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GRAMMER AG — Interim / Quarterly Report 2015
Nov 4, 2015
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Interim / Quarterly Report
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Grammer AG
Amberg
Quartalsbericht Januar bis September 2015
Die wichtigsten Kennzahlen nach IFRS
GRAMMER Konzern
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| in Mio. EUR | Q3 2015 | Q3 2014 | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 345,8 | 324,2 | 1.056,0 | 993,8 |
| Umsatz Automotive | 246,0 | 214,2 | 740,9 | 642,1 |
| Umsatz Seating Systems | 110,3 | 116,0 | 343,4 | 369,0 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| EBITDA | 14,8 | 21,8 | 58,9 | 69,8 |
| EBITDA-Rendite (in %) | 4,3 | 6,7 | 5,6 | 7,0 |
| EBIT | 5,1 | 12,2 | 29,7 | 43,1 |
| EBIT-Rendite (in %) | 1,5 | 3,8 | 2,8 | 4,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 4,1 | 10,8 | 25,4 | 36,8 |
| Ergebnis nach Steuern | 3,1 | 7,5 | 16,7 | 25,8 |
| Bilanz | ||||
| Bilanzsumme | 842,7 | 808,1 | 842,7 | 808,1 |
| Eigenkapital | 243,8 | 234,8 | 243,8 | 234,8 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 29 | 29 | 29 | 29 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 136,3 | 120,6 | 136,3 | 120,6 |
| Gearing (in %) | 56 | 51 | 56 | 51 |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 9,1 | 10,4 | 25,0 | 32,2 |
| Abschreibungen | 9,7 | 9,6 | 29,2 | 26,7 |
| Mitarbeiter (30. September) | 11.331 | 10.499 |
Aktienkennzahlen
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| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| Kurs (Xetra-Schlusskurs in EUR) | 20,45 | 30,66 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) | 236,1 | 354,0 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,48 | 2,37 |
Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

Umsatzentwicklung Konzern nach Quartalen (in Mio. EUR)

Unternehmensprofil
Die GRAMMER AG, Amberg, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge.
Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen an namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment Seating Systems umfasst die Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bahn- und Bussitze.
Mit über 11.300 Mitarbeitern in 30 Gesellschaften ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit tätig.
Die GRAMMER Aktie ist im SDAX vertreten und wird an den Börsen München und Frankfurt, über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.
GRAMMER Aktie
Kursentwicklung GRAMMER Aktie und SDAX Performance Index - Januar bis September 2015 (in %)

Entwicklung von DAX und SDAX in den ersten neun Monaten
In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 entwickelten sich die Aktienmärkte mit ausgeprägter Volatilität. Die europäischen wie auch die internationalen Märkte reagierten mit teils deutlichen Kursschwankungen auf die Konjunktursorgen der Schwellenländer, insbesondere in China. Die Diskussion um die Zinsanhebung in den USA sowie unternehmensbezogene Meldungen verstärkten die Marktschwankungen.
Der deutsche Aktienindex DAX fiel seit Jahresanfang 2015 von 9.806 Punkten auf 9.660 Punkte Ende September, was einem Rückgang von rund 1,5 % entspricht. Zwischenzeitlich notierte der Index jedoch deutlich über der Marke von 12.000 Punkten. Der SDAX, der Auswahlindex der kleineren und mittleren Emittenten, in welchem auch die GRAMMER Aktie vertreten ist, stieg in den ersten neun Monaten um rund 15 %. Zu Jahresbeginn notierte der SDAX Index bei 7.186 Punkten und stieg bis Ende September auf 8.310 Punkte.
GRAMMER Aktie
Die GRAMMER Aktie startete positiv in das Börsenjahr. Aber auch sie wurde von dem volatilen Marktumfeld beeinflusst. Aufgrund der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen Südamerika und Asien und des damit verbunden Nachfragerückgangs im Nutzfahrzeugsektor sowie des schwachen Agrarmarktes musste die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angepasst werden. Darüber hinaus gerieten die Aktienkurse aller Automobilwerte aufgrund der VW-Dieselabgasprobleme gegen Ende September sehr stark unter Druck und konnten sich von diesem Kursabschwung noch nicht vollständig erholen. Zum Ende des dritten Quartals schloss die Aktie bei 20,45 EUR, ein Rückgang von rund 40 % auf den Jahresanfangskurs von 33,05 EUR. Innerhalb des Berichtszeitraums hatte die GRAMMER Aktie einen Höchststand von 37,86 EUR erreicht. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag bei über 100.000 Stück auf Xetra, wobei gerade an Handelstagen mit deutlichen Kursbewegungen die GRAMMER Aktie durch besonders hohe Handelsliquidität und entsprechend hohe Tagesumsätze positiv auffiel.
Kennzahlen der GRAMMER Aktie
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| 30. September 2015 | 30. September 2014 | |
|---|---|---|
| Schlusskurs Xetra (in EUR) | 20,45 | 30,66 |
| Jahreshöchstkurs (in EUR) | 37,86 | 44,70 |
| Jahrestiefstkurs (in EUR) | 18,86 | 30,66 |
| Anzahl der Aktien | 11.544.674 | 11.544.674 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) | 236,1 | 354,0 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,48 | 2,37 |
Investor Relations
Am 20. Mal 2015 fand die ordentliche Hauptversammlung 2015 der GRAMMER AG in Amberg statt. Der Vorstand stellte den anwesenden Aktionären den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2014 vor und gab einen Ausblick auf die strategischen Ziele des GRAMMER Konzerns. Im offenen Austausch beantworteten Vorstand und Aufsichtsrat die Fragen der Aktionäre. Bei der anschließenden Beschlussfassung wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet und auch alle weiteren Beschlussvorlagen wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Die Aktionäre folgten dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 0,75 EUR je Aktie. Die Steigerung entspricht einer Erhöhung von 15 % gegenüber dem Vorjahr, als 0,65 EUR je Aktie gezahlt wurden. Auf der Hauptversammlung der GRAMMER AG waren mehr als 40 % des stimmberechtigten Kapitals vertreten.
Für einen offenen Dialog stand der Vorstand auch bei zahlreichen Roadshows und Investorenkonferenzen zur Verfügung. Unter anderem fanden Termine in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, den skandinavischen Ländern sowie in den USA und Kanada statt.
Finanzberichte, Pressemitteilungen, Präsentationen sowie alle wichtigen Informationen zur Aktie sind im Investor-Relations-Bereich auf der Website der GRAMMER AG jederzeit abrufbar.
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur stellte sich zum 30. September 2015 wie folgt dar:
Aktionärsstruktur (in %)

In der oben dargestellten Grafik wurden nur Stimmrechtsmitteilungen berücksichtigt, die über 3 % liegen. Die aktuelle Aktionärsstruktur ist auf der Website der GRAMMER AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. In den ersten neun Monaten 2015 erhielt die GRAMMER AG folgende Stimmrechtsmittellungen gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG):
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| Tag der Schwellenberührung |
Mitteilungspflichtiger | Schwellenwert über-/unterschritten |
Anteil Stimmrechte gemäß Mitteilung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 10. März 2015 | Source Markets | Über | 5 % | 6,26 % | (722.761) |
| 10. März 2015 | Source Holdings | Über | 5 % | 6,26 % | (722.761) |
| 10. März 2015 | Source Investments Management | Über | 5 % | 6,26 % | (722.761) |
| 11. März 2015 | Source Markets | Unter | 3 % | 0,85 % | (98.366) |
| 11. März 2015 | Source Holdings | Unter | 3 % | 0,85 % | (98.366) |
| 11. März 2015 | Source Investments Management | Unter | 3% | 0,85 % | (98.366) |
| 18. Mai 2015 | Dimensional | Über | 5 % | 5,01 % | (577.968) |
| 3. Juli 2015 | BNP Paribas Investment Partners S.A. | Unter | 5 % | 4,73 % | (545.592) |
| 20. Juli 2015 | Nmasl Dinamia S.A. (EQMC) | Über | 5 % | 5,01 % | (578.388) |
| 29. Juli 2015 | Universal Investment Gesellschaft | Über | 3 % | 3,33 % | (384.300) |
| 4. August 2015 | Deutsche Asset & Wealth Management | Unter | 5 % | 4,60 % | (530.846) |
| 7. August 2015 | Deutsche Asset & Wealth Management | Unter | 3 % | 2,82 % | (325.966) |
| 19. August 2015 | Luxempart S.A. | Über | 3 % | 3,12 % | (360.482) |
| 26. August 2015 | Deutsche Asset & Wealth Management | Über | 3 % | 3,45 % | (398.148) |
| 26. August 2015 | UBS Group AG | Über | 3 % | 3,71 % | (428.735) |
| 24. September 2015 | Luxempart S.A. | Über | 5 % | 5,02 % | (579.630) |
Konzernzwischenlagebericht
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Der GRAMMER Konzern von Januar bis September 2015
| ― | Deutliche Umsatzsteigerung um 6,3 % auf 1.056,0 Mio. EUR |
| ― | EBIT liegt bei 29,7 Mio. EUR |
| ― | Ergebnis nach Steuern liegt bei 16,7 Mio. EUR |
Kurzfristige Aussichten der Weltwirtschaft eingetrübt
Erneut waren die entwickelten Länder in den ersten neun Monaten Treiber der positiven Entwicklung der Weltkonjunktur. Während in den Schwellenländern eine beträchtliche Eintrübung der kurzfristigen Aussichten festgestellt wird, zeigen sich die Erwartungen in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften immerhin stabil.
In den USA hat die Wirtschaftsleistung durch die lebhafte Konjunktur auch im dritten Quartal weiter zugelegt. In den Vorquartalen konnte bereits ein Anstieg verzeichnet werden. Hauptstütze der Entwicklung war vor allem der private Verbrauch, aber auch Lagerinvestitionen und Staatskonsum legten zu.
Die Wirtschaft in China wächst langsamer, im dritten Quartal fiel die Wachstumsrate leicht auf 6,9 %. Im ersten und im zweiten Quartal 2015 lag diese bei 7 %. Im Gesamtjahr 2014 ist das chinesische BIP mit 7,4 % auf den niedrigsten Wert seit fast 25 Jahren gefallen. Die zunehmende Verlagerung der chinesischen Volkswirtschaft auf die Binnenkonjunktur konnte nicht die starken Export- und Investitionskontraktionen kompensieren.
Im Euro-Raum setzt sich die sukzessive konjunkturelle Belebung fort, dabei wird die Erholung zusehends vom inländischen Konsum getragen. Der private Verbrauch blieb mit einer Wachstumsrate von 0,3 % im Vergleich zum Vorquartal konstant. Die voranschreitende Belebung am Arbeitsmarkt, günstigere Energiepreise und der leicht verstärkte Lohnanstieg lassen für das dritte Quartal Expansionsraten für das BIP von 0,5 % und für das vierte Quartal von 0,4 % erwarten.
Die Konjunktur in Deutschland ist weiterhin sehr robust. Es ist zu erwarten, dass sich das Wachstum der ersten beiden Quartale mit ähnlicher Geschwindigkeit im zweiten Halbjahr 2015 fortsetzt. Befürchtungen, dass das Exportergebnis vom Juni einen längerfristigen Exportdämpfer wegen der schwächelnden Schwellenländer ankündigen könnte, haben sich nicht bestätigt. Im Juli legten die Exporte gegenüber dem Vormonat wieder kräftig um 2,4 % zu. So rechnet dann auch das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner Herbstprognose damit, dass das Exportwachstum weiterhin stabil bleibt, wenngleich die nachlassenden Exporterwartungen der deutschen Unternehmen anzeigen, dass dessen Wachstumsrate bis zum Jahresende etwas kleiner wird.
Kennzahlen GRAMMER Konzern
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| in Mio. EUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.056,0 | 993,8 | 6,3 % |
| EBIT | 29,7 | 43,1 | -31,1% |
| EBIT-Rendite | 2,8 % | 4,3 % | -1,5 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) |
25,0 | 32,2 | -22,4 % |
| Mitarbeiter (Anzahl, 30. September) |
11.331 | 10.499 | 7,9 % |
GRAMMER weiterhin mit deutlichem Umsatzwachstum
Um der zunehmenden Internationalität des Konzerns Rechnung zu tragen, wurden die Bezeichnungen für die Regionen überarbeitet.
Die bisherige Bezeichnung Europa wird durch EMEA (Europe, Middle East, Africa), die bisherige Bezeichnung Übersee wird durch Americas und die bisherige Bezeichnung Ferner Osten/Rest durch APAC (Asia Pacific) ersetzt. Im Zusammenhang mit der Umbenennung wurde auch eine Neustrukturierung vorgenommen, in dem die Türkei und Südafrika nun EMEA zugeordnet werden. Bisher wurden diese Gesellschaften in der Region Ferner Osten/Rest ausgewiesen. Um die Daten auf einer vergleichbaren Basis darzustellen, wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.
Zum Ablauf des 30. September 2015 konnte der GRAMMER Konzern den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum abermals deutlich steigern und die positive Entwicklung des Jahres 2014 fortführen.
Der Konzernumsatz lag im Berichtszeitraum mit 1.056,0 Mio. EUR (01 - 09 14: 993,8) um 62,2 Mio. EUR oder 6,3 % über dem Vorjahresniveau. Das Wachstum wurde ausschließlich im Segment Automotive generiert, welches an die dynamische Entwicklung des Vorjahres anknüpfte und die Umsätze im Berichtszeitraum um 15,4 % steigerte. Das Segment Seating Systems dagegen verzeichnete eine marktbedingt stark rückläufige Umsatzentwicklung und wies gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang von 6,9 % aus. Regional betrachtet konnte das Umsatzvolumen im Segment Automotive in allen drei Regionen gesteigert werden. Dabei erwirtschaftete der Konzern im Heimatmarkt, der Region EMEA, nach dem deutlichen Wachstum im Vorjahr insgesamt einen Zuwachs von 5,0 % auf 721,4 Mio. EUR (01 - 09 14: 686,9). Sehr erfreulich entwickelten sich die übrigen Regionen. So konnte die Region Americas die Umsätze deutlich um 8,8 % auf 185,0 Mio. EUR (01 - 09 14: 170,1) steigern, wobei der Zuwachs sich in Nordamerika allein im Bereich Automotive einstellte und Brasilien weiter stark rückläufig war. Die Region APAC entwickelte sich weiter sehr dynamisch und verzeichnete ein Wachstum von 9,4 % auf 149,6 Mio. EUR (01 - 09 14: 136,8). Der deutliche Umsatzanstieg wurde in den Regionen Americas und APAC neben dem organischen Wachstum nur vom Segment Automotive getragen und auch durch die Entwicklung der Wechselkurse der lokalen Währungen gegenüber dem Euro begünstigt.
Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

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| in Mio. EUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| APAC | 149,6 | 136,8 | 9,4 % |
| Americas | 185,0 | 170,1 | 8,8 % |
| EMEA | 721,4 | 686,9 | 5,0 % |
| Umsatzerlöse | 1.056,0 | 993,8 | 6,3 % |
Klarer Wachstumstreiber im Umsatz im Berichtszeitraum war das Segment Automotive. Hier verzeichnete der Konzern wiederum eine deutliche Steigerung. Sehr dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit Konsolen und Armlehnen, auch die Produktumsätze mit Kopfstützen stiegen im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr spürbar an. Insgesamt verzeichnete das Segment in allen drei Regionen ein deutliches Wachstum und überkompensierte die marktbedingten starken Rückgänge im Segment Seating Systems. Die positive Entwicklung des Segments war im Wesentlichen bedingt durch die Vielzahl an Neuprojekten, welche im Vorjahr in Serie gegangen sind, sowie durch die weltweit weiterhin sehr robuste Automobilkonjunktur.
Im Segment Seating Systems entwickelten sich dagegen für GRAMMER wesentliche Absatzmärkte weiter deutlich rückläufig. Damit konnte das Segment nicht an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Zu nennen sind hier im Wesentlichen die nach wie vor anhaltende Marktschwäche in Brasilien sowie die weltweit schwache Konjunktur im Geschäftsfeld Landtechnik. Zusätzlich dazu verzeichnete auch der chinesische Lkw-Markt im Berichtszeitraum eine gegenüber dem Vorjahr schwächere Tendenz, das Geschäftsfeld Bahn wies ebenfalls gegenüber dem sehr starken Vorjahr projektbedingt niedrigere Umsätze aus.
Rückgang des Konzernergebnisses
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag zum 30. September des Jahres 2015 aufgrund der stark rückläufigen Umsatzentwicklung in margenstarken Marktfeldern des Segments Seating Systems, Restrukturierungen zur Marktanpassung sowie Anlaufkosten mit 29,7 Mio. EUR um 13,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (01 - 09 14: 43,1). Der Konzern erwirtschaftete damit eine Rendite von 2,8 % (01 - 09 14: 4,3). Das operative Ergebnis ist somit deutlich von dem rückläufigen Geschäftsvolumen des Segments Seating Systems, der Restrukturierung sowie den noch anhaltenden Kostenbelastungen für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie des Segments Automotive geprägt. Das operative Ergebnis des Segments Seating Systems blieb aufgrund des Umsatzrückganges sehr deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück, was auf die oben beschriebene Schwäche in margenstarken Kernmärkten des Segments sowie Restrukturierungsanpassungen zurückzuführen war. Im Segment Automotive verringerte sich das operative Ergebnis auf 17,5 Mio. EUR. Die Wechselkurse beeinflussten das operative Ergebnis bis zum 30. September 2015 noch positiv.
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns liegt mit 16,7 Mio. EUR (01 - 09 14: 25,8) deutlich unter dem Vorjahreswert.
Umsatzentwicklung Konzern nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Konzern nach Quartalen (in Mio. EUR)

Fokus der Investitionstätigkeit auf Erweiterungsmaßnahmen
Zum 30. September 2015 lagen die Investitionen des GRAMMER Konzerns mit 25,0 Mio. EUR um 7,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (01 - 09 14: 32,2).
Im Segment Automotive summierten sich die Investitionen auf 17,4 Mio. EUR (01 - 09 14: 21,0), die im Wesentlichen dem Ausbau der Fertigungskapazitäten aufgrund der bevorstehenden Produktanläufe dienten.
Dabei lagen die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte im Segment Seating Systems im Berichtszeitraum mit 6,3 Mio. EUR (01 - 09 14: 9,7) unter Vorjahresniveau.
Im Unternehmensbereich Central Services lagen die Investitionen weiterhin auf niedrigem Niveau.
Investitionen nach Segmenten Januar bis September (Vorjahreswert in Klammern)

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| in Mio. EUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Automotive | 17,4 | 21,0 | -17,1 % |
| Seating Systems | 6,3 | 9,7 | -35,1 % |
| Central Services | 1,3 | 1,5 | -13,3 % |
| Investitionen | 25,0 | 32,2 | -22,4 % |
Mitarbeiter
Zum 30. September 2015 waren im GRAMMER Konzern insgesamt 11.331 Mitarbeiter (30.09.14: 10.499) beschäftigt.
Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf 7.380 (30.09.14: 6.444). Im Speziellen wurden in Serbien aufgrund von Neuanläufen sowie der Erweiterung der eigenen Wertschöpfung die Nähkapazitäten weiter ausgebaut. Auch in Tschechien, China und im Inland erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter durch den weiteren Ausbau der Fertigungskapazitäten.
Im Segment Seating Systems blieb die Anzahl der Beschäftigten zum 30. September 2015 mit 3.683 Mitarbeitern nahezu konstant im Vergleich zum Vorjahr (30.09.14: 3.796). Der geschäftsbedingte Abbau von Mitarbeitern in Brasilien wurde durch den Aufbau an Mitarbeitern aufgrund der Ausweitung der Nähkapazitäten in Bulgarien kompensiert.
Im Unternehmensbereich Central Services waren 268 Mitarbeiter tätig (30.09.14: 259).
Insgesamt ergab sich trotz des Anstiegs der Mitarbeiterzahlen sowie der Tariferhöhungen nur eine marginale Erhöhung der Personalkostenquote im Vergleich zum Vorjahr.
Mitarbeiter nach Segmenten, 30. September 2015 (Vorjahreswert in Klammern)

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| 30. September 2015 | 30. September 2014 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Automotive | 7.380 | 6.444 | 14,5 % |
| Seating Systems | 3.683 | 3.796 | -3,0 % |
| Central Services | 268 | 259 | 3,5 % |
| Mitarbeiter | 11.331 | 10.499 | 7,9 % |
Bilanzsumme aufgrund von Wachstum über Vorjahresniveau
Kurzbilanz GRAMMER Konzern
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| in TEUR | 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 309.895 | 319.114 | -9.219 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 532.773 | 517.429 | 15.344 |
| AKTIVA | 842.668 | 836.543 | 6.125 |
| Eigenkapital | 243.812 | 231.761 | 12.051 |
| Langfristige Schulden | 293.389 | 306.810 | -13.421 |
| Kurzfristige Schulden | 305.467 | 297.972 | 7.495 |
| PASSIVA | 842.668 | 836.543 | 6.125 |
Hinweis zu den Bilanzkennzahlen: Vj. = 31. Dezember 2014
Zum 30. September 2015 lag die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns bei 842,7 Mio. EUR (Vj. 836,5). Dies entspricht einem Anstieg von 6,2 Mio. EUR gegenüber dem Jahresabschluss 2014, der im Wesentlichen geschäftsbedingt durch den Anstieg des Working Capital entstanden ist.
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 9,2 Mio. EUR auf 309,9 Mio. EUR. Innerhalb der Position verringerten sich die Sachanlagen leicht um 1,5 Mio. EUR auf 189,7 Mio. EUR. Die Immateriellen Vermögenswerte lagen mit 75,5 Mio. EUR (Vj. 79,2) abschreibungsbedingt unter Vorjahresniveau. Die aktiven latenten Steuern verringerten sich um 4,1 Mio. EUR auf 44,3 Mio. EUR.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen durch den Umsatzzuwachs im Segment Automotive um 15,4 Mio. EUR auf 532,8 Mio. EUR an.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich dabei auf 200,7 Mio. EUR (Vj. 169,6), die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich auf 109,1 Mio. EUR (Vj. 111,0). Die Vorräte lagen geschäftsbedingt mit 137,3 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau (Vj. 128,3). Die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen betrugen zum Stichtag 61,0 Mio. EUR (Vj. 84,0).
Das Eigenkapital der GRAMMER Gruppe erhöhte sich von 231,8 Mio. EUR auf 243,8 Mio. EUR. Die positive Ergebnisentwicklung sowie die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Effekte trugen zur Erhöhung des Eigenkapitals bei. Diese setzten sich im Wesentlichen aus versicherungsmathematischen Gewinnen aus leistungsorientierten Pensionsplänen, Verlusten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen sowie Verlusten aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zusammen. Ebenso wirkte sich die gezahlte Dividende in Höhe von 8,5 Mio. EUR aus.
Die Eigenkapitalquote lag mit rund 29 % (Vj. 28) über dem Vorjahresniveau.
Die langfristigen Schulden verringerten sich gegenüber dem Vorjahr auf 293,4 Mio. EUR (Vj. 306,8). Die Verringerung war im Wesentlichen auf einen bewertungstechnischen Rückgang der Pensionsrückstellungen um 6,7 Mio. EUR zurückzuführen, der aus dem im Vergleich zum Jahresabschluss gestiegenen Diskontierungszinssatz resultiert. Die langfristigen Finanzschulden bewegten sich mit 139,0 Mio. EUR (Vj. 145,3) auf Vorjahresniveau.
Die kurzfristigen Schulden lagen mit 305,5 Mio. EUR (Vj. 298,0) über Vorjahresniveau. Das Gearing zum 30. September 2015 lag bei 56 % (Vj. 37), die Nettofinanzverbindlichkeiten bei 136,3 Mio. EUR (Vj. 86,7).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 29,5 Mio. EUR auf 162,7 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich saisonal bedingt um 11,9 Mio. EUR auf 67,7 Mio. EUR.
Segment Automotive
Automobilmärkte unverändert auf Wachstumskurs
Die weltweiten Automobilmärkte zeigten sich in den ersten drei Quartalen weiter wachstumsstark. Jedoch entwickelten sich die Regionen unterschiedlich. Während Westeuropa und die USA weiter als Wachstumstreiber wirkten, hat sich die Wachstumsrate beim Pkw-Absatz in China im bisherigen Jahresverlauf etwas reduziert.
In den USA wurden in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 13,0 Mio. Light Vehicles zugelassen, ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
In China wurde trotz einer abnehmenden Wachstumsrate bei den Neuzulassungen in den ersten neun Monaten immer noch ein Plus von 5 % erzielt. Mit Neuzulassungen von 13,7 Mio. Fahrzeugen bleibt China der wichtigste Markt für Pkw-Hersteller.
In Japan wurden mit 3,3 Mio. Fahrzeugen 11 % weniger Neuzulassungen registriert als im Vorjahreszeitraum. Allerdings wurde im September mit -7 % eine Abschwächung der rückläufigen Entwicklung verzeichnet.
Der Pkw-Markt in Brasilien hat auf seinem niedrigen Niveau weiter verloren. In den ersten neun Monaten 2015 wurden mit 1,9 Mio. Light Vehicles 22 % weniger Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahreszeitraum.
In Westeuropa wurde ein deutliches Plus von 9 % auf 10,0 Mio. Fahrzeuge bei den Neuzulassungen in den ersten neuen Monaten erreicht. Im Monat September wurde ein Zuwachs von 10 % verzeichnet. Die größeren Automobilmärkte lagen in den ersten neun Monaten 2015 alle deutlich im Plus. Großbritannien, der in absoluten Zahlen zweitgrößte Markt nach Deutschland, legte um 7 % zu, Frankreich um 6 %, während Italien sogar ein Plus von 15 % verzeichnete. Auch in Spanien stieg die Anzahl der Neuzulassungen um 22 %.
In Deutschland stiegen die Neuzulassungen in den ersten neun Monaten um 6 % auf 2,4 Mio. Einheiten. Im Zuge des Exportwachstums wurde ein Produktionsplus in Deutschland von 2 % erreicht.
Entwicklung des Automobilabsatzes in ausgewählten Ländern
Januar bis September 2015 (in %)

Deutliches Umsatzwachstum im Segment Automotive
Kennzahlen Segment Automotive
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| in Mio. EUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 740,9 | 642,1 | 15,4 % |
| EBIT | 17,5 | 21,4 | -18,2 % |
| EBIT-Rendite | 2,4 % | 3,3 % | -0,9 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) |
17,4 | 21,0 | -17,1 % |
| Mitarbeiter (Anzahl, 30. September) |
7.380 | 6.444 | 14,5 % |
Der Geschäftsverlauf des Segments Automotive war in den abgelaufenen neun Monaten des Jahres 2015 von deutlichen Umsatzzuwächsen aus den Anläufen geprägt. Zum 30. September 2015 stieg der Umsatz des Segments, bedingt durch die anhaltend hohe Nachfrage im Premiumsegment und beginnende Hochläufe der neuen Projekte, um 15,4 % beziehungsweise um 98,8 Mio. EUR auf 740,9 Mio. EUR (01 - 09 14: 642,1) an. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnete dabei das Geschäft mit Konsolen und Armlehnen, auch das Geschäftsfeld Kopfstützen konnte im Berichtszeitraum deutliche Zuwächse aufweisen. Im dritten Quartal konnte in den Regionen EMEA und Americas ein weiteres Wachstum verzeichnet werden.
Die Region EMEA blieb die mit Abstand größte Region des Segments bezogen auf das Geschäftsvolumen und konnte dieses im Berichtszeitraum um 11,4 % spürbar steigern. Damit wurde die Marktposition in EMEA nochmals ausgebaut.
In der Region Americas wurden mit 26,2 % sowie in der Region APAC mit 16,6 % im Berichtszeitraum deutlich überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielt. Hier zeigten sich neben positiven Wechselkurseffekten die Erfolge der in den vergangenen Jahren umgesetzten Wachstumsstrategie, mit der wir in diesen Wachstumsregionen konsequent neue Aufträge akquirieren und so Marktanteile hinzugewinnen.
Das operative Ergebnis des Segments Automotive lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 17,5 Mio. EUR (01 - 09 14: 21,4). Die EBIT-Rendite des Segments betrug im Berichtszeitraum 2,4 % (01 - 09 14: 3,3). Das Ergebnis der abgelaufenen neun Monate des Jahres 2015 war dabei zum einen geprägt durch die nach wie vor anhaltenden Belastungen auf der Kostenseite, welche durch die Werksauf- und Werksausbauten verursacht wurden, sowie durch die hohe Zahl an Neuanläufen. Im dritten Quartal kamen zudem negative währungsbedingte Belastungen hinzu, die im Vorjahresquartal noch stützten.
Umsatzentwicklung Segment Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Segment Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

Segment Seating Systems
Uneinheitliche Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte
Die Nutzfahrzeugmärkte haben sich weltweit in den ersten neun Monaten erneut sehr unterschiedlich entwickelt. In einigen Kernmärkten hat sich die schwierige Lage im Jahresverlauf spürbar verschärft.
In den USA setzte sich das hohe Wachstumstempo fort. Bis Ende September 2015 wurden 13 % mehr Nutzfahrzeuge zugelassen. Bei den Medium Trucks lagen die Neuzulassungen um 5 % und bei den Heavy Trucks um 20 % über dem Vorjahreszeitraum.
Im brasilianischen Lkw-Markt beschleunigte sich die Absatzkrise stark und zeigte unerwartet hohe Rückgänge. In den ersten neun Monaten wurden 45 % weniger schwere Nutzfahrzeuge zugelassen. Bei den Medium Trucks lag der Rückgang bei -27 % und bei den Heavy Trucks bei -53 %.
In China setzte sich vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Absatzeinbruch mit 29 % weniger Neuzulassungen in den ersten neun Monaten fort. Dabei entwickelte sich das Medium-Duty-Segment mit -25 % und das Heavy-Duty-Segment mit -30 % gleichermaßen rückläufig.
Im westeuropäischen Markt setzte sich mit einem Anstieg der Neuzulassungen über 15 % die hohe Dynamik der Marktentwicklung für Nutzfahrzeuge über 6 t fort. Unter den Volumenmärkten verzeichneten insbesondere die Niederlande (+48 %), Spanien (+54 %) sowie Großbritannien (+37 %) deutliche Zuwächse. Aber auch in Italien (+21 %) und Frankreich (+10 %) zogen die Neuzulassungen an.
In Deutschland verlief die Entwicklung der Neuzulassungen verhalten. In den ersten neun Monaten des Jahres wurden insgesamt 2 % mehr Nutzfahrzeuge abgesetzt. Bei den Lkw über 6 t stiegen die Neuzulassungen um 1 %.
Entwicklung des Nutzfahrzeugabsatzes (Lkw über 6 t) in ausgewählten Ländern
Januar bis September 2015 (in %)

Landtechnikindustrie
In Deutschland wurden in den abgelaufenen neun Monaten 9,9 % weniger Traktoren zugelassen. Bei den Leistungsklassen ab 51 PS ist der Rückgang mit 14,3 % noch ausgeprägter. Alle großen Hersteller von Landmaschinen mussten zweistellige Umsatzrückgänge verkraften.
Material-Handling
Die Mitgliedsunternehmen des bbi (Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen) gehen mehrheitlich von einer Seitwärtsbewegung der Umsatzentwicklung im dritten Quartal aus.
Baumaschinenindustrie
Die weltweite Baumaschinenindustrie sieht sich mit einer stark heterogenen Marktentwicklung in den einzelnen Absatzmärkten konfrontiert. Die Umsatzentwicklung war in den ersten acht Monaten positiv. Das ifo-Institut hat allerdings einen deutlichen Stimmungseinbruch bei den Zukunftserwartungen in der Bau- und Baustoffindustrie per September 2015 ermittelt.
Bahnindustrie
Die deutsche Bahnindustrie erzielte 2014 einen Umsatzrekord. Die Mitgliedsunternehmen des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland e.V erzielten Umsätze von insgesamt 12,5 Mrd. EUR, was einem Plus von 25 % entsprach. Auch im Jahresverlauf setzte sich der positive Trend fort.
Rückläufige Marktentwicklung im Segment Seating Systems
Kennzahlen Segment Seating Systems
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| in Mio. EUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 343,4 | 369,0 | - 6,9 % |
| EBIT | 19,5 | 30,0 | -35,0 % |
| EBIT-Rendite | 5,7 % | 8,1 % | -2,4 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) |
6,3 | 9,7 | -35,1 % |
| Mitarbeiter (Anzahl, 30. September) |
3.683 | 3.796 | -3,0 % |
Vor dem Hintergrund marktbedingt rückläufiger Entwicklungen in wichtigen, margenstarken Geschäftsfeldern verzeichnete das Segment Seating Systems in den abgelaufenen neun Monaten des Jahres 2015 erwartungsgemäß einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,9 %. Absolut lag der Umsatz des Segments im Berichtszeitraum bei 343,4 Mio. EUR und damit um 25,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 369,0 Mio. EUR. Dementsprechend entwickelte sich auch das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich deutlich negativ, dieses lag mit 19,5 Mio. EUR um 10,5 Mio. EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Da die Umsatzschwäche im Wesentlichen margenträchtigere Geschäftsfelder betraf, gab auch die EBIT-Rendite um 2,4 %-Punkte auf 5,7 % (01 - 09 14: 8,1) nach.
Im Einzelnen verzeichnete das Geschäftsfeld Lkw aufgrund der anhaltenden Marktschwäche in Brasilien und der sich abkühlenden Konjunktur in China rückläufige Umsätze, die nicht durch Zuwächse in Europa kompensiert werden konnten. Im Offroad-Bereich verursachte das weltweit schwache Marktumfeld bei Landtechnikmaschinen Umsatzrückgänge, die nicht mehr durch die leichten Zuwächse mit Produkten für Flurförderzeuge ausgeglichen werden konnten. Im Geschäftsfeld Bahn verzeichnete der Konzern nach einem projektbedingt sehr starken Vorjahr eine Normalisierung des Geschäftsvolumens. Insgesamt konnte sich das Segment, welches in vielen Bereichen eine führende Marktstellung einnimmt, den starken negativen Markteinflüssen nicht entziehen.
Umsatzentwicklung Segment Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Segment Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

Chancen- und Risikosituation
Zu den Chancen und Risiken, auf die wir im Lagebericht des Geschäftsberichts zum 31. Dezember 2014 hingewiesen und die wir dort umfassend beschrieben haben, sind aktuell die Sachverhalte hinzugekommen, die wir im Kapitel "Ausblick" dieses Berichts beschreiben. Er enthält zukunftsbezogene Aussagen, die die Ansichten des Managements der GRAMMER AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Aussagen basieren auf den derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Dementsprechend unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren.
Insbesondere weisen wir darauf hin, dass weitere Verschiebungen der Wechselkursrelationen zwischen dem Euro und den für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen ebenso negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können wie eine Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen in einer unserer Hauptabsatzregionen. Weitere Risiken, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten sich ebenfalls auf die Geschäftsergebnisse auswirken. Nach Ansicht des Vorstands sind die beschriebenen und bekannten Risiken aus heutiger Sicht beherrschbar und weisen weder einzeln noch in Summe einen bestandsgefährdenden Charakter auf.
Darüber hinaus ist der Vorstand der Auffassung, noch nicht sämtliche Potenziale zur weitergehenden Optimierung der Prozesse und Kostenstrukturen ausgeschöpft zu haben. Deshalb laufen derzeit diverse Projekte, um unsere Organisation effizienter und effektiver aufzustellen. Dies könnte zur Abmilderung der im Ausblick genannten Effekte auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beitragen.
Ausblick auf das Gesamtjahr 2015
Ausblick Weltwirtschaft
Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich im ersten Halbjahr 2015 aufgrund eines weiteren Rückgangs des Wachstums der Schwellenländer sowie einer schwächeren Erholung in den Industrieländern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose vom Oktober 2015 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von rund 3,1 % aus.
Die Wirtschaft der USA dürfte nach Prognose des IWF in diesem Jahr um 2,6 % wachsen. Der IWF hat damit seine Wachstumsprognose seit der letzten Veröffentlichung im Juli geringfügig um 0,1 %-Punkte angehoben.
Ein Ende der Wirtschaftskrise in Brasilien ist noch nicht abzusehen. Der IWF rechnet in seiner jüngsten Vorhersage für dieses Jahr mit einem Rückgang von 3,0 %. Damit wurden erneut die Rückgangsraten nach oben korrigiert, im Juli war die Prognose noch von einem Rückgang von 1,5 % ausgegangen.
Auch die chinesische Wirtschaft zeigt ein verlangsamtes Wachstumstempo. Der IWF erwartet ein Wirtschaftswachstum von unverändert 6,8 % für dieses Jahr.
Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum zeigt positive Wachstumsraten in unterschiedlicher Höhe. Der IWF erwartet ein Plus von 1,5 % für das Gesamtjahr.
Für die deutsche Volkswirtschaft wird ein Zuwachs von 1,5 % erwartet. Die private Konsumtätigkeit wird weiterhin die Konjunkturentwicklung unterstützen.
Erwartetes Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) in ausgewählten Ländern
2015 (in %)

Ausblick Automobilindustrie
Automobilmarkt noch positiv
Insgesamt werden die Automobilmärkte auch 2015 voraussichtlich mit einem Plus abschließen. Die Wachstumsrate wird jedoch unter dem Wert der vergangenen Jahre liegen. Die Wachstumstreiber werden Westeuropa, die USA sowie China sein, mit allerdings niedrigeren Zuwachsraten. Der VDA (Verband der Automobilindustrie) rechnet weltweit mit rund 77 Mio. Neuzulassungen, was einem Plus von 1 % entsprechen würde.
Für die USA prognostiziert der VDA für 2015 einen Zuwachs von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht Neuzulassungen von rund 16,9 Mio. Light Vehicles im Gesamtjahr.
In Brasilien lässt sich weiterhin keine Abkehr vom Negativtrend erkennen. Prognosen rechnen mit einem Rückgang der neu zugelassenen Pkw um 20 % für das Jahr 2015.
Es wird erwartet, dass der Pkw-Markt in China auch dieses Jahr wachsen wird, allerdings mit ermäßigten Wachstumsraten. Der VDA rechnet hier mit einem Plus von 4 % und insgesamt rund 19,1 Mio. Pkw-Neuzulassungen.
Für Westeuropa rechnet der VDA mit einem Plus von 7 % in 2015, was 13 Mio. Neuzulassungen entspricht. Die fünf größten Märkte werden alle mit einem positiven Vorzeichen erwartet. Der VDA prognostiziert für Großbritannien ein Plus von 6 % auf 2,6 Mio. Neuzulassungen, für Frankreich ein Plus von 5 % auf 1,9 Mio. Fahrzeuge, für Italien ein Plus von 14 % auf 1,5 Mio. neu zugelassene Pkw und für Spanien einen Zuwachs der Neuzulassungen um 18 % auf rund 1 Mio. Fahrzeuge.
Auch der Pkw-Markt in Deutschland soll im Gesamtjahr weiter wachsen. Hier erwartet der VDA einen Anstieg der Neuzulassungen um 4 % auf 3,1 Mio. Fahrzeuge. Ebenso wird bei der Produktion ein Plus von 2 % auf 5,7 Mio. Fahrzeuge erwartet.
Erwartete Entwicklung des Automobilabsatzes in ausgewählten Ländern
2015 (in %)

Ausblick Nutzfahrzeugindustrie
Divergierende Nutzfahrzeugmärkte erwartet
Die Entwicklung in den Nutzfahrzeugmärkten wird von Branchenverbänden für 2015 differenziert gesehen. Die jeweiligen Prognosen für Neuzulassungen von Lkw über 6 t sind im Verlauf des Jahres 2015 teilweise erheblich korrigiert worden. Während die Erwartungen für Westeuropa von +2 % auf +10 % Marktwachstum angehoben wurden, haben die Branchenverbände, ausgelöst durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die Prognosen für Brasilien von -5 % auf -45 % und für China von -5 % auf -25 % erheblich nach unten anpassen müssen.
Für die USA hingegen liegen die Erwartungen unverändert bei 10 % Wachstum der Neuzulassungen bei schweren Nutzfahrzeugen entsprechend rund 448.000 Neuzulassungen.
Die Absatzkrise in Brasilien dauert an. Die Prognosen gehen davon aus, dass 45 % weniger Nutzfahrzeuge über 6 t zugelassen werden. Bei den Medium Trucks werden rund 28 % weniger Neuzulassungen und bei den Heavy Trucks wird ein Rückgang um 53 % in 2015 erwartet.
Das abgeschwächte Wirtschaftswachstum in China reflektiert sich in rückläufigen Absatzprognosen. Bei den Lkw über 6 t wird ein Minus von 25 % erwartet.
In Westeuropa wird bei Nutzfahrzeugen mit einem Wachstum der Neuzulassungen von 8 % gerechnet. Bei schweren Lkw wird ein Plus von 10 % in 2015 erwartet. Für die Nutzfahrzeuge-Volumenmärkte in Westeuropa werden positive Wachstumsraten erwartet: Spanien +26 %, Frankreich +2 %, Italien +8 % und Großbritannien +12 %.
Für den deutschen Markt rechnet der VDA mit einem Wachstum von 2 % Neuzulassungen in 2015. Bei den Lkw über 6 t wird mit einem Plus von 2 % auf rund 81.000 gerechnet.
Erwartete Entwicklung des Nutzfahrzeugabsatzes (Lkw über 6 t)
in ausgewählten Ländern 2015 (in %)

Landtechnikindustrie
Für 2015 zeichnet sich noch kein Ende der Rezession ab. Einige große Märkte für Landtechnik zeigen Sättigungserscheinungen. Nach einem Rückgang in 2014 um 3 % wird nun für das Jahr 2015 mit einem Rückgang des Marktes um -9 % gerechnet. Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) wird sich der Europäische Markt für Landtechnik um 8 % verringern. In Deutschland wird ein Rückgang von 10 % und für Frankreich wird ein Minus von 8 % prognostiziert.
Material-Handling
Nach Zuwächsen im ersten Halbjahr rechnen die Mitgliedsunternehmen des bbi (Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen) mit einer positiven Entwicklung im weiteren Jahresverlauf.
Baumaschinenindustrie
Der VDMA erwartet in diesem Jahr eine Seitwärtsbewegung des weltweiten Baumaschinenmarktes. Für Deutschland prognostiziert der VDMA ein stabiles Marktvolumen auf Vorjahresniveau. Ausgeprägte Zuwächse werden im nordamerikanischen Markt erwartet.
Bahnindustrie
Der Verband der Bahnindustrie (VDB) erwartet mittelfristig ein Wachstum des Marktes. Der weltweite Markt für Bahntechnik soll bis 2017 pro Jahr um 2,7 % zulegen.
Ausblick GRAMMER Konzern
Für die Prognose des GRAMMER Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen der allgemeinen Weltwirtschaftsentwicklung sowie den Prognosen der relevanten Märkte unserer Bereiche Automotive und Seating Systems aus. Der Konzern ist dabei aufgrund der Internationalität seines Geschäftes Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Brasilien, China, Mexiko, Tschechien und den USA. Durch die fortlaufende Lokalisierung unserer Fertigungen haben wir zwar die natürliche Absicherung dieser Risiken weltweit verbessert, signifikante Wechselkursänderungen zwischen den relevanten Währungen in dem derzeit sehr volatilen Marktumfeld können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns nach sich ziehen.
Die Entwicklung des Bereichs Automotive wird auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres durch Produktneuanläufe und Projekte geprägt sein. Vor dem Hintergrund der Produktlebenszyklen unseres Auftragsbestandes sowie der positiven Marktprognosen erwarten wir für 2015 eine anhaltend positive Umsatzentwicklung. Im Bereich Seating Systems wird sich der Umsatzrückgang auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres nach stetig positiven Wachstumsraten in den letzten Jahren aufgrund der erwarteten Marktentwicklungen weiter fortsetzen. Speziell die Offroad-Märkte zeigen nun den erwarteten starken Rückgang der Nachfrage.
Im Geschäftsfeld Lkw gehen wir derzeit von einer weiteren Beeinträchtigung des brasilianischen Marktes aus. Auch der chinesische Markt wird sich weiter deutlich rückläufig entwickeln. In diesem Marktumfeld erwarten wir für 2015 einen weiteren nennenswerten Rückgang des Geschäftsvolumens im Bereich Seating Systems und gehen von einem gegenüber 2014 stark rückläufigen Umsatzniveau aus.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir weiterhin im Geschäftsjahr 2015 einen Rückgang beim Konzern EBIT um rund 15 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt beurteilen wir, dass sich die voraussichtliche Entwicklung des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2015 mit der anhaltend schwachen Marktentwicklung im Bereich Nutzfahrzeuge und den anhaltenden Anlaufkosten auf dem prognostizierten reduzierten Niveau bewegen wird. Beim Umsatz erwarten wir trotz der stärkeren Abschwächung im Bereich Seating Systems aufgrund der hochlaufenden Projekte im Bereich Automotive unverändert eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf über 1,4 Mrd. EUR. Eine starke Beeinträchtigung der Absätze unserer Premiumkunden in Europa in den letzten Monaten durch die jüngsten negativen Nachrichten in der Automobilindustrie könnte unser Umsatzwachstum tendenziell einschränken. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wird einerseits geprägt sein von weiteren Kostenbelastungen der noch nicht abgeschlossenen Erweiterungs- und Optimierungsprojekte sowie der erwartet starken Marktabschwächung in einzelnen Geschäftsfeldern des Segments Seating Systems. Mit einer Erholung der wesentlichen Nutzfahrzeugmärkte in den letzten drei Monaten des Jahres wird nicht gerechnet. Für den Bereich Automotive sehen wir insgesamt einen geringen belastungskompensierenden Ergebnisbeitrag durch das höhere Geschäftsvolumen.
Diese Einschätzung beruht auf den oben erläuterten Prognosen zur globalen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie unserer Hauptabsatzmärkte. Sollten sich diese wirtschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, könnte dies auch negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von GRAMMER haben. Ferner kann die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns allgemein auch aufgrund der im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken von der Prognose abweichen.
Für das Folgejahr 2016 erwarten wir bei stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss/-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt werden, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Nachtragsbericht
Die GRAMMER AG hat am 22. Oktober 2015 einen Kaufvertrag zur vollständigen Übernahme der REUM Gruppe, eines führenden Spezialisten für Oberflächentechnologie, Kunststoff- und Metalltechnik, unterzeichnet. Es wurden drei Produktionsstätten, davon zwei in Deutschland und eine in Polen, erworben. Die REUM Gruppe beschäftigt rund 950 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2014 einen Jahresumsatz von rund 130 Mio. EUR und wird die Ziele des GRAMMER Konzerns in Umsatz und Ertrag nachhaltig unterstützen. Die Transaktion steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.
Amberg, 3. November 2015
GRAMMER AG
Der Vorstand
Konzernzwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Januar - 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | Q3 2015 | Q3 2014 | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 345.799 | 324.206 | 1.055.954 | 993.840 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -309.821 | -291.325 | -944.685 | -875.880 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 35.978 | 32.881 | 111.269 | 117.960 |
| Vertriebskosten | -7.477 | -7.341 | -22.938 | -22.079 |
| Verwaltungskosten | -26.921 | -18.137 | -68.718 | -64.928 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.457 | 4.852 | 10.066 | 12.171 |
| Operatives Ergebnis | 5.037 | 12.255 | 29.679 | 43.124 |
| Finanzerträge | 306 | 289 | 876 | 1.271 |
| Finanzaufwendungen | -2.915 | -2.756 | -7.980 | -8.318 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.695 | 968 | 2.862 | 752 |
| Ergebnis vor Steuern | 4.123 | 10.756 | 25.437 | 36.829 |
| Ertragsteuern | -1.073 | -3.228 | -8.759 | -11.049 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.050 | 7.528 | 16.678 | 25.780 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 2.996 | 7.836 | 16.575 | 26.600 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 54 | -308 | 103 | -820 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.050 | 7.528 | 16.678 | 25.780 |
| Ergebnis je Aktie | ||||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,48 | 2,37 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
1. Januar - 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | Q3 2015 | Q3 2014 | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 3.050 | 7.528 | 16.678 | 25.780 |
| Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | ||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 0 | -8.032 | 8.661 | -18.680 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 0 | 2.337 | -2.520 | 5.449 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 0 | -5.695 | 6.141 | -13.231 |
| Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | 0 | -5.695 | 6.141 | -13.231 |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||||
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -4.210 | 3.266 | -841 | 4.345 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | -4.210 | 3.266 | -841 | 4.345 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -76 | -373 | -327 | -2.046 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 231 | 350 | 720 | 571 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -80 | 10 | -139 | 445 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | 75 | -13 | 254 | -1.030 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -2.192 | 1.021 | -1.719 | 1.507 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | -2.192 | 1.021 | -1.719 | 1.507 |
| Summe der Beträge, die in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -6.327 | 4.274 | -2.306 | 4.822 |
| Sonstiges Ergebnis | -6.327 | -1.421 | 3.835 | -8.409 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -3.277 | 6.107 | 20.513 | 17.371 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | -3.320 | 6.301 | 20.425 | 18.102 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 43 | -194 | 88 | -731 |
Konzernbilanz
zum 30. September 2015 und 31. Dezember 2014
AKTIVA
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| TEUR | 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagen | 189.705 | 191.155 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 75.537 | 79.199 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 293 | 358 |
| Ertragsteuerforderungen | 22 | 22 |
| Latente Steueransprüche | 44.338 | 48.380 |
| 309.895 | 319.114 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 137.251 | 128.330 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 200.722 | 169.588 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 109.094 | 110.970 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 5.378 | 5.435 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 60.952 | 83.999 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 19.376 | 19.107 |
| 532.773 | 517.429 | |
| Bilanzsumme | 842.668 | 836.543 |
PASSIVA
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| TEUR | 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 29.554 | 29.554 |
| Kapitalrücklage | 74.444 | 74.444 |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 192.669 | 184.505 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -46.179 | -50.029 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 243.047 | 231.033 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 765 | 728 |
| Gesamtsumme Eigenkapital | 243.812 | 231.761 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzschulden | 139.032 | 145.255 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.558 | 1.072 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.066 | 4.802 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 122.888 | 129.604 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 0 | 8 |
| Passive latente Steuern | 25.845 | 26.069 |
| 293.389 | 306.810 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | 58.202 | 25.385 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 162.671 | 192.153 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.052 | 5.416 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 67.652 | 55.819 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4.090 | 7.130 |
| Rückstellungen | 8.800 | 12.069 |
| 305.467 | 297.972 | |
| Gesamtsumme Schulden | 598.856 | 604.782 |
| Bilanzsumme | 842.668 | 836.543 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
1. Januar - 30. September des jeweiligen Geschäftsjahres
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| TEUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 25.437 | 36.829 |
| Zahlungsunwirksam | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 22.644 | 20.575 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 6.539 | 6.149 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | 15 | 1 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | -6.757 | 219 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | -2.135 | 6.248 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | -29.886 | -48.932 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | -8.921 | -29.445 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | -21.107 | 22.032 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | -14.171 | 13.676 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | ||
| Erwerb von Sachanlagen | -22.215 | -26.853 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -2.750 | -5.349 |
| Abgänge | ||
| Abgänge von Sachanlagen | 376 | 1.826 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 1 | 4 |
| Abgänge von Finanzanlagen | 65 | 188 |
| Erhaltene Zinsen | 877 | 1.271 |
| Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand | 3.741 | 1.260 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -19.905 | -27.653 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenzahlung | -8.462 | -7.290 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 35.013 | 4.111 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -6.825 | -10.015 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Leasingverbindlichkeiten | -1.329 | -967 |
| Gezahlte Zinsen | -5.773 | -5.585 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 12.624 | -19.746 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1- 3) | -21.452 | -33.723 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 421 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 82.404 | 78.919 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 60.952 | 45.617 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 60.952 | 45.793 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 0 | -176 |
| Finanzmittelfonds zum 30. September | 60.952 | 45.617 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
zum 30. September 2015
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | Cashflow Hedges | Fremdwährungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2015 | 29.554 | 74.444 | 184.505 | -7.441 | -1.846 | -836 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 16.575 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 254 | -826 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 16.575 | 0 | 254 | -826 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 30. September 2015 | 29.554 | 74.444 | 192.669 | -7.441 | -1.592 | -1.662 |
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Vers.mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern-Eigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2015 | -6.345 | -41.002 | 231.033 | 728 | 231.761 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 16.575 | 103 | 16.678 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.719 | 6.141 | 3.850 | -15 | 3.835 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -1.719 | 6.141 | 20.425 | 88 | 20.513 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 | -51 | -8.462 |
| Stand zum 30. September 2015 | -8.064 | -34.861 | 243.047 | 765 | 243.812 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
zum 30. September 2014
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | Cashflow Hedges | Fremdwährungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2014 | 29.554 | 74.444 | 159.423 | -7.441 | -816 | -6.058 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 26.600 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.030 | 4.256 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 26.600 | 0 | -1.030 | 4.256 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -7.290 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 30. September 2014 | 29.554 | 74.444 | 178.733 | -7.441 | -1.846 | -1.802 |
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Vers.mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern-Eigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2014 | -6.608 | -20.339 | 222.159 | 2.512 | 224.671 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 26.600 | -820 | 25.780 |
| Sonstiges Ergebnis | 1.507 | -13.231 | -8.498 | 89 | -8.409 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 1.507 | -13.231 | 18.102 | -731 | 17.371 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -7.290 | 0 | -7.290 |
| Stand zum 30. September 2014 | -5.101 | -33.570 | 232.971 | 1.781 | 234.752 |
Ausgewählte wesentliche Anhangsangaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. September 2015 und zur Konzernbilanz zum 30. September 2015 der GRAMMER AG
Grundlagen und Methoden der Rechnungslegung im Zwischenabschluss
Die GRAMMER AG hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 und den vorliegenden Quartalszwischenabschluss zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit den vom IASB (International Accounting Standards Board) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des vormaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Dementsprechend wurde dieser Zwischenabschluss zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und ist im Kontext mit dem von der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlichten Konzernabschluss zu lesen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bis zur endgültigen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 weitere Verlautbarungen vom IASB erlassen werden und insoweit die in den vorliegenden Finanzinformationen berücksichtigten Standards von denjenigen abweichen, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewendet werden. Außerdem steht derzeit die Anerkennung einzelner Verlautbarungen des IASB durch die EU-Kommission noch aus. Vor diesem Hintergrund ist es angemessen darauf hinzuweisen, dass die in diesem Bericht vorgestellten Zahlen vorläufig sind und sich ändern können.
Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen werden, die sich auf den Ansatz in der Bilanz beziehungsweise in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns sowie auf die Angabe von Eventualvermögen und -verbindlichkeiten auswirken.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen und enthält alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens in den Berichtszeiträumen darzustellen. Die bis zum 30. September 2015 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses und der Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden grundsätzlich zum 30. September 2015 die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie dieselben Konsolidierungsgrundsätze angewendet, die auch für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewandt wurden. Diese Grundsätze und Methoden werden im Anhang des Konzernabschlusses 2014, der auch im Geschäftsbericht 2014 vollständig veröffentlicht ist, detailliert beschrieben.
Schätzungen und Annahmen
Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses sind zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Tatsächlich angefallene Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind folgende Gesellschaften einbezogen:
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| Inland | Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Gesellschaften (inkl. GRAMMER AG) | 5 | 24 | 29 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 5 | 25 | 30 |
In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG vier inländische und 24 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen.
Unter den At Equity einbezogenen Gesellschaften wird das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält.
Alle gruppeninternen Geschäftsvorgänge, Gruppenguthaben und -schulden werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Als einheitliches Abschlussdatum gilt für alle einbezogenen Gesellschaften der 30. September 2015.
Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der GRAMMER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Erstverbuchung der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Kursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. Abschlüsse, die in fremder Währung aufgestellt sind und Transaktionen in fremder Währung werden nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 umgerechnet. Danach ist ausschlaggebend, welche Währung hauptbedeutend für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens ist; seine Aktivitäten und finanzielle Struktur sollen so in den Konzernabschluss einfließen, wie sie sich in dieser Währung darstellen. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst werden.
Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns (EUR) abweicht, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in EUR mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Das so ermittelte Jahresergebnis wurde in die Konzernbilanz übernommen. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigsten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01- 09 2015 | 01- 09 2014 | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Argentinien | ARS | 0,100 | 0,093 | 0,095 | 0,094 |
| Brasilien | BRL | 0,285 | 0,322 | 0,223 | 0,324 |
| China | CNY | 0,143 | 0,120 | 0,140 | 0,129 |
| Großbritannien | GBP | 1,369 | 1,233 | 1,354 | 1,287 |
| Japan | JPY | 0,007 | 0,007 | 0,007 | 0,007 |
| Mexiko | MXN | 0,057 | 0,056 | 0,053 | 0,059 |
| Polen | PLN | 0,240 | 0,239 | 0,236 | 0,239 |
| Tschechien | CZK | 0,037 | 0,036 | 0,037 | 0,036 |
| Türkei | TRY | 0,336 | 0,341 | 0,295 | 0,347 |
| USA | USD | 0,892 | 0,740 | 0,893 | 0,795 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Der GRAMMER Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Q3 2015 | Q3 2014 | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Brutto-Umsatzerlöse | 346.635 | 324.851 | 1.058.839 | 995.824 |
| Erlösschmälerungen | -836 | -645 | -2.885 | -1.984 |
| Netto-Umsatzerlöse | 345.799 | 324.206 | 1.055.954 | 993.840 |
In den Umsatzerlösen bis 30. September 2015 von 1.055.954 TEUR sind mit Hilfe der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von 47.409 TEUR (01 - 09 14: 44.582) enthalten. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Betriebsmittel, die vom GRAMMER Konzern bis zur Serienreife aufgewendet und vorfinanziert werden müssen, bis erste Umsätze erzielt werden. Diese sind im Wesentlichen dem Segment Automotive zuzuordnen.
Kosten des Umsatzes
Von den Umsatzkosten entfallen zum 30. September des aktuellen Geschäftsjahres 899.080 TEUR (01 - 09 14: 831.019) auf die Herstellungskosten für Vorräte. In den Kosten des Umsatzes sind die Aufwendungen der den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten und die Aufwendungen für die Handelsware enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Diese betrugen bis zum 30. September 45.605 TEUR (01 - 09 14: 44.861).
Vertriebskosten
Die Vertriebskosten liegen bis zum 30. September bei 22.938 TEUR (01 - 09 14: 22.079). Diese enthalten vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuweisenden Gemeinkosten. Als Vertriebseinzelkosten sind auch Frachtkosten, Provisionen oder Versandkosten enthalten.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten betragen bis zum 30. September 68.718 TEUR (01 - 09 14: 64.928). Diese beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie anderer übergeordneter Abteilungen.
Sonstige Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich bis zum 30. September 2015 auf 10.066 TEUR (01 - 09 14: 12.171). Sie enthalten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen, Schrottverkauf und Weiterbelastung von Handlingskosten sowie Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen.
Finanzergebnis
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| TEUR | Q3 2015 | Q3 2014 | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzerträge | 306 | 289 | 876 | 1.271 |
| Finanzaufwendungen | -2.915 | -2.756 | -7.980 | -8.318 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.695 | 968 | 2.862 | 752 |
| Finanzergebnis | -914 | -1.499 | -4.242 | -6.295 |
Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen die kurzfristig angelegten Mittelüberschüsse aus dem aktiven Cash-Management. Zeitwertänderungen der Zinsswaps, für die die Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind, sind nach IAS 39 ergebniswirksam zu erfassen, was zu unrealisierten Aufwendungen und Erträgen innerhalb des Finanzergebnisses führt.
Die Finanzaufwendungen enthalten entsprechende Zinsaufwendungen aus den Darlehen und Kontokorrentkrediten. Ebenso sind der Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsleistungen sowie der Zinsanteil nach IAS 17 für Leasingaufwendungen enthalten.
In der Position sonstiges Finanzergebnis werden maßgeblich Ergebnisse aus der Fremdwährungsbewertung von Ausleihungen und Darlehen erfasst sowie stichtagsbezogene Bewertungen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen.
Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzern-Ergebnisses und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien.
Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von so genannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen wie zum Beispiel Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben beziehungsweise entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
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| 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 | |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie | 11.214.624 | 11.214.624 |
| Ergebnis in TEUR | 16.575 | 26.600 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,48 | 2,37 |
Am 14. April 2011 hat die GRAMMER AG unter Nutzung des genehmigten Kapitals im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR, eingeteilt in 11.544.674 Aktien.
Die neuen Aktien wurden zu einem Preis von 18,20 EUR je Aktie platziert und der Bruttoemissionserlös betrug 19,1 Mio. EUR. In der Zeit zwischen dem 14. April 2011 und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine weiteren Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden. Zum 30. September 2015 ergaben sich keine Veränderungen oder weiteren Ankäufe von eigenen Aktien.
Erläuterungen zur Bilanz
Immaterielle Vermögenswerte
In den immateriellen Vermögenswerten werden neben den aktivierten Goodwills auch die aktivierten Entwicklungsleistungen ausgewiesen. Es wurden im Berichtszeitraum 2.750 TEUR in Lizenzen, Software und andere immaterielle Vermögenswerte investiert. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 6.539 TEUR (01 - 09 14: 6.149).
Sachanlagen
Bis zum 30. September 2015 wurden 22.215 TEUR in das Sachanlagevermögen investiert. Die Abschreibungen betrugen im gleichen Zeitraum 22.644 TEUR (01 - 09 14: 20.575).
At Equity bewertete Beteiligungen
Der Konzern hat den neuen Standard IFRS 11, der verpflichtend auf alle Geschäftsjahre anzuwenden ist, die nach dem 1. Januar 2014 beginnen, vorzeitig zum 1. Januar 2013 angewendet. Die Anwendung ergab, dass es zu einer Bilanzierungsänderung beim Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC) kommt und statt der Quotenkonsolidierung eine Bewertung "At Equity" zu erfolgen hat. Das Unternehmen GRA-MAG LLC hat aufgrund des negativen Eigenkapitals keinen Ansatz in der Bilanz.
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| TEUR | GRA-MAG LLC |
|---|---|
| 30. September 2015 | |
| Höhe des Anteils | 50 % |
| At Equity Buchwert | 0 |
| At Equity Ergebnis (01 - 09 2015) | 1.141 |
| 31. Dezember 2014 | |
| Höhe des Anteils | 50 % |
| At Equity Buchwert | 0 |
| At Equity Ergebnis (01 - 12 2014) | -452 |
Vorräte
Die Vorräte stiegen geschäftsbedingt auf 137,3 Mio. EUR (Vj. 128,3). Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Wesentliche Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergaben sich nicht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Höhe der Forderungen von 200,7 Mio. EUR (Vj. 169,6) ist auf die Struktur der Umsatzentwicklung in den letzten Monaten zurückzuführen. Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten.
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 98,9 Mio. EUR (Vj. 100,9) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vj. 9,7).
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 19,4 Mio. EUR (Vj. 19,1) beinhalten sonstige Vermögenswerte von 12,9 Mio. EUR (Vj. 14,2) sowie 6,5 Mio. EUR (Vj. 4,9) aus den Rechnungsabgrenzungsposten. In den sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Mehrwertsteuern sowie debitorische Kreditoren enthalten.
Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns ist im Eigenkapitalspiegel auf den Seiten 18/19 dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern betrug am 31. Dezember 2014 und am 30. September 2015 jeweils 29.554 TEUR und ist eingeteilt in 11.544.674 nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte und die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrug per 30. September 2015 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001 und 2011 abzüglich angefallener Kosten.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 30. September 2015 mit 1.183 TEUR (Vj. 1.183). Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung. Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Die Gewinnrücklagen sind aufgrund des positiven Quartalsergebnisses gegenüber dem Vorjahr von 184.505 TEUR auf 192.669 TEUR gestiegen.
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die verrechneten Veränderungen aus den Nettoinvestitionen nach IAS 21 einschließlich darauf verrechnete latente Steuern.
Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis zum 30. September 2015 die Veränderungen aus Anwendung der Regelungen des IAS 19 hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne enthalten.
Die kumulierten Fremdwährungseffekte auf die als "net invest in a foreign operation" gem. IAS 21 klassifizierten Ausleihungen, einschließlich der bis zur Anpassung aufgrund IFRS 11 kumulierten Fremdwährungseffekte aus der Ausleihung an GRA-MAG LLC sind ebenfalls in dieser Position enthalten.
Dividenden
Die Dividendenausschüttung des GRAMMER Konzerns richtet sich gemäß § 58 Absatz 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn von 23,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag in Höhe von 8,1 Mio. EUR, die Einstellung in anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 15,5 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 31,0 Mio. EUR berücksichtigt. Die GRAMMER AG hat nach Beschlussfassung der Hauptversammlung der GRAMMER AG am 20. Mai 2015 im laufenden Geschäftsjahr für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie ausgeschüttet. Insgesamt wurden unter Berücksichtigung der 330.050 eigenen Aktien, die nicht dividendenberechtigt sind, 8,4 Mio. EUR (Vj. 7,3) Dividende aus dem Bilanzgewinn ausgeschüttet. Der Restbetrag von 15,2 Mio. EUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Eigene Anteile
Die GRAMMER AG hält zum 30. September 2015 bzw. zum 31. Dezember 2014 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett im Jahr 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.
Ermächtigungen
Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht befristet bis zum 25. Mai 2016 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 14.777.182,72 EUR (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 14.777.182,72 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauch machen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,
(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;
(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;
(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts zur Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.
Langfristige Finanzschulden
Die langfristigen Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 136.097 | 141.097 |
| KfW-Darlehen | 1.250 | 2.500 |
| Andere | 1.685 | 1.658 |
| Langfristige Finanzschulden | 139.032 | 145.255 |
Die Position Schuldscheindarlehen in Höhe von 136,1 Mio. EUR (Vj. 141,1) beinhaltet diverse Schuldscheindarlehen. Zwei Tranchen in Höhe von 40 Mio. EUR, die im August bzw. September 2016 fällig werden, wurden in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert. Die verbleibenden Tranchen haben Fälligkeiten bis zum Jahr 2027. Diese Schuldscheindarlehen sind zum Teil mit festen und zum Teil mit variablen Zinssätzen sowie unterschiedlichen Laufzeitstaffelungen ausgestattet.
Des Weiteren sind ein KfW-Darlehen in Höhe von 1,3 Mio. EUR und bilaterale Kredite seitens der Konzernmutter und ihrer ausländischen Tochterunternehmen enthalten.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungszusagen. Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen 122,9 Mio. EUR (Vj. 129,6). Der Rückgang zum 30. September 2015 ist auf eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes von 2,2 % auf 2,6 % zurückzuführen.
Der Pensionsaufwand für die Zwischenperiode wird unterjährig auf einer vorläufigen Schätzung aus dem Vorjahresgutachten berechnet, die bei wesentlichen Ereignissen angepasst würde.
Kurzfristige Finanzschulden
Die kurzfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 41.116 | 1.497 |
| Konsortialkreditvertrag | 0 | 10.000 |
| KfW-Darlehen | 2.500 | 2.500 |
| Andere | 14.586 | 11.389 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 58.202 | 25.385 |
Die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt 58,2 Mio. EUR lagen über Vorjahresniveau (Vj. 25,4).
Der Anstieg in der Position Schuldscheindarlehen ist auf eine Umgliederung zweier Tranchen in Höhe von 40 Mio. EUR aus den langfristigen zu den kurzfristigen Finanzschulden zurückzuführen. Diese werden im August bzw. September 2016 fällig.
Gleichzeitig sind in der Position Schuldscheindarlehen die abgegrenzten Zinsen enthalten.
Des Weiteren sind ein KfW-Darlehen in Höhe von 2,5 Mio. EUR und kurzfristige Schulden seitens ausländischer Tochterunternehmen enthalten.
Darüber hinaus besteht ein Konsortialkreditvertrag über 180,0 Mio. EUR. Der Konsortialkredit wurde zwischen inländischen GRAMMER Gesellschaften und sechs Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Barkreditlinien können wahlweise als Kontokorrentkredite oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden von bis zu sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014 gezogen. Die zweite Verlängerungsoption wurde im September 2015 gezogen. Die neue Laufzeit endet am 31. Oktober 2020.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 67,7 Mio. EUR befinden sich aufgrund der saisonalen Entwicklung deutlich über Vorjahresniveau (Vj. 55,8) und enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Sozialversicherungsträgern, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnliches sowie Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuern.
Die Ertragssteuerverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Geschäftsjahr 2014 und der abgelaufenen neun Monate des Jahres 2015.
Rückstellungen
Die Rückstellungen enthalten Vorsorge für die Risiken, die aus dem Verkauf von Teilen und Produkten bis hin zur Entwicklungsleistung entstehen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs ermittelt werden.
Die weiteren Rückstellungen sind Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Altersteilzeit und Jubiläumsaufwendungen sowie eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen wie zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem betrieblichen Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen im Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel, kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber den Banken.
Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Values sowie Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der Fair Value eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
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| TEUR | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 30.09.2015 |
Fair Value 30.09.2015 |
Buchwert 31.12.2014 |
Fair Value 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 60.952 | 60.952 | 83.999 | 83.999 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 200.722 | 200.722 | 169.588 | 169.588 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 10.355 | 10.355 | 9.925 | 9.925 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 98.894 | 98.894 | 100.904 | 100.904 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 128 | 128 | 129 | 129 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 10 | 10 | 12 | 12 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 0 | 0 | 358 | 358 |
| Passiva | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 164.229 | 164.229 | 193.225 | 193.248 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 197.234 | 197.234 | 170.640 | 174.842 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 375 | 375 | 576 | 576 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 5.485 | 5.485 | 6.650 | 6.358 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 2.258 | 2.258 | 2.992 | 2.992 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 |
|||||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 370.923 | 370.923 | 364.416 | 364.416 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 128 | 128 | 129 | 129 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 10 | 10 | 12 | 12 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 361.838 | 361.838 | 364.441 | 368.666 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 0 | 0 | 0 | 0 |
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 30. September 2015 dargestellt:
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| TEUR | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 10 | 0 | 10 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 2.258 | 0 | 2.258 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 7.369 | 0 | 7.369 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 197.234 | 0 | 197.234 | 0 |
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2014 dargestellt:
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| TEUR | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 370 | 0 | 370 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 410 | 0 | 410 | 0 |
| Zinsswaps | 2.582 | 0 | 2.582 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 8.548 | 0 | 8.548 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 174.842 | 0 | 174.842 | 0 |
Die Stufen der Fair Value Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2.
Segmentberichterstattung
Segmentinformation
Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Unternehmensbereiche organisiert. Die Abgrenzung der Segmente wurde entsprechend der internen Organisations- und Berichtsstruktur vorgenommen. Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente:
Das Segment Automotive umfasst die Entwicklung und Produktion von Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen-Systemen. Das Segment vertreibt diese als Zulieferer an die Automobilhersteller vor allem im gehobenen und Premiumsegment sowie an deren Tier-1 -Lieferanten.
In dem Segment Seating Systems sind die Aktivitäten als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie enthalten. In dem Segment entwickeln und produzieren wir Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreiben diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie an Bahnbetreiber vertrieben.
Die zentralen Posten und die Eliminierungen konzerninterner Transaktionen werden in der Spalte "Central Services/Überleitung" ausgewiesen.
Die entsprechenden Erläuterungen zu den Tätigkeitsfeldern sind auch im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ausgewiesen.
Berichtssegmente
Die Segmentinformationen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR Geschäftsjahr zum 30. September 2015 |
Seating Systems | Automotive | Central Services/ Überleitung | GRAMMER Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 320.592 | 735.362 | 0 | 1.055.954 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 22.800 | 5.564 | -28.3641 | 0 |
| Umsatzerlöse | 343.392 | 740.926 | -28.364 | 1.055.954 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 19.516 | 17.542 | -7.379 | 29.679 |
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| TEUR Geschäftsjahr zum 30. September 2014 |
Seating Systems | Automotive | Central Services/ Überleitung | GRAMMER Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 352.612 | 641.228 | 0 | 993.840 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 16.391 | 822 | -17.2131 | 0 |
| Umsatzerlöse | 369.003 | 642.050 | -17.213 | 993.840 |
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 30.027 | 21.387 | -8.290 | 43.124 |
1 Verkäufe und Erlöse mit anderen Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden.
Überleitungsrechnung
Die Überleitung der Summe Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) auf das Ergebnis vor Steuern ergibt sich wie folgt:
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| TEUR | 01 - 09 2015 | 01 - 09 2014 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) | 37.058 | 51.414 |
| Central Services | -6.341 | -6.644 |
| Eliminierungen | -1.038 | -1.646 |
| Konzernergebnis (Operatives Ergebnis) | 29.679 | 43.124 |
| Finanzergebnis | -4.242 | -6.295 |
| Ergebnis vor Steuern | 25.437 | 36.829 |
In der Zeile Central Services werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
In der nachfolgenden Tabelle werden Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zum 30. September 2015 und 30. September 2014 dargestellt:
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| TEUR Nahe stehende Unternehmen und Personen |
Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen | Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen | Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen | Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gemeinschaftsunternehmen, an denen das Mutterunternehmen als Partnerunternehmen beteiligt ist: | |||||
| GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | 2015 | 8.110 | 0 | 10.177 | 0 |
| 2014 | 6.092 | 0 | 10.180 | 0 |
Haftungsverhältnisse
Zum 30. September 2015 bestehen Bürgschaften In Höhe von 632 TEUR. Diese wurden vor allem als Erfüllungsbürgschaft für Vertragsverletzungen sowie für gemietete Geschäftsräume gewährt.
Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand
Bei der Hauptversammlung am 20. Mai 2015 wurden seitens der Aktionärsvertreter Herr Wolfram Hatz, Frau Ingrid Hunger, Herr Dr. Hans Liebler, Herr Dr. Klaus Probst sowie Herr Dr. Bernhard Wankerl als Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt. Herr Dr. Peter Merten wurde neu in den Aufsichtsrat der GRAMMER AG gewählt und tritt damit die Nachfolge von Herrn Georg Liebler an, der aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte.
Bei der Aufsichtsratswahl der Arbeitnehmer wurden Frau Tanja Fondel, Herr Harald Jung, Herr Horst Ott und Herr Lars Roder (geb. Schelenz) als Mitglieder des Aufsichtsrats bestätigt. Neu in den Aufsichtsrat wurden Frau Andrea Elsner und Herr Martin Heiß gewählt. Die Arbeitnehmervertreter Herr Bernhard Hausmann und Herr Wolfgang Rösl sind zeitgleich aus dem Aufsichtsrat der GRAMMER AG ausgeschieden.
In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Herr Dr. Klaus Probst als Vorsitzender des Aufsichtsrats und Herr Horst Ott als Stellvertretender Vorsitzender bestätigt.
Herr Volker Walprecht ist im besten Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat Ende Mai 2015 als Finanzvorstand aus dem Unternehmen ausgeschieden. Sein Amt als Mitglied des Vorstands der GRAMMER AG hat er mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 niedergelegt.
Als Nachfolger von Herrn Walprecht hat der Aufsichtsrat Herrn Gérard Cordonnier in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 04. Mai 2015 ab dem 01. Juni 2015 als neues Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der GRAMMER AG bestellt.
Finanzkalender 2016 und Messetermine 20151
Wichtige Termine für Aktionäre und Analysten
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| Geschäftsbericht 2015 | 30.03.2016 |
| Analysten- und Bilanzpressekonferenz Geschäftsjahr 2015 | 30.03.2016 |
| Zwischenbericht 1. Quartal 2016 | 09.05.2016 |
| Hauptversammlung 2016 Ort: ACC (Amberger Congress Centrum), 92224 Amberg |
11.05.2016 |
| Zwischenbericht 2. Quartal und 1. Halbjahr 2016 | 10.08.2016 |
| Zwischenbericht 3. Quartal 2016 | 09.11.2016 |
Wichtige Messetermine1
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| Agritechnica 2015, Hannover, Deutschland | 10.11. - 14.11.2015 |
| METS 2015, Amsterdam, Niederlande | 17.11. - 19.11.2015 |
1 Alle Termine sind vorläufige Angaben. Änderungen Vorbehalten.
Kontakt
GRAMMER AG
Georg-Grammer-Straße 2
92224 Amberg
Postfach 14 54
92204 Amberg
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Telefax 0 96 21 66 1000
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Telefax 0 96 21 66 32200
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Impressum
Herausgeber
GRAMMER AG
Postfach 14 54
92204 Amberg
Erscheinungsdatum
04. November 2015
Konzeption, Text, Umsetzung
Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Druck
Frischmann Druck & Medien, Amberg
GRAMMER AG
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92204 Amberg
Telefon 0 96 21 66
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