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GRAMMER AG Audit Report / Information 2014

May 8, 2015

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Audit Report / Information

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Grammer AG

Amberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Zur Einreichung zum Bundesanzeiger Jahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2014

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, 9. März 2015

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Sieger, Wirtschaftsprüfer

Oßmann, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

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(Anhang) TEUR TEUR 31.12.2013

TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.515 5.891
II. Sachanlagen 25.964 31.590
III. Finanzanlagen 182.697 181.843
220.176 219.324
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte (2) 79.103 59.276
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 171.781 141.346
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 29.833 54.743
280.717 255.365
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 291 200
501.184 474.889
Passiva
(Anhang) TEUR TEUR 31.12.2013

TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital (4) 29.555 29.555
Rechnerischer Betrag eigener Anteile -845 -845
Ausgegebenes Kapital 28.710 28.710
(Bedingtes Kapital T€ 14.777; Vj. T€ 13.434)
II. Kapitalrücklage (5) 74.651 74.651
III. Gewinnrücklagen (6) 29.069 13.573
IV. Bilanzgewinn 23.648 15.441
156.078 132.375
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen (7) 60.142 55.796
2. Steuerrückstellungen (8) 3.234 1.001
3. Sonstige Rückstellungen (8) 27.064 20.382
90.440 77.179
C. VERBINDLICHKEITEN (9)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.500 173.723
2. Erhaltene Anzahlungen 3.216 2.310
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.455 19.440
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.088 59.975
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 39
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.363 9.848
254.666 265.335
501.184 474.889

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2014

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(Anhang) TEUR 2013

TEUR
1. Umsatzerlöse (10) 568.047 532.235
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14.809 17.861
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 117 132
4. Sonstige betriebliche Erträge (11) 9.540 4.840
Gesamtleistung 592.513 555.068
5. Materialaufwand (12) 437.018 413.461
6. Personalaufwand (13) 79.491 74.892
7. Abschreibungen 8.845 10.916
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 56.452 53.606
10.707 2.193
9. Erträge aus Beteiligungen 10.745 6.458
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 10.745 (Vj. TEUR 6.458)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 22.875 14.882
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 22.875 (Vj. TEUR 14.882)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.260 4.149
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.775 (Vj. TEUR 3.664)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 104 182
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 94 (Vj. TEUR 131)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (15) 63 1.012
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 792
- davon von verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 792)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (16) 12.679 13.121
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 21 (Vj. TEUR 97)
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.949 12.939
17. Außerordentliche Erträge 19 0
18. Außerordentliches Ergebnis (17) 19 0
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 3.891 1.624
20. Sonstige Steuern 85 91
21. Jahresüberschuss 30.992 11.224
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.152 9.829
23. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -15.496 -5.612
24. Bilanzgewinn (19) 23.648 15.441

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

der GRAMMER Aktiengesellschaft Amberg

A) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss der GRAMMER AG wird nach handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften in Tausend Euro (T€) aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß § 266 HGB und § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB gegliedert. Hierbei wurden einzelne, mit arabischen Zahlen versehene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern.

Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Das Sachanlagevermögen wird - mit Ausnahme der Gebäude - zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet. Die Gebäude werden teilweise linear und teilweise degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Der Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG wird aus Vereinfachungsgründen für Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 150,01 und € 1.000,00 seit dem Geschäftsjahr 2008 auch in der Handelsbilanz gebildet.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst.

Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung des Barwerts der erdienten Anwartschaften berücksichtigt. Für die Abzinsung wird auf den jeweiligen von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichten Zinssatz abgestellt. Die GRAMMER AG hat nach abschließender juristischer Würdigung ihre Pensionsverpflichtungen wie bereits zum Vorjahresstichtag unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 15. Mai 2012 (3 AZR 11/10) bewertet, nach der regelmäßig auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 67 Jahren Bezug zu nehmen ist.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung getragen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen über die Anschaffungskosten hinaus werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der GRAMMER AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ein sich ergebender Überhang der Vermögensgegenstände wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Ein Verpflichtungsüberhang wird unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.

Ein Überhang an passiven latenten Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen, wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern nicht zu aktivieren. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden letztere insoweit verrechnet dargestellt. Verlustvorträge werden berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der GRAMMER AG als steuerlichem Organträger auszugehen ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den erwarteten gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises der GRAMMER AG. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer wurde der Bewertung ein Steuersatz von 29,1 % zugrunde gelegt.

Aus der Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung der als insgesamt realisierbar eingeschätzten Verlustvorträge ergibt sich bei der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2014 ein deutlicher Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Die insgesamt erwartete künftige Steuerentlastung wird aufgrund des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Die sich ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und berücksichtigungsfähige Verlustvorträge. Dem stehen verrechnete passive latente Steuern vor allem aufgrund von Bewertungsdifferenzen bei Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sowie Verbindlichkeiten gegenüber.

B) Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Zugänge von Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren ganz überwiegend aus der Übernahme von Geschäftsanteilen im Rahmen einer Kapitalerhöhung der GRAMMER CZ s.r.o. und dem Hinzuerwerb von Anteilen an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. Sie ergeben sich überdies aus der Übernahme von Geschäftsanteilen im Zuge der Gründungen der GRAMMER Italia srl. und der abschließenden Kapitaleinzahlung des Gründungsvorgangs der GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. Die Abgänge von Anteilen an verbundenen Unternehmen sind auf die Verschmelzung der GRAMMER Wackersdorf GmbH auf die GRAMMER AG und die Verschmelzung der GRAMMER Wörth GmbH auf die GRAMMER System GmbH zurückzuführen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name der Gesellschaft Sitz Währung Kurs (1€ =) Ergebnis in Landeswährung

in Tsd.
Eigenkapital in Landeswährung

in Tsd.
Kapitalanteil unmittelbar

in %
Kapitalanteil mittelbar

in %
1. GRAMMER Seating Systems Ltd. Bloxwich, Großbritannien GBP 0,83370 8 237 100,00
2. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. Bursa, Türkei TRY 2,96050 8.841 39.014 99,40
3. GRAMMER Inc. Hudson (WI), USA USD 1,37910 3.501 -3.294 100,00
4. GRAMMER do Brasil Ltda. Atibaia, Brasilien BRL 3,25760 12.167 71.737 99,99 0,01
5. GRAMMER Japan Limited Tokio, Japan JPY 144,720 168.045 712.907 100,00
6. GRAMMER CZ s.r.o. Tachov, Tschechien CZK 27,4270 -62.238 130.929 100,00
7. GRAMMER AD Trudovetz, Bulgarien BGN 1,95580 2.151 10.798 90,23
8. GRAMMER System GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 1.637 100,00
9. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. Xiamen, China CNY 8,34910 -193 6.012 100,00
10. GRAMMER France S.A.R.L. Limonest, Frankreich EUR 10 61 100,00
11. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC London (OH), USA USD 1,37910 -4.944 -34.509 50,00
12. GRAMMER Industries Inc. Greenville (SC), USA USD 1,37910 2.002 3.670 100,00
13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. Puebla, Mexiko MXN 18,0731 -48.210 -332.748 99,99 0,01
14. GRAMMER Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien ARS 8,95870 2.983 11.578 99,96
15. GRAMMER Automotive Metall GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 699 100,00
16. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. Slovenj Gradec, Slowenien EUR 1.167 6.203 100,00
17. GRAMMER Automotive Polska Sp.z.o.o. Bielsko-Biala, Polen PLN 4,15430 8.691 30.043 100,00
18. GRAMMER Automotive Española S.A. Olèrdola, Spanien EUR 1.170 5.906 100,00
19. OOO GRAMMER Kaliningrad Kaliningrad, Russland RUB 45,3246 -3.458 1.117 3,00 97,00
20. GrammPlast GmbH Amberg, Deutschland EUR 24 205 60,00
21. GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin, China CNY 8,34910 14.208 61.131 100,00
22. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. Changchun, China CNY 8,34910 26.708 157.769 100,00
23. GRAMMER System d.o.o. Aleksinac, Serbien RSD 114,599 115.083 250.656 100,00
24. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai, China CNY 8,34910 6.614 73.433 100,00
25. GRAMMER Railway Interior GmbH Amberg, Deutschland EUR EAV 249 100,00
26. GRAMMER Technical Components GmbH Kümmersbruck, Deutschland EUR EAV 2 100,00
27. GRAMMER EiA Electronics N.V. Artselaar, Belgien EUR 1.076 7.458 99,84 0,16
28. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. Peking, China CNY 8,34910 -12.874 11.738 100,00
29. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. Ceska Lipa, Tschechien CZK 27,4270 11.240 215.290 100,00
30. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. Jiangyin, China CNY 8,34910 -10.560 29.605 80,00 20,00
31. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. Bedfordview, Südafrika ZAR 14,5660 -44 73 100,00
32. GRAMMER Italia srl. Jesi, Italien EUR --*) --*) 100,00

Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres entstammen den Jahresabschlüssen der Gesellschaften zum 31. Dezember 2013. Die angegebenen Währungskurse beziehen sich ebenfalls auf den 31. Dezember 2013. Mit der GRAMMER System GmbH, der GRAMMER Automotive Metall GmbH, der GRAMMER Railway Interior GmbH und der GRAMMER Technical Components GmbH bestanden Ergebnisabführungsverträge.

*) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014 gegründet und das eingezahlte Eigenkapital betrug T€ 10.

(2) Vorräte

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31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 422 424
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 63.485 48.663
Fertige Erzeugnisse und Waren 5.557 5.772
Geleistete Anzahlungen 9.639 4.417
79.103 59.276

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Vorjahreswerte in Klammern)

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mit einer Restlaufzeit Gesamt
bis zu 1 Jahr

T€
von mehr als 1 Jahr

T€
T€
--- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 47.987 0 47.987
(44.071) (0) (44.071)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 111.457 0 111.457
(86.267) (0) (86.267)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.677 0 9.677
(8.825) (0) (8.825)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.507 153 2.660
(1.969) (214) (2.183)
171.628 153 171.781
(141.132) (214) (141.346)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich zu T€ 72.939 bzw. rund 65 % (Vj. T€ 52.809 bzw. 61 %) aus Lieferungen und Leistungen ergeben. Der verbleibende Teil betrifft im Wesentlichen die Gewährung kurzfristiger Kredite und Gewinnabführungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren zu T€ 4.530 bzw. rund 47 % (Vj. T€ 5.381 bzw. 59 %) aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist zum 31. Dezember 2014 der Anspruch auf Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von T€ 232 (Vj. T€ 290) aus der Zeit des körperschaftsteuerrechtlichen Anrechnungsverfahrens enthalten.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum 31. Dezember 2014 in 11.544.674 Stückaktien, die ausschließlich Stammaktien sind, eingeteilt.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu T€ 14.777 durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 von der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2019 begeben werden können, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2014/I).

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht außerdem befristet bis zum 25. Mai 2016 ein genehmigtes Kapital in Höhe von T€ 14.777 (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 14.777 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2014 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt € 844.928,00 und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.

Entsprechend den Vorschriften zum Ausweis eigener Anteile ist der rechnerische Nennwert der vorhandenen eigenen Aktien in Höhe von insgesamt T€ 845 zum 31. Dezember 2014 vom Ausweis des gezeichneten Kapitals offen abgesetzt. Ein darüber hinausgehender Betrag (T€ 1.152) ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Der zum 31. Dezember 2014 vorhandene Bestand an eigenen Aktien wurde vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben. In den Geschäftsjahren 2007 bis 2014 wurden eigene Aktien weder erworben noch veräußert. Die Transaktionen im Geschäftsjahr 2006 sind in der nachfolgenden Tabelle wochenweise dargestellt:

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Erwerbszeitpunkt Kalender-Woche Stückzahl Erwerb darauf entfallender Betrag des Grundkapitals

Anteil am Grundkapital im Erwerbszeitpunkt

%
Anteil am Grundkapital zum 31.12.2014

%
34/2006 27.520 70.451,20 0,2622 0,2384
35/2006 19.975 51.136,00 0,1903 0,1730
36/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
37/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
38/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
39/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
40/2006 16.380 41.932,80 0,1560 0,1413
41/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
42/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
43/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
44/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
45/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
46/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
47/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
48/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
49/2006 20.475 52.416,00 0,1951 0,1774
330.050 844.928,00 3,1448 2,8589

Der Vorstand der GRAMMER AG hatte am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28.06.2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG Gebrauch zu machen. Vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007 sollten seitens der Gesellschaft bis zu 10 % des Grundkapitals, d.h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen.

Die Durchführung des Rückkaufs wurde durch die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (nunmehr UniCredit Bank AG), die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt des Aktienerwerbs unabhängig und unbeeinflusst von der GRAMMER AG traf, abgewickelt. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen §§ 14 II, 20a III WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003.

Der Erwerb der Aktien wurde über die Börse zu dem im Beschluss der Hauptversammlung angegebenen Erwerbspreis vorgenommen. Der Erwerbspreis je Aktie ohne Erwerbsnebenkosten durfte demnach den durchschnittlichen tagesvolumengewichteten Schlusskurs der Aktien im Xetra-Handel oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen Nachfolgesystem an den jeweils drei vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % überschreiten bzw. nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Zum derzeitigen Stand sind uns folgende Beteiligungen, die einmal mindestens die Grenze von 3 % erreichten, mitgeteilt worden. Der anschließend jeweils innerhalb der gesetzlichen Fristen veröffentlichte Inhalt der Mitteilungen lautete (die Anzahl der Aktien ist der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung an die GRAMMER AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

"EQMC Europe Development Capital Fund plc, mit Sitz in Dublin, Irland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 23.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 23.12.2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,097 % (588.388 Stimmrechte) beträgt." (veröffentlicht am 29.12.2014)

"N Más Uno IBG, S.A., Madrid, Spanien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 13. Februar 2013 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und nun 9,95 % (1.148.907 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der N Más Uno IBG, S.A. 9,95 % (1.148.907 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt, werden Stimmrechte zugerechnet: EQMC Europe Development Capital Fund plc.

Nmas1 Asset Management, SGIIC, S.A., Madrid, Spanien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 13. Februar 2013 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und nun 9,95 % (1.148.907 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Nmas1 Asset Management, SGIIC, S.A. 9,95 % (1.148.907 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt, werden Stimmrechte zugerechnet: EQMC Europe Development Capital Fund plc."

(veröffentlicht am 18.02.2013)

"Die DWS Investment GmbH, Frankfurt/Main in Deutschland hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 07. Oktober 2011 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,176 % (597.500 Stimmrechte) beträgt." (veröffentlicht am 11.10.2011)

"Dimensional Holdings Inc., Austin in Texas / USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 14. Mai 2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und nun 3,01 % (347.021 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Dimensional Holdings Inc. 3,01 % (347.021 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 WpHG zugerechnet. Dimensional Fund Advisors LP, Austin in Texas / USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 14. Mai 2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und nun 3,01 % (347.021 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Dimensional Fund Advisors LP 3,01 % (347.021 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet." (veröffentlicht am 22.05.2012)

"Wynnefield Capital Management LLC., New York, NY, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Management LLC. 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und davon auch 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Wynnefield Capital Inc., New York, NY, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Inc. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 1,25 % (144.436 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd., New York, NY, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

Wynnefield Partners Small Cap Value L.P., New York, NY, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. 3,57 % (412.697 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

Wynnefield Partners Small Cap Value L.P. I, New York, NY, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. I 2,85 % (328.792 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

Joshua Landes, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Joshua Landes 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC.

Nelson Obus, USA hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29.05.2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Nelson Obus 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC."

(veröffentlicht am 05.06.2012)

"Union Investment Privatfonds GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 17.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 17.12.2014 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,88 % (331.933 Stimmrechte) beträgt."

(veröffentlicht am 18.12.2014)

"JPMorgan Asset Management (UK) Limited mit Sitz in London, Großbritannien hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 13.08.2014 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 % (346.070 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der JPMorgan Asset Management (UK) Limited 2,99 % (346.070 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet."

(veröffentlicht am 18.08.2014)

"BNP Paribas Investment Partners Belgium S.A., Brüssel, Belgien, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 25.04.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,11 % (358.635 Stimmrechte) beträgt."

(veröffentlicht am 07.05.2014)

"BNP Paribas Investment Partners UK Ltd., London, United Kingdom, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 25.04.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,11 % (358.635 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 3,11 % (358.635 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: BNP Paribas Investment Partners Belgium S.A./N.V."

(veröffentlicht am 05.05.2014)

"BNP Paribas Investment Partners S.A. mit Sitz in Paris, Frankreich, hat uns am 21.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 16.05.2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,02 % (579.914 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der BNP Paribas Investment Partners S.A. mit Sitz in Paris, Frankreich 5,02 % (579.914 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: BNP Paribas Investment Partners Belgium S.A. Ferner werden der BNP Paribas Investment Partners S.A., Paris, Frankreich 3,64 % (420.074 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: BNP Paribas Investment Partners Belgium S.A."

(veröffentlicht am 21.05.2014)

(5) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den in den Geschäftsjahren 1996 (T€ 23.495), 2001 (T€ 34.742) und 2011 (T€ 16.414) durchgeführten Kapitalerhöhungen.

(6) Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Gewinnrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 1.183.

Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 des Handelsgesetzbuches übersteigen zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals. Eine vom Gesetz abweichende Satzungsbestimmung liegt nicht vor.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2014 T€ 27.886 (Vj. T€ 12.390). Der vorhandene Betrag der anderen Gewinnrücklagen wurde entsprechend § 58 Abs. 2 AktG und der Satzung der GRAMMER AG aus den Jahresüberschüssen der Geschäftsjahre 2012 (T€ 6.778), 2013 (T€ 5.612) und 2014 (T€ 15.496) eingestellt.

(7) Rückstellungen für Pensionen

Den Pensionsrückstellungen liegen die Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die GRAMMER AG hat grundsätzlich von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als Abzinsungssatz den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz zu verwenden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des versicherungsmathematischen Bewertungsgutachtens wurde dieser Abzinsungssatz vom Gutachter durch eine qualifizierte Hochrechnung ermittelt, weil die Veröffentlichung durch die Deutsche Bundesbank noch nicht erfolgt war. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert demnach zum 31. Dezember 2014 auf einem Abzinsungssatz von 4,54 %. Der zwischenzeitlich veröffentlichte Zinssatz beträgt 4,53 % und weicht damit nur unwesentlich ab. Daneben liegen der Bewertung ein angenommener Gehalts- und Karrieretrend von 2,30 % p. a. und ein Rententrend von 1,90 % p. a. zugrunde.

Die GRAMMER AG hat den aus der Bewertungsänderung nach BilMoG resultierenden Umstellungsbetrag bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig im außerordentlichen Ergebnis erfasst. Ein in der Bilanz nicht ausgewiesener Teil der Pensionsverpflichtungen besteht damit nicht.

(8) Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von T€ 3.234 betreffen zu erwartende Körperschaftssteuer-, Solidaritätszuschlags- und Gewerbesteuernachzahlungen. Vom Gesamtbetrag entfallen T€ 2.185 auf das Geschäftsjahr 2014 sowie T€ 1.049 auf die Vorjahre 2013 und 2012.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen zum 31. Dezember 2014 Rückstellungen für den Personalbereich (T€ 9.133; Vj. T€ 8.464), sowie den Beschaffungs- (T€ 12.280; Vj. 5.612) und den Absatzbereich (T€ 4.831; Vj. T€ 5.880). Außerdem bestehen Rückstellungen für den Verwaltungsbereich (T€ 459; Vj. T€ 373) und für drohende Verluste (T€ 361; Vj. T€ 53).

Einem Erfüllungsbetrag von T€ 1.122 aus Rückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen steht zum 31. Dezember 2014 ein zu verrechnendes Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 11 und Anschaffungskosten von T€ 11 gegenüber. Dieses wird mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den sonstigen Rückstellungen (Rückstellungen für Altersteilzeit) erfasst.

Erträge aus dem verrechneten Deckungsvermögen werden in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen verrechnet.

(9) Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte in Klammern)

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Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit Gesamt
bis zu 1 Jahr

T€
zwischen 1 u. 5 Jahren

T€
von mehr als 5 Jahren

T€
T€
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.500 144.000 0 156.500
(27.223) (96.500) (50.000) (173.723)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.216 0 0 3.216
(2.310) (0) (0) (2.310)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.090 365 0 22.455
(18.630) (810) (0) (19.440)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.088 0 0 65.088
(59.975) (0) (0) (59.975)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 0 0 44
(39) (0) (0) (39)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.854 1.391 118 7.363
(7.096) (2.429) (323) (9.848)
108.792 145.756 118 254.666
(115.273) (99.739) (50.323) (265.335)

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum 31. Dezember 2014 keine Sicherheiten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zu T€ 23.293 bzw. rund 36 % (Vj. T€ 17.371 bzw. 29 %) aus Lieferungen und Leistungen und ansonsten aus kurzfristigen Krediten entstanden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

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31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Steuerverbindlichkeiten 1.867 3.647
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 49 57

Haftungsverhältnisse

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31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Aus Bürgschaften 632 1.256
Aus Gewährleistungsverträgen 53.262 39.290
53.894 40.546

Zusätzlich zu den bezifferten Haftungsverhältnissen hat die GRAMMER AG Patronatserklärungen für die GRAMMER Railway Interior GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, abgegeben.

Von den bezifferten Haftungsverhältnissen besteht ein Teilbetrag in Höhe von T€ 50.431 (Vj. T€ 38.037) ausschließlich zur Absicherung von Verpflichtungen verbundener Unternehmen.

Die GRAMMER AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer fortlaufenden Bewertung der Risikosituation der bestehenden Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die GRAMMER AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die GRAMMER AG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich ein.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Satz 1 Nr. 3 HGB)

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift in Form branchenüblicher Leasingverträge über technische Anlagen und Maschinen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie aus Factoring.

Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte der GRAMMER AG nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bestehen in den nachfolgenden Geschäftsjahren in folgender Höhe:

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31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
fällig 2015 (Vorjahresangabe: fällig 2014) 1.051 1.411
fällig 2016 (Vorjahresangabe: fällig 2015) 1.399 682
fällig nach 2016 (Vorjahresangabe: fällig nach 2015) 155 159
2.605 2.252

Die Vorteile hinsichtlich der betreffenden Leasing-Geschäfte bestehen insbesondere im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasinglaufzeit. Das Risiko einer technischen oder wirtschaftlichen Überalterung der Leasinggegenstände liegt beim Leasinggeber. Die Gegenstände können auftragsbezogen genutzt und die Laufzeiten der Verträge flexibel gestaltet werden, woraus sich eine größere Planungssicherheit bei der Kalkulation ergibt. Darüber hinaus werden die bestehenden Bankkreditlinien der GRAMMER AG geschont und die Liquidität erhöht.

Im Rahmen des working capital Management sind zum 31. Dezember 2014 in Anbetracht der günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert von T€ 13.571 (Vj. T€ 13.484) an Kreditinstitute veräußert. Die möglichen Risiken in diesem Zusammenhang werden aufgrund des regresslosen Verkaufs als gering eingestuft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Satz 1 Nr. 3a HGB)

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31.12.2014

T€
31.12.2013

T€
Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen
fällig 2015 (Vorjahresangabe: fällig 2014) 3.521 3.375
fällig 2016 (Vorjahresangabe: fällig 2015) 668 734
fällig nach 2016 (Vorjahresangabe: fällig nach 2015) 917 1.511
5.106 5.620
Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben
fällig 2015 (Vorjahresangabe: fällig 2014) 530 676
fällig 2016 (Vorjahresangabe: fällig 2015) 234 0
fällig nach 2016 (Vorjahresangabe: fällig nach 2015) 436 0
1.200 676

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden von der GRAMMER AG vor allem zur Begrenzung des Zinsänderungs- und des Währungsrisikos eingesetzt. Einerseits werden Zinsveränderungen von Finanzverbindlichkeiten abgesichert und andererseits Kurssicherungen von grundgeschäftsbedingten Fremdwährungscashflows durchgeführt. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Oberster Grundsatz des Derivateeinsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Die derivativen Finanzinstrumente unterliegen internen Risikokontrollen. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt imparitätisch, das heißt, für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Dem gegenüber kommt bei der Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die eine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, die Einfrierungsmethode zur Anwendung.

Die GRAMMER AG hat zum Bilanzstichtag Währungssicherungen in Form von Termingeschäften in US-Dollar und tschechischen Kronen abgeschlossen. Insgesamt sind in den genannten Währungen zum 31. Dezember 2014 T€ 16.277 gesichert. Der Marktwert der zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte, berechnet mit dem fristenkongruenten Terminkurs im Vergleich zum jeweiligen Terminkurs, beträgt zum 31. Dezember 2014 zu Lasten der GRAMMER AG T€ 332. Dabei beläuft sich der Marktwert der zum Bilanzstichtag bestehenden positiven Sicherungsgeschäfte (Bewertung Mark to Market) auf T€ 29 zugunsten der GRAMMER AG, der Marktwert der negativen Sicherungsgeschäfte auf T€ 361 zu Lasten der GRAMMER AG. Für die Devisenkontrakte, deren Marktwert zum Abschlussstichtag negativ ist, wurden im vorliegenden Abschluss sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 361 berücksichtigt.

Ein Teil der aufgenommenen Darlehensverbindlichkeiten der GRAMMER AG, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wurde mit den zur Absicherung gehaltenen Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen ergibt sich aus der Übereinstimmung aller bewertungsrelevanten Parameter des Grundgeschäfts mit dem jeweiligen Sicherungsgeschäft. Die in diesen Micro Hedge Bewertungseinheiten erfassten Zinsswaps, denen kongruente Finanzierungsbeträge gegenüber stehen, wiesen zum 31. Dezember 2014 ein Nominalvolumen von T€ 84.000 (Vj. T€ 98.500) sowie einen Marktwert exklusive Stückzinsen von T€ -2.582 (Vj. T€ -1.141) auf. Der Marktwert (Bewertung Mark to Market) der Zinsderivate wurde als Barwert der erwarteten Zinszahlungsströme unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven ermittelt. Die Zinsswaps enden zeitgleich mit den zugrunde liegenden Grundgeschäften zwischen 2016 und 2019. Die unrealisierten Verluste aus der Bewertung dieser Zinsswaps wurden nicht bilanziert.

Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2014 keine derivativen Finanzinstrumente.

C) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

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2014

T€
2013

T€
Aufgliederung nach Produktbereichen:
- Seating Systems 288.300 284.950
- Automotive 279.747 247.285
Gesamt 568.047 532.235
Aufgliederung nach Regionen:
- Inland 297.339 291.443
- Europäische Union 186.340 169.811
- Übriges Europa, Übersee 84.368 70.981
Gesamt 568.047 532.235

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus der Währungsumrechnung (T€ 4.060; Vj. T€ 1.526), Mieterträge (T€ 2.116; Vj. T€ 2.209), Erträge aus Zuschreibungen zum Finanzanlagevermögen (T€ 1.582; Vj. T€ 122) und Kantinenerlöse (T€ 230; Vj. T€ 230). Aperiodische Erträge fielen darüber hinaus vor allem in Form von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.052; Vj. T€ 475) und Erträgen aus Anlagenabgang (T€ 109; Vj. T€ 7) an.

(12) Materialaufwand

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2014

T€
2013

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 436.684 413.251
Aufwendungen für bezogene Leistungen 334 210
437.018 413.461

(13) Personalaufwand

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2014

T€
2013

T€
Löhne und Gehälter 68.462 63.823
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.029 11.069
- davon für Altersversorgung: T€ 749 (Vj. T€ 1.665)
79.491 74.892

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2014

T€
2013

T€
Verwaltungskosten 28.652 25.823
Betriebskosten 7.201 7.854
Werbe- und Reisekosten 5.102 4.401
Vertriebskosten 4.082 3.864
Gebühren, Abgaben, Versicherungen 3.127 2.362
Sonstige Personalkosten 2.456 2.228
Raumkosten 2.270 2.320
Kfz-Kosten 1.934 1.760
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.003 2.740
Zuführung zu Gewährleistungs- und Drohverlustrückstellungen 385 120
Wertberichtigungen auf Forderungen 134 26
Nebenkosten Geldverkehr 68 59
Verluste aus Anlagenabgang 11 22
Sonstige Aufwendungen 27 27
56.452 53.606

(15) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Position enthält Abschreibungen (nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 63 (Vj. T€ 667). Sie enthielt darüber hinaus im Vorjahr Abschreibungen auf Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 345.

(16) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, den Jubiläumsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 5.778 (Vj. T€ 4.010) wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Erträge aus zu verrechnendem Vermögen sind gegebenenfalls entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen saldiert enthalten.

(17) Außerordentliches Ergebnis

Das Außerordentliche Ergebnis in Höhe von T€ 19 resultiert aus der Verschmelzung der GRAMMER Wackersdorf GmbH auf die GRAMMER AG zum 1. Januar 2014.

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die das Geschäftsjahr betreffende Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer (gesamt T€ 2.826; Vj. T€ 1.008) und ausländische Abzugsteuern auf Lizenzerträge, Zinsen und Dividenden (T€ 957; Vj. T€ 655). Die Position ist darüber hinaus per Saldo durch Steuern für Vorjahre in Höhe von T€ 108 erhöht (und war in der Vorjahresangabe durch Steuererstattungen für Vorjahre um T€ 39 vermindert).

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres entfällt vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

D) Ergänzende Angaben

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

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2014 2013
Gewerbliche Arbeitnehmer 136 131
Angestellte 737 701
873 832
davon Teilzeitkräfte:
Gewerbliche Arbeitnehmer 2 3
Angestellte 71 68
73 71

Die angegebenen Mitarbeiterzahlen sind auf Basis einer monatsweisen Berechnung ermittelt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Honoraren sind im Konzernabschluss der GRAMMER AG enthalten.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs durchgeführt und erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen - einschließlich Zinssätzen - wie bei getätigten vergleichbaren Geschäften mit fremden Dritten. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung oder Verrechnung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Ausleihungen erfolgen ohne Stellung von Sicherheiten zu marktüblichen Konditionen.

Die GRAMMER AG hat mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitenden Angestellten bzw. mit Gesellschaften außerhalb des GRAMMER Konzerns, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Das gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG haben in Anlehnung an die Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex Leitlinien zur Unternehmensführung verabschiedet. Durch gemeinschaftliche Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat, zuletzt vom 9. Dezember 2014, wird die Entsprechenserklärung jährlich aktualisiert. Die Erklärung ist auf der Website der GRAMMER Aktiengesellschaft unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand:

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M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Darmstadt Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Meine Dipl.-Kaufmann Volker Walprecht, Essen Vorsitzender des Vorstands

Aufsichtsrat:

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Dr.-Ing. Klaus Probst, Heroldsberg Vorsitzender des Aufsichtsrats
Horst Ott, Königstein Stellvertretender Vorsitzender Arbeitnehmervertreter
Martin Bodensteiner, Freudenberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats bis 21.01.2014
M.A. Tanja Fondel, Frankfurt a. M. Arbeitnehmervertreterin Mitglied des Aufsichtsrats ab 08.02.2014
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz, Ruhstorf a. d. Rott
Bernhard Hausmann, Amberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 08.02.2014
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger, Lohr a. M.
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin, Frankfurt a. M. Arbeitnehmervertreterin Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.01.2014
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Nabburg Arbeitnehmervertreter
Anton Kohl, Hahnbach Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.08.2014
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler, Möglingen
Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler, Gräfelfing
Wolfgang Rösl, Sulzbach-Rosenberg Arbeitnehmervertreter
Lars Schelenz, Kümmersbruck Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 17.09.2014
Dr. Bernhard Wankerl, Schwandorf

Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB:

Hartmut Müller

Vorstandsvorsitzender

Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun/China
Mitglied des Beirats der IFA ROTORION - Holding GmbH, Haldensleben
Mitglied des Aufsichtsrats der Wieland-Werke AG, Ulm (ab 16.07.2014)

Manfred Pretscher

Vorstandsmitglied

Arbeitsdirektor

Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China
Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA

Volker Walprecht

Finanzvorstand

Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA

Ausgeübte Berufe und weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Dr.-Ing. Klaus Probst

Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG

Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd
Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen
Mitglied des Beirats der Deutschen Bank AG, (Region Süd), München

Horst Ott

1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg

keine weiteren Mandate

Martin Bodensteiner

Lieferantenentwickler Commodity Coverings

(Mitglied des Aufsichtsrats bis 21.01.2014)

keine weiteren Mandate

Tanja Fondel

Gewerkschaftssekretärin IG Metall Vorstand in Frankfurt a. M.

(Mitglied des Aufsichtsrats ab 08.02.2014)

Mitglied des Aufsichtsrats der Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad

Wolfram Hatz

Selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH

Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt a. M.

Bernhard Hausmann

Teamleiter Intercompany Processing

(Mitglied des Aufsichtsrats ab 08.02.2014)

keine weiteren Mandate

Ingrid Hunger

Sprecherin der Geschäftsführung der HUNGER Hydraulik Gruppe

keine weiteren Mandate

Tanja Jacquemin

Politische Sekretärin der IG Metall in Frankfurt a. M.

(Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.01.2014)

Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Vinci Energies Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.

Harald Jung

Vice President Division Controlling Center Consoles

keine weiteren Mandate

Anton Kohl

Industriemeister

(Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.08.2014)

keine weiteren Mandate

Georg Liebler

Unternehmensberater, Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung

ehem. Mitglied des Vorstands der KSPG AG

keine weiteren Mandate

Dr. Hans Liebler

Selbständiger Investmentberater

Mitglied des Aufsichtsrats der Augusta Technologie AG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der SKW Stahl AG, München (ab 01.01.2014)
Mitglied des Aufsichtsrats der WashTec AG, Augsburg
Mitglied des Aufsichtsrats der J. P. Rosselet Cosmetics (Deutschland) AG, Bremen (bis 30.08.2014)
Mitglied des Aufsichtsrats der Autowerkstattgroup N.V., Maastricht/Niederlande
Mitglied des Board of Directors bei der identive Inc., Santa Ana (CA)/USA (bis 22.05.2014)

Wolfgang Rösl

Starkstromelektriker

Mitglied des Beirats der AOK Direktion, Amberg

Lars Schelenz

Maschinenbautechniker

(Mitglied des Aufsichtsrats ab 17.09.2014)

keine weiteren Mandate

Dr. Bernhard Wankerl

Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen

keine weiteren Mandate

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betragen T€ 2.239 (Vj. T€ 2.314). Sie entfallen zu T€ 371 (Vj. T€ 543) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu T€ 419 (Vj. T€ 328) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile sind insgesamt in Höhe von T€ 23 (Vj. T€70) und die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung insgesamt in Höhe von T€ 21 (Vj. T€ -64) durch jeweilige Vorjahresbeträge beeinflusst.

Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt auf:

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Erfolgsunabhängige Komponenten

T€
Erfolgsabhängige Komponenten

T€
Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung

T€
Summe

T€
Hartmut Müller 619 159 173 951
Manfred Pretscher 416 106 123 645
Volker Walprecht 414 106 123 643
1.449 371 419 2.239

Für Versorgungszusagen gegenüber den derzeitigen Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von T€ 1.289 (Vj. T€ 721) gebildet. Für die Dotierung dieser Pensionsrückstellungen entstand im Geschäftsjahr ein Aufwand in Höhe von T€ 568 (Vj. T€ 328).

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft T€ 295 (Vj. T€ 278) bezahlt.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 4.522 (Vj. T€ 4.385) zurückgestellt.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden für ihre Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2014 Gesamtbezüge von T€ 482 (Vj. T€ 490) gewährt. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 gliedert sich individualisiert folgendermaßen auf:

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Festvergütung

T€
Sitzungsgeld

T€
Gesamt

T€
Dr.-Ing. Klaus Probst 60,0 10,0 70,0
Horst Ott 45,0 7,0 52,0
Martin Bodensteiner (bis 21.01.2014) 1,8 0,0 1,8
Tanja Fondel (ab 08.02.2014) 26,9 4,0 30,9
Wolfram Hatz 30,0 12,0 42,0
Bernhard Hausmann (ab 08.02.2014) 26,9 4,0 30,9
Ingrid Hunger 30,0 4,0 34,0
Tanja Jacquemin (bis 31.01.2014) 2,5 0,0 2,5
Harald Jung 30,0 8,0 38,0
Anton Kohl (bis 31.08.2014) 20,0 2,0 22,0
Georg Liebler 30,0 7,0 37,0
Dr. Hans Liebler 30,0 4,0 34,0
Wolfgang Rösl 30,0 8,0 38,0
Lars Schelenz (ab 17.09.2014) 8,7 2,0 10,7
Dr. Bernhard Wankerl 30,0 8,0 38,0
401,8 80,0 481,8

Für persönlich erbrachte Leistungen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden - mit Ausnahme der arbeitsvertraglich vereinbarten Bezüge der Arbeitnehmervertreter - neben der Aufsichtsratsvergütung keine weiteren Vergütungen bezahlt oder Vorteile gewährt.

Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht bezahlt und sind nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung.

(19) Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn der GRAMMER AG ermittelt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt:

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Jahresüberschuss 2014 30.992.429,22
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.151.813,54
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -15.496.214,61
Bilanzgewinn 23.648.028,15

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 wie folgt zu verwenden:

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Verteilung an die Aktionäre 8.410.968,00
Gewinnvortrag 15.237.060,15
Bilanzgewinn 23.648.028,15

Der zur Verteilung vorgeschlagene Betrag entspricht einer Ausschüttung von € 0,75 je dividendenberechtigter Aktie. Der Gewinnverwendungsvorschlag berücksichtigt, dass die Gesellschaft 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden, der unverändert eine Ausschüttung von € 0,75 je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht.

Amberg, 5. März 2015

GRAMMER AG

Hartmut Müller

Manfred Pretscher

Volker Walprecht

Anlagenspiegel

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Anschaffungs-/Herstellungskosten

TEUR
Stand zum 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.579 7.409 162 279 31.105
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.768 0 0 0 22.768
3. Geleistete Anzahlungen 45 0 45 0 0
46.392 7.409 207 279 53.873
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.557 203 0 0 53.760
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.642 2.006 7.285 0 37.363
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 95.451 1.301 1.154 343 95.941
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.218 0 1 -622 595
192.868 3.510 8.440 -279 187.659
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.988 10.370 281 0 111.077
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 74.021 3.615 14.304 0 63.332
3. Beteiligungen 58 0 0 0 58
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.167 0 0 0 11.167
5. Sonstige Ausleihungen 275 0 65 0 210
186.509 13.985 14.650 0 185.844
425.769 24.904 23.297 0 427.376

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Abschreibungen

TEUR
Stand zum 01.01.2014 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2014
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.733 2.019 0 162 0 19.590
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.768 0 0 0 0 22.768
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
40.501 2.019 0 162 0 42.358
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.815 1.627 0 0 0 39.442
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.984 2.108 0 5.266 0 31.826
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.479 3.091 0 1.143 0 90.427
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
161.278 6.826 0 6.409 0 161.695
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 25 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.107 63 519 0 0 651
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.534 1.038 0 0 2.496
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
4.666 63 1.582 0 0 3.147
206.445 8.908 1.582 6.571 0 207.200

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Buchwerte

TEUR
Stand zum 31.12.2014 Stand zum 31.12.2013
--- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.515 5.846
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 45
11.515 5.891
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.318 15.742
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.537 7.658
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.514 6.972
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 595 1.218
25.964 31.590
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111.077 100.963
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.681 72.914
3. Beteiligungen 58 58
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.671 7.633
5. Sonstige Ausleihungen 210 275
182.697 181.843
220.176 219.324

Zusammengefasster Konzernlagebericht

Der Zusammengefasste Lagebericht umfasst gemäß § 315 Abs. 3 in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB neben dem GRAMMER Konzern auch die GRAMMER AG.

Konzernumsatz steigt um 7,9 % auf 1,37 Mrd. EUR
Deutliche Steigerung des Jahresüberschusses auf 33,6 Mio. EUR
Ergebnis pro Aktie steigt um 16 % auf 3,09 EUR
Erneut höhere Dividende von 0,75 EUR pro Aktie vorgeschlagen

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Der GRAMMER Konzern ist eine global agierende Unternehmensgruppe, welche auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge spezialisiert ist. GRAMMER verfügt weltweit über 37 Produktions- und Logistikstandorte, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie herstellen und vertreiben. Neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG, umfasst der Konzern 28 vollkonsolidierte Gesellschaften sowie ein At-Equity konsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 20 Ländern vertreten. Die Präsenz in den verschiedenen Regionen folgt dabei im Wesentlichen derjenigen unserer Hauptkunden. Als Kernmärkte sind der Heimatmarkt Europa, die NAFTA-Region, China sowie Brasilien zu nennen. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist eng verbunden mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden. Ausschlaggebend ist im Automotive-Bereich das Pkw-Premiumsegment und im Segment Seating Systems der Bereich Nutzfahrzeuge in den Hauptabsatzmärkten.

Der GRAMMER Konzern wird zentral von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Die Muttergesellschaft, die GRAMMER AG, hat ihren Unternehmenssitz in Amberg.

Unternehmenssegmente

Der GRAMMER Konzern ist in zwei Segmente gegliedert. Das Segment Automotive beliefert namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie mit hochwertigen Innenraumkomponenten wie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen. Das Segment Seating Systems ist mit Komplettsitzen und Sitzsystemen sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft aktiv. Hier beliefert GRAMMER Hersteller von Lkw sowie von Offroad-Fahrzeugen - dazu zählen land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Baumaschinen und Flurförderzeuge. Zudem gehören auch Hersteller und Betreiber von Bahnen sowie in bestimmten Märkten Bushersteller zu den belieferten Kundengruppen.

Steuerungssystem

Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz und operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben stellen das Working Capital, das Gearing sowie der GEVA (GRAMMER Economic Value Added) weitere wichtige Kennziffern dar. Die Letztgenannte spiegelt in Anlehnung an den EVA (Economic Value Added) die Effizienz wider, mit der das im Unternehmen eingesetzte Kapital verwendet wird. Der GEVA errechnet sich als ROCE (Return on Capital Employed) minus WACC (Weighted Average Cost of Capital). Dabei ist der ROCE der Quotient aus dem operativen Ergebnis nach Steuern und dem betriebsnotwendigen Kapital. Der WACC stellt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar.

Forschung und Entwicklung

Mit entscheidend für den Unternehmenserfolg von GRAMMER ist unser konsequenter Fokus auf Innovationen bei Produkten und Fertigungsprozessen. Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Faktor für die GRAMMER Gruppe, um sich auch künftig durch technologischen Vorsprung mit innovativen Produkten am Markt positionieren zu können. Damit erschließen wir neue Marktpotenziale und sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund arbeiten unsere Ingenieure und F&E-Mitarbeiter gezielt daran, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik unserer Produkte immer weiter zu verbessern. GRAMMER hat im Entwicklungsbereich einen systematischen Innovationsprozess etabliert, der sicherstellt, dass neben der Bearbeitung der laufenden Marktanforderungen auch eigene Innovationen vorangetrieben werden. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in der weiterhin hohen Anzahl der weltweiten Patentanmeldungen und der zahlreichen Neuaufträge. Die vielversprechende Einführung neuer Produkte im Markt sowie die hohe Zahl an Serien- und Vorentwicklungsprojekten sind ein weiterer Beleg für die hohe Innovationskraft.

Ein Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten liegt im Bereich Leichtbau. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2 -Reduzierung aktiv mitzugestalten. Hier wurden umfangreiche Aktivitäten, auch mit externen Instituten, gestartet und bereits erste Konzepte für Lkw-Beifahrersitze vorgestellt. Auch durch den Einsatz von innovativen Produktionsverfahren, beispielsweise bei der Herstellung von Mittelkonsolen, lassen sich deutliche Gewichtseinsparungen erzielen. Ein weiterer bereichsübergreifender Schwerpunkt ist die Integration von elektrischen und elektronischen Komponenten wie Stellmotoren, Sitzheizungen, Sensoren, Controllern und HMI (Human Machine Interface)-Systemen in unsere Kopfstützen, Armlehnen, Konsolen und Sitzsysteme. Neben der Beherrschung und Weiterentwicklung unserer traditionellen Produkte und Kerntechnologien tritt somit zunehmend die Integration von elektrischen und elektronischen Subsystemen in unsere Produkte in den Vordergrund. Für GRAMMER bieten sich hier erhebliche Chancen, denn mit unserer belgischen Tochter GRAMMER EiA Electronics N.V. verfügen wir über das notwendige Know-how im Bereich Elektronik, welches in unseren Sitz- und Automotive-Produkten gleichermaßen eingesetzt werden kann.

Im Segment Automotive hält der Trend zur Verlagerung der Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme von den OEMs auf die Zulieferunternehmen unverändert an. Aus diesem Grund positioniert sich GRAMMER hier in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber für die Kunden. Technologischer Vorsprung und innovative Lösungen sichern uns hier wichtige Wettbewerbsvorteile. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei neben dem oben beschriebenen Thema Leichtbau in der Erzeugung neuer hochwertiger Oberflächenbeschaffenheiten der Produkte sowie in neuen Kinematik-Lösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir intensiv sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Zusätzlich arbeiten wir an Konzepten für die Integration neuer HMI-Lösungen, welche den Kunden zukünftig als integriertes System zusammen mit den Konsolen und Armlehnen angeboten werden sollen. Bei den Kopfstützen liegt der Entwicklungsfokus hauptsächlich auf innovativen Lösungen für elektrische Antriebe und vollautomatische Einstellungen im Premiumsegment sowie auf der Weiterentwicklung der bestehenden Technologien hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Bauraum, Gewicht und Verstellmechanismen.

Auch im Segment Seating Systems treibt GRAMMER die ständige Weiterentwicklung des Produktportfolios voran und generiert innovative Lösungen, um die sich verändernden Marktentwicklungen zu antizipieren. Neue, innovative Produkte versetzen GRAMMER auch in diesem Segment in die Lage, den Kundenanforderungen in hohem Maße gerecht zu werden und die Marktposition der Gruppe weiter zu festigen und auszubauen. GRAMMER hat dabei mit der Kombination aus dem traditionellen Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und der in den letzten Jahren aufgebauten Elektronikkompetenz die Möglichkeit integrierte und maßgeschneiderte Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung anzubieten. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen die Aktivitäten zur Komplettierung der bestehenden HMI-Lösungen planmäßig, zum anderen werden zeitgleich schon Konzepte für die nächste Generation neuer, hoch-innovativer HMI-Lösungen in diesem Bereich vorangetrieben. Im Lkw-Bereich waren die herausragenden Themen die Weiterentwicklung des Lkw-Fahrersitzes MSG 115 mit elektromotorisch angesteuerten Sitzverstellfunktionen sowie ein integriertes Fahrerassistenzsystem für Busfahrersitze zur Vermeidung von Unfällen durch Verlassen der eigenen Spur. Die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Biomechanik der Universität Ulm entwickelte, völlig neuartige verschiebbare Rückenlehnenverlängerung für Traktorsitze wird in Kürze bei mehreren Herstellern in Serie gehen. Im Bereich Railway haben wir im Jahr 2014 die komplett neu konzipierte Plattform Regionalverkehr zur Serienreife gebracht und mit den ersten Belieferungen begonnen. Damit konnte GRAMMER im Bahnsegment neben den Bereichen Hochgeschwindigkeit und Fernverkehr nun auch im Bereich des Regionalverkehrs neue Kunden akquirieren, was die Innovationsfähigkeit unserer Entwicklungsabteilung eindrucksvoll unterstreicht.

Die weiteren Schwerpunkte der Innovationsstrategie der nächsten Jahre liegen neben den klassischen produkt- und technologiebezogenen Themen auch in der Konzentration der Entwicklungsleistung auf die in den regionalen Märkten unterschiedlichen Produktanforderungen. Zusätzlich werden Projekte zur spezifischen Adaption der Produkte für die jeweiligen Regionen verstärkt, was langfristig unsere globale Marktposition und das Wachstum absichert. Dazu werden wir die F&E-Standorte und F&E-Organisationen in den Kernregionen weiter gezielt ausbauen, um den Kunden vor Ort eine noch bessere Entwicklungsleistung anbieten zu können.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Lage der Weltwirtschaft

Nach verhaltenem Beginn hat sich die Expansion der Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres 2014 nach und nach verstärkt, und auch der Welthandel legte spürbar zu. Allerdings konnte die anfängliche Schwäche nicht ganz wettgemacht werden, so dass dem Internationalen Währungsfonds IWF zufolge per Saldo das globale Wachstum auf dem Vorjahreswert von 3,3 % stagnierte. Dabei legten die Emerging Markets mit 4,4 % deutlich stärker zu als die Industrieländer mit 1,8 %. Unübersehbar waren die erheblichen regionalen Divergenzen. So entpuppten sich unter den großen Industriestaaten die USA und Kanada mit 2,4 % und Großbritannien mit 2,6 % als Wachstumslokomotiven, wobei sich die Lage am Arbeitsmarkt in den USA und Großbritannien im Jahresverlauf deutlich verbessert hat. Auch die Konjunktur in Deutschland legte im Jahr 2014 zu. Insgesamt stieg die Wirtschaftsleistung um 1,5 %. Dahingegen kam die Wirtschaft im Euro-Raum einmal mehr nur schleppend voran und wuchs lediglich um 0,8 %. Dementsprechend verharrte die Arbeitslosenquote auf hohem Niveau und der Preisauftrieb ging auf breiter Front zurück. Noch schwächer schnitt Japan ab, wo die gesamtwirtschaftliche Leistung 2014 um gerade einmal 0,1 % vorankam. Nach zwei Quartalen mit negativem Wachstum rutschte das Land im Herbst 2014 sogar in eine Rezession.

In den Schwellenländern expandierte die Wirtschaft zuletzt wieder etwas schneller, doch bleibt die konjunkturelle Grundtendenz nach wie vor gedämpft. Im Vergleich zum Vorjahr verlangsamte sich das Wachstum 2014 von 4,7 auf 4,4 %. Zu den aufstrebenden Volkswirtschaften, die im Jahresvergleich deutlicher zulegten, gehörte Indien mit einem Plus von 5,8 %. China verzeichnete ebenfalls ein lebhaftes Wachstum. Mit +7,4 % fiel der Zuwachs allerdings so schwach wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr aus. Die Regierung in Peking versucht, die Risiken aus dem Investitions- und Kreditboom der vergangenen Jahre in den Griff zu bekommen, und hat entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Äußerst schwach zeigten sich die Volkswirtschaften in Lateinamerika, wo sich das Wachstum mit 1,2 % im Jahresvergleich mehr als halbiert hat. In Brasilien legte die Wirtschaft um 0,1 % zu. Zwar dürfte die Konjunktur dort ihren Tiefpunkt durchschritten haben, von einem nachhaltigen Aufschwung kann aber noch nicht ausgegangen werden. In Russland machten sich die Sanktionen des Westens aufgrund der Ukraine-Krise zunehmend bemerkbar und dämpften Investitionsklima sowie Verbrauchervertrauen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nur noch um 0,6 % und damit etwa halb so stark wie im Vorjahr.

Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) 2014 in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: IWF

Geschäftsverlauf

Kennzahlen GRAMMER Konzern in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 1.365,9 1.265,7 7,9%
EBIT 57,0 58,0 -1,7%
EBIT-Rendite 4,2% 4,6% -0,4%-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) 51,5 46,8 10,0%
Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) 10.700 10.082 6,1%

Geschäftsentwicklung weiterhin durch Wachstum geprägt

Der GRAMMER Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum eine deutlich positive Geschäftsentwicklung. Diese Entwicklung wurde überwiegend durch das Segment Automotive getragen, wobei im Jahresverlauf der Konzernumsatz deutlich um 7,9 % stieg und sich damit in dem von GRAMMER prognostizierten Zielkorridor bewegte. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit spürbaren Zuwachsraten im Automotive-Segment positiv. Die gute Entwicklung wurde in diesem Bereich durch unsere gute internationale Positionierung und durch die klare Fokussierung auf Kunden aus dem Premiumsegment getragen. Diese Kundengruppe konnte durch ein gutes Marktumfeld in Asien, Nordamerika und Europa steigende Absatzzahlen realisieren. Im Segment Seating Systems verzeichnete das Geschäftsfeld Lkw ein stabiles Geschäftsvolumen. Hier standen marktbedingt rückläufigen Umsätzen in Übersee deutliche Steigerungen in der Region Ferner Osten/Rest gegenüber, der Offroad-Bereich konnte marktbedingt das Umsatzniveau des Vorjahres aufgrund der Nachfrageschwäche in der Landtechnik nicht ganz erreichen, während das Geschäftsfeld Bahn deutliche Zuwächse aufwies. Ergebnisseitig war das Geschäftsjahr 2014 geprägt durch erwartet hohe Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie, welche das operative Ergebnis belasteten. Dies konnte jedoch durch ein deutlich verbessertes Finanzergebnis mehr als kompensiert werden, so dass das Ergebnis nach Steuern deutlich auf 33,6 Mio. EUR anstieg. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 3,09 EUR nach 2,67 EUR im Geschäftsjahr 2013.

Veränderungen im Geschäftsjahr 2014

Im Dezember 2014 hat GRAMMER mit Jiangsu Yuhua Automobile Parts Co., Ltd. (Yuhua) zwei Verträge zur Übernahme der restlichen 40 % der Anteile an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. (GSJ) abgeschlossen. Dadurch übernimmt die GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. 20 % der von Yuhua gehaltenen Anteile an GSJ. Die GRAMMER AG übernimmt ebenfalls weitere 20 % der bisher von Yuhua an GSJ gehaltenen Anteile, womit GRAMMER insgesamt 100 % der Anteile an dem bisherigen Joint Venture in China hält. Zukünftig kann GRAMMER durch diese Transaktion das Lkw-Sitz-Geschäft in China eigenständig steuern und ausbauen.

Am 15. September 2014 hat die GRAMMER AG eine neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Jesi, Italien, gegründet, welche zukünftig die Belieferung unserer Kunden in Italien abwickeln wird. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft noch keine Umsätze getätigt, die Geschäftstätigkeit wird im Jahr 2015 aufgenommen.

Die Anteile an dem 2013 durch die Übernahme von nectec Automotive s.r.o. erworbenen Gemeinschaftsunternehmen Ningbo nectec Jifeng Automotive Parts Co., Ltd. wurden zum 14. April 2014 vollständig an den Joint Venture Partner veräußert.

Umsatz wächst deutlich auf 1,37 Mrd. EUR

Der GRAMMER Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Gesamtumsatz von 1.365,9 Mio. EUR (Vj. 1.265,7) und erwirtschaftete damit zum vierten Mal in Folge einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Nachdem die Umsätze des Konzerns im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres gegenüber einem sehr starken ersten Halbjahr 2013 nochmals um 4,2 % gesteigert wurden, beschleunigte sich die Zuwachsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 11,7 %. Die deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens war im Wesentlichen getragen durch hohe Zuwächse in den Regionen Europa und Ferner Osten/Rest. Hierbei beschleunigte sich das Wachstumstempo im vierten Quartal nochmals und erreichte nach 4,4 % im dritten Quartal mit 19,0 % im Schlussquartal, bedingt durch eine Vielzahl von Neuanläufen im Automotive-Bereich, einen außerordentlich guten Wert.

Umsatzentwicklung Konzern nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Konzern (in Mio. EUR)

Marktbedingt war die Entwicklung des Geschäftsvolumens in den Regionen unterschiedlich ausgeprägt.

In Europa stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum um 7,1 % bzw. um 60,8 Mio. EUR auf 911,9 Mio. EUR an. Das Wachstum in unserer Kernregion wurde fast ausschließlich durch hohe Umsätze im Segment Automotive getragen. Diverse Neuanläufe in einem stabilen Marktumfeld haben dazu beigetragen, die Marktposition von GRAMMER weiter zu festigen. Im Bereich Seating Systems dagegen konnten die Umsätze in Europa aufgrund der rückläufigen Nachfrage in Teilen des Geschäftsfeldes Offroad nur leicht gesteigert werden. Insgesamt blieb das organische Wachstum in Europa im Vergleich zum Vorjahr, welches zusätzlich zum organischen Wachstum die Umsatzzuwächse aus der 2013 getätigten Akquisition der nectec Automotive s.r.o. beinhaltete, auf einem sehr hohen Niveau. Der in der Region Europa erzielte Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns sank leicht auf 66,7 % (Vj. 67,2).

Die Region Ferner Osten/Rest wuchs im Berichtszeitraum am schnellsten. Hier steigerte der Konzern das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 25,8 % auf nunmehr 227,7 Mio. EUR und erreichte damit weit über der allgemeinen Marktentwicklung liegende Wachstumsraten. Erfreulich war ebenfalls, dass in der Region beide Segmente ähnlich hohe Wachstumsraten aufwiesen. Dabei profitierte das Segment Automotive von der sehr guten Auftragslage in allen Geschäftsfeldern. Das Wachstum des Segments Seating Systems war im Wesentlichen durch die für den Konzern zusätzlich erzielten Umsätze der im letzten Jahr eingegliederten Gesellschaft GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. geprägt, womit GRAMMER erstmalig auch in nennenswertem Umfang am chinesischen Lkw-Markt partizipiert. Aufgrund dieses hohen Wachstums steigerte die Region ihren Anteil am Gesamtumsatz der Gruppe um 2,4 Prozentpunkte auf 16,7 % und erwirtschaftete erstmals höhere Umsätze als die Region Übersee.

Marktbedingt leicht rückläufige Umsätze verzeichnete GRAMMER in der Region Übersee. Hier fielen die Umsätze im Vorjahresvergleich um 7,3 Mio. EUR auf 226,3 Mio. EUR. Dieser Rückgang war ausschließlich auf den Nachfrageeinbruch nach Seating-Produkten im brasilianischen Markt zurückzuführen. Die im Segment Automotive in der Region erzielten spürbaren Umsatzzuwächse konnten diesen Effekt nicht gänzlich kompensieren. Insgesamt fiel dadurch der Umsatzanteil der Region Übersee am Gesamtumsatz des Konzerns um 1,9 Prozentpunkte auf nur noch 16,6 %.

Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Europa 911,9 851,1 7,1%
Übersee 226,3 233,6 -3,1%
Ferner Osten/Rest 227,7 181,0 25,8%
Summe 1.365,9 1.265,7 7,9%

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Ertragslage

Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Konzern in TEUR

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Q4 2014 Q4 2013 Veränderung 01-12 2014 01-12 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 372.058 312.798 59.260 1.365.898 1.265.660 100.238
Kosten der Umsatzerlöse -331.735 -280.816 -50.919 -1.207.615 -1.109.739 -97.876
Bruttoergebnis vom Umsatz 40.323 31.982 8.341 158.283 155.921 2.362
Vertriebskosten -7.761 -5.715 -2.046 -29.840 -25.662 -4.178
Verwaltungskosten -23.554 -18.873 -4.681 -88.482 -86.183 -2.299
Sonstige betriebliche Erträge 4.914 7.313 -2.399 17.085 13.934 3.151
Operatives Ergebnis 13.922 14.707 -785 57.046 58.010 -964
Finanzergebnis -2.342 -6.431 4.089 -8.637 -15.595 6.958
Ergebnis vor Steuern 11.580 8.276 3.304 48.409 42.415 5.994
Ertragsteuern -3.711 -2.587 -1.124 -14.760 -12.829 -1.931
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 23 -23 0 23 -23
Ergebnis nach Steuern 7.869 5.712 2.157 33.649 29.609 4.040

Deutliche Ergebnissteigerung trotz hoher Vorleistungen

Einhergehend mit der positiven Geschäftsentwicklung konnte der GRAMMER Konzern im Jahr 2014 eine deutliche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern auf nunmehr 33,6 Mio. EUR (Vj. 29,6) erwirtschaften. Hierbei blieb das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 57,0 Mio. EUR (Vj. 58,0) erwartungsgemäß leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Ursächlich hierfür waren die im Berichtsjahr angefallenen hohen Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie marktbedingte Umsatzrückgänge in margenstarken Teilmärkten des Segments Seating Systems. Die EBIT-Marge lag bei 4,2 % nach 4,6 % im Jahr 2013. Ein aufgrund der im Vorjahr vorgenommenen Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten deutlich verbessertes Zinsergebnis, verbunden mit positiven Wechselkurseffekten in der konzerninternen Finanzierung, führte dennoch zu dem deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern und damit einhergehend zu einem um 0,42 EUR auf 3,09 EUR gestiegenen Ergebnis pro Aktie.

Konzern-EBIT nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung GRAMMER Konzern (in Mio. EUR)

Kostenentwicklung

Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen um 8,8 % auf 1.207,6 Mio. EUR (Vj. 1.109,7) an. Der Zuwachs war nahezu proportional zum Umsatzanstieg.

Auch der Vertriebsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr 29,8 Mio. EUR (Vj. 25,7) und verhält sich prozentual zum Umsatz auf Vorjahresniveau.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 88,5 Mio. EUR (Vj. 86,2). Diese Kosten lagen aufgrund der höheren Umsätze und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowohl in Europa als auch in Asien prozentual zum Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau.

Der in den vorgenannten Positionen enthaltene Personalaufwand stieg geschäftsbedingt um 30,6 Mio. EUR auf insgesamt 282,2 Mio. EUR (Vj. 251,6) an. Die Personalkostenquote erhöhte sich nur marginal im Vergleich zum Vorjahr auf 20,7 % (Vj. 19,9).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 17,1 Mio. EUR (Vj. 13,9). Die Zunahme begründete sich in höheren Erträgen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Verkäufen aus Schrottchargen und Mieten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich auf 8,6 Mio. EUR (Vj. 15,6). Die günstigeren Zinskonditionen der Finanzverbindlichkeiten für die im Jahr 2013 durchgeführte Refinanzierung bewirkten eine Verbesserung im Zinsaufwand. Gleichzeitig ergaben sich positive Effekte aufgrund der Entwicklung der Währungskurse in der konzerninternen Finanzierung.

Steuern

Der Steueraufwand lag mit 14,8 Mio. EUR (Vj. 12,8) über Vorjahresniveau. Die positive operative Entwicklung im Inland führte zu Ertragsteueraufwendungen, die auf Mindestbesteuerungseffekte zurückzuführen waren. Die im Ausland gezahlten Steuern erhöhten sich aufgrund der Ergebnisentwicklungen bei Tochterunternehmen mit höheren Steuersätzen.

Ergebnisse

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb trotz der im Berichtsjahr angefallenen hohen Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie von marktbedingten Umsatzrückgängen in margenstarken Teilmärkten mit 57,0 Mio. EUR (Vj. 58,0) nahezu auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Quote liegt bei 4,2 % (Vj. 4,6). Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern erhöhte sich aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses deutlich auf 33,6 Mio. EUR (Vj. 29,6).

Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem um die nicht beherrschten Anteile bereinigten Jahresüberschusses und erreichte 3,09 EUR (Vj. 2,67).

Ergebnisverwendung

Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen zum Vorjahr deutlich erhöhten Bilanzgewinn in Höhe von 23,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 (Vj. 15,4) aus. Der Bilanzgewinn umfasst den Gewinnvortrag in Höhe von 8,1 Mio. EUR sowie den Jahresüberschuss in Höhe von 31,0 Mio. EUR abzüglich der Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 15,5 Mio. EUR. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie (Dividendensumme: 8,4 Mio. EUR) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 15,2 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.

Finanzlage

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

GRAMMER hat mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags über 180,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014 gezogen. Alle beteiligten Banken haben ihren Anteil entsprechend prolongiert. Die neue Laufzeit endet am 31. Oktober 2019.

Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Konzern-Treasury auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristigen Inanspruchnahmen variable Zinsen entgegenstehen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel auf eine kongruente Zinsbindungsdauer treffen. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.

Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der Zahlungsmittelpools, durch die der Konzern die Liquidität seiner Tochterunternehmen sicherstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten machbar und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels externen üblichen derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Der Konzern überwacht diese Risiken von jeher sehr genau.

Zum 31. Dezember 2014 verfügte der Konzern über 84,0 Mio. EUR (Vj. 91,3) liquide Mittel, die vor allem zum weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten und als strategische Reserve gehalten werden.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit 145,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 146,8).

Die kurzfristigen Finanzschulden lagen aufgrund der Veränderung in den Schuldscheindarlehen mit 25,4 Mio. EUR (Vj. 37,7) deutlich unter Vorjahresniveau. Der Rückgang dieser Position war im Wesentlichen auf die Fälligkeit eines Teils eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 18,0 Mio. EUR im September 2014 zurückzuführen. Gleichzeitig haben sich die Kontokorrentkredite verringert.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern. Die Effekte aufgrund des geschäftsbedingten Anstiegs der Forderungen und Vorräte konnten teilweise durch die gegenläufigen Effekte in den Verbindlichkeiten kompensiert werden.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit waren im Vorjahr die Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der nectec Automotive s.r.o. enthalten. Bereinigt um diesen Effekt lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit unter Vorjahresniveau. Die Investitionen in die Sachanlagen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres aufgrund der weiteren Werksauf- und -ausbauten. Die Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte lagen über Vorjahresniveau aufgrund von Investitionen in Software und IT-Lizenzen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag unter Vorjahresniveau. Im Vorjahr ergaben sich aufgrund der Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens im Mai 2013 positive Effekte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beeinflussten die Tilgung eines Schuldscheindarlehens im September 2014 sowie die erhöhte Dividendenzahlung im Vergleich zum Vorjahr den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die starke Position des Finanzmittelfonds steht für den weiteren Ausbau des Geschäftsvolumens sowie als strategische Reserve zur Verfügung.

Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2014 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien (Ausnahme: eigene Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht befristet bis zum 25. Mai 2016 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 14.777.182,72 EUR (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 14.777 TEUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,

(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;

(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;

(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.

Das Bedingte Kapital 2009 war bis zum 27. Mai 2014 befristet. Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.

Per 31. Dezember 2014 betrug die Kapitalrücklage 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001 und 2011.

Zum 31. Dezember 2014 betrugen die Gewinnrücklagen 184.505 TEUR (Vj. 159.423).

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die einmal mindestens die Grenze von 3 % erreichten, ist im Anhang des Einzelabschlusses der GRAMMER AG aufgeführt.

Eigene Anteile

Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 nebst Bestätigungsbeschluss vom 19. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien ist zum 27. Mai 2014 ausgelaufen. In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.

Investitionen

Die Investitionen des GRAMMER Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr von 46,8 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagevermögen blieben mit 38,1 Mio. EUR (Vj. 38,1) auf Vorjahresniveau.

Im Bereich Automotive summierten sich die Investitionen auf 33,0 Mio. EUR (Vj. 29,9). Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in China, Tschechien, Mexiko und in Deutschland. In China wurde am Standort in Shanghai in den Umzug des Werkes investiert, der aufgrund des Flächenbedarfs für weiteres Wachstum notwendig wurde. Am Standort Peking wurden Anlagen für den Anlauf einer neuen Serie von Mittelkonsolen beschafft. Auch in Mexiko wurden aufgrund des Anlaufs neuer Projekte Investitionen in die Fertigungsvorrichtungen getätigt. Darüber hinaus wurde in die Erweiterung der Spritzgussfertigung sowie in die Lokalisierung der Metallfertigung (Federungsmontage) investiert. In den tschechischen Standorten wurden Investitionen in den Aufbau bzw. den Ausbau von Standorten getätigt. Die Näh-Standorte in Bulgarien und Serbien wurden sowohl aufgrund von Insourcing als auch aufgrund der hohen Nachfrage weiter ausgebaut. Am deutschen Standort Schafhof wurde die Metallfertigung weiter ausgebaut, um Kapazitäten für neue Projekte bereitzustellen.

Im Segment Seating Systems summierten sich die Investitionen im Jahr 2014 auf insgesamt 15,0 Mio. EUR (Vj. 15,8). In den USA wurde am Standort in Tupelo, Mississippi, in den Aufbau eines Produktionswerks investiert. Die Produktion ist Ende des Geschäftsjahres 2014 erfolgreich angelaufen. In der neuen GRAMMER US-Zentrale werden gefederte Sitze für den nordamerikanischen Nutzfahrzeug-Markt gefertigt. Nach der Zertifizierung des neuen Werks durch die Hauptkunden und dem erfolgreichen Anlauf der Sitzfertigung, werden auch Vorbereitungen für den Start der Automotive-Produktion getroffen. Ab dem Jahr 2016 werden am Standort Tupelo die ersten Mittelkonsolen für den lokalen Automobil-Markt gefertigt. Des Weiteren wurden am tschechischen Standort Tachov Investitionen für die Fertigung modifizierter Federungen für den Offroad-Bereich getätigt. An den deutschen Standorten wurden schwerpunktmäßig Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen getätigt. Im Bereich Bahn wurden Montagevorrichtungen für die neue Plattform Regionalverkehr angeschafft. Ferner wurde weiter in Arbeitssicherheit und Umweltschutz investiert.

In den Zentralbereichen wurden Investitionen von 3,5 Mio. EUR (Vj. 1,1) getätigt, welche im Wesentlichen in Software und IT-Lizenzen flossen.

Für das Jahr 2015 planen wir im Konzern gegenüber 2014 Investitionen auf gleichbleibendem Niveau. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit liegen dabei im Ausbau der Automotive-Fertigungskapazitäten sowie in der Fortführung der Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen.

Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Automotive 33,0 29,9 10,4%
Seating Systems 15,0 15,8 -5,1%
Central Services 3,5 1,1 218,2%
Summe 51,5 46,8 10,0%

Vermögenslage

Die einzelnen Bilanzposten entwickelten sich wie folgt:

Kurzbilanz GRAMMER Konzern in TEUR

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2014 2013 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 319.1 14 298.453 20.661
Kurzfristige Vermögenswerte 517.429 467.431 49.998
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 144 -144
Aktiva 836.543 766.028 70.515
Eigenkapital 231.761 224.671 7.090
Langfristige Schulden 306.810 276.051 30.759
Kurzfristige Schulden 297.972 265.306 32.666
Passiva 836.543 766.028 70.515

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2014 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 836,5 Mio. EUR (Vj. 766,0). Sowohl das höhere Geschäftsvolumen als auch der weitere Auf- und Ausbau von Standorten führten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 9,2 %.

Anlagevermögen aufgrund Produktionsauf- und -ausbau über Vorjahr

Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 31. Dezember 2014 auf 319,1 Mio. EUR (Vj. 298,5). Durch den Aufbau eines neuen Werkes für Sitzsysteme für den Offroad-Bereich in Tupelo, Mississippi, USA, sowie durch den weiteren Ausbau von Werken im Automotive-Bereich stiegen die Sachanlagen auf 191,2 Mio. EUR (Vj. 180,2) an. Der Anstieg in den immateriellen Vermögenswerten auf 79,2 Mio. EUR (Vj. 75,1) war im Wesentlichen auf den weiteren Anstieg in den Konzessionen und den gewerblichen Schutzrechten zurückzuführen. Die latenten Steueransprüche bewegten sich mit 48,4 Mio. EUR (Vj. 42,2) über dem Vorjahresniveau.

Umlaufvermögen steigt durch höhere Geschäftstätigkeit

Verglichen mit dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 517,4 Mio. EUR (Vj. 467,4). Die Vorräte stiegen aufgrund des Umsatzwachstums sowie durch den Aufbau von Sicherheitsbeständen im Zusammenhang mit Verlagerungsaktivitäten um 12,7 Mio. EUR auf 128,3 Mio. EUR (Vj. 115,6) an. Auch die Forderungen stiegen aufgrund des deutlichen Umsatzzuwachses von 153,9 Mio. EUR auf 169,6 Mio. EUR an. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich bedingt durch hohe Vorleistungen in Projekte im Vergleich zum Vorjahr um 24,8 Mio. EUR auf 111,0 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen leicht auf 19,1 Mio. EUR (Vj. 15,5). Zum Jahresende bestanden liquide Mittel in Höhe von 84,0 Mio. EUR (Vj. 91,3).

Eigenkapital steigt weiter an

Zum 31. Dezember 2014 stieg das Eigenkapital auf 231,8 Mio. EUR (Vj. 224,7) an. Die positive Ergebnisentwicklung spiegelt sich dabei aufgrund des erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Anstiegs der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionszusagen in Höhe von 20,7 Mio. EUR sowie der gezahlten Dividende in Höhe von 7,3 Mio. EUR nicht in vollem Umfang im Eigenkapital wider. Trotz dieser Effekte weist die Eigenkapitalquote mit 28 % (Vj. 29) einen hohen Wert aus. Das Eigenkapital entspricht 72,6 % (Vj. 75,3) der langfristigen Vermögenswerte.

Veränderungen der Schulden

Die langfristigen Schulden wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 306,8 Mio. EUR (Vj. 276,1) auf, was im Wesentlichen auf den Anstieg innerhalb der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen zurückzuführen ist. Die Erhöhung resultierte hauptsächlich aus der Senkung des Diskontierungszinssatzes während des Jahres 2014. Die langfristigen Finanzschulden blieben mit einem Wert von 145,3 Mio. EUR (Vj. 146,8) auf Vorjahresniveau. Zudem wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj. 2,3) als langfristig qualifiziert und entsprechend ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern stiegen ebenfalls auf 26,1 Mio. EUR (Vj. 25,3) an.

Die kurzfristigen Schulden stiegen von 265,3 Mio. EUR auf 298,0 Mio. EUR an. Durch die positive Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 41,8 Mio. EUR auf 192,2 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu reduzierten sich die kurzfristigen Finanzschulden von 37,7 Mio. EUR auf 25,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die im September 2014 erfolgte Rückzahlung des fälligen Anteils des Schuldscheindarlehens aus 2011 in Höhe von 18,0 Mio. EUR zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit 55,8 Mio. EUR leicht unter Vorjahresniveau (Vj. 56,9). Die Rückstellungen erhöhten sich nur leicht von 11,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,1 Mio. EUR.

Lage Segmente

Segment Automotive

Automobilbranche mit positiven Impulsen

Die beiden großen Märkte China und USA waren im Jahr 2014 für die Automobilbranche die dominanten Einflussfaktoren. Ein rasanter Schlussspurt in beiden Ländern hat den weltweiten Pkw-Neuzulassungen laut Verband der Automobilindustrie VDA zu einem Plus von 4 % auf 76,1 Mio. Fahrzeugen verholfen. Allein in China ist der Absatz um gut 2 Mio. (+13 %) auf 18,4 Mio. Neuwagen vorangekommen, wobei der Dezember mit einem Zuwachs von fast einem Fünftel herausragte. Auf dem zweitgrößten Markt, den USA, wurden im Jahresverlauf 16,4 Mio. Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) und damit 6 % mehr als im Vorjahr erstmalig zugelassen. Seit dem Jahr 2009 hat der US-Markt kontinuierlich zugelegt und erreichte nun wieder das Vorkrisenniveau. Die rückläufigen Benzinpreise begünstigten 2014 den Absatz von Light Trucks. Das Segment wuchs mit 10 % auf 8,7 Mio. Einheiten deutlich stärker als der Pkw-Absatz, der lediglich um 1 % auf 7,7 Mio. Fahrzeuge vorankam. Der Anteil der Light Trucks am Gesamtmarkt stieg somit von 51,2 auf 53,2 %.

Die NAFTA-Partner der USA, Kanada und Mexiko, verzeichneten ein Wachstum von 6 bzw. 7 %. Dagegen rutschten die Neuzulassungen von Light Vehicles in Brasilien um 7 % auf 3,3 Mio. Einheiten ab, in Argentinien brach der Absatz um 36 % auf 587.000 Fahrzeuge ein. In Japan lag das Marktvolumen mit 4,7 Mio. Einheiten um 3 % über dem Vorjahr, Indien schaffte mit rund 2,6 Mio. Fahrzeugen ein Plus von 1 %.

EU-weit sind die Neuzulassungen erstmals seit 2007 wieder gestiegen. Insgesamt kamen in Westeuropa 12,1 Mio. neue Pkw erstmals auf die Straße und damit rund 5 % mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf die größten Märkte verzeichnete Spanien mit +18,4 % den höchsten Anstieg im Jahresverlauf, gefolgt von Großbritannien (+9,3 %), Italien (+4,2 %) und Deutschland (+2,9 %). Frankreich stagnierte mit einem Zuwachs von 0,3 % weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Kleinere Märkte wie Portugal (+34,8 %) oder Irland (+29,6 %) verzeichneten einen regelrechten Boom. Einzig die Zulassungszahlen in Österreich (-4,9 %) und Belgien (-0,6 %) zeigten entgegen dem allgemeinen Trend nach unten.

Beim Blick auf die Produktionszahlen fiel der globale Zuwachs mit 4 % in den vom VDA erfassten Ländern etwas moderater als bei den Zulassungen aus. Überdurchschnittlich legten auch hier China mit +13 % auf 18,6 Mio. Automobile und die USA mit +5 % auf 11,4 Mio. Fahrzeuge zu. Japan brachte es mit einer Produktion von 8,3 Mio. Pkw auf ein bescheidenes Plus von 1 %, in Indien stagnierte der Markt bei knapp 3,2 Mio. Einheiten.

Die deutschen Hersteller konnten ihre heimische Fertigung um 3 % auf 5,6 Mio. Einheiten ausbauen, im Ausland sogar um 8 % auf 9,3 Mio. Pkw. Frankreich kam mit 1,5 Mio. Einheiten auf ein Plus von 3 %. In Spanien rollten mit 1,9 Mio. 8 % mehr Fahrzeuge von den Bändern, Großbritannien zeigte einen Zuwachs um 1 % auf 1,5 Mio. Fahrzeuge.

Automobilabsatz 2014 in ausgewählten Ländern im Vergleich zum Vorjahr (in %)

1 inklusive Light Vehicles

Quelle: VDA

Automotive-Segment mit hoher Wachstumsdynamik

Kennzahlen GRAMMER Segment Automotive in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 911,6 813,3 12,1%
EBIT 28,9 33,1 -12,7%
EBIT-Rendite 3,2% 4,1% -0,9 %-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb] 33,0 29,9 10,4%
Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) 6.761 6.101 10,8%

Das Automotive-Segment war abermals der Wachstumstreiber im Konzern. Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment ein deutliches Wachstum und konnte, getragen durch die positive Automobilkonjunktur in den Hauptabsatzmärkten Europa, NAFTA und China sowie durch diverse Neuanläufe das Geschäftsvolumen um 12,1 % auf 911,6 Mio. EUR (Vj. 813,3) ausweiten. Von dem positiven Marktumfeld profitierten insbesondere auch die von GRAMMER schwerpunktmäßig belieferten Premiumhersteller, was sich in steigenden Absatzzahlen, an denen auch GRAMMER als Zulieferer entsprechend partizipierte, bemerkbar machte. Trotz der deutlichen Umsatzzuwächse konnte das Segment das im Vorjahr erzielte operative Ergebnis nicht erreichen. Das EBIT von 28,9 Mio. EUR (Vj. 33,1) lag erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert, die EBIT-Rendite betrug 3,2 % (Vj. 4,1). Ursächlich für diesen deutlichen Rückgang der Rendite des Segments sind die im Berichtszeitraum angefallenen Kosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie, die mit einer hohen Zahl von Neuanläufen sowie Werksauf- und Werksausbauten in allen Regionen einherging.

Während das Segment die Umsätze in allen drei Regionen steigern konnte, zeigten sich klare Unterschiede in den regionalen Wachstumsraten. In der umsatzstärksten Region des Segments, dem europäischen Heimatmarkt, wurden im Berichtszeitraum deutliche Zuwächse erzielt. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte Wachstumsrate von 10,5 % lag deutlich über dem Wachstum des gesamten Marktes von 5,7 %. Damit ist es GRAMMER gelungen, die Marktposition weiter auszubauen. Das dynamischste Wachstum mit einer Rate von 26,8 % verzeichnete die Region Ferner Osten/Rest. Auch hier wuchs GRAMMER deutlich schneller als der Markt und konnte die Marktposition im Premiumsegment sowohl bei Kopfstützen als auch bei Mittelkonsolen und Armlehnen erneut ausbauen. Lediglich in der Region Übersee blieb das Wachstum mit 4,1 % unter der allgemeinen Marktentwicklung zurück. Aufgrund des besseren Konsumklimas in den USA verbunden mit den günstigeren Kraftstoffpreisen, verzeichnete der Markt starke Zuwächse im Segment der Light Trucks, welches traditionell von den US-amerikanischen und japanischen OEMs dominiert wird. Bei diesen Kundengruppen ist GRAMMER noch unterproportional vertreten.

Bezogen auf die Geschäftsfelder Kopfstützen, Mittelkonsolen und Armlehnen verzeichneten wir Zuwächse bei allen Produktgruppen, wobei die Mittelkonsolen die höchsten Zuwachsraten auswiesen.

Der im Berichtsjahr gebuchte Auftragseingang lag wiederum über dem Wert des Vorjahres. Der Hauptteil der neu erteilten Aufträge betraf vergabebedingt die Regionen Übersee und Ferner Osten/Rest. Nennenswerte Neuaufträge konnten dabei in allen Geschäftsfeldern gebucht werden.

Um die Ertragskraft des Automotive-Bereichs zu stärken, setzten wir die begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung von Profitabilität und Kosteneffizienz auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette fort. Die laufenden Projekte zur Prozess- und Strukturverbesserung zielten zum einen auf die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks und zum anderen auf Programme zur Kostenoptimierung der Produkte ab. So wurde in Tschechien der Standort in Ceska Lipa weiter ausgebaut, zusätzlich befindet sich der neue Standort in Zatec im Aufbau, mit welchem wir den zukünftigen Wachstumserfordernissen in Europa gerecht werden wollen. In Shanghai wurde der aus Kapazitätsgründen erforderliche Umzug der Fertigung in ein neues Werk planmäßig abgeschlossen, der Ausbau der Fertigung am Standort Peking verlief ebenfalls planmäßig. Kapazitätserweiterungen waren auch an unseren mexikanischen Standorten notwendig. All diese Maßnahmen führten zu nicht unerheblichen Kostenbelastungen mit entsprechenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis des Segments.

Umsatzentwicklung Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Segment Automotive (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Automotive nach Quartalen (In Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Segment Automotive (in Mio. EUR)

Segment Seating Systems

Nutzfahrzeugmarkt erneut rückläufig

Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen waren 2014 zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Nach Angaben des VDA sanken die Zahlen weltweit über alle Größenklassen um 5 % auf 9,9 Mio. Einheiten. Vor allem Asien und Lateinamerika verzeichneten eine schwache Geschäftstätigkeit. Allein in China rutschten die Zulassungszahlen bei schweren Lkw um 7 % auf rund 992.000 ab. Ein Grund für den Rückgang dürfte in Pre-Buy-Effekten aus dem Vorjahr zu suchen sein. Viele Transportunternehmen deckten sich noch vor der für Sommer 2013 geplanten neuen Emissionsvorschrift China IV mit neuen Fahrzeugen ein. Wegen unzureichender Versorgung mit hochwertigem Dieselkraftstoff war die Vorschrift aber kurzfristig ausgesetzt worden. Zweistellig ging es auch in Brasilien (-11 %) abwärts. Dort war das Geschäft mit schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen ein Spiegelbild der schwachen binnenwirtschaftlichen Dynamik, wobei sich die steigenden Finanzierungskosten zusätzlich negativ auswirkten.

Ein äußerst positives Bild gaben die USA ab, wo mit 407.000 schweren und mittelschweren Trucks 16 % mehr als im Vorjahr erstmals zugelassen wurden. Die hohe Marktdynamik war vor allem der robusten Wirtschaftslage geschuldet. Die erhöhte Nachfrage in Industrie und Bauwirtschaft förderte das Frachtvolumen und steigerte folglich auch den Bedarf an Lkw.

Für Westeuropa meldete der VDA einen Rückgang der Zulassungszahlen bei schweren Lkw von 8 % auf 228.000 Einheiten, was nicht zuletzt auf die nur zögerliche Erholung der Konjunktur im Euro-Raum zurückzuführen war. Das Bild verzerren hier allerdings auch vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der neuen Abgasnorm Euro VI, aufgrund derer das Jahr 2013 (insbesondere im vierten Quartal) stark überzeichnet war. Unter den größeren Märkten kam es in Frankreich (-14 %) und Großbritannien (-28 %) zu deutlichen Rückgängen, welche in Deutschland (-1 %) moderater ausfielen.

Nutzfahrzeugabsatz 2014 (Lkw über 6 t) in ausgewählten Ländern im Vergleich zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA

Landtechnik mit deutlichen Nachfragerückgängen

Nach einem weltweiten Landtechnik-Umsatzrekord von 97 Mrd. EUR im Jahr 2013 ist die Produktion nach vorläufigen Zahlen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) in 2014 auf 90 Mrd. EUR geschrumpft. Fast alle Regionen waren von Rückgängen betroffen, wobei China (-11 %), Nordamerika (-9 %) und Südamerika (-7 %) besonders starke Einbußen verzeichneten. Die Landtechnikbranche in der EU steckt laut dem Europäischen Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) mitten in der Rezession. Der Geschäftsklimaindex rutschte im Jahresverlauf deutlich ab und erreichte den tiefsten Stand seit etwa vier Jahren. Bei den Traktoren-Erstzulassungen von Januar bis Oktober lag Frankreich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Minus von 23 % am Ende gefolgt von Österreich mit -14 %. Die große Ausnahme bildete Spanien mit einem Zuwachs an Neuzulassungen von 16 % bei Traktoren. In Deutschland waren die Zulassungszahlen um 2 % rückläufig. Der gesamte Landtechnikmarkt dürfte hier 2014 ein Volumen von 5,4 Mrd. EUR erreicht haben, nachdem im Vorjahr noch 5,6 Mrd. EUR verzeichnet wurden.

Baumaschinenkonjunktur stabilisiert

Die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie dürfte 2014 mit einem Umsatzplus von mindestens 5 % auf rund 12,5 Mrd. EUR abgeschlossen haben. In Europa sind Stabilisierungstendenzen unverkennbar. Das Geschäftsklima der europäischen Hersteller, das CECE Business Barometer, bewegte sich zuletzt seitwärts. Der VDMA geht davon aus, dass die Bauindustrie in Europa 2014 um rund 2 % gewachsen ist und der Bedarf an Baumaschinen zugenommen hat. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten lag gegenüber dem Vorjahr mit 6 % im Plus. Erdbaumaschinen (+12 %) und Straßenbaumaschinen (+10 %) verzeichneten die höchsten Zuwächse, dagegen lag der Hochbaumaschinenbereich mit 9 % im Minus.

Material-Handling mit deutlichem Wachstum

Der weltweite Markt für Flurförderzeuge ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 mit einem Plus von 9 % deutlich gewachsen. In Europa konnte der Absatz von Flurförderzeugen um 11 % und in Asien gar um 13 % gesteigert werden. In Nordamerika stieg der Absatz um 6 %.

Bahnindustrie mit Umsatzsprung

Nachdem die Bahnindustrie 2013 Rekordbestellungen verzeichnet hat, zogen die Geschäfte 2014 weiter spürbar an. Der Umsatz der Bahntechnikhersteller in Deutschland stieg nach Angaben des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) im ersten Halbjahr 2014 um 18 % auf 5,2 Mrd. EUR. Das Auslandsgeschäft legte mit knapp 37 % besonders kräftig zu, wobei sich das Geschäft mit Zügen, Lokomotiven und deren Komponenten für deutsche Hersteller besonders positiv entwickelte. Es stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 50 % auf 2,1 Mrd. EUR. Das Inlandsgeschäft in diesem Segment kam um knapp 12 % auf 1,9 Mrd. EUR voran. Gut drei Viertel des Branchenumsatzes entfiel auf Schienenfahrzeuge und deren Komponenten, der Rest betraf Infrastrukturausrüstungen.

Seating Systems in schwierigem Marktumfeld gut behauptet

Kennzahlen GRAMMER Segment Seating Systems in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 478,7 472,8 1,2%
EBIT 36,2 37,6 -3,7%
EBIT-Rendite 7,6% 8,0% -0,4%-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) 15,0 15,8 -5,1%
Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) 3.679 3.729 -1,3%

Das Geschäftsjahr 2014 des Segments Seating Systems war von heterogenen Marktbedingungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Regionen gekennzeichnet. Der Offroad-Bereich wies dabei eine stabile Umsatzentwicklung auf, wobei einem rückläufigen Landtechnikmarkt Zuwächse bei Material-Handling-Produkten gegenüber standen. Auch der Lkw-Bereich wies im Vorjahresvergleich lediglich stabile Umsätze bei regional deutlich unterschiedlichen Entwicklungen aus, während die Umsätze des Geschäftsfeldes Bahn projektbedingt höher ausfielen. Auch der Aftermarket-Bereich entwickelte sich positiv und konnte steigende Umsätze ausweisen.

In der Region Europa, die für mehr als 50 % des Umsatzes dieses Segments steht, wurde im Berichtszeitraum ein leichtes Wachstum erreicht. Dabei verzeichnete der Offroad-Bereich bedingt durch die anhaltende Marktschwäche im Landtechnikbereich einen leichten Umsatzrückgang. Das Geschäftsfeld Lkw konnte die Umsätze nochmals leicht steigern, blieb jedoch erwartungsgemäß hinter den Wachstumsraten des Vorjahres zurück, da die neue Sitzgeneration MSG 115 bei den Hauptkunden mittlerweile mit stabilen Stückzahlen läuft. Sehr erfreulich entwickelte sich das Geschäftsfeld Bahn mit einer deutlichen Umsatzsteigerung, welche auf hohe Umsätze bei Projekten im Hochgeschwindigkeitsbereich zurückzuführen war.

Die Umsätze in der Region Übersee blieben deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück. Während das Geschäft mit Offroad-Produkten in Nordamerika stabil verlief, setzte im Berichtsjahr eine anhaltende Schwäche des südamerikanischen Lkw-Marktes ein, der sich GRAMMER mit seiner starken Marktpositionierung in Brasilien nicht entziehen konnte.

Erfreulich entwickelte sich dagegen das Geschäftsvolumen in der Region Ferner Osten/Rest, welches im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert wurde. Sowohl der Offroad-Bereich mit moderaten Zuwächsen als auch der Lkw-Bereich mit deutlichen Umsatzsteigerungen hatten ihren Anteil an dieser positiven Entwicklung. Der starke Anstieg der Umsätze mit Lkw-Sitzen war dabei auf die erstmalige Einbeziehung der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. für ein volles Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die marktbedingten Verschiebungen in der Struktur der Umsatzerlöse sowie die im Zusammenhang mit der Verlagerung der Produktion von Hudson nach Tupelo anfallenden Einmalkosten führten zu einer rückläufigen EBIT-Marge. Diese erreichte 7,6 % nach 8,0 % im Vorjahr.

Neben den marktbedingten Einflüssen war das Geschäftsjahr 2014 im Offroad-Segment vor allem geprägt durch den Aufbau des neuen Werkes in Tupelo, Mississippi, USA, und der Verlagerung der Fertigung unseres alten Standortes in Hudson, Wisconsin, in dieses Werk. Diese Verlagerung ist mittlerweile komplett abgeschlossen und damit ein wichtiger Schritt der Nordamerikastrategie umgesetzt. Zudem hat GRAMMER im abgelaufenen Geschäftsjahr das weltweit erste Komplettsystem aus Sitz und integrierter Multifunktionsarmlehne vorgestellt. Diese Entwicklung wurde aufgrund der Akquisition der GRAMMER EiA Electronics N.V. im Jahr 2011 möglich und verschafft GRAMMER eine hervorragende Position im Wettbewerb, ein erster Auftrag wurde bereits durch einen namhaften asiatischen Kunden erteilt. Auch der Lkw-Bereich konnte mit seinen innovativen und qualitativ hochwertigen Sitzen neue Aufträge eines globalen Kunden buchen, welche zukünftig zu nennenswerten Umsätzen in mehreren Regionen führen werden. Im Geschäftsfeld Bahn haben wir im Berichtsjahr die neu entwickelte Plattform Regionalverkehr vorgestellt; dieses Sitzkonzept wurde im Markt sehr gut aufgenommen, einen ersten Auftrag für die Ausrüstung der S-Bahn einer deutschen Metropole wurde erteilt. Damit ist GRAMMER in diesem Bereich in der Lage, den Kunden zukünftig aus einer Hand hochmoderne Sitzkonzepte für sämtliche Segmente vom Regionalverkehr bis hin zum Hochgeschwindigkeitsverkehr anzubieten.

Umsatzentwicklung Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Segment Seating Systems (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Segment Seating Systems (in Mio. EUR]

Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

Nach der im Geschäftsjahr 2014 erzielten Steigerung von Umsatz und Ergebnis sowie der soliden Finanzierungsstruktur sehen wir den GRAMMER Konzern gut aufgestellt, die gesetzten Ziele zu erreichen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern. In den von uns bearbeiteten Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und konnten in vielen Bereichen aufgrund unserer innovativen und qualitativ hochwertigen Produkte auch im Berichtsjahr Marktanteile hinzugewinnen. Mit wachsenden Umsätzen und einem deutlich gesteigerten Ergebnis nach Steuern, sowie einem weiterhin positiven operativen Cashflow wird GRAMMER auch in Zukunft in der Lage sein, das organische Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren. Unsere ausgewogene Finanzierungsstruktur sowie die Eigenkapitalquote von 28 % verleihen uns zudem die notwendige Flexibilität, sich zukünftig im Markt ergebende Chancen nutzen zu können. Die derzeitige wirtschaftliche Situation der Gruppe ist insofern positiv zu bewerten.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Erhöhung der Beschäftigtenzahl aufgrund des Umsatzzuwachses

Zum 31. Dezember 2014 waren im GRAMMER Konzern insgesamt 10.700 Mitarbeiter (Vj. 10.082) beschäftigt. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich sowohl aufgrund von Umsatzzuwächsen als auch durch den weiteren Auf- und Ausbau von Standorten. Die Personalkostenquote erhöhte sich marginal. Im Jahresdurchschnitt waren 10.446 Mitarbeiter (Vj. 9.315) im Konzern tätig.

Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf 6.761 (Vj. 6.101). Im Laufe des Geschäftsjahres wurde speziell in Serbien aufgrund der guten Auftragslage sowie des gezielten Ausbaus der internen Nähkapazitäten die Beschäftigtenzahl erhöht. Aufgrund von Produktanläufen und der Erweiterung von Fertigungsstandorten in Europa, Mexiko und China erhöhte sich auch an diesen Standorten die Beschäftigtenzahl.

Im Segment Seating Systems dagegen verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 3.679 (Vj. 3.729). Der Rückgang ist vor allem begründet in der rückläufigen Entwicklung des brasilianischen Lkw-Marktes und der daraus resultierenden Anpassung der Kapazitäten am Standort Brasilien. Aufgrund des neuen Standorts in Tupelo erhöhte sich die Beschäftigtenzahl in den USA.

Im Zentralbereich blieb die Anzahl der Mitarbeiter mit 260 (Vj. 252) nahezu auf Vorjahresniveau.

Um das gestiegene Geschäftsvolumen und die bevorstehenden Anläufe abwickeln zu können, erwarten wir auch im Geschäftsjahr 2015 einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen

Personalentwicklung ist ein zentrales Element, um unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Mitarbeiter mit neuen Ideen, erweitertem Wissen und hinzugewonnenen Kompetenzen tragen entscheidend dazu bei, etablierte Standards zu sichern und die Wettbewerbsstärke auszubauen. GRAMMER bietet aus diesem Grund eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen an. Im Jahr 2013 wurden die Personalentwicklungsprogramme in der Gruppe neu strukturiert und 2014 weiter ausgebaut, um den gestiegenen Anforderungen an die Beschaffung und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiter gerecht zu werden. Ein Trainingskatalog, welcher jährlich aktualisiert wird, bietet allen Mitarbeitern einen Überblick über mögliche Weiterbildungsmaßnahmen und beinhaltet konzernweit standardisierte Trainingsmodule. Unser Weiterbildungsprogramm auf Führungsebene basiert auf drei Ansätzen, die sich hierarchisch gliedern: Das "GRAMMER Corporate Executive Program" fokussiert auf die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "GRAMMER Advanced Management Program" richtet sich vorrangig an die mittlere Managementebene, die Werks- und Abteilungsleiter. Das "GRAMMER Basic Management Program" ist auf die Förderung und Entwicklung neu ernannter Führungskräfte zugeschnitten und wurde 2013/2014 erfolgreich pilotiert. Die Pilotprojekte für die Advanced- und Executive-Programme werden 2015/2016 ausgerollt. Alle drei Konzepte richten ihre Inhalte am Leitbild, an den Zielen und an der Strategie des Konzerns aus. Neben der Führungslaufbahn bietet GRAMMER auch eine Expertenlaufbahn an, um so hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und sie im Sinne des Unternehmens optimal einzusetzen.

Der Konzern ist ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in der Region und wird auch 2015 über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden. So zählt zum Beispiel am Standort Amberg die Ausbildung mit eigenem Ausbildungszentrum und Ausbildern zu den wesentlichen Punkten der Personalpolitik der GRAMMER AG. Die ausgebildeten Fachkräfte übernehmen wir, soweit es die Personalpolitik zulässt und ausreichender Bedarf besteht, in unser Unternehmen. Auch 2014 stellten wir in den verschiedensten Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir zahlreiche Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Rekrutierungsveranstaltungen im universitären Umfeld - dies auch im europäischen Ausland - sowie über eine Kooperation mit dem Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft. Ein Beispiel für unser erfolgreiches Engagement auf dem Hochschulsektor ist die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden (Ostbayerische Technische Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden).

Mitarbeiter nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

zum Stichtag 31. Dezember

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2014 2013 Veränderung
Automotive 6.761 6.101 10,8%
Seating Systems 3.679 3.729 -1,3%
Central Services 260 252 3,2%
Gesamt 10.700 10.082 6,1%

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand.

Im Aufsichtsrat erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Veränderungen. Mit Wirkung zum 31. Januar 2014 hat Frau Tanja Jacquemin, Vertreterin der Arbeitnehmer, ihren Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats erklärt. Frau Tanja Fondel hat als Vertreterin der Arbeitnehmer durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg zum 8. Februar 2014 ihre Nachfolge angetreten. Ebenso ist Herr Bernhard Hausmann, als Nachfolger von Herrn Martin Bodensteiner, der zum 21. Januar 2014 seinen Rücktritt erklärt hat, zum 8. Februar 2014 wieder in den Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter zurückgekehrt. Herr Anton Kohl ist zum 31. August 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, Herr Lars Schelenz wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg mit Wirkung zum 17. September 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Grundzüge des Vergütungssystems

Seit dem 1. August 2010 enthält die Vergütung der Vorstände nachfolgend beschriebene Elemente. Der Vorstand erhält eine erfolgsunabhängige (70 %) und eine erfolgsabhängige (30 %) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente besteht aus zwei Anteilen, einem kurz- und einem langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung, des GEVA, welcher sich als ROCE minus WACC errechnet. Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmenswerts grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Auf den Langfristbonus kann ein Abschlag geleistet werden, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtsratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde durch die Zustimmung zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2012 geändert und ist seit dem Geschäftsjahr 2012, wie im Nachfolgenden erläutert, geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O-Versicherung, Directors-and-Officers-Liability-Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird. Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung gibt es nicht und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.

Beschaffungsmanagement

Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dabei ist der Konzerneinkauf zentral in der GRAMMER AG angesiedelt. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil, um den Erfolg unserer Geschäftstätigkeiten nachhaltig zu sichern. Weiterhin gilt es für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette, weltweit die richtigen Lieferanten zu identifizieren. Zentrale Aufgaben des Einkaufs sind somit auch die Lieferantenentwicklung und der Projekteinkauf. So erschließt sich GRAMMER neue Marktpotenziale in den Emerging Markets und trägt damit dazu bei, dem Konzern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung von Einsparpotenzialen zu erhalten. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit durch die Nutzung von Skaleneffekten werden darüber hinaus weitere Optimierungen erreicht. Die Beschaffungsorganisation ist zentral nach Commodities organisiert, die weltweite Verantwortung haben. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den Ausbau der E-Sourcing-Plattform vor, die bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingesetzt wurde, zum anderen die Ausweitung der Beschaffung in den Schwellenländern, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" positive Wertbeiträge zu erzeugen. Die bereits 2013 aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren, wurden weiter fortgesetzt. Unser Lieferantenmanagement hilft uns bei der strategischen und kontinuierlichen Entwicklung unserer Lieferanten. Die qualifizierte Auswahl, Weiterbildung und laufende Bewertung sorgen dafür, dass die Potenziale und die Innovationskraft unserer Zulieferer gewinnbringend genutzt werden und eine solide Basis der Beschaffung in allen Regionen entsteht.

Produktion

Der GRAMMER Konzern produziert und vertreibt seine Produkte weltweit mit 37 Produktions- und Logistikstandorten in 20 Ländern. Strategische Zielsetzung im GRAMMER Konzern ist die kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der Kostenposition unserer Produkte mit Produktionsstandorten in Kundennähe. Der GRAMMER Konzern gewährleistet durch einheitlich definierte Standards mit globaler Gültigkeit, welche sich auf die Bereiche Fertigungsverfahren und -technologie, Anlagentechnik und Logistik beziehen, entlang der gesamten operativen Wertschöpfungskette eine gleichbleibend hohe Qualität der erzeugten Produkte und Leistungen unabhängig davon, wo diese Leistung erbracht wurde. Die definierten Produktionsmethoden und -systeme werden weltweit einheitlich angewendet und im Rahmen von institutionalisierten, kontinuierlichen Verbesserungsprozessen auch unter Zuhilfenahme von Benchmarks im "Best Practice"-Ansatz immer weiter optimiert. Mit dem GPS (GRAMMER Production System) koordiniert und steuert GRAMMER die Produktionsmethoden des Konzerns. Dadurch sind die operativen Einheiten in der Lage, jederzeit die erforderlichen Fertigungsprozesse bereitzustellen, um die Qualitätsanforderungen der Kunden zu erfüllen. Das GPS ist der strukturierte Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten des Konzerns im Sinne von Lean Manufacturing gestalten und prozessual führen. Damit können sowohl die stetig steigenden Anforderungen auf der Produktionsseite erfüllt als auch die damit verbundenen Kostenpositionen kontrolliert und optimiert werden. Zur weiteren Stärkung des "Lean Manufacturing"-Ansatzes hat der Konzern ein weltweites Trainingsprogramm etabliert, das jedes Werk, jede Einheit und Funktion einbezieht. Mit der Lean Academy und dem installierten kontinuierlichen Lernprozess setzen wir unsere Maßstäbe konsequent und nachhaltig um. Das Wachstum der vergangenen Jahre und der damit verbundene Ausbau unserer Produktionskapazitäten in China mit mittlerweile fünf Produktionsstandorten sowie die Erweiterungen in Mexiko, Brasilien, Tschechien und Serbien zeigen eindrucksvoll die starke Internationalisierung unserer Wertschöpfungskette.

Qualitätsmanagement

Eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und Leistungen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. GRAMMER hat seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm, GPQ (GRAMMER Produces Quality), etabliert, das sämtliche Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht und darauf ausgerichtet ist, systematisch permanente Qualitätsverbesserungen zu generieren. Diese werden mittels standardisierter Verfahren zeitnah global ausgerollt, um global ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu erzielen. Wesentliches Qualitätsziel ist es, eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung mit unseren innovativen Produkten zu erzielen. Interne Audits und Bewertungen, Benchmarks im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Getragen von dieser Philosophie und den hohen Ansprüchen der Kunden ist es erklärtes Ziel unserer Qualitätskultur, eine fortwährende Verbesserung von Produkten und Prozessen zu erreichen. Weiterbildung in Qualität und regelmäßiges Training für unsere Mitarbeiter sollen unser hohes Niveau stetig weiterentwickeln und sicherstellen, dass GRAMMER auch zukünftig als Qualitäts- und Innovationsführer im Markt wahrgenommen wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Qualitätspolitik ist die Produktsicherheit. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit der Endnutzer dienen, stellt die Produktsicherheit im gesamten Entstehungsprozess ein vorrangiges Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Ausgehend von der Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um, sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, die über diese Anforderungen hinausgehen, um unseren Zielen gerecht zu werden.

Vertrieb und Kundenmanagement

Der GRAMMER Konzern ordnet seine Geschäftsbereiche und den Vertrieb nach Produktgruppen. Damit stellen wir eine hohe Produktkompetenz sicher, die für eine optimale Betreuung der Kunden erforderlich ist. Die Kundenwünsche werden durch den Vertrieb erfasst und im Geschäftsbereich zielgerichtet umgesetzt. Unser Handeln orientiert sich dabei sehr nah an den Anforderungen der Kunden und Märkte. Eine darauf aufbauende nachhaltige Entwicklung der Kundenbeziehungen ist die Grundlage unseres langjährigen Erfolgs und Wachstums.

Prozessvorgaben wie das GRAMMER PDS (Product Development System) sind die Grundlage einer systematischen stabilen Produktentwicklung. Das Ziel ist hierbei, die Produkte für die Kunden in der spezifizierten Qualität zum geplanten Zeitpunkt und der gewünschten Menge zur Verfügung zu stellen. Das PDS fördert die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Suche nach innovativen Lösungen.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Sachverhalte für den Nachtragsbericht.

Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) ist in diesem Geschäftsbericht abgedruckt, dieser kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com eingesehen werden.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Der Anhang zum Jahresabschluss 2014 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG.

Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten. Auch bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 84 AktG) sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach § 179 AktG; in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt.

Es besteht eine bis zum 25. Mai 2016 befristete Ermächtigung, das Grundkapital der GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 14.777.182,72 EUR gegen Bar-/und oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Des Weiteren ist der Vorstand bis 27. Mai 2019 zur Begebung von Genussrechten mit oder ohne Options- oder Wandlungsrecht/-pflicht und/oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ermächtigt. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). GRAMMER hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Aktuell besteht eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken, die bis zum 27. Mai 2019 befristet ist.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten seit Januar 2013 eine Change-of-control-Klausel. Jeder Vorstand hat im Falle eines Kontrollwechsels innerhalb von drei Monaten ein Sonderkündigungsrecht. Wird das Sonderkündigungsrecht ausgeübt, besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung, die sich aus der Summe der bis zum Ende der Dienstlaufzeit nicht mehr zur Entstehung und Auszahlung gelangenden Festvergütung sowie 80 % des jeweils erreichbaren Höchstbetrages des Kurzfristbonus errechnet und maximiert ist auf 150 % des im Dienstvertrag vereinbarten Abfindungs-Caps von zwei Jahresgesamtvergütungen. Sonstige Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern im Falle eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Kreditvertrags mit einem Bankenkonsortium über Kreditfazilitäten von maximal 180 Mio. EUR, der im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Die Anzahl der inländischen Konzerngesellschaften hat sich, bedingt durch die Verschmelzung der GRAMMER Wackersdorf GmbH mit der GRAMMER AG auf zwei Gesellschaften neben der GRAMMER AG als Kreditnehmer, verringert. Entsprechende Klauseln sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen der GRAMMER AG über insgesamt 141,5 Mio. EUR vorgesehen. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann -einzeln oder gemeinsam - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns nicht mehr gesichert wäre.

Außerdem haben im Falle eines Kontrollwechsels auch ein Teil der Kunden sowie weitere Kooperationspartner das Recht, die vertraglichen Vereinbarungen mit GRAMMER vorzeitig zu kündigen.

Chancen- und Risikobericht

Risikopolitik und -grundsätze

Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die beherrscht werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:

Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan bzw. Ziel.
Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mögliche, mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene, bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite ausgehen sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, übernimmt der Konzern selbst. Der Konzern strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren.
In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben Risiken in ihrem Verantwortungsbereich so weit als möglich zu minimieren und zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden.

Risikomanagementprozess

Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risikomonitoring und -controlling. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche zu ungeplanten Ergebnisabweichungen führen können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Zu diesem Zweck wird mehrmals im Jahr ein Chancen- und Risikobericht erstellt. Die Meldungen ins Risikomanagementsystem werden unabhängig erhoben, sodass eine möglichst breite Erfassung gewährleistet ist und eine Beurteilung im Vier-Augen-Prinzip erfolgt.

Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral erfasst und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken verfolgt werden. Das Risikomanagement wird durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf den GRAMMER Konzern zugeordneten Clusterung, dem sog. Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.

Risiken

In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Als wesentlichen Aspekt des Risikomanagements versucht der Konzern, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der GRAMMER Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen sowohl an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen und wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf passen wir Produktion und Kapazitäten entsprechend an. Der GRAMMER Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden der veränderten Umsatzsituation frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken unter anderem in Preisdruck, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge in Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen und die Volatilität nimmt zu. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, welche durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den Märkten nimmt stetig zu, sodass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unser Geschäftsfeld geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch negativen Entwicklungen.

Im Zuge der Konsolidierung von Märkten und Marken entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können.

Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.

Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung unserer Kapazitäten und Fertigungsstrukturen entsteht mittelfristig das Risiko, dass durch die Zusammenlegung und Schließung von Standorten zunächst Belastungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen und es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommt oder ihr Nutzen geringer ausfallen könnte, als ursprünglich geplant und angenommen war.

Unser Handlungsfeld umfasst zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Mögliche Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da diese Risiken aus Marktreaktion, Integration von Mensch und Technologie sowie Produkten und Entwicklungen beinhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken auch hinsichtlich der Umsetzung und aus den bei solchen Transaktionen üblichen Akquisitions-, Integrations- und sonstigen Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Beschaffungsrisiken

Der GRAMMER Konzern ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für den GRAMMER Konzern relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einem engen Monitoring von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten.

Qualitätsrisiken

GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung der hohen internen Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass potenzielle Qualitätsrisiken auftreten, die aus der Entwicklung und Abstimmung mit dem Kunden resultieren und deswegen von GRAMMER zu vertreten sind. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen und -verflechtungen über Kontinente hinweg, die sich aufgrund unserer globalen Ausrichtung und Markttätigkeit zwangsläufig ergeben. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir im gesamten Konzern etabliert.

Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu minimieren, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch GRAMMER dar.

Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken schon allein aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und den im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken für den Konzern ausgesetzt. Der Konzern hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen tschechische Krone, US-Dollar, mexikanischer Peso, brasilianischer Real sowie chinesischer Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum, oder der Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken.

Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich der GRAMMER Konzern nicht vollständig entziehen und es können daraus Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auftreten. Der GRAMMER Konzern versucht Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln sowie den Einsatz von Derivaten zu minimieren. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden. Im Jahr 2014 wurde die erste Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass uns nun noch weitere fünf Jahre Laufzeit und eine weitere einjährige Verlängerungsoption zur Verfügung stehen. Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquidität wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen und somit eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement kontrolliert. Durch die im Markt befindlichen Unsicherheiten und Risiken im Zinssatz sowie durch Bilanzierungsänderungsvorgaben kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden, wobei dies sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten kann. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, versuchen wir, die erläuterten Risiken zu vermindern. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Rechtliche Risiken

Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. So genannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Durch die strikte Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften können sich Einschränkungen ergeben, die im Wettbewerbsumfeld zu Nachteilen führen können. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können.

Personalrisiken

GRAMMER ist als Entwicklungsspezialist und Innovationsführer auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass der Konzern in Zukunft nicht in jedem Land und Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden kann. Insbesondere in den Wachstumsmärkten China und NAFTA ist aufgrund des starken Wachstums mit einer erhöhten Fluktuation zu rechnen.

IT- und Informationsrisiken

Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER schützt sich durch geeignete Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe es ist, den Schutz sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft.

Ökologische Risiken

GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001. Das Managementsystem des GRAMMER Konzerns berücksichtigt alle Forderungen der ISO 14001. In diesem legen wir weltweit gültige Umweltstandards fest (z. B. Umweltprogramme und Umweltziele), die durch Umweltbeauftragte an den Standorten vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann es aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen.

Merkmale des internen Kontrollsystems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. verantwortlichen Abteilungen
Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Chancenmanagement

Innerhalb der GRAMMER Gruppe werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen für den GRAMMER Konzern mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Chancen werden dabei als positive Abweichung von einem unter Unsicherheit festgelegten Ziel definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen innerhalb der GRAMMER Gruppe auftreten.

Chancen

Marktchancen

Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für die GRAMMER Gruppe dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.

Weltweite Konjunktur - Aufgrund der globalen Präsenz des GRAMMER Konzerns bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Konjunktur zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage bieten.

Wachstum in China - In China streben wir die Auftragsgewinnung von weltweit tätigen OEMs an, die in diesem wachsenden Automobilmarkt aktiv sind. Darüber hinaus versuchen wir auch, neue Kundengruppen im lokalen Markt zu erschließen. Im Segment Seating Systems sind wir mit einer lokalen Fertigung im chinesischen Lkw-Markt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwarten bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Verglichen mit europäischen oder nordamerikanischen Standards ist der chinesische Markt bisher noch weniger für Produktmerkmale wie Ergonomie und Sicherheit sensibilisiert und bietet dementsprechend perspektivische Wachstumspotenziale. China ist bereits heute der weltgrößte Lkw-Markt und kann daher entsprechende Chancen für GRAMMER mit sich bringen.

Optimierung in Nordamerika - In Nordamerika bieten sich für GRAMMER Chancen in beiden Unternehmenssegmenten. Auch hier sind wir zunehmend Lieferant für lokale OEMs, daneben auch für unsere europäischen Partner im Premiumsegment. Durch die Eröffnung eines neuen Werkes im US-Bundesstaat Mississippi das gleichzeitig als US-Zentrale fungiert, werden wir in diesem wichtigen Markt unsere Präsenz optimieren.

Stabilisierung in Europa - Die Stabilisierung der Wirtschaft in Südeuropa kann ebenfalls Chancen für GRAMMER mit sich bringen, die Märkte in Zentral- und Nordeuropa haben bereits wieder den Wachstumspfad eingeschlagen. Sollte sich die Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen besser als von uns erwartet entwickeln, kann dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region positive Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage von GRAMMER haben.

Fokussierung auf das Premiumsegment - GRAMMER ist mit seinen innovativen und ansprechenden Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. GRAMMER ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.

Globale Megatrends - GRAMMER ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherer Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. GRAMMER strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Seating Systems ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern kann ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Segment Seating Systems führen, da landwirtschaftliche Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.

Strategische Chancen

Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.

Anorganisches Wachstum - Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Arrondierung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.

Effizienzmaßnahmen - Wir arbeiten permanent an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere Kosten weiter zu optimieren und somit unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seine Aufstellung hinsichtlich der Standorte.

Innovationen - Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Segmenten gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.

Beurteilung der Risiken und Chancen

Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichende Vorsorgen und Maßnahmen getroffen hat, den identifizierten Risiken zu begegnen. Die uns derzeit bekannten Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine für den Konzern bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der derzeit widersprüchlichen, volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur hat im Geschäftsjahr 2014 das Wachstum des GRAMMER Konzerns weiter unterstützt. Für den Fall, dass sich die globale Konjunktur auch in Zukunft verbessert, können sich daraus zusätzliche Chancen für die GRAMMER Gruppe ergeben.

Prognosebericht

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Die Weltwirtschaft dürfte 2015 etwas an Fahrt gewinnen. Dazu tragen die weiter sehr expansive Geldpolitik und damit niedrigen Zinsen in den großen Volkswirtschaften, geringere finanzpolitische Restriktionen in den meisten Industrieländern sowie der erheblich gesunkene Ölpreis bei. Belastend wirkt hingegen die Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern. Der IWF geht davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung um 3,5 % und damit um 0,2 Prozentpunkte stärker zulegen wird als im Vorjahr. Als treibende Kraft in der entwickelten Welt sieht der Währungsfonds die USA, deren Volkswirtschaft um 3,6 % vorankommen soll. Neben dem privaten Konsum, der vom besseren Arbeitsmarkt profitiert, sollen auch die Unternehmensinvestitionen an Fahrt gewinnen. Etwas weniger dynamisch dürften sich Großbritannien mit +2,7 % und Kanada mit +2,3 % zeigen. Das Schlusslicht unter den großen entwickelten Regionen dürfte einmal mehr der Euro-Raum bilden, der den Prognosen zufolge gerade einmal um 1,2 % zulegen soll. Einer dynamischeren konjunkturellen Erholung stehen insbesondere die hartnäckigen strukturellen Probleme in einem Teil des Währungsgebiets entgegen. Für Deutschland prognostiziert der IWF einen Zuwachs von 1,3 %.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer sollten von der lebhafteren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, wobei strukturelle Probleme aber auch dort eine Rückkehr zu höheren Expansionsraten verhindern. Der IWF geht von einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 4,3 % aus. Getragen wird die Entwicklung vor allem von Asien, speziell von Indien (+6,3 %) und China (+6,8 %). Dort dürfte sich der Trend der Wachstumsverlangsamung auch 2015 fortsetzen, weil die Führung in Peking die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Immobiliensektor und von den Schattenbanken verringern will. Als Bremser für die Schwellenländer dürfte sich Lateinamerika erweisen, wo die Wirtschaft um lediglich 1,3 % vorankommen soll. Ein niedrigeres Wachstum wird in Brasilien erwartet, wo die Wirtschaft um 0,3 % zulegen dürfte. Mit einer schweren Rezession und einer um 3 % rückläufigen wirtschaftlichen Aktivität rechnet der IWF für Russland.

Trotz positiver Grundtendenz bleibt die Weltwirtschaft anfällig für Störungen. Zu den größten Gefahren für die Weltkonjunktur zählen laut IWF die höhere Volatilität an den Finanz- und Rohstoffmärkten, Verluste durch den niedrigen Ölpreis für viele Öl-Exportnationen sowie das Risiko einer hartnäckigen Stagnation oder Deflation in Japan oder der Euro-Zone.

Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: IWF

Prognose Automotive

Pkw-Markt zieht moderat an

Der weltweite Pkw-Markt wird seinen Aufwärtstrend nach Einschätzung des Branchenverbands VDA trotz der internationalen Krisen auch 2015 fortsetzen. Bei den Neuzulassungen wird ein Plus von 2 % auf 77,3 Mio. Fahrzeuge erwartet, die Produktion soll um ebenfalls 2 % auf 76,9 Mio. Einheiten zunehmen. China dürfte mit Neuzulassungen von 19,5 Mio. Pkw (+6 %) Wachstumstreiber bleiben, aber auch in Indien (+5 % auf 2,7 Mio. Einheiten) sind überdurchschnittliche Zuwächse möglich. Für die USA erwartet der VDA eine Wachstumsabschwächung auf 2 %, was einem Marktvolumen von 16,7 Mio. Light Vehicles entspricht. In Brasilien wird mit Neuzulassungen auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet.

Auch für Westeuropa rechnet der Verband mit einem Plus von 2 % auf 12,3 Mio. Einheiten, wobei die Entwicklung in den einzelnen Ländern erneut stark divergieren wird. In Deutschland (+1 %) wird die gewünschte Dynamik wohl nicht auf den Markt zurückkehren. Gerade das schwache Privatkundengeschäft wird sich nicht so rasch beleben lassen - trotz der grundsätzlich stützenden Rahmenbedingungen. Auch Frankreich (+2 %) und Italien (+3 %) dürften nur moderat zulegen. Dagegen sollten die kleineren Märkte in Portugal (+12 %), Irland (+10 %) und Griechenland (+15 %) zweistellig wachsen. Extrem schwierig ist die Lage in Russland. Die dort erwartete Rezession dürfte die Zulassungszahlen um 20 % auf knapp 2 Mio. Fahrzeuge einbrechen lassen.

Beim Blick auf die Produktionszahlen fällt das erwartete scharfe Minus von 7 % in Japan auf 7,7 Mio. Einheiten auf. Größere Impulse dürften dagegen von Indien und China (jeweils +6 %) ausgehen. In den USA dürfte die Dynamik etwas nachlassen, so dass mit einer Produktion von 11,7 Mio. Light Vehicles (+3 %) zu rechnen ist. In Europa haben spanische und italienische Hersteller mit Produktionszuwächsen von jeweils 10 % die Nase vorne, in Deutschland wird die heimische Fertigung mit 5,7 Mio. Pkw (+2 %) nur leicht steigen.

Automobilabsatz in ausgewählten Ländern (in %)

1 inklusive Light Vehicles

Quelle: VDA

Prognose Seating Systems

Nutzfahrzeugmarkt erholt

Nach dem Rückgang in den vorangegangenen zwei Jahren erwartet der VDA für 2015 wieder einen leicht wachsenden Weltmarkt. Die Neuzulassungen über alle Größenklassen sollen um 3 % auf 10,1 Mio. Nutzfahrzeuge (inkl. Busse) anziehen. Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei den Neuzulassungen schwerer Lkw. In Brasilien dürften die Marktbedingungen schwierig bleiben und der Markt für mittelschwere und schwere Lkw um etwa 10 % zurückgehen. Der VDA rechnet mit einem Marktrückgang von 5 % in Brasilien. Optimistisch zeigt sich der VDA für die USA: Die gute Industriekonjunktur, eine lebhaftere Bautätigkeit und die gute gesamtwirtschaftliche Lage sollen den Markt für schwere Lkw um gut 10 % voranbringen. In China, dem weltweit größten Markt für Nutzfahrzeuge, wird ein Minus von 5 % bei schweren Lkw erwartet. In Westeuropa veranschlagt der VDA ein Plus von 2 % auf 233.000 schwere Lkw, wobei der Markt in Deutschland um 1 % zulegen dürfte. Zuwächse sind auch in Frankreich (+4 %), Italien (+1 %) und Spanien (+7 %) zu erwarten.

Nutzfahrzeugabsatz (Lkw über 6 t) in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: VDA

Landtechnikindustrie weiter rückläufig

Die 2014 begonnene Abschwungphase dürfte sich 2015 fortsetzen. Laut VDMA ist mit einem erneuten Rückgang der weltweiten Landtechnikproduktion auf 85 Mrd. EUR zu rechnen. Das entspricht einem Minus von rund 6 %. Sinkende Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse trüben die Stimmung in der Branche. In Europa dürften die Umsätze mit Landtechnik laut CEMA um 5 bis 10 % sinken. Für die deutsche Landtechnikindustrie erwartet der VDMA einen Rückgang von 7 %. Zyklische Faktoren nach dem Boom der Jahre 2011 bis 2013, rückläufige Rohstoffpreise für Agrarprodukte und neue Beihilferegelungen in der EU werden die Nachfrage dämpfen. Auf mittlere Sicht bleibt der globale Bedarf an modernen Maschinen hoch, was dem Landtechnikmarkt abhängig von den Finanzierungsmöglichkeiten ein entsprechendes Potenzial verleiht, vor allem in den Schwellenländern. Wichtige Einflussfaktoren sind die steigende Nachfrage bzw. Knappheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung, des höheren Lebensstandards und veränderter Konsumgewohnheiten in großen Schwellenländern sowie der Ausbau des Segments Bioenergie. Dies erhöht dem VDMA zufolge den Mechanisierungsdruck in der Landwirtschaft.

Bauwirtschaft stagniert

Der VDMA geht davon aus, dass die Umsätze in der weltweiten Baubranche 2015 stagnieren, räumt aber ein, dass die Unsicherheit nach wie vor groß sei. In Europa seien spürbare Verbesserungen, sowohl im Wohnungs-, Wirtschafts- und Tiefbau zu erwarten. Das Geschäftsklima europäischer Hersteller bewegte sich zuletzt seitwärts, der Markt dürfte um gut 2 % zulegen. Gute Perspektiven bescheinigt der Verband zudem Nordamerika. Dagegen bleibt Lateinamerika unverändert schwach, und auch die Rückgänge in China seien noch nicht ausgestanden. Der indische Markt könnte dieses Jahr wieder wachsen.

Flurförderzeughandel

Der Markt für Flurförderzeuge dürfte auch im Jahr 2015 weiter expandieren. In Europa und insbesondere Westeuropa wird eine weiterhin positivere Entwicklung erwartet. Ebenso dürfte der Flurförderzeugmarkt in Asien und Nordamerika weiter zulegen. Allerdings ist in allen Märkten mit einer geringeren Dynamik als noch im Jahr 2014 zu rechnen.

Bahnindustrie vor Umsatzrückgang

Stark rückläufige Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2014 werden sich mit Verzögerung in sinkenden Erlösen niederschlagen. Das Bestellvolumen in der Bahnindustrie brach um 37 % auf nur noch 5,6 Mrd. EUR ein und bewegt sich damit auf dem moderaten Niveau des Jahres 2012. Der zugängliche Weltmarkt im Segment Bahnfahrzeuge, der laut Verband der Bahnindustrie im Jahr 2014 ein Volumen von rund 45 Mrd. EUR erreichte, dürfte bis 2017 um jährlich 2,3 % zulegen.

Prognosebericht GRAMMER Konzern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der GRAMMER Konzern das Geschäftsvolumen abermals deutlich steigern und dabei trotz hoher Vorleistungen ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwirtschaften. Wesentlicher Treiber des Wachstums war der Automotive-Bereich, welcher zugleich aufgrund der Vielzahl an Neuanläufen und der laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte im Berichtsjahr erhebliche Ergebnisbelastungen aufwies. Demgegenüber stieg der Umsatz des Bereiches Seating Systems im Berichtszeitraum, vor allem bedingt durch die Marktschwäche in der Landtechnikindustrie sowie im brasilianischen Lkw-Markt, nur leicht an. Die Marge des Segments war aufgrund dieser Marktentwicklungen leicht rückläufig. Für die nachfolgende Prognose des GRAMMER Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen der allgemeinen Weltwirtschaftsentwicklung sowie den Marktprognosen für die Bereiche Automotive und Seating Systems aus.

Der Konzern ist dabei Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Brasilien, China, Mexiko, Tschechien und den USA. Durch die fortlaufende Lokalisierung unserer Fertigungen haben wir zwar die natürliche Absicherung dieser Risiken weltweit verbessert, signifikante Wechselkursänderungen zwischen den relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen. Darüber hinaus beeinflussen die Produktionskostenentwicklungen an unseren Standorten - insbesondere in Deutschland - sowie die Preisentwicklungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte den GRAMMER Konzern.

Die Entwicklung im Bereich Automotive wird auch in 2015 durch zahlreiche Produktneuanläufe und Projekte geprägt sein. Auf der Projektseite werden weiterhin umfassend über alle Produktgruppen hinweg in sämtlichen Regionen weltweit neue Aufträge akquiriert, die das zukünftige Wachstum sichern werden. Vor dem Hintergrund der Produktlebenszyklen unseres Auftragsbestandes sowie der positiven Marktprognosen erwarten wir für 2015 eine anhaltend positive Umsatzentwicklung. Dieser Bereich hängt jedoch in hohem Maß von der Absatzentwicklung der Premiumhersteller ab und würde sich einem Sog schwächerer Märkte nicht entziehen können.

Der Bereich Seating Systems hat nach wie vor in unseren etablierten Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen. Im Bereich Seating Systems wird die Umsatzdynamik in 2015 nach stetig positiven Wachstumsraten in den letzten Jahren aufgrund der erwarteten Marktentwicklungen nachlassen. Speziell in den Offroad-Märkten, bedingt durch das schwache Umfeld in der Landtechnikindustrie, wird mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage gerechnet. Im Geschäftsfeld Lkw gehen wir derzeit nicht von einer nachhaltigen Erholung des brasilianischen Marktes aus. In diesem Marktumfeld erwarten wir für 2015 daher keine nennenswerte Ausweitung des Geschäftsvolumens im Bereich Seating Systems und gehen von einem gegenüber 2014 stabilen Umsatzniveau aus.

Angesichts der insgesamt guten Auftragslage im GRAMMER Konzern und zusätzlicher Kundenprojekte im Automotive-Segment wird unter der Voraussetzung von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr von einem weiteren Umsatzwachstum ausgegangen. Darüber hinaus werden die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete 2015 unvermindert fortgesetzt, um die Profitabilität in beiden operativen Segmenten nachhaltig zu steigern. Das laufende Jahr wird noch durch eine Vielzahl von Neuanläufen sowie durch die noch laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte geprägt sein, was insbesondere im ersten Halbjahr zu weiteren Belastungen auf der Kostenseite führen wird.

Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem weiterhin herausfordernden konjunkturellen Umfeld aus, welches sich in den für uns relevanten Märkten uneinheitlich entwickeln wird. Dabei erwarten wir für den Pkw-Bereich eine weltweit leicht positive Marktentwicklung, eine anhaltende Abschwächung im Markt für Landmaschinen sowie eine unsichere Entwicklung im brasilianischen Lkw-Markt. Unter Berücksichtigung der derzeitigen konjunkturellen Situation beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2015 insgesamt verhalten positiv.

Beim Umsatz erwarten wir eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf über 1,4 Mrd. EUR. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wird einerseits geprägt sein von weiteren Kostenbelastungen der noch nicht abgeschlossenen Erweiterungs- und Optimierungsprojekte sowie der Marktabschwächung in einzelnen Geschäftsfeldern des Segments Seating Systems. Demgegenüber sehen wir für den Bereich Automotive einen positiven Ergebnisbeitrag durch das höhere Geschäftsvolumen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für den GRAMMER Konzern im Geschäftsjahr 2015 wiederum ein deutlich positives EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des erwarteten Umsatzwachstums kann daher eine leicht rückläufige Entwicklung der operativen Marge nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Diese Einschätzung beruht auf den oben erläuterten Prognosen zur globalen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie unserer Hauptabsatzmärkte. Sollten sich diese wirtschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen verschlechtern, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von GRAMMER haben. Demgegenüber könnte insbesondere eine Erholung der Märkte für Landtechnik und eine Stabilisierung des brasilianischen Lkw-Marktes die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen. Ferner kann die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns allgemein auch aufgrund der im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken von der Prognose abweichen. Für das Folgejahr erwarten wir bei stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.

Der Lagebericht der GRAMMER AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im GRAMMER Geschäftsbericht 2014 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht Zusammengefasste Lagebericht der GRAMMER AG für das Geschäftsjahr werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

GRAMMER AG (Erläuterungen auf Basis HGB)

Im Gegensatz zu dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss wird der Jahresabschluss der GRAMMER AG nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Geschäftsmodell und Unternehmenssegmente

Die GRAMMER AG ist die Muttergesellschaft des global agierenden GRAMMER Konzerns. Als operative Holdinggesellschaft sind in der GRAMMER AG der Vorstand sowie die zentralen Leitungsfunktionen des Konzerns angesiedelt. Darüber hinaus werden hier große Teile der Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie die zentrale Steuerung des Vertriebs erbracht. Als spezialisierter Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit vertreten. Die GRAMMER AG hält direkt und indirekt Anteile an 31 Tochterunternehmen und zwei Beteiligungen weltweit. Die Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft ist somit sehr eng mit der Entwicklung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen verbunden.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der GRAMMER AG entsprechen im Wesentlichen denen des GRAMMER Konzerns. Diese werden im entsprechenden Abschnitt des Zusammengefassten Konzernlageberichts der GRAMMER AG ausführlich erläutert.

Ertragslage der GRAMMER AG

Im Berichtsjahr erzielte die GRAMMER AG einen Jahresüberschuss von 31,0 Mio. EUR (Vj. 11,2).

Die Rendite nach Steuern bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 5,2 % (Vj. 2,0).

Das Ergebnis wird insbesondere durch die Gewinnabführung der deutschen Tochtergesellschaften geprägt.

Ertragslage der GRAMMER AG

GRAMMER Aktiengesellschaft Gewinn- und Verlustrechnung1 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31, Dezember TEUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 568.047 532.235 35.812
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14.809 17.861 -3.052
Andere aktivierte Eigenleistungen 1 17 132 -15
Sonstige betriebliche Erträge 9.540 4.840 4.700
Gesamtleistung 592.513 555.068 37.445
Materialaufwand 437.01 8 413.461 23.557
Personalaufwand 79.491 74.892 4.599
Abschreibungen 8.845 10.916 -2.071
Sonstige betriebliche Aufwendungen 56.452 53.606 2.846
Finanzergebnis (Ertrag) 24.242 10.746 13.496
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.949 12.939 22.010
Außerordentliches Ergebnis 19 0 19
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.891 1.624 2.267
Sonstige Steuern 85 91 -6
Jahresüberschuss 30.992 11.224 19.768
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.152 9.829 -1.677
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -15.496 -5.612 -9.884
Bilanzgewinn 23.648 15.441 8.207

1 Abschluss nach HGB

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2014 stiegen die Gesamtumsätze der GRAMMER AG von 532,2 Mio. EUR auf 568,0 Mio. EUR an. Im Vergleich zum Vorjahr war damit ein deutliches Umsatzwachstum von 6,7 % zu verzeichnen. Mit 297,3 Mio. EUR (Vj. 291,4) stieg der Inlandsumsatz leicht an und erreichte einen Anteil von 52,3 % (Vj. 54,8) am Gesamtumsatz, damit wird weiterhin mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes in Deutschland generiert. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultierte vorwiegend aus einem weiteren Zuwachs im Auslandsgeschäft von 240,8 Mio. EUR auf 270,7 Mio. EUR. Dabei stiegen die Umsätze innerhalb der Europäischen Union von 169,8 Mio. EUR auf 186,3 Mio. EUR und die Exportumsätze außerhalb der Europäischen Union von 71,0 Mio. EUR auf 84,4 Mio. EUR.

Diese Entwicklung unterstreicht die weiterhin hohen Potenziale dieser Märkte für das zukünftige Wachstum der GRAMMER AG.

Aufwendungen

Die Materialaufwendungen der GRAMMER AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf 437,0 Mio. EUR (Vj. 413,5). In Bezug auf die Gesamtleistung verringerte sich die Materialquote von 74,5 % im Vorjahr auf 73,8 %. Da die GRAMMER AG ausschließlich Handelswaren vertreibt, ist die Materialquote entsprechend hoch, bietet aber dennoch eine für die Branche ansprechende Marge, da die GRAMMER AG lediglich die Aufgaben der operativen Konzernholding wahrnimmt und als Konzernhandelshaus fungiert.

Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2014 auf 79,5 Mio. EUR (Vj. 74,9) zu. In Bezug auf die Gesamtleistung bedeutete dies eine unwesentliche Verminderung um 0,1 Prozentpunkte. Ein moderater Personalaufbau, begründet durch das aktuelle und zukünftige Wachstum, und die ab dem 1. Mai 2014 wirksame Tariferhöhung von 2,2 %, sind die wesentlichen Ursachen der absolut gestiegenen Personalaufwendungen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 8,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 10,9 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 56,5 Mio. EUR (Vj. 53,6). Die Steigerung von 2,9 Mio. EUR begründete sich vor allem mit gestiegenen Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und der damit verstärkten Investition in zukunftsorientierte Projekte. In Bezug auf die Gesamtleistung nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Prozentpunkte von 9,7 % auf 9,5 % ab.

Finanzergebnis

Der Zinsaufwand sank im Vorjahresvergleich von 13,1 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die nach der im Jahr 2013 durchgeführten Refinanzierung günstigeren Zinskonditionen für die Finanzverbindlichkeiten. Dieser Effekt kompensierte die erhöhten Zinsaufwendungen aus der Zuführung in die Pensionsrückstellungen, welche nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Finanzergebnis auszuweisen sind. Als Rechnungszins bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden 4,54 % zu Grunde gelegt. Diese Berechnung basiert auf einer qualifizierten Hochrechnung für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB liegt bei 4,53 % p. a. und weicht damit nur unwesentlich von dieser Hochrechnung ab.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge inklusive der Erträge aus Ausleihungen fielen im Berichtszeitraum von 4,3 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR. Diese Position wird wesentlich von den Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen beeinflusst, da die GRAMMER AG auch die Finanzierungsfunktion innerhalb des Konzernverbundes steuert und übernimmt. Der Rückgang der Zinserträge ist auf das niedrigere Zinsniveau zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen resultierten aus Ausschüttungen von Tochterunternehmen und lagen mit 10,7 Mio. EUR über denen des Vorjahres (Vj. 6,5). Im Geschäftsjahr 2014 wurden Dividenden von den Tochtergesellschaften in Brasilien, Polen, Slowenien und Spanien vereinnahmt.

Der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften zeigt 2014 einen Überschuss von 22,9 Mio. EUR (Vj. 14,1) und damit eine deutlich positive Entwicklung. Aufgrund von Währungsschwankungen bei den ausgegebenen Intercompany-Darlehen sank die Position der Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund nicht realisierter Kursverluste im Vorjahresvergleich von 1,0 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR.

In Summe stieg das positive Finanzergebnis, getrieben durch die Ergebnisabführungen der inländischen Tochtergesellschaften, von 10,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 auf nunmehr 24,2 Mio. EUR an.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stiegen im Jahresvergleich von 1,6 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR an. Trotz der weiterhin bestehenden Verlustvorträge ergab sich im Jahr 2014 aufgrund der Vorschriften zur Mindestbesteuerung in Verbindung mit der guten Ertragslage somit wieder ein Steueraufwand.

Finanzlage

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 156,5 Mio. EUR, der Barmittelbestand 29,8 Mio. EUR. Die Kennzahl Nettoverschuldung, eine zentrale Steuerungsgröße, die sich in der Differenz der Bankverbindlichkeiten mit den Bankguthaben wider spiegelt, belief sich zum Geschäftsjahresende 2014 auf 126,7 Mio. EUR (Vj. 119,0). Da die GRAMMER AG als Finanzierungspartner der Tochterunternehmen agiert und ihrerseits Darlehen an die Tochtergesellschaften in Höhe von rund 62,7 Mio. EUR vergeben hat, ist die effektive Verschuldung der GRAMMER AG unter Berücksichtigung der an die Tochtergesellschaften weitergereichten Darlehen deutlich geringer, als es die Finanzverbindlichkeiten vermitteln. Insgesamt sind für die langfristige Wachstumsstrategie der GRAMMER AG ausreichend finanzielle Mittel verfügbar.

Vermögenslage

Vermögenslage

GRAMMER Aktiengesellschaft Bilanz1 zum 31. Dezember

AKTIVA TEUR

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2014 2013 Veränderung
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.515 5.891 5.624
II. Sachanlagen 25.964 31.590 -5.626
III. Finanzanlagen 182.697 181.843 854
220.176 219.324 852
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 79.103 59.276 19.827
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 171.781 141.346 30.435
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 29.833 54.743 -24.910
280.717 255.365 25.352
C. Rechnungsabgrenzungsposten 291 200 91
Bilanzsumme 501.184 474.889 26.295
PASSIVA TEUR
2014 2013 Veränderung
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.555 29.555 0
Eigene Anteile -845 -845 0
II. Kapitalrücklage 74.651 74.651 0
III. Gewinnrücklagen 29.069 13.573 15.496
IV. Bilanzgewinn 23.648 15.441 8.207
156.078 132.375 23.703
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 60.142 55.796 4.346
2. Steuerrückstellungen 3.2 34 1.001 2.233
3. Sonstige Rückstellungen 27.064 20.382 6.682
90.440 77.179 13.261
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.500 173.723 -17.223
2. Erhaltene Anzahlungen 3.216 2.310 906
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.455 19.440 3.015
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.088 59.975 5.1 13
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 39 5
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.363 9.848 -2.485
254.666 265.335 -10.669
Bilanzsumme 501.184 474.889 26.295

1 Abschluss nach HGB

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,5 %. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 belief sich die Bilanzsumme der GRAMMER AG auf 501,2 Mio. EUR (Vj. 474,9).

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen belief sich zum Stichtag auf 220,2 Mio. EUR (Vj. 219,3), was einen Zuwachs von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich durch den Erwerb von Lizenzen und Rechten auf 11,5 Mio. EUR (Vj. 5,9). Die Sachanlagen verringerten sich auf 26,0 Mio. EUR (Vj. 31,6), was vor allem auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen ist. Die Finanzanlagen verblieben mit 182,7 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau (Vj. 181,8).

Umlaufvermögen

Verglichen mit dem Vorjahresstichtag ist das Umlaufvermögen um 9,9 % auf 280,7 Mio. EUR (Vj. 255,4) angewachsen. Die Vorräte lagen mit 79,1 Mio. EUR (Vj. 59,3), bedingt durch die Zunahme der unfertigen Leistungen an Entwicklungsprojekten, deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 30,5 Mio. EUR auf 171,8 Mio. EUR (Vj. 141,3) ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, unter anderem aus Cashpooling-Forderungen, beeinflusst. Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,2) in etwa auf Vorjahresniveau. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind gegenüber dem Vorjahr um 24,9 Mio. EUR auf 29,8 Mio. EUR zurückgegangen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2014 stieg das Eigenkapital der GRAMMER AG durch die weiterhin positive Ergebnisentwicklung auf 156,1 Mio. EUR (Vj. 132,4) an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 31,1 % (Vj. 27,9).

Rückstellungen

Die Rückstellungen wiesen zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 90,4 Mio. EUR (Vj. 77,2) auf. Davon entfiel mit 60,1 Mio. EUR (Vj. 55,8) der Hauptanteil auf Rückstellungen für Pensionen. Der Anstieg dieser Position ist durch die erforderlichen Zuführungen nach dem versicherungsmathematischen Gutachten bestimmt, bei dem der Abzinsungsfaktor eine wesentliche Rolle spielt. Da die GRAMMER AG von dem Ansammlungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB keinen Gebrauch gemacht und dementsprechend den Gesamtaufwand aus der Bewertungsänderung durch das BilMoG bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig ergebniswirksam gezeigt hat, werden sich daraus keine weiteren Auswirkungen auf die Jahresergebnisse der folgenden Geschäftsjahre ergeben. Mit der Entscheidung vom 15. Mai 2012 (3 AZR 11/10) hatte das Bundesarbeitsgericht festgestellt, dass in Versorgungsordnungen, die vor dem Inkrafttreten des RVAltGrAnpG am 1. Januar 2008 entstanden sind, mit der ursprünglichen vertraglichen Altersgrenze von 65 Jahren regelmäßig auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 67 Jahren Bezug genommen wird. Die Entscheidungsgrundsätze des Urteils wurden im Rahmen des versicherungsmathematischen Gutachtens bereits im Jahr 2013 berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 2,2 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR. Der Anstieg ergibt sich trotz der bestehenden Verlustvorträge aufgrund der Vorschriften zur Mindestbesteuerung.

Die Sonstigen Rückstellungen nahmen im Vorjahresvergleich von 20,4 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR zu. Begründet ist dies vor allem durch erhöhte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Insgesamt verringerten sich die Verbindlichkeiten der GRAMMER AG im Berichtsjahr auf 254,7 Mio. EUR (Vj. 265,3). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen um 17,2 Mio. EUR auf 156,5 Mio. EUR ab (Vj. 173,7). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen mit 65,1 Mio. EUR (Vj. 60,0) hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche größtenteils aus Warenlieferungen resultierten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,5 Mio. EUR (Vj. 19,4) sowie die erhaltenen Anzahlungen von 3,2 Mio. EUR (Vj. 2,3) lagen leicht über dem Vorjahreswert. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,4 Mio. EUR (Vj. 9,8) verringerten sich im Jahresvergleich.

Dividendenvorschlag

Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG insgesamt 15,5 Mio. EUR in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,75 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 15,2 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.

Mitarbeiter

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl an. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren innerhalb der GRAMMER AG 877 Mitarbeiter (Vj. 856) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 873 Mitarbeiter (Vj. 832) im Unternehmen tätig.

Nachtragsbericht

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Sachverhalte für den Nachtragsbericht.

Risiko- und Chancenbericht

Die GRAMMER AG unterliegt in ihrer Geschäftsentwicklung im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die gesamte GRAMMER Gruppe, die im Abschnitt Chancen- und Risikobericht zu finden sind. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die GRAMMER AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen in diesem Zusammenhang sind dem Zusammengefassten Konzernlagebericht zu entnehmen.

Die GRAMMER AG als Mutterunternehmen des GRAMMER Konzerns ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Informationen hierzu sind im Abschnitt Chancen- und Risikobericht zu finden.

Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die GRAMMER AG ist ebenfalls im oben genannten Abschnitt zu finden.

Ausblick

Die Erwartungen für die GRAMMER AG spiegeln sich aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit den übrigen Konzerngesellschaften und ihres Gewichts in der Konzerngruppe im Prognosebericht des Konzerns wider. Die für den Konzern getroffenen Aussagen zur Marktentwicklung spiegeln sich im Wesentlichen auch in der Geschäftsentwicklung der GRAMMER AG wider.

Insofern geht die GRAMMER AG für das laufende Geschäftsjahr entsprechend den aktuellen Planungen von leicht steigenden Umsätzen aus, welche von der moderaten wirtschaftlichen Erholung im Euro-Raum geprägt sein werden. Sollten die prognostizierten Rückgänge in der Landtechnikindustrie höher als erwartet ausfallen und die positiven Signale im Nutzfahrzeugmarkt eine geringere Auswirkung als erwartet erzielen, könnte dies die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der GRAMMER AG jedoch merklich belasten. Als Organträger innerhalb des inländischen Organkreises sowie als Muttergesellschaft des Konzerns ist die Ergebnisentwicklung in hohem Maße von dem Finanzergebnis und hier insbesondere von den Ergebnissen der Organgesellschaften sowie den Gewinnausschüttungen der übrigen Tochterunternehmen beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir für die GRAMMER AG ein operatives Ergebnis vor Gewinnausschüttungen, Zinsen und Steuern auf Vorjahresniveau.

Amberg, 5. März 2015

GRAMMER AG

Der Vorstand

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Amberg, 19. März 2015

GRAMMER AG

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Dabei arbeiteten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen und standen in regem Austausch miteinander. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich über alle relevanten Vorgänge im Unternehmen sowie über die wichtigen Unternehmenskennzahlen informiert. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, wie strategische Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements, haben Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld eingehend erörtert.

Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden mehrmals monatlich in intensivem persönlichen und telefonischen Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

In den vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens befasst. Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Situation und Liquiditätsentwicklung der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen und zustimmungspflichtige Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2014 vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie sieben Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse statt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes bestanden im Berichtszeitraum nicht.

In der ersten Sitzung am 27. März 2014 stand die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts im Mittelpunkt der Beratungen. In Anwesenheit des Abschlussprüfers, stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Mit dem zusammengefassten Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt.

Außerdem stimmte der Aufsichtsrat den Tagesordnungspunkten für die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG am 28. Mai 2014 zu. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,65 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen. An der Aufsichtsratssitzung nahm zudem ein externer Vergütungsexperte teil. Dieser war im Berichtsjahr beauftragt, das Vergütungssystem des Vorstands bei GRAMMER zu überprüfen. Der Vergütungsexperte ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Vergütungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Des Weiteren wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung zum Thema IT-Sicherheit in der GRAMMER Gruppe informiert.

In der zweiten Sitzung am 27. Mai 2014 galt das Augenmerk der Mitglieder der Vorbereitung der Hauptversammlung, die am folgenden Tag stattfand. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat zudem die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Auch befasste sich der Aufsichtsrat mit der angestrebten Verbesserung bei der Rekrutierung von Führungskräften aus den eigenen Reihen. Das Gremium vereinbarte, sich künftig mindestens einmal im Jahr mit dieser Zielsetzung näher zu befassen. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Themenschwerpunkte im Bereich "Corporate Social Responsibility". Hierbei soll künftig das Augenmerk verstärkt auf die Themen Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft und Ökonomie gelegt werden.

In der dritten Aufsichtsratssitzung am 7. Oktober 2014 standen die Fortschritte bei der Umsetzung der im Geschäftsjahr 2013 verabschiedeten mittelfristigen Strategie bis 2019 im Mittelpunkt der Erörterungen. Gegenstand weiterer Beratungen war die durch den Vorstand geplante Erhöhung des Anteils des GRAMMER Konzerns an dem Joint Venture GRAMMER Seating Jiangsu Co. Ltd. sowie die geplante Übernahme der Anteile an der GRAMMER Argentina S.A. durch die GRAMMER AG selbst. Diese Anteile wurden zuvor von der Tochtergesellschaft GRAMMER do Brasil gehalten.

In der vierten und letzten ordentlichen Sitzung am 9. Dezember 2014 diskutierte und genehmigte das Gremium das Budget 2015. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat umfassend mit der Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014. Er billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Gegenstand der Beratungen waren zudem der aktuelle Stand der geplanten Erhöhung der Anteile bei dem Joint Venture GRAMMER Seating Jiangsu Co. Ltd. Darüber hinaus wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Investor-Relations-Aktivitäten im Jahr 2014 informiert. Weiterer Gegenstand der Erörterungen war das Vorgehen bezüglich der in 2015 anstehenden Aufsichtsratswahlen, da Herr Georg Liebler aus Altersgründen aus dem Gremium ausscheiden wird.

Umlaufbeschlüsse des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG fünf Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens gefasst, der Ständige Ausschuss zwei Beschlüsse. In der Sitzung am 10. Dezember 2013 wurde die Überarbeitung der Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat besprochen; am 29. Januar 2014 verabschiedete der Aufsichtsrat im Wege des Umlaufbeschlusses die überarbeiteten Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat, die am 1. Februar 2014 in Kraft getreten sind. Gegenstand eines Umlaufbeschlusses vom 11. März 2014 war die notwendig gewordene Nachbesetzung im Prüfungsausschuss, nachdem das Ausschussmitglied Frau Jacquemin aus dem Aufsichtsrat und damit auch dem Prüfungsausschuss ausgeschieden war. Der Aufsichtsrat wählte den Arbeitnehmervertreter Herrn Harald Jung zum neuen Mitglied in den Prüfungsausschuss. Am 17. April 2014 stimmte der Aufsichtsrat im Wege eines Umlaufbeschlusses der Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Italien zu. Im August 2014 fanden zwei weitere Umlaufbeschlüsse statt. Zum einen musste der von der Hauptversammlung im Mai 2014 neu erteilten Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien Rechnung getragen werden, da für den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien ein Aufsichtsratsbeschluss erforderlich ist. Dieser lag für die alte Ermächtigung bereits vor und wurde für die neue Ermächtigung im Wege eines Umlaufbeschlusses erneuert. In einem weiteren Umlaufbeschluss stimmte der Aufsichtsrat einer Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft GRAMMER CZ s.r.o. in Höhe von 9 Mio. EUR (rd. 247 Mio. CZK) zu.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr vier Ausschüsse gebildet, die sich wie folgt zusammensetzen:

Strategieausschuss

Georg Liebler

Horst Ott

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Wolfgang Rösl

Ständiger Ausschuss

Georg Liebler

Horst Ott

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Wolfgang Rösl

Prüfungsausschuss

Wolfram Hatz (Vorsitzender)

Tanja Jacquemin (bis 31. Januar 2014)

Harald Jung (ab 11. März 2014)

Wolfgang Rösl

Dr. Bernhard Wankerl

Nominierungsausschuss

Wolfram Hatz

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Dr. Bernhard Wankerl

Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Er beobachtet die Fortschritte, bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie vor und gibt dem Gremium Beschlussempfehlungen. Der Ausschuss hat im Berichtsjahr 2014 zweimal getagt. Auf seiner ersten Sitzung am 17. Februar 2014 stand die Aktualisierung der in der Sitzung vom 24. September 2013 verabschiedeten Strategie im Mittelpunkt der Erörterungen. Die Mitglieder setzten sich intensiv mit der regionalen Aufstellung von GRAMMER und den erwarteten Wachstumstrends in den jeweiligen Regionen auseinander. Außerdem wurde überprüft, inwieweit die Produkt- und Technologieentwicklung den strategischen Vorgaben entspricht. Die zweite Sitzung am 7. August 2014 diente dazu, die Sitzung des Aufsichtsrats der GRAMMER AG am 7. Oktober 2014 vorzubereiten. Der Vorstand stellte den Mitgliedern die Strategie für die Jahre 2014 bis 2019 vor. Die Ausschussmitglieder erarbeiteten auf dieser Grundlage eine Beschlussempfehlung für den Aufsichtsrat.

Der Ständige Ausschuss des Aufsichtsrats nimmt neben seinen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz auch Aufgaben im Zusammenhang mit Vorstandsangelegenheiten wahr. Er bereitet Personalentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats vor und handelt Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern aus. Im Berichtsjahr hat der Ständige Ausschuss eine Sitzung am 8. Dezember 2014 zum Thema betriebliche Altersversorgung abgehalten. Dazu stellte ein externer Vergütungsexperte ein Gutachten vor. Die Ausschussmitglieder diskutierten den Vorschlag des Vergütungsexperten, die Pensionsverträge für den Vorstand der GRAMMER AG neu zu gestalten. Ziel der Sitzung war es, den Ständigen Ausschuss über die neueste Entwicklung auf dem Laufenden zu halten und das weitere Vorgehen abzustimmen, um dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Gestaltung der Pensionsverträge unterbreiten zu können.

In zwei Umlaufbeschlüssen befasste sich der Ständige Ausschuss mit der Genehmigung von Nebentätigkeiten des Vorstands. Die Kompetenz hierfür wurde nach der neuen Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auf den Ständigen Ausschuss übertragen. Am 21. Februar 2014 genehmigte das Gremium Herrn Walprecht eine Beiratsfunktion im Studienprogramm Internationales Projektmanagement (MBA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtigen-Geislingen (Baden-Württemberg). Am 13. Juni 2014 erfolgte die Zustimmung für Herrn Hartmut Müller, ein Aufsichtsratsmandat bei der Wieland-Werke AG, Ulm, zu übernehmen.

Der Prüfungsausschuss bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Rechnungslegung vor und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des Internen Revisionssystems. Er befasst sich mit Fragen der Compliance und beauftragt den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss trat 2014 viermal zusammen. In der ersten Sitzung am 27. März 2014 stand die Diskussion des Einzel- und Konzernabschlusses 2013 im Mittelpunkt der Erörterungen. Anwesend waren auch die Abschlussprüfer von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt worden war. Als weitere Themen wurden der Risikobericht und der Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2014 behandelt. Zudem wurde die Personalsituation im Konzernrechnungswesen erörtert.

Anlass der zweiten Sitzung am 30. April 2014 war die Prüfung des Quartalsberichts zum 31. März 2014. Zudem bereiteten die Mitglieder die Effizienzprüfung seiner Ausschusstätigkeit vor. Zur Diskussion stand zudem die Systematik der Konzernrevision. Es wurden Fragen der Aufbauorganisation, der Aufgaben, der Prüffelder und der Prüfungsplanung, der Prüfungsgrundlagen sowie der Standards erörtert.

In seiner dritten Sitzung am 1. August 2014 befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Halbjahreszahlen des GRAMMER Konzerns zum 30. Juni 2014 und mit dem Risikobericht. Zudem wurde die Systematik der Kapitalflussrechnung erörtert. Weitere Diskussionen betrafen die Tätigkeit des Abschlussprüfers. Nachdem die Mitglieder die Prüfungsschwerpunkte, den Terminplan, die Kosten sowie die Vertragsgestaltung mit der Prüfungsgesellschaft erörtert und beschlossen hatten, wurde Herr Hatz damit beauftragt, den Beschluss umzusetzen.

In der vierten und letzten Sitzung am 7. November 2014 behandelte das Gremium den vorläufigen Quartalsabschluss zum 30. September 2014 und den Risikobericht.

Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen und im Vorfeld die Anforderungen für das konkret zu besetzende Mandat zu definieren. Es fanden im Berichtsjahr keine Sitzungen statt.

Jahres- und Konzernabschluss

Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer für das Berichtsjahr bestellt. Der Prüfungsausschuss erteilte am 6. Oktober 2014 den entsprechenden Prüfungsauftrag für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss 2014. Der Abschlussprüfer hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der GRAMMER AG und den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns sowie den zusammengefassten Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte fest, dass der zusammengefasste Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns die Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend wiedergeben.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Die Berichte und Abschlussunterlagen des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung vor und wurden eingehend geprüft. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses zum Jahres- und Konzernabschluss als auch in der Bilanzaufsichtsratssitzung des Aufsichtsrats am 26. März 2015 berichtete die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.

Nach eingehender Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns hat der Aufsichtsrat diesbezüglich keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich somit dem Prüfungsergebnis der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigte sodann den Jahresabschluss der GRAMMER AG und des Konzerns. Der Jahresabschluss der GRAMMER AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtsjahr 2014 wie folgt geändert: Der Arbeitnehmervertreter Herr Martin Bodensteiner trat mit Wirkung zum 21. Januar 2014 zurück. Als Nachfolger wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg Herr Bernhard Hausmann mit Wirkung zum 8. Februar 2014 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Des Weiteren ist die Arbeitnehmervertreterin Frau Tanja Jacquemin zum 31. Januar 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin ist mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg Frau Tanja Fondel ebenso mit Wirkung zum 8. Februar 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Für das zum 31. August 2014 ebenfalls auf Arbeitnehmerseite ausgeschiedene Mitglied Herr Anton Kohl rückte mit gerichtlicher Bestellung zum 17. September 2014 Herr Lars Schelenz nach.

Im Vorstand der GRAMMER AG gab es 2014 keine personellen Veränderungen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der GRAMMER AG für ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit, ohne die die positive Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2014 nicht möglich gewesen wäre.

Amberg, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Klaus Probst, Vorsitzender

Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB

Corporate Governance, die Einhaltung internationaler Standards in Bezug auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung, gehört zum Selbstverständnis der GRAMMER AG. Unsere Unternehmenskultur basiert auf einer effektiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Vorstand, Aufsichtsrat und der Mitarbeiter untereinander, einer guten Beziehung zu unseren Aktionären, einer transparenten Berichterstattung und Unternehmenskommunikation, einer angemessenen Vergütungsstruktur sowie der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften. Die Basis unserer Unternehmensführung bilden der Deutsche Corporate Governance Kodex sowie das deutsche Aktiengesetz. Darüber hinaus verpflichten sich unsere Mitarbeiter an sämtlichen GRAMMER Standorten weltweit zur Einhaltung des für die GRAMMER Gruppe geltenden Verhaltenskodex. Der GRAMMER Verhaltenskodex enthält verbindliche Regelungen, die das unternehmerische Handeln der GRAMMER Gruppe bestimmen, und setzt hohe ethische Standards. Um die Einhaltung und Umsetzung des Kodex zu gewährleisten, hat GRAMMER weitere Regelungen erlassen, welche die Verhaltensregeln erläutern und konkretisieren. GRAMMER bietet seinen Mitarbeitern zudem webbasierte Trainings an und hat ein Kodex-Team bestimmt: Die Spezialisten beantworten Fragen der Mitarbeiter zum Verhaltenskodex, unterstützen bei der Aufklärung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex und wirken auf eine Verfolgung von Fehlverhalten hin.

Entsprechenserklärung

Am 9. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:

Die GRAMMER AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 (Kodex) und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit zwei Ausnahmen:

1. Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3

Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 des Kodex enthält die Empfehlung, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Bei der Festlegung der bestehenden Vorstandsvergütungen hat der Aufsichtsrat zwar die in Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 2 des Kodex genannten Kriterien beachtet, u. a. auch die Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Auch wurde zuletzt in 2013 die Vergütungsstruktur in der Gesellschaft von einem unabhängigen Vergütungsexperten auf Grundlage der aktuell vereinbarten Vergütungen analysiert. Dieser hat die Angemessenheit der Vorstandsvergütung auch in Relation zur Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, festgestellt. Die zeitliche Entwicklung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft wurde nicht in die Analyse einbezogen. Zudem hat der Aufsichtsrat nicht ausdrücklich festgelegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Gesamtbelegschaft abzugrenzen sind. Daher erklären Vorstand und Aufsichtsrat hiermit vorsorglich eine Abweichung, auch wenn im Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2013 keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat der Höhe nach neu festgelegt wurden. Die Einhaltung dieser weitergehenden Anforderungen wäre nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich.

2. Ziffer 4.2.5 Absatz 3

Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 des Kodex soll im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied die Vergütung anhand von Mustertabellen dargestellt werden und bestimmte, über die bisherigen Angaben hinausgehende, definierte Informationen beinhalten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offengelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Daher ist eine darüber hinausgehende Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen nicht beabsichtigt.

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 wurden im Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2013 bis zum Inkrafttreten des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der Abweichung von Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 entsprochen. Im Hinblick auf die Begründung der Abweichung von Ziffer 4.2.2. Absatz 2 Satz 3 wird auf die Ausführungen unter Ziffer 1 verwiesen.

Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG unter folgendem Link dauerhaft abrufbar: www.grammer.com/investor-relations/fakten-zum-unternehmen/corporate-governance.html

Mitglieder des Vorstands

Vorstand

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Name Funktion Zuständigkeiten
M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller Im Amt seit 2007 Vorstandsvorsitzender Corporate Development Group Internal Control & Legal Group Investor Relations, Communications & Marketing
Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher Im Amt seit 2010 Mitglied des Vorstands Group Human Resources Group Operations Group Projects Group Quality & Group Service Group Research & Development Strategic Product Planning Group
Dipl.-Kaufmann Volker Walprecht Im Amt seit 2012 Mitglied des Vorstands Group Accounting Group Commercial Projects Group Controlling Group Finance Group IT Group Purchasing Group Sales

Mitglieder des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

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Name Funktion Beruf/Wohnort
Dr.-Ing. Klaus Probst Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorstandsvorsitzender der LEONI AG, Nürnberg/ Heroldsberg
Horst Ott Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg/Königstein
Martin Bodensteiner Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (bis 21. Januar 2014) Lieferantenentwickler Commodity Coverings/ Freudenberg
M.A. Tanja Fondel Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin (ab 8. Februar 2014) Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt a. M./ Frankfurt a. M.
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz Mitglied des Aufsichtsrats Selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH, Ruhstorf a. d. Rott/ Ruhstorf a. d. Rott
Bernhard Hausmann Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (ab 8. Februar 2014) Teamleiter Intercompany Processing/Amberg
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger Mitglied des Aufsichtsrats Sprecherin der Geschäftsführung der Hunger Hydraulik Gruppe, Lohr a. M./ Lohr a. M.
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin (bis 31. Januar 2014) Politische Sekretärin der IG Metall in Frankfurt a. M./ Frankfurt a. M.
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter Vice President Division Controlling Center Consoles/ Nabburg
Anton Kohl Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (bis 31. August 2014) Industriemeister/Hahnbach
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler Mitglied des Aufsichtsrats Unternehmensberater, Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung, ehem. Mitglied des Vorstands der KSPG AG, Düsseldorf/ Möglingen
Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler Mitglied des Aufsichtsrats Selbständiger Investmentberater/Gräfelfing
Wolfgang Rösl Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter Starkstromelektriker/ Sulzbach-Rosenberg
Lars Schelenz Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (ab 17. September 2014) Maschinenbautechniker/ Kümmersbruck
Dr. Bernhard Wankerl Mitglied des Aufsichtsrats Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen/Schwandorf

Arbeitsweise des Vorstands und Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse

Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die GRAMMER AG über eine doppelte Führungs- und Kontrollspitze aus Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils eigenen Kompetenzen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten hinsichtlich der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Die Leitung der GRAMMER AG erfolgt durch den Vorstand auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Wesentliche Geschäfte des Vorstands bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Außerdem bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder.

Der Vorstand

Der Vorstand der GRAMMER AG besteht aus drei Mitgliedern: dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Hartmut Müller sowie dem Finanzvorstand Herrn Volker Walprecht und dem Arbeitsdirektor Herrn Manfred Pretscher. Die GRAMMER Geschäftsordnung regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die interne Zusammenarbeit des Vorstands. Nach der geltenden Geschäftsordnung bedürfen bestimmte Entscheidungen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand leitet in gemeinschaftlicher Verantwortung das Unternehmen, legt die strategische Ausrichtung des Unternehmens fest und sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. In regelmäßig stattfindenden Sitzungen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich in mündlicher und schriftlicher Form über aktuelle Entwicklungen. Schwerpunktthemen der Sitzungen sind die Unternehmensstrategie, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Risikomanagement.

Die Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG sind den Interessen des Unternehmens verpflichtet. Sollten Interessenkonflikte seitens der Vorstandsmitglieder auftreten, so sind der Aufsichtsrat sowie die übrigen Vorstandsmitglieder unverzüglich darüber in Kenntnis zu setzen. Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Interessenkonflikte seitens der Vorstandsmitglieder aufgetreten.

Der Aufsichtsrat

Die Satzung der GRAMMER AG schreibt vor, dass der Aufsichtsrat aus insgesamt zwölf Mitgliedern bestehen soll. Diese werden jeweils zur Hälfte von den Aktionären der Gesellschaft und von den Arbeitnehmern der GRAMMER AG gewählt. Bei den von den Aktionären gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats handelt es sich um vom Unternehmen unabhängige Personen, die weder in geschäftlicher noch in persönlicher Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand stehen. Die Aufsichtsratsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Interessenkonflikte, die beispielsweise aufgrund einer Betreuungsfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen, sind dem Aufsichtsrat mitzuteilen. 2014 sind keine Interessenkonflikte seitens der Aufsichtsratsmitglieder aufgetreten.

Im Geschäftsjahr 2014 gab es folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat der GRAMMER AG: Mit Wirkung zum 31. Januar 2014 hat Frau Tanja Jacquemin, Vertreterin der Arbeitnehmer, ihren Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats erklärt. Frau Tanja Fondel hat als Vertreterin der Arbeitnehmer durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg zum 8. Februar 2014 ihre Nachfolge angetreten. Ebenso ist Herr Bernhard Hausmann, als Nachfolger von Herrn Martin Bodensteiner, der zum 21. Januar 2014 seinen Rücktritt erklärt hat, zum 8. Februar 2014 wieder in den Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter zurückgekehrt. Herr Anton Kohl ist zum 31. August 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, Herr Lars Schelenz wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg mit Wirkung zum 17. September 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Eine Übersicht über die aktuellen Aufsichtsratsmitglieder finden sie auf Seite 28 des vorliegenden Berichts.

Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, entscheidet über wesentliche Vertragselemente der Anstellungsverträge sowie über das Vergütungssystem des Vorstands und berät und überwacht den Vorstand hinsichtlich der Unternehmensleitung. Außerdem ist der Aufsichtsrat in die Strategie und Planung der GRAMMER AG eingebunden sowie in alle Themen, welche von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen sind. Der Aufsichtsrat wählt den Aufsichtsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreter, prüft den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Lagebericht nach den gesetzlichen Bestimmungen. Des Weiteren erlässt und ändert der Aufsichtsrat die Geschäftsordnung für den Vorstand und gibt zusammen mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab.

Die Geschäftsführung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß der selbst aufgestellten Geschäftsordnung, deren Aktualisierung in 2013 angestoßen wurde und per Umlaufbeschluss zum 1. Februar 2014 in Kraft getreten ist. Detaillierte Informationen über die Tätigkeit des Gremiums und die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand enthält der Bericht des Aufsichtsrats (Seite 32 ff.).

Einmal jährlich bewerten die Aufsichtsratsmitglieder die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats. In der Aufsichtsratssitzung vom 27. Mai 2014 sichtete der Aufsichtsrat die Ergebnisse der Effizienzprüfung und diskutierte daraus resultierende Verbesserungsmaßnahmen.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG insgesamt vier Ausschüsse gebildet: den Strategieausschuss, den Ständigen Ausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Die Arbeit der Ausschüsse ist durch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Eine Ausnahme bildet der Prüfungsausschuss, für den eine eigene Geschäftsordnung verabschiedet wurde. Der Prüfungsausschuss tagt mindestens einmal im Quartal, die übrigen Ausschüsse nach Bedarf. Eine Übersicht über die aktuellen Ausschussmitglieder finden sie auf Seite 34 des vorliegenden Berichts.

Besetzungsziele von Vorstand und Aufsichtsrat

Bei der Besetzung vakanter Stellen im Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG legt das Unternehmen konkrete Kriterien zu Grunde. So achtet der Aufsichtsrat bei der Neubesetzung von Vorstandsstellen neben der fachlichen Eignung, internationaler Erfahrung und Führungsqualitäten insbesondere auch auf Vielfalt (Diversity) und auf die Berücksichtigung von Frauen.

Zum Anforderungsprofil für potenzielle Aufsichtsratsmitglieder gehören die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten und die entsprechende fachliche Erfahrung zur Wahrnehmung der Aufgaben als Aufsichtsratsmitglied. Dem Aufsichtsrat der GRAMMER AG muss außerdem mindestens ein unabhängiges Mitglied mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung angehören.

Nach den vom Aufsichtsrat festgelegten Zielen für seine Zusammensetzung soll dem Aufsichtsrat u. a. eine ausreichende Anzahl von Mitgliedern angehören, die über internationale Erfahrung, z. B. gewonnen durch eine langjährige berufliche Tätigkeit im Ausland bzw. durch die Führung eines international tätigen Unternehmens, verfügen. Auch ist der Aufsichtsrat ausweislich seiner Zielfestlegung bestrebt, eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat sicherzustellen. So hat der Aufsichtsrat ursprünglich festgelegt, anzustreben, die Anzahl der Frauen im Aufsichtsrat spätestens bei den Neuwahlen in 2015 auf mindestens zwei Frauen zu erhöhen, wobei eine Frau auf Seiten der Aktionärsvertreter vorgeschlagen werden soll.

Darüber hinaus dürfen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Auch dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organ- oder Beratungsfunktion bei wesentlichen Wettbewerbern der GRAMMER AG ausüben. Gehört ein Aufsichtsratsmitglied auch dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft an, so darf es höchstens drei Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften wahrnehmen.

Der Stand der Umsetzung der vorstehend dargelegten Ziele für die Zusammensetzung im Aufsichtsrat, insbesondere im Hinblick auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens und die Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat, stellt sich wie folgt dar:

Die Zielsetzung, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl von Mitgliedern angehört, die über internationale Erfahrung verfügen, ist bereits seit vielen Jahren realisiert. Eine ausreichende Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern verfügt über umfassende internationale Erfahrungen. Das Bestreben, die Anzahl der Frauen im Aufsichtsrat spätestens bei den Neuwahlen in 2015 auf mindestens zwei Frauen zu erhöhen, ist auch bereits in 2014 realisiert worden. So gehörten zum 31. Dezember 2014 mit Frau Ingrid Hunger und Frau Tanja Fondel zwei Frauen dem Aufsichtsrat der GRAMMER AG an. Es ist erneut beabsichtigt, im Rahmen der Neuwahlen im Aufsichtsrat in 2015 mit Frau Ingrid Hunger eine Frau als Aktionärsvertreterin zur Wahl vorzuschlagen.

Verhaltenskodex der GRAMMER Gruppe

Zusätzlich zu den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet sich die GRAMMER AG, den unternehmenseigenen Verhaltenskodex zu befolgen, der weitere verbindliche Regelungen hinsichtlich des unternehmerischen Handelns der GRAMMER Gruppe festlegt. Der für die GRAMMER Gruppe festgeschriebene Verhaltenskodex (Code of Conduct) definiert verbindliche Regeln für die Einhaltung der länderspezifischen gesetzlichen Regelungen, für fairen Wettbewerb, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie Bestimmungen zum Umgang mit vertraulichen Informationen und zur Vermeidung von Korruption und Insiderhandel. Auch der Grundsatz der Chancengleichheit ist im Code of Conduct fest verankert.

Unternehmerische Verantwortung

Der langfristige Erfolg eines Unternehmens basiert nicht allein auf einer wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmensführung. In ihren Unternehmensleitlinien bekennt sich die GRAMMER Gruppe klar zu einer Kultur der Achtsamkeit und verpflichtet sich zu nachhaltigem Handeln. Das Corporate-Social-Responsibility-Konzept von GRAMMER umfasst wirtschaftliche, ökologische und soziale Komponenten. So strebt GRAMMER danach, die Belastung für Mensch und Natur möglichst gering zu halten, unterstützt soziale Projekte und Institutionen an den verschiedenen GRAMMER Standorten weltweit, fördert Mitarbeiter und Nachwuchskräfte und setzt sich für den Umweltschutz und weniger Emissionen sowie den sparsamen Verbrauch von Rohstoffen, Wasser und Energie ein. Ausführlichere Informationen zu den CSR-Maßnahmen der GRAMMER Gruppe finden Sie im Kapitel "Soziale Verantwortung" auf Seite 20 ff.

Compliance in der GRAMMER Gruppe

Ein verantwortungsvolles und rechtlich einwandfreies Verhalten ist die Erfolgsbasis der GRAMMER Gruppe und ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Aus diesem Grund vertrauen uns unsere Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit. Der Vorstand der GRAMMER Gruppe und alle Mitarbeiter haben sich zu verantwortungsbewusstem Handeln und zum Einhalten aller geltenden Vorschriften verpflichtet. Um die Umsetzung und Einhaltung der bei GRAMMER geltenden Compliance-Regeln zu unterstützen und sicherzustellen, wurde 2005 das GRAMMER Kodex-Team gegründet. Zum Kodex-Team gehören neben einem Vorstandsmitglied der Vice President Group Human Resources sowie der Vice President Group Internal Control & Legal. Das Unternehmen hat eine eigene E-Mail-Adresse für Compliance-Meldungen eingerichtet und veröffentlicht zu gegebenem Anlass TopNews zum Thema Compliance. Im Rahmen der Compliance-Maßnahmen haben die Mitarbeiter außerdem die Möglichkeit, Vorträge zu besuchen und an Schulungen über E-Learning-Plattformen zu Compliancerelevanten Themen teilzunehmen. Außerdem stehen allen Mitarbeitern eine Übersicht häufig gestellter Fragen (FAQs) und die dazugehörigen Antworten zum Thema Compliance zur Verfügung.

Investor-Relations-Arbeit

Die GRAMMER AG verfolgt das Prinzip, gegenüber allen relevanten Zielgruppen zeit- und inhaltsgleich über die Gesellschaft und deren aktuelle Entwicklungen zu berichten. Vorstand und Aufsichtsrat sind bestrebt, die Kommunikation stetig zu verbessern, um eine umfassende und transparente Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Unter www.grammer.com können sich sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger intensiv und direkt über relevante Themen informieren. Neben aktuellen Meldungen veröffentlicht die GRAMMER AG hier auch alle Entsprechenserklärungen zum Corporate Governance Kodex, Angaben zu Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung sowie Jahresabschlüsse und Quartalsberichte. Der Internetauftritt gibt zudem Auskunft über alle wesentlichen Termine und Veröffentlichungen, Ad-hoc-Mitteilungen sowie meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings). Eingebunden sind auch weitergehende Informationen für Investoren, wie zum Beispiel Roadshow-Präsentationen.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings)

Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle sonstigen Personen mit Führungsaufgaben sind gemäß § 15 a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, Erwerb und Veräußerung von GRAMMER Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente zu melden. Diese Verpflichtung gilt auch für Personen, die in enger Beziehung zu Führungspersonen stehen.

Im Berichtsjahr 2014 wurden der GRAMMER AG folgende Transaktionen mitgeteilt:

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Dr. Klaus Probst: Kauf
Datum: 06.08.2014
Ort: Xetra
Kurs/Preis: 35,3565
Währung: EUR
Stückzahl: 5.000
Gesamtvolumen: EUR 176.782,50

Zum 31. Dezember 2014 hielten Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats direkt oder indirekt weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Dies gilt auch für Personen, die in enger Beziehung zu Führungspersonen stehen.

Vergütungsbericht

Alle Informationen über die Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sowie Erläuterungen zum Vergütungssystem der GRAMMER AG sind im vorliegenden Bericht auf den Seiten 55 f. aufgeführt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die GRAMMER AG erstellt den Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), den Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer - die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg -prüfte sowohl den Konzernabschluss als auch den Jahresabschluss der GRAMMER AG. Beide Prüfungen erfolgten unter Einhaltung aller Prüfungsvorschriften sowie unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung.

Zu den Prüfungsbestandteilen zählten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zum DCGK nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über möglicherweise auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Dazu gab es keinerlei Anlass. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Risikomanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit geschäftlichen Risiken ist ein grundlegender Bestandteil guter Corporate Governance. Konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme gewährleisten für Vorstand und Management der GRAMMER AG eine umfassende und frühzeitige Erfassung, Bewertung sowie Steuerung von Risiken. Der Prüfungsausschuss befasst sich regelmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS), des Risikomanagements und der Internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement finden Sie im Lagebericht auf den Seiten 59 ff.