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GRAMMER AG — Annual Report 2016
Jul 19, 2017
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Annual Report
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GRAMMER Aktiengesellschaft
Amberg
GRAMMER AG: Konzernjahresabschluss 2016
GRAMMER Aktiengesellschaft Amberg
Zur Einreichung zum Bundesanzeiger Konzernabschluss und Konzernlagebericht 31. Dezember 2016
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Hinweis:
Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.
Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 15. März 2017
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Sieger, Wirtschaftsprüfer
Oßmann, Wirtschaftsprüfer
Konzernlagebericht
| ― | Konzernumsatz steigt um 18,9 % auf 1,70 Mrd. EUR |
| ― | Konzern-EBIT erhöht sich um 71 % von 42,7 Mio. EUR auf 73,0 Mio. EUR |
| ― | Jahresüberschuss fast verdoppelt auf 45,2 Mio. EUR |
| ― | Dividende in Höhe von 1,30 EUR pro Aktie vorgeschlagen |
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell
Der GRAMMER Konzern ist eine global agierende Unternehmensgruppe, welche auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. GRAMMER verfügt weltweit über 40 Produktions- und Logistikstandorte, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie herstellen und vertreiben. Neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG, umfasst der Konzernabschluss 31 vollkonsolidierte Gesellschaften sowie ein At-Equity-konsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 19 Ländern vertreten. Die Präsenz in den verschiedenen Regionen folgt dabei im Wesentlichen derjenigen unserer Hauptkunden. Als Kernmärkte sind der Heimatmarkt Europa, die NAFTA-Region, China sowie Brasilien zu nennen. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist eng verbunden mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden. Ausschlaggebend ist im Automotive-Segment der Pkw-Premiumsektor und im Seating Systems-Segment der Bereich Nutzfahrzeuge in den genannten Hauptabsatzmärkten.
Der GRAMMER Konzern wird zentral von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Die Muttergesellschaft, die GRAMMER AG, hat ihren Unternehmenssitz in Amberg.
Unternehmenssegmente
Der GRAMMER Konzern ist in zwei Segmente gegliedert. Im Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen sowie hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme für namhafte Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der Automobil-Industrie. Das Segment Seating Systems vertreibt Komplettsitze und Sitzsysteme sowohl an Erstausrüster als auch im Nachrüstgeschäft. Hier beliefert GRAMMER Hersteller von Lkw sowie von Offroad-Fahrzeugen - dazu zählen land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Baumaschinen und Flurförderzeuge. Zudem gehören auch Hersteller und Betreiber von Bahnen sowie in bestimmten Märkten Bushersteller zu den belieferten Kundengruppen. Neben den beiden Segmenten beinhaltet der Bereich Central Services die übergeordneten Konzernfunktionen wie Global Operations, Global Quality, Forschung und Entwicklung, Zentraleinkauf, Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Finanzwesen, Legal sowie Investor Relations.
Steuerungssystem
Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben werden das Working Capital, die Nettofinanzverbindlichkeiten, der GEVA (GRAMMER Economic Value Added) und das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten geteilt durch das Eigenkapital) beobachtet. Auf die Herleitung des GEVAs wird bei den Grundzügen des Vergütungssystems eingegangen.
Forschung und Entwicklung
Innovative und zukunftsfähige Produkte und Fertigungstechnologien sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Entwicklung für Unternehmen in der Fahrzeugbranche. Daher ist Forschung und Entwicklung von neuen, innovativen Produkten, Anwendungen und Prozessen ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie der GRAMMER Gruppe. In den letzten Jahren haben wir dazu auch unser internationales Entwicklungs-Netzwerk kontinuierlich ausgebaut, um uns auch künftig durch technologischen Vorsprung mit zukunftsfähigen Produkten in allen Kernregionen erfolgreich zu positionieren. Dazu beitragen soll eine engere Zusammenarbeit mit unseren Kunden bereits in der Entwicklungsphase. Deshalb haben wir beispielsweise in den Wachstumsregionen China und Americas regionale "vor Ort" Entwicklungsbüros gegründet. Des Weiteren wurde das vorhandene Vertriebsbüro in Puebla, Mexiko, zu einem voll ausgestatteten Projektbüro ausgebaut und die bereits eigenständigen Entwicklungszentren in China wurden erweitert. Dadurch sind wir auf Projektebene in der Lage, zusammen mit den Kunden, eng verzahnte, globale Projektarbeit zu realisieren bzw. länderspezifische Entwicklungen in enger Zusammenarbeit direkt vor Ort durchzuführen. Durch dieses Vorgehen werden Kundenbeziehungen und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten GRAMMER Gruppe langfristig gestärkt. Um unsere führende Position bei Innovationen und Technologie sichern und ausbauen zu können, arbeiten mehr als 450 GRAMMER Ingenieure und F&E-Mitarbeiter im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund gezielt daran, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität, Qualität sowie die Ästhetik und Anmutung unserer Produkte weiter zu verbessern. Neben der Erfüllung der laufenden Markt- und Kundenanforderungen hat GRAMMER im Entwicklungsbereich auch einen systematischen Innovationsprozess etabliert. Durch die enge Verzahnung der Vorentwicklung und der "Strategischen Produkt-Planung" wird sichergestellt, dass zukünftige Trends und maßgebliche Entwicklungen in unseren Märkten frühzeitig erkannt werden und wir so systematisch eigene Innovationen anstoßen und gezielt entwickeln können. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in zahlreichen Neuaufträgen in allen Regionen. Die hohe Anzahl an Serien- und Vorentwicklungsprojekten ist ein weiterer Beleg für die hohe Innovationskraft.
Seit vielen Jahren ist das Thema Leichtbau einer der Schwerpunkte unserer Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2 -Reduzierung aktiv mitzugestalten. Hier wurden umfangreiche Aktivitäten, auch mit externer Unterstützung von Hochschulen und Fachinstituten, gestartet und bereits verschiedene Konzepte, beispielsweise für Lkw-Beifahrersitze sowie für die Herstellung von Mittelkonsolen, vorgestellt. Zukünftig wird auch der Einsatz von ökologisch nachhaltigen Materialien weiter an Bedeutung gewinnen.
Neben der Weiterentwicklung unserer traditionellen Produkte und Kerntechnologien tritt zunehmend die Integration von elektrischen und elektronischen Subsystemen in unsere Produkte in den Vordergrund. Dabei ist der stetige weltweite Ausbau unserer Elektronikkompetenz ein zentraler Erfolgsfaktor für die zukünftige Entwicklung des gesamten GRAMMER Konzerns. Mit der Kombination von neuen, elektronischen Bedienungs- und Steuerungselementen und unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung von Armlehnen, Mittelkonsolen, Kopfstützen und Sitzsystemen werden innovative Lösungen für unsere Kunden entstehen, die GRAMMER einen erheblichen Wettbewerbsvorteil bieten können.
Im Segment Automotive hält der Trend zur Verlagerung der Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme von den OEMs auf die Zulieferunternehmen unverändert an. Aus diesem Grund positioniert sich GRAMMER hier in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber für die Kunden. Technologischer Vorsprung und innovative Lösungen sichern uns hier wichtige Wettbewerbsvorteile. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei neben dem oben beschriebenen Thema Leichtbau in der Erzeugung neuer hochwertiger Oberflächenbeschaffenheiten der Produkte sowie in neuen Kinematik-Lösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir intensiv sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Mit der Ende 2015 vollzogenen Übernahme der REUM Gruppe (heutige GRAMMER Interior Components Gesellschaften), einem Spezialisten in der Anwendung von Oberflächen-, Kunststoff- und Metalltechnologie, erweitern wir gezielt die eigene technologische Kompetenz im Bereich der Kunststoffspritzguss-Verfahren, der Oberflächenveredelung und der Metallverarbeitung. Die Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften und damit einhergehend der Know-how-Aufbau in der gesamten GRAMMER Gruppe wurde im Laufe des Jahres 2016 vollzogen. Die neu integrierten innovativen Prozess- und Fertigungstechnologien ermöglichen GRAMMER eine schnelle und zukunftsfähige Weiterentwicklung der bestehenden Produktpalette, insbesondere im Bereich Automobil-Interieur. Zusätzlich arbeiten wir an Konzepten für die Integration neuer HMI-(Human MachineInterface-) Lösungen, welche den Kunden zukünftig als integriertes System zusammen mit den Konsolen und Armlehnen angeboten werden sollen. Bei den Kopfstützen liegt der Entwicklungsfokus hauptsächlich auf innovativen Lösungen für elektrische Antriebe und vollautomatische Einstellungen im Premiumsegment sowie auf der Weiterentwicklung der bestehenden Technologien hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Bauraumoptimierung, Gewicht und Verstellmechanismen.
Auch im Segment Seating Systems treibt GRAMMER die Weiterentwicklung des Produktportfolios voran und entwickelt innovative Lösungen, um auf sich verändernde Anforderungen und Märkte zu reagieren. Neue, innovative Produkte versetzen GRAMMER auch in diesem Segment in die Lage, den Kundenanforderungen in hohem Maße gerecht zu werden und die Marktposition der Gruppe weiter zu festigen und auszubauen. GRAMMER hat dabei mit der Kombination aus dem langjährigen Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und ergonomischen Lösungen sowie der in den letzten Jahren aufgebauten Elektronikkompetenz die Möglichkeit, integrierte und maßgeschneiderte Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung anzubieten. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen Aktivitäten zur Weiterentwicklung der bestehenden HMI-Lösungen, zum anderen werden zeitgleich Konzepte für die nächste Generation neuer, integrierter Sitzlösungen vorangetrieben. Im Lkw-Bereich verbessern wir Komfort, Sicherheit und Funktionalität unserer neuesten Lkw-Fahrersitzgeneration mit vollständig durch elektronische Motoren angesteuerten Verstellfunktionen. Auch in den zukünftigen Lkw-Kabinengenerationen wird die Integration von ergonomischen Sitzsystemen mit multifunktionalen, elektronischen Armlehnen verstärkt nachgefragt werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Kunden arbeiten wir intensiv an der Ausgestaltung der Fahrerkabine der Zukunft und können so in eine vollkommen neue Dimension der Integration von Fahrzeug- und Kabinenfunktionen sowie der ergonomischen Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes vorstoßen. Im Bereich Railway etablieren wir uns weiter als Komplettanbieter für das gesamte Bahnsegment und beliefern mit unseren neuen Sitzplattformen Kunden in den Bereichen Hochgeschwindigkeit, Fernverkehr und Regionalverkehr.
Ein weiterer Schwerpunkt der Innovationsstrategie der nächsten Jahre liegt neben den klassischen produkt- und technologiebezogenen Entwicklungen im Ausbau und der Stärkung von Entwicklungsaktivitäten sowie der Forschungs- und Entwicklungsorganisation in den regionalen Märkten. Durch diese zusätzliche regionale Verankerung wollen wir unsere globale Marktposition stärken und künftiges Wachstum sichern.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen
Weltwirtschaft 2016
Lage der Weltwirtschaft
Laut Internationalem Währungsfonds IWF hat die globale Konjunktur 2016 etwas an Fahrt verloren und nur um 3,1 % zugelegt, nachdem im Vorjahr noch 3,2 % erreicht worden waren. Auch Jahre nach der globalen Finanzkrise, so der IWF in seinem World Economic Outlook, steht die Weltwirtschaft weiter auf schwachen Beinen, was sich in hohen Arbeitslosenzahlen, stagnierenden Löhnen und wachsenden wirtschaftlichen Ungleichheiten niederschlägt. Positiv wirkte sich im vergangenen Jahr aus, dass die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, ab Jahresmitte merklich an Fahrt gewonnen hat. Dennoch reichte es in der Gesamtbilanz des Jahres 2016 in den entwickelten Ländern nur zu einem moderaten Wirtschaftswachstum von 1,6 % (Vj. 2,1). Deutschland erreichte ein Plus von 1,7 %. Auch auf ein Plus brachten es die USA mit 1,6 %. In der Eurozone und in Großbritannien fiel der Zuwachs mit 1,7 bzw. 2,0 % sogar noch etwas höher aus. Kanada mit einem Plus von 1,3 % sowie Japan (+0,9 %) bildeten unter den großen Volkswirtschaften das Schlusslicht.
Dass sich die globale Konjunktur nicht stärker abgekühlt hat, ist ausschließlich den aufstrebenden und sich entwickelnden Ländern zu verdanken. Dort lag das gesamtwirtschaftliche Wachstum 2016 mit 4,1 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 4,1), wobei die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer einmal mehr mit 6,3 % (Vj. 6,7) die stärkste Dynamik entfalteten. China und Indien erreichten Zuwächse von 6,7 bzw. 6,6 %. In Russland verzeichnete die Wirtschaft auch 2016 einen Rückgang, wobei dieser mit -0,6 % deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr (Vj. -3,7). Ebenfalls in einer Rezession befand sich Lateinamerika, wo die Wirtschaftsleistung um 0,7 % sank. Brasilien traf es mit einem Minus von 3,5 % (Vj. -3,8) erneut hart, in Mexiko schwächte sich das Wachstum auf 2,2 % (Vj. 2,6) ab.
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BRUTTOINLANDSPRODUKT) 2016 IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %

Quelle: IWF
Geschäftsverlauf
Veränderungen im Geschäftsjahr 2016
Am 10. März 2016 haben die GRAMMER AG und die Shaanxi Automobile Group Co. Ltd., der viertgrößte Hersteller im Bereich schwere Lkw in China, einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Herstellung und zum Vertrieb für Lkw-Sitze in China unterzeichnet. An dem neuen Joint Venture GRAMMER Seating (Shaanxi) mit Sitz in Fuping in der Provinz Shaanxi ist die GRAMMER AG mit 90 % beteiligt und hat damit die Kontrolle, die verbleibenden 10 % hält die Shaanxi Automobile Group Co. Ltd. als Minderheitsgesellschafter. Mit der unterzeichneten Vereinbarung wurde ein weiterer wichtiger strategischer Meilenstein in der Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie erreicht.
Wirtschaftliche Entwicklung
KENNZAHLEN GRAMMER KONZERN
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| IN MIO. EUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.695,5 | 1.425,7 | 18,9% |
| EBIT | 73,0 | 42,7 | 71,0% |
| EBIT-Rendite | 4,3% | 3,0% | 1,3%-Punkte |
| Operatives EBIT1 | 68,1 | 39,0 | 74,6% |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 56,2 | 47,9 | 17,3% |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 12.250 | 11.397 | 7,5% |
1 Als operatives EBIT versteht der GR AMMER Konzern ein um bewertungstechnisch erzeugte Währungs- und sonstige Einmaleffekte bereinigtes EBIT.
Geschäftsentwicklung weiterhin durch sehr starkes Umsatzwachstum geprägt
Der GRAMMER Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine sehr deutlich positive Umsatzentwicklung. Dies ist zum einen auf die Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften zurückzuführen, zum anderen aber ist das Segment Automotive insbesondere mit dem Konsolengeschäft stark gewachsen. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit spürbaren Zuwachsraten im Automotive-Segment positiv. Die hervorragende Entwicklung wurde in diesem Segment durch unsere gute internationale Positionierung und die klare Fokussierung auf Kunden aus dem Premiumsegment getragen. Diese Kundengruppe konnte durch ein gutes Marktumfeld in Asien, Nordamerika und Europa steigende Absatzzahlen realisieren. Positiv ist auch die Entwicklung im Segment Seating Systems, das trotz der anhaltenden Marktschwäche in Brasilien und dem schwierigen Marktumfeld im Bereich der Landtechnik in Europa einen leichten Umsatzanstieg erzielen konnte. So verzeichnete das Geschäftsfeld Lkw in Europa ein stabiles Geschäftsvolumen, welchem aber marktbedingt rückläufige Umsätze in den Regionen Americas und APAC (Asia Pacific) gegenüberstanden. Der Offroad-Bereich konnte das Umsatzniveau des Vorjahres trotz der anhaltenden Nachfrageschwäche in der Landtechnik leicht übertreffen, jedoch musste das Geschäftsfeld Bahn weiterhin projektbedingte Abschwächungen verkraften. Ergebnisseitig war das Geschäftsjahr 2016 geprägt durch weitere Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie den anhaltenden Marktschwächen im Segment Seating Systems. Durch die aufgesetzten Optimierungsmaßnahmen, dem Wachstum im Automotive-Segment sowie der erstmaligen Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften konnten diese Effekte mehr als kompensiert werden. Entsprechend konnte das Ergebnis nach Steuern auf 45,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt werden. Das Ergebnis pro Aktie lag daher bei 4,01 EUR nach 2,10 EUR im Geschäftsjahr 2015.
Umsatz wächst deutlich auf 1,70 Mrd. EUR
Der GRAMMER Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Gesamtumsatz von 1.695,5 Mio. EUR (Vj. 1.425,7) und erwirtschaftete damit zum sechsten Mal in Folge einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Durch die Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften sowie einem weiteren Anstieg im Segment Automotive stiegen die Umsätze des Konzerns vor allem im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem bereits sehr starken ersten Halbjahr 2015 nochmals um 21,2 % an, während die Zuwachsrate in der zweiten Jahreshälfte 16,7 % betrug. Der GRAMMER Konzern ist in allen Märkten weiter gewachsen. In der Region EMEA erwirtschaftete der Konzern, überwiegend durch die Akquisition der GRAMMER Interior Components Gesellschaften bedingt, ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Krise in Brasilien entwickelte sich das Umsatzwachstum in der Region Americas prozentual zum Vorjahr leicht rückläufig. In Asien konnte trotz der schwächeren Wachstumsraten in China und Japan wiederum ein deutliches Wachstum erzielt werden. Die spürbaren konjunkturellen Einflüsse speziell in Brasilien und China wirkten sich auch weiterhin im Wesentlichen auf das Segment Seating Systems aus.
UMSATZENTWICKLUNG KONZERN IN MIO. EUR

Umsatz nach Regionen
Marktbedingt war die Entwicklung des Geschäftsvolumens in den Regionen unterschiedlich ausgeprägt.
In der Region EMEA stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum um 23,3 % bzw. um 226,2 Mio. EUR auf 1.197,9 Mio. EUR an. Das Wachstum in dieser Kernregion wurde zum einen bedingt durch die Akquisition der GRAMMER Interior Components Gesellschaften und zum anderen durch hohe Umsätze im Segment Automotive getragen. Diverse Neuanläufe in einem stabilen Marktumfeld haben dazu beigetragen, die Marktposition von GRAMMER weiter zu festigen. Im Segment Seating Systems sind die Umsätze in Europa trotz der schwierigen Nachfragesituation in Teilen des Geschäftsfeldes Offroad um 4,1 % gestiegen. Insgesamt blieb das organische Wachstum in Europa im Vergleich zum Vorjahr auf einem zufriedenstellenden Niveau. Der in der Region EMEA erzielte Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns stieg bedingt durch die Akquisition der GRAMMER Interior Components Gesellschaften deutlich auf 70,7 % (Vj. 68,2).
In der Region APAC konnte trotz des schwächeren Konjunkturwachstums in China und Japan noch ein Umsatzanstieg von 19,5 % auf 251,0 Mio. EUR (Vj. 210,1) erzielt werden. So steigerte der Konzern auch hier das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr, obwohl in dieser Region überwiegend nur das Segment Automotive hohe Wachstumsraten (22,6 %) aufwies. Dabei profitierte das Segment Automotive von der guten Auftragslage in allen Geschäftsfeldern. Trotz der negativen Entwicklung im chinesischen Lkw-Markt konnte das Segment Seating Systems ein moderates Wachstum in diesem Umfeld erreichen. Der Anteil der Region am Gesamtumsatz der Gruppe stieg von 14,7 % im Vorjahr auf 14,8 % im Jahr 2016.
Obwohl die wirtschaftliche Krise in Brasilien noch immer anhält, entwickelten sich die Umsätze in der Region Americas leicht positiv und stiegen um 2,7 Mio. EUR auf 246,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 an. Hier zeigt sich weiterhin die Ambivalenz der einzelnen Märkte. Einem Rückgang im Segment Seating Systems mit 7,9 %, welcher ausschließlich auf den Nachfrageeinbruch im brasilianischen Markt zurückzuführen war, stand ein Wachstum in der Region Americas im deutlich umsatzstärkeren Segment Automotive mit 4,6 % in dieser Region gegenüber, welcher den Effekt im Segment Seating Systems mehr als kompensieren konnte. Insgesamt sank der Umsatzanteil der Region Americas am Gesamtumsatz des Konzerns um 2,6 %-Punkte auf 14,5 %.
UMSATZ NACH REGIONEN VORJAHRESWERT IN KLAMMERN

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| IN MIO. EUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| APAC | 251,0 | 210.1 | 19,5% |
| Americas | 246,6 | 243,9 | 1,1 % |
| EMEA | 1.197.9 | 971.7 | 23,3% |
| Umsatz | 1.695.5 | 1.425.7 | 18.9% |
Wirtschaftliche Lage
Ertragslage
KURZ-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG GRAMMER KONZERN
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| IN TEUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.695.483 | 1.425.686 | 269.797 |
| Kosten der Umsatzerlöse | -1.496.764 | -1.273.577 | -223.187 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 198.719 | 152.109 | 46.610 |
| Vertriebskosten | -35.311 | -30.803 | -4.508 |
| Verwaltungskosten | -102.808 | -96.085 | -6.723 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.448 | 17.434 | -4.986 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 73.048 | 42.655 | 30.393 |
| Finanzergebnis | -10.317 | -6.937 | -3.380 |
| Ergebnis vor Steuern | 62.731 | 35.718 | 27.013 |
| Ertragsteuern | -17.508 | -11.942 | -5.566 |
| Ergebnis nach Steuern | 45.223 | 23.776 | 21.447 |
Hervorragende Ergebnisverbesserung - trotz weiterer Vorleistungen und schwieriger Märkte
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und den erfolgreich eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnte der GRAMMER Konzern im Jahr 2016 trotz anhaltender Belastungen in einzelnen Marktsegmenten und Kosten für die weitere Internationalisierung ein sehr gutes Ergebnis nach Steuern von 45,2 Mio. EUR (Vj. 23,8) erwirtschaften und somit das Vorjahresergebnis fast verdoppeln.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag 2016 mit 73,0 Mio. EUR sehr deutlich über dem Wert des Vorjahres (Vj. 42,7) und stieg um mehr als 70 %. Die geplante operative Verbesserung durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen ist trotz des anhaltend schwachen Marktumfeldes in Brasilien und in der Landtechnik deutlich sichtbar. Positiv wirkte sich auch die erstmalige Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften aus. So zeigt sich auch die Konzern-EBIT-Rendite von 4,3 % deutlich über dem Wert des Vorjahres von 3,0 %. Das EBIT wurde dabei von Währungseffekten in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vj. 3,7) positiv begünstigt. Das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund der langfristigen strategischen Finanzierungsreserve und dem aktuell extrem niedrigen Zinsniveau für Bankguthaben sowie deutlich weniger positiven Wechselkurseffekten aus der konzerninternen Finanzierung.
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns liegt mit 45,2 Mio. EUR fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (Vj. 23,8). Insgesamt führte das sehr positive Ergebnis nach Steuern zu einem um 1,91 EUR stark angestiegenen Ergebnis pro Aktie von 4,01 EUR.
EBIT-ENTWICKLUNG GRAMMER KONZERN IN MIO. EUR

Kostenentwicklung
Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen um 17,5 % auf 1.496,8 Mio. EUR (Vj. 1.273,6) an. Der Zuwachs begründet sich größtenteils aus dem Umsatzanstieg sowie der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften im Geschäftsjahr 2016. Insgesamt verbesserte sich die Bruttomarge im Verhältnis zum Umsatz um 1,0 %-Punkte auf 11,7 % (Vj. 10,7), was die deutlich positive Entwicklung in den operativen Produktionsbereichen zeigt.
Der Vertriebsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 35,3 Mio. EUR (Vj. 30,8) und zeigt sich damit prozentual zum Umsatz mit 2,1 % leicht verbessert (Vj. 2,2).
Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 102,8 Mio. EUR (Vj. 96,1). Diese Kosten lagen aufgrund der höheren Umsätze und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit insbesondere in den USA, Tschechien und China leicht über dem Vorjahresniveau sowie aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften im Geschäftsjahr 2016. Prozentual zum Umsatz nahmen die Verwaltungskosten um 0,6 %-Punkte gegenüber dem Vorjahresniveau leicht ab.
Der in den vorgenannten Positionen der Kostenentwicklung enthaltene Personalaufwand stieg zum einen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften, zum anderen geschäftsbedingt um 50,6 Mio. EUR auf insgesamt 352,4 Mio. EUR (Vj. 301,8) an. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich geringfügig im Vergleich zum Vorjahr auf 20,8 % (Vj. 21,2).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichneten einen Rückgang um 28,7 % von 17,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr. Dies ist im Vorjahresvergleich auf einmalige Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke und Bauten in Immenstetten, Amberg, im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis hat sich zum 31. Dezember 2016 von -6,9 Mio. EUR um -3,4 Mio. EUR auf -10,3 Mio. EUR verschlechtert, was zum einem aus höheren Zinsaufwendungen aufgrund der Beibehaltung der langfristigen strategischen Finanzierung und zum anderen aus negativen Währungseffekten aus der konzerninternen Finanzierung resultiert. So hat die GRAMMER AG im Geschäftsjahr 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 120 Mio. EUR begeben. Dessen erste Tranche in Höhe von 81 Mio. EUR Ende Dezember 2015 und die zweite Tranche in Höhe von 39 Mio. EUR Anfang Januar 2016 ausgezahlt wurde. Dies führte im Geschäftsjahr 2016 u.a. zu erhöhtem Zinsaufwand aus langfristigen Darlehen. Leicht gegenläufig wirkte die Tilgung anderer Schuldscheindarlehen im August bzw. September dieses Jahres in Höhe von 40 Mio. EUR. Zudem wirkten sich Wechselkurseffekte aus der internen Konzernfinanzierung weit weniger positiv als im Vorjahr auf das sonstige Finanzergebnis aus.
Steuern
Der Steueraufwand lag mit 17,5 Mio. EUR (Vj. 11,9) deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg der Steuern war bedingt durch die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses im Inland als auch durch einen höheren latenten Steueraufwand im Inland aufgrund Verwertung aktiver latenter Steuersachverhalte. Daneben führten durchgeführte internationale Verrechnungen, die aus der Abstimmung von unterschiedlichen Interpretation der lokalen Steuerbehörden und deren Verwaltungsauffassungen hinsichtlich unserer internationalen Transferpricing-Anwendungen resultieren, zu einem positivem Einfluss auf die tatsächlichen Ertragsteuern im Ausland. Geringfügig ergaben sich Belastungen aufgrund der Ergebnisentwicklungen bei Tochterunternehmen mit regional höheren Steuersätzen.
Ergebnisse
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag aufgrund der positiven Umsatz- und Kostenentwicklung im Berichtsjahr trotz weiterhin angefallener Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie von marktbedingten Umsatzrückgängen in margenstarken Teilmärkten des Segments Seating Systems mit 73,0 Mio. EUR (Vj. 42,7) sehr deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Konzern-EBIT-Rendite liegt bei 4,3 % (Vj. 3,0). Das Ergebnis nach Steuern konnte trotz eines leicht schlechteren Finanzergebnisses mit 45,2 Mio. EUR (Vj. 23,8) fast verdoppelt werden.
Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem um die nicht beherrschten Anteile bereinigten Jahresüberschuss und erreichte 4,01 EUR (Vj. 2,10).
Ergebnisverwendung
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen zum Vorjahr deutlich erhöhten Bilanzgewinn in Höhe von 51,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 (Vj. 31,2) aus. Der Bilanzgewinn umfasst den Gewinnvortrag in Höhe von 22,8 Mio. EUR sowie den Jahresüberschuss in Höhe von 56,9 Mio. EUR abzüglich der Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 28,5 Mio. EUR. Der Vorstand der GRAMMER AG wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,30 EUR pro Aktie (Dividendensumme: 14,6 Mio. EUR) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 36,7 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2017 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Finanzlage
Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement
GRAMMER hat mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags über 180,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die zweite Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2015 gezogen. Alle beteiligten Banken haben ihren Anteil entsprechend prolongiert. Die neue Laufzeit endet damit am 31. Oktober 2020. Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien dieses Konsortialkreditvertrages, der im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben.
Die GRAMMER AG hat im Dezember 2015 ein neues Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 120 Mio. EUR begeben. Die erste Tranche in Höhe von 81 Mio. EUR wurde noch im Dezember 2015, die zweite Tranche in Höhe von 39 Mio. EUR wurde im Januar 2016 valutiert. Der Stand der Schuldscheindarlehen zum 31. Dezember 2016 beträgt damit insgesamt 241,5 Mio. EUR. Entsprechende Klauseln zum Kontrollwechsel wie vorher beschrieben sind in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen in voller Höhe vorgesehen. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann - einzeln oder gemeinsam - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns nicht mehr gesichert wäre.
Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Treasury der GRAMMER AG auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristige Inanspruchnahmen mit variablen Zinsen erfolgen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel mit festem Zins sowie einer kongruenten Zinsbindungsdauer vorgenommen werden.
Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.
Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit in Abstimmung mit den lokalen Gesellschaften den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der eingerichteten Zahlungsmittelpools, durch die der Konzern die Liquidität seiner Tochterunternehmen sicherstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten zulässig und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels externen üblichen derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Der Konzern überwacht diese Risiken von jeher sehr genau.
Zum 31. Dezember 2016 verfügte der Konzern über 133,0 Mio. EUR (Vj. 127,3) liquide Mittel, die vor allem zum weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten und als strategische Reserve gehalten werden.
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen aufgrund der strategischen Finanzierung mit 216,8 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau (Vj. 218,7).
Die kurzfristigen Finanzschulden lagen mit 55,3 Mio. EUR (Vj. 64,1) unter dem Vorjahresniveau. Die Ablösung der Tranchen eines älteren Schuldscheindarlehens, die im August bzw. September 2016 in Höhe von 40,0 Mio. EUR fällig waren, wurden sowohl aus dem Cashflow als auch durch die bestehenden Kreditlinien bedient.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit stieg aufgrund des deutlich gesteigerten Ergebnisses vor Steuern kräftig an. Zwar belasteten Effekte aus dem geschäftsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den operativen Cashflow, jedoch wurden diese im Wesentlichen durch den gleichzeitigen Anstieg der Verbindlichkeiten kompensiert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt deutlich unter dem Vorjahr, das durch die Kaufpreiszahlung für den Erwerb der REUM Gruppe beeinflusst war. Bereinigt um diesen Sondereffekt lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des Geschäftsjahres bewegten sich aufgrund der weiteren Werksauf- und ausbauten im Segment Automotive über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in die Immateriellen Vermögenswerte lagen mit -16,8 % und damit mit 1,5 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau, welches unter anderem aus geringeren Zugängen von Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten resultiert.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag aufgrund der Tilgung von Finanzschulden im Geschäftsjahr 2016 deutlich unter dem Vorjahr, welches durch den Sondereffekt der Aufnahme einer langfristigen Finanzierung positiv beeinflusst wurde. Trotz des Erwerbes der REUM Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres 2015 konnte somit eine strategische Finanzreserve durch die langfristige Finanzierungsaufnahme, die erst im Januar 2016 vollständig abgeschlossen wurde, beibehalten werden.
Insgesamt steht weiterhin ein hoher Bestand an Finanzmitteln für den weiteren Ausbau des Geschäftsvolumens sowie als strategische Reserve zur Verfügung.
Kapitalstruktur
Zum 31. Dezember 2016 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft unverändert 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien (Ausnahme: eigene Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Mai 2014 wurde eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, zur Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben [siehe auch Kapitel 18 ("Gezeichnetes Kapital und Rücklagen") im Konzernanhang].
Per 31. Dezember 2016 betrug die Kapitalrücklage 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001 und 2011.
Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Gewinnrücklagen 236.268 TEUR (Vj. 199.698).
Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die am 31. Dezember 2016 mindestens die Grenze von 3 % hielten, ist im Konzernanhang aufgeführt.
Eigene Anteile
In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.
Wesentliche Ereignisse mit Aktionären im Geschäftsjahr 2016
Am 22. Dezember 2016 ging dem Vorstand der GRAMMER AG ein Verlangen auf Einberufung einer ordentlichen Hauptversammlung gemäß § 122 Abs. 1 AktG durch die Cascade International Investment GmbH zu. Als Tagesordnungspunkte wurden die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Müller durch die Hauptversammlung vorgeschlagen. Der Vorstand hat das Verlangen eingehend geprüft.
Investitionen
Die Investitionen des GRAMMER Konzerns ohne Berücksichtigung des Erwerbs der ehemaligen REUM Gruppe (heutige GRAMMER Interior Components Gesellschaften) für das Vergleichsjahr 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr von 47,9 Mio. EUR auf 56,2 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagevermögen sind mit 48,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (Vj. 39,1).
Im Bereich Automotive summierten sich die Investitionen auf 42,8 Mio. EUR (Vj. 31,9). Die Schwerpunkte der Investitionen lagen weiterhin in China, Polen, den USA, Mexiko und Deutschland. In China wurde an den Standorten Shanghai und Changchun in Anlagen für Serienanläufe von Mittelkonsolen investiert. Auch in Mexiko wurden aufgrund neuer Projektanläufe Investitionen in die Fertigungsvorrichtungen getätigt. An den tschechischen Standorten wurden weitere Investitionen in den Aufbau bzw. den Ausbau von Standorten aufgrund der gestarteten Projekte getätigt. Ein Schwerpunkt war auch die Produktion in Hardheim, in die sowohl für Rationalisierung als auch in ein neues Technologiezentrum investiert wurde. Zusätzlich wurde der Neubau der Produktionshalle in Sosnowiec (Polen) gestartet. Am deutschen Standort Schafhof, Bayern, wurde die Metallfertigung weiter ausgebaut, um Kapazitäten für neue Projekte bereitzustellen, und auch in Bremen wurden die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut.
Im Segment Seating Systems summierten sich die Investitionen im Jahr 2016 auf insgesamt 9,3 Mio. EUR (Vj. 11,6). In den USA wurde weiterhin am Standort Tupelo, Mississippi, in den Aufbau eines Produktionswerks investiert. Nach der Zertifizierung des neuen Werks durch die Hauptkunden und dem erfolgreichen Anlauf der Sitzfertigung wurden auch Vorbereitungen für den Start der Automotive-Produktion getroffen und seit dem Jahr 2016 werden am Standort Tupelo in Serie die ersten Mittelkonsolen für den lokalen Automobil-Markt gefertigt. Zusätzlich wurden am tschechischen Standort Tachov Investitionen für die Fertigung modifizierter Federungen für den Offroad-Bereich getätigt und auch an den deutschen Standorten wurden in größerem Umfang schwerpunktmäßig Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen vorgenommen. Im Bereich Bahn wurden Montagevorrichtungen für die neue Plattform Regionalverkehr angeschafft. Ferner wurde gleichfalls in Arbeitssicherheit und Umweltschutz investiert.
In den Zentralbereichen wurden Investitionen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vj. 4,4) getätigt. Die Investitionen bezogen sich im Wesentlichen auf Softwareprodukte und IT-Lizenzen. Des Weiteren wurde die Infrastruktur unserer Entwicklungsorganisation gestärkt.
Für das Geschäftsjahr 2017 planen wir im Konzern gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 Investitionen auf gleichbleibendem Niveau. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit liegen dabei im Ausbau der Automotive-Fertigungskapazitäten sowie in der Fortführung der Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen.
INVESTITIONEN (OHNE UNTERNEHMENSERWERB) NACH SEGMENTEN VORJAHRESWERT IN KLAMMERN

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| IN MIO. EUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Automotive | 42,8 | 31,9 | 34,2% |
| Seating Systems | 9,3 | 11,6 | -19,8% |
| Central Services | 4,1 | 4,4 | -6,8% |
| Investitionen | 56,2 | 47,9 | 17,3% |
Vermögenslage
Die einzelnen Bilanzposten entwickelten sich wie folgt:
KURZBILANZ GRAMMER KONZERN
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| IN TEUR | 31.12.2016 | 31.12.20151 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 379.557 | 373.719 | 5.838 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 671.001 | 618.379 | 52.622 |
| Aktiva | 1.050.558 | 992.098 | 58.460 |
| Eigenkapital | 271.237 | 253.423 | 17.814 |
| Langfristige Schulden | 397.397 | 382.824 | 14.573 |
| Kurzfristige Schulden | 381.924 | 355.851 | 26.073 |
| Passiva | 1.050.558 | 992.098 | 58.460 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2016 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 1.050,6 Mio. EUR (Vj. 992,1). Sowohl das höhere Geschäftsvolumen als auch der weitere Auf- und Ausbau von Standorten führten zu einem moderaten Anstieg der Bilanzsumme um 5,9 %.
Langfristige Vermögenswerte: Anlagevermögen aufgrund von weiterem Produktionsauf- und -ausbau über Vorjahr
Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 31. Dezember 2016 auf 379,6 Mio. EUR (Vj. 373,7). Der Anstieg bei den Sachanlagen von 221,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 230,3 Mio. EUR resultiert zum größten Teil aus Investitionen in den Ausbau von Werken in Tupelo, Mississippi, USA, in Sosnowiec, Polen, und in Hardheim, Deutschland. Der Rückgang in den Immateriellen Vermögenswerten auf 85,8 Mio. EUR (Vj. 91,0) ist im Wesentlichen auf den Vorjahreseffekt der Neubewertung und der damit verbundenen Erhöhung der Immateriellen Vermögenswerte im Zuge des Erwerbs der GRAMMER Interior Components Gesellschaften zurückzuführen. Dieser Effekt führte im Geschäftsjahr 2016 nun zu höheren Abschreibungen. Des Weiteren gab es einen Rückgang bei Investitionen im Bereich der Konzessionen und gewerblichen Schutzrechte. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte liegen leicht unter Vorjahresniveau bei 3,9 Mio. EUR (Vj. 4,0). Diese beinhalten die abgezinste Forderung aus dem Verkauf von Grund und Boden inklusive der Gebäude des Standortes Immenstetten, Amberg. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR an, welche wie im Vorjahr im Wesentlichen die Sale & Lease back Transaktion im Zusammenhang mit den Grundstücken und Gebäuden in Amberg, Immenstetten, enthalten. Die latenten Steueransprüche bewegten sich mit 54,7 Mio. EUR (Vj. 53,9) leicht über dem Vorjahresniveau.
Kurzfristige Vermögenswerte: Umlaufvermögen steigt durch höhere Geschäftstätigkeit
Verglichen mit dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 671,0 Mio. EUR (Vj. 618,4). Die Vorräte stiegen aufgrund des Umsatzwachstums moderat um 2,4 Mio. EUR auf 148,3 Mio. EUR (Vj. 145,9) an. Auch die Forderungen stiegen aufgrund des deutlichen Umsatzzuwachses von 187,4 Mio. EUR auf 206,6 Mio. EUR an. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich bedingt durch hohe Vorleistungen für Projekte im Vergleich zum Vorjahr um 25,9, Mio. EUR auf 153,0 Mio. EUR.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich leicht auf 23,6 Mio. EUR (Vj. 24,4). Zum Jahresende bestanden liquide Mittel in Höhe von 133,0 Mio. EUR (Vj. 127,3). Dieser Anstieg resultierte aus den Zuflüssen aufgrund der positiven Cashflow Entwicklung aus laufender Geschäftstätigkeit.
Eigenkapital: Anstieg im Wesentlichen aus positivem Ergebnis vor Steuern
Zum 31. Dezember 2016 stieg das Eigenkapital auf 271,2 Mio. EUR (Vj. 253,4) an. Das positive Ergebnis nach Steuern spiegelt sich dabei aufgrund der gezahlten Dividende in Höhe von 8,4 Mio. EUR sowie der Verrechnung von stichtagsbezogen ermittelten versicherungsmathematischen Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsplänen sowie negativen Effekten aus Währungsumrechnungen nicht in vollem Umfang im Eigenkapital wider. Die stichtagsbezogenen versicherungsmathematischen Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung der latenten Steuern mindern das Eigenkapital um 10,7 Mio. EUR. Durch die angestiegene Bilanzsumme, aufgrund des durch die ausgeweitete Geschäftstätigkeit angestiegenen Umlaufvermögens sowie der Beibehaltung der strategischen Finanzierungsreserve und den bewertungstechnischen Verrechnungen der Pensionsverpflichtungen zum Abschlussstichtag, stieg die Eigenkapitalquote nur leicht von 25,5 % (Vj.) auf 25,8 % an. Das Eigenkapital entspricht 71,5 % (Vj. 67,8) der langfristigen Vermögenswerte.
Langfristige Schulden: Anstieg Pensionen aufgrund von Senkung Diskontierungszinssatz
Die langfristigen Schulden wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 397,4 Mio. EUR (Vj. 382,8) auf. Die langfristigen Finanzschulden lagen dabei nahezu konstant bei 216,8 Mio. EUR (Vj. 218,7).
Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen im Wesentlichen aufgrund der Senkung des Diskontierungszinssatzes im Geschäftsjahr 2016 auf 141,7 Mio. EUR (Vj. 123,4). Die passiven latenten Steuern liegen mit 30,8 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 32,5).
Kurzfristige Schulden: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Anstieg Geschäftsvolumen über Vorjahr
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 355,9 Mio. EUR auf 381,9 Mio. EUR. Hierbei stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch das erhöhte Geschäftsvolumen um 32,6 Mio. EUR auf 219,3 Mio. EUR an. Im Gegensatz dazu gingen die kurzfristigen Finanzschulden von 64,1 Mio. EUR auf 55,3 Mio. EUR zurück. Diese Entwicklung ist auf die Fälligkeit zweier Tranchen eines Schuldscheindarlehens zurückzuführen, die im August bzw. September 2016 zurückgezahlt wurden.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit 69,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vj. 70,2). Die Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen durch höhere Gewährleistungsvorsorgen von 18,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 23,5 Mio. EUR.
Lage Segmente
Segment Automotive
Automobilbranche weltweit auf starkem Niveau
Die internationale Automobilkonjunktur zeigte sich nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie VDA 2016 von ihrer starken Seite. Die drei großen Märkte China, die USA und Westeuropa haben dabei das Jahr maßgeblich geprägt. Allein in diesen Regionen ist der Pkw-Absatz um insgesamt 4,4 Mio. Neufahrzeuge gestiegen. Im Gesamtjahr dürften die weltweiten Neuzulassungen von Personenkraftwagen um 6 % auf 82,9 Mio. Einheiten zugenommen haben. Der größte Markt China setzte seinen positiven Trend fort und erreichte einen neuen Höchststand. Die Neuzulassungen legten um 18 % auf 23,7 Mio. Pkw zu. Dabei profitierte der Markt auch von vorgezogenen Käufen, da die chinesische Regierung beschlossen hat, den seit Oktober 2015 reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Fahrzeuge bis 1,6 Liter Hubraum zukünftig wieder etwas anzuheben, allerdings nicht auf das ursprüngliche Niveau. Von den anderen bedeutenden asiatischen Märkten ragte Indien mit einem Absatzplus von 7 % auf 3,0 Mio. Pkw heraus. Dagegen gingen die Neuzulassungen in Japan um 2 % auf 4,1 Mio. Einheiten zurück. In den USA zogen die Neuzulassungen um 0,4 % auf 17,5 Mio. Light Vehicles an. Dort zeigte sich das Pkw-Segment mit einem Rückgang von 9 % schwach, während 7 % mehr Light Trucks verkauft wurden. Kanada wuchs um 3 % auf 1,9 Mio. Light Vehicles, Mexiko sogar um 19 % auf 1,6 Mio. Fahrzeuge. Der NAFTA-Markt (Nordamerikanische Freihandelszone) konnte um insgesamt 2 % auf 21,0 Mio. Neuzulassungen zulegen.
In Westeuropa ergab sich laut VDA ein Zuwachs der Neuzulassungen von 6 % auf 14 Mio. Einheiten. Bis auf die Niederlande mit minus 15 % und die Schweiz mit minus 2 % verbuchten alle Märkte Zuwächse, wobei Irland sowie die Südländer Italien, Spanien und Portugal überdurchschnittlich zulegten. In Deutschland und Frankreich stiegen die Neuzulassungen um jeweils 5 %.
In den EU-Ländern im Osten wurden im vergangenen Jahr 1,2 Mio. Pkw neu angemeldet (+16 %). Die drei größten Einzelmärkte Polen (+17 %), die Tschechische Republik (+12 %) und Ungarn (+25 %) konnten jeweils zweistellig zulegen. Auf dem russischen Markt ergab sich im Gesamtjahr 2016 ein weiterer Rückgang von 11 % auf 1,4 Mio. Light Vehicles. In Brasilien waren die Neuanmeldungen stark rückläufig (-20 % auf 2,0 Mio. Neuzulassungen) und sanken dabei auf das niedrigste Niveau seit 2006.
Beim Blick auf die Produktionszahlen ergibt sich für den weltweiten Markt mit Zuwächsen von 6 % auf 82,9 Mio. Pkw ein fast identisches Bild wie bei den Neuzulassungen. Auch hier liegt China in der Länderbetrachtung mit einem Zuwachs von 18 % auf 23,8 Mio. Fahrzeugen an der Spitze, gefolgt von den USA (+1 % auf 11,9 Mio. Light Vehicles) und Deutschland (+1 % auf 5,7 Mio. Pkw). Bei einer regionalen Aufschlüsselung verbuchte die EU-15 einen Zuwachs von 3 % auf 13,1 Mio. Fahrzeuge und die EU-28 (ohne Malta und Zypern) von ebenfalls 3 % auf 16,9 Mio. Einheiten. In der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA stieg die Fertigung um 2 % auf 17,7 Mio. Light Vehicles, wovon 6,7 Mio. (-4 %) auf Pkw und 11,0 Mio. (+6 %) auf Light Trucks entfielen. Im Mercosur brach die Fertigung um 11 % auf 2,6 Mio. Light Vehicles ein.
AUTOMOBILABSATZ 2016 IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR IN %

1 Inklusive Light Vehicles
Quelle: VDA
Automotive-Segment mit hoher Wachstumsdynamik
KENNZAHLEN GRAMMER SEGMENT AUTOMOTIVE
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| IN MIO. EUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.270,8 | 1.008,1 | 26,1% |
| EBIT | 42,5 | 23,8 | 78,6% |
| EBIT-Rendite | 3,3% | 2,4% | 0,9%-Punkte |
| Operatives EBIT | 40,9 | 23,0 | 77,8% |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 42,8 | 31,9 | 34,2% |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 8.272 | 7.400 | 11,8% |
Das Automotive-Segment war abermals der Wachstumstreiber im Konzern. Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment weiterhin wie in Vorjahren ein deutliches Wachstum und konnte sowohl aus der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften als auch durch die positive Automobilkonjunktur in allen Hauptabsatzmärkten sowie durch diverse Neuanläufe das Geschäftsvolumen um 26,1 % auf 1.270,8 Mio. EUR (Vj. 1.008,1) ausweiten. Von dem positiven Marktumfeld profitierten insbesondere auch die von GRAMMER schwerpunktmäßig belieferten Premiumhersteller, was sich in steigenden Absatzzahlen, an denen auch GRAMMER als Zulieferer entsprechend partizipierte, bemerkbar machte. Dank der deutlichen Umsatzzuwächse sowie den erfolgreich eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie der planmäßigen Reduzierung der Vorleistungskosten konnte das Segment das operative Ergebnis des Vorjahres deutlich übertreffen. Das EBIT von 42,5 Mio. EUR (Vj. 23,8) lag deutlich über dem Vorjahreswert, die EBIT-Rendite betrug 3,3 % (Vj. 2,4). Belastet wurde dieser deutliche Anstieg der Rendite des Segments im Berichtszeitraum noch von angefallenen Kosten für die geplante Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie, die sich mit einer hohen Zahl von Neuanläufen sowie Werksauf- und Werksausbauten in allen Regionen bemerkbar machte.
Während das Segment die Umsätze in allen drei Regionen steigern konnte, zeigten sich klare Unterschiede in den regionalen Wachstumsraten. In der umsatzstärksten Region EMEA des Segments Automotive wurden im Berichtszeitraum unter anderem durch die Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften deutliche Zuwächse von 32,7 % erzielt. Damit ist es GRAMMER gelungen, die Marktposition in dieser Region weiter auszubauen. In der Region Americas konnten die Umsätze um 4,6 % gesteigert werden. In der Region APAC hat das Wachstum mit 22,6 % im Bereich Automotive wieder deutlich an Fahrt aufgenommen.
Bezogen auf die Geschäftsfelder Kopfstützen, Mittelkonsolen und Armlehnen verzeichneten wir Zuwächse bei allen Produktgruppen, wobei die Mittelkonsolen die höchsten Zuwachsraten aufwiesen.
Der im Berichtsjahr gebuchte Auftragseingang lag wiederum über dem Wert des Vorjahres. Der Hauptteil der neu erteilten Aufträge betraf vergabebedingt die Region EMEA, wobei auch Americas überproportional zum Umsatz beim Auftragseingang zulegte. Nennenswerte Neuaufträge konnten dabei in allen Geschäftsfeldern verbucht werden.
Um die Ertragskraft des Automotive-Bereichs weiter zu stärken, setzten wir die begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung von Profitabilität und Kosteneffizienz auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette fort. Die laufenden Projekte zur Prozess- und Strukturverbesserung zielen zum einen auf die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks und zum anderen auf Programme zur Kostenoptimierung der Produkte ab. Unter anderem wurde in Tschechien die Produktion am Standort in Ceska Lipa weiter stabilisiert und am Standort in Zatec konnte die Auslastung durch serienbedingte Stückzahlenerhöhungen weiter erhöht werden. Mit diesen Maßnahmen in Europa wollen wir den zukünftigen Wachstumserfordernissen im Segment Automotive gerecht werden. Die Umsetzungsmaßnahmen in China zeigen die erwarteten Erfolge und der Ausbau der Fertigung am StandortBeijing wurde planmäßig abgeschlossen. Erhebliche Kapazitätserweiterungen waren auch an unseren mexikanischen Standorten und in den USA notwendig. Diese Maßnahmen führten zu erheblichen Kostenbelastungen mit den entsprechenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis des Segments.
UMSATZENTWICKLUNG SEGMENT AUTOMOTIVE IN MIO. EUR

EBIT-ENTWICKLUNG SEGMENT AUTOMOTIVE IN MIO. EUR

Segment Seating Systems
Nutzfahrzeugmarkt in Europa legt zu
Laut VDA stagnierten die weltweiten Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen in den erfassten Ländern über alle Größenklassen hinweg und lagen bei 9,5 Mio. Fahrzeugen. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der Türkei (-12 %), in den USA (-11 %) und in Brasilien (-30 %). Auf dem weltgrößten Markt in China sanken die Neuzulassungen um 5 % auf 4,3 Mio. Nutzfahrzeuge. Europa hingegen konnte sich dem negativen Trend entziehen. In Westeuropa ergab sich ein Zuwachs von 11 % auf 2,2 Mio. Einheiten.
Bei den Neuzulassungen von Lkw über 6 t war die Lage insgesamt positiver. Weltweit stiegen hier die Neuzulassungen um 8 % auf 2,2 Mio., wobei Westeuropa auch hier mit einem Plus von 11 % überdurchschnittlich zulegte. In Deutschland war ein Plus von 3 % auf 86.000 Nutzfahrzeuge zu verzeichnen. In den USA hingegen ergab sich ein Rückgang von 11 %, der ausschließlich auf das Segment der Heavy Trucks (-23 %) zurückzuführen war. Bei den Medium Trucks wurden hingegen 4 % mehr Fahrzeuge erstmals zugelassen. In NAFTA insgesamt sanken die Neuzulassungen um -10 % auf 479.000 Fahrzeuge, in Brasilien ergab sich ein Rückgang von 31 %. In China hingegen waren die Neuzulassungen um 28 % höher und in Indien (Lkw über 7,5 t) ergab sich ein Zuwachs von 7 %.
Landtechnik rückläufig
Aufbauend auf den veröffentlichten Zahlen über das dritte Quartal dürfte die Nachfrage nach Landmaschinen in Europa für das gesamte Jahr 2016 nachgegeben haben. So gingen die Verkäufe von landwirtschaftlichen Traktoren nach Angaben des Comiteé Européen des Groupements des Constructeurs de Machines Agricoles (CEMA) in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um 4,5 % zurück. Allerdings schwächte sich der Rückgang im dritten Quartal auf minus 2,2 % ab. Die Nachfrage für die meisten anderen wichtigen landwirtschaftlichen Maschinen sank ebenfalls. Die Verkäufe von Mähdreschern dürften im Gesamtjahr um 13 % niedriger ausgefallen sein. Trotz des negativen Trends am Gesamtmarkt schnitten einige Länder wie Frankreich und Spanien relativ gut ab. Deutschland hingegen dürfte 2016 mit einen Rückgang von 9 % der schwächste Markt in Europa gewesen sein.
Baumaschinenindustrie zeigt uneinheitliches Bild
Nach Ansicht des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) dürfte der Weltabsatz gegenüber dem Vorjahr stagnieren. Dabei zeigte sich weltweit in den ersten drei Quartalen 2016 ein stark heterogenes Bild. Die höchsten Zuwächse verzeichnet Indien mit +35 %. Auch Russland erreichte ein Plus von 28 %. China und Europa legten gegenüber dem Vorjahr um 8 % zu. Einbußen teilweise im zweistelligen Bereich verbuchten Lateinamerika mit -28 %, der Nahe Osten (-23 %), Afrika (-12 %) und Nordamerika (-9 %).
Flurförderzeuge: Material-Handling mit positivem Jahr 2016
Im dritten Quartal 2016 (kumuliert) ist das Weltmarktvolumen an Flurförderzeugen (Auftragseingänge in Stückzahlen) um 6 % auf 877.000 Einheiten gestiegen. Dabei legten Europa mit +14 % und China mit +9 % überdurchschnittlich zu. Auch Nordamerika entwickelte sich mit einem Zuwachs von 3 % positiv. Die übrigen Regionen verzeichnen Rückgänge von knapp 6 %. Aufgrund der Ergebnisse der ersten drei Quartale ist auch für das Gesamtjahr mit höheren Auftragseingängen bei den weltweiten Flurförderzeugen zu rechnen.
Die deutschen Flurförderzeughändler gehen nach Angaben des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen (bbi) für 2016 von einem Anstieg des Gesamtumsatzes um etwa 6 % gegenüber dem Vorjahr aus. Das Neumaschinengeschäft hat dabei mit Zuwachsraten von 9 % überdurchschnittlich zugelegt.
Bahnindustrie: Rekordumsätze
Die Bahnindustrie in Deutschland hat das erste Halbjahr 2016 mit Rekordumsätzen abgeschlossen. Sie stiegen um 5,8 % auf 5,5 Mrd. EUR. Dank lebhafter Nachfrage aus dem Ausland stieg die Exportquote auf 54 %. Die Auftragsbücher sind nach dem Auftragsrekord im Gesamtjahr 2015 von 15 Mrd. EUR gut gefüllt. Dabei macht das Geschäft mit Schienenfahrzeugen rund drei Viertel des Umsatzes aus. Als besonders wichtig für die Branche erweist sich das Auslandsgeschäft. Es zog im ersten Halbjahr um gut 9 % auf 2,4 Mrd. EUR an. Das Inlandsgeschäft mit rollendem Material legte leicht auf 1,7 Mrd. EUR zu.
NUTZFAHRZEUGABSATZ 2016 (LKW ÜBER 6 T) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IM VERGLEICH ZUM VORJAHR IN %

Quelle: VDA
Seating Systems in schwierigem Marktumfeld gut behauptet
KENNZAHLEN GRAMMER SEGMENT SEATING SYSTEMS
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| IN MIO. EUR | 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 473,6 | 458,4 | 3,3% |
| EBIT | 39,1 | 27,8 | 40,6% |
| EBIT-Rendite | 8,3% | 6,1 % | 2,2%-Punkte |
| Operatives EBIT | 35,8 | 25,4 | 40,9% |
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) | 9,3 | 11,6 | -19,8% |
| Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) | 3.699 | 3.729 | -0,8% |
Das Geschäftsjahr 2016 des Segments Seating Systems war weiter von sehr schwierigen Marktbedingungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Regionen gekennzeichnet. Trotz weiterer marktbedingt rückläufiger Entwicklungen in Brasilien und China verzeichnete das Segment Seating Systems im Geschäftsjahr 2016 einen erfreulichen leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,3 %. Absolut lag der Umsatz des Segments im Berichtszeitraum bei 473,6 Mio. EUR und damit um 15,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Offroad-Bereich wies in einem schwierigen Landtechnik- und befriedigenden Baumaschinenmarkt moderate Umsatzzuwächse aus. Die leicht rückläufigen Umsätze im Geschäftsfeld Lkw, welche sich aufgrund der anhaltenden Marktschwäche in Brasilien ergaben, und der nach wie vor schwachen Konjunktur in China konnten so kompensiert werden. Auch die Umsätze des Geschäftsfeldes Bahn fielen projektbedingt niedriger aus. Nur der Aftermarket-Bereich entwickelte sich im Verhältnis zum gesamten rückläufigen Umfeld positiv und konnte stabile Umsätze ausweisen.
Die Umsätze in der Region Americas blieben deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück. Während das Geschäft mit Offroad-Produkten in Nordamerika nahezu stabil verlief, setzte sich im Berichtsjahr die anhaltende Schwäche des südamerikanischen Lkw-Marktes, der sich GRAMMER mit seiner starken Marktpositionierung in Brasilien nicht entziehen konnte, weiter fort.
Etwas erfreulicher entwickelte sich das Geschäftsvolumen in der Region APAC, welches im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen konnte. So hatte der Offroad-Bereich moderate Zuwächse zu verzeichnen und im Lkw-Bereich gab es keine weiteren marktbedingten Umsatzeinbrüche zu verkraften.
Trotz dieser marktbedingten Verschiebungen in der Struktur der Umsatzerlöse sowie weiteren Kosten zur Optimierung und die für die Produktion in Tupelo anfallenden Aufbaukosten konnten wir sowohl aufgrund der leichten Markterholung in der Region EMEA, dem Zuwachs in den margenstärkeren Geschäftsfeldern als auch auf Basis der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen einen Anstieg im operativen Ergebnis und in der operativen Marge erzielen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Segments Seating Systems lag im Geschäftsjahr bei 39,1 Mio. EUR (Vj. 27,8). Die EBIT-Rendite des Segments betrug im Berichtszeitraum 8,3 % (Vj. 6,1).
UMSATZENTWICKLUNG SEGMENT SEATING SYSTEM IN MIO. EUR

EBIT-ENTWICKLUNG SEGMENT SEATING SYSTEM IN MIO. EUR

Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens
Nach der im Geschäftsjahr 2016 erzielten Steigerung des Umsatzes und Ertrages sowie auch auf Basis der soliden Finanzierungsstruktur sehen wir den GRAMMER Konzern weiterhin gut aufgestellt, trotz des teilweise schwierigen Marktumfelds und der Fortsetzung der Umsetzung der Wachstumsstrategie, die gesetzten Ziele zu erreichen sowie die wirtschaftlichen und globalen Herausforderungen zu meistern. In den von uns bearbeiteten Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und konnten in vielen Bereichen aufgrund unserer innovativen und qualitativ hochwertigen Produkte auch im Berichtsjahr Marktanteile hinzugewinnen. Mit wachsenden Umsätzen und einem deutlich gesteigerten Ergebnis nach Steuern sowie einem steigenden positiven operativen Cashflow wird GRAMMER auch in Zukunft in der Lage sein, das organische Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren und weiter strategisch zu expandieren. Unsere ausgewogene Finanzierungsstruktur sowie die Eigenkapitalquote von 26 %, trotz mehrerer strategischer Aktivitäten, verleihen uns die notwendige Flexibilität, sich zukünftig im Markt voraussichtlich ergebende Chancen nutzen zu können. Die derzeitige wirtschaftliche Situation der Gruppe ist insofern sehr positiv zu bewerten.
Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Erhöhung der Beschäftigtenzahl aufgrund der Geschäftsentwicklung
Zum 31. Dezember 2016 waren im GRAMMER Konzern insgesamt 12.250 Mitarbeiter unter der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften beschäftigt (Vj. 11.3971 ).
Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich durch die Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften, wobei bereinigt um diesen Effekt die Anzahl der Mitarbeiter durch Optimierungsmaßnahmen und Anpassungen an Marktrückgänge leicht zurückging. Die Personalkostenquote blieb dabei weitgehend stabil. Im Jahresdurchschnitt waren 12.144 Mitarbeiter (Vj. 10.9951 ) im Konzern tätig, wobei der Anstieg aus dem Effekt der erstmaligen Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften sowie den Produktneuanläufen herrührt.
Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag auf 8.272 (Vj. 7.400). Im Laufe des Geschäftsjahres stieg aufgrund der Einbeziehung der GRAMMER Interior Components Gesellschaften sowie der Volumensteigerung, vor allem an den Fertigungsstandorten in China die Anzahl der Mitarbeiter. Gegenläufig wirkten die Optimierungsmaßnahmen wodurch sich eine unterproportionale Steigerung der Mitarbeiter ergab.
Im Segment Seating Systems sank die Anzahl der Mitarbeiter leicht auf 3.699 (Vj. 3.729). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die weiter rückläufige Entwicklung im brasilianischen Lkw-Markt, woraus sich nochmals Anpassungen der Kapazitäten am Standort Brasilien ergaben. Gegenläufig waren leichte Zuwächse im internen Zulieferwerk in Bulgarien aufgrund von Neuanläufen zu verzeichnen.
Im Zentralbereich stieg die Anzahl der Mitarbeiter mit 279 (Vj. 268) gegenüber dem Vorjahresniveau leicht an.
Um das gestiegene Geschäftsvolumen und die bevorstehenden Produktneuanläufe abwickeln zu können, erwarten wir auch im Geschäftsjahr 2017 einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahl.
1 ohne ehemalige REUM Gruppe, (Vj. 905)
Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen
Talent Management stellt einen wesentlichen Faktor zur Sicherung und Weiterentwicklung unseres unternehmerischen Erfolgs dar. Engagierte Mitarbeiter mit Ideen, Wissen und hoher Kompetenz tragen entscheidend dazu bei, unsere erfolgreiche Position weiterzuentwickeln und unsere Wettbewerbsstärke im internationalen Umfeld auszubauen. Eine Vielzahl unterschiedlichster Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen weltweit werden deshalb seitens GRAMMER angeboten. Im Jahr 2016 wurde der Bereich Talent Management & Employer Branding neu etabliert und die Personalentwicklungsprogramme in der Gruppe neu strukturiert und konzeptioniert. Ziel der Maßnahme war es, den Anforderungen im Hinblick auf Motivation und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiter künftig noch besser gerecht zu werden. Ein Trainingskatalog, welcher jährlich aktualisiert wird, bietet allen Mitarbeitern einen Überblick über mögliche Weiterbildungsmaßnahmen und beinhaltet konzernweit standardisierte Trainingsmodule. Unser integriertes Trainingsprogramm gliedert sich in unterschiedliche Segmente: "GRAMMER Corporate Executive" fokussiert auf die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "GRAMMER Senior Management"-Programm richtet sich vorrangig an die mittlere Managementebene mit einem speziellen Fokus auf die Produktionsmitarbeiter. Die beiden Module "GRAMMER High Potentials" sowie die "GRAMMER Talents" werden ebenfalls in eigenen Programmen gefördert, um geeignete Mitarbeiter gezielt auf weiterführende Aufgaben vorzubereiten. Erste Pilotprojekte wurden zu diesen integrierten Programmen in Deutschland im Jahr 2016 gestartet. Im laufenden Jahr werden die Mitarbeiter der gesamten Gruppe einbezogen.
Das Gesamtkonzept richtet seine Inhalte am Leitbild, an den Zielen und an der Strategie des Konzerns aus und fokussiert sich stark auf die weitere Internationalisierung des Konzerns.
Neben der Führungslaufbahn bietet GRAMMER auch eine Expertenlaufbahn an, die hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten bietet und sie im Unternehmen als Wissens- und Erfahrungsträger optimal positioniert. 2016 wurde zudem eine Projektmanagementlaufbahn erarbeitet, welche 2017 implementiert wird.
Der Konzern ist sowohl in Deutschland in der Region Bayern als auch in den weltweiten Standorten ein wichtiger Faktor in der Aus- und Weiterbildung und wird dies auch im Jahr 2017 weiter sein. Wir sind bestrebt, unsere Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen international in jeder Hinsicht auf die Zukunft auszurichten, um den aus- und weitergebildeten Mitarbeitern an allen Standorten die besten beruflichen Perspektiven zu ermöglichen. So arbeiten wir zum Beispiel am Standort Amberg, an welchem die Ausbildung mit einem eigenen Ausbildungszentrum und Ausbildern seit langer Zeit wichtiger Bestandteil der Nachwuchsgewinnung ist, an einem modernisierten Konzept unter Einbeziehung der neu in die GRAMMER Gruppe gestoßenen Mitarbeiter der ehemaligen REUM Gruppe. Die ausgebildeten Fachkräfte übernehmen wir, soweit es die Personalpolitik zulässt und ausreichender Bedarf besteht, in unser Unternehmen. Auch 2016 stellten wir in den verschiedensten Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Rekrutierungsveranstaltungen im universitären Umfeld - dies auch im internationalen Ausland - sowie über eine Kooperation mit der Ostbayerischen Technologischen Hochschule (OTH), ein gelungenes Beispiel für unser erfolgreiches Engagement hinsichtlich der Vernetzung von Wirtschaft und Hochschule.
MITARBEITER NACH SEGMENTEN VORJAHRESWERT IN KLAMMERN

ZUM STICHTAG 31. DEZEMBER
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| 2016 | 2015 | VERÄNDERUNG | |
|---|---|---|---|
| Seating Systems | 3.699 | 3.729 | -0,8% |
| Automotive | 8.272 | 7.400 | 11,8% |
| Central Services | 279 | 268 | 4,1% |
| Mitarbeiter | 12.250 | 11.397 | 7,5% |
Aufsichtsrat und Vorstand
Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Die Bestellung von Herrn Hartmut Müller zum Mitglied des Vorstands der GRAMMER AG sowie zum Vorstandsvorsitzenden wurde per Beschluss des Aufsichtsrats vom 22. März 2016 bis zum 31. Januar 2022 verlängert. Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2016 weder Veränderungen im Aufsichtsrat noch im Vorstand.
Grundzüge des Vergütungssystems
Seit dem 1. August 2010 enthält die Vergütung der Vorstände nachfolgend beschriebene Elemente. Der Vorstand erhält eine erfolgsunabhängige (70%) und eine erfolgsabhängige (30%) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente besteht aus zwei Anteilen, einem kurz- und einem langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung, des GEVA, welcher sich als ROCE minus WACC errechnet. Der ROCE ist der Quotient aus dem operativen Ergebnis nach Steuern und dem betriebsnotwendigen Kapital. Der WACC stellt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar. Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmensweite grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Auf den Langfristbonus kann ein Abschlag geleistet werden, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtsratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen. Die Angaben gemäß § 160 AktG sind im Konzernanhang dargelegt.
Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2012 geändert und ist seit dem Geschäftsjahr 2012, wie im Nachfolgenden erläutert, geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung, Directors-and-Officers-Liability-Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird. Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung gibt es nicht und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.
Beschaffungsmanagement
Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dazu ist der Konzerneinkauf zentral in der GRAMMER AG angesiedelt. Für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette müssen weltweit die richtigen Lieferanten identifiziert werden. Zentrale Aufgaben des Einkaufs sind auch die Steuerung der Lieferantenentwicklung und des Projekteinkaufs. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit verbunden durch die Nutzung von Skaleneffekten sowie gezielter Lokalisierung von Beschaffung in den Regionen werden Kostenvorteile erzielt. Die Beschaffungsorganisation ist zentral nach Commodities organisiert, deren Mitarbeiter weltweite Verantwortung haben, aber auch regional angesiedelt sind, um eine höhere Durchdringung und ein besseres Verständnis der globalen Märkte zu erreichen. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den Ausbau der E-Sourcing-Plattform e-Procurement sowie der Plattform ASTRAS mit den Kernprozessen e-RFX (elektronische Ausschreibung) und den Ausbau des eAuction-Tools vor, das bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingesetzt wurde, zum anderen die Ausweitung der Beschaffung in den Schwellenländern, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" positive Wertbeiträge zu erzeugen. Die bereits 2013 aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren, wurden fortgesetzt. Weiterhin sollen die Einkaufsprozesse entlang des Produktentstehungsprozesses weiter optimiert werden. So wird zum einen das Engagement des Einkaufes bereits ab der Entwicklungs- und Projektphase gestärkt. Zum anderen ermöglicht die Organisation eine noch stärkere Beteiligung des Einkaufes an Optimierungsmaßnahmen in der Serienproduktion. Darüber hinaus wird es durch die Einführung des Cost Engineering allen Teilen der Einkaufsorganisation möglich werden, ihre Effektivität aufgrund einer verbesserten Datenbasis deutlich zu steigern.
Unser weltweites Lieferantenmanagement hilft uns weiterhin bei der strategischen und kontinuierlichen Entwicklung unserer Lieferanten. Die qualifizierte Auswahl, Weiterbildung und laufende Bewertung sorgen dafür, dass die Potenziale und die Innovationskraft unserer Zulieferer gewinnbringend genutzt werden und eine solide Basis der Beschaffung in allen Regionen entsteht.
Produktion
Der GRAMMER Konzern produziert und vertreibt seine Produkte weltweit mit 40 Produktions- und Logistikstandorten in 19 Ländern. Produktionsstandorte in Kundennähe sind für uns strategisch notwendig, um Kosten zu senken und unsere Position im internationalen Wettbewerb zu verbessern. Dazu haben wir in der Beschaffung neue Strukturen aufgebaut, die auch auf lokale Partner in den jeweiligen Regionen setzen. Die Internationalisierung unserer Wertschöpfungskette und den kontinuierlichen Ausbau unserer Produktionskapazitäten weltweit (Mexiko, USA und China) werden wir in Zukunft weiter voranbringen. Ein weiterer wichtiger Baustein für den GRAMMER Konzern ist das Thema Qualität. Dieses beginnt bereits in der Entwicklung und zieht sich bis zu den Produkten im Produktionsprozess durch. In der Fertigung gewährleisten wir durch einheitlich definierte Standards mit globaler Gültigkeit, welche sich auf die Bereiche Fertigungsverfahren und -technologie, Anlagentechnik und Logistik beziehen, entlang der gesamten operativen Wertschöpfungskette eine gleichbleibend hohe Qualität der erzeugten Produkte und Leistungen. Damit sichern wir die hohe Qualität unserer Produkte unabhängig davon, wo diese gefertigt wurden. Die so definierten Produktionsmethoden und -systeme werden weltweit einheitlich angewendet und im Rahmen von institutionalisierten Verbesserungsprozessen kontinuierlich optimiert.
Mit dem GRAMMER Produktions-System (GPS) koordiniert und steuert GRAMMER die Produktionsmethoden des Konzerns. Dadurch sind die operativen Einheiten in der Lage, jederzeit die erforderlichen Fertigungsprozesse bereitzustellen und die Anforderungen der Kunden hinsichtlich Qualität und Lieferservice zu erfüllen. Das GPS ist der methodische Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten des Konzerns im Sinne von Lean Manufacturing gestalten und prozessual steuern. Zur stetigen Weiterentwicklung des "Lean Manufacturing"-Ansatzes hat der Konzern ein weltweites Trainingsprogramm etabliert, das jedes Werk, jede Einheit und Funktion einbezieht - mit der Lean Academy und dem installierten kontinuierlichen Lernprozess setzen wir unsere Maßstäbe konsequent und nachhaltig um.
Mit der Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften wurden weitere Technologien in unser Portfolio, insbesondere in der Oberflächenveredelung, aufgenommen, die internationalisiert werden sollen.
Alle Regionen bis auf Brasilien wurden durch Aufbau oder Ausbau weiterer Fertigungskapazitäten sowie durch die Verbesserung der Supply-Chain und die Lokalisierung von Lieferanten und Produktionstechnologie weiter gestärkt.
Qualitätsmanagement
Eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und Leistungen sind entscheidende Erfolgsfaktoren, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. GRAMMER hat seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm, GPQ (GRAMMER Produces Quality), etabliert, das sämtliche Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht und darauf ausgerichtet ist, systematisch hohe Qualitätsstandards zu sichern und Qualitätsverbesserungen zu erzielen. Diese werden mittels standardisierter Verfahren zeitnah global ausgerollt, um ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten. Wesentliches Ziel dieser Maßnahmen ist es, hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung mit unseren innovativen Produkten zu erreichen. Interne Audits und Bewertungen, Benchmarks im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Getragen von dieser Philosophie und den hohen Ansprüchen der Kunden ist es erklärtes Ziel unserer Qualitätskultur, eine fortwährende Verbesserung von Produkten und Prozessen zu erreichen. Weiterbildung und regelmäßiges Training unserer Mitarbeiter hinsichtlich der Qualität sollen unser hohes Niveau stetig weiterentwickeln und sicherstellen, dass GRAMMER auch zukünftig als Qualitäts- und Innovationsführer im Markt wahrgenommen wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Qualitätspolitik ist die Produktsicherheit. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit der Endnutzer dienen, stellt die Produktsicherheit im gesamten Entstehungsprozess ein vorrangiges Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Ausgehend von der Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um, sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, die über diese Anforderungen hinausgehen, um unseren Zielen gerecht zu werden.
Vertrieb und Kundenmanagement
Der GRAMMER Konzern ordnet seine Geschäftsbereiche und den Vertrieb nach Produktgruppen. Damit stellen wir eine hohe Produktkompetenz sicher, die für eine optimale Betreuung der Kunden erforderlich ist. Vertrieb und Kundenmanagement sind mit globaler Verantwortung ausgerichtet. Die Kundenwünsche werden durch den Vertrieb erfasst und im Geschäftsbereich zielgerichtet umgesetzt. Unser Handeln orientiert sich dabei sehr nah an den Anforderungen der Kunden. Eine darauf aufbauende nachhaltige Entwicklung der Kundenbeziehungen ist die Grundlage unseres langjährigen Erfolgs und Wachstums.
Prozessvorgaben wie das GRAMMER PDS (Product Development System) sind die Grundlage einer systematischen stabilen Produktentwicklung. Das Ziel ist hierbei, die Produkte für die Kunden in der spezifizierten Qualität zum geplanten Zeitpunkt und der gewünschten Menge zur Verfügung zu stellen. Das PDS fördert die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Suche nach innovativen Lösungen.
Nachtragsbericht
Am 13. Februar 2017 wurde der GRAMMER AG der Antrag der Cascade International Investment GmbH auf Erteilung einer Ermächtigung nach § 122 Abs. 3 AktG vom Amtsgericht Amberg zugestellt. Gegenstand des Antrags ist, eine Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung der GRAMMER AG zu erwirken. Als Tagesordnungspunkte für die geforderte Hauptversammlung wurden die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern, Neuwahlen zum Aufsichtsrat sowie der Vertrauensentzug gegenüber dem Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Hartmut Müller, angebracht. Des Weiteren wurde das Gericht um die Bestimmung eines Versammlungsleiters nach § 122 Abs. 3 S. 2 AktG gebeten. GRAMMER hatte die Gelegenheit, bis zum 28. Februar 2017 hierzu Stellung zu nehmen.
Das Amtsgericht Amberg hat den Antrag der Cascade International Investment GmbH auf Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung am 7. März 2017 mit der Begründung zurückgewiesen, dass für den Antrag kein Rechtsschutzbedürfnis bestehe, da es der Cascade International Investment GmbH zuzumuten sei, mit ihren Anliegen bis zur geplanten Hauptversammlung zuzuwarten.
Die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG findet gemäß unseres Finanzkalenders 2017 am 24. Mai 2017 statt.
Am 14. Februar 2017 beschloss die GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Begebung einer Pflichtwandelanleihe im Nennbetrag von 60 Mio. EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das notwendige Bedingte Kapital wurde in der Hauptversammlung 2014 unter Tagesordnungspunkt 8 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen (HV-Niederschrift, Notar Dr. Frank, URNr. 1333/2014). Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 16. Juni 2014 in das Handelsregister eingetragen.
Die Pflichtwandelanleihe wird in circa 1.062.447 neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag in Höhe von circa 9,2 % des Grundkapitals wandelbar sein. Der Wandlungspreis beträgt 56,4734 EUR je Aktie bei einem Anleihezins von 1,625 %. Nach Ablauf der einjährigen Laufzeit nach Ausgabe wird die ausstehende Pflichtwandelanleihe zwingend in Aktien der Gesellschaft gewandelt, soweit der Anleihegläubiger nicht bereits zuvor sein Wandlungsrecht ausübt.
Die Pflichtwandelanleihe wurde an ein verbundenes Unternehmen des chinesischen Automobilzulieferers Ningbo Jifeng Auto Parts Co. Ltd. begeben. Sie ist ein wesentlicher Baustein für die Gründung einer zukünftigen strategischen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Diese strategische Allianz soll die gemeinsame Wettbewerbsposition der beiden international tätigen Innenraumspezialisten, insbesondere im chinesischen Markt, verbessern und damit das zukünftige Wachstum und die Wertsteigerung sichern.
Corporate Governance - Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§161 AktG) ist in diesem Geschäftsbericht abgedruckt. Dieser kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance eingesehen werden.
Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals:
Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen:
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
Der Anhang zum Jahresabschluss 2016 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 21 WpHG.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen:
Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben:
Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung:
Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§§ 84 und 85 AktG sowie § 31 MitBestG). Gemäß § 8 ff. der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 2 AktG, in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt. Nach § 13 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung der Satzung betreffen.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Der Vorstand ist bis zum 27. Mai 2019 zur Begebung von Genussrechten mit oder ohne Options- oder Wandlungsrecht/-pflicht und/oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ermächtigt. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). GRAMMER hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Aktuell besteht eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken, die bis zum 27. Mai 2019 befristet ist.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind:
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten eine Change-of-control-Klausel. Jeder Vorstand hat im Falle eines Kontrollwechsels innerhalb von drei Monaten ein Sonderkündigungsrecht. Wird das Sonderkündigungsrecht ausgeübt, besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung von 150 % des im Dienstvertrag vereinbarten Abfindungs-Caps von zwei Jahresgesamtvergütungen. Zudem bestehen Entschädigungsvereinbarungen mit einzelnen Mitarbeitern der obersten Führungsebene im Falle eines Kontrollwechsels.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen:
Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Kreditvertrags mit einem Bankenkonsortium über Kreditfazilitäten von maximal 180 Mio. EUR, der im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Entsprechende Klauseln sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen der GRAMMER AG über insgesamt 241,5 Mio. EUR vorgesehen. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann - einzeln oder gemeinsam - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns signifikant beeinträchtigt wäre.
Chancen- und Risikobericht
Risikopolitik und -grundsätze
Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die abgesichert werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:
| ― | Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan bzw. Ziel. |
| ― | Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mögliche, mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene, bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken,insbesondere Risiken, die von der Marktseite, wie z. B. Konjunkturrisiken, ausgehen sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, trägt der Konzern selbst. Der Konzern strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren. |
| ― | In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben Risiken in ihrem Verantwortungsbereich so weit als möglich zu minimieren und zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden. |
Risikomanagementprozess
Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren und zu beurteilen, sodann zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, hat der GRAMMER Konzern ein konzernweites, einheitliches Risikomanagementsystem etabliert. Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risiko Monitoring und Controlling und umfasst auch und gerade die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken, aber auch Chancen. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen deren Wirksamkeit und werden regelmäßig informiert. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche zu ungeplanten Ergebnisabweichungen führen können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Zu diesem Zweck wird mehrmals im Jahr ein Chancen- und Risikobericht erstellt. Die Meldungen ins Risikomanagementsystem werden unabhängig erhoben, so dass eine möglichst breite Erfassung gewährleistet ist und eine Beurteilung im Vier-Augen-Prinzip erfolgt. Darüber hinaus hat der GRAMMER Konzern, um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen oder den Kodex des GRAMMER Konzerns zu melden, eine Compliance-Email-Adresse eingerichtet. Über dieses Medium können, soweit gesetzlich erlaubt, auch anonym Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen wie Bestechung oder rechts- und kodexwidrigen Verhalten, aber auch Manipulationen aller Art mitgeteilt werden. Die Konzernrevision prüft und beurteilt diese Hinweise, die diese, soweit erforderlich, dann auch mit Unterstützung anderer Funktionen abschließend bearbeitet.
Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral erfasst und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken verfolgt werden. Das Risikomanagement wird durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf den GRAMMER Konzern zugeordneten Clusterung, dem sogenannten Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.
Risiken
In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Die Beurteilung der aufgeführten Risiken hat mindestens für das folgende Geschäftsjahr Bestand. Als wesentlicher Aspekt des Risikomanagements wird versucht, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Umfeld- und Branchenrisiken
Der GRAMMER Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen sowohl an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen und wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf passen wir Produktion und Kapazitäten entsprechend an. Der GRAMMER Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden der veränderten Umsatzsituation frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken wie unter anderem Preisdruck, kurze Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge in Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen und die Volatilität nimmt zu. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, welche durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den einzelnen Märkten nimmt stetig zu, so dass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unsere Geschäftsfelder geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch negativen Entwicklungen.
Im Zuge der Konsolidierung von Märkten und Marken entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können.
Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.
Üblicherweise beinhalten Lieferverträge insbesondere mit den wesentlichen Kunden des GRAMMER Konzerns rechtlich verbindliche Zusagen über einen bestimmten Zeitraum, bestimmte in der Regel noch zu entwickelnde Produkte zu beziehen bzw. bestimmte (Mindest-)Liefermengen abzunehmen, aber nicht ein bestimmtes Produkt exklusiv von Gesellschaften des GRAMMER Konzerns zu beziehen. Die konkreten Produkte und Liefermengen werden in separaten Abrufen bestellt, die zeitlich kürzer sein können, aber die eine konkrete Verpflichtung zur Abnahme darstellen. Aus rein rechtlicher Sicht sind die wesentlichen Kunden des GRAMMER Konzerns grundsätzlich in der Lage, mittelfristig auch große Aufträge bzw. Produktvolumen abzuziehen. Da ein Auftragsabzug in der laufenden Serienproduktion für die Kunden jedoch mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden ist und einen erheblichen Zeitvorlauf erfordert, ist zumindest der Komplettabzug des gesamten Auftragsbestandes durch einen Kunden eher sehr selten. Dies würde sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung unserer Kapazitäten und Fertigungsstrukturen entsteht das Risiko, dass durch die Zusammenlegung und Schließung von Standorten zunächst Belastungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen und es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommt oder ihr Nutzen geringer ausfallen könnte, als ursprünglich geplant und angenommen war.
Unsere Handlungsfelder umfassen zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Mögliche Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da diese Risiken Marktreaktion, Integration von Mensch und Technologie sowie Produkten und Entwicklungen beinhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken auch hinsichtlich der Umsetzung und aus den bei solchen Transaktionen üblichen Akquisitions-, Integrations- und sonstigen Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.
Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Im Hinblick auf wesentliche Veränderungen in der Aktionärsstruktur und einen daraus resultierenden möglichen Kontrollwechsel könnten sich mittel- und langfristig Risiken hinsichtlich der Kundenbindung und damit der Gewinnung von neuen Aufträgen ergeben.
Beschaffungsrisiken
Der GRAMMER Konzern ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für den GRAMMER Konzern relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer teilweisen Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einem engen Monitoring von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten.
Qualitätsrisiken
GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung der hohen externen und internen Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass potenzielle Qualitätsrisiken auftreten, die aus der Entwicklung und Abstimmung mit dem Kunden resultieren und deswegen von GRAMMER zu vertreten sind. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen und -verflechtungen über Kontinente hinweg, die sich aufgrund unserer globalen Ausrichtung und Markttätigkeit zwangsläufig ergeben. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir im gesamten Konzern etabliert.
Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu minimieren, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch GRAMMER dar.
Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der GRAMMER Konzern ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken schon allein aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und den im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken ausgesetzt. Der Konzern hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen Tschechische Krone, US-Dollar, Mexikanischer Peso, Brasilianischer Real sowie Chinesischer Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum, oder der Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken.
Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich der GRAMMER Konzern nicht vollständig entziehen und es können daraus Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auftreten. Der GRAMMER Konzern versucht, Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln (z. B. Schuldscheindarlehen) sowie den Einsatz von Derivaten zu minimieren. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden. Im Jahr 2015 wurde die zweite Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass uns nun der Konsortialkredit bis 2020 zur Verfügung steht. Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Mögliche Risiken in Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel sind in der Finanzlage dargestellt. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquidität wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen und somit eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement kontrolliert. Durch die im Markt befindlichen Unsicherheiten und Risiken im Zinssatz sowie durch Bilanzierungsänderungsvorgaben kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden, wobei dies sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten kann. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu wesentlichen Bewertungsparametern wie den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.
Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, versuchen wir, die erläuterten Risiken zu vermindern. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten moderaten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.
Rechtliche Risiken
Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. Sogenannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Durch die strikte Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften können sich Einschränkungen ergeben, die im Wettbewerbsumfeld zu Nachteilen führen können. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können.
Personalrisiken
GRAMMER ist als Entwicklungsspezialist und Innovationsführer auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass der Konzern in Zukunft nicht in jedem Land und Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden kann. Insbesondere in den Wachstumsmärkten China und NAFTA ist aufgrund des starken Wachstums mit einer erhöhten Fluktuation zu rechnen.
IT- und Informationsrisiken
Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER schützt sich durch geeignete Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe es ist, den Schutz sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft.
Ökologische Risiken
GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001 sowie einem Energiemanagementsystem auf der Basis der ISO 50001. Das Managementsystem des GRAMMER Konzerns berücksichtigt alle Forderungen beider Systeme. In diesem legen wir weltweit gültige Umwelt- und Energieeffizienzstandards fest (z. B. Umweltprogramme, Umweltziele und Energieziele), die durch Umwelt- bzw. Energiemanagementbeauftragte an den Standorten vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 bzw. 50001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann es aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen.
Merkmale des internen Kontrollsystems
Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess. |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. verantwortlichen Abteilungen. |
| ― | Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen. |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. |
| ― | Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. |
| ― | Maßnahmen, die eine ordnungsgemäße Durchführung des Konsolidierungsprozesses sicherstellen. |
Chancenmanagement
Innerhalb der GRAMMER Gruppe werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen für den GRAMMER Konzern mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Chancen werden dabei als positive Abweichung von einem unter Unsicherheit festgelegten Ziel definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen innerhalb der GRAMMER Gruppe auftreten.
Chancen
Marktchancen
Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für die GRAMMER Gruppe dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.
Weltweite Konjunktur
- Aufgrund der globalen Präsenz des GRAMMER Konzerns bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Konjunktur zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage bieten.
Wachstum in Kernregionen
- Insgesamt hat für GRAMMER die Bedeutung von Nord- und Südamerika sowie China weiterhin stark zugenommen. Im Segment Automotive ist GRAMMER hier zunehmend Lieferant für lokale Hersteller sowie für seine europäischen Partner im Premiumsegment. In China ergeben sich aus der Auftragsgewinnung von weltweit tätigen und lokalen OEMs neue Chancen. Im Segment Seating Systems sind wir mit einer lokalen Fertigung im chinesischen Lkw-Markt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwarten bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Chancen ergeben sich unter anderem auch aus den Produktmerkmalen Ergonomie und Sicherheit.
Wachstum mit größerem Kundenstamm
- Für den GRAMMER Konzern bieten sich durch das Erschließen neuer Kundensegmente ebenfalls neue Chancen. Dies begründet sich einerseits durch die globale Expansion bestehender Kunden, andererseits auch durch die erhöhte Penetration lokaler Kunden in neuen Märkten. Derartige Chancen haben sich bisher in einer erhöhten Kundendiversifikation in den USA und in Asien niedergeschlagen.
Fokussierung auf das Premiumsegment
- GRAMMER ist mit seinen innovativen und ansprechenden Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. GRAMMER ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.
Globale Megatrends
- GRAMMER ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherer Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. GRAMMER strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Seating Systems ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern kann ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Segment Seating Systems führen, da landwirtschaftliche Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.
Strategische Chancen
Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.
Anorganisches Wachstum
- Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Erweiterung und Abrundung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.
Effizienzmaßnahmen
- Wir arbeiten permanent an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere Kosten weiter zu optimieren und somit unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seine Aufstellung hinsichtlich der Standorte.
Innovationen
- Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Segmenten gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.
Beurteilung der Risiken und Chancen
Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichende Vorsorgen und Maßnahmen getroffen hat, den identifizierten Risiken zu begegnen. Die uns derzeit bekannten Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine für den Konzern bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur, insbesondere in den Kernmärkten, hat im Geschäftsjahr 2016 das Wachstum des GRAMMER Konzerns weiter unterstützt. Für den Fall, dass die globale Konjunktur auch in Zukunft positiv verläuft, können sich zusätzliche Chancen für die GRAMMER Gruppe ergeben.
Prognosebericht
Ausblick 2017
Weltwirtschaft gewinnt an Schwung
Die Weltwirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle 2016 durchschritten und dürfte im weiteren Verlauf an Tempo zulegen. Jedoch bergen das britische Votum für den EU-Austritt sowie protektionistische Tendenzen in den USA und Europa nach Einschätzung des IWF erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft. Die ökonomischen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung vom vergangenen Jahr seien zwar noch sehr unklar, dennoch bewertet der Weltwährungsfonds das Votum der Briten als Teil einer globalen Bewegung hin zu mehr wirtschaftlicher Abschottung. Solche Tendenzen könnten das Investitionsklima eintrüben und die Schaffung neuer Jobs begrenzen.
Der Verlauf der Weltkonjunktur ist derzeit auch deshalb besonders schwer abzuschätzen, weil in den USA eine neue Regierung angetreten ist, welche politische Kursänderungen für die nahe Zukunft angekündigt hat. Des Weiteren werden zudem die negativen Auswirkungen der extrem lockeren Geldpolitik deutlich. In einem Umfeld erhöhter politischer Unsicherheit wird zudem mehr und mehr klar, dass die Geldpolitik an ihre Grenzen gestoßen ist.
In seinem Basisszenario rechnet der IWF 2017 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % und mithin um 0,3 %-Punkte mehr als im vergangenen Jahr. Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird sich mit +1,9 % etwas verstärken, was auf die insgesamt weiter expansive Geldpolitik, Impulse von der Fiskalpolitik sowie auf eine allmähliche Beschleunigung des Lohnanstiegs zurückzuführen sei. Dem steht allerdings entgegen, dass sich die Kaufkraft nicht weiter durch sinkende Energiekosten erhöht. Einen großen Satz nach vorne dürfte die US-Wirtschaft mit einem Plus von 2,3 % machen. Maßgeblich für die Beschleunigung ist die expansive Wirtschaftspolitik, die durch sinkende Realzinsen und deutliche Impulse seitens des Staates durch höhere Ausgaben und Steuersenkungen angeregt werden dürfte. In der Eurozone hingegen ist eine moderate Wachstumsabschwächung auf 1,6 % zu erwarten. Nach wie vor belasten ungelöste Strukturprobleme in einem Teil des Währungsgebiets den Ausblick. Da im Jahr 2017 Parlamentswahlen in vier der größten sechs Mitgliedsstaaten des Euroraums anstehen (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande), sind die Unsicherheiten über die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik beträchtlich. In Großbritannien dürfte sich laut IWF das Brexit-Votum zunehmend bemerkbar machen und das wirtschaftliche Wachstum auf 1,5 % drücken. Die wechselkursbedingt höhere Inflation und die kaum noch steigende Beschäftigung dürften die Realeinkommen und damit den privaten Konsum bremsen. Auch bei den Investitionen zeichnet sich eine Zurückhaltung ab, da sich die Absatzperspektiven angesichts der Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen verschlechtern. Das Wachstum in Kanada dürfte laut IWF auf 1,9 % zulegen, Japan hingegen wird wohl auch 2017 mit einem Zuwachs von 0,8 % nur sehr leicht an Wachstum gewinnen.
Die Expansion in den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte sich weiter auf 4,5 % beschleunigen. Während das Wachstum in China erneut leicht auf 6,5 % abnehmen dürfte, ist in Indien mit einer anhaltend hohen Rate von 7,2 % zu rechnen. In Russland dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion voraussichtlich wieder leicht um 1,1 % steigen. In Deutschland und dem Euro-Raum wird mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 % bzw. 1,6 % gerechnet und in den USA geht man von einem Wachstum von 2,3 % aus. In Brasilien hingegen lässt eine spürbare konjunkturelle Erholung weiter auf sich warten. Die Wirtschaft dürfte 2017 um lediglich 0,2 % zulegen.
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BRUTTOINLANDSPRODUKT) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %

Quelle: IWF
Prognose Automotive
Weltweiter Pkw-Markt legt weiter leicht zu
Der Verband der Automobilhersteller VDA ist angesichts des konjunkturellen Umfelds zuversichtlich für das Jahr 2017 gestimmt. Insgesamt dürften die Neuzulassungen auf dem Pkw-Weltmarkt 2017 um 3 % auf 85,0 Mio. Einheiten steigen. Dabei geht der Verband davon aus, dass bei den beiden stark schwächelnden Industrienationen Brasilien und Russland die lange Talfahrt ein Ende findet. Für Russland wird erstmals wieder ein leichtes Wachstum von 5 % auf 1,5 Mio. Pkw prognostiziert, Brasilien dürfte auf dem niedrigen Vorjahresniveau von knapp 2,0 Mio. stagnieren. Kaum Veränderung ist 2017 auch bei den Zulassungszahlen in Westeuropa zu erwarten (14,1 Mio.). Der Erholungsprozess in den südlichen Ländern dürfte sich fortsetzen, der deutsche Markt dürfte sich auf dem hohen Niveau bei 3,4 Mio. Pkw stabilisieren. Für das Vereinigte Königreich geht der VDA von einem Rückgang von 6 % auf 2,5 Mio. Pkw aus. Eine Seitwärtsbewegung ist für die USA (17,5 Mio. Light Vehicles) und den nordamerikanischen Freihandelsmarkt insgesamt (21,1 Mio.) angesagt. Der chinesische Pkw-Markt wird dagegen weiter zulegen, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit (+5 % auf 24,9 Mio.). Zum Wachstum des weltweiten Markts dürften auch die Zulassungen in den EU-Ländern der Osterweiterung (+6 % auf 1,2 Mio.), in den ASEAN-Staaten (+5 % auf 1,8 Mio.) sowie in Indien (+9 % auf 3,2 Mio.) beitragen.
Bei der weltweiten Produktion wird ebenfalls ein Zuwachs von 2 % auf 85,0 Mio. Pkw erwartet. Einer Stagnation in den EU-15 (13,1 Mio. Fahrzeuge) und der EU-28 (16,9 Mio. Fahrzeuge) stehen leichte Rückgänge in den USA (-1 % auf 11,9 Mio. Light Vehicles) gegenüber. In der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA insgesamt soll die Produktion um 1 % auf 17,9 Mio. Light Vehicles steigen. Stärker zulegen dürften der Mercosur (+3 % auf 2,6 Mio. Light Vehicles), China (+5 % auf 24,9 Mio.) und Indien mit +7 % auf 3,9 Mio. Pkws.
AUTOMOBILABSATZ IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %

1 Inklusive Light Vehicles
Quelle: VDA
Prognose Seating Systems
Nutzfahrzeugmarkt mit besserem Ausblick
Für den weltweiten Nutzfahrzeugmarkt ist der VDA verhalten optimistisch gestimmt. Hier sollen die Neuzulassungen über alle Segmente hinweg um 1 % auf 9,6 Mio. Nutzfahrzeuge zulegen. Während Westeuropa um 3 % vorankommen dürfte, sind in der Türkei (-13 %) und den USA (-10 %) zweistellige Einbrüche zu erwarten. Brasilien (-5 %) und Japan (-2 %) dürften etwas glimpflicher davonkommen. Für den größten Markt China wird mit 4,3 Mio. Nutzfahrzeugen eine Seitwärtsbewegung erwartet, wohingegen in Indien ein starker Zuwachs von 15 % prognostiziert wird.
Auch im Segment der Nutzfahrzeuge über 6 t sind weltweit mit 1 % auf 2,2 Mio. laut VDA leichte Zuwächse bei den Neuzulassungen zu erwarten. Das ist vor allem den großen Märkten in China (+3 %) und Indien (+5 % bei Lkw über 7,5 t) zu verdanken. In den USA dürfte sich hingegen erneut ein Rückgang von diesmal 5 % einstellen, der sich gleichmäßig auf die Segmente Medium und Heavy Trucks verteilt. In Brasilien wird mit einem Anstieg von 5 % gerechnet. In Westeuropa dürften die Neuzulassungen um 1 % zurückgehen. In Deutschland wird ein Plus von 1 % erwartet.
Landtechnikindustrie mit verhaltenem Ausblick
Laut CEMA ist der Ausblick für 2017 ähnlich verhalten, wie sich bereits das Jahr 2016 gestaltet hat. Für die meisten Produktgruppen im Landmaschinenbereich ist mit rückläufiger oder bestenfalls stabiler Nachfrage zu rechnen. Einziger Lichtblick ist Spanien, wo der Markt um 5 % zulegen dürfte. In Frankreich hingegen wird ein Minus von etwa 5 % erwartet, in Deutschland soll der Absatz um 2 % sinken. In Großbritannien dürfte sich der Markt stabilisieren. Auch wenn die Erwartungen für 2017 nicht sonderlich positiv sind, erholte sich das CEMA Business Barometer zuletzt langsam von seinen Rekordtiefständen. Der Verband wertet das als Zeichen, dass sich die Marktbedingungen im Jahresverlauf 2017 verbessern könnten. In der Befragung vom Dezember 2016 erwarteten 47 % der Unternehmen einen leichten Umsatzzuwachs, nur 30 % rechneten mit Rückgängen.
Bauwirtschaft erwartet Geschäftsbelebung
Das Geschäftsklima der europäischen Baumaschinenhersteller, das CECE Business Barometer, hat sich im November weiter verbessert. Nachdem der Brexit-Schock offenbar weggesteckt wurde, hat allerdings die US-Wahl neuerlich für Unsicherheit gesorgt. Die Erwartungen für Nordamerika sind laut CECE deutlich zurückgegangen. Die Mehrheit der befragten Baumaschinenhersteller erwarte jedoch für die kommenden sechs Monate eine positive Geschäftsbelebung.
Flurförderzeughandel weiter stabil auf hohem Niveau
Nach Umfrage des bbi sehen die befragten Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Nachdem das Jahr 2016 bereits positiv war, wird damit gerechnet, dass der Gesamtumsatz um 3 % im Jahr 2017 steigen könnte. Ebenso wird erwartet, dass das Neumaschinengeschäft um 2 % zulegen wird.
Bahnindustrie mit positiven Vorzeichen
Laut einer Studie der European Railway Industry Association (UNIFE) dürfte die weltweite Bahnindustrie zwischen 2016 und 2021 um jährlich 2,6 % zulegen. Dazu beitragen soll auch das vierte Eisenbahnpaket der EU. Es zielt darauf ab, bestehende Hindernisse auszuräumen und so die Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Schienenverkehr zu verbessern.
NUTZFAHRZEUGABSATZ (LKW ÜBER 6 T) IN AUSGEWÄHLTEN LÄNDERN IN %

Quelle: VDA
Prognosebericht GRAMMER Konzern
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der GRAMMER Konzern das Umsatzvolumen sowohl organisch, aber auch durch strategische Akquisitionen nochmals deutlich steigern. Die Vorjahresprognose von über 1,6 Mrd. EUR Umsatz wurde insbesondere durch den signifikanten Umsatzanstieg im Bereich Automotive deutlich übertroffen. Wesentlicher Treiber des Wachstums war insbesondere die Integration der GRAMMER Interior Components Gesellschaften und einer Vielzahl an Produktneuanläufen, der aber aufgrund der laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte im Berichtsjahr noch Ergebnisbelastungen aufwies. Demgegenüber stieg der Umsatz des Segments Seating Systems im Berichtszeitraum nur leicht, vor allem bedingt durch die anhaltenden Marktschwächen in der Landtechnikindustrie sowie im brasilianischen Lkw-Markt. Trotz weiterer Vorleistungen und der anhaltenden Marktschwäche in einzelnen der margenträchtigen Geschäftsbereiche des Segments Seating Systems konnte ein gutes operatives Ergebnis im Geschäftsjahr erwirtschaftet werden. Die Marge des wichtigen Segments Seating Systems konnte trotz der teilweisen extrem schwachen Marktentwicklungen aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen deutlich gesteigert werden. Des Weiteren zeigten im Segment Automotive die eingeleiteten Effizienzmaßnahmen stärkere Wirkung und auch die erzielte Umsatzsteigerung trug zu einer überproportionalen Ergebnisverbesserung bei. Dadurch konnte die leichte Ergebnissteigerung der Vorjahresprognose deutlich übertroffen werden. Für die nachfolgende Prognose des GRAMMER Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen der allgemeinen Weltwirtschaftsentwicklung sowie den spezielleren Marktprognosen für die Segmente Automotive und Seating Systems aus.
Die Entwicklung im Segment Automotive wird auch im Jahr 2017 durch zahlreiche Produktneuanläufe und Projekte geprägt sein. Auf der Projektseite werden weiterhin umfassend über alle Produktgruppen hinweg in sämtlichen Regionen weltweit neue Aufträge akquiriert, die das zukünftige Wachstum sichern werden. Vor dem Hintergrund der Produktlebenszyklen unseres Auftragsbestandes sowie der leicht positiven Marktprognosen erwarten wir für 2017 eine leicht positive Umsatzentwicklung sowie eine leicht positive Entwicklung des operativen Ergebnisses. Darüber hinaus wird sich das erworbene Geschäftsfeld der Interieur-Komponenten stabilisierend auf die Umsatzentwicklung auswirken. Das Segment Automotive hängt jedoch in hohem Maß von der Absatzentwicklung, insbesondere auch der deutschen Premiumhersteller ab und würde sich einem Sog schwächerer Märkte im oberen Marktsegment nicht entziehen können. Inwieweit sich die Fortsetzung der Abgasdiskussion um einen unserer Hauptkunden und die Brexit-Verhandlung sowie mögliche Änderungen im Freihandel mit den USA nach dem Präsidentenwechsel auf uns auswirken, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
Der Bereich Seating Systems hat nach wie vor in unseren etablierten Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen. Im Segment Seating Systems rechnen wir im Jahr 2017 mit einer stabilen Umsatzentwicklung aufgrund der erwarteten Bodenbildung in den Kernmärkten. Speziell in den Offroad-Märkten, bedingt durch das leicht positiv gestimmte Umfeld in der Landtechnikindustrie, wird mit einer Verbesserung der Entwicklung der Nachfrage gerechnet. Im Geschäftsfeld Lkw gehen wir derzeit von einer eher schwierigen Geschäftsentwicklung aus, was aufgrund des geringen Wachstums in Europa und den Rückgang in den USA zurückzuführen ist. Für die brasilianischen und chinesischen Märkte erwarten wir Bodenbildung und leichte Zuwächse beginnend ab der zweiten Jahreshälfte. Vor diesen Hintergrund erwarten wir eine leicht positive Entwicklung des operativen Ergebnisses in diesem Segment.
In Zusammenhang mit unseren internationalen Geschäften ist der Konzern Währungsrisiken aus Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Brasilien, China, Mexiko, Tschechien und den USA. Durch die fortlaufende Lokalisierung unserer Fertigungen haben wir zwar die natürliche Absicherung dieser Risiken weltweit verbessert, signifikante Wechselkursänderungen zwischen den relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen. Darüber hinaus beeinflussen die Produktionskostenentwicklungen an unseren Standorten - insbesondere in Deutschland - sowie die Preisentwicklungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte den GRAMMER Konzern. Die Risiken aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte, speziell die Entwicklung der Stahl- und Rohölpreise, sind zuletzt angestiegen.
Angesichts der insgesamt guten Auftragslage im GRAMMER Konzern und zusätzlicher Kundenprojekte im Automotive-Segment wird unter der Voraussetzung von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr von einem weiteren leichten Umsatzwachstum des Konzerns ausgegangen. Darüber hinaus werden die vom Vorstand in den Vorjahren eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete im Jahr 2017 weiter Wirkung zeigen, um die Profitabilität in beiden operativen Segmenten nachhaltig zu steigern. Das laufende Jahr wird weiterhin durch eine Vielzahl von Neuanläufen sowie durch die Stabilisierung der laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte und der Entwicklung der Rohstoffmärkte geprägt sein, was insbesondere im ersten Halbjahr noch zu Belastungen auf der Kostenseite führen wird.
Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem weiterhin herausfordernden konjunkturellen Umfeld aus, welches sich in den für uns relevanten Märkten uneinheitlich entwickeln wird. Dabei erwarten wir für den Pkw-Bereich eine weltweit leicht positive Marktentwicklung, sehr leichtes Wachstum im Markt für Landmaschinen, eine weiter unsichere Entwicklung im Lkw-Markt sowie schwierige Marktverhältnisse in China für das Segment Seating Systems. Unter Berücksichtigung der derzeitigen konjunkturellen Situation und der volatilen Entwicklung der Weltmärkte und den komplexen politischen Entwicklungen beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2017 insgesamt verhalten positiv.
Beim Umsatz erwarten wir eine leichte Steigerung aus den Kerngeschäften des GRAMMER Konzerns. Bei einem annährend gleichbleibenden Währungsumfeld gehen wir von einem Wachstum auf über 1,75 Mrd. EUR Umsatz im Jahr 2017 aus. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wird einerseits geprägt sein von nachlaufenden Kostenbelastungen der noch durchgeführten Erweiterungs- und Optimierungsprojekte sowie tendenziellen Marktschwächen in einzelnen Geschäftsfeldern des Segments Seating Systems. Demgegenüber sehen wir für das Segment Automotive eine leicht positive Entwicklung im Ergebnisbeitrag durch das höhere Geschäftsvolumen, allerdings dürfen die aktuellen öffentlichen Diskussionen im Zusammenhang mit Abgaswerten und Handelshemmnissen in Kernmärkten keine tiefergreifenden Wirkungen auf das Kundenverhalten unserer wichtigsten OEM zeigen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für den GRAMMER Konzern im Geschäftsjahr 2017 wiederum ein absolut deutlich positives EBIT über dem Niveau des Geschäftsjahres 2016 von 73 Mio. EUR und damit eine weiter positive Entwicklung der operativen Profitabilität über dem Niveau des Vorjahres.
Diese Einschätzung beruht auf den oben erläuterten Prognosen zur globalen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie unserer Hauptabsatzmärkte und OEM. Sollten sich diese wirtschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen verschlechtern, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von GRAMMER haben. Demgegenüber könnte insbesondere eine Erholung der Märkte für Landtechnik und eine Stabilisierung des brasilianischen und chinesischen Lkw-Marktes die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen. Ferner kann die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns allgemein auch aufgrund der im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken von der Prognose abweichen. Für das Folgejahr erwarten wir bei einer Fortsetzung der stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine weitere positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Es können auch weitere Störfaktoren im Umfeld einer börsennotierten Gesellschaft auftreten, die Auswirkungen auf Annahmen und Einschätzungen oder wesentliche Interakteure der Märkte haben können. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.
Amberg, 15. März 2017
GRAMMER AG
Der Vorstand
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. JANUAR - 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | ANHANG | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7 | 1.695.483 | 1.425.686 |
| Kosten der Umsatzerlöse | 8.3 | -1.496.764 | -1.273.577 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 198.719 | 152.109 | |
| Vertriebskosten | 8.3 | -35.311 | -30.803 |
| Verwaltungskosten | 8.3 | -102.808 | -96.085 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.1 | 12.448 | 17.434 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 73.048 | 42.655 | |
| Finanzerträge | 8.2 | 1.506 | 1.151 |
| Finanzaufwendungen | 8.2 | -13.517 | -11.177 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 8.2 | 1.694 | 3.089 |
| Ergebnis vor Steuern | 62.731 | 35.718 | |
| Ertragsteuern | 9 | -17.508 | -11.942 |
| Ergebnis nach Steuern | 45.223 | 23.776 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 44.981 | 23.604 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 242 | 172 | |
| Ergebnis nach Steuern | 45.223 | 23.776 | |
| Ergebnis je Aktie | 10 | ||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 4,01 | 2,10 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
1. JANUAR - 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 45.223 | 23.776 |
| Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -15.167 | 9.100 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 4.481 | -2.658 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -10.686 | 6.442 |
| Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -10.686 | 6.442 |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | ||
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -126 | 598 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | -126 | 598 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -1.366 | 116 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 952 | 1.221 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 75 | -360 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | -339 | 977 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -8.122 | -1.627 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | -8.122 | -1.627 |
| Summe der Beträge, die in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | -8.587 | -52 |
| Sonstiges Ergebnis | -19.273 | 6.390 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 25.950 | 30.166 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 25.713 | 30.001 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 237 | 165 |
Konzernbilanz
ZUM 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
AKTIVA
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| TEUR | ANHANG | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 12 | 230.270 | 221.109 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12 | 85.786 | 91.0021 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15 | 3.866 | 4.038 |
| Ertragsteuerforderungen | 0 | 11 | |
| Latente Steueransprüche | 9 | 54.747 | 53.852 |
| Sonstige Vermögenswerte | 16 | 4.888 | 3.707 |
| Langfristige Vermögenswerte | 379.557 | 373.719 | |
| Vorräte | 13 | 148.253 | 145.905 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14 | 206.589 | 187.376 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 15 | 152.968 | 127.086 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 6.623 | 6.272 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 17 | 132.968 | 127.300 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 16 | 23.600 | 24.440 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 671.001 | 618.379 | |
| Bilanzsumme | 1.050.558 | 992.098 | |
| PASSIVA | |||
| TEUR | ANHANG | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 18 | 29.554 | 29.554 |
| Kapitalrücklage | 18 | 74.444 | 74.444 |
| Eigene Anteile | 18 | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 18 | 236.268 | 199.698 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 18 | -62.900 | -43.632 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 269.925 | 252.623 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 18 | 1.312 | 800 |
| Eigenkapital | 271.237 | 253.423 | |
| Langfristige Finanzschulden | 20 | 216.784 | 218.707 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 2.983 | 1.325 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | 5.042 | 6.814 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24 | 100 | 54 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 19 | 141.683 | 123.419 |
| Passive latente Steuern | 9 | 30.805 | 32.5051 |
| Langfristige Schulden | 397.397 | 382.824 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 20 | 55.254 | 64.128 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 219.311 | 186.714 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 23 | 5.591 | 5.028 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 24 | 69.409 | 70.193 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8.811 | 11.066 | |
| Rückstellungen | 21 | 23.548 | 18.722 |
| Kurzfristige Schulden | 381.924 | 355.851 | |
| Gesamtsumme Schulden | 779.321 | 738.675 | |
| Bilanzsumme | 1.050.558 | 992.098 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
ANHANG 18
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2016
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| EUR | |||
|---|---|---|---|
| GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2016 | 29.554 | 74.444 | 199.698 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 44.981 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 44.981 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2016 | 26.554 | 74.444 | 236.268 |
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| EUR | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | ||
|---|---|---|---|
| EIGENE ANTEILE | CASHFLOW HEDGES | FREMDWÄHRUNG- SUMRECHNUNG |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2016 | -7.441 | -869 | -231 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | -339 | -121 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | -339 | -121 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2016 | -7.441 | -1.208 | -352 |
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| EUR | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | ||
|---|---|---|---|
| NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE | VERS.MATHEM. GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN | SUMME | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2016 | -7.972 | -34.560 | 252.623 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 44.981 |
| Sonstiges Ergebnis | -5.122 | -10.686 | -19.268 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -8.122 | -10.686 | 25.713 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2016 | -16.094 | -45.246 | 269.925 |
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| EUR | ||
|---|---|---|
| ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS | KONZERNEIGENKAPITAL | |
| --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2016 | 800 | 253.423 |
| Ergebnis nach Steuern | 242 | 45.223 |
| Sonstiges Ergebnis | -5 | -19.273 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 237 | 25.950 |
| Dividendenausschüttungen | -16 | -8.427 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 291 | 291 |
| Stand zum 31. Dezember 2016 | 1.312 | 271.237 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2015
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| TEUR | |||
|---|---|---|---|
| GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2015 | 29.554 | 74.444 | 134.505 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 23.604 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 23.604 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2015 | 29.554 | 74.444 | 199.698 |
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| TEUR | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | ||
|---|---|---|---|
| EIGENE ANTEILE | CASHFLOW HEDGES | FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2015 | -7.441 | -1.846 | -836 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 977 | 605 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 977 | 605 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2015 | -7.441 | -869 | -231 |
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| TEUR | KUMULIERTES SONSTIGES ERGEBNIS | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| NETTOINVESTITIONEN IN AUSLÄNDISCHE GESCHÄFTSBETRIEBE | VERS.MATHEM. GEWINNE U. VERLUSTE AUS LEISTUNGSOR. PLÄNEN | SUMME | ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS | KONZERN-EIGENKAPITAL | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2015 | -6.345 | -41.002 | 231.033 | 728 | 231.761 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 23.604 | 172 | 23.776 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.627 | 6.442 | 6.397 | -7 | 6.390 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -1.627 | 6.442 | 30.001 | 165 | 30.160 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | -8.411 | -93 | -8.504 |
| Transaktion von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2015 | -7.972 | -34.560 | 252.623 | 800 | 253.423 |
ANHANG 25
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER DES JEWEILIGEN GESCHÄFTSJAHRES
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 62.731 | 35.718 |
| Überleitung zwischen Ergebnis vor Steuern und Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 34.768 | 31.333 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 12.460 | 9.153 |
| Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen | 943 | 46 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | 5.026 | 7.451 |
| Finanzergebnis | 10.317 | 6.937 |
| Veränderung betrieblicher Aktiva und Passiva | ||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten | -46.174 | -15.665 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | -2.348 | -7.769 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | -7.680 | -7.019 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 33.589 | -13.197 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -17.865 | -18.150 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 85.767 | 28.838 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | ||
| Erwerb von Sachanlagen | -48.666 | -37.834 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -7.253 | -8.721 |
| Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 0 | -44.103 |
| Abgänge | ||
| Abgänge von Sachanlagen | 1.527 | 7.466 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 57 | 0 |
| Abgänge von Finanzanlagen | 295 | 80 |
| Erhaltene Zinsen | 1.506 | 1.151 |
| Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand | 589 | 3.299 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -51.945 | -78.662 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividendenzahlungen | -8.427 | -8.504 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 43.244 | 123.856 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -54.349 | -18.391 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Leasingverbindlichkeiten | -2.105 | -1.872 |
| Gezahlte Zinsen | -8.554 | -6.896 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -30.191 | 88.193 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1-3) | 3.631 | 38.369 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 1.729 | 1.483 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 122.256 | 82.404 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 127.616 | 122.256 |
| S. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 132.968 | 127.300 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | -5.352 | -5.044 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 127.616 | 122.256 |
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016
1. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung
Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München), über das elektronische Handelssystem Xetra sowie im Freiverkehr der Börsen Stuttgart, Berlin und Hamburg gehandelt.
Die GRAMMER AG ist seit August 2005 im SDAX an der Frankfurter Börse gelistet.
International Securities Identification Number (ISIN): DE0005895403
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 589540
Common Code: 006754821
Börsenkürzel: GMM
Der GRAMMER Konzern ist ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge (Offroad und Truck), Railway & Bus. Zum 31. Dezember 2016 waren 12.250 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 279 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 40 Produktions- und Logistikstandorten weltweit (Vj. 38) sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt.
Der GRAMMER Konzern wird zentral von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die Segmente Automotive und Seating Systems gegliedert. Diese Segmente sind in Anhangangabe 6 näher beschrieben.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 wurden gemäß § 315a Absatz 1 HGB aufgestellt und am 15. März 2017 durch den Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der vorliegende Konzernabschluss der GRAMMER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS).
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren.
Schätzungen und Ermessensspielräume
In bestimmten Fällen ist es erforderlich, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die GRAMMER in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. GRAMMER weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen, wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Abschlüsse des Mutter- und der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.
In den Konzernabschluss sind die GRAMMER AG sowie alle Tochtergesellschaften, über die die GRAMMER AG eine mittelbare oder unmittelbare Beherrschung ausübt, einbezogen. Die GRAMMER AG beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern sie Verfügungsgewalt über dieses hat, an positiven und negativen variablen Rückflüssen dieser Gesellschaften partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Verfügungsgewalt beeinflussen kann.
Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben wurde, werden ab dem Tag, an dem die GRAMMER AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns erfasst.
Unternehmenszusammenschlüsse
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen.
Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet. Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird ebenfalls zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Ein möglicher Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IAS 39 entweder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterkonzerns zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Gemeinschaftsunternehmen
Gemeinschaftsunternehmen sind Unternehmen, bei denen GRAMMER und eine oder mehrere konzernfremde Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt dann vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
Die Anteile des GRAMMER Konzerns an einem solchen Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese Anschaffungskosten werden in den Folgejahren erhöht oder gemindert, um die Änderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen seit dem Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen und dem Buchwert ermittelt und dann als Verlust als "Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen" erfolgswirksam erfasst.
Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten dieser Unternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines solchen Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns enthält somit den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des Gemeinschaftsunternehmens, soweit dies einen positiven Beitrag darstellt. Änderungen, die direkt im Eigenkapital im sonstigen Ergebnis eines Beteiligungsunternehmens erfolgen, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital, und zwar im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Außerdem werden unmittelbar im Eigenkapital der Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesene Änderungen vom Konzern in Höhe des Anteils erfasst und soweit erforderlich in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend dem Anteil am Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der GRAMMER AG, aufgestellt. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden auf Basis ihrer funktionalen Währung in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die funktionale Währung eines Tochterunternehmens entspricht der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode werden die Bilanzen mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb entstanden sind. Diese werden direkt im Eigenkapital erfasst und bei deren Abgang im Periodenergebnis ausgewiesen. Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition dienen, werden direkt im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigsten Währungen folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| DURCHSCHNITTSKURS | STICHTAGSKURS | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Argentinien | ARS | 0,061 | 0,097 | 0,060 | 0,071 |
| Brasilien | BRL | 0,261 | 0,274 | 0,292 | 0,232 |
| China | CNY | 0,137 | 0,143 | 0,137 | 0,142 |
| Großbritannien | GBP | 1,230 | 1,374 | 1,168 | 1,362 |
| Japan | JPY | 0,008 | 0,007 | 0,008 | 0,008 |
| Mexiko | MXN | 0,049 | 0,057 | 0,046 | 0,053 |
| Polen | PLN | 0,229 | 0,239 | 0,227 | 0,235 |
| Tschechien | CZK | 0,037 | 0,037 | 0,037 | 0,037 |
| Türkei | TRY | 0,301 | 0,332 | 0,270 | 0,315 |
| USA | USD | 0,908 | 0,899 | 0,949 | 0,919 |
Umsatzerlöse bei Fertigungsaufträgen
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) gemäß IAS 11 erfasst, und zwar entsprechend dem Verhältnis der bereits entstandenen Kosten zu den erwarteten Gesamtauftragskosten (Cost to Cost-Methode). Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Zur Schätzung des Fertigstellungsgrades muss der Konzern die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Annahmen zuverlässig einschätzen. Das Management überprüft kontinuierlich diese Einschätzungen und passt sie gegebenenfalls an. Bei Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode können solche Anpassungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse des entsprechenden Berichtszeitraums führen. Sofern eine Schätzung des Ergebnisses eines Fertigungsauftrages nicht zuverlässig möglich ist, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, so dass der betreffende Fertigungsauftrag erfolgsneutral bilanziert wird. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Rückstellungen berücksichtigt. Der Ausweis der erfassten Fertigungsaufträge erfolgt aktivisch unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte".
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Forschungskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Entwicklungsaufwendungen werden als Immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn sie die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen und der Konzern diese nachweisen kann:
| ― | Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht, |
| ― | die Absicht, den Immateriellen Vermögenswert fertigzustellen, und die Fähigkeit, ihn zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― | wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, |
| ― | die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und |
| ― | die Fähigkeit, die dem Immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können. |
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells bilanziert. Dabei werden die aktivierten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen fortgeführt. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Der aktivierte Betrag der Entwicklungsaufwendungen wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Ertragshöhe zuverlässig bestimmt werden kann. Diese Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erwartenden Gegenleistung unter Beachtung der vertraglichen Bedingungen von Zahlungen oder Ähnlichem bewertet, ohne eine Berücksichtigung von Steuern oder ähnlichen Abgaben. Der Konzern ist nach umfassender Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftragnehmer handelt.
Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist. Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni, Preisrabatten oder Ähnlichem ausgewiesen.
Bei langfristigen Fertigungsaufträgen (z. B. Entwicklungsaufträgen von Kunden) werden die Umsätze entsprechend dem Projektfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Projektfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Kosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so wird der erwartete Verlust sofort in der Periode der Erkenntnis vollständig als Aufwand erfasst.
Zinserträge und -aufwendungen
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.
Dividenden
Dividendenerträge werden erfasst, sobald ein rechtlicher Anspruch auf Zahlung besteht.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das begünstigte Konzernunternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihren verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.
Steuern
Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze und Steuersätze ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Der Konzern bildet, basierend auf Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Berechnung der Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Steuern, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen.
Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den zeitlich befristeten Differenzen zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergeben.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden. |
| ― | Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. |
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile realisiert werden. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist daher eine Schätzung des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens notwendig. Ebenso ist eine Steuerplanungsstrategie erforderlich. Die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuer wird jährlich auf Basis geplanter steuerpflichtiger Einnahmen geprüft.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Umsatzsteuerbeträge, die von der Steuerbehörde erstattet werden oder an diese abgeführt werden, werden unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten oder den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz erfasst.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen angesetzt (IAS 16). Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie planmäßig linear ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der jeweiligen Komponente. Restwerte werden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt.
Der Ansatz von Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapital kosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird planmäßig linear und pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen gemäß IAS 36 werden vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Beim Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten außerplanmäßigen Wertminderungen erfolgt eine entsprechende Zuschreibung. Die Höhe einer solchen Zuschreibung ist jedoch auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten begrenzt.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Entstehen aus dieser Ausbuchung Gewinne oder Verluste, da der Nettoveräußerungserlös vom Buchwert abweicht, wird diese Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Restbuchwerte von Vermögenswerten, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, die der Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IAS 17 entweder als Operating-Lease oder als Finance-Lease klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Diese erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. In diesem Fall liegt das wirtschaftliche Eigentum bei den jeweiligen Konzernunternehmen und das Sachanlagevermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Es erfolgt eine planmäßig lineare Abschreibung des Sachanlagevermögens entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags. Die mit dem Leasingverhältnis entstehende Verbindlichkeit wird passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert.
Soweit Konzernunternehmen als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear über die Dauer des Leasingverhältnisses direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Unter die Leasingverhältnisse können auch sogenannte Sale & Lease back Transaktionen fallen. Diese umfassen die Veräußerung eines Vermögenswerts und die Rückvermietung des gleichen Vermögenswerts.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Bei Immateriellen Vermögenswerten wird zwischen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Außer dem Geschäfts- oder Firmenwert liegen im GRAMMER Konzern keine Immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer analog dem Vorgehen bei den Sachanlagen abgeschrieben. Ebenso werden Immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass sie wertgemindert sein könnten. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen Immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, werden ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen stellen die Änderung einer Schätzung dar.
In den Immateriellen Vermögenswerten sind Patente und Lizenzen enthalten. Patente können sowohl selbsterstellt als auch erworben sein und werden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.
Geschäfts- oder Firmenwert
Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als aktiver Unterschiedsbetrag der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich der übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens ergeben. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen fortgeführt. Wertminderungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts würden sich nur aus dem jährlichen Wertminderungstest ergeben.
Bei einem solchen Wertminderungstest wird die Wertminderung durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags (recoverable amount) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (fair value less cost to sell) und Nutzungswert (value in use). Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereiches berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwertes wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereiches und des Wertes des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt einmal jährlich auf Ebene der Segmente, welche die zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen. Diese Einheiten oder Gruppen von Einheiten repräsentieren die unterste Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert durch die Unternehmensführung überwacht wird. Diese Überwachung erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern zum einen die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und zum anderen einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Prognosen der Zahlungsströme basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und der von der Unternehmensleitung vorgenommenen Einschätzung künftiger Entwicklungen über die nächsten drei Jahre. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzwerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes haben.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte hinsichtlich der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese gesunkenen Preise angesetzt.
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Bei der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie in Anspruch genommene Kontokorrentkredite.
Eigene Anteile
Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 (überarbeitet 2011) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens- oder Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen und werden über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt und anschließend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Plankürzungen und außerordentlichen Planabgeltungen werden ihrer Funktion nach in den Umsatzkosten, den Verwaltungskosten oder den Vertriebskosten erfasst.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. In Bezug auf die leistungsorientierten Pläne liegt im GRAMMER Konzern nur in Bezug auf eine Entgeltumwandlungszusage ein entsprechendes Planvermögen vor. Für die leistungsorientierten Pensionspläne werden sowohl die Nettozinsaufwendungen als auch die Zinserträge, die aus dem Planvermögen resultieren, im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Post-Employment-Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) entsprechend bewertet.
Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Aufgrund sich ändernder Markt- und Wirtschaftsbedingungen, insbesondere im Zinsbereich, können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen der Annahmen. Diese werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Weitere Details zu den Pensionsverpflichtungen sind in Angabe 19 erläutert.
Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten gegenwärtige Verpflichtungen aus einem vergangenen Ereignis bestehen, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden können.
Sofern der Konzern für eine Rückstellung teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung eines Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Vorsorge dar.
Die Bemessung von Rückstellungen für Gewährleistungen und Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, welche teilweise auf den Erfahrungswerten des operativen Managements beruhen. Diese können sich im Laufe der Zeit konkretisieren und verändern. Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird.
Finanzielle Vermögenswerte
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte werden in folgende Kategorien eingeteilt:
| ― | Darlehen und Forderungen (Loans and Receivables - LaR) |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (At Fair Value through Profit or Loss - FVtPL) |
| ― | Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading - FAHfT) |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale - AfS) |
Die Kategorie "Darlehen und Forderungen (LaR)" umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Finanzforderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darlehen und Forderungen stellen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen dar. Sie notieren nicht in einem aktiven Markt und werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rechnungsbetrag. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie über Amortisierung sich verringern.
Die "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVtPL) " werden in der Bilanz zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst werden. Zu dieser Position gehören eingebettete Derivate. Enthalten Verträge eingebettete Derivate, werden diese Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Der Konzern ermittelt zu dem Zeitpunkt, zu dem er erstmalig Vertragspartei wird, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Im Konzern lagen weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte vor.
"Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" betreffen derivative Finanzinstrumente, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllen. Sie werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Zeitwertänderung der Derivate wird erfolgswirksam in den sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst. Ferner werden finanzielle Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Im aktuellen Geschäftsjahr bestanden im Gegensatz zum Vorjahr keine Derivate, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllten.
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" enthalten Schuld und Eigenkapitaltitel. Bei den Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie handelt es sich um diejenigen, die weder als "zu Handelszwecken gehalten" noch "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" einzuordnen sind. Die Schuldtitel dieser Kategorie sind diejenigen, die für einen unbestimmten Zeitraum gehalten werden sollen und als Reaktion auf Liquiditätsbedarf oder Änderungen der Marktbedingungen verkauft werden können.
Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Perioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern ein aktiver Markt vorliegt. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst. Bei den im Konzern vorliegenden finanziellen Vermögenswerten dieser Kategorie liegt kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vor. Auch deren beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich ermittelt werden. Daher werden diese finanziellen Vermögenswerte mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist, wird der kumulierte Verlust erfolgswirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte entnommen. Gleiches gilt, wenn bei Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter seinen Anschaffungskosten vorliegt. Dabei ist das Kriterium "signifikant" anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten zu beurteilen, das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizuliegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Auch hier erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der Wertminderung. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Aktivierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag.
Sind die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus einem Vermögenswert ausgelaufen oder im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem finanziellen Vermögenswert übertragen, wird der finanzielle Vermögenswert ausgebucht. Vor dem Erfüllungstag erfolgt dann eine Ausbuchung, sobald die Uneinbringlichkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzforderungen feststeht.
Beim Vorliegen von objektiven Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung der Darlehen und Forderungen (LaR) hindeuten, wird ein Wertminderungsaufwand als Differenz zwischen dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden in folgende Kategorien eingeteilt:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (At Fair Value through Profit or Loss - FVtPL) |
| ― | Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading - FLHfT) |
| ― | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (Financial Liabilities at acquisition costs -FLAC) |
"Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FVtPL)" umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten, die in diese Kategorie fallen werden nicht nur bei ihrer erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sondern auch in den Folgeperioden. Daraus resultierende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr hat der Konzern von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten dieser Kategorie zuzuordnen.
Bei den "Zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten (FLHfT)" handelt es sich um Derivate mit negativen Marktwerten, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind. Verbindlichkeiten dieser Kategorie werden beim erstmaligen Ansatz und in der Folgeperiode zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die daraus entstehenden Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam berücksichtigt. Im Gegensatz zum Vorjahr lagen im aktuellen Geschäftsjahr keine Derivate vor, die die Kriterien für das Hedge Accounting nicht erfüllen.
Die "Sonstige finanziellen Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten (FLAC)" enthalten die finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht einer anderen Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell abweichenden Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs-, Zins- oder andere Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Je nachdem ob der beizulegende Zeitwert positiv oder negativ ist, werden sie als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasst. Erfüllen die Sicherungsgeschäfte nicht die Anforderungen hinsichtlich des Hedge Accountings oder handelt es sich um den unwirksamen Teil einer ansonsten wirksamen Sicherungsbeziehung, erfolgt die Erfassung der Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam.
Zum aktuellen Bilanzstichtag waren keine Devisentermingeschäfte oder Warenterminkontrakte im Bestand. Ferner bestanden für die vorliegenden Zinsswaps vollständig wirksame Sicherungsbeziehungen in Form eines Cashflow Hedges. Daher werden die Marktwertänderungen dieser Finanzinstrumente zunächst erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Eine Umbuchung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäfts.
2.2 Anwendung von Standards der IFRS
Mehrere kleinere Änderungen und Klarstellungen bei verschiedenen Standards waren erstmals für das Jahr 2016 verpflichtend anzuwenden. Diese wirkten sich jedoch nicht wesentlich auf den Konzernabschluss oder die Konzernabschlüsse aus.
2.3 Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards
EU-Endorsement erfolgt, Anwendung noch nicht umgesetzt
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Nachfolgend werden nur die Standards und Interpretationen aufgeführt, die eine Auswirkung auf den Abschluss haben. Die weiteren vom IASB und IFRIC veröffentlichten und von der EU anerkannten Rechnungslegungsvorschriften sind für den Konzern nicht relevant und werden aus diesem Grund nicht aufgeführt.
IFRS 9: Finanzinstrumente
Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht, dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie alle vorherigen Versionen von IFRS 9. IFRS 9 führt die drei Projektphasen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten "Klassifizierung und Bewertung", "Wertminderung" und "Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" zusammen. IFRS 9 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Der GRAMMER Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Die vorläufige Beurteilung des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 ergab, dass es keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz und das Konzerneigenkapital geben wird, mit Ausnahme des Effekts, der sich aus der Anwendung der Wertminderungsvorschriften in IFRS 9 ergibt. Der Konzern geht davon aus, dass die bisher als effektiv designierte Sicherungsbeziehungen auch weiterhin die notwendigen Kriterien für effektive Sicherungsgeschäfte erfüllen. Diese vorläufige Beurteilung basiert auf aktuell verfügbaren Informationen und kann sich aufgrund weiterer detaillierter Analysen ändern.
IFRS 15: Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
IFRS 15 wurde im Mai 2014 veröffentlicht und führt ein fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15). Der neue Standard zu Umsatzerlösen wird alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung nach IFRS ersetzen. Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung vorgeschrieben. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Im April wurden einige Klarstellungen zum IFRS 15 veröffentlicht, die insbesondere die Identifizierung von separaten Leistungsverpflichtungen betreffen. Die Übernahme der Klarstellungen durch die EU steht noch aus.
Änderungen des Gesamtbetrages der für einen Kundenvertrag erfassten Umsatzerlöse werden bei GRAMMER derzeit nur in geringem Umfang erwartet. Im Rahmen eines 2016 begonnenen und noch laufenden Projektes wird die Einführung des IFRS 15 bei GRAMMER geprüft und umgesetzt. In einer ersten Phase erfolgte zunächst eine detaillierte Analyse der Verträge mit Kunden und Auswirkungen des IFRS 15.
In der weiteren Analysephase wurde das Geschäftsmodell allgemein und anhand von exemplarischen Verträgen hinsichtlich der neuen Regelungen der Umsatzrealisierung untersucht. Es wurden keine neuen separierbaren Leistungsverpflichtungen identifiziert. Bei den Entwicklungs-, Prototypen- und Werkzeugbauleistungen, die derzeit nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, ist zu erwarten, dass die weit überwiegende Anzahl dieser Leistungsverpflichtungen die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen auch weiterhin erfüllen wird. Für den zeitlichen Anfall der Umsatzerlöse bei bestimmten Leistungsverpflichtungen mit variablen Vergütungskomponenten werden derzeit ebenso keine wesentlichen Änderungen erwartet. Des Weiteren kann es in der Bilanz zu separaten Posten (z. B. durch separate Posten für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) und zusätzlichen quantitativen und qualitativen Anhangangaben kommen. Für die bisher zeitpunktbezogene Realisierung von Umsatzerlösen rechnet der Konzern mit keinen wesentlichen Änderungen. Der Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden.
EU-Endorsement ausstehend
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.
IFRS 16: Leasingverhältnisse
Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard zur Leasingbilanzierung veröffentlicht. Dieser sieht für Leasingnehmer für die meisten Leasingverhältnisse den verpflichtenden Ansatz des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit vor. Für Leasinggeber gibt es hingegen lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. IFRS 16 erfordert sowohl für Leasingnehmer als auch für Leasinggeber erweiterte Anhangangaben.
IFRS 16 gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist unter der Maßgabe zulässig, dass IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden bereits angewendet wird oder zusammen mit IFRS 16 zum gleichen Zeitpunkt angewendet wird. GRAMMER beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Basierend auf einer ersten Analyse wurden die nachfolgenden Effekte ermittelt. Die Analyse ist jedoch noch nicht abgeschlossen und wird von Seiten des Konzerns im Hinblick auf die Entwicklung der Auslegung von IFRS 16 aktualisiert.
Der GRAMMER Konzern hat bislang überwiegend Operating-Leaseverhältnisse über bewegliche Vermögenswerte abgeschlossen. Bisher sind die Zahlungsverpflichtungen diesbezüglich lediglich im Anhang anzugeben. Künftig sind jedoch die aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden Rechte und Verpflichtungen als Vermögenswert verpflichtend in der Bilanz anzusetzen. GRAMMER erwartet daraus eine Erhöhung der Bilanzsumme sowie eine leichte Entlastung des EBIT zum Erstanwendungszeitpunkt. Hinsichtlich des in den künftigen Perioden anfallenden Umfangs der bilanziell zu erfassenden Leasingverhältnisse verweisen wir auf Anhangangabe 12. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte.
Änderung an IAS 7: Offenlegungsinitiative
Die Änderung von IAS 7 Kapitalflussrechnungen ist Teil der Offenlegungsinitiative des IASB und verpflichtet Unternehmen Angaben zu machen, die es Abschlussadressaten ermöglichen, sowohl zahlungswirksame als auch zahlungsunwirksame Änderungen der Schulden, die aus der Finanzierungstätigkeit resultieren, nachzuvollziehen. Bei erstmaliger Anwendung der Änderung müssen Unternehmen keine Vergleichsinformationen für vorherige Berichtsperioden angeben. Diese Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. GRAMMER beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden.
Änderung an IAS 12: Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste
Diese Änderungen sollen die in der Praxis nicht einheitliche Bilanzierung latenter Steueransprüche aus nicht realisierten Verlusten, die im Zusammenhang mit zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten auftreten, klarstellen. Sie sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Aktuell ergeben sich aus dieser Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Der Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden.
3. Konsolidierungskreis
Informationen zu Tochterunternehmen
In den Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
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| KAPITALANTEIL IN % |
||||
|---|---|---|---|---|
| NAME DER TOCHTERGESELLSCHAFT | SITZ | HAUPTGESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen | ||||
| 1. GRAMMER do Brasil Ltda. | Atibaia, Brasilien | Automotive/Seatlng Systems | 100,00 | 100,00 |
| 2. GRAMMER Seatlng Systems Ltd. | Bloxwich, Großbritannien | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 3. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayl ve Ticaret A S. | Bursa. Türkei | Seating Systems | 99,40 | 99,40 |
| 4. GRAMMER Inc. | Hudson (Wl), USA | Automotive/Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 5. GRAMMER CZ s.r.o. | Tachov, Tschechien | Automotive/Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 6. GRAMMER Japan Ltd. | Tokio, Japan | Vertriebsgesellschaft | 100,00 | 100,00 |
| 7. GRAMMER AD | Trudovetz, Bulgarien | Seating Systems | 91,46 | 90,23 |
| 8. GRAMMER System GmbH | Amberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 9. GRAMMER Automotive Metall GmbH | Amberg, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 10. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | Slovenj Gradec, Slowenien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 11. GRAMMER Automotive Española S.A. | Olerdola, Spanien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 12. GRAMMER Industries Inc. | Greenville (SC), USA | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 13. GRAMMER Automotive Puebla S A. de C.V. | Puebla, Mexiko | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 14. GRAMMER Automotive Polska Sp. z o.o. | Bielsko-Biala, Polen | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 15. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | Xiamen, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 16. GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. | Tianjin, China | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 17. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. | Changchun, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 18. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., ltd. | Shanghai, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 19. GRAMMER System d.o.o. | Aleksinac, Serbien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 20. GRAMMER Rallway Interior GmbH | Amberg, Deutschland | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 21. GRAMMER Technical Components GmbH | Kümmersbruck, Deutschland | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 22. GRAMMER Electronics N.V. | Aartselaar, Belgien | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 23. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. | Beijing, China | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 24. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. | Česká Lipa, Tschechien | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 25. GRAMMER Seating (Jiangsu) Ca, Ltd. | Jiangyin, China | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 26. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. | Bedfordview, Südafrika | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 27. GRAMMER Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | Seating Systems | 99,96 | 99,96 |
| 28. GRAMMER Italia srl. | Jesi, Italien | Seating Systems | 100,00 | 100,00 |
| 29. GRAMMER Interior Components GmbH2 | Hardheim, Deutschland | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 30. GRAMMER Interior Components Polska Sp. z o.o.3 | Sosnowiec, Polen | Automotive | 100,00 | 100,00 |
| 31. GRAMMER Seating (Shaanxl) Co., Ltd. | Weinan City, China | Seating Systems | 90,00 | 1 |
| 2. In den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| 1. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | London (OH), USA | Seating Systems | 50,00 | 50,00 |
1 Das Unternehmen GRAMMER Seating (Slvunnl Co. Ltd. wurde im Juli 2016 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
2 Das Unternehmen REUM Kunststoff- und Metalltechnik GmbH wurde am 1. Juli 2016 umfirmiert in GRAMMER Interior Components GmbH.
3 Das Unternehmen REUM Polska Sp. z.o.o. wurde am 31. Mai 2016 umfirmiert in GRAMMER Interior Components Polska Sp. z.o.o.
In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 26 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen.
Als At Equity einbezogene Gesellschaft wird das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält.
Als einheitliches Abschlussdatum gilt für alle einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember 2016.
2016
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| INLAND | AUSLAND | GESAMT | |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Gesellschaften (Inkl. GRAMMER AG) | 6 | 26 | 32 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 6 | 27 | 33 |
2015
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| INLAND | AUSLAND | GESAMT | |
|---|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Gesellschaften(Inkl. GRAMMER AG) | 6 | 25 | 31 |
| At Equity einbezogene Gesellschaften | 0 | 1 | 1 |
| Gesellschaften | 6 | 26 | 32 |
Im GRAMMER Konzern bestehen keine Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss sowie keine konsolidierten strukturierten Unternehmen.
Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Automotive Metall GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH, GRAMMER Technical Components GmbH und die GRAMMER Interior Components GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch.
4. Unternehmenszusammenschlüsse
Die Kaufpreisallokation im Rahmen der Akquisition der GRAMMER Interior Components GmbH (vormals REUM Kunststoff- und Metalltechnik GmbH) und der GRAMMER Interior Components Polska Sp. z o.o. (vormals REUM Polska Sp. z o.o.) wurde innerhalb eines Jahres nach dem Übernahmezeitpunkt aufgrund endgültiger Informationen gemäß IFRS 3.49 angepasst.
Am 22. Oktober 2015 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme der Anteile der REUM Gruppe unterzeichnet. Die Übernahme der Geschäftsanteile erfolgte zu jeweils 100 % in die GRAMMER AG als Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Transaktion wurde von den Kartellbehörden genehmigt. Am 28. Dezember 2015 hat die GRAMMER AG die Übernahme der REUM Gruppe abschließend vollzogen und seit diesem Zeitpunkt konsolidiert.
Für die endgültig abgeschlossene Kaufpreisallokation der beiden Gesellschaften ergaben sich folgende Anpassungen.
In der folgenden Übersicht sind die Zeitwerte zum Erstkonsolidierungszeitpunkt nach vorläufiger und nach endgültiger Kaufpreisallokation der GRAMMER Interior Components GmbH und der GRAMMER Interior Components Polska Sp. z o.o. dargestellt:
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| TEUR | VORLÄUFIGER BEIZULEGENDER ZEITWERT ZUM ERWERBSZEITPUNKT | ANPASSUNG | ENDGÜLTIGER BEIZULEGENDER ZEITWERT ZUM ERWERBSZEITPUNKT |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 29.516 | 29.516 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.810 | 500 | 10.310 |
| Vorräte | 9.807 | 9.807 | |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.436 | 13.436 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 17.084 | 17.084 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 5.897 | 5.897 | |
| Latente Steueransprüche | 168 | 168 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 207 | 207 | |
| Vermögenswerte | 85.925 | 500 | 86.425 |
| Rückstellungen | -9.847 | -9.847 | |
| Langfristige Finanzschulden | -760 | -760 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | -633 | -633 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -8.730 | -8.730 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -43 | -43 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -13.321 | -13.321 | |
| Passive latente Steuern (davon aus Neubewertung: -3.208 TEUR) | -4.672 | -146 | -4.818 |
| Schulden | -38.006 | -146 | -38.152 |
| Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 47.919 | 354 | 48.273 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 2.081 | -354 | 1.727 |
| Übertragene Gegenleistung | 50.000 | 0 | 50.000 |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 5.897 | 5.897 | |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | -50.000 | -50.000 | |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | -44.103 | -44.103 |
Innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Unternehmenserwerb wurde im Rahmen der finalen Kaufpreisallokation ein höherer Fair Value der übernommenen Immateriellen Vermögenswerte (Kundenaufträge) um 500 TEUR ermittelt, was zu einem Anstieg der passiven latenten Steuern von 146 TEUR führte. Im Gegenzug reduzierte sich der Geschäfts- oder Firmenwert um 354 TEUR.
5. Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen
Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein Gemeinschaftsunternehmen in den USA, das im Segment Seating Systems tätig ist und überwiegend Sitze und Sitzsysteme für Lkw entwickelt und produziert.
Die Anteile des Konzerns an der GRA-MAG LLC werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit dem nach IFRS aufgestellten Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens.
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7.996 | 9.570 |
| Langfristige Vermögenswerte | 577 | 852 |
| Vermögenswerte | 8.573 | 10.422 |
| Kurzfristige Schulden | -7.625 | -10.505 |
| Langfristige Schulden | -29.565 | -30.173 |
| Schulden | -37.190 | -40.678 |
| Eigenkapital | -28.617 | -30.256 |
| Anteil des Konzerns | 50% | 50% |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus Erstkonsolidierung | 2.043 | 2.043 |
| Buchwert der Beteiligung | 0 | 0 |
Der Equity-Ansatz der GRA-MAG LLC wird mit einem Wert von 0 EUR ausgewiesen, da die kumulierten Verluste den Beteiligungsbuchwert übersteigen.
Da die GRAMMER AG keine Verlustausgleichsverpflichtung hat, wird der negative Equity-Wert nicht als Schuld passiviert.
In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 1.100 | 1.259 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen) | -5.568 | -7.962 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen) | -29.565 | -30.173 |
Die Gewinn- und Verlustrechnung der GRA-MAG LLC enthält die folgenden Beträge:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 33.565 | 42.364 |
| Umsatzkosten, einschließlich planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 433 TEUR (Vj. 445) | -26.079 | -34.959 |
| Verwaltungskosten | -3.822 | -3.780 |
| Zinserträge | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -1.085 | -1.121 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.579 | 2.504 |
| Ertragsteuern | -64 | -79 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.515 | 2.425 |
| Anteil des Konzerns am Ergebnis | 1.258 | 1.212 |
Die nicht erfassten Verluste der GRA-MAG LLC werden im Folgenden dargestellt:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 1. Januar | -14.380 | -15.592 |
| Nicht erfasste Gewinne der GRA-MAG LLC in der Berichtsperiode | 1.258 | 1.212 |
| Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 31. Dezember | -13.122 | -14.380 |
Das Gemeinschaftsunternehmen hatte zum 31. Dezember 2016 und 2015 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen.
Der GRAMMER Konzern ist nicht an gemeinschaftlichen Tätigkeiten im Sinne des IFRS 11 beteiligt.
6. Segmentberichterstattung
Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche gegliedert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Geschäftssegmente:
Das Segment Automotive stellt das größere Segment innerhalb des GRAMMER Konzerns dar und hat im Geschäftsjahr 2016 72,8 % (Vj. 68,7) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen-Systeme sowie hochwertige Interior Komponenten und komplexe Bedienelemente und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment sowie an deren Tier-1-Lieferanten.
Das Segment Seating Systems hat im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 27,2 % (Vj. 31,3) des Konzernumsatzes erzielt. Das Segment Seating Systems entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für mittlere und schwere Lkw sowie für Offroadfahrzeuge (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen, Landschaftsfahrzeuge), Flurförderzeuge sowie Sitze und Sitzsysteme für Bahnen und Busse. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und vertreibt Fahrer- und Beifahrersitze an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben.
Der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern der Geschäftsbereiche werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern bewertet und wird in Übereinstimmung mit dem Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, Marketing, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert.
Berichtssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2016
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| TEUR | SEATING SYSTEMS | AUTOMOTIVE | CENTRAL SERVICES/ ÜBERLEITUNG | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 434.975 | 1.260.508 | 0 | 1.695.483 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 38.665 | 10.262 | -48.9271 | 0 |
| Umsatzerlöse | 473.640 | 1.270.770 | -48.927 | 1.695.483 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 39.124 | 42.462 | -8.538 | 73.048 |
| Finanzerträge | 1.506 | |||
| Finanzaufwendungen | -13.517 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.694 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 62.731 | |||
| Ertragsteuern | -17.508 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 45.223 | |||
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| Sachanlagen | 8.576 | 38.804 | 1.559 | 48.939 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 749 | 3.991 | 2.513 | 7.253 |
| Abschreibungen | ||||
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -11.100 | -22.264 | -1.404 | -34.768 |
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte | -2.678 | -8.220 | -1.562 | -12.460 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | ||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 4.487 | 1.232 | 742 | 6.461 |
1 Verkäufe und Erlöse mit anderen Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart wurden.
GESCHÄFTSJAHR ZUM 31. DEZEMBER 2015
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| TEUR | SEATING SYSTEMS | AUTOMOTIVE | CENTRAL SERVICES/ ÜBERLEITUNG | GRAMMER KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 425.513 | 1.000.173 | 0 | 1.425.686 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 32.846 | 7.968 | -40.8141 | 0 |
| Umsatzerlöse | 458.359 | 1.008.141 | -40.814 | 1.425.686 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 27.833 | 23.759 | -8.937 | 42.655 |
| Finanzerträge | 1.151 | |||
| Finanzaufwendungen | -11.177 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | 3.089 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 35.718 | |||
| Ertragsteuern | -11.942 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 23.776 | |||
| Sonstige Segmentinformationen | ||||
| Investitionen | ||||
| Sachanlagen | 10.255 | 25.865 | 3.014 | 39.134 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.327 | 6.011 | 1.383 | 8.721 |
| Abschreibungen | ||||
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -10.988 | -18.693 | -1.651 | -31.332 |
| Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte | -2.292 | -5.810 | -1.052 | -9.154 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | ||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 4.263 | 1.251 | 761 | 6.275 |
1 Verkäufe und Erlöse mit anderen Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart wurden.
ÜBERLEITUNGSRECHNUNG
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) | 81.586 | 51.592 |
| Central Services1 | -10.686 | -8.518 |
| Eliminierungen2 | 2.148 | -419 |
| Konzernergebnis (EBIT) | 73.048 | 42.655 |
| Finanzergebnis | -10.317 | -6.937 |
| Ergebnis vor Steuern | 62.731 | 35.718 |
1 In der Zeile Central Services werden zentral verantwortete Sachverhalte des Konzerns ausgewiesen
2 Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert
Informationen über geografische Gebiete
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2016 und 2015. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.
2016
NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN
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| TEUR | EMEA | AMERICAS | APAC | KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsätze | 1.197.921 | 246.585 | 250.977 | 1.695.483 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) | 256.835 | 30.519 | 28.702 | 316.056 |
2015
NACH SITZ DER GESELLSCHAFTEN
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| TEUR | EMEA | AMERICAS | APAC | KONZERN |
|---|---|---|---|---|
| Umsätze | 971.635 | 243.938 | 210.113 | 1.425.686 |
| Langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) | 256.8481 | 26.957 | 28.306 | 312.111 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
In der Region EMEA (Europe, Middle-East, Africa) sind alle europäischen Gesellschaften zusammengefasst bis hin zu den Gesellschaften in der Türkei und Südafrika. Die Region Americas beinhaltet alle Gesellschaften in den USA und Südamerika und in der Region APAC (Asia Pacific) sind alle chinesischen Gesellschaften inklusive Japan vereint.
Die Umsätze des GRAMMER Konzerns in Deutschland belaufen sich auf 906 Mio. EUR (Vj. 696).
7. Struktur der Umsatzerlöse des Konzerns
Der GRAMMER Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Die Struktur der Umsatzerlöse der operativen bzw. berichtspflichtigen Segmente wurde in der Segmentberichtserstattung dargestellt.
In den Umsatzerlösen von 1.695.483 TEUR (Vj. 1.425.686) sind basierend auf der PoC-Methode ermittelte Auftragserlöse von 93.865 TEUR (Vj. 69.659) enthalten. Bedingt durch den hohen Wettbewerb und die Preissensitivität der Kunden entsprechen die dafür angefallenen Aufwendungen im Wesentlichen den Erlösen. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Betriebsmittel, die vom GRAMMER Konzern bis zur Serienreife aufgewendet und vorfinanziert werden, bis erste Serienumsätze erzielt werden. Diese sind ganz überwiegend dem operativen Segment Automotive zuzuordnen.
8. Sonstige Erträge und Aufwendungen
8.1 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Handlingskosten in Höhe von 2.310 TEUR (Vj. 3.318), sowie Erträge aus Schrottverkäufen und sonstige Erträge in Höhe von 5.778 TEUR (Vj. 7.700). Der Rückgang innerhalb der sonstigen Erträge ist begründet durch einen einmaligen Ertrag im Vorjahr in Höhe von 4,4 Mio. EUR aus dem Verkauf von Grundstücken und Bauten im Rahmen einer Sale & Lease back Transaktion. Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge die Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.229 TEUR (Vj. 3.191) und die Erträge aus weiterverrechneten Kosten sowie Miet- und Pachteinnahmen in Höhe von 114 TEUR (Vj. 651). Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen sowie als Ertragszuschüsse gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen derzeit keine Risiken, dass die Bedingungen künftig nicht eingehalten werden.
8.2 Finanzergebnis
Im Folgenden wird die Aufteilung des Finanzergebnisses dargestellt:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 770 | 752 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 340 | 27 |
| Erträge aus Ausleihungen | 396 | 372 |
| Finanzerträge | 1.506 | 1.151 |
| Darlehen und Kontokorrentkredite | -8.554 | -6.896 |
| Sonstige Aufzinsungen | -135 | -20 |
| Aufzinsung von Pensionsrückstellungen | -3.240 | -2.904 |
| Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | -1.367 | -1.134 |
| In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand | -221 | -223 |
| Finanzaufwendungen | -13.517 | -11.177 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.694 | 3.089 |
| Finanzergebnis | -10.317 | -6.937 |
Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen die kurzfristig angelegten Mittelüberschüsse aus dem aktiven Cash-Management.
In den Finanzerträgen sind Zinsen in Höhe von 1.169 TEUR (Vj. 1.151) enthalten, die unter Zugrundelegung der Effektivzinsmethode ermittelt wurden.
Die Finanzaufwendungen enthalten entsprechende Zinsaufwendungen aus den Darlehen und Kontokorrentkrediten in Höhe von 8.554 TEUR (Vj. 6.896). Davon wurden 7.525 TEUR (Vj. 5.855) nach der Effektivzinsmethode ermittelt.
Im sonstigen Finanzergebnis in Höhe von 1,7 Mio. EUR werden zum einen Ergebnisse aus Fremdwährungsbewertung von Ausleihungen und Darlehen erfasst. Diese betrugen im Geschäftsjahr -36 TEUR (Vj. 1.606). Zum anderen sind hier stichtagsbezogene Bewertungen von Bankguthaben und Finanzschulden ausgewiesen. Diese betrugen im Geschäftsjahr 2016 1.730 TEUR (Vj. 1.483).
8.3 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und Anschaffungs- und Herstellungskosten
Kosten des Umsatzes
In den Kosten des Umsatzes sind die den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse und Aufwendungen für Handelsware in Höhe von 1.425.587 TEUR (Vj. 1.213.845) enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 61.705 TEUR (Vj. 51.798) sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von einzelnen Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden,
sogenannte "Industrialisierungskosten", hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Seating Systems anfallende Kosten für die "Design to market" Entwicklungen sind entsprechend ebenfalls hier ausgewiesen.
Vertriebskosten
Vertriebskosten sind die Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuordnenden Gemeinkosten. Als Vertriebseinzelkosten sind Frachtkosten, Provisionen und Versandkosten enthalten.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 26.185 TEUR (Vj. 23.156), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 21.274 TEUR (Vj. 19.468) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Zudem sind die Kostenanteile enthalten, die aus vom Konzern angeordneten und durchgeführten Reorganisationen resultieren.
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Auf Immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 12.460 TEUR (Vj. 9.153), die verursachungsgerecht den Kosten des Umsatzes und den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 2.586 TEUR (Vj. 2.183) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten des Umsatzes ausgewiesen sind.
Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 34.768 TEUR (Vj. 31.333) vorgenommen. Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht angefallen.
Die planmäßigen Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
8.4 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden in folgender Übersicht dargestellt:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 288.630 | 245.478 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 63.774 | 56.299 |
| davon für Altersversorgung 4.323 TEUR (Vj. 4.181) | ||
| Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 352.404 | 301.777 |
9. Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland | -5.297 | -3.659 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Ausland | -9.908 | -15.140 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -15.205 | -18.799 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Inland | -7.089 | 2.745 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Ausland | 4.786 | 4.112 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag | -2.303 | 6.857 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -17.508 | -11.942 |
Der Anstieg der Steuern war sowohl bedingt durch die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses im Inland als auch durch einen höheren latenten Steueraufwand im Inland aufgrund Verwertung aktiver latenter Steuersachverhalte. Daneben führten durchgeführte internationale Verrechnungen, die aus der Abstimmung von unterschiedlichen Interpretation der lokalen Steuerbehörden und deren Verwaltungsauffassungen hinsichtlich unserer internationalen Transferpricing-Anwendungen resultieren, zu einem positivem Einfluss auf die tatsächlichen Ertragsteuern im Ausland.
Die Überleitungsrechnung zwischen den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern und dem rechnerischen Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 62.731 | 35.718 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutschland von 29,2% (Vj. 29,1) | -18.318 | -10.394 |
| Effekte aus Mindestbesteuerung und Abzugsteuern | -888 | -1.278 |
| Tatsächliche Ertragsteuern, Vorjahre betreffend | -282 | -6.212 |
| Effekt aus Nichtansatz latenter Steuern des laufenden Jahres | -367 | -236 |
| Anpassung von In Vorjahren angefallenen latenten Steuern | -1.321 | 6.053 |
| Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand/steuerliche Begünstigungen | 370 | 277 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -2.812 | -2.259 |
| Sonstige Steuereffekte | 2.426 | 732 |
| Steuersatzeffekte ausländischer Steuerrechtskreise | 3.684 | 1.375 |
| Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 27,9% (Vj. 33,4) | -17.508 | -11.942 |
Die latenten Ertragsteuern setzen sich je Bilanzposition zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | -9.948 | -8.833 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -11.353 | -12.6041 |
| Sonstige Vermögenswerte | -768 | -959 |
| Vorräte | -932 | -1.395 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -32 | -30 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | -4.779 | -5.145 |
| Langfristige Finanzschulden | -968 | -1.007 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -328 | -1.517 |
| Sonstige | -1.697 | -1.015 |
| Passive latente Steuern | -30.805 | -32.5051 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 24.589 | 19.888 |
| Rückstellungen | 1.354 | 1.014 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 19.717 | 23.061 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 69 | 8 |
| Sachanlagen | 2.729 | 2.596 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.690 | 2.368 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.079 | 1.044 |
| Sonstige | 3.520 | 3.873 |
| Latente Steueransprüche | 54.747 | 53.852 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
Im Folgenden wird die Überleitung der latenten Steuern dargestellt:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar | 21.347 | 22.311 |
| Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der GuV | -2.303 | 6.857 |
| latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag in der Gesamtergebnisrechnung | 4.556 | -3.018 |
| Latente Steuern, durch Erstkonsolidierung erworben | 0 | -4.6501 |
| Währungskurseffekte | 342 | -153 |
| Stand zum 31. Dezember | 23.942 | 21.3471 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland betrug 15 % für die Veranlagungszeiträume 2016 und 2015 zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,2 % im Jahr 2016 (Vj. 29,1).
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,2 % (Vj. 29,1) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten wie im Vorjahr zwischen 10 % und 38 %.
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit sowie der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus der Umkehrung der Bewertungsunterschiede realisiert werden können.
In diesem Geschäftsjahr bestanden keine aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, die als nicht nutzbar eingeschätzt wurden (Vj. 0,4). Bei den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die steuerlichen Verlustvorträge in den einzelnen Ländern sind in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar oder vereinzelt sogar rücktragbar.
Latente Steuern auf sogenannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- und Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 83.897 TEUR (Vj. 85.715).
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergaben sich weder im Jahr 2016 noch 2015 ertragsteuerliche Konsequenzen.
10. Konzernergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf erworbenen eigenen Aktien (330.050 Stück). Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien, mit Ausnahme der eigenen Aktien, gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Die sich im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt.
Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von sogenannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern zum 31. Dezember 2016 keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
KONZERNERGEBNIS JE AKTIE
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses | 11.214.624 | 11.214.624 |
| Ergebnis in TEUR (ohne Minderheiten) | 44.981 | 23.604 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 4,01 | 2,10 |
Am 14. Februar 2017 beschloss die GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Begebung einer Pflichtwandelanleihe im Nennbetrag von 60 Mio. EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Die Pflichtwandelanleihe wird in Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag in Höhe von circa 9,2 % des Grundkapitals wandelbar sein und wurde an ein verbundenes Unternehmen des chinesischen Automobilzulieferers Ningbo Jifeng Auto Parts Co. Ltd. ("Ningbo Jifeng") begeben.
11. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 51,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 (Vj. 31,2) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag in Höhe von 22,8 Mio. EUR, die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 28,5 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 56,9 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 1,30 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag in Höhe von 36,7 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2017 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 8,4 Mio. EUR (Vj. 8,4) ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 18 zu finden.
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:
DIVIDENDEN AUF STAMMAKTIEN
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Schlussdividende für 2015: 0,75 EUR (2014: 0,75 EUR) | 8.411 | 8.411 |
Auf der Hauptversammlung wird für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 1,30 EUR (Vj. 0,75) je Aktie zur Genehmigung vorgeschlagen. Diese wurde jeweils zum 31. Dezember nicht als Schuld erfasst.
12. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte
STAND 31. DEZEMBER 2016
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2016 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 101.913 | 1.436 | -1.009 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 193.432 | 19.050 | -7.198 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 200.260 | 15.814 | -5.914 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.099 | 12.201 | -1.203 |
| Finanzierungsleasing | 13.927 | 438 | 0 |
| Sachanlagen | 518.631 | 48.939 | -17.324 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutztrechte | 79.693 | 5.438 | -1.356 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 48.879 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 26.973 | 814 | -57 |
| Geleistete Anzahlungen | 6 | 1 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 155.551 | 7.253 | -1.413 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 674.182 | 56.192 | -18.737 |
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||
|---|---|---|---|---|
| EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 201 | 0 | 519 | 101.060 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -2.753 | 0 | 4.530 | 206.061 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | -14 | 0 | 1.277 | 212.423 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -43 | 0 | -6.691 | 13.363 |
| Finanzierungsleasing | 22 | 0 | -31 | 14.356 |
| Sachanlagen | -2.587 | 0 | -396 | 547.263 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutztrechte | -481 | 0 | 403 | 84.697 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 48.879 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | -72 | 0 | 0 | 27.658 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | -7 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -553 | 0 | 396 | 161.234 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | -3.140 | 0 | 0 | 708.497 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2016 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 39.930 | 1.551 | -3.009 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 106.229 | 14.772 | -6.201 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 147.997 | 14.522 | -5.576 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 3.366 | 1.923 | 0 |
| Sachanlagen | 297.522 | 34.768 | -14.786 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutztrechte | 39.557 | 9.874 | -1.356 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 10.636 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 14.356 | 2.586 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 64.549 | 12.460 | -1.356 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 362.071 | 47.228 | -16.142 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | |||
|---|---|---|---|---|
| ZUSCHREIBUNGEN | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 0 | 234 | 0 | 40.706 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | -908 | 14 | 113.906 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 168 | -14 | 157.097 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 0 | -5 | 0 | 5.284 |
| Sachanlagen | 0 | -511 | 0 | 316.993 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutztrechte | 0 | -136 | 0 | 47.939 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 10.636 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | -69 | 0 | 16.873 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | -205 | 0 | 75.448 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 0 | -716 | 0 | 392.441 |
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| TEUR | BUCHWERT | |
|---|---|---|
| 1. JANUAR 2016 | 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 61.983 | 60.354 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 87.203 | 92.155 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 52.263 | 55.326 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.099 | 13.363 |
| Finanzierungsleasing | 10.561 | 9.072 |
| Sachanlagen | 221.109 | 230.270 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutztrechte | 40.136 | 36.758 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 38.243 | 38.243 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 12.617 | 10.785 |
| Geleistete Anzahlungen | 6 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 91.002 | 85.786 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 312.111 | 316.056 |
STAND 31. DEZEMBER 2015
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2015 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 103.505 | 838 | -19.301 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 175.584 | 13.542 | -6.708 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 189.021 | 13.759 | -4.958 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.858 | 9.695 | -14 |
| Finanzierungsleasing | 9.663 | 1.300 | -10 |
| Sachanlagen | 484.631 | 39.134 | -30.991 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 62.289 | 7.047 | -265 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 47.152 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 25.213 | 1.632 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 11 | 42 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 134.665 | 8.721 | -265 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 619.296 | 47.855 | -31.256 |
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||
|---|---|---|---|---|
| EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | -591 | 16.413 | 1.049 | 101.913 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -1.686 | 8.075 | 4.625 | 193.432 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | -1.701 | 1.648 | 2.491 | 200.260 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 79 | 646 | -8.165 | 9.099 |
| Finanzierungsleasing | 240 | 2.734 | 0 | 13.927 |
| Sachanlagen | -3.659 | 29.516 | 0 | 518.631 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 265 | 10.304 | 53 | 79.693 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 1.727 | 0 | 48.879 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 128 | 0 | 0 | 26.973 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 6 | -53 | 6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 393 | 12.037 | 0 | 155.551 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | -3.266 | 41.553 | 0 | 674.182 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2015 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 48.875 | 4.230 | -12.781 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 101.171 | 13.105 | -6.154 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 141.266 | 12.802 | -4.544 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 2.164 | 1.196 | 0 |
| Sachanlagen | 293.476 | 31.333 | -23.479 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 32.780 | 6.970 | -265 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 10.636 | 0 | 0 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 12.050 | 2.183 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 55.466 | 9.153 | -265 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 348.942 | 40.486 | -23.744 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | |||
|---|---|---|---|---|
| ZUSCHREIBUNGEN | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 0 | -394 | 0 | 39.930 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | -1.893 | 0 | 106.229 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | -1.527 | 0 | 147.997 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 0 | 6 | 0 | 3.366 |
| Sachanlagen | 0 | -3.808 | 0 | 297.522 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 0 | 72 | 0 | 39.557 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 10.636 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 123 | 0 | 14.356 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 195 | 0 | 64.549 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 0 | -3.613 | 0 | 362.071 |
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| TEUR | BUCHWERT | |
|---|---|---|
| 1. JANUAR 2015 | 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 54.630 | 61.983 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 74.413 | 87.203 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 47.755 | 52.263 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 6.858 | 9.099 |
| Finanzierungsleasing | 7.499 | 10.561 |
| Sachanlagen | 191.155 | 221.109 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 29.509 | 40.136 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 36.516 | 38.243 |
| Aktivierte Entwicklungsleistungen | 13.163 | 12.617 |
| Geleistete Anzahlungen | 11 | 6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 79.199 | 91.002 |
| Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte | 270.354 | 312.111 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse
12.1 Sachanlagen
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| Gebäude und Einbauten | 10- 40 Jahre |
| Gebäudeeinrichtungen | 5-40 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5-25 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2-15 Jahre |
| Gemietete Vermögenswerte (Finanzierungsleasing) | 3-25 Jahre |
Eine planmäßige Abschreibung von Grundstücken wird nicht vorgenommen.
12.2 Immaterielle Vermögenswerte
Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten die Positionen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Patente und Kundenaufträge. Die Kundenaufträge enthalten Posten, die im Zuge des Erwerbs der ehemaligen REUM Gruppe im Dezember 2015 identifiziert wurden. Durch die endgültige Kaufpreisallokation nach IFRS 3.49 innerhalb eines Jahres nach dem Übernahmezeitpunkt ergab sich eine geringe Anpassung der übernommenen Immateriellen Vermögenswerte (Kundenaufträge) um 500 TEUR. Dies hatte unter Berücksichtigung der latenten Steuern Auswirkung auf den Goodwill in Höhe von 354 TEUR. Die immateriellen Anlagegüter werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.
Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von durchschnittlich zehn Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2016 fielen insgesamt Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 62.518 TEUR (Vj. 53.430) an. Davon erfüllten 814 TEUR (Vj. 1.632) die Aktivierungskriterien nach IAS 38. Der überwiegende Betrag wurde aufwandswirksam erfasst.
12.3 Leasingverhältnisse
GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Finanzierungs- und Operating-Leases für Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und 25 Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- und Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und wenigen Anlagen, für die solche Optionen bestehen. Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf der Grundmietzeit eine Neuverhandlung zur Fortführung des Vertrages vorsehen. GRAMMER schloss im Jahr 2015 eine Sale & Lease back Transaktion im Rahmen des Verkaufs der Gebäude und Grundstücke in Immenstetten ab. Die Immobilie wurde mit Grund und Boden veräußert und wird im Rahmen eines gleichzeitig abgeschlossenen Mietvertrages über die nächsten Jahre zurückgemietet. Die Besitzübergabe der Gebäude an den Käufer erfolgt sukzessive über die kommenden Jahre. Der im Rahmen der Sale & Lease back Transaktion abgeschlossene Mietvertrag ist als Operating-Lease-Verhältnis zu klassifizieren. Da der beizulegende Zeitwert der Immobilie mit Grund und Boden über dem direkt zurechenbaren Veräußerungspreis lag, wurde in Höhe des Unterschiedsbetrages eine Abgrenzung über den Abgrenzungsposten dargestellt, welcher ratierlich über die Laufzeit der vergünstigten Nutzung bis 2020 aufgelöst wird. Der Mietvertrag läuft im Geschäftsjahr 2020 aus und enthält keine Verlängerungs- oder Rückkaufoption.
Der Ertrag aus der Fair Value-Bewertung belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 4,4 Mio. EUR. Die ausstehenden Forderungen, welche eine Laufzeit bis 2020 aufweisen, betragen 4,0 Mio. EUR und wurden zum 31. Dezember 2016 mit dem abgezinsten Barwert in Höhe von 3,8 Mio. EUR bilanziert.
Die in der vorangegangenen Grafik bereits aufgeführten geleasten Vermögenswerte, die uns entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind, setzen sich wie folgt zusammen:
STAND 31. DEZEMBER 2016
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2016 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 2.264 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 10.141 | 165 | 0 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.402 | 197 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 120 | 76 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 13.927 | 438 | 0 |
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||
|---|---|---|---|---|
| EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 75 | 0 | 0 | 2.339 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -52 | 0 | -17 | 10.237 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 0 | 0 | 1.599 |
| Kraftfahrzeuge | -1 | 0 | -14 | 181 |
| Geleaste Vermögenswerte | 22 | 0 | -31 | 14.356 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2016 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 95 | 87 | 0 | 7 | 0 | 189 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.019 | 1.565 | 0 | -12 | 0 | 4.572 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 146 | 270 | 0 | 0 | 0 | 416 |
| Kraftfahrzeuge | 106 | 1 | 0 | 0 | 0 | 107 |
| Geleaste Vermögenswerte | 3.366 | 1.923 | 0 | -5 | 0 | 5.284 |
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| TEUR | BUCHWERT | |
|---|---|---|
| 1. JANUAR 2016 | 31. DEZEMBER 2016 | |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 2.169 | 2.150 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.122 | 5.665 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.256 | 1.183 |
| Kraftfahrzeuge | 14 | 74 |
| Geleaste Vermögenswerte | 10.561 | 9.072 |
STAND 31. DEZEMBER 2015
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ||
|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2015 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | |
| --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 2.030 | 0 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.430 | 0 | -10 |
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 100 | 1.300 | 0 |
| Kraftfahrzeuge | 103 | 0 | 0 |
| Geleaste Vermögenswerte | 9.663 | 1.300 | -10 |
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| TEUR | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | |||
|---|---|---|---|---|
| EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 234 | 0 | 0 | 2.264 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 | 2.719 | 0 | 10.141 |
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 2 | 0 | 0 | 1.402 |
| Kraftfahrzeuge | 2 | 15 | 0 | 120 |
| Geleaste Vermögenswerte | 240 | 2.734 | 0 | 13.927 |
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| TEUR | ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND 1. JANUAR 2015 | ZUGÄNGE | ABGÄNGE | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN | UMBUCHUNGEN | STAND 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 7 | 86 | 0 | 2 | 0 | 95 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.956 | 1.065 | 0 | -2 | 0 | 3.019 |
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 98 | 45 | 0 | 3 | 0 | 146 |
| Kraftfahrzeuge | 103 | 0 | 0 | 3 | 0 | 106 |
| Geleaste Vermögenswerte | 2.164 | 1.196 | 0 | 6 | 0 | 3.366 |
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| TEUR | BUCHWERT | |
|---|---|---|
| 1. JANUAR 2015 | 31. DEZEMBER 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Grundstücke und Bauten | 2.023 | 2.169 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.474 | 7.122 |
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 2 | 1.256 |
| Kraftfahrzeuge | 0 | 14 |
| Geleaste Vermögenswerte | 7.499 | 10.561 |
Aus den Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
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| TEUR | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE |
|---|---|---|---|
| 2016 | |||
| Leasingzahlungen | 2.357 | 3.587 | 2.285 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -162 | -333 | -497 |
| Barwerte (It. Bilanz) | 2.195 | 3.254 | 1.788 |
| 2015 | |||
| Leasingzahlungen | 2.268 | 5.331 | 2.441 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -234 | -423 | -535 |
| Barwerte (It. Bilanz) | 2.034 | 4.908 | 1.906 |
Aus den Operating-Lease-Verhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
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| TEUR | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE |
|---|---|---|---|
| 2016 | |||
| Leasingzahlungen | 17.524 | 34.426 | 14.419 |
| 2015 | |||
| Leasingzahlungen | 17.515 | 36.378 | 17.048 |
12.4 Geschäfts- und Firmenwerte
Die operativen Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Die Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) des GRAMMER Konzerns dar.
Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet.
Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2016 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-)Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| 2016 | 20152 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDE EINHEIT | GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE | GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE |
| --- | --- | --- | --- |
| CGU I | Seating Systems | 4.423 | 4.423 |
| CGU II | Automotive | 33.820 | 33.8202 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 38.243 | 38.2432 |
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| 2016 | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | WACHSTUMSRATE1 | WACHSTUMSRATE1 | ABZINSUNGSFAKTOR |
| --- | --- | --- | --- |
| CGU I | 1% | 1 % | 6,3% |
| CGU II | 1 % | 1 % | 6,3 % |
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| 2015 | |
|---|---|
| TEUR | ABZINSUNGSFAKTOR |
| --- | --- |
| CGU I | 7,2 % |
| CGU II | 7,2 % |
1 ewige Rente
2 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4. Unternehmenszusammenschlüsse
Im Rahmen der finalen Kaufpreisallokation nach IFRS 3.49 der Akquisition der GRAMMER Interior Components GmbH (vormals REUM Kunststoff- und Metalltechnik GmbH) und der GRAMMER Interior Components Polska Sp. z o.o. (vormals REUM Polska Sp. z o. o.) wurde der Geschäfts- und Firmenwert der CGU II Automotive retrospektiv angepasst, Details siehe Kapitel "Unternehmenszusammenschlüsse".
Grundlagen der Berechnungen
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt.
Die Cashflow-Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, aktuellste und beste vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen.
Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 0,5 % nach Steuern (Vj. 1,5) sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 7,0 % nach Steuern (Vj. 6,5). Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta-Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der GRAMMER AG geschätzt und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind.
Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % (Vj. 1) extrapoliert.
Die durchgeführten Wertminderungstests bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- und Firmenwerte. Änderungen der Terminal-Value-Wachstumsrate auf 0 oder der Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum auf 0 ergaben ebenso wenig Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf wie die Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes um 400 Basispunkte.
Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts
Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der beiden Einheiten Seating Systems und Automotive bestehen bei den zugrunde gelegten Annahmen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich:
| ― | des operativen Ergebnisses, |
| ― | der Preisentwicklung bei Rohstoffen, |
| ― | der Marktanteile im Berichtszeitraum. |
Operatives Ergebnis
Die operativen Ergebnisse ergeben sich aus einer im Unternehmen durchgeführten Mehrjahresplanung, mit einer Umsatz- und Aufwandsplanung als Basis. Für die Prognose der Herstellungskosten werden aktuell vorliegende Werte, modifiziert um zukünftige Änderungen, herangezogen. Wesentliche Grundlage der Absatzplanung sind Informationen der Kunden des GRAMMER Konzerns sowie Markteinschätzungen verschiedener Informationsdienstleister.
Preisentwicklung bei Rohstoffen
Den Schätzungen werden die veröffentlichten Preisindizes der Länder, aus denen die Rohstoffe bezogen werden, sowie Daten, die spezifische Rohstoffe betreffen, zugrunde gelegt. Prognosedaten werden dann verwendet, wenn sie öffentlich zugänglich sind, andernfalls werden tatsächliche Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit als Indikator für künftige Preisentwicklungen herangezogen.
Annahmen über den Marktanteil
Diese Annahmen sind insofern wichtig, als die Unternehmensleitung beurteilt, wie sich die Position der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Vergleich zu ihren Wettbewerbern während des Prognosezeitraums ändern könnte. Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Bereich Seating Systems während des Budgetzeitraums seinen Marktanteil festigt und der Bereich Automotive seine Position international stärken wird.
Marktwertorientierte Betrachtungsweise
Der Konzern berücksichtigt bei der Einschätzung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Geschäfts- und Firmenwert wertgemindert sein könnte, auch das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns.
Zum 31. Dezember 2016 lag die Marktkapitalisierung über dem Buchwert des Konzerneigenkapitals, somit ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes bzw. anderer Vermögenswerte.
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Marktkapitalisierung | 548.949 | 315.400 |
| Eigenkapital | 271.237 | 253.423 |
| Anlagevermögen | 316.056 | 312.1111 |
| Gearing | 51% | 61 % |
| Schlusskurs 31. Dezember | 47,55 | 27,32 |
1 Anpassung Vorjahreswerte gem. IFRS 3.49, siehe Anhangangabe 4, Unternehmenszusammenschlüsse.
13. Vorräte
Die Vorräte untergliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 101.551 | 96.937 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 14.032 | 13.971 |
| Fertige Erzeugnisse und Leistungen | 23.930 | 25.822 |
| Geleistete Anzahlungen | 8.740 | 9.175 |
| Vorräte | 148.253 | 145.905 |
Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert belaufen sich auf 4,2 Mio. EUR (Vj. 3,3).
14. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.589 | 187.376 |
Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von 14.245 TEUR (Vj. 13.882) gemindert.
Zum 31. Dezember 2016 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.412 TEUR (Vj. 2.646). Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | EINZELWERTBERICHTIGUNGEN | WERTBERICHTIGUNGEN AUF PORTFOLIOBASIS | GESAMT |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2016 | 1.607 | 1.039 | 2.646 |
| Zugänge | 595 | 1.028 | 1.623 |
| Inanspruchnahme | -131 | -62 | -193 |
| Auflösungen | -618 | 0 | -618 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -46 | 0 | -46 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 1.407 | 2.005 | 3.412 |
| Stand 1 Januar 2015 | 1.643 | 1.039 | 2.682 |
| Zugänge | 823 | 5 | 828 |
| Inanspruchnahme | -10 | -5 | -15 |
| Auflösungen | -862 | 0 | -862 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 13 | 0 | 13 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 1.607 | 1.039 | 2.646 |
Folgende Tabelle zeigt lang- und kurzfristige finanzielle Forderungen, die am Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig sind, sowie die überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind:
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| TEUR | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GESAMT | WEDER FÄLLIG NOCH WERTGEMINDERT | BIS 30 TAGE | 31-60 TAGE | 61-90 TAGE | 91-180 TAGE | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2016 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.589 | 185.542 | 14.444 | 3.756 | 894 | 1.134 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 146.013 | 146.013 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 10.770 | 10.770 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 187.376 | 173.148 | 7.572 | 2.163 | 1.370 | 1.662 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 116.920 | 116.920 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 13.394 | 13.394 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| TEUR | NICHT WERTBERICHTIGT UND IN DEN FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG |
|---|---|
| ÜBER 181 TAGE | |
| --- | --- |
| 2016 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 819 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 0 |
| 2015 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.461 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 0 |
Das maximale Kreditausfallrisiko der Forderungen beläuft sich auf den Buchwert des Forderungsbestands. In den Überfälligkeiten bis 30 Tage handelt es sich überwiegend um Rechnungsüberhänge zum Stichtag, deren Zahlungen bereits unterwegs sind. Weder hinsichtlich der wertgeminderten Forderungen noch des in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen ergaben sich am Abschlussstichtag Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
15. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Beteiligungen | 50 | 129 |
| Sonstige Forderungen | 3.816 | 3.760 |
| Sonstiges | 0 | 149 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.866 | 4.038 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 146.013 | 116.920 |
| Sonstige Forderungen | 6.955 | 9.485 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0 | 681 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 152.968 | 127.086 |
In den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind wie im Vorjahr die ratierlich fälligen Kaufpreiszahlungen in Höhe von 3.816 TEUR (Vj. 3.760) für den Verkauf der Grundstücke und Gebäude in Immenstetten enthalten.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten den mittels der Percentage-of-Completion-Methode ermittelten aktivischen Saldo gegenüber Kunden aus Fertigungsaufträgen, der bis zum Stichtag den Kunden noch nicht in Rechnung gestellt wurde.
Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen beteiligte Unternehmen und haben Laufzeiten von 30 bis 90 Tagen.
16. Sonstige Vermögenswerte
Die sonstigen Vermögenswerte untergliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Abgrenzungsposten | 4.888 | 3.707 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 4.888 | 3.707 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 18.368 | 18.720 |
| Abgrenzungsposten | 5.232 | 5.720 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 23.600 | 24.440 |
Im langfristigen Abgrenzungsposten, der unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen wird, ist wie im Vorjahr die Sale & Lease back Transaktion aus dem Jahr 2015 im Zusammenhang mit den Grundstücken und Gebäuden in Immenstetten enthalten.
In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Umsatzsteuern 13.798 TEUR (Vj. 11.693), temporäre Kautionsvereinbarungen 1.037 TEUR (Vj. 962), debitorische Kreditoren 765 TEUR (Vj. 761), Forderungen gegen Mitarbeiter 327 TEUR (Vj. 368) sowie Ansprüche aus Investitionszuschüssen 0 TEUR (Vj. 65) enthalten.
Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.
17. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen beläuft sich zum Stichtag auf:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 132.968 | 127.300 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen und werden zum Abschlussstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 132.968 | 127.300 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | -5.352 | -5.044 |
| Finanzmittelfonds | 127.616 | 122.256 |
18. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern beträgt am 31. Dezember 2016 29.554 TEUR (Vj. 29.554) und ist eingeteilt in 11.544.674 nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2016 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001 und 2011 abzüglich angefallener Kosten.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2016 und 2015 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.
Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Diese stiegen von 199.698 TEUR auf 236.268 TEUR an. Das positive Ergebnis spiegelt sich jedoch aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von 8.411 TEUR (Vj. 8.411) nicht in voller Höhe in den Gewinnrücklagen wider.
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die darauf entfallenden latenten Steuern.
Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis die Veränderungen hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gemäß IAS 19 sowie die kumulierten Fremdwährungseffekte auf die als "net invest in a foreign operation" gemäß IAS 21 klassifizierten Ausleihungen enthalten.
Eigene Anteile
Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2016 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett im Jahr 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.
Erwerb eigener Anteile
Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Seitens der Gesellschaft können bis zu 10 % des Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen. Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Absatz 2, 20a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003. Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen.
Zum 31. Dezember 2016 sind 11.544.674 Stückaktien (Vj. 11.544.674) im Umlauf.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, der GRAMMER AD, Bulgarien und der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co. Ltd. Die Gesellschaft GRAMMER Seating (Shaanxi) wurde im Juli 2016 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. An dem neuen Joint Venture GRAMMER Seating (Shaanxi) mit Sitz in Fuping in der Provinz Shaanxi ist die GRAMMER AG mit 90 % beteiligt und hat damit Kontrolle, die verbleibenden 10 % hält die Shaanxi Automobile Group Co. Ltd. als Minderheitsgesellschafter.
Ermächtigungen
Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.
19. Pensionen und andere Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Im GRAMMER Konzern gibt es leistungsorientierte Pensionspläne, sogenannte Defined Benefit Plans, welche großteils in Deutschland bestehen.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften beinhalten die Rückstellungen sonstige Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) nach der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Nach dieser Methode wird der für den Anwartschaftszuwachs erforderliche Aufwand demjenigen Zeitraum zugerechnet, der diesem Leistungszuwachs, der unter Beachtung der Regelungen für die Unverfallbarkeit auf das entsprechende Wirtschaftsjahr fällt, zuzurechnen ist.
Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Diese Annahmen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde, die der GRAMMER Konzern durch einen Versicherungsmathematiker hat vornehmen lassen.
Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:
BEWERTUNGSPARAMETER DBO
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| IN % | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,80 | 2,60 |
| Gehaltstrend | 2,30 | 2,30 |
| Einkommensdynamik Einzelzusagen | 2,30 | 2,30 |
| Inflationsrate/Rententrend | 1,70 | 1,90 |
BEWERTUNGSPARAMETER SONSTIGE LEISTUNGEN
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| IN % | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,80-9,00 | 2,60-6,75 |
| Gehaltstrend | 2,30-4,50 | 2,30-4,50 |
| Inflationsrate | 1,70-5,00 | 1,90-5,00 |
Die Bewertungsparameter beinhalten auch Verpflichtungen aus Drittländern, die aufgrund der im Vergleich zu Deutschland abweichenden Länderstruktur ein tendenziell höheres Zinsniveau aufweisen. Beispielsweise liegt in Mexiko der Zinssatz bei 7,75 % sowie der Gehaltstrend bei 4,5 % oder die Inflationsrate in der Türkei bei circa 5,0 %.
Für das Geschäftsjahr 2016 wird analog zum Vorjahr der Rechnungszins von AON Hewitt zur Berechnung herangezogen. Der Rechnungszins wird unter Berücksichtigung der spezifischen Struktur des Zahlungsstroms derer dienten Verpflichtungen hergeleitet. Die Berechnung basiert auf den Pensionsverpflichtungen der GRAMMER Gesellschaften, die der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2016 zu Grunde liegen.
Die Ermittlung des Rechnungszinses basiert auf einer Zinsstrukturkurve der Renditen hochrangiger, auf EUR lautender Unternehmensanleihen, auf den Indexwerten (Kuponrenditen) der iBoxx € Corporates AA für verschiedene Laufzeitklassen sowie der Zinsstrukturkurve für (fiktive) Nullkupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko (Quelle: Deutsche Bundesbank). Die Berechnungen werden auf Grundlage der zum 31. Dezember 2016 vorliegenden Tageswerte durchgeführt.
Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die Heubeck-Richttafeln 2005 G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes und der beständig niedrigen Inflationsrate wurde die Inflationsrate/Rententrend von 1,9 % im Geschäftsjahr 2015 auf 1,7 % im Geschäftsjahr 2016 gesenkt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt. Für die in der Bilanz erfassten Pensionsverpflichtungen liegt kein wesentliches Planvermögen (Plan Assets) vor.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 2.448 TEUR (Vj. 2.323) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer wurden insgesamt 349 TEUR (Vj. 335) ausgezahlt.
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
2016
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| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 2.407 | 814 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.407 | 814 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 3.114 | 126 |
| Dienstzeit-/und Nettozinsaufwand | 5.521 | 940 |
2015
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| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 2.622 | 742 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.622 | 742 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | 2.750 | 151 |
| Dienstzeit-/und Nettozinsaufwand | 5.372 | 893 |
Unter der Position Dienstzeitaufwand werden der laufende Dienstzeitaufwand sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ist der zum Zeitpunkt seines Entstehens sofort zu erfassende Gewinn bzw. Verlust aus Plananpassungen bzw. Plankürzungen.
Da für die leistungsorientierten Pensionspläne kein Planvermögen zur Deckung zukünftiger Pensionsverpflichtungen besteht, entspricht für die leistungsorientierten Pensionspläne der Nettozinsaufwand dem Zinsaufwand.
Der Dienstzeitaufwand ist grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Folgende Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:
2016
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| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 1. Januar 2016 | 48.728 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | 15.167 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dezember 2016 | 63.895 | 0 |
2015
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| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 1. Januar 2015 | 57.825 | 0 |
| Im laufenden Jahr erfasster Betrag | -9.097 | 0 |
| Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dezember 2015 | 48.728 | 0 |
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | PENSIONSPLAN | SONSTIGE LEISTUNGEN |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2016 | 119.794 | 3.930 |
| + Umgliederung | 523 | -523 |
| + Dienstzeitaufwand | 2.407 | 814 |
| + Zinsaufwendungen | 3.114 | 126 |
| Schätzungsänderungen: | ||
| Gewinne (-)/Verluste (+) | 15.167 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 9 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | 15.643 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | -485 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -2.448 | -349 |
| - Abgänge von Verpflichtungen | 0 | -20 |
| Wechselkursänderungen | -69 | -474 |
| Stand 31. Dezember 2016 | 138.488 | 3.504 |
| Stand 1. Januar 2015 | 125.851 | 3.753 |
| + Dienstzeitaufwand | 2.622 | 742 |
| + Zinsaufwendungen | 2.750 | 151 |
| Schätzungsänderungen: | ||
| Gewinne (-)/Verluste (+) | -9.107 | 0 |
| Änderung der demographischen Annahmen | 0 | 0 |
| Änderung der finanziellen Annahmen | -9.196 | 0 |
| Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | 90 | 0 |
| - Tatsächliche Zahlungen | -2.323 | -335 |
| - Abgänge von Verpflichtungen | 0 | -6 |
| Wechselkursänderungen | 1 | -375 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 119.794 | 3.930 |
Für eine leistungsorientierte Pensionseinzelzusage wurde im Berichtsjahr ein Contractual Trust Agreement abgeschlossen. Damit wurde die Verpflichtung in Höhe von 306 TEUR (Vj. 309) aus dieser Pensionszusage aufgerechnet.
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Fair Value des Planvermögens am 01.01. | 306 | 0 |
| Zinsaufwendungen auf das Planvermögen | 8 | 4 |
| Anpassungen | -5 | -10 |
| Beitrage zum Planvermögen | 0 | 312 |
| Fair Value des Planvermögens am 31.12. | 309 | 306 |
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
ABZINSUNGSFAKTOR
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| TEUR | 2016 REDUKTION UM 1% | 2016 ERHÖHUNG UM 1% | 2015 REDUKTION UM 1% | 2015 ERHÖHUNG UM 1% |
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | 29.951 | -22.791 | 25.022 | -19.171 |
| Auswirkung auf laufenden Dienstzeitaufwand | 635 | -473 | 546 | -410 |
| Auswirkung auf Nettozinsaufwand | -1.115 | 716 | -774 | 485 |
KÜNFTIGE GEHALTSSTEIGERUNG
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| TEUR | REDUKTION UM 0,5% | ERHÖHUNG UM 0,5% | REDUKTION UM 0,5% | ERHÖHUNG UM 0,5% |
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | -3.812 | 4.339 | -3.275 | 3.705 |
INFLATIONSRATE
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| TEUR | REDUKTION UM 0,5% | ERHÖHUNG UM 0,5% | REDUKTION UM 0,5% | ERHÖHUNG UM 0,5% |
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | -8.660 | 9.571 | -7.204 | 7.941 |
STERBLICHKEITSRATE
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| TEUR | REDUKTION UM 10% | ERHÖHUNG UM 10% | REDUKTION UM 10% | ERHÖHUNG UM 10% |
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf DBO | 4.653 | -4.154 | 3.783 | -3.394 |
Da der überwiegende Teil der leistungsorientierten Verpflichtung aus den deutschen Gesellschaften resultiert, wurde die Sensitivitätsanalyse auch nur für diese durchgeführt.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wurde in den oben dargestellten Sensitivitätsanalysen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verbindlichkeit berechnet wurde.
Die oben dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.
Die folgende Darstellung zeigt die künftig erwarteten Mittelabflüsse für die bestehenden Pensionspläne:
ERWARTETE ZAHLUNGSMITTELABFLÜSSE
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristig (<1 Jahr) | 2.537 | 2.389 |
| Mittelfristig (1 bis 5 Jahre) | 12.503 | 11.453 |
| Langfristig (>5 Jahre) | 123.448 | 105.149 |
20. Finanzschulden
VERZINSLICHE DARLEHEN
2016
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| TEUR | KURZFRISTIG | LANGFRISTIG | GESAMT |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 5.352 | 0 | 5.352 |
| Darlehen | 8.764 | 15.671 | 24.435 |
| Schuldscheindarlehen | 41.138 | 201.113 | 242.251 |
| Finanzschulden | 55.254 | 216.784 | 272.038 |
2015
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| TEUR | KURZFRISTIG | LANGFRISTIG | GESAMT |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 5.044 | 0 | 5.044 |
| Darlehen | 17.667 | 16.610 | 34.277 |
| Schuldscheindarlehen | 41.417 | 202.097 | 243.514 |
| Finanzschulden | 64.128 | 218.707 | 282.835 |
Mit dem Abschluss eines Konsortialkreditvertrags über 180 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 hat GRAMMER die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkredit wurde zwischen den wesentlichen inländischen GRAMMER Gesellschaften und sechs Geschäftsbanken abgeschlossen.
Die Barkreditlinien können wahlweise als Kontokorrentkredite oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden von bis zu sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014, die zweite Verlängerungsoption wurde im September 2015 gezogen. Die neue Laufzeit endet somit am 31. Oktober 2020.
Für die Kreditlinien haften die beteiligten GRAMMER Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Eine darüber hinausgehende Besicherung liegt nicht vor.
Kontokorrentkredite
Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich im Wesentlichen um aufgenommene Gelder unter Ausnutzung von Kreditlinien.
Darlehen
In dieser Position sind bilaterale Darlehen der Tochterunternehmen mit kurz- und mittelfristigen Laufzeiten enthalten. Die Ausgestaltung der Darlehen ermöglicht je nach Fazilität eine revolvierende Inanspruchnahme. Das in dieser Position im Vorjahr enthaltene KfW-Darlehen wurde im Geschäftsjahr vollständig getilgt.
Schuldscheindarlehen
Diese Position beinhaltet neben den abgegrenzten Zinsen und dem Disagio Schuldscheindarlehen in Höhe von 241,5 Mio. EUR (Vj. 242,5). Die Schuldscheindarlehen sind mit fixen und variablen Zinssätzen ausgestattet, die eine unterschiedliche Laufzeitstaffelung bis zum Jahr 2027 besitzen.
Darin enthalten ist ein Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 120 Mio. EUR, das die GRAMMER AG im Jahr 2015 begeben hat. Die erste Tranche in Höhe von 81 Mio. EUR wurde zum 29. Dezember 2015, die zweite Tranche in Höhe von 39 Mio. EUR wurde am 4. Januar 2016 valutiert. Dieses Schuldscheindarlehen besteht aus zwei Tranchen mit Fälligkeiten in den Jahren 2020, 2022 und 2025 und ist mit fixen und variablen Zinssätzen ausgestattet. Dem gegenüber stand die Fälligkeit einer Tranche der bestehenden Schuldscheindarlehen in Höhe von 40 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr.
Im kurzfristigen Bereich sind die abgegrenzten Zinsen für die bestehenden Schuldscheindarlehen enthalten.
21. Rückstellungen
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| TEUR | STAND 1. JANUAR 2016 | ZUFÜHRUNG | INANSPRUCHNAHME |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 11.853 | 10.460 | -4.377 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 6.018 | 263 | -431 |
| Übrige Rückstellungen | 851 | 0 | -150 |
| Rückstellungen | 18.722 | 10.723 | -4.958 |
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| TEUR | NICHT VERWENDETE AUFGELÖSTE BETRÄGE | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | -974 | 0 | 410 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | -123 | 0 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | -252 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | -1.349 | 0 | 410 |
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| STAND 31. DEZEMBER2016 | KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2016 | LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2016 | |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 17.372 | 17.372 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 5.727 | 5.727 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 449 | 449 | 0 |
| Rückstellungen | 23.548 | 23.548 | 0 |
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| TEUR | STAND 1. JANUAR 2015 | ZUFÜHRUNG | INANSPRUCHNAHME |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 7.193 | 3.811 | -3.361 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 3.513 | 838 | -480 |
| Übrige Rückstellungen | 1.363 | 48 | -591 |
| Rückstellungen | 12.069 | 4.697 | -4.432 |
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| TEUR | NICHT VERWENDETE. AUFGELÖSTE BETRÄGE | EFFEKTE AUS UNTERNEHMENSERWERB | EFFEKTE AUS WECHSELKURSÄNDERUNGEN |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | -424 | 5.279 | -645 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | -147 | 2.228 | 66 |
| Übrige Rückstellungen | 0 | 0 | 31 |
| Rückstellungen | -571 | 7.507 | -548 |
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| STAND 31. DEZEMBER 2015 | KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2015 | LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 2015 | |
|---|---|---|---|
| Marktorientierte Rückstellungen | 11.853 | 11.853 | 0 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 6.018 | 6.018 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 851 | 851 | 0 |
| Rückstellungen | 18.722 | 18.722 | 0 |
In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die Risiken, nach Abschluss der Entwicklungsleistungen, aus dem Verkauf von Teilen und Produkten einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden. Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen.
In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Verpflichtungen aus Altersteilzeitguthaben, die im Vorjahr mit zugeordneten Planvermögenswerten in Höhe von 210 TEUR gemäß IAS 19 saldiert wurden, wurden im Geschäftsjahr 2016 aufgelöst.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.983 | 1.325 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 219.311 | 186.714 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 222.294 | 188.039 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.
23. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Derivative finanzielle Verpflichtungen | 1.794 | 2.053 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 2.195 | 2.034 |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 1.602 | 941 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.591 | 5.028 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 5.042 | 6.814 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.042 | 6.814 |
24. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 3.258 | 3.492 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben | 10.181 | 8.545 |
| Erhaltene Anzahlungen | 4.301 | 7.113 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 46.656 | 45.789 |
| davon Verbindlichkeiten ggü. Mitarbeiter | 29.969 | 25.619 |
| davon kreditorische Debitoren | 2.311 | 1.617 |
| davon Verbindlichkeiten für Beratung | 1.111 | 1.207 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5.013 | 5.254 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 69.409 | 70.193 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 100 | 54 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 100 | 54 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69.509 | 70.247 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnlichem. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.
25. Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen und Finanzinvestitionen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber den Banken.
26. Rechtsstreitigkeiten
Zur Absicherung rechtlicher Risiken arbeiten wir mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für sogenannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht.
27. Haftungsverhältnisse
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 1.418 | 600 |
Die Bürgschaften wurden als Vertragserfüllungsbürgschaften gewährt.
28. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Informationen über die Konzernstruktur, die Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft werden in Angabe 3 dargestellt.
Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
In diesem Abschnitt werden die Verkäufe an und Käufe von nahestehenden Unternehmen und Personen aufgezeigt. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden. Zum 31. Dezember 2016 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 0,7).
Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
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| TEUR | VERKÄUFE AN NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN | KÄUFE VON NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | FORDERUNGEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN | |
|---|---|---|---|---|---|
| GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | 2016 | 5.607 | 0 | 6.292 | 0 |
| 2015 | 9.171 | 0 | 9.460 | 0 |
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC
Der Konzern hält einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG) (Vj. 50). Die GRA-MAG beschäftigte zum 31. Dezember 2016 50 (Vj. 56) Mitarbeiter.
Erklärungen zum Vorstand/Aufsichtsrat
Unternehmen des GRAMMER Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
29. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Kategorien, Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, sämtliche in der GRAMMER AG erfassten Finanzinstrumente des Konzerns:
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| TEUR | BEWERTUNGS- KATEGORIE NACH IAS 39 |
BUCHWERT 31.12.2016 |
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 132.968 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 206.589 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 10.770 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 146.013 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 51 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 0 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 222.294 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 272.038 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 1.602 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 7.237 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 0 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.794 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß 1AS 39: | ||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 496.340 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 51 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 495.934 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 0 |
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| TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | |||
|---|---|---|---|---|
| FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE ERFOLGSWIRKSAM | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 132.968 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.589 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 10.770 | |||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 146.013 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 51 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | ||||
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 222.294 | |||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 272.038 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.602 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.794 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß 1AS 39: | ||||
| Darlehen und Forderungen | 496.340 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 51 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 495.934 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten |
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| TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 17 | FAIR VALUE 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 132.968 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 206.589 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Darlehen und Forderungen | 10770 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 146.013 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 51 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 222.580 | |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 277.297 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.602 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 7.237 | 6.859 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.794 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß 1AS 39: | ||
| Darlehen und Forderungen | 496.340 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 51 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 501.479 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
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| TEUR | BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39 | BUCHWERT 31.12.2015 |
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 127.300 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 187.376 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 13.394 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 116.920 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 129 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 23 |
| Derivate mit Hedge Beziehung | n.a. | 658 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 188.039 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 282.835 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 941 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 8.848 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 43 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 2.010 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||
| Darlehen und Forderungen | Laß | 444.990 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 129 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 23 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 471.815 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 43 |
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| TEUR | WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 39 | |||
|---|---|---|---|---|
| FORTGEFÜHRTE ANSCHAFFUNGSKOSTEN | ANSCHAFFUNGSKOSTEN | FAIR VALUE ERFOLGSNEUTRAL | FAIR VALUE ERFOLGSWIRKSAM | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 127.300 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 187.376 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 13.394 | |||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 116.920 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 129 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 23 | |||
| Derivate mit Hedge Beziehung | 658 | |||
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 188.039 | |||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 282.835 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 941 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 43 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.010 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||
| Darlehen und Forderungen | 444.990 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 129 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 23 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 471.81 S | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 43 |
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| WERTANSATZ BILANZ NACH IAS 17 | FAIR VALUE 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 127.300 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 187.376 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||
| Darlehen und Forderungen | 13.394 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 116.920 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 129 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 23 | |
| Derivate mit Hedge Beziehung | 658 | |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 188.045 | |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 286.177 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 941 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 8.848 | 8.594 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 43 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.010 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||
| Darlehen und Forderungen | 444.990 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 129 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 23 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 475.163 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 43 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.
Bei den zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, für die der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmt werden kann. Diese Anteile werden daher mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Es bestand am Bilanzstichtag dafür keine Verkaufsabsicht.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2016 dargestellt:
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| TEUR | SUMME | STUFE 1 | STUFE 2 | STUFE 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 1.794 | 0 | 1.794 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 11.693 | 0 | 11.693 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 277.297 | 0 | 277.297 | 0 |
In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2015 dargestellt:
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| TEUR | SUMME | STUFE 1 | STUFE 2 | STUFE 3 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte | 681 | 0 | 681 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Devisentermingeschäfte | 74 | 0 | 74 | 0 |
| Zinsswaps | 1.979 | 0 | 1.979 | 0 |
| Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird | ||||
| Verzinsliche Darlehen | ||||
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen | 11.124 | 0 | 11.124 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 286.177 | 0 | 286.177 | 0 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2. In Stufe 3 der Bemessungshierarchie haben keine Zuordnungen stattgefunden.
Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 8.080 | 10.718 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | -24 | 12 |
| Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet | 1.614 | -6.738 |
| Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten | 9.670 | 3.992 |
Die Nettoergebnisse aus Darlehen und Forderungen enthalten Währungsgewinne oder -Verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen.
Die Nettoergebnisse aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen.
Die Nettogewinne der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste aus dem Mexikanischen Peso und dem US-Dollar.
Der GRAMMER Konzern schloss mit mehreren Kreditinstituten derivative Rahmenverträge ab. Die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Vermögenswerte und derivativen Verbindlichkeiten erfüllen die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht. Entsprechend wurden diese Derivate separat in der Bilanz ausgewiesen. Die abgeschlossenen Rahmenverträge beinhalten jedoch Aufrechnungsvereinbarungen im Insolvenzfall.
Die nachfolgende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen:
31.12.2016
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| TEUR | BRUTTO- UND NETTOBETRÄGE VON FINANZINSTRUMENTEN IN DER BILANZ | AUFRECHNUNGSVEREINBARUNG | NETTOBETRAG |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | -1.794 | 0 | -1.794 |
31.12.2015
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| TEUR | BRUTTO- UND NETTOBETRÄGE VON FINANZINSTRUMENTEN IN DER BILANZ | AUFRECHNUNGSVEREINBARUNG | NETTOBETRAG |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 681 | -20 | 661 |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | -74 | 20 | -54 |
| Zinsswaps | -1.979 | 0 | -1.979 |
Da keine Saldierungen in der Bilanz erfolgt sind, wurden die Brutto- und Nettobeträge in einer Spalte zusammengefasst.
30. Finanzderivate und Risikomanagement
Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken einsetzt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem ist im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers integriert, wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitet mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen.
Kreditrisiko
Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte grundsätzlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Im Konzern sehen wir keine wesentlichen Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur sowie durch die gute Bonität der Großkunden gekennzeichnet sind.
Marktrisiko
Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015. Diese wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2016 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben.
Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf den Konzern können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
Rohstoffpreisrisiko
Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl, Schaum und Kunststoffe, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Preisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Preisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen. Zur Absicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf können auch Warenterminkontrakte eingegangen werden, die nach IAS 39 als Derivate zu bilanzieren sind. Der Konzern beobachtet die Entwicklung der Märkte genau und bildet daraus Entscheidungsfindungen zum Einsatz von Sicherungsbeziehungen.
Rohstoffterminkontrakte zur Sicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf lagen zu den Bilanzstichtagen 2016 sowie 2015 nicht vor und es wurden in diesen Geschäftsjahren auch keine getätigt.
Währungsrisiken
Infolge der internationalen Ausrichtung und Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursschwankungen können zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzernunternehmen abweichenden Währungen können durch die zukünftigen Zahlungsströme Risiken entstehen. Das Risiko wird dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abgerechnet werden. Zudem werden, soweit es möglich und rentabel ist, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert. Den operativen Einheiten ist es nicht gestattet, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen.
Absicherung von Cashflows
Während des Berichtszeitraums bestanden Währungssicherungen in PLN, CZK, USD und TRY, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings erfüllt waren. Darüber hinaus wurden Devisentermingeschäfte über USD abgeschlossen, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings nicht vorlagen.
Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine Devisentermingeschäfts als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedgings, der Marktwert im letzten Jahr belief sich auf 584 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden im Zusammenhang mit Währungssicherungen insgesamt -168 TEUR (Vj. 519) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde ein Gewinn in Höhe von 416 TEUR (Vj. -87) vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Der Ausweis der Abwicklungsergebnisse erfolgt im Finanzergebnis. Es lagen keine erfolgswirksam zu erfassenden wesentlichen Unwirksamkeiten der Sicherungsgeschäfte vor.
Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Berücksichtigt werden alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung gehalten werden. Die Grundlage bilden die originären Bilanzpositionen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften, die ein signifikantes Risiko aus der abweichenden funktionalen Währung der Gesellschaft haben. |
| ― | Wechselkursänderungen von Finanzinstrumenten, die Teil einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus. |
| ― | Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Währungsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden entsprechend in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | In der Berechnung der Sensitivität von Währungsrisiken wird eine Veränderung der Wechselkurse zum Stichtagskurs um +/- 10 Prozentpunkte (Vj. 10) unterstellt. Alle anderen Variablen bleiben konstant. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung.
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| TEUR | KURSENTWICKLUNG USD | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | 6.357 | -1.469 |
| -10% | -6.352 | 1.468 | |
| 2015 | +10% | 4.715 | -1.422 |
| -10% | -4.613 | 1.635 |
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| KURSENTWICKLUNG TRY | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | -259 | 0 |
| -10% | 259 | 0 | |
| 2015 | +10% | -436 | 1.076 |
| -10% | 436 | -880 |
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| KURSENTWICKLUNG CZK | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | 5.747 | 0 |
| -10% | -5.747 | 0 | |
| 2015 | +10% | 4.104 | 1.553 |
| -10% | -4.105 | -1.349 |
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| KURSENTWICKLUNG PLN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | -756 | 0 |
| -10% | 757 | 0 | |
| 2015 | +10% | -712 | 519 |
| -10% | 713 | -424 |
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| KURSENTWICKLUNG MXN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | 777 | 3.781 |
| -10% | -777 | -3.781 | |
| 2015 | +10% | 3.036 | 1.291 |
| -10% | -3.037 | -1.291 |
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| KURSENTWICKLUNG CNY | AUSWIRKUNGEN AUF DAS ERGEBNIS VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL | |
|---|---|---|---|
| 2016 | +10% | 3.039 | 0 |
| -10% | -3.039 | 0 | |
| 2015 | +10% | 2.745 | 0 |
| -10% | -2.745 | 0 |
Zinsrisiko
Das Unternehmen verfolgt die Strategie, Zinsschwankungen aus variabel verzinsten langfristigen Fremdkapitalien durch Zinssicherungsgeschäfte zu eliminieren. Für die kurzfristigen Darlehen ergeben sich aktuelle Marktzinsen beim Abschluss, so dass das Zinsrisiko auf die Schwankungen der Märkte zum Zeitpunkt der Aufnahme begrenzt wird. Bei Kontokorrentkrediten werden die Zinsen auf Roll-over-Basis vereinbart.
Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern-Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit rechtlich zulässig, stellt das Konzern-Treasury der GRAMMER AG den Konzerngesellschaften den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung.
Zum 31. Dezember 2016 bestehen im Rahmen der begebenen Schuldscheindarlehen zur Absicherungen der Zinsänderungsrisiken der variabel verzinslichen Tranchen Zinsswaps im Nominalvolumen von 103 Mio. EUR (Vj. 133), die analog zur Laufzeit der Grundgeschäfte eine Restlaufzeit zwischen ein und sieben Jahren aufweisen. Für diese Zinsswaps liegen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges vor. Im Zusammenhang mit diesen Zinsswaps wurden daher insgesamt 1.225 TEUR (Vj. 458) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde im Berichtsjahr ein Verlust in Höhe von -1.367 TEUR (Vj. -1.134) vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 1.794 TEUR (Vj. 1.936) werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt. Die Veränderung des Marktwertes weist das Unternehmen im kumulierten sonstigen Ergebnis aus.
Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen. |
| ― | Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― | Zinsderivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― | Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein. |
| ― | In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/- 50 Basispunkte (Vj. 50) unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.
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| TEUR | ERHÖHUNG/ VERRINGERUNG IN BASISPUNKTEN | AUSWIRKUNG AUF DEN GEWINN VOR STEUERN | AUSWIRKUNGEN AUF DAS EIGENKAPITAL |
|---|---|---|---|
| 2016 | -50 | -146 | -217 |
| 50 | 399 | 100 | |
| 2015 | -50 | -657 | -132 |
| 50 | 52 | 507 |
Liquiditätsrisiko
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch einen angemessenen Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 216,0 Mio. EUR (Vj. 230,3) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren.
Zum 31. Dezember 2016 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 198,1 Mio. EUR (Vj. 204,7), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:
2016
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| TEUR | BUCHWERT | CASHFLOW | ||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018-2020 | 2021 UND DANACH | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldscheindarlehen | 242.251 | 44.967 | 156.200 | 60.961 |
| Bankdarlehen | 24.435 | 9.157 | 15.467 | 424 |
| Kontokorrentkredite | 5.352 | 5.352 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 272.038 | 59.476 | 171.667 | 61.385 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 222.294 | 219.878 | 2.023 | 513 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 7.237 | 2.357 | 3.352 | 2.520 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 1.601 | 1.601 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 8.838 | 3.958 | 3.352 | 2.520 |
| Zinsderivate | 1.794 | 859 | 1.248 | 2 |
| Währungsderivate | 0 | |||
| Zahlungseingänge | 0 | |||
| Zahlungsausgänge | 0 | |||
| Derivate | 1.794 | 859 | 1.248 | 2 |
| 504.964 | 284.171 | 178.290 | 64.420 |
2015
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| TEUR | BUCHWERT | CASHFLOW | ||
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2017-2019 | 2020 UND DANACH | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schuldscheindarlehen | 243.514 | 45.366 | 111.699 | 107.005 |
| Bankdarlehen | 34.277 | 18.261 | 16.551 | 527 |
| Kontokorrentkredite | 5.044 | 5.044 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 282.835 | 68.671 | 128.250 | 107.532 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 188.039 | 186.752 | 1.354 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 8.848 | 2.268 | 4.615 | 3.157 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 941 | 941 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 9.789 | 3.209 | 4.615 | 3.157 |
| Zinsderivate | 1.979 | 1.352 | 1.488 | -235 |
| Währungsderivate | 74 | |||
| Zahlungseingänge | 6.966 | |||
| Zahlungsausgänge | -7.022 | |||
| Derivate | 2.053 | 1.296 | 1.488 | -235 |
| 482.716 | 259.928 | 135.707 | 110.454 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden.
Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.
Kapitalsteuerung
Die Kapitalsteuerung hat zum Ziel, einerseits eine hohe Bonität sicherzustellen und andererseits eine angemessene EigenkapitaIquote beizubehalten. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an.
Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur anhand der Kennzahlen Nettofinanzverbindlichkeiten und Gearing.
Die Kennzahl Nettofinanzverbindlichkeiten beinhaltet die lang- und kurzfristigen Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen. Die Kennzahl Gearing beschreibt das Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital.
Im Rahmen des syndizierten Kreditvertrags wurden Financial Covenants vereinbart, die der Konzern gegenüber seinen Darlehensgebern in der Berichtsperiode stets erfüllen konnte.
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 216.784 | 218.707 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 55.254 | 64.128 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | -132.968 | -127.300 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 139.070 | 155.535 |
| Eigenkapital | 271.237 | 253.423 |
| EigenkapitaIquote | 26% | 26% |
| Gearing | 51 % | 61 % |
31. Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG
Nach § 21 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der Gesellschaft wurden folgende zum 31. Dezember 2016 bestehende Beteiligungen nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Mitteilung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung an die GRAMMER AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):
Wynnefield Capital Management LLC., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Management LLC. 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und davon auch 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Capital Inc., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Capital Inc. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 1,25 % (144.436 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Small Cap Value Offshore Fund, Ltd. 3,92 % (452.617 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Partners Small Cap Value L.P., New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. 3,57 % (412.697 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
Wynnefield Partners Small Cap Value L.P. I, New York, NY, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Wynnefield Partner Small Cap Value L.P. I 2,85 % (328.792 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
Joshua Landes, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Joshua Landes 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC.
Nelson Obus, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403)am29. Mai2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,17 % (597.053 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Nelson Obus 5,17 % (597.053 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und auch gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 3 % oder mehr beträgt werden Stimmrechte zugerechnet: Wynnefield Capital Management LLC.
(veröffentlicht am 05. Juni 2012)
Nmás1 Dinamia, S.A. mitSitz inMadrid, Spanien, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN:DE0005895403) am 16. September 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 4,98 % (574.920 Stimmrechte) betrug. Davon werden Nmás1 Dinamia S.A. 4,98 % (574.920 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25.10.2016)
Dimensional Holdings Inc.,Austin,Texas, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 18. Oktober 2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tage 4,999 % (577.158 Stimmrechte) betrug. Davon werden der Dimensional Holdings Inc. 4,999 % (577.158 Stimmrechte) gemäß § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25. Oktober 2016)
Old Mutual Plc, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 12. September 2016 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tage 3,07 % (354.896 Stimmrechte) betrug. Davon werden der Old Mutual Plc 3,07 % (354.896 Stimmrechte) gemäß § 22 WpHG zugerechnet.
(veröffentlicht am 25. Oktober 2016)
Eastern Horizon Group Netherlands B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 08. Dezember 2016 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,001 % (1.154.638 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 10,001 % (1.154.638 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 10 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Cascade International Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland.
(veröffentlicht am 14. Dezember 2016)
Nijaz Hastor, Wolfsburg, Deutschland, hat uns am 24. Januar 2017 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG (ISIN: DE0005895403) am 03. Januar 2017 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % betrug. Bis dahin waren ihm 10,22 % (1.180.234 Stimmrechte) nach § 22 WpHG von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG 10 % oder mehr beträgt, zuzurechnen: HALOG GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Deutschland.
(veröffentlicht am 26. Januar 2017)
Alle der GRAMMER AG nach §§ 21 ff. WpHG zugegangenen Mitteilungen sind auf der Website der Gesellschaft beziehungsweise der Plattform der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH einsehbar.
32. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 13. Februar 2017 wurde der GRAMMER AG der Antrag der Cascade International Investment GmbH auf Erteilung einer Ermächtigung nach § 122 Abs. 3 AktG vom Amtsgericht Amberg zugestellt. Gegenstand des Antrags ist, eine Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung der GRAMMER AG zu erwirken. Als Tagesordnungspunkte für die geforderte Hauptversammlung wurden die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern, Neuwahlen zum Aufsichtsrat sowie der Vertrauensentzug gegenüber dem Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Hartmut Müller, angebracht. Des Weiteren wurde das Gericht um die Bestimmung eines Versammlungsleiters nach § 122 Abs. 3 S. 2 AktG gebeten. GRAMMER hatte die Gelegenheit, bis zum 28. Februar 2017 hierzu Stellung zunehmen.
Das Amtsgericht Amberg hat den Antrag der Cascade International Investment GmbH auf Ermächtigung zur Einberufung einer Hauptversammlung am 7. März 2017 mit der Begründung zurückgewiesen, dass für den Antrag kein Rechtsschutzbedürfnis bestehe, da es der Cascade International Investment GmbH zuzumuten sei, mit ihren Anliegen bis zur geplanten Hauptversammlung zuzuwarten.
Die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG findet gemäß unseres Finanzkalenders 2017 am 24. Mai 2017 statt.
Am 14. Februar 2017 beschloss die GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Begebung einer Pflichtwandelanleihe im Nennbetrag von 60 Mio. EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre. Das notwendige Bedingte Kapital wurde in der Hauptversammlung 2014 unter Tagesordnungspunkt 8 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen (HV-Niederschrift, Notar Dr. Frank, URNr. 1333/2014). Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 16. Juni 2014 in das Handelsregister eingetragen.
Die Pflichtwandelanleihe wird in circa 1.062.447 neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag in Höhe von circa 9,2 % des Grundkapitals wandelbar sein. Der Wandlungspreis beträgt 56,4734 EUR je Aktie bei einem Anleihezins von 1,625 %. Nach Ablauf der einjährigen Laufzeit nach Ausgabe wird die ausstehende Pflichtwandelanleihe zwingend in Aktien der Gesellschaft gewandelt, soweit der Anleihegläubiger nicht bereits zuvor sein Wandlungsrecht ausübt.
Die Pflichtwandelanleihe wurde an ein verbundenes Unternehmen des chinesischen Automobilzulieferers Ningbo Jifeng Auto Parts Co. Ltd. begeben. Sie ist ein wesentlicher Baustein für die Gründung einer zukünftigen strategischen Kooperation zwischen den beiden Unternehmen. Diese strategische Allianz soll die gemeinsame Wettbewerbsposition der beiden international tätigen Innenraumspezialisten, insbesondere im chinesischen Markt, verbessern und damit das zukünftige Wachstum und die Wertsteigerung sichern.
33. Sonstige Angaben
Personal/Beschäftigte
Die folgende Tabelle beinhaltet die Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 9.653 | 8.847 |
| Angestellte | 2.491 | 2.148 |
| Mitarbeiter | 12.144 | 10.995 |
Mitarbeiter nach Unternehmensbereichen zum Stichtag 31. Dezember:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Seating Systems | 3.699 | 3.729 |
| Automotive | 8.272 | 7.400 |
| Central Services | 279 | 268 |
| Mitarbeiter | 12.250 | 11.397 |
937 Mitarbeiter der ehemaligen REUM Gruppe wurden im Jahr 2016 erstmalig dem Konzern hinzugerechnet (Vj. 905).
Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt, unter erstmaligem Einbezug der GRAMMER Interior Components GmbH, für die Abschlussprüfung 658,0 TEUR wovon 168,0 TEUR der Vorjahresprüfung, unter Berücksichtigung der Prüfungsleistungen im Rahmen der Akquisition der REUM Gruppe, zuzurechnen sind. Im Vorjahr wurden 504,7 TEUR als Honorar des Abschlussprüfers erfasst, wovon 97,0 TEUR der Vorjahresprüfung (2014) zuzurechnen waren. Die Gebühren für Steuerberatungsleistungen sanken auf 36,6 TEUR (Vj. 422,2). Aufwand für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen ist im aktuellen Geschäftsjahr nicht angefallen (Vj. 15,4). Für sonstige Leistungen wurden 32,4 TEUR (Vj. 29,1) berechnet.
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sind folgender Tabelle zu entnehmen:
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| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen | 2.178 | 2.052 |
| Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von | 527 | 522 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen zu 363 TEUR (Vj. 191) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu 309 TEUR (Vj. 343) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.
Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2016 bzw. 2015 wie folgt auf:
2016
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| TEUR | ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTEN | ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTEN | KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG | SUMME |
|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 632 | 156 | 128 | 916 |
| Gérard Cordonnier | 452 | 103 | 96 | 651 |
| Manfred Pretscher | 422 | 104 | 85 | 611 |
| 1.506 | 363 | 309 | 2.178 |
2015
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| TEUR | ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTEN | ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTEN | KOMPONENTEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZWIRKUNG | SUMME |
|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 625 | 68 | 143 | 836 |
| Gérard Cordonnier | 263 | 27 | 54 | 344 |
| Manfred Pretscher | 419 | 46 | 95 | 560 |
| Volker Walprecht | 211 | 50 | 51 | 312 |
| 1.518 | 191 | 343 | 2.052 |
Für Versorgungszusagen gegenüber den derzeitigen Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von 2.182 TEUR (Vj. 1.596) gebildet.
Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.
An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft 269 TEUR (Vj. 296) bezahlt.
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen zum Stichtag 6.390 TEUR (Vj. 6.155) und sind gemäß IAS 19 (überarbeitet) zurückgestellt. Ferner ist für aktive Mitglieder des Vorstands laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 288 TEUR (Vj. 225) entstanden. Davon entfallen auf Herrn Hartmut Müller 129 TEUR (Vj. 108), auf Herrn Manfred Pretscher 85 TEUR (Vj. 74), auf Herrn Gérard Cordonnier 74 TEUR (Vj. 43).
Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert folgendermaßen auf:
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| TEUR | NETTO FESTVERGÜTUNG | NETTOSITZUNGSGELD | GESAMT |
|---|---|---|---|
| Dr.-Ing. Klaus Probst | 60,0 | 26,0 | 86,0 |
| Horst Ott | 45,0 | 13,0 | 58,0 |
| Andrea Elsner | 30,0 | 9,0 | 39,0 |
| M.A. Tanja Fondel | 30,0 | 5,0 | 35,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz | 30,0 | 12,0 | 42,0 |
| Martin Heiß | 30,0 | 10,0 | 40,0 |
| Lic. Oec. HSG Ingrid Hunger | 30,0 | 5,0 | 35,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung | 30,0 | 5,0 | 35,0 |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler | 30,0 | 5,0 | 35,0 |
| Dipl.-Kaufmann Dr. Peter Merten | 30,0 | 4,0 | 34,0 |
| Lars Roder | 30,0 | 14,0 | 44,0 |
| Dr. Bernhard Wankerl | 30,0 | 14,0 | 44,0 |
| 405,0 | 122,0 | 527,0 |
Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht gewährt und sind auch nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich wie im Vorjahr keine erfolgsorientierten Vergütungen für den Aufsichtsrat.
34. Corporate Governance
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance (§ 161 AktG) wurde abgegeben und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter https://www.grammer.com/investor-relations/fakten-zum-unternehmen/corporate-governance.html eingesehen werden.
Angaben zu Organen der Gesellschaft
MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
VORSTAND
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| M.Sc. BWL. Dipl -Ing. (FH) HARTMUT MÜLLER, Darmstadt | Vorsitzender des Vorstands |
| Dipl.-Ing. (FH) MANFRED PRETSCHER, Meine | |
| Gradué en Sciences Juridiques GÉPARD CORDONNIER, Eupen. Belgien |
AUFSICHTSRAT
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| Dr.-Ing. KLAUS PROBST, Heroldsberg | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| HORST OTT, Königstein | Stellv. Vorsitzender/ Arbeitnehmervertreter |
| ANDREA ELSNER, Ebermannsdorf | Arbeitnehmervertreterin |
| M.A. TANJA FONDEL, Frankfurt a. M. | Arbeitnehmervertreterin |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) WOLFRAM HATZ, Ruhstorf a.d. Rott | |
| MARTIN HEISS, Sulzbach-Rosenberg | Arbeitnehmervertreter |
| Lic. oec. HSG INGRID HUNGER, Lohr a.M. | |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) HARALD JUNG, Nabburg | Arbeitnehmervertreter |
| Dipl.-Kaufmann DR. HANS LIEBLER, Gräfelfing | |
| Dipl.-Kaufmann DR. PETER MERTEN, Herrsching | |
| LARS RODER, Fensterbach | Arbeitnehmervertreter |
| DR. BERNHARD WANKERL, Bodenwöhr |
AUSGEÜBTE BERUFE DER VORSTANDSMITGLIEDER UND IHRE MANDATE IM SINNE VON § 285 SATZ 1 NR. 10 HGB
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| VORSTAND | |
|---|---|
| HARTMUT MÜLLER Vorstandsvorsitzender (CEO) Arbeitsdirektor | - Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/ Bulgarien (bis 5. Januar 2017) - Mitglied des Beirats der IFAROTORION - Holding GmbH,Haldensleben - Mitglied des Aufsichtsrats der Wieland-Werke AG. Ulm |
| MANFRED PRETSCHER Technikvorstand (COO) | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/ Bulgarien (bis 5. Januar 2017) - Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern (bis 19. April 2016) - Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA |
| GÉRARD CORDONNIER Finanzvorstand (CFO) | - Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Japan Limited, Tokio/Japan (ab 19. Januar 2016) - Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Electronics N.V., Aarteselaar/Belgien - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun/China - Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China - Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China (ab 18. Januar 2016) - Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Shaanxi) Co., Ltd., Weinan City - Shaanxi Province/ China (ab 01. Juli 2016) |
AUSGEÜBTE BERUFE UNO MANDATE NACH § 12S I S. 5 AKTG UNO SONSTIGE MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
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| AUFSICHTSRAT | MANDATE NACH § 125 i s. 5 AKTG | SONSTIGE MANDATE |
|---|---|---|
| Dr.-Ing. KLAUS PROBST ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Leoni AG | - Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen | - Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd - Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG, (Region Süd) München - Stellv. Vorsitzender des Beirats der Diehl Stiftung & Co. KG. Nürnberg (ab 01. Juni 2016) - Mitglied des Beirats der Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG. Schwabach (ab 01. Juli 2016) |
| HORST OTT 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg | - Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AG,Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der Christophorus Holding GmbH, Weiden (ab 07. Januar 2016) - Mitglied des Aufsichtsrat der Luitpoldhütte AG, Amberg(bis 31. Dezember 2015) | - keine sonstigen Mandate |
| ANDREA ELSNER Industriekauffrau | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMM ER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| TANJA FONDEL Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMM ER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| WOLFRAM HATZ Beiratsvorsitzender der Motorenfabrik Hatz GmbH & Ca KG | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt a. M. |
| MARTIN HEISS Datenverarbeitungskaufmann | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| INGRID HUNGER Vorsitzende der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co. KG | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| HARALD JUNG Vice President Division Controlling Consoles & Armrests | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| OR. HANS LIEBLER Geschäftsführer der Lenbach Capital GmbH (seit Juli 2016) | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg - Mitglied des Aufsichtsrats der Washtec AG, Augsburg - Mitglied des Aufsichtsrats der Autowerkstattgroup N.V..Maastricht, Niederlande | - keine sonstigen Mandate |
| OR. PETER MERTEN Mitglied des Vorstands der Rheinmetall Automotive AG (ehemals KSPG AG) | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - Mitglied des Beirats der Deutsche Bank AG. Mannheim - Mitglied des Beirats der KAMAX Holding GmbH & Co. KG, Homberg (Ohm) |
| LARS RODER Maschinenbautechniker | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG, Amberg | - keine sonstigen Mandate |
| DR. BERNHARD WANKERL Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wanken und Kollegen | - Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG. Amberg | - keine sonstigen Mandate |
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Amberg, 15. März 2017
GRAMMER AG
Der Vorstand
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
CORPORATE GOVERNANCE BEI GRAMMER
GRAMMER verfolgt das Ziel einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance). Die Grundlagen dafür bilden gesetzliche Regelungen, die Satzung der GRAMMER AG, die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat und der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex), die bei allen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen für eine deutsche Aktiengesellschaft verfügt die GRAMMER AG über ein duales Führungssystem, das durch eine personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und Geschäftsführungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist.
Nachfolgend berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über unsere Corporate Governance sowie gemäß § 289a HGB über unsere wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
UMSETZUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Am 9. Dezember 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:
"Die GRAMMER AG hat den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12. Juni 2015 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 (Kodex) seit der letzten Entsprechenserklärung vom 3. Dezember 2015 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit drei Ausnahmen:
1. Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3
Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 des Kodex enthält die Empfehlung, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.
In der Vergangenheit haben sich die Vorstandszielvergütung und die Zielvergütung der Vergleichsgruppen im Wesentlichen gleich entwickelt. Da jedoch eine regelmäßige Anpassung der Vorstandsvergütung in den Anstellungsverträgen vorgesehen ist, erklären Vorstand und Aufsichtsrat vorsorglich eine Abweichung. Zudem hat der Aufsichtsrat nicht ausdrücklich zwischen den Vergleichsgruppen unterschieden, da er dies angesichts des GRAMMER Job-Grading-Systems, das eine Einteilung in verschiedene Vergütungsstufen vorsieht, als entbehrlich ansieht.
2. Ziffer 4.2.5 Abs. 3
Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 und 4 des Kodex sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Vergütungskomponenten gesondert dargestellt werden; für diese Informationen sollen die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offengelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Die bisherige Darstellung erachten Vorstand und Aufsichtsrat deshalb als hinreichend transparent. Somit erfolgt keine weitere Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen.
3. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass eine pauschale Regelgrenze individuelle Faktoren, die eine längere Zugehörigkeit einzelner Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, nicht berücksichtigt. Der Aufsichtsrat möchte sich daher die Flexibilität offenhalten, Kandidaten zur Aufsichtsratswahl vorzuschlagen, die aus ihrer langjährigen Tätigkeit im Aufsichtsrat der GRAMMER AG große Erfahrungen mit dem Unternehmen haben und sich in ihrer Aufsichtsratstätigkeit bewährt haben."
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG abrufbar.
Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex mit einer Ausnahme: Ziffer 2.3.3 des Kodex regt an, den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien wie das Internet zu ermöglichen. Diese Möglichkeit bietet die GRAMMER AG derzeit nicht an und plant aktuell auch nicht, eine Internetübertragung der Hauptversammlung anzubieten.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2016 intensiv mit dem Vergütungssystem des Vorstands auseinandergesetzt. Ziel des Aufsichtsrats ist es, ein neues Vergütungssystem zu implementieren, das zum einen den Anforderungen eines externen Vergütungsexperten festgestellten notwendigen Anpassungen berücksichtigt.
ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS DER GRAMMER AG - ZIELE UND UMSETZUNGSSTAND
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG strebt eine Zusammensetzung an, die eine qualifizierte Aufsicht und Beratung des Vorstands der GRAMMER AG sicherstellt. Für die Wahl in den Aufsichtsrat sollen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden, die aufgrund ihrer Erfahrung, fachlichen Kenntnis, Unabhängigkeit, Leistungsbereitschaft, Integrität und Persönlichkeit die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Industriekonzern erfolgreich wahrnehmen können. Ferner soll bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten im Interesse eines erfolgreichen Zusammenwirkens im gesamten Gremium auf eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen geachtet werden. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht vor, dass jedes Mitglied des Aufsichtsrats über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen und hinreichend unabhängig sein soll. Zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats werden nur Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl oder Wiederwahl nicht älter als 70 Jahre sind. Eine Höchstdauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wurde nicht festgelegt. Die genannten Vorgaben erfüllen alle Aufsichtsratsmitglieder.
Zum Frauenanteil im Aufsichtsrat wird verwiesen auf den nachfolgenden Abschnitt Umsetzung von Diversity-Zielen.
Die Suche und Evaluierung der Nachfolgekandidaten obliegt dem Nominierungsausschuss. Er berücksichtigt zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung oben benannten Ziele.
UMSETZUNG VON DIVERSITY-ZIELEN
§ 111 Abs. 5 AktG sieht für börsennotierte Aktiengesellschaften vor, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand Zielgrößen festlegt. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG legt der Vorstand außerdem für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen fest. Zudem muss sich der Aufsichtsrat von GRAMMER gemäß § 96 Abs. 2 AktG ab 1. Januar 2016 zu jeweils mindestens 30 Prozent aus Frauen bzw. Männern zusammensetzen. Vor Wirksamwerden dieser Regelung hatte sich der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung zum Ziel gesetzt, dass mindestens ein Drittel der Mitglieder Frauen sein sollen. Bezüglich des Anteils von Frauen bzw. Männern im Aufsichtsrat wurde im Aufsichtsrat festgehalten, dass die Quote getrennt erfüllt werden soll. Derzeit wird die gesetzliche Quote auf der Arbeitnehmervertreterseite des Aufsichtsrats bereits erfüllt, da ihr zwei Frauen angehören. Der Aktionärsvertreterseite gehört derzeit nur eine Frau an, da die Amtszeiten der vor Wirksamwerden der Geschlechterquote gewählten Aktionärsvertreter noch laufen und daher keine Gelegenheit zur Bestellung einer weiteren Frau bestand.
Die GRAMMER AG hat bei der Festlegung der Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands als technisch orientiertes Unternehmen branchenspezihsche Gegebenheiten sowie die aktuelle Frauenquote in der Belegschaft berücksichtigt. Auf Ebene der GRAMMER AG selbst hat der Aufsichtsrat für den Vorstand eine Zielgröße bis zum 31. März 2017 von 20 Prozent festgelegt. Derzeit ist diese Zielquote nicht erreicht, da dem Vorstand drei Männer und keine Frau angehören. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine neuen Vorstandsmitglieder bestellt, so dass sich keine Gelegenheit bot, durch die Bestellung einer Frau die Zielgröße zu erreichen. Für die nächsten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der GRAMMER AG hat der Vorstand bis zum 31. März 2017 eine Zielgröße (international) für den Frauenanteil von 15 Prozent für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. 20 Prozent für die zweite Führungsebene (international) unterhalb des Vorstands festgelegt. Für Deutschland wurde eine Zielquote für die erste Führungsebene von 10 Prozent bzw. 15 Prozent für die zweite Führungsebene festgelegt.
AKTUELLE ZIELERREICHUNG STAND 31.12.2016
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| TOPMANAGEMENT | MITTLERES MANAGEMENT | |
|---|---|---|
| Zielquote international | 15 % | 20 % |
| Ist-Quote international | 15 % | 21 % |
| Zielquote Deutschland | 10 % | 15 % |
| Ist-Quote Deutschland | 10 % | 14 % |
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Jede Aktie der GRAMMER AG gewährt grundsätzlich eine Stimme. Während der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 konnten erneut alle Aktionäre gleichberechtigt ihr Stimmrecht ausüben und zu allen Punkten der Tagesordnung mit den Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat in Dialog treten. Die Einberufung zur Hauptversammlung sowie die gesetzlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts waren für die Aktionäre auf der Internetseite der Gesellschaft leicht erreichbar und zusammen mit der Tagesordnung in deutscher und überwiegend auch in englischer Sprache abrufbar. Alle weiteren relevanten Informationen wurden auf der GRAMMER Website veröffentlicht bzw. auf Anfrage übersandt. Um nicht anwesenden Aktionären die Wahrnehmung ihrer Rechte zu erleichtern, standen während der Hauptversammlung zwei Stimmrechtsvertreter für die weisungsgebundene Ausübung der Stimmrechte zur Verfügung. Sie konnten jederzeit bevollmächtigt und angewiesen werden und waren während der Veranstaltung durchgehend für alle in der Hauptversammlung anwesenden Aktionäre erreichbar.
LEITUNG UND GESCHÄFTSFÜHRUNG DURCH DEN VORSTAND
Die Leitung und Geschäftsführung der GRAMMER AG verantwortet der Vorstand. Er handelt im Interesse der Gesellschaft mit dem Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Hierfür entwickelt er eine geeignete Strategie, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für deren Umsetzung. Zu seinen Aufgaben zählen außerdem ein effektives Chancen- und Risikomanagement sowie -controlling und die Sicherstellung der Compliance (Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien) im gesamten Konzern. Die Zusammenarbeit und die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandsgremiums werden durch Gesetz, Kodex und die Geschäftsordnung des Vorstands geregelt, die auch die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands bestimmt. Außerdem sind in der Geschäftsordnung die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die erforderliche Beschlussmehrheit sowie ein Katalog von zustimmungspflichtigen Geschäften durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Geschäftsordnung des Vorstands wurde im Berichtsjahr an die Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung angepasst. Alle Informationen über das seit dem 1. August 2010 geltende Vergütungssystem des Vorstands sind im Vergütungsbericht enthalten.
Im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Zusammensetzung des Vorstands nicht verändert. Er setzt wie folgt zusammen:
| ― | Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender (CEO), Arbeitsdirektor, Mitglied des Vorstands seit 2007, bestellt bis 31. Januar 2022 |
| ― | Gérard Cordonnier, Finanzvorstand (CFO), Mitglied des Vorstands seit 2015, bestellt bis 31. Mai 2018 |
| ― | Manfred Pretscher, Technikvorstand (COO), Mitglied des Vorstands seit 2010, bestellt bis 31. Juli 2018 |
ARBEIT DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er setzt sich gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz paritätisch aus jeweils sechs Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner zusammen. Seine Besetzung orientiert sich an den aktuellen Kodex-Regelungen bezogen auf Diversity und einer angemessenen Beteiligung von Frauen sowie an den Kriterien Unabhängigkeit, Erfahrung, Internationalität und Fachwissen der Mitglieder. Diese Kriterien wurden in einem Anforderungsprofil definiert und in einem entsprechenden Fragebogen zusammengefasst, der eine wesentliche Grundlage für die Prüfung der Eignung eines Kandidaten bildet. Die Arbeit des Aufsichtsrats wird durch Gesetz, Satzung, Kodex und Geschäftsordnung geregelt. Ferner existieren Prüfungs-, Personal- und Vermittlungsausschuss, Nominierungs-, und Strategieausschuss, die im Berichtsjahr regelmäßig tagten. Neu im Jahr 2016 wurde der Ad hoc-Ausschuss eingerichtet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängig, nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats und verfügt als Finanzexperte über die für dieses Amt erforderlichen besonderen Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er gehörte dem Vorstand der GRAMMER AG nicht an.
Über die Zusammensetzung der Ausschüsse informiert das Kapitel Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsbericht. Weitere Details zur Arbeitsweise des Aufsichtsrats sowie zu Anzahl und Schwerpunkten der Ausschusssitzungen 2016 sind im Bericht des Aufsichtsrats ausführlich dargestellt. Über die Struktur und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats informiert der Vergütungsbericht. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde im Berichtsjahr an die Regelungen der Marktmissbrauchsverordnung angepasst.
Der Aufsichtsrat überprüft die Effizienz seiner Arbeit jährlich anhand eines ausführlichen Fragebogens. Die Effizienzprüfung erfolgt unter anderem im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Gremium, auf die Verfügbarkeit von Informationen und den Ablauf von Entscheidungsprozessen. Auf Basis der Ergebnisse erörtert das Plenum Verbesserungsmöglichkeiten und beschließt hierzu geeignete Maßnahmen. Die letzte Effizienzprüfung erfolgte 2016.
Eine Übersicht der wahrgenommenen Mandate aller Aufsichtsratsmitglieder findet sich im Kapitel Aufsichtsrat und Vorstand.
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG kam im vergangenen Jahr zu vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Auch im laufenden Jahr sind vierplanmäßige Sitzungen vorgesehen. Nach Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen abgehalten. Die Ausschüsse halten ebenfalls regelmäßig Sitzungen ab. Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit stehen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats bei einer erneuten Abstimmung, wenn auch diese Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen zu.
Der Aufsichtsrat sieht es als Teil guter Corporate Governance an, die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsratsplenums sowie der Aufsichtsratsausschüsse individualisiert offenzulegen:
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
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| AUFSICHTSRATSPLENUM | SITZUNGSANWESENHEIT | ANWESENHEIT IN PROZENT |
|---|---|---|
| Andrea Elsner | 5/6 | 83% |
| Tanja Fondel | 5/6 | 83% |
| Wolfram Hatz | 4/6 | 67% |
| Martin Heiss | 6/6 | 100% |
| Ingrid Hunger | 5/6 | 83% |
| Harald Jung | 5/6 | 83% |
| Dr. Hans Liebler | 5/6 | 83% |
| Dr. Peter Merten | 4/6 | 67% |
| Horst Ott (stellv. Vorsitzender) | 5/6 | 83 % |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 6/6 | 100% |
| Lars Roder | 6/6 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 6/6 | 100% |
| STRATEGIEAUSSCHUSS | ||
| Horst Ott | 5/5 | 100% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 5/5 | 100% |
| Lars Roder | 5/5 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 5/5 | 100% |
| PERSONAL- UND VERMITTLUNGSAUSSCHUSS | ||
| Horst Ott | 3/3 | 100% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 3/3 | 100% |
| Lars Roder | 3/3 | 100% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 3/3 | 100% |
| PRÜFUNGSAUSSCHUSS | ||
| Andrea Elsner | 4/4 | 100% |
| Wolfram Hatz (Vorsitzender) | 4/4 | 100% |
| Martin Heiß | 4/4 | 100% |
| Dr. Klaus Probst | 4/4 | 100% |
TEILNAHME AN AUFSICHTSRATSSITZUNGEN
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| AD HOC-AUSSCHUSS (AB 11. APRIL 2016) | ||
|---|---|---|
| Martin Heiß | 16/16 | 100% |
| Dr. Hans Liebler | 16/16 | 100% |
| Horst Ott | 14/16 | 88% |
| Dr. Klaus Probst (Vorsitzender) | 14/16 | 88% |
| Lars Roder | 15/16 | 94% |
| Dr. Bernhard Wankerl | 16/16 | 100% |
Der Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2016 nicht getagt.
ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG arbeiteten im Berichtsjahr wiederum eng und vertrauensvoll zum Wohl des Unternehmens zusammen. Dabei waren die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands durch dessen Geschäftsordnung bestimmt. Beiden Aufsichtsratssitzungen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich, offen und unter Wahrung der strengen Vertraulichkeit alle wichtigen strategischen Entscheidungen sowie zustimmungspflichtige Geschäfte. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, aktuell und umfassend über alle wichtigen Ereignisse sowie die Planung, den Geschäftsverlauf, die Risikosituation und Compliance-Maßnahmen. In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen, bei denen der Vorstand anwesend war, berieten sich die Vorsitzenden der beiden Gremien laufend über alle relevanten aktuellen Themen. Der Bericht des Aufsichtsrats enthält zusätzliche Informationen über die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt, der pro Schadensfall mindestens 10 Prozent und maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung des einzelnen Mitglieds beträgt.
COMPLIANCE
Der Vorstand befasste sich auch im Berichtszeitraum mit der Organisation und Weiterentwicklung aller Compliance-Themen und stellte die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sicher. Ferner beschäftigte sich der Prüfungsausschuss regelmäßig mit den Inhalten, der Organisation und der Weiterentwicklung der Compliance. Weitere Informationen zur Compliance enthält der Konzernlagebericht.
TRANSPARENZ
Die GRAMMER AG informierte Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit im Berichtsjahr jeweils gleichberechtigt, aktuell und umfassend über die Entwicklung des Unternehmens und wesentliche Vorkommnisse. Dafür nutzte die Gesellschaft wie bereits in den Vorjahren eine Vielzahl von Medien. Alle Pflichtveröffentlichungen sowie ausführliche zusätzliche ergänzende Informationen standen jeweils zeitnah auf der GRAMMER Website zur Verfügung. Die Publikationen, beispielsweise Ad-hoc-Meldungen, Medienmitteilungen, Zwischen- und Geschäftsberichte, wurden stets in deutscher und englischer Sprache herausgegeben. Angeboten wurden Telefonkonferenzen, zudem fanden die jährlichen Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen statt. Der aktuelle Finanzkalender, der über alle wesentlichen Veröffentlichungs- und Veranstaltungstermine informiert, ist ebenfalls auf der Website einsehbar.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Der Konzernabschluss für das Jahr 2016 sowie die verkürzten Konzernzwischenabschlüsse im Halbjahresfinanzbericht und in den Quartalsmitteilungen der GRAMMER AG wurden unter Beachtung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze (IFRS) aufgestellt. Die Hauptversammlung wählte am 11. Mai 2016 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Berichtsjahr. Dem Wahlvorschlag ging eine Unabhängigkeitsprüfung voraus. Damit wurden geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer, dessen Organen und Prüfungsleitern einerseits sowie der GRAMMER AG und ihren Organmitgliedern andererseits ausgeschlossen, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Ernst& Young gab hierzu eine entsprechend verbindliche Unabhängigkeitserklärung ab. Ferner vereinbarte der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer, dass ihm dieser unverzüglich über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Demnach ist der Abschlussprüfer verpflichtet, den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er Tatsachen feststellt, die zu einer Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex führen.
AKTIENGESCHÄFTE UND AKTIENBESITZ
Alle Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat sowie ihnen nahestehenden Personen [Directors' Dealings gemäß § 15a WpHG bzw. Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (MAR)] werden unverzüglich auf der GRAMMER Website veröffentlicht, sobald die GRAMMER AG davon Kenntnis erhielt. Für das Jahr 2016 wurden keine Transaktionen gemeldet.
Amberg, 28. März 2017
GRAMMER AG
Für den Vorstand
Hartmut Müller
Für den Aufsichtsrat
Dr. Klaus Probst