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GRAMMER AG Interim / Quarterly Report 2021

Oct 27, 2021

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Interim / Quarterly Report

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ONE GRAMMER

Quartalsmitteilung Januar bis September 2021

EBIT-Rendite 1,9%

Operative EBIT-Rendite 2,2%

Eigenkapitalquote 23,2%

Ergebnis nach Steuern 13,1 Mio. EUR

Free Cashflow -49,0 Mio. EUR

Unternehmensprofil

Die GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist in zwei Geschäftsfeldern aktiv: Für die globale Automobilindustrie entwickelt und produziert GRAMMER hochwertige Interieur- und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Komponenten. Für LKW, Bahnen, Busse und Offroad-Fahrzeuge ist GRAMMER Full-Service-Anbieter von Fahrer- und Passagiersitzen. Aktuell beschäftigt die GRAMMER AG rund 14.000 Mitarbeiter in 19 Ländern weltweit, der Umsatz lag im Jahr 2020 bei rund 1,7 Milliarden Euro. Die GRAMMER Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.

1 Im Durchschnitt waren im Bereich Central Services 427 Mitarbeiter beschäftigt.

2 Der Konsolidierungseffekt des Umsatzes zwischen den Regionen beträgt 63,5 Mio. EUR.

Operatives EBIT der Regionen

Überblick über die Geschäftsentwicklung

  • Umsatzanstieg in den ersten neun Monaten 2021 um 17,3% auf 1.404,7 Mio. EUR (01–09 2020: 1.197,5 Mio. EUR).
  • Der Konzernumsatz sank im dritten Quartal 2021 um 6,4% auf 432,2 Mio. EUR (Q3 2020: 461,7 Mio. EUR), maßgeblich beeinträchtigt durch die deutliche Reduzierung von Kundenabrufen infolge der eingeschränkten Verfügbarkeit von Halbleiterkomponenten. Die Division Automotive verzeichnete einen Umsatzrückgang um 18,7%, während der Umsatz in der Division Commercial Vehicles um 27,0% anstieg.
  • Die Regionen AMERICAS, APAC und EMEA verzeichneten im dritten Quartal 2021 eine schwächere Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal mit Rückgängen um 12,2%, 2,6% bzw. 2,5%.
  • Das EBIT der GRAMMER Gruppe belief sich in den ersten neun Monaten 2021 auf 26,4 Mio. EUR (01–09 2020: –47,2 Mio. EUR). Die Geschäftsentwicklung erholte sich insbesondere im ersten Halbjahr deutlich von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und wurde maßgeblich durch den überproportional hohen Umsatzanteil der margenträchtigeren Division Commercial Vehicles getrieben.
  • Im dritten Quartal verringerte sich das EBIT signifikant auf –1,4 Mio. EUR (Q3 2020: 5,8 Mio. EUR). Dies resultierte unter anderem aus einem Anstieg der Umsatzkosten infolge der deutlich gestiegenen Materialpreise. Diese hatten sich überwiegend aus dem Vorhalten der Produktionskapazitäten und folglich temporären Unterauslastungen ergeben, die durch geringere und volatile Kundenabrufe infolge des Lieferengpasses bei Halbleitern verursacht wurden. Hinzu kam eine Erhöhung der Logistikkosten, die das EBIT im dritten Quartal ebenfalls negativ beeinflusste.

  • Das operative EBIT der GRAMMER Gruppe von Januar bis September 2021 betrug 30,7 Mio. EUR (01–09 2020: –23,3 Mio. EUR). Positive Ergebnisbeiträge leisteten die Regionen EMEA und APAC.

  • Das operative EBIT betrug im dritten Quartal 2021 –1,7 Mio. EUR (Q3 2020: 22,4 Mio. EUR), was einer operativen EBIT-Rendite von –0,4% (Q3 2020: 4,9%) entspricht. Es wurde um direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen in Höhe von 0,3 Mio. EUR und um positive Wechselkurseffekte von 0,6 Mio. EUR bereinigt.
  • Ausblick 2021 in Bezug auf die Ergebniserwartung angepasst: Für das Gesamtjahr rechnet die GRAMMER Gruppe mit einem Umsatz in Höhe von rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd. EUR) und einem operativen EBIT zwischen 17 und 22 Mio. EUR (Vj. –11,7 Mio. EUR). Im Rahmen seiner ursprünglichen Prognose hatte das Unternehmen ein operatives EBIT in Höhe von 65 Mio. EUR erwartet.

Inhalt

Dashboard 2
Überblick über die Geschäftsentwicklung 3
A Quartalsmitteilung Januar bis September 2021
1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 6
2. Die wichtigsten Kennzahlen der GRAMMER Gruppe 8
3. Geschäftsentwicklung in den ersten
neun Monaten 2021 9
4. Ertragslage 10
5. Entwicklung der Regionen 12
6. Vermögens- und Finanzlage 13
7. Investitionen 14
8. Cashflow 14
9. Mitarbeiter 14
10. Nachtragsbericht 15
11. Chancen/Risiken 15
12. Ausblick 15
13. Zukunftsgerichtete Aussagen 15

B | Finanzinformationen Januar bis September 2021

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzernbilanz 19
Konzern-Kapitalflussrechnung 21

Kontakt/Impressum 23

A | Quartalsmitteilung Januar bis September 2021

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

In seiner Prognose vom Oktober 2021 geht der IWF davon aus, dass die weltweite Konjunkturerholung anhält, während sich die Risiken voraussichtlich verschärfen. Die Verwerfungen, die durch COVID-19 entstanden sind, scheinen sich zu verfestigen und der IWF erwartet, dass sie die mittelfristige Entwicklung nachhaltig beeinflussen werden.

Die globale Wirtschaftsleistung wird im Gesamtjahr 2021 voraussichtlich um 5,9% zunehmen, nachdem sie im letzten Jahr um 3,3% zurückgegangen war. Die aktuelle Prognose für 2021 liegt damit um 0,1 Prozentpunkte unter der Einschätzung vom Juli 2021. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der IWF nach wie vor ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4,9%. Die Abwärtskorrektur für 2021 spiegelt eine Herabstufung für die Industrieländer – zum Teil aufgrund von Versorgungsunterbrechungen – und für die einkommensschwachen Entwicklungsländer wider, die größtenteils auf die sich verschlechternde Pandemiedynamik zurückzuführen ist.

Die für die Region AMERICAS relevante US-Wirtschaft wird im Gesamtjahr 2021 laut IWF voraussichtlich um 6,0% gegenüber dem Vorjahr wachsen. Diese Prognose bewegt sich damit 1,0 Prozentpunkte unter der Erwartung vom Juli 2021.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten zeigen weiterhin insbesondere in China und den anderen asiatischen Ländern einen positiven Trend. Für China, dem größten Markt in der Region APAC, erwartet der IWF, dass die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr um 8,0% zunehmen wird.

Für den Euroraum, der den Großteil der Region EMEA betrifft, erwartet der IWF im Gesamtjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 5,0% gegenüber dem Vorjahr. Der IWF geht zudem von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 3,1% aus.

Die rasche Ausbreitung der hochansteckenden COVID-19- Deltavariante und die Bedrohung durch neue Virusvarianten haben die Unsicherheit darüber erhöht, wie schnell die Pandemie überwunden werden kann. Politische Entscheidungen sind schwieriger geworden, da sie mit multidimensionalen Herausforderungen und gleichzeitig begrenztem Handlungsspielraum konfrontiert sind. Zu den Herausforderungen gehören insbesondere das gedämpfte Beschäftigungswachstum, die steigende Inflation, Nahrungsmittelknappheit und der Klimawandel.

Die Divergenz der Wirtschaftsaussichten in den einzelnen Ländern gibt laut IWF nach wie vor Anlass zu großer Sorge. Es wird erwartet, dass die Gesamtproduktion der Gruppe der Industriestaaten im Jahr 2022 wieder auf den Trendpfad aus der Zeit vor der Pandemie zurückkehrt und diesen im Jahr 2024 um 0,9 Prozentpunkte übertrifft. Im Gegensatz dazu geht der IWF davon aus, dass die Gesamtproduktion der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer (China ausgenommen) im Jahr 2024 um 5,5 Prozentpunkte unter dem vor der Pandemie prognostizierten Wert liegen wird, was zu einem größeren Rückschlag bei der Verbesserung der Lebensstandards in diesen Ländern führt. Die wachsende Kluft ist eine Folge der großen Unterschiede beim Zugang zu COVID-19-Impfstoffen und bei der politischen Unterstützung.

Zudem haben pandemiebedingte Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage sowie höhere Rohstoffpreise im Vergleich zu ihrem niedrigen Ausgangsniveau von vor einem Jahr zu steigenden Inflationsraten geführt. So sind die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten und in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern rasch gestiegen. Der IWF geht davon aus, dass der Preisdruck im Jahr 2022 größtenteils nachlassen wird. Die Inflationsaussichten sind jedoch mit großer Unsicherheit behaftet – vor allem aufgrund des Verlaufs der Pandemie, der Dauer der Versorgungsunterbrechungen und der Frage, wie sich die Inflationserwartungen in diesem Umfeld entwickeln könnten.

Darüber hinaus ist laut IWF eine deutliche Intensivierung der weltweiten Bemühungen zur Eindämmung der CO2-Emissionen von entscheidender Bedeutung, da die derzeitigen Maßnahmen und Zusagen nicht ausreichen, um eine gefährliche Überhitzung des Planeten zu verhindern.

Rahmenbedingungen Automobilbranche

Laut der im Oktober vom IHS veröffentlichten Marktdaten wurden in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 weltweit 10,4% mehr Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum produziert. Der Zuwachs resultierte insbesondere aus der starken wirtschaftlichen Entwicklung im ersten Halbjahr mit einem Plus von 29,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2021 sank das Produktionsvolumen dagegen um 17,5%.

Das Wachstum der Automobilbranche wurde insbesondere im dritten Quartal durch Lieferengpässe bei Halbleiterprodukten gebremst. Zudem belasten die anhaltend hohen Rohstoff- und Materialpreise die Fahrzeughersteller.

Die prozentualen Wachstumsraten der Regionen EMEA, APAC und AMERICAS waren sich mit 9,9%, 10,6% bzw. 10,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ähnlich.

Mit 2,9 Mio. Produktionseinheiten leistete die Region APAC in den ersten neun Monaten 2021 den größten Beitrag zum weltweiten Wachstum von 5,3 Mio. Produktionseinheiten. Die Absatzsteigerung in APAC in Höhe von 10,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geht maßgeblich auf die positive Entwicklung in China zurück. Dort stiegen die Produktionszahlen im ersten Halbjahr 2021 um 24,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während sie im dritten Quartal mit einem Rückgang von 17,1% sanken.

Die Region EMEA verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 einen Zuwachs der Produktion von 9,9%. Nach einem starken ersten Halbjahr mit einer Steigerung von 27,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging das Produktionsvolumen im dritten Quartal um 18,7% und damit stark zurück.

Für die Region AMERICAS zeigen die IHS-Daten vom Oktober für die ersten drei Quartale 2021 ein Wachstum von 10,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nachdem das erste Quartal mit –3,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht rückläufig gewesen war, nahm die Region im zweiten Quartal 2021 mit einem Zuwachs von 149,0% deutlich an Fahrt auf. Für das dritte Quartal indizieren die IHS-Daten jedoch erneut einen Rückgang des Produktionsvolumens um 21,8%.

Rahmenbedingungen Commercial Vehicles

Für das Gesamtjahr 2021 wird in den meisten Teilen der Welt eine wirtschaftliche Erholung erwartet. Laut LMC ist der LKW-Markt in den ersten neun Monaten 2021 weltweit um 8,8% gewachsen. Diese Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist hauptsächlich auf die positive Entwicklung in der Region AMERICAS mit einem Plus von 28,8% zurückzuführen. Hier wurden in allen drei Quartalen Zuwächse verzeichnet.

Die Region EMEA vermeldete in den ersten neun Monaten 2021 laut LMC einen Zuwachs der Produktionszahlen von 17,9%, wozu ebenfalls alle Quartale beitrugen. Für APAC erwartet der LMC ein Plus der Produktionszahlen von 2,4%, wobei nach dem Wachstum von 22,7% im ersten Halbjahr ein Rückgang von 35,9% im dritten Quartal verzeichnet wurde.

2. Die wichtigsten Kennzahlen der GRAMMER Gruppe

Die wichtigsten Kennzahlen nach IFRS

in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
01–09 2021 01–09 2020 01–12 2020 01–09 2021 01–09 2020 01–12 2020 30.09.2021 30.09.2020 31.12.2020
Konzernumsatz 1.404,7 1.197,5 1.710,7 Bilanz Aktienkennzahlen
Umsatz EMEA 799,9 683,3 965,8 Bilanzssumme 1.487,3 1.404,2 1.376,4 Kurs (Xetra
Umsatz AMERICAS 377,0 333,4 476,6 Eigenkapital 345,1 275,0 302,2 Schlusskurs
Umsatz APAC 291,3 231,5 339,2 Eigenkapital in EUR) 21,40 16,35 19,90
quote (in %) 23,2 19,6 22,0 Markt
Gewinn- und Verlustrechnung Nettofinanzver
bindlichkeiten
360,7 383,9 287,1 kapitalisierung
(in Mio. EUR)
326,1 206,1 303,2
EBITDA 88,7 17,2 41,7 Gearing (in %) 104,5 139,6 95,0 Ergebnis je Aktie
EBITDA-Rendite (in EUR) 0,86 -4,77 -5,10
(in %) 6,3 1,4 2,4
EBIT 26,4 -47,2 -46,1 Kapitalflussrechnung
EBIT-Rendite Investitionen
(in %) 1,9 -3,9 -2,7 (ohne
Operatives EBIT 30,7 -23,3 -11,7 Finanzanlagen) 60,8 48,8 83,8
Operative EBIT Abschreibungen 62,3 64,4 87,8
Rendite (in %) 2,2 -1,9 -0,7 Free Cashflow -49,0 -90,5 -36,3
Ergebnis vor
Steuern 17,2 -68,3 -70,7 Mitarbeiter
Ergebnis nach (Anzahl,
Steuern 13,1 -58,5 -64,7 Durchschnitt) 14.031 14.264 14.192

Neue Berichtsstruktur seit dem 1. Januar 2021

Die im Jahr 2020 begonnene Neuausrichtung der Organisationsstruktur wird erstmals im Geschäftsjahr 2021 im externen Berichtswesen abgebildet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die GRAMMER AG eine grundlegende Änderung ihrer Steuerung und Ressourcenverteilung vorgenommen. So wurden die Regionen AMERICAS, APAC und EMEA zu den führenden internen Berichtsstrukturen und stellen seitdem die berichtspflichtigen

Geschäftssegmente dar. Die bisher berichtenden Segmente Automotive und Commercial Vehicles wurden zu zwei Divisionen und fokussieren sich auf die Erstellung und Umsetzung der weltweiten Markt-, Kunden- und Produktstrategien. Die globalen Funktionen, d. h. die Konzernbereiche, unterstützen die drei Regionen und beiden Divisionen weiterhin durch die Bereitstellung von Systemen, Standards und Richtlinien sowie definierten Dienstleistungen z.B. im Bereich der Forschung und Entwicklung. Der im Geschäftsjahr 2020 veröffentlichte Umsatz nach Regionen ist nicht mit den Vergleichsinformationen für 2020 gemäß dieser Quartalsmitteilung vergleichbar, da dieser aufgrund der geänderten Segmentberichterstattung auch Umsatzerlöse zu den anderen berichtspflichtigen Segmenten enthält.

3. Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2021

Nachdem sich die deutliche Erholung der Geschäftsentwicklung seit dem zweiten Halbjahr 2020 auch im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt hatte, entwickelte sich das dritte Quartal 2021 deutlich schwächer als im Vorjahreszeitraum. So erreichte die GRAMMER Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen Umsatz in Höhe von 1.404,7 Mio. EUR (01–09 2020: 1.197,5 Mio. EUR) und lag damit 17,3% bzw. 207,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die positive Entwicklung ist insbesondere auf das Umsatzwachstum in der Region APAC um 25,8% auf 291,3 Mio. EUR (01–09 2020: 231,5 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Region EMEA erzielte einen Umsatz von 799,9 Mio. EUR (01–09 2020: 683,3 Mio. EUR), was einem Zuwachs von 17,1% entspricht. In der Region AMERICAS belief sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 auf 377,0 Mio. EUR (01–09 2020: 333,4 Mio. EUR). Er stieg damit um 13,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im dritten Quartal erzielte die GRAMMER Gruppe einen Umsatz in Höhe von 432,2 Mio. EUR (Q3 2020: 461,7 Mio. EUR) und damit 6,4% weniger als im Vorjahresquartal. Die Umsatzentwicklung war maßgeblich durch die deutliche Reduzierung von Kundenabrufen infolge der eingeschränkten Verfügbarkeit von Halbleiterkomponenten in der Division Automotive beeinträchtigt. Der Rückgang resultierte aus der signifikanten Umsatzverringerung in allen drei Regionen AMERICAS, APAC und EMEA. In AME-RICAS sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,2% auf 129,8 Mio. EUR (Q3 2020: 147,8 Mio. EUR), in APAC um 2,6% auf 84,8 Mio. EUR (Q3 2020: 87,1 Mio. EUR) und in EMEA um 2,5% auf 237,9 Mio. EUR (Q3 2020: 244,1 Mio. EUR). Auch das Bruttoergebnis und die Bruttomarge zeigten im dritten Quartal 2021 eine rückläufige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies lag unter anderem darin begründet, dass es im dritten Quartal zu einem Anstieg der Umsatzkosten infolge der deutlich gestiegenen Materialpreise kam. Zudem verbuchte GRAMMER im dritten Quartal überproportional hohe Personalkosten. Diese resultierten aus dem Vorhalten der Produktionskapazitäten, die durch geringere Kundenabrufe infolge des Lieferengpasses bei Halbleitern zu temporären Unterauslastungen führten. Die Aufrechterhaltung der Produktionskapazitäten war notwendig, um Flexibilität zu gewährleisten und einen Kapazitätsengpass zu vermeiden, sobald die kundenseitigen Produktionstätigkeiten wieder anliefen.

Sowohl die negative Umsatz- als auch die Bruttomargenentwicklung haben die operative Ergebnisentwicklung im dritten Quartal maßgeblich negativ beeinflusst.

So verringerte sich das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der GRAMMER Gruppe von Juli bis September signifikant auf –1,4 Mio. EUR (Q3 2020: 5,8 Mio. EUR). Das operative EBIT der GRAMMER Gruppe sank ebenfalls deutlich auf –1,7 Mio. EUR (Q3 2020: 22,4 Mio. EUR), was einer operativen EBIT-Rendite von –0,4 % (Q3 2020: 4,9 %) entspricht. Es wurde um positive Währungseffekte in Höhe von 0,6 Mio. EUR und Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen in Höhe von 0,3 Mio. EUR bereinigt.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten neun Monaten belief sich auf 26,4 Mio. EUR (01–09 2020: –47,2 Mio. EUR). Das operative EBIT der GRAMMER Gruppe erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2021 auf 30,7 Mio. EUR (01–09 2020: –23,3 Mio. EUR). Dies entspricht einer operativen EBIT-Rendite von 2,2% (01–09 2020: –1,9%). Es wurde neben Aufwendungen aus dem Unternehmensverkauf in Spanien von 4,5 Mio. EUR und direkt zurechenbaren Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen von 2,6 Mio. EUR um positive Wechselkurseffekte von 2,8 Mio. EUR bereinigt.

Die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wurde in den ersten drei Quartalen 2021 wie geplant fortgeführt. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung von Werksstandorten in Europa und Nordamerika, um die Wettbewerbsfähigkeit der GRAMMER Gruppe nachhaltig zu stärken und die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Zusammenhang haben wir bereits eine Tochtergesellschaft in Spanien verkauft und das Produktionsnetzwerk um weitere drei Standorte in EMEA und ein Werk in AMERICAS verkleinert. Letzteres zahlt auf unser im Oktober gestartetes Turnaround-Programm in den USA ein. Ziel des Programms ist es, kurzfristig die finanzielle Stabilität sowie langfristig die nachhaltig profitable Entwicklung der Region mittels verschiedener Maßnahmen wieder zu erreichen.

4. Ertragslage

Umsatz der GRAMMER Gruppe

Der Umsatz der GRAMMER Gruppe lag in den ersten drei Quartalen bei 1.404,7 Mio. EUR (01–09 2020: 1.197,5 Mio. EUR) und damit 17,3% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Sowohl die Division Automotive als auch die Division Commercial Vehicles entwickelten sich mit Umsatzanstiegen von 9,5% bzw. 34,9% positiv. Der Anstieg des Konzernumsatzes resultiert zudem aus Zuwächsen in allen drei Regionen, wobei APAC das stärkste Wachstum verzeichnete.

Im dritten Quartal erzielte die GRAMMER Gruppe einen Umsatz in Höhe von 432,2 Mio. EUR (Q3 2020: 461,7 Mio. EUR) und lag damit 6,4% unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Rückgang resultierte aus deutlichen Umsatzverringerungen in allen drei Regionen. In EMEA sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5% auf 237,9 Mio. EUR (Q3 2020: 244,1 Mio. EUR), in AMERICAS um 12,2% auf 129,8 Mio. EUR (Q3 2020: 147,8 Mio. EUR) und in APAC um 2,6% auf 84,8 Mio. EUR (Q3 2020: 87,1 Mio. EUR). Die rückläufige Umsatzentwicklung im dritten Quartal resultiert insbesondere aus der deutlichen Reduzierung von Kundenabrufen infolge der eingeschränkten Verfügbarkeit von Halbleiterkomponenten in den Regionen AMERICAS und EMEA.

Die Division Automotive verzeichnete im dritten Quartal 2021 einen Umsatzrückgang in Höhe von 18,7%. So verringerten sich die Umsätze der Division Automotive auf 274,3 Mio. EUR (Q3 2020: 337,4 Mio. EUR). Die Division Commercial Vehicles war von der mangelnden Halbleiterverfügbarkeit in geringerem Ausmaß betroffen. Der Absatzrückgang im dritten Quartal 2021 verglichen mit dem zweiten Quartal 2021 war vorrangig auf die Einführung einer neuen Abgasnorm zum 1. Juli 2021 in China zurückzuführen, aufgrund derer die Produktion teilweise ins erste Halbjahr 2021 vorgezogen worden war. Die Umsätze in der Division Commercial Vehicles stiegen im dritten Quartal 2021 um 27,0% auf 157,9 Mio. EUR.

Umsatzentwicklung nach Regionen und Divisionen

in Mio. EUR

GRAMMER Gruppe EMEA AMERICAS APAC
01–09
2021
01–09
2020
Ver
änderung
01–09
2021
01–09
2020
Ver
änderung
01–09
2021
01–09
2020
Ver
änderung
01–09
2021
01–09
2020
Ver
änderung
Automotive 908,5 829,6 9,5% 430,4 397,5 8,3% 307,7 284,3 8,2% 186,5 158,9 17,4%
Commerical Vehicles 496,2 367,9 34,9% 369,5 285,8 29,3% 69,3 49,1 41,1% 104,8 72,6 44,4%
Gesamt 1.404,7 1.197,5 17,3% 799,9 683,3 17,1% 377,0 333,4 13,1% 291,3 231,5 25,8%

Ergebnis der GRAMMER Gruppe

Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Gruppe

in TEUR
01–09 2021 01–09 2020 Veränderung
Umsatzerlöse 1.404.737 1.197.480 207.257
Kosten der
Umsatzerlöse
-1.261.730 -1.114.275 -147.455
Bruttoergebnis
vom Umsatz
143.007 83.205 59.802
Vertriebskosten -25.468 -25.283 -185
Verwaltungs
kosten
-111.731 -112.933 1.202
Sonstige
betriebliche
Erträge
20.617 7.793 12.824
Ergebnis vor
Zinsen und Steuern
(EBIT)
26.425 -47.218 73.643
Finanzergebnis -9.255 -21.080 11.825
Ergebnis vor
Steuern
17.170 -68.298 85.468
Ertragsteuern -4.043 9.834 -13.877
Ergebnis nach
Steuern
13.127 -58.464 71.591

Herleitung operatives EBIT

in Mio. EUR
01–09
2021
01–09
2020
Veränderung
EBIT 26,4 -47,2 73,6
Währungseffekte -2,8 7,1 –9,9
Kosten für Corona
Schutz- und Hand
lungsmaßnahmen
2,6 4,3 -1,7
Abfindungen im Zuge
der Restrukturierung
0,0 12,5 -12,5
Aufwendungen aus
dem Verkauf einer
Tochtergesellschaft
4,5 0,0 4,5
Operatives EBIT 30,7 -23,3 54,0

Das EBIT der GRAMMER Gruppe belief sich in den ersten drei Quartalen 2021 auf 26,4 Mio. EUR (01–09 2020: –47,2 Mio. EUR). Die Regionen EMEA (37,8 Mio. EUR) und APAC (39,7 Mio. EUR) leisteten positive Ergebnisbeiträge, während die Region AMERICAS ein negatives EBIT in Höhe von –40,3 Mio. EUR verzeichnete.

Das operative EBIT lag mit 30,7 Mio. EUR und 2,2% operativer EBIT-Rendite (01–09 2020: –23,3 Mio. EUR und –1,9% operative EBIT-Rendite) über dem Vorjahresniveau. Neben Aufwendungen aus dem Unternehmensverkauf in Spanien von 4,5 Mio. EUR wurden direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen von 2,6 Mio. EUR sowie positive Wechselkurseffekte von 2,8 Mio. EUR bereinigt.

5. Entwicklung der Regionen

EMEA

Wesentliche Kennzahlen Region EMEA

in Mio. EUR

01–09 01–09
2021 2020 Veränderung
Umsatz 799,9 683,3 116,6
EBIT 37,8 -33,7 71,5
EBIT-Rendite (in %) 4,7 -4,9 9,6%-Punkte
Operatives EBIT 41,7 -17,3 59,0
Operative EBIT
Rendite (in %)
5,2 -2,5 7,7%-Punkte
Investitionen (ohne
Finanzanlagen)
24,6 17,4 7,2
Mitarbeiter (Anzahl,
Durchschnitt)
7.575 7.714 -139

Die Region EMEA verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2021 einen Umsatz von 799,9 Mio. EUR (01–09 2020: 683,3 Mio. EUR), was einem Zuwachs von 17,1% entspricht. Dies resultierte aus positiven Umsatzentwicklungen in beiden Divisionen, die im Vorjahr insbesondere durch geringere Umsätze infolge der Werksschließungen im zweiten Quartal 2020 beeinflusst waren. Im unterjährigen Quartalsvergleich 2021 verlor die Region EMEA im zweiten Quartal rund 7,3% Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal, während der Rückgang im dritten Quartal verglichen mit dem zweiten Quartal nochmals 12,0% betrug. Dies ist hauptsächlich auf eine geringere Anzahl an Kundenabrufen zurückzuführen, die insbesondere aus dem globalen Lieferengpass von Halbleitern resultiert. Die Division Commercial Vehicles erzielte einen Umsatzzuwachs von 29,3% auf 369,5 Mio. EUR (01–09 2020: 285,8 Mio. EUR), die Division Automotive erreichte einen Zuwachs von 8,3% auf 430,4 Mio. EUR (01–09 2020: 397,5 Mio. EUR).

Das EBIT in der Region EMEA, in der sich die konzernweit umsatzstärksten Gesellschaften befinden, stieg in den ersten drei Quartalen 2021 deutlich auf 37,8 Mio. EUR (01–09 2020: –33,7 Mio. EUR). Dies ist insbesondere auf die höheren Umsätze zurückzuführen. Das Ergebnis wurde durch einen einmaligen Sondereffekt im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Entkonsolidierung der Tochtergesellschaft in Spanien in Höhe von insgesamt –4,5 Mio. EUR belastet. Die EBIT-Rendite lag bei 4,7% (01–09 2020: –4,9%).

Das operative EBIT erhöhte sich signifikant auf 41,7 Mio. EUR (01–09 2020: –17,3 Mio. EUR). Die operative EBIT-Rendite stieg entsprechend auf 5,2% (01–09 2020: –2,5%).

AMERICAS

Wesentliche Kennzahlen Region AMERICAS

in Mio. EUR

01–09
2021
01–09
2020
Veränderung
Umsatz 377,0 333,4 43,6
EBIT -40,3 -25,7 -14,6
EBIT-Rendite (in %) -10,7 -7,7 -3,0%-Punkte
Operatives EBIT -40,1 -22,1 -18,0
Operative EBIT
Rendite (in %)
-10,6 -6,6 -4,0%-Punkte
Investitionen (ohne
Finanzanlagen)
11,9 10,6 1,3
Mitarbeiter (Anzahl,
Durchschnitt)
4.675 4.607 68

Die Region AMERICAS vermeldete für die ersten neun Monate 2021 ein Umsatzwachstum von 13,1 % auf 377,0 Mio. EUR (01–09 2020: 333,4 Mio. EUR). Die positive Entwicklung ergibt sich insbesondere aus den vergleichsweise niedrigeren Umsatzerlösen im zweiten Quartal 2020, die aus den COVID-19 bedingten Werksschließungen resultierten. Im unterjährigen Quartalsvergleich 2021 verlor die Region AMERICAS im zweiten Quartal 11,5% Umsatz gegenüber dem ersten Quartal. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 11,9% im Vergleich zum zweiten Quartal, wobei die Abrufe der OEMs infolge des globalen Lieferengpasses von Halbleitern weiterhin sehr volatil waren.

In der Division Automotive stieg der Umsatz um 8,2% auf 307,7 Mio. EUR (01–09 2020: 284,3 Mio. EUR), während er in der Division Commercial Vehicles mit 69,3 Mio. EUR (01–09 2020: 49,1 Mio. EUR) um 41,1% stieg.

Das EBIT in AMERICAS belief sich auf –40,3 Mio. EUR (01–09 2020: –25,7 Mio. EUR). Das Ergebnis war in den ersten neun Monaten 2021 unter anderem durch erhöhte Rohstoffpreise sowie durch einen gestiegenen Personalaufwand belastet. Hinzu kam ein nachteiliger Produktmix in der Division Automotive. Die EBIT-Rendite sank um 3,0 Prozentpunkte auf –10,7% (01–09 2020: –7,7%). Das operative EBIT lag in den ersten drei Quartalen 2021 bei –40,1 Mio. EUR (01–09 2020: –22,1 Mio. EUR).

Die operative EBIT-Rendite belief sich entsprechend auf –10,6% (01–09 2020: –6,6%) und sank damit um 4,0 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

APAC Wesentliche Kennzahlen Region APAC

in Mio. EUR

01–09
2021
01–09
2020
Veränderung
Umsatz 291,3 231,5 59,8
EBIT 39,7 19,2 20,5
EBIT-Rendite (in %) 13,6 8,3 5,3%-Punkte
Operatives EBIT 39,7 19,6 20,1
Operative EBIT
Rendite (in %)
13,6 8,5 5,1%-Punkte
Investitionen (ohne
Finanzanlagen)
22,2 4,8 17,4
Mitarbeiter (Anzahl,
Durchschnitt)
1.354 1.299 55

In der Region APAC stiegen die Umsätze in den ersten drei Quartalen um 25,8% auf 291,3 Mio. EUR (01–09 2020: 231,5 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert einerseits aus den erhöhten Produktionsabrufen in den ersten drei Quartalen 2021 und andererseits aus den vergleichsweise sehr niedrigen Absatzzahlen im ersten Quartal 2020, die sich aus den COVID-19-bedingten Produktionsstopps in Asien ergeben hatten. Die Umsatzsteigerung ist zudem auf die positiven Entwicklungen in beiden Divisionen zurückzuführen. So erzielte die Division Automotive in den ersten neun Monaten 2021 einen Zuwachs von 17,4% auf 186,5 Mio. EUR (01 –09 2020: 158,9 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Umsätze in der Division Commercial Vehicles im selben Zeitraum um 44,4% auf 104,8 Mio. EUR (01–09 2020: 72,6 Mio. EUR) stiegen.

Das EBIT in der Region APAC erhöhte sich auf 39,7 Mio. EUR (01–09 2020: 19,2 Mio. EUR); die EBIT-Rendite nahm um 5,3 Prozentpunkte auf 13,6% (01–09 2020: 8,3%) zu.

Das operative EBIT stieg ebenfalls deutlich auf 39,7 Mio. EUR (01–09 2020: 19,6 Mio. EUR), wobei die operative EBIT-Rendite im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozentpunkte auf 13,6% (01–09 2020: 8,5%) stieg.

6. Vermögens- und Finanzlage

Bilanz

Kurzbilanz GRAMMER Gruppe

in TEUR
30.09.2021 31.12.2020 Veränderung
Langfristige
Vermögenswerte
819.370 799.583 19.787
Kurzfristige
Vermögenswerte
667.914 576.841 91.073
Aktiva 1.487.284 1.376.424 110.860
Eigenkapital 345.099 302.210 42.889
Langfristige
Schulden
487.671 524.189 -36.518
Kurzfristige
Schulden
654.514 550.025 104.489
Passiva 1.487.284 1.376.424 110.860

Die Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe stieg leicht um 110,9 Mio. EUR auf 1.487,3 Mio. EUR (31.12.2020: 1.376,4 Mio. EUR).

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 2,4% und damit leicht auf 819,4 Mio. EUR (31.12.2020: 799,6 Mio. EUR). Die Sachanlagen stiegen um 2,6 % auf 458,2 Mio. EUR (31.12.2020: 446,7 Mio. EUR), die Vermögenswerte aus Kundenverträgen erhöhten sich um 16,9% auf 73,9 Mio. EUR (31.12.2020: 63,2 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 15,8% auf 667,9 Mio. EUR (31.12.2020: 576,8 Mio. EUR), insbesondere durch Erhöhungen der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5,0% auf 250,8 Mio. EUR (31.12.2020: 238,9 Mio. EUR), der Vorräte um 36,7% auf 211,4 Mio. EUR (31.12.2020: 154,6 Mio. EUR) sowie der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 62,2% auf 44,3 Mio. EUR (31.12.2020: 27,3 Mio. EUR). Im Gegenzug verringerten sich die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zum 30. September 2021 um 10,3% auf 80,6 Mio. EUR (31.12.2020: 89,8 Mio. EUR). Gründe hierfür sind im Wesentlichen der gestiegene Kapitalbedarf infolge des hohen Auftragsvolumens sowie die Auswirkungen des Anstiegs der Rohstoffpreise und die Folgen des globalen Lieferengpasses von Halbleitern.

Das Eigenkapital stieg zum 30. September 2021 um 42,9 Mio. EUR bzw. 14,2% auf 345,1 Mio. EUR (31.12.2020: 302,2 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des Ergebnisses nach Steuern von 13,1 Mio. EUR sowie des sonstigen Ergebnisses von 12,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend um 1,2 Prozentpunkte auf 23,2% (31.12.2020: 22,0%).

Die langfristigen Schulden verringerten sich um 36,5 Mio. EUR bzw. 7,0% auf 487,7 Mio. EUR (31.12.2020: 524,2 Mio. EUR). Grund hierfür war insbesondere die Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 8,9% auf 230,8 Mio. EUR (31.12.2020: 253,3 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 104,5 Mio. EUR bzw. 19,0% auf 654,5 Mio. EUR (31.12.2020: 550,0 Mio. EUR). Diese Entwicklung resultierte hauptsächlich aus der Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden um 70,3% auf 210,5 Mio. EUR (31.12.2020: 123,6 Mio. EUR) und der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,8 % auf 258,0 Mio. EUR (31.12.2020: 250,9 Mio. EUR).

7. Investitionen

Investitionen

in Mio. EUR

01–09 2021 01–09 2020 Veränderung
EMEA 24,6 17,4 7,2
AMERICAS 11,9 10,6 1,3
APAC 22,2 4,8 17,4
Central
Services
2,1 16,0 -13,9
GRAMMER
Gruppe
60,8 48,8 12,0

Zur Sicherung der Finanzkraft unseres Unternehmens haben wir unsere Investitionen in den ersten drei Quartalen 2021 planmäßig um 24,6% auf 60,8 Mio. EUR (01–09 2020: 48,8 Mio. EUR) erhöht und insbesondere in Schlüsselprojekte sowie in Projekte zur Digitalisierung von Kernprozessen und Systemen investiert. In der Region EMEA entfielen die Investitionen in den ersten neun Monaten mit 24,6 Mio. EUR (01–09 2020: 17,4 Mio. EUR) im Wesentlichen auf die Entwicklung einer neuen Sitzgeneration, die Verlängerung von Leasingverträgen sowie die Ausweitung von Produktionskapazitäten in der Division Commercial Vehicles. Die Investitionen in der Region AMERICAS stiegen um 12,3% auf 11,9 Mio. EUR (01–09 2020: 10,6 Mio. EUR) und betrafen hauptsächlich die Anschaffung von Maschinen. In der Region APAC lagen die Investitionen von Januar bis September 2021 bei 22,2 Mio. EUR (01–09 2020: 4,8 Mio. EUR) und entfielen primär auf Leasingverträge. Die Investitionen im Bereich Central Services reduzierten sich um 86,9% auf 2,1 Mio. EUR (01–09 2020: 16,0 Mio. EUR).

8. Cashflow

Im Zeitraum von Januar bis September 2021 verbesserte sich der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit um 38,5 Mio. EUR auf –12,1 Mio. EUR, was insbesondere aus der Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern auf 17,2 Mio. EUR (01–09 2020: –68,3 Mio. EUR) resultierte. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2021 um 2,9 Mio. auf 36,9 Mio. EUR (01–09 2020: 39,8 Mio. EUR). Ursache dafür war insbesondere eine Verringerung der Nettoinvestitionen in den neuen GRAMMER Campus in Ursensollen, der 2020 bezogen wurde. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg um 13,2 Mio. EUR und lag in den ersten drei Quartalen 2021 bei 46,2 Mio. EUR (01–09 2020: 33,0 Mio. EUR). Der Free Cashflow belief sich zum 30. September 2021 auf –49,0 Mio. EUR (01–09 2020: –90,5 Mio. EUR). Der negative Free Cashflow ergab sich im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Vorratsvermögens sowie aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der höhere Bestand an Vorräten resultierte aus Produktionseinschränkungen aufgrund von Halbleiterengpässen bei unseren Kunden sowie aus der Absicherung der Materialversorgung im Hinblick auf die Rohstoffverfügbarkeit.

9. Mitarbeiter

Mitarbeiter im Durchschnitt

01–09 2021 01–09 2020 Veränderung
EMEA 7.575 7.714 -139
AMERICAS 4.675 4.607 68
APAC 1.354 1.299 55
Central
Services
427 644 -217
GRAMMER
Gruppe
14.031 14.264 -233

Zum 30. September 2021 waren bei GRAMMER weltweit durchschnittlich 14.031 (30. September 2020: 14.264) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 1,6% im Vergleich zum Vorjahr. Davon waren in der Region APAC durchschnittlich 1.354 Beschäftigte (30. September 2020: 1.299), in der Region EMEA (ohne Central Services) durchschnittlich 7.575 Beschäftigte (30. September 2020: 7.714) und in der Region AMERICAS durchschnittlich 4.675 Beschäftigte (30. September 2020: 4.607) tätig.

10. Nachtragsbericht

Am 6. Oktober 2021 hat der Vorstand der GRAMMER AG seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2021 infolge der erheblichen Ergebnisbelastung im dritten Quartal 2021 und der erwarteten Markt- und Geschäftsentwicklung gesenkt. Demnach geht die GRAMMER Gruppe davon aus, dass die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in den für sie relevanten Märkten, im vierten Quartal 2021 anhalten werden. Grund dafür ist insbesondere, dass die weitere Entwicklung der globalen Engpässe in der Halbleiterindustrie sowie die Preisentwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten einen maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte Ergebnisentwicklung haben. Infolgedessen erwartet GRAMMER für das Gesamtjahr 2021 ein operatives EBIT zwischen 17 und 22 Millionen Euro. Im Rahmen der ursprünglichen Prognose war die GRAMMER AG von einem operativen EBIT von rund 65 Millionen Euro ausgegangen. GRAMMER hat indes die zuvor kommunizierte Umsatzprognose in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro bestätigt.

11. Chancen/Risiken

Die Chancen und Risiken, auf die wir im Lagebericht des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2020 hingewiesen und die wir dort umfassend beschrieben haben, bestehen aus heutiger Sicht weiter.

So verfolgen wir die Entwicklungen und gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sehr aufmerksam, da sie mit wesentlichen und derzeit sehr schwer abschätzbaren Risiken verbunden sind. Zudem beobachten wir auch die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die globale Liefersituation von Halbleitern, um frühzeitig auf sich ändernde Bedingungen reagieren zu können. Die Fachbereiche der GRAMMER AG analysieren die Lage am Markt sowie die unserer Kunden und Lieferanten kontinuierlich und schlagen dem Management konkrete Maßnahmen vor, sobald Handlungsbedarf besteht.

Wir überwachen und bewerten die Veränderungen der Risiken und Chancen kontinuierlich und berücksichtigen sie bei Bedarf in den unterjährigen Planungen.

12. Ausblick

Am 31. März 2021 hat GRAMMER die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Diese Prognose wurde am 6. Oktober 2021 hinsichtlich der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung angepasst.

Demnach erwarten wir, dass die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in den für die GRAMMER Gruppe relevanten Märkten, im Geschäftsjahr 2021 anhalten werden. Der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie in den einzelnen Ländern sowie die Entwicklung der globalen Engpässe in der Halbleiterindustrie und die anhaltend steigenden Rohstoffpreise werden außerdem einen maßgeblichen Einfluss auf die prognostizierte wirtschaftliche Erholung haben.

Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2021 unverändert mit einer Erholung des Umsatzes auf rund 1,8 Mrd. EUR (Vj. 1,7 Mrd. EUR). Auf Basis der Planung unserer drei Segmente EMEA, APAC und AMERICAS erwarten wir – wie am 6. Oktober 2021 veröffentlicht – für das Jahr 2021 ein operatives EBIT zwischen 17 und 22 Mio. EUR (Vj. –11,7 Mio. EUR).

13. Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Quartalsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.

B | Finanzinformationen Januar bis September 2021

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Januar –30. September des jeweiligen Geschäftsjahres

in TEUR
01–09 2021 01–09 2020
Umsatzerlöse 1.404.737 1.197.480
Kosten der Umsatzerlöse -1.261.730 -1.114.275
Bruttoergebnis vom Umsatz 143.007 83.205
Vertriebskosten -25.468 -25.283
Verwaltungskosten -111.731 -112.933
Sonstige betriebliche Erträge 20.617 7.793
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 26.425 -47.218
Finanzerträge 2.841 1.038
Finanzaufwendungen -15.827 -15.181
Sonstiges Finanzergebnis 3.731 -6.937
Ergebnis vor Steuern 17.170 -68.298
Ertragsteuern -4.043 9.834
Ergebnis nach Steuern 13.127 -58.464
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 1 13.335 -58.511
Anteile ohne beherrschenden Einfluss -208 47
Ergebnis nach Steuern 13.127 -58.464
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis
je Aktie in EUR
0,86 -4,77

1 Davon entfallen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 451 TEUR auf Vergütungsansprüche des Hybriddarlehensgebers.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Januar –30. September des jeweiligen Geschäftsjahres

in TEUR in TEUR
01–09 2021 01–09 2020 01–09 2021 01–09 2020
Ergebnis nach Steuern 13.127 -58.464 Gewinne/Verluste (–) aus der Absicherung
Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die von Cashflow Hedges
GuV umgegliedert werden In der laufenden Periode entstandene Gewinne/
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (–) Verluste (–) 1.068 -3.747
aus leistungsorientierten Plänen Zuzüglich/abzüglich (–) ergebniswirksamer
Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
-1.234 886
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/ -9.088 Steueraufwand (–)/Steuerertrag -6 795
Verluste (–)
Steueraufwand (–)/Steuerertrag
8.078
-2.359
2.882 Gewinne/Verluste (–) aus der Absicherung von
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (–) Cashflow Hedges (nach Steuern) -172 -2.066
aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 5.719 -6.206 Gewinne/Verluste (–) aus Nettoinvestitionen in
Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen ausländische Geschäftsbetriebe
Perioden in die GuV umgegliedert werden 5.719 -6.206 In der laufenden Periode entstandene Gewinne/
Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in Verluste (–) 1.933 -17.106
zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert Steueraufwand (–)/Steuerertrag 354 4.911
werden Gewinne/Verluste (–) aus Nettoinvestitionen in
ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern)
2.287 -12.195
Gewinne/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochterunternehmen Summe der Beträge, die unter bestimmten
Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/ umgegliedert werden 20.119 -21.686
Verluste (–) 18.004 -7.425
Gewinne/Verluste (–) aus der Währungs Sonstiges Ergebnis 25.838 -27.892
umrechnung ausländischer Tochterunternehmen
(nach Steuern)
18.004 -7.425 Gesamtergebnis nach Steuern 38.965 -86.356
Davon entfallen auf:

1 Davon entfallen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 451 TEUR auf Vergütungsansprüche des Hybriddarlehensgebers.

Anteilseigner des Mutterunternehmens1 39.185 -86.395 Anteile ohne beherrschenden Einfluss -220 39

Konzernbilanz

zum 30. September 2021 und 31. Dezember 2020

Aktiva

in TEUR
30.09.2021 31.12.2020
Sachanlagen 458.243 446.737
Immaterielle Vermögenswerte 181.450 180.959
At Equity bewertete Beteiligung 1.193 859
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.320 6.871
Latente Steueransprüche 61.435 64.217
Sonstige Vermögenswerte 36.833 36.702
Vermögenswerte aus Kundenverträgen 73.896 63.238
Langfristige Vermögenswerte 819.370 799.583
Vorräte 211.401 154.620
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 250.854 238.884
Sonstige kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte 5.863 4.027
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 6.090 5.349
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 80.571 89.838
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 44.259 27.284
Kurzfristige Vermögenswerte aus
Kundenverträgen 68.876 56.839
Kurzfristige Vermögenswerte 667.914 576.841
Bilanzsumme 1.487.284 1.376.424

Konzernbilanz

zum 30. September 2021 und 31. Dezember 2020

Passiva

in TEUR
30.09.2021 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 39.009 39.009
Kapitalrücklage 163.033 163.033
Eigene Anteile -7.441 -7.441
Gewinnrücklagen 211.978 199.094
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -84.392 -110.242
Auf die Anteilseigner des Mutterunter
nehmens entfallendes Eigenkapital 322.187 283.453
Hybriddarlehen 19.452 19.579
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 3.460 -822
Eigenkapital 345.099 302.210
Langfristige Finanzschulden 230.765 253.255
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
302 543
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 59.906 54.443
Sonstige Verbindlichkeiten 1.220 1.260
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 157.204 164.456
Passive latente Steuern 36.161 46.859
Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen 2.113 3.373
Langfristige Schulden 487.671 524.189
in TEUR
30.09.2021 31.12.2020
Kurzfristige Finanzschulden 210.511 123.628
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
258.000 250.861
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten
16.350 16.520
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 100.340 93.550
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.838 6.448
Rückstellungen 59.729 57.858
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus
Kundenverträgen
3.746 1.160
Kurzfristige Schulden 654.514 550.025
Gesamtsumme Schulden 1.142.185 1.074.214
Bilanzsumme 1.487.284 1.376.424

Konzern-Kapitalflussrechnung

1. Januar –30. September des jeweiligen Geschäftsjahres

in TEUR
01–09 2021 01–09 2020
1. Cashflow aus der Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 17.170 -68.298
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus der Geschäftstätigkeit
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen 50.938 51.870
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) 11.320 12.565
Gewinn (–)/Verlust aus Anlageabgängen -892 463
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 41.247 29.682
Finanzergebnis 9.256 21.080
Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva
Abnahme/Zunahme (–) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten -56.460 -50.832
Abnahme/Zunahme (–) der Vorräte -57.867 34.425
Abnahme (–)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen -27.686 -3.226
Abnahme (–)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva 16.399 -64.452
Gezahlte Ertragsteuern -15.564 -13.923
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit -12.139 -50.646
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb
Erwerb von Sachanlagen -38.727 -42.817
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten -4.708 -1.659
Erwerb von Finanzanlagen 0 -12
Abgänge
Abgänge von Sachanlagen 4.450 2.232
Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten 42 65
Abgänge von Finanzanlagen 957 1.341
Auszahlungen aus Abgängen von Tochterunternehmen abzgl. abgegebener Zahlungsmittel -1.712 0
Erhaltene Zinsen 2.840 1.038
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -36.858 -39.812

GRAMMER Quartalsmitteilung Januar bis September 2021 Konzern-Kapitalflussrechnung 21

in TEUR

01–09 2021 01–09 2020
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Zufluss aus der Aufnahme von Hybriddarlehen 0 19.148
Auszahlung des Vergütungsanspruchs des Hybriddarlehengebers -578 0
Zufluss aus Kapitalerhöhung durch Minderheitengesellschafter 3.673 0
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzschulden 100.386 164.512
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -30.265 -121.272
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -13.572 -16.791
Gezahlte Zinsen -13.474 -12.586
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 46.170 33.011
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1–
3)
-2.827 -57.447
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -711 1.887
Finanzmittelfonds zum 1. Januar 55.372 123.654
Finanzmittelfonds zum 30. September 51.834 68.094
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 80.571 81.829
Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten -28.737 -13.735
Finanzmittelfonds zum 30. September 51.834 68.094

Finanzkalender 2021 Kontakt

GRAMMER AG

Grammer-Allee 2 92289 Ursensollen

Postfach 14 54 92204 Amberg

Telefon 096 21 66 0 Telefax 096 21 66 31000 www.grammer.com

Impressum

Herausgeber

GRAMMER AG Postfach 14 54 92204 Amberg

Erscheinungsdatum 27. Oktober 2021

Konzeption, Umsetzung

Kirchhoff Consult AG 22765 Hamburg

Die im Rahmen der Erstellung der diesjährigen Quartalsmitteilung produzierten Fotoaufnahmen entstanden unter strenger Befolgung der Hygienevorschriften, die zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie erlassen wurden. Einige andere Bilder sind vor Beginn der Pandemie entstanden.

Investor Relations Tanja Bücherl

Telefon 0 96 21 66 2113 Telefax 0 96 21 66 32113

E-Mail [email protected]

Aus dem Grund der besseren Lesbarkeit wird in der GRAMMER Quartalsmitteilung bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in den meisten Fällen die männliche Form verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen und personenbezogene Hauptwörter gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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