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GRAMMER AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 13, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Grammer AG

Ursensollen

GRAMMER AG: Halbjahresbericht Januar bis Juni 2020

GRAMMER AG

HALBJAHRESBERICHT JANUAR BIS JUNI 2020

UNTERNEHMENSPROFIL

Die GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Lösungen für die Automobil-Industrie an namhafte Pkw-Hersteller und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Commercial Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze.

Mit rund 14.500 Mitarbeitern ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit tätig. Die GRAMMER Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.

A | KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

1. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

WELTWIRTSCHAFT UND COVID-19-AUSWIRKUNGEN

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr nach der Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 24. Juni 2020 aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie noch viel stärker schrumpfen, als ohnehin schon gedacht. Der IWF kürzte seine Prognosen vor allem für Länder, die besonders von der Pandemie betroffen sind - darunter Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Brasilien und die USA. Die Weltwirtschaft dürfte demnach im Jahr 2020 um 4,9 % schrumpfen. Noch im April war der IWF von einem Minus von 3,0 % ausgegangen. Auch die anschließende konjunkturelle Erholung dürfte langsamer vonstattengehen als erhofft.

Bereits im ersten Quartal hatte die globale Ausbreitung des Coronavirus und die ergriffenen Gegenmaßnahmen die wirtschaftlichen Aktivitäten zunächst in China und im weiteren Verlauf auch in Europa, den USA und anderen Märkten erheblich eingeschränkt. Diese Entwicklung hat sich im zweiten Quartal weiter verstärkt. In Folge der nationalen Shutdowns ging die weltweite Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nach letzten Schätzungen noch einmal deutlich zurück.

Nachdem China, als erste große Volkswirtschaft von der Ausbreitung des Coronavirus zum Erliegen gebracht wurde, setzte dort die Erholung bereits wieder im März ein, so dass die Wirtschaftsleistung in China nach dem deutlichen Einbruch zu Jahresbeginn schon im zweiten Quartal wieder ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte nach Einschätzung des IWF im Jahr 2020 um 1,0 % wachsen.

Im Euroraum dürfte die Rezession im April ihren Tiefpunkt erreicht haben. Frühindikatoren deuteten zwar auf eine einsetzende Erholung ab Mai hin, allerdings wird die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal insgesamt noch einmal stärker rückläufig sein als im ersten Quartal. Für Großbritannien wird laut IWF ein Minus von 10,2 % erwartet. In Europa sind zudem Frankreich, Italien und Spanien stark betroffen, hier werden jeweils Rückgänge von knapp 13,0 % vorausgesagt.

Nachdem die US-amerikanische Wirtschaftsleistung fast zeitgleich mit Europa durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgebremst wurde, wird auch die weltgrößte Volkswirtschaft in Summe deutlich schrumpfen. Die Volkswirtschaft in den USA dürfte gemäß den Angaben der IWF im Jahr 2020 um 8,0 % einbrechen.

Weitere große Volkswirtschaften wie Russland, Brasilien, Indien und Japan sind ebenfalls in erheblichem Ausmaß von der Corona-Krise betroffen. Um die Folgen dieser Krise abzufedern, haben Notenbanken und Regierungen massive Stützungsmaßnahmen eingeleitet, deren Wirkung noch nicht konkret abschätzbar ist.

Der IWF betont, dass auch die aktuellen Schätzungen mit hohen Unsicherheiten verbunden sind. Mögliche Korrekturen hingen vor allem an der Zahl der Neuinfektionen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

RAHMENBEDINGUNGEN AUTOMOBILBRANCHE

Auch die Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte ist weiterhin stark von der COVID-19-Pandemie belastet. Von Januar bis Juni 2020 ist die weltweite Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen (-34,5 %). Von dem Einbruch waren alle Regionen betroffen. Überdurchschnittliche Einbußen verzeichneten dabei allerdings die Gesamtmärkte Americas (-42,5 %) und EMEA (-40,8 %). Die rückläufige Marktentwicklung, die bereits im zweiten Halbjahr 2019 begonnen hatte, setzte sich dabei auch im ersten Halbjahr 2020 weiter fort.

Die Region APAC war im ersten Quartal 2020 stark von der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt und verzeichnete gemäß IHS einen Rückgang von 29,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Nach dem Tiefpunkt im ersten Quartal erholte sich die Nachfrage in der Region APAC schrittweise. Im zweiten Quartal zeigte die Region APAC laut IHS ein Minus von 25,4 %. Das erste Halbjahr schloss aufgrund der drastischen Rückgänge im ersten Quartal mit minus 27,6 % gegenüber Vorjahr ab.

Angesichts der Shutdowns im April erreichte die Region EMEA im zweiten Quartal den Tiefpunkt. Demnach wurden gemäß den IHS-Angaben 64,0 % weniger Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als im Vorjahr produziert. Damit ergibt sich für den Berichtszeitraum Januar bis Juni ein Rückgang von 40,8 %.

Auch die Region Americas hatte im April den schwächsten Monat in der aktuellen Krise zu verzeichnen. Im zweiten Quartal lag die Anzahl der produzierten Fahrzeuge mit -73,1 % unter dem Vorjahresniveau. Im Halbjahresverlauf konnte der Rückgang zwar durch das erste Quartal etwas reduziert werden, insgesamt lag die Anzahl der produzierten Fahrzeuge aber immer noch mit -42,5 % unter dem Vorjahr.

RAHMENBEDINGUNGEN COMMERCIAL VEHICLES (LKW UND BUS)

Bereits vor Ausbruch der weltweiten COVID-19-Pandemie befand sich die Nutzfahrzeugbranche in einer zyklischen Abschwungphase für schwere Lkw. Die negative Entwicklung wurde durch die COVID-19-Krise im zweiten Quartal noch deutlich verschärft.

Auch die Region APAC konnte den Abwärtstrend nicht stoppen und so wurden laut LMC im ersten Halbjahr 19,9 % weniger Nutzfahrzeuge produziert als im Vorjahr. Nachdem China als erstes Land in der Region APAC von der Ausbreitung des Coronavirus zum Erliegen gebracht wurde, setzte dort die Erholung bereits wieder im März ein. Dabei verringerte sich die Produktion im zweiten Quartal nur noch um 13,1 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Der Markt für schwere Lkw in der Region EMEA verzeichnete im zweiten Quartal einen starken Rückgang von minus 57,5 %. In den Monaten Januar bis Juni wurden 41,2 % weniger Neufahrzeuge als im Vorjahr produziert.

Verstärkt durch die drastische Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation verlor die Region Americas gemessen am Vorjahresniveau in der ersten Jahreshälfte 2020 46,8 % des Produktionsvolumens. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde sogar einen Rückgang von 72,3 % in den Monaten April bis Juni verzeichnet.

In Brasilien war die Nachfrage nach schweren Lkw ebenfalls zunehmend von der tiefen Wirtschaftskrise beeinträchtigt und ging im Vergleich zum Vorjahresniveau um 63,6 % im zweiten Quartal zurück.

Die Busmärkte entwickelten sich angesichts der weltweiten COVID-19-Pandemie ebenfalls sehr schwach. In der Region EMEA als auch in Brasilien ging die Nachfrage nach letzten Schätzungen im zweiten Quartal ebenfalls deutlich zurück.

2. GESCHÄFTENTWICKLUNG IM ERSTEN HALBJAHR 2020

Infolge der weltweiten Absatzrückgänge aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten geringen Kundennachfragen und Werksschließungen in nahezu allen für GRAMMER wichtigen Absatzregionen lag der Umsatz der GRAMMER Gruppe im ersten Halbjahr 2020 bei 735,8 Mio. EUR (01-06 2019: 1.051,5 Mio. EUR) und damit 30,0 % unter dem Vorjahreswert. Auch der Umsatz im zweiten Quartal 2020 lag insbesondere COVID-19-bedingt mit 280,9 Mio. EUR (Q2 2019: 517,4 Mio. EUR) mit -45,7 % sehr deutlich unter dem Vorjahr. Der durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausgelöste Nachfrageeinbruch traf dabei auf die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 schwächeren Absatzmärkte.

Die temporären Werksschließungen begannen Ende Januar in China und führten damit zu Umsatzverlusten in den ersten drei Monaten des Jahres. Ab Anfang März konnte dort die Produktion jedoch wieder sukzessiv aufgenommen werden. Das zweite Quartal spiegelt auch die klaren Erholungstendenzen des chinesischen Marktes wider. Auf die Produktionsstopps der Kunden in dieser Region folgten dann Werksschließungen an den europäischen und amerikanischen Standorten. Hier zeigten sich die prozentual stärksten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Absatz der GRAMMER Gruppe.

Der in Folge der COVID-19-Pandemie weltweite Umsatzrückgang sowie Einzelsachverhalte in Höhe von 24,2 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 hatten einen signifikanten Einfluss auf das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Sowohl Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen (10,7 Mio. EUR), Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche aus Produkthaftungs- und Garantiefällen (6,4 Mio. EUR), Abwertung von Projektbeständen (2,0 Mio. EUR) und einhergehende Bildung von Drohverlustrückstellungen (2,7 Mio. EUR) wirkten sich negativ auf das EBIT der GRAMMER Gruppe im zweiten Quartal aus. Des Weiteren belasteten Wertberichtigungen auf Forderungen und Bildung zusätzlicher Rückstellungen (1,3 Mio. EUR) sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Zuge des Umzugs einer chinesischen Tochtergesellschaft (1,1 Mio. EUR) das Ergebnis. Die oben dargestellten Sachverhalte werden im operativen EBIT nicht bereinigt, da sie der operativen Geschäftstätigkeit zugerechnet werden. Nachdem diese Einzelsachverhalte allerdings zu einer starken Ergebnisbelastung im zweiten Quartal 2020 führen, werden diese gesondert beschrieben.

Das EBIT belief sich demnach im ersten Halbjahr 2020 auf -53,0 Mio. EUR (01-06 2019: 50,2 Mio. EUR) und liegt damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Quartal lag das EBIT der GRAMMER Gruppe bei -50,9 Mio. EUR (Q2 2019: 26,2 Mio. EUR). Dementsprechend verringerte sich die EBIT-Rendite im ersten Halbjahr auf -7,2 % (01-06 2019: 4,8 %).

Das operative EBIT betrug im ersten Halbjahr 2020 -45,7 Mio. EUR (01-06 2019: 50,1 Mio. EUR) und lag im zweiten Quartal mit -46,1 Mio. EUR (Q2 2019: 27,1 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Neben den negativen Wechselkurseffekten in Höhe von 4,0 Mio. EUR wurde das operative Ergebnis im zweiten Quartal um direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (3,0 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für Abfindungen im Zuge der Restrukturierung (0,3 Mio. EUR) bereinigt. Die operative EBIT-Rendite lag im ersten Halbjahr bei -6,2 % (01-06 2019: 4,8 %).

Als Reaktion auf die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Krise hat GRAMMER frühzeitig mit umfangreichen Maßnahmen reagiert. Zu den Maßnahmen gehören Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter an allen GRAMMER-Standorten, der erhöhte Einsatz von mobilem Arbeiten, die Ausnutzung von Arbeitszeitkontenmodellen, verstärkter Urlaubsabbau und die rasche Einführung von Kurzarbeit, die gemeinsam mit den Sozialpartnern zeitnah verabschiedet wurde. Zur Sicherung der finanziellen Situation setzt GRAMMER auf eine detaillierte Steuerung der weltweiten Cashflows sowie auch auf Eigenkapitalinstrumente wie beispielsweise einem Hybriddarlehen. Darüber hinaus wurde das bereits im vierten Quartal 2019 initiierte Effizienzsicherungsprogramm zur Optimierung der operativen Prozesse und Kostenstrukturen in allen Bereichen fortgeführt und weiter intensiviert.

3. KENNZAHLEN DES GRAMMER KONZERNS

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IN MIO. EUR 01-06 2020 01-06 2019
Konzernumsatz 735,8 1.051,5
Umsatz Automotive 499,1 745,0
Umsatz Commercial Vehicles 256,6 332,2
Gewinn- und Verlustrechnung
EBITDA -10,4 91,3
EBITDA-Rendite (in %) -1,4 8,7
-53,0 50,2
EBIT-Rendite (in %) -7,2 4,8
Operatives EBIT -45,7 50,1
Operative EBIT-Rendite (in %) -6,2 4,8
Ergebnis vor Steuern -68,9 39,6
Ergebnis nach Steuern -59,2 27,6
Bilanz
Bilanzsumme 1.371,5 1.468,7
Eigenkapital 292,5 331,7
Eigenkapitalquote (in %) 21 23
Nettofinanzverbindlichkeiten 392,5 252,6
Gearing (in %) 134 76
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) 31,8 56,0
Abschreibungen 42,6 41,1
Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) 14.465 14.995

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Aktienkennzahlen 30.06.2020 30.06.2019
Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) 18,20 32,55
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 229,4 410,4
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert, in EUR) -4,83 2,25

4. ERTRAGSLAGE

KONZERNUMSATZ

Aufgrund des deutlichen Absatzrückgangs bedingt durch die weltweiten Folgen der COVID-19-Pandemie sank der Umsatz der GRAMMER Gruppe im ersten Halbjahr 2020 um 30,0 % auf 735,8 Mio. EUR (01-06 2019: 1.051,5 Mio. EUR). Dabei trafen die globalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 schwächeren Absatzmärkte.

UMSATZ NACH REGIONEN

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IN MIO. EUR
GRAMMER GRUPPE SEGMENT AUTOMOTIVE
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01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG 01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
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EMEA 411,2 595,2 -30,9% 245,0 373,3 -34,4%
Americas 184,9 304,6 -39,3% 157,9 265,1 -40,4%
APAC 139,7 151,7 -7,9% 96,2 106,6 -9,8%
Umsatzerlöse 735,8 1.051,5 -30,0% 499,1 745,0 -33,0%

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IN MIO. EUR
SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES
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01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
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EMEA 181,2 242,7 -25,3%
Americas 31,3 44,2 -29,3%
APAC 44,1 45,3 -2,7%
Umsatzerlöse 256,6 332,2 -22,8%

ALLE REGIONEN VON DEN AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE ERFASST

Zu Jahresbeginn mussten zunächst nur in China einschneidende Maßnahmen zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ergriffen werden. Dazu gehörten neben großräumigen Ausgangssperren die Einstellung aller Produktionstätigkeiten. Dies führte auch zu einem drastischen Einbruch der Nachfrage. Folglich sanken die Umsätze in der Region APAC (Asia Pacific) im ersten Quartal 2020 um 25,6 % auf 53,6 Mio. EUR. Ab März lief die Produktion in China jedoch wieder sukzessive hoch und erreichte im April bereits wieder das Niveau vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Im zweiten Quartal 2020 lag der Umsatz in der Region APAC mit 86,1 Mio. EUR über dem Vergleichsquartal des Vorjahres (Q2 2019: 79,4 Mio. EUR). Das entspricht dem höchsten Umsatz in der Region APAC, der bisher in einem zweiten Quartal von GRAMMER erzielt wurde, und zeigt, dass sich die Nachfrage in dieser Region erholt und GRAMMER außerdem überproportional von Marktanteilsgewinnen und seinem Kundenmix profitiert.

Mitte März führten die steigenden Infektionszahlen dann auch in Europa und den USA zur teilweisen oder vollständigen Schließung von Produktionsstätten. In Europa dürfte die Rezession nach derzeitigem Stand im April ihren Tiefpunkt erreicht haben. Entsprechend verzeichnete die Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) mit 184,0 Mio. EUR bzw. 30,9 % den größten Umsatzrückgang in der GRAMMER Gruppe. Der Umsatz in Deutschland lag im Berichtszeitraum mit -29,8 % deutlich unter dem Vorjahr.

In der Region-AMERICAS (Nord-, Mittel- und Südamerika) reduzierte sich der Umsatz insbesondere COVID-19-bedingt um 119,7 Mio. EUR bzw. 39,3 %.

GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG - KURZ

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in TEUR
01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
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Umsatzerlöse 735.838 1.051.478 -30,0 %
Kosten der Umsatzerlöse -711.867 -921.761 -22,8 %
Bruttoergebnis vom Umsatz 23.971 129.717 -81,5 %
Vertriebskosten -16.226 -20.898 -22,4 %
Verwaltungskosten -66.592 -68.547 -2,9 %
Sonstige betriebliche Erträge 5.821 9.889 -41,1 %
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -53.026 50.161 -205,7 %
Finanzergebnis -15.879 -10.603 49,8 %
Ergebnis vor Steuern -68.905 39.558 -274,2 %
Ertragsteuern 9.706 -11.947 -181,2 %
Ergebnis nach Steuern -59.199 27.611 -314,4 %

KONZERNERGEBNIS

Die Ergebnisentwicklung der GRAMMER Gruppe war stark negativ von den Volumenrückgängen im ersten Halbjahr sowie von Einzelsachverhalten im zweiten Quartal in Höhe von 24,2 Mio. EUR geprägt.

Wertberichtigungen auf Vorratsvermögen: Wegen des geringeren Auftragsbestandes wurde das Vorratsvermögen um nicht mehr benötigte Bestände, welche mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr an den Kunden verkauft werden können, bereinigt. Auf diese wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 10,7 Mio. EUR vorgenommen. Hierdurch wird die Strategie des Unternehmens zur weiteren Optimierung von Lagerflächen im Zuge von Kosteneinsparungsprogrammen unterstützt.
Rückstellungen für Produkthaftungs- und Garantiefälle: Gegen die GRAMMER AG und ihre Tochtergesellschaften werden Produkthaftungs- und Gewährleistungsansprüche wegen angeblicher Produktmängel geltend gemacht. GRAMMER hat für diese Sachverhalte Rückstellungen in Höhe von 6,4 Mio. EUR gebildet.
Aufgrund neuer Erkenntnisse aus der aktuellen Marktentwicklung wurden Projektbestände in Höhe von 2,0 Mio. EUR abgewertet und Drohverlustrückstellungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR gebildet, da mit einer vollen Deckung der Projektplankosten aktuell nicht gerechnet wird.
Im Zuge der Verlegung eines Standorts in China musste Anlagevermögen (1,1 Mio. EUR) abgeschrieben werden, das am neuen Standort nicht mehr genutzt werden konnte.
Zusätzlich erfolgten Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Rückstellungen (1,3 Mio. EUR).

In der GRAMMER Gruppe wurden zum 30. Juni 2020 7,0 Mio. EUR Zuwendungen der öffentlichen Hand für staatliche Unterstützungen zur Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie, im Wesentlichen bestehend aus Erstattungen von Sozialversicherungen und weiteren Zuwendungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen, personalaufwandsmindernd erfasst.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich demnach im ersten Halbjahr 2020 auf -53,0 Mio. EUR (01-06 2019: 50,2 Mio. EUR) und lag damit sehr deutlich unter dem Vorjahreswert. Im zweiten Quartal lag das EBIT der GRAMMER Gruppe bei -50,9 Mio. EUR (Q2 2019: 26,2 Mio. EUR).

Das operative EBIT betrug im ersten Halbjahr -45,7 Mio. EUR (01-06 2019: 50,1 Mio. EUR) und lag im zweiten Quartal mit -46,1 Mio. EUR (Q2 2019: 27,1 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Negative Wechselkurseffekte in Höhe von 4,0 Mio. EUR, direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (3,0 Mio. EUR) sowie Aufwendungen für Abfindungen im Zuge der Restrukturierung (0,3 Mio. EUR) wurden im operativen EBIT bereinigt.

Das Finanzergebnis der GRAMMER Gruppe in Höhe von -15,9 Mio. EUR (01-06 2019: -10,6 Mio. EUR) wurde vor allem durch Wechselkurseffekte belastet. Aufgrund geringerer Refinanzierungszinssätze sind im ersten Halbjahr 2020 die Zinsaufwendungen aus Darlehen und Kontokorrenten um 1,6 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR gesunken (01-06 2019: 8,2 Mio. EUR). Weiter wirkten sich im Wesentlichen Kursschwankungen des mexikanischen Pesos, der tschechischen Krone, des brasilianischen Real und des US-Dollars aus.

Aufgrund von angefallenen steuerlichen Verlusten wurde im ersten Halbjahr 2020 unter dem Steuerergebnis ein Steuerertrag von 9,7 Mio. EUR (01-06 2019: 11,9 Mio. EUR Steueraufwand) verbucht, soweit die steuerlichen Verluste steuermindernd in künftigen Perioden genutzt werden können. Der Jahresfehlbetrag lag im ersten Halbjahr bei -59,2 Mio. EUR (01-06 2019: Jahresüberschuss 27,6 Mio. EUR).

5. SEGMENT AUTOMOTIVE

KENNZAHLEN SEGMENT AUTOMOTIVE

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IN MIO. EUR
01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
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Umsatz 499,1 745,0 -33,0%
EBIT -62,9 28,4 -321,5%
EBIT-Rendite (in %) -12,6 3,8 -16,4 %-Punkte
Operatives EBIT -57,9 27,1 -313,7%
Operative EBIT-Rendite (in %) -11,6 3,6 -15,2 %-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) 15,8 36,7 -56,9%
Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) 10.680 10.945 -2,4%

DEUTLICH RÜCKLÄUFIGE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG IM AUTOMOTIVE SEGMENT

Das Segment Automotive verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang um 33,0 % auf 499,1 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang ist wesentlich von den Folgen der COVID-19-Pandemie geprägt und trifft dabei auf die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 rückläufigen Fahrzeugmärkte.

Im Segment Automotive wurden staatliche Zuschüsse zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Höhe von 5,0 Mio. EUR aufwandsmindernd erfasst.

Die in Folge der COVID-19-Pandemie eingeleiteten Maßnahmen konnten den deutlichen Umsatzrückgang sowie die Einzelsachverhalte in Höhe von 20,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 allerdings nicht kompensieren. Sowohl Sonderabschreibungen auf Vorräte (8,8 Mio. EUR), Bildung von Produkthaftungs- und Gewährleistungsrückstellungen (6,1 Mio. EUR), Abschreibungen auf Projektbestände und die Bildung von Drohrückstellungen (4,7 Mio. EUR), Wertberichtigungen auf Forderungen und die Bildung sonstiger Rückstellungen (1,2 Mio. EUR) belasteten das EBIT im zweiten Quartal signifikant. Entsprechend lag das EBIT im ersten Halbjahr bei -62,9 Mio. EUR (01-06 2019: 28,4 Mio. EUR). Das entspricht einer EBIT-Rendite von -12,6 % (01-06 2019: 3,8 %).

Innerhalb des operativen EBIT wurden Währungsverluste (2,9 Mio. EUR), direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (1,8 Mio. EUR) und Aufwendungen für Abfindungen im Zuge der Restrukturierung (0,3 Mio. EUR) bereinigt. Das operative EBIT belief sich damit im ersten Halbjahr 2020 auf -57,9 Mio. EUR (01-06 2019: 27,1 Mio. EUR) und die operative EBIT-Rendite lag bei -11,6 % (01-06 2019: 3,6 %).

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KOPFSTÜTZEN FUNCTIONAL COMPONENTS INTERIOR COMPONENTS
KONSOLEN ARMLEHNEN

6. SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES

KENNZAHLEN SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES

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IN MIO. EUR
01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
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Umsatz 256,6 332,2 -22,8%
12,8 32,5 -60,6%
EBIT-Rendite (in %) 5,0 9,8 -4,8 %-Punkte
Operatives EBIT 14,5 32,3 -55,1%
Operative EBIT-Rendite (in %) 5,7 9,7 -4,1 %-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) 5,9 8,8 -33,0%
Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) 3.570 3.829 -6,8%

ABSATZ IM SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES DEUTLICH UNTER VORJAHRESNIVEAU

Der Umsatz im Segment Commercial Vehicles sank im ersten Halbjahr um 22,8 % auf 256,6 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang war ebenfalls im Wesentlichen durch die weltweite COVID-19-Pandemie beeinflusst. Daneben wirkt sich im Vergleichszeitraum der außergewöhnlich hohe Umsatz des ersten Halbjahres 2019 aus, das noch durch eine sehr hohe Nachfrage im Segment Commercial Vehicles gekennzeichnet war.

Im Segment Commercial Vehicles wurden staatliche Zuschüsse zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Höhe von 1,0 Mio. EUR aufwandsmindernd erfasst.

Die in Folge der COVID-19-Pandemie eingeleiteten Maßnahmen konnten den deutlichen Umsatzrückgang sowie die negativen Auswirkungen der Einzelsachverhalte in Höhe von 3,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 allerdings nicht vollständig kompensieren. Sowohl Sonderabschreibungen von Vorräten (1,9 Mio. EUR), außerplanmäßige Abschreibungen von Anlagevermögen aufgrund einer Standortverlagerung in China (1,1 Mio. EUR), die Bildung von Produkthaftungs- und Gewährleistungsrückstellungen (0,3 Mio. EUR) belasteten das Ergebnis im zweiten Quartal 2020. Entsprechend lag das EBIT bei 12,8 Mio. EUR (01-06 2019: 32,5 Mio. EUR). Die EBIT-Rendite erreichte 5,0 % (01-06 2019: 9,8 %).

Innerhalb des operativen EBIT wurden Währungsverluste (1,1 Mio. EUR) sowie direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (0,6 Mio. EUR) bereinigt. Das operative EBIT belief sich damit im ersten Halbjahr 2020 auf 14,5 Mio. EUR (01-06 2019: 32,3 Mio. EUR) und die operative EBIT-Rendite lag bei 5,7 % (01-06 2019: 9,7 %).

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OFFROAD TRUCK & BUS RAIL

7. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

BILANZ - KURZ

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IN TEUR
30.06.2020 31.12.2019 VERÄNDERUNG
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Langfristige Vermögenswerte 800.889 825.623 -3,0 %
Kurzfristige Vermögenswerte 570.653 648.826 -12,0 %
Aktiva 1.371.542 1.474.449 -7,0 %
Eigenkapital 292.531 342.242 -14,5 %
Langfristige Schulden 540.058 490.050 10,2%
Kurzfristige Schulden 538.953 642.1 57 -16,1 %
Passiva 1.371.542 1.474.449 -7,0 %

BILANZ

Die Reduzierung der Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe um 102,9 Mio. EUR bzw. 7,0 % auf 1.371,5 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Folgen insbesondere des COVID-19-bedingten geringeren Auftragsvolumens zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte fielen, insbesondere im Bereich der Sachanlagen, aufgrund der deutlich rückläufigen Investitionen um 3,0 % auf 800,9 Mio. EUR (31.12.2019: 825,6 Mio. EUR).

Die aktiven latenten Steuern stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 6,3 Mio. EUR, was vor allem auf die zusätzliche Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen ist.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sanken die Vorräte bedingt durch Abwertung um 25,7 Mio. EUR sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Umsatzrückgangs um 10,2 Mio. EUR. Die Position der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen hat sich von 142,7 Mio. EUR um 56,6 Mio. EUR auf 86,1 Mio. EUR vermindert (30.06.2019: 154,5 Mio. EUR). Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte um 78,2 Mio. EUR auf 570,7 Mio. EUR zurück.

Der Anstieg der kurzfristigen Ertragssteuerforderungen um 9,2 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2019 ist durch den Rücktrag von Verlusten aus dem aktuellen Geschäftsjahr sowie zu hohen Vorauszahlungen zu Jahresbeginn bedingt.

Zum 30. März 2020 wurde ein Hybriddarlehen in Höhe von 19,1 Mio. EUR von der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., einer Gesellschaft des Ningbo Jifeng Konzerns (dem Mehrheitsaktionär der GRAMMER AG), gewährt. Das Hybriddarlehen wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und hat Eigenkapitalcharakter.

Das negative Ergebnis nach Steuern aus dem ersten Halbjahr 2020 in Höhe von -59,2 Mio. EUR sowie Verluste aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe von 11,7 Mio. EUR, im Wesentlichen ausgelöst durch die Abwertung des mexikanischen Pesos zum EUR und zum USD, reduzierten das Eigenkapital um insgesamt 49,7 Mio. EUR.

Im ersten Quartal 2020 kam es im Zuge der COVID-19-Pandemie bereits zu einem Anstieg der Zinssätze für die Bewertung von Versorgungsverpflichtungen nach internationalen Bilanzierungsgrundsätzen gegenüber dem 31. Dezember 2019 und somit zu einem versicherungsmathematischen Gewinn aus leistungsorientierten Plänen, der das Eigenkapital zum 31. März 2020 um 21,8 Mio. EUR abzüglich latenter Steuern erhöhte. Zum 30. Juni sind diese Zinssätze wieder auf das Niveau des 31. Dezember 2019 gesunken, wodurch sich keine versicherungsmathematischen Gewinne im Eigenkapital und bei den Pensionsrückstellungen ergaben.

Die Eigenkapitalquote sank insgesamt um 1,9 Prozentpunkte gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 auf 21,3 % (31.12.2019: 23,2 %).

Im Februar 2020 wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag über 150,0 Mio. EUR (31.12.2019: 100,0 Mio. EUR) und 80,0 Mio. USD mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zwei Verlängerungsoptionen zu je einem Jahr abgeschlossen. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich dadurch auf 275,0 Mio. EUR (31.12.2019: 220,0 Mio. EUR) während sich die kurzfristigen Finanzschulden auf 203,6 Mio. EUR verringerten (31.12.2019: 207,7 Mio. EUR). Dadurch stiegen die langfristigen Schulden um 50,0 Mio. EUR auf 540,1 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag aufgrund des geringeren Materialbedarfs sowie Kosteneinsparungen um 141,6 Mio. EUR gesunken, wohingegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aufgrund von Stundungen von Steuerzahlungen und Sozialabgaben sowie Verbindlichkeiten aus ausstehenden an Kunden zu zahlende Gegenleistungen gestiegen sind. Insgesamt verringerten sich die kurzfristigen Schulden um 103,2 Mio. EUR auf 539,0 Mio. EUR.

8. INVESTITIONEN

INVESTITIONEN

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IN MIO. EUR
01-06 2020 01-06 2019 VERÄNDERUNG
--- --- --- ---
Automotive 15,8 36,7 -56,9%
Commercial Vehicles 5,9 8,8 -33,0%
Central Services 10,1 10,5 -3,8%
Investitionen 31,8 56,0 -43,2%

Um die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern, wurden die Investitionen auf die wichtigsten Projekte fokussiert. Dies führte zu einer Reduzierung der Investitionen im ersten Halbjahr auf 31,8 Mio. EUR (01-06 2019: 56,0 Mio. EUR).

In den ersten sechs Monaten 2020 wurden im Segment Automotive insbesondere an unseren Produktions- und Montagestandorten in Osteuropa und den USA für Produktneuanläufe 15,8 Mio. EUR investiert. Bei den 5,9 Mio. EUR im Segment Commercial Vehicles handelt es sich hauptsächlich um Ersatzinvestitionen in Werkzeuge. Im Segment Central Services wurden vor allem Investitionen für die Fertigstellung des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen vorgenommen.

9. MITARBEITER

Zum 30. Juni 2020 waren bei GRAMMER weltweit durchschnittlich 14.465 (30.06.2019: 14.995) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einer Reduzierung von 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon waren im Segment Automotive durchschnittlich 10.680 (30.06.2019: 10.945) und im Segment Commercial Vehicles 3.570 (30.06.2019: 3.829) Beschäftigte tätig.

10. NACHTRAGSBERICHT

VIRTUELLE HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre der GRAMMER AG sind auf der virtuellen Hauptversammlung am 8. Juli 2020 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat gefolgt und haben mit großer Mehrheit beschlossen, für das Geschäftsjahr 2019 keine Dividende auszuschütten. Die Mitglieder des Vorstands wurden mit 99,75 %, die Mitglieder des Aufsichtsrats mit 99,70 % entlastet. Zudem wurden auf der ordentlichen Hauptversammlung die Wahlen für die sechs Aufsichtsratspositionen der Anteilseignervertreter turnusgemäß durchgeführt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wählte die Hauptversammlung neben dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Alfred Weber jeweils mit großer Mehrheit Herrn Dr. Ping He, Herrn Jürgen Kostanjevec und Frau Gabriele Sons in den Aufsichtsrat der GRAMMER AG. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurden Herr Dr. Peter Merten und Frau Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser in ihren Ämtern bestätigt. Als Vertreter der Arbeitnehmerseite gehören dem Aufsichtsrat folgende von der Belegschaft gewählte Personen an: Frau Andrea Elsner, Herr Martin Heiß, Herr Harald Jung, Herr Peter Kern, Herr Horst Ott und Frau Antje Wagner. Herr Ott wird auch künftig als stellvertretender Vorsitzender des Gremiums fungieren.

DIVIDENDE

Die Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 hat unter Berücksichtigung der für das Geschäftsjahr 2019 nicht dividendenberechtigter Aktien (330.050 eigene Aktien) beschlossen, keine Dividende (Vj. 9,2 Mio. EUR) aus dem Bilanzgewinn auszuschütten. Der im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 37.674.496,36 EUR wird vollständig zur Einstellung in andere Gewinnrücklagen verwendet.

GENEHMIGTES KAPITAL

Das durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 beschlossene Genehmigte Kapital 2011 gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist am 25. Mai 2016 ausgelaufen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 16.137.113,60 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Vom Genehmigten Kapital 2020 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

VORAUSSICHTLICHE AUSNUTZUNG DES GENEHMIGTEN KAPITALS 2020

Derzeit beabsichtigt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Genehmigte Kapital 2020 zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung im zweiten Halbjahr 2020 auszunutzen. Der Hauptaktionär der Gesellschaft, die Jiye Auto Parts GmbH, ein mit Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. verbundenes Unternehmen, wird sich an der geplanten Eigenkapitalmaßnahme, durch die ein Zufluss von Eigenmitteln in Höhe von mindestens 40 Mio. EUR sichergestellt werden soll, beteiligen und diese unterstützen. Die Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2020 soll als Bezugsrechtskapitalerhöhung durchgeführt werden. Aufgrund der Gewährung des Bezugsrechts würden sämtliche Aktionäre in der Lage sein, durch Bezugsrechtsausübung den Erhalt ihrer Beteiligungsquote abzusichern. Der Vorstand würde mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Zeitpunkt der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2020 insbesondere den Kapitalerhöhungsbetrag und damit die Anzahl der neu auszugebenden Aktien, deren Bezugspreis und das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festlegen.

Der Vorstand hat aktuell noch keine Entscheidung zur zeitlichen oder inhaltlichen Konkretisierung der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2020 getroffen.

ERHÖHUNG DES BESTEHENDEN KONSORTIALKREDITS

Die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufene negative Entwicklung der Weltwirtschaft, hat auch Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der GRAMMER Gruppe. Um die Liquidität des Konzerns nachhaltig zu sichern, wurde im August 2020 der bestehende Konsortialkreditvertrag mit einer sogenannten Tranche C ausgestattet und um 235 Mio. EUR aufgestockt. Neben den Kernbanken von GRAMMER beteiligt sich auch die KfW Bankengruppe als direkter Kreditgeber im Rahmen des KfW Corona-Sonderprogramms. Mit der Ausweitung des syndizierten Kredits wird die Dividende während der dreijährigen Laufzeit der neuen Tranche ausgesetzt. Mit der damit verbundenen Änderungsvereinbarung des Konsortialkreditvertrags aus dem Februar 2020 werden die bis dato vereinbarten Financial Covenants vorübergehend ausgesetzt bzw. angepasst, allerdings nur für die Laufzeit der KfW-Corona-Hilfe.

11. CHANCEN/RISIKEN

Die Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des GRAMMER Konzerns haben können, wurden in unserem Geschäftsbericht 2019 auf Seiten 82 bis 89 dargestellt. Die Einschätzung der Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2020 hat sich seit der Vorlage des Lageberichts 2019 insbesondere vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie wie folgt geändert.

Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betreffen inzwischen alle für GRAMMER relevanten Absatzmärkte. Von dieser Entwicklung ist die gesamte Weltwirtschaft mit teilweise drastischen Rückgängen betroffen. Risiken ergeben sich aus einem möglicherweise noch gravierenderen Verlauf der Corona-Krise, insbesondere im Falle einer massiven zweiten weltweiten Infektionswelle, die zu neuerlichen weitreichenden Lockdown-Maßnahmen führen würde. Das hätte zur Folge, dass die Risiken für GRAMMER, die nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch die Produktion, den Beschaffungsmarkt und die Zulieferkette erheblich beeinträchtigen können, größer werden, als aktuell angenommen.

Für den Fall eines deutlich früheren Endes der Corona-Krise und einer schnelleren und kräftigeren wirtschaftlichen Belebung ergeben sich hingegen Chancen für eine bessere Absatzentwicklung sowie eine schnellere Erholung der Produktion, des Beschaffungsmarktes und der Zulieferketten.

Unter den beschriebenen Rahmenbedingungen, die derzeit wesentlich von der COVID-19-Pandemie bestimmt sind, besteht weiterhin eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit über die künftige geschäftliche Entwicklung der GRAMMER Gruppe. Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, welchen weiteren Verlauf die COVID-19-Pandemie in den für GRAMMER wichtigen Absatz- und Beschaffungsmärkten nimmt. Daraus können Risiken aus weiteren möglichen Werthaltigkeitsprüfungen des Geschäfts- oder Firmenwertes entstehen. Auch die damit verbundene Volatilität der Finanzmärkte kann derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden, so dass GRAMMER derzeit von höheren finanzwirtschaftlichen Risiken ausgeht.

Darüber hinaus sind die GRAMMER AG und ihre Tochtergesellschaften wegen angeblicher Mängel ihrer Produkte mit Gewährleistungsansprüchen ihrer Kunden konfrontiert. In gerichtlichen Verfahren werden Ansprüche wegen angeblicher Mängel der GRAMMER Produkte geltend gemacht. Soweit diese zum Nachteil von GRAMMER ausgehen, können sich hieraus Schadensersatzzahlungen, Nachbesserungsarbeiten oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben. Da die Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, ist es möglich, dass sich die gebildeten Rückstellungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können zusätzliche Aufwendungen entstehen.

Zusätzliche Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind, können die Geschäftstätigkeit von GRAMMER ebenfalls beeinträchtigen. Uns sind derzeit keine Risiken bekannt, die als bestandsgefährdend einzustufen sind.

12. AUSBLICK

Mit der Presse-Information vom 30. März 2020 wurde die im Geschäftsbericht 2019 getroffene Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt. Die darin enthaltenen Einschätzungen und Erwartungen basierten auf Marktannahmen und internen Bewertungen zu Beginn des Jahres 2020. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 ist angesichts der äußerst dynamischen Entwicklungen und den damit verbundenen Unsicherheiten im Rahmen der weltweiten COVID-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen eine konkrete Prognose aktuell weiterhin nicht möglich. GRAMMER erwartet, dass sowohl Umsatz, EBIT als auch das operative Ergebnis deutlich unter dem Vorjahr liegen werden. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr 2020 wird das Unternehmen abgeben, sobald dies hinreichend möglich ist.

13. ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGE

Dieser Halbjahresbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.

14. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss/-zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt werden, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

B | KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS

15. KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. JANUAR - 30. JUNI DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES

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TEUR
01-06 2020 01-06 2019
--- --- ---
Umsatzerlöse 735.838 1.051.478
Kosten der Umsatzerlöse -711.867 -921.761
Bruttoergebnis vom Umsatz 23.971 129.717
Vertriebskosten -16.226 -20.898
Verwaltungskosten -66.592 -68.547
Sonstige betriebliche Erträge 5.821 9.889
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -53.026 50.161
Finanzerträge 742 749
Finanzaufwendungen -9.609 -11.207
Sonstiges Finanzergebnis -7.012 -145
Ergebnis vor Steuern -68.905 39.558
Ertragsteuern 9.706 -11.947
Ergebnis nach Steuern -59.199 27.611
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -59.248 27.650
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 49 -39
Ergebnis nach Steuern -59.199 27.611
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -4,83 2,25

16. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1. JANUAR - 30. JUNI DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES

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TEUR
01-06 2020 01-06 2019
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern -59.199 27.611
Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -58 -18.490
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 11 5.399
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) -47 -13.091
Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden -47 -13.091
Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) 3.743 619
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) 3.743 619
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -2.844 777
Zuzüglich/abzüglich (-) ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 588 48
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 627 -231
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) -1.629 594
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -16.774 1.579
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 5.047 -443
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) -11.727 1.136
Summe der Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden -9.613 2.349
Sonstiges Ergebnis -9.660 -10.742
Gesamtergebnis nach Steuern -68.859 16.869
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -68.904 16.912
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 45 -43

17. KONZERNBILANZ

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 30. JUNI 2020 UND 31. DEZEMBER 2019

AKTIVA

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TEUR
30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Sachanlagen 447.261 463.305
Immaterielle Vermögenswerte 198.572 205.604
At Equity bewertete Beteiligung 778 611
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.499 9.421
Latente Steueransprüche 51.204 44.900
Sonstige Vermögenswerte 31.663 31.022
Vermögenswerte aus Kundenverträgen 62.912 70.760
Langfristige Vermögenswerte 800.889 825.623
Vorräte 166.189 191.879
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 196.639 206.821
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.222 3.935
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 14.623 5.455
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 86.135 142.651
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 28.448 37.314
Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen 77.397 60.771
Kurzfristige Vermögenswerte 570.653 648.826
Bilanzsumme 1.371.542 1.474.449

PASSIVA

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TEUR
30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Gezeichnetes Kapital 32.274 32.274
Kapitalrücklage 129.796 129.796
Eigene Anteile -7.441 -7.441
Gewinnrücklagen 204.160 263.408
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -85.448 -75.792
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 273.341 342.245
Hybriddarlehen 19.148 0
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 42 -3
Eigenkapital 292.531 342.242
Langfristige Finanzschulden 274.989 219.976
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 905 1.399
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 59.359 64.375
Sonstige Verbindlichkeiten 1.220 1.220
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 156.042 154.176
Passive latente Steuern 45.629 46.298
Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen 1.914 2.606
Langfristige Schulden 540.058 490.050
Kurzfristige Finanzschulden 203.560 207.735
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 167.352 309.000
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 17.584 20.524
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 111.872 73.003
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.933 7.331
Rückstellungen 34.367 23.394
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen 1.285 1.170
Kurzfristige Schulden 538.953 642.157
Gesamtsumme Schulden 1.079.011 1.132.207
Bilanzsumme 1.371.542 1.474.449

18. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

1. JANUAR - 30. JUNI DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES

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TEUR
01-06 2020 01-06 2019
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1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern -68.905 39.558
Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen 34.104 32.233
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) 8.508 8.819
Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen 306 734
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 10.731 4.558
Finanzergebnis 15.879 10.603
Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva
Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten 11.133 4.657
Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte 25.689 -1.357
Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen 584 -2.118
Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva -106.639 -25.666
Gezahlte Ertragsteuern -12.177 -6.791
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -80.787 65.230
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb
Erwerb von Sachanlagen -27.552 -44.386
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten -1.075 -2.237
Abgänge
Abgänge von Sachanlagen 855 23
Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten 43 1
Abgänge von Finanzanlangen 962 0
Erhaltene Zinsen 743 749
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -26.024 -45.850
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Zufluss aus der Aufnahme von Hybriddarlehen 19.148 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 1 62.226 56.371
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -98.014 -95.928
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -10.121 -8.349
Gezahlte Zinsen -7.797 -9.136
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 65.442 -57.042
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1-3) -41.369 -37.662
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.773 -1.150
Finanzmittelfonds zum 1. Januar 1 23.654 1 93.304
Finanzmittelfonds zum 30. Juni 80.512 154.492
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 86.135 154.512
Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) gegenüber Kreditinstituten -5.623 -20
Finanzmittelfonds zum 30. Juni 80.512 154.492

19. KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

ZUM 30. JUNI 2020

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TEUR
KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS
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GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN EIGENE ANTEILE CASHFLOW HEDGES FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG
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Stand zum 1. Januar 2020 32.274 129.796 263.408 -7.441 667 -8.896
Ergebnis nach Steuern 0 0 -59.248 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -1.629 3.747
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 -59.248 0 -1.629 3.747
Aufnahme von Hybriddarlehen 0 0 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2020 32.274 129.796 204.160 -7.441 -962 -5.149

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TEUR
KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS
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NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE VERS.MATHEM. GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN SUMME HYBRIDDARLEHEN ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS KONZERNEIGENKAPITAL
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2020 -15.975 -51.588 342.245 0 -3 342.242
Ergebnis nach Steuern 0 0 -59.248 0 49 -59.199
Sonstiges Ergebnis -11.727 -47 -9.656 0 -4 -9.660
Gesamtes Periodenergebnis -11.727 -47 -68.904 0 45 -68.859
Aufnahme von Hybriddarlehen 0 0 0 19.148 0 19.148
Stand zum 30. Juni 2020 -27.702 -51.635 273.341 19.148 42 292.531

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

ZUM 30. JUNI 2019

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TEUR
KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS
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GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN EIGENE ANTEILE CASHFLOW HEDGES FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2019 32.274 129.796 228.920 -7.441 -332 -11.092
Ergebnis nach Steuern 0 0 27.650 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 594 623
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 27.650 0 594 623
Aufnahme von Hybriddarlehen 0 0 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2019 32.274 129.796 256.570 -7.441 262 -10.469

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TEUR
KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS
--- --- --- --- --- --- ---
NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE VERS.MATHEM. GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN SUMME HYBRIDDARLEHEN ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS KONZERNEIGENKAPITAL
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2019 -18.206 -39.301 314.618 0 222 314.840
Ergebnis nach Steuern 0 0 27.650 0 -39 27.611
Sonstiges Ergebnis 1.136 -13.091 -10.738 0 -4 -10.742
Gesamtes Periodenergebnis 1.136 -13.091 16.912 0 -43 16.869
Aufnahme von Hybriddarlehen 0 0 0 0 0 0
Stand zum 30. Juni 2019 -17.070 -52.392 331.530 0 179 331.709

C | ANHANG ZUM KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Die GRAMMER AG hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 und den vorliegenden Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2020 in Übereinstimmung mit den vom IASB (International Accounting Standards Board) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Konzernhalbjahresabschlusses und der Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden grundsätzlich zum 30. Juni 2020 die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie dieselben Konsolidierungsgrundsätze angewendet, die auch für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 angewandt wurden. Diese Grundsätze und Methoden wurden im Anhang des Konzernabschlusses 2019, der auch im Geschäftsbericht 2019 vollständig veröffentlicht ist, detailliert beschrieben und sind daher zusammen mit dem Konzernhalbjahresfinanzbericht zu lesen.

Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen und enthält alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens in den Berichtszeiträumen darzustellen. Die im ersten Halbjahr bzw. in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Der Konzernhalbjahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren.

Im ersten Halbjahr 2020 war die Geschäftstätigkeit der GRAMMER Gruppe durch die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie stark negativ beeinträchtigt. Angesichts der nur schwer absehbaren Folgen und einer fortschreitenden Ausbreitung des Virus ist es schwierig, Dauer und Umfang der daraus resultierenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von GRAMMER zu prognostizierten. Die im Konzernabschluss 2019 enthaltenen Schätzungen, Annahmen und Ermessenspielräume wurden an die aktuelle Situation angepasst. Dies betrifft insbesondere die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, Immateriellen Vermögenswerten und langfristigen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste und Verlustvorträge bei der Bestimmung der Realisierbarkeit der Steuervorteile und die Festlegung der Prämissen für die versicherungsmathematischen Berechnungen der Altersversorgungsaufwendungen aus leistungsorientierten Plänen, Erlöse aus Verträgen mit Kunden bei der Bestimmung des Transaktionspreises, Finanzinstrumente bei erwarteten Kreditrisiken bzw. -ausfällen, Rückstellungen für Restrukturierungskosten, Gewährleistungsverpflichtungen und Rechtstreitigkeiten sowie belastende Verträge bei der Bestimmung der gegenwärtigen Verpflichtung und deren Höhe.

Aufgrund des geringeren Auftragsbestandes wurden im Vorratsvermögen nicht mehr benötigte Bestände, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr an den Kunden verkauft werden können und über die Projekt-Restlaufzeit auch nicht mehr verbraucht werden können oder anderweitig genutzt oder verkauft werden können, wertberichtigt.

Durch neue Erkenntnisse aus der aktuellen Marktentwicklung wurden Projektplankosten im Rahmen der Serienentwicklung überprüft und bei Bedarf Drohverlustrückstellungen gebildet.

Gegen die GRAMMER AG und ihre Tochtergesellschaften werden Produkthaftungs- und Gewährleistungsansprüche wegen angeblicher Produktmängel geltend gemacht. GRAMMER hat für diese Sachverhalte Rückstellungen in Höhe des Erwartungswertes gebildet.

In der GRAMMER Gruppe wurden zum 30. Juni 2020 weltweit 7,0 Mio. EUR Zuwendungen der öffentlichen Hand für staatliche Unterstützungen zur Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie berücksichtigt. Dabei handelt es sich um Erstattungen von Sozialversicherungen und weitere Zuwendungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen, die personalaufwandsmindernd erfasst wurden. Das zusätzlich in Deutschland gewährte Kurzarbeitergeld in Höhe von 3,0 Mio. EUR stellt gemäß IAS 20 keine Zuwendung der öffentlichen Hand dar. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen derzeit keine Risiken, dass die Bedingungen künftig nicht eingehalten werden.

Aufgrund der durch COVID-19-Pademie geänderten Marktbedingungen wurden die Parameter zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vermögenswerte aus Kundenverträgen, die sowohl die bisherigen Erfahrungen mit Kreditverlusten und zukunftsbezogene Faktoren enthalten, aktualisiert und es wurden zusätzliche Wertberichtigungen für ausfallgefährdete Einzelforderungen gebildet. Im ersten Halbjahr 2020 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR gebildet.

Die Erläuterungen der Ereignisse und Geschäftsvorfälle, die sich seit Ende des letzten Geschäftsjahres bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich ausgewirkt haben, sowie zu Art und Höhe von Posten, die sich auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Eigenkapital, Jahresüberschuss und Cashflows auswirken und aufgrund ihrer Art, Größe und Häufigkeit ungewöhnlich sind, sind im Konzernzwischenlagebericht enthalten.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind folgende Gesellschaften einbezogen:

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TEUR
INLAND AUSLAND GESAMT
--- --- --- ---
Vollkonsolidierte Gesellschaften (inkl. GRAMMER AG) 6 30 36
At Equity einbezogene Gesellschaften 0 2 2
Gesellschaften 6 32 38

In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 30 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Zum 1. Januar 2020 wurden vier Gesellschaften der TMD Gruppe - TMD WEK LLC, Wilmington (DE), USA; TMD Tennessee LLC, Fayetteville (TN), USA, TMD Wisconsin LLC, Beloit (WI), USA, TMD WEK North LLC, Jefferson (OH), USA, - auf die Toledo Molding & Die Inc., Toledo (OH) , USA, verschmolzen. Als At Equity einbezogene Gesellschaften werden das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London, (OH), USA (GRA-MAG), ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält, sowie das assoziierte Unternehmen ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited, Pune, Indien (ALLYGRAM), an dem die GRAMMER AG 30 % der Stimmrechte hält. Weitere Veränderungen haben sich nicht ergeben.

ERTRAGSTEUERN

Im ersten Halbjahr 2020 wurden aktive latente Steuern aufgrund fehlender wahrscheinlicher Nutzung des steuerlichen Verlustes, bei zwei US-amerikanischen Gesellschaften, einer chinesischen Gesellschaft und zwei europäischen Gesellschaften, nicht angesetzt. Die genannten Unternehmen weisen in der näheren Vergangenheit eine Reihe von Verlusten auf, womit es an überzeugenden substanziellen Hinweisen mangelt, dass in der Zukunft ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, gegen das die ungenutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Bei den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen sowie den laufenden steuerlichen Verlusten, auf welche eine aktive latente Steuer gebildet wurde, geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird.

Aufgrund von angefallenen steuerlichen Verlusten wurden im ersten Halbjahr 2020 unter dem Steuerergebnis ein Steuerertrag von 9,7 Mio. EUR (01-06 2019: 11,9 Mio. EUR Steueraufwand) verbucht, soweit die steuerlichen Verluste steuermindernd in künftigen Perioden genutzt werden können. Durch den Nicht-Ansatz von aktiven latenten Steuern bei den fünf Gesellschaften weicht die Konzernsteuerquote mit positiv 14,1 % (01-06 2019: negativ 30,2 %) deutlich von dem Steuersatz Deutschlands von 29,2 % ab.

Die Erhöhung der latenten Steueransprüche um 6,3 Mio. EUR auf 51,2 Mio. EUR entfällt mit 7,7 Mio. EUR auf steuerliche Verlustvorträge.

FINANZSCHULDEN

LANGFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Die langfristigen Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR
30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Schuldscheindarlehen 126.860 126.740
Darlehen 148.129 93.236
Langfristige Finanzschulden 274.989 219.976

Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich aufgrund langfristiger Neuaufnahmen von Darlehen im Rahmen des neuen Konsortialkredits zum Februar 2020.

KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN

Die kurzfristigen Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR
30.06.2020 31.12.2019
--- --- ---
Schuldscheindarlehen 85.413 84.539
Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gg. Kreditinstituten 5.623 18.997
Darlehen 112.524 104.199
Kurzfristige Finanzschulden 203.560 207.735

Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt 203,6 Mio. EUR lagen leicht unter dem Niveau des Jahresabschlusses 2019 (Vj. 207,7 Mio. EUR). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Änderung der Refinanzierungsstruktur aufgrund des neuen Konsortialkredits. Gegenläufig wirkte der zusätzliche Liquiditätsbedarf aufgrund des negativen Ergebnisses.

EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 19 dargestellt. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage blieben unverändert zum 31. Dezember 2019. Die Gewinnrücklagen sanken aufgrund des negativen Ergebnisses des ersten Halbjahres 2020. Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet Gewinne aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen, Verluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie Verluste aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe einschließlich darauf verrechnete latente/tatsächliche Steuern.

Zum 30. März 2020 wurde ein Hybriddarlehen in Höhe von 19,1 Mio. EUR von der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., einer Gesellschaft des Ningbo Jifeng Konzerns (dem Mehrheitsaktionär der GRAMMER AG) durch eine chinesische Tochtergesellschaft der GRAMMER AG gewährt. Das Hybriddarlehen wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und ist dem Eigenkapital zuzuordnen.

WERTHALTIGKEIT NICHT-FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE

Vor dem Hintergrund der weltweiten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und deren Auswirkungen auch auf die GRAMMER Gruppe ergaben sich Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung von Vermögenwerten wie Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten oder Goodwill (Geschäfts- oder Firmenwert). Indikator für eine Wertminderung (sog. Triggering Event) ist z. B. eine wesentliche Änderung des betrieblichen Umfeldes, in dem der Vermögenswert eingesetzt wird. Nach unserer Einschätzung und Überprüfung liegen keine Wertminderungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte vor.

Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wird grundsätzlich jährlich zum 31. Dezember auf Ebene der CGUS (cash generating unit) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Zum 30. Juni 2020 wurde aufgrund des Triggering Events, ausgelöst durch die Auswirkungen der Corona-Krise, eine Wertminderungsüberprüfung des aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes auf Ebene der CGUS Commercial Vehicles und Automotive, welche auch unsere berichtspflichtigen Geschäftssegmente darstellen, durchgeführt.

Die Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) der CGUS stellen sich zum 30. Juni 2020 wie folgt dar:

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TEUR
ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDE EINHEIT 30.06.2020 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE 31.12.2019 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE 30.06.2020 WACHSTUMSRATE1 31.12.2019 WACHSTUMSRATE1 30.06.2020 ABZINSUNGSFAKTOR
--- --- --- --- --- --- ---
CGU I Commercial Vehicles 4.42 3 4.42 3 1% 1% 5,9%
CGU II Automotive 107.755 107.518 1% 1% 5,9%
Geschäfts- oder Firmenwerte 112.178 111.941

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TEUR
ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDE EINHEIT 31.12.2019 ABZINSUNGSFAKTOR
--- --- ---
CGU I Commercial Vehicles 5,9%
CGU II Automotive 5,9%
Geschäfts- oder Firmenwerte

1 Ewige Rente

Diesem anlassbezogenen Impairment-Test wurde eine angepasste und vom Management verabschiedete Planungsrechnung zugrunde gelegt, welche die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise und notwendige Restrukturierungsmaßnahmen in angemessener Weise berücksichtigt, jedoch aufgrund der aktuellen Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf eine mögliche zweite Corona-Welle, einer hohen Unsicherheit unterliegt. Bei der Prüfung auf Wertminderung werden im Konzern für beide Segmente gleiche Berechnungsmethoden und Parameter herangezogen. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Fair Values einer CGU sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Die Marktrisikoprämie als ein wesentlicher Bestandteil der Kapitalkosten wurde zur Abbildung der erhöht wahrgenommenen Risiken im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise von 7,0 % des Vorjahres auf 7,5 % angepasst. Aufgrund von Veränderungen anderer Kapitalkostenparameter, wie insbesondere des risikofreien Zinssatzes, blieb der Abzinsungsfaktor im Vergleich zum 31. Dezember 2019 nahezu unverändert. Die erwarteten Free Cashflows ergaben sich aus der überarbeiteten 3-Jahres-Planungsrechnung, der Fremdkapitalkostensatz wurde auf aktuelle Markteinschätzungen geprüft und die nachhaltige Wachstumsrate wurde weiterhin mit 1 % berücksichtigt. Insbesondere wurden verschiedene Szenarien auf der Grundlage verschiedener Annahmen zur Entwicklung der EBIT-Rendite in der ewigen Rente und des Fremdkapitalkostensatzes geprüft, wobei der Fremdkapitalkostensatz aufgrund aktueller Erkenntnisse aus der Peer Group abgeleitet wurde. Die Methodik der Impairment-Berechnung basiert auf der gleichen Weise wie die jährlich durchgeführten Wertminderungstests. Details hierzu sind im Geschäftsbericht 2019 dargestellt.

Die durchgeführten Impairment-Tests zum 30. Juni 2020 bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- oder Firmenwerte und es ergab sich kein Impairment-Bedarf für die Geschäfts- und Firmenwerte der jeweiligen CGUS.

Zur Überprüfung der Risikobehaftung der Zahlungsströme wurde eine Szenario-Analyse des erzielbaren Betrags der CGU Automotive und CGU Commercial Vehicles durchgeführt. Die Szenario-Analyse basiert auf einer Variation des Abzinsungsfaktor zwischen 5,61 % und 6,66 %. Bei der CGU Automotive zeigt sich, dass sich ein Wertminderungsbedarf bei der Anwendung eines Abzinsungsfaktors von größer als 6,66 % ergibt.

Es zeigt sich, dass bei der CGU Commercial Vehicles unter der obigen Bandbreite des Abzinsungsfaktors kein Wertminderungsbedarf besteht.

FINANZINSTRUMENTE

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Values sowie Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Der Fair Value eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

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TEUR
BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IFRS 9 BUCHWERT 30.06.2020 FAIR VALUE 30.06.2020 BUCHWERT 31.12.2019 FAIR VALUE 31.12.2019
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen FAAC 86.135 86.135 142.651 142.651
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 196.639 196.639 206.821 206.821
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen FAAC 9.671 9.671 12.097 12.097
Beteiligungen FVOCl 50 50 50 50
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FVtPL 0 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 0 0 1.211 1.211
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 168.257 168.257 310.399 310.412
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 478.549 478.549 427.711 433.612
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 597 597 3.386 3.386
Leasingverbindlichkeiten n.a. 74.922 74.922 81.136 81.136
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLtPL 0 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.424 1.424 377 377
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9:
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten FAAC 292.445 292.445 361.569 361.569
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert FVOCl 50 50 50 50
Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert FVtPL 0 0 0 0
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 647.403 647.403 741.496 747.410
Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert FLtPL 0 0 0 0

In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 30. Juni 2020 dargestellt:

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TEUR
SUMME STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
--- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 0 0 0 0
Zinsswaps 0 0 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 1.181 0 1.181 0
Zinsswaps 243 0 243 0
Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird
Verzinsliche Darlehen
Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen 1.810 0 1.810 0
Kurz- und langfristige Finanzschulden 478.549 0 478.549 0

In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2019 dargestellt:

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TEUR
SUMME STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
--- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 1.211 0 1.211 0
Zinsswaps 0 0 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 0 0 0 0
Zinsswaps 377 0 377 0
Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird
Verzinsliche Darlehen
Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen 2.278 0 2.278 0
Kurz- und langfristige Finanzschulden 433.612 0 433.612 0

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2. In Stufe 3 der Bemessungshierarchie haben keine Zuordnungen stattgefunden.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATION

Die Segmentinformationen werden für die Segmente Automotive und Commercial Vehicles dargestellt.

Die zentralen Posten und die Eliminierungen konzerninterner Transaktionen werden in den Spalten "Central Services" und "Eliminierungen" ausgewiesen. Die entsprechenden Erläuterungen zu den Tätigkeitsfeldern sind auch im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ausgewiesen.

BERICHTSSEGMENTE

01-06 2020

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TEUR
COMMERCIAL VEHICLES AUTOMOTIVE CENTRAL SERVICES ELIMINIERUNGEN GRAMMER KONZERN
--- --- --- --- --- ---
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 243.644 492.194 0 0 735.838
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 12.944 6.885 0 -19.829 0
Umsatzerlöse 256.588 499.079 0 -19.829 735.838
Segmentergebnis (EBIT) 12.844 -62.940 -2.963 33 -53.026

01-06 2019

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TEUR
COMMERCIAL VEHICLES AUTOMOTIVE CENTRAL SERVICES ELIMINIERUNGEN GRAMMER KONZERN
--- --- --- --- --- ---
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 313.995 737.483 0 0 1.051.478
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 18.253 7.549 0 -25.802 0
Umsatzerlöse 332.248 745.032 0 -25.802 1.051.478
Segmentergebnis (EBIT) 32.462 28.437 -10.758 20 50.161

INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAFISCHE GEBIETE

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu den Erlösen von externen Kunden der geografischen Gebiete des Konzerns:

01-06 2020

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TEUR
NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN EMEA AMERICAS APAC KONZERN
--- --- --- --- ---
Umsätze Automotive 244.968 157.952 96.159 499.079
Umsätze Commercial Vehicles 181.197 31.277 44.114 256.588
Eliminierungen -14.930 -4.374 -525 -19.829
Umsatzerlöse 411.235 184.855 139.748 735.838

01-06 2019

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TEUR
NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN EMEA AMERICAS APAC KONZERN
--- --- --- --- ---
Umsätze Automotive 373.396 265.086 106.550 745.032
Umsätze Commercial Vehicles 242.668 44.254 45.326 332.248
Eliminierungen -20.832 -4.773 -197 -25.802
Umsatzerlöse 595.232 304.567 151.679 1.051.478

In der Region EMEA (Europe, Middle-East, Africa) sind alle europäischen Gesellschaften zusammengefasst bis hin zu den Gesellschaften in der Türkei und Südafrika. Die Region Americas beinhaltet alle Gesellschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika und in der Region APAC (Asia Pacific) sind alle chinesischen Gesellschaften und Japan vereint.

ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

In der nachfolgenden Tabelle werden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zum 30. Juni 2020 und 30. Juni 2019 dargestellt:

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TEUR
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN VERKÄUFE AN NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN KÄUFE VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN FORDERUNGEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
--- --- --- --- --- ---
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC 2020 2.340 0 9.324 0
2019 4.847 0 3.399 0
Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. 2020 358 119 435 28
2019 200 1 6 1
Jiye Auto Parts GmbH 2020 0 0 0 0
2019 2.387 0 2.508 0
Jifeng Automotive Interior GmbH 2020 0 0 0 0
2019 1 0 0 0
Jifeng Automotive Interior CZ s.r.o. 2020 2 -16 18 0
2019 0 21 0 8
Ningbo Jifeng Technology Co., Ltd. 2020 0 1.077 0 324
2019 0 890 0 329
ALLYGRAM Systems and Technologies Private Limited 2020 0 1.260 0 243
2019 0 0 0 0

Die Gesellschaften Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Jifeng Automotive Interior cz s.r.o., Ningbo Jifeng Technology Co., Ltd. und Jifeng Automotive Interior GmbH werden wie das direkte Mutterunternehmen der GRAMMER AG (Jiye Auto Parts GmbH) letztlich mittelbar von der Familie Wang beherrscht. Mit diesen Unternehmen hat GRAMMER direkte Beziehungen über Warenlieferungen und Dienstleistungen.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Zum 30. Juni 2020 bestehen Bürgschaften in Höhe von 2.683 TEUR. Diese wurden vor allem als Erfüllungsbürgschaft für Vertragsverletzungen gewährt.

D | DIE WICHTIGSTEN

KENNZAHLEN NACH IFRS

GRAMMER KONZERN -QUARTALSÜBERSICHT

DIE WICHTIGSTEN KENNZAHLEN NACH IFRS

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IN MIO. EUR Q2 2020 Q2 2019 01-06 2020 01-06 2019 01-12 2019
Konzernumsatz 280,9 517,4 735,8 1.051,5 2.038,5
Umsatz Automotive 174,9 366,7 499,1 745,0 1.479,8
Umsatz Commercial Vehicles 114,2 163,7 256,6 332,2 607,4
Gewinn- und Verlustrechnung
EBITDA -29,9 47,1 -10,4 91,3 159,8
EBITDA-Rendite (in %) -10,6 9,1 -1,4 8,7 7,8
EBIT -50,9 26,2 -53,0 50,2 74,5
EBIT-Rendite (in %) -18,1 5,1 -7,2 4,8 3,7
Operatives EBIT -46,1 27,1 -45,7 50,1 77,0
Operative EBIT-Rendite (in %) -16,4 5,2 -6,2 4,8 3,8
Ergebnis vor Steuern -54,8 22,8 -68,9 39,6 63,6
Ergebnis nach Steuern -49,4 16,0 -59,2 27,6 43,5
Bilanz
Bilanzsumme 1.371,5 1.468,7 1.371,5 1.468,7 1.474,4
Eigenkapital 292,5 331,7 292,5 331,7 342,2
Eigenkapitalquote (in %) 21,3 22,6 21,3 22,6 23,2
Nettofinanzverbindlichkeiten 392,5 252,6 392,5 252,6 285,0
Gearing (in %) 134,2 76,2 134,2 76,2 83,2
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) 12,3 23,6 31,8 56,0 132,8
Abschreibungen 21,0 20,9 42,6 41,1 85,3
Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) 14.465 14.995 14.910

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Aktienkennzahlen 30.06.2020 30.06.2019 31.12.2019
Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) 18,20 32,55 31,95
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 229,4 410,4 402,8
Ergebnis je Aktie (unverwässertes/verwässertes, in EUR) -4,83 2,25 3,56

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HERAUSGEBER

GRAMMER AG

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ERSCHEINUNGSDATUM

13. August 2020

SATZ UND LAYOUT

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Der Halbjahresbericht des GRAMMER Konzerns liegt in deutscher und englischer Sprache vor.

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