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GRAMMER AG — Annual Report 2011
Apr 24, 2012
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Annual Report
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Grammer AG
Amberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Zur Einreichung zum elektronischen Bundesanzeiger Konzernabschluss und Konzernlagebericht 31. Dezember 2011
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Hinweis:
Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.
Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der GRAMMER Aktiengesellschaft, Amberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Anhang zum Konzernabschluss - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 19. März 2012
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Schuberth, Wirtschaftsprüfer
Helgert, Wirtschaftsprüfer
Konzernlagebericht
| ― | Konzernumsatz mit nahezu 1,1 Mrd. EUR erreicht neuen Rekordwert. |
| ― | Ergebnis weiter verbessert. |
| ― | Dividendenzahlung vorgeschlagen. |
Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit
Der GRAMMER Konzern ist auf die Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Lkw, Bahnen und Offroad-Nutzfahrzeuge spezialisiert. Neben dem Mutterunternehmen GRAMMER AG mit Sitz in Amberg werden im Konzern 23 weitere Gesellschaften vollkonsolidiert. Weltweit ist die GRAMMER Gruppe in 18 Ländern vertreten.
Unternehmenssegmente
Im Segment Automotive beliefern wir namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie unter anderem mit Sitzkomponenten wie Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen. Im Segment Seating Systems ist das Unternehmen mit Komplettsitzen und Sitzsystemen sowohl im Erstausrüster- als auch im Nachrüstgeschäft aktiv. Wir beliefern Hersteller von Lkw und Offroad-Fahrzeugen - dazu zählen Land-, Forst- und Baumaschinen sowie Flurförderzeuge. Zudem gehören auch Erstausrüster und Betreiber von Bahnen sowie in bestimmten Märkten Bushersteller zu den von uns belieferten Kundengruppen.
Unternehmenssteuerung
Das unternehmensinterne, wertorientierte Steuerungssystem arbeitet im Wesentlichen mit den Steuerungsgrößen Umsatz, operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Working Capital, Gearing sowie mit dem GEVA (GRAMMER Economic Value Added), einer Kennziffer für die Kapitalverzinsung. Diese spiegelt in Anlehnung an den EVA® (Economic Value Added) die Effizienz, mit der das Unternehmenskapital eingesetzt wird, wider.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen
Schuldenkrise bremst Weltwirtschaft
Die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2011 abgeschwächt. Nach dem kräftigen Zuwachs von 5,2 % im Jahr 2010 ist der globale Output im abgelaufenen Jahr nur noch um 3,8 % gewachsen. Dabei wirkte der deutliche Anstieg der Rohstoffpreise vor allem im ersten Halbjahr belastend, und das schwere Erdbeben in Japan beeinträchtigte die Produktion nicht nur dort spürbar. Mit Abklingen dieser kurzfristigen Störfaktoren legte die Weltproduktion im dritten Quartal wieder stabil zu, bevor die Schuldenkrise vor allem die Entwicklung im Euro-Raum bremste. Aber auch in den Schwellenländern ließ die Dynamik deutlich nach.
Einen Hoffnungsschimmer boten die USA, wo sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres etwas intensiviert hat. Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt laut US-Handelsministerium mit einer Jahresrate von 2,8 % zu. Das ist der beste Wert seit dem Frühjahr 2010. Dennoch reichte es 2011 insgesamt nur zu einem Plus von 1,7 %. Ungeachtet der hartnäckigen Arbeitslosigkeit zog der private Konsum in den Vereinigten Staaten zum Jahresende an. Die amerikanischen Exporte legten um 4,7 % zu.
In den Schwellenländern hat sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2011 ebenfalls merklich abgekühlt, die Exportdynamik sank. In einigen Ländern war die Wirtschaftspolitik zudem bis zur Mitte des Jahres bemüht, der Inflation entgegenzuwirken. Deshalb hatten die Zentralbanken vielerorts die Zinsen und die Mindestreservesätze erhöht sowie unkonventionelle Maßnahmen ergriffen, um den Zufluss von Kapital zu bremsen. Vor diesem Hintergrund schwächte sich auch in China die konjunkturelle Dynamik leicht ab. Mit einem Zuwachs von 9,2 % im Gesamtjahr blieb das Wachstum unter den 10,3 % des Vorjahres. Im vierten Quartal wurde laut National Bureau of Statistics (NBS) sogar das schwächste Ergebnis seit zehn Quartalen gemessen.
Im Euro-Raum war die Entwicklung 2011 maßgeblich von der eskalierenden Staatsschuldenkrise beeinflusst. Nach einem guten Start ins Jahr kühlte die Konjunktur merklich ab. Neben der Schuldenkrise lähmte die zunehmend restriktiv ausgerichtete Finanzpolitik die Binnenkonjunktur. Ohne Deutschland wäre die wirtschaftliche Expansion im Euro-Raum bereits im dritten Quartal zum Stillstand gekommen. Im Gesamtjahr reichte es aber noch einmal für ein Plus von 1,6 %. Die global trüberen Konjunkturaussichten hinterließen auch in der deutschen Wirtschaft ihre Spuren. Insgesamt wuchs das Inlandsprodukt 2011 jedoch kräftig um preisbereinigt 3,0 % -mehr als doppelt so stark wie das durchschnittliche Wachstum seit der Wiedervereinigung.
Geschäftsentwicklung des Konzerns trotz Konjunkturabkühlung sehr positiv
Trotz der insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns im Berichtsjahr sehr positiv. Auftragseingang und Umsatz stiegen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage in unseren Märkten um nahezu 18 % nochmals deutlich an, nachdem bereits im Vorjahr ein Zuwachs von 28 % erzielt werden konnte. Der schon Ende 2010 begonnene starke Nachfrageanstieg setzte sich im ersten Halbjahr 2011 verstärkt fort und blieb auch im zweiten Halbjahr weiter auf hohem Niveau. So konnte der Konzern nach einem guten Ergebnis im Vorjahr auch im laufenden Geschäftsjahr erneut ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften. Dieses positive Ergebnis konnte aufgrund der hohen Umsatzzuwächse und der damit verbundenen Degressivität in den Fixkosten erzielt werden. Die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstrukturen sowie Anpassungen an die nun deutlich positive Nachfrage prägten den Konzern das ganze Geschäftsjahr.
Veränderungen im Geschäftsjahr 2011
Die im Januar 2011 mit dem Betriebsrat vereinbarte Schließung der Produktion des Werkes Immenstetten der GRAMMER AG wurde im August 2011 abgeschlossen.
Am 14. April 2011 hat die GRAMMER AG im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR, eingeteilt in 11.544.674 Aktien.
Am 26. Juli hat die GRAMMER AG 100 % der Anteile an dem belgischen Elektronikspezialisten EiA Electronics N.V. mit Sitz in Aartselaar/Belgien zu einem Kaufpreis von 10,5 Mio. EUR aus den Mitteln der Kapitalerhöhung erworben und in den Konzern einbezogen. EiA Electronics N.V. ist auf die Entwicklung, die Integration und den Vertrieb von Elektronikkomponenten für Nutzfahrzeuge spezialisiert. Der Konzern erweitert mit dem Zukauf seine technologische Kompetenz im Bereich Elektronik. Das Unternehmen GRAMMER EiA Electronics N.V. hat rund 50 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 27 Millionen EUR.
Konzernumsatz bei nahezu 1,1 Mrd. EUR erreicht neuen Rekordwert
Der GRAMMER Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 vor diesem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund einen Gesamtumsatz von 1.093,5 Mio. EUR (Vj. 929,7) und erzielte damit einen neuen Spitzenwert in der über 50-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Umsatzzuwächse im ersten Halbjahr von bis zu 30 % gegenüber dem Vorjahr in einzelnen Geschäftsfeldern konnten im Laufe des gesamten Jahres 2011 auf hohem Niveau gefestigt werden. Und auch im vierten Quartal 2011 zeigten sich im Verhältnis zum Vorjahresquartal weitere Umsatzzuwächse, bedingt sowohl durch die positive Marktsituation als auch durch Produktneuanläufe.
Konzernumsatz nach Quartalen (in Mio. EUR)

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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Q1 | 263,0 | 203,0 |
| Q2 | 274,5 | 241,5 |
| G3 | 272,9 | 232,5 |
| G4 | 283,1 | 252,7 |
| Gesamtjahr | 1.093,5 | 929,7 |
Unterschiedlich positiv entwickelten sich im Gesamtjahr die regionalen Umsätze im GRAMMER Konzern: In Europa stieg der Umsatz um 129,2 Mio. EUR auf 724,4 Mio. EUR (Vj. 595,2) an und wuchs mit 21,7% somit leicht stärker als der Gesamtumsatz. Vor allem die ersten beiden Quartale im Segment Seating Systems waren in der Region Europa deutlich positiver als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aber auch der Umsatz im Segment Automotive konnte in Europa aufgrund der hohen Nachfrage in den Premiumsegmenten und der starken Exporte der deutschen Automobilhersteller überproportional zulegen. In Übersee stieg der Umsatz im Jahr 2011 durch Produktneuanläufe und eine weitere Erholung der Märkte nach einem erfolgreichen Vorjahr nochmals leicht an. In dieser Region erwirtschaftete GRAMMER im Berichtsjahr einen Umsatz von 220,7 Mio. EUR nach 195,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Zuwachs von nochmals 13,1 %, nachdem aufgrund der Aufholeffekte nach der Krise bereits im Jahr 2010 ein Zuwachs von 65,1 % erzielt werden konnte. Eine anhaltend positive Entwicklung machten auch unsere Geschäfte im asiatischen Raum. In den zum geografischen Segment Ferner Osten/Rest zählenden Ländern stiegen die Umsätze im Jahr 2011 um 6,5 % auf 148,4 Mio. EUR (Vj. 139,3). Aufgrund der sehr hohen jährlichen Zuwachsraten in den vergangenen beiden Jahren normalisierte sich die Wachstumsrate in der Region im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß.
Umsatz nach Regionen (Vorjahreswert in Klammern)

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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Europa | 724,4 | 595,2 |
| Übersee | 220,7 | 195,2 |
| Ferner Osten/Rest | 148,4 | 139,3 |
| Summe | 1.093,5 | 929,7 |
Automobilbranche weiter im Aufwind
Der weltweite Automobilmarkt zeigte sich 2011 in robuster Verfassung, wobei die Zahlen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) große regionale Unterschiede offenbaren. Während die USA, China und Russland hohe einstellige oder sogar zweistellige Zuwachsraten verzeichneten, kam es in Westeuropa zu Einbußen von 1 %. Der japanische Pkw-Markt erholte sich schneller als erwartet, blieb aber mit 16,3 % deutlich im Minus. Insgesamt stieg der Absatz von Neuwagen global um 6 % auf 65,4 Mio. Einheiten.
Auf dem US-Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) zogen die Verkäufe um 10 % auf 12,7 Mio. Einheiten an. Erstmals setzten die deutschen Hersteller dort mehr als 1 Mio. Light Vehicles ab, wodurch sie ihren Marktanteil zum siebten Mal in Folge auf nunmehr 8,2 % ausbauen konnten.
In Asien befand sich der chinesische Markt nach starken Wachstumsjahren auf Normalisierungskurs. Mit 12,2 Mio. Pkw lag das Volumen im Gesamtjahr um 8 % über dem Vorjahreswert. In Indien wurden trotz einer restriktiveren Geldpolitik und höherer Benzinpreise 6 % mehr und damit insgesamt 2,5 Mio. Neuzulassungen registriert. Obwohl der japanische Markt im vierten Quartal mit zweistelligen Wachstumsraten glänzte, konnte der Rückgang im Gesamtjahr aufgrund des Erdbebens im Frühjahr nicht mehr ausgeglichen werden. Die Absatzzahlen sanken um 16 % auf 3,5 Mio. Fahrzeuge.
Russland hingegen brachte es auf einen Anstieg von 39 % auf knapp 2,7 Mio. Einheiten. Der brasilianische Markt konnte um 3 % auf gut 3,4 Mio. Fahrzeuge zulegen. Allerdings ging der Absatz dort im Dezember um 9 % auf 329.200 Einheiten zurück.
Der westeuropäische Pkw-Markt bewegte sich erwartungsgemäß mit mehr als 12,8 Mio. Neuzulassungen seitwärts (minus 1 %). Im Dezember jedoch sank der Absatz um 4 % auf 927.000 Pkw. Während der deutsche Markt im Dezember um 6 % zulegte, blieben die Absatzzahlen in Westeuropa überwiegend unter den jeweiligen Vorjahreswerten: Frankreich verzeichnete einen Rückgang um knapp 18 %, Italien um 15 %, Großbritannien und Spanien um jeweils 4 %.
In den neuen EU-Ländern blieben die Neuzulassungen über das Jahr gesehen mit 760.700 Einheiten um 2,9 % unter dem Vorjahreswert.
In Deutschland wurden im Gesamtjahr gut 3,2 Mio. Pkw erstmals zugelassen, was einem Plus von 9 % entspricht. Der Markt hat sich damit in einem schwieriger werdenden Umfeld stabiler als vermutet gezeigt. Fahrzeuge der oberen Mittelklasse und der Oberklasse entwickelten sich hier deutlich positiv und konnten zweistellige Zuwachsraten erzielen, wogegen die Klasse der Klein- und Kompaktwagen nur gering zulegen konnte. Das Ausfuhrvolumen der deutschen Hersteller zog um 7 % auf mehr als 4,5 Mio. Pkw an. Damit wurde der Einbruch aus dem Jahr 2009 binnen 2 Jahren wettgemacht und ein neuer Rekordwert erzielt. Die Pkw-Produktion in Deutschland erreichte im Gesamtjahr 2011 mit nahezu 5,9 Mio. Pkw ebenfalls einen neuen Höchststand.
Automotive-Segment profitiert vom hohen Export
Im Automotive-Bereich verzeichneten wir im Berichtsjahr wieder eine überdurchschnittliche Auftragssituation. In allen Quartalen waren zweistellige Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Aufgrund einer stabilen Nachfragesituation in den Premiumsegmenten und der sehr hohen Exporte der deutschen Automobilhersteller zeigten sich weiter volle Auftragsbücher und die Prognosen blieben hier bis zuletzt optimistisch. Im Gesamtjahr wirkten sich unsere Entwicklungsleistungen und neue Produktanläufe sowie die erneut gestiegenen Zulassungszahlen bei deutschen Premiumherstellern positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Trotz der Auswirkungen der Euro-Krise konnten aufgrund unserer Markstellung im Premiumsegment und der Rekordergebnisse der OEMs sehr gute Umsatzzuwächse erzielt werden. Auch die strategische Verbreiterung unserer Produktbasis im Bereich Mittelkonsolen mit zahlreichen Neuanläufen trugen zum Umsatzwachstum in Segment Automotive maßgeblich bei.
In der regionalen Betrachtung konnten alle Regionen erfreuliche Zuwächse verzeichnen und die Umsätze lagen wieder auf einem hohen Niveau. In Europa konnten wir aufgrund der Neuanläufe gegenüber dem Vorjahr weiter zulegen und die Auslastung unserer Werke erreichte teilweise die Kapazitätsgrenze, da die sprunghafte Nachfrage immer wieder durch Abrufspitzen charakterisiert war. Auch die Entwicklung unserer chinesischen Produktionsstandorte in Shanghai und Changchun verlief weiterhin besser als geplant. Die Zuwächse im chinesischen Markt und das Wachstum unserer Kunden vor Ort erwiesen sich als sehr robust und wir konnten wiederum an deren Entwicklung partizipieren. Neben den positiven konjunkturellen Entwicklungen sorgte auch die Erweiterung der Produktpalette im Bereich der Mittelkonsolen für zusätzliches Wachstum. Die Entwicklung der Umsätze in den NAFTA-Staaten zeigte auch nach einem starken Vorjahr weiterhin eine positive Entwicklung, was insbesondere auf die Verbreiterung unserer Kundenbasis und unseres Produktportfolios zurückzuführen ist.
Um die Ertragssituation des Automotive-Bereichs nachhaltig zu stärken, setzten wir unverändert Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Kosteneffizienz um. Neben Initiativen zur Prozess- und Strukturverbesserung betreffen diese auch die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks. So wurde die Schließung des Standorts in Immenstetten bei Amberg im August 2011 abgeschlossen. Die Kapazitäten in unseren Werken in Schmölln und Zwickau wurden planmäßig erweitert. Aufgrund der neuen Projekte im Bereich Mittelkonsolen wurden parallel weitere Front-End-Werke aufgebaut. Mit den weiteren Akquisen in diesen Bereich konnten wir somit die Auslastungen in den Standorten für die Produktion von Mittelkonsolen weiter verbessern.
Nutzfahrzeugmarkt dynamisch
Der Markt für Lkw und Busse gewann nach Angaben des VDA 2011 in Westeuropa insgesamt 9 % hinzu und setzte somit den eingeschlagenen Stabilisierungskurs fort. Das Neuzulassungsvolumen betrug insgesamt 1,9 Mio. Einheiten. Allerdings entwickelten sich die einzelnen Märkte äußerst heterogen: Während Deutschland (plus 19 %), Großbritannien (plus 17 %) und die Niederlande (plus 25 %) kräftig dazugewannen, mussten sich Frankreich (plus 6 %) und Irland (plus 9 %) mit deutlich geringeren Zuwächsen zufriedengeben. Die Märkte der stärker von der Krise betroffenen Länder wie Italien (minus 3 %), Spanien (minus 7 %) und Portugal (minus 23 %) rutschten teilweise deutlich ab, wobei Griechenland mit einem Einbruch von 43 % das Schlusslicht bildete.
In den USA belebte die erfreuliche Entwicklung der Industriekonjunktur gepaart mit dem aufgestauten Ersatzbedarf den Truck-Markt. Die Verkaufszahlen der mittelschweren und schweren Nutzfahrzeuge zogen im Jahresvergleich um 41 % auf 306.200 Einheiten an. Insbesondere die Nachfrage nach Heavy Trucks war mit einem Zuwachs von 60 % auf 171.400 Einheiten äußerst dynamisch. Medium Trucks kamen auf ein Plus von 22 %.
In Asien, speziell in Indien wuchs der Nutzfahrzeugmarkt über das Jahr betrachtet mit 774.700 neu zugelassenen Nutzfahrzeugen um 18 %. Nach einer langen Boomphase war der Absatz in China dagegen rückläufig (minus 7 %). Mit 6,3 Mio. neuzugelassenen Nutzfahrzeugen bewegt sich der Markt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Wie erwartet schrumpfte 2011 auch der japanische Markt für Nutzfahrzeuge. In dem von der Naturkatastrophe geprägten Jahr sanken die Zulassungen um 8 % auf 685.400 Einheiten.
In den neuen EU-Ländern erreichten die Neuzulassungen im Dezember 2011 den höchsten Wert des Jahres. Die Rekordstände von vor der Krise sind zwar noch weit entfernt, doch näherten sich die Verkaufszahlen 2011 mit einem Jahreswachstum von 26 % auf knapp 144.500 Nutzfahrzeuge wieder an. Die Nutzfahrzeugkonjunktur in Russland erholte sich ebenfalls weiter. Bis November stiegen die Neuzulassungen auf 212.300 Einheiten - ein Plus von 22 %.
Auf dem deutschen Nutzfahrzeugmarkt ging es im Jahr 2011 dagegen steil bergauf. Das Jahresergebnis erreichte mit 334.800 Einheiten (plus 19 %) fast wieder das Vorkrisenniveau von 2008. Nach der ausgeprägten Erholung im Jahr 2010 zog das Segment für Nutzfahrzeuge über 6 t (ohne Busse) erneut kräftig um 21 % an. Bei den Nutzfahrzeugen bis 6 t wurde mit mehr als 240.500 Neuzulassungen (plus 18 %) sogar ein neuer Rekord erreicht.
Landtechnik gefragt
Nach Angaben des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) Landtechnik wurden in Deutschland 2011 so viele Traktoren neu zugelassen wie seit 1983 nicht mehr. Mit 35.977 Einheiten wuchs der Markt um 26 %. Bei Betrachtung der einzelnen Leistungsklassen legte das Kompakttraktoren-Segment bis 50 PS (37 kW) mit plus 37 % überdurchschnittlich zu. Die Summe der Zulassungen ab 51 PS (38 kW) belief sich auf 28.419 Einheiten (plus 23 %). Gestützt wurde die Nachfrage von der guten Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft. Hinzu kamen Sondereinflüsse wie der sukzessive Wechsel in der Motorentechnologie zur Erfüllung neuer Abgasnormen.
Material-Handling mit zweistelligem Plus
Der Gesamtumsatz im deutschen Flurförderzeughandel ist gemäß einer Umfrage des Bundesverbandes der Händler und Vermieter von mobilen Arbeitsmaschinen (bbi) im Jahr 2011 um 16 % auf 3,0 Mrd. EUR gewachsen. Im Neumaschinengeschäft erhöhte sich demnach der Umsatz um 16 %, im Gebrauchtmaschinengeschäft um 15 %.
Nachlassende Dynamik bei Baumaschinen
Die deutschen Bau- und Baustoffmaschinenhersteller befanden sich im Jahr 2011 weiter auf Expansionskurs. Die Branche beendete das Jahr 2011 laut VDMA mit einem Umsatzplus von mehr als 15 %. Allerdings schwächten sich die Auftragseingänge im Verlauf des Jahres ab. Gleichwohl ist die Nachfrage nach Bau- und Baustoffmaschinen global weiterhin vorhanden, vor allem in den aufstrebenden Märkten. Schon heute wird jede zweite weltweit produzierte Erdbaumaschine in China abgesetzt. Europa und Nordamerika machen hier nur noch gut 25 % des Weltmarktes aus. Neben China haben vor allem Indien, Brasilien und zuletzt auch Russland wieder Fahrt aufgenommen.
Unter den Industrieländern ragte Deutschland heraus. Es übernahm innerhalb von Europa eine Vorreiterrolle und im Jahresverlauf wurden mehr Baumaschinen abgesetzt als erwartet.
Bahnindustrie
Die deutsche Bahnindustrie war im ersten Halbjahr 2011 von rückläufiger Geschäftsentwicklung aber hohen Auftragseingängen gekennzeichnet. Die Umsätze sanken um 14,5 % auf 4,7 Mrd. EUR. Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. führt das auf Nachwirkungen des in den Jahren 2008 und 2009 eingebrochenen Güterverkehrs zurück. Lebhaft war die Ordertätigkeit besonders im inländischen Fahrzeuggeschäft. Hier machte sich der von der Deutschen Bahn vergebene Auftrag von zunächst 130 Zügen des Typs ICx zur Erneuerung der InterCity-Flotte mit einem Volumen von 3,7 Mrd. EUR bemerkbar. Die Aufträge aus dem Ausland gingen in den ersten sechs Monaten 2011 auf 2 Mrd. EUR zurück.
Seating Systems
Lkw- und Offroad-Bereich mit starker Entwicklung
Wie schon im Vorjahr entwickelte sich das Segment Seating Systems wieder zum Wachstumsmotor des GRAMMER Konzerns. Die dynamische Geschäftsentwicklung startete im Geschäftsjahr 2011 mit einem guten ersten Quartal und konnte durch einen nochmaligen starken Anstieg der Auftragslage im zweiten Quartal weiter zulegen. Aufgrund unserer dominierenden Marktstellung in den Bereichen Offroad und Lkw konnte die erfreuliche Nachfragesituation in einem starken Umsatzanstieg von 28,3% umgesetzt werden. So konnten wir auch im Jahr 2011 unsere Marktführerschaft in Westeuropa beibehalten und unsere Wettbewerbsposition in zahlreichen Ländern, insbesondere in Brasilien und China, weiter ausbauen.
Speziell im Offroad-Bereich bewegte sich der Absatz der Landmaschinensitze im gesamten Jahresverlauf weiterhin auf sehr hohem Niveau und wir konnten wie auch im Vorjahr erneut überproportionale Wachstumsraten erzielen. Für den Bereich Baumaschinen verlief das Gesamtjahr 2011 ähnlich positiv und auch im Bereich Flurförderzeuge konnten wir die Umsätze gegenüber dem bereits starken Vorjahr weiter steigern. Insgesamt verlief die Ergebnisentwicklung dieser Produktgruppen im Berichtsjahr wiederum sehr zufrieden stellend.
Im Lkw-Geschäft konnten wir unsere führende Stellung im südamerikanischen Markt, der auch 2011 stark zulegen konnte, weiter ausbauen. Gestützt durch die gute Konjunkturentwicklung und unsere starke Marktstellung erzielten wir in Brasilien bei Umsatz und Ergebnis besonders hohe Zuwächse. Auch in Europa und im Mittleren Osten konnten wir im Jahr 2011 aufgrund der positiven Marktentwicklung deutlich wachsen.
Im Berichtsjahr schlossen wir unseren Ausbau der neuen Produktionsstätte für Lkw-Sitze am tschechischen Standort in Tachov planmäßig ab. Hier werden ab dem ersten Quartal 2012 die Serienanläufe von wesentlichen Lkw-Sitzreihen beginnen. Auch im Produktionsverbundwerk Haselmühl am Standort Amberg wurden zusätzliche Kapazitäten und Produktionsanlagen für die Herstellung von Metallkomponenten für die neue Lkw-Sitzgeneration installiert. Zusätzlich wurden mit Programmen zur Produktionsoptimierung nach den Prinzipien des Lean Managements wesentliche Teile der Fertigung neu strukturiert.
Aus dem Werk Tianjin in China erfolgt nun verstärkt die Belieferung der gesamten Gruppe mit Sitzen und Sitzelementen und verbessert so unsere Kostenposition weiter. In den USA setzten wir die schrittweise Weiterentwicklung zu einem eigenständigen Entwicklungs-, Vertriebs- und Produktionszentrum zur Belieferung des amerikanischen Offroad-Marktes verstärkt fort und konnten dadurch die Erholungstendenzen dieses größten Markts für Offroad-Produkte rechtzeitig nutzen. Die damit verbundene Lokalisierung ist ein wesentliches Element in der konsequenten Umsetzung unserer Pläne zur weiteren Erschließung des US-Markts sowie der Kompensation der Währungsrisiken durch lokale Produktion und lokalen Vertrieb.
Positive Entwicklung der Bahn fortgesetzt
Im Zuge der fortgeführten Neuausrichtung hat das Geschäftsfeld Bahn seine Prozessfähigkeit weiter optimiert und stabilisiert. Die Umstrukturierung der Produktion und die Fokussierung auf das Projektgeschäft wurden konsequent fortgesetzt. Die Entwicklung weiterer Plattformen und die intensivierte Akquisition von nationalen und internationalen Projekten wurden verstärkt betrieben. Die Produktanläufe wurden überwiegend von internationalen Neuaufträgen außerhalb von Deutschland getragen.
Ertragslage
Ertragslage von starker Nachfrage in unseren Märkten beflügelt
Der GRAMMER Konzern hat im Jahr 2011 operativ die Ertragslage weiter verbessert. Das Brutto-Umsatzergebnis stieg im Jahr 2011 entsprechend auf 142,5 Mio. EUR (Vj. 119,6) und erhöhte sich damit um 19,1 %. Mit 49,4 Mio. EUR (Vj. 32,9) konnte das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) trotz Belastungen aus den zum Teil sprunghaften Umsatzzuwächsen sowie den Anläufen und Kapazitätsanpassungen um 50,2 % deutlich gegenüber dem Vorjahresniveau gesteigert werden. Die absolute und prozentuale Verbesserung des operativen Ergebnisses ist in allen Segmenten erzielt worden. Insbesondere der bereits im Vorjahr starke Bereich Seating Systems konnte nochmals zulegen und wieder zu alter Ertragsstärke zurückkehren. Im Berichtsjahr konnten wir im GRAMMER Konzern eine positive EBIT-Rendite von 4,5 % (Vj. 3,5) erzielen, die sowohl gegenüber dem bereits ertragsstarken Vorjahr als auch gegenüber dem Niveau von vor der Krise deutlich verbessert werden konnte.
Konzern-EBIT nach Quartalen (in Mio. EUR)

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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Q1 | 12,1 | 3,5 |
| Q2 | 13,7 | 11,4 |
| Q3 | 10,2 | 8,1 |
| Q4 | 13,4 | 9,9 |
| Gesamtjahr | 49,4 | 32,9 |
Kostenentwicklung im Zeichen eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds
Die Kosten des Umsatzes stiegen um 17,4 % auf 951,0 Mio. EUR (Vj. 810,2) an. Der Zuwachs ist proportional zur Umsatzentwicklung und vorrangig auf die teils massiven Produktionsausweitungen zurückzuführen. Die bereits zu Beginn des Jahres übermäßig starke Auslastung insbesondere im Offroad-Bereich führte in den ersten Quartalen noch zu proportional höheren Personalkosten und Kapazitätsanpassungsaufwendungen. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit volatilen Wechselkursen und Rohstoffpreisen, kurzfristigen Nachfrageschwankungen und stark anziehenden Märkten im Bereich Seating Systems konnte die Kostenentwicklung im GRAMMER Konzern noch zufrieden stellend gesteuert werden. Die Entwicklung der Märkte und Währungen war geprägt von rasanten Veränderungen, die unsere Anpassungsfähigkeit stets herausforderten. Insbesondere die hohe Unsicherheit über die Entwicklung der Märkte im Zuge der Euro-Krise führte zu Belastungen, da sowohl die Preisentwicklungen als auch die Abrufquoten unserer Kunden stark variierten.
Der Personalaufwand stieg um 21,2 Mio. EUR auf insgesamt 229,6 Mio. EUR (Vj. 208,4) an. Neben den umsatzbedingten Zuwächsen und Kapazitätsanpassungen wirkten sich die früheren Restrukturierungen nun positiv auf die Fixkostendegression aus. Durch die vorausschauende Einleitung und konsequente Umsetzung der Personaloptimierungsmaßnahmen konnte die Personalkostenquote mit 21,0 % (Vj. 22,4) unter dem Niveau von 2010 und unter dem Durchschnitt der Vorjahre gehalten werden.
Der Vertriebsaufwand stieg im Berichtsjahr leicht auf 27,8 Mio. EUR (Vj. 26,5) an.
Die Verwaltungskosten stiegen auf 75,4 Mio. EUR (Vj. 68,9) an. Die Kostenentwicklung konnte aufgrund der höheren Umsätze und der Ausweitung der Geschäftstätigkeit in den Wachstumsregionen prozentual unter dem Vorjahresniveau gehalten werden.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei 10,1 Mio. EUR (Vj. 8,7). Der leichte Zuwachs begründet sich in höheren Verkäufen aus den Schrottchargen, Mieten und Weiterbelastungen von Kosten an Lieferanten.
Finanzaufwendungen
Die Finanzaufwendungen stiegen hauptsächlich aufgrund der höheren Volatilität der Währungen sowie Pensionszinsen auf 15,4 Mio. EUR (Vj. 14,9) an. Aufgrund der Umstrukturierung der Finanzierung, welche sich in neu geschlossenen Finanzierungsrahmenverträgen und daraus resultierenden Einmalaufwendungen widerspiegelt, lag der Zinsaufwand mit 10,3 Mio. EUR (Vj. 10,3) auf Vorjahresniveau, da ansonsten die neuen Konditionen sich für das Unternehmen günstiger gestalten. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stiegen von 1,4 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR an, da die überschüssige Liquidität unter anderem aus der Kapitalerhöhung als Barreserve gehalten wurde. Das sonstige Finanzergebnis wies einen Aufwand von 2,0 Mio. EUR auf, was auf Bewertungseffekte sowie der Währungsentwicklung zurückzuführen ist. Im Vorjahr ergab sich noch ein Ertrag von 1,1 Mio. EUR. Diese Veränderung ist hauptsächlich auf die Turbulenzen der Währungen aufgrund der Eurokrise zurückzuführen.
Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen mit 12,2 Mio. EUR (Vj. 4,2) erwartungsgemäß über denen des Vorjahres. Schwächere operative Ergebnisbestandteile speziell im Inland beeinflussten die Ertragsteueraufwendungen positiv, wogegen die im Ausland angefallenen Steuern aufgrund der guten Ergebnisentwicklung in den Tochtergesellschaften teilweise leicht anstiegen. Zusätzlich belasteten Steuern aus Abzugsteuern das Steuerergebnis.
Ergebnisse
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des GRAMMER Konzerns lag im Berichtsjahr bei 49,4 Mio. EUR (Vj. 32,9) und setzt den Erfolgstrend auch mit einer relativ verbesserten Quote von 4,5 % (Vj. 3,5) weiter fort. Das Ergebnis nach Zinsen und Steuern des GRAMMER Konzerns erhöhte sich auf 22,1 Mio. EUR (Vj. 16,3), wobei die Ergebniszuwächse aus dem operativen Bereich vorrangig durch entstandene Ertragsteuern sowie ein durch Währungsverluste negativ beeinflusstes Finanzergebnis belastet wurden.
Das Ergebnis pro Aktie errechnet sich aus dem Jahresüberschuss und erreichte 2,02 EUR (Vj. 1,60). Bei Einbeziehung der eigenen Anteile in die Berechnung ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,96 EUR (Vj. 1,55).
Ergebnisverwendung
Die Ergebnisverwendung des GRAMMER Konzerns richtet sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn/-verlust. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 13,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 (Vj. Bilanzverlust -26,0) aus. Dabei wurden der Verlustvortrag in Höhe von 26,0 Mio. EUR, die Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 24,8 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 14,3 Mio. EUR berücksichtigt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag in Höhe von 8,6 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft insgesamt 330.050 Stück eigene Aktien hält, die nicht dividendenberichtigt sind. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2012 ändern sollte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag machen.
Umsatz- und Ertragslage der Segmente
Deutlicher Umsatzanstieg aufgrund hoher Nachfrage im Segment Automotive
Im Bereich Automotive produzieren wir Innenraumkomponenten für namhafte Pkw-Hersteller und Systemlieferanten der Fahrzeugindustrie. Das Segment generiert seinen Umsatz mit Serienprodukten sowie dem Projektgeschäft. Das Segment erzielte 2011 einen Umsatz von 680,3 Mio. EUR (Vj. 610,2), was einem Zuwachs von 11,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil am Konzernumsatz lag bei 60,8% (Vj. 64,1). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 26,9 Mio. EUR (Vj. 21,4) und zeigte damit gegenüber dem Vorjahr sowohl nominal als auch prozentual eine erfreuliche Verbesserung, die sowohl auf den Umsatzzuwachs, als auch auf durchgeführte Anpassungs- und Optimierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Anlaufkosten und Anpassungsmaßnahmen zu den nun nötigen Erweiterungen für neue Produkte führten partiell zu höheren Aufwendungen und auch weitere Schließungskosten waren zu bewältigen und beeinflussten die Ertragslage in diesem Segment.
Umsatzentwicklung Automotive nach Quartalen (in Mio. EUR)

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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Q1 | 171,7 | 136,3 |
| Q2 | 169,3 | 159,5 |
| Q3 | 167,1 | 147,7 |
| Q4 | 172,2 | 166,7 |
| Gesamtjahr | 680,3 | 610,2 |
Umsatz und Ertrag im Segment Seating Systems stark angestiegen
Das Segment Seating Systems zeigte in allen Quartalen 2011 eine weiter signifikant verbesserte Umsatzentwicklung. Im Offroad-Bereich stiegen die Umsätze trotz eines bereits starken Vorjahres weiter an, was teilweise zu Kapazitätsengpässen führte. Im Lkw-Sitzgeschäft zeigte sich ebenfalls eine gute Auftragslage über das ganze Jahr verteilt. Der Markt für Nutzfahrzeuge in Europa stieg kontinuierlich an und die Sonderentwicklung der Märkte China und Brasilien hielt auch im Jahr 2011 weiter an. Insgesamt erwirtschaftete das Segment im Jahr 2011 einen Umsatz von 438,0 Mio. EUR (Vj. 341,9) und damit einen Anstieg von 28,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Krisenjahr 2009 lag der Umsatzzuwachs sogar bei 77,2 %. Dies zeigt die hohe Dynamik der Umsatzentwicklung, die durch teilweise relativ kurzfristige Abrufe der Kunden eine hohe Anforderung an unsere Fertigungssteuerung stellte. Das Segment konnte auch im operativen Ergebnis weiter deutlich zulegen. So erzielte der Bereich Seating Systems im Berichtsjahr unter dem Einfluss der Volumenzuwächse und der daraus resultierenden Kapazitätsausweitungsprobleme ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 30,6 Mio. EUR (Vj. 17,6).
Umsatzentwicklung Seating Systems nach Quartalen ( in Mio. EUR)

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| ¡n Mio. EUR |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Q1 | 98,7 | 71,8 |
| Q2 | 111,7 | 87,8 |
| Q3 | 112,0 | 89,5 |
| Q4 | 115,6 | 92,8 |
| Gesamtjahr | 438,0 | 341,9 |
Finanzlage
GRAMMER Finanzierung neu geregelt
Nach dem erfolgreichen Jahr 2010 hat der GRAMMER Konzern seine Finanzierungsstrategie überarbeitet und die weitere Optimierung der Finanzierungskosten und -strukturen in Angriff genommen. Zielsetzung war, die Fälligkeitsstruktur zu verbessern und gleichzeitig finanzielle Reserven für die weitere Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Als ersten Schritt hat die GRAMMER AG am 14. April 2011 eine 10-prozentige Kapitalerhöhung im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens durchgeführt und 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Die neuen Aktien wurden zu einem Preis von 18,20 EUR je Aktie ausgegeben. Der Bruttoemissionserlös in Höhe von 19,1 Mio. EUR dient zur Verbesserung der Bilanzstruktur und soll der Finanzierung des weiteren organischen und externen Wachstums des Konzerns dienen. Im zweiten Schritt wurde die im Krisenjahr 2009 abgeschlossene Finanzierung abgelöst und kostengünstiger neu strukturiert. Dazu hat die GRAMMER AG am 22. August 2011 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 60 Mio. EUR begeben. Das Volumen verteilt sich auf drei Tranchen mit drei, fünf bzw. sieben Jahren Laufzeit. Zugleich wurde eine 9,5 Millionen EUR große Tranche des bereits bestehenden Schuldscheindarlehens vorzeitig prolongiert. Mit dieser Transaktion sowie einem neuen Rahmenkreditvertrag in Höhe von 78,5 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 2014 strukturierte der Konzern vorzeitig die bestehende Konzernfinanzierung neu und der bestehende Konsortialkreditvertrag in Höhe von 110 Mio. EUR mit Fälligkeit im März 2013 wurde bereits im September 2011 vollständig abgelöst. Die Neustrukturierung der Konzernfinanzierung entzerrt die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten signifikant. Gleichzeitig konnte der Konzern die Finanzierungskonditionen und -bedingungen verbessern und die Gläubigerstruktur verbreitern.
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf 129,8 Mio. EUR (Vj. 97,9), die über die neuen Schuldscheindarlehen langfristig aufgenommen bzw. über das bestehende alte Schuldscheindarlehen partiell verlängert wurden. Die kurzfristigen Finanzschulden sanken auf 9,1 Mio. EUR (Vj. 33,1), denen einschließlich der gewünschten Barreserve liquide Mittel in Höhe von insgesamt 46,8 Mio. EUR gegenüberstanden. Darüber hinaus besteht ein neuer Rahmenkreditvertrag, der zwischen inländischen GRAMMER-Gesellschaften und sieben Geschäftsbanken auf bilateraler Basis abgeschlossen wurde und eine Laufzeit bis 1. Juli 2014 hat.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg aufgrund der operativen Ergebnisse und der Optimierungsmaßnahmen an. Die erwirtschafteten Mittel wurden zum Zweck des erweiterten Geschäftsvolumens und zur Abwicklung der Umstrukturierung verwendet. Hier standen insbesondere der Ausbau der Produktionslinien für die neuen Lkw-Sitze in Tachov und am Standort in Haselmühl sowie die Projekte für Mittelkonsolen in Deutschland, den USA und China im Vordergrund, da die zukünftigen Umsätze über diese Wachstumsprojekte stabilisiert werden. Zudem wurde im Sommer 2011 der belgische Elektronikspezialist EiA Electronics N.V. erworben und aus den liquiden Mitteln finanziert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit, ohne den Erwerb von EiA Electronics N.V., lag auf dem Vorjahresniveau, da die Erhöhung der Wertschöpfung und die oben genannten Projekte zum Geschäftsausbau einen wieder höheren Mitteleinsatz erforderten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging aufgrund der Kapitalerhöhung und der damit verbundenen Rückführung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten stark zurück. Der Anstieg des Finanzmittelfonds begründet sich in der gewollten strategischen Liquiditätsreserve, die durch die langfristigen Schuldscheindarlehen geschaffen wurde.
Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2011 betrug die Bilanzsumme des GRAMMER Konzerns 625,2 Mio. EUR (Vj. 559,4). Durch die höhere Geschäftstätigkeit und die strategische Liquiditätsreserve sowie den Erwerb von EiA Electronics N.V. stieg die Bilanzsumme zum Berichtsstichtag im Vergleich zum Vorjahreswert um 11,8 % an.
Anlagevermögen deutlich über Vorjahr
Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 31. Dezember 2011 auf 260,6 Mio. EUR (Vj. 245,9). Durch den Aufbau von Produktionen für die Weiterentwicklung des Produktbereichs Mittelkonsolen an den Standorten in Mexiko und Schmölln sowie für Lkw-Sitze in Tschechien stiegen die Sachanlagen auf 159,7 Mio. EUR (Vj. 153,4). Durch den Erwerb von EiA Electronics N.V. liegen die immateriellen Vermögensgegenstände nun bei 57,4 Mio. EUR (Vj. 50,3). Die latenten Steuern liegen in etwa auf dem Vorjahresniveau.
Umlaufvermögen steigt durch höhere Geschäftstätigkeit
Verglichen mit dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 364,6 Mio. EUR (Vj. 313,5). Beeinflusst wurde dieser Anstieg im Wesentlichen durch die Übernahme von EiA Electronics N.V., der höheren Geschäftstätigkeit und dem aus der Finanzierung gewünschten Effekt einer strategischen Liquiditätsreserve. Die Vorräte lagen mit 104,0 Mio. EUR um 15,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die Forderungen sanken trotz des starken Umsatzes im vierten Quartal und trotz des Zuwachses aus der Übernahme von EiA Electronics N.V. leicht von 138,3 Mio. EUR auf 137,8 Mio. EUR, was unter anderem auf die eingeleiteten Maßnahmen im Forderungsmanagement zurückzuführen ist. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stiegen aufgrund von Kundenprojekten im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Mio. EUR auf 57,9 Mio. EUR, während die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 1,4 Mio. EUR auf 15,3 Mio. EUR leicht zurückgegangen sind. Zum Jahresende waren außerdem liquide Mittel in Höhe von 46,7 Mio. EUR (Vj. 17,2) vorhanden, die hauptsächlich die gewünschte strategische Liquiditätsreserve beinhalten.
Eigenkapital nimmt weiter zu
Zum 31. Dezember 2011 stieg das Eigenkapital aufgrund der Kapitalerhöhung und der Gewinne deutlich auf 211,2 Mio. EUR (Vj. 173,1) an. Die über die Kapitalerhöhung erfolgte Stärkung des Eigenkapitals betrug 19,1 Mio. EUR. Das Eigenkapital entspricht damit 81,0 % (Vj. 70,4) der langfristigen Vermögenswerte. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2011 stieg leicht auf 34 % (Vj. 31 ), trotz der Bilanzausweitung bedingt durch den Kauf von EiA Electronics N.V. und der strategischen Liquiditätsreserve in den liquiden Mitteln von rund 30 Mio. EUR.
Veränderungen der Verbindlichkeiten
Die langfristigen Verbindlichkeiten wiesen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 226,7 Mio. EUR (Vj. 189,8) aus. Die langfristigen Finanzschulden stiegen aufgrund der Umfinanzierung um 31,9 Mio. EUR auf 129,8 Mio. EUR (Vj. 97,9) an. Wie bereits dargelegt wurde die langfristige Finanzierung weiter ausgebaut, um sowohl die Fälligkeitsstruktur als auch die Tranchenvolumen der einzelnen Fälligkeiten zu verbessern. Dies trägt weitreichend zur Sicherheit und Stabilität der Finanzlage der GRAMMER Gruppe bei. Weiterhin stiegen die Pensionsverpflichtungen auf 64,5 Mio. EUR (Vj. 61,1). Die passiven latenten Steuern stiegen ebenfalls leicht auf 19,5 Mio. EUR (Vj. 17,4) an.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen mit 187,4 Mio. EUR (Vj. 196,5) zurück trotz der Ausweitung der Geschäftstätigkeit und des Zukaufs der EiA Electronics N.V. Die kurzfristigen Finanzschulden sind aufgrund der neuen Finanzierungsstruktur trotz hoher Investitionstätigkeit und des Unternehmenserwerbs von 33,1 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR gefallen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 110,6 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Vj. 92,1). Mit 49,6 Mio. EUR (Vj. 54,5) sanken die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, was an der Struktur der Geschäftsentwicklung liegt. Die kurzfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten liegen aufgrund der Ergebnisentwicklung vor allem in China und Brasilien mit 4,5 Mio. EUR (Vj. 5,0) nur knapp unter Vorjahresniveau. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 4,5 Mio. EUR (Vj. 3,5).
Angaben zum Kapital
Kapitalstruktur
Das gezeichnete Kapital der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2010 betrug 26.868 TEUR und war eingeteilt in 10.495.159 nennwertlose Stückaktien. Am 14. April 2011 hat die GRAMMER AG im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft nun 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674Aktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 um 13,4 Mio. EUR bedingt erhöht und nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand gemäß § 202 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien um bis zu insgesamt 14,78 Mio. EUR zu erhöhen. Die Ermächtigung ist befristet bis zum 25. Mai 2016. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu befinden, soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen; wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden oder wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,
(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;
(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;
(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 betrug die Kapitalrücklage 74.444 TEUR (Vj. 58.237). Die Kapitalrücklage beinhaltet das Agio aus der Kapitalerhöhung 1996 sowie das Agio aus der Kapitalerhöhung 2001 und aus der Kapitalerhöhung 2011.
Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Gewinnrücklagen 111.528 TEUR (Vj. 89.488).
Gemäß den bei der GRAMMER AG bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses des GRAMMER Konzerns eingegangenen Mitteilungen entsprechend §§ 21 ff. WpHG halten nachfolgende Gesellschaften direkt oder indirekt Anteile von mehr als 3 % an der GRAMMER AG. Die Electra QMC Europe Development Capital Funds plc in Dublin/Irland hat uns am 18. Juli 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG die Schwelle von 10 % unterschritten hat und nun 9,26 % beträgt. Die Sparinvest Fondsmaeglerselskab A/S, Taastrup/Dänemark, hat uns am 20. Juni 2011 mitgeteilt, dass sie 3,03 % Anteile hält. Die DWS Investment GmbH hatte am 31. August 2011 die Schwelle von 3 % überschritten und einen Stimmrechtsanteil von 3,026 % (349.300 Stimmrechte) gehalten. Im Oktober 2011 hat die DWS Investment GmbH des Weiteren mitgeteilt, dass sich zum 7. Oktober 2011 ihr Stimmrechtsanteil an der GRAMMER AG auf 5,176 % (597.500 Stimmrechte) erhöht hat. Die entsprechenden sonstigen Zurechnungen zu diesen Stimmrechten sind im Anhang der GRAMMER AG dargelegt.
Eigene Anteile
Der Vorstand der GRAMMER AG war durch die Hauptversammlung 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese bis zum 1. Dezember 2007 befristete Ermächtigung wurde in der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 durch eine neue Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, befristet bis zum 1. Dezember 2008, ersetzt. In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2009 wurde die Ermächtigung zum Bezug eigener Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals bis zum 27. Mai 2014 beschlossen. Diese Ermächtigung wurde als Bestätigungs- bzw. Neuvornahmebeschluss von der Hauptversammlung 2010 bestätigt. Im Berichtsjahr und Vorjahr machte der Vorstand der GRAMMER AG nicht von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch. Insgesamt hält GRAMMER 330.050 eigene Aktien, die vollständig im Geschäftsjahr 2006 erworben wurden. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % (nach der Kapitalerhöhung) bzw. 3,1448 % (vor der Kapitalerhöhung) des Grundkapitals. Diese 330.050 eigenen Aktien haben keine Stimmrechte und sind auch nicht dividendenberechtigt.
Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens
Auf Basis der dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beurteilen wir die wirtschaftliche Lage des GRAMMER Konzerns als positiv. In unseren Geschäftsfeldern haben wir eine gute bis sehr gute Marktposition und aufgrund der innovativen Produkte genießen wir hohe Akzeptanz im Markt. Mit den aktuellen Projekten und Produktanläufen sehen wir die Entwicklung des Konzerns in Umsatz und Ergebnis positiv, auch in der längerfristigen Entwicklung. Allerdings sind die Auswirkungen der Entwicklungen an den Rohstoffmärkten und deren Volatilitäten sehr genau zu beobachten, da diese auf die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens stark Einfluss nehmen könnten. Darüber hinaus könnten auch die Entwicklungen der internationalen Währungs- und Finanzmärkte unter anderem aus der aktuellen Euro-Krise einen erheblichen Einfluss auf die Performance haben.
Investitionen
Die Investitionen des GRAMMER Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr von 38,1 Mio. EUR auf 37,6 Mio. EUR leicht gesunken. Im Bereich Automotive investierten wir mit insgesamt 14,8 Mio. EUR (Vj. 22,0) deutlich weniger als im Vorjahr. Schwerpunkte waren neue Produktionsanlagen für anstehende Kundenprojekte sowie der weitere Ausbau der Standorte Changchun, Mexiko und Schmölln, welche einerseits als Niedriglohn-Standorte und andererseits als integrierte Fertigung mit hohem automatisiertem Wertanteil zur Optimierung unserer Kostenstruktur beitragen. Die integrierten Mittelkonsolenfertigungen, die eine höhere Anlagenintensität aufweisen, sind durch die erhaltenen Aufträge notwendig und bilden die Grundlage unseres weiteren Wachstumspotenzials. Zudem wurden weiter Lean-Optimierungen in den Werken durchgeführt, die zur Produktivitätssteigerung beitragen sollen.
Im Segment Seating Systems summierten sich die Investitionen im Jahr 2011 auf insgesamt 22,1 Mio. EUR (Vj. 15,8). Durch den Aufbau der Produktion für Lkw-Sitze der neuen Sitzgeneration MSG 115 wurden in Deutschland und in Tschechien größere Investitionen notwendig. In den Ausbau unseres Standorts in Brasilien für den stark wachsenden südamerikanischen Markt und dessen Versorgungsunabhängigkeit wurde ebenso investiert wie in die Fortsetzung der Lean Management-Produktionsumstellung in den Produktionswerken. Für den Offroad-Bereich investierten wir nochmals wesentlich in Werkzeuge und den weiteren Aufbau modularer Fertigungseinheiten. Diese Investitionen dienen der Effizienzsteigerung und Standortoptimierung. Sie zeigen auch das Bekenntnis des Unternehmens zur Innovation in Produktion und Produkt.
In den Zentralbereichen wurden 0,7 Mio. EUR (Vj. 0,3) investiert. Wir erwarben weitere Upgrades und Erweiterungslizenzen für unser SAP-System. Zusätzlich investierten wir in die Optimierung unserer Entwicklungssoftware und deren Anbindung und Vernetzung.
Investitionen nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

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| in Mio. EUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Automotive | 14,8 | 22,0 |
| Seating Systems | 22,1 | 15,8 |
| Central Services | 0,7 | 0,3 |
| Summe | 37,6 | 38,1 |
Mitarbeiter
Beschäftigtenzahl steigt aufgrund Geschäftsausweitung
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl um 9,7 % und somit deutlich unterproportional zum Umsatzzuwachs an. Zum Stichtag am 31. Dezember 2011 waren innerhalb des GRAMMER Konzerns 8.726 Mitarbeiter (Vj. 7.955) beschäftigt. Davon zählten 5.148 Beschäftigte (Vj. 5.034) zum Automotive-Bereich, 3.377 (Vj. 2.744) zum Segment Seating Systems und 201 (Vj. 177) zu den Zentralbereichen. Der Anstieg wurde überwiegend bei den Produktionsmitarbeitern und den Angestellten in den Niedriglohnländern verzeichnet. Im Jahresdurchschnitt waren 8.429 Mitarbeiter (Vj. 7.745) im Unternehmen tätig.
Personalkostenreduktion weiter im Fokus
Im Jahr 2011 sind aufgrund der Umsatzzuwächse und der Geschäftsentwicklung die Mitarbeiterzahlen weiter angestiegen, dennoch konnte eine niedrigere Personalkostenquote gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Im Januar 2011 wurde das umfangreiche, mit dem Betriebsrat und den Tarifparteien verhandelte Maßnahmenpaket zur Schließung der Produktion in Immenstetten unterzeichnet und dessen Umsetzung dann Ende August 2011 vollständig abgeschlossen. Die Maßnahmen für die Schließung der Produktion in Wackersdorf wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr wie geplant partiell umgesetzt und die vollständige Aufgabe der Produktion mit der Auslaufsteuerung erfolgt planmäßig Ende 2012. Der starke Anstieg der Nachfrage und die Anläufe neuer Produkte erforderten an anderen Standorten in Deutschland und insbesondere in China sowie in anderen Niedriglohnländern weiteren Personalaufbau. Am tschechischen Standort in Tachov wurde eine Lkw-Sitz-Produktion aufgebaut und die Belegschaft für diese Aufgaben erweitert. In Serbien und Bulgarien wurden unsere Nähkapazitäten wegen der anhaltenden hohen Nachfrage im Automotive-Bereich aufgestockt. Für die Märkte China und Brasilien wurden bereits in den ersten Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder Personalzuwächse aufgrund der konjunkturellen Situation erforderlich.
Ausbildung, Weiterbildung, Personalwesen
Personalentwicklung ist ein zentrales Element, um unternehmerischen Erfolg zu sichern und voranzutreiben. Mitarbeiter mit neuen Ideen, erweitertem Wissen und hinzugewonnenen Kompetenzen tragen entscheidend dazu bei, etablierte Standards zu sichern und Wettbewerbsstärke weiter auszubauen. GRAMMER bietet aus diesem Grund eine Vielzahl unterschiedlicher Initiativen für Beschäftigte aller Bereiche und Ebenen an. Unser Weiterbildungsprogramm basiert auf drei Ansätzen, die sich hierarchisch gliedern: Das "General Management Program" fokussiert auf die strategische Fortbildung des Topmanagements, das "Management Development Program" richtet sich vorrangig an Werks- und Abteilungsleiter und das Programm "GO!2008" ist auf die Förderung der Nachwuchsführungskräfte zugeschnitten. Alle drei Entwicklungskonzepte richten ihre Inhalte am Leitbild, an den Zielen und an der Strategie des Konzerns aus.
Der Konzern ist ebenfalls ein wichtiger Ausbildungsbetrieb in den Regionen und bildet auch über den eigenen Bedarf hinaus aus. So zählt zum Beispiel am Standort Amberg die Ausbildung mit eigenem Ausbildungszentrum und Ausbildern zu den wesentlichen Punkten der Personalpolitik in der GRAMMER AG. Auszubildende beschäftigen wir gerne weiter, sofern die wirtschaftliche Lage dies zulässt. Auch 2011 stellten wir in allen Unternehmenssparten motivierte Auszubildende ein, die sich in zukunftsträchtigen Berufsfeldern bewähren können. Zusätzlich vergaben wir Praktika und boten die Möglichkeit, Studien- oder Bachelor-/Masterarbeiten praxisnah innerhalb unseres Unternehmens zu verfassen. Hochqualifizierte Nachwuchskräfte gewinnen wir auch über Recruitingveranstaltungen im universitären Umfeld oder über Kooperation mit dem Bildungswerk der bayerischen Wirtschaft. Ein Beispiel für unser erfolgreiches Engagement auf dem Hochschulsektor ist unter anderem die enge und langjährige Zusammenarbeit mit der HAW (Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden).
Mitarbeiter nach Segmenten (Vorjahreswert in Klammern)

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| Zum Stichtag 31. Dezember | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Automotive | 5.148 | 5.034 |
| Seating Systems | 3.377 | 2.744 |
| Central Services | 201 | 177 |
| Gesamt | 8.726 | 7.955 |
Aufsichtsrat und Vorstand
Die Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richten sich nach den Vorschriften des § 84 AktG. Es sind keine anderen oder zusätzlichen Bestimmungen in der Satzung enthalten. 2011 ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand.
Im Aufsichtsrat erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Veränderungen. Als Vertreter der Arbeitnehmer wurde Herr Martin Bodensteiner mit Wirkung zum 20. April 2011 in den Aufsichtsrat ernannt und löst damit Herrn Udo Fechtner ab. Mit Wirkung zum 22. August 2011 wurde Frau lic. oec. HSG Ingrid Hunger, geschäftsführende Gesellschafterin und Sprecherin der Geschäftsführung der Walter Hunger KG in Lohr a. Main, gerichtlich durch Beschluss des Amtsgerichts Amberg, zum Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bestellt. Frau Hunger ist Vertreterin der Anteilseigner im Aufsichtsrat und übernimmt damit die Nachfolge von Herrn Dr. Bernd Blankenstein, der am 30. Juni 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Mit Wirkung zum 22. Dezember 2011 wurde Herr Harald Jung gerichtlich durch den Beschluss des Amtgerichts Amberg als Vertreter der Leitenden Angestellten für den zum 15. November 2011 ausgeschiedenen Herrn Frank Himmelhuber in den Aufsichtsrat bestellt.
Grundzüge des Vergütungssystems
Ab dem 1. August 2010 ist die Vergütung der Vorstände auf die nachfolgend beschriebenen Elemente umgestellt worden. Der Vorstand erhält nach wie vor eine erfolgsunabhängige (70 %) und eine erfolgsabhängige (30 %) Vergütung sowie Leistungen zur Altersvorsorge, die analog zu den Pensionszusagen an die Arbeitnehmer gestaltet sind. Die erfolgsabhängige Komponente wird bei der neuen Vergütungsstruktur in zwei Anteile zerlegt, einen kurz- und einen langfristigen. Der Kurzfristbonus beträgt 45 % der erfolgsabhängigen Vergütung und ist zu einem Drittel vom Umsatz und zu zwei Dritteln von der Umsatzrendite abhängig. Der Langfristbonus der erfolgsabhängigen Komponente berechnet sich ausschließlich auf Basis der erreichten Unternehmenswertsteigerung (ROCE - WACC). Zur Verstetigung der Leistung wird die Steigerung des Unternehmenswerts grundsätzlich über den Zeitraum der letzten drei Jahre berechnet und somit erst nach Ablauf einer Dreijahresperiode abschließend ermittelt. Darauf wird ein Abschlag zur Zahlung geleistet zur Verstetigung der Einkünfte, über dessen Höhe und Auszahlung der Aufsichtratsvorsitzende entscheidet. Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Vorstands. Weiterhin kann im Falle außergewöhnlicher Erfolge oder Misserfolge im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr der Aufsichtsrat zum Ende des Geschäftsjahres eine Gehaltskorrektur von 10 % des Fixums sowohl als Bonus als auch als Malus beschließen.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch die Zustimmung zur Satzungsänderung durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2011 geändert und ist nun wie im Nachfolgenden erläutert geregelt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung, die für das einzelne Mitglied 30.000 EUR, für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte der Vergütung und für den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Eineinhalbfache der Vergütung beträgt. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner pro Aufsichtsratssitzung sowie pro Ausschusssitzung, die jeweils in Form einer Präsenzsitzung abgehalten wird und an der sie persönlich teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von jeweils 1.000 EUR sowie die Erstattung ihrer Auslagen. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält zusätzlich pro Ausschusssitzung ein Sitzungsgeld von weiteren 1.000 EUR. Das Sitzungsgeld wird nicht für die Teilnahme an Sitzungen des Nominierungsausschusses gezahlt. Der pauschale Auslagenersatz ist jeweils am ersten, auf die Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung folgenden Werktag zahlbar. Die Gesellschaft ist ermächtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O-Versicherung, Directors-and-Officers-Liability-Versicherung) zu marktkonformen und angemessenen Bedingungen abzuschließen, wobei die Versicherungsprämie von der Gesellschaft übernommen wird. Die auf die Vergütung und den pauschalen Auslagenersatz etwa anfallende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft zusätzlich erstattet. Eine variable Vergütung wie in den Vorjahren gibt es nicht mehr und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionsprogramme oder Gewährung eigener Aktien sind nicht Bestandteil der Vergütung des Aufsichtsrats.
Corporate Governance
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG) ist in diesem Geschäftsbericht im Kapitel 34 des Anhangs abgedruckt und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com/ueber-grammer/corporate-governance.html eingesehen werden.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Faktor für die GRAMMER AG, um sich auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu positionieren, denn technologischer Vorsprung generiert innovative Produkte und eine breite Produktrange. So erschließen wir neue Marktpotenziale und sichern die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Die Entwicklung neuer Pkw-Komponenten und Systeme verlagert sich zunehmend auf die Zulieferunternehmen. Aus diesem Grund positioniert sich der Bereich Automotive in immer stärkerem Maße als Entwicklungspartner und Impulsgeber namhafter Hersteller. Technologischer Vorsprung und erstklassige Lösungen sichern uns hier wichtige Marktvorteile. Auch bei Sitzen stehen wir in der ständigen Weiterentwicklung unserer Produkte und generieren Marktlösungen, die sich verändernden Marktentwicklungen vorwegnehmen sollen. Intensive Forschung und Entwicklung ist aber nicht nur die Grundlage unseres aktuellen unternehmerischen Erfolgs, sondern auch Basis der erfolgreichen Weiterentwicklung: Neue, innovative Produkte versetzen uns in die Lage, den Kundenanforderungen auch künftig in höchstem Maße gerecht zu werden. Im Rahmen der konzernweit gebündelten Ausrichtung der Innovationsstrategie konnte auf allen Feldern die Innovationsleistung deutlich gesteigert werden. Ein zentrales Thema für alle Bereiche ist der Leichtbau, der für die Einzelbereiche Automotive und Seating Systems ganz unterschiedliche Entwicklungsprojekte zur Folge hat.
Während bei den Konsolen und Armlehnen insbesondere Leichtbaustrukturen in Kunststoff im Fokus stehen, sind es bei den Kopfstützen dünnwandige Haltestangen, die jedoch die gestiegenen mechanischen Anforderungen erfüllen müssen. Bei den Sitzen wurden speziell im Lkw-Segment auf breiter Front Aktivitäten im Leichtbau gestartet, die weit in die Zukunft reichen. Hier geht es vor allem darum, neue technologische Lösungen zu erarbeiten, die mittelfristig in Produktentwicklungen umgesetzt werden können. In diesem Zusammenhang beteiligt sich GRAMMER aktiv an einem öffentlich geförderten Forschungsprojekt. Die Erhöhung der Innovationsleistung zeigt sich nach außen durch eine größere Zahl von Patentanmeldungen (plus 25 %). Die Schwerpunkte der Innovationsstrategie der nächsten Jahre liegen neben den klassischen produktbezogenen Themen vor allem bei der Regionalisierung bzw. Fokussierung der Entwicklungsleistung auf die in den regionalen Märkten unterschiedlichen Produktanforderungen. Dies ist synchronisiert mit den Aktivitäten der Geschäftseinheiten. Zusätzlich wurden Projekte zur spezifizierten Homogenisierung der Produkte für die jeweiligen Regionen verstärkt, was langfristig unsere Marktposition stärken wird. Dies stellt zudem andere Marktteilnehmer vor die weltweite Herausforderung, uns nachzueifern oder zumindest adäquate Lösungen zu liefern.
Chancen- und Risikomanagement
Risikopolitik und -grundsätze
Unternehmerisches Handeln ist immer mit Chancen, aber auch mit Risiken verknüpft. Insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung des GRAMMER Konzerns entstehen Chancen und Risiken, die beherrscht werden müssen. In seiner Risikostrategie hat der Konzern unter anderem nachfolgende risikopolitische Grundsätze festgelegt:
| ― | Unter Chancen und Risiken im Sinne des Risikomanagements versteht GRAMMER mögliche positive oder negative Abweichungen von einem unter Unsicherheit festgelegten Plan beziehungsweise Ziel. |
| ― | Risikomanagement ist somit ein Beitrag zur wertorientierten Unternehmensführung des GRAMMER Konzerns. Wertorientiert bedeutet dabei, dass Risiken bewusst nur eingegangen werden, wenn im Rahmen der Nutzung günstiger Geschäftsgelegenheiten der Wert des Unternehmens gesteigert werden kann. |
| ― | Möglicherweise mit den geschäftlichen Aktivitäten von GRAMMER verbundene bestandsgefährdende Risiken sind zu vermeiden. |
| ― | Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere Risiken, die von der Marktseite her verursacht werden, trägt GRAMMER selbst. Auch Risiken, die aus der Entwicklung neuer Produkte entstehen können, übernimmt GRAMMER selbst. Andere Risiken, insbesondere Finanz- und Haftpflichtrisiken, möchte GRAMMER eher auf Dritte übertragen. |
| ― | Das Risikomanagement im GRAMMER Konzern umfasst alle Gesellschaften und Organisationseinheiten. Die Identifikation von Risiken sowie das Einleiten wertsteigender Maßnahmen sieht das GRAMMER Management als ständige gemeinsame Aufgabe an. |
| ― | Alle Mitarbeiter des Unternehmens sind dazu aufgefordert, Risiken in ihrem Verantwortungsbereich wahrzunehmen und soweit wie möglich zu minimieren. Im Geschäftsablauf auftretende Chancen und Gefahren sind von jedem Mitarbeiter umgehend dem zuständigen Vorgesetzten zu melden. |
Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess gewährleistet die frühzeitige Identifikation von Risiken, ihre Analyse und Bewertung, den abgestimmten Einsatz geeigneter Instrumente zur Steuerung der Risiken sowie das Risikomonitoring und -controlling. Im Rahmen eines fortlaufenden Erhebungsprozesses werden Risiken mit einer geschätzten ungeplanten Ergebniswirkung ab 0,5 Mio. EUR an das zentrale Risikomanagement gemeldet. Hierfür sind in allen Unternehmens- und Zentralbereichen Risikoverantwortliche definiert. In regelmäßigen Managementsitzungen mit den Führungsebenen der Unternehmens- und Zentralbereiche werden Chancen und Risiken diskutiert sowie Maßnahmen zur Risikosteuerung abgeleitet. Über ein konzernweites Berichtswesen werden Entscheidungsträger regelmäßig und umfassend über die Risikolage des Konzerns sowie den Stand der eingeleiteten Maßnahmen unterrichtet.
Das zentrale Risikomanagement ist im Bereich Finanzen angesiedelt und betreibt ein EDV-gestütztes Risikomanagementsystem, in dem die Risiken zentral verwaltet und notwendige Maßnahmen zur Reduzierung des Risikos verfolgt werden. Die Phasen des Risikomanagementprozesses werden durch diese anerkannte Softwarelösung optimal unterstützt.
Auf diese Weise erhalten wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen und Risiken für den GRAMMER Konzern. Dazu zählen beispielsweise strategische Risiken, Markt- und Finanzrisiken und Rechtsrisiken ebenso wie Risiken aus den Bereichen IT, Personal und Leistungserstellung.
Umfeld- und Branchenrisiken
Die GRAMMER AG wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Entwicklungen an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen und beobachten kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für uns relevanten Märkte und speziell unserer Branchen. Bei Bedarf passen wir die Produktionen und Kapazitäten entsprechend an. Der GRAMMER Konzern hat im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf die Finanzkrise und sich andeutende Umsatzschwächen reagiert und Produktions- sowie Kostenstrukturen auf die veränderte Umsatzsituation immer frühzeitig angepasst. Branchenbedingte Umsatzrisiken haben grundsätzlich auch in Zukunft Bestand. Nach der Erholung der Märkte sind insbesondere im Automotive-Bereich weitere, wenn auch schwächere Wachstumstendenzen zu erkennen und auch im Bereich Seating Systems scheint sich der Auftragsbestand auf gutem Niveau zu stabilisieren. In den vergangenen Monaten deuteten ökonomische Daten und Indikatoren eine weiterhin unsichere Entwicklung des makroökonomischen Umfeldes an. Da jedoch keine Gewissheit darüber besteht, inwieweit die konjunkturelle Entwicklung durch politisch bedingte Veränderungen sowie die noch schwachen Euroländer wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal wieder beeinträchtigt wird und umfassend keine zuverlässigen Aussagen darüber vorliegen, inwieweit es Auswirkungen auf die für uns relevanten Märkte und Produkte geben wird, birgt dies Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Im Zuge der Konsolidierung der Märkte bestehen Wettbewerbsrisiken. Gleichzeitig hält der Kostendruck der Fahrzeughersteller auf die Unternehmen der Zulieferindustrie weiter an. Darüber hinaus könnten uns fehlende Anschlussaufträge in Europa belasten. Hier forcieren wir neben intensivierter Forschung und Entwicklung auch vielseitige Prozessoptimierungen zur Gegensteuerung und Steigerung der Kosteneffizienz.
Wir streben die Verbesserung unserer Marktstellung in sämtlichen Geschäftsfeldern an, damit diese Wettbewerbsrisiken reduziert werden. Aus diesem Grund setzt GRAMMER auf technische Innovationen und Weiterentwicklung bestehender Produkte. Ziel ist es, mit verstärkten Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung die Technologieführerschaft mit unseren Kernprodukten zu übernehmen oder auszubauen, um so Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Ebenfalls großes Gewicht besitzt die Einhaltung der hohen internen Qualitätsstandards - mögliche Fehlerquellen werden frühzeitig identifiziert und beseitigt, Doppelarbeiten und Leerläufe vermieden.
Beschaffungsrisiken
GRAMMER ist bestrebt, Planungsrisiken, die aus der Schwankung von Rohstoffpreisen resultieren, weitestgehend zu minimieren. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Marktpreisentwicklung von Stahl sowie rohölbasierter Schaum- und Kunststoffprodukte. Die für GRAMMER relevanten Rohstoffmärkte unterliegen einer ständigen Beobachtung. Soweit möglich und angezeigt, werden Kostenrisiken durch das Eingehen langfristiger Lieferverträge eingegrenzt, die aber aufgrund der immensen Nachfrage und der Volatilität derzeit in den Commodities Stahl, Schaum und Kunststoff kaum im Markt durchzusetzen sind.
Risiken, die aus dem Ausfall von Zulieferern entstehen, begegnet GRAMMER neben einer Dual-Sourcing-Strategie im Rahmen eines Notfallprogramms mit einer engen Verfolgung von potenziell kritischen Lieferanten und der schnellen Reaktion mit definierten Notfallplan- und Risikomanagementmaßnahmen. Zur Sicherstellung unserer Wertschöpfungskette legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten. Wir pflegen kontinuierlich einen intensiven Kontakt mit unseren Zulieferern und vermeiden nach Möglichkeit Abhängigkeiten.
Um Risiken aus lieferantenverursachten Qualitätsproblemen zu begegnen, führen wir eine intensive Lieferantenentwicklung und regelmäßige Lieferantenprüfungen durch. Mittels einer systembasierten Lieferantenbewertung analysieren wir fortlaufend lieferantenspezifisch den Qualitäts- und Leistungsgrad im Lieferprozess.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken werden im Konzernbereich Finanzen zentral erfasst. Mit Hilfe eines strategischen Treasury Managements, dessen Wirksamkeit regelmäßig überprüft wird, verringern wir diese Risiken.
GRAMMER hat hauptsächlich Währungsrisiken in den Devisen tschechische Krone, US-Dollar, mexikanischer Peso sowie chinesische Yuan zu managen, die sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus der Beschaffung resultieren. Der GRAMMER Konzern begegnet Währungsrisiken zum einen durch "natural hedging", also die Erhöhung des Einkaufsvolumens im Fremdwährungsraum, oder die Steigerung der Produktion vor Ort. Zum anderen werden Währungsrisiken selektiv am Devisenmarkt abgesichert.
Zinsänderungsrisiken werden durch die Aufnahme von langfristigen Refinanzierungsmitteln sowie den Einsatz von Derivaten minimiert.
Der Sicherung ausreichender Liquiditätsspielräume kommt angesichts der derzeit restriktiven Kreditvergabepolitik der Banken eine hohe Bedeutung zu. Die Finanzierung des GRAMMER Konzerns ist gerade im Jahr 2011 durch die Verlängerung des bestehenden Schuldscheindarlehens und die Begebung eines zusätzlichen längerfristigen Schuldscheindarlehens sowie die Festschreibung kurzfristiger Kreditlinien in ausreichender Höhe sichergestellt und strukturell verbessert worden. Mit Laufzeiten von drei bis sieben Jahren und geringeren Tranchenvolumina konnte die Abhängigkeit von den Fälligkeiten und einzelnen Kreditinstituten nochmals verringert werden. Die Liquiditätsrisikosituation wird laufend überwacht und durch eine konzernweite rollierende Finanzbedarfsplanung kontinuierlich erfasst. Investitionen werden selektiv über Leasing- und Mietkaufverträge ergänzend dargestellt.
Die Debitorenausfallrisiken sind durch die Kundenstruktur begrenzt und werden durch aktives Debitorenmanagement im Konzernbereich Controlling/Accounting kontrolliert.
Rechtliche Risiken
Zur Absicherung rechtlicher Risiken setzen wir ein System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement sowie systematisierter Dokumentierung und Archivierung ein. So genannte Normalrisiken und existenzgefährdende Risiken sind ausreichend versichert.
Personalrisiken
GRAMMER ist auf hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen, um seine Chancen effizient zu nutzen und seine Wettbewerbsvorteile auszubauen. Aus diesem Grund legen wir gerade in schwierigen Zeiten großen Wert auf gezielte und bedarfsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für möglichst viele Mitarbeiter auf allen Ebenen und aus allen Bereichen. Darüber hinaus nehmen wir an Rekrutierungsveranstaltungen und Kontaktmessen an Schulen und Hochschulen teil, um motivierte Nachwuchskräfte und Spezialisten für GRAMMER zu interessieren.
IT- und Informationsrisiken
Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind unerlässlich für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der hochverfügbaren und sicheren Datenübertragungen.
Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat GRAMMER die unternehmenskritischen Komponenten der IT-Infrastruktur redundant in zwei Rechenzentren installiert und die Stromversorgung auch im Notfall durch getrennte Notstromanlagen sichergestellt. Alle GRAMMER Standorte sind redundant an die Rechenzentren angebunden. Standorte mit einer hohen zeitkritischen Fertigungsintegration ("Just in time", "Just in sequence") sind zusätzlich mit einer erweiterten Hochverfügbarkeitslösung ausgestattet. Die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit geschäftskritischer IT-Systeme ist in Notfallplänen dokumentiert. GRAMMER hat sich gegen Angriffe von außen durch geeignete Sicherheitssysteme geschützt.
Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurde eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation eingerichtet.
Der Teilbereich System & Security der Konzern-IT, der Datenschutzbeauftragte sowie das Risikomanagement der GRAMMER Gruppe bilden zusammen ein Security-Incidence-Team mit dem Ziel, die IT-Sicherheit koordiniert zu verbessern.
Ökologische Risiken
GRAMMER arbeitet mit einem Umweltmanagementsystem auf der Basis der ISO 14001. In unserem Umweltmanagementsystem legen wir weltweit gültige Umweltstandards fest (z. B. Beauftragte, Umweltprogramme und Umweltziele), dessen Einhaltung und Umsetzung durch regelmäßige Audits überwacht wird. Dadurch minimieren wir ökologische Risiken. Die Zertifizierung unserer Produktionsstandorte nach den Vorgaben der ISO 14001 treiben wir weiter voran.
Chancen: Wachstum durch positive Konjunktur in unseren Kernmärkten
Aufbauend auf unserem qualitativ hochwertigen Produktprogramm und unsere weltweite Marktfähigkeit können sich dem GRAMMER Konzern weitere Wachstumschancen eröffnen, wenn die Konjunktur weiterhin stabil bleibt und der Rohstoffsektor sich nicht weiter wesentlich verschlechtert. Nach den erheblichen Restrukturierungen in allen Konzernunternehmen sowie den vereinbarten weiteren Schritten im Jahr 2011 können sich gute Aussichten ergeben, sich in den Märkten zu erweitern, die im Wettbewerb hart umkämpft sind. Durch die neue Fokussierung auf die Produkt- und Marktrelationen sehen wir uns durch kurze Entscheidungswege und eine schlanke Struktur besser auf dem Markt und zum Kunden hin aufgestellt. Die Rationalisierungsmaßnahmen verbessern die Kostenstrukturen, sodass sich unsere Wettbewerbsposition und Wachstumschancen auch in hart umkämpften Märkten verbessert haben.
Für die Märkte in China sehen wir weitere Chancen für unsere Produkte in allen Sparten, da wir dort nun auch zunehmend für exportierende lokale OEMs zum Partner werden und qualitativ hochwertigere Produkte auch für den lokalen Markt zunehmend nachgefragt werden. In den NAFTA-Märkten sehen wir ebenfalls weitere Chancen für unser gesamtes Produktportfolio. Mit der Stabilisierung der OEMs vor allem in den USA und weiteren Entscheidungen zur direkten lokalen Produktion in Nordamerika durch europäische OEMs könnte sich unsere weltweite Liefer- und Produktionsfähigkeit als Wettbewerbsvorteil erweisen.
In Europa können wir aufgrund der Innovation und des weiteren Ausbaus unserer Kompetenz unsere Wertschöpfungstiefe steigern und uns nach der Optimierung der Strukturen in Deutschland besser im Markt positionieren. Zudem können sich mit ergänzenden Partnern aus anderen spezifischen Branchen weitere Wachstumsfelder und Wertschöpfungsstufen ergeben, die unser Produktprogramm in seiner Attraktivität steigern und so weiter zu einem soliden Wachstum beitragen.
Beurteilung des Gesamtrisikos
Nach eingehender Überprüfung der derzeitigen Risikosituation stellen wir fest, dass der GRAMMER Konzern ausreichend vorgesorgt hat. Die derzeit bestehenden Risiken üben keinen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Aus heutiger Sicht sind unserer Meinung nach keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen und es können sich aus den Chancen zusätzlich risikominimierende Zuwächse ergeben. Die Entwicklung der Risiken aus den Rohstoffmärkten kann aufgrund der derzeit widersprüchlichen, volatilen Prognosen nicht abschließend beurteilt werden, da mögliche Entwicklungsszenarien sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen.
Merkmale des internen Kontrollsystems
Da das Mutterunternehmen GRAMMER AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264 d HGB ist, sind gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem und zum Risikomanagementsystem an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements
| ― | zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet wie zuvor beschrieben die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern in das interne Kontrollsystem folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess im Konzern. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Bereiche eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in einem Handbuch, Konzernrichtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.
Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernjahresabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess. |
| ― | Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie Konzernrechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Konzernvorstands und auf Ebene der strategischen Bereiche sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. |
| ― | Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, der strategischen Bereiche sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen. |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. |
| ― | Maßnahmen zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. |
Ausblick
Risiken für die Weltwirtschaft nehmen zu
In seiner jüngsten Wachstumsprognose für 2012 sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) den Aufschwung der Weltwirtschaft bedroht. Zwar würden die meisten Industrieländer wohl eine Rezession vermeiden, Abschwächungstendenzen seien aber unverkennbar. Negative Einflüsse gingen vor allem vom Euro-Raum aus, dessen Wirtschaft in eine schwierige Phase eingetreten sei. Deshalb hat der IWF die Wachstumsprognosen teilweise deutlich zurückgenommen. Weltweit werde der Output nur noch um 3,3 % zunehmen, was gegenüber der Herbstprognose 2011 einer Abschwächung um 0,7 Prozentpunkte entspricht.
Für die Euro-Zone befürchtet der IWF sogar ein Abgleiten in die Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Länder soll demnach 2012 um 0,5 % schrumpfen. Auch für Deutschland ist die Organisation inzwischen vorsichtiger geworden. Sie erwartet nur noch 0,3 % Wachstum und damit 1 Prozentpunkt weniger als zuvor. Ebenfalls um 1 Prozentpunkt abwärts ging es mit der Prognose für Großbritannien, wo 0,6 % Plus erwartet werden. In Frankreich dürfte die Expansion mit 0,2 % weitgehend zum Stillstand kommen. Besonders skeptisch ist man gegenüber den Krisenstaaten Italien und Spanien, wo die Wirtschaftsleistung 2012 um 2,2 % bzw. 1,7 % schrumpfen soll.
Für den bereits stark nach unten korrigierten neuen Ausblick bestehen laut IWF immer noch zahlreiche Abwärtsrisiken. Sollte sich die Schulden- und Finanzkrise zuspitzen, könnte das Wachstum im Euro-Raum gegenüber dem Basisszenario um etwa 4 Prozentpunkte und global um rund 2 Prozentpunkte schwächer ausfallen.
Etwas positiver gestimmt ist der IWF für die USA. Die Prognose blieb mit 1,8 % Zuwachs unverändert. Stärkere Impulse sollen von den Schwellenländern ausgehen: Für Russland, Brasilien, Mexiko und Südafrika erwartet der Währungsfonds Zuwächse zwischen 2,5 % und 3,5 %. Spitzenreiter sollen China und Indien mit Zuwächsen von 8,2 % und 7,0 % bleiben, wenngleich sich auch hier die Aussichten eingetrübt haben.
Ausblick Automotive
Automobilbranche für 2012 optimistisch
Der VDA schätzt die Perspektiven für das Automobiljahr 2012 insgesamt positiv ein, sofern es gelingt, die Finanzmärkte zu stabilisieren. Weltweit dürfte es zu einer Steigerung von 2 bis 4 % kommen.
Größere Dynamik ist vor allem in Japan zu erwarten, weil dort der Aufholeffekt nach dem schweren Erdbeben vom Frühjahr 2011 zusätzliche Nachfrage schafft. Erfreulich bleiben die Perspektiven der Schwellenländer. Auch wenn der VDA für Indien und China gewisse Spannweiten in den Prognosen sieht, ist der Trend eindeutig: Es geht weiter nach oben.
Als zu niedrig könnte sich möglicherweise die US-Prognose im Jahresverlauf erweisen. Dort rechnen die Experten derzeit mit einem Anstieg des Markts für Light Vehicles von rund 5 %. Sollte sich die Konjunktur weiter nachhaltig erholen, seien aber auch durchaus höhere Ergebnisse vorstellbar.
Für Westeuropa ist der VDA etwas pessimistischer gestimmt. Im Basisszenario (Euro-Zone vermeidet Rezession) dürfte der Absatz um 2 % unter dem Vorjahr liegen, was auf die insgesamt schwachen Verkaufszahlen in den großen Märkten zurückzuführen ist. Für Frankreich erwartet der Verband einen leichten Rückgang, auch Italien wird nochmals moderat verlieren. Spanien kann sich noch nicht vom Tief lösen.
Im Risikoszenario geht der Verband sogar von einem Rückgang in Westeuropa von rund 5 % aus. Auch Deutschland könnte sich unter diesen Umständen den negativen Rahmenbedingungen nicht entziehen. Sollte sich die Konjunktur in der Euro-Zone spürbar abkühlen, wird der Absatz in Deutschland wohl auch um rund 2 % nachgeben.
Ausblick Seating Systems
Nutzfahrzeugmarkt gespalten
Die Nutzfahrzeugkonjunktur verläuft deutlich zyklischer und hängt - sowohl in den etablierten Märkten als auch in den Schwellenländern - sehr viel stärker an der industriellen Entwicklung. Für die Klasse der leichten und mittleren Lkw erwartet der VDA eine Beruhigung auf sehr hohem Niveau. In Westeuropa sollte der Markt noch 1 % zulegen und damit neue Rekordstände markieren.
Weniger sicher ist der VDA bei der Entwicklung in der schweren Klasse. In Westeuropa mehren sich die Zeichen, die auf einen schwächeren Absatz hindeuten. Auch Deutschland wird demnach im Jahr 2012 auf einen schwankungsanfälligen Markt treffen, wobei Rückgänge zwischen 2 % und 8 % einzukalkulieren sind.
Landtechnikindustrie mit vollen Auftragsbüchern
Gestützt von der guten Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft rechnet der VDMA 2012 mit weiteren Zuwächsen. Angesichts voller Auftragsbücher dürfte sich der deutsche Traktormarkt auf dem hohen Niveau behaupten. Der Umsatz der deutschen Landtechnikindustrie insgesamt soll laut VDMA um 5 % auf 7,4 Mrd. EUR steigen.
Bauwirtschaft mit Stabilisierungstendenzen
Das europäische Bauforschungsnetzwerk Euroconstruct erwartet entgegen früheren Prognosen für 2012 nochmals einen Rückgang der Bauproduktion um 0,3 %. Gesamteuropäisch werde die Bauwirtschaft von der schwächeren Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen. Besonders in Portugal, Spanien, Italien und Irland leide die Branche unter der Wirtschaftskrise und den Sparanstrengungen der Regierungen. In den nordischen Ländern sei bereits eine Erholung spürbar.
In Deutschland hat sich das Geschäftsklima im Bereich Bau- und Baustoffmaschinen zuletzt wieder stabilisiert. Der VDMA hält daher an der Umsatzprognose des Sektors für 2012 mit Zuwächsen von je 5 % fest.
Das weltweite Bauvolumen dürfte Prognosen zufolge bis 2014 um jährlich rund 4 % zunehmen.
Flurförderzeughandel mit verhaltener Prognose
Laut Konjunkturumfrage des Bundesverbandes der Händler und Vermieter von mobilen Arbeitsmaschinen (bbi) erwarten gut 35 % der befragten Flurförderzeughändler höhere Umsätze im ersten Quartal. 50 % rechnen mit stagnierenden, knapp 15 % mit rückläufigen Erlösen. Für das Gesamtjahr sind die Befragten verhaltener als 2011, aber insgesamt noch positiv gestimmt. Es wird mit einer Steigerung der Gesamtumsätze von 1 % gerechnet. Während das Neumaschinengeschäft sich leicht rückläufig entwickeln dürfte (minus 1,5 %), wird im Gebrauchtmaschinengeschäft mit einem Umsatzplus von 5,5 % kalkuliert.
Bahnindustrie wächst moderat
Der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. geht davon aus, dass der zugängliche Weltmarkt für Bahntechnik (inklusive Oberbau und Services) bis 2015/2016 um jährlich 2,3 % expandiert. Im Segment Fahrzeuge wird das Wachstum auf jährlich 2 % veranschlagt. Als wichtigste Triebfedern nennt der VDB die steigenden Umwelt- und Klimaschutzanforderungen, die weltweit wachsenden Ballungsräume, die Globalisierung der Weltwirtschaft, die Liberalisierung und Deregulierung des Schienenverkehrs sowie steigende Treibstoffpreise und Ressourcenverknappung.
Prognosebericht
Die Entwicklungen in den letzten Quartalen des Geschäftsjahres 2011 zeigten weiter positive Signale und die angestrebte, positive Ertragssituation konnte wie geplant erreicht und ausgebaut werden. In den kommenden Jahren geht der Konzern entsprechend den jüngsten Planungen, die auf den erwarteten Stückzahlen unserer Kunden aufsetzen, von einem weiter stabilen, leicht steigenden Umsatz aus. Die wirtschaftliche Entwicklung wird sich insgesamt jedoch langsamer als noch 2011 fortsetzen und im Euro-Raum können immer wieder negative Faktoren aus den finanzschwachen Ländern wie Griechenland die Entwicklung trüben. Der Konzern könnte sich dem Sog schwächerer Märkte nicht entziehen, aber durch die Neuanläufe können sich positive Entwicklungen trotz schwächerer Märkte ergeben. Die weitere Entwicklung des Konzerns hängt außerdem von den Faktoren der Produktionskostenentwicklung an den Standorten insbesondere in Deutschland und den Preisentwicklungen von Markt und Beschaffung ab. Im Segment Automotive werden weiterhin Produktentwicklungen durchgeführt und es wird umfassend in allen Produktgruppen und in allen Regionen akquiriert. Beides sorgt dann sowohl im Inland als auch in den internationalen Produktionsstätten für Umsätze. Es wird entscheidend sein, inwieweit die Kunden die Entwicklungen weiter vorantreiben und das Tempo der Umsetzung ihrer Modelleintritte beibehalten. Zusätzlich sind die Entwicklungen aus Übernahmen und Zusammenschlüssen von Unternehmen sorgfältig zu beobachten, da sich je nach Verhalten der OEMs sowohl Marktchancen als auch Marktrisiken ergeben können.
Der Bereich Seating Systems hat in unseren etablierten Märkten mit stärkerem Wettbewerbsdruck zu rechnen und in den aufsteigenden Schwellenländern mit der weiteren Globalisierung zu kämpfen. Nach den beiden rasanten Wachstumsjahren 2010 und 2011 könnte speziell in den Offroad-Märkten auch wieder eine leichte Stagnation eintreten. Insgesamt werden die Umsätze aufgrund der Anläufe der Lkw-Sitzproduktion leicht zunehmen, aber diese gilt es auch in ihrer Komplexität zu meistern. Die Entwicklung des Gesamtjahres dürfte zu Umsätzen weiter auf einem leicht höheren Niveau führen, als dies 2011 der Fall war.
Zu den mittel- und langfristig wirkenden strukturellen Veränderungen im Unternehmen zählen weiterhin die Fortsetzung der Optimierung der Produktion mittels Lean Management-Philosophie sowie die Prozessoptimierung der Verwaltungsbereiche. Zusätzlich wird das Jahr 2012 geprägt sein durch die Anläufe der Lkw-Sitz- und Konsolenproduktionen. Verschärfend auf die Kostensituation wirken sich die Entwicklung der Weltmarktpreise für Stahl und Legierungsmetalle sowie der starke Anstieg des Ölpreises, der sich in den Kunststoff- und Schaumkomponenten zum Teil auch antizyklisch niederschlägt, aus. Die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete werden 2012 unvermindert fortgesetzt. In den längerfristigen Planungen sehen wir Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld und deutlich geringeren weiteren Konjunktursteigerungen, die zunehmend auch von rezessiven Tendenzen bedroht werden. Bei stabilen konjunkturellen Entwicklungen der Märkte erwarten wir weitere schrittweise Verbesserungen im Ergebnis auch über das Jahr 2012 hinaus, wofür mit den eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen eine solide Basis gelegt wurde.
Investitionen
In Bezug auf die Investitionen planen wir, dass diese auf dem Vorjahresniveau liegen werden. Um das Unternehmenswachstum weiter voranzutreiben, wird in die Märkte NAFTA und Asien weiter gezielt investiert werden. Einen Schwerpunkt wird auch Europa darstellen, da im Jahr 2012 weitere Zuwächse aus dem Ausbau der Mittelkonsolenproduktion und die Industrialisierung für die anstehenden größeren Kundenprojekte im Lkw-Sitz-Geschäft erfolgen werden sowie die Optimierung unserer Entwicklungskapazitäten begonnen werden soll. Weiterhin wird weltweit der Ausbau der Lean-Produktionsumstellung zur Kostenoptimierung fortgeführt werden.
Forschung und Entwicklung
Im Bereich Automotive beabsichtigen wir insbesondere die Weiterentwicklung des aktuellen Produktportfolios sowie die Steigerung der Wertschöpfungstiefe. Dabei liegt unser Schwerpunkt auf der Ausdehnung hin zu neuen Fahrzeugreihen und einer Stärkung der Kerngeschäfte. Die Vorentwicklung wird weiter ausgedehnt werden, um GRAMMER als technisch innovativen Systemlieferanten noch stärker vom Wettbewerb zu differenzieren. Im Segment Seating Systems steht weiterhin die neue Lkw-Sitzplattform MSG 115 und deren Homologation in andere Märkte im Mittelpunkt. Im Bereich Offroad werden wir die Entwicklung unserer Federungspakete bereits für den Einstiegsbereich und neue Produktions- und Werkstofftechnologien massiv vorantreiben. Zusätzlich werden wir die geografisch marktspezifischen Entwicklungen weiter in Applikationsanwendungen vor Ort nach vorne bringen und die Produktpalette auch nach unten abrunden. Dazu werden sowohl in den NAFTA-Märkten als auch in Asien die Aktivitäten zielgerichtet ausgeweitet werden. Ein zentrales und übergreifendes Thema für alle Bereiche ist der Leichtbau, wobei einerseits insbesondere Leichtbaustrukturen in Kunststoff im Fokus stehen und andererseits Entwicklungen im metallurgischen Leichtbau, die dennoch die gestiegenen mechanischen Anforderungen erfüllen müssen. Bei den Sitzen wurden speziell im Lkw-Segment auf breiter Front Aktivitäten im Leichtbau gestartet, die weit in die Zukunft reichen. Auch sind weitere übergreifende Ergänzungen, die beide Produktbereiche voranbringen, in neuen technologischen Feldern und Entwicklungen identifiziert und werden im Jahr 2012 sowie in den Folgejahren entsprechend vorangetrieben.
Mitarbeiter
Die Entwicklung der Beschäftigtenzahl wird wesentlich von der Markt- und Kostenentwicklung in Europa und Deutschland, aber auch durch das Unternehmenswachstum in Fernost und Übersee bestimmt werden.
Zusätzlich werden die weiteren verhandelten Maßnahmen im Werk Wackersdorf durchgeführt. Die konjunkturelle Lage derzeit wird für den Konzern einen leichten Personalaufbau bei den Produktivkräften zur Anpassung an die Umsatz- und Auftragsentwicklung zur Folge haben. Somit geht der Konzern von leicht steigenden Mitarbeiterzahlen aus.
Chancen und Risiken
Aus der weiteren konjunkturellen Entwicklung ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die Geschäftsentwicklung des GRAMMER Konzerns ist eng an gesamtwirtschaftliche sowie branchenspezifische Rahmenbedingungen gekoppelt und somit wesentlich auch von externen Faktoren bestimmt. Die Weiterentwicklung der Konjunktur wird aufgrund der Erwartungen zurzeit als leicht positiv eingeschätzt. Risiken ergeben sich zunehmend aus der Entwicklung der Rohstoffmärkte. Die Verknüpfung von Umweltkatastrophen und steigendem Nachfrageverhalten aufgrund der weltweiten Konjunkturerholung führt teilweise zu extremen Volatilitäten. Weiterhin belasten können die Entwicklungen der Währungen insbesondere des Euros aufgrund der teilweise schwachen Finanzkraft einiger Länder im Euro-Raum sowie die extrem hohe Staatsverschuldung mancher Industrienationen und die daraus resultierende Euro-Krise. Die Verbreiterung und Intensivierung unserer bisherigen globalen Ausrichtung wird auch 2012 vorangetrieben, um in den Schwellenländern noch präsenter zu sein und unsere Umsatzerlöse in allen Märkten zu verbessern. Zur Risikominimierung werden unter anderem die vom Vorstand eingeleiteten Effizienzmaßnahmenpakete unvermindert fortgesetzt und weiter forciert sowie die Markt- und Kundenanalysen ausgeweitet. So können wir einzelnen Einbrüchen der Konjunktur besser entgegenwirken. Chancen ergeben sich in diesem wirtschaftlichen Umfeld im Wesentlichen sowohl aus dem erwarteten leichten Umsatzanstieg als auch aus den erweiterten Produktportfolios, die unsere Differenzierung auch in den Märkten vorantreiben. Die operative Ergebniserwartung sehen wir für 2012 und für die Folgejahre prozentual leicht über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres. Dies setzt jedoch voraus, dass sich sowohl maßvolle Rahmenbedingungen in den Tarifeinigungen bei der Beschäftigung ergeben als auch die Einkaufspreis- und Währungsentwicklungen moderat ausfallen, da die Risiken aus diesen von uns nicht beeinflussbaren Märkten kaum kalkulierbar sind. Insbesondere die Risiken aus politisch bedingten Instabilitäten der Märkte, wie die Spannungen im Nahen Osten und die latente Kriegsgefahr in diesen Krisenregionen sowie zunehmende Probleme bei weiteren Euro-Ländern, können dauerhaft die Ertragsaussichten beeinträchtigen. Die Entwicklung der Euro-Krise als Währungskrise und deren konjunkturhemmende Wirkung stellen eine weitere, wohl längerfristige Risikoposition dar.
Gesamtaussage zur Prognose durch den Vorstand
Mit Blick auf die Geschäftslage der ersten Monate 2012 und vor dem Hintergrund eines noch stabilen Wirtschaftsumfeldes beurteilen wir die Entwicklung des GRAMMER Konzerns verhalten positiv. Insgesamt dürfte das Jahr 2012 zu Beginn noch leicht besser werden. Die Abflachungen in der Konjunktur erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte. Unter dem Vorbehalt einer stabilen und weiteren positiven Entwicklung der Wirtschaftslage und unter Voraussetzung einer moderaten Preisentwicklung an den Rohstoff- und Devisenmärkten werden wir sowohl im Jahr 2012 als auch den Jahren danach weiter wachsen. Zudem erwarten wir in 2012 und ebenso in den Folgejahren ein leicht besseres operatives Ergebnis, als es 2011 erreicht wurde. Darüber hinaus sehen wir eine positive Ertragslage, sofern die Folgejahre nicht zu sehr von den Auswirkungen der Euro-Krise und den aufkommenden Konjunkturrisiken beeinflusst werden.
Nachtragsbericht
In Übereinkunft mit dem Aufsichtsrat der Grammer AG wird der Finanzvorstand Alois Ponnath seinen Ende Oktober 2012 auslaufenden Dienstvertrag nicht mehr verlängern und sein Amt mit Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2012 niederlegen. Herr Ponnath wird die Grammer AG Ende Mai 2012 verlassen. Über die Nachfolge von Herrn Ponnath ist noch nicht entschieden.
Amberg, 19. März 2012
GRAMMER AG
Der Vorstand
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
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| TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7 | 1.093.497 | 929.705 |
| Kosten der Umsatzerlöse | 8.3 | -951.007 | -810.155 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 142.490 | 119.550 | |
| Vertriebskosten | 8.3 | -27.785 | -26.468 |
| Verwaltungskosten | 8.3 | -75.385 | -68.885 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.1 | 10.076 | 8.670 |
| Operatives Ergebnis | 49.396 | 32.867 | |
| Finanzerträge | 8.2 | 2.233 | 1.429 |
| Finanzaufwendungen | 8.2 | -15.381 | -14.870 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 8.2 | -1.991 | 1.126 |
| Ergebnis vor Steuern | 34.257 | 20.552 | |
| Ertragsteuern | 9 | -12.159 | -4.231 |
| Ergebnis nach Steuern | 22.098 | 16.321 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 22.040 | 16.302 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 58 | 19 | |
| 22.098 | 16.321 | ||
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 10 | 2,02 | 1,60 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 22.098 | 16.321 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -330 | 1.944 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 0 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 0 | 0 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen (nach Steuern) | -330 | 1.944 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -1.578 | 0 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 632 | 0 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 284 | 0 |
| Gewinne/Verluste (-) aus der Absicherung von Cashflow Hedges (nach Steuern) | -662 | 0 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne/Verluste (-) | -1.900 | 3.870 |
| Abzüglich ergebniswirksamer Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 0 |
| Steueraufwand (-)/Steuerertrag | 0 | 0 |
| Gewinne/Verluste (-) aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (nach Steuern) | -1.900 | 3.870 |
| Sonstiges Ergebnis | -2.892 | 5.814 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 19.206 | 22.135 |
| Davon entfallen auf | ||
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 19.160 | 22.112 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 46 | 23 |
Konzernbilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
AKTIVA
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| TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 12 | 159.680 | 153.379 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 13 | 57.393 | 50.249 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 16 | 4.866 | 4.867 |
| Ertragsteuerforderungen | 70 | 0 | |
| Latente Steueransprüche | 9.1 | 38.577 | 37.419 |
| 260.586 | 245.914 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 14 | 103.993 | 88.888 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 137.801 | 138.294 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 16 | 57.930 | 50.483 |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 2.781 | 1.996 | |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 18 | 46.749 | 17.170 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 17 | 15.339 | 16.656 |
| 364.593 | 313.487 | ||
| BILANZSUMME | 625.179 | 559.401 | |
| PASSIVA | |||
| TEUR | Anhang | 2011 | 2010 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 29.554 | 26.868 |
| Kapitalrücklage | 19 | 74.444 | 58.237 |
| Eigene Anteile | 19 | -7.441 | -7.441 |
| Gewinnrücklagen | 19 | 111.528 | 89.488 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | 19 | 2.606 | 5.486 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 210.691 | 172.638 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 19 | 474 | 463 |
| Gesamtsumme Eigenkapital | 211.165 | 173.101 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzschulden | 21 | 129.776 | 97.852 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 3.260 | 4.890 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | 6.532 | 6.169 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25 | 2.302 | 2.360 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 20 | 64.495 | 61.078 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 786 | 0 | |
| Passive latente Steuern | 9.1 | 19.506 | 17.430 |
| 226.657 | 189.779 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzschulden | 21 | 9.090 | 33.149 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 110.619 | 92.115 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | 4.465 | 3.459 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 25 | 49.625 | 54.502 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 4.499 | 5.004 | |
| Rückstellungen | 22 | 9.059 | 8.292 |
| 187.357 | 196.521 | ||
| Gesamtsumme Schulden | 414.014 | 386.300 | |
| BILANZSUMME | 625.179 | 559.401 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
Anhang 19
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| TEUR | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2011 | 26.868 | 58.237 | 89.488 | -7.441 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 22.040 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 22.040 | 0 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 2.686 | 16.414 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten | 0 | -207 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigene Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2011 | 29.554 | 74.444 | 111.528 | -7.441 |
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow Hedges | Fremdwährungs- umrechnung |
Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern- Eigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2011 | 0 | 10.257 | -4.771 | 172.638 | 463 | 173.101 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 22.040 | 58 | 22.098 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | -662 | -318 | -1.900 | -2.880 | -12 | -2.892 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -662 | -318 | -1.900 | 19.160 | 46 | 19.206 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 0 | 0 | 0 | 19.100 | 0 | 19.100 |
| Transaktionskosten | 0 | 0 | 0 | -207 | 0 | -207 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -35 | -35 |
| Eigene Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2011 | -662 | 9.939 | -6.671 | 210.691 | 474 | 211.165 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | Cashflow Hedges | Fremdwährungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2010 | 26.868 | 58.237 | 73.186 | -7.441 | 0 | 8.317 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 16.302 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.940 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 0 | 0 | 16.302 | 0 | 0 | 1.940 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigene Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 26.868 | 58.237 | 89.488 | -7.441 | 0 | 10.257 |
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| TEUR | Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||
|---|---|---|---|---|
| Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Summe | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Konzern- Eigenkapital | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1. Januar 2010 | -8.641 | 150.526 | 465 | 150.991 |
| Periodenergebnis | 0 | 16.302 | 19 | 16.321 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | 3.870 | 5.810 | 4 | 5.814 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 3.870 | 22.112 | 23 | 22.135 |
| Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Transaktionskosten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigene Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | -25 | -25 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | -4.771 | 172.638 | 463 | 173.101 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
Anhang 26
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | 34.257 | 20.552 |
| Zahlungsunwirksam | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Sachanlagen | 23.785 | 23.075 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf/von Immaterielle(n) Vermögenswerte(n) | 3.750 | 3.219 |
| Veränderung der Rückstellungen und Pensionsrückstellungen | 5.309 | 5.887 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | -2.806 | 1.848 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | ||
| Abnahme/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Vermögenswerte | 3.296 | -28.122 |
| Abnahme/Zunahme (-) der Vorräte | -11.195 | -11.665 |
| Abnahme/Zunahme (-) der sonstigen Aktiva | -2.013 | -6.033 |
| Abnahme (-)/Zunahme der Verbindlichkeiten und sonstigen Passiva | 16.907 | 37.288 |
| Gewinn/Verlust aus Anlageabgängen | -817 | -490 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -12.464 | -7.530 |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 58.009 | 38.029 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb | ||
| Erwerb von Sachanlagen | -33.825 | -34.551 |
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -3.757 | -3.579 |
| Erwerb von Finanzinvestitionen | -232 | -276 |
| Erwerb von Tochterunternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel | -9.476 | 0 |
| Abgänge | ||
| Abgänge von Sachanlagen | 2.403 | 4.672 |
| Abgänge von Immateriellen Vermögenswerten | 9 | 177 |
| Abgänge von Finanzinvestitionen | 190 | 65 |
| Erhaltene Zinsen | 2.233 | 1.429 |
| Erhaltene Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1.981 | 1.165 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -40.474 | -30.898 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Ausgabe von neuen Aktien | 18.893 | 0 |
| Veränderung der langfristigen Bankverbindlichkeiten | 31.617 | 28.055 |
| Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | -27.223 | 16.802 |
| Veränderung der Leasingverbindlichkeiten | -1.666 | -1.602 |
| Gezahlte Zinsen | -11.183 | -11.470 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 10.438 | 31.785 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 - 3) | 27.973 | 38.916 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 541 | -1.719 |
| Finanzmittelfonds zum 1. Januar | 16.391 | -20.806 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 44.905 | 16.391 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 46.749 | 17.170 |
| Wertpapiere | 0 | 0 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | -1.844 | -779 |
| Finanzmittelfonds zum 31. Dezember | 44.905 | 16.391 |
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011
1 Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung
Unternehmensinformation
Die GRAMMER AG ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Sie ist im Wege der formwechselnden Umwandlung der GRAMMER GmbH in eine Aktiengesellschaft entstanden und im Handelsregister des Amtsgerichts Amberg unter HRB 1182 unter der Firma GRAMMER Aktiengesellschaft eingetragen. Sitz und Geschäftsadresse der Gesellschaft ist die Georg-Grammer-Str. 2 in 92224 Amberg, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft werden seit 1996 an der Börse (Wertpapierbörsen Frankfurt am Main und München) gehandelt.
International Securities Identification Number (ISIN): DE0005895403
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 589540
Common Code: 006754821
Börsenkürzel: GMM
Die GRAMMER AG ist seit August 2005 ein im SDAX an der Frankfurter Börse gelistetes Unternehmen.
Der GRAMMER Konzern ist mit seinen Kernprodukten ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie von Fahrer- und Passagiersitzen für Nutzfahrzeuge (Lkw und Offroad), Busse und Bahn. Zum 31. Dezember 2011 waren 8.726 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, inklusive 201 Mitarbeiter im Zentralbereich) in 28 Produktions- und Logistikstandorten in Europa, im NAFTA-Raum, im Mercosur-Raum, in Asien sowie im Zentralbereich des GRAMMER Konzerns in Amberg beschäftigt.
Der GRAMMER Konzern hat seine Aktivitäten in die Segmente Automotive und Seating Systems gegliedert. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in Anhangsangabe 6 beschrieben.
Allgemeine Grundlagen
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315 a Absatz 1 HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GRAMMER AG (die "Gesellschaft") für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 wurden gemäß § 315 a Absatz 1 HGB aufgestellt und sind am 19. März 2012 durch den Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben worden.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses
Die GRAMMER AG war nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) dazu verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2005 erstmals einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen; die IFRS-Konzerneröffnungsbilanz wurde auf den 1. Januar 2004 aufgestellt (Tag des Übergangs auf IFRS gemäß IFRS 1). Die Kapitalkonsolidierung wurde für Unternehmenserwerbe vor dem 1. Januar 2004 nach dem bisherigen Konsolidierungsverfahren gemäß § 301 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 HGB (Buchwertmethode) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss weitergeführt (IFRS 1). Die Kapitalkonsolidierung des quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmens erfolgte nach den gleichen Grundsätzen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht andere Bewertungsmaßstäbe verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (TEUR) unter Anwendung kaufmännischer Rundung gerundet. Die Bilanz wird nach Fristigkeiten gegliedert. Das Gesamtergebnis wird in zwei getrennten Aufstellungen dargestellt, einer Gewinn- und Verlustrechnung und einer Gesamtergebnisrechnung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.
Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS
Der Konzernabschluss der GRAMMER AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der GRAMMER AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Die Stichtage der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften entsprechen dem Konzernabschlussstichtag. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um sie an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Konzern zur Anwendung kommen, anzugleichen.
Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen und unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind sowie Dividenden werden in voller Höhe eliminiert.
Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Verluste von Tochterunternehmen werden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugeordnet, auch wenn daraus ein negativer Saldo resultiert.
Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Bei einem Beherrschungsverlust bilanziert der Konzern die verbleibende Beteiligung wie nachfolgend dargelegt. Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwerts werden ausgebucht, ebenso der Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem ehemaligen Tochterunternehmen sowie die im Eigenkapital erfassten kumulierten Umrechnungsdifferenzen. Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Gegenleistung und der verbleibenden Gegenleistung werden erfasst und die Ergebnisüberschüsse bzw. Fehlbeträge über die Gewinn- und Verlustrechnung gezogen. Die entfallenden Bestandteile des sonstigen Ergebnisses werden je nach IFRS Bilanzierungsvorschrift in die Gewinnrücklagen oder in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbes bemessen sich aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, die zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wird, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.
Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Bei einem Unternehmenserwerb beurteilt der Konzern die Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Auch eine Trennung von in Basisverträgen enthaltenen Derivaten erfolgt.
Bei einem Unternehmenserwerb werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens zu beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag bewertet und die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Werden nachträgliche Änderungen am beizulegenden Zeitwert einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, vorgenommen, werden diese im Einklang mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Wenn die bedingte Gegenleistung nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fällt, wird sie in Übereinstimmung mit dem entsprechenden IFRS bewertet.
Firmenwerte, die aus dem Erwerb eines assoziierten oder eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens entstehen, sind in den fortgeführten Beteiligungsbuchwerten der assoziierten bzw. gemeinschaftlich geführten Unternehmen enthalten. Im Falle der Veräußerung eines Tochterunternehmens, eines assoziierten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens wird der zurechenbare Anteil des Firmenwertes bei der Ermittlung des Veräußerungsergebnisses berücksichtigt.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Ein auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterkonzerns zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Anteile an einem Joint Venture
Der Konzern ist an einem Joint Venture beteiligt. Ein Joint Venture wird als eine vertragliche Vereinbarung von zwei oder mehreren Parteien zur Durchführung einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, definiert. Der Konzern bilanziert seinen Anteil an dem Joint Venture unter Anwendung der Quotenkonsolidierung. Der Konzern fasst seinen Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen des Joint Ventures mit den entsprechenden Posten im Konzernabschluss zusammen. Die Abschlüsse des Joint Ventures werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das gleiche Berichtsjahr aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens.
Werden an das Joint Venture Einlagen geleistet oder Vermögenswerte verkauft, so wird bei der Erfassung des Anteils von aus diesem Geschäftsvorfall stammenden Gewinnen oder Verlusten der wirtschaftliche Gehalt des Geschäftsvorfalls berücksichtigt. Erwirbt der Konzern von einem Joint Venture Vermögenswerte, so erfasst der Konzern seinen Anteil am Gewinn des Joint Ventures aus diesem Geschäftsvorfall erst dann, wenn er die Vermögenswerte an einen unabhängigen Dritten weiterveräußert.
Das Joint Venture wird bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die gemeinschaftliche Führung des Joint Ventures durch den Konzern endet, unter Verwendung der Quotenkonsolidierung in den Abschluss des Konzerns einbezogen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der GRAMMER AG fünf inländische und 18 ausländische Gesellschaften, die von der GRAMMER AG gemäß IAS 27 direkt oder indirekt beherrscht werden, einbezogen. Dazu wird noch eine weitere Gesellschaft unter gemeinschaftlicher Führung im Sinne des IAS 31 quotal einbezogen. An diesem Gemeinschaftsunternehmen halten wir 50 % der Stimmrechte. Im laufenden Geschäftsjahr wurde die EiA Electronics N.V. mit Sitz in Aartselaar, Belgien erworben und in den Konzernabschluss mit Wirkung zum 26. Juli 2011 erstkonsolidiert.
2.2 Schätzungen und Ermessensspielräume
In bestimmten Fällen ist es bei einem Konzernabschluss in Einklang mit IFRS erforderlich, schätz- und prämissenintensive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden, welche komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen beinhalten, die auf Sachverhalten beruhen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. So sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen, die Einbringbarkeit von Forderungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Diese können Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode aus gleichermaßen vernünftigen Gründen auch anders hätte treffen können. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Der Konzern weist vorsorglich darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßig Anpassungen erfordern. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Unsicherheiten bei der Schätzung
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehenden wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden im Folgenden erläutert. Annahmen und Schätzungen werden stets auf Parameter bezogen wie diese zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb der Einflussnahme des Konzerns liegen, können diese jedoch in ihren zukünftigen Entwicklungen Änderungen erfahren. Solche Änderungen werden erst mit ihrem Auftreten berücksichtigt.
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss der Konzern die voraussichtlichen künftigen Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Die Cashflows werden aus dem Finanzplan der nächsten drei Jahre abgeleitet, was mit Schätzungen des Managements zum erzielbaren Betrag verbunden ist. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen und der für Zwecke der Extrapolation verwendeten Wachstumsrate. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts 35.859 TEUR (Vj. 32.591). Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 13.1 zu finden.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der in Anhangsangabe 2.3 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. In der Regel ist dies dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Reifegrad in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge wurden Annahmen und Schätzungen über die zu erwartenden künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, getroffen.
Umsatzrealisierung bei Auftragsfertigung
Im Konzern werden Teile des Geschäfts für Kundenentwicklungen über Fertigungsaufträge abgewickelt. Diese Fertigungsaufträge (Construction Contracts) werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert, die in Anhangsangabe 2.3 erläutert ist. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrades an. Zur Schätzung des Fertigstellungsgrades muss der Konzern die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftrags-erlöse, die Auftragsrisiken und andere Annahmen maßgeblich schätzen. Das Management überprüft kontinuierlich diese Einschätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungsaufträgen und passt diese gegebenenfalls an. Für die Ermittlung werden auch Annahmen über Dauer und Durchführung sowie Effizienz der Entwicklungen getroffen. Zu Beginn eines Auftrages sind aufgrund des Entwickelns von Funktion und Design die Unsicherheiten höher.
Rückstellungen
Die Festlegung von Rückstellungen für Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder Restrukturierungen ist in erheblichem Maße von Schätzungen und Annahmen geprägt. Für die Einschätzung von Gewährleistungen werden in hohem Umfang Annahmen über technische Ausfälle, Kosten oder mögliche Ansprüche getroffen, die in erheblichem Maße Einschätzungen des operativen Managements erfordern. Diese können sich im Laufe der Zeit mit zunehmender Informationskonkretisierung verändern. Der Konzern ist in unterschiedlichen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass der Konzern zivilrechtliche Sanktionen oder Geldbußen auferlegt bekommt. Der Konzern bildet dann Rückstellungen für solche Verfahren, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang damit eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird. Insofern liegt diesem ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde.
Steuern
Aufgrund der großen internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsbeziehungen und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass es Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen gibt, die Anpassungen des bereits erfassten Steueraufwandes und -ertrags erforderlich machen könnten. Weiterhin bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts und deren Wirkungszeiträume sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunktes zukünftig zu versteuernder Ergebnisse. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch die Steuerbehörde. Da die Wahrscheinlichkeit für daraus entstehende Rechtsstreitigkeiten und entsprechende Auszahlungen für Steuerschulden als gering eingestuft wird, wurden dafür keine Eventualverbindlichkeiten erfasst.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung auf der Grundlage des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Angaben sind in der Anhangsangabe 9.1 dargestellt.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus dem Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen zum 31. Dezember 2011 64.495 TEUR (Vj. 61.078). Weitere Einzelheiten sind in der Anhangsangabe 20 zu finden.
2.3 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
In den Einzelabschlüssen der GRAMMER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Erstverbuchung der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Abschlüsse, die in fremder Währung aufgestellt sind und Transaktionen in fremder Währung werden nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 umgerechnet. Danach ist ausschlaggebend, welche Währung hauptbedeutend für die Geschäftstätigkeit des jeweiligen Unternehmens ist; seine Aktivitäten und finanzielle Struktur sollen so in den Konzernabschluss einfließen, wie sie sich in dieser Währung darstellen. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst werden. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns (EUR) abweicht, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Im Konzernabschluss werden die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Das so ermittelte Jahresergebnis wird in die Konzernbilanz übernommen. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für den Konzern wichtigsten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Brasilien | BRL | 0,430 | 0,429 | 0,414 | 0,451 |
| China | CNY | 0,111 | 0,111 | 0,123 | 0,113 |
| Großbritannien | GBP | 1,149 | 1,166 | 1,197 | 1,162 |
| Japan | JPY | 0,009 | 0,009 | 0,010 | 0,009 |
| Mexiko | MXN | 0,058 | 0,059 | 0,055 | 0,060 |
| Polen | PLN | 0,243 | 0,249 | 0,224 | 0,252 |
| Tschechien | CZK | 0,041 | 0,039 | 0,039 | 0,040 |
| Türkei | TRY | 0,430 | 0,498 | 0,409 | 0,483 |
| USA | USD | 0,718 | 0,754 | 0,773 | 0,748 |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
Zur Veräußerung qualifizierte langfristige Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten erfolgt, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch eine Veräußerung und nicht durch dessen Nutzung erzielt wird. Dies wird nur dann angenommen, wenn die Veräußerung als höchstwahrscheinlich gilt und der Vermögensgegenstand im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Zuvor muss eine Entscheidung durch das Management zur Veräußerung erfolgt sein und diese erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als abgeschlossener Vorgang in Betracht kommen.
In der Gewinn- und Verlustrechnung der Berichtsperiode sowie der Vergleichsperiode werden die Erträge und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen separat von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und als Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich separat ausgewiesen. Dies erfolgt auch, wenn der Konzern nach der Veräußerung weiterhin einen Anteil ohne beherrschenden Einfluss am ehemaligen Tochterunternehmen halten wird.
Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen angesetzt (IAS 16). Sind die Anschaffungs- oder Herstellkosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellkosten der Sachanlage - und müssen sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, dann setzt der Konzern diese Komponenten einzeln an und schreibt sie ab. Die dabei zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen der voraussichtlichen Nutzbarkeit der Vermögenswerte oder der jeweiligen Komponente. Restwerte wurden, sofern wesentlich, bei der Berechnung der Abschreibungen berücksichtigt.
Der Ansatz der Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie der Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte oder ähnliche Herstellungsvorgänge, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ansonsten werden Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital als laufender Aufwand erfasst.
Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes übersteigt. Bei Wegfall der Gründe für die in Vorjahren erfassten Wertminderungen nehmen wir entsprechende Zuschreibungen bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vor.
Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswertes resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechung erfasst.
Die Restwerte der Vermögenswerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, die der Konzern als Leasingnehmer eingegangen ist, werden unter Anwendung von IAS 17 entweder als Operating-Leasing oder als Finanzierungsleasing klassifiziert. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes enthält. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden (wirtschaftliches Eigentum). In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen mit dem beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Entsprechend wird die Verbindlichkeit, die aus dem Leasingverhältnis entsteht, passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert.
Soweit konsolidierte Gesellschaften als Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Der Konzern aktiviert Fremdkapitalkosten für sämtliche qualifizierten Vermögenswerte, bei denen der Bau am oder nach dem 1. Januar 2009 aufgenommen wurde. Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit Bauprojekten, die vor dem 1. Januar 2009 begonnen wurden, erfasst der Konzern weiterhin als Aufwand.
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt auf Ebene der Segmente, die zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen und die unterste Ebene repräsentieren, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für die interne Unternehmensführung überwacht wird.
Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten), auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden bei Zugang zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (Software drei bis sechs Jahre) abgeschrieben (IAS 38).
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung untersucht, wann immer es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsperiode und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswertes geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen.
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres haben wir den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet.
Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.
Patente und Lizenzen
Die Patente können sowohl selbst erstellt oder erworben sein und werden zu Herstell- bzw. Anschaffungskosten bilanziert. Die Patente wurden von der zuständigen staatlichen Institution für einen Mindestzeitraum von zehn Jahren erteilt. Es besteht eine Verlängerungsoption am Ende dieses Zeitraums. Lizenzen für die Nutzung geistigen Eigentums werden einzelfallspezifisch für einen Zeitraum von ein bis zehn Jahren erteilt. Die Lizenzen enthalten meist eine Verlängerungsoption, die daran geknüpft ist, dass der Konzern die Lizenzbedingungen erfüllt. Für eine Verlängerung fallen keine oder nur geringe Kosten an. Die Patente und Lizenzen werden linear über deren Nutzungsdauer abgeschrieben.
Entwicklungskosten für selbst erstellte Patente haben wir zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS zum 1. Januar 2004 grundsätzlich mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Der Bilanzansatz wurde aufgrund der Kriterien in IAS 38 limitiert auf die erwartete Fähigkeit, Cashflows innerhalb der entsprechenden Cash Generating Unit zu generieren. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Patente (1 Jahr bis 19 Jahre).
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert, wenn der Konzern Folgendes nachweisen kann:
| ― | die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswertes ermöglicht; |
| ― | die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und die Fähigkeit ihn zu nutzen oder zu verkaufen; |
| ― | wie der Vermögenswert einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird; |
| ― | die Verfügbarkeit von Ressourcen zum Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswertes und |
| ― | die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können. |
Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz unter Anwendung des Anschaffungskostenmodells, d. h. zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Die Abschreibung beginnt mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Die Abschreibung erfolgt über den Zeitraum, über den künftiger Nutzen zu erwarten ist.
Der aktivierte Betrag der Entwicklungskosten wird einmal jährlich auf Wertminderung überprüft, wenn der Vermögenswert noch nicht genutzt wird oder wenn unterjährig Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen.
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswertes entsprechen.
An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen, es sei denn, dass der Vermögenswert zum Neubewertungsbetrag erfasst wird. In diesem Fall ist die Wertaufholung als eine Wertsteigerung durch Neubewertung zu behandeln. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswertes, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich getrennt ausgewiesen.
Finanzinstrumente werden erfasst, sobald der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswertes innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird, ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird.
Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Posten in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert.
Erstmaliger Ansatz von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte oder als Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind.
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus ausgereichten Darlehen und sonstige Forderungen, notierte und nicht notierte Finanzinstrumente sowie Derivate.
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten
Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt von deren Klassifizierung ab.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft wurden. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden.
Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme solcher Derivate, die als Sicherungsinstrument gemäß IAS 39 designiert wurden und als solche effektiv sind. Enthalten Verträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, wenn die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivates nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrages verbunden sind. Der Konzern ermittelt zu dem Zeitpunkt, zu dem er erstmalig Vertragspartei wird, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei erheblichen Änderungen der Vertragsbedingungen und einer daraus resultierenden signifikanten Änderung der Zahlungsströme.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Gewinne und Verluste erfolgswirksam verbucht werden.
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden originäre finanzielle Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, noch wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte zu designieren.
Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie über Amortisierung sich verringern.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen der Konzern die eindeutige Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, werden als "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" kategorisiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden sie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, wenn diese ausgebucht oder wertgemindert werden sowie sich über Amortisierung verringern.
Finanzinstrumente dieser Kategorie waren im Konzern weder am Bilanzstichtag noch im Vorjahr vorhanden.
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale - AfS) enthalten Schuld- und Eigenkapitaltitel. Bei den als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten handelt es sich um diejenigen, die weder als zu Handelszwecken gehalten noch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft sind. Bei den Schuldtiteln in dieser Kategorie handelt es sich um diejenigen, die für einen unbestimmten Zeitraum gehalten werden sollen und die als Reaktion auf Liquiditätsbedarf oder Änderungen der Marktbedingungen verkauft werden können.
Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte in den folgenden Perioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden als sonstiges Ergebnis in der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfasst. Wenn ein solcher Vermögenswert ausgebucht wird, wird der kumulierte Gewinn oder Verlust in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Wenn ein Vermögenswert wertgemindert ist, wird der kumulierte Verlust erfolgswirksam in die Finanzaufwendungen umgegliedert und aus der Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ausgebucht.
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.
Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht und dabei im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, jedoch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert behält, erfasst der Konzern einen Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements.
In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.
Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten (eingetretener "Schadensfall"), objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines sonstigen Sanierungsverfahrens und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderungen der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren.
Wertminderung von Vermögenswerten, die mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden
In Bezug auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zunächst festgestellt, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, individuell und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Kreditrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswertes und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle).
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei allen sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird kein separates Wertberichtigungskonto geführt.
Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert.
Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt.
Bei als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten würde ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des Instruments unter seine Anschaffungskosten einen objektiven Hinweis darstellen. Das Kriterium "signifikant" ist anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten der Finanzinvestition zu beurteilen und das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizulegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Bestehen Hinweise auf eine Wertminderung, wird der kumulierte Verlust - der sich als Unterschiedsbetrag aus den Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt - aus dem sonstigen Ergebnis entfernt und erfolgswirksam erfasst. Wertberichtigungen für Eigenkapitalinstrumente werden nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht; ein späterer Anstieg des beizulegenden Zeitwerts wird direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bei der Ermittlung der Wertminderung von als zur Veräußerung verfügbar eingestuften Schuldinstrumenten werden die gleichen Kriterien herangezogen wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Der für Wertminderungen erfasste Betrag ist jedoch der kumulierte Verlust, der sich als Unterschiedsbetrag aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem derzeitigen beizulegenden Zeitwert abzüglich eines etwaigen früher erfolgswirksam verbuchten Wertminderungsaufwands auf dieses Instrument ergibt.
Auf den geminderten Buchwert des Vermögenswerts werden weiterhin künftige Zinserträge erfasst; die Ermittlung wird mithilfe des Zinssatzes vorgenommen, der zur Abzinsung der künftigen Cashflows bei der Bestimmung des Wertminderungsaufwands verwendet wurde. Die Zinserträge werden als Teil der Finanzerträge erfasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Schuldinstruments in einer nachfolgenden Berichtsperiode ansteigt und sich der Anstieg objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der erfolgswirksamen Verbuchung der Wertminderung auftrat, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam erfasst.
Erstmaliger Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als sonstige Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solches effektiv sind.
Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Schuldverschreibungen und derivative Finanzinstrumente.
Folgebewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Diese Kategorie umfasst die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wurden.
Derivate mit negativem Marktwert, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden oder als solche ineffektiv sind, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die unter die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen, werden auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und die daraus resultierenden Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr waren keine originären finanziellen Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten klassifiziert und es wurde nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Verbindlichkeiten zu designieren.
Darlehen
Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung eines Agio oder Disagio bei Akquisition sowie Gebühr oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten.
Sonstige Verbindlichkeiten
Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" fallen und keine Derivate sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag den fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird im Periodenergebnis erfasst.
Saldierung von Finanzinstrumenten
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden dann saldiert, so dass nur der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen wird, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch oder vergleichbarer Anspruch z. B. aus Vertragslage besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts eine dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Finanzmärkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Geldkurs) bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung von Discounted-Cashflow-Methoden und anderer Bewertungsmodelle.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, Zinsswaps und Warenterminkontrakte, um sich gegen Zins-, Wechselkurs- sowie sonstige Preisrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten während des Geschäftsjahres, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, und der unwirksame Teil eines wirksamen Sicherungsinstruments werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:
| ― | Als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung (außer Währungsrisiko) handelt, |
| ― | als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann, |
| ― | als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. |
Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.
Der Konzern nutzt derzeit nur Derivate zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus schwebenden Geschäften oder geplanten Transaktionen (Cashflow Hedges).
Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Cashflow-Hedges erfüllen, werden wie folgt bilanziert:
Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird direkt im Eigenkapital erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam erfasst wird. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im Eigenkapital erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswertes bzw. der nichtfinanziellen Verbindlichkeit. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im Eigenkapital erfassten Beträge solange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung eingetreten ist.
Absicherung einer Nettoinvestition (Hedges of a Net Investment)
Sicherungsbeziehungen zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, einschließlich der Absicherung von monetären Posten, die als Teil der Nettoinvestition bilanziert werden, werden wie Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Cashflows bilanziert. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument, die dem wirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst, während Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Beim Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Wert solcher im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Der Konzern verwendet ein Darlehen als Sicherungsinstrument zur Absicherung des aus Beteiligungen an ausländischen Tochterunternehmen resultierenden Wechselkursrisikos.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Anschaffungskosten werden im Konzern mit einem gleitenden Durchschnittspreis und einem angemessenen Teil der zuordenbaren Warenbezugskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Herstellungskosten für Vorräte aus konzerninternen Lieferungen erfolgte aus Anlass der Zwischengewinneliminierung durch retrograde Abschläge auf die Konzernverrechnungspreise. Sofern die Nettoveräußerungswerte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt niedriger sind, werden diese angesetzt.
Fertigungsaufträge
Fertigungsaufträge (construction contracts) werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird im Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den am Bilanzstichtag geschätzten gesamten Auftragskosten (cost-to-cost-Verfahren) ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte", soweit die kumulierte Leistung die erhaltenen Anzahlungen übersteigt. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Zu erwartende Auftragsverluste werden durch Rückstellungen berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Für Zwecke der Konzernkapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen sowie die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite.
Eigene Anteile
Erwirbt der Konzern eigene Anteile, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf und die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und der Gegenleistung werden im Eigenkapital erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.
Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie zum Beispiel bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungskosten werden zum Zeitpunkt des Verkaufs des betreffenden Produktes erfasst. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe dar.
Gewährleistungsrückstellungen für Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistungen gebildet. Die erstmalige Erfassung erfolgt auf Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft.
Restrukturierungsrückstellungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem im Konzern ein formeller Plan für die Restrukturierung existiert und dieser den betroffenen Bereichen mitgeteilt worden ist.
Pensionsverpflichtungen und sonstige Leistungen an Arbeitnehmer
Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens-, Rentenerhöhungen) gegenüber den Rechnungsannahmen. Entsprechend dem Wahlrecht von IAS 19 wird dieser Betrag im GRAMMER Konzern über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft bilanziell erfasst und erfolgswirksam verrechnet, soweit die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10 % des höheren Betrags aus der Pensionsverpflichtung oder dem Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen.
Die sonstigen Post-Employment Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 19 entsprechend bewertet.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Ertragshöhe zuverlässig bestimmt werden kann. Diese Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erwartenden Gegenleistung unter Beachtung der vertraglichen Bedingungen von Zahlungen oder Ähnlichem bewertet ohne eine Berücksichtigung von Steuern oder ähnlichen Abgaben. Der Konzern ist nach umfassender Analyse zu dem Entschluss gekommen, dass er bei allen Umsatztransaktionen als Auftraggeber handelt.
Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist. Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni, Preisrabatten oder Ähnlichen ausgewiesen.
Bei langfristigen Fertigungsaufträgen (z. B. Entwicklungsaufträgen von Kunden) werden die Umsätze entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Somit werden Teilgewinnrealisierungen erfasst und diese als Umsätze ausgewiesen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst.
Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Kosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so wird der erwartete Verlust sofort in der Periode der Erkenntnis vollständig als Aufwand erfasst.
Zinserträge und -aufwendungen
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Zinserträge und -aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sowie den verzinslichen als zur Veräußerung verfügbar eingestuften finanziellen Vermögenswerten werden Zinserträge und -aufwendungen anhand des Effektivzinssatzes erfasst. Der Effektivzins ist derjenige Kalkulationszinssatz, der sich ergibt, wenn die geschätzten zukünftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit oder auch kürzer exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden.
Dividenden
Dividendenerträge erfassen wir grundsätzlich zum Zeitpunkt ihres rechtlichen Entstehens auf Zahlung.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Bezieht sich die Zuwendung auf einen Vermögenswert, wird diese in einem passivischen Abgrenzungsposten erfasst und über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes linear erfolgswirksam aufgelöst.
Sofern Darlehen oder ähnliche Beihilfen aus der öffentlichen Hand oder ihren verbundenen ausführenden Organisationen zu einem Zinssatz gewährt werden, der unter dem aktuellen Marktzins liegt, wird ein aufgrund des vergünstigten Zinssatzes erzielter Vorteil als eine weitere Zuwendung der öffentlichen Hand erfasst.
Steuern
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten oder bereits verabschiedet sind.
Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital ausgewiesen.
Latente Steuern
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | Die latente Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, darf nicht angesetzt werden. |
| ― | Die latente Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, darf nicht angesetzt werden, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. |
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | Latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, dürfen nicht angesetzt werden. |
| ― | Latente Steueransprüche aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, dürfen nur in dem Umfang erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit umkehren werden und ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. |
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht.
Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder verabschiedet sind.
Ertragsteuern, die sich auf Posten beziehen, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, werden entsprechend der ihnen zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.
Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
| ― | Wenn beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von den Steuerbehörden eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswertes bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst und |
| ― | Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. |
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet wird oder an diese abgeführt wird, wird unter den Forderungen oder Schulden in der Bilanz erfasst.
2.4 Anwendung von Standards der IFRS
2.4.1 Anwendung der geänderten Standards und neue Standards in der Rechnungslegung
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und überarbeiteten Standards und lnterpretationen mit Wirkung zum 1. Januar 2011 :
| ― | IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Personen (geändert), anwendbar ab dem 1. Januar 2011 |
| ― | IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (geändert) anwendbar ab dem 1. Januar 2011 |
| ― | IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungenspflichten (geändert), anwendbar ab dem 1. Januar 2011 |
| ― | Verbesserungen zu IFRS 2010 |
Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird im Nachfolgenden näher erläutert:
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Der IASB hat eine Änderung des IAS 24 veröffentlicht, die eine Klarstellung der Definitionen von nahe stehenden Personen und Unternehmen beinhaltet. Die neue Definition verstärkt den symmetrischen Ansatz bei der Bestimmung von Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen und stellt die Umstände klar, unter denen Personen und Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Des Weiteren führt die Änderung eine partielle Befreiung von den Angabepflichten des IAS 24 für Geschäfte mit öffentlichen Stellen und mit Unternehmen, die durch dieselbe öffentliche Stelle wie das berichtende Unternehmen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder wesentlich beeinflusst werden. Aus der Anwendung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
IAS 32-Finanzinstrumente: Darstellung Klassifizierung von Bezugsrechten
Der IASB hat eine Änderung veröffentlicht, die die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit anpasst, damit Unternehmen die Einstufung bestimmter Bezugsrechte (sowie bestimmter Optionen und Optionsscheine) als Eigenkapital klassifizieren können. Dies ist anwendbar, wenn das Unternehmen diese Rechte allen gegenwärtigen Eigentümern derselben Klasse seiner nicht-derivativen Eigenkapitalinstrumente anbietet. Diese Regelung hat keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern über keine solchen Instrumente verfügt.
Änderung von IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen
Die Änderung beseitigt eine unbeabsichtigte Folge für den Fall, dass ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflichtungen unterliegt und Vorauszahlungen vornimmt, um diesen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Änderung soll es den Unternehmen ermöglichen, einen Vermögenswert für Vorauszahlungen auf Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfassen. Diese Regelung hat keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da der Konzern keinen Mindestdotierungspflichten unterliegt.
Verbesserungen zu IFRS 2010
Bei den Verbesserungen zu IFRS 2010 handelt es sich um einen Sammelstandard mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für jeden geänderten IFRS eigene Übergangsregeln vor. Die Anwendung folgender Neuregelungen führte zwar zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethoden, aber es ergab sich keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
| ― | IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Die für Anteile ohne beherrschenden Einfluss verfügbaren Bewertungswahlrechte wurden geändert. Lediglich Bestandteile von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, die ein gegenwärtiges Eigentumsrecht und im Falle einer Liquidation für den Inhaber einen anteiligen Anspruch am Nettovermögen des Unternehmens begründen, dürfen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum proportionalen Anteil des gegenwärtigen Eigentumsrechts am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet werden. Alle anderen Bestandteile sind zum beizulegenden Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs zu bewerten. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Der Konzern hatte keine derartigen Transaktionen. |
| ― | IFRS 7 Finanzinstrumente Angaben: Ziel der Änderung war es, die Angaben durch eine Reduzierung des Umfanges der Angaben zu gehaltenen Sicherheiten zu vereinfachen und durch zusätzliche qualitative Informationen, welche die quantitativen ergänzen sollen, zu verbessern. Dies hat nur Auswirkung auf die Darstellung im Anhang. |
| ― | IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Die Änderung stellt klar, dass ein Unternehmen die Analyse jedes Bestandteils des sonstigen Eigenkapitals entweder in der Eigenkapitalveränderungsrechnung oder im Anhang darstellen kann. Der Konzern stellt dies in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dar. |
Aus den anderen unter Verbesserungen zu IFRS 2010 veröffentlichten und nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:
| ― | IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Bedingte Gegenleistung aus einem Unternehmenszusammenschluss vor der Anwendung des IFRS 3 |
| ― | IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Nicht ersetzte und freiwillig ersetzte anteilsbasierte Vergütungen |
| ― | IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse |
| ― | IAS 34 Zwischenberichterstattung |
Aus den nachfolgend aufgelisteten neuen und geänderten Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
| ― | IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme: Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Prämiengutschriften |
| ― | IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten |
2.4.2 Änderungen der Standards und neue Standards Anwendung der Rechnungslegungsmethoden
EU Endorsement erfolgt
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die bereits im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden, aber in dem Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an.
Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten
Die Änderung von IFRS 7 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Die Änderung bestimmt umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Diese Änderung wird das Volumen der Angaben zu den Finanzinstrumenten voraussichtlich noch weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keine Änderung auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in den zukünftigen Geschäftsjahren haben.
EU-Endorsement ausstehend
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang nicht anerkannt und werden vom Konzern nicht angewandt.
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung
Der erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. IFRS 9 ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnt. Der Abschluss dieses Projektes wird für 2012 erwartet. Die Anwendung des ersten Teils der Phase I wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns haben. Auf den zweiten Teil dieser Projektphase werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet. Der Konzern wird die Auswirkung nach Veröffentlichung in Verbindung mit den anderen Phasen analysieren und quantifizieren.
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC -12 Konsolidierung -Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich Zweckgesellschaften Anwendung findet. Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage erhebliche Ermessensentscheidungen des Managements bei der Beurteilung der Frage, über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind.
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard ersetzt den IAS 31 Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen und die Interpretation SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden zukünftig allein At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anwendung des neuen Standards wird die Vermögenslage des Konzerns beeinflussen, weil Gemeinschaftsunternehmen, die bisher im Wege der Quotenkonsolidierung und daher mit ihren anteiligen Vermögenswerten und Schulden in den Abschluss einbezogen wurden, künftig der Equity-Bilanzierung unterliegen. Der Konzern hat ein Gemeinschaftsunternehmen (Anhangsangabe 4).
IFRS 12 Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen
IFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben der Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden sowie für strukturierte Unternehmen. Da der neue Standard neben den zuvor bestandenen Erläuterungspflichten neue Angabeerfordernisse formuliert, werden Konzernangaben zu solchen Unternehmenskreisen zukünftig umfassender sein.
IFRS 13 Bestimmungen des beizulegenden Zeitwertes
IFRS 13 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard legt Richtlinien für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fest und definiert umfangreiche quantitative und qualitative Angaben über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Nicht zum Regelungsbereich des Standards gehört die Frage, wann Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden müssen oder können. IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den eine Partei in einer regulären Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würde. Der Konzern prüft derzeit noch die Auswirkungen, die der neue Standard auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses
Die Änderungen des IAS 1 führen zu einer geänderten Gruppierung der im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Dabei sind Bestandteile, für die künftig eine erfolgswirksame Umgliederung vorgesehen ist, gesondert von Bestandteilen, die im Eigenkapital verbleiben, darzustellen. Diese Änderung betrifft allein die Darstellungsweise im Abschluss und hat daher keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden.
Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
Die Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Die Änderung stellt die Ermittlung latenter Steuern auf zum beizulegenden Zeitwert bewertete als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien klar. Demnach wird (widerlegbar) vermutet, dass für die Bemessung der Latenten Steuern bei Immobilien, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich eine Realisierung des Buchwertes durch Veräußerung ausschlaggebend ist. Bei den nicht abnutzbaren Sachanlagen, die gemäß IAS 16 nach dem Neubewertungsmodell bewertet werden, soll stets von einer Veräußerung ausgegangen werden. Im deutschen Rechtskreis werden aus der Anwendung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer
Der IASB hat den IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen, bspw. betreffend die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und Aufhebung der Korridormethode bis zu bloßen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Da der Konzern die Korridormethode anwendet und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nur bei Überschreitung des Korridors erfasst, wird mit der vollständigen Erfassung des Verpflichtungsumfanges in der Periode des Entstehens im sonstigen Ergebnis eine Änderung im Abschluss erwartet, was Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird. Zum Umstellungszeitpunkt wird sich die Pensionsrückstellung um 5.409 TEUR erhöhen.
IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)
Der überarbeitete Standard IAS 28 wurde im Mai 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde IAS 28 in "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt und der Regelungsbereich von IAS 28 - neben den assoziierten Unternehmen - auch auf die Anwendung der Equity Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Bezüglich der Auswirkungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu IFRS 11.
Änderung von IAS 32 und IFRS 7 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden
Die Änderungen von IFRS 7 und IAS 32 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals in dem Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Die Änderung wird keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage haben aber weitere Angaben nach sich ziehen.
3 Unternehmenserwerbe
Die Grammer AG hat am 26. Juli 2011 100 % der Anteile an dem belgischen Elektronikspezialisten EiA Electronics N.V. mit Sitz in Aartselaar, Belgien von den bisherigen Anteilseignern VADO (van doorne's) Financieringsmaatschappij N.V. und DACO N.V. erworben und in den Konzernabschluss einbezogen. Grammer erweitert mit dem Zukauf seine technologische Kompetenz im Bereich Elektronik. Das Unternehmen EiA Electronics hat rund 50 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro. Die Akquisition wurde mit Mitteln aus der Kapitalerhöhung der Grammer AG im April dieses Jahres finanziert. Die Kaufpreiszuordnung wurde entsprechend den beizulegenden Zeitwerten der einzelnen Vermögenswerte durchgeführt und der den beizulegenden Zeitwert dieser Vermögenswerte übersteigende Kaufpreisanteil wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Der Geschäfts- und Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus den erwarteten Synergien aus gemeinschaftlichen Tätigkeiten und Anwendungen. Der Geschäfts- und Firmenwert aus diesem Unternehmenserwerb wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Seating Systems vollständig zugeordnet.
Die Anschaffungskosten für das erworbene Nettovermögen der EiA Electronics N.V. betrugen 10,5 Millionen EUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind in 2011 Kosten in Höhe von 157 TEUR erfolgswirksam im Verwaltungsaufwand erfasst worden.
Das erworbene Nettovermögen setzt sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Sachanlagen | 423 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.902 |
| Vorräte | 3.910 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.736 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.197 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 1.024 |
| 18.192 | |
| Schulden | |
| Langfristige Finanzschulden | -2.406 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -100 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -5.930 |
| Latente Steuerschulden | -1.232 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -1.292 |
| -10.960 | |
| Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert | 7.232 |
| Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb | 3.268 |
| Übertragene Gegenleistung | 10.500 |
| Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | |
| Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel | 1.024 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | -10.500 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss aufgrund des Unternehmenserwerbs | -9.476 |
Sämtliche erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Fair Value am Tag des Erwerbs angesetzt. Zusätzliche immaterielle Vermögenswerte (Kundenbeziehungen und ähnliche Rechte), die in den Bilanzen der erworbenen Gesellschaften nicht erfasst waren, sind angesetzt worden. Darauf entfallende passive latente Steuern wurden bilanziert. Für die Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die Residualwertmethode (multi-period excess earnings method) herangezogen. Wesentliche Abweichungen zwischen Bruttowert und Buchwert der Forderungen bestehen nicht. Minderheitsanteile existieren nicht. Auf Basis des Fair Values des erworbenen Nettovermögens ergibt sich ein steuerlich nicht amortisierbarer Goodwill in Höhe von 3.268 TEUR. Dieser wird entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Der Goodwill enthält in Höhe von 480,2 TEUR einen Mitarbeiterstamm, der kostenbasiert ermittelt wurde. Der übrige Goodwill wird durch die sich aus der Übernahme ergebenden Wachstumschancen bestimmt. So kann der Konzern seine Leistungen an bestehende Kunden ausbauen und festigen sowie mit den elektronischen Komponenten direkt anreichern. Der Konzern stärkt die Marktposition in den Schlüsselregionen Europa und Nafta im Offroad- und Agrarmarkt.
Die EiA Electronics N.V. hat in der laufenden Berichtsperiode seit dem Erwerb einen Umsatz von 10.754 TEUR erzielt und ein Ergebnis nach Steuern von 680 TEUR beigetragen. Wenn EiA Electronics N.V. bereits zum 01.01.2011 zum Konzern gehört hätte, würde der Konzern einen Umsatz von 1.109.383 TEUR und ein Ergebnis nach Steuern von 22.983 TEUR erzielt haben.
4 Anteile an einem Joint Venture
Die GRAMMER AG besitzt einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG LLC). Die GRA-MAG LLC ist ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen in den USA, das im Segment Seating Systems tätig ist.
Der dem Konzern zuzurechnende Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen des gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010, die gemäß der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.049 | 2.936 |
| Langfristige Vermögenswerte | 727 | 144 |
| 4.776 | 3.080 | |
| Kurzfristige Schulden | -3.730 | -2.412 |
| Langfristige Schulden | -10.097 | -8.478 |
| -13.827 | -10.890 | |
| Erträge | 11.221 | 7.875 |
| Aufwendungen | -12.198 | -8.368 |
Dem Konzern ist zum 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 kein Anteil an Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen zuzurechnen.
5 Restrukturierungsaufwendungen
Der Konzern hat 2011 unterschiedliche Restrukturierungs- und Verlagerungsmaßnahmen durchgeführt, die wesentlich die Umsetzung der vollständigen Produktionsverlagerung in der GRAMMER AG im Werk Immenstetten betreffen. Zudem hat der Konzern eine Anpassung der Kosten für die Maßnahmen zur Umsetzung des beschlossenen Sozialplans zur Schließung der Produktion des Werks Wackersdorf vorgenommen, die als direkte Abfindungen zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen und Personalkosten im Konzern verbucht wurden. Diese Aufwendungen beinhalten Kosten in Form von Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie sonstige Schließungs- und Verlagerungskosten. Diese Aufwendungen beliefen sich auf ca. 2,3 Mio. EUR.
6 Segmentberichterstattung
Die nachfolgend beschriebenen Segmente bilden die interne Berichts- und Organisationsstruktur des GRAMMER Konzerns ab. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftsbereiche organisiert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Geschäftssegmente:
Das Segment Automotive stellt das größte Segment innerhalb des GRAMMER Konzerns dar und hat im Geschäftsjahr 2011 60,8 % (Vj. 64,1) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Automobilindustrie tätig und entwickelt und produziert Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen-Systeme, integrierte Kindersitze, Sitzbezüge und Seitenpolster und vertreibt diese an Automobilhersteller, vor allem im gehobenen und Premiumsegment sowie an deren Tier-1-Lieferanten.
Das Segment Seating Systems hat somit im Geschäftsjahr 2011 39,2 % (Vj. 35,9) des Konzernumsatzes erzielt. In diesem Segment ist der GRAMMER Konzern als Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie tätig und entwickelt und produziert Fahrer- und Beifahrersitze für Lkw und Fahrersitze für Offroad-Nutzfahrzeuge (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) und vertreibt diese an Nutzfahrzeughersteller und im Rahmen des Nachrüstgeschäfts. Zudem werden Fahrer- und Passagiersitze entwickelt und produziert und an Hersteller von Bussen und Schienenfahrzeugen sowie Bahnbetreiber vertrieben. Das Segment Seating Systems ist in die Geschäftsfelder Lkw, Busse und Offroad (landwirtschaftliche Nutzmaschinen, Baumaschinen und Gabelstapler) sowie Bahn gegliedert.
Das Ergebnis vor Steuern der Geschäftsbereiche wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses vor Steuern bewertet und wird in Übereinstimmung mit dem Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss bewertet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich und -hoheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Segmenten zugeordnet. Ebenso werden Aufwendungen für Zentralbereiche teilweise nicht aufgesplittet. Der Zentralbereich nimmt konzernweite Aufgaben in den Bereichen Controlling, Corporate Communications (Unternehmenskommunikation), Einkauf, Entwicklung, Operations, Finanzwesen, Internal Control, Investor Relations, IT, Personalwesen, Rechnungswesen und Rechtswesen wahr.
Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Segmenterträge, Segmentaufwendungen und das Segmentergebnis umfassen Transfers zwischen Geschäftssegmenten. Diese Transfers werden bei der Konsolidierung eliminiert.
Berichtssegmente
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu Erträgen und Ergebnissen sowie bestimmte Informationen zu Vermögenswerten und Schulden der Geschäftssegmente des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2011 und 2010.
Berichtssegmente
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| Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2011 TEUR |
Seating Systems | Automotive | Central Services/ Überleitung | GRAMMER Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 414.157 | 679.340 | 0 | 1.093.497 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 23.850 | 983 | -24.833 | 0 |
| Summe der Umsatzerlöse | 438.007 | 680.323 | -24.833 | 1.093.497 |
| Segmentergebnis (operatives Ergebnis) | 30.624 | 26.917 | -8.145 | 49.396 |
| Finanzerträge | 2.233 | |||
| Finanzaufwendungen | -15.381 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.991 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 34.257 | |||
| Ertragsteuern | -12.159 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 22.098 | |||
| Sonstige Segmentinformationen Investitionen: | ||||
| Sachanlagen | 21.063 | 12.328 | 435 | 33.826 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 981 | 2.491 | 285 | 3.757 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | -10.205 | -13.063 | -517 | -23.785 |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte | -1.281 | -1.873 | -596 | -3.750 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | ||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | 3.163 | 66 | 188 | 3.417 |
Berichtssegmente
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| Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2010 TEUR |
Seating Systems | Automotive | Central Services/ Überleitung | GRAMMER Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verkäufen an externe Kunden | 320.938 | 608.767 | 0 | 929.705 |
| Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten | 20.942 | 1.446 | -22.388 | 0 |
| Summe der Umsatzerlöse | 341.880 | 610.213 | -22.388 | 929.705 |
| Segmentergebnis (operatives Ergebnis) | 17.590 | 21.353 | -6.076 | 32.867 |
| Finanzerträge | 1.429 | |||
| Finanzaufwendungen | -14.870 | |||
| Sonstiges Finanzergebnis | 1.126 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 20.552 | |||
| Ertragsteuern | -4.231 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 16.321 | |||
| Sonstige Segmentinformationen Investitionen: | ||||
| Sachanlagen | 15.494 | 18.815 | 242 | 34.551 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 318 | 3.166 | 95 | 3.579 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | -9.472 | -13.031 | -572 | -23.075 |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte | -1.136 | -1.452 | -631 | -3.219 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | ||||
| Änderung zu den Pensionsrückstellungen | -15 | 2.040 | 1.793 | 3.818 |
Überleitungsrechnung
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Segmentergebnis (operatives Ergebnis) | 57.541 | 38.943 |
| Central Services | -9.876 | -7.502 |
| Eliminierungen | 1.731 | 1.426 |
| Konzernergebnis (operatives Ergebnis) | 49.396 | 32.867 |
| Finanzergebnis | -15.139 | -12.315 |
| Ergebnis vor Steuern | 34.257 | 20.552 |
In der Zeile Central Services werden zentral verantwortete Sachverhalte der Konzernzentrale ausgewiesen. Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitung eliminiert.
Informationen über geografische Gebiete
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen zu den Erlösen von externen Kunden und den langfristigen Vermögenswerten der geografischen Gebiete des Konzerns für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2011 und 2010. Die Gliederung der geografischen Gebiete basiert auf dem Sitz der Gesellschaften.
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| 2011 TEUR |
||||
|---|---|---|---|---|
| Nach Sitz der Gesellschaften | Europa* | Übersee | Ferner Osten/ Rest | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsätze | 724.407 | 220.668 | 148.422 | 1.093.497 |
| Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte) | 176.383 | 20.116 | 20.574 | 217.073 |
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| 2010 TEUR |
||||
|---|---|---|---|---|
| Nach Sitz der Gesellschaften | Europa* | Übersee | Ferner Osten/ Rest | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsätze | 595.245 | 195.197 | 139.263 | 929.705 |
| Langfristige Vermögenswerte (= Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte) | 162.516 | 20.625 | 20.487 | 203.628 |
* Mitgliedstaaten der EU
7 Struktur der Umsatzerlöse des Konzerns
Der GRAMMER Konzern realisiert im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf seiner Produkte mit Lieferung an die Kunden. Die Strukturverteilung der operativen bzw. berichtspflichtigen Segmente wurde in der Segmentberichtserstattung dargestellt.
In den Umsatzerlösen von 1.093.497 TEUR (Vj. 929.705) sind mithilfe der PoC-Methode ermittelte Auftragserlöse von 40.965 TEUR (Vj. 23.099) enthalten. Die dafür angefallenen Aufwendungen entsprechen den Erlösen. Diese Erlöse betreffen Entwicklungsaktivitäten sowie Betriebsmittel, die vom GRAMMER Konzern bis zur Serienreife aufgewendet und vorfinanziert werden müssen, bis erste Umsätze erzielt werden. Diese sind überwiegend dem operativen Segment Automotive zuzuordnen, wobei im operativen Segment Seating Systems durch die neuen Projekte zur LKW-Sitzproduktion PoC-Umsätze entstanden sind.
8 Sonstige Erträge und Aufwendungen
8.1 Sonstige Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 666 TEUR (Vj. 1.019), 4.395 TEUR (Vj. 3.823) Erlöse aus Schrottverkauf, Handlingskosten sowie Miet- und Pachteinnahmen. Ebenso enthalten sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 895 TEUR (Vj. 452), rund 637 TEUR (Vj. 245) Erträge aus Verrechnungen von sonstigen Kosten. Zudem sind Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen von 1.137 TEUR (Vj. 1.070) enthalten. Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden für den Erwerb bestimmter Sachanlagen gewährt. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden vollständig erfüllt und es bestehen keine sonstigen Unsicherheiten.
8.2 Finanzergebnis
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten | 989 | 963 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 5 | 5 |
| Erträge aus Ausleihungen | 266 | 294 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 973 | 167 |
| Summe Finanzerträge | 2.233 | 1.429 |
| Finanzaufwendungen | ||
| Darlehen und Kontokorrentkredite | -10.313 | -10.280 |
| Sonstige Zinsen | -566 | -72 |
| Aufzinsung von Pensionsrückstellungen | -3.338 | -3.124 |
| Netto-Verlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | -1.032 | -1.217 |
| In Leasingraten enthaltener Zinsaufwand | -132 | -177 |
| Summe Finanzaufwendungen | -15.381 | -14.870 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.991 | 1.126 |
| Finanzergebnis | -15.139 | -12.315 |
Die Finanzerträge enthalten im Wesentlichen die kurzfristig angelegten Mittelüberschüsse aus dem aktiven Cash-Management. Zeitwertänderungen der Zinsswaps, für die die Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind, sind nach IAS 39 ergebniswirksam zu erfassen, was zu unrealisierten Aufwendungen und Erträgen innerhalb des Finanzergebnisses führt.
Die Finanzerträge enthalten Zinsen in Höhe von 1.260 TEUR (Vj. 1.262), die unter Zugrundelegung der Effektivzinsmethode ermittelt wurden.
Die Finanzaufwendungen enthalten entsprechende Zinsaufwendungen aus den Darlehen und Kontokorrentkrediten in Höhe von 10.313 TEUR (Vj. 10.280), deren Höhe auf die höheren Zinsen aus der bis Ende August bestehenden Finanzierung und der Umstrukturierung der Finanzierung im September zurückzuführen ist und von denen 7.580 TEUR (Vj. 9.009) nach der Effektivzinsmethode ermittelt sind. Ebenso sind der Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsleistungen sowie der Zinsanteil nach IAS 17 für Leasingaufwendungen enthalten.
Zur Verbesserung der Transparenz ist die Position sonstiges Finanzergebnis eingefügt. Im sonstigen Finanzergebnis werden maßgeblich Ergebnisse aus Fremdwährungsbewertung von Ausleihungen und Darlehen erfasst sowie stichtagsbezogene Bewertungen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen.
8.3 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Abschreibungen, Währungsumrechnungsdifferenzen und Anschaffungs- und Herstellkosten der Vorräte
Kosten des Umsatzes
In den Kosten des Umsatzes sind die Aufwendungen der den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten und die Aufwendungen für die Handelsware enthalten. Unterbeschäftigungs- und andere Gemeinkosten sind, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen, enthalten. Auch produktionsbezogene Verwaltungskosten werden hier mit einbezogen. In dieser Position sind auch die Aufwendungen der Dotierung von Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 37.743 TEUR (Vj. 32.445) sowie die Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden ebenfalls unter den Kosten der Umsatzerlöse ausgewiesen. Ebenso werden Aufwendungen in den Auf- und Ausbau von Standorten, die im Hinblick auf die bevorstehende Serienproduktion getätigt werden (so genannte "Industrialisierungskosten"), hier erfasst, soweit eine Abgrenzung nicht möglich ist. In dem operativen Segment Seating Systems wird zumeist als "Design to market" entwickelt und diese Kosten sind entsprechend ebenfalls ausgewiesen. Die Herstellungskosten der Vorräte, die als Aufwand in den Kosten des Umsatzes erfasst sind, betragen 909.532 TEUR (Vj. 772.691).
Vertriebskosten
Vertriebskosten sind die Aufwendungen des Funktionsbereiches Vertrieb. Hierzu zählen vor allem die Aufwendungen für die Verkaufs-, Werbe- und Marketingabteilungen sowie alle diesen Funktionen oder Aktivitäten zuzuweisenden Gemeinkosten. Es sind als Vertriebseinzelkosten auch Frachtkosten, Provisionen oder Versandkosten enthalten.
Verwaltungskosten
Die Verwaltungskosten beinhalten alle Verwaltungsaufwendungen, die den anderen Funktionsbereichen nicht direkt zuzuordnen sind. Dazu zählen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung, Geschäftsleitung sowie andere übergeordnete Abteilungen. Auch die Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 14.845 TEUR (Vj. 20.910), die im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs enthalten, werden in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen. Kursverluste in Höhe von 13.746 TEUR (Vj. 16.119) werden ebenfalls in den sonstigen Verwaltungskosten ausgewiesen.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Auf immaterielle Vermögenswerte entfallen planmäßige Abschreibungen von 3.750 TEUR (Vj. 3.219), die aufwandsgerecht in den Kosten des Umsatzes, den Vertriebs- und Verwaltungskosten zugeordnet sind. In den Abschreibungen sind 1.360 TEUR (Vj. 1.299) für aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, die in den Kosten des Umsatzes enthalten sind.
Auf Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 23.785 TEUR (Vj. 23.075) vorgenommen. Aufwendungen aufgrund eines niedrigeren erzielbaren Betrags (Impairment) sind in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 nicht angefallen.
Die planmäßigen und sonstigen Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der Umsatzerlöse, den Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
8.4 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 185.516 | 169.119 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 44.087 | 39.290 |
| davon für Altersversorgung 2.076 TEUR (Vj. 3.265) | ||
| 229.603 | 208.409 |
9 Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile der Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Tatsächliche Ertragsteuern | ||
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Inland | -2.913 | -1.128 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand Ausland | -9.481 | -9.622 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -12.394 | -10.750 |
| Latente Ertragsteuern | ||
| Latenter Steuerertrag Inland | 210 | 5.662 |
| Latenter Steuerertrag Ausland | 25 | 857 |
| Latenter Steuerertrag | 235 | 6.519 |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertragsteueraufwand | -12.159 | -4.231 |
Die Überleitungsrechnung zwischen den Ertragsteuern und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem auf den Konzern anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 setzt sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | 34.257 | 20.552 |
| Ertragsteuern zum Steuersatz in Deutschland von 28,59 % (2010: 30 %) | -9.794 | -6.166 |
| Effekte aus Mindestbesteuerung und Abzugssteuern | -3.029 | -1.650 |
| Anpassungen von in Vorjahren angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern | -1.044 | -584 |
| Steuerminderungen aufgrund zuaktivierter Verlustvorträge / Steuerlatenzen | 1.661 | 5.263 |
| Steuerfreie Zuwendungen der öffentlichen Hand | 325 | 217 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | -1.340 | -1.582 |
| Sonstige Steuereffekte | 468 | -235 |
| Effekt aus Steuersatzunterschieden | 594 | 506 |
| Ertragsteuern zum effektiven Ertragsteuersatz von 35,5 % (2010: 20,6 ) | -12.159 | -4.231 |
9.1 Latente Ertragsteuern
Die latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2011 Bilanz | 2010 Bilanz | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Passive latente Steuern | |||
| Sachanlagevermögen | -5.544 | -5.063 | -481 |
| Immaterielles Anlagevermögen | -4.345 | -3.250 | -1.095 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | -4.110 | -3.864 | -246 |
| Finanzierungsleasing | -365 | -431 | 66 |
| Sonstige Vermögenswerte | -24 | 0 | -24 |
| Forderungen | -4.244 | -3.929 | -315 |
| Sonstige | -874 | -893 | 19 |
| -19.506 | -17.430 | -2.076 | |
| Latente Steueransprüche | |||
| Pensionsrückstellungen | 4.087 | 5.343 | -1.256 |
| Andere Rückstellungen | 412 | 870 | -458 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 26.591 | 24.170 | 2.421 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15 | 8 | 7 |
| Sonstige | 7.472 | 7.028 | 444 |
| 38.577 | 37.419 | 1.158 |
Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland betrug für die Veranlagungszeiträume 2010 und 2011 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 %. Hieraus resultiert unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer, die in Deutschland für erzielte Gewinne erhoben und nicht als Betriebsausgabe abziehbar ist, mit deren unterschiedlichen Hebesätzen eine Steuerbelastung von rund 28,59 % im Jahr 2011 (Vj. 30).
Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts bzw. der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten der inländischen Gesellschaften wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 28,59 % (Vj. 30) bewertet. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 10 % und 46 %.
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn deren Realisierbarkeit aufgrund der Einschätzung des Managements wahrscheinlich ist. Zur Bestimmung entsprechender Wertberichtigungen werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Die dabei vorzunehmende Einschätzung kann sich mit der Zeitdauer ändern. Weiterhin ist für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und die Nutzbarkeit der Verlustvorträge maßgeblich, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit sowie der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus der Umkehrung der Bewertungsunterschiede realisiert werden können.
Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 2.173 TEUR (Vj. 4.956) wurden als nicht nutzbar eingeschätzt. Diese bestehen im Wesentlichen in den steuerlichen Ergebnissen der mexikanischen und zweier amerikanischer Gesellschaften. Darüber hinaus haben die sich weiterhin positiv entwickelnden Ergebnisse und Prognosen dazu geführt, dass eine bessere Nutzung bei den Verlustvorträgen angesetzt wird. Für die sonstigen steuerlichen Verlustvorträge geht der Konzern davon aus, dass ausreichend positives, zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung zur Verfügung stehen wird, da die Verluste im Wesentlichen aus den Aufwendungen der Restrukturierungen und Auswirkungen der Finanzkrise resultieren. Die steuerlichen Verlustvorträge sind in Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren bzw. auch unbegrenzt vortragbar bzw. vereinzelt sogar rücktragbar.
Latente Steuern auf so genannte "Outside Basis Differences" (Differenzen zwischen dem Nettovermögen inklusive Geschäfts- und Firmenwerten der Tochterunternehmen und dem jeweiligen steuerlichen Wert der Anteile an den Tochterunternehmen) wurden nicht gebildet, da die Umkehrung der Differenzen unter anderem durch Ausschüttungen gesteuert werden kann und für absehbare Zukunft keine wesentlichen Steuereffekte zu erwarten sind. Die "Outside Basis Differences" betragen zum 31.Dezember 2011 60.082 TEUR.
Im Jahr 2011 wurden steuerliche Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 10.656 TEUR (Vj. 14.729) realisiert.
10 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses und der nominellen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien abzüglich der per Rückkauf erworbenen eigenen Aktien. Am 14. April 2011 hat der Konzern im Wege eines Accelerated Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie. Die im Umlauf befindlichen Aktien werden mit dem gewichteten Durchschnitt ermittelt.
Neben dem unverwässerten Ergebnis je Aktie ist bei Vorliegen von so genannten potenziellen Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen, wie z. B. Wandelschuldverschreibungen und Optionen) auch ein verwässertes Ergebnis anzugeben. Da der GRAMMER Konzern keine solchen Finanzinstrumente ausgegeben bzw. entsprechende Vereinbarungen getroffen hat, sind das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie identisch.
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie | 10.918.459 | 10.165.109 |
| Ergebnis in TEUR | 22.040 | 16.302 |
| Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 2,02 | 1,60 |
In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden.
11 Gezahlte und vorgeschlagene Dividenden
Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn von 13,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,4 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag von 8,6 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft 330.050 eigene Aktien in Besitz hat, die keine Berechtigung einer Dividende aufweisen. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur Hauptversammlung ändert, wird der Vorstand der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag machen.
Es wurde keine Dividende im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr ausgeschüttet. Weitere Einzelheiten hierzu sind in Anhangsangabe 19 zu finden.
Während des Geschäftsjahres beschlossen und ausgeschüttet:
Dividenden auf Stammaktien:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Schlussdividende für 2010: 0 EUR (2009: 0 EUR) | 0 | 0 |
Auf der Hauptversammlung zur Genehmigung vorgeschlagen (zum 31. Dezember nicht als Schuld erfasst) Dividenden auf Stammaktien:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Schlussdividende für 2011: 0,4 EUR (2010: 0 EUR) | 4.486 | 0 |
12 Sachanlagen
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Finance Leasing | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2011 | 85.466 | 146.172 | 148.112 | 9.798 | 6.644 | 396.192 |
| Zugänge | 906 | 10.591 | 14.554 | 7.775 | 0 | 33.826 |
| Abgänge | -32 | -5.821 | -2.889 | 0 | -230 | -8.972 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -1.053 | -3.496 | -1.626 | -144 | -256 | -6.575 |
| Effekte aus Unternehmenserwerb | 0 | 192 | 230 | 0 | 0 | 422 |
| Umbuchungen | 4.893 | 5.300 | 1.621 | -11.814 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 90.180 | 152.938 | 160.002 | 5.615 | 6.158 | 414.893 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2011 | 39.214 | 91.306 | 109.321 | 0 | 2.972 | 242.813 |
| Zugänge | 2.879 | 9.612 | 9.949 | 0 | 1.345 | 23.785 |
| Abgänge | -5 | -4.681 | -2.473 | 0 | -227 | -7.386 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -446 | -2.632 | -869 | 0 | -52 | -3.999 |
| Umbuchungen | 0 | -3 | 3 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 41.642 | 93.602 | 115.931 | 0 | 4.038 | 255.213 |
| Buchwert 1. Januar 2011 | 46.252 | 54.866 | 38.791 | 9.798 | 3.672 | 153.379 |
| Buchwert 31. Dezember 2011 | 48.538 | 59.336 | 44.071 | 5.615 | 2.120 | 159.680 |
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2010 | 85.404 | 134.932 | 149.249 | 2.949 | 6.755 | 379.289 |
| Zugänge | 601 | 12.537 | 11.389 | 10.024 | 0 | 34.551 |
| Abgänge | -1.873 | -7.255 | -16.775 | -88 | -246 | -26.237 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 1.066 | 4.878 | 2.372 | 138 | 135 | 8.589 |
| Umbuchungen | 268 | 1.080 | 1.877 | -3.225 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 85.466 | 146.172 | 148.112 | 9.798 | 6.644 | 396.192 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2010 | 37.465 | 86.776 | 111.413 | 0 | 1.756 | 237.410 |
| Zugänge | 2.984 | 9.118 | 9.593 | 0 | 1.380 | 23.075 |
| Abgänge | -1.790 | -7.043 | -13.005 | 0 | -212 | -22.050 |
| Zuschreibungen | -5 | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 594 | 2.608 | 1.133 | 0 | 48 | 4.383 |
| Umbuchungen | -34 | -153 | 187 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 39.214 | 91.306 | 109.321 | 0 | 2.972 | 242.813 |
| Buchwert 1. Januar 2010 | 47.939 | 48.156 | 37.836 | 2.949 | 4.999 | 141.879 |
| Buchwert 31. Dezember 2010 | 46.252 | 54.866 | 38.791 | 9.798 | 3.672 | 153.379 |
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| Gebäude und Einbauten | 10 - 40 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen | 5 - 40 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 - 25 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 15 Jahre |
| Gemietete Vermögenswerte (Finanzierungsleasing) | 3 - 12 Jahre |
Eine Abschreibung von Grundstücken wird nicht vorgenommen.
GRAMMER hat verschiedene Vereinbarungen über Finanzierungs- und Operating-Leasing für Gebäude, Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge getroffen. Die Laufzeiten betragen zwischen 3 und 12 Jahren. Die meisten Leasingvereinbarungen sehen keine Verlängerungs- und Kaufoptionen vor mit Ausnahme der Gebäude und wenigen Anlagen, für die solche Optionen bestehen.
Bei den Gebäuden handelt es sich im Wesentlichen um übliche optionale Verlängerungsangebote, die nach Ablauf eine Neuverhandlung zur Fortführung vorsehen.
Die geleasten Vermögenswerte, die uns entsprechend IAS 17 wirtschaftlich zuzurechnen sind, setzen sich wie folgt zusammen:
Geleaste Vermögenswerte
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| TEUR | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Kraftfahrzeuge | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2011 | 5.803 | 141 | 700 | 6.644 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | -230 | -230 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -199 | -14 | -43 | -256 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 5.604 | 127 | 427 | 6.158 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2011 | 2.347 | 87 | 538 | 2.972 |
| Zugänge | 1.249 | 14 | 82 | 1.345 |
| Abgänge | 0 | 0 | -227 | -227 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -20 | -8 | -24 | -52 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 3.576 | 93 | 369 | 4.038 |
| Buchwert 1. Januar 2011 | 3.456 | 54 | 162 | 3.672 |
| Buchwert 31. Dezember 2011 | 2.028 | 34 | 58 | 2.120 |
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2010 | 5.736 | 169 | 850 | 6.755 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -52 | -194 | -246 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 67 | 24 | 44 | 135 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 5.803 | 141 | 700 | 6.644 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2010 | 1.094 | 105 | 557 | 1.756 |
| Zugänge | 1.252 | 17 | 111 | 1.380 |
| Abgänge | 0 | -51 | -161 | -212 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 1 | 16 | 31 | 48 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 2.347 | 87 | 538 | 2.972 |
| Buchwert 1. Januar 2010 | 4.642 | 64 | 293 | 4.999 |
| Buchwert 31. Dezember 2010 | 3.456 | 54 | 162 | 3.672 |
Aus den Finanzierungsleasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| 2011 | |||
| Leasingzahlungen | 805 | 242 | 0 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -62 | -10 | 0 |
| Barwerte (lt. Bilanz) | 743 | 232 | 0 |
| 2010 | |||
| Leasingzahlungen | 1.494 | 1.364 | 0 |
| Abzgl. Zinsaufwand aufgrund Abzinsung | -108 | -108 | 0 |
| Barwerte (lt. Bilanz) | 1.386 | 1.256 | 0 |
Aus den Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden folgende Leasingzahlungen (einschließlich garantierter Restwerte) fällig:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| 2011 | |||
| Leasingzahlungen | 11.098 | 20.577 | 7.060 |
| 2010 | |||
| Leasingzahlungen | 13.982 | 26.937 | 9.000 |
13 Immaterielle Vermögenswerte
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| TEUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | Geschäfts- oder Firmenwert | Aktivierte Entwicklungsleistungen | Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2011 | 23.900 | 43.738 | 16.340 | 0 | 83.978 |
| Zugänge | 2.145 | 0 | 1.602 | 10 | 3.757 |
| Abgänge | -125 | 0 | 0 | 0 | -125 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -189 | 0 | 127 | 0 | -62 |
| Effekte aus Unternehmenserwerb | 3.902 | 3.268 | 0 | 0 | 7.170 |
| Umbuchungen | 7 | 0 | 0 | -7 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 29.640 | 47.006 | 18.069 | 3 | 94.718 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2011 | 17.609 | 11.147 | 4.973 | 0 | 33.729 |
| Zugänge | 2.390 | 0 | 1.360 | 0 | 3.750 |
| Abgänge | -116 | 0 | 0 | 0 | -116 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -123 | 0 | 85 | 0 | -38 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 19.760 | 11.147 | 6.418 | 0 | 37.325 |
| Buchwert 1. Januar 2011 | 6.291 | 32.591 | 11.367 | 0 | 50.249 |
| Buchwert 31. Dezember 2011 | 9.880 | 35.859 | 11.651 | 3 | 57.393 |
| Anschaffungskosten Stand 1. Januar 2010 | 20.858 | 43.738 | 15.625 | 0 | 80.221 |
| Zugänge | 3.017 | 0 | 554 | 8 | 3.579 |
| Abgänge | -275 | 0 | 0 | 0 | -275 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 292 | 0 | 161 | 0 | 453 |
| Umbuchungen | 8 | 0 | 0 | -8 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 23.900 | 43.738 | 16.340 | 0 | 83.978 |
| Abschreibungen Stand 1. Januar 2010 | 15.604 | 11.147 | 3.634 | 0 | 30.385 |
| Zugänge | 1.920 | 0 | 1.299 | 0 | 3.219 |
| Abgänge | -98 | 0 | 0 | 0 | -98 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 183 | 0 | 40 | 0 | 223 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 17.609 | 11.147 | 4.973 | 0 | 33.729 |
| Buchwert 1. Januar 2010 | 5.254 | 32.591 | 11.991 | 0 | 49.836 |
| Buchwert 31. Dezember 2010 | 6.291 | 32.591 | 11.367 | 0 | 50.249 |
Die Position Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte enthält im Wesentlichen EDV-Software sowie erstmalig im Geschäftsjahr Kundenstämme, die im Zuge des Erwerbs von EiA Electronics N.V. identifiziert wurden und über sieben Jahre abgeschrieben werden. Die übrigen immateriellen Anlagegüter werden wie bisher nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 6 Jahren abgeschrieben.
Die aktivierten Entwicklungsleistungen betreffen selbst erstellte Patente. Diese werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 19 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Von den im Jahr 2011 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von 39.345 TEUR (Vj. 32.999) erfüllten 1.602 TEUR (Vj. 554) die Aktivierungskriterien nach IAS 38.
13.1 Geschäfts- und Firmenwerte
Die operativen Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen die primären wirtschaftlichen Grundlagen des GRAMMER Konzerns dar und spiegeln die interne Steuerungsstruktur des Konzerns wider. Die Produktbereiche Seating Systems und Automotive stellen sowohl die berichtspflichtigen Geschäftssegmente als auch die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) des GRAMMER Konzerns dar.
Im Rahmen der Konzernrechnungslegung erfasste und in der Vergangenheit erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden diesen CGUs für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 zugeordnet.
Die GRAMMER AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der in Abschnitt 2.3 dargestellten Vorgehensweise. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung der erzielbaren Beträge der CGUs zum 31. Dezember 2011 basieren, beinhalten die nachhaltige (Netto-) Wachstumsrate der bewertungsrelevanten Zahlungsmittelüberschüsse sowie den Abzinsungsfaktor. Diese sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
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| Zahlungsmittel- generierende Einheit | 2011 Goodwill | 2010 Goodwill | 2011 Wachstumsrate | 2010 Wachstumsrate | 2011 Abzinsungsfaktor | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CGU I | Seating Systems | 6.467 | 3.199 | 1 % | 1 % | 9,5 % |
| CGU II | Automotive | 29.392 | 29.392 | 1 % | 1 % | 9,5 % |
| Gesamt | 35.859 | 32.591 |
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| 2010 Abzinsungsfaktor | |
|---|---|
| CGU I | 11,0 % |
| CGU II | 11,0 % |
Grundlagen der Berechnungen
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow Prognosen ermittelt.
Die Cashflow Projektionen beruhen auf einem Drei-Jahres-Zeitraum mit von der Unternehmensleitung genehmigten Finanzplänen und berücksichtigen die Entwicklungen der Vergangenheit, aktuelle operative Ergebnisse, beste vom Management vorgenommene Schätzungen über die zukünftige Entwicklung sowie Markterwartungen und Marktannahmen.
Der zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten verwendete Eigenkapitalkostensatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,75 % sowie einem Risikozuschlag für das allgemeine Marktrisiko in Höhe von 5,5 %. Es werden zur Bestimmung des operativen und des Verschuldungsrisikos jeweils individuell Beta Faktoren aus einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) abgeleitet und für die Bewertung der CGU spezifischen Zahlungsmittelüberschüsse herangezogen. Der Fremdkapitalkostensatz wird unter Berücksichtigung der zukünftigen Finanzierungskonditionen der GRAMMER AG geschätzt und um Markterwartungen angepasst. Der so ermittelte Gesamtkapitalkostensatz spiegelt den Zinseffekt und die speziellen Risiken der CGUs wider, für die die geschätzten zukünftigen Cashflows nicht angepasst worden sind.
Cashflows nach dem Zeitraum von drei Jahren werden unter der Berücksichtigung einer Wachstumsrate von 1 % extrapoliert.
Die zum 31. Dezember 2011 durchgeführten Tests zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ergaben keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen Wertminderungen, da der erzielbare Betrag der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweiligen Buchwert übersteigt.
Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts
Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der beiden Einheiten "Seating Systems" und "Automotive" bestehen bei den zugrunde gelegten Annahmen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich:
| ― | Operatives Ergebnis, |
| ― | Preisentwicklung bei Rohstoffen, |
| ― | Marktanteile im Berichtszeitraum. |
Operatives Ergebnis
Die operativen Ergebnisse ergeben sich aus einer im Unternehmen durchgeführten Mehrjahresplanung, mit einer Umsatz- und Aufwandsplanung als Basis. Für die Prognose der Herstellungskosten werden aktuell vorliegende Werte, modifiziert um zukünftige Änderungen, herangezogen. Wesentliche Grundlage der Absatzplanung sind Informationen der Kunden des GRAMMER Konzerns sowie Markteinschätzungen verschiedener Informationsdienstleister.
Preisentwicklung bei Rohstoffen
Den Schätzungen werden die veröffentlichten Preisindizes der Länder, aus denen die Rohstoffe bezogen werden, sowie Daten, die spezifische Rohstoffe betreffen, zugrunde gelegt. Prognosedaten werden dann verwendet, wenn sie öffentlich zugänglich sind, andernfalls werden tatsächliche Rohstoffpreisentwicklungen der Vergangenheit als Indikator für künftige Preisentwicklungen herangezogen.
Annahmen über den Marktanteil
Diese Annahmen sind insofern wichtig, als die Unternehmensleitung beurteilt, wie sich die Position der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Vergleich zu ihren Wettbewerbern während des Prognosezeitraums ändern könnte. Die Unternehmensleitung erwartet, dass der Bereich Seating Systems während des Budgetzeitraums seinen Marktanteil festigt und der Bereich Automotive seine Position international stärken wird.
Sensitivität der getroffenen Annahmen
Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen durchgeführte Änderung einer der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Seating Systems getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Wert übersteigt.
Für die CGU Automotive beträgt der Differenzbetrag des erzielbaren Betrages über den Buchwert 130.257 TEUR. Mögliche Änderungen der getroffenen Grundannahmen könnten grundsätzlich dazu führen, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Wesentliche Veränderungen der nachfolgenden Parameter könnten dies auslösen:
| ― | Starke Veränderungen der Umsatzerlöse: Die Unternehmensleitung geht in ihrer Planung von moderat steigenden Umsätzen, die die Abschätzungen der aktuellen Marktlage beinhalten, und einer nachfolgenden Geschäftsausweitung durch neu akquirierte Projekte und Produktreihen in verschiedenen Märkten aus. Sollte sich das Umsatzwachstum im Detailplanungszeitraum auf nahezu 0 % p. a. reduzieren, würden sich die bewertungsrelevanten Überschüsse soweit verringern, dass der beizulegende Zeitwert den Buchwert übersteigt. |
| ― | Eine Reduzierung der Terminal-Value-Wachstumsrate (Nettowachstumsrate) auf 0 %, unter sonst unveränderten Bedingungen, würde zu einer Reduzierung des erzielbaren Betrages von rund 9,5 % führen. Es verbleibt eine positive Differenz zwischen dem erzielbaren Ertrag und dem Buchwert der CGU II. |
| ― | Eine Erhöhung des zugrunde gelegten Abzinsungsfaktors von ca. 4,7 Prozentpunkten führt rechnerisch dazu, dass sich der Überschuss zwischen Buchwert und erzielbaren Betrag auf null reduziert. |
Marktwertorientierte Betrachtungsweise
Der Konzern berücksichtigt bei der Einschätzung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Geschäfts- und Firmenwert wertgemindert sein könnte, auch das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert des Eigenkapitals des GRAMMER Konzerns.
Zum 31. Dezember 2011 lag die Marktkapitalisierung der GRAMMER AG unter dem Buchwert des Konzern-Eigenkapitals, was theoretisch auf eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts oder anderer Vermögenswerte hindeuten könnte. Die einzelnen Schritte der Prüfung werden wie im Vorjahr erläutert.
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| Marktkapitalisierung | Eigenkapital | Anlagevermögen | Gearing |
|---|---|---|---|
| 150.312 TEUR | 211.165 TEUR | 217.073 TEUR | 44 % |
Für die einzelnen CGUs selbst ist ein Börsenpreis nicht verfügbar. Die Aufteilung der Marktkapitalisierung für die Gesellschaft insgesamt auf die CGUs Seating Systems und Automotive ist insofern nur unter Zuhilfenahme willkürlicher Allokationsschlüssel möglich.
Die Marktkapitalisierung der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2011 ergibt sich aus dem zu diesem Stichtag festgelegten Schlusskurs der Aktien der GRAMMER AG und basiert im Wesentlichen auf dem Handel (Angebot und Nachfrage) einzelner Aktien oder kleinerer Aktienpakete der GRAMMER AG. Die Preisbildung berücksichtigt nicht mögliche Bewertungszuschläge (so genannte control premiums) zur Ermittlung eines Marktpreises für die Gesamtheit aller Anteile der GRAMMER AG. Der an der Börse gehandelte Minderheitsanteil an der GRAMMER AG entspricht theoretisch zudem nur dann dem Transaktionspreis zwischen unabhängigen, sachverständigen und vertragswilligen Geschäftspartnern, wenn keine Publizitätsmängel vorliegen und die Preisbildung keinen, von der Fundamentalentwicklung abweichenden Marktverwerfungen unterliegt.
Das Management der GRAMMER AG kommt zu dem Ergebnis, dass die Marktkapitalisierung nicht maßgeblich ist für die hier vorgenommenen Bewertungsüberlegungen. Vor diesem Hintergrund hat das Management die nach IAS 36 durchzuführenden Werthaltigkeitsüberlegungen mit den dafür üblichen Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung von Cashflow Prognosen vorgenommen.
14 Vorräte
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 65.376 | 56.784 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 11.080 | 6.840 |
| Fertige Erzeugnisse und Leistungen | 21.124 | 17.415 |
| Geleistete Anzahlungen | 6.413 | 7.849 |
| Gesamtsumme der Vorräte | 103.993 | 88.888 |
Die gesamten Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Wesentliche Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert ergaben sich nicht.
15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 137.801 | 138.294 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen. Die im Vorjahr im Rahmen des Konsortialkreditvertrages bestehenden Sicherungsabtretungen in Form einer Globalzession bestehen nach Ablösung des Konsortialkredites im September 2011 nicht mehr.
Zum 31. Dezember 2011 wurden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.203 TEUR (Vj. 2.695) vorgenommen. Die Entwicklung der Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| TEUR | Einzelwertberichtigungen | Wertberichtigungen auf Portfoliobasis | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2011 | 1.419 | 1.276 | 2.695 |
| Zugänge | 14 | 728 | 742 |
| Inanspruchnahme | -46 | -46 | -92 |
| Auflösungen | 0 | 0 | 0 |
| Effekte aus Währungskursänderungen | -142 | 0 | -142 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 1.245 | 1.958 | 3.203 |
| Stand 1. Januar 2010 | 986 | 719 | 1.705 |
| Zugänge | 742 | 565 | 1.307 |
| Inanspruchnahme | -267 | -8 | -275 |
| Auflösungen | -76 | 0 | -76 |
| Effekte aus Währungskursänderungen | 34 | 0 | 34 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 1.419 | 1.276 | 2.695 |
Folgende Tabelle zeigt lang- und kurzfristige finanzielle Forderungen, die am Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig sind, sowie die überfälligen Forderungen, die nicht wertgemindert sind.
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| TEUR | Nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | Nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Weder fällig noch wertgemindert | bis 30 Tage | 31 - 60 Tage | 61 - 90 Tage | 91 - 180 Tage | über 181 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 137.801 | 115.058 | 16.919 | 2.625 | 896 | 1.256 | 1.047 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 54.086 | 54.086 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 8.169 | 8.169 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2010 | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 138.294 | 113.273 | 19.541 | 2.822 | 574 | 1.550 | 534 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 48.338 | 48.338 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 6.420 | 6.420 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Das maximale Kreditausfallrisiko der Forderungen beläuft sich auf den Buchwert des Forderungsbestands. Weder hinsichtlich der wertgeminderten Forderungen noch des in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen ergaben sich am Abschlussstichtag Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
16 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| Ausleihungen | 3.887 | 3.663 |
| Wertpapiere | 0 | 16 |
| Beteiligungen | 541 | 576 |
| Sonstiges | 438 | 612 |
| 4.866 | 4.867 | |
| Kurzfristig | ||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 54.086 | 48.338 |
| Sonstige Forderungen | 3.844 | 2.145 |
| 57.930 | 50.483 |
Die Ausleihungen beinhalten überwiegend ein Darlehen an ein Gemeinschaftsunternehmen in konzernfremder Währung mit einem Zeitwert zum Ausreichungszeitpunkt in Höhe von 5.271 TEUR (Vj. 5.121), das mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag in Höhe von 3.797 TEUR (Vj. 3.565) bewertet wurde. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist derzeit weder geplant noch wahrscheinlich, so dass es einen Teil der Nettoinvestition in dieses Gemeinschaftsunternehmen darstellt. Die damit verbundenen Währungsschwankungen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im laufenden Geschäftsjahr Darlehen an Dritte und an Mitarbeiter in Höhe von 438 TEUR (Vj. 612).
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten den mittels der Percentage-of-Completion Methode ermittelten aktivischen Saldo gegenüber Kunden aus Fertigungsaufträgen.
Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferung und Leistung und haben Laufzeiten von 30 bis 90 Tagen.
17 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 13.440 | 12.756 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.899 | 3.900 |
| 15.339 | 16.656 |
In den sonstigen Vermögenswerten sind vor allem Forderungen aus Durchlaufsteuern wie Mehrwertsteuern 8.226 TEUR (Vj. 7.580), Ansprüche aus Investitionszuschüssen 1.324 TEUR (Vj. 1.982), temporäre Kautionsvereinbarungen 457 TEUR (Vj. 908), Forderungen gegen Mitarbeiter 454 TEUR (Vj. 279) sowie debitorische Kreditoren 706 TEUR (Vj. 312) enthalten.
Für die ausgewiesenen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Wertberichtigungen ergaben sich nicht.
18 Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 46.749 | 17.170 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken in unterschiedlichen Währungen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst.
Zum Zweck der Konzern-Kapitalflussrechnung setzt sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 46.749 | 17.170 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | -1.844 | -779 |
| 44.905 | 16.391 |
19 Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital im GRAMMER Konzern betrug am 31. Dezember 2010 26.868 TEUR und war eingeteilt in 10.495.159 nennwertlose Stückaktien. Am 14. April 2011 hat die GRAMMER AG im Wege eines Accelerated Bookbuilding-Verfahrens 1.049.515 neue Aktien bei qualifizierten institutionellen Anlegern in Deutschland und im europäischen Ausland platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 29.554.365,44 EUR und ist eingeteilt in 11.544.674 Aktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte und die Aktionäre sind zum Bezug der beschlossenen Dividenden berechtigt (Ausnahme: eigene Aktien) und verfügen auf der Hauptversammlung über ein Stimmrecht je Aktie.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrug per 31. Dezember 2011 74.444 TEUR (Vj. 58.237). Die Kapitalrücklage beinhaltet die Agien aus den Kapitalerhöhungen 1996, 2001 und 2011 abzüglich angefallener Kosten. Die Transaktionskosten der Kapitalerhöhung 2011 betrugen 207 TEUR nach Abzug des darauf entfallenden Steuereffektes in Höhe von 85 TEUR.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten die gesetzliche Rücklage der GRAMMER AG zum 31. Dezember 2011 und 2010 mit jeweils 1.183 TEUR. Diese steht nicht für Ausschüttungen zur Verfügung. Die Gewinnrücklagen enthalten darüber hinaus die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Die Gewinnrücklagen sind aufgrund des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2011 gegenüber dem Vorjahr von 89.488 TEUR auf 111.528 TEUR angestiegen.
Kumuliertes sonstiges Ergebnis
Das kumulierte sonstige Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, die Effekte aus der Absicherung von Cashflow Hedges sowie die verrechneten Veränderungen aus den Nettoinvestitionen nach IAS 21 einschließlich darauf verrechnete latente Steuern.
Dividenden
Die Dividendenausschüttung des GRAMMER Konzerns richtet sich gemäß § 58 Absatz 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der GRAMMER AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die GRAMMER AG weist einen Bilanzgewinn von 13,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 aus. Dabei wurden der Verlustvortrag von 26,0 Mio. EUR, die Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 24,8 Mio. EUR sowie der Jahresüberschuss in Höhe von 14,3 Mio. EUR berücksichtigt. Es wurde keine Dividende im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgeschüttet. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,4 EUR pro Aktie auszuschütten und den verbleibenden restlichen Betrag von 8,6 Mio. EUR vorzutragen. Dabei wurde beachtet, dass die Gesellschaft 330.050 eigene Aktien in Besitz hat, die keine Berechtigung einer Dividende aufweisen. Falls sich die Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien bis zur Hauptversammlung ändert, wird der Vorstand der Hauptversammlung einen entsprechend angepassten Gewinnverwendungsvorschlag machen.
Eigene Anteile
Die GRAMMER AG hält zum 31. Dezember 2011 einen Bestand an eigenen Aktien von 330.050 Stück, der komplett in 2006 zum Gesamtkaufpreis von 7.441 TEUR erworben wurde. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 844.928 EUR und entspricht 2,8589 % des Grundkapitals.
Erwerb eigener Anteile
Der Vorstand der GRAMMER AG hat am 16. August 2006 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu machen. Es können seitens der Gesellschaft bis zu 10 % des Grundkapitals, das heißt bis zu 1.049.515 eigene Aktien, erworben werden. Der Aktienrückkauf erfolgte für die durch den Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Zwecke, die sowohl den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen, den Verkauf über die Börse oder über ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot als auch die Einziehung vorsehen. Diese Ermächtigung galt vom 16. August 2006 bis zum 1. Dezember 2007. Der Rückkauf der Aktien nach diesem Vorstandsbeschluss erfolgte in Übereinstimmung mit den Safe-Harbour-Regelungen der §§ 14 Absatz 2, 20 a Absatz 3 WpHG in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003. Der Erwerb der 330.050 Aktien erfolgte über die Börse zu dem nach dem Beschluss der Hauptversammlung ermittelten Erwerbspreis und ist im Internet auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht. Eine Verwendung der Aktien wurde noch nicht vom Vorstand vorgeschlagen. Zum 31. Dezember 2011 sind 11.544.674 Stückaktien (Vj. 10.165.109) im Umlauf.
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, und der GRAMMER AD, Bulgarien.
Ermächtigungen
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28.05.2009 um T€ 13.434 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder Options- oder Wandelgenussrechten, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands bis zum 27.05.2014 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtungen zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden (Bedingtes Kapital 2009).
Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26.05.2011 besteht außerdem befristet bis zum 25.05.2016 ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von T€ 14.777 (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 14.777 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
a) soweit es erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszugleichen;
b) wenn die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;
c) wenn eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); beim Gebrauchmachen von dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ist der Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund anderer Ermächtigungen nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu berücksichtigen.
Der Vorstand der GRAMMER AG hat mit Beschluss vom 18. Mai 2011 festgelegt,
(1) von der im neuen § 5 Abs. 3 der Satzung vorgesehenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit gesetzlichem Bezugsrecht für Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der GRAMMER AG führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 30 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft übersteigt;
(2) von der Ermächtigung, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen in dem Fall, dass Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen oder zum Zwecke des Erwerbs von Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden, während der Laufzeit der Ermächtigung nur in Höhe von bis zu 20 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft Gebrauch zu machen;
(3) zu berücksichtigen, dass die Summe der Kapitalmaßnahmen aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss während der Laufzeit dieser Ermächtigung die Grenze von 20 % des aktuell bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt.
20 Pensionen und andere Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungszusagen.
Diese werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich.
Bei der Berechnung der DBO (Defined Benefit Obligation) für die Leistungszusagen wurden im Wesentlichen folgende Bewertungsparameter zugrunde gelegt:
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| Bewertungsparameter DBO % |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 5,00 | 5,25 |
| Gehaltstrend | 2,20 | 2,20 |
| Einkommensdynamik Einzelzusagen | 2,20 | 2,20 |
| Inflationsrate | 1,90 | 1,90 |
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| Bewertungsparameter sonstige Leistung % |
2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 4,23 - 7,00 | 4,66 - 5,25 |
| Gehaltstrend | 2,20 - 5,31 | 2,20 - 4,66 |
| Inflationsrate | 1,90 - 10,44 | 1,90 - 10,00 |
Für Sterblichkeit und Invalidität wurden grundsätzlich die Heubeck-Richttafeln 2005 G bzw. vergleichbare ausländische Sterbetafeln verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden konzernspezifisch ermittelt.
Die in der Bilanz erfasste Nettoschuld ist in den Pensionsverpflichtungen enthalten. Planvermögen (Plan Assets) zur Deckung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen besteht nicht.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden Renten für Pensionszusagen in Höhe von 1.617 TEUR (Vj. 1.433) ausgezahlt. Für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer (Post-Employment Benefits) wurden insgesamt 87 TEUR (Vj. 54) ausgezahlt.
Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| TEUR | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
|---|---|---|
| Erdiente Ansprüche 2011 | 1.437 | 666 |
| Zinsaufwendungen 2011 | 3.237 | 101 |
| Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2011 | 26 | 0 |
| Gesamt 2011 | 4.700 | 767 |
| Erdiente Ansprüche 2010 | 1.469 | 661 |
| Zinsaufwendungen 2010 | 3.032 | 92 |
| Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2010 | 25 | 0 |
| Gesamt 2010 | 4.526 | 753 |
Die obigen Beträge sind grundsätzlich in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten; der Zinsaufwand auf die jeweilige Verpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die in der Bilanz erfassten Verpflichtungen (Unterdeckung) aus Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 ergeben sich wie folgt:
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| TEUR | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
|---|---|---|
| DBO am 31. Dezember 2011 | 67.484 | 2.399 |
| Ungetilgte versicherungsmathematische Verluste (-) | -5.389 | 0 |
| Rückstellungen am 31. Dezember 2011 | 62.095 | 2.399 |
| DBO am 31. Dezember 2010 | 62.429 | 2.066 |
| Ungetilgte versicherungsmathematische Verluste (-) | -3.417 | 0 |
| Rückstellungen am 31. Dezember 2010 | 59.012 | 2.066 |
Die Entwicklung der DBO stellt sich somit wie folgt dar:
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| TEUR | Pensionsplan | Sonstige Leistungen |
|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2011 | 62.429 | 2.066 |
| + Erdiente Ansprüche 2011 | 1.437 | 666 |
| + Zinsaufwendungen 2011 | 3.237 | 101 |
| - Tatsächliche Zahlungen 2011 | -1.618 | -87 |
| - Abgänge von Verpflichtungen 2011 | -3 | -39 |
| Wechselkursänderungen | 4 | -308 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 1.998 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 67.484 | 2.399 |
| Stand 1. Januar 2010 | 58.399 | 1.311 |
| + Erdiente Ansprüche 2010 | 1.469 | 661 |
| + Zinsaufwendungen 2010 | 3.032 | 92 |
| - Tatsächliche Zahlungen 2010 | -1.433 | -54 |
| - Abgänge von Verpflichtungen 2010 | -19 | 0 |
| Wechselkursänderungen | 2 | 56 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 979 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 62.429 | 2.066 |
Die Veränderung der Annahmen und die planmäßig erwarteten Veränderungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erwartete DBO zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres | 65.512 | 61.450 | 58.940 | 56.362 | 55.919 |
| Aktueller Wert der DBO zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres | 67.484 | 62.429 | 58.399 | 55.714 | 53.124 |
| Überdeckung/Unterdeckung | 1.972 | 979 | -541 | -648 | -2.795 |
| Davon: | |||||
| Erfahrungsbedingte und eingetretene Strukturänderungen | -736 | 219 | -878 | 62 | 1.033 |
| Änderungen der Annahmen | 2.708 | 760 | 337 | -710 | -3.828 |
21 Finanzschulden
Verzinsliche Darlehen
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| 2011 TEUR |
kurzfristig | langfristig | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 1.844 | 0 | 1.844 |
| Bankdarlehen | |||
| Darlehen EUR | 473 | 217 | 690 |
| Darlehen CNY | 4.902 | 0 | 4.902 |
| Schuldscheindarlehen | 1.871 | 129.559 | 131.430 |
| Gesamtsumme Finanzschulden | 9.090 | 129.776 | 138.866 |
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| 2010 TEUR |
kurzfristig | Langfristig | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 779 | 0 | 779 |
| Bankdarlehen | |||
| Darlehen EUR | 30.103 | 28.000 | 58.103 |
| Darlehen CNY | 2.267 | 0 | 2.267 |
| Schuldscheindarlehen | 0 | 69.852 | 69.852 |
| Gesamtsumme Finanzschulden | 33.149 | 97.852 | 131.001 |
Die GRAMMER AG hat die verfügbare Liquidität aufgrund der Ausweitung der Finanzierung, der Kapitalerhöhung und der Umstrukturierung der Finanzierung verbessert. Der bislang bestehende Finanzierungsrahmen über einen Konsortialkredit in Höhe von 110,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis August 2013 wurde im September 2011 vollständig rückgeführt und durch einen Rahmenkreditvertrag mit einem Volumen von 70,0 Mio. EUR sowie ein neu aufgenommenes Schuldscheindarlehen von 60,0 Mio. EUR abgelöst.
Der neue Rahmenkreditvertrag, der zwischen den inländischen GRAMMER-Gesellschaften und sieben Geschäftsbanken auf bilateraler Basis abgeschlossen wurde, hat eine Laufzeit bis 1. Juli 2014. Die Barkreditlinien können wahlweise als Kontokorrentkredite oder durch Festsatzkredite mit Zinsperioden bis sechs Monaten in Anspruch genommen werden. Die Verzinsung erfolgt mit geldmarktgekoppelten Zinssätzen zuzüglich fester Kreditmargen.
Für die bilateralen Kreditlinien haften die beteiligten GRAMMER-Gesellschaften gesamtschuldnerisch. Die Besicherungen durch Grundpfandrechte sowie durch Sicherungsübereignung bzw. Sicherungsabtretung von Vermögenswerten des Anlage- und Umlaufvermögens des Vorjahres wurden aufgrund der Umstrukturierung aufgehoben.
Kontokorrentkredite
Bei den Kontokorrentkrediten handelt es sich im Wesentlichen um aufgenommene Gelder eines ausländischen Tochterunternehmens unter Ausnutzung einer lokalen Kreditlinie.
Bankdarlehen
Das im Vorjahr bestehende langfristige KfW-Darlehen in Höhe von 28,0 Mio. EUR wurde im Zuge der Ablösung des Konsortialkredits im September 2011 vorzeitig zurückgeführt.
Die EUR-Darlehen beinhalten Kredite eines ausländischen Tochterunternehmens mit Laufzeiten bis August 2013. Bei den Darlehen in chinesischer Landeswährung handelt es sich um kurzfristige Darlehen mit Fälligkeiten im Dezember 2012, die anschließend revolvierend in Höhe der auf Sicht eines Jahres nötigen Finanzmittel wieder aufgenommen werden.
Schuldscheindarlehen
Es bestehen Schuldscheindarlehen in Höhe von 70,0 Mio. EUR, die mit einem festen Zinssatz von 4,8 % verzinst werden und in Höhe von 60,5 Mio. EUR Ende August 2013 zur Rückzahlung fällig werden. Ein Teilbetrag von 9,5 Mio. EUR wurde im September 2011 vorzeitig um weitere drei bzw. fünf Jahre prolongiert. Die Verzinsung in der Prolongationsphase ist variabel.
Darüber hinaus hat die GRAMMER AG im September 2011 weitere Schuldscheindarlehen im Gesamtnennwert von 60,0 Mio. EUR aufgenommen. Die Schuldscheindarlehen sind zum Teil mit festen und mit variablen Zinssätzen sowie unterschiedlichen Laufzeiten von drei, fünf bzw. sieben Jahren ausgestattet.
22 Rückstellungen
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| TEUR | Marktorientierte Rückstellungen | Verpflichtungen aus dem Personalbereich | Übrige Rückstellungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2011 | 7.277 | 616 | 399 | 8.292 |
| Zuführung | 4.655 | 265 | 290 | 5.210 |
| Inanspruchnahme | -3.071 | -338 | -141 | -3.550 |
| Nicht verwendete, aufgelöste Beträge | -648 | 4 | -22 | -666 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | -214 | 0 | -13 | -227 |
| Stand 31. Dezember 2011 | 7.999 | 547 | 513 | 9.059 |
| Kurzfristige Rückstellungen 2011 | 7.999 | 547 | 513 | 9.059 |
| Langfristige Rückstellungen 2011 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 1. Januar 2010 | 6.147 | 1.353 | 360 | 7.860 |
| Zuführung | 5.789 | 328 | 77 | 6.194 |
| Inanspruchnahme | -4.001 | -955 | -40 | -4.996 |
| Nicht verwendete, aufgelöste Beträge | -833 | -110 | 0 | -943 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 175 | 0 | 2 | 177 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 7.277 | 616 | 399 | 8.292 |
| Kurzfristige Rückstellungen 2010 | 7.277 | 616 | 399 | 8.292 |
| Langfristige Rückstellungen 2010 | 0 | 0 | 0 | 0 |
In den marktorientierten Verpflichtungen sind Rückstellungen enthalten, die alle Risiken aus dem Verkauf von Teilen und Produkten bis hin zur Entwicklungsleistung einschließen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsansprüche, die unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadensverlaufs ermittelt werden. Diese umfassen sowohl die Haftung des Konzerns für die einwandfreie Funktionalität der verkauften Produkte als auch die Verpflichtung, dem Käufer durch den Gebrauch der Produkte entstandene Schäden und Kosten zu ersetzen. Des Weiteren sind hierin Rückstellungen für aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen zu gewährende Rabatte, Boni und Ähnliches enthalten, die nach dem Bilanzstichtag anfallen, jedoch durch Umsätze vor dem Bilanzstichtag verursacht wurden.
In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich wie Jubiläumsaufwendungen enthalten. Verpflichtungen aus Altersteilzeitguthaben wurden mit zugeordneten Planvermögenswerten in Höhe von 2.643 TEUR gemäß IAS 19 saldiert.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, zum Beispiel Prozesskostenrückstellungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.260 | 4.890 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 110.619 | 92.115 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 113.879 | 97.005 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr des Konzerns. Ausstehende Rechnungen und Verbindlichkeiten für erhaltene Lieferungen werden gemäß ihrem Charakter in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel nicht verzinslich und haben gewöhnlich eine Fälligkeit von bis zu 90 Tagen. Speziell in den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Mietkaufverträgen enthalten, die Laufzeiten bis zu 5 Jahren beinhalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.
24 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kurzfristig | ||
| Derivative finanzielle Verpflichtungen | 1.592 | 1.490 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 743 | 1.386 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.130 | 583 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.465 | 3.459 |
| Langfristig | ||
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 232 | 1.256 |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 6.300 | 4.913 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.532 | 6.169 |
25 Sonstige Verbindlichkeiten
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Kurzfristig | ||
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2.106 | 2.251 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben | 3.642 | 3.620 |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.694 | 6.956 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 35.509 | 36.635 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.674 | 5.040 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 49.625 | 54.502 |
| Langfristig | ||
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben | 1.590 | 1.520 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 712 | 840 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.302 | 2.360 |
| Gesamt sonstige Verbindlichkeiten | 51.927 | 56.862 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sind weitgehend Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus ausstehendem Urlaub, Überstunden, Gleitzeit oder Ähnliches sowie Sozialplanverpflichtungen. Zudem sind Verbindlichkeiten aus Mehrwertsteuern sowie kurzfristige Aufwandsabgrenzungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern und Abgaben enthalten im Wesentlichen noch abzuführende Lohnsteuer und ähnliche Regelungen für das Geschäftsjahr 2011.
26 Kapitalflussrechnung
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst Auszahlungen für Sachanlagen und Finanzinvestitionen im Sach- und Finanzanlagevermögen, nicht aber die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Anleihen auch die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Der GRAMMER Konzern betrachtet als Finanzmittelfonds flüssige Mittel und kurzfristig veräußerbare Geldmarktfonds abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber den Banken.
27 Rechtsstreitigkeiten
Zur Absicherung rechtlicher Risiken arbeiten wir mit einem System aus intensiver Vertragsprüfung, Vertragsmanagement und systematisierter Archivierung. Für so genannte "Normalrisiken" und existenzgefährdende Risiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Wesentliche Rechtsstreitigkeiten gab es im Geschäftsjahr nicht.
28 Haftungsverhältnisse
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 32 | 32 |
Die Bürgschaften wurden vor allem für gemietete Geschäftsräume sowie als Vertragserfüllungsbürgschaften gewährt.
29 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
In dem Konzernabschluss sind die Abschlüsse der GRAMMER AG als Mutterunternehmen und der folgenden Tochterunternehmen einbezogen:
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| Kapitalanteil in % |
|||
|---|---|---|---|
| Name der Tochtergesellschaft | Sitz | 2011 | 2010 |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Vollkonsolidierte Unternehmen | |||
| 1. GRAMMER do Brasil Ltda. | Atibaia, Brasilien | 99,99 | 99,99 |
| 2. GRAMMER Seating Systems Ltd. | Bloxwich, England | 100,00 | 100,00 |
| 3. GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S. | Bursa, Türkei | 99,40 | 99,40 |
| 4. GRAMMER Inc. | Hudson (WI), USA | 100,00 | 100,00 |
| 5. GRAMMER Wackersdorf GmbH | Wackersdorf, Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| 6. GRAMMER CZ s.r.o. | Tachov, Tschechien | 100,00 | 100,00 |
| 7. GRAMMER Japan Ltd. | Tokio, Japan | 100,00 | 100,00 |
| 8. GRAMMER AD | Trudovetz, Bulgarien | 90,21 | 90,21 |
| 9. GRAMMER Automotive GmbH | Amberg, Deutschland | * | * |
| 10. GRAMMER System GmbH | Amberg, Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| 11. GRAMMER Automotive Metall GmbH | Amberg, Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| 12. GRAMMER Automotive Slovenija d.o.o. | Slovenji Gradec, Slowenien | 100,00 | 100,00 |
| 13. GRAMMER Automotive Española S.A. | Olèrdola, Spanien | 100,00 | 100,00 |
| 14. GRAMMER Industries Inc. | Greenville (SC), USA | 100,00 | 100,00 |
| 15. GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V. | Puebla, Mexiko | 100,00 | 100,00 |
| 16. GRAMMER Automotive Polska sp. z.o.o. | Bielsko-Biala, Polen | 100,00 | 100,00 |
| 17. GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd. | Xiamen, China | 100,00 | 100,00 |
| 18. GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd. | Tianjin, China | 100,00 | 100,00 |
| 19. GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd. | Changchun, China | 100,00 | 100,00 |
| 20. GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd. | Shanghai, China | 100,00 | 100,00 |
| 21. GRAMMER System d.o.o. | Aleksinac, Serbien | 100,00 | 100,00 |
| 22. GRAMMER Railway Interior GmbH | Amberg, Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| 23. GRAMMER Technical Components GmbH | Kümmersbruck, Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| 24. GRAMMER EiA Electronics N.V. | Aartselaar, Belgien | 100,00** | |
| 2. Quotenkonsolidiertes Unternehmen | |||
| 1. GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | London (OH), USA | 50,00 | 50,00 |
* Verschmolzen mit der GRAMMER AG zum 1. Mai 2010.
** Unternehmen wurde erstmalig am 26. Juli 2011 in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Gesellschaften GRAMMER System GmbH, GRAMMER Wackersdorf GmbH, GRAMMER Railway Interior GmbH, GRAMMER Technical Components GmbH und GRAMMER Automotive Metall GmbH nehmen die Erleichterungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch.
Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen oder Schulden gegen nahe stehende Unternehmen und Personen bestehen keinerlei Garantien. Zum 31. Dezember 2011 hat der Konzern keine Wertberichtigung auf Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen gebildet (Vj. 0). Die Notwendigkeit des Ansatzes einer Wertberichtigung wird jährlich überprüft, indem die Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der Personen und der Markt, in dem diese tätig sind, überprüft werden.
Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr:
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| Nahe stehende Unternehmen und Personen TEUR |
Verkäufe an nahe stehende Unternehmen und Personen | Käufe von nahe stehenden Unternehmen und Personen | Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen | Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und Personen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Joint Ventures, an denen das Mutterunternehmen als Partnerunternehmen beteiligt ist: GRA-MAG Truck Interior Systems LLC | 2011 | 1.245 | 0 | 12.142 | 42 |
| 2010 | 720 | 0 | 9.821 | 0 |
GRA-MAG Truck Interior Systems LLC Limited
Der Konzern hält einen Anteil von 50 % an der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC (GRA-MAG) (Vj. 50 %). Die GRA-MAG beschäftigte zum 31. Dezember 2011 60 (Vj. 48) Mitarbeiter.
Erklärungen zum Vorstand/Aufsichtsrat
Unternehmen des GRAMMER Konzerns haben mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Person vertreten sind, keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
30 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Marktwerte sowie Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Aktiva
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| TEUR | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.2011 | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | LaR | 46.749 | 46.749 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 137.801 | 137.801 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 8.169 | 8.169 | |||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 54.086 | 54.086 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 541 | 541 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 0 | ||||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 113.879 | 113.879 | |||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | FLAC | 138.866 | 138.866 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | FLAC | 8.431 | 8.431 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n.a. | 975 | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 646 | 646 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 946 | 946 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen | LaR | 246.805 | 246.805 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 541 | 541 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | FAHfT | 0 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 261.176 | 261.176 | |||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | FLHfT | 646 | 646 |
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| TEUR | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Fair Value 31.12.2011 | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 46.749 | LaR | 17.170 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 137.801 | LaR | 138.294 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 8.169 | LaR | 6.420 | |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 54.086 | LaR | 48.338 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 541 | AfS | 592 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | FAHfT | 0 | |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 113.979 | FLAC | 97.005 | |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 145.583 | FLAC | 131.001 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | 8.431 | FLAC | 5.496 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 975 | 975 | n.a. | 2.642 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 646 | FLHfT | 1.490 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 946 | n.a. | 0 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||
| Darlehen und Forderungen | 246.805 | LaR | 210.222 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 541 | AfS | 592 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | FAHfT | 0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 267.993 | FLAC | 233.502 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 646 | FLHfT | 1.490 |
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| TEUR | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Fair Value 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen | 17.170 | 17.170 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 138.294 | 138.294 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Darlehen und Forderungen | 6.420 | 6.420 | ||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 48.338 | 48.338 | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 592 | 592 | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | |||||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.005 | 97.005 | ||||
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | 131.001 | 134.619 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten | 5.496 | 5.496 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.642 | 2.642 | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.490 | 1.490 | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | |||||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Darlehen und Forderungen | 210.222 | 210.222 | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 592 | 592 | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 0 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 233.502 | 237.120 | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 1.490 | 1.490 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen wird angenommen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die längerfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweiligen gültigen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung des für GRAMMER relevanten Risikozuschlags ermittelt.
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht unserer zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in den drei Stufen der Fair Value Hierarchie:
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| 2011 TEUR |
Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivate | |||||
| mit Hedge-Beziehung | 946 | 946 | |||
| ohne Hedge-Beziehung | 646 | 646 |
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| 2010 TEUR |
Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert | |||||
| Derivate | |||||
| mit Hedge-Beziehung | 0 | 0 | |||
| ohne Hedge-Beziehung | 1.490 | 1.490 |
Die Stufen der Fair Value Hierarchie spiegeln die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und sind wie folgt abgestuft:
Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Marktpreise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit liegen entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten vor, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten:
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| TEUR | Nettoergebnis 2011 | Nettoergebnis 2010 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 2.765 | -323 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 127 | -1.141 |
| Finanzielle Verpflichtungen zu Anschaffungskosten bewertet | -3.639 | 4.498 |
| -747 | 3.034 |
Die Nettoergebnisse aus Darlehen und Forderungen enthalten Währungsgewinne oder -verluste, ergebniswirksame Veränderungen von Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen.
Die Nettoergebnisse aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten Marktwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird einschließlich Zinserträge und Zinsaufwendungen.
Die Nettogewinne der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste.
31 Finanzderivate und Risikomanagement
Die wesentlichen im Konzern verwendeten originären finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Schuldscheindarlehen, Bankdarlehen, Kontokorrentkredite und Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit ist der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Der Konzern schließt darüber hinaus bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ab, die der Konzern im Rahmen des Risikomanagements überwiegend zum Zweck der Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren, einsetzt. Vereinzelt werden auch Risiken aus den Marktpreisen von Waren durch Warentermingeschäfte abgesichert. Der Einsatz dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Warenpreisrisiken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sowie beschriebenen Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Der Vorstand des Konzerns hat deswegen ein Risikomanagementsystem implementiert, das auch vom Aufsichtsrat überwacht wird. Das Risikomanagementsystem ist im Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers integriert, wobei der Konzernvorstand auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung trägt. Die Regelungen verfolgen das Ziel, alle Mitarbeiter im Konzern zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Das Management des Konzerns erarbeitete mit Experten für Finanzrisiken ein angemessenes Rahmenkonzept zur Steuerung von Finanzrisiken. Das Rahmenkonzept stellt sicher, dass die mit Finanzrisiken verbundenen Tätigkeiten des Konzerns in Übereinstimmung mit entsprechenden Richtlinien und Verfahren durchgeführt werden und dass Finanzrisiken entsprechend diesen Richtlinien und unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft des Konzerns identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen, derivativen Finanzgeschäfte werden von Expertenteams gesteuert, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung verfügen und einer angemessenen Aufsicht unterstellt sind. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen. Der Konzern hat in seinen konzerninternen Richtlinien in 2011 und 2010 den Handel mit Derivaten ausgeschlossen und strebt dies auch nicht für die Zukunft an.
Kreditrisiko
Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlusts (Ausfallrisiko) für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten eingegangen werden, um die Risiken aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Ausgelöst von der Finanzkrise gewinnt die Steuerung des Ausfallrisikos an zusätzlicher Bedeutung. Die Risiken aus Warenlieferungen an Großkunden speziell im Automotive-Sektor unterliegen einer besonderen Bonitätsüberwachung. Sind Rating-Informationen nicht verfügbar, verwendet der Konzern andere verfügbare Finanzinformationen sowie seine eigenen Handelsaufzeichnungen, um die Großkunden zu bewerten. Auch werden regelmäßig Kunden, die mit dem Konzern erstmalig Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht, so dass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bei größeren Transaktionen, die nicht im Land der jeweiligen operativen Einheit durchgeführt werden, ist eine vorherige Genehmigung durch das Konzernfinanzwesen einzuholen. Im Konzern sehen wir keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken, da die wesentlichen Transaktionen durch die kurzfristige Fälligkeitsstruktur und breite Kundengruppen verteilt sind.
Marktrisiko
Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie beispielsweise das Aktienkursrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen unter anderem verzinsliche Darlehen, Einlagen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und derivative Finanzinstrumente. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2011 bzw. 2010. Die Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2011 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Bei den Analysen bleiben etwaige Auswirkungen von Änderungen der Marktvariablen auf die Buchwerte der Pensionsverpflichtungen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, der Rückstellungen und der nicht-finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Geschäftsbetriebe unberücksichtigt.
Schwankungen der Marktpreise können für den Konzern signifikante Cashflow- sowie Gewinnrisiken zur Folge haben. Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten. Alle Darstellungen der potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen sind Abschätzungen und basieren auf den Annahmen der jeweiligen Sensitivitätsanalyse und -methode. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können davon aufgrund der dann real eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
Rohstoffpreisrisiko
Einkaufspreise, insbesondere für Rohstoffe wie Stahl und Öl, unterliegen je nach Marktsituation größeren Schwankungen. Diese können nicht immer an die Kunden weitergegeben werden, wodurch Warenpreisrisiken beim Einkauf der Waren entstehen. Zur Sicherung von Warenpreisrisiken wird versucht, mit längerfristigen Lieferverträgen und Bündelung von Volumen die Volatilitäten zu begrenzen. Zur Absicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf können auch Warenterminkontrakte eingegangen werden, die nach IAS 39 als Derivate zu bilanzieren sind. Der Konzern beobachtet die Entwicklung der Märkte genau und bildet daraus Entscheidungsfindungen zum Einsatz von Sicherungsbeziehungen.
Rohstoffterminkontrakte zur Sicherung von Preisrisiken im Rohstoffeinkauf lagen zu den Bilanzstichtagen 2011 sowie 2010 nicht vor und es waren in diesen Geschäftsjahren auch keine getätigt worden.
Währungsrisiken
Infolge der internationalen Ausrichtung und Geschäftstätigkeit ist das Unternehmen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Wechselkursschwankungen der Märkte können zu unvorhersehbaren und ungünstigen Ergebnis-und Cashflow-Volatilitäten führen. Durch Geschäftsabschlüsse in von den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzernunternehmen abweichenden Währungen können durch die zukünftigen Zahlungsströme Risiken entstehen. Das Risiko wird durch die Vorgabe gemindert, Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen. Zudem werden, soweit es möglich und rentabel ist, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert. Den operativen Einheiten ist es nicht gestattet, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Nach Maßgabe der Konzernrichtlinien können Devisentermingeschäfte abgeschlossen werden, um bestimmte Fremdwährungseinzahlungen und -auszahlungen in Höhe von 70 % -80 % des Exposures zu sichern.
Absicherung von Cashflows
Als erfolgsneutrale Sicherungsinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete Devisentermingeschäfte designiert, die zur Absicherung von Cashflows aus Transaktionen in USA, Tschechien, Polen und der Türkei bestehen. Die Konditionen für die Devisenterminkontrakte, welche als Sicherungsbeziehungen designiert werden, wurden entsprechend den Konditionen der mir hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen ausgestaltet. Die am Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte, für die die Voraussetzungen des Cashflow Hedgings erfüllt sind, sichern die Währungsrisiken zukünftiger Euro-Umsätze einer Konzerngesellschaft mit funktionaler Währung CZK. Diese Termingeschäfte mit einem negativen Marktwert von -15 TEUR sind im Laufe des Jahres 2012 fällig. Während des Berichtszeitraums bestanden darüber hinaus Währungssicherungen in PLN und TRY. Im Zusammenhang mit Währungssicherungen wurden daher insgesamt -647 TEUR erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hiervon wurde ein Verlust in Höhe von -632 TEUR vom Eigenkapital in das Periodenergebnis umgegliedert. Der Ausweis der Abwicklungsergebnisse erfolgt im Finanzergebnis. Es lagen keine erfolgswirksam zu erfassenden wesentlichen Unwirksamkeiten der Sicherungsgeschäfte vor.
Der Währungsänderungssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Berücksichtigt werden alle monetären Finanzinstrumente, die nicht in der funktionalen Währung gehalten werden. Die Grundlage bilden die originären Bilanzpositionen der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften, die ein signifikantes Risiko aus der abweichenden funktionalen Währung der Gesellschaft haben. |
| ― | Wechselkursänderungen von Finanzinstrumenten, die Teil einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus. |
| ― | Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Währungsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden entsprechend in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | In der Berechnung der Sensitivität von Währungsrisiken wird eine Veränderung der Wechselkurse zum Stichtagskurs um +/- 10 Prozentpunkte (Vj. 10) unterstellt. Alle anderen Variablen bleiben konstant. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern und des Eigenkapitals gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung.
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| TEUR | Kursentwicklung USD | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| 2011 | +10 % | 5.343 | -1.197 |
| -10 % | -5.341 | 1.196 | |
| 2010 | +10 % | 5.099 | -1.159 |
| -10 % | -5.093 | 1.158 |
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| Kursentwicklung TRY | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| 2011 | +10 % | -311 | 0 |
| -10 % | 312 | 0 | |
| 2010 | +10 % | -445 | 0 |
| -10 % | 445 | 0 |
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| Kursentwicklung CZK | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| 2011 | +10 % | 2.431 | 430 |
| -10 % | -2.432 | -351 | |
| 2010 | +10 % | 1.318 | 0 |
| -10 % | -1.318 | 0 |
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| Kursentwicklung PLN | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| 2011 | +10 % | -310 | 0 |
| -10 % | 309 | 0 | |
| 2010 | +10 % | -304 | 0 |
| -10 % | 303 | 0 |
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| Kursentwicklung MXN | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| 2011 | +10 % | 1.591 | 1.291 |
| -10 % | -1.591 | -1.291 | |
| 2010 | +10 % | 1.105 | 1.291 |
| -10 % | -1.104 | -1.291 |
Zinsrisiko
Das Unternehmen verfolgt die Strategie, die langfristigen Fremdkapitalien festverzinslich zu gestalten und somit Zinsschwankungsrisiken zu vermeiden. Für die kurzfristigen Darlehen ergeben sich aktuelle Marktzinsen beim Abschluss, so dass das Zinsrisiko auf die Schwankungen der Märkte zum Zeitpunkt der Aufnahme begrenzt wird. Bei Kontokorrentkrediten werden die Zinsen auf Roll-over Basis vereinbart.
Weiterhin sichert der Konzern Zinsrisiken mittels Zinsswaps ab. Diese Sicherungen sollen insbesondere auch die kurzfristigen Risiken aus Marktzinssatzänderungen möglichst schwankungsfrei machen. Das Nominalvolumen solcher Zinsderivate betrug zum Bilanzstichtag 21.429 TEUR (Vj. 29.643), die eine Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren (Vj. 3) aufweisen. Die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 644 TEUR (Vj. 1.490) werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt. Die Veränderungen des Marktwertes bucht das Unternehmen erfolgswirksam im Finanzergebnis. Entsprechend wurde ein Nettogewinn im Jahr 2011 von 846 TEUR (Vj. 192) im Finanzergebnis erfasst. Mit diesen Zinsswaps wird die zugrunde liegende Verpflichtung ökonomisch abgesichert, ohne dass hierfür die Voraussetzungen für Hedge Accouting geschaffen wurden.
In Zusammenhang mit dem Abschluss der in 2011 begebenen Schuldscheindarlehen im Rahmen der Umstrukturierung der Finanzierung hat die GRAMMER AG zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken der variabel verzinslichen Tranchen Zinsswaps im Nominalvolumen von 43 Mio. EUR abgeschlossen, die analog zur Laufzeit der Grundgeschäfte eine Restlaufzeit zwischen drei und sieben Jahren aufweisen. Für diese Zinsswaps liegen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges vor. Die entstandenen negativen Marktwerte in Höhe von 931 TEUR werden unter der Position "Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten" gezeigt. Die Veränderung des Marktwertes bucht das Unternehmen im kumulierten sonstigen Ergebnis.
Zur Optimierung der Zinsaufwendungen und Minimierung der Risiken steuert das Konzern Treasury dieses Risiko zentral für alle Gesellschaften. Soweit es nicht durch länderspezifische Regelungen begrenzt wird, stellt das Konzern Treasury sämtlichen Bereichen und den verbundenen Unternehmen den Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen zur Verfügung.
Der Zinssensitivitätsanalyse liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und sind daher nicht in die Sensitivitätsanalyse eingeflossen. |
| ― | Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, wirken sich auf das Periodenergebnis aus und werden in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen als Grundgeschäfte im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sind synthetisch festverzinslich und unterliegen damit keinen Zinsänderungsrisiken. Sie sind daher nicht in der Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. |
| ― | Zinsderivate, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges designiert wurden, haben Auswirkungen auf das Periodenergebnis und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― | Zinsderivate die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von effektiven Cashflow Hedges designiert wurden, wirken sich auf das Eigenkapital aus und werden in der Sensitivitätsanalyse entsprechend berücksichtigt. |
| ― | Das Zinsänderungsrisiko aus Währungsderivaten wird als unwesentlich eingeschätzt und geht daher nicht in die Sensitivitätsanalyse ein. |
| ― | In der Berechnung der Sensitivität von Zinsderivaten wird eine parallele Verschiebung der Zinskurve um +/- 50 Basispunkte (Vj. 50) unterstellt. Bei verzinslichen Kontokorrentguthaben wurde eine Verringerung des Guthabenzinses auf minimal 0,001 % vorgenommen. Aufgrund des derzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus wurden bei den derivativen Finanzinstrumenten minimal ein Basiszins von 0,000001 % und ansonsten ein Minimalbasiszinssatz von 0,001 % angesetzt. |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze. Alle anderen Parameter bleiben konstant.
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| TEUR | Erhöhung/Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern | Auswirkungen auf das Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| 2011 | -50 | -257 | -850 |
| +50 | 356 | 828 | |
| 2010 | -50 | -302 | 0 |
| +50 | 251 | 0 |
Liquiditätsrisiko
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditverfügungsrahmen in Höhe von 82,1 Mio. EUR (Vj. 119,1) bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows sowie Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Schuldverschreibungen, Factoring, Finanzierungs-Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren. Zusätzlich soll nach interner Richtlinie ein Sicherungspuffer von 50 Mio. EUR auf die Nettofinanzverbindlichkeiten durch mittelfristige Kreditzusagen abgedeckt sein.
Im Rahmen von Kreditverträgen zu den Kreditlinien wurde die Einhaltung verschiedener Finanzkennzahlen (Financial Covenants) vereinbart, die in allen Berichtsperioden erfüllt wurden. Die wichtigsten Finanzkennzahlen zum Bilanzstichtag sind der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu EBITDA) und Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital), während im Vorjahr für den Konsortialkredit der Verschuldungsgrad und der Zinsdeckungsgrad (EBITDA zu Nettozinsaufwand) maßgeblich waren. Die Ermittlung der Kennzahlen richtet sich nach den in den Kreditverträgen festgelegten Definitionen. Im Rahmen der Konzernplanung wird die Einhaltung der Kreditvereinbarungen laufend überwacht und vierteljährlich an die Gläubiger gemeldet. Im Falle einer Verletzung der Covenants steht den Gläubigern ein außerordentliches Kündigungsrecht zu.
Zum 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 75,4 Mio. EUR (Vj. 58,0), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert ersichtlich:
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| Buchwert Cashflow | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2011 | 2012 | 2013 - 2015 | 2016 und danach |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | ||||
| Schuldscheindarlehen | 131.430 | 5.603 | 88.682 | 54.520 |
| Bankdarlehen | 5.592 | 5.728 | 228 | 0 |
| Kontokorrentkredite | 1.844 | 1.844 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 113.879 | 110.839 | 3.271 | 223 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 975 | 805 | 242 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 8.430 | 2.151 | 0 | 6.279 |
| Derivate | ||||
| Zinsderivate | 1.575 | 532 | 1.238 | 121 |
| Währungsderivate | 17 | |||
| Zahlungseingänge | -5.655 | |||
| Zahlungsausgänge | 5.673 | |||
| 127.520 | 93.661 | 61.143 |
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| Buchwert Cashflow | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2010 | 2011 | 2012 - 2014 | 2015 und danach |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurz- und langfristige Finanzschulden | ||||
| Schuldscheindarlehen | 69.852 | 3.389 | 76.779 | 0 |
| Bankdarlehen/ KfW Darlehen | 60.370 | 35.043 | 30.695 | 0 |
| Kontokorrentkredite | 779 | 779 | 0 | 0 |
| Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.005 | 92.415 | 4.630 | 708 |
| Kurz- und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.642 | 1.494 | 1.364 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 5.496 | 583 | 99 | 4.814 |
| Derivate | ||||
| Zinsderivate | 1.490 | 734 | 782 | 0 |
| 134.437 | 114.349 | 5.522 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen aus originären Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Bei den Zinsderivaten werden die Nettozahlungen angegeben, wobei die Zahlungsströme der variablen Seite über die jeweiligen Terminzinssätze errechnet wurden.
Bei den sonstigen originären finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 6.279 TEUR handelt es sich um zinstragende Verbindlichkeiten. Aufgrund der vertraglichen Rückzahlungsmodalitäten wird derzeit erst ein Rückfluss nach Ablauf von fünf Jahren erwartet.
Bei den Devisenderivaten werden neben den Zahlungsausgängen auch die korrespondierenden Zahlungseingänge angegeben, da die Derivate in der Regel nicht netto mittels Barausgleich erfüllt werden, sondern durch Bereitstellung der Gegenwährung.
Kapitalsteuerung
Mit der Kapitalsteuerung versucht der Konzern sicherzustellen, dass sowohl ein hohes Bonitätsrating als auch eine angemessene Eigenkapitalquote zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Optimierung des Value-Ansatzes des Konzerns erzielt wird. Mit dieser Zielsetzung steuert der Konzern seine Kapitalstruktur und passt diese unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Zielsetzung an.
Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur mit dem Nettoverschuldungsgrad, der auch Dritten gegenüber einen maßgeblichen Finanzierungsparameter darstellt und der dem Verhältnis von Nettofinanzschulden zur Summe des Eigenkapitals entspricht. Die Nettofinanzschulden umfassen die langfristigen und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing abzüglich der Zahlungsmittel, Wertpapiere und kurzfristigen Einlagen. Das Eigenkapital umfasst das auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Eigenkapital. Im Rahmen der neuen Kreditverträge wurden der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden zu EBITDA) und die Kennzahl Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) als Covenant vereinbart. Der Konzern konnte in der Berichtsperiode die von Dritten vorgegebenen Parameter zur Beibehaltung der Finanzierung stets erfüllen.
Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise wurde der interne Korridor zur Verschuldung neu definiert. Der Konzern strebt einen Sicherheitspuffer von 20 % auf einen wie unten definierten Verschuldungsgrad von eins an.
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | 129.776 | 97.852 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 9.090 | 33.149 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 975 | 2.642 |
| Zahlungsmittel und Wertpapiere | -46.749 | -17.170 |
| Nettofinanzschulden | 93.092 | 116.473 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 210.691 | 172.638 |
| 117.599 | 56.165 | |
| 44 % | 67 % |
32 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zum 19. März 2012 (Freigabe zur Vorlage an den Aufsichtsrat) ergaben sich folgende nennenswerte Ereignisse:
Finanzvorstand Alois Ponnath wird die GRAMMER AG Ende Mai 2012 verlassen und sein Amt mit Ablauf der kommenden Hauptversammlung am 23. Mai 2012 niederlegen. Über die Nachfolge von Herrn Ponnath ist noch nicht entschieden.
33 Sonstige Angaben
Personal/Beschäftigte
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der GRAMMER Konzern folgende Mitarbeiter:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Mitarbeiter | 6.620 | 5.950 |
| Angestellte | 1.809 | 1.795 |
| Gesamt | 8.429 | 7.745 |
Zum Stichtag 31. Dezember waren in den Unternehmensbereichen folgende Mitarbeiter beschäftigt:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Seating Systems | 3.377 | 2.744 |
| Automotive | 5.148 | 5.034 |
| Central Services | 201 | 177 |
| Gesamt | 8.726 | 7.955 |
Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 314 Absatz 1 Nr. 9 HGB
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 333,8 TEUR (Vj. 295), für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 51,3 TEUR (Vj. 40) und für sonstige Leistungen 5,9 TEUR (Vj. 157).
Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
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| TEUR | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen | 2.050 | 1.495 |
| Der Aufsichtsrat erhielt Gesamtbezüge von | 477 | 201 |
Von den Gesamtbezügen des Vorstands entfallen 441 TEUR (Vj. 286) auf erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile. Diese sind wiederum insgesamt in Höhe von 76 TEUR (Vj. -100) durch jeweilige Vorjahresbeträge beeinflusst.
Von den Gesamtbezügen des Aufsichtsrats entfallen auf erfolgsorientierte Vergütung 0,0 TEUR (Vj. 0,0).
Individualisiert gliedern sich die Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2011 wie folgt auf:
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| TEUR | Erfolgsunabhängige Komponenten | Erfolgsabhängige Komponenten | Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Hartmut Müller | 547 | 198 | 163 | 908 |
| Alois Ponnath | 368 | 149 | 109 | 626 |
| Manfred Pretscher | 326 | 94 | 96 | 516 |
| 1.241 | 441 | 368 | 2.050 |
Für die Zeit seiner Vorstandstätigkeit im Geschäftsjahr 2010 wurden an den früheren Vorstandsvorsitzenden Dr. Rolf-Dieter Kempis im Geschäftsjahr 2011 erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile in Höhe von 157 TEUR nachbezahlt.
An frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden von der Gesellschaft 267 TEUR (Vj. 258) bezahlt.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene wurden nach IAS 19 3.553 TEUR (Vj. 3.482) zurückgestellt.
Ferner ist für aktive Mitglieder des Vorstands laufender Dienstzeitaufwand für die Dotierung der Pensionsrückstellung von 100,9 TEUR (Vj. 57,4) entstanden. Davon entfallen auf Herrn Alois Ponnath 29,7 TEUR, auf Herrn Hartmut Müller 34,1 TEUR und auf Herrn Manfred Pretscher 37,1 TEUR.
Die Aufsichtsratsbezüge gliedern sich individualisiert folgendermaßen auf:
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| TEUR | Netto Festvergütung | Netto Sitzungsgeld | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Dr.-Ing. Klaus Probst | 60,0 | 12,0 | 72,0 |
| Joachim Bender | 45,0 | 8,0 | 53,0 |
| Dr.-Ing. Bernd Blankenstein1) | 15,0 | 3,0 | 18,0 |
| Martin Bodensteiner2) | 20,9 | 3,0 | 23,9 |
| Udo Fechtner3) | 7,5 | 4,0 | 11,5 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz | 30,0 | 12,0 | 42,0 |
| Dipl.-Physiker Frank Himmelhuber4) | 26,3 | 3,0 | 29,3 |
| Lic. Oec. HSG Ingrid Hunger5) | 10,8 | 2,0 | 12,8 |
| Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin | 30,0 | 4,0 | 34,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung6) | 0,7 | 0,0 | 0,7 |
| Anton Kohl | 30,0 | 4,0 | 34,0 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Georg Liebler | 30,0 | 7,0 | 37,0 |
| Wolfgang Rösl | 30,0 | 7,0 | 37,0 |
| Dr.-Ing. Peter Stehle | 30,0 | 4,0 | 34,0 |
| Dr. Bernhard Wankerl | 30,0 | 8,0 | 38,0 |
| 396,2 | 81,0 | 477,2 |
1) Mitglied bis 30. Juni 2011
2) Mitglied ab 20. April 2011
3) Mitglied bis 31. März 2011
4) Mitglied bis 15. November 2011
5) Mitglied ab 22. August 2011
6) Mitglied ab 22. Dezember 2011
Bezüge nach Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat aufgrund früherer Mitgliedschaft wurden nicht gewährt und sind auch nicht Bestandteil der Aufsichtsratsvergütung. Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich keine erfolgsorientierten Vergütungen für den Aufsichtsrat.
34 Corporate Governance
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB mit der Erklärung zum Corporate Governance (§ 161 AktG) ist im Geschäftsbericht 2011 abgedruckt und kann dauerhaft auf der Unternehmens-Homepage unter www.grammer.com/corporategovernance eingesehen werden.
Angaben zu Organen der Gesellschaft
Vorstand:
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| M. Sc. BWL Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller, Darmstadt | Vorsitzender des Vorstands |
| Dipl.-Kaufmann Alois Ponnath, Kümmersbruck | |
| Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher, Meine |
Aufsichtsrat:
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| Dr.-Ing. Klaus Probst, Heroldsberg | Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| Joachim Bender, Sulzbach-Rosenberg | Stellv. Vorsitzender/Arbeitnehmervertreter |
| Dr.-Ing. Bernd Blankenstein, Aachen | Mitglied des Aufsichtsrats bis 30. Juni 2011 |
| Martin Bodensteiner, Freudenberg | Arbeitnehmervertreter, Mitglied des Aufsichtsrats ab 20. April 2011 |
| Udo Fechtner, Kümmersbruck | Arbeitnehmervertreter, Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. März 2011 |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz, Ruhstorf a. d. Rott | |
| Dipl.-Physiker Frank Himmelhuber, Kümmersbruck | Arbeitnehmervertreter, Mitglied des Aufsichtsrats bis 15. November 2011 |
| Lic. oec. HSG Ingrid Hunger, Lohr am Main | Mitglied des Aufsichtsrats ab 22. August 2011 |
| Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin, Frankfurt a. M. | Arbeitnehmervertreterin |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Harald Jung, Nabburg | Arbeitnehmervertreter, Mitglied des Aufsichtsrats ab 22. Dezember 2011 |
| Anton Kohl, Hahnbach | Arbeitnehmervertreter |
| Dipl.-Betriebswirt (FH) Georg Liebler, Möglingen | |
| Dr.-Ing. Peter Stehle, Bad Homburg Dr. Bernhard Wankerl, Schwandorf | |
| Wolfgang Rösl, Sulzbach-Rosenberg | Arbeitnehmervertreter |
Ausgeübte Berufe der Vorstandsmitglieder und ihre Mandate im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB
Vorstand:
M. Sc. BWL Dipl.-Ing. (FH) Hartmut Müller
Vorstandsvorsitzender
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA (bis 31.07.2011) |
| ― | Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Industries Inc., Greenville (SC)/USA (bis 1.10.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Inc., Hudson (WI)/USA (bis 28.09.2011) |
| ― | Verwaltungsratsvorsitzender der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei (bis 14.04.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China (bis 20.03.2011) |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd., Changchun/ China |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/ China (ab 21.03.2011) |
| ― | Präsident des Verwaltungsrats der GRAMMER Automotive Puebla S.A. de C.V., Puebla/Mexiko |
| ― | Präsident des Verwaltungsrats der GRAMMER Automotive Española S.A., Olèrdola/Spanien (bis 31.03.2011) |
| ― | Aufsichtsrat der GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der CVC Commercial Vehicle Cluster GmbH, Kaiserslautern (bis 31.12.2011) |
| ― | Präsident des Verwaltungsrates der GRAMMER Japan Ltd. (bis 30.11.2011) |
Dipl.-Kaufmann Alois Ponnath
Vorstandsmitglied
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der GRAMMER AD, Trudovetz/Bulgarien |
| ― | Stellv. Verwaltungsratsvorsitzender der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China (bis 20.03.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Changchun) Co. Ltd., Changchun/ China |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Seating (Xiamen) Ltd., Xiamen/China |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA |
Dipl.-Ing. (FH) Manfred Pretscher
Vorstandsmitglied
| ― | Verwaltungsratsmitglied der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei (bis 14.04.2011) |
| ― | Verwaltungsratsvorsitzender der GRAMMER Koltuk Sistemleri Sanayi ve Ticaret A.S., Bursa/Türkei (ab 15.04.2011) |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRAMMER Industries Inc., Greenville (SC)/USA (bis 1.10.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Industries Inc., Greenville (SC)/USA (ab 2.10.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Inc., Hudson (WI)/USA (ab 29.09.2011) |
| ― | Vorsitzender des Board of Directors der GRAMMER Interior (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China (ab 21.03.2011) |
| ― | Präsident des Verwaltungsrates der GRAMMER Japan Ltd. (ab 1.12.2011) |
| ― | Mitglied des Board of Directors der GRA-MAG Truck Interior Systems LLC, London (OH)/USA (ab 1.08.2011) |
Aufsichtsrat:
Dr.-Ing. Klaus Probst
Dipl.-Ingenieur
Vorsitzender des Vorstands der LEONI AG
| ― | Mitglied des Beirats der Lux-Haus GmbH & Co. KG, Georgensgmünd |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Zapp AG, Ratingen |
| ― | Mitglied des Beirats der Deutschen Bank AG, München (Region Süd) |
Joachim Bender
1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal GmbH, Fürth |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal Holding GmbH, Fürth |
| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kennametal Hertel Europe Holding GmbH, Fürth |
Dr.-Ing. Bernd Blankenstein
Dipl.-Ingenieur, Rentner
ehem. Vorstandsvorsitzender der GRAMMER AG
(Mitglied des Aufsichtsrats bis 30.06.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Dipl.-Betriebswirt (FH) Wolfram Hatz
selbständiger Unternehmer
Geschäftsführer der Motorenfabrik Hatz GmbH & Co. KG sowie der Hatz Holding GmbH
| ― | Mitglied des Beirats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main |
Lic. Oec. HSG Ingrid Hunger
Geschäftsführende Gesellschafterin und Sprecherin der Geschäftsführung der Walter Hunger GmbH & Co. KG
(Mitglied des Aufsichtsrats ab 22.08.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Dipl.-Betriebswirt (FH) Georg Liebler
ehem. Mitglied des Vorstands der Kolbenschmidt Pierburg AG
Unternehmensberater, Inhaber der Georg Liebler Unternehmensberatung
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Golfclub Monrepos AG, Ludwigsburg (bis 30.06.2011) |
Dr.-Ing. Peter Stehle
Dipl.-Ingenieur
Geschäftsführer der SYN GmbH
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Norma GmbH, Maintal (bis 31.05.2011) |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Prym GmbH, Stolberg (bis 31.10.2011) |
| ― | Mitglied des Beirats der Spheros GmbH, Stockdorf |
| ― | Mitglied des Beirats der Zeitfracht GmbH, Berlin |
| ― | Mitglied des Verwaltungsrats der Stulz Holding GmbH, Hamburg |
Dr. Bernhard Wankerl
Rechtsanwalt, Rechtsanwaltskanzlei Dr. Wankerl und Kollegen
| ― | keine weiteren Mandate |
Martin Bodensteiner
Lieferantenentwickler Commodity Coverings
(Mitglied des Aufsichtsrats ab 20.04.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Udo Fechtner
Werkzeugmacher
(Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.03.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Dipl.-Physiker Frank Himmelhuber
Bereichsleiter Entwicklung
(Mitglied des Aufsichtsrats bis 15.11.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Dipl.-Kauffrau Tanja Jacquemin
Politische Sekretärin
| ― | keine weiteren Mandate |
Dipl-Betriebswirt (FH) Harald Jung
Director Division Controlling Consoles
(Mitglied des Auftsichtsrats ab 22.12.2011)
| ― | keine weiteren Mandate |
Anton Kohl
Industriemeister
| ― | keine weiteren Mandate |
Wolfgang Rösl
Starkstromelektriker
| ― | Mitglied des Beirats der AOK, Direktion Amberg (ab 01.12.2011) |
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt
Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.
Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung, die Besonderen Auftragsbedingungen für Prüfungen und prüfungsnahe Tätigkeiten der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Stand 1. Juli 2007) sowie die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.
Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.
Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
GRAMMER KONZERN
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Amberg, im März 2012
GRAMMER AG
Der Vorstand
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB
Entsprechenserklärung
Am 6. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) abgegeben:
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG erklären gemäß § 161 AktG, dass die GRAMMER AG den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgender Ausnahme entsprechen werden und in der Vergangenheit entsprochen haben:
Die ordentliche Hauptversammlung der GRAMMER AG hat am 26. Mai 2011 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG beschlossen, die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ab dem Geschäftsjahr 2011 neu zu gestalten und - in Abweichung zur Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex - auf eine variable Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat zu verzichten.
Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG sind der Auffassung, dass die Bezahlung einer angemessenen Festvergütung und der Verzicht auf eine variable Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats unterstreicht und besser geeignet ist, potenzielle Interessenkonflikte bei Entscheidungen des Aufsichtsrats zu vermeiden und dass die rein funktionsbezogene Vergütung der überwachenden Aufgabe der Aufsichtsratsmitglieder besser gerecht wird.
Die GRAMMER AG erfüllt freiwillig die Anregungen des DCGK mit folgender Ausnahme:
| ― | Die Verfolgung der Hauptversammlung der GRAMMER AG ist derzeit noch nicht über moderne Kommunikationsmedien (beispielsweise Internet) möglich. |
Die aktuelle sowie alle bisherigen Entsprechenserklärungen sind auf der Homepage der GRAMMER AG unter www.grammer.com/ investor-relations/fakten-zum-unternehmen/corporate-governance dauerhaft zugänglich.
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden
Der in der GRAMMER Gruppe geltende Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiter weltweit verbindliche Grundlage für deren gesetzmäßiges und verantwortungsbewusstes Handeln. Der Verhaltenskodex enthält Regelungen, die das unternehmerische Handeln von GRAMMER bestimmen und setzt hohe ethische Standards. Neben dem Kodex hat die GRAMMER AG konkretisierende und erläuternde Regelungen erlassen und es werden webbasierte Trainings angeboten, die die Mitarbeiter bei der Einhaltung und Umsetzung der Verhaltensregeln unterstützen. Zudem ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich bei allen Fragen zum Verhaltenskodex an Spezialisten zu wenden. Diese Spezialisten, das sogenannte "Kodex-Team", unterstützen bei der Aufklärung von Verstößen gegen den Verhaltenskodex und wirken auf eine Verfolgung von Fehlverhalten hin.
Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die GRAMMER AG über eine doppelte Führungs- und Kontrollspitze aus Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils eigenen Kompetenzen. Hinsichtlich der Steuerung und Überwachung des Unternehmens arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat der GRAMMER AG eng und vertrauensvoll zusammen. Die Leitung der GRAMMER AG erfolgt durch den Vorstand auf Basis gesetzlicher Bestimmungen und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung. Bei der Geschäftsführung wird der Vorstand vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder; wesentliche Geschäfte des Vorstands benötigen seine Zustimmung.
Aufsichtsrat
Die nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen zwölf Mitglieder des Aufsichtsrats der GRAMMER AG werden je zur Hälfte von Aktionären der Gesellschaft sowie von Arbeitnehmern gewählt. Dabei handelt es sich bei allen von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern des Aufsichtsrats um vom Unternehmen unabhängige Personen, die weder in geschäftlicher noch persönlicher Beziehung zur Gesellschaft oder zum Vorstand stehen.
Die Aufsichtsratsmitglieder Herr Udo Fechtner, Herr Dr. Bernd Blankenstein und Herr Frank Himmelhuber sind im Jahr 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als ihre Nachfolger wurden Herr Martin Bodensteiner, Frau Ingrid Hunger und Herr Harald Jung gerichtlich zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt. Sämtliche Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2015 gewählt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung 2012 vorschlagen, Frau Ingrid Hunger in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Amtszeit von Herrn Dr. Peter Stehle endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013. Die übrigen auf Seiten der Anteilseigner gewählten Mitglieder sind bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2015 gewählt.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ist in Strategie und Planung eingebunden sowie in alle Themen, welche von essenzieller Bedeutung für das Unternehmen sind.
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG führt seine Geschäfte entsprechend einer selbst aufgestellten Geschäftsordnung. Über die Tätigkeit des Gremiums und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand gibt der Bericht des Aufsichtsrats ausführlich Auskunft.
Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Bei der Besetzung vakanter Stellen im Vorstand achtet der Aufsichtsrat auf deren fachliche Eignung, internationale Erfahrung und Führungsqualität ebenso wie auf Vielfalt (Diversity) und insbesondere auf die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Der Aufsichtsrat strebt daher an, bei der nächsten Neubesetzung im Vorstand bereits bei der Prüfung potenzieller Kandidaten qualifizierte weibliche Bewerber in den Auswahlprozess einzubeziehen und angemessen zu berücksichtigen.
Die Aufsichtsratsmitglieder der GRAMMER AG sind dem Interesse des Unternehmens verpflichtet. Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2011 nicht aufgetreten.
Effizienzprüfung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat bewertet regelmäßig im Rahmen einer Selbstbeurteilung die Effizienz seiner Tätigkeit. In der September-Sitzung des Aufsichtsrats wurden aktuelle Kritikpunkte beziehungsweise Anregungen für die Aufsichtsratstätigkeit diskutiert und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz verabschiedet.
Ziele des Aufsichtsrats für seine Zusammensetzung
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen, deren Zielerreichungsgrad 2011 überprüft wurde:
| ― | Mit der gerichtlichen Bestellung von Frau Ingrid Hunger zur Vertreterin der Anteilseigner im Aufsichtsrat der GRAMMER AG sind nun zwei Frauen im Aufsichtsrat vertreten. |
| ― | In der März-Sitzung 2011 hat der Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil für Aufsichtsratsmitglieder erarbeitet und verabschiedet, in dem die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Mitglieder des Aufsichtsrats abgefragt werden und das als Grundlage für zukünftige Besetzungen dient. |
Der Aufsichtsrat hat zudem Maßnahmen beschlossen, die die eigenverantwortliche Wahrnehmung der erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unterstützen.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der GRAMMER AG hat vier Ausschüsse gebildet, den Strategieausschuss, den Prüfungsausschuss, den Ständigen Ausschuss sowie den Nominierungsausschuss. Die Arbeit der Ausschüsse bestimmt sich nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Für den Prüfungsausschuss wurde eine eigene Geschäftsordnung verabschiedet. Der Prüfungsausschuss tagt mindestens einmal im Quartal, die übrigen Ausschüsse nach Bedarf.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf der Seite 26 dargestellt. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist auf der Seite 42 f. erläutert.
Vorstand
Der Vorstand der GRAMMER AG besteht aus drei Mitgliedern, Herrn Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der GRAMMER AG, Herrn Alois Ponnath sowie Herrn Manfred Pretscher. Der Vorstand leitet in gemeinschaftlicher Verantwortung als Führungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft. Eine Geschäftsordnung regelt sowohl die Geschäftsverteilung als auch die interne Zusammenarbeit. Bestimmte Entscheidungen des Vorstands bedürfen nach der für ihn geltenden Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.
In regelmäßigen Sitzungen informiert der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich in mündlicher und schriftlicher Form über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen und die Belange der Geschäftsführung. Schwerpunkte sind dabei die Strategie, der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie das Risikomanagement.
Die Vorstandsmitglieder der GRAMMER AG sind dem Interesse des Unternehmens verpflichtet. Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern sind dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Interessenkonflikte der Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2011 nicht aufgetreten.
Der Vorstand hat bereits im Geschäftsjahr 2010 entschieden, bis zum Jahr 2015 eine Frauenquote von 15 % im Topmanagement und von 20 % im mittleren Management zu erreichen, und ein entsprechendes Konzept vorgestellt. Die aktuelle Zielerreichung wurde in der Dezember-Sitzung des Aufsichtsrats erläutert.
Die Zusammensetzung des Vorstands ist auf der Seite 108 f. dargestellt. Die Vergütung des Vorstands sowie Erläuterungen des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht auf Seite 42 f. zu finden.
Aktienbesitz
Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie alle sonstigen Personen mit Führungsaufgaben sind gemäß § 15 a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, Erwerb und Veräußerung von GRAMMER Aktien oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente zu melden. Diese Verpflichtung bezieht sich auch auf Personen, die mit dem genannten Kreis in einer engen Beziehung stehen. Im Berichtsjahr wurden der GRAMMER AG hierzu keine Transaktionen mitgeteilt.
Zum Stichtag 31. Dezember 2011 hielten Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats direkt oder indirekt zusammen weniger als 1,0 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mit eingerechnet sind dabei auch Aktienbesitze von Personen, die mit einem Vorstand beziehungsweise Aufsichtsrat im Sinne von § 15 a Absatz 1 Satz 2 WpHG in enger Beziehung stehen.
Beziehungen zu unseren Aktionären und Investoren
Beziehung zu unseren Aktionären
Die Aktionäre der GRAMMER AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte im Rahmen der jährlich stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung aus. Alle gesetzlich vorgesehenen Angelegenheiten werden von der Hauptversammlung mit verbindlicher Wirkung für Aktionäre und Gesellschaft beschlossen, wobei jede Stückaktie eine Stimme gewährt. Zu den gesetzlich zugewiesenen Aufgaben gehören unter anderem die Beschlussfassung über die Verwendung des im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns, die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, die Wahl des Abschlussprüfers, die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Entscheidungen über Satzungsänderungen. Die Hauptversammlung dient den Aktionären auch als Plattform zum Dialog mit Vorstand und Aufsichtsrat.
Nach rechtzeitiger Anmeldung unter Vorlage eines Nachweises des Anteilsbesitzes ist jeder Aktionär zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts berechtigt. Abwesende Aktionäre können ihre Stimme per Bevollmächtigung oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter abgeben. Zudem ermöglicht die GRAMMER AG ihren Aktionären, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben.
Die Einladung zur Hauptversammlung sowie Berichte und Informationen, die zur Teilnahme an der Hauptversammlung erforderlich sind, veröffentlicht die GRAMMER AG entsprechend den aktienrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus stehen diese Informationen auf unserer Homepage www.grammer.com zur Verfügung.
Investor-Relations-Arbeit
Die GRAMMER AG verfolgt das Prinzip, gegenüber allen relevanten Zielgruppen zeit- und inhaltsgleich über die Gesellschaft und deren aktuelle Entwicklungen zu berichten. Vorstand und Aufsichtsrat sind bestrebt, die Kommunikation stetig zu verbessern, um eine umfassende und transparente Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten.
Unter www.grammer.com können sich sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger intensiv und direkt über relevante Themen informieren. Neben aktuellen Meldungen veröffentlicht die GRAMMER AG hier auch alle Entsprechenserklärungen zum Corporate Governance Kodex, Angaben zu Vorstand und Hauptversammlung sowie Jahresabschlüsse und Quartalsberichte. Der Internetauftritt gibt zudem Auskunft über alle wesentlichen Termine und Veröffentlichungen, Ad-hoc-Mitteilungen sowie meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Directors' Dealings). Eingebunden sind auch das Jährliche Dokument gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) und weitergehende Informationen für Investoren, wie zum Beispiel Roadshow-Präsentationen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Die GRAMMER AG erstellt den Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), den Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer - die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg -prüfte sowohl den Konzernabschluss als auch den Jahresabschluss der GRAMMER AG. Beide Prüfungen erfolgten unter Einhaltung aller deutschen Prüfungsvorschriften sowie unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung.
Zu den Prüfungsbestandteilen zählten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zum DCGK nach § 161 AktG. Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass er den Aufsichtsrat umgehend über möglicherweise auftretende Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Dazu gab es keinerlei Anlass. Der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.
Risikomanagement
Der verantwortungsvolle Umgang mit geschäftlichen Risiken ist ein grundlegender Bestandteil guter Corporate Governance. Konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme gewährleisten für Vorstand und Management der GRAMMER AG eine umfassende und frühzeitige Erfassung, Bewertung sowie Steuerung von Risiken. Der Prüfungsausschuss befasst sich regelmäßig mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Berichterstattung, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS), des Risikomanagements und der Internen Revision. Einzelheiten zum Risikomanagement finden Sie im Lagebericht auf der Seite 43 ff.