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Grenke AG — Annual Report 2012
Mar 21, 2013
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Annual Report
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GRENKELEASING AG
Baden-Baden
Jahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2012
GRENKELEASING AG Konzern
Jahresfinanzbericht 2012
Kennzahlen GRENKE Gruppe
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| 01.01.2012 bis 31.12.2012 | Veränderung (%) | 01.01.2011 bis 31.12.2011 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Neugeschäft | ||||
| GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner, Factoring und Existenzgründungsfinanzierung | 1.027.565 | 19,6 | 859.020 | TEUR |
| - davon Deutschland | 352.669 | 6,3 | 331.695 | TEUR |
| - davon International* | 598.778 | 21,6 | 492.292 | TEUR |
| - davon Franchise-International* | 76.118 | 117,3 | 35.033 | TEUR |
| Leasingsparte | 898.562 | 16,7 | 770.133 | TEUR |
| - davon Deutschland | 265.390 | -0,6 | 267.090 | TEUR |
| - davon International* | 598.778 | 21,6 | 492.292 | TEUR |
| - davon Franchise-International* | 34.394 | 219,9 | 10.751 | TEUR |
| Factoring | 122.859 | 40,6 | 87.381 | TEUR |
| - davon Deutschland | 81.135 | 28,6 | 63.099 | TEUR |
| - davon Franchise-International (CH) | 41.724 | 71,8 | 24.282 | TEUR |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts | ||||
| GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner und Factoring | 159.042 | 27,5 | 124.748 | TEUR |
| - davon Deutschland | 37.504 | 1,1 | 37.109 | TEUR |
| - davon International* | 112.328 | 31,6 | 85.324 | TEUR |
| - davon Franchise-International* | 9.210 | 297,8 | 2.315 | TEUR |
| Leasingsparte | 156.645 | 27,3 | 123.023 | TEUR |
| - davon Deutschland | 35.940 | 0,2 | 35.877 | TEUR |
| - davon International* | 112.329 | 31,6 | 85.324 | TEUR |
| - davon Franchise-International* | 8.376 | 359,7 | 1.822 | TEUR |
| Sonstige Angaben Leasingsparte | ||||
| Anzahl der Neuverträge | 107.528 | 14,2 | 94.176 | Stück |
| Anteil der IT-Produkte am Leasingportfolio | 86 | -1,1 | 87 | Prozent |
| Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio | 100 | 0,0 | 100 | Prozent |
| Mittlerer Anschaffungswert | 8,4 | 2,4 | 8,2 | TEUR |
| Mittlere Vertragslaufzeit | 48 | 2,1 | 47 | Monate |
| Vermietvolumen | 2.602 | 17,8 | 2.209 | Mio. EUR |
| Anzahl der laufenden Verträge | 324.446 | 14,6 | 283.051 | Stück |
| GRENKE Bank | ||||
| Einlagevolumen | 217.564 | 40,2 | 155.127 | TEUR |
| Volumen Existenzgründungsfinanzierung | 6.144 | 308,0 | 1.506 | TEUR |
* Im dritten Quartal 2012 haben wir unsere Franchisepartner in Spanien (Madrid/Malaga), Rumänien und Portugal übernommen. Deren Neugeschäftsvolumen ist nicht mehr im Volumen der Franchisepartner enthalten. Die Zahlen wurden auf Jahresbasis angepasst.
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| GRENKE Gruppe | \= GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner |
| GRENKE Konzern | \= GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochter- und Zweckgesellschaften gemäß den IFRS |
Kennzahlen GRENKE Konzern
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| 01.01.2012 bis 31.12.2012 | Veränderung (%) | 01.01.2011 bis 31.12.2011 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Zinsergebnis | 111.465 | 20,3 | 92.691 | TEUR |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 43.421 | 26,2 | 34.415 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 30.156 | 17,3 | 25.703 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 35.698 | 15,1 | 31.021 | TEUR |
| Ergebnis aus der Verwertung (der den kalkulierten Restwert übersteigende Erlös) | 3.982 | 140,9 | 1.653 | TEUR |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.501 | -6,8 | 3.755 | TEUR |
| Kosten Neuverträge | 24.572 | 13,4 | 21.660 | TEUR |
| Kosten laufende Verträge | 7.566 | 13,8 | 6.646 | TEUR |
| Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs | 23.484 | 18,5 | 19.812 | TEUR |
| Kosten Management | 18.682 | 9,4 | 17.069 | TEUR |
| Sonstige Kosten | 7.276 | 61,8 | 4.498 | TEUR |
| Operatives Ergebnis | 59.801 | 17,9 | 50.723 | TEUR |
| Sonstiges Zinsergebnis (Aufwand) | -255 | -34,4 | -389 | TEUR |
| Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung | 152 | 55,1 | 98 | TEUR |
| EBT (Gewinn vor Steuern) | 59.698 | 18,4 | 50.432 | TEUR |
| Gewinn | 42.461 | 8,2 | 39.251 | TEUR |
| Ergebnis je Aktie (nach IFRS) | 3,10 | 8,0 | 2,87 | EUR |
| Sonstige Angaben | ||||
| Dividende | 0,80 | 6,7 | 0,75 | EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) | 546 | 15,7 | 472 | Mio. EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | 493 | 15,2 | 428 | Mio. EUR |
| Cost-Income-Ratio | 57,8 | -0,5 | 58,1 | Prozent |
| Eigenkapitalrendite (RoE) nach Steuern | 12,1 | -2,4 | 12,4 | Prozent |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 681 | 16,4 | 585 | Personen |
| Personalaufwand | 42.809 | 16,7 | 36.695 | TEUR |
| - davon Gesamtvergütung | 35.402 | 15,9 | 30.545 | TEUR |
| - davon fixe Vergütung | 26.498 | 12,7 | 23.515 | TEUR |
| - davon variable Vergütung | 8.904 | 26,7 | 7.030 | TEUR |
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| GRENKE Gruppe | \= GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner |
| GRENKE Konzern | \= GRENKELEASING AG und alle konsolidierten Tochter- und Zweckgesellschaften gemäß den IFRS |
Neugeschäft 2012 über einer Milliarde Euro. Wachstum in neuen Märkten außerhalb Europas. Erweiterung der Produktpalette.
Brief des Vorstands an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
Im Geschäftsjahr 2012 haben wir in der GRENKE Gruppe erstmals ein Neugeschäft von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. Mit einem Plus von circa 20 Prozent auf 1.027,6 Mio. EUR haben wir nicht nur unser avisiertes Neugeschäftswachstum von rund 15 Prozent übertroffen, sondern erneut einen fast doppelt so hohen Zuwachs wie unser mittelfristiges Wachstumsziel von mindestens zehn Prozent pro Jahr realisiert. Die Deckungsbeitrags-2-Marge in der Leasingsparte wurde auf 17,4 Prozent nach 16,0 Prozent im Vorjahr ausgeweitet.
Bei steigenden Ergebnissen, einer im Wesentlichen unveränderten Schadenquote und moderat zulegenden Aufwendungen erreichte der Gewinn des GRENKE Konzerns 42,5 Mio. EUR und so die avisierte Spanne von 41 bis 44 Mio. EUR. Nachdem wir im Geschäftsjahr 2011 die Ertragskraft mit einem Gewinnsprung von 41 Prozent in eine neue Dimension gehoben hatten, konnten wir damit im Berichtsjahr einen weiteren Anstieg um acht Prozent realisieren. Das unterstreicht erneut, dass wir uns als Wachstumsunternehmen verstehen. Und dies nicht nur beim Neugeschäft, sondern selbstverständlich ganz genauso bezüglich des Gewinns.
In den vergangenen zehn Jahren haben wir uns eine weitreichende europäische Marktposition aufgebaut und ernten nun die Früchte dieser Anstrengungen. Hier ist die Basis gelegt für das künftige Wachstum über Marktanteilsgewinne.
Inzwischen haben wir aber zusätzlich auch ein neues Kapitel aufgeschlagen und weitere Themen für die nächste Wachstumsperiode gesetzt. Auf der Agenda der GRENKE Gruppe steht die Expansion über Europa hinaus. Seit Anfang 2012 sind wir mit unserem klassischen IT-Small-Ticket-Leasing in Brasilien aktiv - dem bevölkerungsreichsten Staat Südamerikas und der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt. Das erste Jahr ist sehr vielversprechend gelaufen. Im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2013 werden wir nach Dubai und Kanada expandieren. Wir gehen damit nicht nur in neue Länder, sondern stehen vor der Herausforderung uns neue Kulturkreise mit einer anderen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Rechtsordnung zu erschließen.
Darüber hinaus weiten wir derzeit unser Angebot an Finanzlösungen deutlich aus. Seit 2010 bieten wir über die GRENKE BANK AG Existenzgründungsfinanzierungen an und haben die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Förderbanken. Im Geschäftsjahr 2012 haben wir mit 6,1 Mio. EUR das Volumen an Existenzgründungsfinanzierungen vervierfacht. Die Kooperation mit den Förderbanken der Bundesländer trifft auf großes Interesse, sodass die Anzahl der Kooperationspartner mit denen wir in diesem Bereich zusammenarbeiten, sukzessive zunahm. 2013 werden wir den Kreis unserer Partner erneut vergrößern.
Ferner bauen wir unser Factoringgeschäft weiter aus. Mit einem Anstieg des Neugeschäfts um 41 Prozent auf 122,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012 haben wir das jährlich neuangekaufte Volumen gegenüber 2010 inzwischen fast verdreifacht. Seit dem vierten Quartal 2012 sind wir mit diesem Angebot zudem in Ungarn tätig. Und die Vorbereitungen für den zeitnahen Markteintritt in Großbritannien und Österreich in 2013 sind ebenfalls bereits getroffen.
Auch im Bereich der Geldanlagen wachsen wir mit der GRENKE BANK AG kräftig. Hier adressieren wir jenseits der gewerblichen Kunden, auf die wir uns mit unseren Finanzierungen konzentrieren, zusätzlich Privatkunden mit interessanten Anlagemöglichkeiten. Dies stellt einen wichtigen Baustein für die Diversifizierung unserer Refinanzierungsquellen dar. Damit können wir mit unseren verschiedenen Instrumenten für die Refinanzierung sowohl institutionelle als auch private Gelder nutzen. Im Geschäftsjahr 2012 haben wir das Volumen der Bankeinlagen um 40 Prozent auf 217,6 Mio. EUR ausgeweitet. Dies entsprach etwa 20 Prozent unseres Bedarfs. Behutsam und nachhaltig wollen wir den Anteil auf etwa ein Drittel steigern.
Während der kommenden Expansionsphase werden wir an den bewährten Eckpfeilern unseres Geschäftsmodells festhalten: Standardisierung, umfassende IT-gestützte Automatisierung, Schnelligkeit sowie effiziente Risikomessung und -diversifizierung. Wir setzen nicht auf das Vermeiden, sondern auf das korrekte Einschätzen von Risiken und steuern entlang eines attraktiven Chancen-Risiko-Profils. Deshalb bleiben wir auch in gesamtwirtschaftlich ungünstigen Perioden erfolgreich und erschließen uns erfolgreich neue Märkte.
Für 2013 erwarten wir ein Wachstum des Neugeschäfts der GRENKE Gruppe zwischen 13 und 16 Prozent bei unverändert profitablen und risikoadäquaten DB2-Margen. Der Gewinn des GRENKE Konzerns soll eine Spanne von 44 bis 48 Mio. EUR erreichen. Vor dem Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung im Berichtsjahr und der weiterhin guten Perspektiven für die Zukunft schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG zum dritten Mal in Folge eine Erhöhung der Ausschüttung vor. Sie soll auf 0,80 EUR je Aktie steigen nach 0,75 EUR je Aktie im Vorjahr.
Bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken wir uns für ihren Einsatz, ihre Flexibilität und ihre Bereitschaft, immer wieder neue Wege mit uns zu gehen. Unsere Aktionärinnen und Aktionäre möchten wir einladen, uns auch in der nächsten Wachstumsperiode der GRENKE Gruppe zu begleiten und an der künftigen Wertsteigerung zu partizipieren.
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Der Vorstand der GRENKELEASING AG
Wolfgang Grenke Vorstandsvorsitzender Chief Executive Officer (CEO) Jahrgang 1951
Gilles Christ Chief Sales Officer (CSO) Jahrgang 1970
Jörg Eicker Chief Financial Officer (CFO) Jahrgang 1965
Mark Kindermann Chief Operating Officer (COO) Jahrgang 1961
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2012 wahrgenommen. Er hat eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Vorstand gepflegt, ihn regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die strategische Ausrichtung des GRENKE Konzerns eng miteinander ab. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden.
Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über alles Wesentliche regelmäßig, zeitnah und umfassend mündlich und schriftlich, unter anderem auf der Basis von Vorstandsvorlagen und Sitzungsprotokollen, in Kenntnis gesetzt. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat insbesondere detailliert über alle relevanten Fragen und Themen zur strategischen Entwicklung des GRENKE Konzerns, seiner wirtschaftlichen Lage, zum laufenden Geschäftsgang inklusive des Geschäfts der GRENKE BANK AG sowie zur Steuerung des Vertriebs informiert und über aktuelle Ereignisse, den Stand der Unternehmensplanung sowie über die Personalsituation in Kenntnis gesetzt.
Die Berichte des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat hinsichtlich ihrer Plausibilität kritisch überprüft. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands wurden den Anforderungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang gerecht. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorstand legte zustimmungspflichtige Angelegenheiten rechtzeitig vor.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr das konzernweite Risikomanagementsystem, die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance - inklusive Kreditwesengesetz-("KWG"-)Compliance - sowie das operative Risikokontrollsystem überwacht. Hierzu hat er Berichte des Vorstands über das Risikomanagementsystem des GRENKE Konzerns und dessen Weiterentwicklung sowie über die aktuelle Risikolage entgegengenommen. Die jeweilige Liquiditäts- und Refinanzierungssituation des GRENKE Konzerns war regelmäßiges Thema der Sitzungen des Aufsichtsrats. Aufgrund seiner diversifizierten Refinanzierungsquellen sowie seiner gezielten Liquiditätssteuerung war die Refinanzierung des GRENKE Konzerns auch im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gewährleistet.
Zu den wesentlichen Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats gehörten darüber hinaus die regelmäßige Erörterung der laufenden Geschäftsentwicklung sowie der Risikostrategie und deren Umsetzung, die Überwachung der internationalen Einheiten - insbesondere auch unter Risikogesichtspunkten im Zusammenhang mit möglichen Folgen der europäischen Staatsschuldenkrise - sowie die Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats, das Feststellen des Jahresabschlusses der GRENKELEASING AG und die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011. Darüber hinaus wurden Fragen zur Geschäftsordnung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie - anlässlich anstehender Veränderungen im Vorstand - zum Geschäftsverteilungsplan des Vorstands behandelt.
Auch im Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. In diesem Zusammenhang hat er geprüft und festgestellt, dass die Anforderungen für Aufsichtsräte von Gesellschaften, die dem Kreditwesengesetz unterliegen, erfüllt wurden. Gemeinsam mit dem Vorstand hat er am 21. April 2012 die Entsprechenserklärung der GRENKELEASING AG nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in deren Fassung vom 26. Mai 2010 abgegeben.
Über Corporate Governance bei der GRENKELEASING AG berichtet der Vorstand in diesem Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr 2012 zugleich auch für den Aufsichtsrat. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich durch Selbstverpflichtung zur Einhaltung der im Berichtsjahr gültigen Corporate-Governance-Grundsätze verpflichtet.
Im Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat fünfmal getagt: Die Sitzungen fanden am 3. Februar, 21. April, 9. Mai, 22. Juli und am 12.November statt.
In seiner Sitzung am 3. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2011, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 eingehend geprüft, erörtert und festgestellt bzw. gebilligt. Ferner hat er den Abhängigkeitsbericht geprüft und den Beschluss über den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns 2011 gefasst. An der Beratung hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt am Main, teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner vorangegangenen Prüfung berichtet. Weitere Themen dieser Sitzung waren u. a. die Erörterung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats im Jahresfinanzbericht 2011, die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Beschlussfassung zur Übertragung der Rede des Vorstands und der Generaldebatte der Hauptversammlung 2012 im Internet gemäß §13 der Satzung der Gesellschaft.
Am 21. April 2012 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Übernahme der Franchisegesellschaften in Portugal, Spanien und Rumänien befasst und diesen Unternehmenskäufen zugestimmt. Zusätzlich hat er über die Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex Beschluss gefasst. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat am 13.März 2012.
Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde vom Vorstand auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich kontinuierlich über den aktuellen Geschäftsgang inklusive des Bankgeschäfts und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand waren zudem die Vorbereitung von Refinanzierungsentscheidungen, Compliance-Angelegenheiten, das interne Controlling, das Risikomanagement und dessen Weiterentwicklung sowie Personalthemen.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2012 gehörten dem Aufsichtsrat die folgenden Mitglieder an:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender |
| ― | Herr Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender |
| ― | Herr Dieter Münch |
| ― | Herr Florian Schulte |
| ― | Herr Erwin Staudt |
| ― | Herr Prof. Dr. Thilo Wörn |
Gemäß seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können: den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.
Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:
| ― | Herr Gerhard E. Witt, Vorsitzender |
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp |
| ― | Herr Dieter Münch |
Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung, des Risikomanagements der Gesellschaft und mit Compliance. Seine Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse auf diesen Gebieten. Der Prüfungsausschuss hat den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt, die Prüfungsschwerpunkte bestimmt und die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer geschlossen. Im Berichtsjahr hat der Prüfungsausschuss keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers in Frage stellten.
Der Prüfungsausschuss hat die Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet. In Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers hat er sich mit dem Jahresabschluss 2011 befasst und diesen eingehend diskutiert. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die zu veröffentlichenden Quartalsabschlüsse mit dem Vorstand eingehend diskutiert.
Der Personalausschuss (Präsidialausschuss) besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender |
| ― | Herr Erwin Staudt |
| ― | Herr Gerhard E. Witt |
Personalentscheidungen des Aufsichtsrats stellen die wesentlichen Themen dar, mit denen sich der Personalausschuss befasst. Außerdem ist er zuständig für Vorschläge im Hinblick auf den Abschluss, das Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Im Geschäftsjahr 2012 hat sich der Personalausschuss und danach der Aufsichtsrat im Ganzen eingehend mit der Auswahl und Berufung der neuen Generalbevollmächtigten der GRENKELEASING AG, Frau Antje Leminsky, sowie des neuen Vorstandsmitglieds Herrn Jörg Eicker befasst.
Frau Leminsky ist am 1. August 2012 in die Gesellschaft eingetreten und verstärkt die Kompetenz im IT-Bereich, der für den GRENKE Konzern von besonderer Bedeutung ist. Zum 1. August 2013 wird sie das entsprechende Vorstandsressort von Herrn Wolfgang Grenke übernehmen. Herr Eicker ist am 1. September 2012 in den Vorstand der Gesellschaft eingetreten und hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 die Aufgabenbereiche Treasury, Refinanzierung, Risikomanagement, Meldewesen, Investor Relations und GRENKE BANK AG von Herrn Dr. Uwe Hack übernommen.
Herr Dr. Hack hat die Gesellschaft am 30. September 2012 in gegenseitigem Einvernehmen verlassen, um einen Ruf als Hochschulprofessor anzunehmen. Aufsichtsrat und Vorstand haben Herrn Dr. Hack für seinen großen Beitrag zur positiven Entwicklung der GRENKELEASING AG in den letzten Jahren, insbesondere bei der erfolgreichen Absicherung gegen die Finanzkrise und beim Kauf und der Neuausrichtung der GRENKE Bank gedankt. Sie wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg alles Gute.
Der vom Vorstand jeweils zum 31. Dezember 2012 aufgestellte Jahresabschluss der GRENKELEASING AG bzw. Konzernabschluss sowie die gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB erstmals in einer geschlossenen Darstellung zusammengefassten Lageberichte der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Die Jahresabschlüsse wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft. Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKELEASING AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute. Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 erfolgte gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Konzernabschluss des GRENKE Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seiner Sitzung am 31. Januar 2013 erörtert. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung keine Einwände gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG festgestellt sowie den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG angeschlossen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung den vorliegenden Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresfinanzbericht 2012 erörtert und verabschiedet.
Zum Abhängigkeitsbericht erteilte der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH am 30. Januar 2013 den folgenden Bestätigungsvermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 31. Januar 2013 eingehend mit dem Abhängigkeitsbericht und nahm den Bericht des Abschlussprüfers entgegen. Nach sorgfältiger eigener Prüfung erhob der Prüfungsausschuss gegen den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete in der Aufsichtsratssitzung am 31. Januar 2013 über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Prüfungsausschuss. Der Aufsichtsrat billigte das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und kam zu dem Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind.
In der gleichen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst. Auf die entsprechenden Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns wird Bezug genommen. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus der Sicht des Aufsichtsrats vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu eigen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung gemäß Satzung beschlossen, im Rahmen der Hauptversammlung 2013 die Rede des Vorstands und die Generaldebatte im Internet zu übertragen. Auch hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung den vorliegenden Bericht eingehend erörtert und verabschiedet.
Die Kapitalmarktteilnehmer haben der GRENKE-Aktie im Börsenjahr 2012 erneut ihr Vertrauen geschenkt und die erfolgreiche internationale Wachstumsstrategie des GRENKE Konzerns honoriert. Mit einem eindrucksvollen Kursanstieg hat sie per Saldo um 30 Prozent zugelegt. Damit hat sich die GRENKE-Aktie klar gegenüber DAX und SDAX abgesetzt, deren Kursindizes um 24 bzw. 15 Prozent gestiegen sind. Auch der Branchenindex der deutschen Finanzdienstleistungsunternehmen, dem die GRENKE-Aktie angehört, hat sich mit einem Plus von 26 Prozent nicht so gut entwickelt.
Zum Unternehmenserfolg und damit auch zur guten Entwicklung der GRENKE-Aktie im Geschäftsjahr 2012 haben alle Beschäftigten der GRENKE Gruppe ihren Beitrag geleistet. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des GRENKE Konzerns und seiner Franchise-Unternehmen in den 25 Ländern in Europa und Übersee, in denen GRENKE inzwischen vertreten ist, sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihre auch im Geschäftsjahr 2012 wieder erbrachten Leistungen. Nur aufgrund ihrer persönlichen Einsatzbereitschaft kann der GRENKE Konzern ein weiteres Erfolgsjahr verbuchen und mit Zuversicht in die Zukunft schauen.
Baden-Baden, am 31. Januar 2013
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG
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| Name / Wohnort | Funktion / Beruf | Weitere Aufsichtsrats- / Beiratsmandate |
|---|---|---|
| ► Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Baden-Baden Jahrgang 1951 Erstmals gewählt: 2003 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2013 | Vorsitzender des Aufsichtsrats, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH | GRENKE BANK AG, Baden-Baden; OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe; Winter Holding Verwaltungs GmbH, Nußloch; Scholpp AG, Stuttgart; Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin |
| ► Gerhard E. Witt Baden-Baden Jahrgang 1945 Erstmals gewählt: 1997 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2013 | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater | Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden |
| ► Dieter Münch Weinheim Jahrgang 1943 Erstmals gewählt: 2000 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015 | Mitglied des Aufsichtsrats, Bankkaufmann a.D., Stiftungsvorstand | Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden; Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale |
| ► Florian Schulte Baden-Baden Jahrgang 1971 Erstmals gewählt: 2010 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015 | Mitglied des Aufsichtsrats, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH | Global Group Dialog Solutions AG, Idstein |
| ► Erwin Staudt Leonberg Jahrgang 1948 Erstmals gewählt: 2005 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015 | Mitglied des Aufsichtsrats, Diplom-Volkswirt | PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt; USU Software AG, Möglingen; Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach |
| ► Prof. Dr. Thilo Wörn Essen Jahrgang 1968 Erstmals gewählt: 2010 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015 | Mitglied des Aufsichtsrats, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW | Tiemeyer Automobile AG, Bochum; agathon GmbH & Co. KG, Bottrop; DEFLEX-Dichtsysteme GmbH, Moers-Genend |
Corporate-Governance-Bericht
Alles Handeln im GRENKE Konzern wird bestimmt durch Verantwortungsbewusstsein. Einen wesentlichen Teil unseres Selbstverständnisses stellt daher wirkungsvolle, den relevanten Gesetzen und Ansprüchen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechende Unternehmensführung dar. Vorstand, Aufsichtsrat und die leitenden Mitarbeiter identifizieren sich mit den Grundsätzen guter Unternehmensführung und der Einhaltung ethischer und gesetzlicher Verhaltensregeln und Normen (Compliance). Sie verpflichten sich, den GRENKE Konzern wertorientiert und transparent zu leiten und zu kontrollieren. Sie sind sich der besonderen Bedeutsamkeit dieser Grundsätze bewusst hinsichtlich der Einschätzung des Unternehmens bei Aktionären und Fremdkapitalgebern am Kapitalmarkt. Sie wissen, dass gute Corporate Governance eine wesentliche Grundlage darstellt für Erhalt und Ausbau des Vertrauens von gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Für GRENKE sind zum Vertrauen schaffenden Umgang mit der Öffentlichkeit Transparenz in der Rechnungslegung und frühzeitige Berichterstattung unabdingbar.
Die GRENKELEASING AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit wenigen Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Erfüllung des Kodex befasst und die am Ende dieses Corporate-Governance-Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Internetseite der GRENKELEASING AG wiedergegeben.
Konzernleitung und Konzernüberwachung
Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich derzeit aus vier Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern.
Aufsichtsrat
Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2012 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung sowie aktuelle Ereignisse. Wesentlicher Bestandteil der Berichte war in diesem Zusammenhang regelmäßig die Darstellung des Refinanzierungs- und Liquiditätsstatus. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen des Risikomanagements, der Risikovorsorge, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems.
Zu den weiteren Aufgaben des Aufsichtsrats gehören die Bestellung und Überwachung von Vorstandsmitgliedern sowie die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der GRENKELEASING AG und die Prüfung und Billigung des Konzernabschlusses unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Ergebnisses der Prüfungen durch den Prüfungsausschuss (siehe "Bericht des Aufsichtsrats"). Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Prüfung und Genehmigung von Unternehmenskäufen.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen über die Arbeit ihrer Ausschüsse.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, die über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, des Risikomanagements und der Compliance verfügen. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit solchen der Systematik der Unternehmensplanung und des Risikomanagements im Konzern. Er prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und verantwortet und vereinbart das Honorar mit dem Abschlussprüfer.
Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragen zur Compliance. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation - inklusive der KWG-Compliance - im Unternehmen.
Personalausschuss (Präsidialausschuss)
Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und unterbreitet Vorschläge für das Abschließen, Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Vorstand
Der Vorstand leitet den GRENKE Konzern eigenverantwortlich und ist für die operative und strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie das Einhalten der Grundsätze der Unternehmenspolitik verantwortlich. Des Weiteren stellt er die Quartalsabschlüsse, den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und den Konzernabschluss auf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend durch Vorstandsberichte und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen, Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage sowie über strategische und operative Geschäftsrisiken und deren Management. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel Akquisitionen und Finanzmaßnahmen - sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.
Vergütungsbericht (Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts)
Vergütung des Vorstands
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| Fixe Vergütungskomponenten | Variable Vergütungskomponenten | Langfristige Vergütungskomponenten | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | Jahresgehalt | Sonstige Ansprüche | Erfolgszulage | Tantieme | Aktienbasierte Vergütung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Christ | 185.450,52 | 0,00 | 77.336,75 | 60.000,00 | 215.650,00 |
| Eicker | 102.319,40 | 0,00 | 16.434,28 | 26.000,00 | 0,00 |
| Grenke | 332.386,92 | 0,00 | 154.673,50 | 120.000,00 | 0,00 |
| Dr. Hack | 200.708,32 | 20.976,49 | 110.849,27 | 77.400,00 | 155.400,00 |
| Kindermann | 149.455,92 | 0,00 | 68.056,34 | 52.800,00 | 0,00 |
| Gesamt | 970.321,08 | 20.976,49 | 427.350,14 | 336.200,00 | 371.050,00 |
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| EUR | Gesamt 2012 |
Gesamt 2011 |
|---|---|---|
| Christ | 538.437,27 | 329.593,93 |
| Eicker | 144.753,68 | 0,00 |
| Grenke | 607.060,42 | 625.427,97 |
| Dr. Hack | 565.334,08 | 543.112,90 |
| Kindermann | 270.312,26 | 277.983,89 |
| Gesamt | 2.125.897,71 | 1.776.118,69 |
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als Bruttogehalt eine fixe, vom Erfolg unabhängige Jahresgrundvergütung und als Erfolgszulage eine variable Vergütungskomponente vor. Darüber hinaus bestanden bzw. bestehen für das im Geschäftsjahr 2012 für das ausgeschiedene Vorstandsmitglied Herrn Dr. Hack sowie für Herrn Christ Vereinbarungen zur Gewährung von Phantom Stocks.
Die Struktur des Vergütungssystems fördert den langfristigen Erfolg des Konzerns und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch gut beherrschbar sind und eine dem Risiko angemessene Vergütung beinhalten. Es werden keine Anreize geschaffen, unangemessene Risiken einzugehen. Zudem ist das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKELEASING AG durch die Vergütungspraxis weder gefährdet noch schränkt diese das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 2.126 TEUR (Vorjahr: 1.776 TEUR). Davon entfielen 970 TEUR (Vorjahr: 931 TEUR) auf Bruttogehälter und 427 TEUR (Vorjahr: 488 TEUR) auf Erfolgszulagen. Für Herrn Dr. Hack wurde zudem ein Jahresbeitrag an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) entrichtet.
Durch das Ausscheiden von Herrn Dr. Hack aus dem Vorstand zum 30. September 2012 und den Eintritt von Herrn Eicker in den Vorstand zum 1. September 2012 sind die Bezüge dieser Herren zeitanteilig entsprechend ihrer Zugehörigkeit als Organmitglied angegeben. Herr Dr. Hack erhält nach seinem Ausscheiden für die Dauer eines Jahres eine monatliche Karenzentschädigung von 15 TEUR infolge eines vereinbarten Wettbewerbsverbots.
Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses des GRENKE Konzerns (EBIT - Earnings before Interest and Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard (BSC). Das Erreichen des EBIT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die variable Vergütung vollständig. Die gemäß BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderem die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge und des Neugeschäfts. Das Erreichen der BSC-Kriterien wird quartalsweise nachträglich gemessen.
Mit Unterschriftsdatum vom 29. Juni 2010 bzw. 13. Juli 2010 hatte der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit den Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Hack bzw. Herrn Christ Phantom-Stock-Vereinbarungen abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhielten Herr Dr. Hack bzw. Herr Christ für die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 bzw. 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für die Jahre 2010, 2011 und 2012 betrug respektive 28,68 EUR, 37,72 EUR und 35,81 EUR. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR bzw. 300.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt.
Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Dr. Hack aus dem Vorstand zum 30. September 2012 wurde der mögliche Anspruch für das Jahr 2012 um die Hälfte reduziert. Herr Christ ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrags in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Für das Jahr 2010 wurden aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen insgesamt 374 TEUR für Herrn Dr. Hack und Herrn Christ ausbezahlt. Für das Jahr 2011 ergab sich aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen keine Auszahlung. Per 31. Dezember 2012 betrug der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarungen 371 TEUR.
Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Vorstands. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit ist in den Vorstandsverträgen die Möglichkeit ein Wettbewerbsverbot auszusprechen, vereinbart. Diese Wettbewerbsklausel sieht eine Entschädigungszahlung für die Dauer von 2 Jahren (Cap) vor, deren Höhe auf maximal 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgehaltes (Cap) begrenzt ist. Berechnungsgrundlage für die Entschädigungszahlung bilden die Grundvergütung sowie die im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich gezahlten variablen Vergütungen. Abfindungsvereinbarungen bestehen nicht. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
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| Name EUR |
Funktion | Grundbezug 2012 | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Variable Vergütung | Reisekosten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | Vorsitzender | 11.250,00 | 600,00 | 900,00 | 12.750,00 | 415,43 |
| Witt | Stellv. Vorsitzender | 7.500,00 | 900,00 | 600,00 | 9.000,00 | 348,00 |
| Münch | Aufsichtsrat | 7.500,00 | 600,00 | 0,00 | 8.100,00 | 548,50 |
| Schulte | Aufsichtsrat | 7.500,00 | 0,00 | 0,00 | 7.500,00 | 0,00 |
| Staudt | Aufsichtsrat | 7.500,00 | 0,00 | 600,00 | 8.100,00 | 335,00 |
| Prof. Dr. Wörn | Aufsichtsrat | 7.500,00 | 0,00 | 0,00 | 7.500,00 | 1.631,46 |
| Summe | 48.750,00 | 2.100,00 | 2.100,00 | 52.950,00 | 3.278,39 |
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| Name EUR |
Gesamt 2012* | Gesamt 2011* |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | 25.915,43 | 26.073,35 |
| Witt | 18.348,00 | 18.000,00 |
| Münch | 16.748,50 | 16.533,00 |
| Schulte | 15.000,00 | 15.000,00 |
| Staudt | 16.535,00 | 16.200,00 |
| Prof. Dr. Wörn | 16.631,46 | 16.167,72 |
| Summe | 109.178,39 | 107.974,07 |
* feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten
Im Geschäftsjahr 2012 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von 109 TEUR (Vorjahr: 108 TEUR) inklusive Reisekosten gewährt. Diese Bezüge sind in der obenstehenden Tabelle für jedes Mitglied einzeln dargestellt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung der GRENKELEASING AG geregelt und wird durch die Hauptversammlung festgelegt. Entsprechend der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 7.500 EUR, der Vorsitzende eine solche von 11.250 EUR, sowie für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss 600 EUR und für jeden Vorsitz in einem Ausschuss 900 EUR.
Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze pro rata temporis berechnet. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um die Hälfte des Prozentsatzes, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,20 EUR übersteigt, wobei der variable Bestandteil maximal 100 Prozent der Festvergütung beträgt.
Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Diese sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität
Beginnend mit dem Bericht zum Geschäftsjahr 2012 werden der Lagebericht des GRENKE Konzerns und der Lagebericht des Einzelabschlusses der GRENKELEASING AG gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Soweit zwischen den Unternehmenseinheiten erhebliche Abweichungen auftreten, werden diese in einem gesonderten Kapitel erläutert. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht.
Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat beim Aufstellen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.
Transparenz und Information der Aktionäre
GRENKE nutzt das Internet, um Aktionäre, Kapitalmarktteilnehmer und die Öffentlichkeit umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Ad-hoc- und Pressemeldungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Meldungen nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite von GRENKE (www.grenke.de/de/investor-relations) sind die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex verfügbar.
Die Aktionäre können sich im Internet über den GRENKE Konzern, das Management und die Organisationsstruktur informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Während der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung können die Aktionäre den Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet verfolgen. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender sowie auf der Internetseite von GRENKE zusammengefasst. Über die GRENKE-Aktie wird ausführlich im Kapitel "Investor Relations" berichtet.
Compliance
Unsere neue Compliance-Stelle überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der unternehmensinternen Richtlinien sowie der ethischen Standards, denen wir uns verpflichtet fühlen. Compliance bei GRENKE erstreckt sich auf alle geschäftlichen Tätigkeiten und Geschäftsprozesse und erfasst alle Organe, Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Kernaufgaben unseres Compliance Officers gehören die Zusammenstellung der relevanten Vorschriften und die Zusammenarbeit mit den betroffenen Unternehmenseinheiten sowie die Schulung von Führungskräften und Mitarbeitern. Die Leiterin der Compliance-Stelle unterstützt ferner den Vorstand bei der Vermeidung von Gesetzesverstößen, Korruption und dolosen Handlungen sowie bei deren Aufklärung. Im Geschäftsjahr 2012 wurde sie vom Aufsichtsrat zur Berichterstattung zu einer seiner Sitzungen eingeladen.
Controlling und Risikomanagement
Aufgabe des Risikomanagements des GRENKE Konzerns ist es, Risiken für die Muttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Das Risikomanagementsystem der GRENKELEASING AG wird kontinuierlich weiter ausgebaut und über ein Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKE Konzerns betrieben.
Die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement ("MaRisk") sind auch von Leasingunternehmen einzuhalten. Entsprechend werden die von den MaRisk verlangten angemessenen Risikosteuerungs- und -controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken im GRENKE Konzern umgesetzt. Die Funktionalität des Risikomanagements sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft. Diese berichtet unmittelbar an den Vorstand. Einzelheiten zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht dargestellt.
Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben am 21. April 2012 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:
"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 3. Mai 2011 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird:
Die Satzung der Gesellschaft sieht in ihrer derzeit gültigen Fassung weder die Möglichkeit einer Briefwahl der Aktionäre noch eine entsprechende Ermächtigung des Vorstandes vor. Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, vor und in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Stimmabgabe durch Briefwahl vorzusehen. Die Einführung der Möglichkeit einer Briefwahl geht mit rechtlichen Risiken, aber auch mit zusätzlichem administrativem Aufwand einher und bietet gegenüber der von der Gesellschaft praktizierten Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter keinen erheblichen Mehrwert. Von daher wird den Empfehlungen in Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 des DCGK bzgl. der Durchführung einer Briefwahl nicht gefolgt. Ferner übermittelt die GRENKELEASING AG die Einberufung der Hauptversammlung nebst den Einberufungsunterlagen abweichend von Zif. 2.3.2 des DCGK nicht auf elektronischem Wege an die Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und in- und ausländischen Finanzdienstleister. Eine automatische elektronische Übermittlung gem. Ziffer 2.3.2 DCGK kann nicht erfolgen, weil die GRENKELEASING AG Inhaberaktien ausgegeben hat und ihr die Aktionäre und deren E-Mail-Adressen nicht bekannt sind. Die Erfassung und Aktualisierung aller relevanten E-Mail-Adressen würde daher einen unverhältnismäßig großen bürokratischen Aufwand darstellen. Des Weiteren ist eine Übermittlung auf elektronischem Weg nur bei entsprechender Zustimmung der Hauptversammlung zulässig. Ein solcher Zustimmungsbeschluss liegt nicht vor. Überdies müssten die Aktionäre einer entsprechenden elektronischen Übermittlung gem. § 30b Abs. 3 Nr. 1 lit. d WpHG ausdrücklich eingewilligt bzw. zumindest nicht widersprochen haben.
Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor. Grund hierfür ist, dass einige Vorstandsverträge vor der Aufnahme der entsprechenden Empfehlung in den DCGK abgeschlossen wurden und somit Bestandsschutz genießen. Aber auch bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde ein Abfindungs-Cap nicht vereinbart, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nicht einseitig, sondern nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregeln, die an Unternehmensereignisse, insbesondere an einen Kontrollwechsel, geknüpft sind.
Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Nach Auffassung der Gesellschaft sollen bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein. Die oben genannten Empfehlungen des DCGK werden bei der Zusammensetzung des Vorstands sowie bei Wahlvorschlägen von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet.
Nach Ziffer. 5.3.3 des DCGK soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht derzeit aus insgesamt sechs Mitgliedern, die ausschließlich von den Anteilseignern zu wählen sind. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung eines weiteren Ausschusses für nicht erforderlich. Die Gesellschaft sieht, die von der Kommission mit Ziffer 5.3.3 des DCGK gewünschte Transparenz des Auswahlverfahrens auch ohne einen entsprechenden Ausschuss als gewährleistet an. Der Empfehlung der Ziffer 5.3.3 wird daher nicht gefolgt.
Baden-Baden, den 21. April 2012
GRENKELEASING AG
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand"
Aktie und Investor Relations
Der Kurs der GRENKE-Aktie verbesserte sich im Geschäftsjahr 2012 per Saldo um 30 Prozent. Nach einem Jahresschlusskurs 2011 von 39,00 EUR beendete sie das Börsenjahr 2012 mit 50,61 EUR (XETRA-Schlusskurse, auch im Folgenden). Wie schon im Vorjahreszeitraum entwickelte sich die Aktie nahezu das gesamte Jahr über besser als ihre Benchmarkindizes, die Preisindizes des SDAX (Jahresperformance 2012: +17 Prozent) und des Branchensektors DAXsector Financial Services (+26 Prozent).
Bis zur Jahresmitte hatte sie um 12 Prozent zugelegt, der SDAX-Preisindex hingegen nur um gut 7 Prozent und die deutschen Finanzdienstleister um 14 Prozent. Der zwischenzeitlichen Gesamtmarktkorrektur im Verlauf der erneuten Eskalation der Eurokrise während des zweiten Quartals 2012 zunächst noch widerstehend, hat die GRENKE-Aktie im Mai dann doch noch an Boden verloren. Während der danach folgenden Markterholung im Zuge der sich wieder entspannenden Situation in einigen europäischen Problemländern und der Äußerung des EZB-Präsidenten Draghi, die Europäische Zentralbank sei innerhalb ihres Mandats bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten, hat auch die GRENKE-Aktie wieder kräftig zugelegt. Beschleunigt wurde ihr Kursanstieg nach der Bekanntgabe des dynamischen Neugeschäftsverlaufs im ersten Halbjahr 2012. Von ihrem zwischenzeitlichen Tiefpunkt bei 40,10 EUR am 4. Juni hat die GRENKE-Aktie bis zum 5. Dezember, dem Datum ihres Jahreshöchststandes 2012 bei 53,60 EUR, eine Aufwärtsbewegung um nahezu 34 Prozent vollzogen.
Dividendenpolitik
Die Dividendenpolitik der GRENKELEASING AG ist langfristig ausgerichtet. Sie orientiert sich an den Kriterien Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für die künftige Expansion. Investoren bietet sich die GRENKE-Aktie als Anlage mit hohem innerem Wert, laufendem Einkommen und attraktiven Wachstumsperspektiven an. Der GRENKE Konzern weist traditionell eine gute Eigenkapitalausstattung auf. Unsere strategische Zielgröße liegt bei 16 Prozent. Diese stellt die Basis für unser hohes Rating dar und gewährt uns entsprechend attraktive Zugangsmöglichkeiten zu unterschiedlichen Refinanzierungsquellen. Während der für die internationale Finanzbranche sehr schwierigen Krisenjahre ab 2008 wurde die Eigenkapitalquote aus Risikoerwägungen gezielt über dieses Niveau hinaus ausgeweitet. Inzwischen wurde sie sukzessive wieder an die Zielmarke herangeführt. Ende 2011 lag sie bei 16,1 Prozent, zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres bei 14,9 Prozent.
Die solide, aktiv gesteuerte Eigenkapitalausstattung des GRENKE Konzerns bleibt die wichtigste Grundlage für unser zukünftiges Wachstum. Vor dem Hintergrund dieser übergeordneten langfristigen strategischen Vorgabe gestalten wir die Ausschüttungspolitik ertragsorientiert. Da wir auch in den nächsten Jahren von einer weiteren zügigen Geschäftsausweitung und steigenden Erträgen ausgehen, bleiben wir bezüglich der Kontinuität der Ausschüttung zuversichtlich. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 7. Mai 2013 daher für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende in Höhe von 0,80 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr wurden 0,75 EUR je Aktie ausgeschüttet.
Investment Case
Unsere Aktie positionieren wir am Kapitalmarkt traditionell mit vier herausragenden Kriterien, an denen wir auch in Zukunft festhalten wollen:
| ― | unserer nachhaltig erfolgreichen Wachstumsstrategie, |
| ― | der Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft, |
| ― | unserem langjährig bewährten Risikomanagement inklusive der MaRisk-Anforderungen |
| ― | sowie dem hohen inneren Wert unserer Aktie gemessen an Return on Equity und Embedded Value. |
Wir konzentrieren unser Geschäft auf margenstarke Marktbereiche und steuern es konsequent nach dem Deckungsbeitrag 2 (operative Erträge der Leasingverträge abzüglich Risiko- und variable Verwaltungskosten). Es bleibt unser Ziel, nachhaltig zu expandieren und daraus eine dynamische Gewinnentwicklung zu erzielen. Die hierfür wesentliche Voraussetzung, Kosten und Risiko effizient zu kontrollieren, stellen wir mit unserer ausgereiften Risikomanagementstrategie sicher. Darüber hinaus können wir auf Marktveränderungen flexibel reagieren und gleichzeitig angemessene Risikoprämien erzielen. Diesen Nachweis haben wir in der Vergangenheit kontinuierlich - insbesondere während der Finanzmarktkrise - eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Auch im Geschäftsjahr 2012 waren wir in der Lage, unsere Refinanzierungskosten voll am Markt weiterzugeben und das Zinsergebnis deutlich ausbauen. Hierdurch sind wir dem im Zuge der rezessiven Wirtschaftsentwicklung zahlreicher Länder Europas unvermeidlichen Anstieg der Schadenquote und der daraus resultierenden Risikoausweitung auf der Ertragsseite wirksam entgegengetreten. An dieser erfolgreichen risikoorientierten Steuerung unserer Konditionen werden wir auch in der Zukunft festhalten. Eine weitere, sehr wesentliche Qualität unseres Kosten- und Risikomanagements stellt seine Funktion als Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber dar. Zusammen mit unserem ausgefeilten Vertriebssystem, das wir kontinuierlich ausbauen, bleiben wir damit für künftiges Wachstum gut gerüstet.
Investor Relations
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Aktivitäten pflegen wir einen offenen und kontinuierlichen Informationsaustausch mit Anlegern, Analysten und Medienvertretern. Auch im Geschäftsjahr 2012 hat der Vorstand den Kapitalmarktteilnehmern das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf zahlreichen Roadshows und bei Investorenkonferenzen in den wichtigen Finanzzentren Europas erläutert und zur Unternehmensentwicklung berichtet. Zusätzlich stehen wir den Marktteilnehmern und Medienvertretern regelmäßig in Einzelgesprächen sowie in Telefonkonferenzen zur Verfügung. Mit dieser aktiven Kommunikationspolitik haben wir unsere Investorenbasis in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet.
Wir betrachten die Hauptversammlung als zentrales Forum zur Pflege unserer Kontakte zu den Aktionären. Die breite Öffentlichkeit kann über unsere Internetseite daran teilnehmen: Wir übertragen die Hauptversammlungsrede des Vorstands sowie die Generaldebatte als Live-Stream auf unserer Internetseite www.grenke.de. Dort sind ständig auch alle aktuellen Investor-Relations-Nachrichten, Pressemeldungen sowie Geschäfts- und Quartalsberichte abrufbar. Interessierte können außerdem unseren News-Service nutzen.
Auch was die Qualität und Zeitnähe unserer Informationen betrifft, wollen wir zu den führenden Unternehmen gehören. Bereits am zweiten Arbeitstag des folgenden Quartals veröffentlichen wir für das abgelaufene Quartal die Zahlen zum Neugeschäft sowie dessen Deckungsbeiträge. Der geprüfte Konzernabschluss des Geschäftsjahres wird bereits Anfang Februar des darauf folgenden Jahres veröffentlicht. Unsere Internetseite bietet zudem einen benutzerfreundlichen interaktiven Jahresfinanzbericht. Im Sinne hoher Transparenz geht unsere Berichterstattung deutlich über das geforderte Mindestmaß hinaus.
Rating
In einer Analyse vom 12. September 2012 hat die Agentur Standard & Poor's das Rating der GRENKELEASING AG für Short-Term Debt von A-3 auf A-2 und für Senior Unsecured von BBB auf BBB+ angehoben. Die Ratings für Senior Unsecured und Counterparty Credit sind damit identisch. In einer weiteren Analyse vom 6. Dezember 2012 wurden die Ratings erneut bestätigt. An den für das Rating wesentlichen Faktoren - breite Diversifikation unseres Forderungsportfolios, starkes Risikomanagement, sehr solide Kapitalisierung, angemessene Liquidität und sehr hohe Profitabilität - hat sich nichts geändert. Hervorgehoben wurde insbesondere die Fähigkeit von GRENKE, ihre Nettozinsmarge auf hohem Niveau zu halten und die Schadenquote zu begrenzen. Aufgrund ihrer Beobachtung, dass GRENKE besonders stark in denjenigen Ländern wächst, die aus Sicht der Agentur erhöhte wirtschaftliche Risiken aufweisen, hat sie allerdings ihren Ausblick von "stabil" auf "negativ" geändert.
Wir sind der Überzeugung, dass wir mit unserer langjährig erfolgreichen risikoorientierten Konditionensteuerung den gesamtwirtschaftlichen Risiken in unseren jeweiligen Zielmärkten auch zukünftig effektiv gegensteuern können und damit kontinuierlich steigende Erträge erzielen werden. Mit der unveränderten Rating-Einstufung bleibt unser Standing auf den Kapitalmärkten gut. Die Einschätzungen von Standard & Poor's zum Geschäftsjahresende 2012 lauten im Einzelnen:
Issuer Credit Rating
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| ► Counterparty Credit Rating | BBB+/Negative/A-2 |
| ► Senior Unsecured | BBB+ |
| ► Short-Term Debt | A-2 |
Die GRENKE-Aktie auf einen Blick
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| Kürzel | GLJ |
| Kürzel Bloomberg | GLJ_GR |
| Kürzel Reuters | GKLG.DE |
| ISIN | DE0005865901 |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Index | SDAX |
| Designated Sponsors | Close Brothers Seydler Bank AG; HSBC Trinkaus und Burkhardt AG |
| Gesamtzahl ausstehender und eingetragener Aktien | 13.684.099 |
| Gattung | Stückaktien |
| Nennwert je Stück (rund) | 1,28 EUR |
| Aktionärsstruktur: | |
| Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 1.7 des aktuellen "Leitfaden zu den Aktienindizes der Deutschen Börse" | 54,90% |
| Poolvertrag Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke) | 45,10% |
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| 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs letzter Handelstag (XETRA) | 50,61 EUR | 39,00 EUR | 37,99 EUR | 29,50 EUR | 17,82 EUR |
| Höchster variabler Kurs (XETRA) | 54,46 EUR | 46,00 EUR | 38,50 EUR | 30,22 EUR | 28,20 EUR |
| Tiefster variabler Kurs (XETRA) | 37,45 EUR | 32,55 EUR | 28,70 EUR | 17,82 EUR | 17,40 EUR |
| Börsenkapitalisierung Schlusskurs | 693 Mio. EUR | 534 Mio. EUR | 520 Mio. EUR | 404 Mio. EUR | 243 Mio. EUR |
| Ergebnis je Aktie | 3,10 EUR | 2,87 EUR | 2,03 EUR | 1,80 EUR | 2,42 EUR |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (Basis: Schlusskurs) | 16,3 | 13,6 | 18,7 | 16,4 | 7,4 |
Quelle: Reuters

Zusammengefasster Lagebericht für die GRENKELEASING AG und den GRENKE Konzern
In diesem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 werden erstmals der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Lagebericht des GRENKE Konzerns und der Lagebericht des nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) erstellten Einzelabschlusses der GRENKELEASING AG gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Die wesentlichen Erläuterungen zu Rahmenbedingungen, Strategie und Entwicklung des GRENKE Konzerns und der GRENKELEASING AG stimmen für beide Unternehmenseinheiten überein. Soweit im Geschäftsjahr zwischen den Unternehmenseinheiten erhebliche Abweichungen zu verzeichnen waren, werden diese im Kapitel "Lagebericht der GRENKELEASING AG (Kurzfassung nach HGB)" am Ende dieses Berichts erläutert.
Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht. Der Bericht über das Geschäftsjahr 2012 steht auch im Internet unter www.grenke.de/de/investor-relations/finanzberichte als Download zur Verfügung.
Der GRENKE Konzern ist international tätig. Für das Erschließen neuer regionaler Märkte sowie für die Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten wurde ein Franchisemodell etabliert. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die GRENKELEASING AG nicht beteiligt. In diesem Lagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKELEASING AG und aller ihrer konsolidierten Tochter- und Zweckgesellschaften gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem GRENKE Konzern inklusive seiner Franchisepartner.
Unternehmensprofil
Unternehmensstruktur
Der GRENKE Konzern geht zurück auf ein Einzelunternehmen, das 1978 gegründet wurde. Die GRENKELEASING AG wurde 1997 gegründet. Der GRENKE Konzern ist international in vielen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten, die zum Teil in ihren jeweiligen lokalen Märkten eigene Niederlassungen gegründet haben. Darüber hinaus wurde - wie bereits erwähnt - ein Franchisemodell etabliert. Im Rahmen dieses Modells stellt die GRENKELEASING AG ihren Partnern auf Basis eines Franchisevertrags Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfügung.
Die GRENKELEASING AG besitzt jeweils das Recht, die Franchisegesellschaft nach einer vorher vereinbarten Frist von mehreren Jahren zu erwerben. Der Kaufpreis ergibt sich aus einer bereits bei Vertragsabschluss fest vereinbarten Berechnungsformel, die Marktparameter sowie die individuelle Performance der Gesellschaft berücksichtigt. In der Regel erfolgt eine Übernahme nach vier bis sechs Jahren.
Im Regelfall übernimmt der GRENKE Konzern über seine Tochtergesellschaft in Irland die Refinanzierung der Finanzierungsverträge, die der Franchisenehmer mit seinen Kunden abschließt, über den Ankauf der Forderungen der Franchisenehmer oder durch Sale-and-lease-back-Vereinbarungen. Durch diese Refinanzierung generiert der GRENKE Konzern einen Teil seines eigenen Neugeschäfts. Teilweise schließen die Franchisenehmer Leasingverträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der GRENKE Konzern direkt als Leasinggeber auftritt.
Geschäftsmodell
Der Ursprung der GRENKE Gruppe geht auf die Geschäftsidee zurück, Leasingfinanzierungen mit IT-basierten Prozessen zu standardisieren und auf diese Weise auch für kleine IT-Produkte wirtschaftlich sinnvoll anbieten zu können. Damit haben wir einen Markt definiert und entwickelt, der bis heute von der breiten Mehrheit der Leasinganbieter nicht adressiert wird. Wir finanzieren überwiegend IT-Produkte ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR. Im Geschäftsjahr 2012 lag der Mittelwert je Leasingvertragsabschluss bei rund 8.357 EUR nach rund 8.178 EUR im Vorjahr.
Um Finanzierungen mit einem derart niedrigen Volumen wirtschaftlich effizient realisieren zu können, müssen diese Verträge zu sehr niedrigen Kosten pro Vertrag abgewickelt werden können. Entsprechend ist das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf die Maximierung seiner Effizienz ausgerichtet. Standardisierung, umfassende, IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit stellen wesentliche Alleinstellungsmerkmale dar und definieren wichtige Eintrittshürden in unseren Markt.
Sämtliche Leasingverträge des GRENKE Konzerns werden zentral am Stammsitz in Baden-Baden verwaltet und automatisiert abgewickelt. Risiken und Ausfallquoten der Finanzierungen messen und kalkulieren wir mit unserem intern aufgebauten und ständig weiter optimierten IT-basierten Scoringverfahren. So begrenzen wir die Kosten von Bonitätsprüfungen und können Vertrags- und Zahlungszusagen innerhalb kürzester Zeit erteilen.
Risikobegrenzung durch Diversifikation ist unsere Philosophie: Nicht nur bei Leasingnehmern zielen wir darauf ab, Klumpenrisiken zu vermeiden. Gleiches gilt für unsere Vertriebspartner, und auch bei den IT-Produkten sind wir herstellerunabhängig. Nicht zuletzt bauen wir unsere ohnehin breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten konsequent weiter aus.
Dieses Geschäftsmodell haben wir im Markt für Small-Ticket-IT-Leasing entwickelt und etabliert. Sukzessive haben wir zudem die Finanzierung anderer Güter übernommen und bauen zusätzliche Finanzprodukte sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite unserer Bilanz auf. IT-unterstützte Standardisierung der Geschäftsprozesse, indirekter oder reiner Online-Vertrieb und breite Diversifikation zum Begrenzen von Risiken werden dabei weiterhin unser Geschäftsmodell auszeichnen.
Wachstumsstrategie der GRENKE Gruppe
Die GRENKE Gruppe ist auf Wachstum ausgerichtet. In den vergangenen fünf Jahren haben wir das Neugeschäft um durchschnittlich 17 Prozent pro Jahr ausgeweitet. Wir können mit unserem etablierten Geschäftsmodell, unseren ausgereiften Geschäftsprozessen und unserem ausgefeilten IT-basierten Scoringmodell von gesamtwirtschaftlich starken genauso wie von rezessiven Perioden profitieren. Dies haben wir in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt. Mit unserer breiten internationalen Präsenz können wir uns zudem gezielt auf diejenigen Absatzmärkte konzentrieren, die das jeweils attraktivste Chancen-Risiko-Profil aufweisen.
Im Zuge der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrisen haben viele Wettbewerber ihr Angebot im Small-Ticket-IT-Leasing reduziert oder sich sogar ganz aus dem Markt zurückgezogen. Anbieter aus der Bankenbranche sind zudem häufig durch Verluste in anderen Geschäftsfeldern belastet und sehen sich deutlich steigenden regulatorischen Anforderungen ausgesetzt. Daraus ergeben sich attraktive Chancen, unsere Position als führender Anbieter von Finanzdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) konsequent auszubauen. Für das Beschleunigen des Eintritts in neue Länder gründen wir dort in einem ersten Schritt häufig keine eigene Tochtergesellschaft, sondern schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der unseren Zielmarkt gut kennt. Er übernimmt die Aufbauarbeit der ersten Jahre und etabliert die Marke GRENKE im lokalen Markt.
Derzeit ist die GRENKE Gruppe in 25 Ländern mit 25 Standorten in Deutschland sowie mit 62 Standorten international präsent. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 66 Prozent unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands generiert. Wesentliche Einzelmärkte sind insbesondere Frankreich sowie Italien, wo wir unser Geschäft schon seit mehreren Jahren nachhaltig ausweiten. Auch in Großbritannien steigern wir unseren Marktanteil weiterhin, sodass dies inzwischen unser viertgrößter internationaler Markt ist. In der Schweiz sind wir genauso wie in Deutschland Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing.
Die Leasinganfragen nahmen im Geschäftsjahr 2012 in der GRENKE Gruppe auf 256.772 nach 217.129 im Vorjahr zu. Insbesondere aus unseren internationalen Märkten haben wir mit 197.787 deutlich mehr als die 156.399 Anfragen des Vorjahres erhalten. Aus diesen wurden 107.528 neue Leasingverträge nach 94.176 im Vorjahr generiert, davon in unseren internationalen Märkten 78.508 neue Verträge nach 64.909 im Vorjahr.
Die Umwandlungsquote (Umwandlung von Leasinganfragen in Verträge) blieb im Berichtsjahr mit 42 Prozent auf dem Vorjahresniveau von 43 Prozent und damit weiterhin unter unserer Zielmarke. Dies resultierte jedoch teilweise aus der überdurchschnittlichen Expansion unserer internationalen Märkte, wo die Umwandlungsquote mit 40 Prozent aufgrund unserer aktiven Risikopolitik unter derjenigen im deutschen Markt von 49 Prozent liegt.
Wir fokussieren uns unverändert darauf, das Netzwerk in den Märkten, in denen wir bereits präsent sind, zu verdichten und die Nähe zu unseren Kunden zu erhöhen. Parallel hierzu erschließen wir attraktive neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial. So haben wir im Berichtsjahr insgesamt zehn neue Standorte in Deutschland (Freiburg und Kassel), Frankreich (Bordeaux und Montpellier), Großbritannien (Tamworth), Irland (Fingal), Italien (Florenz, Rom und Mailand Süd) und Polen (Wroclaw) eröffnet. Ferner haben wir die bisherigen Franchisegesellschaften in Spanien (mit Standorten in Madrid und Málaga), Portugal (mit Standorten in Lissabon, Porto und Leiria) und in Rumänien (mit einem Standort in Bukarest) erworben und voll konsolidiert. Zusätzlich haben wir für Malta einen neuen Franchisevertrag unterzeichnet.
Der Marktaufbau in der Türkei - wo wir seit 2011 über einen Franchisepartner aktiv sind - entwickelt sich erfreulich. Und mit dem Abschluss eines Franchisevertrags für Brasilien - dem bevölkerungsreichsten Staat Südamerikas und der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt - sind wir seit dem Geschäftsjahr 2012 auch außerhalb Europas tätig.
Jenseits unseres regionalen Wachstums fächern wir unsere Produktpalette und unser Angebot an Finanzlösungen kontinuierlich weiter auf. So finanziert die GRENKE BANK AG in Zusammenarbeit mit einer zunehmenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer Existenzgründungen und vergibt Fördermittel. Aktuell bestehen Kooperationen mit der KfW-Mittelstandsbank, der Investitionsbank Berlin (IBB), der L-Bank in Baden-Württemberg, der NRW.BANK in Nordrhein-Westfalen und der Thüringer Aufbaubank. Auf diesem Wege können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler u.a. Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Insgesamt wurden bisher im Rahmen dieser Kooperationen 5.302 Leasingverträge geschlossen.
Nicht zuletzt bieten wir den Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in Deutschland, in der Schweiz und seit dem vierten Quartal 2012 auch in Ungarn an. Mit dem Factoring offerieren wir insbesondere unseren kleinen und mittelständischen Leasingkunden eine zusätzliche Finanzierungsalternative, die von Wettbewerbern für die bei uns möglichen kleinen Vertragsvolumina nur in sehr geringem Umfang angeboten wird.
Seit dem Geschäftsjahr 2011 forcieren wir das Wachstum in diesem Bereich und konnten auch im Berichtsjahr bei unverändert guter Profitabilität deutlich zulegen. Insgesamt haben wir in den letzten beiden Jahren das angekaufte Factoringvolumen pro Jahr gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 fast verdreifacht. Auch künftig wollen wir diesen Bereich weiter ausbauen und unsere Präsenz innerhalb Europas ausweiten. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr bereits die Vorbereitungen für den zeitnahen Markteintritt in Großbritannien getroffen.
Zur Begrenzung von Risiken steuern wir unsere Expansion so, dass eine breite Diversifikation unseres Portfolios über Kunden und Branchen hinweg sowie kleine durchschnittliche Vertragsvolumina gewährleistet bleiben. Darüber hinaus konzentrieren wir uns bei unseren Finanzierungsangeboten auf gewerbliche Kunden. Kompromisse hinsichtlich unserer strategischen Zielgrößen bei Eigenkapitalausstattung und Profitabilität gehen wir nicht ein. Abstriche bei einem angemessenen Chancen-Risiko-Profil machen wir ebenfalls weiterhin nicht.
Unternehmenssteuerung
Kunden- und Lieferantenportfolio
Wir finanzieren kleinvolumige Forderungen vor allem im IT-Leasing wie z.B. IT-Geräte und -Anlagen, Drucker, Kopierer und nachrichtentechnische Produkte sowie Software. Die Struktur des finanzierten Güterportfolios hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Sie resultiert aus Art und Umfang der Nutzung der Produkte in den Büroumgebungen des europäischen Mittelstands. Klumpenrisiken bei Kunden und Branchen vermeiden wir gezielt. Weiterhin erreicht kein Kunde des GRENKE Konzerns ein Gesamtobligo von mehr als zwei Prozent des Konzern-Eigenkapitals.
Da unsere Leasingfinanzierungen herstellerunabhängig sind, spiegelt die Struktur unseres Lieferantenportfolios bzw. der einzelnen Hersteller im Wesentlichen die Nachfragestruktur von KMUs nach IT-Produkten wider. Sie verändert sich mit dem Angebot an IT-Produkten, der Produktpolitik der Hersteller und mit dem Nutzungsverhalten der Anwender, ohne dass wir darauf aktiven Einfluss nehmen. Im Ergebnis bleibt damit die Lieferantenstruktur des GRENKE Konzerns ebenfalls breit gefächert. Risiken aufgrund obsolet gewordener Technik vermeiden wir, indem unsere Leasingverträge typischerweise Vollamortisationsverträge sind, die Verwertungsrisiken weitestgehend ausschließen.
Finanzierungen und Anlageprodukte
In unserem traditionellen Leasinggeschäft bieten wir eine breite Palette unterschiedlicher Vertragsgestaltungen zur Finanzierung von betrieblichen Anschaffungen an. In Zusammenarbeit mit einer zunehmenden Anzahl von Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer finanziert die GRENKE BANK AG darüber hinaus Existenzgründungen und vergibt Fördermittel. Zu ihren weiteren Produkten zählen Zahlungsverkehrskonten in Euro oder in Fremdwährung sowie klar verständliche Anlageprodukte wie Festgelder oder Sparbriefe für gewerbliche Kunden. Mit Tages- und Festgeldangeboten werden ferner auch Privatkunden angesprochen. Die Anlageprodukte der GRENKE BANK AG stellen ein zentrales Element der Refinanzierungsstrategie des GRENKE Konzerns dar. Nicht zuletzt bieten wir den Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) in Deutschland, in der Schweiz und seit dem vierten Quartal 2012 in Ungarn an.
Vertriebliche Aufstellung
Unsere vertriebliche Aufstellung unterstützt eine breite Diversifikation unseres Geschäfts: Wegen der geringen Größe der individuellen Verträge ergibt der Direktvertrieb von einzelnen Verträgen wirtschaftlich keinen Sinn. Wir setzen daher im Leasinggeschäft vor allem auf das sogenannte "Vertriebsleasing". Die Finanzierungsverträge mit den Endkunden werden überwiegend durch die Vermittlung unserer Fachhandelspartner abgeschlossen.
Dazu bauen eigene Mitarbeiter in lokalen Vertriebsbüros zügig ein breites Netz an Partnern in unseren jeweiligen Zielmärkten auf. Die Fachhändler erleichtern ihren Kunden Neuanschaffungen mittels unserer Finanzierungen. Entscheidend für die Wahl der GRENKE Gruppe als Finanzierungspartner ist, neben einem marktgerechten Preis, das Unterstützen des Fachhandels bei einem Abschluss seines eigenen Geschäfts durch möglichst zeitnahe Zusagen. Mit unserem webbasierten Online-Tool können wir diese in der Regel innerhalb von zehn Minuten geben. Über dieses Tool werden inzwischen 76 Prozent aller Finanzierungsanfragen der GRENKE Gruppe generiert, in Deutschland sogar 80 Prozent. Darüber hinaus unterstützt unsere eigene Vertriebsmannschaft unsere Fachhandelspartner aktiv bei allen Fragen rund um das Thema Leasing.
Zusätzlich vertreiben wir unser Finanzierungsangebot über die Hersteller von IT-Produkten, die wir über ein Key-Account-Management betreuen. Ausgewählte Firmenkunden sprechen wir ferner im Rahmen eines Direktvertriebsmodells an. Über diese Kanäle hinaus stellen unsere Online-Aktivitäten einen bedeutenden und wachsenden zusätzlichen Vertriebsweg dar.
Dies gilt sowohl für unser traditionelles Geschäft im Small-Ticket-IT-Leasing also auch für unsere anderen Finanzprodukte. So betreiben wir das Einlagengeschäft ausschließlich als Online-Bank und haben für die Abwicklung der Existenzgründungsfinanzierungen eine innovative Internetplattform entwickelt. Und auch der Ankauf von Factoringforderungen erfolgt in einem IT-gestützten, automatisierten Prozess.
Im Gegensatz zu unseren anderen Aktivitäten akquirieren wir in diesem Bereich die Kunden jedoch direkt und aktiv über Brief-, Mailing- und Telefonaktionen. Bei der Auswahl unserer Zielkunden berücksichtigen wir verschiedene Kriterien wie deren Bonität sowie deren durchschnittlichen Jahresumsatz, der in der Größenordnung von 250.000 EUR bis 2,5 Mio. EUR liegen soll. Auch bestimmte Branchen werden von vornherein nicht angesprochen. Auf diese Weise nehmen wir bereits vor der Akquisition Einfluss auf die Qualität unserer künftigen Forderungen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 nutzten 160 Kunden in Deutschland und 46 Kunden in der Schweiz unser Angebot.
Ertrags- und Bilanzsteuerung
Ein nachhaltig hoher Return on Equity bei gleichzeitig solider Eigenkapitalausstattung steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenssteuerung. Die Zielgrößen betragen sowohl bei der Eigenkapitalquote als auch bei der Nachsteuerrendite auf das Eigenkapital seit vielen Jahren jeweils 16 Prozent. Beide Größen betrachten wir als wesentliche Voraussetzungen für das Absichern unseres guten Ratings. Ferner stellen sie die Eckpfeiler einer attraktiven Bewertung unserer Aktie dar.
Aufgrund unserer hohen Ertragsstärke blieb die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2012 trotz der anhaltend zügigen Expansion weiterhin auf einem soliden Niveau. Mit 14,9 Prozent am Ende des Berichtsjahres lag sie nur leicht unter dem Stand von 16,1 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2011.
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2012 12,1 Prozent nach 12,4 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2011. Besondere Bedeutung messen wir darüber hinaus der Stabilität der Rentabilität bei. Diese steuern wir über unser ausgefeiltes Scoringmodell zur Risikomessung. Wir zielen dabei darauf ab, in allen unseren Märkten Risiken präzise zu messen, um ein attraktives Risiko-Chancen-Profil erreichen zu können. Nicht zuletzt haben wir in den vergangenen Jahren erfolgreich unsere zinsunabhängigen Ertragsquellen ausgebaut. Auf sie entfielen im Berichtsjahr rund die Hälfte der operativen Erträge insgesamt.
Refinanzierung des GRENKE Konzerns
Bei unserer Positionierung auf den Fremdkapitalmärkten setzen wir auf volle Transparenz hinsichtlich der Darstellung der Verpflichtungen des GRENKE Konzerns und auf eine operative Steuerung, die durch eine solide Eigenkapitalausstattung und -rendite den Erhalt unseres guten lang- und kurzfristigen Ratings begünstigt.
Der GRENKE Konzern nutzt bereits seit vielen Jahren eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. Wir nutzen Asset-Backed-Commercial-Paper-(,ABCP"-)Programme. Mit unserer Plattform zur Emission von Commercial Paper (CP) verfügen wir über zusätzliche Finanzierungsalternativen im Bereich von Emissionen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr, neben bilateral bestehenden Rahmenverträgen über revolvierende Darlehen und Geldhandelsvereinbarungen mit verschiedenen Banken. Ferner haben wir im Rahmen eines Debt-Issuance-Programms (DIP) Schuldscheindarlehen, Schuldverschreibungen und Anleihen emittiert. Die von uns vermittelten Förderdarlehen refinanzieren wir über Globaldarlehen der jeweiligen Förderinstitute.
Nicht zuletzt refinanzieren wir uns zu einem substanziellen Anteil durch Bankeinlagen privater und gewerblicher Kunden über die Online-Plattform www.grenkebank.de der GRENKE BANK AG. Zusammen mit der soliden Eigenkapitalausstattung des GRENKE Konzerns haben wir damit die notwendigen Instrumente zur Verfügung, um auch hohe Wachstumschancen kurzfristig wahrnehmen zu können. Dies haben wir im Berichtsjahr erneut unter Beweis gestellt.
So sichern wir nicht nur unsere jederzeit ausreichende Refinanzierung ab, sondern können auch unterschiedliche Entwicklungen auf den jeweiligen Teilmärkten der einzelnen Instrumente zum Stärken unserer Wettbewerbskraft nutzen. Wir pflegen alle unsere Instrumente durch einen kontinuierlichen Marktauftritt, um jederzeit über eine eigene, marktnahe Einschätzung bezüglich der Entwicklung der Märkte und ihrer Aufnahmebereitschaft hinsichtlich unserer Emissionen zu verfügen. Angesichts des derzeit deutlich zunehmenden Wettbewerbs um Kapital an den Fremdkapitalmärkten sind wir überzeugt davon, mit unserer langjährig etablierten Reputation an diesen Märkten über einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu verfügen. Durch die GRENKE Bank konnten wir unsere Refinanzierungsbasis erweitern und haben über diesen Vertriebskanal einen guten Zugang zum Privatkundengeschäft.
Im Tagesgeschäft steht das Sichern der permanenten Zahlungsfähigkeit des GRENKE Konzerns im Vordergrund. Hierfür werden in der GRENKELEASING AG jederzeit ausreichende Mittel zur Refinanzierung der eigenen Leasingforderungen wie der der Tochtergesellschaften vorgehalten. Die liquiden Mittel des GRENKE Konzerns werden von der in Irland ansässigen Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. in einem Cashpool-Verfahren für die Konzerngesellschaften verwaltet. Für die Finanzierung unserer internationalen Expansion bemühen wir uns darüber hinaus teilweise um die Finanzierung vor Ort bzw. in lokaler Währung. Rahmenverträge bestehen derzeit insbesondere in Brasilien, Großbritannien, Polen und in der Schweiz.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung
Das Wachstumspotenzial der GRENKE Gruppe wird sehr viel stärker von Branchentrends wie zum Beispiel der Geschäftspolitik der Banken im Leasinggeschäft oder den steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor bestimmt als von der gesamtwirtschaftlichen konjunkturellen Entwicklung. Wir haben gerade in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unser Neugeschäft ausweiten können.
Der allgemeine Wirtschaftsverlauf schlägt sich im Wesentlichen über die Entwicklung der Insolvenzen in der Schadenquote des GRENKE Konzerns nieder. Dies zeigt deren Verlauf im Vergleich mit dem EULER HERMES Insolvenzindex (siehe untenstehende Grafik).
Diese Einflussfaktoren können wir jedoch abfedern. So steuern wir die Zusagen von Leasinganfragen mit unserem langjährig erprobten Scoringverfahren entsprechend unserer eigenen Risikoeinschätzungen. Diese Steuerung nehmen wir, gestaffelt nach Risikoklassen, sowohl hinsichtlich der absoluten Anzahl der Zusagen als auch der risikogewichteten Marge vor. So konnten wir unsere Schadenquote bereits seit 2009 - also dem ersten Jahr nach Beginn der Finanzmarkt- und Bankenkrise - in einer engen Bandbreite stabil halten, während der EULER HERMES Insolvenzindex für die Eurozone in diesem Zeitraum kontinuierlich angestiegen ist.
Vergleich Schadenquote GRENKE Konzern und EULER HERMES Insolvenzindizes (2005 = 100) Quellen: EULER HERMES 08/2012 (2012: Schätzung), GRENKE Konzern

Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen beeinflussen die Refinanzierungskosten der GRENKE Gruppe. Aufgrund einer breiten Palette von Refinanzierungsinstrumenten inkl. GRENKE Bank, haben wir die Möglichkeit je nach erwarteter Marktlage und Zinsentwicklung diese flexibel einzusetzen. Neben dem Zugang zu institutionellen Investoren hat die Gruppe durch die GRENKE BANK AG auch einen Zugang zu privaten Investoren und diversifiziert konsequent die Investorenbasis. Über den breiten Produkt- und Investorenmix bestand jederzeit Zugang zu entsprechenden Refinanzierungsmitteln. Hierzu zählen bilaterale Programme mit Banken über unsere Emissionsprogramme zum Kapitalmarkt oder das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG.
Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres
Im Berichtsjahr konnten wir erneut ein starkes Wachstum in unseren wichtigsten Märkten bei gleichzeitig verbesserten DB2-Margen des Neugeschäfts und konsequenter Risikosteuerung sowie eine erhöhte Profitabilität realisieren. Wir haben unsere langfristige Zielmarke, beim Neugeschäft jährlich um mindestens zehn Prozent zuzulegen, und unser Ziel für das Geschäftsjahr 2012 - einen Zuwachs um rund 15 Prozent - klar übertroffen. Erstmals wurde ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. Unsere breite internationale Präsenz ermöglicht die Konzentration auf regional besonders attraktive Chancen in Zielmärkten, in denen die Wettbewerbsintensität unterdurchschnittlich ist. So können wir unser Geschäft schnell und bei steigenden DB2-Margen ausweiten. Gleichzeitig behalten wir unsere aktive Risikosteuerung bei und setzen risikoadäquate Margen durch. Das Neugeschäft und seine Profitabilität in unseren einzelnen Absatzmärkten werden im Kapitel "Entwicklung der Segmente" dargestellt.
2012 wurden jenseits einer Anleihe in Höhe von 100 Mio. EUR lediglich Instrumente mit einem unterdurchschnittlichen Volumen zur Rückzahlung und Refinanzierung fällig. Dies trifft im Wesentlichen auch auf 2013 zu. Es gibt eine größere Anleihefälligkeit über 75 Mio. EUR im März 2013 und ansonsten lediglich planmäßige Fälligkeiten bei Instrumenten mit einem unterdurchschnittlichen Volumen. Wir haben dennoch im Berichtsjahr nicht nur alle unsere Instrumente weiter gepflegt, neue Refinanzierungspartner gewonnen und zur Verfügung stehende Linien ausgeweitet. Vor allem haben wir das historisch günstige Zinsumfeld genutzt, um insgesamt vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von zusammen 366 Mio. EUR zu begeben. Wir können deshalb die weitere Entwicklung der GRENKE Gruppe konzentriert auf unsere strategischen Zielsetzungen und weitgehend unabhängig von möglichen Volatilitäten an den Kapitalmärkten vorantreiben. Im Einzelnen werden unsere Refinanzierungsaktivitäten des Berichtsjahres im Kapitel "Finanz- und Vermögenslage" erläutert.
Die zusätzlich eingeworbenen Refinanzierungsmittel wurden zum Teil eingesetzt, um Gesellschaften früherer Franchisepartner zu übernehmen. So haben wir 2012 Gesellschaften in Portugal, Rumänien und Spanien erworben. Insbesondere in Portugal vollzog sich der Geschäftsaufbau in den letzten Jahren schnell und erfolgreich, sodass wir hier eine große und attraktive Einheit übernehmen konnten. Insgesamt flossen im Geschäftsjahr 2012 Mittel in Höhe von 31,4 Mio. EUR für den Erwerb von Tochtergesellschaften ab. Zusätzlich wird eine Tranche von 10,7 Mio. EUR im Januar 2013 fällig. Weitere Informationen zu den Akquisitionen finden sich in den Kapiteln "Ertragslage" sowie "Finanz- und Vermögenslage".
Seit Mai 2003 werden wir von Standard & Poor's mit einem Issuer Credit Rating "BBB+" im langfristigen Bereich sowie einem Rating "A-2" im kurzfristigen Bereich und stabilem Ausblick bewertet. Dieses gute Rating trägt wesentlich zu unserem Standing auf den Kapitalmärkten bei. Im September 2012 wurden die Ratings erneut mit stabilem Ausblick bestätigt (Issuer Credit Rating "BBB+" für langfristige und "A-2" für kurzfristige Laufzeiten) bzw. sogar angehoben (Senior Unsecured von "BBB" auf "BBB+" und Short-Term Debt von "A-3" auf "A-2"). Im Dezember 2012 wurde das Issuer Credit Rating zwar erneut bestätigt, der Ausblick jedoch auf "Negativ" herabgestuft. Dies wurde mit unserem anhaltend hohen Wachstum in Märkten mit aus Sicht von Standard & Poor's höheren gesamtwirtschaftlichen Risiken begründet.
Das Eingehen von Risiken gehört maßgeblich zu unserem Geschäftsmodell. Aufgrund der Erfahrungswerte unseres permanent weiterentwickelten Scoringmodells sind wir davon überzeugt, dass wir auf Basis dieses Modells auch in den gegenwärtig anspruchsvoller gewordenen Zeiten Risiken richtig einschätzen und so Finanzierungskonditionen mit einer angemessenen Prämie festsetzen können. Wir werden daher intensiv daran arbeiten, diese sowie die weiteren Stärken unseres Geschäftsmodells zu kommunizieren. Die Funktionsweise unseres Scoringmodells im Detail ist im Risikobericht, der einen Teil des Prognoseberichts bildet, dargestellt.
Ertragslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| TEUR | 01.01.2012 bis 31.12.2012 | 01.01.2011 bis 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | 111.465 | 92.691 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 43.421 | 34.415 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 68.044 | 58.276 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 30.156 | 25.703 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 35.698 | 31.021 |
| Ergebnis aus der Verwertung | 3.982 | 1.653 |
| Operative Erträge insgesamt | 137.880 | 116.653 |
| Personalaufwand | 42.809 | 36.695 |
| Davon Gesamtvergütung | 35.402 | 30.545 |
| Davon fixe Vergütung | 26.498 | 23.515 |
| Davon variable Vergütung | 8.904 | 7.030 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 30.395 | 26.373 |
| Gewinn vor Steuern | 59.698 | 50.432 |
| Gewinn | 42.461 | 39.251 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 3,10 | 2,87 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) | 3,10 | 2,87 |
Der GRENKE Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 eine erfreuliche Geschäftsentwicklung und steigerte den Gewinn um 8 Prozent. Die erstmalige Konsolidierung der im dritten Quartal des Berichtsjahres übernommenen Gesellschaften der früheren Franchisenehmer in Spanien (Madrid/Malaga), Rumänien und Portugal hat dabei die Ertragsrechnung nicht wesentlich beeinflusst.
Der Erfolg des Berichtsjahres ist das Resultat des hohen und margenstarken Neugeschäfts der vergangenen Jahre, dessen Erträge uns mit der fortschreitenden Laufzeit der Verträge nun sukzessive zufließen. Daher nahmen die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft um 17 Prozent deutlich stärker zu als die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts mit einem Plus von 12 Prozent. Mit der konsequenten Margensteuerung unseres Neugeschäfts weiten wir unsere Erträge überproportional aus und berücksichtigen so künftige Risiken in unseren Finanzierungskonditionen. Entsprechend sind wir auf einen Anstieg der Schäden vorbereitet. Trotz einer Zunahme des Aufwands aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 26 Prozent gegenüber Vorjahr legte das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge im Berichtsjahr um 17 Prozent zu. Die Schadenquote betrug, genau wie im Vorjahr, 1,7 Prozent.
Die Ergebnisse aus dem Versicherungs- und dem Neugeschäft entwickelten sich mit einem Anstieg um 17 Prozent bzw. um 15 Prozent erfreulich. Das Ergebnis aus der Verwertung zeigt das über dem kalkulierten Wert liegende Verwertungsergebnis. Als saldierte Größe liefert es zumeist nur einen geringen Beitrag zum Ergebnis und ist darüber hinaus tendenziell volatil, was im Berichtsjahr mit einem Anstieg um 141 Prozent deutlich wurde. In der Summe erhöhten sich die operativen Erträge insgesamt um 18 Prozent.
Der Personalaufwand nahm im Berichtsjahr um 17 Prozent zu und somit leicht stärker als die Anzahl unserer Mitarbeiter, die um 16 Prozent zulegte. Dies resultiert neben üblichen jährlichen Gehaltserhöhungen insbesondere aus der Zahlung von Erfolgsvergütungen. Um die Entwicklung unserer Fixkostenbasis einerseits und die der variablen Vergütungen andererseits transparent zu machen, weisen wir die beiden Komponenten separat aus. So erhöhte sich im Vorjahresvergleich die fixe Vergütung um 13 Prozent und die variable Vergütung um 27 Prozent.
Der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand stieg mit 15 Prozent weniger stark an als die operativen Erträge insgesamt. Dabei blieb die Ausweitung der Betriebs- und Verwaltungskosten unterproportional, während Beratungs- und Prüfkosten im Vorfeld des Markteintritts in neue Länder sowie Vertriebskosten im Zuge unseres Wachstums überproportional zulegten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 48 Prozent an und resultierten im Wesentlichen aus gestiegenen Währungsumrechungsdifferenzen. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich hingegen leicht um 7 Prozent.
Per Saldo wurde der Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2012 gegenüber Vorjahr um 18 Prozent gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich um 8 Prozent. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 3,10 EUR nach 2,87 EUR im Vorjahr.
Entwicklung der Segmente
Ausgewählte Angaben zu den Segmenten Leasing, Bank und Factoring
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| Segmente | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leasing | Bank | Factoring | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Neugeschäft | 898.562 | 770.133 | -- | -- | 122.859 | 87.381 |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) | 156.645 | 123.023 | -- | -- | -- | -- |
| DB2-Marge | 17,4 | 16,0 | -- | -- | -- | -- |
| Operative Segmenterträge | 131.314 | 111.122 | 4.977 | 4.262 | 1.589 | 1.269 |
| Personalaufwand | 40.694 | 34.810 | 1.259 | 1.126 | 856 | 759 |
| Segmentergebnis | 53.641 | 47.256 | 5.844 | 3.314 | 316 | 153 |
Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung wird die primäre Berichterstattung des GRENKE Konzerns über seine Geschäftstätigkeit nach der dominierenden Organisationsstruktur ausgerichtet. Deshalb werden die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Die bisherige regionale Aufgliederung innerhalb des Segments Leasing wird seit dem 1. Januar 2012 für die Quartalsberichterstattung zusammengefasst. Die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt jährlich im Konzernabschluss des jeweiligen Geschäftsjahrs. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.
Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Es bildet unverändert die Ertragssäule des GRENKE Konzerns. Die zuvor dargestellten Erläuterungen zur Ertragsentwicklung des GRENKE Konzerns treffen daher wesentlich auch auf das Segment Leasing zu. Die operativen Segmenterträge legten im Berichtsjahr um 18 Prozent, das Segmentergebnis um 14 Prozent zu.
Das Segment Bank enthält die Aktivitäten der GRENKE BANK AG. Die operativen Segmenterträge stiegen im Berichtsjahr um 17 Prozent. Das Segmentergebnis konnte nach einem bereits kräftigen Zuwachs im Vorjahr im Berichtsjahr gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 erneut deutlich um 76 Prozent ausgeweitet werden und trägt damit inzwischen bereits knapp 10 Prozent zum Konzernergebnis bei.
Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH. Es stellt zwar noch einen relativ kleinen Bereich dar, wächst jedoch auch kontinuierlich. Im Geschäftsjahr 2012 nahmen die operativen Segmenterträge um 25 Prozent zu, das Segmentergebnis wurde etwas mehr als verdoppelt.
Bezogen auf die regionale Gliederung entwickeln sich die operativen Erträge in Deutschland stetiger als in unseren internationalen Märkten. Im Berichtsjahr stiegen sie um 6 Prozent auf 53,8 Mio. EUR. In Frankreich - unserem bedeutendsten internationalen Markt -konnten wir einen Anstieg um 18 Prozent auf 24,8 Mio. EUR realisieren. Und in Italien - unserem wachstumsstärksten Markt der letzten Jahre - legten die operativen Erträge sogar um 58 Prozent auf 19,4 Mio. EUR zu. Hier zeigt sich, dass wir die schnelle Geschäftsausweitung der vergangenen Jahre erfolgreich gesteuert und das Wachstum nicht zu Lasten der Qualität unseres Forderungsportfolios erzielt, sondern ein ausgewogenes Chancen- und Risikoprofil beibehalten haben. In den unter "Sonstige" zusammengefassten Ländern nahmen die operativen Erträge um 23 Prozent auf 40,0 Mio. EUR zu.
Im Geschäftsjahr 2012 haben wir das Neugeschäft der GRENKE Gruppe weiter ausgeweitet. Zur transparenten Darstellung unseres organischen Wachstums haben wir im Folgenden die Vorjahreszahlen um die Übernahmen der Gesellschaften unserer früheren Franchisenehmer bereinigt. Mit einer Zunahme um circa 20 Prozent auf 1.027,6 Mio. EUR nach 859,0 Mio. EUR im Vorjahr übertrafen wir unsere für 2012 angestrebte Zielmarke eines Anstiegs um rund 15 Prozent sichtbar. Unverändert können wir unsere nachhaltige Expansion erfolgreich mit attraktiven und risikoadäquaten DB2-Margen verbinden. Im Berichtsjahr haben wir die DB2-Marge in der Leasingsparte sogar auf 17,4 Prozent nach 16,0 Prozent im Vorjahr gesteigert, was neben der konsequenten Markterschließung auch auf ein günstiges Zinsumfeld zurückzuführen ist.
Auch 2012 war unser internationales Geschäft der Wachstumstreiber der GRENKE Gruppe. Im Berichtsjahr hat es mit einem Anteil von 66 Prozent nach 61 Prozent im Vorjahr zum Neugeschäftsvolumen beigetragen. Moderat, aber dennoch erfreulich stellte sich die Entwicklung in unserem Heimatmarkt Deutschland dar, wo die Expansionsraten aufgrund der hohen regionalen Dichte unseres Netzwerks und unserer Position als Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing naturgemäß geringer sind. Im Geschäftsjahr 2012 konnten wir hier das Neugeschäft in der GRENKE Gruppe um 6 Prozent auf 352,7 Mio. EUR erhöhen. Die Leasingsparte blieb mit -1 Prozent auf 265,4 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau bei einer leicht auf 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent im Vorjahr verbesserten DB2-Marge.
In der Schweiz legte das Neugeschäft in der Leasingsparte um 33 Prozent auf 24,2 Mio. EUR zu. Die DB2-Marge stieg gegenüber dem Vorjahr sichtbar auf 21,8 Prozent nach 19,8 Prozent an und bewegt sich damit weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. In unserem nach wie vor größten internationalen Markt Frankreich haben wir unser Geschäft um weitere 19 Prozent auf 210,2 Mio. EUR ausgeweitet. Auch hier konnten wir die DB2-Marge auf 19,3 Prozent nach 17,3 Prozent im Vorjahr deutlich ausweiten.
Der in den letzten Jahren sehr wachstumsstarke Markt Italien entwickelte sich im Berichtsjahr erneut sehr gut. Das Neugeschäft erhöhte sich um 25 Prozent auf 127,6 Mio. EUR, die DB2-Marge stieg auf 17,7 Prozent nach 15,1 Prozent an. Auch in den Niederlanden konnten wir einen kräftigen Zuwachs von 34 Prozent verbuchen. Die DB2-Marge verringerte sich hier jedoch auf 15,7 Prozent nach 18,8 Prozent. In Großbritannien und Spanien legte unser Neugeschäft um gut 20 Prozent zu, in Polen und Portugal um gut 10 Prozent. Die DB2-Margen blieben im Wesentlichen auf ihrem jeweiligen Vorjahresniveau mit der Ausnahme von Spanien, wo wir eine deutliche Ausweitung auf 18,5 Prozent nach 15,9 Prozent im Vorjahr realisierten.
Auch das Neugeschäft unserer Factoringaktivitäten entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 erneut sehr gut und legte in der GRENKE Gruppe um 41 Prozent auf 122,9 Mio. EUR zu. Die Ertragsmarge bezogen auf das Factoringvolumen betrug 2,25 Prozent nach 2,28 Prozent im Vorjahr. Diese Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 36 Tagen nach 37 Tagen im Vorjahr.
Anteile am Neugeschäft der GRENKE Gruppe inkl. Franchisepartner, Factoring und Existenzgründungsfinanzierung per 31. Dezember 2012

* Belgien, Brasilien, Dänemark, Finnland, Irland, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn
Wachstumsraten internationale Leasingsparte per 31. Dezember 2012 (gegenüber Vergleichszeitraum 2011)

Finanz- und Vermögenslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Kapitalflussrechnung
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.020.928 | 862.682 |
| Davon Zahlungsmittel | 116.707 | 104.234 |
| Davon Leasingforderungen | 688.141 | 568.799 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.331.364 | 1.106.286 |
| Davon Leasingforderungen | 1.185.787 | 999.955 |
| Summe Vermögenswerte | 2.352.292 | 1.968.968 |
| Kurzfristige Schulden | 758.164 | 627.062 |
| Davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 521.883 | 438.624 |
| Davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 115.890 | 93.897 |
| Langfristige Schulden | 1.243.155 | 1.024.249 |
| Davon Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.107.911 | 929.008 |
| Davon Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 93.477 | 61.230 |
| Eigenkapital | 350.973 | 317.657 |
| Eigenkapitalquote in Prozent | 14,9 | 16,1 |
| Bilanzsumme | 2.352.292 | 1.968.968 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 80.067 | 71.932 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 62.597 | 41.584 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -39.333 | -5.803 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -10.752 | -10.247 |
| Summe des Cashflows | 12.512 | 25.534 |
Aufgrund unseres hohen Neugeschäfts stiegen die Leasingforderungen des GRENKE Konzerns sowie die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2012 jeweils um 19 Prozent. Die Zahlungsmittel haben wir um 12 Prozent erhöht.
Das Eigenkapital nahm ertragsbedingt um 11 Prozent zu. Aufgrund des erneut kräftigen Wachstums blieb die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr mit 14,9 Prozent leicht unter unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 Prozent.
Zur Finanzierung der Leasingforderungen haben wir unsere breite Palette an Refinanzierungsquellen genutzt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden alle vier ABCP-Programme mit einem Volumen von insgesamt 400,0 Mio. EUR sowie alle vier bestehenden revolvierenden Darlehensfazilitäten über ein Volumen von zusammen 120,0 Mio. EUR verlängert. Neu hinzugekommen ist eine Darlehensfazilität über 15,0 Mio. EUR. Zum Stichtag wurden diese mit 45,0 Mio. EUR ausgenutzt. Ferner wurden vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von in der Summe 366,0 Mio. EUR begeben sowie sechs neue Schuldscheindarlehen aufgenommen. Darüber hinaus haben wir mit der DZ Bank Polska und BRE Bank SA einen Forderungskaufvertrag für Forderungen in Polen abgeschlossen. Für Forderungen in Brasilien wurden in 2012 lokale Forderungsverkaufsverträge mit Banco WestLB do Brazil und Deutsche Bank SA abgeschlossen. Die zur Verfügung stehenden Geldhandelslinien in Höhe von 50,0 Mio. EUR wurden zum Bilanzstichtag mit einem Volumen von 25,0 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Das im Oktober 2011 neu aufgelegte CP-Programm mit einem Volumen von bis zu 250,0 Mio. EUR wurde zum Bilanzstichtag mit einem Volumen von 20 Mio. EUR ausgenutzt. Auch die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE BANK AG haben wir wieder sehr erfolgreich genutzt und die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft auf 209,4 Mio. EUR nach 155,1 Mio. EUR um 35 Prozent deutlich erhöht.
Die von uns vermittelten Förderdarlehen refinanzieren wir in der Regel über Globaldarlehen der jeweiligen Förderinstitute. Die zum Bilanzstichtag gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt 40 Mio. EUR waren zu diesem Stichtag mit 32,5 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Für seine Refinanzierung nutzt der GRENKE Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit können wir flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren. Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 resultieren.
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| Zahlungen, die fällig werden | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | insgesamt | innerhalb 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | nach 5 Jahren |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 1.997.672 | 324.669 | 353.536 | 1.266.527 | 52.940 |
| Leasing- und Mietverhältnisse | 29.802 | 1.988 | 5.679 | 17.079 | 5.056 |
| Einkaufsverpflichtungen* | 265.343 | 265.434 | 0 | 0 | 0 |
| Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften** | 7.606 | 1.699 | 3.591 | 2.308 | 8 |
| Vertragliche Vereinbarungen insgesamt | 2.300.514 | 593.790 | 362.806 | 1.285.914 | 58.004 |
* Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
** Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der GRENKE Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten.
Vergleiche Konzernanhang
Innerhalb des laufenden Geschäftsjahres 2013 sind neben üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Von den 543 Mio. EUR Finanzschulden, die 2013 fällig werden, entfallen auf Verbindlichkeiten aus ABS- und ABCP-Programmen 186 Mio. EUR. Sie bestehen grundsätzlich aus einzelnen Tranchen mit kurzfristiger Laufzeit, sind generell für einen Zeitraum von 12 Monaten fest zugesagt und können in diesem Zeitraum revolvierend in Anspruch genommen werden. Durch Rückzahlung der Leasingforderungen frei werdende Beträge können also erneut genutzt werden.
Größte sonstige Einzelpositionen unter den 2013 fälligen Finanzschulden sind eine Anleihe über 75,0 Mio. EUR, deren Tilgung im März ansteht, sowie sechs Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 59,5 Mio. EUR, die in den Monaten März (24,0 Mio. EUR), Oktober (10,0 Mio. EUR) und Dezember (25,5 Mio. EUR) fällig werden. Die Rückzahlung wird aus dem operativen Cashflow, den vorhandenen Refinanzierungsfazilitäten sowie aus der möglichen Inanspruchnahme weiterer Refinanzierungen erfolgen. Der GRENKE Konzern steuert die Inanspruchnahme von Refinanzierungsmitteln entlang der Entwicklung des Neugeschäfts und des Mittelflusses aus dem Forderungsbestand.
Im Berichtsjahr haben wir die Mittelzuflüsse aus der Refinanzierung nur moderat auf 262,2 Mio. EUR nach 258,5 Mio. EUR im Vorjahr ausgeweitet. Die Refinanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG wurde hingegen, wie bereits erwähnt, deutlich erhöht, sodass der Mittelzugang aus diesem Bereich im Berichtsjahr um 54,2 Mio. EUR nach 32,9 Mio. EUR im Vorjahr zulegte. Der Mittelabfluss im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände ermäßigte sich auf 33,5 Mio. EUR nach 45,2 Mio. EUR. Insgesamt legte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr um 11 Prozent zu. Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit konnte deutlich stärker um 51 Prozent ausgeweitet werden, da im Vorjahr hohe Abflüsse für Ertragsteuerzahlungen zu verzeichnen gewesen waren, die im Berichtsjahr niedriger ausfielen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -39,3 Mio. EUR. Er beinhaltete im Berichtszeitraum neben den Auszahlungen für den jährlich üblichen Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögenswerten Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen von 31,4 Mio. EUR. Sie betrafen die Übernahme der früheren Franchisegesellschaften in Spanien (Madrid/Malaga), Rumänien und Portugal. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, welcher im Wesentlichen die Dividendenauszahlung im Berichtsjahr beinhaltet, blieb mit einem Anstieg um 5 Prozent nahezu unverändert. Insgesamt verringerte sich die Summe der Cashflows im Geschäftsjahr 2012 um 50 Prozent.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des GRENKE Konzerns
Im Geschäftsjahr 2012 konnten wir unsere Marktposition weiter stärken und den Gewinn des GRENKE Konzerns nach dem bereits guten Anstieg im Vorjahr erneut steigern. Darüber hinaus haben wir unser Netzwerk an Standorten verdichtet und Vorbereitung für die anhaltende, weitere Expansion in den bestehenden und in neuen regionalen Märkten im Geschäftsjahr 2013 getroffen. Über unser Leasinggeschäft hinaus haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem die Diversifikation unseres Angebots an Finanzlösungen konsequent fortgesetzt und werden dies im gerade begonnenen Geschäftsjahr fortführen. Damit verfügen wir über die internationale Präsenz, eine diversifizierte Angebotspalette, die Erfahrung und die Profitabilität, um auch künftig Chancen gezielt erkennen und wahrnehmen zu können.
Unverändert haben wir in vollem Umfang Zugang zu entsprechenden Refinanzierungsmitteln, um unser Geschäft ausschließlich entlang unserer strategischen Planung zu steuern und uns auf diejenigen Märkte zu konzentrieren, die ein attraktives Chancen-Risiko-Profil bieten. 2013 werden insgesamt nur unterdurchschnittliche Volumina zur Rückzahlung fällig. Nach den hochvolumigen Platzierungen des Berichtsjahres verfügen wir daher derzeit sogar über Liquiditätsreserven. Auf den Kapitalmärkten war zudem ein verstärktes Interesse nach unserem Namen zu verzeichnen, so dass sich die Risiken in diesem Bereich aktuell vermindert haben. Ungeachtet dessen gehen wir auch für die Zukunft von hohen Volatilitäten an den Kapitalmärkten insgesamt aus. Dass wir mit den unterschiedlichen Kapitalmarktsituationen und -bedingungen erfolgreich umgehen können, haben wir in den letzten Jahren unter Beweis gestellt.
Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Jahresfinanzberichts ist der GRENKE Konzern damit in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, um künftig seine internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und seine Gewinne weiter steigern zu können.
Forschung und Entwicklung
Der GRENKE Konzern ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen und aus diesem Grund nicht in der Grundlagenforschung bzw. -entwicklung tätig. Kernkompetenz des GRENKE Konzerns ist jedoch das Bereitstellen einer effizienten Leasing-Logistik durch den Einsatz zentralisierter und hoch standardisierter IT-Prozesse. Dafür werden marktgängige Produkte mit individuell programmierten Anwendungen für unseren Bedarf optimiert. In begrenztem Umfang fallen daher IT-Entwicklungsleistungen im Rahmen des Aufbaus von Online-Plattformen für die besonderen Anforderungen unserer einzelnen Märkte an.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Jenseits der finanziellen und organisatorischen Steuerung des GRENKE Konzerns resultiert unser Erfolg zu einem wesentlichen Teil aus nichtfinanziellen Leistungen. In diesem Zusammenhang haben wir die folgenden Leistungsindikatoren definiert:
Selbstverpflichtung zur Corporate Responsibility
Integrität ist ein Schlüssel für den langjährigen Erfolg des GRENKE Konzerns. Wir handeln auf der Grundlage des verbindlichen GRENKE-Unternehmenskodexes. Damit gehen wir über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen in unseren Märkten hinaus und verpflichten uns auf einen ethischen Ordnungsrahmen. So wollen wir sicherstellen, dass die Werte unseres Unternehmens bei aller Vielfalt, die unsere internationale Organisation inzwischen auszeichnet, über Ländergrenzen hinweg eingehalten werden.
Die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter, Lieferanten, Leasingnehmer und anderer Geschäftspartner - ihre Anregungen, Wünsche und Beschwerden - werden systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Die sogenannte "Interne Empfängerzufriedenheit" mit Vorgesetzten und anderen Abteilungen fließt in die Balanced-Scorecard-Auswertung und damit in die Erfolgszulage der bewerteten Vorgesetzten und Abteilungen ein. Im Rahmen der sogenannten "Externen Empfängerzufriedenheit" werden Anregungen und Kritik unserer Finanzierungsnehmer und Fachhandelspartner laufend ausgewertet. So wollen wir gewährleisten, dass die Rückmeldungen unserer Geschäftspartner von uns in einem strukturierten Prozess aufgenommen werden und wir sie bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots und unserer Dienstleistungen berücksichtigen können.
Zeitgemäße Personalarbeit
GRENKE ist ein Dienstleistungskonzern. Unsere Mitarbeiter tragen daher in besonderer Weise zur Profilierung des GRENKE Konzerns in unseren Zielmärkten bei. Zeitgemäße Personalarbeit ist uns ein Anliegen und eine Verpflichtung, damit wir langfristig erfolgreich bleiben. Dies gilt umso mehr, als durch den demographischen Wandel in vielen unserer Zielmärkte der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter künftig tendenziell steigen wird.
Über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen hinaus nehmen wir Arbeitnehmerbelange im Sinne unseres Selbstverständnisses zur Corporate Responsibility sehr ernst. Die Art und Weise, wie wir intern miteinander arbeiten und umgehen, haben wir daher in einem Handbuch zusammengefasst. Darin sind sowohl die Verpflichtungen der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen als auch die des GRENKE Konzerns ihnen gegenüber dargelegt. Wir setzen auf Wertschätzung, Fairness und Respekt im Umgang miteinander. Dabei unterstützen wir Eigenverantwortung und Chancengleichheit, fördern die individuellen Stärken der Mitarbeiter und berücksichtigen soweit möglich Wünsche zum Gestalten des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beziehen wir in unsere Dispositionen ein. Durch Aus- und Weiterbildung versetzen wir unsere Mitarbeiter in die Lage, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden, und eröffnen Perspektiven für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung.
Kenntnis der Märkte und Individualität des Produktangebots
Die GRENKE Gruppe ist international in einer Vielzahl von Ländern mit zum Teil sehr unterschiedlichen Kulturen, Strukturen und Anforderungen tätig. Wir bedienen unsere Märkte mit individuellen Finanzierungsangeboten, Vertragsgestaltungen und Deckungsbeitragsvorgaben. Jenseits einer einfachen, standardisierten Finanzierung bieten wir eine breite Palette an Vertragsoptionen, die dem unterschiedlichen Bedarf unserer Kunden Rechnung trägt. Dies unterstützt unseren Erfolg maßgeblich.
Für das Erschließen eines neuen Markts prüfen wir zunächst im Detail aus Deutschland heraus die Verhältnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen und gründen dann entweder eine Tochtergesellschaft vor Ort oder schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der den lokalen Markt gut kennt. Unser Vertragsangebot wird in engem Austausch zwischen dem Vertrieb vor Ort und der Zentrale des GRENKE Konzerns in Deutschland fortwährend optimiert. Das Feinsteuern der Deckungsbeitragsvorgaben der lokalen Einheiten erfolgt in einem laufenden standardisierten Verfahren, das immer stärker auch online abgewickelt wird.
Internationale Kundenbasis
Wir haben über Jahrzehnte eine breite internationale Kundenbasis aufgebaut. Die Anzahl der laufenden Verträge in der Leasingsparte der GRENKE Gruppe beträgt zum Ende des Berichtsjahres 324.446. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren unseren Kundenstamm durch weitere Finanzierungs- und Anlageprodukte des GRENKE Konzerns zusätzlich erweitert. Damit können wir heute auf eine etablierte Basis bauen, aus der wir wiederkehrendes Geschäft generieren. Darüber hinaus bieten sich vielfältige Cross-selling-Möglichkeiten, da wir diesen Kunden unsere sukzessiv breiter werdende Produktpalette offerieren.
Unsere etablierte Kundenbasis stellt damit einen zentralen Wettbewerbsvorteil und aufgrund der niedrigen durchschnittlichen Volumina unserer einzelnen Verträge eine wesentliche Markteintrittshürde für andere Anbieter dar. Nicht zuletzt verfügen wir aufgrund unserer internationalen Aufstellung inzwischen über umfangreiche Erfahrung in der Erschließung neuer Märkte und dem Heben der dortigen Potenziale. Mit der nachgewiesenen und laufend in die Praxis umgesetzten hohen Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells können wir schnell und effizient neue regionale Märkte adressieren und so unsere Kundenbasis noch mehr verbreitern.
Business Excellence in allen Unternehmensbereichen
Unser Ziel ist es, uns mit höchster Qualität in unseren Prozessen im Wettbewerb zu differenzieren. Die konsequente und kontinuierliche Verbesserung unseres Qualitätsmanagements ist Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. So schaffen wir ein hohes Maß an Servicequalität und Zufriedenheit bei Kunden und Geschäftspartnern. Bereits 1998 wurde unser Qualitätsmanagement erstmals zertifiziert. Es umfasst vor allem unser Scoringverfahren, das Bewerten unserer Händlerbeziehungen, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und das Erstellen von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteten EDV-Programmen.
Das intern entwickelte IT-basierte Scoringverfahren wurde 1994 eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Auf Basis der Kombination von Informationen aus öffentlich zugänglichen Datenbanken sowie eigenen, fortwährend verfeinerten Kriterien klassifizieren wir Risiken und die notwendigen zugehörigen Deckungsbeiträge, um unsere Renditeziele nachhaltig erwirtschaften zu können. Ziel des Verfahrens ist nicht die Minimierung, sondern die korrekte Einschätzung von Risiken. Hierdurch kommen die im Voraus kalkulierten Schäden in der Deckungsbeitragsrechnung der tatsächlichen Schadenquote sehr nahe. So stellen wir sicher, dass wir einerseits unsere Renditeziele erreichen und andererseits möglichst wettbewerbsfähige Konditionen bieten. Weiterführende Informationen zu unserem Qualitätsmanagement sowie der Funktionsweise unseres Scoringmodells sind im Risikobericht, der einen Teil des Prognoseberichts bildet, dargestellt.
Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten
Unsere Reputation an den Fremdkapitalmärkten entscheidet wesentlich über unseren Zugang zu Finanzierungsmitteln und damit über Wettbewerbsstärke und Wachstumspotenziale der GRENKE Gruppe. Im Mittelpunkt unserer Strategie steht hierbei der weitere Ausbau unserer bereits breit diversifizierten Refinanzierungen.
Seit vielen Jahren pflegen wir unseren Auftritt auf den Fremdkapitalmärkten. Hierdurch konnten wir unsere Refinanzierungsmöglichkeiten kontinuierlich ausweiten. Wir sind davon überzeugt, auf diese Weise einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil aufgebaut zu haben. Dies gilt umso mehr, als angesichts der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrisen die regulatorischen Anforderungen steigen und damit die Refinanzierung von Unternehmen aller Branchen verteuert wird. Der Wettbewerb um Finanzierungsmöglichkeiten hat bereits deutlich zugenommen. Dies wird sich weiter fortsetzen.
Nicht zuletzt legen wir großen Wert auf unsere hohe Reputation am Aktienmarkt. Diesen Anspruch verfolgen wir strategisch und unabhängig von unserem Kapitalbedarf. Unser Auftritt zeichnet sich durch eine zeitnahe, transparente und regelmäßige Berichterstattung, persönliche Gespräche mit den Kapitalmarktteilnehmern auf Vorstandsebene sowie eine stetige und aktionärsfreundliche Dividendenpolitik aus.
Mitarbeiter
Der GRENKE Konzern hat im Berichtsjahr die Anzahl seiner Mitarbeiter (ohne Vorstand) auf durchschnittlich 681 (Vorjahr: 585) erhöht. Zusätzlich zur Einstellung neuer Kräfte, um unser Wachstum realisieren und die weiteren Expansionschancen nutzen zu können, verzeichneten wir auch Zugänge aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften. In Deutschland waren durchschnittlich 344 (Vorjahr: 310) Personen beschäftigt, an unseren internationalen Standorten 337 (Vorjahr: 275). Die Zunahme der Mitarbeiterzahl blieb mit 16 Prozent jedoch erneut unter der unseres Neugeschäfts. Dies trägt unverändert zur Stärkung unserer Profitabilität bei.
Die Fluktuationsquote belief sich im Konzerndurchschnitt auf 6,5 Prozent nach 10,8 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten lag sie wie in den Vorjahren deutlich niedriger.
Das Fördern der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und damit das Eröffnen persönlicher und professioneller Chancen ist uns eine Verpflichtung, der wir jenseits eines kurzfristigen unternehmensinternen Interesses gerne nachkommen. Über die GRENKE Akademie bieten wir unseren Mitarbeitern standortübergreifend ein attraktives Weiterbildungsangebot. Die persönliche Weiterentwicklung steht dabei im Vordergrund. Regelmäßig durchgeführte Evaluationsprozesse und der Einsatz moderner E-Learning-Programme sichern neben der Erfüllung unseres hohen Qualitätsanspruchs auch den Wissenstransfer innerhalb der GRENKE Gruppe. Mit großem Erfolg: Im Berichtsjahr nahmen 90 Prozent der Mitarbeiter des GRENKE Konzerns an verschiedenen Schulungen teil.
Auch in den Bereichen Berufsausbildung und berufsbegleitende Studiengänge bieten wir ein umfangreiches Angebot. Im Geschäftsjahr 2012 waren 32 junge Menschen bei uns in Ausbildung. Dabei unterstützen wir regelmäßig neuere Ausbildungsgänge wie beispielsweise im Dialogmarketing mit derzeit fünf Auszubildenden. In der Fachinformatik bilden wir aktuell drei Mitarbeiter in der Fachrichtung Systemintegration aus. Darüber hinaus absolvieren zwei junge Kollegen die Ausbildung zum/r Bürokaufmann/-frau.
Zusätzlich absolvieren gegenwärtig sieben Studenten das berufsbegleitende trinationale Studium International Business Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach, der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel sowie der Univesité de Haute Alsace in Colmar. Sowohl die GRENKELEASING AG als auch unsere Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Frankreich bieten jungen Menschen ein solches Angebot. Mit der Dualen Hochschule Lörrach kooperieren wir schon seit 2004. Neben dem trinationalen Studium bieten wir in Lörrach auch den Dualen Studiengang zum Bachelor of Science Wirtschaftsinformatik an. Im Jahr 2012 haben zwei junge Menschen dieses Studium begonnen.
Seit 2007 arbeiten wir mit der Dualen Hochschule Karlsruhe zusammen, wo derzeit in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik zwei Studenten und in der Fachrichtung Angewandte Informatik ein Student immatrikuliert sind. Ebenfalls seit 2007 besteht die Zusammenarbeit mit der DHBW Mannheim in der Studienrichtung Accounting und Controlling, wo wir gegenwärtig mit vier Studenten vertreten sind. Im Oktober 2011 haben wir diese Kooperation erweitert und bieten nun auch den dualen Studiengang International Business an. Dieses Angebot nehmen aktuell fünf Studenten wahr.
Vorstandsangelegenheiten
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat im Berichtsjahr zwei neue Vorstände berufen. Zur Verstärkung der für GRENKE besonders wichtigen IT-Funktion ist Frau Antje Leminsky (41) am 1. August 2012 zunächst als Generalbevollmächtigte in das Unternehmen eingetreten. Zum 1. August 2013 wird sie das entsprechende Vorstandsressort von Herrn Grenke übernehmen.
Am 1. September 2012 ist Herr Jörg Eicker (47) in den Vorstand eingetreten und hat zum 1. Oktober 2012 die Aufgaben Treasury, Refinanzierung, Risikomanagement, Meldewesen, Investor Relations und GRENKE Bank von Herrn Dr. Uwe Hack übernommen. Herr Dr. Uwe Hack hat den Vorstand zum 30. September 2012 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen, um eine Professur anzutreten.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat am 17. Oktober 2012 Herrn Wolfgang Grenke für weitere fünf Jahre bis November 2017 als Vorstandsmitglied bestellt und ihn für diesen Zeitraum zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.
Vergütungsbericht
Der Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts enthält den Vergütungsbericht, in dem die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat mit den individualisierten Bezügen ihrer Mitglieder dargestellt werden. Dieser Bericht ist Bestandteil dieses Lageberichts.
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe
Der Aktienbesitz (Directors' Holdings) der Organe zum Stichtag 31. Dezember 2012 ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die Vorstandsmitglieder halten derzeit keine Optionen auf Aktien der GRENKELEASING AG, für die Mitglieder des Aufsichtsrats war und ist keine Gewährung von Aktienoptionen vorgesehen.
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| Vorstand | Aktien per 31. Dez. 2012 (in Stück) |
|---|---|
| Gilles Christ | 1.600 |
| Jörg Eicker | 100 |
| Wolfgang Grenke* | 4.925.619 |
| Mark Kindermann | 52.053 |
| Summe | 4.979.372 |
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| Aufsichtsrat | Aktien per 31. Dez. 2012 (in Stück) |
|---|---|
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 28.300 |
| Dieter Münch | 75 |
| Florian Schulte | 2.365 |
| Erwin Staudt | 1.000 |
| Prof. Dr. Thilo Wörn | 1.060 |
| Summe | 32.800 |
* ohne Stimmrechte aus dem Poolvertrag der Familie Grenke - siehe untenstehende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB
Nach §15a WpHG müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenlegen. Im Geschäftsjahr 2012 haben folgende meldepflichtige Wertpapiergeschäfte stattgefunden: Herr Prof. Dr. Thilo Wörn kaufte im Februar 650 Aktien. Weiter erstanden im Februar die Dr. Wörn GmbH 200 Aktien sowie die Söhne Marc, Glen und Phil Hans Wörn jeweils 70 Aktien. Im Mai kaufte die Fines Holding GmbH, in der Herr Florian Schulte Geschäftsführer ist, insgesamt 2.365 Aktien. Herr Dr. Uwe Hack (Vorstandsmitglied bis 30. September 2012) verkaufte im Juli 5 Aktien sowie im August weitere 5.495 Aktien. Alle Transaktionen wurden über die Börse (XETRA) abgewickelt.
Abhängigkeitsbericht
Herrn Wolfgang Grenke werden seit dem Wirksamwerden des Poolvertrags zwischen ihm und Anneliese Grenke, Moritz Grenke, Roland Grenke sowie Oliver Grenke am 6. November 2011 45,10 Prozent der Stimmrechte des zum 31. Dezember 2010 bestehenden Grundkapitals der GRENKELEASING AG zugerechnet, da innerhalb des Stimmrechtspoolvertrags nach Mehrheiten abgestimmt wird. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenzen der GRENKELEASING AG der vergangenen drei Jahre von circa 80,08 Prozent verfügt Herr Wolfgang Grenke somit ab diesem Zeitpunkt über die faktische Stimmenmehrheit an der GRENKELEASING AG. Da der Vorstand aktuell von keinen zukünftigen Änderungen der vorliegenden Verhältnisse ausgeht, wurde aufgrund dieses Sachverhalts ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG aufgestellt.
Zusammenfassend erklären wir gemäß § 312 AktG folgendes:
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten oder ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden.
Erläuternder Bericht über die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB
Die Aktien der GRENKELEASING AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard). Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes gezeichnetes Kapital in Höhe von 17.491.421,86 EUR, das eingeteilt ist in 13.684.099 Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von rund 1,28 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet - Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht.
Zum Stichtag 31. Dezember 2012 besitzt der Vorstandsvorsitzende der GRENKELEASING AG, Wolfgang Grenke, 4.925.619 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend 36,00 Prozent des Grundkapitals. Dem Poolvertrag der Familie Grenke sind inklusive der zuvor genannten Aktien von Wolfgang Grenke zu diesem Stichtag 45,10 Prozent des Grundkapitals, entsprechend 6.170.947 Stück Aktien, zuzurechnen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaften vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen.
Die Satzung der GRENKELEASING AG sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig.
Der Vorstand der GRENKELEASING AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.
Änderungen der Satzung bedürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen eines Hauptversammlungsbeschlusses. Beschlüsse der Hauptversammlung werden - soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern. Weitere Angaben gemäß DRS 15a.27 (Change-of-Control-Klauseln) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen.
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Seit Bestehen der Genehmigung wurde diese bisher noch nicht genutzt.
Der Vorstand ist jedoch bei Barkapitalerhöhungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft ganz oder teilweise auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet. Darüber hinaus kann das Bezugsrecht der Aktionäre bei Sachkapitalerhöhungen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder -beteiligungen ganz oder teilweise ausgeschlossen werden.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 wurde das Grundkapital der Gesellschaft ferner um bis zu 3.000.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien bzw. um bis zu 3.834.690 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Das Bedingte Kapital dient der Absicherung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren begeben kann. Der Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre ist dabei möglich. Seit Bestehen der Ermächtigung wurden noch keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
Zudem wurde die Gesellschaft mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10. Mai 2015 und kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.
Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können gegen Sachleistung veräußert werden. Und sie können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der Veräußerungspreis den Börsenkurs zum Zeitpunkt der Transaktion nicht wesentlich unterschreitet.
Die Ausnutzung verschiedener Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts darf dabei in der Summe 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Bisher wurden keine eigenen Aktien erworben.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB
Als börsennotierte Aktiengesellschaft haben wir gemäß § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat enthält.
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG der GRENKELEASING AG und die Erklärung zur Unternehmensführung sind im Internet unter dem Link www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance zugänglich.
Nachtragsbericht
Neben den bestehenden Kooperationen mit der NRW.Bank, der TAB und der IBB, haben die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25 Mio. EUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Refinanzierung der Leasingverträge, welche ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
Prognosebericht
Chancen
Die GRENKE Gruppe hat in den vergangenen Jahren ein europaweites Netzwerk aufgebaut und verfügt mit Brasilien inzwischen auch über Aktivitäten außerhalb Europas. Wir werden in den nächsten Jahren insbesondere davon profitieren, unseren Marktanteil in unseren heutigen Märkten deutlich auszubauen. Chancen werden wir dabei vor allem dort wahrnehmen, wo sich aufgrund des Rückzugs von Wettbewerbern, der teilweisen Einschränkung ihres Angebots oder einer deutlichen Verbesserung der Risikosituation der KMUs im Zuge gesamtwirtschaftlichen Wachstums Möglichkeiten zu margenstarkem Wachstum ergeben.
Dies wird nicht mit substanziellem zusätzlichem Vertriebsaufwand verbunden sein, da wir heute schon sehr viel mehr Finanzierungsanfragen erhalten als wir akzeptieren. Wir können daher unser Geschäft zügig ausweiten, indem wir die Umwandlungsquote in unseren einzelnen Märkten erhöhen. Dies werden wir jedoch nur tun, soweit hierfür keine Abstriche an unserer risikoadäquaten Margenpolitik notwendig sind.
Ferner haben wir unser Angebot an Finanzlösungen in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert und sind dabei, Factoringlösungen auch jenseits Deutschlands und der Schweiz anzubieten. Hier profitieren wir von unserer etablierten Kundenbasis, mit der wir zusätzliches Geschäft generieren wollen. Nicht zuletzt werden wir die Verdichtung unseres Netzwerks in unseren heutigen Ländern sowie die regionale Expansion in neue Märkte konsequent weiter fortsetzen.
Mit dem Nutzen dieser Chancen werden wir in den nächsten Jahren das Neugeschäft steigern und unsere Marktposition stärken. Eine erhebliche Beeinflussung der Ertragssituation des GRENKE Konzerns über die aktuellen Erwartungen hinaus ist daraus kurzfristig jedoch nicht zu erwarten, da uns die Erträge aus neuen Verträgen entsprechend der Natur unseres Geschäfts erst sukzessive über die gesamte Vertragslaufzeit zufließen.
Risikostrategie
Das Risikomanagement des GRENKE Konzerns erfolgt in einem koordinierten Prozess auf allen relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der einzelnen Bereiche abgestimmt. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung und Einhaltung des Risikomanagements im GRENKE Konzern. Der Arbeitskreis Risiko (AK Risk) ist ein wichtiges Arbeitsgremium für das Risikomanagement.
Als Aufgabe der Risikosteuerung wird im GRENKE Konzern nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern vielmehr ein systematischer Umgang mit ihnen verstanden. Folgende Grundsätze sind in diesem Zusammenhang maßgebend und werden beachtet:
| ― | Verzicht auf Geschäfte, die mit der Risikostrategie des GRENKE Konzerns nicht vereinbar sind |
| ― | Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen |
| ― | Risikokonzentrationen sollen weitgehend vermieden werden |
| ― | Derivate werden ausschließlich für die Besicherung, das heißt zur Begrenzung einer Risikoposition geschlossen - die Ertragsaussichten spielen hierbei generell keine Rolle |
| ― | Aufgetretene Schadensfälle werden gemanagt, um die Schäden zu begrenzen |
| ― | Formulare und Verträge mit Dritten sind grundsätzlich rechtlich geprüft und auf aktuellem Stand der juristischen Erkenntnisse |
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen.
Durch die breite Diversifikation unseres Geschäfts sind wir grundsätzlich keinen substanziellen Einzelrisiken ausgesetzt. Die Summe aller Risiken steuern wir mit einem ausgefeilten Risikomanagement, das wir frühzeitig unternehmensintern etabliert haben und konsequent weiterentwickeln. Ziel ist dabei, Risiken präzise zu messen und deshalb zu angemessenen Konditionen übernehmen zu können. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen.
Restwertrisiken werden in unserem Leasinggeschäftsmodell nicht gesehen. Wir haben grundsätzlich nur wirtschaftliche Vollamortisationsverträge in unserem Leasingportfolio. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen gemäß IAS 17, doch unser nachhaltig positives Ergebnis aus der Verwertung zeigt, dass wir mit diesen kalkulatorischen Größen regelmäßig keine zu hohen Portfoliorestwerte ansetzen.
Risikomanagementsystem
Einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems stellt ein umfangreiches Qualitätsmanagement dar, dessen konsequente und kontinuierliche Verbesserung Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist. Es umfasst die Bewertung unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressenausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteten EDV-Programmen für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasing-nehmern und Franchisepartnern. Zur erneuten Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements im Berichtsjahr verweisen wir auf das untenstehende separate Kapitel.
Ferner wird die Korrektheit der Finanzierung (Vermeiden von Doppelfinanzierung, tatsächlicher Erwerb der Leasingobjekte) durch externe Berater halbjährlich überprüft und dokumentiert. Losgelöst hiervon stellt vor allem unser Scoringverfahren zur Bewertung von Bonitätsrisiken aus den Leasingverträgen einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems dar.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken und Chancen systematisch und strukturiert zu erfassen, offenzulegen, zu bewerten und zu dokumentieren. Mitarbeiter und Vorstand sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Unser Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiter ausgebaut und über ein Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKE Konzerns betrieben. Seine Funktionalität sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft. Diese berichtet unmittelbar an den Vorstand.
Über das Risikomanagement-Tool werden regelmäßig Risikoumfragen durchgeführt, bei denen die Mitarbeiter dazu angehalten sind, sowohl bestehende als auch potenzielle Risiken zu bewerten. Die Ergebnisse dieser Umfragen werden anschließend im AK Risk besprochen und analysiert. Werden Risiken als relevant eingestuft, so werden Gegenmaßnahmen beschlossen, mit denen die Risiken gesteuert werden sollen.
Regelmäßig und mindestens viermal im Jahr trifft sich der AK Risk. Er stellt ein wichtiges Gremium zur Information, zum Managen und Erörtern bestehender, neuer und potenzieller Risiken dar. Ihm gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand ebenfalls Vertreter aller relevanten Bereiche an, sodass ein ganzheitlicher Informationsfluss gewährleistet werden kann. Der AK Risk befasst sich im Besonderen mit den Risikoumfragen, den Ad-hoc-Risikomeldungen und aktuellen Herausforderungen in Bezug auf das Risikomanagement. Um eine intensivere Befassung und Beurteilung der Einzelrisiken zu erlangen, wurden darüber hinaus Sub-AKs eingerichtet, die sich mit den drei Bereichen Kreditrisiken, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken befassen und direkt an den AK Risk berichten. Die Treffen der Sub-AKs finden in kürzeren Abständen statt.
Eine Risikoinventur, das heißt eine Bestandsaufnahme aller relevanten und bedeutenden Risiken, erfolgt mindestens einmal jährlich im Rahmen des Risikocontrollings. Hierfür werden insbesondere die aktuellen Risikoumfragen und Ad-hoc-Risikomeldungen der jüngsten Vergangenheit im Gremium AK Risk analysiert. Sofern sich Änderungen bzw. neue Risiken ergeben, informiert der AK Risk umgehend den Gesamtvorstand des GRENKE Konzerns, sodass diese im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie Berücksichtigung finden können.
Flankierend zu der jährlichen Risikoinventur, den turnusmäßigen Risikoumfragen und der Ad-hoc-Risikoberichterstattung verstehen wir unter Risikomanagement insbesondere im Finanz- und Risikocontrolling den Einsatz umfassender Instrumente für den Umgang mit Risiken. Hierbei kommen im Rahmen der Finanzmarktrisiken monatliche Berechnungen der Risikopositionen zum Einsatz sowie die regelmäßige Darstellung und Erörterung der Zinsänderungsrisiko- und der Liquiditätsposition mit dem Vorstand des GRENKE Konzerns.
Der GRENKE Konzern hat zudem die unabhängigen Funktionen der Compliance-Stelle, des Geldwäschebeauftragten und des Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Die Compliance-Stelle überwacht Insiderinformationen und Wohlverhaltensregeln. Sie identifiziert und managt gruppenweit Interessenskonflikte mit Risikopotenzialen. Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung und Umsetzung der Datenschutzgesetze. Der Geldwäschebeauftragte ergreift mit seiner Richtlinie entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit einer aktuellen Gefährdungsanalyse des GRENKE Konzerns sowie dem Einsatz von Monitoring- und Research-Software angemessene risikobasierte Maßnahmen gegen Rechts- und Reputationsrisiken. Diese Sonderbeauftragten sind fachlich unmittelbar der Geschäftsleitung unterstellt. Daher bestehen, wie aufsichtsrechtlich gefordert, aufbau- und ablauforganisatorisch adäquate sowie wirksame interne Kontrollverfahren zur Steuerung und Überwachung der genannten Risiken.
Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen (MaRisk)
Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 haben auch Leasingunternehmen die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) einzuhalten. Sie beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung der Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt ihrer Geschäfte umzusetzen sind. Der GRENKE Konzern setzt die in den MaRisk verlangten angemessenen Steuerungs- und Controlling-Prozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken vollständig um.
Der GRENKE Konzern definiert als operationelles Risiko den möglichen Eintritt von Verlusten im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, Mitarbeitern, Technologie und EDV, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur, Kundenbeziehungen und Kooperationen, Projekten und anderen externen Einflüssen. Das allgemeine Geschäfts- und Reputationsrisiko wird hierunter nicht subsumiert. Die operationellen Risiken werden im Wesentlichen mit dem Risikoprofilmanagement des GRENKE Konzerns gesteuert. Es wird ergänzt durch regelmäßige Befragungen der Mitarbeiter über das Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKE Konzerns. Deren Bewertungen der operationellen Risiken fließen damit kontinuierlich in das Risikoprofil-Management ein.
Die GRENKELEASING AG mit Sitz in Baden-Baden ist unter anderem übergeordnetes Institut der GRENKE BANK AG, ebenfalls mit Sitz in Baden-Baden, die den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Solvabilitätsverordnung (SolvV) unterliegt. Neben dem Mutterunternehmen GRENKELEASING AG und der GRENKE BANK AG unterliegen zudem die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH und Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin und der Bundesbank.
Die beiden letztgenannten Institute haben im Berichtsjahr weiterhin die Waiver-Regelung gem. § 2a Abs. 1 KWG in Anspruch genommen. Hiernach können nachgeordnete Institute bei BaFin und Bundesbank anzeigen, dass bestimmte aufsichtsrechtliche Bestimmungen auf Gruppenebene angewendet und miteinbezogen werden, statt diese auf Einzelinstitutsebene anzuwenden, sofern die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen vom übergeordneten Institut vollständig erfüllt werden.
Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde bereits 2009 stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKE Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften, das heißt die Muttergesellschaft GRENKELEASING AG und all ihre inländischen und internationalen Töchter, durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.
Risikotragfähigkeit
Der GRENKE Konzern definiert seine Risikotragfähigkeitsrechnung weiterhin auf der Grundlage des Rundschreibens 51/11 des Bankenfachverbands vom 19. Juli 2011. Danach hat die GRENKELEASING AG für ihr Risikotragfähigkeitskonzept den Going-Concern-Ansatz gewählt - bei einem GuV- bzw. bilanzorientierten Ableiten der Risikodeckungsmasse (RDM). Im Hinblick auf ihre Haftungsfunktion werden neben dem Jahresplanergebnis nach Bewertungen und Ausschüttungen (es wird das Niveau des laufenden Jahres angenommen) sämtliche bilanziellen Eigenkapitalpositionen als RDM angesetzt. Als Mindesteigenkapital wird hierbei die Eigenmittelanforderung gemäß Solvabilitätsverordnung von der RDM abgezogen, sofern diese höher ist als das Mindesteigenkapital gemäß Aktiengesetz.
Darüber hinaus hat die GRENKELEASING AG seit dem Geschäftsjahr 2011 auch eine konsistente Risikobewertung in das Risikotragfähigkeitskonzept integriert. Alle Risiken werden mittels Value-at-Risk-Methodik unter Annahme der Normalverteilung bewertet. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial bietet genügend Spielraum, um die zukünftigen Aktivitäten planmäßig umzusetzen.
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| Risikotragfähigkeit | |
|---|---|
| Kreditrisiken | Mögliche Wertverluste aufgrund der Bonitätsverschlechterung oder durch den Ausfall von Geschäftspartnern |
| Marktpreisrisiken | Mögliche Wertverluste infolge der Veränderung von Zinsrisiken, Währungskursen und Marktvolatilitäten |
| Liquiditätsrisiken | Mögliche Insolvenz infolge von Zahlungsunfähigkeit und Refinanzierungsengpässen |
| Operationelle Risiken | Mögliche Wertverluste infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse |
| Sonstige | |
| Beteiligungsrisiken | Mögliche Wertverluste infolge von Teilwertabschreibungen und Veräußerungen |
| Strategische Risiken | Mögliche Wertverluste infolge unangemessener Geschäftsstrategien |
| Geschäftsrisiken | Mögliche Wertverluste infolge fehlender Diversifikation im Kundenportfolio oder fehlerhafter Vertragsmodalitäten |
| Reputationsrisiken | Mögliche nachteilige wirtschaftliche Auswirkungen infolge negativer Berichterstattung |
Zertifizierung des Qualitätsmanagements
Die TÜV SÜD Management Service GmbH erteilte der GRENKELEASING AG bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2010 von der TÜV-Zertifizierungsstelle der TÜV SÜD Management Service GmbH nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 aktuell geprüft und zertifiziert. Neben den Standorten in Deutschland, der GRENKEFACTORING GmbH (Deutschland) und der für die Verwertungen zuständige Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Italien, Rumänien (GRENKELEASING SRL), Ungarn (Grenkeleasing kft), Portugal (Grenke Renting S.A.) sowie die Franchisenehmer in Finnland (GC Leasing s.r.o), der Slowakei (GC Leasing s.r.o.) und Luxemburg (GCLUX Location SáRL) zertifiziert.
Die Wirksamkeit des Managementsystems wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand bewertet. Eventuell erforderliche Korrekturmaßnahmen werden zeitnah veranlasst. Im aktuellen Auditbericht ISO 9001 vom 1. Oktober 2012 wird bestätigt, dass die GRENKELEASING AG (einschließlich der vorgenannten Tochtergesellschaften und Franchisepartner) über ein gut funktionierendes und wirksames Managementsystem verfügt. Die Anforderungen der Norm ISO 9001:2008 werden laut Bericht erfüllt.
Die Original-Leasingverträge werden, soweit sie nicht eingescannt sind, in feuersicheren Schränken bzw. Tresoren aufbewahrt. Damit ist zudem für den Fall eines Elementarschadens hinreichende Vorsorge getroffen. Die Vertragsdaten werden in unserem EDV-System überwiegend mit speziell hierfür entwickelten Programmen gespeichert und aktualisiert. Die ursprünglichen Vertragsdaten werden sowohl in den Standorten als auch in der zentralen Vertragsverwaltung in Baden-Baden vorgehalten. Automatische Sicherungsprogramme und Stromunterbrechungseinrichtungen sichern die Datenhaltung ab. Die EDV spielt beim Abwickeln und Verwalten unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle. Daher werden die Organisation und die Abläufe der EDV wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.
Business Continuity Management
Der GRENKE Konzern hat ein Business Continuity Management etabliert. Die Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen sind schriftlich dokumentiert. Dies umfasst auch Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufpläne. Ziel ist es, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren.
Ein Krisenstab, bestehend aus einem Leiter und seinem Team, dient als zentrales Krisenreaktionsinstrument. Die Aufgaben des Krisenstabs lassen sich in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivieren von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellen der betrieblichen Kontinuität unterteilen.
Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und die unterschiedlichen Pläne regelmäßig in Tests, Übungen und Simulationen überprüft. Die Tests finden mindestens einmal jährlich statt und umfassen alle relevanten Punkte.
Adressausfallrisiken
Kreditvolumen - GRENKE Konzernbilanz
Das Forderungsvolumen im GRENKE Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen | ||
| Zahlungsmittel | 116.707 | 104.234 |
| Leasingforderungen | 688.141 | 568.799 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil) | 3.248 | 1.883 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 84.903 | 89.976 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.726 | 4.560 |
| Summe kurzfristige Forderungen | 896.725 | 769.452 |
| Langfristige Forderungen | ||
| Leasingforderungen | 1.185.787 | 999.955 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 29.056 | 34.576 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil) | 990 | 2.516 |
| Summe langfristige Forderungen | 1.215.833 | 1.037.047 |
| Summe Forderungsvolumen | 2.112.558 | 1.806.499 |
Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2012 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 45.276 TEUR. Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 7 TEUR Kasse) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des GRENKE Konzerns zum Stichtag dar.
Leasinggeschäft
Leasingneugeschäftsportfolio nach Größenklassen

Laufzeitstruktur des Leasingvertragsportfolios auf Basis Neugeschäft

Adressausfallrisiken werden im GRENKE Konzern als mögliche Verluste aus Forderungsansprüchen gegenüber Geschäftspartnern definiert. Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Leasingnehmer mit Hilfe eines Scoringverfahrens. Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems inzwischen nachhaltig und hinreichend bestätigt, insbesondere während der globalen Finanzmarktkrise. Dies gilt sowohl für unser etabliertes Inlandsgeschäft wie auch für die internationalen Märkte, die wir uns sukzessive erschließen.
Eine Überprüfung erfolgt jährlich aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels automatisierter Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Scoringverfahren wird von eigenen Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Zum Begrenzen des Risikos trägt ferner bei, dass in einem Geschäftsjahr kein einzelner Leasingnehmer einen Anteil am Neugeschäft von mehr als einem Prozent erreicht.
Auch in Jahren, die sehr niedrige tatsächliche Schadenquoten aufwiesen, haben wir weiterhin kalkulatorisch die durchschnittliche Schadenquote der davorliegenden Rezession in unserer DB2-Steuerung berücksichtigt. Zudem wird der GRENKE Konzern so gesteuert, dass die laufenden Kosten des Betriebs auch dann noch erwirtschaftet werden können, falls die Schadenquote erheblich darüber hinaus steigen sollte.
Die Quoten werden kontinuierlich und konzernweit gemessen. Hierbei werden das Neugeschäft und die Anschaffungswerte der zum Schaden gewordenen Verträge über einen definierten Zeitraum ins Verhältnis gesetzt. Im Zeitverlauf dient diese Auswertung als Frühindikator zu erwartender Adressausfälle und somit der Qualität des Portfolios. Dabei wird angestrebt, dass die im Voraus kalkulierten Schäden der Deckungsbeitragsrechnung und die mit dem Leasingportfolio verbundenen Ertragschancen in einem angemessenen Verhältnis zu den später tatsächlich zu verzeichnenden Schäden stehen. Den wesentlichen Risiken im Leasinggeschäft wird mit dem Scoringverfahren begegnet. Dieses ist kombiniert mit je nach Volumen stufenweise aufgebauten Handlungsvollmachten vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand.
Im GRENKE Konzern wird ein Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen verfolgt. Die Differenzierung erfolgt folgendermaßen:
| ― | Leasingnehmer: stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern, zu nahezu 100 Prozent Geschäfts- bzw. Firmenkunden |
| ― | Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängigkeiten |
| ― | Leasinggegenstände: keine signifikanten offenen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); Wartungs-/Gewährleistungsrisiken werden grundsätzlich von Lieferanten/Herstellern getragen |
| ― | Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer Portfolioduration unter 2 Jahren und Konzentration auf Small-Tickets unter 25 TEUR (95 Prozent aller Leasingverträge) |
| ― | Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten |
| ― | Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 17 Ländern (in der GRENKE Gruppe: 25) |
Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Dies beinhaltet, dass die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten übersteigen.
Risiken, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Länder entstehen könnten, werden bereits vor Markteintritt mit lokalen Rechts- und Steuerberatern erörtert und in den Leasingverträgen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell wird, soweit notwendig, entsprechend angepasst.
Kreditgeschäft GRENKE BANK AG
Das wesentliche Finanzrisiko der GRENKE BANK AG stellen die Kreditrisiken dar. Die Forderungen an Kunden setzen sich aus angekauften Leasingforderungen, Existenzgründungsfinanzierungen, Projektfinanzierungen und dem Altportfolio der Privatkredite zusammen.
Den mit Abstand größten Anteil am Kreditportfolio nehmen dabei die angekauften Leasingforderungen ein. Hierbei handelt es sich um ein breit diversifiziertes Portfolio mit kleinteiligen Forderungen an kleine und mittelständische Unternehmen, die die GRENKE BANK AG ausschließlich von Gesellschaften des GRENKE Konzerns erworben hat. Dem Kreditrisiko wird durch eine entsprechende Margenregelung, basierend auf einem langjährig bewährten Scoringverfahren des GRENKE Konzerns, und teilweise auch zusätzlich durch eine Absicherung über Garantieverträge Rechnung getragen. Mit Blick auf die Ausrichtung als Finanzierer von kleinen und mittelständischen Unternehmen hat die GRENKE BANK AG in 2010 die Zusammenarbeit mit Förderbanken aufgenommen - insbesondere mit dem Ziel, kleineren Existenzgründern Finanzmittel für ihr Gründungsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Das damit verbundene Kreditrisiko für die GRENKE BANK AG wird insbesondere durch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung durch die Förder- bzw. die Bürgschaftsbank reduziert. Ferner beschränkt sich die Finanzierung von Existenzgründungsvorhaben in der Regel auf Kreditobligos von maximal 100 TEUR je Kreditnehmereinheit, sodass die Kreditrisiken in diesem Bereich breit diversifiziert werden.
Das Altportfolio, das insbesondere kleinteilige Beteiligungsfinanzierungen von Privatpersonen umfasst, wird plangemäß abgewickelt. Durch laufende Tilgungen und Kreditablösungen ist dieser Kreditportfolioanteil auf mittlerweile unter 2,6 Mio. EUR gesunken.
Factoringgeschäft GRENKEFACTORING GmbH
Wir bieten Small-Ticket-Factoring aus Risikoerwägungen im Wesentlichen als sogenanntes "offenes Factoring" an. Dies bedeutet im Gegensatz zum stillen Factoring eine zusätzliche Absicherung, da mit befreiender Wirkung ausschließlich an uns gezahlt werden kann. Im Falle des stillen Factorings kann in der Regel nur auf ein an uns verpfändetes Bankkonto schuldbefreiend gezahlt werden. In beiden Fällen übernimmt die GRENKEFACTORING GmbH jedoch das Ausfallrisiko der angekauften Forderungen.
Die Akquisition von Kunden für das Factoringgeschäft erfolgt sehr selektiv im Rahmen von Brief-, Mailing- und Telefonaktionen nach verschiedenen Kriterien. Eines der Hauptkriterien ist dabei die Bonität der Kunden sowie deren durchschnittlicher Jahresumsatz. Somit werden Aktivitäten verhindert, bei denen im Nachgang eine Ablehnung des Engagements wahrscheinlich ist. Auch bestimmte Branchen werden von vornherein nicht angesprochen.
Finanzierung der Franchiseunternehmen
Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten am jeweiligen Leasingmarkt als Leasinggeber auf. Sie bewegen sich grundsätzlich im Segment Small-Ticket-IT, daneben bieten wir im Rahmen unseres Franchisemodells in der Schweiz und in Ungarn Factoring an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden in der Regel überwiegend über den GRENKE Konzern refinanziert. Teilweise schließen die Franchisenehmer Verträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der GRENKE Konzern direkt als Leasinggeber auftritt. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem GRENKE Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Soweit Refinanzierungen ausgereicht werden, werden diese entweder in Form von Darlehen oder als Forfaitierungen bereitgestellt. Grundsätzlich werden dabei die zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert.
Marktpreisrisiken
Schwankungen der Marktpreise an den Finanzmärkten können sich signifikant auf Cashflow und Gewinn auswirken. Insbesondere Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen wirken sich auf den GRENKE Konzern aus. Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und indem wir Zins- und Währungspositionen laufend überwachen, steuern wir diese Risiken aktiv.
Neben dem Betrachten von risikobehafteten, marktsensitiven Positionen, wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer vom Euro abweichenden Währung, spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten eine entscheidende Rolle im Umgang mit Finanzmarktrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns auf die Volatilität von Marktpreisen zu begrenzen. Das heißt, unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen von Hedge-Beziehungen soll eine möglichst geringe Abhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden. Dabei werden folgende Parameter für eine Risikoabschätzung unterstellt:
| ― | eine gleichzeitige, parallele Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 Prozent |
| ― | eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) |
Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktbedingung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceteris-paribus-Annahmen. Das heißt, das Betrachten der Verschiebung der Zinskurve erfolgt losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung deutlich abweichen.
Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich mit dem zuständigen Vorstand im Sub-AK auf der Grundlage laufend erstellter Berichte erörtert. Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen ist der GRENKE Konzern nicht ausgesetzt, da keine börsennotierten Aktien gehalten werden. Die Veränderungen der Preise von Rohstoffen haben ebenfalls keine Auswirkung auf die Risikoposition, da keine Positionen in entsprechenden Kategorien vorhanden sind.
Derivate zur Absicherung
Der GRENKE Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Im GRENKE Konzern kommen Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das Adressausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsänderungsrisiko resultiert für den GRENKE Konzern in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Die Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen, ABCP-Programmen und dem ABS-Bond. Einzelheiten zu diesen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel "Finanzwirtschaftliche Risikostrategie" dargestellt.
Maßgeblich für die Identifizierung einer offenen Risikoposition, die dann eine entsprechende Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist die Sensitivität auf den wirtschaftlichen Erfolg. Das heißt, insgesamt sind wir bestrebt, ein Zinsergebnis zu erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist. Eine Parallelverschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte für das vergangene Geschäftsjahr hätte nach den Abschätzungen aus der Sensitivitätsanalyse ein um 1.698 TEUR (Vorjahr: 896 TEUR) niedrigeres Vorsteuerergebnis zur Folge gehabt. Dies entspricht circa 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,0 Prozent) des Zinsergebnisses.
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und die Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Dies schafft eine hohe Flexibilität bei der Optimierung der Refinanzierung. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 erfasst. Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) vollständig im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der ABCP-Programme mit der DZ-Bank (CORAL) und mit der HypoVereinsbank/UniCredit Bank AG (Elektra) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der GRENKELEASING AG. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft, und das Absichern der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zins-Swaps. Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für das Begrenzen des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Kontraktpartner sind hier allerdings die jeweiligen Zweckgesellschaften der Programme. Daher findet keine Bilanzierung der Derivate bei uns statt, und Hedge-Accounting wird gleichfalls nicht angewendet.
Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt der des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten Finanzierung. Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedge-Beziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Diese Tests haben sich in der Vergangenheit als sehr wirksam erwiesen.
Der Marktwert der im Rahmen des Hedge-Accounting nach IAS 39 bilanzierten Zins-Swaps, die zum Stichtag einen negativen Marktwert von 606 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert 265 TEUR) aufwiesen, hätte zum Stichtag unter Annahme des oben genannten Szenarios (Parallelverschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte) einem negativen Marktwert von 279 TEUR (Vorjahr: positiver Marktwert 886 TEUR) entsprochen. Die damit einhergehende Veränderung würde sich aufgrund des Hedge-Accounting nach IAS 39 weitestgehend im Eigenkapital respektive in der Hedge-Rücklage niederschlagen.
Eine entsprechende Abwärtsverschiebung der Zinskurve würde zu einem Anstieg um 1.183 TEUR (Vorjahr: Anstieg um 1.004 TEUR) im Vorsteuerergebnis führen. Auf die Marktbewertung der Zins-Swaps im Hedge-Accounting würde sich das Zinsszenario mit einem um 62 TEUR (Vorjahr: 1.133 TEUR) niedrigeren Marktwert und damit weitestgehend erfolgsneutral im Eigenkapital auswirken.
Das Zinsrisiko wird in der Regel einmal im Monat als offene Position ermittelt. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Gegenüberstellung der variabel und fest verzinsten Aktiva sowie der entsprechenden Passiva. Die Elastizität der variabel verzinsten Positionen beträgt 1, da nahezu alle Referenzzinsen durch den 1- bis 3- bzw. 6-Monats-Euribor reflektiert und hinreichend abgebildet sind. Neben den Bilanzpositionen und ihrem planmäßigen Amortisationsverlauf fließen aktuelle Zinsstrukturkurven, Währungskurse und sämtliche derivativen Positionen ein. Das Ergebnis wird turnusmäßig auf Vorstandsebene analysiert.
Währungsrisiken
Aufgrund der internationalen Ausrichtung seines Geschäfts ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz. Diese Derivate werden zum Stichtag mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den finanziellen Schulden erfasst. Wertveränderungen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung des Jahresüberschusses von Konzerngesellschaften in Nicht-Euro-Ländern ergeben, sind bisher aufgrund der geringen Bedeutung noch nicht notwendig gewesen.
Währungsrisiken bestehen derzeit im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer außerhalb der Eurozone. Eine Absicherung ist vorgesehen, sobald das jeweilige Finanzierungsvolumen einen ausstehenden Betrag von circa 1.000 TEUR erreicht. In Polen, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik sowie in der Türkei und Ungarn wurde dieser Betrag überschritten. Damit ist der Wechselkurs für in Polnischen Zloty, Britischen Pfund, Ungarischen Forint, Schweizer Franken (im Rahmen der Refinanzierung ungarischer Leasingverträge, die in Schweizer Franken kontrahiert sind, und des Schweizer Factoringgeschäfts ) und Türkischen Lira sowie Dänischen, Norwegischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochter- und Franchisegesellschaften bekannt und überwiegend fest kontrahiert.
Im Zuge des Wachstums der Gesellschaften bestehen jedoch weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen unterhalb der Mindestgrenze.
Die Schweiz, Brasilien, Polen und Großbritannien sind nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken in der Leasingrefinanzierung betroffen, da dort eine Vereinbarung zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung besteht. Ferner werden im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings Zahlungsströme abgesichert.
Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten, wobei im Fremdwährungsbereich ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz gekommen sind, wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt der Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf Hedge-Accounting wird im Währungsbereich bis auf weiteres verzichtet.
Liquiditätsrisiken
Das Management der Liquiditätsrisiken stellt sicher, dass der GRENKE Konzern stets in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.
Kurzfristige Liquidität
Das Liquiditätsrisikomanagement umfasst das tägliche Steuern der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird wöchentlich, das heißt am ersten Arbeitstag einer jeden Kalenderwoche, eine Liquiditätsübersicht erstellt und auf Vorstandsebene behandelt. Hierin sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten. Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des GRENKE Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft. Ferner werden auch Löhne und Steuern berücksichtigt.
Das Reporting unterscheidet drei Liquiditätsstufen:
| ― | Liquidität 1 (Barliquidität): Auf allen Bankkonten befindliche Guthaben zuzüglich Überziehungsrahmen sowie alle "unmittelbar" (eine Woche) fließenden Gelder. |
| ― | Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in diesem Zeitraum monetarisieren lassen. |
| ― | Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der später als auf Einmonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich erst in einem Zeitraum von mehr als einem Monat monetarisieren lassen. |
Mittel- und langfristige Liquidität
Neben dem kurzfristigen Steuern der Liquidität und dem wöchentlichen Reporting wird mindestens einmal im Quartal eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt. Hier besteht das Ziel der Cash-Planung darin, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene und für die nächsten zwei Jahre. Da die Duration der Aktivseite im Portfolio ungefähr diesem Zeitraum entspricht, ist das eine bedeutende Kennzahl zur Steuerung des Gesamtkonzerns im Hinblick auf die Liquidität.
Grundsätzlich refinanzieren wir uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu den Fremdkapitalmärkten. Damit sind wir in der Lage, beim Strukturieren unserer Passivseite auf breite Diversifikation zu setzen und mit mehreren Bankenpartnern zusammenzuarbeiten.
Unser Spektrum von Refinanzierungsinstrumenten ist sehr breit gefasst. Es beinhaltet zunächst klassische Finanzierungen über Banken, revolvierende Darlehensfazilitäten und ABCP-Programme. Diese Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten keine Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit bestehen.
Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrunde liegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für Brasilien, Großbritannien, Polen und die Schweiz über klassische Bankenfinanzierungen, die ebenfalls eine solche Asset-based Struktur aufweisen.
Wir nutzen aber auch Refinanzierungsinstrumente, die nicht Asset-based sind und daher nach unserem Ermessen und gemäß unserer Geschäftsentwicklung eingesetzt werden. So haben wir mit dem Debt-Issuance-Programm (DIP) einen direkten Kapitalmarktzugang. Seit Oktober 2011 verfügen wir zusätzlich über eine Plattform zur Emission von Commercial Papers (CP). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 250 Mio. EUR ausgestattet. Während die Anleihen des DIP Laufzeiten ab einem Jahr aufweisen, eröffnet uns die CP-Plattform unterjährige Refinanzierungsalternativen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten der Finanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Sie bietet nicht nur gewerblichen, sondern auch privaten Kunden Anlagemöglichkeiten an. Auf diese Weise haben wir unsere Refinanzierungsquellen in diesem Bereich zusätzlich diversifiziert.
Mit diesem Instrumentarium können wir aus den zur Verfügung stehenden Alternativen die im Rahmen der jeweiligen Verfassung der Kapitalmärkte attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen. Vor dem Hintergrund der ungelösten Staatsschuldenkrise blieben die Finanzmärkte im Berichtsjahr hohen Risiken ausgesetzt. Dies wird auch für die absehbare Zukunft weiterhin gelten. Allerdings reagieren die Nationalbanken weltweit auf diese Krise mit einer umfassenden Liquiditätsversorgung der Märkte zu historisch niedrigen Zinsen. Dies sowie die Verschlechterung der Bonität vieler staatlicher Schuldner haben zu einer derzeit sehr guten Verfügbarkeit von Refinanzierungsmitteln für Unternehmen mit einer hohen Reputation am Kapitalmarkt - wie der GRENKE Konzern es ist - geführt. Wir haben diese Marktverfassung im Berichtsjahr genutzt, um nicht nur unseren aktuellen Refinanzierungsbedarf vollständig, zügig und zu attraktiven Konditionen zu decken, sondern uns darüber hinaus auch bereits für das künftige Wachstum zu rüsten.
Operationelle Risiken
Risikoumfrage
Einmal im Quartal wird über das intranetbasierte Risikomanagement-Tool eine Umfrage zu den operationellen Risiken durchgeführt. Hierbei werden Mitarbeiter aus allen Bereichen zu den jeweils ihre Bereiche betreffenden Risiken befragt. Die Gesamtergebnisse der Oberbereiche Recht und Steuern, EDV, Internationalisierung, Organisation, Personal, Vertrieb sowie Verwertung werden anhand des durchschnittlich geschätzten Schadens und der genannten Eintrittserwartung in der Risikotragfähigkeitsrechnung evaluiert. Die bedeutendsten Nettorisiken aus den Umfragen in 2012 waren die folgenden:
| ― | Forderungsausfall Leasinggeschäft |
| ― | Erhöhung der Steuern und Abgaben |
| ― | Risiken durch Gesetzesänderungen |
| ― | Risiken durch Expansion |
| ― | Risiken in EDV-Sicherheit |
| ― | Risiken durch Fehlkäufe |
Diese sechs genannten Hauptrisikofelder wurden alle mit der Eintrittswahrscheinlichkeit "möglich" sowie einem Schadenrisiko "schwerwiegend", das heißt in der Größenordnung von 500 TEUR bis 4.999 TEUR, bewertet. Solche Risikofelder werden im AK Risk eingehend analysiert und Rückmeldungen aus den direkt betroffenen Bereichen zu den möglichen Gegenmaßnahmen eingeholt.
Outsourcing
Im vierten Quartal 2012 hat die GRENKELEASING AG eine detaillierte Auslagerungsanalyse für jedes Institut des GRENKE Konzerns durchgeführt, mit dem Ziel, sämtliche Auslagerungen aufzulisten, zu untersuchen und auf ihre Wesentlichkeit nach dem KWG zu prüfen. Die Analyse hat ergeben, dass derzeit in keinem der Institute wesentliche Auslagerungen vorliegen.
Risiken aus schwankender Nachfrage nach Leasingfinanzierungen
Den Risiken aus einer schwankenden Nachfrage nach Leasingfinanzierungen wird mittels kontinuierlicher Maßnahmen des Marketings entgegengewirkt. Hierzu zählen:
| ― | Informationserhebung |
| ― | Produktentwicklung |
| ― | Verfahrensverbesserungen |
| ― | Entwicklung der Absatzkanäle |
Im Laufe der mehr als dreißigjährigen Geschichte unseres Unternehmens haben wir bei der Entwicklung und Pflege unserer Absatzkanäle umfassende Erfahrungen gewonnen, die uns nicht nur ein nachweislich dauerhaft hohes Wachstum ermöglicht haben. Inzwischen betrachten wir diese Erfahrungen sowie unsere dabei aufgebaute Reputation als eine wichtige Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber.
Ferner sind wir überzeugt davon, dass der Leasinganteil an den IT-Investitionen in unseren Zielmärkten mittel- bis langfristig weiter steigen wird. Zum einen vergeben Banken schon im Vorfeld der verschärften Eigenkapitalerfordernisse unter dem Basel-III-Regime Refinanzierungen tendenziell eher restriktiv oder sie ziehen sich aus Kostengründen sogar zunehmend ganz aus dem Leasing-Geschäft zurück. Zum anderen sind wir inzwischen in diversen Ländern tätig, in denen Small-Ticket-Leasing und -Factoring aufgrund historisch bedingt fehlender Anbieter noch sehr wenig verbreitet ist. Hier bestehen mittel- bis langfristig sogar überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven, wenngleich der zeitliche Vorlauf zur Realisierung dieser Chancen länger ist als in den entwickelten Leasingmärkten.
Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) als Gesamtheit der vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für den Rechnungslegungsprozess der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Jahresabschluss und den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen weiterentwickelt wird.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess |
| ― | Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und von dessen Ergebnissen auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften |
| ― | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Abschlusses einschließlich des Lageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS |
Der GRENKE Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. In dieses System ist auch der Rechnungslegungsprozess der GRENKELEASING AG in vollem Umfang eingebunden. Für die Öffentlichkeit gewährleistet das eingerichtete Risikomanagementsystem hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses der GRENKELEASING AG und des GRENKE Konzerns damit die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen.
Zusammenfassende Betrachtung
Das kontrollierte Eingehen von Risiken stellt für den GRENKE Konzern einen maßgeblichen Teil des Geschäftsmodells dar. Zur Steuerung der Risiken wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert, das sämtlichen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen genügt. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, befindet sich bereits auf hohem Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt.
Für identifizierte Adressausfall-, Bonitäts- und ähnliche Risiken aus dem Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft ist ausreichend Vorsorge getroffen. Die dazu im Jahresabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung vorsichtiger Maßstäbe in angemessener Höhe gebildet. Die Risikotragfähigkeit war in der Gesamtheit im Berichtsjahr sowohl für den Normalfall und ein Stressszenario als auch für das Krisenszenario gegeben.
Hinsichtlich der künftigen Entwicklung des GRENKE Konzerns sowie der GRENKELEASING AG und ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Die Risikodeckungsmasse reicht aus, um zukünftig geplante Geschäftsaktivitäten abzubilden.
Künftige Rahmenbedingungen
Für die künftige Geschäftsentwicklung der GRENKE Gruppe und des GRENKE Konzerns gilt genauso wie für das Berichtsjahr, dass diese sehr viel stärker von Branchentrends als von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung beeinflusst wird. Unverändert gehen wir davon aus, dass sich die regulatorischen Anforderungen an den Bankensektor eher noch weiter verstärken werden, sodass sie ihre Kreditvergabe entsprechend restriktiv auslegen werden.
Bezüglich der Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen erwartet der Kreditversicherer EULER HERMES S.A. in seinem Global Macroeconomic and Insolvency Outlook vom Oktober 2012, dass sich der Anstieg der Insolvenzindizes nach einer für 2012 prognostizierten kräftigen Zunahme im Jahr 2013 wieder abschwächen wird. Für den Euroraum insgesamt soll sich der Zuwachs des Indexes nach erwarteten +17 Prozent in 2012 auf +11 Prozent in 2013 ermäßigen.
Dabei werden allerdings Griechenland (Anzahl der erwarteten Unternehmensinsolvenzen 2013: +10 Prozent) - wo wir nicht tätig sind - und Spanien (Anzahl der erwarteten Unternehmensinsolvenzen 2013: +22 Prozent) diejenigen Länder mit den sichtbar größten Problemen bleiben. In den übrigen Ländern sollen die Zuwächse bei maximal fünf Prozent liegen, für einige wenige werden sogar stabile oder leicht rückläufige Zahlen vorhergesagt. Erfreulich sind die Erwartungen für unsere wichtigen Märkte Deutschland (2013: +1 Prozent erwartet), Frankreich (2013: +2 Prozent erwartet), Italien (2013: +2 Prozent erwartet) und Schweiz (2013: Stagnation erwartet). Für Großbritannien, die Niederlande und sogar Portugal werden hingegen rückläufige Zahlen erwartet.
Da das Forderungsportfolio des GRENKE Konzerns europaweit und zudem brachenübergreifend diversifiziert ist, federn wir Insolvenzwahrscheinlichkeiten ab. Darüber hinaus tragen wir solchen Risiken mit unserer scoringbasierten, aktiven Neugeschäftssteuerung Rechnung und setzen dort, wo wir höhere Risiken eingehen, adäquate Margen durch.
Ausblick
In den nächsten beiden Geschäftsjahren wollen wir unsere positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und den GRENKE Konzern entlang unserer mittelfristigen Unternehmensstrategie weiterentwickeln: Verdichtung unseres bestehenden Netzwerks an Standorten, Erschließung neuer Länder und Erweiterung des Angebots an Finanzlösungen. Dies sind die Eckpfeiler unserer Strategie, die dazu beitragen, dass die GRENKE Gruppe ihr Neugeschäft langfristig um mindestens zehn Prozent steigern soll. Unsere breite internationale Aufstellung ermöglicht es uns zudem, unser Wachstum auf diejenigen Märkte zu konzentrieren, in denen wir für das Eingehen von Risiken adäquate Margen durchsetzen und so die Ertragskraft des GRENKE Konzerns sichern können.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden bereits wesentliche Vorbereitungen für das weitere Wachstum der GRENKE Gruppe im Geschäftsjahr 2013 getroffen, sodass wir unsere regionale Expansion und die Diversifizierung unserer Finanzlösungen zügig fortsetzen werden. Wir erwarten daher für das gerade begonnene Geschäftsjahr einen Anstieg des Neugeschäfts zwischen 13 und 16 Prozent - und damit über unserer langfristigen Zielmarke - bei weiterhin attraktiven und risikoadäquaten DB2-Margen.
Auch der Gewinn des GRENKE Konzerns soll sich sichtbar verbessern und 44 bis 48 Mio. EUR erreichen. Hierzu trägt bei, dass uns die Erträge aus dem hochmargigen Neugeschäft der vergangenen Jahre mit der fortschreitenden Laufzeit dieser Verträge zufließen und sukzessive immer stärker die Ertragsrechnung positiv beeinflussen. Gleichzeitig erwarten wir eine Schadenquote auf dem gegenwärtigen Niveau. Darüber hinaus belasten uns Vorlaufkosten der weiteren Expansion der GRENKE Gruppe mit zunehmender Größe relativ immer weniger, sodass der Anstieg der Aufwendungen unter dem der Erträge ausfallen und der Gewinn des GRENKE Konzerns damit deutlich steigen sollte.
GRENKELEASING AG (Erläuterungen auf Basis HGB)
Ergänzend zur Berichterstattung über den GRENKE Konzern wird im Folgenden die Entwicklung der GRENKELEASING AG erläutert. Bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung waren keine wesentlichen abweichenden, ausschließlich die GRENKELEASING AG betreffenden Entwicklungen zu verzeichnen. Über die bereits dargestellten wesentlichen Ereignisse des Geschäftsjahres hinaus ist für die GRENKELEASING AG zusätzlich zu berichten, dass bei ihr im November 2010 mit der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen wurde. Diese dauerte zum Berichtsstichtag noch an und es lagen noch keine Prüfungsfeststellungen vor.
Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeit
Die GRENKELEASING AG wurde 1997 gegründet. Ebenfalls 1997 erfolgte die Gründung der Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Die GRENKELEASING AG und die KGaA stellen eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar mit der GRENKELEASING AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Im Rahmen eines Doppelstock-Modells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKELEASING AG hält direkt und indirekt 100 Prozent der KGaA, mit Wirkung ab dem 1. Januar 2002 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zusammen mit den gemäß den International Financial Reporting Standards konsolidierten Tochter- und Zweckgesellschaften der GRENKELEASING AG bildet sie den GRENKE Konzern.
Überblick über die Tochtergesellschaften und Niederlassungen
Die GRENKELEASING AG unterhält Niederlassungen in Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Freiburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Memmingen, Mönchengladbach, München, Neckarsulm, Nürnberg, Potsdam, Rostock und Stuttgart. Die GRENKELEASING AG hält über die Anteile an der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA hinaus jeweils 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden und der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Außerhalb Deutschlands hält die GRENKELEASING AG zum Bilanzstichtag Beteiligungen von jeweils 100 Prozent direkt an GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich, GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien, GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien, GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark, Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie GRENKE LIMITED und GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich, GRENKELEASING S.r.l. und GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien, GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien, GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen, GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn, GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien, S.C. Grenke Renting S.R.L, Bukarest/Rumänien, GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal, sowie indirekt 100 Prozent an FCT "GK"-COMPARTMENT "G2", Pantin/Frankreich, und GRENKE RENT S.A, Madrid/Spanien.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2012 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt worden.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Leasingerträge | 449.615 | 446.395 |
| Leasingaufwendungen | -332.361 | -335.196 |
| Ergebnis aus Leasinggeschäften | 117.254 | 111.199 |
| Zinsergebnis | 1.772 | 2.011 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 30.810 | 32.045 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 33.598 | 30.790 |
| Personalaufwand | 19.990 | 18.605 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 98.020 | 92.140 |
| Gewinn | 17.130 | 19.031 |
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 144.787 | 77.902 |
| Leasingvermögen | 235.768 | 235.963 |
| Sachanlagen | 20.602 | 15.808 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 44.225 | 76.417 |
| Forderungen an Kunden | 60.868 | 60.351 |
| Eigenkapital | 183.747 | 176.881 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.407 | 3.101 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 34.999 | 30.206 |
| Rechnungsabgrenzung | 257.808 | 254.328 |
| Bilanzsumme | 512.153 | 469.920 |
Ertragslage
Die GRENKELEASING AG hat auch im Berichtsjahr - wenn auch nicht mehr in so außergewöhnlichem Umfang wie in den beiden Vorjahren - in mehreren Tranchen Leasinggegenstände von der KGaA übernommen. Im Zuge dessen konnte sie ihre Leasingerträge im Berichtsjahr leicht ausweiten, während die Leasingaufwendungen sich wegen niedrigerer weiterzuleitender Vergütungen an die KGaA für die zurückgekauften Gegenstände leicht ermäßigten. Der Saldo der Leasingerträge und -aufwendungen nahm auf 117,3 Mio. EUR zu.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren vor allem wegen niedrigerer konzerninterner Umlagen rückläufig. Gleichzeitig verbleibt aufgrund der Rückkäufe nun auch ein höheres Abschreibungsvolumen in der GRENKELEASING AG, sodass die Abschreibungen auf Leasingvermögen und Sachanlagen im Berichtsjahr anstiegen. Bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen - insbesondere den Personal- und den anderen Verwaltungsaufwendungen - war im Zuge der Geschäftsausweitung eine Zunahme zu verzeichnen.
Die kontinuierlichen Übernahmen von Leasinggegenständen der KGaA durch die GRENKELEASING AG reduzieren deren Geschäftsvolumen. Entsprechend vermindert sich auch ihr Ertrag, den sie im Rahmen der Gewinnabführung an die GRENKELEASING AG abführt, sukzessive. Im Berichtsjahr ermäßigte er sich auf 14,1 Mio. EUR (Vorjahr: 16,9 Mio. EUR).
Jenseits dieser transaktionsbezogenen Einflüsse auf die Gewinn- und Verlustrechnung der GRENKELEASING AG lagen die Veränderungen der übrigen Positionen im Rahmen der geschäftsüblichen Schwankungen. Erfreulich war der Rückgang der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft auf 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR).
Insgesamt belief sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der GRENKELEASING AG im Geschäftsjahr 2012 auf 22,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,5 Mio. EUR). Nach Abzug von Steuern des gesamten Organkreises der GRENKELEASING AG als Organträger betrug der Jahresüberschuss 17,1 Mio. EUR (Vorjahr 19,0 Mio. EUR).
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der GRENKELEASING AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012. Während auf der Aktivseite das Leasingvermögen auf dem Stand des Geschäftsjahres 2011 verharrte, nahmen die Anteile an verbundenen Unternehmen aufgrund der Übernahmen der Gesellschaften der früheren Franchisenehmer in Portugal und Rumänien deutlich zu.
Die Ausweitung der Sachanlagen resultierte insbesondere aus einem Anstieg der Anlagen im Bau in Höhe von 5,4 Mio. EUR im Zuge des weiteren Baufortschritts des dritten Bürogebäudes am Standort der Zentrale in Baden-Baden. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich insbesondere, weil eine Forderung an die GRENKE FINANCE Plc. inzwischen nicht mehr besteht.
Größter Posten auf der Passivseite war wie im Vorjahr der Rechnungsabgrenzungsposten, der sich auf 50 Prozent (Vorjahr: 54 Prozent) der Bilanzsumme belief. Größte darin enthaltene Einzelposition war mit 200,2 Mio. EUR (Vorjahr: 204,3 Mio. EUR) die Abgrenzung aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen. Die Eigenkapitalquote der GRENKELEASING AG ermäßigte sich zum 31. Dezember 2012 auf 35,9 Prozent (Vorjahr: 37,6 Prozent).
Liquidität und Refinanzierung
Die Finanzierung des Leasinggeschäfts (Neugeschäft) steht auf einer soliden Basis. Unmittelbare Refinanzierungspartner der AG sind die Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) und die GRENKE BANK AG. Über die Zweckgesellschaft wurde am 4. Februar 2010 erfolgreich ein ABS-Bond platziert. Dies war die zweite erfolgreiche Platzierung eines ABS-Bonds über eine Zweckgesellschaft. Er erlaubt einen revolvierenden Verkauf von Leasingverträgen in Höhe von 300 Mio. EUR für insgesamt drei Jahre. An die GRENKE BANK AG veräußert die GRENKELEASING AG regelmäßig Leasingforderungen und nutzt so Bankeinlagen zu ihrer Refinanzierung. Im Berichtsjahr wurden die Einlagen der GRENKE BANK AG auf 217,6 Mio. EUR nach 155,1 Mio. EUR im Vorjahr ausgeweitet.
Zusätzlich können Privatplatzierungen direkt oder indirekt über unsere 100prozentige Tochter GRENKE FINANCE Plc., Dublin, vorgenommen werden. Im Jahr 2012 wurden insgesamt vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 366 Mio. EUR begeben. Darüber hinaus besteht ebenfalls über unsere Tochter in Irland die Möglichkeit der Nutzung von fünf revolvierenden Darlehensfazilitäten im Volumen von insgesamt 135 Mio. EUR sowie von drei Geldhandelslinien im Volumen von insgesamt 50 Mio. EUR.
Ferner bestehen vier ABCP-Programme im Volumen von insgesamt 400 Mio. EUR. Diese gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Seit Oktober 2011 verfügen wir zusätzlich über eine Plattform zur Emission von Commercial Papers. Über diese können die GRENKELEASING AG und die GRENKE FINANCE Plc. Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250 Mio. EUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der GRENKELEASING AG
Die GRENKELEASING AG ist damit zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer sehr guten wirtschaftlichen Lage, um künftig ihre internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und ihre Gewinne auf dem Niveau des Berichtsjahres wieder erreichen zu können.
Doppelstock
Die Leasingobjekte des Neugeschäfts werden teilweise im Rahmen eines Doppelstock-Verfahrens bei der KGaA angemietet. Die Mietforderungen der KGaA werden an Finanzinstitute, über Zweckgesellschaften im Rahmen von vier ABCP-Programmen und einem ABS-Bond oder lokal an zwei Sparkassen verkauft (forfaitiert). Die zugrundeliegenden vertraglichen Vereinbarungen sichern eine Finanzierung des Neugeschäfts auch bei steigendem Volumen.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 7. Mai 2013 für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende in Höhe von 0,80 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr wurden 0,75 EUR je Aktie ausgeschüttet.
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) auf Vollzeitbasis der GRENKELEASING AG stieg im Berichtsjahr auf durchschnittlich 294 (Vorjahr: 266). Die Fluktuationsquote ermäßigte sich auf 4,3 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten lag sie wie in den Vorjahren sehr deutlich niedriger.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2012 (Nachtragsbericht)
Neben den bestehenden Kooperationen mit der NRW.Bank, der TAB und der IBB, haben die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25 Mio. EUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Refinanzierung der Leasingverträge, welche ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung
Chancen- und Risikobericht
Die für den GRENKE Konzern dargestellten Chancen und Risiken gelten im Wesentlichen auch für die GRENKELEASING AG. Dabei hat der Heimatmarkt Deutschland für die GRENKELEASING AG jedoch weiterhin eine besondere und deutlich stärkere Bedeutung als für den GRENKE Konzern insgesamt. Währungsrisiken ist die GRENKELEASING AG nicht ausgesetzt, da sie keine Cross-Border-Geschäfte in Nicht-Euro-Länder betreibt.
Erwartete Geschäftsentwicklung
Das künftige Ergebnis der GRENKELEASING AG kann maßgeblich durch Änderungen bei gesetzlichen Rahmenbedingungen oder bei Refinanzierungsmöglichkeiten, die wiederum zu einer Änderung der Refinanzierungsentscheidungen des Vorstands führen können, beeinflusst werden. Für das Geschäftsjahr 2013 sind wir insgesamt zuversichtlich. Wir rechnen damit, ein Wachstum des Neugeschäfts im mittleren einstelligen Prozentbereich für Deutschland realisieren zu können. Wir erwarten für die Einzelgesellschaft GRENKELEASING AG wieder einen Gewinn auf Niveau des Berichtsjahres. Die maßgeblichen Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2012 haben auch darüber hinaus Gültigkeit. Weitere Informationen zur Entwicklung des GRENKE Konzerns sind im Abschnitt Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts enthalten.
Baden-Baden, den 30.01.2013
Der Vorstand
Ziel unseres Geschäftsmodells ist nicht die Vermeidung, sondern die korrekte Einschätzung von Risiken. Hierfür haben wir ein ausgefeiltes IT-basiertes Scoringmodell aufgebaut.
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2012 bis 31.12.2012 | 01.01.2011 bis 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 3.1 | 169.489 | 144.547 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 3.1 | 58.024 | 51.856 |
| Zinsergebnis | 111.465 | 92.691 | |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 3.2 | 43.421 | 34.415 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 68.044 | 58.276 | |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 3.3 | 30.156 | 25.703 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 3.4 | 35.698 | 31.021 |
| Ergebnis aus der Verwertung | 3.5 | 3.982 | 1.653 |
| Operative Erträge insgesamt | 137.880 | 116.653 | |
| Personalaufwand | 3.6 | 42.809 | 36.695 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 3.7 | 3.355 | 3.225 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 3.8 | 30.395 | 26.373 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.9 | 5.021 | 3.392 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.10 | 3.501 | 3.755 |
| Operatives Ergebnis | 59.801 | 50.723 | |
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | 152 | 98 | |
| Sonstige Zinserträge | 1.047 | 489 | |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1.302 | 878 | |
| Gewinn vor Steuern | 59.698 | 50.432 | |
| Ertragsteuern | 3.11 | 17.237 | 11.181 |
| Gewinn | 42.461 | 39.251 | |
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 3.12 | 3,10 | 2,87 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) | 3.12 | 3,10 | 2,87 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 3.12 | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 3.12 | 13.684.099 | 13.684.099 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2012 bis 31.12.2012 | 01.01.2011 bis 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Gewinn | 42.461 | 39.251 | |
| Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | |||
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) | 4.20.6 | -236 | 856 |
| Ertragsteuern | 39 | -99 | |
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) | -197 | 757 | |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | 1.704 | -612 | |
| 1.507 | 145 | ||
| Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden | |||
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor Steuern) | 4.18 | -525 | 91 |
| Ertragsteuern | 136 | -24 | |
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) | -389 | 67 | |
| -389 | 67 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 1.118 | 212 | |
| Gesamtergebnis | 43.579 | 39.463 |
Konzern-Bilanz
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel | 4.1 | 116.707 | 104.234 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil) | 4.2 | 3.248 | 1.883 |
| Leasingforderungen | 4.3 | 688.141 | 568.799 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.4 | 84.903 | 89.976 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.5 | 3.726 | 4.560 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 8.588 | 8.115 | |
| Steuererstattungsansprüche | 4.6 | 4.838 | 1.298 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.7 | 110.777 | 83.817 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.020.928 | 862.682 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Leasingforderungen | 4.3 | 1.185.787 | 999.955 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil) | 4.2 | 990 | 2.516 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.4 | 29.056 | 34.576 |
| Sachanlagen | 4.8 | 37.035 | 35.653 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 4.9 | 48.815 | 13.441 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.10 | 10.328 | 2.176 |
| Latente Steueransprüche | 4.11 | 18.622 | 17.280 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 731 | 689 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 1.331.364 | 1.106.286 | |
| Summe Vermögenswerte | 2.352.292 | 1.968.968 |
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Schulden und Eigenkapital | |||
| Schulden | |||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.12 | 521.883 | 438.624 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 4.12 | 115.890 | 93.897 |
| Kurzfristige Bankschulden | 4.12 | 1.426 | 1.073 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (kurzfristiger Teil) | 4.13 | 3.800 | 3.547 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.828 | 7.031 | |
| Steuerschulden | 4.14 | 2.836 | 1.847 |
| Abgegrenzte Schulden | 4.17 | 5.146 | 4.309 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 4.16 | 2.251 | 2.807 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 4.15 | 19.824 | 4.686 |
| Abgegrenzte Mietraten | 70.280 | 69.241 | |
| Summe kurzfristige Schulden | 758.164 | 627.062 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.12 | 1.107.911 | 929.008 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 4.12 | 93.477 | 61.230 |
| Langfristige Bankschulden | 4.12 | 1.719 | 2.406 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (langfristiger Teil) | 4.13 | 3.553 | 3.481 |
| Latente Steuerschulden | 4.11 | 33.987 | 26.078 |
| Pensionen | 4.18 | 2.156 | 1.590 |
| Langfristige Rückstellungen | 4.16 | 322 | 328 |
| Sonstige langfristige Schulden | 4.19 | 30 | 128 |
| Summe langfristige Schulden | 1.243.155 | 1.024.249 | |
| Eigenkapital | 4.20 | ||
| Grundkapital | 17.491 | 17.491 | |
| Kapitalrücklage | 60.166 | 60.166 | |
| Gewinnrücklagen | 186.862 | 148.917 | |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | 2.504 | 1.386 | |
| Bilanzgewinn | 83.950 | 89.697 | |
| Summe Eigenkapital | 350.973 | 317.657 | |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 2.352.292 | 1.968.968 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
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| TEUR | 01.01.2012 bis 31.12.2012 | 01.01.2011 bis 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 59.698 | 50.432 |
| Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| + Abschreibungen und Wertminderung | 3.355 | 3.225 |
| -/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 54 | -20 |
| -/+ Ergebnis aus Finanzanlagen | 255 | 389 |
| -/+ Nicht zahlungswirksame Eigenkapitalveränderungen | 453 | 931 |
| +/- Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | 708 | -713 |
| - Zugänge Leasingforderungen | -916.990 | -796.313 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 684.746 | 581.521 |
| + Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 135.360 | 118.629 |
| - Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | -169.489 | -144.547 |
| +/- Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | -9.073 | 3.425 |
| +/- Währungsdifferenzen | -4.652 | -847 |
| \= Veränderung Leasingforderungen | -280.098 | -238.132 |
| + Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.391.659 | 1.257.601 |
| - Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -281.211 | -253.935 |
| - Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -908.115 | -798.992 |
| + Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 58.024 | 51.856 |
| +/- Währungsdifferenzen | 1.799 | 1.920 |
| \= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 262.156 | 258.450 |
| +/- Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 54.240 | 32.888 |
| -/+ Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer | 2.217 | 11.145 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden | ||
| -/+ Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte | -33.502 | -45.215 |
| +/- Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten | 759 | 1.941 |
| +/- Zunahme / Abnahme sonstige Schulden | 9.772 | -3.389 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 80.067 | 71.932 |
| -/+ Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern | -17.215 | -29.959 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.302 | -878 |
| + Erhaltene Zinsen | 1.047 | 489 |
| \= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 62.597 | 41.584 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -8.117 | -3.586 |
| -/+ Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften | -31.358 | -2.343 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 142 | 126 |
| \= Cashflow aus Investitionstätigkeit | -39.333 | -5.803 |
| +/- Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden | -489 | -668 |
| - Dividendenzahlungen | -10.263 | -9.579 |
| \= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -10.752 | -10.247 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 104.234 | 78.297 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -482 | -113 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 103.752 | 78.184 |
| +/- Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | -194 | 34 |
| \= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 103.558 | 78.218 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 116.707 | 104.234 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -637 | -482 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 116.070 | 103.752 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | 12.512 | 25.534 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 62.597 | 41.584 |
| + Cashflow aus Investitionstätigkeit | -39.333 | -5.803 |
| + Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -10.752 | -10.247 |
| \= Summe der Cashflows | 12.512 | 25.534 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
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| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn |
Hedging- Rücklage |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2012 | 17.491 | 60.166 | 238.613 | -248 |
| Gesamtergebnis | 42.461 | -197 | ||
| Dividendenzahlung in 2012 für 2011 | -10.263 | |||
| Eigenkapital zum 31.12.2012 | 17.491 | 60.166 | 270.811 | -445 |
| Eigenkapital zum 01.01.2011 | 17.491 | 60.166 | 208.941 | -1.005 |
| Gesamtergebnis | 39.251 | 757 | ||
| Dividendenzahlung in 2011 für 2010 | -9.579 | |||
| Eigenkapital zum 31.12.2011 | 17.491 | 60.166 | 238.613 | -248 |
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| TEUR | Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
Währungsumrechnung | Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2012 | -105 | 1.740 | 317.657 |
| Gesamtergebnis | -389 | 1.704 | 43.579 |
| Dividendenzahlung in 2012 für 2011 | -10.263 | ||
| Eigenkapital zum 31.12.2012 | -494 | 3.444 | 350.973 |
| Eigenkapital zum 01.01.2011 | -172 | 2.352 | 287.773 |
| Gesamtergebnis | 67 | -612 | 39.463 |
| Dividendenzahlung in 2011 für 2010 | -9.579 | ||
| Eigenkapital zum 31.12.2011 | -105 | 1.740 | 317.657 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2012
1 Gegenstand des Unternehmens
Die GRENKELEASING AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKELEASING AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKELEASING AG Konzerns (im Folgenden GRENKE Konzern genannt).
Der GRENKE Konzern betreibt das Finanzierungsgeschäft, als Partner für schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen, in seiner Bandbreite vom Leasing bis zum Factoring sowie diverse Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Einlagengeschäft mit Privatkunden. Die Durchführung von Leasinggeschäften über bewegliche Wirtschaftsgüter aller Art, die Verwaltung von Leasingverträgen für Dritte, die Vermittlung von Sachversicherungen für Leasinggüter, der Forderungsankauf und die Forderungsverwaltung von bzw. für Drittunternehmen (Factoring), das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte bilden die Geschäftsfelder des GRENKE Konzerns.
Dabei konzentriert sich das Leasinggeschäft im Wesentlichen auf das sogenannte "Small-Ticket-Leasing" von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie sonstige IT-Produkte. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Dies beinhaltet, dass die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten übersteigen.
2 Grundlagen des Konzernabschlusses
2.1 Grundlagen der Erstellung
Die GRENKELEASING AG hat als börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt, wie im Vorjahr gemäß § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) den Konzernabschluss auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss der GRENKELEASING AG (im Folgenden als "Konzernabschluss" bezeichnet) entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und zum 31. Dezember 2012 in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Alle für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) - vormals International Accounting Standards (IAS) - sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden im vorliegenden Abschluss berücksichtigt. Bestimmte Verlautbarungen wurden vorzeitig angewendet.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRENKELEASING AG sowie ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2012.
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.2 dargestellt.
Dem Konzernabschluss liegt das Anschaffungskostenprinzip zugrunde. Falls nichts anderes vermerkt ist, sind die Vermögenswerte und Schulden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Hiervon abweichend ist lediglich der Ansatz der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente, die grundsätzlich zu Marktwerten bilanziert sind.
Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 31. Januar 2013 den vorliegenden, vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.
2.2 Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS
2.2.1 In 2012 umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht.
Des Weiteren veröffentlicht das IASB im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards (Annual Improvements Process). Primäres Ziel des Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen.
Nachfolgend aufgelistete neue und überarbeitete IFRS traten mit Wirkung für das abgelaufene Geschäftsjahr in Kraft:
| ― | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (1. Juli 2011) |
| ― | IAS 12 "Ertragsteuern" (1. Januar 2012) |
Die erstmalige Anwendung der im Dezember 2010 vom IASB veröffentlichten Änderung von IAS 12 "Ertragsteuern" - Latente Steuern; die Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten (1. Januar 2012) hat keine Auswirkung auf die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss. Die vom IASB am 7. Oktober 2010 veröffentlichten Ergänzungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" erweiterten die Offenlegungsangaben für Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen der Übertragende ein anhaltendes Engagement bei den übertragenen Vermögenswerten behält. Diese Änderung führte zu Ergänzungen der Offenlegungsangaben im Konzernabschluss.
Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (1. Juli 2012) herausgegeben. Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses ändert sich dahingehend, dass die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses in Abhängigkeit davon darzustellen sind, ob sie möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden können. Die GRENKELEASING AG wendet die Änderungen vorzeitig zum 31. Dezember 2012 an.
2.2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt
Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement) der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKELEASING AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.
Im Rahmen des Annual-Improvements-Process-(AIP-)Projekts wurden im Mai 2012 verschiedene Standards "Improvements to IFRSs 2009 - 2011 Cycle" (1. Januar 2013) geändert. Betroffen sind hiervon IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34. Die geänderten Standards sind nicht von Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG.
Das IASB hat des Weiteren die folgenden Standards bzw. Interpretationen geändert bzw. neu herausgegeben:
| ― | IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (1. Januar 2013) |
| ― | IAS 27 "Einzelabschlüsse" (1. Januar 2014) |
| ― | IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (1. Januar 2014) |
| ― | IAS 32 und IFRS 7 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" (1. Januar 2013) |
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente" (1. Januar 2015) |
| ― | IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (1. Januar 2014) |
| ― | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" (1. Januar 2014) |
| ― | IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" (1. Januar 2014) |
| ― | IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" (1. Januar 2013) |
| ― | IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine" (1. Januar 2013) |
Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (überarbeitet 2011, IAS 19R) veröffentlicht, die eine Abschaffung der Korridormethode nach sich ziehen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind zukünftig unmittelbar erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Außerdem darf ein Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungszinssatzes, der für die Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung verwendet wird, erfasst werden. Die Änderungen an IAS 19R sind mit einigen Ausnahmen grundsätzlich mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Die Abschaffung der Korridormethode hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da im GRENKE Konzern die Korridormethode nicht angewendet wird und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bereits im sonstigen Ergebnis erfasst sind. Die Anwendung einer einheitlichen Nettozinskomponente für Erträge aus Planvermögen und dem Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben, da nur für die leistungsorientierten Verpflichtungen in der Schweiz Planvermögen vorliegt. Weiterhin werden die Offenlegungsangaben erweitert. Ebenso werden Änderungen hinsichtlich der Vorgaben für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben.
Im Mai 2011 hat das IASB drei neue Standards herausgegeben, die die Bilanzierung von Beteiligungen eines berichtenden Unternehmens im Konzernabschluss regeln. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein und ersetzt die Regelungen von IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften". IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" behandelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen. Diese entstehen, wenn zwei oder mehr Vertragsparteien gemeinschaftliche Kontrolle haben. In der EU sind die Standards mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss. Insbesondere werden die bestehenden ABCP-Programme sowie Franchiseverhältnisse betrachtet. ABCP-Programme mit bisher nicht konsolidierten Zweckgesellschaften werden bisher so dargestellt, dass die übertragenen finanziellen Vermögenswerte sowie zugehörige Schulden nicht als Abgang gezeigt werden, da ein anhaltendes Engagement bei den übertragenden Vermögenswerten behalten wird. Insofern würde eine Konsolidierung nicht zu einer wesentlichen Auswirkung führen. Zum momentanen Zeitpunkt geht die GRENKELEASING AG davon aus, dass die Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung im Konzern haben wird. IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da keine der Gesellschaften des GRENKE Konzerns eine Beteiligung an gemeinsamen Vereinbarungen hält.
IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" erweitert die Angabepflicht für Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Dazu werden unter anderem bestehende Angaben aus mehreren bereits veröffentlichten Standards in IFRS 12 zusammengeführt. IFRS 12 ist in der EU mit prospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss. Insbesondere werden erweiterte Offenlegungsangaben erwartet. Der geänderte IAS 27 "Einzelabschlüsse" enthält nach der Änderung lediglich Regelungen für Einzelabschlüsse und ist somit nicht von Relevanz für den Konzernabschluss.
Im Oktober 2012 gab das IASB Änderungen an den Übergangsvorschriften der geänderten IFRS 10, 11 und 12 bekannt. Hierbei wurden Ausnahmen und Erleichterungen bei den angepassten Vergleichszahlen sowie Angabepflichten von vergleichenden Informationen zu unkonsolidierten structured entities bei Erstanwendung von IFRS 12 veröffentlicht. Diese Änderungen sind in der EU ebenfalls ab 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwenden.
Mit der Änderung der zuvor genannten Standards wurde auch IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" vom IASB geändert. Dieser Standard hat für den GRENKE Konzern keine Relevanz, da keine Anteile an assoziierten Unternehmen gehalten werden.
Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projekts zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente IFRS 9 "Finanzinstrumente" veröffentlicht, der sich nur auf finanzielle Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive der Neuregelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung der Fair-Value-Option eingefügt. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten im Hinblick auf Klassifizierung und Bewertung und bildet die erste Phase des Projekts zur Überarbeitung der in IAS 39 definierten Finanzinstrumente. Danach werden künftig die finanziellen Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beilzulegender Zeitwert". Der neue Standard ist grundsätzlich prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Kategorisierungsvorschriften sind jedoch retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Anerkennung in europäisches Recht steht noch aus.
Die Erleichterung für eine generelle prospektive Anwendung führt zu zusätzlichen Offenlegungsangaben im Übergangszeitpunkt. Die GRENKELEASING AG analysiert derzeit die Auswirkungen der Änderung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss, betrachtet jedoch auch gleichzeitig Phase zwei und drei dieser umfangreichen Änderung. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells halten wir die Auswirkungen des bisher veröffentlichten IFRS 9 derzeit nicht für wesentlich Die endgültigen Verlautbarungen für die zweite Phase "Wertminderung und Risikovorsorge" und die dritte Phase "Abbildung von Sicherungsbeziehungen" dieses Projekts stehen, ebenso wie die künftigen Vorgaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden, noch aus. Eine Aussage zu den Auswirkungen auf den finalen IFRS 9 ist deshalb noch nicht möglich.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert", der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bisher in den einzelnen IFRS enthalten sind, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. IFRS 13 ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist ebenfalls zulässig. Vor dem Hintergrund des nicht wesentlichen Derivategeschäfts beurteilt die GRENKELEASING AG die Auswirkungen auf den Konzernabschluss auch deshalb als geringfügig, weil einige Änderungen bereits infolge von Änderungen von IFRS 7 .Finanzinstrumente: Angaben" eingeführt wurden. Die geänderten Verlautbarungen zu IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine" haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG.
Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit den Änderungen sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Die GRENKELEASING AG erwartet hinsichtlich dieser Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
2.3 Konsolidierungsgrundsätze
2.3.1 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKELEASING AG und ihrer beherrschten Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "GRENKE Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Die Tochtergesellschaften werden so lange in den Konsolidierungskreis einbezogen, wie die Muttergesellschaft einen beherrschenden Einfluss auf sie ausüben kann. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über 50% (oder mehr) der Stimmrechte oder des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart lenken kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert.
Neben der GRENKELEASING AG sind die folgenden Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
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| Name | Sitz | Beteiligung 2012 | Beteiligung 2011 |
|---|---|---|---|
| Inland | |||
| GRENKE SERVICE AG | Baden-Baden | 100% | 100% |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (direkt 84,4%, 15,6% indirekt über GRENKE SERVICE AG) | Baden-Baden | 100% | 100% |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden | 100% | 100% |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden | 100% | 100% |
| Ausland | |||
| GRENKELEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100% | 100% |
| GRENKE ALQUILER S.A. | Barcelona/Spanien | 100% | 100% |
| Grenkefinance N.V. | Vianen/Niederlande | 100% | 100% |
| GRENKELEASING AG | Zürich/Schweiz | 100% | 100% |
| GRENKELEASING GmbH | Wien/Österreich | 100% | 100% |
| GRENKELEASING ApS | Herlev/Dänemark | 100% | 100% |
| GRENKE LIMITED | Dublin/Irland | 100% | 100% |
| GRENKE FINANCE Plc. | Dublin/Irland | 100% | 100% |
| GRENKE LOCATION SAS | Schiltigheim/Frankreich | 100% | 100% |
| GRENKE Locazione S.r.l. | Mailand/Italien | 100% | 100% |
| GRENKELEASING S.r.l. | Mailand/Italien | 100% | 100% |
| GRENKELEASING AB | Stockholm/Schweden | 100% | 100% |
| GRENKE LEASE Sprl1) | Brüssel/Belgien | 100% | 100% |
| Grenke Leasing Ltd. | Guildford/Großbritannien | 100% | 100% |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. | Posen/Polen | 100% | 100% |
| GRENKELEASING Magyarország Kft. | Budapest/Ungarn | 100% | 100% |
| S.C. Grenke Renting S.R.L | Bukarest/Rumänien | 100% | -- |
| GRENKE RENT S.A.2) | Madrid/Spanien | 100% | -- |
| GRENKE RENTING S.A. | Lissabon/Portugal | 100% | -- |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2"3) | Pantin/Frankreich | 100% | 100% |
| GOALS FINANCING 2009 LIMITED4) | Dublin/Irland | -- | -- |
1) GRENKELEASING AG ist mit 1.499 TEUR (von insgesamt 1.500 TEUR) am Tochterunternehmen GRENKE LEASE Sprl in Brüssel/Belgien direkt und über ihre deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit 1 TEUR indirekt beteiligt.
2) GRENKELEASING AG ist mit 100% indirekt über die GRENKE ALQUILER S.A. beteiligt.
3) Konsolidierung ab dem Jahr 2011 durch Aufnahme der Refinanzierungstätigkeit dieses Compartments im Rahmen des ABCP-Programms Elektra Purchase No. 25 Limited für französische Leasingforderungen. Die GRENKELEASING AG ist indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit jeweils 50% beteiligt.
4) Gründung in 2009 im Zusammenhang mit der Emission des ABS-Bonds. Mit der Emission des ABS-Bonds in 2010 hat die GRENKELEASING AG Beherrschung gem. SIC-12 an der Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlangt. Es besteht kein Beteiligungsverhältnis.
Für Erläuterungen hinsichtlich der Neuzugänge im Geschäftsjahr verweisen wir auf Tz. 5.1.
2.3.2 Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsgeschäfte
Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung (zum Beispiel flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) werden in der Folge mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet und sich ggf. ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten bewertet wurden, werden in der Folge nicht mehr umgerechnet. Maßgeblich bleibt der Kurs der Erstverbuchung.
Ausländische Einheiten
Jedes Unternehmen innerhalb des GRENKE Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung. Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen in Euro zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres (arithmetisches Mittel der festgestellten Tageskurse eines Geschäftsjahres). Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Die im GRENKE Konzern verwendeten Wechselkurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:
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| Stichtagskurs 31.12.2012 | Durchschnittskurs 2012 | Stichtagskurs 31.12.2011 | Durchschnittskurs 2011 | |
|---|---|---|---|---|
| CHF | 1,2072 | 1,2053 | 1,2156 | 1,2326 |
| CZK | 25,151 | 25,149 | 25,7870 | 24,5900 |
| DKK | 7,461 | 7,4437 | 7,4342 | 7,4506 |
| GBP | 0,8161 | 0,81087 | 0,8353 | 0,8679 |
| HUF | 292,3000 | 289,2500 | 314,5800 | 289,2050 |
| NOK1) | 7,3483 | 7,4751 | 7,7540 | 7,7934 |
| PLN | 4,074 | 4,1847 | 4,4580 | 4,1206 |
| RON3) | 4,5800 | 4,5199 | 4,3233 | 4,2391 |
| SEK | 8,582 | 8,7041 | 8,9120 | 9,0298 |
| TRY1) | 2,3551 | 2,3135 | 2,4432 | 2,3378 |
| USD2) | 1,3183 | -- | 1,2939 | -- |
| CAD2) | -- | -- | 1,3215 | -- |
| JPY2) | -- | -- | 100,20 | -- |
1) Währung der Franchisegesellschaften, Refinanzierung erfolgt teilweise in Fremdwährung.
2) Fremdwährungen, die ausschließlich im Rahmen von Beständen im Kredit- und Einlagenbereich der GRENKE BANK AG relevant sind.
3) Erwerb der Tochtergesellschaft in Rumänien zum 19. Juli 2012, daher ist im Jahr 2011 die Währung der Franchisegesellschaft und der Durchschnittskurs im Jahr 2012 ab Erwerbszeitpunkt dargestellt.
2.4 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.4.1 Leasingverhältnisse
Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Beginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt. Eine erneute Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur dann vorzunehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
a. Es erfolgt eine Änderung der Vertragsbedingungen, sofern sich die Änderung nicht nur auf eine Erneuerung oder Verlängerung der Vereinbarung bezieht;
b. eine Erneuerungsoption wird ausgeübt oder eine Verlängerung gewährt, es sei denn, die Erneuerungs- oder Verlängerungsbestimmungen wurden bereits ursprünglich in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt;
c. es erfolgt eine Änderung der Feststellung, ob die Erfüllung von einem spezifischen Vermögenswert abhängt;
oder
d. es erfolgt eine wesentliche Änderung des Vermögenswerts.
Der Konzern als Leasinggeber
Finanzierungsleasingverhältnisse
Bei einem Finanzierungsleasing werden alle wesentlichen mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Daher werden die ausstehenden Leasingzahlungen vom Leasinggeber als Kapitalrückzahlung und Finanzertrag behandelt. Die Leasingzahlungen dienen dazu, dem Leasinggeber seine Finanzinvestition zurückzuerstatten und ihn für seine Dienstleistungen zu entlohnen.
Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing werden in der Bilanz als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Ausgangspunkt für die Berechnung des Nettoinvestitionswerts bilden die Nettoanschaffungskosten des Leasingobjekts, vermindert um eine vom Leasingnehmer geleistete Mietsonderzahlung. Anfängliche direkte Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden gegen die Erträge über die Gesamtlaufzeit des Leasingvertrags verrechnet, indem die nicht realisierten Finanzerträge anteilig um den Betrag dieser anfänglichen Kosten gekürzt werden. Diese anfänglichen direkten Kosten werden bei Entstehen im Ergebnis aus dem Neugeschäft ertragswirksam. Finanzerträge werden derart erfasst, dass eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Restforderung erzielt wird.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, bei denen nicht alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom GRENKE Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte in der Regel als Sachanlagen ausgewiesen (siehe Tz. 4.8).
Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt. Dieser wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Der Konzern als Leasingnehmer
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den GRENKE Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Ist der Eigentumsübergang auf den GRENKE Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
2.4.2 Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.
2.4.3 Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können und für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Im GRENKE Konzern wurden alle im Geschäftsjahr 2012 entstandenen Fremdkapitalkosten als Aufwand erfasst.
2.4.4 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Die im GRENKE Konzern eingesetzten Derivate, sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden grundsätzlich als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und an Folgestichtagen zu Marktwerten bilanziert. Die Bewertung der im Unternehmen eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Teil mittels Bloomberg (Zins-Swaps) und zum Teil auf Basis der von den Banken zur Verfügung gestellten Berechnungsgrundlagen (Devisentermingeschäfte).
Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet.
Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Der GRENKE Konzern hält zum Stichtag keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte und keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente.
Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte oder Schulden zu klassifizieren ("Fair-Value-Option"), wurde kein Gebrauch gemacht.
Finanzielle Schulden werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten passiviert und in den Folgeperioden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung werden, soweit es sich um eine nicht fristenkongruente Refinanzierung über Darlehen, Anleihen oder Schuldverschreibungen handelt, zum Nominalwert abzüglich mit der Kreditaufnahme verbundener Transaktionskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit amortisiert.
Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft werden ebenfalls zum Nominalwert zuzüglich abgegrenzter Zinsanteile bilanziert. Die Zinsaufwendungen werden als Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts im Zinsergebnis dargestellt.
Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwerts der noch zu leistenden Zahlungen an die Refinanzierer. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen.
Eine finanzielle Garantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß und den Bedingungen des Schuldinstruments entsprechend nachkommt. Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und, sofern nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel dem Barwert der für die Übernahme der Finanzgarantie erhaltenen Gegenleistung. Anschließend erfolgt die Bewertung der Verbindlichkeit mit der bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlichen Ausgaben oder dem höheren angesetzten Betrag abzüglich der kumulierten Amortisationen. Entsprechend dieser Bilanzierungsgrundsätze bestehen im GRENKE Konzern keine bilanziell abzubildenden Finanzgarantien.
2.4.5 Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten
Der GRENKE Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt, dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz).
Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung zählen Anzeichen, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten erlebt, die durch Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen gekennzeichnet sind. Daneben wird das bisherige Zahlungsverhalten, die Altersstruktur, eine substanzielle Verschlechterung der Kreditwürdigkeit sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines Schuldners berücksichtigt. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst.
Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst.
2.4.6 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting)
Im GRENKE Konzern werden nur Zinsderivate als Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Zahlungsströmen aus der Wertänderung von Zinsen unter dem Hedge-Accounting bilanziert. Diese Zins-Swap Kontrakte werden den variablen Zahlungsströmen von Finanzierungsgeschäften als Grundgeschäft zugeordnet. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Zins-Swaps weist der Konzern nach Berücksichtigung von latenten Steuern im Posten Sonstigen Ergebnis (Hedging-Rücklage) aus. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" vorgenommen. Weitere Ausführungen sind unter Punkt 6.3.3 ff. erläutert.
2.4.7 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
| ― | Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen. |
| ― | Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung der Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen von IAS 39.19 erfüllt ("Pass-Through Arrangement"'). |
| ― | Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen, oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen. |
Wenn der GRENKE Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder endgültig erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Schuld durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
2.4.8 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst, im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen bzw. aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("Nicht-performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Im GRENKE Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "Nicht-performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt und der Barwert der ausstehenden Raten als Schadensersatz geltend gemacht. Dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
2.4.9 Sachanlagen
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Finanzierungskosten werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. In den Vorperioden wurden diese als Aufwand der Periode behandelt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; realisierte Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag/Aufwand ausgewiesen.
Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
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| Bürogebäude | 33 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| EDV-Hardware | 3 Jahre |
| Fuhrpark | 4 - 5 Jahre |
| Mietereinbauten | 10 Jahre |
| Sonstige (Büroeinrichtung) | 3 - 20 Jahre |
Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.
2.4.10 Geschäfts- oder Firmenwert
Der aus Unternehmenskäufen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt. Die Geschäftswerte wurden bis zum 31. Dezember 2004 über die wirtschaftliche Nutzungsdauer erfolgswirksam linear abgeschrieben. Aufgrund der Implementierung des IFRS 3 wurden die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte mit dem Wert zum 31. Dezember 2004 festgesetzt und die planmäßige Abschreibung ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt. Dieser festgesetzte Wert wird nunmehr als neuer Anschaffungswert angesehen.
Anstelle einer planmäßigen linearen Abschreibung bzw. nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment-Test") nach IAS 36 unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("Impairment-Only-Approach"). Dieser planmäßige Werthaltigkeitstest wird immer im dritten Quartal auf Basis der Halbjahreszahlen durchgeführt. Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest Überprüfungen vorzunehmen. In der Folgezeit werden Geschäfts- und Firmenwerte zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt.
2.4.11 Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen, Software
Lizenzen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die Anschaffungskosten für Software werden aktiviert und als immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Da Lizenzen und Software eine begrenzte Nutzungsdauer haben, werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer, die in aller Regel drei Jahre beträgt, vermindert.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte
Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der GRENKE Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden bzw. über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren mit drei Jahren unterstellt. Während des Zeitraums, in dem der selbsterstellte immaterielle Vermögenswert noch nicht genutzt wird, wird dieser einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.
Kundenbeziehungen/Händlerstamm
Ein/e im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene(r) Kundenbeziehung/Händlerstamm wird entsprechend seines beizulegenden Zeitwerts bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der/des Kundenbeziehung/Händlerstamms erfolgte in der Vergangenheit über ein kostenorientiertes Verfahren. Bei Unternehmenszusammenschlüssen ab 2012 erfolgte die Ermittlung mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens über die Residualwertmethode. Die Kundenbeziehungen bzw. Händlerstämme werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von sechs bzw. fünf Jahren abgeschrieben.
Wettbewerbsverbote
Durch Unternehmenszusammenschlüsse vertraglich erworbene Wettbewerbsverbote werden entsprechend ihres beizulegenden Zeitwerts zum Zugangszeitpunkt bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte über ein kapitalwertorientiertes Verfahren, einer Mehrgewinnmethode. Die Wettbewerbsverbote werden über die vertragliche Nutzungsdauer, die in der Regel zwei Jahre beträgt, planmäßig abgeschrieben.
2.4.12 Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten
Vermögenswerte im Sinne von IAS 36.1 werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten.
Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.
Die Bilanzansätze von Geschäfts- und Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 2.4.10 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der Nutzungswert niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich untersagt ist.
2.4.13 Rückstellungen
Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den GRENKE Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.
2.4.14 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens, angepasst um den nicht entsprechend erfolgswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen.
Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected-Unit-Credit-Method") ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der im Geschäftsjahr 2009 erworbenen GRENKE BANK AG. Eine Fondfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.
Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen. Im GRENKE Konzern kommen überwiegend beitragsorientierte Versorgungspläne zur Anwendung.
2.4.15 Steuern
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche
Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider.
Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden.
Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:
| ― | Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst. |
| ― | Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. |
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen bzw. Schulden erfasst.
Gewerbesteuer
Leasing- und Factoringgesellschaften sind grundsätzlich Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 und 10 Kreditwesengesetz (KWG). Diese Unternehmen wurden einerseits bereits ab 2008 in das sogenannte gewerbesteuerliche Bankenprivileg gemäß § 19 der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV) einbezogen, andererseits unterliegen sie seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 der originären Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.
Die Einbeziehung in § 19 GewStDV führt dazu, dass ein Wettbewerbsnachteil der Leasing- und Factoringunternehmen im Vergleich zu Banken, der mit dem Jahressteuergesetz 2008 entstanden war, wieder zurückgenommen wird. Voraussetzung für die Anwendung von § 19 GewStDV ist, dass die Leasinggesellschaft nachweislich ausschließlich Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 des Kreditwesengesetzes tätigt. Dies sind der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen und die Verwaltung von Leasingobjektgesellschaften. Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 27. November 2009 zur Klärung von Auslegungsfragen Stellung genommen. Zur Auslegung des Ausschließlichkeitsgebots gilt nach dem Ergebnis einer Erörterung der obersten Finanzbehörden, dass Hilfs- und Nebengeschäfte zu Finanzdienstleistungen dem Ausschließlichkeitsgebot nicht entgegenstehen.
Derartige Geschäfte liegen vor, wenn sie für die Durchführung der jeweiligen Finanzdienstleistungen zwingend erforderlich sind. Gemäß der im BMF-Schreiben enthaltenen Übergangsregelung gilt für Unternehmen, die schon vor dem 24. Dezember 2008 neben Factoring und Finanzierungsleasing auch andere Geschäfte betrieben haben, dass diese dem Ausschließlichkeitsgebot erstmals für den Erhebungszeitraum 2011 entgegenstehen.
Durch Gesetzesbeschluss des Bundestags vom 5. März 2010 sowie die Zustimmung des Bundesrats vom 26. März 2010 zum "Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften" wurde auch § 19 GewStDV - teilweise rückwirkend zum Erhebungszeitraum 2008 - geändert. Demnach unterbleibt bei Finanzdienstleistungsinstituten im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG - Finanzierungsleasing und Factoring inbegriffen - rückwirkend ab dem Erhebungszeitraum 2008 eine Hinzurechnung von Entgelten für Schulden und ihnen gleichgestellten Beträgen, soweit diese unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen. Solche Finanzdienstleistungen betreffen insbesondere auch Factoring und Finanzierungsleasing. Ab Erhebungszeitraum 2011 gilt eine 50%-Grenze. Sofern die erzielten Umsätze nicht zu mindestens 50% auf o. g. Finanzdienstleistungen entfallen, sind die Zinsaufwendungen in voller Höhe hinzuzurechnen.
Für die Erhebungszeiträume 2008 bis 2010 ist die 50%-Grenze noch nicht anwendbar. Folglich gilt, dass "Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzuzurechnen sind". Da die Umsätze gemäß § 19 Abs. 4 Satz 2 GewStDV zu mindestens 50% auf Finanzdienstleistungen entfallen, wurde bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKELEASING AG, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie für die GRENKEFACTORING GmbH § 19 GewStDV für die Erhebungszeiträume 2008 bis 2011 angewendet und Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzugerechnet. Bei der GRENKE BANK AG wird § 19 GewStDV in der für Banken relevanten Art angewendet.
2.4.16 Ertragsrealisierung
Erlöse aus der Funktion des Konzerns als Leasinggeber
Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 2.4.1 verwiesen.
Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft
Unter den Erlösen aus dem Versicherungsgeschäft sind die Prämien für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts ausgewiesen, die die Leasingnehmer über den GRENKE Konzern abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstands nicht selbst vornehmen. Die Versicherungsbeiträge werden jährlich eingezogen und anteilig abgegrenzt.
Verkauf von Leasingobjekten
Erlöse aus dem Verkauf werden im Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Lasten erfasst.
Zinserträge
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft werden erfasst, wenn die Zinsen oder zinsähnliche Gebühren (beispielsweise Factoringgebühren) unter Verwendung der Effektivzinsmethode entstanden sind.
2.4.17 Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Leasing
Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.
Asset-Backed-Commercial-Paper-Programme ("ABCP-Programme") und ABS-Bond
Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene ABCP-Programme. Sofern es sich hierbei um von verschiedenen Kreditinstituten aufgesetzte Zweckgesellschaften handelt, die Leasingforderungen von GRENKE-Konzerngesellschaften ankaufen, diese bündeln und dann zur eigenen Refinanzierung kurzfristige Commercial Papers ausgeben, erfolgt keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Im Rahmen einer Analyse der Vertragsbedingungen der einzelnen Programme hat der Konzern eine eventuelle Konsolidierungspflicht nach SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" geprüft.
Zwar eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einer weiteren Refinanzierungsform und damit entsprechenden Nutzen. Allerdings tragen die organisierenden Banken aufgrund der von ihnen gegebenen Liquiditätszusage entsprechende und wesentliche Risiken. Aus der hieraus resultierenden Abwägung zwischen dem für den GRENKE Konzern gewährten Nutzen und den getragenen Risiken im Zusammenhang mit der Beurteilung nach SIC-12 ist eine Einbeziehung in den GRENKE Konzern ("Konsolidierung") zu verneinen.
Ferner wurde bei der Beurteilung der Konsolidierungspflicht berücksichtigt, dass rechtlicher Eigentümer der oben genannten einzelnen Zweckgesellschaften jeweils ein Trust ist. Dieser bedient sich verschiedener Rechtsanwaltskanzleien, die mit der entsprechenden Geschäftsführung im Namen des Trusts betraut sind. Eine Einflussmöglichkeit des GRENKE Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der Zweckgesellschaften besteht nicht.
Die Refinanzierung über die ABCP-Programme basiert auf dem vertraglichen Verkauf von zukünftigen Leasingzahlungen. Bei der Beurteilung nach IAS 39.17 ff., ob eine Ausbuchung der zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerte vorzunehmen ist, hat der Konzern abzuwägen, inwieweit er Chancen und Risiken aus den zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerten an das ankaufende Vehikel überträgt. Eine Ausbuchung im Rahmen des Verkaufs wird aufgrund des Chancen-Risiko-Verhältnisses im Zusammenhang mit den Leasingforderungen komplett verneint. Deshalb wird die Nutzung der Refinanzierung über ABCP-Programme im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG analog einer Refinanzierung über eine Darlehensaufnahme bilanziert. Eine Off-Balance-Sheet-Bilanzierung findet nicht statt.
Bei der FCT werden die Anteile des Sondervermögens von zwei Tochterunternehmen gehalten und entsprechend konsolidiert. GOALS 2009 ist die Zweckgesellschaft im Rahmen eines ABS-Bonds (Tz. 4.12.1). Da hier keine Liquiditätsgarantien bestehen und dem GRENKE Konzern die Mehrheit der Chancen und Risiken zustehen, wurde GOALS 2009 in 2010, 2011 und 2012 konsolidiert.
2.4.18 Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:
| ― | Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte |
| ― | Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "Nichtperformende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes |
| ― | Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen |
| ― | Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten |
| ― | Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge |
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Investitionen in das operative Geschäft der jeweiligen Gesellschaft auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Zur Diskontierung der Cashflows kamen je nach Land und Währung sowie der Kapitalstruktur Eigenkapitalkosten zwischen 6,6% (D) und 11,3% (HUF) (Vorjahr: ungewichteter Durchschnitt: 8,1%) zur Anwendung.
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit Hilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:
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| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5% und 100%. Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mit Hilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11% und 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen weiter detailliert. Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7% und 28,4% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Für Zugänge ab 2009 wurden Restwertsätze zwischen 6,5% und 28,4% in Ansatz gebracht. Für Zugänge ab 1. April 2011 wurden Restwertsätze zwischen 6,5% und 23,5% angesetzt und sind seitdem gültig.
Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betrugen zum Stichtag zwischen 3,5% und 16,9% (Vorjahr: zwischen 3,3% und 18,3%) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstands unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Am 22. Juli 2009 wurde das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16. Juli 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Zu den darin enthaltenen Steuererleichterungen zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise gehört ein zeitlich befristetes Sanierungsprivileg, mit dem die Verlustabzugsbeschränkung des § 8c KStG für bestimmte Sanierungsfälle entschärft wurde.
Demnach ist ein Beteiligungserwerb, der nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 erfolgte, dann unschädlich mit Blick auf die Verlustnutzungsbeschränkung des § 8c Abs. 1 KStG, wenn er zum Zweck der Sanierung des Geschäftsbetriebs der Verlustgesellschaft erfolgt. Als begünstigte Sanierung wird eine Maßnahme definiert, die darauf gerichtet ist, die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern oder zu beseitigen und zugleich die wesentlichen Betriebsstrukturen zu erhalten.
Mit Schreiben vom 30. April 2010 hat das Bundesfinanzministerium bekannt gegeben, dass die EU-Kommission mit Beschluss vom 24. Februar 2010 gegen die Sanierungsklausel der Regelung zur Verlustverrechnungsbeschränkung bei Körperschaften (§ 8c Abs. 1a KStG) das förmliche Prüfverfahren nach Artikel 108 Abs. 2 AEUV eröffnet hat. Die EU-Kommission hat Zweifel an der Vereinbarkeit der Regelung zur Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG mit dem gemeinsamen Markt.
Am 26. Januar 2011 hat die EU-Kommission entschieden, dass die in § 8c Abs. 1a KStG enthaltene und ab dem 1. Januar 2008 anwendbare Sanierungsklausel eine europarechtswidrige staatliche Beihilfe darstellt. Damit hat das am 24. Februar 2010 eingeleitete förmliche Prüfverfahren gem. Art. 108 Abs. 2 AEUV seinen offiziellen Abschluss gefunden. Die Bundesrepublik Deutschland hat gegen den Beschluss der Europäischen Kommission Nichtigkeitsklage bei dem Gericht der Europäischen Union (EuG) erhoben. Da der Ausgang des Verfahrens noch ungewiss ist, wird die Sanierungsklausel nicht berücksichtigt.
3 Ausgewählte Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Zinsergebnis
3.1.1 Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus dem Leasinggeschäft | 165.108 | 140.211 |
| Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank | 347 | 358 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft | 1.849 | 1.443 |
| Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer | 2.185 | 2.535 |
| Summe | 169.489 | 144.547 |
3.1.2 Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts
Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft | 4.899 | 3.417 |
| Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung | 53.125 | 48.439 |
| Summe | 58.024 | 51.856 |
Unter den Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung werden auch die aus der Verzinsung der im Rahmen der ABCP-Programme sowie im Rahmen der ABS-Bonds (Asset Backed Securities) ausgegebenen Darlehen (siehe Tz. 4.4) erzielten Zinserträge in Höhe von 1.775 TEUR (Vorjahr: 2.114 TEUR) ausgewiesen.
3.2 Schadensabwicklung und Risikovorsorge
Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("Percentage-of-Receivables Approach").
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Schadensfällen | 49.086 | 36.442 |
| Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen | 37.408 | 31.382 |
| Aufwendungen aus der Ausbuchung von performenden Leasingforderungen | 51.653 | 37.016 |
| Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank | 1.500 | 1.150 |
| Risikovorsorge Factoringgeschäft | 94 | 10 |
| Aufwand aus Delkrederegebühren an Franchiser | 1.852 | 1.299 |
| Summe | 43.421 | 34.415 |
3.3 Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft
Die Erlöse und Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft im Rahmen des Leasinggeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft | 32.184 | 27.586 |
| Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft | 2.028 | 1.883 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 30.156 | 25.703 |
3.4 Ergebnis aus dem Neugeschäft
Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Einbuchung neuer Leasingforderungen | 916.990 | 796.313 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 4.985 | 4.540 |
| Erlöse aus Bearbeitungsgebühren | 2.806 | 2.490 |
| Erlöse aus Mietsonderzahlungen | 2.202 | 1.715 |
| Summe | 926.983 | 805.058 |
Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände | 874.795 | 759.594 |
| An Händler bezahlte Provisionen | 16.490 | 14.443 |
| Summe | 891.285 | 774.037 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 35.698 | 31.021 |
Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert.
3.5 Ergebnis aus der Verwertung
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Nachmieten | 26.107 | 24.212 |
| Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit | -922 | -1.323 |
| Buchverluste aus dem Abgang nach Grundmietzeitende | -22.719 | -21.844 |
| Buchgewinne / -verluste aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung | 1.516 | 608 |
| Summe | 3.982 | 1.653 |
Bei den Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Diese kompensieren die Abschreibungen sowie die Buchverluste aus dem Abgang der Leasinggegenstände nach Grundmietzeitende bzw. aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung.
3.6 Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 681 (Vorjahr: 585). Teilzeitangestellte wurden anteilig berücksichtigt.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Gehälter | 35.031 | 30.545 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 7.407 | 6.150 |
| Phantom-Stock-Vereinbarung des Vorstands (Tz. 8.6) | 371 | 0 |
| Summe | 42.809 | 36.695 |
Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern fast ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen ("Defined Contribution Plans") zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich in 2012 auf insgesamt 1.361 TEUR (Vorjahr: 1.422 TEUR) und betrafen überwiegend die in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleisteten Beiträge.
Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalkosten für das Geschäftsjahr 2012 von insgesamt 124 TEUR (Vorjahr: 142 TEUR) erfasst. Des Weiteren sind im Personalaufwand 448 TEUR (Vorjahr: 354 TEUR) für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der französischen Tochtergesellschaft erfasst.
3.7 Abschreibungen und Wertminderung
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Geschäftsausstattung | 1.356 | 1.850 |
| Bürogebäude | 477 | 477 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.522 | 898 |
| Summe | 3.355 | 3.225 |
Aufwendungen für Wertminderung waren im Geschäftsjahr für Geschäftsausstattung in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 467 TEUR) zu verzeichnen.
3.8 Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)
Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Betriebskosten | 11.523 | 11.237 |
| Verwaltungskosten | 4.713 | 4.441 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 6.168 | 4.753 |
| Vertriebskosten (ohne Provisionen) | 5.613 | 4.711 |
| Sonstige Steuern | 2.255 | 1.106 |
| Vergütung der Kontrollgremien | 123 | 125 |
| Summe Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (exkl. Personalaufwand) | 30.395 | 26.373 |
Beratungs- und Prüfungskosten
In den Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 6.168 TEUR (Vorjahr: 4.753 TEUR) sind Aufwendungen für das Honorar (inklusive Auslagen) des Abschlussprüfers der GRENKELEASING AG in Höhe von insgesamt 481 TEUR (Vorjahr: 545 TEUR) enthalten.
Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2012 setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Abschlussprüfung | 379 | 435 |
| Aufwendungen für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen | 68 | 99 |
| Aufwendungen für sonstige Leistungen | 34 | 11 |
| Summe | 481 | 545 |
Von dem Gesamthonorar waren 52 TEUR (Vorjahr: 177 TEUR) periodenfremd.
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 5.827 TEUR (Vorjahr: 5.925 TEUR) entstanden. Der Aufwand ist in der Position Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.
3.9 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erlösschmälerungen | 1.104 | 1.472 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.724 | 1.423 |
| Zuführung zu Rückstellungen | 219 | 137 |
| Buchverluste aus dem Verkauf von Büro- und Geschäftsausstattung | 100 | 19 |
| Übrige Posten | 874 | 341 |
| Summe | 5.021 | 3.392 |
3.10 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Vereinnahmte Franchisegebühren | 1.180 | 1.144 |
| Miete und Mietnebenkosten | 473 | 598 |
| Periodenfremde Erträge | 134 | 315 |
| Auflösung von Rückstellungen | 0 | 288 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Waren | 325 | 267 |
| Provisionseinnahmen Bankgeschäft | 229 | 242 |
| Vereinnahmte Verwaltungsgebühren | 76 | 198 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 61 | 165 |
| Auflösung von abgegrenzten Schulden | 309 | 106 |
| Weiterbelastete Gerichtskosten an Leasingnehmer | 0 | 77 |
| Versicherungsentschädigungen | 51 | 49 |
| Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 46 | 46 |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 55 | 0 |
| Übrige Posten | 562 | 260 |
| Summe | 3.501 | 3.755 |
3.11 Ertragsteuern
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 14.663 | 16.155 |
| Latente Steuern | 2.574 | -4.974 |
| Summe | 17.237 | 11.181 |
Unter den laufenden Steuern sind Erträge in Höhe von 183 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR) aus Vorjahren enthalten.
Überleitungsrechnung zwischen dem durchschnittlichen effektiven und dem erwarteten Steuersatz
Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKELEASING AG auf den effektiven Steuersatz bezogen auf den Vorsteuergewinn (100%) ergibt sich wie folgt:
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| Anzuwendender Steuersatz | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 14,19% | 14,19% |
| Körperschaftsteuer | 15,00% | 15,00% |
| Solidaritätszuschlag (5,5% der Körperschaftsteuer) | 0,83% | 0,83% |
| Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG | 30,02% | 30,02% |
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| Anzuwendender Steuersatz | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG | 30,02% | 30,02% |
| Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 0,07% | 0,06% |
| Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern | -3,09% | -9,46% |
| Saldo aus Steuerminderungen und -erhöhungen aufgrund Veränderungen in den Steuersätzen | -0,03% | 0,00% |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -0,28% | -0,44% |
| Steuernachzahlungen und -erstattungen aus Vorjahren1) | -0,31% | -0,14% |
| Sonstiges | 2,49% | 2,13% |
| Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern | 28,87% | 22,17% |
1) Steuererstattungen für Vorjahre beliefen sich in 2012 auf 183 TEUR (Vorjahr: Steuererstattungen 73 TEUR).
3.12 Ergebnis je Aktie
Das jeweilige Periodenergebnis liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Ein Verwässerungseffekt ergab sich weder im Geschäftsjahr 2012 noch im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr 3,10 EUR (Vorjahr: 2,87 EUR).
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| Stück | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (unverwässert) | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (verwässert) | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode | 13.684.099 | 13.684.099 |
3.13 Sonstiges Ergebnis
Die erfolgswirksamen Umgliederungen realisierter Gewinne/Verluste vor Steuern stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) aus Zinskontrakten | 460 | 1.893 |
| Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung | -224 | -1.037 |
| Sonstiges Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) | 236 | 856 |
4 Ausgewählte Angaben zur Bilanz
4.1 Zahlungsmittel
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 7 | 15 |
| Guthaben auf Zentralbankkonten | 45.276 | 19.063 |
| Kontoguthaben bei Banken | 71.424 | 85.156 |
| Summe | 116.707 | 104.234 |
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel lt. Bilanz | 116.707 | 104.234 |
| Abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten | 637 | 482 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Kapitalflussrechnung | 116.070 | 103.752 |
4.2 Finanzinstrumente mit positivem Marktwert
Unter den Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert werden in den berichtenden Geschäftsjahren ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung ausgewiesen. Derivate mit einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39, die einen positiven Marktwert aufweisen, liegen demzufolge nicht vor.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Marktwert Zinsswaps | 3.325 | 3.183 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 913 | 1.216 |
| Summe | 4.238 | 4.399 |
Eine Erläuterung zu den Zins- und Währungsderivaten findet sich unter Tz. 6.3.
4.3 Leasingforderungen
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Ausstehende Mindestleasingzahlungen | 1.843.940 | 1.550.324 |
| + nicht garantierte Restwerte | 226.216 | 189.114 |
| Bruttoinvestition | 2.070.156 | 1.739.438 |
| - nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag | 298.483 | 254.504 |
| Nettoinvestition | 1.771.673 | 1.484.934 |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 166.905 | 138.271 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 1.604.768 | 1.346.663 |
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| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | länger als 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Bruttogesamtinvestition | 727.049 | 1.329.324 | 13.783 |
| Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) | 606.437 | 1.121.425 | 11.576 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 530.691 | 1.065.924 | 8.153 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorjahr) | 439.820 | 899.943 | 6.900 |
Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | ||
| Stand zu Periodenbeginn | 1.484.934 | 1.241.374 |
| + Veränderung in der Periode | 286.739 | 243.560 |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 1.771.673 | 1.484.934 |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (Nicht-performende Leasingforderungen) | ||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 168.393 | 170.346 |
| - kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn | 84.573 | 83.496 |
| \= Nicht-performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn | 83.820 | 86.850 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 63.851 | 31.443 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 33.621 | 33.396 |
| + Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode | 17.636 | 18.275 |
| - Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* | 29.431 | 19.352 |
| Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende | 102.255 | 83.820 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 1.568.754 | 1.328.224 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende | 1.873.928 | 1.568.754 |
* Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von 270 TEUR (Vorjahr: 400 TEUR).
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| TEUR | Barwert der Mindest- leasingzahlungen | Barwert der Restwerte | Andere Forderungen gegen Leasingnehmer | Bilanzansatz |
|---|---|---|---|---|
| 2011 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 439.820 | 45.159 | 83.820 | 568.799 |
| Langfristige Leasingforderungen | 906.843 | 93.112 | 0 | 999.955 |
| Summe (2011) | 1.346.663 | 138.271 | 83.820 | 1.568.754 |
| 2012 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 530.691 | 55.195 | 102.255 | 688.141 |
| Langfristige Leasingforderungen | 1.074.077 | 111.710 | 0 | 1.185.787 |
| Summe (2012) | 1.604.768 | 166.905 | 102.255 | 1.873.928 |
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten.
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht-performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:
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| Leasingforderungen Mio. EUR |
Netto- Buchwert | davon zum Stichtag überfällig |
Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag |
| --- | --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2011 | |||
| nicht wertgemindert | 16,0 | 16,0 | 0,0 |
| wertgemindert | 67,8 | 152,6 | 84,8 |
| Summe | 83,8 | 168,6 | 84,8 |
| Zum 31.12.2012 | |||
| nicht wertgemindert | 20,4 | 20,4 | 0,0 |
| wertgemindert | 81,9 | 178,5 | 96,6 |
| Summe | 102,3 | 198,9 | 96,6 |
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| zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen Mio. EUR |
< 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | Zwischen 181 Tage und 360 Tage | Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2011 | |||||
| nicht wertgemindert | 14,6 | 0,7 | 0,4 | 0,3 | 0,0 |
| wertgemindert | 10,0 | 8,1 | 15,8 | 68,3 | 50,4 |
| Summe | 24,6 | 8,8 | 16,2 | 68,6 | 50,4 |
| Zum 31.12.2012 | |||||
| nicht wertgemindert | 18,8 | 0,9 | 0,4 | 0,3 | 0,0 |
| wertgemindert | 20,9 | 13,4 | 20,9 | 76,6 | 46,7 |
| Summe | 39,7 | 14,3 | 21,3 | 76,9 | 46,7 |
Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor.
Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt.
Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2012 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf. Der GRENKE Konzern bleibt in den überwiegenden Fällen rechtlicher Eigentümer der Leasinggegenstände, durch welche die Leasingforderungen besichert sind.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:
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| Mio. EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 84,8 | 83,4 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 33,5 | 22,6 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 17,6 | 15,8 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 4,4 | 5,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,3 | 0,4 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 96,6 | 84,8 |
Der Zinsertrag aus der Aufzinsung des Wertberichtigungsaufwands beträgt 419 TEUR (Vorjahr: 2.198 TEUR) und wird in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit ausgewiesen.
4.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 18.932 | 26.158 |
| Darlehen ABCP | 19.987 | 19.829 |
| Rateneinzüge Monatsende | 21.550 | 23.890 |
| Darlehen (Bank) | 2.859 | 1.622 |
| Forderungen gegen Refinanzierer | 4.896 | 4.116 |
| Forderungen aus dem Factoringgeschäft | 9.444 | 7.206 |
| Restricted Cash | 6.180 | 7.155 |
| Sonstiges | 1.055 | 0 |
| Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 84.903 | 89.976 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Darlehen ABCP | 19.114 | 18.197 |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 3.135 | 13.305 |
| Darlehen (Bank) | 5.738 | 3.074 |
| Sonstiges | 1.069 | 0 |
| Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 29.056 | 34.576 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 113.959 | 124.552 |
Als "Restricted Cash" wird der Bestand an liquiden Mitteln dargestellt, der auf Bankkonten von GOALS 2009 steht. Diese liquiden Mittel stellen die Liquiditätsreserve der Zweckgesellschaft dar. Der GRENKE Konzern hat auf diese Mittel keinen Zugriff.
Die Forderungen Franchisenehmer (siehe auch Tz. 2.4.4) beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Entsprechend werden die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von 2.185 TEUR (Vorjahr: 2.535 TEUR) (siehe auch Tz. 3.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Die ABCP-Darlehen beinhalten neben der Liquiditätsreserve, die je nach Herkunftsland und verwendetem Vehikel zwischen 8,0% und 35,0%) bezogen auf das Volumen der zum Zwecke der Refinanzierung veräußerten Leasingforderungen beträgt, insbesondere Darlehen an die entsprechenden Zweckgesellschaften, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen gewährt werden müssen. Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen aber auch von der Herkunft der über die Zweckgesellschaften refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert.
Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag ein das Altgeschäft der Bank betreffendes Volumen von 2.513 TEUR (Vorjahr: 3.565 TEUR) auf. Zusätzlich sind 5.774 TEUR (Vorjahr: 948 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus der Gewährung von Existenzgründungsdarlehen sowie 282 TEUR (Vorjahr: 163 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus Projektfinanzierungen in den gesamten Forderungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 8.597 TEUR (Vorjahr: 4.697 TEUR) enthalten. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst.
Die Position Sonstiges enthält finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation der Unternehmenserwerbe angesetzt wurden.
Sämtliche sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind zum Stichtag weder überfällig noch wertgemindert.
4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.726 TEUR (Vorjahr: 4.560 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind 879 TEUR (Vorjahr: 1.082 TEUR) überfällig und hiervon 584 TEUR (Vorjahr: 545 TEUR) wertgemindert.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von 1.501 TEUR (Vorjahr: 2.627 TEUR) enthalten.
4.6 Steuererstattungsansprüche
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsanspruch aus Körperschaftsteuer | 3.580 | 765 |
| Steuererstattungsanspruch aus Gewerbesteuer | 385 | 492 |
| Übrige Posten | 873 | 41 |
| Summe | 4.838 | 1.298 |
Die Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer resultieren aus zu hoch festgesetzten Vorauszahlungen.
4.7 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuererstattungsanspruch | 103.849 | 74.879 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 3.096 | 6.071 |
| Versicherungsansprüche | 408 | 363 |
| In Arbeit befindliche Aufträge | 97 | 232 |
| Waren | 724 | 218 |
| Unterwegsbefindliche Beträge | 818 | 144 |
| Debitorische Kreditoren | 151 | 63 |
| Übrige Posten | 1.634 | 1.847 |
| Summe | 110.777 | 83.817 |
4.8 Sachanlagen
4.8.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2012
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| TEUR | Grundstücke und Bauten |
Anlagen im Bau |
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Leasinggegenstände aus Operating- leasingverhältnissen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 01.01.2012 | 16.686 | 866 | 15.142 | 18.710 | 51.404 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 79 | 56 | 135 |
| Zugänge | 27 | 5.426 | 2.424 | 7.895 | 15.772 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 366 | 611 | 977 |
| Abgänge | 0 | 0 | 635 | 12.154 | 12.789 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2012 | 16.713 | 6.292 | 17.010 | 14.507 | 54.522 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 01.01.2012 | 3.709 | 0 | 10.815 | 1.227 | 15.751 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 43 | 3 | 46 |
| Zugänge an Abschreibungen | 477 | 0 | 1.356 | 923 | 2.756 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 440 | 626 | 1.066 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2012 | 4.186 | 0 | 11.774 | 1.527 | 17.487 |
| Nettobuchwerte 31.12.2012 | 12.527 | 6.292 | 5.236 | 12.980 | 37.035 |
4.8.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2011
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| TEUR | Grundstücke und Bauten |
Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Leasinggegenstände aus Operating- leasingverhältnissen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 01.01.2011 | 16.686 | 0 | 13.865 | 18.530 | 49.081 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -45 | 24 | -21 |
| Zugänge | 0 | 866 | 1.618 | 12.150 | 14.634 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 50 | 164 | 214 |
| Abgänge | 0 | 0 | 296 | 11.994 | 12.290 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2011 | 16.686 | 866 | 15.142 | 18.710 | 51.404 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 01.01.2011 | 3.232 | 0 | 9.178 | 1.026 | 13.436 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -23 | 2 | -21 |
| Zugänge an Abschreibungen | 477 | 0 | 1.383 | 1.323 | 3.183 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 467 | 0 | 467 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 190 | 1.124 | 1.314 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2011 | 3.709 | 0 | 10.815 | 1.227 | 15.751 |
| Nettobuchwerte 31.12.2011 | 12.977 | 866 | 4.327 | 17.483 | 35.653 |
Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbar sind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Ergebnis aus der Verwertung gezeigt (siehe Tz. 3.5).
Die Ausgaben für Anlagen im Bau betreffen die Erweiterung eines Bürogebäudes und werden nach der Fertigstellung unter "Grundstücke und Bauten" erfasst.
4.9 Geschäfts- und Firmenwerte
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Buchwerte 01.01. | 13.441 | 12.985 |
| Währungsdifferenzen | 570 | -633 |
| Zugänge durch Unternehmenserwerbe | 34.804 | 1.089 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 48.815 | 13.441 |
| Wertminderung | 0 | 0 |
| Buchwerte 31.12. | 48.815 | 13.441 |
Hinsichtlich der Zugänge des Jahres 2012 verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Akquisitionen der S.C. Grenke Renting S.R.L., Rumänien, der GRENKE RENT S.A., Spanien, sowie der Grenke Renting S.A., Portugal, unter Tz. 5.1.
4.9.1 Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert
Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Leasingsegment ist diese gleichbedeutend mit dem Geschäftsumfang, der in den jeweiligen Verkaufsregionen (Ländern) repräsentiert wird, und entspricht in der Regel den rechtlichen Einheiten. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- und Firmenwerte intern überwacht werden. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren.
Wesentliche Parameter für die Bestimmung des Werts sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität.
Auf Basis der Halbjahreszahlen 2012 wurden planmäßig zum 30. September 2012 die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte einer Überprüfung der Werthaltigkeit ("Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Die GRENKELEASING AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erzielbaren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen wurden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft von bis zu 35% in einzelnen Regionen für einzelne Jahre sowie landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifischen Diskontierungsfaktoren zwischen 6,6% und 11,3% (Vorjahr: zwischen 7,1% und 11,0%).
Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital-Asset-Pricing-Modell) auf, wobei ein risikofreier Zins von 2,2% (Vorjahr: 3,0%) und ein Betafaktor von 0,727 (Vorjahr: 0,800) für das Leasingsegment sowie 0,730 für das Segment Bank und Factoring berücksichtigt wurden. Cashflows nach dem Zeitraum von 5 Jahren wurden ohne Verwendung einer Wachstumsrate fortgeschrieben. Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognose-Parameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist. Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit.
Eine Wertminderung konnte in keinem Fall festgestellt werden.
Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| GRENKE SERVICE AG (Baden-Baden) | 379 | 379 |
| GRENKELEASING s.r.o. (Prag) - Tschechische Republik | 1.347 | 1.315 |
| GRENKE LEASING S.r.l. und GRENKE Locazione S.r.l. (Mailand) - Italien | 504 | 504 |
| Grenke Leasing Ltd. (Guildford) - Großbritannien | 2.077 | 2.028 |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. (Posen) - Polen | 4.391 | 4.013 |
| GRENKE BANK AG (Hamburg) - Bank | 1.582 | 1.582 |
| GRENKEFACTORING GmbH (Baden-Baden) - Factoring | 2.698 | 2.698 |
| GRENKELEASING Magyarország Kft. (Budapest) - Ungarn | 992 | 922 |
| S.C. Grenke Renting S.R.L. (Bukarest) - Rumänien | 1.358 | -- |
| GRENKE RENT S.A. (Madrid) - Spanien | 5.015 | -- |
| Grenke Renting S.A. (Lissabon) - Portugal | 28.472 | -- |
| Summe | 48.815 | 13.441 |
Die Geschäfts- und Firmenwerte aus den Erwerben der S.C. Grenke Renting S.R.L. (Bukarest), Rumänien, der GRENKE RENT S.A. (Madrid), Spanien, sowie der Grenke Renting S.A. (Lissabon), Portugal, im Jahr 2012 sind noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation erst im Jahr 2013 finalisiert wird (siehe Tz. 5.1). Die Geschäfts- und Firmenwerte werden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Rumänien, Spanien und Portugal zugeordnet.
4.9.2 Sensitivität der getroffenen Annahmen
Der beizulegende Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Betafaktor für das systematische Risiko determiniert. Dabei wurden landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifische Besonderheiten beachtet. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken.
Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten beizulegende Zeitwerte werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der beizulegenden Zeitwerte zu testen.
Vor diesem Hintergrund ist das Management der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer Wertminderung führen. Die sich zwischen dem routinemäßigen Werterhaltungstest zum 30. September 2012 auf Basis der Halbjahreszahlen und dem Stichtag ergebenden Veränderungen der Parameter hatten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
4.10 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
4.10.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2012
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| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2012 | 177 | 3.929 | 2.577 | 6.683 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 1 | 189 | 190 |
| Zugänge | 0 | 606 | 0 | 606 |
| Abgänge | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Zugänge durch Unternehmenserwerbe | 0 | 4 | 8.959 | 8.963 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2012 | 177 | 4.539 | 11.725 | 16.441 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2012 | 177 | 2.858 | 1.472 | 4.507 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 85 | 85 |
| Zugänge | 0 | 616 | 906 | 1.522 |
| Abgänge | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2012 | 177 | 3.473 | 2.463 | 6.113 |
| Nettobuchwerte 31.12.2012 | 0 | 1.066 | 9.262 | 10.328 |
4.10.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2011
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| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Kundenbeziehungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2011 | 201 | 2.779 | 2.385 | 5.365 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -170 | -170 |
| Zugänge | 0 | 1.152 | 0 | 1.152 |
| Abgänge | 24 | 2 | 0 | 26 |
| Zugänge durch Unternehmenserbe | 0 | 0 | 362 | 362 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2011 | 177 | 3.929 | 2.577 | 6.683 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2011 | 188 | 2.413 | 1.104 | 3.705 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -71 | -71 |
| Zugänge | 13 | 446 | 439 | 898 |
| Abgänge | 24 | 1 | 0 | 25 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2011 | 177 | 2.858 | 1.472 | 4.507 |
| Nettobuchwerte 31.12.2012 | 0 | 1.071 | 1.105 | 2.176 |
Zugänge im Bereich "Kundenbeziehungen/Wettbewerbsverbote" sind ausschließlich auf die im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr abgeschlossenen Akquisitionen zurückzuführen.
4.11 Latente Steueransprüche und -schulden
Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:
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| Bilanz | Gewinn- und Verlustrechnung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Latente Steueransprüche | ||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 11.353 | 12.370 | 1.643 | -386 |
| Umbewertung der Schulden | 6.411 | 4.217 | 1.400 | 5.452 |
| Umbewertung der Leasingforderungen | 62 | 43 | 147 | 243 |
| Pensionen | 534 | 475 | 0 | 0 |
| Sonstige Umbewertungen (Derivate) | 262 | 175 | 0 | 0 |
| Summe | 18.622 | 17.280 | 3.190 | 5.309 |
| Latente Steuerschulden | ||||
| Umbewertung der Leasingforderungen | 29.250 | 24.472 | 2.151 | -10.550 |
| Umbewertung der Schulden | 4.167 | 1.578 | -3.316 | 281 |
| Sonstige Umbewertungen | 570 | 28 | 549 | -14 |
| Summe | 33.987 | 26.078 | -616 | -10.283 |
| Latenter Steueraufwand / (-ertrag) | 2.574 | -4.974 | ||
| Latente Steuerschulden, netto | 15.365 | 8.798 | ||
| In der Bilanz wie folgt ausgewiesen: | ||||
| Latente Steueransprüche | 18.622 | 17.280 | ||
| Latente Steuerschulden | 33.987 | 26.078 |
Bei der dänischen Gesellschaft wurden die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge auf die Höhe der passiven latenten Steuern von 751 TEUR (Vorjahr: 586 TEUR) begrenzt.
Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von 39 TEUR gebildet (Vorjahr: Auflösung aktiver latenter Steuern 99 TEUR). Diese resultieren aus der erfolgsneutral gebildeten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten die aktiven latenten Steuern um 136 TEUR erhöht (Vorjahr: Auflösung der aktiven latenten Steuern um 24 TEUR). Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann.
Da es sich sowohl bei der GRENKELEASING AG als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur.
Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5%igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passiven Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umdrehen.
Da diese Umkehrung derzeit nur in Bezug auf einen Teilbetrag für die Tochtergesellschaft in der Schweiz zu erwarten ist, wurden nur die betreffenden Steuerlatenzen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR) bilanziell berücksichtigt.
4.12 Kurz- und langfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 521.883 | 438.624 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS/ABCP | 168.739 | 95.269 |
| Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen | 287.873 | 301.393 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 18.645 | 164 |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 46.626 | 41.798 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 115.890 | 93.897 |
| Kurzfristige Bankschulden | 1.426 | 1.073 |
| davon Kontokorrentschulden | 637 | 482 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 639.199 | 533.594 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 1.107.911 | 929.008 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS/ABCP | 182.009 | 254.768 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen | 873.778 | 606.955 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 19.672 | 23.384 |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 32.452 | 43.901 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 93.477 | 61.230 |
| Langfristige Bankschulden | 1.719 | 2.406 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 1.203.107 | 992.644 |
| Summe Finanzschulden | 1.842.306 | 1.526.238 |
Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:
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| TEUR | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Besicherter Betrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 2012 | 1.107.911 | 1.054.444 | 53.467 | 234.133 |
| (Vorjahr) | 929.008 | 922.097 | 6.911 | 322.053 | |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 2012 | 93.477 | 93.477 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 61.230 | 61.230 | 0 | 0 | |
| Bankschulden | 2012 | 1.719 | 1.719 | 0 | 10.800 |
| (Vorjahr) | 2.406 | 2.406 | 0 | 10.800 |
Ein unter den Bankschulden ausgewiesenes Fremdwährungsdarlehen (in CHF) wurde Ende Dezember 2010 vollständig zurückgezahlt. Die in diesem Zusammenhang eingetragene Grundschuld (Grundbuch Oos Nr. 6080) auf das Bürogebäude zugunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft, Baden-Baden, in Höhe von 8.000 TEUR bleibt weiterhin bestehen.
Zur Finanzierung des Neubaus eines Bürogebäudes wurde ein Kredit in Höhe von 5.500 TEUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verzinsung von 3,1% aufgenommen. Die Zinszahlungstermine sind vierteljährlich nachschüssig. Das Darlehen wird seit 30. September 2008 halbjährlich getilgt. Die Auszahlung erfolgte in Höhe von 96% des Darlehensbetrags. Als Sicherheit besteht eine weitere, am 11. Oktober 2006 eingetragene Grundschuld in Höhe von 2.800 TEUR.
Außerdem werden unter den Bankschulden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet. Zum Stichtag wurden diese Linien mit 637 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR) ausgeschöpft.
Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt 115.890 TEUR (Vorjahr: 93.897 TEUR) entfallen zum Stichtag 16.652 TEUR (Vorjahr: 13.874 TEUR) auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart.
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt 468.144 TEUR (Vorjahr: 459.284 TEUR) an die refinanzierenden Institute abgetreten. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurück übertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können.
Im Folgenden werden die Refinanzierungsquellen und damit die wesentlichen Kategorien der Finanzschulden näher erläutert.
4.12.1 ABS-Bond
Am 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlauben der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden 3 Jahren bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgt variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 1,25% und 3,5% liegt.
Durch die Zweckgesellschaft wurden drei Tranchen von Anleihen mit unterschiedlichen Ratings (Risikoklassen) ausgegeben. Der Anteil der am besten beurteilten Tranche ist ein Spiegelbild der Qualität des Leasingportfolios sowie des internen Risikomanagements und wirkt sich unmittelbar auf die Kosten dieser Finanzierungsart aus. Ein Anteil von 76,5% (122.400 TEUR) der Anleihe wurde mit dem höchsten Rating von Standard & Poor's (AAA) und FITCH (AAA) ausgezeichnet. Die 100%ige Tochter der GRENKELEASING AG, die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die zweite Tranche anteilig und die letzte Tranche des ABS-Bonds vollständig mit einem Nominalwert von 24.200 TEUR gezeichnet, sodass im Konzern letztendlich nur ein Geldzufluss von 135.800 TEUR zu verzeichnen war. Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 135.960 TEUR (Vorjahr: 135.961 TEUR).
4.12.2 ABCP-Programme
Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 400.000 TEUR (Vorjahr: 400.000 TEUR) haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:
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| ABCP-Programm/SPV | Initiierende Bank | Refinanzierbare Leasingforderungen | Programmvolumen TEUR zum 31.12.2012 | Programmvolumen TEUR zum 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Compass Variety Funding Limited | Portigon | Deutsche und österreichische Leasingforderungen | 40.000 | 40.000 |
| Kebnekaise Funding Limited | SEB AB | Deutsche und französische Leasingforderungen | 110.000 | 110.000 |
| CORAL PURCHASING Limited | DZ-Bank | Deutsche Leasingforderungen | 150.000 | 150.000 |
| Elektra Purchase No. 25 Limited | UniCredit | Französische Leasingforderungen | 100.000 | 100.000 |
| Gesamt | 400.000 | 400.000 |
Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches im Normalfall mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt.
Das ABCP-Programm Compass Variety Funding Limited mit der Portigon AG (vormals WestLB) wurde auf 40.000 TEUR fixiert und am 19. Januar 2012 um weitere zwei Jahre bis 19. Januar 2014 verlängert. Die Programmzusage für das ABCP-Programm Kebnekaise Funding Limited wurde verlängert und läuft bis zum 30. November 2013. Die Programmzusage für das ABCP-Programm CORAL Purchasing Limited läuft bis zum 3. September 2013 und die für das ABCP-Programm Elektra Purchase No. 25 Limited bis zum 30. Juli 2013.
Um bei der Verbriefung französischer Leasingforderungen den aktuellen juristischen Rahmenbedingungen in Frankreich (eigenes französisches Verbriefungsgesetz) Rechnung zu tragen, wurde im Jahr 2009 ein französisches Verbriefungsvehikel (FCT = Fonds Commun de Titrisation à Compartments/French Issuer) gegründet. Das FCT bestand zunächst nur aus einem sogenannten Compartment ("FCT GK 1"). Am 18. Januar 2011 wurde ein zweites Compartment ("FCT GK 2") gegründet. Die einzelnen Compartments unter dem FCT sind juristisch streng voneinander getrennt ("ring-fenced"). Es ist möglich, dass zu einem späteren Zeitpunkt unter dem FCT weitere Compartments - zur Finanzierung weiterer bzw. anderer ABCP-Transaktionen - vom GRENKE Konzern gegründet werden.
Das "FCT GK 2" refinanziert sich durch die Emission von FCT-Notes, die zu 100% durch das SPV Elektra Purchase No. 25 Limited gezeichnet werden. Das Compartment "FCT GK 2" dient somit ausschließlich der Verbriefung französischer Leasingforderungen im Rahmen des ABCP-Programms über Elektra Purchase No. 25 Limited.
Am Ende des Geschäftsjahres 2012 waren 53,70% (Vorjahr: 53,52%) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen.
Die Zweckgesellschaften (SPV) refinanzieren sich durch die revolvierende Ausgabe von Commercial Papers, welche in der Regel eine Laufzeit von einem Monat aufweisen. Die Verzinsung der Commercial Papers orientiert sich am 1-Monats-Euribor. Es handelt sich daher um eine variable Verzinsung. Das Zinsänderungsrisiko (festverzinsliche Leasingforderungen auf der Aktivseite versus variabel verzinsliche Refinanzierung auf der Passivseite) managen die Zweckgesellschaften (SPV) durch den Abschluss von Zinssicherungsinstrumenten (Zins-Caps und Zins-Swaps). Sofern hierbei Kosten anfallen, werden diese den entsprechenden Gesellschaften des GRENKE Konzerns weiterbelastet.
Im Gegenzug partizipieren diese Gesellschaften an der entsprechenden Zinssicherung, da der an das ABCP-Programm ausgezahlte Vorteil aus dem entsprechenden Sicherungsgeschäft an die Gesellschaften des GRENKE Konzerns über den Excess Spread weitergereicht wird. Die im GRENKE Konzern anfallenden Kosten werden als Transaktionskosten gemäß IAS 39 klassifiziert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Refinanzierungspakete amortisiert.
Im Gegensatz zu den unter Tz. 4.11.3 dargestellten Forderungsverkäufen besteht bei den ABCP-Programmen keine Zinskongruenz zwischen Aktiv- und Passivseite.
Ein Währungsrisiko besteht im Rahmen der ABCP-Refinanzierung nicht, da ausschließlich Euro-Transaktionen und eurobasierte Leasingverträge Vertragsgegenstand sind. Der Barwert des Gesamtvolumens der Programme beträgt zum Stichtag 214.788 TEUR (Vorjahr: 214.076 TEUR). Da die Höhe der bereitgestellten Finanzierung immer exakt dem Bestand an verkauften Forderungen (abzüglich Abschläge etc.) entspricht, muss sich eine Absicherungsstrategie am verkauften Forderungsbestand orientieren.
Der GRENKE Konzern nimmt keine Ausbuchung der im Rahmen der ABCP-Programme veräußerten zukünftigen Leasingforderungen vor. Zwar werden rechtlich gesehen alle Rechte auf den Erhalt der Zahlungsströme auf die entsprechenden Zweckgesellschaften übertragen, aus wirtschaftlicher Sicht verbleiben aber alle Chancen und Risiken bei der veräußernden Gesellschaft bzw. im Konzern. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Rating und damit auch zusammenhängend die Verzinsung der Refinanzierung konstant gehalten wird.
Der Verkauf der zukünftigen Leasingforderungen wird in sämtlichen Fällen als Darlehensaufnahme behandelt und als solche auch bilanziell dargestellt. Der GRENKE Konzern konsolidiert, in seinem Abschluss keine der im Rahmen der ABCP-Programme eingesetzten Zweckgesellschaften (SPV). Eine Off-Balance-Sheet-Bilanzierung findet nicht statt (siehe Tz. 2.4.17).
Übertragungsbedingte Beschränkungen hinsichtlich der Nutzung der übertragenen Vermögenswerte mit den ABCP-Programmen bestehen dahingehend, dass sämtliche dem jeweiligen Leasingvertag zugrundliegenden Leasinggegenstände als Sicherheit an die jeweiligen Forderungsverkäufer abgetreten sind. Dasselbe Prinzip gilt auch für die unter Tz. 4.12.3 erläuterten Forderungsverkaufs-Verträge. Chancen aus der weiteren Eigentümerschaft der Leasingforderung ergeben sich insbesondere durch die weitere zukünftige Generierung von operativen Erträgen durch das Leasinggeschäft. Risiken können sich dadurch ergeben, dass Barreserven als Vorabzahlungen bei den Zweckgesellschaften verfügungsbeschränkt hinterlegt sind.
4.12.3 Forderungsverkaufs-Verträge
Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe, mit der UBS AG in der Schweiz, mit der Commerzbanktochter BRE-Bank SA in Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. Neu hinzugekommen ist im Februar 2012 der Vertrag mit der DZ Bank Polska in Polen.
Die auch Mitte des Jahres 2009 beendete Vereinbarung mit der BRE-Bank SA in Polen wurde im Februar 2012 durch eine neue Vereinbarung ersetzt und im September 2012 noch einmal modifiziert.
In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird, durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit, der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt.
Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für den GRENKE Konzern über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 79.079 TEUR (Vorjahr: 85.699 TEUR) und stimmt mit den veräußerten Forderungen (abzüglich Abschläge etc.) überein.
4.12.4 Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen
Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst.
Grundsätzlich sind alle Schuldverschreibungen endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet. Zwei Schuldverschreibungen (Startdatum 4. Juli 2011 und 24. Oktober 2011) enthalten unabhängig vom Rating eine Kündigungsoption seitens des Investors.
Debt-Issuance-Programm
Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Laufzeit | Zinskupon | Disagio | Nennbetrag 31.12.2012 |
Nennbetrag 31.12.2011 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung | von | bis | Prozent p. a. | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR-Anleihe | 13.08.2009 | 13.08.2012 | 6,125 | 757 | 0 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 04.03.2010 | 04.03.2013 | 4,25 | 389 | 75.000 | 75.000 |
| EUR-Anleihe | 21.06.2010 | 21.01.2014 | 4,50 | 797 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 18.10.2010 | 22.04.2014 | 4,00 | 779 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 09.03.2011 | 09.03.2015 | 4,00 (stufenweise + 0,10) | 440 | 75.000 | 75.000 |
| EUR-Anleihe | 20.04.2011 | 21.07.2014 | Euribor + 1,15 | 135 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 04.07.2011 | 04.07.2013 | Euribor + 0,50 (stufenweise + 0,10) | 82 | 5.800 | 6.800 |
| EUR-Anleihe | 24.10.2011 | 04.10.2014 | Euribor + 0,75 (stufenweise + 0,20) | 452 | 15.650 | 15.650 |
| EUR-Anleihe | 24.01.2012 | 24.07.2015 | 4,25 | 875 | 100.000 | -- |
| EUR-Anleihe | 30.05.2012 | 30.03.2016 | 3,75 | 500 | 100.000 | -- |
| EUR-Anleihe | 23.10.2012 | 24.10.2016 | 3,125 | 625 | 125.000 | -- |
| EUR-Anleihe | 13.12.2012 | 13.12.2019 | 3,75 | 576 | 41.000 | -- |
In 2012 wurden insgesamt vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 366.000 TEUR begeben. Die Konditionen ergeben sich aus der obigen Tabelle.
Bei der am 13. August 2009 begebenen Anleihe von 100.000 TEUR wurde die GRENKELEASING AG als Anleiheschuldnerin durch die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, ersetzt. Sonstige Änderungen gingen mit dieser Ersetzung nicht einher, insbesondere blieben alle Rechte der Anleihegläubiger für die Anleihe inhaltlich unberührt und die GRENKELEASING AG hatte eine Garantie für sämtliche Verpflichtungen der GRENKE FINANCE Plc. hinsichtlich der Anleihe übernommen. Die Anleihe wurde am 13. August 2012 zurückgeführt.
Sowohl die am 4. Juli 2011 als auch die am 24. Oktober 2011 begebene Anleihe beinhaltet eine vierteljährige Kündigungsoption seitens des Investors. Aus diesem Grund wurden am 4. Oktober 2011 100 TEUR und am 4. Januar 2012 weitere 1.000 TEUR der Anleihe vom 4. Juli 2011 über ursprünglich 6.900 TEUR zurückgeführt.
Schuldscheindarlehen (SSD)
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Laufzeit | Zinskupon | Disagio | Nennbetrag 31.12.2012 |
Nennbetrag 31.12.2011 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung | von | bis | Prozent p. a. | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR-SSD | 10.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8900 | 50 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 10.03.2009 | 11.03.2013 | 5,1680 | 24 | 4.000 | 4.000 |
| EUR-SSD | 19.03.2009 | 10.03.2014 | 5,1374 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8800 | 15 | 14.500 | 14.500 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 28.03.2013 | 5,7610 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 28.03.2013 | 5,7610 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 25.05.2009 | 25.05.2012 | 5,5400 | 133 | 0 | 26.500 |
| EUR-SSD | 29.10.2010 | 29.10.2013 | 4,1620 | 50 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 6.000 | 6.750 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 6.000 | 6.750 |
| EUR-SSD | 16.12.2010 | 16.12.2013 | Euribor + 2,10 | -- | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 16.12.2010 | 16.12.2013 | 4,0800 | 145 | 10.500 | 10.500 |
| EUR-SSD | 11.02.2011 | 13.08.2012 | 3,7170 | -- | 0 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.04.2011 | 30.04.2014 | Euribor + 1,70 | -- | 20.000 | 33.333 |
| EUR-SSD | 08.06.2011 | 08.06.2014 | 4,0000 | -- | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 08.06.2011 | 06.06.2014 | 3,8000 | -- | 5.000 | 8.333 |
| EUR-SSD | 04.07.2011 | 04.07.2014 | 3,6900 | 62,5 | 12.500 | 12.500 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,8900 | 20 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,9400 | 20 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 26.08.2011 | 26.08.2014 | 3,8500 | 22,5 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 24.10.2011 | 15.12.2016 | Euribor + 3,00 | 185 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-SSD | 16.11.2011 | 16.11.2016 | 5,0000 | 60 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 09.12.2011 | 09.12.2014 | 3,7300 | -- | 6.667 | 10.000 |
| EUR-SSD | 14.06.2012 | 14.06.2015 | 3,25 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 25.07.2012 | 25.07.2015 | 2,99 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 13.08.2012 | 13.02.2014 | 2,46 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | Euribor + 2,00 | -- | 20.750 | -- |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | Euribor + 2,20 | -- | 2.000 | -- |
| EUR-SSD | 21.12.2012 | 21.12.2020 | 2,80 | -- | 8.000 | -- |
Zwei Schuldscheindarlehen im Gesamtnominalvolumen von 36.500 TEUR wurden im Jahre 2012 zur Endfälligkeit am 25. Mai bzw. 13. August getilgt.
Am 14. Juni wurde ein festverzinsliches endfälliges Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 10.000 TEUR und einer Laufzeit bis zum 14. Juni 2015 aufgenommen. Im dritten Quartal wurden vier neue Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtnominalvolumen von 42.750 TEUR aufgenommen. Davon sind zwei Schuldscheindarlehen variabel verzinslich.
Das am 21. Dezember 2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von 8 Jahren in Höhe von 8.000 TEUR sieht eine jährliche Tilgung von 1.000 TEUR vor.
4.12.5 Förderdarlehen
NRW.Bank
Am 18. Februar 2010 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation geschlossen. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierungen. Die Refinanzierung der Leasingverträge, die ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 TEUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
Der GRENKE BANK AG wurde ein Globaldarlehen über 15.000 TEUR für genau diesen Zweck durch die NRW.Bank gewährt. Der erste Abruf über 7.500 TEUR erfolgte am 22. März 2010, wobei sich die Verzinsung auf den 6-Monats-Euribor zzgl. einer Marge von 0,21% bezieht und die Laufzeit drei Jahre beträgt. Der zweite Abruf über weitere 7.500 TEUR vom 25. November 2010 hat als Referenzzins ebenfalls den 6-Monats-Euribor und eine endfällige Laufzeit von drei Jahren. Die Marge beträgt hier 0,19%. Das erste Globaldarlehen ist somit bis zur vorgesehenen Höhe von 15.000 TEUR ausgenutzt.
Am 28. Juli 2011 konnten die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Vereinbarung eines weiteren Globaldarlehens in Höhe von insgesamt 15.000 TEUR die am 18. Februar 2010 geschlossene Kooperation fortsetzen und ausbauen. Die erste Ziehung des zweiten Darlehens erfolgte am 29. August 2011 über 7.500 TEUR mit einer endfälligen Laufzeit von drei Jahren. Die Verzinsung ist an den 6-Monats-Euribor gekoppelt zzgl. einer Marge von 0,07%.
Der zweite Abruf über 7.500 TEUR erfolgte am 3. August 2012 mit einer Laufzeit von 4 Jahren. Das Darlehen wird halbjährlich getilgt. Somit ist das zweite Globaldarlehen bis zur vorgesehenen Höhe von 15.000 TEUR ausgeschöpft. Der Zinssatz über die gesamte Laufzeit beträgt 0,82%.
Thüringer Aufbaubank
Am 16. Januar 2012 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog NRW.BANK geschlossen. Die Refinanzierung der Leasingverträge, die ausschließlich für Investitionen in Thüringen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 TEUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
Der GRENKE BANK AG wurde ein Globaldarlehen über 5.000 TEUR für genau diesen Zweck durch die TAB gewährt. Der erste Abruf über 2.500 TEUR erfolgte am 3. August 2012 mit einer Laufzeit von 4 Jahren. Das Darlehen wird jährlich nachträglich mit einer festen Rate getilgt, der Zinssatz über die gesamte Laufzeit beträgt 1,385%.
Investitionsbank Berlin
Am 6. Juni 2012 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Refinanzierung der Leasingverträge, die ausschließlich für Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern mit Sitz in Berlin mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 TEUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
Die IBB gewährt der GRENKE BANK AG für diesen Zweck ein Globaldarlehen in Höhe von 5.000 TEUR. Ein Abruf erfolgte bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht. Die konkrete Verzinsung wird erst bei Abruf des ersten Plafonds festgelegt. Als Indikation werden sowohl bei der festverzinslichen als auch bei der variablen Verzinsung 50 Basispunkte auf den Basiszinssatz aufgeschlagen.
L-Bank
Seit Anfang 2011 bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank auch den ERP Gründungskredit Startgeld der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, an. Die Refinanzierung der Kredite erfolgt dabei direkt über das jeweilige Institut.
4.12.6 Revolving Credit Facility
Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen revolvierender Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 135.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen. Die revolvierenden Darlehensfazilitäten von insgesamt 135.000 TEUR bestehen mit fünf Banken.
Alle vier bereits Ende 2011 bestehenden Darlehensfazilitäten über ein Volumen von insgesamt 120.000 TEUR wurden wie in den Vorjahren wiederum für ein Jahr verlängert. Die Facility mit der SEB wurde bis März 2013, die Facility mit der Portigon AG bis Februar 2013, die Facility mit der Deutschen Bank bis September 2013 und die Facility mit der DZ-Bank wurde bis Oktober 2013 verlängert. Neu hinzugekommen ist im 3. Quartal 2012 eine Fazilität mit der HSBC über 15.000 TEUR.
Zum 31. Dezember 2012 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 45.000 TEUR.
4.12.7 Geldhandel
Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 25.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, bis zum 4. April 2013 zur Verfügung steht. Zum 31. Dezember 2012 wurde diese Kreditlinie mit 25.000 TEUR (Vorjahr: 25.000 TEUR) ausgenutzt.
Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 15.000 TEUR wurde am 25. August 2011 mit der Norddeutschen Landesbank vereinbart. Diese Linie war zum 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen. Die Ausnutzung zum 31.12.2011 betrug 15.000 TEUR.
Auch die am 17. November 2011 zwischen der GRENKE FINANCE Plc. und die GRENKELEASING AG vereinbarte Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG über ein Volumen von 10.000 TEUR war zum 31.12.2012 nicht in Anspruch genommen. Die Ausnutzung zum 31.12.2011 betrug 5.000 TEUR.
Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.
4.12.8 Commercial Papers
Am 27. Oktober 2011 wurde eine Rahmenvereinbarung über ein Commercial-Paper-Programm unterzeichnet. Dadurch bietet sich dem GRENKE Konzern die Möglichkeit, Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2012 bestand somit eine Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms in Höhe von 20.000 TEUR.
4.13 Finanzinstrumente mit negativem Marktwert
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Derivate mit Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 606 | 265 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 6.747 | 6.763 |
| Summe | 7.353 | 7.028 |
Der GRENKE Konzern weist im laufenden Geschäftsjahr negative Marktwerte im Zusammenhang mit Zinstauschgeschäften (siehe Tz. 6.3.3) und Devisentermingeschäften (siehe Tz. 6.3.2) aus.
Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert. Zum 31. Dezember 2012 weisen Devisentermingeschäfte bezogen auf Schweizer Franken, Tschechische Krone, Polnische Zloty, Britische Pfund, Ungarische Forint, Türkische Lira, Schwedische, Norwegische und Dänische Kronen einen negativen Marktwert in Höhe von 3.213 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert bezogen auf Schweizer Franken, Tschechische Krone, Polnische Zloty, Britische Pfund, Ungarische Forint, Türkische Lira, Schwedische, Norwegische und Dänische Kronen in Höhe von 3.200 TEUR) aus. Diese Devisentermingeschäfte betreffen ein Gesamtvolumen von 167.505 TEUR (Vorjahr: 130.367 TEUR) und haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 65 Monaten (siehe Tz. 6.3.2).
Neben den Devisenterminkontrakten in Höhe von 3.213 TEUR (Vorjahr: 3.200 TEUR) stellen Zins-Swaps in Höhe von 3.534 TEUR (Vorjahr: 3.563 TEUR) Derivate ohne Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 dar. Alle übrigen kontrahierten Zins-Swaps, die sich ohne Ausnahme im Hedge-Accounting nach IAS 39 befinden, weisen zum Stichtag einen negativen Marktwert in Höhe von 606 TEUR (Vorjahr: 265 TEUR) und eine hoch effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 auf.
4.14 Steuerschulden
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 2.033 | 1.147 |
| Gewerbesteuer | 803 | 700 |
| Summe | 2.836 | 1.847 |
4.15 Sonstige kurzfristige Schulden
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Lohn- / Kirchensteuer | 302 | 141 |
| Umsatzsteuer | 4.750 | 1.186 |
| Sozialabgaben | 384 | 294 |
| Gehaltsverbindlichkeiten | 276 | 213 |
| Kautionsverbindlichkeiten | 102 | 490 |
| Verrechnungskonten mit Unternehmen | 0 | 20 |
| Ausstehende Belastungen von Refinanzierern | 323 | 395 |
| Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerb | 10.748 | 0 |
| Kreditorische Debitoren | 1.493 | 933 |
| Übriges | 1.123 | 1.560 |
| Übrige RAP | 323 | 387 |
| Summe | 19.824 | 4.686 |
Unter den Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerb ist die letzte Kaufpreistranche ausgewiesen, die aus den Unternehmenserwerben zum Bilanzstichtag bestand. Die Tranche war Anfang Januar 2013 fällig und wurde bereits beglichen.
4.16 Rückstellungen
Unter der Position sind Haftungsrisiken der GRENKE BANK AG abgebildet. Weiterhin sind Schulden für belastende Verträge im Rahmen der Sitzverlegung der GRENKE BANK AG von Hamburg nach Baden-Baden dargestellt. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:
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| TEUR | 01.01. | Zuführung | Inanspruchnahme | Auflösung | 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | |||||
| Haftungsrisiken | 2.616 | 0 | 133 | 300 | 2.183 |
| Belastende Verträge | 519 | 62 | 191 | 0 | 390 |
| Summe | 3.135 | 62 | 624 | 0 | 2.573 |
Von den Haftungsrisiken entfallen 915 TEUR auf ungewisse Verbindlichkeiten, die ursprünglich in Höhe von 1.429 TEUR im Rahmen der Kaufpreisallokation beim Erwerb der GRENKE BANK AG angesetzt wurden. 300 TEUR wurden im Geschäftsjahr aufgelöst, da das Risiko dieser ungewissen Verbindlichkeiten geringer eingeschätzt wurde. Da ein Abfluss der Mittel jederzeit stattfinden kann, wurde diese ungewisse Verbindlichkeit als kurzfristige Schuld klassifiziert. Mit einer vollständigen Inanspruchnahme im kommenden Geschäftsjahr wird dennoch nicht gerechnet. Erstattungsmöglichkeiten von Dritten sind nicht gegeben.
Von den Rückstellungen haben 322 TEUR (Vorjahr: 328 TEUR) einen langfristigen Charakter.
4.17 Abgegrenzte Schulden
Unter der Position abgegrenzte Schulden sind folgende Sachverhalte abgebildet:
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| TEUR | 01.01. | Währungsdifferenzen | Zuführung | Inanspruchnahme | Auflösung | 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | ||||||
| Beratungsleistungen | 1.200 | 3 | 1.148 | 1.059 | 132 | 1.160 |
| Personalleistungen | 1.829 | 1 | 2.042 | 1.340 | 38 | 2.494 |
| Übrige Kosten | 1.280 | 2 | 1.072 | 723 | 139 | 1.492 |
| Summe | 4.309 | 6 | 4.262 | 3.122 | 309 | 5.146 |
| 2011 | ||||||
| Beratungsleistungen | 1.017 | 3 | 1.159 | 958 | 21 | 1.200 |
| Personalleistungen | 1.818 | 0 | 1.662 | 1.630 | 21 | 1.829 |
| Übrige Kosten | 1.878 | 2 | 632 | 1.168 | 64 | 1.280 |
| Summe | 4.713 | 5 | 3.453 | 3.756 | 106 | 4.309 |
Sämtliche abgegrenzten Schulden haben kurzfristigen Charakter.
4.18 Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar-/Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht, in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalaufwendungen für das Geschäftsjahr 2012 von insgesamt 182 TEUR (Vorjahr: 203 TEUR) erfasst.
4.18.1 Pensionen Deutschland
Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen ausschließlich an ausgeschiedene Mitarbeiter. Für diese Versorgungszusagen werden die Rechnungslegungsvorschriften für leistungsorientierte Pläne angewendet.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 3,00% | 4,50% |
| erwartete künftige Rentenanpassungen | 1,70% | 1,70% |
Als Rechnungsgrundlagen zur Bewertung wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck herangezogen.
Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen | ||
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 1.333 | 1.333 |
| Zinsaufwand | 58 | 61 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Ausbezahlte Leistungen | -59 | -61 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 231 | 0 |
| Erhöhung durch Planänderung im Wirtschaftsjahr | 0 | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 1.563 | 1.333 |
Die in der Bilanz erfassten Beträge ermitteln sich wie folgt:
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| TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.332 | 1.333 | 1.442 | 1.205 |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 231 | 0 | -109 | -32 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.563 | 1.333 | 1.333 | 1.173 |
4.18.2 Pensionen Schweiz
Zum 1. Januar 2012 betrug der Barwert der Verpflichtungen (DBO) aus den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen für die Schweiz 590 TEUR. Abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens von 332 TEUR ergaben sich Verpflichtungen von 258 TEUR. Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 1,75% | 2,25% |
| erwartete künftige Gehaltssteigerungen | 3,50% | 3,50% |
| erwartete künftige Rentenanpassungen* | 0,00% | 0,00% |
| erwartete Rendite des Planvermögens | 1,75% | 2,00% |
* Es wird eine Rentenanpassung von 0% unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| Sterblichkeit | BVG 2010 | BVG 2010 |
| Invalidierungswahrscheinlichkeit | BVG 2010 | BVG 2010 |
| Austrittswahrscheinlichkeit | BVG 2010 | BVG 2010 |
Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge erfasst:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 124 | 142 |
| Zinsaufwand | 17 | 15 |
| Ertrag aus Verzinsung des Planvermögens | 12 | 7 |
Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, während der Zinsaufwand sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens in den sonstigen Zinserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden. Die erwartete Rendite des Planvermögens orientiert sich an den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das Vermögen ist über einen Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung BVG (Berufliches Vorsorge Gesetz) einer Lebensversicherungsgesellschaft in einem Kollektiv-Versicherungsvertrag investiert.
Zum 31. Dezember 2012 beträgt die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen 593 TEUR. Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtungen (DBO) von 1.368 TEUR, einem Zeitwert des Planvermögens von 775 TEUR und einem versicherungsmathematischen Gewinn von 241 TEUR zusammen. Der versicherungsmathematische Gewinn wurde gemäß den Regelungen des IAS 19 erfolgsneutral in einer separaten Linie im sonstigen Ergebnis erfasst.
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| TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtungen (DBO) | 1.368 | 590 | 600 | 636 | 532 |
| Barwert des Planvermögens | 775 | 332 | 366 | 452 | 442 |
| Verpflichtungen | 593 | 258 | 234 | 184 | 90 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen auf die Verpflichtungen betragen 182 TEUR und auf das Vermögen -64 TEUR. Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf 109 TEUR geschätzt.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen | ||
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 590 | 600 |
| Zinsaufwand | 17 | 15 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 124 | 142 |
| Gezahlte Leistungen (Beiträge) | 60 | 26 |
| Ausbezahlte Leistungen | 331 | -119 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 241 | -92 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 5 | 18 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 1.368 | 590 |
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Entwicklung des Vermögens | ||
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums | 332 | 366 |
| Erwartete Rendite | 12 | 7 |
| Arbeitgeberbeiträge | 150 | 65 |
| Gezahlte Leistungen | 331 | -119 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | -53 | 2 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 3 | 11 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums | 775 | 332 |
4.19 Sonstige langfristige Schulden
Die Gliederung der sonstigen langfristigen Schulden nach Restlautzeiten, welche hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Kautionen und Rechnungsabgrenzungsposten umfassen, ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:
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| TEUR | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Besicherter Betrag |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Schulden | 30 | 30 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 128 | 128 | 0 | 0 |
4.20 Eigenkapital
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der GRENKELEASING AG beträgt 17.491 TEUR (Vorjahr: 17.491 TEUR). Es ist eingeteilt in 13.684.099 (Vorjahr: 13.684.099) auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500 TEUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.
Die Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe neuer Stückaktien wurde bis zum 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen.
4.20.1 Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 10. Mai 2011 hat beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu 3.834.690 EUR bedingt zu erhöhen ("Bedingtes Kapital 2011"). An die Schaffung des Bedingten Kapitals 2011 ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals insgesamt bis zu 3.000.000 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben.
Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen wird den Aktionären das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Dennoch ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszuschließen. Dies umfasst den Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge, welche sich aus dem Betrag des jeweiligen Emissionsvolumens und der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses ergeben können, sowie den Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechten. Im zuletzt genannten Fall kann stattdessen ein Bezugsrecht als Verwässerungsschutz gewährt werden. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre dann auszuschließen, wenn die jeweilige Ausgabe der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den hypothetischen Marktwert dieser Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Aus dem Bedingten Kapital 2011 wurden bislang keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
4.20.2 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Nach dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie vom 30. Juli 2009 (ARUG) geänderten § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG wird die Ermächtigung nunmehr für die Dauer von fünf Jahren bis zum 10. Mai 2015 erteilt.
Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.
Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der GRENKELEASING AG gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
(1) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
(2) Erfolgt der Erwerb der Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft oder über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kauf- bzw. Verkaufspreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kauf- bzw. Verkaufsspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines formellen Angebots bzw. einer formellen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Kursbewegungen, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der letzten drei Börsentage vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt; die 20%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag ebenfalls anzuwenden.
Das Angebot bzw. die Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen sowie die Möglichkeit der Präzisierung des Kaufpreises oder der Kaufpreisspanne während der Angebotsfrist vorsehen.
Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen der Gesellschaft übersteigen, erfolgt der Erwerb im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit diese Anwendung finden.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, wie folgt zu verwenden:
(1) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem, um sie Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen anzubieten.
(2) Die Aktien können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich unter Einbeziehung sonstiger Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG und unter Berücksichtigung solcher Aktien, die bei Optionsausübung oder Wandlung aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach dem § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben werden, auf insgesamt höchstens 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft.
(3) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die vorstehend unter (1), (2) und (3) genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden.
Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
4.20.3 Genussrechtskapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR ausgeben zu können.
Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.
4.20.4 Bilanzgewinn
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 22.284.787,12 EUR des Geschäftsjahres 2011 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 10. Mai 2012.
Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:
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| Bilanzgewinn 2011 | 22.284.787,12 EUR |
| Ausschüttung einer Dividende von 0,75 EUR je Stückaktie auf insgesamt 13.684.099 Stückaktien | 10.263.074,25 EUR |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 11.000.000,00 EUR |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 1.021.712,87 EUR |
Die Dividende wurde am 11. Mai 2012 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.
Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2010 wie folgt beschlossen und vorgenommen:
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| Bilanzgewinn 2010 | 41.832.253,42 EUR |
| Ausschüttung einer Dividende von 0,70 EUR je Stückaktie auf insgesamt 13.684.099 Stückaktien | 9.578.869,30 EUR |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 29.000.000,00 EUR |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 3.253.384,12 EUR |
Die Dividende wurde am 11. Mai 2011 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 wird die Geschäftsführung der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2012 nicht als Verbindlichkeit erfasst.
4.20.5 Rücklagen
Die Kapitalrücklage in Höhe von 60.166 TEUR (Vorjahr: 60.166 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKELEASING AG im April 2000.
Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2012 wurden 11.000 TEUR in die Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG eingestellt.
4.20.6 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
Wertänderungen von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges eingesetzt werden, sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, sofern eine entsprechende Effektivität im Sinne von IAS 39 nachgewiesen werden kann.
Die im Geschäftsjahr erfolgte Wertänderung beläuft sich auf -236 TEUR (Vorjahr: 856 TEUR) zuzüglich latenter Steuern in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: -99 TEUR).
Aufgrund der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung der Regelungen des IAS 19 wurde ferner ein Betrag von -525 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR) resultierend aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten und latenten Steuern in Höhe von 136 TEUR (Vorjahr: TEUR -24) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
5 Änderungen im Konsolidierungskreis
5.1 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2012
S.C. Grenke Renting S.R.L., Bukarest/Rumänien
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 17. Mai 2012 100% der stimmberechtigten Anteile an der S.C. GRENKELEASING S.R.L., Bukarest/Rumänien. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurde auch die Umfirmierung der Gesellschaft in S.C. Grenke Renting S.R.L. beschlossen. Aufgrund verschiedener Bedingungen im Kaufvertrag wurde als Erwerbszeitpunkt der 19. Juli 2012 festgestellt.
Die S.C. GRENKELEASING S.R.L., Bukarest/Rumänien, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können in Folge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: Immaterielle Vermögenswerte 1.688 TEUR, Leasingforderungen 8.669 TEUR, sonstige Aktiva 710 TEUR, Refinanzierungsverbindlichkeiten 6.638 TEUR und sonstige Passiva 1.194 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen durch Händler und Wettbewerbsverboten. Aus den Leasingforderungen sind 237 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die Refinanzierungsverbindlichkeiten bestehen gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland. Die Verbindlichkeiten werden infolge der Konsolidierung eliminiert und erscheinen somit nicht in der Konzernbilanz.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert von 1.318 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- und Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte und hat sich gegenüber dem Erwerbszeitpunkt aufgrund Währungsumrechnung um 40 TEUR erhöht. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 4.553 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden Zahlungsmittel von 37 TEUR übernommen.
Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Zinsergebnis von 329 TEUR sowie ein positives Ergebnis von 45 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Der Beitrag zum Zinsergebnis des Konzerns hätte bei einem Erwerb zum 1. Januar 2012 771 TEUR betragen. Des Weiteren hätte die Tochtergesellschaft unter zuvor genannter Bedingung ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 389 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.
GRENKE RENT S.A.
Der GRENKE Konzern erwarb über seine Konzerngesellschaft GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien, durch Kaufvertrag vom 13. Juli 2012 100% der stimmberechtigten Anteile an der GRENKE RENT S.A., Madrid/Spanien. Erwerbszeitpunkt ist ebenfalls der 13. Juli 2012.
GRENKE RENT S.A. war vor dem Erwerb im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und ist mit seinen Niederlassungen Madrid und Málaga auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing spezialisiert. Da auch bei diesem Unternehmenserwerb noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können in Folge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: Immaterielle Vermögenswerte 1.038 TEUR, Leasingforderungen 5.020 TEUR, sonstige Aktiva 1.529 TEUR, Refinanzierungsverbindlichkeiten 4.213 TEUR, latente Steuerverbindlichkeiten 573 TEUR, sonstige Schulden 2.226 TEUR und sonstige Passiva 310 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen durch Händler, Wettbewerbsverbote und sonstige vertragliche Rechte. Aus den Leasingforderungen sind 1.523 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Für nutzbare Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von 370 TEUR angesetzt. Die Refinanzierungsverbindlichkeiten bestehen gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland. Die Verbindlichkeiten werden infolge der Konsolidierung eliminiert und erscheinen somit nicht in der Konzernbilanz.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert von 5.015 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- und Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt 5.280 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden Zahlungsmittel von 117 TEUR übernommen.
Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Zinsergebnis von 124 TEUR sowie ein negatives Ergebnis von 267 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Der Beitrag der GRENKE RENT S.A. zum Zinsergebnis des Konzerns hätte bei einem Erwerb zum 1. Januar 2012 343 TEUR betragen. Des Weiteren hätte die Tochtergesellschaft unter zuvor genannter Bedingung ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 1.033 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.
Grenke Renting S.A., Lissabon/Portugal
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag und Erwerbszeitpunkt vom 14. September 2012 100% der stimmberechtigten Anteile an der Grenke Renting S.A., Lissabon/Portugal.
Die Grenke Renting S.A., Lissabon/Portugal, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Aufgrund unvollständiger Informationen für die Kaufpreisallokation sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können in Folge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.237 |
| Sachanlagen | 733 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 78 |
| Leasingforderungen | 11.298 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 321 |
| Aktive latente Steuern | 49 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.064 |
| Summe Vermögenswerte | 20.780 |
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert |
|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | 4.328 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 172 |
| Passive latente Steuern | 3.269 |
| Sonstige Schulden | 8.735 |
| Summe Schulden | 16.504 |
| Summe des identifizierten Nettovermögens | 4.276 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb | 28.472 |
| Gesamte Gegenleistung | 32.748 |
Die gesamte Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses mit der Grenke Renting S.A. belief sich auf 32.748 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel.
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| TEUR | |
|---|---|
| Gegenleistung | 32.748 |
| Kaufpreis in Zahlungsmittel | 32.748 |
| Gesamte Gegenleistung | 32.748 |
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| TEUR | |
|---|---|
| Zahlungsmittelabfluss aufgrund Unternehmenserwerb | |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 321 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 22.000 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss | 21.679 |
| Bestehende Kaufpreisverbindlichkeit | 10.748 |
Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Zinsergebnis von 220 TEUR sowie ein positives Ergebnis von 108 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Der Beitrag der Grenke Renting S.A. zum Zinsergebnis des Konzerns hätte bei einem Erwerb zum 1. Januar 2012 1.151 TEUR betragen. Des Weiteren hätte die Tochtergesellschaft unter zuvor genannter Bedingung ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 770 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.
5.2 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2011
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 6. Juni 2011 100% der stimmberechtigten Anteile an der GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn. Das Unternehmen war vor dem Erwerb im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Der Erwerbszeitpunkt, an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde, war am 21. Juni 2011. Die bisher vorläufige Kaufpreisallokation wurde im zweiten Quartal 2012 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden hat sich keine Änderung ergeben.
Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft: Immaterielle Vermögenswerte 362 TEUR, Leasingforderungen 2.398 TEUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 784 TEUR, sonstige Aktiva 198 TEUR, Refinanzierungsverbindlichkeiten 1.641 TEUR, latente Steuerverbindlichkeiten 200 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224 TEUR, sonstige Passiva 580 TEUR. Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen durch Händler. Aus den Leasingforderungen sind 258 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die Refinanzierungsverbindlichkeiten bestehen gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland. Die Verbindlichkeiten werden infolge der Konsolidierung eliminiert und erscheinen somit nicht in der Konzernbilanz. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert von umgerechnet 1.089 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- und Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte aus dem erwarteten Geschäftswachstum sowie sonstige Vorteile aus der vollständigen Integration der Vermögenswerte und Aktivitäten.
Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses mit der GRENKELEASING Magyarország Kft. belief sich auf 2.400 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel. Mit dem Erwerb wurden Zahlungsmittel von 57 TEUR übernommen.
5.3 Weitere Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2011
Am 18. Januar 2011 wurde vom GRENKE Konzern zur Verbriefung französischer Leasingforderungen im Rahmen des ABCP-Programms Elektra Purchase No. 25 Limited das FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" gegründet. Da die GRENKELEASING AG indirekt über die GRENKE FINANCE Plc. und die GRENKE SERVICE AG mit jeweils 50% beteiligt ist, wurde das FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" im Geschäftsjahr 2011 erstmalig konsolidiert.
Das im Jahr 2009 gegründete FCT "GK"-Compartment "G1" im Rahmen des ABCP-Programms CORAL für französische Leasingforderungen, bei dem die GRENKELEASING AG indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit je 150 EUR beteiligt war, wurde am 25. Januar 2011 zurückgeführt. Dementsprechend wird diese Beteiligung zum Abschlussstichtag nicht mehr im Konsolidierungskreis geführt, wobei sich keine Ergebnisauswirkung aus der Entkonsolidierung ergab.
5.4 Akquisitionen in Vorjahren
Aus dem Erwerb der GRENKE BANK AG im Geschäftsjahr 2009 besteht zum Stichtag eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 915 TEUR. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Tz. 4.16.
6 Angaben zu Finanzinstrumenten
6.1 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 TEUR |
Bewertungs- kategorie |
Buchwert 31.12.2012 |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
Fortgeführte Anschaffungkosten |
Wertansatz nach IAS 17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel | L&R | 116.707 | 116.707 | |||
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 4.238 | 4.238 | |||
| Leasingforderungen (performend) | n.a. | 1.771.673 | 1.771.673 | |||
| Leasingforderungen (nicht-performend) | L&R | 102.255 | 102.255 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 3.726 | 3.726 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 113.959 | 113.959 | |||
| Aggregierte Kategorien | L&R | 336.647 | ||||
| AtFVtPL | 4.238 | |||||
| n.a. | 1.771.673 | |||||
| Finanzschulden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 1.629.794 | 1.629.794 | |||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 209.367 | 209.367 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 14.828 | 14.828 | |||
| Bankschulden | oL | 3.145 | 3.145 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 6.747 | 6.747 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung | n.a. | 606 | 606 | |||
| Aggregierte Kategorien | oL | 1.857.134 | ||||
| AtFVtPL | 6.747 | |||||
| n.a. | 606 |
Bedeutung der Abkürzungen:
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| AtFVtPL: | At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten |
| L&R: | Loans and Receivables/Darlehen und Forderungen |
| n.a. | nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8 |
| oL | other Liabilities/andere Verbindlichkeiten |
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| Wertansatz nach IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 TEUR |
Bewertungs- kategorie |
Buchwert 31.12.2011 |
Fair Value erfolgs- neutral |
Fair Value erfolgs- wirksam |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Wertansatz nach IAS 17 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel | L&R | 104.234 | 104.234 | |||
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 4.399 | 4.399 | |||
| Leasingforderungen (performend) | n.a. | 1.484.934 | 1.484.934 | |||
| Leasingforderungen (nicht-performend) | L&R | 83.820 | 83.820 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 4.560 | 4.560 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 124.552 | 124.552 | |||
| Aggregierte Kategorien | L&R | 317.166 | ||||
| AtFVtPL | 4.399 | |||||
| n.a. | 1.484.934 | |||||
| Finanzschulden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 1.367.632 | 1.367.632 | |||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 155.127 | 155.127 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 7.031 | 7.031 | |||
| Bankschulden | oL | 3.479 | 3.479 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 6.763 | 6.763 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung | n.a. | 265 | 265 | |||
| Aggregierte Kategorien | oL | 1.533.269 | ||||
| AtFVtPL | 6.763 | |||||
| n.a. | 265 |
Bedeutung der Abkürzungen:
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| AtFVtPL: | At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten |
| L&R: | Loans and Receivables/Darlehen und Forderungen |
| n.a. | nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8 |
| oL | other Liabilities/andere Verbindlichkeiten |
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| Nettogewinne und -Verluste | aus Zinsen | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | Nettoergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 (TEUR) | |||||
| Loans and Receivables | 1.047 | -2.739 | -8.424 | -34.178 | -44.294 |
| At Fair Value through Profit and Loss | 0 | 316 | 0 | 0 | 316 |
| Other Liabilities | -1.302 | 0 | 0 | 0 | -1.302 |
| 31.12.2011 (TEUR) | |||||
| Loans and Receivables | 489 | -2.358 | -1.336 | -32.527 | -35.732 |
| At Fair Value through Profit and Loss | 0 | 1.048 | 0 | 0 | 1.048 |
| Other Liabilities | -878 | 0 | 0 | 0 | -878 |
Die Zinsen sind entsprechend der Effektivzinsmethode berechnet.
Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen 209.169 TEUR (Vorjahr: 177.221 TEUR). Die Nettogewinne und -verluste bezogen auf Finanzinstrumente beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.
6.2 Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen
In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich grundsätzlich um undiskontierte Cashflows handelt.
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| Zum 31.12.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Täglich fällig | Bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 278.792 | 282.097 | 1.171.332 | 52.940 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 9.306 | 35.489 | 71.095 | 93.476 | 0 |
| Bankschulden | 637 | 445 | 344 | 1.719 | 0 |
| Sonstige Schulden | 0 | 19.802 | 71 | 29 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1) | 0 | 14.828 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 1.699 | 3.591 | 2.308 | 8 |
| Summe | 9.943 | 351.055 | 357.198 | 1.268.864 | 52.948 |
1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.
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| Zum 31.12.2011 TEUR |
Täglich fällig | Bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1 | 185.717 | 366.137 | 944.834 | 7.896 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 13.874 | 33.787 | 46.236 | 61.230 | 0 |
| Bankschulden | 483 | 368 | 405 | 2.537 | 0 |
| Sonstige Schulden | 0 | 4.099 | 587 | 128 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1) | 0 | 7.031 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 984 | 3.259 | 2.881 | 35 |
| Summe | 14.358 | 231.986 | 416.624 | 1.011.610 | 7.931 |
1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.
Bezüglich der Angaben zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht.
6.3 Derivative Finanzinstrumente
6.3.1 Finanzwirtschaftliche Risikostrategie
Geschäftsmodell
Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet der GRENKE Konzern B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an. Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist bislang über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen. Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden vom GRENKE Konzern nur dann vorgenommen bzw. akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird. Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken wird auf den zusammengefassten Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen. Zudem verweisen wir auf die entsprechenden Angaben bei den einzelnen Bilanzposten.
Absicherungsphilosophie
Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele der GRENKELEASING AG notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolgs der GRENKELEASING AG im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang.
Die abzusichernden Positionen werden hinsichtlich des Umfangs oder der Höhe weitgehend gesichert, wobei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Die Auswahl der einzelnen Instrumente ist immer eine Entscheidung der Geschäftsleitung unter Beachtung des Risikoprofils, das heißt der mit dem jeweiligen Risiko verbundenen Ertrags-Chance. So enthalten zum Beispiel Zins-Caps neben der Chance auf sinkende Zinsen immer auch das bis zum Erreichen des Strikes vorhandene Risiko steigender Finanzierungskosten, während Swaps ein vereinbartes Zinsniveau für die Laufzeit des Swaps festlegen.
Bewertung
Da es sich bei den eingesetzten Derivaten nicht um börsennotierte, standardisierte Finanzinstrumente handelt, sondern um sogenannte OTC-Derivate, werden anerkannte Bewertungsmethoden und -modelle für die Ermittlung der Fair Values herangezogen. Die für die Bewertung notwendigen Parameter wie Zinssätze, Zinsstrukturkurven sowie Devisenkassa- und -terminkurse sind jederzeit am Markt beobachtbar und können über externe Informationsquellen abgerufen werden.
Für jedes kontrahierte derivative Finanzinstrument erhält der GRENKE Konzern zu jedem Stichtag eine Bewertungsübersicht bzw. eine aktuelle Marktbewertung aus Sicht der jeweils kontrahierenden Bank. Für den Bereich der Zins-Swaps rechnet der GRENKE Konzern die entsprechenden Fair Values parallel über Bloomberg.
6.3.2 Währungsrisikomanagement
Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung
Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in Norwegen, der Schweiz (Factoring) und in der Türkei sowie der britischen, polnischen, tschechischen, schwedischen, ungarischen und dänischen Tochtergesellschaften werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die GRENKELEASING AG finanziert die durch die Franchisenehmer bzw. Tochtergesellschaften generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen.
Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet. Die Fair Values der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem Marktwert und werden der Kategorie nach IAS 39 At Fair Value through Profit or Loss zugeordnet (siehe Tz. 6.1). Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen Marktwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 4.2) und auf der Passivseite (siehe Tz. 4.12) erfolgt. Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt 167.216 TEUR (Vorjahr: 130.368 TEUR).
Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:
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| TEUR | Nominalvolumen per | Fälligkeit der Nominalvolumina per 31.12.2012 | Gesicherter- Durchschnittskurs |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2012 | 2013 | 2014 | 2015 | später | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Kauf | |||||||
| TRY | 1.235 | 8.584 | 8.584 | ||||
| CZK | 11.189 | 10.004 | 4.345 | 3.058 | 1.579 | 1.022 | 2.40 |
| GBP | 50.544 | 89.536 | 72.467 | 8.063 | 6.055 | 2.951 | 25.53 |
| CHF1) | 2.562 | 4.991 | 4.991 | 0.86 | |||
| HUF | 3.921 | 4.440 | 2.159 | 1.490 | 586 | 205 | 1.28 |
| NOK | 5.475 | 1.627 | 1.627 | 315.18 | |||
| SEK | 12.301 | 7.740 | 7.451 | 289 | 7.37 | ||
| DKK | 21.806 | 27.196 | 11.869 | 7.756 | 7.571 | 9.52 | |
| PLN | 15.234 | 6.534 | 4.502 | 1.772 | 260 | 7.50 | |
| EUR Verkauf | |||||||
| GBP | 6.101 | 0 | |||||
| PLN | 0 | 6.564 | 4.520 | 1.773 | 271 |
1) Die in Schweizer Franken ausstehenden Devisentermingeschäfte resultieren aus der Refinanzierung der in Ungarn ansässigen Tochtergesellschaft, die aufgrund der lokalen Marktgegebenheiten u.a. Leasingverträge auf Basis von Schweizer Franken anbietet, und der Refinanzierung des in der Schweiz ansässigen Franchisenehmers.
6.3.3 Zinsrisikomanagement
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der GRENKE Konzern ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand bzw. das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.
Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der der GRENKE Konzern die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert.
Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine 100%ige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) nach IAS 39 in der Position Sonstiges Ergebnis erfasst.
Im Rahmen des ABCP-Programms mit der DZ-Bank (CORAL) und die Refinanzierung über das FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung bei der jeweiligen Zweckgesellschaft. Die variable Refinanzierung der ABCP-Transaktion wird durch den Einsatz von Zinsswaps ökonomisch gesichert. Dabei handelt es sich in beiden Fällen aus Sicht des GRENKE Konzerns um Receiver-Swaps. Es wird hierbei ein variabler Zins im Gegenzug in einen Festzins getauscht.
Gleiches gilt für die Refinanzierung über GOALS Financing 2009 Ltd., bei der jedoch der GRENKE Konzern als auch die Zweckgesellschaft GOALS Financing 2009 Ltd. die Zinssicherung vornimmt. Hierbei wird das Instrumentarium des Back-to-Back-Swaps verwendet. Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme (Portigon und SEB) werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für die Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Kontraktpartner der Forderungskäufer (Zweckgesellschaften der einzelnen Programme) ist hier jeweils die initiierende Bank, daher findet keine Bilanzierung der Derivate im GRENKE Konzern statt.
Erläuterungen zu den Vorjahresvergleichszahlen
Im Geschäftsjahr 2011 wurden sowohl Payer-Swaps als auch ein Receiver-Swap aus Sicht des GRENKE Konzerns kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinstauschgeschäft. Die Verzinsung des einzigen im Rahmen des zweiten ABS-Bonds kontrahierten Receiver-Swaps erfolgt variabel. Der in 2011 gezahlte Festzins über alle bestehenden Swaps betrug zwischen 0,932% und 3,78%. Die variable Seite der Swaps lag in einer Spanne zwischen 0,7760% und 2,289%. Die zum Stichtag bestehenden Swaps wiesen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2011 von 212 Mio. EUR auf und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,9320% und 3,78%. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zins-Swaps endet im Juni 2013.
Geschäftsjahr 2012
Im Geschäftsjahr 2012 wurden, abgesehen von den ABCP-Programmen, ausschließlich Payer-Swaps kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinsaustauschgeschäft. Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2012 von 180 Mio. EUR und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,19% und 1,415% auf. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zins-Swaps endet im Juni 2013. Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina der Payer-Swaps für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen.
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| TEUR | Nominalvolumen je zum 31.12. | Durchschnitts-Zinssatz | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| vor 2012 kontrahiert | 97.000 | 50.000 | 0 | 0 | 0 | 1,15% |
| in 2012 kontrahiert | 0 | 130.000 | 0 | 0 | 0 | 0,51% |
| Summe | 97.000 | 180.000 | 0 | 0 | 0 |
6.3.4 Effektivität der Sicherungsbeziehung
Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung. Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet der GRENKE Konzern ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der vom GRENKE Konzern verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden.
Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument, die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner. Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt. Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet.
Devisentermingeschäfte
Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäfts in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.
Zins-Swaps
Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen. Das aktive Einbinden der bestehenden wie auch der künftig geplanten Refinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement. Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt. Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft.
Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zins-Swaps und bestehenden bzw. geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der "Hypothetische-Derivate-Methode" ergab sich eine Effektivität von nahezu 100%. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet. Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accountings gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht des GRENKE Konzerns und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf.
Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich im Jahr 2013 komplett erfolgswirksam und führen daher zu einer Umgliederung der in den zugehörigen Posten des Sonstigen Ergebnisses abgegrenzten Nettogewinne/-verluste in den Posten Zinsaufwand in Höhe von 606 TEUR.
6.4 Marktwert von Finanzinstrumenten
6.4.1 Beizulegender Zeitwert
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Alle übrigen Positionen werden nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (siehe Tz. 2.4.4). Gemäß der Hierarchie der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert des IAS 39, welche sich wie folgt zusammensetzt:
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| Stufe 1: | notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, |
| Stufe 2: | Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind, |
| Stufe 3: | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, |
werden die meisten Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, der Stufe 2 zugeordnet (siehe Tz. 2.4.4). Ausnahme bilden die Call-Optionen bezogen auf die Franchiseunternehmen. Diese sind der Stufe 3 zugeordnet und weisen sämtlich einen Wert von "Null" aus. Der sich aus den Optionen ergebende Kaufpreis basiert auf dem jeweiligen Jahresergebnis der Franchisegesellschaft, multipliziert mit einem KGV-Multiple, der vom Markt zum Zeitpunkt des Erwerbs abgeleitet wird. Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bewertungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.
6.4.2 Marktwert derivativer Finanzinstrumente
Die abgeschlossenen Zins-Swaps in einer wirksamen Sicherungsbeziehung haben zum Stichtag einen negativen Marktwert von insgesamt 606 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert in Höhe von 265 TEUR). Die Zins-Swaps ohne Sicherungsbeziehung haben zum Stichtag einen negativen Marktwert von 3.534 TEUR (Vorjahr: 3.563 TEUR) bzw. einen positiven Marktwert von 3.325 TEUR (Vorjahr: 3.183 TEUR). Die Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.
Die Devisentermingeschäfte weisen für die einzelnen kontrahierten Währungen zum Stichtag folgende Marktwerte auf:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| EUR Kauf | ||
| TRY | -117 | -23 |
| CZK | -80 | 134 |
| GBP | -996 | -1.577 |
| CHF | -23 | -84 |
| HUF | -78 | 275 |
| NOK | 3 | -44 |
| SEK | -790 | -1.188 |
| DKK | -189 | -234 |
| PLN | -312 | 803 |
| EUR Verkauf | ||
| GBP | 0 | -44 |
| PLN | 283 | 0 |
6.4.3 Marktwert originärer Finanzinstrumente
Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem Finanzinstrumente am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Vertragsparteien getauscht, ver- oder gekauft bzw. beglichen würden. Der Marktwert der Leasingforderungen wird geschätzt, indem anstatt des internen Zinses ein Zinssatz verwendet wird, der bei einer vollständigen Refinanzierung erhältlich wäre. Bei den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen wird ein marktüblicher Zins am 31. Dezember 2012 zur Mittelaufnahme zugrunde gelegt.
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert 2012 | Buchwert 2012 | Beizulegender Zeitwert 2011 | Buchwert 2011 |
|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel | 116.707 | 116.707 | 104.234 | 104.234 |
| Leasingforderungen | 2.057.204 | 1.873.928 | 1.713.194 | 1.568.754 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 114.297 | 113.955 | 126.069 | 124.552 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.726 | 3.726 | 4.560 | 4.560 |
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.631.159 | 1.629.794 | 1.370.284 | 1.367.632 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 211.524 | 209.367 | 148.249 | 147.496 |
| Bankschulden | 3.020 | 3.145 | 3.461 | 3.479 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.828 | 14.828 | 7.031 | 7.031 |
6.5 Übertragungen finanzieller Vermögenswerte
Die folgende Tabelle zeigt übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte und die dazugehörige Verbindlichkeit mit den entsprechenden Buchwerten sowie beizulegenden Zeitwerten.
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| TEUR | Buchwert | Buchwert dazugehörige Verbindlichkeit | Beizulegender Zeitwert | Zeitwert dazugehörige Verbindlichkeit | Nettoposition |
|---|---|---|---|---|---|
| Übertragene Leasingforderungen 31.12.2012 | 250.185 | 220.390 | 270.204 | 221.755 | 29.795 |
| Übertragene Leasingforderungen 31.12.2011 | 273.968 | 240.081 | 297.149 | 242.733 | 33.887 |
7 Segmentberichterstattung
Durch die zunehmende Internationalisierung wird die primäre Berichterstattung des GRENKE Konzerns über seine Geschäftstätigkeit nach der dominierenden Organisationsstruktur ausgerichtet. Deshalb werden die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Die bisherige regionale Aufgliederung innerhalb des Segments Leasing wird seit dem 1. Januar 2012 zusammengefasst. Die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Eine regionale Aufgliederung der Geschäftstätigkeiten erfolgt bei den Angaben zu den geographischen Gebieten Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.
7.1 Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Leasinggeschäft
Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote und die Verwertung von Gebrauchtgeräten.
Bankgeschäft
Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen für Anleger angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.
Factoringgeschäft
Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH, welche klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das Small-Ticket-Factoring in Deutschland erbringt.
7.2 Messgrößen der Segmente
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen grundsätzlich den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses (siehe Tz. 2.4). Konzerninterne Transaktionen erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist grundsätzlich der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.
Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
| ― | Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung der Segmente. |
| ― | Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt. |
| ― | Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen. |
| ― | Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerverbindlichkeiten. |
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| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar bis Dezember | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Segmenterträge | 131.314 | 111.122 | 4.977 | 4.262 | 1.589 | 1.269 |
| Personalaufwand | 40.694 | 34.810 | 1.259 | 1.126 | 856 | 759 |
| Segmentergebnis | 53.641 | 47.256 | 5.844 | 3.314 | 316 | 153 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Operatives Ergebnis | ||||||
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| Steuern | ||||||
| Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | ||||||
| zum 31. Dezember | ||||||
| Segmentvermögen | 2.258.346 | 1.904.926 | 330.839 | 218.419 | 13.247 | 10.703 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Steueransprüche | ||||||
| Vermögen lt. Konzernbilanz | ||||||
| Segmentschulden | 1.957.667 | 1.610.842 | 261.255 | 182.389 | 19.174 | 13.813 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Steuerverbindlichkeiten | ||||||
| Schulden lt. Konzernbilanz |
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| TEUR | Summe Segmente | Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar bis Dezember | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Segmenterträge | 137.880 | 116.653 | 0 | 0 | 137.880 | 116.653 |
| Personalaufwand | 42.809 | 36.695 | 0 | 0 | 42.809 | 36.695 |
| Segmentergebnis | 59.801 | 50.723 | 0 | 0 | 59.801 | 50.723 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Operatives Ergebnis | 59.801 | 50.723 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -103 | -291 | ||||
| Steuern | 17.237 | 11.181 | ||||
| Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | 42.461 | 39.251 | ||||
| zum 31. Dezember | ||||||
| Segmentvermögen | 2.602.432 | 2.134.048 | -273.600 | -183.658 | 2.328.832 | 1.950.390 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Steueransprüche | 23.460 | 18.578 | ||||
| Vermögen lt. Konzernbilanz | 2.352.292 | 1.968.968 | ||||
| Segmentschulden | 2.238.096 | 1.807.044 | -273.600 | -183.658 | 1.964.496 | 1.623.386 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Steuerverbindlichkeiten | 36.823 | 27.925 | ||||
| Schulden lt. Konzernbilanz | 2.001.319 | 1.651.311 |
7.3 Informationen über geographische Gebiete
Die wesentlichen geographischen Gebiete auf Länderebene, in denen mit externen Kunden Umsätze generiert werden, sind Deutschland, Frankreich und Italien. Alle anderen Länder sind in "Sonstige Länder" zusammengefasst. Für die ausgewiesenen Länder werden die operativen Erträge und die langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Je nach Länderzugehörigkeit der externen Kunden, mit denen die Umsätze erwirtschaftet werden, erfolgt die Zuordnung zu den einzelnen geographischen Gebieten. Die langfristigen Vermögenswerte sind den Ländern zugeteilt, in denen sie entstanden sind.
Die operativen Erträge beinhalten dieselben Positionen, wie sie bereits oben für die operativen Segmenterträge erläutert wurden. Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus den langfristigen Leasingforderungen, dem Sachanlagevermögen, den Geschäfts- und Firmenwerten, den Sonstigen immateriellen Vermögenswerten und den Sonstigen langfristigen Vermögenswerten zusammen.
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| TEUR | Deutschland | Frankreich | Italien | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Erträge (Januar bis Dezember) | 53.829 | 50.855 | 24.770 | 20.953 | 19.427 | 12.322 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dezember) | 424.887 | 407.606 | 311.789 | 258.966 | 157.414 | 115.824 |
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| TEUR | Sonstige Länder | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Erträge (Januar bis Dezember) | 39.854 | 32.523 | 137.880 | 116.653 |
| Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dezember) | 388.606 | 269.518 | 1.282.696 | 1.051.914 |
8 Weitere Erläuterungen
8.1 Kapitalmanagement
8.1.1 Ökonomisches Kapital
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des GRENKE Konzerns ist es, sicherzustellen, dass das zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Sicherung der Liquidität bestehende Bonitätsrating aufrechterhalten werden kann sowie eine lückenlose Wahrung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Anforderungen an den GRENKE Konzern durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement gegeben ist.
Der GRENKE Konzern überwacht sein Kapital unter anderem mit Hilfe der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme. Gemäß den konzerninternen Richtlinien streben wir (wie im Vorjahr) eine Eigenkapitalquote von 16% an. Zudem wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung des Konzerns und das Risikobegrenzungssystem bzw. die Limitierung von Risikopositionen die Überwachung und Sicherstellung des ökonomischen Eigenkapitals gewährleistet.
8.1.2 Regulatorisches Kapital
Durch die Akquisition der GRENKE BANK AG und die Tatsache, dass die GRENKELEASING AG seit Ende 2008 im Sinne des KWG (Kreditwesengesetzes) ein Finanzdienstleistungsinstitut ist, hat der GRENKE Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Solvabilitätsverordnung auf Konzernebene einzuhalten. Die GRENKELEASING AG als übergeordnetes Institut meldet zudem die Gesamtkennziffer des Konzerns nach den Vorgaben von § 3 SolvV (Solvabilitätsverordnung) in Verbindung mit § 10a KWG.
Die Ermittlung der Gesamtkennziffer erfolgt gemäß den Grundlagen des IFRS-Abschlusses. Die Eigenmittel setzen sich hierbei für den Konzern aus den sogenannten Kernkapitalkomponenten Grundkapital 17.491 TEUR (Vorjahr: 17.491 TEUR), Kapitalrücklagen 60.166 TEUR (Vorjahr: 60.166 TEUR) und Gewinnrücklagen 186.862 TEUR (Vorjahr: 148.917 TEUR) zusammen.
Zudem sind die sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals von 2.504 TEUR (Vorjahr: 1.386 TEUR) zu berücksichtigen. Abzugspositionen in Höhe von 59.143 TEUR (Vorjahr: 15.617 TEUR) bestehen durch immaterielle Vermögensgegenstände. Weitere Eigenmittel fließen nicht in die Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals ein. Zum Stichtag betragen die Gesamteigenmittel der Institutsgruppe 207.880 TEUR (Vorjahr: 212.343 TEUR).
8.2 Franchisesystem
Die GRENKELEASING AG stellt im Rahmen eines Franchisevertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt 1.181 TEUR (Vorjahr: 1.144 TEUR) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von 2.185 TEUR (Vorjahr: 2.535 TEUR) (siehe Tz. 3.1) sowie aus der Vermietung von Software in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) erwirtschaftet. Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen in Höhe von 22.067 TEUR (Vorjahr: 39.463 TEUR) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt 1.501 TEUR (Vorjahr: 2.627 TEUR) (siehe Tz. 4.4 und Tz. 4.5).
8.3 Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen | ||
| fällig im Folgejahr | 7.667 | 6.022 |
| fällig in 2 bis 5 Jahren | 17.079 | 10.645 |
| fällig nach 5 Jahren | 5.056 | 3.156 |
| Summe | 31.900 | 19.823 |
Den Mietzahlungen stehen erwartete Mieteinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 391 TEUR (Vorjahr: 388 TEUR) entgegen. Für Mietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren. Für die Erweiterung eines Bürogebäudes bestehen zum 31. Dezember 2012 Verpflichtungen in Höhe von 389 TEUR (Vorjahr: 5.538 TEUR).
Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft, tritt die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrags zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, folgendes an die Besitzgesellschaft ab:
Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen.
Unsere irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielte in 2011 und 2012 Einkünfte aus inner-konzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Die GRENKE FINANCE Plc. unterliegt in 2011 und 2012 mit ihren oben genannten Einkünften in Irland einer nominalen Ertragsteuerbelastung von 12,5% und damit einer niedrigen Besteuerung im Sinne des AStG. Eine Hinzurechnungsbesteuerung der Einkünfte der GRENKE FINANCE Plc. erfolgt nach geltender Rechtslage - unter Zugrundelegung des EuGH-Urteils "Cadbury Schweppes" sowie unter Berücksichtigung des BMF-Schreibens vom 8. Januar 2007 - nicht, wenn die GRENKE FINANCE Plc. eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.
Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50d EStG auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und/oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt. Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in Irland ersucht. Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung. Nach unserer Auffassung sind somit die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in 2011 und 2012 erfüllt. Daher bestehen zum Stichtag keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen Verpflichtungen aus diesem Sachverhalt.
8.4 Betriebsprüfung in Deutschland
Im November 2010 wurde mit der Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING AG, der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, der GRENKE Service AG und der GRENKEFACTORING GmbH für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen. Zum Stichtag lagen noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor.
8.5 Betriebsprüfungen im Ausland
Im Mai 2009 wurde die Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING s.r.o., Tschechien, für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 begonnen. Zum Stichtag lagen noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor.
8.6 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Dritte Parteien gelten als nahe stehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen des GRENKE Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige und Tochtergesellschaften der GRENKELEASING AG. Die GRENKELEASING AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszwecks auch Leistungen innerhalb des GRENKE Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.
Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahe stehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 7.831 TEUR (Vorjahr: 6.049 TEUR) erhalten. Von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrats einschließlich deren nahen Verwandten hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 1.031 TEUR (Vorjahr: 1.010 TEUR) erhalten. Eine Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2012 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH |
| ― | Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
| ― | Herr Dieter Münch, Weinheim, Bankkaufmann a.D. und Stiftungsvorstand |
| ― | Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Geschäftsführer der Deltavista GmbH |
| ― | Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt |
| ― | Herr Prof. Dr. Thilo Wörn, Essen, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW |
In der folgenden Tabelle ist der Aktienbestand der Aufsichtsräte dargestellt:
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| Aktien per 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| Stück | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- |
| Dieter Münch | 75 | 75 |
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 28.300 | 28.300 |
| Erwin Staudt | 1.000 | 1.000 |
| Florian Schulte | 2.365 | -- |
| Prof. Dr. Thilo Wörn | 1.060 | -- |
| Summe | 32.800 | 29.375 |
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und der Schlopp AG, Stuttgart, sowie Mitglied im Aufsichtsrat der OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe Stutensee, und der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin. Des Weiteren ist Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Beiratsmitglied bei der Winter Holding Verwaltungs GmbH, Nußloch.
Herr Gerhard E. Witt ist des zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, einer Tochtergesellschaft der GRENKELEASING AG.
Herr Dieter Münch ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden. Des Weiteren ist Herr Dieter Münch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Firma Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale.
Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach.
Herr Florian Schulte ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Global Group Dialog Solutions AD, Idstein. Herr Prof. Dr. Thilo Wörn ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tiemeyer Automobile AG, Bochum sowie Beiratsvorsitzender bei der agathon GmbH S Co. KG, Bottrop und der DEFLEX-Dichtsysteme GmbH, Moers-Genend.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 entscheidet.
Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 entscheidet.
Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKELEASING AG belief sich auf insgesamt 109 TEUR (Vorjahr: 108 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG in § 10 der Satzung der GRENKELEASING AG festgelegt. Diese Regelung sieht keine Einbeziehung des Aufsichtsrats in eines der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme vor. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Summe | Vergütung AG | Vergütung KGaA | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | Vorjahr | 2012 | Vorjahr | 2012 | Vorjahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 118 | 117 | 109 | 108 | 9 | 9 |
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| TEUR | Nebenleistungen | |
|---|---|---|
| 2012 | Vorjahr | |
| --- | --- | --- |
| Summe | 0 | 0 |
Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich wie folgt zusammen:
| ― | Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden (Vorstandsvorsitzender), CEO |
| ― | Herr Dr. Uwe Hack, Dipl.-Kaufmann, Metzingen (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), CFO (bis 30.09.2012) |
| ― | Herr Mark Kindermann, Dipl.-Kaufmann, Bühl, COO |
| ― | Herr Gilles Christ, MBA, Souffelweyersheim/Frankreich, CSO |
| ― | Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf, CFO (ab 01.09.2012) |
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Die Vorstandsvergütung für 2012 setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Gesamtbezüge | davon fix | davon variabel |
|---|---|---|---|
| Summe | 2.126 | 991 | 1.135 |
| Summe Vorjahr | 1.776 | 952 | 824 |
Mit Unterschriftsdatum vom 29. Juni 2010 bzw. 13. Juli 2010 hat der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit den Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Uwe Hack bzw. Herrn Gilles Christ Phantom-Stock-Vereinbarungen abgeschlossen.
Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhalten Herr Dr. Uwe Hack bzw. Herr Gilles Christ für die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 bzw. 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres.
Der Basiskurs für die Jahre 2010, 2011 und 2012 betrug respektive 28,68 EUR, 37,72 EUR und 35,81 EUR. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR bzw. 300.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Dr. Hack aus dem Vorstand zum 30. September wurde der mögliche Anspruch für das Jahr 2012 um die Hälfte reduziert. Herr Gilles Christ ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25% dieses Auszahlungsbetrags in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Für das Jahr 2010 wurden aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen insgesamt 374 TEUR für Herrn Dr. Hack und Herrn Gilles Christ ausbezahlt. Für das Jahr 2011 ergab sich aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen keine Auszahlung.
Per 31. Dezember 2012 betrug der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarungen 371 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen.
Der Bestand an Aktien lässt sich aus der folgenden Tabelle ersehen:
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| Aktien per 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| Stück | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- |
| Wolfgang Grenke* | 4.925.619 | 4.925.619 |
| Dr. Uwe Hack | n.a. | 9.500 |
| Jörg Eicker | 100 | n.a. |
| Mark Kindermann | 52.053 | 52.053 |
| Gilles Christ | 1.600 | 1.600 |
| Summe | 4.979.372 | 4.988.772 |
* ohne Stimmrechte aus dem Poolvertrag der Familie GRENKE - siehe hierzu den Corporate-Governance-Bericht.
Herr Wolfgang Grenke ist zusätzlich Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich und im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er im Beirat der Deutsche Bank AG, Region Freiburg.
Herr Dr. Uwe Hack war zugleich im Vorstand der GRENKE BANK AG, Baden-Baden und Aufsichtsratsmitglied der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden. Herr Dr. Hack hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 30. September 2012 verlassen.
Herr Mark Kindermann ist zusätzlich noch Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich, der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz.
Herr Gilles Christ ist zugleich Vorstand der GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien und der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich und Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark sowie der GRENKELEASING Sp.z.o.o., Poznan/Polen.
Herr Jörg Eicker ist am 01. September 2012 in den Vorstand der GRENKELEASING AG eingetreten und hat zum 1. Oktober 2012 die Aufgaben von Herr Dr. Uwe Hack übernommen. Des Weiteren ist er Vorstand der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
8.7 Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2012
Wir wurden am 04. Juli 2012 von Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK informiert, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Februar 2012 der Stimmrechtsanteil der Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,091 % (dies entspricht 422.930 Stimmrechten) beträgt.
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2011
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 10. November 2011 folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt:
"1. Frau Anneliese Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unserer Mandantin, Frau Anneliese Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Frau Anneliese Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Anneliese Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
2. Herr Moritz Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Moritz Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Moritz Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Moritz Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Moritz Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
3. Herr Roland Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Roland Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Roland Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Roland Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Roland Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
4. Herr Oliver Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Oliver Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Oliver Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Oliver Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Oliver Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke."
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 namens und im Auftrag ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, Deutschland, folgende Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, hat am 23. August 2006 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt 4,55% (622.664 Stimmrechte). Davon werden Frau Anneliese Grenke 2,28% (311.332 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet."
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 namens und im Auftrag ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, Deutschland, folgende Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, hat am 12. September 2009 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt 2,28% (311.332 Stimmrechte)."
Mitteilungen vor 2011
Mit Schreiben vom 7. August 2002 haben wir eine Mitteilung nach § 21 WpHG erhalten, wonach sich die Stimmrechte an der GRENKELEASING AG aufgrund der Aufhebung des bisher bestehenden Poolvertrages mit Wirkung zum 31. Juli 2002 geändert haben. Die Anzahl der Stimmrechte aus eigenen Aktien und solche, welche jeweils nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden, wurde uns wie folgt mitgeteilt. Wolfgang Grenke (Deutschland), eigene Aktien: 44,20% - Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 Nr. 6: 8,64%.
Übersetzung der Originalmeldung:
T. Rowe Price Associates, Inc. möchte die folgenden Mitteilungen in deren Namen und im Namen und Auftrag der folgenden Gesellschaften bekanntgeben: T. Rowe Price International, Inc., TRP Finance, Inc., T. Rowe Price Group, Inc. Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price International, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price International, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der TRP Finance, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der TRP Finance, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Associates, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Associates, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Group, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Group, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Übersetzung der Originalmeldung:
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt.
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte sind vollständig der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Diese Stimmrechte werden von Threadneedle Investment Funds ICVC gehalten.
Übersetzung der Originalmeldung:
1. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
2. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
3. Am 23. September 2010 wurden wir von Comasman Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
4. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
5. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
6. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management PLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
8.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Neben den bestehenden Kooperationen mit der NRW.Bank, der TAB und der IBB, haben die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 25 Mio. EUR etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Refinanzierung der Leasingverträge, welche ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.
8.9 Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten des Unternehmens
(www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den von der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 30. Januar 2013
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Frey, Wirtschaftsprüfer
Werner, Wirtschaftsprüfer
Erklärung nach § 297 (2) S. 4 HGB und § 315 (1) S. 6 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Baden-Baden, den 30. Januar 2013
Der Vorstand
Finanzkalender
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| 06.02.2013 | Veröffentlichung Konzernabschluss 2012 - Bilanzpresse- und DVFA-Analystenkonferenz |
| 25.04.2013 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 31.03.2013 |
| 07.05.2013 | Hauptversammlung im Kongresshaus Baden-Baden |
| 25.07.2013 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30.06.2013 |
| 24.10.2013 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30.09.2013 |
Kontakt
Renate Hauss
Corporate Communications
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 50074218
E-Mail: [email protected]
In diesem Geschäftsbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.
Einzelabschluss der GRENKELEASING AG 2012
Lagebericht der GRENKELEASING AG
Wir haben für das Geschäftsjahr 2012 erstmals den nach § 340i Abs. 1 HGB i.V. m. § 289 HGB und 315a HGB erstellten Lagebericht des GRENKE Konzerns und den Lagebericht des nach §340a Abs. 1 HGB i.V. m. §298 HGB der GRENKELEASING AG gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und im Jahresfinanzbericht 2012 zusammengefasst veröffentlicht. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht. Der Bericht steht im Internet unter www.grenke.de/de/investor-relations/finanzberichte als Download zur Verfügung.
Die wesentlichen Erläuterungen zu Rahmenbedingungen, Strategie und Entwicklung des GRENKE Konzerns und der GRENKELEASING AG stimmen für beide Unternehmenseinheiten überein. Soweit im Geschäftsjahr zwischen den Unternehmenseinheiten erhebliche Abweichungen zu verzeichnen waren, werden diese im Kapitel "Lagebericht der GRENKELEASING AG (Erläuterung auf Basis HGB)" erläutert.
Zu Informationszwecken stellen wir im Folgenden als Einzeldokument den Lagebericht der GRENKELEASING AG (Erläuterungen auf Basis HGB), die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang zur Verfügung.
GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Abschluss für das Geschäftsjahr 2012
Gewinn- und Verlustrechnung
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| in EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1. Leasingerträge | 449.615.030,23 | 446.394.936,74 |
| 2. Leasingaufwendungen | 332.360.682,80 | 335.195.884,48 |
| 3. Zinserträge | 5.573.286,89 | 5.103.556,84 |
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 5.573.286,89 | 5.103.556,84 |
| 4. Zinsaufwendungen | 3.801.825,82 | 3.092.471,58 |
| 5. Laufende Erträge aus | 0,00 | 617.426,87 |
| a) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 617.426,87 |
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 15.693.815,28 | 16.942.944,65 |
| 7. Provisionsaufwendungen | 3.880.682,06 | 3.681.538,16 |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 30.809.930,84 | 32.044.883,88 |
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 33.597.856,66 | 30.790.411,56 |
| a) Personalaufwand | ||
| aa) Löhne und Gehälter | 17.410.123,64 | 16.272.179,80 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung 34.903,71 TEUR (Vorjahr: 35.863,57 TEUR) | 2.579.695,21 | 2.332.434,25 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 13.608.037,81 | 12.185.797,51 |
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 98.019.614,20 | 92.140.242,76 |
| 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 134.036,72 | 193.365,67 |
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 7.318.808,89 | 8.362.887,56 |
| 13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 83.935,77 | 0,00 |
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 108.354,32 |
| 15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 22.662.497,86 | 27.538.592,89 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.462.691,03 | 8.438.497,33 |
| 17. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen | 70.091,31 | 68.692,56 |
| 18. Jahresüberschuss | 17.129.715,52 | 19.031.403,00 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.021.712,87 | 3.253.384,12 |
| 20. Bilanzgewinn | 18.151.428,39 | 22.284.787,12 |
Bilanz: Aktiva
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| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 321,37 | 195,07 |
| a) Kassenbestand | 321,37 | 195,07 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 2.930.623,08 | 739.155,23 |
| a) täglich fällig | 2.930.623,08 | 739.155,23 |
| 3. Forderungen an Kunden | 60.867.820,08 | 60.351.461,04 |
| 4. Anteile an verbunden Unternehmen | 144.787.107,39 | 77.902.447,14 |
| a) an Kreditinstitute | 51.272.355,82 | 26.272.355,82 |
| b) an Finanzdienstleistungsinstitute | 7.934.042,59 | 7.934.042,59 |
| c) Übrige | 85.580.708,98 | 43.696.048,73 |
| 5. Leasingvermögen | 235.767.658,86 | 235.962.858,37 |
| 6. Immaterielle Anlagewerte | 569.924,01 | 466.529,01 |
| a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 569.924,01 | 466.529,01 |
| 7. Sachanlagen | 20.602.272,91 | 15.808.344,81 |
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 44.225.091,87 | 76.416.884,08 |
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.402.275,81 | 2.272.612,40 |
| Summe der Aktiva | 512.153.095,38 | 469.920.487,15 |
Bilanz: Passiva
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| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.407.340,89 | 3.101.252,50 |
| a) täglich fällig | 1.090,89 | 7.502,50 |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.406.250,00 | 3.093.750,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 34.999.104,26 | 30.206.400,39 |
| a) andere Verbindlichkeiten | ||
| aa) täglich fällig | 3.859.800,55 | 1.967.121,12 |
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 31.139.303,71 | 28.239.279,27 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 29.660.900,52 | 1.947.221,34 |
| 4. Rechnungsabgrenzungsposten | 257.807.907,14 | 254.328.337,72 |
| 5. Rückstellungen | 3.530.430,33 | 3.456.504,23 |
| a) Steuerrückstellungen | 803.188,00 | 699.667,00 |
| b) andere Rückstellungen | 2.727.242,33 | 2.756.837,23 |
| 6. Eigenkapital | 183.747.412,24 | 176.880.770,97 |
| a) gezeichnetes Kapital | 17.491.421,86 | 17.491.421,86 |
| b) Kapitalrücklage | 63.002.764,56 | 63.002.764,56 |
| c) Gewinnrücklagen | ||
| ca) gesetzliche Rücklage | 5.089,87 | 5.089,87 |
| cb) satzungsmäßige Rücklagen | 48.353,78 | 48.353,78 |
| cc) andere Gewinnrücklagen | 85.048.353,78 | 74.048.353,78 |
| d) Bilanzgewinn | 18.151.428,39 | 22.284.787,12 |
| Summe der Passiva | 512.153.095,38 | 469.920.487,15 |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | ||
| a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverpflichtungen | 1.777.803.099,37 | 1.536.018.846,92 |
Entwicklung des Anlagevermögens
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| in EUR | Software- Lizenzen |
Immaterielle Anlagewerte |
Grundstücke und Bauten |
Anlagen im Bau |
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Stand 01.01.2012 | 2.959.571,31 | 2.959.571,31 | 16.685.963,44 | 865.800,10 | 7.902.610,57 | 25.454.374,11 |
| Zugänge | 388.972,13 | 388.972,13 | 26.881,61 | 5.426.764,10 | 541.982,29 | 5.995.628,00 |
| Abgänge | 1.460,45 | 1.460,45 | 0,00 | 0,00 | 109.951,59 | 109.951,59 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2012 | 3.347.082,99 | 3.347.082,99 | 16.712.845,05 | 6.292.564,20 | 8.334.641,27 | 31.340.050,52 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 01.01.2012 | 2.493.042,30 | 2.493.042,30 | 3.709.475,73 | 0,00 | 5.936.553,57 | 9.646.029,30 |
| Zugänge | 285.576,13 | 285.576,13 | 477.136,61 | 0,00 | 687.028,29 | 1.164.164,90 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 1.459,45 | 1.459,45 | 0,00 | 0,00 | 72.416,59 | 72.416,59 |
| Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2012 | 2.777.158,98 | 2.777.158,98 | 4.186.612,34 | 0,00 | 6.551.165,27 | 10.737.777,61 |
| Buchwerte | ||||||
| Stand 31.12.2012 | 569.924,01 | 569.924,01 | 12.526.232,71 | 6.292.564,20 | 1.783.476,00 | 20.602.272,91 |
| Stand 31.12.2011 | 466.529,01 | 466.529,01 | 12.976.487,71 | 865.800,10 | 1.966.057,00 | 15.808.344,81 |
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| in EUR | Leasingvermögen | Anteile an verbundenen Unternehmen | Finanzanlagen |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
| Stand 01.01.2012 | 372.178.020,55 | 80.428.596,93 | 80.428.596,93 |
| Zugänge | 116.788.048,36 | 66.800.724,48 | 66.800.724,48 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 79.415.370,38 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2012 | 409.550.698,53 | 147.229.321,41 | 147.229.321,41 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 01.01.2012 | 136.215.162,18 | 2.526.149,79 | 2.526.149,79 |
| Zugänge | 96.569.873,17 | 508.000,00 | 508.000,00 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 591.935,77 | 591.935,77 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Umbuchungen UV | 59.001.995,68 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2012 | 173.783.039,67 | 2.442.214,02 | 2.442.214,02 |
| Buchwerte | |||
| Stand 31.12.2012 | 235.767.658,86 | 144.787.107,39 | 144.787.107,39 |
| Stand 31.12.2011 | 235.962.858,37 | 77.902.447,14 | 77.902.447,14 |
GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Anhang für das Geschäftsjahr 2012
Allgemeine Hinweise
Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2012 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang. Darüber hinaus wurde ein Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gemäß § 289 HGB i.V.m. § 340a HGB aufgestellt.
Aufgrund der Anwendung der RechKredV erfolgt der Ausweis in den vorgeschriebenen Formblättern (§2 RechKredV).
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Kundenforderungen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen, die Forderungen aus Mietkaufverträgen sind mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgt mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zu Grunde liegt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigung wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt.
Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit geprüft und bei Bedarf angepasst. Seit März 1995 wird zum Ende jeden Monats - gleichzeitig mit den monatlichen Einzügen - zu jedem Leasingvertrag der jeweils aktuelle Bearbeitungsstand abgelegt. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsstands-Klassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden. Diese BA-Klassen sind.
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| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragte, nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Der Erwerb der Anteile an verbundenen Unternehmen wurde zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten als Finanzanlagen aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Grundstücke und Gebäude werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Das Bürogebäude wird nach der linearen Methode entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.
Bis zum 31. Dezember 1999 wurden die Anschaffungskosten degressiv mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen unter Anwendung der Halbjahresregel abgeschrieben. Bei Zugängen ab dem 1. Januar 2000 werden die Anschaffungskosten nach der linearen Methode, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, abgeschrieben.
Zugänge von Leasinggegenständen im Leasingvermögen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von vorgenommenen Abschreibungen. Leasinggegenstände aus Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Leasinggegenständen, die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben werden, wird eine lineare Abschreibung über die Vertragslaufzeit auf den individuellen kalkulierten Restwert vorgenommen.
Sämtliche Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird der Beteiligungsbuchwert auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basiert.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden die Leasinggegenstände ausgewiesen, bei denen die Vertragslaufzeit beendet ist. Mit Vertragsablauf werden die Objekte in "Leasinggegenstände in Verwertung" mit ihrem Restbuchwert umgegliedert. Ausgehend vom neuen Buchwert werden diese weiter planmäßig bis auf Null abgeschrieben. Bei Leasingverträgen, die aufgrund eines Zahlungsrückstands gekündigt wurden und für die daher eine Schadensersatzforderung eingebucht wurde, wird der Leasinggegenstand vollständig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren Marktwerten angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Soweit der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und durch planmäßige jährliche Abschreibung getilgt.
Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der anderen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften wurden berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Aufgrund der unterschiedlichen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertung einzelner Bilanzpositionen ergeben sich latente Steuern. Die GRENKELEASING AG als Organträgerin weist auch eventuelle latenten Steuern ihrer Organgesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, GRENKE Service AG, GRENKEFACTORING GmbH sowie der GRENKE BANK AG im Rahmen der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft aus.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden die erhaltenen Erlöse aus der Finanzierung der Mietraten über den ABS-Bond sowie der GRENKE BANK AG erfolgsneutral zugeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 werden annuitätisch über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge erfolgswirksam aufgelöst. Davor erfolgte die Auflösung linear. Weiterhin werden in diesem Posten die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA erhaltenen Umlagen für die Bonitätsrisiken abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit.
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gem. § 256a HGB i.V.m. 340h HGB umgerechnet.
Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
Neben den laufenden Geschäftskonten in Höhe von 742 TEUR (Vorjahr: 700 TEUR) wird in dieser Position ein Verrechnungskonto gegenüber dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden (1.592 TEUR; Vorjahr: 40 TEUR), sowie die Forderung gegenüber dem Vertragspartner Natixis aus dem im Rahmen mit GOALS 2009 abgeschlossenen Zinsswap (596 TEUR) ausgewiesen.
Die Erhöhung des Verrechnungskontos gegenüber der GRENKE BANK AG, Baden-Baden resultiert aus der im Geschäftsjahr erstmalig vorgenommen Ergebnisabführung in Höhe von 1.564 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Forderungen an Kunden
Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen (31.064 TEUR; Vorjahr: 28.029 TEUR) sind zum Barwert der künftigen Mietkaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zu Grunde liegt. Des Weiteren sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 64.812 TEUR (Vorjahr: 72.571 TEUR) enthalten, die Forderungen aus Schadensersatz, Rückstände aus Leasingraten, Bearbeitungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Verwertungserlöse und weiterbelastete Kosten (Anwalts-, Gerichts- und Sicherstellungskosten) betreffen. Weiterhin sind Forderungen an Händler und Dritte in Höhe von 808 TEUR (Vorjahr: 1.313 TEUR) enthalten.
Die Gesamtforderungen sind um Wertberichtigungen in Höhe von 35.816 TEUR (Vorjahr 41.562 TEUR) gekürzt.
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| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 60.868 | 33.395 | 9.462 | 17.909 | 102 |
| (Vorjahr) | 60.351 | 35.336 | 8.076 | 16.810 | 129 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die GRENKELEASING AG war im Berichtsjahr an nachfolgenden Gesellschaften mittelbar oder unmittelbar beteiligt:
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| Beteiligung | Quote % |
Eigenkapital 31.12.2012 EUR |
Jahresergebnis 2012 EUR |
|---|---|---|---|
| an Kreditinstituten | |||
| GRENKE BANK AG, Baden-Baden**** | 100% | 55.065.010,76 | 1.954.591,15 |
| an Finanzdienstleistungsinstituten | |||
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden* | 100% | 780.828,96 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden | 100% | 672.751,97 | 330.871,07 |
| Sonstige | |||
| GRENKE Service AG, Baden-Baden | 100% | 1.419.421,10 | 56.272,63 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 100% | 33.507.072,80 | 4.652.186,81 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 100% | 14.703.365,43 | 1.105.997,20 |
| GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich | 100% | 2.753.555,11 | 235.148,68 |
| GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien | 100% | 162.496,45 | 12.217,06 |
| GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien | 100% | 1.283.350,71 | -505.065,90 |
| GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien*** | 100% | 697.956,12 | -5.844.834,30 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande | 100% | 2.362.351,95 | 837.592,90 |
| GRENKELEASING S.r.l., Mailand/Italien | 100% | 892.217,03 | -433.012,80 |
| GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark | 100% | 358.958,52 | 208.330,60 |
| GRENKE LIMITED, Dublin/Irland | 100% | 4.160.127,16 | 1.055.169,01 |
| GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland | 100% | 84.582.524,92 | 19.755.903,28 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 100% | 2.409.909,44 | 613.545,49 |
| GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien | 100% | 614.001,66 | 320.145,55 |
| Grenke Leasing Ltd. Guildford/Großbritannien | 100% | 4.480.403,76 | 1.396.731,26 |
| GRENKELEASING Sp.z o.o, Posen/Polen | 100% | 2.930.880,81 | 205.765,78 |
| GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn | 100% | 132.345,70 | -109.346,19 |
| S.C. Grenke Renting S.R.L, Bukarest/Rumänien** | 100% | -112.877,91 | 120.358,96 |
| GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal** | 100% | -4.487.199,80 | -1.781.848,93 |
| GRENKE RENT S.A, Madrid/Spanien** | 100% | -1.392.398,82 | -403.724,78 |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2", Partin/Frankreich | 100% | 300,00 | 0,00 |
* Nach Ergebnisabführung
** Unternehmensaquisition im Geschäftsjahr 2012
*** Kapitalerhöhung
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 17. Mai 2012 100% der stimmberechtigten Anteile an der S.C. GRENKELEASING S.R.L. Bukarest/Rumänien. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurde auch die Umfirmierung der Gesellschaft in S.C. Grenke Renting S.R.L. beschlossen.
Der GRENKE Konzern erwarb über seine Konzerngesellschaft GRENKE ALQUILER S.A. Barcelona/Spanien durch Kaufvertrag vom 13. Juli 2012 100% der stimmberechtigten Anteile an der GRENKE RENT S.A. Madrid/Spanien.
Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag und Erwerbszeitpunkt vom 14. September 2012 100% der stimmberechtigten Anteile der Grenke Renting S.A. Lissabon/Portugal.
Zur Stärkung des Eigenkapitals der GRENKE BANK AG leistete die GRENKELEASING AG mit Wirkung zum 16. April 2012 eine Bareinlage in Höhe von 25.000 TEUR. Die Beschlussfassung über die Kapitalerhöhung erfolgte in der ordentlichen Hauptversammlung der GRENKE BANK AG am 26. März 2012.
Die für die GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien geleisteten Kapitalmaßnahmen beliefen sich auf 3.000 TEUR am 31. Oktober 2012 sowie weiteren 1.500 TEUR am 19. Dezember 2012.
Sachanlagen
Wegen der Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.
Grundstücke und Bauten
Es besteht eine Grundschuld (Grundbuch Oos Nr. 6080) zu Gunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Filiale Baden-Baden, in Höhe von 8.000 TEUR. Am 11. Oktober 2006 wurde eine weitere Grundschuld in Höhe von 2.800 TEUR zu Gunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Filiale Baden-Baden, eingetragen.
Bürogebäude im Bau
Im Juli 2011 wurde mit dem Bau des dritten Bürogebäudes in der Zentrale in Baden-Baden begonnen. Die Abschlagszahlungen werden in der Position Anlagen im Bau ausgewiesen.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Es handelt sich um die Ausstattung der Vertriebs- und Verwaltungsräume.
Leasingvermögen
Unter den Leasinggegenständen werden Objekte aus laufenden Leasingverträgen ausgewiesen, die ursprünglich im Rahmen des Doppelstockmodells refinanziert wurden und bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA aktiviert waren. Im Geschäftsjahr 2012 hat die GRENKELEASING AG in mehreren Tranchen Leasingobjekte zurückgekauft. Diese wurden im Anschluss über den durch die GRENKELEASING AG über die Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 Limited, Dublin/Irland, (im folgenden GOALS 2009) platzierten ABS Bonds refinanziert. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Objekte entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Leasingverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr. Im Berichtjahr hat die Gesellschaft Leasinggegenstände in Höhe von 95.970 TEUR (Vorjahr: 111.023 TEUR) von Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben.
Das Leasingvermögen dient zum Bilanzstichtag als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen mit einem Buchwert von 190.059 TEUR (Vorjahr: 188.089 TEUR).
Immaterielle Anlagewerte
Unter den immateriellen Anlagewerten werden entgeltlich erworbene Software-Lizenzen ausgewiesen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Leasingvermögen in Verwertung
Auf die Leasinggegenstände in Verwertung (862 TEUR; Vorjahr: 801 TEUR) wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2 HGB durchgeführt. Diese beinhalten zum einen die Wertminderungen für die Dauer zwischen Umgliederung des Leasinggegenstandes bis zum Zeitpunkt des tatsächlichen Verkaufs in Höhe von 849 TEUR (Vorjahr: 935 TEUR) und zum anderen wurden Wertberichtigungen bei gekündigten Leasingverträgen in Höhe von 2.948 TEUR (Vorjahr: 3.357 TEUR) vorgenommen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen bestehen gegen andere Konzernunternehmen aufgrund von Verrechnungskonten (35.040 TEUR; Vorjahr: 70.959 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA in Höhe von 14.130 TEUR (Vorjahr: 16.942 TEUR).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Forderungen an Kunden mitzugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich.
Weitere Sonstige Vermögensgegenstände
Bei den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen (8.193 TEUR; Vorjahr: 4.557 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen an Finanzbehörden (6.119 TEUR; Vorjahr: 2.146 TEUR) Darüber hinaus sind Forderungen aus Verrechnungskonten gegen Franchiseunternehmen in Höhe von 529 TEUR (Vorjahr: 684 TEUR), Erstattungsansprüche gegen Versicherer (145 TEUR, Vorjahr 170 TEUR), Forderungen gegen den Refinanzierungspartner GOALS 2009. (349 TEUR, Vorjahr: 561 TEUR), debitorische Kreditoren (59 TEUR, Vorjahr: 60 TEUR) und übrige Forderungen (219 TEUR, Vorjahr: 224 TEUR) enthalten. Gegenüber Händler und sonstige Lieferanten geleistete Anzahlungen belaufen sich auf 773 TEUR (Vorjahr: 712 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis beinhaltet im Voraus verausgabte Kosten für Wartung, Dienstleistungen, Versicherungen (82 TEUR, Vorjahr: 158 TEUR), entrichtete Beiträge für kulturelle Einrichtungen (26 TEUR, Vorjahr: 16 TEUR) sowie KfZ-Steuer (16 TEUR, Vorjahr: 16 TEUR). Des Weiteren wird ein Disagio in Höhe von 75 TEUR (Vorjahr: 98 TEUR) ausgewiesen, das im Zusammenhang mit der Aufnahme des Darlehens für den Büroneubau in Baden-Baden steht und über die Vertragslaufzeit aufgelöst wird.
Die im Rahmen der Refinanzierung mit der GRENKE BANK AG vom Kaufpreis einbehaltenen Delkredere-Abschläge belaufen sich auf 1.421 TEUR (Vorjahr: 1.419 TEUR).
Aus der Kooperation mit der NRW-Bank, der Thüringer Aufbaubank (TAB), sowie der Investitionsbank Berlin (IBB) an Leasingnehmer ausbezahlte Förderbeträge werden dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zugeführt und über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufgelöst (747 TEUR, Vorjahr: 561 TEUR).
Aktive latente Steuern
Für vorübergehende Unterschiede zwischen dem zu versteuernden Ergebnis und dem Handelsbilanzergebnis wird eine Steuerabgrenzung durchgeführt. Diese latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in der Gesellschaft (5.876 TEUR) sowie der im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen forfaitierten Beträge (11.762 TEUR; davon 4.030 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA). Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,11%. Nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung. Auf den Ausweis eines aktivischen Abgrenzungspostens in Höhe von 4.253 TEUR wird gemäß § 274 (2) HGB verzichtet.
Angabe zu Finanzinstrumenten gemäß § 285 (1) Nr. 19 HGB
Marktwert Zinsswap
Der im Rahmen der ABS-Refinanzierung mit GOALS 2009 über den Vertragspartner NATIXIS abgeschlossene Zinsswap hat zum Stichtag einen Nominalwert in Höhe von 144.800 TEUR und einen Marktwert in Höhe von 3.325 TEUR. Der im Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossene SWAP mit der GRENKE BANK AG hat zum Stichtag einen Nominalwert in Höhe von 10.000 TEUR und einen Marktwert in Höhe von 85.519,70 EUR.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
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| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.407 | 345 | 344 | 1.718 | 0 |
| (Vorjahr) | 3.101 | 351 | 344 | 2.406 | 0 |
Zur Finanzierung des Neubaus wurde 2006 ein Kredit in Höhe von 5.500 TEUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verzinsung von 3,1% aufgenommen. Die Zinszahlungstermine sind vierteljährlich nachschüssig. Das Darlehen wird seit 30. September 2008 halbjährlich getilgt. Die Auszahlung erfolgte in Höhe von 96% des Darlehensbetrags. Als Sicherheit wurde am 11. Oktober 2006 eine weitere Grundschuld in Höhe von 2.800 TEUR eingetragen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind im Wesentlichen die Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA (31.037 TEUR; Vorjahr: 28.026 TEUR) sowie gegenüber der GRENKE BANK AG (74 TEUR; Vorjahr: 147 TEUR) aufgeführt. Weiterhin sind in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Händlern und Vermittlern in Höhe von 3.308 TEUR (Vorjahr: 1.314 TEUR), Kautionen von Leasingnehmern (29 TEUR; Vorjahr: 66 TEUR), die kreditorischen Debitoren (523 TEUR; Vorjahr: 627 TEUR) sowie die im Berichtsjahr erhaltenen Geldeingänge für Verkäufe bzw. Vertragsablösungen des Folgejahres in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR) erfasst.
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| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | > 3 Monate bis 1 Jahr | > 1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 34.999 | 7.525 | 9.463 | 17.909 | 102 |
| (Vorjahr) | 30.206 | 5.142 | 8.104 | 16.831 | 129 |
Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Verrechnungskonten (17.163 TEUR; Vorjahr: 305 TEUR) ausgewiesen. In dem Posten ist im Wesentlichen eine Verbindlichkeit gegen GRENKE FINANCE PLC, Dublin in Höhe von 16.702 TEUR (im Vorjahr Forderung in Höhe von 34.028 TEUR). Diese Verbindlichkeit resultiert aus der in 2010 durchgeführten Umstellung des Cash-Pool-Verfahrens von der GRENKELEASING AG, Baden-Baden auf die GRENKE FINANCE PLC, Dublin.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mitzugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich.
Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Beitreibungen in Höhe von 947 TEUR (Vorjahr: 1.033 TEUR) enthalten.
Weitere Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 10.748 TEUR resultieren aus dem Kaufpreis der Anteile an der Grenke Renting S.A. Lissabon/Portugal.
Die ausgewiesenen Beträge sind allesamt innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 257.808 TEUR (Vorjahr: 254.328 TEUR) betrifft zum einen über die Laufzeit abzugrenzende Beträge in Höhe von 18.753 TEUR (Vorjahr: 12.845 TEUR), die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie von der GRENKE FINANCE PLC., Dublin/Irland für die Übernahme des Ausfalls von Endleasingnehmern an die AG bezahlt wurden. Die abgegrenzten Beträge aus dieser Umlage für Bonitätsrisiko werden grundsätzlich linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Anteil der abgegrenzten Gebühren von vorzeitig beendeten Verträgen wird unmittelbar im Jahr des tatsächlichen Vertragsendes aufgelöst. Des Weiteren sind in dieser Bilanzposition Rateneinzüge für das erste Quartal 2013 bzw. Versicherungsbeiträge für das Jahr 2013 in Höhe von 38.552 TEUR (Vorjahr: 36.981 TEUR) enthalten.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus abgegrenzten Beträgen aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen beträgt 200.244 TEUR (Vorjahr: 204.289 TEUR).
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern betragen 1.074 TEUR (Vorjahr: 172 TEUR). Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in Verwertung sowie des Leasingvermögens in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA. Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,11%. Es erfolgt eine Verrechnung mit der Steuerentlastung.
Rückstellungen
Steuerrückstellungen
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 803 | 700 |
| Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag | 0 | 0 |
| Summe | 803 | 700 |
Andere Rückstellungen
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Ausgleichsvereinbarung GRENKE BANK AG | 1.267 | 1.401 |
| Ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen | 424 | 437 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 228 | 429 |
| Personalaufwendungen | 808 | 490 |
| Summe | 2.727 | 2.757 |
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 17.491 | 17.491 |
Rücklagen
Die Rücklagen setzen sich im Geschäftsjahr 2012 folgendermaßen zusammen:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 63.003 | 63.003 |
Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von 60.084 TEUR aus dem Börsengang der Gesellschaft im Jahr 2000 sowie aus der Ausübung von Aktienoptionen in 2004 bis 2007, wobei jeweils die Differenz zwischen Ausübungskurs und rechnerischem Nennbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt wurde.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | ||
| Gesetzliche Rücklage | 5 | 5 |
| Satzungsmäßige Rücklagen | 48 | 48 |
| Andere Gewinnrücklagen | 85.048 | 74.049 |
| Summe | 85.101 | 74.102 |
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2012 wurde den anderen Gewinnrücklagen ein Betrag in Höhe von 11.000 TEUR zugeführt.
Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) tritt die Betriebsgesellschaft aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrages zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten.
Die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) übernimmt die Haftung für den rechtlichen und einredefreien Bestand der Unterleasingverträge.
Zur Sicherung der Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ihrer Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die Gesellschaft die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsmäßige und pünktliche Zahlung von Kapital und Zinsen und sonstiger auf die Schuldverschreibung zahlbaren Beträge übernommen. Des Weiteren garantiert die GRENKELEASING AG die Erfüllung rechtlicher Voraussetzungen und vertraglicher Verpflichtungen.
Debt-Issuance-Programm
Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Laufzeit | Zinskupon | Disagio | Nennbetrag 31.12.2012 | Nennbetrag 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung | von | bis | Prozent p. a. | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR-Anleihe | 13.08.2009 | 13.08.2012 | 6,125 | 757 | 100.000 | |
| EUR-Anleihe | 04.03.2010 | 04.03.2013 | 4,25 | 389 | 75.000 | 75.000 |
| EUR-Anleihe | 21.06.2010 | 21.01.2014 | 4,50 | 797 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 18.10.2010 | 22.04.2014 | 4,00 | 779 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 09.03.2011 | 09.03.2015 | 4,00 | 440 | 75.000 | 75.000 |
| EUR-Anleihe | 20.04.2011 | 21.07.2014 | Euribor + 1,15 | 135 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 04.07.2011 | 04.07.2013 | Euribor + 0,50 (stufenweise + 0,10) | 82 | 5.800 | 6.800 |
| EUR-Anleihe | 24.10.2011 | 24.10.2014 | Euribor + 0,75 (stufenweise + 0,20) | 452 | 15.650 | 15.650 |
| EUR-Anleihe | 24.01.2012 | 24.07.2015 | 4,25 | 875 | 100.000 | |
| EUR-Anleihe | 30.05.2012 | 30.03.2016 | 3,75 | 546 | 100.000 | |
| EUR-Anleihe | 23.10.2012 | 24.10.2016 | 3,125 | 625 | 125.000 | |
| EUR-Anleihe | 13.12.2012 | 13.12.2019 | 3,75 | 41.000 |
Schuldscheindarlehen (SSD)
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Laufzeit | Zinskupon | Disagio | Nennbetrag 31.12.2012 | Nennbetrag 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung | von | bis | Prozent p. a. | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR-SSD | 10.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8900 | 50 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 10.03.2009 | 11.03.2013 | 5,1680 | 24 | 4.000 | 4.000 |
| EUR-SSD | 19.03.2009 | 10.03.2014 | 5,1374 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8800 | 15 | 14.500 | 14.500 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 28.03.2013 | 5,7610 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.03.2009 | 28.03.2013 | 5,7610 | 45 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 25.05.2009 | 25.05.2012 | 5,5400 | 133 | 0 | 26.500 |
| EUR-SSD | 29.10.2010 | 29.10.2013 | 4,1620 | 50 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 6.000 | 6.750 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | -- | 6.000 | 6.750 |
| EUR-SSD | 16.12.2010 | 16.12.2013 | Euribor + 2,10 | -- | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 16.12.2010 | 16.12.2013 | 4,0800 | 145 | 10.500 | 10.500 |
| EUR-SSD | 11.02.2011 | 13.08.2012 | 3,7170 | -- | 0 | 10.000 |
| EUR-SSD | 30.04.2011 | 30.04.2014 | Euribor + 1,70 | -- | 20.000 | 33.333 |
| EUR-SSD | 08.06.2011 | 06.06.2014 | 4,0000 | -- | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 08.06.2011 | 08.06.2014 | 3,8000 | -- | 5.000 | 8.333 |
| EUR-SSD | 04.07.2011 | 04.07.2014 | 3,6900 | 62,5 | 12.500 | 12.500 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,8900 | 20 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 28.07.2011 | 28.01.2015 | 3,9400 | 20 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 26.08.2011 | 26.08.2014 | 3,8500 | 22,5 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 24.10.2011 | 15.12.2016 | Euribor + 3,00 | 185 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-SSD | 16.11.2011 | 16.11.2016 | 5,0000 | 60 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 09.12.2011 | 09.12.2014 | 3,7300 | -- | 6.667 | 10.000 |
| EUR-SSD | 14.06.2012 | 14.06.2015 | 3,25 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 25.07.2012 | 25.07.2015 | 2,99 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 13.08.2012 | 13.02.2014 | 2,46 | -- | 10.000 | -- |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | 2,86 | -- | 20.750 | -- |
| EUR-SSD | 17.08.2012 | 17.08.2015 | Euribor + 2,20 | -- | 2.000 | -- |
| EUR-SSD | 21.12.2012 | 21.12.2020 | 2,80 | -- | 8.000 | -- |
Am 27. Oktober 2011 wurde eine Rahmenvereinbarung über ein Commercial Paper Programm unterzeichnet. Dadurch bietet sich GRENKELEASING die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2012 bestand eine Ausnutzung des Commercial Paper Programms in Höhe von 20.000 TEUR.
Die GRENKELEASING AG hat gegenüber der SEB AG, der DZ-Bank sowie der Portigon (vormals WestLB) eine selbstschuldnerische Bürgschaft bzw. Garantie bis zum Höchstbetrag von insgesamt 45.000 TEUR für bestehende und zukünftig abgeschlossene Devisengeschäfte, gemäß Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte mit der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, übernommen.
Für die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen aus den Revolving Credit Facilities der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die GRENKELEASING AG gegenüber der SEB AG, der Deutschen Bank AG, der Portigon (vormals WestLB) und der DZ-Bank eine selbständige Garantie von jeweils 30 Mio. EUR übernommen.
Der vom Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd, UK, mit der Norddeutschen Landesbank abgeschlossene Forderungskaufvertrag ermöglicht Ankäufe bis zu einem Betrag von 100.000 TGBP. Für die daraus resultierenden Verpflichtungen der Grenke Leasing Ltd, UK, haftet die GRENKELEASING AG gesamtschuldnerisch.
Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 25.000 TEUR. Zum 31. Dezember 2012 wurde diese Kreditlinie mit 25.000 TEUR (Vorjahr: 25.000 TEUR) ausgenutzt. Darüber hinaus besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 15.000 TEUR mit der Norddeutschen Landesbank. Am 17. November 2011 haben die GRENKE FINANCE Plc und die GRENKELEASING AG eine weitere Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG über ein Volumen von 10.000 TEUR vereinbart. Zum 31. Dezember 2012 waren die Geldhandelslinien mit der Commerzbank AG und der Norddeutschen Landesbank nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: 20.000 TEUR).
Am 18. Februar 2010 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation geschlossen. Für das von der NRW Bank an die GRENKE BANK gewährte Globaldarlehen über 15.000 TEUR hat die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen. Am 28. Juli 2011 wurde ein weiteres Globaldarlehen über 15.000 TEUR gewährt. Auch hierfür hat die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen.
Am 16. Januar 2012 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog NRW.Bank geschlossen. Die Refinanzierung der Leasingverträge, die ausschließlich für Investitionen in Thüringen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 TEUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG. Der GRENKE BANK AG wurde ein Globaldarlehen über 5.000 TEUR für genau diesen Zweck durch die TAB gewährt, für das die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen hat.
Am 6. Juni 2012 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Refinanzierung der Leasingverträge, die ausschließlich für Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberuflern mit Sitz in Berlin mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 EUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG. Die IBB gewährt der GRENKE BANK AG für diesen Zweck ein Globaldarlehen in Höhe von 5.000 TEUR, für das die GRENKELEASING AG die Garantie übernommen hat. Für die Finanzierung des Schweizer Leasing-Portfolios über die UBS Leasing AG, Brugg/Schweiz, hat die Gesellschaft gegenüber der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, die unbedingte und unwiderrufliche Garantie in Höhe von TCHF 40.000 (ursprünglich TCHF 60.000) für die Rückzahlung übernommen.
Für die Finanzierung des polnischen Leasing-Portfolios der GRENKELEASING Sp.z o.o., Posen/Polen hat die GRENKELEASING AG gegenüber der BRE-Bank, Warschau/Polen, eine selbständige Garantie in Höhe von TPLN 50.000 übernommen. Weiterhin besteht eine selbständige Garantie gegenüber der DZ Bank Warschau/Polen in Höhe von TPLN 78.000.
Aus der Geschäftsbeziehung der brasilanische Franchisegesellschaft, GC Locacao de Equipamentos Ltda., Sao Paulo, Brasilien hat die Gesellschaft der Deutschen Bank S.A. Sao Paulo, Brasilien Darlehensfinanzierungen bis zu einem Betrag in Höhe von TBRL 37.500 garantiert. Weiterhin garantiert die Gesellschaft bis zur Höhe von TBRL 12.000 für Darlehensbeziehungen, die die Franchisegesellschaft, GC Locacao de Equipamentos Ltda., Sao Paulo, Brasilien mit der Banco WestLB do Brasil S.A., Sao Paulo, Brasilien eingeht.
Mit Kreditsicherungsvertrag vom 03. Dezember 2012 verpflichtet sich die Gesellschaft, Leasingverträge, die gemäß Receivable Purchase Agreement (RPA) vom 01. Dezember 2012 von der GRENKE FINANCE PLC Dublin/Irland an die GRENKE BANK AG Baden-Baden verkauft wurden, im Falle der Kündigung zu erwerben.
Die GRENKELEASING AG hat eine Garantie in Form einer Patronatserklärung in Höhe von 430 TEUR gegenüber der Banca Popolare de Milano/Italien für das Tochterunternehmen GRENKELEASING S.r.l, Mailand/Italien, abgegeben.
Patronatserklärungen wurden im Geschäftsjahr gegenüber der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden sowie gegenüber der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden abgegeben.
Für das Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd, Guildford/Großbritannien wurde gegenüber der ALPHABET LIMITED Hook, Hampshire/Großbritannien eine Garantieerklärung abgegeben.
Für die Bonitätsrisiken aus dem im Rahmen des Doppelstocks durch die GRENKELEASING AG weitergeleiteten Leasingvermögen besteht eine Garantieerklärung in Höhe des Barwerts der ausstehenden Forderungen zum Stichtag in Höhe von 337.054 TEUR.
Die Gesellschaft sieht keinerlei Anzeichen, dass das Risiko einer Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten droht.
An sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB, die für die Beurteilung der Vermögenslage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von 549.159 TEUR (Vorjahr: 533.661 TEUR) davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 543.147 TEUR (Vorjahr: 522.888 TEUR).
Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Verpflichtungen aus Ratenweiterleitung in Höhe von 370.639 TEUR (Vorjahr: 350.706 TEUR).
Die voraussichtlichen Verpflichtungen gegenüber GOALS 2009 betragen 172.508 TEUR (Vorjahr: 172.182 TEUR).
Das durch den Bau des dritten Bürogebäudes bestehende Bestellobligo für Bauleistungen beträgt 389 TEUR (Vorjahr: 5.655 TEUR)
Die voraussichtlichen Mietverpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von 4.151 TEUR (Vorjahr: 4.316 TEUR).
Die voraussichtlichen Leasingverpflichtungen resultieren überwiegend aus KfZ-Leasingverträgen in Höhe von 888 TEUR (Vorjahr: 599 TEUR).
Verpflichtungen aus Instandhaltungsverträgen bestehen in Höhe von 584 TEUR (Vorjahr: 203 TEUR).
Unsere irische Tochtergesellschaft, GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielte in 2011 und 2012 Einkünfte aus innerkonzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Das Bundesministerium der Finanzen hat im Hinblick auf die Auswirkungen der EUGH Entscheidung Cadbury Schweppes mit Schreiben vom 8.1.2007 geregelt, dass Hinzurechnungsbeträge nach dem Außensteuergesetz nicht festgestellt werden, wenn der Steuerpflichtige nachweist, dass die Gesellschaft mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU eine wirkliche wirtschaftliche Tätigkeit in diesem Staat ausübt. Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50d EStG der GRENKE FINANCE Plc. auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und/oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt. Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirklichen wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc in Irland gebeten. Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung.
Die im November 2010 begonnene Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 - 2009 dauert noch an. Zum Stichtag lagen keine Prüfungsergebnisse vor.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnis aus Leasinggeschäften
Erlöse aus Leasingverträgen
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Vereinnahmte Mieten aus Leasingverträgen | 336.572 | 334.175 |
| Erlöse nach Beendigung der Leasingverträge | 38.9684 | 39.347 |
| Mietkauferlöse | 33.465 | 32.576 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 6.469 | 6.682 |
| Erlöse aus der Abwicklung des Versicherungsgeschäftes | 11.698 | 11.512 |
| Erlöse Nachgeschäft Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA | 12.409 | 12.998 |
| Erträge aus Vormieten | 4.164 | 4.521 |
| Erlöse aus Wartung | 5.870 | 4.584 |
| Summe | 449.615 | 446.395 |
Die Mietkauferlöse beinhalten die Einbuchung der Barwerte für im Geschäftsjahr neu abgeschlossene Mietkaufverträge sowie den Weiterverkauf der Mietkaufgegenstände in die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA.
Aufwendungen aus Leasingverträgen
Unter den Aufwendungen aus Leasingverträgen werden abgeführte Leasingraten, Aufwendungen aus Schadensersatz von gekündigten Verträgen und Verwertungserlöse an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie Aufwendungen aus Mietkaufverträgen ausgewiesen. Auch die Wertanpassungen sowie die Abgänge der Leasinggegenstände in Verwertung und bezogene Waren sind hier erfasst.
Zinsergebnis
Zinserträge
Die Zinserträge resultieren aus der Darlehensvergabe, der Verzinsung der konzerninternen Verrechnungskonten, den in den Mietkaufverträgen enthaltenen und im Geschäftsjahr realisierten Zinsanteilen sowie aus dem im Rahmen der GOALS 2009 Refinanzierung abgeschlossenen Zins-SWAP-Geschäft.
Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA weitergeleitet werden müssen.
Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
Im Geschäftsjahr wurden aus der Beteiligung an der Schweizer Tochtergesellschaft keine Dividendenzahlungen an die GRENKELEASING AG geleistet. Im Vorjahr wurde ein Betrag in Höhe von 617 TEUR ausgeschüttet.
Provisionsaufwand
Die an Händler und Vermittler geleisteten Provisions- und Bonizahlungen sowie Nachmietenbeteiligungen belaufen sich auf 3.881 TEUR (Vorjahr: 3.682 TEUR).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 30.810 TEUR (Vorjahr: 32.045 TEUR) beinhalten im Wesentlichen 25.618 TEUR (Vorjahr: 26.142 TEUR) konzerninterne Umlagen sowie 1.216 TEUR (Vorjahr: 1.216 TEUR) Gebühren von der Zweckgesellschaft GOALS 2009, für die Verwaltung der bei ihr refinanzierten Verträge. Weiterhin beinhaltet der Posten 565 TEUR (Vorjahr: 639 TEUR) Bearbeitungsgebühren die im Rahmen des Vertragsabschlusses von den Leasingnehmern zu entrichten sind, Gebühren und Umlagen von Franchiseunternehmen (1.181 TEUR; Vorjahr: 1.144 TEUR) sowie 103 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen.
Die an die Leasingnehmer weiterbelasteten Sicherstellungskosten sowie weiterbelastete Rechtsverfolgungskosten belaufen sich auf 1.275 TEUR (Vorjahr: 1.549 TEUR).
Gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag vom 26. Juni 2008 verpflichtet sich die GRENKELEASING AG gegenüber der KÄRCHER Leasing GmbH, Winnenden, die Betreuung der Bestandsverträge zu übernehmen. Die hierfür erhaltene Vergütung beläuft sich auf 75 TEUR; Vorjahr 196 TEUR).
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern (17.410 TEUR; Vorjahr: 16.272 TEUR) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen (2.580 TEUR; Vorjahr: 2.332 TEUR) zusammen.
Andere Verwaltungsaufwendungen
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Informationsaufwendungen | 1.062 | 1.056 |
| Beratungs- und Prüfungsaufwendungen | 3.610 | 3.230 |
| Raumkosten | 1.768 | 1.655 |
| Aufwendungen für Porti, Telefon, Internet | 943 | 906 |
| Kfz-Kosten | 1.177 | 1.123 |
| Werbe-/Repräsentationskosten | 994 | 1.006 |
| Reisekosten | 557 | 528 |
| Umlagen - konzernintern | 1.109 | 930 |
| Wartung, Instandhaltung | 675 | 626 |
| Sonstige Personalkosten | 501 | 176 |
| Kosten des Geldverkehrs | 101 | 132 |
| Beiträge, Gebühren, Abgaben, Versicherungen | 274 | 269 |
| Aufsichtsratvergütung | 106 | 106 |
| Bürobedarf | 61 | 89 |
| Übrige Aufwendungen | 670 | 354 |
| Summe | 13.608 | 12.186 |
Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sowie Leasingvermögen
Die Abschreibungen in Höhe von 98.020 TEUR (Vorjahr: 92.140 TEUR) betreffen im Wesentlichen die Leasinggegenstände 96.570 TEUR (Vorjahr: 90.717 TEUR).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von 5.463 TEUR (Vorjahr: 8.439 TEUR) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern entfallen auf die KFZ- sowie auf die Grundsteuer.
Sonstige Angaben
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen, zu denen kein 100%-iges Beteiligungsverhältnis besteht, oder mit anderen nahestehenden Personen durchgeführt.
Mitarbeiter
Während des Geschäftsjahres wurden auf Vollzeitbasis durchschnittlich 294 Arbeitnehmer (Vorjahr: 266) beschäftigt.
Vorstand und dessen Bezüge
Vorstände der GRENKELEASING AG waren im Berichtsjahr:
| ― | Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden Vorstandsvorsitzender |
| ― | Herr Dr. Uwe Hack, Dipl.-Kaufmann, Metzingen Stellvertretender Vorsitzender (bis 30.09.2012) |
| ― | Herr Mark Kindermann, Dipl.-Kaufmann, Bühl |
| ― | Herr Gilles Christ, MBA, Souffelweyersheim/Frankreich |
| ― | Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf (ab 01.09.2012) |
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Bezüglich der Vergütungsstruktur sowie der Vergütung wird auf die Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns verwiesen.
Herr Wolfgang Grenke ist zusätzlich Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich und im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er im Beirat der Deutsche Bank AG, Region Freiburg, sowie Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich.
Herr Dr. Uwe Hack war Aufsichtsratsmitglied der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden. Herr Dr. Hack hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen zum 30. September 2012 verlassen.
Herr Mark Kindermann ist im Aufsichtsrat der GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich, der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz.
Herr Gilles Christ ist zugleich im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich und Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich.
Herr Jörg Eicker ist am 01. September 2012 in den Vorstand der GRENKELEASING AG eingetreten und hat zum 01. Oktober 2012 die Aufgaben von Herr Dr. Uwe Hack übernommen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2012 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender, Baden-Baden Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin |
| ― | Herr Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Baden-Baden |
| ― | Herr Dieter Münch, Bankkaufmann a.D., Stiftungsvorstand, Weinheim |
| ― | Herr Erwin Staudt, Dipl.-Volkswirt, Ehrenpräsident des VfB Stuttgart 1893 e.V., Leonberg |
| ― | Herr Florian Schulte, Geschäftsführer der Deltavista GmbH, Baden-Baden |
| ― | Herr Prof. Dr. Thilo Wörn, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Essen |
Bezüglich der Vergütung des Aufsichtsrates sowie zu den Angaben bezüglich der vom Aufsichtsrat gehaltenen Aktien wird auf den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns verwiesen.
Herr Gerhard E. Witt und Herr Dieter Münch sind seit dem 20. Februar 2003 auch Mitglieder des Aufsichtsrats der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, einem Konzernunternehmen des GRENKELEASING Konzerns. Des Weiteren ist Herr Dieter Münch Mitglied des Aufsichtsrats der Firma Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale. Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach. Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrates der GRENKE BANK AG, Baden-Baden und im Aufsichtsrat der OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe Stutensee, der Winter Holding Verwaltungs GmbH, Nußloch, der Scholpp AG, Stuttgart sowie der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin.
Herr Prof. Dr. Thilo Wörn ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tiemeyer Automobile AG, Bochum sowie Beiratsvorsitzender bei der agathon GmbH & Co. KG, Bottrop und der DEFLEX-Dichtsysteme GmbH, Moers-Genend.
Herr Florian Schulte ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Global Group Dialog Solutions AG, Idstein.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt geht bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 entscheidet.
Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 entscheidet.
Gemäß § 340a Absatz 4 HGB ist die Mitarbeiterin Frau Renate Hauss Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden.
Honorar des Abschlussprüfers
Für den Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2012 ein Honorar einschließlich Auslagen in Höhe von 347 TEUR (Vorjahr: 246 TEUR) für Abschlussprüfung sowie 68 TEUR (Vorjahr: 99 TEUR) für Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen und 34 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR) für sonstige Leistungen berechnet. Hiervon waren 52 TEUR (Vorjahr: 117 TEUR) periodenfremd.
Zahl und Nennbetrag der Aktien je Gattung
Das gezeichnete Kapital lautet auf Euro und setzt sich wie folgt zusammen:
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| Nennbetrag je Stück EUR |
Anzahl Stück | Nennbetrag EUR |
|
|---|---|---|---|
| Stammaktien | rd. 1,28 | 13.684.099 | 17.491.421,86 |
Bei den Aktien handelt es sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500 TEUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgeübt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.
Die Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe neuer Stückaktien wurde bis zum 31.Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. I Nr. 8 AktG
Durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Nach dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie vom 30. Juli 2009 (ARUG) geänderten § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG wird die Ermächtigung nunmehr für die Dauer von fünf Jahren bis zum 10. Mai 2015 erteilt.
Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.
Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der GRENKELEASING AG gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
(1) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
(2) Erfolgt der Erwerb der Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft oder über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kauf- bzw. Verkaufspreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kauf- bzw. Verkaufsspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten.
Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines formellen Angebots bzw. einer formellen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Kursbewegungen, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der letzten drei Börsentage vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt; die 20%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag ebenfalls anzuwenden.
Das Angebot bzw. die Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen sowie die Möglichkeit der Präzisierung des Kaufpreises oder der Kaufpreisspanne während der Angebotsfrist vorsehen.
Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen der Gesellschaft übersteigen, erfolgt der Erwerb im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.
Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit diese Anwendung finden.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, wie folgt zu verwenden:
(1) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem, um sie Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen anzubieten.
(2) Die Aktien können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich unter Einbeziehung sonstiger Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG und unter Berücksichtigung solcher Aktien, die bei Optionsausübung oder Wandlung aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach dem § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben werden, auf insgesamt höchstens 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft.
(3) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die vorstehend unter (1), (2) und (3) genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden.
Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
Genussrechtskapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte in einer Höhe von bis zu 150.000 TEUR mit unbegrenzter Laufzeit ausgeben zu können. Diese Ermächtigung endete mit Fristablauf am 8. Mai 2011. Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 hat die bestehende Ermächtigung durch eine neue ersetzt, im Rahmen welcher der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, bis zum 9. Mai 2016 ein- oder mehrmalig Genussrechte bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR ausgeben darf.
Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 9. Mai 2006 hatte beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu 3.834.690 EUR bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital III). Da diese Ermächtigung bis zum 8. Mai 2011 befristet war, hat die Hauptversammlung am 10. Mai 2011 die Aufhebung des Bedingten Kapitals III beschlossen und der Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ("Bedingtes Kapital 2011") zugestimmt. An die Schaffung des Bedingten Kapitals 2011 von bis zu 3.834.690 EUR ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals insgesamt bis zu 3.000.000 EUR auf den Inhaber und/oder Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben.
Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen wird den Aktionären das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Dennoch ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszuschließen. Dies umfasst den Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge, welche sich aus dem Betrag des jeweiligen Emissionsvolumens und der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses ergeben können sowie den Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Options- und/oder Wandlungsrechten. In zuletzt genanntem Fall kann stattdessen ein Bezugsrecht als Verwässerungsschutz gewährt werden. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre dann auszuschließen, wenn die jeweilige Ausgabe der Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den hypothetischen Marktwert dieser Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Aus dem Bedingten Kapital 2011 wurden bislang keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2012
Übersetzung der Originalmeldung:
Wir wurden am 04. Juli 2012 von Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK informiert, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 16. Februar 2012 der Stimmrechtsanteil der Jupiter Unit Trust Managers Limited, London, UK in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, Deutschland die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,091% (dies entspricht 422.930 Stimmrechten) beträgt.
Mitteilungen des Geschäftsjahres 2011
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 10. November 2011 folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "
1. Frau Anneliese Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unserer Mandantin, Frau Anneliese Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Frau Anneliese Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Anneliese Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
2. Herr Moritz Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Moritz Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Moritz Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Moritz Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Moritz Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
3. Herr Roland Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Roland Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Roland Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Roland Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Roland Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.
4. Herr Oliver Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Oliver Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Oliver Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Oliver Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Oliver Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke."
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 Namens und im Auftrag Ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, (Deutschland), folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, hat am 23. August 2006 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt 4,55% (622.664 Stimmrechte). Davon werden Frau Anneliese Grenke 2,28% (311.332 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet."
Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 Namens und im Auftrag Ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, (Deutschland), folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, hat am 12. September 2009 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt 2,28% (311.332 Stimmrechte)."
Mitteilungen vor 2011
Mit Schreiben vom 7. August 2002 haben wir eine Mitteilung nach § 21 WpHG erhalten, wonach sich die Stimmrechte an der GRENKELEASING AG aufgrund der Aufhebung des bisher bestehenden Poolvertrages mit Wirkung zum 31. Juli 2002 geändert haben. Die Anzahl der Stimmrechte aus eigenen Aktien und solche, welche jeweils nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden, wurde uns wie folgt mitgeteilt. Wolfgang Grenke (Deutschland), Eigene Aktien: 44,20% - Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 Nr. 6: 8,64%.
Übersetzung der Originalmeldung:
T. Rowe Price Associates, Inc. möchte die folgenden Mitteilungen in deren Namen und im Namen und Auftrag der folgenden Gesellschaften bekanntgeben: T. Rowe Price International, Inc., TRP Finance, Inc., T. Rowe Price Group, Inc. Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price International, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price International, Inc. gem. §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der TRP Finance, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der TRP Finance, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Associates, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Associates, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Group, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Group, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Übersetzung der Originalmeldung:
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt.
Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte sind vollständig der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Diese Stimmrechte werden von Threadneedle Investment Funds ICVC gehalten.
Übersetzung der Originalmeldung:
1. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
2. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Investment Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
3. Am 23. September 2010 wurden wir von Comasman Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
4. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
5. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management Group Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
6. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management PLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.
Mutterunternehmen, Konzernabschluss
Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315a HGB auf Basis der IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird zum elektronischen Handelsregister eingereicht.
Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben für 2012 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internet-Seite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Verwendung des Ergebnisses
Der Vorstand der GRENKELEASING AG schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der GRENKELEASING AG in Höhe von 18.151.428,39 EUR wie folgt zu verwenden:
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| Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,80 EUR je Stückaktie auf insgesamt 13.684.099 Stückaktien | EUR 10.947.279,20 |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | EUR 7.000.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | EUR 204.149,19 |
Baden-Baden, den 30. Januar 2013
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Jörg Eicker, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
Gilles Christ, Vorstand
Erklärung nach § 264 (2) S. 3 HGB sowie nach § 289 (1) S. 5 HGB
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.
Baden-Baden, den 30. Januar 2013
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Jörg Eicker, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
Gilles Christ, Vorstand
Bestätigungsvermerk
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 30. Januar 2013
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Stammhaus
GRENKELEASING AG
Neuer Markt 2
76532 Baden-Baden
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: [email protected]
www.grenke.de
www.grenkebank.de
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