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GRAMMER AG — Interim / Quarterly Report 2021
Apr 28, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 28188289

GRAMMER Aktiengesellschaft
Ursensollen
GRAMMER AG: Quartalsmitteilung Januar bis März 2021
ONE GRAMMER
Quartalsmitteilung Januar bis März 2021
Umsatz
503,7 Mio. EUR
EBIT-Rendite
4,5 %
Operative EBIT-Rendite
4,2 %
Eigenkapitalquote
23,0 %
Ergebnis nach Steuern
13,3 Mio. EUR
Free Cashflow
-12,9 Mio. EUR
EBIT
22,6 Mio. EUR
Investitionen
9,0 Mio. EUR
Unternehmensprofil
Die GRAMMER AG ist ein weltweit tätiger börsennotierter Hersteller von Sitzsystemen und Automobilinterieur. Im Geschäftsbereich Commercial Vehicles entwickelt und fertigt das Unternehmen technologisch anspruchsvolle Sitzsysteme für Nutz- und Offroad-Fahrzeuge sowie für Bahnen und Busse. Im Bereich Automotive entwickelt und produziert GRAMMER hochwertige Kopfstützen, Mittelkonsolen, Armlehnen und Interieur-Komponenten sowie innovative thermoplastische Komponenten für Pkw-Hersteller und deren Zulieferer. Mit rund 14.000 Mitarbeitern in 20 Ländern ist GRAMMER weltweit für seine Kunden tätig.
Mitarbeiter nach Regionen 1
Jahresdurchschnitt

1 Im Durchschnitt waren im Bereich Central Services 446 Mitarbeiter beschäftigt.
Umsatz nach Regionen 2
in Mio. EUR

2 Der Konsolidierungseffekt des Umsatzes zwischen den Regionen beträgt 22,4 Mio. EUR.
Umsatz nach Quartalen
in Mio. EUR

Operatives EBIT der Regionen
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| AMERICAS | EMEA | APAC |
|---|---|---|
| -8,5 Mio. EUR | 18,8 Mio. EUR | 15,6 Mio. EUR |
Überblick über die Geschäftsentwicklung
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| ― | Deutliche Erholung der Geschäftsentwicklung setzte sich im ersten Quartal 2021 fort, nach Beeinträchtigungen durch die COVID-19-Pandemie im Vorjahresquartal |
| ― | Umsatz- und Ergebnisentwicklung profitieren im ersten Quartal von der Konjunkturerholung in EMEA und APAC sowie von der hohen Nachfrage bei Commercial Vehicles |
| ― | In der GRAMMER Gruppe stieg der Umsatz im ersten Quartal 2021 um 10,7 % auf 503,7 Mio. EUR (Q1 2020: 454,9 Mio. EUR). Während sich die Erholung in Automotive auf 4,9 % belief, wuchs der Umsatz in Commercial Vehicles um 24,6 % |
| ― | APAC verzeichnete im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von 103,2 Mio. EUR und ein Wachstum von 84,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Q1 2020: 55,8 Mio. EUR) |
| ― | Die Region EMEA erreichte im ersten Quartal 2021 einen Umsatz in Höhe von 291,7 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 4,8 % gegenüber dem Vorjahreswert (Q1 2020: 278,3 Mio. EUR) entspricht |
| ― | AMERICAS erzielte im ersten Quartal 2021 einen Umsatz in Höhe von 131,2 Mio. EUR (Q1 2020: 138,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem Rückgang von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahresquartal |
| ― | Das operative EBIT belief sich im ersten Quartal 2021 auf 21,0 Mio. EUR (Q1 2020: 0,4 Mio. EUR), was einer operativen EBIT-Rendite von 4,2 % (Q1 2020: 0,1 %) entspricht |
| ― | Das EBIT der GRAMMER Gruppe betrug von Januar bis März 2021 22,6 Mio. EUR (Q1 2020: -2,1 Mio. EUR) |
| ― | Neue Berichtsstruktur seit 1. Januar 2021: Die im Jahr 2020 begonnene Neuausrichtung der Organisationsstruktur wird nun im externen Berichtswesen abgebildet. Die Regionen EMEA, AMERICAS und APAC rücken zu führenden berichtspflichtigen Geschäftssegmenten auf |
| ― | Ausblick 2021 bestätigt: Für das Gesamtjahr rechnet die GRAMMER Gruppe mit einem Umsatz in Höhe von rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd. EUR) und einem operativen EBIT von rund 65 Mio. EUR (Vj. -11,7 Mio. EUR) |
A | Quartalsmitteilung Januar bis März 2021
1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft und Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
Die COVID-19-Pandemie hat die Weltwirtschaft im Jahr 2020 in eine tiefe Rezession gestürzt. Nachdem die wirtschaftliche Aktivität im ersten Halbjahr stark eingebrochen war, konnte ein Teil der entstandenen Produktionsrückgänge in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder aufgeholt werden. Auch im zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie entwickelt sich die Weltwirtschaft in den Sektoren und Regionen sehr unterschiedlich. Laut IWF-Prognose vom April 2021 wird die globale Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr um 6,0 % zunehmen, nachdem sie im letzten Jahr einen Rückgang von 3,3 % verzeichnet hatte. Während sich die Industrieproduktion und der Welthandel bereits fast vollständig erholt haben, befindet sich der Dienstleistungssektor in vielen Ländern der Welt weiterhin im Krisenmodus.
So wuchs die US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020 zwar signifikant, erholte sich jedoch nicht vollständig von dem Einbruch der Konjunktur infolge des Ausbruchs des Coronavirus im Frühjahr 2020. Für das Gesamtjahr 2021 prognostiziert der IWF für die USA ein Wachstum von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten zeigen insbesondere in China und den anderen asiatischen Ländern einen positiven Trend. Für China, den größten Markt in APAC, geht der IWF davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 um 8,4 % zunehmen wird.
Die derzeit erneut steigenden COVID-19-Infektionszahlen in vielen Ländern der Welt sowie die deutlich verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der dritten Infektionswelle könnten die wirtschaftliche Aktivität im ersten Quartal 2021 vor allem im Euroraum beeinträchtigen und eine Erholung daher verzögern bzw. verlangsamen. Ein Einbruch der Konjunktur im Vergleich zum Frühjahr 2020 ist jedoch nicht zu erwarten. Zudem stellen Kapazitätsengpässe hinsichtlich bestimmter Rohmaterialien und Vorleistungsgüter, z. B. Halbleiter, einige Bereiche des verarbeitenden Gewerbes vor Herausforderungen. Insgesamt erwartet der IWF für den Euroraum einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 4,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Als Teil des Euroraums wird auch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland vom weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen beeinflusst. Der IWF rechnet damit, dass sich die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Gesamtjahr 2021 um 3,6 % erhöhen wird.
Rahmenbedingungen Automobilbranche und Commercial Vehicles
Aufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung der Region APAC wurden laut der im April vom IHS veröffentlichten Marktdaten im ersten Quartal 2021 weltweit 10,6 % mehr Fahrzeuge als im Vorjahr produziert. So erreichte die Region APAC einen Produktionszuwachs von 27,4 %, wobei das Wachstum maßgeblich aus der positiven Entwicklung in China resultiert. Dort stiegen die Produktionszahlen im ersten Quartal 2021 um 70,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal, das stark durch COVID-19-bedingte Werksschließungen belastet war.
In EMEA und AMERICAS sind die Automobilwirtschaft und ihre Zulieferer weiterhin von der andauernden COVID-19-Pandemie und den weltweiten Versorgungsengpässen mit Halbleitern beeinträchtigt. So verzeichnete die Region EMEA in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 einen Rückgang der Produktion von 3,5 %, während die IHS-Daten vom April für die Region AMERICAS eine Verringerung von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr indizieren.
Für das Gesamtjahr 2021 wird in den meisten Teilen der Welt eine wirtschaftliche Erholung erwartet. So ist der Lkw-Markt im ersten Quartal laut LMC weltweit um 40,3 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Diese Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal war hauptsächlich von der Region APAC getrieben, die mit 69,3 % am stärksten zulegte. Für China vermeldete der LMC ein Plus der Produktionszahlen von 92,0 %, wobei die Vorjahreszahlen aufgrund der COVID-19-bedingten Werksschließungen enorm schwach ausfielen.
Die Region AMERICAS konnte im ersten Quartal 2021 eine leichte Steigerung von 0,7 % verzeichnen, während die Region EMEA laut LMC einen Rückgang der Produktionszahlen von 6,8 % vermeldete.
2. Die wichtigsten Kennzahlen der GRAMMER Gruppe
Die wichtigsten Kennzahlen nach IFRS GRAMMER Gruppe
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| In Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | 2020 |
|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 503,7 | 454,9 | 1.710,7 |
| Umsatz EMEA | 291,7 | 278,3 | 965,8 |
| Umsatz AMERICAS | 131,2 | 138,4 | 476,6 |
| Umsatz APAC | 103,2 | 55,8 | 339,2 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| EBITDA | 43,2 | 19,5 | 41,7 |
| EBITDA-Rendite (in %) | 8,6 | 4,3 | 2,4 |
| EBIT | 22,6 | -2,1 | -46,1 |
| EBIT-Rendite (in %) | 4,5 | -0,5 | -2,7 |
| Operatives EBIT | 21,0 | 0,4 | -11,7 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 4,2 | 0,1 | -0,7 |
| Ergebnis vor Steuern | 17,4 | -14,1 | -70,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 13,3 | -9,8 | -64,7 |
| Bilanz | |||
| Bilanzssumme | 1.427,0 | 1.423,1 | 1.376,4 |
| Eigenkapital | 328,2 | 363,4 | 302,2 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 23,0 | 25,5 | 22,0 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 311,3 | 332,0 | 287,1 |
| Gearing (in %) | 94,9 | 91,3 | 95,0 |
| Kapitalflussrechnung | |||
| Investitionen (ohne Finanzanlagen) | 9,0 | 19,5 | 83,8 |
| Abschreibungen | 20,6 | 21,6 | 87,8 |
| Free Cashflow | -12,9 | -53,4 | -36,3 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 14.204 | 14.709 | 14.192 |
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| In Mio. EUR | 31.03.2021 | 31.03.2020 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Aktienkennzahlen | |||
| Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) | 25,50 | 19,20 | 19,90 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) | 388,6 | 242,1 | 303,2 |
| Ergebnis je Aktie | 0,88 | -0,80 | -5,10 |
Neue Berichtsstruktur seit dem 1. Januar 2021
Die im Jahr 2020 begonnene Neuausrichtung der Organisationsstruktur wird nun im externen Berichtswesen abgebildet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die GRAMMER AG eine grundlegende Änderung ihrer Steuerung und Ressourcenverteilung vorgenommen. So wurden die Regionen AMERICAS, APAC und EMEA zu den führenden internen Berichtsstrukturen und stellen seitdem die berichtspflichtigen Geschäftssegmente dar. Die bisherigen berichtenden Segmente Automotive und Commercial Vehicles wurden zu zwei Divisionen und fokussieren sich auf die Erstellung und Umsetzung der weltweiten Markt-, Kunden- und Produktstrategien. Die globalen Funktionen, d. h. die Konzernbereiche, unterstützen die drei Regionen und beiden Divisionen weiterhin durch die Bereitstellung von Systemen, Standards und Richtlinien sowie definierten Dienstleistungen z. B. im Bereich der Forschung und Entwicklung. Der im Geschäftsjahr 2020 veröffentlichte Umsatz nach Region ist nicht mit den Vergleichsinformationen für 2020 gemäß dieser Quartalsmitteilung vergleichbar, da dieser aufgrund der geänderten Segmentberichterstattung auch Umsatzerlöse zu den anderen berichtspflichtigen Segmenten enthält.
3. Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2021
Der Umsatz der GRAMMER Gruppe lag im ersten Quartal 2021 bei 503,7 Mio. EUR (Q1 2020: 454,9 Mio. EUR) und somit 10,7 % über dem Vorjahreswert. Damit setzte sich die deutliche Erholung der Geschäftsentwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2020 im ersten Quartal 2021 fort, nachdem das erste Halbjahr 2020 von den Folgen der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt war.
Die positive Umsatzentwicklung der GRAMMER Gruppe im ersten Quartal resultierte insbesondere aus der signifikanten Umsatzsteigerung in den Regionen APAC und EMEA. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, das durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie belastet war, erhöhte sich der Umsatz in der Region APAC um 84,9 % auf 103,2 Mio. EUR (Q1 2020: 55,8 Mio. EUR). In der Region EMEA stieg der Umsatz um 4,8 % auf 291,7 Mio. EUR (Q1 2020: 278,3 Mio. EUR). Die Region AMERICAS verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang von -5,2 %, sodass der Umsatz bei 131,2 Mio. EUR (Q1 2020: 138,4 Mio. EUR) lag.
Die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wurde im ersten Quartal 2021 wie geplant fortgeführt. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung von Werksstandorten in Europa und Nordamerika sowie einen Abbau von insgesamt rund 300 Stellen im indirekten Bereich, der bis Mitte des Jahres 2021 erfolgen wird. Mithilfe des zugrundeliegenden Freiwilligenprogramms ist es GRAMMER bereits jetzt gelungen, das für 2021 angestrebte Ziel einer nachhaltigen Strukturkostenreduktion sozialverträglich umzusetzen. Zudem haben wir auch die im vergangenen Jahr ergriffenen Maßnahmen zum strikten Kostenmanagement im ersten Quartal 2021 weiterhin konsequent umgesetzt.
Sowohl die positive Umsatzentwicklung als auch der vorteilhafte Produktmix führten in Kombination mit der kontinuierlichen und effektiven Umsetzung der Kosten- und Prozessoptimierungsmaßnahmen zu einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses. Das operative EBIT der GRAMMER Gruppe stieg im ersten Quartal 2021 deutlich auf 21,0 Mio. EUR (Q1 2020: 0,4 Mio. EUR), was einer operativen EBIT-Rendite von 4,2 % (Q1 2020: 0,1 %) entspricht. Es wurde neben positiven Wechselkurseffekten in Höhe von 2,2 Mio. EUR um direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen in Höhe von 0,6 Mio. EUR bereinigt.
4. Ertragslage
Umsatz der GRAMMER Gruppe
Im ersten Quartal 2021 steigerte die GRAMMER AG ihren Konzernumsatz auf 503,7 Mio. EUR (Q1 2020: 454,9 Mio. EUR), was einer Erhöhung von 10,7 % im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht. Sowohl die Division Automotive als auch die Division Commercial Vehicles verzeichnete einen Umsatzanstieg. So erhöhten sich die Umsätze der Division Automotive um 4,9 % auf 336,2 Mio. EUR und die Erlöse der Division Commercial Vehicles stiegen überproportional um 24,6 % auf 167,5 Mio. EUR.
Die positive Entwicklung des Umsatzes resultiert insbesondere aus den Zuwächsen in den Regionen APAC und EMEA.
Umsatzentwicklung nach Regionen und Divisionen
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| in Mio. EUR | GRAMMER Gruppe | EMEA | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Automotive | 336,2 | 320,5 | 4,9% | 164,6 | 168,7 | -2,4% |
| Commerical Vehicles | 167,5 | 134,4 | 24,6% | 127,1 | 109,6 | 16,0% |
| Gesamt | 503,7 | 454,9 | 10,7% | 291,7 | 278,3 | 4,8% |
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| in Mio. EUR | AMERICAS | APAC | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Automotive | 112,5 | 119,6 | -5,9% | 64,2 | 37,1 | 73,0% |
| Commerical Vehicles | 18,7 | 18,8 | -0,5% | 39,0 | 18,7 | 108,6% |
| Gesamt | 131,2 | 138,4 | -5,2% | 103,2 | 55,8 | 84,9% |
Ergebnis der GRAMMER Gruppe
Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Gruppe
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| in TEUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 503.717 | 454.949 | 48.768 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -441.694 | -413.828 | -27.866 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 62.023 | 41.121 | 20.902 |
| Vertriebskosten | -6.254 | -9.301 | 3.047 |
| Verwaltungskosten | -36.073 | -37.369 | 1.296 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.924 | 3.435 | -511 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 22.620 | -2.114 | 24.734 |
| Finanzergebnis | -5.241 | -12.034 | 6.793 |
| Ergebnis vor Steuern | 17.379 | -14.148 | 31.527 |
| Ertragsteuern | -4.049 | 4.315 | -8.364 |
| Ergebnis nach Steuern | 13.330 | -9.833 | 23.163 |
Herleitung operatives EBIT
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| in Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| EBIT | 22,6 | -2,1 | 24,7 |
| Währungseffekte | -2,2 | 2,5 | -4,7 |
| Kosten für Corona-Schutz und Handlungsmaßnahmen | 0,6 | 0,0 | 0,6 |
| Operatives EBIT | 21,0 | 0,4 | 20,6 |
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im ersten Quartal 2021 auf 22,6 Mio. EUR (Q1 2020: -2,1 Mio. EUR). Die Regionen EMEA (20,4 Mio. EUR) und APAC (15,6 Mio. EUR) leisteten positive Ergebnisbeiträge, während die Region AMERICAS ein negatives EBIT in Höhe von -8,6 Mio. EUR verzeichnete.
Das operative EBIT lag mit 21,0 Mio. EUR und 4,2 % operativer EBIT-Rendite (Q1 2020: 0,4 Mio. EUR und 0,1 % operative EBIT-Rendite) deutlich über dem Vorjahresniveau. Neben positiven Währungseffekten in Höhe von 2,2 Mio. EUR wurden direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen von 0,6 Mio. EUR bereinigt.
5. Entwicklung der Regionen
EMEA
Wesentliche Kennzahlen Region EMEA
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| in Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 291,7 | 278,3 | 13,4 |
| EBIT | 20,4 | 3,6 | 16,8 |
| EBIT-Rendite (in %) | 7,0 | 1,3 | 5,7 %-Punkte |
| Operatives EBIT | 18,8 | 5,8 | 13,0 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 6,4 | 2,1 | 4,3 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Finanzanlagen) | 4,9 | 6,4 | -1,5 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 7.690 | 8.022 | -332 |
Die Region EMEA verzeichnete im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von 291,7 Mio. EUR (Q1 2020: 278,3 Mio. EUR), was einem Zuwachs von 4,8 % entspricht. Dies resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung in der Division Commercial Vehicles, die einen Umsatzzuwachs von 16,0 % auf 127,1 Mio. EUR (Q1 2020: 109,6 Mio. EUR) erzielte. Damit setzte die Region, in der sich die konzernweit umsatzstärksten Gesellschaften befinden, den positiven Trend aus dem zweiten Halbjahr 2020 fort.
Das EBIT in EMEA stieg im ersten Quartal 2021 deutlich auf 20,4 Mio. EUR (Q1 2020: 3,6 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Strukturkostensenkung sowie den guten Produktmix zurückzuführen. Die EBIT-Rendite erhöhte sich um 5,7 Prozentpunkte auf 7,0 % (Q1 2020: 1,3 %).
Das operative EBIT erhöhte sich signifikant auf 18,8 Mio. EUR (Q1 2020: 5,8 Mio. EUR). Die operative EBIT-Rendite stieg entsprechend um 4,3 Prozentpunkte auf 6,4 % (Q1 2020: 2,1 %).
AMERCIAS
Wesentliche Kennzahlen Region AMERICAS
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| in Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 131,2 | 138,4 | -7,2 |
| EBIT | -8,6 | -7,2 | -1,4 |
| EBIT-Rendite (in %) | -6,6 | -5,2 | -1,4 %-Punkte |
| Operatives EBIT | -8,5 | -6,8 | -1,7 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | -6,5 | -4,9 | -1,6 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Finanzanlagen) | 2,7 | 6,0 | -3,3 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 4.758 | 4.742 | 16 |
Die Region AMERICAS vermeldete für das erste Quartal 2021 einen einstelligen prozentualen Umsatzrückgang von 5,2 % auf 131,2 Mio. EUR (Q1 2020: 138,4 Mio. EUR). Ursächlich für diese Entwicklung war die geringere Anzahl an Abrufen der OEMs aufgrund des globalen Lieferengpasses bei Halbleitern. So sank der Umsatz in der Division Automotive um 5,9 % auf 112,5 Mio. EUR (Q1 2020: 119,6 Mio. EUR), während er in der Division Commercial Vehicles mit 18,7 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahresquartals blieb.
Das EBIT in AMERICAS belief sich auf -8,6 Mio. EUR (Q1 2020: -7,2 Mio. EUR). Die EBIT-Rendite verringerte sich entsprechend um 1,4 Prozentpunkte auf -6,6 % (Q1 2020: -5,2 %).
Das operative EBIT lag im ersten Quartal 2021 bei -8,5 Mio. EUR (Q1 2020: -6,8 Mio. EUR). Die operative EBIT-Rendite belief sich entsprechend auf -6,5 % (Q1 2020: -4,9 %) und reduzierte sich damit um 1,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal.
APAC
Wesentliche Kennzahlen Region APAC
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| in Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 103,2 | 55,8 | 47,4 |
| EBIT | 15,6 | 3,4 | 12,2 |
| EBIT-Rendite (in %) | 15,1 | 6,1 | 9,0 %-Punkte |
| Operatives EBIT | 15,6 | 3,4 | 12,2 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 15,1 | 6,1 | 9,0 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Finanzanlagen) | 1,0 | 0,9 | 0,1 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 1.310 | 1.294 | 16 |
In APAC stiegen die Umsätze im ersten Quartal um 84,9 % auf 103,2 Mio. EUR (Q1 2020: 55,8 Mio. EUR). Die signifikante Erhöhung zeigt sich in beiden Divisionen und resultiert einerseits aus den erhöhten Produktionsabrufen im ersten Quartal 2021 und andererseits aus den vergleichsweise sehr niedrigen Absatzzahlen im Vorjahresquartal, die sich aus den COVID-19-bedingten Produktionsstopps ergeben hatten. Die Umsatzsteigerung ist auf die positiven Entwicklungen in beiden Divisionen zurückzuführen. So erzielte die Division Automotive einen Zuwachs von 73,0 % auf 64,2 Mio. EUR (Q1 2020: 37,1 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahresquartal, während sich die Umsätze in der Division Commercial Vehicles mit einem Anstieg von 108,6 % auf 39,0 Mio. EUR (Q1 2020: 18,7 Mio. EUR) mehr als verdoppelten.
Das EBIT in der Region APAC erhöhte sich auf 15,6 Mio. EUR (Q1 2020: 3,4 Mio. EUR); die EBIT-Rendite nahm um 9,0 Prozentpunkte auf 15,1 % (Q1 2020: 6,1 %) zu.
Das operative EBIT stieg ebenfalls deutlich auf 15,6 Mio. EUR (Q1 2020: 3,4 Mio. EUR), wobei die operative EBIT-Rendite im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9,0 Prozentpunkte auf 15,1 % (Q1 2020: 6,1 %) zunahm.
6. Vermögens- und Finanzlage
Bilanz
Kurz-Bilanz GRAMMER Gruppe
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| in TEUR | 31.03.2021 | 31.12.2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 800.904 | 799.583 | 1.321 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 626.059 | 576.841 | 49.218 |
| Aktiva | 1.426.963 | 1.376.424 | 50.539 |
| Eigenkapital | 328.167 | 302.210 | 25.957 |
| Langfristige Schulden | 509.598 | 524.189 | -14.591 |
| Kurzfristige Schulden | 589.198 | 550.025 | 39.173 |
| Passiva | 1.426.963 | 1.376.424 | 50.539 |
Die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe stieg leicht um 50,6 Mio. EUR auf 1.427,0 Mio. EUR (31.12.2020: 1.376,4 Mio. EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte blieben stabil bei 800,9 Mio. EUR (31.12.2020: 799,6 Mio. EUR). Während die Immateriellen Vermögenswerte um 1,6 % auf 183,9 Mio. EUR (31.12.2020: 180,9 Mio. EUR) stiegen, reduzierten sich die Sachanlagen leicht auf 444,8 Mio. EUR (31.12.2020: 446,7 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 8,5 % auf 626,1 Mio. EUR (31.12.2020: 576,8 Mio. EUR), insbesondere durch Erhöhungen der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 21,3 % auf 289,8 Mio. EUR (31.12.2020: 238,9 Mio. EUR), der Vorräte um 12,8 % auf 174,4 Mio. EUR (31.12.2020: 154,6 Mio. EUR) sowie der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 19,4 % auf 33,9 Mio. EUR (31.12.2020: 27,3 Mio. EUR). Im Gegenzug verringerten sich die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zum 31. März 2021 um 34,0 % auf 59,3 Mio. EUR (31.12.2020: 89,8 Mio. EUR). Grund hierfür ist im Wesentlichen der gestiegene Kapitalbedarf aufgrund des hohen Auftragsvolumens.
Das Eigenkapital stieg im ersten Quartal 2021 um rund 26,0 Mio. EUR bzw. 8,6 % auf 328,2 Mio. EUR (31.12.2020: 302,2 Mio. EUR), aufgrund des Ergebnisses nach Steuern von 13,3 Mio. EUR sowie des sonstigen Ergebnisses von 12,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend um 1,0 Prozentpunkte auf 23,0 % (31.12.2020: 22,0 %).
Die langfristigen Schulden verringerten sich um 14,6 Mio. EUR bzw. 2,8 % auf 509,6 Mio. EUR (31.12.2020: 524,2 Mio. EUR). Grund hierfür war insbesondere die Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 5,0 % auf 240,7 Mio. EUR (31.12.2020: 253,3 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 39,2 Mio. EUR bzw. 7,1 % auf 589,2 Mio. EUR (31.12.2020: 550,0 Mio. EUR). Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus der Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 25,4 % auf 117,3 Mio. EUR (31.12.2020: 93,6 Mio. EUR), der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,4 % auf 259,3 Mio. EUR (31.12.2020: 250,9 Mio. EUR) und der gestiegenen kurzfristigen Finanzschulden um 5,1 % auf 129,9 Mio. EUR (31.12.2020: 123,6 Mio. EUR).
7. Investitionen
Um die Finanzkraft unseres Unternehmens zu sichern, haben wir im ersten Quartal 2021 ausschließlich projektbedingte Investitionen getätigt. Dies führte zu einer deutlichen Reduzierung der Investitionsumme auf 9,0 Mio. EUR (Q1 2020: 19,5 Mio. EUR).
In der Region EMEA wurden im ersten Quartal 4,9 Mio. EUR (Q1 2020: 6,4 Mio. EUR) im Wesentlichen in neue Produktionsanlagen für Produktneuanläufe sowie in Entwicklungsleistungen investiert.
In der Region AMERICAS handelt es sich hauptsächlich um Investitionen in neue Produktionsanlagen für Produktneuanläufe. Die Höhe der Investitionen in dieser Region betrug in den ersten drei Monaten 2,7 Mio. EUR (Q1 2020: 6,0 Mio. EUR).
Von Januar bis März wurden in der Region APAC 1,0 Mio. EUR (Q1 2020: 0,9 Mio. EUR) primär in Ersatzinvestitionen getätigt.
Die Reduktion im Bereich Central Services zum Vorjahresquartal ergibt sich hauptsächlich aus den verminderten Investitionen in die Fertigstellung und in Innenausstattung des GRAMMER Campus in Ursensollen bei Amberg. Im September 2020 waren alle Gebäudeteile fertig gestellt und der Umzug der Mitarbeiter in ihre neuen Büros wurde erfolgreich abgeschlossen.
Investitionen
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| in Mio. EUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| EMEA | 4,9 | 6,4 | -1,5 |
| AMERICAS | 2,7 | 6,0 | -3,3 |
| APAC | 1,0 | 0,9 | 0,1 |
| Central Services | 0,4 | 6,2 | -5,8 |
| GRAMMER Gruppe | 9,0 | 19,5 | -10,5 |
8. Mitarbeiter
Zum 31. März 2021 waren bei GRAMMER weltweit durchschnittlich 14.204 (Q1 2020: 14.709) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einer Reduzierung von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon waren in der Region APAC durchschnittlich 1.310 Beschäftigte (Q1 2020: 1.294), in der Region EMEA durchschnittlich 7.690 Beschäftigte (Q1 2020: 8.022 ) und in der Region AMERICAS durchschnittlich 4.758 Beschäftigte (Q1 2020: 4.742) tätig.
Mitarbeiter im Durchschnitt
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| 01-03 2021 | 01-03 2020 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| EMEA | 7.690 | 8.022 | -332 |
| AMERICAS | 4.758 | 4.742 | 16 |
| APAC | 1.310 | 1.294 | 16 |
| Central Services | 446 | 651 | -205 |
| GRAMMER Gruppe | 14.204 | 14.709 | -505 |
9. Nachtragsbericht
Am 13. April 2021 hat die GRAMMER AG die Vereinbarung zur Gründung eines weiteren Joint Ventures mit der FAW Group unterzeichnet. Gemeinsam mit einem Tochterunternehmen des größten chinesischen Nutzfahrzeugherstellers werden wir hochwertige Lkw-Sitze produzieren, die in zahlreichen Lkw-Modellplattformen des FAW-Konzerns Verwendung finden. Beide Unternehmen profitieren so von dem anhaltenden Trend zu modernen, ergonomischen Lkw-Fahrersitzen in China, die am weltweit größten Nutzfahrzeugmarkt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für die OEMs darstellen. Die GRAMMER AG wird an dem Joint-Venture-Unternehmen eine Mehrheit von 60 % halten und dieses vollständig in den Konzernabschluss einbeziehen.
10. Chancen/Risiken
Die Chancen und Risiken, auf die wir im Lagebericht des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2020 hingewiesen und dort umfassend beschrieben haben, bestehen aus heutiger Sicht weiter.
So beobachten wir die Entwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sehr aufmerksam, da sie mit wesentlichen und derzeit sehr schwer abschätzbaren Risiken verbunden sind. Speziell eingerichtete Krisenmanagement-Teams analysieren die Lage am Markt sowie die unserer Kunden und Lieferanten kontinuierlich und schlagen dem Management konkrete Maßnahmen vor, sobald Handlungsbedarf besteht. Zudem beobachten wir auch die Entwicklung des Stahlpreises sowie die globale Liefersituation von Halbleitern, um frühzeitig auf sich ändernde Bedingungen reagieren zu können.
11. Ausblick
Am 31. März 2021 hat GRAMMER die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Diese Prognose gilt weiterhin.
Demnach erwarten wir, dass die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in den für die GRAMMER Gruppe relevanten Märkten, im Geschäftsjahr 2021 anhalten werden. Der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie in den einzelnen Ländern sowie die Entwicklung der globalen Engpässe in der Halbleiterindustrie werden außerdem einen maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte wirtschaftliche Erholung haben. Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2021 jedoch mit einer Erholung des Umsatzes auf rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd. EUR). Auf Basis der Planung der drei für die Geschäftsentwicklung maßgeblichen Regionen erwarten wir für das Jahr 2021 ein operatives EBIT von rund 65 Mio. EUR (Vj. -11,7 Mio. EUR). Das operative EBIT im Jahr 2021 wird vor allem durch die sich erholende Konjunktur und die Ergebnisse aus den umgesetzten Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen verbessert. Im Geschäftsjahr 2020 war das operative EBIT sehr stark durch die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie sowie durch Kosten aus verschiedenen Einzelsachverhalten belastet.
12. Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
B | Finanzinformationen Januar bis März 2021
13. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 503.717 | 454.949 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -441.694 | -413.828 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 62.023 | 41.121 |
| Vertriebskosten | -6.254 | -9.301 |
| Verwaltungskosten | -36.073 | -37.369 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.924 | 3.435 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 22.620 | -2.114 |
| Finanzerträge | 352 | 358 |
| Finanzaufwendungen | -5.337 | -4.530 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -256 | -7.862 |
| Ergebnis vor Steuern | 17.379 | -14.148 |
| Ertragsteuern | -4.049 | 4.315 |
| Ergebnis nach Steuern | 13.330 | -9.833 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens 1 | 13.237 | -9.770 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 93 | -63 |
| Ergebnis nach Steuern | 13.330 | -9.833 |
| Ergebnis je Aktie | ||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,88 | -0,80 |
1 Davon entfallen im Geschäftsjahr 2021 155 TEUR auf Vergütungsansprüche des Hybriddarlehensgebers.
14. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 13.330 | -9.833 |
| Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 0 | 21.772 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 0 | -6.358 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 0 | 15.414 |
| Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | 0 | 15.414 |
| Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 12.517 | 12.199 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | 12.517 | 12.199 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -1.317 | -3.627 |
| Zuzüglich/abzüglich (-) ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -149 | -347 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 342 | 1.087 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | -1.124 | -2.887 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 1.511 | -18.494 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -277 | 5.640 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | 1.234 | -12.854 |
| Summe der Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | 12.627 | -3.542 |
| Sonstiges Ergebnis | 12.627 | 11.872 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 25.957 | 2.039 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens 1 | 25.907 | 2.105 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 50 | -66 |
1 Davon entfallen im Geschäftsjahr 2021 155 TEUR auf Vergütungsansprüche des Hybriddarlehensgebers.
15. Konzernbilanz
zum 31. März 2021 und 31. Dezember 2020
Aktiva
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| TEUR | 31.03.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 444.778 | 446.737 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 183.955 | 180.959 |
| At Equity bewertete Beteiligung | 970 | 859 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.844 | 6.871 |
| Latente Steueransprüche | 64.191 | 64.217 |
| Sonstige Vermögenswerte | 36.411 | 36.702 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 63.755 | 63.238 |
| Langfristige Vermögenswerte | 800.904 | 799.583 |
| Vorräte | 174.424 | 154.620 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 289.772 | 238.884 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.437 | 4.027 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 6.103 | 5.349 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 59.255 | 89.838 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 33.855 | 27.284 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 59.213 | 56.839 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 626.059 | 576.841 |
| Bilanzsumme | 1.426.963 | 1.376.424 |
Passiva
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| TEUR | 31.03.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 39.009 | 39.009 |
| Kapitalrücklage | 163.033 | 163.033 |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 212.176 | 199.094 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -97.572 | -110.242 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 309.205 | 283.453 |
| Hybriddarlehen | 19.734 | 19.579 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -772 | -822 |
| Eigenkapital | 328.167 | 302.210 |
| Langfristige Finanzschulden | 240.657 | 253.255 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 388 | 543 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 53.662 | 54.443 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.260 | 1.260 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 164.924 | 164.456 |
| Passive latente Steuern | 46.350 | 46.859 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 2.357 | 3.373 |
| Langfristige Schulden | 509.598 | 524.189 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 129.880 | 123.628 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 259.289 | 250.861 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 16.041 | 16.520 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 117.286 | 93.550 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.794 | 6.448 |
| Rückstellungen | 59.342 | 57.858 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 1.566 | 1.160 |
| Kurzfristige Schulden | 589.198 | 550.025 |
| Gesamtsumme Schulden | 1.098.796 | 1.074.214 |
| Bilanzsumme | 1.426.963 | 1.376.424 |
16. Konzern-Kapitalflussrechnung
1. Januar - 31. März des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | 01-03 2021 | 01-03 2020 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 17.379 | -14.148 | |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 16.786 | 17.338 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 3.779 | 4.271 | |
| Gewinn [-)/Verlust aus Anlageabgängen | -62 | 191 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 18.644 | 3.235 | |
| Finanzergebnis | 5.241 | 12.035 | |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | |||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | -59.658 | 16.936 | |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | -19.805 | -4.924 | |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | -12.707 | -735 | |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 30.274 | -63.349 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5.910 | -7.787 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | -6.039 | -36.937 | |
| 2. | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | |||
| Erwerb von Sachanlagen | -6.828 | -16.575 | |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -1.123 | -776 | |
| Abgänge | |||
| Abgänge von Sachanlagen | 388 | 246 | |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 12 | 22 | |
| Abgänge von Finanzanlagen | 344 | 268 | |
| Erhaltene Zinsen | 352 | 358 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.855 | -16.457 | |
| 3. | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Zufluss aus der Aufnahme von Hybriddarlehen | 0 | 19.148 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 20.993 | 102.274 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -33.731 | -94.444 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -4.600 | -5.612 | |
| Gezahlte Zinsen | -4.595 | -3.606 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -21.933 | 17.760 | |
| 4. | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1- 3) | -34.827 | -35.634 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -2.148 | -3.458 | |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 55.372 | 123.654 | |
| Finanzmittelfonds zum 31. März | 18.397 | 84.562 | |
| 5. | Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 59.255 | 110.203 | |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | -40.858 | -25.641 | |
| Finanzmittelfonds zum 31. März | 18.397 | 84.562 |
Finanzkalender 2021 1
Wichtige Termine für Aktionäre und Analysten
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| 31 März | Analysten- und Bilanzpressekonferenz | 23 Juni | Hauptversammlung |
| 31 März | Geschäftsbericht | 12 August | Halbjahresbericht |
| 28 April | Q1 Mitteilung | 27 Oktober | Q3 Mitteilung |
1 Alle Termine sind vorläufige Angaben. Änderungen vorbehalten.
Kontakt
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Grammer-Allee 2
92289 Ursensollen
Postfach 14 54
92204 Amberg
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Investor Relations
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E-Mail [email protected]
Impressum
Herausgeber
GRAMMER AG
Postfach 14 54
92204 Amberg
Erscheinungsdatum
28. April 2021
Konzeption, Umsetzung
Kirchhoff Consult AG
22765 Hamburg
Die im Rahmen der Erstellung der diesjährigen Quartalsmitteilung produzierten Fotoaufnahmen entstanden unter strenger Befolgung der Hygienevorschriften, die zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erlassen wurden. Einige andere Bilder sind vor Beginn der Pandemie entstanden.
Aus dem Grund der besseren Lesbarkeit wird in der GRAMMER Quartalsmitteilung bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in den meisten Fällen die männliche Form verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen und personenbezogene Hauptwörter gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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