AI assistant
GRAMMER AG — Audit Report / Information 2018
Mar 28, 2019
186_rns_2019-03-28_6c3bed8f-59fd-4631-9f0e-2f0d5a72a437.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
GRAMMER Aktiengesellschaft Amberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Konzernabschluss und Konzernlagebericht
31. Dezember 2018
Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die GRAMMER Aktiengesellschaft
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der GRAMMER AG, Amberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GRAMMER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns.
In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, unterliegen gemäß IAS 36.90 einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairment Test), im Rahmen dessen der Buchwert der Einheit, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes, mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Grundlage der Bewertungen ist der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit zugrunde, die auf den vom Management und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen und damit ermessensbehaftet sind. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die in die Ermittlung des Abzinsungssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ebenfalls ermessensbehaftet. Vor dem Hintergrund der Planungsunsicherheit, resultierend aus dem zukunftsgerichteten Charakter der Bewertung, sowie der vorhandenen Ermessensspielräume im Rahmen des erforderlichen Wertminderungstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.
Prüferisches Vorgehen
Zur Beurteilung der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben wir uns sowohl mit den zugrunde liegenden Prozessen zur Ermittlung der erzielbaren Beträge befasst als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. Darüber hinaus haben wir zur methodischen und arithmetischen Beurteilung des Bewertungsmodells und der angewendeten Berechnungsparameter unsere Bewertungsexperten in die Prüfung eingebunden. Wir haben nachvollzogen, ob die Bewertungsmodelle stetig angewandt wurden. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine, regionale und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Bei unserer Einschätzung haben wir neben dem Abgleich mit entsprechenden Markterwartungen auch die erhaltenen Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gewürdigt. Zur Beurteilung der Planungstreue haben wir stichprobenweise einen Soll-Ist Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen vorgenommen. Die im Rahmen der Ermittlung der erzielbaren Beträge verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten wurden auf Basis einer Analyse der allgemeinen Marktindikatoren beurteilt. Die Ableitung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) haben wir gewürdigt, in dem wir insbesondere über die Zusammensetzung der herangezogenen Vergleichsunternehmen die verwendeten Beta-Faktoren beurteilt sowie den Eigen- und Fremdkapitalzinssatz mit verfügbaren Marktdaten abgeglichen haben. Um ein mögliches Wertminderungsrisiko zu erkennen, haben wir mit Hilfe von eigenen Sensitivitätsanalysen die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests darüber hinaus daraufhin untersucht, welche Veränderungen in bestimmten Bewertungsparametern zu einem abweichenden Urteil hinsichtlich Wertminderungsbedarf auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit führen würden. Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den bzgl. der Geschäfts- oder Firmenwerte angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den damit in Zusammenhang stehenden Angaben zu Ermessensausübungen des Vorstandes und zu Quellen von Schätzunsicherheiten verweisen wir auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie zu den Angaben zum Geschäfts- oder Firmenwert auf die Angabe im Konzernanhang Kapitel 12.3 Geschäfts- oder Firmenwerte.
2. Zeitraumbezogene Umsatzrealisierung aus Entwicklungsverträgen mit Kunden
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Gesellschaften des GRAMMER Konzerns kommen ihren Leistungsverpflichtungen aus kundenspezifischen Entwicklungsaufträgen grundsätzlich über einen bestimmten Zeitraum nach und erfassen den daraus resultierenden Erlös gemäß IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, entsprechend dem Leistungsfortschritt der jeweiligen Leistungsverpflichtung. Der Leistungsfortschritt bezogen auf die vollständige Erfüllung wird dabei inputorientiert auf Basis der entstandenen Kosten ermittelt. Die zeitraumbezogene Umsatz- und Ergebnisrealisierung ist damit in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Gesamtauftragserlöse und Gesamtauftragskosten abhängig und hat über die Ermittlung des Leistungsfortschrittes eine wesentliche Auswirkung auf die Posten des Konzernabschlusses. Die zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen aus Entwicklungsverträgen war daher aus unserer Sicht einer der bedeutsamsten Sachverhalte mit dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss, einschließlich des inhärenten Risikos der Umgehung oder der Außerkraftsetzung des internen Kontrollsystems durch das Management.# Prüferisches Vorgehen
Für die von den gesetzlichen Vertretern implementierten wesentlichen Kontrollen im Bereich der Auftragsannahme und -abwicklung sowie der Bilanzierung von Verträgen mit Kunden, insbesondere im Zusammenhang mit der Identifizierung der Leistungsverpflichtungen, der Bestimmung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen sowie der Schätzung der Auftragskosten, haben wir über Aufbau- und Funktionsprüfungen die Ausgestaltung sowie die Wirksamkeit der Kontrollen während des Berichtszeitraums beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir sowohl Kontrollen auf Transaktionsebene aber auch Kontrollen auf höherer Ebene, wie regelmäßig stattfindende Review Meetings, getestet.
Bei Entwicklungsaufträgen, welche auf Basis technischer oder kaufmännischer Komplexität oder aber aufgrund ihrer finanziellen Bedeutung vor dem Hintergrund der bilanzierten Vertragsvermögenswerte von Bedeutung waren, haben wir darüber hinaus folgende aussagebezogene Einzelfallprüfungen vorgenommen: Wir haben uns über Befragungen der verantwortlichen Personen des konzernweiten Projektcontrollings einen Überblick über den Inhalt der Verträge sowie der beauftragten Entwicklungsleistung und über den Status der jeweiligen Vertragserfüllung verschafft. Wir haben die erhaltenen Informationen dahingehend untersucht, ob diese im Einklang mit extern verfügbaren Prüfungsnachweisen, wie beispielsweise Kundenkorrespondenz oder Kundenverträgen, stehen. Wir haben darüber hinaus die verschiedenen Bestandteile des Transaktionspreises der Leistungsverpflichtungen nachvollzogen, indem wir die unterschiedlichen Komponenten mit den vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben. Wir haben die ausgewiesenen Umsatzerlöse aus Entwicklungsaufträgen unter anderem daraufhin analysiert, ob sich die geplante und realisierte Marge aus den Verträgen mit unserer Erwartungshaltung an den Projektverlauf des einzelnen Projektes aus der Entwicklung in vergleichbaren Projekten deckt.
Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung aus Entwicklungsverträgen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den Angaben der Gesellschaft zur zeitraumbezogenen Umsatzlegung verweisen wir auf die Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, Kapitel 7. Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie Kapitel 15. Vertragssalden des Konzernanhangs.
3. Realisierung von Umsatzerlösen im Rahmen der Serienlieferung
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen einen der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die gesetzlichen Vertreter der GRAMMER AG dar. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt dabei grundsätzlich mit Erfüllung der jeweiligen Leistungsverpflichtung, also zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt über den zugrunde liegenden Vermögenswert erlangt. Hierbei unterliegt die Realisierung der Umsatzerlöse dem Risiko, dass sie zu einem falschen Zeitpunkt erfolgt und damit gegebenenfalls zu einem falschen Periodenausweis führt oder dass fiktive Umsatzerlöse erfasst werden. Die Umsatzerlöse resultieren dabei aus einer Vielzahl von einzelnen Transaktionen in Form von separaten Lieferungen. Ferner führen fortlaufende Preisverhandlungen mit den Kunden zu regelmäßigen Veränderungen in den Transaktionspreisen und damit zu einer veränderten Bewertung der realisierten Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse unterliegen grundsätzlich dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen einschließlich des inhärenten Risikos der Umgehung oder der Außerkraftsetzung des internen Kontrollsystems durch das Management. Da die realisierten Umsatzerlöse eine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRAMMER AG haben, war für uns die Realisierung von Umsatzerlösen aus der Serienfertigung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die mit den Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen nachvollzogen, insbesondere die Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs sowie die Regelungen zum Abrechnungsverfahren, und haben diese auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses beurteilt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns mit den unternehmensintern implementierten Verfahren und Kontrollmechanismen zur Umsatzlegung und zur Periodenabgrenzung sowie zur betragsmäßigen Erfassung der Umsatzerlöse befasst. Wir haben in diesem Zusammenhang Aufbau- und Funktionsprüfungen durchgeführt. Hierbei haben wir die im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Umsatzerlöse hinsichtlich deren buchungssystematischen Erfassung nachvollzogen. Etwaige Abweichungen von unserer Erwartungshaltung hinsichtlich der Buchungslogik haben wir auf Basis zusätzlicher aussagebezogener Prüfungshandlungen unter Einholung von Prüfungsnachweisen, beispielsweise Abliefernachweisen oder Bestätigungen Dritter, im Hinblick auf den Gefahrenübergang auf den Kunden sowie eine periodengerechte und betragsmäßig korrekte Erfassung der Umsatzerlöse analysiert. Die betragsmäßige Erfassung der Umsatzerlöse haben wir insbesondere dadurch nachvollzogen, dass wir stichprobenweise die herangezogenen Transaktionspreise mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen haben. Ferner haben wir für die Umsatzerlöse untersucht, ob die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in geschäftsüblichem Turnus durch Zahlung des Rechnungsbetrages durch den Kunden beglichen wurden. Wir haben dabei stichprobenweise Zahlungseingänge zu den entsprechenden Kontoauszügen abgeglichen. Um nicht zu erwartende Schwankungen in der ausgewiesenen Bruttomarge zu identifizieren, die unter anderem auf die Erfassung fiktiver Umsatzerlöse hindeuten könnten, haben wir eine Margenanalyse auf disaggregierter Ebene durchgeführt.
Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Realisierung von Umsatzerlösen aus der Serienlieferung ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zu den zu einem bestimmten Zeitpunkt erfassten Umsatzerlösen sind in Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie in Kapitel 7. Erlöse aus Verträgen mit Kunden im Konzernanhang dargestellt.
4. Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses mit der Toledo Molding & Die, Inc., Toledo, Ohio, USA
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Am 22. Mai 2018 haben die gesetzlichen Vertreter der GRAMMER AG den Kaufvertrag zur Übernahme der Toledo Molding & Die, Inc. ("TMD") mit Sitz in Toledo, Ohio, USA abgeschlossen. Nach Erfüllung aller Vollzugsbedingungen wurde der Unternehmenszusammenschluss im Oktober 2018 vollzogen, womit die GRAMMER AG in der Folge 100% der Anteile an der erworbenen Gesellschaft sowie aller durch diese gehaltenen Tochtergesellschaften hält. Im Rahmen der durchgeführten Kaufpreisallokation erfolgte gemäß IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, der Ansatz der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt. Es besteht für identifizierbare, erworbene immaterielle Vermögenswerte eine Ansatzpflicht unabhängig davon, ob diese bei der erworbenen Gesellschaft vor dem Unternehmenszusammenschluss bilanziert wurden oder nicht. Die Bestimmung, ob ein immaterieller Vermögenswert identifizierbar ist und daher getrennt von einem Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden muss, ist dabei komplex und birgt das Risiko falscher Abgrenzungen. Darüber hinaus resultiert aus Schätzunsicherheiten im Rahmen der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte dieser immateriellen Vermögenswerte ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bewertung. Aufgrund des so bestehenden erhöhten Risikos wesentlicher falscher Darstellungen sehen wir in der Identifikation und der Bewertung der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerte einen der bedeutsamsten Sachverhalte der Konzernabschlussprüfung.
Prüferisches Vorgehen
Zur Beurteilung ob ein immaterieller Vermögenswert identifizierbar ist und daher getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden muss, haben wir vor allem das Vorgehen der gesetzlichen Vertreter auf Basis der Vorschriften des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, gewürdigt. In diesem Zusammenhang haben wir unter anderem Gespräche mit den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft geführt sowie branchenspezifische Markterwartungen aus vergleichbaren Transaktionen abgeleitet, um so die Vollständigkeit der identifizierten erworbenen immateriellen Vermögenswerte zu beurteilen. Darüber hinaus haben wir das Vorgehen des von den gesetzlichen Vertretern hinzugezogenen externen Sachverständigen hinsichtlich der Bewertung der vom Management identifizierten immateriellen Vermögenswerte methodisch nachvollzogen. Die konzeptionelle Beurteilung der angewandten Bewertungsmodelle haben wir unter Hinzuziehung interner Bewertungsspezialisten vorgenommen, indem wir die verwendeten Modelle auf Einklang mit den Vorgaben des IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwertes, abgeglichen haben. Unsere Prüfungshandlungen umfassten darüber hinaus auch das rechnerische Nachvollziehen der Bewertungsmodelle und den Abgleich der herangezogenen künftig erwarteten Zahlungsströme, unter anderem mit internen Business Plänen und externen Vergleichsmaßstäben. Weiterhin haben wir die Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen, identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte im Erwerbszeitpunkt daraufhin analysiert, ob diese allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen entsprechen. Darüber hinaus haben wir die Bestimmung der übertragenen Gegenleistung mit den vertraglichen Grundlagen sowie auf Einklang mit den Vorgaben des IFRS 3 abgeglichen.# Sonstige Informationen
Aus unseren durchgeführten Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses mit der Toledo Molding & Die, Inc., Toledo, Ohio, USA, ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zum Unternehmenszusammenschluss mit der Toledo Molding & Die, Inc. sind im Konzernanhang in Kapitel 2.1 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Unternehmenszusammenschlüsse sowie in Kapitel 4. Unternehmenszusammenschlüsse dargestellt.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind gemeinsam für den Corporate Governance Bericht und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden Bestandteile, auf die im Lagebericht verwiesen ist:
- den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB, und
- den Corporate Governance Bericht und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB.
Die sonstigen Informationen umfassen ferner die folgenden Bestandteile des Geschäftsberichts, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung des Bestätigungsvermerks erlangt haben:
- die Versicherung der gesetzlichen Vertreter;
- den Abschnitt "Abschlusstabellen GRAMMER AG";
- den Abschnitt "Quartalsübersicht des Konzerns und der Segmente";
- den Abschnitt "GRAMMER Konzern Mehrjahresübersicht";
- den Abschnitt "Finanzkalender 2019 und Messetermine".
Des Weiteren umfassen die sonstigen Informationen die folgenden übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden:
- den Abschnitt "Wichtigste Kennzahlen nach IFRS GRAMMER Konzern, Umsatz nach Regionen, Konzern-EBIT nach Quartalen, Quartalsübersicht Umsatz und EBIT";
- den Abschnitt "Übersicht der Segmente";
- den Abschnitt "Konzernprofil";
- den Abschnitt "Vorwort des Vorstandsvorsitzenden";
- den Abschnitt "Der Vorstand";
- den Abschnitt "GRAMMER + TMD";
- den Abschnitt "Highlights 2018";
- den Abschnitt "Bericht des Aufsichtsrats";
- den Abschnitt "GRAMMER Aktie".
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
* wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
* anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
- holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben.# Bestätigungsvermerk
Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. Juli 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit über 24 Jahren als Konzernabschlussprüfer der GRAMMER AG tätig. Seit dem Geschäftsjahr 1996 klassifiziert die GRAMMER AG als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft i.S. des § 264d HGB. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht: ― Unterstützung im Rahmen eines Enforcementverfahrens durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Oliver Sieger.
Nürnberg, 7. März 2019
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Sieger, Wirtschaftsprüfer
Gabler, Wirtschaftsprüfer
Konzernlagebericht
― Konzernumsatz wächst um 4,2 % auf fast 1,9 Mrd. EUR
― Operatives Konzern-EBIT mit 75,8 Mio. EUR leicht unter dem hohen Vorjahresniveau
― Jahresüberschuss unter Vorjahresniveau aufgrund von vielen Sondereinflüssen
― Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie vorgeschlagen
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell
Der GRAMMER Konzern ist eine global agierende Unternehmensgruppe, welche auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. GRAMMER verfügt weltweit über 48 Produktions- und Logistikstandorte, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie herstellen und vertreiben. Neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG, umfasst der Konzernabschluss 39 vollkonsolidierte Gesellschaften sowie ein At-Equity-konsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen [siehe auch Kapitel 3 ("Konsolidierungskreis") im Konzernanhang]. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 19 Ländern vertreten. Die globale Präsenz in den verschiedenen Regionen folgt dabei im Wesentlichen derjenigen unserer Hauptkunden. Neben dem Heimatmarkt Europa profitiert der GRAMMER Konzern von seiner Präsenz in den NAFTA-Ländern, China sowie Brasilien. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist eng verbunden mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden. Ausschlaggebend ist im Segment Automotive der Pkw-Premiumsektor und im Segment Commercial Vehicles der Bereich Nutzfahrzeuge in den genannten Hauptabsatzmärkten.
Konzernstruktur
Die GRAMMER Aktiengesellschaft ist die Muttergesellschaft des GRAMMER Konzerns, welcher von mindestens zwei Vorständen geführt wird. Als operative Holdinggesellschaft sind in der GRAMMER AG der Vorstand sowie zentrale Leitungsfunktionen des Konzerns angesiedelt, beispielsweise Entwicklung, Qualität, Operations, Vertrieb, Strategie, Risikomanagement, Konzernrechnungswesen und -controlling, Investorenbeziehungen, Rechtswesen und Finance. Darüber hinaus werden hier große Teile der Forschungs- und Entwicklungsleistungen überwiegend für Europa sowie die übergeordnete zentrale Steuerung des Vertriebs erbracht. Die Gesellschaften, welche in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind im Konsolidierungskreis im Anhang Nr. 3 dargestellt.
Unternehmenssegmente
Der GRAMMER Konzern ist in zwei Segmente gegliedert. Im Segment Automotive ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen, hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Lösungen und vertreibt diese an Automobilhersteller sowie an deren Systemlieferanten, vor allem im gehobenen und Premiumsegment. Im Segment Commercial Vehicles ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreibt diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben. Das Segment Commercial Vehicles ist in die Geschäftsfelder Lkw und Offroad (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Railway & Bus gegliedert. Neben den beiden berichteten Segmenten beinhaltet der Bereich Central Services die übergeordneten Konzernfunktionen.
Steuerungssystem
Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem des GRAMMER Konzerns bedient sich im Wesentlichen der Steuerungsgrößen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), operatives Ergebnis (Operatives EBIT) und GRAMMER Return on Capital Employed (G-ROCE)1 . Der GRAMMER Konzern nutzt das operative Ergebnis (operatives EBIT) als wesentliches Kriterium für die Beurteilung der operativen Performance des GRAMMER Konzerns. Das operative Ergebnis (operatives EBIT) ist definiert als das konsolidierte Ergebnis vor Steuern, ohne Berücksichtigung der Ertragsteuern, Finanzerträge, Finanzaufwendungen und des sonstigen Finanzergebnisses bereinigt um Sondereinflüsse und Währungseffekte. Das operative Ergebnis (operatives EBIT) ist keine nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind ("IFRS"), definierte Kennzahl. Diese Kennzahl wird vom GRAMMER Konzern herangezogen, da sie aus Sicht des Unternehmens die Ertragslage unabhängig von außerordentlichen Effekten, die die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen können, transparenter und im Zeitablauf besser vergleichbar darstellt. Ferner werden die finanziellen Kennzahlen wie die Nettofinanzverbindlichkeiten, das Working Capital, der GEVA (GRAMMER Enterprise Value Added)2 und das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten geteilt durch das Eigenkapital) ausgewertet und überwacht. Im Geschäftsjahr 2017 gewann die Kennzahl G-ROCE mit der neuen Vergütungsregelung für den Vorstand an Bedeutung. Diese wurde im Geschäftsjahr 2017 in ihrer Definition überarbeitet und ist im Geschäftsjahr 2018 erstmalig mit zur Steuerung des Konzerns herangezogen worden. Auf die Herleitung des G-ROCEs und des GEVAs wird bei der Erläuterung der Grundzüge des Vergütungssystems eingegangen.
Forschung und Entwicklung
Die ausgeprägte Forschungs- und Entwicklungskultur im GRAMMER Konzern bildet neben der operativen Performance das Fundament der Wettbewerbsfähigkeit und der führenden Marktposition in vielen Produktbereichen. Innovative und zukunftsfähige Produkte und Fertigungstechnologien sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung für Unternehmen in der Fahrzeugbranche. Daher sind Forschung und die Entwicklung von innovativen Produkten, neuen Anwendungen und Prozessen ein zentraler Baustein unserer Unternehmensstrategie. In den letzten Jahren haben wir dazu unser internationales Entwicklungs-Netzwerk kontinuierlich ausgebaut, um uns durch technologischen Vorsprung mit zukunftsfähigen Produkten in allen Kernregionen erfolgreich zu positionieren. Ebenso trägt eine engere Zusammenarbeit mit unseren Kunden bereits ab der Entwicklungsphase zu diesem Ziel bei. Dies geschieht für alle Regionen, die für GRAMMER relevant sind. So wurden erfolgreich eigenständige Technologiezentren in den Regionen Americas und APAC schon vor vielen Jahren gegründet und weiter stetig ausgebaut. Mit zwei Technologiezentren - in Changchun für das Segment Automotive und in Shanghai für beide Segmente - forcieren wir unsere Entwicklungsaktivitäten in China auf die Region APAC.# Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Für GRAMMER sind neben der globalen wirtschaftlichen Entwicklung die Entwicklungen der Branchen von Bedeutung, die unsere beiden Segmente Automotive und Commercial Vehicles betreffen. Aus diesem Grund erläutern wir im Folgenden die wirtschaftliche Entwicklung dieser Branchen.
Lage der Weltwirtschaft
Die globale Wirtschaft hat sich 2018 erneut robust gezeigt. Allerdings, so der Internationale Währungsfonds (IWF), ist das Wachstum weniger ausgeglichen verlaufen und dürfte in einigen großen Volkswirtschaften seinen Höhepunkt erreicht haben. Der Dauerstreit um neue Handelsbarrieren, insbesondere zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften USA und China, und die hohe Schuldenlast vieler Staaten würden die Expansion verlangsamen. Das ursprünglich erwartete raschere Wachstumstempo habe sich deshalb nicht eingestellt, erklärte der IWF in seinem World Economic Outlook. Zudem wurden die Prognosen durch den Streit um US-Importzölle für die Autoindustrie sowie den Brexit belastet. Als Konsequenz senkten die Ökonomen des IWF ihre 2018er-Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft auf 3,7 % und damit um 0,2 %-Punkte gegenüber der noch im April geäußerten Erwartung. Dem IWF zufolge spiegeln sich die negativen Faktoren unterschiedlich stark in den einzelnen Staaten und Handelszonen wider.
Wir sind in der Lage, zusammen mit den Kunden eine eng verzahnte, regionale und globale Projektarbeit zu realisieren bzw. länderspezifische Entwicklungen in enger Zusammenarbeit direkt vor Ort durchzuführen. Durch dieses Vorgehen werden Kundenbeziehungen und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der GRAMMER Gruppe langfristig gestärkt. Zur weiteren Optimierung des globalen Footprints und der Entwicklungsprozesse einerseits und andererseits zur notwendigen F&E-Effizienzsteigerung zur Erhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit haben wir Ende 2018 einen Joint Venture-Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens im indischen Pune mit unserem Partner Allygrow Technologies Private Limited, Pune, Indien, unterschrieben. Das neue Joint-Tech-Center in Pune wird zukünftig einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung der globalen F&E-Performance und Effizienz leisten und hat die Tätigkeiten aufgenommen. Die Realisierung von Potenzialen zur Kosteneinsparung und die Verringerung des Anteils externer Dienstleistungen in Verbindung mit dem nachhaltigen Aufbau von eigenem Know-how werden hiermit eindrucksvoll vorangetrieben und ermöglichen eine Anpassung an die stetig wachsenden Marktanforderungen. 1 G-ROCE ist eine von GRAMMER definierte betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche auf der ROCE-Definition basiert. 2 GEVA ist eine von GRAMMER definierte betriebswirtschaftliche Kennzahl, welche auf der EVA-Definition basiert. Um unsere führende Position bei Innovationen und Technologie zu sichern und auszubauen, arbeiten mehr als 500 Ingenieure und F&E-Mitarbeiter im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund gezielt daran, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität, Qualität und Ästhetik unserer Produkte weiter zu verbessern. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 60.634 TEUR (Vj. 65.258) und beliefen sich somit auf 3,3 % im Verhältnis zum Gesamtumsatz (Vj. 3,7). Neben der Erfüllung der laufenden Markt- und Kundenanforderungen haben wir im Entwicklungsbereich einen systematischen Innovationsprozess etabliert. Durch die enge Abstimmung zwischen "Strategischer Produkt-Planung" und "Advanced Engineering" stellen wir sicher, dass zukünftige Trends und maßgebliche Entwicklungen in unseren Märkten frühzeitig erkannt werden und wir so systematisch eigene Innovationen anstoßen und zielgerichtet entwickeln können. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in zahlreichen Neuaufträgen und stärkerem Wachstum in allen Regionen. Die hohe Anzahl an Serien- und Vorentwicklungsprojekten ist ein weiterer Beleg für unsere hohe Innovationskraft. Wir haben darüber hinaus weitere Schritte zur Standardisierung von Produkten und Prozessen unternommen. Wir treiben diese Standardisierungen mit dem Ziel voran, durch eine aktive Verzahnung von Produkt- und Prozessentwicklung unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Seit vielen Jahren ist das Thema Leichtbau einer der Schwerpunkte unserer Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2-Reduzierung aktiv mitzugestalten. Hier verfolgen wir umfangreiche Aktivitäten, teils mit externer Unterstützung von Hochschulen und Fachinstituten, und haben bereits verschiedene Konzepte beispielsweise für LkwBeifahrersitze sowie für die Herstellung von Mittelkonsolen vorgestellt. Zukünftig wird auch der Einsatz von ökologisch nachhaltigen Materialien an Bedeutung gewinnen. Neben der Weiterentwicklung unserer traditionellen Produkte und Kerntechnologien tritt zunehmend die Integration von elektrischen und elektronischen Subsystemen in unsere Produkte in den Vordergrund. Dabei ist der stetige weltweite Ausbau unserer Elektronikkompetenz ein zentraler Erfolgsfaktor für die zukünftige Entwicklung des gesamten GRAMMER Konzerns. Mit der Kombination von neuen, elektronischen Bedienungs- und Steuerungselementen und unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung von Armlehnen, Mittelkonsolen, Kopfstützen und Sitzsystemen werden innovative Lösungen für unsere Kunden entstehen, die GRAMMER einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen werden. Im Segment Automotive hält der Trend unvermindert an, die Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme von den OEMs auf die Zulieferunternehmen zu verlagern. Aus diesem Grund positioniert sich GRAMMER in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber für unsere Kunden. Technologischer Vorsprung und innovative Lösungen sichern uns hier wichtige Wettbewerbsvorteile. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei, neben dem Thema Leichtbau, auf dem Design neuer hochwertiger und funktionaler Produktoberflächen sowie auf neuen Kinematik-Lösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir intensiv sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Die Weiterentwicklung unserer technologischen Kompetenz im Bereich der Kunststoffspritzguss-Verfahren, der Oberflächenveredelung und der Metallverarbeitung erfolgt kontinuierlich in unserem Kompetenzzentrum in Hardheim. Neue integrierte, innovative Prozess- und Fertigungstechnologien ermöglichen GRAMMER eine schnelle und zukunftsfähige Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette, insbesondere im Bereich Automobil-Interieur. Zusätzlich arbeiten wir an Konzepten für die Integration neuer HMI (Human-Machine-Interface)-Lösungen, welche wir den Kunden zukünftig als integriertes System zusammen mit den Konsolen und Armlehnen anbieten werden. Bei den Kopfstützen liegt der Entwicklungsfokus hauptsächlich auf innovativen Lösungen für elektrische Antriebe und vollautomatische Einstellungen sowie die Integration von Sound- und Komfortapplikationen vor allem im Premiumsegment. Bestehende Technologien hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Bauraum, Gewicht und Verstellmechanismen entwickeln wir kontinuierlich weiter. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist die Akquisition der TMD Gruppe in 2018. Der Kunststoffspezialist TMD wird uns ermöglichen, einen weiteren technologischen Schritt im Bereich thermoplastische Komponenten und Leichtbaulösungen zu unternehmen und gleichzeitig den für uns wichtigen US-amerikanischen Markt durch die nun hinzugekommenen Kapazitäten weiter zu erschließen. Im Segment Commercial Vehicles treibt GRAMMER die Weiterentwicklung des Produktportfolios kontinuierlich voran: Hier entwickeln wir innovative Lösungen, um auf sich verändernde Anforderungen und Märkte zu reagieren. Innovative Produkte versetzen GRAMMER in diesem Segment in die Lage, den Kundenanforderungen in hohem Maße gerecht zu werden und die Marktposition weiter zu festigen und auszubauen. GRAMMER profitiert dabei von der Kombination aus dem langjährigen Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und von ergonomischen Lösungen. Ergänzt mit der in den letzten Jahren erweiterten Elektronikkompetenz können wir integrierte und maßgeschneiderte Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung anbieten. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen Aktivitäten zur Weiterentwicklung der bestehenden HMI-Lösungen, zum anderen werden zeitgleich Konzepte für die nächste Generation neuer, integrierter Sitzlösungen vorangetrieben. Im Lkw-Bereich verbessern wir Komfort, Sicherheit und Funktionalität unserer neuesten Lkw-Fahrersitzgeneration mittels elektromotorisch angetriebenen Verstellfunktionen. Auch für die kommenden Generationen von Lkw-Fahrerkabinen erwarten wir, dass die Integration von ergonomischen Sitzsystemen mit multifunktionalen, elektronischen Armlehnen verstärkt nachgefragt wird. In enger Kooperation mit Hochschulen und Kunden arbeiten wir intensiv an der Ausgestaltung der Fahrerkabine der Zukunft. So können wir in eine vollkommen neue Dimension der Integration von Fahrzeug- und Kabinenfunktionen sowie der ergonomischen Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes vorstoßen. Im Bereich Railway etablieren wir uns weiter als Komplettanbieter für das gesamte Bahnsegment und beliefern mit unseren neuentwickelten Sitzplattformen Kunden in den Bereichen Hochgeschwindigkeitszüge, Fernverkehr und Regionalverkehr. In unseren beiden Segmenten Automotive und Commercial Vehicles werden neue Innenraumkonzepte, angestoßen durch die Themen der Zukunft, das Autonome Fahren und die E-Mobilität vorangetrieben und erprobt. Unser bestehendes Produktportfolio, das sich auf den Innenraum der Fahrzeuge konzentriert, bietet uns eine exzellente und zukunftssichere Ausgangsposition, Akzente zu setzen. Zusammen mit unseren Kunden erarbeiten wir die Konzepte der Zukunft und bringen diese in Serie.# WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BRUTTOINLANDSPRODUKT) 2018 IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %
| Land | BIP-Wachstum 2018 | Vorjahr | Veränderung |
|---|---|---|---|
| USA | 2,9 % | 2,2 % | +0,7 Prozentpunkte |
| Eurozone | 1,7 % | 2,4 % | -0,7 Prozentpunkte |
| Industrieländer gesamt | 2,4 % | 2,3 % | +0,1 Prozentpunkte |
| Entwicklungs- und Schwellenländer gesamt | 4,7 % | 4,7 % | 0 % |
| Schwellen- und Entwicklungsländer Asien | 6,5 % | 6,5 % | 0 % |
| China | 6,6 % | 6,9 % | -0,3 Prozentpunkte |
| Lateinamerika und Karibik | 1,2 % | 1,3 % | -0,1 Prozentpunkte |
Quelle: IWF
Automobilbranche im Rückwärtsgang
Der Pkw-Weltmarkt ist nach Daten des VDA (Verband der Automobilindustrie e. V.) 2018 um 1 % auf 84,2 Mio. Neuzulassungen geschrumpft. Der gesamte europäische Markt stagnierte bei 18,0 Mio. Einheiten. Der deutsche Pkw-Markt lag im Jahr 2018 ebenfalls geringfügig unter dem Vorjahresniveau. In China, einer der größten drei Absatzregionen der Welt, ist der Automarkt erstmals seit 20 Jahren geschrumpft. Der Absatz von Pkw gab laut Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) im Vorjahresvergleich um 6 % auf 22,7 Mio. Autos nach. In den USA bewegten sich die Neuzulassungen von Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) auf dem Vorjahresniveau. Weiterhin sehr dynamisch mit teils zweistelligen Zuwächsen entwickelten sich dagegen die Neuzulassungen in Brasilien, Indien und Russland. Die Pkw-Produktion hat in 2018 laut VDA mit 83,3 Mio. produzierten Einheiten das Vorjahresniveau um 2 % unterschritten. Unter den wichtigen Produktionsländern fielen die Rückgänge in Deutschland mit einem Minus von 9 % sowie Großbritannien (-6 %) besonders stark aus. In Europa insgesamt sanken die Produktionszahlen um 1 % auf 19,2 Mio. Einheiten. In den anderen großen Produktionsländern China, Japan und Südkorea wies die Tendenz ebenfalls nach unten. Die USA steigerten die Fertigung von Light Vehicles um 1 % auf fast 11 Mio. Stück. Indien legte mit einem Plus von 3 % etwas stärker zu.
AUTOMOBILABSATZ 2018 IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR IN %
| Land | Veränderung in % |
|---|---|
| Welt | -1 % |
| Europa gesamt | 0 % |
| Deutschland | -0,2 % |
| China | -6 % |
| USA (Light Vehicles) | 0 % |
| Brasilien | +10,5 % |
| Indien | +9,3 % |
| Russland | +12,3 % |
1 Inklusive Light Vehicles.
Quelle: VDA
Nutzfahrzeugmarkt: Lkw weiter gefragt
Die weltweiten Neuzulassungen von Lkw über 6 Tonnen haben 2018 nach Angaben des VDA um 6 % auf 2,8 Mio. Einheiten zugelegt. Zweistellige Zuwächse verbuchten unter anderem die USA, Russland, Brasilien und Indien. In Westeuropa zogen die Neuzulassungen moderat um 1 % auf 0,3 Mio. Fahrzeuge an. Größere Rückgänge meldeten Großbritannien und zudem die Türkei. Die chinesischen Neuzulassungen gaben um 2 % auf 1,3 Mio. Nutzfahrzeuge nach.
NUTZFAHRZEUGABSATZ 2018 (LKW ÜBER 6 T) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR IN %
| Land | Veränderung in % |
|---|---|
| Welt | +6 % |
| USA | +17,7 % |
| Russland | +14,5 % |
| Brasilien | +19,5 % |
| Indien | +14,7 % |
| Westeuropa | +1 % |
| China | -2 % |
| Türkei | -3,1 % |
| Großbritannien | -5,2 % |
Quelle: VDA
Landtechnik stabilisiert sich weiter
Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) ist der Markt für Landmaschinen in Europa zwischen Januar und September 2018 um 5 % gesunken. In der Türkei und China brachen die Absatz-/Zulassungszahlen um 29 % und um 52 % ein. Gegen den Trend stemmten sich die USA (+8 %) sowie Indien mit +18 %. Das globale Marktvolumen für das Gesamtjahr 2018 veranschlagte der VDMA mit 107,6 Mrd. Euro.
Baumaschinensektor dynamisch
Mit einem Umsatzvolumen von rund 130 Mrd. EUR dürfte der globale Markt im Gesamtjahr um etwa 10 % gewachsen sein und ein neues Rekordhoch erreicht haben. Dabei kam es in allen größeren Regionen zu zweistelligen Zuwächsen.
Material-Handling auf Wachstumskurs
Nach einem guten ersten Halbjahr verbuchten im dritten Quartal 2018 laut Konjunkturtest des bbi (Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen) 35 % der Flurförderzeughändler höhere Umsätze als im Vorjahr. 55 % der befragten Unternehmen berichteten über stagnierende Umsatzerlöse, während 10 % Einbußen hinnehmen mussten. Für das vierte Quartal gingen lediglich 5 % der Befragten von Rückgängen aus, während der Rest stagnierende bzw. höhere Umsätze erwartete. Nach Angaben der Jungheinrich AG dürfte der Flurförderzeugmarkt global und in Europa im Gesamtjahr um mehr als 10 % gewachsen sein.
Bahnindustrie mit Schwung
Laut dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) erreichte die Bahnindustrie in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 mit 5,4 Mrd. EUR einen Umsatzzuwachs von 8 %. Das Auftragsvolumen in Höhe von 6,5 Mrd. EUR übertraf den entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 5 %. Die Nachfrage aus dem Ausland stieg deutlich um 45,5 %.
Veränderungen im Geschäftsjahr 2018
Die GRAMMER AG und die Ningbo Jihong Investment Co., Ltd., Ningbo City, China, sowie die Jiye Auto Parts GmbH, Kitzingen, ("Bieterin") haben am 29. Mai 2018 eine Investorenvereinbarung (Business Combination Agreement) unterzeichnet, die die Grundlagen und Bedingungen der strategischen Partnerschaft zwischen den Vertragspartnern regelt und die Grundlage zur Annahmeempfehlung eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für alle ausstehenden Aktien der GRAMMER AG darstellte. Ziel der Investorenvereinbarung ist insbesondere die Vertiefung der seit 2017 bestehenden strategischen Partnerschaft der GRAMMER AG und Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., Ningbo City, China (Ningbo Jifeng), eine weitere Stabilisierung der Aktionärsstruktur mit dem Ausbau der bestehenden Beteiligung an der GRAMMER AG sowie die Optimierung des globalen Footprints und Sicherung der globalen Wachstumsstrategie.
Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot mit einer Mindestannahmeschwelle von 50 % plus eine Aktie der ausstehenden Aktien unter Berücksichtigung der bereits gehaltenen Aktien der Bieterin wurde am 25. Juni 2018 veröffentlicht. Bereits vor Veröffentlichung des Übernahmeangebots hat die JAP Capital Holding GmbH, Frankfurt, ebenfalls ein verbundenes Unternehmen von Ningbo Jifeng ihre Aktien von 25,56 % des Grundkapitals der GRAMMER AG vollständig per Anteilskaufvertrag auf die Bieterin übertragen. In der gemeinsamen begründeten Stellungnahme vom 6. Juli 2018 empfahlen Vorstand und Aufsichtsrat auf Grundlage der Angebotsunterlage allen GRAMMER Aktionären das Angebot anzunehmen.
Die Annahmefrist begann am 25. Juni 2018 und sollte ursprünglich am 23. Juli 2018 enden. Die Jiye Auto Parts GmbH hat am 18. Juli 2018 die Mindestannahmeschwelle für ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der GRAMMER AG, das am 25. Juni 2018 veröffentlicht wurde, von 50 % plus eine Aktie auf 36 % plus eine Aktie herabgesetzt. Durch die Herabsenkung der Mindestannahmeschwelle verlängerte sich die ursprünglich am 23. Juli 2018 auslaufende Annahmefrist um zwei Wochen und endete nun am 6. August 2018, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main). Alle übrigen Angebotsbedingungen blieben unverändert.
Zum Ende der weiteren Annahmefrist nach § 16 Abs. 2 WpÜG am 23. August 2018, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main), wurde das Angebot insgesamt für 58,66 % aller GRAMMER Aktien angenommen. Danach hielt die Bieterin insgesamt 84,23 % aller GRAMMER Aktien und gemäß Mitteilung nach § 40 Absatz 1 WpHG wurde die Übernahme am 6. September 2018 vollzogen. Die Bieterin beabsichtigt in naher Zukunft eine mittelbare Übertragung der GRAMMER Aktien auf ein weiteres verbundenes Unternehmen von Ningbo Jifeng mit Sitz in der Volksrepublik China. Auf Grundlage der Investorenvereinbarung unterstützt GRAMMER die Bieterin, die notwendigen Vorbereitungen und Einreichungen für die Genehmigungen der chinesischen Behörden, insbesondere der chinesischen Wertpapieraufsichtsbehörde, zu erhalten.
Die Veränderung in der Aktionärsstruktur stellte auch einen Kontrollwechsel dar. Sämtliche Mitglieder des Vorstands haben die Gesellschaft am 24. September 2018 darüber informiert, dass sie beabsichtigen, im Rahmen der vertraglich bestehenden Kontrollwechselklauseln ihre Ämter als Mitglieder des Vorstands niederzulegen. Herr Müller und Herr Cordonnier haben ihre Kündigung und Amtsniederlegung zum 31. Dezember 2018 ausgesprochen und sind zu diesem Zeitpunkt aus dem Vorstand und der Gesellschaft ausgeschieden. Herr Pretscher hat seine Kündigung zum 28. Februar 2019 ausgesprochen und in einer Vereinbarung mit der GRAMMER AG, vertreten durch den Aufsichtsrat, einer Verlängerung seines Mandats bis zum 30. Juni 2019 zugestimmt. Mit Wirkung ab 1. Januar 2019 hat er das Mandat als Vorstandsvorsitzender (CEO) und als Arbeitsdirektor sowie die Aufgaben des Finanzvorstandes (CFO) übernommen. Herr Jens Öhlenschläger wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er hat die Aufgaben des Technikvorstandes (COO) übernommen.
Wie im Vorjahr angekündigt, geht die Investition in das neue GRAMMER Technologiezentrum und die Konzernzentrale in Ursensollen bei Amberg planmäßig voran. Am 1. März 2018 erfolgte der Spatenstich für das größte Bauprojekt der Firmengeschichte und im November erfolgte die Grundsteinlegung. Das geplante Investitionsvolumen für das neue GRAMMER Technologiezentrum und die Konzernzentrale beläuft sich mittlerweile auf ca. 50 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2018 führte die GRAMMER AG die größte Akquisition der Firmengeschichte durch. Am 22. Mai 2018 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme der Anteile an der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) mit Sitz in Toledo, Ohio, USA, und deren Tochterunternehmen unterzeichnet.# Die TMD Gruppe ist einer der führenden Spezialanbieter für die Entwicklung und Herstellung innovativer thermoplastischer Komponenten im nordamerikanischen Automobilmarkt und verfügt über einen eigenen Werkzeugbau. So entwickelt und produziert TMD vorwiegend Innenraumkomponenten für sichtbare und nichtsichtbare Applikationen für die Automobilindustrie. Damit setzt der GRAMMER Konzern die Strategie der gezielten Übernahme von Unternehmen zur Erweiterung der Kapazitäten und der eigenen Produktpalette konsequent fort.
Die GRAMMER AG hat 100 % der Gesellschaftsanteile der TMD übernommen. Die Übernahme wurde am 1. Oktober 2018 abschließend vollzogen und die TMD Gruppe wurde zu diesem Zeitpunkt erstmals in den Konsolidierungskreis des GRAMMER Konzerns aufgenommen. Die TMD Gruppe wird dem Segment Automotive zugeordnet.
Der insgesamt aufgewendete Betrag für den Erwerb der TMD Gruppe betrug 295,9 Mio. USD, wobei hierin auch die Ablösung der gesamten Finanzierung der TMD Gruppe und die Anrechnung von bestimmten Cash- und Working-Capital-Bestandteilen enthalten waren. Damit ergab sich vorläufig ein Kaufpreis von 239,3 Mio. USD, umgerechnet 206,7 Mio. EUR, für alle Gesellschaftsanteile der TMD Gruppe.
Die TMD Gruppe umfasst neun Einzelgesellschaften, welche in den Ländern USA, Tschechien und Mexiko vertreten sind. TMD hat rund 1.700 Mitarbeiter an neun Produktionsstandorten in den USA und Mexiko, welche fortgeführt werden. Die TMD Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 ab dem 1. Oktober 2018 einen Drei-Monats-Umsatz von 69,1 Mio. EUR.
Geschäftsverlauf ― Operatives EBIT leicht unter hohem Vorjahresniveau
| KENNZAHLEN GRAMMER KONZERN IN MIO. EUR | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.861,3 | 1.786,5 | 4,2% |
| EBIT | 48,7 | 66,5 | -26,8% |
| EBIT-Rendite (in %) | 2,6 | 3,7 | -1,1%-Punkte |
| Operatives EBIT | 75,8 | 80,2 | -5,5% |
| Operative EBIT-Rendite (in %) | 4,1 | 4,5 | -0,4%-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 73,9 | 59,1 | 25,0% |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 14.657 | 12.947 | 13,2% |
Das Geschäftsjahr 2018 des GRAMMER Konzerns war stark durch Sondereffekte belastet. Bereinigt um diese hohen außergewöhnlichen Belastungen erreichte die operative Profitabilität des GRAMMER Konzerns des Jahres 2018 nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres. Das operative EBIT lag mit 75,8 Mio. EUR leicht unter dem des Geschäftsjahres 2017 von 80,2 Mio. EUR. Damit erreichte der GRAMMER Konzern eine operative EBIT-Rendite von 4,1 % (Vj. 4,5).
Im Geschäftsjahr 2018 konnte der GRAMMER Konzern erneut einen Umsatzanstieg von 4,2 % auf 1.861,3 Mio. EUR unter Berücksichtigung der Konsolidierung der TMD Gruppe ab dem 1. Oktober 2018 erzielen. Das Geschäftsjahr 2018 war stark geprägt durch einmalige Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der GRAMMER AG durch ein verbundenes Unternehmen des strategischen Partners Ningbo Jifeng sowie durch Transaktionskosten im Rahmen der erfolgreichen Übernahme der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) durch die GRAMMER AG. Des Weiteren ergaben sich Belastungen aus der Geltendmachung der Change of Control-Klausel durch alle drei Vorstände und dem damit folgenden bzw. bevorstehenden Ausscheiden der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG und weiteren einmaligen Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung der Betriebsstätte Langenfeld sowie marktbedingte Ergebniseffekte durch die verstärkte Absatzschwäche im europäischen Pkw-Markt ab dem Ende des dritten Quartals.
Durch die gute internationale Positionierung des GRAMMER Konzerns, die breite Aufstellung und die klare Kundenfokussierung im Premiumsegment sowie die Akquisition der TMD Gruppe konnten wir in einem sehr divergenten Marktumfeld einen leichten Umsatzzuwachs realisieren. Im Segment Automotive profitierte das Geschäftsfeld Konsole von der sehr guten globalen Diversifizierung und konnte erwartungsgemäß die internationale Positionierung weiter ausbauen. Insgesamt konnten im Segment Automotive im Geschäftsjahr 2018 Aufträge im Gesamtwert von rund 1,4 Mrd. EUR für die Geschäftsjahre nach 2019 erfolgreich akquiriert werden (Vj. ca. 1) und weitere Aufträge werden erwartet. Maßgeblicher Treiber der positiven Entwicklung bei Umsatz und operativer Profitabilität im Geschäftsjahr 2018 war das Segment Commercial Vehicles. Dieses Segment profitierte durch seine hervorragende globale Position und die gute Konjunktur in den Geschäftsfeldern Offroad und Material-Handling. Weltweit stiegen die Umsätze mit unseren für diese Märkte entwickelten Produkten deutlich an. In China entwickelte sich unser Joint Venture Shaanxi besser als erwartet und im Lkw-Bereich konnten wir deutlich an Marktanteilen gewinnen. Die Talsohle der Rezession in Brasilien scheint überwunden zu sein und die ersten positiven Entwicklungen sind erkennbar. Weiterhin zeigt sich in diesem Segment Commercial Vehicles ein generell sehr gutes Marktumfeld in Europa.
Das Geschäftsjahr 2018 des GRAMMER Konzerns war durch Sonder- und Fremdwährungseinflüsse in Höhe von insgesamt -27,1 Mio. EUR (Vj. -13,7) negativ beeinflusst. Die Sondereinflüsse setzten sich im Wesentlichen aus einmaligen Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der GRAMMER AG durch ein verbundenes Unternehmen des strategischen Partners Ningbo Jifeng in Höhe von 12,9 Mio. EUR sowie durch Transaktionskosten im Rahmen der erfolgreichen Übernahme der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) durch die GRAMMER AG in Höhe von 3,3 Mio. EUR zusammen, wovon 1,7 Mio. EUR als Verwaltungsaufwand im Geschäftsjahr 2018 erfasst wurde und ein Betrag in Höhe von 1,6 Mio. EUR für die Folgejahre verursachungsgerecht abgegrenzt wurde. Die Sonderaufwendungen für Abfindungen an die Vorstände im Rahmen der Geltendmachung der vertraglich bestehenden Kontrollwechselklauseln betrugen 11,5 Mio. EUR und die Aufwendungen für Abfindungen aufgrund der Schließung des Standorts Langenfeld belasten mit 3,8 Mio. EUR das Konzernergebnis. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die erhöhten Aufwendungen für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem von einem Minderheitsaktionär in der Hauptversammlung beabsichtigten Kontrollwechsel in den Management- und Kontrollorganen auf insgesamt 7,2 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr, welches von negativen Fremdwährungseffekten in Höhe von 6,5 Mio. EUR beeinflusst war, ergaben sich für das Jahr 2018 positive Währungseinflüsse in Höhe von 2,8 Mio. EUR.
Das EBIT und der Jahresüberschuss waren aufgrund der Sondereinflüsse sehr deutlich belastet. Entsprechend reduzierte sich das EBIT, jedoch unterproportional zur Höhe der Sonderkosten, von 66,5 Mio. EUR im Vorjahr um 17,8 Mio. EUR auf 48,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018.
Ertragslage
| KURZ-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG GRAMMER KONZERN IN TEUR | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.861.292 | 1.786.466 | 74.826 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.649.485 | -1.571.344 | -78.141 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 211.807 | 215.122 | -3.315 |
| Vertriebskosten | -37.769 | -35.872 | -1.897 |
| Verwaltungskosten | -146.527 | -128.726 | -17.801 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.228 | 15.947 | 5.281 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 48.739 | 66.471 | -17.732 |
| Finanzergebnis | -14.271 | -10.596 | -3.675 |
| Ergebnis vor Steuern | 34.468 | 55.875 | -21.407 |
| Ertragsteuern | -11.256 | -23.524 | 12.268 |
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | 32.351 | -9.139 |
Konzernumsatz ― Umsatz wächst auf 1,86 Mrd. EUR
UMSATZENTWICKLUNG KONZERN IN MIO. EUR
Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der GRAMMER Konzern einen Gesamtumsatz von 1.861,3 Mio. EUR und übertraf den hohen Vorjahreswert von 1.786,5 Mio. EUR um 74,8 Mio. EUR (4,2 %). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Zuwächsen in den Absatzmärkten im Segment Commercial Vehicles und der Konsolidierung der erworbenen TMD Gruppe. Damit knüpft der GRAMMER Konzern an die Spitzenwerte der Vorjahre an. Die erfreuliche Umsatzsteigerung steht im Einklang mit unserer Prognose im Geschäftsbericht 2017.
Der Anstieg der Umsatzerlöse war im Wesentlichen getragen durch hohe Zuwächse in den Regionen Americas (Nord-, Süd- und Mittelamerika) und APAC (Asia Pacific). In der Region Americas stiegen die Umsätze mit 30,5 % bedingt durch den Erwerb der TMD Gruppe am stärksten an. Die Region APAC verzeichnete ein Wachstum von 8,0 %, die Region EMEA (Europe, Middle-East, Africa) hingegen verzeichnete einen leichten Rückgang von 2,7 %. Im Segment Automotive sowie im Segment Commercial Vehicles war die Umsatzsteigerung in der Region Americas am stärksten.
Das Segment Automotive konnte mit einer Umsatzsteigerung von 21,4 Mio. EUR (1,7 %) im Geschäftsjahr 2018 auf 1.312,6 Mio. EUR insbesondere durch den Erwerb der TMD Gruppe an das hohe Geschäftsvolumen der Vorjahre anknüpfen und damit ein leichtes Wachstum erzielen. Deutliche Schwächen zeigten sich dagegen vor allem in den Märkten in EMEA, die ab dem Ende des dritten Quartals deutliche Umsatzrückgänge im Zuge der Absatzschwäche diverser Pkw-Hersteller zu verzeichnen hatten, die ohne Akquisition zu einem Umsatzrückgang im Segment geführt hätte. In der Region Americas konnte durch den Erwerb der TMD Gruppe sowie aufgrund des Hochlaufs einiger Produktlinien im Konsolenbereich eine deutliche Umsatzsteigerung erreicht werden.
Das Segment Commercial Vehicles legte im Umsatz deutlich um 59,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 auf 599,8 Mio. EUR zu und zeigt damit einen erfreulich starken Umsatzanstieg von 11,0 %, welcher insbesondere im ersten Halbjahr 2018 erzielt wurde. Ursächlich hierfür ist die stark gestiegene Nachfrage in den Geschäftsfeldern Offroad und Material-Handling sowie eine weiterhin gestiegene Nachfrage im Geschäftsfeld Lkw. Zudem zeigte sich eine beginnende Erholung in Brasilien.
In den Umsatzerlösen sind Umsätze für Entwicklungsaktivitäten in Höhe von 105,3 Mio. EUR (Vj. 115,6) enthalten. Die Verminderung resultiert aus den geringen Auftragseingängen des Geschäftsjahres 2017. Bedingt durch hohen Wettbewerb und die Preissensitivität der Kunden entsprechen die dafür angefallenen Aufwendungen im Wesentlichen den Erlösen.# GRAMMER Konzern
Umsatz nach Regionen
Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Aufwendungen des GRAMMER Konzerns für Betriebsmittel, Werkzeuge und Vorrichtungen, die bis zur Serienreife anfallen. Diese sind überwiegend dem Segment Automotive zuzuordnen.
Marktbedingt war die Entwicklung des Geschäftsvolumens in den Regionen unterschiedlich ausgeprägt.
Region EMEA (Europe, Middle East, Africa)
In der Region EMEA sanken die Umsätze im Berichtszeitraum leicht um 33,5 Mio. EUR bzw. 2,7 % auf 1.191,4 Mio. EUR (Vj. 1.224,9). Die Segmente entwickelten sich allerdings unterschiedlich. Während das Segment Commercial Vehicles ein hohes Wachstum von 35,2 Mio. EUR bzw. 8,7 % verzeichnete, sank der Umsatz im Segment Automotive um 63,1 Mio. EUR bzw. 7,4 % vor allem ab dem Ende des dritten Quartals. Die Umsatzentwicklung in der Kernregion Deutschland zeichnete das gleiche Bild. Das Segment Commercial Vehicles verzeichnete auch hier ein starkes Wachstum von 8,3 %, während im Segment Automotive ein leichter Rückgang von 3,8 % erkennbar war. Das Segment Automotive erzielte in der Region EMEA einen Umsatz in Höhe von 793,4 Mio. EUR und lag damit unter dem hohen Vorjahreswert in Höhe von 856,5 Mio. EUR. Diverse Neuanläufe in einem ab Ende des dritten Quartals schwachen Marktumfeld haben jedoch dazu beigetragen, die Marktposition von GRAMMER weiter zu festigen. Der in der Region EMEA erzielte Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns lag bei 64,0 % (Vj. 68,6). In Deutschland betrugen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 963,2 Mio. EUR, was einen leichten Anstieg von 958,4 Mio. EUR in 2017 um 4,8 Mio. EUR bedeutet.
Region APAC (Asia Pacific)
In der Region APAC konnte ein Umsatzanstieg von 22,6 Mio. EUR bzw. 8,0 % auf 303,5 Mio. EUR (Vj. 280,9) erzielt werden. Der größte Wachstumstreiber in dieser Region war das Segment Commercial Vehicles mit einem Wachstum von 16,0 % und damit von 62,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 72,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Das Geschäftsfeld Lkw in China konnte ausgebaut werden und verzeichnete weitere Zuwächse. Das Segment Automotive erzielte in der Region APAC einen Umsatzanstieg in Höhe von 5,7 % auf 231,6 Mio. EUR (Vj. 219,1) und stabilisiert auch in dieser Region das Geschäftsvolumen. Der in der Region APAC erzielte Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns liegt bei 16,3 % (Vj. 15,7).
Region Americas (Nord-, Süd- und Mittelamerika)
Die Umsätze in der Region Americas entwickelten sich in beiden Segmenten sehr positiv. Wurde im Geschäftsjahr 2017 bereits ein Wachstum von 13,8 % erzielt, konnte der GRAMMER Konzern im Geschäftsjahr 2018 das Umsatzwachstum nochmals deutlich auf 30,5 % steigern. Der Umsatz stieg von 280,7 Mio. EUR im Jahr 2017 auf 366,4 Mio. EUR in 2018 an. Die Gründe für diese positive Entwicklung in dieser Region waren einerseits die Umsatzzuwächse aus dem Erwerb der TMD Gruppe und andererseits die erfreulichen konjunkturellen Einflüsse im NAFTA-Raum sowie Automotive-Neuanläufe in dem aufgebauten Werk in Tupelo, Mississippi, USA, und in unseren Werken in Mexiko. Darüber hinaus scheint die Talsohle der Rezession in Brasilien nun tatsächlich überwunden zu sein und die positiven konjunkturellen Entwicklungen scheinen sich fortzusetzten. Beide Segmente wuchsen in dieser Region, das Segment Automotive mit 33,3 %, das Segment Commercial Vehicles mit 20,3 %. Insgesamt stieg der Umsatzanteil der Region Americas am Gesamtumsatz des Konzerns von 15,7 % auf 19,7 %.
3 Im Vorjahr wurden für die Umsatzerlöse nach Regionen der einzelnen Segmente konsolidierte Werte dargestellt. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit mit den Informationen der Segmentberichterstattung in Angabe 6 des Konzernanhangs werden diese Werte für das Geschäftsjahr 2018 mit Konsolidierung auf Ebene der einzelnen Segmente dargestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit erfolgte eine entsprechende Anpassung der angegebenen Vorjahreswerte.
UMSATZ NACH REGIONEN
VORJAHRESWERT IN KLAMMERN
SCROLL IN MIO. EUR
| 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|
| APAC | 303,5 | 280,9 | 8,0% |
| Americas | 366,4 | 280,7 | 30,5% |
| EMEA | 1.191,4 | 1.224,9 | -2,7% |
| Umsatz | 1.861,3 | 1.786,5 | 4,2% |
Konzernergebnis
- Operatives EBIT verfehlt knapp das hohe Vorjahresniveau
- Sondereffekte beeinflussen EBIT und Ergebnis nach Steuern
EBIT-ENTWICKLUNG GRAMMER KONZERN IN MIO. EUR
Das Geschäftsjahr 2018 war von hohen Sondereffekten und einem deutlichen Umsatzrückgang im Segment Automotive ab Ende des dritten Quartals belastet. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen reduziert sich das bereinigte operative Ergebnis des Konzerns nur leicht. Mit 75,8 Mio. EUR lag das operative EBIT um 4,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 80,2 Mio. EUR. Die operative EBIT-Rendite reduzierte sich entsprechend von 4,5 % im Jahr 2017 auf 4,1 % im aktuellen Geschäftsjahr.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreicht im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 48,7 Mio. EUR, gegenüber 66,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die Sonderbelastungen für die genannten einmaligen Geschäftsvorfälle betrugen 29,9 Mio. EUR. Im Vorjahr betrugen die Sonderbelastungen 7,2 Mio. EUR.
Die einmaligen Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der GRAMMER AG durch ein verbundenes Unternehmen des strategischen Partners Ningbo Jifeng betrugen 12,9 Mio. EUR. Die Belastungen aus der Geltendmachung der Change of Control-Klausel der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG beliefen sich auf 11,5 Mio. EUR. Des Weiteren fielen Sonderaufwendungen im Rahmen der Schließung des Standorts Langenfeld in Höhe von 3,8 Mio. EUR an und einmalige Rechts- und Beratungskosten für die Übernahme der TMD Gruppe in Höhe von 1,7 Mio. EUR.
Die Kursentwicklungen hingegen verbesserten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017. Im Jahr 2018 entstanden Kursgewinne in Höhe von 2,8 Mio. EUR, das Geschäftsjahr 2017 hingegen war belastet mit Kursverlusten in Höhe von 6,5 Mio. EUR. Die negativen Währungseffekte im Jahr 2017 resultierten vor allem aus der Volatilität der Währungen US-Dollar, Chinesischer Yuan, Mexikanischer Peso, Türkische Lira, Japanischer Yen und der Tschechischen Krone zum Euro. Die positiven Effekte des Jahres 2018 entstanden weitestgehend aus den Währungen Mexikanischer Peso, Türkische Lira, Japanischer Yen und der Tschechischen Krone zum Euro.
Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen um 78,2 Mio. EUR bzw. 5,0 % auf 1.649,5 Mio. EUR (Vj. 1.571,3) an. Der Zuwachs begründet sich größtenteils aus dem Umsatzanstieg. Insgesamt verringerte sich die Bruttomarge um 0,6 %-Punkte auf 11,4 % (Vj. 12,0).
Der Vertriebsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf 37,8 Mio. EUR (Vj. 35,9). Der Anteil zum Umsatz blieb dabei unverändert bei 2,0 % (Vj. 2,0).
Die Verwaltungskosten erhöhten sich um 17,8 Mio. EUR bzw. 13,8 % auf 146,5 Mio. EUR (Vj. 128,7). Diese Kosten lagen im Wesentlichen aufgrund der beschriebenen Sondereffekte deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Kurseffekte hingegen hatten einen gegensätzlichen Einfluss. Während das Geschäftsjahr 2017 mit 6,5 Mio. EUR Kurseffekten belastet war, ergaben sich für das aktuelle Geschäftsjahr Kursgewinne in Höhe von 2,8 Mio. EUR.
Der in den vorgenannten Positionen enthaltene Personalaufwand stieg geschäftsbedingt durch die Konsolidierung von TMD und aufgrund der Aufwendungen für das Ausscheiden der Vorstandsmitglieder sowie der Aufwendungen für Abfindungszahlungen aufgrund der Schließung des Standorts Langenfeld um 49,8 Mio. EUR auf insgesamt 425,2 Mio. EUR (Vj. 375,4) an. Die Personalaufwandsquote liegt mit 22,8 % leicht über Vorjahresniveau (Vj. 21,0).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 5,3 Mio. EUR von 15,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 21,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Dies ist im Vorjahresvergleich auf höhere Erlöse aus Verkäufen von Stahlschrott und ähnlichem sowie Weiterbelastungen von Handlingskosten zurückzuführen.
Das Finanzergebnis ist mit -14,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau von -10,6 Mio. EUR. Darin stiegen die Finanzerträge um 0,4 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR. Die Finanzaufwendungen stiegen um 2,5 Mio. EUR auf 13,5 Mio. EUR. Dies liegt im Wesentlichen an den höheren Zinsaufwendungen für Darlehen von 9,7 Mio. EUR (Vj. 7,4) aufgrund der Finanzierung der Akquisition der TMD Gruppe. Die Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen blieben unverändert zum Vorjahr bei 2,6 Mio. EUR. Zusätzlich minderten Wechselkurseffekte aus der internen Konzernfinanzierung sowie aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln in Fremdwährung in Höhe von -2,3 Mio. EUR (Vj -0,7) das Finanzergebnis.
Das Ergebnis vor Steuern sank aufgrund der oben beschriebenen Sachverhalte von 55,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017 um 21,4 Mio. EUR auf 34,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018.
Der Steueraufwand lag mit 11,3 Mio. EUR um 12,2 Mio. EUR bzw. 51,9 % weit unter dem Vorjahresniveau von 23,5 Mio. EUR. Die Steuerquote lag damit bei 32,7 % im Geschäftsjahr 2018 gegenüber 42,1 % im Geschäftsjahr 2017. Die Entwicklung resultiert aus dem deutlich niedrigeren Ergebnis vor Steuern, das durch die Sondereffekte belastet war. Der hohe Steueraufwand aus dem Vorjahr ergab sich zum großen Teil aus Anpassungen im Bereich der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge einer chinesischen Gesellschaft sowie aus der Steuerreform in den USA, welche eine nominale Körperschaftsteuersatzsenkung von 35 % auf 21 % beinhaltete.
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 23,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 und sank damit um 9,2 Mio. EUR von 32,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017.
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem um die nicht beherrschten Anteile bereinigten Jahresüberschuss und erreichte 1,90 EUR im Geschäftsjahr 2018 (Vj. 2,67).
Ergebnisverwendung
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen zum Vorjahr deutlich niedrigeren Bilanzgewinn in Höhe von 41,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 (Vj. 57,7) aus. Der Bilanzgewinn umfasst den Gewinnvortrag in Höhe von 42,3 Mio.EUR sowie den Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Eine Einstellung in andere Gewinnrücklagen erfolgte nicht. Der Vorstand der GRAMMER AG wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie (Dividendensumme: 9,2 Mio. EUR) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 32,4 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens
Nach der im Geschäftsjahr 2018 erzielten Steigerung des Umsatzes und dem Erwerb der TMD Gruppe, der trotz der hohen außergewöhnlichen Belastungen erzielten Ergebnisse sowie auch auf Basis der immer noch soliden Finanzierungsstruktur sehen wir den GRAMMER Konzern weiterhin gut aufgestellt. In den von uns bearbeiteten Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und konnten in vielen Bereichen aufgrund unserer innovativen und qualitativ hochwertigen Produkte auch im Berichtsjahr Marktanteile hinzugewinnen. Mit wachsenden Umsätzen und der Verstärkung unserer Kapazitäten durch den Unternehmenserwerb in den USA und der strategischen Allianz mit Ningbo Jifeng in China sowie einem steigenden positiven operativen Cashflow wird GRAMMER auch in Zukunft in der Lage sein, das organische Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren und weiter zu expandieren. Unsere trotz des Firmenerwerbs noch gute Finanzierungsstruktur sowie die ohne Sonderbelastungen künftig zu erwartenden guten operativen Ergebnisse verleihen uns die notwendige Stabilität, auch zukünftig im Markt sich ergebende Chancen nutzen zu können. Wesentlich für das über das Geschäftsjahr 2018 hinausgehende Wachstum im Segment Automotive wird sein, dass sich die Abschwächung der Absatzlage in Europa wieder erholt und die Probleme im Zuge des Abgasskandals behoben werden. Die derzeitige wirtschaftliche Situation der Gruppe ist insofern positiv zu bewerten.
Segment Automotive ― Segment Automotive operativ auf stabilem Kurs
KENNZAHLEN GRAMMER SEGMENT AUTOMOTIVE IN MIO. EUR
| | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG |
| :----------- | :------ | :------ | :---------- |
| Umsatz | 1.312,6 | 1.291,2 | 1,7% |
| EBIT | 37,7 | 40,7 | -7,4% |
| EBIT-Rendite | 2,9 | 3,2 | -0,3 %-Punkte |
| Operatives EBIT | 36,8 | 45,4 | -18,9% |
| Operative EBIT-Rendite | 2,8 | 3,5 | -0,7 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 39,8 | 42,9 | -7,2% |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 10.635 | 8.931 | 19,1 % |
Das Segment Automotive erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von 1.312,6 Mio. EUR (Vj. 1.291,2) und konnte somit, wie im Geschäftsbericht 2017 prognostiziert, "eine leicht positive Umsatzentwicklung" in Höhe von 21,4 Mio. EUR bzw. 1,7 % verzeichnen, was allerdings nur auf den Erwerb der TMD Gruppe zurückzuführen ist. Nach hohen Wachstumsraten in den Vorjahren hat sich der Umsatzzuwachs in den einzelnen Geschäftsfeldern ab Ende des dritten Quartals in Europa teilweise deutlich verschlechtert. Der Auftragseingang für neue zukünftige Projekte wurde im Geschäftsjahr 2018 nicht mehr durch die Ereignisse in 2017 um die Aktionärsstruktur belastet. Auftragseingänge und Geschäftsabschlüsse, vor allem mit den deutschen Herstellern, waren positiv und lagen teils über unseren Erwartungen. Die Zurückhaltung einzelner Kunden im Geschäftsjahr 2017 bei der Vergabe von Neuaufträgen an den GRAMMER Konzern belastet neben der zukünftigen Geschäftsentwicklung im Segment Automotive auch noch das Ergebnis in 2018 durch teils ungedeckte Entwicklungs- und Akquisekosten zur Kompensation der Auftragslage.
Das Segment Automotive konnte seinen Umsatz, bedingt auch durch den Erwerb der TMD Gruppe, in der Region Americas mit 33,3 % (Vj. 13,7) von 215,7 Mio. EUR auf 287,6 Mio. EUR deutlich steigern und auch in der Region APAC mit 5,7 % (Vj. 3,8) von 219,1 Mio. EUR auf 231,6 Mio. EUR einen positiven Umsatzzuwachs erzielen. In der Region EMEA musste das Segment allerdings einen marktbedingten Rückgang vor allem ab Ende des dritten Quartals von 7,4 % bzw. 63,1 Mio. EUR hinnehmen. In dieser Region sank der Umsatz von 856,5 Mio. EUR auf 793,4 Mio. EUR. Innerhalb Deutschlands ergab sich ebenfalls ein leichter Rückgang um 3,8 % bzw. 23,3 Mio. EUR von 618,9 Mio. EUR auf 595,6 Mio. EUR.
Um die Ertragskraft des Segments Automotive weiter zu stärken, setzen wir die begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung von Profitabilität und Kosteneffizienz auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette weiter konsequent fort. Die laufenden Projekte zur Prozess- und Strukturverbesserung zielen zum einen auf die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks und zum anderen auf die Kostenoptimierung der Produkte ab. Unter anderem wurde in Tschechien die Produktion am Standort Ceska Lipa weiter stabilisiert und am Standort Zatec wurde die Auslastung durch die Zunahme von serienbedingten Stückzahlen weiter erhöht. Zudem wurde unser Standort Sosnowiec (Polen) ausgebaut und hat die erweiterte Produktion aufgenommen. Mit diesen Maßnahmen in Europa wollen wir den zukünftigen Wachstumserfordernissen im Segment Automotive gerecht werden. Die Umsetzungsmaßnahmen und die Auslastungssteigerung zum Beispiel im Werk Beijing zeigen in China die erwarteten Erfolge. Erhebliche Kapazitätserweiterungen waren auch an unseren mexikanischen Standorten und speziell in unserem Werk in Tupelo, Mississippi, in den USA notwendig, da wir dort weiterhin im Hochlauf mit der Konsolenproduktion sind. Diese Maßnahmen führten in diesen Werken erwartungsgemäß zu spürbaren Kostenbelastungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis des Segments Automotive. Zudem haben wir im vierten Quartal mit dem Erwerb der TMD Gruppe unsere Kapazitäten in den USA und Mexiko ausgebaut. Wir haben mit der Integration der TMD Gruppe in die GRAMMER Gruppe begonnen, was im ersten Schritt noch zu Belastungen aus der Erstkonsolidierung führte.
Das EBIT im Segment Automotive belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 37,7 Mio. EUR und lag damit um 3,0 Mio. EUR bzw. 7,4 % unter dem Vorjahreswert von 40,7 Mio. EUR. Das Geschäftsjahr 2018 war beeinflusst von positiven Währungseffekten in Höhe von 0,9 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu war das Geschäftsjahr 2017 von negativen Fremdwährungseffekten in Höhe von 4,7 Mio. EUR belastet. Die positiven Effekte im Geschäftsjahr 2018 resultieren hauptsächlich aus der Entwicklung der Wechselkurse des US-Dollars, Mexikanischen Pesos und der Tschechischen Krone. Damit ergibt sich ein um Fremdwährungseffekte bereinigtes operatives EBIT von 36,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018, welches mit 8,6 Mio. EUR bzw. 18,9 % unter dem Wert des Vorjahres von 45,4 Mio. EUR liegt. Die operative EBIT-Rendite sank leicht von 3,5 % im Geschäftsjahr 2017 auf 2,8 % im Jahr 2018. Die starken Umsatzrückgänge ab dem Ende des dritten Quartals 2018 in Europa und die damit verbundene Minderauslastung in den betroffenen Produktionswerken wirkten sich deutlich ergebnisbelastend aus und konnten trotz leichter Umsatzsteigerungen in den anderen Regionen nicht kompensiert werden, da diese Zuwächse aus Produkthochläufen resultierten, die insbesondere in der Region Americas deutliche Belastungen mit sich brachten. Auf das Segment Automotive entfielen 39,8 Mio. EUR der Investitionen des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2018. Damit lagen die Investitionen im Jahr 2018 unterhalb des Niveaus des Vorjahres von 42,9 Mio. EUR. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr in diesem Segment aufgrund des Kaufs der TMD Gruppe von 8.931 auf 10.635. Die TMD Gruppe beinhaltet zum Stichtag 31. Dezember 2018 1.708 Mitarbeiter, bereinigt um den Kauf bleibt die Mitarbeiterzahl des Segments Automotive unverändert.
UMSATZENTWICKLUNG SEGMENT AUTOMOTIVE IN MIO. EUR
EBIT-ENTWICKLUNG SEGMENT AUTOMOTIVE IN MIO. EUR
Segment Commercial Vehicles ― Segment Commercial Vehicles weiter auf Erfolgskurs
KENNZAHLEN GRAMMER SEGMENT COMMERCIAL VEHICLES IN MIO, EUR
| | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG |
| :----------- | :------ | :------ | :---------- |
| Umsatz | 599,8 | 540,2 | 11,0% |
| EBIT | 55,5 | 45,9 | 20,9% |
| EBIT-Rendite | 9,3 | 8,5 | 0,8 %-Punkte |
| Operatives EBIT | 53,5 | 47,5 | 12,6% |
| Operative EBIT-Rendite | 8,9 | 8,8 | 0,1 %-Punkte |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 16,6 | 12,2 | 36,1 % |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 3.744 | 3.737 | 0,2% |
Das Segment Commercial Vehicles konnte im Geschäftsjahr 2018 unsere Prognose "einer stabilen Umsatzentwicklung" im Geschäftsbericht 2017 erfreulicherweise deutlich übertreffen. So stieg der Umsatz in diesem Segment um 59,6 Mio. EUR bzw. 11,0 % von 540,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 599,8 Mio. EUR sehr deutlich an. Unterstützt wurde dieses ertragsstarke Umsatzwachstum des Segments sowohl durch die sehr gute Nachfrage in den Geschäftsfeldern Offroad und Material-Handling als auch durch den Zuwachs der Nachfrage nach unseren innovativen und im Premiumbereich angesiedelten Sitzsystemen im Lkw-Bereich in Europa, Brasilien und speziell in China. Das Segment Commercial Vehicles beinhaltet die Geschäftsfelder Offroad, Material-Handling, Truck und Railway & Bus. Der Vertrieb ist im Wesentlichen nach Märkten oder Kunden (Endhersteller werden durch Key Account Manager betreut) und nach Vertriebswegen (Nachrüstgeschäft oder Endhersteller) aufgebaut. Das Marketing unterstützt die internationalen Vertriebsaktivitäten. Die Auftragslage wird gestaltet durch langfristige Lieferverträge sowie durch ein dynamisches Marktumfeld. Das Geschäftsjahr 2018 war von einer sehr positiven Auftragslage geprägt und stellt die Weichen für eine weiterhin positive Entwicklung, insbesondere in den Ländern Brasilien und China. Das Segment Commercial Vehicles konnte seinen Umsatz in allen Regionen, wenn auch unterschiedlich stark, steigern. Die Region APAC stieg mit 16,0 % (Vj. 54,9) von 62,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017 auf 72,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 deutlich an.# Finanzlage
Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement
- Weiterhin hohe Finanzmittel von 204,4 Mio. EUR
- Abschluss einer Akquisitionsfinanzierung über 260,00 Mio. USD
- Langfristige Finanzierung von 41,0 Mio. EUR für das neue GRAMMER Technologiezentrum und die Konzernzentrale
Dem GRAMMER Konzern stehen ausreichend liquide Mittel und Finanzmittel zur Verfügung, um das angestrebte Wachstum und die dafür notwendigen Investitionen finanzieren zu können. Der Konsortialkreditvertrag der GRAMMER AG aus dem Jahr 2013 (180,0 Mio. EUR) hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die zweite Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2015 gezogen. Alle beteiligten Banken haben ihren Anteil entsprechend prolongiert. Die Laufzeit endet damit am 31. Oktober 2020. Der Konsortialkredit teilt sich in eine Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 100,0 Mio. EUR (Tranche A) und eine Kreditlinie für Unternehmensakquisitionen über 80,0 Mio. EUR (Tranche B) auf, die im Rahmen der Akquisition der TMD Gruppe und der Finanzierung des Kaufes aufgegeben wurde. Zusammen mit den mittel- und langfristigen Schuldscheindarlehen und der nachfolgend beschriebenen Finanzierung zum Erwerb der TMD Gruppe ist damit die Finanzierung mittelfristig gesichert.
Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien dieses Konsortialkreditvertrages, der im Fall eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben.
Im Rahmen eines sogenannten "Waiverprozesses" (Verzichtserklärung) haben sämtliche am Konsortialkredit der GRAMMER AG beteiligten Kreditinstitute von einer Kündigung ihres Engagements im Rahmen der Übernahme von Aktien der GRAMMER AG durch die Jiye Autoparts GmbH in diesem Zusammenhang abgesehen. Gleiches gilt für zwei weitere bilaterale Vereinbarungen mit anderen Finanzinstituten. In diesem Zusammenhang wurde insbesondere eine Teilsumme dieser Finanzierungen auf 20,0 Mio. EUR aufgestockt und bis in das Jahr 2023 prolongiert.
Der Stand der Schuldscheindarlehen zum 31. Dezember 2018 beträgt insgesamt 181,0 Mio. EUR. Kündigungsrechte bei einem Kontrollwechsel sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen vorgesehen. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte - ohne die Möglichkeit einer Übertragung des jeweiligen Betrages - erfolgte im Rahmen der Übernahme der Aktien der GRAMMER AG durch die Jiye Autoparts GmbH nur in einem äußerst geringen Umfang; sie könnte jedoch bei einem zukünftigen weiteren Kontrollwechsel weiterhin dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns zu sichern wäre und eine Refinanzierung vorgenommen werden müsste.
Demgegenüber bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2018 liquide Mittel in Höhe von 204,4 Mio. EUR (Vj. 146,3). Im Rahmen des Erwerbs der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) schloss die GRAMMER AG im Geschäftsjahr mit einem kleinen Kreis von Kernbanken eine Brückenfinanzierung über 260 Mio. USD mit einer Laufzeit von zwölf Monaten plus einer Verlängerungsoption über sechs Monate. Aufschiebende Bedingung war die Kündigung der Tranche B des Konsortialkredites, die ohnehin eine Kreditlinie für Unternehmensakquisitionen darstellte. Die Tranche A des Konsortialkreditvertrages bleibt unverändert bestehen. Nach dem Vollzug des Kaufs der TMD fungieren die Gesellschaften Toledo Molding & Die, Inc., TMD Tennessee LLC sowie TMD Wisconsin LLC als Mitgaranten der Brückenfinanzierung.
Für die Finanzierung des neuen GRAMMER Technologiezentrums und der Konzernzentrale in Ursensollen bei Amberg wurden im Geschäftsjahr langfristige, grundpfandrechtlich gesicherte (Förder-)Darlehen über insgesamt 41 Mio. EUR abgeschlossen, die zum 31. Dezember 2018 noch nicht in Anspruch genommen wurden.
Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Konzernfinanzwesen auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristige Inanspruchnahmen mit variablen Zinsen erfolgen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel mit festem Zins sowie einer kongruenten Zinsbindungsdauer vorgenommen werden. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.
Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit in Abstimmung mit den lokalen Gesellschaften den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der eingerichteten Cash Pools, durch die die GRAMMER AG die Liquidität ihrer Tochterunternehmen sicherstellt und überwacht, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zulässig und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels üblicher derivativer Finanzinstrumente abgesichert.
Die langfristigen Finanzschulden lagen unterhalb des Vorjahresniveaus und haben eine Höhe von 162,0 Mio. EUR (Vj. 190,3). Die kurzfristigen Finanzschulden lagen mit 295,7 Mio. EUR (Vj. 48,2) deutlich über Vorjahresniveau, welches der kurzfristigen Finanzierung der TMD Gruppe geschuldet ist. Eine Umschuldung soll im Geschäftsjahr 2019 erfolgen.
Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit aufgrund einer starken Verbesserung im Working Capital trotz eines gesunkenen Ergebnisses vor Steuern von 69,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017 um 74,4 Mio. EUR (107,5 %) auf 143,6 Mio. EUR. Zwar belastet das deutlich geringere Ergebnis vor Steuern aufgrund der Sonderbelastungen sowie die geringere Abnahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva den operativen Cashflow, jedoch wurden diese im Wesentlichen durch gleichzeitigen Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten sehr deutlich überkompensiert.
Im Geschäftsjahr 2018 lag der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit mit 269,4 Mio. EUR über dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2017 (Vj. 59,2). Dies ist im Wesentlichen auf den Erwerb der TMD Gruppe zurückzuführen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres 2018 bewegten sich aufgrund der weiteren Werksauf- und -ausbauten in beiden Segmenten und den Beginn des Baus des neuen GRAMMER Technologiezentrums und der Konzernzentrale in Ursensollen mit 68,2 Mio. EUR (Vj. 48,6) deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in die Immateriellen Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2018 bei 5,7 Mio. EUR und damit um 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 184,2 Mio. EUR. Durch die Finanzierung des Erwerbs der TMD Gruppe wurden Finanzschulden von 260,0 Mio. USD, umgerechnet 224,0 Mio. EUR, aufgenommen, während zugleich Rückzahlungen von Schuldscheinen und Darlehen in Höhe von 36,8 Mio. EUR erfolgten. Zusätzlich wurden Dividendenzahlungen in Höhe von 15,4 Mio. EUR (Vj. 14,6) ausgeschüttet. Insgesamt steht weiterhin ein hoher Bestand an Finanzmitteln für den Geschäftsbetrieb und einen Ausbau des Geschäftsvolumens zur Verfügung.
Kapitalstruktur
Zum 31. Dezember 2018 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 32.274.229,76 EUR (Vj. 32.274.229,76) und war eingeteilt in 12.607.121 (Vj. 12.607.121) Aktien.# Alle Aktien (Ausnahme: eigene Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, zur Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Am 25. April 2017 wurden auf Grundlage des Bedingten Kapitals (2014/I) 1.062.447 Bezugsaktien im Zuge der Ausübung der Wandlung der Pflichtwandelanleihe ausgegeben; das Grundkapital wurde damit um 2.719.864,32 EUR erhöht. Das Bedingte Kapital 2014/I beträgt nach Ausgabe der Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2017 12.057.318,40 EUR, was 4.709.890 neuen Aktien entspräche. Der Vorstand kann die Ermächtigung über das verbleibende Bedingte Kapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben [siehe auch Kapitel 19 ("Gezeichnetes Kapital und Rücklagen") im Konzernanhang].
Per 31. Dezember 2018 betrug die Kapitalrücklage 129.796 TEUR (Vj. 129.796). Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2018 beinhaltet somit das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001, 2011 und 2017. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Gewinnrücklagen 228.920 TEUR (Vj. 254.960).
Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft gemäß § 33 WpHG
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die am 31. Dezember 2018 mindestens die Grenze von 3 % hielten, ist im Konzernanhang aufgeführt.
Eigene Anteile
In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,618 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Investitionen (Zugänge zu Anschaffungskosten bei Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten) des GRAMMER Konzerns 73,9 Mio. EUR (Vj. 59,1) und liegen damit deutlich über Vorjahresniveau. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 68,2 Mio. EUR und bewegen sich damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau von 48,6 Mio. EUR. Diese Zugänge zum Sachanlagevermögen teilen sich mit 39,2 Mio. EUR (Vj. 36,0) auf das Segment Automotive und mit 13,4 Mio. EUR (Vj. 9,4) auf das Segment Commercial Vehicles auf. Weitere Investitionen innerhalb des Sachanlagevermögens erfolgten im Bereich Central Services mit 15,6 Mio. EUR (Vj. 3,2). Im Segment Automotive lagen die Schwerpunkte der Investitionen in Polen, Mexiko und Deutschland. In Sosnowiec (Polen) erfolgten der Neubau einer Produktionshalle und die Erweiterung der Fertigungskapazitäten in der Lackierung sowie in der Spritzguss- und Konsolenproduktion. In Mexiko wurden aufgrund vieler neuer Projektanläufe höhere Investitionen für die Produktion von Konsolen und Kopfstützen getätigt. In Schmölln, Zwickau und Bremen wurde in Anlagen für Serienanläufe und Produktionsausweitung von Mittelkonsolen investiert. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Investitionen war auch die Stärkung der Produktion für das Geschäftsfeld Interior Components in Hardheim (Deutschland) für Rationalisierung und Technologie. Im Segment Commercial Vehicles lagen die Schwerpunkte der Investitionen in Deutschland, der Türkei, in China und den USA. In Deutschland wurden am Standort Haselmühl Investitionen für Erweiterung und Rationalisierung forciert. In der Türkei erfolgten Investitionen in Fertigungsbereiche für die Lkw-Sitzproduktion ebenso wie am Standort Shaanxi (China), um unser Marktwachstum in China fortzusetzen. In Tianjin (China) wurden ebenfalls die Produktionskapazitäten für die Bereiche Offroad und Material-Handling erweitert. Dies stärkt im Segment Commercial Vehicles unsere Marktposition. In den USA wurde weiterhin am Standort Tupelo, MS, in Anlagen und Montagevorrichtungen investiert, um den Aufbau der Konsolenproduktion fortzusetzen. Für das in Deutschland ansässige Geschäftsfeld Railway & Bus wurden weitere Montagevorrichtungen für die Sitzplattform "Regionalverkehr" angeschafft. Ferner wurde gleichfalls in beiden Segmenten in Arbeitssicherheit und Umweltschutz investiert. Die Investitionen im Bereich Central Services fallen insbesondere auf den Beginn des Baus des neuen GRAMMER Technologiezentrums und der Konzernzentrale in Ursensollen bei Amberg. Die Investitionen für die Immateriellen Vermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 5,7 Mio. EUR und lagen damit mit 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 10,5 Mio. EUR. Die Investitionen für die Immateriellen Vermögenswerte teilen sich auf das Segment Automotive mit 0,5 Mio. EUR (Vj. 6,9) und das Segment Commercial Vehicles mit 3,2 Mio. EUR (Vj. 2,8) auf. Weitere Investitionen innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte erfolgten im Bereich Central Services mit 2,0 Mio. EUR (Vj. 0,8). Innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte werden die Aktivierungen für Patente, Konzessionen und auch aktivierte Entwicklungsleistungen dargestellt.
INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN
| VORJAHRESWERT IN KLAMMERN | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|---|
| Automotive | 39,8 | 42,9 | -7,2% | |
| Commercial Vehicles | 16,6 | 12,2 | 36,1% | |
| Central Services | 17,5 | 4,0 | 337,5% | |
| Investitionen | scroll IN MIO. EUR | 73,9 | 59,1 | 25,0% |
Vermögenslage
― Deutlicher Anstieg der Bilanzsumme um 30,2 % aufgrund der Einbeziehung der TMD Gruppe ― Eigenkapitalquote liegt zum Ende des Geschäftsjahres bei 21,8 %
KURZBILANZ GRAMMER KONZERN
| scroll | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 697.703 | 372.327 | 325.376 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 743.714 | 734.641 | 9.073 | |
| Aktiva | 1.441.417 | 1.106.968 | 334.449 | |
| scroll | 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG | |
| Eigenkapital | 314.840 | 337.661 | -22.821 | |
| Langfristige Schulden | 359.956 | 359.523 | 433 | |
| Kurzfristige Schulden | 766.621 | 409.784 | 356.837 | |
| Passiva | 1.441.417 | 1.106.968 | 334.449 |
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2018 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 1.441,4 Mio. EUR (Vj. 1.107,0). Die Einbeziehung der TMD Gruppe sowie die kurzfristige Finanzierung des Kaufpreises führten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 30,2 %. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen vor allem Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte, latente Steueransprüche sowie langfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen. Diese summierten sich zum 31. Dezember 2018 auf 697,7 Mio. EUR und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 372,3 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen begründet durch die erstmalige Einbeziehung der TMD Gruppe. Insbesondere bei den Sachanlagen ergab sich ein Anstieg von 109,3 Mio. EUR auf 348,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018, der im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der TMD Gruppe zurückzuführen ist. Innerhalb der Immateriellen Vermögenswerte ergab sich aus dem Kauf der TMD Gruppe ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 72,9 Mio. EUR. Zudem wurden an den Kunden gezahlte Gegenleistungen in die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 18,0 Mio. EUR umgegliedert. Weiterhin wurden aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 82,1 Mio. EUR in die langfristigen Vermögenswerte aus Kundenverträgen umgegliedert. Diese wurden bis zum Konzernabschluss 2017 in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten dargestellt. Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen insbesondere Vorräte, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen. Zum 31. Dezember 2018 sind die kurzfristigen Vermögenswerte mit 743,7 Mio. EUR leicht im Vergleich zum Vorjahresniveau in Höhe von 734,6 Mio. EUR angestiegen. Innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die Vorräte von 158,0 Mio. EUR um 33,0 Mio. EUR auf 191,0 Mio. EUR, die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich ebenfalls von 223,3 Mio. EUR um 26,7 Mio. EUR auf 250,0 Mio. EUR. Beide Anstiege sind sowohl auf den Umsatzzuwachs bzw. auf die Erhöhung des Geschäftsaufkommens sowie auf die erstmalige Einbeziehung der TMD Gruppe zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 von 176,9 Mio. EUR um 170,3 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR. Wie bereits unter den langfristigen Vermögenswerten beschrieben, wurden zum 31. Dezember 2018 63,4 Mio. EUR als langfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen dargestellt, diese waren bis zum Konzernabschluss 2017 in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthalten. Außerdem wurden die ursprünglichen kurzfristigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 44,7 Mio. EUR reduziert.# Aufsichtsrat und Vorstand
Veränderungen im Vorstand
Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie der §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Herr Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender (CEO), und Herr Gérard Cordonnier, Finanzvorstand (CFO), sind zum 31. Dezember 2018 aus dem Vorstand der GRAMMER AG ausgeschieden. Herr Manfred Pretscher, bislang Technikvorstand (COO), wurde am 11. Dezember 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum CEO und Arbeitsdirektor sowie bis zur Bestellung eines neuen CFO als Interims-CFO bestellt. Er wird zum 30. Juni 2019 aus dem Vorstand der GRAMMER AG ausscheiden. Herr Jens Öhlenschläger wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 zum Mitglied des Vorstands bestellt. Er übernimmt die Aufgaben des COO.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Veränderungen im Aufsichtsrat der GRAMMER AG. Frau Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser, die seit 26. Juli 2017 Mitglied des Aufsichtsrats ist, wurde in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bestellt.
Grundzüge des Vergütungssystems
Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für die Vorstände der GRAMMER AG geändert, dessen Grundzüge nachfolgend beschrieben werden. Mit jedem Vorstand ist eine jährliche Gesamtzielvergütung vereinbart, die sich aus einer festen Vergütung, dem Zielbetrag eines Short Term Incentive ("STI") sowie eines Long Term Incentive ("LTI") zusammensetzt.
Feste Vergütung
Die feste Vergütung wird in zwölf gleichen Monatsraten unter Einbehaltung etwaiger gesetzlicher Abzüge nachträglich zum Monatsende ausbezahlt.
Short Term Incentive (STI)
Der STI wird für jedes Geschäftsjahr berechnet und hängt von der Erreichung von Budgetzielen für die beiden Kennzahlen Operative Earnings before Tax-Rendite ("EBT-Rendite") und dem GRAMMER Return on Capital Employed ("G-ROCE") ab. Beide Faktoren fließen jeweils hälftig in die Berechnung des STI ein, d.h. 50 % des Zielbetrags STI hängen von der Erreichung des Budgetziels für die EBT-Rendite und 50 % von der Erreichung des Budgetziels für den G-ROCE ab. Der Grad der Zielerreichung für EBT-Rendite und G-ROCE beträgt jeweils zwischen Null (Floor) und 200 % (Cap). Dementsprechend beträgt auch der Auszahlungsbetrag des STI zwischen Null (Floor) und 200 % (Cap) des Zielbetrags.
EBT-Rendite
Die EBT-Rendite errechnet sich aus dem Konzernabschluss wie folgt: Operatives EBT eines Jahres ("Ergebnis vor Steuern") im Verhältnis zum Gesamtumsatz desselben Geschäftsjahres. Bei der Berechnung erfolgt eine Bereinigung um Währungs- und sonstige Einmaleffekte. Die Angabe der EBT-Rendite erfolgt in Prozent.
Der Grad der Zielerreichung für die EBT-Rendite liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite um einen Prozentpunkt oder mehr unter dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite um einen Prozentpunkt oder mehr über dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Wenn die für ein Geschäftsjahr realisierte EBT-Rendite genau dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %.
G-ROCE
Die Kennzahl G-ROCE bezeichnet das aus dem Konzernabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr ausgewiesene operative EBIT im Verhältnis zu den Average der Operating Assets (durchschnittlichen betrieblich notwendigen Aktiva) im selben Geschäftsjahr, berechnet in Prozent.
Der Grad der Zielerreichung für G-ROCE liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE um 3 %-Punkte oder mehr unter dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE um 3 %-Punkte oder mehr über dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert liegt. Wenn der für ein Geschäftsjahr realisierte G-ROCE genau dem zu Beginn des Geschäftsjahres bestimmten Budgetwert entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %.
Long Term Incentive (LTI)
Der LTI wird für jedes Geschäftsjahr berechnet und hängt derzeit von der Erreichung der Zielwerte Enterprise Value Added ("GEVA") und Total Shareholder Return ("TSR") ab. Der Aufsichtsrat plant weitere Faktoren in die Berechnung des LTI einfließen zu lassen, insbesondere zur Berücksichtigung der Corporate Social Responsibility ("CSR"). Mittelfristig (spätestens ab dem Geschäftsjahr 2020) wird eine Gewichtung von 40 % GEVA, 40 % TSR und 20 % CSR angestrebt. Solange noch kein CSR-Ziel festgelegt ist, fließen GEVA und TSR jeweils hälftig in die Berechnung des LTI ein, d.h. 50 % des Zielbetrags LTI hängen von der Erreichung des GEVA-Ziels und 50 % von der Erreichung des TSR-Ziels ab. Der Grad der Zielerreichung für GEVA und TSR beträgt jeweils zwischen Null (Floor) und 200 % (Cap). Dementsprechend beträgt auch die gewichtete Gesamtzielerreichung für eine LTI-Plantranche zwischen 0 % und 200 %. Bezogen auf den Zielbetrag liegt der Auszahlungsbetrag für eine LTI-Plantranche entsprechend ebenfalls zwischen 0 % und 200 % des Zielbetrags.
GEVA
Für die Berechnung des LTI wurden folgende Kennzahlen definiert: Der GEVA bemisst sich aus G-ROCE abzüglich WACC (Weighted Average Cost of Capital - gewichteter Kapitalkostensatz), berechnet auf Basis der bei der Gewährung einer Plantranche für die Geschäftsjahre der Performance-Periode festgelegten Methodik. Für G-ROCE gilt dabei dieselbe Definition wie beim STI. Der WACC stellt die erwartete Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar.
Der Grad der Zielerreichung für GEVA liegt zwischen 0 % und 200 %. Die Zielerreichung beträgt 0 %, wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA um 2 %-Punkte oder mehr unter dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwert liegt. Die Zielerreichung beträgt 200 %, wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA um 2 %-Punkte oder mehr über dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwert liegt. Wenn der für eine Performance-Periode realisierte GEVA genau dem zu Beginn der Performance-Periode bestimmten Budgetwert entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Die langfristige Zielerreichung bemisst sich anhand der Relation eines Vier-Jahresdurchschnitts des realen GEVA zu einem Budgetdurchschnitt des gleichen Zeitraums.
TSR
Der TSR ergibt sich aus dem Vergleich der GRAMMER-Kursperformance in den vier Geschäftsjahren der Performance-Periode (TSR-GRAMMER) mit der Performance des SDAX-Index in den gleichen vier Geschäftsjahren (TSR-SDAX). Der TSR-SDAX bildet den 100 %-Zielwert für das TSR-Ziel im LTI.# 10-K Filing - GRAMMER AG
Zur Bestimmung der TSR-Zielerreichung wird der TSR-GRAMMER mit dem TSR-SDAX verglichen. Liegt TSR-GRAMMER bei maximal 85 % des TSR-SDAX, gilt eine Zielerreichung von 0 % (TSR-SDAX minus 15 %). Liegt TSR-GRAMMER bei mindestens 115 % des TSR-SDAX (TSR-SDAX plus 15 %), gilt eine Zielerreichung von 200 %. Wenn der für eine Performance-Periode realisierte TSR-GRAMMER genau dem TSR-SDAX entspricht, beträgt die Zielerreichung 100 %. Die Budgetziele für STI und LTI werden jährlich vom Aufsichtsrat der Gesellschaft nach pflichtgemäßem Ermessen festgesetzt. Zudem werden die Marktüblichkeit sowie die Angemessenheit der Vorstandsvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Weitere Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Fall außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen. Die Angaben gemäß § 160 AktG sind im Konzernanhang dargelegt. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ist eine Abfindungsbegrenzung mit einem Anspruch auf Zahlung einer Abfindung im Wert von maximal zwei Jahresgesamtvergütungen mit den einzelnen (ehemaligen) Vorstandsmitgliedern Hartmut Müller, Gérard Cordonnier und Manfred Pretscher dienstvertraglich vereinbart worden bzw. vereinbart gewesen, die nachfolgend bei den Angaben nach § 315a HGB dargelegt sind. Zeitgleich mit der Einführung des neuen Vergütungssystems für den Vorstand der GRAMMER AG wurde 2017 bereits die betriebliche Altersversorgung für die Vorstände neu geregelt. Die Versorgungszusagen der Vorstände aus den zuvor gültigen Pensionsverträgen wurden vollumfänglich durch die neuen Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung ersetzt. Die Versorgung ist als Kapitalkontenplan ausgestaltet, die Gesellschaft stellt einen für jedes Mitglied des Vorstands errechneten jährlichen Versorgungsaufwand ein. Die bis zum 1. Januar 2017 von den Vorständen Hartmut Müller, Gérard Cordonnier und Manfred Pretscher erworbenen Anwartschaften auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung wurden versicherungsmathematisch wertgleich in eine Kapitalleistung umgewandelt und als sog. Startbaustein auf das Versorgungskonto übertragen. Es werden - bei Erfüllung der jeweiligen Leistungsvoraussetzungen - Versorgungsleistungen für das Mitglied des Vorstands als Alterskapital bzw. Invalidenkapital sowie an den Ehegatten in Form von Hinterbliebenenkapital gewährt. In eheähnlicher Lebensgemeinschaft lebende benannte Partner sind Ehegatten gleichgestellt.
Änderungen im Vergütungssystem im Jahr 2018
Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem des Vorstands in seinen Vorgaben in die Zukunft gerichtet konkretisiert, insbesondere wurden die Berechnungsmethodik des LTI in die Zukunft gerichtet und die Zukunftszielbudgetwerte, wie in der Vergütungsbeschreibung dargelegt, neu errechnet. Im Geschäftsjahr 2018 wurde zudem beschlossen, die Höhe der Vergütung, den Vergütungsmix sowie die Höhe der betrieblichen Altersversorgung für die Zeit ab 1. Januar 2019 und somit für zukünftige Vorstände zu überprüfen und entsprechende neue Werte für das dargelegte Vergütungssystem wurden beschlossen. Zudem wurde beschlossen, dass zukünftige Vorstandsdienstverträge keine Abfindungsregelungen für den Fall eines Kontrollwechsels enthalten sollen. Dies wurde bereits im Vorstandsvertrag mit Herrn Öhlenschläger umgesetzt.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Starke Erhöhung der Beschäftigtenzahl aufgrund Übernahme der TMD Gruppe Zum 31. Dezember 2018 waren im GRAMMER Konzern insgesamt 14.657 Mitarbeiter (Vj. 12.947) beschäftigt, was einem Anstieg von 13,2 % entspricht. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich ausschließlich durch die Übernahme der US-amerikanischen TMD Gruppe. Die Personalkostenquote erhöhte sich dadurch leicht. Im Jahresdurchschnitt waren 13.439 Mitarbeiter (Vj. 12.483) im Konzern tätig. Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag auf 10.635 (Vj. 8.931), was auf die Übernahme der TMD Gesellschaften zurückzuführen ist. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden neue Mitarbeiter aufgrund von Neuanläufen und Volumensteigerungen, vor allem an den Fertigungsstandorten in Mexiko und den USA eingestellt. Im Gegenzug verminderte sich die Mitarbeiterzahl in Tschechien und in Deutschland. Im Segment Commercial Vehicles stieg die Anzahl der Mitarbeiter leicht auf 3.744 (Vj. 3.737). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den weiteren Aufbau unseres Standortes in Tupelo (USA) und Volumensteigerungen am Produktionsstandort Amberg sowie durch den Rückgang von Mitarbeitern in der Türkei und Bulgarien. Die Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten liegt im Segment Commercial Vehicles mit rund 0,2 % aber deutlich unter der Steigerungsrate im Umsatz von +11,0 %. Im Zentralbereich blieb die Anzahl der Mitarbeiter mit 278 (Vj. 279) nahezu auf dem Vorjahresniveau. Um das gestiegene Geschäftsvolumen und die bevorstehenden Produktneuanläufe abwickeln zu können, erwarten wir auch im Geschäftsjahr 2019 einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahl.
Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind einer unserer wesentlichen Erfolgsfaktoren. Essentiell zur Sicherung und Weiterentwicklung unserer internen Kompetenz ist der Bereich Talent Management. Der Bereich zielt darauf ab, alle Mitarbeiter entsprechend ihrer Potenziale und mit Blick auf zu erfüllende Kompetenzprofile zielgerichtet und bedarfsorientiert zu fördern. Engagierte Mitarbeiter mit Ideen, Wissen und hoher Kompetenz tragen entscheidend dazu bei, unsere erfolgreiche Position weiterzuentwickeln und unsere Wettbewerbsstärke im internationalen Umfeld auszubauen. Im Bereich Employer Branding & Talent Management, der auch das Thema Learning & Training beinhaltet, werden unsere Aktivitäten in der Personalentwicklung konsequent mit diversen konzernweiten Programmen vorangetrieben. Nach einer Pilotphase in 2017, in der mehrere Corporate Programme unter dem Dach "career@GRAMMER" erstmalig weltweit ausgerollt wurden, gingen diese im Jahr 2018 in die zweite Runde. Die Corporate Programme gliedern sich in unterschiedliche Segmente: "GRAMMER Top Gear" fokussiert sich auf die strategische Fortbildung unserer Führungskräfte im mittleren Management, während "GRAMMER Fast Lane" sich vorrangig an unsere Mitarbeiter mit sehr hohem Potenzial und teilweise bereits erster Führungserfahrung richtet. "GRAMMER DRIVE" wurde für Mitarbeiter konzipiert, die großes Potenzial zeigen und auf weiterführende Aufgaben vorbereitet werden sollen. Mithilfe einer integrierten Standortanalyse können die Teilnehmer im Rahmen des Programms für sich definieren, welchen weiteren Karriereweg sie einschlagen möchten, sei dies in einer Spezialisten-Funktion oder in einer Führungsrolle. Ziel all dieser Programme ist es, unsere Potenzialträger in weiten Teilen aus unserer eigenen Organisation heraus zu entwickeln. Neben der Managementlaufbahn bietet GRAMMER auch eine Expertenlaufbahn an, die hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten bietet und sie im Unternehmen als Wissens- und Erfahrungsträger optimal positioniert. Der divisions- und standortübergreifende Erfahrungsaustausch zwischen den Experten soll dazu beitragen, das im Unternehmen vorhandene, wertvolle Wissen global zu verbreiten und mithilfe von "Best Practice"- Ansätzen Synergieeffekte zu nutzen. Mit der 2017 etablierten Projektmanagement-Laufbahn werden die GRAMMER Karriereprogramme weiter abgerundet. Unseren Projektmanagern wird damit eine marktgerechte und zukunftsweisende Perspektive angeboten. Darüber hinaus können im Rahmen dieser Systematik auch zielgerichtet Qualifizierungsangebote gemacht werden. Für 2019 ist geplant, über individuelle Angebote hinausgehend, auch auf der Top ManagementEbene ein Programm anzubieten. Ziel aller Maßnahmen ist es, den Anforderungen im Hinblick auf Motivation und Weiterentwicklung qualifizierter Mitarbeiter und Führungskräfte noch mehr gerecht zu werden und die globale Vernetzung im Konzern weiter voranzutreiben. Der Konzern ist sowohl an den Standorten in Deutschland als auch an den jeweiligen weltweiten Standorten ein wichtiger Arbeitgeber der in Aus- und Weiterbildung investiert. Daran werden wir auch zukünftig festhalten. Ziel ist es, unsere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen international in jeder Hinsicht auf die Zukunft auszurichten, um den Mitarbeitern über Fortbildung an allen Standorten die besten beruflichen Perspektiven zu ermöglichen. Auch 2018 stellten wir in den verschiedensten Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Darüber hinaus bieten wir unseren in Deutschland ausgebildeten Fachkräften die Möglichkeit, direkt nach ihrer Ausbildung in unseren Regionen einen globalen Blick auf das Unternehmen zu gewinnen. Neue konzeptionelle Ansätze zur "Internationalisierung der Ausbildung" werden in 2019 an ausgewählten Standorten erstmalig ausgerollt. Hierbei handelt es sich um komprimierte Ausbildungsgänge, die uns dabei unterstützen werden, bewährte Methoden und Standards unter Einbindung lokaler Mitarbeiter nachhaltig zu etablieren. Die Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) und mit der Dualen Hochschule BadenWürttemberg (DHBW) in Deutschland ist ein gelungenes Beispiel für unser erfolgreiches Engagement hinsichtlich der Vernetzung von Wirtschaft und Hochschule.# Über dieses Netzwerk sowie mithilfe ausgewählter Rekrutierungsveranstaltungen im Hochschulumfeld sowohl im In- als auch Ausland stellen wir die Gewinnung hochqualifizierter Nachwuchskräfte sicher und stellen uns für die Zukunft stark auf.
MITARBEITER NACH SEGMENTEN VORJAHRESWERT IN KLAMMERN ZUM STICHTAG 31. DEZEMBER
| 2018 | 2017 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|
| Commercial Vehicles | 3.744 | 3.737 | 7 |
| Automotive | 10.635 | 8.931 | 1.704 |
| Central Services | 278 | 279 | -1 |
| Mitarbeiter | 14.657 | 12.947 | 1.710 |
Beschaffungsmanagement
Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dazu ist der Konzerneinkauf zentral in der GRAMMER AG angesiedelt. Für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette müssen weltweit die richtigen Lieferanten identifiziert werden. Zentrale Aufgaben des Einkaufs sind die Steuerung der Lieferantenentwicklung und des Projekteinkaufs. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit verbunden durch die Nutzung von Skaleneffekten sowie gezielter Lokalisierung von Beschaffung in den Regionen werden Kostenvorteile erzielt.
In der zentral nach Commodities organisierten Beschaffungsorganisation haben die Mitarbeiter weltweite Verantwortung. Um eine höhere Durchdringung und ein besseres Verständnis der globalen Märkte zu erreichen, sind die Mitarbeiter regional angesiedelt. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den weiteren Ausbau der E-Sourcing-Plattform e-Procurement sowie der Plattform ASTRAS mit den Kernprozessen e-RFX (elektronische Ausschreibung) und den Ausbau des eAuction-Tools vor. Zum anderen soll die Beschaffung in den Schwellenländern ausgeweitet werden, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" positive Wertbeiträge zu erzeugen.
Die aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren sollen, wurden fortgesetzt. Weiterhin sollen die Einkaufsprozesse entlang des Produktentstehungsprozesses optimiert werden. So wird zum einen das Engagement des Einkaufs bereits ab der Entwicklungs- und Projektphase gestärkt. Zum anderen ermöglicht diese Organisation eine noch stärkere Beteiligung des Einkaufs an Optimierungsmaßnahmen in der Serienproduktion. Darüber hinaus wird es durch die Einführung des Cost Engineerings allen Teilen der Einkaufsorganisation möglich werden, die Effizienz aufgrund einer verbesserten Datenbasis deutlich zu steigern.
Unser weltweites Lieferantenmanagement hilft uns weiterhin bei der strategischen und kontinuierlichen Entwicklung unserer Lieferanten. Die qualifizierte Auswahl, Weiterbildung und laufende Bewertung sorgen dafür, dass die Potenziale und die Innovationskraft unserer Zulieferer gewinnbringend genutzt werden und eine solide Basis der Beschaffung in allen Regionen entsteht.
Produktion
Der GRAMMER Konzern produziert und vertreibt seine Produkte weltweit an 48 Produktions- und Logistikstandorten in 19 Ländern. Standorte in Kundennähe sind für uns strategisch notwendig, um der immer öfter geforderten Just-in-Sequence-Belieferung gerecht zu werden und so unsere Position im internationalen Wettbewerb abzusichern. Die Internationalisierung unserer Wertschöpfungskette und den Ausbau unserer weltweiten Produktionskapazitäten, mit zunehmendem Rückgriff auf lokale Lieferanten und Produktionstechnologien, treiben wir weiter voran. Mit der Übernahme des US-amerikanischen Automobilzulieferers TMD Toledo Molding & Die, Inc. im Oktober 2018 wurde ein wichtiger Schritt unserer Wachstumsstrategie umgesetzt und unsere Produktionskapazitäten im Norden der USA nahe an den Fertigungsstätten der amerikanischen OEMs sowie auch in Mexiko erweitert.
Ein weiterer Baustein für den GRAMMER Konzern ist die Qualität unserer Produkte. Diese beginnt bereits in der Entwicklung und zieht sich über den Produktionsprozess bis zur Auslieferung durch. In der Produktion gewährleisten wir durch einheitlich definierte, global gültige Standards eine gleichbleibend hohe Qualität der erzeugten Produkte und Leistungen entlang der gesamten operativen Wertschöpfungskette. Damit sichern wir eine hohe Qualität unserer Produkte unabhängig davon, wo diese gefertigt wurden.
Mit dem GRAMMER Produktions-System (GPS) steuert GRAMMER die Produktionsmethoden des Konzerns. Dadurch sind die operativen Einheiten in der Lage, jederzeit die erforderlichen Fertigungsprozesse bereitzustellen und die Anforderungen der Kunden hinsichtlich Qualität und Lieferservice zu erfüllen. Das GPS ist der methodische Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten des Konzerns im Sinne von Lean Manufacturing gestalten und prozessual steuern. Zur stetigen Weiterentwicklung des Lean-Manufacturing-Ansatzes hat der Konzern ein weltweites Trainingsprogramm etabliert, das jedes Werk, jede Einheit und Funktion einbezieht. Mit der Lean Academy und dem installierten kontinuierlichen Lernprozess setzen wir unsere Maßstäbe konsequent und nachhaltig um.
Im Rahmen der Automatisierung und Digitalisierung wichtiger Kernprozesse läuft bei GRAMMER aktuell der weltweite Roll-out eines modernen Betriebs- und Maschinendatenerfassungssystems (BDE/MDE) mit Fokus auf Produktionsplanung und -steuerung. Dies geht einher mit der Einführung eines Product-Lifecycle-Management-Systems (PLM) mit Schwerpunkt auf der virtuellen Produktentwicklung und einer starken Verzahnung mit der Fertigungsplanung. Mit dem Erwerb der TMD Gruppe wurden unsere Produktionskapazitäten in den USA und Mexiko ausgebaut und auch neue Technologien für Produkte im Automotive-Anwendungsbereich hinzugefügt.
Qualitätsmanagement
Eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und Leistungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. GRAMMER hat seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm - GRAMMER Produces Quality (GPQ), ein Fehlervermeidungsprozess -etabliert, das sämtliche Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht. Es ist darauf ausgerichtet, systematisch hohe Qualitätsstandards zu sichern und Qualitätsverbesserungen zu erzielen. Diese ständigen Qualitätsverbesserungen werden mittels standardisierter Verfahren zeitnah global ausgerollt, um ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten. Wesentliches Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung zu erreichen.
Interne Audits und Bewertungen, Benchmarks im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Getragen von dieser Philosophie und den hohen Ansprüchen der Kunden ist es erklärtes Ziel unserer Qualitätskultur, eine fortwährende Verbesserung von Produkten und Prozessen zu erreichen. Weiterbildung und regelmäßiges Training unserer Mitarbeiter hinsichtlich der Qualität sollen unser hohes Niveau sicherstellen und stetig weiterentwickeln, damit wir auch zukünftig als Qualitäts- und Innovationsführer im Markt wahrgenommen werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Qualitätspolitik ist die Produktsicherheit. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit der Endnutzer dienen, stellt die Produktsicherheit im gesamten Entstehungsprozess ein vorrangiges Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Von der Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um, sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, die über diese Anforderungen hinausgehen, um unseren Zielen gerecht zu werden.
Vertrieb und Kundenmanagement
GRAMMER richtet seine Geschäftsbereiche und den Vertrieb an den bestehenden Produktgruppen aus. Damit stellen wir eine hohe Produktkompetenz sicher, die für eine optimale Betreuung der Kunden erforderlich ist. Vertrieb und Kundenmanagement sind mit globaler Verantwortung ausgerichtet, aber dennoch in den Regionen direkt vertreten, um die Kundenbindung durch Ansprechpartner direkt vor Ort besser und effizienter zu betreuen.
Aufgrund der Besonderheiten der Automobilzulieferindustrie werden im Bereich Automotive die Produkte nicht für den Markt allgemein, sondern Produktlösungen für eine spezielle Baureihe oder Plattform nach den Vorgaben der einzelnen Kunden zur Produktionsreife entwickelt und produziert. Dies führt dazu, dass eine langjährige verzahnte Geschäftsbeziehung zwischen Automobilherstellern und Automobilzulieferern entsteht. In der Entwicklungsphase von neuen Modellen laden Automobilhersteller Automobilzulieferer zur Abgabe von Angeboten für die Lieferung von Komponenten und Systemen ein. Ob ein Automobilzulieferer dazu eingeladen wird, kann durch die Entwicklungs- und Technologiekompetenz und seinem Bekanntheitsgrad sowie den Rahmenbedingungen des Automobilzulieferers beeinflusst sein. Im Wesentlichen wird die Entscheidung darüber aber auf Basis der wirtschaftlichsten Vorteilhaftigkeit für den OEM getroffen. Auf Grund solcher Einladungen bereiten Automobilzulieferer umfangreiche Angebotsunterlagen auf eigene Kosten vor, die insbesondere technische Spezifikationen, Angaben zu den Teilepreisen, Werkzeugkosten, Prototypen-Teilepreisen, Prototypenwerkzeugkosten, den Ort der Fertigungsstätte und die Langzeitbedingungen (jährliche Preisreduzierungen) enthalten.# Auf Basis dieser Angebotsunterlagen und nach einer oder mehreren Auswahlrunden im Rahmen des besten wirtschaftlichen Angebotes nominieren Automobilhersteller durch einen sogenannten "Nomination Letter" Automobilzulieferer als Entwicklungs- und Serienlieferanten, wobei die endgültige Ernennung als Serienlieferant von der Erreichung bestimmter im Nomination Letter festgelegter Ziele hinsichtlich technischer Spezifikationen, dem Einhalten von festgelegten Terminen (Produktion von Prototypen, Produktionsversuchsserie, Nullserie und Serienanlauf), des Preises, der Werkzeuge und der Qualität abhängig ist. Die Ernennung als Serienlieferant erfolgt in der Regel für den Zeitraum vom Modellstart bis zum Ende, wobei es öfter zu einer Produktmodifikation, dem sogenannten "face-lift" (in der Regel nach ca. vier Jahren), kommen kann. GRAMMER beliefert Automobilhersteller und deren bevorzugte Systemlieferanten vor allem im gehobenen und Premiumsegment. Die Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie können dabei für den GRAMMER Konzern sowohl Kunde als auch Wettbewerber sein. In der Regel sind Systemlieferanten die Systemintegratoren zum Beispiel für die Fahrzeugsitze des Automobilherstellers und die Verhandlungen mit den Systemlieferanten erfolgen nach den gleichen Kriterien wie mit den Automobilherstellern. Vertrieb und Marketingaktivitäten sind aufgrund der Besonderheiten der Automobilzulieferindustrie sehr kundenorientiert. Für jeden bestehenden Kunden sind das Key Account Management, das Projektmanagement und die Entwicklung in Kundenmanagement-Bereiche zusammengefasst. Die Vertriebsaktivitäten werden durch ein global ausgerichtetes Marketing unterstützt. Der Vertrieb innerhalb des Segments Commercial Vehicles ist im Wesentlichen nach Märkten oder Kunden (Endhersteller werden durch Key Account Manager betreut) und nach Vertriebswegen (Nachrüstgeschäft oder Endhersteller) aufgebaut. Das Marketing unterstützt die internationalen Vertriebsaktivitäten. Der Vertrieb und das Marketing werden im jeweiligen Geschäftsfeld Offroad, Material-Handling, Truck und Railway & Bus kundenorientiert organisiert. Das Geschäftsfeld Offroad beliefert alle wesentlichen Offroad Endhersteller im landwirtschaftlichen Nutzmaschinenbereich. Die wesentlichen Kunden im Geschäftsfeld Truck werden auf Basis von Rahmenverträgen, deren Laufzeit in der Regel mehrere Jahre beträgt, beliefert. Im Segment Commercial Vehicles entwickelt GRAMMER eigenständige Produkte für den Markt.
Corporate Governance - Konzernerklärung zur Unternehmensführung
Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB i.V.m. § 289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Corporate Governance" eingesehen werden.
Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht
Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 3 und § 315b Abs. 3 HGB wird spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Nachhaltigkeit", "Nichtfinanzieller Bericht" veröffentlicht.
Angaben nach § 315a HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals:
Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 32.274.229,76 EUR und ist eingeteilt in 12.607.121 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen:
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
Der Anhang zum Jahresabschluss 2018 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 33 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen:
Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben:
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung:
Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84 und 85 AktG sowie § 31 MitBestG). Gemäß § 8 ff. der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 2 AktG, in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt. Nach § 13 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung der Satzung betreffen.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Der Vorstand ist bis zum 27. Mai 2019 zur Begebung von Genussrechten mit oder ohne Options- oder Wandlungsrecht/-pflicht und/oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ermächtigt. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Nach teilweiser Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2014/I beträgt dieses zum 31. Dezember 2018 noch 12.057.318,40 EUR. GRAMMER hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Aktuell besteht eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken, die bis zum 27. Mai 2019 befristet ist.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind:
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder Hartmut Müller, Gérard Cordonnier und Manfred Pretscher enthalten bzw. enthielten eine Change of Control-Klausel. Jeder dieser Vorstände hatte im Fall eines Kontrollwechsels innerhalb von drei Monaten ein Sonderkündigungsrecht. Wird das Sonderkündigungsrecht ausgeübt, besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung von 150 % des im Dienstvertrag vereinbarten Abfindungs-Caps von zwei Jahresgesamtvergütungen. Für den neubestellten Vorstand Herrn Öhlenschläger besteht eine solche Vereinbarung nicht. Zudem bestehen Entschädigungsvereinbarungen mit einzelnen Mitarbeitern der obersten Führungsebene im Falle eines Kontrollwechsels, deren Ausübung sich am Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern orientiert.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen:
Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Konsortialkreditvertrages, der im Fall eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Entsprechende Klauseln zum Kontrollwechsel, wie vorher beschrieben, sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen in voller Höhe vorgesehen. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann -insbesondere gesamtheitlich - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns nicht mehr gesichert wäre und eine entsprechende Umfinanzierung zu tätigen wäre.
Chancen- und Risikobericht
Risikopolitik und -grundsätze
Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die abgesichert werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem folgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:
* Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan bzw. Ziel.
* Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene, aber möglicherweise bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite wie z. B. der Konjunktur ausgehen, sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, trägt der Konzern selbst. Der Konzern strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren.
* In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität des Risikomanagementsystems. Jeder Mitarbeiter ist angehalten zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden.
Risikomanagementprozess
Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder zumindest zu minimieren und um ihre Ursachen zu analysieren und zu beurteilen, hat GRAMMER ein konzernweit einheitliches Risikomanagementsystem etabliert.# Der Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risiko-Monitoring und -Controlling und umfasst auch und gerade die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken, aber auch von Chancen. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen dessen Wirksamkeit und werden regelmäßig informiert. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche zu ungeplanten Ergebnisabweichungen führen können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit dem Vorstand werden Chancen und Risiken sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung besprochen. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Vorstand und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Zu diesem Zweck wird mehrmals im Jahr ein Chancen- und Risikobericht erstellt. Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein IT-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral erfasst und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken verfolgt werden. Das Risikomanagement wird durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf die GRAMMER Gruppe zugeordneten Clusterung, dem sogenannten Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.
Risiken
In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Die Beurteilung der aufgeführten Risiken hat mindestens für das folgende Geschäftsjahr Bestand. Als wesentlicher Aspekt des Risikomanagements wird versucht, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Umfeld- und Branchenrisiken
Der GRAMMER Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen an nationalen und internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf passen wir Produktion und Kapazitäten entsprechend an. Der Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden der veränderten Umsatzsituation frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken wie Preisdruck, kurze Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge bei Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, welche durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den einzelnen Märkten nimmt stetig zu, so dass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unsere Geschäftsfelder geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Entwicklungen.
Im Zuge der E-Mobilität können sich weitere Risiken für unsere Märkte ergeben. Aufgrund der Umstellung der Technologie kann es zu Verschiebungen in der Struktur unserer Kunden und Produkte kommen, die wir bisher so noch nicht hatten. Insbesondere in den aufstrebenden Märkten Chinas treten eine Vielzahl neuer OEMs auf, die unseren angestammten Kunden Marktanteile kosten können. Zwar bemühen wir uns auch diese mit unseren Produkten zu beliefern, aber inwieweit sich das auch umsetzen lässt, ist derzeit nicht abzusehen. Unsere Produkte sind von der Umstellung der Motortechnik weniger betroffen, jedoch könnten neue Innenraumdesigns auch diese betreffen. Zusätzlich kann ein Zunehmen des autonomen Fahrens auch Produkte substituieren oder neue Konzepte erforderlich machen. Zwar versucht sich die GRAMMER AG auf die Zukunftstrends entsprechend vorzubereiten, aber dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Zusätzliche Risiken ergeben sich im Rahmen des Brexit, da ein Teil unserer Kunden dort seine Produktionsstätten hat. Die generellen Auswirkungen auf die europäischen Märkte und Wirtschaftsentwicklungen können von uns nicht abgeschätzt werden, aber dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Im Zuge der Konsolidierung von Märkten und Marken sowie die daraus entstehende partielle Abhängigkeit von einigen wenigen Kunden durch deren Konzernstrukturen entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können. Damit diese Wettbewerbsrisiken sinken, streben wir die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und auf die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Produkten zu übernehmen oder auszubauen, um so möglichst nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.
Üblicherweise beinhalten Lieferverträge, insbesondere mit den wesentlichen Kunden des GRAMMER Konzerns, rechtlich verbindliche Zusagen, über einen bestimmten Zeitraum bestimmte in der Regel noch zu entwickelnde Produkte zu beziehen, aber nicht ein bestimmtes Produkt exklusiv von Gesellschaften des Konzerns zu beziehen. Die konkreten Produkte und Liefermengen werden in separaten Abrufen bestellt, die zeitlich kürzer sein können, aber eine konkrete Verpflichtung zur Abnahme darstellen. Aus rein rechtlicher Sicht sind die wesentlichen Kunden der GRAMMER Gruppe grundsätzlich in der Lage, mittelfristig auch große Aufträge bzw. Produktvolumina abzuziehen. Dies würde sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Da ein Auftragsabzug in der laufenden Serienproduktion für die Kunden jedoch mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden ist und einen beachtlichen Zeitvorlauf erfordert, ist zumindest der Komplettabzug des gesamten Auftragsbestandes durch einen Kunden eher unwahrscheinlich. Allerdings können auch andere Faktoren, wie die Aktionärsstruktur, unsere Kunden dazu bringen, sich beispielsweise bei der Auftragsvergabe zurückzuhalten und Folgeaufträge oder Neugeschäft nicht zu vergeben. Dies kann sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Die erfolgte Übernahme im Geschäftsjahr führte im Gegensatz zu den Vorgängen in 2017 zu keinen Problemen bei der Auftragsvergabe, die sich sehr positiv entwickelte.
Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung der Kostenstrukturen unserer Produktions- und Entwicklungskapazitäten und der Fertigungstiefe besteht grundsätzlich das Risiko, dass zum Beispiel die Zusammenlegung und Schließung von Standorten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belastet. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen. Außerdem kann es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommen oder ihr Nutzen könnte geringer ausfallen, als ursprünglich geplant und angenommen war. Unsere Handlungsfelder umfassen zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten. Risiken bestehen nicht nur hinsichtlich der Marktreaktion, sondern auch in Bezug auf die Integration von Menschen, Kulturen und Technologien sowie von Produkten und Entwicklungen.# Des Weiteren können Risiken auch im Rahmen der Umsetzung einer Transaktion nicht ausgeschlossen werden.
So können, wie bei solchen Transaktionen üblich, Akquisitions-, Integrations- und sonstige Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder sogar zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich auch hier negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Beschaffungsrisiken
Der GRAMMER Konzern ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für uns relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der derzeitigen Volatilität in den Faktorpreisen der Commodities wie Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer teilweisen Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einem engen Monitoring von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten.
Qualitätsrisiken
GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung hoher externer und interner Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Qualitätsrisiken auftreten. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen. Eine globale Ausrichtung und Verflechtungen der Fertigung über Kontinente hinweg erhöhen dieses Risiko zwangsläufig. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir deshalb im gesamten Konzern etabliert. Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu minimieren, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch GRAMMER dar. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der GRAMMER Konzern ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und den im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken ausgesetzt. Der Konzern hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Währungen Tschechische Krone, Polnische Zloty, Mexikanischer Peso, Serbischer Dinar, US-Dollar, Türkische Lira, Brasilianischer Real, Japanischer Yen sowie Chinesischer Yuan zu managen. Sie resultieren sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der lokalen Produktion. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also durch die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum bei gleichzeitiger Erhöhung des Absatzes im gleichen Währungsraum. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken. Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich GRAMMER nicht vollständig entziehen und daraus können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entstehen. GRAMMER minimiert Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln (z. B. Schuldscheindarlehen) sowie durch den Einsatz von Derivaten. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden. Im Jahr 2015 wurde die zweite Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass uns nun der Konsortialkredit bis ins 4. Quartal 2020 zur Verfügung steht. Mit dem Abschluss einer in USD denominierten Brückenfinanzierung zum Erwerb der Anteile an der Toledo Molding & Die, Inc. wurde die als M&A-Linie strukturierte Tranche B des Konsortialkreditvertrages (80 Mio. EUR) gestrichen; es verbleibt die Tranche A dieses Kredites über 100 Mio. EUR. Die Liquiditätssituation wird laufend überwacht und durch eine weltweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Mögliche Risiken in Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel sind in der Finanzlage dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquiditätsspielräume wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen; es wird eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement überwacht. Durch die im Markt inhärenten Unsicherheiten und Risiken bezüglich der Zinsentwicklung kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden. Das kann sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu wesentlichen Bewertungsparametern wie den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, vermindern wir die erläuterten Risiken. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten - und nach aktivem Risikomanagement verbliebenen - moderaten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Rechtliche Risiken
GRAMMER ist als international tätiger Konzern vielfältigen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen unterworfen. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen, unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen, kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich erfasst, analysiert, hinsichtlich ihrer juristischen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der bilanziellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Der Ausgang rechtlicher Streitigkeiten ist allerdings ungewiss, so dass über die getroffene bilanzielle Vorsorge hinaus noch weitere Risiken bestehen, die eine negative Auswirkung auf die Finanz- und Ertragsziele haben können. Zur Absicherung rechtlicher Risiken gibt es eine Vielzahl unternehmensweiter Standards, die laufend fortentwickelt werden. Beispiele hierfür sind allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsmuster für verschiedene Anwendungsfälle oder interne Richtlinien und Verfahrensanweisungen. Zudem setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. Sogenannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert.
Personalrisiken
GRAMMER ist als Entwicklungsspezialist und Innovationsführer auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können.Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland sowie an Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass der Konzern in Zukunft nicht in jedem Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden kann. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Insbesondere in den Wachstumsmärkten China und NAFTA ist aufgrund des Wachstums und der guten Marktsituation für qualifizierte Fachkräfte mit einer erhöhten Fluktuation zu rechnen.
IT- und Informationsrisiken
Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER schützt sich durch geeignete Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, den Schutz sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Risiken durch Fraud- oder Cyber-Angriffe werden als Gefahr von Schäden definiert, die infolge des Versagens von internen Verfahren (Kontrollrisiken), menschlichen Handelns (Personalrisiken) oder Schwächen in Systemen (speziell IT-Systeme) eintreten. Die zunehmende Digitalisierung und elektronische Vernetzung durch Entwicklungen des elektronischen Zeitalters wie im Internet der Dinge, Industrie 4.0 oder Smart Everything bieten sogenannten Cyber-Angreifern neue Angriffsflächen und weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsangriffe zu sabotieren oder sich anderweitig auf Kosten Dritter kriminell zu bereichern. Durch sogenannte Cyber-Angriffe unter anderem mit schädlicher Software oder gezielte Angriffe zum Beispiel auf den "Faktor Mitarbeiter" (z.B. Täuschungsversuche wie CEO-Fraud) können Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GRAMMER AG entstehen. Durch Analyse von bekanntgewordenen Schadensfällen sowie Einsteuerung von entsprechenden Gegenmaßnahmen und spezifischen Empfehlungen zu solchen Aktivitäten wird dem Risiko entgegengewirkt. Zusätzlich werden kontinuierlich Assessments zu diesen Themen durchgeführt und alle relevanten Prozesse auf mögliche Sicherheitslücken überprüft und dahingehend optimiert. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter zu diesen Themen regelmäßig gezielt informiert und sensibilisiert.
Ökologische Risiken
GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001 sowie mit einem Energiemanagementsystem auf Basis der ISO 50001. Das Managementsystem des GRAMMER Konzerns berücksichtigt alle Forderungen beider Systeme. In diesem legen wir weltweit gültige Umwelt- und Energieeffizienzstandards fest (z. B. Umweltprogramme, Umweltziele und Energieziele), die durch Umwelt- bzw. Energiemanagementbeauftragte an den Standorten vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 bzw. 50001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Merkmale des internen Kontrollsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 315 Abs. 4 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind: ― zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), ― zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie ― zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
- Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess.
- Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. der verantwortlichen Abteilungen.
- Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und definierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen.
- Maßnahmen, die die ordnungsmäßige IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
- Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
- Maßnahmen, die eine ordnungsmäßige Durchführung des Konsolidierungsprozesses sicherstellen.
Chancenmanagement
Innerhalb der GRAMMER Gruppe werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen für den GRAMMER Konzern mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Chancen werden dabei als positive Abweichung von einem unter Unsicherheit festgelegten Ziel definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen auftreten.
Chancen Marktchancen
Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für GRAMMER dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.
Weltweite Konjunktur - Aufgrund der guten globalen Präsenz der GRAMMER Gruppe bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Wirtschaft zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage vor allem in den Ländern und Regionen außerhalb Deutschlands ergeben.# Wachstum in Kernregionen
Insgesamt hat für GRAMMER die Bedeutung von Nord-/Mittelamerika sowie von China weiterhin stark zugenommen. Insbesondere im Segment Automotive ist GRAMMER hier zunehmend Lieferant für lokale Hersteller sowie für seine europäischen Partner im Premiumsegment. Durch die Übernahme der TMD Gruppe haben wir unsere Produktionskapazitäten in Nordamerika in der Nähe der OEM ausgebaut und können nun verstärkt in die Akquisen einsteigen. Im Gegenzug können die Produkte der erworbenen TMD Gruppe weltweit und erstmalig auch Plattformbezogen angeboten werden. In China ergeben sich aus der Auftragsgewinnung von weltweit tätigen und lokalen OEMs neue Chancen. Im Segment Commercial Vehicles sind wir mit einer lokalen Fertigung im chinesischen Lkw-Markt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwarten bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Chancen ergeben sich unter anderem auch aus den Produktmerkmalen Ergonomie und Sicherheit.
Wachstum mit größerem Kundenstamm
Für den GRAMMER Konzern bieten sich durch das Erschließen neuer Kundensegmente ebenfalls neue Chancen. Dies begründet sich einerseits durch die globale Expansion bestehender Kunden, andererseits auch durch die erhöhte Penetration lokaler Kunden auf neuen Märkten. Derartige Chancen haben sich bisher in einer erhöhten Kundendiversifikation in den USA und in Asien niedergeschlagen.
Fokussierung auf das Premiumsegment
GRAMMER ist mit seinen innovativen und ansprechenden Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. GRAMMER ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.
Globale Megatrends
GRAMMER ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherem Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. GRAMMER strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Commercial Vehicles ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern sowie eine erhöhte Bautätigkeit können ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Segment Commercial Vehicles führen, da Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.
Autonomes Fahren und E-Mobilität
GRAMMER ist ein Hersteller für den Innenraum mit unseren Sitzkomponenten und Konsolen sowie weiteren Dekor- und Funktionsteilen. Anders als in der Antriebs- und Motorentechnik erwarten wir von der technischen Weiterentwicklung immer wertigere und funktionalere Innenraumkomponenten, die auf die neuen Bedürfnisse des Fahrens eingehen und uns so neue Chancen eröffnen.
Strategische Chancen
Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.
Anorganisches Wachstum
Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Erweiterung und Abrundung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.
Effizienzmaßnahmen
Wir arbeiten permanent an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seine Aufstellung hinsichtlich der weltweiten Standorte.
Innovationen
Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Segmenten gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.
Beurteilung der Risiken und Chancen
Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichende Vorsorgen und Maßnahmen getroffen hat, den identifizierten Risiken zu begegnen. Die uns derzeit bekannten Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben. Die Entwicklung der Auftragseingänge, die im Vorjahr durch die Vorgänge um GRAMMER im Rahmen der Aktionärsstruktur belastet waren und deren Folgen sich erst in späteren Jahren zeigen, konnte im laufenden Geschäftsjahr als sehr positiv bezeichnet werden. Die nun erfolgte Übernahme durch ein verbundenes Unternehmen des strategischen Partners Ningbo Jifeng hatte keinen negativen Einfluss und es zeichnet sich auch keine negative Entwicklung ab. Andererseits kann die strategische Partnerschaft dazu beitragen unsere Marktstellung vor allem in Asien zu erweitern. Inwieweit sich die Schwäche der Automobilindustrie ab Ende des dritten Quartals 2018 in Europa aufgrund der Zulassungsproblematik und des Dieselskandals in 2019 weiter fortsetzt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, insbesondere in den Kernmärkten von GRAMMER, hat im Geschäftsjahr 2018 teilweise das Wachstum des GRAMMER Konzerns weiter unterstützt. Für den Fall, dass die globale Konjunktur auch in Zukunft positiv verläuft, können sich zusätzliche Chancen ergeben.
Prognosebericht
Ausblick 2019
Weltwirtschaft in schwierigerem Fahrwasser
In seinem Weltwirtschaftsbericht vom Oktober 2018 reduzierte der IWF seine ursprüngliche globale Wachstumsprognose für 2019 um 0,2 %-Punkte auf 3,7 % - eine Rate, die auf dem gleichen Niveau wie 2018 liegt. Allerdings gehen die Ökonomen der Washingtoner Institution davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen gestiegen ist. So könnten weitere Spannungen den globalen Handel und das Wachstum belasten und zu noch mehr Planungs- und Investitionsunsicherheit führen. Auch die weiter im Raum stehenden US-Zölle auf Autos und Autoteile sowie Kapitalabflüsse aus den aufstrebenden Volkswirtschaften könnten die Expansion bremsen. Ein stärkerer Abschwung in China, so der IWF, würde auch auf die Industriestaaten durchschlagen. Schließlich könnten sich die nach wie vor lockeren globalen Finanzierungsbedingungen verschärfen, ausgelöst durch eine aggressivere Geldpolitik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, und die Investitionstätigkeit (eine wichtige Säule im Basisszenario des IWF) bremsen. Hinsichtlich der USA kommt der IWF zum Schluss, dass das Wachstum von nicht nachhaltigen politischen Maßnahmen getrieben sei und sich 2019 auf 2,5 % abschwächen werde. Für die Eurozone wird ein moderater Rückgang auf 1,9 % gesehen. Weil weder Großbritannien (1,5 %) noch Japan (0,9 %) und Kanada (2,0 %) eine besondere Dynamik entfalten dürften, wird das Wachstum in den Industriestaaten insgesamt auf lediglich 2,1 % und damit um 0,3 %-Punkte unter dem Vorjahr veranschlagt. In den Entwicklungs- und Schwellenländern dürfte die Wirtschaftsleistung hingegen mit 4,7 % den Vorjahreswert erneut erreichen. Ein schwächeres Kreditwachstum und zunehmende Handelsbarrieren dürften das Wachstum in China allerdings auf 6,2 % bremsen, Indien dürfte leicht auf 7,4 % zulegen und die ASEAN-5-Staaten mit 5,2 % leicht unter Vorjahr liegen. Für Lateinamerika und die Karibik wird ein Sprung auf 2,2 % (Vorjahr: 1,2 %) erwartet.
| WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BRUTTOINLANDSPRODUKT) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN % | |
|---|---|
| Quelle: IWF Prognose |
Automotive
Pkw-Markt legt 2019 moderat zu
Der VDA rechnet damit, dass die weltweiten Neuzulassungen 2019 um 1 % auf 84,9 Mio. Einheiten steigen werden. Die Erstzulassungen auf dem deutschen Markt dürften allerdings um 1 % sinken. Hier hat sich auch laut ifo-Institut das Geschäftsklima in der Automobilindustrie nach zwei Monaten der Aufhellung im Januar 2019 wieder eingetrübt. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen wurden deutlich pessimistischer, der Index sank auf den niedrigsten Stand seit Winter 2012. Für den gesamteuropäischen Markt wird vom VDA ein Plus der Neuzulassungen von 1 % erwartet, wohingegen die USA wohl einen leichten Rückgang hinnehmen müssen. In China dürfte der Markt um 2 % zulegen, Brasilien und Indien dürften sich deutlich dynamischer entwickeln. Bezüglich der Produktion von Pkw geht der VDA für 2019 weltweit von einem moderaten Anstieg von 1 % auf 84,4 Mio. Fahrzeuge aus. Ebenfalls um 1 % dürfte die Fertigung in Europa zulegen, wobei Deutschland und Frankreich etwas überdurchschnittlich wachsen sollten. Während die USA und die NAFTA auf dem Vorjahresniveau stagnieren, dürfte China moderat zulegen und Indien dynamisch die Produktion weiter hochfahren.
| AUTOMOBILABSATZ IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN % |
|---|
| 1 Inklusive Light Vehicles. |
| Quelle: VDA |
Commercial Vehicles
Nutzfahrzeugmarkt in China vor Abschwächung
Die Neuzulassungen von Lkw über 6 Tonnen dürften weltweit 2019 um 4 % auf 2,7 Mio.# Fahrzeuge nachgeben. Westeuropa kommt dabei laut VDA mit stagnierenden Zahlen noch glimpflich davon. Da die USA, Brasilien, Indien und Russland sogar leicht zulegen, geht der Abschwung vor allem auf das Konto von China, wo die Erstzulassungen um 10 % abrutschen dürften.
Landtechnikindustrie verhalten optimistisch
Nach einer Befragung der europäischen Vereinigung der Agrarmaschinenhersteller CEMA unter ihren Mitgliedern erwarteten per Ende Dezember 2018 für die nächsten sechs Monate 36 % der Befragten steigende Umsätze, 47 % stagnierende und 17 % rückläufige Erlöse. Nach Angaben des VDMA dürfte das globale Marktvolumen 2019 insgesamt 108,6 Mrd. EUR erreichen nach 107,6 Mrd. EUR im Vorjahr.
Bauwirtschaft mit anhaltend positivem Trend
Für 2019 geht der VDMA von anhaltend guten Rahmenbedingungen aus. Die globalen Umsätze mit Baumaschinen dürften um weitere 5 Prozent zunehmen.
Flurförderzeughandel weiter stabil
Nach Umfrage des bbi sehen die befragten Unternehmen weiterhin optimistisch in die Zukunft. Für das Jahr 2019 wird damit gerechnet, dass der Gesamtumsatz um 3 % steigen könnte und für das Neumaschinengeschäft wird ein Anstieg um 4 % erwartet.
Bahnindustrie mit weiterem Aufwärtstrend
Nach Prognosen des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) wird der zugängliche Weltmarkt für Fahrzeuge bis 2021 um jährlich 3,5 % zulegen.
NUTZFAHRZEUGABSATZ (LKW ÜBER 6 T) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %
| Land | |
|---|---|
| Quelle: | VDA Prognosebericht |
GRAMMER Konzern
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der GRAMMER Konzern das Umsatzvolumen nochmals spürbar steigern. Die Vorjahresprognose, bezogen auf das Umsatzwachstum des GRAMMER Konzerns ohne den Erwerb der TMD Gruppe von über 1,85 Mrd. EUR Umsatz, wurde trotz eines signifikanten Umsatzanstiegs im Segment Commercial Vehicles nicht ganz erreicht und konnte nur durch die Akquisition der TMD Gruppe kompensiert werden. Wesentlicher Treiber des Wachstums war die Integration der TMD Gruppe im vierten Quartal, die Erholung der Märkte im Segment Commercial Vehicles, die Ausweitung der Aktivitäten in China sowie eine hohe Anzahl an Produktneuanläufen. Demgegenüber waren im Segment Automotive die Umsätze durch die Abgas bzw. Zulassungsproblematik ab dem dritten Quartal stark belastet, was zur Verfehlung der Prognose führte. Die verhaltene Entwicklung im Automobilmarkt, vor allem in Europa, aber auch die laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte im Berichtsjahr führten noch zu Ergebnisbelastungen. So stieg der Umsatz des Segments Commercial Vehicles im Berichtszeitraum deutlich an, vor allem bedingt durch die deutlich spürbare Erholung der Märkte für Offroad und Material-Handling sowie einer hohen Nachfrage im Lkw-Markt. Trotz weiterer Vorleistungen und der Kosten im Zusammenhang mit der Kompensation der Auftragseingangsschwäche 2017 im Segment Automotive, ausgelöst durch die bekannten damaligen Problemfelder rund um die Aktionärsstruktur der GRAMMER AG, konnte ein noch gutes operatives Ergebnis im Geschäftsjahr erwirtschaftet werden. Des Weiteren zeigten im Segment Automotive die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen Wirkung, konnten aber die erheblichen Belastungen aus dem deutlichen Umsatzrückgang in Europa ab dem Ende des dritten Quartals nur teilweise kompensieren. Die leichte operative Ergebnissteigerung der Vorjahresprognose konnte dadurch nicht erreicht werden und das operative Ergebnis stagnierte leicht unter dem Vorjahresniveau. Für die nachfolgende Prognose des GRAMMER Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen der allgemeinen Weltwirtschaftsentwicklung sowie den spezielleren Marktprognosen für die Segmente Automotive und Commercial Vehicles aus.
Investitionen 2019
Für das Geschäftsjahr 2019 planen wir im Konzern gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 mit Investitionen auf einem leicht höheren Niveau für den operativen Geschäftsbetrieb auch durch die erfolgte Akquise der TMD Gruppe sowie einen deutlichen Anstieg für den Bau des neuen GRAMMER Technologiezentrums und der Konzernzentrale in Ursensollen. Die Schwerpunkte der operativen Investitionstätigkeit liegen dabei weiterhin im Ausbau der Automotive-Fertigungskapazitäten sowie in der Fortführung der Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen.
Ausblick 2019
Die Entwicklung im Segment Automotive wird auch im Jahr 2019 durch zahlreiche Produktneuanläufe und Projekte geprägt sein. Auf der Projektseite werden weiterhin umfassend über alle Produktgruppen hinweg in sämtlichen Regionen weltweit neue Aufträge akquiriert, die das zukünftige Wachstum sichern werden. Vor dem Hintergrund der Produktlebenszyklen unseres Auftragsbestandes sowie der leicht positiven Marktprognosen erwarten wir für 2019 nach Hereinnahme der TMD Gruppe eine sehr deutlich positive Umsatzentwicklung sowie eine deutlich spürbare positive Entwicklung des operativen Ergebnisses. Das Segment Automotive hängt jedoch in hohem Maß von der Absatzentwicklung, insbesondere auch der deutschen Premiumhersteller, ab und würde sich einem Sog schwächerer Märkte im oberen Marktsegment sowie weiterer schwächerer Auftragseingänge nicht entziehen können. Inwieweit sich die Fortsetzung der Abgasdiskussion und die Brexit-Verhandlungen sowie mögliche Änderungen im Freihandel mit den USA auf den GRAMMER Konzern auswirken werden, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Die Entwicklung der Auftragseingänge hat sich nach der Schwäche in 2017 wieder spürbar positiv verändert und liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Eine Beeinträchtigung der Akquisitionserfolge durch die Übernahme der Mehrheitsanteile durch ein verbundenes Unternehmen unseres strategischen Partner Ningbo Jifeng erwarten wir nicht.
Das Segment Commercial Vehicles hat unverändert in unseren traditionellen Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen. Im Segment Commercial Vehicles rechnen wir im Jahr 2019 weiter mit einer stabilen Umsatzentwicklung aufgrund der eingetretenen Erholung und positiven Marktentwicklung in den Kernmärkten. Durch das weiter positiv gestimmte Umfeld in der Landtechnikindustrie und in Material-Handling erwarten wir im Geschäftsfeld Offroad eine leichte weitere Verbesserung der Entwicklung der Nachfrage unter anderem aus den Zuwächsen aus gewonnenen neuen Kundenaufträgen. Im Geschäftsfeld Lkw gehen wir derzeit von einer weiteren leicht positiven Geschäftsentwicklung aus, was auf weiteres Wachstum in Europa und in China aufgrund der gewonnenen Kundenaufträge zurückzuführen ist. Für die brasilianischen Märkte erwarten wir generell leichte Zuwächse. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Segment Commercial Vehicles eine weitere leicht positive Entwicklung des operativen Ergebnisses nach den deutlichen Zuwächsen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
In Zusammenhang mit unseren internationalen Geschäften ist der Konzern Währungsrisiken aus Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Brasilien, China, Mexiko, Tschechien und den USA. Durch die fortlaufende Lokalisierung unserer Fertigungen haben wir zwar die natürliche Absicherung dieser Risiken weltweit verbessert, signifikante Wechselkursänderungen zwischen den relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen. Darüber hinaus beeinflussen die Produktionskostenentwicklungen an unseren Standorten - insbesondere in Deutschland - sowie die Preisentwicklungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte den GRAMMER Konzern. Die Risiken aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte, speziell die Entwicklung der Stahl- und Rohölpreise, sind zuletzt angestiegen. Angesichts des insgesamt guten Auftragsbestandes im GRAMMER Konzern und zusätzlicher Kundenprojekte im Segment Automotive sowie der erfolgten Akquise der TMD Gruppe wird unter der Voraussetzung von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr von einem deutlichen Umsatzwachstum des Konzerns ausgegangen. Darüber wird erwartet, dass die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete auch im Jahr 2019 Wirkung zeigen. Diese werden um weitere Maßnahmen zur Synergiehebung ergänzt, um die Profitabilität in beiden operativen Segmenten weiter nachhaltig zu steigern. Das laufende Jahr wird weiterhin durch eine Vielzahl von Neuanläufen sowie durch die Stabilisierung der laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte und der Entwicklung der Rohstoffmärkte geprägt sein, was insbesondere im ersten Halbjahr noch zu Belastungen auf der Kostenseite führen wird.
Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem weiterhin herausfordernden konjunkturellen Umfeld aus, welches sich in den für uns relevanten Märkten uneinheitlich entwickeln wird. Dabei erwarten wir für das Segment Automotive weltweit eine sehr leichte positive Marktentwicklung, allerdings ist die Entwicklung in Europa angesichts der Entwicklungen im vierten Quartal 2018 weiterhin als sehr kritisch zu sehen. Für die Märkte der Geschäftsfelder Offroad und Material-Handling sehen wir weiterhin ein stabiles sehr leichtes Wachstum trotz des bereits erreichten sehr hohen Niveaus. Zudem sehen wir eine anhaltend positive Entwicklung für das Geschäftsfeld Lkw in China für das Segment Commercial Vehicles. Unter Berücksichtigung der derzeitigen konjunkturellen Situation und der volatilen Entwicklung der Weltmärkte und den komplexen politischen Entwicklungen beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2019 insgesamt verhalten positiv. Beim Konzernumsatz erwarten wir eine sehr leichte Steigerung aus den bisherigen Kerngeschäften des GRAMMER Konzerns und einen deutlichen Zuwachs durch den Erwerb der TMD Gruppe für 2019. Bei einem annährend gleichbleibenden Währungsumfeld gehen wir von einem Konzernumsatzwachstum auf über 2,1 Mrd. EUR Umsatz im Jahr 2019 aus.# Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wird einerseits geprägt sein von möglichen zusätzlichen Kostenbelastungen der noch durchzuführenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte in einzelnen Geschäftsfeldern des Segments Automotive und den Ergebnisbeitrag der TMD Gruppe. Demgegenüber sehen wir für das Segment Commercial Vehicles eine sehr leicht positive Entwicklung im Ergebnisbeitrag durch das erwartete nochmals leicht höhere Geschäftsvolumen. Unter der Voraussetzung, dass im Jahr 2019 keine signifikanten Sonderbelastungen wie im Jahr 2018 entstehen, wovon wir ausgehen, erwarten wir für den GRAMMER Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2019 ein absolut gesehen erneut sehr positives EBIT, welches sehr deutlich über dem EBIT des Geschäftsjahres 2018 von 48,7 Mio. EUR liegen wird. Entsprechend erwarten wir eine weiter positive Entwicklung der operativen Profitabilität über dem Niveau des Vorjahres. Auch für den G-ROCE erwarten wir entsprechend einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 mit 10,5 %. Diese Einschätzung beruht auf den oben erläuterten Prognosen zur globalen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie unserer Hauptabsatzmärkte und OEM. Sollten sich diese wirtschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen verschlechtern, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von GRAMMER haben. Insbesondere Entwicklungen im Automotive-Markt in Europa bedingt durch den Brexit und andere geopolitische Problemfelder können zu negativen Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage führen. Demgegenüber können insbesondere ein weiterer positiver Impuls der Märkte für Landtechnik und eine weitere deutlichere Erholung des brasilianischen Lkw-Marktes die Geschäftsentwicklung zusätzlich positiv beeinflussen. Ferner kann die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns allgemein auch aufgrund der im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken von der Prognose abweichen. Für das Folgejahr erwarten wir bei einer Fortsetzung der stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine weitere positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
Amberg, 7. März 2019
GRAMMER AG
Der Vorstand
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres
scroll TEUR
| ANHANG | 2018 | 2017 |
| :------ | :-------- | :-------- |
| Umsatzerlöse | 1.861.292 | 1.786.466 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.649.485 | -1.571.344 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 211.807 | 215.122 |
| Vertriebskosten | -37.769 | -35.872 |
| Verwaltungskosten | -146.527 | -128.726 |
| Sonstige betriebliche Ertrage | 21.228 | 15.947 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 48.739 | 66.471 |
| Finanzer träge | 1.506 | 1.123 |
| Finanzaufwendungen | -13.501 | -11.045 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.276 | -674 |
| Ergebnis vor steuern | 34.468 | 55.875 |
| Ertragsteuern | -11.256 | -23.524 |
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | 32.351 |
| Davon entfallen auf: | | |
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 23.304 | 32.488 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -92 | -137 |
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | 12.351 |
| Ergebnis je Aktie unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,90 | 2,67 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. JANUAR - 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
scroll TEUR
| | 2018 | 2017 |
| :-------------------- | :----- | :---- |
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | 32.351 |
| Beträge, die nicht In zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | | |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 7.170 | 1.243 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -2.098 | -370 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 5.072 | 873 |
| Summe der Beträge, die nicht In zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | 5.072 | 873 |
| Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | | |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | | |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -3.964 | -6.822 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | -3.964 | -6.322 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | | |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -1.062 | 1.029 |
| Zuzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 1.182 | 64 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -6 | -331 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | 114 | 762 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | | |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | 2.616 | -4.445 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -508 | 225 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Netto Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | 2.108 | -4.220 |
| Summe der Beträge, die unter bestimmten Bedingungen in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -1.742 | -10.280 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.330 | -9.407 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 26.542 | 22.944 |
| Davon entfallen auf: | | |
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 26.650 | 23.111 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -108 | -167 |
Konzernbilanz zum 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres
AKTIVA
scroll TEUR
| ANHANG | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| :------ | :--------- | :--------- |
| Sachanlagen | 348.246 | 238.928 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 215.770 | 83.604 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.026 | 3.923 |
| Latente Steueransprüche | 40.344 | 39.395 |
| Sonstige Vermögenswerte | 27.929 | 6.477 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 63.388 | 0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 697.703 | 371.317 |
| Vorräte | 190.992 | 158.020 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.009 | 223.334 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.597 | 176.922 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 11.458 | 6.783 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 | 146.312 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 28.438 | 23.270 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 55.847 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 743.714 | 734.641 |
| Bilanzsumme | 1.441.417 | 1.106.968 |
PASSIVA
TEUR
| ANHANG | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| :------ | :--------- | :--------- |
| Gezeichnetes Kapital | 32.274 | 32.274 |
| Kapitalrücklage | 129.796 | 129.796 |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 228.920 | 254.960 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -68.931 | -72.277 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 314.618 | 337.312 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 222 | 349 |
| Eigenkapital | 314.840 | 337.661 |
| Langfristige Finanz schulden | 162.004 | 190.331 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.273 | 2.405 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 17.957 | 3.552 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 112 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 134.990 | 140.538 |
| Passive latente Steuern | 41.933 | 22.585 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 799 | 0 |
| Langfristige Schulden | 359.956 | 359.523 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 295.676 | 48.182 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 358.332 | 258.934 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.181 | 5.287 |
| Sonstige kurz fristige Verbindlichkeiten | 82.693 | 74.642 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.079 | 5.253 |
| Rückstellungen | 18.018 | 17.486 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 642 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 766.621 | 409.784 |
| Gesamtsumme Schulden | 1.126.577 | 769.307 |
| Bilanzsumme | 1.441.417 | 1.106.968 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2018
scroll TEUR
| GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN |
| :------------------- | :-------------- | :-------------- |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | 32.274 | 129.796 | 254.960 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | 0 | 0 | -33.633 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | 0 | 0 | -365 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | 32.274 | 129.796 | 220.962 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 23.304 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 23.304 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -15.346 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | 32.274 | 129.796 | 228.920 |
scroll TEUR
| KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | EIGENE ANTEILE | CASHFLOW HEDGES | FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG |
| :----------------------------- | :------------- | :-------------- | :----------------------- |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | -7.441 | -446 | -7.144 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | 0 | 0 | 0 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | -7.441 | -446 | -7.144 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 114 | -3.948 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 114 | -3.948 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | -7.441 | -332 | -11.092 |
scroll ANHANG 19
| KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | NETTO- INVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE | VERS.MATHEM. GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. |
| :----------------------------- | :------------------------------------------------- | :------------------------------------------------ |
| | | |# KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2018
| TEUR | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | EIGENE ANTEILE | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | CASHFLOW HEDGES | FREMDWÄHRUNG SUMRECHNUNG | NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE | VERS.MATHEM, GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN | SUMME ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS | KONZERNEIGENKAPlTAL |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Stand zum 1. Januar 2018 vor Anpassungen | | | | -20.314 | -44.373 | | | 337.312 | 349 | 337.661 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 15 (nach Steuern) | | | | 0 | 0 | | | -33.633 | 0 | -13.633 |
| Anpassung bei Erstandwendung von IFRS 9 (nach Steuern) | | | | 0 | 0 | | | -365 | 0 | -365 |
| Stand zum 1. Januar 2018 (angepasst) | | | | -20.314 | -44.373 | | | 303.314 | 349 | 303.663 |
| Ergebnis nach Steuern | | | | 0 | 0 | | | 23.304 | -92 | 23.212 |
| Sonstiges Ergebnis | | | | 2.108 | 5.072 | | | 3.346 | -16 | 3.330 |
| Gesamtes Periodenergebnis | | | | 2.108 | 5.072 | | | 26.650 | -108 | 26.542 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | | | | 0 | 0 | | | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | | | | 0 | 0 | | | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | | | | 0 | 0 | | | -15.346 | -17 | -15.363 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | | | | 0 | 0 | | | 0 | -2 | -2 |
| Stand zum 31. Dezember 2018 | | | | -18.206 | -39.301 | | | 314.618 | 222 | 314.840 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2017
| TEUR | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | EIGENE ANTEILE |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2017 | 29.554 | 74.444 | 236.268 | -7.441 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 32.488 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 32.488 | 0 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | 2.720 | 57.280 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | -1.928 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 14.579 | 0 |
| Transaktionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 783 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2017 | 32.274 | 129.796 | 254.960 | -7.441 |
| TEUR | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | CASHFLOW HEDGES | FREMDWÄHRUNG SUMRECHNUNG |
|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2017 | -1.208 | -352 | |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | 762 | -6.792 | |
| Gesamtes Periodenergebnis | 762 | -6.792 | |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | |
| Transaktionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | |
| Stand zum 31. Dezember 2017 | -446 | -7.144 |
| TEUR | NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE | VERS.MATHEM, GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN | SUMME ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS | KONZERNEIGENKAPITAL |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2017 | -16.094 | -45.246 | 269.925 | 1.312 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 32.488 | -137 |
| Sonstiges Ergebnis | -4.220 | 873 | -9.377 | -30 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -4.220 | 873 | 23.111 | -167 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | 60.000 | 0 |
| Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 0 | 0 | -1.928 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -14.579 | -13 |
| Transaktionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 783 | -783 |
| Stand zum 31. Dezember 2017 | -20.314 | -44.373 | 337.312 | 349 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
- JANUAR - 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
| TEUR | ANHANG | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 34.468 | 55.875 | |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | |||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 12 | 40.630 | 36.712 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von immateriellen (n) Vermögenswerte(n) | 12 | 11.674 | 12.784 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | 530 | 335 | |
| Sonstige Zahlungsunwirksame Veränderungen | 11.601 | -9.798 | |
| Finanzergebnis | 8.2 | 14.271 | 10.596 |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | |||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | 14, 15, 16, 17 | 57.250 | -41.206 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | 13 | -19.752 | -9.767 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | 20, 22 | -7.939 | -9.507 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 23, 24, 25 | 15.915 | 44.509 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 9 | -15.081 | -21.287 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 143.567 | 69.246 | |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Erwerb | |||
| Erwerb von Sachanlagen | 12 | -68.202 | -48.598 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | 12 | -5.737 | -10.485 |
| Erwerb von Finanzinvestitionen | -1 | 0 | |
| Erwerb von Tochterunternehmen. abzüglich erworbener Zahlungsmittel | -196.848 | 0 | |
| Abgänge | |||
| Abgänge von Sachanlagen | 12 | 572 | 1.224 |
| Abgänge von immateriellen Vermögenswerten | 12 | 9 | 0 |
| Auszahlungen aus der Bildung von Planvermögen | 20 | -898 | -3.346 |
| Erhaltene Zinsen | 8.2 | 1.506 | 1.123 |
| Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand | 225 | 893 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -269.374 | -59.189 | |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Dividendenzahlungen | 19 | -15.363 | -14.592 |
| Zufluss aus Ausgabe der Pflichtwandelanleihe | 19 | 0 | 60.000 |
| Abfluss durch Transaktionskosten und Folgeeffekte aus der Pflichtwandelanleihe | 19 | 0 | -2.710 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 21 | 247.763 | 6.471 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | 21 | -36.847 | -42.112 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Leasingverbindlichkeiten | 12 | -1.676 | -2.174 |
| Gezahlte Zinsen | 8.2 | -9.710 | -7.474 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 184.167 | -2.591 | |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | |||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1- 3) | 58.360 | 7.466 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -3.088 | 2.950 | |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 138.032 | 127.616 | |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 193.304 | 138.032 | |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | |||
| Liquide Mittel | 18 | 204.373 | 146.312 |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfr. verb. aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | 21 | -11.069 | -8.280 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 193.304 | 138.032 |
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018
1. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung
Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München) über das elektronische Handelssystem Xetra gehandelt. Die GRAMMER AG war von August 2005 bis 24. September 2018 im SDAX und ist seitdem im Prime Standard an der Frankfurter Börse gelistet.
International Securities Identification Number (ISIN): DE0005895403
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 589540
Common Code: 006754821
Börsenkürzel: GMM
Handelsregisternummer: HRB 1182 Amtsgericht Amberg
Der GRAMMER Konzern ist ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge (Offroad und Truck), Railway & Bus. Zum 31. Dezember 2018 waren 14.657 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 278 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 48 Produktions- und Logistikstandorten weltweit (Vj. 40) sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt.
Die GRAMMER AG wird von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern geführt. Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die operativen Segmente Automotive und Commercial Vehicles gegliedert. Diese Segmente sind in Anhangangabe 6 näher beschrieben.
Der Konzernabschluss entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Konzernabschluss der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") wurde gemäß § 315e Absatz 1 HGB am 7. März 2019 durch den Vorstand aufgestellt. Direktes Mutterunternehmen der GRAMMER AG ist die Jiye Auto Parts GmbH, Kitzingen.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der vorliegende Konzernabschluss der GRAMMER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS).
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren.
Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren.
Schätzungen und Ermessensspielräume
In bestimmten Fällen ist es erforderlich, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die GRAMMER in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. GRAMMER weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen, wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren.# Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt.
Insbesondere finden Schätzungen und Ermessensspielräume in den Bereichen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, Immateriellen Vermögenswerten und langfristigen Vermögenswerten sowie bei der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern und Verlustvorträgen und der Festlegung der Prämissen für die versicherungsmathematischen Berechnungen der Altersversorgungsaufwendungen aus leistungsorientierten Plänen Anwendung. Im Zuge des neuen IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" liegen insbesondere Schätzungen und Ermessensspielräume bei der Bestimmung des Transaktionspreises vor, aufgrund regelmäßiger Preisvernegotiationen mit den Kunden und damit möglicher Veränderungen in den Transaktionspreisen im Rahmen der Serienbelieferung. Im Rahmen der Serienentwicklung werden die Leistungsverpflichtungen über einen bestimmten Zeitraum erfüllt. Der Konzern kommt zu dem Schluss, dass die inputbasierte Methode am besten geeignet ist, um den Leistungsfortschritt zu ermitteln, weil ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den bereits entstandenen Kosten und dem Fortschritt bei der Erbringung der Entwicklungsleistung durch GRAMMER angenommen wird. Damit erfasst der Konzern Erlöse auf der Basis der bereits entstandenen Kosten im Verhältnis zu den gesamten erwarteten Kosten für die Erbringung der Entwicklungsleistung. Schätzungen hinsichtlich der Erlöse, Kosten oder des Leistungsfortschritts werden korrigiert, wenn sich Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Effekte auf die zu erfassenden Erlöse werden in der Periode im Gewinn oder Verlust abgebildet, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, der Geschäftsleitung zur Kenntnis gelangen. Bei der Leistungsverpflichtung "Serienbelieferung" kam der Konzern zu dem Schluss, dass er die Verfügungsgewalt über die gelieferten Serienteile zu einem bestimmten Zeitpunkt überträgt, nämlich dem Zeitpunkt, zu dem der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt, da GRAMMER lediglich im Umfang der vereinbarten Lieferbedingungen Transportleistung erbringt, so dass dies der Zeitpunkt ist, zu dem der Kunde den Nutzen aus den Serienteilen ziehen kann. Mit dem neuen Standard IFRS 9 "Finanzinstrumente" bestehen Schätzungen im Bereich der erwarteten Kreditrisiken bzw. -ausfälle für die Portfoliobildung.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Abschlüsse des Mutter- und der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. In den Konzernabschluss sind die GRAMMER AG sowie Tochtergesellschaften, über die die GRAMMER AG eine mittelbare oder unmittelbare Beherrschung ausübt, einbezogen. Die GRAMMER AG beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern sie Verfügungsgewalt über dieses hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen dieser Gesellschaften partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben wurde, werden ab dem Tag, an dem die GRAMMER AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden miteinander verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert.
Unternehmenszusammenschlüsse
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie entstehen. Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte, übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung wird ebenfalls zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Ein entstehender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird auf den Abschnitt Geschäfts- oder Firmenwert verwiesen. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IFRS 9, im Vorjahr mit IAS 39, entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Die Konsolidierung von Tochterunternehmen im Konzernabschluss erfolgt durch die Verrechnung des Buchwerts der Anteile an Tochterunternehmen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens. Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Gemeinschaftsunternehmen
Gemeinschaftsunternehmen sind Unternehmen, bei denen GRAMMER und eine oder mehrere konzernfremde Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt dann vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Die Anteile des GRAMMER Konzerns an einem solchen Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese Anschaffungskosten werden in den Folgejahren erhöht oder gemindert, um die Änderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen seit dem Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Ist der Anteil des Konzerns am Nettovermögen negativ, so erfolgt eine Erfassung von Verlustanteilen nur, wenn eine Verpflichtung zum Verlustausgleich besteht. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen und dem Buchwert ermittelt und dann als Verlust als "Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen" erfolgswirksam erfasst, soweit eine Verlustausgleichsverpflichtung besteht. Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten dieser Unternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines solchen Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns enthält somit den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des Gemeinschaftsunternehmens, soweit dies einen positiven Beitrag darstellt. Änderungen, die direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis eines Beteiligungsunternehmens erfolgen, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital, und zwar im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Außerdem werden unmittelbar im Eigenkapital der Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesene Änderungen vom Konzern in Höhe des Anteils erfasst und soweit erforderlich in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend dem Anteil am Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.
Klassifizierung in kurzfristig und langfristig
Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurz- und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird, der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird oder es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder die Schuld primär für Handelszwecke gehalten wird. Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der GRAMMER AG, aufgestellt. Für jedes Tochterunternehmen legt der Konzern die funktionale Währung fest.# Finanzberichterstattung und Methoden
Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die funktionale Währung eines Tochterunternehmens entspricht überwiegend der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung von der funktionalen Währung des Tochterunternehmens in die Darstellungswährung des Konzerns erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode werden die Bilanzen mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entstanden sind. Diese werden direkt im Eigenkapital erfasst und bei deren Abgang im Periodenergebnis ausgewiesen. Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition dienen, werden direkt im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigen Währungen folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Land | Währung | DURCHSCHNITTSKURS 2018 | DURCHSCHNITTSKURS 2017 | STICHTAGSKURS 2018 | STICHTAGSKURS 2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Argentinien | ARS | 0,032 | 0,053 | 0,023 | 0,045 |
| Brasilien | ERL | 0,233 | 0,277 | 0,225 | 0,252 |
| China | CNY | 0,128 | 0,131 | 0,127 | 0,128 |
| Großbritannien | GBP | 1,129 | 1,144 | 1,118 | 1,127 |
| Japan | JPY | 0,008 | 0,008 | 0,008 | 0,007 |
| Mexiko | MXN | 0,044 | 0,047 | 0,044 | 0,042 |
| Polen | PLN | 0,235 | 0,235 | 0,232 | 0,239 |
| Südafrika | ZAR | 0,065 | 0,067 | 0,061 | 0,068 |
| Tschechien | CZK | 0,039 | 0,038 | 0,039 | 0,039 |
| Türkei | TRY | 0,183 | 0,244 | 0,165 | 0,220 |
| USA | USD | 0,848 | 0,886 | 0,873 | 0,834 |
Ertrags- und Aufwandsrealisierung (Anwendung des lAS 18 bis 31. Dezember 2017)
Erträge wurden bis 31. Dezember 2017 dann erfasst, wenn es wahrscheinlich war, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Ertragshöhe zuverlässig bestimmt werden kann. Diese Erträge wurden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erwartenden Gegenleistung unter Beachtung der vertraglichen Bedingungen von Zahlungen oder Ähnlichem bewertet, ohne eine Berücksichtigung von Steuern oder ähnlichen Abgaben. Der Konzern war zu dem Ergebnis gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftragnehmer gehandelt hat. Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgte grundsätzlich dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Umsätze wurden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni, Preisrabatten oder Ähnlichem ausgewiesen.
Umsatzerlöse bei Fertigungsaufträgen (Anwendung des IAS 11 bis 31. Dezember 2017)
Kundenspezifische Fertigungsaufträge wurden bis zum 31. Dezember 2017 nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) gemäß IAS 11 erfasst, und zwar entsprechend dem Verhältnis der bereits entstandenen Kosten zu den erwarteten Gesamtauftragskosten (Cost-to-Cost-Methode). Bei dieser Methode kam es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Zur Schätzung des Fertigstellungsgrades musste der Konzern die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Annahmen zuverlässig einschätzen. Das Management überprüfte kontinuierlich diese Einschätzungen und passte sie gegebenenfalls an. Bei Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode konnten solche Anpassungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse des entsprechenden Berichtszeitraums führen. Sofern eine Schätzung des Ergebnisses eines Fertigungsauftrages nicht zuverlässig möglich war, wurden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, so dass der betreffende Fertigungsauftrag erfolgsneutral bilanziert wurde. Auftragskosten wurden in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste wurden durch Rückstellungen berücksichtigt. Der Ausweis der erfassten Fertigungsaufträge erfolgte aktivisch unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".
Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Anwendung des IFRS 15 ab 1. Januar 2018)
Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die GRAMMER im Austausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Für die Ermittlung der Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden wird das Fünf-Stufen-Modell verwendet. Im Rahmen der identifizierten Verträge mit Kunden werden mit der Serienentwicklung und der Serienbelieferung insbesondere für den Konzern zwei eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen identifiziert, welche nachfolgend separat beschrieben werden. Die wesentlichen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen im Zusammenhang mit dem errechneten Fertigstellungsgrad werden in Anhangangabe 2.1 Schätzungen und Ermessensspielräume erläutert.
Umsatzerlöse aus Serienentwicklung
Im Rahmen der Serienentwicklung werden Kundenwerkzeuge, Entwicklungsleistungen, Vorrichtungen und Prototypen zu einer Leistungsverpflichtung "Serienentwicklung" gebündelt, da die zugrunde liegenden Waren und Dienstleistungen nach Ansicht von GRAMMER nicht eigenständig abgrenzbar sind und die Güter und Dienstleistungen in hohem Maße voneinander abhängig oder miteinander verbunden sind. Umsatzerlöse aus dieser Leistungsverpflichtung werden über einen bestimmten Zeitraum erfasst, wenn der resultierende Vermögenswert keine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Unternehmen aufweist und das Unternehmen einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Der Leistungsfortschritt wird nach der inputbasierten Methode ermittelt und basiert dabei auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten. Ein erwarteter Verlust aus einer Leistungsverpflichtung wird sofort als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste aus einer projektspezifischen Serienentwicklung werden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt (Anhangangabe 2.1 Rückstellungen). Die Bilanzierung dieser Leistungsverpflichtung beruht auf den individuellen Verträgen mit unseren Kunden vorwiegend im Segment Automotive. Signifikante Finanzierungskomponenten bei diesen Verträgen wurden nicht identifiziert. Die Ansprüche bzw. Verpflichtungen an den Kunden aus Verträgen für die Serienentwicklung werden unter den Bilanzpositionen "Vermögenswerte aus Kundenverträgen" bzw. "Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen" dargestellt.
Umsatzerlöse aus Serienbelieferung
Im Rahmen der Serienbelieferung werden Herstellung und Lieferung der Serienteile zu einer Leistungsverpflichtung "Serienbelieferung" gebündelt. Die Verfügungsgewalt über die Serienlieferteile überträgt GRAMMER zu einem bestimmten Zeitpunkt und erfasst damit den Erlös zu dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde die Verfügungsgewalt über die gelieferten Serienteile erhält und den Nutzen aus der Serienbelieferung zieht. Signifikante Finanzierungskomponenten bei diesen Serienbelieferungsverträgen wurden nicht identifiziert. Bei der Bestimmung des Transaktionspreises für die Serienbelieferung berücksichtigt der Konzern die Auswirkungen von an die Kunden gezahlten Gegenleistungen. An einen Kunden gezahlte Gegenleistungen umfassen Beträge, die GRAMMER an seine Kunden zahlt und die keine Bezahlung eines vom Kunden gelieferten, eigenständig abgrenzbaren Guts oder einer eigenständig abgrenzbaren Dienstleistung darstellen. Die an den Kunden gezahlte Gegenleistung aktiviert GRAMMER in Höhe der Vorauszahlung als sonstige Vermögenswerte und erfasst diese zu dem Zeitpunkt als eine Verringerung des Transaktionspreises, zu der die Erlöse in Verbindung mit der entsprechenden Serienbelieferung erfasst werden. Zusätzliche Kosten, die im Rahmen der Vertragserfüllung der Serienbelieferungsverträge mit den Kunden entstehen, werden als Vermögenswert angesetzt, wenn GRAMMER damit rechnet, dass diese Kosten erwirtschaftet werden. Die aktivierten Kosten werden linear über den Zeitraum des erwarteten zukünftigen Nutzens abgeschrieben und in den Kosten der Umsatzerlöse erfasst.
Vermögenswerte aus Kundenverträgen
Ein Vertragsvermögenswert ist der Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für Güter oder Dienstleistungen, die auf einen Kunden übertragen wurden. Kommt GRAMMER seinen vertraglichen Verpflichtungen durch Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden nach, bevor der Kunde die Gegenleistung entrichtet oder bevor die Zahlung fällig wird, wird ein Vertragsvermögenswert für den bedingten Anspruch auf Gegenleistung erfasst.
Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen
Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung von GRAMMER, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die GRAMMER eine Gegenleistung erhalten hat bzw. noch erhalten wird. Zahlt ein Kunde eine Gegenleistung, bevor GRAMMER die Güter oder Dienstleistungen auf ihn überträgt, wird eine Vertragsverbindlichkeit erfasst, wenn die Zahlung geleistet oder fällig wird (je nachdem, welches von beiden Ereignissen früher eintritt). Vertragsverbindlichkeiten werden als Erlös erfasst, sobald GRAMMER seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der unbedingte Anspruch des Konzerns auf Gegenleistung (d. h. Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein) wird unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Die Rechnungslegungsmethoden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Abschnitt Finanzielle Vermögenswerte erläutert.# Gewährleistungsverpflichtungen
Der Konzern bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Diese sogenannte assurance-type warranties werden gemäß IAS 37 als Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Einzelheiten zu der Rechnungslegungsmethode für Gewährleistungsrückstellungen sind im Abschnitt Rückstellungen enthalten. Darüber hinausgehende Gewährleistungszusagen, die als eigenständig abgrenzbare Dienstleistung anzusehen wären, bestehen nicht.
Forschung- und Entwicklungsaufwendungen
Forschungskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Marktbezogene Entwicklungsaufwendungen werden als Immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn sie die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen und der Konzern diese nachweisen kann:
- Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht,
- die Absicht, den Immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, und die Fähigkeit, ihn zu nutzen oder zu verkaufen,
- wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird,
- die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und
- die Fähigkeit, die dem Immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können.
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert. Dabei werden die aktivierten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen fortgeführt. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Der aktivierte Betrag der Entwicklungsaufwendungen wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Zinserträge und -aufwendungen
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.
Dividenden
Dividendenerträge werden erfasst, sobald ein rechtlicher Anspruch auf Zahlung besteht.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das begünstigte Konzernunternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese passiviert und planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihren verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.
Steuern
Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze und Steuersätze ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Der Konzern bildet, basierend auf Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Berechnung der Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Steuern, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen.
Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den zeitlich befristeten Differenzen zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergeben. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
- Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.
- Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile realisiert werden. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist daher eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich einer Schätzung des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens notwendig. Ebenso ist eine verlässliche Planung der zukünftigen zu versteuernden Ergebnisse erforderlich. Die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuer wird jährlich geprüft.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Umsatzsteuerbeträge, die von der Steuerbehörde erstattet werden oder an diese abgeführt werden, werden unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten oder den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz erfasst.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen, angesetzt (IAS 16). Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie planmäßig linear ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der jeweiligen Komponente. Restwerte werden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt. Der Ansatz von Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird planmäßig linear und pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen gemäß IAS 36 werden vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Beim Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten außerplanmäßigen Wertminderungen erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Die Höhe einer solchen Zuschreibung ist jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Entstehen aus dieser Ausbuchung Gewinne oder Verluste, da der Nettoveräußerungserlös vom Buchwert abweicht, wird diese Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Restbuchwerte von Vermögenswerten, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, die die GRAMMER AG oder eine Tochtergesellschaft als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IAS 17 entweder als Operating-Lease oder als Finance-Lease klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Diese erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält.# Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. In diesem Fall liegt das wirtschaftliche Eigentum bei den jeweiligen Konzernunternehmen und das Sachanlagevermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Es erfolgt eine planmäßig lineare Abschreibung des Sachanlagevermögens entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags. Die mit dem Leasingverhältnis entstehende Verbindlichkeit wird passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert. Soweit Konzernunternehmen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear über die Dauer des Leasingverhältnisses direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unter die Leasingverhältnisse können auch sogenannte Sale & Lease back-Transaktionen fallen. Diese umfassen die Veräußerung eines Vermögenswerts und die Rückmietung des gleichen Vermögenswerts.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei Immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Außer dem Geschäfts- oder Firmenwert liegen im GRAMMER Konzern keine Immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer analog dem Vorgehen bei den Sachanlagen abgeschrieben. Ebenso werden Immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass sie wertgemindert sein könnten. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen Immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen stellen die Änderung einer Schätzung dar. In den Immateriellen Vermögenswerten sind Patente und Lizenzen enthalten. Patente können sowohl selbsterstellt als auch erworben sein und werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.
Geschäfts- oder Firmenwert
Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als aktiver Unterschiedsbetrag der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich der übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens ergeben. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen fortgeführt. Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich oder bei vorliegenden Hinweisen auf Wertminderung überprüft. Bei einem solchen Wertminderungstest wird die Wertminderung durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use). Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Dabei wird zuerst der Buchwert des der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes wertgemindert und erst danach, in deren Verhältnis zum Gesamtbuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der Buchwert der anderen Vermögenswerte der Einheit. Eine Wertaufholung für Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nicht. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt einmal jährlich auf Ebene der Segmente, welche die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen. Diese Einheiten oder Gruppen von Einheiten repräsentieren die unterste Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert durch die Unternehmensführung überwacht wird. Diese Überwachung erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern zum einen die voraussichtlichen künftigen Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und zum anderen einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Zahlungsströme zu ermitteln. Die Prognosen der Zahlungsströme basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und der von der Unternehmensleitung vorgenommenen Einschätzung künftiger Entwicklungen über die nächsten drei Jahre. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes haben.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte hinsichtlich der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese gesunkenen Preise angesetzt.
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie in Anspruch genommene Kontokorrentkredite.
Eigene Anteile
Erwirbt die GRAMMER AG oder eine Konzerngesellschaft eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 (überarbeitet 2011) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens- oder Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen und werden über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt und anschließend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Plankürzungen und außerordentlichen Planabgeltungen werden ihrer Funktion nach in den Umsatzkosten, den Verwaltungskosten oder den Vertriebskosten erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. In Bezug auf die leistungsorientierten Pläne liegt im GRAMMER Konzern nur in Bezug auf eine Entgeltumwandlungszusage ein entsprechendes Planvermögen vor. Für die leistungsorientierten Pensionspläne werden sowohl die Nettozinsaufwendungen als auch die Zinserträge, die aus dem Planvermögen resultieren, im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Post-Employment-Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) entsprechend bewertet. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten.# Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Aufgrund sich ändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen, insbesondere im Zinsbereich, können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen der Annahmen. Diese werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Weitere Details zu den Pensionsverpflichtungen sind in Angabe 20 erläutert.
Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten gegenwärtige Verpflichtungen aus einem vergangenen Ereignis bestehen, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Sofern der Konzern für einen Sachverhalt, für den eine Rückstellung gebildet wurde, teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung eines Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.
Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Vorsorge dar. Die Bemessung von Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, welche teilweise auf den Erfahrungswerten des operativen Managements beruhen. Diese können sich im Laufe der Zeit konkretisieren und verändern.
Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird.
Hat der Konzern einen belastenden Vertrag, wird die gegenwärtige vertragliche Verpflichtung als Rückstellung erfasst und bewertet. Bevor jedoch eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst der Konzern den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind. Ein belastender Vertrag ist ein Vertrag, bei dem die unvermeidbaren Kosten (d. h. die Kosten, die der Konzern nicht vermeiden kann, weil er den Vertrag hat) zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Die unvermeidbaren Kosten aus einem Vertrag spiegeln den Mindestbetrag der bei Ausstieg aus dem Vertrag anfallenden Nettokosten wider; diese stellen den niedrigeren Betrag von Erfüllungskosten und etwaigen aus der Nichterfüllung resultierenden Entschädigungszahlungen oder Strafgeldern dar.
Finanzielle Vermögenswerte (Anwendung des IAS 39 bis 31. Dezember 2017)
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte wurden in folgende Kategorien eingeteilt:
- Darlehen und Forderungen (Loans and Receivables - LaR)
- Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading - FAHfT)
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale - AfS)
Die Kategorie "Darlehen und Forderungen (LaR)" umfasste die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Finanzforderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darlehen und Forderungen stellten nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen dar. Sie notierten nicht in einem aktiven Markt und wurden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Rechnungsbetrag. Gewinne und Verluste wurden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie über Amortisierung sich verringerten.
"Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" betrafen derivative Finanzinstrumente, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllten. Sie wurden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Zeitwertänderung der Derivate wurde erfolgswirksam in den sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst. Ferner wurden finanzielle Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben waren. Im Geschäftsjahr 2017 bestanden Derivate, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllten.
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" enthielten Schuld- und Eigenkapitaltitel. Bei den Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie handelte es sich um diejenigen, die weder als "zu Handelszwecken gehalten" noch "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" einzuordnen waren. Die Schuldtitel dieser Kategorie waren diejenigen, die für einen unbestimmten Zeitraum gehalten werden sollten und als Reaktion auf Liquiditätsbedarf oder Änderungen der Marktbedingungen verkauft werden konnten. Nach der erstmaligen Bewertung wurden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Perioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern ein aktiver Markt vorlag. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste wurden erfolgsneutral als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst.
Bei den im Konzern vorliegenden finanziellen Vermögenswerten dieser Kategorie lag kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vor. Auch deren beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich ermittelt werden. Daher wurden diese finanziellen Vermögenswerte mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wurde, wurde der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert war, wurde der kumulierte Verlust erfolgswirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte entnommen. Gleiches galt, wenn bei Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter seinen Anschaffungskosten vorlag. Dabei war das Kriterium "signifikant" anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten zu beurteilen, das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizulegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Auch hier erfolgte eine erfolgswirksame Erfassung der Wertminderung. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente wurden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Aktivierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgte grundsätzlich zum Erfüllungstag. Waren die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus einem Vermögenswert ausgelaufen oder im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen, wurde der finanzielle Vermögenswert ausgebucht. Vor dem Erfüllungstag erfolgte dann eine Ausbuchung, sobald die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen feststand. Beim Vorliegen von objektiven Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung der Darlehen und Forderungen (LaR) hindeuteten, wurde ein Wertminderungsaufwand als Differenz zwischen dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten nach IAS 39 (Anwendung des IAS 39 bis 31. Dezember 2017)
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten wurden in folgende Kategorien eingeteilt:
- Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading - FLHfT)
- Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (Financial Liabilities at acquisition costs -FLAC)
Bei den "Zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT)" handelte es sich um Derivate mit negativen Marktwerten, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv waren. Verbindlichkeiten dieser Kategorie wurden beim erstmaligen Ansatz und in der Folgeperiode zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die daraus entstandenen Gewinne und Verluste wurden erfolgswirksam berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017 lagen in geringem Umfang Derivate vor, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllten.
Die "Sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (FLAC)" enthielten die finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht einer anderen Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet wurden. Sie wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprach der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste wurden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht wurden sowie im Rahmen von Amortisationen.# Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten wurden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen war. Wurde eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell abweichenden Vertragsbedingungen ausgetauscht oder wurden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wurden ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wurde im Periodenergebnis erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte (Anwendung des IFRS 9 ab 1. Januar 2018)
Die Aktivierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte für die Folgebewertung entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten, als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum einen anhand der Charakteristika der mit dem finanziellen Vermögenswert einhergehenden Cashflows (Zahlungsstrombedingungen) und zum anderen aufgrund des Geschäftsmodells des GRAMMER Konzerns für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte (Geschäftsmodellbedingungen). Finanzielle Vermögenswerte, die die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, indem sie Cashflows generieren, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, können zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Diese Beurteilung wird auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Finanzielle Vermögenswerte werden im GRAMMER Konzern in folgende Bewertungskategorien klassifiziert:
- Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Assets at Amortised Costs - FAAC)
- Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Umgliederung kumulierter Gewinne und Verluste bei Ausbuchung (Eigenkapitalinstrumente) (Financial Assets at Fair Value through Other Comprehensive Income - FVOCI)
- Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss - FVtPL)
In die Bewertungskategorie "Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (FAAC)" werden Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und Forderungen (sonstige finanzielle Vermögenswerte) klassifiziert. Diese werden im Rahmen des Geschäftsmodells des GRAMMER Konzerns gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, Vermögenswerte zu halten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen. Die Zahlungsstrombedingungen sind für diese finanziellen Vermögenswerte erfüllt. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie sich über Amortisierung verringern. Sie werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rechnungsbetrag.
Für Darlehen und Forderungen (sonstige finanzielle Vermögenswerte) werden Wertminderungen nach dem allgemeinen Ansatz vorgenommen. Hat sich deren Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht, wird eine Wertminderung in Höhe der Kreditausfälle erfasst, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird (12-Monats-Expected Credit Loss; Stufe 1). Erwartete Kreditverluste basieren auf der Differenz zwischen den vertraglichen Cashflows, die vertragsgemäß zu zahlen sind, und der Summe der Cashflows, deren Erhalt der Konzern erwartet, abgezinst mit einem Näherungswert des ursprünglichen Effektivzinssatzes. Die erwarteten Cashflows beinhalten die Cashflows aus dem Verkauf der gehaltenen Sicherheiten oder anderer Kreditbesicherungen, die wesentlicher Bestandteil der Vertragsbedingungen sind. Hat sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht, wird eine Wertminderung in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditausfälle erfasst (Gesamtlaufzeit-Expected Credit Loss; Stufe 2 und 3). Der Expected Credit Loss mindert den Buchwert des finanziellen Vermögenswerts und wird erfolgswirksam auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird das vereinfachte Wertminderungsmodell verwendet und die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste erfasst. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Auf Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen wendet der Konzern die praktische Vereinfachung für Finanzinstrumente mit geringem Kreditrisiko an. Dabei beurteilt er zu jedem Abschlussstichtag unter Heranziehung aller angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne einen unangemessenen Kosten- oder Zeitaufwand verfügbar sind, ob das Finanzinstrument ein geringes Kreditrisiko aufweist.
Die Gruppe der "Finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVtPL)" enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Sie werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste unsaldiert erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst werden. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von Factoring verkauft werden sollen, fallen ebenfalls in diese Kategorie. Im Konzern lagen im aktuellen Geschäftsjahr keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte vor.
Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern unwiderruflich die Wahl treffen, seine Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete Eigenkapitalinstrumente (FVOCI) zu klassifizieren, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Die Klassifizierung erfolgt einzeln für jedes Instrument. Hierbei bleiben die Gewinne und Verluste bei der Ausbuchung des finanziellen Vermögenswertes im sonstigen Ergebnis (OCI). Gewinne und Verluste aus Investitionen in Eigenkapitalinstrumente werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Sind die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus einem Vermögenswert ausgelaufen oder im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen, wird der finanzielle Vermögenswert ausgebucht. Vor dem Erfüllungstag erfolgt dann eine Ausbuchung, sobald die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrigen finanziellen Vermögenswerten feststeht.
Finanzielle Verbindlichkeiten (Anwendung des IFRS 9 ab 1. Januar 2018)
Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in folgende Bewertungskategorien klassifiziert:
- Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities at Amortised Costs - FLAC)
- Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss - FLtPL)
"Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FLtPL)" umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden und Derivate mit negativen Marktwerten, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke des Rückkaufs in der nahen Zukunft eingegangen wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten, die in diese Kategorie fallen, werden nicht nur bei ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sondern auch in den Folgeperioden. Daraus resultierende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Der Teil der Fair Value-Änderungen, der der Änderung des eigenen Kreditrisikos des GRAMMER Konzerns zuzuordnen ist, wird nicht erfolgswirksam, sondern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Konzern nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten dieser Kategorie zuzuordnen.
Die "Finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" enthalten die finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht einer anderen Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden. In diese Kategorie fallen in der Regel vor allem Darlehen.Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit grundverschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs-, Zins- oder andere Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Je nachdem, ob der beizulegende Zeitwert positiv oder negativ ist, werden sie als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasst.
Sicherungsbeziehungen werden zum Zwecke der Bilanzierung wie folgt klassifiziert:
― als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, die einem bestimmten Risiko zuzuordnen sind, das mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbunden ist oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann.
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Sicherungsgeschäfte, die alle Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert: Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Das kumulierte sonstige Ergebnis wird auf den niedrigeren der folgenden Beträge angepasst: Den kumulierten Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsinstrument seit Beginn der Sicherungsbeziehung oder die kumulierte Änderung des beizulegenden Zeitwerts des gesicherten Grundgeschäfts.
Der Konzern nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus einer erwarteten Transaktion resultierenden Währungsrisikos und Rohstoffterminkontrakte zur Absicherung des Volatilitätsrisikos bei Warenpreisen. Des Weiteren nutzt GRAMMER Zinsswaps zur Absicherung von Cashflows aus variabel verzinslichen Finanzschulden. Zum aktuellen Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, jedoch keine Warenterminkontrakte im Bestand. Ferner bestanden für die vorliegenden Zinsswaps und Devisenterminkontrakte vollständig wirksame Sicherungsbeziehungen. Erfüllen die Sicherungsgeschäfte nicht die Anforderungen hinsichtlich des Hedge Accountings oder handelt es sich um den unwirksamen Teil einer ansonsten wirksamen Sicherungsbeziehung, erfolgt die Erfassung der Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam.
2.2 Anwendung von Standards der IFRS
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards veröffentlicht, die erstmals für das Jahr 2018 verpflichtend anzuwenden sind. Nachfolgend werden nur die Standards und Interpretationen aufgeführt, die eine Auswirkung auf den Abschluss von GRAMMER haben. Weitere verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften sind für den Konzern nicht wesentlich und werden aus diesem Grund nicht aufgeführt.
Erstanwendung IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
Der IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 18 und IAS 11 und ihre Interpretationen (SIC-31, IFRIC 13, IFRIC 15, IFRIC 18) und ist erstmalig verpflichtend für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Mit der Einführung des IFRS 15 verfolgt der IASB das Ziel, dass ein Unternehmen - um die Übertragung der zugesagten Güter und Dienstleistungen auf den Kunden abzubilden - die Erlöse in Höhe der Gegenleistung erfassen muss, die es im Austausch für diese Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Hierfür dient ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist.
GRAMMER wendet beginnend mit dem 1. Januar 2018 die neuen Regelungen des IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" unter Verwendung der modifiziert retrospektiven Methode an. Das heißt, die kumulierten Effekte der erstmaligen Anwendung des Standards zum Zeitpunkt der Erstanwendung am 1. Januar 2018 werden als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen erfasst und eine Anpassung der Vergleichsperioden erfolgt nicht, so dass diese weiterhin nach IAS 11, IAS 18 und den zugehörigen Interpretationen ausgewiesen werden.
IFRS 15 verlangt von Unternehmen, bei der Anwendung jeder Stufe des Modells auf Verträge mit ihren Kunden Ermessensentscheidungen zu treffen und alle relevanten Fakten und Umstände zu berücksichtigen. Der Standard regelt darüber hinaus die Bilanzierung der zusätzlichen Kosten für die Anbahnung eines Vertrags und der Kosten, die direkt mit der Erfüllung eines Vertrags im Zusammenhang stehen. Schließlich enthält der Standard umfangreiche Angabevorschriften.
In der nachfolgenden Tabelle werden die genannten Erstanwendungseffekte auf die Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 auf Basis des veröffentlichten Jahresabschlusses zum 1. Januar 2018 dargestellt:
IFRS 15 - AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ
| AKTIVA | TEUR 01.01.2018 VOR ERSTANWENDUNG IFRS 15 | ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 15 | 01.01.2018 INKL. ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 238.928 | 238.928 | |
| Immaterielle Vermögenswerte a) | 83.604 | -18.264 | 65.340 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.923 | 3.923 | |
| Latente Steueransprüche c) | 39.395 | 8.598 | 47.993 |
| Sonstige Vermögenswerte a) | 6.477 | 18.019 | 24.496 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen b) | 0 | 82.117 | 82.117 |
| Langfristige Vermögenswerte | 372.327 | 90.470 | 462.797 |
| Vorräte | 158.020 | 158.020 | |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 223.334 | 223.334 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte b) | 176.922 | -169.732 | 7.190 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 6.783 | 6.783 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 146.312 | 146.312 | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte a) | 23.270 | 245 | 23.515 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen b) | 0 | 42.214 | 42.214 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 734.641 | -127.273 | 607.368 |
| Bilanzsumme | 1.106.968 | -36.803 | 1.070.165 |
| PASSIVA | TEUR 01.01.2018 VOR ERSTANWENDUNG IFRS 15 | ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 15 | 01.01.2018 INKL. ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 32.274 | 32.274 | |
| Kapitalrücklage | 129.796 | 129.796 | |
| Eigene Anteile | -7.441 | -7.441 | |
| Gewinnrücklagen b), c) | 254.960 | -33.633 | 221.327 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -72.277 | -72.277 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 337.312 | -33.633 | 303.679 |
| Minderheitenanteile | 349 | 349 | |
| Eigenkapital | 337.661 | -33.633 | 304.028 |
| Langfristige Finanzschulden | 190.331 | 190.331 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.405 | 2.405 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.552 | 3.552 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 112 | 112 | |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 140.538 | 140.538 | |
| Passive latente Steuern c) | 22.585 | -2.711 | 19.874 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige schulden | 359.523 | -2.711 | 356.812 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 48.182 | 48.182 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 258.934 | 258.934 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.287 | 5.287 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten b) | 74.642 | -671 | 73.971 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.253 | 5.253 | |
| Rückstellungen b) | 17.486 | 212 | 17.698 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 409.784 | -459 | 409.325 |
| Gesamtsumme Schulden | 769.307 | -3.170 | 766.137 |
| Bilanzsumme | 1.106.968 | -36.803 | 1.070.165 |
Nachstehend sind die für jeden einzelnen betroffenen Abschlussposten aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 resultierenden Beträge zum 31. Dezember 2018 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Die Erstanwendung von IFRS 15 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis oder die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit des Konzerns. In der Spalte "31. Dezember 2018 Anwendung IAS 11, IAS 18" werden die Beträge dargestellt, unter der Annahme, dass IFRS 15 nicht angewendet worden wäre. Die Spalte "Veränderung" zeigt den aus der Anwendung des IFRS 15 resultierenden Anpassungsbetrag.# IFRS 15 - AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERNBILANZ
AKTIVA
| scroll | TEUR | 31.12.3018 | ANWENDUNG IAS 11, IAS 18 | VERÄNDERUNG | 31.12.2018 | ANWENDUNG IFRS 15 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 348.246 | 0 | 348.246 | |||
| Immaterielle Vermögenswerte a) | 240.251 | -24.481 | 215.770 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.026 | 0 | 2.026 | |||
| Latente Steueransprüche c) | 32.534 | 7.810 | 40.344 | |||
| Sonstige Vermögenswerte a) | 3.500 | 24.429 | 27.929 | |||
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen b) | 0 | 63.388 | 63.388 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 626.557 | 71.146 | 697.703 | |||
| Vorräte | 190.992 | 0 | 190.992 | |||
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.009 | 0 | 250.009 | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte b) | 163.092 | -156.495 | 6.597 | |||
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 11.458 | 0 | 11.458 | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 | 0 | 204.373 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte a) | 28.387 | 51 | 28.438 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen b) | 0 | 51.847 | 51.847 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 848.311 | -104.597 | 743.714 | |||
| Bilanzsumme | 1.474.868 | -33.451 | 1.441.417 |
PASSIVA
| scroll | 31.12.2018 | ANWENDUNG IAS 11, IAS 18 | VERÄNDERUNG | 31.12.2018 | ANWENDUNG IFRS 15 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 32.274 | 0 | 32.274 | ||
| Kapitalrücklage | 129.796 | 0 | 129.796 | ||
| Eigene Anteile | -7.441 | 0 | -7.441 | ||
| Gewinnrücklagen b), c) | 260.642 | -31.722 | 228.920 | ||
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -68.931 | 0 | -68.931 | ||
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 346.340 | -31.722 | 314.618 | ||
| Minderheitenanteile | 222 | 0 | 222 | ||
| Eigenkapital | 346.562 | -31.722 | 314.840 | ||
| Langfristige Finanzschulden | 162.004 | 0 | 162.004 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.273 | 0 | 2.273 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 17.957 | 0 | 17.957 | ||
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 134.990 | 0 | 134.990 | ||
| Passive latente Steuern c) | 44.644 | -2.711 | 41.933 | ||
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen b) | 0 | 799 | 799 | ||
| Langfristige Schulden | 361.868 | -1.912 | 359.956 | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | 295.676 | 0 | 295.676 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 358.332 | 0 | 358.332 | ||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.181 | 0 | 6.181 | ||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten b) | 83.364 | -671 | 82.693 | ||
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.079 | 0 | 5.079 | ||
| Rückstellungen b) | 17.806 | 212 | 18.018 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen b) | 0 | 642 | 642 | ||
| Kurzfristige Schulden | 766.438 | 183 | 766.621 | ||
| Gesamtsumme Schulden | 1.128.306 | -1.729 | 1.126.577 | ||
| Bilanzsumme | 1.474.868 | -33.451 | 1.441.417 |
IFRS 15 - AUSWIRKUNGEN AUF DIE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| scroll | TEUR | 31.12.2018 | ANWENDUNG IAS 11, IAS 18 | VERÄNDERUNG | 31.12.2018 | ANWENDUNG IFRS 15 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse a), b) | 1.863.393 | -2.101 | 1.861.292 | |||
| Kosten der Umsatzerlöse a) | -1.654.285 | 4.800 | -1.649.485 | |||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 203.108 | 2.699 | 211.807 | |||
| Vertriebs Kosten | -37.769 | 0 | -37.769 | |||
| Verwaltungskosten | -146.527 | 0 | -146.527 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | 21.228 | 0 | 21.228 | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 46.040 | 2.699 | 48.739 | |||
| Finanzerträge | 1.506 | 0 | 1.506 | |||
| Finanzaufwendungen | -13.501 | 0 | -13.501 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.276 | 0 | -2.276 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 31.769 | 2.699 | 34.468 | |||
| Ertragsteuern c) | -10.468 | -788 | -11.256 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 21.301 | 1.911 | 23.212 | |||
| Davon entfallen auf: | ||||||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 21.393 | 1.911 | 23.304 | |||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -92 | 0 | -92 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 21.301 | 1.911 | 23.212 | |||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,74 | 0,16 | 1,90 |
Die Art der Anpassungen zum 1. Januar 2018 und die Gründe für die wesentlichen Änderungen aus der Umstellung von IAS 11/IAS 18 auf IFRS 15 in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sind nachstehend erläutert. Die beschriebenen Effekte betreffen im GRAMMER Konzern im Wesentlichen das Segment Automotive.
a) An den Kunden zu zahlende Gegenleistungen
An den Kunden zu zahlende Gegenleistungen werden in Anwendung des IFRS 15 nicht mehr als Immaterielle Vermögenswerte, sondern als "an einen Kunden gezahlte Gegenleistungen" nach IFRS 15.70 in den sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten dargestellt.
IFRS 15 zum 1. Januar 2018
Hierbei wurden bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 aus den Immateriellen Vermögenswerten insgesamt 18.264 TEUR in die sonstigen langfristigen Vermögenswerte mit 18.019 TEUR und in die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte mit 245 TEUR umgegliedert.
IFRS 15 zum 31. Dezember 2018
Zum 31. Dezember 2018 verminderten sich in Folge der Anwendung von IFRS 15 die Immateriellen Vermögenswerte um 24.481 TEUR und die sonstigen langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 24.429 TEUR sowie die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 51 TEUR. Im Geschäftsjahr 2018 haben die an den Kunden gezahlten Gegenleistungen zu einer Verringerung der Umsatzerlöse im Rahmen der Serienbelieferung um 4.800 TEUR geführt. Unter unveränderter Anwendung der bisher maßgeblichen IFRS hätte die Abschreibung der Immateriellen Vermögenswerte zu Kosten der Umsatzerlöse in gleicher Höhe geführt.
b) Serienentwicklung
Gemäß IFRS 15.105 wurden neue Positionen für die kurz- und langfristigen "Vermögenswerte aus Kundenverträgen" in die Bilanz aufgenommen und die Werte, die nach den bisher maßgeblichen IFRS als Forderungen aus Fertigungsaufträgen unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen wurden, wurden entsprechend in die neuen Positionen umgegliedert.
IFRS 15 zum 1. Januar 2018
Mangels direktem vertraglichen Anspruch auf Erstattung der vollen Entwicklungskosten und keiner direkten wirtschaftlichen Kompensation bei den Entwicklungsaufträgen wurden bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 die Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 44.730 TEUR unter Berücksichtigung aktiver latenter Steuern in Höhe von 8.598 TEUR und passiver latenter Steuern in Höhe von 2.711 gemindert und in den Gewinnrücklagen aufgerechnet. Für die Gewinnrücklagen ergab sich somit eine Minderung in Höhe von 33.633 TEUR nach Steuern und Bildung einer Rückstellung von 212 TEUR. Aufgrund von neuen Erkenntnissen ergab sich bei einigen Serienentwicklungsprojekten ein Anpassungseffekt, welcher die Gewinnrücklagen im Vergleich zum in der Quartalsund Halbjahresberichterstattung berichteten Betrag nochmals um 7.625 TEUR reduzierte und in dem Betrag von 33.633 TEUR bereits berücksichtigt ist. Entsprechende Anpassungen erfolgten daher auch bei den Vertragsvermögenswerten und den aktiven latenten Steuern. Von den verbleibenden Vermögenswerten aus Kundenverträgen wurden 82.117 TEUR in die langfristigen und 42.214 TEUR in die kurzfristigen Vermögenswerte aus Kundenverträgen umgegliedert. Darüber hinaus ergab sich eine Änderung in Bezug auf die Einschätzung, wann mit einer Realisierung der Vermögenswerte aus Kundenverträgen gerechnet wird. Dadurch kam es zu einer Umgliederung von den langfristigen Vermögenswerten aus Kundenverträgen in die kurzfristigen Vermögenswerte aus Kundenverträgen in Höhe von 6.079 TEUR im Vergleich zur Quartals- und Halbjahresberichterstattung. Erhaltene Anzahlungen für Kundenprojekte von 671 TEUR wurden aus den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ebenfalls in die neue Bilanzposition "kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen" umgegliedert.
IFRS 15 zum 31. Dezember 2018
Zum 31. Dezember 2018 wurden unter den kurzfristigen und unter den langfristigen Vermögenswerten aus Kundenverträgen 51.847 TEUR bzw. 63.388 TEUR ausgewiesen. Gleichzeitig wurden kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen in Höhe von 642 TEUR und langfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen von 799 TEUR erfasst. Die Rückstellung in Höhe von 212 TEUR und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 671 TEUR vom 1. Januar 2018 bestehen auch weiterhin zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 15. Bei unveränderter Bilanzierung nach IAS 11 und IAS 18 wären zum 31. Dezember 2018 die Gewinnrücklagen unter Berücksichtigung von aktiven und passiven latenten Steuern um 31.722 TEUR höher ausgewiesen worden. Bei weiterer Anwendung von IAS 11 und IAS 18 für das zum 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr hätten sich um 2.699 TEUR verminderte Umsatzerlöse ergeben.
c) Sonstige Anpassungen
Im Rahmen der vorstehend erläuterten Anpassungen wurden andere Posten der primären Abschlussbestandteile wie z. B. latente Steuern und Gewinnrücklagen entsprechend angepasst. Bei weiterer Anwendung von IAS 11 und IAS 18 im zum 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahr hätte sich das Ergebnis nach Steuern um 1.911 TEUR verringert.
Erstanwendung IFRS 9 Finanzinstrumente
Ebenfalls wendet der GRAMMER Konzern seit 1. Januar 2018 den neuen Standard IFRS 9 Finanzinstrumente an. Damit werden die Mehrzahl der Schuldtitel gemäß IFRS 9 weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei Derivaten sowie im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich ebenfalls keine wesentlichen Änderungen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 angewendet, der Effekt hieraus war ebenfalls unwesentlich und wurde direkt in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital erfasst. Auch im Bereich des Hedge Accountings ergaben sich keine wesentlichen Änderungen, da hier der IFRS 9 keine generellen Änderungen der Bilanzierung vorsieht. Die Umstellungseffekte sowie die Änderung der Bewertungskategorien nach IFRS 9 sind in folgender Tabelle dargestellt:
AKTIVA
| scroll | TEUR | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT NACH IAS 39 ZUM 31.12.2017 | ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 9 | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERT NACH IFRS 9 ZUM 01.01.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 146.312 | FAAC | 146.312 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 223.334 | -516 | FAAC | 222.818 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Darlehen und Forderungen | 10.255 | FAAC | 10.255 | ||
| Beteiligungen | AfS | 50 | FVOCI | 50 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 49 | FVtPL | 49 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 759 | n.a. |
BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT NACH IAS 39 ZUM 31.12.2017 | ERSTANWENDUNGSEFFEKTE IFRS 9 | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERT NACH IFRS 9 ZUM 01.01.2018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC 261.339 | | FLAC 261.339 |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC 238.513 | | FLAC 238.513 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC 2.593 | | FLAC 2.593 |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. 4.805 | | n.a. 4.805 |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT 6 | | FLtPL 6 |
Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. 1.434 | | n.a. 1.434 |
Unter Berücksichtigung passiver latenter Steuern von 0,1 Mio. EUR wurden die Gewinnrücklagen um 0,4 Mio. EUR gemindert.
2.3 Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards
EU-Endorsement erfolgt, Anwendung noch nicht umgesetzt
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der GRAMMER Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. Nachfolgend werden nur die Standards und Interpretationen aufgeführt, die eine Auswirkung auf den Abschluss von GRAMMER haben. Die weiteren vom IASB und IFRIC veröffentlichten und von der EU anerkannten Rechnungslegungsvorschriften sind für den Konzern nicht relevant und werden aus diesem Grund nicht aufgeführt.
IFRS 16: Leasingverhältnisse
IFRS 16 wurde im Januar 2016 veröffentlicht und ersetzt IAS 17 "Leasingverhältnisse" und alle die Leasingbilanzierung betreffenden Interpretationen. Der Standard hat für den Leasingnehmer zur Folge, dass nahezu alle Leasingverhältnisse in der Bilanz zu erfassen sind, da die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen aufgehoben wird. Gemäß dem neuen Standard werden während der Laufzeit des Miet- oder Leasingverhältnisses Vermögenswerte (Rechte zur Nutzung des geleasten oder gemieteten Vermögensgegenstandes) und finanzielle Verbindlichkeiten für die zukünftigen Leasingraten oder Mieten angesetzt. Der Leasingnehmer/Mieter muss den Zinsaufwand für die finanzielle Verbindlichkeit und den Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht gesondert erfassen. Zudem muss er bei dem Eintritt bestimmter Ereignisse, wie etwa Änderungen der Laufzeit des Miet- oder Leasingverhältnisses oder Änderung künftiger Leasingzahlungen infolge Änderung des für die Bestimmung der Leasingzahlungen verwendeten Zinssatzes, eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit vornehmen.
Der GRAMMER Konzern wird den neuen Standard ab dem verpflichtenden Übernahmezeitpunkt und damit erstmals für das Geschäftsjahr anwenden, das am 1. Januar 2019 beginnt. Der Konzern wird hierbei die vereinfachte Übergangsmethode (cumulative catch-up) anwenden. Diese bedeutet, dass Vergleichsinformationen im Jahr der erstmaligen Anwendung nicht rückwirkend angepasst werden. Die kumulierte Auswirkung der erstmaligen Anwendung des Standards wird als Berichtigung des Eröffnungsbilanzwertes in den Gewinnrücklagen erfasst. Die Nutzungsrechte werden zum Betrag der Leasingverbindlichkeiten bei der Übernahme bewertet.
Der Konzern hat bereits 2017 ein Projektteam gebildet, das alle Leasingvereinbarungen des Konzerns auf die neuen Rechnungslegungsvorschriften für Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 überprüft hat. Im Geschäftsjahr 2018 liegen zudem detaillierte Beurteilungen der Auswirkungen von IFRS 16 für den GRAMMER Konzern vor. Der Standard wird sich in erster Linie auf die Bilanzierung der Mietverhältnisse und der Leasingverhältnisse auswirken, die bisher nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden.
Zu Vereinfachungszwecken wird für jede Klasse von Leasinggegenständen das Wahlrecht ausgeübt, jede Leasingkomponente und alle verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu erfassen. Die einzigen Ausnahmen von der Pflicht zur bilanziellen Erfassung der Miet- oder Leasingverhältnisse beim Mieter/Leasingnehmer betreffen kurzfristige Leasing- oder Mietverhältnisse oder Leasing- oder Mietverhältnisse über Gegenstände von geringem Wert. Kurzfristige Miet- oder Leasingverhältnisse stellen die Verträge mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten dar. GRAMMER nimmt diese Ausnahmeregelungen in Anspruch.
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Leasingverhältnissen und Mieten in Höhe von 68,3 Mio. EUR (Anhangangabe 12). Von diesen Verpflichtungen betreffen rund 4,6 Mio. EUR geringwertige und kurzfristige Leasing- oder Mietverhältnisse, die weiterhin als Leasingaufwand im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Bei den restlichen Leasing- oder Mietverhältnissen, die zum Übergangszeitpunkt bestehen, erwartet der Konzern die Erfassung von Nutzungsrechten in Höhe von 55,6 Mio. EUR zum 1. Januar 2019 und von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 12,2 Mio. EUR sowie von sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 43,4 Mio. EUR.
Der Konzern erwartet ferner, dass sich das EBITDA im Geschäftsjahr 2019 auf Basis der zum 31. Dezember 2018 bestehenden Verträge um 19,2 Mio. EUR durch die Anwendung des neuen Standards IFRS 16 verbessert. Ebenfalls wird sich das EBIT auf Basis der zum 31. Dezember 2018 bestehenden Verträge um 1,7 Mio. EUR verbessern. Änderungen zu dieser Prognose können aus den Miet- oder Leasingverträgen resultieren, die im Geschäftsjahr neu abgeschlossen oder geändert werden. Ferner erwartet der Konzern durch die Anwendung von IFRS 16 Auswirkungen auf die Darstellung des Cashflows für 2019. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird auf Basis der zum 31. Dezember 2018 bestehenden Verträge um 14,0 Mio. EUR entlastet, da die Rückzahlung des Kapitalbetrags der Leasingverbindlichkeit den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belasten wird. Da die Tätigkeiten des Konzerns als Leasinggeber unbedeutend sind, erwartet der Konzern keinen signifikanten Einfluss auf den Abschluss.
IFRIC 23: Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung
Das IASB hat am 7. Juni 2017 die IFRIC Interpretation 23 veröffentlicht. Die Interpretation tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. GRAMMER beabsichtigt, die Interpretation zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Mit der Interpretation wird klargestellt, wie die Ansatz- und Bewertungsvorschriften in IAS 12 "Ertragsteuern" anzuwenden sind, wenn Unsicherheiten in Bezug auf ertragsteuerliche Behandlungen bestehen. Im Rahmen der Einschätzung der Unsicherheit muss ein Unternehmen beurteilen, ob es wahrscheinlich ist, dass die Behörde die unsichere steuerliche Behandlung akzeptieren wird. Ein Unternehmen muss bestimmen, ob es jede unsichere steuerliche Behandlung separat oder gemeinsam mit einem oder mehreren anderen unsicheren steuerlichen Behandlungen beurteilt. Dabei sollte der Ansatz gewählt werden, der die bessere Vorhersage im Hinblick auf die Auflösung der Unsicherheit ermöglicht. GRAMMER prüft zurzeit, ob sich Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Nach aktuellem Stand wird mit keinen signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss gerechnet.
3. Konsolidierungskreis
Informationen zu Tochterunternehmen
In den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
| NAME DER TOCHTERGESELLSCHAFT | SITZ | HAUPTGESCHÄFTSTÄTIGKEIT | KAPITALANTEIL IN % 2018 | KAPITALANTEIL IN % 2017 |
|---|---|---|---|---|
| 1. GRAMMER do Brasi Ltda | Atibaia, Brasilien | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 2. GRAMMER Seating Systems Ltd. | Bloxwich, Großbritannien | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 3. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa, Türkei | Commercial Vehicles | 99,40 | 99,40 |
| 4. GRAMMER Inc. | Hudson (Wl), USA | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 5. GRAMMER CZ s.r.o. | Tachov, Tschechien | Automotive/ Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 6. GRAMMER Japan Ltd. | Tokio, Japan | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 7. GRAMMER AD | Trudovetz, Bulgarien | Commercial Vehicles | 98,80 | 98,78 |
| 8. GRAMMER System GmbH | Amberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 9. GRAMMER Automotive Metall GmbH | Arnberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 10. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | Slovenj Gradec, Slowenien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 11. GRAMMER Automotive Española S.A. | Olerdola, Spanien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 12. GRAMMER Industries Inc. | Greenville(SC), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. | Puebla, Mexiko | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 14. GRAMMER Automotive Polska Sp. z o.o. | Bielsko-Biala, Polen | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 15. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | Xiamen, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 16. GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. | Tianjin, China | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 17. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. | Changchun, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 18. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 19. GRAMMER System d.o.o. | Aleksinac, Serbien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 20. GRAMMER Railway Interior GmbH | Amberg, Deutschland | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 21. GRAMMER Technical Components GmbH | Kümmersbruck, Deutschland | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 22. GRAMMER Electronics N.V. | Aartselaar, Belgien | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 23. GRAMMER interior (Beijing) Co.. Ltd. | Beijing, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 24. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. | Česká Lípa, Tschechien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 25. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. | Jiangyin, China | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 26. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. | Bedfordview, Südafrika | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 27. GRAMMER Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | Commercial Vehicles | 99,96 | 99,96 |
| 28. GRAMMER Italia Sri. | Jesi, Italien | Commercial Vehicles | 100,00 | 100,00 |
| 29. GRAMMER Interior Components GmbH | Hardheim, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd Weinan City, China Commercial Vehicles 90,00 90,00 | ||||
| 31. Toledo Molding & Die Inc. Toledo (OH), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 32. TMD Mexico LLC Wilmington (DE), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 33. TMD International Holdings LLC Wilmington (DE), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 34. TMD WEK LLC Wilmington (DE), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 35. TMD Tennessee LLC Fayetteville (TN), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 36. TMD Wisconsin LLC Beloit (Wl), USA Automotive 100,001 - | ||||
| 37. Toledo Molding de Mexico S. de R.L. de C.V. Queretaro, Mexiko Automotive 100,001 - | ||||
| 38. TMD CZR s.r.o. Prag, Tschechien Automotive 100,001 - | ||||
| 39. TMD WEK North LLC Jefferson (OH), USA Automotive 100,001 - |
- In den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen
- GRA-MAG Truck Interior Systems LLC London (OH), USA Commercial Vehicles 50,00 50,00
Die TMD Gruppe wurde zum 1.Oktober 2018 vollständig übernommen und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 34 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Als At-Equity-einbezogene Gesellschaft wird das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London, OH, USA (GRA-MAG LLC), ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält. Als einheitliches Abschlussdatum gilt für alle einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember 2018.
| INLAND | AUSLAND | GESAMT | |
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Vollkonsolidierte Gesellschaften (inkl. GRAMMER AG) | 6 | 34 | 40 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 6 | 35 | 41 |
| 2017 | |||
| Vollkonsolidierte Gesellschaften (inkl. GRAMMER AG) | 6 | 25 | 31 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 6 | 26 | 32 |
Innerhalb des GRAMMER Konzerns werden an allen Tochtergesellschaften Beteiligungen gehalten, die beherrschenden Einfluss sicherstellen. Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Automotive Metall GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH, GRAMMER Technical Components GmbH und die GRAMMER Interior Components GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB teilweise in Anspruch.
- Unternehmenszusammenschlüsse
Am 22. Mai 2018 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme von 100 % der Geschäftsanteile an der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) mit Sitz in Toledo, Ohio, USA, und ihrer Tochtergesellschaften unterzeichnet. Die TMD Gruppe ist einer der führenden Spezialanbieter für die Entwicklung und Herstellung innovativer thermoplastischer Komponenten im nordamerikanischen Automobilmarkt und verfügt über einen eigenen Werkzeugbau. So entwickelt und produziert TMD vorwiegend Innenraumkomponenten für sichtbare und nichtsichtbare Applikationen für die Automobilindustrie. Damit setzt der GRAMMER Konzern die Strategie der gezielten Übernahme von Unternehmen zur Erweiterung der Kapazitäten und der eigenen Produktpalette konsequent fort. Die Übernahme wurde am 1. Oktober 2018 abschließend vollzogen und die TMD Gruppe wurde zu diesem Zeitpunkt erstmals in den Konsolidierungskreis des GRAMMER Konzerns aufgenommen. Die TMD Gruppe umfasst neun Einzelgesellschaften, welche in den Ländern USA, Tschechien und Mexiko vertreten sind. TMD hat rund 1.700 Mitarbeiter an neun Produktionsstandorten in den USA und Mexiko. Die TMD Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 seit dem Erwerbszeitpunkt ab dem 1. Oktober 2018 zu den Umsatzerlösen 69.122 TEUR und zum Ergebnis nach Steuern 197 TEUR beigetragen. Das Ergebnis der TMD Gruppe im Zeitraum ab der Erstkonsolidierung wurde insbesondere durch Effekte aus der Fair-Value-Bewertung zum Erwerbszeitpunkt und der planmäßigen Abschreibung der Fair-Value Bewertungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR ab dem Erwerbszeitpunkt belastet. Von Januar bis Dezember 2018 erwirtschaftete die TMD Gruppe nach US-GAAP nach Näherungsrechnung für IFRS-Angaben Umsatzerlöse in Höhe von ca. 300 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Steuern von ca. 10 Mio. EUR. Hierbei ist zu insbesondere klarzustellen, dass es sich hierbei um Carve-Out-Proforma-Werte nach IFRS für das gesamte Geschäftsjahr 2018 der TMD Gruppe handelt, da die TMD Gruppe bis September 2018 nach US-GAAP bilanzierte und ein auslaufendes Kundengeschäft beinhaltete, welches GRAMMER nicht übernommen und aus den Proforma-Zahlen herausgenommen hat. Entsprechende planmäßige Abschreibungen aus der Fair-Value-Bewertung wurden für das gesamte Geschäftsjahr 2018 angesetzt. Die Anschaffungskosten für das erworbene Nettovermögen der TMD Gruppe betrugen 206.719 TEUR. Abzüglich der erworbenen Zahlungsmittel ergibt sich insgesamt ein tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 196.849 TEUR. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Es können sich aufgrund von Kaufpreismechanismen wie zuzurechnender liquider Mittel oder Working Capital-Veränderungen Berichtigungen im Bewertungszeitraum ergeben. Die Erstkonsolidierung der TMD Gruppe erfolgte zum 1. Oktober 2018 damit vorläufig. Als eine separate vom Unternehmenszusammenschluss getrennt zu bewertende Transaktion wird eine Vereinbarung über bedingte Zahlungen an leitende Angestellte als Vergütung für künftige Dienste in Höhe von 1.570 TEUR behandelt. Diese wurde damit nicht im Rahmen der Bestimmung der Gegenleistung eingerechnet. Der Aufwand aus dieser Zusage wird dabei ratierlich über den Zeitraum der durch diese Angestellten erbrachten Arbeitsleistung angesammelt und ist zum 31. Dezember 2018 damit nur anteilig als Verbindlichkeit berücksichtigt. Die vorläufigen Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Schulden anhand der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:
| TEUR | VORLÄUFIGER BEIZULEGENDER ZEITWERT ZUM ERWERBSZEITPUNKT |
|---|---|
| Sachanlagen | 83.184 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 81.845 |
| Latente Steueransprüche | 1.447 |
| Sonstige Vermögenswerte | 351 |
| Langfristige Vermögenswerte | 166.827 |
| Vorräte | 13.221 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 45.161 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 9.870 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 9.075 |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 26.491 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 103.818 |
| Vermögenswerte | 270.645 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -66.399 |
| Passive latente Steuern (davon aus Neubewertung: 16.429 TEUR) | -27.192 |
| Langfristige Finanzschulden | -93.591 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -26.084 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -17.128 |
| Kurzfristige Schulden | -43.212 |
| Schulden | -136.803 |
| Summe des Identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 133.842 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 72.877 |
| Übertragene Gegenleistung | 206.719 |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 9.870 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | -206.719 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | -196.849 |
Sämtliche erworbene, identifizierbare Vermögenswerte und übernommenen Schulden wurden zu ihrem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert angesetzt. Wesentliche Abweichungen zwischen Bruttowert und beizulegendem Zeitwert der Forderungen bestehen nicht. Die gesamten vertraglich festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich. Minderheitsanteile existieren nicht. Auf Basis des vorläufigen beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens ergibt sich ein steuerlich nicht amortisierbarer Goodwill in Höhe von 72.877 TEUR. Der GRAMMER Konzern sieht den Wert des Goodwill in den sich aus der Übernahme ergebenden Wachstumschancen des GRAMMER Konzerns mit eigenen Produkten wie Konsolen, aufgrund des sich ergänzenden Footprints sowie der Nutzung von freien Fertigungskapazitäten im Norden der USA und in Mexiko begründet. Weitere Synergien ergeben sich aus Einsparungen durch die Zusammenführung von Firmen und Funktionen sowie der Erweiterung der Einkaufsvolumen oder der Substitution von Fremdlieferungen zu Produkten des GRAMMER Konzerns. Der Goodwill ist vollständig der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Automotive zugeordnet. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind insgesamt Kosten in Höhe von 3,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 angefallen, wovon 1,7 Mio. EUR als Verwaltungsaufwand erfasst wurden und ein Betrag in Höhe von 1,6 Mio. EUR für die Folgejahre periodengerecht abgegrenzt wurde.
- Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen
Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil am Kapital von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London, OH, USA (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein Gemeinschaftsunternehmen in den USA, das im Segment Commercial Vehicles tätig ist und überwiegend Sitze und Sitzsysteme für Lkw entwickelt und produziert. Die Anteile des Konzerns an der GRA-MAG LLC werden unverändert zum Vorjahr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Equity-Ansatz der GRA-MAG LLC wird mit einem Wert von 0 EUR ausgewiesen, da die kumulierten Verluste den Beteiligungsbuchwert übersteigen. Da die GRAMMER AG keine Verlustausgleichsverpflichtung hat, wird der negative Equity-Wert nicht als Schuld passiviert. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit dem nach IFRS aufgestellten Abschluss zum 31. Dezember 2018 des Gemeinschaftsunternehmens.
| TEUR | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZU 100% | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 42.538 | 37.594 | |
| Umsatzkosten, einschließlich planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 105 TEUR (Vj. | |||
| ```353) -34.457 -30.113 Vertriebskosten -42 0 Verwaltungskosten -4.207 -4.262 Zinsaufwendungen -926 -1.007 Ergebnis vor Steuern 2.906 2.212 Ertragsteuern -50 -69 Ergebnis nach Steuern 2.856 2.143 Anteil des Konzerns am Ergebnis (50%) 1.428 1.072 |
BILANZDATEN ZU 100%
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 484 | 313 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 10.625 | 8.525 |
| Vermögenswerte | 11.109 | 8.838 |
| Langfristige Schulden | 25.409 | 24.849 |
| Kurzfristige Schulden | 7.054 | 7.186 |
| Schulden | 32.463 | 32.035 |
| Eigenkapital | -21.354 | -23.197 |
Anteil des Konzerns 50% 50%
Geschäfts- oder Firmenwert aus Erstkonsolidierung 2.043 2.043
Buchwert der Beteiligung 0 0
In den oben genannten Bilanzwerten sind Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in Höhe von 459 TEUR enthalten (Vj. 832) sowie kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 4.321 TEUR (Vj. 4.930).
Die nicht erfassten Verluste der GRA-MAG LLC werden im Folgenden dargestellt:
NICHT ERFASSTE GEWINNE/VERLUSTE (50%)
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Kumulierte nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 1. Januar | -12.050 | -13.122 |
| Nicht erfasste Gewinne der GRA-MAG LLC in der Berichtsperiode | 1.428 | 1.072 |
| Kumulierte nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 31. Dezember | -10.622 | -12.050 |
Das Gemeinschaftsunternehmen hatte zum 31. Dezember 2018 und 2017 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen. Der GRAMMER Konzern ist nicht an gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne des IFRS 11 beteiligt.
6. Segmentberichterstattung
Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche gegliedert und verfügt über folgende zwei operative berichtspflichtige Geschäftssegmente:
Das Segment Automotive stellt das größere Segment der beiden berichtspflichtigen Segmente innerhalb des GRAMMER Konzerns dar. Gemessen am Gesamtumsatz der beiden berichtspflichtigen Segmente (exkl. segmentübergreifende Eliminierungen) konnten im Geschäftsjahr 2018 68,6% (Vj. 70,5) des Umsatzes im Segment Automotive erzielt werden. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen-Systeme, hochwertige Interior-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative thermoplastische Lösungen und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment.
Das Segment Commercial Vehicles hat im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 31,4 % (Vj. 29,5) des Konzernumsatzes der Segmente erzielt. Das Segment Commercial Vehicles entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw sowie Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (Traktoren, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Sitze und Sitzsysteme für Bahnen und Busse. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und vertreibt Fahrer- und Beifahrersitze an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben.
Der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das operative EBIT und die operative EBIT-Rendite der Geschäftsbereiche werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, Marketing, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen konzerninterne Transaktionen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Transfers innerhalb der Segmente werden auf Segmentebene eliminiert und Transfers zwischen den Segmenten werden bei der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert. Neben den beiden berichtenden Segmenten beinhaltet der Bereich Central Services die übergeordneten Konzernfunktionen, welche in der GRAMMER AG angesiedelt sind.
Berichtssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2018
| TEUR | COMMERCIAL VEHICLES | AUTOMOTIVE | CENTRAL SERVICES | ELIMINIERUNGEN | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 561.594 | 1.299.698 | 0 | 0 | 1.861.292 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 38.185 | 12.900 | 0 | -51.085 | 0 |
| Umsatzerlöse | 599.779 | 1.312.598 | 0 | -51.085 | 1.861.292 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 55.514 | 37.706 | -44.473 | -8 | 48.739 |
| Finanzerträge | 1.506 | ||||
| Finanzaufwendungen | -13.501 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.276 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 34.468 | ||||
| Ertrag steuern | -11.256 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 23.212 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Investitionen | |||||
| Sachanlagen | 13.416 | 39.230 | 15.556 | 0 | 68.202 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.163 | 571 | 2.003 | 0 | 5.737 |
| Abschreibungen | |||||
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -11.077 | -28.298 | -1.255 | 0 | -40.630 |
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte | -2.316 | -7.510 | -1.849 | 0 | -11.675 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 4.560 | 1.388 | 783 | 0 | 6.731 |
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2017
| TEUR | COMMERCIAL VEHICLES | AUTOMOTIVE | CENTRAL SERVICES | ELIMINIERUNGEN | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 506.906 | 1.279.560 | 0 | 0 | 1.786.466 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 33.336 | 11.687 | 0 | -45.023 | 0 |
| Umsatzerlöse | 540.242 | 1.291.247 | 0 | -45.023 | 1.786.466 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 45.867 | 40.651 | -20.001 | -46 | 66.471 |
| Finanzerträge | 1.123 | ||||
| Finanzaufwendungen | -11.045 | ||||
| Sonstiges Finanzergebnis | -674 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | 55.875 | ||||
| Ertragsteuern | -23.524 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 32.351 | ||||
| Sonstige Segmentinformationen | |||||
| Investitionen | |||||
| Sachanlagen | 9.438 | 35.979 | 3.181 | 0 | 48.598 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.807 | 6.938 | 740 | 0 | 10.485 |
| Abschreibungen | |||||
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -11.071 | -24.198 | -1.443 | 0 | -36.712 |
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte | -2.451 | -8.604 | -1.729 | 0 | -12.784 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | |||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 4.573 | 1.411 | 852 | 0 | 6.836 |
Informationen über geografische Gebiete
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2018 und 2017. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.
2018
| NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN TEUR | EMEA | AMERICAS | APAC | KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsätze Automotive | 793.391 | 287.565 | 231.642 | 1.312.598 |
| Umsätze Commercial Vehicles | 441.252 | 86.053 | 72.474 | 599.779 |
| Eliminierungen | -43.286 | -7.200 | -599 | -51.085 |
| Umsatzerlöse | 1.191.357 | 366.418 | 303.517 | 1.861.292 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) | 269.984 | 264.796 | 29.236 | 564.016 |
2017
| NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN TEUR | EMEA | AMERICAS | APAC | KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsätze Automotive | 856.524 | 215.671 | 219.052 | 1.291.247 |
| Umsätze Commercial Vehicles | 406.142 | 71.568 | 62.532 | 540.242 |
| Eliminierungen | -37.744 | -6.545 | -734 | -45.023 |
| Umsatzerlöse | 1.224.922 | 280.694 | 280.850 | 1.786.466 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte) | 262.010 | 34.292 | 26.230 | 322.532 |
In der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sind alle europäischen Gesellschaften zusammengefasst bis hin zu den Gesellschaften in der Türkei und Südafrika. Die Region Americas beinhaltet alle Gesellschaften in Nord-, Mittel- und Südamerika und in der Region APAC (Asia Pacific) sind alle chinesischen Gesellschaften inklusive Japan vereint. Die Umsätze des GRAMMER Konzerns in Deutschland belaufen sich auf 963 Mio. EUR (Vj. 958), die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich in Deutschland auf 184 Mio. EUR (Vj. 173).
7. Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Der GRAMMER Konzern erwirtschaftet Erlöse aus der Übertragung von Gütern und Dienstleistungen sowohl Zeitraum- als auch zeitpunktbezogen in den folgenden Segmenten:
2018
| ZEITPUNKT DER ERLÖSERFASSUNG TEUR | COMMERCIAL VEHICLES | AUTOMOTIVE | ELIMINIERUNGEN | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach IAS 18 bis 31. Dezember 2017 | - | - | - | - |
| Umsatzerlöse nach IAS 11 bis 31. Dezember 2017 | - | - | - | - |
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragene Güter gem. IFRS 15 ab 1. Januar 2018 | 597.864 | 1.206.769 | -48.632 | 1.756.001 |
| Über einen bestimmten Zeitraum übertragene Güter und Dienstleistungen gem. IFRS 15 ab 1. Januar 2018 | 1.915 | 105.829 | -2.453 | 105.291 |
| Konzerninterne Transaktionen | - | 38.185 | -12.900 | 51.085 |
| Summe der Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 561.594 | 1.299.698 | 0 | 1.861.292 |
2017
| ZEITPUNKT DER ERLÖSERFASSUNG TEUR | COMMERCIAL VEHICLES | AUTOMOTIVE | ELIMINIERUNGEN | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach IAS 18 bis 31. Dezember 2017 | 540.242 | 1.175.626 | -45.023 | 1.670.845 |
| Umsatzerlöse nach IAS 11 bis 31. Dezember 2017 | 0 | 115.621 | 0 | 115.621 |
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt übertragene Güter gem. IFRS 15 ab 1. Januar 2018 | - | - | - | - |
| Über einen bestimmten Zeitraum übertragene Güter und Dienstleistungen gem. IFRS 15 ab 1. Januar 2018 | - | - | - | - |
| Konzern interne Transaktionen | -33.336 | -11.687 | 45.023 | 0 |
| Summe der Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 506.906 | 1.279.560 | 0 | 1.786.466 |
Zum 1.Januar 2018 bestanden keine Vertragsverbindlichkeiten aus Kundenverträgen, so dass im Geschäftsjahr 2018 keine in Zusammenhang mit Vertragsverbindlichkeiten aus Kundenverträgen erfassten Erlöse bestehen, welche zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten aus Kundenverträgen enthalten waren. Weiterhin bestehen im Geschäftsjahr 2018 keine erfassten Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt bzw. teilweise erfüllt worden sind.
8. Sonstige Erträge und Aufwendungen
8.1 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Weiterbelastung von Handlingskosten in Höhe von 4.586 TEUR (Vj. 3.026), sowie Erträge aus Verkäufen von Metallabfällen in Höhe von 2.871 TEUR (Vj. 3.237) und übrige sonstige Erträge in Höhe von 6.514 TEUR (Vj. 4.376). Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 2.277 TEUR (Vj. 2.399) und die Erträge aus weiterverrechneten Kosten sowie Miet- und Pachteinnahmen in Höhe von 486 TEUR (Vj. 102). Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen sowie als Ertragszuschüsse gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen derzeit keine Risiken, dass die Bedingungen künftig nicht eingehalten werden.
8.2 Finanzergebnis
Im Folgenden wird die Aufteilung des Finanzergebnisses dargestellt:
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 973 | 555 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 178 | 58 | |
| Erträge aus Ausleihungen | 355 | 510 | |
| Finanzerträge | 1.506 | 1.123 | |
| Darlehen und Kontokorrentkredite | -9.710 | -7.354 | |
| Sonstige Aufzinsungen | -60 | -37 | |
| Aufzinsung von Pensionsrückstellungen | -2.648 | -2.633 | |
| Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | -765 | -872 | |
| In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand | -318 | -149 | |
| Finanzaufwendungen | -13.501 | -11.045 | |
| Kursgewinne/Kursverluste Bank/Kasse | -3.088 | 2.950 | |
| Wechselkursveränderungen Intercompany-Finanzierung | 812 | -3.624 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | -2.276 | -674 | |
| Finanzergebnis | -14.271 | -10.596 |
8.3 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und Anschaffungs- und Herstellungskosten
Kosten der Umsatzerlöse
In den Kosten der Umsatzerlöse sind die Aufwendungen der den Umsatzerlösen zuzuordnenden Herstellungskosten für Fertigerzeugnisse und Aufwendungen für Handelsware in Höhe von 1.579.798 TEUR (Vj. 1.496.375) enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen enthalten. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von einzelnen Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden, sogenannte "Industrialisierungskosten", hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Commercial Vehicles anfallende Kosten für die "Design to market"-Entwicklungen sind entsprechend ebenfalls hier ausgewiesen.
Vertriebskosten
Die Vertriebskosten in Höhe von 37.769 TEUR (Vj. 35.872) sind Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuordnenden Gemeinkosten. Als Vertriebseinzelkosten sind Frachtkosten, Provisionen und Versandkosten enthalten.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 24.473 TEUR (Vj. 14.776), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 21.681 TEUR (Vj. 21.276) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Verwaltungskosten beinhalten im Geschäftsjahr 2018 zudem verschiedene Sonderbelastungen aus einmaligen Geschäftsvorfällen in Höhe von 29.886 TEUR. Hierin enthalten sind die einmaligen Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Übernahmeangebot an die Aktionäre der GRAMMER AG durch ein verbundenes Unternehmen des strategischen Partners Ningbo Jifeng in Höhe von 12.893 TEUR. Weiterhin enthalten sind die Belastungen aus der Geltendmachung der Change of Control-Klausel der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG in Höhe von 11.527 TEUR. Sonderaufwendungen im Rahmen der Schließung des Standorts Langenfeld in Höhe von 3.787 TEUR sowie einmalige Rechts- und Beratungskosten für die Übernahme der TMD Gruppe in Höhe von 1.679 TEUR sind ebenfalls inkludiert.
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Auf Immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 11.674 TEUR (Vj. 12.784), die verursachungsgerecht den Kosten der Umsatzerlöse und den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 2.291 TEUR (Vj. 2.342) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen sind. Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 40.630 TEUR (Vj. 36.712) vorgenommen. Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 nicht angefallen. Die planmäßigen Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
8.4 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden in folgender Übersicht dargestellt:
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 349.887 | 307.283 | |
| Sozialversicherungsbeiträge | 75.344 | 68.148 | |
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 425.231 | 375.431 |
9. Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Tatsächliche Ertragsteuern | |||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland | -917 | -8.752 | |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Ausland | -8.962 | -9.373 | |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -9.879 | -18.125 | |
| Latente Ertragsteuern | |||
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Inland | 236 | -469 | |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Ausland | -1.613 | -4.930 | |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -1.377 | -5.399 | |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewiesener Ertragsteueraufwand | -11.256 | -23.524 |
Die Verminderung des tatsächlichen Ertragsteueraufwands im Inland ist insbesondere auf das deutlich reduzierte steuerliche Ergebnis der GRAMMER AG zurückzuführen, welches durch die Sondereffekte im Geschäftsjahr 2018 wesentlich beeinflusst war. Im Geschäftsjahr 2017 wurden aktive latente Steuern in Höhe von 4,8 Mio. EUR, von denen ein Großteil auf eine Korrektur in der wahrscheinlichen Nutzung des steuerlichen Verlustes einer chinesischen Gesellschaft und ein anderer Teil auf die im Dezember 2017 beschlossene Steuerreform in den USA zurückzuführen war, wertberichtigt. Der latente Steueraufwand im Ausland in 2018 ergibt sich aus einer Wertberichtigung bzw. eines teilweisen Nichtansatzes von aktiven latenten Steuern in Höhe von 2,3 Mio. EUR bei Tochtergesellschaften in den USA. Ursächlich sind Verlustabzugsbegrenzungen aus steuerlichen Regelungen in den USA bei einem Kontrollwechsel. Könnte der Konzern sämtliche nicht berücksichtigten latenten Steueransprüche aus dem Geschäftsjahr 2018 und den Vorjahren aktivieren, so stiegen das Ergebnis nach Steuern und das Eigenkapital insgesamt um 7,6 Mio. EUR an.
Die Überleitungsrechnung zwischen den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und dem rechnerischen Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 34.468 | 55.875 | |
| Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutschland von 29,2 % (Vj. 29.2) | -10.065 | -16.316 | |
| Effekte aus Mindestbesteuerung und Abzug steuern | -1.548 | -2.157 | |
| Tatsächliche Ertragsteuern. Vorjahre betreffend | 529 | -90 | |
| Effekte aus Nichtansatz latenter Steuern des laufenden Jahres | -3.201 | -1.921 | |
| Veränderung latenter Steuern aus Vorjahren | -247 | -4.192 | |
| Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand/steuerliche Begünstigungen | 61 | 309 | |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -2.479 | -2.278 | |
| Sonstige Steuereffekte | -449 | 332 | |
| Effekte aus Steuersatz/-rechtsänderungen | -297 | -2.301 | |
| Steuersatzeffekte ausländischer Steuer rechtskreise | 6.440 | 5.090 | |
| Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 32,7 % (Vj. |
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | -21.142 | -11.617 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -28.670 | -10.626 |
| Sonstige Vermögenswerte | -4.587 | -431 |
| Vorräte | -1.250 | -1.064 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -27 | -180 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | -175 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | -128 | -3.757 |
| Langfristige Finanzschulden | -73 | -114 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -300 | -331 |
| Sonstige | -477 | -827 |
| Passive latente Steuern (unsaldiert) | -56.829 | -28.947 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 21.430 | 23.618 |
| Rückstellungen | 752 | 981 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 12.734 | 10.717 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 346 | 904 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 4.360 | 0 |
| Sachanlagen | 2.918 | 3.041 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.104 | 180 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.297 | 1.974 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 762 | 921 |
| Sonstige | 4.537 | 3.421 |
| Latente Steueransprüche (unsaldiert) | 55.240 | 45.757 |
| Nettobetrag der passiven latenten Steuern (-)/latenten Steueransprüche | -1.589 | 16.810 |
Die Veränderung bei den passiven latenten Steuern (unsaldiert) resultiert vor allem aus der erstmaligen Einbeziehung der TMD Gesellschaften.
Im Folgenden wird die Veränderung der Bilanzposten zu latenten Steuern dargestellt:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 16.810 | 23.942 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der GuV | -1.376 | -5.399 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der Gesamtergebnisrechnung/Pflichtwandelanleihe (2017) | -2.103 | 81 |
| Latente Steuern, durch Erstkonsolidierung erworben | -25.745 | 0 |
| Buchung latente Steuern im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 in Gewinnrücklagen | 11.460 | 0 |
| Währungskurseffekte | -635 | -1.814 |
| Stand zum 31. Dezember | -1.589 | 16.810 |
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für die Veranlagungszeiträume 2018 und 2017 betrug 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,2 % im Jahr 2018 (Vj. 29,2).
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld voraussichtlich gültig sein werden. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,2 % (Vj. 29,2) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 10 % und 34 %. Im Vorjahr betrugen diese zwischen 10 % und 35 %.
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben.
Bei den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen, auf welche eine aktive latente Steuer gebildet wurde, geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die steuerlichen Verlustvorträge in den einzelnen Ländern sind in Zeiträumen von 5 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar oder vereinzelt sogar rücktragbar.
Latente Steuern auf sogenannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- oder Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 93.572 TEUR (Vj. 70.740).
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergaben sich weder im Jahr 2018 noch 2017 ertragsteuerliche Konsequenzen.
10. Konzernergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf im Jahr 2006 erworbenen eigenen Aktien (330.050 Stück).
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 32.274.229,76 EUR und ist eingeteilt in 12.607.121 Aktien. Alle Aktien, mit Ausnahme der eigenen Aktien, gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Die sich im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt. Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von sogenannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern zum 31. Dezember 2018 keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
KONZERNERGEBNIS JE AKTIE
| UNVERWÄSSERTES/ VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses | 12.277.071 | 12.148.985 |
| Ergebnis in TEUR (ohne Minderheiten) | 23.304 | 32.488 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,90 | 2,67 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 1,90 | 2,67 |
11. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 41,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 (Vj. 57,7) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 42,3 Mio. EUR sowie der Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,7 Mio. EUR berücksichtigt.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie (Vj. 1,25) auszuschütten. Die Dividendensumme beträgt damit 9,2 Mio. EUR (Vj. 15,3) und wurde zum 31. Dezember 2018 nicht als Schuld erfasst. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung, die voraussichtlich am 12. Juli 2019 stattfinden wird, ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 15,3 Mio. EUR (Vj. 14,6) ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 19 zu finden.
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:
DIVIDENDEN AUF STAMMAKTIEN
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Schlussdividende für 2017: 1,25 EUR (2016: 1,30 EUR) | 15.346 | 14.579 |
12. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte
| STAND 31. DEZEMBER 2018 ANSCHAFFUNGSKOSTEN | TEUR | STAND 1. JANUAR 2018 | ANPASSUNG ERSTANWENDUNG IFRS 15 | STAND 1. JANUAR 2018 (ANGEPASST) |
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 108.267 | 0 | 108.267 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 227.148 | 0 | 227.148 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 226.287 | 0 | 226.287 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.687 | 0 | 8.687 | |
| Finanzierungsleasing | 8.273 | 0 | 8.273 | |
| Sachanlagen | 578.662 | 0 | 578.662 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 92.935 | -34.284 | 58.651 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 48.879 | 0 | 48.879 | |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 29.984 | 0 | 29.984 | |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 171.798 | -34.284 | 137.514 | |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 750.460 | -34.284 | 716.176 |
| STAND 31. DEZEMBER 2018 ANSCHAFFUNGSKOSTEN | TEUR | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN |
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 2.708 | 0 | -1.069 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 21.231 | -7.405 | -1.129 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19.502 | -4.368 | -1.871 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 24.761 | -34 | 0 | |
| Finanzierungsleasing | 0 | -91 | 261 | |
| Sachanlagen | 68.202 | -11.898 | -3.808 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 2.400 | -1.240 | 680 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 802 | |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 3.334 | 0 | -17 | |
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.737 | -1.240 | 1.465 | |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 73.939 | -13.138 | -2.343 |
| STAND 31. DEZEMBER 2018 ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ABSCHREIBUNGEN TEUR | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2018 | STAND 1. JANUAR 2018 | ANPASSUNG ERSTANWENDUNG IFRS 15 | STAND 1. JANUAR 2018 (ANGEPASST) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 15.968 | 281 | 126.155 | 43.924 | 0 | 43.924 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 46.075 | 4.299 | 290.219 | 125.585 | 0 | 125.585 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 477 | 1.385 | 241.412 | 167.102 | 0 | 167.102 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.165 | -5.861 | 30.718 | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzierungsleasing | 17.499 | -183 | 25.759 | 3.123 | 0 | 3.123 | |
| Sachanlagen | 83.184 | -79 | 714.263 | 339.734 | 0 | 339.734 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 81.845 | 82 | 142.418 | 58.460 | -16.020 | 42.440 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 72.877 | 0 | 122.558 | 10.636 | 0 | 10.636 | |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 0 | 33.301 | 19.098 | 0 | 19.098 | |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | -3 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 154.722 | 79 | 298.277 | 88.194 | -16.020 | 72.174 | |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 237.906 | 0 | 1.012.540 | 427.928 | -16.020 | 411.908 |
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
- Grundstücke: keine Abschreibung
- Gebäude und Einbauten: 10-40 Jahre
- Gebäudeeinrichtungen: 5-40 Jahre
- Technische Anlagen und Maschinen: 5-25 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 2-15 Jahre
- Gemietete Vermögenswerte (Finanzierungsleasing): 3-25 Jahre
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte: 3-12 Jahre
- Aktivierte Entwicklungsleistungen: 7-10 Jahre
Sowohl die Sachanlagen als auch die Immateriellen Vermögenswerte werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten die Positionen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Patente und Kundenaufträge. Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von durchschnittlich zehn Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2018 fielen insgesamt Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 63.967 TEUR (Vj. 67.701) an. Davon erfüllten 3.334 TEUR (Vj. 2.443) die Aktivierungskriterien nach IAS 38. Der überwiegende Betrag wurde aufwandswirksam erfasst.
12.2 Leasingverhältnisse
GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Finanzierungs- und Operating-Leases für Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und 25 Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- und Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und weniger Anlagen, für die solche Optionen bestehen. Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf der Grundmietzeit entweder eine einseitige von GRAMMER ausübbare Verlängerungsoption oder eine Neuverhandlung zur Fortführung des Vertrages vorsehen.
GRAMMER schloss im Jahr 2015 eine Sale & Lease back Transaktion im Rahmen des Verkaufs der Gebäude und Grundstücke in Immenstetten ab. Die Immobilie wurde mit Grund und Boden veräußert und wird im Rahmen eines gleichzeitig abgeschlossenen Mietvertrages über die nächsten Jahre zurückgemietet und ist als Operating-Lease-Verhältnis bilanziert.
Die ausstehenden Kaufpreisforderungen, welche Laufzeiten bis längstens 2020 aufweisen, betragen unverändert 4,0 Mio. EUR und wurden zum 31. Dezember 2018 mit dem abgezinsten Barwert in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vj. 3,9) bilanziert.
Die im Konzernanlagenspiegel unter Anhangangabe 12 bereits aufgeführten geleasten Vermögenswerte, die uns entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind, setzen sich wie folgt zusammen:
STAND 31. DEZEMBER 2018
| ANSCHAFFUNGSKOSTEN TEUR | STAND 1. JANUAR 2018 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 2.056 | 0 | 0 | 274 | 16.070 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.435 | 0 | 0 | -9 | 1.092 | -183 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.605 | 0 | 0 | 3 | 337 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 177 | 0 | -91 | -7 | 0 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 8.273 | 0 | -91 | 261 | 17.499 | -183 |
STAND 31. DEZEMBER 2018
| ANSCHAFFUNGSKOSTEN TEUR | STAND 31. DEZEMBER 2018 | STAND 1. JANUAR 2018 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 18.400 | 246 | 217 | 0 | 18 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.335 | 2.036 | 842 | 0 | -4 | -59 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.945 | 721 | 344 | 0 | 1 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 79 | 120 | 8 | -91 | -2 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 25.759 | 3.123 | 1.411 | -91 | 13 | -59 |
STAND 31. DEZEMBER 2018
| ABSCHREIBUNGEN TEUR | STAND 31. DEZEMBER 2018 | STAND 1. JANUAR 2018 | 31. DEZEMBER 2018 |
|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 481 | 1.810 | 17.919 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.815 | 2.399 | 2.520 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.066 | 884 | 879 |
| Kraftfahrzeuge | 35 | 57 | 44 |
| Geleaste Vermögenswerte | 4.397 | 5.150 | 21.362 |
STAND 31. DEZEMBER 2017
| ANSCHAFFUNGSKOSTEN TEUR | STAND 1.JANUAR 2017 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 2.339 | 0 | 0 | -283 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.237 | 0 | 0 | 82 | 0 | -5.884 |
| Betriebs- und Geschäftsausstauung | 1.599 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 181 | 0 | 0 | -4 | 0 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 14.356 | 0 | 0 | -199 | 0 | -5.884 |
12. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Abschreibungen auf Sachanlagen
| TEUR | STAND 1. JANUAR 2017 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 2.056 | 189 | 85 | 0 | -28 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.435 | 4.572 | 1.221 | 0 | 31 | -3.788 |
| Betriebs- und Geschäftsausstauung | 1.605 | 416 | 299 | 0 | 6 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 177 | 107 | 9 | 0 | 4 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 8.273 | 5.284 | 1.614 | 0 | 13 | -3.788 |
| ABSCHREIBUNGEN | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 246 | 2.150 | 1.810 | |||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.036 | 5.665 | 2.399 | |||
| Betriebs- und Geschäftsausstauung | 721 | 1.183 | 884 | |||
| Kraftfahrzeuge | 120 | 74 | 57 | |||
| Geleaste Vermögenswerte | 3.123 | 9.072 | 5.150 | |||
| BUCHWERT | STAND 31. DEZEMBER 2017 | |||||
| Grundstücke und Bauten | 1.810 | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.399 | |||||
| Betriebs- und Geschäftsausstauung | 884 | |||||
| Kraftfahrzeuge | 57 | |||||
| Geleaste Vermögenswerte | 5.150 |
Aus den Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
| TEUR | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE |
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Leasingzahlungen | 4.025 | 7.383 | 16.118 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -895 | -2.634 | -2.910 |
| Barwerte (It. Bilanz) | 3.130 | 4.749 | 13.208 |
| 2017 | |||
| Leasing Zahlungen | 1.366 | 2.296 | 1.886 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -113 | -239 | -391 |
| Barwerte (It. Bilanz) | 1.253 | 2.057 | 1.495 |
Aus den Operating-Lease-Verhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
| TEUR | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE |
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Leasingzahlungen | 21.893 | 33.346 | 13.013 |
| 2017 | |||
| Leasingzahlungen | 17.921 | 31.667 | 13.577 |
12.3 Geschäfts- oder Firmenwerte
Die operativen Produktbereiche Commercial Vehicles und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Die Produktbereiche Commercial Vehicles und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs¹) des GRAMMER Konzerns dar. Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet. Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2018 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-)Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
¹ Cash Generating Units.
| TEUR | CGU I COMMERCIAL VEHICLES 2018 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE | CGU II AUTOMOTIVE 2018 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE | GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE 2018 | CGU I COMMERCIAL VEHICLES 2017 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE | CGU II AUTOMOTIVE 2017 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE | GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4.423 | 107.499 | 111.922 | 4.423 | 33.820 | 38.243 |
| TEUR | CGU I 2018 WACHSTUMSRATE¹ | CGU II 2018 WACHSTUMSRATE¹ | CGU I 2018 ABZINSUNGSFAKTOR | CGU II 2018 ABZINSUNGSFAKTOR | CGU I 2017 ABZINSUNGSFAKTOR | CGU II 2017 ABZINSUNGSFAKTOR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1% | 1% | 6,3% | 6,3% | 6,8% | 6,8% |
¹ ewige Rente.
Die Erhöhung der Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert aus der Übernahme der Anteile an der Toledo Molding & Die, Inc. (TMD) mit Sitz in Toledo, Ohio, USA. Die TMD Gruppe wurde, wie in Anhangangabe 4 beschrieben, zum 1. Oktober 2018 in den Konsolidierungskreis einbezogen und vollständig der CGU Automotive zugeordnet. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, aktuellste und beste vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen. Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 1,0 % nach Steuern (Vj. 1,25) sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 7,0 % nach Steuern (Vj. 7,0). Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta-Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der GRAMMER AG sowie unter Berücksichtigung der Fremdkapitalkostensätze der Peer Group abgeleitet und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind. Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % (Vj. 1) extrapoliert. Die durchgeführten Wertminderungstests bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- oder Firmenwerte. Änderungen der Terminal-Value-Wachstumsrate auf 0 oder der Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum auf 0 ergaben ebensowenig Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf wie die Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes um 400 Basispunkte.
13. Vorräte
Die Vorräte untergliedern sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 141.238 | 112.074 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 16.467 | 14.859 |
| Fertige Erzeugnisse und Leistungen | 31.053 | 25.081 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.234 | 6.006 |
| Vorräte | 190.992 | 158.020 |
Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert belaufen sich auf 5,6 Mio. EUR (Vj. 4,8). Die Erhöhung der Vorräte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 ergab sich zum einen aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der TMD Gruppe mit 13,2 Mio. EUR zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Oktober 2018 und zum anderen aus anlaufenden Neuprodukten.
14. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen.
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 252.942 | 227.177 |
| Wertberichtigungen (Vj. Einzelwertberichtigungen) | -1.128 | -1.253 |
| Vorsorge für Veritätsrisiken (Vj. Portfoliowertberichtigungen) | -1.805 | -2.590 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.009 | 223.334 |
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert unter anderem aus der TMD Akquisition zum 1. Oktober 2018. Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von 42.301 TEUR (Vj. 33.949) gemindert. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung. Hinsichtlich eines Vertrages mit einem Kreditinstitut bilanziert der Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements, d. h. in Höhe der maximalen Ausfallreserve und passiviert damit eine korrespondierende Verbindlichkeit. Zum 31. Dezember 2018 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.128 TEUR (Vj. Einzelwertberichtigungen 1.253). Zudem besteht eine Vorsorge für Veritätsrisiken, der ein individueller Bewertungsabschlag zugrunde liegt.
Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | WERTBERICHTIGUNGEN (VJ. EINZELWERTBERICHTIGUNGEN) | VORSORGE FÜR VERITÄTSRISIKEN (VJ. WERTBERICHTIGUNGEN AUF PORTFOLIOBASIS) | GESAMT |
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2018 | 1.253 | 2.590 | 3.843 |
| Anpassung Erstanwendung IFRS 9 | 516 | 0 | 516 |
| Stand 1. Januar 2018 (angepasst) | 1.769 | 2.590 | 4.359 |
| Zugänge | 281 | 140 | 421 |
| Inanspruchnahme | -513 | 0 | -513 |
| Auflösungen | -342 | -925 | -1.267 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -67 | 0 | -67 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 1.128 | 1.805 | 2.933 |
| Stand 1. Januar 2017 | 1.407 | 2.005 | 3.412 |
| Zugänge | 581 | 585 | 1.166 |
| Inanspruchnahme | -93 | 0 | -93 |
| Auflösungen | -546 | 0 | -546 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -96 | 0 | -96 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 1.253 | 2.590 | 3.843 |
Die nachstehende Übersicht zeigt die mithilfe einer Wertberichtigungsmatrix ermittelte Ausfallrisikoposition bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Vermögenswerten aus Kundenverträgen:
| TEUR | GESAMT | NICHT ÜBERFÄLLIG | ÜBERFÄLLIG BIS 30 TAGE | ÜBERFÄLLIG 31-60 TAGE | ÜBERFÄLLIG 61-90 TAGE | ÜBERFÄLLIG 91-180 TAGE |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 252.942 | 226.916 | 17.127 | 4.495 | 1.014 | 928 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 115.235 | 115.235 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung | 1.128 | 199 | 47 | 24 | 90 | 48 |
| TEUR | ÜBERFÄLLIG ÜBER 180 TAGE |
|---|---|
| 2018 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - brutto | 2.462 |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen - brutto | 0 |
| Wertberichtigung | 720 |
Folgende Tabelle zeigt lang- und kurzfristige finanzielle Forderungen, die am Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig sind, sowie die überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind:
| TEUR | WEDER FÄLLIG NOCH WERTGEMINDERT | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG BIS 30 TAGE | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG 31-60 TAGE | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG 61-90 TAGE | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG 91-180 TAGE |
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 223.334 | 202.100 | 17.356 | 1.210 | 851 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 169.732 | 169.732 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 10.255 | 10.255 | 0 | 0 | 0 |
| TEUR | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG ÜBER 180 TAGE |
|---|---|
| 2017 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 685 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 0 |
15.# Vertragssalden
Die Vermögenswerte aus Kundenverträgen nach IFRS 15 setzen sich wie folgt zusammen:
| VERMÖGENSWERTE AUS KUNDENVERTRÄGEN | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 63.388 | 0 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 51.847 | 0 | |
| Vermögenswerte aus Kundenverträgen | 115.235 | 0 |
Im Geschäftsjahr 2017 gab es unter Anwendung des IAS 11 keine Bilanzpositionen zu Vermögenswerten aus Kundenverträgen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses mit TMD kam es zum Erstkonsolidierungszeitpunkt zu einer wesentlichen Erhöhung der Vermögenswerte aus Kundenverträgen um 26.491 TEUR (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Anhangangabe 4 Unternehmenszusammenschlüsse). Zum 31. Dezember 2018 waren die Leistungsverpflichtungen im Rahmen der Serienentwicklung planmäßig in einer Höhe von 60.308 TEUR noch nicht oder teilweise noch nicht erfüllt. Es wird erwartet, dass der überwiegende Teil hiervon innerhalb eines Jahres als Umsatzerlöse erfasst werden wird.
Kosten für die Erfüllung eines Vertrags
Neben den vorstehend ausgewiesenen Vertragssalden hat GRAMMER einen Vermögenswert in Verbindung mit den Kosten zur Erfüllung der Serienbelieferung erfasst. Zum 31. Dezember 2018 wurde dieser mit einem Wert von 2.969 TEUR erfasst. Es wurden in der Berichtsperiode weder Abschreibungen noch sonstige Wertminderungen auf die Kosten der Vertragserfüllung vorgenommen.
Die Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen setzen sich wie folgt zusammen:
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 799 | 0 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 642 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen | 1.441 | 0 |
Die Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen stellen Kundenvorauszahlungen für Serienentwicklungen dar.
16. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 51 | 50 | |
| Sonstige Forderungen | 1.975 | 3.873 | |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.026 | 3.923 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 169.732 | |
| Sonstige Forderungen | 6.329 | 6.382 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 268 | 808 | |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.597 | 176.922 |
In den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind wie im Vorjahr die ratierlich fälligen Kaufpreiszahlungen in Höhe von 1.975 TEUR (Vj. 3.873) für den Verkauf der Grundstücke und Gebäude in Immenstetten aus dem Jahr 2015 enthalten. Davon wurden im Geschäftsjahr 2018 2,0 Mio. EUR in die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Vorjahr die Forderungen aus Fertigungsaufträgen, welche den mittels der Percentage-of-Completion-Methode ermittelten aktivischen Saldo gegenüber Kunden aus Fertigungsaufträgen, der bis zum Stichtag den Kunden noch nicht in Rechnung gestellt wurde, dargestellt. Diese Position wird mit Erstanwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 unter den separat ausgewiesenen Vermögenswerten aus Kundenverträgen dargestellt. Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen beteiligte Unternehmen sowie debitorische Kreditoren und Forderungen gegenüber Mitarbeitern und haben Laufzeiten von ca. 30 Tagen. Die finanziellen Vermögenswerte sind weder fällig noch wertgemindert.
17. Sonstige Vermögenswerte
Die sonstigen Vermögenswerte untergliedern sich wie folgt:
| Sonstige Vermögenswerte | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 26.533 | 1.277 | |
| Abgrenzungsposten | 1.396 | 5.200 | |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 27.929 | 6.477 | |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 22.285 | 17.794 | |
| Abgrenzungsposten | 6.153 | 5.476 | |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 28.438 | 23.270 |
Im langfristigen Abgrenzungsposten, der unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen wird, ist wie in den Vorjahren die Abgrenzung des Unterschiedsbetrages zwischen dem Veräußerungspreis und dem beizulegenden Zeitwert zum Veräußerungszeitpunkt aus der Sale & Lease back Transaktion (Jahr 2015) im Zusammenhang mit den Grundstücken und Gebäuden in Immenstetten enthalten. In den langfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Kautionsvereinbarungen enthalten, die entsprechend der Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrages als langfristig eingestuft werden. Weiterhin bestehen Vermögenswerte für an den Kunden gezahlte Gegenleistungen. Diese werden in der Bilanz unter den "Sonstigen Vermögenswerten" dargestellt. Der Vermögenswert wird linear über die Serienlaufzeit als Verringerung der Umsatzerlöse erfasst. Bei Bedarf erfolgt eine Wertminderung. In den sonstigen Vermögenswerten sind an den Kunden gezahlte Gegenleistungen in Höhe von 24.480 TEUR erfasst. Der überwiegende Anteil dieser Vermögenswerte ist den langfristigen sonstigen Vermögenswerten zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 4.800 TEUR dieser Vermögenswerte als eine Verringerung der Umsatzerlöse erfasst. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Umsatzsteuern und sonstige Steuern 17.707 TEUR (Vj. 12.511) sowie temporäre Kautionsvereinbarungen in Höhe von 98 TEUR (Vj. 137) enthalten. Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.
18. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen beläuft sich zum Stichtag auf:
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 | 146.312 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen und werden zum Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
| Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung | TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 | 146.312 | |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | -11.069 | -8.280 | |
| Finanzmittelfonds | 193.304 | 138.032 |
19. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern beträgt am 31. Dezember 2018 32.274 TEUR (Vj. 32.274) und ist eingeteilt in 12.607.121 (Vj. 12.607.121) nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2018 129.796 TEUR (Vj. 129.796). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001, 2011 und 2017 abzüglich angefallener Kosten.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2018 und 2017 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung. Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Diese reduzierten sich von 254.960 TEUR auf 228.920 TEUR. Die Reduzierung resultiert hauptsächlich aus der bereits beschriebenen Erstanwendung des IFRS 15 (Anhangangabe 2.2) in Höhe von 33.633 TEUR und des IFRS 9 in Höhe von 365 TEUR. Auch das positive Ergebnis nach Steuern in Höhe von 23.212 TEUR (Vj. 32.351) spiegelt sich aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von 15.346 TEUR (Vj. 14.579) nicht in voller Höhe in den Gewinnrücklagen wider.
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die darauf entfallenden latenten Steuern. Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis die Veränderungen hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19 sowie die kumulierten Fremdwährungseffekte auf die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21 klassifizierten Ausleihungen enthalten.
Eigene Anteile
Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2018 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett im Jahr 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,618 % des Grundkapitals.
Erwerb eigener Anteile
Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Seitens der Gesellschaft können aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung bis zu 10 % des Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen. Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Absatz 2, 20a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003.Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen. Zum 31. Dezember 2018 sind 12.607.121 Stückaktien (Vj. 12.607.121) im Umlauf.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, der GRAMMER AD, Bulgarien, der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co. Ltd., China und der GRAMMER Argentina S.A., Argentinien.
Ermächtigungen
Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen:
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Am 25. April 2017 wurden auf Grundlage des Bedingten Kapitals (2014/I) 1.062.447 Bezugsaktien ausgegeben; das Grundkapital wurde damit um 2.719.864,32 EUR erhöht. Das Bedingte Kapital 2014/I beträgt nach Ausgabe der Bezugsaktien noch 12.057.318,40 EUR. Der Vorstand kann die verbleibende Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.
20. Pensionen und andere Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Im GRAMMER Konzern gibt es leistungsorientierte Pensionspläne, sogenannte Defined Benefit Plans, welche überwiegend in Deutschland bestehen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften beinhalten die Rückstellungen sonstige Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Nach dieser Methode wird der für den Anwartschaftszuwachs erforderliche Aufwand demjenigen Zeitraum zugerechnet, der diesem Leistungszuwachs, der unter Beachtung der Regelungen für die Unverfallbarkeit auf das entsprechende Wirtschaftsjahr fällt, zuzurechnen ist. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Diese Annahmen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde, die der GRAMMER Konzern durch einen Versicherungsmathematiker hat vornehmen lassen.
Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:
| BEWERTUNGSPARAMETER DBO IN % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,90 | 1,80 |
| Gehaltstrend | 2,30 | 2,30 |
| Einkommensdynamik Einzelzusagen | 2,30 | 2,30 |
| Inflationsrate/Rententrend | 1,50 | 1,70 |
| BEWERTUNGSPARAMETER SONSTIGE LEISTUNGEN IN % | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,90 - 10,00 | 1,80-9,00 |
| Gehaltstrend | 2,30 - 4,50 | 2,30-4,50 |
| Inflationsrate | 1,50 -13,00 | 1,70-5,00 |
Die Bewertungsparameter beinhalten auch Verpflichtungen aus Drittländern, die aufgrund der im Vergleich zu Deutschland abweichenden Länderstruktur ein tendenziell höheres Zinsniveau aufweisen. Beispielsweise liegt in Mexiko der Zinssatz bei 10,0 % (Vj. 7,25) sowie der Gehaltstrend bei 4,5 % (Vj. 4,5) oder die Inflationsrate in der Türkei bei circa 13,0 % (Vj. 5,0).
Für das Geschäftsjahr 2018 wird analog zum Vorjahr der Rechnungszins von AON Hewitt zur Berechnung herangezogen. Der Rechnungszins wird unter Berücksichtigung der spezifischen Struktur des Zahlungsstroms der erdienten Verpflichtungen hergeleitet. Die Berechnung basiert auf den Pensionsverpflichtungen der GRAMMER Gesellschaften, die der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2018 zugrunde liegen. Die Ermittlung des Rechnungszinses basiert auf einer Zinsstrukturkurve der Renditen hochrangiger, auf EUR lautender Unternehmensanleihen, auf den Indexwerten (Kuponrenditen) der iBoxx € Corporates AA für verschiedene Laufzeitklassen sowie der Zinsstrukturkurve für (fiktive) Nullkupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko (Quelle: Deutsche Bundesbank). Die Berechnungen werden auf Grundlage der zum 31. Dezember 2018 vorliegenden Tageswerte durchgeführt.
Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die 2018 neu veröffentlichten Heubeck-Richttafeln 2018G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Die Änderungen hieraus sind unter den demographischen Annahmen ersichtlich. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und der beständig niedrigen Inflationsrate wurde die Inflationsrate/der Rententrend auf 1,5 % gesenkt. Die Änderung hierzu ist in den finanziellen Annahmen dargestellt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 2.777 TEUR (Vj. 2.592) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer wurden insgesamt 579 TEUR (Vj. 150) ausgezahlt.
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 2.544 | 104 |
| Dienstzeit-/ und Nettozinsaufwand | 5.765 | 967 |
| 2017 | ||
| Dienstzeitaufwand | 3.552 | 651 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.808 | 651 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 744 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 2.517 | 116 |
| Dienstzeit-/ und Nettozinsaufwand | 6.069 | 767 |
Unter der Position Dienstzeitaufwand werden der laufende Dienstzeitaufwand sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ist der zum Zeitpunkt seines Entstehens sofort zu erfassende Gewinn bzw. Verlust aus Plananpassungen bzw. Plankürzungen. Da für die leistungsorientierten Pensionspläne kein Planvermögen zur Deckung zukünftiger Pensionsverpflichtungen besteht, entspricht für die leistungsorientierten Pensionspläne der Nettozinsaufwand dem Zinsaufwand. Der Dienstzeitaufwand ist grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Folgende Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:
| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 1. Jan. 2018 | 62.652 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | -7.170 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dez. 2018 | 55.482 | 0 |
| 2017 | ||
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 1. Jan. 2017 | 63.895 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | -1.243 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dez. 2017 | 62.652 | 0 |
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2018 | 140.683 | 3.510 |
| + Umgliederung | 0 | 0 |
| + Dienstzeitaufwand | 3.221 | 863 |
| + Zinsaufwendungen | 2.544 | 104 |
| Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/Verluste (+) | -7.320 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 117 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | -6.050 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | -1.387 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -2.777 | -579 |
| - Abgänge von Verpflichtungen | 0 | 0 |
| Wechselkursänderungen | 32 | -824 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 136.383 | 3.074 |
| Stand 1. Januar 2017 | 138.488 | 3.504 |
| + Umgliederung | 0 | 0 |
| + Dienstzeitaufwand | 3.552 | 651 |
| + Zinsaufwendungen | 2.517 | 116 |
| Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/Verluste (+) | -1.241 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | 87 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | -1.328 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -2.592 | -150 |
| - Abgänge von Verpflichtungen | 0 | -7 |
| Wechselkursänderungen | -41 | -604 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 140.683 | 3.510 |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für die Vorstände der GRAMMER AG geändert. Zeitgleich wurde auch die betriebliche Altersversorgung für die Vorstände neu geregelt. Die Versorgungszusagen der Vorstände aus den zuvor gültigen Pensionsverträgen werden vollumfänglich durch die neuen Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung ersetzt. Die Versorgung ist als Kapitalkontenplan ausgestaltet, die Gesellschaft stellt einen für jedes Mitglied des Vorstands errechneten jährlichen Versorgungsaufwand ein. Die bis zum 1. Januar 2017 von den Vorständen erworbenen Anwartschaften auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung wurden versicherungsmathematisch wertgleich in eine Kapitalleistung umgewandelt und als sogenannter Startbaustein auf das Versorgungskonto übertragen. Es werden - bei Erfüllung der jeweiligen Leistungsvoraussetzungen - Versorgungsleistungen für das Mitglied des Vorstands als Alterskapital bzw. Invalidenkapital sowie an den Ehegatten in Form von Hinterbliebenenkapital gewährt. In eheähnlicher Lebensgemeinschaft lebende, benannte Partner sind Ehegatten gleichgestellt. Bei der 2017 neu eingeführten betrieblichen Altersversorgung handelt es sich auch weiterhin um einen leistungsorientierten Pensionsplan (Defined Benefit Plan). Im Geschäftsjahr 2018 wurde das 2017 für die Vorstände neu installierte Altersversorgungsmodell auf alle GRAMMER Mitarbeiter der deutschen Standorte mit unterschiedlichen Ausgestaltungsvarianten ausgeweitet.# 20. Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen
Im Geschäftsjahr 2018 wurde das bestehende Contractual Trust Agreement ebenfalls um die neu hinzugekommenen Mitarbeiter erweitert. Zum 31. Dezember 2018 belief sich damit die auf ein Treuhandkonto einbezahlte Kapitalleistung auf 4.467 TEUR, in welcher ebenfalls die Vorstände mit einem Betrag von 4.100 TEUR enthalten sind. Diese Kapitalleistung stellt ein Planvermögen dar und wird in der Bilanz mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Das Vermögen des Contractual Trust Agreement ist in einen Wertsicherungsfonds, bestehend aus globalen Aktien und Rentenpapieren sowie liquiden Mitteln, investiert. Der Fonds ist den allgemeinen Risiken der Aktien- und Rentenmärkte ausgesetzt. Die Entwicklung des Fair Values des Planvermögens ist in folgender Tabelle dargestellt:
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Fair Value des Planvermögens am 01.01. | 3.655 | 309 | |
| Zinsaufwendungen auf das Planvermögen | 66 | 7 | |
| Anpassungen | -151 | 3 | |
| Beiträge zum Planvermögen | 897 | 3.336 | |
| Fair Value des Planvermögens am 31.12. | 4.467 | 3.655 |
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
ABZINSUNGSFAKTOR
| TEUR | 2018 REDUKTION UM 1% | 2018 ERHÖHUNG UM 1% | 2017 REDUKTION UM 1% | 2017 ERHÖHUNG UM 1% | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | 26.414 | -20.358 | 28.716 | -21.973 | |
| Auswirkung auf laufenden Dienstzeitaufwand | 471 | -354 | 536 | -400 | |
| Auswirkung auf Nettozinsaufwand | -1.048 | 696 | -1.111 | 725 |
KÜNFTIGE GEHALTSSTEIGERUNG
| TEUR | 2018 REDUKTION UM 0,5% | 2018 ERHÖHUNG UM 0.5% | 2017 REDUKTION UM 0.5% | 2017 ERHÖHUNG UM 0.5% | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | -3.006 | 3.407 | -3.385 | 3.855 |
INFLATIONSRATE
| TEUR | 2018 REDUKTION UM 0,5% | 2018 ERHÖHUNG UM 0,5% | 2017 REDUKTION UM 0,5% | 2017 ERHÖHUNG UM 0,5% | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | -8.067 | 8.901 | -8.568 | 9.467 |
STERBLICHKEITSRATE
| TEUR | 2018 REDUKTION UM 10% | 2018 ERHÖHUNG UM 10% | 2017 REDUKTION UM 10% | 2017 ERHÖHUNG UM 10% | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | 4.352 | -3.882 | 4.617 | -4.120 |
Da der überwiegende Teil der leistungsorientierten Verpflichtung aus den deutschen Gesellschaften resultiert, wurde die Sensitivitätsanalyse auch nur für diese durchgeführt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wurde in den oben dargestellten Sensitivitätsanalysen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verbindlichkeit berechnet wurde. Die oben dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Die folgende Darstellung zeigt die künftig erwarteten Mittelabflüsse für die bestehenden Pensionspläne:
ERWARTETE ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE
| TEUR | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig (<1 Jahr) | 2.898 | 2.713 | |
| Mittelfristig (1 bis 5 Jahre) | 13.858 | 13.142 | |
| Langfristig (>5 Jahre) | 115.099 | 121.474 |
21. Finanzschulden
| KURZFRISTIG | LANGFRISTIG | GESAMT | |
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | 11.069 | 0 | 11.069 |
| Darlehen | 236.919 | 25.152 | 262.071 |
| Schuldscheindarlehen | 47.688 | 136.852 | 184.540 |
| Finanzschulden | 295.676 | 162.004 | 457.680 |
| 2017 | |||
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | 8.280 | 0 | 8.280 |
| Darlehen | 27.653 | 582 | 28.235 |
| Schuldscheindarlehen | 12.249 | 189.749 | 201.998 |
| Finanzschulden | 48.182 | 190.331 | 238.513 |
Mit der bestehenden Kreditlinie aus dem Konsortialkreditvertrag über 100,00 Mio. EUR (Vj. 180,0) aus dem Geschäftsjahr 2013 ist die Konzernfinanzierung von GRAMMER langfristig gesichert. Der Konsortialkredit teilt sich in eine Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung in Höhe von 100,0 Mio. EUR (Tranche A) und eine Kreditlinie für Unternehmensakquisitionen über 80,0 Mio. EUR (Tranche B) auf, die im Rahmen der Akquisition der TMD Gruppe und der Finanzierung des Kaufes aufgegeben wurde. Der Konsortialkredit wurde zwischen den wesentlichen deutschen GRAMMER Gesellschaften und sechs Geschäftsbanken abgeschlossen. Die Kreditlinie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung kann wahlweise als Kontokorrentkredit oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden von bis zu sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen. Der Konsortialkredit hat eine ursprüngliche Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014, die zweite Verlängerungsoption wurde im September 2015 gezogen. Die Laufzeit endet somit am 31. Oktober 2020. Für die Kreditlinie haften die beteiligten GRAMMER Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Eine darüber hinausgehende Besicherung liegt nicht vor. Die Finanzierung der Akquisition der Toledo Molding & Die, Inc. erfolgte über eine begrenzte Anzahl von Kreditinstituten aus dem Kreis des bestehenden Konsortialkredites. Die Laufzeit dieser Akquisitionsfinanzierung in Höhe von 260,0 Mio. USD beträgt 12 Monate plus einer sechsmonatigen Verlängerungsoption seitens GRAMMER. Ausgezahlte Beträge, die getilgt wurden, können nicht wieder in Anspruch genommen werden. 2018 wurde ein langfristiges, grundpfandrechtlich gesichertes (Förder-) Finanzierungsvolumen in Höhe von 41 Mio. EUR für den Neubau des GRAMMER Technologiezentrums und der Konzernzentrale mit Festzinsvereinbarungen abgeschlossen.
Kontokorrentkredite
Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich um aufgenommene Gelder unter Ausnutzung von Kreditlinien sowie um sehr kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus bestehenden Factoringverträgen.
Darlehen
In dieser Position sind bilaterale Darlehen der Tochterunternehmen mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten enthalten. Die Ausgestaltung der Darlehen ermöglicht je nach Fazilität eine revolvierende Inanspruchnahme.
Schuldscheindarlehen
Diese Position beinhaltet neben den abgegrenzten Zinsen und dem Disagio Schuldscheindarlehen in Höhe von 181,0 Mio. EUR (Vj. 201,5). Der Betrag des Schuldscheindarlehens reduzierte sich im Jahr 2018 aufgrund von planmäßigen Fälligkeiten und einigen wenigen Kündigungen von Schuldscheingläubigern - ohne Übertragungsmöglichkeit im Rahmen des Change of Controls an andere Schuldscheininvestoren - um 20,5 Mio. EUR. Die Schuldscheindarlehen sind mit fixen und variablen Zinssätzen ausgestattet, die eine unterschiedliche Laufzeitstaffelung bis zum Jahr 2025 besitzen. Im kurzfristigen Bereich sind die abgegrenzten Zinsen für die bestehenden Schuldscheindarlehen enthalten.
ÜBERLEITUNG VERÄNDERUNG AUS FINANZSCHULDEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2018
| 31.12.2017 | ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG | UMGLIEDERUNG | WECHSELKURSBEDINGTE VERÄNDERUNG | SONSTIGE ZAHLUNGSUNWIRKSAME VERÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden | 39.902 | 204.346 | 35.000 | 2.899 | 2.461 | 0 | 284.608 |
| Kurzfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 1.253 | -1.676 | 2.098 | 350 | 0 | 1.105 | 3.130 |
| Langfristige Finanzschulden | 190.331 | 6.570 | -35.000 | 0 | 103 | 0 | 162.004 |
| Langfristige Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | 3.552 | 0 | -2.098 | 110 | 0 | 16.394 | 17.958 |
| Gesamt | 235.038 | 209.240 | 0 | 3.359 | 2.564 | 17.499 | 467.700 |
Die in der Tabelle dargestellten kurzfristigen Finanzschulden enthalten nicht die Kontokorrentkredite inklusive der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen gegenüber Kreditinstituten in Anlehnung an die Darstellung der Veränderung der Finanzschulden in der Konzern-Kapitalflussrechnung. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Veränderungen beinhalten Veränderungen aus Disagio und Zinsen.
22. Rückstellungen
| STAND 1. JANUAR 2018 | ZUFÜHRUNG | INANSPRUCHNAHME | NICHT VERWENDETE, AUFGELÖSTE BETRÄGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | STAND 31. | |
|---|---|---|---|---|---|---|
scroll
| TEUR | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 13.171 | 17.372 | 14.203 | 16.100 | 14.203 | 10.498 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 4.523 | 5.727 | 5.127 | 5.312 | 5.727 | 5.127 |
| Übrige Rückstellungen | 569 | 449 | 426 | 521 | 449 | 426 |
| Rückstellungen | 18.018 | 23.548 | 19.756 | 21.933 | 20.380 | 16.051 |
Übersicht nach kurz- und langfristig
scroll
| TEUR | KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2018 | LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2018 |
|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 12.926 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 4.523 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 569 | 0 |
| Rückstellungen | 18.018 | 0 |
scroll
| TEUR | KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2017 | LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2017 |
|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 13.171 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 3.785 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 530 | 0 |
| Rückstellungen | 17.486 | 0 |
In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die Risiken, nach Abschluss der Entwicklungsleistungen, aus dem Verkauf von Teilen und Produkten einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden. Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
scroll
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.273 | 2.405 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 358.332 | 258.934 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 360.605 | 261.339 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert unter anderem aus der erstmaligen Einbeziehung der TMD Gesellschaften.
24. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
scroll
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Derivative finanzielle Verpflichtungen | 851 | 1.440 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 3.130 | 1.253 |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 1.042 | 829 |
| Übrige sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.158 | 1.765 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.181 | 5.287 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 17.957 | 3.552 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 17.957 | 3.552 |
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten hauptsächlich sowohl lang- als auch kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen. Der Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 resultiert hauptsächlich aus dem erstmaligen Einbeziehen der TMD Gruppe.
25. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
scroll
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 59.982 | 52.365 |
| davon personalbezogene Verbindlichkeiten | 42.598 | 33.844 |
| davon kreditorische Debitoren | 0 | 0 |
| davon Verbindlichkeiten für Beratung | 1.675 | 1.747 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben | 13.420 | 10.128 |
| Erhaltene Anzahlungen | 374 | 3.934 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.401 | 3.543 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.516 | 4.672 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 82.693 | 74.642 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 112 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 112 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 82.693 | 74.754 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnlichem. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.
26. Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Finanzinvestitionen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Im Geschäftsjahr 2018 ist hier die erstmalige Einbeziehung der TMD Gruppe in der Zeile "Erwerb von Tochterunternehmen" enthalten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 ist hier ebenfalls der Zufluss aus der Ausgabe der Pflichtwandelanleihe ausgewiesen. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten (inkl. kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) gegenüber den Banken.
27. Rechtsstreitigkeiten
Zur Absicherung rechtlicher Risiken wird mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung gearbeitet, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für sogenannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Die Cascade International Investment GmbH ("Cascade") hat als Aktionärin mit Klage vom 26. Juni 2017 Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage, gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. Mai 2017 über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 erhoben. Im Wege der Klageerweiterung hat die Cascade am 13. Juli 2018 Anfechtungsklage, hilfsweise Nichtigkeitsklage, gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 erhoben. Zusätzlich hat Cascade die Nichtigerklärung der ablehnenden Beschlüsse dieser Hauptversammlung über die Abwahl des Versammlungsleiters sowie über eine Sonderprüfung zur Prüfung und Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegen Vorstand und Aufsichtsrat beantragt. Die Klage ist beim Landgericht Nürnberg-Fürth anhängig.
28. Haftungsverhältnisse
scroll
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 1.911 | 1.039 |
Die Bürgschaften wurden überwiegend als Vertragserfüllungsbürgschaften gewährt.
29. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Informationen über die Konzernstruktur, die Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft werden in Anhangangabe 3 dargestellt. Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen In diesem Abschnitt werden die Verkäufe an und Käufe von nahestehenden Unternehmen und Personen aufgezeigt. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden. Zum 31. Dezember 2018 bestanden keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen (Vj. 0,3). Die folgende Tabelle enthält die Beträge aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen für das betreffende Geschäftsjahr:
scroll
| TEUR | NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN | VERKÄUFE AN NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN | KÄUFE VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | FORDERUNGEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN |
|---|---|---|---|---|---|
| GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | 2018 | 10.255 | 0 | 4.700 | |
| 2017 | 7.209 | 0 | 5.263 | ||
| Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd. | 2018 | 772 | 261 | 104 | |
| 2017 | 688 | 2.346 | 29 | ||
| Jiye Auto Parts GmbH | 2018 | 1.778 | 0 | 384 | |
| 2017 | 0 | 0 | 0 | ||
| Jifeng Automotive Interior GmbH | 2018 | 0 | 0 | 0 | |
| 2017 | 23 | 0 | 0 | ||
| Jifeng Automotive Interior CZ s.r.o. | 2018 | 0 | 12 | 0 | |
| 2017 | 0 | 0 | 0 | ||
| Ningbo Jifeng Technology Co., Ltd. | 2018 | 0 | 1.856 | 0 | |
| 2017 | 0 | 0 | 0 |
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC
Der Konzern hält einen Anteil am Stammkapital von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC) (Vj. 50). Die GRA-MAG LLC beschäftigte zum 31. Dezember 2018 62 (Vj. 56) Mitarbeiter.# Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum 31. Dezember 2018 und nach IAS 39 zum 31. Dezember 2017, Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, sämtliche in der GRAMMER AG erfassten Finanzinstrumente des Konzerns:
scroll
TEUR | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERT 31.12.2018 | WERTANSATZ BILANZ NACH IFRS 9 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN
---|---|---|---|---
Aktiva | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | FAAC | 204.373 | 204.373 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FAAC | 250.009 | 250.009 |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | |
Darlehen und Forderungen | FAAC | 8.304 | 8.304 |
Beteiligungen | FVOCI | 51 | |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FVtPL | 0 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 268 | |
Passiva | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 360.605 | 360.605 |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 457.680 | 457.680 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 2.200 | 2.200 |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 21.087 | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLtPL | 0 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 851 | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9:
| Aktiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 462.686 | 462.686 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 51 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 | ||
| Passiva | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 820.485 | 820.485 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | 0 |
scroll
TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IFRS 9 | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 17 | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE ERFOLGSWIRKSAM
---|---|---|---|---
Aktiva | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | |
Darlehen und Forderungen | | | |
Beteiligungen | | 51 | |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | | 0 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 268 | |
Passiva | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | | |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | | 21.087 | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | | 0 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 851 | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9:
| Aktiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 51 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Passiva | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
scroll
TEUR | FAIR VALUE 31.12.2018 | | | |
---|---|---|---|---|
Aktiva | | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 204.373 | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 250.009 | | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | | |
Darlehen und Forderungen | 8.304 | | | |
Beteiligungen | 51 | | | |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | | | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | 268 | | | |
Passiva | | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 360.552 | | | |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | 459.342 | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.200 | | | |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 19.415 | | | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | | | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | 851 | | | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9:
| Aktiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | 462.686 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 51 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 | |||
| Passiva | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 822.094 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 0 |
scroll
TEUR | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT 31.12.2017 | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN
---|---|---|---|---
Aktiva | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 146.312 | 146.312 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 223.334 | 223.334 |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | |
Darlehen und Forderungen | LaR | 10.255 | 10.255 |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 169.732 | 169.732 |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 50 | 50 |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 49 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 759 | |
Passiva | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 261.339 | 261.339 |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 238.513 | 238.513 |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 2.593 | 2.593 |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 4.805 | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 6 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.434 | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
| Darlehen und Forderungen | 549.633 | 549.633 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 50 | 50 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 49 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 502.445 | 502.445 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
scroll
TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE ERFOLGSWIRKSAM | |
---|---|---|---|---|
Aktiva | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | |
Darlehen und Forderungen | | | |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | | | |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | | 50 | |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | | 49 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 759 | |
Passiva | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | | |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | | | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | | 6 | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 1.434 | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
| Darlehen und Forderungen | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 50 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 49 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
scroll
TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 17 | FAIR VALUE 31.12.2017 | | |
---|---|---|---|---|
Aktiva | | | |
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | | 146.312 | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | | 223.334 | | |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte | | | | |
Darlehen und Forderungen | | 10.255 | | |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | | 169.732 | | |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | | 50 | | |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | | 49 | | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 759 | | |
Passiva | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | 261.294 | | |
Kurz- und langfristige Finanzschulden | | 242.146 | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | | | |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | | 2.593 | | |
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | | 4.805 | 4.369 | |
Derivate ohne Hedge-Beziehung | | 6 | | |
Derivate mit Hedge-Beziehung | | 1.434 | | |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
| Darlehen und Forderungen | 549.633 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 50 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 49 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 506.033 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
Das maximale Ausfallrisiko entspricht zum Bilanzstichtag dem Buchwert jeder aufgeführten Bewertungskategorie aus finanziellen Vermögenswerten. Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.# Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2018 dargestellt:
| TEUR | SUMME | STUFE 1 | STUFE 2 | STUFE 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 268 | 0 | 268 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 136 | 0 | 136 | 0 |
| Zinsswaps | 715 | 0 | 715 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 22.777 | 0 | 22.777 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 459.342 | 0 | 459.342 | 0 |
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2017 dargestellt:
| TEUR | SUMME | STUFE 1 | STUFE 2 | STUFE 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 808 | 0 | 808 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 327 | 0 | 327 | 0 |
| Zinsswaps | 1.113 | 0 | 1.113 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 8.236 | 0 | 8.236 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 242.146 | 0 | 242.146 | 0 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:
- Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
- Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
- Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2. In Stufe 3 der Bemessungshierarchie haben keine Zuordnungen stattgefunden.
Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vj. Darlehen und Forderungen) | 2.232 | -7.467 |
| Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Vj. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) | -42 | 42 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vj. Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet) | -1.688 | -1.061 |
| Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten | 502 | -8.486 |
Die Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vj. Darlehen und Forderungen) enthalten Währungsgewinne oder -verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen.
Die Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Vj. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vj. Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet) enthalten im Wesentlichen Währungsergebnisse aus finanziellen Verbindlichkeiten.
Der GRAMMER Konzern schloss mit mehreren Kreditinstituten Rahmenverträge ab. Die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Vermögenswerte und derivativen Verbindlichkeiten erfüllen die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht. Entsprechend wurden diese Derivate separat in der Bilanz ausgewiesen. Die abgeschlossenen Rahmenverträge beinhalten jedoch Aufrechnungsvereinbarungen im Insolvenzfall. Die nachfolgende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen:
| TEUR | AUFRECHNUNGSVEREINBARUNG | NETTOBETRAG |
|---|---|---|
| 31.12.2018 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Devisentermingeschäfte | -86 | 182 |
| Zinsswaps | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Devisentermingeschäfte | 86 | -50 |
| Zinsswaps | 0 | -715 |
| 31.12.2017 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Devisentermingeschäfte | -121 | 687 |
| Zinsswaps | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Devisentermingeschäfte | 121 | -206 |
| Zinsswaps | 0 | -1.113 |
Da keine Saldierungen in der Bilanz erfolgt sind, wurden die Brutto- und Nettobeträge in einer Spalte zusammengefasst.
31. Finanzderivate und Risikomanagement
Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken einsetzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem liegt im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers (Finanzvorstand), wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitet mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden. Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrungen verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen.
Kreditrisiko
Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte grundsätzlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Der Konzern sieht keine wesentlichen Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur sowie durch die gute Bonität der Großkunden gekennzeichnet sind.
Marktrisiko
Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet und derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2018 bzw. 2017. Diese wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2018 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf den Konzern können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
Rohstoffpreisrisiko
Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl, Schaum und Kunststoffe, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Preisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Preisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen.# 11. Financial Instruments and Risk Management
Financial Risk Management
General
The GRAMMER Group is exposed to various financial risks in the course of its business activities. These risks primarily include currency risks, interest rate risks, liquidity risks and commodity price risks. The Group aims to manage these risks to minimize potential negative impacts on its financial performance and position. The treasury department is responsible for identifying, measuring and managing these risks.
Commodity Price Risks
To hedge against price risks in raw material procurement, commodity futures contracts may be entered into, which are accounted for as derivatives in accordance with IFRS 9 (2017: IAS 39). The Group closely monitors market developments and uses this information to make decisions regarding the use of hedging relationships. No commodity futures contracts for hedging raw material procurement price risks were held at the balance sheet dates in 2018 and 2017, nor were any entered into during these fiscal years.
Currency Risks
As a result of its international orientation and business activities, GRAMMER is exposed to currency risks. Currency risks arise primarily from sales transactions in international markets outside the Eurozone within the scope of ordinary business activities, and through recognized assets and liabilities of the GRAMMER Group. The principal currencies in the GRAMMER Group are the Euro, Czech Koruna, Polish Zloty, Mexican Peso, Serbian Dinar, US Dollar, Turkish Lira, Brazilian Real, Japanese Yen, and Chinese Yuan. Risks can arise from future cash flows due to business transactions denominated in currencies that differ from the functional currencies of the respective group companies. Exchange rate fluctuations can lead to unpredictable and unfavorable volatilities in earnings and cash flows.
Individual cash flows in a particular currency are aggregated according to the GRAMMER Group's currency management policy, resulting in a net currency surplus or deficit in periodic reviews. Aggregated currency surpluses or deficits are hedged on a rolling basis in advance, based on the budgeted business development plan, in accordance with the currency management policy. Over time, the hedging ratios for the respective currency exposures are increased.
The risk is mitigated by the fact that business transactions are mainly settled in the functional currency of the invoicing entity. Furthermore, wherever possible and profitable, raw materials and services are procured in the respective foreign currency, and production is carried out in local markets. A deficit or surplus in foreign currency holdings is hedged through foreign exchange forward transactions after all the aforementioned measures have been implemented. The objective of hedging transactions is to smooth out volatility that can arise from cash inflows and outflows. Operating units are not permitted to take up or invest financial resources in foreign currencies for speculative purposes.
Hedging of Cash Flows
During the reporting period, currency hedges existed in PLN and CZK, for which the requirements of cash flow hedging were met. The following foreign currency-related hedging instruments are held, categorized by their term:
| 1-6 MONTHS | 7-12 MONTHS | TOTAL | |
|---|---|---|---|
| 2018 | |||
| Foreign exchange forward contracts (expected sales with high probability) | |||
| Nominal amount (in TEUR) | 31,350 | 29,867 | 61,717 |
| Average forward rate (EUR/CZK) | 25.775 | 25.924 | - |
| Foreign exchange forward contracts (expected sales with high probability) | |||
| Nominal amount (in TEUR) | 8,147 | 8,096 | 16,243 |
| Average forward rate (EUR/PLN) | 4.356 | 4.401 | - |
As of December 31, 2018, foreign exchange forward transactions with a positive market value of TEUR 132 (previous year: 438) were designated as hedging instruments within the scope of cash flow hedging. In fiscal year 2018, a total of TEUR -278 (previous year: 412) was recognized in equity neutral to earnings in connection with currency hedges. Of this amount, a loss of TEUR -431 (previous year: 809) was reclassified from equity to profit or loss. The settlement results are reported in financial expenses. There were no material ineffectiveness of hedging transactions to be recognized in profit or loss.
The impact of foreign currency-related hedging instruments on the Group's assets, financial position, and earnings is as follows:
| 31.12.2018 | |
|---|---|
| Carrying amount (short-term other financial assets) | 268 |
| Carrying amount (short-term other financial liabilities) | 136 |
| Nominal amount | 77,960 |
| Hedge ratio¹ | 1:1 |
| Change in fair value of outstanding hedging instruments since January 1 | 132 |
| Change in fair value of the hedged underlying transaction to determine hedging effectiveness | -132 |
| Impact on cumulative other comprehensive income: | |
| Cashflow-hedge as of January 1, 2018 | 340 |
| Change in fair value of the hedging instrument (effective portion) | -709 |
| Reclassification from other comprehensive income to profit and loss statement | 431 |
| Tax expense (-)/Tax income | 110 |
| Cashflow-hedge as of December 31, 2018 | 172 |
¹ The foreign exchange forward transactions are in the same currency as the highly probable future sales (hence hedge ratio of 1:1).
The currency sensitivity analysis is based on the following assumptions:
- All monetary financial instruments not held in the functional currency are considered. The basis comprises the original balance sheet items of the companies included in the Group that have a significant risk from the company's deviating functional currency.
- Exchange rate changes of financial instruments that are part of a net investment in a foreign operation affect equity.
- Derivative financial instruments for currency hedging, designated as hedging instruments within the scope of cash flow hedges, affect equity and are considered in the sensitivity analysis.
- Currency derivatives not designated as hedging instruments within the scope of cash flow hedges affect profit or loss and are consequently considered in the sensitivity analysis.
- In calculating the sensitivity of currency risks, a change in exchange rates of +/- 10 percentage points (previous year: 10) from the closing rate on the balance sheet date is assumed. All other variables remain constant.
The following table shows the sensitivity of the Group's profit before taxes and equity to a reasonably possible exchange rate change:
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| USD +10% | -13,412 | -1,353 |
| USD -10% | 13,410 | 1,332 |
| 2017 | ||
| USD +10% | 6,747 | -1,291 |
| USD -10% | -6,743 | 1,291 |
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| TRY +10% | 633 | 0 |
| TRY -10% | -634 | 0 |
| 2017 | ||
| TRY +10% | -62 | 494 |
| TRY -10% | 62 | -404 |
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| CZK +10% | 6,115 | 6,862 |
| CZK -10% | -6,117 | -5,614 |
| 2017 | ||
| CZK +10% | 3,915 | 3,380 |
| CZK -10% | -3,890 | -2,766 |
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| PLN +10% | 66 | 1,823 |
| PLN -10% | -66 | -1,492 |
| 2017 | ||
| PLN +10% | 106 | 746 |
| PLN -10% | -106 | -611 |
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| MXN +10% | 2,760 | 3,781 |
| MXN -10% | -2,759 | -3,781 |
| 2017 | ||
| MXN +10% | 2,882 | 3,781 |
| MXN -10% | -2,882 | -3,781 |
| CURRENCY DEVELOPMENT | IMPACT ON PROFIT BEFORE TAXES | IMPACT ON EQUITY |
|---|---|---|
| 2018 | ||
| CNY +10% | 1,129 | 0 |
| CNY -10% | -1,123 | 0 |
| 2017 | ||
| CNY +10% | 3,135 | 0 |
| CNY -10% | -3,130 | 0 |
Interest Rate Risks
The company pursues a strategy of eliminating interest rate fluctuations on variable-interest long-term debt through interest rate hedging transactions. To achieve this, GRAMMER uses so-called receiver interest rate swaps. For short-term loans, current market interest rates apply at the time of origination, thus limiting the interest rate risk to market fluctuations at the time of borrowing. For current account credit lines, interest rates are agreed on a roll-over basis.
To optimize interest expenses and minimize risks, Group Treasury centrally manages this risk for all companies. To the extent legally permissible, Group Treasury provides the financing needs of the GRAMMER AG group companies in the form of loans. The following interest-related hedging instruments are held, categorized by their term:
| UP TO 2019 | UP TO 2020 | UP TO 2022 | TOTAL | |
|---|---|---|---|---|
| 2018 | ||||
| Nominal amount (in TEUR) | 26,000 | 42,500 | 6,500 | 75,000 |
| Weighted interest rate (in %) | 1.013 | 0.502 | 0.810 | 0.706 |
As of December 31, 2018, interest rate swaps with a nominal volume of EUR 75 million (previous year: 83) exist within the framework of the issued promissory note loans to hedge the interest rate risks of the variable-interest tranches. The requirements for cash flow hedges are met for these interest rate swaps. Consequently, a total of TEUR 398 (previous year: 681) was recognized in equity neutral to earnings in connection with these interest rate swaps. Of this amount, a loss of TEUR -751 (previous year: -872) was reclassified from equity to profit or loss in the reporting year. The resulting negative market values of TEUR 715 (previous year: 1,113) are shown under the item "Other short-term financial liabilities."
The impact of interest-related hedging instruments on the Group's assets, financial position, and earnings is as follows:
| 31.12.2018 | |
|---|---|
| Carrying amount (short-term other financial liabilities) | 715 |
| Nominal amount | 75,000 |
| Maturity date | 2019, 2020, 2022 |
| Hedge ratio | 1:1 |
| Change in fair value of outstanding hedging instruments since January 1 | -398 |
| Change in fair value of the hedged underlying transaction to determine hedging effectiveness | 398 |
| Weighted average hedge for the year | 0.706% |
| Impact on cumulative other comprehensive income: | |
| Cashflow-Hedge as of | |
| Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments (effektiver Teil) -353 | |
| Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung 751 | |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag -116 | |
| Cashflow-Hedge Stand 31. Dezember 2018 -504 |
Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
― Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen.
― Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
― Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
― Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
― Zinsderivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
― Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein.
― In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/- 50 Basispunkte (Vj. 50) unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.
| TEUR | ERHÖHUNG/ VERRINGERUNG IN BASISPUNKTEN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL |
|---|---|---|---|
| 2018 | -50 | 151 | -52 |
| 50 | 565 | 295 | |
| 2017 | -50 | -86 | -262 |
| 50 | 695 | 258 |
Ineffektivität von Sicherungsbeziehungen
Die Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird jeweils zu Beginn der Sicherungsbeziehung und durch regelmäßige prospektive Beurteilungen bestimmt, um sicherzustellen, dass zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument eine wirtschaftliche Beziehung besteht.
Bei Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen bildet der Konzern Sicherungsbeziehungen, bei denen die Vertragsmodalitäten der Sicherungsinstrumente im Durchschnitt mit denen im jeweiligen Monat abgesicherten Grundgeschäften übereinstimmen. Zur Beurteilung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Bei Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen besteht Ineffektivität möglicherweise dann, wenn sich der Zeitpunkt der geplanten Transaktion gegenüber der ursprünglichen Schätzung ändert oder wenn Änderungen des Ausfallrisikos von GRAMMER oder der Gegenpartei des Derivats eintreten. 2018 und 2017 bestand keine Ineffektivität im Hinblick auf Fremdwährungsderivate.
Bei der Absicherung von Zinsrisiken besteht zwischen dem variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäft) und dem Zinsswap (Sicherungsinstrument) eine wirtschaftliche Beziehung, da die Konditionen des Zinsswaps denjenigen des variabel verzinslichen Darlehens entsprechen (dies gilt für den Nominalbetrag, die Laufzeit, die Zahlungs- und die Zinsanpassungstermine). Das zugrunde liegende Risiko des Zinsswaps ist mit dem der abgesicherten Risikokomponente identisch. Daher besteht für die Sicherungsbeziehung ein Absicherungsverhältnis von 1:1. Zur Beurteilung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird ebenfalls die Dollar-Offset-Methode verwendet. Die Ineffektivität von Absicherungen mit Zinsswaps wird nach den gleichen Grundsätzen wie für Fremdwährungsverkäufe beurteilt. Ein Grund für die Ineffektivität einer Sicherungsbeziehung können Anpassungen für das Ausfallrisiko der Vertragsparteien des Zinsswaps (credit value/debit value adjustments), die nicht durch Wertänderungen des gesicherten Kredits ausgeglichen werden, sein. Ebenfalls zu Ineffektivität können Unterschiede der Vertragsbedingungen zwischen Zinsswaps und gesicherten Krediten führen. 2018 und 2017 bestand keine Ineffektivität im Hinblick auf Zinsswaps.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch einen angemessenen Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 417,0 Mio. EUR (Vj. 241,7) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren. Zum 31. Dezember 2018 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 174,6 Mio. EUR (Vj. 218,6), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:
| TEUR | BUCHWERT | CASHFLOW 2018 | CASHFLOW 2019 | CASHFLOW 2020-2022 | CASHFLOW 2023 UND DANACH |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 184.539 | 47.492 | 119.305 | 25.424 | |
| Bankdarlehen | 262.072 | 267.578 | 864 | 186 | |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | 11.069 | 11.069 | 0 | 0 | |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 457.680 | 326.139 | 120.169 | 25.610 | |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 360.605 | 358.378 | 2.069 | 249 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 21.087 | 4.025 | 5.736 | 17.765 | |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 2.200 | 2.200 | 0 | 0 | |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23.287 | 6.225 | 5.736 | 17.765 | |
| Zinsderivate | 715 | 435 | 345 | 0 | |
| Währungsderivate | 136 | ||||
| Zahlungseingänge | 49.375 | ||||
| Zahlungsausgänge | -49.259 | ||||
| Derivate | 851 | 551 | 345 | 0 | |
| Gesamt | 842.423 | 691.293 | 128.319 | 43.624 |
| TEUR | BUCHWERT | CASHFLOW 2017 | CASHFLOW 2018 | CASHFLOW 2019-2021 | CASHFLOW 2022 UND DANACH |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 201.993 | 15.693 | 141.724 | 59.713 | |
| Bankdarlehen | 28.235 | 27.726 | 309 | 322 | |
| Kontokorrentkredite (inkl. kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen) ggü. Kreditinstituten | 8.280 | 8.280 | 0 | 0 | |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 238.513 | 51.699 | 142.033 | 60.035 | |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 261.339 | 259.009 | 2.300 | 135 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 4.805 | 1.362 | 2.166 | 2.021 | |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 2.593 | 2.593 | 0 | 0 | |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 7.398 | 3.955 | 2.166 | 2.021 | |
| Zinsderivate | 1.113 | 797 | 504 | -14 | |
| Währungsderivate | 327 | ||||
| Zahlungseingänge | 12.479 | ||||
| Zahlungsausgänge | -12.649 | ||||
| Derivate | 1.440 | 627 | 504 | -14 | |
| Gesamt | 508.690 | 315.290 | 147.003 | 62.177 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden. Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.
Kapitalsteuerung
Die Kapitalsteuerung hat zum Ziel, einerseits eine hohe Bonität sicherzustellen und andererseits eine angemessene Eigenkapitalquote beizubehalten. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur anhand der Kennzahlen Nettofinanzverbindlichkeiten und Gearing. Die Kennzahl Nettofinanzverbindlichkeiten beinhaltet die lang- und kurzfristigen Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Die Kennzahl Gearing beschreibt das Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital. Im Rahmen des syndizierten Kreditvertrags wurden Financial Covenants vereinbart, die der Konzern gegenüber seinen Darlehensgebern in der Berichtsperiode stets erfüllen konnte.
| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 162.004 | 190.331 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 295.676 | 48.182 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | -204.373 | -146.312 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 253.307 | 92.201 |
| Eigenkapital | 314.840 | 337.661 |
| Eigenkapitalquote | 22% | 31% |
| Gearing | 80% | 27% |
32. Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 33 WpHG (§ 21 WpHG a. F.)
Nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 (vormals § 21 Abs. 1) des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %.## 33. Sonstige Angaben
Personal/Beschäftigte
Die folgende Tabelle beinhaltet die Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 10.750 | 9.921 |
| Angestellte | 2.689 | 2.562 |
| Mitarbeiter | 13.439 | 12.483 |
Mitarbeiter nach Unternehmensbereichen zum Stichtag 31. Dezember:
| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Commercial Vehicles | 3.744 | 3.737 |
| Automotive | 10.635 | 8.931 |
| Central Services | 278 | 279 |
| Mitarbeiter | 14.657 | 12.947 |
Hochinflation
In IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern" werden allgemeine Leitlinien für die Beurteilung, ob die Volkswirtschaft eines bestimmten Rechtskreises als hochinflationär anzusehen ist, definiert und zur Verfügung gestellt. Allerdings nennt der IASB keine bestimmten Rechtskreise. Die International Practices Task Force (IPTF) des US-amerikanischen Instituts Zentrums für Prüfungsqualität beobachtet den Status "hochinflationärer" Länder. Die Kriterien der Task Force für die Identifizierung solcher Länder ähneln denen für die Identifizierung "hochinflationärer Volkswirtschaften" nach IAS 29. Zu den Ländern, in denen die vorhergesagte kumulative Inflation in den letzten drei Jahren über 100 % betrug, gehörte auch Argentinien. Aufgrund dieser Einstufung, wurden die Auswirkungen der Anwendung des IAS 29 ab 1. Januar 2018 überprüft. Aus einer Anwendung des IAS 29 ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 678,8 TEUR, wovon 141,3 TEUR der Vorjahresprüfung zuzurechnen sind. Im Vorjahr wurden 753,3 TEUR als Honorar des Abschlussprüfers erfasst, wovon 235,3 TEUR der Vorjahresprüfung (2016) zuzurechnen waren. Gebühren für Steuerberatungsleistungen sind weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr angefallen. Der Aufwand für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen betrug im aktuellen Geschäftsjahr 0 TEUR (Vj. 123,6). Sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 4,6 TEUR berechnet (Vj. 0).
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind folgender Tabelle zu entnehmen:
| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen | 2.906 | 2.913 |
| Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von | 631 | 508 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen zu 546 TEUR (Vj. 607) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu 769 TEUR (Vj. 710) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2018 bzw. 2017 wie folgt auf:
2018
| TEUR | ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTEN | ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTE | KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG | GESAMTBEZÜGE | ABFINDUNGEN | SUMME INKL. ABFINDUNGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 714 | 262 | 394 | 1.370 | 5.445 | 6.815 |
| Gérard Cordonnier | 452 | 142 | 187 | 781 | 3.041 | 3.822 |
| Manfred Pretscher | 425 | 142 | 188 | 755 | 3.041 | 3.796 |
| SUMME | 1.591 | 546 | 769 | 2.906 | 11.527 | 14.433 |
2017
| TEUR | ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTEN | ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTE | KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG | GESAMTBEZÜGE | ABFINDUNGEN | SUMME INKL. ABFINDUNGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 719 | 293 | 368 | 1.380 | 0 | 1.380 |
| Gérard Cordonnier | 452 | 157 | 158 | 767 | 0 | 767 |
| Manfred Pretscher | 425 | 157 | 184 | 766 | 0 | 766 |
| SUMME | 1.596 | 607 | 710 | 2.913 | 0 | 2.913 |
Für Versorgungszusagen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands zum 31. Dezember 2018 hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von 3.842 TEUR (Vj. 3.354) gebildet, welchen ein Planvermögen von 3.787 TEUR (Vj. 3.335) gegenübersteht. An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden aufgrund von Versorgungszusagen von der Gesellschaft 271 TEUR (Vj. 271) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen zum Stichtag 6.140 TEUR (Vj. 6.377) und sind gemäß IAS 19 (überarbeitet) zurückgestellt. Ferner ist für die Mitglieder des Vorstands zum 31. Dezember 2018 laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 495 TEUR (Vj. 495) entstanden. Davon entfallen auf Herrn Hartmut Müller 230 TEUR (Vj. 230), auf Herrn Manfred Pretscher 181 TEUR (Vj. 181), auf Herrn Gérard Cordonnier 84 TEUR (Vj. 84). Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.
Zielvergütung im Vorstands-Vergütungssystem: Zielerreichung bei 100 %, Mindestvergütung und maximal erreichbare Vergütung
Das System der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in seinen Grundzügen im Vergütungsbericht 2018 unter "Grundzüge des Vergütungssystems" im Konzernlagebericht beschrieben. Mit jedem Vorstandsmitglied ist für die laufenden Bezüge eine Gesamtzielvergütung vereinbart, die sich aus einer festen Vergütung, dem Zielbetrag eines Short Term Incentive ("STI") sowie eines Long Term Incentive ("LTI") zusammensetzt. Die Mindestvergütung entspricht der Festvergütung. Der Grad der Zielerreichung für STI und LTI kann zwischen Null ("Floor") und 200 % ("Cap") der Zielvergütung betragen. Während die tatsächlichen Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2018 und das Vorjahr in den Tabellen "Vorstandsbezüge" oben dargestellt sind, zeigt die nachfolgende Tabelle die Bandbreite der jeweiligen möglichen Vergütung eines Vorstandes des im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Vorstands-Vergütungssystems. Abfindungen sind in dieser Tabelle nicht dargestellt.
IN EUR
| HARTMUT MÜLLER VORSTANDSVORSITZENDER/CEO BIS 31. DEZEMBER 2018 | GÉRARD CORDONNIER VORSTANDSMITGLIED/CEO BIS 31. DEZEMBER 2018 | VORSTANDSVORSITZENDER/CEO BIS 31. DEZEMBER 2017 | VORSTANDSMITGLIED/CEO BIS 31. DEZEMBER 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| ZIELVERGÜTUNG 2018 | ZIELVERGÜTUNG 2018 | ZIELVERGÜTUNG 2017 | ZIELVERGÜTUNG 2017 | |
| 2018 (min.) | 2018 (max) | 100% | 100% | |
| Zielerreichung für STI/ATI bei 100% | 100% | 0% | 200% | 100% |
| Festvergütung | 601.500 | 601.500 | 601.500 | 404.000 |
| STI1 | 341.325 | 0 | 742.800 | 171.450 |
| LTI | 417.175 | 0 | 834.350 | 209.550 |
| Gesamtvergütung | 1.360.000 | 601.500 | 2.178.650 | 785.000 |
IN EUR
| GÉRARD CORDONNIER VORSTANDSMITGLIED/CEO BIS 31. DEZEMBER 2018 | MANFRED PRETSCHER VORSTANDSMITGLIED/COO BIS 31. DEZEMBER 2018 | VORSTANDSVORSITZENDER/CEO/CFO AB 1. JANUAR 2019 | VORSTANDSMITGLIED/COO BIS 31. DEZEMBER 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| ZIELVERGÜTUNG 2018 | ZIELVERGÜTUNG 2018 | ZIELVERGÜTUNG 2017 | ZIELVERGÜTUNG 2017 | |
| 2018 (min.) | 2018 (max.) | 100% | 100% | |
| Zielerreichung für STI/ATI bei 0% | 0% | 200% | 100% | 100% |
| Festvergütung | 404.000 | 404.000 | 404.000 | 404.000 |
| STI1 | 0 | 383.300 | 171.450 | 171.450 |
| LTI | 0 | 419.100 | 209.550 | 209.550 |
| Gesamtvergütung | 404.000 | 1.106.400 | 785.000 | 785.000 |
1 Einschließlich Bonus-/Malusregelung
Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert folgendermaßen auf:
| TEUR | NETTO FESTVERGÜTUNG | NETTO SITZUNGSGELD | GESAMT |
|---|---|---|---|
| Dr.-Ing. Klaus Probst | 60,0 | 39,0 | 99,0 |
| Horst Ott | 45,0 | 20,0 | 65,0 |
| Andrea Eisner | 30,0 | 20,0 | 50,0 |
| M.A. Tanja Fondel | 30,0 | 11,0 | 41,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hätz | 30,0 | 24,0 | 54,0 |
| Martin Heiß | 30,0 | 17,0 | 47,0 |
| Lic. oec. HSG Ingrid Hunger | 30,0 | 12,0 | 42,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung | 30,0 | 12,0 | 42,0 |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Peter Merten | 30,0 | 17,0 | 47,0 |
| Lars Roder | 30,0 | 22,0 | 52,0 |
| Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser | 30,0 | 10,0 | 40,0 |
Die Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d HGB in Verbindung mit § 289f HGB mit der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance (§ 161 AktG) wurde abgegeben und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com im Bereich "INVESTOR RELATIONS" unter "Fakten zum Unternehmen" eingesehen werden.
ANGABEN ZU ORGANEN DER GESELLSCHAFT
MITGLIEDER DES VORSTANDS
- Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Mitglied und Vorsitzender des Vorstands (CEO, CFO) ab 01.01.2019
- Dipl.-Ing. (FH) Jens Öhlenschläger, Mitglied des Vorstands (COO) bis 31.12.2018
- M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Mitglied und Vorsitzender des Vorstands (CEO) bis 31.12.2018
- Gradue en Sciences Juridiques Gérard Cordonnier, Mitglied des Vorstands (CFO) bis 31.12.2018
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
- Dr.-Ing. Klaus Probst, Vorsitzender des Aufsichtsrats
- HORST OTT, Stellv. Vorsitzender/ Arbeitnehmervertreter
- ANDREA ELSNER, Arbeitnehmervertreterin
- M.A. Tanja Fondel, Arbeitnehmervertreterin
- Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz
- MARTIN HEISS, Arbeitnehmervertreter
- Lic. oec. HSG Ingrid Hunger
- M. Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Arbeitnehmervertreter
- Dipl.-Kaufmann Dr. Peter Merten
- LARS RODER, Arbeitnehmervertreter
- Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser
- DR. BERNHARD WANKERL
AUSGEÜBTE BERUFE DER VORSTANDSMITGLIEDER UND IHRE MANDATE IM SINNE VON § 285 SATZ 1 NR. 10 HGB
VORSTAND
-
MANFRED PRETSCHER
- Vorstandsvorsitzender (CEO), Finanzvorstand (CFO) und Arbeitsdirektor ab 01.01.2019
- Technikvorstand (COO) bis 31.12.2018
- Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA
-
JENS ÖHLENSCHLÄGER
- Technikvorstand (COO) ab 01.01.2019
- Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd., Bedford-view/Südafrika
- Mitglied des Board of Directors der GRAMM ER Automotive Puebla S.A. de C.V., Puebla/Mexiko
- Mitglied des Board of Directors der GRAMM ER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China
- Mitglied des Board of Directors der GRAMM ER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China
-
HARTMUT MÜLLER
- Vorstandsvorsitzender (CEO) und Arbeitsdirektor bis 31.12.2018
- Mitglied des Beirats der IFA ROTORION Holding GmbH, Haldensleben
- Mitglied des Aufsichtsrats der Wieland-Werke AG, Ulm
- Mitglied des Beirats der Bühler Motoren Werke, Nürnberg (seit 01. Mai 2018)
-
GÉRARD CORDONNIER
- Finanzvorstand (CFO) bis 31.12.2018
- Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck interior Systems LLC, London (OH)/USA
- Mitglied des Board of Directors der Grammer Japan Limited, Tokio/Japan
- Mitglied des Board of Directors der Grammer Electronics N.V., Aarteselaar/Belgien
- Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China
- Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China
- Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun/China
- Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China
- Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China
- Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd., Weinan City/China
AUSGEÜBTE BERUFE UND MANDATE NACH § 1 25 ABS. 1 S. 5 AKTG UND SONSTIGE MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
| AUFSICHTSRAT | MANDATE NACH § 125 ABS. 1 s. 5 AKTG | SONSTIGE MANDATE |
|---|---|---|
| Dr.-Ing. Klaus Probst | - Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd - Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG, Nürnberg - Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG (Region Süd), München - Mitglied des Beirats der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg - Mitglied des Beirats der Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG, Schwabach |
| HORST OTT | - Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| ANDREA ELSNER, Industriekauffrau | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| TANJA FONDEL Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der DMG MORI AG. Bielefeld (ab 17. Januar 2018) |
- keine sonstigen Mandate |
| WOLFRAM HATZ | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - Beiratsvorsitzender der Motorenfabrik Hätz GmbH & Co. KG |
| MARTIN HEISS Datenverarbeitungskaufmann | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| INGRID HUNGER Vorsitzende der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co, KG | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| HARALD JUNG Vice President Division Controlling Consoles & Armrests | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| DR. PETER MERTEN Unternehmensberater | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der Nanogate SE. Göttelborn |
- Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG. Mannheim - Mitglied des Beirats der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm) |
| LARS RODER, Maschinenbautechniker | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| Prof. Dr.-Ing. BIRGIT VOGEL-HEUSER Professor - Leiterin des Lehrstuhls Automatisierung und Informationssysteme an der Technischen Universität München | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der SMS group GmbH. Düsseldorf - Mitglied des Aufsichtsrats der HAWE Hydraulik SE, Aschheim/München (seit 1. Mai 2018) |
- Leiterin des Lehrstuhls Automatisierung und Informationssysteme an der Technischen Universität München - Mitglied des Aufsichtsrats der SMS Holding GmbH, Düsseldorf |
| DR. BERNHARD WANKERL Rechtsanwalt. Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
35. Nichtfinanzielle Konzernerklärung
Die nichtfinanzielle Erklärung gem. § 315b HGB kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com im Bereich "UNTERNEHMEN" unter "Nachhaltigkeit" eingesehen werden.
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Amberg, 7. März 2019
GRAMMER AG
Der Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
DR. KLAUS PROBST
Aufsichtsratsvorsitzender
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Dabei haben Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammengearbeitet und in regem Austausch miteinander gestanden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich über alle relevanten Vorgänge im Unternehmen sowie über die wichtigen Unternehmenskennzahlen informiert.# Entscheidungen von grundlegender Bedeutung
Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, wie strategische Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements haben Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld eingehend erörtert. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden mehrmals monatlich in intensivem persönlichen und telefonischen Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
SCHWERPUNKTE DER AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2018 vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie zehn außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In den regulären, vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Sitzungen und auch in den außerordentlichen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens befasst. Gegenstand dieser regelmäßigen Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Situation und Liquiditätsentwicklung der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen und zustimmungspflichtige Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Daneben war die Arbeit des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr stark von dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Jiye Auto Parts GmbH, einem verbundenen Unternehmen der chinesischen Ningbo Jifeng Gruppe, geprägt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse hat nur an der Hälfte der Sitzungen oder weniger teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes wurden im Berichtszeitraum nicht angezeigt.
Erste ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2018
An der ersten ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2018 nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder teil. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. In Anwesenheit des Abschlussprüfers stellte der Aufsichtsrat den Einzelabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2017 fest und billigte den Konzernabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2017. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat den Tagesordnungspunkten für die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG am 13. Juni 2018 zu. Der Aufsichtsrat schloss sich insbesondere dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 1,25 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen. Der Bericht des Aufsichtsrats und der Corporate Governance-Bericht 2017 wurden verabschiedet. Der im Geschäftsbericht 2017 erstmals veröffentlichte, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht der GRAMMER AG wurde im Aufsichtsrat intensiv besprochen. Geprüft wurde das Vorhandensein des Berichts, die Zweckmäßigkeit und Umsetzung der Konzepte sowie die internen Prüfverfahren ("Due-Diligence-Prozesse"). Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass die getroffenen Maßnahmen und Konzepte zur Nachhaltigkeit angemessen sind, Risiken und Chancen abdecken und dem Geschäftsmodell entsprechen. Der Aufsichtsrat hat sich in der Sitzung über den geplanten Neubau der Konzernzentrale und des Entwicklungszentrums in Ursensollen bei Amberg informiert. Der Finanzierungsbedarf wurde vorgestellt und die Zustimmung zur Aufnahme der entsprechenden Finanzierung unter Einräumung von Grundschulden mit einem Betrag von bis zu 50 Mio. EUR beschlossen. Vorgestellt wurden die aktuellen Programme zur Personalentwicklung bei GRAMMER. Neben dem Programm Talent Management@GRAMMER wurden u. a. die Programme zur Nachfolgeplanung sowie die Karrieremöglichkeiten, die unter dem Titel Career@GRAMMER geführt werden, vorgestellt. Der durch eine Arbeitsgruppe des Aufsichtsrats neu gestaltete Fragebogen zur Effizienzprüfung wurde verabschiedet. Die Performance des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 wurde in Abwesenheit des Vorstands erörtert und ein Beschluss zur Zahlung eines Bonus an die Vorstände gefasst.
Erste außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats am 27. April 2018
Die erste außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018, an der alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen, fand am 27. April 2018 statt. Schwerpunkt der Sitzung war die Mitteilung der Absicht der späteren Bieterin des (freiwilligen öffentlichen) Übernahmeangebots, der Jiye Auto Parts GmbH (einem verbundenen Unternehmen des Großaktionärs der GRAMMER AG, jap Capital Holding GmbH, und von Ningbo Jifeng) an den Vorstand, die Beteiligung an GRAMMER weiter ausbauen zu wollen und den Aktionären ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten zu wollen. Der Aufsichtsrat wurde über den Stand der Gespräche mit dem Investor informiert und der Entwurf eines sogenannten Business Combination Agreements wurde vorgestellt. Im Rahmen der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wurde die Diskussion zum Budget 2018 fortgeführt. Das im Dezember 2017 vorgestellte Budget sollte plangemäß Anfang 2018 einem Review unterzogen werden mit der Zielsetzung einer finalen Festlegung auch der im Dezember 2017 noch offenen Parameter. In dieser Sitzung wurde die finale Budgetgenehmigung beschlossen.
Weitere außerordentliche Sitzungen im Mai 2018
Am 22. Mai 2018 wurde im Aufsichtsrat die Entscheidung getroffen, dem Abschluss eines Share Purchase Agreements zum Kauf sämtlicher Aktien an der Toledo Molding & Die, Inc., USA, durch die GRAMMER AG zuzustimmen. Zudem wurde dem Abschluss eines Kreditvertrages über bis zu 260 Mio. USD zur Finanzierung dieser Akquisition zugestimmt. Die Beschlussfassung fand durch fernmündliche Stimmabgabe statt. Zehn Mitglieder des Aufsichtsrats haben ihre Stimme fernmündlich abgegeben, zwei Mitglieder des Aufsichtsrats per Stimmbotenerklärung.
Die zweite außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fand am 25. Mai 2018 statt. An dieser Sitzung haben elf Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Schwerpunkt war das Update zur außerordentlichen Sitzung vom 27. April 2018, eine weitere Entwurfsfassung des Business Combination Agreements wurde besprochen. An der Sitzung haben auch die Berater von Morgan Stanley teilgenommen, die den Aufsichtsrat mit der Methodik der Bewertung eines Angebotspreises in einem öffentlichen Übernahmeangebot vertraut gemacht haben.
Die dritte und vierte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fanden am 29. Mai 2018 statt. Am Morgen des 29. Mai 2018 haben elf Aufsichtsratsmitglieder an der Sitzung teilgenommen. In der Nacht vor der Aufsichtsratssitzung wurde die Öffentlichkeit über die geplante Absicht der Jiye Auto Parts GmbH, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zu unterbreiten, informiert. Eine abschließende Einigung über das Business Combination Agreement und den Angebotspreis lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor, so dass der Aufsichtsrat in dieser Sitzung zunächst nur seine Zustimmung unter der Maßgabe erteilt hat, dass der Vorstand die Vertreter der Jiye Auto Parts GmbH kontaktieren solle, um Gespräche über das Business Combination Agreement aufzunehmen und damit dessen Abschluss zu ermöglichen. Zudem erteilte der Aufsichtsrat für den Fall einer Verständigung über das Business Combination Agreement und über einen Angebotspreis von 60,00 EUR zuzüglich einer voraussichtlichen Dividende für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1,25 EUR (was einer Gesamtgegenleistung in Höhe von 61,25 EUR je Aktie entsprochen hat) seine Zustimmung zu einem Abschluss des Business Combination Agreements. Nach der abschließenden Verhandlung des Angebotspreises traf sich der Aufsichtsrat am Nachmittag des 29. Mai 2018 erneut zu einer außerordentlichen Sitzung, an der elf Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen haben. In dieser Sitzung wurde der Beschluss, die Zustimmung zum Abschluss des Business Combination Agreement zu erteilen, ausdrücklich bestätigt.
Zweite ordentliche Sitzung am 12. Juni 2018
Hauptthemen der zweiten ordentlichen Sitzung am 12. Juni 2018, an der elf Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen, waren die Durchführung der Effizienzprüfung sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung, die am folgenden Tag stattfand. Die Effizienzprüfung wurde erstmals mit einem deutlich erweiterten Fragenkatalog durchgeführt. Der Aufsichtsrat hat umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung seiner Effizienz vereinbart, deren Abarbeitung in den nächsten Aufsichtsratssitzungen erfolgen sollte und tatsächlich auch erfolgt ist. In Vorbereitung der Hauptversammlung diskutierte der Gesamtaufsichtsrat darüber, ob der Beschluss zur Schaffung eines Genehmigten Kapitals im Lichte der von der Jiye Auto Parts GmbH geäußerten Absicht zur Abgabe eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der GRAMMER AG zur Abstimmung gestellt werden soll und traf ebenso wie der Vorstand die Entscheidung, den entsprechenden Beschlussvorschlag zurückzuziehen, da nach dem Vollzug des (zum damaligen Zeitpunkt nur angekündigten) Übernahmeangebots größere Veränderungen in der Zusammensetzung des Aktionärskreises zu erwarten waren und erst der dann bestehende Aktionärskreis über die Schaffung und Ausgestaltung eines neuen Genehmigten Kapitals und damit über die Rahmenbedingungen für eine neue Ermächtigung der Hauptversammlung an den Vorstand zur Ausgabe von Aktien entscheiden sollte. Zur Vorstandsvergütung wurde die Konkretisierung der Berechnung der Parameter des Vergütungssystems sowie der Systematik der Festlegung der Tranchen des LTI sowie deren Auszahlungsbedingungen beschlossen.
Fünfte außerordentliche Sitzung am 6. Juli 2018
Am 6. Juli 2018 fand die fünfte außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. An dieser Sitzung nahmen elf Aufsichtsratsmitglieder teil. Diese Sitzung wurde unmittelbar nach Veröffentlichung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Jiye Auto Parts GmbH am 25. Juni 2018 zur Vorstellung der beiden Fairness Opinions der von GRAMMER beauftragten Berater, zur Bewertung des Übernahmeangebots durch den Aufsichtsrat sowie die Beratung über die gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat und deren Verabschiedung einberufen. Beide Fairness Opinions sind zu dem Ergebnis gelangt, dass der Angebotspreis fair ist bzw. war. Das Übernahmeangebot wurde vom Aufsichtsrat geprüft und bewertet.Auf dieser Basis hat der Aufsichtsrat für sich die am 6. Juli 2018 veröffentlichte, begründete gemeinsame Stellungnahme beschlossen. In dieser Stellungnahme haben Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären der GRAMMER AG die Annahme des Angebots empfohlen.
Am 24. Juli 2018 fand die sechste außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Sie war erforderlich aufgrund der am 18. Juli 2018 veröffentlichten Änderung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots. An dieser Sitzung nahmen elf Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Verabschiedet wurde die ergänzende gemeinsame begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat, in der den Aktionären der GRAMMER AG weiterhin die Annahme des Angebots empfohlen wurde.
Am 16. August 2018 fand die siebte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Sie wurde telefonisch abgehalten, zehn Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen teil. Der Aufsichtsrat wurde in dieser Sitzung ausführlich über den aktuellen Stand des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots unterrichtet sowie über den Start des Projekts "Material Asset Restructuring", ein Verfahren, das nach chinesischen regulatorischen Vorgaben erforderlich ist, um die Einbringung der Beteiligung an GRAMMER in die börsennotierte Ningbo Jifeng beantragen zu können.
Die achte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats fand am 31. August 2018 statt. An der telefonisch abgehaltenen Sitzung nahmen zehn Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Gegenstand waren der erfolgreiche Abschluss des Übernahmeangebots nach Ablauf der weiteren Annahmefrist und dessen rechtliche Auswirkungen.
An der dritten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. September 2018 nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Nach der Mitteilung über die geplante Ausübung der Change-of-Control-Klausel durch alle Mitglieder des Vorstands am 24. September 2018 wurde jedes Vorstandsmitglied gebeten, dem Aufsichtsrat seine jeweiligen Gründe für das Ausscheiden zu erläutern. Der Prozess der Suche nach möglichen Nachfolgern wurde skizziert und die weitere Vorgehensweise verabschiedet.
Weitere Themenschwerpunkte der Sitzung waren das Update zum Stand des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Jiye Auto Parts GmbH, das am 6. September 2018 vollzogen wurde. Informiert wurde über den Stand der Erfüllung der Vollzugsbedingungen zum Kauf der Toledo Molding & Die, Inc., USA, sowie die Finanzierung dieser Akquisition. Im Follow-up zu der Effizienzprüfung wurden u. a. Schulungsangebote für Aufsichtsräte vorgestellt und ein Update zum Fragebogen zur Effizienzprüfung 2019 verabschiedet. Der Ad-hoc-Ausschuss wurde aufgelöst, als weiterer Ausschuss wurde ein Präsidium des Aufsichtsrats eingerichtet und die Geschäftsordnung entsprechend angepasst.
Das Vergütungssystem des Vorstands stand erneut auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung. Nach dem Ausscheiden aus dem SDAX zum 24. September 2018 wurde darüber beraten, welche Auswirkungen dies auf den Langfristbonus hat, da die Entwicklung des GRAMMER Aktienkurses im Verhältnis zur SDAX-Entwicklung in der Vergütungskomponente "Total Shareholder Return" abgebildet ist. Ein Projekt zur Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Compliance-Management-Systems wurde vorgestellt und ein Update zum Neubau der Konzernzentrale sowie des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Ursensollen bei Amberg gegeben.
Am 25. Oktober 2018 fand die neunte außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, an der elf Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen haben. Informiert wurde über den aktuellen Stand der Diskussionen hinsichtlich der Nachfolgeplanung des Vorstands der GRAMMER AG sowie über die Beauftragung eines Personalberaters zur Begleitung des Prozesses der Nachbesetzung von Vorstandspositionen. Das Anforderungsprofil für die vakanten Vorstandsmandate wurde im Gesamtaufsichtsrat verabschiedet.
Am 11. Dezember 2018 fand die vierte ordentliche Aufsichtsratssitzung mit allen Mitgliedern des Aufsichtsrats statt. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Vorstandsnachfolge. Der Gesamtaufsichtsrat wurde über den aktuellen Stand der Suche nach Nachfolgern für die ausscheidenden Vorstände sowie den weiteren Prozess informiert. Der Aufsichtsrat hat sich dafür ausgesprochen, Herrn Manfred Pretscher einen Nachtrag zu seinem Dienstvertrag mit dem Ziel anzubieten, ihn bis zum 30. Juni 2019 kommissarisch zum CEO und Arbeitsdirektor sowie bis zur Bestellung des CFO als Interims-CFO zu bestellen. Herr Manfred Pretscher wurde daraufhin mit Wirkung ab 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019 kommissarisch zum CEO und Arbeitsdirektor sowie zum Interims-CFO bestellt. Für die Vorstandsnachfolge wurde zudem festgelegt, Herrn Jens Öhlenschläger das Mandat des COO mit Wirkung zum 1. Januar 2019 anzubieten. Sein Dienstvertrag wurde vom Aufsichtsrat verabschiedet. Das Vergütungssystem wurde aufgrund der neuen Geschäftsverteilung durch einen externen Vergütungsexperten überprüft und die vorgeschlagenen Änderungen ab 1. Januar 2019 wurden vom Aufsichtsrat genehmigt. Zu den vakanten Positionen wurde ein Update gegeben. Der Plan zur Integration der Toledo Molding & Die, Inc. wurde vorgestellt. Zu der Gründung eines Joint Ventures in Indien mit dem Partner AllyGrow Technologies wurde ein Überblick zum aktuellen Stand gegeben. Die geplanten Neuregelungen im Deutschen Corporate Governance Kodex wurden besprochen und die Neufassung der Entsprechenserklärung wurde verabschiedet.
In der zehnten außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 20. Dezember 2018, an der alle Mitglieder teilgenommen haben, wurde über den Beschlussvorschlag des Personal- und Vermittlungsausschusses abgestimmt, in dem die Bestellung von Herrn Jens Öhlenschläger als COO vorgeschlagen wurde. Der Aufsichtsrat hat entschieden, Herrn Jens Öhlenschläger mit Wirkung zum 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021 zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Zudem wurde ein Update zur Vorstandsnachfolge gegeben.
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Eine individualisierte Offenlegung der Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse findet sich im Kapitel Corporate Governance-Bericht (Seite 28 im Geschäftsbericht). Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats nicht an Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilnehmen konnten, waren diese entschuldigt und gaben ihre Stimme in der Regel schriftlich ab.
UMLAUFBESCHLÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Im Geschäftsjahr 2018 fasste der Aufsichtsrat der GRAMMER AG zwei Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens. Der Abschluss eines Share Purchase Agreements zum Kauf der Toledo Molding & Die, Inc., USA, sowie der Abschluss eines Kreditvertrages zur Finanzierung dieser M&A-Transaktion wurden am 25. Mai 2018 vom Aufsichtsrat freigegeben. Mit Umlaufbeschluss vom 9. Oktober 2018 wurden die temporäre Erweiterung des Personal- und Vermittlungsausschusses um zwei Personen mit Wirkung ab dem 15. Oktober und die entsprechende Anpassung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats beschlossen.
AUSSCHÜSSE DES AUFSiCHTSRATS
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr zunächst fünf, mit Wirkung ab 26. September 2018 sechs Ausschüsse gebildet, die sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 wie folgt zusammensetzten:
Strategieausschuss
- Horst Ott
- Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
- Lars Roder
- Dr. Bernhard Wankerl
Personal- und Vermittlungsausschuss
- Andrea Elsner (ab 15. Oktober 2018)
- Dr. Peter Merten (ab 15. Oktober 2018)
- Horst Ott
- Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
- Lars Roder
- Dr. Bernhard Wankerl
Prüfungsausschuss
- Andrea Elsner
- Wolfram Hatz (Vorsitzender)
- Martin Heiß
- Dr. Klaus Probst
Nominierungsausschuss
- Wolfram Hatz
- Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
- Dr. Bernhard Wankerl
Ad-hoc-Ausschuss (bis 26. September 2018)
- Andrea Elsner
- Wolfram Hatz
- Martin Heiß
- Ingrid Hunger
- Harald Jung
- Dr. Peter Merten
- Horst Ott
- Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
- Lars Roder
- Dr. Bernhard Wankerl
Präsidium (ab 26. September 2018)
- Horst Ott
- Dr. Klaus Probst
Im Geschäftsjahr 2018 fanden insgesamt 18 Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse statt. Über die Inhalte der Sitzungen der dauerhaft eingerichteten Ausschüsse wurde in der jeweils folgenden Aufsichtsratssitzung informiert.
Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Er beobachtet die Fortschritte, bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie vor und gibt dem Gremium Beschlussempfehlungen. Der Ausschuss tagte im Berichtsjahr 2018 zweimal. An der Sitzung am 20. März 2018 nahmen alle Mitglieder des Ausschusses teil. Beraten wurde über die strategische Partnerschaft mit Ningbo Jifeng. In der Sitzung am 26. Oktober 2018 stand die Vorbereitung der Sitzung des Aufsichtsrats am 11. Dezember 2018, in der die Strategie des GRAMMER Konzerns 2018-2023 auf der Tagesordnung stand, im Vordergrund. Die Division Manager erhielten die Gelegenheit, ihre Strategie vor dem Strategieausschuss zu präsentieren und Fragen zur Strategie zu beantworten.
Der Personal- und Vermittlungsausschuss nimmt neben seinen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz auch Aufgaben im Zusammenhang mit Vorstandsangelegenheiten wahr. Er bereitet Personalentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats vor. Im Berichtsjahr hat dieser Ausschuss neunmal getagt. Alle Mitglieder nahmen an diesen Sitzungen teil. In der Sitzung am 19. März 2018 wurde die Zielerreichung 2017 des Vorstandes der GRAMMER AG überprüft sowie über die Anwendung der Bonus-/Malus-Regelung gesprochen und ein entsprechender Beschlussvorschlag an den Gesamtaufsichtsrat formuliert. In der Sitzung vom 7. Juni 2018 wurden Einzelaspekte der Berechnung der Parameter des Vergütungssystems sowie der Systematik der Festlegung der Tranchen des LTI beleuchtet. In der Sitzung vom 26. September 2018 war Schwerpunkt die Mitteilung aller Vorstandsmitglieder, ihr Mandat niederlegen zu wollen, sowie der Prozess der Nachbesetzung.# Jahres- und Konzernabschluss
Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr bestellt. Der Prüfungsausschuss erteilte am 26. Juli 2018 den entsprechenden Prüfungsauftrag für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss 2018.
Der Abschlussprüfer hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der GRAMMER AG und den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns sowie den Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns.
Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte fest, dass der Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns die Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend wiedergibt.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein geeignetes Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, um frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Die Berichte und Abschlussunterlagen des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung vor und wurden eingehend geprüft. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses zum Jahres- und Konzernabschluss am 1. März 2019 als auch in der Bilanzaufsichtsratssitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2019 berichtete die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.
Nach eingehender Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 sowie des Lageberichts der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns hat der Aufsichtsrat diesbezüglich keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich somit dem Prüfungsergebnis der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigte sodann den Jahresabschluss der GRAMMER AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018.
Der Jahresabschluss der GRAMMER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
ZUSAMMENGEFASSTER GESONDERTER NICHTFINANZIELLER BERICHT
In der Bilanzaufsichtsratssitzung vom 15. März 2019 hat sich der Aufsichtsrat mit der nichtfinanziellen Berichterstattung des Unternehmens befasst. Der vom Vorstand vorgelegte zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht beschreibt den Umgang mit ökonomischen, sozialen, gesellschaftlichen und Umweltthemen. Er wurde erstmals mit dem Jahresabschluss 2017 veröffentlicht. Im Geschäftsbericht 2018 ist der aktuelle zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht auf Seite 12 abgedruckt.# CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
CORPORATE GOVERNANCE BEI GRAMMER
GRAMMER verfolgt das Ziel einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance). Die Grundlagen dafür bilden gesetzliche Regelungen, die Satzung der GRAMMER AG, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex), die bei allen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen für eine deutsche Aktiengesellschaft verfügt die GRAMMER AG über ein duales Führungssystem, das durch eine personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und Geschäftsführungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. Nachfolgend berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über unsere Corporate Governance sowie gemäß § 289f HGB über unsere wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
UMSETZUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Am 11. Dezember 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:
Entsprechenserklärung der GRAMMER AG vom 11. Dezember 2018
Vorstand und Aufsichtsrat erklären:
Die GRAMMER AG hat den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 sowie in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab deren Bekanntmachung am 24. April 2017 (Kodex) seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. Dezember 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit zwei Ausnahmen:
-
Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4
Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 und 4 des Kodex sollen im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Vergütungskomponenten gesondert dargestellt werden; für diese Informationen sollen die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offen gelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Die bisherige Darstellung erachten Vorstand und Aufsichtsrat als hinreichend transparent. Daher erfolgt keine weitere Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen. -
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine pauschale Regelgrenze individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat möchte sich daher die Flexibilität offen halten, Kandidaten zur Aufsichtsratswahl vorzuschlagen, die aus ihrer langjährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat der GRAMMER AG große Erfahrungen mit dem Unternehmen haben und sich in ihrer Aufsichtsratstätigkeit bewährt haben.
Amberg, den 11. Dezember 2018
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG abrufbar.
Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex mit zwei Ausnahmen:
- Ziffer 2.3.3 des Kodex regt an, den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien wie das Internet zu ermöglichen. Diese Möglichkeit bietet die GRAMMER AG derzeit nicht an und plant aktuell auch nicht, eine Übertragung der Hauptversammlung anzubieten.
- Ziffer 4.1.3 Satz 3 2. Halbsatz regt an, ein Hinweisgebersystem für Dritte in Bezug auf die Beachtung und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien zu installieren. Ein derartiges Hinweisgebersystem gibt es derzeit nur für die Mitarbeiter des Unternehmens.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS DER GRAMMER AG - ZIELE UND UMSETZUNGSSTAND
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG besteht aus insgesamt 12 Mitgliedern. Er setzt sich gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz paritätisch aus jeweils sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner zusammen.
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG strebt eine Zusammensetzung an, die eine qualifizierte Aufsicht und Beratung des Vorstands der GRAMMER AG sicherstellt. Seine Kriterien orientieren sich an den aktuellen Kodex-Regelungen bezogen auf Diversity, einer angemessenen Beteiligung von Frauen sowie an den Kriterien Unabhängigkeit, Erfahrung, Internationalität und fachliche Kenntnis der Mitglieder. Zudem sollten die Mitglieder über die Integrität, Persönlichkeit und Leistungsbereitschaft für dieses Amt verfügen, die erforderlich sind, um die Aufgaben des Aufsichtsrats in einem international tätigen, kapitalmarktorientierten Industriekonzern ordnungsgemäß und erfolgreich wahrnehmen zu können. Diese Kriterien wurden in einem Kompetenzprofil definiert und in einem entsprechenden Fragebogen zusammengefasst, der eine wesentliche Grundlage für die Prüfung der Eignung eines Kandidaten bildet. Ferner soll bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Interesse eines erfolgreichen Zusammenwirkens im gesamten Gremium auf hinreichende Vielfalt (Diversity) im Hinblick auf unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen geachtet werden.
Gemäß § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG muss sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammensetzen. Diese Quote ist jeweils von der Aktionärsvertreterseite und der Arbeitnehmervertreterseite separat zu erfüllen, da der Gesamterfüllung widersprochen wurde (Getrennterfüllung).
Zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats werden nur Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl nicht älter als 70 Jahre sind. Eine Höchstdauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Die Suche und Evaluierung der Nachfolgekandidaten obliegt dem Nominierungsausschuss. Er berücksichtigt zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung oben benannten Ziele sowie das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats.
UMSETZUNG VON DIVERSITY-ZIELEN
Für den Aufsichtsrat der GRAMMER AG gilt § 96 Abs.# Corporate Governance Report
2 AktG, which stipulates that the Supervisory Board must be composed of at least 30% women and 30% men, respectively. The legal quota also corresponds to the Supervisory Board’s target. In the reporting year 2018, this quota was met.
§ 111 para. 5 AktG stipulates for stock corporations that the Supervisory Board must set target figures for the proportion of women on the Executive Board. In accordance with § 76 para. 4 AktG, the Executive Board also sets target figures for the proportion of women in the two management levels below the Executive Board. When setting the target figures for the proportion of women on the Executive Board and the two management levels below the Executive Board, GRAMMER AG, as a technology-oriented company, must take into account industry-specific conditions and the current proportion of women in the workforce.
In March 2017, the Supervisory Board reviewed the target quota for the Executive Board and set a target figure of 33%. The target figure is to be achieved by December 31, 2020, with a review of the target quota to be carried out at the latest in the last ordinary Supervisory Board meeting in 2020.
In the 2018 financial year, the target quota was not met, as the Executive Board comprised three men and no women. Mr. Hartmut Müller (CEO) and Mr. Gérard Cordonnier (CFO) resigned from the Executive Board effective December 31, 2018. Effective January 1, 2019, Mr. Jens Öhlenschläger was appointed COO, and Mr. Manfred Pretscher took over the roles of CEO, CFO, and Labor Director on an interim basis.
For the next two management levels below the Executive Board of GRAMMER AG, the Executive Board has set a target figure (international) for the proportion of women of 15% for the first management level below the Executive Board and 20% for the second management level (international) below the Executive Board. For Germany, a target quota of 10% for the first management level and 15% for the second management level has been set. A review is carried out annually.
CURRENT TARGET ACHIEVEMENT AS OF DECEMBER 31, 2018
| TOP MANAGEMENT | MIDDLE MANAGEMENT | |
|---|---|---|
| Target quota international | 15 % | 20 % |
| Actual quota international | 16.13 % | 20 % |
| Target quota Germany | 10 % | 15 % |
| Actual quota Germany | 12 % | 15.09 % |
SHAREHOLDERS AND GENERAL MEETING
Each share in GRAMMER AG generally grants one vote. During the General Meeting on June 13, 2018, all shareholders were once again able to exercise their voting rights on an equal footing and engage in dialogue with the members of the Executive Board and Supervisory Board on all agenda items.
The convocation of the General Meeting, as well as the legally required reports and documents, including the Annual Report, were easily accessible to shareholders on the company's website and were available along with the agenda in German and, predominantly, in English. All other relevant information was also published on the GRAMMER website or sent upon request.
To facilitate the exercise of their rights by shareholders who could not attend, two proxy representatives were available during the General Meeting for the instruction-based exercise of voting rights. They could be authorized and instructed at any time and were continuously available to all shareholders present at the General Meeting during the event. For shareholders who initially attended the General Meeting but wished to leave before its conclusion without waiving their voting rights, the proxy representatives appointed by GRAMMER were also available for authorization during the General Meeting itself. Details on proxy representation are announced in the invitation to each General Meeting.
MANAGEMENT AND ADMINISTRATION BY THE EXECUTIVE BOARD
The Executive Board is responsible for the strategy, management, and administration of GRAMMER AG. It acts in the interest of the shareholders and all stakeholders with the goal of sustainably securing and increasing the company's value. To this end, it develops a suitable strategy, coordinates it with the Supervisory Board, and ensures its implementation. Its responsibilities also include effective opportunities and risk management and controlling, as well as ensuring compliance (adherence to legal provisions and internal company guidelines) throughout the Group.
The cooperation and division of tasks within the Executive Board are governed by law, the German Corporate Governance Code (DCGK), and the Executive Board's rules of procedure, which also define the Executive Board's information and reporting obligations. Furthermore, the rules of procedure specify the divisional responsibilities of the individual Executive Board members, matters reserved for the entire Executive Board, the required majority for resolutions, and a list of transactions requiring the Supervisory Board's approval.
As of December 31, 2018, the Executive Board of GRAMMER AG was composed as follows:
- Hartmut Müller, Chairman of the Executive Board (CEO), Labor Director, member of the Executive Board since 2007, appointed until January 31, 2022; resigned effective December 31, 2018
- Gérard Cordonnier, Chief Financial Officer (CFO), member of the Executive Board since 2015, appointed until May 31, 2021; resigned effective December 31, 2018
- Manfred Pretscher, Chief Operating Officer (COO), member of the Executive Board since 2010, appointed until July 31, 2021.
Mr. Pretscher was appointed CEO, CFO, and Labor Director effective January 1, 2019; he will be available to the company until June 30, 2019, after exercising his change-of-control clause. Mr. Jens Öhlenschläger was newly appointed to the Executive Board effective January 1, 2019. The appointment is limited until December 31, 2021. Mr. Jens Öhlenschläger has taken over the responsibilities of COO.
The description of the main features of the remuneration system is contained in the Remuneration Report.
WORK OF THE SUPERVISORY BOARD
The Supervisory Board of GRAMMER AG supervises and advises the Executive Board in the management of the company. The work of the Supervisory Board is governed by law, the Articles of Association, the DCGK, and its rules of procedure. Furthermore, there are Audit, Nomination, and Strategy Committees, a Personnel and Mediation Committee, and, since September 26, 2018, a Presidium. The ad-hoc committee was dissolved effective September 26, 2018. The committees met regularly in the reporting year.
The Chairman of the Audit Committee is independent, is not simultaneously Chairman of the Supervisory Board, and possesses, as a financial expert, the special knowledge and experience required for this office in the application of accounting principles and internal control procedures. He has never been a member of the Executive Board of GRAMMER AG.
Information on the composition of the committees is provided in the "Supervisory Board and Executive Board" chapter of the 2018 Annual Report. Further details on the working methods of the Supervisory Board and the number and focus of committee meetings in 2018 are presented in detail in the Supervisory Board's Report. Information on the structure and amount of remuneration for the Supervisory Board is provided in the Remuneration Report.
The Supervisory Board reviews the efficiency of its work annually using a comprehensive questionnaire. The efficiency review is conducted with regard to, among other things, cooperation within the committee, the availability of information, and the decision-making process. Based on the results, the plenum discusses potential improvements and decides on suitable measures. The last efficiency review was conducted in 2018, and numerous measures to improve efficiency were implemented. An overview of the mandates held by all Supervisory Board members can be found in the "Supervisory Board and Executive Board" chapter.
PARTICIPATION IN SUPERVISORY BOARD MEETINGS
The Supervisory Board of GRAMMER AG convened for four ordinary and ten extraordinary meetings in the past year. Five regular meetings are planned for the current year 2019. Extraordinary meetings will be held as needed. The committees also hold regular meetings.
Resolutions of the Supervisory Board are passed by a simple majority of the votes cast, unless the law mandates otherwise. In the event of a tie, the Chairman of the Supervisory Board shall have two votes in a repeated vote if this also results in a tie.
The Supervisory Board considers it part of good corporate governance to disclose participation in Supervisory Board plenum and committee meetings on an individual basis:
PARTICIPATION IN SUPERVISORY BOARD MEETINGS
| SUPERVISORY BOARD PLENUM | STRATEGY COMMITTEE | PERSONNEL AND MEDIATION COMMITTEE (from October 15, 2018, in expanded form) | AUDIT COMMITTEE | AD-HOC COMMITTEE | NOMINATION COMMITTEE | PRESIDIUM | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | MEETING ATTENDANCE | ATTENDANCE IN PERCENT | |
| Andrea Elsner | 11/14 | 78% | 7/7 | 100% | 6/6 | 100% | 1/1 | 100% | ||||||
| Tanja Fondel | 13/14 | 93% | ||||||||||||
| Wolfram Hatz | 14/14 | 100% | 6/6 | 100% | 1/1 | 100% | 1/1 | 100% | ||||||
| Martin Heiß | 13/14 | 93% | 6/6 | 100% | 1/1 | 100% | ||||||||
| Ingrid Hunger | 14/14 | 100% | 1/1 | 100% | ||||||||||
| Harald Jung | 14/14 | 100% | 0/1 | 0% | ||||||||||
| Dr. Peter Merten | 14/14 | 100% | 7/7 | 100% | 0/1 | 0% | ||||||||
| Horst Ott (Deputy Chairman) | 11/14 | 78% | 2/2 | 100% | 10/10 | 100% | 0/1 | 0% | 1/1 | 100% | ||||
| Dr. Klaus Probst (Chairman) | 14/14 | 100% | 2/2 | 100% | 10/10 | 100% | 6/6 | 100% | 1/1 | 100% | 1/1 | 100% | 1/1 | 100% |
| Lars Roder | 14/14 | 100% | 2/2 | 100% | 10/10 | 100% | 1/1 | 100% | 1/1 | 100% | ||||
| Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser | 12/14 | 86% | ||||||||||||
| Dr. Bernhard Wankerl | 14/14 | 100% | 2/2 | 100% | 10/10 | 100% | 6/6 | 100% | 0/1 | 0% | 1/1 | 100% |
1 Ms. A.# H1
ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG arbeiteten im Berichtsjahr wiederum eng und vertrauensvoll zum Wohl des Unternehmens zusammen. Dabei waren die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands durch dessen Geschäftsordnung bestimmt. Bei den Aufsichtsratssitzungen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich, offen und unter Wahrung der strengen Vertraulichkeit alle wichtigen strategischen Entscheidungen sowie zustimmungspflichtige Geschäfte. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, aktuell und umfassend über alle wichtigen Ereignisse sowie über die Planung, den Geschäftsverlauf, die Risikosituation und Compliance-Maßnahmen. In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen, bei denen der Vorstand anwesend war, berieten sich die Vorsitzenden der beiden Gremien laufend über alle relevanten aktuellen Themen. Der Bericht des Aufsichtsrats enthält zusätzliche Informationen über die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt, der pro Schadensfall mindestens 10 % und maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung des einzelnen Mitglieds beträgt.
COMPLIANCE MANAGEMENT SYSTEM
"Integrität ist die Basis unseres Erfolgs", so lautet das Eingangsstatement des GRAMMER Verhaltenskodex, der erstmals im Mai 2006 veröffentlicht wurde und mit dem der Grundstein des heutigen Compliance Management Systems bei GRAMMER gelegt wurde. Geschäftlicher Erfolg kann nur dann dauerhaft erreicht werden, wenn Gesetze und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden. Diese Unternehmenskultur trägt dazu bei, das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen zu fördern, Kompetenzen weiterzuentwickeln und insbesondere Integrität als Voraussetzung für ein vertrauensvolles Miteinander zu schätzen. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter des GRAMMER Konzerns bindend. Er fasst die wichtigsten externen und internen Grundsätze und Regeln zusammen und enthält verbindliche Regeln für fairen Wettbewerb sowie bezüglich Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Bestimmungen zum Umgang mit vertraulichen Informationen sowie zur Vermeidung von Korruption und Insiderhandel vervollständigen den Verhaltenskodex. Der Vorstand befasste sich im Berichtszeitraum regelmäßig mit der Weiterentwicklung des Compliance Management Systems und stellte die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sicher. Im Berichtsjahr wurde unter Einbindung externer Berater ein Projekt initiiert zur Weiterentwicklung des Compliance Management Systems sowie des Risikomanagementsystems, das voraussichtlich in 2019 abgeschlossen werden kann. Die Gesamtverantwortung für Compliance liegt ressortübergreifend in der Zuständigkeit des Gesamtvorstands. Dieser und das gesamte Management tragen die Verantwortung jedes Einzelnen für compliancegerechtes Handeln ins Unternehmen hinein. Zudem wurde das "Kodex-Team" eingerichtet, ein Gremium aus internen Fachexperten. Die Verantwortung, compliancekonformes Verhalten zu fördern und als Vorbild zu dienen, obliegt dem Management des GRAMMER Konzerns. Neben umfangreichem Informationsmaterial im Intranet des GRAMMER Konzerns stehen den Mitarbeitern spezielle webbasierte Trainingsmodule zu compliance-relevanten Themengebieten zur Verfügung, die nach bestandenem Test mit einem Zertifikat abschließen. Alle neu eintretenden Mitarbeiter werden in einer Präsenzschulung zum Verhaltenskodex geschult. Werden Mitarbeitern bestimmte Verstöße gegen Gesetze oder Richtlinien bekannt, können sie sich an die definierten internen Ansprechpartner wenden. Informationen zum internen Hinweisgebersystem stehen den GRAMMER Mitarbeitern derzeit in 14 Sprachen zur Verfügung. Konzernweit ist eine hohe Vertrautheit mit den im Verhaltenskodex verankerten GRAMMER Grundwerten festzustellen. Compliance-Audits durch die Interne Revision sowie Audits in den Fachbereichen runden das Compliance Management System bei GRAMMER ab.
TRANSPARENZ
Die GRAMMER AG informierte Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit im Berichtsjahr jeweils gleichberechtigt, aktuell und umfassend über die Entwicklung des Unternehmens und wesentliche Vorkommnisse. Dafür nutzte die Gesellschaft wie bereits in den Vorjahren eine Vielzahl von Medien. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie ausführliche zusätzliche ergänzende Informationen standen jeweils zeitnah auf der GRAMMER Website zur Verfügung. Die Publikationen, beispielsweise Ad-hoc-Meldungen, Medienmitteilungen, Zwischen- und Geschäftsberichte, wurden stets in deutscher und englischer Sprache herausgegeben. Angeboten wurden Telefonkonferenzen, zudem fand die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz statt. Der aktuelle Finanzkalender, der über alle wesentlichen Veröffentlichungs- und Veranstaltungstermine informiert, ist ebenfalls auf der Website einsehbar.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Konzernabschluss für das Jahr 2018 sowie der Halbjahresbericht und die Quartalsmitteilungen des GRAMMER Konzerns wurden unter Beachtung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS) aufgestellt. Die Hauptversammlung wählte am 13. Juni 2018 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, ("EY") zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr. Dem Wahlvorschlag ging eine Unabhängigkeitsprüfung voraus. Damit wurden geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer, dessen Organen und Prüfungsleitern einerseits sowie der GRAMMER AG und ihren Organmitgliedern andererseits ausgeschlossen, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. EY gab hierzu eine entsprechend verbindliche Unabhängigkeitserklärung ab. Ferner vereinbarte der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer, dass ihm dieser unverzüglich über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Demnach ist der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er Tatsachen feststellt, die zu einer Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex führen.
AKTIENGESCHÄFTE UND AKTIENBESITZ
Alle Aktiengeschäfte nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung werden unverzüglich veröffentlicht, sobald die GRAMMER AG davon Kenntnis erhält. Für das Jahr 2018 wurden folgende Transaktionen gemeldet:
Herr Dr. Klaus Probst - Verkauf von 20.000 Aktien im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Jiye Auto Parts GmbH am 13. August 2018.
Amberg, 15. März 2019
GRAMMER AG
Für den Vorstand
Manfred Pretscher
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst