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GRAMMER AG Annual Report 2014

May 28, 2015

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Annual Report

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Grammer AG

Amberg

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014

Zur Einreichung zum Bundesanzeiger Konzernabschluss und Konzernlagebericht 31. Dezember 2014

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Anhang zum Konzernabschluss - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der GRAMMER Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, 19. März 2015

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Sieger, Wirtschaftsprüfer

Oßmann, Wirtschaftsprüfer

Zusammengefasster Konzernlagebericht

Der Zusammengefasste Lagebericht umfasst gemäß § 315 Abs. 3 in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB neben dem GRAMMER Konzern auch die GRAMMER AG.

Konzernumsatz steigt um 7,9 % auf 1,37 Mrd. EUR
Deutliche Steigerung des Jahresüberschusses auf 33,6 Mio. EUR
Ergebnis pro Aktie steigt um 16 % auf 3,09 EUR
Erneut höhere Dividende von 0,75 EUR pro Aktie vorgeschlagen

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Der GRAMMER Konzern ist eine global agierende Unternehmensgruppe, welche auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge spezialisiert ist. GRAMMER verfügt weltweit über 37 Produktions- und Logistikstandorte, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie herstellen und vertreiben. Neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG, umfasst der Konzern 28 vollkonsolidierte Gesellschaften sowie ein At-Equity konsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 20 Ländern vertreten. Die Präsenz in den verschiedenen Regionen folgt dabei im Wesentlichen derjenigen unserer Hauptkunden. Als Kernmärkte sind der Heimatmarkt Europa, die NAFTA-Region, China sowie Brasilien zu nennen. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns ist eng verbunden mit der Entwicklung der relevanten Märkte und Hauptkunden. Ausschlaggebend ist im Automotive-Bereich das Pkw-Premiumsegment und im Segment Seating Systems der Bereich Nutzfahrzeuge in den Hauptabsatzmärkten.

Der GRAMMER Konzern wird zentral von drei Vorstandsmitgliedern geführt. Die Muttergesellschaft, die GRAMMER AG, hat ihren Unternehmenssitz in Amberg.

Unternehmenssegmente

Der GRAMMER Konzern ist in zwei Segmente gegliedert. Das Segment Automotive beliefert namhafte PkwHersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie mit hochwertigen Innenraumkomponenten wie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen. Das Segment Seating Systems ist mit Komplettsitzen und Sitzsystemen sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft aktiv. Hier beliefert GRAMMER Hersteller von Lkw sowie von Offroad-Fahrzeugen - dazu zählen land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge ebenso wie Baumaschinen und Flurförderzeuge. Zudem gehören auch Hersteller und Betreiber von Bahnen sowie in bestimmten Märkten Bushersteller zu den belieferten Kundengruppen.

Steuerungssystem

Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz und operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Daneben stellen das Working Capital, das Gearing sowie der GEVA (GRAMMER Economic Value Added) weitere wichtige Kennziffern dar. Die Letztgenannte spiegelt in Anlehnung an den EVA (Economic Value Added) die Effizienz wider, mit der das im Unternehmen eingesetzte Kapital verwendet wird. Der GEVA errechnet sich als ROCE (Return on Capital Employed) minus WACC (Weighted Average Cost of Capital). Dabei ist der ROCE der Quotient aus dem operativen Ergebnis nach Steuern und dem betriebsnotwendigen Kapital. Der WACC stellt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals dar.

Forschung und Entwicklung

Mit entscheidend für den Unternehmenserfolg von GRAMMER ist unser konsequenter Fokus auf Innovationen bei Produkten und Fertigungsprozessen. Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Faktor für die GRAMMER Gruppe, um sich auch künftig durch technologischen Vorsprung mit innovativen Produkten am Markt positionieren zu können. Damit erschließen wir neue Marktpotenziale und sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Im konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsverbund arbeiten unsere Ingenieure und F&E-Mitarbeiter gezielt daran, Ergonomie, Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik unserer Produkte immer weiter zu verbessern. GRAMMER hat im Entwicklungsbereich einen systematischen Innovationsprozess etabliert, der sicherstellt, dass neben der Bearbeitung der laufenden Marktanforderungen auch eigene Innovationen vorangetrieben werden. Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich in der weiterhin hohen Anzahl der weltweiten Patentanmeldungen und der zahlreichen Neuaufträge. Die vielversprechende Einführung neuer Produkte im Markt sowie die hohe Zahl an Serien- und Vorentwicklungsprojekten sind ein weiterer Beleg für die hohe Innovationskraft.

Ein Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten liegt im Bereich Leichtbau. Ziel ist es, den allgemeinen Trend der Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau aus Gründen der Verbrauchs- und CO2 -Reduzierung aktiv mitzugestalten. Hier wurden umfangreiche Aktivitäten, auch mit externen Instituten, gestartet und bereits erste Konzepte für LkwBeifahrersitze vorgestellt. Auch durch den Einsatz von innovativen Produktionsverfahren, beispielsweise bei der Herstellung von Mittelkonsolen, lassen sich deutliche Gewichtseinsparungen erzielen. Ein weiterer bereichsübergreifender Schwerpunkt ist die Integration von elektrischen und elektronischen Komponenten wie Stellmotoren, Sitzheizungen, Sensoren, Controllern und HMI (Human Machine Interface)-Systemen in unsere Kopfstützen, Armlehnen, Konsolen und Sitzsysteme. Neben der Beherrschung und Weiterentwicklung unserer traditionellen Produkte und Kerntechnologien tritt somit zunehmend die Integration von elektrischen und elektronischen Subsystemen in unsere Produkte in den Vordergrund. Für GRAMMER bieten sich hier erhebliche Chancen, denn mit unserer belgischen Tochter GRAMMER EiA Electronics N.V. verfügen wir über das notwendige Know-how im Bereich Elektronik, welches in unseren Sitz- und Automotive-Produkten gleichermaßen eingesetzt werden kann.

Im Segment Automotive hält der Trend zur Verlagerung der Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme von den OEMs auf die Zulieferunternehmen unverändert an. Aus diesem Grund positioniert sich GRAMMER hier in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber für die Kunden. Technologischer Vorsprung und innovative Lösungen sichern uns hier wichtige Wettbewerbsvorteile. Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten liegen dabei neben dem oben beschriebenen Thema Leichtbau in der Erzeugung neuer hochwertiger Oberflächenbeschaffenheiten der Produkte sowie in neuen Kinematik-Lösungen für den Bereich Konsolen. Hier forschen wir intensiv sowohl an Materialien als auch an neuen Fertigungsprozessen. Zusätzlich arbeiten wir an Konzepten für die Integration neuer HMI-Lösungen, welche den Kunden zukünftig als integriertes System zusammen mit den Konsolen und Armlehnen angeboten werden sollen. Bei den Kopfstützen liegt der Entwicklungsfokus hauptsächlich auf innovativen Lösungen für elektrische Antriebe und vollautomatische Einstellungen im Premiumsegment sowie auf der Weiterentwicklung der bestehenden Technologien hinsichtlich Sicherheit, Komfort, Bauraum, Gewicht und Verstellmechanismen.

Auch im Segment Seating Systems treibt GRAMMER die ständige Weiterentwicklung des Produktportfolios voran und generiert innovative Lösungen, um die sich verändernden Marktentwicklungen zu antizipieren. Neue, innovative Produkte versetzen GRAMMER auch in diesem Segment in die Lage, den Kundenanforderungen in hohem Maße gerecht zu werden und die Marktposition der Gruppe weiter zu festigen und auszubauen. GRAMMER hat dabei mit der Kombination aus dem traditionellen Know-how in der Entwicklung von gefederten Sitzen und der in den letzten Jahren aufgebauten Elektronikkompetenz die Möglichkeit integrierte und maßgeschneiderte Lösungen zur optimalen Ausgestaltung des Fahrerarbeitsplatzes bis hin zur gesamten Fahrzeugsteuerung anzubieten. Dabei laufen im Offroad-Bereich zum einen die Aktivitäten zur Komplettierung der bestehenden HMI-Lösungen planmäßig, zum anderen werden zeitgleich schon Konzepte für die nächste Generation neuer, hoch-innovativer HMI-Lösungen in diesem Bereich vorangetrieben. Im Lkw-Bereich waren die herausragenden Themen die Weiterentwicklung des Lkw-Fahrersitzes MSG 115 mit elektromotorisch angesteuerten Sitzverstellfunktionen sowie ein integriertes Fahrerassistenzsystem für Busfahrersitze zur Vermeidung von Unfällen durch Verlassen der eigenen Spur. Die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Biomechanik der Universität Ulm entwickelte, völlig neuartige verschiebbare Rückenlehnenverlängerung für Traktorsitze wird in Kürze bei mehreren Herstellern in Serie gehen. Im Bereich Railway haben wir im Jahr 2014 die komplett neu konzipierte Plattform Regionalverkehr zur Serienreife gebracht und mit den ersten Belieferungen begonnen. Damit konnte GRAMMER im Bahnsegment neben den Bereichen Hochgeschwindigkeit und Fernverkehr nun auch im Bereich des Regionalverkehrs neue Kunden akquirieren, was die Innovationsfähigkeit unserer Entwicklungsabteilung eindrucksvoll unterstreicht.

Die weiteren Schwerpunkte der Innovationsstrategie der nächsten Jahre liegen neben den klassischen produkt- und technologiebezogenen Themen auch in der Konzentration der Entwicklungsleistung auf die in den regionalen Märkten unterschiedlichen Produktanforderungen. Zusätzlich werden Projekte zur spezifischen Adaption der Produkte für die jeweiligen Regionen verstärkt, was langfristig unsere globale Marktposition und das Wachstum absichert. Dazu werden wir die F&E-Standorte und F&E-Organisationen in den Kernregionen weiter gezielt ausbauen, um den Kunden vor Ort eine noch bessere Entwicklungsleistung anbieten zu können.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Lage der Weltwirtschaft

Nach verhaltenem Beginn hat sich die Expansion der Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres 2014 nach und nach verstärkt, und auch der Welthandel legte spürbar zu. Allerdings konnte die anfängliche Schwäche nicht ganz wettgemacht werden, so dass dem Internationalen Währungsfonds IWF zufolge per Saldo das globale Wachstum auf dem Vorjahreswert von 3,3 % stagnierte. Dabei legten die Emerging Markets mit 4,4 % deutlich stärker zu als die Industrieländer mit 1,8 %. Unübersehbar waren die erheblichen regionalen Divergenzen. So entpuppten sich unter den großen Industriestaaten die USA und Kanada mit 2,4 % und Großbritannien mit 2,6 % als Wachstumslokomotiven, wobei sich die Lage am Arbeitsmarkt in den USA und Großbritannien im Jahresverlauf deutlich verbessert hat. Auch die Konjunktur in Deutschland legte im Jahr 2014 zu. Insgesamt stieg die Wirtschaftsleistung um 1,5 %. Dahingegen kam die Wirtschaft im Euro-Raum einmal mehr nur schleppend voran und wuchs lediglich um 0,8 %. Dementsprechend verharrte die Arbeitslosenquote auf hohem Niveau und der Preisauftrieb ging auf breiter Front zurück. Noch schwächer schnitt Japan ab, wo die gesamtwirtschaftliche Leistung 2014 um gerade einmal 0,1 % vorankam. Nach zwei Quartalen mit negativem Wachstum rutschte das Land im Herbst 2014 sogar in eine Rezession.

In den Schwellenländern expandierte die Wirtschaft zuletzt wieder etwas schneller, doch bleibt die konjunkturelle Grundtendenz nach wie vor gedämpft. Im Vergleich zum Vorjahr verlangsamte sich das Wachstum 2014 von 4,7 auf 4,4 %. Zu den aufstrebenden Volkswirtschaften, die im Jahresvergleich deutlicher zulegten, gehörte Indien mit einem Plus von 5,8 %. China verzeichnete ebenfalls ein lebhaftes Wachstum. Mit +7,4 % fiel der Zuwachs allerdings so schwach wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr aus. Die Regierung in Peking versucht, die Risiken aus dem Investitions- und Kreditboom der vergangenen Jahre in den Griff zu bekommen, und hat entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Äußerst schwach zeigten sich die Volkswirtschaften in Lateinamerika, wo sich das Wachstum mit 1,2 % im Jahresvergleich mehr als halbiert hat. In Brasilien legte die Wirtschaft um 0,1 % zu. Zwar dürfte die Konjunktur dort ihren Tiefpunkt durchschritten haben, von einem nachhaltigen Aufschwung kann aber noch nicht ausgegangen werden. In Russland machten sich die Sanktionen des Westens aufgrund der Ukraine-Krise zunehmend bemerkbar und dämpften Investitionsklima sowie Verbrauchervertrauen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nur noch um 0,6 % und damit etwa halb so stark wie im Vorjahr.

Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) 2014 in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: IWF

Geschäftsverlauf

Kennzahlen GRAMMER Konzern in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 1.365,9 1.265,7 7,9%
EBIT 57,0 58,0 -1,7%
EBIT-Rendite 4,2% 4,6% -0,4%-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) 51,5 46,8 10,0%
Mitarbeiter Anzahl, 31. Dezember) 10.700 10.082 6,1%

Geschäftsentwicklung weiterhin durch Wachstum geprägt

Der GRAMMER Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum eine deutlich positive Geschäftsentwicklung. Diese Entwicklung wurde überwiegend durch das Segment Automotive getragen, wobei im Jahresverlauf der Konzernumsatz deutlich um 7,9 % stieg und sich damit in dem von GRAMMER prognostizierten Zielkorridor bewegte. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit spürbaren Zuwachsraten im Automotive-Segment positiv. Die gute Entwicklung wurde in diesem Bereich durch unsere gute internationale Positionierung und durch die klare Fokussierung auf Kunden aus dem Premiumsegment getragen. Diese Kundengruppe konnte durch ein gutes Marktumfeld in Asien, Nordamerika und Europa steigende Absatzzahlen realisieren. Im Segment Seating Systems verzeichnete das Geschäftsfeld Lkw ein stabiles Geschäftsvolumen. Hier standen marktbedingt rückläufigen Umsätzen in Übersee deutliche Steigerungen in der Region Ferner Osten/Rest gegenüber, der Offroad-Bereich konnte marktbedingt das Umsatzniveau des Vorjahres aufgrund der Nachfrageschwäche in der Landtechnik nicht ganz erreichen, während das Geschäftsfeld Bahn deutliche Zuwächse aufwies. Ergebnisseitig war das Geschäftsjahr 2014 geprägt durch erwartet hohe Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie, welche das operative Ergebnis belasteten. Dies konnte jedoch durch ein deutlich verbessertes Finanzergebnis mehr als kompensiert werden, so dass das Ergebnis nach Steuern deutlich auf 33,6 Mio. EUR anstieg. Das Ergebnis pro Aktie lag bei 3,09 EUR nach 2,67 EUR im Geschäftsjahr 2013.

Veränderungen im Geschäftsjahr 2014

Im Dezember 2014 hat GRAMMER mit Jiangsu Yuhua Automobile Parts Co., Ltd. (Yuhua) zwei Verträge zur Übernahme der restlichen 40 % der Anteile an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. (GSJ) abgeschlossen. Dadurch übernimmt die GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. 20 % der von Yuhua gehaltenen Anteile an GSJ. Die GRAMMER AG übernimmt ebenfalls weitere 20 % der bisher von Yuhua an GSJ gehaltenen Anteile, womit GRAMMER insgesamt 100 % der Anteile an dem bisherigen Joint Venture in China hält. Zukünftig kann GRAMMER durch diese Transaktion das Lkw-Sitz-Geschäft in China eigenständig steuern und ausbauen.

Am 15. September 2014 hat die GRAMMER AG eine neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Jesi, Italien, gegründet, welche zukünftig die Belieferung unserer Kunden in Italien abwickeln wird. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft noch keine Umsätze getätigt, die Geschäftstätigkeit wird im Jahr 2015 aufgenommen.

Die Anteile an dem 2013 durch die Übernahme von nectec Automotive s.r.o. erworbenen Gemeinschaftsunternehmen Ningbo nectec Jifeng Automotive Parts Co., Ltd. wurden zum 14. April 2014 vollständig an den Joint Venture Partner veräußert.

Umsatz wächst deutlich auf 1,37 Mrd. EUR

Der GRAMMER Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Gesamtumsatz von 1.365,9 Mio. EUR (Vj. 1.265,7) und erwirtschaftete damit zum vierten Mal in Folge einen neuen Spitzenwert in der Unternehmensgeschichte. Nachdem die Umsätze des Konzerns im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres gegenüber einem sehr starken ersten Halbjahr 2013 nochmals um 4,2 % gesteigert wurden, beschleunigte sich die Zuwachsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 11,7 %. Die deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens war im Wesentlichen getragen durch hohe Zuwächse in den Regionen Europa und Ferner Osten/Rest. Hierbei beschleunigte sich das Wachstumstempo im vierten Quartal nochmals und erreichte nach 4,4 % im dritten Quartal mit 19,0 % im Schlussquartal, bedingt durch eine Vielzahl von Neuanläufen im Automotive-Bereich, einen außerordentlich guten Wert.

Umsatzentwicklung Konzern nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Konzern (in Mio. EUR)

Marktbedingt war die Entwicklung des Geschäftsvolumens in den Regionen unterschiedlich ausgeprägt.

In Europa stiegen die Umsätze im Berichtszeitraum um 7,1 % bzw. um 60,8 Mio. EUR auf 911,9 Mio. EUR an. Das Wachstum in unserer Kernregion wurde fast ausschließlich durch hohe Umsätze im Segment Automotive getragen. Diverse Neuanläufe in einem stabilen Marktumfeld haben dazu beigetragen, die Marktposition von GRAMMER weiter zu festigen. Im Bereich Seating Systems dagegen konnten die Umsätze in Europa aufgrund der rückläufigen Nachfrage in Teilen des Geschäftsfeldes Offroad nur leicht gesteigert werden. Insgesamt blieb das organische Wachstum in Europa im Vergleich zum Vorjahr, welches zusätzlich zum organischen Wachstum die Umsatzzuwächse aus der 2013 getätigten Akquisition der nectec Automotive s.r.o. beinhaltete, auf einem sehr hohen Niveau. Der in der Region Europa erzielte Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns sank leicht auf 66,7 % (Vj. 67,2).

Die Region Ferner Osten/Rest wuchs im Berichtszeitraum am schnellsten. Hier steigerte der Konzern das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 25,8 % auf nunmehr 227,7 Mio. EUR und erreichte damit weit über der allgemeinen Marktentwicklung liegende Wachstumsraten. Erfreulich war ebenfalls, dass in der Region beide Segmente ähnlich hohe Wachstumsraten aufwiesen. Dabei profitierte das Segment Automotive von der sehr guten Auftragslage in allen Geschäftsfeldern. Das Wachstum des Segments Seating Systems war im Wesentlichen durch die für den Konzern zusätzlich erzielten Umsätze der im letzten Jahr eingegliederten Gesellschaft GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. geprägt, womit GRAMMER erstmalig auch in nennenswertem Umfang am chinesischen Lkw-Markt partizipiert. Aufgrund dieses hohen Wachstums steigerte die Region ihren Anteil am Gesamtumsatz der Gruppe um 2,4 Prozentpunkte auf 16,7 % und erwirtschaftete erstmals höhere Umsätze als die Region Übersee.

Marktbedingt leicht rückläufige Umsätze verzeichnete GRAMMER in der Region Übersee. Hier fielen die Umsätze im Vorjahresvergleich um 7,3 Mio. EUR auf 226,3 Mio. EUR. Dieser Rückgang war ausschließlich auf den Nachfrageeinbruch nach Seating-Produkten im brasilianischen Markt zurückzuführen. Die im Segment Automotive in der Region erzielten spürbaren Umsatzzuwächse konnten diesen Effekt nicht gänzlich kompensieren. Insgesamt fiel dadurch der Umsatzanteil der Region Übersee am Gesamtumsatz des Konzerns um 1,9 Prozentpunkte auf nur noch 16,6 %.

Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Europa 911,9 851,1 7,1%
Ubersee 226,3 233,6 -3,1%
Ferner Osten/Rest 227,7 181,0 25,8%
Summe 1.365,9 1.265,7 7,9%

Wirtschaftliche Lage

Ertragslage

Ertragslage

Kurz-Gewinn- und Verlustrechnung GRAMMER Konzern in TEUR

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Q4 2014 Q4 2013 Veränderung 01-12 2014 01-12 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 372.058 312.798 59.260 1.365.898 1.265.660 100.238
Kosten der Umsatzerlöse -331.735 -280.816 -50.919 -1.207.615 -1.109.739 -97.876
Bruttoergebnis vom Umsatz 40.323 31.982 8.341 158.283 155.921 2.362
Vertriebskosten -7.761 -5.715 -2.046 -29.840 -25.662 -4.178
Verwaltungskosten -23.554 -18.873 -4.681 -88.482 -86.183 -2.299
Sonstige betriebliche Erträge 4.914 7.313 -2.399 17.085 13.934 3.151
Operatives Ergebnis 13.922 14.707 -785 57.046 58.010 -964
Finanzergebnis -2.342 -6.431 4.089 -8.637 -15.595 6.958
Ergebnis vor Steuern 11.580 8.276 3.304 48.409 42.415 5.994
Ertragsteuern -3.711 -2.587 -1.124 -14.760 -12.829 -1.931
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 23 -23 0 23 -23
Ergebnis nach Steuern 7.869 5.712 2.157 33.649 29.609 4.040

Deutliche Ergebnissteigerung trotz hoher Vorleistungen

Einhergehend mit der positiven Geschäftsentwicklung konnte der GRAMMER Konzern im Jahr 2014 eine deutliche Steigerung des Ergebnisses nach Steuern auf nunmehr 33,6 Mio. EUR (Vj. 29,6) erwirtschaften. Hierbei blieb das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 57,0 Mio. EUR (Vj. 58,0) erwartungsgemäß leicht hinter dem Vorjahreswert zurück. Ursächlich hierfür waren die im Berichtsjahr angefallenen hohen Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie marktbedingte Umsatzrückgänge in margenstarken Teilmärkten des Segments Seating Systems. Die EBIT-Marge lag bei 4,2 % nach 4,6 % im Jahr 2013. Ein aufgrund der im Vorjahr vorgenommenen Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten deutlich verbessertes Zinsergebnis, verbunden mit positiven Wechselkurseffekten in der konzerninternen Finanzierung, führte dennoch zu dem deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern und damit einhergehend zu einem um 0,42 EUR auf 3,09 EUR gestiegenen Ergebnis pro Aktie.

Konzern-EBIT nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung GRAMMER Konzern (in Mio. EUR)

Kostenentwicklung

Die Kosten der Umsatzerlöse stiegen um 8,8 % auf 1.207,6 Mio. EUR (Vj. 1.109,7) an. Der Zuwachs war nahezu proportional zum Umsatzanstieg.

Auch der Vertriebsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr 29,8 Mio. EUR (Vj. 25,7) und verhält sich prozentual zum Umsatz auf Vorjahresniveau.

Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 88,5 Mio. EUR (Vj. 86,2). Diese Kosten lagen aufgrund der höheren Umsätze und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowohl in Europa als auch in Asien prozentual zum Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau.

Der in den vorgenannten Positionen enthaltene Personalaufwand stieg geschäftsbedingt um 30,6 Mio. EUR auf insgesamt 282,2 Mio. EUR (Vj. 251,6) an. Die Personalkostenquote erhöhte sich nur marginal im Vergleich zum Vorjahr auf 20,7 % (Vj. 19,9).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 17,1 Mio. EUR (Vj. 13,9). Die Zunahme begründete sich in höheren Erträgen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Verkäufen aus Schrottchargen und Mieten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich auf 8,6 Mio. EUR (Vj. 15,6). Die günstigeren Zinskonditionen der Finanzverbindlichkeiten für die im Jahr 2013 durchgeführte Refinanzierung bewirkten eine Verbesserung im Zinsaufwand. Gleichzeitig ergaben sich positive Effekte aufgrund der Entwicklung der Währungskurse in der konzerninternen Finanzierung.

Steuern

Der Steueraufwand lag mit 14,8 Mio. EUR (Vj. 12,8) über Vorjahresniveau. Die positive operative Entwicklung im Inland führte zu Ertragsteueraufwendungen, die auf Mindestbesteuerungseffekte zurückzuführen waren. Die im Ausland gezahlten Steuern erhöhten sich aufgrund der Ergebnisentwicklungen bei Tochterunternehmen mit höheren Steuersätzen.

Ergebnisse

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb trotz der im Berichtsjahr angefallenen hohen Vorleistungskosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie sowie von marktbedingten Umsatzrückgängen in margenstarken Teilmärkten mit 57,0 Mio. EUR (Vj. 58,0) nahezu auf Vorjahresniveau. Die EBIT-Quote liegt bei 4,2 % (Vj. 4,6). Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern erhöhte sich aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses deutlich auf 33,6 Mio. EUR (Vj. 29,6).

Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem um die nicht beherrschten Anteile bereinigten Jahresüberschusses und erreichte 3,09 EUR (Vj. 2,67).

Ergebnisverwendung

Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen zum Vorjahr deutlich erhöhten Bilanzgewinn in Höhe von 23,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 (Vj. 15,4) aus. Der Bilanzgewinn umfasst den Gewinnvortrag in Höhe von 8,1 Mio. EUR sowie den Jahresüberschuss in Höhe von 31,0 Mio. EUR abzüglich der Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe von 15,5 Mio. EUR. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie (Dividendensumme: 8,4 Mio. EUR) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 15,2 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.

Finanzlage

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

GRAMMER hat mit dem Abschluss des Konsortialkreditvertrags über 180,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014 gezogen. Alle beteiligten Banken haben ihren Anteil entsprechend prolongiert. Die neue Laufzeit endet am 31. Oktober 2019.

Bei der Durchführung von Refinanzierungsmaßnahmen achtet das Konzern-Treasury auf die zeitliche Zinsstruktur, so dass kurzfristigen Inanspruchnahmen variable Zinsen entgegenstehen und mittel- bis langfristige Mittelaufnahmen in der Regel auf eine kongruente Zinsbindungsdauer treffen. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landesspezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig zu sichern.

Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der Zahlungsmittelpools, durch die der Konzern die Liquidität seiner Tochterunternehmen sicherstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten machbar und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels externen üblichen derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Der Konzern überwacht diese Risiken von jeher sehr genau.

Zum 31. Dezember 2014 verfügte der Konzern über 84,0 Mio. EUR (Vj. 91,3) liquide Mittel, die vor allem zum weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten und als strategische Reserve gehalten werden.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit 145,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj. 146,8).

Die kurzfristigen Finanzschulden lagen aufgrund der Veränderung in den Schuldscheindarlehen mit 25,4 Mio. EUR (Vj. 37,7) deutlich unter Vorjahresniveau. Der Rückgang dieser Position war im Wesentlichen auf die Fälligkeit eines Teils eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 18,0 Mio. EUR im September 2014 zurückzuführen. Gleichzeitig haben sich die Kontokorrentkredite verringert.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern. Die Effekte aufgrund des geschäftsbedingten Anstiegs der Forderungen und Vorräte konnten teilweise durch die gegenläufigen Effekte in den Verbindlichkeiten kompensiert werden.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit waren im Vorjahr die Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der nectec Automotive s.r.o. enthalten. Bereinigt um diesen Effekt lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit unter Vorjahresniveau. Die Investitionen in die Sachanlagen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres aufgrund der weiteren Werksauf- und -ausbauten. Die Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte lagen über Vorjahresniveau aufgrund von Investitionen in Software und IT-Lizenzen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag unter Vorjahresniveau. Im Vorjahr ergaben sich aufgrund der Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens im Mai 2013 positive Effekte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beeinflussten die Tilgung eines Schuldscheindarlehens im September 2014 sowie die erhöhte Dividendenzahlung im Vergleich zum Vorjahr den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit.

Die starke Position des Finanzmittelfonds steht für den weiteren Ausbau des Geschäftsvolumens sowie als strategische Reserve zur Verfügung.

Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2014 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien (Ausnahme: eigene Aktien) gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht befristet bis zum 25. Mai 2016 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 14.777.182,72 EUR (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 14.777 TEUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,

(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;

(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;

(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.

Das Bedingte Kapital 2009 war bis zum 27. Mai 2014 befristet. Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.

Per 31. Dezember 2014 betrug die Kapitalrücklage 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet das jeweilige Agio aus den Kapitalerhöhungen in den Geschäftsjahren 1996, 2001 und 2011.

Zum 31. Dezember 2014 betrugen die Gewinnrücklagen 184.505 TEUR (Vj. 159.423).

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die einmal mindestens die Grenze von 3 % erreichten, ist im Anhang des Einzelabschlusses der GRAMMER AG aufgeführt.

Eigene Anteile

Die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 nebst Bestätigungsbeschluss vom 19. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien ist zum 27. Mai 2014 ausgelaufen. In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2019 beschlossen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 844.928,00 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.

Investitionen

Die Investitionen des GRAMMER Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr von 46,8 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen im Bereich Sachanlagevermögen blieben mit 38,1 Mio. EUR (Vj. 38,1) auf Vorjahresniveau.

Im Bereich Automotive summierten sich die Investitionen auf 33,0 Mio. EUR (Vj. 29,9). Die Schwerpunkte der Investitionen lagen in China, Tschechien, Mexiko und in Deutschland. In China wurde am Standort in Shanghai in den Umzug des Werkes investiert, der aufgrund des Flächenbedarfs für weiteres Wachstum notwendig wurde. Am Standort Peking wurden Anlagen für den Anlauf einer neuen Serie von Mittelkonsolen beschafft. Auch in Mexiko wurden aufgrund des Anlaufs neuer Projekte Investitionen in die Fertigungsvorrichtungen getätigt. Darüber hinaus wurde in die Erweiterung der Spritzgussfertigung sowie in die Lokalisierung der Metallfertigung (Federungsmontage) investiert. In den tschechischen Standorten wurden Investitionen in den Aufbau bzw. den Ausbau von Standorten getätigt. Die Näh-Standorte in Bulgarien und Serbien wurden sowohl aufgrund von Insourcing als auch aufgrund der hohen Nachfrage weiter ausgebaut. Am deutschen Standort Schafhof wurde die Metallfertigung weiter ausgebaut, um Kapazitäten für neue Projekte bereitzustellen.

Im Segment Seating Systems summierten sich die Investitionen im Jahr 2014 auf insgesamt 15,0 Mio. EUR (Vj. 15,8). In den USA wurde am Standort in Tupelo, Mississippi, in den Aufbau eines Produktionswerks investiert. Die Produktion ist Ende des Geschäftsjahres 2014 erfolgreich angelaufen. In der neuen GRAMMER US-Zentrale werden gefederte Sitze für den nordamerikanischen Nutzfahrzeug-Markt gefertigt. Nach der Zertifizierung des neuen Werks durch die Hauptkunden und dem erfolgreichen Anlauf der Sitzfertigung, werden auch Vorbereitungen für den Start der Automotive-Produktion getroffen. Ab dem Jahr 2016 werden am Standort Tupelo die ersten Mittelkonsolen für den lokalen Automobil-Markt gefertigt. Des Weiteren wurden am tschechischen Standort Tachov Investitionen für die Fertigung modifizierter Federungen für den Offroad-Bereich getätigt. An den deutschen Standorten wurden schwerpunktmäßig Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen getätigt. Im Bereich Bahn wurden Montagevorrichtungen für die neue Plattform Regionalverkehr angeschafft. Ferner wurde weiter in Arbeitssicherheit und Umweltschutz investiert.

In den Zentralbereichen wurden Investitionen von 3,5 Mio. EUR (Vj. 1,1) getätigt, welche im Wesentlichen in Software und IT-Lizenzen flossen.

Für das Jahr 2015 planen wir im Konzern gegenüber 2014 Investitionen auf gleichbleibendem Niveau. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit liegen dabei im Ausbau der Automotive-Fertigungskapazitäten sowie in der Fortführung der Investitionen in effizienzsteigernde Maßnahmen.

Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Automotive 33,0 29,9 10,4%
Seating Systems 15,0 15,8 -5,1%
Central Services 3,5 1,1 218,2%
Summe 51,5 46,8 10,0%

Vermögenslage

Die einzelnen Bilanzposten entwickelten sich wie folgt:

Kurzbilanz GRAMMER Konzern in TEUR

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2014 2013 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 319.1 14 298.453 20.661
Kurzfristige Vermögenswerte 517.429 467.431 49.998
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 144 -144
Aktiva 836.543 766.028 70.515
Eigenkapital 231.761 224.671 7.090
Langfristige Schulden 306.810 276.051 30.759
Kurzfristige Schulden 297.972 265.306 32.666
Passiva 836.543 766.028 70.515

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2014 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 836,5 Mio. EUR (Vj. 766,0). Sowohl das höhere Geschäftsvolumen als auch der weitere Auf- und Ausbau von Standorten führten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 9,2 %.

Anlagevermögen aufgrund Produktionsauf- und -ausbau über Vorjahr

Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 31. Dezember 2014 auf 319,1 Mio. EUR (Vj. 298,5). Durch den Aufbau eines neuen Werkes für Sitzsysteme für den Offroad-Bereich in Tupelo, Mississippi, USA, sowie durch den weiteren Ausbau von Werken im Automotive-Bereich stiegen die Sachanlagen auf 191,2 Mio. EUR (Vj. 180,2) an. Der Anstieg in den immateriellen Vermögenswerten auf 79,2 Mio. EUR (Vj. 75,1) war im Wesentlichen auf den weiteren Anstieg in den Konzessionen und den gewerblichen Schutzrechten zurückzuführen. Die latenten Steueransprüche bewegten sich mit 48,4 Mio. EUR (Vj. 42,2) über dem Vorjahresniveau.

Umlaufvermögen steigt durch höhere Geschäftstätigkeit

Verglichen mit dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 517,4 Mio. EUR (Vj. 467,4). Die Vorräte stiegen aufgrund des Umsatzwachstums sowie durch den Aufbau von Sicherheitsbeständen im Zusammenhang mit Verlagerungsaktivitäten um 12,7 Mio. EUR auf 128,3 Mio. EUR (Vj. 115,6) an. Auch die Forderungen stiegen aufgrund des deutlichen Umsatzzuwachses von 153,9 Mio. EUR auf 169,6 Mio. EUR an. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich bedingt durch hohe Vorleistungen in Projekte im Vergleich zum Vorjahr um 24,8 Mio. EUR auf 111,0 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen leicht auf 19,1 Mio. EUR (Vj. 15,5). Zum Jahresende bestanden liquide Mittel in Höhe von 84,0 Mio. EUR (Vj. 91,3).

Eigenkapital steigt weiter an

Zum 31. Dezember 2014 stieg das Eigenkapital auf 231,8 Mio. EUR (Vj. 224,7) an. Die positive Ergebnisentwicklung spiegelt sich dabei aufgrund des erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Anstiegs der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionszusagen in Höhe von 20,7 Mio. EUR sowie der gezahlten Dividende in Höhe von 7,3 Mio. EUR nicht in vollem Umfang im Eigenkapital wider. Trotz dieser Effekte weist die Eigenkapitalquote mit 28 % (Vj. 29) einen hohen Wert aus. Das Eigenkapital entspricht 72,6 % (Vj. 75,3) der langfristigen Vermögenswerte.

Veränderungen der Schulden

Die langfristigen Schulden wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 306,8 Mio. EUR (Vj. 276,1) auf, was im Wesentlichen auf den Anstieg innerhalb der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen zurückzuführen ist. Die Erhöhung resultierte hauptsächlich aus der Senkung des Diskontierungszinssatzes während des Jahres 2014. Die langfristigen Finanzschulden blieben mit einem Wert von 145,3 Mio. EUR (Vj. 146,8) auf Vorjahresniveau. Zudem wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj. 2,3) als langfristig qualifiziert und entsprechend ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern stiegen ebenfalls auf 26,1 Mio. EUR (Vj. 25,3) an.

Die kurzfristigen Schulden stiegen von 265,3 Mio. EUR auf 298,0 Mio. EUR an. Durch die positive Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 41,8 Mio. EUR auf 192,2 Mio. EUR. Im Gegensatz dazu reduzierten sich die kurzfristigen Finanzschulden von 37,7 Mio. EUR auf 25,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die im September 2014 erfolgte Rückzahlung des fälligen Anteils des Schuldscheindarlehens aus 2011 in Höhe von 18,0 Mio. EUR zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit 55,8 Mio. EUR leicht unter Vorjahresniveau (Vj. 56,9). Die Rückstellungen erhöhten sich nur leicht von 11,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,1 Mio. EUR.

Lage Segmente

Segment Automotive

Automobilbranche mit positiven Impulsen

Die beiden großen Märkte China und USA waren im Jahr 2014 für die Automobilbranche die dominanten Einflussfaktoren. Ein rasanter Schlussspurt in beiden Ländern hat den weltweiten Pkw-Neuzulassungen laut Verband der Automobilindustrie VDA zu einem Plus von 4 % auf 76,1 Mio. Fahrzeugen verholfen. Allein in China ist der Absatz um gut 2 Mio. (+13 %) auf 18,4 Mio. Neuwagen vorangekommen, wobei der Dezember mit einem Zuwachs von fast einem Fünftel herausragte. Auf dem zweitgrößten Markt, den USA, wurden im Jahresverlauf 16,4 Mio. Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) und damit 6 % mehr als im Vorjahr erstmalig zugelassen. Seit dem Jahr 2009 hat der US-Markt kontinuierlich zugelegt und erreichte nun wieder das Vorkrisenniveau. Die rückläufigen Benzinpreise begünstigten 2014 den Absatz von Light Trucks. Das Segment wuchs mit 10 % auf 8,7 Mio. Einheiten deutlich stärker als der Pkw-Absatz, der lediglich um 1 % auf 7,7 Mio. Fahrzeuge vorankam. Der Anteil der Light Trucks am Gesamtmarkt stieg somit von 51,2 auf 53,2 %.

Die NAFTA-Partner der USA, Kanada und Mexiko, verzeichneten ein Wachstum von 6 bzw. 7 %. Dagegen rutschten die Neuzulassungen von Light Vehicles in Brasilien um 7 % auf 3,3 Mio. Einheiten ab, in Argentinien brach der Absatz um 36 % auf 587.000 Fahrzeuge ein. In Japan lag das Marktvolumen mit 4,7 Mio. Einheiten um 3 % über dem Vorjahr, Indien schaffte mit rund 2,6 Mio. Fahrzeugen ein Plus von 1 %.

EU-weit sind die Neuzulassungen erstmals seit 2007 wieder gestiegen. Insgesamt kamen in Westeuropa 12,1 Mio. neue Pkw erstmals auf die Straße und damit rund 5 % mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf die größten Märkte verzeichnete Spanien mit +18,4 % den höchsten Anstieg im Jahresverlauf, gefolgt von Großbritannien (+9,3 %), Italien (+4,2 %) und Deutschland (+2,9 %). Frankreich stagnierte mit einem Zuwachs von 0,3 % weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Kleinere Märkte wie Portugal (+34,8 %) oder Irland (+29,6 %) verzeichneten einen regelrechten Boom. Einzig die Zulassungszahlen in Österreich (-4,9 %) und Belgien (-0,6 %) zeigten entgegen dem allgemeinen Trend nach unten.

Beim Blick auf die Produktionszahlen fiel der globale Zuwachs mit 4 % in den vom VDA erfassten Ländern etwas moderater als bei den Zulassungen aus. Überdurchschnittlich legten auch hier China mit +13 % auf 18,6 Mio. Automobile und die USA mit +5 % auf 11,4 Mio. Fahrzeuge zu. Japan brachte es mit einer Produktion von 8,3 Mio. Pkw auf ein bescheidenes Plus von 1 %, in Indien stagnierte der Markt bei knapp 3,2 Mio. Einheiten.

Die deutschen Hersteller konnten ihre heimische Fertigung um 3 % auf 5,6 Mio. Einheiten ausbauen, im Ausland sogar um 8 % auf 9,3 Mio. Pkw. Frankreich kam mit 1,5 Mio. Einheiten auf ein Plus von 3 %. In Spanien rollten mit 1,9 Mio. 8 % mehr Fahrzeuge von den Bändern, Großbritannien zeigte einen Zuwachs um 1 % auf 1,5 Mio. Fahrzeuge.

Automobilabsatz 2014 in ausgewählten Ländern im Vergleich zum Vorjahr (in %)

1 inklusive Light Vehicles

Quelle: VDA

Automotive-Segment mit hoher Wachstumsdynamik

Kennzahlen GRAMMER Segment Automotive

in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 911,6 813,3 12,1%
EBIT 28,9 33,1 -12,7%
EBIT-Rendite 3,2% 4,1% -0,9 %-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb] 33,0 29,9 10,4%
Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) 6.761 6.101 10,8%

Das Automotive-Segment war abermals der Wachstumstreiber im Konzern. Im Berichtszeitraum verzeichnete das Segment ein deutliches Wachstum und konnte, getragen durch die positive Automobilkonjunktur in den Hauptabsatzmärkten Europa, NAFTA und China sowie durch diverse Neuanläufe das Geschäftsvolumen um 12,1 % auf 911,6 Mio. EUR (Vj. 813,3) ausweiten. Von dem positiven Marktumfeld profitierten insbesondere auch die von GRAMMER schwerpunktmäßig belieferten Premiumhersteller, was sich in steigenden Absatzzahlen, an denen auch GRAMMER als Zulieferer entsprechend partizipierte, bemerkbar machte. Trotz der deutlichen Umsatzzuwächse konnte das Segment das im Vorjahr erzielte operative Ergebnis nicht erreichen. Das EBIT von 28,9 Mio. EUR (Vj. 33,1) lag erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert, die EBIT-Rendite betrug 3,2 % (Vj. 4,1). Ursächlich für diesen deutlichen Rückgang der Rendite des Segments sind die im Berichtszeitraum angefallenen Kosten für die Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie, die mit einer hohen Zahl von Neuanläufen sowie Werksauf- und Werksausbauten in allen Regionen einherging.

Während das Segment die Umsätze in allen drei Regionen steigern konnte, zeigten sich klare Unterschiede in den regionalen Wachstumsraten. In der umsatzstärksten Region des Segments, dem europäischen Heimatmarkt, wurden im Berichtszeitraum deutliche Zuwächse erzielt. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte Wachstumsrate von 10,5 % lag deutlich über dem Wachstum des gesamten Marktes von 5,7 %. Damit ist es GRAMMER gelungen, die Marktposition weiter auszubauen. Das dynamischste Wachstum mit einer Rate von 26,8 % verzeichnete die Region Ferner Osten/Rest. Auch hier wuchs GRAMMER deutlich schneller als der Markt und konnte die Marktposition im Premiumsegment sowohl bei Kopfstützen als auch bei Mittelkonsolen und Armlehnen erneut ausbauen. Lediglich in der Region Übersee blieb das Wachstum mit 4,1 % unter der allgemeinen Marktentwicklung zurück. Aufgrund des besseren Konsumklimas in den USA verbunden mit den günstigeren Kraftstoffpreisen, verzeichnete der Markt starke Zuwächse im Segment der Light Trucks, welches traditionell von den US-amerikanischen und japanischen OEMs dominiert wird. Bei diesen Kundengruppen ist GRAMMER noch unterproportional vertreten.

Bezogen auf die Geschäftsfelder Kopfstützen, Mittelkonsolen und Armlehnen verzeichneten wir Zuwächse bei allen Produktgruppen, wobei die Mittelkonsolen die höchsten Zuwachsraten auswiesen.

Der im Berichtsjahr gebuchte Auftragseingang lag wiederum über dem Wert des Vorjahres. Der Hauptteil der neu erteilten Aufträge betraf vergabebedingt die Regionen Übersee und Ferner Osten/Rest. Nennenswerte Neuaufträge konnten dabei in allen Geschäftsfeldern gebucht werden.

Um die Ertragskraft des Automotive-Bereichs zu stärken, setzten wir die begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung von Profitabilität und Kosteneffizienz auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette fort. Die laufenden Projekte zur Prozess- und Strukturverbesserung zielten zum einen auf die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks und zum anderen auf Programme zur Kostenoptimierung der Produkte ab. So wurde in Tschechien der Standort in Ceska Lipa weiter ausgebaut, zusätzlich befindet sich der neue Standort in Zatec im Aufbau, mit welchem wir den zukünftigen Wachstumserfordernissen in Europa gerecht werden wollen. In Shanghai wurde der aus Kapazitätsgründen erforderliche Umzug der Fertigung in ein neues Werk planmäßig abgeschlossen, der Ausbau der Fertigung am Standort Peking verlief ebenfalls planmäßig. Kapazitätserweiterungen waren auch an unseren mexikanischen Standorten notwendig. All diese Maßnahmen führten zu nicht unerheblichen Kostenbelastungen mit entsprechenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis des Segments.

Umsatzentwicklung Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Segment Automotive (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Segment Automotive [in Mio. EUR)

Segment Seating Systems

Nutzfahrzeugmarkt erneut rückläufig

Die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen waren 2014 zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Nach Angaben des VDA sanken die Zahlen weltweit über alle Größenklassen um 5 % auf 9,9 Mio. Einheiten. Vor allem Asien und Lateinamerika verzeichneten eine schwache Geschäftstätigkeit. Allein in China rutschten die Zulassungszahlen bei schweren Lkw um 7 % auf rund 992.000 ab. Ein Grund für den Rückgang dürfte in Pre-Buy-Effekten aus dem Vorjahr zu suchen sein. Viele Transportunternehmen deckten sich noch vor der für Sommer 2013 geplanten neuen Emissionsvorschrift China IV mit neuen Fahrzeugen ein. Wegen unzureichender Versorgung mit hochwertigem Dieselkraftstoff war die Vorschrift aber kurzfristig ausgesetzt worden. Zweistellig ging es auch in Brasilien (-11 %) abwärts. Dort war das Geschäft mit schweren und mittelschweren Nutzfahrzeugen ein Spiegelbild der schwachen binnenwirtschaftlichen Dynamik, wobei sich die steigenden Finanzierungskosten zusätzlich negativ auswirkten.

Ein äußerst positives Bild gaben die USA ab, wo mit 407.000 schweren und mittelschweren Trucks 16 % mehr als im Vorjahr erstmals zugelassen wurden. Die hohe Marktdynamik war vor allem der robusten Wirtschaftslage geschuldet. Die erhöhte Nachfrage in Industrie und Bauwirtschaft förderte das Frachtvolumen und steigerte folglich auch den Bedarf an Lkw.

Für Westeuropa meldete der VDA einen Rückgang der Zulassungszahlen bei schweren Lkw von 8 % auf 228.000 Einheiten, was nicht zuletzt auf die nur zögerliche Erholung der Konjunktur im Euro-Raum zurückzuführen war. Das Bild verzerren hier allerdings auch vorgezogene Käufe im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der neuen Abgasnorm Euro VI, aufgrund derer das Jahr 2013 (insbesondere im vierten Quartal) stark überzeichnet war. Unter den größeren Märkten kam es in Frankreich (-14 %) und Großbritannien (-28 %) zu deutlichen Rückgängen, welche in Deutschland (-1 %) moderater ausfielen.

Nutzfahrzeugabsatz 2014 (Lkw über 6 t) in ausgewählten Ländern im Vergleich zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA

Landtechnik mit deutlichen Nachfragerückgängen

Nach einem weltweiten Landtechnik-Umsatzrekord von 97 Mrd. EUR im Jahr 2013 ist die Produktion nach vorläufigen Zahlen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) in 2014 auf 90 Mrd. EUR geschrumpft. Fast alle Regionen waren von Rückgängen betroffen, wobei China (-11 %), Nordamerika (-9 %) und Südamerika (-7 %) besonders starke Einbußen verzeichneten. Die Landtechnikbranche in der EU steckt laut dem Europäischen Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) mitten in der Rezession. Der Geschäftsklimaindex rutschte im Jahresverlauf deutlich ab und erreichte den tiefsten Stand seit etwa vier Jahren. Bei den Traktoren-Erstzulassungen von Januar bis Oktober lag Frankreich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Minus von 23 % am Ende gefolgt von Österreich mit -14 %. Die große Ausnahme bildete Spanien mit einem Zuwachs an Neuzulassungen von 16 % bei Traktoren. In Deutschland waren die Zulassungszahlen um 2 % rückläufig. Der gesamte Landtechnikmarkt dürfte hier 2014 ein Volumen von 5,4 Mrd. EUR erreicht haben, nachdem im Vorjahr noch 5,6 Mrd. EUR verzeichnet wurden.

Baumaschinenkonjunktur stabilisiert

Die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie dürfte 2014 mit einem Umsatzplus von mindestens 5 % auf rund 12,5 Mrd. EUR abgeschlossen haben. In Europa sind Stabilisierungstendenzen unverkennbar. Das Geschäftsklima der europäischen Hersteller, das CECE Business Barometer, bewegte sich zuletzt seitwärts. Der VDMA geht davon aus, dass die Bauindustrie in Europa 2014 um rund 2 % gewachsen ist und der Bedarf an Baumaschinen zugenommen hat. Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten lag gegenüber dem Vorjahr mit 6 % im Plus. Erdbaumaschinen (+12 %) und Straßenbaumaschinen (+10 %) verzeichneten die höchsten Zuwächse, dagegen lag der Hochbaumaschinenbereich mit 9 % im Minus.

Material-Handling mit deutlichem Wachstum

Der weltweite Markt für Flurförderzeuge ist in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 mit einem Plus von 9 % deutlich gewachsen. In Europa konnte der Absatz von Flurförderzeugen um 11 % und in Asien gar um 13 % gesteigert werden. In Nordamerika stieg der Absatz um 6 %.

Bahnindustrie mit Umsatzsprung

Nachdem die Bahnindustrie 2013 Rekordbestellungen verzeichnet hat, zogen die Geschäfte 2014 weiter spürbar an. Der Umsatz der Bahntechnikhersteller in Deutschland stieg nach Angaben des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) im ersten Halbjahr 2014 um 18 % auf 5,2 Mrd. EUR. Das Auslandsgeschäft legte mit knapp 37 % besonders kräftig zu, wobei sich das Geschäft mit Zügen, Lokomotiven und deren Komponenten für deutsche Hersteller besonders positiv entwickelte. Es stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 50 % auf 2,1 Mrd. EUR. Das Inlandsgeschäft in diesem Segment kam um knapp 12 % auf 1,9 Mrd. EUR voran. Gut drei Viertel des Branchenumsatzes entfiel auf Schienenfahrzeuge und deren Komponenten, der Rest betraf Infrastrukturausrüstungen.

Seating Systems in schwierigem Marktumfeld gut behauptet

Kennzahlen GRAMMER Segment Seating Systems in Mio. EUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatz 478,7 472,8 1,2%
EBIT 36,2 37,6 -3,7%
EBIT-Rendite 7,6% 8,0% -0,4%-Punkte
Investitionen (ohne Unternehmenserwerb) 15,0 15,8 -5,1%
Mitarbeiter (Anzahl, 31. Dezember) 3.679 3.729 -1,3%

Das Geschäftsjahr 2014 des Segments Seating Systems war von heterogenen Marktbedingungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Regionen gekennzeichnet. Der Offroad-Bereich wies dabei eine stabile Umsatzentwicklung auf, wobei einem rückläufigen Landtechnikmarkt Zuwächse bei Material-Handling-Produkten gegenüber standen. Auch der Lkw-Bereich wies im Vorjahresvergleich lediglich stabile Umsätze bei regional deutlich unterschiedlichen Entwicklungen aus, während die Umsätze des Geschäftsfeldes Bahn projektbedingt höher ausfielen. Auch der Aftermarket-Bereich entwickelte sich positiv und konnte steigende Umsätze ausweisen.

In der Region Europa, die für mehr als 50 % des Umsatzes dieses Segments steht, wurde im Berichtszeitraum ein leichtes Wachstum erreicht. Dabei verzeichnete der Offroad-Bereich bedingt durch die anhaltende Marktschwäche im Landtechnikbereich einen leichten Umsatzrückgang. Das Geschäftsfeld Lkw konnte die Umsätze nochmals leicht steigern, blieb jedoch erwartungsgemäß hinter den Wachstumsraten des Vorjahres zurück, da die neue Sitzgeneration MSG 115 bei den Hauptkunden mittlerweile mit stabilen Stückzahlen läuft. Sehr erfreulich entwickelte sich das Geschäftsfeld Bahn mit einer deutlichen Umsatzsteigerung, welche auf hohe Umsätze bei Projekten im Hochgeschwindigkeitsbereich zurückzuführen war.

Die Umsätze in der Region Übersee blieben deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück. Während das Geschäft mit Offroad-Produkten in Nordamerika stabil verlief, setzte im Berichtsjahr eine anhaltende Schwäche des südamerikanischen Lkw-Marktes ein, der sich GRAMMER mit seiner starken Marktpositionierung in Brasilien nicht entziehen konnte.

Erfreulich entwickelte sich dagegen das Geschäftsvolumen in der Region Ferner Osten/Rest, welches im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert wurde. Sowohl der Offroad-Bereich mit moderaten Zuwächsen als auch der Lkw-Bereich mit deutlichen Umsatzsteigerungen hatten ihren Anteil an dieser positiven Entwicklung. Der starke Anstieg der Umsätze mit Lkw-Sitzen war dabei auf die erstmalige Einbeziehung der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. für ein volles Geschäftsjahr zurückzuführen.

Die marktbedingten Verschiebungen in der Struktur der Umsatzerlöse sowie die im Zusammenhang mit der Verlagerung der Produktion von Hudson nach Tupelo anfallenden Einmalkosten führten zu einer rückläufigen EBIT-Marge. Diese erreichte 7,6 % nach 8,0 % im Vorjahr.

Neben den marktbedingten Einflüssen war das Geschäftsjahr 2014 im Offroad-Segment vor allem geprägt durch den Aufbau des neuen Werkes in Tupelo, Mississippi, USA, und der Verlagerung der Fertigung unseres alten Standortes in Hudson, Wisconsin, in dieses Werk. Diese Verlagerung ist mittlerweile komplett abgeschlossen und damit ein wichtiger Schritt der Nordamerikastrategie umgesetzt. Zudem hat GRAMMER im abgelaufenen Geschäftsjahr das weltweit erste Komplettsystem aus Sitz und integrierter Multifunktionsarmlehne vorgestellt. Diese Entwicklung wurde aufgrund der Akquisition der GRAMMER EiA Electronics N.V. im Jahr 2011 möglich und verschafft GRAMMER eine hervorragende Position im Wettbewerb, ein erster Auftrag wurde bereits durch einen namhaften asiatischen Kunden erteilt. Auch der Lkw-Bereich konnte mit seinen innovativen und qualitativ hochwertigen Sitzen neue Aufträge eines globalen Kunden buchen, welche zukünftig zu nennenswerten Umsätzen in mehreren Regionen führen werden. Im Geschäftsfeld Bahn haben wir im Berichtsjahr die neu entwickelte Plattform Regionalverkehr vorgestellt; dieses Sitzkonzept wurde im Markt sehr gut aufgenommen, einen ersten Auftrag für die Ausrüstung der S-Bahn einer deutschen Metropole wurde erteilt. Damit ist GRAMMER in diesem Bereich in der Lage, den Kunden zukünftig aus einer Hand hochmoderne Sitzkonzepte für sämtliche Segmente vom Regionalverkehr bis hin zum Hochgeschwindigkeitsverkehr anzubieten.

Umsatzentwicklung Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

Umsatzentwicklung Segment Seating Systems(in Mio. EUR)

EBIT-Entwicklung Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

EBIT Entwicklung Segment Seating Systems (in Mio. EUR]

Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

Nach der im Geschäftsjahr 2014 erzielten Steigerung von Umsatz und Ergebnis sowie der soliden Finanzierungsstruktur sehen wir den GRAMMER Konzern gut aufgestellt, die gesetzten Ziele zu erreichen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern. In den von uns bearbeiteten Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und konnten in vielen Bereichen aufgrund unserer innovativen und qualitativ hochwertigen Produkte auch im Berichtsjahr Marktanteile hinzugewinnen. Mit wachsenden Umsätzen und einem deutlich gesteigerten Ergebnis nach Steuern, sowie einem weiterhin positiven operativen Cashflow wird GRAMMER auch in Zukunft in der Lage sein, das organische Wachstum aus eigener Kraft zu finanzieren. Unsere ausgewogene Finanzierungsstruktur sowie die Eigenkapitalquote von 28 % verleihen uns zudem die notwendige Flexibilität, sich zukünftig im Markt ergebende Chancen nutzen zu können. Die derzeitige wirtschaftliche Situation der Gruppe ist insofern positiv zu bewerten.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Erhöhung der Beschäftigtenzahl aufgrund des Umsatzzuwachses

Zum 31. Dezember 2014 waren im GRAMMER Konzern insgesamt 10.700 Mitarbeiter (Vj. 10.082) beschäftigt. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich sowohl aufgrund von Umsatzzuwächsen als auch durch den weiteren Auf- und Ausbau von Standorten. Die Personalkostenquote erhöhte sich marginal. Im Jahresdurchschnitt waren 10.446 Mitarbeiter (Vj. 9.315) im Konzern tätig.

Im Segment Automotive stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf 6.761 (Vj. 6.101). Im Laufe des Geschäftsjahres wurde speziell in Serbien aufgrund der guten Auftragslage sowie des gezielten Ausbaus der internen Nähkapazitäten die Beschäftigtenzahl erhöht. Aufgrund von Produktanläufen und der Erweiterung von Fertigungsstandorten in Europa, Mexiko und China erhöhte sich auch an diesen Standorten die Beschäftigtenzahl.

Im Segment Seating Systems dagegen verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 3.679 (Vj. 3.729). Der Rückgang ist vor allem begründet in der rückläufigen Entwicklung des brasilianischen Lkw-Marktes und der daraus resultierenden Anpassung der Kapazitäten am Standort Brasilien. Aufgrund des neuen Standorts in Tupelo erhöhte sich die Beschäftigtenzahl in den USA.

Im Zentralbereich blieb die Anzahl der Mitarbeiter mit 260 (Vj. 252) nahezu auf Vorjahresniveau.

Um das gestiegene Geschäftsvolumen und die bevorstehenden Anläufe abwickeln zu können, erwarten wir auch im Geschäftsjahr 2015 einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahlen.

Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen

Personalentwicklung ist ein zentrales Element, um unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Mitarbeiter mit neuen Ideen, erweitertem Wissen und hinzugewonnenen Kompetenzen tragen entscheidend dazu bei, etablierte Standards zu sichern und die Wettbewerbsstärke auszubauen. GRAMMER bietet aus diesem Grund eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen an. Im Jahr 2013 wurden die Personalentwicklungsprogramme in der Gruppe neu strukturiert und 2014 weiter ausgebaut, um den gestiegenen Anforderungen an die Beschaffung und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiter gerecht zu werden. Ein Trainingskatalog, welcher jährlich aktualisiert wird, bietet allen Mitarbeitern einen Überblick über mögliche Weiterbildungsmaßnahmen und beinhaltet konzernweit standardisierte Trainingsmodule. Unser Weiterbildungsprogramm auf Führungsebene basiert auf drei Ansätzen, die sich hierarchisch gliedern: Das "GRAMMER Corporate Executive Program" fokussiert auf die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "GRAMMER Advanced Management Program" richtet sich vorrangig an die mittlere Managementebene, die Werks- und Abteilungsleiter. Das "GRAMMER Basic Management Program" ist auf die Förderung und Entwicklung neu ernannter Führungskräfte zugeschnitten und wurde 2013/2014 erfolgreich pilotiert. Die Pilotprojekte für die Advanced- und Executive-Programme werden 2015/2016 ausgerollt. Alle drei Konzepte richten ihre Inhalte am Leitbild, an den Zielen und an der Strategie des Konzerns aus. Neben der Führungslaufbahn bietet GRAMMER auch eine Expertenlaufbahn an, um so hochspezialisierten Fachkräften Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und sie im Sinne des Unternehmens optimal einzusetzen.

Der Konzern ist ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in der Region und wird auch 2015 über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden. So zählt zum Beispiel am Standort Amberg die Ausbildung mit eigenem Ausbildungszentrum und Ausbildern zu den wesentlichen Punkten der Personalpolitik der GRAMMER AG. Die ausgebildeten Fachkräfte übernehmen wir, soweit es die Personalpolitik zulässt und ausreichender Bedarf besteht, in unser Unternehmen. Auch 2014 stellten wir in den verschiedensten Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich nun in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir zahlreiche Praktika im In- und Ausland und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Rekrutierungsveranstaltungen im universitären Umfeld - dies auch im europäischen Ausland - sowie über eine Kooperation mit dem Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft. Ein Beispiel für unser erfolgreiches Engagement auf dem Hochschulsektor ist die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden (Ostbayerische Technische Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden).

Mitarbeiter nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

zum Stichtag 31. Dezember

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2014 2013 Veränderung
Automotive 6.761 6.101 10,8%
Seating Systems 3.679 3.729 -1,3%
Central Services 260 252 3,2%
Gesamt 10.700 10.082 6,1%

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand.

Im Aufsichtsrat erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Veränderungen. Mit Wirkung zum 31. Januar 2014 hat Frau Tanja Jacquemin, Vertreterin der Arbeitnehmer, ihren Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats erklärt. Frau Tanja Fondel hat als Vertreterin der Arbeitnehmer durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg zum 8. Februar 2014 ihre Nachfolge angetreten. Ebenso ist Herr Bernhard Hausmann, als Nachfolger von Herrn Martin Bodensteiner, der zum 21. Januar 2014 seinen Rücktritt erklärt hat, zum 8. Februar 2014 wieder in den Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter zurückgekehrt. Herr Anton Kohl ist zum 31. August 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, Herr Lars Schelenz wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg mit Wirkung zum 17. September 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Grundzüge des Vergütungssystems

Seit dem 1. August 2010 enthält die Vergütung der Vorstände nachfolgend beschriebene Elemente. Der Vorstand erhält eine erfolgsunabhängige (70 %) und eine erfolgsabhängige (30 %) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente besteht aus zwei Anteilen, einem kurz- und einem langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung, des GEVA, welcher sich als ROCE minus WACC errechnet. Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmenswerts grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Auf den Langfristbonus kann ein Abschlag geleistet werden, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtsratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde durch die Zustimmung zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2012 geändert und ist seit dem Geschäftsjahr 2012, wie im Nachfolgenden erläutert, geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O-Versicherung, Directors-and-Officers-Liability-Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird. Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung gibt es nicht und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.

Beschaffungsmanagement

Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Unternehmen. Zielsetzung ist die ständige Verfügbarkeit von Rohstoffen, Zulieferteilen und Dienstleistungen in definierten hohen Qualitätsstandards, um unsere Kunden optimal beliefern zu können. Dabei ist der Konzerneinkauf zentral in der GRAMMER AG angesiedelt. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil, um den Erfolg unserer Geschäftstätigkeiten nachhaltig zu sichern. Weiterhin gilt es für unsere innovativen Produkte und die breite Produktpalette, weltweit die richtigen Lieferanten zu identifizieren. Zentrale Aufgaben des Einkaufs sind somit auch die Lieferantenentwicklung und der Projekteinkauf. So erschließt sich GRAMMER neue Marktpotenziale in den Emerging Markets und trägt damit dazu bei, dem Konzern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung von Einsparpotenzialen zu erhalten. Durch gezielte Volumenbündelung konzernweiter Bedarfe und damit durch die Nutzung von Skaleneffekten werden darüber hinaus weitere Optimierungen erreicht. Die Beschaffungsorganisation ist zentral nach Commodities organisiert, die weltweite Verantwortung haben. Die strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zum einen den Ausbau der E-Sourcing-Plattform vor, die bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingesetzt wurde, zum anderen die Ausweitung der Beschaffung in den Schwellenländern, um entlang unserer operativen Wertschöpfungskette und in unseren Wachstumsregionen unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und "Total Cost of Ownership" positive Wertbeiträge zu erzeugen. Die bereits 2013 aufgesetzten Programme, die unter Einbeziehung von Entwicklung und Produktion die "Design to Cost"-Aktivitäten stärken und so die Materialkostenbasis weiter reduzieren, wurden weiter fortgesetzt. Unser Lieferantenmanagement hilft uns bei der strategischen und kontinuierlichen Entwicklung unserer Lieferanten. Die qualifizierte Auswahl, Weiterbildung und laufende Bewertung sorgen dafür, dass die Potenziale und die Innovationskraft unserer Zulieferer gewinnbringend genutzt werden und eine solide Basis der Beschaffung in allen Regionen entsteht.

Produktion

Der GRAMMER Konzern produziert und vertreibt seine Produkte weltweit mit 37 Produktions- und Logistikstandorten in 20 Ländern. Strategische Zielsetzung im GRAMMER Konzern ist die kontinuierliche, nachhaltige Verbesserung der Kostenposition unserer Produkte mit Produktionsstandorten in Kundennähe. Der GRAMMER Konzern gewährleistet durch einheitlich definierte Standards mit globaler Gültigkeit, welche sich auf die Bereiche Fertigungsverfahren und -technologie, Anlagentechnik und Logistik beziehen, entlang der gesamten operativen Wertschöpfungskette eine gleichbleibend hohe Qualität der erzeugten Produkte und Leistungen unabhängig davon, wo diese Leistung erbracht wurde. Die definierten Produktionsmethoden und -systeme werden weltweit einheitlich angewendet und im Rahmen von institutionalisierten, kontinuierlichen Verbesserungsprozessen auch unter Zuhilfenahme von Benchmarks im "Best Practice"-Ansatz immer weiter optimiert. Mit dem GPS (GRAMMER Production System) koordiniert und steuert GRAMMER die Produktionsmethoden des Konzerns. Dadurch sind die operativen Einheiten in der Lage, jederzeit die erforderlichen Fertigungsprozesse bereitzustellen, um die Qualitätsanforderungen der Kunden zu erfüllen. Das GPS ist der strukturierte Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten des Konzerns im Sinne von Lean Manufacturing gestalten und prozessual führen. Damit können sowohl die stetig steigenden Anforderungen auf der Produktionsseite erfüllt als auch die damit verbundenen Kostenpositionen kontrolliert und optimiert werden. Zur weiteren Stärkung des "Lean Manufacturing"-Ansatzes hat der Konzern ein weltweites Trainingsprogramm etabliert, das jedes Werk, jede Einheit und Funktion einbezieht. Mit der Lean Academy und dem installierten kontinuierlichen Lernprozess setzen wir unsere Maßstäbe konsequent und nachhaltig um. Das Wachstum der vergangenen Jahre und der damit verbundene Ausbau unserer Produktionskapazitäten in China mit mittlerweile fünf Produktionsstandorten sowie die Erweiterungen in Mexiko, Brasilien, Tschechien und Serbien zeigen eindrucksvoll die starke Internationalisierung unserer Wertschöpfungskette.

Qualitätsmanagement

Eine gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte und Leistungen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. GRAMMER hat seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm, GPQ (GRAMMER Produces Quality), etabliert, das sämtliche Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht und darauf ausgerichtet ist, systematisch permanente Qualitätsverbesserungen zu generieren. Diese werden mittels standardisierter Verfahren zeitnah global ausgerollt, um global ein einheitlich hohes Qualitätsniveau zu erzielen. Wesentliches Qualitätsziel ist es, eine hohe Kundenzufriedenheit und damit einhergehend eine hohe Kundenbindung mit unseren innovativen Produkten zu erzielen. Interne Audits und Bewertungen, Benchmarks im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Getragen von dieser Philosophie und den hohen Ansprüchen der Kunden ist es erklärtes Ziel unserer Qualitätskultur, eine fortwährende Verbesserung von Produkten und Prozessen zu erreichen. Weiterbildung in Qualität und regelmäßiges Training für unsere Mitarbeiter sollen unser hohes Niveau stetig weiterentwickeln und sicherstellen, dass GRAMMER auch zukünftig als Qualitäts- und Innovationsführer im Markt wahrgenommen wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Qualitätspolitik ist die Produktsicherheit. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit der Endnutzer dienen, stellt die Produktsicherheit im gesamten Entstehungsprozess ein vorrangiges Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Ausgehend von der Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um, sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, die über diese Anforderungen hinausgehen, um unseren Zielen gerecht zu werden.

Vertrieb und Kundenmanagement

Der GRAMMER Konzern ordnet seine Geschäftsbereiche und den Vertrieb nach Produktgruppen. Damit stellen wir eine hohe Produktkompetenz sicher, die für eine optimale Betreuung der Kunden erforderlich ist. Die Kundenwünsche werden durch den Vertrieb erfasst und im Geschäftsbereich zielgerichtet umgesetzt. Unser Handeln orientiert sich dabei sehr nah an den Anforderungen der Kunden und Märkte. Eine darauf aufbauende nachhaltige Entwicklung der Kundenbeziehungen ist die Grundlage unseres langjährigen Erfolgs und Wachstums.

Prozessvorgaben wie das GRAMMER PDS (Product Development System) sind die Grundlage einer systematischen stabilen Produktentwicklung. Das Ziel ist hierbei, die Produkte für die Kunden in der spezifizierten Qualität zum geplanten Zeitpunkt und der gewünschten Menge zur Verfügung zu stellen. Das PDS fördert die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Suche nach innovativen Lösungen.

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Sachverhalte für den Nachtragsbericht.

Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) ist in diesem Geschäftsbericht abgedruckt, dieser kann dauerhaft auf der Unternehmenshomepage unter www.grammer.com eingesehen werden.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Der Anhang zum Jahresabschluss 2014 der GRAMMER AG enthält detaillierte Angaben zu den Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG.

Die Gesellschaft hat keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten. Auch bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Die Bestellung und Abberufung des Vorstands der GRAMMER AG bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 84 AktG) sowie §§ 8 ff. der Satzung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung der Gesellschaft richtet sich nach § 179 AktG; in § 25 der Satzung der Gesellschaft ist die Beschlussfassung durch die Hauptversammlung geregelt.

Es besteht eine bis zum 25. Mai 2016 befristete Ermächtigung, das Grundkapital der GRAMMER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 14.777.182,72 EUR gegen Bar-/und oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Des Weiteren ist der Vorstand bis 27. Mai 2019 zur Begebung von Genussrechten mit oder ohne Options- oder Wandlungsrecht/-pflicht und/oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ermächtigt. Hierfür wurde das Grundkapital um bis zu 14.777.182,72 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). GRAMMER hält 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. Aktuell besteht eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG sowie zu deren Verwendung zu allen in der Ermächtigung genannten Zwecken, die bis zum 27. Mai 2019 befristet ist.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten seit Januar 2013 eine Change-of-control-Klausel. Jeder Vorstand hat im Falle eines Kontrollwechsels innerhalb von drei Monaten ein Sonderkündigungsrecht. Wird das Sonderkündigungsrecht ausgeübt, besteht ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung, die sich aus der Summe der bis zum Ende der Dienstlaufzeit nicht mehr zur Entstehung und Auszahlung gelangenden Festvergütung sowie 80 % des jeweils erreichbaren Höchstbetrages des Kurzfristbonus errechnet und maximiert ist auf 150 % des im Dienstvertrag vereinbarten Abfindungs-Caps von zwei Jahresgesamtvergütungen. Sonstige Entschädigungsvereinbarungen mit Mitarbeitern im Falle eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Die GRAMMER AG sowie zwei weitere inländische Konzerngesellschaften sind Parteien eines Kreditvertrags mit einem Bankenkonsortium über Kreditfazilitäten von maximal 180 Mio. EUR, der im Falle eines Kontrollwechsels das Recht eines jeden Kreditgebers vorsieht, die vorzeitige Rückzahlung verlangen zu können. Die Anzahl der inländischen Konzerngesellschaften hat sich, bedingt durch die Verschmelzung der GRAMMER Wackersdorf GmbH mit der GRAMMER AG auf zwei Gesellschaften neben der GRAMMER AG als Kreditnehmer, verringert. Entsprechende Klauseln sind auch in den Vereinbarungen bezüglich der Schuldscheindarlehen der GRAMMER AG über insgesamt 141,5 Mio. EUR vorgesehen. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Verträge liegt vor, sobald eine Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen Stimmrechte von mindestens 30 % an der GRAMMER AG oder den anderen Kreditnehmerinnen erwerben. Die Ausübung dieser Kündigungsrechte kann -einzeln oder gemeinsam - dazu führen, dass die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs des GRAMMER Konzerns nicht mehr gesichert wäre.

Außerdem haben im Falle eines Kontrollwechsels auch ein Teil der Kunden sowie weitere Kooperationspartner das Recht, die vertraglichen Vereinbarungen mit GRAMMER vorzeitig zu kündigen.

Chancen- und Risikobericht

Risikopolitik und -grundsätze

Unternehmerisches Handeln ist grundsätzlich mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die beherrscht werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:

Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan bzw. Ziel.
Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. Mögliche, mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene, bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite ausgehen sowie Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, übernimmt der Konzern selbst. Der Konzern strebt an, andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möglichst auf Dritte zu übertragen. Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich zu erkennen und so weit wie möglich zu minimieren.
In regelmäßigen Abständen überprüft auch die interne Revision die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben Risiken in ihrem Verantwortungsbereich so weit als möglich zu minimieren und zur aktiven Risikovermeidung beizutragen. Im Geschäftsverlauf auftretende Chancen und Risiken sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden.

Risikomanagementprozess

Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risikomonitoring und -controlling. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden wesentliche Risiken, welche zu ungeplanten Ergebnisabweichungen führen können, an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Zu diesem Zweck wird mehrmals im Jahr ein Chancen- und Risikobericht erstellt. Die Meldungen ins Risikomanagementsystem werden unabhängig erhoben, sodass eine möglichst breite Erfassung gewährleistet ist und eine Beurteilung im Vier-Augen-Prinzip erfolgt. Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral erfasst und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken verfolgt werden. Das Risikomanagement wird durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt. Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Die Einordnung der Chancen und Risiken erfolgt dabei anhand einer speziell auf den GRAMMER Konzern zugeordneten Clusterung, dem sog. Risiko-Atlas. Dazu zählen strategische Risiken, Markt-, Finanz- und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.

Risiken

In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und dargelegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Als wesentlichen Aspekt des Risikomanagements versucht der Konzern, Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der GRAMMER Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen sowohl an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen und wir beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf passen wir Produktion und Kapazitäten entsprechend an. Der GRAMMER Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden der veränderten Umsatzsituation frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, die uns vermehrt Risiken unter anderem in Preisdruck, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt- und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge in Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen und die Volatilität nimmt zu. Durch die Abhängigkeit von den Weltmärkten, welche durch unterschiedliche Konjunktur- und Nachfragezyklen gekennzeichnet sind, haben wir ein sehr breites Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren. Zusätzlich entstehen in Schwellenländern neue Wettbewerber oder treten neu in diese Märkte ein. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten und Regionen bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den Märkten nimmt stetig zu, sodass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unser Geschäftsfeld geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven als auch negativen Entwicklungen.

Im Zuge der Konsolidierung von Märkten und Marken entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den hohen Anforderungen der Kunden nachkommen zu können.

Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums können Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.

Durch die fortwährende Anpassung und Optimierung unserer Kapazitäten und Fertigungsstrukturen entsteht mittelfristig das Risiko, dass durch die Zusammenlegung und Schließung von Standorten zunächst Belastungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen und es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommt oder ihr Nutzen geringer ausfallen könnte, als ursprünglich geplant und angenommen war.

Unser Handlungsfeld umfasst zunehmend auch Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik in den einzelnen Geschäftsfeldern resultieren. Mögliche Aktivitäten im Bereich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da diese Risiken aus Marktreaktion, Integration von Mensch und Technologie sowie Produkten und Entwicklungen beinhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken auch hinsichtlich der Umsetzung und aus den bei solchen Transaktionen üblichen Akquisitions-, Integrations- und sonstigen Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder zu zusätzlichen Belastungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten.

Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen mit sich bringen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Beschaffungsrisiken

Der GRAMMER Konzern ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung bei Stahl sowie bei rohölbasierten Schaum- und Kunststoffprodukten. Die für den GRAMMER Konzern relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen können. Zudem können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einem engen Monitoring von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten.

Qualitätsrisiken

GRAMMER legt großen Wert auf die Einhaltung der hohen internen Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen bzw. deren Vermeidung. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass potenzielle Qualitätsrisiken auftreten, die aus der Entwicklung und Abstimmung mit dem Kunden resultieren und deswegen von GRAMMER zu vertreten sind. Dies gilt insbesondere bei Entwicklungen für Produkte mit komplexen Fertigungsstrukturen und -verflechtungen über Kontinente hinweg, die sich aufgrund unserer globalen Ausrichtung und Markttätigkeit zwangsläufig ergeben. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir im gesamten Konzern etabliert.

Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu minimieren, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenaudits durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess. Die Ergebnisse aus diesen Aktivitäten stellen Schlüsselkriterien für die Auswahl der Lieferanten in Projekt und Serie durch GRAMMER dar.

Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken schon allein aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und den im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken für den Konzern ausgesetzt. Der Konzern hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen tschechische Krone, US-Dollar, mexikanischer Peso, brasilianischer Real sowie chinesischer Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum, oder der Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken.

Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich der GRAMMER Konzern nicht vollständig entziehen und es können daraus Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auftreten. Der GRAMMER Konzern versucht Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln sowie den Einsatz von Derivaten zu minimieren. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt ebenfalls eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist im Jahr 2013 durch den Abschluss eines Konsortialkredits mit fünf Jahren Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen gesichert worden. Im Jahr 2014 wurde die erste Verlängerungsoption erfolgreich genutzt, so dass uns nun noch weitere fünf Jahre Laufzeit und eine weitere einjährige Verlängerungsoption zur Verfügung stehen. Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquidität wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen und somit eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve gehalten. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unseren strategischen Handlungsspielraum zu erhalten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement kontrolliert. Durch die im Markt befindlichen Unsicherheiten und Risiken im Zinssatz sowie durch Bilanzierungsänderungsvorgaben kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden, wobei dies sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten kann. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu den Abzinsungsfaktoren sowie zu den Gehältern und der Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, versuchen wir, die erläuterten Risiken zu vermindern. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich die dargelegten Risiken negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können.

Rechtliche Risiken

Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. So genannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse aus regulatorischen Vorgaben stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Durch die strikte Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften können sich Einschränkungen ergeben, die im Wettbewerbsumfeld zu Nachteilen führen können. Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständigen Veränderungen unter anderem auch bei steuerrechtlichen Regelungen kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ auswirken können.

Personalrisiken

GRAMMER ist als Entwicklungsspezialist und Innovationsführer auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mit internationaler Erfahrung in allen Funktionsbereichen angewiesen, um Chancen effizient nutzen und Wettbewerbsvorteile ausbauen zu können. Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen im In- und Ausland und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen besteht das Risiko, dass der Konzern in Zukunft nicht in jedem Land und Tätigkeitsfeld die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter sichern und langfristig an das Unternehmen binden kann. Insbesondere in den Wachstumsmärkten China und NAFTA ist aufgrund des starken Wachstums mit einer erhöhten Fluktuation zu rechnen.

IT- und Informationsrisiken

Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER schützt sich durch geeignete Sicherheitssysteme und hat Maßnahmen ergriffen, um Angriffe von außen abzuwehren. Firewalls, Virenscanner sowie weitere Aktivitäten werden regelmäßig auf ihre Effektivität überprüft und angepasst. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, deren Aufgabe es ist, den Schutz sicherzustellen und gegen etwaige Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und des allgemein zu verzeichnenden Anstiegs an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen beeinträchtigt werden. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch Datenverlust, Systemstörungen und Produktionsausfall, fehlerhafte Datenübertragung etc. werden jedoch als unwahrscheinlich eingestuft.

Ökologische Risiken

GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001. Das Managementsystem des GRAMMER Konzerns berücksichtigt alle Forderungen der ISO 14001. In diesem legen wir weltweit gültige Umweltstandards fest (z. B. Umweltprogramme und Umweltziele), die durch Umweltbeauftragte an den Standorten vorangetrieben und deren Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht werden. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann es aufgrund von äußeren Umständen oder auch Fehlverhalten nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen.

Merkmale des internen Kontrollsystems

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf das interne Kontrollsystem bezüglich des Rechnungslegungsprozesses sind bei der Gesellschaft folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess in der Gesellschaft. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst werden. Bezogen auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands und auf Ebene der Bereiche bzw. verantwortlichen Abteilungen
Regelmäßige und präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Chancenmanagement

Innerhalb der GRAMMER Gruppe werden im Rahmen des Chancenmanagements die Chancen für den GRAMMER Konzern mit dem Ziel erhoben, diese zu erfassen, zu bewerten und bestmöglich wahrzunehmen. Chancen werden dabei als positive Abweichung von einem unter Unsicherheit festgelegten Ziel definiert. Grundsätzlich können Chancen in allen Bereichen innerhalb der GRAMMER Gruppe auftreten.

Chancen

Marktchancen

Im Folgenden werden die wesentlichen Marktchancen im Rahmen einer positiven Unternehmens- und Konjunkturentwicklung für die GRAMMER Gruppe dargestellt. Die Aufführung ist nicht abschließend und die dargestellten Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Im Umkehrschluss ist es auch möglich, dass sich identifizierte Chancen nicht materialisieren.

Weltweite Konjunktur - Aufgrund der globalen Präsenz des GRAMMER Konzerns bieten sich Chancen, weiterhin vom Wachstum der weltweiten Konjunktur zu profitieren. Insbesondere eine positive Entwicklung in unseren Hauptabsatzmärkten und eine damit einhergehende erhöhte Nachfrage nach Fahrzeugen im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich können für GRAMMER Chancen hinsichtlich einer erhöhten Produktnachfrage bieten.

Wachstum in China - In China streben wir die Auftragsgewinnung von weltweit tätigen OEMs an, die in diesem wachsenden Automobilmarkt aktiv sind. Darüber hinaus versuchen wir auch, neue Kundengruppen im lokalen Markt zu erschließen. Im Segment Seating Systems sind wir mit einer lokalen Fertigung im chinesischen LkwMarkt für gefederte Sitzsysteme aktiv und erwarten bei Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Verglichen mit europäischen oder nordamerikanischen Standards ist der chinesische Markt bisher noch weniger für Produktmerkmale wie Ergonomie und Sicherheit sensibilisiert und bietet dementsprechend perspektivische Wachstumspotenziale. China ist bereits heute der weltgrößte Lkw-Markt und kann daher entsprechende Chancen für GRAMMER mit sich bringen.

Optimierung in Nordamerika - In Nordamerika bieten sich für GRAMMER Chancen in beiden Unternehmenssegmenten. Auch hier sind wir zunehmend Lieferant für lokale OEMs, daneben auch für unsere europäischen Partner im Premiumsegment. Durch die Eröffnung eines neuen Werkes im US-Bundesstaat Mississippi das gleichzeitig als US-Zentrale fungiert, werden wir in diesem wichtigen Markt unsere Präsenz optimieren.

Stabilisierung in Europa - Die Stabilisierung der Wirtschaft in Südeuropa kann ebenfalls Chancen für GRAMMER mit sich bringen, die Märkte in Zentral- und Nordeuropa haben bereits wieder den Wachstumspfad eingeschlagen. Sollte sich die Nachfrage nach Pkw und Nutzfahrzeugen besser als von uns erwartet entwickeln, kann dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region positive Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage von GRAMMER haben.

Fokussierung auf das Premiumsegment - GRAMMER ist mit seinen innovativen und ansprechenden Produkten überwiegend auf das Premiumsegment fokussiert. Da im Rahmen positiver Konjunkturszenarien die Nachfrage in diesem Segment weniger schwankungsanfällig ist als der Gesamtmarkt, kann das Premiumsegment stärker als der Volumenmarkt wachsen. GRAMMER ist entsprechend bestrebt, diese Marktchancen wahrzunehmen.

Globale Megatrends - GRAMMER ist gut positioniert, um von den globalen Megatrends Bevölkerungswachstum, vermehrte Nachfrage nach Mobilität, Steigerung der Nahrungsmittelnachfrage und höherer Wohlstand in den Schwellenländern zu profitieren. GRAMMER strebt an, die sich daraus bietenden Chancen optimal zu nutzen. So kann eine erhöhte Mobilitätsnachfrage den Absatz unserer Produkte im Bereich Automotive und Seating Systems ankurbeln. Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Gütern kann ebenfalls zu höheren Absatzmengen im Segment Seating Systems führen, da landwirtschaftliche Maschinen häufig mit Sitzsystemen von GRAMMER ausgestattet sind. Insgesamt strebt GRAMMER für seine Produktfelder eine kontinuierliche Umsatzsteigerung aus den globalen Megatrends an.

Strategische Chancen

Neben Marktchancen bieten sich für GRAMMER auch strategische Chancen. Auf diese wird im Folgenden näher eingegangen.

Anorganisches Wachstum - Darunter verstehen wir unter anderem die Prüfung und Wahrnehmung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang beobachten wir kontinuierlich unsere Märkte im Hinblick auf Akquisitionsmöglichkeiten und Partnerschaften. Für den Fall, dass sich Chancen zur Festigung der Marktposition oder zur Arrondierung des Produktportfolios ergeben, können entsprechende Optionen geprüft werden. Da die Realisierung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von vielen nicht steuerbaren Einflussfaktoren abhängt, ist die Verwirklichung derartiger Chancen nicht prognostizierbar.

Effizienzmaßnahmen - Wir arbeiten permanent an fortlaufenden Effizienzmaßnahmen und Initiativen zur Kostensenkung mit dem Ziel, unsere Kosten weiter zu optimieren und somit unsere strategische Wettbewerbsposition zu verbessern. In diesem Zusammenhang überprüft GRAMMER auch regelmäßig seine Aufstellung hinsichtlich der Standorte.

Innovationen - Auch die im Forschungs- und Entwicklungsbereich befindlichen Projekte bieten, soweit diese zukünftig zu marktfähigen Produkten entwickelt werden, Chancen, neue Marktsegmente zu erschließen und/oder Marktanteile auszubauen. Hier arbeiten wir in beiden Segmenten gezielt an innovativen Lösungen, um den Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft gerecht zu werden. GRAMMER ist bestrebt, auch künftig als innovativer Premiumpartner der Kunden wahrgenommen zu werden und entsprechende Marktpotenziale durch Neuentwicklungen zu erschließen.

Beurteilung der Risiken und Chancen

Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichende Vorsorgen und Maßnahmen getroffen hat, den identifizierten Risiken zu begegnen. Die uns derzeit bekannten Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine für den Konzern bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Aspekte ergeben. Die Entwicklung der Risiken auf den Rohstoffmärkten kann aufgrund der derzeit widersprüchlichen, volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur hat im Geschäftsjahr 2014 das Wachstum des GRAMMER Konzerns weiter unterstützt. Für den Fall, dass sich die globale Konjunktur auch in Zukunft verbessert, können sich daraus zusätzliche Chancen für die GRAMMER Gruppe ergeben.

Prognosebericht

Weltwirtschaft auf Wachstumskurs

Die Weltwirtschaft dürfte 2015 etwas an Fahrt gewinnen. Dazu tragen die weiter sehr expansive Geldpolitik und damit niedrigen Zinsen in den großen Volkswirtschaften, geringere finanzpolitische Restriktionen in den meisten Industrieländern sowie der erheblich gesunkene Ölpreis bei. Belastend wirkt hingegen die Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern. Der IWF geht davon aus, dass die globale Wirtschaftsleistung um 3,5 % und damit um 0,2 Prozentpunkte stärker zulegen wird als im Vorjahr. Als treibende Kraft in der entwickelten Welt sieht der Währungsfonds die USA, deren Volkswirtschaft um 3,6 % vorankommen soll. Neben dem privaten Konsum, der vom besseren Arbeitsmarkt profitiert, sollen auch die Unternehmensinvestitionen an Fahrt gewinnen. Etwas weniger dynamisch dürften sich Großbritannien mit +2,7 % und Kanada mit +2,3 % zeigen. Das Schlusslicht unter den großen entwickelten Regionen dürfte einmal mehr der Euro-Raum bilden, der den Prognosen zufolge gerade einmal um 1,2 % zulegen soll. Einer dynamischeren konjunkturellen Erholung stehen insbesondere die hartnäckigen strukturellen Probleme in einem Teil des Währungsgebiets entgegen. Für Deutschland prognostiziert der IWF einen Zuwachs von 1,3 %.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer sollten von der lebhafteren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, wobei strukturelle Probleme aber auch dort eine Rückkehr zu höheren Expansionsraten verhindern. Der IWF geht von einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 4,3 % aus. Getragen wird die Entwicklung vor allem von Asien, speziell von Indien (+6,3 %) und China (+6,8 %). Dort dürfte sich der Trend der Wachstumsverlangsamung auch 2015 fortsetzen, weil die Führung in Peking die Abhängigkeit der Wirtschaft vom Immobiliensektor und von den Schattenbanken verringern will. Als Bremser für die Schwellenländer dürfte sich Lateinamerika erweisen, wo die Wirtschaft um lediglich 1,3 % vorankommen soll. Ein niedrigeres Wachstum wird in Brasilien erwartet, wo die Wirtschaft um 0,3 % zulegen dürfte. Mit einer schweren Rezession und einer um 3 % rückläufigen wirtschaftlichen Aktivität rechnet der IWF für Russland.

Trotz positiver Grundtendenz bleibt die Weltwirtschaft anfällig für Störungen. Zu den größten Gefahren für die Weltkonjunktur zählen laut IWF die höhere Volatilität an den Finanz- und Rohstoffmärkten, Verluste durch den niedrigen Ölpreis für viele Öl-Exportnationen sowie das Risiko einer hartnäckigen Stagnation oder Deflation in Japan oder der Euro-Zone.

Wirtschaftswachstum (Bruttoinlandsprodukt) in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: IWF

Prognose Automotive

Pkw-Markt zieht moderat an

Der weltweite Pkw-Markt wird seinen Aufwärtstrend nach Einschätzung des Branchenverbands VDA trotz der internationalen Krisen auch 2015 fortsetzen. Bei den Neuzulassungen wird ein Plus von 2 % auf 77,3 Mio. Fahrzeuge erwartet, die Produktion soll um ebenfalls 2 % auf 76,9 Mio. Einheiten zunehmen. China dürfte mit Neuzulassungen von 19,5 Mio. Pkw (+6 %) Wachstumstreiber bleiben, aber auch in Indien (+5 % auf 2,7 Mio. Einheiten) sind überdurchschnittliche Zuwächse möglich. Für die USA erwartet der VDA eine Wachstumsabschwächung auf 2 %, was einem Marktvolumen von 16,7 Mio. Light Vehicles entspricht. In Brasilien wird mit Neuzulassungen auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet.

Auch für Westeuropa rechnet der Verband mit einem Plus von 2 % auf 12,3 Mio. Einheiten, wobei die Entwicklung in den einzelnen Ländern erneut stark divergieren wird. In Deutschland (+1 %) wird die gewünschte Dynamik wohl nicht auf den Markt zurückkehren. Gerade das schwache Privatkundengeschäft wird sich nicht so rasch beleben lassen - trotz der grundsätzlich stützenden Rahmenbedingungen. Auch Frankreich (+2 %) und Italien (+3 %) dürften nur moderat zulegen. Dagegen sollten die kleineren Märkte in Portugal (+12 %), Irland (+10 %) und Griechenland (+15 %) zweistellig wachsen. Extrem schwierig ist die Lage in Russland. Die dort erwartete Rezession dürfte die Zulassungszahlen um 20 % auf knapp 2 Mio. Fahrzeuge einbrechen lassen.

Beim Blick auf die Produktionszahlen fällt das erwartete scharfe Minus von 7 % in Japan auf 7,7 Mio. Einheiten auf. Größere Impulse dürften dagegen von Indien und China (jeweils +6 %) ausgehen. In den USA dürfte die Dynamik etwas nachlassen, so dass mit einer Produktion von 11,7 Mio. Light Vehicles (+3 %) zu rechnen ist. In Europa haben spanische und italienische Hersteller mit Produktionszuwächsen von jeweils 10 % die Nase vorne, in Deutschland wird die heimische Fertigung mit 5,7 Mio. Pkw (+2 %) nur leicht steigen.

Automobilabsatz in ausgewählten Ländern (in %)

1 inklusive Light Vehicles

Quelle: VDA

Prognose Seating Systems

Nutzfahrzeugmarkt erholt

Nach dem Rückgang in den vorangegangenen zwei Jahren erwartet der VDA für 2015 wieder einen leicht wachsenden Weltmarkt. Die Neuzulassungen über alle Größenklassen sollen um 3 % auf 10,1 Mio. Nutzfahrzeuge (inkl. Busse) anziehen. Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei den Neuzulassungen schwerer Lkw. In Brasilien dürften die Marktbedingungen schwierig bleiben und der Markt für mittelschwere und schwere Lkw um etwa 10 % zurückgehen. Der VDA rechnet mit einem Marktrückgang von 5 % in Brasilien. Optimistisch zeigt sich der VDA für die USA: Die gute Industriekonjunktur, eine lebhaftere Bautätigkeit und die gute gesamtwirtschaftliche Lage sollen den Markt für schwere Lkw um gut 10 % voranbringen. In China, dem weltweit größten Markt für Nutzfahrzeuge, wird ein Minus von 5 % bei schweren Lkw erwartet. In Westeuropa veranschlagt der VDA ein Plus von 2 % auf 233.000 schwere Lkw, wobei der Markt in Deutschland um 1 % zulegen dürfte. Zuwächse sind auch in Frankreich (+4 %), Italien (+1 %) und Spanien (+7 %) zu erwarten.

Nutzfahrzeugabsatz (Lkw über 6 t) in ausgewählten Ländern (in %)

Quelle: VDA

Landtechnikindustrie weiter rückläufig

Die 2014 begonnene Abschwungphase dürfte sich 2015 fortsetzen. Laut VDMA ist mit einem erneuten Rückgang der weltweiten Landtechnikproduktion auf 85 Mrd. EUR zu rechnen. Das entspricht einem Minus von rund 6 %. Sinkende Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse trüben die Stimmung in der Branche. In Europa dürften die Umsätze mit Landtechnik laut CEMA um 5 bis 10 % sinken. Für die deutsche Landtechnikindustrie erwartet der VDMA einen Rückgang von 7 %. Zyklische Faktoren nach dem Boom der Jahre 2011 bis 2013, rückläufige Rohstoffpreise für Agrarprodukte und neue Beihilferegelungen in der EU werden die Nachfrage dämpfen. Auf mittlere Sicht bleibt der globale Bedarf an modernen Maschinen hoch, was dem Landtechnikmarkt abhängig von den Finanzierungsmöglichkeiten ein entsprechendes Potenzial verleiht, vor allem in den Schwellenländern. Wichtige Einflussfaktoren sind die steigende Nachfrage bzw. Knappheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung, des höheren Lebensstandards und veränderter Konsumgewohnheiten in großen Schwellenländern sowie der Ausbau des Segments Bioenergie. Dies erhöht dem VDMA zufolge den Mechanisierungsdruck in der Landwirtschaft.

Bauwirtschaft stagniert

Der VDMA geht davon aus, dass die Umsätze in der weltweiten Baubranche 2015 stagnieren, räumt aber ein, dass die Unsicherheit nach wie vor groß sei. In Europa seien spürbare Verbesserungen, sowohl im Wohnungs-, Wirtschafts- und Tiefbau zu erwarten. Das Geschäftsklima europäischer Hersteller bewegte sich zuletzt seitwärts, der Markt dürfte um gut 2 % zulegen. Gute Perspektiven bescheinigt der Verband zudem Nordamerika. Dagegen bleibt Lateinamerika unverändert schwach, und auch die Rückgänge in China seien noch nicht ausgestanden. Der indische Markt könnte dieses Jahr wieder wachsen.

Flurförderzeughandel

Der Markt für Flurförderzeuge dürfte auch im Jahr 2015 weiter expandieren. In Europa und insbesondere Westeuropa wird eine weiterhin positivere Entwicklung erwartet. Ebenso dürfte der Flurförderzeugmarkt in Asien und Nordamerika weiter zulegen. Allerdings ist in allen Märkten mit einer geringeren Dynamik als noch im Jahr 2014 zu rechnen.

Bahnindustrie vor Umsatzrückgang

Stark rückläufige Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2014 werden sich mit Verzögerung in sinkenden Erlösen niederschlagen. Das Bestellvolumen in der Bahnindustrie brach um 37 % auf nur noch 5,6 Mrd. EUR ein und bewegt sich damit auf dem moderaten Niveau des Jahres 2012. Der zugängliche Weltmarkt im Segment Bahnfahrzeuge, der laut Verband der Bahnindustrie im Jahr 2014 ein Volumen von rund 45 Mrd. EUR erreichte, dürfte bis 2017 um jährlich 2,3 % zulegen.

Prognosebericht GRAMMER Konzern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der GRAMMER Konzern das Geschäftsvolumen abermals deutlich steigern und dabei trotz hoher Vorleistungen ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwirtschaften. Wesentlicher Treiber des Wachstums war der Automotive-Bereich, welcher zugleich aufgrund der Vielzahl an Neuanläufen und der laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte im Berichtsjahr erhebliche Ergebnisbelastungen aufwies. Demgegenüber stieg der Umsatz des Bereiches Seating Systems im Berichtszeitraum, vor allem bedingt durch die Marktschwäche in der Landtechnikindustrie sowie im brasilianischen Lkw-Markt, nur leicht an. Die Marge des Segments war aufgrund dieser Marktentwicklungen leicht rückläufig. Für die nachfolgende Prognose des GRAMMER Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen der allgemeinen Weltwirtschaftsentwicklung sowie den Marktprognosen für die Bereiche Automotive und Seating Systems aus.

Der Konzern ist dabei Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere bei den Währungen der für unser Geschäft wesentlichen Länder wie Brasilien, China, Mexiko, Tschechien und den USA. Durch die fortlaufende Lokalisierung unserer Fertigungen haben wir zwar die natürliche Absicherung dieser Risiken weltweit verbessert, signifikante Wechselkursänderungen zwischen den relevanten Währungen können jedoch nach wie vor Auswirkungen auf die Ertragslage nach sich ziehen. Darüber hinaus beeinflussen die Produktionskostenentwicklungen an unseren Standorten - insbesondere in Deutschland - sowie die Preisentwicklungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte den GRAMMER Konzern.

Die Entwicklung im Bereich Automotive wird auch in 2015 durch zahlreiche Produktneuanläufe und Projekte geprägt sein. Auf der Projektseite werden weiterhin umfassend über alle Produktgruppen hinweg in sämtlichen Regionen weltweit neue Aufträge akquiriert, die das zukünftige Wachstum sichern werden. Vor dem Hintergrund der Produktlebenszyklen unseres Auftragsbestandes sowie der positiven Marktprognosen erwarten wir für 2015 eine anhaltend positive Umsatzentwicklung. Dieser Bereich hängt jedoch in hohem Maß von der Absatzentwicklung der Premiumhersteller ab und würde sich einem Sog schwächerer Märkte nicht entziehen können.

Der Bereich Seating Systems hat nach wie vor in unseren etablierten Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen. Im Bereich Seating Systems wird die Umsatzdynamik in 2015 nach stetig positiven Wachstumsraten in den letzten Jahren aufgrund der erwarteten Marktentwicklungen nachlassen. Speziell in den Offroad-Märkten, bedingt durch das schwache Umfeld in der Landtechnikindustrie, wird mit einem weiteren Rückgang der Nachfrage gerechnet. Im Geschäftsfeld Lkw gehen wir derzeit nicht von einer nachhaltigen Erholung des brasilianischen Marktes aus. In diesem Marktumfeld erwarten wir für 2015 daher keine nennenswerte Ausweitung des Geschäftsvolumens im Bereich Seating Systems und gehen von einem gegenüber 2014 stabilen Umsatzniveau aus.

Angesichts der insgesamt guten Auftragslage im GRAMMER Konzern und zusätzlicher Kundenprojekte im Automotive-Segment wird unter der Voraussetzung von stabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr von einem weiteren Umsatzwachstum ausgegangen. Darüber hinaus werden die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete 2015 unvermindert fortgesetzt, um die Profitabilität in beiden operativen Segmenten nachhaltig zu steigern. Das laufende Jahr wird noch durch eine Vielzahl von Neuanläufen sowie durch die noch laufenden Erweiterungs- und Optimierungsprojekte geprägt sein, was insbesondere im ersten Halbjahr zu weiteren Belastungen auf der Kostenseite führen wird.

Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand

Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem weiterhin herausfordernden konjunkturellen Umfeld aus, welches sich in den für uns relevanten Märkten uneinheitlich entwickeln wird. Dabei erwarten wir für den PkwBereich eine weltweit leicht positive Marktentwicklung, eine anhaltende Abschwächung im Markt für Landmaschinen sowie eine unsichere Entwicklung im brasilianischen Lkw-Markt. Unter Berücksichtigung der derzeitigen konjunkturellen Situation beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des GRAMMER Konzerns im Geschäftsjahr 2015 insgesamt verhalten positiv.

Beim Umsatz erwarten wir eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf über 1,4 Mrd. EUR. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wird einerseits geprägt sein von weiteren Kostenbelastungen der noch nicht abgeschlossenen Erweiterungs- und Optimierungsprojekte sowie der Marktabschwächung in einzelnen Geschäftsfeldern des Segments Seating Systems. Demgegenüber sehen wir für den Bereich Automotive einen positiven Ergebnisbeitrag durch das höhere Geschäftsvolumen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für den GRAMMER Konzern im Geschäftsjahr 2015 wiederum ein deutlich positives EBIT auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des erwarteten Umsatzwachstums kann daher eine leicht rückläufige Entwicklung der operativen Marge nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Diese Einschätzung beruht auf den oben erläuterten Prognosen zur globalen Entwicklung der Weltwirtschaft sowie unserer Hauptabsatzmärkte. Sollten sich diese wirtschaftlichen oder auch politischen Rahmenbedingungen verschlechtern, kann dies auch negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage von GRAMMER haben. Demgegenüber könnte insbesondere eine Erholung der Märkte für Landtechnik und eine Stabilisierung des brasilianischen Lkw-Marktes die Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen. Ferner kann die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns allgemein auch aufgrund der im Chancen- und Risikobericht beschriebenen Chancen und Risiken von der Prognose abweichen. Für das Folgejahr erwarten wir bei stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieses Dokument enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des GRAMMER Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die GRAMMER weder kontrollieren noch präzise einschätzen kann, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren oder Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von GRAMMER weder beabsichtigt, noch übernimmt GRAMMER eine gesonderte Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach Veröffentlichung dieses Dokuments anzupassen.

Der Lagebericht der GRAMMER AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im GRAMMER Geschäftsbericht 2014 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht Zusammengefasste Lagebericht der GRAMMER AG für das Geschäftsjahr werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

GRAMMER AG (Erläuterungen auf Basis HGB)

Im Gegensatz zu dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss wird der Jahresabschluss der GRAMMER AG nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Geschäftsmodell und Unternehmenssegmente

Die GRAMMER AG ist die Muttergesellschaft des global agierenden GRAMMER Konzerns. Als operative Holdinggesellschaft sind in der GRAMMER AG der Vorstand sowie die zentralen Leitungsfunktionen des Konzerns angesiedelt. Darüber hinaus werden hier große Teile der Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie die zentrale Steuerung des Vertriebs erbracht. Als spezialisierter Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge ist GRAMMER in 20 Ländern weltweit vertreten. Die GRAMMER AG hält direkt und indirekt Anteile an 31 Tochterunternehmen und zwei Beteiligungen weltweit. Die Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft ist somit sehr eng mit der Entwicklung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen verbunden.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der GRAMMER AG entsprechen im Wesentlichen denen des GRAMMER Konzerns. Diese werden im entsprechenden Abschnitt des Zusammengefassten Konzernlageberichts der GRAMMER AG ausführlich erläutert.

Ertragslage der GRAMMER AG

Im Berichtsjahr erzielte die GRAMMER AG einen Jahresüberschuss von 31,0 Mio. EUR (Vj. 11,2).

Die Rendite nach Steuern bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 5,2 % (Vj. 2,0).

Das Ergebnis wird insbesondere durch die Gewinnabführung der deutschen Tochtergesellschaften geprägt.

Ertragslage der GRAMMER AG

GRAMMER Aktiengesellschaft Gewinn- und Verlustrechnung1 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember TEUR

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2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 568.047 532.235 35.812
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 14.809 17.861 -3.052
Andere aktivierte Eigenleistungen 1 17 132 -15
Sonstige betriebliche Erträge 9.540 4.840 4.700
Gesamtleistung 592.513 555.068 37.445
Materia aufwand 437.018 413.461 23.557
Persona aufwand 79.491 74.892 4.599
Abschreibungen 8.845 10.916 -2.071
Sonstige betriebliche Aufwendungen 56.452 53.606 2.846
Finanzergebnis (Ertrag) 24.242 10.746 13.496
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.949 12.939 22.010
Außerordentliches Ergebnis 19 0 19
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.891 1.624 2.267
Sonstige Steuern 85 91 -6
Jahresüberschuss 30.992 11.224 19.768
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.152 9.829 -1.677
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -15.496 -5.612 -9.884
Bilanzgewinn 23.648 15.441 8.207

1 Abschluss nach HGB

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2014 stiegen die Gesamtumsätze der GRAMMER AG von 532,2 Mio. EUR auf 568,0 Mio. EUR an. Im Vergleich zum Vorjahr war damit ein deutliches Umsatzwachstum von 6,7 % zu verzeichnen. Mit 297,3 Mio. EUR (Vj. 291,4) stieg der Inlandsumsatz leicht an und erreichte einen Anteil von 52,3 % (Vj. 54,8) am Gesamtumsatz, damit wird weiterhin mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes in Deutschland generiert. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultierte vorwiegend aus einem weiteren Zuwachs im Auslandsgeschäft von 240,8 Mio. EUR auf 270,7 Mio. EUR. Dabei stiegen die Umsätze innerhalb der Europäischen Union von 169,8 Mio. EUR auf 186,3 Mio. EUR und die Exportumsätze außerhalb der Europäischen Union von 71,0 Mio. EUR auf 84,4 Mio. EUR.

Diese Entwicklung unterstreicht die weiterhin hohen Potenziale dieser Märkte für das zukünftige Wachstum der GRAMMER AG.

Aufwendungen

Die Materialaufwendungen der GRAMMER AG beliefen sich im Berichtszeitraum auf 437,0 Mio. EUR (Vj. 413,5). In Bezug auf die Gesamtleistung verringerte sich die Materialquote von 74,5 % im Vorjahr auf 73,8 %. Da die GRAMMER AG ausschließlich Handelswaren vertreibt, ist die Materialquote entsprechend hoch, bietet aber dennoch eine für die Branche ansprechende Marge, da die GRAMMER AG lediglich die Aufgaben der operativen Konzernholding wahrnimmt und als Konzernhandelshaus fungiert.

Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2014 auf 79,5 Mio. EUR (Vj. 74,9) zu. In Bezug auf die Gesamtleistung bedeutete dies eine unwesentliche Verminderung um 0,1 Prozentpunkte. Ein moderater Personalaufbau, begründet durch das aktuelle und zukünftige Wachstum, und die ab dem 1. Mai 2014 wirksame Tariferhöhung von 2,2 %, sind die wesentlichen Ursachen der absolut gestiegenen Personalaufwendungen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 8,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 10,9 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 56,5 Mio. EUR (Vj. 53,6). Die Steigerung von 2,9 Mio. EUR begründete sich vor allem mit gestiegenen Aufwendungen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und der damit verstärkten Investition in zukunftsorientierte Projekte. In Bezug auf die Gesamtleistung nahmen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Prozentpunkte von 9,7 % auf 9,5 % ab.

Finanzergebnis

Der Zinsaufwand sank im Vorjahresvergleich von 13,1 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die nach der im Jahr 2013 durchgeführten Refinanzierung günstigeren Zinskonditionen für die Finanzverbindlichkeiten. Dieser Effekt kompensierte die erhöhten Zinsaufwendungen aus der Zuführung in die Pensionsrückstellungen, welche nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Finanzergebnis auszuweisen sind. Als Rechnungszins bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden 4,54 % zu Grunde gelegt. Diese Berechnung basiert auf einer qualifizierten Hochrechnung für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB liegt bei 4,53 % p. a. und weicht damit nur unwesentlich von dieser Hochrechnung ab.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge inklusive der Erträge aus Ausleihungen fielen im Berichtszeitraum von 4,3 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR. Diese Position wird wesentlich von den Erträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen beeinflusst, da die GRAMMER AG auch die Finanzierungsfunktion innerhalb des Konzernverbundes steuert und übernimmt. Der Rückgang der Zinserträge ist auf das niedrigere Zinsniveau zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen resultierten aus Ausschüttungen von Tochterunternehmen und lagen mit 10,7 Mio. EUR über denen des Vorjahres (Vj. 6,5). Im Geschäftsjahr 2014 wurden Dividenden von den Tochtergesellschaften in Brasilien, Polen, Slowenien und Spanien vereinnahmt.

Der Saldo aus Erträgen und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften zeigt 2014 einen Überschuss von 22,9 Mio. EUR (Vj. 14,1) und damit eine deutlich positive Entwicklung. Aufgrund von Währungsschwankungen bei den ausgegebenen Intercompany-Darlehen sank die Position der Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund nicht realisierter Kursverluste im Vorjahresvergleich von 1,0 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR.

In Summe stieg das positive Finanzergebnis, getrieben durch die Ergebnisabführungen der inländischen Tochtergesellschaften, von 10,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 auf nunmehr 24,2 Mio. EUR an.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stiegen im Jahresvergleich von 1,6 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR an. Trotz der weiterhin bestehenden Verlustvorträge ergab sich im Jahr 2014 aufgrund der Vorschriften zur Mindestbesteuerung in Verbindung mit der guten Ertragslage somit wieder ein Steueraufwand.

Finanzlage

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 156,5 Mio. EUR, der Barmittelbestand 29,8 Mio. EUR. Die Kennzahl Nettoverschuldung, eine zentrale Steuerungsgröße, die sich in der Differenz der Bankverbindlichkeiten mit den Bankguthaben wider spiegelt, belief sich zum Geschäftsjahresende 2014 auf 126,7 Mio. EUR (Vj. 119,0). Da die GRAMMER AG als Finanzierungspartner der Tochterunternehmen agiert und ihrerseits Darlehen an die Tochtergesellschaften in Höhe von rund 62,7 Mio. EUR vergeben hat, ist die effektive Verschuldung der GRAMMER AG unter Berücksichtigung der an die Tochtergesellschaften weitergereichten Darlehen deutlich geringer, als es die Finanzverbindlichkeiten vermitteln. Insgesamt sind für die langfristige Wachstumsstrategie der GRAMMER AG ausreichend finanzielle Mittel verfügbar.

Vermögenslage

Vermögenslage

Bilanz zum 31. Dezember TEUR

GRAMMER Aktiengesellschaft 1

AKTIVA

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2014 2013 Veränderung
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.515 5.891 5.624
II. Sachanlagen 25.964 31.590 -5.626
III. Finanzanlagen 182.697 181.843 354
220.176 219.324 852
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 79.103 59.276 19.827
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 171.781 141.346 30.435
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 29.833 54.743 -24.910
280.717 255.365 25.352
C. Rechnungsabgrenzungsposten 291 200 91
Bilanzsumme 501.184 474.889 26.295
Passiva
2014 2013 Veränderung
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.555 29.555 0
Eigene Anteile -845 -845 0
II. Kapitalrücklage 74.651 74.651 0
III. Gewinnrücklagen 29.069 13.573 15.496
IV. Bilanzgewinn 23.648 15.441 8.207
156.078 132.375 23.703
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 60.142 55.796 4.346
2. Steuerrückstellungen 3.234 1.001 2.233
3. Sonstige Rückstellungen 27.064 20.382 6.682
90.440 77.179 13.261
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.500 173.723 -17.223
2. Erhaltene Anzahlungen 3.216 2.310 906
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.455 19.440 3.015
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.088 59.975 5.113
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 39 5
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.363 9.848 -2.485
254.666 265.335 -10.669
Bilanzsumme 501.184 474.889 26.295

1 Abschluss nach HGB

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,5 %. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 belief sich die Bilanzsumme der GRAMMER AG auf 501,2 Mio. EUR (Vj. 474,9).

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen belief sich zum Stichtag auf 220,2 Mio. EUR (Vj. 219,3), was einen Zuwachs von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich durch den Erwerb von Lizenzen und Rechten auf 11,5 Mio. EUR (Vj. 5,9). Die Sachanlagen verringerten sich auf 26,0 Mio. EUR (Vj. 31,6), was vor allem auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen ist. Die Finanzanlagen verblieben mit 182,7 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau (Vj. 181,8).

Umlaufvermögen

Verglichen mit dem Vorjahresstichtag ist das Umlaufvermögen um 9,9 % auf 280,7 Mio. EUR (Vj. 255,4) angewachsen. Die Vorräte lagen mit 79,1 Mio. EUR (Vj. 59,3), bedingt durch die Zunahme der unfertigen Leistungen an Entwicklungsprojekten, deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 30,5 Mio. EUR auf 171,8 Mio. EUR (Vj. 141,3) ist im Wesentlichen durch die gestiegenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, unter anderem aus Cashpooling-Forderungen, beeinflusst. Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,2) in etwa auf Vorjahresniveau. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind gegenüber dem Vorjahr um 24,9 Mio. EUR auf 29,8 Mio. EUR zurückgegangen.

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2014 stieg das Eigenkapital der GRAMMER AG durch die weiterhin positive Ergebnisentwicklung auf 156,1 Mio. EUR (Vj. 132,4) an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 31,1 % (Vj. 27,9).

Rückstellungen

Die Rückstellungen wiesen zum Stichtag ein Gesamtvolumen von 90,4 Mio. EUR (Vj. 77,2) auf. Davon entfiel mit 60,1 Mio. EUR (Vj. 55,8) der Hauptanteil auf Rückstellungen für Pensionen. Der Anstieg dieser Position ist durch die erforderlichen Zuführungen nach dem versicherungsmathematischen Gutachten bestimmt, bei dem der Abzinsungsfaktor eine wesentliche Rolle spielt. Da die GRAMMER AG von dem Ansammlungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB keinen Gebrauch gemacht und dementsprechend den Gesamtaufwand aus der Bewertungsänderung durch das BilMoG bereits im Geschäftsjahr 2010 vollständig ergebniswirksam gezeigt hat, werden sich daraus keine weiteren Auswirkungen auf die Jahresergebnisse der folgenden Geschäftsjahre ergeben. Mit der Entscheidung vom 15. Mai 2012 (3 AZR 11/10) hatte das Bundesarbeitsgericht festgestellt, dass in Versorgungsordnungen, die vor dem Inkrafttreten des RVAltGrAnpG am 1. Januar 2008 entstanden sind, mit der ursprünglichen vertraglichen Altersgrenze von 65 Jahren regelmäßig auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 67 Jahren Bezug genommen wird. Die Entscheidungsgrundsätze des Urteils wurden im Rahmen des versicherungsmathematischen Gutachtens bereits im Jahr 2013 berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 2,2 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR. Der Anstieg ergibt sich trotz der bestehenden Verlustvorträge aufgrund der Vorschriften zur Mindestbesteuerung.

Die Sonstigen Rückstellungen nahmen im Vorjahresvergleich von 20,4 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR zu. Begründet ist dies vor allem durch erhöhte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Insgesamt verringerten sich die Verbindlichkeiten der GRAMMER AG im Berichtsjahr auf 254,7 Mio. EUR (Vj. 265,3). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen um 17,2 Mio. EUR auf 156,5 Mio. EUR ab (Vj. 173,7). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen mit 65,1 Mio. EUR (Vj. 60,0) hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche größtenteils aus Warenlieferungen resultierten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,5 Mio. EUR (Vj. 19,4) sowie die erhaltenen Anzahlungen von 3,2 Mio. EUR (Vj. 2,3) lagen leicht über dem Vorjahreswert. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,4 Mio. EUR (Vj. 9,8) verringerten sich im Jahresvergleich.

Dividendenvorschlag

Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG insgesamt 15,5 Mio. EUR in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 0,75 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 15,2 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.

Mitarbeiter

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl an. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 waren innerhalb der GRAMMER AG 877 Mitarbeiter (Vj. 856) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 873 Mitarbeiter (Vj. 832) im Unternehmen tätig.

Nachtragsbericht

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine Sachverhalte für den Nachtragsbericht.

Risiko- und Chancenbericht

Die GRAMMER AG unterliegt in ihrer Geschäftsentwicklung im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die gesamte GRAMMER Gruppe, die im Abschnitt Chancen- und Risikobericht zu finden sind. An den Risiken ihrer Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die GRAMMER AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen in diesem Zusammenhang sind dem Zusammengefassten Konzernlagebericht zu entnehmen.

Die GRAMMER AG als Mutterunternehmen des GRAMMER Konzerns ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Informationen hierzu sind im Abschnitt Chancen- und Risikobericht zu finden.

Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die GRAMMER AG ist ebenfalls im oben genannten Abschnitt zu finden.

Ausblick

Die Erwartungen für die GRAMMER AG spiegeln sich aufgrund ihrer engen Verflechtungen mit den übrigen Konzerngesellschaften und ihres Gewichts in der Konzerngruppe im Prognosebericht des Konzerns wider. Die für den Konzern getroffenen Aussagen zur Marktentwicklung spiegeln sich im Wesentlichen auch in der Geschäftsentwicklung der GRAMMER AG wider.

Insofern geht die GRAMMER AG für das laufende Geschäftsjahr entsprechend den aktuellen Planungen von leicht steigenden Umsätzen aus, welche von der moderaten wirtschaftlichen Erholung im Euro-Raum geprägt sein werden. Sollten die prognostizierten Rückgänge in der Landtechnikindustrie höher als erwartet ausfallen und die positiven Signale im Nutzfahrzeugmarkt eine geringere Auswirkung als erwartet erzielen, könnte dies die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der GRAMMER AG jedoch merklich belasten. Als Organträger innerhalb des inländischen Organkreises sowie als Muttergesellschaft des Konzerns ist die Ergebnisentwicklung in hohem Maße von dem Finanzergebnis und hier insbesondere von den Ergebnissen der Organgesellschaften sowie den Gewinnausschüttungen der übrigen Tochterunternehmen beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir für die GRAMMER AG ein operatives Ergebnis vor Gewinnausschüttungen, Zinsen und Steuern auf Vorjahresniveau.

Amberg, 5. März 2015

GRAMMER AG

Der Vorstand

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres

TEUR

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Anhang 2014 2013
Fortzuführende Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 8 1.365.898 1.265.660
Kosten der Umsatzerlöse 9.3 -1.207.615 -1.109.739
Bruttoergebnis vom Umsatz 158.283 155.921
Vertriebskosten 9 3 -29.840 -25.662
Verwaltungskosten 9 3 -88.482 -86.183
Sonstige betriebliche Erträge 9 1 17.085 13.934
Operatives Ergebnis 57.046 58.010
Finanzerträge 9.2 1.626 1.662
Finanzaufwendungen 9.2 -11.705 -13.191
Sonstiges Finanzergebnis 9.2 1.442 -4.066
Ergebnis vor Steuern 48.409 42.415
Ertragsteuern 10 -14.760 -12.829
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 33.649 29.586
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 11 0 23
Ergebnis nach Steuern 33.649 29.609
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 34.680 29.996
Anteile ohne beherrschenden Einfluss -1.031 -387
33.649 29.609
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes/verässertes Ergebnis je Aktie in EUR 12 3,09 2,67

Konzern-Gesamtergebnisrechnung1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres

TEUR

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2014 2013
Ergebnis nach Steuern 33.649 29.609
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -29.136 -2.859
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 8.473 845
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (-) aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) -20.663 -2.014
Summe der Beträge, die nicht in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden -20.663 -2.014
Beträge, die in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) 5.226 -9.856
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 0 0
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) 5.226 -9.856
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -2.193 -11
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 709 1.413
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 454 -387
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) -1.030 1.015
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) 263 -1.205
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 0 0
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) 263 -1.205
Summe der Beträge, die in zukünftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden 4.459 -10.046
Sonstiges Ergebnis -16.204 -12.060
Gesamtergebnis nach Steuern 17.445 17.549
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 18.472 18.039
Anteile ohne beherrschenden Einfluss -1.027 -490

Konzernbilanz zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres

TEUR

AKTIVA

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Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 14 191.155 180.194
Immaterielle Vermögenswerte 14 79.199 75.116
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 17 358 865
Ertragsteuerforderungen 22 44
Latente Steueransprüche 10 48.380 42.234
319.114 298.453
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 15 128.330 115.649
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 169.588 153.928
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 17 110.970 86.203
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 5.435 4.867
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 19 83.999 91.315
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 18 19.107 15.469
517.429 467.431
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte 11 0 144
Bilanzsumme 836.543 766.028
Passiva
Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 20 29.554 29.554
Kapitalrücklage 20 74.444 74.444
Eigene Anteile 20 -7.441 -7.441
Gewinnrücklagen 20 184.505 159.423
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 20 -50.029 -33.821
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 231.033 222.159
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 20 728 2.512
Gesamtsumme Eigenkapital 231.761 224.671
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 22 145.255 146.788
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 1.072 2.320
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 25 4.802 4.648
Sonstige Verbind ichkeilen 26 0 93
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21 129.604 96.330
Ertragsteuerverbindlichkeiten 8 575
Passive latente Steuern 10 26.069 25.297
306.810 276.051
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 22 25.385 37.682
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 192.153 150.381
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 25 5.416 3.784
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 26 55.819 56.889
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 7.130 5.024
Rückstellungen 23 12.069 11.546
297.972 265.306
Gesamtsumme Schulden 604.782 541.357
Bilanzsumme 836.543 766.028

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014

TEUR

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Eigene Anteile Cashflow Hedges Fremdwährungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2014 29.554 74.444 159.423 -7.441 -816 -6.058
Periodenergebnis 0 0 34.680 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 0 0 -1.030 5.222
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 34.480 0 -1.030 5.222
Dividendenausschüttungen 0 0 -7.290 0 0 0
Eigene Anteile 0 0 0 0 0 0
Kauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 -2.308 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2014 29.554 74.444 184.505 -7.441 -1.846 -836

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Vers.mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen Summe Anteile ohne beherrschenden Einfluss Konzern-Eigenkapital
--- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2014 -6.608 -20.339 222.159 2.512 224.671
Periodenergebnis 0 0 34.680 -1.031 33.649
Sonstiges Ergebnis der Periode 263 -20.663 -16.208 4 -16.204
Gesamtes Periodenergebnis 263 -20.443 18.472 -1.027 17.445
Dividendenausschüttungen 0 0 -7.290 0 -7.290
Eigene Anteile 0 0 0 0 0
Kauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss] 0 0 -2.308 -757 -3.065
Stand zum 31. Dezember 2014 -4.345 -41.002 231.033 728 231.761

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013

TEUR

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Eigene Anteile Cashflow Hedges Fremdwährungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2013 (angepasst)1 29.554 74.444 135.035 -7.441 -1.831 3.695
Periodenergebnis 0 0 29.996 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 0 0 1.015 -9 753
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 29.996 0 1.015 -9.753
Dividendenausschüttungen 0 0 -5.608 0 0 0
Eigene Anteile 0 0 0 0 0 0
Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Gründung einer Mehrheitsbeteiligung 0 0 0 0 0 0
Kauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2013 29.554 74.444 159.423 -7.441 -816 -6.058

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Vers.mathem. Gewinne u. Verluste aus leistungsor. Plänen Summe Anteile ohne beherrschenden Einfluss Konzern-Eigenkapital
--- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2013 (angepasst)1 -5.403 -18.325 209.728 522 210.250
Periodenergebnis 0 0 29.996 -387 29.609
Sonstiges Ergebnis der Periode -1.205 -2.014 -11.957 -103 -12.060
Gesamtes Periodenergebnis -1.205 -2.014 18.039 -490 17.549
Dividendenausschüttungen 0 0 -5.608 -4 -5.612
Eigene Anteile 0 0 0 0 0
Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus Gründung einer Mehrheitsbeteiligung 0 0 0 2.500 2.500
Kauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 -16 -16
Stand zum 31. Dezember 2013 -6.608 -20.339 222.159 2.512 224.671

1 Die Vergleichszahlen wurden aufgrund der Effekte aus der vorzeitigen Anwendung des IFRS 11 sowie aus der Anwendung des IAS 19 (überarbeitet 2011) bereits im Geschäftsbericht 2013 angepasst.

Konzern-Kapitalflussrechnung 1. Januar - 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres

TEUR

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2014 2013
1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 48.409 42.415
Zahlungsunwirksam
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen 28.295 26.752
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) 8.420 7.514
Gewinn (-)/Verlust aus Anlageabgängen 165 187
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 9.558 -9.812
Abnahme (-)/Zunahme der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen 670 9.230
Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten -45.411 -31.084
Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte -12.030 -7.043
Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva 36.421 30.833
Gezahlte Ertragsteuern -9.477 -9.509
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 65.020 59.483
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb
Erwerb von Sachanlagen -33.787 -34.159
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten -13.357 -8.635
Erwerb von Finanzinvestitionen 0 -397
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel 0 -21.896
Abgänge
Abgänge von Sachanlagen 379 316
Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten 774 8
Abgänge von Finanzanlagen 633 651
Erhaltene Zinsen 1.626 1.662
Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand 2.164 3.814
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -41.568 -58.636
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen -7 290 -5.608
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 18.384 73.548
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -21.414 -51.650
Abnahme (-)/Zunahme der Leasingverbindlichkeiten -1.765 -1.222
Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss -1.250 0
Gezahlte Zinsen -7.746 -9.499
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -21.081 5.569
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1-3) 2.371 6.416
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.114 1.284
Finanzmittelfonds zum 1. Januar 78.919 71.219
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 82.404 78.919
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 83.999 91.315
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten -1.595 -12.396
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 82.404 78.919

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014

1. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung

Unternehmensinformation

Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München) gehandelt.

Die GRAMMER AG ist seit August 2005 ein im SDAX an der Frankfurter Börse gelistetes Unternehmen.

International Securities Identification Number (ISIN): DE0005895403Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 589540Common Code: 006754821

Börsenkürzel: GMMDer GRAMMER Konzern ist mit seinen Kernprodukten ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge (Lkw und Offroad), Busse und Bahn. Zum 31. Dezember 2014 waren 10.700 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 260 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 37 Produktions- und Logistikstandorten in Europa, im NAFTA-Raum, im Mercosur-Raum, in Asien sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt. Der GRAMMER Konzern wird zentral von drei Vorstandsmitgliedern geführt und hat seinen Unternehmenssitz in Deutschland mit der Konzernzentrale in Amberg (Bayern).

Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die Segmente Automotive und Seating Systems gegliedert. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in Anhangangabe 7 beschrieben.

Allgemeine Grundlagen

Der Konzernabschluss und der Zusammengefasste Konzernlagebericht der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014 wurden gemäß § 315 a Absatz 1 HGB aufgestellt und am 19. März 2015 durch den Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss der GRAMMER AG wurde unter Anwendung von § 315 a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS).

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Beträge und Prozentangaben nicht genau zu den angegebenen Summen addieren. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen.

Die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen liegt somit nur dann vor, wenn der Konzern alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:

Die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen,
eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen,
die Fähigkeit, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbare Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:

Eine vertragliche Vereinbarung mit den anderen Stimmberechtigten,
Rechte, die aus anderen vertraglichen Vereinbarungen resultieren,
Stimmrechte und potenzielle Stimmrechte des Konzerns.

Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, in der Bilanz bzw. der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet, auch wenn daraus ein negativer Saldo der Anteile ohne beherrschenden Einfluss resultiert. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen und unrealisierten Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, sowie Dividenden werden in voller Höhe eliminiert.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Bei einem Beherrschungsverlust bilanziert der Konzern die verbleibende Beteiligung wie nachfolgend dargelegt:

Ausbuchung der Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwerts,
Ausbuchung des Buchwerts der Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem ehemaligen Tochterunternehmen,
Ausbuchung der im Eigenkapital erfassten kumulierten Umrechnungsdifferenzen,
Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung,
Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der verbleibenden Beteiligung,
Erfassung der Ergebnisüberschüsse bzw. Fehlbeträge über die Gewinn- und Verlustrechnung,
Umgliederung der auf das Mutterunternehmen entfallenden Bestandteile des sonstigen Ergebnisses in die Gewinn- und Verlustrechnung oder in die Gewinnrücklagen, wie es erforderlich wäre, wenn der Konzern die entsprechenden Vermögenswerte oder Schulden direkt veräußert hätte.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- und Firmenwert

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode gem. IFRS 3 bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallenen Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Bei einem Unternehmenserwerb beurteilt der Konzern die Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Auch eine Trennung von in Basisverträgen enthaltenen Derivaten erfolgt.

Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet und die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Wenn die bedingte Gegenleistung nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fällt, wird sie in Übereinstimmung mit dem entsprechenden IFRS bewertet.

Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterkonzerns zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens besitzen. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinschaftliche Beherrschung. Sie liegt nur dann vor, wenn die Entscheidungen über die relevanten Aktivitäten einstimmig von den gemeinschaftlich führenden Parteien getroffen werden müssen.

Die Anteile des Konzerns an dem Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Buchwert der Beteiligung wird angepasst, um Änderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen seit dem Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der mit dem Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- und Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen. Im Konzern bestand nur bei einem Gemeinschaftsunternehmen ein Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis der Gemeinschaftsunternehmen. Änderungen des sonstigen Ergebnisses dieser Beteiligungsunternehmen werden im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Außerdem werden unmittelbar im Eigenkapital der Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesene Änderungen vom Konzern in Höhe des Anteils erfasst und soweit erforderlich in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und den Gemeinschaftsunternehmen werden entsprechend dem Anteil am Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.

Der Gesamtanteil des Konzerns am Ergebnis der Gemeinschaftsunternehmen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt und stellt das Ergebnis nach Steuern und Anteilen ohne beherrschenden Einfluss an den Tochterunternehmen der Gemeinschaftsunternehmen dar.

Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen Wertminderungsaufwand für seine Anteile am Gemeinschaftsunternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen und dem Buchwert ermittelt und dann der Verlust als "Anteil am Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen" erfolgswirksam erfasst.

Bei Verlust des maßgeblichen Einflusses der gemeinschaftlichen Führung des Gemeinschaftsunternehmens bewertet der Konzern alle Anteile, die er am ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen behält, zum beizulegenden Zeitwert. Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen zum Zeitpunkt des Verlusts der gemeinschaftlichen Führung und dem beizulegenden Zeitwert der behaltenen Anteile sowie den Veräußerungserlösen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG vier inländische und 24 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IFRS 10 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen.

Als At Equity-einbezogene Gesellschaft wird das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG ausgewiesen, an dem die GRAMMER AG 50 % der Stimmrechte hält. Das durch die Übernahme von nectec Automotive s.r.o. erworbene Gemeinschaftsunternehmen Ningbo nectec Jifeng Automotive Parts Company, Limited wurde zum 14. April 2014 an den Joint-Venture Partner veräußert.

Rückwirkend zum 1. Januar 2014 wurde die GRAMMER Wackersdorf GmbH mit Sitz in Wackersdorf, Deutschland, auf die GRAMMER AG und die GRAMMER Wörth GmbH mit Sitz in Kümmersbruck, Deutschland, auf die GRAMMER System GmbH verschmolzen.

Zum 29. Dezember 2014 hat GRAMMER mit Jiangsu Yuhua Automobile Parts Co., Ltd. (Yuhua) zwei Verträge zur Übernahme der restlichen 40 % der Anteile an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd. (GSJ) abgeschlossen. Dadurch übernimmt die GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. 20 % der von Yuhua gehaltenen Anteile an GSJ. Die GRAMMER AG übernimmt ebenfalls weitere 20 % der bisher von Yuhua an GSJ gehaltenen Anteile. Somit werden 100 % der Anteile an der bisherigen Mehrheitsbeteiligung in China gehalten.

Am 15. September 2014 wurde die GRAMMER Italia srl. mit Sitz in Jesi, Italien, gegründet. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft noch keine Umsätze getätigt, die Geschäftstätigkeit wird 2015 aufgenommen.

Als einheitliches Abschlussdatum gilt für alle einbezogenen Gesellschaften der 31. Dezember 2014.

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Inland Ausland Gesamt
Vollkonsolidierte Gesellschaften (inkl. GRAMMER AG) 5 24 29
At Equity einbezogene Gesellschaften 0 1 1
Konzern 5 25 30

2.2 Schätzungen und Ermessensspielräume

In bestimmten Fällen ist es bei einem Konzernabschluss in Einklang mit den IFRS erforderlich, schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden, welche komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen beinhalten, die auf Sachverhalten beruhen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen, die Einbringbarkeit von Forderungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Diese können Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode aus gleichermaßen vernünftigen Gründen auch anders hätte treffen können. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Der Konzern weist vorsorglich darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehenden wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen, wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt.

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Prognosen der Zahlungsströme beinhalten Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten von der Unternehmensleitung vorgenommenen Einschätzung künftiger Entwicklungen. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzwerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes haben. Die Cashflows werden aus dem Finanzplan der nächsten drei Jahre abgeleitet, was mit Schätzungen des Managements zum erzielbaren Betrag verbunden ist. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate. Weitere Einzelheiten sind in der Anhangangabe 14.2 zu finden.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangangabe 2.3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. In der Regel ist dies dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Reifegrad in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge wurden Annahmen und Schätzungen über die zu erwartenden künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, getroffen.

Umsatzrealisierung bei Auftragsfertigung

Im Konzern werden Teile des Geschäfts für Kundenentwicklungen über Fertigungsaufträge abgewickelt. Diese Fertigungsaufträge (Construction Contracts) werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert, die in Anhangangabe 2.3 erläutert ist. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Zur Schätzung des Fertigstellungsgrades muss der Konzern die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Annahmen maßgeblich schätzen. Das Management überprüft kontinuierlich diese Einschätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungsaufträgen und passt diese gegebenenfalls an. Bei Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode können solche Änderungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse des entsprechenden Berichtszeitraums führen. Für die Ermittlung werden auch Annahmen über Dauer und Durchführung sowie Effizienz der Entwicklungen getroffen. In der Anfangsphase der Fertigungsaufträge sind dabei die Unsicherheiten höher.

Rückstellungen

Die Bemessung von Rückstellungen für Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder Restrukturierungen ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, die Einschätzungen des operativen Managements erfordern. Diese können sich im Laufe der Zeit mit zunehmender Informationskonkretisierung verändern. Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird. Insofern liegt diesem ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde.

Steuern

Aufgrund der globalen Ausrichtung unseres Geschäfts und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass es Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen gibt, die Anpassungen des bereits erfassten Steueraufwandes und -ertrags erforderlich machen könnten. Weiterhin bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und deren Wirkungszeiträume sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunktes zukünftig zu versteuernder Ergebnisse. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen er tätig ist. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Angaben sind in der Anhangangabe 10 dargestellt.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ein damit zusammenhängender periodenbezogener Nettoversorgungsaufwand werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen erfolgen auf der Grundlage gewisser Annahmen, wie zum Beispiel Abzinsungsfaktoren, Gehaltstrends, Sterblichkeit sowie Inflationsrate/ Rententrend. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren werden auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Aufgrund der Komplexität in der Bewertung und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen der Annahmen. Diese werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Weitere Details zu den Pensionsverpflichtungen sind in Angabe 21 erläutert.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten

Sofern die beizulegenden Zeitwerte von angesetzten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht mithilfe von Preisen in aktiven Märkten bemessen werden können, werden sie unter Verwendung von Bewertungsverfahren, darunter der Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt. Die in das Modell eingehenden Inputparameter stützen sich soweit wie möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen diese nicht vor, gründet sich die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in hohem Maße auf Ermessensentscheidungen des Managements. Die Ermessensentscheidungen betreffen Inputparameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der getroffenen Annahmen für diese Faktoren können sich auf die angesetzten beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente auswirken. Für weitergehende Angaben wird auf Angabe 31 verwiesen.

2.3 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

In den Einzelabschlüssen der GRAMMER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Erstverbuchung der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Abschlüsse, die in fremder Währung aufgestellt sind und Transaktionen in fremder Währung werden nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 umgerechnet. Danach ist ausschlaggebend, welche Währung hauptbedeutend für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens ist; seine Aktivitäten und finanzielle Struktur sollen so in den Konzernabschluss einfließen, wie sie sich in dieser Währung darstellen. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst werden. Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns (EUR) abweicht, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Das so ermittelte Jahresergebnis wird in die Konzernbilanz übernommen. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigsten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Durchschnittskurs Stichtagskurs
2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- ---
Argentinien ARS 0,094 0,138 0,099 0,112
Brasilien BRL 0,321 0,349 0,310 0,307
China CNY 0,123 0,122 0,133 0,120
Großbritannien GBP 1,242 1,180 1,284 1,199
Japan JPY 0,007 0,008 0,007 0.007
Mexiko MXN 0,057 0,058 0,056 0,055
Polen PLN 0,239 0,238 0,234 0,241
Tschechien CZK 0,036 0,039 0,036 0,036
Türkei TRY 0,345 0,394 0,353 0,338
USA USD 0,756 0,752 0,824 0,725

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Zur Veräußerung qualifizierte langfristige Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfolgt, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch eine Veräußerung und nicht durch dessen Nutzung erzielt wird. Dies wird nur dann angenommen, wenn die Veräußerung als höchstwahrscheinlich gilt und der Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Zuvor muss eine Entscheidung durch das Management zur Veräußerung erfolgt sein und diese erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als abgeschlossener Vorgang in Betracht kommen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode sowie der Vergleichsperiode werden die Erträge und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen separat von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und als Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich separat ausgewiesen.

Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen angesetzt (IAS 16). Sind die Anschaffungs-oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der Vermögenswerte oder der jeweiligen Komponente. Restwerte wurden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt.Der Ansatz der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst.

Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Wertminderungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Bei Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten Wertminderungen nehmen wir entsprechende Zuschreibungen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vor.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, die der Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IAS 17 entweder als Operating-Lease oder als Finance-Lease klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden (wirtschaftliches Eigentum). In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Entsprechend wird die Verbindlichkeit, die aus dem Leasingverhältnis entsteht, passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert.

Soweit konsolidierte Gesellschaften als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear über die Dauer des Leasingverhältnisses direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt auf Ebene der Segmente, die zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen und die unterste Ebene repräsentieren, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmensführung überwacht wird. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereiches und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Entwicklungskosten werden mit Ausnahme ihres aktivierungsfähigen Anteils nicht aktiviert, sondern erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer unterschieden. Außer dem Geschäfts- oder Firmenwert liegen keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres wurden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Patente und Lizenzen

Patente können sowohl selbsterstellt als auch erworben sein und werden zu Herstell- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Die Patente wurden von den zuständigen staatlichen Institutionen für einen Mindestzeitraum von zehn Jahren erteilt. Es besteht eine Verlängerungsoption am Ende dieses Zeitraums. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Die Lizenzen enthalten meist eine Verlängerungsoption, die daran geknüpft ist, dass der Konzern die Lizenzbedingungen erfüllt. Für eine Verlängerung fallen keine oder nur geringe Kosten an. Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:

Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht,
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen, und die Fähigkeit ihn zu nutzen oder zu verkaufen,
wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird,
die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist. Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes entsprechen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen, dies gilt nicht für Geschäfts- und Firmenwerte. Der erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzern bewertet Finanzinstrumente zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Angabe 31 aufgeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem:

Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder
vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, stattfindet.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 - In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise
Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist
Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung überprüft.

Um die Angabeanforderungen über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair-Value Hierarchie festgelegt.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich getrennt ausgewiesen. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird.

Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert.

Erstmaliger Ansatz von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte oder als Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind. Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus ausgereichten Darlehen und sonstige Forderungen, notierte und nicht notierte Finanzinstrumente sowie Derivate.

Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt von deren Klassifizierung ab.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft wurden. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden.

Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument gemäß IAS 39 designiert wurden und als solche effektiv sind. Enthalten Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrages verbunden sind. Der Konzern ermittelt zu dem Zeitpunkt, zu dem er erstmalig Vertragspartei wird, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei erheblichen Änderungen der Vertragsbedingungen und einer daraus resultierenden signifikanten Änderung der Zahlungsströme. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Gewinne und Verluste erfolgswirksam verbucht werden.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie über Amortisierung sich verringern.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen der Konzern die eindeutige Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" kategorisiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie sich über Amortisierung verringern.

Finanzinstrumente dieser Kategorie waren im Konzern weder am Bilanzstichtag noch im Vorjahr vorhanden.

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale - AfS) enthalten Schuld- und Eigenkapitaltitel. Bei den als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten handelt es sich um diejenigen, die weder als zu Handelszwecken gehalten noch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft sind. Bei den Schuldtiteln in dieser Kategorie handelt es sich um diejenigen, die für einen unbestimmten Zeitraum gehalten werden sollen und die als Reaktion auf Liquiditätsbedarf oder Änderungen der Marktbedingungen verkauft werden können.

Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Perioden, sofern ein aktiver Markt vorliegt, zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst. Bei dem im Konzern vorliegenden als zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten liegt kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vor und deren beizulegender Zeitwert kann nicht verlässlich ermittelt werden. Somit werden diese mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist, wird der kumulierte Verlust erfolgswirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgebucht.

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht und dabei im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, jedoch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert behält, erfasst der Konzern einen Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements.

In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswertes und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten (eingetretener "Schadensfall"), objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswertes oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines sonstigen Sanierungsverfahrens und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderungen der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren.

Wertminderung von Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden

In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Kreditrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlustes als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle). Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei allen sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird kein separates Wertberichtigungskonto geführt.

Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert.

Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt.

Bei als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten würde ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des Instruments unter seine Anschaffungskosten einen objektiven Hinweis darstellen. Das Kriterium "signifikant" ist anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten der Finanzinvestition zu beurteilen und das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizulegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Bestehen Anzeichen auf eine Wertminderung, wird der kumulierte Verlust - der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Ermittlung der Wertminderung von als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstrumenten werden die gleichen Kriterien herangezogen wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Der für Wertminderungen erfasste Betrag ist jedoch der kumulierte Verlust, der sich als Unterschiedsbetrag aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt.

Auf den geminderten Buchwert des Vermögenswertes werden weiterhin künftige Zinserträge erfasst; die Ermittlung wird mithilfe des Zinssatzes vorgenommen, der zur Abzinsung der künftigen Cashflows bei der Bestimmung des Wertminderungsaufwands verwendet wurde. Die Zinserträge werden als Teil der Finanzerträge erfasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Schuldinstruments in einer nachfolgenden Berichtsperiode ansteigt und sich der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der erfolgswirksamen Verbuchung der Wertminderung auftrat, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam erfasst.

Erstmaliger Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als übrige finanzielle Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solches effektiv sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Schuldverschreibungen und derivative Finanzinstrumente.

Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Diese Kategorie umfasst die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden.Derivate mit negativem Marktwert, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die unter die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen, werden auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr waren keine originären finanziellen Verbindlichkeiten als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und es wurde nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Verbindlichkeiten zu designieren.

Darlehen

Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agio oder Disagio bei Akquisition sowie Gebühr oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen und keine Derivate sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann saldiert, so dass nur der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen wird, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch oder vergleichbarer Anspruch z. B. aus Vertragslage besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswertes eine dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte, um sich gegen Zins-, Wechselkurs- sowie sonstige Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten während des Geschäftsjahres, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, und der unwirksame Teil eines wirksamen Sicherungsinstruments werden sofort erfolgswirksam erfasst. Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

Als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung (außer Währungsrisiko) handelt,
als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann,
als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hochwirksam waren.

Der Konzern nutzt derzeit nur Derivate zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen (Cashflow Hedges).

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Cashflow Hedges erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht finanziellen Vermögenswertes oder einer nichtfinanziellen Verbindlichkeit, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht finanziellen Vermögenswertes bzw. der nicht finanziellen Verbindlichkeit. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist.

Absicherung einer Nettoinvestition (Hedges of a Net Investment)

Sicherungsbeziehungen zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, einschließlich der Absicherung von monetären Posten, die als Teil der Nettoinvestition bilanziert werden, werden wie Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows bilanziert. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument, die dem wirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst, während Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Beim Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Wert solcher im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Der Konzern verwendet Darlehen als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus Beteiligungen an ausländischen Tochterunternehmen resultierenden Wechselkursrisikos.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte aus Anlass der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge (Construction Contracts) werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird im Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Bilanzstichtag geschätzten gesamten Auftragskosten (cost-to-cost-Verfahren) ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", soweit die kumulierte Leistung die erhaltenen Anzahlungen übersteigt. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Rückstellungen berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe dar.Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft.

Restrukturierungsrückstellungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem im Konzern ein formeller Plan für die Restrukturierung existiert und dieser den betroffenen Bereichen mitgeteilt worden ist.

Pensionsverpflichtungen und sonstige Leistungen an Arbeitnehmer

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 (überarbeitet 2011) vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens-, Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen und werden über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen eingestellt und anschließend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Plankürzungen und außerordentlichen Planabgeltungen werden ihrer Funktion nach in den Umsatzkosten, den Verwaltungskosten oder den Vertriebskosten erfasst.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt.

Da im GRAMMER Konzern kein Planvermögen in Verbindung mit den leistungsorientierten Plänen vorliegt, entspricht die Nettozinskomponente dem Zinsaufwand, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Die sonstigen Post-Employment-Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) entsprechend bewertet.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Ertragshöhe zuverlässig bestimmt werden kann. Diese Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erwartenden Gegenleistung unter Beachtung der vertraglichen Bedingungen von Zahlungen oder Ähnlichem bewertet ohne eine Berücksichtigung von Steuern oder ähnlichen Abgaben. Der Konzern ist nach umfassender Analyse zu dem Ergebnis gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftragnehmer handelt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist. Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni, Preisrabatten oder Ähnlichem ausgewiesen.

Bei langfristigen Fertigungsaufträgen (z. B. Entwicklungsaufträgen von Kunden) werden die Umsätze entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Somit werden Teilgewinnrealisierungen erfasst und diese als Umsätze ausgewiesen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst.

Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Kosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so wird der erwartete Verlust sofort in der Periode der Erkenntnis vollständig als Aufwand erfasst.

Zinserträge und -aufwendungen

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, der sich ergibt, wenn die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.

Dividenden

Dividendenerträge werden grundsätzlich zum Zeitpunkt ihres rechtlichen Entstehens auf Zahlung erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihren verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als eine weitere Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.

Steuern Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder bereits verabschiedet sind. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen er tätig ist. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital ausgewiesen.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.
Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder verabschiedet sind. Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, werden entsprechend der ihnen zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst und
Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

2.4 Anwendung von Standards der IFRS

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und lnterpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2014:

Änderung von IAS 32 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit den Änderungen werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Für den Konzern ergaben sich hieraus keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss.

Änderung von IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag von nicht finanziellen Vermögenswerten

Die Änderung von IAS 36 wurde im Mai 2013 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Mit der Änderung sollen unerwünschte Folgewirkungen auf die Angabepflichten aus der Einführung des IFRS 13 beseitigt werden. Die Änderung fordert ferner Angaben zum erzielbaren Betrag für Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten, für welche in der Berichtsperiode eine Wertberichtigung erfasst oder rückgängig gemacht wurde. Die Änderung ist rückwirkend anzuwenden. Aus dieser Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzern.

Änderung von IAS 39 Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Die Änderung von IAS 39 und IFRS 9 wurde im Juni 2013 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Die Änderung ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbeziehung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Die Änderung ist rückwirkend anzuwenden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzern.

Einige Standards, die erst verpflichtend zum 31. Dezember 2014 anzuwenden waren, wurden bereits vorzeitig im Geschäftsjahr 2013 angewendet. Darüber hinaus waren im Jahr 2014 noch weitere kleinere Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten.

2.5 Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

EU-Endorsement erfolgt, Anwendung noch nicht umgesetzt

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet die nachfolgenden Standards nicht vorzeitig an.

Verbesserungen zu IFRS (2010-2012)

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2010-2012 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Dezember 2013 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat, welche mehrheitlich für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Der Konzern hat die folgenden Änderungen noch nicht angewandt:

IFRS 2: Klarstellung der Definition von Ausübungsbedingungen mit gesonderter Definition von Dienstund Leistungsbedingungen;
IFRS 3: Klarstellung zur Einstufung und Bewertung einer bedingten Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen. Die Einstufung der Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung als eine Schuld oder als Eigenkapital richtet sich demnach allein nach den Bestimmungen in IAS 32.11. Die Bewertung einer bedingten Gegenleistung hat zum beizulegenden Zeitwert mit GuV-wirksamer Erfassung der Änderungen zu erfolgen;
IFRS 8: Angaben zur Zusammenfassung von Geschäftssegmenten und Überleitungsrechnung von den Summen der Segmentvermögenwerte zu Vermögenswerten des Unternehmens;
IFRS 13: Erklärung zur Änderung von IFRS 9 im Hinblick auf die Bewertung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten infolge der Veröffentlichung von IFRS 13;
IAS 16: Änderungen zur Behandlung der kumulierten Abschreibung bei der Anwendung der Neubewertungsmethode;
IAS 24: Klarstellung, dass Unternehmen, welche entscheidende Planungs-, Leitungs- und Überwachungsleistungen (externes Management in Schlüsselpositionen) an ein Unternehmen erbringen, als nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 für das Empfängerunternehmen gelten, und Aufnahme einer Erleichterungsregelung für Angaben über die für diese Geschäftsführungsleistungen durch das externe Unternehmen an seine Mitarbeiter gezahlte Vergütung;
IAS 38: Änderungen zur Behandlung der kumulierten Abschreibung bei der Anwendung der Neubewertungsmethode.

Aktuell sind aufgrund der Änderungen und Klarstellungen für den Konzern keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.

Verbesserungen zu IFRS (2011-2013)

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2011-2013 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Dezember 2013 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat, welche verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Der Konzern hat die folgenden Änderungen noch nicht angewandt:

IFRS 1: Klarstellung, welche Fassung der Standards und Interpretationen von einem Unternehmen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS angewandt werden muss oder angewandt werden kann;
IFRS 3: Klarstellung zum Ausschluss der Gründung von gemeinsamen Vereinbarungen aus dem Anwendungsbereich von IFRS 3;
IFRS 13: Klarstellung zum Anwendungsbereich der Bewertung auf Portfoliobasis gemäß IFRS 13.48 ff.;
IAS 40: Klarstellung zur Anwendung von IFRS 3 und IAS 40 bei der Klassifizierung von Immobilien als Finanzinvestitionen oder als vom Eigentümer selbst genutzte Vermögenswerte.

Aktuell sind aufgrund der Klarstellungen für den Konzern keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.

EU-Endorsement ausstehend

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Am 24. Juli 2014 hat das IASB den finalen Standard IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht, der die Ergebnisse aller Phasen des IFRS 9-Projekts enthält und sowohl IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung als auch alle früheren Versionen von IFRS 9 Finanzinstrumente ersetzt. IFRS 9 ist erstmals für das Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnt. Eine vorzeitige Anwendung des finalen Standards ist jederzeit zulässig. Der Standard ist rückwirkend anzuwenden. Für Unternehmen besteht zudem die Möglichkeit, lediglich die Vorschriften zum Ausweis der auf das eigene Kreditrisiko zurückzuführenden Wertänderungen vorzeitig anzuwenden, ohne gleichzeitig die anderen Vorschriften von IFRS 9 anwenden zu müssen. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung, zur Wertminderung sowie zur Sicherungsbilanzierung (Hedge Accounting). Der derzeitige Analysestand lässt noch keine Aussage der voraussichtlichen Auswirkung der geänderten Vorschriften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 wurde im Mai 2014 veröffentlicht und ist erstmals für das Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnt. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der Standard ist rückwirkend anzuwenden. Der Standard führt ein neues Modell zur Umsatzrealisierung mit fünf Analyseschritten ein, das auf alle Umsätze aus Verträgen mit Kunden anzuwenden ist. Das Kernprinzip des Standards besteht darin, dass ein Unternehmen Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf Kunden in Höhe der Gegenleistung zu erfassen hat, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung dieser Güter oder Dienstleistungen rechnen kann. Die Grundsätze in IFRS 15 bieten einen strukturierteren Ansatz zur Bewertung und Erfassung von Umsatzerlösen. Der Anwendungsbereich des Standards erstreckt sich über alle Arten von Branchen und Unternehmen und ersetzt daher alle bestehenden Vorschriften, die den Bereich der Umsatzrealisierung betreffen (IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Umsatzerlöse, IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden und SIC 31 Umsatzerlöse - Tausch von Werbedienstleistungen). Der derzeitige Analysestand lässt noch keine Aussage der voraussichtlichen Auswirkung der geänderten Vorschriften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu.

Änderung von IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderung von IFRS 10 und IAS 28 wurde im September 2014 veröffentlicht und ist erstmals für Transaktionen anzuwenden, die im Geschäftsjahr durchgeführt werden, das am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnt. Sie befasst sich mit der Behebung von Unstimmigkeiten zwischen den Vorschriften von IFRS 10 und IAS 28 im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung über ein Tochterunternehmen, das in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht wird. Die Änderung stellt klar, dass ein Investor den vollständigen Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erfasst, sofern die Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellen. Sofern ein Unternehmen nach dem Verlust der Beherrschung einen Anteil an einem ehemaligen Tochterunternehmen behält, welches keinen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 betreibt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Neubewertung des verbliebenen Anteils zum beizulegenden Zeitwert nur entsprechend den Anteilen der anderen unabhängigen Anteilseigner erfasst. Die Änderung ist prospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Aktuell ergeben sich aus dieser Änderung keine Auswirkungen auf den Konzern.

Verbesserungen zu IFRS (2012-2014)

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2012-2014 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im September 2014 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat, welche verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Der Konzern hat die folgenden Änderungen noch nicht angewandt:

IFRS 5: Aufnahme gesonderter Leitlinien für die Umklassifizierung eines Vermögenswerts aus der Kategorie "zur Veräußerung gehalten (held for sale)" in die Kategorie "zu Ausschüttungszwecken gehalten (held for disposal)" (oder umgekehrt);
IFRS 7: Aufnahme zusätzlicher Leitlinien, ob Verwaltungsverträge (servicing contracts) ein anhaltendes Engagement (continuing involvement) darstellen und folglich bei Angaben zu Übertragungen einzubeziehen sind. Darüber hinaus erfolgt eine Klarstellung, ob die Änderung an IFRS 7 bezüglich der Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten auch in verkürzten Zwischenberichten gem. IAS 34 Anwendung findet;
IAS 19: Klarstellung, dass die Markttiefe von hochwertigen Unternehmensanleihen auf Basis der Währung, in der die Verpflichtung lautet, statt nur auf Ebene des Landes, in dem sich die Verpflichtung befindet, zu beurteilen ist. Wenn es keinen liquiden Markt für hochwertige Unternehmensanleihen in dieser Währung gibt, müssen Staatsanleihen verwendet werden;
IAS 34: Aufnahme zusätzlicher Leitlinien bezüglich der Bedeutung von Angabe "an anderer Stelle" (elsewhere) im Zwischenbericht.

Aufgrund dieser Änderungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Darüber hinaus hat das IASB noch weitere Standards bzw. Änderungen von Standards veröffentlicht, die künftig anzuwenden sind, aber auf den Konzernabschluss keine Auswirkung haben werden.

3. Konsolidierungskreis

Informationen zu Tochterunternehmen

In dem Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:

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Kapitalanteil

in %
Name der Tochtergesellschaft Sitz Hauptgeschäftstätigkeit 2014 2013
--- --- --- --- ---
1. In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen
1. GRAMMER do Brasil Ltda. Atibaia, Brasilien Automotive/Seating Systems 100,00 100,00
2. GRAMMER Seating Systems Ltd. Bloxwich, Großbritannien Vertriebsgesellschaft 100,00 100,00
3. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. Bursa, Türkei Seating Systems 99,40 99,40
4. GRAMMER Inc. Hudson (Wl), USA Seating Systems 100,00 100,00
5. GRAMMER CZ s.r.o. Tachov, Tschechien Automotive/Seating Systems 100,00 100,00
6. GRAMMER Japan Ltd. Tokio, Japan Vertriebsgesellschaft 100,00 100,00
7. GRAMMER AD Trudovetz, Bulgarien Seating Systems 90,23 90,23
8. GRAMMER System GmbH Amberg, Deutschland Automotive 100,00 100,00
9. GRAMMER Automotive Metall GmbH Amberg, Deutschland Automotive 100,00 100,00
10. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. Slovenj Gradec, Slowenien Automotive 100,00 100,00
11. GRAMMER Automotive Espanola S.A. Olèrdola, Spanien Automotive 100,00 100,00
12. GRAMMER Industries Inc. Greenville (SC), USA Automotive 100,00 100,00
13. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. Puebla, Mexiko Automotive 100,00 100,00
14. GRAMMER Automotive Polska sp. z.o.o. Bielsko-Biala, Polen Automotive 100,00 100,00
15. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. Xiamen, China Automotive 100,00 100,00
16. GRAMMER Inferior (Tianjin) Co., Ltd. Tianjin, China Seating Systems 100,00 100,00
17. GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd. Changchun, China Automotive 100,00 100,00
18. GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai, China Automotive 100,00 100,00
19. GRAMMER System d.o.o. Aleksinac, Serbien Automotive 100,00 100,00
20. GRAMMER Railway Interior GmbH Amberg, Deutschland Seating Systems 100,00 100,00
21. GRAMMER Technical Components GmbH Kümmersbruck, Deutschland Seating Systems 100,00 100,00
22. GRAMMER EiA Electronics N.V. Aartselaar, Belgien Seating Systems 100,00 100,00
23. GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd. Beijing, China Automotive 100,00 100,00
24. GRAMMER Automotive CZ s.r.o. Ceská Lípa, Tschechien Automotive 100,00 100,00
25. GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd.1 Jiangyin, China Seating Systems 100,00 60,00
26. GRAMMER Automotive South Africa (Pty) Ltd. Bedfordview, Südafrika Automotive 100,00 100,00
27 GRAMMER Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien Seating Systems 99,96 99,96
28. GRAMMER Itaila srl.2 Jesi, Italien Seating Systems 100,00 -
In den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen
1. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC London (OH), USA Seating Systems 50,00 50,00
2. Ningbo nectec jifeng Automotive Parts Company Limited3 Ningbo, China Automotive - 50,00

1 Die restlichen 40%-Anteile des Joint-Venture Partners Jiangsu Yuhua Automobile Parts Co. Ltd wurden zum 29. Dezember 2014 übernommen.

2 Das Unternehmen GRAMMER Italia srl. wurde am 10. Oktober 2014 gegründet.

3 Das Unternehmen Ningbo nectec jifeng Automative Parts Company Limited wurde am 14-. April 2014 an den Joint-Venture Partner veräußert.

Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Automotive Metall GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH und GRAMMER Technical Components GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die GRAMMER AG 100 % der Anteile an der nectec Automotive s.r.o. mit Sitz in Ceska Lipa, Tschechien, erworben. Nach erfolgter Übernahme wurde die Gesellschaft in GRAMMER Automotive CZ s.r.o. umfirmiert.

Im GRAMMER Konzern bestehen keine Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss sowie keine konsolidierten strukturierten Unternehmen.

4. Unternehmenszusammenschlüsse und Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Im Vorjahr wurde über den Erwerb der nectec Automotive s.r.o. berichtet. Im Folgenden wird aufgrund der notwendigen Vorjahresangabe dieser Sachverhalt nochmals erläutert. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich hieraus keine Änderungen.

Am 21. Februar 2013 hat die GRAMMER AG die nectec Automotive s.r.o. erworben. Der Kaufpreis betrug 18,1 Mio. EUR. Daneben wurden im Rahmen des Erwerbs Gesellschafterdarlehen in Höhe von 4,0 Mio. EUR abgelöst. Weitere bedingte Gegenleistungen oder Entschädigungsansprüche bestanden nicht. Das erworbene Unternehmen wurde in das Segment Automotive integriert.

Die nectec Automotive s.r.o. entwickelt und produziert Kopfstützen vorwiegend für das Pkw-Premiumsegment am Standort Ceska Lipa in Tschechien. Das Unternehmen wurde 2008 von der Fehrer-Gruppe gegründet und hat sich bei Kopfstützensystemen in nur wenigen Jahren zu einem der führenden Anbieter in Europa entwickelt. Insgesamt beschäftigte nectec Automotive s.r.o. rund 240 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 41,4 Mio. EUR. Nach erfolgter Übernahme wurde die Gesellschaft in GRAMMER Automotive CZ s.r.o. umfirmiert. Durch diese Übernahme erhält der Konzern auch den 50prozentigen Anteil an einem Joint Venture in China mit dem chinesischen Automobilzulieferer Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., China als Partner. Dieser wurde am 14. April 2014 an den Joint-Venture Partner veräußert. Das Produktangebot und der Produktionsstandort von nectec Automotive s.r.o. ergänzen die bestehende Unternehmensstruktur ideal. Mit der Übernahme baut der Konzern das umsatzstärkste Geschäftsfeld Kopfstützen weiter aus und untermauert die Marktposition bei Kopfstützen in Europa. Gleichzeitig stärkt der Konzern mit der Integration von nectec Automotive s.r.o. die technologische Kompetenz im Bereich der Kopfstützen und kann somit ein noch größeres Spektrum an innovativen Produktvarianten anbieten. Mit dem Produktionsstandort werden zusätzliche Produktionsflächen erworben, die der Konzern zur Erweiterung seiner Geschäftstätigkeit benötigt.

Die Anschaffungskosten für das erworbene Nettovermögen der nectec Automotive s.r.o. betrugen 18,1 Mio. EUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind in 2013 Kosten in Höhe von 329 TEUR erfolgswirksam im Verwaltungsaufwand erfasst worden.

Das erworbene Nettovermögen setzt sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

TEUR

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Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Vermögenswerte
Sachanlagen 8.194
Immaterielle Vermögenswerte 15.231
Finanzanlagen 131
Vorräte 1.706
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.499
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.149
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 214
Rechnungsabgrenzungsposten 427
31.551
Schulden
Rückstellungen -588
Langfristige Finanzschulden -2.390
Kurzfristige Finanzschulden -4.101
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -5.963
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -443
Rechnungsabgrenzungsposten -426
Latente Steuerschulden (davon aus Neubewertung: -1.925 TEUR) -2.262
-16.173
Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert 15.379
Geschäfts-oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 2.701
Übertragene Gegenleistung 18.080
Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs
Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 214
Abfluss von Zahlungsmitteln -18.080
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs -17.866

Sämtliche erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Fair Value am Tag des Erwerbs angesetzt. Zusätzliche immaterielle Vermögenswerte (Kundenbeziehungen und ähnliche Rechte), die in den Bilanzen der erworbenen Gesellschaften nicht erfasst waren, sind angesetzt worden. Darauf entfallende passive latente Steuern wurden bilanziert. Für die Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die Residualwertmethode (multi-period excess earnings method) herangezogen. Wesentliche Abweichungen zwischen Bruttowert und Buchwert der Forderungen bestehen nicht. Minderheitsanteile existieren nicht. Auf Basis des Fair Values des erworbenen Nettovermögens ergibt sich ein steuerlich nicht amortisierbarer Goodwill in Höhe von 2.701 TEUR. Dieser wird entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Der Goodwill wird durch die sich aus der Übernahme ergebenden Wachstumschancen bestimmt. Durch die Übernahme von nectec Automotive s.r.o. kann der Konzern seine Leistungen an bestehende Kunden ausbauen und festigen sowie mit den zusätzlichen Komponenten direkt anreichern.

Die nectec Automotive s.r.o. hat im Geschäftsjahr 2013 seit dem Erwerb einen Umsatz von 41.412 TEUR erzielt und mit einem Ergebnis nach Steuern von -97 TEUR beigetragen.

Erwerb weiterer Anteile an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd.

Zum 29. Dezember 2014 hat der GRAMMER Konzern durch den Abschluss von zwei Verträgen die restlichen 40% der Anteile an der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd (GSJ) übernommen. Die GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd. erwirbt 20% der von Yuhua gehaltenen Anteile an GSJ, die GRAMMER AG erwirbt ebenfalls weitere 20% der bisher von Yuhua gehaltenen Anteile. Somit hält der GRAMMER Konzern 100% der Anteile an der bisherigen Mehrheitsbeteiligung in China.

TEUR

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An die Inhaber von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zu zahlende Gegenleistung 3.065
Buchwert weiterer Anteile an GRAMMER Seating (Jiangsu) -757
Im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasster Unterschiedsbetrag 2.308

5. Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen

Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein Gemeinschaftsunternehmen in den USA, das im Segment Seating Systems tätig ist.

Durch die Übernahme der nectec Automotive s.r.o. im Februar 2013 hat die GRAMMER AG auch einen 50-%igen Anteil an einem Joint Venture in China mit dem chinesischen Automobilzulieferer Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., China als Partner, erworben. Diese Anteile wurden am 14. April 2014 an den Joint Venture Partner veräußert.

Die Anteile des Konzerns an der GRA-MAG LLC werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens.

TEUR

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2014 2013
Kurzfristige Vermögenswerte 7.944 7.516
Langfristige Vermögenswerte 1.030 1.284
8.974 8.800
Kurzfristige Schulden -10.733 -10.018
Langfristige Schulden -27.572 -23.735
-38.305 -33.753
Eigenkapital -29.331 -24.952
Anteil des Konzerns 50% 50%
Goodwill aus Erstkonsolidierung 2.043 2.043
Buchwert der Beteiligung 0 0

Der Equity-Ansatz der GRA-MAG LLC wird mit einen Wert von 0 EUR ausgewiesen, da die Verluste den Beteiligungsbuchwert überstiegen.

Da die GRAMMER AG keine Verlustausgleichsverpflichtung hat, wird der negative Equity-Wert nicht als Schuld passiviert.

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

TEUR

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2014 2013
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 1.131 1.388
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen) -7.533 -7.816
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen) -27.572 -23.735

Die Gewinn- und Verlustrechnung der GRA-MAG LLC enthält die folgenden Beträge:

TEUR

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2014 2013
Umsatzerlöse 29.993 21.556
Umsatzkosten, einschließlich planmäßiger Abschreibungen in Höhe von 393 TEUR (Vj. 554) -26.553 -20.868
Verwaltungskosten -2,855 -2.995
Zinsaufwendungen -1.489 -1.387
Ergebnis vor Steuern -904 -3.694
Ertragsteuern 0 0
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -904 -3.694
Anteil des Konzerns am Ergebnis -452 -1.847

Die nicht erfassten Verluste der GRA-MAG LLC werden im Folgenden dargestellt:

TEUR

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2014 2013
Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC zum 1. Januar -15.140 -13.293
Nicht erfasste Verluste der GRA-MAG LLC in der Berichtsperiode -452 -1.847
-15.592 -15.140

Das Gemeinschaftsunternehmen hatte zum 31. Dezember 2014 und 2013 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen.

Der GRAMMER Konzern ist nicht an gemeinschaftlichen Tätigkeiten beteiligt.

6. Restrukturierungsaufwendungen

In diesem Geschäftsjahr sind keine Restrukturierungsaufwendungen angefallen (Vj. 1,6 Mio. EUR).

7. Segmentberichterstattung

Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche gegliedert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Geschäftssegmente:

Das Segment Automotive stellt das größte Segment innerhalb des GRAMMER Konzerns dar und hat im Geschäftsjahr 2014 65,6 % (Vj. 63,2) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen-Systeme und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment sowie an deren Tier-1-Lieferanten.

Das Segment Seating Systems hat im Geschäftsjahr 2014 34,4 % (Vj. 36,8) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreibt diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben. Das Segment Seating Systems ist in die Geschäftsfelder Lkw, Busse und Offroad (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Bahn gegliedert.

Das Ergebnis vor Steuern der Geschäftsbereiche wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern bewertet und wird in Übereinstimmung mit dem Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, Marketing, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Berichtssegmente

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2014 und 2013.

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2014

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TEUR Seating Systems Automotive Central Services/ Überleitung GRAMMER Konzern
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 455.547 910.351 0 1.365.898
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 23.136 1.202 -24.338 0
Summe der Umsatzerlöse 478.683 911.553 -24.338 1.365.898
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 36.210 28.873 -8.037 57.046
Finanzerträge 1.626
Finanzaulwendungen -11.705
Sonstiges Finanzergebnis 1.442
Ergebnis vor Steuern 48.409
Ertragsteuern -14.760
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 33.649
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ergebnis noch Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 0
Ergebnis nach Steuern 33.649
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen:
Sachanlagen 12.347 25.395 396 38.138
Immaterielle Vermögenswerte 2.654 7.592 3.110 13.356
Abschreibungen auf Sachanlagen -11.017 -15.256 -2.022 -28.295
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte -2.182 -5.373 -865 -8.420
Zahlungsunwirksame Aufwendungen
Änderung zu den Pensionsrückstellungen 4.305 1.361 802 6.468

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013

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TEUR Seating Systems Automotive Central Services/ Überleitung GRAMMER Konzern
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 452.862 812.798 0 1.265.660
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 19.931 502 -20.433 0
Summe der Umsatzerlöse 472.793 813.300 -20.433 1.265.660
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 37.588 33.091 -12.669 58.010
Finanzerträge 1.662
Finanzaufwendungen -13.191
Sonstiges Finanzergebnis -4.066
Ergebnis vor Steuern 42.415
Ertragsteuern -12.829
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 29.586
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich 23
Ergebnis nach Steuern 29.609
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen
Sachanlagen 14.307 23.325 508 38.140
Immaterielle Vermögenswerte 1.497 6.535 601 8.633
Abschreibungen auf Sachanlagen -10.945 -15.269 -538 -26.752
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte -2.040 -5.080 -394 -7.514
Zahlungsunwirksame Aufwendungen
Änderung zu den Pensionsrückstellungen 1.587 442 294 2.323

Überleitungsrechnung TEUR

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2014 2013
Segmentergebnis (Operatives Ergebnis) 65.083 70.679
Central Services -6.345 -10.542
Eliminierungen -1.692 -2.127
Konzernergebnis (Operatives Ergebnis) 57.046 58.010
Finanzergebnis -8.637 -15.595
Ergebnis vor Steuern 48.409 42.415

Informationen über geografische Gebiete

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2014 und 2013. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.

2014 TEUR

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Noch Sitz der Gesellschaften Europa Übersee Ferner Osten/Rest Konzern
Umsätze 911.863 226.290 227.745 1.365.898
Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) 208.975 23.984 37.395 270.354

2013 TEUR

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Nach Sitz der Gesellschaften Europa Übersee Ferner Osten/ Rest Konzern
Umsätze 851.078 233.624 180.958 1.265.660
Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie Immaterielle Vermögenswerte) 205.379 18.769 31.162 255.310

8. Struktur der Umsatzerlöse des Konzerns

Der GRAMMER Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Die Strukturverteilung der operativen bzw. berichtspflichtigen Segmente wurde in der Segmentberichtserstattung dargestellt.

In den Umsatzerlösen von 1.365.898 TEUR (Vj. 1.265.660) sind mithilfe der PoC-Methode ermittelte Auftragserlöse von 75.327 TEUR (Vj. 55.086) enthalten. Die dafür angefallenen Aufwendungen entsprechen im Wesentlichen den Erlösen. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Betriebsmittel, die vom GRAMMER Konzern bis zur Serienreife aufgewendet und vorfinanziert werden müssen, bis erste Umsätze erzielt werden. Diese sind überwiegend dem operativen Segment Automotive zuzuordnen, wobei im operativen Segment Seating Systems durch neue Projekte zur Lkw-Sitzproduktion PoC-Umsätze entstanden sind.

9. Sonstige Erträge und Aufwendungen

9.1 Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Schrottverkäufen, Handlingskosten sowie Miet- und Pachteinnahmen in Höhe von 5.912 TEUR (Vj. 5.298) sowie Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 3.897 TEUR (Vj. 2.580) und rund 762 TEUR (Vj. 28) Erträge aus Verrechnungen von sonstigen Kosten. Zudem sind Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen von 204 TEUR (Vj. 162) enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen sowie als Ertragszuschüsse gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen derzeit keine Risiken, dass die Bedingungen künftig nicht eingehalten werden.

9.2 Finanzergebnis

Im Folgenden wird die Aufteilung des Finanzergebnisses dargestellt:

TEUR

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2014 2013
Finanzerträge
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 1.107 965
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2 76
Erträge aus Ausleihungen 517 621
Summe Finanzerträge 1.626 1.662
Finanzaufwendungen
Darlehen und Kontokorrentkredite -6.678 -8.515
Sonstige Aufzinsungen -163 -171
Aufzinsung von Pensionsrückstellungen -3.573 -3.355
Netto-Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten -1.069 -944
In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand -222 -206
Summe Finanzaufwendungen -11.705 -13.191
Sonstiges Finanzergebnis 1.442 -4.066
Finanzergebnis -8.637 -15.595

Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen die kurzfristig angelegten Mittelüberschüsse aus dem aktiven Cash-Management.

Die Finanzerträge enthalten Zinsen in Höhe von 1.626 TEUR (Vj. 1.662), die unter Zugrundelegung der Effektivzinsmethode ermittelt wurden.

Die Finanzaufwendungen enthalten entsprechende Zinsaufwendungen aus den Darlehen und Kontokorrentkrediten in Höhe von 6.678 TEUR (Vj. 8.515). Davon wurden 5.963 TEUR (Vj. 7.399) nach der Effektivzinsmethode ermittelt. Der Vorjahreswert enthielt einmalige Gebühren und Provisionen aufgrund des Abschlusses eines neuen Konsortialkreditvertrages.

Im sonstigen Finanzergebnis werden maßgeblich Ergebnisse aus Fremdwährungsbewertung von Ausleihungen und Darlehen erfasst sowie stichtagsbezogene Bewertungen von Bankguthaben und Finanzschulden ausgewiesen.

9.3 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte

Kosten des Umsatzes

In den Kosten des Umsatzes sind die Aufwendungen der den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten und Aufwendungen für Handelsware enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 53.234 TEUR (Vj. 47.411) sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden sogenannte "Industrialisierungskosten", hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Seating Systems wird zumeist als "Design to market" entwickelt und diese Kosten sind daher entsprechend ebenfalls hier ausgewiesen. Die Herstellungskosten der Vorräte, die als Aufwand in den Kosten des Umsatzes erfasst sind, betragen 1.149.809 TEUR (Vj. 1.055.028).

Vertriebskosten

Vertriebskosten sind die Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuweisenden Gemeinkosten. Als Vertriebseinzelkosten sind Frachtkosten, Provisionen oder Versandkosten enthalten.

Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 15.823 TEUR (Vj. 15.403), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 10.986 TEUR (Vj. 16.014) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Zudem sind die Kostenanteile enthalten, die aus vom Konzern angeordneten und durchgeführten Umstrukturierungen resultieren.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Auf immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 8.421 TEUR (Vj. 7.514), die aufwandsgerecht in den Kosten des Umsatzes, den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 1.878 TEUR (Vj. 2.074) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten des Umsatzes enthalten sind.

Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 28.295 TEUR (Vj. 26.752) vorgenommen.Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 nicht angefallen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

9.4 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden in folgender Übersicht dargestellt:

TEUR

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2014 2013
Löhne und Gehälter 230.335 208.690
Sozialversicherungsbeiträge
davon für Altersversorgung 4.140 TEUR (Vj. 812) 51.900 42.913
282.235 251.603

10. Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2014 2013
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland -3.890 -1.625
Tatsach icher Ertragsteueraufwand Ausland -6.552 -8.572
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -10.442 -10.197
Latente Ertragsteuern
Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Inland -6.625 -4.367
Latenter Steueraufwand (-)/Steuerertrag Ausland 2.307 1.735
Latenter Steueraufwand -4.318 -2.632
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand -14.760 -12.829

Die Überleitungsrechnung zwischen den Ertragsteuern und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) 48.409 42.415
Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutsch and von 29,1 % (Vj. 29,1) -14.087 -12.342
Effekte aus Mindestbesteuerung und Abzugsteuern -582 -288
Tatsächliche Ertragsteuern, Vorjahre betreffend -960 128
Effekt aus Nichtansatz latenter Steuern des laufenden Jahres -234 1
Veränderung der Verwertbarkeit aktiver latenter Steuern -107 0
Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand/steuerliche Begünstigungen 525 87
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -1.394 -984
Sonstige Steuereffekte 77 82
Steuersatzeffekte ausländischer Steuerrechtskreise 2.002 487
Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 30,5% (Vj. 30,2) -14.760 -12.829

Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR

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2014 Bilanz 2013 Bilanz Veränderung
Passive latente Steuern
Sachanlagevermögen -7.199 -7.374 175
Immaterielles Anlagevermögen -5.589 -6.001 412
Geschäfts- und Firmenwerte -4.839 -4.839 0
Finanzierungsleasing -675 -268 -407
Forderungen -6.266 -4.938 -1.328
Sonstige -1.501 -1.877 376
-26.069 -25.297 -772
Latente Steueransprüche
Pensionsrückstellungen 22.368 13.106 9.262
Andere Rückstellungen 1.389 1.316 73
Steuerliche Verlustvorträge 15.194 19.476 -4.282
Finanzielle Vermögenswerte 137 277 -140
Sonstige 9.292 8.059 1.233
48.380 42.234 6.146

Im Folgenden wird die Überleitung der latenten Steuern dargestellt:

TEUR

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2014 2013
Stand zum 1. Januar 16.937 17.099
Latenter Steueraufwand in der GuV -4.318 -2.631
Latenter Steuerertrag im sonstigen Ergebnis 8.927 458
Latente Steuern, durch Erstkonsolidierung erworben 0 1.927
Ausbuchung latente Steuer aufgrund IFRS 11 0 -790
Währungskurseffekte 765 874
Stand zum 31. Dezember 22.311 16.937

Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland betrug für die Veranlagungszeiträume 2013 und 2014 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,1 % im Jahr 2014 (Vj. 29,1). Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,1 % (Vj. 29,1) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 10 % und 40 %.

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit sowie der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus der Umkehrung der Bewertungsunterschiede realisiert werden können.

In diesem Geschäftsjahr bestanden 0,4 Mio. EUR aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, die als nicht nutzbar eingeschätzt wurden (Vj. 0,0). Bei den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives, zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird. Die steuerlichen Verlustvorträge sind in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar bzw. vereinzelt sogar rücktragbar.

Latente Steuern auf sogenannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- und Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 74.966 TEUR. Aus der Ausschüttung von Dividenden durch den Konzern an die Anteilseigner ergaben sich weder in 2014 noch in 2013 ertragsteuerliche Konsequenzen.

11. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2014 bestanden keine zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2013 wurde der 50-prozentige Anteil an einem Joint Venture in China mit dem chinesischen Automobilzulieferer Ningbo Jifeng Auto Parts Co., Ltd., der durch die Übernahme von nectec Automotive s.r.o. erworben wurde, aufgrund der Weiterveräußerungsabsicht gem. IFRS 5 bilanziert. Es ergab sich ein Veräußerungsverlust in Höhe von 16 TEUR. Dieser wird in der Gesamtergebnisrechnung im Ergebnis nach Steuern ausgewiesen.

12. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf erworbenen eigenen Aktien. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien, mit Ausnahme der eigenen Aktien, gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Die sich im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt.

Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von sogenannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.

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2014 2013
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie 11.214.624 11.214.624
Ergebnis in TEUR 34.680 29.996
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 3,09 2,67

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.

13. Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 23,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 (Vj. 15,4) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag in Höhe von 8,1 Mio. EUR, die Einstellung in anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 15,5 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 31,0 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag in Höhe von 15,2 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberechtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 20. Mai 2015 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag vorlegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vj. 5,6) ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangangabe 20 zu finden. Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:

Dividenden auf Stammaktien TEUR

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2014 2013
Schlussdividende für 2013: 0,65 EUR (2012: 0,50 EUR) 7.290 5.608

Auf der Hauptversammlung zur Genehmigung vorgeschlagen (zum 31. Dezember nicht als Schuld erfasst):

Dividenden auf Stammaktien TEUR

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2014 2013
Schlussdividende für 2014: 0.75 EUR (2013: 0,65 EUR) 8.411 7.290

14. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

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Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Effekte aus Unternehmens-

erwerb
Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 96.557 4.630 -53 -155 0 2.526
Technische und Maschinen 161.680 12.588 -6.400 1.931 0 5.785
Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.770 12.134 -3.534 1.601 0 2.050
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.797 6.544 0 248 0 -9.731
Finance Leasing 8.177 2.242 -101 -25 0 -630
Summe 452.981 38.138 -10.088 3.600 0 0
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 53.354 10.239 -1.284 -20 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 47.152 0 0 0 0 0
Aktivierte Entwicklungsleistungen 21.927 3.106 0 180 0 0
Geleistete Anzahlungen 0 11 0 0 0 0
Summe 122.433 13.356 -1.284 160 0 0
Gesamtsumme 575.414 51.494 -11.372 3.760 0 0

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Anschaffungskosten Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2014 Stand 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Zuschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 103.505 45.975 2.891 -18 0
Technische Anlagen und Maschinen 175.584 93.878 12.094 -6.286 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.021 131.151 12.213 -3.158 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.858 0 0 0 0
Finance Leasing 9.663 1.783 1.097 -101 0
Summe 484.631 272.787 28.295 -9.503 0
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 62.289 26.688 6.543 -511 0
Geschäfts- oder Firmenwert 47.152 10.636 0 0 0
Aktivierte Entwicklungsleistungen 25.213 9.993 1.878 0 0
Geleistete Anzahlungen 11 0 0 0 0
Summe 134.665 47.317 8.421 -511 0
Gesamtsumme 619.296 320.104 36.716 -10.074 0

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Abschreibungen Buchwert
Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2014 1. Januar 2014 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 45 -18 48.875 50.582 54.630
Technische Anlagen und Maschinen 913 572 101.171 67.802 74.413
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005 55 141.266 45.619 47.755
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 9.797 6.858
Finance Leasing -6 -609 2.164 6.394 7.499
Summe 1.957 0 293.476 180.194 191.155
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 60 0 32.780 26.666 29.509
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 10.636 36.516 36.516
Aktivierte Entwicklungsleistungen 179 0 12.050 11.934 13.163
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 11
Summe 239 0 55.466 75.116 79.199
Gesamtsumme 2.196 0 348.942 255.310 270.354

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Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Effekte aus Unternehmens-

erwerb
Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 92.822 886 -186 -2.005 4.270 4.270
Technische Anlagen und Maschinen 149.791 14.097 -2.430 -5.158 2.399 2.981
Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.814 10.087 -4.138 -4.304 165 2.146
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.387 9.089 -50 -192 1.360 -6.797
Finance Leasing 7.541 3.981 -3.275 -70 0 0
Summe 429.355 38.140 -10.079 -12.629 8.194 0
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 32.420 6.990 -115 -1.231 15.231 59
Geschäfts- oder Firmenwert 44.447 4 0 0 2.701 0
Aktivierte Entwicklungsleistungen 20.371 1.582 0 -26 0 0
Geleistete Anzahlungen 2 57 0 0 0 -59
Summe 97.240 8.633 -115 -1.257 17.932 0
Gesamtsumme 526.595 46.773 -10.194 -13.886 26.126 0

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Anschaffungskosten Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2013 Stand 1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
--- --- --- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 16.557 44.338 2.808 -182 0 -989
Technische Anlagen und Maschinen 161.680 88.900 10.894 -2.328 0 -3.574
Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.770 125.701 12.160 -3.797 0 -2.927
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.797 0 0 0 0 0
Finance Leasing 8.177 4.212 890 -3.269 0 -50
Summe 452.981 263.151 26.752 -9.576 0 -7.540
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 53.354 21.686 5.440 -107 0 -331
Geschäfts- oder Firmenwert 47.152 10.636 0 0 0 0
Aktivierte Entwicklungsleistungen 21.927 7.947 2.074 0 0 -28
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Summe 122.433 40.269 7.514 -107 0 -359
Gesamtsumme 575.414 303.420 34.266 -9.683 0 -7.899

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Abschreibungen Buchwert
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2013 1. Januar 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- ---
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 45.975 48.484 50.582
Technische Anlagen und Maschinen -14 93.878 60.891 67.802
Betriebs- und Geschäftsausstattung 14 131.151 47.113 45.619
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 6.387 9.797
Finance Leasing 0 1.783 3.329 6.394
Summe 0 272.787 166.204 180.194
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 0 26.688 10.734 26.666
Geschäfts- oder Firmenwert 0 10.636 33.811 36.516
Aktivierte Entwicklungsleistungen 0 9.993 12.424 11.934
Geleistete Anzahlungen 0 0 2 0
Summe 0 47.317 56.971 75.116
Gesamtsumme 0 320.104 223.175 255.310

14.1 Sachanlagen

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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Gebäude und Einbauten 10 - 40 Jahre
Gebäudeeinrichtungen 5 - 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 15 Jahre
Gemietete Vermögenswerte (Finanzierungsleasing) 3 - 12 Jahre

Eine Abschreibung von Grundstücken wird nicht vorgenommen.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden 0 TEUR (Vj. 1.234) als Zuwendung auf einen Vermögenswert erfasst, dessen Anschaffungskosten dadurch gemindert wurden.

14.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten die Positionen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Patente und Kundenaufträge. Die Patente und Kundenaufträge enthalten Posten, die im Zuge des Erwerbs von nectec Automotive s.r.o. im Februar 2013 identifiziert wurden. Diese Patente werden über zehn, die Kundenaufträge über sechs Jahre abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Anlagegüter werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.

Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer durchschnittlich mit 10 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 fielen insgesamt Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 56.340 TEUR (Vj. 48.993) an. Davon erfüllten 3.106 TEUR (Vj. 1.582) die Aktivierungskriterien nach IAS 38.

14.3 Leasingverhältnisse

GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Finanzierungs- und Operating-Leasing für Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und zwölf Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- und Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und wenigen Anlagen, für die solche Optionen bestehen. Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf eine Neuverhandlung zur Fortführung des Vertrages vorsehen. Die geleasten Vermögenswerte, die uns entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind, setzen sich wie folgt zusammen:

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Stand 31. Dezember 2014 Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 2.030 0 0 0 2.030
Technische Anlagen und Maschinen 7.870 212 0 -22 -630 7.430
Betriebs- und Geschäftsausstattung 101 0 0 -1 0 100
Kraftfahrzeuge 206 0 -101 -2 0 103
Summe 8.177 2.242 -101 -25 -630 9.663

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Stand 31. Dezember 2014 Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 6 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 1.481 1.088 0 -4 -609 1.956
Betriebs- und Geschäftsausstattung 96 3 0 -1 0 98
Kraftfahrzeuge 206 0 -101 -2 0 103
Summe 1.783 1.097 -101 -6 -609 2.164

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Stand 31. Dezember 2014 Buchwert
1. Januar 2014 31. Dezember 2014
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 2.023
Technische Anlagen und Maschinen 6.389 5.474
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 2
Kraftfahrzeuge 0 0
Summe 6.394 7.499

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Stand 31. Dezember 2013 Anschaffungskosten
1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 0 0 0 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 6.978 3.981 -3.040 -49 0 7.870
Betriebs- und Geschäftsausstattung 125 0 -27 3 0 101
Kraftfahrzeuge 438 0 -208 -24 0 206
Summe 7.541 3.981 -3.275 -70 0 8.177

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Stand 31. Dezember 2013 Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Umbuchungen Stand 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 0 0 0 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 3.676 858 -3.040 -13 0 1.481
Betriebs- und Geschäftsausstattung 106 10 -27 7 0 96
Kraftfahrzeuge 430 22 -202 -44 0 206
Summe 4.212 890 -3.269 -50 0 1.783

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Stand 31. Dezember 2013 Buchwert
1. Januar 2013 2013
--- --- ---
Grundstücke und Bauten 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 3.302 6.389
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19 5
Kraftfahrzeuge 8 0
Summe 3.329 6.394

Aus den Finanzierungsleasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:

TEUR

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bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2014
Leasingzahlungen 2.061 3.356 2.347
Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung -213 -371 -530
Barwerte (lt. Bilanz) 1.848 2.985 1.817
2013
Leasingzahlungen 1.463 4.609 333
Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung -161 -284 -10
Barwerte (lt. Bilanz) 1.302 4.325 323

Aus den Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:

TEUR

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bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2014
Leasingzahlungen 16.756 36.401 21.364
2013
Leasingzahlungen 14.780 33.477 24.238

Zum Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen aus dem Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 2.232 TEUR (Vj. 0).

14.4 Geschäfts- und Firmenwerte

Die operativen Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Die Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) des GRAMMER Konzerns dar.

Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet.Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der in Abschnitt 2.3 dargestellten Vorgehensweise. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2014 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-)Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

TEUR

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Zahlungsmittel-

generierende Einheit
2014 Goodwill 2013 Goodwill 2014 Wachstumsrate1 2013 Wachstumsrate1 2014 Abzinsungsfaktor
CGU I Seating Systems 4.423 4.423 1% 1% 7,4%
CGU II Automotive 32.093 32.093 1% 1% 7,4%
Gesamt 36.516 36.516

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2013 Abzinsungsfaktor
CGU I 7,1%
CGU II 7,1%

1 ewige Rente

Grundlagen der Berechnungen

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt.

Die Cashflow-Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, beste vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen.

Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,0 % nach Steuern (Vj. 2,75) sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 6,0 % nach Steuern (Vj. 6,0). Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta-Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU-spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der GRAMMER AG geschätzt und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind.

Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % (Vj. 1) extrapoliert.

Die durchgeführten Wertminderungstests bestätigen die Werthaltigkeit aller Geschäfts- und Firmenwerte. Änderungen der Terminal-Value-Wachstumsrate auf 0 oder der Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum auf 0 ergaben ebenso wenig Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf wie die Erhöhung des Fremdkapitalzinssatzes um 400 Basispunkte.

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der beiden Einheiten Seating Systems und Automotive bestehen bei den zugrunde gelegten Annahmen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich:

des operativen Ergebnisses,
der Preisentwicklung bei Rohstoffen,
der Marktanteile im Berichtszeitraum.

Operatives Ergebnis

Die operativen Ergebnisse ergeben sich aus einer im Unternehmen durchgeführten Mehrjahresplanung, mit einer Umsatz- und Aufwandsplanung als Basis. Für die Prognose der Herstellungskosten werden aktuell vorliegende Werte, modifiziert um zukünftige Änderungen, herangezogen. Wesentliche Grundlage der Absatzplanung sind Informationen der Kunden des GRAMMER Konzerns sowie Markteinschätzungen verschiedener Informationsdienstleister.

Preisentwicklung bei Rohstoffen

Den Schätzungen werden die veröffentlichten Preisindizes der Länder, aus denen die Rohstoffe bezogen werden, sowie Daten, die spezifische Rohstoffe betreffen, zugrunde gelegt. Prognosedaten werden dann verwendet, wenn sie öffentlich zugänglich sind, andernfalls werden tatsächliche Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit als Indikator für künftige Preisentwicklungen herangezogen.

Annahmen über den Marktanteil

Diese Annahmen sind insofern wichtig, als die Unternehmensleitung beurteilt, wie sich die Position der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Vergleich zu ihren Wettbewerbern während des Prognosezeitraums ändern könnte. Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Bereich Seating Systems während des Budgetzeitraums seinen Marktanteil festigt und der Bereich Automotive seine Position international stärken wird.

Marktwertorientierte Betrachtungsweise

Der Konzern berücksichtigt bei der Einschätzung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Geschäfts- und Firmenwert wertgemindert sein könnte, auch das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns.

Zum 31. Dezember 2014 lag die Marktkapitalisierung über dem Buchwert des Konzerneigenkapitals somit ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes bzw. anderer Vermögenswerte.

TEUR

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2014 2013
Marktkapitalisierung 381.551 400.138
Eigenkapital 231.761 224.671
Anlagevermögen 270.354 255.310
Gearing 37% 41%
Schlusskurs 31. Dezember 33,05 34,66

15. Vorräte

Die Vorräte untergliedern sich wie folgt:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfe- und Betriebsstoffe 83.018 68.208
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 11.091 11.409
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 21.606 27.591
Geleistete Anzahlungen 12.615 8.441
Gesamtsumme der Vorräte 128.330 115.649

Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Wesentliche Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergaben sich nicht. Die Wertberichtigungen der Vorräte belaufen sich auf 3,0 Mio. EUR (Vj. 3,0).

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169.588 153.928

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.

Am Bilanzstichtag waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von 19.036 TEUR (Vj. 15.687) gemindert.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.682 TEUR (Vj. 2.882). Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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Einzelwert-

berichtigungen
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis Summe
Stand 1. Januar 2014 1.311 1.571 2.882
Zugänge 790 159 949
Inanspruchnahme -114 -111 -225
Auflösungen -407 -580 -987
Effekte aus Wechselkursänderungen 63 0 63
Stand 31. Dezember 2014 1.643 1.039 2.682
Stand 1. Januar 2013 952 1.852 2.804
Zugänge 895 76 971
Inanspruchnahme -19 -26 -44
Auflösungen -386 -332 -718
Effekte aus Wechselkursänderungen -131 0 -131
Stand 31. Dezember 201 3 1.311 1.571 2.882

Folgende Tabelle zeigt lang- und kurzfristige finanzielle Forderungen, die am Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig sind, sowie die überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.

TEUR

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Weder nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Gesamt fällig noch wertgemindert bis 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-180 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169.588 149.171 13.052 3.628 950 1.133
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 100.904 100.904 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 9.925 9.925 0 0 0 0
2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153.928 130.081 14.268 4.423 1.203 2.541
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 74.523 74.523 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 11.521 11.521 0 0 0 0

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nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
über 181 Tage
--- ---
2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.654
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0
Sonstige finanzielle Forderungen 0
2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.412
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0
Sonstige finanzielle Forderungen 0

Das maximale Kreditausfallrisiko der Forderungen beläuft sich auf den Buchwert des Forderungsbestands. In den Überfälligkeiten bis 30 Tage handelt es sich überwiegend um eine abrechnungsbedingte Verzögerung der Zahlung überfälliger Forderungen auf kurze Zeit nach dem Stichtag. In bestimmten Fällen resultieren die Überfälligkeiten der Forderungen über den Stichtag hinaus aus dem Projektgeschäft und dem damit verbundenen Abwicklungsprocedere hinsichtlich der Abnahme und Bezahlung von Werkzeugen. Weder hinsichtlich der wertgeminderten Forderungen noch des in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen ergaben sich am Abschlussstichtag Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

17. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Langfristig
Ausleihungen 20 147
Beteiligungen 129 442
Sonstiges 209 276
358 865
Kurzfristig
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 100.904 74.523
Sonstige Forderungen 9.696 11.098
Derivative finanzielle Vermögenswerte 370 582
110.970 86.203

Die Ausleihungen beinhalten Darlehen an beteiligte Unternehmen. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Darlehen an Dritte und an Mitarbeiter in Höhe von 209 TEUR (Vj. 276). Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten den mittels der Percentage-of-Completion-Methode ermittelten aktivischen Saldo gegenüber Kunden aus Fertigungsaufträgen.

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen beteiligte Unternehmen und haben Laufzeiten von 30 bis 90 Tagen.

18. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte untergliedern sich wie folgt:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Sonstige Vermögenswerte 14.201 13.039
Rechnungsabgrenzungsposten 4.906 2.430
19.107 15.469

In den sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Umsatzsteuern 9.619 TEUR (Vj. 7.868), temporäre Kautionsvereinbarungen 907 TEUR (Vj. 1.257), debitorische Kreditoren 600 TEUR (Vj. 1.177), Forderungen gegen Mitarbeiter 313 TEUR (Vj. 300) sowie Ansprüche aus Investitionszuschüssen 1.316 TEUR (Vj. 161) enthalten.

Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.

19. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Der Bestand an Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen beläuft sich zum Stichtag auf:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 83.999 91.315

Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

TEUR

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31.12.2014 31,12.2013
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 83.999 91.315
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten -1.595 -12.396
82.404 78.919

20. Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern beträgt am 31. Dezember 2014 29.554 TEUR und ist eingeteilt in 11.544.674 nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2014 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001 und 2011 abzüglich angefallener Kosten.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2014 und 2013 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.

Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Diese stiegen von 159.423 TEUR auf 184.505 TEUR an. Die positive Ergebnisentwicklung spiegelt sich jedoch aufgrund der Dividendenzahlung in Höhe von 7.290 TEUR, nicht in voller Höhe in den Gewinnrücklagen wider.

Kumuliertes sonstiges Ergebnis

Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die darauf entfallenden latenten Steuern.

Zudem sind im kumulierten sonstigen Ergebnis die Veränderungen hinsichtlich der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste gem. IAS 19 sowie die kumulierten Fremdwährungseffekte auf die als net invest in a foreign operation gem. IAS 21 klassifizierten Ausleihungen enthalten.

Eigene Anteile

Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2014 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett im Jahr 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.

Erwerb eigener Anteile

Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Seitens der Gesellschaft können bis zu 10 % des Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen. Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-HarbourRegelungen der §§ 14 Absatz 2, 20 a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003. Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen. Zum 31. Dezember 2014 sind 11.544.674 Stückaktien (Vj. 11.544.674) im Umlauf.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei und der GRAMMER AD, Bulgarien.

Ermächtigungen

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht befristet bis zum 25. Mai 2016 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 14.777.182,72 EUR (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 14.777.182,72 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,

(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30% des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;

(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20% des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;

(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.

Das Bedingte Kapital 2009 war bis zum 27. Mai 2014 befristet. Die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 hat eine neue Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts, die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014/I sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen: Das Grundkapital der Gesellschaft wurde um bis zu 14.777.182,72 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.772.337 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung begeben werden. Der Vorstand kann die Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2019 ausüben.

21. Pensionen und andere Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Im GRAMMER Konzern gibt es leistungsorientierte Pensionspläne, sogenannte Defined Benefit Plans, welche großteils in Deutschland bestehen.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.

Bei den ausländischen Tochtergesellschaften beinhalten die sonstigen Leistungen Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen, der dazugehörige Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) nach der sog. Projected Unit Credit Methode (laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Nach dieser Methode wird der für den Anwartschaftszuwachs erforderliche Aufwand demjenigen Zeitraum zugerechnet, der diesem Leistungszuwachs, der unter Beachtung der Regelungen für die Unverfallbarkeit auf das entsprechende Wirtschaftsjahr fällt, zuzurechnen ist.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Diese Annahmen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde, die der GRAMMER Konzern durch einen Versicherungsmathematiker hat vornehmen lassen.

Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:

Bewertungsparameter DBO in %

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2014 2013
Zinssatz 2,20 3,70
Gehaltstrend 2,30 2,30
Einkommensdynamik Einzelzusagen 2,30 2,30
Inflationsrate/Rententrend 1,90 1,90

Bewertungsparameter sonstige Leistungen in %

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2014 2013
Zinssatz 2,20-6,75 3,70-7,50
Gehaltstrend 2,30-5,01 2,30-5,31
Inflationsrate 1,90-8,17 1,90-7,48

Für das Geschäftsjahr 2014 wird der Rechnungszins von AON Hewitt zur Berechnung herangezogen. Der Rechnungszins wird unter Berücksichtigung der spezifischen Struktur des Zahlungsstroms der erdienten Verpflichtungen hergeleitet. Die Berechnung basiert auf den Pensionsverpflichtungen der GRAMMER Gesellschaften, die der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2014 zu Grunde liegen.

Die Ermittlung des Rechnungszinses basiert auf einer Zinsstrukturkurve der Renditen hochrangiger, auf EUR lautender Unternehmensanleihen, auf den Indexwerten (Kuponrenditen) der iBoxx € Corporates AA für verschiedene Laufzeitklassen sowie der Zinsstrukturkurve für (fiktive) Nullkupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko (Quelle: Deutsche Bundesbank). Die Berechnungen werden auf Grundlage der zum 31. Dezember 2014 vorliegenden Tageswerte durchgeführt.

Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die Heubeck-Richttafeln 2005 G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt. Für die in der Bilanz erfassten Pensionsverpflichtungen liegt kein Planvermögen (Plan Assets) vor. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 2.208 TEUR (Vj. 1.994) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer wurden insgesamt 247 TEUR (Vj. 99) ausgezahlt.

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

TEUR

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2014 Pensionsplan Sonstige Leistungen
Dienstzeitaufwand 2.187 708
Laufender Dienstzeitaufwand 2.186 682
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 26
Nettozinsaufwand 3.428 145
Gesamt 2014 5.615 853

TEUR

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2013 Pensionsplan Sonstige Leistungen
Dienstzeitaufwand -1.638 448
Laufender Dienstzeitaufwand 1.867 448
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -3.505 0
Nettozinsaufwand 3.239 116
Gesamt 2013 1.601 564

Unter der Position Dienstzeitaufwand werden der laufende Dienstzeitaufwand sowie der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ist der zum Zeitpunkt seines Entstehens sofort zu erfassende Gewinn bzw. Verlust aus Plananpassungen bzw. Plankürzungen.

Da kein Planvermögen zur Deckung zukünftiger Pensionsverpflichtungen besteht, entspricht der Nettozinsaufwand dem Zinsaufwand.

Der Dienstzeitaufwand ist grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Folgende Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:

TEUR

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2014 Pensionsplan Sonstige Leistungen
Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag Gewinne (-)/Verluste zum 1. Januar 2014 28.691 0
Im laufenden Jahr erfasster Betrag 29.136 0
Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dezember 2014 57.827 0

TEUR

scroll

2013 Pensionsplan Sonstige Leistungen
Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag Gewinne (-)/Verluste zum 1. Januar 2013 25.832 0
Im laufenden Jahr erfasster Betrag 2.859 0
Kumulierter im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag zum 31. Dezember 2013 28.691 0

Mit der Entscheidung vom 15. Mai 2012 (3 AZR 11/10) hat das Bundesarbeitsgericht unter anderem festgestellt, dass in Versorgungsordnungen, die vor dem Inkrafttreten des RVAltGrAnpG (Rentenversorgungs-Altersgrenzen-Anpassungsgesetz) am 01. Januar 2008 entstanden sind, mit der ursprünglichen vertraglichen Altersgrenze 65 regelmäßig auf die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung Bezug genommen wird. Der GRAMMER Konzern hat die Auswirkungen des Urteils nach abschließender juristischer Würdigung im Jahr 2013 in Deutschland angewendet und hat die Pensionsverpflichtung unter Bezug auf die gesetzliche Regelaltersgrenze bilanziert. Im Vorjahr wurde somit der positive Effekt aus dieser Änderung der Pensionsverpflichtungen, der im nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand dargestellt ist, von anderen Bewertungseffekten (z. B. Gehaltstrendentwicklung) überkompensiert.

Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

TEUR

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Pensionsplan Sonstige Leistungen
Stand 1. Januar 2014 93.308 3.022
+ Dienstzeitaufwand 2.187 708
+ Zinsaufwendungen 3.428 145
Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/ Verluste 29.136 0
Änderung der demographischen Annahmen -6 0
Änderung der finanziellen Annahmen 30.085 0
Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen -943 0
- Tatsächliche Zahlungen -2.208 -247
- Abgänge von Verpflichtungen 0 -26
Wechselkursänderungen 0 151
Stand 31. Dezember 2014 125.851 3.753
Stand 1. Januar 2013 90.850 3.157
+ Dienstzeitaufwand -1.638 448
+ Zinsaufwendungen 3.239 116
Schätzungsänderungen: Gewinne (-)/ Verluste 2.859 0
Änderung der finanziellen Annahmen -1.654 0
Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen 4.513 0
- Tatsächliche Zahlungen -1.994 -99
- Abgänge von Verpflichtungen 0 -11
Wechselkursänderungen -8 -589
Stand 31. Dezember 2013 93.308 3.022

Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.

Abzinsungsfaktor TEUR

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2014 2014 2013 2013
Reduktion Erhöhung Reduktion Erhöhung
--- --- --- --- ---
um 1

%
um 1

%
um 1% um 1

%
--- --- --- --- ---
Auswirkung auf DBO 28.122 -21.298 18.691 -14.429
Auswirkung auf laufenden Dienstzeitaufwand 682 -505 458 -345
Auswirkung auf Nettozinsaufwand -900 556 -413 239

Künftige Gehaltssteigerung TEUR

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Reduktion Erhöhung Reduktion Erhöhung
um 0,5% um 0,5% um 0,5% um 0,5%
--- --- --- --- ---
Auswirkung auf DBO -3.783 4.289 -2.673 3.031

Inflationsrate TEUR

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Reduktion Erhöhung Reduktion Erhöhung
um 0,5% um 0,5% um 0,5% um 0,5%
--- --- --- --- ---
Auswirkung auf DBO -7.861 8.686 -5.249 5.763

Sterblichkeitsrate TEUR

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Reduktion Erhöhung Reduktion Erhöhung
um 10% um 10% um 10% um 10%
--- --- --- --- ---
Auswirkung auf DBO 4.155 -3.718 2.616 -2.368

Da der überwiegende Teil der leistungsorientierten Verpflichtung aus den deutschen Gesellschaften resultiert, wurde die Sensitivitätsanalyse auch nur für diese durchgeführt.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wurde in den oben dargestellten Sensitivitätsanalysen nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien zum Bilanzstichtag ermittelt, dieselbe Methode, nach der die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verbindlichkeit berechnet wurde.

Die oben dargestellte Sensitivitätsanalyse dürfte nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen.

Die folgende Darstellung zeigt die künftig erwarteten Mittelabflüsse für die bestehenden Pensionspläne:

TEUR

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Erwartete Zahlungsmittelabflüsse
Kurzfristig (<1 Jahr) 2.242
Mittelfristig (1 bis 5 Jahre) 8.464
Langfristig (>5 Jahre) 114.502

22. Finanzschulden

Verzinsliche Darlehen TEUR

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kurzfristig langfristig Gesamt
2014
Kontokorrentkredite 1.595 0 1.595
Bankdarlehen
Darlehen EUR 13.269 2.566 15.835
Darlehen CNY 9.024 1.592 10.616
Darlehen BRL 0 0 0
Schuldscheindarlehen 1.497 141.097 142.594
Gesamtsumme Finanzschulden 25.385 145.255 170.640

TEUR

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kurzfristig langfristig Gesamt
2013
Kontokorrentkredite 12.395 0 12.395
Bankdarlehen
Darlehen EUR 3.291 5.836 9.127
Darlehen CNY 2.395 0 2.395
Darlehen BRL 39 0 39
Schuldscheindarlehen 19.562 140.952 160.514
Gesamtsumme Finanzschulden 37.682 146.788 184.470

Mit dem Abschluss eines Konsortialkreditvertrags über 180 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013 hat GRAMMER die Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Konsortialkredit wurde zwischen inländischen GRAMMER Gesellschaften und sechs Geschäftsbanken abgeschlossen.

Die Barkreditlinien können wahlweise als Kontokorrentkredite oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden von bis zu sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die erste Verlängerungsoption wurde seitens GRAMMER im Geschäftsjahr 2014 gezogen. Die neue Laufzeit endet, sofern nicht die zweite Verlängerungsoption von einem Jahr ausgeübt wird, am 31. Oktober 2019.

Für die Kreditlinien haften die beteiligten GRAMMER Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Eine darüber hinausgehende Besicherung liegt nicht vor.

Kontokorrentkredite

Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich im Wesentlichen um aufgenommene Gelder unter Ausnutzung von Kreditlinien.

Darlehen

In dieser Position ist ein KfW-Darlehen in Höhe von 5,0 Mio. EUR enthalten, das halbjährlich mit 1.250 TEUR getilgt wird und mit dem jeweiligen EURIBOR der Periode variabel verzinst ist. Darüber hinaus enthält die Position eine kurzfristige Inanspruchnahme des Konsortialkredits in Höhe von 10,0 Mio. EUR.

Darüber hinaus bestehen kurz- und langfristige Darlehen chinesischer Tochterunternehmen. Am kurzen Laufzeitende sind die Fälligkeiten vorwiegend im März bzw. Oktober 2015. Im langfristigen Bereich laufen die Ziehungen bis Juni 2017. Die Ausgestaltung der Darlehen ermöglicht überwiegend eine revolvierende Inanspruchnahme.

Schuldscheindarlehen

Diese Position beinhaltet neben den abgegrenzten Zinsen und dem Disagio Schuldscheindarlehen in Höhe von 141,5 Mio. EUR (Vj. 159,5).

Das im Geschäftsjahr 2011 begebene Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtnennwert in Höhe von 60,0 Mio. EUR wurde im September 2014 planmäßig mit 18,0 Mio. EUR getilgt. Die restlichen Tranchen werden in den Jahren 2016 bzw. 2018 fällig. Dieses Schuldscheindarlehen ist zum Teil mit einem festen und zum Teil mit einem variablen Zinssatz sowie unterschiedlichen Laufzeiten von fünf bzw. sieben Jahren ausgestattet. Die prolongierten Anteile des Schuldscheindarlehens aus 2006 in Höhe von insgesamt 26,0 Mio. EUR werden in den Jahren 2016 bis 2018 fällig.

Darüber hinaus hat die GRAMMER AG im Mai 2013 ein neues Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 73,5 Mio. EUR begeben. Das neue Schuldscheindarlehen besteht aus vier Tranchen mit Fälligkeiten in den Jahren 2017 bzw. 2019 und ist mit fixen und variablen Zinssätzen ausgestattet.

Im kurzfristigen Bereich sind die abgegrenzten Zinsen enthalten. Die Verringerung im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 19,6) ist auf die Rückzahlung eines Teils des Schuldscheindarlehens aus 2006 in Höhe von 18,0 Mio. EUR zurückzuführen.

23. Rückstellungen

TEUR

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Stand 1. Januar 2014 Zuführung Inanspruch-

nahme
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Stand 31. Dezember 2014
Marktorientierte Rückstellungen 7.435 2.357 -1.409 -1.253 63 7.193
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 2.029 2.006 -618 0 96 3.513
Übrige Rückstellungen 2.082 576 -246 -1.137 88 1.363
Summe 11.546 4.939 -2.273 -2.390 247 12.069

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kurzfristige Rückstellungen 2014 langfristige Rückstellungen 2014
Marktorientierte Rückstellungen 7.193 0
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 3.513 0
Übrige Rückstellungen 1.363 0
Summe 12.069 0

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Stand 1. Januar 2013 Zuführung Inanspruch-

nahme
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge Effekte aus Wechselkurs-

änderungen
Stand 31. Dezember 2013
Marktorientierte Rückstellungen 8.374 3.021 -2.956 -274 -730 7.435
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 827 1.720 -518 0 0 2.029
Übrige Rückstellungen 433 1.672 -18 0 -5 2.082
Summe 9.634 6.413 -3.492 -274 -735 11.546

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kurzfristige Rückstellungen 2013 langfristige Rückstellungen 2013
Marktorientierte Rückstellungen 7.435 0
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 2.029 0
Übrige Rückstellungen 2.082 0
Summe 11.546 0

In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die Risiken aus dem Verkauf von Teilen und Produkten bis hin zur Entwicklungsleistung einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden. Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen.

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Verpflichtungen aus Altersteilzeitguthaben wurden mit zugeordneten Planvermögenswerten in Höhe von 63 TEUR gemäß IAS 19 saldiert.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

24. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.072 2.320
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 192.153 150.381
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 193.225 152.701

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

25. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristig
Derivative finanzielle Verpflichtungen 2.992 1.739
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.848 1.302
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 576 743
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5.416 3.784
Langfristig
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 4.802 4.648
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.802 4.648

26. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristig
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.377 2.607
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben 7.242 6.550
Erhaltene Anzahlungen 3.921 2.302
Sonstige Verbindlichkeiten 35.743 38.261
Rechnungsabgrenzungsposten 5.536 7.169
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 55.819 56.889
Langfristig
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben 0 93
Sonstige Verbindlichkeiten 0 93
Gesamt sonstige Verbindlichkeiten 55.819 56.982

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnliches. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben enthalten im Wesentlichen noch abzuführende Lohnsteuer und ähnliche Regelungen für das Geschäftsjahr 2014.

27. Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen und Finanzinvestitionen im Sach- und Finanzanlagevermögen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber den Banken.

28. Rechtsstreitigkeiten

Zur Absicherung rechtlicher Risiken arbeiten wir mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für sogenannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht.

29. Haftungsverhältnisse

TEUR

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2014 2013
Bürgschaften 632 1.256

Die Bürgschaften wurden vor allem als Vertragserfüllungsbürgschaften sowie für gemietete Geschäftsräume gewährt.

30. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Informationen über die Konzernstruktur, die Tochtergesellschaften und die Muttergesellschaft werden in Angabe 3 dargestellt.

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In diesem Abschnitt werden die Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen aufgezeigt.Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahestehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2014 hat der Konzern keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen gebildet (Vj. 0). Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahestehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden.

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:

TEUR

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Nahe stehende Unternehmen und Personen Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen Verbindlichkeilen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen
Gemeinschaftsunternehmen, an denen das Mutterunternehmen als Partnerunternehmen beteiligt ist:
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC 2014 7.907 0 9.677 0
2013 4.854 0 8.841 0

GRA-MAG Truck Interior Systems LLC

Der Konzern hält einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG) (Vj. 50 %). Die GRA-MAG beschäftigte zum 31. Dezember 2014 46 (Vj. 45) Mitarbeiter.

Erklärungen zum Vorstand/Aufsichtsrat

Unternehmen des GRAMMER Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

31. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt, gegliedert nach Kategorien, Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten sämtliche in der GRAMMER AG erfassten Finanzinstrumente des Konzerns:

TEUR

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Bewertungs-

kategorie nach IAS 39
Buchwert 31. Dezember 2014 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungs-

kosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 83.999 83.999
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 169.588 169.588
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 9.925 9.925
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 100.904 100.904
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 129 129
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FAHfT 12 12
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 358 358
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 193.225 193.225
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 170.640 170.640
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 576 576
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 6.650
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.992 2.992
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 364.416 364.416
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 129 129
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 12 12
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 364.441 364.441
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 0

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Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value 31. Dezember 2014
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 83.999
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169.588
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 9.925
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 100.904
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 129
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 12
Derivate mit Hedge-Beziehung 358
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 193.248
Kurz- und langfristige Finanzschulden 174.842
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 576
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.650 6.358
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.992
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen 364.416
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 129
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 12
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 368.666
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 0

TEUR

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Bewertungs-

kategorie nach IAS 39
Buchwert 31. Dezember 2013 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungs-

kosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 91.315 91.315
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 153.928 153.928
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 11.521 11.521
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 74.523 74.523
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 442 442
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FAHfT 1 1
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 581 581
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 152.701 152.701
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 184.470 184.470
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 743 743
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 5.950
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.739 1.739
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 331.287 331.287
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AK 442 442
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 1 1
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 337.914 337.914
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 0

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Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value 31. Dezember 2013
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 91.315
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153.928
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 11.521
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 74.523
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 442
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 1
Derivate mit Hedge-Beziehung 581
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.724
Kurz- und langfristige Finanzschulden 185.897
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 743
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.950 6.039
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.739
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen 331.287
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 442
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 339.364
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 0

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.

Bei den zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, für die der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmt werden kann. Diese Anteile werden daher mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Es bestand am Bilanzstichtag dafür keine Verkaufsabsicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.

Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2014 dargestellt.

TEUR

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Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 370 0 370 0
Zinsswaps 0 0 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 410 0 410 0
Zinsswaps 2.582 0 2.582 0
Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird
Verzinsliche Darlehen
Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen 8.548 0 8.548 0
Kurz- und langfristige Finanzschulden 174.842 0 174.842 0

In der folgenden Tabelle werden die quantitativen Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden nach Hierarchiestufen zum 31. Dezember 2013 dargestellt.

TEUR

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Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 38 0 38 0
Zinsswaps 544 0 544 0
Zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Schulden
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 53 0 53 0
Zinsswaps 1.686 0 1.686 0
Schulden, für die ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird
Verzinsliche Da riehen
Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen 11.280 0 11.280 0
Kurz- und langfristige Finanzschulden 185.897 0 185.897 0

Die Stufen der Fair Value Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

In der Berichtsperiode gab es keine Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2. In Stufe 3 der Bemessungshierarchie haben keine Zuordnungen stattgefunden.

Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten:

TEUR

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Nettoergebnis 2014 Nettoergebnis 2013
Darlehen und Forderungen 7.157 1.867
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten 11 35
Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet -1.910 -6.542
5.258 -4.640

Die Nettoergebnisse aus Darlehen und Forderungen enthalten Währungsgewinne oder -verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen. Die Nettoergebnisse aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen.

Die Nettogewinne der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste.

Der GRAMMER Konzern schloss mit mehreren Kreditinstituten derivative Rahmenverträge ab. Die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Vermögenswerte und derivativen Verbindlichkeiten erfüllen die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht. Entsprechend wurden diese Derivate separat in der Bilanz ausgewiesen. Die abgeschlossenen Rahmenverträge beinhalten jedoch Aufrechnungsvereinbarungen im Insolvenzfall.

Die nachfolgende Tabelle legt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen.

TEUR

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Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz Aufrechnungs-

vereinbarung
Nettobetrag
31. Dezember 2014
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 370 -142 228
Zinsswaps 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte -410 142 -268
Zinsswaps -2.582 0 -2.582

TEUR

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Brutto- und Nettobeträge von Finanzinstrumenten in der Bilanz Aufrechnungs-

vereinbarung
Nettobetrag
31. Dezember 2013
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 38 -1 37
Zinsswaps 544 -534 10
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte -53 1 -52
Zinsswaps -1.686 534 -1.152

32. Finanzderivate und Risikomanagement

Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit ist der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren, einsetzt. Der Einsatz dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender Grundgeschälte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie beschriebenen Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem ist im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers integriert, wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitet mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden.

Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen.

Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte grundsätzlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Ausgelöst von der Finanzkrise gewinnt die Steuerung des Ausfallrisikos an zusätzlicher Bedeutung. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Im Konzern sehen wir keine wesentlichen Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur sowie durch die gute Bonität der Großkunden gekennzeichnet sind.

Marktrisiko

Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2014 bzw. 2013. Diese wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2014 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Bei den Analysen bleiben etwaige Auswirkungen von Änderungen der Marktvariablen auf die Buchwerte der Pensionsverpflichtungen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, der Rückstellungen und der nicht finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Geschäftsbetriebe unberücksichtigt.

Schwankungen der Marktpreise können für den Konzern signifikante Cashflow- sowie Gewinnrisiken zur Folge haben. Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.

Rohstoffpreisrisiko

Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl und Kunststoffe, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Preisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Preisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen. Zur Absicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf können auch Warenterminkontrakte eingegangen werden, die nach IAS 39 als Derivate zu bilanzieren sind. Der Konzern beobachtet die Entwicklung der Märkte genau und bildet daraus Entscheidungsfindungen zum Einsatz von Sicherungsbeziehungen.

Rohstoffterminkontrakte zur Sicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf lagen zu den Bilanzstichtagen 2014 sowie 2013 nicht vor und es wurden in diesen Geschäftsjahren auch keine getätigt.

Währungsrisiken

Infolge der internationalen Ausrichtung und Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen Währungsrisiken ausgesetzt. Wechselkursschwankungen können zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzernunternehmen abweichenden Währungen können durch die zukünftigen Zahlungsströme Risiken entstehen. Das Risiko wird dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abgerechnet werden. Zudem werden, soweit es möglich und rentabel ist, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert. Den operativen Einheiten ist es nicht gestattet, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen.

Absicherung von Cashflows

Während des Berichtszeitraums bestanden Währungssicherungen in PLN, CZK, USD und TRY, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings erfüllt waren. Darüber hinaus wurden Devisentermingeschäfte über USD abgeschlossen, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings nicht vorlagen.

Zum 31. Dezember 2014 waren Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert von -51 TEUR (Vj. -16) als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedgings designiert. Diese Termingeschäfte werden im Laufe des Geschäftsjahres 2015 fällig. Im Zusammenhang mit Währungssicherungen wurden daher insgesamt 9 TEUR erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde ein Gewinn in Höhe von 360 TEUR (Vj. -944) vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Der Ausweis der Abwicklungsergebnisse erfolgt im Finanzergebnis. Es lagen keine erfolgswirksam zu erfassenden wesentlichen Unwirksamkeiten der Sicherungsgeschäfte vor.

Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Berücksichtigt werden alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung gehalten werden. Die Grundlage bilden die originären Bilanzpositionen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften, die ein signifikantes Risiko aus der abweichenden funktionalen Währung der Gesellschaft haben.
Wechselkursänderungen von Finanzinstrumenten, die Teil einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Währungsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden entsprechend in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
In der Berechnung der Sensitivität von Währungsrisiken wird eine Veränderung der Wechselkurse zum Stichtagskurs um +/-10 Prozentpunkte (Vj. 10) unterstellt. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung.

TEUR

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Kursentwicklung USD Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% 4.845 -1.045
-10% -4.851 1.084
2013 +10% 4.030 -1.123
-10% -4.030 1.123

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Kursentwicklung TRY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% -963 976
-10% 963 -520
2013 +10% -748 0
-10% 749 0

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Kursentwicklung CZK Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% 2.001 899
-10% -2.001 -737
2013 +10% 2.189 -1.525
-10% -2.189 1.864

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Kursentwicklung PLN Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% -757 -239
-10% 757 316
2013 +10% -460 -436
-10% 460 534

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Kursentwicklung MXN Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% 2.902 1.291
-10% -2.902 -1.291
2013 +10% 1.967 1.291
-10% -1.967 -1.291

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Kursentwicklung CNY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 +10% 2.200 0
-10% -2.200 0
2013 +10% 1.996 0
-10% -1.995 0

Zinsrisiko

Das Unternehmen verfolgt die Strategie, Zinsschwankungen aus variabel verzinsten langfristigen Fremdkapitalien durch Zinssicherungsgeschäfte zu eliminieren. Für die kurzfristigen Darlehen ergeben sich aktuelle Marktzinsen beim Abschluss, so dass das Zinsrisiko auf die Schwankungen der Märkte zum Zeitpunkt der Aufnahme begrenzt wird. Bei Kontokorrentkrediten werden die Zinsen auf Roll-over-Basis vereinbart. Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern-Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit rechtlich zulässig, stellt das Konzern-Treasury der GRAMMER AG den Konzerngesellschaften den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2014 bestehen im Rahmen der begebenen Schuldscheindarlehen Absicherungen der Zinsänderungsrisiken der variabel verzinslichen Tranchen Zinsswaps im Nominalvolumen von 84,0 Mio. EUR (Vj. 98,5), die analog zur Laufzeit der Grundgeschäfte eine Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren aufweisen. Für diese Zinsswaps liegen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges vor. Im Zusammenhang mit Zinsswaps wurden daher insgesamt 1.022 TEUR erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde im Berichtsjahr ein Verlust in Höhe von -1.069 TEUR (Vj. -469) vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 2.582 TEUR (Vj. 1.686) werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt. Die entstandenen positiven Marktwerte, die im Geschäftsjahr 2014 nicht vorlagen (Vj. 544), werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte" gezeigt. Die Veränderung des Marktwertes weist das Unternehmen im kumulierten sonstigen Ergebnis aus.

Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen.
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
Zinsderivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein.
In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/-50 Basispunkte (Vj. 50) unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen. Aufgrund des derzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus wurden bei den derivativen Finanzinstrumenten minimal ein Basiszins von 0,0000001 % und ansonsten ein Minimalbasiszinssatz von 0,001 % angesetzt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.

TEUR

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Erhöhung/ Verringerung in Basispunkten Auswirkung auf den Gewinn vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2014 -50 -77 -614
50 367 1.164
2013 -50 22 -844
50 314 826

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch einen angemessenen Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 209,7 Mio. EUR (Vj. 192,3) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren.

Zum 31. Dezember 2014 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 180,5 Mio. EUR (Vj. 172,7), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:

Liquiditätsrisiko TEUR

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Buchwert Cashflow
2014 2015 2016-2018 2019 und danach
--- --- --- --- ---
Kurz- und langfristige Finanzschulden
Schuldscheindarlehen 142.594 3.988 99.961 51.169
Bankdarlehen 26.451 22.844 4.319 0
Kontokorrentkredite 1.595 1.595 0 0
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 193.225 192.201 1.107 0
Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.650 2.061 3.031 2.672
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 576 576 0 0
Derivate
Zinsderivate 2.582 984 1.828 54
Währungsderivate 410
Zahlungseingänge 9.627
Zählungsausgänge -10.028
223.848 110.246 53.895

TEUR

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Buchwert Cashflow
2013 2014 2015-2017 2018 und danach
--- --- --- --- ---
Kurz- und langfristige Finanzschulden
Schuldscheindarlehen 160.514 22.404 93.417 62.085
Bankdarlehen 11.561 6.022 5.956 0
Kontokorrentkredite 12.395 12.395 0 0
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.701 150.525 2.419 0
Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.950 1.463 4.388 554
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 743 743 0 0
Derivate
Zinsderivate 1.686 861 1.099 32
Währungsderivate 53
Zahlungseingänge -16.819
Zahlungsausgänge 16.865
194.459 107.279 62.671

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden.

Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.

Kapitalsteuerung

Die Kapitalsteuerung hat zum Ziel einerseits ein hohes Bonitätsrating zu erreichen und andererseits eine angemessene Eigenkapitalquote beizubehalten. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an.

Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur mit dem Nettoverschuldungsgrad, der auch Dritten gegenüber eine maßgebliche Finanzierungskennzahl darstellt und der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zur Summe des Eigenkapitals entspricht. Die Nettofinanzschulden umfassen die langfristigen und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich der Zahlungsmittel, Wertpapiere und kurzfristigen Einlagen. Das Eigenkapital umfasst das auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Eigenkapital. Im Rahmen der Kreditverträge wurde der maximal zulässige Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden zu EBITDA) und die maximale Ausprägung der Kennzahl Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) als Covenant vereinbart. Der Konzern konnte in der Berichtsperiode diese mit den Darlehensgebern vereinbarten Parameter stets erfüllen.

TEUR

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31.12.2014 31.12.2013
Langfristig© Finanzschulden 145.255 146.788
Kurzfristige Finanzschulden 25.385 37.682
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.649 5.950
Zahlungsmittel und Wertpapiere -83.999 -91.315
Nettofinanzschulden 93.290 99.105
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 231.033 222.159
137.743 123.054
40,4% 44,6%

33. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG

"Source Investment Management Limited mit Sitz in Dublin 2, Irland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 10.03.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,26% (722.761 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Source Investment Management Limited 6,26% (722.761 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Die Stimmrechte werden von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Grammer AG 3 % oder mehr beträgt, zugerechnet: Source Markets PLC." (veröffentlicht am 13.03.2015)

"Source Investment Management Limited mit Sitz in Dublin 2, Irland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 12.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 11.03.2015 die Schwelle von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0,85% (98.366 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Source Investment Management Limited 0,85% (98.366 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet." (veröffentlicht am 13.03.2015)

"Source Holdings Limited mit Sitz in Georgetown, Grand Cayman, Cayman Islands hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 16.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 10.03.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,26% (722.761 Stimmrechte) beträgt. Davon sind Source Holdings Limited 6,26% (722.761 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Grammer AG 3% oder mehr beträgt, zugerechnet: Source Markets PLC." (veröffentlicht am 17.03.2015)

"Source Holdings Limited mit Sitz in Georgetown, Grand Cayman, Cayman Islands hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 16.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 11.03.2015 die Schwelle von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0,85% (98.366 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Source Holdings Limited 0,85% (98.366 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet." (veröffentlicht am 17.03.2015)

"Source Markets PLC mit Sitz in Dublin 2, Irland hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 16.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 10.03.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,26% (722.761 Stimmrechte) beträgt." (veröffentlicht am 17.03.2015)

"Source Markets PLC mit Sitz in Dublin 2, Irland hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 16.03.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Grammer AG (ISIN: DE0005895403) am 11.03.2015 die Schwelle von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0,85% (98.366 Stimmrechte) beträgt." (veröffentlicht am 17.03.2015)

34. Sonstige Angaben

Personal/Beschäftigte

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

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2014 2013
Gewerbliche Mitarbeiter 8.399 7.384
Angestellte 2.047 1.931
Gesamt 10.446 9.315

Mitarbeiter nach Unternehmensbereichen zum Stichtag 31. Dezember:

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2014 2013
Seating Systems 3.679 3.729
Automotive 6.761 6.101
Central Services 260 252
Gesamt 10.700 10.082

Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 490,5 TEUR (Vj. 417,5), wovon 121,3 TEUR (Vj. 66,2) der Vorjahresprüfung zuzurechnen sind. Die Gebühren für Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen betragen 341,3 TEUR (Vj. 131,8). Für sonstige Leistungen wurden 9,6 TEUR (Vj. 31,5) berechnet.

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats TEUR

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2014 2013
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 2.239 2.314
Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von 482 490

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen zu 371 TEUR (Vj. 543) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu 419 TEUR (Vj. 328) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile sind insgesamt in Höhe von 23 TEUR (Vj. 70) und die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung insgesamt in Höhe von 21 TEUR (Vj. -64) durch jeweilige Vorjahresbeträge beeinflusst.

Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt auf:

TEUR

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung Summe
Hartmut Müller 619 159 173 951
Manfred Pretscher 416 106 123 645
Volker Walprecht 414 106 123 643
1.449 371 419 2.239

Für Versorgungszusagen gegenüber den derzeitigen Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von 2.016 TEUR (Vj. 950) gebildet.

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft 291 TEUR (Vj. 278) bezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen zum Stichtag 6.082 TEUR (Vj. 5.059) und sind gem. IAS 19 (überarbeitet) zurückgestellt.

Ferner ist für aktive Mitglieder des Vorstands laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 605 TEUR (Vj. 206) entstanden. Davon entfallen auf Herrn Hartmut Müller 118 TEUR (Vj. 79), auf Herrn Manfred Pretscher 79 TEUR (Vj. 58) und auf Herrn Volker Walprecht 408 TEUR (Vj. 70).

Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert folgendermaßen auf:

TEUR

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Netto Festvergütung Netto Sitzungsgeld Gesamt
Dr.-Ing. Klaus Probst 60,0 10,0 70,0
Martin Bodensteiner1 1,8 0,0 1,8
Tanjo Fondel, M.A.2 26,9 4,0 30,9
Dipl -Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz 30,0 12,0 42,0
Bernhard Hausmann3 26,9 4,0 30,9
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger 30,0 4,0 34,0
Dipl -Kauffrau Tanja Jacquemin4 2,5 0,0 2,5
Dipl -Betriebswirt (FH) Haraldjung 30,0 8,0 38,0
Anton Kohl5 20,0 2,0 22,0
Dipl -Betriebswirt Georg Liebler 30,0 7,0 37,0
Dr. Hans Liebler, Dipl.-Kaufmann 30,0 4,0 34,0
Horst Ott 45,0 7,0 52,0
Wolfgang Rösl 30,0 8,0 38,0
Lars Schelenz6 87 2,0 10,7
Dr. Bernhard Wankerl 30,0 8,0 38,0
401,8 80,0 481,8

1 Mitglied bis 21.01 2014

2 Mitglied ab 08.02.2014

3 Mitglied ab 08.02.2014

4 Mitglied bis 31.01.2014

5 Mitglied bis 31.08.2014

6 Mitglied ab 17.09.2014

Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht gewährt und sind auch nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich keine erfolgsorientierten Vergütungen für den Aufsichtsrat.

35. Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance (§ 161 AktG) ist im Geschäftsbericht 2014 abgedruckt und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance eingesehen werden.

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand:

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M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Darmstadt Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Meine
Dipl.-Kaufmann Volker Walprecht, Essen

Aufsichtsrat:

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Dr.-Ing. Klaus Probst, Heroldsberg Vorsitzender des Aufsichtsrats
Horst Ott, Königstein Stellv. Vorsitzender/ Arbeitnehmervertreter
Martin Bodensteiner, Freudenberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats bis 21. Januar 2014
M.A. Tanja Fondel, Frankfurt a.M. Arbeitnehmervertreterin Mitglied des Aufsichtsrats ab 08. Februar 2014
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz, Ruhstorf a. d. Rott
Bernhard Hausmann, Amberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 08. Februar 2014
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger, Lohr a. M.
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin, Frankfurt a. M. Arbeitnehmervertreterin Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. Januar 2014
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Nabburg Arbeitnehmervertreter
Anton Kohl, Hahnbach Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. August 2014
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler, Möglingen
Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler, Gräfelfing
Wolfgang Rösl, Sulzbach-Rosenberg Arbeitnehmervertreter
Lars Schelenz, Kümmersbruck Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 17. September 2014
Dr. Bernhard Wankerl, Schwandorf

Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB

Vorstand:

Hartmut Müller

Vorstandsvorsitzender

Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co., Ltd., Changchun/China
Mitglied des Beirats der IFA ROTORION - Holding GmbH, Haldensleben
Mitglied des Aufsichtsrats der Wieland-Werke AG, Ulm (ab 16. Juli 2014)

Manfred Pretscher

Vorstandsmitglied

Arbeitsdirektor

Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Seating (Jiangsu) Co., Ltd., Jiangyin/China
Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA

Volker Walprecht

Finanzvorstand

Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co., Ltd., Peking/China
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA

Ausgeübte Berufe und weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsrat

Dr.-Ing. Klaus Probst

Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG

Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd
Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen
Mitglied des Beirats der Deutschen Bank AG, (Region Süd), München

Horst Ott

1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg

keine weiteren Mandate

Martin Bodensteiner

Lieferantenentwickler Commodity Coverings (Mitglied des Aufsichtsrats bis 21. Januar 2014)

keine weiteren Mandate

Tanja Fondel

Gewerkschaftssekretärin IG Metall Vorstand in Frankfurt a. M. (Mitglied des Aufsichtsrats ab 8. Februar 2014)

Mitglied des Aufsichtsrats der Harman Becker Automotive Systems GmbH, Karlsbad

Wolfram Hatz

Selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH

Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt a. M.

Bernhard Hausmann

Teamleiter Intercompany Processing (Mitglied des Aufsichtsrats ab 8. Februar 2014)

keine weiteren Mandate

Ingrid Hunger

Sprecherin der Geschäftsführung der HUNGER Hydraulik Gruppe

keine weiteren Mandate

Tanja Jacquemin

Politische Sekretärin der IG Metall in Frankfurt a. M. (Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. Januar 2014)

Mitglied des Aufsichtsrats der Porsche Holding Stuttgart GmbH, Stuttgart
Mitglied des Aufsichtsrats der Vinci Energies Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.

Harald Jung

Vice President Division Controlling Center Consoles

keine weiteren Mandate

Anton Kohl

Industriemeister

(Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. August 2014)

keine weiteren Mandate

Georg Liebler

Unternehmensberater

Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung ehem. Mitglied des Vorstands der KSPG AG, Düsseldorf

keine weiteren Mandate

Dr. Hans Liebler

Selbständiger Investmentberater

Mitglied des Aufsichtsrats der Augusta Technologie AG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der SKW Stahl AG, München (seit 1. Januar 2014)
Mitglied des Aufsichtsrats der Washtec AG, Augsburg
Mitglied des Aufsichtsrats der J.P. Rosselet Cosmetics (Deutschland) AG, Bremen (bis 30. August 2014)
Mitglied des Aufsichtsrats der Autowerkstattgroup N.V., Maastricht, Niederlande
Mitglied des Board of Directors bei der identive Inc., Santa Ana (CA)/USA (bis 22. Mai 2014)

Wolfgang Rösl

Starkstromelektriker

Mitglied des Beirats der AOK Direktion, Amberg

Lars Schelenz

Maschinenbautechniker

(Mitglied des Aufsichtsrats ab 17. September 2014)

keine weiteren Mandate

Dr. Bernhard Wankerl

Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen

keine weiteren Mandate

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Amberg, 19. März 2015

GRAMMER AG

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 seine Aufgaben und Pflichten gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei seiner Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn in allen für das Unternehmen wichtigen Belangen beraten. Dabei arbeiteten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen und standen in regem Austausch miteinander. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie mündlich über alle relevanten Vorgänge im Unternehmen sowie über die wichtigen Unternehmenskennzahlen informiert. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung, wie strategische Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs, der Risikolage und des Risikomanagements, haben Vorstand und Aufsichtsrat im Vorfeld eingehend erörtert.

Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden mehrmals monatlich in intensivem persönlichen und telefonischen Kontakt und hat sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

In den vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens befasst. Gegenstand regelmäßiger Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Situation und Liquiditätsentwicklung der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats zahlreiche Sachthemen und zustimmungspflichtige Maßnahmen diskutiert und beschlossen. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2014 vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie sieben Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse statt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Amtes bestanden im Berichtszeitraum nicht.

In der ersten Sitzung am 27. März 2014 stand die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts im Mittelpunkt der Beratungen. In Anwesenheit des Abschlussprüfers, stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Mit dem zusammengefassten Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 hat sich der Aufsichtsrat einverstanden erklärt.

Außerdem stimmte der Aufsichtsrat den Tagesordnungspunkten für die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG am 28. Mai 2014 zu. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,65 EUR pro dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen. An der Aufsichtsratssitzung nahm zudem ein externer Vergütungsexperte teil. Dieser war im Berichtsjahr beauftragt, das Vergütungssystem des Vorstands bei GRAMMER zu überprüfen. Der Vergütungsexperte ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Vergütungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Des Weiteren wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung zum Thema IT-Sicherheit in der GRAMMER Gruppe informiert.

In der zweiten Sitzung am 27. Mai 2014 galt das Augenmerk der Mitglieder der Vorbereitung der Hauptversammlung, die am folgenden Tag stattfand. Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat zudem die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Auch befasste sich der Aufsichtsrat mit der angestrebten Verbesserung bei der Rekrutierung von Führungskräften aus den eigenen Reihen. Das Gremium vereinbarte, sich künftig mindestens einmal im Jahr mit dieser Zielsetzung näher zu befassen. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Themenschwerpunkte im Bereich "Corporate Social Responsibility". Hierbei soll künftig das Augenmerk verstärkt auf die Themen Umwelt, Mitarbeiter, Gesellschaft und Ökonomie gelegt werden.

In der dritten Aufsichtsratssitzung am 7. Oktober 2014 standen die Fortschritte bei der Umsetzung der im Geschäftsjahr 2013 verabschiedeten mittelfristigen Strategie bis 2019 im Mittelpunkt der Erörterungen. Gegenstand weiterer Beratungen war die durch den Vorstand geplante Erhöhung des Anteils des GRAMMER Konzerns an dem Joint Venture GRAMMER Seating Jiangsu Co. Ltd. sowie die geplante Übernahme der Anteile an der GRAMMER Argentina S.A. durch die GRAMMER AG selbst. Diese Anteile wurden zuvor von der Tochtergesellschaft GRAMMER do Brasil gehalten.

In der vierten und letzten ordentlichen Sitzung am 9. Dezember 2014 diskutierte und genehmigte das Gremium das Budget 2015. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat umfassend mit der Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014. Er billigte die zusammen mit dem Vorstand erstellte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Gegenstand der Beratungen waren zudem der aktuelle Stand der geplanten Erhöhung der Anteile bei dem Joint Venture GRAMMER Seating Jiangsu Co. Ltd. Darüber hinaus wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats über die Investor-Relations-Aktivitäten im Jahr 2014 informiert. Weiterer Gegenstand der Erörterungen war das Vorgehen bezüglich der in 2015 anstehenden Aufsichtsratswahlen, da Herr Georg Liebler aus Altersgründen aus dem Gremium ausscheiden wird.

Umlaufbeschlüsse des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG fünf Beschlüsse im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens gefasst, der Ständige Ausschuss zwei Beschlüsse. In der Sitzung am 10. Dezember 2013 wurde die Überarbeitung der Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat besprochen; am 29. Januar 2014 verabschiedete der Aufsichtsrat im Wege des Umlaufbeschlusses die überarbeiteten Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat, die am 1. Februar 2014 in Kraft getreten sind. Gegenstand eines Umlaufbeschlusses vom 11. März 2014 war die notwendig gewordene Nachbesetzung im Prüfungsausschuss, nachdem das Ausschussmitglied Frau Jacquemin aus dem Aufsichtsrat und damit auch dem Prüfungsausschuss ausgeschieden war. Der Aufsichtsrat wählte den Arbeitnehmervertreter Herrn Harald Jung zum neuen Mitglied in den Prüfungsausschuss. Am 17. April 2014 stimmte der Aufsichtsrat im Wege eines Umlaufbeschlusses der Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Italien zu. Im August 2014 fanden zwei weitere Umlaufbeschlüsse statt. Zum einen musste der von der Hauptversammlung im Mai 2014 neu erteilten Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien Rechnung getragen werden, da für den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien ein Aufsichtsratsbeschluss erforderlich ist. Dieser lag für die alte Ermächtigung bereits vor und wurde für die neue Ermächtigung im Wege eines Umlaufbeschlusses erneuert. In einem weiteren Umlaufbeschluss stimmte der Aufsichtsrat einer Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft GRAMMER CZ s.r.o. in Höhe von 9 Mio. EUR (rd. 247 Mio. CZK) zu.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr vier Ausschüsse gebildet, die sich wie folgt zusammensetzen:

Strategieausschuss

Georg Liebler

Horst Ott

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Wolfgang Rösl

Ständiger Ausschuss

Georg Liebler

Horst Ott

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Wolfgang Rösl

Prüfungsausschuss

Wolfram Hatz (Vorsitzender)

Tanja Jacquemin (bis 31. Januar 2014)

Harald Jung (ab 11. März 2014)

Wolfgang Rösl

Dr. Bernhard Wankerl

Nominierungsausschuss

Wolfram Hatz

Dr. Klaus Probst (Vorsitzender)

Dr. Bernhard Wankerl

Der Strategieausschuss berät den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie. Er beobachtet die Fortschritte, bereitet Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Strategie vor und gibt dem Gremium Beschlussempfehlungen. Der Ausschuss hat im Berichtsjahr 2014 zweimal getagt. Auf seiner ersten Sitzung am 17. Februar 2014 stand die Aktualisierung der in der Sitzung vom 24. September 2013 verabschiedeten Strategie im Mittelpunkt der Erörterungen. Die Mitglieder setzten sich intensiv mit der regionalen Aufstellung von GRAMMER und den erwarteten Wachstumstrends in den jeweiligen Regionen auseinander. Außerdem wurde überprüft, inwieweit die Produkt- und Technologieentwicklung den strategischen Vorgaben entspricht. Die zweite Sitzung am 7. August 2014 diente dazu, die Sitzung des Aufsichtsrats der GRAMMER AG am 7. Oktober 2014 vorzubereiten. Der Vorstand stellte den Mitgliedern die Strategie für die Jahre 2014 bis 2019 vor. Die Ausschussmitglieder erarbeiteten auf dieser Grundlage eine Beschlussempfehlung für den Aufsichtsrat.

Der Ständige Ausschuss des Aufsichtsrats nimmt neben seinen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz auch Aufgaben im Zusammenhang mit Vorstandsangelegenheiten wahr. Er bereitet Personalentscheidungen des Gesamtaufsichtsrats vor und handelt Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern aus. Im Berichtsjahr hat der Ständige Ausschuss eine Sitzung am 8. Dezember 2014 zum Thema betriebliche Altersversorgung abgehalten. Dazu stellte ein externer Vergütungsexperte ein Gutachten vor. Die Ausschussmitglieder diskutierten den Vorschlag des Vergütungsexperten, die Pensionsverträge für den Vorstand der GRAMMER AG neu zu gestalten. Ziel der Sitzung war es, den Ständigen Ausschuss über die neueste Entwicklung auf dem Laufenden zu halten und das weitere Vorgehen abzustimmen, um dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Gestaltung der Pensionsverträge unterbreiten zu können.

In zwei Umlaufbeschlüssen befasste sich der Ständige Ausschuss mit der Genehmigung von Nebentätigkeiten des Vorstands. Die Kompetenz hierfür wurde nach der neuen Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auf den Ständigen Ausschuss übertragen. Am 21. Februar 2014 genehmigte das Gremium Herrn Walprecht eine Beiratsfunktion im Studienprogramm Internationales Projektmanagement (MBA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtigen-Geislingen (Baden-Württemberg). Am 13. Juni 2014 erfolgte die Zustimmung für Herrn Hartmut Müller, ein Aufsichtsratsmandat bei der Wieland-Werke AG, Ulm, zu übernehmen.

Der Prüfungsausschuss bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats über Fragen der Rechnungslegung vor und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des Internen Revisionssystems. Er befasst sich mit Fragen der Compliance und beauftragt den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss trat 2014 viermal zusammen. In der ersten Sitzung am 27. März 2014 stand die Diskussion des Einzel- und Konzernabschlusses 2013 im Mittelpunkt der Erörterungen. Anwesend waren auch die Abschlussprüfer von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt worden war. Als weitere Themen wurden der Risikobericht und der Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2014 behandelt. Zudem wurde die Personalsituation im Konzernrechnungswesen erörtert.

Anlass der zweiten Sitzung am 30. April 2014 war die Prüfung des Quartalsberichts zum 31. März 2014. Zudem bereiteten die Mitglieder die Effizienzprüfung seiner Ausschusstätigkeit vor. Zur Diskussion stand zudem die Systematik der Konzernrevision. Es wurden Fragen der Aufbauorganisation, der Aufgaben, der Prüffelder und der Prüfungsplanung, der Prüfungsgrundlagen sowie der Standards erörtert.

In seiner dritten Sitzung am 1. August 2014 befasste sich der Prüfungsausschuss mit den Halbjahreszahlen des GRAMMER Konzerns zum 30. Juni 2014 und mit dem Risikobericht. Zudem wurde die Systematik der Kapitalflussrechnung erörtert. Weitere Diskussionen betrafen die Tätigkeit des Abschlussprüfers. Nachdem die Mitglieder die Prüfungsschwerpunkte, den Terminplan, die Kosten sowie die Vertragsgestaltung mit der Prüfungsgesellschaft erörtert und beschlossen hatten, wurde Herr Hatz damit beauftragt, den Beschluss umzusetzen.

In der vierten und letzten Sitzung am 7. November 2014 behandelte das Gremium den vorläufigen Quartalsabschluss zum 30. September 2014 und den Risikobericht.

Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen und im Vorfeld die Anforderungen für das konkret zu besetzende Mandat zu definieren. Es fanden im Berichtsjahr keine Sitzungen statt.

Jahres- und Konzernabschluss

Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, zum Abschlussprüfer für das Berichtsjahr bestellt. Der Prüfungsausschuss erteilte am 6. Oktober 2014 den entsprechenden Prüfungsauftrag für den Einzel- sowie für den Konzernabschluss 2014. Der Abschlussprüfer hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der GRAMMER AG und den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss des GRAMMER Konzerns sowie den zusammengefassten Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellte fest, dass der zusammengefasste Lagebericht der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns die Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend wiedergeben.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Die Berichte und Abschlussunterlagen des Abschlussprüfers lagen den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung vor und wurden eingehend geprüft. Sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses zum Jahres- und Konzernabschluss als auch in der Bilanzaufsichtsratssitzung des Aufsichtsrats am 26. März 2015 berichtete die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.

Nach eingehender Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts der GRAMMER AG und des GRAMMER Konzerns hat der Aufsichtsrat diesbezüglich keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat schloss sich somit dem Prüfungsergebnis der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigte sodann den Jahresabschluss der GRAMMER AG und des Konzerns. Der Jahresabschluss der GRAMMER AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtsjahr 2014 wie folgt geändert: Der Arbeitnehmervertreter Herr Martin Bodensteiner trat mit Wirkung zum 21. Januar 2014 zurück. Als Nachfolger wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg Herr Bernhard Hausmann mit Wirkung zum 8. Februar 2014 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Des Weiteren ist die Arbeitnehmervertreterin Frau Tanja Jacquemin zum 31. Januar 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin ist mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg Frau Tanja Fondel ebenso mit Wirkung zum 8. Februar 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Für das zum 31. August 2014 ebenfalls auf Arbeitnehmerseite ausgeschiedene Mitglied Herr Anton Kohl rückte mit gerichtlicher Bestellung zum 17. September 2014 Herr Lars Schelenz nach.

Im Vorstand der GRAMMER AG gab es 2014 keine personellen Veränderungen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der GRAMMER AG für ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit, ohne die die positive Unternehmensentwicklung im Geschäftsjahr 2014 nicht möglich gewesen wäre.

Amberg, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Klaus Probst, Vorsitzender

Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB

Corporate Governance, die Einhaltung internationaler Standards in Bezug auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung, gehört zum Selbstverständnis der GRAMMER AG. Unsere Unternehmenskultur basiert auf einer effektiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Vorstand, Aufsichtsrat und der Mitarbeiter untereinander, einer guten Beziehung zu unseren Aktionären, einer transparenten Berichterstattung und Unternehmenskommunikation, einer angemessenen Vergütungsstruktur sowie der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften. Die Basis unserer Unternehmensführung bilden der Deutsche Corporate Governance Kodex sowie das deutsche Aktiengesetz. Darüber hinaus verpflichten sich unsere Mitarbeiter an sämtlichen GRAMMER Standorten weltweit zur Einhaltung des für die GRAMMER Gruppe geltenden Verhaltenskodex. Der GRAMMER Verhaltenskodex enthält verbindliche Regelungen, die das unternehmerische Handeln der GRAMMER Gruppe bestimmen, und setzt hohe ethische Standards. Um die Einhaltung und Umsetzung des Kodex zu gewährleisten, hat GRAMMER weitere Regelungen erlassen, welche die Verhaltensregeln erläutern und konkretisieren. GRAMMER bietet seinen Mitarbeitern zudem webbasierte Trainings an und hat ein Kodex-Team bestimmt: Die Spezialisten beantworten Fragen der Mitarbeiter zum Verhaltenskodex, unterstützen bei der Aufklärung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex und wirken auf eine Verfolgung von Fehlverhalten hin.

Entsprechenserklärung

Am 9. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:

Die GRAMMER AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 (Kodex) und wird diesen auch zukünftig entsprechen, mit zwei Ausnahmen:

1. Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3

Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 des Kodex enthält die Empfehlung, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.

Bei der Festlegung der bestehenden Vorstandsvergütungen hat der Aufsichtsrat zwar die in Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 2 des Kodex genannten Kriterien beachtet, u. a. auch die Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Auch wurde zuletzt in 2013 die Vergütungsstruktur in der Gesellschaft von einem unabhängigen Vergütungsexperten auf Grundlage der aktuell vereinbarten Vergütungen analysiert. Dieser hat die Angemessenheit der Vorstandsvergütung auch in Relation zur Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt, festgestellt. Die zeitliche Entwicklung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft wurde nicht in die Analyse einbezogen. Zudem hat der Aufsichtsrat nicht ausdrücklich festgelegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Gesamtbelegschaft abzugrenzen sind. Daher erklären Vorstand und Aufsichtsrat hiermit vorsorglich eine Abweichung, auch wenn im Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2013 keine Vorstandsvergütungen durch den Aufsichtsrat der Höhe nach neu festgelegt wurden. Die Einhaltung dieser weitergehenden Anforderungen wäre nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand möglich.

2. Ziffer 4.2.5 Absatz 3

Nach Ziffer 4.2.5 Absatz 3 des Kodex soll im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied die Vergütung anhand von Mustertabellen dargestellt werden und bestimmte, über die bisherigen Angaben hinausgehende, definierte Informationen beinhalten.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG wird bislang im Einzelnen im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen offengelegt und weist hiernach bereits detaillierte Angaben zur Vergütung jedes Vorstandsmitglieds aus. Daher ist eine darüber hinausgehende Aufschlüsselung anhand der Mustertabellen nicht beabsichtigt.

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 wurden im Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2013 bis zum Inkrafttreten des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der Abweichung von Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 entsprochen. Im Hinblick auf die Begründung der Abweichung von Ziffer 4.2.2. Absatz 2 Satz 3 wird auf die Ausführungen unter Ziffer 1 verwiesen.

Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG unter folgendem Link dauerhaft abrufbar: www.grammer.com/investor-relations/fakten-zum-unternehmen/corporate-governance.html

Mitglieder des Vorstands

Vorstand

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Name Funktion Zuständigkeiten
M.Sc. BWL, Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller Im Amt seit 2007 Vorstandsvorsitzender Corporate Development Group Internal Control & Legal Group Investor Relations, Communications & Marketing
Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher Im Amt seit 2010 Mitglied des Vorstands Group Human Resources Group Operations Group Projects Group Quality & Group Service Group Research & Development Strategic Product Planning Group
Dipl.-Kaufmann Volker Walprecht Im Amt seit 2012 Mitglied des Vorstands Group Accounting Group Commercial Projects Group Controlling Group Finance Group IT Group Purchasing Group Sales

Mitglieder des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat

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Name Funktion Beruf/Wohnort
Dr.-Ing. Klaus Probst Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorstandsvorsitzender der LEONI AG, Nürnberg/ Heroldsberg
Horst Ott Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg/Königstein
Martin Bodensteiner Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (bis 21. Januar 2014) Lieferantenentwickler Commodity Coverings/ Freudenberg
M.A. Tanja Fondel Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin (ab 8. Februar 2014) Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt a. M./ Frankfurt a. M.
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz Mitglied des Aufsichtsrats Selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH, Ruhstorf a. d. Rott/ Ruhstorf a. d. Rott
Bernhard Hausmann Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (ab 8. Februar 2014) Teamleiter Intercompany Processing/Amberg
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger Mitglied des Aufsichtsrats Sprecherin der Geschäftsführung der Hunger Hydraulik Gruppe, Lohr a. M./ Lohr a. M.
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreterin (bis 31. Januar 2014) Politische Sekretärin der IG Metall in Frankfurt a. M./ Frankfurt a. M.
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter Vice President Division Controlling Center Consoles/ Nabburg
Anton Kohl Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (bis 31. August 2014) Industriemeister/Hahnbach
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler Mitglied des Aufsichtsrats Unternehmensberater, Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung, ehem. Mitglied des Vorstands der KSPG AG, Düsseldorf/ Möglingen
Dipl.-Kaufmann Dr. Hans Liebler Mitglied des Aufsichtsrats Selbständiger Investmentberater/Gräfelfing
Wolfgang Rösl Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter Starkstromelektriker/ Sulzbach-Rosenberg
Lars Schelenz Mitglied des Aufsichtsrats, Arbeitnehmervertreter (ab 17. September 2014) Maschinenbautechniker/ Kümmersbruck
Dr. Bernhard Wankerl Mitglied des Aufsichtsrats Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen/Schwandorf

Arbeitsweise des Vorstands und Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse

Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die GRAMMER AG über eine doppelte Führungs- und Kontrollspitze aus Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils eigenen Kompetenzen. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten hinsichtlich der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Die Leitung der GRAMMER AG erfolgt durch den Vorstand auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung. Wesentliche Geschäfte des Vorstands bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Außerdem bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder.

Der Vorstand

Der Vorstand der GRAMMER AG besteht aus drei Mitgliedern: dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Hartmut Müller sowie dem Finanzvorstand Herrn Volker Walprecht und dem Arbeitsdirektor Herrn Manfred Pretscher. Die GRAMMER Geschäftsordnung regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die interne Zusammenarbeit des Vorstands. Nach der geltenden Geschäftsordnung bedürfen bestimmte Entscheidungen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand leitet in gemeinschaftlicher Verantwortung das Unternehmen, legt die strategische Ausrichtung des Unternehmens fest und sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. In regelmäßig stattfindenden Sitzungen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich in mündlicher und schriftlicher Form über aktuelle Entwicklungen. Schwerpunktthemen der Sitzungen sind die Unternehmensstrategie, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Risikomanagement.

Die Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG sind den Interessen des Unternehmens verpflichtet. Sollten Interessenkonflikte seitens der Vorstandsmitglieder auftreten, so sind der Aufsichtsrat sowie die übrigen Vorstandsmitglieder unverzüglich darüber in Kenntnis zu setzen. Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Interessenkonflikte seitens der Vorstandsmitglieder aufgetreten.

Der Aufsichtsrat

Die Satzung der GRAMMER AG schreibt vor, dass der Aufsichtsrat aus insgesamt zwölf Mitgliedern bestehen soll. Diese werden jeweils zur Hälfte von den Aktionären der Gesellschaft und von den Arbeitnehmern der GRAMMER AG gewählt. Bei den von den Aktionären gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats handelt es sich um vom Unternehmen unabhängige Personen, die weder in geschäftlicher noch in persönlicher Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand stehen. Die Aufsichtsratsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Interessenkonflikte, die beispielsweise aufgrund einer Betreuungsfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen, sind dem Aufsichtsrat mitzuteilen. 2014 sind keine Interessenkonflikte seitens der Aufsichtsratsmitglieder aufgetreten.

Im Geschäftsjahr 2014 gab es folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat der GRAMMER AG: Mit Wirkung zum 31. Januar 2014 hat Frau Tanja Jacquemin, Vertreterin der Arbeitnehmer, ihren Rücktritt als Mitglied des Aufsichtsrats erklärt. Frau Tanja Fondel hat als Vertreterin der Arbeitnehmer durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg zum 8. Februar 2014 ihre Nachfolge angetreten. Ebenso ist Herr Bernhard Hausmann, als Nachfolger von Herrn Martin Bodensteiner, der zum 21. Januar 2014 seinen Rücktritt erklärt hat, zum 8. Februar 2014 wieder in den Aufsichtsrat als Arbeitnehmervertreter zurückgekehrt. Herr Anton Kohl ist zum 31. August 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, Herr Lars Schelenz wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg mit Wirkung zum 17. September 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Eine Übersicht über die aktuellen Aufsichtsratsmitglieder finden sie auf Seite 28 des vorliegenden Berichts.

Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, entscheidet über wesentliche Vertragselemente der Anstellungsverträge sowie über das Vergütungssystem des Vorstands und berät und überwacht den Vorstand hinsichtlich der Unternehmensleitung. Außerdem ist der Aufsichtsrat in die Strategie und Planung der GRAMMER AG eingebunden sowie in alle Themen, welche von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen sind. Der Aufsichtsrat wählt den Aufsichtsratsvorsitzenden und dessen Stellvertreter, prüft den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Lagebericht nach den gesetzlichen Bestimmungen. Des Weiteren erlässt und ändert der Aufsichtsrat die Geschäftsordnung für den Vorstand und gibt zusammen mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab.

Die Geschäftsführung des Aufsichtsrats erfolgt gemäß der selbst aufgestellten Geschäftsordnung, deren Aktualisierung in 2013 angestoßen wurde und per Umlaufbeschluss zum 1. Februar 2014 in Kraft getreten ist. Detaillierte Informationen über die Tätigkeit des Gremiums und die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand enthält der Bericht des Aufsichtsrats (Seite 32 ff.).

Einmal jährlich bewerten die Aufsichtsratsmitglieder die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats. In der Aufsichtsratssitzung vom 27. Mai 2014 sichtete der Aufsichtsrat die Ergebnisse der Effizienzprüfung und diskutierte daraus resultierende Verbesserungsmaßnahmen.

Die Ausschüsse des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der GRAMMER AG insgesamt vier Ausschüsse gebildet: den Strategieausschuss, den Ständigen Ausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Die Arbeit der Ausschüsse ist durch die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Eine Ausnahme bildet der Prüfungsausschuss, für den eine eigene Geschäftsordnung verabschiedet wurde. Der Prüfungsausschuss tagt mindestens einmal im Quartal, die übrigen Ausschüsse nach Bedarf. Eine Übersicht über die aktuellen Ausschussmitglieder finden sie auf Seite 34 des vorliegenden Berichts.

Besetzungsziele von Vorstand und Aufsichtsrat

Bei der Besetzung vakanter Stellen im Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG legt das Unternehmen konkrete Kriterien zu Grunde. So achtet der Aufsichtsrat bei der Neubesetzung von Vorstandsstellen neben der fachlichen Eignung, internationaler Erfahrung und Führungsqualitäten insbesondere auch auf Vielfalt (Diversity) und auf die Berücksichtigung von Frauen.

Zum Anforderungsprofil für potenzielle Aufsichtsratsmitglieder gehören die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten und die entsprechende fachliche Erfahrung zur Wahrnehmung der Aufgaben als Aufsichtsratsmitglied. Dem Aufsichtsrat der GRAMMER AG muss außerdem mindestens ein unabhängiges Mitglied mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung angehören.

Nach den vom Aufsichtsrat festgelegten Zielen für seine Zusammensetzung soll dem Aufsichtsrat u. a. eine ausreichende Anzahl von Mitgliedern angehören, die über internationale Erfahrung, z. B. gewonnen durch eine langjährige berufliche Tätigkeit im Ausland bzw. durch die Führung eines international tätigen Unternehmens, verfügen. Auch ist der Aufsichtsrat ausweislich seiner Zielfestlegung bestrebt, eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat sicherzustellen. So hat der Aufsichtsrat ursprünglich festgelegt, anzustreben, die Anzahl der Frauen im Aufsichtsrat spätestens bei den Neuwahlen in 2015 auf mindestens zwei Frauen zu erhöhen, wobei eine Frau auf Seiten der Aktionärsvertreter vorgeschlagen werden soll.

Darüber hinaus dürfen dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Auch dürfen die Aufsichtsratsmitglieder keine Organ- oder Beratungsfunktion bei wesentlichen Wettbewerbern der GRAMMER AG ausüben. Gehört ein Aufsichtsratsmitglied auch dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft an, so darf es höchstens drei Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften wahrnehmen.

Der Stand der Umsetzung der vorstehend dargelegten Ziele für die Zusammensetzung im Aufsichtsrat, insbesondere im Hinblick auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens und die Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat, stellt sich wie folgt dar:

Die Zielsetzung, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl von Mitgliedern angehört, die über internationale Erfahrung verfügen, ist bereits seit vielen Jahren realisiert. Eine ausreichende Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern verfügt über umfassende internationale Erfahrungen. Das Bestreben, die Anzahl der Frauen im Aufsichtsrat spätestens bei den Neuwahlen in 2015 auf mindestens zwei Frauen zu erhöhen, ist auch bereits in 2014 realisiert worden. So gehörten zum 31. Dezember 2014 mit Frau Ingrid Hunger und Frau Tanja Fondel zwei Frauen dem Aufsichtsrat der GRAMMER AG an. Es ist erneut beabsichtigt, im Rahmen der Neuwahlen im Aufsichtsrat in 2015 mit Frau Ingrid Hunger eine Frau als Aktionärsvertreterin zur Wahl vorzuschlagen.

Verhaltenskodex der GRAMMER Gruppe

Zusätzlich zu den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet sich die GRAMMER AG, den unternehmenseigenen Verhaltenskodex zu befolgen, der weitere verbindliche Regelungen hinsichtlich des unternehmerischen Handelns der GRAMMER Gruppe festlegt. Der für die GRAMMER Gruppe festgeschriebene Verhaltenskodex (Code of Conduct) definiert verbindliche Regeln für die Einhaltung der länderspezifischen gesetzlichen Regelungen, für fairen Wettbewerb, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie Bestimmungen zum Umgang mit vertraulichen Informationen und zur Vermeidung von Korruption und Insiderhandel. Auch der Grundsatz der Chancengleichheit ist im Code of Conduct fest verankert.

Unternehmerische Verantwortung

Der langfristige Erfolg eines Unternehmens basiert nicht allein auf einer wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmensführung. In ihren Unternehmensleitlinien bekennt sich die GRAMMER Gruppe klar zu einer Kultur der Achtsamkeit und verpflichtet sich zu nachhaltigem Handeln. Das Corporate-Social-Responsibility-Konzept von GRAMMER umfasst wirtschaftliche, ökologische und soziale Komponenten. So strebt GRAMMER danach, die Belastung für Mensch und Natur möglichst gering zu halten, unterstützt soziale Projekte und Institutionen an den verschiedenen GRAMMER Standorten weltweit, fördert Mitarbeiter und Nachwuchskräfte und setzt sich für den Umweltschutz und weniger Emissionen sowie den sparsamen Verbrauch von Rohstoffen, Wasser und Energie ein. Ausführlichere Informationen zu den CSR-Maßnahmen der GRAMMER Gruppe finden Sie im Kapitel "Soziale Verantwortung" auf Seite 20 ff.

Compliance in der GRAMMER Gruppe

Ein verantwortungsvolles und rechtlich einwandfreies Verhalten ist die Erfolgsbasis der GRAMMER Gruppe und ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Aus diesem Grund vertrauen uns unsere Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit. Der Vorstand der GRAMMER Gruppe und alle Mitarbeiter haben sich zu verantwortungsbewusstem Handeln und zum Einhalten aller geltenden Vorschriften verpflichtet. Um die Umsetzung und Einhaltung der bei GRAMMER geltenden Compliance-Regeln zu unterstützen und sicherzustellen, wurde 2005 das GRAMMER Kodex-Team gegründet. Zum Kodex-Team gehören neben einem Vorstandsmitglied der Vice President Group Human Resources sowie der Vice President Group Internal Control & Legal. Das Unternehmen hat eine eigene E-Mail-Adresse für Compliance-Meldungen eingerichtet und veröffentlicht zu gegebenem Anlass TopNews zum Thema Compliance. Im Rahmen der Compliance-Maßnahmen haben die Mitarbeiter außerdem die Möglichkeit, Vorträge zu besuchen und an Schulungen über E-Learning-Plattformen zu Compliancerelevanten Themen teilzunehmen. Außerdem stehen allen Mitarbeitern eine Übersicht häufig gestellter Fragen (FAQs) und die dazugehörigen Antworten zum Thema Compliance zur Verfügung.

Investor-Relations-Arbeit

Die GRAMMER AG verfolgt das Prinzip, gegenüber allen relevanten Zielgruppen zeit- und inhaltsgleich über die Gesellschaft und deren aktuelle Entwicklungen zu berichten. Vorstand und Aufsichtsrat sind bestrebt, die Kommunikation stetig zu verbessern, um eine umfassende und transparente Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Unter www.grammer.com können sich sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger intensiv und direkt über relevante Themen informieren. Neben aktuellen Meldungen veröffentlicht die GRAMMER AG hier auch alle Entsprechenserklärungen zum Corporate Governance Kodex, Angaben zu Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung sowie Jahresabschlüsse und Quartalsberichte. Der Internetauftritt gibt zudem Auskunft über alle wesentlichen Termine und Veröffentlichungen, Ad-hoc-Mitteilungen sowie meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings). Eingebunden sind auch weitergehende Informationen für Investoren, wie zum Beispiel Roadshow-Präsentationen.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings)

Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle sonstigen Personen mit Führungsaufgaben sind gemäß § 15 a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, Erwerb und Veräußerung von GRAMMER Aktien oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente zu melden. Diese Verpflichtung gilt auch für Personen, die in enger Beziehung zu Führungspersonen stehen.

Im Berichtsjahr 2014 wurden der GRAMMER AG folgende Transaktionen mitgeteilt:

Dr. Klaus Probst:

Kauf

Datum: 06.08.2014

Ort: Xetra

Kurs/Preis: 35,3565

Währung: EUR

Stückzahl: 5.000

Gesamtvolumen: EUR 176.782,50

Zum 31. Dezember 2014 hielten Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats direkt oder indirekt weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Dies gilt auch für Personen, die in enger Beziehung zu Führungspersonen stehen.

Vergütungsbericht

Alle Informationen über die Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern sowie Erläuterungen zum Vergütungssystem der GRAMMER AG sind im vorliegenden Bericht auf den Seiten 55 f. aufgeführt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die GRAMMER AG erstellt den Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), den Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer - die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg -prüfte sowohl den Konzernabschluss als auch den Jahresabschluss der GRAMMER AG. Beide Prüfungen erfolgten unter Einhaltung aller Prüfungsvorschriften sowie unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung.

Zu den Prüfungsbestandteilen zählten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zum DCGK nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über möglicherweise auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Dazu gab es keinerlei Anlass. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Risikomanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit geschäftlichen Risiken ist ein grundlegender Bestandteil guter Corporate Governance. Konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme gewährleisten für Vorstand und Management der GRAMMER AG eine umfassende und frühzeitige Erfassung, Bewertung sowie Steuerung von Risiken. Der Prüfungsausschuss befasst sich regelmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS), des Risikomanagements und der Internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement finden Sie im Lagebericht auf den Seiten 59 ff.