkeiten sonstige Steuern | 253 | 118 |
| Kautionsverbindlichkeiten | 179 | 99 |
| Verbindlichkeiten Kfz-Leasing | 174 | 183 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 131 | 138 |
| Verrechnungskonten mit Unternehmen | 24 | 665 |
| Ausstehende Belastungen von Refinanzierern | 13 | 302 |
| Übriges | 1.411 | 1.037 |
| Summe | 17.294 | 11.214 |
4.14 Rückstellungen
Unter der Position sind Haftungsrisiken der GRENKE BANK AG abgebildet. Weiterhin sind Schulden für belastende Verträge im Rahmen der Sitzverlegung der GRENKE BANK AG von Hamburg nach Baden-Baden dargestellt. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:
| TEUR | 01.01. 2015 | Zuführung | Inanspruchnahme | Auflösung | 31.12. 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Haftungsrisiken | 1.764 | 0 | 107 | 0 | 1.657 |
| Belastende Verträge | 183 | 48 | 124 | 0 | 107 |
| Summe | 1.947 | 48 | 231 | 0 | 1.764 |
| TEUR | 01.01. 2014 | Zuführung | Inanspruchnahme | Auflösung | 31.12. 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Haftungsrisiken | 1.764 | 0 | 0 | 0 | 1.764 |
| Belastende Verträge | 294 | 11 | 122 | 0 | 183 |
| Summe | 2.058 | 11 | 122 | 0 | 1.947 |
Von den Haftungsrisiken entfallen 796 TEUR (Vorjahr: 796 TEUR) auf ungewisse Verbindlichkeiten, die ursprünglich in Höhe von 1.429 TEUR im Rahmen der Kaufpreisallokation beim Erwerb der GRENKE BANK AG angesetzt wurden. Da ein Abfluss der Mittel jederzeit stattfinden kann, wurde diese ungewisse Verbindlichkeit als kurzfristige Schuld klassifiziert. Erstattungsmöglichkeiten von Dritten sind nicht gegeben. Von den Rückstellungen haben 0 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) einen langfristigen Charakter.
4.15 Abgegrenzte Schulden
Unter der Position abgegrenzte Schulden sind folgende Sachverhalte abgebildet:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Beratungsleistungen | 2.837 | 2.346 |
| Personalleistungen | 3.903 | 3.190 |
| Übrige Kosten | 5.926 | 4.776 |
| Summe | 12.666 | 10.312 |
Sämtliche abgegrenzte Schulden haben kurzfristigen Charakter.
4.16 Pensionen
4.16.1 Leistungsorientierte Pläne
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar-/ Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht, in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, und die GRENKEFACTORING AG, Basel, sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand für das Geschäftsjahr 2015 von insgesamt 420 TEUR (Vorjahr: 277 TEUR) erfasst. Die gewichtete durchschnittliche Duration des überwiegenden Anteils der Pensionsverpflichtungen beträgt 13,5 Jahre.
Pensionen Deutschland
Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen überwiegend an ausgeschiedene Mitarbeiter. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 2,00 % | 1,75 % |
| Erwartete künftige Rentenanpassungen | 1,70 % | 1,70 % |
Als Rechnungsgrundlagen zur Bewertung wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck herangezogen. Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 1.819 | 1.486 |
| Zinsaufwand | 31 | 47 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Ausbezahlte Leistungen | -60 | -58 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -64 | 344 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen | 0 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 1.726 | 1.819 |
Pensionen Schweiz
Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) muss jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter gewähren. Der GRENKE Konzern unterhält in der Schweiz leistungsorientierte (kapitalbasierte) Pläne, welche von Stiftungen verwaltet werden, die rechtlich unabhängig vom Unternehmen sind. Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 0,70 % | 1,50 % |
| Erwartete künftige Gehaltssteigerungen | 2,50 % | 3,00 % |
| Erwartete künftige Rentenanpassungen* | 0,00 % | 0,00 % |
- Es wird eine Rentenanpassung von 0 % unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
Als Rechnungsgrundlagen zur Bewertung wurden die Parameter des Gesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG) der Schweiz herangezogen.# 4.16 Altersversorgung
Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge erfasst:
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 420 | 277 |
| Zinsaufwand | 60 | 37 |
| Ertrag aus Verzinsung des Planvermögens | 37 | 25 |
Das Vermögen ist über einen Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung BVG (Berufliches Vorsorge Gesetz) einer Lebensversicherungsgesellschaft in einem Kollektiv-Versicherungsvertrag investiert. Die Anlagen bestehen vollständig aus direkten Ansprüchen gegenüber der Sammelstiftung. Zum 31. Dezember 2015 beträgt die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen 2.519 TEUR (Vorjahr: 1.460 TEUR). Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtungen (DBO) von 5.297 TEUR (Vorjahr: 3.268 TEUR), einem Zeitwert des Planvermögens von 2.778 TEUR (1.808 TEUR) und einem versicherungsmathematischen Verlust von 489 TEUR zusammen. Die erfahrungsbedingten Anpassungen an die Verpflichtungen betragen -10 TEUR (Vorjahr: -20 TEUR) und an das Vermögen -100 TEUR (Vorjahr: -118 TEUR). Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf 225 TEUR geschätzt.
| ## TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen | ||
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 3.268 | 1.643 |
| Zinsaufwand | 60 | 37 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 420 | 277 |
| Gezahlte Leistungen (Beiträge) | 455 | 100 |
| Ausbezahlte Leistungen | 162 | 287 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 588 | 195 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 343 | 43 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung | 0 | 686 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 5.297 | 3.268 |
| ## TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Entwicklung des Vermögens | ||
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums | 1.808 | 962 |
| Erwartete Rendite | 37 | 25 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 222 | 143 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 162 | 99 |
| Gezahlte Leistungen | 455 | 287 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -99 | -118 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 192 | 24 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung | 0 | 386 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums | 2.778 | 1.808 |
Sensitivitätsanalyse
Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2014 verwendeten Annahmen würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
| Veränderung der Prämisse | Erhöhung der Prämisse | Verringerung der Prämisse |
|---|---|---|
| 31.12.2015 in %-Punkten | Veränderung der DBO in TEUR | Veränderung der DBO in TEUR |
| Abzinsungssatz 0,25 | -343 | 257 |
| Künftige Gehaltssteigerung 0,25 | 64 | -62 |
| Künftige Rentenanpassungen 0,25 | 52 | -50 |
| Veränderung der Prämisse | Erhöhung der Prämisse | Verringerung der Prämisse |
|---|---|---|
| 31.12.2014 in %-Punkten | Veränderung der DBO in TEUR | Veränderung der DBO in TEUR |
| Abzinsungssatz 0,25 | -234 | 250 |
| Künftige Gehaltssteigerung 0,25 | 43 | -41 |
| Künftige Rentenanpassungen 0,25 | 57 | -54 |
Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode angewandt wie für die Berechnung der bilanzierten Verpflichtung.
4.16.2 Beitragsorientierte Pläne
Ein weiterer Teil der betrieblichen Altersversorgung besteht im Konzern aus beitragsorientierten Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich in 2015 auf insgesamt 1.744 TEUR (Vorjahr: 1.606 TEUR) und betrafen überwiegend die in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleisteten Beiträge. Die künftige Höhe dieser Aufwendungen hängt wesentlich von der Entwicklung der zugrunde liegenden Rentenversicherungssysteme ab.
4.17 Eigenkapital
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Am 7. Mai 2014 führte die GRENKELEASING AG im Rahmen der Aktiendividende eine Kapitalerhöhung durch. Das Grundkapital wurde unter teilweiser Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 beschlossenen Genehmigten Kapitals um 69.278,77 EUR auf 18.859.255,47 EUR erhöht. Insgesamt wurden 54.199 neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ausgegeben. Die neuen Aktien haben die gleiche Gewinnbeteiligung wie die alten Aktien. Somit ist das Grundkapital der Gesellschaft auf 14.754.199 auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt. Das voll eingezahlte Gezeichnete Kapital der GRENKELEASING AG beträgt 18.859 TEUR (Vorjahr: 18.859 TEUR). Es ist eingeteilt in 14.754.199 Namensaktien (Vorjahr: 14.754.199 auf den Inhaber lautende Stückaktien). Mit Wirkung zum 13. Juli 2015 wurden die bisher auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Inhaberaktien) in auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) umgestellt.
4.17.1 Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 um einen Betrag bis zu nominal 1.885 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe von neuen Aktien zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende ("Scrip Dividend") auszuschließen.
4.17.2 Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 10. Mai 2011 hat beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu 3.834.690 EUR bedingt zu erhöhen ("Bedingtes Kapital 2011"). An die Schaffung des Bedingten Kapitals 2011 ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals insgesamt bis zu 3.000.000 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben. Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen wird den Aktionären das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Dennoch ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszuschließen. Dies umfasst den Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge, welche sich aus dem Betrag des jeweiligen Emissionsvolumens und der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses ergeben können, sowie den Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechten. Im zuletzt genannten Fall kann stattdessen ein Bezugsrecht als Verwässerungsschutz gewährt werden. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre dann auszuschließen, wenn die jeweilige Ausgabe der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den hypothetischen Marktwert dieser Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Aus dem Bedingten Kapital 2011 wurden bislang keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
4.17.3 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Die durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG lief nach ihrer fünfjährigen Laufzeit planmäßig zum 10. Mai 2015 aus. Durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde die Gesellschaft erneut zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Nach dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie vom 30. Juli 2009 (ARUG) geänderten § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG wird die Ermächtigung nunmehr für die Dauer von fünf Jahren bis zum 11. Mai 2020 erteilt. Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder, falls dieser Wert niedriger ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und jeweils noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 5 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der GRENKELEASING AG gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder (3) durch Abgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre. (1) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.# (2) Erfolgt der Erwerb der Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft oder über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kauf- bzw. Verkaufspreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kauf- bzw. Verkaufsspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des Angebots bzw. der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Kursbewegungen, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der letzten drei Börsentage vor der öffentlichen Ankündigung der Anpassung abgestellt; die 10-Prozent-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag ebenfalls anzuwenden. Das Angebot bzw. die Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen sowie die Möglichkeit der Präzisierung des Kaufpreises oder der Kaufpreisspanne während der Angebotsfrist vorsehen. Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen der Gesellschaft übersteigen, erfolgt der Erwerb im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen (bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotene Aktien der Gesellschaft je Aktionär) kann vorgesehen werden.
(3) Erfolgt der Erwerb mittels den Aktionären zur Verfügung gestellter Andienungsrechte, so können diese pro Aktie der Gesellschaft zugeteilt werden. Gemäß dem Verhältnis des Grundkapitals der Gesellschaft zum Volumen der von der Gesellschaft zurückzukaufenden Aktien berechtigt eine entsprechend festgesetzte Anzahl Andienungsrechte zur Veräußerung einer Aktie der Gesellschaft an diese. Andienungsrechte können auch dergestalt zugeteilt werden, dass jeweils ein Andienungsrecht pro Anzahl von Aktien zugeteilt wird, die sich aus dem Verhältnis des Grundkapitals zum Rückkaufvolumen ergibt. Bruchteile von Andienungsrechten werden nicht zugeteilt. Für diesen Fall werden die entsprechenden Teilandienungsrechte ausgeschlossen. Der Preis oder die Grenzwerte der angebotenen Kaufpreisspanne (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten), zu dem bei Ausübung des Andienungsrechts eine Aktie an die Gesellschaft veräußert werden kann, werden nach Maßgabe der Regelungen im vorstehenden Abschnitt bestimmt, wobei maßgeblicher Stichtag dabei der Tag der Veröffentlichung des Rückkaufangebotes unter Einräumung von Andienungsrechten ist, und können gegebenenfalls angepasst werden, wobei dann maßgeblicher Stichtag der Tag der Veröffentlichung der Anpassung ist. Die nähere Ausgestaltung der Andienungsrechte, insbesondere ihren Inhalt, ihre Laufzeit und gegebenenfalls ihre Handelbarkeit, bestimmt der Vorstand. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, wie folgt zu verwenden:
(1) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen.
(2) Die Aktien können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, sofern die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich unter Einbeziehung sämtlicher Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG und unter Berücksichtigung solcher Aktien, die bei Optionsausübung oder Wandlung aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach dem § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben werden, auf insgesamt höchstens 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft.
(3) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann mit einer Kapitalherabsetzung verbunden werden. In diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals herabzusetzen und die Angabe der Zahl der Stückaktien und des Grundkapitals in der Satzung entsprechend anzupassen. Die Einziehung kann auch ohne Kapitalherabsetzung durch Erhöhung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft erfolgen. Der Vorstand wird in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
Die vorstehenden Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die unter (1) und (2) genannten Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung der eigenen Aktien durch Angebot an alle Aktionäre das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen. Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
4.17.4 Genussrechtskapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR für die Dauer von fünf Jahren bis zum 11. Mai 2016 ausgeben zu können. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.
4.17.5 Bilanzgewinn
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 16.530.911,12 EUR des Geschäftsjahres 2014 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2015. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Bilanzgewinn 2014 | 16.530.911,12 EUR |
| Ausschüttung einer Dividende von 1,10 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.754.199 Stückaktien | 16.229.618,90 EUR |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 301.292,22 EUR |
Die Dividende wurde am 13. Mai 2015 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt. Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2013 wie folgt beschlossen und vorgenommen:
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Bilanzgewinn 2013 | 14.790.501,93 EUR |
| Ausschüttung einer Dividende von 1,00 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.700.000 Stückaktien | 14.700.000,00 EUR |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 90.501,93 EUR |
Die Dividende wurde am 6. Mai 2014 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,50 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2015 nicht als Verbindlichkeit erfasst.
4.17.6 Rücklagen
Die Kapitalrücklage in Höhe von 116.491 TEUR (Vorjahr: 116.491 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKELEASING AG im April 2000 und den Kapitalerhöhungen von Februar 2013 und Mai 2014. Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften und konsolidierten strukturierten Einheiten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von weiteren Anteilen von nicht beherrschten Anteilen im Geschäftsjahr 2014 wurden die Gewinnrücklagen um 977 TEUR vermindert.
4.17.7 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
Wertänderungen von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges eingesetzt werden, sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, sofern eine entsprechende Effektivität im Sinne von IAS 39 nachgewiesen werden kann. Die im Geschäftsjahr erfolgte Wertänderung beläuft sich auf -18 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR) abzüglich latenter Steuern in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: -6 TEUR). Aufgrund der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen wurde ferner ein Betrag von -623 TEUR (Vorjahr: -668 TEUR), resultierend aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten und latenten Steuern in Höhe von 138 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR), erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
4.17.8 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Am 22. Juli hat die GRENKELEASING AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nicht kumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben. Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt.# 5 Änderungen im Konsolidierungskreis
5.1 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2015
GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 5. März 2015 und Erwerbszeitpunkt 31. März 2015 100 % der Kapital- und stimmberechtigten Anteile an der GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien. Die Gesellschaft wurde zwischenzeitlich umfirmiert in GRENKELEASING d.o.o.
Die GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.
Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: immaterielle Vermögenswerte 3.575 TEUR, Leasingforderungen 241 TEUR, sonstige Aktiva 655 TEUR, aktive latente Steuerforderungen 62 TEUR, latente Steuerschulden 660 TEUR und sonstige Schulden 999 TEUR.
Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 412 TEUR sind 171 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. In den sonstigen Schulden sind innerkonzernliche Verbindlichkeiten enthalten, die aus einer Risikoumlage (TEUR 745) sowie einer kurzfristigen Schuld (73 TEUR) bestehen und infolge der Schuldenkonsolidierung eliminiert werden und somit nicht in der Konzernbilanz erscheinen. Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.106 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich. Aufgrund der Erstkonsolidierung zum Stichtag ergab sich hieraus keine Auswirkung auf das Konzernergebnis.
Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 7.980 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 271 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.
Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Ergebnis von -369 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns nach Konsolidierungen und erwerbsbedingten Effekten beigetragen. Hätte GRENKE das Unternehmen zum 1. Januar 2015 erworben, hätte die Tochtergesellschaft ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -458 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.
Weitere Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2015
Strukturierte Einheiten
Die GRENKELEASING AG hat von ihrem Recht aus den Verträgen mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED Gebrauch gemacht und die noch offenen Forderungen mit einem Nominalvolumen von 18.343 TEUR zum 15. Oktober 2015 abgelöst. Eine Beherrschung der GOALS FINANCING 2009 LIMITED besteht ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Als Konsequenz wird diese strukturierte Einheit zum 31. Dezember 2015 nicht mehr konsolidiert.
Assoziierte Unternehmen, nach der Equity-Methode bilanziert
Der GRENKE Konzern erwarb über die GRENKE BANK AG im Dezember 2015 25,01 % der kapital- und stimmberechtigten Anteile an der Cash Payment Solutions GmbH, Berlin. Die Cash Payment Solutions GmbH betreibt den Zahlungsdienst Barzahlen sowie das gleichnamige Internetportal. Die Cash Payment Solutions GmbH bietet Bargeldzahlungen für den E-Commerce, Gaming- und Reisebereich sowie für Energieversorgungsunternehmen, Forderungsmanagement, Kommunen und Banken. GRENKE sieht diese Investition als strategische Tätigkeit des Segments Bank an. Das assoziierte Unternehmen wird für den Konzern als nicht wesentlich eingestuft.
5.2 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2014
GCLUX Location S.à.r.l., Munsbach/Luxemburg
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag und Erwerbszeitpunkt vom 31. März 2014 56 % der stimmberechtigten Anteile an der GCLUX Location S.à.r.l., Munsbach/Luxemburg. Die verbleibenden 44 % der stimmberechtigten Anteile erwarb die GRENKELEASING AG mit Erwerbszeitpunkt vom 14. April 2014, sodass 100 % der stimmberechtigten Anteile an dieser Gesellschaft gehalten werden.Die GCLUX Location S.a.r.l., Munsbach/Luxemburg, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.
Die bisher vorläufige Kaufpreisallokation wurde im ersten Quartal 2015 finalisiert. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft haben sich gegenüber den Werten zum 30. Juni 2014 aufgrund besserer Erkenntnisse leicht verändert: Immaterielle Vermögenswerte 630 TEUR, Leasingforderungen 111 TEUR, sonstige Aktiva 202 TEUR, latente Steuerschulden 219 TEUR und sonstige Schulden 648 TEUR.
Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen durch Händler und Wettbewerbsverbote. Aus den Leasingforderungen von brutto 225 TEUR sind 114 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. In den sonstigen Schulden sind innerkonzernliche Verbindlichkeiten enthalten, die aus einer Risikoumlage (TEUR 394) sowie einer kurzfristigen Schuld (61 TEUR) bestehen und infolge der Schuldenkonsolidierung eliminiert werden und somit nicht in der Konzernbilanz erscheinen. Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1.464 TEUR, der steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte.
Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 2.511 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden Zahlungsmittel von 60 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.
Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgte zum 31. März 2014 zum anteiligen beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft wurde zwischenzeitlich in GRENKELOCATION SARL umfirmiert.
GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 15. Juni 2014 und Erwerbszeitpunkt vom 30. Juni 2014 100 % der stimmberechtigten Anteile an der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz. Die GRENKEFACTORING AG, Basel/ Schweiz, war zuvor im Rahmen des Factoring-Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf das Geschäft der klassischen Factoringdienstleistungen mit dem Fokus auf betragsmäßig kleinere Forderungen in der Schweiz spezialisiert.
Die bisher vorläufige Kaufpreisallokation wurde im ersten Quartal 2015 finalisiert, Änderungen ergaben sich im Rahmen einer Schätzungsänderung innerhalb des Bewertungszeitraumes und infolgedessen eine retrospektive Reduzierung des Geschäfts- und Firmenwertes um 66 TEUR. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft und haben sich gegenüber den Werten zum 30. Juni 2014 aufgrund besserer Erkenntnisse leicht verändert: Immaterielle Vermögenswerte 155 TEUR, Forderungen aus dem Factoringgeschäft 5.834 TEUR, Zahlungsmittel 524 TEUR, sonstige Aktiva 135 TEUR, aktive latente Steuern 175 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 598 TEUR, Pensionsverpflichtungen 300 TEUR, latente Steuerschulden 34 TEUR und sonstige Schulden 5.771 TEUR.
Die immateriellen Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen und Wettbewerbsverbote. Aus den Forderungen aus dem Factoringgeschäft von brutto 5.892 TEUR sind 58 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich.# 6 Angaben zu Finanzinstrumenten
6.1 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
| Wertansatz nach IAS 39 | Wertansatz nach IAS 17 | 31.12.2015 | 31.12.2015 | Bewertungskategorie | Buchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | TEUR | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 186.453 | 186.453 | ||
| Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 277 | 277 | ||
| Leasingforderungen (performend) | n. a. | 2.758.660 | 2.758.660 | ||
| Leasingforderungen (nicht performend) | L&R | 95.513 | 95.513 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 4.272 | 4.272 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 111.023 | 111.023 | ||
| Aggregierte Kategorien | L&R | 397.261 | |||
| AtFVtPL | 277 | ||||
| n. a. | 2.758.660 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 2.341.080 | 2.341.080 | ||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 349.304 | 349.304 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 10.489 | 10.489 | ||
| Bankschulden | oL | 1.960 | 1.960 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 3.401 | 3.401 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung | n. a. | 39 | 39 | ||
| Aggregierte Kategorien | oL | 2.702.833 | |||
| AtFVtPL | 3.401 | ||||
| n. a. | 39 |
Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a. nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
| Wertansatz nach IAS 39 | Wertansatz nach IAS 17 | 31.12.2014 | 31.12.2014 | Bewertungskategorie | Buchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | TEUR | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | L&R | 88.395 | 88.395 | ||
| Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 1.109 | 1.109 | ||
| Leasingforderungen (performend) | n. a. | 2.354.439 | 2.354.439 | ||
| Leasingforderungen (nicht performend) | L&R | 101.659 | 101.659 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 4.793 | 4.793 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 90.530 | 90.530 | ||
| Aggregierte Kategorien | L&R | 285.377 | |||
| AtFVtPL | 1.109 | ||||
| n. a. | 2.354.439 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 1.998.684 | 1.998.684 | ||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 300.357 | 300.357 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 9.821 | 9.821 | ||
| Bankschulden | oL | 12.158 | 12.158 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 4.574 | 4.574 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung | n. a. | 9 | 9 | ||
| Aggregierte Kategorien | oL | 2.321.020 | |||
| AtFVtPL | 4.574 | ||||
| n. a. | 9 |
Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a. nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
| Währungsumrechnung | Wertberichtigung aus Abgang | Nettoergebnis | |
|---|---|---|---|
| 31.12.2015 (TEUR) | |||
| Kredite und Forderungen | -2.425 | -6.082 | -51.535 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 323 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2014 (TEUR) | |||
| Kredite und Forderungen | 1.518 | -12.414 | -39.755 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | -2.631 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsertrag betrug 5.544 TEUR (Vorjahr: 3.844 TEUR), der Gesamtzinsaufwand 317 TEUR (Vorjahr: 916 TEUR) für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen 283.304 TEUR (Vorjahr: 255.080 TEUR).
Die Nettogewinne und -Verluste, bezogen auf Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte, dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.
6.1.1 Finanzwirtschaftliche Risikostrategie
Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht verwiesen.
6.2 Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen
In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich um undiskontierte Cashflows handelt.
Zum 31.12.2015
| TEUR | täglich fällig | bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Art der Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 444.350 | 471.995 | 1.518.860 | 934 | |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 19.154 | 61.870 | 119.973 | 148.307 | 0 | |
| Bankschulden | 875 | 1.085 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Schulden | 0 | 17.294 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 10.489 | 0 | 0 | 0 | |
| Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 1.192 | 932 | 1.316 | 0 | |
| Summe | 20.029 | 536.280 | 592.900 | 1.668.483 | 934 |
Zum 31.12.2014
| TEUR | täglich fällig | bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Art der Verbindlichkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 271.308 | 396.529 | 1.463.541 | 3.197 | |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 9.145 | 52.852 | 97.585 | 140.775 | 0 | |
| Bankschulden | 10.900 | 570 | 344 | 344 | 0 | |
| Sonstige Schulden | 0 | 11.214 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 9.821 | 0 | 0 | 0 | |
| Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 937 | 2.569 | 1.077 | 0 | |
| Summe | 20.045 | 346.702 | 497.027 | 1.605.737 | 3.197 |
Bezüglich der Angaben zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht.
6.3 Derivative Finanzinstrumente
Geschäftsmodell
Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet der GRENKE Konzern B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an. Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen. Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden vom GRENKE Konzern nur dann vorgenommen bzw. akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird.
Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das maximale Ausfallrisiko eine untergeordnete Rolle und wird durch den Buchwert begrenzt.
Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken, wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen. Zudem verweisen wir auf die entsprechenden Angaben bei den einzelnen Bilanzposten.
Absicherungsphilosophie
Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele des GRENKE Konzerns notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolgs des Konzerns im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang.# 6.3.1 Währungsrisikomanagement
Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung
Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in der Türkei, in Dubai und Kanada sowie der britischen, polnischen, tschechischen, schwedischen, ungarischen, schweizerischen (Factoring) und dänischen Tochtergesellschaften werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die GRENKELEASING AG finanziert die durch die Franchisenehmer bzw. Tochtergesellschaften generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen.
Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert. Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen beizulegendem Zeitwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 4.1) und auf der Passivseite (siehe Tz. 4.12) erfolgt.
Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt 187.452 TEUR (Vorjahr: 163.213 TEUR). Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:
| TEUR Nominalvolumen per Fälligkeit der Nominalvolumina per 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 2016 | 2017 | 2018 | später |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Kauf | ||||||
| TRY | 8.717 | 10.637 | 10.637 | |||
| CZK | 7.533 | 7.022 | 3.210 | 2.271 | 1.153 | 388 |
| GBP | 71.440 | 74.683 | 73.998 | 565 | 120 | |
| CHF | 6.632 | 8.669 | 8.669 | |||
| HUF | 5.089 | 4.072 | 2.153 | 1.187 | 516 | 216 |
| CAD | 501 | 3.544 | 2.601 | 943 | ||
| SEK | 16.649 | 19.021 | 5.385 | 6.390 | 5.356 | 1.890 |
| DKK | 38.840 | 45.016 | 12.872 | 14.140 | 13.363 | 4.641 |
| PLN | ||||||
| AED | 7.280 | 13.649 | 5.058 | 3.912 | 2.855 | 1.824 |
| HRK | 1.139 | 1.139 | ||||
| EUR Verkauf | ||||||
| PLN | 271 |
| TEUR | Gesicherter Durchschnittskurs |
|---|---|
| EUR Kauf | |
| TRY | 3,33 |
| CZK | 27,21 |
| GBP | 0,82 |
| CHF | 1,09 |
| HUF | 322,60 |
| CAD | 1,45 |
| SEK | 9,38 |
| DKK | 7,50 |
| PLN | |
| AED | 4,43 |
| HRK | 7,73 |
| EUR Verkauf | |
| PLN |
Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir für auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlageberichts ausführlich erläutert werden.
6.3.2 Zinsrisikomanagement
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der GRENKE Konzern ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand bzw. das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.
Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der der GRENKE Konzern die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Zinsswaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zinsderivate im Hedge-Accounting eine 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), in der Position Sonstiges Ergebnis erfasst.
Im Rahmen der ABCP-Programme sowie bei FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" und FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der jeweiligen strukturierten Einheit bzw. der GRENKELEASING AG. Die variable Refinanzierung der ABCP-Transaktion wird durch den Einsatz von Zinsswaps ökonomisch gesichert. Dabei handelt es sich in beiden Fällen aus Sicht des GRENKE Konzerns um Receiver-Swaps. Es wird hierbei ein Festzins im Gegenzug in einen variablen Zins getauscht. In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wurden, abgesehen von den ABCP-Programmen, ausschließlich Payer-Swaps kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinsaustauschgeschäft.
Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2015 von 402 Mio. EUR (Vorjahr: 110 Mio. EUR) und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,238 % und 0,016 % (Vorjahr: 0,022 % und 0,1945 %) auf. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zinsswaps endet in 2017 (Vorjahr: in 2015).
Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina der Payer-Swaps für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen.
| TEUR | Nominalvolumen je zum 31.12. | Durchschnitts-Zinssatz |
|---|---|---|
| 2014 | 2015 | |
| vor 2015 kontrahiert | 110.000 | 110.000 |
| in 2015 kontrahiert | 402.200 | |
| Summe | 110.000 | 402.200 |
Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlageberichts ausführlich erläutert werden.
6.3.3 Effektivität der Sicherungsbeziehung
Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung.
Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet der GRENKE Konzern ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der vom GRENKE Konzern verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden. Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der Hypothetische-Derivate-Methode durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument sowie die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner.
Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt. Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet.
Devisentermingeschäfte
Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäfts in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.
Zinsswaps
Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen. Das aktive Einbinden der bestehenden wie auch der künftig geplanten Refinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement.
Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt. Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft. Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und bestehenden bzw. geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der Hypothetische-Derivate-Methode ergab sich eine Effektivität von nahezu 100 %. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet. Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accountings gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht des GRENKE Konzerns und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf.Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich im Jahr 2015 komplett erfolgswirksam und führen daher zu einer Umgliederung der in den zugehörigen Posten des Sonstigen Ergebnisses abgegrenzten Nettogewinne/-verluste in den Posten Zinsaufwand in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR).
6.4 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
6.4.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, non-performing Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche originären Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 1.047.200 TEUR (Vorjahr: 1.006.000 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 1.058.329 TEUR (Vorjahr: 1.032.929 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 2015 | Buchwert 2015 | Beizulegender Zeitwert 2014 | Buchwert 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Leasingforderungen (performend) | 3.060.507 | 2.758.660 | 2.612.422 | 2.354.439 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 113.941 | 111.023 | 92.667 | 90.530 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 2.370.921 | 2.341.080 | 2.027.409 | 1.998.648 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 353.861 | 349.304 | 300.547 | 300.357 |
| Bankschulden | 1.960 | 1.960 | 12.155 | 12.158 |
6.4.2 Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 2015 | Buchwert 2015 | Beizulegender Zeitwert 2014 | Buchwert 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 297 | 297 |
| Devisentermingeschäfte | 277 | 277 | 812 | 812 |
| Summe | 277 | 277 | 1.109 | 1.109 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 39 | 39 | 9 | 9 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 315 | 315 |
| Devisentermingeschäfte | 3.401 | 3.401 | 4.259 | 4.259 |
| Summe | 3.440 | 3.440 | 4.583 | 4.583 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten. Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken. Die Devisentermingeschäfte weisen für die einzelnen kontrahierten Währungen zum Stichtag folgende beizulegenden Zeitwerte auf:
| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| EUR Kauf | ||
| TRY | 121 | -502 |
| CZK | -78 | 290 |
| GBP | -1.596 | -2.814 |
| CHF | -35 | -19 |
| HUF | -25 | |
| CAD | 143 | -21 |
| SEK | -417 | 485 |
| DKK | -282 | -329 |
| PLN | 0 | -21 |
| AED | -942 | -548 |
| HRK | -13 | 0 |
| EUR Verkauf | ||
| PLN | 0 | 11 |
6.4.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren | Bemessungshierarchie |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 | |||
| Börsennotierte Anleihen | n. a. | Notierter Börsenpreis am Bewertungstag | |
| Stufe 2 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei | |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment) | |
| Devisentermingeschäfte | Market-to-Market | Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden | |
| Zinsderivate | Barwertmodell | Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden |
6.5 Übertragungen finanzieller Vermögenswerte
Die folgende Tabelle zeigt übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte und die dazugehörige Verbindlichkeit mit den entsprechenden Buchwerten sowie beizulegenden Zeitwerten.
| TEUR | Buchwert Übertragene Leasingforderungen 31.12.2015 | Buchwert dazugehörige Verbindlichkeit | Beizulegender Zeitwert Übertragene Leasingforderungen 31.12.2015 | Beizulegender Zeitwert dazugehörige Verbindlichkeit | Nettoposition |
|---|---|---|---|---|---|
| Aus Forderungsverkaufs-Verträgen | 198.437 | 157.142 | 217.146 | 174.413 | 41.295 |
| TEUR | Buchwert Übertragene Leasingforderungen 31.12.2014 | Buchwert dazugehörige Verbindlichkeit | Beizulegender Zeitwert Übertragene Leasingforderungen 31.12.2014 | Beizulegender Zeitwert dazugehörige Verbindlichkeit | Nettoposition |
| Aus Forderungsverkaufs-Verträgen | 186.363 | 154.021 | 206.633 | 163.826 | 32.342 |
Wir verweisen zudem auf die Ausführungen unter Tz. 4.11.4.
7 Segmentberichterstattung
Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.
7.1 Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Leasinggeschäft
Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Bankgeschäft
Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.
Factoringgeschäft
Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring. Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl das offenen Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.
7.2 Messgrößen der Segmente
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses (siehe Tz. 2.3). Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen. Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und der Deckungsbeitrags-2-Marge für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.# 7.3 Informationen über geografische Gebiete
Die wesentlichen geografischen Gebiete auf Länderebene, in denen mit externen Kunden Umsätze generiert werden, sind Deutschland, Frankreich und Italien. Alle anderen Länder sind in "Sonstige Länder" zusammengefasst. Für die ausgewiesenen Länder werden die operativen Erträge und die langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Je nach Länderzugehörigkeit der externen Kunden, mit denen die Umsätze erwirtschaftet werden, erfolgt die Zuordnung zu den einzelnen geografischen Gebieten. Die langfristigen Vermögenswerte sind den Ländern zugeteilt, in denen sie entstanden sind. Die operativen Erträge beinhalten dieselben Positionen, wie sie bereits oben für die operativen Segmenterträge erläutert wurden. Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus den langfristigen Leasingforderungen, dem Sachanlagevermögen, den Geschäfts- oder Firmenwerten, den Sonstigen immateriellen Vermögenswerten und den Sonstigen langfristigen Vermögenswerten zusammen.
| scroll TEUR | Deutschland | Frankreich | Italien | Sonstige Länder | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| Operative Erträge (Januar bis Dezember) | 61.262 | 56.107 | 53.703 | 44.357 | 43.165 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dezember) | 525.053 | 475.038 | 483.595 | 428.114 | 310.597 |
8 Weitere Erläuterungen
8.1 Kapitalmanagement
8.1.1 Ökonomisches Kapital
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des GRENKE Konzerns ist es, sicherzustellen, dass das zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Sicherung der Liquidität bestehende Bonitätsrating aufrechterhalten werden kann und dass eine lückenlose Wahrung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Anforderungen an den GRENKE Konzern durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement gegeben ist. Der GRENKE Konzern überwacht sein Kapital unter anderem mithilfe der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis zwischen bilanziellem Eigenkapital und Bilanzsumme. Gemäß den konzerninternen Richtlinien streben wir (wie im Vorjahr) eine Eigenkapitalquote von 16 % an. Zudem wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung des Konzerns und das Risikobegrenzungssystem bzw. die Limitierung von Risikopositionen die Überwachung und Sicherstellung des ökonomischen Eigenkapitals gewährleistet.
8.1.2 Regulatorisches Kapital
Die GRENKELEASING AG hat als Finanzdienstleistungsinstitut und übergeordnetes Unternehmen der Institutsgruppe die Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Institutsgruppen gemäß §10 a KWG i. V. m. Artikel 25 ff. der EU-Verordnung Nr. 575/2013 (Capital Requirement Regulation, kurz: CRR) zu erfüllen. Der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis der GRENKELEASING AG bestimmt sich nach dem Konsolidierungskreis des Konzerns. Für die Solvabilität der Institutsgruppe wird ebenfalls auf die Konzernzugehörigkeit abgestellt. Die Eigenmittel gemäß Artikel 72 ff. CRR werden im Rahmen der Erstellung der COREP-Meldung (Common solveny ratio reporting) ermittelt. Für die Darstellung der Eigenmittel verweisen wir auf den zusammengefassten Lagebericht. Die Kapitalrendite nach §26a KWG Abs. 1 Satz 4 beträgt 2,3 %.
8.2 Franchisesystem
Die GRENKELEASING AG stellt im Rahmen eines Franchisevertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt 573 TEUR (Vorjahr: 541 TEUR) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von 1.122 TEUR (Vorjahr: 659 TEUR) (siehe Tz. 3.1) sowie aus der Vermietung von Software in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) erwirtschaftet. Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen in Höhe von 29.994 TEUR (Vorjahr: 18.206 TEUR) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt 622 TEUR (Vorjahr: 426 TEUR) (siehe Tz. 4.4 und Tz. 4.5).
8.3 Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die GRENKELEASING AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien in Höhe von 42,2 Mio. EUR (Vorjahr: 43,9 Mio. EUR) ausgereicht, welches das maximale Ausfallrisiko darstellt. Die tatsächliche Ausnutzung von Seiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 31,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,7 Mio. EUR). Unwiderrufliche Kreditzusagen betrugen 4.294 TEUR (Vorjahr 2.918 TEUR) und resultieren aus dem Kreditgeschäft und beinhalten nicht in Anspruch genommene befristete Kontokorrentlinien und noch nicht in Anspruch genommene Darlehenszusagen. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:
| scroll TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen | ||
| fällig im Folgejahr | 11.567 | 10.792 |
| fällig in 2 bis 5 Jahren | 21.693 | 15.189 |
| fällig nach 5 Jahren | 4.228 | 2.375 |
| Summe | 37.488 | 28.356 |
Den Mietzahlungen stehen erwartete Mieteinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 224 TEUR (Vorjahr: 502 TEUR) im Geschäftsjahr 2016 entgegen. In den Folgejahren entstehen weitere Mieterträge in Höhe von 113 TEUR. Für Mietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren. Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft tritt die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrags zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen. Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 hat die GRENKELEASING AG gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V. eine Verpflichtungserklärung gemäß §5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds abgegeben. Damit einhergehend werden Verluste freigestellt, die dem Bundesverband zugunsten der GRENKE BANK AG entstehen würden.
8.4 Betriebsprüfung in Deutschland
Im November 2010 wurde mit der Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING AG, der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, der GRENKE Service AG und der GRENKEFACTORING GmbH für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen. Die Betriebsprüfung bei der GRENKE Service AG und der GRENKEFACTORING GmbH wurde im September 2015 ohne materielle Auswirkungen beendet. Für die GRENKELEASING AG und die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA lagen zum Stichtag noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor. Im Oktober 2015 wurden die Prüfungsanordnungen für die GRENKELEASING AG, die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, die GRENKE Service AG, die GRENKEFACTORING GmbH und die GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 erlassen.## 8. Betriebsprüfungen
Die Betriebsprüfungen sollen im Juni/Juli 2016 begonnen werden.
8.5 Betriebsprüfungen im Ausland
Für angelaufene Betriebsprüfungen bei ausländischen Tochtergesellschaften lagen zum Stichtag noch keine verbindlichen Prüfungsergebnisse vor.
8.6 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die GRENKELEASING AG beherrscht oder an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen des GRENKE Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige, Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen der GRENKELEASING AG und Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss ausüben können.
Die GRENKELEASING AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszwecks auch Leistungen innerhalb des GRENKE Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| Assoziierte Unternehmen | 5.449 | 0 |
Die Verbindlichkeiten resultieren aus dem Einlagegeschäft. Es entstand ein Zinsaufwand von 1 TEUR.
Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an.
Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 3.829 TEUR (Vorjahr: 3.861 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 54 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR).
Von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrats einschließlich deren nahen Verwandten hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 1.709 TEUR (Vorjahr: 1.234 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 34 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR).
Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten zum Stichtag wiesen einen Stand von 16 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und deren nahen Familienangehörigen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2015 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
- Herr Dieter Münch, Weinheim, Bankkaufmann a. D. und Stiftungsvorstand (bis 12. Mai 2015)
- Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Baden-Baden, sowie der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden
- Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt
- Herr Prof. Dr. Thilo Wörn, Essen, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Essen (bis 12. Mai 2015)
- Frau Tanja Dreilich, Iserlohn, Diplom-Volkswirtin, MBA, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH (ab 12. Mai 2015)
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, Executive Vice President und Global Head of Financial Services Markets bei der Atos IT Solutions GmbH (ab 12. Mai 2015)
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, sowie Mitglied im Aufsichtsrat der OYSTAR Holding GmbH, Stutensee, und der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin.
Herr Gerhard E. Witt ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, einer Tochtergesellschaft der GRENKELEASING AG.
Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach. Des Weiteren ist Herr Erwin Staudt Mitglied des Beirats bei der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen.
Herr Florian Schulte ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Global Group Dialog Solutions AG, Idstein, Verwaltungsratsmitglied der Deltavista International AG, Küsnacht, Schweiz, sowie Aufsichtsratsmitglied der Syntellix AG, Hannover.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 entscheidet.
Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKELEASING AG belief sich auf insgesamt 219 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsrats-tätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG in § 10 der Satzung der GRENKELEASING AG festgelegt.
Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Summe | Vergütung AG | Vergütung KGaA | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | Vorjahr 2015 | Vorjahr 2015 | Vorjahr | |||
| Summe | 224 | 118 | 219 | 112 | 5 |
Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich wie folgt zusammen:
- Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden, CEO Vorstandsvorsitzender
- Frau Antje Leminsky, Diplom-Kauffrau, Baden-Baden, CIO Stellvertretende Vorstandsvorsitzende
- Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich, CSO
- Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf, CFO
- Herr Mark Kindermann, Diplom-Kaufmann, Bühl, COO
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Die Vorstandsvergütung für 2015 setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Gesamtbezüge | davon fix | davon variabel | |
|---|---|---|---|---|
| Summe | 2.475 | 1.340 | 1.135 | |
| Summe Vorjahr | 2.119 | 1.256 | 863 |
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Die bisherigen Vereinbarungen mit den Herren Christ, Eicker und Kindermann liefen im Geschäftsjahr 2015 bzw. die bisherige Vereinbarung mit Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2014 aus. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 12 TEUR an.
Der Aufsichtsrat hat mit Frau Leminsky und Herrn Eicker im Geschäftsjahr 2015 Folgevereinbarungen geschlossen. Während die Vereinbarung mit Frau Leminsky sich auf das gesamte Geschäftsjahr bezieht und die Geschäftsjahre 2015 bis 2017 betrifft, bezieht sich die Phantom-Stock-Vereinbarung mit Herrn Eicker auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018.
Im Rahmen dieser Vereinbarung erhalten Herr Jörg Eicker und Frau Antje Leminsky für die Geschäftsjahre 2016, 2017 und 2018 respektive 2015, 2016 und 2017 jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 20.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres.
Da sich die Phantom-Stock-Vereinbarung von Frau Leminsky auf das Geschäftsjahr 2015 bezog, lag dieser Vereinbarung ein Basiskurs von 87,87 EUR zugrunde. Für die am 1. Oktober 2015 beginnende Vereinbarung von Herrn Eicker wurde demgegenüber ein Basiskurs von 180,42 EUR für das Geschäftsjahr 2016 in Ansatz gebracht. Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes.
Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d. h. die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden.
Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.
Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. Aufgrund der Begrenzung der variablen Vergütungskomponenten auf maximal 100 % der festen Vergütungsbestandteile wurde der Betrag auf 139 TEUR begrenzt. Dieser Anspruch kommt im folgenden Geschäftsjahr zum Auszahlung, weil die Bemessung das Basisjahr 2015 betrifft.
Der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarung für Herrn Eicker zum 31. Dezember 2015 betrug 86 TEUR. Dieser Betrag ermittelte sich aus der Bewertung der Phantom Stocks zum 31. Dezember 2015 für die Tranche 2016 und wird nicht im folgenden Geschäftsjahr, sondern frühestens im Jahr 2017 zur Auszahlung gelangen, wenn die Kriterien dafür am Jahresende 2016 weiterhin bestehen bleiben.
Zum 31. Dezember 2015 betrug der Wert der Phantom-Stock-Vereinbarungen 225 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.
Herr Wolfgang Grenke und seine Familie ("Familie Grenke") haben im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden, gegründet, in welche die Familie Grenke am 17.# 8.7 Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2015
Übersetzung der Originalmeldung:
Die Ameriprise International Holdings GmbH, Zug, Schweiz hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Juli 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 29. Juni 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,51 % (das entspricht 665.734 Stimmrechten) betragen hat. 4,51 % der Stimmrechte (das entspricht 665.734 Stimmrechten) sind Ameriprise International Holdings GmbH. gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Ameriprise International Holdings GmbH über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Investment Services Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. August 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 3. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 437.277 Stimmrechten) betragen hat. 2,96 % der Stimmrechte (das entspricht 437.277 Stimmrechten) sind Threadneedle Investment Services Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 zuzurechnen.
Die Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 4. August 2015 mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 3. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 437.277 Stimmrechten) betragen hat.
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2014
Übersetzung der Originalmeldung:
Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 27. Dezember 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 733.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Asset Management Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 27. Dezember 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 733.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, Vereinigte Staaten von Amerika, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Ameriprise Financial, Inc. gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Ameriprise Financial, Inc. über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings SARL gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings SARL über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wurde uns jeweils am 22. September 2014 mitgeteilt:
Frau Anneliese Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Moritz Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Roland Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Oliver Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) beträgt.
Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, Baden-Baden, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Grenke Vermögensverwaltung GmbH 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zugerechnet.
Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG und deren alleinige Komplementärin, die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, beide mit Sitz in Baden-Baden, Deutschland, teilten der GRENKELEASING AG gemäß § 27 a Abs. 1 WpHG am 27. September 2014 im Zusammenhang mit den am 22. September 2014 übermittelten Stimmrechtsmitteilungen Folgendes mit: "Das Überschreiten der Stimmrechtsschwellen durch die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erfolgte auf Grund des Erwerbs von Aktien an der GRENKELEASING AG, die unentgeltlich durch die Mitglieder der Familie Grenke in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG eingebracht wurden. Das Überschreiten der Stimmrechtsschwellen durch die Grenke Vermögensverwaltung GmbH erfolgte nicht auf Grund des Erwerbs von Aktien an der GRENKELEASING AG durch die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, sondern auf Grund der erstmaligen Zurechnung von Stimmrechten aus den von der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erworbenen Aktien (§ 22 Abs. 1 Nr.# 1 WpHG).
a) Mit dem Stimmrechtserwerb verfolgte Ziele
Die Überschreitung der in den vorgenannten Stimmrechtsmitteilungen genannten Schwellen von Stimmrechten aus Aktien der GRENKELEASING AG dient nicht der Umsetzung strategischer Ziele oder der Erzielung von Handelsgewinnen, sondern erfolgte ausschließlich im Rahmen der Nachfolgeplanung der Familie Grenke.
Es ist nicht beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen. Sofern die ordentliche Hauptversammlung der GRENKELEASING AG im Jahre 2015 jedoch beschließt, die Dividende nicht ausschließlich in bar zu leisten, sondern den Aktionären die Möglichkeit einräumt, Teile des Dividendenanspruchs gegen Gewährung neuer Aktien in die GRENKELEASING AG einzubringen, ist nicht ausgeschlossen, dass von diesem Wahlrecht - zumindest teilweise - Gebrauch gemacht wird.
Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der GRENKELEASING AG wird nicht angestrebt.
Eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der GRENKELEASING AG, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik, wird nicht angestrebt.
b) Herkunft der verwendeten Mittel
Die Einbringung und Übertragung der Aktien an der GRENKELEASING AG in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erfolgte unentgeltlich. Eigen- oder Fremdmittel wurden hierfür nicht verwendet.
Der Grenke Vermögensverwaltung GmbH werden als Komplementärin der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG die von dieser gehaltenen Aktien zugerechnet. Eigen- oder Fremdmittel wurden hierfür nicht verwendet.
Die Threadneedle Asset Management UK Ltd, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat.
4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management UK Ltd gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management UK Ltd über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die TAM UK Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat.
4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind TAM UK Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der TAM UK Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat.
4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Korrektur unserer Stimmrechtsmitteilung vom 3. Januar 2014: Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat.
4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Korrektur unserer Stimmrechtsmitteilung vom 3. Januar 2014: Die Threadneedle Asset Management Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat.
4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2013
Übersetzung der Originalmeldung: T. Rowe Price Associates, Inc., Baltimore, Maryland, USA, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG T. Rowe Price Associates, Inc. zuzurechnen.
T. Rowe Price Group, Inc., Baltimore, Maryland, USA, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechten) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG T. Rowe Price Group, Inc. zuzurechnen.
T. Rowe Price International Ltd., London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 31. Dezember 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,66 % (das entspricht 501.415 Stimmrechten) betragen hat. Diese 3,66 % (501.415 Stimmrechten) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG T. Rowe Price International Ltd. zuzurechnen.
T. Rowe Price International Ltd., London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechten) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG T. Rowe Price International Ltd. zuzurechnen.
Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 29. April 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,06 % (das entspricht 744.230 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 5,06 % (das entspricht 744.230 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Unit Trust Managers Limited zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 8. März 2010: Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Asset Management Limited und 1,97 % (das entspricht 269.320 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Investment Management Group Limited zuzurechnen.
Knightsbridge Asset Management Limited (vormals Comasman Limited), London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Knightsbridge Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Group Limited zuzurechnen.# GRENKELEASING AG Mitteilungen über Stimmrechtsanteile
Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management PLC zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 24. September 2010: Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Asset Management Limited und 2,68 % (das entspricht 366.942 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Investment Management Group Limited zuzurechnen.
Knightsbridge Asset Management Limited (vormals Comasman Limited), London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Knightsbridge Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management PLC zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 4. Juli 2012: Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 16. Februar 2012 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,09 % (das entspricht 422.930 Stimmrechten) betragen hat. Alle diese Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG sind Jupiter Unit Trust Managers Limited zuzurechnen.
Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil von 4,99 % (733.490 Stimmrechte) ist nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Threadneedle Investment Services Limited zuzurechnen. Die Threadneedle Investment Services Limited zugerechneten Stimmrechte werden über Threadneedle Investment Funds ICVC, deren Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten.
Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 31. Juli 2013: Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil von 4,99 % (733.490 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Threadneedle Investment Services Limited zuzurechnen. Die Threadneedle Investment Services Limited zugerechneten Stimmrechte werden über Threadneedle Investment Funds ICVC, deren Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten.
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2012
Wir wurden am 4. Juli 2012 von Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK, informiert, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Februar 2012 der Stimmrechtsanteil der Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,091 % (dies entspricht 422.930 Stimmrechten) beträgt.
Mitteilungen vor 2011
Mit Schreiben vom 7. August 2002 haben wir eine Mitteilung nach § 21 WpHG erhalten, wonach sich die Stimmrechte an der GRENKELEASING AG aufgrund der Aufhebung des bisher bestehenden Poolvertrages mit Wirkung zum 31. Juli 2002 geändert haben. Die Anzahl der Stimmrechte aus eigenen Aktien und solche, welche jeweils nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden, wurde uns wie folgt mitgeteilt:
- Wolfgang Grenke (Deutschland)
- eigene Aktien: 44,20 %
- Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG: 8,64 %.
Übersetzung der Originalmeldung: T. Rowe Price Associates, Inc. möchte die folgenden Mitteilungen in deren Namen und im Namen und Auftrag der folgenden Gesellschaften bekanntgeben: T. Rowe Price International, Inc., TRP Finance, Inc., T. Rowe Price Group, Inc.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price International, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price International, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der TRP Finance, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der TRP Finance, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Associates, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Associates, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Group, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Group, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Übersetzung der Originalmeldung: Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,01 % (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt.
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,01 % (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte sind vollständig der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.# 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Diese Stimmrechte werden von Threadneedle Investment Funds ICVC gehalten. Übersetzung der Originalmeldung:
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Comasman Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management PLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
8.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
8.9 Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten des Unternehmens (www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, und Anhang - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 31. Januar 2016
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frey, Wirtschaftsprüfer
Brixner, Wirtschaftsprüferin
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Baden-Baden, den 31. Januar 2016
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Jörg Eicker, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
EINZELABSCHLUSS 2015 ABSCHLUSS DER GRENKELEASING AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| 1. Leasingerträge | 536.069.980,49 | 499.654.903,25 |
| 2. Leasingaufwendungen | 407.579.399,78 | 367.869.732,29 |
| 3. Zinserträge aus | 4.568.072,11 | 4.184.039,80 |
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 4.568.072,11 | 4.184.039,80 |
| 4. Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 816,67 | 0,00 |
| 5. Zinsaufwendungen | 5.583.972,47 | 3.620.689,87 |
| 6. Laufende Erträge aus | 26.161.272,42 | 10.000.000,00 |
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 26.161.272,42 | 10.000.000,00 |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 9.209.630,97 | 12.402.895,27 |
| 8. Provisionsaufwendungen | 5.394.841,06 | 5.123.908,10 |
| 9. Sonstige betriebliche Erträge | 24.608.936,86 | 21.592.911,44 |
| 10. | ||
| ---------------------- | ||
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 51.659.987,65 | 44.445.622,71 |
| a) Personalaufwand | ||
| aa) Löhne und Gehälter | 23.243.797,54 | 20.928.786,60 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, darunter: für Altersversorgung 71.069,60 EUR (Vorjahr: 60.188,96 EUR) | 3.464.433,25 | 3.052.524,72 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 24.951.756,86 | 20.464.311,39 |
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 89.275.655,22 | 94.374.562,57 |
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 258.435,94 | 282.250,81 |
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 16.704.989,70 | 12.376.331,83 |
| 14. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 1.684.371,05 | 0,00 |
| 15. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 316.873,25 | 101.335,88 |
| 16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 22.160.183,40 | 19.640.315,70 |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -313.692,61 | 3.134.795,87 |
| 18. Sonstige Steuern | 83.121,38 | 65.110,64 |
| 19. Jahresüberschuss | 22.390.754,63 | 16.440.409,19 |
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 301.292,22 | 90.501,93 |
| 21. Bilanzgewinn | 22.692.046,85 | 16.530.911,12 |
Bilanz
scroll in EUR
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 45.000.256,65 | 232,18 |
| a) Kassenbestand | 256,65 | 232,18 |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 45.000.000,00 | 0,00 |
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank 45.000.000,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) | ||
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 53.967.422,40 | 23.089.308,76 |
| a) täglich fällig | 23.967.422,40 | 23.089.308,76 |
| b) andere Forderungen | 30.000.000,00 | 0,00 |
| 3. Forderungen an Kunden | 54.588.855,93 | 57.530.519,21 |
| 4. Anteile an verbundenen Unternehmen | 245.724.426,53 | 191.674.359,70 |
| a) an Kreditinstitute | 96.272.355,82 | 76.272.355,82 |
| b) an Finanzdienstleistungsinstitute | 7.934.042,59 | 7.934.042,59 |
| c) Übrige | 141.518.028,12 | 107.467.961,29 |
| 5. Leasingvermögen | 223.311.986,35 | 201.723.745,96 |
| 6. Immaterielle Anlagewerte | 2.614.976,00 | 2.679.378,00 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.614.976,00 | 2.679.378,00 |
| 7. Sachanlagen | 25.627.740,22 | 20.969.550,63 |
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 32.198.595,03 | 37.211.055,12 |
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.437.722,45 | 6.584.790,92 |
| Summe der Aktiva | 692.471.981,56 | 541.462.940,48 |
scroll in EUR
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 403.503,23 | 1.031.250,00 |
| a) täglich fällig | 59.753,23 | 0,00 |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 343.750,00 | 1.031.250,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 45.399.837,60 | 38.005.255,45 |
| b) andere Verbindlichkeiten | ||
| ba) täglich fällig | 1.335.030,51 | 1.908.640,78 |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 44.064.807,09 | 36.096.614,67 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 134.971.753,15 | 37.716.396,63 |
| 4. Rechnungsabgrenzungsposten | 228.393.457,69 | 218.126.533,91 |
| 5. Rückstellungen | 4.608.984,52 | 4.050.194,85 |
| c) andere Rückstellungen | 4.608.984,52 | 4.050.194,85 |
| 6. Nachrangige Verbindlichkeiten | 30.000.000,00 | 0,00 |
| 7. Eigenkapital | 248.694.445,37 | 242.533.309,64 |
| a) Gezeichnetes Kapital | 18.859.255,47 | 18.859.255,47 |
| b) Kapitalrücklage | 120.041.345,62 | 120.041.345,62 |
| c) Gewinnrücklagen | ||
| ca) gesetzliche Rücklage | 5.089,87 | 5.089,87 |
| cc) satzungsmäßige Rücklagen | 48.353,78 | 48.353,78 |
| cd) andere Gewinnrücklagen | 87.048.353,78 | 87.048.353,78 |
| d) Bilanzgewinn | 22.692.046,85 | 16.530.911,12 |
| Summe der Passiva | 692.471.981,56 | 541.462.940,48 |
Eventualverbindlichkeiten
- b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverpflichtungen: 2.890.789.037,46 (2.502.548.463,21)
Entwicklung des Anlagevermögens
scroll in EUR
| Software-Lizenzen | Anzahlungen auf Software | Immaterielle Anlagewerte | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand 01.01.2015 | 4.544.865,56 | 0,00 | 4.544.865,56 | 23.876.768,90 | 0,00 | 8.577.421,25 |
| Zugänge | 1.004.637,88 | 0,00 | 1.004.637,88 | 0,00 | 23.913,53 | 6.495.701,65 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 67.771,73 |
| Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2015 | 5.549.503,44 | 0,00 | 5.549.503,44 | 23.876.768,90 | 23.913,53 | 15.005.351,17 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 01.01.2015 | 1.865.487,56 | 0,00 | 1.865.487,56 | 5.538.705,27 | 0,00 | 5.945.934,25 |
| Zugange | 1.069.039,88 | 0,00 | 1.069.039,88 | 692.318,94 | 0,00 | 1.168.622,65 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgange | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 67.287,73 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2015 | 2.934.527,44 | 0,00 | 2.934.527,44 | 6.231.024,21 | 0,00 | 7.047.269,17 |
| Buchwerte | ||||||
| Stand 31.12.2015 | 2.614.976,00 | 0,00 | 2.614.976,00 | 17.645.744,69 | 23.913,53 | 7.958.082,00 |
| Stand 31.12.2014 | 2.679.378,00 | 0,00 | 2.679.378,00 | 18.338.063,63 | 0,00 | 2.631.487,00 |
scroll in EUR
| Sachanlagen | Leasingvermögen | Anteile an verbundenen Unternehmen | Finanzanlagen | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand 01.01.2015 | 32.454.190,15 | 386.950.339,78 | 191.958.573,72 | 191.958.573,72 |
| Zugänge | 6.519.615,18 | 130.344.598,61 | 55.955.945,52 | 55.955.945,52 |
| Abgänge | 67.771,73 | 0,00 | 221.507,64 | 221.507,64 |
| Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 121.170.816,84 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2015 | 38.906.033,60 | 396.124.121,55 | 247.693.011,60 | 247.693.011,60 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01.2015 | 11.484.639,52 | 185.226.593,82 | 284.214,02 | 284.214,02 |
| Zugange | 1.860.941,59 | 86.345.673,75 | 1.684.371,05 | 1.684.371,05 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgange | 67.287,73 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 98.760.132,37 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2015 | 13.278.293,38 | 172.812.135,20 | 1.968.585,07 | 1.968.585,07 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2015 | 25.627.740,22 | 223.311.986,35 | 245.724.426,53 | 245.724.426,53 |
| Stand 31.12.2014 | 20.969.550,63 | 201.723.745,96 | 191.674.359,70 | 191.674.359,70 |
Anhang ZUM ABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015 DER GRENKELEASING AG
Allgemeine Hinweise
Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2015 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang. Darüber hinaus wurde ein Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gemäß § 310 Abs. 3 in Verbindung mit § 289 HGB und § 340 a aufgestellt. Aufgrund der Anwendung der RechKredV erfolgt der Ausweis in den vorgeschriebenen Formblättern (§ 2 RechKredV).
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Kundenforderungen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen, die Forderungen aus Mietkaufverträgen sind mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgt mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigung bei Leasingforderungen sowie bei Mietkaufforderungen wird jeweils anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit geprüft und bei Bedarf angepasst. Seit März 1995 wird zum Ende jeden Monats - gleichzeitig mit den monatlichen Einzügen - zu jedem Leasingvertrag der jeweils aktuelle Bearbeitungsstand abgelegt. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsstands-Klassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
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| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragte, nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Der Erwerb der Anteile an verbundenen Unternehmen wurde zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten als Finanzanlagen aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Grundstücke und Gebäude werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Das Bürogebäude wird nach der linearen Methode entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten der Zugänge ab dem 1. Januar 2000 werden nach der linearen Methode, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, abgeschrieben. Zugänge von Leasinggegenständen im Leasingvermögen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von vorgenommenen Abschreibungen. Leasinggegenstände aus Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Leasinggegenständen, die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben werden, wird eine lineare Abschreibung über die Vertragslaufzeit auf den individuellen kalkulierten Restwert vorgenommen. Bei den Leasinggegenständen aus Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, wird bei in naher Zukunft auslaufenden Verträgen der zum Stichtag ausgewiesene handelsrechtliche Buchwert der zugrunde liegenden Leasinggegenstände mit den abgezinsten Restzahlungen (IFRS-Barwert der Forderung) aus dem jeweiligen Vertrag verglichen.
```# Erläuterungen zur Bilanz
Falls der IFRS-Wert geringer ist als der Buchwert, wird auf diesen eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sämtliche Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird der Beteiligungsbuchwert auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basiert. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden die Leasinggegenstände ausgewiesen, bei denen die Vertragslaufzeit beendet ist. Mit Vertragsablauf werden die Objekte in "Leasinggegenstände in Verwertung" mit ihrem Restbuchwert umgegliedert. Bei Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, werden die Leasinggegenstände bei Umbuchung, falls der Restbuchwert größer 12,5 % der historischen Anschaffungskosten ist, zunächst auf 12,5 % der historischen Anschaffungskosten wertberichtigt, was dem durchschnittlich zu erwartenden Erlös entspricht. Nachdem ein Leasinggegenstand außerplanmäßig abgeschrieben wurde, wird er, ausgehend vom neuen Buchwert, weiter planmäßig bis auf Null abgeschrieben. Bei Leasingverträgen, die aufgrund eines Zahlungsrückstands gekündigt wurden und für die daher eine Schadensersatzforderung eingebucht wurde, wird der Leasinggegenstand vollständig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren Marktwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Soweit der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und durch planmäßige jährliche Abschreibung getilgt. Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der anderen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften wurden berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Aufgrund der unterschiedlichen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertung einzelner Bilanzpositionen ergeben sich latente Steuern. Die GRENKELEASING AG als Organträgerin weist auch eventuelle latente Steuern ihrer Organgesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, GRENKE Service AG, GRENKEFACTORING GmbH sowie der GRENKE BANK AG im Rahmen der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft aus. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die in den nachrangigen Verbindlichkeiten enthaltene Hybridanleihe ist mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. Nominalbetrag angesetzt. Der abgegrenzte Zinsaufwand wird auf Basis der erwarteten Zinszahlung in der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden die erhaltenen Erlöse aus der Finanzierung der Mietraten über den ABS-Bond sowie der GRENKE BANK AG erfolgsneutral zugeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 werden annuitätisch über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge erfolgswirksam aufgelöst. Davor erfolgte die Auflösung linear. Weiterhin werden in diesem Posten die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA erhaltenen Umlagen für die Bonitätsrisiken abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gem. § 256 a HGB i. V. m. § 340 h HGB umgerechnet.
Erläuterungen zur Bilanz
Barreserve
Die Barreserve besteht zum überwiegenden Teil aus dem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (45.000 TEUR Vorjahr: 0 TEUR). Hintergrund ist die Einhaltung der LCR-Kennziffer (Mindestliquidationsquote) auf Gruppenebene.
Forderungen an Kreditinstitute
Neben den laufenden Geschäftskonten in Höhe von 16.499 TEUR (Vorjahr: 15.355 TEUR) wird in dieser Position ein Verrechnungskonto gegenüber dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden (7.468 TEUR; Vorjahr: 7.588 TEUR), sowie die Forderung aus einem Schuldscheindarlehen an die GRENKE BANK AG in Höhe von 30.000 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ausgewiesen. Das im Geschäftsjahr 2015 von der GRENKE BANK AG begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 30.000 TEUR wurde in voller Höhe von der GRENKELEASING AG gezeichnet. Die Forderung an den Vertragspartner Natixis aus dem Rahmen des mit GOALS 2009 abgeschlossenen Zinsswaps (Vorjahr: 147 TEUR) besteht nicht mehr.
Forderungen an Kunden
Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen (43.975 TEUR; Vorjahr: 35.899 TEUR) sind zum Barwert der künftigen Mietkaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Des Weiteren sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 42.976 TEUR (Vorjahr: 51.627 TEUR) enthalten, die Forderungen aus Schadensersatz, Rückstände aus Leasingraten, Bearbeitungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Verwertungserlöse und weiterbelastete Kosten (Anwalts-, Gerichts- und Sicherstellungskosten) betreffen. Weiterhin sind Forderungen an Händler und Dritte in Höhe von 857 TEUR (Vorjahr: 1.237 TEUR) enthalten. Die Gesamtforderungen sind um Wertberichtigungen in Höhe von 33.219 TEUR (Vorjahr: 31.232 TEUR) gekürzt.
| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 54.589 | 15.330 | 12.484 | 26.213 | 562 |
| (Vorjahr) | 57.531 | 25.540 | 10.449 | 21.032 | 510 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die GRENKELEASING AG war im Berichtsjahr an nachfolgenden Gesellschaften mittelbar oder unmittelbar beteiligt:
| Beteiligung | Quote % | Eigenkapital 31.12.2015 EUR | Jahresergebnis 2015 EUR |
|---|---|---|---|
| an Kreditinstituten | |||
| GRENKE BANK AG, Baden-Baden* | 100 % | 100.265.010,76 | 0,00 |
| an Finanzdienstleistungsinstituten | |||
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden* | 100 % | 780.828,96 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden | 100 % | 1.461.500,29 | 308.503,69 |
| Sonstige | |||
| GRENKE Service AG, Baden-Baden* | 100 % | 1.419.421,10 | 0,00 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 100 % | 38.432.100,08 | 5.795.911,97 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 100 % | 14.174.150,88 | 1.155.190,67 |
| GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich | 100 % | 3.346.939,21 | 711.337,23 |
| GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien | 100 % | 132.707,67 | 151.833,11 |
| GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien | 100 % | 949.289,68 | 626.727,65 |
| GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien | 100 % | 4.317.045,31 | 1.978..978,67 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande | 100 % | 3.168.138,47 | 210.219,17 |
| GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark | 100 % | 2.120.497,23 | 987.996,83 |
| GRENKE LIMITED, Dublin/Irland | 100 % | 9.336.736,57 | 2.780.647,72 |
| GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland | 100 % | 180.701.259,30 | 40.864.193,37 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 100 % | 1.395.111,68 | -155.987,68 |
| GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien | 100 % | 2.355.978,00 | 700.544,28 |
| Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien | 100 % | 19.694.164,90 | 7.574.956,77 |
| GRENKELEASING Sp.z o.o., Posen/Polen | 100 % | 3.667.170,21 | 449.214,49 |
| GRENKELEASING Magyarorszag Kft., Budapest/Ungarn | 100 % | 145.671,59 | -323.432,46 |
| GRENKE RENTING S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 % | 953.288,62 | 211.794,31 |
| GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal | 100 % | -2.479.785,52 | 869.535,18 |
| GRENKE RENT S.A, Madrid/Spanien | 100 % | -1.139.026,18 | 226.790,47 |
| GRENKELEASING Oy, Vantaa/Finnland | 100 % | -1.550.962,12 | -266.540,09 |
| GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei | 100 % | -1.664.641,71 | -162.298,49 |
| GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg | 100 % | -627.742,65 | -44.362,53 |
| GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz | 100 % | 292.269,72 | 87.391,96 |
| GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien** | 100 % | 34.779 | 83.426,06 |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2", Partin/Frankreich | 100 % | 300,00 | 0,00 |
* Nach Ergebnisabführung.
** Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2015.
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 05. März 2015 und Erwerbszeitpunkt vom 31. März 2015 100 % der stimmberechtigten Anteile an der GRENKELEASING d.o.o. (vormals: GC Leasing d.o.o., Ljubljana/Slowenien). Weiterhin wurden am 30. Dezember 2015 100 % der Stimm- und Kapitalanteile der bisherigen Enkelgesellschaft GRENKE RENT S.A., Madrid/Spanien vom Tochterunternehmen GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien erworben. Somit ist die GRENKELEASING AG unmittelbar an dieser Gesellschaft beteiligt. Wegen Kaufpreisanpassungsklauseln bei den im Vorjahr erworbenen Gesellschaften GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz und GRENKELOCATION SARL., Munsbach/Luxemburg reduzierten sich die Anschaffungskosten der beiden Beteiligungen nachträglich um 73 TEUR und respektive 148 TEUR.
Sachanlagen
Bezüglich der Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.
Bürogebäude im Bau
Für weitere Anbaumaßnahmen wurden im Geschäftsjahr Anzahlungen in Höhe von TEUR 24 geleistet.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Es handelt sich um die Ausstattung der Vertriebs- und Verwaltungsräume.
Leasingvermögen
Unter den Leasinggegenständen werden Objekte aus laufenden Leasingverträgen ausgewiesen, die ursprünglich im Rahmen des Doppelstockmodells refinanziert wurden und bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA aktiviert waren. Im Geschäftsjahr 2015 hat die GRENKELEASING AG in mehreren Tranchen Leasingobjekte zurückgekauft. Diese wurden im Anschluss über die GRENKE BANK AG refinanziert. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Objekte entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Leasingverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr.Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Leasinggegenstände in Höhe von 78.415 TEUR (Vorjahr: 65.405 TEUR) von Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben. Des Weiteren werden unter den Leasinggegenständen Objekte aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden. Im Berichtsjahr hat die GRENKELEASING AG Leasinggegenstände im Rahmen dieser Kooperationen in Höhe von 51.930 TEUR (Vorjahr: 43.549 TEUR) erworben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den IFRS-Barwert der Forderungen in Höhe von 1.934 TEUR (Vorjahr: 1.497 TEUR) vorgenommen. Das Leasingvermögen dient zum Bilanzstichtag als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen mit einem Buchwert von 158.935 TEUR (Vorjahr: 169.279 TEUR).
Immaterielle Anlagewerte
Unter den immateriellen Anlagewerten werden entgeltlich erworbene Software-Lizenzen ausgewiesen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Leasingvermögen in Verwertung
Auf die Leasinggegenstände in Verwertung (497 TEUR; Vorjahr: 843 TEUR) wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2 HGB durchgeführt. Diese beinhalten zum einen die Wertminderungen für die Dauer zwischen Umgliederung des Leasinggegenstandes bis zum Zeitpunkt des tatsächlichen Verkaufs in Höhe von 542 TEUR (Vorjahr: 609 TEUR), und zum anderen wurden Wertberichtigungen bei gekündigten Leasingverträgen in Höhe von 1.581 TEUR (Vorjahr: 2.840 TEUR) vorgenommen. Bei Verträgen, die aufgrund von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden, wurde zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung auf 12,5 % der historischen Anschaffungskosten in Höhe von 2.740 TEUR (Vorjahr: 1.859 TEUR) vorgenommen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen bestehen gegen andere Konzernunternehmen aufgrund von Verrechnungskonten (24.877 TEUR; Vorjahr: 28.222 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA in Höhe von 2.837 TEUR (Vorjahr: 4.853 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Forderungen an Kunden mit zugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich.
Weitere sonstige Vermögensgegenstände
Bei den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen (6.825 TEUR; Vorjahr: 8.147 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen an Finanzbehörden (3.555 TEUR; Vorjahr: 6.259 TEUR). Darüber hinaus sind Forderungen aus Verrechnungskonten gegen Franchiseunternehmen in Höhe von 548 TEUR (Vorjahr: 378 TEUR), Erstattungsansprüche gegen Versicherer (58 TEUR; Vorjahr: 99 TEUR), Forderungen gegen den Refinanzierungspartner GOALS 2009 (0 TEUR; Vorjahr: 55 TEUR), debitorische Kreditoren (70 TEUR; Vorjahr: 55 TEUR) und übrige Forderungen (769 TEUR; Vorjahr: 459 TEUR) enthalten. An Händler und sonstigen Lieferanten geleistete Anzahlungen belaufen sich auf 1.825 TEUR (Vorjahr: 842 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis beinhaltet im Voraus verausgabte Kosten für Wartung, Dienstleistungen, Versicherungen (592 TEUR; Vorjahr: 315 TEUR), entrichtete Beiträge für kulturelle Einrichtungen (4 TEUR; Vorjahr: 2 TEUR) sowie Kfz-Steuer (13 TEUR; Vorjahr: 11 TEUR). Des Weiteren wird ein Disagio in Höhe von 6 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) ausgewiesen, das im Zusammenhang mit der Aufnahme des Darlehens für den Büroneubau in Baden-Baden steht und über die Vertragslaufzeit aufgelöst wird. Die im Rahmen der Refinanzierung mit der GRENKE BANK AG vom Kaufpreis einbehaltenen Delkredere-Abschläge belaufen sich auf 6.399 TEUR (Vorjahr: 4.571 TEUR). Im Rahmen der Kooperation mit der NRW-Bank, der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Bayern (LfA) sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) an Leasingnehmer ausbezahlte Förderbeträge werden dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zugeführt und über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufgelöst (1.997 TEUR; Vorjahr: 1.611 TEUR). Die für die Übernahme von Leasingbürgschaften bezahlten Gebühren in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) werden über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufwandswirksam verteilt. Das im Rahmen der Ausgabe der Hybrid-Anleihe auszuweisende Disagio weist zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von 415 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus. Die Auflösung erfolgt bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung zum 31. März 2021.
Aktive latente Steuern
Für vorübergehende Unterschiede zwischen dem zu versteuernden Ergebnis und dem Handelsbilanzergebnis wird eine Steuerabgrenzung durchgeführt. Diese latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in der Gesellschaft (4.156 TEUR) sowie der im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen forfaitierten Beträge (7.319 TEUR; davon 5.918 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA). Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,02 %. Nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung. Auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern in Höhe von 3.384 TEUR wird gemäß § 274 (1) Satz 2 HGB verzichtet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 404 | 404 | 0 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 1.031 | 344 | 344 | 343 | 0 |
Zur Finanzierung des Neubaus wurde 2006 ein Kredit in Höhe von 5.500 TEUR mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einer Verzinsung von 3,1 % aufgenommen. Die Zinszahlungstermine sind vierteljährlich nachschüssig. Das Darlehen wird seit 30. September 2008 halbjährlich getilgt. Die Auszahlung erfolgte in Höhe von 96 % des Darlehensbetrags.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden handelt es sich im Wesentlichen um die Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA (44.060 TEUR; Vorjahr: 36.083 TEUR). Weiterhin werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Händlern und Vermittlern in Höhe von 1.117 TEUR (Vorjahr: 1.664 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Leasingnehmer von 14 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR), die kreditorischen Debitoren (174 TEUR; Vorjahr: 186 TEUR) sowie die im Berichtsjahr erhaltenen Geldeingänge für Verkäufe bzw. Vertragsablösungen des Folgejahres in Höhe von 27 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR) erfasst. Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:
| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 45.400 | 6.141 | 12.484 | 26.213 | 562 |
| (Vorjahr) | 38.005 | 6.015 | 10.449 | 21.031 | 510 |
Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Verrechnungskonten (87.023 TEUR; Vorjahr: 36.134 TEUR) ausgewiesen. Im Wesentlichen ist in dem Posten eine Verbindlichkeit gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, in Höhe von 81.197 TEUR (Vorjahr: 35.830 TEUR) enthalten. Darüber hinaus hat die GRENKELEASING AG mit Datum vom 18. Dezember 2015 eine Vereinbarung über eine Kontokorrentlinie mit der GRENKE FINANCE Plc. abgeschlossen. Diese Kontokorrentlinie dient der GRENKELEASING AG ausschließlich zur Einhaltung der LCR-Kennziffer auf Gruppenebene und wurde als Guthaben bei der Deutschen Bundesbank angelegt. Die Kontokorrentlinie mit der GRENKE FINANCE Plc. hat keine betragsmäßige Obergrenze. Sie hat eine unbestimmte Laufzeit und kann in den ersten drei Jahren nicht gekündigt werden. Danach kann die Vereinbarung von beiden Seiten mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden. Per 31. Dezember 2015 betrug die Ausnutzung 45.000 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit zugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Beitreibungen in Höhe von 566 TEUR (Vorjahr: 635 TEUR) enthalten. Die ausgewiesenen Beträge sind allesamt innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 228.394 TEUR (Vorjahr: 218.127 TEUR) betrifft zum einen über die Laufzeit abzugrenzende Beträge in Höhe von 31.731 TEUR (Vorjahr: 30.919 TEUR), die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie von der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, für die Übernahme des Ausfalls von Endleasingnehmern an die GRENKELEASING AG bezahlt wurden. Die abgegrenzten Beträge aus dieser Umlage für Bonitätsrisiko werden grundsätzlich linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Anteil der abgegrenzten Gebühren von vorzeitig beendeten Verträgen wird unmittelbar im Jahr des tatsächlichen Vertragsendes aufgelöst. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus abgegrenzten Beträgen aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen beträgt 180.727 TEUR (Vorjahr: 172.196 TEUR).
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern betragen 72 TEUR (Vorjahr: 212 TEUR). Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in Verwertung sowie des Leasingvermögens in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA. Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,02 %. Es erfolgt eine Verrechnung mit der aktiven latenten Steuer.
Rückstellungen
Andere Rückstellungen
| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen | 2.068 | 1.777 |
| Personalaufwendungen | 998 | 578 |
| Ausgleichsvereinbarung GRENKE BANK AG | 860 | 967 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 683 | 728 |
| Summe | 4.609 | 4.050 |
Nachrangige Verbindlichkeiten
Am 22.# Juli 2015 hat die GRENKELEASING AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nichtkumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben.
Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise entfallen und sind nicht kumulativ. Zinszahlungen in Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der GRENKELEASING AG zum ersten möglichen vorzeitigen Kündigungsdatum zum 31. März 2021 gekündigt werden und danach alle fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die unter anderem beinhalten, dass die GRENKELEASING AG die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier1-Kernkapitalquote des GRENKE Konzerns unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 18.859 | 18.859 |
Rücklagen
Die Rücklagen setzen sich im Geschäftsjahr 2015 folgendermaßen zusammen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 120.041 | 120.041 |
Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von 60.084 TEUR aus dem Börsengang der Gesellschaft im Jahr 2000 sowie aus der Ausübung von Aktienoptionen in 2004 bis 2007, wobei jeweils die Differenz zwischen Ausübungskurs und rechnerischem Nennbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2013 aus einer Kapitalerhöhung 53.052 TEUR in die Kapitalrücklage eingestellt. Mit der am 7. Mai 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung aus der Aktiendividende wurden weitere 3.986 TEUR eingestellt.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 5 | 5 |
| Satzungsmäßige Rücklagen | 48 | 48 |
| Andere Gewinnrücklagen | 87.048 | 87.048 |
| Summe | 87.101 | 87.101 |
Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) tritt die Betriebsgesellschaft aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrages zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) übernimmt die Haftung für den rechtlichen und einredefreien Bestand der Unterleasingverträge.
Zur Sicherung der Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ihrer Tochtergesellschaften GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, hat die Gesellschaft die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsmäßige und pünktliche Zahlung von Kapital und Zinsen und sonstiger auf die Schuldverschreibung zahlbaren Beträge übernommen. Des Weiteren garantiert die GRENKELEASING AG die Erfüllung rechtlicher Voraussetzungen und vertraglicher Verpflichtungen.
Im Rahmen des Debt-Issuance-Programms sowie der Begebung von Schuldscheindarlehen wurden folgende Garantien gegenüber verbundenen Unternehmen abgegeben.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Anleihen | 1.047.200 | 1.006.000 |
| Schuldscheindarlehen | 367.934 | 300.061 |
| Summe | 1.415.134 | 1.306.061 |
Am 27. Oktober 2011 wurde eine Rahmenvereinbarung über ein Commercial-Paper-Programm unterzeichnet. Dadurch bietet sich GRENKELEASING die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2015 bestand eine Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms in Höhe von 196.000 TEUR.
Die GRENKELEASING AG hat gegenüber der SEB AG, der DZ-Bank sowie der Portigon (vormals WestLB) eine selbstschuldnerische Bürgschaft bzw. Garantie bis zum Höchstbetrag von insgesamt 50.000 TEUR für bestehende und zukünftig abgeschlossene Devisengeschäfte und Zinssicherungsgeschäfte gemäß Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte mit der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, übernommen. Zusätzlich besteht eine Garantie bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 30.000 TEUR für bestehende und zukünftig abgeschlossene Derivategeschäfte und Revolving-Credit-Facility-Ziehungen gemäß Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte und Revolving-Credit-Facility-Rahmenvertrag mit der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, gegenüber der Deutschen Bank. Die Garantie für Finanztermingeschäfte zwischen der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der Bayerischen Landesbank entspricht zu jedem Zeitpunkt der tatsächlichen Auslastung der Garantie durch die Marktwertschwankung der bestehenden Devisengeschäfte. Für die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen aus den Revolving Credit Facilities der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die GRENKELEASING AG gegenüber der SEB AG und der DZ-Bank eine selbstständige Garantie von jeweils 30.000 TEUR übernommen. Gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG besteht eine selbstständige Garantie in Höhe von 15.000 TEUR sowie gegenüber der Norddeutschen Landesbank in Höhe von 20.000 TEUR. Gegenüber der SEB AG, Warschau/Polen, hat die GRENKELEASING AG eine selbstständige Garantie für die Niederlassung in Poznan/Polen, in Höhe von 25.000 TPLN übernommen.
Der vom Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd., Großbritannien, mit der Norddeutschen Landesbank abgeschlossene Forderungskaufvertrag ermöglicht Ankäufe bis zu einem Betrag von 80.000 TGBP. Für die daraus resultierenden Verpflichtungen der Grenke Leasing Ltd., Großbritannien, haftet die GRENKELEASING AG gesamtschuldnerisch.
Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 35.000 TEUR. Zum 31. Dezember 2015 wurde diese Kreditlinie mit 31.200 TEUR (Vorjahr: 25.000 TEUR) ausgenutzt.
Am 17. November 2011 haben die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und die GRENKELEASING AG eine weitere Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG über ein Volumen von 10.000 TEUR vereinbart. Zum 31. Dezember 2015 wurde die Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG mit 0 TEUR nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: 0 TEUR).
NRW.Bank
Seit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKELEASING AG, der GRENKE BANK AG und der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Für das von der NRW.Bank an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen hat die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen.
Thüringer Aufbaubank
Am 16. Januar 2012 sowie am 27. September 2013 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.Bank geschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Auch hier hat die GRENKELEASING AG für das von der TAB an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen die Garantie übernommen.
Investitionsbank Berlin
Am 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Auch für dieses Globaldarlehen von der IBB an die GRENKE Bank hat die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen.
LfA Förderbank Bayern
Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Für das von der LfA Förderbank Bayern an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen hat die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen.
ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29.Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen freier Berufe und öffentlich-rechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg heraus führen. Bisher wurden keine Mittel abgerufen.
Für die Finanzierung des Schweizer Leasing-Portfolios über die UBS AG, Brugg/Schweiz, hat die Gesellschaft gegenüber der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, die unbedingte und unwiderrufliche Garantie in Höhe von 50.000 TCHF (ursprünglich 40.000 TCHF) für die Rückzahlung übernommen. Für die Finanzierung des polnischen Leasing-Portfolios der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen, hat die GRENKELEASING AG gegenüber der Commerzbanktochter mBank S.A. (früher: BRE-Bank), Warschau/Polen, eine selbstständige Garantie in Höhe von 60.000 TPLN (ursprünglich 50.000 TPLN) übernommen. Weiterhin besteht eine selbstständige Garantie gegenüber der DZ Bank Warschau/Polen, in Höhe von 50.000 TPLN. Aus der Geschäftsbeziehung der brasilianischen Franchisegesellschaft, GC Locacao de Equipamentos Ltda., Sao Paulo, Brasilien, hat die Gesellschaft der Deutschen Bank S.A., Sao Paulo/Brasilien, Darlehensfinanzierungen bis zu einem Betrag in Höhe von 117.850 TBRL garantiert. Für die Finanzierung des chilenischen Leasing-Portfolios über die HSBC Bank (Chile), Santiago de Chile/Chile, hat die Gesellschaft gegenüber der GC Rent Chile SpA., Santiago de Chile/Chile, die unbedingte und unwiderrufliche Garantie in Höhe von 2.190.000 TCLP übernommen. Für die Finanzierung des englischen Factoring-Geschäftes der GC Factoring Ltd., Guildford/Großbritannien, hat die Gesellschaft eine selbstständige Garantie gegenüber der Deutschen Bank AG., London/Großbritannien, in Höhe von 3.000 TGBP (ursprünglich 1.500 TGBP) übernommen. Im Rahmen der Finanzierung des ungarischen Factoring-Geschäftes wurde ein Kreditsicherungsaval in Höhe von 1.200.000 THUF gegenüber der Commerzbank Zrt., Budapest/Ungarn, von der Gesellschaft übernommen. Für die Finanzierung des kroatischen Leasing-Geschäftes der GC Renting Croatia d.o.o, Zagreb/Kroatien, hat die Gesellschaft der Societe Generale Splitska Banka d.d., Split/Kroatien, zwei unbedingte und unwiderrufliche Garantien in Höhe von 12.500 THRK und 18.750 THRK übernommen.
Mit Kreditsicherungsvertrag vom 3. Dezember 2012 verpflichtet sich die Gesellschaft, Leasingverträge, die gemäß Receivable Purchase Agreement (RPA) vom 1. Dezember 2012 von der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, an die GRENKE BANK AG, Baden-Baden, verkauft wurden, im Falle der Kündigung zu erwerben. Die GRENKELEASING AG hat eine Garantie in Form einer Patronatserklärung in Höhe von 430 TEUR gegenüber der Banca Popolare de Milano/Italien für das Tochterunternehmen GRENKE Locazione S.r.l, Mailand/Italien, abgegeben. Patronatserklärungen gegenüber der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, sowie gegenüber der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, bestehen weiterhin. Für das Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien, wurde gegenüber der ALPHABET LIMITED Hook, Hampshire/Großbritannien, eine Garantieerklärung abgegeben. Für die Bonitätsrisiken aus dem im Rahmen des Doppelstocks durch die GRENKELEASING AG weitergeleiteten Leasingvermögen besteht eine Garantieerklärung in Höhe des Barwerts der ausstehenden Forderungen zum Stichtag in Höhe von 497.675 TEUR.
Die Gesellschaft sieht keinerlei Anzeichen, dass das Risiko einer Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten droht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 a HGB, die für die Beurteilung der Vermögenslage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von 672.129 TEUR (Vorjahr: 615.055 TEUR), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 660.320 TEUR (Vorjahr: 608.861 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verpflichtungen aus Ratenweiterleitung in Höhe von 660.320 TEUR (Vorjahr: 559.236 TEUR). Aufgrund der Beendigung der Refinanzierung mit GOALS 2009 bestehen keine weiteren Verpflichtungen mehr (Vorjahr: 49.625 TEUR). Die voraussichtlichen Mietverpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von 8.571 TEUR (Vorjahr: 4.366 TEUR). Die voraussichtlichen Leasingverpflichtungen resultieren überwiegend aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 1.022 TEUR (Vorjahr: 925 TEUR). Verpflichtungen aus Instandhaltungsverträgen bestehen in Höhe von 2.216 TEUR (Vorjahr: 903 TEUR).
Unsere irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielt seit 2012 Einkünfte aus innerkonzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Das Bundesministerium der Finanzen hat im Hinblick auf die Auswirkungen der EUGH-Entscheidung Cadbury Schweppes mit Schreiben vom 8. Januar 2007 geregelt, dass Hinzurechnungsbeträge nach dem Außensteuergesetz nicht festgestellt werden, wenn der Steuerpflichtige nachweist, dass die Gesellschaft mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU eine wirkliche wirtschaftliche Tätigkeit in diesem Staat ausübt. Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50 d EStG der GRENKE FINANCE Plc. auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und/oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt. Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirklichen wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in Irland gebeten. Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung.
Für die im November 2010 begonnene Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 lagen zum Stichtag noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor. Im Oktober 2015 wurden die Prüfungsanordnungen für die GRENKELEASING AG, die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, die GRENKE Service AG, die GRENKEFACTORING GmbH und die GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 erlassen. Die Betriebsprüfungen sollen in den Monaten Juni/Juli 2016 begonnen werden.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnis aus Leasinggeschäften
Erlöse aus Leasingverträgen
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Vereinnahmte Mieten aus Leasingverträgen | 386225 | 363392 |
| Mietkauferlöse | 52083 | 40068 |
| Erlöse nach Beendigung der Leasingverträge | 39399 | 39724 |
| Erlöse aus der Abwicklung des Versicherungsgeschäftes | 13240 | 12679 |
| Erlöse aus Garantieübernahme | 12007 | 10281 |
| Erlöse Nachgeschäft Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA | 11564 | 11953 |
| Erlöse aus Wartung | 11189 | 9663 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 5798 | 7152 |
| Erträge aus Vormieten | 4565 | 4743 |
| Summe | 536070 | 499655 |
Die Mietkauferlöse beinhalten die Einbuchung der Barwerte für im Geschäftsjahr neu abgeschlossene Mietkaufverträge sowie den Weiterverkauf der Mietkaufgegenstände in die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA.
Aufwendungen aus Leasingverträgen
Unter den Aufwendungen aus Leasingverträgen werden abgeführte Leasingraten, Aufwendungen aus Schadensersatz von gekündigten Verträgen und Verwertungserlöse an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie Aufwendungen aus Mietkaufverträgen ausgewiesen. Auch die Wertanpassungen sowie die Abgänge der Leasinggegenstände in Verwertung und bezogene Waren sind hier erfasst.
Zinsergebnis
Zinserträge
Die Zinserträge resultieren aus der Darlehensvergabe, der Verzinsung der konzerninternen Verrechnungskonten sowie den in den Mietkaufverträgen enthaltenen und im Geschäftsjahr realisierten Zinsanteilen. Des Weiteren sind in den Zinserträgen die Erträge aus dem von der GRENKE BANK AG begebenen Schuldscheindarlehen ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 1.102 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA weitergeleitet werden müssen. Darüber hinaus sind in den Zinsaufwendungen die abgegrenzten Zinsen aus der am 22. Juli 2015 begebenen unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihe enthalten (1.102 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)). Der Zinskupon beträgt 8,25 %.
Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
Die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Dividendenzahlung der GRENKE Finance PLC, Dublin/Irland, in Höhe von 22.000 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, in Höhe von 4.161 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Im Vorjahr erfolgte eine Dividendenzahlung der GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/ Frankreich, in Höhe von 10.000 TEUR.
Provisionsaufwand
Die an Händler und Vermittler geleisteten Provisions- und Bonizahlungen sowie Nachmietenbeteiligungen belaufen sich auf 5.395 TEUR (Vorjahr: 5.124 TEUR).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 24.609 TEUR (Vorjahr: 21.593 TEUR) beinhalten im Wesentlichen 20.073 TEUR (Vorjahr: 17.870 TEUR) konzerninterne Umlagen sowie 192 TEUR (Vorjahr: 524 TEUR) Gebühren von der Zweckgesellschaft GOALS 2009 für die Verwaltung der bei ihr refinanzierten Verträge. Weiterhin beinhaltet der Posten 481 TEUR (Vorjahr: 534 TEUR) Bearbeitungsgebühren, die im Rahmen des Vertragsabschlusses von den Leasingnehmern zu entrichten sind, Gebühren und Umlagen von Franchiseunternehmen (485 TEUR; Vorjahr: 467 TEUR) sowie 292 TEUR (Vorjahr: 122 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen.Die an die Leasingnehmer weiterbelasteten Sicherstellungskosten sowie weiterbelastete Rechtsverfolgungskosten belaufen sich auf 1.035 TEUR (Vorjahr: 1.126 TEUR).
Gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag vom 26. Juni 2008 verpflichtet sich die GRENKELEASING AG gegenüber der KÄRCHER Leasing GmbH, Winnenden, die Betreuung der Bestandsverträge zu übernehmen. Die hierfür erhaltene Vergütung beläuft sich auf 10 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich in folgende geografische Regionen aufgliedern:
| TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| 19.041 | 16.502 | ||
| 1.848 | 1.938 | ||
| 1.952 | 1.771 | ||
| 1.451 | 1.178 | ||
| 317 | 204 | ||
| Summe | 24.609 | 21.593 |
Regionen:
* Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
* Südeuropa: Kroatien, Italien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
* Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden/Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
* Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Türkei
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern (23.244 TEUR; Vorjahr: 20.929 TEUR) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen (3.464 TEUR; Vorjahr: 3.053 TEUR) zusammen. Der Anstieg der Personalaufwendungen im Berichtsjahr ist auf höhere Mitarbeiterzahlen zurückzuführen.
Andere Verwaltungsaufwendungen
| TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| 10.045 | 7.282 | ||
| 2.239 | 2.189 | ||
| 2.175 | 1.408 | ||
| 1.937 | 1.475 | ||
| 1.579 | 1.304 | ||
| 1.527 | 1.090 | ||
| 1.260 | 1.197 | ||
| 1.181 | 1.179 | ||
| 760 | 849 | ||
| 772 | 751 | ||
| 252 | 261 | ||
| 216 | 106 | ||
| 127 | 93 | ||
| 102 | 65 | ||
| 0 | 302 | ||
| 779 | 913 | ||
| Summe | 24.951 | 20.464 |
Der Anstieg der Beratungskosten resultiert insbesondere aus einer höheren Inanspruchnahme von EDV-Beratungsleistungen aufgrund diverser IT-Projekte. Im Bereich Wartung, Instandhaltung ist der Anstieg auf vermehrte Wartungskosten bei Hard- und Software aufgrund der Zugänge in den vergangenen Jahren zurückzuführen.
Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sowie Leasingvermögen
Die Abschreibungen in Höhe von 89.276 TEUR (Vorjahr: 94.375 TEUR) betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von 86.346 TEUR (Vorjahr: 91.920 TEUR).
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten die im Geschäftsjahr vorgenommene vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwerts an der GRENKELEASING s.r.o Prag/Tschechien, in Höhe von TEUR 1.684 (Vorjahr: 0 TEUR).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern entfallen auf die Kfz- sowie auf die Grundsteuer.
Sonstige Angaben
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen, zu denen kein 100-prozentiges Beteiligungsverhältnis besteht, oder mit anderen nahestehenden Personen durchgeführt.
Mitarbeiter
Während des Geschäftsjahres wurden auf Vollzeitbasis durchschnittlich 341 Arbeitnehmer (Vorjahr: 318) beschäftigt. Weitere 24 (Vorjahr: 27) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
Vorstand und dessen Bezüge
Vorstände der GRENKELEASING AG waren im Berichtsjahr:
* Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden, Vorstandsvorsitzender
* Frau Antje Leminsky; Dipl.-Kauffrau, Baden-Baden, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende
* Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich
* Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf
* Herr Mark Kindermann, Dipl.-Kaufmann, Bühl
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Bezüglich der Vergütungsstruktur sowie der Vergütung wird auf die Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns verwiesen.
Herr Wolfgang Grenke ist Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie Aufsichtsratsmitglied der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, sowie der GRENKE Factoring AG, Basel/Schweiz.
Frau Antje Leminsky ist Vorstand der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und der Testo AG, Lenzkirch.
Herr Mark Kindermann ist Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland, sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE Service AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, sowie der GRENKE Factoring AG, Basel/Schweiz.
Herr Gilles Christ ist Vorstand der GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE Service AG, Baden-Baden, und Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/ Schweiz. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen.
Herr Jörg Eicker ist im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, sowie der GRENKE Service AG, Baden-Baden.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2015 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender, Baden-Baden, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Baden-Baden
- Herr Dieter Münch, Bankkaufmann a. D., Stiftungsvorstand, Weinheim (bis 12. Mai 2015)
- Herr Erwin Staudt, Dipl.-Volkswirt, Leonberg
- Herr Florian Schulte, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Baden-Baden, sowie der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden
- Herr Prof. Dr. Thilo Wörn, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Essen (bis 12. Mai 2015)
- Frau Tanja Dreilich, Dipl.-Volkswirtin, MBA, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH, Iserlohn (ab 12. Mai 2015)
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, Executive Vice President und Global Head of Financial Services Markets bei der Atos IT Solutions GmbH (ab 12. Mai 2015)
Bezüglich der Vergütung des Aufsichtsrates sowie zu den Angaben bezüglich der vom Aufsichtsrat gehaltenen Aktien wird auf den im Geschäftsbericht des Konzerns enthaltenen Vergütungsbericht verwiesen.
Angaben nach §340 a Absatz 4 HGB
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, sowie Mitglied im Aufsichtsrat der OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe-Stutensee, und der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin.
Herr Gerhard E. Witt ist des zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden.
Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach. Des Weiteren ist Herr Erwin Staudt Mitglied des Beirats bei der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen.
Herr Florian Schulte ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Global Group Dialog Solutions AG, Idstein, Verwaltungsratsmitglied der Deltavista International AG, Küsnacht, Schweiz, sowie Aufsichtsratsmitglied der Syntellix AG, Hannover.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 entscheidet.
Zudem ist die Mitarbeiterin Frau Renate Hauss Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 S.1 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG aufgeführt.
Zahl und Nennbetrag der Aktien je Gattung
Das Gezeichnete Kapital lautet auf Euro und setzt sich wie folgt zusammen:
| Nennbetrag je Stück | Anzahl | Nennbetrag EUR | |
|---|---|---|---|
| Stammaktien | rd. 1,28 | 14.754.199 | 18.859.255,47 |
Mit Wirkung zum 13. Juli 2015 wurden die bisher auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Inhaberaktien) in auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien) umgestellt.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 um einen Betrag bis zu nominal 1.885 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe von neuen Aktien zur Durchführung einer sog. Aktiendividende ("Scrip Dividend") auszuschließen.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 10.Mai 2011 hat beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu 3.834.690 EUR bedingt zu erhöhen ("Bedingtes Kapital 2011"). An die Schaffung des Bedingten Kapitals 2011 ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals insgesamt bis zu 3.000.000 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben. Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen wird den Aktionären das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Dennoch ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszuschließen. Dies umfasst den Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge, welche sich aus dem Betrag des jeweiligen Emissionsvolumens und der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses ergeben können, sowie den Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechten. In zuletzt genanntem Fall kann stattdessen ein Bezugsrecht als Verwässerungsschutz gewährt werden. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre dann auszuschließen, wenn die jeweilige Ausgabe der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den hypothetischen Marktwert dieser Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Aus dem Bedingten Kapital 2011 wurden bislang keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Die durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG lief nach ihrer fünfjährigen Laufzeit planmäßig zum 10. Mai 2015 aus. Durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde die Gesellschaft erneut zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Nach dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie vom 30. Juli 2009 (ARUG) geänderten § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG wird die Ermächtigung nunmehr für die Dauer von fünf Jahren bis zum 11. Mai 2020 erteilt.
Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder, falls dieser Wert niedriger ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und jeweils noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 5 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands
(1) über die Börse oder
(2) mittels eines an alle Aktionäre der GRENKELEASING AG gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder
(3) durch Abgabe von Andienungsrechten an die Aktionäre.
(1) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
(2) Erfolgt der Erwerb der Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft oder über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kauf- bzw. Verkaufspreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kauf- bzw. Verkaufsspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 20 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des Angebots bzw. der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Kursbewegungen, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der letzten drei Börsentage vor der öffentlichen Ankündigung Anpassung abgestellt; die 10-%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag ebenfalls anzuwenden. Das Angebot bzw. die Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen sowie die Möglichkeit der Präzisierung des Kaufpreises oder der Kaufpreisspanne während der Angebotsfrist vorsehen. Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen der Gesellschaft übersteigen, erfolgt der Erwerb im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
(3) Erfolgt der Erwerb mittels den Aktionären zur Verfügung gestellter Andienungsrechte, so können diese pro Aktie der Gesellschaft zugeteilt werden. Gemäß dem Verhältnis des Grundkapitals der Gesellschaft zum Volumen der von der Gesellschaft zurückzukaufenden Aktien berechtigt eine entsprechend festgesetzte Anzahl Andienungsrechte zur Veräußerung einer Aktie der Gesellschaft an diese. Andienungsrechte können auch dergestalt zugeteilt werden, dass jeweils ein Andienungsrecht pro Anzahl von Aktien zugeteilt wird, die sich aus dem Verhältnis des Grundkapitals zum Rückkaufvolumen ergibt. Bruchteile von Andienungsrechten werden nicht zugeteilt. Für diesen Fall werden die entsprechenden Teilandienungsrechte ausgeschlossen. Der Preis oder die Grenzwerte der angebotenen Kaufpreisspanne (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten), zu dem bei Ausübung des Andienungsrechts eine Aktie an die Gesellschaft veräußert werden kann, werden nach Maßgabe der Regelungen im vorstehenden Abschnitt bestimmt, wobei maßgeblicher Stichtag dabei der Tag der Veröffentlichung des Rückkaufangebotes unter Einräumung von Andienungsrechten ist, und können gegebenenfalls angepasst werden, wobei dann maßgeblicher Stichtag der Tag der Veröffentlichung der Anpassung ist. Die nähere Ausgestaltung der Andienungsrechte, insbesondere ihr Inhalt, ihre Laufzeit und gegebenenfalls ihre Handelbarkeit, bestimmt der Vorstand.
Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, wie folgt zu verwenden:
(1) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen.
(2) Die Aktien können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, sofern die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich unter Einbeziehung sämtlicher Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG und unter Berücksichtigung solcher Aktien, die bei Optionsausübung oder Wandlung aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach dem § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben werden, auf insgesamt höchstens 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft.
(3) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann mit einer Kapitalherabsetzung verbunden werden. In diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals herabzusetzen und die Angabe der Zahl der Stückaktien und des Grundkapitals in der Satzung entsprechend anzupassen. Die Einziehung kann auch ohne Kapitalherabsetzung durch Erhöhung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft erfolgen. Der Vorstand wird in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
Die vorstehend unter (1), (2) und (3) genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die unter (1) und (2) genannten Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung der eigenen Aktien durch Angebot an alle Aktionäre das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen. Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
Genussrechtskapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10.# Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR für die Dauer von fünf Jahren bis zum 11. Mai 2016 ausgeben zu können. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.
Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2015
Übersetzung der Originalmeldung: Die Ameriprise International Holdings GmbH, Zug, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Juli 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 29. Juni 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,51 % (das entspricht 665.734 Stimmrechten) betragen hat. 4,51 % der Stimmrechte (das entspricht 665.734 Stimmrechten) sind Ameriprise International Holdings GmbH, gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Ameriprise International Holdings GmbH über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Investment Services Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. August 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 3. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 437.277 Stimmrechten) betragen hat. 2,96 % der Stimmrechte (das entspricht 437.277 Stimmrechten) sind Threadneedle Investment Services Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Die Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. August 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 3. August 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 437.277 Stimmrechten) betragen hat.
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2014
Übersetzung der Originalmeldung: Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 27. Dezember 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 733.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Asset Management Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. Januar 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 27. Dezember 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 733.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Ameriprise Financial, Inc., Minneapolis, Vereinigte Staaten von Amerika, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Ameriprise Financial, Inc., gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Ameriprise Financial, Inc., über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Asset Management Holdings SARL, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Mai 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings SARL gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings SARL über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG wurde uns jeweils am 22. September 2014 mitgeteilt:
Frau Anneliese Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Moritz Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Roland Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Herr Oliver Grenke, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) beträgt.
Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, Baden-Baden, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 17. September 2014 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Grenke Vermögensverwaltung GmbH 42,64 % (6.291.733 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG zugerechnet.
Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG und deren alleinige Komplementärin, die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, beide mit Sitz in Baden-Baden, Deutschland, teilten der GRENKELEASING AG gemäß § 27 a Abs. 1 WpHG am 27. September 2014 im Zusammenhang mit den am 22. September 2014 übermittelten Stimmrechtsmitteilungen Folgendes mit:
"Das Überschreiten der Stimmrechtsschwellen durch die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erfolgte auf Grund des Erwerbs von Aktien an der GRENKELEASING AG, die unentgeltlich durch die Mitglieder der Familie Grenke in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG eingebracht wurden.
Das Überschreiten der Stimmrechtsschwellen durch die Grenke Vermögensverwaltung GmbH erfolgte nicht auf Grund des Erwerbs von Aktien an der GRENKELEASING AG durch die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, sondern auf Grund der erstmaligen Zurechnung von Stimmrechten aus den von der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erworbenen Aktien (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG).
a) Mit dem Stimmrechtserwerb verfolgte Ziele
― Die Überschreitung der in den vorgenannten Stimmrechtsmitteilungen genannten Schwellen von Stimmrechten aus Aktien der GRENKELEASING AG dient nicht der Umsetzung strategischer Ziele oder der Erzielung von Handelsgewinnen, sondern erfolgte ausschließlich im Rahmen der Nachfolgeplanung der Familie Grenke.
― Es ist nicht beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen. Sofern die ordentliche Hauptversammlung der GRENKELEASING AG im Jahre 2015 jedoch beschließt, die Dividende nicht ausschließlich in bar zu leisten, sondern den Aktionären die Möglichkeit einräumt, Teile des Dividendenanspruchs gegen Gewährung neuer Aktien in die GRENKELEASING AG einzubringen, ist nicht ausgeschlossen, dass von diesem Wahlrecht - zumindest teilweise - Gebrauch gemacht wird.
― Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen der GRENKELEASING AG wird nicht angestrebt."# ―
Eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der GRENKELEASING AG, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik wird nicht angestrebt.
b) Herkunft der verwendeten Mittel
Die Einbringung und Übertragung der Aktien an der GRENKELEASING AG in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG erfolgte unentgeltlich. Eigen- oder Fremdmittel wurden hierfür nicht verwendet.
Der Grenke Vermögensverwaltung GmbH werden als Komplementärin der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG die von dieser gehaltenen Aktien zugerechnet. Eigen- oder Fremdmittel wurden hierfür nicht verwendet.
Die Threadneedle Asset Management UK Ltd, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management UK Ltd gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management UK Ltd über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die TAM UK Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind TAM UK Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der TAM UK Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Die Threadneedle Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Korrektur unserer Stimmrechtsmitteilung vom 3. Januar 2014: Die Threadneedle Asset Management Holdings Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Holdings Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Holdings Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Korrektur unserer Stimmrechtsmitteilung vom 3. Januar 2014: Die Threadneedle Asset Management Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Mai 2014 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 735.808 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 735.808 Stimmrechten) sind Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die vorgenannten Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Limited über die Threadneedle Investment Funds ICVC zuzurechnen. Threadneedle Investment Funds ICVC ist ein Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt.
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2013
Übersetzung der Originalmeldung: T. Rowe Price Associates, Inc., Baltimore, Maryland, USA, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG T. Rowe Price Associates, Inc., zuzurechnen.
T. Rowe Price Group, Inc., Baltimore, Maryland, USA, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG T. Rowe Price Group, Inc., zuzurechnen.
T. Rowe Price International Ltd, London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 31. Dezember 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,66 % (das entspricht 501.415 Stimmrechten) betragen hat. Diese 3,66 % (501.415 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG T. Rowe Price International Ltd. zuzurechnen.
T. Rowe Price International Ltd, London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 20. März 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % unterschritten und zu diesem Tag 2,94 % (das entspricht 432.622 Stimmrechten) betragen hat. Diese 2,94 % (432.622 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG T. Rowe Price International Ltd. zuzurechnen.
Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, Großbritannien, hat uns mitgeteilt, dass am 29. April 2013 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,06 % (das entspricht 744.230 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 5,06 % (das entspricht 744.230 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Unit Trust Managers Limited zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 8. März 2010: Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Asset Management Limited und 1,97 % (das entspricht 269.320 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Investment Management Group Limited zuzurechnen.
Knightsbridge Asset Management Limited (vormals Comasman Limited) London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Knightsbridge Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 3. März 2010 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,15 % (das entspricht 430.961 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management PLC zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 24.# Mitteilungen des Geschäftsjahres 2010
September 2010: Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten sind 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Jupiter Asset Management Limited und 2,68 % (das entspricht 366.942 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Investment Management Group Limited zuzurechnen.
Knightsbridge Asset Management Limited (vormals Comasman Limited) London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Knightsbridge Asset Management Limited zuzurechnen.
Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Asset Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management Group Limited zuzurechnen.
Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 7. Juli 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland die Schwelle von 5 % überschritten und zu diesem Tag 5,004 % (das entspricht 684.708 Stimmrechten) betragen hat. Alle vorgenannten Stimmrechte sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Jupiter Fund Management PLC zuzurechnen.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 4. Juli 2012: Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, Großbritannien, hat uns hiermit mitgeteilt, dass am 16. Februar 2012 ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten und zu diesem Tag 3,09 % (das entspricht 422.930 Stimmrechten) betragen hat. Alle diese Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG sind Jupiter Unit Trust Managers Limited zuzurechnen.
Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil von 4,99 % (733.490 Stimmrechte) ist nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG Threadneedle Investment Services Limited zuzurechnen. Die Threadneedle Investment Services Limited zugerechneten Stimmrechte werden über Threadneedle Investment Funds ICVC, deren Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten.
Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat.
Korrektur unserer Veröffentlichung in Bezug auf Stimmrechte vom 31. Juli 2013: Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, am 26. Juli 2013 die Schwelle von 5 % unterschritten und zu diesem Tag 4,99 % (das entspricht 733.490 Stimmrechten) betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil von 4,99 % (733.490 Stimmrechte) ist nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Threadneedle Investment Services Limited zuzurechnen. Die Threadneedle Investment Services Limited zugerechneten Stimmrechte werden über Threadneedle Investment Funds ICVC, deren Stimmrechtanteil an der GRENKELEASING AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten.
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2012
Übersetzung der Originalmeldung: Wir wurden am 4. Juli 2012 von Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK informiert, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Februar 2012 der Stimmrechtsanteil der Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,091 % (dies entspricht 422.930 Stimmrechten) beträgt.
Mitteilungen vor 2011
Mit Schreiben vom 7. August 2002 haben wir eine Mitteilung nach § 21 WpHG erhalten, wonach sich die Stimmrechte an der GRENKELEASING AG aufgrund der Aufhebung des bisher bestehenden Poolvertrages mit Wirkung zum 31. Juli 2002 geändert haben. Die Anzahl der Stimmrechte aus eigenen Aktien und solche, welche jeweils nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden, wurde uns wie folgt mitgeteilt.
Wolfgang Grenke (Deutschland), Eigene Aktien: 44,20 % - Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 Nr. 6: 8,64 %.
Übersetzung der Originalmeldung: T. Rowe Price Associates, Inc. möchte die folgenden Mitteilungen in deren Namen und im Namen und Auftrag der folgenden Gesellschaften bekannt geben: T. Rowe Price International, Inc., TRP Finance, Inc., T. Rowe Price Group, Inc.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price International, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price International, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der TRP Finance, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der TRP Finance, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Associates, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Associates, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Group, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3 % überschritten hat und seitdem 3,58 % (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58 % dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Group, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Übersetzung der Originalmeldung: Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,01 % (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt.
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,01 % (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte sind vollständig der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Diese Stimmrechte werden von Threadneedle Investment Funds ICVC gehalten.
Übersetzung der Originalmeldung: 1. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
2. Am 23.September 2010 wurden wir von Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Comasman Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
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Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5 % überschritten hat und seitdem 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022 % (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570 % (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management PLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
Mutterunternehmen, Konzernabschluss
Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315 a HGB auf Basis der IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird zum elektronischen Handelsregister eingereicht.
Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben für 2015 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Verwendung des Ergebnisses
Der Vorstand wird der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 3. Mai 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie vorschlagen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 22.692.046,85 EUR soll wie folgt verwendet werden:
| Beschreibung | Betrag |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.754.199 Stückaktien | 22.131.298,50 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 560.748,35 |
Baden-Baden, den 31. Januar 2016
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Jörg Eicker, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 2. Februar 2016
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frey, Wirtschaftsprüfer
Brixner, Wirtschaftsprüferin
ERKLÄRUNG NACH § 264 (2) S. 3 HGB SOWIE NACH § 289 (1) S. 5 HGB
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.
Baden-Baden, den 31. Januar 2016
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Jörg Eicker, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
FINANZKALENDER
* 10.02.2016 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2015 - Bilanzpresse- und DVFA-Analystenkonferenz
* 28.04.2016 Veröffentlichung Finanzbericht zum 1. Quartal 2016
* 03.05.2016 Hauptversammlung im Kongresshaus Baden-Baden
* 28.07.2016 Veröffentlichung Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2016
* 28.10.2016 Veröffentlichung Finanzbericht zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2016
KONTAKT
Renate Hauss
Corporate Communications
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: [email protected]
In diesem Geschäftsbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.GRENKELEASING AG
Stammhaus
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Tel +49 7221 5007-204
Fax +49 7221 5007-4218
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