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Grenke AG — Annual Report 2009
Feb 25, 2010
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Annual Report
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GRENKELEASING AG
Baden-Baden
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
KENNZAHLEN
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| 01.01.2009 bis 31.12.2009 | Veränderung (%) | 01.01.2008 bis 31.12.2008 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen der GRENKE Gruppe inkl. Franchisepartner | ||||
| Neugeschäft der GRENKE Gruppe | 497.120 | -17,3 | 600.975 | TEUR |
| -davon Deutschland | 244.537 | -23,6 | 320.113 | TEUR |
| -davon Ausland | 252.582 | -10,1 | 280.862 | TEUR |
| Neugeschäft Franchisepartner(Factoring ab Q3 2009 im Konzern konsolidiert) | 43.806 | 24,1 | 35.294 | TEUR |
| Factoringvolumen (Deutschland) | 43.627 | -24,9 | 58.105 | TEUR |
| Einlagevolumen GRENKE BANK | 106.379 | n.a. | 0 | TEUR |
| Kennzahlen der GRENKE Gruppe Leasingsparte ohne Factoring/ Bank | ||||
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasingsparte | 453.492 | -16,5 | 542.870 | TEUR |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) | 85.262 | -1,0 | 86.159 | TEUR |
| Anzahl der Neuverträge | 62.321 | -10,7 | 69.824 | Stück |
| Anteil der IT-Produkte am Leasingportfolio | 86 | 1,2 | 85 | Prozent |
| Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio | 100 | 0,0 | 100 | Prozent |
| Mittlerer Anschaffungswert | 7,3 | -10,3 | 7,8 | TEUR |
| Mittlere Vertragslaufzeit | 46 | 0,0 | 46 | Monate |
| Vermietvolumen | 1.711 | 1,4 | 1.687 | Mio. EUR |
| Anzahl der laufenden Verträge | 226.806 | 2,2 | 222.032 | Stück |
| GRENKELEASING AG Konzern, konsolidierte Kennzahlen | ||||
| Zinsergebnis | 71.781 | 5,5 | 68.044 | TEUR |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | -31.189 | 55,1 | -20.110 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 20.301 | 0,7 | 20.151 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 23.047 | -5,3 | 24.327 | TEUR |
| Ergebnis aus der Verwertung (der den kalkulierten Restwert übersteigende Erlös) | -312 | -113,8 | 2.266 | TEUR |
| Ergebnis aus Währungsdifferenzen | 726 | -124,9 | -2.911 | TEUR |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.671 | 101,4 | 1.326 | TEUR |
| Kosten Neuverträge | 14.288 | -8,2 | 15.568 | TEUR |
| Kosten laufende Verträge | 5.659 | 3,8 | 5.453 | TEUR |
| Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs | 14.334 | 18,7 | 12.076 | TEUR |
| Kosten Management | 13.355 | 0,9 | 13.232 | TEUR |
| Kosten Bank | 3.819 | n.a. | 0 | TEUR |
| Sonstige Kosten | 1.573 | -26,5 | 2.140 | TEUR |
| Operatives Ergebnis | 33.997 | -23,8 | 44.624 | TEUR |
| Sonstiges Zinsergebnis | -203 | -531,9 | 47 | TEUR |
| Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung | -159 | n.a. | 0 | TEUR |
| EBT (Periodengewinn vor Steuern) | 33.635 | -24,7 | 44.671 | TEUR |
| Periodengewinn | 24.612 | -25,7 | 33.143 | TEUR |
| Ergebnis je Aktie (nach IFRS) | 1,80 | -25,6 | 2,42 | EUR |
| Dividende (2009 geplante Ausschüttung) | 0,60 | 0,0 | 0,60 | EUR |
| Embedded Value, Vertragsportfolio (inkl. Eigenkap. vor Steuern) | 365 | 2,5 | 356 | Mio. EUR |
| Embedded Value, Vertragsportfolio (inkl. Eigenkap. nach Steuern) | 336 | 3,7 | 324 | Mio. EUR |
| Cost-Income- Ratio | 61,1 | 14,2 | 53,5 | Prozent |
| Eigenkapitalrendite (RoE) nach Steuern | 9,4 | -30,4 | 13,5 | Prozent |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 507 | 5,2 | 482 | Personen |
BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Damen und Herren,
das Geschäftsmodell von GRENKELEASING ist etabliert und ausgereift, es hat sich über Jahrzehnte in Wachstumsphasen wie auch in Rezessionen bewährt. Dies schützt den Konzern in einer so schweren Rezession wie der des Geschäftsjahres 2009. Die hat zwar auch in unserer Ertragsrechnung Spuren hinterlassen, insgesamt wird aber 2009 nur eine leichte und nur eine kurzfristige Abweichung von unserem langfristigen Wachstumstrend bleiben.
Bereits mit dem Beginn des Jahres 2009 hatten wir unsere unternehmerische Steuerung umfassend an das veränderte gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa angepasst Ausweitung der Profitabilität des Neugeschäfts und gleichzeitig Begrenzung der Risiken standen während des gesamten Jahres im Mittelpunkt unserer Anstrengungen. Dies ist uns sehr erfolgreich gelungen: Die DB2-Marge (Deckungsbeitrag 2) des Neugeschäfts stieg in der GRENKE Gruppe Leasingsparte inklusive Franchisepartner im Geschäftsjahr 2009 auf 18,8 Prozent im Vergleich zu 15,9 Prozent im Vorjahr.
Damit konnten wir über steigende Zinserträge die Belastungen aus dem rezessiven Umfeld abfedern. Letztere schlugen sich insbesondere in einem deutlichen Anstieg der Schäden und einem Verwertungsergebnis nieder, das nur noch knapp unserer Prognose entsprach. Entscheidend ist, dass die Schadenquote trotz der außergewöhnlichen Schwere der aktuellen Rezession weiterhin im Rahmen der Spitzenbelastungen während der letzten Konjunkturrückgänge blieb und sich die Schäden im vierten Quartal 2009 auf dem erreichten Niveau stabilisierten. Wir haben damit erneut unsere Fähigkeit unterstrichen, das Risikoprofil unseres Forderungsportfolios nachhaltig erfolgreich zu steuern.
Unser Neugeschäft haben wir angesichts der hohen Unsicherheiten über den weiteren Konjunkturverlauf und die Liquidität der Kapitalmärkte zu Jahresbeginn 2009 zunächst begrenzt Mit den ersten Anzeichen der wirtschaftlichen Stabilisierung haben wir jedoch bereits im Sommer wieder auf Wachstum umgesteuert, ohne unsere Fokussierung auf ein niedriges Risikoprofil aufzugeben. Besonders in einigen Auslandsmärkten, wo sich Wettbewerber inzwischen restriktiver positionieren oder ganz aus dem Markt zurückgezogen haben, hat die Umsteuerung sehr schnell gewirkt, so dass wir unser Neugeschäft im Jahresverlauf wieder deutlich ausweiten konnten. Per Saldo war das Neugeschäft der GRENKE Gruppe 2009 um 17,3 Prozent auf 497,1 Mio. EUR rückläufig
Wir haben die GRENKE Gruppe im vergangenen Geschäftsjahr jedoch nicht nur im Rahmen ihrer bisherigen Ausrichtung weiterentwickelt, sondern darüber hinaus mit der Übernahme der Hesse Newman Bank (inzwischen: GRENKE BANK) auch ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Über die Gesellschaft können wir uns nun banken- und kapitalmarktunabhängig direkt über Einlagen privater und gewerblicher Kunden refinanzieren. Bereits im Geschäftsjahr 2009 haben wir insgesamt 106,4 Mio. EUR Bankeinlagen -zunächst im Wesentlichen von Privatkunden - hereingenommen. Unsere Kunden erreichen wir effizient und kostengünstig über unser Internet-Portal www.grenkebank.de.
Die erworbene Banklizenz eröffnet aber auch neue Möglichkeiten für den Ausbau unseres Produktangebots in der Leasingfinanzierung und in ganz neuen Produktbereichen darüber hinaus. Die Markteinführung erster zusätzlicher Produkte steht inzwischen kurz bevor. Zielsetzung ist, unsere bestehende Basis mittelständischer Kunden umfassend mit allen Finanzprodukten zu versorgen, die sich für den online-Vertrieb eignen und die wir über unsere IT-gestützte, automatisierte Vertragsabwicklung zu attraktiven Konditionen anbieten können.
Breite Diversifikation unseres Forderungsportfolios und aktive Steuerung von Risiken werden dabei weiterhin die zentralen Eckpfeiler unseres Produktangebots bleiben. In diesem Sinne werden wir auch unser Factoringgeschäft weiter ausbauen, das wir 2009 mit der Übernahme unseres bisherigen Franchisepartners in den Konzern integriert haben. Darüber hinaus haben wir die Erweiterung unserer europäischen Präsenz in den ersten Wochen des gerade begonnenen Geschäftsjahres mit einem neuen Standort in Belfast und dem Abschluss eines Vertrages mit einem weiteren Franchisepartner in Luxemburg wieder aufgenommen.
Begleitend zu diesen Meilensteinen der Produktenwicklung unterstrichen wir 2009 unsere Fähigkeit zur Refinanzierung unseres künftigen Wachstums nachdrücklich: Über die geschäftsüblichen Aktivitäten und über die Neuaufnahme von Bankeinlagen in unsere Refinanzierungspalette hinaus, stellte im August die Platzierung einer mehr als zweifach überzeichneten dreijährigen Festzinsanleihe in Höhe von 100 Mio. EUR den Höhepunkt unserer Emissionstätigkeit im Geschäftsjahr 2009 dar. Mit der Platzierung eines ABS-Bonds zu Beginn des Jahres 2010 hat auch das neue Jahr gut begonnen.
Wir sind damit positioniert für ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr und wir sind überzeugt davon, mit einem geplanten Wachstum von rund fünfzehn Prozent unserer langfristigen Zielgröße von mindestens zehn Prozent sichtbar zu übertreffen. Dies zum einen, weil die weiterhin steigenden Leasinganfragen die hohe Marktnachfrage dokumentieren. Zum anderen aber vor allem, weil wir eine erstklassige Mannschaft haben, die 2009 ihre besondere Einsatzbereitschaft und ihre Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt und den Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres möglich gemacht hat. Dafür bedankt sich der Vorstand bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei unseren Aktionärinnen und Aktionären und unseren Geschäftspartnern bedanke ich mich im Namen des Vorstands für Ihr Vertrauen in die GRENKE Gruppe. Wir arbeiten intensiv daran, uns dieses Vertrauen täglich neu zu erarbeiten.
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung der GRENKELEASING AG obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2009 wahrgenommen. Er hat eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Vorstand gepflegt, ihn regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte überwacht Die strategische Ausrichtung des Konzerns geschah in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand unmittelbar in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Er wurde darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend mündlich und schriftlich, unter anderem auf der Basis von Vorstandsvorlagen und Sitzungsprotokollen, über alle wesentlichen Fragen informiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat detailliert über die strategische Entwicklung des Konzerns, seine wirtschaftliche Lage, den aktuellen Geschäftsgang und aktuelle Ereignisse, den Stand der Unternehmensplanung sowie über die Personalsituation informiert Der Vorstand legte zustimmungspflichtige Angelegenheiten rechtzeitig zur Beschlussfassung vor.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Der Aufsichtsrat hat regelmäßig Berichte über das Risikomanagementsystem des Konzerns und dessen Weiterentwicklung, die aktuelle rezessionsbedingte Risikolage und die Steuerung des Vertriebs gemäß der besonderen Refinanzierungssituation in den ersten drei Quartalen zur Kenntnis genommen. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Zu wesentlichen Themen der Sitzungen des Aufsichtsrates gehörten die Feststellung des Jahresabschlusses der GRENKELEASING AG und die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 sowie die Überwachung der ausländischen Einheiten. Darüber hinaus stellten die Vorbereitung und Durchführung der Akquisition der Bank Hesse Newman & Co. sowie die Integration der zuletzt erworbenen Einheiten Schwerpunkte der Beratungen des Gremiums im Berichtsjahr dar.
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr eingehend mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex in seinen jeweiligen Fassungen befasst In diesem Zusammenhang hat er auch die veränderten Rechtslagen zur Angemessenheit von Vorstandsgehältern und neuer Pflichten des Aufsichtsrates und seiner Mitglieder erörtert Danach gibt es keinen Änderungsbedarf zur bisher geübten Praxis. Er hat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung der GRENKELEASING AG nach § 161 Aktiengesetz zu den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 8. August 2008 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in deren Fassung vom 6. Juni 2008 am 27. April 2009 abgegeben. Über Corporate Governance bei der GRENKELEASING AG berichtet der Vorstand in diesem Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr 2009 zugleich auch für den Aufsichtsrat Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben sich durch Selbstverpflichtung zur Einhaltung der im Berichtsjahr gültigen Corporate Govenrance Grundsätze verpflichtet.
Im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat insgesamt fünfmal getagt Die Sitzungen fanden am 12. und 29. Januar, 7. April, 27. Juli und am 8./9. November 2009 statt Die außerordentliche Jahresauftaktsitzung befasste sich im Wesentlichen mit dem geplanten Kauf der Hesse Newman Bank und deren strategischer Bedeutung für den Konzern. Ein Schwerpunkt der Sitzung am 29. Januar war die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2008. Darüber hinaus haben Aufsichtsrat und Vorstand in dieser Sitzung satzungsgemäß beschlossen, die Rede des Vorstands und die Generaldebatte der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 im Internet zu übertragen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren bei allen Sitzungen fast vollständig anwesend.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand auch zwischen seinen Sitzungen ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung informiert Als Vorsitzender des Aufsichtsrates stand ich über die Sitzungstermine hinaus persönlich in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und habe mich über den aktuellen Geschäftsgang und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert Insbesondere die Due Diligence der Hesse Newman Bank und Gespräche beim Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen und bei der Einlagensicherung waren Teil meiner Tätigkeit Auch die besondere Situation der Kapitalmärkte im ersten Halbjahr forderte für die Gewährleistung der Refinanzierung über die Sitzungen des Aufsichtsrats hinaus Engagement Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand waren zudem Fragen der Compliance, des internen Controllings und des Risikomanagements.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2009 gehörten dem Aufsichtsrat die folgenden Mitglieder an:
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
Herr Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender
Herr Dieter Münch
Herr Dr. Oliver Nass
Herr Erwin Staudt
Frau Dr. Brigitte Sträter
Veränderungen in der Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr nicht stattgefunden.
Gemäß seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben zwei Ausschüsse eingerichtet, den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Letzterer übernimmt zugleich die Aufgaben eines Nominierungsausschusses. Entsprechend seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.
Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden drei Mitgliedern, die über besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Rechnungslegungverfügen:
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
Herr Gerhard E. Witt (Vorsitzender)
Herr Dieter Münch
Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung und des Risikomanagements der Gesellschaft Er prüft und überwacht die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer, bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und ist für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer verantwortlich. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers in Frage stellten und entsprechend auch keine weitergehenden Maßnahmen zu deren Sicherstellung eingeleitet.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. In seinen Sitzungen am 16. und 29. Januar 2009 hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit dem Jahresabschluss 2008 befasst und diesen mit dem anwesenden Wirtschaftsprüfer eingehend diskutiert. Die Sitzung diente der Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrates über die Feststellung des Jahresabschlusses 2008 und die Billigung des Konzernabschlusses. Am 1. Februar 2010 hat sich der Prüfungsausschuss, ebenfalls zur Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrates über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers, mit dem Jahresabschluss 2009 befasst und diesen eingehend diskutiert.
Der Personalausschuss besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
Herr Gerhard E. Witt
Herr Erwin Staudt (Vorsitzender)
Der Personalausschuss befasst sich insbesondere mit Personalentscheidungen des Aufsichtsrates und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und die Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2009 einmal getagt. Zweck war die Festlegung der Vergütungsparameter für die Mitglieder des Vorstands im Hinblick auf das bevorstehende Geschäftsjahr.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2009, der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2009, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 wurden dem Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 1. und am 4. Februar 2010 zur Prüfung vorgelegt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat seinen Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses der GRENKELEASING AG unterbreitet.
Die Jahresabschlüsse wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, geprüft, die Rechtsnachfolgerin der in der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2009 für das Geschäftsjahr 2009 zum Abschlussprüfer gewählten Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, ist. Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKELEASING AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 erfolgte gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Konzernabschluss des GRENKELEASING AG Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand rechtzeitig an den Aufsichtsrat verteilt worden. Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seinen Sitzungen am 1. und am 4. Februar 2010 erörtert An der Beratung hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfling keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG am 1. Februar 2010 festgestellt sowie den GRENKELEASING AG Konzernabschluss durch weiteren Beschluss am 4. Februar 2010 gebilligt Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Ergebnisses der GRENKELEASING AG angeschlossen.
In der Sitzung am 1. Februar hat sich der Aufsichtsrat auch mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst Auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der GRENKELEASING AG bzw. im Konzernlagebericht wird Bezug genommen. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus der Sicht des Aufsichtsrats vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu Eigen.
Die GRENKE Aktie hat sich im Geschäftsjahr 2009 mit einem Anstieg um mehr als fünfzig Prozent sehr gut entwickelt. Sie hat damit während der allgemeinen Markterholung nach dem Baissejahr 2008 wesentlich stärker zugelegt als die relevanten Indizes DAX und SDAX. Die positive Kursentwicklung ist darüber hinaus vor dem Hintergrund der Tatsache zu sehen, dass die Aktie schon im Vorjahr wesentlich weniger korrigiert hatte als die Vergleichsindizes. Die Belastbarkeit des GRENKE-Geschäftsmodells während der schwersten Rezession seit über 70 Jahren wurde von den Kapitalmarktteilnehmern damit eindrucksvoll honoriert, ihr im Jahre 2008 erbrachter Vertrauensvorschuss bestätigt.
Auch im Geschäftsjahr 2009 war die Refinanzierung des GRENKELEASING Konzerns trotz anhaltend schwieriger Bedingungen an den Kapitalmärkten aufgrund seiner diversifizierten Refinanzierungsquellen sowie der gezielten Liquiditätssteuerung immer gewährleistet Hierzu hat auch schon nach kurzer Zeit die erfolgreich integrierte und unter ihrem neuen Namen GRENKE BANK AG firmierende Hesse Newman Bank wesentliche Beiträge leisten können.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihre hohe Einsatzbereitschaft in einer herausfordernden Zeit und für die von ihnen erbrachten Leistungen. Ihr persönlicher Einsatz hat es ermöglicht, den GRENKELEASING AG Konzern erfolgreich weiter zu entwickeln und auch das Jahr 2009 zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Baden-Baden, am 4. Februar 2010
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
DER VORSTAND DER GRENKELEASING AG
Wolfgang Grenke
Vorstandsvorsitzender
Jahrgang 1951
Strategie, Unternehmensentwicklung,
Internal Audit
Dr. Uwe Hack
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Jahrgang 1962
Investor Relations,
Treasury, Controlling
Mark Kindermann
Jahrgang 1961
Accounting, Qualitätsmanagement,
Human Resources, Recht, Verwaltung
Thomas Konprecht
Jahrgang 1959
Marketing, Vertrieb,
Management Services
Michael Kostrewa
Jahrgang 1968
Informationstechnologie,
E-Business
DER AUFSICHTSRAT DER GRENKELEASING AG
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| Name/Wohnort | Funktion | Weitere Aufsichtsrats-/ Beiratsmandate |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Baden-Baden Jahrgang 1951 Erstmals gewählt: 2003 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2012 | Vorsitzender des Aufsichtsrats, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der 0DEWALD & C0MPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH | BOA Holding GmbH, Karlsruhe-Stutensee; OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe; walter Services Holding GmbH, Ettlingen; Sodexo Beteiligungs B. V. & Co. KG, Heidelberg; GRENKE BANK AG, Hamburg |
| Gerhard E. Witt Baden-Baden Jahrgang 1945 Erstmals gewählt: 1997 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2012 | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater | Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden |
| Dr. Brigitte Sträter Düsseldorf Jahrgang 1940 Erstmals gewählt: 2001 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010 | Mitglied des Aufsichtsrats, Inhaberin und Leiterin der PR-Agentur CENA | |
| Dieter Münch Weinheim Jahrgang 1943 Erstmals gewählt: 2000 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010 | Mitglied des Aufsichtsrats, Bankkaufmann a. D., Stiftungsvorstand | Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden; Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale; Kazenmaier FleetService GmbH, Karlsruhe |
| Dr. Oliver Nass Paris Jahrgang 1968 Erstmals gewählt: 2005 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010 | Mitglied des Aufsichtsrats, Geschäftsführer der ESG France | |
| Erwin Staudt Leonberg Jahrgang 1948 Erstmals gewählt: 2005 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2010 | Mitglied des Aufsichtsrats, Diplom-Volkswirt, hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V. | PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt; USU AG, Möglingen; Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach |
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Verantwortungsbewusstsein und gute Corporate Governance stellen bei GRENKELEASING die Grundpfeiler des Handelns der Verwaltung dar. Vorstand, Aufsichtsrat und die leitenden Mitarbeiter der GRENKELEASING AG identifizieren sich mit den Grundsätzen einer wertorientierten und transparenten Unternehmensführung. Sie sind sich der besonderen Bedeutung dieser Grundsätze bewusst für die Bewertung und Beurteilung des Unternehmens bei Aktionären und Fremdkapitalgebern am Kapitalmarkt sowie zur Vertrauenssteigerung bei gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und in der Öffentlichkeit.
Die GRENKELEASING AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 6. Juni 2008 ohne Ausnahme. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Rahmen ihrer Sitzungen mit der Erfüllung des Kodex befasst und die auf Seite 15 dieses Jahresfinanzberichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Website der GRENKELEASING AG wiedergegeben.
KONZERNLEITUNG UND KONZERNÜBERWACHUNG
Die GRENKELEASING AG verfügt über einen fünfköpfigen Vorstand und einen Aufsichtsrat, der sich aus sechs Mitgliedern zusammensetzt.
Aufsichtsrat
Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2009 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche und die Refinanzierungslage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung und aktuelle Ereignisse. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen der Risikovorsorge und des Risikomanagements.
Zu den Aufgaben des Aufsichtsrates gehören die Bestellung und Überwachung von Vorstandsmitgliedern sowie die Feststellung des Jahresabschlusses der GRENKELEASING AG und die Billigung des Konzernabschlusses der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Ergebnisses der Prüfung durch den Prüfungsausschuss (siehe Bericht des Aufsichtsrates auf Seite 5). Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Prüfung und Genehmigung von Unternehmenskäufen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates sieht die Bildung von Ausschüssen vor. Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen ausführlich über die Arbeit ihrer Ausschüsse.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, die über besondere Kenntnisse auf dem Gebiet der Rechnungslegung und der Compliance verfügen. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit solchen der Systematik der Unternehmensplanung und des Risikomanagements der Gesellschaft. Er prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und ist für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer verantwortlich. Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidung des Aufsichtsrates über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor.
Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragestellungen zur Compliance. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation im Unternehmen.
Personalausschuss (Präsidialausschuss)
Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und ist zuständig für Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Vorstand
Der Vorstand leitet den Konzern in eigener Verantwortung und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Einhaltung der Grundsätze der Unternehmenspolitik verantwortlich. Des Weiteren stellt er die Quartalsabschlüsse, den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und den Konzernabschluss auf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend durch Vorstandsberichte und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen, Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage sowie über Geschäftsrisiken.
In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel Akquisitionen und Finanzmaßnahmen - sind an die Zustimmung des Aufsichtsrates gebunden. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.
Vergütungsstruktur und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen neben einer fixen Jahresgrundvergütung eine variable Vergütungskomponente vor. Deren Berechnung orientiert sich am Unternehmensergebnis des laufenden Geschäftsjahres sowie an Kriterien, die für den langfristigen Erfolg des Unternehmens von Bedeutung sind.
Vergütung des Vorstands
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| EUR | Grenke | Konprecht | Kostrewa | Kindermann | Dr. Hack | Gesamt 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttogehalt | 328.965,89 | 172.505,34 | 127.612,34 | 128.202,64 | 267.181,98 | 1.024.468,19 |
| Erfolgszulage | 156.909,00 | 77.290,25 | 57.967,70 | 57.967,70 | 132.939,23 | 483.073,88 |
| Tantieme | 80.010,00 | 40.005,00 | 30.003,75 | 30.003,75 | 68.808,60 | 248.831,10 |
| Phantom Stocks | 0 | 0 | 0 | 0 | 300.195,00 | 300.195,00 |
| Altersvorsorge | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.000,00 | 21.000,00 |
| Gesamtkosten | 565.884,89 | 289.800,59 | 215.583,79 | 216.174,09 | 790.124,81 | 2.077.568,17 |
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| EUR | Gesamt 2008 |
|---|---|
| Bruttogehalt | 1.023.168,86 |
| Erfolgszulage | 472.304,34 |
| Tantieme | 147.725,00 |
| Phantom Stocks | 0 |
| Altersvorsorge | 21.000,00 |
| Gesamtkosten | 1.664.198,20 |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsahr 2.078 TEUR (2008: 1.664 TEUR). Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus basierend auf dem EBIT (Earnings before Interest and Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen einer Balanced Score Card (BSC) festgelegt Das Erreichen des EBIT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich, das der BSC-Kriterien quartalsweise nachträglich gemessen.
Die maßgeblichen Kriterien, die in der BSC Berücksichtigung finden, entsprechen den für die langfristige Konzernentwicklung wesentlichen Kennzahlen, unter anderem die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge und des Neugeschäfts. Dies soll zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts beitragen. Für Herrn Dr. Hack wird ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR entrichtet.
Mit Datum vom 12. März 2007 hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der GRENKELEASING AG mit Herrn Dr. Hack eine Phantom-Stock-Vereinbarung mit Re-Investitionsgebot für die Geschäftsjahre 2007 bis 2009 abgeschlossen. Sie wird als "Cash-Settlement-Plan" behandelt. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Herr Dr. Hack für diese Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem ungewichteten arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis zum 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt.
Sofern die Optionen einen Wert aufweisen, werden die Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der betreffenden Geschäftsjahre erfolgswirksam erfasst. Herr Dr. Hack ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Der Basiskurs für das Jahr 2009 betrug 19,2759 EUR. Das ungewichtete arithmetische Mittel der Xetra-Schlusskurse lag 2009 über dem definierten Basiskurs, sodass die gewährten Phantom Stocks multipliziert mit der Kursdifferenz per 31. Dezember 2009 einen Wert von 300.195,00 EUR aufwiesen.
Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) für ihre Organe und leitenden Angestellten abgeschlossen, wobei die Versicherten jeweils einen festen Selbstbehalt von 3.000 EUR je Schadensfall zu tragen haben. Der Versicherungsschutz erstreckt sich folglich auch auf die Mitglieder des Vorstands. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
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| Name EUR |
Funktion | Grundbezug 2009 | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Variable Vergütung | Reisekosten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | Vorsitzender | 9.000,00 | 600,00 | 900,00 | 5.250,00 | 398,51 |
| Münch | Aufsichtsrat | 6.000,00 | 600,00 | - | 3.300,00 | 882,64 |
| Dr. Nass | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | - | 3.000,00 | 1.112,92 |
| Staudt | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | 600,00 | 3.300,00 | - |
| Dr. Strater | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | - | 3.000,00 | 929,70 |
| Witt | Stellv. Vorsitzender | 6.000,00 | 900,00 | 600,00 | 3.750,00 | 124,00 |
| Summe | 39.000,00 | 2.100,00 | 2.100,00 | 21.600,00 | 3.447,77 |
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| Name EUR |
Gesamt 2009 | Gesamt 2008 |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | 16.148,51 | 16.246,50 |
| Münch | 10.782,64 | 12.072,59 |
| Dr. Nass | 10.112,92 | 11.482,58 |
| Staudt | 9.900,00 | 10.313,00 |
| Dr. Strater | 9.929,70 | 10.071,60 |
| Witt | 11.374,00 | 12.134,00 |
| Summe | 68.247,77 | 72.320,27 |
* feste Bezüge, variable Bezüge und Reisekosten
Im Geschäftsjahr 2009 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von 68,2 TEUR (im Vorjahr 72,3 TEUR) inklusive Reisekosten gewährt. Die individualisierte Zusammensetzung der Aufsichtsratsvergütung, aufgegliedert nach fixen und variablen Bestandteilen, wird in der obenstehenden Tabelle dargestellt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung der GRENKELEASING AG geregelt und wird durch die Hauptversammlung festgelegt. Gemäß Satzung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine fixe Vergütung in Höhe von 6.000 EUR, der Vorsitzende von 9.000 EUR. Hinzu kommt eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet wird.
Die Festvergütung erhöht sich in diesem Fall um ein Viertel des Prozentsatzes, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,20 EUR übersteigt. Der variable Vergütungsbestandteil beträgt maximal 50 % der Festvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes. Für jedes Aufsichtsratsmitglied, welches in einem Ausschuss tätig ist, erhöht sich die Vergütung um 600 EUR, für den Vorsitzenden eines Ausschusses um 900 EUR pro Geschäftsjahr.
Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres vermindern sich die Festvergütung - und damit auch die Bezugsgröße für die variable Vergütung - sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze entsprechend.
Darüber hinaus besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG, die sich auch auf die Mitglieder des Aufsichtsrats erstreckt, wie zuvor im Kapitel "Vergütung des Vorstands" dargestellt. Ferner erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität
Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat bei der Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315 a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen.
Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.
Transparenz und Information der Aktionäre
GRENKELEASING nutzt das Internet, um Aktionäre, alle Kapitalmarktteilnehmer und die Medien umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Ad-hoc- und Pressemeldungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Meldungen nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite sind die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex verfügbar.
Die Aktionäre können sich im Internet über den Konzern, das Management und die Organisationsstruktur informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger. In der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung können die Aktionäre den Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet verfolgen. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender zusammengefasst. Über die GRENKE Aktie wird ausführlich im Kapitel "Aktie und Investor Relations" auf Seite 16 berichtet.
Controlling und Risikomanagement
Aufgabe des Risikomanagements des GRENKELEASING AG Konzerns ist es, Risiken für die Muttergesellschaft wie für die Tochtergesellschaften strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Das Risikomanagement-System der GRENKELEASING AG wird kontinuierlich weiter ausgebaut und über ein Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKELEASING Konzerns betrieben.
Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 sind die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) auch von Leasingunternehmen einzuhalten. Für das Jahr 2009 wurde den Leasingunternehmen eine Übergangsfrist zur Umsetzung eingeräumt. Eine vollständige Umsetzung muss im Jahr 2010 erfolgen. Der GRENKELEASING AG Konzern hat bereits in 2009 die MaRisk weitgehend umgesetzt. Die von den MaRisk verlangten angemessenen Risikosteuerungs- und -Controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken werden im GRENKELEASING AG Konzern umgesetzt.
Die Funktionalität des Risikomanagements sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft Die Innenrevision berichtet unmittelbar an den Vorstand. Einzelheiten zum Risikomanagement-System sind auf Seite 40 dargestellt.
Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben am 27. April 2009 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:
"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG geben nach pflichtgemäßer Prüfung folgende Entsprechenserklärung ab:
Die GRENKELEASING AG entspricht den Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008. Seit Abgabe der letzten Erklärung am 7. April 2008 hat die GRENKELEASING AG sämtlichen Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner jeweiligen Fassung entsprochen.
Baden-Baden, den 27. April 2009
GRENKELEASING AG
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand"
AKTIE UND INVESTOR RELATIONS
Der Aktienkurs der GRENKELEASING AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2009 deutlich besser entwickelt als die relevanten Benchmark-Indizes. Während der SDAX-Preisindex im Zuge der allgemeinen Erholung der Märkte nach dem vorjährigen Einbruch um knapp 48 Prozent im Jahresverlauf 2009 um 21 Prozent zulegte und der Branchenindex DAXsector Financial Services knapp sieben Prozent gewann, hat die GRENKE Aktie mit einem Plus von 56,9 Prozent klar besser abgeschnitten.
Im Gegensatz zum Gesamtmarkt hat die GRENKE Aktie im ersten Quartal 2009 nicht korrigiert. Sie hat vielmehr seit Jahresanfang gegen den Markt leicht zugelegt, während die Börse in Fortsetzung ihrer Baisseentwicklung aus dem Jahr 2008 ihre Tiefpunkte erst im März 2009 erreichte. Der Jahresanfangskurs wurde nicht unterschritten, mit 18,80 EUR stellt er den Jahrestiefstkurs dar. Der Jahreshöchstkurs von 30,22 EUR wurde am vorletzten Handelstag, dem 29. Dezember erreicht, der Jahresschlusskurs lag bei 29,50 EUR. Die GRENKE Aktie ist damit über das Gesamtjahr 2009 per Saldo kontinuierlich gestiegen.
DIVIDENDENPOLITIK
Die Dividendenpolitik der GRENKELEASING AG orientiert sich unverändert an den Kriterien Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für das künftige Wachstum. Damit bietet sich die GRENKE Aktie Investoren als Anlage mit laufendem Einkommen bei gleichzeitig attraktiven Wachstumsperspektiven und hohem innerem Wert an. Bei guter Profitabilität haben wir die Eigenkapitalquote in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert. Auch während der letzten beiden für die internationale Finanzbranche sehr schwierigen Jahre konnten wir die Eigenkapitalquote mit 16,9 Prozent in 2008 und 17,5 Prozent in 2009 weiter deutlich sichtbar über unserer strategischen Zielgröße von 16 Prozent halten, im Berichtsjahr sogar noch ausweiten.
Die Belastungen durch die Finanzmarktkrise haben sich bei GRENKELEASING damit insgesamt in engen Grenzen gehalten. Die Sicherung unserer hohen Eigenkapitalausstattung hatte im Geschäftsjahr 2009 Priorität. Damit konnten wir unser hohes Rating und unsere entsprechend attraktiven Zugangsmöglichkeiten zu Refinanzierungsquellen aufrecht erhalten. Dem Kriterium der Kontinuität der Ausschüttung kann damit auch für das abgelaufene Geschäftsjahr genüge getan werden. Die Verwaltung schlägt entsprechend eine Ausschüttung vor, die sich weiterhin am oberen Ende der Zielausschüttungsquote orientiert. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 11. Mai 2010 für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende vorschlagen, die mit 0,60 EUR je Aktie dem Niveau des Vorjahres entspricht.
INVESTMENT CASE
Zur Positionierung unserer Aktie am Kapitalmarkt stellen wir auf die wesentlichen Aspekte wie unsere Wachstumsstrategie, die Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft, ein hoch wirksames Risikomanagement auch unter den neuen gesetzlichen Anforderungen (MaRisk) und ihren hohen inneren Wert gemessen an Return on Equity und Embedded Value heraus. Mit der Steuerung nach Deckungsbeitrag 2 (DB2) konzentrieren wir unser Geschäft auf margenstarke Marktbereiche. Unser klares Ziel bleibt - ungeachtet der zwischenzeitlich im Geschäftsjahr 2009 bewusst gebremsten Wachstumsstrategie -, Neugeschäft mittelfristig in Gewinndynamik umzusetzen. Die wesentliche Voraussetzung hierfür, nämlich die effiziente Kontrolle von Kosten und Risiko, stellen wir mit unserer ausgereiften Risikomanagementstrategie sicher. So können wir Risiken klar abgrenzen und quantifizieren. Darüber hinaus sind wir damit in der Lage, auf Marktveränderungen flexibel zu reagieren und gleichzeitig angemessene Risikoprämien zu erzielen.
Insbesondere unsere Fähigkeit, angemessene Risikoprämien einzupreisen, hat sich während der Finanzmarktkrise der letzten beiden Geschäftsjahre als in hohem Maße Nutzen bringend erwiesen. Die Refinanzierungskosten konnten auch 2009 voll am Markt weitergegeben werden und das Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft nicht nur deutlich über unserer Zielmarge gehalten, sondern sogar noch einmal ausgebaut werden. Dies hat den rezessionsbedingt unvermeidlichen Anstieg der Schadenquote wirksam abgefedert. Eine sehr wesentliche Eigenschaft unseres Kosten- und Risikomanagements stellt seine Funktion als Markteintrittsbarriere für den Wettbewerb dar. Zusammen mit unserem ausgefeilten Vertriebssystem sehen wir uns damit für künftiges Wachstum gut gerüstet.
INVESTOR RELATIONS
Unsere Investor-Relations-Arbeit pflegt einen offenen und kontinuierlichen Informationsaustausch mit Anlegern, Analysten und Medienvertretern. Auf zahlreichen Roadshows und bei Investorenkonferenzen in den wichtigen Finanzzentren Europas hat der Vorstand auch im Geschäftsjahr 2009 dem Kapitalmarkt das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe erläutert und über die Entwicklung des Unternehmens informiert.
Zusätzlich stehen wir Marktteilnehmern und Medienvertretern in Einzelgesprächen sowie in Telefonkonferenzen zur Diskussion von Geschäftslage, Branchen- und Unternehmensperspektiven regelmäßig zur Verfügung. Mit dieser aktiven Kommunikationspolitik konnten wir unsere Investorenbasis in den letzten Jahren kontinuierlich ausweiten. Die Hauptversammlung ist darüber hinaus für uns ein wichtiges Forum, um den Kontakt zu unseren Aktionären zu pflegen. Aber auch die Öffentlichkeit binden wir ein. Über das Internet übertragen wir die HV-Rede des Vorstands sowie die Generaldebatte auf unserer Website als Live-Stream. Auf der Internetseite von GRENKELEASING sind stets aktuelle IR-Nachrichten, Pressemeldungen sowie Geschäfts- und Quartalsberichte abrufbar.
Auch hinsichtlich der Qualität und Zeitnähe unserer Informationen wollen wir zu den führenden Unternehmen gehören. Bereits am zweiten Arbeitstag des folgenden Quartals veröffentlichen wir für das abgelaufene Quartal die aktuellen Zahlen zum Neugeschäft sowie dessen Deckungsbeiträge. Der geprüfte Konzernabschluss des Geschäftsjahres wird bereits Anfang Februar des darauf folgenden Jahres veröffentlicht Unsere Website www.grenke.de bietet zudem einen benutzerfreundlichen interaktiven Jahresfinanzbericht. Und im Sinne einer hohen Transparenz geht unsere Berichterstattung deutlich über das geforderte Mindestmaß hinaus.
Coverage
Im Geschäftsjahr 2009 haben zwölf (Vorjahr: 11) namhafte Banken und Analysehäuser GRENKELEASING beobachtet und bewertet. Die nachfolgenden Institute geben regelmäßig Studien zur Aktie heraus, ihre jeweils letzten aktuellen Einschätzungen per 8. Januar 2010 lauteten im Einzelnen:
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| Berenberg Bank | Buy | HSBC Trinkaus & Burkhardt | Overweight |
| BHF-Bank | Buy | LBBW | Buy |
| Cheuvreux | Outperform | Merrill Lynch | Neutral |
| Commerzbank | Buy | Sal. Oppenheim | Buy |
| equinet | Accumulate | Silvia Quandt | Neutral |
| Deutsche Bank | Sell | WestLB | Neutral |
In einer Rating-Analyse vom 7. Dezember 2009 hat die Agentur Standard&Poor's ein Rating für die GRENKELEASING AG erstellt. Bei stabilem Ausblick und unter besonderem Verweis auf das starke Risikomanagement lauten die Einschätzungen im Einzelnen:
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| Counterparty Credit Rating | BBB+/Stable/A -2 |
| Senior Unsecured | BBB |
| Short-Term Debt | A -3 |

Die Aktie auf einen Blick
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| Kürzel | GLJ |
| Kürzel Bloomberg | GLJ_GR |
| Kürzel Reuters | GKLG.DE |
| ISIN | DE0005865901 |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Index | SDAX |
| Designated Sponsors | HSBC Trinkaus& Burkhardt WestLB |
| Gesamtzahl ausstehender und eingetragener Aktien | 13.684.099 |
| Gattung | Stückaktien |
| Nennwert je Stück (rund) | 1,28 EUR |
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| Aktionärsstruktur nach Ziffer 1.7 des aktuellen "Leitfaden zu den Aktienindizes der Deutschen Börse" beträgt der | |
|---|---|
| Freefloat (Streubesitz) | 38,20% |
| Eheleute Grenke | 61,80% |
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| 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs XETRA | 29,50 EUR | 17,82 EUR | 22,90 EUR | 36,06 EUR | 48,30 EUR |
| (letzter Handelstag) | |||||
| Höchster variabler Kurs | 30,22 EUR | 28,20 EUR | 42,00 EUR | 64,45 EUR | 49,32 EUR |
| Tiefster variabler Kurs | 17,82 EUR | 17,40 EUR | 19,60 EUR | 32,30 EUR | 29,70 EUR |
| Börsenkapitalisierung Schlusskurs | 404 Mio. EUR | 243 Mio. EUR | 313 Mio. EUR | 492 Mio. EUR | 657 Mio. EUR |
| Ergebnis je Aktie | 1,80 EUR | 2,42 EUR | 2,35 EUR | 2,23 EUR | 2,13 EUR |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 16,4 | 7,4 | 9,8 | 16,2 | 22,7 |
| (Basis: Schlusskurs) |

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
ALLGEMEINE ANGABEN
Der GRENKELEASING AG Konzern legt im Folgenden den Lagebericht über das am 31. Dezember beendete Geschäftsjahr 2009 vor. Der Konzern geht zurück auf eine Gründung als Einzelunternehmen im Jahre 1978. Die GRENKELASING AG wurde 1997 gegründet, seit April 2000 werden ihre Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die GRENKELEASING AG (kurz: AG) bildet eine Betriebsaufspaltung mit der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA (kurz: KGaA), wobei die AG Betriebs- und die KGaA Besitzgesellschaft ist. Die Gründung beider Unternehmen erfolgte ursprünglich, um die Aktivitäten verschiedener Gesellschaften zu bündeln, auf die Wolfgang Grenke einen beherrschenden Einfluss ausübte.
Im Ausland ist der GRENKELEASING AG Konzern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten, die in ihren jeweiligen Ländern zum Teil Niederlassungen gegründet haben. Darüber hinaus haben wir zur Erschließung neuer regionaler Märkte sowie zur Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten ein Franchisemodell etabliert.
An den rechtlich selbständigen Gesellschaften unserer Franchisenehmer sind wir nicht beteiligt, halten aber jeweils die Option, diese zu festgelegten Konditionen zu erwerben. In der Regel erfolgt eine Übernahme nach vier bis sechs Jahren. Über den Franchisevertrag stellt die GRENKELEASING AG ihren Franchisepartnern Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Nutzung der Namensrechte zur Verfügung. Im Regelfall übernimmt die GRENKELEASING AG die Refinanzierung der Finanzierungsverträge über den Ankauf der Forderungen der Franchisenehmer oder durch Sale-and-lease-back-Vereinbarungen. Durch die Refinanzierung des Neugeschäfts der Franchisenehmer generiert der GRENKELEASING AG Konzern einen Teil seines eigenen Neugeschäfts.
Der nachfolgende Lagebericht bezieht sich, soweit nicht ausdrücklich auf die GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner beziehungsweise auf das Franchisemodell Bezug genommen wird, auf die Darstellung der Entwicklung des GRENKELEASING AG Konzerns.
UNTERNEHMENSPROFIL
Geschäftsmodell
Der Ursprung von GRENKELEASING geht auf die Geschäftsidee zurück, Leasingfinanzierungen mit IT-basierten Prozessen zu standardisieren und damit auch für kleine IT-Produkte wirtschaftlich sinnvoll anbieten zu können. Damit haben wir einen Markt definiert und entwickelt, den es vor GRENKELEASING nicht gab und der bis heute von der breiten Mehrheit anderer Leasinganbieter, insbesondere den IT-Herstellern selbst wie auch Banken, nicht adressiert wird. Wir finanzieren IT-Produkte ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR. Im Geschäftsjahr 2009 lag der Mittelwert je Leasingvertragsabschluss in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner bei rund 7.277 EUR nach 7.775 EUR im Vorjahr. Die ohnehin hohe Diversifizierung unseres Leasingbestands haben wir damit weiter fortgesetzt.
Um Finanzierungen mit einem derart niedrigen Volumen wirtschaftlich effizient realisieren zu können, müssen diese Verträge zu sehr niedrigen Kosten pro Vertrag abgewickelt werden können. Entsprechend ist das Geschäftsmodell von GRENKELEASING auf die Maximierung seiner Effizienz ausgerichtet Standardisierung, Schnelligkeit und umfassende IT-gestützte Automatisierung stellen wesentliche Alleinstellungsmerkmale dar und definieren wichtige Markteintrittshürden in unseren Markt.
Der Vertrieb unserer Leasingfinanzierungen erfolgt insbesondere über unabhängige Fachhandelspartner, die ihren Kunden - kleinen und mittelständischen Unternehmen - am Point of Sale unterschiedliche Finanzierungsalternativen anbieten. Entscheidend für die Wahl von GRENKELEASING ist zunächst ein marktgerechter Preis, den wir über unsere kosteneffizienten Geschäftsprozesse und unsere breit aufgestellte Refinanzierung darstellen. Darüber hinaus unterstützen wir den Fachhandel bei einem schnellen Abschluss seines eigenen Geschäfts durch Vertrags- und Zahlungszusagen, die wir in der Regel innerhalb von zehn Minuten geben können. So werden über unser webbasiertes Online-Tool 70 Prozent aller Finanzierungsanfragen der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner generiert, in Deutschland sogar 83 Prozent. Sämtliche Leasingverträge des Konzerns werden zentral am Stammsitz in Baden-Baden verwaltet und automatisiert abgewickelt.
Risiken und Ausfallquoten der Finanzierungen messen und kalkulieren wir mit unserem intern entwickelten und ständig weiter optimierten IT-basierten Scoring-Verfahren. Unser Forderungsbestand ist nicht nur aufgrund des niedrigen Volumens der Einzelvertrage breit diversifiziert; unser Schwerpunkt bei IT-Produkten für den kaufmännischen Einsatz in Büros ermöglicht darüber hinaus eine breite Verteilung über die unterschiedlichsten Branchen.
Begrenzungen Risiken durch Diversifizierung ist unsere Philosophie auch hinsichtlich anderer Aspekte unseres Geschäftsmodells: Bei unseren Leasingnehmern und Vertriebspartnern achten wir darauf, dass keine Klumpenrisiken entstehen, bei den IT-Produkten sind wir herstellerunabhängig aufgestellt und nicht zuletzt hatten wir unsere Refinanzierungspalette bisher bereits breit aufgestellt und haben sie 2009 mit der Übernahme der GRENKE BANK AG (vormals: Hesse Newman & Co. AG) noch weiter diversifiziert.
Unser Geschäftsmodell bringen wir über zwei Wege an den Markt: Zum einen wachsen wir in vielen europäischen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und Niederlassungen. Zum anderen erschließen wir uns neue Länder auch mit unserem Franchisemodell. Aufgabe der Vertriebsmitarbeiter in den Tochtergesellschaften und Niederlassungen wie auch bei den Franchisepartnern ist die umfassende Unterstützung unserer Fachhandelspartner zu allen Themen rund um das Leasing und damit bei deren geschäftlichem Erfolg. Damit machen wir ein im Small-Ticket-Bereich einzigartiges Angebot, mit dem wir uns im Wettbewerb klar differenzieren.
Über unser Franchisemodellgewinnen wir Fachkräfte mit dem notwendigen Unternehmergeist für den Aufbau einer neuen Landesgesellschaft Die Franchisenehmer nutzen die Markennamen "GRENKE" beziehungsweise "GRENKELEASING" und etablieren sie so im Markt. Gleichzeitig ist mittels unserer Prüfung der Finanzierungsverträge im Rahmen ihrer Refinanzierung gewährleistet, dass wir das Forderungsportfolio des Franchisenehmers jederzeit genau kennen. Anreize für eine möglichst hohe Forderungsqualität werden dabei über die definierten Parameter für die Festlegungeines Kaufpreises der Franchisegesellschaft gesetzt.
Dieses Geschäftsmodell haben wir im Markt für Small-Ticket-IT-Leasing entwickelt und etabliert. Künftig wollen wir jenseits unserer regionalen Expansion auch verstärkt zusätzliche Finanzprodukte anbieten. IT-unterstützte Standardisierung und breite Diversifizierung zur Risikobegrenzung werden dabei weiterhin unser Geschäftsmodell auszeichnen.
Europaweite Präsenz
Der GRENKELEASING AG Konzern ist in Deutschland in zwanzig Städten mit Zweigniederlassungen präsent. Neben Tochtergesellschaften mit neun Niederlassungen in Frankreich, jeweils drei Niederlassungen in Italien und in der Schweiz sowie zwei in Österreich und in Polen sind wir mit Tochtergesellschaften in Belgien, Dänemark, Großbritannien, Irland, den Niederlanden, Schweden, Spanien (Barcelona) und der Tschechischen Republik vertreten. Ferner ist GRENKELEASING über ihr Franchisesystem in Finnland, Norwegen, Portugal, Rumänien, der Slowakei, Spanien (Madrid) und in Ungarn präsent. Zusätzlich bieten wir in Deutschland Autoloeasing an.
Wachstumsstrategie des Konzerns
GRENKELEASING ist ein Wachstumsunternehmen. Einzelne Jahre, in denen wir marktgetrieben von unserem Wachstumspfad abweichen, ändern hieran nichts. Im Zuge der globalen Finanzmarktkrise und der hierdurch ausgelösten Rezession in den meisten Volkswirtschäften dieser Welt haben wir unser Neugeschäft insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 vorübergehend gezielt zurückgenommen. Bereits im zweiten Halbjahr 2009 haben wir jedoch unsere Steuerung wieder auf Wachstum - bei weiterhin hohen Deckungsbeitragsmargen und strenger Risikobegrenzung- ausgerichtet.
In den vergangenen Jahren lag unser Fokus auf der systematischen Ausweitung unserer Präsenz im Small-Ticket-IT-Leasing in Europa. Inzwischen haben wir uns dort eine signifikante Marktpräsenz erarbeitet - 2009 generierten wir 53,7 Prozent unseres Neugeschäfts im GRENKELEASING AG Konzern außerhalb Deutschlands. Damit ist die Basis gelegt, um in den nächsten Jahren mit der fortgesetzten Verdichtung unseres europäischen Netzwerkes weiteres erhebliches und profitables Wachstum realisieren können.
Darüber hinaus prüfen wir auch laufend Expansionsmöglichkeiten in der Finanzierung anderer Produkte außerhalb des klassischen IT-Bereichs. Wesentliche Kriterien sind dabei, dass wir auch bei diesen Produkten unsere Fokussierung auf gewerbliche Kunden, kleine durchschnittliche Finanzierungsvolumina und die hohe Diversifizierung unseres Portfolios über Kunden und Branchen aufrechterhalten können. Darüber hinaus machen wir keinerlei Abstriche hinsichtlich unserer strategischen Zielgrößen bei Eigenkapitalausstattung, Risikosteuerung und Profitabilität. Zu den neuen Produkten, die wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, gehören insbesondere der Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) sowie das Autoleasing. Beide Aktivitäten wurden zunächst über einen Franchisepartner erschlossen. Die Factoringgesellschaft haben wir im Herbst 2009 übernommen und in den Konzern eingegliedert.
In den nächsten Jahren wird neben der weiteren geografischen Expansion ein Schwerpunkt unseres Wachstums auf der Erschließung der zusätzlichen Potenziale liegen, die sich aus dem Erwerb einer Banklizenz durch die Übernahme der GRENKE BANK AG (im Folgenden: GRENKE BANK) eröffnet haben. Diese schafft erhebliche zusätzliche Spielräume nicht nur für neue Finanzprodukte, sondern auch für zusätzliche Finanzierungsformen neben unserem klassischen Leasinggeschäft. Dabei streben wir an, insbesondere Produkte für unsere bestehende große Basis an kleinen und mittelständischen Kunden zu entwickeln, um unseren kostengünstigen und effizienten Zugang zu diesen Kunden in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner bestmöglich zu nutzen. Für die Gewinnung von Neukunden setzen wir insbesondere auf indirekte und online Vertriebsformen.
Entwicklung und Struktur der Dienstleistungen
Im Small-Ticket-Bereich finanzieren wir ein breites Portfolio an Gütern insbesondere der Informationstechnologie. Die Schwerpunkte liegen bei EDV-Anlagen, Druckern, Kopierern und nachrichtentechnischen Produkten sowie Software. Hierfür haben wir ein breites Angebot an Finanzierungsverträgen entwickelt. Die Struktur des Güterportfolios hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Sie resultiert aus Art und Umfang der Nutzung der Produkte in den Büroumgebungen des deutschen und europäischen Mittelstands. Informationstechnologie wird heute in Büros aller Branchen der Wirtschaft eingesetzt. Daher verhindert unsere Ausrichtung grundsätzlich die Bildung von Klumpenrisiken in einzelnen Branchen oder Regionen. Ferner sind wir im Rahmen unseres Franchisemodells seit 2005 im Small-Ticket-Factoring und im Autoleasing aktiv. Im Herbst 2009 haben wir, wie bereits erwähnt, die Factoringgesellschaft unseres früheren Franchisepartners übernommen und werden sie künftig im Rahmen des Konzerns weiterentwickeln.
Die Palette der vom GRENKELEASING AG Konzern angebotenen Finanzprodukte haben wir im Frühjahr 2009 mit der Übernahme der GRENKE BANK ausgeweitet. Neben dem übernommenen Kreditportfolio, das wir im Rahmen bestehender Vereinbarungen fortführen, bieten wir inzwischen unterschiedliche Anlagemöglichkeiten an. Mit großem Erfolg haben wir uns zunächst mit Tages- und Festgeldangeboten positioniert, mit denen wir erstmals Privatkunden adressierten. Inzwischen bieten wir auch für gewerbliche Kunden verschiedene Angebote an wie Zahlungsverkehrskonten in Euro und in Fremdwährung sowie einfache Anlageprodukte wie Festgelder oder Sparbriefe, die auf reges Interesse unserer Kunden treffen.
Unternehmenssteuerung
Eigenkapitalquote und Return on Equity sind maßgebliche Zielgrößen
Die Erzielung eines nachhaltig hohen Return on Equity bei gleichzeitig sehr solider Eigenkapitalausstattung steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenssteuerung. Die Zielgrößen betragen sowohl bei der Eigenkapitalquote als auch bei der Nachsteuerrendite auf das Eigenkapital jeweils 16 Prozent. Beide Größen betrachten wir als wesentliche Voraussetzungen für die Absicherung des guten Ratings unserer Gesellschaft. Darüber hinaus stellen sie die Eckpfeiler einer attraktiven Bewertung unserer Aktie dar.
Die Eigenkapitalquote lag mit 17,5 Prozent im Geschäftsjahr 2009 weiterhin über unserer mittelfristigen Zielgröße von 16 Prozent Die Quote profitierte zwar von unserer Begrenzung des Neugeschäfts, darüber hinaus war aber insbesondere auch unsere Refinanzierung an den Kapitalmärkten durch die Finanzmarktkrise nicht tangiert. Zusätzlich zu bestehenden und zusätzlichen umfangreichen revolvierenden Refinanzierungsprogrammen waren wir auch 2009 am Anleihemarkt wieder sehr erfolgreich und haben zusätzlich erhebliche Bankeinlagen über die GRENKE BANK eingeworben.
Besondere Bedeutung messen wir darüber hinaus der Stabilität der Rentabilität bei. Derzeit befinden wir uns zwar in einer gesamtwirtschaftlichen Schwächephase, die zu einem Anstieg der Schäden führt. Die Belastung unserer Ertragslage federn wir jedoch in zweifacher Weise ab: Zum einen durch die ausgefeilte Steuerung des Risikoprofils unseres Neugeschäfts über unsere Scoring-Modelle in der Vergangenheit. Dies dämpft den aktuellen Anstieg der Schäden im Finanzierungsbestand. Zum anderen durch die Ausweitung der Deckungsbeiträge im Neugeschäft. Damit steigern wir unsere zukünftigen operativen Erträge aus dem in diesem Jahr kontrahierten Neugeschäft.
In Phasen kurzfristig schnell steigender Schäden wie im Berichtsjahr können vorübergehende Belastungen der Rentabilität damit zwar nicht ausgeschlossen werden. So mussten wir 2009 einen Rückgang der Nettorendite auf das Eigenkapital auf 9,4 Prozent - bereinigt um unsere leichte Überkapitalisierung, d.h. bezogen auf eine Eigenkapitalquote von 16 Prozent, auf 10,2 Prozent - hinnehmen. Diese in Zeiten einer historisch außergewöhnlichen Rezession in Europa absolut betrachtet dennoch hohe Rendite dokumentiert jedoch, dass beide Steuerungsmaßnahmen zusammengenommen die Volatilität der Ertragsentwicklung wirksam begrenzen. Darüber hinaus führt unsere Steuerung mittelfristig - sobald die Gesamtwirtschaft die Rezession verlässt - zu einer deutlichen Ausweitung der Ertragskraft, da die Schäden dann abklingen, während uns die höheren Deckungsbeiträge weiterhin zufließen.
Breite Palette an Instrumenten zur Optimierung der Refinanzierung des Konzerns
Wir haben uns eine breite Palette an Refinanzierungsmöglichkeiten erschlossen. Damit sichern wir die jederzeit ausreichende Refinanzierung des Konzerns ab und können darüber hinaus unterschiedliche Entwicklungen auf den jeweiligen Teilmarkten der einzelnen Instrumente zur Stärkung unserer Wettbewerbskraft nutzen.
Der Konzern fühlt sich dabei traditionell gerade auch bei der Finanzierung zu umfassender Transparenz verpflichtet. Nicht zuletzt im Interesse eines nachvollziehbaren, wettbewerbsfähigen Ratings haben wir jedes neu erschlossene Refinanzierungsinstrument in einer Form strukturiert, die von Anfang an und in vollem Umfang eine bilanzielle Erfassung erforderte. Off-Balance-Strukturen wurden bewusst nicht eingesetzt. Diese Politik werden wir fortsetzen, sodass auch künftig jederzeit eine volle Transparenz hinsichtlich der Verpflichtungen des Konzerns gewährleistet ist.
Über Zweckgesellschaften begeben wir Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme, die von der DZ Bank AG, der LBBW, der SEB AG und der WestLB betreut werden. Darüber hinaus haben wir im Rahmen eines "Debt-Issuance-Program" (DIP) Schuldscheindarlehen, Schuldverschreibungen und Anleihen emittiert. Das DIP wird von der Deutschen Bank, der HSBC und der WestLB begleitet. 2006 wurde mit der Platzierung eines ABS-Bonds ein weiteres Finanzierungsinstrument genutzt. Unser Emittentenstanding wird unterstützt durch seit Mai 2003 unveränderte Standard & Poor's Ratings von BBB+ im langfristigen und A-2 im kurzfristigen Bereich.
Seit der Übernahme der GRENKE BANK refinanzieren wir uns darüber hinaus zu einem substanziellen Anteil über Bankeinlagen, die wir über unsere online-Plattform www.grenkebank.de hereinnehmen. Zusammen mit der hohen Eigenkapitalausstattung des GRENKELEASING AG Konzerns bestehen damit unverändert ausreichende Spielräume für die Finanzierung unseres Wachstums.
Im Tagesgeschäft steht die Sicherung der permanenten Zahlungsfähigkeit des Konzerns im Vordergrund. Hierfür werden in der GRENKELEASING AG jederzeit ausreichende Mittel zur Refinanzierung der eigenen Leasingforderungen wie auch die der Tochtergesellschaften vorgehalten. Die liquiden Mittel des Konzerns werden von der AG in einem Cash-Pool-Verfahren für die Konzerngesellschaften verwaltet. Für die Finanzierung der Auslandsexpansion bemühen wir uns darüber hinaus teilweise um die Finanzierung vor Ort bzw. in lokaler Währung. Rahmenverträge bestehen derzeit insbesondere in Polen und der Schweiz.
GESCHÄFTSJAHR 2009
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung
Gesamtwirtschaft
Die existenzielle Krise der Finanzwirtschaft im Schlussquartal 2008 führte als Folge der hierdurch hervorgerufenen Illiquidität auf zahlreichen Finanzmärkten zu einer starken Reaktion in weiten Bereichen der Wirtschaft: Die Unternehmen gaben der Sicherung ihrer eigenen Liquidität höchste Priorität. Als Konsequenz ergab sich ein massiver negativer Lagerzyklus, da Bestellungen abrupt storniert, Investitionen gestoppt und Zahlungsziele exzessiv ausgeschöpft wurden. Entsprechend hatten die vorgelagerten Produktionssektoren sowie die Investitionsgüterindustrie, aber auch der Welthandel die schärfsten Einbrüche zu erleiden, während sich die Konsumenten fast überall noch als Stütze der Konjunktur erwiesen. Die Welt glitt über den Jahreswechsel 2008/09 und insbesondere im ersten Quartal 2009 in die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrie gab, wobei die klassischen Exportnationen zunächst besonders betroffen waren.
Mit dem Greifen der Rettungs- und Stabilisierungsmaßnahmen von Regierungen und Notenbanken hatte sich zunächst das Finanzsystem wieder gefangen, mit der Folge einer verbesserten Liquiditätssituation auf den Finanzmärkten. Gleichzeitig begannen ab Frühsommer 2009 auch die massiven Konjunkturankurbelungsmaßnahmen zu greifen, wie zum Beispiel die Stützungsmaßnahmen für die Automobilindustrie ("Abwrackprämien" in zahlreichen Ländern) eindrucksvoll belegen. Nicht zuletzt damit wurde eine Umkehr des Lagerzyklus eingeleitet, die Pipelines der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten füllten sich wieder, abgeschmolzene Läger wurden wieder aufgestockt.
Die Industrie- und Schwellenländer, und damit auch Deutschland, befinden sich seit dem zweiten Quartal 2009 wieder auf Wachstumskurs, auch wenn dessen Dynamik und Tragfähigkeit noch sehr schwach ausgeprägt sind. Letzteres belegt die - nach dem Abflauen des über den Sommer 2009 hinweg noch positiv wirkenden Lagereffekts - deutliche Beruhigung der industriellen Aktivitäten ab Ende des dritten Quartals, die auch im vierten noch weiter anhielt. Insgesamt ist die deutsche Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach der ersten vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2010 im Jahr 2009 erstmals seit sechs Jahren geschrumpft. Mit - 5,0 Prozent war der Rückgang des preisbereinigten BIP so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Der wirtschaftliche Einbruch, so das Amt, fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Dies stellt unter den Ländern der OECD einen der stärksten Rückgänge dar, die OECD-Länder weisen insgesamt nur einen Rückgang um 3,5 Prozent, die Länder der OECD-Eurozone einen um 4,0 Prozent auf.
Branchenentwicklung
Das europäische Mobilienleasing insgesamt verzeichnete 2009 einen erheblichen Rückgang. Die Branche war von der schweren gesamtwirtschaftlichen Rezession in Europa sogar überproportional betroffen, da sie in vielen der stark zyklischen Branchen tätig ist. Für Deutschland meldete der Bundesverband deutscher Leasing-Unternehmen im November 2009 für das Gesamtjahr einen voraussichtlichen Volumenrückgang um 22,7 Prozent auf 39,3 Mrd. EUR, während die gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen nach aktuellen ifo-Schätzungen um 19,0 Prozent zurückgehen werden.
Zur Entwicklung des für uns relevanten Teilbereichs des Leasingmarktes stehen jedoch nur wenige aussagekräftige Branchendaten zur Verfügung Zum einen resultiert dies daraus, dass der Leasingmarkt insgesamt sehr fragmentiert ist - allein in Deutschland dürfte sich die Anzahl der Anbieter auf gut 2.000 Unternehmen belaufen - und die einzelnen Teilmärkte zum Teil wesentlich voneinander abweichende Branchenverläufe aufweisen. Im Ausland ist der Gesamtmarkt tendenziell sogar noch weniger statistisch dokumentiert. Dies trifft insbesondere auf diejenigen Länder zu, in denen Leasingfinanzierungen insgesamt erst begrenzt verbreitet sind - also dort, wo besonders hohe Wachstumsperspektiven bestehen.
Zum anderen ist Small-Ticket-IT-Leasing kein eigenständiges Marktsegment und wird nur von relativ wenigen Unternehmen gezielt adressiert. Die Wettbewerbsintensität im Markt schwankt daher eher mit dem Eintreten beziehungsweise - wie 2009 im Zuge der Finanzkrise vermehrt festzustellen - dem Rückzug von Grenzanbietern, deren Geschäftsschwerpunkte in anderen Leasing- bzw. Finanzierungsbereichen liegen, als mit der Volumenentwicklung des Small-Ticket-IT-Leasings selbst.
Insgesamt deuten alle Statistiken, Studien und Umfragen darauf hin, dass die Durchdringung der Bürobereiche mit IT-Geräten mittelfristig unter Schwankungen weitersteigen und das Leasing seinen Anteil an den Finanzierungen überproportional ausweiten wird. Dies gilt insbesondere für unseren Zielmarkt, den Mittelstand, während Leasingfinanzierungen bei Großunternehmen heute schon wesentlich stärker verbreitet sind.
Im Zuge der Finanzmarktkrise und der gesamtwirtschaftlichen Rezession können zusätzliche Chancen für das Small-Ticket-IT-Leasing darin bestehen, dass Unternehmen deutlich verstärkt Leasing nutzen, weil sich die Refinanzierung durch Banken erschwert oder verteuert oder weil sie zur Risikoabsicherung selbst bei unveränderter Refinanzierung ihre Liquidität und ihre Linien bei Banken schonen wollen. Diesen zusätzlichen Chancen steht insbesondere das Risiko gegenüber, dass Unternehmen Investitionen in ihre IT-Infrastruktur vorübergehend erheblich reduzieren und daher auch ein niedrigeres Leasingvolumen benötigen.
Auch die Entwicklung der deutschen Factoringbranche war von der Rezession im Jahr 2009 erheblich betroffen. Zwar hat sich nach den derzeit vorliegenden Zahlen die Anzahl der Kunden 2009 deutlich erhöht- die im Deutschen Factoringverband zusammengeschlossenen Factoringgesellschaften meldeten für das 1. Halbjahr 2009 einen Anstieg ihrer Kundenanzahl gegenüber Vorjahr von über 47 Prozent auf 8.700. Das starke Neugeschäft reichte gleichwohl nicht aus, die Umsatzverluste im Bestandsgeschäft zu kompensieren. So sank der Umsatz der im Deutschen Factoring Verband e. V. vertretenen führenden 26 Factoringinstitute im ersten Halbjahr 2009 nominal um 14,8 Prozent auf 43,26 Mrd. Euro. Hier schlugen sich die aufgrund der Rezession rückläufigen Umsätze der Factoringkunden sichtbar nieder. Wir haben im Factoring im Geschäftsjahr 2009 zugunsten von Qualität und Rentabilität gezielt auf Neugeschäft verzichtet und entsprechend einen Rückgang des Neugeschäfts um 25,0 Prozent auf 43,6 Mio. EUR verzeichnet.
Einlagen in- und ausländischer Nichtbanken bei Banken in Deutschland waren im Geschäftsjahr 2009 bis Oktober, dem letzten bei Redaktionsschluss dieses Jahresfinanzberichts verfügbaren Monatswert der Deutschen Bundesbank, per Saldo leicht um 0,8 Prozent auf 3,044 Bill. EUR rückläufig. Damit sind die Einlagen erstmals in diesem Jahrzehnt gesunken, 2008 waren sie noch um 6,4 Prozent gestiegen. Während die Sichteinlagen, nicht zuletzt als Folge der stark ausgeweiteten Liquiditätssicherungsmaßnahmen in der gesamten gewerblichen Wirtschaft 2009 um 21 Prozent (Vj. +6 Prozent) auf 1,118 Bill. EUR zulegten, sind die Termineinlagen insgesamt um 16 Prozent (Vj. +8,5 Prozent) auf 1,213 Bill. gefallen. Die Summe aus Spareinlagen und Sparbriefen stieg um 2,3 Prozent (Vj. +/-0 Prozent) auf 712,9 Mrd. EUR. Mit dem Einwerben von Einlagen in Höhe von 58,4 Mio. EUR seit der Übernahme der GRENKE BANK haben wir uns als neuer Anbieter in diesem Markt erfolgreich etabliert.
Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres
Risikobegrenzung und Margenausweitung im Neugeschäft
Das Geschäftsjahr 2009 stand im Zeichen von Risikobegrenzung und Margenausweitung im Neugeschäft. Angesichts der heftigen gesamtwirtschaftlichen Rezession in Europa haben wir uns im ersten Halbjahr 2009 sehr restriktiv auf das Geschäft mit niedrigen Risiken bei überdurchschnittlichen Margen konzentriert. Gleichzeitig haben wir damit vor dem Hintergrund der weiterhin anhaltenden Unsicherheit an den Kapitalmärkten Refinanzierungsrisiken begrenzt und die fristgerechte Rückzahlung von Anleihen inklusive der hochvolumigen Fälligkeiten von 125 Mio. EUR in der zweiten Aprilhälfte 2009 sichergestellt Entsprechend dieser bewussten Steuerung war das Neugeschäft des Konzerns insbesondere im ersten Halbjahr 2009 deutlich rückläufig, während gleichzeitig die Deckungsbeitrag-(DB2)-Margen kräftig anstiegen.
Ab Sommer 2009 wurden in den meisten Branchen und Ländern Anzeichen einer Bodenbildung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, sichtbar. Parallel hierzu hatte sich die Situation an den Kapitalmärkten nicht zuletzt durch die Politik des billigen Geldes der Notenbanken weltweit deutlich entspannt. Das Vertrauen der Kapitalmarktteilnehmer in die weiteren Anstrengungen von Regierungen und Zentralbanken zur Stützung der Finanzmärkte und der Realwirtschaften hatte sich stabilisiert. Wir haben diese Phase konsequent genutzt, um im Sommer 2009 unsere Refinanzierungsbasis erheblich auszuweiten (siehe hierzu auch die Ausführungen im nächsten Kapitel).
Parallel hierzu haben wir begonnen, den Konzern wieder sukzessive auf Wachstum umzusteuern, ohne unsere klare Fokussierung auf Risikobegrenzung abzuschwächen. Dazu haben wir die DB2-Vorgaben für unsere Tochtergesellschaften und Niederlassungen so angepasst, dass sie entsprechend ihren jeweiligen Marktgegebenheiten die im Geschäftsjahr 2009 anhaltend hohe Nachfrage nach Leasingfinanzierungen wieder in mehr Geschäft umsetzen konnten. Parallel hierzu haben wir unsere vertrieblichen Anstrengungen in der Betreuung der Fachhandelspartner intensiviert.
Die Leasinganfragen im GRENKELEASING AG Konzern stiegen im Geschäftsjahr 2009 insgesamt auf 139.458 nach 137.322 im Vorjahr. Insbesondere im Ausland haben wir mit 81.507 deutlich mehr als die 73.774 Anfragen des Vorjahres erhalten. Die GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner verzeichnete 152.382 Anfragen nach 145.384 im Vorjahr, davon 93.996 nach 81.256 im Ausland. Wir konnten damit in einer Marktphase, in der sich Banken und Grenzanbieter im Small-Ticket-IT-Leasing deutlich restriktiver positionierten oder sogar ganz aus dem Markt zurückzogen, von unserer in den letzten Jahren deutlich ausgeweiteten Präsenz stark profitieren. Im Zuge der Umsteuerung unseres Geschäfts auf Wachstum im Jahresverlauf haben wir unsere Umwandlungsquote (Umwandlung von Anfragen in Verträge) im Konzern von 39,6 Prozent im ersten Quartal auf 44,3 Prozent im vierten gesteigert und in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner von 39,2 Prozent auf 43,4 Prozent.
Insgesamt haben wir im GRENKELEASING AG Konzern im Geschäftsjahr 2009 57.719 neue Verträge abgeschlossen nach 66.757 im Vorjahr, davon 31.647 im Ausland nach 34.671 im Vorjahr. In der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner wurden 62.321 neue Verträge abgeschlossen nach 69.824 im Vorjahr, davon 35.917 im Ausland nach 37.162 im Vorjahr. Das Volumen des Neugeschäfts in der Leasingsparte belief sich im GRENKELEASING AG Konzern auf 409,7 Mio. EUR nach 507,6 Mio. EUR im Vorjahr und in der GRENKE Gruppe Leasingsparte inklusive Franchisepartner auf 453,5 Mio. EUR nach 542,9 Mio. EUR. Besonders schnell hat die Umsteuerung seit Sommer 2009 in unseren Auslandsmärkten Großbritannien, Italien und Frankreich gewirkt, in denen das Neugeschäftsvolumen im zweiten Halbjahr 2009 gegenüber den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres mit hohen zweistelligen Wachstumsraten zulegte.
Parallel zu dieser Volumensteuerung haben wir uns 2009 klar auf Risikobegrenzung und gleichzeitig auf die Ausweitung der DB2-Marge konzentriert. So haben wir die Anforderungen an die Qualität der Forderungen im Neugeschäft erhöht und gleichzeitig unserem Vertrieb höhere DB2-Margen vorgegeben. Diese Steuerung führt zu einer überproportionalen Entwicklung der operativen Erträge in der Zukunft und wirkt damit bereits teilweise der Belastung der Ertragslage aus den aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rezession gestiegenen Schäden entgegen. Mit dem Ausklingen der Rezession sollte sich die Schadenquote zudem wieder zurückbilden, so dass die ausgeweiteten DB2-Margen sich dann in vollem Umfang positiv auf die Profitabilität des Konzerns auswirken.
Analog zu unserer im Berichtsjahr zunächst sehr restriktiven Geschäftssteuerung sowie der verstärkten Wachstumsorientierung im Jahresverlauf haben wir die DB2-Marge des Neugeschäfts des GRENKELEASING AG Konzerns im Verlauf des Geschäftsjahres sukzessive von 22,1 Prozent im ersten Quartal 2009 auf 17,7 im vierten Quartal zurückgenommen. Im Berichtsjahr insgesamt konnte damit gegenüber dem Vorjahr aber dennoch eine erhebliche Ausweitung auf 18,9 Prozent nach 15,8 Prozent im Vorjahr erfolgreich realisiert werden und auch die bereits wieder zurückgenommene Marge des vierten Quartals lag deutlich über der des Geschäftsjahres 2008. Dies gilt auch für die Länder, in denen wir im zweiten Halbjahr 2009 besonders deutlich wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt sind. So haben wir im Geschäftsjahr 2009 in Großbritannien die DB2-Marge des Neugeschäfts auf 20,1 Prozent nach 16,7 Prozent im Vorjahr erhöht, in Italien auf 15,9 Prozent nach 15,2 Prozent und in unserm größten Auslandsmarkt Frankreich auf 20,8 Prozent nach 16,8 Prozent.
Ausweitung der Refinanzierungsbasis und Übernahme der Bank Hesse Newman
Unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten und unser gutes Standing an den Kapitalmärkten haben sich auch im von erheblichen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten geprägten Geschäftsjahr 2009 wieder in vollem Umfang bewährt. Über die zu Jahresbeginn bestehenden Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme in Höhe von 512,2 Mio. EUR hinaus wurden andere revolvierende Darlehensfazilitäten in Höhe 120 Mio. EUR verlängert. Zusätzlich konnten bereits in den ersten Monaten 2009 Schuldscheine in einem Volumen von insgesamt 58,5 Mio. EUR verlängert werden.
In den folgenden Monaten wurden verschiedene weitere Transaktionen erfolgreich abgeschlossen, die zu einem Mittelzufluss über 51,5 Mio. EUR durch zwei weitere Schuldscheine führten sowie zusätzliche Refinanzierungslinien in Höhe von 150 Mio. EUR im Rahmen eines weiteren ABCP-Programms und 15 Mio. EUR im Rahmen weiterer Darlehensfazilitäten eröffneten. Darüber hinaus konnten wir eine kleinere Anleihe und eine kleinere Schuldverschreibung von zusammen 22,05 Mio. EUR platzieren. Höhepunkt unserer Emissionstätigkeit stellte die erfolgreiche Platzierung einer mehr als zweifach überzeichneten dreijährigen Festzinsanleihe in Höhe von 100 Mio. EUR im August 2009 dar.
Parallel zu diesen zusätzlichen Refinanzierungen wurden im Jahresverlauf 2009 Anleihen in Höhe von insgesamt 146,2 Mio. EUR und Schuldverschreibungen in Höhe von 7 Mio. EUR im Wesentlichen aus dem laufenden Cashflow des Konzerns fristgerecht getilgt Die Fälligkeitsstruktur der Refinanzierungsinstrumente in den nächsten drei Jahren wurde analog der Duration unseres Forderungsportfolios von 17 Monaten per Ende Dezember 2009 optimiert.
Mit der GRENKE BANK haben wir darüber hinaus eine neue Ära in der Entwicklung unserer Gesellschaft eingeläutet. Aufgrund der besonderen Situation der Bank flossen dem GRENKELEASING AG Konzern nach Abzug des Kaufpreises bereits mit der Akquisition Zahlungsmittel in Höhe von 32,0 Mio. EUR zu. Im Verlauf des Geschäftsjahres haben wir uns sehr erfolgreich im Markt für Bankeinlagen etabliert und bis zum Ende des Geschäftsjahres 106,4 Mio. EUR an Einlagen eingeworben. Den Vertrieb gestalten wir dabei - neben der Vermarktung in unserer bestehenden Kundenbasis - sehr effizient insbesondere über die Gestaltung der Einlagenkonditionen, die zu entsprechenden Rankings von GRENKE BANK in einschlägigen Internetportalen führen.
Durch Bankeinlagen haben wir unsere Refinanzierungspalette nicht nur um ein zusätzliches Instrument erweitert. Erstmals haben wir nun Zugang zu einer Finanzierungsform, die sowohl banken- als auch kapitalmarktunabhängig ist und uns damit von den Zyklen an diesen Märkten unabhängiger macht. Darüber hinaus nehmen wir sowohl von privaten als auch gewerblichen Kunden Einlagen an und weiten damit unseren bisherigen Kundenkreis über die kleinen und mittelständischen Unternehmen hinaus auf der Passivseite unserer Bilanz deutlich aus. Dabei steht auch bei diesem Instrument bei der Strukturierung unseres Angebots eine fristen kongruente Refinanzierung unserer Finanzierungsforderungen im Mittelpunkt unserer Steuerung.
Ratings von GRENKELEASING bestätigt
Am 7. Dezember 2009 hat die Rating-Agentur Standard & Poor's ihre Counterparty-Ratings für GRENKELEASING erneut bestätigt. Sie lauten damit seit Mai 2003 beim Langfrist-Rating BBB+ mit stabilem Ausblick und im kurzfristigen Bereich A-2. Weiterhin bescheinigt uns Standard & Poor's eine sehr gute Marktposition, eine breite Diversifikation unseres Forderungsportfolios, eine solide Kapitalisierung und ein starkes Risikomanagement zur Sicherung unserer Profitabilität. Mit der erneuten Ratingbestätigung bleibt unser Standing auf den Kapitalmärkten unverändert gut.
Akquisition des Franchisepartners im Factoringgeschäft.
Wir wollen GRENKELEASING zu einem umfassenden Finanzierungspartner für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa entwickeln. Im Rahmen dieser Strategie hatten wir unseren Kunden in Deutschland seit 2005 über einen Franchisepartner Factoringfinanzierungen im Small-Ticket-Bereich angeboten. Im dritten Quartal 2009 hat die GRENKELEASING AG die Gesellschaft des Franchisepartners übernommen. Damit wurde die GRENKEFACTORING GmbH (im Folgenden: GRENKEFACTORING) zu einer Konzerngesellschaft.
Factoring entwickelt sich kontinuierlich zur dritten Säule der Fremdfinanzierung von Unternehmen neben Bankkrediten und Leasing. Der generelle Trend zum Einsatz von Factoring wird durch die Finanzmarktkrise noch unterstützt, da sich Banken im Kreditgeschäft wieder sehr viel restriktiver positionieren.
Bericht zur Ertragslage
Der Erfolg unserer auf Profitabilität und Steigerung der DB2-Margen ausgerichteten Steuerung im Geschäftsjahr 2009 zeigt sich an den um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 114,6 Mio. EUR ausgeweiteten Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft Diese Steigerung trotz rückläufigen Neugeschäfts und gleichzeitiger konsequenter Ausrichtung des Neugeschäfts auf die besseren Risiken ist ausgesprochen zufriedenstellend.
Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts blieben parallel hierzu annähernd konstant Hier wirkten sich ein niedrigerer Refinanzierungsbedarf aufgrund des rückläufigen Forderungsbestands sowie unsere günstige Refinanzierung über Einlagen der Bank einerseits und eine Ausweitung der Spreads an den Kapitalmärkten andererseits aus. Die ausgeweiteten Zinserträge haben daher in fast vollem Umfang das Zinsergebnis positiv beeinflusst.
Die Ergebnisbelastung aus dem rezessionsbedingt erheblichen Anstieg der Schadensabwicklung und Risikovorsorge um 11,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr auf 31,2 Mio. EUR konnte damit abgemildert werden. Die historisch außergewöhnliche Schnelligkeit des Eintretens dieser Rezession sowie die ungewöhnliche Tiefe des wirtschaftlichen Tals haben dazu geführt, dass aufgrund des notwendigen Zeitverzugs, mit dem unsere Anpassungsmaßnahmen wirken, dennoch eine erhebliche Ergebnisbelastung hingenommen werden musste. Allerdings haben wir uns auch im Geschäftsjahr 2009 bei der Schadenquote weiterhin im Rahmen der Spitzenbelastungen während der letzten Rezession bewegt. Positiv ist zudem, dass die Schäden im vierten Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal nur noch begrenzt anstiegen.
Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft blieb 2009 auf dem Vorjahresniveau, das Ergebnis aus dem Neugeschäft war entsprechend der Entwicklung des Neugeschäfts rückläufig. Die Entwicklung des Ergebnisses aus der Verwertung zeigt unsere konservative Kalkulation der Wertansätze der Leasinggegenstände in unseren Verträgen: Selbst in wirtschaftlich so außergewöhnlich schwierigen Zeiten wie den derzeitigen gelingt es uns, bei rückläufiger Nachfrage und rückläufigen Preise unsere kalkulierten Restwerte nahezu zu erzielen. Im Vorjahr war noch ein Ergebnis von 2,3 Mio. EUR erwirtschaftet worden. Insgesamt beliefen sich die operativen Erträge damit im Berichtsjahr auf 83,6 Mio. EUR nach 94,7 Mio. EUR in der Vorjahresperiode.
Die GRENKELEASING AG hat mit wirtschaftlicher Wirkung zum 12. Februar des Berichtsjahres 100 Prozent der GRENKE BANK und am 19. August 100 Prozent der bis dahin als Franchisepartner operierenden GRENKEFACTORING erworben. Der Beitrag der beiden Gesellschaften zu den operativen Erträgen insgesamt sowie zu den einzelnen Ertragspositionen war im Geschäftsjahr nicht wesentlich. Im operativen Aufwand des GRENKELEASING AG Konzerns haben die Erstkonsolidierungen hingegen zu den deutlichen Steigerungen des Berichtsjahres beigetragen. Insbesondere bei der GRENKE BANK hat sich die Ertragslage nach der Übernahme im Jahresverlauf jedoch bereits deutlich verbessert.
Darüber hinaus lagen im Konzern vor allem die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen deutlich über Vorjahr. Dies resultierte - neben den Erstkonsolidierungseffekten - aus dem Aufbau neuer Produkte, die wir über die GRENKE BANK im Markt platzieren wollen, sowie aus dem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. In einer Rezession steigt naturgemäß der vertriebliche Aufwand je Vertragsabschluss. Zusätzlich sank im Berichtsjahr der Mittelwert pro Leasingvertragsabschluss von 7.775 EUR im Vorjahr auf 7.277 EUR im Berichtsjahr. Dies bedeutet, dass eine höhere Anzahl an Verträge abgeschlossen und verarbeitet werden muss, um ein bestimmtes Vertragsvolumen zu erreichen, und führt im Ergebnis zu einem Anstieg sowohl der Vertriebs- wie auch der Verwaltungskosten.
Insgesamt war damit im Geschäftsjahr 2009 ein Rückgang des Periodengewinns vor Steuern auf 33,6 Mio. EUR nach 44,7 Mio. EUR im Vorjahr zu verzeichnen. Der Periodengewinn ermäßigte sich auf 24,6 Mio. EUR nach 33,1 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,80 EUR nach 2,42 EUR im Geschäftsjahr 2008.
Bericht zur Entwicklung der Segmente
Der Konzern steuert seit der Übernahme der Bank die berichtspflichtigen Segmente Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft aufgrund vorliegender Finanzinformationen. Dem Segment Leasinggeschäft sind alle Aktivitäten zuzurechnen, die bis zur Übernahme der GRENKE BANK und der GRENKEFACTORING von der GRENKELEASING AG und ihren Tochtergesellschaften getätigt wurden. In der Steuerung des Leasinggeschäfts stellt der Konzern grundsätzlich auf die einzelnen Regionen bzw. Länder ab. Das Segment Leasinggeschäft ist dementsprechend die Zusammenfassung mehrerer operativer Segmente, die sich nach Ländern bzw. Ländergruppen definieren und das berichtspflichtige Segment Leasinggeschäft ergeben.
Das Segment Bankgeschäft umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK, die sich seit der Übernahme durch die GRENKELEASING AG vor allem auf ihren Internetauftritt und damit verbundene Vertriebsaktivitäten fokussiert Die Bank konzentriert sich schwerpunktmäßig auf deutsche Kunden. Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING, welche klassische Factoringdienstleistungen in Deutschland erbringt und ein Finanzdienstleistungsinstitut ist.
Die wesentlichen Erfolgsgrößen für die Entwicklung der Segmente sind neben dem Neugeschäftsvolumen und dem DB2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge insgesamt, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2009 stieg der Personalaufwand im Leasinggeschäft in Italien bzw. in der Region "Sonstige" wachstumsbedingt. In den anderen Ländern blieb der Aufwand im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. Dies resultiert zum einen daraus, dass wir unsere gut ausgebildeten und eingearbeiteten Mitarbeiter auch in einem Jahr mit vorübergehender Abschwächung im Konzern halten, um für künftiges Wachstum gerüstet zu sein. Zum anderen orientieren sich die variablen Vergütungen an strategischen Zielen, wie z.B. Anzahl der Leasinganfragen, die wir in unserer Balance Score Card definiert haben. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für die langfristige Entwicklung des Konzerns entscheidend, eine hohe Präsenz und Sichtbarkeit im Markt sicherzustellen.
Die im vorangegangenen Kapitel dargestellten Erläuterungen zur Entwicklung einzelner Positionen im Konzern betreffen in gleicher Weise die Segmente - und dies insbesondere im Leasinggeschäft, auf das der größte Anteil unseres Geschäfts entfällt. Die folgenden Erläuterungen konzentrieren sich daher auf besondere, für die Entwicklung wesentliche Faktoren in den einzelnen Segmenten.
In unseren beiden größten Segmenten Deutschland und Frankreich verzeichneten wir die wesentlichen Einbußen der operativen Segmenterträge, weil sich hier die bereits dargestellten Belastungen des Geschäftsjahres 2009 besonders deutlich auswirkten. Da der laufende operative Aufwand nur in begrenztem Umfang analog zur Geschäftsentwicklung schwankt, schlugen sich die Rückgänge auch deutlich in den Segmentergebnissen nieder.
Während das Neugeschäft in Deutschland im Verlauf des gesamten Geschäftsjahres verhalten blieb, jedoch auch hier die DB2-Marge deutlich auf 18,4 Prozent nach 14,8 Prozent im Vorjahr stieg, haben wir in Frankreich im zweiten Halbjahr 2009 wieder erfolgreich auf Wachstum umgesteuert und insbesondere im vierten Quartal erhebliche Zuwächse verzeichnet Entsprechend unserer Konzentration auf Ausweitung der Profitabilität bei gleichzeitiger Reduzierung der Risiken im Neugeschäft haben wir im Berichtsjahr die DB2-Marge auf 20,8 Prozent nach 16,8 Prozent im Vorjahr kräftig ausgeweitet.
In der Region Schweiz, wo wir wie auch in Deutschland klarer Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing sind, verzeichneten wir zwar gleichfalls rückläufige Segmenterträge, aufgrund des Wegfalls besonderer Aufwendungen des Vorjahres konnten wir jedoch die Segmentmarge deutlich steigern. Das Neugeschäft hat im vierten Quartal 2009 bereits wieder deutlich zugelegt, die DB2-Marge konnte im Geschäftsjahr 2009 von ihrem bereits hohen Niveau von 21,4 Prozent im Vorjahr nochmals auf 21,9 Prozent gesteigert werden.
Unsere in den letzten Jahren sehr wachstumsstarke Region Italien hat sich auch im Berichtsjahr wieder ausgesprochen erfreulich entwickelt. Die operativen Segmenterträge legten kräftig zu, das Segmentergebnis stieg auf mehr als das Doppelte, das Neugeschäft wuchs insbesondere im vierten Quartal wieder erheblich und die DB2-Marge konnte im Berichtsjahr insgesamt auf 15,9 Prozent nach 15,2 Prozent im Vorjahr ausgeweitet werden.
Auch die in der Region "Sonstige" zusammengefassten Länder haben sich in der Summe sehr erfolgreich entwickelt. In immer mehr Ländern erreichen unsere Tochtergesellschaften inzwischen die Größe und Reife, die ein profitables Wirtschaften ermöglichen. Bei deutlich erhöhten operativen Segmenterträgen und keiner Notwendigkeit, den Personalaufwand substanziell auszuweiten, vervielfachte sich das Segmentergebnis von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,6 Mio. EUR im Berichtsjahr.
Aus der Gruppe dieser Länder weisen wir die Neugeschäftsentwicklung in Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Spanien separat aus, da deren Volumen inzwischen jeweils die Marke von 10 Mio. EUR pro Jahr überschreitet. In den Zahlen für Spanien sind dabei die Entwicklung unserer eigenen Tochtergesellschaft wie auch die unseres Franchisenehmers zusammengefasst. Die Umsteuerung auf Wachstum im Jahresverlauf 2009 hat insbesondere in Großbritannien und Spanien sehr kurzfristig gewirkt. Gleichzeitig haben wir im Geschäftsjahr 2009 die DB2-Marge in allen vier Ländern ausgeweitet. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung in Großbritannien, wo die Marge von 16,7 Prozent im Vorjahr auf 20,1 Prozent im Berichtsjahr zulegte.
Das Segment Bankgeschäft hat derzeit noch sehr niedrige operative Segmenterträge, die die Höhe allein der Personalkosten leicht unterschreiten. Inklusive aller übrigen dem Segment zuzurechnenden Aufwendungen belief sich das Segmentergebnis im Berichtsjahr 2009 auf -1,6 Mio. EUR. Das Bankgeschäft hat 2009 über die zusätzliche Möglichkeit der Refinanzierung des GRENELEASING AG Konzerns durch Bankeinlagen ganz erhebliche Beiträge zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns geleistet, die die negativen Ergebnisbeiträge bei weitem übersteigen. Dennoch haben wir selbstverständlich die Kostenstruktur der Bank auch schon im Jahresverlauf an ihre künftige Ausrichtung im Rahmen unserer Konzernaktivitäten angepasst und streben an, sie künftig in die Profitabilität zu führen. Kurzfristig werden wir allerdings zunächst noch in den Aufbau neuer Bankprodukte investieren, was die Ertragsentwicklung belasten wird.
Das Factoringgeschäft ist derzeit aus Konzernsicht noch unbedeutend. Wir steuern das Geschäft aktuell wesentlich unter den Gesichtspunkten der Risiko- und Aufwandsbegrenzung. Entsprechend war im Neugeschäft ein Rückgang des Factoringvolumens um 24,9 Prozent auf 43,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Die Ertragsmarge bezogen auf das Factoringvolumen betrug 1,95 Prozent nach 2,0 Prozent im Vorjahr. Diese Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von ca. 32 Tagen (im Vorjahr: 34 Tage). Das Segmentergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf-0,4 Mio. EUR.
Bericht zur Finanz- und Vermögenslage
Die Erstkonsolidierungen der GRENKE BANK und der GRENKEFACTORING hatte auf die Struktur der Aktivseite des GRENKELEASING AG Konzerns nur begrenzte Auswirkungen. Geschäfts- und Firmenwerte haben mit 11,2 Mio. EUR per 31. Dezember 2009 nach 8,2 Mio. EUR im Vorjahr weiterhin nur ein sehr geringes Volumen. Entsprechend der Natur unseres Geschäfts entfällt der größte Anteil der Bilanzsumme auf Leasingforderungen. Nach einem - im Zuge unserer restriktiven Steuerung des Neugeschäfts - zunächst deutlicheren Rückgang der Forderungen im Jahresverlauf 2009 blieb deren Volumen zum Geschäftsjahresende 2009 mit 1.134,8 Mio. EUR gegenüber 1.143,2 Mio. EUR im Vorjahr insgesamt annähernd unverändert.
Mit der Übernahme der GRENKE BANK hat sich der Konzern die Refinanzierungsquelle der Bankeinlagen erschlossen und weist daher zum Berichtsstichtag erstmals Einlagen in Höhe von 106,4 Mio. EUR aus. Dies zusammen mit dem erfolgreichen Nutzen der übrigen breit aufgestellten Refinanzierungspalette des Konzerns hat dazu geführt, dass unsere Ausstattung mit liquiden Mitteln weiterhin ausgesprochen komfortabel ist. Zum 31. Dezember 2009 verfügte der GRENKELEASING AG Konzern über Zahlungsmittel in Höhe von 109,9 Mio. EUR nach 77,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote stieg auf 17,5 Prozent nach 16,9 Prozent im Vorjahr. Sie lag damit weiterhin sichtbar über unserer Zielgröße von 16 Prozent, was in den aktuell schwierigen wirtschaftlichen Zeiten eine sehr gute Absicherung des Konzerns darstellt.
Für seine Refinanzierung nutzt der Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit kann GRENKELEASING flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren. Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2009 resultieren.
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| Zahlungen, die fällig werden (in TEUR) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| insgesamt | innerhalb 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1-5 Jahren | nach 5 Jahren | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 1.212.544 | 284.765 | 284.055 | 641.558 | 2.166 |
| Leasing- und Mietverhältnisse | 13.826 | 1.674 | 3.349 | 7.719 | 1.084 |
| Einkaufsverpflichtungen* | 76.155 | 76.155 | |||
| Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften** | 4.832 | 4.832 | |||
| Vertragliche Vereinbarungen insgesamt | 1.307.357 | 367.426 | 287.404 | 649.277 | 3.250 |
* Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
** Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Derivatebestände werden der Kategorie täglich fällig zugeordnet, da in dieser Darstellung der früheste mögliche Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit der Kontrakte kann sich auf deutlich längere Perioden ausdehnen.
Vergleiche Anhang Punkt 5.4
Innerhalb des nächsten Geschäftsjahres sind neben üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Von den 284 Mio. EUR Finanzschulden, die 2010 fällig werden, entfällt ein wesentlicher Anteil auf Verbindlichkeiten aus ABS- und ABCP-Programmen, die grundsätzlich aus einzelnen Tranchen mit kurzfristiger Laufzeit bestehen. Diese sind generell für einen Zeitraum von 12 Monaten fest zugesagt und können in diesem Zeitraum revolvierend in Anspruch genommen werden. Durch Rückzahlung der Leasingforderungen frei werdende Beträge können also erneut ausgenutzt werden. Das in diesem Volumen enthaltene Programm mit der WestLB läuft zwar am 3. Mai 2010 aus, nach Ende des Geschäftsjahres konnte jedoch ein ABS-Bond bei der WestLB und der KfW platziert werden, dessen auf die WestLB entfallende Tranche das bisherige Programmvolumen mit der Gesellschaft zu einem großen Teil ersetzt.
Größte Einzelpositionen der übrigen 2010 fällig werdenden Finanzschulden sind eine Anleihen in Höhe von 100 Mio. EUR, die im März 2010 fällig wird, sowie drei niedrigvolumige Schuldscheine, die im Dezember 2010 fällig werden. Die Rückzahlung wird aus dem operativen Cashflow den vorhandenen Refinanzierungsfazilitäten sowie der Inanspruchnahme weiterer Refinanzierungen, soweit sich attraktive Opportunitäten ergeben, erfolgen.
Der GRENKELEASING AG Konzern steuert die Inanspruchnahme von Refinanzierungsmitteln eng entlang der Entwicklung des Neugeschäfts und des Mittelflusses aus dem Forderungsbestand. Im Hinblick auf den, wie oben dargestellt, hohen Bestand liquider Mittel wurde der Mittelzufluss aus Refinanzierungsmitteln zum Ende des Geschäftsjahres 2009 begrenzt. Entsprechend reduzierte sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr auf 16,0 Mio. EUR nach 42,7 Mio. EUR:
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Wesentlichen aufgrund des Zahlungsmittelzuflusses aus dem Erwerb der GRENKE BANK und in geringem Umfang der GRENKEFACTORING sowie niedriger Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung per Saldo auf 31,1 Mio. EUR. Im Vorjahr waren insbesondere im Zuge des Erwerbs der beiden früheren Franchisegesellschaften in Großbritannien und in Polen im ersten Quartal 2008 noch 9,7 Mio. EUR abgeflossen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -11,6 Mio. EUR nach -8,6 Mio. EUR im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Dividendenausschüttungen sowie einer Rückführung von Bankverbindlichkeiten um 3,4 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Die Summe der Cashflows stieg im Geschäftsjahr 2009 auf 35,6 Mio. EUR nach 24,4 Mio. EUR.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns
Der GRENKELEASING AG Konzern hat die Herausforderungen des Geschäftsjahres 2009, die in der deutschen Wirtschaft tiefe Spuren hinterlassen haben, in überdurchschnittlich guter Weise gemeistert. Mit einer Nettorendite auf das Eigenkapital , die zwar rückläufig war, aber mit 9,4 Prozent nach 13,5 Prozent im Vorjahr immer noch annähernd zweistellig, hat sich der Konzern weit von der durchschnittlichen Entwicklung in der Wirtschaft abgesetzt GRENKELEASING ist es darüber hinaus nicht nur gelungen, sein bisheriges Geschäft erfolgreich fortzuführen, sondern seine strategische Positionierung wesentlich zu stärken und weiterzuentwickeln.
Mit der Übernahme der GRENKE BANK hat sich der Konzern den Zugang zur Refinanzierung über Bankeinlagen erschlossen und seine Refinanzierungspalette erneut ausgeweitet. Zusätzlich ermöglicht die erworbene Banklizenz die Auffächerung des Produktangebots im etablierten Leasinggeschäft sowie um weitere Finanzierungsformen. Die Entwicklung zusätzlicher Angebote ist inzwischen weit vorangeschritten.
Die Refinanzierung dieser künftigen Expansion ist abgesichert Jenseits des hohen Zuflusses von Bankeinlagen im Geschäftsjahr 2009 hatte der Konzern im Berichtsjahr erneut einen sehr erfolgreichen Auftritt auf den Refinanzierungsmärkten, dessen Höhepunkt die Platzierung einer mehrfach überzeichneten Festzinsanleihe in Höhe von 100 Mio. EUR im August 2009 darstellte.
Der Konzern ist damit zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Jahresfinanzberichts erstklassig aufgestellt, den nach wie vor bestehenden Risiken in der Gesamtwirtschaft sowie auf den Finanzmärkten auch im Geschäftsbereich 2010 erfolgreich zu begegnen.
WEITERE INFORMATIONEN
Vertrieb und Kundenstruktur
Der GRENKELEASING AG Konzern konzentriert sich auf das Geschäft mit Small-Ticket-IT-Leasing. Wegen der geringen Größe der individuellen Leasingverträge scheidet die Form des Direktvertriebs an Neukunden aus, sie macht wirtschaftlich keinen Sinn. Wir betreiben deshalb das sogenannte "Vertriebsleasing": Unsere Leasingverträge mit den Endkunden werden überwiegend durch die Vermittlung seitens der Hersteller, insbesondere aber unserer Fachhandelspartner, abgeschlossen.
Daraus ergibt sich für uns die Möglichkeit, ein wesentliches Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb zu positionieren. Mit intensiver persönlicher Schulung und Betreuung rund um das Thema Leasingfinanzierung durch eigene Mitarbeiter in lokalen Vertriebsbüros beziehungsweise durch unsere Franchisenehmer bauen wir enge und dauerhafte Bindungen zu den Fachhändlern auf. Unsere Vertriebsmitarbeiter und Franchisenehmer tragen auf diese Weise aktiv zum wirtschaftlichen Erfolg der Fachhändler bei. Darüber hinaus generieren sie einen möglichst hohen Leasinganteil in deren Neugeschäft.
Entsprechend bieten wir den Fachhändlern regelmäßig neue Dienstleistungsprogramme an. Sie decken Vertriebsthemen und Vertriebsunterstützung, aber auch Organisationsfragen und sonstige Themen rund um die Steigerung der Prozesseffizienz ab. Auch hierdurch stärken wir die Bindung der Fachhandelspartner an die Marke GRENKE. Unser Dienstleistungsprogramm umfasst des Weiteren den Ausbau unseres Qualitätsmanagement-Systems mit dem Ziel einer verbesserten Kundenorientierung.
Unsere Online-Aktivitäten stellen einen bedeutenden und wachsenden zusätzlichen Vertriebsweg für unsere gesamte Angebotspalette dar. Sie sind auf den Websites www.grenke.de bzw. www.weblease-europe.com zusammengefasst.
Hersteller von IT-Produkten betreuen wir über ein Key-Account-Management Auch bei diesen Vertriebspartnern setzen wir zur Verstärkung der Kundenbindung auf höchste Prozessqualität und -effizienz. Ausgewählte Firmenkunden betreuen wir zusätzlich im Rahmen eines Direktvertriebsmodells. So untersuchen wir unsere Forderungsbestände quartalsweise auf die Möglichkeit von Rahmenfinanzierungen bei geeigneten Kunden. Entsprechend unserer Risikophilosophie, die Kundenstruktur breit gefächert zu halten, achten wir auf potenzielle Klumpenrisiken: Auch unter diesen Leasingnehmern erreicht kein Kunde ein Gesamtobligo von mehr als zwei Prozent des Konzern-Eigenkapitals.
Struktur des Lieferantenstamms
Wir bieten herstellerunabhängige Leasingfinanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen an. Damit bedingt die Nachfragestruktur des deutschen und europäischen Mittelstandes nach IT-Produkten wesentlich die Struktur unseres Lieferantenportfolios bzw. der einzelnen Hersteller. Sie verändert sich mit deren Angebot an IT-Produkten, der Produktpolitik der Hersteller und mit dem Nutzungsverhalten der Anwender, ohne dass wir darauf aktiven Einfluss nehmen. Im Ergebnis bleibt damit aber auch die Lieferantenstruktur des GRENKELEASING AG Konzerns breit gefächert Dies entspricht ebenfalls unserer Risikophilosophie.
Durch den Herstellerwettbewerb bleibt darüber hinaus gewährleistet, dass die hinter unseren Leasingverträgen stehenden Produkte den jeweiligen Stand der Technik repräsentieren. Risiken aufgrund obsolet gewordener Technik vermeiden wir, indem unsere Leasingverträge typischerweise Vollamortisationsverträge sind, die Verwertungsrisiken weitestgehend ausschließen. Unser Verwertungsgeschäft läuft unabhängig vom Leasinggeschäft.
Forschung und Entwicklung
Der GRENKELEASING AG Konzern bietet als Finanzdienstleistungsunternehmen Leasingfinanzierungen von IT-Produkten an. Grundlagenforschung bzw. -entwicklung fallen damit weg. Kernkompetenz der Gesellschaft ist jedoch die Bereitstellung einer effizienten Leasing-Logistik durch den Einsatz zentralisierter und hoch standardisierter IT-Prozesse. Dafür verwenden wir marktgängige Produkte, die wir mit individuell programmierten Anwendungen auf unseren Bedarf hin optimieren. In begrenztem Umfang fallen IT-Entwicklungsleistungen an bei der Entwicklung von Onlineplattformen für unsere Franchisenehmer, die die besonderen Anforderungen ihres jeweiligen Marktumfelds berücksichtigen.
Personal
Der GRENKLEASING AG Konzern hat im Berichtsjahr sein Wachstum im Wesentlichen mit der Übernahme der GRENKE BANK und der GRENKEFACTORING fortgesetzt. Entsprechend stieg die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) vor allem aufgrund dieser Transaktion auf durchschnittlich 507 von 482 im Vorjahr. Die Veränderungen in den anderen Konzernbereichen wurden angesichts der allgemeinen Marktentwicklung in engen Grenzen gehalten.
Im Geschäftsjahr 2009 lag die Fluktuationsquote bei 9,27 Prozent nach 12,04 Prozent im Vorjahr. Die Quote war auch im Berichtsjahr noch maßgeblich geprägt durch die höhere Fluktuation bei unseren im fortgeschrittenen Aufbau befindlichen Auslandsaktivitäten. Im Inland lag sie entsprechend deutlich niedriger. Dabei war die Fluktuation im Wesentlichen wieder bei Sachbearbeitern und Teilzeitkräften zu beobachten, im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten lag sie im In- wie im Ausland weiterhin unter einem Prozent. Wir legen großen Wert auf die Weiterbildung unserer Mitarbeiter und offerieren ihnen daher zahlreiche und umfangreiche Angebote für ihre Aus- und Weiterbildung. Im Geschäftsjahr 2009 waren 19 junge Menschen bei uns in Ausbildung. Neben den klassischen Berufswegen in den Büro- und Finanzierungsbereichen mit derzeit fünf Auszubildenden unterstützen wir auch regelmäßig neue Ausbildungsgänge wie derzeit im Dialogmarketing mit drei Auszubildenden.
Zusätzlich absolvieren derzeit sechs Studenten ein berufsbegleitendes Studium an der Berufsakademie Lörrach in International Business Management. Sowohl die GRENKELEASING AG als auch unsere Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Frankreich bieten jungen Menschen ein solches Angebot Mit der Berufsakademie Lörrach kooperieren wir schon seit2004. Seit 2007 arbeiten wir auch mit den Berufsakademien Karlsruhe (Fachrichtung Wirtschaftsinformatik), an der zur Zeit drei Mitarbeiter von GRENKELEASING immatrikuliert sind, und Mannheim (Accounting und Controlling) zusammen, wo wir mit zwei Studenten vertreten sind.
Veränderungen in den Organen
Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand fanden im Berichtsjahr nicht statt.
Vergütungsbericht
Vergütung des Vorstands
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| EUR | Grenke | Konprecht | Kostrewa | Kindermann | Dr. Hack | Gesamt 2009 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttogehalt | 328.965,89 | 172.505,34 | 127.612,34 | 128.202,64 | 267.181,98 | 1.024.468,19 |
| Erfolgszulage | 156.909,00 | 77.290,25 | 57.967,70 | 57.967,70 | 132.939,23 | 483.073,88 |
| Tantieme | 80.010,00 | 40.005,00 | 30.003,75 | 30.003,75 | 68.808,60 | 248.831,10 |
| Phantom Stocks | 0 | 0 | 0 | 0 | 300.195,00 | 300.195,00 |
| Altersvorsorge | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.000,00 | 21.000,00 |
| Gesamtkosten | 565.884,89 | 289.800,59 | 215.583,79 | 216.174,09 | 790.124,81 | 2.077.568,17 |
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| EUR | Gesamt 2008 |
|---|---|
| Bruttogehalt | 1.023.168,86 |
| Erfolgszulage | 472.304,34 |
| Tantieme | 147.725,00 |
| Phantom Stocks | 0 |
| Altersvorsorge | 21.000,00 |
| Gesamtkosten | 1.664.198,20 |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 2.078 TEUR (2008: 1.664 TEUR). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder umfasst fixe sowie variable Bestandteile. Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus basierend auf dem EBIT (Earnings before Interest and Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen einer Balanced Score Card (BSC) festgelegt. Das Erreichen des EBIT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich, das der BSC-Kriterien quartalsweise nachträglich gemessen.
Die in der BSC-Berücksichtigung maßgeblichen Kriterien entsprechen den für die langfristige Konzernentwicklung und damit für die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderen die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge und des Neugeschäfts. Für Herrn Dr. Hack wird ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR entrichtet.
Mit Datum vom 12. März 2007 hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der GRENKELEASING AG mit Herrn Dr. Hack eine Phantom-Stock-Vereinbarung mit Re-Investitionsgebot für die Geschäftsjahre 2007 bis 2009 abgeschlossen. Sie wird als "Cash-Settlement-Plan" behandelt Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Herr Dr. Hack für diese Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem ungewichteten arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis zum 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt. Sofern die Optionen einen Wert aufweisen, werden die Wertveränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der betreffenden Geschäftsjahre erfolgswirksam erfasst. Herr Dr. Hack ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren.
Der Basiskurs für das Jahr 2009 betrug 19,2759 EUR. Das ungewichtete arithmetische Mittel der Xetra-Schlusskurse lag 2009 über dem definierten Basiskurs, sodass die gewährten Phantom Stocks multipliziert mit der Kursdifferenz per 31. Dezember 2009 einen Wert von 300.195,00 EUR aufwiesen.
Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) für ihre Organe und leitenden Angestellten abgeschlossen, wobei die Versicherten jeweils einen festen Selbstbehalt von 3.000 EUR je Schadensfall zu tragen haben. Der Versicherungsschutz erstreckt sich folglich auch auf die Mitglieder des Vorstands. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
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| Name EUR |
Funktion | Grundbezug 2009 | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Variable Vergütung | Reisekosten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | Vorsitzender | 9.000,00 | 600,00 | 900,00 | 5.250,00 | 398,51 |
| Münch | Aufsichtsrat | 6.000,00 | 600,00 | - | 3.300,00 | 882,64 |
| Dr. Nass | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | - | 3.000,00 | 1.112,92 |
| Staudt | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | 600,00 | 3.300,00 | - |
| Dr.Sträter | Aufsichtsrat | 6.000,00 | - | - | 3.000,00 | 929,70 |
| Witt | Stellv. Vorsitzender | 6.000,00 | 900,00 | 600,00 | 3.750,00 | 124,00 |
| Summe | 39.000,00 | 2.100,00 | 2.100,00 | 21.600,00 | 3.447,77 |
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| Name EUR |
Gesamt 2009 | Gesamt 2008 |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | 16.148,51 | 16.246,50 |
| Münch | 10.782,64 | 12.072,59 |
| Dr. Nass | 10.112,92 | 11.482,58 |
| Staudt | 9.900,00 | 10.313,00 |
| Dr.Sträter | 9.929,70 | 10.071,60 |
| Witt | 11.374,00 | 12.134,00 |
| Summe | 68.247,77 | 72.320,27 |
* feste Bezüge, variable Bezüge und Reisekosten
Im Geschäftsjahr 2009 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von 68,2 TEUR (im Vorjahr 72,3 TEUR) inklusive Reisekosten gewährt. Diese Bezüge sind in der obenstehenden Tabelle für jedes Mitglied einzeln dargestellt.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 6.000 EUR, der Vorsitzende eine solche von 9.000 EUR sowie für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss eine Vergütung von 600 EUR und für jeden Vorsitz in einem Ausschuss von 900 EUR. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet wird.
Die Festvergütung erhöht sich in diesem Fall um ein Viertel des Prozentsatzes, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,20 EUR übersteigt, wobei der variable Vergütungsbestandteil maximal 50 Prozent der Festvergütung beträgt Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden die Festvergütung - und damit auch die Bezugsgröße für die variable Vergütung - sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -Vorsitze pro rata temporis berechnet.
Darüber hinaus besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG, die sich auch auf die Mitglieder des Aufsichtsrats erstreckt, wie zuvor im Kapitel "Vergütung des Vorstands" dargestellt. Ferner erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe
Der Aktienbesitz (Directors' Holdings) der Organe zum Stichtag 31. Dezember 2009 ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die Vorstandsmitglieder halten derzeit keine Optionen auf Aktien der GRENKELEASING AG, bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats war und ist keine Gewährung von Aktienoptionen vorgesehen. Die Mitglieder der Organe haben im Geschäftsjahr 2009 keine Geschäfte in Aktien der GRENKELEASING AG getätigt (Directors' Dealings).
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| Aktien per 31. Dez. 2009 (in Stück) | |
|---|---|
| Vorstand | |
| Wolfgang Grenke | 4.916.619 |
| Dr. Uwe Hack | 5.000 |
| Mark Kindermann | 52.053 |
| Thomas Konprecht | 330.730 |
| Michael Kostrewa | 27.500 |
| Summe | 5.331.902 |
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| Aktien per 31. Dez. 2009 (in Stück) | |
|---|---|
| Aufsichtsrat | |
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 21.000 |
| Dieter Münch | 75 |
| Erwin Staudt | 1.000 |
| Summe | 22.075 |
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB
Die Aktien der GRENKELEASING AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen zum Handel im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard). Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes gezeichnetes Kapital in Höhe von 17.491.421,86 EUR, das eingeteilt ist in 13.684.099 Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von 1,28 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet - Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht Dem Vorstand sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaftern vereinbart wurden und die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Der Vorstandsvorsitzende der GRENKELEASING AG, Wolfgang Grenke, besitzt per 31. Dezember 2009 4.916.619 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend 35,93 Prozent des Grundkapitals. Den Eheleuten Grenke sind zu diesem Stichtag 38,20 Prozent des Grundkapitals, entsprechend 5.227.951 Stück Aktien, zuzurechnen.
Die Satzung sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig. Der Vorstand der GRENKELEASING AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.
Änderungen der Satzung bedürfen den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend eines Hauptversammlungsbeschlusses. Beschlüsse der Hauptversammlung werden - soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals beziehungsweise nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch bei Barkapitalerhöhungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft ganz oder teilweise auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet. Darüber hinaus kann das Bezugsrecht der Aktionäre bei Sachkapitalerhöhungen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder -beteiligungen ganz oder teilweise ausgeschlossen werden.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 ist das Grundkapital der Gesellschaft darüber hinaus um bis zu 3.000.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien beziehungsweise um bis zu 3.834.690 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital III) worden. Das Bedingte Kapital dient der Absicherung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2011 einmalig oder mehrmals im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren begeben kann. Der Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre ist dabei möglich. Seit Bestehen der Ermächtigung wurden noch keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern. Weitere Angaben gemäß DRS 15a.27 ("Change-of-Control-Klauseln") unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 wurde die Gesellschaft nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erneut ermächtigt, eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden. Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Ermächtigung gilt bis 11. November 2010. Es wurden bisher keine Aktien erworben.
Corporate Governance
Die in Deutschland börsennotierten Unternehmen sind - soweit sie ihren rechtlichen Sitz in Deutschland haben - nach dem Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG) verpflichtet, die Übereinstimmung ihrer Corporate Governance mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zu erklären und eventuelle Abweichungen zu erläutern.
Gute Corporate Governance, die sich in einer wertorientierten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle ausdrückt, gehört zum Selbstverständnis der GRENKELEASING AG - ihres Vorstands, Aufsichtsrats und ihrer leitenden Mitarbeiter. Die GRENKELEASING AG sowie der GRENKELEASING AG Konzern identifizieren sich in hohem Maße mit den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex und betrachten deren Umsetzung als wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung bei allen gegenwärtigen und künftigen Stakeholdern, bei Kunden, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit.
Auch hat gute Corporate Governance in den letzten Jahren bei der Beurteilung und Bewertung börsennotierter Unternehmen in ganz erheblichem Maße an Wert gewonnen. Sie trägt damit wesentlich zur Wertsteigerung des Unternehmens sowie der Sicherung und dem Ausbau des Zugangs zu den Eigenkapitalmärkten bei.
Aus diesen Gründen entspricht die GRENKELEASING AG traditionell den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in vollem Umfang. Zuletzt wurde dies von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft in ihrer Entsprechenserklärung zum Kodex in seiner Fassung vom 6. Juni 2008, die am 27. April 2009 unterzeichnet wurde, erklärt.
Die aktuelle Entsprechenserklärung der Gesellschaft ist im Jahresfinanzbericht 2009 im Kapitel "Corporate Governance" wiedergegeben sowie auf ihrer Internetseite (www.grenke.de) in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Dort kann auch der Deutsche Corporate Governance Kodex eingesehen werden.
RISIKOMANAGEMENTBERICHT
Allgemeine Angaben
Aufgabe des Risikomanagement-Systems des GRENKELEASING AG Konzerns ist es, Risiken für die Muttergesellschaft wie für die Tochtergesellschaften strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Das Risikomanagement des Konzerns erfolgt in einem koordinierten Prozess auf allen relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der Konzernbereiche abgestimmt. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung und Einhaltung des Risikomanagements im Konzern. Die Funktion des Risikomanagements sowie Stand und Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft. Die Innenrevision berichtet unmittelbar an den Vorstand.
Das im Jahr 2003 eingeführte Risikomanagement-System wird über ein Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKELEASING AG Konzerns betrieben und wurde seither organisch weiterentwickelt Über das Risikomanagement-Tool werden regelmäßig Risikoumfragen durchgeführt, bei denen die Mitarbeiter des Konzerns angehalten sind, sowohl bestehende als auch potenzielle Risiken zu bewerten. Werden Risiken als relevant eingestuft, so werden Gegenmaßnahmen beschlossen, mit denen die Risiken gesteuert werden sollen.
Flankierend zu den turnusmäßigen Risikoumfragen und der Ad-Hoc-Risikoberichterstattung werden insbesondere im Finanz- und Risikocontrolling umfassende Instrumente für den Umgang mit Risiken eingesetzt Hierzu zählen die monatlichen Berechnungen der Finanzmarkt-Risikopositionen sowie die regelmäßige Darstellung und Erörterung der Zinsrisiko- und der Liquiditätsposition. Regelmäßig und mindestens dreimal im Jahr trifft sich der Arbeitskreis Risiko (AK Risk) im Konzern. Dem AK Risk gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die Verantwortlichen für Accounting, Verwaltung, Qualitätsmanagement und Controlling sowie ein Niederlassungsleiter an.
Eine Risikoinventur, d.h. eine Bestandsaufnahme aller relevanten und bedeutenden Risiken, erfolgt mindestens einmal jährlich im Rahmen des Risikocontrollings. Hierfür werden insbesondere die aktuellen Risikoumfragen und Ad-hoc-Risikomeldungen der jüngsten Vergangenheit analysiert Änderungen bzw. neue Risiken werden umgehend kommuniziert.
MaRisk
Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 sind die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) auch von Leasingunternehmen einzuhalten. Für das Jahr 2009 wurde den Leasingunternehmen eine Übergangsfrist zur Umsetzung eingeräumt. Eine vollständige Umsetzung muss im Jahr 2010 erfolgen. Der GRENKELEASING AG Konzern hat bereits in 2009 die MaRisk weitgehend umgesetzt. Diese Mindestanforderungen beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung der Größe sowie der Art, Umfang, Komplexität und dem Risikogehalt ihrer Geschäfte umzusetzen sind. Die von den MaRisk verlangten angemessenen Risikosteuerungs- und -Controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken werden im GRENKELEASING AG Konzern umgesetzt.
Die GRENKELEASING AG mit Sitz in Baden-Baden ist übergeordnetes Institut der GRENKE BANK AG mit Sitz im Hamburg, die den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Solvabilitätsverordnung (SolvV) unterliegt. Neben dem Mutterunternehmen GRENKELEASING AG und der GRENKE BANK AG unterliegen auch die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH und Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin. Gemäß KWG würde sich der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis auf die oben genannte Bank und Finanzdienstleistungsinstitute beschränken.
Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKELEASING AG Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften, d.h. die Muttergesellschaft GRENKELEASING AG und all ihre inländischen und ausländischen Töchter, durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.
Beschreibung der risikopolitischen Strategie
Unsere Risikopolitik ist darauf ausgerichtet, Risiken des operativen Geschäfts zu messen und aktiv zu managen. Ziel ist dabei, Risiken präzise zu messen und deshalb übernehmen zu können. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen. Im Risikomanagement haben wir inzwischen einen langjährigen Track-Record aufgebaut.
Wir sind in der Lage, Ausfallrisiken unseres Geschäfts sehr präzise zu messen. Unsere risikopolitische Strategie zielt auf die breite Diversifikation unserer Forderungen ab, die sich auch bereits aus unserem Geschäftsmodell ergibt: Aufgrund unserer Fokussierung auf das Small-Ticket-Leasing haben wir beispielsweise keine Klumpenrisiken in unserem Leasingbestand oder -neugeschäft - weder auf Kunden- noch auf Branchenebene. Ferner sind wir unabhängig von Herstellern und haben unsere Refinanzierung über verschiedene Banken diversifiziert. Nicht zuletzt führt unsere internationale Wachstumsstrategie zu einer noch breiteren Diversifikation unseres Forderungsportfolios.
Vermögens- und Ertragsrisiken, die aus offenen Restwerten resultieren, werden in unserem Leasinggeschäftsmodell vermieden. Vertragsrisiken werden dadurch begrenzt, dass wir grundsätzlich nur wirtschaftliche Vollamortisationsverträge in unserem Leasingportfolio halten und grundsätzlich keine Wartungs- oder Gewährleistungsrisiken übernehmen. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen gemäß IAS 17, doch unser in einem normalen konjunkturellen Umfeld positives Ergebnis aus der Verwertung zeigt, dass wir mit diesen kalkulatorischen Größen regelmäßig keine überhöhten Portfoliorestwerte ansetzen.
Einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems stellt ein umfangreiches Qualitätsmanagement dar, dessen zusätzlicher Nutzen in einem hohen Maß an Servicequalität und Zufriedenheit bei Kunden und Geschäftspartnern besteht. Dessen konsequente und kontinuierliche Verbesserung ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Es umfasst vor allem unser Scoring-Verfahren zur Bewertung von Bonitäts-Risiken aus den Leasingverträgen, die Bewertung unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteten EDV-Programmen für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Franchisepartnern. Ferner wird die Korrektheit der Finanzierung (Vermeiden von Doppelfinanzierung, tatsächlicher Erwerb der Leasingobjekte) durch externe Berater halbjährlich überprüft und dokumentiert.
Die Risikosteuerung hat nicht die vollständige Vermeidung von Risiken zum Ziel, sie wird vielmehr als systematischer Umgang mit Risiken verstanden. Hierbei sind die folgenden Grundsätze maßgebend:
| ― | Verzicht auf Geschäfte, die mit der Risikostrategie des Konzerns nicht vereinbar sind |
| ― | Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen |
| ― | Risikokonzentrationen sind weitgehend zu vermeiden |
| ― | Derivate werden ausschließlich für die Besicherung, d.h. zur Begrenzung einer Risikoposition geschlossen. Die Ertragsaussichten spielen hierbei grundsätzlich keine Rolle |
| ― | Management aufgetretener Schadensfälle mit dem Ziel der Schadensbegrenzung |
| ― | Formulare und Verträge mit Dritten sind grundsätzlich rechtlich geprüft |
Risikotragfähigkeit
Die Risikotragfähigkeit des Konzerns wird quartalsweise ermittelt. Sie ist grundsätzlich gegeben, wenn die wesentlichen Risiken laufend nicht höher zu bewerten sind als die vorhandene Risikodeckungsmasse. Die Risikodeckungsmasse setzt sich im Wesentlichen aus dem IFRS-Eigenkapital des Konzerns zusammen. Sie ist im Rahmen des Value-at-Risk-Modells in mehrere Stufen gegliedert, denen einzelne Risikopositionen zugeordnet werden.
Dabei sollen das Gesamtrisikopotenzial und die einzelnen Risiken im Nomalbelastungsfall nicht über die Risikodeckungsmasse der Stufe 1 hinausgehen, die sich aus Vorsteuergewinn und Risikovorsorge zusammensetzt. Im Normalbelastungsfall liegt das Konfidenzniveau bei 84 Prozent, in der Stufe 5 bei 99,9 Prozent.
Notfallkonzept
Das Notfallkonzept ist in Form eines Notfallplans festgehalten, in welchem alle Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen dokumentiert sind. Es ist darauf ausgelegt, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren und umfasst sowohl Geschäftsfortführungs- als auch Wiederanlaufplane. Das Notfallkonzept ist den betroffenen Mitarbeitern nicht nur in digitaler, sondern auch an mehreren Aufbewahrungsorten in Papierform zugänglich.
Als zentrales Krisenreaktionsinstrument wird ein Krisenstab gebildet, bestehend aus einem Leiter und einem Krisenstabsteam. Die Aufgaben des Krisenstabs lassen sich in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivierung von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellung der betrieblichen Kontinuität unterteilen.
Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, sind die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und die unterschiedlichen Pläne regelmäßig in Tests, Übungen und Simulationen zu überprüfen. Diese Tests finden mindestens einmal jährlich statt und umfassen alle relevanten Punkte.
Adressausfall-/Bonitäts-/Kreditrisiken
Forderungsvolumen
Das Forderungsvolumen im GRENKELEASING AG Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen | ||
| Zahlungsmittel | 109.865 | 77.012 |
| Leasingforderungen | 459.315 | 438.868 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil) | 1.238 | 3.274 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 68.821 | 32.047 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.046 | 5.955 |
| Summe kurzfristige Forderungen | 642.285 | 557.156 |
| Langfristige Forderungen | ||
| Leasingforderungen | 675.564 | 704.350 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 82.615 | 89.360 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil) | 785 | 3.819 |
| Summe langfristige Forderungen | 758.964 | 797.529 |
| Summe Forderungsvolumen | 1.401.249 | 1.354.685 |
Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2009 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 26.826 TEUR. Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 38 TEUR Kasse) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des Konzerns zum Stichtag dar.
Leasinggeschäft
Adressausfallrisiken werden im Konzern als mögliche Verluste aus Forderungsansprüchen gegenüber Geschäftspartnern definiert. Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Leasingnehmer mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens. Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems inzwischen nachhaltig und hinreichend bestätigt. Dies gilt sowohl für unser etabliertes Inlandsgeschäft wie auch für neue Märkte, die wir uns sukzessive im Ausland erschließen. Eine Überprüfung erfolgt jährlich aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels automatisierter Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Scoring-Verfahren wird von Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Zur Risikobegrenzung trägt ferner bei, dass in einem Geschäftsjahr kein einzelner Leasingnehmer einen Anteil am Neugeschäft von mehr als einem Prozent erreicht.
Auch in den Jahren, die sehr niedrige tatsächliche Schadenquoten aufwiesen, haben wir weiterhin kalkulatorisch die durchschnittliche Schadenquote der letzten Rezession in unserer DB2-Steuerung berücksichtigt Darüber hinaus ist der Konzern so aufgestellt, dass die Schadenquote noch erheblich darüber hinaus steigen kann und die laufenden Kosten des Betriebs dennoch weiterhin erwirtschaftet werden. Die Schadenquoten werden kontinuierlich und konzernweit gemessen. Hierbei werden das Vermietvolumen zu ursprünglichen Anschaffungswerten und die Anschaffungswerte der zu Schaden gewordenen Verträge über einen definierten Zeitraum ins Verhältnis gesetzt Im Zeitverlauf dient diese Auswertung als Frühindikator zu erwartender Adressausfälle und somit der Qualität des Portfolios. Grundsätzlich wird eine Schadenquote angestrebt, die die kalkulierten Schäden der Deckungsbeitragsrechnung nicht übersteigt Den wesentlichen Risiken im Leasinggeschäft wird mit dem Scoringsystem, kombiniert mit je nach Volumen stufenweise aufgebauten Handlungsvollmachten vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand, begegnet.
Im Konzern wird ein Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen verfolgt. Die Differenzierung erfolgt folgendermaßen:
| ― | Leasingnehmer stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern, zu nahezu 100% Geschäfts- bzw. Firmenkunden. |
| ― | Händler keine Abhängigkeiten von einzelnen Händlern oder Herstellern. |
| ― | Leasinggegenstände: keine signifikanten offenen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); Wartungs-/Gewährleistungsrisiken werden von Lieferanten/Herstellern getragen. |
| ― | Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer Portfolioduration unter 2 Jahren und Konzentration auf Small Tickets unter 25 TEUR (95% aller Leasingverträge). |
| ― | Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten. |
| ― | Geografisch: Präsenz in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 20 Ländern. |
Kreditgeschäft GRENKE BANK
Wesentlichstes Finanzrisiko der GRENKE BANK stellen ihre Kreditrisiken dar. Die Bank hat in der Vergangenheit aktiv Beteiligungen an geschlossenen Fonds anteilig finanziert. Damit ist grundsätzlich ein mögliches systematisches Risiko (Konzentrationsrisiko) vorhanden. Dieses Risiko wird mit einer Risikovorsorge berücksichtigt, deren Validierung im Rahmen der unterjährigen Berichterstattung über Anomalien im Kreditgeschäft stattfindet. Das Kreditvolumen der GRENKE BANK (Kreditbegriff nach § 19 Abs. 1 KWG) betrug zum 31. Dezember 2009 126 Mio. EUR.
Factoringgeschäft GRENKEFACTORING
Wir bieten Small-Ticket-Factoring aus Risikoerwägungen im Wesentlichen als sogenanntes "offenes Factoring" an. Dies bedeutet im Gegensatz zum stillen Factoring eine zusätzliche Absicherung, da mit befreiender Wirkung ausschließlich an uns gezahlt werden kann. Im Falle des stillen Factorings kann in der Regel nur auf ein an uns verpfändetes Bankkonto schuldbefreiend gezahlt werden.
Finanzierung der Franchiseunternehmen
Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten am jeweiligen Leasingmarkt als Leasinggeber auf. Sie bewegen sich grundsätzlich im Segment Small-Ticket-IT, daneben bieten wir im Rahmen unseres Franchisemodells Autoleasing an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden in der Regel überwiegend über den GRENKELEASING AG Konzern refinanziert. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem GRENKELEASING AG Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Diese Refinanzierung wird entweder in Form von Darlehen oder Forfaitierungen bereitgestellt. Grundsätzlich werden dabei die Raten der zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert.
Derivate
Der GRENKELEASING AG Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Im GRENKELEASING AG Konzern kommen Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Bei der Auswahl der Kontraktpartner achten wir regelmäßig auf deren einwandfreie Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifizierung unserer Kontraktpartner spielt das Adressausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.
Finanzmarktrisiken
Schwankungen der Marktpreise an den Finanzmärkten können sich signifikant auf den Cashflow und den Gewinn auswirken. Insbesondere Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen wirken sich auf den GRENKELEASING AG Konzern aus. Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und der laufenden Überwachung von Zins- und Währungspositionen steuern wir diese Risiken aktiv. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Steuerung offener Risikopositionen.
Neben der Betrachtung von risikobehafteten, marktsensitiven Positionen, wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer vom Euro abweichenden Währung, spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten eine entscheidende Rolle im Umgang mit den Finanzmarktrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns gegenüber der Volatilität von Marktpreisen zu begrenzen. Das heißt, unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen von Hedge-Beziehungen soll eine möglichst geringe Abhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden. Dabei werden folgende Parameter für eine Risikoabschätzung unterstellt:
| ― | eine gleichzeitige, parallele Aufwertung beziehungsweise Abwertung des Euro gegen über allen Fremdwährungen um 10 Prozent |
| ― | eine Parallel-Verschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) |
Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktbedingung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceteris-paribus-Annahmen. Das heißt, die Betrachtung der Verschiebung der Zinskurve erfolgt losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklung deutlich abweichen.
Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich auf Vorstandsebene bzw. im Controlling auf der Grundlage laufend erstellter Reports erörtert. Ein sich ergebender Handlungsbedarf wird umgehend umgesetzt.
Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen ist der GRENKELEASING AG Konzern nicht ausgesetzt, da im Konzern keine börsennotierten Aktien gehalten werden. Die Veränderungen der Preise von Rohstoffen haben ebenfalls keine Auswirkung auf die Risikoposition, da keine Positionen in entsprechenden Kategorien vorhanden sind.
Zinsrisiken
Identifikation
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKELEASING AG Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus (Zinsänderungsrisiko). Wir sind bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf Zinsaufwand und Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen. Die Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen, ABCP-Programmen und dem ABS-Bond. Einzelheiten zu diesen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel "Finanzwirtschaftliche Risikostrategie" dargestellt.
Maßgeblich für die Identifikation einer offenen Risikoposition, die dann eine entsprechende Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist die Sensitivität auf den wirtschaftlichen Erfolg. Das heißt, insgesamt sind wir bestrebt, ein Zinsergebnis zu erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist. Eine Parallel-Verschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte für das vergangene Geschäftsjahr hätte nach den Abschätzungen aus der Sensitivitätsanalyse ein um 418 TEUR (Vorjahr: 615 TEUR) niedrigeres Vorsteuerergebnis zur Folge gehabt Dies entspricht circa 0,6 Prozent vom Zinsergebnis. Im Vorjahr hatte der Wert noch bei 0,9 Prozent gelegen.
Instrumente
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Dies schafft eine hohe Flexibilität bei der Optimierung der Refinanzierung. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine nahezu 100%ige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) vollständig im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der ABCP-Programme mit der DZ-Bank (CORAL) und mit der LBBW (Weinberg) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der GRENKELEASING AG. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft und die Absicherung der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zins-Swaps. Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für die Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt Kontraktpartner sind hier allerdings die jeweiligen Zweckgesellschaften der Programme. Daher findet keine Bilanzierung der Derivate bei uns statt und Hedge-Accounting kommt entsprechend ebenfalls nicht zur Anwendung.
Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt der des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung. Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedge-Beziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Diese Tests haben sich in der Vergangenheit als hochwirksam erwiesen.
Der Marktwert der im Rahmen des Hedge-Accounting nach IAS 39 bilanzierten Zins-Swaps, die zum Stichtag einen negativen Marktwert von 3.715 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert 3.833 TEUR) aufweisen, hätte zum Stichtag unter Annahme des o.g. Zinsszenarios (Parallel-Verschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte) einen negativen Marktwert von 2.988 TEUR (Vorjahr: positiver Marktwert 182 TEUR) aufgewiesen. Die entsprechende Veränderung würde sich aufgrund des Hedge-Accounting nach IAS 39 weitestgehend im Eigenkapital respektive in der Hedge-Rücklage niederschlagen.
Eine entsprechende Abwärtsverschiebung der Zinskurve würde zu einem Anstieg um 1.903 TEUR (Vorjahr Anstieg um 2.152 TEUR) im Vorsteuerergebnis führen. Die asymmetrischen Sensitivitäten erklären sich aus dem Einsatz von Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps), die vor allem bei den ABCP-Finanzierungen eingesetzt werden. Hier wird eine Zinsobergrenze für den Zinsaufwand festgesetzt, also das Risiko steigender Zinsen beschränkt. Aber ein Partizipieren an niedrigeren Zinsniveaus ist weiterhin möglich. Auf die Marktbewertung der Zins-Swaps im Hedge-Accounting würde sich das Zinsszenario mit einem um 788 TEUR niedrigeren (Vorjahr: TEUR 4.056) Marktwert und damit weitestgehend erfolgsneutral im Eigenkapital auswirken.
Das Zinsrisiko wird in der Regel einmal im Monat als offene Position ermittelt. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Gegenüberstellung der variabel und fest verzinsten Aktiva sowie der variabel und fest verzinsten Passiva. Die Elastizität der variabel verzinsten Positionen beträgt 1, da nahezu alle Referenzzinsen durch den 1- bzw. 3-Monats-Euribor reflektiert und hinreichend abgebildet sind. Neben den Bilanzpositionen und ihrem planmäßigen Amortisationsverlauf fließen aktuelle Zinsstrukturkurven, Währungskurse und sämtliche derivative Positionen ein. Das Ergebnis wird turnusmäßig auf Vorstandsebene analysiert.
Währungsrisiken
Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKELEASING AG Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz. Die eingesetzten Derivate werden zum Stichtag mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise unter den finanziellen Schulden ausgewiesen. Wertveränderungen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung des Jahresüberschusses von Konzerngesellschaften in Nicht-Euro-Ländern ergeben, sind bisher aufgrund der geringen Bedeutung noch nicht notwendig gewesen.
Währungsrisiken bestehen derzeit im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer außerhalb der Eurozone. Eine Absicherung ist vorgesehen, sobald das jeweilige Finanzierungsvolumen einen ausstehenden Betrag von circa 1.000 TEUR erreicht In Polen, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn wurde dieser Betrag überschritten. Damit ist der Wechselkurs für in Polnischen Zloty, Britischen Pfund, Ungarischen Forint, Schweizer Franken (im Rahmen der Refinanzierung ungarischer Leasingverträge, die in Schweizer Franken kontrahiert sind) sowie Dänischen, Norwegischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochtergesellschaften bekannt und überwiegend fest kontrahiert.
Im Zuge des Wachstums der Gesellschaften bestehen jedoch weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen unterhalb der Mindestgrenze. Die Finanzierung des Franchisepartners in Rumänien hat derzeit ein aus Konzernsicht weiterhin noch unbedeutendes ausstehendes Volumen, sodass hier bislang noch keine Währungsabsicherung vorgenommen wurde.
Die Schweiz ist in diesem Bereich nicht zu nennen, da zum einen dort eine Vereinbarung mit einer lokalen Bank zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung besteht Zum anderen stehen im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings Zahlungsströme zwischen den Währungen aus.
Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise Forderungen in Fremdwährung, aus schwebenden Geschäften in Fremdwährung und der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten, wobei im Fremdwährungsbereich ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz gekommen sind, wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt der Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten beziehungsweise Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf Hedge-Accounting wird im Währungsbereich bis auf weiteres verzichtet.
Value at Risk
Zur Identifizierung offener Positionen, die einem Fremdwährungsrisiko unterliegen, werden Cashflows in Fremdwährung den abgeschlossenen Devisentermingeschäften gegenübergestellt. Für die Ermittlung der offenen Risikopositionen sind die Cashflows aus der Refinanzierung der Franchisebetriebe in Fremdwährungen, die Cashflows bzw. Refinanzierungen der Konzernunternehmen in Fremdwährungen und die Cashflows aus den Devisenterminkontrakten relevant Das zu Refinanzierung eines Neubaus ausstehende Darlehen in Schweizer Franken wurde nicht in die Kalkulation einbezogen.
Werden offene Cashflows identifiziert, die in ihrer Gesamtheit umgerechnet zum Tageskurs 500 TEUR pro Währung überschreiten, so werden diese abgesichert. Für die Risikoberechnung der offenen Währungspositionen wird die Methode des Value at Risk (VaR) angewandt Hierbei wird berechnet, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Risikoposition mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet Dieser Wert muss mit der Risikodeckungsmasse abgedeckt sein. Für jede Währung wird die Standardabweichung und der Mittelwert aus historischen Zeitreihen der letzten zwei Jahre berechnet, mithilfe derer der Value at Risk für die Währungen bestimmt werden kann.
Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass jeweils der vertraglich vereinbarte Ablauf eines Leasingvertrages abgesichert wird. Bei einem Leasingvolumen außerhalb der Eurozone von 67,2 Mio. EUR zum Berichtsstichtag können sich jedoch in Zeiten überdurchschnittlicher Währungsvolatilitäten bereits geringe Abweichungen wie Sondertilgungen oder -kündigungen und Verzögerungen von Ratenzahlungen beispielsweise allein durch ungünstige Banklaufzeiten über das gesamte Portfolio hinweg negativ kumulieren.
Im Rahmen unserer Sensitivitätsanalyse im Fremdwährungsbereich unterstellen wir eine Abwertung beziehungsweise Aufwertung des Euro gegenüber allen für den GRENKELEASING AG Konzern relevanten Währungen. Zum 31. Dezember 2009 hätte eine Aufwertung des Euro um 10 Prozent den Vorsteuergewinn des Konzerns um 59 TEUR (Vorjahr 516 TEUR) erhöht Eine entsprechende Abwertung würde nach den Abschätzungen und Prämissen der Sensitivitätsanalyse zu einer Belastung des Vorsteuergewinns um 41 TEUR (Vorjahr: 517 TEUR) führen. Insgesamt belaufen sich die fremdwährungsbelasteten Aktiva zum Stichtag auf circa 65 Mio. EUR (Vorjahr: 44 Mio. EUR). Das Britische Pfund, der Polnische Zloty und der Schweizer Franken stellen vom Nominalvolumen und auch gemessen am Leasingneugeschäft den bedeutendsten Part.
Eine isolierte Betrachtung der Abwertung des Euro gegenüber dem Britischen Pfund oder dem Schweizer Franken hätte einen positiven Ergebniseffekt von TEUR 92 für das Pfund und TEUR 198 für den Franken nach sich gezogen. Eine Aufwertung von 10 Prozent ginge mit einer Ergebnisbelastung von TEUR 3 für Positionen in Britischem Pfund und TEUR 198 für Positionen in Schweizer Franken einher. Positionen in Polnischen Zloty würden bei entsprechender Aufwertung des Euro eine Erhöhung des Vorsteuergewinns um TEUR 107 bzw. bei einer Abwertung eine Belastung von TEUR 103 nach sich ziehen.
Refinanzierungsrisiken
Wir refinanzieren uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu den Fremdkapitalmärkten. Darüber hinaus setzen wir auch bei der Strukturierung unserer Passivseite auf breite Diversifikation und arbeiten mit mehreren Partnern auf der Bankenseite zusammen.
Unser Spektrum von Refinanzierungsinstrumenten umfasst klassische Finanzierungen von Banken, revolvierende Darlehens-Fazilitäten und Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP)-Programme. Diese Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten keine Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit bestehen.
Darüber hinaus haben wir über unseren ABS-Bond sowie das Debt-Issuance-Programm einen direkten Kapitalmarktzugang. Mit diesem Instrumentarium können wir die entsprechend der jeweiligen Verfassung der Kapitalmärkte attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen.
Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrunde liegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für die Schweiz und Polen über klassische Bankenfinanzierungen, die auch eine solche asset-orientierte Struktur aufweisen. Die übrigen dargestellten Refinanzierungsinstrumente sind hingegen nicht asset-orientiert und können daher entsprechend unserer Geschäftsentwicklung nach unserem Ermessen eingesetzt werden.
Im Geschäftsjahr 2009 hat sich die Verknappung von Refinanzierungsmitteln an den internationalen Finanzmärkten trotz der massiven Stützungsmaßnahmen seitens der Regierungen und Notenbanken zur Stabilisierung des globalen Finanzsystems nur in begrenztem Umfang und nur sehr zögerlich entspannt. Die deutlich geringere Risikoaversion der Investoren hat jedoch gleichzeitig dazu geführt, dass die Zins-Spreads von den zwischenzeitlichen Höchstständen insgesamt sehr kräftig zurückgegangen sind. Die Refinanzierung des GRENKELEASING AG Konzerns war von der fortdauernden Finanzierungsknappheit insbesondere im Mittelstand nicht wesentlich tangiert. Wir hatten schon vor Beginn der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 umfangreiche Refinanzierungsmittel aufgenommen und darüber hinaus die Steuerung des Neugeschäfts gezielt angepasst, so dass wir auch im Geschäftsjahr 2009 keinen erhöhten Refinanzierungsbedarf hatten. Alle Refinanzierungsmaßnahmen während des Berichtsjahres konnten vollständig, zügig und zu attraktiven Konditionen durchgeführt werden.
Liquiditätsrisiken
Das Management der Liquiditätsrisiken stellt sicher, dass der Konzern stets in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht erfüllen zu können.
Kurzfristige Liquidität
Das Liquiditätsrisikomanagement umfasst die tägliche Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird wöchentlich, d.h. am ersten Arbeitstag einer jeden Kalenderwoche, eine "Liquiditätsübersicht" erstellt und auf Vorstandsebene behandelt Hier sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten. Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft.
Das Reporting unterscheidet 4 Liquiditätsstufen:
| ― | Barliquidität: Auf allen Bankkonten befindliche Guthaben zuzüglich Überziehungsrahmen sowie alle "unmittelbar" (1 Woche) fließenden Gelder |
| ― | Liquidität 1: Barliquidität zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in diesem Zeitraum monetarisieren lassen. |
| ― | Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Dreimonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in diesem Zeitraum monetarisieren lassen. |
| ― | Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der nicht mindestens in drei Monaten fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in einem Zeitraum länger als drei Monate monetarisieren lassen. |
Mittel- und langfristige Liquidität
Neben der kurzfristigen Steuerung der Liquidität und dem wöchentlichen Reporting wird i.d.R. einmal monatlich, mindestens aber einmal im Quartal, eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt. Hier besteht das Ziel der Cash-Planung darin, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene und mindestens für die nächsten zwei Jahre. Da die Duration der Aktivseite im Portfolio ungefähr diesem Zeitraum entspricht, ist dies eine geeignete Größe zur Steuerung des Gesamtkonzerns auch im Hinblick auf die Liquidität.
Operationelle Risiken
Der GRENKE Konzern definiert als operationelles Risiko den möglichen Eintritt von Verlusten im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, Mitarbeitern, Technologie und EDV, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur, Kundenbeziehungen und Kooperationen, Projekten und externen Einflüssen. Das allgemeine Geschäfts- und Reputationsrisiko wird hierunter nicht subsummiert Die operationellen Risiken werden im Wesentlichen mit dem Risikoprofilmanagement des Konzerns gesteuert. Es wird ergänzt durch regelmäßige Befragungen der Mitarbeiter über das Risikomanagementtool im Intranet des Konzerns. Deren Bewertungen der operationellen Risiken fließen damit kontinuierlich in das Risikoprofilmanagement ein.
Zertifizierung
Die TÜV Management Service GmbH erteilte unserem Unternehmen bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2009 von der TÜV-Zertifizierungsstelle der TÜV Management Service GmbH nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 aktuell geprüft und zertifiziert. Neben den Niederlassungen in Deutschland sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, die GRENKEFACTORING GmbH, der ungarische Franchisenehmer, Grenkeleasing kft, sowie die für die Verwertungen zuständige Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zertifiziert.
Die Wirksamkeit des Managementsystems wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand bewertet Eventuell erforderliche Korrekturmaßnahmen werden zeitnah veranlasst Im aktuellen Auditbericht wird bestätigt, dass die GRENKELEASING AG und ihre Tochtergesellschaften ihr Managementsystem in vorbildlicher Weise und auf hohem Niveau betreiben. Die Anforderungen der Norm ISO 9001:2008 werden laut Bericht in vollem Maße erfüllt.
Die Original-Leasingverträge werden, soweit sie nicht eingescannt sind, in feuersicheren Schränken/Tresoren aufbewahrt. Damit ist auch für den Fall eines Elementarschadens (Feuer etc.) hinreichende Vorsorge getroffen. Die Vertragsdaten werden in unserem EDV-System überwiegend mit speziell entwickelten Programmen gespeichert und aktualisiert. Die ursprünglichen Vertragsdaten werden sowohl in den Niederlassungen als auch in der zentralen Vertragsverwaltung in Baden-Baden vorgehalten. Automatische Sicherungsprogramme und Stromunterbrechungseinrichtungen sichern die Datenhaltung ab. Die EDV spielt bei der Abwicklung und Verwaltung unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle. Daher werden die Organisation und die Abläufe der EDV wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.
Absatzrisiko
Dem Absatzrisiko wird mittels kontinuierlicher Maßnahmen des Marketings entgegengewirkt. Hierzu zählen:
| ― | Informationserhebung |
| ― | Produktentwicklung |
| ― | Verfahrensverbesserungen |
| ― | Entwicklung der Absatzkanäle |
Im Laufe der mehr als dreißigjährigen Geschichte unseres Unternehmens haben wir in der Entwicklung und Pflege unserer Absatzkanäle umfassende Erfahrungen gewonnen, die uns nicht nur ein nachweislich dauerhaft hohes Wachstum ermöglicht haben. Inzwischen betrachten wir diese Erfahrungen sowie die dabei aufgebaute Reputation unseres Unternehmens auch als eine wichtige Markteintrittsbarriere für eventuelle Wettbewerber.
Wir sehen uns deshalb auch in der Finanzmarktkrise als gut positioniert. Vorübergehend rückläufige Absatzchancen aufgrund einer Reduzierung der IT-Investitionen des Mittelstands sind nicht auszuschließen. Wir rechnen aber damit, dass dies - wenn überhaupt - ein kurzfristiger Trend sein wird, da gerade für kleinere Unternehmen die IT-Unterstützung ihrer Prozesse essenziell ist und eine Verschlechterung der Produktivität durch veraltete Technik an dieser Stelle daher existenzgefährdend werden kann.
Darüber hinaus sind wir überzeugt davon, dass der Leasinganteil an den IT-Investitionen in unserem Zielmarkt weiter steigen wird, weil Banken derzeit Refinanzierungen ausgesprochen restriktiv vergeben. Dieser Trend dürfte auch über 2009 hinaus weiter anhalten.
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement-Systems des GRENKELEASING AG Konzerns hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des konzernweiten Rechnungslegungsprozesses und dessen Ergebnissen auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen |
| ― | Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems |
Der GRENKELEASING AG Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen.
Für die Öffentlichkeit gewährleistet das konzernweit eingerichtete Risikomanagement-System hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses damit die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen.
Zusammenfassende Betrachtung
Die von der Deutschen Bundesbank und der BaFin aufgestellten MaRisk hat der Konzern bereits in 2009 weitgehend umgesetzt Für identifizierte Adressausfall-, Bonitäts- und ähnliche Risiken aus dem Leasinggeschäft ist ausreichend Vorsorge getroffen. Die dazu im Jahresabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung vorsichtiger Maßstäbe in angemessener Höhe gebildet Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der GRENKELEASING AG und ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.
VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES 2009
Wir steuern den Konzern seit dem zweiten Halbjahr 2009 wieder stärker wachstumsorientiert Im Zuge dieser Umsteuerung haben wir auch wieder unsere Expansion in Europa aufgenommen und nach Ende des Berichtsjahres in Belfast, Vereinigtes Königreich, einen zusätzlichen Standort eröffnet sowie in Luxemburg einen Vertrag mit einem weiteren Franchisepartner abgeschlossen.
Mit der Ablösung des verbliebenen Volumens eines bestehenden und der Platzierung eines neuen ABS-Bonds haben wir darüber hinaus zu Jahresbeginn unser gutes Standing an den Kapitalmärkten erneut unterstrichen. Der jetzt aufgelegte Bonds hat ein Volumen von bis zu 300 Mio. EUR und kann für die Refinanzierung deutscher Leasingforderungen genutzt werden. Er hat in den ersten drei Jahren eine revolvierende Struktur und wird erst ab dem vierten Jahr entsprechend der Rückzahlung der Forderungen getilgt.
Der Bonds ist börsennotiert, wird aber vollständig von der KfW und der WestLB übernommen. Die KfW hat diese Finanzierungsmöglichkeit erst kürzlich - im Rahmen der Liquiditätsunterstützung des deutschen Mittelstands - in ihr Programm aufgenommen. Wir haben uns frühzeitig positioniert, um auch dieses neue Angebot zu nutzen. Die WestLB war hingegen bisher bereits einer unserer Refinanzierungspartner. Sie reduziert im Gegenzug für die Übernahme ihrer Tranche des Bonds ein bestehendes ABS-Programm, so dass aus der Platzierung des Bonds für die ABS-Linien des GRENKELEASING AG Konzerns eine Nettoerhöhung von 90 Mio. EUR resultiert.
BERICHT ZU PROGNOSEN UND SONSTIGEN AUSSAGEN ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Wirtschaftliches Umfeld
Im Frühjahr 2010 bleibt die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft zu großen Teilen abhängig von den Nachwirkungen der staatlichen Ausgabenprogramme der Industrieländer sowie von der Robustheit der Konjunkturen in wichtigen Schwellenländern, insbesondere China. Die Tragfähigkeit der seit Frühsommer 2009 als Folge der Konjunkturprogramme eingetretenen Erholung ist unverändert gering. Dies zeigen die anhaltend sehr niedrige Auftragslage der deutschen Maschinenbauer, die deutliche Beruhigung der Industrieproduktion in Deutschland während des vierten Quartals 2009 sowie die enorme Verschuldungsproblematik in zahlreichen Ländern ebenso wie die anhaltend schwache Verfassung des US-Immobilienmarktes, dessen Zusammenbruch allgemein als Ursache der Weltwirtschaftskrise 2008/09 angesehen wird.
Da gleichzeitig auch die Datenlage widersprüchlich ausfällt - so wurde jüngst die Novemberveränderung für den Ordereingang der gesamten deutschen Industrie wegen korrigierter Angaben nur eines einzigen meldenden Unternehmens von -0,2 auf +2,8 Prozent heraufgesetzt -, sind die Prognosen insgesamt sehr zurückhaltend. So blickten im Januar 2010 die vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Experten und Marktakteure zum wiederholten Male skeptischer auf die deutsche Wirtschaft. Der aus der Umfrage generierte Index der Konjunkturerwartungen rutschte den vierten Monat in Folge ab und sackte auf den tiefsten Stand seit Juli 2009. Die Wachstumsprognosen für 2010 schwanken daher insgesamt auf niedrigem Niveau zwischen einem und gut zwei Prozent Einen selbsttragenden, stabilen Aufschwung sieht kaum jemand. Die Bundesregierung geht von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um rund 1,5 Prozent aus, die Bundesbank erwartet 1,6 Prozent.
Auch für die Eurozone bleiben die Aussichten der wirtschaftlichen Entwicklung zumindest im ersten Halbjahr 2010 trübe, so das deutsche ifo Institut, das französische INSEE und das italienische Institut ISAE in einer gemeinsamen Analyse. Danach wird das reale BIP in den ersten beiden Quartalen jeweils nur um 0,2 Prozent steigen. Insbesondere die auslaufenden Impulse der Fiskalpolitik, die restriktiven Kreditkonditionen sowie die angespannte Lage am Arbeitsmarkt werden als belastend gesehen und entsprechend soll die Industrieproduktion nur verhalten expandieren.
Ähnlich die OECD: Sie erwartet für die 13 OECD-Länder der Eurozone 2010 ein Wachstum von nur 0,9 Prozent. Auch für die anderen für den GRENKELEASING AG Konzern wichtigen Länder außerhalb der Eurozone sind die Erwartungen der OECD eher gedämpft. Die Schweiz soll nur um 0,9 Prozent, Großbritannien um 1,2 Prozent wachsen. Allein Polen wird mit +2,5 Prozent ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum zugetraut, nachdem dort auch schon 2009 noch eine Zunahme um 1,4 Prozent erreicht worden war.
Unabhängige Prognosen und offizielle historische Daten für die Entwicklung des Small-Ticket-IT-Leasings sind aufgrund der Tatsache, dass der GRENKELEASING AG Konzern bzw. die GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner sich als einziges Unternehmen ausschließlich auf diesen Markt konzentriert nicht verfügbar. Vergleichbar mit der Entwicklung des Vorjahres ist davon auszugehen, dass kleinere und mittelständische europäische Unternehmen auch im Jahr 2010 nur sehr vorsichtig bei ihren Investitionsvorhaben disponieren werden, insbesondere um Kreditlinien und liquide Mittel zu schonen. Auch ist das Kreditausreichverhalten der Banken nach der Finanzkrise insgesamt sehr viel restriktiver geworden.
Aufgrund seines liquiditätsschonenden Charakters ergeben sich daraus Chancen für das Leasinggeschäft, insbesondere für den auf kleinere und mittlere Unternehmen ausgerichteten Small-Ticket-Bereich. Das ifo-lnstitut ist in gemeinsamen Studien mit dem Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen zu dem Ergebnis gekommen, dass Leasing insgesamt seinen Marktanteil in Deutschland gerade während konjunkturell schwieriger Zeiten immer besonders deutlich steigern konnte.
Chancen- und Risikobericht
Der folgende Bericht erläutert die Chancen und Risiken der Prognosen, zusammengefasst für den Konzern und seine Segmente Leasinggeschäft, Bankgeschäft und Factoringgeschäft Die grundsätzlichen Aussagen bezüglich des Leasinggeschäfts im Inland haben dabei jeweils auch für die nach Auslandsmärkten gegliederten berichtspflichtigen Regionalsegmente des Leasinggeschäfts Gültigkeit
Mit der 2009 übernommenen GRENKE BANK ergeben sich für den GRENKELEASING AG Konzern zusätzliche Risiken, aber auch Chancen aus dem klassischen Bankgeschäft, auf das die GRENKE BANK AG sich konzentriert. Die Risiken betreffen im Wesentlichen die Risikovorsorge für das noch bestehende Kreditportfolio und die fristgerechte Tilgung von Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft. Generell erwarten wir hinsichtlich des Geschäfts der GRENKE BANK im Geschäftsjahr 2010 keine wesentliche Veränderung des Risikoprofils. Dies gilt auch für die im dritten Quartal 2009 erworbenen, bisher innerhalb der Gruppe von einem Franchisepartner geführten Factoringaktivitäten, die das Risikoprofil des Konzerns ohnehin nicht wesentlich verändert haben.
Hinsichtlich des ausländischen Leasinggeschäfts sind im Vergleich zum Inland zwei zusätzliche Risiken von Bedeutung: Zum einen kann das Wachstum des Neugeschäfts in den kleineren Auslandsmärkten durch Fluktuation von Mitarbeitern stärker beeinflusst werden als im Inland, wo das Geschäftsvolumen insgesamt größer und die Anzahl der Mitarbeiter höher ist Dies ist ein für ein kleineres Geschäftssegment typisches Risiko. Wir begegnen ihm mit intensiver Mitarbeiterbetreuung und -Schulung. Darüber hinaus hat sich der GRENKELEASING AG Konzern zum Ziel gesetzt, auf allen Auslandsmärkten eine substanzielle Größe zu erreichen, sodass die relative Bedeutung der Fluktuation einzelner Mitarbeiter mit dem Wachstum des Geschäfts sukzessive geringer wird.
Zum anderen ergeben sich Währungsrisiken in den relevanten Märkten außerhalb der Eurozone. Diese Risiken begrenzen wir gemäß unserer risikopolitischen Strategie mit derivativen Instrumenten, sobald sie ein wirtschaftlich sinnvolles Mindestvolumen erreichen. Die im Zuge der internationalen Finanzmarktkrise im Geschäftsjahr 2008 noch zu verkraftenden außergewöhnlichen Belastungen aus Währungsdifferenzen sind 2009 nicht mehr aufgetreten. Wir gehen davon aus, dass trotz der hohen Verschuldung mancher Länder und daraus sich ergebender Schwankungsrisiken derart massive Verwerfungen wie im Jahre 2008 auch im laufenden Geschäftsjahr nicht wieder auftreten werden. Dennoch behalten wir die Entwicklungen auf den Währungsmärkten weiterhin sehr genau im Auge und werden unsere Risikostrategie, falls notwendig und wirtschaftlich sinnvoll, anpassen.
Der Gesamtkonzern ist als Leasinganbieter grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt Diese können sich in verschiedenen Bereichen auswirken: Im Bereich der Refinanzierung des Bestands an Leasingforderungen bestehen nur in geringem Umfang Zinsrisiken, da die Refinanzierung - soweit sie überhaupt variabel gestellt ist - über Derivate abgesichert ist Mit der über die GRENKE BANK für den GRENKELEASING AG Konzern möglich gewordenen Refinanzierung über deren stabiles und wachsendes Einlagengeschäft hat sich das Risikoprofil der Refinanzierungsseite merklich verbessert. Diese erfolgreiche Politik setzen wir unvermindert fort.
Darüber hinaus ist das GRENKELEASING-Geschäftsmodell auch zinssensitiv. Wachstum und Profitabilität des Neugeschäfts können durch Veränderungen der Zinsen bzw. der geforderten Zins-Spreads beeinflusst werden. Die im Zuge der Finanzmarktkrise zwischenzeitlich illiquide gewordenen Refinanzierungsmärkte haben sich inzwischen wieder weitgehend normalisiert mit der Folge einer erheblichen Einengung der Zins-Spreads. Wir gehen davon aus, dass sich diese Normalisierung auch im laufenden Jahr fortsetzen wird. Einen Rückgang der Spreads auf das Vorkrisenniveau - und damit die Gefahr des erneuten Aufbaus einer Finanzmarktblase - erwarten wir jedoch nicht Erhöhte Refinanzierungskosten in unseren Leasingkonditionen konnten wir bisher am Markt weitergeben. Auch künftig wird die Konzernsteuerung klar auf ertragsstarkes Neugeschäft fokussiert bleiben.
Schließlich resultieren Risiken daraus, dass im Nachgang der Rezession und angesichts der bisher nur sehr verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Erholung die Schadenquote vergleichsweise hoch bleibt und am oberen Ende der in Rezessionsphasen typischerweise zu beobachtenden Größenordnung verharren wird. Wir sind jedoch der Auffassung, dass der Konzern durch das konsequente Berücksichtigen einer zyklusdurchschnittlichen Schadenquote in unseren Konditionen auch in wirtschaftlich prosperierenden Perioden und durch seine hohe Profitabilität gut geschützt ist. Daher sehen wir hieraus keine fundamentalen Risiken für den Konzern.
Erwartete Geschäftsentwicklung
Geschäftsjahr 2010
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2010 ist mit weniger hohen Unsicherheiten behaftet als die Vorjahresprognose Anfang 2009. So sind die Eintrittswahrscheinlichkeiten der dargestellten Risiken und Chancen inzwischen wieder deutlich besser abschätzbar. Wir haben die Konzernsteuerung daher schon im Verlauf des zweiten Halbjahres 2009 wieder mehr auf Wachstum des Neugeschäfts ausgerichtet Diese Strategie wollen wir auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen - dies nicht zuletzt, weil sich die Verfassung der Refinanzierungsmärkte wieder normalisiert und die Verfügbarkeit von Refinanzierungsmitteln als Wachstum begrenzendes Kriterium des Neugeschäfts wieder deutlich verbessert haben. Unser unverändert hohes Kapitalmarkt-Rating stellt hier weiterhin einen wesentlichen Eckpfeiler unseres Geschäfts dar.
Soweit sich die Marktbedingungen nicht wieder verschlechtern, halten wir aus heutiger Sicht für 2010 ein Wachstum des Neugeschäfts in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner von circa fünfzehn Prozent für erreichbar. Damit wollen wir im laufenden Geschäftsjahr deutlich oberhalb unserer langfristigen Zielgröße von mindestens zehn Prozent zulegen.
Über das Wachstum des Zinsergebnisses aus dem steigenden Neugeschäft hinaus erwarten wir auch einen spürbaren und überproportionalen Anstieg des Zinsergebnisses, da sich die im Laufe des Geschäftsjahres 2009 erzielte Margenexpansion im laufenden Geschäftsjahr ganzjährig niederschlagen wird. Hinsichtlich der Schadenquote erwarten wir eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau. Die weiterhin verhaltene gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin nur ein niedriges Verwertungsergebnis zulassen. Unsere europäische Präsenz wollen wir im Geschäftsjahr 2010 mit zusätzlichen Tochtergesellschaften bzw. Niederlassungen wieder ausweiten, was die Aufwandsseite des Konzerns belasten wird. Insgesamt gehen wir davon aus, dass 2010 ein Periodengewinn in der Größenordnung von 25 bis 28 Mio. EUR erzielt werden kann.
Folgejahre
Auch in Zukunft werden wir grundsätzlich an unserem Wachstumskurs festhalten. Weiterhin streben wir ein nachhaltiges Wachstum des Neugeschäfts in der GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner von mehr als zehn Prozent pro Jahr an, unabhängig davon, dass einzelne Jahre von diesem langfristigen Ziel abweichen können. Als europaweit aufgestelltes Unternehmen werden wir unser zukünftiges Wachstum auch klar auf einer gesamteuropäischen Ebene gestalten.
Diese starke Diversifikation über zahlreiche Länder hinweg macht uns weitgehend unabhängig von der jeweiligen Entwicklung in einzelnen Ländern. Mit der wachsenden Bedeutung unseres internationalen Geschäfts trifft dies naturgemäß insbesondere auf den deutschen Leasingmarkt zu. Die hohen Wachstumsperspektiven in Ländern mit bisher geringerer Leasing-Durchdringung bzw. in Ländern, in denen wir derzeit noch geringe Marktanteile halten, werden wir konsequent nutzen. Grundsätzlich steuern wir unser Neugeschäft über den Konjunkturzyklus hinweg unverändert entlang eines hohen DB2 und sichern so die Ertragskraft des Konzerns und einen nachhaltigen Return on Equity von 16 Prozent.
Baden-Baden, den 30. Januar 2010
Der Vorstand
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2009 bis 31.12.2009 | 01.01.2008 bis 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 3.1 | 114.566 | 110.650 |
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 3.1 | 42.785 | 42.606 |
| Zinsergebnis | 71.781 | 68.044 | |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 3.2 | -31.189 | -20.110 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 40.592 | 47.934 | |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 3.3 | 20.301 | 20.151 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 3.4 | 23.047 | 24.327 |
| Ergebnis aus der Verwertung | 3.5 | -312 | 2.266 |
| Operative Erträge insgesamt | 83.628 | 94.678 | |
| Personalaufwand | 3.6 | 29.306 | 27.428 |
| Abschreibungen | 3.7 | 2.901 | 2.769 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 3.8 | 20.118 | 17.087 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 703 | 4.096 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.9 | 3.397 | 1.326 |
| Operatives Ergebnis | 33.997 | 44.624 | |
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | -159 | 0 | |
| Sonstige Zinserträge | 1.039 | 829 | |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1.242 | 782 | |
| Periodengewinn vor Steuern | 33.635 | 44.671 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 3.10 | 16.256 | 9.532 |
| Latente Steuern | 3.10 | -7.233 | 1.996 |
| Periodengewinn | 24.612 | 33.143 | |
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 3.11 | 1,80 | 2,42 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) | 3.11 | 1,80 | 2,42 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 3.11 | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 3.11 | 13.684.099 | 13.684.099 |
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
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| TEUR | 01.01.2009 bis 31.12.2009 | 01.01.2008 bis 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Periodengewinn (net income) | 24.612 | 33.143 |
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) | 614 | -5.234 |
| Ertragsteuern | -176 | 655 |
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) | 438 | -4.579 |
| Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (vor Steuern) | -131 | -5 |
| Ertragsteuern | 85 | 1 |
| Zu-/ Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (nach Steuern) | -46 | -4 |
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | -324 | -103 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 68 | -4.686 |
| Gesamtergebnis (comprehensive income) | 24.680 | 28.457 |
Die Positionen werden unter Tz. 4.18 erläutert
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel | 4.1 | 109.865 | 77.012 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil)* | 4.2 | 1.238 | 3.274 |
| Leasingforderungen | 4.3 | 459.315 | 438.868 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.4 | 68.821 | 32.047 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.5 | 3.046 | 5.955 |
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | 12.727 | 12.151 | |
| Steuererstattungsansprüche | 4.6 | 838 | 5.211 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.7 | 22.076 | 18.949 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 677.926 | 593.467 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Leasingforderungen | 4.3 | 675.564 | 704.350 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil)* | 4.2 | 785 | 3.819 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.4 | 82.615 | 89.360 |
| Sachanlagen | 4.8 | 35.394 | 35.714 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 4.9 | 11.178 | 8.239 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.10 | 2.333 | 2.296 |
| Latente Steueranspruche | 4.11 | 15.557 | 17.442 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 4.7 | 307 | 710 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 823.733 | 861.930 | |
| Summe Vermögenswerte | 1.501.659 | 1.455.397 |
* Vorjahresausweis entsprechend angepasst (siehe Tz. 2.3)
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009
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| TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Schulden und Eigenkapital | |||
| Schulden | |||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.12 | 379.343 | 441.847 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 4.12 | 75.817 | 0 |
| Kurzfristige Bankschulden | 4.12 | 2.346 | 4.692 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (kurzfristiger Teil)* | 4.13 | 3.667 | 2.707 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.766 | 8.466 | |
| Steuerschulden | 4.14 | 11.521 | 3.101 |
| Abgegrenzte Schulden | 4.15 | 3.884 | 2.310 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 7.606 | 5.465 | |
| Abgegrenzte Mietraten | 67.711 | 70.217 | |
| Summe kurzfristige Schulden | 557.661 | 538.805 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 4.12 | 601.822 | 609.218 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 4.12 | 30.561 | 0 |
| Langfristige Bankschulden | 4.12 | 6.516 | 7.819 |
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (langfristiger Teil)* | 4.13 | 1.165 | 2.727 |
| Latente Steuerschulden | 4.11 | 38.580 | 47.768 |
| Pensionen* | 4.16 | 1.358 | 90 |
| Sonstige langfristige Schulden* | 4.17 | 1.112 | 2.556 |
| Summe langfristige Schulden | 681.114 | 670.178 | |
| Eigenkapital | 4.18 | ||
| Grundkapital | 17.491 | 17.491 | |
| Kapitalrücklage | 60.166 | 60.166 | |
| Gewinnrücklagen | 83.900 | 5.317 | |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | -4.088 | -4.156 | |
| Bilanzgewinn | 105.415 | 167.596 | |
| Summe Eigenkapital | 262.884 | 246.414 | |
| Summe Schulden und Eigenkapital | 1.501.659 | 1.455.397 |
* Vorjahresausweis entsprechend angepasst (siehe Tz. 2.3)
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
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| TEUR | 01.01.2009 bis 31.12.2009 | 01.01.2008 bis 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Periodengewinn vor Steuern | 33.635 | 44.671 |
| Im Periodengewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen | 2.901 | 2.769 |
| -/+ Gewinne/ Verluste aus dem Abgang von Betriebs- und Geschäftsausstattung und im materiellen Vermögenswerten | -18 | 71 |
| -/+ Ergebnis aus Finanzanlagen | 203 | -47 |
| -/+ Nicht zahlungswirksame Eigenkapital Veränderungen | 378 | -3.681 |
| +/- Zunahme/Abnahme abgegrenzter Schulden | 473 | 472 |
| - Zugänge Leasingforderungen | -445.503 | -539.615 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 469.397 | 450.135 |
| + Abgänge/ Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 109.482 | 96.806 |
| - Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | -114.566 | -110.650 |
| - Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | -7.937 | -7.456 |
| +/- Währungsdifferenzen | -2.533 | 5.881 |
| \= Veränderung Leasingforderungen | 8.340 | -104.899 |
| + Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.094.519 | 1.257.913 |
| - Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -280.590 | -230.525 |
| - Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -926.516 | -918.084 |
| + Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 42.785 | 42.598 |
| +/- Währungsdifferenzen | -98 | 388 |
| \= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -69.900 | 152.290 |
| + Veränderung Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 58.341 | 0 |
| - Veränderung Darlehen Franchisenehmer | -18.945 | -18.618 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte/ Schulden | ||
| -/+ Zunahme/Abnahme sonstige Vermögenswerte | 15.208 | -38.578 |
| +/- Zunahme /Abnahme abgegrenzte Mietraten | -2.506 | 17.998 |
| +/- Zunahme /Abnahme sonstige Schulden inkl. Pensionen | -8.442 | -440 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 19.668 | 52.008 |
Fortsetzung auf der nächsten Seite
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009: FORTSETZUNG
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| TEUR | 01.01.2009 bis 31.12.2009 | 01.01.2008 bis 31.12.2008 |
|---|---|---|
| -/+ Gezahlte / erhaltene Steuern | -3.462 | -9.311 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.242 | -782 |
| + Erhaltene Zinsen | 1.039 | 829 |
| \= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 16.003 | 42.744 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögenswerten | -1.070 | -2.498 |
| -/+ Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften | 32.139 | -7.544 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögenswerten | 63 | 312 |
| \= Cashflow aus Investitionstätigkeit | 31.132 | -9.730 |
| +/- Aufnahme/ Rückzahlung von Bankschulden | -3.374 | -392 |
| - Dividendenzahlungen | -8.210 | -8.210 |
| \= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -11.584 | -8.602 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 77.012 | 53.395 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -3.593 | -4.604 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 73.419 | 48.791 |
| +/- Veränderungaufgrund Währungsumrechnung | -236 | 216 |
| \= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 73.183 | 49.007 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 109.865 | 77.012 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -1.131 | -3.593 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 108.734 | 73.419 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | 35.551 | 24.412 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 16.003 | 42.744 |
| + Cashflow aus Investitionstätigkeit | 31.132 | -9.730 |
| + Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -11.584 | -8.602 |
| \= Summe der Cashflows | 35.551 | 24.412 |
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrucklagen und Bilanzgewinn | Hedging-Rücklage | Rücklage für versicherungsmathem. Gewinne /Verluste | Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2008 | 17.491 | 60.166 | 147.980 | 1.200 | -62 | -608 |
| Gesamtergebnis | 33.143 | -4.579 | -4 | -103 | ||
| Dividendenzahlung in 2008 für 2007 | -8.210 | |||||
| Eigenkapital zum 31.12.2008 | 17.491 | 60.166 | 172.913 | -3.379 | -66 | -711 |
| Eigenkapital zum 01.01.2009 | 17.491 | 60.166 | 172.913 | -3.379 | -66 | -711 |
| Gesamtergebnis | 24.612 | 438 | -46 | -324 | ||
| Dividendenzahlung in 2009 für 2008 | -8.210 | |||||
| Eigenkapital zum 31.12.2009 | 17.491 | 60.166 | 189.315 | -2.941 | -112 | -1.035 |
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| TEUR | Eigenkapital |
|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2008 | 226.167 |
| Gesamtergebnis | 28.457 |
| Dividendenzahlung in 2008 für 2007 | -8.210 |
| Eigenkapital zum 31.12.2008 | 246.414 |
| Eigenkapital zum 01.01.2009 | 246.414 |
| Gesamtergebnis | 24.680 |
| Dividendenzahlung in 2009 für 2008 | -8.210 |
| Eigenkapital zum 31.12.2009 | 262.884 |
Die Positionen werden unter Tz. 4.18 erläutert
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009
1 GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS
Die GRENKELEASING AG (im Folgenden auch "GRENKELEASING" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKELEASING AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKELEASING Konzerns (im Folgenden auch Konzern genannt).
Der Konzern betreibt das Finanzierungsgeschäft, als Partner für schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen, in seiner Bandbreite vom Leasing bis zum Factoring sowie diverse Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Einlagengeschäft mit Privatkunden. Die Durchführung von Leasinggeschäften über bewegliche Wirtschaftsgüter aller Art, die Verwaltung von Leasingverträgen für Dritte, die Vermittlung von Sachversicherungen für Leasinggüter, der Forderungsankauf und die Forderungsverwaltung von beziehungsweise für Drittunternehmen (Factoring), das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte bilden die Geschäftsfelder des Konzerns.
Dabei konzentriert sich das Leasinggeschäft im Wesentlichen auf das sogenannte "Small-Ticket-Leasing" von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie sonstige IT-Produkte. Nahezu alle Verträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Dies beinhaltet, dass die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten übersteigen.
2 GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES
2.1 Grundlagen der Erstellung
Die GRENKELEASING AG hat als börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i.S.d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt wie im Vorjahr gemäß § 315 a HGB den Konzernabschluss auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt Der Konzernabschluss entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und zum 31. Dezember 2009 in der EU anzuwenden sind.
Alle für das Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) - vormals International Accounting Standards (IAS) - sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - vormals Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden berücksichtigt.
Der konsolidierte Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2009 beendete Geschäftsjahr umfasst die GRENKELEASING AG und deren Tochterunternehmen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG einbezogenen Unternehmen basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Jahresabschlüsse nach lokalem Handelsrecht sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft worden, soweit es die jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften erfordern. Im Rahmen der Prüfung des Konzernabschlusses wurde die Überleitung der Abschlüsse aller Tochtergesellschaften auf IFRS geprüft. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.2 und Tz. 2.3 dargestellt.
Dem Konzernabschluss liegt das Anschaffungskostenprinzip zugrunde. Falls nichts anderes vermerkt ist, sind die Vermögenswerte und Schulden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt Hiervon abweichend ist lediglich der Ansatz der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente, die grundsätzlich zu Marktwerten bilanziert sind.
2.2 Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS
2.2.1 In 2009 umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht.
Der Konzern hat zum 1. Januar 2009 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS angewandt:
| ― | IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung: Ausübungsbedingungen und Annullierungen" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IFRS 8 "Geschäftssegmente" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IAS 23 "Fremdkapitalkosten (überarbeitet)" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen" trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme" trat am 1. Juli 2008 in Kraft |
| ― | IFRIC 15 trat am 1. Januar 2009 in Kraft |
| ― | IFRIC 16 "Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" trat am 1. Oktober 2008 in Kraft |
| ― | Verbesserungen zu IFRS 2008 traten am 1. Januar 2009 in Kraft |
Nachfolgend werden kurz die für GRENKELEASING relevanten Vorschriften sowie deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss beschrieben.
| ― | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals in der Berichtsperiode anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnt Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung sind fortan nur Geschäftsvorfälle, welche die Anteilseigner in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner betreffen, auszuweisen. Sonstige Änderungen des Eigenkapitals sind in einer "Gesamtaufstellung des vollständigen Einkommens" zu zeigen. |
| ― | IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" sieht zusätzliche Angaben über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und das Liquiditätsrisiko vor. Die Änderung verlangt eine quantitative Analyse der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Zusätzlich ist nun bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 eine Überleitung zwischen Anfangs- auf Endsaldo vorgeschrieben sowie die Angabe wesentlicher Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 der Ermittlungshierarchie. Mit der Änderung werden ferner die Anforderungen für Angaben von Liquiditätsrisiken in Bezug auf Geschäftsvorfälle, die sich auf Derivate beziehen, und von für Zwecke des Liquiditätsmanagements eingesetzten Vermögenswerten klargestellt |
| ― | IFRS 8 "Geschäftssegmente" wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, wodurch IAS 14 "Segmentberichterstattung" ersetzt wird. IFRS 8 verlangt die Berichterstattung über finanzielle und beschreibende Informationen hinsichtlich der berichtspflichtigen Segmente der Unternehmen. Berichtspflichtige operative Segmente sind Komponenten eines Unternehmens oder Zusammenfassungen operativer Segmente nach bestimmten Kriterien. Insbesondere müssen für diese getrennte Finanzinformationen verfügbar sein, die das oberste Führungsgremium des Unternehmens regelmäßig überprüft, um den Geschäftserfolg messen und beurteilen zu können. Die Finanzinformationen sind auf Basis der internen Steuerung zu berichten, da der IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach" folgt (siehe Tz. 7). |
| ― | Am 22. Mai 2008 veröffentlichte der IASB erstmals im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards ("Verbesserungen zu IFRS 2008"). Primäres Ziel des Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Änderungen sind für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Im Folgenden werden nur die geänderten Standards angegeben, die eine Auswirkung auf den Abschluss haben. Im Einzelnen sind folgende Standards betroffen, sofern nicht explizit erwähnt, erwartet der Konzern keine Auswirkung aus der entsprechenden Anwendung - IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": In Übereinstimmung mit IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" werden als zu Handelszwecken gehaltene klassifizierte Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz nicht automatisch als kurzfristig klassifiziert Als Ergebnis dessen werden in der Bilanz auch Derivate unter den langfristigen Finanzinstrumenten ausgewiesen. - IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten": Sofern der "beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten" auf Basis eines Discounted-Cashflow-Modells ermittelt wird, sind zusätzliche Angaben zum Diskontierungssatz erforderlich, entsprechend den Pflichtangaben, wenn ein Discounted-Cashflow-Modell zur Ermittlung des "Nutzungswerts" herangezogen wird. Diese Änderung wirkt sich nicht unmittelbar auf den Konzernabschlussaus, da der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerieren den Einheiten des Konzerns derzeit auf Basis des "Nutzungswerts" ermittelt wird. - IAS 8 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler": Es wird klargestellt, dass nur Anwendungsleitlinien, die einen integralen Bestandteil der IFRS darstellen, bei der Auswahl der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verpflichtend zu beachten sind. - IAS 34 "Zwischenberichterstattung": Fällt ein Unternehmen in den Anwendungsbereich des IAS 33, wird das Ergebnis je Aktie im Zwischenbericht angegeben. - IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Derivate können nach der erstmaligen Erfassung aufgrund von veränderten Umständen als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert oder aus dieser Kategorie entfernt werden, weil es sich hierbei nicht um eine Umwidmung i. S .d. IAS 39 handelt In IAS 39 wurde der Hinweis auf ein "Segment" in Bezug auf die Feststellung gestrichen, ob ein Instrument die Kriterien eines Sicherungsinstruments erfüllt Die Verwendung des neu berechneten Effektivzinssatzes wird vorgeschrieben, wenn ein Schuldinstrument nach Ende der Bilanzierung der Sicherungsbeziehung zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts neu bewertet wird. |
2.2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards - noch nicht umgesetzt
Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Nachfolgend werden hiervon jedoch nur Standards bzw. Interpretationen explizit aufgeführt, die eine Relevanz für die GRENKELEASING AG haben bzw. haben könnten. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKELEASING AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch.
Vom IASB wurden am 16. April 2009 "Improvements to IFRSs" veröffentlicht Dabei handelt es sich um den zweiten im Rahmen des Annual Improvements Process (AIP)-Projekts veröffentlichten Standard. Improvements to IFRSs enthält 15 verschiedene Änderungen an zwölf bestehenden IFRS. Diese Improvements to IFRSs enthalten neben den im Exposure-Draft "Proposed Improvements to IFRSs" vom August 2008 vorgeschlagenen Änderungen fünf weitere Änderungen, die teilweise bereits im Rahmen des ersten Improvements-Exposure-Drafts "Proposed Improvements to IFRSs" im Oktober 2007 und teilweise im Rahmen des Ende Januar 2009 veröffentlichten Exposure-Drafts "ED/2009/1" der Öffentlichkeit zur Stellungnahme vorgelegt wurden. Durch die Zusammenfassung dieser Änderungen in einem Dokument beabsichtigt der IASB, den Aufwand für alle Beteiligten zu reduzieren.
Die im Januar 2008 vom IASB veröffentlichte überarbeitete Fassung von IFRS 3 "Business Combinations" (IFRS 3R) und die geänderte Fassung von IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements" (IAS 27R) wurden von der EU in europäisches Recht übernommen und sind für den Konzern zwingend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden. Es ergeben sich Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive Unternehmenserwerbe. Diese Neuregelungen werden sich auf die Ansatzhöhe des Geschäfts- oder Firmenwerts, auf das Ergebnis der Berichtsperiode, in der ein Unternehmenszusammenschluss erfolgt, und auf künftige Ergebnisse auswirken.
Der überarbeitete IAS 27 schreibt vor, dass eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führt, als Transaktionen mit Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner bilanziert wird. Aus einer solchen Transaktion kann daher weder ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust resultieren. Außerdem wurden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die Bilanzierungsregelungen für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust führen, geändert. Die Neuregelungen aus IFRS 3 (überarbeitet) und IAS 27 (überarbeitet) werden sich auf künftige Erwerbe oder Verluste der Beherrschung an Tochterunternehmen und Transaktionen mit Anteilen ohne beherrschenden Einfluss auswirken.
Am 19. Juni 2009 veröffentlichte das IASB eine geänderte Fassung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung". Der überarbeitete Standard ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am bzw. nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Neben ein paar Klarstellungen hat das IASB insbesondere IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2" und IFRIC 11 "IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen" in IFRS 2 eingearbeitet.
Im März 2009 wurden vom IASB Änderungen zu IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives" und IAS 39 " Financial Instruments: Recognition and Measurement" unter dem Titel "Embedded Derivatives" veröffentlicht Demnach hat ein Unternehmen zu prüfen, inwieweit ein in einen Basisvertrag eingebettetes Derivat von diesem zu trennen ist, wenn das gesamte Finanzinstrument aus der Kategorie "Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte" umklassifiziert wird. Sofern der beizulegende Zeitwert eines zu trennenden Derivates nicht ermittelbar ist, ist eine Umgliederung des gesamten Finanzinstrumentes nicht möglich. Die zwingend für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2009 beginnen, anzuwendende Vorschrift hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 "Klassifizierung und Bewertung" veröffentlicht. Mit diesem Standard ist die erste der drei Phasen des lASB-Projekts zur Überarbeitung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" abgeschlossen. Hauptbestandteil des neuen Standards sind neue, weniger komplexe Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Anzuwenden sind die Vorschriften verpflichtend ab dem 1. Januar 2013. Das IASB beabsichtigt zudem, den noch geltenden IAS 39 bis Ende 2010 vollständig durch den IFRS 9 zu ersetzen.
Der kürzlich veröffentlichte überarbeitete IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es sich bei der Anpassung im Wesentlichen um Vereinfachungen der Berichtspflichten für Unternehmen handelt, an denen der Staat beteiligt ist.
Derzeit werden - bis auf zusätzliche beziehungsweise geänderte Angaben oder Ausweise - keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der genannten Standards beziehungsweise Interpretationen für den konsolidierten Abschluss von GRENKELEASING erwartet Daneben wurden die folgenden Standards/Interpretationen verabschiedet, die keine Auswirkungen auf den Abschluss haben sollten:
| ― | IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" |
| ― | IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden" |
| ― | IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" |
2.3 Ausweisänderung
Das Format der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurde hauptsächlich aufgrund der Akquisitionen der GRENKE BANK AG (vormals "Hesse Newman & Co. AG") im 1. Quartal 2009 und der GRENKEFACTORING GmbH im 3. Quartal sowie zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und des Informationsgehaltes angepasst Einige Positionen wurden in ihrer Bezeichnung modifiziert bzw. neu eingeführt. Sofern der Vorjahresausweis betroffen ist, wurde dieser entsprechend angepasst.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Anpassungen umgesetzt, wobei sich der zahlenmäßige Vorjahresausweis in allen betroffenen Positionen nicht verändert, da im Wesentlichen Bezeichnungen konkretisiert wurden:
| ― | Die Position "Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft" ersetzt die bisherige Bezeichnung "Zinserträge aus der Verzinsung des Leasinggeschäfts". Unter dieser Position werden neben den Zinserträgen aus dem Leasing auch die Zinserträge aus Darlehen und bereitgestellten Finanzierungen an Dritte, worunter auch das Aktivgeschäft der akquirierten Bank fällt, sowie die Gebühren aus dem Factoringgeschäft subsumiert |
| ― | Die "Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung des Leasinggeschäfts" werden in "Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäftes" umbenannt, da die Verzinsung aus dem Einlagengeschäft in diese Position einfließt |
| ― | Das "Zinsergebnis" umfasst, neben dem bisherigem "Zinsergebnis aus dem Leasinggeschäft", das gesamte Konzernzinsergebnis aus dem Finanzierungsgeschäft |
| ― | Die "Schadensabwicklung" wird in "Schadensabwicklung und Risikovorsorge" umbenannt, welches die Schadensabwicklung aus dem Leasing- und Factoringgeschäft sowie die Risikovorsorge für das Kreditportfolio im Bankgeschäft umfasst. |
In der Bilanz sind folgende Änderungen zu verzeichnen:
| ― | Die "Zahlungsmittel" umfassen alle Kassen bestände, die Guthaben auf Konten von Zentralbanken und sämtliche Guthaben auf Konten von Banken. Der Vorjahresausweis wird hier nicht tangiert |
| ― | Die Forderungen an Kunden aus dem Kreditgeschäft und Forderungen aus dem Factoringgeschäft werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfasst. |
| ― | "Finanzinstrumente mit positivem Marktwert" auf der Aktivseite werden ebenso wie "Finanzinstrumente mit negativem Marktwert" auf der Passivseite in einen kurz- und einen langfristigen Teil gegliedert. Der Vorjahresausweis ist entsprechend ergänzt worden. |
| ― | Die "Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft" werden neu eingeführt Diese Position umfasst die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Der Vorjahresausweis beträgt entsprechend Null. |
| ― | Die "Pensionen" werden fortan in einer separaten Zeile gezeigt und dementsprechend aus den "sonstigen langfristigen Schulden" herausgerechnet Der Vorjahresausweis wurde entsprechend geändert und die Pensionen wurden für 2008 mit TEUR 90 ausgewiesen. |
2.4 Konsolidierungsgrundsätze
2.4.1 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKELEASING AG und ihrer beherrschten Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Die Tochtergesellschaften werden so lange in den Konsolidierungskreis einbezogen, wie die Muttergesellschaft einen beherrschenden Einfluss auf sie ausüben kann. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über 50% (oder mehr) der Stimmrechte oder des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart lenken kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert.
Neben der GRENKELEASING AG sind die folgenden Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
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| Name | Sitz | Beteiligung 2009 | Beteiligung 2008 |
|---|---|---|---|
| Inland | |||
| GRENKESERVICE AG (vormals GLG Gienke-Leasing GmbH)1) /2) | Baden-Baden | 100% | 100% |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (direkt 84,4%, 15,6% indirekt über GRENKESERVICE AG) | Baden-Baden | 100% | 100% |
| WEBLEASENETBUSINESS AG2) | Baden-Baden | - | 100% |
| GRENKEBANK AG3) | Hamburg | 100% | - |
| GRENKEFACTORING GmbH4) | Baden-Baden | 100% | - |
| Ausland | |||
| GRENKE LEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100% | 100% |
| GRENKE ALQUILER S.A. | Barcelona/Spanien | 100% | 100% |
| Grenkefinance N.V. | Vianen/Niederiande | 100% | 100% |
| GRENKE LEASING AG | Zürich/Schweiz | 100% | 100% |
| GRENKE LEASING AG | Wien/Östeireich | 100% | 100% |
| GRENKE LEASING ApS | Herlev/Dänemark | 100% | 100% |
| GRENKE LIMITED | Dublin/Irland | 100% | 100% |
| GRENKE FINANCE PIc. | Dublin/Irland | 100% | 100% |
| GRENKE LOCÄTION SAS | Schiltigheim/Frankreich | 100% | 100% |
| GRENKE Locazione S.r.l. | Mailand/Italien | 100% | 100% |
| GRENKE LEASING S.r.l. | Mailand/Italien | 100% | 100% |
| GRENKELEASING AB | Stockholm/Schweden | 100% | 100% |
| GRENKE LEASE Sprl5) | Brüssel/Belgien | 100% | 100% |
| Grenke Leasing Ltd. | Guildford/Großbritannien | 100% | 100% |
| GRENKE LEASING Sp.zo.o | Posen/Polen | 100% | 100% |
| FCT "GK"-C0MPARTMENT "G1"6) | Pantin/Frankreich | 100% | - |
1) Umfirmierung in 2009- GRENKE SERVICE AG ist die Rechtsnachfolgerin der GLG Grenke-Leasing GmbH.
2) WEBLEASE NETBUSINESS AG wurde in 2009 auf die GRENKE SERVICE AG verschmolzen.
3) Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2009.
4) Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2009 aus Franchisegesellschaften.
5) GRENKE LEASING AG ist mit TEUR 1.499 (von insgesamt TEUR 1.500) am Tochterunternehmen GRENKE LEASE Sprl in Brüssel/Belgien direkt und über ihre deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit TEUR 1 indirekt beteiligt.
6) Gründung in 2009 im Rahmen des ABCP-Programms Coral für französische Leasingforderungen. GRENKELEASING AG ist indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. mit EUR 150 und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit EUR 150 beteiligt.
Der Bilanzstichtag sämtlicher Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2009.
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| Beteiligung | Eigenkapital 31.12.2009 (EUR) |
Jahresergebnis 2009 (EUR) |
|---|---|---|
| Grenke Investitionen Verwaltungs | ||
| Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden1) | 780.828,96 | 0,00 |
| GRENKE SERVICE AG (vomials GLG Grenke-Leasing GmbH), Baden-Baden | 1.362.287,73 | -292.955,98 |
| GRENKE BANK AG, Hamburg1) /2) /3) /4) | 11.398.230,07 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden3) /4) | 654.398,77 | -891.506,01 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 21.230.259,38 | 2.967.290,64 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 8.420.934,63 | 1.515.859,23 |
| GRENKELEASING AG, Wien/Österreich | 2.182.040,69 | 290.576,76 |
| GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien | 312.278,15 | -104.122,69 |
| GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien | 2.578.807,61 | 259.577,62 |
| GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien | 1.526.968,39 | 593.447,65 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niedeilande | 328.391,13 | -458.372,66 |
| GRENKE LEASING S.r.l., Mailand/Italien | 1.620.309,79 | -85.841,89 |
| GRENKELEASING ApS, Heriev/Dänemark | -791.722,22 | -932.265,09 |
| GRENKE UMITED, Dublin/Irland | 1.960.570,17 | 52.452,30 |
| GRENKE FINANCE PIc, Dublin/Irland | 23.155.461,46 | 4.408.982,05 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 882.079,61 | -42.926,39 |
| GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien3) | 249.485,55 | -225.422,93 |
| Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien3) | -2.063.185,06 | -89.702,22 |
| GRENKELEASING Sp.zo.o, Posen/Polen | 1.960.745,82 | 366.117,68 |
| FCT"GK"-C0MPARTMENT"G1", Pantin/Frankreich5) | 300,00 | - |
1) Nach Ergebnisabführung
2) Die GRENKE BANK AG hatte in 2009 zwei Rumpfwirtschaftsjahre vom 01.01.2009 bis zum 31.03.2009, wo sie ein Ergebnis von EUR 99.155,75 erzielte und vom 01.04.2009 bis zum 31.12.2009 in dem sie ihr Ergebnis wie in der Tabelle dargestellt an die GRENKELEASING AG abführte.
3) Bei diesen Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2009 folgende Kapital maßnahmen vorgenommen: GRENKE LEASING S.r.l., Mailand/Italien 29.12.2009 Kapitalzuführung EUR 100.000,00. GRENKE BANK AG, Hamburg 28.12.2009 Kapitalzuführung EUR 5.000.000,00. Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien 23.12.2009 Kapitalzuführung GBP 3.000.000,00 (EUR 3.360.215,05). GRENKE LEÄSE Sprl, Brüssel/Belgien 23.12.2009 Kapitalzuführung EUR 250.000,00. GRENKE FACTORING GmbH, Baden-Baden 31.08..2009 Kapitalzuführung EUR 3.400.000,00
4) Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2009.
5) Gründung in 2009 im Rahmen des ABCP-Programms Coral für französische Leasingforderungen.
Für Unternehmenskäufe wurde die Erwerbsmethode ("purchase method") angewandt Unternehmen, die im Verlauf des Geschäftsjahres erworben oder veräußert werden, sind ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einzubeziehen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden zwei Unternehmensakquisitionen durchgeführt. Für die vergangenen Unternehmensakquisitionen im Konzern wurde der IFRS 3 erstmals im Geschäftsjahr 2005 angewendet Auswirkungen ergaben sich hierbei durch die Abschaffung der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte zugunsten eines mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests (siehe Tz 2.5.7 und Tz. 2.5.14). Salden, Erträge und Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus innerkonzernliehen Transaktionen werden vollständig neutralisiert Die Änderungen des IFRS 3R bzw. des IAS 27R werden erst ab dem 1. Januar 2010 angewandt.
2.4.2 Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsgeschäfte
Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet Monetäre Posten in fremder Währung (zum Beispiel flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) werden in der Folge mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet und sich ggf. ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten bewertet wurden, werden in der Folge nicht mehr umgerechnet Maßgeblich bleibt der Kurs der Erstverbuchung.
Ausländische Einheiten
Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung. Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen in Euro zum Stichtagskurs umgerechnet Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs (arithmetisches Mittel der festgestellten Tageskurse eines Geschäftsjahres) des Geschäftsjahres.
Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Die im Konzern verwendeten Wechselkurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:
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| Stichtagskurs 31.12.2009 | Durchschnittskurs 2009 | Stichtagskurs 31.12.2008 | Durchschnittskurs 2008 | |
|---|---|---|---|---|
| CHF | 1,4836 | 1,5099 | 1,4850 | 1,5874 |
| CZK | 26,4730 | 26,4548 | 26,8750 | 24,9460 |
| DKK | 7,4418 | 7,4463 | 7,4506 | 7,4560 |
| GBP | 0,8881 | 0,8911 | 0,9525 | 0,7963 |
| HUF1) | 270,4200 | 280,5442 | 266,7000 | 251,5100 |
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| Stichtagskurs 31.12.2009 | Durchschnittskurs 2009 | Stichtagskurs 31.12.2008 | Durchschnittskurs 2008 | |
|---|---|---|---|---|
| NOK1) | 8,3000 | 8,7288 | 9,7500 | 8,2237 |
| PLN | 4,1045 | 4,3298 | 4,1535 | 3,5121 |
| RON1) | 4,2363 | 4,2396 | 4,0225 | 3,6826 |
| SEK | 10,2520 | 10,6200 | 10,8700 | 9,6152 |
| SKK1) /2) | - | - | 30,1260 | 31,2620 |
| USD3) | 1,4406 | - | - | - |
| CAD3) | 1,5128 | - | - | - |
| JPY3) | 133,1600 | - | - | - |
1) Währung der Franchisegesellschaften, Refinanzierung erfolgt teilweise in Fremdwährung.
2) Euro-Einführung in der Slowakei zum 01.01.2009.
3) Fremdwährungen, die ausschließlich im Rahmen von Beständen im Kredit- und Einlagenbereich der GRENKE BANK AG relevant sind.
2.5 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.5.1 Leasingverhältnisse
Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Beginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt.
Eine erneute Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur dann vorzunehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
a. Es erfolgt eine Änderung der Vertragsbedingungen, sofern sich die Änderung nicht nur auf eine Erneuerung oder Verlängerung der Vereinbarung bezieht;
b. eine Erneuerungsoption wird ausgeübt oder eine Verlängerung gewährt, es sei denn, die Erneuerungs- oder Verlangerungsbestimmungen wurden bereits ursprünglich in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt;
c. es erfolgt eine Änderung der Feststellung, ob die Erfüllung von einem spezifischen Vermögenswert abhängt;
oder
d. es erfolgt eine wesentliche Änderung des Vermögenswerts.
Der Konzern als Leasinggeber
Finanzierungsleasingverhältnisse
Bei einem Finanzierungsleasing werden im Wesentlichen alle mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Daher werden die ausstehenden Leasingzahlungen vom Leasinggeber als Kapitalrückzahlung und Finanzertrag behandelt Die Leasingzahlungen dienen dazu, dem Leasinggeber seine Finanzinvestition zurückzuerstatten und ihn für seine Dienstleistungen zu entlohnen.
Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing werden in der Bilanz als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswertes, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Ausgangspunkt für die Berechnung des Nettoinvestitionswertes bilden die Nettoanschaffungskosten des Leasingobjektes, vermindert um eine vom Leasingnehmer geleistete Mietsonderzahlung. Anfängliche direkte Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden gegen die Erträge über die Gesamtlaufzeit des Leasingvertrages verrechnet, indem die nicht realisierten Finanzerträge anteilig um den Betrag dieser anfänglichen Kosten gekürzt werden. Finanzerträge werden derart erfasst, dass eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Restforderung erzielt wird.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte ausgewiesen (siehe Tz 20).
Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses beziehungsweise des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt Dieser wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Der Konzern als Leasingnehmer
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
2.5.2 Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken. Für Zwecke der Cashflow-Rechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.
2.5.3 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solche, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Die im Konzern eingesetzten Derivate, sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden grundsätzlich als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich anfallender Transaktionskosten aktiviert und an Folgestichtagen zu Marktwerten bilanziert Die Bewertung der im Unternehmen eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Teil mittels Bloomberg (Zins-Swaps und -Caps) und zum Teil auf Basis der von den Banken zur Verfügung gestellten Berechnungsgrundlagen (Devisentermingeschäfte). Die Anpassung wird dabei, sofern es sich nicht um die Bilanzierung eines Sicherungszusammenhanges nach IAS 39 handelt, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet.
Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Der Konzern hält zum Stichtag keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte.
Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte oder Schulden zu klassifizieren ("fair value option"), wurde kein Gebrauch gemacht.
Beim Eingehen von Sicherungsgeschäften zur Absicherung der Risiken aus Schwankungen der Cashflows, die durch veränderliche Marktpreise (beispielsweise Zinsen) determiniert sind, werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorgesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können (Cashflow-Hedge). Im Rahmen eines Sicherungszusammenhanges (Hedge) werden die Sicherungsinstrumente ebenfalls zu Marktwerten bilanziert.
Allerdings erfolgt die Erfassung der Wertänderungen bezogen auf den effektiven Teil erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Rücklage, die einen separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ("Hedging-Rücklage") darstellt Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" vorgenommen.
Finanzielle Schulden werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten passiviert und in den Folgeperioden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung werden, soweit es sich um eine nicht fristenkongruente Refinanzierung über Darlehen, Anleihen oder Schuldverschreibungen handelt, zum Nominalwert abzüglich mit der Kreditaufnahme verbundener Transaktionskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit mittels der Effektivzinsmethode amortisiert.
Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft werden ebenfalls zum Nominalwert zuzüglich abgegrenzter Zinsanteile bilanziert. Die Zinsaufwendungen werden als Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts im Zinsergebnis dargestellt.
Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwertes der noch zu leistenden Zahlungen an die Refinanzierer. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt, dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.
Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt Die Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst.
2.5.4 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden
Ein finanzieller Vermögenswert (beziehungsweise ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
| ― | Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen. |
| ― | Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung der Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen von IAS 39.19 erfüllt ("pass-through-arrangement"). |
| ― | Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen, oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen. |
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist Wird eine bestehende finanzielle Schuld durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
2.5.5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden in Höhe ihres Nennwertes bilanziert Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen beziehungsweise aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("nicht-performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Im Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "nicht-performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt. Der Barwert der ausstehenden Raten wird als Schadensersatz geltend gemacht und dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen.
2.5.6 Sachanlagen
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bilanziert Finanzierungskosten werden erstmalig seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 aufgrund der vorzeitigen freiwilligen Anwendung des geänderten IAS 23 aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. In den Vorperioden wurden diese gemäß dem Wahlrecht des bisherigen IAS 23 nicht aktiviert, sondern als Aufwand der Periode behandelt Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
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| Bürogebäude | 33 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | |
| EDV-Hardware | 3 Jahre |
| Fuhrpark | 4-5 Jahre |
| Mietereinbauten | 10 Jahre |
| Sonstige (Büroeinrichtung) | 3-20 Jahre |
Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.
2.5.7 Geschäfts- oder Finnenwert
Der aus Unternehmenskäufen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt zuzüglich der direkt zurechenbaren Akquisitionskosten. Die Geschäftswerte wurden bis zum 31. Dezember 2004 über die wirtschaftliche Nutzungsdauer erfolgswirksam linear abgeschrieben. Aufgrund der Implementierung des IFRS 3 wurden die bestehenden Geschäfts- und Firmenwerte mit dem Wert zum 31. Dezember 2004 festgesetzt und die planmäßige Abschreibung ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt Dieser festgesetzte Wert wird nunmehr als neuer Anschaffungswert angesehen.
Anstelle einer planmäßigen linearen Abschreibung bzw. nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment Test") nach IAS 36 unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("impairment-only-approach"). Dieser planmäßige Werthaltigkeitstest wird immer im dritten Quartal auf Basis der Halbjahreszahlen durchgeführt Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängigen dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest erneute Überprüfungen vorzunehmen.
2.5.8 Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen, Software
Lizenzen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet Die Anschaffungskosten für Software werden aktiviert und als immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Da Lizenzen und Software eine begrenzte Nutzungsdauer haben, werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer, die in aller Regel drei Jahre beträgt, vermindert.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte
Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann.
Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein.
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist.
Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden beziehungsweise über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren mit drei Jahren unterstellt. Während des Zeitraums, in dem der selbsterstellte immaterielle Vermögenswert noch nicht genutzt wird, wird dieser einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.
Händler-/Kundenstamm
Im Rahmen der Akquisition der GRENKELEASING Sp. z.o Posen/Polen, und der Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien, aus dem Geschäftsjahr 2008 erwarb die GRENKELEASING AG einen Händlerstamm in Höhe von TPLN 4.779 bzw. TGBP 453 (Gegenwert in Euro zusammen TEUR 1.948), welcher über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Erstbewertung des Händlerstamms erfolgte über das Cost-Approach-Verfahren. Hierbei wurden kalkulierte Akquisitionskosten für das Händlerportfolio der jeweiligen Länder angesetzt Zusätzlich haben wir den Wertansatz über unsere Deckungsbeitragsrechnung überprüft.
Die zum Stichtag noch vorläufig mit TEUR 656 bewerteten Kundenbeziehungen aus der Akquisition der GRENKE BANK AG in 2009 werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Erstbewertung erfolgte hier über die Prognose und Diskontierung zukünftiger Cashflows.
2.5.9 Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten
Vermögenswerte im Sinne von IAS 36.1 werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten.
Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.
Die Bilanzansätze von Geschäfts- und Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 2.5.7 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der Nutzungswert niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich verboten ist.
2.5.10 Rückstellungen
Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.
2.5.11 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens, angepasst um den nicht entsprechend erfolgswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen.
Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method") ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der im Berichtsjahr erworbenen GRENKE BANK AG. Eine Fondfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen.
2.5.12 Steuern
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche
Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider.
Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden.
Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden ausgewiesen.
Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:
| ― | Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts beziehungsweise als Teil der Aufwendungen erfasst. |
| ― | Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt |
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen beziehungsweise Schulden erfasst.
Gewerbesteuer
Leasing- und Factoringgesellschaften sind grundsätzlich Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 und 10 Kreditwesengesetz (KWG). Diese Unternehmen wurden einerseits bereits ab 2008 in das sogenannte gewerbesteuerliche Bankenprivileg gemäß § 19 der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV) einbezogen, andererseits unterliegen sie seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 der originären Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.
Die Einbeziehung in § 19 GewStDV führt dazu, dass ein Wettbewerbsnachteil der Leasing- und Factoringunternehmen im Vergleich zu Banken, der mit dem Jahressteuergesetz 2008 entstanden war, wieder zurückgenommen wird. Voraussetzung für die Anwendung von § 19 GewStDV ist, dass die Leasinggesellschaft nachweislich ausschließlich Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 des Kreditwesengesetzes tätigt Dies sind der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen und die Verwaltung von Leasingobjektgesellschaften. Das Bundesministerium der Finanzen hat mitschreiben vom 27. November 2009 zur Klärung von Auslegungsfragen Stellung genommen. Zur Auslegung des Ausschließlichkeitsgebots gilt nach dem Ergebnis einer Erörterung der obersten Finanzbehörden, dass Hilfs- und Nebengeschäfte zu Finanzdienstleistungen dem Ausschließlichkeitsgebot nicht entgegenstehen. Derartige Geschäfte liegen vor, wenn sie für die Durchführung der jeweiligen Finanzdienstleistungen zwingend erforderlich sind. Gemäß der im BMF-Schreiben enthaltenen Übergangsregelung gilt für Unternehmen, die schon vor dem 24. Dezember 2008 neben Factoring und Finanzierungsleasing auch andere Geschäfte betrieben haben, dass diese dem Ausschließlichkeitsgebot erstmals für den Erhebungszeitraum 2011 entgegenstehen.
Wir haben gemeinsam mit Beratern die Sachlage intensiv geprüft und sind zu der Auffassung gelangt, dass wir die Voraussetzungen in § 19 GewStDV erfüllen. Folglich haben wir bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKELEASING AG und GRENKE Investitionen und Verwaltungs KGaA sowie die GRENKEFACTORING GmbH § 19 GewStDV für den Erhebungszeitraum 2009 angewendet.
2.5.13 Ertragsrealisierung
Erlöse aus der Funktion des Konzerns als Leasinggeber
Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 2.5.1 verwiesen.
Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft
Unter den Erlösen aus dem Versicherungsgeschäft sind die Prämien für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts ausgewiesen, die die Leasingnehmer über GRENKELEASING abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstandes nicht selbst vornehmen. Die Versicherungsbeiträge werden jährlich eingezogen und anteilig abgegrenzt.
Verkauf von Leasingobjekten
Erlöse aus dem Verkauf werden im Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Lasten erfasst.
Zinserträge
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft werden erfasst, wenn die Zinsen oder zinsähnliche Gebühren (beispielsweise Factoringgebühren) unter Verwendung der Effektivzinsmethode entstanden sind.
2.5.14 Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Leasing
Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.
Asset-Backed-Commercial-Paper-Programme ("ABCP-Programme'')
Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene ABCP-Programme. Sofern es sich hierbei um von verschiedenen Kreditinstituten aufgesetzte Zweckgesellschaften handelt, die Leasingforderungen von GRENKELEASING Konzerngesellschaften ankaufen, diese bündeln und dann zur eigenen Refinanzierung kurzfristige Commercial Papers ausgeben, erfolgt keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Im Rahmen einer Analyse der Vertragsbedingungen der einzelnen Programme hat der Konzern eine eventuelle Konsolidierungspflicht nach SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" geprüft Zwar eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einerweiteren Refinanzierungsform und damit entsprechenden Nutzen. Allerdings tragen die organisierenden Banken aufgrund der von ihnen gegebenen Liquiditätszusage entsprechende und wesentliche Risiken. Aus der hieraus resultierenden Abwägung zwischen dem für GRENKELEASING gewährten Nutzen und den getragenen Risiken im Zusammenhang mit der Beurteilung nach SIC-12 ist eine Einbeziehung in den Konzern ("Konsolidierung") zu verneinen.
Ferner wurde bei der Beurteilung der Konsolidierungspflicht berücksichtigt, dass rechtlicher Eigentümer der oben genannten einzelnen Zweckgesellschaften jeweils ein Trust ist. Dieser bedient sich verschiedener Rechtsanwaltskanzleien, die mit der entsprechenden Geschäftsführung im Namen des Trusts betraut sind. Eine Einflussmöglichkeit des Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der Zweckgesellschaften besteht nicht.
Die Refinanzierung über die ABCP-Programme basiert auf dem vertraglichen Verkauf von zukünftigen Leasingzahlungen. Bei der Beurteilung nach IAS 39.17 ff., ob eine Ausbuchung der zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerte vorzunehmen ist, hat der Konzern abzuwägen, inwieweit er Chancen und Risiken aus den zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerten an das ankaufende Vehikel überträgt Eine Ausbuchung im Rahmen des Verkaufs wird aufgrund des Chancen-Risiko-Verhältnisses im Zusammenhang mit den Leasingforderungen komplett verneint Deshalb wird die Nutzung der Refinanzierung über ABCP-Programme im Abschluss von GRENKELEASING analog einer Refinanzierung über eine Darlehensaufnahme bilanziert Eine Off-Balance-Sheet-Bilanzierung findet nicht statt.
2.5.15 Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.
Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:
| ― | Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte |
| ― | Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht-performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes |
| ― | Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwertes von Leasingforderungen |
| ― | Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten |
| ― | Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge |
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung zur Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Investitionen in das operative Geschäft der Gesellschaft auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Zur Diskontierung der Cashflows kamen je nach Land und Währung Eigenkapital kosten zwischen 6,4% und 10,7% (Vorjahr Durchschnitt 9,2%) zur Anwendung.
Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden. Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:
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| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt/Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragte, nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5% und 100%.
Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwertes der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet. Die Restwerte der Zugänge bis 2006 einschließlich liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrages erfahrungsgemäß zwischen 11% und 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen weiter detailliert. Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7% und 28,4% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Für Zugänge in 2009 wurden Restwertsätze zwischen 6,5% und 28,4% in Ansatz gebracht Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betrugen zum Stichtag zwischen 6,6% und 22,8% (Vorjahr: zwischen 6,5% und 22,4%) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustandes des entsprechenden Gegenstandes unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
3 AUSGEWÄHLTE ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
3.1 Zinsergebnis
3.1.1 Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus dem Leasinggeschäft | 109.883 | 108.118 |
| Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank | 935 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft | 291 | 0 |
| Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer | 3.457 | 2.532 |
| Summe | 114.566 | 110.650 |
3.1.2 Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts
Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts betragen TEUR 42.785 (Vorjahr: TEUR 42.606). Auf das Einlagengeschäft entfallen dabei Zinsen für 2009 in Höhe von TEUR 1.647. In der Position werden auch die aus der Verzinsung der im Rahmen der ABCP-Programme sowie im Rahmen des ABS-Bonds (Asset Backed Securities) ausgegebenen Darlehen (siehe Tz. 4.3 und 4.4) erzielten Zinserträge in Höhe von 1.954 (Vorjahr: TEUR 2.532) ausgewiesen.
3.2 Schadensabwicklung
Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("percentage-of-receivables-approach").
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen | 31.147 | 18.943 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 37.554 | 23.257 |
| Aufwendungen aus der Ausbuchung von performenden Leasingforderungen | 37.517 | 24.424 |
| Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank | -18 | 0 |
| Risikovorsorge Factoringgeschäft | 97 | 0 |
| Summe | 31.189 | 20.110 |
3.3 Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft
Die Erlöse und Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft im Rahmen des Leasinggeschäftes setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft | 22.177 | 21.778 |
| Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft | 1.876 | 1.627 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 20.301 | 20.151 |
3.4 Ergebnis aus dem Neugeschäft
Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Einbuchung neuer Leasingforderungen | 445.503 | 539.615 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 2.495 | 3.309 |
| Erlöse aus Bearbeitungsgebühren | 1.626 | 1.845 |
| Erlöse aus Mietsonderzahlungen | 1.615 | 2.618 |
| Summe | 451.239 | 547.387 |
Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände | 420.284 | 512.800 |
| An Händler bezahlte Provisionen | 7.908 | 10.260 |
| Summe | 428.192 | 523.060 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 23.047 | 24.327 |
Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert.
3.5 Ergebnis aus der Verwertung
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Nachmieten | 20.919 | 17.112 |
| Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit | -18.905 | -14.671 |
| Buchverluste aus dem Abgang der Leasingforderungen | -2.326 | 175 |
| Summe | -312 | 2.266 |
Beiden Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Die Buchgewinne aus dem Abgang der Leasingforderungen ergeben sich aus den Erlösen für beendete Verträge abzüglich des Buchwertabganges der Leasingforderungen.
3.6 Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 507 (Vorjahr: 482). Auf die im Geschäftsjahr 2009 akquirierten Unternehmen entfallen im Durchschnitt für das Geschäftsjahr 19 Mitarbeiter. Teilzeitangestellte wurden anteilig berücksichtigt.
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gehälter | 24.609 | 23.141 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 4.697 | 4.287 |
| Summe | 29.306 | 27.428 |
Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern fast ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen ("Defined Contribution Plans") zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich 2009 auf insgesamt TEUR 1.077 (Vorjahr: TEUR 1.113) und betrafen überwiegend die in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleisteten Beiträge.
Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalkosten für das Geschäftsjahr 2009 von insgesamt TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 56) erfasst Zudem wurden TEUR 300 als Personalaufwand erfasst, die aus der Phantom-Stock-Vereinbarung (siehe Tz. 8.4) resultieren.
3.7 Abschreibungen
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Geschäftsausstattung | 1.448 | 1.291 |
| Bürogebäude | 476 | 476 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 977 | 1.002 |
| Summe | 2.901 | 2.769 |
Aufwendungen für Wertminderungen waren im Geschäftsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht zu verzeichnen.
3.8 Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (exkl. Personalaufwand)
Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Betriebskosten | 8.121 | 6.654 |
| Verwaltungskosten | 3.541 | 2.862 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 3.693 | 2.411 |
| Vertriebskosten (ohne Provisionen) | 3.894 | 4.205 |
| Sonstige Steuern | 869 | 955 |
| Summe Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (exkl. Personalaufwand) | 20.118 | 17.087 |
Beratungs- und Prüfungskosten
In den Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 3.693 (Vorjahr: TEUR 2.411) sind Aufwendungen für das Honorar (inklusive Auslagen) des Abschlussprüfers der GRENKELEASING AG in Höhe von insgesamt TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 391) enthalten. Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2009 setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Abschlussprüfung | 344 | 271 |
| Aufwendungen für sonstige Bestätigung- und Bewertungsleistungen | 117 | 98 |
| Aufwendungen für sonstige Leistungen | 78 | 22 |
| Summe | 539 | 391 |
Von dem Gesamthonorar waren TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 78) periodenfremd.
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 4.541 (Vorjahr: TEUR 4.497) entstanden. Der Aufwand ist in der Linie Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.
3.9 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Vereinnahmte Franchisegebühren | 686 | 511 |
| Vereinnahmte Verwaltungsgebühren | 506 | 0 |
| Weiterbelastete Gerichtskosten an Leasingnehmer | 77 | 127 |
| Provisionseinnahmen Bankgeschäft | 500 | 0 |
| Inkassogebühren Factoringgeschäft | 23 | 0 |
| Erfolgswirksam erfasste Umrechnungsdifferenzen aus Währungen | 726 | 0 |
| Übrige Posten | 879 | 688 |
| Summe | 3.397 | 1.326 |
3.10 Steueraufwendungen
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 16.256 | 9.532 |
| Latente Steuern | -7.233 | 1.996 |
| Summe | 9.023 | 11.528 |
Unter den laufenden Steuern sind Erträge in Höhe von TEUR 182 enthalten, die Vorjahre betreffen. In 2008 waren insgesamt TEUR 114 Aufwendungen in den laufenden Steuern enthalten. Für die Erhebungszeiträume ab 2008 hat GRENKELEASING das gewerbesteuerliche Bankenprivileg angewendet (siehe Tz. 2.5.12). Im Vergleich zur Nichtanwendung ergab sich für das Berichtsjahr ein um TEUR 431 (Vorjahr: TEUR 607) niedrigerer Steueraufwand. Außerdem wurden durch die erstmalige Anwendung des gewerbesteuerlichen Bankenprivilegs im Vorjahr latente Steuern in Höhe von TEUR 616 aufgelöst.
Überleitungsrechnung zwischen dem durchschnittlichen effektiven und dem erwarteten Steuersatz
Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKELEASING AG auf den effektiven Steuersatz bezogen auf den Vorsteuergewinn (100%) ergibt sich wie folgt:
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| Anzuwendender Steuersatz | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Gewerbesteuer | 14,19% | 14,19% |
| Körperschaftsteuer | 15,00% | 15,00% |
| Solidaritätszuschlag (5,5% der Körperschaftsteuer) | 0,83% | 0,83% |
| Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG | 30,02% | 30,02% |
| Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 0,19% | 0,12% |
| Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern | -3,22% | -2,08% |
| Saldo aus Steuerminderungen und -erhöhungen aufgrund Veränderungen in den Steuersätzen1) | -0,19% | -1,13% |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | -0,16% | 0,00% |
| Auflösung latente Steuer aus Gewerbesteuer (§ 19 GewStDV) | 0,00% | -1,38% |
| Steuernachzahlungen -erstattungen aus Vorjahren2) | -0,54% | 0,26% |
| Sonstiges | 0,73% | 0,00% |
| Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern | 26,83% | 25,81% |
1) Es hat sich im Wesentlichen folgende Veränderung der Steuersätze zur Berechnung der latenten Steuern ergeben: GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz Steuersatz 2009 23,45% (Vorjahr: 24,81%). GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien Steuersatz 2009 20,00% (Vorjahr: 24,00%). Steuersatz 2010 19,00%. GRENKE SERVICE AG Steuersatz 2009 29,13% (Vorjahr: 30,02%)
2) Steuererstattungen für Vorjahre in 2009 beliefen sich auf TEUR 183 (Vorjahr: Steuernachzahlungen aus Vorjahren TEUR 114).
3.11 Ergebnis je Aktie
Das jeweilige Periodenergebnis liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Bei der Ermittlung der durchschnittlichen Aktienzahl wurden im Geschäftsjahr 2009 die Anzahl der Stammaktien sowie die anteilig zuzurechnenden Stammaktien gegen Optionsscheine berücksichtigt. Ein Verwässerungseffekt ergab sich im Geschäftsjahr 2009 ebenso wie im Vorjahr nicht. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr EUR 1,80 (Vorjahr: EUR 2,42).
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| Stück | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittliche Anzahl neu ausgegebener Aktien aus Aktienoptionsprogramm | 0 | 0 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (unverwässert) | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (verwässert) | 13.684.099 | 13.684.099 |
| Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode | 13.684.099 | 13.684.099 |
4 AUSGEWÄHLTE ANGABEN ZUR BILANZ
4.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 38 | 6 |
| Guthaben auf Zentralbankkonten | 26.826 | 0 |
| Kontoguthaben bei Banken | 83.001 | 77.006 |
| Summe | 109.865 | 77.012 |
4.2 Finanzinstrumente mit positivem Marktwert
Unter den Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert in Höhe von TEUR 2.023 (Vorjahr: TEUR 7.093) befinden sich wie im Vorjahr ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung, welche neben Zins-Caps vor allem Fremdwährungstermin kontrakte umfassen. Eine Erläuterung zu den Zins- und Währungsderivaten findet sich unter Tz. 5.2.
4.3 Leasingforderungen
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Ausstehende Mindestleasingzahlungen | 1.070.360 | 1.089.135 |
| + Nicht garantierte Restwerte | 152.905 | 158.934 |
| Bruttoinvestition | 1.223.265 | 1.248.069 |
| - Nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag | 174.715 | 183.242 |
| Nettoinvestition | 1.048.550 | 1.064.827 |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 114.781 | 118.334 |
| Barwerte der Mindestleasingzahlungen | 933.769 | 946.493 |
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| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | länger als 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Bruttogesamtinvestition | 460.279 | 757.727 | 5.259 |
| Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) | 454.981 | 785.791 | 7.297 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 332.157 | 598.586 | 3.026 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorrjahr) | 320.417 | 621.874 | 4.202 |
Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | ||
| Stand zu Periodenbeginn | 1.064.827 | 930.195 |
| + Veränderung in der Periode | -16.277 | 134.632 |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 1.048.550 | 1.064.827 |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht-performende Leasingforderungen) | ||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 151.667 | 139.435 |
| - kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn | -73.276 | -69.572 |
| \= Nicht-performende Leasingforderungen zu Perioden beginn | 78.391 | 69.863 |
| + Veränderung Bruttoforderungen in der Periode | 40.119 | 27.514 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 22.397 | 15.283 |
| + Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode | 13.201 | 11.001 |
| - Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* | 22.985 | 14.704 |
| Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende | 86.329 | 78.391 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatzkurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 1.143.218 | 1.000.058 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatzkurz- und langfristig) zum Periodenende | 1.134.879 | 1.143.218 |
* Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 200).
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| TEUR | Barwert der Mindestleasingzahlungen | Barwert der Restwerte | Andere Forderungen gegen Leasingnehmer | Bilanzansatz |
|---|---|---|---|---|
| 2008 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 320.417 | 40.060 | 78.391 | 438.868 |
| Langfristige Leasingforderungen | 626.076 | 78.274 | 0 | 704.350 |
| Summe (Vorjahr) | 946.493 | 118.334 | 78.391 | 1.143.218 |
| 2009 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 332.157 | 40.829 | 86.329 | 459.315 |
| Langfristige Leasingforderungen | 601.612 | 73.952 | 0 | 675.564 |
| Summe (2009) | 933.769 | 114.781 | 86.329 | 1.134.879 |
Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten.
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht-performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:
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| zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen Mio.EUR |
Netto-Buchwert | davon zum Stichtag überfällig | Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag | < 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | Zwischen 181 Tage und 360 Tage |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2008 | ||||||
| nicht wertgemindert | 8,1 | 6,0 | 0,7 | 0,4 | ||
| wertgemindert | 70,3 | 143,6 | 73,3 | 8,6 | 6,6 | 11,7 |
| Summe | 78,4 | 143,6 | 73,3 | 14,6 | 7,3 | 12,1 |
| Zum 31.12.2009 | ||||||
| nicht wertgemindert | 10,7 | 8,9 | 0,7 | 0,5 | ||
| wertgemindert | 75,6 | 158,6 | 83,0 | 9,5 | 11,1 | 18,8 |
| Summe | 86,3 | 158,6 | 83,0 | 18,4 | 11,8 | 19,3 |
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| zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig | ||
|---|---|---|
| Leasingforderungen Mio.EUR |
Zwischen 1 und 5 Jahre | > 5 Jahre |
| --- | --- | --- |
| Zum 31.12.2008 | ||
| nicht wertgemindert | 0,9 | 0,0 |
| wertgemindert | 72,0 | 44,7 |
| Summe | 72,9 | 44,7 |
| Zum 31.12.2009 | ||
| nicht wertgemindert | 0,6 | 0,0 |
| wertgemindert | 66,2 | 53,0 |
| Summe | 66,8 | 53,0 |
Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor.
Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt.
Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2009 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:
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| Mio.EUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 73,3 | 69,6 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 23,0 | 14,9 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 9,0 | 3,8 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 4,2 | 7,2 |
| Währungsdifferenzen | -0,1 | -0,2 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 83,0 | 73,3 |
4.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 25.061 | 30.475 |
| Darlehen ABCP* | 34.015 | 0 |
| Kurzfristiger Anteil nachrangiges Darlehen ABS-Bond | 651 | 1.363 |
| Reservekonten ABS-Bond | 2.500 | 0 |
| Rateneinzüge Monatsende | 615 | 209 |
| Darlehen (Bank) | 3.379 | 0 |
| Forderungen gegen Refinanzierer | 867 | 0 |
| Forderungen aus dem Factoringgeschäft | 1.733 | 0 |
| Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 68.821 | 32.047 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Datlehen ABCP* | 32.950 | 64.844 |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 42.876 | 21.310 |
| Nachrangiges Darlehen ABS-Bond | 0 | 706 |
| Reservekonten ABS-Bond | 0 | 2.500 |
| Darlehen (Bank) | 6.789 | 0 |
| Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 82.615 | 89.360 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 151.436 | 121.407 |
* Diese Position wurde im Vorjahr vollständig als langfristiger Vermögenswert ausgewiesen.
Die Forderungen Franchisenehmer (siehe auch Tz. 2.5.3) beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Entsprechend werden die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von TEUR 3.457 (siehe auch Tz. 3.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet Keine der Forderungen ist überfällig und wertgemindert.
Zudem entfallen TEUR 3.074 (TNOK 25.513) auf eine Darlehensforderung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011 gegenüber der Gesellschaft in Norwegen. Für diese Forderung liegt eine Patronatserklärung des Gesellschafters des Schuldners mit Datum 8. Januar 2010 vor.
Die Darlehen ABCP und ABS-Bond beinhalten neben der Liquiditätsreserve, die je nach Herkunftsland und verwendetem Vehikel zwischen 8,0% und 30% bezogen auf das Volumen der zum Zwecke der Refinanzierung veräußerten Leasingforderungen beträgt, insbesondere Darlehen an die entsprechenden Zweckgesellschaften, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen gewährt werden müssen. Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen aber auch von der Herkunft der über die Zweckgesellschaften refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert Keine der Forderungen ist überfällig und wertgemindert.
Mit der Ausgabe des ABS-Bonds hat die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, ursprünglich ein nachrangiges Darlehen in Höhe von TEUR 5.625 begeben, das variabel verzinst wird. Dieses war zum 15. August 2007 vom Nominalbetrag her fix und reduziert sich danach fortlaufend auf 2,25% des noch ausstehenden Nominalbetrages der platzierten Tranchen. Aufgrund des erwarteten Tilgungsverlaufes wurde entsprechend der gesamte Betrag von TEUR 651 als kurzfristig (siehe Tz. 4.12.1) klassifiziert. Des Weiteren musste die GRENKE FINANCE Plc. verzinsliche Reservekonten in einer Gesamthöhe von TEUR 2.500 dotieren. Die dargestellten Vermögenswerte sind nicht überfällig und werden als nicht wertgemindert angesehen.
Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der Anfang 2009 akquirierten GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag ein Volumen von TEUR 10.168 auf. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst.
In Folge der im August akquirierten GRENKE FACTORING GmbH weist der Konzern zum 31. Dezember 2009 Forderungen aus dem Factoringgeschäft von insgesamt TEUR 1.733 aus. Die entfallenen Factoringgebühren und zinsähnlichen Erträge im Rahmen der Erbringung der Factoringdienstleistung werden als zinsähnliche Erträge im Zinsergebnis abgebildet.
4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.046 (Vorjahr: TEUR 5.955) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind TEUR 1.367 (Vorjahr: TEUR 850) überfällig und hiervon TEUR 1.124 (Vorjahr: TEUR 491) wertgemindert.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 3.513) enthalten.
4.6 Steuererstattungsansprüche
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Steuererstattungsanspruch aus Körperschaftsteuer | 314 | 4.485 |
| Steuererstattungsanspruch aus Gewerbesteuer | 59 | 502 |
| Übrige Posten | 465 | 224 |
| Summe | 838 | 5.211 |
Die Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer resultieren aus zu hoch festgesetzten Vorauszahlungen.
4.7 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Umsatzsteuererstattungsanspruch | 19.455 | 17.237 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 732 | 519 |
| Übrige Posten | 1.889 | 1.193 |
| Summe | 22.076 | 18.949 |
4.8 Sachanlagen
4.8.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2008
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen in Bau | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- / Herstellungskosten 01.01.2008 | 16.587 | 9.863 | 0 | 13.914 | 40.364 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 17 | 0 | 0 | 17 |
| Zugänge | 36 | 1.993 | 0 | 17.680 | 19.709 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 130 | 0 | 332 | 462 |
| Abgänge | 0 | 715 | 0 | 14.671 | 15.386 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs- / Herstellungskosten 31.12.2008 | 16.623 | 11.158 | 0 | 16.923 | 44.704 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2008 | 1.803 | 5.731 | 0 | 0 | 7.534 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 22 | 0 | 0 | 22 |
| Zugänge | 476 | 1.291 | 0 | 14.671 | 16.438 |
| Abgänge | 0 | 333 | 0 | 14.671 | 15.004 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 | 2.279 | 6.711 | 0 | 0 | 8.990 |
| Nettobuchwerte 31.12.2008 | 14.344 | 4.447 | 0 | 16.923 | 35.714 |
4.8.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2009
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen in Bau | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- / Herstellungskosten 01.01.2009 | 16.623 | 11.158 | 0 | 16.923 | 44.704 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 23 | 0 | 28 | 51 |
| Zugänge | 63 | 1.743 | 0 | 18.752 | 20.558 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 950 | 0 | 0 | 950 |
| Abgänge | 0 | 296 | 0 | 18.905 | 19.201 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs- / Herstellungskosten 31.12.2009 | 16.686 | 12.628 | 0 | 16.798 | 46.112 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2009 | 2.279 | 6.711 | 0 | 0 | 8.990 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 14 | 0 | 0 | 14 |
| Zugänge | 476 | 1.448 | 0 | 18.905 | 20.866 |
| Abgänge | 0 | 210 | 0 | 18.905 | 19.152 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2009 | 2.755 | 7.963 | 0 | 0 | 10.718 |
| Nettobuchwerte 31.12.2009 | 13.931 | 4.665 | 0 | 16.798 | 35.394 |
Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbarsind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Ergebnis aus der Verwertung gezeigt (siehe Tz. 3.5).
4.9 Geschäfts- und Firmenwerte
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten zum 01.01. | 8.239 | 2.157 |
| Währungsdifferenzen | 191 | -1.216 |
| Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 2.748 | 7.298 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten zum 31.12. | 11.178 | 8.239 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 01.01. | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 0 | 0 |
| Nettobuchwerte 31.12.2009 | 11.178 | |
| Nefobuchwerte 01.01.2009 | 8.239 | |
| Nettobuchwerte 31.12.2008 | 8.239 | |
| Nettobuchwerte 01.01.2008 | 2.157 |
4.9.1 Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert
Auf Basis der Halbjahreszahlen 2009 wurden planmäßig zum 30. September 2009 die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte einer Überprüfung der Werthaltigkeit (Impairment Test") gemäß IAS 36 unterzogen. GRENKELEASING überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erziel baren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen werden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft von bis zu 50% und Euro-Abzinsungsfaktoren von 6,4%. Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital Asset Pricing Modell) auf, wobei ein risikofreier Euro-Zins von 3,2% (Vorjahr: 3,2%) und ein Betafaktor von 0,63 (Vorjahr: 0,75) berücksichtigt werden. Insgesamt ergeben sich landes- und währungsspezifische Diskontierungssätze zwischen 6,4% und 10,7%.
Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognose-Parameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von 5 Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Ein beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist derzeit nicht verfügbar. Cashflows nach dem Zeitraum von 5 Jahren wurden unter Verwendung der ewigen Rente in die Berechnung integriert.
Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die Grundlage für die Impairment Tests der Geschäftswerte darstellen, entsprechen im Wesentlichen den rechtlichen Einheiten. Wesentliche Parameter für die Bestimmung des Werts sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität.
Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| GRENKE SERVICE AG (Baden-Baden) | 379 | 379 |
| GRENKELEASING s.r.o. (Prag) - Tschechische Republik) | 1.281 | 1.270 |
| GRENKE LEASING S.r.l. und GRENKE Locazione S.r.l. (Mailand) - Italien | 504 | 504 |
| Grenke Leasing Ltd. (Guildford) - Großbritannien | 1.909 | 1.779 |
| GRENKELEASING Sp.zo.o (Posen) - Polen | 4.357 | 4.307 |
| GRENKE BANK AG (Hamburg)* | 592 | 0 |
| GRENKEFACTORING GmbH (Baden-Baden)* | 2.156 | 0 |
| Summe | 11.178 | 8.239 |
* Ermittlung Firmenwert noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation zum Stichtag noch nicht finalisiert (siehe Tz. 6.1)
4.9.2 Sensitivität der getroffenen Annahmen
Der Fair Value einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Beta-Faktor für das systematische Risiko determiniert. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken.
Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten Fair Values werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Fair Values zu testen. Vor diesem Hintergrund ist das Management der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer Wertminderung führen. Die sich zwischen dem routinemäßigen Werterhaltungstest zum 30. September 2009 auf Basis der Halbjahreszahlen und dem Stichtag ergebenden Veränderungen der Parameter hätten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
4.10 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
4.10.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2008
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| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Händlerstamm | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2008 | 737 | 1.779 | 0 | 2.516 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -322 | -322 |
| Zugänge | 83 | 516 | 1.948 | 2.547 |
| Abgänge | 0 | 35 | 0 | 35 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2008 | 820 | 2.260 | 1.626 | 4.706 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2008 | 402 | 1.091 | 0 | 1.493 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -51 | -51 |
| Zugänge | 249 | 432 | 322 | 1.003 |
| Abgänge | 0 | 35 | 0 | 35 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 | 651 | 1.488 | 271 | 2.410 |
| Nettobuchwerte 31.12.2008 | 169 | 772 | 1.355 | 2.296 |
4.10.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2009
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| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Händlerstamm | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2009 | 820 | 2.260 | 1.626 | 4.706 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 48 | 48 |
| Zugänge | 0 | 215 | 656 | 871 |
| Abgänge | 619 | 1 | 0 | 620 |
| Zugänge Tochtergesellschaften | 0 | 110 | 0 | 110 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2009 | 201 | 2.584 | 2.330 | 5.115 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2009 | 651 | 1.488 | 271 | 2.410 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 19 | 19 |
| Zugänge | 125 | 474 | 378 | 977 |
| Abgänge | 619 | 5 | 0 | 624 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2009 | 157 | 1.957 | 668 | 2.782 |
| Nettobuchwerte 31.12.2009 | 44 | 627 | 1.662 | 2.333 |
Die Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen eine selbsterstellte Factoring-Software und Webshop-Programmierung. Zugänge im Bereich "Händlerstamm" sind ausschließlich auf die in 2008 und 2009 abgeschlossenen Akquisitionen zurückzuführen.
4.11 Latente Steueransprüche und -schulden
Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:
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| Bilanz | Gewinn- und Verlustrechnung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Latente Steueransprüche | ||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 11.034 | 11.599 | 1.107 | -150 |
| Umbewertung der Leasingverbindlichkeiten | 2.024 | 5.302 | 3.207 | -155 |
| Umbewertung der Leasingforderungen | 2.124 | -2.124 | ||
| Pensionen | 113 | 21 | 0 | 0 |
| Sonstige Umbewertungen (Derivate) | 262 | 520 | 0 | 0 |
| Summe | 15.557 | 17.442 | 2.190 | -305 |
| Latente Steuerschulden | ||||
| Umbewertung der Leasingforderungen | 35.120 | 47.199 | -12.314 | 2.814 |
| Umbewertung der Leasingverbindlichkeiten | 3.424 | 3.424 | ||
| Sonstige Umbewertungen | 36 | 569 | -533 | -513 |
| Summe | 38.580 | 47.768 | -9.423 | 2.301 |
| Latenter Steueraufwand/(-ertrag) | -7.233 | 1.996 | ||
| Latente Steuerschulden, netto | 23.023 | 30.326 | ||
| In der Bilanz wie folgt ausgewiesen: | ||||
| Latente Steueransprüche | 15.557 | 17.442 | ||
| Latente Steuerschulden | 38.580 | 47.768 |
Von den latenten Steuern auf Verlustvorträge beziehen sich insgesamt TEUR 2.123 auf die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Belgien und Schweden sowie die erworbene GRENKEFACTORING GmbH. Bei diesen Gesellschaften übersteigen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge die zu bildenden passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen um insgesamt TEUR 1.274. Auf Basis der Planung für die jeweiligen Landesgesellschaften gehen wir jedoch davon aus, dass genügend zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden, sodass die Verlustvorträge genutzt werden können. Dies konnte analog auch in den anderen Ländern, in denen GRENKELEASING vertreten ist, nachgewiesen werden. Bei der dänischen Gesellschaft wurden die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge auf die Höhe der passiven latenten Steuern von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 107) begrenzt.
Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 176 aufgelöst (Vorjahr Auflösung passiver latenter Steuer TEUR 655). Diese resultieren aus der erfolgsneutral aufgelösten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr TEUR 1) berücksichtigt. Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der GRENKELEASING AG als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur.
Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5%igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG)soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passiven Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersch baren Zukunft umdrehen. Da diese Umkehrung derzeit nur in Bezug auf einen Teilbetrag für die Tochtergesellschaft in der Schweiz zu erwarten ist, wurden nur die betreffenden Steuerlatenzen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 26) bilanziell berücksichtigt Für die verbleibenden Differenzen in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr TEUR 1.798) wurden keine Latenzen angesetzt.
Am 22. Juli 2009 wurde das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16. Juli 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht Zu den darin enthaltenen Steuererleichterungen zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise gehört ein zeitlich befristetes Sanierungsprivileg, mit dem die Verlustabzugsbeschränkung des § 8c KStG für bestimmte Sanierungsfälle entschärft wurde. Demnach ist ein Beteiligungserwerb, der nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 erfolgt dann unschädlich mit Blick auf die Verlustnutzungsbeschränkung des § 8c Abs. 1 KStG, wenn er zum Zweck der Sanierung des Geschäftsbetriebs der Verlustgesellschaft erfolgt Als begünstigte Sanierung wird eine Maßnahme definiert, die darauf gerichtet ist, die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern oder zu beseitigen und zugleich die wesentlichen Betriebsstrukturen zu erhalten. Wir haben im Rahmen der Erstkonsolidierung und Kaufpreisallokation der GRENKEFACTORING GmbH ein Tax Asset von TEUR 543 (KSt: TEUR 299, GewSt TEUR 244) berücksichtigt Die erforderliche Erhaltung der wesentlichen Betriebsstrukturen wurde durch Zuführung wesentlichen Betriebsvermögens durch Einlagen (siehe Tz. 2.4.1) erfüllt.
4.12 Kurz- und langfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden des GRENKELEASING AG Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 379.343 | 441.847 |
| Verbindlichkeiten aus ABS/ABCP | 124.644 | 178.170 |
| Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplaizierungen | 226.072 | 233.117 |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 28.627 | 30.560 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 75.817 | 0 |
| Kurzfristige Bankschulden | 2.346 | 4.692 |
| davon Kontokorrentschulden | 1.131 | 3.593 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 457.506 | 446.539 |
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 601.822 | 609.218 |
| Verbindlichkeiten aus ABS/ABCP | 189.461 | 269.957 |
| Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen | 383.506 | 306.043 |
| Forderungsverkaufs-Verträge | 28.855 | 33.218 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 30.561 | 0 |
| Langfristige Bankschulden | 6.516 | 7.819 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 638.899 | 617.037 |
| Summe Finanzschulden | 1.096.405 | 1.063.576 |
Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt dar:
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| TEUR | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Besicherter Betrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 2009 | 601.822 | 601.173 | 649 | 218.316 |
| des Leasinggeschäfts | (Vorjahr) | 609.218 | 608.090 | 1.128 | 303.175 |
| Verbindlichkeiten aus dem | 2009 | 30.561 | 30.561 | 0 | 0 |
| Einlagengeschäft | (Vorjahr) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2009 | 6.516 | 4.421 | 2.095 | 10.800 | |
| Bankschulden | (Vorjahr) | 7.819 | 2.843 | 4.976 | 10.800 |
Unter den Bankschulden ist der langfristige Teil eines Darlehens in Höhe von insgesamt TCHF 5.052 (ursprünglich TCHF 11.724) ausgewiesen, das mit dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet wurde. Es hat eine Laufzeit vom 23. Dezember 2002 bis zum 30. Juni 2016 und wird mit 2,95% p. a. verzinst Als Sicherheit wurde am 18. Dezember 2002 eine Grundschuld (Grundbuch Oos Nr. 6080) auf das Bürogebäude zugunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft, Baden-Baden, in Höhe von TEUR 8.000 eingetragen.
Zur Finanzierung des Neubaus eines Bürogebäudes wurde ein Kredit in Höhe von TEUR 5.500 mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verzinsung von 3,1% aufgenommen. Die Zinszahlungstermine sind vierteljährlich nachschüssig. Das Darlehen wird seit 30. September 2008 halbjährlich getilgt Die Auszahlung erfolgte in Höhe von 96% des Darlehensbetrags. Als Sicherheit wurde am 11. Oktober 2006 eine weitere Grundschuld in Höhe von TEUR 2.800 eingetragen.
Außerdem werden unter den Bankschulden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet Zum Stichtag wurden diese Linien mit TEUR 1.131 (Vorjahr: TEUR 3.593) ausgeschöpft.
Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt TEUR 75.817 entfallen zum Stichtag TEUR 24.286 auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart.
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt TEUR 371.587 (Vorjahr: TEUR 511.903) an die refinanzierenden Institute abgetreten. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurückübertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können.
Im Folgenden werden die Refinanzierungsquellen und damit die wesentlichen Kategorien der Finanzschulden näher erläutert.
4.12.1 ABS-Bond
Am 4. August 2006 wurde der erste ABS-Bond mit einer geplanten Laufzeit von 6 Jahren in Höhe von insgesamt TEUR 250.000 über die Zweckgesellschaft GOALS (GRENKE Ongoing Asset Lease Securitization) platziert Die Verzinsung erfolgt variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 0,08% und 1,75% liegt.
Bei dieser Art der Refinanzierung werden von der Zweckgesellschaft mehrere Tranchen von Anleihen mit unterschiedlichen Ratings (Risikoklassen) ausgegeben. Der Anteil der am besten beurteilten Tranche ist ein Spiegelbild der Qualität des Leasingportfolios sowie des internen Risikomanagements und wirkt sich unmittelbar auf die Kosten dieser Finanzierungsart aus. Ein Anteil von 85% (TEUR 212.500) der Anleihe wurde mit dem höchsten Rating von Standard & Poor's (AAA) und Moody's (Aaa) ausgezeichnet Die 100%ige Tochter der GRENKELEASING AG, die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die letzte Tranche des ABS-Bonds mit einem Nominalwert von TEUR 5.000 gezeichnet, sodass im Konzern letztendlich nur ein Geldzufluss von TEUR 245.000 zu verzeichnen war. Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag TEUR 6.973 (Vorjahr: TEUR 37.622).
GRENKELEASING nimmt keine Ausbuchung der im Rahmen des ABS-Bonds veräußerten zukünftigen Leasingforderungen vor. Ein Rückkauf nicht-performender Leasingverträge findet, im Gegensatz zu den ABCP-Programmen, nicht statt, allerdings verbleiben aufgrund der Verrechnungsmechanismen wirtschaftlich gesehen die Forderungsausfälle bei der 100%igen Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc und damit im Konzern. Der Verkauf der zukünftigen Leasingforderungen wird für den ABS-Bond als Darlehensaufnahme behandelt und als solche auch bilanziell abgebildet.
Im Dezember 2009 wurde die vertraglich mögliche vorzeitige Rückführung des ABS-Bonds, der sogenannte Clean-up-Call, von GRENKELEASING beantragt Aufgrund der geplanten Rückabwicklung des zum Stichtag noch ausstehenden Volumens von TEUR 6.973 zum 15. Januar 2010 sind sämtliche mit dem ABS-Bond verbundenen Finanzschulden und finanziellen Vermögenswerte unter dem kurzfristigen Teil der jeweiligen Position zum Stichtag ausgewiesen.
4.12.2 ABCP-Programme
Der GRENKELEASING AG Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)-Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von TEUR 662.200 (Vorjahr: TEUR 512.200) haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:
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| ABCP-Programm/SPV | Initiierende Bank | Refinanzierbare Leasingforderungen | Programmvolumen TEUR zum 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Compass Variety Funding Limited | WestLß | Deutsche und Österreichische Leasingforderungen | 250.000 |
| Kebnekaise Funding Limited | SEB AB | Deutsche und Französische Leasingforderungen | 112.200 |
| CORAL PURCHASING Limited | DZ-Bank | Deutsche und Französische Leasingforderungen | 150.000 |
| Weinberg Capital Limited | LBBW | Deutsche Leasingforderungen | 150.000 |
| Gesamt | 662.200 |
Am Ende des Geschäftsjahres 2009 waren 55% (Vorjahr 79%) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen. Während die Programme der SEB, der LBBW und der DZ-Bank grundsätzlich zeitlich unbegrenzt sind, läuft das Programm mit der WestLB bis zum 3. Mai 2010.
Für den Ankauf französischer Leasingforderungen über die von der DZ-Bank initiierte Zweckgesellschaft CORAL PURCHASING Limited ab dem 1. Oktober 2009 wurde unter Beachtung der aktuellen Rahmenbedingungen für Verbriefungen in Frankreich von GRENKELEASING ein sogenanntes FCT (Fonds Commun de Titrisation a Compartments / French Issuer) ins Leben gerufen. Dieses FCT dient einzig und allein der Verbriefung französischer Leasingforderungen im Rahmen des ABCP-Programms über CORAL PURCHASING Limited.
Im Rahmen der ABCP-Programme werden zur Absicherung der variablen Zahlungsströme aus der Platzierung von Commercial Papers von den jeweiligen Zweckgesellschaften (SPV) teilweise verschiedene Zinssicherungsinstrumente (Zins-Caps und Zins-Swaps) abgeschlossen. Sofern hierbei Kosten anfallen, werden diese der GRENKELEASING AG weiterbelastet Im Gegenzug partizipiert die Gesellschaft an der entsprechenden Zinssicherung, da der an das ABCP-Programm ausgezahlte Vorteil aus dem entsprechenden Sicherungsgeschäft an die GRENKELEASING AG über den Excess Spread weitergereicht wird. Die bei GRENKELEASING anfallenden Kosten werden als Transaktionskosten gemäß IAS 39 klassifiziert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Refinanzierungspakete amortisiert.
Ein Währungsrisiko besteht im Rahmen der ABCP-Refinanzierung nicht, da ausschließlich Euro-Transaktionen und eurobasierte Leasingverträge Vertragsgegenstand sind. Der Barwert des Gesamtvolumens der Programme beträgt zum Stichtag TEUR 382.950 (Vorjahr: TEUR 410.505). Da die Höhe der bereitgestellten Finanzierung immer exakt dem Bestand an verkauften Forderungen (abzüglich Abschläge etc.) entspricht, muss sich eine Absicherungsstrategie am verkauften Forderungsbestand orientieren.
Im Gegensatz zu den unter Tz. 4.12.3 dargestellten Forderungsverkäufen besteht allerdings hier keine Zinskongruenz zwischen Aktiv- und Passivseite, da die Finanzierung des Ankaufs der Forderungen durch die ABCP-Programme im Commercial-Paper-Markt erfolgt Der Referenzzinssatz für die Programme ist ein Einmonats-Euribor-Zinssatz, sodass es sich grundsätzlich um eine variable Verzinsung handelt Der durchschnittliche Zinssatz der Programme betrug in 2009 2,03% (Vorjahr 4,58%).
GRENKELEASING nimmt keine Ausbuchung der im Rahmen der ABCP-Programme veräußerten zukünftigen Leasingforderungen vor. Zwar werden rechtlich gesehen alle Rechte auf den Erhalt der Zahlungsströme auf die entsprechenden Zweckgesellschaften übertragen, wirtschaftlich verbleiben alle Chancen und Risiken aber bei der Gesellschaft Hierdurch wird sichergestellt, dass das Rating und damit auch zusammenhängend die Verzinsung der Refinanzierung konstant gehalten wird. Der Verkauf der zukünftigen Leasingforderungen wird in sämtlichen Fällen als Darlehensaufnahme behandelt und als solche auch bilanziell dargestellt GRENKELEASING konsolidiert in ihrem Abschluss keine der im Rahmen der ABCP-Programme beziehungsweise im Rahmen des ABS-Bonds eingesetzten Zweckgesellschaften (SPV). Eine Off-Balance Sheet-Bilanzierung findet nicht statt (siehe Tz. 2.5.14).
Gleichwohl wird das im Rahmen der Transaktion von französischen Leasingforderungen über die Zweckgesellschaft CORAL PURCHASING Limited von GRENKELEASING gegründete FCT voll konsolidiert Eine Konsolidierung der Zweckgesellschaft CORAL PURCHASING Limited wird mit Bezug auf die oben stehende Argumentation verneint.
4.12.3 Forderungsverkaufs-Verträge
Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden, der Sparkasse Karlsruhe, der Commerzbank AG sowie mit der UBS AG in der Schweiz und mit der Commerzbanktochter BRE-Bank SA in Polen, wobei die Vereinbarungen mit der Commerzbank AG und der BRE-Bank SA in Polen wurden beendet Die entsprechend kontrahierten Portfolien tilgen und Neuankäufe sind derzeit nicht möglich. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird, durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit, der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt.
Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für GRENKELEASING über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt TEUR 57.482 (Vorjahr: TEUR 63.778).
Das Refinanzierungsvolumen der Forderungsverkaufs-Verträge mit der UBS AG, Schweiz, wurde am 25. September 2008 von TCHF 50.000 auf TCHF 60.000 erhöht.
4.12.4 Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen
Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst.
Alle Schuldverschreibungen sind endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet.
Debt-Issuance-Programm
Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Nennbetrag | Nennbetrag | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Laufzeit | Zinskupon | Disagio | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bezeichnung | von | bis | Prozent p.a | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR-Anleihe | 22.03.2005 | 22.03.2010 | Euribor +0,60 | 486 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 20.04.2009 | 20.04.2011 | Euribor +2,80 | 10.000 | - | |
| EUR-Anleihe | 18.05.2009 | 04.07.2011 | Euribor +0,75 (stufenweise + 0,50) | 11.950 | - | |
| EUR-Anleihe | 13.08.2009 | 13.08.2012 | 6,1250 | 157 | 100.000 | - |
Am 20. April 2009 hat der Konzern die in 2006 unter dem DIP emittierte Festzinsanleihe über TEUR 100.000 und die in 2007 begebene variabel verzinste Anleihe über TEUR 25.000 fristgerecht getilgt. Die Tilgungsleistung erfolgte zum größten Teil aus dem laufenden Cashflow des Konzerns. Zudem wurde am 20. April 2009 im Rahmen des DIP eine Anleihe über TEUR 10.000 mit einer Laufzeit von 2 Jahren und einem variablen Zinskupon mit einem Aufschlag von 2,80% begeben.
Die am 27. April 2009 und am 10. Juni 2009 fälligen Anleihen mit einem Nennbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 21.000 wurden fristgerecht zurückgeführt.
Am 18. Mai 2009 wurde eine variable Schuldverschreibung über TEUR 12.050 begeben. Bei dieser variabel verzinsten Schuldverschreibung beträgt der anfängliche (bis zum 4. Oktober 2009) Aufschlag 0,75%, der sich in den folgenden Perioden staffelt und in jedem Quartal um 50 Basispunkte erhöht In der letzten Zinsperiode vom 4. April 2011 bis zum 4. Juli 2011 beträgt der Aufschlag auf den Euribor schließlich 4,25%.
Am 13. August 2009 hat der Konzern unter dem DIP eine Anleihe über TEUR 100.000 begeben. Die Festzinsanleihe mit einem Kupon von 6,125% ist am 13. August 2012 fällig. Der Auszahlungsbetrag der Anleihe belief sich unter Berücksichtigung der Arrangierungsgebühren auf TEUR 99.243.
Bei der am 22. März 2005 von der irischen Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. begebenen Anleihe mit Nennbetrag in Höhe von TEUR 100.000 hat die GRENKELEASING AG eine unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsgemäße und pünktliche Zahlung von Kapital, Zinsen und sonstige auf die Schuldverschreibung zahlbaren Beträge übernommen.
Schuldscheindarlehen (SSD)
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
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| Bezeichnung | Nennbetrag | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erläuterung | Laufzeit | Zinskupon | Disagio | 31.12.2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| im Text | von | von | Prozent p.a | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unveränderte SSD | ||||||
| EUR-SSD | 06.12.2005 | 05.12.2010 | 3,7730 | - | 20.000 | |
| EUR-SSD | 22.12.2005 | 22.12.2010 | Euribor + 0,61 | 62 | 17.000 | |
| EUR-SSD | 13.09.2007 | 06.12.2010 | 5,0920 | - | 15.000 | |
| EUR-SSD | 30.04.2008 | 30.04.2011 | 4,6905 | - | 40.000 | |
| EUR-SSD | 30.07.2008 | 30.07.2011 | 6,0500 | - | 14.000 | |
| Anpassungen SSD | ||||||
| EUR-SSD | (I) | 19.03.2009* | 10.03.2014 | 5,1374 | - | 10.000 |
| EUR-SSD | (II) | 30.03.2009* | 28.03.2013 | 5,7610 | - | 10.000 |
| EUR-SSD | (III) | 10.03.2008 | 10.03.2011 | 4,7190 | 57 | 2.500 |
| EUR-SSD | (IV) | 10.03.2008 | 10.03.2011 | Euribor + 0,85 | 86 | 35.500 |
| EUR-SSD | (V) | 30.03.2009* | 28.03.2013 | 5,7610 | 15 | 10.000 |
| Neuemissionen SSD | ||||||
| EUR-SSD | (a) | 10.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8900 | - | 10.000 |
| EUR-SSD | (b) | 10.03.2009 | 11.03.2013 | 5,1680 | - | 4.000 |
| EUR-SSD | (c) | 30.03.2009 | 10.03.2014 | 5,8800 | - | 14.500 |
| EUR-SSD | (d) | 25.05.2009 | 25.05.2012 | 5,5400 | - | 26.500 |
| EUR-SSD | (e) | 15.06.2009 | 15.06.2013 | Euribor + 3,75 | - | 10.000 |
| EUR-SSD | (f) | 15.06.2009 | 15.06.2013 | Euribor + 3,75 | - | 15.000 |
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| Bezeichnung | Nennbetrag 31.12.2008 TEUR |
|---|---|
| Unveränderte SSD | |
| EUR-SSD | 20.000 |
| EUR-SSD | 17.000 |
| EUR-SSD | 15.000 |
| EUR-SSD | 40.000 |
| EUR-SSD | 21.000 |
| Anpassungen SSD | |
| EUR-SSD | 10.000 |
| EUR-SSD | 10.000 |
| EUR-SSD | 25.500 |
| EUR-SSD | 37.500 |
| EUR-SSD | 10.000 |
| Neuemissionen SSD | |
| EUR-SSD | - |
| EUR-SSD | - |
| EUR-SSD | - |
| EUR-SSD | - |
| EUR-SSD | - |
| EUR-SSD | - |
* Datum der Verlängerung bzw. der Zinsanpassung.
Am 19. März 2009 wurde das Schuldscheindarlehen über TEUR 10.000 - Tabelle (I) - mit einer Ursprungsfälligkeit zum 16. August 2010 auf den 10. März 2014 verlängert. Zeitgleich wurde die vereinbarte variable Verzinsung in eine feste Verzinsung geändert, sodass ab dem 19. März 2009 der Festzinskupon von 5,1374% gilt.
Für das Schuldscheindarlehen vom 25. Oktober 2007 - Tabelle (II) - mit einer ursprünglichen Laufzeit bis zum 25. Oktober 2010 und einem Festzins von 5,09% wurde am 30. März 2009 der Rückzahlungstermin auf den 28. März 2013 verlängert und ein neuer Festzins über 5,761%) vereinbart.
Das Schuldscheindarlehen mit ursprünglichem Notional von TEUR 25.500 - Tabelle (III) - wurde insgesamt im Nominalvolumen auf TEUR 2.500 angepasst Dafür wurden am 10. März 2009 TEUR 7.500 Nominalvolumen abgelöst und zeitgleich ein neues Schuldscheindarlehen - Tabelle (a) - über ein Volumen von TEUR 10.000 mit einem Festzins von 5,89% und einem Laufzeitende zum 10. März 2014 emittiert. Außerdem wurden TEUR 14.500 am 30. März 2009 mit einem Festzins von 5,88% und einer Fälligkeit am 10. März 2014 als neues Schuldscheindarlehen - Tabelle (c) - begeben und am 30. März 2009 erfolgte die Tilgung des Nominalvolumens über TEUR 1.000. Das auf das ursprüngliche Schuldscheindarlehen entfallene Disagio mit einem Anfangswert von TEUR 57 wurde infolge der Anpassungen im ersten Quartal 2009 mit einem Betrag von TEUR 37 erfolgswirksam aufgelöst.
Das Schuldscheindarlehen -Tabelle (IV) - mit einem anfänglichen Volumen von TEUR 37.500 weist zum Stichtag noch ein Nominalvolumen von TEUR 35.500 auf. Hier wurden am 10. März 2009 TEUR 2.000 aus dem Schuldscheindarlehen abgelöst und zeitgleich wurde ein neues Schuldscheindarlehen - Tabelle (b) - über TEUR 4.000 mit dem Tilgungstermin 11. März 2013 kontrahiert. Das neue begebene Schuldscheindarlehen hat einen Festzins von 5,168%. Die Auflösung des auf die Ursprungsemission bezogenen Disagios mit einem Startwert von TEUR 86 wurde für das erste Quartal 2009 vollständig mit einem Betrag von TEUR 56 erfolgswirksam verbucht.
Am 30. März 2009 wurde das Schuldscheindarlehen - Tabelle (V) - mit einer ursprünglichen Fälligkeit zum 30. April 2011 auf den Tilgungstermin zum 28. März 2013 verlängert In diesem Zusammenhang wurde der Festzins von 5,21% auf 5,761% für diese Laufzeit kontrahiert Das Disagio der Emission, welches anfänglich TEUR 15 betrug, wurde mit seinem Restbuchwert in Höhe von TEUR 10 als Aufwand erfasst.
Am 25. Mai 2009 wurde ein neues Schuldscheindarlehen - Tabelle (d) - über ein Nominalvolumen von TEUR 26.500 begeben. Der Festzins beträgt über die gesamte Laufzeit von drei Jahren 5,54%.
Zwei variabel verzinste Schuldscheindarlehen - Tabelle (e) und (f) - wurden zum 15. Juni 2009 mit einem Nominalvolumen in Höhe von TEUR 10.000 und TEUR 15.000 von der GRENKELEASING AG emittiert Die Laufzeit umfasst jeweils vier Jahre und der auf dem Euribor basierende variable Zins erfährt einen Aufschlag von 3,75%, der sich in Abhängigkeit vom Emittentenrating bis auf 4,75% erhöhen kann. Zeitgleich wurde eine Emission über TEUR 10.000 auf den 24. März 2010 kontrahiert Diese künftige Emission hat identische Parameter wie die beiden o.g. Emissionen, d.h. sie ist zum 15. Juni 2013 fällig und die auf dem Euribor basierende Verzinsung hat einen derzeitigen Aufschlag von 3,75%. Das Darlehen dient der Refinanzierung der im März 2010 fälligen Anleihe aus dem Debt-Issuance-Programm.
Im dritten Quartal 2008 wurde ein festverzinsliches Schuldscheindarlehen mit einem Zinssatz in Höhe von 6,05% und einem Nennbetrag von TEUR 21.000 abgeschlossen. Über die Laufzeit von 3 Jahren wird jährlich eine Tilgungszahlung in Höhe von TEUR 7.000 geleistet.
Bei dem am 6. Dezember 2005 von der irischen Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. aufgenommenen Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 20.000 wurde die GRENKELEASING AG als gesamtschuldnerische Mithafterin vertraglich aufgenommen. Die GRENKELEASING AG hat die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsgemäße und pünktliche Zahlung von Kapital und Zinsen und sonstige auf die Schuldverschreibung zahlbaren Beträge übernommen.
4.12.5 Kreditvertrag
Mit der Banque Populaire d'Alsace hat die französische Tochtergesellschaft der GRENKELEASING AG am 29. Juni 2009 einen Kreditvertrag über ein nominales Volumen von TEUR 5.000 geschlossen mit einer Laufzeit vom 1. Juli 2009 bis zum 1. Juli 2011. Die Ausnutzung des Kreditvolumens kann über diese Laufzeit variabel gestaltet werden. Die Verzinsung des in Anspruch genommenen Kreditvolumens beläuft sich auf den Durchschnitt des 3-Monats-Euribors, welcher quartalsweise ermittelt wird zuzüglich einer Marge von 1,80%. Per 31. Dezember 2009 wurde dieses Kreditvolumen nicht in Anspruch genommen.
4.12.6 Revolving Credit Facility
Der Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen revolvierender Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von TEUR 120.000, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von TEUR 5.000 über eine Laufzeit von mindestens einem Monat aufzunehmen. Vier der seit 2006 bestehenden Darlehensfazilitäten über ein Volumen von insgesamt TEUR 120.000 wurden wiederum für ein Jahr verlängert Die Facility mit der SEB wurde bis zum Juli 2010, die Facility mit der WestLB bis zum August 2010, die Facility mit der Deutsche Bank bis zum September 2010 und die Facility mit der DZ-Bank bis zum Oktober 2010 verlängert. Der im Februar 2009 um ein halbes Jahr verlängerte Rahmen über TEUR 30.000 mit der Commerzbank ist im August 2009 ausgelaufen.
Zum 31. Dezember 2009 wurden diese Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt TEUR 60.000 (Vorjahr: TEUR 80.000) ausgeschöpft. Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.
4.13 Finanzinstrumente mit negativem Marktwert
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Derivate mit Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 3.715 | 3.833 |
| Derivate ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 1.117 | 1.601 |
| Summe | 4.832 | 5.434 |
Die Gesellschaft weist im laufenden Geschäftsjahr negative Marktwerte im Zusammenhang mit Zinstauschgeschäften (siehe Tz. 5.2.3) und Devisentermingeschäften (siehe Tz. 5.2.2) aus.
Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert. Zum 31. Dezember 2009 weisen Devisentermingeschäfte bezogen auf Schweizer Franken, Polnische Zloty, Britische Pfund, Ungarische Forint, Schwedische, Norwegische und Dänische Kronen einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 1.107 (Vorjahr negativer Marktwert bezogen auf Polnische Zloty, Norwegische und Tschechische Kronen in Höhe von TEUR 1.601) aus. Diese Devisentermingeschäfte betreffen ein Gesamtvolumen von TEUR 74.939 (Vorjahr: TEUR 64.232) und haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 64 Monaten (siehe Tz. 5.2).
Neben den Devisenterminkontrakten stellen Zins-Swaps in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 0) Derivate ohne Sicherungsbeziehungen im Hedge-Accounting nach IAS 39 dar. Alle übrigen kontrahierten Zins-Swaps, die sich ohne Ausnahme im Hedge-Accounting nach IAS 39 befinden, weisen zum Stichtag einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 3.715 und eine hoch effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 auf.
4.14 Steuerschulden
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 4.386 | 1.072 |
| Gewerbesteuer | 7.135 | 2.029 |
| Summe | 11.521 | 3.101 |
4.15 Abgegrenzte Schulden
Unter der Position werden im Wesentlichen abgegrenzte Schulden für Personal und Beratungsleistungen dargestellt.
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| 01.01. TEUR |
Währungsdifferenzen TEUR |
Zuführung TEUR |
Inanspruchnahme TEUR |
Auflösung TEUR |
31.12. TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2.310 | 3 | 5.174 | 3.188 | 415 | 3.884 |
| 2008 | 1.838 | -1 | 2.199 | 1.702 | 24 | 2.310 |
Sämtliche abgegrenzten Schulden haben kurzfristigen Charakter.
4.16 Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar-/ Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht, in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Hamburg. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalaufwendungen für das Geschäftsjahr 2009 von insgesamt TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 56) erfasst.
4.16.1 Pensionen Deutschland
Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen ausschließlich an ausgeschiedene Mitarbeiter. Für diese Versorgungszusagen werden die Rechnungslegungsvorschriften für leistungsorientierte Pläne angewendet Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:
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| 31.12.2009 | |
|---|---|
| Abzinsungssatz | 5,75% |
| erwartete künftige Gehaltssteigerungen | 2,50% |
| erwartete künftige Rentenanpassungen | 2,00% |
| erwartete Rendite des Planvermögens | 2,00% |
Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung stellt sich wie folgt dar
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| TEUR | 2009 |
|---|---|
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen | |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 1.153 |
| Zinsaufwand | 57 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 41 |
| Gezahlte Leistungen (Beiträge) | 0 |
| Ausbezahlte Leistungen | 46 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -32 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 0 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 1.173 |
Die in der Bilanz erfassten Beträge ermitteln sich wie folgt:
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| TEUR | 2009 |
|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 1.205 |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -32 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 1.173 |
4.16.2 Pensionen Schweiz
Zum 1. Januar 2009 betrug der Barwert der Verpflichtung (DBO) aus den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen für die Schweiz TEUR 532 (TCHF 790). Abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens von TEUR 442 (TCHF 656) ergab sich eine Verpflichtung von TEUR 90 (TCHF 134). Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 3,25% | 3,50% |
| erwartete künftige Gehaltssteigerungen | 3,50% | 3,50% |
| erwartete künftige Rentenanpassungen* | 0,00% | 0,00% |
| erwartete Rendite des Planvermögens | 2,00% | 2,00% |
* Es wird eine Rentenanpassung von 0% unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| Sterblichkeit | BVG 2005 | EVK 2000 |
| Invalidierungswahrscheinlichkeit | BVG 2005 | EVK 2000 |
| Austrittswahrscheinlichkeit | BVG 2005 | BVG 2005 |
Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge im Geschäftsjahr 2009 erfasst:
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| Dienstzeitaufwand | TEUR 64 | (TCHF 96) |
| Zinsaufwand | TEUR 19 | (TCHF 28) |
| Ertrag aus der Verzinsung des Planvermögens | TEUR 9 | (TCHF 13) |
Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, während der Zinsaufwand sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens in den sonstigen Zinserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden.
Die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 184 (TCHF 273). Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtung (DBO) von TEUR 636 (TCHF 943), einem Zeitwert des Planvermögens von TEUR 452 (TCHF 670) und einem versicherungsmathematischen Verlust von TEUR 28 (TCHF 43) zusammen. Der versicherungsmathematische Verlust wurde gemäß den Regelungen des geänderten IAS 19 erfolgsneutral in einer separaten Linie in den sonstigen Rücklagen erfasst.
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| TEUR (TCHF) | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Verpflichtung (DBO) | 636 | 532 | 373 | 268 | 221 |
| (943) | (790) | (618) | (431) | (343) | |
| Barwert des Planvermögens | 452 | 442 | 285 | 207 | 193 |
| (670) | (656) | (471) | (333) | (300) | |
| Verpflichtung | 184 | 90 | 88 | 61 | 28 |
| (273) | (134) | (147) | (98) | (43) |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen auf die Verpflichtungen betragen TEUR 3 (TCHF 4) und auf das Vermögen TEUR-26 (TCHF-39). Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf TEUR 44 (TCHF 65) geschätzt.
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen | ||
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums | 532 | 373 |
| Zinsaufwand | 19 | 14 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 64 | 51 |
| Gezahlte Leistungen (Beiträge) | 29 | 29 |
| Ausbezahlte Leistungen | -12 | 28 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 3 | -11 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | 1 | 48 |
| Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums | 636 | 532 |
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| TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Entwicklung des Vermögens | ||
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums | 442 | 285 |
| Erwartete Rendite | 9 | 7 |
| Arbeitgeberbeiträge | 72 | 73 |
| Gezahlte Leistungen | -12 | 28 |
| Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste | -26 | 15 |
| Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen | -33 | 34 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 2009 | 452 | 442 |
4.17 Sonstige langfristige Schulden
Die Gliederung der sonstigen langfristigen Schulden, welche hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Kautionen und Rechnungsabgrenzungsposten umfassen, nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:
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| TEUR | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Besicherter Betrag |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige langfristige Schulden | 1.112 | 1.074 | 38 | 0 |
| (Vorjahr) | 2.556 | 2.524 | 32 | 0 |
4.18 Eigenkapital
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der GRENKELEASING AG beträgt TEUR 17.491 (Vorjahr TEUR 17.491). Es ist eingeteilt in 13.684.099 (Vorjahr: 13.684.099) auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. April 2010 um einen Betrag bis zu nominal TEUR 8.500 durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.
Entsprechende Satzungsänderungen wurden vorgenommen. In diesem Zusammenhang wurde auch das am 28. Februar 2005 ausgelaufene genehmigte Kapital in Höhe von TEUR 5.963 aufgehoben.
4.18.1 Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 9. Mai 2006 hat beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu EUR 3.834.690 bedingt zu erhöhen ("Bedingtes Kapital III"). An die Schaffung des Bedingten Kapitals ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2011 einmalig oder mehrmals Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 150.000.000 mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben. Ein Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre ist möglich. Ferner wurde der Vorstand durch die Hauptversammlung ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Mai 2011 Genussrechte einmalig oder mehrmals in einer Gesamthöhe von maximal EUR 150.000.000 zu begeben. In diesem Fall ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Aus dem "Bedingten Kapital III" wurden bislang keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben.
4.18.2 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. I Nr. 8 AktG
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene, auf Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, erworbene Aktien gegen Sachleistungen und gegen Barzahlung an Dritte zu veräußern. Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die Ermächtigung wurde mit Ablauf der Hauptversammlung wirksam und galt bis zum 8. November 2007. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2007, vom 6. Mai 2008 und vom 12. Mai 2009 wurde diese Ermächtigung bis zum 7. November 2008, bis zum 5. November 2009 bzw. bis zum 11. November 2010 verlängert.
Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
4.18.3 Genussrechtskapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte in einer Höhe von bis zu TEUR 150.000 mit unbegrenzter Laufzeit ausgeben zu können. Die Ermächtigung ist bis zum 8. Mai 2011 befristet Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.
4.18.4 Bilanzgewinn
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von EUR 55.711.683,62 des Geschäftsjahres 2008 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2009. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns 2008 wie folgt beschlossen:
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| Bilanzgewinn 2008 | EUR 55.711.683,62 |
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie auf insgesamt 13.684.099 Stückaktien | EUR 8.210.459,40 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | EUR 45.048.353,78 |
| Gewinnvortrag(auf neue Rechnung) | EUR 2.452.870,44 |
Die Dividende wurde am 13. Mai 2009 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt
Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2007 wie folgt beschlossen und vorgenommen:
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| Bilanzgewinn 2007 | EUR 50.472.724,26 |
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 je Stückaktie auf insgesamt 13.684.099 Stückaktien | EUR 8.210.459,40 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | - |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | EUR 42.262.264,86 |
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 wird die Geschäftsführung der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2009 nicht als Verbindlichkeit erfasst.
4.18.5 Rücklagen
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 60.166 (Vorjahr: TEUR 60.166) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKELEASING AG im April 2000. Im Jahr 2000 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, diese Kosten für den Börsengang von der Kapitalrücklage abzusetzen. Aus der Auflösung resultierte im Jahr 2003 ein Effekt von TEUR 211 abzüglich des Effekts der latenten Steuern in Höhe von TEUR 81. Die Veränderung der Kapitalrücklage in 2006 sowie in 2007 ergab sich aus der Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen eines Aktienoptionsprogamms. Im Geschäftsjahr 2007 wurde aufgrund dessen ein Betrag von TEUR 114 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 wurden EUR 45.048.353,78 der GRENKELEASING AG in die Gewinnrucklagen eingestellt.
Bedingt durch die erstmalige Bilanzierung von Cashflow-Hedges wurde im Geschäftsjahr 2003 im Eigenkapital eine Hedging-Rücklage für die Bewertung von Sicherungsgeschäften ausgewiesen. Wertänderungen von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges eingesetzt werden, sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, sofern eine entsprechende Effektivität im Sinne von IAS 39 nachgewiesen werden kann. Die im Geschäftsjahr erfolgte Wertänderung beläuft sich auf TEUR 614 (Vorjahr: TEUR -5.234) zuzüglich latenter Steuern in Höhe von TEUR -176 (Vorjahr: TEUR 655).
Aufgrund der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung der Regelungen des IAS 19 wurde ferner ein Betrag von TEUR -131 (Vorjahr TEUR -5) resultierend aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst Da die Bilanzierung einer entsprechenden Verpflichtung in der Schweiz nach lokalem Recht unterbleibt, wurden die auf die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste entfallenden latenten Steuern in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 1) ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Für die Pensionen der GRENKE BANK AG wurden ebenfalls latente Steuern auf die Differenz zwischen der DBO und den steuerlich zulässigen Werten erfolgsneutral erfasst, soweit diese auf erfolgsneutral erfasste Beträge entfallen.
5 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
5.1 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
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| Wertansatz nach IAS 39 | Wertansatz nach IAS 17 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 TEUR |
Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2008 | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fortgeführte Anschaffungskosten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel | L&R | 77.012 | 77.012 | |||
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | AtFVtPL/n.a. | 7.093 | 7.093 | |||
| Leasingforderungen | L&R/n.a. | 1.143.218 | 78.391 | 1.064.827 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 5.955 | 5.955 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 121.407 | 121.407 | |||
| Aggregierte Kategorien | ||||||
| L&R | 282.765 | |||||
| AtFVtPL/n.a. | 7.093 | |||||
| Finanzschulden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 1.051.065 | 1.051.065 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 8.466 | 8.466 | |||
| Bankschulden | oL | 12.512 | 12.512 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | AtFVtPL/n.a. | 5.434 | 3.833 | 1.601 | ||
| Aggregierte Kategorien | ||||||
| oL | 1.072.043 | |||||
| AtFVtPL/n.a. | 3.833 | 1.601 |
Bedeutung der Abkürzungen:
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| AtFVtPL: | At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten |
| L&R: | Loans and Receivables/Darlehen und Forderungen |
| n.a. | nicht anwendbar |
| oL | other Liabilities/andere Verbindlichkeiten |
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| Nettogewinne und -verluste 31.12.2008 (TEUR) |
aus Zinsen | aus Dividenden | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | Nettoergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Loans and Receivables | 830 | 0 | -7.420 | -6.681 | -14.997 | -28.268 |
| At Fair Value through Profit and Loss | 72 | 5.554 | 5.626 | |||
| other Liabilities | -769 | -431 | -1.200 |
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| Wertansatz nach IAS 39 | Wertansatz nach IAS17 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2009 TEUR |
Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2009 | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fortgeführte Anschaffungskosten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel | L&R | 109.865 | 109.865 | |||
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | AtFVtPl/n.a. | 2.023 | 2.023 | |||
| Leasingforderungen | L&R/n.a. | 1.134.879 | 86.329 | 1.048.550 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 3.046 | 3.046 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 151.436 | 151.436 | |||
| Aggregierte Kategorien | ||||||
| L&R | 350.676 | |||||
| AtFVtPL/n.a. | 2.023 | |||||
| Finanzschulden | ||||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 981.165 | 981.165 | |||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 106.378 | 106.378 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 5.766 | 5.766 | |||
| Bankschulden | oL | 8.862 | 8.862 | |||
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | AtFVtPL/n.a. | 4.832 | 3.715 | 1.117 | ||
| Aggregierte Kategorien | ||||||
| oL | 995.793 | |||||
| AtFVtPL/n.a. | 3.715 | 1.117 |
Bedeutung der Abkürzungen:
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| AtFVtPL: | At Fair Value through Profitand Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten |
| L&R: | Loans and Receivables/Darlehen und Forderungen |
| n.a. | nicht anwendbar |
| oL | other Liabilities/andere Verbindlichkeiten |
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| Nettogewinne und -verluste 31.12.2009 (TEUR) |
aus Zinsen | aus Dividenden | Währungumrechnung | Wertberichtigung | aus Abgang | Nettoergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Loans and Receivables | 1.039 | 0 | 4.641 | -11.920 | -21.811 | -28.051 |
| At Fair Value through Profitand Loss | -63 | -4.521 | -216 | -4.800 | ||
| other Liabilities | -1.242 | 6 | -1.236 |
Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen TEUR 137.301 (Vorjahr: TEUR 137.243). Die Nettogewinne und -Verluste bezogen auf Finanzinstrumente beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.
5.2 Derivative Finanzinstrumente
5.2.1 Finanzwirtschaftliche Risikostrategie
Geschäftsmodell
Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet GRENKELEASING B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an.
Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist bislang über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen.
Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden von GRENKELEASING nur dann vorgenommen beziehungsweise akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird. Bezogen auf die quantitativen Angaben bezüglich Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko sowie Marktrisiken wird auf den Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen.
Absicherungsphilosophie
Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele der GRENKELEASING AG notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolges der GRENKELEASING AG im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang.
Die abzusichernden Positionen werden hinsichtlich des Umfangs oder der Höhe weitgehend gesichert, wobei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Die Auswahl der einzelnen Instrumente ist immer eine Entscheidung der Geschäftsleitung unter Beachtung des Risikoprofils, das heißt, der mit dem jeweiligen Risiko verbundenen Ertrags-Chance. So enthalten zum Beispiel Zins-Caps neben der Chance auf sinkende Zinsen immer auch das bis zum Erreichen des Strikes vorhandene Risiko steigender Finanzierungskosten, während Swaps ein vereinbartes Zinsniveau für die Laufzeit des Swaps festlegen.
Bewertung
Da es sich bei den eingesetzten Derivaten nicht um börsennotierte, standardisierte Finanzinstrumente handelt, sondern um sogenannte OTC-Derivate, werden anerkannte Bewertungsmethoden und -modelle für die Ermittlung der Fair Values herangezogen. Die für die Bewertung notwendigen Parameter wie Zinssätze, Zinsstrukturkurven sowie Devisenkassa- und -terminkurse sind jederzeit am Markt beobachtbar und können über externe Informationsquellen abgerufen werden. Für jedes kontrahierte derivative Finanzinstrument erhält GRENKELEASING zu jedem Stichtag eine Bewertungsübersicht bzw. eine aktuelle Marktbewertung aus Sicht der jeweils kontrahierenden Bank. Für den Bereich der Zins-Swaps rechnet GRENKELEASING die entsprechenden Fair Values parallel über Bloomberg.
5.2.2 Währungsrisikomanagement
Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist GRENKELEASING Währungsrisiken ausgesetzt Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung
Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in Norwegen und in Ungarn sowie der britischen, polnischen, tschechischen, schwedischen und dänischen Tochtergesellschaften werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt Die Gesellschaft finanziert die durch die Franchisenehmer beziehungsweise Töchter generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen. Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet Die Fair Values der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem Marktwert und werden der Kategorie nach IAS 39 At Fair Value through Profit or Loss zugeordnet (siehe Tz. 5.1). Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen Marktwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 4.2) und auf der Passivseite (siehe Tz. 4.13) erfolgt.
Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt TEUR 74.939 (Vorjahr: TEUR 64.232). Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:
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| Nominalvolumen per | Fälligkeit der Nominalvolumina per 31.12.2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
2010 TEUR |
2011 TEUR |
2012 TEUR |
später TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Kauf | ||||||
| CZK | 4.514 | 5.818 | 2.607 | 1.845 | 895 | 470 |
| GBP | 31.813 | 36.153 | 16.777 | 10.483 | 5.807 | 3.086 |
| CHF1) | 3.657 | 2.350 | 1.448 | 556 | 200 | 36 |
| HUF | 782 | 2.259 | 1.045 | 802 | 308 | 77 |
| NOK | 2.847 | 5.036 | 807 | 4.098 | 129 | 0 |
| SEK | 2.790 | 6.847 | 2.789 | 4.058 | 0 | 0 |
| DKK | 3.021 | 6.404 | 3.020 | 3.383 | 0 | 0 |
| PLN2) | 6.997 | 7.618 | 3.816 | 2.093 | 1.152 | 554 |
| EUR Verkauf | ||||||
| PLN2) | 7.811 | 2.454 | 2.088 | 365 | 0 | 0 |
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| Gesicherter Durchschnittskurs | |
|---|---|
| EUR Kauf | |
| CZK | 26,677 |
| GBP | 0,8653 |
| CHF1) | 1,4995 |
| HUF | 319,7000 |
| NOK | 8,4393 |
| SEK | 10,6560 |
| DKK | 7,5198 |
| PLN2) | 4,2933 |
| EUR Verkauf | |
| PLN2) | 3,4700 |
1) Die in Schweizer Franken ausstehenden Devisentermingeschäfte resultieren aus der Refinanzierung des in Ungarn ansässigen Franchisenehmers, die aufgrund der lokalen Marktgegebenheiten u.a. Leasingverträge auf Basis von Schweizer Franken anbieten.
2) Im Rahmen der Refinanzierungsmöglichkeit in lokaler Währung mit der BRE-Bank SA. in Polen (siehe Tz. 4.12.3) wurden sämtliche zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Devisentermingeschäfte im Geschäftsjahr 2008, d.h. EUR-Kauf, durch entsprechende Gegengeschäfte, d.h. EUR-Verkauf, glattgestellt.
5.2.3 Zinsrisikomanagement
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKELEASING AG Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. GRENKELEASING ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand beziehungsweise das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.
Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der GRENKELEASING die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und in der Regel als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine nahezu 100%ige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) bis auf einen Betrag von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 0) für Derivate mit Sicherungsbeziehung nach IAS 39 im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der ABCP-Programme mit der DZ-Bank (CORAL) und der LBBW (Weinberg) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der GRENKELEASING. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft und die Absicherung der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zins-Swaps.
Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für die Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt Kontraktpartner sind hier allerdings die jeweiligen Zweckgesellschaften der Programme. Daher findet keine Bilanzierung der Derivate bei GRENKELEASING statt und Hedge-Accounting kommt nicht zur Anwendung.
Die aus der Abwicklung der Rheingold-Caps auf GRENKELEASING übertragenen Caps haben zum Stichtag einen Marktwert von TEUR 6. Die Caps sind in der Position "Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bilanziert". Hedge-Accounting nach IAS 39 wird für die Zins-Caps nicht angewendet.
Erläuterungen zu den Vorjahresvergleichszahlen
Zum 1. Januar 2008 hatte GRENKELEASING insgesamt ein Volumen von EUR 323 Mio. durch Zins-Swaps gesichert. Der Festzinssatz dieser kontrahierten Swaps belief sich zwischen 3,29% und 4,60%. Am 31. Dezember 2008 betrug das kontrahierte Volumen für Zins-Swaps im Konzern EUR 202 Mio. mit Festzinssätzen zwischen 2,52% und 4,56%.
Der tatsächlich gezahlte Festzins im Jahr 2008 betrug zwischen 3,29% und 4,74%. Die variable Seite des Swaps, die von GRENKELEASING zur Sicherung der variabel verzinsten Refinanzierungen empfangen wurde, betrug zwischen 2,97% und 5,14%. Insgesamt wurden in 2008 21 Swaps kontrahiert, wobei diese ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2008 von EUR 135 Mio. aufwiesen.
Geschäftsjahr 2009
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt sechs neue Swaps kontrahiert, wobei diese ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2009 von EUR 57 Mio. aufweisen. Der Festzins der neu kontrahierten Swaps liegt zwischen 1,38% und 2,20%.
Der in 2009 gezahlte Festzins über alle bestehenden Swaps betrug zwischen 1,38% und 4,22%. Die variable Seite der Swaps lag in einer Spanne zwischen 0,43% und 2,614%. Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2009 von EUR 273 Mio. auf und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 1,87 und 4,22%. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zins-Swaps endet im April 2012.
Im Geschäftsjahr wurden Zins-Caps veräußert, wobei ein Erlös von TEUR 158 generiert und erfolgswirksam erfasst wurde. Außerdem wurden Zins-Swaps, welche die Voraussetzungen des Hedge-Accounting nicht mehr erfüllten, glattgestellt und mit einem Aufwand von TEUR 157 erfolgswirksam erfasst.
Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchgeschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen. Da wir ausschließlich Payer-Swaps aus der Sicht von GRENKELEASING kontrahieren, handelt es sich dabei um den vereinbarten Festzins aus dem Zinstauschgeschäft.
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| Nominalvolumen je zum 31.12. | Durchschnitts-Zinssatz | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2008 TEUR |
2009 TEUR |
2010 TEUR |
2011 TEUR |
2012 TEUR |
2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| vor 2008 kontrahiert | 66.993 | 216.964 | 35.000 | 5.000 | 0 | 3,21% |
| in 2008 kontrahiert | 135.000 | 56.500 | 62.000 | 13.500 | 0 | 1,89% |
| Summe | 201.993 | 273.464 | 97.000 | 18.500 | 0 | 2,88% |
5.2.4 Effektivität der Sicherungsbeziehung
Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung. Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet GRENKELEASING ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der von GRENKELEASING verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden.
Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument, die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner.
Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet
Devisentermingeschäfte
Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäftes in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.
Zins-Swaps
Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen.
Das aktive Einbinden der bestehenden wie auch der künftig geplanten Refinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft. Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zins-Swaps und bestehenden beziehungsweise geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der "Hypothetische-Derivate-Methode" ergab sich eine Effektivität von nahezu 100%. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet.
Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accounting gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht von GRENKELEASING und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf.
5.3 Marktwert von Finanzinstrumenten
5.3.1 Beizulegender Zeitwert
Zum Stichtag sind im Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäften im Konzern zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert Alle übrigen Positionen werden nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (siehe Tz. 2.5). Gemäß der Hierarchie der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert des IAS 39, welche sich wie folgt zusammensetzt
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| Stufe 1: | notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleich artige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, |
| Stufe 2: | Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind, |
| Stufe 3: | Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, |
werden alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, der Stufe 2 zugeordnet (siehe Tz 2.5.3). Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bewertungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine statt.
5.3.2 Marktwert derivativer Finanzinstrumente
Die abgeschlossenen Zins-Swaps haben zum Stichtag einen negativen Marktwert von insgesamt TEUR 3.725 (Vorjahr positiver Marktwert in Höhe von TEUR 3.833). Der Marktwert der im Konzern zu bilanzierenden Caps beläuft sich auf TEUR 6 zum Stichtag.
Die Devisentermingeschäfte weisen für die einzelnen kontrahierten Währungen zum Stichtag folgende Marktwerte auf:
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| TEUR | Fair Value 2009 | Fair Value 2008 |
|---|---|---|
| EUR Kauf | ||
| CZK | 90 | 172 |
| GBP | 1.834 | 5.769 |
| CHF | -81 | -202 |
| HUF | -151 | 65 |
| NOK | -145 | 448 |
| SEK | -285 | -19 |
| DKK | -3 | -8 |
| PLN1) /2) | -2 | 562 |
| EUR Verkauf | ||
| PLN1) | -413 | -1.367 |
1) Im Rahmen der Refinanzierungsmöglichkeit in lokaler Währung mit der BRE-Bank SA in Polen, welche für Neugeschäft nicht mehr zur Verfügung steht (siehe Tz. 4.12.3), wurden sämtliche ausstehenden Devisentermingeschäfte, d.h. EUR-Kauf, durch entsprechende Gegengeschäfte, d.h. EUR-Verkauf, glattgestellt.
2) Enthalten sowohl die glattgestellten Positionen als auch die neu kontrahierten Terminkontrakte aus dem laufenden Neugeschäft.
5.3.3 Marktwert originärer Finanzinstrumente
Der Fair Value ist der Betrag, zu dem Finanzinstrumente am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Vertragsparteien getauscht, ver- oder gekauft beziehungsweise beglichen würden.
Der Marktwert der Leasingforderungen wird geschätzt, indem anstatt des internen Zinses ein Zinssatz verwendet wird, der bei einer vollständigen Refinanzierung erhältlich wäre. Bei den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen wird ein marktüblicher Zins am 31. Dezember 2009 zur Mittelaufnahme zugrunde gelegt.
Finanzinstrumente, deren Marktwert von deren Buchwert abweicht, werden in folgender Tabelle aufgeführt:
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| TEUR | Marktwert 2009 | Buchwert 2009 | Marktwert 2008 | Buchwert 2008 |
|---|---|---|---|---|
| Leasingforderungen | 1.229.149 | 1.134.879 | 1.244.061 | 1.143.218 |
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 983.793 | 981.165 | 1.045.632 | 1.051.065 |
5.4 Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen
In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich grundsätzlich um undiskontierte Cashflows handelt.
Zum 31.12.2009
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| TEUR | Täglich fällig | Bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 233.937 | 256.504 | 605.634 | 322 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 24.286 | 24.878 | 26.654 | 30.561 | 0 |
| Bankschulden | 1.131 | 533 | 897 | 5.362 | 1.844 |
| Sonstige Schulden | 0 | 9.508 | 2.154 | 1.074 | 38 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1) | 0 | 5.766 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten2) | 4.832 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe: | 30.249 | 274.622 | 286.209 | 642.631 | 2.204 |
1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.
2) Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anständen, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Derivatebestände werden der Kategorie täglich fällig zugeordnet, da in dieser Darstellung der früheste mögliche Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit der Kontrakte kann sich auf deutlich längere Perioden ausdehnen.
Zum 31.12.2008
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| TEUR | Täglich fällig | Bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit | |||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 152.018 | 348.748 | 638.986 | 1.363 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bankschulden | 3.627 | 540 | 1.597 | 5.954 | 1.345 |
| Sonstige Schulden | 0 | 1.366 | 4.099 | 2.614 | 32 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1) | 0 | 8.466 | 0 | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten2) | 5.434 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe: | 9.061 | 162.390 | 354.444 | 647.554 | 2.740 |
1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.
2) Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anständen, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Derivatebestände werden der Kategorie täglich fällig zugeordnet, da in dieser Darstellung der früheste mögliche Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit der Kontrakte kann sich auf deutlich längere Perioden ausdehnen.
6 UNTERNEHMENSAKQUISITIONEN
6.1 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2009
Die GRENKELEASING AG erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung vom 12. Februar 2009 100% der Hamburger Privatbank GRENKE BANK AG, die zu diesem Zeitpunkt noch unter "Hesse Newman & Co. AG" firmierte. Gemäß den Bestimmungen des Kaufvertrages war der Kaufzeitpunkt bzw. der Closing-Zeitpunkt ("Control"-Erlangung) im Sinne des IFRS 3 am 25. Februar 2009. Zum 7. Mai 2009 wurde die Bank durch Eintragung in das Handelsregister in GRENKE BANK AG umfirmiert. Außerdem hat die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 12. Mai 2009 beschlossen, dass zwischen der GRENKE BANK AG und der GRENKELEASING AG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen wird.
Am 19. August 2009 erwarb die GRENKELEASING AG 100% der bis dahin als Franchisebetrieb operierenden GRENKEFACTORING GmbH. Die GRENKEFACTORING GmbH ist als Finanzdienstleistungsinstitut Anbieter von Factoring-Dienstleistungen am deutschen Markt.
Im Folgenden werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt sowie die entsprechenden Buchwerte unmittelbar nach dem Erwerbszeitpunkt der GRENKE BANK AG dargestellt.
GRENKE BANK AG, Hamburg
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert nach IFRS | Abgeleiteter IFRS-Buchwert |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 39.072 | 39.072 |
| Forderungen gegenüber Kunden | 18.395 | 18.395 |
| Beteiligungen | 38 | 38 |
| Immaterielle Vermögenswerte (inkl. Kundenstamm) | 705 | 48 |
| Sachanlagen | 944 | 944 |
| Aktive latente Steuern | 22 | 63 |
| Sonstige Vermögenswerte | 542 | 542 |
| Summe Vermögenswerte | 59.718 | 59.102 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 48.038 | 48.038 |
| Pensionen | 1.153 | 1.285 |
| Andere Rückstellungen | 1.277 | 1.277 |
| Passive latente Steuern | 208 | 6 |
| Sonstige Schulden | 2.362 | 2.362 |
| Summe Schulden | 53.038 | 52.968 |
| Reinvermögen | 6.680 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb | 592 | |
| Summe Anschaffungskosten | 7.272 |
Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit der GRENKE BANK AG beliefen sich auf insgesamt TEUR 7.272 und beinhalten dem Zusammenschluss direkt zurechenbare Kosten.
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| Anschaffungskosten | TEUR |
|---|---|
| Kaufpreis | 6.888 |
| Dem Unternehmenserwerb direkt zurechenbare Kosten | 384 |
| Summe | 7.272 |
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| Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | TEUR |
|---|---|
| Mit dem Töchterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 39.072 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 7.272 |
| Tatsächliche Zahlungsmittelzufluss | 31.800 |
Die Bank weist unter den sonstigen Schulden ein Nachrangdarlehen mit einem Nennwert in Höhe von TEUR 2.000 aus. Dieses Darlehen, welches ursprünglich vom alten Gesellschafter an die Bank gegeben wurde, hat die GRENKELEASING AG im Rahmen des Kaufvertrags zum Nennwert erworben. Infolge der Konsolidierung dieser innerkonzernliehen Transaktion wird dieses Darlehen in der Konzernbilanz nicht gezeigt.
Aufgrund der außerordentlichen Liquiditätssituation der akquirierten Bank sind GRENKELEASING durch den Kauf Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 31.800 (unter Berücksichtigung des gezahlten Kaufpreises) zugeflossen. Die Kaufpreisallokation ist nach IAS 3.62 vorläufig, da zum Ende des Geschäftsjahres noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorlagen. Im ersten Quartal 2010 wird der endgültige Kaufpreis festgesetzt und es erfolgt die finale Determination der Risikozurechnung für bestimmte Bereiche. Zum Stichtag wird somit ein vorläufiger Firmenwert in Höhe von TEUR 592 ausgewiesen.
Auf die immateriellen Vermögenswerte entfallen vorläufig TEUR 656 auf die bewerteten Kundenbeziehungen. Dieser Kundenstamm ist in der Folge über eine planmäßige Nutzungsdauer von 5 Jahren abzuschreiben. Der Beitrag der Bank zum Periodenergebnis vor Steuern beläuft sich auf einen Verlust von TEUR 1.437. Darauf entfallen auf das Zinsergebnis für den Zeitraum von der Übernahme bis zum 31. Dezember 2009 TEUR 1.527. Das gesamte Zinsergebnis der Bank im laufenden Kalenderjahr bis zum 31. Dezember 2009 beziffert sich auf TEUR 1.937.
GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert nach IFRS | Abgeleiteter IFRS-Buchwert |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 596 | 596 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung (Factoring) | 2.483 | 2.483 |
| Im materielle Vermögenswerte | 62 | 62 |
| Sachanlagen | 4 | 4 |
| Aktive latente Steuern | 542 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 64 | 64 |
| Summe Vermögenswerte | 3.751 | 3.209 |
| Finanzschulden | 5.185 | 5.185 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 290 | 290 |
| Rückstellungen | 39 | 38 |
| Passive latente Steuern | 136 | 136 |
| Summe Schulden | 5.650 | 5.648 |
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert nach IFRS | Abgeleiteter IFRS-Buchwert |
|---|---|---|
| Reinvermögen | -1.899 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenseiwerb | 2.156 | |
| Summe Anschaffungskosten | 257 |
Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit der GRENKEFACTORING GmbH beliefen sich auf insgesamt TEUR 257 und beinhalten dem Zusammenschluss direkt zurechenbare Kosten.
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| Anschaffungskosten | TEUR |
|---|---|
| Kaufpreis | 250 |
| Dem Unternehmenserwerb direkt zurechenbare Kosten | 7 |
| Summe | 257 |
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| Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | TEUR |
|---|---|
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 596 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 257 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelzufluss | 339 |
Die Kaufpreisallokation ist nach IAS 3.62 vorläufig, da zum Ende des Geschäftsjahres noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorlagen. Zum Stichtag wird ein vorläufiger Firmenwert in Höhe von TEUR 2.156 ausgewiesen.
Der Beitrag der Factoringgesellschaft zum Periodenergebnis vor Steuern beläuft sich auf einen Verlust von TEUR 395, darauf entfallen auf das Zinsergebnis für den Zeitraum von der Übernahme bis zum 31. Dezember 2009 TEUR 253. Das gesamte Zinsergebnis der GRENKEFACTORING GmbH bis zum 31. Dezember 2009 beziffert sich auf TEUR 606.
6.2 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2008
GRENKELEASING erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung laut Kaufvertrag zum 1. Januar 2008 100% der GRENKELEASING Sp.z o.o, Posen/Polen, und der Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien. Der Kaufzeitpunkt ("Control-Erlangung) im Sinne des IFRS 3 war der 24. Januar bzw. der 30. Januar 2008. Beide Unternehmen waren vor dem Erwerb im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und haben sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.
Im Folgenden werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt sowie die entsprechenden Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt der Gesellschaften dargestellt Der IFRS-Buchwert zum Erwerbszeitpunkt nach IFRS 3.67 wird nicht aufgezeigt, da beide Gesellschaften bis zum Erwerbszeitpunkt ausschließlich nach lokalem Recht bilanzierten und ein IFRS-Wert somit erstmals für die Zwecke der Erstkonsolidierung im Rahmen der GRENKELEASING ermittelt wurde.
GRENKELEASING Sp.zo.o, Posen/Polen
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert nach IFRS | Buchwert |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte (Händlerstamm) | 1.330 | 2 |
| Sachanlagen | 84 | 114 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 | 2 |
| Leasingforderungen | 16.965 | 15.893 |
| Zahlungsmittel | 1.136 | 1.136 |
| Aktive latente Steuern | 404 | 171 |
| Sonstige Vermögenswerte | 195 | 195 |
| Summe Vermögenswerte | 20.116 | 17.513 |
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | 15.703 | 15.703 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 386 | 386 |
| Passive latente Steuern | 915 | 464 |
| Sonstige Schulden | 112 | 112 |
| Summe Schulden | 17.116 | 16.665 |
| Reinvermögen | 3.000 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb | 4.978 | |
| Summe Anschaffungskosten | 7.978 |
Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit der GRENKLELEASING Sp.zo.o beliefen sich auf insgesamt TEUR 7.978 und beinhalten dem Zusammenschluss direkt zurechenbare Kosten.
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| Anschaffungskosten | TEUR |
|---|---|
| Kaufpreis | 7.881 |
| Dem Unternehmenserwerb direkt zurechenbare Kosten | 97 |
| Summe | 7.978 |
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| Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | TEUR |
|---|---|
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 1.136 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 7.978 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss | 6.842 |
Zum Stichtag wird ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 4.357 (Vorjahr: TEUR 4.307) ausgewiesen. Die Abweichungen zur dargestellten Kaufpreisallokation bzw. zum Vorjahresstichtag ergeben sich ausschließlich aus Umrechnungsdifferenzen bezüglich der Fremdwährung.
Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert nach IFRS | Buchwert |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte (Händlerstamm) | 618 | 0 |
| Sachanlagen | 378 | 93 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11 | 11 |
| Leasingforderungen | 21.296 | 19.718 |
| Zahlungsmittel | 336 | 336 |
| Aktive latente Steuern | 1.656 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 176 | 176 |
| Summe Vermögenswerte | 24.471 | 20.334 |
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts | 23.959 | 23.959 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 645 | 645 |
| Passive latente Steuern | 967 | 0 |
| Sonstige Schulden | 173 | 173 |
| Summe Schulden | 25.744 | 24.777 |
| Reinvermögen | -1.273 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb | 2.311 | |
| Summe Anschaffungskosten | 1.038 |
Die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit der Grenke Leasing Ltd. beliefen sich auf insgesamt TEUR 1.038 und beinhalten dem Zusammenschluss direkt zurechenbare Kosten.
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| Anschaffungskosten | TEUR |
|---|---|
| Kaufpreis | 1.000 |
| Dem Unternehmenserwerb direkt zurechenbare Kosten | 38 |
| Summe | 1.038 |
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| Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | TEUR |
|---|---|
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 336 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 1.038 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss | 702 |
Zum Stichtag wird ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.909 (Vorjahr: TEUR 1.779) ausgewiesen. Die Abweichungen zur dargestellten Kaufpreisallokation bzw. zum Vorjahresstichtag ergeben sich ausschließlich aus Umrechnungsdifferenzen bezüglich der Fremdwährung.
Der Beitrag beider Gesellschaften seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt zum Periodengewinn des Konzerns beläuft sich zusammen auf einen Verlust in Höhe von TEUR 76. Unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für beide Unternehmenszusammenschlüsse am Anfang der Berichtsperiode (1. Januar 2008) lag, beläuft sich der Beitrag der akquirierten Unternehmen zum Periodengewinn des Konzerns auf einen Verlust über TEUR 76, wobei der Beitrag zu den Erträgen aus der Verzinsung des Leasinggeschäfts TEUR 6.692 beträgt.
Der Geschäfts- oder Firmenwert umfasst den beizulegenden Zeitwert von erwarteten Synergien und Wachstumschancen aus dem Unternehmenserwerb. Der Händlerstamm wird nach IAS 38 gesondert in den "Immateriellen Vermögenswerten" ausgewiesen. Der Händlerstamm ist einzeln zu bewerten und es wird von einem zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen ausgegangen. Die Abschreibungsdauer wird mit 6 Jahren basierend auf historischen Erfahrungen angesetzt. Die Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen wurden mit ihrem jeweiligen Barwert unter Berücksichtigung des zum Erwerbszeitpunkt gültigen Refinanzierungszinses sowie der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit und weiterer damit verbundener Risiken bewertet.
7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Der Konzern steuert seit der Übernahme der Bank die berichtspflichtigen Segmente Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft aufgrund vorliegender Finanzinformationen.
7.1 Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Leasinggeschäft
Dem Segment Leasinggeschäft sind alle Aktivitäten zuzurechnen, die bis zur Übernahme der GRENKE BANK AG und der GRENKE Factoring GmbH von der GRENKELEASING AG und ihren Tochtergesellschaften getätigt wurden. In der Steuerung des Leasinggeschäfts stellt der Konzern grundsätzlich auf die einzelnen Regionen bzw. Länder ab. Das Segment Leasinggeschäft ist dementsprechend die Zusammenfassung mehrerer operativer Segmente, die sich nach Ländern bzw. Ländergruppen definieren und das berichtspflichtige Segment Leasinggeschäft ergeben.
Bankgeschäft
Das Segment Bankgeschäft umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich seit der Übernahme durch die GRENKELEASING AG vor allem auf ihren Internetauftritt und damit verbundene Vertriebsaktivitäten fokussiert Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.
Factoringgeschäft
Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKE Factoring GmbH, welche klassische Factoringdienstleistungen in Deutschland erbringt und ein Finanzdienstleistungsinstitut ist.
7.2 Messgrößen der Segmente
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen grundsätzlich den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses (siehe Tz. 2.5). Konzerninterne Transaktionen erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Preisen.
Für die Beurteilung des Erfolges des GRENKELEASING-Konzerns ist grundsätzlich der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt.
Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.
Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
| ― | Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung der Segmente. |
| ― | Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt. |
| ― | Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen. |
| ― | Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerverbindlichkeiten. |
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| Segment Leasinggeschäft | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2008 (TEUR) |
Region Deutschland | Region Frankreich | Region Schweiz | Region Italien | Region Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Segmenterträge | 50.659 | 23.698 | 4.522 | 3.755 | 12.044 | 94.678 |
| Personalaufwand | 16.724 | 3.774 | 1.213 | 1.152 | 4.565 | 27.428 |
| Segmentergebnis | 23.856 | 17.541 | 2.240 | 828 | 159 | 44.624 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Operatives Ergebnis | ||||||
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| Steuern | ||||||
| Periodengewinn It. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | ||||||
| Segmentvermögen | 720.909 | 312.671 | 46.982 | 51.262 | 298.683 | 1.430.507 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Nichtzurechenbare Posten | ||||||
| Vermögen It. Konzernbilanz | ||||||
| Segmentschulden | 573.496 | 226.446 | 27.396 | 43.588 | 287.188 | 1.158.114 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Nicht zu rechenbare Posten | ||||||
| Schulden It, Konzernbilanz |
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| Zum 31.12.2008 (TEUR) |
Segment Bankgeschäft | Segment Factoringgeschäft | Summe Segmente | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Operative Segmenterträge | 0 | 0 | 94.678 | 0 | 94.678 |
| Personalaufwand | 27.428 | 0 | 27.428 | ||
| Segmentergebnis | 0 | 0 | 44.624 | 0 | 44.624 |
| Überleitung Konzern | 0 | ||||
| Operatives Ergebnis | 44.624 | 0 | 44.624 | ||
| Sonstiges Finanzergebnis | 47 | 0 | 47 | ||
| Steuern | 11.528 | 0 | 11.528 | ||
| Periodengewinn It. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | 33.143 | 0 | 33.143 | ||
| Segmentvermögen | 0 | 0 | 1.430.507 | 0 | 1.430.507 |
| Überleitung Konzern | |||||
| Nichtzurechenbare Posten | 24.890 | ||||
| Vermögen It. Konzernbilanz | 1.455.397 | ||||
| Segmentschulden | 0 | 0 | 1.158.114 | 0 | 1.158.114 |
| Überleitung Konzern | |||||
| Nicht zu rechenbare Posten | 50.869 | ||||
| Schulden It. Konzernbilanz | 1.208.983 |
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| Segment Leasinggeschäft | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2009 (TEUR) |
Region Deutschland | Region Frankreich | Region Schweiz | Region Italien | Region Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Operative Segmenterträge | 39.321 | 20.618 | 3.903 | 5.025 | 13.328 | 82.195 |
| Personalaufwand | 16.768 | 3.754 | 1.208 | 1.314 | 4.642 | 27.686 |
| Segmentergebnis | 14.770 | 13.572 | 2.188 | 1.841 | 3.616 | 35.987 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Operatives Ergebnis | ||||||
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| Steuern | ||||||
| Periodengewinn It. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | ||||||
| Segmentvermögen | 720.904 | 302.078 | 41.155 | 19.921 | 356.128 | 1.440.186 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Nicht zurechenbare Posten | ||||||
| Vermögen It. Konzernbilanz | ||||||
| Segmentschulden | 533.326 | 252.444 | 25.271 | 10.558 | 332.653 | 1.154.252 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Nicht zu rechenbare Posten | ||||||
| Schulden It. Konzernbilanz |
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| Zum 31.12.2009 (TEUR) |
Segment Bankgeschäft | Segment Factoringgeschäft | Summe Segmente | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Operative Segmenterträge | 1.296 | 137 | 83.628 | 0 | 83.628 |
| Personalaufwand | 1.300 | 320 | 29.306 | 0 | 29.306 |
| Segmentergebnis | -1.575 | -415 | 33.997 | 0 | 33.997 |
| Überleitung Konzern | 1 | ||||
| Operatives Ergebnis | 33.997 | 0 | 33.997 | ||
| Sonstiges Finanzergebnis | -362 | 0 | -362 | ||
| Steuern | 9.023 | 0 | 9.023 | ||
| Periodengewinn It. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | 24.612 | 0 | 24.612 | ||
| Segmentvermögen | 120.495 | 2.631 | 1.563.312 | -78.047 | 1.485.265 |
| Überleitung Konzern | |||||
| Nicht zurechenbare Posten | 16.394 | ||||
| Vermögen It. Konzernbilanz | 1.501.659 | ||||
| Segmentschulden | 108.722 | 3.747 | 1.266.721 | -78.047 | 1.188.674 |
| Überleitung Konzern | |||||
| Nicht zu rechenbare Posten | 50.101 | ||||
| Schulden It. Konzernbilanz | 1.238.775 |
8 WEITERE ERLÄUTERUNGEN
8.1 Kapitalmanagement
8.1.1 Ökonomisches Kapital
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist sicherzustellen, dass das zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Sicherung der Liquidität bestehende Bonitätsrating aufrechterhalten werden kann sowie eine lückenlose Wahrung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Anforderungen an den Konzern durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement gegeben ist Der Konzern überwacht sein Kapital unter anderem mit Hilfe der Eigenkapital-Quote, dem Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme. Gemäß den konzerninternen Richtlinien streben wir (wie im Vorjahr) eine Eigenkapital-Quote von 16% an.
Zudem wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung des Konzerns und das Risikobegrenzungssystem bzw. die Limitierung von Risikopositionen die Überwachung und Sicherstellung des ökonomischen Eigenkapitals gewährleistet.
8.1.2 Regulatorisches Kapital
Durch die Akquisition der GRENKE BANK AG und die Tatsache, dass die GRENKELEASING AG seit Ende 2008 im Sinne des KWG (Kreditwesengesetzes) ein Finanzdienstleistungsinstitut ist, hat der Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Solvabilitätsverordnung auf Konzernebene einzuhalten. Die GRENKELEASING AG als übergeordnetes Institut meldet zudem die Gesamtkennziffer des Konzerns nach den Vorgaben von § 3 SolvV (Solvabilitätsverordnung) in Verbindung mit § 10 a KWG.
Die Ermittlung der Gesamtkennziffer erfolgt gemäß den Grundlagen des IFRS-Abschlusses. Die Eigenmittel setzen sich hierbei für den Konzern aus den sogenannten Kernkapitalkomponenten Grundkapital TEUR 17.491, Kapitalrücklage TEUR 60.166 und Gewinnrücklagen TEUR 83.900 zusammen. Zudem sind die sonstigen Rücklagen mit einem Negativbetrag von TEUR 4.088 zu berücksichtigen und es gibt Abzugspositionen, welche durch die immateriellen Vermögensgegenstände gekennzeichnet sind, in Höhe von TEUR 13.511. Weitere Eigenmittel fließen nicht in die Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals ein. Zum Stichtag betragen die Gesamteigenmittel der Gruppe TEUR 143.958.
8.2 Franchisesystem
Die GRENKELEASING stellt im Rahmen eines Franchise-Vertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt TEUR 686 (Vorjahr: TEUR 511) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von TEUR 3.457 (Vorjahr: TEUR 2.532) erwirtschaftet Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen (siehe Tz. 4.4) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt TEUR 1.232 (Vorjahr: TEUR 3.513).
8.3 Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:
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| TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen | ||
| fällig im Folgejahr | 5.023 | 4.027 |
| fällig in 2 bis 5 Jahren | 7.719 | 7.798 |
| fällig nach 5 Jahren | 1.084 | 1.788 |
| Summe | 13.826 | 13.613 |
Für Mietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren.
Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltung KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschafttritt die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrages zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab:
Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen.
Unsere irische Tochtergesellschaft, GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielte in 2008 und 2009 Einkünfte aus innerkonzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Die GRENKE FINANCE Plc. unterliegt in 2008 und 2009 mit ihren oben genannten Einkünften in Irland einer nominalen Ertragsteuerbelastung von 12,5% und damit einer niedrigen Besteuerung im Sinne des AStG. Eine Hinzurechnungsbesteuerung der Einkünfte der GRENKE FINANCE Plc. erfolgt nach geltender Rechtslage - unter Zugrundelegung des EuGH-Urteils "Cadbury Schweppes" sowie unter Berücksichtigung des BMF-Schreibens vom 8. Januar 2007 - nicht, wenn die GRENKE FINANCE Plc. eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50d EStG auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und/oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt.
Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in Irland ersucht Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung. Nach unserer Auffassung sind somit die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in 2008 und 2009 erfüllt Daher bestehen zum Stichtag keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen Verpflichtungen mehr aus diesem Sachverhalt.
8.4 Betriebsprüfung in Deutschland
Die im September 2006 begonnene Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING AG für die Geschäftsjahre 2000 bis 2004 dauert noch an. Zum Stichtag lagen keine Prüfungsfeststellungen vor. Im Juli 2009 hat die Betriebsprüfung bei der GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2004 bis 2007 begonnen. Zum Stichtag lagen keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor.
8.5 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen des Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige und Tochtergesellschaften der GRENKELEASING AG.
Die GRENKELEASING AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszweckes auch Leistungen innerhalb des GRENKELEASING AG Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt
Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von TEUR 6.325 erhalten. Des Weiteren erhielt die Bank von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrates einschließlich deren naher Verwandter Einlagen in Höhe von TEUR 101. Eine Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2009 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
| ― | Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH |
| ― | Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater |
| ― | Herr Dieter Münch, Weinheim, Bankkaufmann a.D. und Stiftungsvorstand |
| ― | Herr Dr. Oliver Nass, Paris, Geschäftsführer der ESG France |
| ― | Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt, hauptamtlicher Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V. |
| ― | Frau Dr. Brigitte Sträter, Düsseldorf, Inhaberin und Leiterin der PR-Agentur CENA |
In der folgenden Tabelle ist der Aktienbestand der Aufsichtsräte dargestellt:
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| Aktien per 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| Stück | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Dieter Münch | 75 | 75 |
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 21.000 | 21.000 |
| Erwin Staudt | 1.000 | 1.000 |
| Summe | 22.075 | 22.075 |
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrates der GRENKE BANK AG, Hamburg, und Mitglied im Beirat der TFL International GmbH, Weil am Rhein, im Aufsichtsrat der BOA Holding GmbH, Karlsruhe Stutensee, im Aufsichtsrat der Oystar Holding GmbH, Karlsruhe, sowie im Aufsichtsrat der walter services Holding GmbH, Ettlingen. Herr Gerhard E. Witt und Herr Dieter Münch sind seit dem 20. Februar 2003 auch Mitglieder des Aufsichtsrats der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, einem Unternehmen des GRENKELEASING Konzerns. Des Weiteren ist Herr Dieter Münch Mitglied des Aufsichtsrats der Firma Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale, und war Mitglied im Beirat der Kazenmaier FleetService GmbH, Karlsruhe. Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU AG, Möglingen, sowie der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach.
Frau Dr. Brigitte Sträter und Herr Dr. Oliver Nass gehören keinen anderen Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien bei in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes an. Mit Ablauf der Hauptversammlung am 6. Mai 2008 endete gemäß § 102 Abs. 1 AktG und § 7 Abs. 2 der Satzung der GRENKELEASING AG die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herr Gerhard E. Witt Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag des Aufsichtsrats zur Wiederwahl von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt zugestimmt Die Wahl erfolgt für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 beschließt Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2009 entscheidet.
Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKELEASING AG belief sich auf insgesamt TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 72). Die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2,1. Alt AktG in § 10 der Satzung der GRENKELEASING AG festgelegt Diese Regelung sieht keine Einbeziehung des Aufsichtsrats in eines der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme vor. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:
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| Summe | Vergütung AG | Vergütung KGaA | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2009 | Vorjahr | 2009 | Vorjahr | 2009 | Vorjahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 77 | 81 | 68 | 72 | 9 | 9 |
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| Nebenleistungen | ||
|---|---|---|
| TEUR | 2009 | Vorjahr |
| --- | --- | --- |
| Summe | 0 | 0 |
Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich wie folgt zusammen:
| ― | Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden (Vorstandsvorsitzender) Schwerpunkt: Strategie, Unternehmensentwicklung, Internal Audit |
| ― | Herr Dr. Uwe Hack, Dipl.-Kaufmann, Metzingen (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender) Schwerpunkt: Investor Relations, Treasury, Controlling |
| ― | Herr Mark Kindermann, Dipl.-Kaufmann, Bühl Schwerpunkt Accounting, Qualitätsmanagement, Human Resources, Legal, Verwaltung |
| ― | Herr Thomas Konprecht, Dipl.-Programmierer, Leasing- und Finanzierungswirt Dipl.-VWA, Düsseldorf Schwerpunkt: Marketing, Vertrieb, Management Services |
| ― | Herr Michael Kostrewa, Kaufmann, Wirtschaftsinformatiker, Gaggenau Schwerpunkt: Informationstechnologie, E-Business |
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Die Vorstandsverträge von Herrn Thomas Konprecht und Herrn Michael Kostrewa laufen zum 30. April 2010 aus.
Die Vorstandsvergütung für 2009 setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Gesamtbezüge | davon fix | davon variabel |
|---|---|---|---|
| Summe | 2.078 | 1.046 | 1.032 |
| Summe Vorjahr | 1.664 | 1.044 | 620 |
Für Herrn Dr. Hack ist ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr TEUR 21) enthalten.
Mit Datum vom 12. März 2007 hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats der GRENKELEASING AG mit dem Vorstandsmitglied Herrn Dr. Hack eine Phantom-Stock-Vereinbarung zugunsten von Herrn Dr. Hack abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhält Herr Dr. Hack für das laufende Geschäftsjahr sowie für das kommende Geschäftsjahr jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs, bezogen auf das jeweilige Geschäftsjahr. Dieser entspricht dem ungewichteten arithmetischen Mittel der Xetra-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis zum 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres.
Der Basiskurs für das Jahr 2009 betrug EUR 19,28. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf EUR 600.000 für den Zeitraum von 3 Jahren begrenzt Herr Dr. Hack ist unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25% dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren.
Der Plan wurde als "Cash-Settlement-Plan" behandelt. Doch aufgrund des Nichterreichens der Schwellenwerte erfolgte weder für 2007 noch für 2008 eine Auszahlung aus dem Optionsprogramm. Für die Tranche 2009, welches die letzte Tranche aus dem oben genannten Programm darstellt, wurde der Schwellenwert erreicht Der Zahlungsanspruch aus dem Optionsprogramm beziffert sich auf TEUR 300. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2009 erfolgte entsprechend in den Personalaufwendungen. Bezüglich der detaillierten Angaben sei hierauf den Lagebericht verwiesen.
Der Bestand an Aktien lässt sich aus der folgenden Tabelle ersehen:
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| Aktien per 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| Stück | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Wolfgang Grenke | 4.916.619 | 4.916.619 |
| Thomas Konprecht | 330.730 | 330.730 |
| Mark Kindemiann | 52.053 | 52.053 |
| Michael Kostrewa | 27.500 | 27.500 |
| Dr. Uwe Hack | 5.000 | 5.000 |
| Summe | 5.331.902 | 5.331.902 |
Herr Wolfgang Grenke ist zusätzlich Vorstand der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, und im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Hamburg. Außerdem ist er im Beirat der Deutsche Bank AG, Region Freiburg.
Herr Mark Kindermann ist zusätzlich noch Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande und der GRENKE BANK AG, Hamburg.
Herr Thomas Konprecht ist zugleich Vorstandsvorsitzender der GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien, sowie Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, und der GRENKE BANK AG, Hamburg, sowie Vorstand der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden.
Herr Michael Kostrewa ist zusätzlich Aufsichtsrat der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, und der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden.
Herr Dr. Uwe Hack ist zugleich im Vorstand der GRENKE BANK AG, Hamburg.
8.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 15. Januar 2010 hat die GRENKELEASING AG von der im Rahmen des ersten ABS-Bonds eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, diesen vorzeitig zurückzuerwerben. Dabei wurden Forderungen in Höhe von TEUR 8.624 zurückgekauft. Am 27. Januar 2010 unterzeichnete der Konzern die Verträge für die Auflage eines zweiten ABS-Bonds mit einer dreijährigen revolvierenden Struktur und anschließender Tilgungsphase. Das maximale Volumen beträgt TEUR 300.000 und die Ausnutzung zum Start auf den 4. Februar beträgt TEUR 160.000.
8.7 Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben für 2009 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
"Wir haben den von der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungeine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/Frankfurt am Main, den 1. Februar 2010
**Ernst&Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
von Seidel, Wirtschaftsprüfer
Kirch, Wirtschaftsprüfer
ERKLÄRUNG NACH § 297 (2) S. 4 HGB UND § 315 (1) S. 6 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Baden-Baden, den 1. Februar 2010
Der Vorstand
TERMINE 2010
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| 09.02.2010 | Veröffentlichung Konzernabschluss 2009 DVFA Analystenkonferenz/Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main |
| 04.05.2010 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2010 |
| 11.05.2010 | Hauptversammlung im Kongresshaus Baden-Baden |
| 29.07.2010 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30. Juni 2010 |
| 28.10.2010 | Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2010 DVFA Analystenkonferenz in Frankfurt am Main |
KONTAKT
Renate Hauss
Corporate Communications
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