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GRAMMER AG Audit Report / Information 2023

Jun 21, 2024

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Audit Report / Information

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Finanzbericht: 34490743

GRAMMER Aktiengesellschaft

Ursensollen

Jahresabschluss 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GRAMMER Aktiengesellschaft

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GRAMMER Aktiengesellschaft, Ursensollen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRAMMER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die auf der im Lagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht geprüft:

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Abschnitt "Menschen bei GRAMMER"
Abschnitt "Forschung und Entwicklung", Unterabschnitte "Entwicklungsschwerpunkte", "Effizientere Produktentwicklung und Fertigung durch Digitalisierung", "Neue Sitzgenerationen für mehr Komfort im Bereich Commercial Vehicles" und "Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Automotive".
Abschnitt "Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitte "Grundprinzipien des Risikomanagements und des IKS", Chancen- und Risikomanagementprozess" und "Compliance Management System".

Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung und den oben genannten Abschnitt "Menschen bei GRAMMER" und die Unterabschnitte "Entwicklungsschwerpunkte", "Effizientere Produktentwicklung und Fertigung durch Digitalisierung", "Neue Sitzgenerationen für mehr Komfort im Bereich Commercial Vehicles" und "Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Automotive" des Abschnitts "Forschung und Entwicklung" sowie die Unterabschnitte "Grundprinzipien des Risikomanagements und des IKS", "Chancen- und Risikomanagementprozess" und "Compliance Management System" des Chancen- und Risikoberichts im Lagebericht.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

1. Realisierung von Umsatzerlösen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die im Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen einen der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die gesetzlichen Vertreter der GRAMMER AG dar. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt dabei grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die zugrunde liegende Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist.

Hierbei unterliegt die Realisierung der Umsatzerlöse dem Risiko, dass sie zu einem falschen Zeitpunkt erfolgt, oder dass fiktive Umsatzerlöse erfasst werden. Die Umsatzerlöse werden dabei aus einer Vielzahl von einzelnen Transaktionen in Form von separaten Lieferungen realisiert.

Ferner führen fortlaufende Preisverhandlungen und -anpassungen mit den Kunden zu häufigen Veränderungen in den Transaktionspreisen und damit zu einer veränderten Bewertung der realisierten Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse unterliegen grundsätzlich dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen einschließlich des inhärenten Risikos der Umgehung oder der Außerkraftsetzung des internen Kontrollsystems durch das Management. Aufgrund der sich häufig ändernden Transaktionspreise wird die Umsatzrealisierung als komplex betrachtet, so dass ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. Da die realisierten Umsatzerlöse eine wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss der GRAMMER AG haben, war für uns in der Realisierung der Umsatzerlöse ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt zu sehen.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die mit den Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen nachvollzogen, insbesondere die Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs sowie die Regelungen zum Abrechnungsverfahren und haben diese auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses beurteilt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns mit den unternehmensintern implementierten Verfahren und Kontrollmechanismen zur Umsatzlegung sowie zur betragsmäßigen Erfassung der Umsatzerlöse befasst. Wir haben in diesem Zusammenhang Aufbau- und Funktionsprüfungen durchgeführt.

Hierbei haben wir die im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Umsatzerlöse hinsichtlich deren buchungssystematischer Erfassung nachvollzogen. Etwaige Abweichungen in der Buchungslogik von unserer Erwartungshaltung haben wir auf Basis zusätzlicher aussagebezogener Prüfungshandlungen unter Einholung von Prüfungsnachweisen, beispielsweise zu Abliefernachweisen und Zahlungseingängen, analysiert. Unsere Prüfungshandlungen haben darüber hinaus das stichprobenweise Einholen externer Kundenbestätigungen beinhaltet. Die betragsmäßige Erfassung der Umsatzerlöse haben wir insbesondere dadurch nachvollzogen, dass wir stichprobenweise die herangezogenen Transaktionspreise mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben. Ferner haben wir untersucht, ob die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in geschäftsüblichem Turnus durch Zahlung des Rechnungsbetrages durch den Kunden beglichen wurden. Wir haben dabei stichprobenweise Zahlungseingänge zu den entsprechenden Kontoauszügen abgeglichen.

Um nicht zu erwartende Schwankungen in der ausgewiesenen Bruttomarge identifizieren zu können, haben wir eine Margenanalyse auf Monatsebene durchgeführt. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Realisierung von Umsatzerlösen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zu den Umsatzerlösen sind im Kapitel C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Abschnitt (10) Umsatzerlöse im Anhang zum Jahresabschluss der GRAMMER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 dargestellt. Eine Analyse zur Entwicklung der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 findet sich im Abschnitt "Wirtschaftliche Lage" unter der Überschrift "Umsatz" im Lagebericht der GRAMMER AG.

2. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen bei der GRAMMER AG als Mutterunternehmen des GRAMMER Konzerns einen wesentlichen Teil der Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens dar. Finanzanlagen müssen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wertberichtigt werden. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung ist regelmäßig dann anzunehmen, wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert unterhalb des bisherigen Buchwerts der Beteiligung liegt. Der am Abschlussstichtag beizulegende Wert wird von den gesetzlichen Vertretern der GRAMMER AG mittels der Discounted Cash Flow-Methode aus den erwarteten künftigen Zahlungsüberschüssen der jeweiligen Gesellschaft abgeleitet und ist damit ermessensbehaftet. Dabei sind die Bewertungen insbesondere in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, insbesondere auch vor dem Hintergrund des aktuellen makroökonomischen Umfelds, sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Aus diesen Gründen war die Werthaltigkeit der bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir den von den gesetzlichen Vertretern implementierten Prozess daraufhin gewürdigt, ob dieser geeignet ist, objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert oder eine länger anhaltende Wertminderung zu geben. Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten beizulegenden Werte der verbundenen Unternehmen sowie deren Einschätzung der Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen in Zusammenhang mit der Ermittlung dieser Werte befasst. In diesem Zusammenhang haben wir gewürdigt, ob die Prozesse stetig zum Vorjahr durchgeführt wurden.

Für Beteiligungen, welche auf Basis ihrer aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragssituation Anhaltspunkte auf mögliche Werthaltigkeitsrisiken liefern oder aber aufgrund ihrer finanziellen Bedeutung wesentlich waren, haben wir darüber hinaus folgende aussagebezogenen Einzelfallprüfungen vorgenommen:

Unter Einbeziehung von internen Bewertungsspezialisten haben wir die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen und beurteilt, ob diese unter Beachtung der relevanten Rechnungslegungsstandards IDW S 1 und IDW RS HFA 10 ermittelt wurden.

Ferner haben wir die Prognosen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Liquiditätsüberschüsse durch einen Vergleich mit Informationen aus der gesellschaftsinternen Berichterstattung sowie mit regionalen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Bei unserer Einschätzung haben wir neben dem Abgleich mit extern verfügbaren Quellen auch die erhaltenen Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gewürdigt. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen.

Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter, wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Um bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können, haben wir auch eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt.

Im Falle des Vorliegens von voraussichtlich dauernden Wertminderungen haben wir nachvollzogen, dass außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen wurden. Im Falle des Wegfalls der Gründe für einen niedrigeren Wertansatz haben wir nachvollzogen, dass dieser nicht beibehalten wurde. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den bezüglich der als Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang der Gesellschaft im Kapitel A) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung sowie auf die Erläuterungen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Kapitel B) Erläuterungen zur Bilanz, Abschnitt (1) Anlagevermögen sowie in Kapitel C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschnitten (11) Sonstige betriebliche Erträge und (16) Abschreibungen auf Finanzanlagen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung und die oben genannten im Lagebericht im Abschnitt "Menschen bei GRAMMER" und in den Unterabschnitten "Entwicklungsschwerpunkte", "Effizientere Produktentwicklung und Fertigung durch Digitalisierung", "Neue Sitzgenerationen für mehr Komfort im Bereich Commercial Vehicles" und "Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Automotive" des Abschnitts "Forschung und Entwicklung" sowie in den Unterabschnitten "Grundprinzipien des Risikomanagements und des IKS", "Chancen- und Risikomanagementprozess" und "Compliance Management System" des Chancen- und Risikoberichts enthaltenen lageberichtsfremden Angaben im Lagebericht. Des Weiteren umfassen die sonstigen Informationen den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB, von dem wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren.

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei GRAMMER_​AG_​JA+LB_​ESEF-2023-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen;
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben;
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt;
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 29 Jahren als Konzernabschlussprüfer der GRAMMER AG tätig. Seit dem Geschäftsjahr 1996 handelt es sich bei der GRAMMER AG um eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft i. S. d. § 264d HGB.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

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Prüferische Tätigkeiten als Teilbereichsprüfer in Bezug auf Reporting Packages für die nach Drittstaatenrecht erforderliche Konzernabschlussprüfung der Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. (China);
Prüfung des Vergütungsberichts nach § 162 Abs. 3 AktG der GRAMMER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.

Nürnberg, 13. März 2024

EY GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Thies, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

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(Anhang) TEUR TEUR 31.12.2022

TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.085 10.209
II. Sachanlagen 79.416 82.806
III. Finanzanlagen 456.950 514.003
544.451 607.018
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte (2) 47.066 45.136
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 197.911 192.267
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.794 7.130
251.771 244.533
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.835 2.641
799.057 854.192
PASSIVA
(Anhang) TEUR TEUR 31.12.2022

TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital (4) 39.009 39.009
Rechnerischer Betrag eigener Anteile -845 -845
Ausgegebenes Kapital 38.164 38.164
II. Kapitalrücklage (5) 165.211 165.211
III. Gewinnrücklagen (6) 132.158 132.158
IV. Bilanzverlust -146.085 -131.188
189.448 204.345
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen (7) 91.811 92.639
2. Steuerrückstellungen (8) 902 2.340
3. Sonstige Rückstellungen (8) 18.661 18.194
111.374 113.173
C. VERBINDLICHKEITEN (9)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 436.096 461.617
2. Erhaltene Anzahlungen 264 2.645
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.506 14.957
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.725 49.674
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.037 288
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.607 7.387
498.235 536.568
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0 106
799.057 854.192

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

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(Anhang) TEUR 2022

TEUR
1. Umsatzerlöse (10) 559.857 676.766
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.957 -1.545
3. Sonstige betriebliche Erträge (11) 9.091 66.176
Gesamtleistung 572.905 741.397
4. Materialaufwand (12) 434.391 515.585
5. Personalaufwand (13) 85.434 92.237
6. Abschreibungen 7.684 8.128
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 84.149 80.064
-38.753 45.383
8. Erträge aus Beteiligungen (15) 108.428 33.779
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 107.872 (Vj. TEUR 33.779)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 50.840 11.802
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 9.534 10.929
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 9.534 (Vj. TEUR 10.929)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.105 1.957
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.152 (Vj. TEUR 1.952)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen (16) 111.137 119.333
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 8.273 12.367
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) 27.007 24.169
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 215 (Vj. TEUR 21)
- davon aus der Aufzinsung TEUR 1.109 (Vj. TEUR 2.923)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 1.526 4.062
16. Ergebnis nach Steuern -14.789 -56.081
17. Sonstige Steuern 108 235
18. Jahresfehlbetrag -14.897 -56.316
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -131.188 -74.872
20. Bilanzverlust -146.085 -131.188

Anhang

der GRAMMER Aktiengesellschaft

Ursensollen

(eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 1182) für das

Geschäftsjahr 2023

A) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der GRAMMER Aktiengesellschaft, Ursensollen, Deutschland, ("GRAMMER AG") wird nach handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 266 HGB und § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Hierbei wurden einzelne, mit arabischen Zahlen versehene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die hierfür herangezogenen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen. Für selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das gesetzliche Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Das Sachanlagevermögen wird - mit Ausnahme der Gebäude - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Gebäude werden teilweise linear und teilweise degressiv abgeschrieben. Die hierfür herangezogenen Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2022 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.

Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung des Barwerts der erdienten Anwartschaften berücksichtigt. Für die Abzinsung wird auf den jeweiligen von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgestellt. Dabei wird aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bei der Durchschnittsbetrachtung der gleitende Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre berücksichtigt. Die GRAMMER AG hat ihre Pensionsverpflichtungen darüber hinaus unter Ansatz des Zeitpunkts der frühestmöglichen Inanspruchnahme der vorzeitigen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gemäß RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz vom 20. April 2007 als Bewertungsendalter bewertet.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung getragen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen über die Anschaffungskosten hinaus werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der GRAMMER AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Ein sich ergebender Überhang der Vermögensgegenstände wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Ein Verpflichtungsüberhang wird unter den Pensionsrückstellungen bzw. unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.

Ein Überhang an passiven latenten Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen, wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem gesetzlichen Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern nicht zu aktivieren. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden letztere insoweit verrechnet dargestellt. Verlustvorträge werden gegebenenfalls berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der GRAMMER AG als steuerlichem Organträger auszugehen ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den erwarteten gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises der GRAMMER AG. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer wurde der Bewertung ein Steuersatz von 28,9 % (Vj. 28,9 %) zugrunde gelegt.

Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich bei der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2023 ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Die insgesamt erwartete künftige Steuerentlastung wird aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die sich ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Dem stehen verrechnete passive latente Steuern vor allem aufgrund von Bewertungsdifferenzen bei Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Verbindlichkeiten gegenüber.

B) Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren aus Kapitalerhöhungen gegen Einlagen bei der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun, China, und bei der GRAMMER (China) Holding Co., Ltd., Hefei City, China.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name der Gesellschaft Sitz Währung Kurs (1 € =) Ergebnis in Landeswährung

in Tsd.
Eigenkapital in Landeswährung

in Tsd.
Kapitalanteil unmittelbar

in %
1. GRAMMER Seating Systems Ltd. Bloxwich, Großbritannien GBP 0,88693 179 626 100,00
2. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. Bursa, Türkei TRY 19,9641 1.906 25.654 99,40
3. GRAMMER Inc. Shannon (MS), USA USD 1,06660 -9.182 314.299 100,00
4. GRAMMER do Brasil Ltda. Atibaia, Brasilien BRL 5,63857 32.858 88.149 99,99
5. GRAMMERJapan Limited Tokio, Japan JPY 140,647 628.872 1.012.216 100,00
6. GRAMMER CZ s.r.o. Tachov, Tschechien CZK 24,1138 28.488 371.289 100,00
7. GRAMMER AD Trudovetz, Bulgarien BGN 1,95580 3.363 9.115 98,84
8. GRAMMER System GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 1.826 100,00
9. GRAMMER France S.A.R.L. Limonest, Frankreich EUR 15 190 100,00
10. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC London (OH), USA USD 1,06660 5.483 -9.159
11. GRAMMER Industries LLC Troy (MI), USA USD 1,06660 -5.692 4.862
12. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. Puebla, Mexiko MXN 20,8551 56.384 360.687 99,99
13. GRAMMER Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien ARS 189,394 -13.931 54.609
14. GRAMMER Automotive Metall GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 699 100,00
15. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. Slovenj Gradec, Slowenien EUR 452 2.993 100,00
16. GRAMMER Automotive Polska Sp. z o.o. Bielsko-Biala, Polen PLN 4,68077 3.171 80.515 100,00
17. GRAMMERInterior (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin, China CNY 7,35835 87.100 208.127 100,00
18. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. Changchun, China CNY 7,35835 105.399 494.795 100,00
19. GRAMMER System d.o.o. Aleksinac, Serbien RSD 117,233 37.264 360.710 100,00
20. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai, China CNY 7,35835 -7.908 104.464 100,00
21. GRAMMER Railway Interior GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 250 100,00
22. GRAMMER Deutschland GmbH Kümmersbruck, Deutschland EUR EAV 73.026 100,00
23. GRAMMER Electronics N.V. Aartselaar, Belgien EUR -350 1.089 99,84
24. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. Peking, China CNY 7,35835 88.069 217.548 100,00
25. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. Ceska Lipa, Tschechien CZK 24,1138 12.243 179.442 100,00
26. GRAMMER Seating (Ningbo) Co., Ltd. Ningbo City, China CNY 7,35835 34.975 -147.313 80,00
27. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. Bedfordview, Südafrika ZAR 18,0995 8.368 41.599 100,00
28. GRAMMER Italia srl. Jesi, Italien EUR -1 30 100,00
29. GRAMMER Interior Components GmbH Hardheim, Deutschland EUR EAV 5.325
30. Commercial Vehicle Cluster -Nutzfahrzeug GmbH Kaiserslautern, Deutschland EUR 0 61 12,34
31. GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. Weinan City, China CNY 7,35835 -32.283 -57.684 90,00
32. GRAMMER CZ Servicecenter s.r.o. Tachov, Tschechien CZK 24,1138 2.641 11.590 100,00
33. Toledo Molding & Die LLC Toledo (OH), USA USD 1,06660 -192.663 6.715
34. TMD Mexico LLC Wilmington (DE), USA USD 1,06660 -- 1) -- 1)
35. TMD International Holdings LLC Wilmington (DE), USA USD 1,06660 -- 1) -- 1)
36. Toledo Molding de Mexico S. de R.L. de C.V. Querétaro, Mexiko USD 1,06660 -- 1) -- 1)
37. AllyGram Systems and Technologies Private Ltd. Pune, Indien INR 88,1834 111.638 373.329 30,00
38. GRAMMER Vehicle Parts (Shenyang) Co., Ltd. Shenyang, China CNY 7,35835 3.798 23.227
39. Changchun GRAMMER FAWSN Vehicle Parts Co., Ltd. Changchun, China CNY 7,35835 10.335 11.445
40. GRAMMER (China) Holding Co., Ltd. Hefei City, China CNY 7,35835 4.096 70.496 100,00
41. GRAMMER Vehicle Parts (Harbin) Co., Ltd. Harbin, China CNY 7,35835 -16.709 37.539
42. GRAMMERVehicle Parts (Qingdao) Co., Ltd. Qingdao, China CNY 7,35835 -2.326 6.227
43. GRAMMER Vehicle Interiors (Hefei) Co., Ltd. Hefei City, China CNY 7,35835 -1.263 -1.263
44. GRAMMER Americas, LLC Wilmington (DE), USA USD 1,06660 -- 2) -- 2)
45. GRAMMER Vehicle Parts (Changzhou) Co., Ltd. Changzhou City, China CNY 7,35835 -- 3) -- 3) 100,00
46. GRAMMER Vehicle Parts (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin, China CNY 7,35835 -- 4) -- 4)
47. GRAMMER Vehicle Parts (Changchun) Co., Ltd. Changchun, China CNY 7,35835 -- 5) -- 5)

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Name der Gesellschaft Kapitalanteil mittelbar

in %
1. GRAMMER Seating Systems Ltd.
2. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S.
3. GRAMMER Inc.
4. GRAMMER do Brasil Ltda. 0,01
5. GRAMMERJapan Limited
6. GRAMMER CZ s.r.o.
7. GRAMMER AD
8. GRAMMER System GmbH
9. GRAMMER France S.A.R.L.
10. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC 50,00
11. GRAMMER Industries LLC 100,00
12. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. 0,01
13. GRAMMER Argentina S.A. 99,96
14. GRAMMER Automotive Metall GmbH
15. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o.
16. GRAMMER Automotive Polska Sp. z o.o.
17. GRAMMERInterior (Tianjin) Co., Ltd.
18. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd.
19. GRAMMER System d.o.o.
20. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd.
21. GRAMMER Railway Interior GmbH
22. GRAMMER Deutschland GmbH
23. GRAMMER Electronics N.V. 0,16
24. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd.
25. GRAMMER Automotive CZ s.r.o.
26. GRAMMER Seating (Ningbo) Co., Ltd. 20,00
27. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd.
28. GRAMMER Italia srl.
29. GRAMMER Interior Components GmbH 100,00
30. Commercial Vehicle Cluster -Nutzfahrzeug GmbH
31. GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd.
32. GRAMMER CZ Servicecenter s.r.o.
33. Toledo Molding & Die LLC 100,00
34. TMD Mexico LLC 100,00
35. TMD International Holdings LLC 100,00
36. Toledo Molding de Mexico S. de R.L. de C.V. 100,00
37. AllyGram Systems and Technologies Private Ltd.
38. GRAMMER Vehicle Parts (Shenyang) Co., Ltd. 100,00
39. Changchun GRAMMER FAWSN Vehicle Parts Co., Ltd. 49,00
40. GRAMMER (China) Holding Co., Ltd.
41. GRAMMER Vehicle Parts (Harbin) Co., Ltd. 60,00
42. GRAMMERVehicle Parts (Qingdao) Co., Ltd. 60,00
43. GRAMMER Vehicle Interiors (Hefei) Co., Ltd. 100,00
44. GRAMMER Americas, LLC 100,00
45. GRAMMER Vehicle Parts (Changzhou) Co., Ltd.
46. GRAMMER Vehicle Parts (Tianjin) Co., Ltd. 60,00
47. GRAMMER Vehicle Parts (Changchun) Co., Ltd. 60,00

1) Jahresergebnis und Eigenkapital sind in den konsolidierten Zahlen der Toledo Molding & Die LLC enthalten.

2) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 gegründet. Sie hat kein satzungsmäßiges Mindest-Eigenkapital.

3) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 gegründet. Ihr satzungsmäßiges Eigenkapital beträgt TUSD 10.000 (T€ 9.050).

4) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 gegründet. Ihr satzungsmäßiges Eigenkapital beträgt TCNY 157.000 (T€ 19.998).

5) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 gegründet. Ihr satzungsmäßiges Eigenkapital beträgt TCNY 180.000 (T€ 22.927).

Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres entstammen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 bzw. im Fall der AllyGram Systems and Technologies Private Ltd. auf den 31. März 2023. Die angegebenen Währungskurse beziehen sich ebenfalls auf den 31. Dezember 2022. Mit der GRAMMER System GmbH, der GRAMMER Automotive Metall GmbH, der GRAMMER Railway Interior GmbH, der GRAMMER Deutschland GmbH und der GRAMMER Interior Components GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge (EAV). Zum 31.12.2023 wurde der EAV mit der GRAMMER Interior Components GmbH gekündigt. Zum 01.01.2024 wurde ein EAV zwischen der GRAMMER Interior Components GmbH und der GRAMMER Deutschland GmbH geschlossen.

(2) Vorräte

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31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21 30
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 44.408 40.444
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.249 4.341
Geleistete Anzahlungen 388 321
47.066 45.136

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahreswerte in Klammern)

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mit einer Restlaufzeit Gesamt
bis zu 1 Jahr

T€
von mehr als 1 Jahr

T€
T€
--- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.176 3.396 23.572
(57.269) (4.377) (61.646)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 164.652 0 164.652
(124.502) (0) (124.502)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.415 0 4.415
(1.917) (0) (1.917)
Sonstige Vermögensgegenstände 5.272 0 5.272
(4.202) (0) (4.202)
194.515 3.396 197.911
(187.890) (4.377) (192.267)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 121 (Vj. 27). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich zu T€ 19.749 bzw. rund 12 % (Vj. 20.267 bzw. 16 %) aus Lieferungen und Leistungen ergeben. Der verbleibende Teil betrifft im Wesentlichen die Gewährung kurzfristiger Kredite sowie Forderungen aus Gewinnabführungen und Gewinnausschüttungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren zu T€ 3.470 bzw. 90 % (Vj. 1.917 bzw. 100 %) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Zusammenhang mit Factoring-Transaktionen Forderungen aus Sicherungseinbehalten (T€ 227; Vj. 668), über welche die GRAMMER AG vorübergehend nur eingeschränkt verfügen kann.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2023 in 15.237.922 Stückaktien, die ausschließlich Stammaktien sind, eingeteilt.

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2021 hat befristet bis zum 22. Juni 2026 ein Genehmigtes Kapital in Höhe von T€ 19.505 (Genehmigtes Kapital 2021) beschlossen. Der Vorstand wurde mit diesem Beschluss ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 19.505 gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist;

b) um die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften auszugeben;

c) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, die von der Gesellschaft oder deren nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung der Options- bzw. Wandlungspflichten zustände;

d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist- im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2021 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2021 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2023 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 844.928,00 und entspricht 2,1660 % des Grundkapitals.

Entsprechend den Vorschriften zum Ausweis eigener Anteile ist der rechnerische Nennwert der vorhandenen eigenen Aktien in Höhe von insgesamt T€ 845 zum 31. Dezember 2023 vom Ausweis des gezeichneten Kapitals offen abgesetzt. Ein darüber hinausgehender Betrag (T€ 1.152) ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Der zum 31. Dezember 2023 vorhandene Bestand an eigenen Aktien wurde vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben. In den Geschäftsjahren 2007 bis 2023 wurden eigene Aktien weder erworben noch veräußert. Die Transaktionen im Geschäftsjahr 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle wochenweise dargestellt:

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Erwerbszeitpunkt Kalender-Woche Stückzahl Erwerb darauf entfallender Betrag des Grundkapitals

Anteil am Grundkapital im Erwerbszeitpunkt

%
Anteil am Grundkapital zum 31.12.2023

%
34/​2006 27.520 70.451,20 0,2622 0,1804
35/​2006 19.975 51.136,00 0,1903 0,1310
36/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
37/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
38/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
39/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
40/​2006 16.380 41.932,80 0,1560 0,1074
41/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
42/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
43/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
44/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
45/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
46/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
47/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
48/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
49/​2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1344
330.050 844.928,00 3,1448 2,1660

Der Vorstand der GRAMMER AG hatte am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG Gebrauch zu machen. Vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007 sollten seitens der Gesellschaft bis zu 10 % des damaligen Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen.

Die Durchführung des Rückkaufs wurde durch die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (nunmehr UniCredit Bank AG), die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt des Aktienerwerbs unabhängig und unbeeinflusst von der GRAMMER AG traf, abgewickelt. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Abs. 2, 20a Abs. 3 WpHG (a. F.) in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/​2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003.

Der Erwerb der Aktien wurde über die Börse zu dem im Beschluss der Hauptversammlung angegebenen Erwerbspreis vorgenommen. Der Erwerbspreis je Aktie ohne Erwerbsnebenkosten durfte demnach den durchschnittlichen tagesvolumengewichteten Schlusskurs der Aktien im Xetra-Handel oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen Nachfolgesystem an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % überschreiten bzw. nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 33 WpHG

Nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der Gesellschaft wurden folgende zum 31. Dezember 2023 bestehende Beteiligungen nach § 33 WpHG mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Mitteilung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung an die GRAMMER AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Frau Bifeng WU, Herr Yiping WANG und Herr Jimin WANG, China, haben uns am 11. Dezember 2019 nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) weiterhin die Schwelle von 75 % überschritten hat und 84,23 % (10.618.681 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Frau Bifeng WU, Herrn Yiping WANG und Herrn Jimin WANG 84,23 % (10.618.681 Stimmrechte) gemäß § 34 WpHG zugerechnet. Von folgendem Unternehmen werden Stimmrechte zugerechnet: Jiye Auto Parts GmbH, Frankfurt a. M., Deutschland. (veröffentlicht am 16. Dezember 2019)

Alle der GRAMMER AG nach §§ 33 ff. WpHG zugegangenen Mitteilungen sind auf der Website der Gesellschaft und der Plattform "eqs-news.com" der EQS Group AG einsehbar.

(5) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen der Jahre 1996 (T€ 23.495), 2001 (T€ 34.742), 2011 (T€ 16.414), 2017 (T€ 57.280) und 2020 (T€ 33.280).

(6) Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Gewinnrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.183.

Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB übersteigen zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals. Eine vom Gesetz abweichende Satzungsbestimmung liegt nicht vor.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 130.975 (Vj. 130.975). Der vorhandene Betrag der anderen Gewinnrücklagen wurde entsprechend § 58 Abs. 2 AktG und der Satzung der GRAMMER AG aus den Jahresüberschüssen der Geschäftsjahre 2012 (T€ 6.778), 2013 (T€ 5.612), 2014 (T€ 15.496), 2015 (T€ 15.947), 2016 (T€28.473) und2017 (T€ 20.995) bzw. gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2020 aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 (T€ 37.674) eingestellt.

(7) Rückstellungen für Pensionen

Den Pensionsrückstellungen liegen die "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, zugrunde. Die GRAMMER AG hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert demnach zum 31. Dezember 2023 auf einem Abzinsungssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %). Daneben liegen der Bewertung ein angenommener Gehalts- und Karrieretrend von 2,50 % (Vj. 2,50 %) p. a. und ein Rententrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %) p. a. zugrunde.

Einem Erfüllungsbetrag von T€ 100.123 (Vj. 99.455) aus Pensionsverpflichtungen steht zum 31. Dezember 2023 ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 8.312 (Vj. 6.816) und Anschaffungskosten von T€ 8.234 (Vj. 7.049) gegenüber. Dieses wird mit der zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen für Pensionen erfasst.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit dem siebenjährigen und dem zehnjährigen Durchschnittszinssatz beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf T€ 1.119 (Vj. 5.098) und unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert des verrechneten Vermögens und dessen Anschaffungskosten beläuft sich zum Abschlussstichtag auf T€ 78 und unterliegt nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB grundsätzlich ebenfalls einer Ausschüttungssperre.

Erträge und Aufwendungen aus dem verrechneten Deckungsvermögen und den Altersversorgungsverpflichtungen werden in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen verrechnet.

(8) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 902 (Vj. 2.340) betreffen zu erwartende Nachzahlungen an Gewerbesteuer (T€ 902; Vj. 1.796), Körperschaftsteuer (T€ 0; Vj. 421), Solidaritätszuschlag (T€ 0; Vj. 23) sowie Nachzahlungszinsen (T€ 0; Vj. 100). Der Gesamtbetrag entfällt zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 902 (Vj. 1.559) auf Verpflichtungen aus Vorjahren.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für den Personalbereich (T€ 10.067; Vj. 9.052) sowie den Beschaffungs- (T€ 4.556; Vj. 4.286), den Absatz- (T€ 1.215; Vj. 3.644) und den Verwaltungsbereich (T€ 685; Vj. 664). Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für drohende Verluste (T€ 2.137; Vj. 548) aus Absatzgeschäften.

(9) Verbindlichkeiten

(Vorjahreswerte in Klammern)

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Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit Gesamt
bis zu 1 Jahr

T€
zwischen 1 u. 5 Jahren

T€
von mehr als 5 Jahren

T€
T€
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 268.956 130.970 36.170 436.096
(310.080) (100.710) (50.827) (461.617)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 264 0 0 264
(2.645) (0) (0) (2.645)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.506 0 0 20.506
(14.957) (0) (0) (14.957)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.725 0 0 34.725
(49.674) (0) (0) (49.674)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.037 0 0 1.037
(288) (0) (0) (288)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.851 756 0 5.607
(6.403) (984) (0) (7.387)
330.339 131.726 36.170 498.235
(384.047) (101.694) (50.827) (536.568)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 30.227 (Vj. 36.077) durch Grundpfandrechte gesichert. Darüber hinaus werden für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Ausnahme eines Teilbetrags von T€ 8.682 (Vj. 22.275), für den Forderungen sicherungsübereignet sind, keine Sicherheiten gewährt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 380 (Vj. 1.526). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zu T€ 9.196 bzw. rund 26 % (Vj. 10.532 bzw. 21 %) aus Lieferungen und Leistungen und ansonsten im Wesentlichen aus kurzfristigen Krediten entstanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

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31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Steuerverbindlichkeiten 1.828 2.999
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 46 44

Haftungsverhältnisse

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31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Aus Bürgschaften 12.741 14.173
Aus Gewährleistungsverträgen 114.019 129.853
126.760 144.026

Zusätzlich zu den bezifferten Haftungsverhältnissen hat die GRAMMER AG Patronatserklärungen für die GRAMMER Railway Interior GmbH und die GRAMMER Interior Components GmbH, mit denen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen, sowie für die GRAMMER CZ s.r.o., die GRAMMER Automotive CZ s.r.o., die GRAMMER Electronics N.V., die GRAMMER Seating Systems Ltd., die GRAMMER System d.o.o., die GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o., die GRAMMER Automotive Polska Sp. z.o.o., die GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V., die GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. und die GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. abgegeben.

Von den bezifferten Haftungsverhältnissen besteht ein Teilbetrag in Höhe von T€ 122.325 (Vj. 139.591) ausschließlich zur Absicherung von Verpflichtungen verbundener Unternehmen.

Die GRAMMER AG geht Haftungsverhältnisse nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer fortlaufenden Bewertung der Risikosituation der bestehenden Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die GRAMMER AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die GRAMMER AG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich ein.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift in Form branchenüblicher Leasingverträge über technische Anlagen und Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie aus Factoring.

Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte der GRAMMER AG nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bestehen in den nachfolgenden Geschäftsjahren in folgender Höhe:

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31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
fällig 2024 (Vorjahresangabe: fällig 2023) 2.475 2.234
fällig 2025 (Vorjahresangabe: fällig 2024) 2.185 1.590
fällig nach 2025 (Vorjahresangabe: fällig nach 2024) 1.619 2.081
6.279 5.905

Die Vorteile hinsichtlich der betreffenden Leasing-Geschäfte bestehen insbesondere im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasinglaufzeit. Das Risiko einer technischen oder wirtschaftlichen Überalterung der Leasinggegenstände liegt beim Leasinggeber. Die Gegenstände können auftragsbezogen genutzt und die Laufzeiten der Verträge flexibel gestaltet werden, woraus sich eine größere Planungssicherheit bei der Kalkulation ergibt. Darüber hinaus werden die bestehenden Bankkreditlinien der GRAMMER AG geschont und die Liquidität wird erhöht.

Im Rahmen des Working Capital Managements sind zum 31. Dezember 2023 in Anbetracht der günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert von T€ 10.369 (Vj. 8.240) an Kreditinstitute veräußert worden. Die möglichen Risiken in diesem Zusammenhang werden aufgrund des regresslosen Verkaufs als gering eingestuft. Finanzielle Auswirkungen aus diesen Geschäften ergeben sich in Form moderater Finanzierungsaufwendungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Satz 1 Nr. 3a HGB)

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Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen 31.12.2023

T€
31.12.2022

T€
fällig 2024 (Vorjahresangabe: fällig 2023) 10.701 6.228
fällig 2025 (Vorjahresangabe: fällig 2024) 145 2.278
fällig nach 2025 (Vorjahresangabe: fällig nach 2024) 326 2.488
11.172 10.994
Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben
fällig 2024 (Vorjahresangabe: fällig 2023) 1.715 1.311
Kapitaleinzahlungsverpflichtungen
fällig 2024 (Vorjahresangabe: fällig 2023) 12.777 19.996
fällig 2025 (Vorjahresangabe: fällig 2024) 0 0
fällig nach 2025 (Vorjahresangabe: fällig nach 2024) 9.050 0
21.827 19.996

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisenderivate zum Erwerb bzw. Verkauf von tschechischen Kronen, chinesischen Renminbi und US-Dollar in einem Volumen von T€ 130.878. Die Derivate weisen positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von T€ 509 bzw. negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von T€ 1.372 auf. Für die Devisenkontrakte, deren Marktwert zum Abschlussstichtag negativ ist, wurden im vorliegenden Abschluss sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 1.372 (Vj. 0) berücksichtigt.

Für Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden die Cashflows aus den Devisengeschäften mit den für die Restlaufzeit aktuellen Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag abgezinst und mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Darüber hinaus hat die GRAMMER AG mit Banken Devisenderivate im Nominalvolumen von T€ 56.242 abgeschlossen, die über korrespondierende Geschäfte an Tochterunternehmen weitergereicht wurden. Diese Geschäfte wurden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode bilanziert.

Die Derivate haben eine Laufzeit zwischen Januar 2024 und Februar 2025. Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Critical Terms Match Methode angewandt. Aufgrund der Übereinstimmung der Bedingungen und Parameter der Grund- und Sicherungsgeschäfte ergaben sich keine Ineffektivitäten.

C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

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2023

T€
2022

T€
Aufgliederung nach Produktbereichen:
- Automotive 217.452 210.515
- Commercial Vehicles 342.405 466.251
Gesamt 559.857 676.766
Aufgliederung nach Regionen:
- Inland 165.229 247.830
- Europäische Union 254.648 282.906
- sonstiges Ausland 139.980 146.030
Gesamt 559.857 676.766

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten überwiegend Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 5.092; Vj. 13.868), Erträge aus Kostenweiterbelastungen (T€ 299; Vj. 1.460), Erträge aus Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen (T€ 800; Vj. 1.956) und Erträge aus Schadenersatz- und Kompensationszahlungen (T€ 1.354; Vj. 3.845). Daneben sind aperiodische sonstige betriebliche Erträge vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 160; Vj. 2.606) sowie im Vorjahr zudem in Form von Gewinnen aus Abgängen aus dem Anlagevermögen (T€ 41.323) angefallen. Bei den Erträgen aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 41.323 handelte es sich im Vorjahr um außergewöhnliche Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB, die im Wesentlichen aus der Einbringung der Geschäftsanteile an der GRAMMER Interior Components GmbH, Hardheim, Deutschland, in die GRAMMER Deutschland GmbH resultierten.

(12) Materialaufwand

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2023

T€
2022

T€
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 418.056 489.141
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.335 26.444
434.391 515.585

(13) Personalaufwand

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2023

T€
2022

T€
a) Löhne und Gehälter 70.778 68.747
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.656 23.490
- davon für Altersversorgung: T€ 3.460 (Vj. 12.351) 85.434 92.237

Der Personalaufwand beinhaltete im Vorjahr außergewöhnliche Aufwendungen in Form von Abfindungszahlungen in Höhe von T€ 2.160.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2023

T€
2022

T€
Verwaltungskosten 55.766 48.156
Betriebskosten 9.582 9.172
Gebühren, Abgaben, Versicherungen 5.700 4.739
Werbe- und Reisekosten 2.721 3.184
Vertriebskosten 2.637 3.854
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.288 5.540
Kfz-Kosten 2.141 1.786
Raumkosten 1.581 1.660
Sonstige Personalkosten 1.562 1.622
Nebenkosten Geldverkehr 85 144
Sonstige Aufwendungen 86 207
84.149 80.064

(15) Erträge aus Beteiligungen

Erträge aus Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 vornehmlich durch Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften in China, insbesondere von der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. (T€ 57.572; Vj. 9.430), der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. (T€ 23.112; Vj. 16.165) und der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. (T€ 22.342; Vj. 2.694).

(16) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Position enthält Abschreibungen (nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 110.184 (Vj. 116.755) und auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 953 (Vj. 2.578). Nach internen Bewertungen wurde der Wert der Anteile an zwei Tochtergesellschaften auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag abgeschrieben. Bei den Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich mit einem Betrag von T€ 110.184 (Vj. 118.555) um außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB.

(17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, den Jubiläumsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 1.109 (Vj. 2.923) wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Erträge (T€ 314; Vj. 0) bzw. Aufwendungen (T€ 0; Vj. 213) aus zu verrechnendem Vermögen sind entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen saldiert enthalten.

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten ausländische Abzugsteuern auf Lizenzerträge, Zinsen und Dividenden (T€ 2.043; Vj. 3.273). Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer für das Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf T€ 0 (Vj. 781). Die Position enthält darüber hinaus Steuererträge für Vorjahre in Höhe von T€ 517 (Vj. Steueraufwand 8).

Die GRAMMER AG ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze sind zum 01.01.2024 wirksam geworden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

D) Ergänzende Angaben

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

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2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 43 43
Angestellte 719 717
762 760
davon Teilzeitkräfte:
Gewerbliche Arbeitnehmer 5 4
Angestellte 80 73
85 77

Diese Mitarbeiterzahlen sind auf Basis einer monatsweisen Berechnung ermittelt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honoraren sind im Konzernabschluss der GRAMMER AG enthalten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs durchgeführt und erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen - einschließlich Zinssätzen - wie bei getätigten vergleichbaren Geschäften mit fremden Dritten. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Ausleihungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen unter Berücksichtigung fehlender Sicherheiten.

Die GRAMMER AG hat mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitenden Angestellten bzw. mit Gesellschaften außerhalb des GRAMMER Konzerns, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Das gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG haben in Anlehnung an die Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Leitlinien zur Unternehmensführung verabschiedet. Durch gemeinschaftliche Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat, zuletzt vom 19. Dezember 2023, wird die Entsprechenserklärung jährlich aktualisiert. Die Erklärung ist auf der Website der Gesellschaft unter www.grammer.com/​investor-relations/​corporate-governance dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dipl.-Ing. Jens Öhlenschläger, Amberg, Sprecher des Vorstands

M.Sc. Jurate Keblyte, Haar

Aufsichtsrat

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Dr. Martin Kleinschmitt, Berlin Vorsitzender des Aufsichtsrats
Udo Fechtner, Kümmersbruck Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 01.10.2023 Arbeitnehmervertreter
Horst Ott, Königstein Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30.09.2023 Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Ing (FH) Klaus Bauer, Ensdorf Arbeitnehmervertreter
Andrea Elsner, Ebermannsdorf Arbeitnehmervertreterin
Dr.-Ing. Ping He, Wenzenbach-Irlbach
Martin Heiß, Sulzbach-Rosenberg Arbeitnehmervertreter
Peter Kern, Kümmersbruck Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Ing. Jürgen Kostanjevec, Köln
Dipl.-Vw. Dagmar Rehm, Langen
Gabriele Sons, Berlin
Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, Garching
Antje Wagner, Frankfurt am Main Arbeitnehmervertreterin

Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Nr. 10 HGB

Jens Öhlenschläger

Sprecher des Vorstands (CEO)

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Aufsichtsrat der GRAMMER (China) Holding Co., Ltd., Hefei City/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun /​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Ningbo) Co., Ltd., Ningbo City/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd., Weinan City/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Vehicle Interiors (Hefei) Co., Ltd., Hefei City/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Vehicle Parts (Shenyang) Co., Ltd., Shenyang/​China
Aufsichtsrat der GRAMMER Vehicle Parts (Changzhou) Co., Ltd., Changzhou City/​China (ab 07.12.2023)
Aufsichtsrat der GRAMMER Japan Ltd., Tokio/​Japan
Mitglied des Board of Directors der AllyGram Systems and Technologies Private Ltd., Pune/​Indien
Stellvertretender Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Vehicle Parts (Harbin) Co., Ltd., Harbin/​China

Jurate Keblyte

Finanzvorstand (CFO) und Arbeitsdirektorin

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Mitglied des Board of Directors der Changchun GRAMMER FAWSN Vehicle Parts Co., Ltd., Changchun/​China
Mitglied des Aufsichtsrats der HAWE Hydraulik SE, Aschheim/​München
Mitglied des Aufsichtsrats der Ottobock SE & Co. KGaA, Duderstadt
Mitglied des Aufsichtsrats der SAF-Holland SE, Bessenbach (ab 03.04.2023)

Ausgeübte Berufe und weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder

Dr. Martin Kleinschmitt

Partner der Noerr Partnergesellschaft mbB und Vorstand der Noerr Consulting AG

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Vorsitzender des Aufsichtsrats der SAF-Holland SE, Bessenbach
Vorsitzender des Aufsichtsrats der SAF-Holland GmbH, Bessenbach
Vorsitzender des Aufsichtsrats der G&H Bankensoftware AG, Berlin
Sonstige Mandate:
keine weiteren Mandate

Udo Fechtner

1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg

(Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 01.10.2023)

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Mitglied und stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal GmbH, Fürth (bis 30.11.2023)
Mitglied des Aufsichtsrats der Kennametal Holding GmbH, Fürth (bis 30.11.2023)
Sonstige Mandate:
Mitglied des Aufsichtsrats der Pensionskasse der Maxhütte VVaG, Sulzbach-Rosenberg

Horst Ott

1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg

(Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30.09.2023)

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keine weiteren Mandate

Klaus Bauer

Werkleiter bei der GRAMMER Deutschland GmbH

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keine weiteren Mandate

Andrea Elsner

Industriekauffrau

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keine weiteren Mandate

Dr.-Ing. Ping He

Ehem. Entwicklungsingenieur bei der Powertrain Division der Continental AG (im Ruhestand)

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keine weiteren Mandate

Martin Heiß

Datenverarbeitungskaufmann

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keine weiteren Mandate

Peter Kern

Schlosser

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keine weiteren Mandate

Jürgen Kostanjevec

Selbständiger Berater

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keine weiteren Mandate

Dagmar Rehm

Selbständige Unternehmensberaterin

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Mitglied des Aufsichtsrats der Koenig & Bauer AG, Würzburg
Mitglied des Aufsichtsrats der O'Donovan Consulting AG, Bad Homburg
Non Executive Director der Renewable Power Capital Ltd., London, Großbritannien
Mitglied des Aufsichtsrats der Rail Capital Europe Investment SAS, Saint-Ouen, Frankreich (ab 13.03.2023)
Sonstige Mandate:
keine weiteren Mandate

Gabriele Sons

Rechtsanwältin in der Kanzlei Sons

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Dettingen (Ems)
Sonstige Mandate:
Mitglied des Verwaltungsrats der Accelleron Industries AG, Baden, Schweiz

Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser

Professorin und Leiterin des Lehrstuhls für Automatisierung und Informationssysteme an der Technischen Universität München

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Mitglied des Aufsichtsrats der HAWE Hydraulik SE, Aschheim/​München
Sonstige Mandate:
keine weiteren Mandate

Antje Wagner

Gewerkschaftssekretärin IG Metall Vorstand in Frankfurt am Main

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Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Mitglied des Aufsichtsrats der WISAG Produktionsservice GmbH, Frankfurt am Main
Sonstige Mandate:
keine weiteren Mandate

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betragen T€ 1.593 (Vj. 1.745). Sie entfallen zu T€ 321 (Vj. 265) auf variable Vergütungsbestandteile. Diese variablen Vergütungsbestandteile sind in Höhe von T€ -11 (Vj. -134) durch Vorjahresbeträge beeinflusst.

Das Vergütungssystem der GRAMMER AG und die Angaben zur individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands sind im Vergütungsbericht nach § 162 AktG dargestellt, der auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wird.

Zum 31.12.2023 bestehen wie zum Ende des Vorjahres keine Versorgungsverpflichtungen der GRAMMER AG gegenüber ihren amtierenden Vorstandsmitgliedern. Die Vorstandsmitglieder erhalten stattdessen beitragsorientierte Zuschüsse zu ihrer eigenen Altersvorsorge, die in den oben genannten Gesamtbezügen enthalten sind.

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von T€ 262 (Vj. 2.452) vergütet.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene sind zum 31. Dezember 2023 T€ 8.332 (Vj. 8.617) zurückgestellt.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden für ihre Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Gesamtbezüge von T€ 694 (Vj. 704) gewährt. Hinsichtlich der Angaben zur individuellen Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht nach § 162 AktG, der auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wird.

Für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden - mit Ausnahme der arbeitsvertraglich vereinbarten Bezüge der Arbeitnehmervertreter - neben der Aufsichtsratsvergütung keine weiteren Vergütungen bezahlt oder Vorteile gewährt.

Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht bezahlt und sind nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung.

Konsolidierungskreis

Direktes Mutterunternehmen der GRAMMER AG ist die Jiye Auto Parts GmbH, Frankfurt am Main. Die Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Ningbo City, China, stellt einen Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf, in den die Grammer AG einbezogen wird. Dieser ist unter http:/​/​www.sse.com.cn in chinesischer Sprache abrufbar.

Ursensollen, 13. März 2024

GRAMMER Aktiengesellschaft

Jens Öhlenschläger

Jurate Keblyte

Anlagenspiegel

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten

TEUR
kumulierte Abschreibungen

TEUR
Stand zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2023 Stand zum 01.01.2023
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.928 663 407 0 49.184 38.719
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.768 0 0 0 22.768 22.768
71.696 663 407 0 71.952 61.487
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 111.612 521 0 204 112.337 38.017
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.711 76 232 0 5.555 5.257
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.151 525 730 68 55.014 46.874
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 480 390 0 -272 598 0
172.954 1.512 962 0 173.504 90.148
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 612.398 48.195 0 0 660.593 234.118
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 137.805 9.541 4.452 0 142.894 2.703
3. Beteiligungen 621 0 0 0 621 0
750.824 57.736 4.452 0 804.108 236.821
995.474 59.911 5.821 0 1.049.564 388.456

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kumulierte Abschreibungen

TEUR
Buchwerte

TEUR
Zugänge Zuschreibungen Änderungen im Zusammenhang mit Abgängen Änderungen im Zusammenhang mit Umbuchungen Stand zum 31.12.2023 Stand zum 31.12.2023
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.787 0 407 0 41.099 8.085
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 22.768 0
2.787 0 407 0 63.867 8.085
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.924 0 0 0 40.941 71.396
2. Technische Anlagen und Maschinen 85 0 232 0 5.110 445
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.888 0 725 0 48.037 6.977
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 598
4.897 0 957 0 94.088 79.416
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.184 0 0 0 344.302 316.291
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 953 800 0 0 2.856 140.038
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 621
111.137 800 0 0 347.158 456.950
118.821 800 1.364 0 505.113 544.451

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Buchwerte

TEUR
Stand zum 31.12.2022
--- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.209
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0
10.209
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.595
2. Technische Anlagen und Maschinen 454
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.277
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 480
82.806
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 378.280
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135.102
3. Beteiligungen 621
514.003
607.018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der GRAMMER Aktiengesellschaft, Ursensollen

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die GRAMMER Aktiengesellschaft (kurz GRAMMER AG) mit Sitz in Ursensollen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von komplexen Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Busse und Bahnen sowie Offroad-Nutzfahrzeugen. Die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ist eng mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden verbunden. Während im Produktbereich Automotive der weltweite Pkw-Markt ausschlaggebend ist, hängt die Entwicklung im Produktbereich Commercial Vehicles vorwiegend von den Hauptabsatzmärkten des Bereichs Nutzfahrzeuge ab. Die GRAMMER AG ist zudem die börsennotierte Muttergesellschaft der global agierenden GRAMMER Gruppe.

Daher erfüllt sie im Wesentlichen zwei unterschiedliche Funktionen. Sie agiert einerseits als Holdinggesellschaft und ist andererseits operativ tätig. Als Holdinggesellschaft übernimmt die GRAMMER AG die zentrale Leitung und Steuerung der GRAMMER Gruppe. Neben dem Vorstand sind weitere zentrale Leitungsinstanzen der Gruppe in der GRAMMER AG angesiedelt. Die GRAMMER AG hält direkt und indirekt Anteile an 42 Tochterunternehmen und 5 Beteiligungen weltweit. Über diese Tochterunternehmen und Beteiligungen ist die GRAMMER AG unmittelbar in 19 Ländern vertreten. Die Geschäftsentwicklung der GRAMMER AG ist somit sehr eng mit der Entwicklung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen verbunden.

Als spezialisierter Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw und Offroad-Nutzfahrzeuge übernimmt die GRAMMER AG operative Aufgaben. Sie erbringt Forschungs- und Entwicklungsleistungen überwiegend für die Region EMEA und ist für die übergeordnete zentrale Steuerung des Vertriebs verantwortlich. Zudem kauft die GRAMMER AG Produkte bei ihren Tochtergesellschaften ein und veräußert diese an Endkunden, da sie keine eigene Produktion betreibt.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt dezentral in den drei Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), AMERICAS (Nord-, Süd- und Mittelamerika) und APAC (Asien-Pazifik). Auch die Verantwortung für die jeweiligen Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen und Cashflows ist den Regionen übertragen. Die Regionen EMEA, AMERICAS und APAC stellen mithin die führenden internen Berichtstrukturen und die berichtspflichtigen Geschäftssegmente dar.

Daneben fokussieren sich die Produktbereiche Automotive und Commercial Vehicles auf die weltweite Markt-, Kunden- und Produktstrategie. Die globalen Funktionen (Konzernbereiche) unterstützen weiterhin die Regionen und Produktbereiche durch Bereitstellung von Systemen, Standards und Richtlinien sowie definierten Dienstleistungen z. B. im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Steuerungssystem

Die GRAMMER AG nutzt zur Steuerung teils das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem des GRAMMER Konzerns und als bedeutsamste Leistungsindikatoren auch die Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ferner sind das Working Capital, der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung dividiert durch das EBITDA) und das Gearing (Nettoverschuldung dividiert durch das bilanzielle Eigenkapital) Kennzahlen der GRAMMER AG. Da sich die betriebliche und wirtschaftliche Leistung der Tochtergesellschaften in den abgeführten bzw. ausgeschütteten Gewinnen und Dividenden widerspiegelt, ist auch dieser Teil des Finanzergebnisses von Bedeutung.

Menschen bei GRAMMER

Im Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 762 Mitarbeiter:innen (Vj. 760 Mitarbeiter:innen) bei der GRAMMER AG beschäftigt. Damit änderte sich die durchschnittliche Mitarbeiter:innen-Zahl im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. Dagegen war zum Stichtag 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresendstand innerhalb der GRAMMER AG eine Abnahme der Mitarbeiter:innen-Anzahl von 766 Mitarbeiter:innen auf 755 zu verzeichnen.

GRAMMER verdankt seinen Erfolg als Unternehmen insbesondere den Leistungen, dem umfassenden Know-how und dem Engagement seiner rund 14.000 Mitarbeiter:innen. Mit großem persönlichen Einsatz entwickelt und produziert das GRAMMER Team weltweit Lösungen und Innovationen, die die Mobilität von Millionen Menschen sicherer, komfortabler und nachhaltiger gestalten. Dabei stellt sich das Unternehmen täglich großen Herausforderungen. Die Transformation der Automobilbranche, getrieben durch aktuelle Megatrends wie z. B. Nachhaltigkeit, automatisiertes Fahren oder Digitalisierung, erfordert eine entsprechende Anpassungsfähigkeit durch schnelle Entscheidungen und eine zügige Umsetzung, um die sich daraus bietenden Chancen zu ergreifen. Zu diesem Zweck schafft GRAMMER Raum für neue Ideen und die persönliche Entfaltung seiner Mitarbeiter:innen. In diesem Raum ermöglichen wir kollaboratives Arbeiten nicht nur, sondern fördern es aktiv. GRAMMER unterstützt die Teamarbeit zwischen den Organisationseinheiten, bindet die Teammitglieder als Know-how-Träger:innen in wichtige Themen ein und beteiligt sie an Entscheidungsprozessen.

Way of Working bei GRAMMER: Zusammenarbeit auf einem neuen Level

Seit 2019 stehen die Buchstaben "WoW" bei GRAMMER für eine besondere Unternehmenskultur, nämlich den GRAMMER "Way of Working".

Mit dem Way of Working hat GRAMMER seinen Mitarbeiter:innen einen verbindlichen, allgemeingültigen Rahmen für die Zusammenarbeit gegeben. Denn echtes Teamwork und die Suche nach gemeinsamen Entscheidungen für beste Lösungen sind die Voraussetzungen für ein nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften. Wenn die Prämissen des WoW beherzigt werden, wird GRAMMER auch morgen in der sich schnell wandelnden Fahrzeugbranche mit ihrem sehr herausfordernden Wettbewerbsumfeld erfolgreich sein.

Mit dem damit verbundenen WoW CODE hat GRAMMER eine Formel entwickelt, die die Grundsätze der Zusammenarbeit beschreibt. Das -C- steht für "Collaboration", weil eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Fachbereiche unerlässlich ist für die Bewältigung komplexer Herausforderungen. -O- steht für Openness, denn für Problemlösungen wird Klarheit benötigt. Erst dann kann mit "Drive" (-D-, Antrieb) und "Empowerment" (-E-, Befähigung, Ermächtigung) an den Lösungen für eine Welt in Bewegung gearbeitet werden: Solutions for the world on the move.

Der WoW CODE mit seinen vier Dimensionen stellt die Säulen der Kultur dar. Um den Kulturwandel sichtbar zu machen, werden jährlich "Pulse surveys" durchgeführt und seit 2022 jährlich die CODE Awards verliehen. Dies sind interne Auszeichnungen für alle GRAMMER Mitarbeiter:innen weltweit, die in den vier Kategorien Collaboration, Openness, Drive oder Empowerment herausragen. Für jede der vier Verhaltensweisen wird ein:e Gewinner:in ausgewählt.

Darüber hinaus widmete sich das Unternehmen auch im Jahr 2023 dem Ziel, die Anwendung der WoW-Grundsätze in der täglichen Arbeit bei GRAMMER zu erleichtern. In diesem Zuge haben sich 60 freiwillige Mitarbeiter:innen aus allen Regionen gemeldet, die ab Januar 2024 neben ihrem bestehenden Aufgabengebiet zu internen WoW-Trainer*innen ausgebildet werden.

Entwicklung der Mitarbeiter:innen und Nachwuchssicherung

Die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter:innen ist für GRAMMER ein zentraler Pfeiler. Mit großem Engagement setzt sich GRAMMER für eine Kultur des Lernens ein und fördert zukünftige Fähigkeiten und Kompetenzen. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen sind der wesentliche Baustein für den Erfolg des Unternehmens.

Aus- und Weiterbildung

Zur Bestätigung der Erfolge werden an allen Standorten gut qualifizierte Nachwuchskräfte benötigt. Deshalb richtet GRAMMER die Berufsausbildung strategisch an den technologischen Fortschritten aus. Darüber hinaus unterhält GRAMMER ein Forschungspartnernetzwerk, um dauerhaft auf dem aktuellen Stand der Technik und der Forschung zu sein. Derzeit bestehen beispielsweise Kooperationen mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), der OTH Amberg und der OTH Regensburg. Mit diesem Netzwerk, das zukünftig weiter ausgebaut werden soll, positioniert sich GRAMMER auch für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte. Fünf Ausbilder:innen und zahlreiche Ausbildungsbeauftragte sorgen an sechs deutschen Ausbildungsstandorten dafür, dass mehr als 70 Auszubildende und 25 duale Student:innen einen optimalen Start in ihre berufliche Zukunft haben und als hoch qualifizierte Mitarbeiter: innen auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden.

Unser Engagement für die Mitarbeiterentwicklung schafft einen Rahmen, der es unseren Mitarbeiter:innen ermöglicht, ihre Fähigkeiten zu verbessern und sich dabei an den sich verändernden Anforderungen des Umfelds, den geschäftlichen Prioritäten und den individuellen Bedarf aller zu orientieren.

Führungskräfteentwicklung

Darüber hinaus bietet GRAMMER seinen Nachwuchs- und Führungskräften für die optimale Förderung und Weiterbildung die Teilnahme an verschiedenen Corporate-Development-Programmen an. Dadurch sollen die künftigen Führungskräfte weitgehend aus der eigenen Organisation heraus entwickelt werden. Die Programme richten sich an den Stufen der jeweiligen Karriere aus, die die Talente und Führungskräfte bereits erklommen haben. Die neu konzipierten Programme integrieren Lerninhalte und Übungen und unterstützen die WoW-Kultur. Das Programm "Talent Circle" ist auf Talente mit Potenzial für weiterführende Positionen und Aufgaben ausgelegt. An alle Führungskräfte richtet sich das neue Programm unter dem Namen "Way of Leading", das anschaulich das Modell der effektiven Führung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Führungsstile vermittelt.

Mehr zur Nachwuchssicherung, zur Entwicklung und Förderung unserer Mitarbeiter:innen und zu unseren Zielen in diesem Bereich erfahren Sie in unserem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht.

Attraktive Vergütung

Ein durchdachtes Vergütungssystem stellt für GRAMMER einen weiteren wichtigen Baustein dar, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Dabei verstehen wir die Vergütung als ganzheitliches System aus verschiedenen Komponenten wie Festgehalt, leistungsabhängigen Bestandteilen und Nebenleistungen.

Um eine markt- und leistungsgerechte Vergütung zu gewährleisten, arbeitet GRAMMER an einem unternehmensweit gültigen Stellenbewertungssystem. Dieses erlaubt es, Positionen sowohl innerhalb des gesamten Unternehmens als auch innerhalb des eigenen Marktumfelds anhand transparenter Kriterien vergleichbar zu machen und dadurch eine faire Gehaltsentwicklung sicherzustellen.

Neben einer marktgerechten Festvergütung erhalten die Mitarbeiter:innen im Management eine leistungsorientierte jährliche Zusatzvergütung. Diese ergibt sich aus dem finanziellen Unternehmenserfolg, der Erreichung strategischer Unternehmensziele (ESG-Ziele) sowie der individuellen Leistung. Dabei stellt GRAMMER sicher, dass die Mitarbeiter:innen ein regelmäßiges Feedback über ihre Leistung erhalten und so ihre Vergütung transparent nachvollziehen können.

Außerhalb des Managements bemisst sich die Vergütung nach tariflichen, betrieblichen und gesetzlichen Regelungen. Die Einbeziehung der Sozialpartner im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen sichert dabei eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeiter:innen.

Zusätzlich zu Fest- und leistungsorientierter Vergütung bietet GRAMMER seinen Mitarbeiter:innen ein breites Spektrum individueller, freiwilliger und sozialer Leistungen und Sonderzuwendungen. Exemplarisch lassen sich hier die betriebliche Altersversorgung an den Standorten in Deutschland oder umfangreiche Krankenversicherungsangebote in den USA und China hervorheben. Daneben bietet GRAMMER eine Vielzahl an nicht-monetären Benefits wie Betriebsgastronomie, Betriebsarzt und sonstige soziale Unterstützungsleistungen.

Diversity, Equity, Inclusion & Belonging (DEIB)

Die Vielfalt der Belegschaft bei GRAMMER ist auch eine Quelle für Kreativität, Innovation und wirtschaftlichen Erfolg. GRAMMER ist ein global tätiges Unternehmen mit Standorten und Geschäftspartnerschaften auf der ganzen Welt, und schon deshalb sind Toleranz und Verständnis füreinander wichtig. Die Mitarbeiter:innen sollen bei GRAMMER ein Arbeitsumfeld vorfinden, das von Akzeptanz geprägt und frei von Vorurteilen ist. DEIB ist ein selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und basiert wie die Way-of-Working-Philosophie auf den Grundwerten Vertrauen und Respekt. So kann das Unternehmen bessere Entscheidungen treffen, Mitarbeiter:innen längerfristig binden und eine bessere Kundenorientierung erzielen. Für GRAMMER ist die Vielfalt der Menschen und Persönlichkeiten eine bedeutsame Stärke des Unternehmens.

Holger Theiss, Senior Vice President Group Human Resources: "Wir glauben grundsätzlich bei GRAMMER daran, dass wir bessere Entscheidungen treffen und bessere Ergebnisse erzielen, wenn wir Vielfalt im Denken und Handeln im Unternehmen haben. Vielfalt stärkt unsere Innovationskraft und dies erfordert, alle Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, unterschiedlichen Erfahrungen, unterschiedlichen Meinungen und unterschiedlichen Arbeitsstilen mit einzubeziehen."

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt hat sich GRAMMER offiziell zu diesen Werten bekannt. Auch der GRAMMER Code of Conduct enthält ein klares Diskriminierungsverbot und Gleichbehandlungsgebot.

Zur Förderung der Diversität unterstützt GRAMMER weiterhin das interne globale Frauennetzwerk La-dies@GRAMMER und ermöglicht so Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung.

Mehr zu DEIB@GRAMMER, den Zielen, dem Verhaltenskodex und zum Netzwerk Ladies@GRAMMER findet sich in unserem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht.

Arbeitssicherheit und Gesundheit

Wohlbefinden durch maßgeschneiderte Lösungen unterstützen

Selbstverständlich haben in einem produzierenden Unternehmen wie GRAMMER die Arbeitssicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter:innen höchste Priorität. Ziel ist es, Arbeitsunfälle zu vermeiden und aktiv dazu beizutragen, dass die Mitarbeiter:innen dauerhaft fit und leistungsfähig bleiben. Um dies sicherzustellen, hat GRAMMER verschiedene Maßnahmen ergriffen. So werden alle Führungskräfte bei GRAMMER regelmäßig sensibilisiert und sind sich ihrer Verantwortung im Arbeitsschutz bewusst.

Außerdem werden Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit ausgebildet. Die Initiative MyLife@GRAMMER setzt sich für die Vereinbarkeit von beruflichen und privaten Bedürfnissen ein. GRAMMER legt dabei viel Wert auf die Gesundheit, Familie und individuelle Flexibilität seiner Mitarbeiter:innen, bspw. durch flexible Arbeitszeitmodelle oder einen integrierten Kindergarten am Standort in Hardheim.

Mehr zu unserem Ansatz im Hinblick auf die Arbeitssicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter:innen findet sich in unserem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht.

Forschung und Entwicklung

F&E Strategie

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und bildet ein wichtiges Fundament zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von GRAMMER. Ergebnis des Strategieprozesses sind konkrete Produktstrategien für die Geschäftsbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen und Schwerpunkten in den jeweiligen Regionen. Die F&E-Strategie basiert auf der Vision, Produkte zu entwickeln, die sich hinsichtlich Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit konsequent an den Bedürfnissen der Kunden und Endnutzer orientieren. Dabei will GRAMMER in den wichtigsten Märkten mit entsprechenden F&E-Ressourcen vor Ort der bevorzugte Entwicklungspartner seiner internationalen Kunden sein.

GRAMMER setzt im Bereich Global Engineering auf eine schlanke Zentralstruktur und eine starke regionale Struktur. Im globalen Verbund sind Themen wie Produktstrategie, Central Services, Nachhaltigkeit und Technology-Management in einer zentralen Abteilung für globale Aufgaben gebündelt. Im Geschäftsjahr 2023 verfügte GRAMMER über 14 F&E-Standorte, davon fünf in EMEA, vier in AMERICAS und fünf in APAC. Rund 600 Ingenieur:innen und F&E-Mitarbeiter:innen arbeiten dort gezielt daran, Nachhaltigkeit, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität, Qualität und Ästhetik der GRAMMER Produkte kontinuierlich zu verbessern. Insbesondere in China hat GRAMMER seine F&E-Ressourcen in beiden Geschäftsbereichen im vergangenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut, um dem starken regionalen Wachstum gerecht zu werden. Neu hinzu kam der F&E-Standort im chinesischen Harbin. Mit der lokalen Präsenz auf dem chinesischen Markt strebt GRAMMER eine eng verzahnte, regionale Zusammenarbeit mit seinen global agierenden Kunden an - von den ersten Entwicklungsschritten bis zum Endprodukt unter Berücksichtigung der länderspezifischen Marktbedürfnisse.

Die nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 in der GRAMMER AG auf 35,9 Mio. EUR (Vj. 42,2 Mio. EUR).

Entwicklungsschwerpunkte

Die Entwicklungsschwerpunkte leiten sich aus der Produktstrategie des jeweiligen Produktbereichs ab. Dabei werden die in der Branche dominierenden Megatrends ebenso berücksichtigt wie Kundenbefragungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios. Bei den Megatrends stehen weiterhin die transformatorischen Veränderungen in der Automobilindustrie im Vordergrund, im Wesentlichen neue Mobilität, elektrische und hybride Antriebe sowie Konnektivität. Darüber hinaus spielen die Megatrends Digitalisierung, Urbanisierung sowie Kreislaufwirtschaft nach wie vor eine maßgebende Rolle in der Produktentwicklung. Im Bereich Nachhaltigkeit unterstützt GRAMMER seine Kunden dabei, neue regulatorische Rahmenbedingungen einzuhalten, indem die Produkte im Hinblick auf Materialien und Verarbeitung nachhaltiger gestaltet werden. So leistet GRAMMER etwa durch konsequenten Einsatz von Leichtbaulösungen einen Beitrag zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und des Kraftstoffverbrauchs von Fahrzeugen.

Konkret lagen die Entwicklungsschwerpunkte im Produktbereich Automotive im vergangenen Jahr in allen drei Regionen auf Kundenprojekten, von der Akquise bis hin zur validierten Serienreife. Darüber hinaus wurden qualitative und wirtschaftliche Ergebnisoptimierungen in der laufenden Serie vorangetrieben.

Ergänzend konzentrierte sich GRAMMER bei Innovationsprojekten auf neuartige Konsolenfunktionalitäten wie den modularen Produktstandard für Konsolen mit Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte und einen ambitionierten CO 2 -Fußabdruck, Glas als Design- und Funktionselement sowie die Aufwertung des gesamten Fahrzeuginnenraums. Im Produktbereich Commercial Vehicles standen neben der Entwicklung und Erprobung kundenspezifischer Projekte im Onroad- und Offroad-Bereich die Weiterentwicklung der Sitzplattformen für den Offroad-Bereich, die Reduktion der Prozessvarianz im Bereich Offroad, die Weiterentwicklung von "Ubility One" für den Bus- und Bahnverkehr sowie die Serienentwicklung der gewichtsoptimierten Sitzplattformen für Hochgeschwindigkeitszüge im Vordergrund.

Effizientere Produktentwicklung und Fertigung durch Digitalisierung

Um den zukünftigen Anforderungen der Märkte und Regionen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER zwei Projekte zur Digitalisierung gestartet.

Das Projekt "PLM" (Product Lifecycle Management) ist fokussiert auf das Management des gesamten Produkt- und Prozesslebenszyklus. Im Jahr 2021 begann die Entwicklung von Methoden, die die integrative Entwicklung von Produkt- und Fertigungsprozessen optimal unterstützen und die Ergebnisse und Informationen automatisiert an alle weiteren Systeme und Prozesse im Werk weitergeben. Ziel dieses neuartigen Ansatzes ist die Verkürzung der Entwicklungszeiten und die deutliche Verbesserung der Datenqualität, was letztendlich zu einer Qualitätssteigerung führt.

Mit erhöhter Transparenz werden nun die Prozesse der gesamten Produktentwicklung wie Konzeptentwicklung und Akquise, Engineering Change, Produkt- und Prozessplanung in einem System gesteuert, optimiert und verkürzt.

Auf dieser Basis wird eine integrierte CO 2 -Bewertung bereits in der Produkt- und Prozessplanung implementiert, um den CO 2 -Fußabdruck von Produkten und Produktion nachhaltig und frühzeitig zu reduzieren.

Das PLM-Digitalisierungsprojekt stellt damit ein globales Projekt dar, das in halbjährigen Entwicklungszyklen sukzessive in die Organisation eingeführt wird. Hierzu ist eine Roadmap entwickelt worden. Ziel der vollständigen Einführung ist das Jahr 2027.

Neben PLM trieb GRAMMER im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich F&E auch den Aufbau von Kapazitäten, Hardware und Software sowie Know-how für innovative Berechnungsmethoden im Bereich Global Simulations voran. Ziel ist es, die Aussagefähigkeit der Berechnungsmodelle zu erhöhen. Außerdem wurden Investitionen in Versuchsanlagen und in 3D-Druckanlagen getätigt, um die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen und Entwicklungsschleifen zu reduzieren.

Eng mit dem PLM verknüpft erfolgt mit der Einführung der Manufacturing Plattform GRAMMER (MPG) als zweites größeres Digitalisierungsprojekt der Schulterschluss in die Fertigung. Durch die nahtlose Integration von verschiedenen Systemen wie PLM und SAP gewährleistet die MPG eine effiziente und präzise Produktionsplanung und -verwaltung. Die Überwachung von Maschinenaktionen, die Verfolgung von Teilen mittels DMC-Codes und die Visualisierung von Aufgaben ermöglichen eine verbesserte Verfolgbarkeit, Qualitätssicherung und Arbeitsablaufoptimierung, was zu einer Steigerung der Produktivität und einer Reduzierung von Fehlern und Stillstandszeiten führt.

Auch das MPG-Digitalisierungsprojekt stellt ein globales Projekt dar, das in halbjährigen Entwicklungszyklen sukzessive in die Organisation eingeführt wird und zukünftig auch Bereich wie Maintenance und operatives Tool-Management unterstützen soll. Der erste produktive Einsatz wird für 2024 angestrebt, die vollständige Einführung ist für das Jahr 2027 avisiert.

Die Prototypenentwicklung für die MPG erfolgt innerhalb des vom BMWK geförderten Forschungsprojektes Ada-ProQ ("Adaptive Prozessketten zur Steigerung der Produktionsqualität und -effizienz", www.adaproq.de). Über die MPG hinaus wurde in dem Forschungsprojekt zusätzlich der erste Prototyp für eine produktionsnahe KI-Anwendung entwickelt und erste Ansätze für den Einsatz von Augmented Reality in den Werken untersucht.

Nachfolgend sind die wesentlichen Projekte der Produktbereiche im Jahr 2023 aufgeführt:

Neue Sitzgenerationen für mehr Komfort im Bereich Commercial Vehicles

Die Entwicklungsschwerpunkte von GRAMMER im Geschäftsjahr 2023 lagen auf den Großprojekten MSG 297, S2900 und TGV. MSG 297 ist ein neues hoch performantes Federungssystem, das mittelfristig MSG 97 ersetzen und für die kommenden beiden Dekaden die Oberklasse der GRAMMER Federungssysteme darstellen wird. Das Sitzoberteil S2900 wurde erstmalig mit vollelektrischen Einstelloptionen und Komfortfeatures wie einem mehrstufigen Massagesystem ausgestattet. Die beiden Komponenten MSG 297 und S2900 bilden einen neuen Fahrersitz für Land- und Baumaschinen, den GRAMMER auf der Agritechnica 2023 in Hannover erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Im Jahr 2023 wurde die finale Entwicklungsphase durchgeführt und die Bedienung des Sitzes den Marktwünschen angepasst.

Der TGV ist ein Sitz für eine neue Generation von Hochgeschwindigkeitszügen der französischen Staatsbahn. Das niedrige Gewicht des Sitzes wurde durch eine innovative Magnesium-Druckguss-Leichtbautechnologie und 3D-geformte Leichtbaubezüge erreicht. Das Entwicklungsjahr 2023 war geprägt von einer tiefgreifenden Prozessoptimierung, um das komplexe Produkt prozesssicher fertigen zu können.

Neben diesen Großprojekten wurden im Jahr 2023 im Bereich Truck die Sitzplattformen MSG 115 und MSG 90.X kontinuierlich weiterentwickelt, um den steigenden Komfort- und Kostenanforderungen der Kunden von GRAMMER Rechnung zu tragen. Das bekannte modulare Konzept der Offroad-Sitze wurde weiter verfeinert und gestrafft mit dem Ziel, die Varianten zu reduzieren und Prozessvarianz zu optimieren. Im Bereich der Vorentwicklung werden aktuell die Themen Offroad-Interior-Light, Offroad Zero-Gravity-Seat mit Nickausgleich und kostenoptimierter Singlepan-Seat für Turf-Anwendung vorangetrieben.

Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Automotive

Im Produktbereich Automotive lagen die Innovationsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2023 in der Weiterentwicklung der klassischen Produktsegmente Center Consoles, Seat Components und Interior Components. Darüber hinaus führte das Unternehmen den eingeschlagenen Weg zur Modularisierung und Standardisierung in Bezug auf die GRAMMER Produkte, die eingesetzten Materialien, die Funktionen sowie auf die Methoden der digitalen Entwicklung konsequent fort. Außerdem entwickelte GRAMMER modulare und standardisierte Funktionssysteme für Kopfstützen mit einer deutlichen Reduzierung der Einzelteile und damit der Produktkosten. Diese Produktstandards lassen sich darüber hinaus in automatisierte Fertigungsprozesse einbringen, für die bisher traditionell manuelle Polsterarbeiten erforderlich waren.

Im Bereich der Mittelkonsolen arbeitet GRAMMER an mehreren Vorentwicklungsprojekten. Den Schwerpunkt bilden dabei Lösungen, die durch neue Anwendungsfälle im Zuge der Elektrifizierung erforderlich sind, beispielsweise Produkte, die den Nutzer:innen etwa während der Ladepause zur Entspannung oder zum Arbeiten dienen. Im Bereich Interior Components arbeitet GRAMMER an technischen Lösungen, die ambitionierte Designvisionen in reale Produkte übersetzen.

Dabei spielt das Thema Nachhaltigkeit in allen Produktlinien inzwischen eine übergeordnete Rolle. Hier bietet GRAMMER Lösungen an, die den anspruchsvollen Vorgaben der OEMs nicht nur gerecht werden, sondern oft darüber hinaus gehen.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlor im Verlauf des Jahres 2023 zunehmend an Dynamik und stand weiterhin unter dem Einfluss weltweiter Krisen, darunter die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Zwar haben sich die Lieferketten nach den Störungen im Zuge der Pandemie wieder weitgehend erholt. Dafür sind andere Problemfelder in den Vordergrund getreten, unter anderem die weltweit niedrige Industrieproduktion und eine Investitionszurückhaltung im Zuge der Unsicherheit über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Hier bremsten insbesondere die im Zuge der Inflationsbekämpfung von den Notenbanken stark angehobenen Zinsen die wirtschaftliche Entwicklung. Zwar gingen die weltweiten Inflationsraten im Laufe des Jahres 2023 langsam zurück, sie bewegten sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht daher in seinem aktuellen World Economic Outlook vom Januar 2024 von einem deutlich zurückhaltenden Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % im Jahr 2023 aus. Im Vorjahr hatte es 3,5 % betragen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Industrieländern stieg laut IWF um 1,6 %, in den Entwicklungsländern um 4,1 %.

Die Region AMERICAS entwickelte sich dabei trotz der weiterhin restriktiven Geldpolitik der Notenbank nach Einschätzung des IWF stabil. Die Turbulenzen im US-Bankensektor zu Beginn des Jahres konnten bewältigt werden, ebenso wurde der Streit um die Schuldenobergrenze in den USA beigelegt. Außerdem nahmen der private Konsum und die Anlageinvestitionen schrittweise zu. Das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 lag laut IWF bei 2,5 % in den USA. In Brasilien und Mexiko stieg das Bruttoinlandsprodukt um 3,1 % bzw. 3,4 %.

In der Region EMEA, die durch den Ukraine-Krieg und die dadurch ausgelöste Energiekrise stark betroffen ist, dominierten im Jahr 2023 weiterhin die belastenden Faktoren. Die Konjunktur stagnierte weitgehend. Im Euroraum nahm das BIP im Jahr 2023 nach Angaben des IWF um lediglich 0,5 % zu, in Deutschland ging es sogar um 0,3 % zurück.

In APAC konnte China mit einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % das von der Regierung gesetzte Wachstumsziel knapp erreichen. Der Aufschwung nach dem Ende der COVID-19-Restriktionen war dort jedoch nur von kurzer Dauer. Insbesondere die hohe Verschuldung im Immobiliensektor drückte im Gesamtjahr 2023 auf die Wachstumsraten. In Japan erhöhte sich das BIP laut IWF im vergangenen Jahr um 1,9 %.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Erholung der Automobilbranche schreitet weiter voran

Die Automobilindustrie konnte auch im Jahr 2023 die Erholung in Bezug auf das Produktionsvolumen weiter fortsetzen. Insgesamt stieg das weltweite Produktionsvolumen im Berichtszeitraum laut Daten von S&P Global Mobility um 9,0 % an. Absolut betrug das globale Wachstum im Geschäftsjahr 2023 rund 7,4 Mio. produzierte Einheiten. Zu dieser positiven Entwicklung trug vor allem eine weitere Verbesserung der Lieferketten bei. Darüber hinaus wurden positive Produktionszahlen aus China gemeldet, wo sich eine Verlängerung der Steuerermäßigung für New Energy Vehicles (NEV), die bis 2027 gelten soll, positiv auswirkte. Maßgeblich waren zudem Preissenkungen, eine Stärkung der Exporte und weniger Stopp-Start-Effekte.

Der Großteil des Wachstums der im Berichtszeitraum produzierten Einheiten entfiel mit 4,0 Mio. auf APAC, was einer Zunahme von 8,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei belief sich das Wachstum in China auf 8,5 % oder 2,2 Mio. Einheiten. Neben den bereits genannten Effekten wirkte sich in APAC insbesondere die Erholung von der Halbleiterknappheit positiv aus. Vor allem die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stieg in der Region. Die Produktion in China profitierte nachhaltig vom boomenden Exportgeschäft und der angekündigten Verlängerung der Steuervergünstigungen.

Das Wachstum der Automobilproduktion fiel in EMEA mit einem Produktionsanstieg um 11,0 % bzw. 2,0 Mio. Einheiten zwar prozentual am stärksten aus, lag aber unter früheren Einschätzungen von S&P Global Mobility. Die Versorgungsengpässe konnten überwunden werden, da der Auftragsbestand jedoch weiter zurückgeht, waren erste Konsequenzen in Form von Preissenkungen und vereinzelte Produktionsstopps nötig.

Für AMERICAS zeigen die Daten von S&P Global Mobility im Berichtszeitraum ein Wachstum von 8,1 % bzw. 1,4 Mio. Einheiten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Lieferkettenprobleme sind dort zwar immer noch vorhanden, wirken sich insgesamt aber nicht mehr störend auf die Produktion aus. Außerdem hatte der Streik der US-Gewerkschaft UAW geringere Auswirkungen als ursprünglich angenommen.

Nutzfahrzeugmarkt: Verbesserung der Lieferketten tragen zur Erholung bei

Im Bereich der Nutzfahrzeuge geht S&P Global Mobility von einem Anstieg des weltweiten Produktionsvolumens im Jahr 2023 von 11,7 % aus (+0,4 Mio. Einheiten). Wie auch auf dem Pkw-Markt begünstigte insbesondere die Erholung der zuletzt angespannten Lieferketten das Wachstum der Lkw-Produktion. Diese Entwicklung hat unter anderem zur Folge, dass sich - im Vergleich zum starken Preisanstieg im Jahr 2022 - Angebot und Nachfrage im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr weiter ausbalancierten und sich die Verbraucherpreisinflation infolgedessen weiter abschwächte, was sich positiv auf die industriellen Materialpreise auswirkte.

In APAC belief sich der Anstieg der Produktion 2023 auf 18,8 %. Damit nahmen die produzierten Einheiten im Vorjahresvergleich um rund 0,31 Mio. zu. Getragen wurde das Wachstum hauptsächlich von China, wo rund 0,30 Mio. mehr Einheiten produziert wurden - ein Anstieg um 34,5 %. Dies ist vor allem auf die Erholung nach der Aufhebung der Restriktionen im Zuge der chinesischen Zero-COVID-Politik zurückzuführen.

Allerdings ist dabei auch ein Basiseffekt aus dem Jahr 2022 zu beachten, als die Produktionszahlen durch hohe Lagerbestände, die Inflation und Pandemieschäden auf einem Sechsjahrestief lagen.

Für EMEA vermeldete S&P Global Mobility im Jahr 2023 einen Anstieg der Produktionszahlen von 12,3 %. Hier verbesserte sich gegenüber dem schwachen Vorjahr insbesondere die Versorgung mit Halbleitern und Kabelbäumen. Auch die Auftragslage befand sich insgesamt auf einem hohen Niveau.

In AMERICAS war im Jahr 2023 ein Rückgang der Produktionszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 % bzw. 0,03 Mio. Einheiten zu verzeichnen. Während in Nordamerika ein Plus von 8,0 % verzeichnet werden konnte, wurde das negative Ergebnis in erster Linie durch die im Vergleich zum Vorjahr um 36,3 % geringere Lkw-Produktion in Südamerika getrieben. Dort belasteten neue Emissionsnormen in Brasilien und Kolumbien die Hersteller.

Landtechnik

Die Landtechnikindustrie verzeichnete laut PSR OE Link im Jahr 2023 einen Produktionsrückgang um 6,0 %. Das niedrigere Volumen ist vor allem auf Unsicherheiten in Europa infolge einer insgesamt verlangsamten wirtschaftlichen Tätigkeit zurückzuführen. Außerdem erhöhten neue Emissionsvorschriften den Druck und führten zu einem Preisanstieg.

Baumaschinensektor

Die Produktion im globalen Baumaschinensektor ging laut PSR OE Link ebenfalls deutlich um 6,2 % zurück. Hauptgrund ist auch hier die anhaltende Schwäche in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Die geopolitischen Krisen in Verbindung mit einer steigenden Inflation und hohen Zinssätzen haben vorsichtige Erholungstendenzen unterbrochen.

Material-Handling

Die Material-Handling-Industrie hingegen entwickelte sich im vergangenen Jahr erneut positiv. Dazu trugen vor allem die wachsende Automatisierung in der Logistikbranche bei, insbesondere in Europa und den USA. Auf der anderen Seite belasteten in Europa im Vergleich zum Vorjahr geringere Investitionen in die E-Commerce-Infrastruktur. Laut der aktuellen Prognose von PSR OE Link stieg die Produktionsleistung im Vergleich zum Vorjahr weltweit um 2,0 %.

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2023

Ergebnis deutlich über Vorjahr aber hinter den Erwartungen

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 war von den weiter bestehenden gesamtwirtschaftlichen und branchenseitigen Unsicherheiten geprägt. Aufgrund höherer Kosten infolge volatiler Werksauslastungen, Währungsverlusten sowie weiterhin stark gestiegener Personalkosten verzeichnete die GRAMMER Gruppe eine deutlich unter den Erwartungen liegende Ergebnisentwicklung. Darüber hinaus konnten die Fortschritte im Rahmen der eingeleiteten Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen insbesondere in der Region AMERICAS im vergangenen Jahr noch nicht wie geplant erzielt werden. Diese Entwicklungen führten dazu, dass GRAMMER die Gesamtjahresprognose für das operative EBIT in Höhe von rund 70 Mio. EUR nicht erreicht hat. Dennoch lag das operative EBIT auf Konzernebene mit 56,8 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau. In Reaktion auf die unter den Erwartungen liegende Profitabilität hat GRAMMER das Programm "Top 10 Measures" initiiert, das in erster Linie zur Steigerung der Effizienz im Jahr 2024 beitragen soll. Darüber hinaus liegt ein besonderes Augenmerk auf dem angestrebten Turnaround in AMERICAS sowie weiteren Kostensenkungsmaßnahmen.

Auftragseingang erreicht neue Dimensionen

Um das in der Mittelfrist-Guidance avisierte Umsatz- und Ergebnisziel zu erreichen, hat GRAMMER Customer Excellence ebenfalls als einen Fokusbereich festgelegt. Die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden in den sich stetig transformierenden Branchen bildet das Fundament von GRAMMERs Erfolg. Der Auftragseingang 2023 zeigt, dass die Unternehmensgruppe auch im Berichtszeitraum dem hohen Anspruch an die Zufriedenheit der Kunden gerecht wurde. GRAMMER hat in allen Regionen bedeutende Erfolge beim Auftragseingang erzielt und insgesamt mit einem Auftragseingang von 2,7 Mrd. EUR eine neue Rekordhöhe erreicht.

Die Entwicklung in den Regionen

In den Regionen EMEA und APAC konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. In EMEA trugen positive Volumeneffekte sowie die bereits im Vorjahr erzielten Vereinbarungen mit Kunden zur Weitergabe der inflationsbedingten Kostensteigerungen maßgeblich zur Ergebnisentwicklung bei. Gleichzeitig belasteten herausfordernde Neuanläufe sowie Störungen der Lieferketten die operative Effizienz.

In APAC trug insbesondere das neue Werk in Hefei, das einen boomenden chinesischen NEV-Automobilhersteller beliefert, zur positiven Entwicklung von Ergebnis und Umsatz bei. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Quartale in APAC im Vergleich zu den Vorjahreswerten aufgrund der Lockdowns, die im Jahr 2022 zwischenzeitlich in China verhängt wurden, sehr unterschiedlich. Das Restrukturierungsprojekt P2P - Path to Profitability - spielte in AMERICAS eine wichtige Rolle im Jahr 2023. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung der operativen Performance verzögerten sich jedoch. Die positiven Effekte aus der Restrukturierung blieben damit hinter den Erwartungen zurück.

GRAMMER interne Auszeichnungen: WoW und CSR Awards

Der WoW CODE mit seinen vier Dimensionen Collaboration, Openness, Drive und Empowerment repräsentiert die Säulen von GRAMMERs Unternehmenskultur. Um den Kulturwandel weiter voranzutreiben und die gewünschten Verhaltensweisen zu honorieren, wurden auch 2023 die GRAMMER WoW CODE Awards verliehen. Die WoW CODE Awards sind jährliche, interne Auszeichnungen für alle GRAMMER Mitarbeiter:innen weltweit, die sich in den Kategorien Collaboration, Openness, Drive oder Empowerment auszeichnen. Für jede der vier Verhaltensweisen wird ein:e Gewinner:in ausgewählt und mit einem Award ausgezeichnet. Insgesamt 129 Nominierungen (+15 % im Vergleich zum Vorjahr) aus allen Ländern und Regionen ergaben eine überwältigende Resonanz, die das bemerkenswerte Engagement und die Hingabe der Mitarbeiter:innen widerspiegelt. Insgesamt gab es 2023 sogar fünf Awards: Ein Special WoW CODE Award wurde an das gesamte GRAMMER-Team in China für ihren unvergleichlichen Einsatz während der COVID-Lockdowns verliehen, die in den Werken gelebt haben, um die Produktion aufrecht zu erhalten.

Die Corporate Social Responsibility (CSR) Awards sind interne Auszeichnungen für Standorte mit hohem Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit. GRAMMER möchte damit die Bedeutung von Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung unterstreichen und das Engagement in diesem Bereich würdigen. Auch in diesem Jahr wurden Projekte aus den drei Kategorien Umwelt, Mitarbeiter & Gesellschaft ausgezeichnet.

GRAMMER und die Wissenschaft: Ausgezeichnete Grundlagenforschung für die GRAMMER Sitze von morgen GRAMMER unterhält ein Forschungspartnernetzwerk, um dauerhaft auf dem aktuellen Stand der Technik und der Forschung zu sein. In diesem Zusammenhang ging der Eurospine GRAMMER Award 2023 an Dr. Masoud Malakoutian und das Team von Prof. Thomas Oxland an der Universität von British Columbia in Vancouver, Kanada. Die Wissenschaftler:innen entdeckten Unterschiede in Muskelfasern, die erhebliche Auswirkungen auf die Belastung der Wirbelsäule haben können.

Diese Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen für zukünftige anwendungsorientierte Erkenntnisse, die es GRAMMER ermöglichen, optimale Sitzlösungen zur Gesunderhaltung der Wirbelsäule der Endnutzer:innen anzubieten.

Darüber hinaus war GRAMMER gemeinsam mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden Gastgeber des vierten internationalen Comfort Congress in Amberg. Schwerpunkt des Kongresses war das Thema Komfortforschung in verschiedenen Anwendungsbereichen. Als anerkannter Experte im Bereich Komfort und Rückengesundheit diskutierten Vertreter:innen von GRAMMER zusammen mit den Teilnehmer:innen der internationalen Veranstaltung die zukünftigen Komfortanforderungen beim Thema Mobilität. Diese wichtigen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die GRAMMER Produktentwicklung ein und tragen ihren Teil dazu bei, dass GRAMMER dem hohen Anspruch der Kunden Jahr für Jahr gerecht wird.

GRAMMER als Top Arbeitgeber ausgezeichnet

Beim renommierten Arbeitgeberranking des Top Employers Institute konnte sich GRAMMER einen Platz im oberen Drittel sichern. Damit qualifizierte sich das Unternehmen mit einem starken Gesamtergebnis als einer von Deutschlands Top-Arbeitgebern 2023. Bewertet wurden die Leistungen des Unternehmens in 20 Bereichen, darunter Personalstrategie, Arbeitsumfeld, Talentakquise, Weiterbildung, Wohlbefinden, Kultur, Diversity und Integration.

Produktinnovationen für die Mobilität von morgen

Innovationen haben bei GRAMMER einen hohen Stellenwert. Sie stellen ein wesentliches strategisches Mittel zur Weiterentwicklung des Unternehmens dar. GRAMMER setzt seit jeher auf die Entwicklung moderner, zukunftsweisender Produkte und ist damit eines der führenden Unternehmen der Branche, wie die folgenden Beispiele zeigen:

Die ID. BuzzBox zeigt, wie sich neue Mobilität im Interieur anfühlt: Nutzer:innen des neuen E-Allrounders von Volkswagen Nutzfahrzeuge können so den (Stau-)Raum flexibel gestalten. Die große Aufbewahrungsbox lässt sich mit einem Tastendruck entriegeln und dort positionieren, wo sie gebraucht wird - oder ganz einfach mit nach draußen nehmen.

Im Innenraum der Siebener-Reihe von BMW trägt GRAMMERs Mittelarmlehne dazu bei, dass Fahrer:in und Passagiere im großzügigen Innenraum entspannen können. In enger Partnerschaft mit der BMW Group entwickelt, ist sie ein zentrales Element der Innenraumgestaltung und bedient Ästhetik und Luxus - nicht nur beim Design, sondern auch bei den Funktionen und der Bedienung.

Für den Elektro-SUV HiPhi X des chinesischen Herstellers Human Horizons liefert GRAMMER die Mittelkonsole der hinteren Sitzbank, wodurch die Passagiere vom Entwicklungs-Know-how profitieren, das GRAMMER über Jahre als Interior-Zulieferer für internationale Top-Player im Automotive-Bereich aufgebaut hat.

Komfort, Ergonomie und eine intuitive Bedienung - im Arbeitsalltag von Lkw-Fahrer:innen sind das essenzielle Anforderungen an die Eigenschaften des Sitzes, um sich dauerhaft gesund und fit zu halten. Genau diese Eigenschaften hat GRAMMER mit dem Nachrüstsitz Roadtiger adressiert, der auch für die aktuellen MAN-Lkw der Modellreihen TGX und TGA erhältlich ist.

Der neu entwickelte Fahrersitz MSG 297/​2900 für Land- und Baumaschinen ist eine Weltneuheit: Mit dem Fokus auf Dämpfung und Federung, einer mehrstufigen Klimatisierung, Massagefunktion und Dualmotion-Lehne vereint der Sitz einen hohen gesundheitlichen Schutz des Fahrenden mit dem Komfort, den Kund:innen bereits aus Autos gewöhnt sind. Dabei bietet GRAMMER eine hohe Modularität für die Hersteller - mit wenigen Varianten können eine Vielzahl an Fahrzeugmodellen ausgestattet und unterschiedliche Kundenansprüche erfüllt werden.

GRAMMER stellt herausragendes Produktportfolio auf den Leitmessen aus

Auch im Berichtszeitraum hat GRAMMER wieder zahlreiche Neuheiten auf internationalen Fachmessen ausgestellt. Auf der diesjährigen Agritechnica in Hannover wurde der oben genannte MSG 297/​2900 präsentiert. Der Sitz ist das Ergebnis des Entwicklungs-Know-hows, das GRAMMER über Jahrzehnte im Landwirtschaftsbereich aufgebaut hat. Diese Erfahrung zeigt sich auch in den Nachrüstsitzen, von denen auf der Agritechnica die Modellreihen Maximo und Compacto vorgestellt wurden.

Auf der größten Baumaschinenmesse Nordamerikas, der Conexpo, präsentierte GRAMMER einige Highlights wie den ersten Sechs-Wege-Steuerhebelträger ErgoPlus sowie eine Audio-Kopfstütze und weitere Produkte, die die Schnittstelle zwischen Fahrzeug, Sitz und Nutzer verbessern.

Auf der ProMat 2023 in Chicago, der größten nordamerikanischen Fachmesse für Material Handling und Logistik, präsentierte GRAMMER sein deutlich erweitertes Produktprogramm für Staplerfahrzeuge. Premieren-Highlights waren ein Haptic Warning-System, wasserabweisende Bezugsstoffe und weitere Innovationen, die Sicherheit, Haltbarkeit und Nutzungskomfort an diesem anspruchsvollen Arbeitsplatz verbessern.

In Asien wurden auf der AutoShanghai Mittelkonsolen, Kopfstützen, Armlehnen und weitere Innenraumkomponenten für Kunden in China vorgestellt. Zu den Highlights gehörten neue e-Airvents und Konzepte für nachhaltige Kopfstützen, die den CO 2 -Footprint dieses Bauteils drastisch verbessern können. Japans wichtigste Baumaschinenmesse, die Construction & Survey Productivity Improvement Expo (CSPI), war für GRAMMER die perfekte Bühne, um innovative Sitzlösungen für Aftermarket- und OEM-Kunden in diesem wichtigen Markt zu präsentieren.

Geschäftsverlauf

Kennzahlen der GRAMMER AG

TEUR

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2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 559.857 676.766 -116.909
Jahresergebnis -14.897 -56.316 41.419
Investitionen 2.175 3.993 -1.818
(ohne Investitionen in das Finanzanlagevermögen)
Mitarbeiter:innen im Jahresdurchschnitt 762 760 2

Die GRAMMER AG verzeichnet einen Rückgang bei den Umsatzerlösen und beim EBIT

Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung der GRAMMER AG

TEUR

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2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 559.857 676.766 -117.909
Bestandsveränderung 3.957 -1.545 5.502
563.814 675.221 -111.407
Sonstige betriebliche Erträge 9.091 66.176 -57.085
Gesamtleistung 572.905 741.397 -168.492
Materialaufwand 434.391 515.585 81.194
Personalaufwand 85.434 92.237 6.803
Abschreibungen 7.684 8.128 444
Sonstige betriebliche Aufwendungen 84.149 80.064 -4.085
EBIT -38.753 45.383 -84.136
Finanzergebnis 25.490 -97.402 122.892
Ergebnis vor Steuern -13.263 -52.019 38.756
Ertragsteuern 1.526 4.062 2.536
Sonstige Steuern 108 235 127
Jahresergebnis -14.897 -56.316 41.419

In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld hat die GRAMMER AG im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang der Umsatzerlöse verzeichnet, der maßgeblich aus Umsatzverminderungen im Produktbereich Commercial Vehicles und insbesondere im Inland resultierte. Zurückzuführen sind die reduzierten Umsätze vor allem auf die zum Teil geänderten Abrechnungsmodalitäten in der GRAMMER Gruppe. Im Gegensatz zu den Vorjahren fakturieren Tochtergesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2023 einen größeren Anteil ihrer Lieferungen direkt an die jeweiligen Endkunden, während zuvor in vielen Fällen die GRAMMER AG als Händler dieser Produkte zwischengeschaltet war. Die entsprechenden Umsätze fielen deshalb im Geschäftsjahr 2023 nur noch bei den betroffenen Tochtergesellschaften an, ohne dass dadurch die von der GRAMMER Gruppe insgesamt erzielten konsolidierten Umsätze rückläufig gewesen wären.

Vor diesem Hintergrund belief sich in der GRAMMER AG der Umsatzrückgang im Produktbereich Commercial Vehicles auf 123,8 Mio. EUR (26,6 %), wohingegen im Bereich Automotive der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Mio. EUR (3,3 %) zunahm.

Vor allem Infolge dieses Umsatzrückgangs sank das EBIT trotz reduzierter Aufwendungen in den wesentlichen Aufwandskategorien. Es nahm um 84,2 Mio. EUR auf -38,8 Mio. EUR (Vj. 45,4 Mio. EUR) ab. Weil aber das Finanzergebnis (25,5 Mio. EUR; Vj. -97,4 Mio. EUR), vor allem aufgrund erheblich gesteigerter Erträge aus Dividenden und Gewinnabführungen und wegen der geringeren Abschreibungen auf Finanzanlagen gegenüber dem Vorjahr deutlich anstieg, konnte das Jahresergebnis von -56,3 Mio. EUR im Jahr 2022 auf -14,9 Mio. EUR im Berichtsjahr 2023 verbessert werden.

Das Jahresergebnis der GRAMMER AG ist im Geschäftsjahr 2023 besonders durch eine Umsatzverminderung und daneben durch eine Ergebnissonderbelastung in Höhe von 110,2 Mio. EUR beeinflusst, die aus Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert.

Demgegenüber waren auch im Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 per Saldo belastende Ergebniseffekte in Höhe von 79,4 Mio. EUR enthalten. Diese beinhalteten wesentliche Sonderbelastungen von 120,7 Mio. EUR, die vor allem auf Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfielen, denen außergewöhnliche sonstige betriebliche Erträge aus der Einbringung von Finanzanlagen im Konzernkreis in Höhe von 41,3 Mio. EUR gegenüberstanden.

Nach Eliminierung der oben genannten Sondereinflüsse in Höhe von -110,2 Mio. EUR (Vj. -79,4 Mio. EUR) und Fremdwährungseffekten in Höhe von -2,8 Mio. EUR (Vj. -8,3 Mio. EUR) ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 94,1 Mio. EUR (Vj. 19,1 Mio. EUR). Der Anstieg des bereinigten Ergebnisses ist vor allem auf ein im Wesentlichen aufgrund höherer Dividendenausschüttungen der Tochtergesellschaften in China verbessertes operatives Finanzergebnis (nach Bereinigung um enthaltene Sondereffekte) zurückzuführen, während das operative EBIT (nach Bereinigung um enthaltene Sondereffekte) um rund 39,4 Mio. EUR rückläufig war.

Zum Jahresende waren 755 Mitarbeiter:innen (Vj. 766) bei der GRAMMER AG beschäftigt. Damit hat sich der Personalbestand verglichen zum Vorjahresende um 11 Mitarbeiter:innen bzw. 1,4 % vermindert.

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnete die GRAMMER AG einen Anstieg des Jahresergebnisses. Im Geschäftsjahr 2023 steht ein Jahresfehlbetrag von 14,9 Mio. EUR zu Buche, während im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag von 56,3 Mio. EUR verzeichnet werden musste. Die Rendite nach Steuern bezogen auf die Gesamtleistung beträgt daher -2,6 % (Vj. -7,6 %).

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2023 gingen die Umsatzerlöse der GRAMMER AG um 116,9 Mio. EUR auf 559,9 Mio. EUR (Vj. 676,8 Mio. EUR) zurück. Regional betrachtet nahmen besonders die Umsätze mit Kunden innerhalb Deutschlands ab, während der Rückgang des Geschäfts mit Kunden im Ausland geringer ausfiel.

Die Inlandsumsätze nahmen um rund 33,3 % auf 165,2 Mio. EUR (Vj. 247,8 Mio. EUR) ab. Diese Gesamtveränderung wurde maßgeblich von der Entwicklung im Produktbereich Commercial Vehicles beeinflusst, der im Inland eine Umsatzabnahme um 65,7 Mio. EUR bzw. 33,3 % verzeichnete. Auch der Umsatz im Bereich Automotive in Deutschland nahm mit einem Rückgang von 16,9 Mio. EUR bzw. 33,3 % nahezu gleichförmig ab. Aufgrund der Gesamtabnahme der Inlandsumsätze hat sich der Anteil der inländischen Umsätze am Gesamtumsatz der GRAMMER AG deutlich reduziert. Während dieser Anteil im Vorjahr noch 36,6 % betragen hatte, nahm er im Geschäftsjahr 2023 um 7,1 Prozentpunkte auf 29,5 % ab.

Die Umsatzerlöse im Auslandsgeschäft (Drittland und EU) nahmen im Geschäftsjahr 2023 per Saldo um 34,3 Mio. EUR von 428,9 Mio. EUR auf 394,6 Mio. EUR ab. Der Umsatzrückgang resultierte hierbei vor allem aus einer Abnahme der Umsätze im EU-Kundengeschäft (10,0 %), während die Drittlandgeschäfte um lediglich 4,1 % abnahmen. Bezogen auf die Produktbereiche zeigt sich, dass der Rückgang im Auslandsgeschäft im Bereich Commercial Vehicles (-21,6 %) zustande kam, während im Bereich Automotive im Auslandsgeschäft ein Zuwachs (+14,9 %) zu verzeichnen war, welcher vor allem von Geschäften mit Drittlandskunden getragen wurde. Die Commercial Vehicles-Umsätze nahmen dagegen sowohl im EU-Geschäft als auch im Drittlandgeschäft ab.

Im Produktbereich Automotive stiegen die Umsatzerlöse um 7,0 Mio. EUR auf 217,5 Mio. EUR (Vj. 210,5 Mio. EUR). Dieser Zuwachs resultierte besonders aus den wieder verbesserten Marktentwicklungen infolge wieder besser funktionierender Lieferketten bei den OEMs auf den für uns wesentlichen Absatzmärkten. Im Bereich Automotive liefert GRAMMER Innenraumkomponenten für namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Der Umsatz in diesem Bereich besteht hauptsächlich aus dem Verkauf von Handelswaren, die von Tochtergesellschaften bezogen werden, sowie dem Projektgeschäft für die Entwicklung von Serienprodukten mit den entsprechenden Werkzeugen. Daher basiert die Umsatzentwicklung der GRAMMER AG weiterhin im Wesentlichen auf den Produktionsvolumina der jeweiligen Plattformen und Modelle der Endkunden, die in den zuliefernden Tochterunternehmen anlaufen.

Im Produktbereich Commercial Vehicles nahmen die Umsatzerlöse um 123,9 Mio. EUR auf 342,4 Mio. EUR (Vj. 466,3 Mio. EUR) ab. Der Unternehmensbereich Commercial Vehicles umfasst die Kerngeschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze sowie Bus und Bahn. Auch in diesem Geschäftsbereich besteht der Umsatz der GRAMMER AG weiterhin fast ausschließlich aus dem Verkauf von Handelswaren, die von Tochtergesellschaften bezogen werden. Weil im Gegensatz zu den Vorjahren Tochtergesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2023 einen größeren Anteil ihrer Lieferungen direkt an die jeweiligen Endkunden fakturierten, waren die Umsätze der GRAMMER AG entsprechend rückläufig.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2023 mit einem Rückgang von 57,1 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR (Vj. 66,2 Mio. EUR) sehr deutlich reduziert. Maßgeblich beeinflusst ist diese Abnahme durch die im Vorjahr angefallenen außergewöhnlichen Erträge im Rahmen der Einbringung von zuvor direkt gehaltenen Geschäftsanteilen in die Tochtergesellschaft GRAMMER Deutschland GmbH gegen Gewährung eines neuen Geschäftsanteils dieser Gesellschaft (41,3 Mio. EUR), denen im Geschäftsjahr keine entsprechenden Erträge gegenüberstehen. Wesentlichen Einfluss auf die Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge haben darüber hinaus geringere Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung (5,1 Mio. EUR; Vj. 13,9 Mio. EUR) sowie gesunkene Erträge aus Schadenersatz- und Kompensationsleistungen (0,1 Mio. EUR; Vj. 3,8 Mio. EUR).

Aufwendungen

Die Materialaufwendungen der GRAMMER AG sanken von 515,6 Mio. EUR um 81,2 Mio. EUR auf 434,4 Mio. EUR im Jahr 2023. Hauptgrund dafür sind die teilweise geänderten Fakturierungsmodalitäten in der GRAMMER Gruppe, aufgrund derer Tochtergesellschaften nunmehr zum Teil direkt mit den betroffenen Endkunden abrechnen. Die Materialeinsatzquote in Bezug auf die Summe aus Umsatzerlösen und den Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen stieg damit jedoch auf 77,1 % (Vj. 76,4 %). Veränderungen der Materialquote basieren vor allem auf Verschiebungen im Produktmix; im Geschäftsjahr insbesondere hin zu den margenschwächeren Produkten des Bereichs Automotive. Außerdem hatte im Geschäftsjahr die Inflationsentwicklung einen spürbaren Einfluss auf die Materialeinsatzquote. Darüber hinaus ist diese im Allgemeinen höher als bei vergleichbaren produzierenden Gesellschaften, da die GRAMMER AG ausschließlich Handelswaren vertreibt und selbst nicht produziert.

Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2023 bei einer nahezu konstanten Zahl der bei der GRAMMER AG im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter um 6,8 Mio. EUR auf 85,4 Mio. EUR (Vj. 92,2 Mio. EUR) ab. Ursächlich dafür sind besonders die geringeren Aufwendungen für Altersversorgungsverpflichtungen. Hier waren im Vorjahr vor allem aufgrund der notwendigen Anpassung der Bewertungsparameter für die Pensionsrückstellungen infolge der gestiegenen Inflation um rund 9,1 Mio. EUR höhere Zuführungsanteile zu den Pensionsrückstellungen notwendig gewesen. Wegen des erheblichen Rückgangs der Umsatzerlöse hat sich die Personalaufwandsquote, berechnet in Relation zur Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderungen, dennoch von 13,7 % auf 15,2 % erhöht.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nahmen von 8,1 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR weiter ab. Der Hauptgrund dafür liegt in geringeren Investitionen, da die notwendigen Investitionen zur Produktherstellung im Gegensatz zu früheren Geschäftsjahren regelmäßig bei den operativ produzierenden Tochterunternehmen getätigt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 4,0 Mio. EUR auf 84,1 Mio. EUR (Vj. 80,1 Mio. EUR). Dabei wirkten die Entwicklungen in den einzelnen Aufwandskategorien teilweise kompensatorisch. Besonders hohe Zunahmen ergaben sich in Bezug auf die Verwaltungskosten (+7,6 Mio. EUR bzw. +15,8 %) und die Aufwendungen für Versicherungen, Gebühren und Abgaben (+1,0 Mio. EUR bzw. +20,3 %). Dagegen entwickelten sich vor allem die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (-3,3 Mio. EUR bzw. -58,7 %) und die Vertriebsaufwendungen (-1,2 Mio. EUR bzw. -31,6 %) rückläufig. Weitere maßgebliche Aufwandskategorien wie Betriebskosten (+0,4 Mio. EUR bzw. +4,5 %) und Werbe- und Reisekosten (-0,5 Mio. EUR bzw. -14,5 %) blieben weitgehend konstant.

Finanzergebnis

Der Zinsaufwand stieg bei einer reduzierten durchschnittlichen Verschuldung weiter von 24,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR (+2,8 Mio. EUR) an. Ursache für diese Zunahme sind erhöhte Zinskosten aus der Konsortialkreditfinanzierung (+7,7 Mio. EUR) infolge der dafür zu vergütenden gestiegenen Zinssätze. Kompensierend wirkten der deutlich niedrigere Zinsaufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, der um 1,8 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR zurückging, außerdem der geringere Zinsaufwand für langfristige Schulden (-2,0 Mio. EUR) sowie der Rückgang weiterer kurzfristiger Finanzierungskosten (-1,2 Mio. EUR). Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 war ein Rechnungszins in Höhe von 1,82 % (Vj. 1,78 %) zu Grunde zu legen. Die Berechnungen basieren auf dem von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die Aufwendungen aus Abwertungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen nahmen von 119,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 111,1 Mio. EUR ab. Die Abschreibungen resultierten im Geschäftsjahr maßgeblich aus der niedrigeren Bewertung von Anteilen an zwei Tochtergesellschaften in AMERICAS.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge inklusive der Erträge aus Ausleihungen gingen von 12,9 Mio. EUR im Jahr 2022 geringfügig um 0,3 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR zurück. Diese Position wird wesentlich von den Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen und aus kurzfristigen Forderungen beeinflusst, da die GRAMMER AG auch weitgehend die zentrale Finanzierungsfunktion innerhalb der GRAMMER Gruppe wahrnimmt.

Die Erträge aus Beteiligungen weisen einen erfreulichen Zuwachs um 74,6 Mio. EUR von 33,8 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 108,4 Mio. EUR im Jahr 2023 auf. Grund hierfür sind vornehmlich erhöhte Dividendenzahlungen unserer Tochtergesellschaften in China.

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften in Deutschland haben sich mit einer Zunahme um 39,0 Mio. EUR, von 11,8 Mio. EUR auf 50,8 Mio. EUR, ebenfalls deutlich verbessert. Darüber hinaus nahm der ergebnisbelastende Effekt aus der Verlustübernahmeverpflichtung gegenüber Tochtergesellschaften von 12,4 Mio. EUR im Vorjahr um 4,1 Mio. EUR auf 8,3 Mio. EUR ab.

In der Gesamtbetrachtung führten trotz der erneut notwendigen hohen Abschreibungen auf Finanzanlagen vor allem die stark gestiegenen Dividendenerträge und Ergebnisübernahmen zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses im Jahr 2023 von -97,4 Mio. EUR um 122,9 Mio. EUR auf 25,5 Mio. EUR.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken im Jahresvergleich von 4,1 Mio. EUR um 2,6 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR. Ursächlich dafür sind neben niedrigeren Steuerzahlungen im Inland auch gesunkene Quellensteuern im Ausland.

Ergebnisse

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich von 45,4 Mio. EUR um 84,2 Mio. EUR auf nunmehr -38,8 Mio. EUR. Der Rückgang ist einerseits auf ein geringeres operatives Betriebsergebnis und daneben vor allem auf die bereits vorstehend benannten, im Vergleich zum Vorjahr geringeren positiven Sondereffekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen zurückzuführen, die mit 9,3 Mio. EUR um 56,9 Mio. EUR niedriger ausfielen als im Vorjahr (66,2 Mio. EUR). Diese Abnahme im EBIT wurde allerdings durch ein verbessertes Finanzergebnis mehr als kompensiert. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, weil für die GRAMMER AG bedingt durch ihre beiden Funktionen - operative Gesellschaft und Holding - nicht nur das EBIT, sondern auch das Finanzergebnis maßgeblich ist. Das Ergebnis vor Steuern nahm von -52,0 Mio. EUR um 38,7 Mio. EUR auf -13,3 Mio. EUR zu.

Das Jahresergebnis stieg im Vorjahresvergleich insgesamt deutlich von -56,3 Mio. EUR um 41,4 Mio. EUR an. Es ergab sich somit ein reduzierter Jahresfehlbetrag von 14,9 Mio. EUR.

Ergebnisverwendung und Dividendenvorschlag

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 weist keinen Bilanzgewinn aus. Es ergibt sich deshalb kein Dividendenvorschlag. Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 146,1 Mio. EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Ferner wurde mit der Ausweitung des Konsortialkredits im Jahr 2020 beschlossen, eine Dividendenzahlung während der dreijährigen Laufzeit der dritten Tranche des syndizierten Kredits auszusetzen. Vor dem Hintergrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hat die GRAMMER AG die Tranche C im Juni 2022 vorzeitig bis zum 10. Februar 2025 verlängert, weshalb die Dividendenaussetzung ebenfalls bis zu diesem Datum fortgesetzt wird.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vorjahresvergleich von 854,2 Mio. EUR um 55,1 Mio. EUR bzw. 6,5 % auf 799,1 Mio. EUR.

Vermögenslage

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat mit 544,5 Mio. EUR um 62,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr abgenommen (Vj. 607,0 Mio. EUR). Maßgeblich verursacht wurde der Rückgang des Anlagevermögens durch Abschreibungen auf Anteile an Tochtergesellschaften in Höhe von 110,2 Mio. EUR. Dabei haben sich innerhalb des Finanzanlagevermögens, welches sich per Saldo auf 457,0 Mio. EUR (Vj. 514,0 Mio. EUR) verminderte, gegenläufige Effekte teilweise neutralisiert. Den außergewöhnlichen Abschreibungen auf Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 110,2 Mio. EUR und Abschreibungen auf Ausleihungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie erhaltenen Tilgungsleistungen auf Ausleihungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR stehen neben neuen Ausleihungen (9,5 Mio. EUR) und Zuschreibungen auf Ausleihungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR vor allem Zugänge von Anteilen an Tochterunternehmen infolge durchgeführter Kapitalerhöhungen (48,2 Mio. EUR) gegenüber. Dagegen haben die Abnahme des Sachanlagevermögens um 3,4 Mio. EUR und die Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände um 2,1 Mio. EUR ihre Ursache im Wesentlichen darin, dass die planmäßigen Abschreibungen hier jeweils die Neuinvestitionen um einen entsprechenden Betrag übertrafen.

Umlaufvermögen

Verglichen zum Vorjahresstichtag hat sich das Umlaufvermögen um 7,3 Mio. EUR bzw. 3,0 % auf 251,8 Mio. EUR (Vj. 244,5 Mio. EUR) erhöht. Die Vorräte lagen mit 47,1 Mio. EUR (Vj. 45,1 Mio. EUR) um 2,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Die Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 5,6 Mio. EUR auf 197,9 Mio. EUR (Vj. 192,3 Mio. EUR) ist maßgeblich auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen, die von 124,5 Mio. EUR um 40,2 Mio. EUR auf 164,7 Mio. EUR anstiegen. Daneben nahmen auch die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von 1,9 Mio. EUR um 2,5 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR und die Sonstigen Vermögensgegenstände auf 5,3 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR) zu. Hauptursache für den Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere höhere Umsatzsteuerforderungen. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Wesentlichen gleichförmig zur rückläufigen Umsatzentwicklung auf 23,6 Mio. EUR (Vj. 61,6 Mio. EUR) abnahmen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % vermindert. Die GRAMMER AG verfügte zum Stichtag über 6,8 Mio. EUR an liquiden Mitteln (Vj. 7,1 Mio. EUR).

Finanzlage

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2023 weist die GRAMMER AG ein um 14,9 Mio. EUR auf 189,4 Mio. EUR (Vj. 204,3 Mio. EUR) vermindertes Eigenkapital aus. Hier wirkt sich der Jahresfehlbetrag 2023 von 14,9 Mio. EUR aus. Aufgrund der parallel dazu gesunkenen Bezugsgröße Bilanzsumme blieb insgesamt die Eigenkapitalquote mit 23,7 % (Vj. 23,9 %) nahezu konstant.

Rückstellungen

Die Rückstellungen blieben zum Stichtag in Summe mit 111,4 Mio. EUR (Vj. 113,2 Mio. EUR) annähernd unverändert. Hier kompensierten sich teilweise die Abnahme bei den Rückstellungen für Pensionen, nach Verrechnung mit den ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen dienenden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen, sowie die Abnahme bei den Steuerrückstellungen einerseits und die Zunahme bei den sonstigen Rückstellungen andererseits. In den Pensionsrückstellungen, die um 0,8 Mio. EUR auf 91,8 Mio. EUR abnahmen, übertrafen vor allem die Bestandsminderungen infolge Versorgungszahlungen (2,9 Mio. EUR) die notwendigen Zuführungen für den Dienstzeitaufwand (2,1 Mio. EUR). Der Rückgang der Steuerrückstellungen ist vor allem durch das gesunkene Betriebsergebnis induziert. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen dagegen, die im Vorjahresvergleich von 18,2 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR zunahmen, ist besonders auf höhere Rückstellungen für den Personalbereich und für drohende Verluste aus Devisentermingeschäften zurückzuführen, während geringere Rückstellungen für den Absatzbereich kompensatorisch wirkten.

Verbindlichkeiten

Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten der GRAMMER AG im Berichtsjahr um 38,4 Mio. EUR auf 498,2 Mio. EUR (Vj. 536,6 Mio. EUR) ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche die GRAMMER AG im Wesentlichen für die Finanzierung der Tochterunternehmen nutzt, wurden per Saldo um 25,5 Mio. EUR auf 436,1 Mio. EUR (Vj. 461,6 Mio. EUR) reduziert. Zurückzuführen ist diese Abnahme vorzugsweise auf die planmäßige Tilgung von Darlehen (-16,4 Mio. EUR) und daneben auch auf verringerte kurzfristige Mittelaufnahmen zum Abschlussstichtag.

Die Basis der Finanzierung der GRAMMER AG besteht weiterhin hauptsächlich aus mittel- bis langfristigen Schuldschein-/​Privatplatzierungs- und anderen Darlehen in Höhe von 172,6 Mio. EUR (Vj. 189,0 Mio. EUR) sowie daneben aus kurzfristigen Kontokorrentkrediten.

Die weiteren, mit Ausnahme eines Teilbetrags von 0,8 Mio. EUR ausschließlich kurzfristigen, Verbindlichkeiten betreffen zu 34,7 Mio. EUR (Vj. 49,7 Mio. EUR) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und zu 1,0 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, welche jeweils größtenteils aus finanziellen Verbindlichkeiten aus der internen Finanzierung innerhalb der GRAMMER Gruppe resultieren. Die erhaltenen Anzahlungen, die zum Stichtag 0,3 Mio. EUR (Vj. 2,6 EUR) betragen, nahmen im Vergleich zum Vorjahresstichtag ebenso ab wie die sonstigen Verbindlichkeiten, welche besonders aufgrund gesunkener Verbindlichkeiten aus der Umsatzbesteuerung um 1,8 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR (Vj. 7,4 Mio. EUR) zurückgingen, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 20,5 Mio. EUR (Vj. 15,0 Mio. EUR) einen höheren Stichtagswert aufweisen.

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 436,1 Mio. EUR (Vj. 461,6 Mio. EUR) und die liquiden Mittel lagen bei 6,8 Mio. EUR (Vj. 7,1 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung, die sich aus der Differenz der Bankverbindlichkeiten und der Bankguthaben ergibt, belief sich zum Geschäftsjahresende 2023 auf 429,3 Mio. EUR (Vj. 454,5 Mio. EUR). Die GRAMMER AG fungiert grundsätzlich als Inhouse Bank für Tochterunternehmen und hat ihrerseits Darlehen an die Tochtergesellschaften in Höhe von 140,0 Mio. EUR (Vj. 135,1 Mio. EUR) ausgegeben.

Bereits im Jahr 2020 war durch die erfolgreiche vorzeitige Refinanzierung und Aufstockung des Konsortialkredits die Finanzierungsbasis der Gesellschaft neu gelegt worden. Die Tranche A hat ein Volumen von 150,0 Mio. EUR bei fünf Jahren Laufzeit. Die Tranche B belief sich auf 80,0 Mio. USD, war amortisierend bei einer vierjährigen Laufzeit und wurde mittlerweile planmäßig vollständig zurückgezahlt. Zudem war der bestehende Konsortialkredit im Geschäftsjahr 2020 im Rahmen des KfW-Programms "Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung (855)" über eine Änderungsvereinbarung um eine Tranche C im Volumen von 235,0 Mio. EUR mit einer dreijährigen Laufzeit erweitert worden. Vor dem Hintergrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hat die GRAMMER AG im Juni 2022 die Tranche C des Konsortialkreditvertrags vorzeitig bis zum 10. Februar 2025 verlängert. Mit einer weiteren Änderungsvereinbarung zum Konsortialkredit wurde am 26. Januar 2023 mit den kreditgebenden Banken die Einräumung einer Kreditlinie D über 31,5 Mio. EUR bis zum 10. Februar 2025 vereinbart. Somit ist die Liquidität der Gruppe, auch in dem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, gesichert. Derzeit befindet sich die GRAMMER AG in fortgeschrittenen Gesprächen insbesondere hinsichtlich der Refinanzierung des in 2025 fällig werdenden syndizierten Kredites. Nach Einschätzung des Unternehmens kann Stand heute davon ausgegangen werden, dass die Anschlussfinanzierung überwiegend wahrscheinlich abgeschlossen werden kann.

Im Rahmen von Darlehens- und Kreditverträgen wurden auch Financial Covenants vereinbart, die sich im Wesentlichen auf die beiden Kennzahlen Leverage und Gearing beziehen. Die bereits im Geschäftsjahr 2020 für die Perioden bis zum 31. Dezember 2022 angepassten Financial Covenants wurden für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 geändert. Zum Berechnungsstichtag 31. Dezember 2023 traten die ursprünglichen Vertragskonditionen wieder in Kraft.

In Ergänzung zum syndizierten Kredit sichern bilaterale Finanzierungsvereinbarungen, mittelfristige Schuldscheindarlehen sowie langfristige Privatplatzierungen die Finanzierung von GRAMMER. Der Konsortialkreditvertrag mit der GRAMMER AG als alleiniger Kreditnehmerin sieht für den Fall eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vor, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können.

Ein Kontrollwechsel im Sinne dieses Vertrages liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG erwerben. Hiervon ausgenommen ist ein direkter oder indirekter Erwerb von Stimmrechten oder der Kontrolle an der Kreditnehmerin durch direkte oder indirekte Tochtergesellschaften der Familie Wang (Ningbo Jifeng).

Der Stand der EUR-Schuldscheindarlehen betrug zum 31. Dezember 2023 noch 22,5 Mio. EUR (Vj. 22,5 Mio. EUR). Kündigungsrechte bei einem Kontrollwechsel sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der bilateralen Kredite, der Schuldscheindarlehen sowie der Privatplatzierungen vorgesehen.

Die für die Finanzierung des neuen GRAMMER Campus in Ursensollen bei Amberg aufgenommenen langfristigen, grundpfandrechtlich gesicherten (Förder-) Darlehen über insgesamt 50,0 Mio. EUR valutieren zum Abschlussstichtag mit 30,2 Mio. EUR (Vj. 36,1 Mio. EUR).

Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Konzernfinanzwesen auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristige Inanspruchnahmen mit variablen Zinsen erfolgen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel mit festem Zins sowie einer kongruenten Zinsbindungsdauer vorgenommen werden.

Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral in der GRAMMER AG über das Konzern-Treasury gesteuert, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Grundsätzlich strebt die GRAMMER AG ein Investment Grade Rating an, mit dem übergeordneten Ziel über eine ausgewogene Fälligkeitsstruktur und über ein diversifiziertes Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.

Das Finanzwesen der GRAMMER AG betreut weltweit in Abstimmung mit den lokalen Gesellschaften den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der eingerichteten Cash Pools, durch welche die GRAMMER AG die Liquidität ihrer Tochterunternehmen sicherstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zulässig und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden Zins- und Währungsrisiken mittels externer marktüblicher derivativer Finanzinstrumente zentral abgesichert.

Die von Kreditinstituten gewährten, noch mehr als 5 Jahre zur Verfügung stehenden Darlehensanteile reichen zum Ende des Geschäftsjahres mit 36,2 Mio. EUR nicht mehr an das Vorjahresniveau (Vj. 50,8 Mio. EUR) heran, weil sich für einen Teilbetrag von 14,7 Mio. EUR die Restlaufzeit während des Geschäftsjahres auf unter 5 Jahre reduziert hat.

Die zum 31. Dezember 2023 in der GRAMMER AG vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vj. 7,1 Mio. EUR) werden vor allem zur Liquiditätsvorsorge gehalten. Zum 31. Dezember 2023 verfügte die GRAMMER AG über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 85,8 Mio. EUR (Vj. 99,4 Mio. EUR), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.

Die zukünftige Finanzierung der GRAMMER AG ist auch in diesen infolge der geopolitischen Konflikte unsicheren wirtschaftlichen Zeiten durch einen ausreichenden Umfang an nicht ausgenutzten Kreditlinien mindestens bis Februar 2025 gesichert.

Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft weiterhin 39.009.080,32 EUR und ist eingeteilt in 15.237.922 Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von je 2,56 EUR pro Aktie. Alle Aktien (mit Ausnahme der eigenen Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2021 hat befristet bis zum 22. Juni 2026 ein Genehmigtes Kapital in Höhe von 19.505 TEUR (Genehmigtes Kapital 2021) beschlossen. Der Vorstand wurde mit diesem Beschluss ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 19.505 TEUR gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Die Kapitalrücklage per 31. Dezember 2023 beläuft sich weiterhin auf 165.211 TEUR (Vj. 165.211 TEUR). Sie beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001, 2011, 2017 und 2020.

Zum 31. Dezember 2023 betragen die Gewinnrücklagen unverändert 132.158 TEUR (Vj. 132.158 TEUR).

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 33 WpHG

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3 %. Der derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die im Geschäftsjahr 2023 oder vorher mindestens die Grenze von 3 % über- oder unterschritten haben, ist im Anhang der GRAMMER AG aufgeführt.

Eigene Anteile

Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Anteil am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,166 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Eine von der Hauptversammlung beschlossene Ermächtigung zum Erwerb weiterer eigener Aktien besteht derzeit nicht. Zusätzliche Angaben nach § 160 Absatz 1 Nummer 2 des Aktiengesetzes zu den eigenen Anteilen enthält der Anhang der GRAMMER AG.

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen ohne Berücksichtigung der Investitionen in das Finanzanlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr um weitere 1,8 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR) zurückgegangen.

Aufwendungen wurden vor allem für IT-Soft- und Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Brandschutztechnik getätigt. In das Finanzanlagevermögen hat die GRAMMER AG im Geschäftsjahr 2023 vor allem in Form von Kapitalerhöhungen bei verbundenen Unternehmen und durch die Ausgabe von Darlehen, insbesondere an Tochtergesellschaften in AMERICAS, investiert.

Aufsichtsrat und Vorstand

Veränderungen im Vorstand

Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie der §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Im Jahr 2023 haben sich keine Änderungen ergeben.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Herr Horst Ott, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, legte mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2023 sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats nieder. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 bestellte das Amtsgericht - Registergericht - Amberg Herrn Udo Fechtner zum Mitglied des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Fechtner mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums.

Corporate Governance - Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB, die auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) enthält, kann dauerhaft auf unserer Unternehmens-Website unter www.grammer.com im Bereich "Investor Relations" "Corporate Governance" "Downloads" eingesehen werden.

Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB wird spätestens vier Monate nach dem jeweiligen Abschlussstichtag auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN", "Nachhaltigkeit", "Downloads" veröffentlicht.

Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 AktG

Der Vorstand der GRAMMER AG gibt in seinem Bericht gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 folgende Schlusserklärung ab:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen."

Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals: Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt zum 31. Dezember 2023 39.009.080,32 EUR (im Vorjahr: 39.009.080,32 EUR) und ist eingeteilt in 15.237.922 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen: Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionär:innen am Gewinn. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen (§ 71b AktG). In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 2, 38 Abs. 1, 39 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen. Weitere die Stimmrechte betreffende Beschränkungen, insbesondere vertragliche Beschränkungen, sind der GRAMMER AG nicht bekannt. Für die Stimmrechtsausübung durch Intermediäre, Aktionärsvereinigungen, Stimmrechtsberater:innen sowie durch andere Personen, die sich geschäftsmäßig gegenüber Aktionär:innen zur Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung erbieten, gelten die gesetzlichen Vorschriften. Anwendung findet insbesondere § 135 AktG. Es bestehen im Zusammenhang mit Art. 19 Abs. 11 der Verordnung (EU) Nr. 596/​2014 (Marktmissbrauchsverordnung) für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der GRAMMER AG bei Transaktionen in Aktien der GRAMMER AG gewisse Handelsverbote, insbesondere im zeitlichen Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Geschäftszahlen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Der Anhang zum Jahresabschluss 2023 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 33 WpHG. Bei den genannten Stimmrechtsanteilen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt Veränderungen ergeben haben, die der GRAMMER AG gegenüber nicht mitgeteilt wurden. Weiter sind GRAMMER direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, nicht gemeldet worden und auch nicht anderweitig bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen existieren nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben: Es bestehen keine Mitarbeiter:innen-Beteiligungsprogramme. Sofern Arbeitnehmer:innen am Kapital beteiligt sind, können sie die ihnen aus diesen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung: Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84 und 85 AktG sowie § 31 MitBestG). Gemäß § 8 ff. der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 2 AktG; in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt. Nach § 13 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Juni 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /​ oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens, um 19.504.537,60 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Dabei ist den Aktionär:innen grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionär:innen zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionär:innen in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Ermächtigungen für den Vorstand der GRAMMER AG zur Begebung von Options- und /​ oder Wandelschuldverschreibungen bestehen nicht. Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 besteht nicht. Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2023 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.

Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen: Im Falle eines Kontrollwechsels im Zuge eines Übernahmeangebots können die wesentlichen Finanzierungsverträge der GRAMMER AG, insbesondere die in den Jahren 2015 und 2019 platzierten Schuldscheindarlehen, die zum 31. Dezember 2023 noch in Höhe von insgesamt 84,3 Mio. EUR im Bestand sind, unmittelbar fällig gestellt werden. Unter dem bestehenden Konsortialkreditvertrag vom 10. Februar 2020 (inklusive seiner Änderungsvereinbarungen vom 12. August 2020, 28. Juni 2022 und 26. Januar 2023) in Höhe von insgesamt 408,5 Mio. EUR bestehen im Fall eines Kontrollwechsels Rechte der Darlehensgeber auf Kündigung und Fälligstellung. Diese stehen jeweils jedem einzelnen Darlehensgeber im Hinblick auf seinen Anteil an dem Darlehen individuell zu. Im Falle eines Kontrollwechsels hat zudem ein Teil der wesentlichen Kunden, Lieferanten sowie weiteren Kooperationspartner das Recht, die vertraglichen Vereinbarungen mit dem Unternehmen vorzeitig zu kündigen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmer:innen getroffen sind, bestehen nicht.

Chancen- und Risikobericht

Grundprinzipien des Risikomanagements und des IKS

GRAMMERs Risikopolitik entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wirtschaften sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Aus der Internationalität der Tätigkeit sind für die GRAMMER Gruppe zusätzliche Risiken erwachsen, die abgesichert werden müssen. In der Risikostrategie sind daher unter anderem folgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:

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Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht GRAMMER sowohl interne als auch externe Ereignisse, die positive oder negative Auswirkungen auf die Erreichung der Unternehmensziele haben können.
Das Risikomanagement leistet somit einen Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur dann eingegangen werden, wenn der Wert des Unternehmens im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten gesteigert werden kann. Mit den geschäftlichen Aktivitäten der GRAMMER Gruppe verbundene, aber möglicherweise bestandsgefährdende Risiken werden grundsätzlich vermieden.
Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere marktseitige Risiken, z. B. vom Verlauf der Konjunktur ausgehend, sowie Risiken, die aus der Entwicklung neuer Produkte entstehen können, trägt GRAMMER selbst, soweit diese nicht von einer Versicherung abgedeckt sind. Das Unternehmen strebt an, andere Risiken (außerhalb der unternehmerischen Kernrisiken) möglichst auf Dritte zu übertragen. Dies betrifft insbesondere Finanz- und Haftungsrisiken.
Das Risikomanagement in der GRAMMER Gruppe umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Risiken zu identifizieren sowie mitigierende Maßnahmen einzuleiten, sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter:innen des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu vermeiden bzw. zu minimieren.
In regelmäßigen Abständen überprüft die interne Revision der GRAMMER AG oder ein externer Dienstleister die Angemessenheit und Effektivität des Risikomanagementsystems.

In Hinsicht auf das interne Kontrollsystem sind bei der GRAMMER AG folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. GRAMMER erachtet solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Lageberichts maßgeblich beeinflussen können bzw. erheblichen Einfluss auf die operativen Unternehmensprozesse haben können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

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Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess sowie für die operativen Unternehmensprozesse.
Überwachung der Rechnungslegungsprozesse/​ operativen Unternehmensprozesse und der Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. der verantwortlichen Abteilungen.
Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und definierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen.
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.
Maßnahmen zur Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Für die kontinuierliche Verbesserung sowie die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems der GRAMMER Gruppe ist das Risk Committee zuständig. Das Risk Committee tagt quartalsmäßig und anlassbezogen und setzt sich aus der CFO, dem Group Risk Manager, dem Chief Compliance Officer, dem Head of Controlling, dem Head of Group Accounting, Vertreter:innen der Regionen sowie dem Head of Treasury und dem Head of Group Legal zusammen. Die Leitung erfolgt durch den Group Risk Manager.

Das Risk Committee informiert den Vorstand, den Prüfungsausschuss und den Aufsichtsrat regelmäßig sowie anlassbezogen über die Risikolage betreffend das Risikomanagementsystem und den Stand der Überarbeitung des internen Kontrollsystems.

Zum Berichtszeitpunkt liegen in allen wesentlichen Belangen keine Anhaltspunkte vor, die auf eine gesamtheitliche Nichtangemessenheit und Nichtwirksamkeit des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems hinweisen.

Chancen- und Risikomanagementprozess

Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder zumindest zu minimieren und um ihre Ursachen zu analysieren und zu beurteilen, hat GRAMMER ein konzernweites einheitliches Risikomanagementsystem etabliert. Der Risikomanagementprozess ermöglicht die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risiko-Monitoring und -Controlling und umfasst zudem und insbesondere die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken, aber auch von Chancen.

Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand, während Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss die Wirksamkeit der Systeme überwachen und prüfen sowie regelmäßig informiert werden.

Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche die Erreichung der Unternehmensziele gefährden können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Die Verantwortung für die Risikoberichterstattung liegt nicht in einem Zentralbereich der GRAMMER AG, sondern ist Teil der Aufgabe der Regionsverantwortlichen sowie einzelner Führungskräfte und Mitarbeiter:innen im Rahmen ihrer Funktionen. Chancen und Risiken sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung werden in regelmäßigen Managementsitzungen mit dem Vorstand erörtert. Ein Chancen- und Risikobericht informiert sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikolage der Gruppe sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen.

Die Koordination des Risikomanagements ist im Bereich Group Controlling angesiedelt. Die Risiken werden in einem SAP-basierten System erfasst. Auf diese Weise erhält GRAMMER einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für die Gruppe, die auf einer Nettobetrachtung basieren. Die Nettochancen und -risiken werden hergeleitet, indem bestehende und wirksame Maßnahmen berücksichtigt sowie im Budget, im Forecast oder im Konzernabschluss (z. B. in Form einer Rückstellung) verarbeitete Sachverhalte entsprechend in Abzug gebracht werden. Die Konsolidierung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand speziell auf die GRAMMER Gruppe ausgerichteter Kategorien, die den sogenannten Risiko-Atlas bilden. Er umfasst neben strategischen Risiken auch Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen ESG, IT, Personal, Qualität und Beschaffung. Das Chancenmanagement der GRAMMER Gruppe zielt darauf ab, Chancen nicht nur zu erfassen, sondern auch bestmöglich von ihnen zu profitieren.

Merkmale des internen Kontrollsystems

Als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen im Sinne des § 264d HGB ist die GRAMMER AG gemäß § 289 Abs. 4 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist jedoch nicht gesetzlich definiert. GRAMMER versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und orientiert sich an der Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem. Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung sowie die unter Abschnitt Grundprinzipien des Risikomanagements und des IKS dargestellten Elemente.

Compliance Management System

Compliance, also die Einhaltung von Gesetzen und internen Vorgaben, ist die Basis der Geschäftstätigkeit von GRAMMER. Compliance ist nicht nur Prävention finanzieller Risiken und Reputationsverluste, sondern fördert Integrität, Transparenz und verantwortungsvolles Handeln und ist somit auch bestimmend dafür, wie miteinander gearbeitet und umgegangen wird. Mit dem Compliance Management System (CMS) bei GRAMMER verfolgt der Vorstand folgende Zielsetzungen und wird dabei vom Aufsichtsrat überwacht:

Verhinderung und Aufdeckung von Verstößen gegen geltendes Recht und unternehmensinterne Regelungen sowie der möglichen daraus resultierenden Schäden (finanzielle Schäden /​ Reputationsschäden). Verringerung von Haftungs- und Reputationsrisiken für die GRAMMER AG, ihre Organmitglieder und Mitarbeitende. Stärkung des Compliance-Bewusstseins und Verhaltens bei den Mitarbeiter:innen.

Als Querschnittsthema betrifft Compliance alle Bereiche und Funktionen von GRAMMER. Compliance-Maßnahmen erfolgen nicht isoliert, sondern sind in die administrativen und operativen Prozessabläufe integriert. Der Aufbau des CMS von GRAMMER ist im Wesentlichen an die Standards IDW PS 980 sowie ISO 37307 für Compliance Management Systeme ausgerichtet. Die 7-Elemente-Struktur des CMS nach IDW PS 980 gibt den systematischen Rahmen für die Aufgaben von Compliance vor:

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CMS-Elemente Beschreibung
I. Compliance-Kultur Die Compliance-Kultur stellt die Grundlage für die Angemessenheit und Wirksamkeit des CMS dar Sie wird vor allem geprägt durch die Grundelnstellungen und Verhaltensweisen des Managements sowie durch die Rolle des Aufsichtsorgans ("tone at/​from the top"). Die Kultur beeinflusst die Bedeutung, welche die Mitarbeiterinnen des Unternehmens der Beachtung von Regeln beimessen und damit die Bereitschaft zu regelkonformem Verhalten
2. Compliance-Ziele Die gesetzlichen Vertreterinnen legen auf der Grundlage der allgemeinen Unternehmensziele und einer Analyse und Gewichtung der für das Unternehmen bedeutsamen Regeln die Ziele fest, die mit dem CMS erreicht werden sollen. Dies umfasst insbesondere die Festlegung der relevanten Teilbereiche und der in den einzelnen Teilbereichen einzuhaltenden Regeln, Die Compliance-Ziele stellen die Grundlage für die Beurteilung von Compliance-Risiken dar.
3. Compliance-Organisation Dos Management regelt die Rollen und Verantwortlichkeiten [Aufgaben] sowie Aufbau- und Abiauforganisation im CMS als integralen Bestandteil der Unternehmensorganisation und stellt die für ein wirksames CMS notwendigen Ressourcen zur Verfügung.
4, Compliance-Risiken Unter Berücksichtigung der Compliance-Ziele werden die Compliance-Risiken festgestellt, die Verstöße gegen einzuhaltende Regeln und damit eine Verfehlung der Compliance-Ziele zur Folge haben können. Hierzu wird ein Verfahren zur systematischen Risikoerkennung und Risikoberichterstattung eingeführt. Die festgesteliten Risiken werden Im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Folgen analysiert, die Risikoanalyse regelmäßig sowie im Bedarfsfall aktualisiert,
6. Compliance-Programm Auf der Grundlage der Beurteilung der Compliance-Risiken werden Grundsätze und Maßnahmen eingeführt, die auf die Begrenzung der Compliance-Risiken und damit auf die Vermeidung von Compliance-Verstößen ausgerichtet sind. Das Compliance-Programm umfasst auch die bei festgestellten Compliance-Verstößen zu ergreifenden Maßnahmen. Dos Compliance-Programm wird zur Sicherstellung einer personenunabhängigen Funktion des CMS dokumentiert.
6. Compliance-Kommunikation Die jeweils betroffenen Mitarbeiterinnen und ggf. Dritte werden über das Compliance-Programm sowie die festgelegten Rollen und Verantwortlichkeiten informiert, damit sie ihre Aufgaben im CMS ausreichend verstehen und sachgerecht erfüllen können Im Unternehmen wird festgelegt, wie Compliance-Risiken sowie Hinweise auf mögliche und festgestellte Regelverstöße an die zuständigen Stellen im Unternehmen (z.B. die gesetzlichen Vertreterinnen und erforderlichenfalls das Aufsichtsorgan) berichtet werden
7. Compliance-Überwachung und -Verbesserung Angemessenheit und Wirksamkeit des CMS werden in geeigneter Weise überwacht. Voraussetzung für die Überwachung ist eine ausreichende Dokumentation des CMS. werden im Rahmen der Überwachung Schwachstellen Im CMS bzw. Regelverstöße festgestellt, werden diese an das Management bzw die hierfür bestimmte Stelle im Unternehmen berichtet. Die gesetzlichen Vertreter innen sorgen für die Durchsetzung des CMS, die Beseitigung der Mangel und die Verbesserung des Systems.

Risiken

Darstellung der wesentlichen Risikofelder

In der nachfolgenden Darstellung der Risiken sind die jeweiligen Maßnahmen zur Risikobegrenzung berücksichtigt (Nettobetrachtung). Die unter Punkt 3 genannten Risiken stellen das jeweilige Risikopotential der darin genannten Einzelrisikokategorien dar.

Übersicht über die wesentlichen Risikofelder

In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf den Aktienkurs oder die Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die GRAMMER derzeit noch als gering einschätzt oder die dem Unternehmen zurzeit noch nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können die Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen. Die Beurteilung der aufgeführten Risiken hat mindestens für das folgende Geschäftsjahr Bestand. Als wesentlicher Aspekt des Risikomanagements wird versucht, Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, zu vermeiden bzw. zu minimieren und bilanziell entsprechend zu würdigen.

Beschaffungsrisiken

Versorgungsrisiken werden im Jahr 2024 weiterhin hauptsächlich durch geopolitische Risiken geprägt sein. Internationale Spannungen zwischen den USA und China und eine steigende Anzahl an militärischen Auseinandersetzungen machen es notwendig, Sourcing-Strategien regelmäßig zu hinterfragen und die Lieferketten flexibel aufzustellen.

Die Preissteigerungen - getrieben durch die starke Inflation der vergangenen zwei Jahre vor allem in EMEA und AMERICAS - ließen im Laufe des Jahres 2023 nach. Die meisten Rohmaterialindizes waren in den letzten Monaten auf dem Abwärtstrend und bewegten sich wieder in Richtung Vorkrisenniveau. Die Transportkosten sind aufgrund von Erhöhungen der Straßenmaut sowie Zuschlägen bei Seefrachten mit Bezug auf die angespannte Lage im Suezkanal angestiegen. Die Reedereien haben derzeit mit massiven Kapazitätsproblemen sowohl im Export von Europa nach Asien als auch im Import von Asien nach Europa zu kämpfen. Dies ist auf die längeren Transitzeiten wegen der aktuellen Situation im Roten Meer und die Umfahrung des Suezkanals zurückzuführen. Diese Situation könnte noch längere Zeit anhalten. Diese Marktbewegungen gilt es jetzt seitens des Einkaufs zu monetarisieren, um die Preise dem Marktniveau von 2024 wieder anzupassen. Die Lohnkosten bleiben nach den starken Anstiegen in den vergangenen Jahren auf einem sehr hohen Niveau und müssen mit den Kunden als permanent und sockelwirksam eingepreist werden.

Die Versorgungsrisiken für Energie und Gas haben sich gegenüber den vergangenen Jahren entspannt. Die Gas- und Energieversorgung ist weitestgehend sichergestellt und es werden keine Engpässe erwartet. Dennoch sind unvorhergesehene Preis- und Lohnkostenänderungen, insbesondere durch geopolitische Spannungen, nicht auszuschließen. Diese können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Die GRAMMER Gruppe ist insgesamt weiter bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung des Werkstoffs Stahl sowie von rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für das Unternehmen relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge und Materialpreisgleitklauseln in Kundenverträgen eingegrenzt. Zudem bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen die Produktqualität, Liefertreue oder sogar die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Daneben können auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in GRAMMERs Produktion verursachen, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER mit Lokalisierungs-, In-Sourcing- und Dual-Sourcing-Strategien. Zusätzlich erfolgt ein kontinuierliches Monitoring potenziell kritischer Lieferanten. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Stabilität und der Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) durch unsere Lieferanten. Aktuell ist zu beobachten, dass in Deutschland die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen stetig ansteigt. Befristete Sonderregelungen, die in den letzten Jahren beschlossen wurden, laufen aus (Insolvenzantragspflicht und Fortführungsprognose), weshalb es äußerst wichtig ist, die finanzielle Entwicklung der GRAMMER Lieferanten eng zu begleiten und jederzeit vorbereitet zu sein, Sondermaßnahmen einzuleiten. Durch Ausfälle unserer Lieferanten könnte es trotz der kurzfristigen Einleitung von Substitutionsmaßnahmen im schlimmsten Fall zu Produktionsunterbrechungen kommen, mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der sehr enge Austausch zwischen Vertrieb und Einkauf wird auch im Jahr 2024 weiterhin von großer Bedeutung sein. Aufgrund der oben beschriebenen Markttendenzen erwarten Kunden nach den Preisanpassungen der letzten Jahre nach oben nun eine entsprechende Korrektur nach unten. Diese Anpassungen müssen im Einklang mit den Preisentwicklungen im Lieferantennetzwerk sein.

Um die Beschaffungs- und Kostenrisiken weiterhin zu minimieren, haben Lokalisierungsprojekte (v. a. in AMERICAS) auch für 2024 eine hohe Priorität. Darüber hinaus haben Investitionen und die technische Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung dazu beigetragen, für höhere Transparenz und schnellere Informationsvernetzung zu sorgen, um der weltweiten Lieferkettenkrise standzuhalten.

Qualitätsrisiken

GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung hoher externer und interner Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Qualitätsrisiken auftreten. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen von Produkten mit komplexen Fertigungsstrukturen. Eine globale Ausrichtung sowie Verflechtungen der Fertigung über Kontinente hinweg sowie der damit verbundene Abstimmungsbedarf zwischen den beteiligten Einheiten erhöhen dieses Risiko zwangsläufig. Um derartige Risiken zu minimieren, hat GRAMMER in der gesamten Gruppe entsprechende Maßnahmenprogramme etabliert, die wie folgt beschrieben werden. Zur Minimierung von Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen führt das Unternehmen eine ganzheitliche Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysiert GRAMMER fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie dar. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Marktrisiken

Als weltweit tätiges Unternehmen wird die GRAMMER Gruppe durch die Entwicklungen an nationalen und internationalen Märkten beeinflusst. Die weiter angestiegenen geopolitischen Spannungen und die damit einhergehenden Auswirkungen auf das wirtschaftliche Umfeld können das Risiko einer Rezession im Jahr 2024 stark erhöhen. Den daraus resultierenden potenziellen Risiken begegnet das Unternehmen mit einer Vielzahl von Maßnahmen. So beobachtet GRAMMER kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der relevanten Märkte und Branchen und passt Produktion und Kapazitäten bei Bedarf entsprechend an.

Die GRAMMER Gruppe versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements, umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. So werden z. B. Produktions- sowie Kostenstrukturen frühzeitig der veränderten Umsatzsituation angepasst. GRAMMER agiert in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die das Unternehmen vermehrt Risiken wie Preisdruck, kurzen Entwicklungs- und Einführungszeiten, hohen Anforderungen an die Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, die durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, hat GRAMMER ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen neue Wettbewerber vor allem in Schwellenländern oder Unternehmen treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen zudem Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den einzelnen Märkten nimmt stetig zu, sodass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf GRAMMERs Geschäftsfelder geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Entwicklungen. Im Zuge der E-Mobilität können sich weitere Risiken für die Märkte der Gruppe ergeben. Aufgrund der Umstellung der Technologie kann es zu Verschiebungen in der Struktur der Kunden und Produkte kommen, die dem Unternehmen bisher nicht bekannt sind. Insbesondere im am schnellsten wachsenden Markt China treten vermehrt neue OEMs auf, die den bisherigen Bestandskunden Marktanteile kosten können. Zwar erweitert GRAMMER erfolgreich sein Kundenportfolio, auch um diese neuen OEMs. Allerdings kann die Gruppe derzeit nicht absehen, welche dieser Unternehmen sich im Markt erfolgreich etablieren werden. Zudem besteht das Risiko, dass die Zunahme des autonomen Fahrens auch eine Substituierung von Produkten oder die Entwicklung neuer Konzepte erfordert. Jedoch versucht sich GRAMMER auf Zukunftstrends dieser Art entsprechend vorzubereiten, aber diese Entwicklung der Industrie kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Eventuelle Konsolidierungen von Märkten oder Marken können zur partiellen Abhängigkeit von GRAMMER von einigen wenigen Kunden - basierend auf deren Konzernstrukturen - führen. Zusätzlich steigt der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie aufgrund der Kosten der Transformation in der Industrie zur E-Mobilität und der Beeinträchtigung der Finanzergebnisse weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten eventuell ausbleibende Anschlussaufträge das Unternehmen belasten. Hier forciert GRAMMER die konsequente Umsetzung der strategischen Ausrichtung auf Innovation, Kundenorientierung und Nachhaltigkeit. Neben der intensivierten Forschung und Entwicklung geht die Gruppe auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz an, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können.

Damit diese Wettbewerbsrisiken sinken, strebt das Unternehmen die Verbesserung seiner Marktposition in sämtlichen Geschäftsfeldern an. Dafür setzt die GRAMMER Gruppe auf technische Innovationen und auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse.

Ziel ist es, durch eine klare Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse und Erfolgsfaktoren nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt jedoch auch Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz finanzieller Mittel und technischer Ressourcen verbunden ist. Trotz der zahlreichen Patente und der Sicherung des geistigen Eigentums können Wettbewerber, insbesondere in den Wachstumsmärkten, nicht generell davon abgehalten werden, Produkte und Leistungen zu entwickeln, die GRAMMERs Angebotsspektrum ähnlich sind.

Üblicherweise beinhalten Lieferverträge, insbesondere solche, die mit den wesentlichen Kunden der GRAMMER Gruppe geschlossen wurden, rechtlich verbindliche Zusagen, über einen festgelegten Zeitraum bestimmte, in der Regel noch zu entwickelnde Produkte zu beziehen. Diese Zusagen beziehen sich jedoch nicht darauf, ein bestimmtes Produkt exklusiv von Gesellschaften der GRAMMER Gruppe zu erwerben. Die konkreten Produkte und Liefermengen werden in separaten Abrufen bestellt, die zeitlich kürzer sein können, aber eine konkrete Verpflichtung zur Abnahme darstellen. Aus rein rechtlicher Sicht sind die wesentlichen Kunden der GRAMMER Gruppe grundsätzlich in der Lage, mittelfristig auch große Aufträge bzw. Produktvolumina von GRAMMER abzuziehen. Dies würde sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Da ein Auftragsabzug in der laufenden Serienproduktion für die Kunden jedoch mit erheblichen Kosten sowie großem Aufwand verbunden ist und einen beachtlichen Zeitvorlauf erfordert, ist zumindest der Komplettabzug des gesamten Auftragsbestandes durch einen Kunden eher unwahrscheinlich. Die das Jahr 2022 prägenden Lieferengpässe bei Halbleitern in der Automobilindustrie haben sich im Jahr 2023 weitestgehend entspannt. Dennoch haben Lieferengpässe in anderen Komponenten sowie die dynamischen Veränderungen auf den Weltmärkten weiterhin zu deutlich volatileren und insgesamt niedrigeren Abrufen der GRAMMER Automotive-Produkte (insbesondere in AMERICAS und EMEA) mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der GRAMMER Gruppe geführt. Als Reaktion auf diese Situation kürzen die GRAMMER Werke Kosten und reduzieren die Produktion. Der Vertrieb verhandelt mit den OEMs über die Kompensierung der nicht von GRAMMER verschuldeten fehlenden Abrufe aufgrund von OEM-Werkstillständen. Zeitgleich werden Maßnahmen wie die Anpassung des Lagerbestandes verfolgt.

Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung der Kostenstrukturen der Produktions- und Entwicklungskapazitäten sowie der Fertigungstiefe besteht grundsätzlich das Risiko, dass zum Beispiel die Zusammenlegung und Schließung von Standorten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens belastet. Zudem ist das Risiko vorhanden, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen umgesetzt werden. Außerdem kann es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommen oder der Nutzen dieser Prozesse könnte geringer ausfallen, als ursprünglich geplant war bzw. angenommen wurde.

GRAMMERs Handlungsfelder umfassen zunehmend auch Tätigkeiten, die aus der strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Aktivitäten im Bereich der Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten.

Die damit verbundenen Risiken bestehen nicht nur hinsichtlich der Marktreaktion, sondern auch in Bezug auf die Integration von Menschen, Kulturen und Technologien sowie von Produkten und Entwicklungen in bestehende Strukturen.

Zudem lassen sich auch Risiken aus der Umsetzung einer Unternehmenstransaktion nicht ausschließen. So können, wie bei solchen Transaktionen üblich, Akquisitions-, Integrations- und sonstige Kosten entstehen, die zu Beginn des Prozesses nicht abgeschätzt werden konnten.

Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich der Produkte, denen GRAMMER als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt ist. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen mit zusätzlichen Belastungen und Aufwendungen einhergehen, die bisher mangels Kenntnis nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

ESG-Risiken

GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der Norm ISO 14001 sowie mit einem Energiemanagementsystem auf Basis der Norm ISO 50001. Das Managementsystem der GRAMMER Gruppe berücksichtigt sämtliche Anforderungen beider Systeme, legt weltweit gültige Umwelt- und Energieeffizienzstandards fest (z. B. Umweltprogramme, Umweltziele und Energieziele) und definiert Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Diese Standards werden durch Umwelt- bzw. Energiemanagement-Beauftragte an den GRAMMER Standorten weiterentwickelt, wobei deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimiert GRAMMER das Auftreten ökologischer Risiken. Die Zertifizierung der Produktionsstandorte nach den Vorgaben der Normen ISO 14001 sowie ISO 50001 wird weiter vorangetrieben. Klimabezogene Risiken, insbesondere CO 2 -Emissionen betreffend, werden fortlaufend beobachtet und an deren Reduzierung wird gearbeitet. Die Einhaltung von Umweltstandards und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen einer unternehmensweiten Klimastrategie sind bei Automotive-Kunden zunehmend vergaberelevant und bergen somit ein mittel- bis langfristiges Umsatzrisiko.

Steigende Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen von Kunden und Gesetzgebern, wie z. B. die Einführung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes oder die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), können zu höheren Kosten, u. a. in der Finanzierung, und zu Umsatzrisiken führen. Hinzu kommen bei Verstößen gegen das LkSG mögliche Reputationsrisiken. GRAMMER versucht durch die Nutzung einer zielgerichteten CSR-Funktion und durch weitere organisatorische Maßnahmen, initiiert durch den Chief Compliance Officer oder den Menschenrechtsbeauftragten, diese Risiken zu minimieren. Dennoch kann aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen. Daraus kann sich ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Cyber- und Informationsrisiken

Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität der Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für das Aufrechterhalten eines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs unerlässlich. Gesetzliche Vorschriften, aber auch Kundenanforderungen erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Informationen und der hochverfügbaren und abgesicherten Datenleitungen. Um diesen Anforderungen zu entsprechen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur in redundanten Rechenzentren installiert, deren Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt ist. Zusätzlich sind bei der Nutzung von organisationsfremden Netzwerkdiensten, wie z. B. externen Cloud-Diensten, die unterschiedlichen Anforderungen an die Informationssicherheit, Qualität der Datenübertragung sowie deren Verwaltung berücksichtigt worden. So haben z. B. Cloud-Anbieter die Integrität, die Verfügbarkeit und den Schutz vor unbefugtem Zugriff der Daten zu gewährleisten. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert, deren Effektivität regelmäßig in Krisensimulationen validiert wird. GRAMMER schützt sich durch entsprechende Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere implementierte Schutzmaßnahmen werden kontinuierlich auf ihre Effektivität überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Gefährdungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass die Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen von GRAMMER beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als nicht wahrscheinlich eingestuft. Dennoch kann sich daraus ein Risiko für die Vermögens, Finanz- und Ertragslage ergeben. Risiken durch Fraud- oder Cyber-Angriffe werden als Gefahr von Schäden definiert, die infolge des Versagens interner Verfahren (Kontrollrisiken), menschlichen Handelns (Personalrisiken) oder Schwächen in Systemen (speziell IT-Systemen) eintreten. Die zunehmende Digitalisierung und elektronische Vernetzung durch Entwicklungen des elektronischen Zeitalters wie im Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Everything bieten sogenannten Cyber-Kriminellen eine erheblich vergrößerte Angriffsfläche und weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich anderweitig auf Kosten Dritter kriminell zu bereichern. Durch Cyber-Angriffe, unter anderem mit schädlicher Software oder durch gezielte Angriffe auf Mitarbeiter:innen (z. B. Täuschungsversuche), können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GRAMMER Gruppe entstehen. Diesen Risiken wirkt das Unternehmen durch Analyse von bekannt gewordenen Schadensfällen sowie durch die Einsteuerung entsprechender Gegenmaßnahmen und die Ableitung spezifischer Handlungsempfehlungen bezüglich solcher Aktivitäten entgegen. Zusätzlich werden kontinuierlich Assessments zu diesen Themen durchgeführt und alle relevanten Prozesse auf mögliche Sicherheitslücken überprüft sowie entsprechend optimiert. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter:innen zu diesen Themen regelmäßig und gezielt informiert und sensibilisiert.

COVID-19-Risiken

In den meisten Ländern sind die Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2023 ausgelaufen und führende Expert:innen haben die Pandemie für beendet erklärt, sodass die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 im Geschäftsjahr 2023 in sämtlichen für die GRAMMER Gruppe relevanten Absatzmärkten sich in Grenzen hielten. Die Weltwirtschaft hat sich in vielen Geschäftsbereichen von der COVID-19-Pandemie nahezu vollständig erholt, wenngleich die Auswirkungen der Pandemie zwischen den Regionen und Kundenbranchen erheblich variierten. In den Wintermonaten könnte es vermehrt zu COVID-19-Infektionen und insbesondere auch anderen Atemwegsinfektionen kommen und damit zu einer erhöhten Krankheitslast bei GRAMMER, Kunden oder Zulieferern und zu Einschränkungen bei der Produktion führen, mit negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage. Aktuell sieht GRAMMER keine nennenswerten Risiken im Hinblick auf die krankheitsbedingte Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

Personalrisiken

Der Wettbewerb um eine vielfältige und hoch qualifizierte Belegschaft, wie etwa Fach- und Führungskräfte sowie Expert:innen und Talente, ist in den Branchen und Regionen, in denen GRAMMER tätig ist, nach wie vor sehr ausgeprägt. Der künftige Erfolg der GRAMMER Gruppe hängt auch davon ab, inwiefern es ihr gelingt, hoch qualifizierte Mitarbeiter:innen einzustellen, in das Unternehmen zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Dies scheint besonders relevant in Zeiten einer neuen, virtuellen Arbeitsumgebung. Überdies sieht GRAMMER die Notwendigkeit, die Vielfalt, Inklusion und das Zugehörigkeitsgefühl der Belegschaft zu fördern. Vor diesem Hintergrund entwickelt die Gesellschaft die Art der Zusammenarbeit und ihre Führungskultur weiter. Trotz der Bemühungen besteht das Risiko, dass die GRAMMER Gruppe die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter:innen zukünftig nicht in jedem Tätigkeitsfeld sicherstellen und langfristig an das Unternehmen binden kann. Daraus kann sich ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Insbesondere in den Wachstumsmärkten APAC, NAFTA, Südamerika und Osteuropa ist aufgrund des erwarteten Umsatzwachstums der Automotive- und Commercial-Vehicles-Märkte und der guten Marktsituation für qualifizierte Fachkräfte mit einer erhöhten Fluktuation sowie einer signifikanten Steigerung der Lohnkosten zu rechnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund ihrer weltweiten Aktivitäten und der im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken ist die GRAMMER Gruppe Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Gesellschaft begegnet hauptsächlich Währungsrisiken aus den Währungen Tschechische Krone, Polnische Złoty, Mexikanischer Peso, US-Dollar, Türkische Lira, Brasilianischer Real, Japanischer Yen sowie Chinesischer Yuan. Sie resultieren sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der lokalen Produktion. Die GRAMMER Gruppe begegnet Währungsrisiken zum einen durch "Natural Hedging", also durch die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum bei gleichzeitiger Erhöhung des Absatzes im gleichen Währungsraum. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euros gegenüber den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe auswirken.

Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich GRAMMER nicht vollständig entziehen. Ein weiter steigendes Zinsniveau kann zu weiter zahlungswirksamen Zinsänderungsrisiken im Hinblick auf Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung führen. Daraus können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entstehen. GRAMMER minimiert Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln (z. B. Privatplatzierungen) sowie durch den Einsatz von Derivaten.

Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Ein wesentliches Element der Konzernfinanzierung von GRAMMER bildet der 2020 abgeschlossene Konsortialkredit. Dieser teilt sich in eine Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 150,0 Mio. EUR (Tranche A) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr und eine Kreditlinie zur Ausfinanzierung der TMD-Akquisition über 80,0 Mio. USD (Tranche B) auf, die über vier Jahre ratierlich zu tilgen war und bis zum 29. Dezember 2022 planmäßig zurückgezahlt wurde (Vj. 19,0 Mio. USD). Ebenfalls im Geschäftsjahr 2020 wurde im Rahmen des KfW-Programms "Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung (855)" der bestehende Konsortialkredit über eine Änderungsvereinbarung um eine Tranche C in Höhe von 235,0 Mio. EUR mit dreijähriger Laufzeit erweitert. Die Tranche C wurde im Juni 2022 vorzeitig bis 2025 verlängert, sodass die Liquidität von GRAMMER - auch im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld - weiterhin gesichert ist. Ferner erhielt die GRAMMER AG im Jahr 2022 eine weitere Tranche D unter dem Konsortialkreditvertrag von ausgewählten Kernbanken über 31,5 Mio. EUR. Diese zusätzliche Tranche D wurde als Refinanzierung für ein fälliges Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe in Anspruch genommen. Sie ist teilweise ratierlich bis zur Fälligkeit am 10. Februar 2025 zu tilgen.

Die Liquiditätssituation wird laufend und systematisch überwacht und kontinuierlich durch eine weltweite rollierende Finanzbedarfsplanung erfasst. Mögliche Risiken in Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel sind in den Erläuterungen zur Finanzlage dargestellt. Die Kreditverpflichtungen der GRAMMER Gruppe enthalten Auflagen, zu denen die Einhaltung bestimmter marktüblicher Finanzkennzahlen (Financial Covenants) zählt. Im Fall der Nichteinhaltung dieser Financial Covenants steht den Kreditgebern der GRAMMER Gruppe ein Sonderkündigungsrecht zu, das zur sofortigen Fälligstellung der Kredite berechtigen würde. Der Ausweitung der Liquiditätsspielräume wird trotz dadurch möglicherweise entstehender Zins- und zinsähnlicher Nachteile eine hohe Bedeutung beigemessen; es wird eine dem Unternehmen angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um den strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement überwacht. Durch die dem Markt inhärenten Unsicherheiten und Risiken bezüglich der Zinsentwicklung kann der Finanzierungsstatus der Pensionspläne der Gruppe stark beeinflusst werden. Das kann sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung zur Folge haben. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächlich zu leistenden Zahlungen können von den berechneten Werten abweichen, da die Annahmen zu den wesentlichen Bewertungsparametern, wie den Abzinsungsfaktoren, sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Daraus kann sich ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden zentral im Konzernbereich Finanzen erfasst. Mithilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, vermindert GRAMMER die erläuterten Risiken. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten - und nach aktivem Risikomanagement verbliebenen - moderaten Risiken negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

GRAMMER überprüft einmal jährlich und zusätzlich anlassbezogen auf Ebene der Segmente, welche die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Gruppe darstellen, die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts. Eine Wertminderung kann durch einen Anstieg des Abzinsungsfaktors und/​oder durch verschlechterte Geschäftsaussichten ausgelöst werden.

Geopolitische Risiken

Für die GRAMMER Gruppe können sich Risiken durch eine Verschärfung geopolitischer Spannungen ergeben, wie etwa die Eskalation im Russland-Ukraine-Konflikt und die Krise im Nahen Osten. Aufgrund der stark begrenzten Aktivitäten der GRAMMER Gruppe in den Märkten Russland und Ukraine sowie im Nahen Osten ist weiterhin nicht mit nennenswerten direkten Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das Konzernergebnis zu rechnen. Jedoch ergeben sich hieraus indirekte Risiken und Auswirkungen, wie beispielsweise Preiserhöhungen und Verknappung von Energie und Rohstoffen. Eine Ausweitung des Russland-Ukraine-Konflikts und der Spannungen im Nahen Osten würde das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs zusätzlich erhöhen.

Im Falle einer Eskalation des China-Taiwan-Konflikts sind aufgrund des weitgehend autonomen China-Geschäfts die Risiken aus den internen Liefer- und Leistungsbeziehungen für GRAMMER beherrschbar. Genauso sind direkt keine schwerwiegenden Folgen für die anderen Regionen zu erwarten, da diese überwiegend unabhängig von durch GRAMMER China hergestellten Vorprodukten wirtschaften.

Allerdings können etwaige Sanktionen gegenüber China, sei es resultierend aus einer Eskalation des China-Taiwan-Konflikts oder auch potenziellen Waffenlieferungen Chinas an Russland, zu drastischen Folgen für die Gesamtwirtschaft führen, darunter indirekt auch Unterbrechungen der Supply Chain bei GRAMMER Lieferanten sowie bei GRAMMER Kunden weltweit und damit verbunden zu reduzierten Abrufzahlen der OEMs. Aufgrund des Hauptaktionärs könnte die GRAMMER Gruppe vermehrt als chinesisches Unternehmen wahrgenommen werden. Dies könnte infolge von protektionistischen Maßnahmen gewisser Regierungen gegenüber China zu Marktnachteilen für die GRAMMER Gruppe führen.

Darüber hinaus könnte es in einem Worst-Case-Szenario zu einer Verstaatlichung westlicher Tochterunternehmen in China kommen. Damit verbunden wären schwerwiegende Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das Konzernergebnis der GRAMMER Gruppe zu erwarten. Daraus kann sich ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. GRAMMER stuft das Risiko einer Eskalation des Konflikts mit den entsprechenden Auswirkungen als sehr gering ein.

Rechtliche Risiken

GRAMMER ist als international tätiges Unternehmen vielfältigen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterworfen. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen können sich Risiken ergeben, die sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Der Ausgang rechtlicher Streitigkeiten ist allerdings stets ungewiss, sodass über die getroffene bilanzielle Vorsorge hinaus weitere Risiken bestehen, die eine negative Auswirkung auf die Finanz- und Ertragsziele haben können. Die GRAMMER AG und ihre Tochtergesellschaften sind wegen angeblicher Mängel ihrer Produkte Gewährleistungsansprüchen ihrer Kunden ausgesetzt. Mögliche Gewährleistungsansprüche werden über die Bildung von entsprechenden Rückstellungen berücksichtigt. Darüber hinaus werden in gerichtlichen Verfahren Ansprüche wegen angeblicher Mängel der GRAMMER Produkte geltend gemacht. Soweit diese zum Nachteil von GRAMMER ausgehen, können sich hieraus Schadensersatzzahlungen, Nachbesserungsarbeiten oder sonstige kostenintensive Maßnahmen ergeben. Da die Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, ist es möglich, dass sich die gebildeten Rückstellungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können zusätzliche Aufwendungen entstehen. Beschränkungen des Unternehmens in seiner internationalen Aktivität durch Import- bzw. Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich GRAMMER aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen die Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Zur Absicherung rechtlicher Risiken existiert eine Vielzahl unternehmensweiter Standards, die laufend fortentwickelt werden. Beispiele hierfür sind allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder interne Richtlinien und Verfahrensanweisungen. Zudem setzt GRAMMER ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. Sogenannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert.

Compliance Risiken

GRAMMER ist als international tätige Gruppe Risiken unterworfen, die sich aus Verstößen gegen geltende Gesetze oder interne Regeln und dem individuellen oder kollektiven Fehlverhalten von Mitarbeitenden, Führungskräften oder dem Management ergeben können. Die Verwirklichung solcher Risiken kann sich aufgrund möglicher Bußgelder und Haftung negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken und die Reputation von GRAMMER schädigen. Zur Reduzierung und Vermeidung wird das bestehende Compliance Management System bei GRAMMER unter der Leitung des Chief Compliance Officer ständig weiterentwickelt und ausgebaut. Es enthält sowohl präventive Maßnahmen, wie beispielsweise Schulungen von Mitarbeiter:innen, als auch reaktive Maßnahmen, wie beispielsweise der Umgang mit und die Nachverfolgung von Hinweisen auf Verstöße oder Fehlverhalten.

Chancen

Marktchancen

Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für GRAMMER dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich GRAMMER bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.

Weltweite Konjunktur: Aufgrund der globalen Präsenz der GRAMMER Gruppe bieten sich ihr Chancen, weiterhin von der mittelfristigen Erholung und dem Wachstum der weltweiten Wirtschaft zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in den Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage ergeben, vor allem in Ländern und Regionen außerhalb Deutschlands.

Wachstum in Kernregionen: Insgesamt hat die Bedeutung der Märkte Nord- und Mittelamerika sowie China für GRAMMER weiter stark zugenommen. Insbesondere im Produktbereich Automotive ist GRAMMER dort zunehmend als Lieferant für lokale Hersteller tätig, beliefert aber auch seine europäischen Partner im Premiumsegment. In China ergeben sich aus der Auftragsgewinnung von weltweit tätigen und lokalen OEMs ebenfalls neue Chancen. Im Produktbereich Commercial Vehicles ist GRAMMER mit einer lokalen Fertigung im chinesischen Lkw-Markt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwartet bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Chancen ergeben sich unter anderem auch aus den stärker nachgefragten Produktmerkmalen Ergonomie und Sicherheit.

Wachstum mit größerem Kundenstamm: Für die GRAMMER Gruppe bieten sich durch das Erschließen weiterer Kundensegmente ebenfalls neue Chancen. Dies begründet sich einerseits durch die globale Expansion bestehender Kunden sowie andererseits durch die erhöhte Penetration lokaler Kunden auf neuen Märkten. Derartige Chancen haben sich bisher in einer erhöhten Kundendiversifikation in AMERICAS und APAC niedergeschlagen.

Fokussierung auf das Premiumsegment: GRAMMER fokussiert sich mit seinen Produkten überwiegend auf das Premiumsegment. Da die Nachfrage in diesem Segment im Rahmen positiver Konjunkturszenarien weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment im Vergleich zum Volumenmarkt stärker wachsen. Daher ist GRAMMER bestrebt, diese potenziellen Marktchancen wahrzunehmen.

Globale Megatrends: GRAMMER ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität und Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage zu profitieren. Die Gruppe strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz der Produkte im Bereich Automotive und Commercial Vehicles steigern. Die wachsende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern sowie eine verstärkte Bautätigkeit können ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Produktbereich Commercial Vehicles führen, da viele der eingesetzten Maschinen mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung infolge der Chancennutzung aus den globalen Megatrends an.

Automatisiertes Fahren und E-Mobilität: GRAMMER ist ein Hersteller von Sitzkomponenten und Konsolen sowie weiteren Dekor- und Funktionsteilen für den Fahrzeuginnenraum. Anders als in der Antriebs- und Motorentechnik erwartet das Unternehmen von der Elektrifizierung des Antriebsstranges sowie der schrittweisen Automatisierung neue Chancen aufgrund der Nachfrage nach immer höherwertigen und funktionaleren Innenraumkomponenten, die mit den neuen Bedürfnissen des Fahrens einhergehen.

Strategische Chancen

Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen, die im Folgenden erläutert werden. Anorganisches Wachstum: Darunter versteht GRAMMER unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachtet das Unternehmen kontinuierlich seine Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Sofern sich Chancen zur Stärkung der Marktposition oder zur Erweiterung und Abrundung des Produktportfolios ergeben, prüft GRAMMER die entsprechenden Optionen. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von diversen, nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.

Effizienzmaßnahmen: Das Unternehmen arbeitet fortlaufend an der Entwicklung und Implementierung von Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, seine strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seinen weltweiten Entwicklungs- und Fertigungsverbund.

Innovationen: Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit sie zukünftig das Resultat marktfähiger Produkte hervorbringen, verschiedene Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/​oder bestehende Marktanteile auszubauen. Hier arbeitet die Gruppe in beiden Produktbereichen gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen ihrer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, weiterhin als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.

Beurteilung der Risiken und Chancen

Das Unternehmen ist nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation zu der Auffassung gekommen, dass die von der GRAMMER Gruppe getroffenen Vorsorgen und Maßnahmen den identifizierten Risiken in geeigneter Weise Rechnung tragen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Risiken insofern geändert, als die geopolitischen Themen weiter an Brisanz gewonnen haben und finanzwirtschaftliche Risiken aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus vermehrt im Fokus stehen, während die COVID-19-Risiken weniger relevant geworden sind. Marktrisiken im Sinne einer weltweiten Rezession sind als erhöht anzusehen. Die derzeit bekannten Risiken führen zu der Einschätzung, dass GRAMMER keinen bestandsgefährdenden Risiken ausgesetzt ist und sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben können, zumal in der Unternehmensplanung die Risiken abgebildet wurden.

Prognosebericht

Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der IWF rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum auch 2024 auf niedrigem Niveau bewegen wird. Die Inflation wird sich zwar nach Einschätzung der Experten gegenüber dem Mehrjahreshoch des vergangenen Jahres verringern, jedoch weiterhin hoch bleiben. So wird mit einer weltweiten Inflationsrate von 5,8 % im Jahr 2024 nach 6,8 % im Vorjahr gerechnet. Laut IWF werden viele bedeutende Wirtschaftsregionen voraussichtlich erst nach 2025 in die Nähe der von den Zentralbanken festgelegten Zielmarken für die Inflation gelangen. Die anhaltende Unsicherheit über die zukünftige geoökonomische Lage trägt zudem weiterhin zu einer allgemeinen Investitionszurückhaltung bei - insbesondere vor dem Hintergrund einer möglichen weiteren Eskalation geopolitischer Krisen.

In der Prognose vom Januar 2024 geht der IWF für das laufende Gesamtjahr von einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 % aus. Damit dürfte das Wirtschaftswachstum nach dem bereits schwachen Vorjahr voraussichtlich weiterhin auf einem insgesamt niedrigen Niveau und unter dem historischen Durchschnitt (2000-2019) von 3,8 % bleiben. In AMERICAS soll die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,1 % steigen, in Brasilien um 1,7 % und in Mexiko um 2,7 %. Die fortgesetzte restriktive Geldpolitik und die verminderte Dynamik der Beschäftigungsnachfrage dürften in den USA zu einer Abschwächung der Konsumnachfrage führen. Aufgrund staatlicher Förderprogramme wird jedoch erwartet, dass die Investitionen der Unternehmen weiter zunehmen. In der Region EMEA wird in der Eurozone mit einem geringen Wachstum von 0,9 % gerechnet, in Deutschland soll das BIP 2024 um 0,5 % zunehmen. Für China prognostiziert der IWF ein Wachstum von 4,6 %. Hier könnte sich die Wachstumsdynamik insbesondere infolge einer Verschärfung der Krise im Immobiliensektor aber weiter abschwächen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Automotive

Negative Entwicklung im Pkw Markt erwartet

S&P Global Mobility geht in seinem Prognosebericht von Dezember 2023 von einem leichten Rückgang der Pkw-Produktionszahlen im Jahr 2024 aus. Die Expert:innen rechnen damit, dass im laufenden Geschäftsjahr weltweit rund 0,4 Millionen Fahrzeuge weniger produziert werden als im Vorjahr - ein Rückgang um 0,4 %. Während in AMERICAS noch mit einem Produktionsanstieg in Höhe von 1,0 % gerechnet wird, sind in allen anderen Regionen negative Tendenzen zu erkennen. Diese spiegeln die Befürchtung wider, dass sich der Druck auf die Lagerbestände infolge einer Verlangsamung des Auftragseingangs negativ auswirkt.

In EMEA ist laut der Daten von S&P Global Mobility trotz des Beginns gezielter Preissenkungen ein verminderter Auftragseingang zu verzeichnen. Dort wird mit einem Rückgang der Produktion um 1,8 % gerechnet. In APAC wird mit einem leichten Rückgang von 0,4 % gerechnet.

Commercial Vehicles

APAC sorgt für Wachstum auf dem Nutzfahrzeugmarkt

Im Bereich der Nutzfahrzeuge rechnet S&P Global Mobility in seiner Prognose vom Dezember 2023 für das laufende Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten Anstieg des weltweiten Produktionsvolumens um 0,8 %. Dabei wird für EMEA nur ein Rückgang von 6,2 % und für AMERICAS ein Rückgang der Produktionszahlen um 0,7 % erwartet. Treiber des weltweiten Wachstums ist insbesondere China, wo ein Plus von 4,3 % erwartet wird. Und auch im restlichen APAC (ohne China) wird mit einem geschätzten Anstieg des Produktionsvolumens Nutzfahrzeugen um 3,7 % gerechnet. Insgesamt wird für die Region APAC (inklusive China) ein Wachstum von 4,1 % erwartet.

Landtechnikindustrie

Für die Landtechnikindustrie wird laut PSR OE Link Q4 Report im Jahr 2024 ein weltweites Wachstum von 2,1 % erwartet. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung ist insbesondere die erwartete Erholung des indischen Markts. Indien und China waren im Jahr 2022 die einzigen großen Agrarproduzenten, die einen Rückgang zu verzeichnen hatten. Für das laufende Geschäftsjahr wird hingegen in China lediglich eine stagnierende Entwicklung erwartet.

Baumaschinenindustrie

Die Prognosen von PSR OE für die Baumaschinenindustrie sind für das Jahr 2024 wieder positiv. Nach einem Rückgang der weltweiten Baumaschinenproduktion um -6,2 % im Jahr 2023 wird für das Jahr 2024 ein Wachstum von 1,3 % erwartet. Insbesondere die Märkte in den USA und Japan zeigen positive Tendenzen, während in China und Deutschland mit einem weiteren Rückgang gerechnet wird.

Material-Handling

Im Bereich Material-Handling wird für das Jahr 2024 mit einem Wachstum von 0,5 % gerechnet. Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere die USA und China. Dort werden jeweils zweistellige Wachstumsraten erwartet, während für Indien und Deutschland ein Rückgang prognostiziert wird.

Weitere Einflussfaktoren

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen haben für den Geschäftsverlauf von GRAMMER eine wesentliche Bedeutung. Darüber hinaus spielen jedoch auch eine Reihe anderer Faktoren eine wichtige Rolle.

Die sich häufenden Schocks wie die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine oder der Konflikt im Nahen Osten werden die globalen wirtschaftlichen Strukturen und Beziehungen auch im Jahr 2024 voraussichtlich erheblich belasten und zu notwendigen Umgestaltungen führen. Dabei stellt der Russland-Ukraine-Konflikt auch im Jahr 2024 ein erhebliches geopolitisches Risiko dar. Er hat eine humanitäre Krise ausgelöst und zu größeren Risiken im Hinblick auf Kapitalströme, den Handel und auf die Rohstoffmärkte weltweit geführt. Der strategische Wettbewerb zwischen den USA und China ist ein weiteres Risiko, das im Jahr 2024 zu beachten ist. Chinas verstärkte militärische Präsenz im Südchinesischen Meer, technologische Fortschritte und anhaltende Handelsspannungen mit den USA haben zu gestiegenen geopolitischen Spannungen geführt. Die zunehmenden Konflikte zwischen den Supermächten haben erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Jede Störung in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China zum Beispiel wird Einfluss auf die gesamte Weltwirtschaft haben. Handelskriege und verschärfte internationale Spannungen könnten die Entwicklung hin zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit und reibungslosen Handelsströmen verlangsamen, wobei die Daten von S&O Global Market Intelligent bereits einen Rückgang der Exporte in vielen Ländern zeigen.

Darüber hinaus sind anhaltende Sorgen um die Energiesicherheit eine schlechte Nachricht für die Weltwirtschaft und stellen die Regierungen vor größere steuerliche, soziale und politische Herausforderungen. Ein starker Anstieg der COVID-19-Fälle und/​oder neue Mutationen des Virus könnten auch die nationalen und internationalen Versorgungsketten weiter schwächen und die Produktion und den Export stören, was zu weltweiten Engpässen führen könnte.

Im Schatten dieser geopolitischen Risiken wird die Automobilindustrie im laufenden Geschäftsjahr 2024 höchstwahrscheinlich ebenfalls vor Herausforderungen stehen. Insbesondere die Elektrifizierung wird durch steigende Betriebskosten und den Preiskampf zwischen den OEMs mit zunehmendem Gegenwind zu kämpfen haben. Das Wachstum der Fahrzeugverkäufe wird wahrscheinlich in dem Maße zurückgehen, in dem der Nachholbedarf, der durch die Knappheit der vergangenen Jahre entstanden ist, abgebaut wird und sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschärfen. Wie bei den geopolitischen Risiken erwähnt, werden die Handelsrisiken möglicherweise zu Veränderungen in den Lieferketten führen, da die OEMs versuchen werden, die Abhängigkeit von China zu verringern.

Zudem ist aktuell zu beobachten, dass in Deutschland die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen stetig ansteigt. Befristete Sonderregelungen, die in den letzten Jahren beschlossen wurden, laufen aus (ausgesetzte Insolvenzantragspflicht und Fortführungsprognose). Daher ist es für GRAMMER äußerst wichtig, die finanzielle Entwicklung seiner Lieferanten eng zu begleiten und jederzeit vorbereitet zu sein, Sondermaßnahmen einzuleiten.

Durch Ausfälle bei den Lieferanten könnte es trotz der kurzfristigen Einleitung von Substitutionsmaßnahmen im schlimmsten Fall zu Produktionsunterbrechungen und damit zu negativen Ergebniseffekten kommen.

Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand

Die Erwartungen für die GRAMMER AG spiegeln sich aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit den übrigen Konzerngesellschaften und ihres Gewichts in der Gruppe im Prognosebericht der GRAMMER Gruppe wider. Ebenso stellen sich die für die GRAMMER Gruppe getroffenen Aussagen zur Marktentwicklung im Wesentlichen auch in der Geschäftsentwicklung der GRAMMER AG dar.

Die GRAMMER AG ist aufgrund ihrer Finanzierungstätigkeiten Effekten aus Währungsschwankungen ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen für unser Geschäft wesentlichen Ländern wie Tschechien, Türkei, China, Mexiko und den USA. Zwar wird die Absicherung dieser Risiken kontinuierlich verbessert, signifikante Wechselkursänderungen der relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 ist der Vorstand der GRAMMER AG nach damaligem Kenntnisstand von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausgegangen. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld hat die GRAMMER AG dagegen im Jahr 2023 einen Rückgang der Umsatzerlöse verzeichnet. Während im Bereich Automotive ein leichter Umsatzzuwachs von 6,9 Mio. EUR (3,3 %) gegenüber dem Vorjahr eingetreten ist, belief sich der Umsatzrückgang im Geschäftsbereich Commercial Vehicles dagegen auf 123,8 Mio. EUR (-26,6 %). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im Geschäftsjahr von 45,4 Mio. EUR um 84,2 Mio. EUR auf nunmehr -38,8 Mio. EUR. Die letztjährige Prognose des Vorstands war dagegen von einem EBIT von rund 30 Mio. EUR ausgegangen. Dabei sind sowohl der Rückgang der Umsatzerlöse als auch der Rückgang des EBIT, ebenso wie die Abweichungen zur letztjährigen Prognose ganz wesentlich auf die oben in den Erläuterungen zum Geschäftsverlauf bereits beschriebene, unterjährig im Geschäftsjahr 2023 getroffene geschäftsstrategische Entscheidung zurückzuführen, dass Tochtergesellschaften nunmehr einen größeren Anteil ihrer Lieferungen direkt an die jeweiligen Endkunden fakturieren, während zuvor in vielen Fällen die GRAMMER AG noch als Händler dieser Produkte zwischengeschaltet war.

Wir erwarten, dass die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in den für GRAMMER relevanten Märkten, im Jahr 2024 anhalten werden. Die fortschreitende Umstellung der Kundenfakturierung direkt aus den produzierenden Werken wird für die GRAMMER AG dazu führen, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig sein wird.

Als Organträger innerhalb des inländischen Organkreises sowie als Muttergesellschaft in der Gruppe ist die Ergebnisentwicklung in hohem Maße von dem Finanzergebnis und hier insbesondere von den Ergebnissen der Organgesellschaften sowie den Gewinnausschüttungen der übrigen Tochterunternehmen beeinflusst. Auf Basis der Planung erwarten wir für das Jahr 2024 ein EBIT deutlich unterhalb des Vorjahres.

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beziehen sich auf Zeiträume in der Zukunft oder sind durch Begriffe wie "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit" oder ähnliche Begriffe gekennzeichnet. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer:innen, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.

Rundungsdifferenzen bei den Jahresabschlussangaben sind möglich.

Ursensollen, 13. März 2024

Jens Öhlenschläger

Jurate Keblyte

Der Vorstand der GRAMMER Aktiengesellschaft