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GRAMMER AG — Audit Report / Information 2016
Apr 25, 2017
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Audit Report / Information
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GRAMMER Aktiengesellschaft
Amberg
GRAMMER AG: Jahresabschluss 2016
GRAMMER Aktiengesellschaft Amberg
Zur Einreichung zum Bundesanzeiger Jahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2016
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Hinweis:
Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.
Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 3. März 2017
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Sieger, Wirtschaftsprüfer
Oßmann, Wirtschaftsprüfer
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
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| (Anhang) | TEUR | TEUR | 31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | (1) | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 14.353 | 13.099 | ||
| II. Sachanlagen | 27.660 | 30.530 | ||
| III. Finanzanlagen | 294.600 | 226.658 | ||
| 336.613 | 270.287 | |||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| I. Vorräte | (2) | 88.104 | 65.598 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (3) | 153.379 | 182.452 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 64.538 | 76.855 | ||
| 306.021 | 324.905 | |||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 840 | 685 | ||
| 643.474 | 595.877 | |||
| PASSIVA | ||||
| (Anhang) | TEUR | TEUR | 31.12.2015 TEUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | (4) | 29.555 | 29.555 | |
| Rechnerischer Betrag eigener Anteile | -845 | -845 | ||
| Ausgegebenes Kapital (Bedingtes Kapital TEUR 14.777; Vj. TEUR 14.777) | 28.710 | 28.710 | ||
| II. Kapitalrücklage | (5) | 74.651 | 74.651 | |
| III. Gewinnrücklagen | (6) | 73.489 | 45.016 | |
| IV. Bilanzgewinn | 51.246 | 31.184 | ||
| 228.096 | 179.561 | |||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | (7) | 65.630 | 67.476 | |
| 2. Steuerrückstellungen | (8) | 818 | 60 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (8) | 26.226 | 19.440 | |
| 92.674 | 86.976 | |||
| C. VERBINDLICHKEITEN | (9) | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 256.500 | 260.000 | ||
| 2. Erhaltene Anzahlungen | 3.429 | 3.306 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.925 | 18.529 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 39.713 | 40.291 | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.137 | 7.214 | ||
| 322.704 | 329.340 | |||
| 643.474 | 595.877 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2016
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| (Anhang) | TEUR | 2015 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (10) | 587.893 | 583.967 |
| 2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 24.879 | -8.815 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 150 | 32 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (11) | 4.776 | 13.004 |
| Gesamtleistung | 617.698 | 588.188 | |
| 5. Materialaufwand | (12) | 470.359 | 439.533 |
| 6. Personalaufwand | (13) | 85.564 | 80.979 |
| 7. Abschreibungen | 8.646 | 8.073 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (14) | 59.097 | 54.374 |
| -5.968 | 5.229 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 23.207 | 21.570 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 23.207 (Vj. TEUR 21.570) | |||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 51.027 | 21.768 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 51.027 (Vj. TEUR 21.768) | |||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 3.451 | 2.987 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 3.090 (Vj. TEUR 2.623) | |||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 978 | 329 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 754 (Vj. TEUR 309) | |||
| - davon aus der Abzinsung TEUR 210 (Vj. TEUR 0) | |||
| 13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | (15) | 71 | 0 |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (16) | 10.122 | 16.246 |
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 7 (Vj. TEUR 18) | |||
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (17) | 5.279 | 3.659 |
| 16. Ergebnis nach Steuern | 57.223 | 31.978 | |
| 17. Sonstige Steuern | 277 | 84 | |
| 18. Jahresüberschuss | 56.946 | 31.894 | |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 22.773 | 15.237 | |
| 20. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -28.473 | -15.947 | |
| 21. Bilanzgewinn | (18) | 51.246 | 31.184 |
Anhang
der GRAMMER Aktiengesellschaft Amberg (eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Amberg unter HRB 1182) für das Geschäftsjahr 2016
A) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung
Der Jahresabschluss der GRAMMER AG wird nach handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt und in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 266 HGB und § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB gegliedert. Hierbei wurden einzelne, mit arabischen Zahlen versehene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern.
Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.
Das Sachanlagevermögen wird - mit Ausnahme der Gebäude - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet. Die Gebäude werden teilweise linear und teilweise degressiv abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 150,01 und € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre jährlich mit 20 % abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.
Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung des Barwerts der erdienten Anwartschaften berücksichtigt. Für die Abzinsung wird auf den jeweiligen von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgestellt. Dabei ist aufgrund der erfolgten Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2016 bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr der gleitende Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern der gleitende Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre zu berücksichtigen. Die GRAMMER AG hat ihre Pensionsverpflichtungen darüber hinaus wiederum unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 15. Mai 2012 (3 AZR 11/10) bewertet, nach der regelmäßig auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 67 Jahren Bezug zu nehmen ist.
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen der Berechnung mit dem siebenjährigen und dem zehnjährigen Durchschnittszinssatz beläuft sich im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 8.392 und unterliegt nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich einer Ausschüttungssperre.
Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung getragen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen über die Anschaffungskosten hinaus werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen bzw. Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der GRAMMER AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ein sich ergebender Überhang der Vermögensgegenstände wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Ein Verpflichtungsüberhang wird unter den Pensionsrückstellungen bzw. unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.
Ein Überhang an passiven latenten Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen, wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern nicht zu aktivieren. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden letztere insoweit verrechnet dargestellt. Verlustvorträge werden berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der GRAMMER AG als steuerlichem Organträger auszugehen ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den erwarteten gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises der GRAMMER AG. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer wurde der Bewertung ein Steuersatz von 29,2 % (Vj. 29,1 %) zugrunde gelegt.
Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung der als insgesamt realisierbar eingeschätzten Verlustvorträge ergibt sich bei der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2016 ein deutlicher Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Die insgesamt erwartete künftige Steuerentlastung wird aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die sich ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und berücksichtigungsfähige Verlustvorträge. Dem stehen verrechnete passive latente Steuern vor allem aufgrund von Bewertungsdifferenzen bei Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Verbindlichkeiten gegenüber.
B) Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus den im Zuge der Gründung der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. erhaltenen Geschäftsanteilen und daneben aus dem Erwerb von Anteilen an der GRAMMER CZ Servicecenter s.r.o. und der GRAMMER AD. Darüber hinaus waren nachträgliche Anschaffungskosten zu den Anteilen an der GRAMMER Automotive CZ s.r.o., der GRAMMER Inc., der GRAMMER Interior Components GmbH, der GRAMMER Interior Components Polska Sp.z.o.o. und der GRAMMER Electronics N.V. zu verzeichnen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Währung | Kurs (1€ =) | Ergebnis in Landeswährung in Tsd. |
Eigenkapital in Landeswährung in Tsd. |
Kapitalanteil unmittelbar in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. GRAMMER Seating Systems Ltd. | Bloxwich, Großbritannien | GBP | 0,73395 | 125 | 380 | 100,00 |
| 2. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa, Türkei | TRY | 3,17650 | 9.570 | 33.088 | 99,40 |
| 3. GRAMMER Inc. | Hudson (WI), USA | USD | 1,08870 | -1.902 | -5.891 | 100,00 |
| 4. GRAMMER do Brasil Ltda. | Atibaia, Brasilien | BRL | 4,31170 | -11.886 | 28.636 | 99,99 |
| 5. GRAMMER Japan Limited | Tokio, Japan | JPY | 131,070 | 138.361 | 703.791 | 100,00 |
| 6. GRAMMER CZ s.r.o. | Tachov, Tschechien | CZK | 27,0230 | -404.156 | -159.830 | 100,00 |
| 7. GRAMMER AD | Trudovetz, Bulgarien | BGN | 1,95580 | 3.081 | 14.865 | 91,46 |
| 8. GRAMMER System GmbH | Amberg, Deutschland | EUR | EAV | 1.826 | 100,00 | |
| 9. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | Xiamen, China | CNY | 7,06080 | -178 | 5.624 | 100,00 |
| 10. GRAMMER France S.A.R.L. | Limonest, Frankreich | EUR | 3 | 85 | 100,00 | |
| 11. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | London (OH), USA | USD | 1,08870 | 2.759 | -32.945 | 50,00 |
| 12. GRAMMER Industries Inc. | Greenville (SC), USA | USD | 1,08870 | 4.603 | 10.687 | 100,00 |
| 13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. | Puebla, Mexiko | MXN | 18,9145 | 51.914 | -277.526 | 99,99 |
| 14. GRAMMER Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | ARS | 14,0533 | 1.882 | 13.173 | 0,00 |
| 15. GRAMMER Automotive Metall GmbH | Amberg, Deutschland | EUR | EAV | 699 | 100,00 | |
| 16. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | Slovenj Gradec, Slowenien | EUR | 773 | 4.631 | 100,00 | |
| 17. GRAMMER Automotive Polska Sp.z.o.o. | Bielsko-Biala, Polen | PLN | 4,26390 | 16.811 | 45.018 | 100,00 |
| 18. GRAMMER Automotive Española S.A. | Olèrdola, Spanien | EUR | 662 | 2.510 | 100,00 | |
| 19. GrammPlast GmbH | Amberg, Deutschland | EUR | -12 | 200 | 0,00 | |
| 20. GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. | Tianjin, China | CNY | 7,06080 | -3.577 | 62.345 | 100,00 |
| 21. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. | Changchun, China | CNY | 7,06080 | 64.423 | 288.435 | 100,00 |
| 22. GRAMMER System d.o.o. | Aleksinac, Serbien | RSD | 121,350 | 317.335 | 748.949 | 100,00 |
| 23. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai, China | CNY | 7,06080 | 4.004 | 86.305 | 100,00 |
| 24. GRAMMER Railway Interior GmbH | Amberg, Deutschland | EUR | EAV | 250 | 100,00 | |
| 25. GRAMMER Technical Components GmbH | Kümmersbruck, Deutschland | EUR | EAV | 25 | 100,00 | |
| 26. GRAMMER Electronics N.V. | Aartselaar, Belgien | EUR | -2.024 | 3.219 | 99,84 | |
| 27. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. | Peking, China | CNY | 7,06080 | 4.326 | 5.037 | 100,00 |
| 28. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. | Ceska Lipa, Tschechien | CZK | 27,0230 | -21.004 | 224.961 | 100,00 |
| 29. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. | Jiangyin, China | CNY | 7,06080 | -27.629 | -8.988 | 80,00 |
| 30. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. | Bedfordview, Südafrika | ZAR | 16,9530 | 1.502 | 3.567 | 100,00 |
| 31. GRAMMER Italia srl. | Jesi, Italien | EUR | 23 | 33 | 100,00 | |
| 32. GRAMMER Interior Components GmbH | Hardheim, Deutschland | EUR | 6.3081) | 16.9051) | 100,00 | |
| 33. GRAMMER Interior Components Polska Sp.z.o.o. | Sosnowiec, Polen | PLN | 4,26390 | 4.374 | 40.935 | 100,00 |
| 34. Commercial Vehicle Cluster -Nutzfahrzeug GmbH | Kaiserslautern, Deutschland | EUR | 0 | 61 | 12,34 | |
| 35. GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. | Weinan City, China | CNY | 7,06080 | --2) | --2) | 90,00 |
| 36. GRAMMER CZ Servicecenter s.r.o. | Tachov, Tschechien | CZK | 27,0230 | 212 | 685 | 100,00 |
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| Name der Gesellschaft | Kapitalanteil mittelbar in % |
|---|---|
| 1. GRAMMER Seating Systems Ltd. | |
| 2. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. | |
| 3. GRAMMER Inc. | |
| 4. GRAMMER do Brasil Ltda. | 0,01 |
| 5. GRAMMER Japan Limited | |
| 6. GRAMMER CZ s.r.o. | |
| 7. GRAMMER AD | |
| 8. GRAMMER System GmbH | |
| 9. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | |
| 10. GRAMMER France S.A.R.L. | |
| 11. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | |
| 12. GRAMMER Industries Inc. | |
| 13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. | 0,01 |
| 14. GRAMMER Argentina S.A. | 99,96 |
| 15. GRAMMER Automotive Metall GmbH | |
| 16. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | |
| 17. GRAMMER Automotive Polska Sp.z.o.o. | |
| 18. GRAMMER Automotive Española S.A. | |
| 19. GrammPlast GmbH | 60,00 |
| 20. GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. | |
| 21. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. | |
| 22. GRAMMER System d.o.o. | |
| 23. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. | |
| 24. GRAMMER Railway Interior GmbH | |
| 25. GRAMMER Technical Components GmbH | |
| 26. GRAMMER Electronics N.V. | 0,16 |
| 27. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. | |
| 28. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. | |
| 29. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. | 20,00 |
| 30. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. | |
| 31. GRAMMER Italia srl. | |
| 32. GRAMMER Interior Components GmbH | |
| 33. GRAMMER Interior Components Polska Sp.z.o.o. | |
| 34. Commercial Vehicle Cluster -Nutzfahrzeug GmbH | |
| 35. GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. | |
| 36. GRAMMER CZ Servicecenter s.r.o. |
1) Mit der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 01.01.2016 geschlossen.
2) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 gegründet. Ihr satzungsmäßiges Eigenkapital beträgt TCNY 30.000 (T€ 4.078).
Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres entstammen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften zum 31. Dezember 2015. Die angegebenen Währungskurse beziehen sich ebenfalls auf den 31. Dezember 2015. Bezogen auf die Jahresabschlüsse zum 31.12.2015 bestanden mit der GRAMMER System GmbH, der GRAMMER Automotive Metall GmbH, der GRAMMER Railway Interior GmbH und der GRAMMER Technical Components GmbH Ergebnisabführungsverträge.
(2) Vorräte
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 29 | 194 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 79.552 | 54.641 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.925 | 5.922 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.598 | 4.841 |
| 88.104 | 65.598 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich zu T€ 39.761 bzw. rund 47 % (Vj. 70.138 bzw. 61 %) aus Lieferungen und Leistungen ergeben. Der verbleibende Teil betrifft im Wesentlichen die Gewährung kurzfristiger Kredite und Forderungen aus Gewinnabführungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren zu T€ 2.318 bzw. rund 37 % (Vj. 4.009 bzw. 42 %) aus Lieferungen und Leistungen.
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahreswerte in Klammern)
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| mit einer Restlaufzeit | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr T€ |
von mehr als 1 Jahr T€ |
T€ | |
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 53.395 | 0 | 53.395 |
| (51.169) | (0) | (51.169) | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 84.406 | 0 | 84.406 |
| (115.500) | (0) | (115.500) | |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.291 | 0 | 6.291 |
| (9.457) | (0) | (9.457) | |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.508 | 3.779 | 9.287 |
| (2.679) | (3.647) | (6.326) | |
| 149.600 | 3.779 | 153.379 | |
| (178.805) | (3.647) | (182.452) |
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum 31. Dezember 2016 Forderungen aus Anlagenverkäufen in Höhe von T€ 3.779 (Vj. 3.560) und der Anspruch auf Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens aus der Zeit des körperschaftsteuerrechtlichen Anrechnungsverfahrens in Höhe von T€ 80 (Vj. 157) enthalten.
(4) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2016 in 11.544.674 Stückaktien, die ausschließlich Stammaktien sind, eingeteilt.
Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu € 14.777.182,72 durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.
Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2016 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 844.928,00 und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.
Entsprechend den Vorschriften zum Ausweis eigener Anteile ist der rechnerische Nennwert der vorhandenen eigenen Aktien in Höhe von insgesamt T€ 845 zum 31. Dezember 2016 vom Ausweis des gezeichneten Kapitals offen abgesetzt. Ein darüber hinausgehender Betrag (T€ 1.152) ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Der zum 31. Dezember 2016 vorhandene Bestand an eigenen Aktien wurde vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben. In den Geschäftsjahren 2007 bis 2016 wurden eigene Aktien weder erworben noch veräußert. Die Transaktionen im Geschäftsjahr 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle wochenweise dargestellt:
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| Erwerbszeitpunkt Kalenderwoche | Stückzahl Erwerb | darauf entfallender Betrag des Grundkapitals € |
Anteil am Grundkapital im Erwerbszeitpunkt % |
Anteil am Grundkapital zum 31.12.2016 % |
|---|---|---|---|---|
| 34/2006 | 27.520 | 70.451,20 | 0,2622 | 0,2384 |
| 35/2006 | 19.975 | 51.136,00 | 0,1903 | 0,1730 |
| 36/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 37/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 38/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 39/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 40/2006 | 16.380 | 41.932,80 | 0,1560 | 0,1413 |
| 41/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 42/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 43/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 44/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 45/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 46/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 47/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 48/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 49/2006 | 20.475 | 52.416,00 | 0,1951 | 0,1774 |
| 330.050 | 844.928,00 | 3,1448 | 2,8589 |
Der Vorstand der GRAMMER AG hatte am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28.06.2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG Gebrauch zu machen. Vom 16. August 2006 bis zum 01. Dezember 2007 sollten seitens der Gesellschaft bis zu 10 % des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen.
Die Durchführung des Rückkaufs wurde durch die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (nunmehr UniCredit Bank AG), die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt des Aktienerwerbs unabhängig und unbeeinflusst von der GRAMMER AG traf, abgewickelt. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 II, 20a III WpHG (a. F.) in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003.
Der Erwerb der Aktien wurde über die Börse zu dem im Beschluss der Hauptversammlung angegebenen Erwerbspreis vorgenommen. Der Erwerbspreis je Aktie ohne Erwerbsnebenkosten durfte demnach den durchschnittlichen tagesvolumengewichteten Schlusskurs der Aktien im Xetra-Handel oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen Nachfolgesystem an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % überschreiten bzw. nicht mehr als 20 % unterschreiten.
Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG
Nach § 21 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der Gesellschaft wurden folgende zum 31.12.2016 bestehende Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Mitteilung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung an die GRAMMER AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):
Wynnefield Capital Management LLC., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Management LLC. 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und davon auch 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Capital Inc., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Inc. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 1,25 % (144.436 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2WpHG zugerechnet.
Wynnefield Partners Small Cap Value L.P., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. 3,57 % (412.697 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Partners Small Cap Value L.P. I, New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. I 2,85 % (328.792 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
Joshua Landes, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Joshua Landes 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC.
Nelson Obus, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Nelson Obus 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC.
(veröffentlicht am 05.06.2012)
Nmás1 Dinamia, S.A. mit Sitz in Madrid, Spanien, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 16.09.2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 4,98 % (574.920 Stimmrechte) betrug. Davon werden Nmás1 Dinamia S.A. 4,98 % (574.920 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25.10.2016)
Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 18.10.2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tage 4,999 % (577.158 Stimmrechte) betrug. Davon werden der Dimensional Holdings Inc. 4,999 % (577.158 Stimmrechte) gemäß § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25.10.2016)
Old Mutual Plc, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 12.09.2016 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tage 3,07 % (354.896 Stimmrechte) betrug. Davon werden der Old Mutual Plc 3,07 % (354.896 Stimmrechte) gemäß § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25.10.2016)
Eastern Horizon Group Netherlands B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 08.12.2016 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,001 % (1.154.638 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 10,001 % (1.154.638 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 10 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Cascade International Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland.
(veröffentlicht am 14.12.2016)
Nijaz Hastor, Wolfsburg, Deutschland, hat uns am 24.01.2017 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 03.01.2017 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % betrug. Bis dahin waren ihm 10,22 % (1.180.234 Stimmrechte) nach § 22 WpHG von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 10 % oder mehr beträgt, zuzurechnen: HALOG GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Deutschland.
(veröffentlicht am 26.01.2017)
Alle der GRAMMER AG nach §§ 21 ff. WpHG zugegangenen Mitteilungen sind auf der Website der Gesellschaft beziehungsweise der Plattform der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH einsehbar.
(5) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den in den Geschäftsjahren 1996 (T€ 23.495), 2001 (T€ 34.742) und 2011 (T€ 16.414) durchgeführten Kapitalerhöhungen.
(6) Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Gewinnrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.183.
Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 des Handelsgesetzbuches übersteigen zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals. Eine vom Gesetz abweichende Satzungsbestimmung liegt nicht vor.
Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2016 T€ 72.306 (Vj. 43.833). Der vorhandene Betrag der anderen Gewinnrücklagen wurde entsprechend § 58 Abs. 2 AktG und der Satzung der GRAMMER AG aus den Jahresüberschüssen der Geschäftsjahre 2012 (T€ 6.778), 2013 (T€ 5.612), 2014 (T€ 15.496), 2015 (T€ 15.947) und 2016 (T€ 28.473) eingestellt.
(7) Rückstellungen für Pensionen
Den Pensionsrückstellungen liegen die Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die GRAMMER AG hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert demnach zum 31. Dezember 2016 auf einem Abzinsungssatz von 4,01 % (Vj. 3,89 %). Daneben liegen der Bewertung ein angenommener Gehalts- und Karrieretrend von 2,30 % (Vj. 2,30 %) p. a. und ein Rententrend von 1,70 % (Vj. 1,90 %) p. a. zugrunde.
Die GRAMMER AG hat den aus der Bewertungsänderung nach BilMoG resultierenden Umstellungsbetrag bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig im Ergebnis erfasst.
Einem Erfüllungsbetrag von T€ 65.939 (Vj. 67.782) aus Pensionsverpflichtungen steht zum 31. Dezember 2016 ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 309 (Vj. 306) und Anschaffungskosten von T€ 312 (Vj. 312) gegenüber. Dieses wird mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen für Pensionen erfasst.
Erträge und Aufwendungen aus dem verrechneten Deckungsvermögen werden in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen verrechnet.
(8) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 818 (Vj. 60) betreffen zu erwartende Gewerbesteuernachzahlungen (T€ 598; Vj. 60) und Umsatzsteuerzahlungen (T€ 220; Vj. 0).
Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum 31. Dezember 2016 Rückstellungen für den Personalbereich (T€ 11.821; Vj. 9.008), sowie den Beschaffungs- (T€ 6.140; Vj. 3.576), den Absatz- (T€ 7.624; Vj. 6.194) und den Verwaltungsbereich (T€ 641; Vj. 600). Außerdem bestanden im Vorjahr Rückstellungen für drohende Verluste (T€ 62), während zum Geschäftsjahresende 2016 keine entsprechenden Rückstellungen zu bilden sind.
(9) Verbindlichkeiten
(Vorjahreswerte in Klammern)
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| Verbindlichkeiten | mit einer Restlaufzeit | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr T€ |
zwischen 1 u. 5 Jahren T€ |
von mehr als 5 Jahren T€ |
T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40.000 | 161.000 | 55.500 | 256.500 |
| (42.500) | (166.500) | (51.000) | (260.000) | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.429 | 0 | 0 | 3.429 |
| (3.306) | (0) | (0) | (3.306) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.723 | 202 | 0 | 16.925 |
| (18.093) | (436) | (0) | (18.529) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 39.713 | 0 | 0 | 39.713 |
| (40.291) | (0) | (0) | (40.291) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.722 | 1.415 | 0 | 6.137 |
| (5.222) | (1.992) | (0) | (7.214) | |
| 104.587 | 162.617 | 55.500 | 322.704 | |
| (109.412) | (168.928) | (51.000) | (329.340) |
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31. Dezember 2016 keine Sicherheiten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.
Die auszuweisenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zu T€ 13.496 bzw. rund 34 % (Vj. 13.812 bzw. 34 %) aus Lieferungen und Leistungen und ansonsten aus kurzfristigen Krediten entstanden.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Steuerverbindlichkeiten | 1.330 | 1.281 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 69 | 61 |
Haftungsverhältnisse
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Aus Bürgschaften | 16.583 | 14.055 |
| Aus Gewährleistungsverträgen | 40.754 | 52.563 |
| 57.337 | 66.618 |
Zusätzlich zu den bezifferten Haftungsverhältnissen hat die GRAMMER AG Patronatserklärungen für die GRAMMER Railway Interior GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, sowie für die GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V., die GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., die GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., die GRAMMER CZ s.r.o., die GRAMMER Electronics N.V. und die GRAMMER Seating Systems Ltd. abgegeben.
Von den bezifferten Haftungsverhältnissen besteht ein Teilbetrag in Höhe von T€ 54.537 (Vj. 63.155) ausschließlich zur Absicherung von Verpflichtungen verbundener Unternehmen.
Die GRAMMER AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer fortlaufenden Bewertung der Risikosituation der bestehenden Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die GRAMMER AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die GRAMMER AG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich ein.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift in Form branchenüblicher Leasingverträge über technische Anlagen und Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie aus Factoring.
Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte der GRAMMER AG nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bestehen in den nachfolgenden Geschäftsjahren in folgender Höhe:
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | ||
| fällig 2017 (Vorjahresangabe: fällig 2016) | 1.318 | 992 |
| fällig 2018 (Vorjahresangabe: fällig 2017) | 906 | 732 |
| fällig nach 2018 (Vorjahresangabe: fällig nach 2017) | 801 | 348 |
| 3.025 | 2.072 |
Die Vorteile hinsichtlich der betreffenden Leasing-Geschäfte bestehen insbesondere im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasinglaufzeit. Das Risiko einer technischen oder wirtschaftlichen Überalterung der Leasinggegenstände liegt beim Leasinggeber. Die Gegenstände können auftragsbezogen genutzt und die Laufzeiten der Verträge flexibel gestaltet werden, woraus sich eine größere Planungssicherheit bei der Kalkulation ergibt. Darüber hinaus werden die bestehenden Bankkreditlinien der GRAMMER AG geschont und die Liquidität erhöht.
Im Rahmen des working capital Management sind zum 31. Dezember 2016 in Anbetracht der günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert von T€ 4.184 (Vj. 5.742) an Kreditinstitute veräußert. Die möglichen Risiken in diesem Zusammenhang werden aufgrund des regresslosen Verkaufs als gering eingestuft. Finanzielle Auswirkungen aus diesen Geschäften ergeben sich in Form moderater Finanzierungsaufwendungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Satz 1 Nr. 3a HGB)
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| 31.12.2016 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen | ||
| fällig 2017 (Vorjahresangabe: fällig 2016) | 3.721 | 3.584 |
| fällig 2018 (Vorjahresangabe: fällig 2017) | 738 | 344 |
| fällig nach 2018 (Vorjahresangabe: fällig nach 2017) | 0 | 576 |
| 3.352 | 4.504 | |
| Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben | ||
| fällig 2017 (Vorjahresangabe: fällig 2016) | 1.349 | 667 |
| fällig 2018 (Vorjahresangabe: fällig 2017) | 0 | 0 |
| fällig nach 2018 (Vorjahresangabe: fällig nach 2017) | 0 | 0 |
| 1.349 | 667 |
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Derivative Finanzinstrumente werden von der GRAMMER AG vor allem zur Begrenzung des Zinsänderungs- und des Währungsrisikos eingesetzt. Einerseits werden Zinsveränderungen von Finanzverbindlichkeiten abgesichert und andererseits bei Bedarf Kurssicherungen von grundgeschäftsbedingten Fremdwährungscashflows durchgeführt. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Oberster Grundsatz des Derivateeinsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Die derivativen Finanzinstrumente unterliegen internen Risikokontrollen. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt imparitätisch, das heißt, für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Dem gegenüber kommt bei der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, die Einfrierungsmethode zur Anwendung.
Ein Teil der aufgenommenen Darlehensverbindlichkeiten der GRAMMER AG, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wurde mit den zur Absicherung gehaltenen Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen ergibt sich aus der Übereinstimmung aller bewertungsrelevanten Parameter des Grundgeschäfts mit dem jeweiligen Sicherungsgeschäft. Die in diesen Micro Hedge Bewertungseinheiten erfassten Zinsswaps, denen kongruente Finanzierungsbeträge gegenüber stehen, wiesen zum 31. Dezember 2016 ein Nominalvolumen von T€ 103.000 (Vj. 133.000) sowie einen Marktwert exklusive Stückzinsen von T€ -1.794 (Vj. -1.936) auf. Der Marktwert (Bewertung Mark to Market) der Zinsderivate wurde als Barwert der erwarteten Zinszahlungsströme unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven ermittelt. Die Zinsswaps enden zeitgleich mit den zugrunde liegenden Grundgeschäften zwischen 2017 und 2022. Die unrealisierten Verluste aus der Bewertung dieser Zinsswaps wurden nicht bilanziert.
Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2016 keine derivativen Finanzinstrumente.
C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(10) Umsatzerlöse
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufgliederung nach Produktbereichen: | ||
| - Automotive | 276.858 | 295.419 |
| - Seating Systems | 311.035 | 288.548 |
| Gesamt | 587.893 | 583.967 |
| Aufgliederung nach Regionen: | ||
| - Inland | 282.959 | 302.204 |
| - Europäische Union | 242.970 | 208.344 |
| - Übriges Europa, Übersee | 61.964 | 73.419 |
| Gesamt | 587.893 | 583.967 |
Durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurde die Definition der Umsatzerlöse geändert. Die GRAMMER AG wendet die entsprechenden Vorschriften mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2016 erstmals an. Insoweit sind die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge nicht mit den jeweiligen Beträgen des Geschäftsjahres 2015 vergleichbar. In den übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich dagegen keine nennenswerten Umgliederungen.
Wäre die gesetzliche Neudefinition der Umsatzerlöse bereits im Jahresabschluss zum 31.12.2015 zugrunde gelegt worden, dann wären im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 586.235 (+ T€ 2.268 im Vergleich zur Regelung vor BilRUG) verzeichnet worden. Im gleichen Umfang hätten sich die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2015 vermindert.
(11) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 1.186; Vj. 5.363) und Erträge aus Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen (T€ 973; Vj. 1.210). Mieterträge (Vj. T€ 1.982) und Kantinenerlöse (Vj. T€ 230) werden aufgrund BilRUG seit dem Geschäftsjahr 2016 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Aperiodische sonstige betriebliche Erträge fielen vor allem in Form von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.863; Vj. 834), Erträgen aufgrund steuerlicher Außenprüfung (T€ 364; Vj. 0) und Erträgen aus Anlagenabgang (T€ 138; Vj. 2.990) an.
(12) Materialaufwand
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 469.983 | 439.080 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 376 | 453 |
| 470.359 | 439.533 |
(13) Personalaufwand
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 74.045 | 69.551 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 11.519 | 11.428 |
| - davon für Altersversorgung: T€ 472 (Vj. 825) | ||
| 85.564 | 80.979 |
(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2016 T€ |
2015 T€ |
|
|---|---|---|
| Verwaltungskosten | 31.834 | 25.493 |
| Betriebskosten | 8.618 | 7.939 |
| Werbe- und Reisekosten | 4.727 | 4.729 |
| Vertriebskosten | 3.020 | 3.787 |
| Gebühren, Abgaben, Versicherungen | 2.939 | 3.095 |
| Raumkosten | 2.169 | 2.141 |
| Sonstige Personalkosten | 2.134 | 2.553 |
| Kfz-Kosten | 1.809 | 1.864 |
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 818 | 2.523 |
| Zuführung zu Gewährleistungs- und Drohverlustrückstellungen | 520 | 88 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 400 | 40 |
| Nebenkosten Geldverkehr | 85 | 81 |
| Verluste aus Anlagenabgang | 6 | 13 |
| Sonstige Aufwendungen | 18 | 28 |
| 59.097 | 54.374 |
Die Verwaltungskosten enthalten periodenfremden Aufwand in Höhe von T€ 878 (Vj. 0).
(15) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Position enthält Abschreibungen (nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 71 (Vj. 0).
(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, den Jubiläumsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 1.415 (Vj. 9.109) wird im Finanzergebnis ausgewiesen, wobei der deutliche Rückgang insbesondere aus der erstmaligen Berücksichtigung des Durchschnittszinssatzes der vergangenen zehn Jahre anstelle des Durchschnittszinssatzes der vergangenen sieben Jahre bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen resultiert. Erträge (T€ 4; Vj. 0) und Aufwendungen (T€ 0; Vj. 6) aus zu verrechnendem Vermögen sind entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen saldiert enthalten.
(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die das Geschäftsjahr betreffende Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer (gesamt T€ 3.865; Vj. 2.120) und ausländische Abzugsteuern auf Lizenzerträge, Zinsen und Dividenden (T€ 1.346; Vj. 1.641). Die Position ist darüber hinaus durch Steuern für Vorjahre in Höhe von T€ 68 erhöht (und war in der Vorjahresangabe durch Steuererstattungen um T€ 102 vermindert).
D) Ergänzende Angaben
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 132 | 142 |
| Angestellte | 766 | 760 |
| 898 | 902 | |
| davon Teilzeitkräfte: | ||
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 2 | 2 |
| Angestellte | 66 | 71 |
| 68 | 73 |
Die angegebenen Mitarbeiterzahlen sind auf Basis einer monatsweisen Berechnung ermittelt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die Angaben zu den vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honoraren sind im Konzernabschluss der GRAMMER AG enthalten.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs durchgeführt und erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen - einschließlich Zinssätzen - wie bei getätigten vergleichbaren Geschäften mit fremden Dritten. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Ausleihungen erfolgen ohne Stellung von Sicherheiten zu marktüblichen Konditionen.
Die GRAMMER AG hat mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitenden Angestellten bzw. mit Gesellschaften außerhalb des GRAMMER Konzerns, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Das gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG haben in Anlehnung an die Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Leitlinien zur Unternehmensführung verabschiedet. Durch gemeinschaftliche Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat, zuletzt vom 09. Dezember 2016, wird die Entsprechenserklärung jährlich aktualisiert. Die Erklärung ist auf der Website der GRAMMER Aktiengesellschaft unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Angaben zu Organen der Gesellschaft
Vorstand
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| M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Darmstadt | Vorsitzender des Vorstands |
| Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Meine | |
| Gradué en Sciences Juridiques Gerard Cordonnier, Eupen/Belgien |
Aufsichtsrat
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| Dr.-Ing. Klaus Probst, Heroldsberg | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Horst Ott, Königstein | Stellvertretender Vorsitzender Arbeitnehmervertreter |
| Andrea Elsner, Ebermannsdorf | Arbeitnehmervertreterin |
| M.A. Tanja Fondel, Frankfurt a. M. | Arbeitnehmervertreterin |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz, Ruhstorf a. d. Rott | |
| Martin Heiß, Sulzbach-Rosenberg | Arbeitnehmervertreter |
| Lic. oec. HSG Ingrid Hunger, Lohr a. M. | |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Nabburg | Arbeitnehmervertreter |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler, Gräfelfing | |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Peter Merten, Herrsching | |
| Lars Roder, Fensterbach | Arbeitnehmervertreter |
| Dr. Bernhard Wankerl, Bodenwöhr |
Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Nr. 10 HGB
Hartmut Müller
Vorstandsvorsitzender
Arbeitsdirektor
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien (bis 05.01.2017) |
| ― | Mitglied des Beirats der IFA ROTORION - Holding GmbH, Haldensleben |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Wieland-Werke AG, Ulm |
Manfred Pretscher
Chief Operating Officer
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien (bis 05.01.2017) |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern (bis 19.04.2016) |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA |
Gérard Cordonnier
Finanzvorstand
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/US |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun/China |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Electronics N.V., Artselaar/Belgien |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China (ab 18.01.2016) |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Japan Limited, Tokio/Japan (ab 19.01.2016) |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd., Weinan City/China (ab 01.07.2016) |
Ausgeübte Berufe und weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder
Dr.-Ing. Klaus Probst (Ehem. Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG)
| ― | Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen |
Sonstige Mandate:
| ― | Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd |
| ― | Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, (Region Süd), München |
| ― | Mitglied des Beirats der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg (ab 01.06.2016) |
| ― | Mitglied des Beirats der Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG, Schwabach (ab 01.07.2016) |
Horst Ott
1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg
| ― | Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Christophorus Holding GmbH, Weiden (ab 07.01.2016) |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Luitpoldhütte AG, Amberg (bis 31.12.2015) |
Sonstige Mandate:
| ― | keine weiteren Mandate |
Andrea Elsner
Industriekauffrau
| ― | keine weiteren Mandate |
Tanja Fondel
Gewerkschaftssekretärin IG Metall Vorstand in Frankfurt a. M.
| ― | keine weiteren Mandate |
Wolfram Hatz
Beiratsvorsitzender der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG
| ― | Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: |
| ― | keine weiteren Mandate |
Sonstige Mandate:
| ― | Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt a. M. |
Martin Heiß
Datenverarbeitungskaufmann
| ― | keine weiteren Mandate |
Ingrid Hunger
Vorsitzende der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co. KG
| ― | keine weiteren Mandate |
Harald Jung
Vice President Division Controlling Consoles & Armrests
| ― | keine weiteren Mandat |
Dr. Hans Liebler
Geschäftsführer der Lenbach Capital GmbH
| ― | Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Washtec AG, Augsburg |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Autowerkstattgroup N.V., Maastricht/Niederlande |
Sonstige Mandate:
| ― | keine weiteren Mandate |
Dr. Peter Merten
Mitglied des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG (ehemals KSPG AG)
| ― | Mandate nach § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: |
| ― | keine weiteren Mandate |
Sonstige Mandate:
| ― | Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, Mannheim |
| ― | Mitglied des Beirats der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm) |
Lars Roder
Maschinenbautechniker
| ― | keine weiteren Mandate |
Dr. Bernhard Wankerl
Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen
| ― | keine weiteren Mandate |
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betragen T€ 2.178 (Vj. 2.052). Sie entfallen zu T€ 363 (Vj. 191) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu T€ 309 (Vj. 343) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile sind insgesamt in Höhe von T€ 5 (Vj. - 5) und die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung insgesamt in Höhe von - T€ 25 (Vj. 11) durch jeweilige Vorjahresbeträge beeinflusst.
Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt auf:
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| Erfolgsunabhängige Komponenten T€ |
Erfolgsabhängige Komponenten T€ |
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 632 | 156 | 128 | 916 |
| Manfred Pretscher | 422 | 104 | 85 | 611 |
| Gerard Cordonnier | 452 | 103 | 96 | 651 |
| 1.506 | 363 | 309 | 2.178 |
Für Versorgungszusagen gegenüber den derzeitigen Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von T€ 1.366 (Vj. 1.197) gebildet. Für die Dotierung dieser Pensionsrückstellungen entstand im Geschäftsjahr ein Aufwand in Höhe von T€ 169 (Vj. 328).
Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.
An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von T€ 269 (Vj. 296) bezahlt.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 4.845 (Vj. 5.262) zurückgestellt.
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden für ihre Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 Gesamtbezüge von T€ 527 (Vj. 522) gewährt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 gliedert sich individualisiert folgendermaßen auf:
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| Festvergütung T€ |
Sitzungsgeld T€ |
Gesamt T€ |
|
|---|---|---|---|
| Dr.-Ing. Klaus Probst | 60 | 26 | 86 |
| Horst Ott | 45 | 13 | 58 |
| Andrea Elsner | 30 | 9 | 39 |
| Tanja Fondel | 30 | 5 | 35 |
| Wolfram Hatz | 30 | 12 | 42 |
| Martin Heiß | 30 | 10 | 40 |
| Ingrid Hunger | 30 | 5 | 35 |
| Harald Jung | 30 | 5 | 35 |
| Dr. Hans Liebler | 30 | 5 | 35 |
| Dr. Peter Merten | 30 | 4 | 34 |
| Lars Roder | 30 | 14 | 44 |
| Dr. Bernhard Wankerl | 30 | 14 | 44 |
| 405 | 122 | 527 |
Für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden - mit Ausnahme der arbeitsvertraglich vereinbarten Bezüge der Arbeitnehmervertreter - neben der Aufsichtsratsvergütung keine weiteren Vergütungen bezahlt oder Vorteile gewährt.
Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht bezahlt und sind nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung.
Nachtragsbericht
Am 13. Februar 2017 wurde der GRAMMER AG der Antrag der Cascade International Investment GmbH auf Erteilung einer Ermächtigung nach § 122 Abs. 3 AktG vom Amtsgericht Amberg zugestellt. Gegenstand des Antrags ist, eine Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung der GRAMMER AG zu erwirken. Als Tagesordnungspunkte für die geforderte Hauptversammlung wurden die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern, Neuwahlen zum Aufsichtsrat sowie der Vertrauensentzug gegenüber dem Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Hartmut Müller, angebracht. Des Weiteren wurde das Gericht um die Bestimmung eines Versammlungsleiters nach § 122 Abs. 3 S. 2 AktG gebeten. GRAMMER hat mit Schreiben vom 28. Februar 2017 hierzu Stellung genommen.
Die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG findet gemäß unseres Finanzkalenders 2017 am 24. Mai 2017 statt.
Am 14. Februar 2017 beschloss die GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Begebung einer Pflichtwandelanleihe im Nennbetrag von € 60 Mio. unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das notwendige Bedingte Kapital wurde in der Hauptversammlung 2014 als Tagesordnungspunkt 8 von der Hauptversammlung mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen (HV-Niederschrift, Notar Dr. Frank, URNr. 1333/2014). Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 16. Juni 2014 in das Handelsregister eingetragen.
Die Pflichtwandelanleihe wird in maximal 1.062.447 neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag in Höhe von circa 9,2 Prozent des Grundkapitals wandelbar sein. Der Wandlungspreis beträgt € 56,4734 je Aktie bei einem Anleihezins von 1,625 Prozent. Nach Ablauf der einjährigen Laufzeit nach Ausgabe wird die ausstehende Pflichtwandelanleihe zwingend in Aktien der Gesellschaft gewandelt, soweit der Anleihegläubiger nicht bereits zuvor sein Wandlungsrecht ausübt.
Die Pflichtwandelanleihe wurde an ein verbundenes Unternehmen des chinesischen Automobilzulieferers Ningbo Jifeng Auto Parts Co. Ltd. begeben. Sie ist ein wesentlicher Baustein für die Gründung einer zukünftigen strategischen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Diese strategische Allianz soll die gemeinsame Wettbewerbsposition der beiden international tätigen Innenraumspezialisten, insbesondere im chinesischen Markt, verbessern und damit das zukünftige Wachstum und die Wertsteigerung sichern.
(18) Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Bilanzgewinn der GRAMMER AG ermittelt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt:
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| Jahresüberschuss 2016 | € | 56.945.498,24 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | € | 22.772.981,21 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | € | -28.472.749,12 |
| Bilanzgewinn | € | 51.245.730,33 |
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 wie folgt zu verwenden:
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| Verteilung an die Aktionäre | € | 14.579.011,20 |
| Gewinnvortrag | € | 36.666.719,13 |
| Bilanzgewinn | € | 51.245.730,33 |
Der zur Verteilung vorgeschlagene Betrag entspricht einer Ausschüttung von € 1,30 je dividendenberechtigter Aktie. Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt, dass die Gesellschaft 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden, der unverändert eine Ausschüttung von € 1,30 je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht.
Amberg, 03. März 2017
GRAMMER AG
Hartmut Müller
Manfred Pretscher
Gerard Cordonnier
Anlagenspiegel
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 01.01.2016 TEUR |
Zugänge TEUR |
Zugänge BPg. TEUR |
Abgänge TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Stand zum 31.12.2016 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 35.383 | 4.322 | 29 | 648 | 396 | 39.482 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 22.768 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22.768 |
| 58.151 | 4.322 | 29 | 648 | 396 | 62.250 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 43.449 | 439 | 0 | 62 | 128 | 43.954 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 35.265 | 93 | 0 | 1.712 | 0 | 33.646 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 97.000 | 1.786 | 40 | 2.312 | 27 | 96.541 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 708 | 362 | 0 | 0 | -551 | 519 |
| 176.422 | 2.680 | 40 | 4.086 | -396 | 174.660 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 152.526 | 3.787 | 320 | 0 | 0 | 156.633 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 64.694 | 66.201 | 217 | 3.118 | 0 | 127.994 |
| 3. Beteiligungen | 58 | 0 | 0 | 0 | 0 | 58 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 11.167 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.167 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 150 | 0 | 0 | 150 | 0 | 0 |
| 228.595 | 69.988 | 537 | 3.268 | 0 | 295.852 | |
| 463.168 | 76.990 | 606 | 8.002 | 0 | 532.762 |
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| Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 01.01.2016 TEUR |
Zugänge TEUR |
Zugänge BPg. TEUR |
Zuschreibungen TEUR |
Änderungen im Zusammenhang mit Abgängen TEUR |
Änderungen im Zusammenhang mit Umbuchungen TEUR |
Stand zum 31.12.2016 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 22.284 | 3.479 | 14 | 0 | 648 | 0 | 25.129 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 22.768 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22.768 |
| 45.052 | 3.479 | 14 | 0 | 648 | 0 | 47.897 | |
| II. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 24.841 | 1.339 | 0 | 0 | 61 | 0 | 26.119 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 30.839 | 1.471 | 0 | 0 | 1.712 | 0 | 30.598 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 90.212 | 2.357 | 20 | 0 | 2.306 | 0 | 90.283 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 145.892 | 5.167 | 20 | 0 | 4.079 | 0 | 147.000 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 440 | 71 | 217 | 657 | 0 | 0 | 71 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.497 | 0 | 0 | 316 | 0 | 0 | 1.181 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.937 | 71 | 217 | 973 | 0 | 0 | 1.252 | |
| 192.881 | 8.717 | 251 | 973 | 4.727 | 0 | 196.149 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| TEUR | ||
| --- | --- | --- |
| Stand zum 31.12.2016 TEUR |
Stand zum 31.12.2015 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.353 | 13.099 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| 14.353 | 13.099 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 17.835 | 18.608 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.048 | 4.426 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.258 | 6.788 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 519 | 708 |
| 27.660 | 30.530 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 156.633 | 152.526 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 127.923 | 64.254 |
| 3. Beteiligungen | 58 | 58 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 9.986 | 9.670 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0 | 150 |
| 294.600 | 226.658 | |
| 336.613 | 270.287 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
der GRAMMER AG
Grundlagen der Gesellschaft
Geschäftsmodell
Die GRAMMER AG ist die Muttergesellschaft des global agierenden GRAMMER Konzerns. Als operative Holdinggesellschaft sind in der GRAMMER AG der Vorstand sowie zentrale Leitungsfunktionen des Konzerns angesiedelt. Darüber hinaus werden hier große Teile der Forschungs- und Entwicklungsleistungen überwiegend für Europa sowie die übergeordnete zentrale Steuerung des Vertriebs erbracht. Als spezialisierter Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw und Offroad-Nutzfahrzeuge ist die GRAMMER AG in 19 Ländern weltweit durch Beteiligungen vertreten. Die GRAMMER AG hält direkt und indirekt Anteile an 32 Tochterunternehmen und 4 Beteiligungen weltweit. Die Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft ist somit sehr eng mit der Entwicklung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen verbunden.
Steuerungssystem
Die GRAMMER AG ist die Muttergesellschaft des GRAMMER Konzerns und nutzt zur Steuerung größtenteils das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem des Konzerns, welches im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) arbeitet. Daneben werden in der Grammer AG das Working Capital, die Nettofinanzverbindlichkeiten und das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten geteilt durch das Eigenkapital) beobachtet.
Forschung und Entwicklung
Innovative und zukunftsfähige Produkte und Fertigungstechnologien sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung für Unternehmen, insbesondere in der Fahrzeugbranche. Daher ist Forschung und Entwicklung von neuen, innovativen Produkten, Anwendungen und Prozessen ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie der GRAMMER AG. Um unsere Position bei Innovationen und Technologien sichern und ausbauen zu können, arbeiten wir in der GRAMMER AG im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund gezielt daran mit, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität, Qualität sowie die Ästhetik und Anmutung unserer Produkte immer weiter zu verbessern. Neben der Erfüllung der laufenden Markt- und Kundenanforderungen hat die GRAMMER AG im Entwicklungsbereich auch einen systematischen Innovationsprozess etabliert. Durch die enge Verzahnung der Vorentwicklung und der strategischen Produktplanung wird sichergestellt, dass zukünftigeTrends und maßgebliche Entwicklungen in unseren Märkten frühzeitig erkannt werden und wir so systematisch eigene Innovationen anstoßen und gezielt in den jeweiligen Märkten und Regionen entwickeln können.
Seit vielen Jahren ist das Thema Leichtbau einer der Schwerpunkte unserer Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2 -Reduzierung aktiv mitzugestalten. Hier wurden umfangreiche Aktivitäten, auch mit externer Unterstützung von Hochschulen und Fachinstituten, gestartet und bereits verschiedene Konzepte, beispielsweise für Lkw-Beifahrersitze sowie für die Herstellung von Mittelkonsolen, vorgestellt. Zukünftig wird auch der Einsatz von nachhaltigen Materialen weiter an Bedeutung gewinnen.
Ein bereichsübergreifender Schwerpunkt ist die Integration von elektrischen und elektronischen Komponenten wie Stellmotoren, Sitzheizungen, Sensoren, Controllern und HMI - Systemen (Human Machine Interface) in allen unseren Produkten.
Im Bereich Automotive hält der Trend zur Verlagerung der Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme von den OEMs auf die Zulieferunternehmen unverändert an. Aus diesem Grund positioniert sich die GRAMMER AG hier in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner für die Kunden. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei neben dem oben beschriebenen Thema Leichtbau in der Fertigung neuer hochwertiger Oberflächen der Produkte sowie in neuen Kinematik-Lösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir intensiv sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Mit der Ende 2015 getätigten Übernahme der REUM Gruppe (heutige GRAMMER Interior Components Gesellschaften), einem führenden Spezialisten für Oberflächen-, Kunststoff- und Metalltechnologie, haben wir Zugriff auf die technologische Kompetenz im Bereich der Kunststoffspritzguss-Verfahren, der Oberflächenveredelung und der Metallverarbeitung sowie deren Weiterentwicklung im Kompetenzzentrum in Hardheim.
Auch bei den Sitzen und Sitzsystemen treibt die GRAMMER AG die Weiterentwicklung des Produktportfolios voran und generiert innovative Lösungen, um die sich verändernden Marktentwicklungen zu antizipieren. Die GRAMMER AG setzt auch hier auf neue, innovative Produkte, um den Kundenanforderungen in hohem Maße gerecht zu werden und die Marktposition der GRAMMER AG weiter zu festigen und auszubauen. Die GRAMMER AG hat dabei mit der Kombination aus dem langjährigen Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und ergonomischen Lösungen sowie im Verbund mit der GRAMMER Electronics N.V., als ein auf Elektronik spezialisiertes Tochterunternehmen, die Möglichkeit, integrierte und maßgeschneiderte Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung anzubieten. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen die Aktivitäten zur Weiterentwicklung der bestehenden HMI-Lösungen, zum anderen werden zeitgleich Konzepte für die nächste Generation neuer, integrierter Sitzlösungen vorangetrieben. Im Lkw-Bereich verbessern wir Komfort, Sicherheit und Funktionalität unserer neuesten Lkw-Fahrersitzgeneration mit vollständig durch elektronische Motoren angesteuerten Verstellfunktionen.
Ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren liegt neben den produkt- und technologiebezogenen Entwicklungen im Ausbau und der Stärkung der Entwicklungskompetenzen und -kapazitäten in den regionalen Märkten, um mittel- und langfristig unser globales Wachstum optimal vor Ort unterstützen zu können.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen
Lage der Weltwirtschaft
Laut Internationalem Währungsfonds IWF hat die globale Konjunktur 2016 etwas an Fahrt verloren und um 3,1 % zugelegt, nachdem im Vorjahr noch 3,2 % erreicht worden waren. Auch Jahre nach der globalen Finanzkrise, so der IWF in seinem World Economic Outlook, steht die Weltwirtschaft weiter auf schwachen Beinen, was sich in hohen Arbeitslosenzahlen, stagnierenden Löhnen und wachsenden wirtschaftlichen Ungleichheiten niederschlage. Positiv wirkte sich vergangenes Jahr aus, dass die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, ab Jahresmitte merklich an Fahrt gewonnen hat. Dennoch reichte es in der Gesamtbilanz des Jahres 2016 in den entwickelten Ländern nur zu einem moderaten Zuwachs von 1,6 % (Vj. 2,1). Deutschland erreichte ein Plus von 1,7 %. Auch auf ein Plus brachten es die USA mit 1,6 %, in der Eurozone und in Großbritannien fiel der Zuwachs mit 1,7 bzw. 2,0 % sogar noch etwas höher aus. Kanada mit einem Plus von 1,3 % sowie Japan (+0,9 %) bildeten unter den großen Volkswirtschaften das Schlusslicht.
Dass sich die globale Konjunktur nicht stärker abgekühlt hat, ist ausschließlich den aufstrebenden und sich entwickelnden Ländern zu verdanken. Dort lag das gesamtwirtschaftliche Wachstum 2016 mit 4,1 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 4,1), wobei die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer einmal mehr mit 6,3 % (Vj. 6,7) die stärkste Dynamik entfalteten. China und Indien erreichten Zuwächse von 6,7 % bzw. 6,6 %. In Russland schrumpfte die Wirtschaft auch 2016, wobei der Rückgang mit minus 0,6 % (Vj. -3,7) deutlich geringer ausfiel. Ebenfalls in einer Rezession befand sich Lateinamerika, wo die Wirtschaftsleistung um 0,7 % sank. Brasilien traf es mit einem Minus von 3,5 (Vj. -3,8) erneut hart, in Mexiko schwächte sich das Wachstum auf 2,2 % (Vj. 2,6) ab.
Automobilkonjunktur weltweit stark
Die internationale Automobilkonjunktur zeigte sich nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie VDA 2016 von ihrer starken Seite. Die drei großen Märkte China, USA und Westeuropa haben dabei das Jahr maßgeblich geprägt. Allein in diesen Regionen ist der Pkw-Absatz um insgesamt 4,4 Mio. Neufahrzeuge gestiegen. Im Gesamtjahr dürften die weltweiten Neuzulassungen von Personenkraftwagen um 6 % auf 82,9 Mio. Einheiten zugenommen haben. In Westeuropa ergab sich laut VDA ein Zuwachs der Neuzulassungen von 6 % auf 14,0 Mio. Einheiten. Bis auf die Niederlande (-15 %) und die Schweiz (-2 %) verbuchten alle Märkte Zuwächse, wobei Irland sowie die Südländer Italien, Spanien und Portugal überdurchschnittlich zulegten. In Deutschland und Frankreich stiegen die Neuzulassungen um jeweils 5 %.
In den EU-Ländern der Osterweiterung wurden im vergangenen Jahr 1,2 Mio. Pkw neu angemeldet (+16 %). Die drei größten Einzelmärkte Polen (+17 %), die Tschechische Republik (+12 %) und Ungarn (+25 %) konnten jeweils zweistellig zulegen. Auf dem russischen Markt ergab sich im Gesamtjahr 2016 ein weiterer Rückgang von 11 % auf 1,4 Mio. Light Vehicles.
Beim Blick auf die Produktionszahlen ergibt sich für den weltweiten Markt mit Zuwächsen von 6 % auf 82,9 Mio. Pkw ein fast identisches Bild wie bei den Neuzulassungen. Auch hier liegt China in der Länderbetrachtung mit einem Zuwachs von 18 % auf 23,8 Mio. Fahrzeugen an der Spitze, gefolgt von den USA (+1 % auf 11,9 Mio. Light Vehicles) und Deutschland (+1 % auf 5,7 Mio. Pkw). Bei einer regionalen Aufschlüsselung verbuchte die EU-15 (alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der sogenannten Ost-Erweiterung) einen Zuwachs von 3 % auf 13,1 Mio. Fahrzeuge und die EU-28 (ohne Malta und Zypern) von ebenfalls 3 % auf 16,9 Mio. Einheiten. In der nordamerikanischen Freihandelszone Nafta stieg die Fertigung um 2 % auf 17,7 Mio. Light Vehicles, wovon 6,7 Mio. (-4 %) auf Pkw und 11,0 Mio. (+6 %) auf Light Trucks entfielen. Im Mercosur brach die Fertigung um 11 % auf 2,6 Mio. Light Vehicles ein.
Nutzfahrzeugmarkt in Europa legt zu
Laut VDA stagnierten die weltweiten Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen in den erfassten Ländern über alle Größenklassen hinweg und lagen bei 9,5 Mio. Fahrzeugen. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der Türkei (-12 %), in den USA (-11 %) und in Brasilien (-30 %). Auf dem weltgrößten Markt in China sanken die Neuzulassungen um 5 % auf 4,3 Mio. Nutzfahrzeuge. Europa hingegen konnte sich dem negativen Trend entziehen. In Westeuropa ergab sich ein Zuwachs von 11 % auf 2,2 Mio. Nutzfahrzeuge.
Bei den Neuzulassungen von Lkw über 6 t war die Lage insgesamt positiver. Weltweit stiegen hier die Neuzulassungen um 8 % auf 2,2 Mio., wobei Westeuropa auch hier mit einem Plus von 11 % überdurchschnittlich zulegte. In Deutschland war ein Plus von 3 % auf 86.000 Nutzfahrzeuge zu verzeichnen. In den USA hingegen ergab sich ein Rückgang von 11 %, der ausschließlich auf das Segment der Heavy Trucks (-23 %) zurückzuführen war. Bei den Medium Trucks wurden hingegen 4 % mehr Fahrzeuge erstmals zugelassen. In Nafta insgesamt sanken die Neuzulassungen um 10 % auf 479.000 Fahrzeuge, in Brasilien ergab sich ein Rückgang von 31 %. In China hingegen waren die Neuzulassungen um 28 % höher, in Indien (Lkw über 7,5 t) ergab sich ein Zuwachs von 7 %.
Landtechnik rückläufig
Aufbauend auf den veröffentlichten Zahlen über das dritte Quartal dürfte die Nachfrage nach Landmaschinen in Europa für das gesamte Jahr 2016 nachgegeben haben. So gingen die Verkäufe von landwirtschaftlichen Traktoren nach Angaben des Comitée Européen des Groupments des Constructeurs de Machines Agricoles (CEMA) in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um 4,5 % zurück. Allerdings schwächte sich der Rückgang im dritten Quartal auf minus 2,2 % ab. Die Nachfrage für die meisten anderen wichtigen landwirtschaftlichen Maschinen sank ebenfalls. Die Verkäufe von Mähdreschern dürften im Gesamtjahr um 13 %niedriger ausgefallen sein. Trotz des negativen Trends am Gesamtmarkt schnitten einige Länder wie Frankreich und Spanien relativ gut ab. Deutschland hingegen dürfte 2016 mit einen Rückgang von 9 % der schwächste Markt in Europa gewesen sein.
Baumaschinenindustrie zeigt uneinheitliches Bild
Nach Ansicht des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dürfte der Weltabsatz gegenüber dem Vorjahr stagnieren. Dabei zeigte sich weltweit in den ersten drei Quartalen 2016 ein stark heterogenes Bild. Die höchsten Zuwächse verzeichnet Indien mit 35 %. Auch Russland erreichte ein Plus von 28 %. China und Europa legten gegenüber dem Vorjahr um 8 % zu. Einbußen im zweistelligen Bereich verbuchte Lateinamerika mit minus 28 %. Auch der Nahe Osten (-23 %), Afrika (-12 %) und Nordamerika (-9 %) verzeichneten eine negative Entwicklung.
Material-Handling auf stabilem Niveau
Im dritten Quartal 2016 (kumuliert) ist das Weltmarktvolumen an Flurförderzeugen (Auftragseingänge in Stückzahlen) um 6 % auf 877.000 Einheiten gestiegen. Dabei legten Europa mit plus 14 % und China (+9 %) überdurchschnittlich zu. Auch Nordamerika entwickelte sich mit einem Zuwachs von 3 % positiv. Die übrigen Regionen verzeichneten Rückgänge von knapp 6 %. Die deutschen Flurförderzeughändler gehen nach Angaben des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (bbi) für 2016 von einem Anstieg des Gesamtumsatzes um etwa 6 % gegenüber dem Vorjahr aus. Das Neumaschinengeschäft hat dabei mit Zuwachsraten von 9 % überdurchschnittlich zugelegt.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage GRAMMER AG
Veränderungen im Geschäftsjahr 2016
Am 10. März 2016 haben die GRAMMER AG und die Shaanxi Automobile Group Co. Ltd., der viertgrößte Hersteller im Bereich schwere Lkw in China, einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Herstellung und zum Vertrieb für Lkw-Sitze in China unterzeichnet. An dem neuen Joint Venture GRAMMER Seating (Shaanxi) mit Sitz in Fuping in der Provinz Shaanxi ist die GRAMMER AG mit 90 % beteiligt und hat damit Kontrolle. Die verbleibenden 10 % liegen bei der Shaanxi Automobil Group Co. Ltd. Mit der unterzeichneten Vereinbarung wurde ein weiterer wichtiger strategischer Meilenstein in der Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie erreicht.
Mit Anteilsübertragungsvertrag vom 17. Oktober 2016 erwarb die GRAMMER AG die Anteile zu 100% an der VEGA Logistic s.r.o.. Am 12. Dezember 2016 wurde diese mit der Eintragung ins Handelsregister zur Grammer CZ Servicecenter s.r.o. umfirmiert. Der Sitz der Gesellschaft ist Tachov in Tschechien.
Am 22.12.2016 stellte Cascade International Investment GmbH dem Vorstand der GRAMMER AG ein Verlangen auf Einberufung einer ordentlichen Hauptversammlung gemäß §122 Abs. 1 AktG zu. Als Tagesordnungspunkte wurden die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Müller durch die Hauptversammlung vorgeschlagen. Der Vorstand prüfte das Verlangen.
Geschäftsverlauf
Kennzahlen GRAMMER AG TEUR
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| 2016 | 2015 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 537.893 | 583.367 | 3.926 |
| Jahresüberschuss | 56.946 | 31.894 | 25.052 |
| Investitionen (ohne Investitionen in das Finanzanlagevermögen) | 7.002 | 17.791 | -10.789 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt | 898 | 902 | -4 |
GRAMMER AG weiterhin auf stabilem Kurs
Auch im Geschäftsjahr 2016 entwickelte sich die GRAMMER AG positiv. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR auf 587,9 Mio. EUR (Vj. 584,0). Dabei ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr 3,0 Mio. EUR dieses Umsatzanstieges aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Der vergleichbare BilRUG-Umsatz des Vorjahres beträgt 586,2 Mio. EUR. Im Bereich Automotive gingen die Umsätze vor allem im Inland leicht zurück, was durch höhere Umsätze vor allem in der Europäischen Union im Bereich Seating Systems ausgeglichen wurde.
Der Jahresüberschuss von 56,9 Mio. EUR lag um 25,0 Mio. EUR sehr deutlich über dem Vorjahr (Vj. 31,9). Dies ist insbesondere bedingt durch die deutlich höheren Erträge aus Gewinnabführungen von den deutschen Tochtergesellschaften. Deren Ergebnisanstieg resultiert im Wesentlichen aus der weiterhin sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung, welche der Gewinnabführung an die GRAMMER AG unterliegen, sowie der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components GmbH in die Gewinnabführung.
Die Mitarbeiterzahlen zum Jahresende zeigen sich nahezu unverändert bei einen Rückgang um 3 Mitarbeiter auf 901 (Vj. Zunahme um 27). Dies bedeutet eine prozentuale Verminderung von 0,3 %.
Wirtschaftliche Lage
Ertragslage
Im Berichtsjahr erzielte die GRAMMER AG einen Jahresüberschuss von 56,9 Mio. EUR (Vj. 31,9).
Die Rendite nach Steuern bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 9,2 % (Vj. 5,4).
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Gesamtumsätze der GRAMMER AG von 584,0 Mio. EUR auf 587,9 Mio. EUR um 0,7 % an, sodass sich die Grammer AG nahezu auf Vorjahresniveau bewegte, da 3,0 Mio. EUR - wie dargelegt - aus Umgliederungseffekten aufgrund von BilRUG kommen.
Mit 283,0 Mio. EUR (Vj. 302,2) sank der Inlandsumsatz und erreichte einen Anteil von 48,1 % (Vj. 52,0) am Gesamtumsatz. Damit wird nun weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes in Deutschland generiert.
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Auslandsgeschäft (Drittland und EU) kompensierte den Rückgang im Inland, und erhöhte sich von 281,8 Mio. EUR auf 304,9 Mio. EUR. Die Zunahme der Umsätze in der Europäischen Union auf 243,0 Mio. EUR (Vj. 208,3) hat sich durch Produktneuanläufe im Bereich Automotive und die Zunahme des Absatzes von Sitzen in Seating System sehr positiv entwickelt. Gegenläufig verringerten sich die Exportumsätze außerhalb der Europäischen Union von 73,4 Mio. EUR auf 62,0 Mio. EUR.
Im Bereich Automotive lieferten wir Innenraumkomponenten für namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. In diesem Bereich wurde in 2016 ein Umsatz von 276,9 Mio. EUR (Vj. 295,5), das ist 18,5 Mio. EUR weniger als noch im Vorjahr, erzielt. Der Umsatz in diesem Bereich besteht hauptsächlich aus dem Verkauf von Handelswaren, die von Tochtergesellschaften bezogen werden und Projektgeschäft für die Entwicklung von Serienprodukten mit deren Werkzeugen. Daher ist die Umsatzentwicklung in der GRAMMER AG im Wesentlichen durch die Entwicklung der Produktionsvolumen der jeweiligen Plattformen und Modelle der Endkunden bedingt, die in den zuliefernden Tochterunternehmen anlaufen. Ein wesentlicher Umsatzanteil der Gesellschaft wird mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Großkunden generiert, wodurch zu diesen ein hohes Abhängigkeitsverhältnis besteht. Der Wegfall eines oder mehrerer dieser Großkunden beispielsweise aufgrund von Produktmängeln oder sonstigen Störungen in dem Kundenverhältnis kann erheblich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Der Unternehmensbereich Seating Systems umfasst die Kerngeschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze. Insgesamt betrug der Umsatz in diesem Unternehmensbereich 311,0 Mio. EUR (Vj. 288,5). Trotz eines noch schwachen Marktumfeldes konnte der Vorjahresumsatz deutlich übertroffen werden. Auch in diesem Segment besteht der Umsatz fast ausschließlich im Verkauf von Handelswaren, die von Tochtergesellschaften bezogen werden. Die leichte Markterholung bei den Neuzulassungen von Lkw sowie die positive Marktentwicklung im Material Handling förderten die Geschäftsentwicklung. Nur der weiterhin schwache Markt für Landmaschinen verhinderte eine noch höhere Umsatzsteigerung innerhalb dieses Bereichs der GRAMMER AG im Jahr 2016.
Aufwendungen
Die Materialaufwendungen der GRAMMER AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf 470,4 Mio. EUR (Vj. 439,5). In Bezug auf die Gesamtleistung erhöhte sich die Materialeinsatzquote, bedingt vor allem durch die Übernahme von Anlauf- und Projektkosten von 74,7 % im Vorjahr auf 76,1 %. Da die GRAMMER AG ausschließlich Handelswaren vertreibt, ist die Materialeinsatzquote entsprechend hoch, bietet aber dennoch eine ansprechende Handelsspanne, da die GRAMMER AG lediglich die Aufgaben als operatives Konzernhandelshaus wahrnimmt und als Konzernholding fungiert.
Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2016 auf 85,6 Mio. EUR (Vj. 81,0) zu. In Bezug auf die Gesamtleistung bedeutete dies eine leichte Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte. Im Wesentlichen ist dies auf die Tariferhöhungen zurückzuführen. Die Entgelte der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie stiegen ab 01. Juli 2016 um 2,8 Prozent. Im Monat Juni 2016 gab es zusätzlich eine einmalige Zahlung an alle Tarifmitarbeiter von 150 Euro.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 8,6 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau von 8,1 Mio. EUR bedingt durch höhere Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 59,1 Mio. EUR (Vj. 54,4). Der Anstieg von 4,7 Mio. EUR begründet sich vor allem durch erhöhte Kosten für Gewährleistungen. In Bezug auf die Gesamtleistung nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,4 Prozentpunkte von 9,2 % auf 9,6 % zu.
Finanzergebnis
Der Zinsaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich von 16,2 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf Änderungen im Rechnungszins für Pensionen, was sich aus der erstmaligen Berücksichtigung des Durchschnittszinssatzes der vergangenen zehn Jahre anstelle des Durchschnittszinssatzes der vergangenen sieben Jahre ergibt. Als Rechnungszins bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2016 wurden 4,01 % zu Grunde gelegt. Diese Berechnung basiert auf dem von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge inklusive der Erträge aus Ausleihungen liegen im Berichtszeitraum bei 4,4 Mio. EUR (Vj. 3,3). Diese Position wird wesentlich von den Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen beeinflusst, da die GRAMMER AG auch weitgehend die Finanzierungsfunktion innerhalb des Konzernverbundes übernimmt und steuert. Der Anstieg der Zinserträge bei einem gesunkenen Zinsniveau des Kapitalmarktes ist maßgeblich auf das deutlich erhöhte Ausleihungsvolumen zurückzuführen.
Die Erträge aus Beteiligungen resultierten aus Ausschüttungen von Tochterunternehmen und lagen mit 23,2 Mio. EUR über denen des Vorjahres (Vj. 21,6). Im Geschäftsjahr 2016 wurden Dividenden von den Tochtergesellschaften in Polen, Slowenien, Spanien, Serbien, Südafrika, Russland, Türkei und Hardheim/Deutschland vereinnahmt.
Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften beliefen sich 2016 auf 51,0 Mio. EUR (Vj. 21,8).
In Summe stieg das positive Finanzergebnis, getrieben durch die Erträge aus Beteiligungen und Ergebnisabführungen, von 30,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 auf nunmehr 68,5 Mio. EUR an.
Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Jahresvergleich von 3,7 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR. Trotz weiterhin bestehender Verlustvorträge ergab sich im Jahr 2016 aufgrund der Vorschriften zur Mindestbesteuerung in Verbindung mit der guten Ertragslage ein Steueraufwand.
Ergebnisse
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von 5,2 Mio. EUR auf -6,0 Mio. EUR. Dies ist begründet durch planmäßige Anlaufkosten für zahlreiche Produktneuanläufe, die von der GRAMMER AG getragen werden, sowie Änderungen im Produktmix der Handelswaren und der noch anhaltenden marktbedingte Absatzschwäche margenstarker Produkte im Bereich Seating Systems.
Der Jahresüberschuss erhöhte sich vor allem aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses auf 56,9 Mio. EUR (Vj. 31,9).
Ergebnisverwendung und Dividendenvorschlag
Aus dem Jahresüberschuss wurden entsprechend § 58 Abs. 2 AktG insgesamt 28,5 Mio. EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 1,30 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 36,7 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2017 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 8,0 % auf 643,5 Mio. EUR (Vj. 595,9).
Vermögenslage
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen belief sich zum Stichtag auf 336,6 Mio. EUR (Vj. 270,3), was einen Zuwachs von 24,5 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich durch den Erwerb von Lizenzen und Rechten auf 14,4 Mio. EUR (Vj. 13,1). Die Sachanlagen zeigen zum Jahresende einen Buchwert von 27,7 Mio. EUR (Vj. 30,5). Bei den Finanzanlagen ergab sich eine Steigerung auf 294,6 Mio. EUR (Vj. 226,7). Dies resultiert zum einen aus den Zugängen der Anteile an der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und zum anderen wesentlich an den Zugängen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
Umlaufvermögen
Verglichen mit dem Vorjahresstichtag ist das Umlaufvermögen insgesamt um 5,8 % auf 306,0 Mio. EUR (Vj. 324,9) zurückgegangen. Die Vorräte lagen dagegen mit 88,1 Mio. EUR (Vj. 65,6), bedingt durch die Erhöhung der unfertigen Leistungen aus Entwicklungsprojekten, deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 29,1 Mio. EUR auf 153,4 Mio. EUR (Vj. 182,5) ist im Wesentlichen durch die verminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen beeinflusst. Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 9,3 Mio. EUR (Vj. 6,3) vor allem aufgrund von Steuerforderungen über dem Vorjahresniveau. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Mio. EUR auf 64,5 Mio. EUR (Vj. 76,9) zurückgegangen.
Finanzlage
Eigenkapital
Zum 31. Dezember 2016 stieg das Eigenkapital der GRAMMER AG durch die weiterhin positive Ergebnisentwicklung auf 228,1 Mio. EUR (Vj. 179,6) an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich trotz der gestiegenen Bilanzsumme auf 35,4 % (Vj. 30,1).
Rückstellungen
Die Rückstellungen wiesen zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 92,7 Mio. EUR (Vj. 87,0) auf. Davon entfiel mit 65,6 Mio. EUR (Vj. 67,5) der Hauptanteil auf Rückstellungen für Pensionen. Der Rückgang dieser Position ist durch die Bewertung nach dem versicherungsmathematischen Gutachten bestimmt, bei dem der Abzinsungsfaktor eine wesentliche Rolle spielt. Die Steuerrückstellungen nahmen um 0,7 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR zu. Die Sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich von 19,4 Mio. EUR auf 26,2 Mio. EUR. Begründet ist dies vor allem durch höhere Rückstellungen für den Personalbereich, ausstehende Rechnungen und Gewährleistungen.
Verbindlichkeiten
Insgesamt reduzierten sich die Verbindlichkeiten der GRAMMER AG im Berichtsjahr auf 322,7 Mio. EUR (Vj. 329,3). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche die GRAMMER AG im Wesentlichen für die Finanzierung der Tochterunternehmen nutzt, nahmen um 3,5 Mio. EUR auf 256,5 Mio. EUR ab (Vj. 260,0). Die Finanzierung besteht im Wesentlichen aus langfristigen Schuldscheindarlehen sowie kurzfristigen Kontokorrentkrediten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen mit einem Teilbetrag von 39,7 Mio. EUR (Vj. 40,3) hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche größtenteils aus finanziellen Verbindlichkeiten aus der operativen Intercompany-Finanzierungsabwicklung resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16,9 Mio. EUR (Vj. 18,5) lagen unter, die erhaltenen Anzahlungen von 3,4 Mio. EUR (Vj. 3,3) marginal über dem Vorjahreswert. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,1 Mio. EUR (Vj. 7,2) verringerten sich im Jahresvergleich auch leicht.
Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 256,5 Mio. EUR und die liquiden Mittel 64,5 Mio. EUR. Die Kennzahl Nettoverschuldung, die sich in der Differenz der Bankverbindlichkeiten zu den Bankguthaben widerspiegelt, belief sich zum Geschäftsjahresende 2016 auf 192,0 Mio. EUR (Vj. 183,1). Da die GRAMMER AG als Finanzierungspartner der Tochterunternehmen agiert und ihrerseits Darlehen an die Tochtergesellschaften in Höhe von 127,9 Mio. EUR ausgegeben hat, ist die effektive Verschuldung der GRAMMER AG unter Berücksichtigung der an die Tochtergesellschaften weitergereichten Darlehen deutlich geringer als es die Finanzverbindlichkeiten vermitteln. Insgesamt sind für die langfristige Wachstumsstrategie der GRAMMER AG ausreichend finanzielle Mittel verfügbar.
Die GRAMMER AG hat mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags über 180,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die zweite Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2015 gezogen. Alle beteiligten Banken haben ihren Anteil entsprechend prolongiert. Die Laufzeit endet somit am 31. Oktober 2020.
Zudem hat die GRAMMER AG im Dezember 2015 ein neues Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 120 Mio. EUR begeben. Die erste Tranche in Höhe von 81 Mio. EUR wurde im Dezember 2015, die zweite Tranche in Höhe von 39 Mio. EUR wurde im Januar 2016 valutiert.
Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Abschlussstichtag mit 216,5 Mio. EUR fast auf dem Vorjahresniveau (Vj. 217,5).
Die kurzfristigen Finanzschulden lagen mit 40,0 Mio. EUR (Vj. 42,5) leicht unter dem Vorjahresniveau.
Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Treasury der GRAMMER AG auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristige Inanspruchnahmen mit variablen Zinsen erfolgen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel mit festen Zins sowie einer kongruenten Zinsbindungsdauer vorgenommen werden. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.
Das Finanzwesen der GRAMMER AG betreut den Zahlungsverkehr der deutschen Gesellschaften und die Verwaltung des Zahlungsmittelpools, durch den die GRAMMER AG die Liquidität ihrer Tochterunternehmen sich erstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten machbar und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels marktüblicher derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Der Konzern überwacht diese Risiken von jeher sehr genau.
Zum 31. Dezember 2016 verfügte die GRAMMER AG über 64,5 Mio. EUR (Vj. 76,9) liquide Mittel, die vor allem zum weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten und als strategische Reserve gehalten werden.
Kapitalstruktur
Zum 31. Dezember 2016 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien (mit Ausnahme der durch die GRAMMER AG gehaltenen eigenen Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, zur Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.
Per 31. Dezember 2016 betrug die Kapitalrücklage 74.651 TEUR (Vj. 74.651). Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001 und 2011.
Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Gewinnrücklagen 73.489 TEUR (Vj. 45.016), resultierend aus der Zuführung zu den Gewinnrücklagen aufgrund des hohen Anstiegs des Jahresüberschusses.
Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG
Nach § 21 Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns mitgeteilte Stand zu den entsprechend zum 31.12.2016 mitgeteilten bestehenden Beteiligungen ist im Anhang der GRAMMER AG aufgeführt.
Eigene Anteile
In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Weitergehende Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG zu den eigenen Aktien enthält der Anhang der GRAMMER AG.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Investitionen
Die Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr von 66,5 Mio. EUR auf 77,0 Mio. EUR gestiegen.
Ein großer Teil der Zugänge im Jahr 2016 entfiel mit 66,2 Mio. EUR auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie auf Anteile an der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd. Im Rahmen der Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagevermögen bewegen sich mit 2,7 Mio. EUR (Vj. 13,3) deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Für das Jahr 2017 planen wir Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und in Sachanlagen auf Höhe des Jahres 2016.
Mitarbeiter
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Mitarbeiterzahl leicht zurück. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren innerhalb der GRAMMER AG 901 Mitarbeiter (Vj. 904) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 898 Mitarbeiter (Vj. 902) im Unternehmen tätig.
Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen
Personalentwicklung ist ein zentrales Element, um unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Mitarbeiter mit neuen Ideen, erweitertem Wissen und hinzugewonnenen Kompetenzen tragen entscheidend dazu bei, etablierte Standards zu sichern und die Wettbewerbsstärke im internationalen Umfeld auszubauen. Die GRAMMER AG bietet in Kombination mit ihren Tochterunternehmen aus diesem Grund eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen an. Im Jahr 2013 wurden die Personalentwicklungsprogramme in der Gruppe neu strukturiert und 2014 weiter ausgebaut, an denen auch die GRAMMER AG Anteil hat, um den gestiegenen Anforderungen an die Beschaffung und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiter gerecht zu werden. Ein Trainingskatalog, welcher jährlich aktualisiert wird, bietet allen Mitarbeitern einen Überblick über mögliche Weiterbildungsmaßnahmen. Unser Weiterbildungsprogramm auf Führungsebene basiert auf drei Ansätzen, die sich hierarchisch gliedern: Das "GRAMMER Corporate Executive Program" fokussiert auf die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "GRAMMER Advanced Management Program" richtet sich vorrangig an die mittlere Managementebene, die Werks- und Abteilungsleiter. Das "GRAMMER Basic Management Program" ist auf die Förderung und Entwicklung neu ernannter Führungskräfte zugeschnitten und erfolgreich pilotiert. Die Pilotprojekte für die Advanced- und Executive-Programme werden 2016/2017 ausgerollt. Alle drei Konzepte richten ihre Inhalte am Leitbild, an den Zielen und an der Strategie des GRAMMER Konzerns aus. Neben der Führungslaufbahn bietet die GRAMMER AG auch eine Expertenlaufbahn, die hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten bietet und sie im Unternehmen als Wissens- und Erfahrungsträger optimal positioniert.
Die GRAMMER AG ist ein Ausbildungsbetrieb und wird auch 2017 weiter ausbilden. So ist zum Beispiel am Standort Amberg die Ausbildung mit eigenem Ausbildungszentrum und Ausbildern integraler Bestandteil der Personalpolitik der GRAMMER AG. Die ausgebildeten Fachkräfte übernehmen wir, soweit es die Personalpolitik zulässt und ausreichender Bedarf besteht, in unser Unternehmen. Auch 2016 stellten wir in den verschiedensten Unternehmensbereichen motivierte Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Rekrutierungsveranstaltungen im universitären Umfeld - dies auch im europäischen Ausland - sowie über eine Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH), ein gelungenes Beispiel für unser erfolgreiches Engagement hinsichtlich der Vernetzung von Wirtschaft und Hochschule.
Aufsichtsrat und Vorstand
Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand. Auch im Aufsichtsrat erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Veränderungen.
Grundzüge des Vergütungssystems
Seit dem 1. August 2010 enthält die Vergütung der Vorstände nachfolgend beschriebene Elemente. Der Vorstand erhält eine erfolgsunabhängige (70 %) und eine erfolgsabhängige (30 %) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die zum größten Teil analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente besteht aus zwei Anteilen, einem kurz- und einem langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung, des GEVA, welcher sich als ROCE minus WACC errechnet. Der ROCE ist der Quotient aus dem operativen Ergebnis nach Steuern und dem betriebsnotwendigen Kapital. Der WACC stellt die erwartete Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar.
Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmenswerts grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Auf den Langfristbonus kann ein Abschlag geleistet werden, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtsratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen.
Die Angaben zur Vergütung gemäß §160 AktG sind im Anhang dargelegt.
Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde durch die Zustimmung zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2012 geändert und ist seit dem Geschäftsjahr 2012, wie im Nachfolgenden erläutert, geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung, Directors-and-Officers-Liability-Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird. Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung gibt es nicht und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.
Beschaffungsmanagement
Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dabei ist der Konzerneinkauf zentral in der GRAMMER AG angesiedelt. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil, um den Erfolg unserer Geschäftstätigkeiten nachhaltig zu sichern. Weiterhin gilt es für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette, weltweit die richtigen Lieferanten zu identifizieren. Zentrale Aufgaben des Einkaufs sind somit auch die Steuerung der Lieferantenentwicklung und des Projekteinkaufs. So erschließt sich GRAMMER neue Marktpotenziale in den Emerging Markets und trägt damit dazu bei, dem Konzern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung von Einsparpotenzialen zu erhalten. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit verbunden durch die Nutzung von Skaleneffekten sowie gezielter Lokalisierung in den Regionen werden darüber hinaus weitere Optimierungen erreicht. Die Beschaffungsorganisation ist zentral nach Commodities organisiert, deren Mitarbeiter weltweite Verantwortung haben, aber auch regional angesiedelt sind, um eine höhere Durchdringung und ein besseres Verständnis der globalen Märkte zu erreichen. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den Ausbau der E-Sourcing-Plattform e-Procurement sowie der Plattform ASTRAS mit den Kernprozessen e-RFX (elektronische Ausschreibung) und den Ausbau des eAuction-Tools vor, das bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingesetzt wurde, zum anderen die Ausweitung der Beschaffung in den Schwellenländern, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" positive Wertbeiträge zu erzeugen. Die bereits 2013 aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren, wurden weiter fortgesetzt. Die GRAMMER AG selbst wird in der Regel von Tochterunternehmen beliefert und bezieht somit überwiegend Handelsware aus dem Konzern.
Produktion
Die GRAMMER AG vertreibt Handelsware aus dem Konzern und lässt an Produktionsstandorten von Tochtergesellschaften, insbesondere in Osteuropa, produzieren. Strategische Zielsetzung der GRAMMER AG ist die kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der Kostenposition unserer Produkte mit zuliefernden Produktionsstandorten in Kundennähe.
Qualitätsmanagement
Eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und Leistungen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die GRAMMER AG hat in Zusammenarbeit mit den Tochterunternehmen seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm, GPQ (GRAMMER Produces Quality) etabliert, das sämtliche Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht und darauf ausgerichtet ist, systematisch permanente Qualitätsverbesserungen zu generieren. Diese werden mittels standardisierter Verfahren zeitnah global ausgerollt, um global ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu erzielen. Wesentliches Qualitätsziel ist es, eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung mit unseren innovativen Produkten zu erzielen. Interne Audits in den Tochterunternehmen und Bewertungen, Benchmarks untereinander im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres gemeinsamen Qualitätsmanagements sicherzustellen. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit der Endnutzer dienen, stellt die Produktsicherheit im gesamten Entstehungsprozess ein vorrangiges Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Ausgehend von der Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um, sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, die über diese Anforderungen hinausgehen, um unseren Zielen gerecht zu werden.
Vertrieb und Kundenmanagement
Die GRAMMER AG ordnet ihre Geschäftsbereiche und den Vertrieb nach Produktgruppen. Damit stellen wir eine hohe Produktkompetenz sicher, die für eine optimale Betreuung der Kunden erforderlich ist. Vertrieb und Kundenmanagement sind mit globaler Verantwortung ausgerichtet. Die Kundenwünsche werden durch den Vertrieb erfasst und im Geschäftsbereich zielgerichtet umgesetzt. Unser Handeln orientiert sich dabei sehr nah an den Anforderungen der Kunden. Eine darauf aufbauende nachhaltige Entwicklung der Kundenbeziehungen ist die Grundlage unseres langjährigen Erfolgs und Wachstums.
Prozessvorgaben wie das GRAMMER PDS (Product Development System) sind die Grundlage einer systematischen stabilen Produktentwicklung. Das Ziel ist hierbei, die Produkte für die Kunden in der spezifizierten Qualität zum geplanten Zeitpunkt und der gewünschten Menge zur Verfügung zu stellen. Das PDS fördert die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Suche nach innovativen Lösungen.
Nachtragsbericht
Entsprechend dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz ist der Nachtragsbericht im Anhang der GRAMMER AG enthalten.
Corporate Governance - Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance eingesehen werden.
Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals:
Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen:
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten:
Der Anhang zum Jahresabschluss 2016 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen:
Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben:
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung:
Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84 und 85 AktG sowie § 31 MitBestG) Gemäß § 8 ff. der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 2 AktG; in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt. Nach § 13 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung der Satzung betreffen.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: Der Vorstand ist bis 27. Mai 2019 zur Begebung von Genussrechten mit oder ohne Options- oder Wandlungsrecht/-pflicht und/oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ermächtigt. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). GRAMMER hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Aktuell besteht eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken, die bis zum 27. Mai 2019 befristet ist.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind:
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten eine Change-of-control-Klausel. Jeder Vorstand hat im Falle eines Kontrollwechsels innerhalb von drei Monaten ein Sonderkündigungsrecht. Wird das Sonderkündigungsrecht ausgeübt, besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung von 150 % des im Dienstvertrag vereinbarten Abfindungs-Caps von zwei Jahresgesamtvergütungen. Zudem bestehen Entschädigungsvereinbarungen mit einzelnen Mitarbeitern der obersten Führungsebene im Falle eines Kontrollwechsels.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen:
Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Kreditvertrags mit einem Bankenkonsortium über Kreditfazilitäten von maximal 180 Mio. EUR, der im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Entsprechende Klauseln sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen der GRAMMER AG über insgesamt 241,5 Mio. EUR vorgesehen. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann - einzeln oder gemeinsam - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns nicht mehr gesichert wäre.
Chancen- und Risikobericht
Risikobericht
Risikopolitik und -grundsätze
Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung der GRAMMER AG entstehen Chancen und Risiken, die abgesichert werden müssen. In seiner Risikostrategie hat die GRAMMER AG unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:
| ― | Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht die GRAMMER AG mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan bzw. Ziel. |
| ― | Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mögliche, mit den geschäftlichen Aktivitäten verbundene, bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite, wie z.B. Konjunkturrisiken, ausgehen sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, übernimmt die GRAMMER AG selbst. Die GRAMMER AG strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren. |
| ― | In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben Risiken in ihrem Verantwortungsbereich so weit als möglich zu minimieren und zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden. |
Risikomanagementprozess
Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und zu beurteilen sodann zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, hat die GRAMMER AG ein Risikomanagementsystem etabliert. Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risikomonitoring und -controlling und umfasst auch und gerade die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken aber auch Chancen. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen deren Wirksamkeit und werden regelmäßig informiert. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche zu ungeplanten Ergebnisabweichungen führen können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Zu diesem Zweck wird mehrmals im Jahr ein Chancen- und Risikobericht erstellt. Die Meldungen ins Risikomanagementsystem werden unabhängig erhoben, sodass eine möglichst breite Erfassung gewährleistet ist und eine Beurteilung im Vier-Augen-Prinzip erfolgt. Darüber hinaus hat der GRAMMER Konzern, um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen oder den Kodex des GRAMMER Konzerns zu melden, eine Compliance-Hotmail Adresse eingerichtet. Über dieses Medium können soweit gesetzlich erlaubt auch anonym Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen wie Bestechung oder rechts- und kodexwidrigen Verhalten, aber auch Manipulationen aller Art mitgeteilt werden. Die Konzernrevision prüft und beurteilt diese Hinweise, die soweit erforderlich dann auch mit Unterstützung anderer Funktionen abschließend bearbeitet werden.
Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral erfasst und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken verfolgt werden. Das Risikomanagement wird durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf den GRAMMER Konzern zugeordneten Clusterung, dem sog. Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.
Risiken
In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Die Beurteilung der aufgeführten Risiken hat mindestens für das folgende Geschäftsjahr Bestand. Als wesentlicher Aspekt des Risikomanagements wird versucht, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Umfeld- und Branchenrisiken
Die GRAMMER AG wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen sowohl an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir im Verbund mit den Tochterunternehmen mit einer Vielzahl von Maßnahmen und wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Die GRAMMER AG agiert in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken unter anderem in Preisdruck, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge in Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen und die Volatilität nimmt zu. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, welche durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den Märkten nimmt stetig zu, so dass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unser Geschäftsfeld geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch negativen Entwicklungen.
Im Zuge der Konsolidierung von Märkten und Marken entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können.
Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt die GRAMMER AG auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.
Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung unserer Kapazitäten und Fertigungsstrukturen entsteht das Risiko, dass durch die Zusammenlegung und Schließung von Standorten zunächst Belastungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen und es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommt oder ihr Nutzen geringer ausfallen könnte als ursprünglich geplant und angenommen war.
Unser Handlungsfeld umfasst zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Mögliche Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da diese Risiken aus Marktreaktion, Integration von Mensch und Technologie sowie Produkten und Entwicklungen beinhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken auch hinsichtlich der Umsetzung und aus den bei solchen Transaktionen üblichen Akquisitions-, Integrations- und sonstigen Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.
Üblicherweise beinhalten Lieferverträge insbesondere mit den wesentlichen Kunden des GRAMMER Konzerns rechtlich verbindliche Zusagen über einen bestimmten Zeitraum, bestimmte, in der Regel noch zu entwickelnde Produkte zu beziehen bzw. bestimmte (Mindest-)Liefermengen abzunehmen, aber nicht ein bestimmtes Produkt exklusiv von Gesellschaften des GRAMMER Konzerns zu beziehen. Die konkreten Produkte und Liefermengen werden in separaten Abrufen bestellt, die zeitlich kürzer sein können, aber die eine konkrete Verpflichtung zur Abnahme darstellen. Aus rein rechtlicher Sicht sind die wesentlichen Kunden des GRAMMER Konzerns grundsätzlich in der Lage, mittelfristig auch große Aufträge bzw. Produktvolumen abzuziehen. Da ein Auftragsabzug in der laufenden Serienproduktion für die Kunden jedoch mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden ist und einen erheblichen Zeitvorlauf erfordert, ist zumindest der Komplettabzug des gesamten Auftragsbestandes durch einen Kunden eher sehr selten. Dies würde sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Beschaffungsrisiken
Die GRAMMER AG ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für uns relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Dies beeinflusst die GRAMMER AG indirekt, da wir unsere Handelsware aus dem Konzern erhalten, die sich durch diese Risiken verteuern kann. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken in den Zulieferunternehmen durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette für unsere Tochterunternehmen, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei deren Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Lieferkette verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Qualitätsrisiken
Die GRAMMER AG legt großen Wert auf die Einhaltung der hohen internen Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass potenzielle Qualitätsrisiken auftreten, die aus der Entwicklung und Abstimmung mit dem Kunden resultieren und deswegen von der GRAMMER AG zu vertreten sind. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen und -verflechtungen über Kontinente hinweg, die sich aufgrund unserer globalen Ausrichtung und Markttätigkeit zwangsläufig ergeben. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir im gesamten Konzern etabliert.
Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen für die uns beliefernden Tochterunternehmen zu minimieren, führen wir in Zusammenarbeit mit diesen eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch die GRAMMER AG und deren zuliefernden Tochterunternehmen dar.
Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die GRAMMER AG ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken schon allein aufgrund ihrer weltweiten Aktivitäten und den im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken ausgesetzt. Die GRAMMER AG hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen tschechische Krone, US-Dollar, mexikanischer Peso, brasilianischer Real sowie chinesischer Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Die GRAMMER AG begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging" für Tochterunternehmen, die uns beliefern, also die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum, oder die Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken.
Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich die GRAMMER AG nicht vollständig entziehen und es können daraus Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auftreten. Die GRAMMER AG versucht, Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln (z. B. Schuldscheindarlehen) sowie den Einsatz von Derivaten zu minimieren. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden. Im Jahr 2015 wurde die zweite Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass der Konsortialkredit noch für weitere vier Jahre Laufzeit und damit bis 2020 zur Verfügung steht, der allerdings im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquidität wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen und somit eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement kontrolliert. Durch die im Markt befindlichen Unsicherheiten und Risiken im Zinssatz sowie durch Bilanzierungsänderungsvorgaben kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden, wobei dies sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten kann. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Bereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, versuchen wir, die erläuterten Risiken zu vermindern. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Rechtliche Risiken
Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. So genannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert. Beschränkungen der GRAMMER AG in ihrer internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich die GRAMMER AG aufgrund ihrer Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Durch die strikte Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften können sich Einschränkungen ergeben, die im Wettbewerbsumfeld zu Nachteilen führen können. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können.
Personalrisiken
Die GRAMMER AG ist als Entwicklungsspezialist und Innovationsführer auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für die GRAMMER AG zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass wir in Zukunft nicht in jedem Land und Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden können.
IT- und Informationsrisiken
Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat die GRAMMER AG die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Die GRAMMER AG schützt sich durch geeignete Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine unternehmensweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe es ist, den Schutz sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER AG bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft.
Ökologische Risiken
Die GRAMMER AG arbeitet mit den zuliefernden Tochterunternehmen mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001 sowie einem Energiemanagementsystem auf der Basis der ISO 50001. Das Managementsystem berücksichtigt alle Forderungen beider Systeme. In diesem legen wir weltweit gültige Umwelt- und Energieeffizienzstandards fest (z. B. Umweltprogramme, Umweltziele und Energieziele), die durch Umwelt- bzw. Energiemanagementbeauftragte in den Tochterunternehmen vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 bzw. 50001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann es aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass der GRAMMER AG hieraus Risiken entstehen.
Merkmale des internen Kontrollsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess, |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. verantwortlichen Abteilungen, |
| ― | Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen, |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen, |
| ― | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. |
Chancenmanagement
Innerhalb der GRAMMER AG werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Chancen werden dabei als positive Abweichung von einem unter Unsicherheit festgelegten Ziel definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen auftreten.
Chancen
Marktchancen
Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für die GRAMMER AG dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.
Weltweite Konjunktur
- Aufgrund der globalen Präsenz der GRAMMER AG bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Konjunktur zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für die GRAMMER AG Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage in Europa bieten, da wir im Wesentlichen die Produkte als Handelswaren im Konzern beziehen und an die Kunden verkaufen.
Wachstum mit größerem Kundenstamm
- Für die GRAMMER AG bieten sich durch das Erschließen neuer Kundensegmente ebenfalls neue Chancen. Dies begründet sich einerseits durch die globale Expansion bestehender Kunden, andererseits auch durch die erhöhte Penetration lokaler Kunden in neuen Märkten.
Fokussierung auf das Premiumsegment
- Die GRAMMER AG ist mit ihren innovativen und ansprechenden Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. Die GRAMMER AG ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.
Globale Megatrends
- Die GRAMMER AG ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherer Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. Die GRAMMER AG strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Seating Systems ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern kann ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Bereich Seating Systems führen, da landwirtschaftliche Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.
Strategische Chancen
Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.
Anorganisches Wachstum
- Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Erweiterung und Abrundung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.
Effizienzmaßnahmen
- Wir arbeiten permanent mit unseren zuliefernden Tochterunternehmen an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere Kosten weiter zu optimieren und somit unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft die GRAMMER AG auch regelmäßig ihre Aufstellung hinsichtlich der zuliefernden Standorte.
Innovationen
- Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Bereichen gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. Die GRAMMER AG ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.
Beurteilung der Risiken und Chancen
Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass die GRAMMER AG ausreichende Vorsorgen und Maßnahmen getroffen hat, den identifizierten Risiken zu begegnen. Die uns derzeit bekannten Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, insbesondere in den Kernmärkten, hat im Geschäftsjahr 2016 das Wachstum der GRAMMER AG weiter unterstützt. Für den Fall, dass die globale Konjunktur auch in Zukunft positiv verläuft, können sich zusätzliche Chancen ergeben.
Prognosebericht
Weltwirtschaft gewinnt an Schwung
Die Weltwirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle 2016 durchschritten und dürfte im weiteren Verlauf an Tempo zulegen. Jedoch bergen das britische Votum für den EU-Austritt sowie protektionistische Tendenzen in den USA und Europa nach Einschätzung des IWF erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft. Die ökonomischen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung vom vergangenen Jahr seien zwar noch sehr unklar, dennoch bewertet der Weltwährungsfonds das Votum der Briten als Teil einer globalen Bewegung hin zu mehr wirtschaftlicher Abschottung. Solche Tendenzen könnten das Investitionsklima eintrüben und die Schaffung neuer Jobs begrenzen.
Der Verlauf der Weltkonjunktur ist derzeit auch deshalb besonders schwer abzuschätzen, weil in den USA eine neue Regierung angetreten ist, die angekündigt hat, vieles anders zu machen. Zunehmend werden zudem die negativen Auswirkungen der extrem lockeren Geldpolitik deutlich. In einem Umfeld erhöhter politischer Unsicherheit wird zudem mehr und mehr klar, dass die Geldpolitik an ihre Grenzen gestoßen ist.
In seinem Basisszenario rechnet der IWF 2017 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % und damit um 0,3 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird sich mit plus 1,9 % etwas verstärken, was auf die insgesamt weiter expansive Geldpolitik, Impulse durch die Fiskalpolitik sowie auf eine allmähliche Beschleunigung des Lohnanstiegs zurückzuführen sei. Dem steht allerdings entgegen, dass sich die Kaufkraft nicht weiter durch sinkende Energiekosten erhöht. Einen großen Satz nach vorne dürfte die US-Wirtschaft mit einem Plus von 2,3 % machen. Maßgeblich für die Beschleunigung ist die expansive Wirtschaftspolitik. Sinkende Realzinsen und deutliche Impulse seitens des Staates durch höhere Ausgaben und Steuersenkungen dürften die Nachfrage anregen. In der Eurozone hingegen ist eine moderate Wachstumsabschwächung auf 1,6 % zu erwarten. Nach wie vor belasten ungelöste Strukturprobleme in einem Teil des Währungsgebiets den Ausblick. Da im Jahr 2017 Parlamentswahlen in vier der größten sechs Mitgliedsstaaten des Euroraums anstehen (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande), sind die Unsicherheiten über die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik beträchtlich. In Großbritannien dürfte sich laut IWF das Brexit-Votum zunehmend bemerkbar machen und das wirtschaftliche Wachstum auf 1,5 % drücken. Die wechselkursbedingt höhere Inflation und die kaum noch steigende Beschäftigung dürften die Realeinkommen und damit den privaten Konsumbremsen. Auch bei den Investitionen zeichnet sich eine Zurückhaltung ab, da sich die Absatzperspektiven angesichts der Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen verschlechtern. Das Wachstum in Kanada dürfte laut IWF auf 1,9 % zulegen, Japan hingegen wird wohl auch 2017 mit einem Zuwachs von 0,8 % nur sehr leicht an Wachstum gewinnen.
Die Expansion in den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte sich laut IWF weiter auf 4,5 % beschleunigen. Während das Wachstum in China weiter leicht auf 6,5 % abnehmen dürfte, ist in Indien mit einer anhaltend hohen Rate von 7,2 % zu rechnen. In Russland dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion laut IWF voraussichtlich wieder leicht um 1,1 % steigen. In Deutschland und dem Euro-Raum wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 % bzw. 1,6 % gerechnet und in den USA geht man von einem Wachstum von 2,3% aus. In Brasilien hingegen lässt eine spürbare konjunkturelle Erholung weiter auf sich warten. Die Wirtschaft dürfte 2017 um lediglich 0,2 % zulegen.
Prognose Automotive
Weltweiter Pkw-Markt legt weiter leicht zu
Der Verband der Automobilhersteller VDA ist angesichts des konjunkturellen Umfelds zuversichtlich für das Jahr 2017 gestimmt. Insgesamt dürften die Neuzulassungen auf dem Pkw-Weltmarkt 2017 um 3 % auf 85,0 Mio. Einheiten steigen. Dabei geht der Verband davon aus, dass bei den beiden stark schwächelnden Industrienationen Brasilien und Russland die lange Talfahrt ein Ende findet. Für Russland wird erstmals wieder ein leichtes Wachstum von 5 % auf 1,5 Mio. Pkw prognostiziert, Brasilien dürfte auf dem niedrigen Vorjahresniveau von knapp 2,0 Mio. stagnieren. Kaum Veränderung ist 2017 auch bei den Zulassungszahlen in Westeuropa zu erwarten (14,1 Mio.). Der Erholungsprozess in den südlichen Ländern dürfte sich fortsetzen, der deutsche Markt dürfte sich auf dem hohen Niveau bei 3,4 Mio. Pkw stabilisieren. Für das Vereinigte Königreich geht der VDA von einem Rückgang von 6 % auf 2,5 Mio. Pkw aus. Eine Seitwärtsbewegung ist für die USA (17,5 Mio. Light Vehicles) und den nordamerikanischen Freihandelsmarkt insgesamt (21,1 Mio.) prognostiziert. Der chinesische Pkw-Markt wird dagegen weiter zulegen, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit (+5 % auf 24,9 Mio.). Zum Wachstum des weltweiten Markts dürften auch die Zulassungen in den EU-Ländern der Osterweiterung (plus 6 % auf 1,2 Mio.) in den ASEAN-Staaten (plus 5 % auf 1,8 Mio.) sowie in Indien (plus 9 % auf 3,2 Mio.) beitragen.
Bei der weltweiten Produktion wird ebenfalls ein Zuwachs von 2 % auf 85,0 Mio. Pkw erwartet. Einer Stagnation in den EU-15 (13,1 Mio. Fahrzeuge) und der EU-28 (16,9 Mio. Fahrzeuge) stehen leichte Rückgänge in den USA (-1 % auf 11,9 Mio. Light Vehicles) gegenüber. In der nordamerikanischen Freihandelszone Nafta insgesamt soll die Produktion um 1 % auf 17,9 Mio. Light Vehicles steigen. Stärker zulegen dürften der Mercosur (+3 % auf 2,6 Mio. Light Vehicles), China (+5 % auf 24,9 Mio.) und Indien mit plus 7 % auf 3,9 Mio. Pkws.
Prognose Seating Systems
Nutzfahrzeugmarkt mit besserem Ausblick
Für den weltweiten Nutzfahrzeugmarkt ist der VDA verhalten optimistisch gestimmt. Hier sollen die Neuzulassungen über alle Segmente hinweg um 1 % auf 9,6 Mio. Nutzfahrzeuge zulegen. Während Westeuropa um 3 % vorankommen dürfte, sind in der Türkei (-13 %) und den USA (-10 %) zweistellige Einbrüche zu erwarten. Brasilien (-5 %) und Japan (-2 %) dürften etwas glimpflicher davonkommen. Für den größten Markt China wird mit 4,3 Mio. Nutzfahrzeugen eine Seitwärtsbewegung erwartet, in Indien ist ein starker Zuwachs von 15 % prognostiziert.
Auch im Segment der Nutzfahrzeuge über 6 t sind weltweit mit 1 % auf 2,2 Mio. Lkw laut VDA leichte Zuwächse bei den Neuzulassungen zu erwarten. Das ist vor allem den großen Märkten in China (+3 %) und Indien (+5 % bei Lkw über 7,5 t) zu verdanken. In den USA dürfte sich hingegen erneut ein Rückgang von 5 % in 2017 einstellen, der sich gleichmäßig auf die Segmente Medium und Heavy Trucks verteilt. In Westeuropa dürften die Neuzulassungen um 1 % zurückgehen. In Deutschland wird ein Plus von 1 % erwartet.
Landtechnikindustrie mit Verhaltenem Ausblick
Laut CEMA ist der Ausblick für 2017 ähnlich verhalten, wie sich bereits das Jahr 2016 gestaltet hat. Für die meisten Produktgruppen im Landmaschinenbereich ist mit rückläufiger oder bestenfalls stabiler Nachfrage zu rechnen. Einziger Lichtblick ist Spanien, wo der Markt um 5 % zulegen dürfte. In Frankreich hingegen wird ein Minus von etwa 5 % erwartet, in Deutschland soll der Absatz um 2 % sinken. In Großbritannien dürfte sich der Markt stabilisieren. Auch wenn die Erwartungen für 2017 nicht sonderlich positiv sind, erholte sich das CEMA Business Barometer zuletzt langsam von seinen Rekordtiefständen. Der Verband wertet das als Zeichen, dass sich die Marktbedingungen im Jahresverlauf 2017 verbessern könnten. In der Befragung vom Dezember 2016 erwarteten 47% der Unternehmen einen leichten Umsatzzuwachs, nur 30% rechneten mit Rückgängen.
Bauwirtschaft erwartet Geschäftsbelebung
Das Geschäftsklima der europäischen Baumaschinenhersteller, das CECE Business Barometer, hat sich im November weiter verbessert. Nachdem der Brexit-Schock offenbar weggesteckt wurde, hat allerdings die US-Wahl neuerlich für Unsicherheit gesorgt. Die Erwartungen für Nordamerika sind laut CECE deutlich zurückgegangen. Die Mehrheit der befragten Baumaschinenhersteller erwarte jedoch für die kommenden sechs Monate eine positive Geschäftsbelebung.
Flurförderzeuge weiter stabil auf hohem Niveau
Nach Umfrage des bbi sehen die befragten Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Nachdem das Jahr 2016 bereits positiv war, wird damit gerechnet, dass der Gesamtumsatz um 3 % im Jahr 2017 steigen könnte. Ebenso wird erwartet, dass das Neumaschinengeschäft um 2 % zulegen wird.
Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand
Die Erwartungen für die GRAMMER AG spiegeln sich aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit den übrigen Konzerngesellschaften und ihres Gewichts in der Konzerngruppe im Prognosebericht des Konzerns wider. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hat die GRAMMER AG leicht steigende Umsätze prognostiziert, die aufgrund des schwierigen Marktumfeldes mit einer Wachstumsrate von 0,3 % nur sehr leicht eingetreten sind. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das allerdings wie dargelegt im Kontext der Konzernbeziehungen zu sehen ist, lag aufgrund des Finanzergebnisses deutlich über dem Vorjahresniveau, was zum einen wie dargelegt an den stärkeren wirtschaftlichen Ergebnissen der gewinnabführenden Tochterunternehmen und zum anderen an der erstmaligen Einbeziehung in die Gewinnabführung der Grammer Interior Component GmbH nach dem Erwerb der ehemaligen REUM Gruppe zum Jahresende 2015 lag. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt unter BilRUG im Jahr 2016. Die für den Konzern getroffenen Aussagen zur Marktentwicklung stellen sich im Wesentlichen auch in der Geschäftsentwicklung der GRAMMER AG dar.
Insofern geht die GRAMMER AG für das laufende Geschäftsjahr 2017 entsprechend den aktuellen Planungen von einer weiterhin stabilen und guten Auftragslage mit leicht steigenden Umsätzen aus, welche von der moderaten wirtschaftlichen Erholung im Euro-Raum geprägt sein werden. Sollten sich die Landtechnik- sowie die Nutzfahrzeugmärkte schwächer als erwartet entwickeln, könnte dies die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der GRAMMER AG jedoch entsprechend merklich belasten.
Die GRAMMER AG ist wesentlich aufgrund Ihrer Finanzierungstätigkeit Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Tschechien, Türkei, China, Mexiko und den USA. Zwar wird die Absicherung dieser Risiken kontinuierlich verbessert, signifikante Wechselkursänderungen mit den relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen.
Als Organträger innerhalb des inländischen Organkreises sowie als Muttergesellschaft des Konzerns ist die Ergebnisentwicklung in hohem Maße von dem Finanzergebnis und hier insbesondere von den Ergebnissen der Organgesellschaften sowie den Gewinnausschüttungen der übrigen Tochterunternehmen beeinflusst. Wir erwarten dass sich die Gewinnabführungen und Beteiligungserträge auf dem Niveau von 2015 einstellen werden.
Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir für die GRAMMER AG ein leicht positives operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern und somit deutlich über dem leicht negativen Niveau des Geschäftsjahres 2016.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
Amberg, 03. März 2017
GRAMMER AG
Der Vorstand
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Amberg, 15. März 2017
GRAMMER AG
Der Vorstand
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Dabei haben Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammengearbeitet und in regem Austausch miteinander gestanden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich über alle relevanten Vorgänge im Unternehmen sowie über die wichtigen Unternehmenskennzahlen informiert. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, wie strategische Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements, haben Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld eingehend erörtert.
Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden mehrmals monatlich in intensivem persönlichen und telefonischen Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend über die Veränderungen in der Aktionärsstruktur unterrichtet. Zur regelmäßigen engen Abstimmung und Beratung wurde im Aufsichtsrat ein entsprechender Ausschuss gegründet.
SCHWERPUNKTE DER AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
In den vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmensbefasst. Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Situation und Liquiditätsentwicklung der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen und zustimmungspflichtige Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2016 vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen, zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie 28 Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse statt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse hat nur an der Hälfte oder weniger der Sitzungen teilgenommen. Interessenskonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes bestanden im Berichtszeitraum nicht.
An der ersten Sitzung am 22. März 2016 nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder teil. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. In Anwesenheit des Abschlussprüfers stellte der Aufsichtsrat den Einzelabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2015 fest und billigte den Konzernabschluss der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2015.
Außerdem stimmte der Aufsichtsrat den Tagesordnungspunkten für die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG am 11. Mai 2016 zu. Der Aufsichtsrat schloss sich insbesondere dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,75 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen.
In der ordentlichen Sitzung vom 22. März 2016 beschloss der Aufsichtsrat, das Mandat von Herrn Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender und Arbeitsdirektor, um weitere fünf Jahre (bis 31. Januar 2022) zu verlängern. Der aktuelle Stand der M&A-Aktivitäten wurde erläutert. Zudem wurde aufgrund der veränderten Aktionärsstruktur besprochen, dass ein Ad hoc-Ausschuss im Wege des Umlaufverfahrens eingerichtet werden soll. Schließlich wurde im Aufsichtsrat im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung des Vergütungssystems des Vorstands festgehalten, dass die bereits begonnene Überarbeitung des Vergütungssystems fortgesetzt werden soll.
In der zweiten ordentlichen Sitzung am 10. Mai 2016, an der zehn Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen, galt das Augenmerk der Mitglieder der Vorbereitung der Hauptversammlung, die am folgenden Tag stattfand. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, überprüfte der Aufsichtsrat zudem die Effizienz seiner Tätigkeit und verabschiedete Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz. Weiteres Thema der Sitzung war die Vorstellung eines Konzepts zur Gründung von Tochtergesellschaften für Servicebereiche, aus denen heraus Dienstleistungen für den Konzern erbracht werden würden.
Die erste außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016, an der elf Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen, fand am 22. Juni 2016 statt. Schwerpunkt der Sitzung war die Erläuterung und Diskussion der aktuell vom Vorstand verfolgten Optionen für externes Wachstum über Akquisitionen, auch unter Berücksichtigung der veränderten Aktionärsstruktur.
Am 17. August 2016 fand die zweite außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. An dieser Sitzung nahmen neun Aufsichtsratsmitglieder teil. Maßnahmen für strategiekonformes externes Wachstum wurden vorgestellt und diskutiert, u. a. Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals sowie potenzielle Akquisitionstargets.
Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 21. September 2016 in Hardheim am Standort der GRAMMER Interior Components GmbH statt. Hier konnte sich der Aufsichtsrat ein detailliertes Bild über Produktionsorganisation, Technologie, Investitionen sowie die aktuelle Auslastung machen. Elf Mitgliederdes Aufsichtsrats nahmen an der Sitzung sowie an der Werkbesichtigung teil. Bei dieser Sitzung wurde neben der Vorstellung der Strategie des GRAMMER Konzerns 2016-2021, die vom Aufsichtsrat vollumfänglich bestätigt wurde, auch ein Bericht über den aktuellen Status der M&A-Aktivitäten abgegeben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Probst informierte in der Sitzung über den aktuellen Stand der Überarbeitung des Vergütungssystems des Vorstands. Ein externer Vergütungsexperte wurde mit der Analyse der externen Angemessenheit der Vergütung insgesamt als auch der einzelnen Vergütungsbestandteile (sog. horizontaler Vergleich) sowie der Analyse der unternehmensinternen Konsistenz (sog. vertikaler Vergleich) beauftragt. In der Sitzung wurde zudem beschlossen, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat an die Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung anzupassen sowie den Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte in der Geschäftsordnung des Vorstands zu aktualisieren.
Am 9. Dezember 2016 fand die vierte ordentliche Aufsichtsratssitzung mit zehn Mitgliedern des Aufsichtsrates statt. Im Mittelpunkt der Erörterungen stand das Budget 2017 des GRAMMER Konzerns, das vom Aufsichtsrat genehmigt wurde. In dieser Sitzung wurden die Ergebnisse des Angemessenheitsgutachtens des externen Gutachters diskutiert, das ergeben hat, dass die derzeitige Vergütung des Vorstands in Teilen nicht angemessen ist und Anpassungsbedarf sowohl in der Gesamtzielvergütung als auch im Vergütungsmix besteht. Die Neufassung der Entsprechenserklärung gemäß Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde verabschiedet. Vorgestellt wurden das Projekt Corporate Social Responsibility, Talent Management im GRAMMER Konzern sowie Informationen zu einer im Jahr 2017geplanten Mitarbeiterbefragung. Darüber hinaus wurde der Risikobericht zu IT- und Datensicherheit vorgestellt.
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Eine individualisierte Offenlegung der Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse findet sich im "Corporate-Governance-Bericht". Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats nicht an Sitzungen des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse teilnehmen konnten, waren diese entschuldigt und gaben ihre Stimme in derRegel schriftlich ab.
UMLAUFBESCHLÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Im Geschäftsjahr 2016 fasste der Aufsichtsrat der GRAMMER AG vier Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens.
Im Umlaufbeschluss vom 29. Februar 2016 wurde die Gründung eines Joint Ventures mit dem chinesischen Joint Venture Partner Shanxi Automotive Group Co. Ltd. genehmigt. Gegenstand des Umlaufbeschlusses vom 29. März 2016 war die in der Sitzung vom 26. März 2016 vorbesprochene Gründung eines Ad hoc-Ausschusses. Mit Umlaufbeschluss vom 20. April 2016 wurden Änderungen in den Vorstandsdienstverträgen beschlossen. Im Umlaufbeschluss vom 25. Mai 2016 wurde auf Basis der Konzeptvorstellung vom 10. Mai 2016 der Gründung von drei 100-%-Tochtergesellschaften der GRAMMER AG zugestimmt.
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr fünf Ausschüsse gebildet, die sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 wie folgt zusammensetzten:
STRATEGIEAUSSCHUSS
Horst Ott
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Lars Roder
Dr. Bernhard Wankerl
PERSONAL- UND VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
Horst Ott
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Lars Roder
Dr. Bernhard Wankerl
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
Andrea Elsner
Wolfram Hatz (Vorsitzender)
Martin Heiß
Dr. Klaus Probst
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
Wolfram Hatz
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Dr. Bernhard Wankerl
AD-HOC-AUSSCHUSS (AB 11. APRIL 2016)
Martin Heiß
Dr. Hans Liebler
Horst Ott
Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)
Lars Roder
Dr. Bernhard Wankerl
Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Er beobachtet die Fortschritte, bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie vor und gibt dem Gremium Beschlussempfehlungen. Der Ausschuss tagte im Berichtsjahr 2016 fünfmal. Alle Mitglieder nahmen an diesen Sitzungen teil.
In der ersten Sitzung am 26. Februar 2016 stand der Status der Strategie des GRAMMER Konzerns 2015-2020 sowie die aktuellen M&A-Projekte im Mittelpunkt der Erörterungen. Die zweite Sitzung am 11. Mai 2016 diente dazu, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Haselmühl zu analysieren und Lösungsansätze auszutauschen. In seiner dritten Sitzung am 21. Juni 2016 befasste sich der Strategieausschuss erneut mit demThema "Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Haselmühl" sowie mit aktuellen M&A-Projekten und damit verbundenem Finanzierungsbedarf. In der vierten Sitzung vom 29. Juli 2016 lag der Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Sitzung des Aufsichtsrats am 21. September 2016, in der die Strategie 2016-2021 auf der Tagesordnung stand. Die fünfte Sitzung des Strategieausschusses fand am 25. November 2016 statt. Es wurden u. a. die Leitlinien zur Unternehmensstrategie überprüft.
Der Personal- und Vermittlungsausschuss nimmt neben seinen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz auch Aufgaben im Zusammenhang mit Vorstandsangelegenheiten wahr. Er bereitet Personalentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats vor und handelt Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern aus. Im Berichtsjahr hat dieser Ausschuss dreimal getagt. Alle Mitglieder nahmen an diesen Sitzungen teil.
Themen der Sitzung am 26. Februar 2016 sowie am 25. November 2016 waren die Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand der GRAMMER AG sowie die betriebliche Altersversorgung. Das Vergütungssystem des Vorstands war auch Gegenstand der Sitzung am 2. Dezember 2016; in dieser Sitzung wurde zum einen über eine mögliche Neugestaltung des Vergütungssystems gesprochen, insbesondere wurden mögliche Kennzahlen für die Kurzfrist- und Langfristvergütung sowie Zielerreichungsgrade diskutiert, zum anderen die Vergütungshöhe und der Vergütungsmix erörtert.
Der Prüfungsausschuss bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Rechnungslegung vor und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des Internen Revisionssystems. Er befasst sich mit Fragen der Compliance und beauftragt den Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Wolfram Hatz, ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aufgrund seiner Ausbildung sowie seiner beruflichen Praxis über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Rechnungslegung.
Der Prüfungsausschuss trat 2016 viermal zusammen und alle Mitglieder nahmen an diesen Sitzungen teil. In der ersten Sitzung am 22. März 2016 stand die Besprechung des Einzel- und Konzernabschlusses 2015 im Mittelpunkt der Erörterungen. Anwesend waren auch die Abschlussprüfer der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt worden war. Als weitere Themen wurden der Risiko- und Revisionsbericht behandelt und der aktuelle Stand der Währungseinflüsse besprochen. Gegenstand der zweiten Sitzung am 29. April 2016 war die Prüfung des Quartalsberichts zum 31. März 2016. In seiner dritten Sitzung am 29. Juli 2016 befasste sich der Ausschuss mit dem vorläufigen Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns zum 30. Juni 2016 und der Erteilung des Prüfauftrags an die Wirtschaftsprüfer. In der vierten Sitzung am 28. Oktober 2016 behandelte das Gremium den vorläufigen Quartalsabschluss zum 30. September 2016 und den Risikobericht.
Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen und im Vorfeld die Anforderungen für das konkret zu besetzende Mandat zu definieren. Im Berichtsjahr fand keine Sitzung statt.
Gemäß Umlaufbeschluss vom 29. März 2016 wurde ein Ad hoc-Ausschuss des Aufsichtsrats der GRAMMER AG ordnungsgemäß gegründet. Die konstituierende Sitzung fand am 11. April 2016 statt. Der Ad hoc-Ausschuss setzt sich aus sechs Aufsichtsratsmitgliedern zusammen. Zum Vorsitzenden des Ad hoc-Ausschusses wurde Herr Dr. Probst bestellt. Im Berichtsjahr fanden insgesamt 16 Sitzungen des Ad hoc-Ausschusses statt. Aufgabe des Ad hoc-Ausschusses ist die regelmäßige enge Abstimmung und Beratung mit dem Vorstand bzgl. der signifikanten Veränderungen in der Aktionärsstruktur.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS
Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Mai 2016 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr bestellt. Der Prüfungsausschuss erteilte am 29. Juli 2016 den entsprechenden Prüfungsauftrag für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss 2016. Der Abschlussprüfer hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der GRAMMER AG und den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns sowie den Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte fest, dass der Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns die Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend wiedergibt.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Die Berichte und Abschlussunterlagen des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung vor und wurden eingehend geprüft. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses zum Jahres- und Konzernabschluss am 28. März 2017 als auch in der Bilanzaufsichtsratssitzung des Aufsichtsrats am 28. März 2017 berichtete die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.
Nach eingehender Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des Lageberichts der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns hat der Aufsichtsrat diesbezüglich keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich somit dem Prüfungsergebnis der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigte sodann den Jahresabschluss der GRAMMER AG und des Konzerns. Der Jahresabschluss der GRAMMER AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat Veränderungen.
DANK
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der GRAMMER AG für ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit, ohne die die positive Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr2016 nicht möglich gewesen wäre.
Amberg, im März 2017
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst, Vorsitzender
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
CORPORATE GOVERNANCE BEI GRAMMER
GRAMMER verfolgt das Ziel einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance). Die Grundlagen dafür bilden gesetzliche Regelungen, die Satzung der GRAMMER AG, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat und der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex), die bei allen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen für eine deutsche Aktiengesellschaft verfügt die GRAMMER AG über ein duales Führungssystem, das durch eine personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und Geschäftsführungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist.
Nachfolgend berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über unsere Corporate Governance sowie gemäß § 289a HGB über unsere wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
UMSETZUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Am 9. Dezember 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:
"Die GRAMMER AG hat den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekanntgemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 (Kodex) seit der letzten Entsprechenserklärung vom 3. Dezember 2015 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit drei Ausnahmen:
1. Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3
Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 des Kodex enthält die Empfehlung, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.
In der Vergangenheit haben sich die Vorstandszielvergütung und die Zielvergütung der Vergleichsgruppen im Wesentlichen gleich entwickelt. Da jedoch eine regelmäßige Anpassung der Vorstandsvergütung in den Anstellungsverträgen vorgesehen ist, erklären Vorstand und Aufsichtsrat vorsorglich eine Abweichung. Zudem hat der Aufsichtsrat nicht ausdrücklich zwischen den Vergleichsgruppen unterschieden, da er dies angesichts des GRAMMER Job-Grading-Systems, das eine Einteilung in verschiedene Vergütungsstufen vorsieht, als entbehrlich ansieht.
2. Ziffer 4.2.5 Abs. 3
Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 und 4 des Kodex sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Vergütungskomponenten gesondert dargestellt werden; für diese Informationen sollen die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offengelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Die bisherige Darstellung erachten Vorstand und Aufsichtsrat deshalb als hinreichend transparent. Somit erfolgt keine weitere Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen.
3. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine pauschale Regelgrenze individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat möchte sich daher die Flexibilität offenhalten, Kandidaten zur Aufsichtsratswahl vorzuschlagen, die aus ihrer langjährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat der GRAMMER AG große Erfahrungen mit dem Unternehmen haben und sich in ihrer Aufsichtsratstätigkeit bewährt haben."
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG abrufbar.
Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex mit einer Ausnahme: Ziffer 2.3.3 des Kodex regt an, den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien wie das Internet zu ermöglichen. Diese Möglichkeit bietet die GRAMMER AG derzeit nicht an und plant aktuell auch nicht, eine Internetübertragung der Hauptversammlung anzubieten.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2016 intensiv mit dem Vergütungssystem des Vorstands auseinandergesetzt. Ziel des Aufsichtsrats ist es, ein neues Vergütungssystem zu implementieren, das zum einenden Anforderungen eines externen Vergütungsexperten festgestellten notwendigen Anpassungen berücksichtigt.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS DER GRAMMER AG - ZIELE UND UMSETZUNGSSTAND
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG strebt eine Zusammensetzung an, die eine qualifizierte Aufsicht und Beratung des Vorstands der GRAMMER AG sicherstellt. Für die Wahl in den Aufsichtsrat sollen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden, die aufgrund ihrer Erfahrung, fachlichen Kenntnis, Unabhängigkeit, Leistungsbereitschaft, Integrität und Persönlichkeit die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Industriekonzern erfolgreich wahrnehmen können. Ferner soll bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten im Interesse eines erfolgreichen Zusammenwirkens im gesamten Gremium auf eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen geachtet werden. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht vor, dass jedes Mitglied des Aufsichtsrats über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sein soll. Zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats werden nur Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl nicht älter als 70 Jahre sind. Eine Höchstdauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Die genannten Vorgaben erfüllen alle Aufsichtsratsmitglieder.
Zum Frauenanteil im Aufsichtsrat wird verwiesen auf den nachfolgenden Abschnitt Umsetzung von Diversity-Zielen.
Die Suche und Evaluierung der Nachfolgekandidaten obliegt dem Nominierungsausschuss. Er berücksichtigt zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung oben benannten Ziele.
UMSETZUNG VON DIVERSITY-ZIELEN
§ 111 Abs. 5 AktG sieht für börsennotierte Aktiengesellschaften vor, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand Zielgrößen festlegt. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG legt der Vorstand außerdem für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen fest. Zudem muss sich der Aufsichtsrat von GRAMMER gemäß § 96 Abs. 2 AktG ab 1. Januar 2016 zu jeweils mindestens 30 Prozent aus Frauen bzw. Männern zusammensetzen. Vor Wirksamwerden dieser Regelung hatte sich der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung zum Ziel gesetzt, dass mindestens ein Drittel der Mitglieder Frauen sein sollen. Bezüglich des Anteils von Frauen bzw. Männern im Aufsichtsrat wurde im Aufsichtsrat festgehalten, dass die Quote getrennt erfüllt werden soll. Derzeit wird die gesetzliche Quote auf der Arbeitnehmervertreterseite des Aufsichtsrats bereits erfüllt, da ihr zwei Frauen angehören. Der Aktionärsvertreterseite gehört derzeit nur eine Frau an, da die Amtszeiten der vor Wirksamwerden der Geschlechterquote gewählten Aktionärsvertreter noch laufen und daher keine Gelegenheit zur Bestellung einer weiteren Frau bestand.
Die GRAMMER AG hat bei der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands als technisch orientiertes Unternehmen branchenspezifische Gegebenheiten sowie die aktuelle Frauenquote in der Belegschaft berücksichtigt. Auf Ebene der GRAMMER AG selbst hat der Aufsichtsrat für den Vorstand eine Zielgröße bis zum 31. März 2017 von 20 Prozent festgelegt. Derzeit ist diese Zielquote nicht erreicht, da dem Vorstand drei Männer und keine Frau angehören. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine neuen Vorstandsmitglieder bestellt, so dass sich keine Gelegenheit bot, durch die Bestellung einer Frau die Zielgröße zu erreichen. Für die nächsten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der GRAMMER AG hat der Vorstand bis zum 31. März 2017 eine Zielgröße (international) für den Frauenanteil von 15 Prozent für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. 20 Prozent für die zweite Führungsebene (international) unterhalb des Vorstands festgelegt. Für Deutschland wurde eine Zielquote für die erste Führungsebene von 10 Prozent bzw. 15 Prozent für die zweite Führungsebene festgelegt.
AKTUELLE ZIELERREICHUNG STAND 31.12.2016
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| TOPMANAGEMENT | MITTLERES MANAGEMENT | |
|---|---|---|
| Zielquote international | 15 % | 20 % |
| Ist-Quote international | 15 % | 21 % |
| Zielquote Deutschland | 10 % | 15 % |
| Ist-Quote Deutschland | 10 % | 14 % |
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Jede Aktie der GRAMMER AG gewährt grundsätzlich eine Stimme. Während der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 konnten erneut alle Aktionäre gleichberechtigt ihr Stimmrecht ausüben und zu allen Punkten der Tagesordnung mit den Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat in Dialog treten. Die Einberufung zur Hauptversammlung sowie die gesetzlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts waren für die Aktionäre auf der Internetseite der Gesellschaft leicht erreichbar und zusammen mit der Tagesordnung in deutscher und überwiegend auch in englischer Sprache abrufbar. Alle weiteren relevanten Informationen wurden auf der GRAMMER Website veröffentlicht bzw. auf Anfrage übersandt. Um nicht anwesenden Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte zu erleichtern, standen während der Hauptversammlung zwei Stimmrechtsvertreter für die weisungsgebundene Ausübung der Stimmrechte zur Verfügung. Sie konnten jederzeit bevollmächtigt und angewiesen werden und waren während der Veranstaltung durchgehend für alle in der Hauptversammlung anwesenden Aktionäre erreichbar.
LEITUNG UND GESCHÄFTSFÜHRUNG DURCH DEN VORSTAND
Die Leitung und Geschäftsführung der GRAMMER AG verantwortet der Vorstand. Er handelt im Interesse der Gesellschaft mit dem Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Hierfür entwickelt er eine geeignete Strategie, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung. Zu seinen Aufgaben zählen außerdem ein effektives Chancen- und Risikomanagement sowie -controlling und die Sicherstellung der Compliance (Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien) im gesamten Konzern. Die Zusammenarbeit und die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandsgremiums werden durch Gesetz, Kodex und die Geschäftsordnung des Vorstands geregelt, die auch die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands bestimmt. Außerdem sind in der Geschäftsordnung die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die erforderliche Beschlussmehrheit sowie ein Katalog von zustimmungspflichtigen Geschäften durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Geschäftsordnung des Vorstands wurde im Berichtsjahr an die Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung angepasst. Alle Informationen über das seit dem 1. August 2010 geltende Vergütungssystem des Vorstands sind im Vergütungsbericht enthalten.
Im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Zusammensetzung des Vorstands nicht verändert. Er setzt wie folgt zusammen:
| ― | Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender (CEO), Arbeitsdirektor, Mitglied des Vorstands seit 2007, bestellt bis 31. Januar 2022 |
| ― | Gerard Cordonnier, Finanzvorstand (CFO), Mitglied des Vorstands seit 2015, bestellt bis 31. Mai 2018 |
| ― | Manfred Pretscher, Technikvorstand (COO), Mitglied des Vorstands seit 2010, bestellt bis 31. Juli 2018 |
ARBEIT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er setzt sich gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz paritätisch aus jeweils sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner zusammen. Seine Besetzung orientiert sich an den aktuellen Kodex-Regelungen bezogen auf Diversity und einer angemessenen Beteiligung von Frauen sowie an den Kriterien Unabhängigkeit, Erfahrung, Internationalität und Fachwissen der Mitglieder. Diese Kriterien wurden in einem Anforderungsprofil definiert und in einem entsprechenden Fragebogen zusammengefasst, der eine wesentliche Grundlage für die Prüfung der Eignung eines Kandidaten bildet. Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Gesetz, Satzung, Kodex und Geschäftsordnung geregelt. Ferner existieren Prüfungs-, Personal- und Vermittlungsausschuss, Nominierungs-, und Strategieausschuss, die im Berichtsjahr regelmäßig tagten. Neu im Jahr 2016 wurde der Ad hoc-Ausschuss eingerichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängig, nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats und verfügt als Finanzexperte über die für dieses Amt erforderlichen besonderen Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er gehörte dem Vorstand der GRAMMER AG nicht an.
Über die Zusammensetzung der Ausschüsse informiert das Kapitel Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsbericht. Weitere Details zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats sowie zu Anzahl und Schwerpunkten der Ausschusssitzungen 2016 sind im Bericht des Aufsichtsrats ausführlich dargestellt. Über die Struktur und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats informiert der Vergütungsbericht. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde im Berichtsjahr an die Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung angepasst.
Der Aufsichtsrat überprüft die Effizienz seiner Arbeit jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens. Die Effizienzprüfung erfolgt unter anderem im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Gremium, auf die Verfügbarkeit von Informationen und den Ablauf von Entscheidungsprozessen. Auf Basis der Ergebnisse erörtert das Plenum Verbesserungsmöglichkeiten und beschließt hierzu geeignete Maßnahmen. Die letzte Effizienzprüfung erfolgte 2016.
Eine Übersicht der wahrgenommenen Mandate aller Aufsichtsratsmitglieder findet sich im Kapitel Aufsichtsrat und Vorstand.
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG kam im vergangenen Jahr zu vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Auch im laufenden Jahr sind vier planmäßige Sitzungen vorgesehen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Die Ausschüsse halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit stehen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats bei einer erneuten Abstimmung, wenn auch diese Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen zu.
Der Aufsichtsrat sieht es als Teil guter Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen:
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
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| AUFSICHTSRATSPLENUM | SITZUNGSANWESENHEIT | ANWESENHEIT IN PROZENT |
|---|---|---|
| Andrea Elsner | 5/6 | 83% |
| Tanja Fondel | 5/6 | 83% |
| Wolfram Hatz | 4/6 | 67% |
| Martin Heiss | 6/6 | 100% |
| Ingrid Hunger | 5/6 | 83% |
| Harald Jung | 5/6 | 83% |
| Dr. Hans Liebler | 5/6 | 83% |
| Dr. Peter Merten | 4/6 | 67% |
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 5/6 | 83 % |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 6/6 | 100% |
| Lars Roder | 6/6 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 6/6 | 100% |
| STRATEGIEAUSSCHUSS | ||
| Horst Ott | 5/5 | 100% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 5/5 | 100% |
| Lars Roder | 5/5 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 5/5 | 100% |
| PERSONAL- UND VERMITTLUNGSAUSSCHUSS | ||
| Horst Ott | 3/3 | 100% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 3/3 | 100% |
| Lars Roder | 3/3 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 3/3 | 100% |
| PRÜFUNGSAUSSCHUSS | ||
| Andrea Elsner | 4/4 | 100% |
| Wolfram Hatz (Vorsitzender) | 4/4 | 100% |
| Martin Heiß | 4/4 | 100% |
| Dr. Klaus Probst | 4/4 | 100% |
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
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| AD HOC-AUSSCHUSS (AB 11. APRIL 2016) | ||
|---|---|---|
| Martin Heiß | 16/16 | 100% |
| Dr. Hans Liebler | 16/16 | 100% |
| Horst Ott | 14/16 | 88% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 14/16 | 88% |
| Lars Roder | 15/16 | 94% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 16/16 | 100% |
Der Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2016 nicht getagt.
ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG arbeiteten im Berichtsjahr wiederum eng und vertrauensvoll zum Wohl des Unternehmens zusammen. Dabei waren die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands durch dessen Geschäftsordnung bestimmt. Bei den Aufsichtsratssitzungen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich, offen und unter Wahrung der strengen Vertraulichkeit alle wichtigen strategischen Entscheidungen sowie zustimmungspflichtige Geschäfte. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, aktuell und umfassend über alle wichtigen Ereignisse sowie die Planung, den Geschäftsverlauf, die Risikosituation und Compliance-Maßnahmen. In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen, bei denen der Vorstand anwesend war, berieten sich die Vorsitzendender beiden Gremien laufend über alle relevanten aktuellen Themen. Der Bericht des Aufsichtsrats enthält zusätzliche Informationen über die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt, der pro Schadensfall mindestens 10 Prozent und maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung des einzelnen Mitglieds beträgt.
COMPLIANCE
Der Vorstand befasste sich auch im Berichtszeitraum mit der Organisation und Weiterentwicklung aller Compliance-Themen und stellte die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sicher. Ferner beschäftigte sich der Prüfungsausschuss regelmäßig mit den Inhalten, der Organisation und der Weiterentwicklung der Compliance. Weitere Informationen zur Compliance enthält der Konzernlagebericht.
TRANSPARENZ
Die GRAMMER AG informierte Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit im Berichtsjahr jeweils gleichberechtigt, aktuell und umfassend über die Entwicklung des Unternehmens und wesentliche Vorkommnisse. Dafür nutzte die Gesellschaft wie bereits in den Vorjahren eine Vielzahl von Medien. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie ausführliche zusätzliche ergänzende Informationen standen jeweils zeitnah auf der GRAMMER Website zur Verfügung. Die Publikationen, beispielsweise Ad-hoc-Meldungen, Medienmitteilungen, Zwischen- und Geschäftsberichte, wurden stets in deutscher und englischer Sprache herausgegeben. Angeboten wurden Telefonkonferenzen, zudem fanden die jährlichen Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen statt. Der aktuelle Finanzkalender, der über alle wesentlichen Veröffentlichungs- und Veranstaltungstermine informiert, ist ebenfalls auf der Website einsehbar.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Konzernabschluss für das Jahr 2016 sowie die verkürzten Konzernzwischenabschlüsse im Halbjahresfinanzbericht und in den Quartalsmitteilungen der GRAMMER AG wurden unter Beachtung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS) aufgestellt. Die Hauptversammlung wählte am 11. Mai 2016 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr. Dem Wahlvorschlag ging eine Unabhängigkeitsprüfung voraus. Damit wurden geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer, dessen Organen und Prüfungsleitern einerseits sowie der GRAMMER AG und ihren Organmitgliedern andererseits ausgeschlossen, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Ernst & Young gab hierzu eine entsprechend verbindliche Unabhängigkeitserklärung ab. Ferner vereinbarte der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer, dass ihm dieser unverzüglich über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Demnach ist der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er Tatsachen feststellt, die zu einer Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex führen.
AKTIENGESCHÄFTE UND AKTIENBESITZ
Alle Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat sowie ihnen nahestehenden Personen [Directors' Dealings gemäß § 15a WpHG bzw. Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (MAR)] werden unverzüglich auf der GRAMMER Website veröffentlicht, sobald die GRAMMER AG davon Kenntnis erhielt. Für das Jahr 2016 wurden keine Transaktionen gemeldet.
Amberg, 28. März 2017
GRAMMER AG
Für den Vorstand
Hartmut Müller
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst