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GRAMMER AG Annual Report 2012

Apr 25, 2013

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Annual Report

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Grammer AG

Amberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

GRAMMER AG Konzernabschluss 2012

Konzernabschluss und Konzernlagebericht 31. Dezember 2012

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Anhang zum Konzernabschluss - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Nürnberg, 19. März 2013

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Helgert, Wirtschaftsprüfer

Konzernlagebericht

Konzernumsatz erreicht mit 1,14 Mrd. EUR neuen Rekordwert.
Operatives Ergebnis trotz schwierigem Umfeld nahezu gehalten.
Ergebnis nach Steuern und Zinsen über Vorjahr.
Operativer Cashflow deutlich verbessert.
Dividendenzahlung vorgeschlagen.

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Der GRAMMER Konzern ist ein global agierendes Zulieferunternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge spezialisiert ist. Der GRAMMER Konzern hat weltweit 29 Produktionswerke, die mit hoher Wertschöpfungstiefe qualitativ hochwertige Produkte für die Fahrzeugindustrie erzeugen. Der GRAMMER Konzern umfasst neben dem Mutterunternehmen, der GRAMMER AG mit Sitz in Amberg, 23 weitere vollkonsolidierte Gesellschaften. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 18 Ländern vertreten.

Der GRAMMER Konzern wird zentral von einem dreiköpfigen Vorstand geführt und hat seinen Unternehmenssitz in Deutschland mit der Konzernzentrale in Amberg (Bayern).

Unternehmenssegmente

Im Segment Automotive beliefern wir namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie mit hochwertigen Innenraumkomponenten, wie beispielsweise Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen. Im Segment Seating Systems ist das Unternehmen mit Komplettsitzen und Sitzsystemen sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft aktiv. Wir beliefern Hersteller von Lkw und Offroad-Fahrzeugen - dazu zählen Land-, Forst- und Baumaschinen sowie Flurförderzeuge. Zudem gehören auch Erstausrüster und Betreiber von Bahnen sowie in bestimmten Märkten Bushersteller zu den von uns belieferten Kundengruppen.

Unternehmenssteuerung

Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz, operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Working Capital, Gearing sowie mit dem GEVA (GRAMMER Economic Value Added), einer Kennziffer für die Kapitalverzinsung. Diese spiegelt in Anlehnung an den EVA (Economic Value Added) die Effizienz, mit der das Unternehmenskapital eingesetzt wird, wider.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen

Verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 zunehmend abgekühlt. Dies machte sich in unterschiedlichem Ausmaß in allen wichtigen Wirtschaftsregionen bemerkbar und ließ den Welthandel kontinuierlich an Schwung verlieren. Im Jahresdurchschnitt hat die globale Wirtschaftsleistung nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) nur noch um 3,2 % zugelegt, nachdem bereits 2011 der Anstieg mit 3,9 % eher moderat ausgefallen ist. Zwar dürfte zur Jahreswende 2012/2013 der konjunkturelle Tiefpunkt durchschritten worden sein, doch belasten insbesondere die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sowie der unklare künftige finanzpolitische Kurs in den Vereinigten Staaten die weitere Entwicklung.

Mit einem Plus von 1,3 % im Jahr 2012 fiel das Wachstum in den entwickelten Volkswirtschaften laut IWF erneut mäßig aus. Großbritannien mit einem Minus von 0,2 % sowie die Euro-Zone (-0,4 %) rutschten sogar in eine leichte Rezession ab, wobei Italien und Spanien besonders stark betroffen waren. Bremsend wirkte sich das Bemühen vieler Länder aus, ihre Schulden durch Einsparungen im Staatshaushalt auf eine wieder tragfähige Basis zu stellen. Die Verunsicherungen von Verbrauchern und Investoren dämpften darüber hinaus die Konjunktur in diesen Ländern weiter.

Deutschland hingegen schaffte mit 0,9 % einen moderaten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, der aber deutlich unter dem Plus von 3,1 % des Vorjahres lag. Hier hat nach gutem Start im weiteren Verlauf des Jahres 2012 die anhaltende Unsicherheit im Gefolge der europäischen Schuldenkrise die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte spürbar gedämpft.

Getragen wurde die Expansion maßgeblich vom Außenhandel, wenngleich die Impulse zuletzt merklich schwächer geworden sind.

Die US-Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr robust gewachsen. Diesen Trend konnten auch die unsichere Haushaltslage zur Jahreswende und eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit nicht aufhalten. Insgesamt legte die Konjunktur in den USA im Jahr 2012 um 2,3 % zu.

Auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern waren Bremsspuren unverkennbar. Laut IWF stieg die Produktion dort nur noch um 5,1 %, nachdem 2011 noch ein Zuwachs von 6,3 % verzeichnet worden war. Belastend wirkten neben den mangelnden Nachfrageimpulsen aus den Industrieländern auch binnenwirtschaftliche Probleme. Erschwerend hinzu kamen erhebliche Kapitalabflüsse aus einigen Schwellenländern, weil die Investoren angesichts der angespannten Lage auf den Finanzmärkten risikoärmere Anlagen bevorzugten. Besonders ausgeprägt war die Wachstumsverlangsamung in Mittel- und Osteuropa, wo sich das Expansionstempo auf nur noch 1,8 % annähernd gedrittelt hat.

In China, Indien sowie Lateinamerika ließ die Dynamik ebenfalls spürbar nach. Die chinesische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 7,8 %.Sie blieb damit hinter den Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurück. Im Vorjahr hatte das Plus noch 9,3 % betragen.

In Indien hingegen stagnierte die Binnennachfrage auf dem Niveau des Vorjahres und konnte somit keine positiven Impulse zum Wirtschaftswachstum geben. Mit einem Plus von 4,5 % fiel das Wirtschaftswachstum deutlich geringer als im vorherigen Jahr aus, wo es noch 7,9 % betragen hatte.

Geschäftsentwicklung des Konzerns trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen weiter positiv

Trotz eines teilweise rückläufigen Marktumfelds und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns im Berichtsjahr positiv.

Auftragseingang und Umsatz stiegen aufgrund einer hohen Nachfrage in unseren Märkten und wegen wichtiger Produktneuanläufe um gut 4 % weiter an, nachdem bereits im Vorjahr ein Zuwachs von 18 % erzielt werden konnte. Trotz der spürbaren Abkühlung in Europa aufgrund der anhaltenden Euro-Krise und dem starken Einbruch im südamerikanischen Markt konnten wir sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr auf eine gute Nachfrage speziell in unserem Premiumsegment bauen. Mit dem Hochlaufen der neuen Lkw-Projekte konnte auch die Marktschwäche in Europa in diesem Geschäftsfeld ausgeglichen werden. So konnte der Konzern nach einem sehr guten Ergebnis im Vorjahr auch im laufenden Geschäftsjahr trotz der geplanten Belastungen aus den Produktneuanläufen und des unerwartet heftigen Markteinbruches in Brasilien erneut ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften, was sowohl aufgrund der stabilen Umsatzzuwächse für den Konzern als auch durch die Fixkostendegressivität erzielt wurde. Die Umsetzung der Maßnahmenpakete zur Optimierung der Kostenstrukturen in Qualität und Logistik sowie die großen Produktneuanläufe im Lkw-Geschäftsfeld in Europa prägten den Konzern im gesamten Geschäftsjahr 2012.

Veränderungen im Geschäftsjahr 2012

Die im Januar 2012 mit dem Betriebsrat vereinbarte Schließung der Produktion des Produktionsstandortes Wackersdorf der GRAMMER Wackersdorf GmbH wurde im August 2012 abgeschlossen.

Am 10. Dezember 2012 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme von 100 % der Geschäftsanteile an der Nectec Automotive s.r.o. von der Fehrer-Gruppe unterzeichnet. Die Transaktion stand noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden, die im Februar 2013 erteilt wurde.

Nectec entwickelt und produziert Kopfstützen vorwiegend für das Pkw-Premiumsegment. Das Unternehmen wurde 2008 von der Fehrer-Gruppe gegründet und hat sich bei Kopfstützensystemen in nur wenigen Jahren zu einem der führenden Anbieter in Europa entwickelt. Der Hauptsitz und Produktionsstandort von Nectec befindet sich in Ceska Lipa, Tschechien. Insgesamt beschäftigt Nectec rund 240 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von etwas über 35 Mio. EUR. Durch die Übernahme erhält der Konzern auch den 50-prozentigen Anteil von Nectec Automotive s.r.o. an einem Joint Venture in China mit dem chinesischen Automobilzulieferer NingBo Jifeng.

Am 17. Dezember 2012 haben die GRAMMER AG und Jiangsu Yuhua Automobile Parts Co. Ltd., ein etablierter chinesischer Zulieferer von Komponenten und Systemen für Nutzfahrzeuge und Pkw, einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Herstellung und zum Vertrieb von Sitzen für Lkw und Busse in China unterzeichnet. Am neuen Gemeinschaftsunternehmen GRAMMER Seating (Jiangsu) Co. Ltd. mit Sitz in Jiangyin, China wird die GRAMMER AG mit 60 % und Yuhua mit 40 % beteiligt sein. Dies ermöglicht dem GRAMMER Konzern einen schnellen und dauerhaften Eintritt in den weltgrößten Markt für Nutzfahrzeuge.

Das Joint Venture ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung unserer globalen Wachstumsstrategie. Mit dem gegründeten Gemeinschaftsunternehmen hat der Konzern nun eine hervorragende Plattform, um seine hohen Wachstumsziele im chinesischen Lkw-Markt verwirklichen zu können. Yuhua stellt eine neue Produktionsstätte zur Verfügung und wird unter anderem auch sein bestehendes Lkw-Sitzgeschäft sowie eine etablierte Kundenbasis in das Joint Venture mit einbringen. Der Konzern kann nun gemeinsam mit seinem Partner Yuhua marktspezifische Sitztypen aus unserer Entwicklung vor Ort produzieren und an namhafte lokale und internationale Kunden vertreiben.

Konzernumsatz bei 1,14 Mrd. EUR erreicht neuen Rekordwert

Der GRAMMER Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 vor diesem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund einen Gesamtumsatz von 1.143,6 Mio. EUR (Vj. 1.093,5) und erzielte damit wiederum einen neuen Spitzenwert in der über 60-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Umsatzzuwächse im ersten Halbjahr von über 6 % gegenüber dem Vorjahr in einzelnen Geschäftsfeldern konnten im Laufe des gesamten Jahres 2012 auf diesem hohen Niveau nahezu gefestigt werden. Aufgrund unserer guten Marktposition und den Produktneuanläufen in unseren Wachstumsgeschäftsfeldern zeigte sich auch im vierten Quartal 2012 trotz der einsetzenden Konjunkturschwäche kein Umsatzrückgang gegenüber dem sehr hohen Umsatz im Vorjahresquartal.

Konzernumsatz nach Quartalen (in Mio. EUR)

in Mio. EUR

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2012 2011
Q1 285,8 263,0
Q2 287,6 274,5
Q3 285,3 272,9
Q4 284,9 283,1
Gesamtjahr 1.143,6 1.093,5

Mit unterschiedlich positiven Ausprägungen entwickelten sich im Gesamtjahr die regionalen Umsätze im GRAMMER Konzern: In Europa stieg der Konzernumsatz um 18,7 Mio. EUR auf 743,1 Mio. EUR (Vj. 724,4) an und wuchs mit 2,6 % trotz der deutlichen Rückgänge im Pkw- und Lkw-Markt leicht unterproportional zur Gesamtumsatzentwicklung. Im Segment Seating Systems waren vor allem die ersten beiden Quartale in der Region Europa deutlich positiver als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Segment Automotive zeigte in Europa aufgrund der schwachen Nachfrage in Teilmärkten trotz guten Absatzes in den Premiumsegmenten einen geringen Umsatzrückgang. Ein Umsatzzuwachs ist jedoch vor allem in Übersee und China zu verzeichnen, da vormals aus Europa exportierte Komponenten nun direkt vor Ort gefertigt werden.

Trotz des unerwarteten starken Einbruchs im brasilianischen Markt von bis zu 25 % im Lkw-Absatz stieg der Umsatz in der Region Übersee im Jahr 2012 durch Produktneuanläufe und einer weiteren Erholung der Märkte in NAFTA nach einem erfolgreichen Vorjahr nochmals leicht an. In dieser Region erwirtschaftete GRAMMER im Berichtsjahr einen Umsatz von 233,1 Mio. EUR nach 220,7 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Zuwachs von fast 6 %, wobei die hohen Umsatzrückgänge in dem für GRAMMER wichtigen brasilianischen LKW-Geschäftsfeld mit deutlichen Umsatzausweitungen im Bereich Automotive in NAFTA mehr als kompensiert werden konnten.

Weiter sehr positiv entwickelten sich auch unsere Geschäfte im asiatischen Raum. In den zum geografischen Segment Ferner Osten/Rest zählenden Ländern stiegen die Umsätze im Jahr 2012 um 12,8 % auf 167,4 Mio. EUR (Vj. 148,4). Der Konzern weist damit eine höhere Wachstumsrate im Vergleich zum allgemeinen Wirtschaftswachstum in der Region Asien auf. Aufgrund der hohen, zweistelligen Zuwachsraten in den vergangenen Jahren normalisierte sich die Wachstumsrate in der Region im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß. Insgesamt aber war das Wachstum in Asien dennoch deutlich dynamischer als im Gesamtkonzern.

Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2012 2011
Europa 743,1 724,4
Ubersee 233,1 220,7
Ferner Osten/Rest 167,4 148,4
Summe 1.143,6 1.093,5

Weltweite Automobilmärkte gespalten

Die internationalen Automobilmärkte zeigten sich 2012 in insgesamt stabiler Verfassung, waren aber regional von starken Divergenzen geprägt. Während es in Europa zu einem heftigen Einbruch kam, verzeichneten Länder wie die USA, Brasilien, Japan, Russland, Indien sowie China solide Zuwächse. Nach Schätzungen des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) wurden 2012 weltweit mit 68,3 Mio. Pkw gut 4 % mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr.

Prozentual zweistellig aufwärts ging es auch in den USA, wo insgesamt 14,4 Mio. Light Vehicles und damit 13,4 % mehr als im Vorjahr verkauft wurden.

Solide Zuwächse meldete ebenfalls Brasilien, wo der Light-Vehicles-Markt um 6,1 % auf 3,6 Mio. Fahrzeuge anzog.

In Russland zogen die Neuzulassungen um 10,6 % auf 2,9 Mio. Fahrzeuge an und in Indien um 10,3 % auf 2,8 Mio. Fahrzeuge.

Japan ragte dabei mit einem Plus von 29,7 % auf knapp 4,6 Mio. Neuwagen heraus. Ein bis September 2012 geltendes Förderprogramm und der aufgestaute Nachholbedarf nach der Naturkatastrophe im Frühjahr 2011 sorgten für das beste Neuzulassungsergebnis seit 2006.

China blieb mit 13,2 Mio. neu verkauften Fahrzeugen (+8,4 %) hinter den USA weiter der zweitgrößte Pkw-Markt weltweit.

Krisenhafte Züge nahmen die Zulassungszahlen dagegen in einigen europäischen Ländern an. Allein im Dezember brachen die Zahlen nach Angaben des europäischen Autoherstellerverbands ACEA in der EU um 16,3 % ein und setzten damit den Abwärtstrend der vergangenen 15 Monate fort. Der Dezember-Rückgang war der stärkste seit 2008. Für das Gesamtjahr sieht die Bilanz mit einem Minus von 8,2 % ebenfalls sehr düster aus und so lag die Nachfrage nach Neufahrzeugen in Europa mit 12,1 Mio. Einheiten so niedrig wie zuletzt 1995.

Von den großen Absatzmärkten konnte sich einzig Großbritannien mit einem Zuwachs von 5,3 % vom negativen Trend abkoppeln. Gute Finanzierungskonditionen, attraktive Angebote und eine verbesserte Stimmung der Konsumenten lockten die Käufer in die dortigen Autohäuser. Spanien (-13,4 %), Frankreich (-13,9 %) und besonders Italien (-19,9 %) mussten dagegen herbe Einbrüche hinnehmen. Kleinere Märkte wie Griechenland (-40,1 %) oder Portugal (-37,9 %) traf es noch einmal deutlich härter.

Einigermaßen stabil zeigte sich Deutschland, wo das Neuzulassungsvolumen im Gesamtjahr mit 3,1 Mio. Pkw um lediglich 2,9 % sank.

Allerdings waren hier im Dezember mit einem Minus von 16,4 % ebenfalls herbe Einbußen zu verzeichnen. Die Pkw-Produktion lag im Gesamtjahr 2012 in Deutschland bei 5,4 Mio. Fahrzeugen und verfehlte damit den Vorjahresrekord um nur 4 %.

Automotive-Segment profitiert von Fokus auf Premiumsegment und globaler Aufstellung

Im Automotive-Bereich verzeichneten wir im Berichtsjahr, im Vergleich zu der schwierigen Situation im Kernmarkt Europa, wieder eine überdurchschnittliche Auftragssituation. In den letzten drei Quartalen waren trotz der Krise noch Umsatzzuwächse gegenüber dem Jahr 2011 zu verzeichnen. Aufgrund einer stabilen Nachfragesituation in den Premiumsegmenten und den sehr hohen Exporten der deutschen Automobilhersteller zeigten sich weiter volle Auftragsbücher und unsere Prognosen blieben hier bis auf den Dezember optimistisch. Im Gesamtjahr wirkten sich unsere Entwicklungsleistungen und neue Produktanläufe sowie die erneut gestiegenen Zulassungszahlen bei deutschen Premiumherstellern positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Trotz der teilweise massiven Auswirkungen der Schulden-Krise in Europa auf den europäischen Automobilmarkt konnten aufgrund unserer Marktstellung im Premiumsegment und den Rekordabsätzen unserer OEMs in dem Segment Automotive noch Umsatzzuwächse erzielt werden. Auch die strategische Verbreiterung unserer Produktbasis im Bereich Mittelkonsolen mit zahlreichen Neuanläufen trugen zum Umsatzwachstum im Segment Automotive maßgeblich bei.

In der regionalen Betrachtung konnten alle Regionen erfreuliche Zuwächse verzeichnen und die Umsätze lagen weiter auf einem hohen Niveau. In Europa konnten wir aufgrund der Neuanläufe gegenüber dem Vorjahr trotz der Marktschwäche weiter zulegen und die Auslastung unserer Werke blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt hoch, da die teils sprunghafte Nachfrage immer wieder durch Abrufspitzen charakterisiert war. Auch die Entwicklung unserer chinesischen Produktionsstandorte in Shanghai und Changchun verlief erneut besser als geplant. Mit dem Aufbau eines weiteren Werkes in Beijing zur Erweiterung unserer Produktionskapazitäten im Wachstumsmarkt China wurde im Berichtsjahr plangemäß begonnen. Die Zuwächse im chinesischen Markt und das Wachstum unserer Kunden vor Ort erwiesen sich als sehr robust und wir konnten erneut von deren erfolgreicher Entwicklung partizipieren. Neben den für uns noch guten Marktentwicklungen sorgte auch die Erweiterung der Produktpalette im Bereich der Mittelkonsolen für zusätzliches Wachstum.

Die Entwicklung der Umsätze in den NAFTA-Staaten zeigte auch nach einem starken Vorjahr weiterhin eine positive Entwicklung, was insbesondere auf die Verbreiterung unserer Kundenbasis und unseres Produktportfolios zurückzuführen ist.

Um die Ertragssituation des Automotive-Bereichs nachhaltig zu stärken, setzten wir unverändert Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Kosteneffizienz, speziell in Logistik und Qualität, um. Unsere Initiativen zur Prozess- und Strukturverbesserung zielten vor allem auf die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks. So wurde die Schließung des Standorts in Wackersdorf im August 2012 abgeschlossen und die Zusammenlegung unserer 3 Standorte in Changchun in ein zentrales neues Werk machte große Fortschritte. Die Kapazitäten in unseren Werken in Schmölln und Zwickau wurden planmäßig erweitert. Aufgrund der neuen Projekte im Bereich Mittelkonsolen wurden parallel weitere Front-End-Werke aufgebaut. Mit den weiteren Akquisen in diesem Bereich konnten wir somit die Auslastungen in den Standorten für die Produktion von Mittelkonsolen weiter verbessern.

Nutzfahrzeugmarkt rückläufig

Im Berichtsjahr waren deutlich regionale Unterschiede im weltweiten Markt für Nutzfahrzeuge zu erkennen, der im Jahr 2012 insgesamt um 3 % auf 10,8 Mio. Einheiten gesunken ist.

In der Europäischen Union wirkten sich der konjunkturelle Abschwung und die anhaltende Staatsschuldenkrise überproportional dämpfend auf die Nachfrage von Nutzfahrzeugen aus. Mit rund 1,7 Mio. Nutzfahrzeugen lag die Zahl um 12 % unter dem Vorjahreswert, wobei es kaum Länder mit positiven Wachstumsraten gab.

Auch in Deutschland machte sich eine deutliche Abkühlung bemerkbar, was sich in einem Minus von 7 % bei den Neuzulassungen auf insgesamt 311.000 Nutzfahrzeugeinheiten im Gesamtjahr widerspiegelt. Bei den schweren Nutzfahrzeugen über 6 Tonnen lag der Rückgang sogar bei 10 %. Zum Jahresende hat sich die Investitionsneigung noch einmal verschlechtert, lagen die Nutzfahrzeugverkäufe im Dezember doch um 25 % niedriger als vor Jahresfrist.

Im Gegensatz zu Europa konnte die Nutzfahrzeugindustrie in den USA deutlich zulegen. Dort war 2012 für die Nutzfahrzeugindustrie mit Zuwächsen von 13 % auf knapp 346.000 Einheiten ein weiteres erfolgreiches Jahr. Bei den schweren Lkw war das Jahr mit einer Steigerung bei den Neuzulassungen um 14% ähnlich erfolgreich.

Allerdings waren zum Jahresende auch hier Bremsspuren unverkennbar, nachdem die Verkaufszahlen bei schweren und mittelschweren Trucks um 4 % nachgaben.

In Südamerika (Mercosur) brachen die Zulassungszahlen im Gesamtjahr um 18 % auf knapp 195.000 Nutzfahrzeuge ein. Eine schwächere Konjunktur und strengere Abgasnormen analog zu Euro V führten zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung. Auch Fördermaßnahmen der brasilianischen Regierung - wie günstigere Finanzierungskonditionen - vermochten den Abwärtstrend nicht zu stoppen. Die Verkäufe von schweren Nutzfahrzeugen in Indien litten unter der gedämpften Investitionstätigkeit, sodass der Markt für Nutzfahrzeuge nach dem kräftigen Anstieg 2011 im vergangenen Jahr nur noch um 3 % auf 803.000 Einheiten vorankam.

Auf dem größten Nutzfahrzeugmarkt der Welt, China, rutschten die Neuregistrierungen um 4 % auf 6,1 Mio. Fahrzeuge ab. Der Markt für Lkw über 6 Tonnen ging noch deutlicher zurück. Von Januar bis Dezember 2012 wurden in China 926.270 schwere Lkw abgesetzt. Dies entspricht einem Rückgang von 21% gegenüber dem Vorjahr. Der japanische Markt ragte mit einem Zuwachs von 16 % auf gut 797.000 Fahrzeuge heraus.

Landtechnik mit anhaltenden Zuwächsen

Die weltweite Landtechnikproduktion dürfte nach Einschätzung des Verbands Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) 2012 um knapp 8 % von 80 auf 86 Mrd. EUR vorangekommen sein. Die EU war dabei mit einem Anteil von 31,9 % der größte Markt, gefolgt von Nordamerika (23,9 %) und China (20,3 %). Das Umsatzplus für Deutschland, dem mit Abstand größten Produktionsstandort für Landtechnik in Europa, veranschlagt der VDMA auf 8 %, was Erlösen von gut 7,5 Mrd. EUR entspricht. Damit wurde sogar das bisherige Rekordniveau des Jahres 2008 leicht überschritten. Maßgeblichen Anteil an der guten globalen Entwicklung hatte die lebhafte Nachfrage in den großen europäischen Märkten, allen voran in Frankreich und Deutschland, aber auch in Großbritannien, was auf die gute Einkommenslage bei den Landwirten zurückzuführen war. In fast allen zentral- und osteuropäischen Märkten lagen die Bestellungen von Maschinen ebenfalls deutlich höher als in den vergangenen drei Jahren.

In Südeuropa hingegen, besonders in Italien und Spanien, schrumpften die Landtechnikmärkte, was nicht nur der schlechten gesamtwirtschaftlichen Lage, sondern zum Teil auch rückläufigen Ernteerträgen geschuldet war.

Baumaschinen gefragt

Das Europäische Baumaschinen-Komitee (CECE) geht davon aus, dass die europäische Baumaschinenindustrie 2012 mit einem Produktionsplus von 6 % abgeschlossen hat. Dabei traten länderspezifisch erhebliche Unterschiede zu Tage. Während Spanien und Italien in der ersten Jahreshälfte noch einmal deutliche Rückgänge hinnehmen mussten, zog die Nachfrage in den skandinavischen und baltischen Ländern sowie in der Türkei weiter an. In den Volumenmärkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigten sich erste Anzeichen einer Eintrübung. Auch die einzelnen Produktsegmente entwickelten sich unterschiedlich. Während Erd- und Straßenbaumaschinen weniger gefragt waren, legte der Bereich Hochbaumaschinen zu.

Material-Handling behauptet sich gut

Der deutsche Flurförderzeughandel hat im Jahr 2012 moderate Zuwachsraten verbucht. Nach einer Umfrage des Bundesverbands der Händler und Vermieter von Baumaschinen, Baugeräten, Flurförderzeugen und Arbeitsbühnen (bbi) ist der Gesamtumsatz im Jahresvergleich um 2 % gegenüber dem starken Jahr 2011 gestiegen. Während der Neumaschinenverkauf ebenfalls um 2 % zulegte, bewegte sich das Gebrauchtmaschinengeschäft auf dem Niveau des Vorjahres.

Bahnindustrie mit starkem Halbjahr

Nach einem weitgehend positiven ersten Halbjahr 2012 - die Umsätze stiegen um fast 13 % auf 5,3 Mrd. EUR und damit auf den zweithöchsten Wert in der Branchengeschichte dürfte der Umsatz nach Einschätzung des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) im Gesamtjahr erneut die Grenze von 10 Mrd. EUR überschritten haben. Die Bestellungen im ersten Halbjahr 2012 haben mit fast 6 Mrd. EUR eine respektable Höhe erreicht. Das Geschäft mit Zügen legte im ersten Halbjahr um 14 % auf 4 Mrd. EUR zu, wobei das Inlandsgeschäft überproportional um rund 29 % auf 1,8 Mrd. EUR anzog. Das Geschäft mit Infrastrukturausrüstungen blieb dagegen unverändert schwach und stagnierte weitgehend mit 1,3 Mrd. EUR auf niedrigem Niveau.

Seating Systems

Lkw- und Offroad-Bereich mit durchwachsener Entwicklung

Das Segment Seating Systems war vor allem in der ersten Jahreshälfte wieder Wachstumsmotor des GRAMMER Konzerns. Die dynamische Geschäftsentwicklung startete im Geschäftsjahr 2012 mit einem sehr guten ersten Quartal trotz des Einbruchs des Lkw-Marktes in Brasilien und konnte durch einen nochmaligen erheblichen Anstieg der Auftragslage im zweiten Quartal weiter zulegen. Aufgrund unserer starken Marktstellung in den Bereichen Offroad und des Serienanlaufs der neuen Lkw-Sitzgeneration in Europa konnte die erfreuliche Nachfragesituation in einem deutlichen Umsatzanstieg von 13,6 % im ersten Halbjahr umgesetzt werden. Im dritten Quartal fielen die Umsätze dann zum ersten Mal aufgrund der Marktschwäche im Lkw-Bereich und den saisonalen Einflüssen im Offroad-Bereich hinter das hohe Niveau des Jahres 2011 zurück. Im vierten Quartal setzte sich der Rückgang fort, da auch der Absatz der Nutzfahrzeuge in USA und Europa zum Jahresende hin nochmals zurückging.

Auch unter Berücksichtigung einer deutlich rückläufigen Marktentwicklung in unseren Kernmärkten Europa und Südamerika konnten wir im Jahre 2012 trotz des schwachen Marktumfeldes noch einen leichten Umsatzzuwachs gegenüber dem sehr hohen Umsatz des Vorjahres erzielen.

Im Offroad-Bereich bewegte sich der Absatz der Landmaschinensitze im gesamten Jahresverlauf weiterhin auf sehr hohem Niveau und wir konnten wie auch im Vorjahr erneut Wachstumsraten erzielen. Für den Bereich Baumaschinen verlief das Gesamtjahr 2012 ähnlich positiv und auch im Produktbereich Flurförderzeuge konnten wir die Umsätze gegenüber dem bereits starken Vorjahr weiter steigern. Insgesamt verlief die Ergebnisentwicklung dieser Produktgruppen im Berichtsjahr wiederum sehr zufriedenstellend.

Im Lkw-Geschäft verlief unsere Entwicklung in Europa konträr zur Situation des Marktes. Der Einbruch im Absatz bei wichtigen Herstellern konnte aufgrund des Anlaufes unserer neuen Lkw-Sitzplattform kompensiert werden.

Im wichtigen Markt Südamerika konnten wir uns dem starken Einbruch bei der Nachfrage um 18 % nicht vollständig entziehen und mussten deutliche Einbußen im Umsatz hinnehmen, die wir auch mit zahlreichen Gegenmaßnahmen nicht mehr kompensieren konnten, da der Marktverfall trotz massiver Fördermaßnahmen unter anderem der brasilianischen Regierung sich im Laufe des Jahres fortsetzte. Dennoch konnten wir unsere führende Stellung im südamerikanischen Markt relativ weiter ausbauen. Gestützt durch die Anläufe in Europa konnten wir im Jahr 2012 entgegen der negativen Marktentwicklung leichte Umsatzsteigerungen erzielen.

Im Berichtsjahr lief nach dem Ausbau der neuen Produktionsstätte für Lkw-Sitze am tschechischen Standort in Tachov die neue Lkw-Plattform planmäßig an. Hier wurden ab dem ersten Quartal 2012 die Serienanläufe von wesentlichen Lkw-Sitzreihen begonnen und auch sehr gut umgesetzt. In den JIS-Frontendwerken in Wörth (Deutschland) und Geel (Belgien) konnte die Belieferung unserer Kunden planmäßig umgesetzt und die Sequenzierung der neuen Sitze vom ersten Tag an gewährleistet werden. Auch im Produktionsverbundwerk Haselmühl am Standort Amberg wurden die zusätzlichen Kapazitäten und Produktionsanlagen für die Herstellung von Metallkomponenten für die neue Lkw-Sitzgeneration hochgefahren. Zusätzlich wurden mit Programmen zur Produktionsoptimierung nach den Prinzipien des Lean Managements wesentliche Teile der Fertigung neu strukturiert.

Im chinesischen Werk in Tianjin erfolgte weiter ein Ausbau der Belieferung der gesamten Gruppe mit Sitzen und Sitzelementen und verbesserte so unsere Kostenposition. In den USA setzten wir die schrittweise Weiterentwicklung zu einem eigenständigen Entwicklungs-, Vertriebs- und Produktionszentrum zur Belieferung des amerikanischen Offroad-Marktes fort. Die damit verbundene Lokalisierung ist ein wesentliches Element in der konsequenten Umsetzung unserer Pläne zur weiteren Erschließung des US-Markts sowie der Kompensation der Währungsrisiken durch lokale Produktion und lokalen Vertrieb vor Ort.

Positive Entwicklung im Geschäftsfeld Bahn fortgesetzt

Im Zuge der fortgeführten Neuausrichtung hat das Geschäftsfeld Bahn seine Prozessfähigkeit weiter optimiert und stabilisiert. Die Umstrukturierung der Produktion und die Fokussierung auf das Projektgeschäft wurden konsequent fortgesetzt. Die Entwicklung weiterer Plattformen und die intensivierte Akquisition von nationalen und internationalen Projekten wurden verstärkt betrieben. Die Produktanläufe wurden überwiegend von internationalen Neuaufträgen außerhalb von Deutschland getragen.

Ertragslage

Ertragslage von schwierigem Marktumfeld und Neuanläufen geprägt

Der GRAMMER Konzern hat im Jahr 2012 trotz der geplanten Belastungen aus den Produktneuanläufen und des schwierigen Markumfeldes ein operatives Ergebnis nur leicht unter dem hohen Ergebnisniveau des Vorjahres erwirtschaftet. Das Brutto-Umsatzergebnis ging im Jahr 2012 auf 141,6 Mio. EUR (Vj. 142,5) leicht zurück. Mit 47,3 Mio. EUR (Vj. 49,4) konnte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) trotz Belastungen aus Produktneuanläufen und dem Markteinbruch im Lkw-Bereich fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Belastungen aus dem Marktumfeld mit teilweise sprunghaftem Umsatzrückgang in den Emerging Markets sowie den leicht verzögerten Kapazitätsanpassungen konnten gegenüber dem Vorjahresniveau nicht vollständig kompensiert werden. Dies zeigt sich vor allem im Rückgang der operativen Ergebnismarge im Segment Seating, der vom Segment Automotive trotz einer erfreulichen Entwicklung auf Konzernebene nicht ausgeglichen werden konnte. Im Berichtsjahr konnten wir im GRAMMER Konzern eine positive EBIT-Rendite von 4,1 % (Vj. 4,5) erzielen, die leicht unter dem sehr ertragsstarken Vorjahr liegt, aber angesichts der hohen Belastungen aus Marktentwicklungen und Produktneuanläufen noch als positiv zu sehen ist.

Konzern-EBIT nach Quartalen (in Mio. EUR)

in Mio. EUR

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2012 2011
Q1 12,1 12,1
Q2 11,7 13,7
Q3 10,5 10,2
Q4 13,0 13,4
Gesamtjahr 47,3 49,4

Kostenentwicklung im Zeichen eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds

Die Kosten des Umsatzes stiegen um 5,4 % auf 1.001,9 Mio. EUR (Vj. 951,0) an. Der Zuwachs ist nahezu proportional zum Umsatz und vorrangig auf die Umsatzsteigerungen und die teils massiven Produktionsausweitungen mit den Neuaufträgen zurückzuführen. Die bereits zu Beginn des Jahres hohe Auslastung insbesondere im Offroad-Bereich und die Produktneuanläufe im Lkw-Bereich sowie der Einfluß des Markteinbruches in Brasilien, führten in den ersten Quartalen noch zu proportional deutlich höheren Personal- und Materialkosten sowie zu Kapazitätsanpassungsaufwendungen. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit volatilen Wechselkursen, kurzfristigen Nachfrageschwankungen und schrumpfenden Märkten im Bereich Seating Systems konnte die Kostenentwicklung im GRAMMER Konzern noch zufriedenstellend gesteuert werden. Insbesondere die hohe Unsicherheit über die Entwicklung der Märkte im Zuge der Euro-Krise führte zu Belastungen, da sowohl die Preisentwicklungen als auch die Abrufquoten unserer Kunden stark variierten.

Der Personalaufwand stieg um 4,3 Mio. EUR auf insgesamt 233,9 Mio. EUR (Vj. 229,6) an. Neben den umsatzbedingten Personalkostensteigerungen und Kapazitätsanpassungen wirkten sich die früheren Restrukturierungen nun positiv auf die Fixkostendegression aus. Die Personalkostenquote konnte trotz Anpassungsaufwendungen aufgrund deutlich rückläufiger Marktentwicklungen mit 20,5 % (Vj. 21,0) unter dem Niveau von 2011 sowie unter dem Durchschnitt der Vorjahre gehalten werden.

Der Vertriebsaufwand ging im Berichtsjahr gering auf 27,3 Mio. EUR (Vj. 27,8) zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die getroffenen Einsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die Verwaltungskosten stiegen auf 80,0 Mio. EUR (Vj. 75,4) leicht an. Die Kostenentwicklung konnte aufgrund der höheren Umsätze und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den Wachstumsregionen prozentual auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Einen Anteil am Kostenzuwachs haben auch die Unterauslastungen zu Jahresbeginn sowie die partiellen Aufwendungen für die Schließungen und Zusammenführung von Produktion und Verwaltungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei 12,9 Mio. EUR (Vj. 10,1). Die leichte Zunahme begründet sich in höheren Verkäufen aus den Schrottchargen, Mieten und Weiterbelastungen von Kosten an Lieferanten.

Finanzaufwendungen

Die gesunkenen Finanzaufwendungen in Höhe von 12,6 Mio. EUR (Vj. 15,4) ergeben sich hauptsächlich aufgrund unserer verminderten Finanzierungszinsen und Aktivitäten zur Kompensation der Volatilität der Währungen. Aufgrund der in 2011 erfolgten Umstrukturierung der Finanzierung lag der reine Zinsaufwand mit 7,5 Mio. EUR (Vj. 10,3) deutlich unter Vorjahresniveau. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sanken leicht von 2,2 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR, da die überschüssige Liquidität unter anderem aus der gehaltenen Barreserve im Zuge der Eurokrise deutlich niedriger verzinst wurde. Das sonstige Finanzergebnis resultiert im Berichtsjahr aus Abwertungen aufgrund der Währungsentwicklung durch die Volatilität aufgrund der Eurokrise wodurch ein Aufwand von 0,7 Mio. EUR (Vj. 2,0) entstand.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag lagen mit 11,6 Mio. EUR (Vj. 12,2) erwartungsgemäß leicht unter denen des Vorjahres. Die positive operative Entwicklung im Inland führte zu durch Mindestbesteuerungseffekte belasteten Ertragsteueraufwendungen, wogegen die im Ausland gezahlten Steuern aufgrund der Ergebnisentwicklungen bei Tochterunternehmen mit höheren Steuersätzen teilweise leicht zurückgingen. Zusätzlich belasteten auch Abzugsteuern das Steuerergebnis, jedoch im geringeren Umfang als im Vorjahr.

Ergebnisse

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des GRAMMER Konzerns lag im Berichtsjahr bei 47,3 Mio. EUR (Vj. 49,4) und lag damit nominal nur gering unter dem sehr guten Vorjahr. Die relative Quote von 4,1 % erreichte zwar nicht den Vorjahreswert von 4,5 %, liegt aber über dem Fünfjahresschnitt. Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern des GRAMMER Konzerns erhöhte sich auf 24,4 Mio. EUR (Vj. 22,1), was trotz leicht rückläufigem operativen Ergebnis maßgeblich an dem verbesserten Finanzergebnis und den geringeren Steuerbelastungen im Vorjahresvergleich liegt.

Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem Jahresüberschuss und erreichte 2,17 EUR (Vj. 2,02).

Ergebnisverwendung

Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 15,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2012 (Vj. 13,1) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag in Höhe von 8,6 Mio. EUR, die Einstellung in anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 6,8 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 13,6 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag in Höhe von 9,8 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberichtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2013 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag machen.

Umsatz- und Ertragslage der Segmente

Umsatz- und Ertragsanstieg trotz schwächerer Nachfrage im Segment Automotive

Im Bereich Automotive produzieren wir Innenraumkomponenten für namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment generiert seinen Umsatz mit Serienprodukten sowie dem Projektgeschäft. Das Segment erzielte 2012 einen Umsatz von 711,1 Mio. EUR (Vj. 680,3), was einem Zuwachs von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 61,3 % (Vj. 60,8). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 30,5 Mio. EUR (Vj. 26,9) und zeigte damit gegenüber dem Vorjahr sowohl nominal als auch prozentual eine erfreuliche Verbesserung, die sowohl aufgrund des Umsatzzuwachses aber auch durch die durchgeführten Anpassungs- und Optimierungsmaßnahmen erreicht wurden. Anlaufkosten und Anpassungsmaßnahmen für nötige Erweiterungen neuer Produkte führten partiell zu höheren Aufwendungen. Auch weitere Schließungskosten waren zu bewältigen und beeinflussten die Ertragslage in diesem Segment.

Umsatzentwicklung Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

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2012 2011
Q1 169,9 171,7
Q2 174,0 169,3
Q3 180,8 167,1
Q4 186,4 172,2
Gesamtjahr 711,1 680,3

Umsatz im Segment Seating Systems trotz Marktrückgang leicht angestiegen

Das Segment Seating Systems zeigte in 2012 trotz der Markteinbrüche im Lkw-Bereich weltweit eine leicht verbesserte Umsatzentwicklung. Im Offroad-Bereich lagen die Umsätze leicht über einem bereits starken Vorjahreswert, was teilweise an die Kapazitätsgrenze führte. Im Lkw-Sitzgeschäft zeigte sich aufgrund der Neuanläufe trotz der massiven Krise in Europa und Südamerika eine gute Auftragslage. Der Markt für Nutzfahrzeuge ging zwar in Europa und Brasilien zurück, aber die Sonderentwicklung durch die Anläufe konnte das schwache Marktumfeld im Jahr 2012 kompensieren. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Seating Systems im Jahr 2012 einen Umsatz von nun mehr 449,7 Mio. EUR (Vj. 438,0) und damit einen Anstieg von 2,7 % trotz schwerem Umfeld gegenüber dem Vorjahr. Bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung vor allem im für GRAMMER wichtigen Markt Brasilien und die Kosten im Anlauf der Lkw-Plattform in Europa konnte das Segment im operativen Ergebnis die hohen Vorjahresergebnisse nicht erzielen. So ging im Berichtsjahr trotz des hohen Umsatzniveaus aufgrund der Belastungen des Marktes und den daraus resultierenden Kapazitätsanpassungsproblemen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 30,6 Mio. EUR auf 24,7 Mio. EUR zurück.

Umsatzentwicklung Seating Systems nach Quartalen (in Mio. EUR)

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2012 2011
Q1 121,0 98,7
Q2 118,0 111,7
Q3 108,6 112,0
Q4 102,1 115,6
Gesamtjahr 449,7 438,0

Finanzlage

Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement

Nach der erfolgreichen Umstrukturierung der Finanzierung im Jahr 2011 hat der GRAMMER Konzern seine Finanzierungsstrategie konsequent fortgesetzt und die weitere Optimierung der Finanzierungskosten und -strukturen in Angriff genommen. Zielsetzung ist die Fälligkeitsstruktur zu verbessern und gleichzeitig finanzielle Reserven für die weitere Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Die Steuerung der Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft und die adäquate Fremdmittelbeschaffung werden zentral über das Konzern-Treasury gesteuert und verwaltet, solange keine landespezifischen gesetzlichen Vorschriften dies einschränken. Zur Sicherung unserer Wachstumsaktivitäten durch Zukäufe sowie Neugründungen haben wir unsere Barreserven ausgeweitet, um in unserer soliden und konservativen Finanzpolitik planmäßig fortfahren zu können. Im Wesentlichen verfolgt der Konzern das Ziel, sein Rating weiter zu verbessern und mit einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einem diversifizierten Finanzierungsportfolio die Liquidität langfristig und strukturell auch in Krisenzeiten wie diesen zu sichern.

Zum 31. Dezember 2012 verfügt der Konzern über 73,3 Mio. EUR liquide Mittel, die vor allem zur Ausweitung der Konzernaktivitäten in Bezug auf die M&A-Tätigkeiten und Stärkung der Geschäftsfelder in den Wachstumstreibern verwendet werden.

Im August 2011 hatte die GRAMMER AG ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 60 Mio. EUR begeben, das sich auf drei Tranchen mit drei, fünf bzw. sieben Jahre Laufzeit aufteilt. Zudem wurden 9,5 Mio. EUR des alten Schuldscheindarlehens, das im August 2013 fällig wird, vorzeitig verlängert. Die Vorbereitungen für die Umfinanzierung des in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliederten Schuldscheindarlehens wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig aufgenommen und werden in 2013 abgeschlossen. Das Konzernfinanzwesen betreut weltweit den Zahlungsverkehr und die Verwaltung der Zahlungsmittelpools, durch die der Konzern die Liquidität seiner Tochterunternehmen sicherstellt und kontrolliert, soweit dies im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten machbar und sinnvoll ist. Im Rahmen des Managements von finanziellen Risiken werden zentral Zins- und Währungsrisiken mittels externen üblichen derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Der Konzern überwacht diese Risiken seit jeher sehr genau.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen auf 76,8 Mio. EUR (Vj. 129,8), zurück, da das im August 2013 fällige Schuldscheindarlehen, das GRAMMER in 2006 begeben hat, in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert wurde. Die kurzfristigen Finanzschulden stiegen auf 72,8 Mio. EUR (Vj. 9,1), denen einschließlich der gewünschten Barreserve liquide Mittel in Höhe von insgesamt 73,3 Mio. EUR gegenüberstanden. Darüber hinaus stellte ein Bankenkonsortium einen Kreditrahmen in Höhe von 110,0 Mio. EUR bereit, der bis 2015 zugesagt ist.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit stieg vor allem aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Steuern und den geringeren Steuerzahlungen gegenüber dem Vorjahr an. Die erwirtschafteten Mittel wurden zum Ausbau des erweiterten Geschäftsvolumens und zum in etwa gleichen Niveau wie im Vorjahr in Investitionen von Sachanlagen verwendet. Hier standen insbesondere der Ausbau der Produktionslinien für die neuen Lkw-Sitze in Tachov und am Standort in Haselmühl sowie die Projekte für Mittelkonsolen in Deutschland, Mexiko und China im Vordergrund, da die zukünftigen Umsätze über diese Wachstumsprojekte stabilisiert werden. Der Cashflow aus Investitionen lag im Vorjahresvergleich, 2011 bereinigt um den Erwerb EiA Electronics, etwas über dem Vorjahresniveau, da der Mittelabfluss aus der Erhöhung der Wertschöpfung und für die oben genannten Projekte zum Geschäftsausbau leicht zeitverzögert war. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging erwartungsgemäß aufgrund der Dividendenzahlung und nach der Kapitalerhöhung in 2011 stark nach unten. Es wurde zwar trotz einer ausgeprägten starken Position des Finanzmittelfonds noch zusätzliche Liquidität von ca. 10 Mio. EUR in der Finanzierung zugeführt, was zur Absicherung des Erwerbs und der Umfinanzierung unserer kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten dient, obwohl zusätzlicher operativer Free Cashflow generiert wurde. Insgesamt zeigt sich in der Kapitalflussrechnung eine weiter verbesserte Situation im Free Cashflow.

Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2012 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 669,4 Mio. EUR (Vj. 625,2). Durch die höhere Geschäftstätigkeit und die strategische Liquiditätsreserve stieg die Bilanzsumme zum Berichtsstichtag im Vergleich zum Vorjahreswert um 7 % an.

Anlagevermögen aufgrund Produktionsausweitung über Vorjahr

Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 31. Dezember 2012 auf 267,1 Mio. EUR (Vj. 260,6). Durch den Aufbau von Produktionen für die Weiterentwicklung des Bereichs Mittelkonsolen an den Standorten in Mexiko und Schmölln sowie für Lkw-Sitze in Tschechien stiegen die Sachanlagen auf 167,2 Mio. EUR (Vj. 159,7). Die immateriellen Vermögensgegenstände liegen in etwa auf Vorjahresniveau bei 59,0 Mio. EUR (Vj. 57,4). Bei den latenten Steueransprüchen ergab sich hauptsächlich aus Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen ein Abbau um 2,9 Mio. EUR auf 35,7 Mio. EUR (Vj. 38,6).

Umlaufvermögen steigt durch höhere Geschäftstätigkeit

Verglichen mit dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 402,3 Mio. EUR (Vj. 364,6). Beeinflusst wurde dieser Anstieg im Wesentlichen durch die höhere Geschäftstätigkeit und dem aus der Finanzierung gewünschten Effekt einer strategischen Liquiditätsreserve als Bereitstellung für den Erwerb und den Aufbau des Joint Ventures in China. Die Vorräte lagen mit 108,4 Mio. EUR um 4,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was unter anderem auf die Befüllung der Frontend-Werke sowie die Vorbereitung der Zusammenlegung der drei Standorte in Changchun zurückzuführen ist. Die Forderungen stiegen trotz der eingeleiteten Maßnahmen im Forderungsmanagement leicht wegen des deutlichen Umsatzzuwachses im vierten Quartal von 137,8 Mio. EUR auf 142,5 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund von Kundenprojekten im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. EUR auf 60,9 Mio. EUR, während die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 0,3 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR leicht zurückgegangen sind. Zum Jahresende waren außerdem liquide Mittel in Höhe von 73,3 Mio. EUR (Vj. 46,7) vorhanden, die sowohl die Zahlung des Kaufpreises für den Erwerb der Nectec Automotive s.r.o. als auch Finanzierungen für den Aufbau der Aktivitäten in China sowie eine weitere gewünschte strategische Liquiditätsreserve beinhalten. Da der Konzern zudem beabsichtigt seine Finanzierung in 2013 weiter zu optimieren, dienen die liquiden Mittel zudem als Absicherung.

Eigenkapital steigt weiter an

Zum 31. Dezember 2012 stieg das Eigenkapital aufgrund der fortgesetzten Gewinnsituation deutlich auf 228,0 Mio. EUR (Vj. 211,2) an. Das Eigenkapital entspricht damit 85,4 % (Vj. 81,0) der langfristigen Vermögenswerte. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2012 blieb trotz der Bilanzausweitung durch die strategische Liquiditätsreserve in den liquiden Mitteln von rund 60 Mio. EUR gerundet auf gleichem Niveau von 34 % (Vj. 34). In 2013 entfällt bedingt durch die Änderungen im IFRS Rechnungslegungsstandard IAS 19 die Korridormethode zum Stichtag 1. Januar 2013. Versicherungsmathematisch berechnete Verluste, die sich wesentlich durch den Rückgang des anzuwendenden Pensionsdiskontierungszinssatzes von 5,0 % auf 3,6 % im Rahmen der Eurokrise im laufenden Geschäftsjahr deutlich erhöhten, werden ergebnisneutral im Eigenkapital aufgerechnet und somit zu einer Minderung des Eigenkapitals von rund. 25,8 Mio. EUR führen wird. Da der Konzern jedoch ebenfalls zum 1. Januar 2013 vorzeitig den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 11 anwenden wird, ergeben sich zu diesem Stichtag kompensatorische Effekte in Höhe von 9,5 Mio. EUR aus der Anwendung von Rechnungslegungsvorschriften.

Veränderungen der Verbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 180,9 Mio. EUR (Vj. 226,7) auf, was im Wesentlichen auf die Umgliederung des im August 2013 fälligen Schuldscheindarlehens in die kurzfristigen Finanzschulden zurückzuführen ist. Die langfristigen Finanzschulden sanken somit aufgrund der Umgliederung um 53,0 Mio. EUR auf 76,8 Mio. EUR (Vj. 129,8). Es ist in 2013 beabsichtigt planmäßig Maßnahmen zu ergreifen, die die langfristige Finanzierung weiter optimieren, um sowohl die Fälligkeitsstruktur als auch die Tranchenvolumen der einzelnen Fälligkeiten zu verbessern. Dies trägt weitreichend zur Sicherheit und Stabilität der Finanzlage der GRAMMER Gruppe bei. Weiterhin stiegen die Pensionsverpflichtungen auf 68,2 Mio. EUR (Vj. 64,5). Zudem wurden Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 5,3 Mio. EUR als langfristig qualifiziert und entsprechend ausgewiesen.

Die passiven latenten Steuern stiegen ebenfalls leicht auf 20,3 Mio. EUR (Vj. 19,5) an.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 187,4 Mio. EUR auf 260,5 Mio. EUR an, was wesentlich an der beschriebenen Umgliederung in die kurzfristigen Finanzschulden liegt. Die kurzfristigen Finanzschulden sind aufgrund der neuen Fälligkeitsstruktur und Liquiditätsreserve von 9,1 Mio. EUR auf 72,8 Mio. EUR gestiegen, denen aber 73,3 Mio. EUR liquide Mittel gegenüberstehen. Insgesamt ist die Nettoverschuldung des Konzerns trotz Dividendenzahlung um rund 17 Mio. EUR deutlich gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 115,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Vj. 110,6), was in etwa den gestiegenen Vorräten entspricht. Mit 48,3 Mio. EUR (Vj. 49,6) sanken die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bedingt durch die Struktur der Geschäftsentwicklung gering. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lagen über Vorjahresniveau mit 12,0 Mio. EUR (Vj. 4,5). Die kurzfristigen Ertragssteuerverbindlichkeiten liegen aufgrund der Ergebnisentwicklung vor allem in Brasilien mit 2,2 Mio. EUR (Vj. 4,5) knapp unter Vorjahresniveau.

Angaben zum Kapital

Kapitalstruktur

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2012 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 um 13,4 Mio. EUR bedingt erhöht und nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand gemäß § 202 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien um bis zu insgesamt 14,78 Mio. EUR zu erhöhen. Die Ermächtigung ist befristet bis zum 25. Mai 2016. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu befinden, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden oder wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,

(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;

(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;

(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 betrug die Kapitalrücklage 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet das Agio aus der Kapitalerhöhung 1996 sowie das Agio aus der Kapitalerhöhung 2001 und aus der Kapitalerhöhung 2011.

Zum 31. Dezember 2012 betrugen die Gewinnrücklagen 131.426 TEUR (Vj. 111.528).

Bestehen von Beteiligungen an der Gesellschaft nach § 21 WpHG

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Der uns derzeitig mitgeteilte Stand zu den Beteiligungen, die einmal mindestens die Grenze von 3 % erreichten, ist im Anhang des Einzelabschlusses der GRAMMER AG aufgeführt.

Eigene Anteile

Der Vorstand der GRAMMER AG war durch die Hauptversammlung 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt und hat im Geschäftsjahr 2006 330.050 eigene Aktien erworben. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt. In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2014 beschlossen.

Diese Ermächtigung wurde als Bestätigungs- bzw. Neuvornahmebeschluss von der Hauptversammlung 2010 bestätigt. Im Berichtsjahr und Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch.

Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens

Auf Basis der dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des GRAMMER Konzerns als positiv. In unseren Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und aufgrund der innovativen Produkte genießen wir hohe Akzeptanz im Markt. Mit den aktuellen Projekten und Produktanläufen sehen wir die Entwicklung des Konzerns in Umsatz und Ergebnis positiv, auch in der längerfristigen Entwicklung. Allerdings sind die Auswirkungen der Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und deren Volatilitäten sehr genau zu beobachten, da diese auf die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens stark Einfluss nehmen könnten. Darüber hinaus könnten auch die Entwicklungen der internationalen Währungs- und Finanzmärkte, unter anderem aus der aktuellen Euro-Krise, einen erheblichen Einfluss auf die Performance haben.

Investitionen

Die Investitionen des GRAMMER Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr von 37,6 Mio. EUR auf 39,4 Mio. EUR gestiegen. Bezogen auf das Sachanlagevermögen lagen die Investitionen mit 33,6 in etwa auf Vorjahresniveau (Vj. 33,8). Nach dem Investitionsschub der letzten Jahre für die Lkw-Produktion und den Aufbau der Konsolen in Europa lag der Schwerpunkt in 2012 nun auch mehr in den Schwellenländern. Im Bereich Automotive investierten wir mit insgesamt 24,8 Mio. EUR (Vj. 14,8) rund 10 Mio. EUR mehr als im Vorjahr. Schwerpunkte waren neben neuen Produktionsanlagen für anstehende Kundenprojekte in Bremen und Rastatt vor allem der weitere Ausbau in China und Mexiko. Am neuen Standort in Changchun investierten wir in die Zusammenlegung der drei Standorte und den Ausbau der Wertschöpfung aufgrund der guten Auftragslage und den zukünftigen Aufträgen sowohl in modernste Spritzguss- als auch Schäumanlagen. Mit dem Aufbau unserer ersten Bügelproduktion für Kopfstützen in Shanghai verstärken wir unsere Wertschöpfung in China weiter und haben gleichzeitig die Basis gelegt, uns aus diesem aufstrebenden Exportmarkt zu gleichen Bedingungen mit Metallkomponenten in den Kopfstützen weltweit zu versorgen. Weiterhin bauten wir beide Standorte in Mexiko zur integrierten Konsolenproduktion mit hoher Wertschöpfung aus, um die Vorteile zur Optimierung unserer Kostenstruktur zu nutzen, welche sich einerseits aus Niedriglohn-Standort und andererseits aus integrierter Fertigung mit hohem automatisierten Wertanteil bei hochpräzisen Volumenteilen ergeben.

Diese Mittelkonsolenfertigungen, die eine höhere Anlagenintensität aufweisen, sind durch die erhaltenen Aufträge notwendig und bilden die Grundlage unseres weiteren Wachstumspotenzials. Zudem entstehen bei der Fertigung von Funktionskopfstützen vermehrt Synergien in der optimalen Auslastung der Anlagen, da diese, wie die Mittelkonsolen, komplexe und präzise Kunststoff-Kinematikteile benötigen.

Außerdem wurden weiter Lean Optimierungen in den Werken durchgeführt, die zur Produktivitätssteigerung beitragen sollen.

Im Segment Seating Systems summierten sich die Investitionen im Jahr 2012 auf insgesamt 13,8 Mio. EUR (Vj. 22,1). In 2012 wurden noch Investitionen in den Aufbau der Produktion für Lkw-Sitze der neuen Sitzgeneration MSG 115 in Deutschland und in Tschechien sowie in unseren JIT-Werken notwendig. In den Ausbau unseres Standorts in Brasilien investierten wir trotz des Markteinbruches, um für diesen wachsenden südamerikanischen Zukunftsmarkt und dessen kostenoptimale Versorgungsunabhängigkeit gerüstet zu sein. In Brasilien wurden zudem weitere Investitionen eingeleitet, die vor allem die Kostenführerschaft dort ausbauen sollen. So wurde unter anderem ein JIT-Frontend aufgebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Bei der Fortsetzung der Lean Management-Produktionsumstellung in den Fertigungswerken wurde vor allem in den Offroad-Bereich investiert und zusätzliche Investitionen gingen nochmals in Werkzeuge für neue Produktplattformen und den weiteren Aufbau modularer Fertigungseinheiten. Diese Investitionen dienen sowohl der Effizienzsteigerung als auch der Produktinnovationsoffensive. Sie zeigen deutlich, wie bei der Entwicklung, unser Bekenntnis zur Innovationsführerschaft in Produktion und Produkt in unseren Segmenten.

In den Zentralbereichen wurden 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,7) investiert. Wir erwarben weitere Upgrades, Erweiterungslizenzen für unser SAP-System und stärkten mit Modulerweiterungen die Nutzungsmöglichkeiten für die Anwender speziell in Produktion und Planung. Zusätzlich investierten wir in die Optimierung unserer Entwicklungssoftware und deren Anbindung und Vernetzung.

Investitionen nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

in Mio. EUR

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2012 2011
Automotive 24,8 14,8
Seating Systems 13,8 22,1
Central Services 0,8 0,7
Summe 39,4 37,6

Mitarbeiter

Beschäftigtenzahl geht trotz Geschäftsausweitung leicht zurück

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Mitarbeiterzahl nahezu konstant und entwickelte sich somit deutlich unterproportional zum Umsatzzuwachs. Zum Stichtag am 31. Dezember 2012 waren innerhalb des GRAMMER Konzerns 8.672 Mitarbeiter (Vj. 8.726) beschäftigt. Davon zählten 5.279 Beschäftigte (Vj. 5.148) zum Automotive-Bereich, 3.140 (Vj. 3.377) zum Segment Seating Systems und 253 (Vj. 201) zu den Zentralbereichen. Der Rückgang wurde überwiegend bei den indirekten Produktionsmitarbeitern und den Angestellten verzeichnet. Die Zuwächse im Zentralbereich ergeben sich aus Neuzuordnungen in der Organisation zu den zentralen Bereichen. Im Jahresdurchschnitt waren 8.877 Mitarbeiter (Vj. 8.429) im Unternehmen tätig, die nach den Anläufen und Kapazitätsanpassungen durch Optimierungen in den indirekten Bereichen im Jahresverlauf wieder zurückgeführt wurden.

Personalkostenreduktion weiter im Fokus

Im Jahr 2012 sind aufgrund der Umsatzzuwächse und der Geschäftsentwicklung die Mitarbeiterzahlen im Durchschnitt zwar weiter angestiegen, dennoch konnte eine niedrigere Personalkostenquote gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Im Januar 2012 wurde das verhandelte Maßnahmenpaket zur Schließung der Produktion in Wackersdorf unterzeichnet und dessen Umsetzung dann Ende August 2012 vollständig abgeschlossen.

Der starke Anstieg der Nachfrage und die Anläufe neuer Produkte erforderten an verschiedenen Standorten in Deutschland und insbesondere in China sowie in weiteren Niedriglohnländern einen Zuwachs beim Personal. Am tschechischen Standort in Tachov wurde die Lkw-Sitz-Produktion hochgefahren und die Belegschaft für diese Aufgaben erweitert. In Serbien und Bulgarien wurden unsere Nähkapazitäten wegen der anhaltenden hohen Nachfrage im Automotive-Bereich aufgestockt. Allerdings ist es uns gelungen die Produktivitätsmaßnahmen vor allem in den indirekten Bereichen so gut umzusetzen, dass es am Ende nach temporären Anstiegen zu einer Personalreduktion und Kosteneinsparungen gekommen ist.

Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen

Personalentwicklung ist ein zentrales Element, um unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Mitarbeiter mit neuen Ideen, erweitertem Wissen und hinzugewonnenen Kompetenzen tragen entscheidend dazu bei, etablierte Standards zu sichern und Wettbewerbsstärke weiter auszubauen. GRAMMER bietet aus diesem Grund eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen an. Unser bisheriges Weiterbildungsprogramm basiert auf drei Ansätzen, die sich hierarchisch gliedern: Das "General Management Program" fokussiert die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "Management Development Program" richtet sich vorrangig an Werks- und Abteilungsleiter und das Programm "GO!2008" ist auf die Förderung der Nachwuchsführungskräfte zugeschnitten. Alle drei Entwicklungskonzepte richten ihre Inhalte an Leitbild, Zielen und Strategie des Konzerns aus. Im Jahr 2013 wird der GRAMMER Konzern im Zuge der Überarbeitung seine Personalentwicklungs-Programme neu strukturieren, um den gestiegenen Anforderungen für die Beschaffung und Weiterbildung qualifizierter Mitarbeiter noch besser gerecht zu werden.

Der Konzern ist ebenfalls ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in den Regionen und bildet auch über den eigenen Bedarf hinaus aus. So zählt zum Beispiel am Standort Amberg die Ausbildung mit eigenem Ausbildungszentrum und Ausbildern zu den wesentlichen Punkten der Personalpolitik in der GRAMMER AG. Auszubildende beschäftigen wir gerne weiter, sofern die wirtschaftliche Lage dies zulässt. Auch 2012 stellten wir in allen Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Recruitingveranstaltungen im universitären Umfeld oder über Kooperation mit dem Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft. Ein Beispiel für unser erfolgreiches Engagement auf dem Hochschulsektor ist unter anderem die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der HAW (Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden).

Mitarbeiter nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

zum Stichtag 31. Dezember

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2012 2011
Automotive 5.279 5.148
Seating Systems 3.140 3.377
Central Services 253 201
Gesamt 8.672 8.726

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG. Es sind keine anderen oder zusätzlichen Bestimmungen in der Satzung enthalten. Finanzvorstand Herr Alois Ponnath hat zum 31. Mai 2012 das Unternehmen verlassen. Wir danken Herrn Ponnath für seine langjährige Mitarbeit. Herr Volker Walprecht hat als neuer Finanzvorstand zum 1. Oktober 2012 seine Arbeit bei GRAMMER aufgenommen.

Im Aufsichtsrat erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Veränderungen. Herr Dr. Peter Stehle hat sein Aufsichtsratsmandat nach Ablauf der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 niedergelegt. Wir danken Herrn Dr. Stehle für seine langjährige Mitarbeit zum Wohle unserer Gesellschaft. Herr Dr. Hans Liebler wurde von der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 als Aufsichtsratmitglied gewählt. Frau Ingrid Hunger, die im August 2011 vom Amtsgericht zum Aufsichtsrat bestellt wurde, ist durch ordentliche Wahl durch die Hauptversammlung zum Aufsichtsrat gewählt. Herr Horst Ott wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg mit Wirkung zum 30. Juli 2012 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er übernimmt die Nachfolge von Herrn Joachim Bender, der am 30. Juni 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Herr Martin Bodensteiner ist als Mitglied des Aufsichtsrates am 29. Dezember 2012 ausgeschieden.

Grundzüge des Vergütungssystems

Ab dem 1. August 2010 ist die Vergütung der Vorstände auf die nachfolgend beschriebenen Elemente umgestellt worden. Der Vorstand erhält nach wie vor eine erfolgsunabhängige (70 %) und eine erfolgsabhängige (30 %) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente wird bei der neuen Vergütungsstruktur in zwei Anteile zerlegt, einen kurz- und einen langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung (ROCE - WACC). Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmenswerts grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und wird somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Darauf wird ein Abschlag zur Zahlung geleistet zur Verstetigung der Einkünfte, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtsratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde durch die Zustimmung zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2011 geändert und ist nun, wie im Nachfolgenden erläutert, geregelt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O-Versicherung, Directors and Officers Liability Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird.

Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung wie in den Vorjahren gibt es nicht mehr und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.

Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) ist in diesem Geschäftsbericht auf der Seite 74 abgedruckt und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance eingesehen werden.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Faktor für den Konzern, um sich auch in Zukunft erfolgreich am Markt positionieren zu können, denn technologischer Vorsprung generiert innovative Produkte und ein breites Produktsortiment. So erschließen wir neue Marktpotenziale und sichern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Die Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme verlagert sich zunehmend auf die Zulieferunternehmen. Aus diesem Grund positioniert sich der Bereich Automotive in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber namhafter Hersteller. Technologischer Vorsprung und erstklassige Lösungen sichern uns hier wichtige Marktvorteile. Auch bei Sitzen im Nutzfahrzeugbereich stehen wir in der ständigen Weiterentwicklung unserer Produkte und generieren innovative Lösungen, die sich verändernden Marktentwicklungen antizipieren sollen. Intensive Forschung und Entwicklung ist aber nicht nur die Grundlage unseres aktuellen unternehmerischen Erfolgs, sondern auch Basis der erfolgreichen Weiterentwicklung: Neue, innovative Produkte versetzen uns in die Lage, den Kundenanforderungen auch künftig in höchstem Maße gerecht zu werden. Die Erhöhung der Innovationsleistung in den letzten Jahren zeigt erste Erfolge. So gibt es im Kerngeschäftsfeld Offroad Seating in den nächsten 24 Monaten mehrere neue Produkte, die die Bereiche Low end bis Premium abdecken. Nach der erfolgreichen Entwicklung und dem Serienanlauf der neuen Lkw-Sitzgeneration MSG 115 in diesem Jahr konnten wir im Bereich Lkw mit der auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 vorgestellten Leichtbauinitiative erste konkrete Projekte mit einem namhaften Lkw-Hersteller akquirieren. Dies bedeutet, dass sich GRAMMER als Innovationslieferant in einem wichtigen Kerngeschäftsfeld auch für die kommenden Jahre etablieren kann. Im Bereich Fahrerarbeitsplatz laufen in der Entwicklung Aktivitäten zur Darstellung von ergonomischen Lösungen in der Kabine sowie erste Ansätze für neue hoch innovative HMI-Lösungen (Human Machine Interface). Dies geschieht in engster Zusammenarbeit mit unserem Tochterunternehmen GRAMMER EiA Electronics. Auch im Bereich Konsolen laufen zahlreiche Entwicklungsprogramme speziell für Leichtbau und neue Kinematik-Ansätze.

Zusätzlich werden für diese Systemkomponenten neue, verfeinerte Spritzgießtechnologien entwickelt, mit denen sich neben der Gewichtsreduzierung auch ansprechende und edle Oberflächen erzeugen lassen. Bei den Kopfstützen liegt der Schwerpunkt auf elektrisch angetriebenen Systemen im Premiumbereich. Auch in 2012 konnte die hohe Anzahl von angemeldeten Patenten erneut erreicht werden. Mit dem Erwerb des tschechischen Kopfstützenspezialisten Nectec Automotive können wir unser Produktportfolio bei passiven und aktiven Kopfstützen erweitern und werden so zu einem noch attraktiveren Partner für unsere Kunden im Automobilbereich. Die Entwicklungen im Bereich der Elektronik zeigen ebenfalls konkrete Ergebnisse im Anwendungsbereich von sensorischer Elektronik.

Die weiteren Schwerpunkte der Innovationsstrategie der nächsten Jahre liegen neben den klassischen produktbezogenen Themen vor allem bei der Regionalisierung bzw. Fokussierung der Entwicklungsleistung auf die in den regionalen Märkten unterschiedlichen Produktanforderungen. Dies ist synchronisiert mit den Aktivitäten der Geschäftseinheiten. Zusätzlich wurden Projekte zur spezifizierten Homogenisierung der Produkte für die jeweiligen Regionen verstärkt, was langfristig unsere Marktposition stärken wird. Dies stellt zudem andere Marktteilnehmer vor die weltweite Herausforderung, uns nachzueifern oder zumindest adäquate Lösungen in verschiedenen Regionen zu liefern.

Beschaffungsmanagement

Das Beschaffungsmanagement ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern und trägt wesentlich und nachhaltig zum Erfolg unserer Geschäftstätigkeiten bei. Zielsetzung ist die Verfügbarkeit sowie Qualität der Materialien und Dienstleistungen zu gewährleisten, um die Versorgung unserer Kunden zu optimalen Konditionen sicherzustellen. Weiterhin gilt es für unsere innovativen Produkte und breite Produktrange die richtigen Lieferanten weltweit zu identifizieren. So erschließen wir neue Bezugsquellen in den Emerging Markets und sichern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit durch Nutzung von sich daraus ergebenden Einsparpotenzialen. Das externe Beschaffungsvolumen beträgt rund 60 % unseres Gesamtumsatzes. Daher haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem eine Logistikoffensive gestartet, um die interne und externe Supply Chain zu optimieren. Der Konzern bündelt seine Aktivitäten zentral nach Commodities. Diese können so einerseits eine starke Einkaufsposition gegenüber den Lieferanten aufbauen und andererseits die Benchmarks in den Commodities weltweit definieren und daraus Einsparpotenziale für den Konzern generieren. Die Beschaffung in den Schwellenländern und der "local Content" in unseren dort angesiedelten Produktionswerken gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird in Programmen und Strukturen forciert. Unsere strategische Ausrichtung im Beschaffungsmanagement sieht zudem den Ausbau der e-Sourcing Plattform vor, die bereits erfolgreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingesetzt wurde.

Produktion

Die Produktion stellt die Basis unseres Schaffens für unsere Kunden dar, da wir als produzierendes, innovatives Unternehmen unsere Umsätze und Ergebnisse mit eigener Wertschöpfung erzielen. Der GRAMMER Konzern produziert weltweit an 29 Standorten in 18 Ländern. Strategische Zielsetzung im GRAMMER Konzern ist die nachhaltige Verbesserung unserer Kostenposition für unsere Produkte und Stärkung der Produktion und Wertschöpfung vor Ort. Der GRAMMER Konzern gewährleistet mit seinen einheitlichen Produktionsstandards weltweit die gleichen qualitativen Produkte und Leistungen. Der strategische "operational Footprint" wird im Konzern zentral gesteuert und die Produktionsmethoden weltweit im Sinne von "Best Practice" ausgerollt. Mit dem GPS (GRAMMER Production System) stehen uns Produktionsmethoden und Werkzeuge zur Verfügung, um jederzeit die richtigen Fertigungsprozesse für die vom Kunden geforderte Qualität prozesssicher bereitzustellen. Das GPS ist unser strukturierter Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten des Konzerns im Sinne von Lean Manufacturing gestalten und prozessual führen. Dies hilft uns, sowohl die wachsenden Anforderungen auf der Produktionsseite zu erfüllen als auch die Kostenposition von uns und unseren Kunden zu verbessern. Zur Verstärkung der "LEAN-Production" Aktivitäten hat der Konzern ein weltweites Trainingsprogramm ausgerollt, das jedes Werk, jede Einheit und Funktion einbezieht. Mit der Lean Academy und dem kontinuierlichen Lernprozess setzen wir unsere Maßstäbe konsequent und nachhaltig um. Unser Wachstum und der Ausbau unserer Produktionswerke in den Schwellenländern wie China mit dort mittlerweile fünf Produktionsstandorten sowie die Erweiterung in Mexiko und Brasilien zeigen eindrucksvoll die starke Internationalisierung unserer Wertschöpfungskette. Dazu sind weitere Schritte in der Vorbereitung, um unseren Weg hin zu effizienten Werken mit hoher Wertschöpfung in Prozessen und breitem Produktionsspektrum im geplanten Zeitrahmen umzusetzen. Die Kosteneffizienz steht dabei an vorderster Stelle, da wir uns durch unsere Produktions- und Prozesssysteme in der Lage sehen, qualitativ gleich hochwertig an all unseren Standorten zu produzieren.

Qualitätsmanagement

Die Produkte des Konzerns sind im Markt als Qualitätsmarke etabliert und die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sind ein entscheidender Erfolgsfaktor im ständig härter werdenden Wettbewerb. Der Konzern hat seit Jahren ein eigenständiges Qualitätssystem und -programm GPQ (Grammer Produces Quality) etabliert, das alle Mitarbeiter im Unternehmen in den Qualitätsprozess einbezieht und fortschreitende, permanente Qualitätsverbesserungen systematisch zu generieren bestrebt ist. Unser wesentliches Qualitätsziel ist eine hohe Kundenzufriedenheit mit unseren innovativen Produkten weltweit. Interne Audits und Bewertungen, Benchmarks im GPQ-Prozess und mit dem Wettbewerb helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Getragen von unserer Philosophie und den Ansprüchen des Kunden ist es unser erklärtes Ziel, eine fortwährende Verbesserung und anspruchsvolle Qualitätskultur zu erreichen.

Weiterbildung in Qualität und regelmäßiges Training für unsere Mitarbeiter soll unsere hohe Qualität weiterentwickeln und sicherstellen, dass wir auch zukünftig als Qualitäts- und Innovationsführer im Markt wahrgenommen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Qualitätspolitik ist die Produktsicherheit. Da unsere Produkte dem Wohlbefinden, Schutz und der Gesundheit unserer direkten Kunden und deren Endverbrauchern dienen, stellt die Produktsicherheit und Prozessfähigkeit ein strategisches Ziel unserer Wertschöpfungskette dar. Ausgehend von unserer Entwicklung bis hin zur Nachbetreuung im Ersatzteilgeschäft ist die Produktsicherheit ein zentrales strategisches und operatives Ziel. So setzen wir nicht nur gesetzliche Anforderungen und Regelungen strikt um sondern entwickeln mit Wissenschaft und Forschung sowie unabhängigen Experten auch eigene Vorgaben und Standards, um diesen Zielen gerecht zu werden.

Vertrieb und Kundenmanagement

Der GRAMMER Konzern orientiert sich in Vertrieb und Geschäftsfeldern an den Produktgruppen, um unseren Kunden eine optimale Betreuung und hohe Produktkompetenz zu bieten. Mit den gebildeten Divisionen erreichen wir, dass wir konsequent auf die entsprechenden Anforderungen der Kunden und Märkte ausgerichtet sind. Somit können Kundenwünsche zielgerichtet auf die Produktgruppe umgesetzt und abgewickelt werden. Eine nachhaltige Entwicklung unserer Kundenbeziehungen ist die Grundlage unseres langjährigen Erfolgs und Wachstums. Prozessvorgaben wie beispielsweise das GRAMMER PDS-System (Product Development System) unterstützen eine systematische, stabile Produktentwicklung und sorgen dafür, dass in den richtigen Zeitschienen und Phasen die Produkte für die Kunden zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird so die gemeinsame Zusammenarbeit mit unseren Kunden nach innovativen Lösungen gefördert.

Chancen- und Risikomanagement

Risikopolitik und -grundsätze

Unternehmerisches Handeln ist immer mit Chancen, aber auch mit Risiken verknüpft. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die beherrscht werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:

Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht der Konzern mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan beziehungsweise Ziel. Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann.

Möglicherweise mit den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns verbundene bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite her verursacht werden, trägt der Konzern selbst. Auch Risiken, die aus der Entwicklung von neuen Produkten entstehen können, übernimmt der Konzern selbst. Andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möchte der Konzern eher auf Dritte übertragen. Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigernder Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich wahrzunehmen und soweit wie möglich zu minimieren.
In regelmäßigen, angemessenen Abständen überprüft auch unsere interne Revision die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben Risiken in ihrem Verantwortungsbereich soweit als möglich zu minimieren und daran zu arbeiten, dass es zur aktiven Risikovermeidung aus den Prozessen und Produkten kommt. Insgesamt ist nicht auszuschließen, dass es im Geschäftsablauf auftretende Chancen und Risiken gibt, die allerdings vor Eintreten von nicht mehr direkt zu kontrollierenden Situationen von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden sind.

Risikomanagementprozess

Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risikomonitoring und -controlling. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden Risiken mit einer geschätzten ungeplanten Ergebniswirkung ab 0,5 Mio. EUR an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet. Die Meldungen ins Risikomanagementsystem werden unabhängig erhoben, sodass eine möglichst breite Erfassung gewährleistet ist und eine Beurteilung im Vier-Augen-Prinzip erfolgt.

Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral verwaltet und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos verfolgt werden. Die Phasen des Risikomanagementprozesses werden durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt.

Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Dazu zählen beispielsweise strategische Risiken, Markt- und Finanzrisiken und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.

Risiken

In den nachfolgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben und darlegt, die teilweise erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unseren Aktienkurs oder unsere Marktreputation haben können. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit noch als gering einschätzen oder die uns zurzeit noch gar nicht bekannt oder nicht in ihren Auswirkungen bekannt sind, können ebenfalls unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinflussen. Als wesentlichen Aspekt des Risikomanagements versucht der Konzern solche Risiken zu vermeiden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der GRAMMER Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen und beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und unserer Branchen. Bei Bedarf passen wir die Produktionen und Kapazitäten entsprechend an. Der GRAMMER Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf die Krisen wie die Eurokrise und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden auf die veränderte Umsatzsituation immer frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Wir agieren in zunehmend wettbewerbsintensiveren Märkten, die uns vermehrt Risiken unter anderem in Preisdruck, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Produkt und Prozessqualität sowie schnellen Veränderungen aussetzen. Die Ausschläge in Nachfrage und Absatz schwanken in immer kürzeren Abständen und die Ausschlagsvolatilität nimmt zu. Durch die Abhängigkeit von weltweit agierenden Märkten mit unterschiedlichen Konjunktur- und Nachfragezyklen wie beispielsweise in den Schwellenländern haben wir ein noch breiteres Feld an Einflussfaktoren wahrzunehmen und zu interpretieren als bisher. Zusätzlich treten neue Wettbewerber in diese Märkte ein oder entstehen dort, die bisher nur wenig oder nur regional begrenzt auftraten. Die Auswirkungen von Krisen in spezifischen Märkten wie Europa bergen Risiken, die nicht mehr unmittelbar aus den Geschäftsfeldern abgeleitet werden können. Auch die Differenzierung in den Märkten nimmt stetig zu, sodass aus einer generellen Entwicklung nicht mehr zwangsläufig auch auf unser Geschäftsfeld geschlossen werden kann. Dies gilt sowohl für die positiven wie auch negativen Entwicklungen.

Nach dem regionalen Rückgang der Märkte sind insbesondere im Automotive-Bereich weitere, wenn auch schwächere Wachstumstendenzen zu erkennen und auch im Bereich Seating Systems scheint sich der Auftragsbestand im Lkw-Geschäftsfeld zu stabilisieren. In den vergangenen Monaten deuteten ökonomische Daten und Indikatoren eine weiterhin unsichere Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes an. Da jedoch keine Gewissheit darüber besteht, inwieweit die konjunkturelle Entwicklung durch politisch bedingte Veränderungen sowie die noch schwachen Euroländer wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal wieder beeinträchtigt wird und umfassend keine zuverlässigen Aussagen darüber vorliegen, inwieweit es Auswirkungen auf die für uns relevanten Märkte und Produkte geben wird, birgt dies Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Beeinflussung aus den politischen und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten insbesondere im gegenwärtigen weltweiten makroökonomischen Umfeld, das von einer breiten Vertrauenskrise in die Finanzmärkte und permanenter Unsicherheit vor weiteren wirtschaftlichen Abschwung geprägt ist, birgt vom Konzern nur schwer beeinflussbare Risiken auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Zuge der Konsolidierung der Märkte und Marken entstehen weitere Wettbewerbsrisiken. Zusätzlich hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Aus diesem Marktumfeld könnten uns fehlende Anschlussaufträge unter anderem in Europa belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz, um den weitgehenden Anforderungen nachkommen zu können.

Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt der Konzern auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, mit verstärkten Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu generieren. Die Einführung neuer Produkte und Technologien birgt aber auch immer Risiken und erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz an finanziellen Mitteln und technischen Ressourcen, verbunden ist. Trotz unserer zahlreichen Patente und der Sicherung unseres geistigen Eigentums könnten Wettbewerber besonders in den Wachstumsmärkten nicht generell davon abgehalten werden unabhängig davon Produkte und Leistungen zu entwickeln, die unseren Produkten ähnlich sind.

Durch die fortwährende Anpassung unserer Kapazitäten und Optimierungen unserer Fertigungsstrukturen entsteht mittelfristig das Risiko, dass durch die Zusammenlegung und Schließung zunächst Belastungen auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage entstehen. Zudem besteht das Risiko, dass solche Maßnahmen nicht immer im geplanten Zeitrahmen ablaufen und es aufgrund der Vielschichtigkeit und Komplexität solcher Prozesse zu Verzögerungen und zusätzlichen finanziellen Belastungen kommt oder ihr Nutzen geringer ausfallen könnte als ursprünglich geplant und angenommen war.

Unser Handlungsfeld umfasst zunehmend Aktivitäten, die aus unserer strategischen Portfoliopolitik hinsichtlich unserer Geschäftsfelder stammen. Die möglichen Aktivitäten hinsichtlich Unternehmenszusammenschlüssen und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da diese Risiken aus Marktreaktion, Integration von Mensch und Technologie sowie Produkten und Entwicklungen beinhalten. Es kann nicht ausgeschlossen werden das Risiken auch hinsichtlich der Umsetzung und bei solchen Transaktionen üblichen Akquisitions-, Integrations- und sonstigen Kosten entstehen, die zu Beginn der Transaktion nicht abgeschätzt werden konnten. Auch Risiken einer Desinvestition können sich im Rahmen dieser Aktivitäten ergeben, die möglicherweise nicht zu den gewünschten Effekten oder zusätzlichen Belastungen auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage führen könnten.

Risiken ergeben sich auch aus den vielfältigen Änderungen und Anpassungen von Regelungen, Gesetzen, Richtlinien und technischen Vorgaben hinsichtlich unserer Produkte, denen wir als global agierendes Unternehmen zunehmend ausgesetzt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Vorschriften und rechtliche Regelungen in bestimmten Märkten und Regionen zusätzliche Belastungen und Aufwendungen erzeugen, die bisher nicht berücksichtigt werden konnten und sich negativ auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage auswirken können.

Beschaffungsrisiken

Der GRAMMER Konzern ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung von Stahl sowie rohölbasierter Schaum- und Kunststoffprodukte. Die für den GRAMMER Konzern relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind. Weiterhin bestehen Risiken hinsichtlich der Versorgungskette, die aus unterschiedlichen Gründen unsere Produktqualität, Liefertreue oder im schlimmsten Fall auch die generelle Verfügbarkeit beeinflussen können. Generell können gelegentlich auftretende Qualitätsprobleme bei Zulieferern oder Versorgungsstörungen in der Zulieferkette Risiken in unserer Produktion verursachen, die sich negativ auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage auswirken können.

Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen können, begegnet GRAMMER neben einer Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms auch immer mit einer engen Verfolgung von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherstellung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten. Wir pflegen kontinuierlich einen intensiven Kontakt mit unseren Zulieferern und vermeiden nach Möglichkeit Abhängigkeiten.

Qualitätsrisiken

Der GRAMMER Konzern legt großen Wert auf die Einhaltung der hohen internen Qualitätsstandards und die frühzeitige Identifikation möglicher Fehlerquellen und deren Beseitigung wie im Kapitel Qualitätsmanagement beschrieben. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass potenzielle Qualitäts-, Arbeitssicherheits- oder Umweltrisiken auftreten sowie Doppelarbeiten oder Leerläufe entstehen können. Dies gilt insbesondere bei komplexen Fertigungsstrukturen und -verflechtungen über Kontinente hinweg, die sich aufgrund unserer globalen Ausrichtung und Markttätigkeit zwangsläufig ergeben. Maßnahmenprogramme hinsichtlich der Minimierung solcher Risiken haben wir im Konzern in Produktion und Qualitätsmanagement etabliert.

Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu begegnen, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenprüfungen durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess, dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich vereinzelt Risiken ergeben, die sich negativ auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage auswirken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken schon allein aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und den vorher im wirtschaftlichen Umfeld beschriebenen Risiken für den Konzern ausgesetzt. Der Konzern hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen tschechische Krone, US-Dollar, mexikanische Peso sowie chinesische Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Der Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also der Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum oder der Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert. Eine starke Aufwertung des Euro zu den Währungen der anderen Exportwirtschaftsnationen könnte sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns auswirken.

Den Schwankungen an den Zinsmärkten kann sich der GRAMMER Konzern nicht vollständig entziehen und aufgrund der gestiegenen Volatilität ergeben sich Risiken für den Konzern, die trotz der Maßnahmen Auswirkungen auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage haben können. Der GRAMMER Konzern versucht Zinsänderungsrisiken durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln sowie den Einsatz von Derivaten zu minimieren, was jedoch nicht vollständig garantiert werden kann. Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt angesichts der derzeit restriktiven Kreditvergabepolitik der Banken eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des Konzerns ist gerade im Jahr 2011 durch die Verlängerung des bestehenden Schuldscheindarlehens und zusätzlichen längerfristigen Schuldscheindarlehen sowie die Festschreibung kurzfristiger Kreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt und strukturell verbessert worden.

Mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahren und geringeren Tranchenvolumina konnte die Abhängigkeit von den Fälligkeiten und einzelnen Kreditinstituten nochmals verringert werden.

Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt. Der Ausweitung unserer Liquidität wird trotz dadurch entstehender möglicher Zinsnachteile eine hohe Bedeutung beigemessen und versucht, eine uns angemessen erscheinende Liquiditätsreserve zu schaffen. Daraus resultieren gewisse Belastungen im Zinsergebnis, die allerdings bewusst in Kauf genommen werden, um unsere strategischen Aktivitäten zu begleiten und die Liquiditätslage nicht zu gefährden. Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement im Konzernbereich Controlling/Accounting kontrolliert. Durch die im Markt befindlichen Unsicherheiten und Risiken im Zinssatz sowie durch Bilanzierungsänderungsvorgaben kann der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne stark beeinflusst werden, wobei dies sowohl einen Anstieg als auch einen Rückgang des Anwartschaftsbarwertes der leistungsorientierten Verpflichtung bedeuten kann. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß den versicherungsmathematischen Berechnungen bilanziert, in denen dem anzuwendenden Zinssatz eine wesentliche Rolle zukommt. Die tatsächliche Entwicklung der zu leistenden Zahlungen kann von den berechneten abweichen, da die Annahmen zu den Abzinsungsfaktoren sowie Gehältern und Inflation mit Unsicherheiten behaftet sind. Insofern kann sich daraus ein Risiko auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage ergeben.

Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, versuchen wir die erläuterten Risiken zu vermindern. Dennoch kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass die dargelegten Risiken sich negativ auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage auswirken können.

Rechtliche Risiken

Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. So genannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert. Beschränkungen des Konzerns in seiner internationalen Aktivität durch Import-/Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder anderen Handelshemmnissen aus regulatorischen Regelungen stellen ein Risiko dar, dem sich der Konzern aufgrund seiner Tätigkeit nicht entziehen kann. Darüber hinaus können Exportkontrollregulierungen, Handelsbeschränkungen und Sanktionen oder Gegensanktionen darauf unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen oder beschränken. Durch die strikte Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften können sich Einschränkungen ergeben, die im Wettbewerbsumfeld zu Nachteilen führen können.

Aus der Vielzahl der rechtlichen Vorschriften und Regularien und deren ständige Veränderungen unter anderem auch in steuerrechtlichen Regelungen kann es zu Risiken kommen, die sich auf unsere Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage negativ auswirken können.

Personalrisiken

Der Konzern ist auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen, um seine Chancen effizient zu nutzen und seine Wettbewerbsvorteile auszubauen. Aus diesem Grund legen wir gerade in schwierigen Zeiten großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren. Trotz all dieser Anstrengungen gibt es keine Garantie, dass es dem Konzern in jedem Land und Tätigkeitsfeld auch in Zukunft gelingen wird, sich die notwendigen qualifizierten Mitarbeiter und Kompetenzträger zu sichern und langfristig an das Unternehmen zu binden.

IT- und Informationsrisiken

Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb unerlässlich. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Standorte mit einer hohen zeitkritischen Fertigungsintegration ("Just in time", "Just in sequence") sind zusätzlich mit einer erweiterten Hochverfügbarkeitslösung ausgestattet. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER hat sich gegen Angriffe von außen durch geeignete Sicherheitssysteme geschützt und Maßnahmen ergriffen diese abzuwehren, wie beispielsweise Firewalls und Virenscanner oder auch weitere Aktivitäten, die wir regelmäßig auf effektiven Schutz überprüfen und anpassen. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet, die versucht den Schutz aktuell aufrecht zu erhalten und gegen die Bedrohungen vorzugehen. Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern. Dennoch kann aufgrund der weltweiten Aktivitäten und dem allgemein zu verzeichnenden Anstieg an Bedrohungen und Angriffen nicht ausgeschlossen werden, dass unsere Systeme, Netzwerke, Daten und Lösungen nicht beeinträchtigt werden.

Abhängig von der Schwere solcher Aktivitäten kann es z. B. durch Datenverlust, Systemstörungen mit Produktionsausfall mangels Datenübertragung zu negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage kommen.

Ökologische Risiken

GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001. In unserem Umweltmanagementsystem legen wir weltweit gültige Umweltstandards fest (z. B. Beauftragte, Umweltprogramme und Umweltziele), dessen Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht wird. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 treiben wir weiter voran. Dennoch kann es aufgrund von äußeren Umständen oder auch interner Fehler nicht völlig ausgeschlossen werden, dass dem Konzern hieraus Risiken entstehen.

Chancen: Wachstum durch positive Konjunktur in unseren Kernmärkten

Aufbauend auf unser qualitativ hochwertiges Produktprogramm und unserer weltweiten Marktfähigkeit können sich dem GRAMMER Konzern weitere Wachstumschancen eröffnen, wenn die Konjunktur weiterhin stabil bleibt und sich im Rohstoffsektor nicht höhere Kostenzuwächse aus Einflüssen von Politik oder Umwelt ergeben. Nach den Restrukturierungen in allen Konzernunternehmen sowie den vereinbarten weiteren Schritten im Jahr 2012 können sich gute Aussichten ergeben, sich in den Märkten zu erweitern, die im Wettbewerb hart umkämpft sind. Ausgehend von den aktuellen Produkt- und Kundenportfolio und dem daraus resultierenden Wachstum sehen wir auch über das Geschäftsjahr hinaus Chancen sich positiv zu entwickeln. Durch die neue Fokussierung auf die Produkt- und Marktrelationen sehen wir uns durch kurze Entscheidungswege und eine schlanke Struktur besser auf dem Markt und zum Kunden hin aufgestellt. Die Rationalisierungsmaßnahmen verbessern die Kostenstrukturen, sodass sich unsere Wettbewerbsposition und Wachstumschancen auch in hart umkämpften Märkten positiv entwickelt haben.

Für die Märkte in China sehen wir weitere Chancen für unsere Produkte in allen Sparten, da wir dort nun auch zunehmend für exportierende lokale OEMs zum Partner werden und qualitativ hochwertigere Produkte auch für den lokalen Markt zunehmend nachgefragt werden. Mit dem angekündigten forcierten Eintritt in den Zutritt zum Lkw-Markt in China erwarten wir zusätzliches Wachstum in diesem Segment, da wir bisher mit unseren Produkten und Plattformen kaum vertreten waren. In den NAFTA-Märkten sehen wir ebenfalls weitere Chancen für unser gesamtes Produktportfolio. Mit der Stabilisierung der OEMs vor allem in den USA und weiteren Entscheidungen zur direkten lokalen Produktion in Nordamerika durch europäische OEMs könnte sich unsere weltweite Liefer- und Produktionsfähigkeit als Wettbewerbsvorteil erweisen. Eine Erholung der Konjunktur in Brasilien würde weitere Potenziale eröffnen, da der für uns bedeutende Markt im abgelaufenen Geschäftsjahr stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

In Europa können wir aufgrund der Innovation und des weiteren Ausbaus unserer Kompetenz unsere Wertschöpfungstiefe steigern und uns nach der Optimierung der Strukturen in Deutschland besser im Markt positionieren.

Zudem können sich mit weiteren Partnern aus anderen spezifischen Branchen zusätzliche Wachstumsfelder und Wertschöpfungsstufen ergeben, die unser Produktprogramm in seiner Attraktivität steigern und so weiter zu einem soliden Wachstum beitragen. Mit dem geplanten Erwerb der Nectec Automotive s.r.o. im Geschäftsfeld Kopfstützen stärken wir zudem unsere Produktions- und Produktplattform, sodass sich aus dieser Akquise weitere Chancen in Umsatz und Ergebnis ergeben können.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichend vorgesorgt hat. Die derzeit bestehenden Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Zuwächse ergeben. Die Entwicklung der Risiken aus den Rohstoffmärkten kann aufgrund der derzeit widersprüchlichen, volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen. Sollte sich eine konjunkturelle Stabilisierung ergeben erwarten wir aus heutiger Sicht eine stabile Entwicklung des Konzerns.

Merkmale des internen Kontrollsystems

Da das Mutterunternehmen GRAMMER AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264 d HGB ist, sind gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern auf das interne Kontrollsystem folgende Strukturen und Prozesse implementiert: Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Bereiche eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in einem Handbuch, Konzernrichtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernjahresabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess.
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Konzernvorstands und auf Ebene der strategischen Bereiche sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.
Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, der strategischen Bereiche sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen.
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.
Maßnahmen zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Ausblick

IWF für Weltwirtschaft zuversichtlich gestimmt, Unsicherheiten bleiben

Die konjunkturelle Entwicklung wird auch 2013 von einer Reihe von Unsicherheiten belastet. Zentrales Risiko bleibt nach wie vor die Entwicklung der Krise im Euro-Raum. In seiner im Januar 2013 veröffentlichten Prognose für die Weltwirtschaft geht der IWF davon aus, dass die Euro-Zone auch in diesem Jahr in der Rezession verharren und die Wirtschaftsleistung um 0,2 % schrumpfen wird. Erst für kommendes Jahr wird eine Rückkehr auf den Wachstumspfad erwartet. Für die globale Konjunktur ist der IWF deutlich zuversichtlicher gestimmt. Weltweit soll die Wirtschaft um 3,5 % und damit etwas stärker als im Vorjahr zulegen.

Deutschland dürfte sich einmal mehr dem negativen Trend in der Euro-Zone entziehen. Das Bruttoinlandsprodukt soll demnach um 0,6 % vorankommen. Für die beiden Sorgenkinder Italien und Spanien sagt der Währungsfonds mit einem Minus von 1,0 % bzw. einem Minus von 1,5 % nochmals eine schrumpfende Wirtschaftsleistung voraus. Die stärksten Impulse für die Weltwirtschaft dürften einmal mehr von den Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen, die in der Summe um 5,5 % wachsen dürften. Allerdings bleiben regional große Unterschiede: Während in Asien China mit einem Zuwachs von 8,2 % sowie Indien mit einen Plus von 5,9 % herausragen, dürften die Staaten Lateinamerikas und der Karibik um lediglich 3,6 % zulegen. In den USA dürfte sich das Wirtschaftswachstum in 2013 geringfügig abkühlen und um 2,0 % zulegen. Die Erholung am Immobilienmarkt und ein günstiges Umfeld auf den Finanzmärkten dürften den privaten Verbrauch stützen. Als Risiko sieht der IWF, dass der Staat in seinem Bemühen, den Staathaushalt zu konsolidieren, zu stark auf die Bremse tritt.

Die Wirtschaft in Japan dürfte dem IWF zufolge nach kurzem Abgleiten in die Rezession im Gesamtjahr 2013 um 1,2 % expandieren.

Ausblick Automotive

Weltweiter Pkw-Markt mit moderatem Wachstum

Der VDA blickt verhalten zuversichtlich auf das Jahr 2013. Insgesamt dürfte der Pkw-Markt weiter zulegen, wenn auch mit nur moderaten Wachstumsraten. Weltweit sollen demnach 70,56 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen werden, was einem Plus gegenüber 2012 von 2 % entspricht. Allerdings werden regional wie bereits im Vorjahr große Unterschiede auftreten. Der westeuropäische Markt dürfte erneut schrumpfen, mit einem Minus von 3 % auf 11,46 Mio. Einheiten, jedoch deutlich langsamer als im Vorjahr. In Deutschland dürften die Zulassungszahlen um 2 % auf 3,01 Mio. Pkw nachgeben. Während das Privatkundengeschäft wohl weiterhin zu Schwäche neigt, hofft der VDA, dass die gewerblichen Zulassungen - vor allem das Dienstwagengeschäft - erneut stabilisierend wirken. Positive Impulse für den Weltmarkt sollten einmal mehr von den asiatischen Ländern ausgehen. In China dürften laut VDA 14,03 Mio. und damit 6 % mehr Pkw erstmals zugelassen werden, der indische Markt dürfte um 7 % auf 2,97 Mio. Einheiten vorankommen. In Japan hingegen ist nach dem Vorjahresboom mit einem Rückgang von 11 % auf 4,07 Mio. Pkw zu rechnen. Weiter auf Wachstumskurs bleibt die Autokonjunktur in den USA, wo die Neuzulassungen um 5 % höher bei 15,17 Mio. Light Vehicles gesehen werden. Das Segment der Light Trucks soll sich dabei mit plus 4 % etwas schwächer, das Segment Passenger Cars mit einem Plus von 6 % dagegen etwas stärker entwickeln.

Ausblick Seating Systems

Nutzfahrzeugmarkt mit Erholungstendenzen

Das Nutzfahrzeuggeschäft ist äußerst zyklisch und reagiert schneller und in aller Regel auch ausgeprägter auf Änderungen in der Gesamtwirtschaft. Insgesamt geht der VDA davon aus, dass die Neuzulassungen (inklusive Busse) in den erfassten Ländern um 4 % auf 11,26 Mio. Einheiten zunehmen und damit den Rückgang aus dem Vorjahr mehr als kompensieren werden.

Für die USA ist nach Jahren des kräftigen Wachstums mit einer weichen Landung zu rechnen, der Markt dürfte bei 346.000 Einheiten stagnieren. Auch in Brasilien dürften sich die Dinge nach dem Markteinbruch im vergangenen Jahr zum Besseren wenden und die Zulassungszahlen um 5 % auf 176.000 Einheiten anziehen.

In China dagegen sieht der VDA eine Trendwende zum Positiven und erwartet einen Zuwachs von 7 % auf 6,49 Mio. Nutzfahrzeuge. In Japan dürfte dem Boom des Vorjahres ein Rückgang um 10 % auf 718.000 Einheiten folgen.

Schwierig bleibt das Marktumfeld in Europa, wo verunsicherte Kunden ihre Investitionsentscheidungen weiterhin aufschieben. In der EU (ohne Zypern und Malta) sollen die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen um 2 % auf 1,67 Mio. sinken, wobei sich von den großen Märkten keiner dem Abschwung entziehen kann. Auch in Deutschland stehen die Zeichen mit einem Minus von 3 % auf 304.000 Einheiten auf Rückgang. Allerdings blickt die deutsche Nutzfahrzeugindustrie etwas zuversichtlicher auf 2013: Laut ifo-Geschäftsklimaindex hat sich die Stimmung der Lkw-Hersteller im Januar insgesamt deutlich gebessert.

Landtechnikindustrie stabil

Der VDMA rechnet damit, dass die Landtechnikbranche in Deutschland 2013 ihr hohes Umsatzniveau halten kann. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die gesamte Europäische Union: Angesichts weiterhin guter Erwartungen für die wichtigen Exportmärkte in Osteuropa sowie der erreichten Talsohle in Südeuropa hält der VDMA bezogen auf den nominellen Umsatzwert europaweit eine stabile Landtechnikproduktion für möglich.

Auf mittlere bis längere Sicht wird die steigende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu stärkerem Mechanisierungsdruck in der Landwirtschaft führen und sich positiv auf den Landtechnikmarkt auswirken. Das Potenzial, vor allem in den Schwellenländern, beurteilt der Verband als hoch.

Bauwirtschaft mit Schwächetendenzen

Das Europäische Baumaschinen-Komitee CECE zeigt sich für 2013 eher pessimistisch. Auf den bislang wachstumsstarken Märkten drohe eine Verlangsamung, die heute noch am Boden liegenden Länder würden nur allmählich auf die Beine kommen. Europaweite Sparprogramme bremsen zudem den Straßenbau. Wachstum dürfte es in diesem Segment nur dank Ersatzinvestitionen geben. Im Hochbau, dem größten Kundensegment in Europa, sind die Aussichten dagegen etwas besser, was sich an den steigenden Auftragseingängen in diesem Bereich ablesen lässt. Außerhalb Europas bereitet dem CECE vor allem der schwache chinesische Markt Sorge.

Flurförderzeughandel verhalten optimistisch

Der deutsche Flurförderzeughandel blickt verhalten optimistisch auf das Jahr 2013. Laut Umfrage des bbi (Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinenfirmen e. V.) prognostizieren die Branchenunternehmen ein Umsatzwachstum von 3 %. Das Neugeschäft dürfte dabei mit einem Plus von 2 % das Gebrauchtmaschinengeschäft (+1 %) übertreffen.

Bahnindustrie kommt voran

Nach Einschätzung des Verbands der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) dürfte der zugängliche Weltmarkt für Bahntechnik bis 2017 pro Jahr um 2,7 % zulegen, wobei die Regionen Lateinamerika (ohne Mexiko) und Afrika/Mittlerer Osten am stärksten wachsen sollen.

Prognosebericht

Die Entwicklungen in den letzten Quartalen des Geschäftsjahres 2012 zeigten für den Konzern stabile Signale und die angestrebte, positive Ertragssituation konnte wieder erreicht werden. Insgesamt zeigte sich der Geschäftsverlauf in 2012 trotz diverser Problemfelder in den Märkten stabil. In den kommenden Jahren geht der Konzern entsprechend den jüngsten Planungen, die auf den erwarteten Stückzahlen unserer Kunden und unseren getätigten Akquisen aufsetzen, von einem weiter stabilen, leicht steigenden Umsatz aus. Die wirtschaftliche Entwicklung wird sich wohl insgesamt jedoch in 2013 zu Beginn noch nicht nachhaltig beleben, sondern vielmehr die Seitwärtsbewegung fortsetzen. Im Euro-Raum könnten immer wieder negative Faktoren aus den finanzschwachen Ländern wie Griechenland, Spanien und Italien die Entwicklung durch Rückschläge trüben. Der GRAMMER Konzern könnte sich dem Sog schwächerer Märkte nicht entziehen, aber durch weitere Neuanläufe können sich wie in 2012 positive Entwicklungen trotz schwächerer Märkte ergeben. Die weitere Entwicklung des Konzerns hängt außerdem von den Faktoren der Produktionskostenentwicklung an den Standorten insbesondere in Deutschland und den Preisentwicklungen von Markt und Beschaffung ab.

Im Segment Automotive werden weiterhin Produktentwicklungen und Projekte auf hohem Niveau durchgeführt und auf der Projektseite wird umfassend in allen Produktgruppen und in allen Regionen weiter akquiriert. Dies sorgt sowohl im Inland als auch in den internationalen Produktionsstätten für zusätzliche Auslastung. Es wird entscheidend sein, inwieweit die Kunden die Entwicklungen weiter vorantreiben und das Tempo der Umsetzung ihrer Modelleintritte beibehalten. Zusätzlich sind die Entwicklungen aus Übernahmen und Zusammenschlüssen von Unternehmen sorgfältig zu beobachten, da sich je nach Verhalten der OEMs Marktchancen als auch Marktrisiken ergeben können. Für Europa können sich aus den Problemfeldern im Geschäft mit dem einen oder anderen OEM hinsichtlich des Absatzes auch für den Konzern über 2013 hinaus schwierige Absatzentwicklungen ergeben. Insgesamt aber dürfte auch in Europa ein gezieltes Wachstum erfolgen.

Der Bereich Seating Systems hat in unseren etablierten Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen und aufgrund dessen in den aufsteigenden Schwellenländern mit der weiteren Globalisierung zu kämpfen. Nach den beiden rasanten Wachstumsjahren 2011 und 2012 könnte speziell in den Offroad-Märkten auch wieder eine leichte Stagnation eintreten. Insgesamt werden die Umsätze aufgrund der Anläufe der Lkw-Sitzproduktion leicht zunehmen, aber diese gilt es auch in ihrer Komplexität zu meistern. Die Entwicklung des Gesamtjahres dürfte zu Umsätzen weiter auf einem hohen Niveau führen, allerdings sind die Zuwächse in den traditionellen Märkten überschaubar. In China erhofft der GRAMMER Konzern durch die neuen Aktivitäten Zuwächse zunächst im Umsatz und mit steigender Auslastung auch im Ertrag.

Zu den mittel- und langfristig wirkenden strukturellen Veränderungen im Unternehmen zählen weiterhin die Fortsetzung der Optimierung der Produktion mittels Lean Management-Philosophie sowie die Prozessoptimierung der Verwaltungsbereiche.

Zusätzlich wird das Jahr 2013 geprägt sein von den Anläufen und Aufbau in China sowohl bei den Konsolen als auch der Lkw-Sitzproduktion und der Integration der Nectec Automotive s.r.o. im Kopfstützenbereich. Die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete werden 2013 unvermindert fortgesetzt. In den längerfristigen Planungen sehen wir eine leichte Besserung im gesamtwirtschaftlichen Umfeld und mögliche geringe Konjunktursteigerungen, die allerdings noch immer von rezessiven Tendenzen bedroht werden, die sich sowohl aus der Eurokrise als auch den massiven Haushaltsdefiziten anderer Staaten wie den USA ergeben können. Bei einer stabilen konjunkturellen Entwicklung der Märkte vor allem in China und Südamerika erwarten wir weitere schrittweise Verbesserungen im Ergebnis auch über das Jahr 2013 hinaus, wofür mit den eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen eine solide Basis gelegt wurde.

Investitionen

In Bezug auf die Investitionen planen wir, dass diese weiterhin auf dem Vorjahresniveau liegen werden. Um das Unternehmenswachstum weiter voranzutreiben, wird in die Märkte NAFTA und Asien weiter gezielt investiert werden. Einen Schwerpunkt wird auch noch Europa darstellen, da im Jahr 2013 weitere Zuwächse aus dem Ausbau der Mittelkonsolenproduktion und die Industrialisierung für die anstehenden größeren Kundenprojekte für Kopfstützen erfolgen werden. Parallel wird mit der Optimierung unserer Entwicklungskapazitäten begonnen werden. Weiterhin wird weltweit der Ausbau der Lean Produktionsumstellung zur Kostenoptimierung fortgeführt werden. Die Investition in den Erwerb der Nectec Automotive s.r.o wird Anfang 2013 abgeschlossen.

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Automotive beabsichtigen wir insbesondere die Weiterentwicklung des aktuellen Produktportfolios sowie die Steigerung der Wertschöpfungstiefe. Dabei liegt unser Schwerpunkt auf der Ausdehnung hin zu neuen Fahrzeugreihen und einer Stärkung der Kerngeschäfte. Die Vorentwicklung wird weiter ausgedehnt werden, um GRAMMER als technisch innovativen Systemlieferanten noch stärker vom Wettbewerb zu differenzieren. Im Segment Seating Systems steht in 2013 weiterhin die neue Lkw-Sitzplattform MSG 115 und deren Homologation in andere Märkte im Mittelpunkt. Im Bereich Offroad werden wir die Entwicklung unserer Federungspakete bereits für den Einstiegsbereich und neue Produktions- und Werkstofftechnologien massiv vorantreiben. Zusätzlich werden wir die geografisch marktspezifischen Entwicklungen weiter in Applikationsanwendungen vor Ort nach vorne bringen und die Produktpalette auch nach unten abrunden. Dazu werden sowohl in den NAFTA-Märkten als auch in Asien die Aktivitäten zielgerichtet ausgeweitet werden. Ein zentrales und übergreifendes Thema für alle Bereiche bleibt der Leichtbau, wobei einerseits insbesondere Leichtbaustrukturen in Kunststoff im Fokus stehen und andererseits Entwicklungen im metallurgischen Leichtbau, die dennoch die gestiegenen mechanischen Anforderungen erfüllen müssen. Bei den Sitzen wurden speziell im Lkw-Segment auf breiter Front Aktivitäten im Leichtbau gestartet, die weit in die Zukunft reichen.

Auch sind weitere übergreifende Ergänzungen, die beide Produktbereiche voranbringen, in neuen technologischen Feldern und Entwicklungen identifiziert und werden im Jahr 2013 sowie in den Folgejahren entsprechend vorangetrieben.

Mitarbeiter

Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl wird wesentlich von der Markt- und Kostenentwicklung in Europa und Deutschland, aber auch durch das Unternehmenswachstum in Fernost und Übersee bestimmt werden.

Die konjunkturelle Lage derzeit wird für den Konzern einen leichten Personalaufbau bei den Produktivkräften zur Anpassung an die Umsatz- und Auftragsentwicklung zur Folge haben. Somit geht der Konzern von leicht steigenden Mitarbeiterzahlen aus.

Chancen und Risiken

Aus der weiteren konjunkturellen Entwicklung ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns ist eng an gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen gekoppelt und somit wesentlich auch von externen Faktoren bestimmt. Die Weiterentwicklung der Konjunktur wird aufgrund der Erwartungen zurzeit als leicht positiv eingeschätzt. Risiken ergeben sich zunehmend aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte sowie der Lohnentwicklung in Europa speziell bei den Fachkräften. Die Beeinträchtigung von Produktionskapazitäten aufgrund von Umweltkatastrophen sowie Nachfrageanstiege aufgrund partieller Konjunkturerholung führt teilweise bei den Commodities zu hohen Volatilitäten. Weiterhin belasten können die Entwicklungen der Währungen, insbesondere des Euros, aufgrund der teilweise schwachen Finanzkraft einiger Länder im Euro-Raum sowie die extrem hohe Staatverschuldung mancher Industrienationen und der daraus resultierenden Euro-Krise. Aber auch eine zu schnelle Erholung des Euro hätte zumindest auf die Anteile des Absatzes, die von unseren Kunden aus Europa in den Export gebracht werden, negative Folgen und würde sowohl den Preisdruck als auch die Notwendigkeit der Produktionsanpassung erhöhen. Die Verbreiterung und Intensivierung unserer bisherigen globalen Ausrichtung wird auch 2013 vorangetrieben, um in den Schwellenländern, speziell in China, noch präsenter zu sein und unsere Umsatzerlöse in allen Märkten zu verbessern. Zur Risikominimierung werden unter anderem die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete unvermindert fortgesetzt und weiter forciert sowie die Markt- und Kundenanalysen ausgeweitet. So können wir einzelnen Einbrüchen der Konjunktur besser entgegenwirken. Chancen ergeben sich in diesem wirtschaftlichen Umfeld im Wesentlichen sowohl aus dem erwarteten leichten Umsatzanstieg und aus den erweiterten Produktportfolios, die unsere Differenzierung auch in den Märkten vorantreiben. Die operative Ergebniserwartung sehen wir für 2013 und in den Folgejahren prozentual leicht über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Dies setzt jedoch voraus, dass sich sowohl maßvolle Rahmenbedingungen in den Tarifeinigungen bei der Beschäftigung ergeben als auch die Einkaufspreis- und Währungsentwicklungen moderat ausfallen, da die Risiken aus diesen von uns nicht beeinflussbaren Märkten kaum kalkulierbar sind. Insbesondere die Risiken aus politisch bedingten Instabilitäten der Märkte, wie die Spannungen im Nahen Osten und die latente Kriegsgefahr in diesen Krisenregionen sowie zunehmende Probleme bei weiteren Euro-Ländern, können dauerhaft die Ertragsaussichten beeinträchtigen. Die Entwicklung der Euro-Länder, mit der Währungskrise und deren konjunkturhemmende Wirkung stellen eine weitere, wohl längerfristige Risikoposition dar.

Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand

Mit Blick auf die Geschäftslage der ersten Monate 2013 und vor dem Hintergrund eines noch instabilen Wirtschaftsumfeldes beurteilen wir die Entwicklung des GRAMMER Konzerns verhalten positiv. Für das Jahr 2013 erwarten wir noch keine ausgeprägten Wachstumsimpulse. Die Abflachungen in der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2012 werden die Entwicklung im ersten Halbjahr 2013 noch dämpfen. Insgesamt dürfte das Jahr 2013 dennoch leicht besser in Absatz und Umsatz werden. Unter dem Vorbehalt einer stabilen und weiteren positiven Entwicklung der Wirtschaftslage und unter Voraussetzung einer moderaten Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten sowie stabilen Devisenmärkten werden wir sowohl im Jahr 2013 als auch den Jahren danach weiter wachsen. Zudem erwarten wir in 2013 und ebenso in den Folgejahren ein leicht besseres operatives Ergebnis als es 2012 erreicht wurde.

Nachtragsbericht

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Nectec Automotive s.r.o durch die GRAMMER AG genehmigt und die GRAMMER AG hat am 21. Februar 2013 die Nectec Automotive s.r.o. zu 100 % erworben.

Mit Wirkung zum 21. Februar 2013 wurde Herr Bernhard Hausmann vom Amtsgericht Amberg zum Aufsichtsrat bestellt. Herr Hausmann tritt als Vertreter der Arbeitnehmer die Nachfolge von Herrn Bodensteiner an, der zum 29. Dezember 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist.

Amberg, 19. März 2013

GRAMMERAG

Der Vorstand

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

TEUR

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Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 7 1.143.556 1.093.497
Kosten der Umsatzerlöse 8.3 -1.001.921 -951.007
Bruttoergebnis vom Umsatz 141.635 142.490
Vertriebskosten 8.3 -27.281 -27.785
Verwaltungskosten 8.3 -80.000 -75.385
Sonstige betriebliche Erträge 8.1 12.898 10.076
Operatives Ergebnis 47.252 49.396
Finanzerträge 8.2 2.024 2.233
Finanzaufwendungen 8.2 -12.583 -15.381
Sonstiges Finanzergebnis 8.2 -718 -1.991
Ergebnis vor Steuern 35.975 34.257
Ertragsteuern 9 -11.553 -12.159
Ergebnis nach Steuern 24.422 22.098
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens 24.384 22.040
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 38 58
24.422 22.098
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 10 2,17 2,02

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

TEUR

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2012 2011
Ergebnis nach Steuern 24.422 22.098
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -2.990 -330
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 0 0
Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) -2.990 -330
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) -1.414 -1.578
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung -199 632
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 444 284
Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) -1.169 -662
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) 1.096 -1.900
Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung 0 0
Steueraufwand (-)/Steuerertrag 0 0
Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) 1.096 -1.900
Sonstiges Ergebnis -3.063 -2.892
Gesamtergebnis nach Steuern 21.359 19.206
Davon entfallen auf
Anteilseigner des Mutterunternehmens 21.318 19.160
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 41 46

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

AKTIVA TEUR

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Anhang 2012 2011
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 12 167.154 159.680
Immaterielle Vermögenswerte 13 59.014 57.393
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 16 5.201 4.866
Ertragsteuerforderungen 57 70
Latente Steueransprüche 9.1 35.684 38.577
267.110 260.586
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 14 108.380 103.993
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15 142.451 137.801
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 16 60.899 57.930
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen 2.298 2.781
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 18 73.314 46.749
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 17 14.984 15.339
402.326 364.593
BILANZSUMME 669.436 625.179
PASSIVA TEUR
Anhang 2012 2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19 29.554 29.554
Kapitalrücklage 19 74.444 74.444
Eigene Anteile 19 -7.441 -7.441
Gewinnrücklagen 19 131.426 111.528
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 19 -460 2.606
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 227.523 210.691
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 19 522 474
Gesamtsumme Eigenkapital 228.045 211.165
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzschulden 21 76.778 129.776
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23 5.254 3.260
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 24 9.789 6.532
Sonstige Verbindlichkeiten 25 0 2.302
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20 68.175 64.495
Ertragsteuerverbindlichkeiten 571 786
Passive latente Steuern 9.1 20.288 19.506
180.855 226.657
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzschulden 21 72.822 9.090
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23 115.534 110.619
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 24 12.012 4.465
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 25 48.336 49.625
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.197 4.499
Rückstellungen 22 9.635 9.059
260.536 187.357
Gesamtsumme Schulden 441.391 414.014
BILANZSUMME 669.436 625.179

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

TEUR

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Cashflow Hedges Fremdwährungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2012 29.554 74.444 111.528 -7.441 -662 9.939
Periodenergebnis 0 0 24.384 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 0 0 -1.169 -2.993
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 24.384 0 -1.169 -2.993
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 0 0 0 0 0 0
Transaktionskosten 0 0 0 0 0 0
Dividendenausschüttungen 0 0 -4.486 0 0 0
Eigene Anteile 0 0 0 0 0 0
Verkauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2012 29.554 74.444 131.426 -7.441 -1.831 6.946

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Summe Anteile ohne beherrschenden Einfluss Konzern- Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2012 -6.671 210.691 474 211.165
Periodenergebnis 0 24.384 38 24.422
Sonstiges Ergebnis der Periode 1.096 -3.066 3 -3.063
Gesamtes Periodenergebnis 1.096 21.318 41 21.359
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 0 0 0 0
Transaktionskosten 0 0 0 0
Dividendenausschüttungen 0 -4.486 -4 -4.490
Eigene Anteile 0 0 0 0
Verkauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 11 11
Stand zum 31. Dezember 2012 -5.575 227.523 522 228.045

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011

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TEUR Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Cashflow Hedges Fremdwährungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2011 26.868 58.237 89.488 -7.441 0 10.257
Periodenergebnis 0 0 22.040 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 0 0 0 0 -662 -318
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 22.040 0 -662 -318
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 2.686 16.414 0 0 0 0
Transaktionskosten 0 -207 0 0 0 0
Dividendenausschüttungen 0 0 0 0 0 0
Eigene Anteile 0 0 0 0 0 0
Verkauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2011 29.554 74.444 111.528 -7.441 -662 9.939

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Summe Anteile ohne beherrschenden Einfluss Konzern- Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2011 -4.771 172.638 463 173.101
Periodenergebnis 0 22.040 58 22.098
Sonstiges Ergebnis der Periode -1.900 -2.880 -12 -2.892
Gesamtes Periodenergebnis -1.900 19.160 46 19.206
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 0 19.100 0 19.100
Transaktionskosten 0 -207 0 -207
Dividendenausschüttungen 0 0 -35 -35
Eigene Anteile 0 0 0 0
Verkauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2011 -6.671 210.691 474 211.165

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

TEUR

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2012 2011
1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 35.975 34.257
Zahlungsunwirksam
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen 25.099 23.785
Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) 4.197 3.750
Veränderung der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen 2.521 5.309
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen -4.547 -2.806
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten -7.264 3.296
Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte -4.387 -11.195
Abnahme/Zunahme (-) der sonstigen Aktiva 3.389 -2.013
Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva 17.546 16.907
Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen -23 -817
Gezahlte Ertragsteuern -9.597 -12.464
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 62.909 58.009
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Erwerb
Erwerb von Sachanlagen -31.684 -33.825
Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten -5.797 -3.757
Erwerb von Finanzinvestitionen -578 -232
Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel 0 -9.476
Abgänge
Abgänge von Sachanlagen 1.574 2.403
Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten 0 9
Abgänge von Finanzinvestitionen 193 190
Erhaltene Zinsen 2.024 2.233
Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand 1.361 1.981
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -32.907 -40.474
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen -4.490 0
Ausgabe von neuen Aktien 0 18.893
Veränderung der langfristigen Bankverbindlichkeiten -52.998 31.617
Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten 63.662 -27.223
Veränderung der Leasingverbindlichkeiten -1.059 -1.666
Gezahlte Zinsen -9.620 -11.183
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.505 10.438
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 - 3) 25.497 27.973
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 998 541
Finanzmittelfonds zum 1. Januar 44.905 16.391
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 71.400 44.905
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 73.314 46.749
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten -1.914 -1.844
Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 71.400 44.905

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

1 Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung

Unternehmensinformation

Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sie ist im Wege der formwechselnden Umwandlung der GRAMMER GmbH in eine Aktiengesellschaft entstanden und im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 1182 unter der Firma GRAMMER Aktiengesellschaft eingetragen. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München) gehandelt.

Die GRAMMER AG ist seit August 2005 ein im SDAX an der Frankfurter Börse gelistetes Unternehmen.

International Securities Identification Number (ISIN): DE0005895403

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 589540

Common Code: 006754821

Börsenkürzel: GMM

Der GRAMMER Konzern ist mit seinen Kernprodukten ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge (Lkw und Offroad), Busse und Bahn. Zum 31. Dezember 2012 waren 8.672 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 253 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 29 Produktions- und Logistikstandorten in Europa, im NAFTA-Raum, im Mercosur-Raum, in Asien sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt. Der GRAMMER Konzern wird zentral von einem dreiköpfigen Vorstand geführt und hat seinen Unternehmenssitz in Deutschland mit der Konzernzentrale in Amberg (Bayern)

Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die Segmente Automotive und Seating Systems gegliedert. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in Anhangsangabe 6 beschrieben.

Allgemeine Grundlagen

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315 a Absatz 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012 wurden gemäß § 315 a Absatz 1 HGB aufgestellt und sind am 19. März 2013 durch den Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben worden.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die GRAMMER AG war nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) dazu verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2005 erstmals einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen; die IFRS-Konzerneröffnungsbilanz wurde auf den 1. Januar 2004 aufgestellt (Tag des Übergangs auf IFRS gemäß IFRS 1). Die Kapitalkonsolidierung wurde für Unternehmenserwerbe vor dem 1. Januar 2004 nach dem bisherigen Konsolidierungsverfahren gemäß § 301 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 HGB (Buchwertmethode) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss weitergeführt (IFRS 1). Die Kapitalkonsolidierung des quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmens erfolgte nach den gleichen Grundsätzen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) unter Anwendung kaufmännischer Rundung gerundet. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert.

Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der GRAMMER AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um sie an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Konzern zur Anwendung kommen, anzugleichen.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen und unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind sowie Dividenden werden in voller Höhe eliminiert.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Verluste von Tochterunternehmen werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugeordnet, auch wenn daraus ein negativer Saldo resultiert.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Bei einem Beherrschungsverlust bilanziert der Konzern die verbleibende Beteiligung wie nachfolgend dargelegt. Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwerts werden ausgebucht, ebenso der Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem ehemaligen Tochterunternehmen sowie die im Eigenkapital erfassten kumulierten Umrechnungsdifferenzen. Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Gegenleistung und der verbleibenden Gegenleistung werden erfasst und die Ergebnisüberschüsse bzw. Fehlbeträge über die Gewinn- und Verlustrechnung gezogen. Die entfallenden Bestandteile des sonstigen Ergebnisses werden je nach IFRS Bilanzierungsvorschrift in die Gewinnrücklagen oder in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallenen Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Bei einem Unternehmenserwerb beurteilt der Konzern die Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Auch eine Trennung von in Basisverträgen enthaltenen Derivaten erfolgt.

Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet und die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Wenn die bedingte Gegenleistung nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fällt, wird sie in Übereinstimmung mit dem entsprechenden IFRS bewertet.

Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterkonzerns zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapitals.

Anteile an einem Joint Venture

Der Konzern ist an einem Joint Venture beteiligt. Ein Joint Venture wird als eine vertragliche Vereinbarung von zwei oder mehreren Parteien zur Durchführung einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, definiert. Der Konzern bilanziert seinen Anteil an dem Joint Venture unter Anwendung der Quotenkonsolidierung. Der Konzern fasst seinen Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen des Joint Ventures mit den entsprechenden Posten im Konzernabschluss zusammen. Die Abschlüsse des Joint Ventures werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das gleiche Berichtsjahr aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.

Werden an das Joint Venture Einlagen geleistet oder Vermögenswerte verkauft, so wird bei der Erfassung des Anteils von aus diesem Geschäftsvorfall stammenden Gewinnen oder Verlusten der wirtschaftliche Gehalt des Geschäftsvorfalls berücksichtigt. Erwirbt der Konzern von einem Joint Venture Vermögenswerte, so erfasst der Konzern seinen Anteil am Gewinn des Joint Ventures aus diesem Geschäftsvorfall erst dann, wenn er die Vermögenswerte an einen unabhängigen Dritten weiterveräußert.

Das Joint Venture wird bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die gemeinschaftliche Führung des Joint Ventures durch den Konzern endet, unter Verwendung der Quotenkonsolidierung in den Abschluss des Konzerns einbezogen.

Der Konzern wird den neuen Standard IFRS 11, der verpflichtend auf alle Geschäftsjahre anzuwenden ist, die nach dem 1. Januar 2014 beginnen, vorzeitig zum 1. Januar 2013 anwenden. Der Konzern erwartet, dass es aufgrund der Anwendung zu einer Bilanzierungsänderung beim Joint Venture GRA-MAG kommen wird und statt der Quotenkonsolidierung eine zur Bewertung "at equity" erfolgt. Die Auswirkungen sind im Kapitel 2.4.1.dargelegt..

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 18 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IAS 27 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Dazu wird noch eine weitere Gesellschaft unter gemeinschaftlicher Führung im Sinne des IAS 31 quotal einbezogen. An diesem Gemeinschaftsunternehmen halten wir 50 % der Stimmrechte.

2.2 Schätzungen und Ermessensspielräume

In bestimmten Fällen ist es bei einem Konzernabschluss in Einklang mit IFRS erforderlich, schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden, welche komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen beinhalten, die auf Sachverhalten beruhen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen, die Einbringbarkeit von Forderungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Diese können Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode aus gleichermaßen vernünftigen Gründen auch anders hätte treffen können. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Der Konzern weist vorsorglich darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehenden wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt.

Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Prognosen der Zahlungsströme beinhalten Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten von der Unternehmensleitung vorgenommene Einschätzung künftiger Entwicklungen. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzwerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes haben. Die Cashflows werden aus dem Finanzplan der nächsten drei Jahre abgeleitet, was mit Schätzungen des Managements zum erzielbaren Betrag verbunden ist. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatzes sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 35.854 TEUR (Vj. 35.859). Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 13.1 zu finden.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangsangabe 2.3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. In der Regel ist dies dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Reifegrad in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge wurden Annahmen und Schätzungen über die zu erwartenden künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, getroffen.

Umsatzrealisierung bei Auftragsfertigung

Im Konzern werden Teile des Geschäfts für Kundenentwicklungen über Fertigungsaufträge abgewickelt. Diese Fertigungsaufträge (Construction Contracts) werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert, die in Anhangsangabe 2.3 erläutert ist. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Zur Schätzung des Fertigstellungsgrades muss der Konzern die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Annahmen maßgeblich schätzen. Das Management überprüft kontinuierlich diese Einschätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungsaufträgen und passt diese gegebenenfalls an. Bei Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode können solche Änderungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse des entsprechenden Berichtszeitraums führen. Für die Ermittlung werden auch Annahmen über Dauer und Durchführung sowie Effizienz der Entwicklungen getroffen. Zu Beginn eines Auftrages sind aufgrund des Entwickelns von Funktion und Design die Unsicherheiten höher.

Rückstellungen

Die Festlegung von Rückstellungen für Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder Restrukturierungen ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, die in erheblichem Maße Einschätzungen des operativen Managements erfordern. Diese können sich im Laufe der Zeit mit zunehmender Informationskonkretisierung verändern. Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird. Insofern liegt diesem ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde.

Steuern

Aufgrund der großen internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsbeziehungen und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass es Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen gibt, die Anpassungen des bereits erfassten Steueraufwandes und -ertrags erforderlich machen könnten. Weiterhin bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und deren Wirkungszeiträume sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunktes zukünftig zu versteuernder Ergebnisse. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Da die Wahrscheinlichkeit für daraus entstehende Rechtsstreitigkeiten und entsprechender Auszahlungen für Steuerschulden als gering eingestuft wird, wurden dafür keine Eventualverbindlichkeiten erfasst.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Angaben sind in der Anhangsangabe 9.1 dargestellt.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die Verpflichtungen für Pensionen und sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängender periodenbezogener Nettoversorgungsaufwand werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf Schlüsselprämissen, darunter Abzinsungsfaktoren, Gehaltstrends, Lebenserwartung, die Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren werden auf der Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Dieser Zinssatz hat in Krisenzeiten mitunter eine geringe Breite der Auswahl mit entsprechend niedrigen Renditeerwartungen aufgrund der hochgradigen Bonität. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Aufgrund der schwankenden Finanzmärkte kann das erhebliche Auswirkungen auf die Verpflichtungen haben. Die Bilanzierung erfolgt bisher nach der Korridormethode, nach der Schwankungen der mathematischen Gewinne/Verluste erst nach Überschreitung einer gewissen Schwelle gebucht werden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2012 68.175 TEUR (Vj. 64.495). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe 20 zu finden.

Mit den ab 1. Januar 2013 anzuwendenden Veränderungen im neugefassten IAS 19 ist die Korridormethode nicht mehr zulässig. Dies hat zur Folge, dass die versicherungsmathematisch berechneten Gewinne/Verluste in der Erstanwendung gegen das Eigenkapital zu erfassen sind. Diese Bilanzierung wird am 1. Januar 2013 nachfolgende, in der Tabelle dargestellten Veränderungen erzeugen, die zum Stichtag, da der Abzinsungsfaktor aufgrund der Eurokrise auf einen sehr niedrigen Wert im langfristigen Mittel gefallen ist, stark angestiegen aber nicht realisiert sind:

TEUR

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31. Dez. 12 1. Jan 13
Pensionen und ähnl. Verpflichtungen 68.175 94.002
Eigenkapital 228.045 202.218

2.3 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

In den Einzelabschlüssen der GRAMMER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Erstverbuchung der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Abschlüsse, die in fremder Währung aufgestellt sind und Transaktionen in fremder Währung werden nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 umgerechnet. Danach ist ausschlaggebend, welche Währung hauptbedeutend für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens ist; seine Aktivitäten und finanzielle Struktur sollen so in den Konzernabschluss einfließen, wie sie sich in dieser Währung darstellen. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst werden. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns (EUR) abweicht, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Das so ermittelte Jahresergebnis wird in die Konzernbilanz übernommen. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigsten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Durchschnittskurs Stichtagskurs
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- ---
Brasilien BRL 0,398 0,430 0,370 0,414
China CNY 0,123 0,111 0,122 0,123
Großbritannien GBP 1,229 1,149 1,225 1,197
Japan JPY 0,010 0,009 0,009 0,010
Mexiko MXN 0,059 0,058 0,058 0,055
Polen PLN 0,239 0,243 0,245 0,224
Tschechien CZK 0,040 0,041 0,040 0,039
Türkei TRY 0,430 0,430 0,425 0,409
USA USD 0,774 0,718 0,758 0,773

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Zur Veräußerung qualifizierte langfristige Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfolgt, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch eine Veräußerung und nicht durch dessen Nutzung erzielt wird. Dies wird nur dann angenommen, wenn die Veräußerung als höchstwahrscheinlich gilt und der Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Zuvor muss eine Entscheidung durch das Management zur Veräußerung erfolgt sein und diese erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als abgeschlossener Vorgang in Betracht kommen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode sowie der Vergleichsperiode werden die Erträge und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen separat von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und als Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich separat ausgewiesen. Dies erfolgt auch, wenn der Konzern nach der Veräußerung weiterhin einen Anteil ohne beherrschenden Einfluss am ehemaligen Tochterunternehmen halten wird.

Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen angesetzt (IAS 16). Sind die Anschaffungs- oder Herstellkosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellkosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der Vermögenswerte oder der jeweiligen Komponente. Restwerte wurden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst.

Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Bei Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten Wertminderungen nehmen wir entsprechende Zuschreibungen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vor.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechung erfasst.

Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, die der Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IAS 17 entweder als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden (wirtschaftliches Eigentum). In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Entsprechend wird die Verbindlichkeit, die aus dem Leasingverhältnis entsteht, passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert.

Soweit konsolidierte Gesellschaften als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Der Konzern aktiviert Fremdkapitalkosten für sämtliche qualifizierten Vermögenswerte, bei denen der Bau am oder nach dem 1. Januar 2009 aufgenommen wurde. Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit Bauprojekten, die vor dem 1. Januar 2009 begonnen wurden, erfasst der Konzern weiterhin als Aufwand.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt auf Ebene der Segmente, die zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen und die unterste Ebene repräsentieren, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden bei Zugang zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (Software drei bis sechs Jahre) abgeschrieben (IAS 38). Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres haben wir den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Patente und Lizenzen

Die Patente können sowohl selbsterstellt oder erworben sein und werden zu Herstell- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Die Patente wurden von der zuständigen staatlichen Institution für einen Mindestzeitraum von zehn Jahren erteilt. Es besteht eine Verlängerungsoption am Ende dieses Zeitraums. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Die Lizenzen enthalten meist eine Verlängerungsoption, die daran geknüpft ist, dass der Konzern die Lizenzbedingungen erfüllt. Für eine Verlängerung fallen keine oder nur geringe Kosten an. Die Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.

Entwicklungskosten für selbst erstellte Patente haben wir zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zum 1. Januar 2004 grundsätzlich mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Der Bilanzansatz wurde aufgrund der Kriterien in IAS 38 limitiert auf die erwartete Fähigkeit, Cashflows innerhalb der entsprechenden Cash Generating Unit zu generieren. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Patente (1 Jahr bis 19 Jahre).

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht;
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und die Fähigkeit ihn zu nutzen oder zu verkaufen;
wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird;
die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können.

Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist.

Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes entsprechen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen, es sei denn, dass der Vermögenswert zum Neubewertungsbetrag erfasst wird. In diesem Fall ist die Wertaufholung als eine Wertsteigerung durch Neubewertung zu behandeln. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich getrennt ausgewiesen. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird.

Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert.

Erstmaliger Ansatz von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte oder als Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind.

Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus ausgereichten Darlehen und sonstige Forderungen, notierte und nicht notierte Finanzinstrumente sowie Derivate.

Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten

Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt von deren Klassifizierung ab.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft wurden. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden.

Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument gemäß IAS 39 designiert wurden und als solche effektiv sind. Enthalten Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrages verbunden sind. Der Konzern ermittelt zu dem Zeitpunkt, zu dem er erstmalig Vertragspartei wird, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei erheblichen Änderungen der Vertragsbedingungen und einer daraus resultierenden signifikanten Änderung der Zahlungsströme.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Gewinne und Verluste erfolgswirksam verbucht werden.

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden originäre finanzielle Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, noch wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte zu designieren.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie über Amortisierung sich verringern.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen der Konzern die eindeutige Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" kategorisiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie sich über Amortisierung verringern.

Finanzinstrumente dieser Kategorie waren im Konzern weder am Bilanzstichtag noch im Vorjahr vorhanden.

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale - AfS) enthalten Schuld- und Eigenkapitaltitel. Bei den als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten handelt es sich um diejenigen, die weder als zu Handelszwecken gehalten noch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft sind. Bei den Schuldtiteln in dieser Kategorie handelt es sich um diejenigen, die für einen unbestimmten Zeitraum gehalten werden sollen und die als Reaktion auf Liquiditätsbedarf oder Änderungen der Marktbedingungen verkauft werden können.

Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Perioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist, wird der kumulierte Verlust erfolgswirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgebucht.

Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht und dabei im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, jedoch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert behält, erfasst der Konzern einen Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements.

In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswertes und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten (eingetretener "Schadensfall"), objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswertes oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines sonstigen Sanierungsverfahrens und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderungen der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren.

Wertminderung von Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden

In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Kreditrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle).

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei allen sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird kein separates Wertberichtigungskonto geführt.

Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert.

Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt.

Bei als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten würde ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des Instruments unter seine Anschaffungskosten einen objektiven Hinweis darstellen. Das Kriterium "signifikant" ist anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten der Finanzinvestition zu beurteilen und das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizulegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Bestehen Hinweise auf eine Wertminderung, wird der kumulierte Verlust -der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Ermittlung der Wertminderung von als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstrumenten werden die gleichen Kriterien herangezogen wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Der für Wertminderungen erfasste Betrag ist jedoch der kumulierte Verlust, der sich als Unterschiedsbetrag aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt.

Auf den geminderten Buchwert des Vermögenswertes werden weiterhin künftige Zinserträge erfasst; die Ermittlung wird mithilfe des Zinssatzes vorgenommen, der zur Abzinsung der künftigen Cashflows bei der Bestimmung des Wertminderungsaufwands verwendet wurde. Die Zinserträge werden als Teil der Finanzerträge erfasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Schuldinstruments in einer nachfolgenden Berichtsperiode ansteigt und sich der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der erfolgswirksamen Verbuchung der Wertminderung auftrat, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam erfasst.

Erstmaliger Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als sonstige Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solches effektiv sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Schuldverschreibungen und derivative Finanzinstrumente.

Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Diese Kategorie umfasst die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden. Derivate mit negativem Marktwert, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die unter die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen, werden auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr waren keine originären finanziellen Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und es wurde nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Verbindlichkeiten zu designieren.

Darlehen

Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agio oder Disagio bei Akquisition sowie Gebühr oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen und keine Derivate sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann saldiert, so dass nur der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen wird, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch oder vergleichbarer Anspruch z. B. aus Vertragslage besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswertes eine dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Finanzmärkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung von Discounted-Cashflow-Methoden und anderer Bewertungsmodelle.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte, um sich gegen Zins-, Wechselkurs- sowie sonstige Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten während des Geschäftsjahres, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, und der unwirksame Teil eines wirksamen Sicherungsinstruments werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

Als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung (außer Währungsrisiko) handelt,
als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann,
als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.

Der Konzern nutzt derzeit nur Derivate zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen (Cashflow Hedges).

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Cashflow Hedges erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswertes bzw. der nicht-finanziellen Verbindlichkeit. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist.

Absicherung einer Nettoinvestition (Hedges of a Net Investment)

Sicherungsbeziehungen zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, einschließlich der Absicherung von monetären Posten, die als Teil der Nettoinvestition bilanziert werden, werden wie Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows bilanziert. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument, die dem wirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst, während Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Beim Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Wert solcher im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Der Konzern verwendet ein Darlehen als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus Beteiligungen an ausländischen Tochterunternehmen resultierenden Wechselkursrisikos.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte aus Anlass der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge (construction contracts) werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird im Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Bilanzstichtag geschätzten gesamten Auftragskosten (cost-to-cost-Verfahren) ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", soweit die kumulierte Leistung die erhaltenen Anzahlungen übersteigt. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Rückstellungen berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.

Eigene Anteile

Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs des betreffenden Produktes erfasst.

Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe dar.

Gewährleistungsrückstellungen für Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Die erstmalige Erfassung erfolgt auf Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft.

Restrukturierungsrückstellungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem im Konzern ein formeller Plan für die Restrukturierung existiert und dieser den betroffenen Bereichen mitgeteilt worden ist.

Pensionsverpflichtungen und sonstige Leistungen an Arbeitnehmer

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens-, Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen. Entsprechend dem Wahlrecht von IAS 19 wird dieser Betrag im GRAMMER Konzern über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft bilanziell erfasst und erfolgswirksam verrechnet, soweit die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10 % des höheren Betrags aus der Pensionsverpflichtung oder dem Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen.

Die sonstigen Post-Employment Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 entsprechend bewertet.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Ertragshöhe zuverlässig bestimmt werden kann. Diese Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erwartenden Gegenleistung unter Beachtung der vertraglichen Bedingungen von Zahlungen oder Ähnlichem bewertet ohne eine Berücksichtigung von Steuern oder ähnlichen Abgaben. Der Konzern ist nach umfassender Analyse zu dem Entschluss gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftraggeber handelt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist. Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni, Preisrabatten oder Ähnlichen ausgewiesen.

Bei langfristigen Fertigungsaufträgen (z. B. Entwicklungsaufträgen von Kunden) werden die Umsätze entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Somit werden Teilgewinnrealisierungen erfasst und diese als Umsätze ausgewiesen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst.

Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Kosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so wird der erwartete Verlust sofort in der Periode der Erkenntnis vollständig als Aufwand erfasst.

Zinserträge und -aufwendungen

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, der sich ergibt, wenn die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.

Dividenden

Dividendenerträge erfassen wir grundsätzlich zum Zeitpunkt ihres rechtlichen Entstehens auf Zahlung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst. Im laufenden Geschäftsjahr wurden 434 TEUR als direkte aufwandsbezogene Zuwendungen innerhalb der Periode als Ertrag erfasst sowie 1.361 TEUR als Zuwendung auf einen Vermögenswert dessen Anschaffungskosten dadurch gemindert wurden.

Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihrer verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als eine weitere Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.

Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder bereits verabschiedet sind.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital ausgewiesen.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanz-orientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Die latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, darf nicht angesetzt werden.
Die latente Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, darf nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden.
Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder verabschiedet sind.

Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, werden entsprechend der ihnen zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:

Wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst und
Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.

2.4 Anwendung von Standards der IFRS

2.4.1 Anwendung der geänderten Standards und neue Standards in der Rechnungslegung

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und lnterpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2012:

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Verbesserung der Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten

Der IASB fordert mit dieser Änderung umfangreiche neue Angaben über übertragene, jedoch nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte, um den Abschlussadressaten ein Verständnis über diese Vermögenswerte und zugehörige Schulden zu ermöglichen. Es werden darüber hinaus Angaben über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen und ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten gefordert, um den Adressaten ein Verständnis über die Art des fortbestehenden Engagements und der damit verbundenen Risiken zu ermöglichen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Da der Konzern nicht über Vermögenswerte mit solchen Merkmalen verfügt, waren zusätzliche Angaben nicht erforderlich.

2.4.2 Änderungen der Standards und neue Standards Anwendung der Rechnungslegungsmethoden noch nicht angewendet

EU-Endorsement erfolgt

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

Die Änderungen des IAS 1 wurden im Juni 2011 veröffentlicht und sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnt. Die Änderung des IAS 1 betrifft die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist, gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Diese Änderung betrifft allein die Darstellungsweise im Abschluss und hat daher keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Änderung von IFRS 1 - Drastische Hyperinflation und Streichung der festen Daten für Erstanwender

Die Änderung von IFRS 1 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die Änderung streicht fixierte Anwendungszeitpunkte für die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie für die Vorschriften zur Erfassung eines Gewinns oder Verlustes im Zugangszeitpunkt gemäß IFRS und ersetzt diese mit dem Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS. Die Änderung stellt ferner klar, wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS aufgrund einer von drastischer Hyperinflation geprägten funktionalen Währung nicht vollständig einhalten konnte, wieder aufgenommen wird. Die Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher keine Auswirkungen auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 Konsolidierung-Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich Zweckgesellschaften Anwendung findet. Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage erhebliche Ermessensentscheidungen des Managements bei der Beurteilung der Frage über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Im Juni 2012 wurden zudem die überarbeiteten Übergangsrichtlinien zu IFRS 10 - 12 veröffentlicht, die die Erstanwendungen der neuen Standards erleichtern sollen. Diese sind jedoch noch nicht endorsed. Der Konzern wird die Vorschriften des IFRS 10 vorzeitig in Kombination mit der vorzeitigen Anwendung von IFRS 11 und IFRS 12 zum 1. Januar 2013 anwenden. Der Konzern erwartet aus der vorzeitigen Anwendung keine Änderung des Konsolidierungskreises, sondern nur die Klarstellung der Einbeziehung und der Art der Beherrschung.

IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der neue Standard kann vorzeitig angewendet werden. Der Standard ersetzt den IAS 31 Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen und die Interpretation SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden zukünftig allein At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anwendung des neuen Standards wird die Vermögenslage des Konzerns beeinflussen, weil Gemeinschaftsunternehmen, die bisher im Wege der Quotenkonsolidierung und daher mit ihren anteiligen Vermögenswerten und Schulden in den Abschluss einbezogen wurden, künftig der Equity-Bilanzierung unterliegen. Der Konzern hat ein Gemeinschaftsunternehmen, dessen Bilanzierung in der Anhangsangabe 4 erläutert ist.

Der Konzern wird den IFRS 11 vorzeitig mit Beginn des Geschäftsjahres 1. Januar 2013 anwenden.

Der Konzern erwartet, dass das Gemeinschaftsunternehmen GRA-MAG nach den Regeln des IFRS 11 nach deren Anwendung und sorgfältiger Prüfung von der Quotenkonsolidierung zur Einbeziehung "at equity" sich ändern wird.

Die Auswirkung der Bilanzierungsänderung durch Anwendung des Standards stellen sich wie folgt dar:

Zum Stichtag 1. Januar 2013 werden die quotal in den Konzern einbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden eliminiert und die Saldierung auf die "at equity" Position vorgenommen.

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Aktiva 31.12.2012 01.01.2013 Passiva 31.12.2012 01.01.2013
Langfristige Vermögenswerte 267.110 268.105 Eigenkapital 228.045 237.559
Kurzfristige Vermögenswerte 402.326 402.145 Langfristige Schulden 180.855 173.615
Kurzfristige Schulden 260.536 259.076
Gesamtsumme Schulden 441.391 432.691
Bilanzsumme 669.436 670.250 Bilanzsumme 669.436 670.250

Durch die Veränderung wird die Eigenkapitalposition des Konzerns positiv beeinflusst, da das Gemeinschaftsunternehmen mit seinen anteiligen Vermögenswerten und Schulden ein negatives Eigenkapital nach der bisherigen Abbildung im Konzernabschluss aufweist und im Rahmen des at equity Ansatzes kein negativer Wert angesetzt werden kann. Die im Konzernabschluss quotal 2012 einbezogenen Erträge und Aufwendungen (vergleiche Anhangsangabe 4) entfallen.

IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen

IFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben der Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Da der neue Standard neben den bereits bestehenden Erläuterungspflichten neue Angabeerfordernisse formuliert, sind umfassendere Konzernangaben zu solchen Unternehmenskreisen zu erwarten. Der Konzern wird den IFRS 12 vorzeitig mit Beginn des Geschäftsjahres, das am 1. Januar 2013 beginnt, anwenden.

Änderung von IAS 32 und IFRS 7 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 resp. Januar 2013 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit den Änderungen werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Diese Änderung wird das Volumen der Angaben zu den Finanzinstrumenten voraussichtlich noch weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in den zukünftigen Geschäftsjahren haben.

IFRS 13 Bestimmungen des beizulegenden Zeitwertes

IFRS 13 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard legt Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest und definiert umfangreiche quantitative und qualitative Angaben über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den eine Partei in einer regulären Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würde. Der Konzern prüft derzeit noch die Auswirkungen, die der neue Standard auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Nach ersten Einschätzungen werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte

Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2013 beginnt. Mit der Änderung des IAS 12 wird eine Vereinfachungsregelung eingeführt. Die Änderung stellt die Ermittlung latenter Steuern auf zum beizulegenden Zeitwert bewertete als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien klar. Demnach wird (widerlegbar) vermutet, dass für die Bemessung der latenten Steuern bei Immobilien, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich eine Realisierung des Buchwertes durch Veräußerung ausschlaggebend ist. Bei den nicht abnutzbaren Sachanlagen, die gemäß IAS 16 nach dem Neubewertungsmodell bewertet werden, soll stets von einer Veräußerung ausgegangen werden. Im deutschen Rechtskreis werden aus der Anwendung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Der IASB hat den IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Der überarbeitet Standard IAS 19 wurde im Juni 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard erfordert eine retrospektive Anwendung. Da der Konzern die Korridormethode anwendet, wird die Aufhebung der Korridormethode dazu führen, dass der Rückstellungsbetrag künftig in voller Höhe den Verpflichtungsumfang widerspiegelt, wobei entstehende berechnete versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Ferner wird etwaiger nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen unmittelbar in der Periode der Änderungen erfolgswirksam erfasst. Eine Verteilung auf mehrere Jahre findet nicht mehr statt. Der überarbeitete Standard wird sich des Weiteren künftig auf den Pensionsaufwand auswirken, da der Ertrag aus dem Planvermögen nicht mehr abhängig von der tatsächlichen Portfoliostruktur, sondern anhand des gleichen Zinssatzes zu ermitteln ist, der auch bei der Abzinsung der leistungsorientierten Verpflichtung angewandt wird. In der GuV erfolgt eine saldierte Darstellung. Der Konzern hat kein Planvermögen, auf das diese Regelung zutreffen würde.

Bei erstmaliger Anwendung der Neuregelung im Geschäftsjahr 2013 wird sich zum 1. Januar nach unserer vorläufigen Einschätzung der Rückstellungsbetrag voraussichtlich um 25,8 Mio. auf 94,0 Mio. EUR erhöhen.

Die Auswirkungen stellen sich retrospektiv im Detail wie folgt dar:

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Zum 1. Januar 2011: TEUR
Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.417
Veränderung der latenten Steuern 1.025
Nettoabnahme des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen 2.392
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011:
Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.972
Nettoerhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.972
Veränderung der latenten Steuern 564
Im sonstigen Ergebnis erfasster Aufwand 1.408
Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012:
Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.438
Nettoerhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.438
Veränderung der latenten Steuern 5.939
Im sonstigen Ergebnis erfasster Aufwand 14.499
Verbuchung Versicherungsmath. Gewinne / Verluste zum 1. Januar 2013
Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 25.827
Veränderung der latenten Steuern 7.505
Nettoabnahme des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen: 18.322

Weitere Auswirkungen werden ferner für die Bilanzierung von Aufstockungsbeträgen aus Altersteilzeitverpflichtungen des Konzerns erwartet. Diese qualifizieren künftig nicht mehr als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sondern als andere langfristig (ggfs. kurzfristige) fällige Leistungen an Arbeitnehmer, für welche eine Rückstellung über die gesamte Leistungsphase ab dem Zeitpunkt der Entstehen der Verpflichtung anzusammeln ist. Damit sind die Aufstockungsbeträge nicht mehr wie bisher einmalig zuzuführen, sondern stellen laufenden Aufwand der Perioden dar.

IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011)

Der überarbeitete Standard IAS 27 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27 allein auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen in separaten Einzelabschlüssen eines Unternehmens. Die Neuregelungen sind auf den Konzern nicht anwendbar und werden daher keine Auswirkungen auf die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)

Der überarbeitete Standard IAS 28 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde IAS 28 in "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt und der Regelungsbereich von IAS 28 - neben den assoziierten Unternehmen - auch auf die Anwendung der Equity Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu I FRS 11.

IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung währen des Abbaubetriebs im Tagebau

Der IASB hat im Oktober 2011 die IFRIC Interpretation 20 veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Aktivierung eines langfristigen Vermögenswerts für während des Abbaubetriebs anfallende Kosten der Abraumbeseitigung, sofern der Nutzen in einem verbesserten Zugang zu künftige abbaubaren Erzen liegt und weitere zwingende Vorraussetzungen erfüllt sind. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Dezember 2013 beginnen. Der Konzern hat keine solchen Aktivitäten.

EU-Endorsement ausstehend

Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.

Änderung von IFRS 1 - Darlehen der öffentlichen Hand

Die Änderung von IFRS 1 wurde im März 2012 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die Änderung betrifft die Bilanzierung eines öffentlichen Darlehens, das zu einem unter dem üblichen Marktzins liegenden Zins gewährt wird, und erlaubt es den Erstanwendern, ein vor dem Übergangszeitpunkt aufgenommenes Darlehen zu dessen bisherigen Buchwert fortzuführen. Das Unternehmen erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung

Der erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. IFRS 9 ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Die Anwendung des ersten Teils der Phase I wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Auf den zweiten Teil dieser Projektphase werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Der Konzern wird die Auswirkung nach Veröffentlichung in Verbindung mit den anderen Phasen analysieren und quantifizieren.

Änderung von IFRS 10; IFRS 12 und IAS 27 Investmentgesellschaften

Die Änderung von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 wurde im Oktober 2012 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Neuregelung bestimmt, dass sog. Investmentgesellschaften vom Anwendungsbereich der Konsolidierungsvorschriften des IFRS 10 ausgenommen werden und grundsätzlich alle von ihnen beherrschten Beteiligungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten müssen. Eine Ausnahme sollen Beteiligungen an Tochterunternehmen bilden, die für die Investmentgesellschaften Dienstleistungen erbringen; diese wären unverändert nach den Bestimmungen des IFRS 10 zu konsolidieren. Mutterunternehmen einer Investmentgesellschaft, das selbst nicht als Investmentgesellschaft klassifiziert ist, muss demgegenüber alle von der Investmentgesellschaft beherrschten Unternehmen in seinen Konzernabschluss konsolidieren. Als Investmentgesellschaft wird eine Gesellschaft definiert, welche sich Finanzmittel von Investoren beschafft und für diese Investmentmanagementdienstleistungen erbringt und dabei Vermögenszuwächse in Form von Wertsteigerungen und/oder Anlagerträgen erzielt. Der Konzern hat keine solche Aktivität.

Änderung von IFRS 10; IFRS 11, IFRS 12 Übergangsbestimmungen

Die Änderung von IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 Übergangsbestimmungen wurde im Juni 2012 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Ziel der Änderung ist eine Klarstellung der Übergangsvorschriften in IFRS 10. Die Änderungen beinhalten daneben zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt, im Zusammenhang mit Anhangsangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structered entities), die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Dies stünde in Einklang mit dem gewollten Inkrafttreten von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Allerdings steht für diese Änderung die Übernahme in der EU (Endorsement) noch aus. Nach derzeitigem Stand wird für EU-IFRS-Anwender eine verpflichtende Anwendung erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, erforderlich sein. Insofern wendet der Konzern die IFRS 10; IFRS 11, IFRS 12 vorzeitig zum 1. Januar 2013, da endorsed an, darf aber die Übergangsbestimmungen in der Form wie dargelegt noch nicht anwenden.

Verbesserungen zu IFRS (2009 - 2011)

Bei den Verbesserungen zu IFRS 2009 - 2011 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Mai 2012 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat, welche verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der Konzern hat die folgenden Änderungen noch nicht angewandt:

IFRS 1: Klarstellung, dass ein Unternehmen, welches die Bilanzierung nach IFRS beendet hat und beschließt oder verpflichtet ist, diese fortzusetzen, die Möglichkeit hat IFRS 1 erneut anzuwenden. Wendet das Unternehmen IFRS 1 nicht erneut an, muss es seinen Abschluss rückwirkend anpassen, so als ob es die Anwendung von IFRS niemals beendet hätte.

IAS 1: Klarstellung des Unterschiedes zwischen freiwilligen zusätzlichen Vergleichsinformationen und vorgeschriebenen Vergleichsinformationen, welche in der Regel die vorangegangene Berichtsperiode umfassen.

IAS 16: Klarstellung, dass wesentliche Ersatzteile und Wartungsgeräte, die als Sachanlagen qualifizieren, nicht unter die Anwendungsbestimmungen für Vorräte fallen.

IAS 32: Klarstellung, dass Ertragssteuern auf Ausschüttungen an Inhaber von Eigenkapitalinstrumenten unter die Anwendungsbestimmungen des IAS 12 Ertragssteuern fallen.

IAS 34: Regelung zur Angleichung von Angaben über Segmentvermögen mit den Angaben zu Segmentschulden in Zwischenabschlüssen sowie zur Angleichung von Angaben in der Zwischenberichterstattung mit Angaben für die Jahresberichterstattung.

Die Klarstellungen werden keine Auswirkung auf die vom Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden haben.

Änderung von IFRS 7 und IFRS 9 Angaben: Zeitlicher Anwendungsbereich und Übergangsbestimmungen

Die Änderung von IFRS 7 und IFRS 9 Angaben wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Diese Änderung soll eine zeitgleiche Anwendung aller Vorschriften von IFRS 9 ermöglichen und zusätzlich wird auf angepasste Vorjahreszahlen bei Erstanwendung von IFRS 9 verzichtet bzw. eine zeitliche Reihenfolge bestimmt, die schrittweise die Anpassungen der Vorjahre hinsichtlich des Übergangs von IAS39 auf IFRS 9 bestimmt. Der Konzern wird die Auswirkung in Verbindung mit der Anwendung von IFRS 9 analysieren und quantifizieren.

3 Unternehmenserwerbe

Am 10. Dezember 2012 hat die GRAMMER AG einen Kaufvertrag zur Übernahme der Nectec Automotive s.r.o. unterzeichnet und der Konzern beabsichtigt, 100 % der Geschäftsanteile an der Nectec Automotive s.r.o. von der Fehrer-Gruppe zu übernehmen.

Nectec entwickelt und produziert Kopfstützen vorwiegend für das Pkw-Premiumsegment. Das Unternehmen wurde 2008 von der Fehrer-Gruppe gegründet und hat sich bei Kopfstützensystemen in nur wenigen Jahren zu einem der führenden Anbieter in Europa entwickelt. Der Hauptsitz und Produktionsstandort von Nectec befindet sich in Ceska Lipa, Tschechien. Insgesamt beschäftigt Nectec rund 240 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von über 35,8 Mio. EUR. Durch die Übernahme erhält der Konzern auch den 50-prozentigen Anteil von Nectec s.r.o. an einem Joint Venture in China mit dem chinesischen Automobilzulieferer NingBo Jifeng. Das Produktangebot und der Produktionsstandort von Nectec ergänzen die bestehende Unternehmensstruktur ideal. Mit der Übernahme baut der Konzern das umsatzstärkste Geschäftsfeld Kopfstützen weiter aus und untermauert die Marktposition bei Kopfstützen in Europa. Gleichzeitig stärkt der Konzern mit der Integration von Nectec die technologische Kompetenz im Bereich der Kopfstützen und kann somit ein noch größeres Spektrum an innovativen Produktvarianten anbieten. Mit dem Produktionsstandort werden zusätzliche Produktionsflächen erworben, die der Konzern zur Erweiterung seiner Geschäftstätigkeit benötigt.

Die Transaktion stand noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden, die im Februar 2013 erteilt wurde. Am 21. Februar 2013 hat die Grammer AG somit die Nectec Automotive s.r.o. erworben. Der Kaufpreis betrug mit den abzulösenden Darlehen in Höhe von 4,0 Mio. EUR insgesamt 22,1 Mio. EUR und es wurden liquide Mittel in Höhe von 0,2 Mio. EUR mit übernommen. Weitere bedingte Gegenleistungen oder Entschädigungsansprüche bestehen nicht. Das erworbene Unternehmen wird in den Bereich Automotive integriert. Die Einbeziehung in den Konzern erfolgt in 2013 ab dem Erwerbsstichtag. Da die Einbeziehung somit nach dem Stichtag des Geschäftsjahres liegt, hat das Unternehmen noch keine Auswirkungen auf Konzernumsatz und das Konzernergebnis 2012. Die nachfolgenden Angaben zeigen die zum Akquisitionszeitpunkt erfassten Werte der Hauptgruppen erworbener Vermögenswerte und übernommener Verbindlichkeiten, die sich aber noch in der Allokation des Kaufpreises verändern werden. Es wurden Sachanlagen in Höhe von 7,2 Mio. EUR, immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von 5,7 Mio. EUR, Vorräte mit 1,8 Mio. EUR und Forderungen aus Lieferung und Leistung mit 4,7 Mio. EUR sowie sonstige Vermögenswerte in Höhe von 2,1 Mio. EUR erworben. An Schulden wurden im Wesentlichen zum Erwerbzeitpunkt langfristige Finanzschulden in Höhe von 2,3 Mio. EUR, sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mio. EUR und kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mit 4,6 Mio. EUR erworben. Eine Kaufpreisallokation konnte aufgrund des späten Übernahmetags Ende Februar nach Abschluss des Geschäftsjahres noch nicht bis zur Abschlusserstellung durchgeführt werden.

4 Anteile an einem Joint Venture

Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen in den USA, das im Segment Seating Systems tätig ist.

Der dem Konzern zuzurechnende Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen des gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum 31. Dezember 2012 und zum 31. Dezember 2011, die gemäß der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, stellen sich wie folgt dar:

TEUR

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2012 2011
Kurzfristige Vermögenswerte 3.450 4.049
Langfristige Vermögenswerte 950 727
4.400 4.776
Kurzfristige Schulden -4.498 -3.730
Langfristige Schulden -11.229 -10.097
-15.727 -13.827
Erträge 10.679 11.221
Aufwendungen -13.164 -12.198

Dem Konzern ist zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 kein Anteil an Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen zuzurechnen.

Da der Konzern den IFRS 11 vorzeitig zum 1. Januar 2013 anwendet, wird die Bilanzierung sich wie in Abschnitt 2.4.2 dargestellt von quotaler Einbeziehung auf eine at equity Bilanzierung ändern.

5 Restrukturierungsaufwendungen

Der Konzern hat 2012 unterschiedliche Restrukturierungs- und Verlagerungsmaßnahmen durchgeführt, die wesentlich die Umsetzung der vollständigen Produktionsverlagerung in der GRAMMER Wackersdorf GmbH im Werk Wackersdorf betreffen. Diese Aufwendungen beinhalten Kosten in Form von Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie sonstige Schließungs- und Verlagerungskosten. Diese Aufwendungen beliefen sich auf ca. 0,8 Mio. EUR.

6 Segmentberichterstattung

Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche organisiert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Geschäftssegmente:

Das Segment Automotive stellt das größte Segment innerhalb des GRAMMER Konzerns dar und hat im Geschäftsjahr 2012 61,3 % (Vj. 60,8) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen-Systeme und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment sowie an deren Tier-1-Lieferanten.

Das Segment Seating Systems hat somit im Geschäftsjahr 2012 38,7 % (Vj. 39,2) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreibt diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben. Das Segment Seating Systems ist in die Geschäftsfelder Lkw, Busse und Offroad (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Bahn gegliedert.

Das Ergebnis vor Steuern der Geschäftsbereiche wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern bewertet und wird in Übereinstimmung mit dem Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, Marketing, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.

Berichtssegmente

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2012 und 2011.

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2012

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TEUR Seating Systems Automotive Central Services/ Überleitung GRAMMER Konzern
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 432.516 711.040 0 1.143.556
Erlöse aus Transaktionen mit anderen
Segmenten 17.168 109 -17.277 0
Summe der Umsatzerlöse 449.684 711.149 -17.277 1.143.556
Segmentergebnis (operatives Ergebnis) 24.716 30.529 -7.993 47.252
Finanzerträge 2.024
Finanzaufwendungen -12.583
Sonstiges Finanzergebnis -718
Ergebnis vor Steuern 35.975
Ertragsteuern -11.553
Ergebnis nach Steuern 24.422
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen:
Sachanlagen 11.802 21.302 494 33.598
Immaterielle Vermögenswerte 1.989 3.520 288 5.797
Abschreibung auf Sachanlagen -11.287 -13.293 -519 -25.099
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte -1.528 -2.277 -392 -4.197
Zahlungsunwirksame Aufwendungen
Änderung zu den Pensionsrückstellungen 2.589 649 442 3.680

Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011

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TEUR Seating Systems Automotive Central Services/ Überleitung GRAMMER Konzern
Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden 414.157 679.340 0 1.093.497
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten 23.850 983 -24.833 0
Summe der Umsatzerlöse 438.007 680.323 -24.833 1.093.497
Segmentergebnis (operatives Ergebnis) 30.624 26.917 -8.145 49.396
Finanzerträge 2.233
Finanzaufwendungen -15.381
Sonstiges Finanzergebnis -1.991
Ergebnis vor Steuern 34.257
Ertragsteuern -12.159
Ergebnis nach Steuern 22.098
Sonstige Segmentinformationen
Investitionen:
Sachanlagen 21.063 12.328 435 33.826
Immaterielle Vermögenswerte 981 2.491 285 3.757
Abschreibung auf Sachanlagen -10.205 -13.063 -517 -23.785
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte -1.281 -1.873 -596 -3.750
Zahlungsunwirksame Aufwendungen Änderung zu den Pensionsrückstellungen 3.163 66 188 3.417

Überleitungsrechnung TEUR

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2012 2011
Segmentergebnis (operatives Ergebnis) 55.245 57.541
Central Services -6.217 -9.876
Eliminierungen -1.776 1.731
Konzernergebnis (operatives Ergebnis) 47.252 49.396
Finanzergebnis -11.277 -15.139
Ergebnis vor Steuern 35.975 34.257

In der Zeile Central Services werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.

Informationen über geografische Gebiete

Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2012 und 2011. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.

TEUR 2012

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Nach Sitz der Gesellschaften Europa* Übersee Ferner Osten/ Rest Konzern
Umsätze 743.119 233.062 167.375 1.143.556
Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte) 184.214 18.853 23.101 226.168

TEUR 2011

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Nach Sitz der Gesellschaften Europa* Übersee Ferner Osten/ Rest Konzern
Umsätze 724.407 220.668 148.422 1.093.497
Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte) 176.383 20.116 20.574 217.073

1 Mitgliedstaaten der EU

7 Struktur der Umsatzerlöse des Konzerns

Der GRAMMER Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Die Strukturverteilung der operativen bzw. berichtspflichtigen Segmente wurde in der Segmentberichtserstattung dargestellt.

In den Umsatzerlösen von 1.143.556 TEUR (Vj. 1.093.497) sind mithilfe der PoC-Methode ermittelte Auftragserlöse von 33.022 TEUR (Vj. 40.965) enthalten. Die dafür angefallenen Aufwendungen entsprechen im Wesentlichen den Erlösen. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Betriebsmittel, die vom GRAMMER Konzern bis zur Serienreife aufgewendet und vorfinanziert werden müssen bis erste Umsätze erzielt werden. Diese sind überwiegend dem operativen Segment Automotive zuzuordnen, wobei im operativen Segment Seating Systems durch die neuen Projekte zur Lkw-Sitzproduktion PoC-Umsätze entstanden sind.

8 Sonstige Erträge und Aufwendungen

8.1 Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.346 TEUR (Vj. 666), 4.401 TEUR (Vj. 4.395) Erlöse aus Schrottverkauf, Handlingskosten sowie Miet- und Pachteinnahmen. Ebenso enthalten sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.402 TEUR (Vj. 895), rund 357 TEUR (Vj. 637) Erträge aus Verrechnungen von sonstigen Kosten. Zudem sind Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen von 493 TEUR (Vj. 1.137) enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.

8.2 Finanzergebnis TEUR

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2012 2011
Finanzerträge
Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 1.003 989
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 17 5
Erträge aus Ausleihungen 355 266
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten 649 973
Summe Finanzerträge 2.024 2.233
Finanzaufwendungen
Darlehen und Kontokorrentkredite -7.525 -10.313
Sonstige Aufzinsungen -120 -566
Aufzinsung von Pensionsrückstellungen -3.464 -3.338
Netto-Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten -1.330 -1.032
In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand -144 -132
Summe Finanzaufwendungen -12.583 -15.381
Sonstiges Finanzergebnis -718 -1.991
Finanzergebnis -11.277 -15.139

Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen die kurzfristig angelegten Mittelüberschüsse aus dem aktiven Cash-Management. Zeitwertänderungen der Zinsswaps, für die die Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind, sind nach IAS 39 ergebniswirksam zu erfassen, was zu unrealisierten Aufwendungen und Erträgen innerhalb des Finanzergebnisses führt.

Die Finanzerträge enthalten Zinsen in Höhe von 1.375 TEUR (Vj. 1.260), die unter Zugrundelegung der Effektivzinsmethode ermittelt wurden.

Die Finanzaufwendungen enthalten entsprechende Zinsaufwendungen aus den Darlehen und Kontokorrentkrediten in Höhe von 7.525 TEUR (Vj. 10.313), deren Reduktion aus den nun spürbaren Auswirkungen der umstrukturierten Finanzierung stammen und von denen 6.950 TEUR (Vj. 7.580) nach der Effektivzinsmethode ermittelt sind.

Im sonstigen Finanzergebnis werden maßgeblich Ergebnisse aus Fremdwährungsbewertung von Ausleihungen und Darlehen erfasst sowie stichtagsbezogene Bewertungen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen.

8.3 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und Anschaffungs- und Herstellkosten der Vorräte

Kosten des Umsatzes

In den Kosten des Umsatzes sind die Aufwendungen der den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten und die Aufwendungen für die Handelsware enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 36.094 TEUR (Vj. 37.743) sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden (sogenannte "Industrialisierungskosten"), hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Seating Systems wird zumeist als "Design to market" entwickelt und diese Kosten sind entsprechend ebenfalls ausgewiesen. Die Herstellungskosten der Vorräte, die als Aufwand in den Kosten des Umsatzes erfasst sind, betragen 959.937 TEUR (Vj. 909.532).

Vertriebskosten

Vertriebskosten sind die Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuweisenden Gemeinkosten. Es sind als Vertriebseinzelkosten auch Frachtkosten, Provisionen oder Versandkosten enthalten.

Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 14.196 TEUR (Vj. 14.845), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 14.833 TEUR (Vj. 13.746) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Zudem sind die Kostenanteile enthalten, die aus vom Konzern angeordneten und durchgeführten Umstrukturierungen stammen.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Auf immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 4.197 TEUR (Vj. 3.750), die aufwandsgerecht in den Kosten des Umsatzes, den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 1.540 TEUR (Vj. 1.360) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten des Umsatzes enthalten sind.

Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 25.099 TEUR (Vj. 23.785) vorgenommen. Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 nicht angefallen.

Die planmäßigen und sonstigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.

8.4 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer TEUR

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2012 2011
Löhne und Gehälter 189.966 185.516
Sozialversicherungsbeiträge 43.953 44.087
davon für Altersversorgung 4.271 TEUR (Vj. 2.076)
233.919 229.603

9 Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2012 2011
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Tatsächliche Ertragsteuern
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland -2.465 -2.913
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Ausland -5.135 -9.481
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -7.600 -12.394
Latente Ertragsteuern
Latenter Steuerertrag (+)/ -aufwand (-) Inland -2.516 210
Latenter Steuerertrag (+)/ -aufwand (-) Ausland -1.437 25
Latenter Steuerertrag (+)/ -aufwand (-) -3.953 235
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand -11.553 -12.159

Die Überleitungsrechnung zwischen den Ertragsteuern und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR

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2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) 35.974 34.257
Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutschland von 29,06 % (2011: 28,59) -10.454 -9.794
Effekte aus Quellensteuern und Abzugssteuern -1.290 -3.029
Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern -107 -1.044
Steuerminderungen aufgrund zuaktivierter Verlustvorträge/Steuerlatenzen 885 1.661
Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand 385 325
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -1.049 -1.340
Sonstige Steuereffekte 452 468
Effekt aus Steuersatzunterschieden -375 594
Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 32,1 % (2011: 35,5) -11.553 -12.159

9.1 Latente Ertragsteuern

Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR

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2012 Bilanz 2011 Bilanz Veränderung
Passive latente Steuern
Sachanlagevermögen -6.361 -5.544 -817
Immaterielles Anlagevermögen -4.490 -4.345 -145
Geschäfts- und Firmenwerte -4.614 -4.110 -504
Finanzierungsleasing -264 -365 101
Sonstige Vermögenswerte -1 -24 23
Forderungen -3.734 -4.244 510
Sonstige -824 -874 50
-20.288 -19.506 -782
Latente Steueransprüche
Pensionsrückstellungen 4.565 4.087 478
Andere Rückstellungen 1.730 412 1.318
Steuerliche Verlustvorträge 21.903 26.591 -4.688
Finanzielle Vermögenswerte 207 15 192
Sonstige 7.279 7.472 -193
35.684 38.577 -2.893

Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland betrug für die Veranlagungszeiträume 2011 und 2012 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 29,06 % im Jahr 2012 (Vj. 28,59).

Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes bzw. der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 29,06 % (Vj. 28,59) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 10 % und 46 %.

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit sowie der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus der Umkehrung der Bewertungsunterschiede realisiert werden können.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. EUR (Vj. 2,2) wurden als nicht nutzbar eingeschätzt. Diese bestehen im Wesentlichen in den steuerlichen Ergebnissen einer amerikanischen Gesellschaft. Für die sonstigen steuerlichen Verlustvorträge geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives, zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird, da die Verluste im Wesentlichen aus den Aufwendungen der Restrukturierungen und Auswirkungen der Finanzkrise resultieren. Die steuerlichen Verlustvorträge sind in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar bzw. vereinzelt sogar rücktragbar.

Latente Steuern auf sogenannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- und Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" betragen zum 31. Dezember 2012 64.784 TEUR.

Im Jahr 2012 wurden steuerliche Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 15.855 TEUR (Vj. 10.656) realisiert.

10 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf erworbenen eigenen Aktien. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Die sich im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt.

Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von so genannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.

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2012 2011
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie 11.214.624 10.918.459
Ergebnis in TEUR 24.384 22.040
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 2,17 2,02

In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.

11 Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden

Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 15,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2012 (Vj. 13,1) aus. Dabei wurden der Gewinnvortrag in Höhe von 8,6 Mio. EUR, die Einstellung in anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 6,8 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 13,6 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag in Höhe von 9,8 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberichtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2013 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag machen

Es wurde eine Dividende im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vj. 0) ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 19 zu finden.

Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:

Dividenden auf Stammaktien TEUR

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2012 2011
Schlussdividende für 2011: 0,40 EUR (2010: 0,00 EUR) 4.486 0

Auf der Hauptversammlung zur Genehmigung vorgeschlagen (zum 31. Dezember nicht als Schuld erfasst):

Dividenden auf Stammaktien TEUR

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2012 2011
Schlussdividende für 2012: 0,50 EUR (2011: 0,40 EUR) 5.607 4.486

12 Sachanlagen

TEUR

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Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Finance Leasing Summe
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2012 90.180 152.938 160.002 5.615 6.158 414.893
Zugänge 488 12.534 11.115 6.185 3.276 33.598
Abgänge -434 -8.886 -6.528 -48 0 -15.896
Effekte aus Wechselkursänderungen -89 -627 527 65 188 64
Effekte aus Unternehmenserwerb 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen 2.677 -4.932 9.766 -5.430 -2.081 0
Stand 31. Dezember 2012 92.822 151.027 174.882 6.387 7.541 432.659
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 41.642 93.602 115.931 0 4.038 255.213
Zugänge 2.969 9.517 12.047 0 566 25.099
Abgänge -119 -8.064 -6.162 0 0 -14.345
Effekte aus Wechselkursänderungen -154 -607 262 0 37 -462
Umbuchungen 0 -4.312 4.741 0 -429 0
Stand 31. Dezember 2012 44.338 90.136 126.819 0 4.212 265.505
Buchwert 1. Januar 2012 48.538 59.336 44.071 5.615 2.120 159.680
Buchwert 31. Dezember 2012 48.484 60.891 48.063 6.387 3.329 167.154
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2011 85.466 146.172 148.112 9.798 6.644 396.192
Zugänge 906 10.591 14.554 7.775 0 33.826
Abgänge -32 -5.821 -2.889 0 -230 -8.972
Effekte aus Wechselkurs- änderungen -1.053 -3.496 -1.626 -144 -256 -6.575
Effekte aus Unternehmenserwerb 0 192 230 0 0 422
Umbuchungen 4.893 5.300 1.621 -11.814 0 0
Stand 31. Dezember 2011 90.180 152.938 160.002 5.615 6.158 414.893
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2011 39.214 91.306 109.321 0 2.972 242.813
Zugänge 2.879 9.612 9.949 0 1.345 23.785
Abgänge -5 -4.681 -2.473 0 -227 -7.386
Effekte aus Wechselkurs- änderungen -446 -2.632 -869 0 -52 -3.999
Umbuchungen 0 -3 3 0 0 0
Stand 31. Dezember 2011 41.642 93.602 115.931 0 4.038 255.213
Buchwert 1. Januar 2011 46.252 54.866 38.791 9.798 3.672 153.379
Buchwert 31. Dezember 2011 48.538 59.336 44.071 5.615 2.120 159.680

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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Gebäude und Einbauten 10 - 40 Jahre
Grundstückseinrichtungen 5 - 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 15 Jahre
Gemietete Vermögenswerte (Finanzierungsleasing) 3 - 12 Jahre

Eine Abschreibung von Grundstücken wird nicht vorgenommen.

GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Finanzierungs- und Operating-Leasing für Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und zwölf Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- und Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und wenigen Anlagen, für die solche Optionen bestehen. Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf eine Neuverhandlung zur Fortführung vorsehen.

Die geleasten Vermögenswerte, die uns entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind, setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR

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Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Kraftfahrzeuge Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2012 5.604 127 427 6.158
Zugänge 3.276 0 0 3.276
Abgänge 0 0 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 179 -2 11 188
Umbuchungen -2.081 0 0 -2.081
Stand 31. Dezember 2012 6.978 125 438 7.541
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 3.576 93 369 4.038
Zugänge 492 15 59 566
Abgänge 0 0 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen 37 -2 2 37
Umbuchungen -429 0 0 -429
Stand 31. Dezember 2012 3.676 106 430 4.212
Buchwert 1. Januar 2012 2.028 34 58 2.120
Buchwert 31. Dezember 2012 3.302 19 8 3.329
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2011 5.803 141 700 6.644
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -230 -230
Effekte aus Wechselkursänderungen -199 -14 -43 -256
Stand 31. Dezember 2011 5.604 127 427 6.158
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2011 2.347 87 538 2.972
Zugänge 1.249 14 82 1.345
Abgänge 0 0 -227 -227
Effekte aus Wechselkursänderungen -20 -8 -24 -52
Stand 31. Dezember 2011 3.576 93 369 4.038
Buchwert 1. Januar 2011 3.456 54 162 3.672
Buchwert 31. Dezember 2011 2.028 34 58 2.120

Aus den Finanzierungsleasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig: TEUR

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bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2012
Leasingzahlungen 768 2.766 0
Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung -125 -217 0
Barwerte (lt. Bilanz) 643 2.549 0
2011
Leasingzahlungen 805 242 0
Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung -62 -10 0
Barwerte (lt. Bilanz) 743 232 0

Aus den Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig: TEUR

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bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2012
Leasingzahlungen 13.647 25.377 5.539
2011
Leasingzahlungen 11.098 20.577 7.060

13 Immaterielle Vermögenswerte

TEUR

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Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungsleistungen Geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2012 29.640 47.006 18.069 3 94.718
Zugänge 3.446 0 2.315 36 5.797
Abgänge -703 -5 0 0 -708
Effekte aus Wechselkursänderungen 45 0 -13 0 32
Effekte aus Unternehmenserwerb 0 0 0 0 0
Umbuchungen 37 0 0 -37 0
Stand 31. Dezember 2012 32.465 47.001 20.371 2 99.839
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 19.760 11.147 6.418 0 37.325
Zugänge 2.657 0 1.540 0 4.197
Abgänge -709 0 0 0 -709
Effekte aus Wechselkursänderungen 23 0 -11 0 12
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 21.731 11.147 7.947 0 40.825
Buchwert 1. Januar 2012 9.880 35.859 11.651 3 57.393
Buchwert 31. Dezember 2012 10.734 35.854 12.424 2 59.014
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2011 23.900 43.738 16.340 0 83.978
Zugänge 2.145 0 1.602 10 3.757
Abgänge -125 0 0 0 -125
Effekte aus Wechselkursänderungen -189 0 127 0 -62
Effekte aus Unternehmenserwerb 3.902 3.268 0 0 7.170
Umbuchungen 7 0 0 -7 0
Stand 31. Dezember 2011 29.640 47.006 18.069 3 94.718
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2011 17.609 11.147 4.973 0 33.729
Zugänge 2.390 0 1.360 0 3.750
Abgänge -116 0 0 0 -116
Effekte aus Wechselkursänderungen -123 0 85 0 -38
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2011 19.760 11.147 6.418 0 37.325
Buchwert 1. Januar 2011 6.291 32.591 11.367 0 50.249
Buchwert 31. Dezember 2011 9.880 35.859 11.651 3 57.393

Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte enthält im Wesentlichen EDV-Software sowie Kundenstämme, die im Zuge des Erwerbs von EiA Electronics N.V. identifiziert wurden und über sieben Jahre abgeschrieben werden. Die übrigen immateriellen Anlagegüter werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.

Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 19 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Von den im Jahr 2012 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von 38.409 TEUR (Vj. 39.345) erfüllten 2.315 TEUR (Vj. 1.602) die Aktivierungskriterien nach IAS 38.

13.1 Geschäfts- und Firmenwerte

Die operativen Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Die Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) des GRAMMER Konzerns dar.

Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet.

Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der in Abschnitt 2.3 dargestellten Vorgehensweise. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2012 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-) Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

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2012 2011 2012 2011 2012
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Goodwill Goodwill Wachstumsrate* Wachstumsrate* Abzinsungsfaktor
--- --- --- --- --- --- ---
CGU I Seating Systems 6.462 6.467 1 % 1 % 9,8 %
CGU II Automotive 29.392 29.392 1 % 1 % 9,9 %
Gesamt 35.854 35.859

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2011
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Abzinsungsfaktor
--- --- ---
CGU I Seating Systems 9,5 %
CGU II Automotive 9,5 %
Gesamt

* ewige Rente

Grundlagen der Berechnungen

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt.

Die Cashflow-Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, beste vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen.

Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,3 % sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 5,5 %. Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der -GRAMMER AG geschätzt und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind.

Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert.

Die zum 31. Dezember 2012 durchgeführten Tests zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ergaben keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen Wertminderungen, da der erzielbare Betrag der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweiligen Buchwert übersteigt.

Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts

Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der beiden Einheiten Seating Systems und Automotive bestehen bei den zugrunde gelegten Annahmen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich:

operatives Ergebnis,
Preisentwicklung bei Rohstoffen,
Marktanteile im Berichtszeitraum.

Operatives Ergebnis

Die operativen Ergebnisse ergeben sich aus einer im Unternehmen durchgeführten Mehrjahresplanung, mit einer Umsatz- und Aufwandsplanung als Basis. Für die Prognose der Herstellungskosten werden aktuell vorliegende Werte, modifiziert um zukünftige Änderungen, herangezogen. Wesentliche Grundlage der Absatzplanung sind Informationen der Kunden des GRAMMER Konzerns sowie Markteinschätzungen verschiedener Informationsdienstleister.

Preisentwicklung bei Rohstoffen

Den Schätzungen werden die veröffentlichten Preisindizes der Länder, aus denen die Rohstoffe bezogen werden, sowie Daten, die spezifische Rohstoffe betreffen, zugrunde gelegt. Prognosedaten werden dann verwendet, wenn sie öffentlich zugänglich sind, andernfalls werden tatsächliche Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit als Indikator für künftige Preisentwicklungen herangezogen.

Annahmen über den Marktanteil

Diese Annahmen sind insofern wichtig, als die Unternehmensleitung beurteilt, wie sich die Position der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Vergleich zu ihren Wettbewerbern während des Prognosezeitraums ändern könnte. Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Bereich Seating Systems während des Budgetzeitraums seinen Marktanteil festigt und der Bereich Automotive seine Position international stärken wird.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen durchgeführte Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Seating Systems getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert übersteigt.

Für die CGU Automotive beträgt der Differenzbetrag des erzielbaren Betrages über den Buchwert 103.546 TEUR. Mögliche Änderungen der getroffenen Grundannahmen könnten grundsätzlich dazu führen, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Wesentliche Veränderungen der nachfolgenden Parameter könnten dies auslösen:

Starke Veränderungen der Umsatzerlöse: Die Unternehmensleitung geht in ihrer Planung von moderat steigenden Umsätzen, die die Abschätzungen der aktuellen Marktlage beinhalten, und einer nachfolgenden Geschäftsausweitung durch neu akquirierte Projekte und Produktreihen in verschiedenen Märkten aus. Sollte sich das Umsatzwachstum im Detailplanungszeitraum auf 0 % p. a. reduzieren, würden sich die bewertungsrelevanten Überschüsse dennoch nicht soweit verringern, dass der Buchwert den beizulegende Zeitwert übersteigt.
Eine Reduzierung der Terminal-Value-Wachstumsrate (Wachstumsabschlag) auf 0 %, unter sonst unveränderten Bedingungen, würde zu einer Reduzierung des erzielbaren Betrages von rund 7,9 % führen. Es verbleibt weiterhin eine positive Differenz zwischen dem erzielbaren Ertrag und dem Buchwert der CGU II.
Eine Erhöhung des zugrunde gelegten Vorsteuer-Abzinsungsfaktors von ca. 3,7 Prozentpunkten führt rechnerisch dazu, dass sich der Überschuss zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag auf null reduziert.

Marktwertorientierte Betrachtungsweise

Der Konzern berücksichtigt bei der Einschätzung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Geschäfts- und Firmenwert wertgemindert sein könnte, auch das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns.

Zum 31. Dezember 2012 lag die Marktkapitalisierung der GRAMMER AG unter dem Buchwert des Konzern-Eigenkapitals, was theoretisch auf eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts oder anderer Vermögenswerte hindeuten könnte sofern eine direkte Korrelation zwischen Größe des Firmenwertes und Marktkapitalisierung aufgrund von Aktienkaufentscheidungen zu bejahen ist. Zum Stichtag lag der prozentuale Anteil des Goodwills zum Eigenkapital bei 15,7 % und zum Marktwert bei 19,7 %, was bezogen auf S-DAX Werte unter dem Durchschnitt anzusiedeln ist. Nachfolgende Tabelle zeigt ergänzende substanzielle Werte und Kennzahlen.

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Marktkapitalisierung Eigenkapital Anlagevermögen Gearing
184.946 TEUR 228.045 TEUR 226.168 TEUR 33 %

Für die einzelnen CGUs selbst ist ein Börsenpreis nicht verfügbar. Die Aufteilung der Marktkapitalisierung für die Gesellschaft insgesamt auf die CGUs Seating Systems und Automotive ist insofern nur unter Zuhilfenahme willkürlicher Allokationsschlüssel möglich.

Die Marktkapitalisierung der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2012 ergibt sich aus dem zu diesem Stichtag festgelegten Schlusskurs der Aktien der GRAMMER AG und basiert im Wesentlichen auf dem Handel (Angebot und Nachfrage) einzelner Aktien oder kleinerer Aktienpakete der GRAMMER AG. Bei vielen börsengehandelten Unternehmen kommt es zu einer Buchwert-Marktwert-Lücke, die nach jüngsten Untersuchungen auf die unterschiedlichen Faktoren der Bewertung der Marktteilnehmer, die unabhängig vom einzelnen Unternehmen sein können, zurückzuführen ist. Generelle pessimistische konjunkturelle Aussichten, negative finanzpolitische Entwicklungen, spekulative Medieneinflüsse und branchenspezifische Besonderheiten, wie die temporär skeptische Wahrnehmung der Automobilzulieferbranche am Kapitalmarkt, bilden Einflussfaktoren die Kaufentscheidungen unabhängig vom Unternehmenswert beeinflussen. Die Bewertung des Erfolgspotenzials unterliegt mehr subjektiven Einschätzungen der Gewinnerwartung als komplexen Prognosen bezogen auf ein Unternehmen. Die Preisbildung berücksichtigt nicht mögliche Bewertungszuschläge (sogenannte control premiums) zur Ermittlung eines Marktpreises für die Gesamtheit aller Anteile der GRAMMER AG. Die an der Börse aktuell gehandelten Anteile an der GRAMMER AG entsprechen theoretisch zudem nur dann dem Transaktionspreis zwischen unabhängigen, sachverständigen und vertragswilligen Geschäftspartnern, wenn keine Publizitätsmängel vorliegen und die Preisbildung keinen, von der Fundamentalentwicklung abweichenden Marktverwerfungen unterliegt.

Dies zeigt sich insgesamt auch an der volatilen Entwicklung der Marktkapitalisierung der GRAMMER AG die am 28. Februar 2013, also nur wenige Wochen nach Jahresende 265.469 TEUR betrug und damit 43,5 % Zuwachs hatte. Zusätzlich übersteigt damit die Marktkapitalisierung das Eigenkapital deutlich.

Das Management der GRAMMER AG kommt zu dem Ergebnis, dass die Marktkapitalisierung nicht maßgeblich ist für die hier vorgenommenen Bewertungsüberlegungen. Vor diesem Hintergrund hat das Management die nach IAS 36 durchzuführenden Werthaltigkeitsüberlegungen mit den dafür üblichen Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung von Cashflow-Prognosen vorgenommen.

14 Vorräte

TEUR

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2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 67.130 65.376
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 11.811 11.080
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 22.139 21.124
Geleistete Anzahlungen 7.300 6.413
Gesamtsumme der Vorräte 108.380 103.993

Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Wesentliche Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergaben sich nicht.

15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

TEUR

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2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 142.451 137.801

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.

Zum 31. Dezember 2012 wurden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.804 TEUR (Vj. 3.203) vorgenommen bzw. bestehen weiterhin. Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR

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Einzelwertberichtigungen Wertberichtigungen auf Portfoliobasis Summe
Stand 1. Januar 2012 1.245 1.958 3.203
Zugänge 175 0 175
Inanspruchnahme -21 -8 -29
Auflösungen -476 -98 -574
Effekte aus Wechselkursänderungen 29 0 29
Stand 31. Dezember 2012 952 1.852 2.804
Stand 1. Januar 2011 1.419 1.276 2.695
Zugänge 14 728 742
Inanspruchnahme -46 -46 -92
Auflösungen 0 0 0
Effekte aus Wechselkursänderungen -142 0 -142
Stand 31. Dezember 2011 1.245 1.958 3.203

Folgende Tabelle zeigt lang- und kurzfristige finanzielle Forderungen, die am Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig sind, sowie die überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.

TEUR

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Nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
Gesamt Weder fällig noch wertgemindert bis 30 Tage 31 - 60 Tage 61 - 90 Tage 91 - 180 Tage über 181 Tage
--- --- --- --- --- --- --- ---
2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 142.451 119.616 14.733 4.017 1.908 1.138 1.039
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 54.551 54.551 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 10.734 10.734 0 0 0 0 0
2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 137.801 115.058 16.919 2.625 896 1.256 1.047
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 54.086 54.086 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Forderungen 8.169 8.169 0 0 0 0 0

Das maximale Kreditausfallrisiko der Forderungen beläuft sich auf den Buchwert des Forderungsbestands. In den Überfälligkeiten bis 30 Tage handelt es sich überwiegend um Zahlungsüberhänge zum Stichtag. In bestimmten Fällen resultieren die Überfälligkeiten der Zahlungen über den Stichtag hinaus aus dem Projektgeschäft und sind durch Abwicklungsprocedere der Werkzeuge bedingt. Weder hinsichtlich der wertgeminderten Forderungen noch des in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen ergaben sich am Abschlussstichtag Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden

16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

TEUR

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2012 2011
Langfristig
Ausleihungen 4.070 3.887
Beteiligungen 800 541
Sonstiges 331 438
Kurzfristig 5.201 4.866
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 54.551 54.086
Sonstige Forderungen 6.333 3.844
Derivative finanzielle Vermögenswerte 15 0
60.899 57.930

Die Ausleihungen beinhalten überwiegend ein Darlehen an ein Gemeinschaftsunternehmen in konzernfremder Währung mit einem Zeitwert zum Ausreichungszeitpunkt in Höhe von 5.621 TEUR (Vj. 5.271), das mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag in Höhe von 3.989 TEUR (Vj. 3.797) bewertet wurde. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist derzeit weder geplant noch wahrscheinlich, so dass es einen Teil der Nettoinvestition in dieses Gemeinschaftsunternehmen darstellt. Die damit verbundenen Währungsschwankungen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Darlehen an Dritte und an Mitarbeiter in Höhe von 331 TEUR (Vj. 438).

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten den mittels der Percentage-of-Completion-Methode ermittelten aktivischen Saldo gegenüber Kunden aus Fertigungsaufträgen.

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen und haben Laufzeiten von 30 bis 90 Tagen.

17 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

TEUR

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2012 2011
Sonstige Vermögenswerte 13.316 13.440
Rechnungsabgrenzungsposten 1.668 1.899
14.984 15.339

In den sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Mehrwertsteuern 8.866 TEUR (Vj. 8.226), Ansprüche aus Investitionszuschüssen 592 TEUR (Vj. 1.324), temporäre Kautionsvereinbarungen 945 TEUR (Vj. 457), Forderungen gegen Mitarbeiter 382 TEUR (Vj. 454) sowie debitorische Kreditoren 1.925 TEUR (Vj. 706) enthalten.

Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.

18 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

TEUR

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2012 2011
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 73.314 46.749

Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.

Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

TEUR

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2012 2011
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 73.314 46.749
Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten -1.914 -1.844
71.400 44.905

19 Gezeichnetes Kapital und Rücklagen

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern beträgt am 31. Dezember 2012 29.554 TEUR und ist eingeteilt in 11.544.674 nennwertlose Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt per 31. Dezember 2012 74.444 TEUR (Vj. 74.444). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001 und 2011 abzüglich angefallener Kosten.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2012 und 2011 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung.

Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Die Gewinnrücklagen sind aufgrund des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2012 unter Berücksichtigung der Dividendenausschüttung in Höhe von 4.486 TEUR gegenüber dem Vorjahr von 111.528 TEUR auf 131.426 TEUR angestiegen.

Kumuliertes sonstiges Ergebnis

Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die verrechneten Veränderungen aus den Nettoinvestitionen nach IAS 21 einschließlich darauf entfallende latente Steuern.

Eigene Anteile

Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2012 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett in 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.

Erwerb eigener Anteile

Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Es können seitens der Gesellschaft bis zu 10 % des Grundkapitals, d. h. bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen.

Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Absatz 2, 20 a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003. Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht.

Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen.

Zum 31. Dezember 2012 sind 11.544.674 Stückaktien (Vj. 11.544.674) im Umlauf.

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, und der GRAMMER AD, Bulgarien.

Ermächtigungen

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 um 13.434 TEUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder Options- oder Wandelgenussrechten, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands bis zum 27. Mai 2014 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtungen zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2009).

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2011 besteht - befristet bis zum 25. Mai 2016 - ein genehmigtes Kapital in Höhe von 14.777 TEUR (genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 14.777 TEUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;

b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.

Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,

(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;

(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;

(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.

20 Pensionen und andere Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungszusagen.

Diese werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich.

Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:

Bewertungsparameter DBO in %

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2012 2011
Zinssatz 3,60 5,00
Gehaltstrend 2,30 2,20
Einkommensdynamik Einzelzusagen 2,30 2,20
Inflationsrate 1,90 1,90

Bewertungsparameter sonstige Leistungen in %

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2012 2011
Zinssatz 3,60 - 6,50 4,23 - 7,00
Gehaltstrend 2,30 - 5,31 2,20 - 5,31
Inflationsrate 1,90 - 6,16 1,90 - 10,44

Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die Heubeck-Richttafeln 2005 G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt.

Die in der Bilanz erfasste Nettoschuld ist in den Pensionsverpflichtungen enthalten. Planvermögen (Plan Assets) zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen besteht nicht.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 1.809 TEUR (Vj. 1.618) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer (Post-Employment Benefits) wurden insgesamt 329 TEUR (Vj. 87) ausgezahlt.

Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

TEUR

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Pensionsplan Sonstige Leistungen
Erdiente Ansprüche 2012 1.435 913
Zinsaufwendungen 2012 3.331 133
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2012 11 0
Gesamt 2012 4.777 1.046

TEUR

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Pensionsplan Sonstige Leistungen
Erdiente Ansprüche 2011 1.437 666
Zinsaufwendungen 2011 3.237 101
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2011 26 0
Gesamt 2011 4.700 767

Die obigen Beträge sind grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die in der Bilanz erfassten Verpflichtungen (Unterdeckung) aus Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 ergeben sich wie folgt:

TEUR

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Pensionsplan Sonstige Leistungen
DBO am 31. Dezember 2012 90.850 3.152
Ungetilgte versicherungsmathematische Verluste (-) -25.827 0
Rückstellungen am 31. Dezember 2012 65.023 3.152
DBO am 31. Dezember 2011 67.484 2.399
Ungetilgte versicherungsmathematische Verluste (-) -5.389 0
Rückstellungen am 31. Dezember 2011 62.095 2.399

Die Entwicklung der DBO stellt sich somit wie folgt dar:

TEUR

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Pensionsplan Sonstige Leistungen
Stand 1. Januar 2012 67.484 2.399
+ Erdiente Ansprüche 2012 1.435 913
+ Zinsaufwendungen 2012 3.331 133
- Tatsächliche Zahlungen 2012 -1.809 -329
- Abgänge von Verpflichtungen 2012 -4 -59
Wechselkursänderungen -9 95
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 20.422 0
Stand 31. Dezember 2012 90.850 3.152
Stand 1. Januar 2011 62.429 2.066
+ Erdiente Ansprüche 2011 1.437 666
+ Zinsaufwendungen 2011 3.237 101
- Tatsächliche Zahlungen 2011 -1.618 -87
- Abgänge von Verpflichtungen 2011 -3 -39
Wechselkursänderungen 4 -308
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 1.998 0
Stand 31. Dezember 2011 67.484 2.399

Die Veränderung der Annahmen und die planmäßig erwarteten Veränderungen stellen sich wie folgt dar:

TEUR

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2012 2011 2010 2009 2008
Erwartete DBO zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres 70.412 65.512 61.450 58.940 56.362
Aktueller Wert der DBO zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres 90.850 67.484 62.429 58.399 55.714
Überdeckung/Unterdeckung 20.438 1.972 979 -541 -648
Davon:
Erfahrungsbedingte und eingetretene Strukturänderungen 670 -736 219 -878 62
Änderungen der Annahmen 19.768 2.708 760 337 -710

21 Finanzschulden

Verzinsliche Darlehen TEUR

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2012 kurzfristig langfristig Gesamt
Kontokorrentkredite 1.914 0 1.914
Bankdarlehen
Darlehen EUR 2.612 7.500 10.112
Darlehen CNY 6.082 0 6.082
Darlehen BRL 47 47 94
Schuldscheindarlehen 62.167 69.231 131.398
Gesamtsumme Finanzschulden 72.822 76.778 149.600

TEUR

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2011 kurzfristig Langfristig Gesamt
Kontokorrentkredite 1.844 0 1.844
Bankdarlehen
Darlehen EUR 421 112 533
Darlehen CNY 4.902 0 4.902
Darlehen BRL 52 105 157
Schuldscheindarlehen 1.871 129.559 131.430
Gesamtsumme Finanzschulden 9.090 129.776 138.866

Die GRAMMER AG hat die verfügbare Liquidität um 10,0 Mio. EUR durch ein langfristiges KfW-Darlehen im Geschäftsjahr sowie durch die Kapitalerhöhung in 2011 verbessert und die strategische Liquiditätsreserve ausgebaut. Ein Teil des in 2006 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von 60,5 Mio. EUR wird im August 2013 fällig. Aufgrund der zur Verfügung stehenden Liquiditätsreserve und des hohen Bestandes an liquiden Mitteln ist die Ablösung dieses Schuldscheindarlehens gesichert. Dennoch hat der GRAMMER Konzern Verhandlungen über eine Anschlussfinanzierung aufgenommen.

Der Rahmenkreditvertrag, der zwischen den inländischen GRAMMER Gesellschaften und sieben Geschäftsbanken auf bilateraler Basis im Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen wurde, wurde mit Änderungsvereinbarung vom 4. Oktober 2012 bis zum 1. Juli 2015 verlängert und die Barkreditlinie auf 100 Mio. EUR erhöht. Die Barkreditlinien können wahlweise als Kontokorrentkredite oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden bis sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen.

Für die bilateralen Kreditlinien haften die beteiligten GRAMMER Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Eine darüber hinausgehende Besicherung liegt nicht vor.

Kontokorrentkredite

Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich im Wesentlichen um aufgenommene Gelder eines ausländischen Tochterunternehmens unter Ausnutzung einer lokalen Kreditlinie.

Bankdarlehen

Im Geschäftsjahr wurde ein KfW-Darlehen in Höhe von 10,0 Mio. EUR aufgenommen, das ab April 2013 mit halbjährlich 1.250 TEUR getilgt wird und mit dem jeweiligen EURIBOR der Periode variabel verzinst ist.

Darüber hinaus bestehen Darlehen ausländischer Tochterunternehmen mit Laufzeiten bis Dezember 2014. Bei den Darlehen in chinesischer Landeswährung handelt es sich um kurzfristige Darlehen mit Fälligkeiten im Dezember 2013, die anschließend revolvierend in Höhe der auf Sicht eines Jahres nötigen Finanzmittel wieder aufgenommen werden.

Schuldscheindarlehen

Es bestehen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70,0 Mio. EUR, die mit einem festen Zinssatz von 4,8 % verzinst werden und in Höhe von 60,5 Mio. EUR Ende August 2013 zur Rückzahlung fällig werden. Ein Teilbetrag von 9,5 Mio. EUR wurde im September 2011 vorzeitig um weitere drei bzw. fünf Jahre prolongiert. Die Verzinsung in der Prolongationsphase ist variabel.

Darüber hinaus hat die GRAMMER AG im September 2011 weitere Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 60,0 Mio. EUR aufgenommen. Die Schuldscheindarlehen sind zum Teil mit festen und mit variablen Zinssätzen sowie unterschiedlichen Laufzeiten von drei, fünf bzw. sieben Jahren ausgestattet.

22 Rückstellungen

TEUR

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Marktorientierte Rückstellungen Verpflichtungen aus dem Personalbereich Übrige Rückstellungen Summe
Stand 1. Januar 2012 7.999 547 513 9.059
Zuführung 6.093 923 51 7.067
Inanspruchnahme -3.738 -643 -87 -4.468
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge -1.724 0 -48 -1.772
Effekte aus Wechselkursänderungen -255 0 4 -251
Stand 31. Dezember 2012 8.375 827 433 9.635
Kurzfristige Rückstellungen 2012 8.384 827 433 9.635
Langfristige Rückstellungen 2012 0 0 0 0
Stand 1. Januar 2011 7.277 616 399 8.292
Zuführung 4.655 265 290 5.210
Inanspruchnahme -3.071 -338 -141 -3.550
Nicht verwendete, aufgelöste Beträge -648 4 -22 -666
Effekte aus Wechselkursänderungen -214 0 -13 -227
Stand 31. Dezember 2011 7.999 547 513 9.059
Kurzfristige Rückstellungen 2011 7.999 547 513 9.059
Langfristige Rückstellungen 2011 0 0 0 0

In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die alle Risiken aus dem Verkauf von Teilen und Produkten bis hin zur Entwicklungsleistung einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden. Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen. Des Weiteren sind hierin Rückstellungen für aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen zu gewährende Rabatte, Boni und Ähnliches enthalten, die nach dem Bilanzstichtag anfallen, jedoch durch Umsätze vor dem Bilanzstichtag verursacht wurden.

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Verpflichtungen aus Altersteilzeitguthaben wurden mit zugeordneten Planvermögenswerten in Höhe von 389 TEUR gemäß IAS 19 saldiert.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

TEUR

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2012 2011
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.254 3.260
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 115.534 110.619
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120.788 113.879

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu fünf Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

24 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

TEUR

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2012 2011
Kurzfristig
Derivative finanzielle Verpflichtungen 2.560 1.592
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 643 743
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.809 2.130
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 12.012 4.465
Langfristig
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.549 232
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 7.240 6.300
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.789 6.532

25 Sonstige Verbindlichkeiten

TEUR

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2012 2011
Kurzfristig
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.473 2.106
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben 3.813 3.642
Erhaltene Anzahlungen 6.740 3.694
Sonstige Verbindlichkeiten 30.664 35.509
Rechnungsabgrenzungsposten 4.646 4.674
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 48.336 49.625
Langfristig
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben 0 1.590
Andere sonstige Verbindlichkeiten 0 712
Sonstige Verbindlichkeiten 0 2.302
Gesamt sonstige Verbindlichkeiten 48.336 51.927

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnliches sowie Sozialplanverpflichtungen. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben enthalten im Wesentlichen noch abzuführende Lohnsteuer und ähnliche Regelungen für das Geschäftsjahr 2012.

26 Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen und Finanzinvestitionen im Sach- und Finanzanlagevermögen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber den Banken.

27 Rechtsstreitigkeiten

Zur Absicherung rechtlicher Risiken arbeiten wir mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für so genannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht.

28 Haftungsverhältnisse

TEUR

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2012 2011
Bürgschaften 1.377 32

Die Bürgschaften wurden vor allem für gemietete Geschäftsräume sowie als Vertragserfüllungsbürgschaften gewährt.

29 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

In dem Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:

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Kapitalanteil

in %
Name der Tochtergesellschaft Sitz 2012 2011
--- --- --- ---
1. Vollkonsolidierte Unternehmen
1. GRAMMER do Brasil Ltda. Atibaia, Brasilien 99,99 99,99
2. GRAMMER Seating Systems Ltd. Bloxwich, England 100,00 100,00
3. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. Bursa, Türkei 99,40 99,40
4. GRAMMER Inc. Hudson (WI), USA 100,00 100,00
5. GRAMMER Wackersdorf GmbH Wackersdorf, Deutschland 100,00 100,00
6. GRAMMER CZ s.r.o. Tachov, Tschechien 100,00 100,00
7. GRAMMER Japan Ltd. Tokio, Japan 100,00 100,00
8. GRAMMER AD Trudovetz, Bulgarien 90,23 90,21
9. GRAMMER System GmbH Amberg, Deutschland 100,00 100,00
10. GRAMMER Automotive Metall GmbH Amberg, Deutschland 100,00 100,00
11. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. Slovenji Gradec, Slowenien 100,00 100,00
12. GRAMMER Automotive Española S.A. Olèrdola, Spanien 100,00 100,00
13. GRAMMER Industries Inc. Greenville (SC), USA 100,00 100,00
14. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. Puebla, Mexiko 100,00 100,00
15. GRAMMER Automotive Polska sp. z.o.o. Bielsko-Biala, Polen 100,00 100,00
16. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. Xiamen, China 100,00 100,00
17. GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd. Tianjin, China 100,00 100,00
18. GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd. Changchun, China 100,00 100,00
19. GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, China 100,00 100,00
20. GRAMMER System d.o.o. Aleksinac, Serbien 100,00 100,00
21. GRAMMER Railway Interior GmbH Amberg, Deutschland 100,00 100,00
22. GRAMMER Technical Components GmbH Kümmersbruck, Deutschland 100,00 100,00
23. GRAMMER EiA Electronics N.V. Aartselaar, Belgien 100,00 100,00
2. Quotenkonsolidiertes Unternehmen
1. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC London (OH), USA 50,00 50,00

Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Wackersdorf GmbH, GRAMMER Automotive Metall GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH und GRAMMER Technical Components GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch.

Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2012 hat der Konzern keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet (Vj. 0). Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden.

Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:

TEUR

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Nahe stehende Unternehmen und Personen Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen Forderungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen
Joint Ventures, an denen das Mutterunternehmen als Partnerunternehmen beteiligt ist:
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC 2012 1.973 0 14.129 25
2011 1.245 0 12.142 42

GRA-MAG Truck Interior Systems LLC Limited

Der Konzern hält einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG) (Vj. 50 %). Die GRA-MAG beschäftigte zum 31. Dezember 2012 52 (Vj. 60) Mitarbeiter.

Erklärungen zum Vorstand/Aufsichtsrat

Unternehmen des GRAMMER Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

30 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Marktwerte sowie Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

TEUR

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2012 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 73.314 73.314
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 142.451 142.451
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 10.734 10.734
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 54.551 54.551
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 800 800
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 15 15
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 120.788 120.788
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 149.600 149.600
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 16.049 16.049
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 3.192
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.560 2.560
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 281.050 281.050
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 800 800
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 15 15
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 286.436 286.436
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 0

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value 31.12.2012
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 73.314
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 142.451
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 10.734
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 54.551
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 800
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 15
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 120.867
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 155.117
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 16.049
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 3.192 3.192
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 0
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.560
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 281.050
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 800
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 15
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 292.033
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 0

TEUR

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2011 Wertansatz Bilanz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 46.749 46.749
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 137.801 137.801
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 8.169 8.169
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 54.086 54.086
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 541 541
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 0
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 113.879 113.879
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 138.866 138.866
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 8.431 8.431
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 975
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 646 646
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 946 946
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 246.805 246.805
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 541 541
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 261.176 261.176
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 646 646

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Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Fair Value 31.12.2011
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen LaR 46.749
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 137.801
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen LaR 8.169
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 54.086
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 541
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 0
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 113.979
Kurz- und langfristige Finanzschulden FLAC 145.583
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 8.431
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n.a. 975 975
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 646
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 946
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen LaR 246.805
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 541
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 267.993
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 646

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.

Bei den zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente für die der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmt werden kann. Diese Anteile werden daher mit Ihren Anschaffungskosten angesetzt. Es bestand am Bilanzstichtag dafür keine Verkaufsabsicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht unserer zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in den drei Stufen der Fair Value Hierarchie:

TEUR

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2012 Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivate
mit Hedge-Beziehung 0 0
ohne Hedge-Beziehung 15 15
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivate
mit Hedge-Beziehung 2.560 2.560
ohne Hedge-Beziehung 0 0

TEUR

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2011 Buchwert Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivate
mit Hedge-Beziehung 946 946
ohne Hedge-Beziehung 646 646

Die Stufen der Fair Value Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten: TEUR

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Nettoergebnis Nettoergebnis
2012 2011
--- --- ---
Darlehen und Forderungen -3.601 2.765
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten -513 127
Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet 2.495 -3.639
-1.619 -747

Die Nettoergebnisse aus Darlehen und Forderungen enthalten Währungsgewinne oder -verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen.

Die Nettoergebnisse aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen.

Die Nettogewinne der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste.

31 Finanzderivate und Risikomanagement

Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit ist der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren, einsetzt. Vereinzelt werden auch Risiken aus den Marktpreisen von Waren durch Warentermingeschäfte abgesichert. Der Einsatz dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie beschriebenen Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem ist im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers integriert, wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitete mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden.

Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen. Der Konzern hat in seinen konzerninternen Richtlinien in 2012 und 2011 den Handel mit Derivaten ausgeschlossen und strebt dies auch nicht für die Zukunft an.

Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Ausgelöst von der Finanzkrise gewinnt die Steuerung des Ausfallrisikos an zusätzlicher Bedeutung. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bei größeren Transaktionen, die nicht im Land der jeweiligen operativen Einheit durchgeführt werden, ist eine vorherige Genehmigung durch das Konzernfinanzwesen einzuholen. Im Konzern sehen wir keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur und breite Kundengruppen verteilt sind.

Marktrisiko

Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2012 bzw. 2011. Die Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2012 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Bei den Analysen bleiben etwaige Auswirkungen von Änderungen der Marktvariablen auf die Buchwerte der Pensionsverpflichtungen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, der Rückstellungen und der nicht-finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Geschäftsbetriebe unberücksichtigt.

Schwankungen der Marktpreise können für den Konzern signifikante Cashflow- sowie Gewinnrisiken zur Folge haben. Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.

Rohstoffpreisrisiko

Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl und Öl, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Warenpreisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Warenpreisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen. Zur Absicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf können auch Warenterminkontrakte eingegangen werden, die nach IAS 39 als Derivate zu bilanzieren sind. Der Konzern beobachtet die Entwicklung der Märkte genau und bildet daraus Entscheidungsfindungen zum Einsatz von Sicherungsbeziehungen.

Rohstoffterminkontrakte zur Sicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf lagen zu den Bilanzstichtagen 2012 sowie 2011 nicht vor und es waren in diesen Geschäftsjahren auch keine getätigt worden.

Währungsrisiken

Infolge der internationalen Ausrichtung und Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Wechselkursschwankungen der Märkte können zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzernunternehmen abweichenden Währungen können durch die zukünftigen Zahlungsströme Risiken entstehen. Das Risiko wird durch die Vorgabe gemindert, Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen. Zudem werden, soweit es möglich und rentabel ist, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert. Den operativen Einheiten ist es nicht gestattet, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Nach Maßgabe der Konzernrichtlinien können Devisentermingeschäfte abgeschlossen werden, um bestimmte Fremdwährungseinzahlungen und -auszahlungen in Höhe von 70 % - 80 % des Exposures zu sichern.

Absicherung von Cashflows

Während des Berichtszeitraums bestanden Währungssicherungen in PLN, CZK und TRY, für die die Vorraussetzungen des Cashflow Hedgings erfüllt waren. Darüber hinaus wurden Devisentermingeschäfte über USD abgeschlossen, für die Vorrausetzungen des Cashflow Hedgings nicht vorlagen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine als Sicherungsinstrumente designierten offenen Devisentermingeschäfte.

Zum 31. Dezember 2011 waren Devisentermingeschäfte mit einem negativen Marktwert von -15 TEUR als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedgings designiert. Diese Termingeschäfte wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2012 fällig. Im Zusammenhang mit Währungssicherungen wurden daher insgesamt 214 TEUR erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde ein Gewinn in Höhe von 199 TEUR (Vj. Verlust -632) vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Der Ausweis der Abwicklungsergebnisse erfolgt im Finanzergebnis. Es lagen keine erfolgswirksam zu erfassenden wesentlichen Unwirksamkeiten der Sicherungsgeschäfte vor.

Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Berücksichtigt werden alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung gehalten werden. Die Grundlage bilden die originären Bilanzpositionen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften, die ein signifikantes Risiko aus der abweichenden funktionalen Währung der Gesellschaft haben.
Wechselkursänderungen von Finanzinstrumenten, die Teil einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Währungsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden entsprechend in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
In der Berechnung der Sensitivität von Währungsrisiken wird eine Veränderung der Wechselkurse zum Stichtagskurs um +/- 10 Prozentpunkte (Vj. 10) unterstellt. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung.

TEUR

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Kursentwicklung USD Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 + 10 % 4.996 -1.173
-10 % -4.997 1.174
2011 +10 % 5.343 -1.197
-10 % -5.341 1.196

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Kursentwicklung TRY Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 + 10 % -463 0
-10 % 463 0
2011 +10 % -311 0
-10 % 312 0

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Kursentwicklung CZK Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 + 10 % 1.634 0
-10 % -1.634 0
2011 +10 % 2.431 430
-10 % -2.432 -351

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Kursentwicklung PLN Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 + 10 % -391 0
-10 % 391 0
2011 +10 % -310 0
-10 % 309 0

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Kursentwicklung MXN Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 + 10 % 1.729 1.291
-10 % -1.729 -1.291
2011 +10 % 1.591 1.291
-10 % -1.591 -1.291

Zinsrisiko

Das Unternehmen verfolgt die Strategie, die langfristigen Fremdkapitalien festverzinslich zu gestalten und somit Zinsschwankungsrisiken zu vermeiden. Für die kurzfristigen Darlehen ergeben sich aktuelle Marktzinsen beim Abschluss, so dass das Zinsrisiko auf die Schwankungen der Märkte zum Zeitpunkt der Aufnahme begrenzt wird. Bei Kontokorrentkrediten werden die Zinsen auf Roll-over Basis vereinbart.

Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern-Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit es nicht durch länderspezifische Regelungen begrenzt wird, stellt das Konzern Treasury sämtlichen Bereichen und den verbundenen Unternehmen den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung.

Die im Vorjahr bestehenden Zinsswaps, für die die Voraussetzungen für Cashflow Hedges nicht vorlagen, wurden im Geschäftsjahr vorzeitig abgerechnet. Deren Nominalvolumen betrug 21,4 Mio. EUR. Im Vorjahr wurden die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 0,6 Mio. EUR unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt.

Zum 31. Dezember 2012 bestehen im Rahmen der begebenen Schuldscheindarlehen Absicherungen der Zinsänderungsrisiken der variabel verzinslichen Tranchen Zinsswaps im Nominalvolumen von 52 Mio. EUR (Vj. 43), die analog zur Laufzeit der Grundgeschäfte eine Restlaufzeit zwischen zwei und sechs Jahren aufweisen. Für diese Zinsswaps liegen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges vor. Die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 2.560 TEUR (Vj. 931) werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt. Die Veränderung des Marktwertes bucht das Unternehmen im kumulierten sonstigen Ergebnis.

Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen.
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
Zinsderivate die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt.
Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein.
In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/- 50 Basispunkte (Vj. 50) unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen. Aufgrund des derzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus wurden bei den derivativen Finanzinstrumenten minimal ein Basiszins von 0,000001 % und ansonsten ein Minimalbasiszinssatz von 0,001 % angesetzt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.

TEUR

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Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern Auswirkungen auf das Eigenkapital
2012 -50 -239 -844
+50 159 826
2011 -50 -257 -850
+50 356 828

Liquiditätsrisiko

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 113,3 Mio. EUR (Vj. 82,1) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren. Zusätzlich soll nach interner Richtlinie ein Sicherungspuffer von 50 Mio. EUR auf die Nettofinanzverbindlichkeiten durch mittelfristige Kreditzusagen abgedeckt sein.

Der Grammer Konzern verfügt durch die hohen liquiden Mittel und die zugesicherten Kreditlinien über genügend Liquidität um die im August 2013 fälligen Tranchen des 2006 aufgenommenen Schuldscheindarlehens ohne Einschränkung zu bedienen. Dennoch hat der Grammer Konzern Verhandlungen über eine Anschlussfinanzierung aufgenommen. Deshalb wurden im Oktober 2012 auch trotz hoher Liquidität 10 Mio. EUR über ein KfW-Darlehen langfristig bis Juni 2016 aufgenommen.

Zum 31. Dezember 2012 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 105,3 Mio. EUR (Vj. 75,4), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:

TEUR

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Buchwert Cashflow
2012 2013 2014 - 2016 2017 und danach
--- --- --- --- ---
Kurz- und langfristige Finanzschulden
Schuldscheindarlehen 131.399 65.575 63.015 12.328
Bankdarlehen/KfW Darlehen 16.288 9.273 7.770 0
Kontokorrentkredite 1.914 1.914 0 0
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120.788 115.695 5.049 355
Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.192 768 2.021 745
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 16.049 8.896 0 7.153
Derivate
Zinsderivate 2.560 687 1.972 144
Währungsderivate 15
Zahlungseingänge -3.411
Zahlungsausgänge 3.395
202.792 79.827 20.725

TEUR

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Buchwert Cashflow
2011 2012 2013 - 2015 2016 und danach
--- --- --- --- ---
Kurz- und langfristige Finanzschulden
Schuldscheindarlehen 131.430 5.603 88.682 54.520
Bankdarlehen/KfW Darlehen 5.592 5.728 228 0
Kontokorrentkredite 1.844 1.844 0 0
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.879 110.839 3.271 223
Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 975 805 242 0
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 8.430 2.151 0 6.279
Derivate
Zinsderivate 1.575 532 1.238 121
Währungsderivate 17
Zahlungseingänge -5.655
Zahlungsausgänge 5.673
127.520 93.661 61.143

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden.

Bei den sonstigen originären finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 7.153 TEUR handelt es sich um zinstragende Verbindlichkeiten. Aufgrund der vertraglichen Rückzahlungsmodalitäten wird derzeit erst ein Rückfluss nach Ablauf von fünf Jahren erwartet.

Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.

Kapitalsteuerung

Mit der Kapitalsteuerung versucht der Konzern sicherzustellen, dass sowohl ein hohes Bonitätsrating als auch eine angemessene Eigenkapitalquote zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Optimierung des Value-Ansatzes des Konzerns erzielt wird. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an.

Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur mit dem Nettoverschuldungsgrad, der auch Dritten gegenüber eine maßgebliche Finanzierungskennzahl darstellt und der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zur Summe des Eigenkapitals entspricht. Die Nettofinanzschulden umfassen die langfristigen und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich der Zahlungsmittel, Wertpapiere und kurzfristigen Einlagen. Das Eigenkapital umfasst das auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Eigenkapital. Im Rahmen der Kreditverträge wurde der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden zu EBITDA) und die Kennzahl Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) als Covenant vereinbart. Der Konzern konnte in der Berichtsperiode die von Dritten vorgegebenen Parameter zur Beibehaltung der Finanzierung stets erfüllen.

Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise wurde der interne Korridor zur Verschuldung neu definiert. Der Konzern strebt einen Sicherheitspuffer von 20 % auf einen wie unten definierten Verschuldungsgrad von eins an.

TEUR

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2012 2011
Langfristige Finanzschulden 76.778 129.776
Kurzfristige Finanzschulden 72.822 9.090
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3.192 975
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen -73.314 -46.749
Nettofinanzschulden 79.478 93.092
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 227.523 210.691
148.045 117.599
35% 44 %

32 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Nectec Automotive s.r.o durch die GRAMMER AG genehmigt und die GRAMMER AG hat am 21. Februar 2013 die Nectec Automotive s.r.o. zu 100 % erworben.

Mit Wirkung zum 21. Februar 2013 wurde Herr Bernhard Hausmann vom Amtsgericht Amberg zum Aufsichtsrat bestellt. Herr Hausmann tritt als Vertreter der Arbeitnehmer die Nachfolge von Herrn Martin Bodensteiner an, der zum 29. Dezember 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist.

33 Sonstige Angaben

Personal/Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der GRAMMER Konzern folgende Mitarbeiter:

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2012 2011
Gewerbliche Mitarbeiter 7.032 6.620
Angestellte 1.845 1.809
Gesamt 8.877 8.429

Zum Stichtag 31. Dezember waren in den Unternehmensbereichen folgende Mitarbeiter beschäftigt:

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2012 2011
Seating Systems 3.140 3.377
Automotive 5.279 5.148
Central Services 253 201
Gesamt 8.672 8.726

Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 310,9 TEUR (Vj. 333,8), für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 103,4 TEUR (Vj. 51,3) und für sonstige Leistungen 6,2 TEUR (Vj. 5,9).

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats TEUR

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2012 2011
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 2.019 2.050
Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von 497 477

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfallen zu 229 TEUR (Vj. 441) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und zu 487 TEUR (Vj. 368) auf Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung. Die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile sind insgesamt in Höhe von 9 TEUR (Vj. 76) und die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung insgesamt in Höhe von 131 TEUR (Vj. 0) durch jeweilige Vorjahresbeträge beeinflusst.

Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2012 wie folgt auf:

TEUR

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Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung Summe
Hartmut Müller 548 66 211 825
Manfred Pretscher 346 42 144 532
Volker Walprecht 105 19 23 147
Alois Ponnath* 304 102 109 515
1.303 229 487 2.019

* Gesamtbezüge einschließlich aller Beträge nach Beendigung der Vorstandstätigkeit im Mai bis zum Ende der Vertragslaufzeit am 31. Oktober 2012

Von den in der Tabelle dargestellten Gesamtbeträgen für die Zeit seines Vorstandsmandats erhielt Herr Alois Ponnath für die Zeit nach Beendigung seiner Vorstandstätigkeit bis zum ursprünglichen Ende seines Vertrages zum 31. Oktober 2012 Vergütungen in Höhe von 239 TEUR. Es handelt sich dabei um die Auszahlung der regulär vereinbarten erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteile (150 TEUR), erfolgsabhängigen Komponenten (50 TEUR) und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (39 TEUR) für die verbliebenen Monate der ursprünglich geltenden Vertragslaufzeit bis 31. Oktober 2012.

Für Versorgungszusagen gegenüber den derzeitigen Mitgliedern des Vorstands hat die GRAMMER AG Rückstellungen in Höhe von 541 TEUR (Vj. 841) gebildet.

Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse.

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft 282 TEUR (Vj. 267) bezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und deren Hinterbliebene betragen zum Stichtag 4.956 TEUR (Vj. 3.583) und sind unter Berücksichtigung der Korridormethode des IAS 19 zurückgestellt.

Ferner ist für aktive Mitglieder des Vorstands laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 126 TEUR (Vj. 101) entstanden. Davon entfallen auf Herrn Hartmut Müller 34 TEUR, auf Herrn Manfred Pretscher 37 TEUR, auf Herrn Volker Walprecht 25 TEUR und auf Herrn Alois Ponnath, bis zu dessen Ausscheiden zum 31. Oktober 2012, 30 TEUR.

Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert folgendermaßen auf:

TEUR

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Netto Festvergütung Netto Sitzungsgeld Gesamt
Dr.-Ing. Klaus Probst 60,0 15,0 75,0
Joachim Bender1) 22,5 4,0 26,5
Martin Bodensteiner2) 30,0 5,0 35,0
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz 30,0 10,0 40,0
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger 30,0 5,0 35,0
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin 30,0 5,0 35,0
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung 30,0 5,0 35,0
Anton Kohl 30,0 5,0 35,0
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler 30,0 9,0 39,0
Dr. Hans Liebler3) , Dipl.-Kaufmann 18,2 3,0 21,2
Horst Ott4) 16,6 6,0 22,6
Wolfgang Rösl 30,0 14,0 44,0
Dr.-Ing. Peter Stehle5) 11,9 2,0 13,9
Dr. Bernhard Wankerl 30,0 10,0 40,0
399,2 98,0 497,2

1) Mitglied bis 30. Juni 2012

2) Mitglied bis 29. Dezember 2012

3) Mitglied ab 23. Mai 2012

4) Mitglied ab 30. Juli 2012

5) Mitglied bis 23.Mai 2012

Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht gewährt und sind auch nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich keine erfolgsorientierten Vergütungen für den Aufsichtsrat.

34 Corporate Governance

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance (§ 161 AktG) ist im Geschäftsbericht 2012 abgedruckt und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance eingesehen werden.

Angaben zu Organen der Gesellschaft

Vorstand:

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M. Sc. BWL Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Darmstadt Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Kaufmann Alois Ponnath, Kümmersbruck Mitglied des Vorstands bis 23. Mai 2012
Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Meine
Dipl.-Kaufmann Volker Walprecht, Essen Mitglied des Vorstands ab 1. Oktober 2012

Aufsichtsrat:

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Joachim Bender, Sulzbach-Rosenberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats und stellv. Vorsitzender bis 30. Juni 2012
Martin Bodensteiner, Freudenberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats bis 29. Dezember 2012
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz, Ruhstorf a. d. Rott Bernhard Hausmann, Amberg Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 21. Februar 2013
Lic. oec. HSG Ingrid Hunger, Lohr am Main
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin, Frankfurt a. M. Arbeitnehmervertreterin
Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Nabburg Arbeitnehmervertreter
Anton Kohl, Hahnbach Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Betriebswirt Georg Liebler, Möglingen
Dr. Hans Liebler, Dipl.-Kaufmann, Gräfelfing Mitglied des Aufsichtsrats ab 23. Mai 2012
Horst Ott, Königstein Arbeitnehmervertreter Mitglied des Aufsichtsrats ab 30. Juli 2012 Stellv. Vorsitzender ab 25. September 2012
Dr.-Ing. Klaus Probst, Heroldsberg Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr.-Ing. Peter Stehle, Bad Homburg Mitglied des Aufsichtsrats bis 23. Mai 2012
Wolfgang Rösl, Sulzbach-Rosenberg Arbeitnehmervertreter
Dr. Bernhard Wankerl, Schwandorf

Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB

Vorstand:

Hartmut Müller Vorstandsvorsitzender

Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd., Changchun/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China
Präsident des Verwaltungsrats der GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V., Puebla/Mexiko

Alois Ponnath Vorstandsmitglied bis 23. Mai 2012

Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien (bis 19. Juni 2012)
Stellv. Verwaltungsratsvorsitzender der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei (bis 5. September 2012)
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd., Changchun/China (bis 30. April 2012)
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China (bis 30. April 2012)
Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd., Xiamen/China (bis 31. März 2012)
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA (bis 31. März 2012)

Manfred Pretscher Vorstandsmitglied Arbeitsdirektor

Verwaltungsratsvorsitzender der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei
Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien (ab 20. Juni 2012)
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Industries Inc., Greenville (SC)/USA
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Inc., Hudson (WI)/USA
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China (ab 1. Mai 2012)
Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd., Changchun/China (ab 1. Mai 2012)
Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China (ab 28. September 2012)
Präsident des Verwaltungsrats der GRAMMER Japan Ltd., Tokyo/Japan
Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA
Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern

Volker Walprecht Vorstandsmitglied seit 1. Oktober 2012 Finanzvorstand

Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA (ab 1. Februar 2013)

Aufsichtsrat:

Dr. Klaus Probst Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG

Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd
Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen
Mitglied des Beirats der Deutschen Bank AG, München (Region Süd)

Joachim Bender

1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg (bis 27. April 2012) (Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. Juni 2012)

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal GmbH, Fürth (bis 30. Juni 2012)
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal Holding GmbH, Fürth (bis 30. Juni 2012)
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal Hertel Europe Holding GmbH, Fürth
(bis 30. Juni 2012)

Martin Bodensteiner Lieferantenentwickler Commodity Coverings (Mitglied des Aufsichtsrats bis 29. Dezember 2012)

keine weiteren Mandate

Wolfram Hatz selbständiger Unternehmer, Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH

Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main

Ingrid Hunger Sprecherin der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co. KG

keine weiteren Mandate

Tanja Jacquemin Politische Sekretärin der IG Metall in Frankfurt a. M.

keine weiteren Mandate

Harald Jung Director Division Controlling Consoles

keine weiteren Mandate

Anton Kohl Industriemeister

keine weiteren Mandate

Georg Liebler ehem. Mitglied des Vorstands der Kolbenschmidt Pierburg AG Unternehmensberater, Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung

keine weiteren Mandate

Dr. Hans Liebler Selbständiger Investmentberater (Mitglied des Aufsichtsrats ab 23. Mai 2012)

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Investunity AG, München
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Augusta Technologie AG, München
Mitglied des Aufsichtsrats der Mercatura Cosmetics BioTech AG, Bremen;
am 19. Juli 2012 Umbenennung in Jean Pierre Rosselet Cosmetics AG, Bremen
Mitglied des Aufsichtsrats der autowerkstatt group N.V., Maastricht (NL)
Mitglied des Aufsichtsrats der WashTec AG, Augsburg (ab 10. Mai 2012)

Horst Ott 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg (ab 1. Mai 2012) (Mitglied des Aufsichtsrats ab 30. Juli 2012)

keine weiteren Mandate

Dr. Peter Stehle Geschäftsführer der SYN GmbH (Mitglied des Aufsichtsrats bis 23. Mai 2012)

Mitglied des Verwaltungsrats der Stulz Holding GmbH, Hamburg

Wolfgang Rösl Starkstromelektriker

Mitglied des Beirats der AOK, Direktion Amberg

Dr. Bernhard Wankerl Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen

keine weiteren Mandate

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Amberg, 19. März 2013

GRAMMER AG

Der Vorstand

Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB

Entsprechenserklärung

Am 7. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:

Die GRAMMER AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz am 15. Juni 2012 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 und wird ihnen auch künftig entsprechen.

Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die Anregungen des DCGK mit folgender Ausnahme:

Die Verfolgung der Hauptversammlung der GRAMMER AG ist derzeit noch nicht über moderne Kommunikationsmedien (z. B. Internet) möglich.

Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG unter www.grammer.com/ ueber-grammer/corporate-governance dauerhaft zugänglich.

Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden

Der in der GRAMMER Gruppe geltende Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter weltweit verbindliche Grundlage für deren gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln. Der Verhaltenskodex enthält Regelungen, die das unternehmerische Handeln von GRAMMER bestimmen und setzt hohe ethische Standards. Neben dem Kodex hat GRAMMER konkretisierende und erläuternde Regelungen erlassen und es werden web-basierte Trainings angeboten, die die Mitarbeiter bei der Einhaltung und Umsetzung der Verhaltensregeln unterstützen. Zudem ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich bei allen Fragen zum Verhaltenskodex an Spezialisten zu wenden. Diese Spezialisten, das sog. "Kodex-Team", unterstützen bei der Aufklärung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex und wirken auf eine Verfolgung von Fehlverhalten hin.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die GRAMMER AG über eine doppelte Führungs- und Kontrollspitze aus Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils eigenen Kompetenzen. Hinsichtlich der Steuerung und Überwachung des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG eng und vertrauensvoll zusammen. Die Leitung der GRAMMER AG erfolgt durch den Vorstand auf Basis gesetzlicher Bestimmungen und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung. Bei der Geschäftsführung wird der Vorstand vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder; wesentliche Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung.

Aufsichtsrat

Die nach Satzung vorgeschriebenen zwölf Mitglieder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen je zur Hälfte von Aktionären der Gesellschaft sowie von Arbeitnehmern gewählt. Dabei handelt es sich bei allen von den Aktionären gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats um vom Unternehmen unabhängige Personen, die weder in geschäftlicher oder persönlicher Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand stehen.

Die Aufsichtsratsmitglieder, Herr Dr. Peter M. Stehle, Herr Joachim Bender und Herr Martin Bodensteiner sind im Jahr 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Dr. Hans Liebler wurde von der Hauptversammlung 2012 zum Nachfolger von Herrn Dr. Peter M. Stehle gewählt, der sein Amt mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung niedergelegt hatte, und Herr Horst Ott wurde gerichtlich zum Nachfolger von Herrn Joachim Bender bestellt.

Herr Bernhard Hausmann wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg vom 19. Februar 2013 zum Nachfolger von Herrn Martin Bodensteiner bestellt. Im Rahmen der Hauptversammlung 2012 wurde Frau Ingrid Hunger zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt, nachdem sie mit Beschluss des Amtsgerichts Amberg vom 18. August 2011 an Stelle des zum Ablauf des 30. Juni 2011 ausgeschiedenen Mitglieds Dr. Bernd Blankenstein zum Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt wurde. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung in 2015 gewählt.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ist in Strategie und Planung eingebunden sowie in alle Themen, welche von essenzieller Bedeutung für das Unternehmen sind.

Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG führt seine Geschäfte entsprechend einer selbst aufgestellten Geschäftsordnung, welche im Jahr 2012 aktualisiert wurde. Über die Tätigkeit des Gremiums und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand gibt der Bericht des Aufsichtsrats ausführlich Auskunft.

Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Bei der Besetzung vakanter Stellen im Vorstand achtet der Aufsichtsrat auf deren fachliche Eignung, internationale Erfahrung und Führungsqualität ebenso wie auf Vielfalt (Diversity) und insbesondere auf die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Der Aufsichtsrat strebt daher an, bei der nächsten Neubesetzung im Vorstand bereits bei der Prüfung potenzieller Kandidaten qualifizierte weibliche Bewerber in den Auswahlprozess einzubeziehen und angemessen zu berücksichtigen.

Die Aufsichtsratsmitglieder der GRAMMER AG sind dem Interesse des Unternehmens verpflichtet. Interessenskonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Interessenskonflikte der Aufsichtsratsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2012 nicht aufgetreten.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist auf der Seite 54 erläutert.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. In der September-Sitzung des Aufsichtsrats wurden aktuelle Kritikpunkte bzw. Anregungen für die Aufsichtsratstätigkeit diskutiert und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz verabschiedet. Ebenso wurde festgelegt, dass die Effizienzprüfung zukünftig jährlich stattfinden soll. Die nächste Effizienzprüfung wurde für Mai 2013 angesetzt.

Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen. Mit der Bestellung von Frau Ingrid Hunger zur Vertreterin der Anteilseigner im Aufsichtsrat der GRAMMER AG sind zwei Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Das vom Aufsichtsrat in 2011 verabschiedete Anforderungsprofil für Aufsichtsratsmitglieder definiert zudem die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Mitglieder des Aufsichtsrats, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben nötig sind und als Grundlage für zukünftige Besetzungen dient.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG hat vier Ausschüsse gebildet, den Strategieausschuss, den Prüfungsausschuss, den Ständigen Ausschuss sowie den Nominierungsausschuss. Die Arbeit der Ausschüsse bestimmt sich nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Für den Prüfungsausschuss wurde eine eigene Geschäftsordnung verabschiedet. Der Prüfungsausschuss tagt mindestens einmal im Quartal, die übrigen Ausschüsse nach Bedarf.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf Seite 36 dargestellt.

Vorstand

Der Vorstand der GRAMMER AG besteht aus drei Mitgliedern, Herrn Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der GRAMMER AG, Herrn Manfred Pretscher sowie Herrn Volker Walprecht. Herr Alois Ponnath ist am 31. Mai 2012 aus dem Vorstand zurückgetreten. Herr Volker Walprecht hat die Aufgabe des Finanzvorstands am 1. Oktober 2012 übernommen. Der Vorstand leitet in gemeinschaftlicher Verantwortung als Führungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft. Eine Geschäftsordnung regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die interne Zusammenarbeit. Bestimmte Entscheidungen des Vorstands bedürfen nach der für ihn geltenden Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

In regelmäßigen Sitzungen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich in mündlicher und schriftlicher Form über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen und die Belange der Geschäftsführung. Schwerpunkte sind dabei die Strategie, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Risikomanagement.

Die Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG sind dem Interesse des Unternehmens verpflichtet. Interessenskonflikte von Vorstandsmitgliedern sind dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Interessenskonflikte der Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2012 nicht aufgetreten.

Die Zusammensetzung des Vorstands ist auf Seite 126 dargestellt. Die Vergütung des Vorstands sowie Erläuterungen des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht auf Seite 54 zu finden.

Aktienbesitz

Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle sonstigen Personen mit Führungsaufgaben sind gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, Erwerb und Veräußerung von GRAMMER Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente zu melden. Diese Verpflichtung bezieht sich auch auf Personen, die mit dem genannten Kreis in einer engen Beziehung stehen. Im Berichtsjahr wurden der GRAMMER AG hierzu keine Transaktionen mitgeteilt.

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 hielten Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats direkt oder indirekt zusammen weniger als 1,0% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mit eingerechnet sind dabei auch Aktienbesitze von Personen, die mit einem Vorstand bzw. Aufsichtsrat im Sinne von § 15a Absatz 1 Satz 2 WpHG in enger Beziehung stehen.

Beziehungen zu unseren Aktionären und Investoren

Beziehung zu unseren Aktionären

Die Aktionäre der GRAMMER AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte im Rahmen der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Alle gesetzlich vorgesehenen Angelegenheiten werden von der Hauptversammlung mit verbindlicher Wirkung für Aktionäre und Gesellschaft beschlossen, wobei jede Stückaktie eine Stimme gewährt. Zu den gesetzlich zugewiesenen Aufgaben gehören unter anderem die Beschlussfassung über die Verwendung des im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns, die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, die Wahl des Abschlussprüfers, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrats sowie Entscheidungen über Satzungsänderungen. Die Hauptversammlung dient den Aktionären auch als Plattform zum Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat.

Nach rechtzeitiger Anmeldung unter Vorlage eines Nachweises des Anteilsbesitzes ist jeder Aktionär zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts berechtigt. Abwesende Aktionäre können ihre Stimme per Bevollmächtigung oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter abgeben. Zudem ermöglicht es die GRAMMER AG ihren Aktionären, ihre Stimme per Briefwahl auszuüben.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie Berichte und Informationen, die zur Teilnahme an der Hauptversammlung erforderlich sind, veröffentlicht die GRAMMER AG entsprechend der aktienrechtlichen Vorschriften. Hierzu gehört auch die Veröffentlichung dieser Informationen auf unserer Homepage www.grammer.com.

Investor-Relations-Arbeit

Die GRAMMER AG verfolgt das Prinzip, gegenüber allen relevanten Zielgruppen zeit- und inhaltsgleich über die Gesellschaft und deren aktuelle Entwicklungen zu berichten. Vorstand und Aufsichtsrat sind bestrebt, die Kommunikation stetig zu verbessern, um eine umfassende und transparente Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Unter www.grammer.com können sich sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger intensiv und direkt über relevante Themen informieren. Neben aktuellen Meldungen veröffentlicht die GRAMMER AG hier auch alle Entsprechenserklärungen zum Corporate Governance Kodex, Angaben zu Vorstand und Hauptversammlung sowie Jahresabschlüsse und Quartalsberichte. Der Internetauftritt gibt zudem Auskunft über alle wesentlichen Termine und Veröffentlichungen, Ad-hoc-Mitteilungen sowie meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings). Eingebunden sind auch weitergehende Informationen für Investoren, wie zum Beispiel Roadshow-Präsentationen.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die GRAMMER AG erstellt den Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), den Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer - die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg - prüfte sowohl den Konzernabschluss als auch den Jahresabschluss der GRAMMER AG. Beide Prüfungen erfolgten unter Einhaltung aller Prüfungsvorschriften sowie unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung.

Zu den Prüfungsbestandteilen zählten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zum DCGK nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über möglicherweise auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Dazu gab es keinerlei Anlass. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Risikomanagement

Der verantwortungsvolle Umgang mit geschäftlichen Risiken ist ein grundlegender Bestandteil guter Corporate Governance. Konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme gewährleisten für Vorstand und Management der GRAMMER AG eine umfassende und frühzeitige Erfassung, Bewertung sowie Steuerung von Risiken. Der Prüfungsausschuss befasst sich regelmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS), des Risikomanagements und der Internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement finden Sie im Lagebericht auf den Seiten 56 ff.