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GRAMMER AG — Interim / Quarterly Report 2020
Oct 29, 2020
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 26976282

GRAMMER Aktiengesellschaft
Ursensollen
GRAMMER AG - Quartalsmitteilung Januar bis September 2020
UNTERNEHMENSPROFIL
Die GRAMMER AG mit Sitz in Ursensollen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Lösungen für die Automobil-Industrie an namhafte Pkw-Hersteller und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Commercial Vehicles umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen, Stapler) sowie Bahn- und Bussitze.
Mit rund 14.500 Mitarbeitern ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit tätig. Die GRAMMER Aktie ist im Prime Standard notiert und wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt.
ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHÄFTSENTWICKLUNG
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| ― | Maßgebliche Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung aufgrund der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 gefolgt von einer signifikanten Verbesserung im dritten Quartal |
| ― | Konzernumsatz im dritten Quartal 2020 belief sich auf 461,7 Mio. EUR (Q3 2019: 498,1 Mio. EUR ) und lag damit 7,3 % unter dem Vorjahreswert, während der Umsatz im ersten Halbjahr 30,0 % unter dem Vorjahreszeitraum lag |
| ― | Region APAC nach ersten Erholungsanzeichen im März und starkem zweiten Quartal mit Umsatzwachstum von 10,7 % im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr |
| ― | Operatives EBIT belief sich im dritten Quartal 2020 auf 22,4 Mio. EUR (Q3 2019: 9,1 Mio. EUR ) mit einer operativen EBIT-Rendite von 4,9 % (Q3 2019: 1,8 %). In den ersten drei Quartalen lag das operative EBIT bei -23,3 Mio. EUR (01-09 2019: 59,2 Mio. EUR ) und wurde neben negativen Wechselkurseffekten um direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen sowie Rückstellungen für geplante Restrukturierungen bereinigt |
| ― | Konzern-EBIT von Januar bis September 2020 belief sich auf -47,2 Mio. EUR (01-09 2019: 61,9 Mio. EUR). Insbesondere die Rückstellungen für geplante Restrukturierungsmaßnahmen und Einzelsachverhalte belasten das Ergebnis in den ersten drei Quartalen zusätzlich zu den weltweiten COVID-19-bedingten Umsatzrückgängen |
| ― | Die Restrukturierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika sowie einen Abbau von rund 300 Stellen im indirekten Bereich, der überwiegend in Deutschland und möglichst sozialverträglich bis Mitte 2021 umgesetzt werden soll |
| ― | Die bereits ergriffenen Maßnahmen und der hohe Fokus auf Kapital- und Kostenmanagement zahlen sich aus und führen zu einer sehr positiven operativen Ergebnisentwicklung im dritten Quartal |
| ― | GRAMMER AG beschließt Kapitalerhöhung über 40 Mio. EUR aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrecht der Aktionäre |
| ― | Insbesondere aufgrund der sich aktuell wieder verstärkenden COVID-19-Pandemie ist eine konkrete Prognose für den Geschäftsverlauf im vierten Quartal nicht möglich |
A | QUARTALSMITTEILUNG JANUAR BIS SEPTEMBER 2020
1. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
WELWIRTSCHAFT UND COVID-19-AUSWIRKUNGE
Nach dem starken Einbruch im ersten Halbjahr, der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst wurde, wird die Weltwirtschaft laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2020 schrumpfen - auch wenn die Wirtschaftsleistung nach der Wiedereröffnung der Unternehmen sowie der teilweisen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen schneller als erwartet gestiegen ist. Die Erholung der Wirtschaft gestaltet sich in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich. So wird ihr Fortschritt maßgeblich vom jeweiligen Ausmaß der Betroffenheit durch die Pandemie und dem Umfang von staatlichen Hilfen bestimmt. Die großen Volkswirtschaften haben den bisherigen Verlauf der COVID-19-Krise besser als zunächst angenommen überwunden. Ursächlich hierfür waren zur Verfügung gestellte Konjunkturhilfen sowie geldpolitische Unterstützungsmaßnahmen. Daher richtete die COVID-19-Pandemie bislang einen geringeren wirtschaftlichen Schaden an als erwartet. Laut IWF wird ein dramatischer weltweiter Konjunktureinbruch zunächst ausbleiben. In der Prognose vom Oktober heißt es, dass im Jahr 2020 mit einem Einbruch der globalen Wirtschaft von etwa -4,4 % zu rechnen ist. Damit korrigierte der IWF seine Prognose aus dem Juni um 0,8 %-Punkte nach oben, wobei sich das Erholungstempo in letzter Zeit leicht verlangsamt hat. Darüber hinaus haben die in einigen Ländern erneut eingeführten Beschränkungen zur Bekämpfung des Wiederauftretens des Coronavirus das Wachstum im dritten Quartal gedämpft.
Nachdem China weltweit als erste große Volkswirtschaft stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen war, setzte die Erholung dort bereits Ende des ersten Quartals ein. Der IWF geht davon aus, dass China die einzige große Volkswirtschaft mit einem Wachstum im Jahr 2020 sein wird. Er rechnet hier mit einem Plus von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Prognose signalisiert eine schrittweise Erholung der chinesischen Volkswirtschaft in der Zeit nach der Pandemie.
Im Euroraum entwickelte sich das BIP im zweiten Quartal infolge verschiedener regionaler Lockdowns negativ, bevor sich im dritten Quartal erste Anzeichen einer Erholung zeigten. Dennoch blieb die gesamtwirtschaftliche Leistung unter dem Vorkrisenniveau. Für das Jahr 2020 wird mit einem Wirtschaftseinbruch von -8,3 % gerechnet. Die deutsche Wirtschaft konnte eine Trendwende hingegen bereits im Sommer erreichen. Für das Gesamtjahr 2020 wird hier mit einem einstelligen prozentualen Rückgang in Höhe von -6,0 % gerechnet.
Nachdem die US-amerikanische Wirtschaftsleistung fast zeitgleich mit Europa durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgebremst wurde, wird auch die weltgrößte Volkswirtschaft der USA voraussichtlich deutlich schrumpfen. Laut Annahme des IWF wird das BIP hier im Jahr 2020 um -4,3 % zurückgehen. Dies stellt jedoch im Vergleich zur IWF-Prognose vom Juni eine Verbesserung von 3,7 %-Punkten dar.
Weitere große Volkswirtschaften wie Russland, Brasilien, Indien und Japan sind im Jahr 2020 ebenfalls in erheblichem Ausmaß von der COVID-19-Pandemie betroffen.
Die mit der Pandemie verbundene Unsicherheit ist weiterhin hoch und das Ausmaß der konjunkturellen Erholung sowohl im Vergleich der Länder als auch in dem der Unternehmenssektoren sehr unterschiedlich. Die Möglichkeit eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Wahrscheinlichkeit neuer Ausbrüche des Coronavirus, die Einhaltung von Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit, das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen sowie das Ausmaß, in dem die staatliche Unterstützung aufrechterhalten wird.
RAHMENBEDINGUNGEN AUTOMOBILBRANCHE
Die COVID-19-Pandemie hat die Automobilwirtschaft und die Zulieferer sehr stark getroffen. Dies führte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 weltweit zu massiven Absatzrückgängen. Die mit der Pandemie verbundenen Unsicherheiten und Einschränkungen ließen die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 rückläufige Nachfrage enorm sinken. Entsprechend drosselten die Hersteller und Zulieferer die Produktion, was wiederum in der Einführung von Kurzarbeit sowie weiterer Kostensenkungsmaßnahmen resultierte. Laut IHS wurden in den ersten neun Monaten weltweit 23,7 % weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum produziert. Im Berichtszeitraum haben sich alle Regionen, in denen GRAMMER tätig ist, rückläufig entwickelt. Überdurchschnittliche Einbußen verzeichneten dabei die Gesamtmärkte Americas (-29,0 %) und EMEA (-29,4 %).
Die Region APAC verzeichnete gemäß IHS im Berichtszeitraum einen Produktionsrückgang von 18,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nach dem Tiefpunkt im ersten Quartal erholte sich die Nachfrage in der Region APAC schrittweise, so dass ein Aufwärtstrend deutlich zu erkennen war. Das dritte Quartal schloss entsprechend nur noch mit einem leichten Minus von 3,3 %. Der größte Treiber für diese Erholung war die positive Entwicklung auf dem chinesischen Markt. Die Produktionszahlen entwickelten sich hier seit Mai positiv und überstiegen sogar das Vorjahresniveau. Im dritten Quartal verzeichnete China ein Plus von 8,9 % gegenüber dem Vorjahr.
In der Region EMEA kam es in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ebenfalls zu einem Rückgang der Produktionszahlen in Höhe von -29,4 %. Insbesondere die in den Monaten März bis Mai umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, wie der Shutdown im April und Mai, führten zu deutlichen Rückgängen. Nach den ersten Anzeichen der Erholung im Juni wies das dritte Quartal ein Minus von 10,3 % aus.
Nachdem die Region Americas die schwächsten Monate des Geschäftsjahres 2020 von März bis Juni verzeichnete, fand danach eine Erholung statt. So schloss das dritte Quartal mit einem Rückgang von -3,8 % und befand sich damit nur noch leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Trotz der im unterjährigen Quartalsvergleich besseren Performance des dritten Quartals lag die Anzahl der produzierten Fahrzeuge von Januar bis September immer noch 29,0 % unter der des Vorjahreszeitraums.
RAHMENBEDINGEN COMMERCIAL VEHICLE (LKW UND BUS)
Bereits vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie befand sich die Nutzfahrzeugbranche im Bereich der schweren Lkw in einer zyklischen Abschwungphase. Diese negative Entwicklung wurde in den ersten drei Quartalen durch die COVID-19-Krise deutlich verschärft, wobei die Regionen in unterschiedlich starker Ausprägung von den Rückgängen betroffen waren.
Derzeit beginnen sich die Produktionszahlen auf den internationalen Lkw-Märkten moderat zu verbessern. Insbesondere in der Region APAC ist eine positive Entwicklung deutlich erkennbar. Laut LMC wurden hier von Januar bis September 2020 1,4 % weniger Nutzfahrzeuge produziert als im Vorjahreszeitraum, während das dritte Quartal einen Anstieg von 25,2 % im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge verzeichnete. Nachdem China als erstes Land in der Region APAC von der Ausbreitung des Coronavirus stark betroffen war, setzte die Erholung dort bereits ab dem zweiten Quartal ein. Im dritten Quartal stieg die Produktion deutlich um 49,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies ist neben der landesweiten Einführung der neuen Abgasnorm "China vi" zum 1. Juli 2020 und den damit zusammenhängenden vorgezogenen Käufen auch auf ein staatliches Flottenerneuerungsprogramm zurückzuführen, das bis zum Jahresende 2020 in Kraft bleiben soll.
In der Region EMEA verzeichnete der Markt für schwere Lkw im dritten Quartal einen Rückgang von 24,9 %. In den Monaten von Januar bis September wurden 28,7 % weniger Neufahrzeuge als im Vorjahreszeitraum produziert.
Verstärkt durch die drastische Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation verlor die Region Americas gemessen am Vorjahresniveau in den ersten neun Monaten 2020 38,1 % des Produktionsvolumens. Von Juli bis September wurde gegenüber dem Vorjahresquartal ein Rückgang von 32,2 % verzeichnet. In Brasilien war die Nachfrage nach schweren Lkw ebenfalls zunehmend von der tiefen Wirtschaftskrise beeinträchtigt und ging in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahresniveau um 35,3 % zurück.
Auch die Busmärkte entwickelten sich infolge der COVID-19-Pandemie weltweit sehr schwach. Insbesondere in der Region EMEA sowie in Brasilien ist die Nachfrage nach letzten Schätzungen im dritten Quartal deutlich gesunken.
2. KENNZAHLEN DES GRAMMER KONZERNS
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| IN MIO. EUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 |
|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.197,5 | 1.549,6 |
| Umsatz Automotive | 844,0 | 1.112,3 |
| Umsatz Commercial Vehicles | 391,4 | 474,6 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| EBITDA | 17,2 | 124,6 |
| EBITDA-Rendite (in %) | 1,4 | 8,0 |
| EBIT | -47,2 | 61,9 |
| EBIT-Rendite (in %) | -3,9 | 4,0 |
| Operatives EBIT | -23,3 | 59,2 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | -1,9 | 3,8 |
| Ergebnis vor Steuern | -68,3 | 40,8 |
| Ergebnis nach Steuern | -58,5 | 28,4 |
| Bilanz | ||
| Bilanzsumme | 1.404,2 | 1.449,9 |
| Eigenkapital | 275,0 | 327,0 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 19,6 | 22,6 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 383,9 | 339,9 |
| Gearing (in %) | 139,6 | 103,9 |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 48,8 | 89,3 |
| Abschreibungen | 64,4 | 62,7 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 14.264 | 14.942 |
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| Aktienkennzahlen | 30.09.2020 | 30.09.2019 |
|---|---|---|
| Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) | 16,35 | 32,50 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) | 206,1 | 409,7 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert, in EUR) | -4,77 | 2,31 |
3. GESCHÄFTSENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2020
Infolge der weltweiten Absatzrückgänge aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten geringen Kundennachfragen und Werksschließungen in nahezu allen für GRAMMER wichtigen Absatzregionen lag der Umsatz der GRAMMER Gruppe in den ersten drei Quartalen 2020 bei 1.197,5 Mio. EUR (01-09 2019: 1.549,6 Mio. EUR) und damit 22,7 % unter dem Vorjahreswert. Der durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausgelöste Nachfrageeinbruch traf dabei auf bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 schwächere Absatzmärkte. Die staatlich angeordneten Werksschließungen begannen in China Ende Januar und führten damit zu Umsatzverlusten in den ersten drei Monaten des Jahres. Während die Werke in China ab März sukzessive wieder anliefen, folgten Pandemie- und nachfragegetriebene Schließungen an den europäischen und amerikanischen Standorten. Hier zeigten sich in den ersten drei Quartalen die prozentual stärksten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Absatz der GRAMMER Gruppe.
Dagegen zeigte sich im dritten Quartal 2020 eine erfreuliche Erholung der Kundennachfragen. Im dritten Quartal 2020 betrug der Umsatz 461,7 Mio. EUR und lag damit 7,3 % hinter dem Vorjahreszeitraum (Q3 2019: 498,1 Mio. EUR). Der Rückgang fiel mit -45,7 % dementsprechend wesentlich geringer aus als im zweiten Quartal 2020.
Der COVID-19-bedingte weltweite Umsatzrückgang sowie die negativen Einzelsachverhalte in Höhe von 24,2 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 hatten einen signifikanten Einfluss auf das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit). Im dritten Quartal 2020 wurden zudem Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 12,2 Mio. EUR gebildet. Das EBIT belief sich demnach zum 30. September 2020 auf -47,2 Mio. EUR (01-09 2019: 61,9 Mio. EUR ). Im dritten Quartal betrug das EBIT der GRAMMER Gruppe 5,8 Mio. EUR (Q3 2019: 11,7 Mio. EUR). Dementsprechend fiel die ebit-Rendite in den ersten neun Monaten auf -3,9 % (01-09 2019: 4,0 %).
Infolge der Umsatzerholung und der erfolgreichen kurzfristigen operativen Gegenmaßnahmen lag das operative EBIT im dritten Quartal mit 22,4 Mio. EUR (Q3 2019: 9,1 Mio. EUR) deutlich über dem Vorjahresniveau. Die operative ebit-Rendite lag im dritten Quartal bei 4,9 % (Q3 2019: 1,8 %). Das operative EBIT betrug von Januar bis September 2020 -23,3 Mio. EUR (01-09 2019: 59,2 Mio. EUR) mit einer operativen ebit-Rendite von -1,9 % (01-09 2019: 3,8 %). Neben den negativen Wechselkurseffekten (7,1 Mio. EUR) wurde das operative Ergebnis um direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (4,3 Mio. EUR) sowie um Aufwendungen für Abfindungen im Zuge von Restrukturierungen (12,5 Mio. EUR) bereinigt.
Das Ergebnis spiegelt die umfangreichen Maßnahmen wider, mit denen GRAMMER auf die durch COVID-19 ausgelöste weltweite Krise reagiert hat. Neben den Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeiter an allen Standorten wie dem erhöhten Einsatz von mobilem Arbeiten, angepassten Schichtplänen sowie der Ausnutzung von Arbeitszeitmodellen und dem verstärkten Urlaubsabbau wurden befristete Arbeitskräfte und Leihpersonal abgebaut sowie Kurzarbeit eingeführt. Auch die Anzahl der Beschäftigten wurde im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um rund 930 Stellen von 14.813 auf 13.887 im dritten Quartal 2020 angepasst, was einer Reduzierung von 6,3 % entspricht. Zudem verzichteten das obere Management auf die variablen Gehaltsbestandteile aus dem Jahr 2019 und der Vorstand der GRAMMER AG auf alle Bonuszahlungen für die Jahre 2019 und 2020. Zusätzlich wurden die variablen Ausgaben signifikant reduziert und Investitionen auf das Wesentliche gekürzt.
Diese temporären Maßnahmen setzen dabei auf das bereits im vierten Quartal 2019 initiierte Effizienzsicherungsprogramm zur Optimierung der operativen Prozesse und Kostenstrukturen auf, das in allen Bereichen fortgeführt, intensiviert und beschleunigt wurde. In diesem Zusammenhang wurden im dritten Quartal 2020 diverse Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen, die unter anderem eine Konsolidierung von Standorten in Europa und Nordamerika sowie einen Abbau von rund 300 Stellen im indirekten Bereich in Deutschland bis Mitte 2021 beinhalten. Weitere Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der Evaluierungsphase.
Zur Sicherung und optimalen Nutzung der Liquidität setzte GRAMMER auf eine globale Steuerung der Cashflows innerhalb des Konzerns, beschloss eine Dividende von 0 EUR, erhielt ein Hybriddarlehen und erweiterte den im ersten Quartal abgeschlossenen Konsortialkredit um eine Tranche C in Höhe von 235 Mio. EUR. Neben den Kernbanken von GRAMMER beteiligte sich auch die KfW als direkter Kreditgeber im Rahmen des Sonderprogramms "Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung".
4.ERTRAGSLAGE
KONZERNUMSATZ
Der Umsatz der GRAMMER Gruppe lag in den ersten drei Quartalen 2020 bei 1.197,5 Mio. EUR (01-09 2019: 1.549,6 Mio. EUR) und damit 22,7 % unter dem Vorjahreswert. Dabei trafen die globalen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 schwächere Absatzmärkte. Die Markterholung im dritten Quartal gegenüber dem Einbruch im ersten Halbjahr spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung von GRAMMER wider: Der Umsatz im dritten Quartal 2020 belief sich auf 461,7 Mio. EUR (Q3 2019: 498,1 Mio. EUR) und lag damit nur noch 7,3 % unter dem Vorjahreswert, während im ersten Halbjahr 2020 der Umsatz noch um 30,0 % zurückging.
UMSATZRÜCKGÄNGE IN BEIDEN SEGMENTEN
Der COVID-19-bedingte Nachfragerückgang, der sich insbesondere im zweiten Quartal 2020 in beiden Segmenten deutlich ausgewirkt hat, verzeichnete im dritten Quartal 2020 gleichermaßen eine deutliche Stabilisierung.
Während das Segment Automotive in den ersten drei Quartalen 2020 insgesamt um 24,1 % auf 844,0 Mio. EUR (01-09 2019: 1.112,3 Mio. EUR) sank, so verzeichnete das dritte Quartal 2020 nur noch einen Rückgang von 6,1 % (344,9 Mio. EUR Umsatz in Q3 2020 vs. Q3 2019: 367,3 Mio. EUR).
Das Segment Commercial Vehicles verzeichnete in den Monaten Januar bis September 2020 einen Rückgang der Umsätze um 17,5 % auf 391,4 Mio. EUR (01-09 2019: 474,6 Mio. EUR). Die noch vergleichsweise hohe Nachfrage im ersten Quartal 2020 - sowohl im OEM-Geschäft als auch im Nachrüstgeschäft - konnte die geringeren Kundenabrufe aufgrund der weltweiten Werksschließungen im zweiten Quartal nur teilweise kompensieren. Im dritten Quartal belief sich der Umsatz im Segment Commercial Vehicles jedoch bereits auf 134,8 Mio. EUR (Q3 2019: 142,4 Mio. EUR) und musste somit einen Rückgang von nur 5,3 % im Vergleich zum dritten Quartal 2019 verzeichnen.
UMSATZ NACH REGIONEN
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| IN MIO. EUR | GRAMMER GRUPPE | SEGMENT AUTOMOTIVE | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EMEA | 640,6 | 863,8 | -25,8% | 390,9 | 548,8 | -28,8% |
| Americas | 332,3 | 457,4 | -27,3% | 292,2 | 399,4 | -26,8% |
| APAC | 224,6 | 228,4 | -1,6% | 160,9 | 164,1 | -2,0% |
| Umsatzerlöse | 1.197,5 | 1.549,6 | -22,7% | 844,0 | 1.112,3 | -24,1% |
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| IN MIO. EUR | SEGMENT COMMERCIAL VEHICLE | ||
|---|---|---|---|
| 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG | |
| --- | --- | --- | --- |
| EMEA | 273,6 | 345,1 | -20,8% |
| Americas | 48,7 | 64,9 | -24,9% |
| APAC | 69,1 | 64,6 | 7,0% |
| Umsatzerlöse | 391,4 | 474,6 | -17,5% |
ALLE REGIONEN VON DEN AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE BETROFFEN: APAC JEDOCH MIT DER ERTSTEN ERHOLUNGSZEICHEN IM MÄRZ UND STARKEM ZWEITEM QUARTAL
Bereits zu Jahresbeginn wurden in China drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus ergriffen. Dazu gehörten neben großräumigen Ausgangssperren die Einstellung aller Produktionstätigkeiten. Folglich sanken die Umsätze in der Region APAC (Asia Pacific) im ersten Quartal 2020 um 25,8 % auf 53,6 Mio. EUR. Ab März lief die Produktion in China jedoch sukzessive hoch und erreichte im April bereits wieder das Niveau vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Im zweiten Quartal 2020 lag der Umsatz in der Region APAC mit 86,1 Mio. EUR über dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Damit erwirtschaftete GRAMMER in dieser Region den höchsten Umsatz, der dort bisher in einem zweiten Quartal erzielt wurde. Auch im dritten Quartal 2020 zeigte sich, dass sich die Nachfrage in dieser Region mit einem Umsatz von 84,9 Mio. EUR weiterhin auf hohem Niveau befindet. Insgesamt betrug der Umsatz in der Region China in den ersten drei Quartalen 224,6 Mio. EUR und lag damit 1,6 % unter dem Vorjahreszeitraum (01-09 2019: 228,4 Mio. EUR).
Mitte März führten die steigenden Infektionszahlen auch in Europa und den USA zur teilweisen oder vollständigen Schließung von Produktionsstätten. Entsprechend verzeichnete die Region EMEA (Europe, Middle East and Africa) mit 223,2 Mio. EUR (-25,8 %) absolut gesehen den größten Umsatzrückgang in der GRAMMER Gruppe von Januar bis September 2020, während AMERICAS (Nord-, Mittel- und Südamerika) mit -27,3 % (125,1 Mio. EUR) relativ gesehen den größten Einbruch erlitt.
GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG - KURZ
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| IN TEUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.197.480 | 1.549.558 | -22,7 % |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.114.275 | -1.367.587 | -18,5 % |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 83.205 | 181.971 | -54,3 % |
| Vertriebskosten | -25.283 | -31.303 | -19,2 % |
| Verwaltungskosten | -112.933 | -101.789 | -10,9 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.793 | 13.014 | -40,1 % |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -47.218 | 61.893 | -176,3 % |
| Finanzergebnis | -21.080 | -21.083 | -0,01 % |
| Ergebnis vor Steuern | -68.298 | 40.810 | -267,4 % |
| Ertragsteuern | 9.834 | -12.447 | -179,0 % |
| Ergebnis nach Steuern | -58.464 | 28.363 | -306,1 % |
KONZERNERGEBNIS
Die Ergebnisentwicklung der GRAMMER Gruppe in den ersten neun Monaten war von den Volumenrückgängen und Einzelsachverhalten im ersten Halbjahr sowie den Restrukturierungsaufwendungen im dritten Quartal stark negativ geprägt. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit) belief sich von Januar bis September 2020 auf -47,2 Mio. EUR (01-09 2019: 61,9 Mio. EUR).
Die Einzelsachverhalte in Höhe von 24,2 Mio. EUR aus dem ersten Halbjahr setzten sich aus Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen (10,7 Mio. EUR), Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche aus Produkthaftungs- und Garantiefällen (6,4 Mio. EUR), Abwertung von Projektbeständen (2,0 Mio. EUR) und die einhergehende Bildung von Drohverlustrückstellungen (2,7 Mio. EUR), Wertberichtigungen von Forderungen und Bildung zusätzlicher Rückstellungen (1,3 Mio. EUR) sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Rahmen des Umzugs einer chinesischen Tochtergesellschaft (1,1 Mio. EUR) zusammen.
Die Umsatzerholung im dritten Quartal sowie die erfolgreiche Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen führten zu einer erfreulichen Entwicklung des Ergebnisses, jedoch belasteten die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen das EBIT mit 12,2 Mio. EUR.
Das EBIT im dritten Quartal belief sich somit auf 5,8 Mio. EUR (Q3 2019: 11,7 Mio. EUR), während das operative EBIT mit 22,4 Mio. EUR und 4,9 % operativer ebit-Rendite (Q3 2019: 9,1 Mio. EUR, 1,8 % operative ebit-Rendite) deutlich über dem Vorjahresniveau lag. Neben den Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen wurden hier negative Wechselkurseffekte in Höhe von 3,1 Mio. EUR sowie direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (1,3 Mio. EUR) bereinigt.
Im Zeitraum Januar bis September betrug das operative EBIT -23,3 Mio. EUR (01-09 2019: 59,2 Mio. EUR). Die oben dargestellten Einzelsachverhalte aus dem ersten Halbjahr wurden im operativen EBIT nicht bereinigt, da sie der operativen Geschäftstätigkeit zugerechnet werden.
Bis zum 30. September erhielt die GRAMMER Gruppe weltweit 11,0 Mio. EUR Zuwendungen der öffentlichen Hand für staatliche Unterstützungen zur Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie, im Wesentlichen bestehend aus Erstattungen von Sozialversicherungen und weiteren staatlichen Unterstützungsleistungen, die personalaufwandsmindernd erfasst wurden.
Das Finanzergebnis der GRAMMER Gruppe in Höhe von -21,1 Mio. EUR (01-09 2019: -21,1 Mio. EUR) war auf Vorjahresniveau. Geringere Refinanzierungszinssätze ließen in den ersten drei Quartalen die Zinsaufwendungen aus Darlehen und Kontokorrenten aufgrund der höheren Refinanzierungsvolumen nur leicht um 0,6 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR sinken (01-09 2019: 15,8 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen Kursschwankungen des mexikanischen Pesos, der tschechischen Krone, des brasilianischen Real und des US-Dollars aus.
Aufgrund von angefallenen steuerlichen Verlusten wurde im Berichtszeitraum Januar bis September 2020 unter dem Steuerergebnis ein Steuerertrag von 9,8 Mio. EUR (01-09 2019: 12,4 Mio. EUR Steueraufwand) verbucht, soweit die steuerlichen Verluste steuermindernd in künftigen Perioden genutzt werden können. Der Jahresfehlbetrag lag in den ersten neun Monaten bei -58,5 Mio. EUR (01-09 2019: Jahresüberschuss 28,4 Mio. EUR).
HERLEITUNG OPERATIVES EBIT
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| IN MIO. EUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| EBIT | -47,2 | 61,9 | -176,3 % |
| Währungseffekte | 7,1 | -4,3 | -265,1 % |
| Change- of Control- und Rechts- und Beratungskosten | 0 | 1,6 | -100,0 % |
| Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen | 4,3 | 0 | - |
| Abfindungen im Zuge der Restrukturierung | 12,5 | 0 | - |
| Operatives EBIT | -23,3 | 59,2 | -139,4 % |
5. SEGMENT AUTOMOTIVE
KENNZAHLEN SEGMENT AUTOMOTIVE
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| IN MIO. EUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 844,0 | 1.112,3 | -24,1% |
| EBIT | -52,0 | 34,3 | -251.6% |
| EBIT-Rendite (in %) | -6,2 | 3,1 | -9,3 %-Punkte |
| Operatives EBIT | -40,5 | 31,7 | -227,8% |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | -4,8 | 2,8 | -7,6 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 22,7 | 51,0 | -55,5% |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 10.527 | 10.912 | -3,5% |
DEUTLICH RÜCKLÄUFIGE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG AUTOMOTIVE- SEGMENT
Das Segment Automotive verzeichnete von Januar bis September 2020 einen Umsatzrückgang um 24,1 % auf 844,0 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang ist wesentlich von den Folgen der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 geprägt und trifft dabei auf die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2019 rückläufigen Fahrzeugmärkte. Im dritten Quartal zeichnete sich eine deutliche Erholung mit einem Umsatz von 344,9 Mio. EUR (Q3 2019: 367,3 Mio. EUR) ab, der 6,1 % unter dem Vorjahresquartal lag. Im Segment Automotive wurden staatliche Zuschüsse zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Höhe von 8,8 Mio. EUR aufwandsmindernd erfasst.
Die in Folge der COVID-19-Pandemie eingeleiteten Maßnahmen konnten den deutlichen Umsatzrückgang lediglich abfedern. Zudem belasteten im zweiten Quartal außerordentliche Einzelsachverhalte das ebit. Diese umfassten Sonderabschreibungen auf Vorräte (8,8 Mio. EUR), Bildung von Produkthaftungs- und Gewährleistungsrückstellungen (6,1 Mio. EUR), Abschreibungen auf Projektbestände und die Bildung von Drohrückstellungen (4,7 Mio. EUR), Wertberichtigungen auf Forderungen und die Bildung sonstiger Rückstellungen (1,2 Mio. EUR). Im dritten Quartal 2020 wurden zudem Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von 5,0 Mio. EUR gebildet. Entsprechend lag das EBIT von Januar bis September bei -52,0 Mio. EUR (01-09 2019: 34,3 Mio. EUR). Das entspricht einer ebit-Rendite von -6,2 % (01-09 2019: 3,1 %).
Innerhalb des operativen EBIT wurden Währungsverluste (3,6 Mio. EUR), direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (2,6 Mio. EUR) und Aufwendungen für Abfindungen im Zuge der Restrukturierung (5,3 Mio. EUR) bereinigt. Das operative EBIT belief sich damit von Januar bis September 2020 auf -40,5 Mio. EUR (01-09 2019: 31,7 Mio. EUR) und die operative ebit-Rendite lag bei -4,8 % (01-09 2019: 2,8 %).
6. SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES
KENNZAHLEN SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES
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| IN MIO. EUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 391,4 | 474,6 | -17,5% |
| EBIT | 12,1 | 40,3 | -70,0% |
| EBIT-Rendite (in %) | 3,1 | 8,5 | -5,4 %-Punkte |
| Operatives EBIT | 20,9 | 38,9 | -46,3% |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 5,3 | 8,2 | -2,9 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 10,4 | 13,8 | -24,6% |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 3.518 | 3.815 | -7,8% |
ABSATZ IM SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES DEUTLICH UNTER VORJAHRESNIVEAU
Der Umsatz im Segment Commercial Vehicles sank in den ersten drei Quartalen um 17,5 % auf 391,4 Mio. EUR. Der deutliche Rückgang war ebenfalls im Wesentlichen durch die weltweite COVID-19-Pandemie beeinflusst. Daneben wirkte sich im Vorjahres-Vergleichszeitraum der außergewöhnlich hohe Umsatz aus, der durch eine sehr hohe Nachfrage im Segment Commercial Vehicles gekennzeichnet war. Im dritten Quartal 2020 zeichnete sich mit einem Umsatz von 134,8 Mio. EUR eine deutliche Erholung gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 ab. Der Umsatz lag nur noch -5,3 % unter dem Vorjahresquartal (Q3 2019: 142,4 Mio. EUR).
Im Segment Commercial Vehicles wurden staatliche Zuschüsse zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie in Höhe von 1,5 Mio. EUR aufwandsmindernd erfasst.
Die in Folge der COVID-19-Pandemie eingeleiteten Maßnahmen konnten den deutlichen Umsatzrückgang sowie die negativen Auswirkungen der Einzelsachverhalte in Höhe von 3,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 allerdings nicht vollständig kompensieren. Sonderabschreibungen von Vorräten (1,9 Mio. EUR), eine außerplanmäßige Abschreibung von Anlagevermögen aufgrund einer Standortverlagerung in China (1,1 Mio. EUR), die Bildung von Produkthaftungs- und Gewährleistungsrückstellungen (0,3 Mio. EUR) belasteten das Ergebnis im zweiten Quartal 2020. Im dritten Quartal 2020 wurden zudem Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 4,5 Mio. EUR gebildet. Entsprechend lag das EBIT bei 12,1 Mio. EUR (01-09 2019: 40,3 Mio. EUR). Die Ebit-Rendite erreichte 3,1 % (01-09 2019: 8,5 %).
Innerhalb des operativen EBIT wurden Währungsverluste (3,3 Mio. EUR) sowie direkt zurechenbare Kosten für Corona-Schutz- und Handlungsmaßnahmen (1,0 Mio. EUR) und Aufwendungen für Abfindungen im Zuge der Restrukturierung (4,5 Mio. EUR) bereinigt. Das operative EBIT belief sich damit von Januar bis September 2020 auf 20,9 Mio. EUR (01-09 2019: 38,9 Mio. EUR) und die operative Ebit-Rendite lag bei 5,3 % (01-09 2019: 8,2 %).
7. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
BILANZ - KURZ
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| IN TEUR | 30.09.2020 | 31.12.2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 796.398 | 825.623 | -3,5 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 607.789 | 648.826 | -6,3 % |
| Aktiva | 1.404.187 | 1.474.449 | -4,8 % |
| Eigenkapital | 275.034 | 342.242 | -19,6 % |
| Langfristige Schulden | 532.880 | 490.050 | 8,7% |
| Kurzfristige Schulden | 596.273 | 642.157 | -7,1 % |
| Passiva | 1.404.187 | 1.474.449 | -4,8 % |
BILANZ
Die Reduzierung der Bilanzsumme der GRAMMER Gruppe um 70,3 Mio. EUR bzw. 4,8 % auf 1.404,2 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Folgen der COVID-19-bedingten Maßnahmen im ersten Halbjahr 2020 zurückzuführen.
Die langfristigen Vermögenswerte fielen, insbesondere im Bereich der Sachanlagen sowie Immateriellen Vermögenswerte, aufgrund der deutlich rückläufigen Investitionen um 3,5 % auf 796,4 Mio. EUR (31.12.2019: 825,6 Mio. EUR). Die aktiven latenten Steuern stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 16,2 Mio. EUR, was vor allem auf die zusätzliche Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen ist.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sanken die Vorräte bedingt durch Abwertungen und Bestandsabbau um 34,4 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des sehr hohen Umsatzvolumens im September 2020 um 60,3 Mio. EUR. Die Position der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen hat sich von 142,7 Mio. EUR um 60,9 Mio. EUR auf 81,8 Mio. EUR vermindert. Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte um 41,0 Mio. EUR auf 607,8 Mio. EUR zurück.
Zum 30. März 2020 wurde ein Hybriddarlehen in Höhe von 19,1 Mio. EUR von der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., einer Gesellschaft des Ningbo Jifeng Konzerns (dem Mehrheitsaktionär der GRAMMER AG), gewährt. Das Hybriddarlehen wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und hat Eigenkapitalcharakter.
Das Hybriddarlehen konnte jedoch das negative Ergebnis nach Steuern aus den ersten drei Quartalen 2020 von -58,5 Mio. EUR sowie das sonstige Ergebnis von -27,9 Mio. EUR im Eigenkapital nur leicht abfedern. Das Eigenkapital sank infolgedessen um insgesamt 67,2 Mio. EUR. Das sonstige Ergebnis umfasst die negativen Währungs- und daraus resultierende Steuereffekte aus den Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe in Mexiko in Höhe von -12,2 Mio. EUR, im Wesentlichen ausgelöst durch die Abwertung des mexikanischen Pesos zum EUR und zum USD, die negativen Fremdwährungseffekte aus der Währungsrumrechnung ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von -7,4 Mio. EUR, versicherungsmathematische Verluste aus der zinsbedingten Anpassung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen unter Berücksichtigung der latenten Steuern von -6,2 Mio. EUR sowie Verluste aus der Absicherung von Cashflow Hedges von -2,1 Mio. EUR.
Die Eigenkapitalquote sank dadurch insgesamt um 3,6 Prozentpunkte gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 auf 19,6 % (31.12.2019: 23,2 %).
Im Zuge der Refinanzierung des Konsortialkreditvertrages aus dem Jahr 2013 und der Brückenfinanzierung der TMD Akquisition schloss GRAMMER AG im Februar 2020 einen neuen Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 150,0 Mio. EUR und 80,0 Mio. USD und einer Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen zu je einem Jahr ab. Die durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufene negative Entwicklung der Weltwirtschaft hat auch Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der GRAMMER Gruppe. Um die Liquidität des Konzerns nachhaltig zu sichern, wurde im August 2020 der bestehende Konsortialkreditvertrag mit einer sogenannten Tranche C ausgestattet und um 235 Mio. EUR aufgestockt. Neben den Kernbanken von GRAMMER beteiligte sich an dieser Tranche auch die KfW Bankengruppe als direkter Kreditgeber im Rahmen des KfW Corona-Sonderprogramms. Der geänderte Konsortialkreditvertrag sieht u.a. ein Kündigungsrecht für die Kreditgeber vor, falls die Gesellschaft vor dem 31. Dezember 2022 oder während der maximalen dreijährigen Laufzeit der neuen Kreditlinie eine Dividende ausschüttet, die höher ist als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestausschüttung. Vor diesem Hintergrund beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat während dieses Zeitraums im Fall des Vorliegens eines Bilanzgewinns für das jeweilige Geschäftsjahr der ordentlichen Hauptversammlung einen Gewinnverwendungsvorschlag zu unterbreiten, der im Einklang mit den Vorgaben des Konsortialkreditvertrags in Bezug auf Dividendenausschüttungen steht. Mit der damit verbundenen Änderungsvereinbarung des Konsortialkreditvertrags aus dem Februar 2020 werden die bis dato vereinbarten Financial Covenants vorübergehend ausgesetzt bzw. angepasst (allerdings nur für die Laufzeit der KfW-Corona-Hilfe).
Infolge der erfolgreichen Refinanzierungen ergab sich eine signifikante Verschiebung zwischen den langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden in der Konzernbilanz der GRAMMER AG. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich auf 265,4 Mio. EUR (31.12.2019: 220,0 Mio. EUR), während sich die kurzfristigen Finanzschulden auf 200,3 Mio. EUR verringerten (31.12.2019: 207,7 Mio. EUR). Insgesamt stiegen die Finanzschulden infolge der von der Pandemie geprägten negativen Geschäftsentwicklung um 38,0 Mio. EUR.
Die kurzfristigen Schulden fielen um 45,9 Mio. EUR auf 596,3 Mio. EUR, bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 96,1 Mio. EUR, wohingegen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aufgrund von Stundungen von Steuerzahlungen sowie der tariflich beschlossenen Verschiebung der Auszahlung des Urlaubsgeldes in Deutschland auf das Jahresende und Verbindlichkeiten aus ausstehenden an Kunden zu zahlende Gegenleistungen gestiegen sind.
8. INVESTITIONEN
INVESTITIONEN
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| IN MIO. EUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Automotive | 22,7 | 51,0 | -55,5% |
| Commercial Vehicles | 10,4 | 13,8 | -24,6% |
| Central Services | 15,7 | 24,5 | -35,9% |
| Investitionen | 48,8 | 89,3 | -45,4% |
Um die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern, wurden die Investitionen auf die wichtigsten Projekte fokussiert. Dies führte zu einer Reduzierung der Investitionen in den ersten drei Quartalen auf 48,8 Mio. EUR (01-09 2019: 89,3 Mio. EUR). Im Segment Automotive wurden insgesamt 22,7 Mio. EUR in Produktions- und Montagestandorte für Produktneuanläufe investiert. Bei den 10,4 Mio. EUR im Segment Commercial Vehicles handelt es sich hauptsächlich um Ersatzinvestitionen in Werkzeuge. Im Segment Central Services wurden vor allem Investitionen für die Fertigstellung und Innenausstattung des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen vorgenommen. Im September 2020 waren alle Gebäudeteile fertig gestellt und der Umzug der Mitarbeiter in ihre neuen Büros wurde erfolgreich abgeschlossen.
9. MITARBEITER
MITARBEITERZAHLEN
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| 01-09 2020 | 01-09 2019 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|
| Automotive | 10.527 | 10.912 | -3,5% |
| Commercial Vehicles | 3.519 | 3.815 | -7,8% |
| Central Services | 218 | 215 | 1,5% |
| Gesamt | 14.264 | 14.942 | -4,5% |
Zum 30. September 2020 waren bei GRAMMER weltweit durchschnittlich 14.264 (30.09.2019: 14.942) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einer Reduzierung von 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon waren im Segment Automotive durchschnittlich 10.527 (30.09.2019: 10.912) und im Segment Commercial Vehicles 3.519 (30.09.2019: 3.815) Beschäftigte tätig.
10. NACHTRAGSBERICHT
KAPITALERHÖHUNG VON 40 MILLIONEN EURO AUS GENEHMEGTEM KAPITAL MIT BEZUGSRECHTE DER AKTIONÄRE BESCHLOSSEN
Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung im Volumen von 40 Mio. EUR aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrecht der Aktionäre zur Stärkung des Eigenkapitals beschlossen. Der Bezugspreis beträgt 15,21 EUR je neuer Aktie. Die Bezugsfrist beginnt am 30. Oktober 2020 und endet am 12. November 2020, 24:00 Uhr. Die Hauptaktionärin von GRAMMER hat sich verpflichtet, die ihr im Rahmen der Bezugsrechtskapitalerhöhung zustehenden Bezugsrechte auszuüben und die entsprechenden neuen Aktien direkt zu zeichnen. Zudem wird die Hauptaktionärin sämtliche neuen Aktien, die nicht im Rahmen des Bezugsangebots bezogen werden, erwerben.
11. CHANCEN/RISIKEN
Die Chancen und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des GRAMMER Konzerns haben können, wurden in unserem Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 82 bis 89 ausführlich dargestellt. Die Einschätzung der Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2020 hat sich seit der Vorlage des Lageberichts 2019 insbesondere vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie wie folgt geändert.
Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betreffen inzwischen alle für GRAMMER relevanten Absatzmärkte. Von dieser Entwicklung war die gesamte Weltwirtschaft mit teilweise drastischen Rückgängen betroffen. In den Sommermonaten hatte sich das Infektionsgeschehen in Europa deutlich entspannt, während in Amerika die Infektionszahlen anstiegen und zuletzt nur moderat gefallen sind. Vor dem Hintergrund einer sich womöglich abzeichnenden zweiten Welle in Europa bestehen Risiken hinsichtlich lokaler Lockdown-Maßnahmen, welche den Beschaffungsmarkt, die Produktion und vor allem den Absatzmarkt negativ beeinträchtigen können. Die im Unternehmen getroffenen Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie haben sich als wirksam erwiesen und werden kontinuierlich fortgeführt, überprüft und bei Bedarf angepasst. Unter den beschriebenen Rahmenbedingungen, die derzeit wesentlich von der COVID-19-Pandemie bestimmt sind, besteht weiterhin eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit über die künftige geschäftliche Entwicklung der GRAMMER Gruppe. Es lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen, welchen weiteren Verlauf die COVID-19-Pandemie in den für GRAMMER wichtigen Absatz- und Beschaffungsmärkten nimmt.
Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht ist bis zum 31. Dezember 2020 verlängert worden, um die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft abzufedern. Dies könnte jedoch zur Folge haben, dass im Jahr 2021 vermehrt Lieferanteninsolvenzen auftreten.
Darüber hinaus können Risiken aus weiteren möglichen Werthaltigkeitsprüfungen des Geschäfts- oder Firmenwertes entstehen. Auch die damit verbundene Volatilität der Finanzmärkte kann derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden, so dass GRAMMER derzeit von höheren finanzwirtschaftlichen Risiken ausgeht.
Die Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen über ein EU- und UK-Handelsabkommen vor Ende der Übergangsfrist zum 31.12.2020 ist momentan nicht absehbar. Dies bringt das Risiko mit sich, dass ab dem 01.01.2021 ungünstigere Bedingungen bzgl. des Handels mit Großbritannien zur Anwendung kommen (wenngleich dies keinen signifikanten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der GRAMMER Gruppe hätte).
Darüber hinaus sind die GRAMMER AG und ihre Tochtergesellschaften wegen angeblicher Mängel ihrer Produkte, insbesondere im Segment Automotive, mit Schadensersatz- und Gewährleistungsansprüchen ihrer Kunden konfrontiert. GRAMMER bewertet derartige Ansprüche fortlaufend und befindet sich in Verhandlungen mit ihren Kunden, um Maßnahmen, wie zum Beispiel Austausch- und Nachbesserungsaktionen oder Zahlungen zu vermeiden bzw. zu minimieren. Zeitgleich werden außerdem in gerichtlichen Verfahren Ansprüche wegen angeblicher Mängel von GRAMMER Produkten geltend gemacht. GRAMMER verteidigt sich in den gerichtlichen Verfahren und unterhält für die Produkthaftung als auch mögliche Rückrufe einen Versicherungsschutz, der im Falle der Haftung eine entsprechende Deckung übernimmt. Es kann derzeit allerdings nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass diese Klagen zugunsten von GRAMMER abgewiesen werden. Soweit die Klagen zum Nachteil von GRAMMER ausgehen, können sich hieraus Schadensersatzzahlungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben, die durch den bestehenden Versicherungsschutz nicht vollständig gedeckt werden. Da die Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, ist es möglich, dass die gebildeten Rückstellungen sich teilweise als unzureichend erweisen.
Zusätzliche Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind, können die Geschäftstätigkeit von GRAMMER ebenfalls beeinträchtigen. Uns sind derzeit keine Risiken bekannt, die als bestandsgefährdend einzustufen sind.
12. AUSBLICK
Mit der Presse-Information vom 30. März 2020 wurde die im Geschäftsbericht 2019 getroffene Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt. Die darin enthaltenen Einschätzungen und Erwartungen basierten auf Marktannahmen und internen Bewertungen zu Beginn des Jahres 2020. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 ist angesichts der äußerst dynamischen Entwicklungen und den damit verbundenen Unsicherheiten im Rahmen der weltweiten COVID-19-Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen eine konkrete Prognose aktuell nicht möglich. GRAMMER erwartet, dass sowohl Umsatz, EBIT als auch das operative Ergebnis deutlich unter den Vorjahreswerten liegen werden.
13. ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGE
Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
B | FINAZINFORMATIONEN JANUAR BIS SEPTEMBER 2020
14. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. JANUAR - 30. SEPTEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.197.480 | 1.549.558 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.114.275 | -1.367.587 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 83.205 | 181.971 |
| Vertriebskosten | -25.283 | -31.303 |
| Verwaltungskosten | -112.933 | -101.789 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.793 | 13.014 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -47.218 | 61.893 |
| Finanzerträge | 1.038 | 1.108 |
| Finanzaufwendungen | -15.181 | -15.782 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -6.937 | -6.409 |
| Ergebnis vor Steuern | -68.298 | 40.810 |
| Ertragsteuern | 9.834 | -12.447 |
| Ergebnis nach Steuern | -58.464 | 28.363 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | -58.511 | 28.411 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 47 | -48 |
| Ergebnis nach Steuern | -58.464 | 28.363 |
| Ergebnis je Aktie | ||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -4,77 | 2,31 |
15. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
1. JANUAR - 30. SEPTEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -58.464 | 28.363 |
| Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -9.088 | -26.028 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 2.882 | 7.600 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -6.206 | -18.428 |
| Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -6.206 | -18.428 |
| Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -7.425 | 9.772 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | -7.425 | 9.772 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -3.747 | -182 |
| Zuzüglich/abzüglich (-) ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 886 | -109 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 795 | 34 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | -2.066 | -257 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -17.106 | 2.462 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 4.911 | -527 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | -12.195 | 1.935 |
| Summe der Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -21.686 | 11.450 |
| Sonstiges Ergebnis | -27.892 | -6.978 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -86.356 | 21.385 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | -86.395 | 21.434 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 39 | -49 |
16. KONZERNBILANZ
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 30. SEPTEMBER 2020 UND 30. DEZEMBER 2019
AKTIVA
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| TEUR | 30.09.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 437.179 | 463.305 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 188.947 | 205.604 |
| At Equity bewertete Beteiligung | 824 | 611 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 7.759 | 9.421 |
| Latente Steueransprüche | 61.075 | 44.900 |
| Sonstige Vermögenswerte | 31.366 | 31.022 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 69.248 | 70.760 |
| Langfristige Vermögenswerte | 796.398 | 825.623 |
| Vorräte | 157.453 | 191.879 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 267.145 | 206.821 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.560 | 3.935 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 8.875 | 5.455 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 81.829 | 142.651 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 28.079 | 37.314 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 62.848 | 60.771 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 607.789 | 648.826 |
| Bilanzsumme | 1.404.187 | 1.474.449 |
PASSIVA
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| TEUR | 30.09.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 32.274 | 32.274 |
| Kapitalrücklage | 129.796 | 129.796 |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 204.897 | 263.408 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -103.676 | -75.792 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 255.850 | 342.245 |
| Hybriddarlehen | 19.148 | 0 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 36 | -3 |
| Eigenkapital | 275.034 | 342.242 |
| Langfristige Finanzschulden | 265.430 | 219.976 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 736 | 1.399 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 55.152 | 64.375 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.220 | 1.220 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 165.370 | 154.176 |
| Passive latente Steuern | 43.142 | 46.298 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 1.830 | 2.606 |
| Langfristige Schulden | 532.880 | 490.050 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 200.261 | 207.735 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 212.882 | 309.000 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 17.144 | 20.524 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 108.584 | 73.003 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4.059 | 7.331 |
| Rückstellungen | 51.706 | 23.394 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 1.637 | 1.170 |
| Kurzfristige Schulden | 596.273 | 642.157 |
| Gesamtsumme Schulden | 1.129.153 | 1.132.207 |
| Bilanzsumme | 1.404.187 | 1.474.449 |
17. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
1. JANUAR - 30. SEPTEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | 01-09 2020 | 01-09 2019 |
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | -68.298 | 40.810 |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 51.870 | 49.552 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 12.565 | 13.158 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | 463 | 335 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 29.682 | 11.313 |
| Finanzergebnis | 21.080 | 21.083 |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | ||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | -50.832 | -9.420 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | 34.425 | -5.281 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | -3.226 | -6.002 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | -64.452 | -82.628 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -13.923 | -6.943 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | -50.646 | 25.978 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | ||
| Erwerb von Sachanlagen | -42.817 | -68.716 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -1.659 | -3.315 |
| Erwerb von Finanzanlagen | -12 | 0 |
| Abgänge | ||
| Abgänge von Sachanlagen | 2.232 | 1.782 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 65 | 1 |
| Abgänge von Finanzanlangen | 1.341 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 1.038 | 1.108 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -39.812 | -69.140 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenzahlungen | 0 | -9.228 |
| Zufluss aus der Aufnahme von Hybriddarlehen | 19.148 | 0 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 164.512 | 148.546 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -121.272 | -160.597 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -16.791 | -12.375 |
| Gezahlte Zinsen | -12.586 | -12.666 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 33.011 | -46.320 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 -3) | -57.447 | -89.483 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 1.887 | -9.193 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 1 23.654 | 1 93.304 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 68.094 | 94.628 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 81.829 | 94.974 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. Verb. aus Factoringverträgen) gegenüber Kreditinstituten | -13.735 | -345 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 68.094 | 94.629 |
C | DIE WICHTIGSTE KENNZAHLEN NACH IFRS
GRAMMER KONZERN - QUALITÄTSÜBERSICHT
DIE WICHTIGSTE KENNZAHLEN NACH IFRS
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| IN MIO. EUR | Q3 2020 | Q3 2019 | 01-09 2020 | 01-09 2019 | 01-12 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 461,7 | 498,1 | 1.197,5 | 1.549,6 | 2.038,5 |
| Umsatz Automotive | 344,9 | 367,3 | 844,0 | 1.112,3 | 1.479,8 |
| Umsatz Commercial Vehicles | 134,8 | 142,4 | 391,4 | 474,6 | 607,4 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| EBITDA | 27,6 | 33,3 | 17,2 | 124,6 | 159,8 |
| EBITDA-Rendite (in %) | 6,0 | 6,7 | 1,4 | 8,0 | 7,8 |
| EBIT | 5,8 | 11,7 | -47,2 | 61,9 | 74,5 |
| EBIT-Rendite (in %) | 1,3 | 2,3 | -3,9 | 4,0 | 3,7 |
| Operatives EBIT | 22,4 | 9,1 | -23,3 | 59,2 | 77,0 |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 4,9 | 1,8 | -1,9 | 3,8 | 3,8 |
| Ergebnis vor Steuern | 0,6 | 1,3 | -68,3 | 40,8 | 63,6 |
| Ergebnis nach Steuern | 0,7 | 0,8 | -58,5 | 28,4 | 43,5 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | 1.404,2 | 1.449,9 | 1.404,2 | 1.449,9 | 1.474,4 |
| Eigenkapital | 275,0 | 327,0 | 275,0 | 327,0 | 342,2 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 19,6 | 22,6 | 19,6 | 22,6 | 23,2 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 383,9 | 339,9 | 383,9 | 339,9 | 285,0 |
| Gearing (in %) | 139,6 | 103,9 | 139,6 | 103,9 | 83,2 |
| Kapitalflussrechnung | |||||
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb und Finanzanlagen) | 17,0 | 33,3 | 48,8 | 89,3 | 132,8 |
| Abschreibungen | 21,8 | 21,6 | 64,4 | 62,7 | 85,3 |
| Free Cashflow | 16,4 | -62,5 | -90,5 | -43,2 | 20,2 |
| Mitarbeiter (Anzahl, Durchschnitt) | 14.264 | 14.942 | 14.910 | ||
| Aktienkennzahlen | 30.09.2020 | 30.09.2019 | 31.12.2019 | ||
| Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) | 16,35 | 32,50 | 31,95 | ||
| Marktkapitalisierung (in MIO. EUR) | 206,1 | 409,7 | 402,8 | ||
| Ergebnis je Aktie (unverwässertes/verwässertes, in EUR) | -4,77 | 2,31 | 3,56 |
SONSTIGES
FINANZKALENDER
WICHTIGE TERMINE FÜR AKTIONÄRE UND ANALYSTEN
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| Quartalsmitteilung 3. Quartal 2020 | 29. Oktober 2020 |
| Geschäftsbericht 2020 | 31. März 2021 |
| Analysten und Bilanzpressekonferenz | 31. März 2021 |
| Quartalsmitteilung 1. Quartal 2021 | 28. April 2021 |
| Hauptversammlung 2021 | 23. Juni 2021 |
| Halbjahresbericht 2021 | 5. August 2021 |
| Quartalsmitteilung 3. Quartal 2021 | 27. Oktober 2021 |
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SATZ UND LAYOUT
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