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GK Software SE Interim / Quarterly Report 2015

Nov 26, 2015

184_10-q_2015-11-26_0348c858-cc4f-41fb-a9ba-d6ed4ee4c6a2.pdf

Interim / Quarterly Report

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Januar bis September 2015

Zwischenbericht

Konzernergebnisse im Überblick

Veränderung
30.9.2015 30.9.2014 (2015/2014)
Umsatz (TEUR) 41.975 30.562 37,3%
Betriebsleistung (TEUR) 42.374 30.888 37,2%
Gesamtleistung (TEUR) 43.972 32.293 36,2%
EBIT (TEUR) -3.361 -2.226 -
51,0%
EBIT-Marge (auf Umsatz) -8,0% -7,3%
EBIT-Marge (auf Gesamtleistung) -7,6% -6,9% -
EBITDA (TEUR) -761 -665 14,5%
EBT (TEUR) -3.368 -2.170 55,2%
Periodenfehlbetrag (TEUR) -3.114 -4.347 39,9%
Ergebnis je Aktie (gewichtet) (EUR)¹ -2,30 -1,65 -
Ergebnis je Aktie (verwässert) (EUR)² -2,30 -1,64 -
Eigenkapitalquote 42,2% 68,1% -
Nettoverschuldung (TEUR) 8.983 -11.974 -199,3%

1 – Die Berechnung erfolgt auf Basis der am 30. September 2015 durchschnittlich gewinnberechtigten 1.890.000 Aktien

Inhalt

An die Aktionäre

Brief des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

hiermit legen wir Ihnen den Bericht der GK Software 1  für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 vor. Während des III. Quartals des Geschäftsjahres 2015 konnten wir die sich abzeichnende überaus erfreuliche Entwicklung des Umsatzes der ersten beiden Quartale des Jahres fortsetzen. Die Umsätze liegen mit 41,98 Mio. Euro für die neun Monate bis September um mehr als ein Drittel über dem Vergleichswert des Vorjahres von 30,56 Mio. Euro. Die Gesamtleistung stieg in gleichem Maße und übertraf den Vorjahreswert mit 43,97 Mio. Euro nach 32,29 (+36,2 Prozent) deutlich. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) lag wegen der Nebenkosten der DBS-Akquisition, den damit verbundenen Beratungskosten und den planmäßigen Abschreibungen auf die mit der Akquisition erworbenen Vermögenswerte mit -3,31 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von -2,23 Mio. Euro. Isoliert man diese Effekte ergibt sich ein modifiziertes Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (non-IFRS) von -0,44 Mio. Euro nach einem Vorjahreswert von -0,66 Mio. Euro. Auf Grund von anstehenden Entscheidungen in bedeutenden Projekten, in denen die GK Software sehr gut positioniert ist, gehen wir davon aus, dass unsere Pläne für das Geschäftsjahr 2015 weiterhin erreichbar sind.

Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres haben erneut gezeigt, dass unsere Lösungen in hohem Maße international wettbewerbsfähig sind. Gemeinsam mit SAP konnten wir elf neue Kunden in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten gewinnen. Die Kunden kommen aus den Bereichen Apotheken, Fashion, Sportartikel, Lebensmittel sowie Kleinflächenhandel und zeigen die Einsatzfähigkeit unserer Lösung in sehr unterschiedlichen Handelssegmenten und Regionen. Für das vierte Quartal sehen wir uns in mehreren Vertriebssituationen sehr gut positioniert, von denen einige voraussichtlich noch in diesem Geschäftsjahr entschieden werden.

Im Bereich des Bestandskundengeschäftes waren die ersten neun Monate durch die Erreichung von Meilensteinen, Pilotierungen oder Rollouts in zahlreichen Projekten gekennzeichnet. So konnten in einem südafrikanischen Projekt die ersten beiden Pilotfilialen mit unseren Lösungen eröffnet werden. Die Parfümerie Douglas begann in Deutschland mit dem Massenrollout des sogenannten Beautytabs, einer mobilen Beratungsanwendung, in die unsere Kassenapplikation vollintegriert worden ist. Bei einem großen Kunden aus dem Bereich Fashion/Sports wurde eine RFID-Lösung (RFID: radio-frequency identification) mit unserer Kassenlösung verbunden, so dass kein Scannen der Artikel am Point-of-Sale mehr notwendig ist. Darüber hinaus wurden in unseren Kundenprojekten weitere Länderversionen entwickelt, Ausprägungen für neue Vertriebsschienen umgesetzt, neue Hardware – wie z.B. Tunnelscanner – implementiert oder die Payback-Anbindung umgesetzt. Insgesamt betreuen wir gegenwärtig 211.867 aktive Installationen und konnten diese Anzahl damit im Vorjah-

1 – Im Folgenden ist mit der Bezeichnung GK Software immer der Konzern gemeint. Synonym dazu wird auch "die Gesellschaft" verwendet. Bei Verwendung der Bezeichnung GK Software AG ist ausschließlich das Einzelunternehmen gemeint.

resvergleich um 12,7 Prozent oder knapp 24.000 erhöhen. Mit einem Marktanteil von deutlich über 25 Prozent sind wir in Deutschland der klare Marktführer im Bereich POS-Systeme und bauen unsere installierte Basis auch in anderen von uns aktiv bearbeiteten Märkten kontinuierlich aus.

Wir haben in diesem Jahr weiter in unsere Lösungswelt investiert, um das Angebot im Bereich Omni-Channel-Prozesse zu erweitern und neue Möglichkeiten der Kollaboration mit anderen Lösungen zu schaffen. So kann unsere Kassenapplikation zum Beispiel als reine HTML-Anwendung in andere Lösungen integriert werden und vollumfänglich zur Verfügung stehen. Umfangreiche Anstrengungen wurde auch im Bereich der Software-Architektur unternommen, um die Möglichkeiten moderner Clustertechnologie optimal nutzen zu können. Die permanente Investition in unsere Lösungswelt halten wir für unabdingbar, um unseren Anspruch zu unterstreichen, einer der wichtigsten Innovatoren der Branche zu sein.

Auf der Basis einer sehr gut gefüllten Pipeline, sowohl unseres Direkt- als auch des Partnervertriebes, sind wir sicher, 2015 und darüber hinaus weiter zu wachsen. Wir führen gegenwärtig intensive Gespräche mit Kunden aus dem In- und Ausland und sehen uns mit unserer Lösungswelt in mehreren laufenden Ausschreibungen sehr gut aufgestellt. Wir halten unsere im Geschäftsbericht 2014 aufgestellte Prognose aufrecht, dass wir mittelfristig, also für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren eine Ausdehnung unseres Umsatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 auf das Anderthalbfache erwarten. Dabei wollen wir eine Zielmarge für das alle Geschäftsfelder umfassende Gesamtgeschäft von 15 Prozent erreichen. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass keine außergewöhnlichen Ereignisse eintreten, die zu einer negativen Beeinträchtigung der Gesamtwirtschaft oder des Einzelhandels führen.

Wir freuen uns, dass Sie das Wachstum der GK Software AG begleiten und danken Ihnen für Ihr Vertrauen.

Schöneck, 26. November 2015

Der Vorstand

Rainer Gläß Vorstandsvorsitzender

André Hergert Vorstand für Finanzen und Personal

Aktie der GK Software AG

Überblick

Basisdaten

T.01

Wertpapierkennnummer
(WKN)
757142
ISIN DE0007571424
Börsenkürzel GKS
Börsengang der
GK Software AG
19. Juni 2008
Art der Aktien Auf den Inhaber lautende Stammaktien
ohne Nennbetrag (Stückaktien)
Handelsplätze Frankfurt und XETRA
Marktsegment Regulierter Markt (Prime Standard)
Designated Sponsor ICF Kursmakler AG
Anzahl der Aktien 1.890.000
Grundkapital EUR 1.890.000
Streubesitz 44,79%
Höchster Kurs 2015 EUR 39,90 (2. April 2015)
Tiefster Kurs 2015 EUR 29,00 (28. September 2015)

Überblick/Kursentwicklung

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 bewegte sich die im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Aktie der GK Software AG leicht abwärts. Nachdem sie zu Jahresbeginn mit 34,60 Euro gestartet war und zwischenzeitlich in der Spitze fast 40 Euro erreicht hatte, notierte sie zum Ende des Berichtszeitraumes bei 29,50 Euro. Das entsprach einer Marktkapitalisierung am 30. September 2015 von rund 56 Mio. Euro.

Aktionärsstruktur

Zum Stichtag 30. September 2015 ergab sich folgende Aktionärsstruktur: Rainer Gläß hält direkt 3,32 Prozent und Stephan Kronmüller 2,33 Prozent der Anteile. Außerdem ist ihnen die GK Software Holding GmbH, die 49,56 Prozent der Anteile hält, indirekt und jeweils hälftig zuzuordnen. Der Freefloat beträgt 44,79 Prozent.

Aktionärsstruktur zum 30. September 2015

Über folgende, den Schwellenwert von 3 Prozent überschreitende Anteile an der GK Software AG wurde die Gesellschaft informiert:

Schwellenwertüberschreitungen

T.02 Stand Anteilseigner Anteil
in %
16.8.2011 Andreas Bremke GmbH, Arnsberg 3,99
6.3.2012 Scherzer & Co. AG, Köln 5,23
19.6.2013 Deutsche Balaton Aktiengesellschaft,
Heidelberg
3,18
27.12.2013 SAP AG, Walldorf 5,29

Directors Dealings 2015

Im Berichtszeitraum gab es keine Directors Dealings.

Verkürzter Konzernzwischenlagebericht

Wirtschaftsbericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen der GK Software

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Die Geschäftsentwicklung der GK Software AG wird durch mehrere Einflussgrößen und deren Wirkung in unterschiedlichen Wirtschaftsräumen bestimmt. Die wichtigsten Determinanten sind dabei die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die aktuelle Lage und die erwarteten Geschäftsaussichten des Einzelhandels. Mit der Ausweitung des Geschäftes der GK Software in immer mehr Wirtschaftsräume erhöht sich naturgemäß die Anzahl der Einflussfaktoren, da trotz weltwirtschaftlicher Gesamttrends die Situation in den einzelnen Märkten teilweise diametral verlaufen kann. Gleichzeitig erfolgt damit eine zumindest teilweise, mittelfristige Entkopplung des Geschäftsbetriebes der Gesellschaft von den Entwicklungen in den ursprünglichen Kernmärkten – vor allem in Zentraleuropa– ohne dass diese Märkte auf absehbare Zeit ihre Bedeutung für die GK Software verlieren werden.

Ungeachtet der ansteigenden Bedeutung des internationalen Geschäftes sind die Entwicklungen in den deutschsprachigen Ländern für das direkte Geschäft der GK Software weiterhin von besonderer Bedeutung. Dabei ist gerade der starke Markt in den deutschsprachigen Ländern häufig Vorreiter bei neuen Entwicklungen und bei der Einführung neuer Technologien.

Für den europäischen Einzelhandel ist in der Gesamtperspektive ein anhaltender Aufwärtstrend auszumachen. So stiegen in den Monaten von Januar bis August die inflationsbereinigten Umsätze im Vorjahresvergleich zwischen 2,6 und 3,5 Prozent an.1 Diese Entwicklung war jedoch nicht für alle Länder zu beobachten und vor allem

1 – Eurostatistics Data for short-term economic analysis, Issue number 10/2015, S. 18

die krisengeschüttelten Länder Südeuropas sind von diesem Trend teilweise noch weit entfernt.2

In den USA ist seit Mitte 2012 ein kontinuierlicher Aufwärtstrend der Einzelhandelsumsätze zu konstatieren, der auf dem weltweit größten Einzelhandelsmarkt für mehr Bewegung sorgen könnte.3

Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland sind auch 2015 erneut im Vorjahresvergleich gestiegen. Im ersten Halbjahr betrug das Wachstum nominal 2,2 Prozent (preisbereinigt 2,4 Prozent)4. Danach folgte einem starken Juli ein schwächerer August, der aber immer noch deutlich über dem Vorjahr gelegen hat.5 Gemäß der aufrecht erhaltenen sehr vorsichtigen Prognose des Handelsverbands Deutschland (HDE) wird der deutsche Einzelhandel damit das sechste Jahr in Folge wachsen und einen Rekordumsatz von rund 469,1 Mrd. Euro erreichen – dies entspräche einem Wachstum von 2,0 Prozent.6 Einen ebenfalls positiven Trend zeigt der IFO Geschäftsklimaindex für den Einzelhandel. Im September stieg der Wert um 0,1 Punkte.7 Auch die gesamtwirtschaftliche Prognose für dieses Jahr bleibt positiv. Die Spanne der Erwartungen liegt dabei zwischen 1,7 Prozent (Prognose der Bundesregierung aus dem Oktober 20158) und 1,9 Prozent (Prognose des ifo Institut vom Juni 20159). Ähnlich stellt sich die Situation in Österreich dar. Dort stieg der Umsatz für die ersten sechs Monate im Vorjahresvergleich nominell um 1,2 Prozent auf

  • 2 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table& init=1&language=de&pcode=teiis200&plugin=0
  • 3 – http://ycharts.com/indicators/retail_sales
  • 4 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/06/PD15_241_45212.html
  • 5 https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/09/PD15_363_45212.html
  • 6 http://www.einzelhandel.de/images/presse/Graphiken/ DerEinzelhandelJan2014.pdf S.7
  • 7 – http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Survey-Results/Business-Climate/Geschaeftsklima-Archiv/2015/ Geschaeftsklima-20150924.html
  • 8 http://www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturund-Statistiken/projektionen,did=385026.html
  • 9 http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Forecasts/ Ifo-Economic-Forecast/Archiv/ifo-Prognose-17-06-2015. html

27,2 Mrd. Euro 1 , obwohl die Verkaufsfläche zum zweiten Mal in Folge abgenommen hat2. Deutlich stärker fiel das Wachstum in der Schweiz aus, in der die Einzelhandelsumsätze real um 4,9 Prozent zugenommen haben (nominal 3,7 Prozent).3

Im Bereich des Interaktiven Handels (e-Commerce und Versandhandel) hat es in den ersten drei Quartalen bemerkenswerte Entwicklungen gegeben. So wiesen das erste und zweite Quartal insgesamt Wachstumssteigerungen von 8 bzw. 11 Prozent aus. Im dritten Quartal lag der Umsatzzuwachs des gesamten interaktiven Handels mit 4,0 Prozent (=12,3 Mrd. EUR) unter den gewohnten Werten. Allerdings wuchs das reine Onlinehandelsvolumen um mehr als 15 Prozent (11,3 Mrd. EUR). Den stärksten Zuwachs erlebte dabei der Online-Handel mit Lebensmitteln mit einer Umsatzsteigerung von 52,4 Prozent (0,29 Mrd. EUR) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dennoch bleibt er nach wie vor weit hinter Warengruppen wie Bekleidung (2.933 Mio. Euro) oder Elektronik (1.901 Mio. Euro) zurück. Die klassischen Onlinemarktplätze steigerten im dritten Quartal Ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 14,4 Prozent auf 6,03 Mrd. EUR. Dagegen verloren die Multi-Kanalhändler nach zwei starken ersten Quartalen leicht um 3,0 Prozent und erzielten im dritten Quartal einen Umsatz von 4,26 Mrd. EUR.4 Trotz des Rückgangs deutet einiges darauf hin, dass es dem stationären Handel immer besser gelingt, seine Vorteile gegenüber dem reinen Onlinehandel wie Markenstärke, Beratung, Warenpräsentation und Service auszuspielen. Dazu wird der stationäre Handel in noch stärkerem Maße die entsprechende technische Infrastruktur erneuern müssen – ein Trend der bereits seit Ende 2012 die meisten Projektentscheidungen im Geschäftsumfeld der GK Software nachhaltig beeinflusst. Trotz der Verschiebungen innerhalb des Segmentes wird der Interaktive Handel auch in diesem Jahr voraussichtlich stärker als der stati-

  • 1 http://www.kmuforschung.ac.at/images/stories/pressemitteilungen/2015/Konjunktur_im_Einzelhandel_HJI_2015.pdf, S.1,
  • 2 http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4786215/Trotz-Haendlersterben-und-weniger-Flaeche_Einzelhandel-im-Plus?from=rss
  • 3 http://www.nzz.ch/detailhandel-konsum-konsumentenstimmung-1.541325
  • 4 https://www.bevh.org/presse/pressemitteilungen/details/ datum/2015/november/artikel/zunehmendes-interesseder-deutschen-am-lebensmittelonlinehandel-und-der-nutzung-digitaler-dienstleis/

onäre Handel wachsen. Der bevh bestätigte seine Jahresprognose für 2015 von 51,6 Mrd. EUR für den Interaktiven Handel.5

Aus diesen Entwicklungen ergeben sich große Herausforderungen für den stationären Einzelhandel, die durch weitere Themen wie etwa Home Delivery zusätzlich getrieben werden. Gerade in letzterem Bereich herrscht in Deutschland noch ein großer Nachholbedarf. So beträgt der Marktanteil des Lebensmittelhandels am gesamten Onlinemarkt hier nur 1,06 bzw. 1,2 Prozent7, während es in Großbritannien bereits 5 Prozent sind, wobei hier in anderen Quellen auch noch deutlich höhere Zahlen genannt werden.8 Bis 2020 soll jedoch auch in Deutschland diese Quote auf 10 Prozent steigen. 9  Dazu werden neue Anläufe von stationären Einzelhändlern, von Online-Versendern sowie von den Logistikunternehmen zur Überwindung der "letzten Meile" beitragen.

Der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser konstatierte mit Blick auf die Digitale Agenda der Bundesregierung, dass "der Einzelhandel mit Blick auf die weiter voranschreitende Digitalisierung auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen" und "der Investitionsbedarf dementsprechend hoch ist"10. Diese Aussage bestätigt für den Filialbereich auch die Studie 'Kassensysteme 2014' des EHI Retail Institute. So ist das Alter der eingesetzten Software weiter gestiegen, wobei 37 Prozent der Unternehmen diese bis 2016 erneuern wollen.11 Basierend auf stabilen Umsätzen des laufenden Jahres und guten Aussichten für 2015 gehen die Einzelhändler von gleich bleibenden oder steigenden Investitionsvolumen für ihre Filialen aus. So zeigt z.B. die Studie des EHI Retail Institutes "IT-Trends im Handel 2015", dass 88 Prozent der IT-Verantwortlichen von steigenden bzw. konstanten Budgets ausge-

5 – Ebd.

  • 6 – EHI Retail Institute, Lebensmittel E-Commerce 2015. Marktüberblick, Konzepte und Herausforderungen, S.
  • 7 https://www.gfk.com/de/Documents/Pressemitteilungen/2015/20150723_PM_GfK-Studie_eCommerce_dfin.pdf, S. 1
  • 8 – EY-Studie Cross Channel Revolution im Lebensmittelhandel, S. 8
  • 9 – Ebd., S. 10
  • 10– http://www.einzelhandel.de/index.php/presse/ aktuellemeldungen/item/124495-digitale-agendaschl%C3%BCsselrolle-f%C3%BCr-den-handel
  • 11 – EHI Retail Institute, Kassensysteme 2014, Fakten, Hintergründe und Perspektiven, S. 16ff

hen und neuen Technologien wie Cloud-Diensten und Omni-Channel-Systemen eine hohe Bedeutung zuschreiben.1 Die Forrester-Studie "The Retail CIO Agenda 2015: Secure and Innovative" zeigt, dass die Ersatzinvestitionen von den bereits angesprochenen neuen Themen immer stärker überlagert werden. So werden Omni-Channel-Integration, Einführung neuer Warenwirtschaftslösungen und der Einsatz von Analyse- und Business-Intelligence-Tools als die gegenwärtig größten Herausforderungen beschrieben, die in ihrer strategischen Bedeutung nur noch von der Verbesserung der IT-Sicherheit übertroffen werden. 2 

Für die Geschäftsentwicklung der GK Software von Bedeutung ist dabei, inwieweit dieser Trend auch die IT-Investitionen betrifft, da die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass eine steigende Investitionsbereitschaft des Handels nicht linear auch in diesen Bereich durchschlug. Die Strategie vieler Händler war es offensichtlich, in der Wachstumsphase das Filialnetz zu erweitern oder ins Ausland zu expandieren. Allerdings deuten die Signale aus dem Marktumfeld der GK Software deutlich darauf hin, dass sich der Investitionsstau der letzten Jahre aufzulösen beginnt.

Generell stehen Neu- und Ersatzinvestitionen unter der Prämisse, auch für Zukunftsthemen gerüstet zu sein. Da die Anzahl der Musterbeispiele für echte Omni-Channel-Integration noch gering ist und häufig Unsicherheiten bzgl. der einzuschlagenden Strategie bestehen, führt dies aktuell zu verlängerten Entscheidungszeiträumen. Diese Entwicklung bekommt die GK Software seit 2012 durch Verzögerungen in den Saleszyklen zu spüren.

In der Summe bleiben die Voraussetzungen für den Geschäftsverlauf der GK Software für das 4. Quartal sowie für das Jahr 2015 positiv. Dies umso mehr, als die Gesellschaft durch die Partnerschaft mit SAP davon ausgeht, die Basis potenzieller Kunden international weiter ausdehnen zu können. Diese Trends stehen unter dem Vorbehalt, dass die Weltwirtschaft nicht durch politische oder wirtschaftliche Faktoren massiv gestört wird, die sich negativ auf die Konjunktur auswirken.

  • 1 – EHI Retail Institute, Studie: IT-Trends im Handel 2015
  • 2 – Forrester Consulting, Studie: The Retail CIO Agenda 2015: Secure And Innovative, Seite 10

GK Software geht weiterhin davon aus, dass die kurz- oder mittelfristig erforderlichen Investitionen in neue Systeme sowie die Umsetzung neuer Themen des Einzelhandels auch zukünftig Umsatzpotenzial in allen aktiv bearbeiteten Märkten bietet. Darüber hinaus wird erwartet, dass vor allem die Partnerschaft mit SAP international zu weiteren Erfolgen führt und das Potenzial der Gesellschaft nachhaltig stärkt.

Die GK Software ist gegenwärtig in mehreren laufenden Ausschreibungen in Deutschland und im Ausland im Direktvertrieb und im Partnergeschäft gut positioniert und verfügt mit ihrem breiten Produktportfolio, der Internationalität ihrer Lösungen und der nachgewiesenen Fähigkeit, Projekte schnell umzusetzen, über wichtige Vorteile gegenüber dem Wettbewerb.

Neue Kundenprojekte 2015

  • Bedeutender Pharmafachhändler (über 1.000 Standorte – Gewinn März 2015)
  • Internationaler Schuhhersteller (rund 50 Standorte – Gewinn Juni 2015)
  • Führender Sportartikelhersteller (rund 150 Standorte in Nord- und Südamerika und Asien – Gewinn März 2015)
  • Luxury-Franchisenehmer (30 Standorte in den Vereinigten Arabischen Emiraten – Gewinn März 2015)
  • Fashionanbieter (rund 550 Standorte in Polen Gewinn Juni 2015)
  • Supermarktbetreiber (rund 100 Standorte in Russland – Gewinn Juni 2015)
  • Fashionanbieter (rund 50 Standorte in Großbritannien – Gewinn Mai 2015)
  • Spielwarenhändler (rund 80 Standorte und Großbritannien und Irland – Gewinn August 2015)
  • Lebensmitteleinzelhändler (rund 130 Standorte in Russland – Gewinn September 2015)

Im Bereich der Bestandsprojekte waren auch die ersten drei Quartale 2015 durch erfolgreiche Pilotierungen in mehreren Projekten, Rollouts sowie

den vollständigen Abschluss eines großen Projektes geprägt. In mehreren laufenden Projekten wurden weitere Länderausprägungen übergeben und bereits ausgerollt. Gegenwärtig läuft die Migration der letzten großen Bestandskunden auf die aktuelle Softwareversion, so dass jetzt der überwiegende Teil unserer Kunden entweder umgestellt hat oder der Umstellungsprozess bereits weit fortgeschritten ist. Dies schafft die Voraussetzungen dafür, dass die bereits seit vielen Jahren bestehenden Beziehungen mit unseren Kunden weiter gefestigt werden. Darüber hinaus haben wir mit den Bestandskunden weitere Verträge abschließen können, deren Inhalte z.B. Lizenzerweiterungen, Dienstleistungen oder Servicegeschäft waren.

Ein Beweis für die gelebte Partnerschaft mit SAP ist, dass inzwischen etwa 30 gemeinsame Kundenprojekte bestehen, in denen GK-Lösungen von SAP verkauft worden sind und die teilweise direkt durch GK Software oder durch Implementierungspartner umgesetzt werden.

Mitarbeiter

Die GK Software beschäftigt zum Stichtag 30. September 2015 729 Mitarbeiter (ohne Vorstände und Auszubildende) und damit 136 mehr als zum Ende des Vergleichszeitraumes im Vorjahr (593). Die Mitarbeiterzahl stieg damit stark an (22,9 Prozent). Am Hauptsitz in Schöneck ist mit 225 Personen die Mehrzahl der Belegschaft beschäftigt (Vorjahr: 188). In der Niederlassung in Berlin sind 43 Mitarbeiter, hauptsächlich in den Bereichen Vertrieb & Marketing, Projektmanagement und Partnermanagement sowie Hotline tätig (Vorjahresstichtag 28 Mitarbeiter). Bei der tschechischen Tochter-

Mitarbeiterverteilung über die Konzernstandorte (ab 5 Mitarbeiter) zum 30. September

gesellschaft EUROSOFTRWARE s.r.o. sind zurzeit 176 Personen angestellt (Vorjahr: 156). In St. Ingbert wurden am 30. September 2015 111 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 80). Am Standort Köln arbeiteten zum Stichtag 13 Mitarbeiter (Vorjahresberichtsstichtag 10). Weiterhin beschäftigt die Gesellschaft fünf Mitarbeiter in der Schweiz und zwei in Russland. Bei IT-Services sind in Hamburg 106 und in Bielefeld 16 Personen angestellt. In den USA arbeiteten 27 Mitarbeiter für die GK Software (Vorjahresstichtag 4). Die südafrikanische Tochter hatte zum Stichtag fünf Mitarbeiter.

Der Schwerpunkt im Bereich Personalentwicklung liegt vor allem bei der Integration und Einarbeitung der Mitarbeiter. Dazu wurden spezielle Einarbeitungspläne, Trainee- und Mentorenprogramme entwickelt.

Für die Zukunft geht der Vorstand davon aus, dass sich das Mitarbeiterwachstum moderat fortsetzen wird und dass weiterhin vor allem nach höher qualifizierten Mitarbeitern gesucht wird.

Um das Umsatzwachstum der GK Software auch personell zu unterlegen und zu fördern, wird seit Jahren intensiv in die Ausbildung und Entwicklung der Beschäftigten investiert. Bei der GK Software AG sind aktuell 4 Auszubildende beschäftigt

Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Während des III. Quartals des Geschäftsjahres 2015 konnte die GK Software die sich abzeichnende überaus erfreuliche Entwicklung des Umsatzes der ersten beiden Quartale des Jahres fortsetzen. Die Umsätze liegen mit 41,98 Mio. Euro für die neun Monate bis September um mehr als ein Drittel über dem Vergleichswert des Vorjahres von 30,56 Mio. Euro. Zu berücksichtigen ist hierbei die Akquisition der Retail Division der DBS Data Business Systems Inc. im März 2015. Diese Einheit steuerte seither 3,74 Mio. Euro zum Umsatz bei, so dass das organische Wachstum bei einem Viertel lag. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit -0,76 Mio. Euro dabei nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von -0,66 Mio. Euro. Wegen der planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der Akquisition der Retail Division der DBS Data Business Systems Inc. im März 2015 erworbenen Vermögenswerte liegt das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) nun bei -3,36 Mio. Euro; der Vorjahreswert betrug noch -2,23 Mio. Euro. Die Akquisition ist auch der wesentliche Grund für die im Vorjahresvergleich reduzierte Eigenkapitalquote, die mit nun 42,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 68,1 Prozent liegt. Mit der gleichen Begründung verringerte sich auch der Bestand an Liquiden Mitteln von 10,17 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 6,23 Mio. Euro zum Berichtsstichtag.

Ertragslage

Erfreulicherweise stieg der Umsatz des Konzerns im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 37,3 Prozent auf 41,98 Mio. Euro an. Dabei ist insbesondere die Entwicklung unseres Kerngeschäftsfeldes GK/Retail hervorzuheben, das mit 33,24 Mio. Euro um nahezu 80 Prozent im Vorjahresvergleich gewachsen ist. Hier ist der Einfluss der Akquisition zu berücksichtigen, die mit 3,74 Mio. Euro etwa 30 Prozentpunkte zu diesem Wachstum beitrug. Das organische Wachstum betrug hier also etwas über 70 Prozent. Das Geschäftsfeld SQRS lag mit 0,79 Mio. Euro erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 0,80 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld IT-Services wurde mit 7,95 Mio. Euro der Vorjahreswert von 8,84 Mio. Euro nicht ganz erreicht.

Richtet man den Blick auf die Zusammensetzung der Umsätze, so zeigt sich, dass das Wachstum in unserem Kerngeschäftsfeld GK/Retail von allen Umsatzarten getragen wurde. So wuchsen die Lizenzumsätze im Vergleich mit dem Vorjahr um 3,25 Mio. Euro auf 4,46 Mio. Euro an (der Anteil aus der organischen Geschäftsentwicklung beträgt 1,28 Mio. Euro); während das Wartungsgeschäft um 2,39 Mio. Euro (davon 2,52 Mio. Euro organisch) oder 38,1 Prozent auf 8,66 Mio. Euro anstieg, erfuhr das Dienstleistungsgeschäft ein Wachstum um 5,78 Mio. Euro (davon 0,81 Mio. Euro aus der Akquisition) oder 43,6 Prozent auf 19,02 Mio. Euro. Einen vor allem auf die Akquisition zurückzuführenden Umsatzanstieg haben wir für die Sonstigen Umsätze (i.d.R. handelt es sich um Hardware-Beschaffungen für Kunden) zu verzeichnen. Diese stiegen um 0,75 Mio. Euro auf 0,95 Mio. Euro an, wobei allein 0,81 Mio. Euro auf die akquirierte Einheit zurückzuführen sind.

Quartalsumsatzentwicklung im Vergleich zu den Vorjahren, kumuliert in TEUR

Die Schlussfolgerung aus diesen Entwicklungen, dass das Marktangebot der GK Software gut im Markt positioniert ist, erscheint insgesamt als berechtigt.

Wie in den Vorjahren ist für das Geschäftsfeld SQRS vor allem dessen Reifegrad kennzeichnend. Dadurch beauftragen Kunden kaum noch Anpassungen und Erweiterungen der bei ihnen bestehenden Lösungen. Im Unterschied zum Vorjahr mit seinen überraschenden Entwicklungen, sind daher Dienstleistungsumsätze in diesem Segment kaum noch zu verzeichnen. Wir haben daher erwartet, dass tendenziell die Umsätze dieses Geschäftsfeldes weiterhin rückläufig sind. Dementsprechend haben sich die Umsätze in diesem Geschäftssegment im Vergleich mit dem Vorjahresquartal verringert. Während die Wartungserlöse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 den Vorjahreswert von 0,70 Mio. Euro mit etwa 0,74 Mio. Euro noch erreichten, lagen die Dienstleistungserlöse mit 48 Tsd. Euro deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von 94 Tsd. Euro. Insgesamt lagen die Umsätze in diesem Bereich mit 0,79 Mio. Euro etwa gleichauf mit dem Vorjahreswert.

9M 2015 9M 2014 Veränd. GJ 2014
TEUR in % TEUR in % TEUR in % TEUR in %
Umsätze mit
GK Retail 33.238 79,2 20.921 68,5 12.317 58,9 31.660 70,9
SQRS 788 1,9 798 2,6 -10 -1,3 1.053 2,4
IT-Services 7.949 18,9 8.843 28,9 -894 -10,1 11.921 26,7
Gesamt 41.975 100,0 30.562 100,0 11.413 37,3 44.634 100,0
Lizenzen 4.697 11,2 1.290 4,2 3.407 264,1 4.391 9,8
GK Retail 4.458 10,6 1.210 4,0 3.248 268,4 4.223 9,5
SQRS - - - - - - - -
IT-Services 239 0,6 80 0,3 159 198,8 168 0,4
Wartung 14.877 35,4 12.529 41,0 2.348 18,7 17.022 38,1
GK Retail 8.658 20,6 6.270 20,5 2.388 38,1 8.478 19,0
SQRS 740 1,8 704 2,3 36 5,1 934 2,1
IT-Services 5.479 13,1 5.555 18,2 -76 -1,4 7.610 17,0
Dienstleistung 20.570 49,0 13.617 44,6 6.953 51,1 22.504 50,4
GK Retail 19.016 45,3 13.241 43,3 5.775 43,6 18.599 41,7
SQRS 48 0,1 94 0,3 -46 -48,9 119 0,3
IT-Services 1.506 3,6 282 0,9 1.224 434,0 3.786 8,5
Sonstiges 1.670 4,0 3.126 10,2 -1.456 -46,6 673 1,5
GK Retail 945 2,3 200 0,7 745 372,5 316 0,7
SQRS - - - - - - - -
IT-Services 725 1,7 2.926 9,6 -2.201 -75,2 357 0,8
GK Academy 161 0,4 - - 161 - 44 0,1
GK Retail 161 0,4 - - 161 - 44 0,1
SQRS -
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
IT-Services

Umsatz nach Segmenten

Das Geschäftsfeld IT-Services hat die umsatzseitigen Erwartungen mit 7,95 Mio. Euro annähernd erfüllt, obwohl der Vorjahreswert von 8,84 Mio. Euro nicht erreicht worden ist . Während die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit 0,24 Mio. Euro das Vorjahresergebnis deutlich übertrafen, sanken die Wartungserlöse leicht von 5,56 Mio. Euro auf 5,48 Mio. Euro (-1,4 Prozent). Die leicht rückläufigen Gesamtumsätze sind daher allein auf die Sonstigen Umsätzen zurückzuführen, die nur 0,73 Mio. Euro nach einem Vorjahreswert von 2,93 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum erreichten. Grund hierfür sind verzögerte Hardwareprojekte und eine Umgliederung von Sachverhalten in die Dienstleistungserlöse.

In der Relation der Umsatzarten zueinander erkennt man den in den ersten neun Monaten gewachsenen Einfluss der Lizenzerlöse für den Gesamtumsatz. Nach 4,2 Prozent im Vorjahreszeitraum trugen diese Erlöse im Berichtszeitraum wieder 11,2 Prozent bei. Weiterhin stellen jedoch

die Dienstleistungen die wichtigste Umsatzart mit 20,57 Mio. Euro oder 49,0 Prozent, gefolgt von der Leistungsart Wartung, die mit 14,88 Mio. Euro oder 35,4 Prozent zum Umsatz beisteuerte (Vorjahresvergleichszeitraum 41,0 Prozent).

Gesamtleistung

Auch während dieses Berichtsabschnittes wurde weiterhin in die eigenen Softwareprodukte investiert, wodurch die Aktivierbaren Eigenleistungen im Vorjahresvergleich von 0,33 Mio. Euro auf 0,40 Mio. Euro stiegen. Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 1,60 Mio. Euro nach 1,40 Mio. Euro im Vorjahresberichtszeitraum.

Dadurch konnte die Gesamtleistung auf 43,97 Mio. Euro im Vergleich zu 32,29 Mio. Euro im Vorjahr gesteigert werden.

30.9.2015 30.9.2014 Veränd.
TEUR TEUR in % TEUR in %
37,3
Eigenleistungen
399
0,9 326 1,0 73 22,3
Betriebliche
42.374
37,2
betriebliche
13,7
36,2
41.975
1.598
Gesamtleistung
Entwicklung der Gesamtleistung
3,6
in %
95,5 30.562
96,4 30.888
1.405
4,4 94,6 11.413
95,6 11.486
193
43.972 100,0 32.293 100,0 11.679

Kosten

Die Kosten für bezogene Leistungen, Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe sowie bezogene Waren, waren im Berichtszeitraum um insgesamt 2,66 Mio. Euro höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und betragen nun 5,85 Mio. Euro. Dabei liegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (im Wesentlichen Ersatzteile) und Waren um 0,53 Mio. Euro über denen des Vorjahresquartals, während die bezogenen Leistungen um 2,12 Mio. Euro die des Vergleichszeitraums übersteigen. Der Anstieg der bezogenen Leistungen ist dem Einsatz freier Mitarbeiter in Kundenprojekten des Geschäftsfeldes GK/Retail zuzuschreiben und bewusster Teil der Strategie des Konzerns, um die verfügbaren Kapazitäten schneller an veränderte Bedarfe anpassen zu können.

Die Personalkosten betragen nun 28,65 Mio. Euro nach 20,92 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2014. Der Anstieg betrug also 7,74 Mio. Euro oder 37,0 Prozent. Der Anstieg ist vor allem im Geschäftsfeld GK/Retail zu verzeichnen, dessen Personalkosten um 7,47 Mio. Euro anstiegen. Die Ursachen sind auf den Auf- und Ausbau der internationalen Präsenzen in den USA und auf den Ausbau der Beratungs- und Presales-Kapazitäten seit der zweiten Jahreshälfte 2014 zurückzuführen.

Die Abschreibungen erhöhten sich von 1,56 Mio. Euro auf 2,60 Mio. Euro. Der Anstieg um 1,04 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen (0,98 Mio. Euro) auf die im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation für unsere Akquisition in den USA identifizierten Vermögenswerte zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum 10,23 Mio. Euro nach 8,84 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg um 1,38 Mio. Euro wird – wie in den Vorjahren – geprägt von einem weiteren Anstieg der Reisekosten um 0,42 Mio. Euro um den weltweiten Projekt- und Vertriebsaufgaben zu entsprechen. Aus dem gleichen Grunde sind ebenfalls die direkten Vertriebsaufwendungen um 0,25 Mio. Euro gestiegen. Als einmalig ist der Mehraufwand aus Beratungsleistungen für die nordamerikanische Akquisition zu werten. Er beläuft sich auf ca. 0,27 Mio. Euro. Weitere 0,29 Mio. Euro sind auf den Aus- und Aufbau der afrikanischen und US-amerikanischen Tochtergesellschaften zurückzuführen. Ebenfalls nochmals erhöht wurden die Aufwendungen für die Mitarbeitergewinnung und -bindung. Diese Aufwendungen übertreffen den Vorjahreswert um 0,25 Mio. Euro.

Betrachtet man die ersten neun Monate unter Auslassung der Anschaffungsnebenkosten der Akquisition (0,27 Mio. Euro), ergibt sich ein modifiziertes EBITDA des Konzerns von -0,44 Mio. Euro (Vorjahr -0,66 Mio. Euro). Damit hat sich die modifizierte EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahr von -2,2 Prozent auf -1,0 Prozent verbessert.

Finanzergebnis

T.05 30.9.2015
30.9.2014
Veränd.
TEUR in % TEUR in % TEUR in %
EBITDA -761 -1,8 -665 -2,2 -96 14,5
EBIT -3.361 -8,0 -2.226 -7,3 -1.135 51,0
EBT -3.368 -8,0 -2.170 -7,1 -1.198 55,2
Konzern
ergebnis
-4.347 -10,4 -3.114 -10,2 -1.233 39,6

Finanzergebnis und Ertragsteuern

Diese Veränderungen haben zu einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von -3,36 Mio. Euro nach -2,23 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum geführt. Das Finanzergebnis betrug -0,07 Mio. Euro nach +0,06 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum.

Periodenergebnis

An Ertragsteuern fallen 0,98 Mio. Euro an, so dass sich ein Periodenverlust von -3,11 Mio. Euro nach -4,35 Mio. Euro im Vorjahr ergibt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2014 um 38,5 Prozent oder 17,19 Mio. Euro auf 61,86 Mio. Euro erhöht. Die wesentliche Ursache ist in der nordamerikanischen Akquisition im März 2015 zu suchen. Daher stiegen auf der Vermögensseite vor allem die Langfristigen Vermögenswerte im Vergleich zum Jahresende 2014 an. Auf der Kapitalseite der Bilanz stiegen im Wesentlichen die Langfristigen Bankverbindlichkeiten wegen der Akquisition an.

Vermögenslage

30.9.2015
(ungeprüft)
30.9.2014
(ungeprüft)
Veränd.
TEUR in % TEUR in % TEUR in %
langfristige
Vermögenswerte
32.379 52,3 15.972 35,8 16.407 102,7
kurzfristige
Vermögenswerte
ohne liquide Mittel
23.252 37,6 18.528 41,4 4.724 25,5
Liquide Mittel 6.234 10,1 10.173 22,8 -3.939 -38,7
Aktiva 61.864 100,0 44.673 100,0 17.192 38,5
Eigenkapital 26.131 42,2 30.555 68,4 -4.425 -14,5
langfristige
Verbindlichkeiten
15.418 25,0 4.865 10,9 10.553 216,9
kurzfristige
Verbindlichkeiten
20.315 32,8 9.252 20,7 11.064 119,6
Passiva 61.864 100,0 44.673 100,0 17.192 38,5

Im Detail haben sich die langfristigen Vermögenswerte deutlich um 16,41 Mio. Euro auf insgesamt 32,38 Mio. Euro erhöht. Mit nunmehr 24,04 Mio. Euro stellen die immateriellen Vermögenswerte weiterhin den größten Anteil der langfristigen Vermögenswerte. Hier spiegeln sich insbesondere die Erhöhung des Firmenwertes um 4,11 Mio. Euro auf 9,89 Mio. Euro, der Kundenbeziehungen um 8,51 Mio. Euro auf 8,96 Mio. Euro sowie der Erworbenen immateriellen Vermögenswerte um 2,41 Mio. Euro auf 3,18 Mio. Euro wider. Diese Veränderungen sind – abgesehen von den planmäßigen Abschreibungen dieser Vermögenswerte – auf die Zugänge aus der Akquisition zurückzuführen. Der Bestand an selbsterstellter Software hat sich um 0,67 Mio. Euro auf 0,90 Mio. Euro erhöht.

Die Entwicklung der Sachanlagen ist wesentlich durch Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung (+0,41 Mio. Euro) und den Anlagen im Bau (+0,47 Mio. Euro) geprägt gewesen. Durch einen Gesamtzugang von 0,76 Mio. Euro hat sich der Buchwert gegenüber dem 31. Dezember 2014 auf 5,73 Mio. Euro erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte ohne die Liquiden Mittel sind um 4,72 Mio. Euro von 18,53 Mio. Euro auf 23,25 Mio. Euro gestiegen. Das laufende Geschäftsjahr ist durch eine Reihe weitgespannter Projektmeilensteine gekennzeichnet, für deren Erreichung Leistungen erbracht und abgegrenzt werden, so dass die Forderungen aus Leistungsfortschritt nun 5,19 Mio. Euro nach 3,18 Mio. Euro zum Jahresende 2014 betragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 0,70 Mio. Euro auf jetzt 9,90 Mio. Euro. Ebenfalls angestiegen sind die Vorräte Fertiger Erzeugnisse und Waren. Diese weisen mit 2,33 Mio. Euro einen um 1,18 Mio. Euro erhöhten Wert gegenüber dem 31. Dezember 2014 aus. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den erhöhten Hardware-Bedarf im Geschäftsfeld IT-Services aus insgesamt 3 Kundenprojekten und ein Projekt im GK/Retail-Umfeld zurückzuführen.

Die Bestände an Zahlungsmitteln und ihren Äquivalenten gingen im Vergleich zum Jahresende 2014 um 3,94 Mio. Euro auf 6,23 Mio. Euro zurück. Wesentlicher Grund ist auch hier die Akquisition. Weitere Ausführungen werden nachstehend bei der Kommentierung der Finanzlage gemacht.

Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist vor allem auf den Anstieg der Langfristigen Bankverbindlichkeiten zurückzuführen. Diese stiegen wegen der Akquisition von 0,81 Mio. Euro um 9,84 Mio. Euro auf 10,66 Mio. Euro an. Aus dem gleichen Grunde verzeichneten die Latenten Steuern einen Zuwachs von 0,69 Mio. Euro auf nunmehr 2,07 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 11,06 Mio. Euro auf 20,32 Mio. Euro. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Erhöhung der Kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um 4,24 Mio. Euro auf 4,56 Mio. Euro aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien aus der Zwischenfinanzierung der Akquisition. Diese kurzfristigen Banklinien wurden zwischenzeitlich durch ein langfristiges Bankdarlehen weitestgehend ersetzt. Außerdem sind die Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 2,55 Mio. Euro gegenüber dem Stichtagswert 2014 erhöht und betragen nun 6,88 Mio. Euro.

Grund hierfür sind überwiegend die Rechnungsabgrenzungen der Wartungsverträge. Außerdem erhöhten sich die von Kunden erhaltenen Anzahlungen um 3,03 Mio. Euro auf 3,53 Mio. Euro. Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen um 0,45 Mio. Euro auf 2,10 Mio. Euro ist auf den Anstieg der Rückstellungen für variable Gehaltsbestandteile zurückzuführen.

Finanzlage

Das negative Periodenergebnis führte für den operativen Cashflow im engeren Sinne (also im Wesentlichen zuzüglich der Abschreibungen) zu einem Abfluss von 0,78 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Abfluss in Höhe von lediglich 0,29 Mio. Euro festzustellen war. Die Verringerung des Nettoumlaufvermögens in Höhe von 2,44 Mio. Euro entlastete den operativen Cashflow und führte zu einem Zahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1,71 Mio. Euro, nachdem dieser im Vorjahresquartal noch 2,64 Mio. Euro betragen hatte.

Die Zahlungen bzw. Erstattungen von Ertragsteuern und Zinsen führten in der Berichtsperiode zu Abflüssen in Höhe von 0,65 Mio. Euro. Damit stellte sich ein Nettozahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 0,96 Mio. Euro ein. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Nettozahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 2,06 Mio. Euro.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit sah Abflüsse von insgesamt 18,98 Mio. Euro nach 1,09 Mio. Euro im Vorjahr. Der Grund dafür liegt im Wesentlichen in den im Zusammenhang mit dem Erwerb der Retail-Division der DBS Data Business Systems, Inc. erfolgten Mittelabflüssen.

Die Finanzierungstätigkeit stand vor allem im Zeichen der Aufnahme von Krediten in Höhe von insgesamt 10,85 Mio. Euro, darunter eines langfristigen Kredites für die DBS-Akquisition in Höhe von 10,00 Mio. Euro sowie kurzfristig in Anspruch genommener Kontokorrentlinien und Zahlungen unter Verwendung von Kreditkarten. Dagegen standen Abflüsse aus der Tilgung von Krediten. Insgesamt flossen so 9,73 Mio. Euro zu. Der Vergleichsbetrag der Vorjahresperiode betrug -1,56 Mio. Euro.

Insgesamt nahmen die Zahlungsmittel bzw. deren Äquivalente im Vergleich zum Jahresende 2014 um 10,17 Mio. Euro auf 6,23 Mio. Euro ab.

Wesentliche Ereignisse nach Ablauf des Berichtszeitraumes

Nach Ende des Berichtszeitraumes gab es keine wesentlichen Ereignisse.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht der GK Software

Chancen und Risiken der GK Software

Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2015 haben sich gegenüber den Ausführungen im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 keine wesentlichen Änderungen der Risikosituation der GK Software ergeben, die einen gravierenden Einfluss auf die Unternehmensentwicklung des laufenden Geschäftsjahres haben könnten. Daher bestehen die Beschreibungen der Chancen- und Risikopotenziale der künftigen Entwicklung der GK Software aus dem Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2014 ohne wesentliche Änderungen fort.

Es ist jedoch zu konstatieren, dass die Exposition in US-Dollar und südafrikanischen Rand hinzugetreten ist. Dadurch ist das Währungsrisiko gegenwärtig zwar nicht wesentlich erhöht, jedoch ist dies für die Zukunft zu erwarten. Insgesamt wird die Risikostruktur aus Währungsrisiken komplexer. Der Konzern arbeitet an entsprechenden Werkzeugen, um diese Risiken effizienter behandeln zu können.

Ausblick

Der Vorstand der GK Software ist davon überzeugt, dass der Konzern weiterhin gut positioniert ist, sich zu behaupten und zu alten Stärken zurückzukehren. Auf Basis der bislang vorliegenden Informationen erwarten wir, dass sich die Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Jahre 2015 durch die fortgesetzte Geschäftsausdehnung wieder verbessern wird und aus der Finanzlage keine bestandsgefährdenden Entwicklungen zu erwarten sind. Diese Einschätzung unterliegt allerdings dem Einfluss von Entwicklungen, gleich, ob erwartet oder überraschend, die der Konzern nicht beeinflussen kann und die auf diese Prognose einen nicht unerheblichen Einfluss haben können.

Wir bleiben dabei, unsere Strategie der Ausdehnung der räumlichen Reichweite durch den Eintritt in und die Weiterentwicklung anderer geografische Märkte zu vergrößern, weiter zu verfolgen. Der Eintritt in den nordamerikanischen Markt soll

die Visibilität auf den Umsatz erhöhen, indem Substitutionsmöglichkeiten für sich verschiebende Vertriebsopportunitäten geschaffen werden. Gleichzeitig soll der beschrittene Pfad der tieferen Penetration der Bestandskunden weiter verfolgt werden. Wir wollen sicherstellen, dass künftig die laufenden Aufwendungen durch die laufenden Erlöse aus Projektdienstleistungen, Softwarewartung und Retail Services gedeckt werden können, um die Ertragslage den Schwankungen der letzten Jahre zu entziehen. Dies kann jedoch nur in einem längerfristigen Zeitraum gelingen, den wir mit drei Jahren ansetzen.

Generell ist festzuhalten: Die GK Software AG plant, mittelfristig zu den bekannten Ertragsmargen (EBIT-Marge auf den Umsatz) für ihr Kerngeschäft von über 15 Prozent zurückzukehren. Dabei können die Aufwendungen aus der Erschließung der Märkte die Entwicklung auf dieses Ziel beeinträchtigten. Es werden auch weiterhin kurzfristige Verschiebungen von Kundenprojekten dazu führen können, dass erhebliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns eintreten können. Gerade die Unsicherheit über die Realisierung einzelner Vertriebsaussichten führen im Zusammenhang mit der Größe des Konzerns zu einer mit erheblichen Unsicherheiten befrachteten Prognose der Kennzahl EBIT, da einzelne Vertriebsgelegenheiten einen signifikanten Anteil der Umsatzerlöse mit besonders hoher Ergebnismarge beinhalten können.

Für 2015 ist eine nicht unerhebliche Ausdehnung des GK/Retail Umsatzes wahrscheinlich. Mittelfristig (drei bis vier Jahre) erwarten wir, in der Lage zu sein, den Umsatz gegenüber 2014 (31,66 Mio. Euro für das Segment GK/Retail im Berichtsjahr) zu vereineinhalbfachen. Diese Entwicklung wird allerdings nicht notwendig auch nur annähernd linear erfolgen. Für das Geschäftsfeld SQRS erwarten wir im Rahmen des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2014 einen weiteren Rückgang der Umsätze von gegenwärtig 1,05 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld Services soll der Umsatz den Umsatz des Geschäftsjahres 2014 von 11,92 Mio. Euro leicht übersteigen.

Für die Profitabilität können wir auf einzelne Jahre keine Prognose abgeben. Allerdings gehen wir davon aus, dass wir mittelfristig (drei bis 4 Jahre) unser altes Zielmargenniveau (EBIT-Marge auf den Umsatz) des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen von über 15 Prozent wieder erreichen werden. Für 2015 ist es aber durchaus vorstellbar, dass ein negatives Ergebnis eintreten könnte, da die Weiterentwicklung der eben geöffneten neuen Zielmärkte eine hohe Priorität für die Gesellschaft hat und mit durchaus erheblichen Kosten verbunden sein könnte. Wir gehen für das 4. Quartal davon aus, dass in mehreren längerfristig vorbereiteten Vertriebssituationen, in denen GK Software sehr gut positioniert ist, Entscheidungen anstehen. Diese könnten nochmal einen deutlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis für das Gesamtjahr haben.

Wir wiederholen hier nochmals ausdrücklich, dass diese Einschätzungen unter der Voraussetzung des Ausbleibens externer Schocksituationen wie denen die sich womöglich aus der Eskalation der Ereignisse im "nahen Ausland" der Russischen Föderation oder im Falle eines Wiederauflebens der Euro-Krise ergeben könnten. Solche gesamtwirtschaftlichen Störungen könnten zur Bremsung der Investitionsbereitschaft des Handels führen, was sich konsequenter Weise negativ auf die Umsatz- und Ergebnispotenziale der GK Software auswirken könnte.

Da der Vorrang eines weiteren Wachstums der Gesellschaft bestehen bleibt, werden Aufsichtsrat und Vorstand der GK Software vorschlagen, vorhandene Finanzmittel als Dividenden nur nach außergewöhnlich positiven Geschäftsentwicklungen auszuschütten.

31.12.2014

Konzernbilanz

zum 30. September 2015

Aktiva
30.9.2015
EUR
(ungeprüft)
31.12.2014
(geprüft)
Sachanlagen
5.733.557,54
4.969.827,38
Immaterielle Vermögenswerte
24.036.076,10
8.473.749,85
Finanzielle Vermögenswerte
1.660,00
1.660,00
Aktive latente Steuern
2.607.357,49
2.526.269,83
Summe langfristige Vermögenswerte
32.378.651,13
15.971.507,06
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.335.327,57
1.159.437,47
Geleistete Anzahlungen
39.824,94
24.981,23
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
9.896.819,91
9.193.926,55
Forderungen aus Leistungsfortschritt
5.194.805,15
3.181.396,36
Ertragsteueransprüche
594.675,82
369.573,22
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
9.340,30
36.211,23
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
5.181.008,58
4.562.595,79
Zahlungsmittel
6.233.766,19
10.172.931,90
Summe kurzfristige Vermögenswerte
29.485.568,46
28.701.053,75
Bilanzsumme
61.864.219,59
44.672.560,81

Passiva

T.08

EUR (ungeprüft) (geprüft)
Gezeichnetes Kapital 1.890.000,00 1.890.000,00
Kapitalrücklage 18.330.870,79 18.197.887,67
Gewinnrücklagen 31.095,02 31.095,02
Sonstige Rücklagen (OCI aus Umsetzung IAS 19 2011, IAS 21) -446.952,81 -236.194,75
Gewinnvortrag 10.672.457,83 12.542.553,44
Periodenfehlbetrag -4.346.966,40 -1.870.095,61
Summe Eigenkapital 26.130.504,43 30.555.245,77
Rückstellungen für Pensionen 1.710.830,25 1.664.451,00
Langfristige Bankverbindlichkeiten 10.656.000,00 812.750,00
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 977.229,93 1.008.439,48
Passive latente Steuern 2.074.180,30 1.379.763,95
Summe langfristige Schulden 15.418.240,48 4.865.404,43
Kurzfristige Rückstellungen 2.102.990,22 1.656.578,33
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 4.560.266,82 318.783,28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.489.343,50 1.633.957,62
Erhaltene Anzahlungen 3.534.470,45 503.071,57
Ertragsteuerverbindlichkeiten 752.743,31 816.068,93
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.875.660,38 4.323.450,88
Summe kurzfristige Schulden 20.315.474,68 9.251.910,61
Bilanzsumme 61.864.219,59 44.672.560,81

30.9.2015

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis

zum 30. September 2015

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Ergebnis je Aktie (EUR/ Aktie) aus
Ergebnis je Aktie (EUR/ Aktie) aus
Konzernfehlbetrag - unverwässert
-2,30 -1,65 -0,99
Davon den Eigentümern des Mutterunterneh
mens zuzurechnen
-4.557.724,46 -2.972.825,94 -2.309.453,06
Gesamtergebnis -4.557.724,46 -2.972.825,94 -2.309.453,06
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -210.758,06 140.977,00 -439.357,45
Versicherungsmathematische Gewinne/ Ver
luste aus leistungsorientierten Pensionsplänen;
Wechselkursänderungen IAS 21
-210.758,06 140.977,00 -439.357,45
Sonstiges Ergebnis, nach Ertragsteuern
Konzernperiodenfehlbetrag -4.346.966,40 -3.113.802,94 -1.870.095,61
Ertragsteuern -978.625,84 -943.425,87 1.116.925,72
Ergebnis von Ertragsteuern -3.368.340,56 -2.170.377,07 -2.987.021,33
Finanzergebnis -7.543,27 55.652,84 28.235,68
Finanzaufwendungen -234.495,35 -44.335,69 -125.916,37
Finanzerträge 226.952,08 99.988,53 154.152,05
Operatives Ergebnis -3.360.797,29 -2.226.029,91 -3.015.257,01
Summe der betrieblichen Aufwendungen -47.332.883,59 -34.518.795,02 -50.348.659,31
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.226.236,56 -8.844.286,51 -13.397.229,22
Abschreibungen -2.599.759,50 -1.561.177,70 -3.051.762,33
Personalaufwand -28.652.290,39 -20.915.769,13 -28.748.609,09
Materialaufwand -5.854.597,14 -3.197.561,68 -5.151.058,67
Umsatzerlöse und sonstige Erträge 43.972.086,30 32.292.765,11 47.333.402,30
Sonstige betriebliche Erträge 1.598.260,23 1.405.064,05 2.187.859,68
Aktivierte Eigenleistungen 398.651,01 326.003,02 511.545,52
Umsatzerlöse 41.975.175,06 30.561.698,04 44.633.997,10
Fortgeführte Geschäftsbereiche
EUR (ungeprüft) (ungeprüft) (geprüft)
30.9.2015 30.9.2014 31.12.2014

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

zum 30. September 2015

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen
Konzernbilanz
gewinn
Gesamt
Stand am 1. Januar 2014 1.890.000,00 18.042.151,84 31.095,02 203.162,70 12.990.053,44 33.156.463,00
Aktienoptionsprogramm 0,00 108.498,65 0,00 0,00 0,00 108.498,65
Zuführung aus IAS 19 0,00 0,00 0,00 -96.043,75 0,00 -96.043,75
Konzernperiodenfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -2.106.525,53 -2.106.525,53
Stand am 30. September 2014 1.890.000,00 18.150.650,49 31.095,02 107.118,95 10.883.527,91 31.062.392,37
Aktienoptionsprogramm 0,00 47.237,18 0,00 0,00 0,00 47.237,18
Zuführung aus IAS 19 0,00 0,00 0,00 -343.313,70 0,00 -343.313,70
Dividendenzahlung 0,00 0,00 0,00 0,00 -447.500,00 -447.500,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 236.429,92 236.429,92
Stand am 31. Dezember 2014 1.890.000,00 18.197.887,67 31.095,02 -236.194,75 10.672.457,83 30.555.245,77
Aktienoptionsprogramm 0,00 132.983,12 0,00 0,00 0,00 132.983,12
Gewinne/Verluste aus
Wechselkursänderungen und
Pensionsplänen 0,00 0,00 0,00 -210.758,06 0,00 -210.758,06
Konzernperiodenfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.346.966,40 -4.346.966,40
Stand am 30. September 2015 1.890.000,00 18.330.870,79 31.095,02 -446.952,81 6.325.491,43 26.130.504,43

Konzernkapitalflussrechnung

zum 30. September 2015

Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit

TEUR 30.9.2015
(ungeprüft)
30.9.2014
(ungeprüft)
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodenfehlbetrag -4.347 -3.114
Aktienoptionsprogramm (nicht zahlungswirksame Aufwendungen) 133 109
Erfolgswirksam erfasste Ertragsteuern 979 943
Erfolgswirksam erfasste Zinsaufwendungen / -erträge 73 -56
Gewinn/ Verlust aus dem Verkauf oder Abgang von Sachanlagen -2 -2
Auflösung abgegrenzter Zuwendungen der öffentlichen Hand -31 22
Für Forderungen erfasste Wertminderungen 23 625
Für Forderungen erfasste Wertaufholungen 0 -277
Abschreibungen 2.600 1.561
Zuführung OCI IAS 19, IAS 21 -211 -96
Übrige zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 1 -
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -782 -285
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen -3.291 3.384
Veränderung der Vorräte -1.191 -332
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Verbindlichkeiten
3.464 19
Veränderungen der enthaltenen Anzahlungen 3.031 -246
Veränderung der Rückstellungen 476 102
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 1.707 2.642
Erhaltene Zinsen 106 19
Gezahlte Zinsen -199 -28
Gezahlte Ertragsteuern -654 -575
Nettozufluss aus betrieblicher Tätigkeit
Übertrag
960 2.058

CashflowsausInvestitions-undFinanzierungstätigkeit,Kreditenund Zahlungsmitteln

TEUR 30.9.2015
(ungeprüft)
30.9.2014
(ungeprüft)
Übertrag
Nettozufluss aus betrieblicher Tätigkeit 960 2.058
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Sachanlagen und langfristige Vermögenswerte -18.926 -1.106
Einzahlungen Anlagenabgänge 2
Auslegung von Darlehen -96 -25
Einzahlungen aus Tilgungen von Darlehen 36
Nettoabfluss an Zahlungsmitteln aus Investitionstätigkeit -18.984 -1.089
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen - -448
Aufnahme von Krediten 10.847 838
Tilgung von Krediten -1.113 -1.945
Nettozufluss (Vj. Nettoabfluss)
an Zahlungsmitteln aus Finanzierungstätigkeit
9.734 -1.555
Nettoabfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -8.290 -586
Zahlungsmittel zu Beginn des Geschäftsjahres 10.173 13.742
Finanzmittelfonds 1.883 -
13.156
Kontokorrentlinie 4.351
Zahlungsmittel am Ende des Geschäftsjahres 6.234 13.156
Eingeschränkt verfügbare Mittel 11

Zum Bilanzstichtag wurden 11 Tsd. Euro als Sicherheiten im Rahmen je eines Mietvertrages über die Geschäftsräume der Niederlassung Berlin und der Niederlassung Köln der GK Software AG verpfändet.

Konzernanhang

zum 30. September 2015

1. Grundlagen der Berichterstattung

1.1. Allgemeine Informationen

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der GK Software AG ist nach den am Abschlussstichtag anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Veröffentlichte, aber noch nicht in Kraft getretene Standards oder Interpretationen wurden für den Konzernzwischenabschluss noch nicht angewendet. Die durch die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards (IFRS) wurden durch den International Accounting Standards Bord (IASB) nicht veröffentlicht.

Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss angewandten Konsolidierungs-, Bilanzierungsund Bewertungsmethoden basieren auf denselben Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch im Konzernabschluss im Geschäftsjahr 2014 angewendet worden sind, es sei denn es wird hier auf abweichende Vorgehensweisen eingegangen.

1.2. Grundlagen der Darstellung

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der GK Software AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Veröffentlichte, aber noch nicht in Kraft getretene Standards oder Interpretationen wurden für den Konzernzwischenabschluss noch nicht angewendet. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Auswirkungen auf den Jahresabschluss im Jahr der erstmaligen Anwendung nicht wesentlich sein werden.

1.2.1. Angewendete International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC) Die IFRS umfassen die International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des vorherigen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen IFRS wurden beachtet, soweit sie bereits verpflichtend anzuwenden und für den GK-Konzern relevant waren.

1.2.2. Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften Die nachfolgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen wurden innerhalb der Berichtsperiode 2015 veröffentlicht, sind aber bisher noch nicht in Kraft getreten. Von ihrer freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde abgesehen. Die Umsetzung im GK-Konzern erfolgt jeweils zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung. Soweit nichts anderes angegeben, prüft der GK-Konzern gegenwärtig die möglichen Auswirkungen der folgenden Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente befindlichen Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherheitsbeziehungen werden vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die künftige Anwendung finanzieller Vermögenswerte und Schulden beeinflusst werden könnte. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkung aus der Anwendung kann erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten.

Unternehmen, welche IFRS- Erstanwender sind, wird durch diesen Standard gestattet, regulatorische Abgrenzungsposten weiterhin zu bilanzieren, wenn es diese nach seinen bisher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen bereits in seinem Abschluss erfasst hatte.

Für den GK-Konzern werden sich hieraus keine Änderungen in der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden Der International Accounting Standards Board (IASB) hat in seiner Sitzung am 28. April 2015 vorläufig entschieden, den Zeitpunkt der verpflichtenden erstmaligen Anwendung von IFRS Erlöse aus Verträgen mit Kunden um ein Jahr zu verschieben. Gemäß IFRS 15 wird zukünftig vorgeschrieben, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe ein Unternehmen Erlöse zu erfassen hat. Dieser Standard ist mit Ausnahme auf folgende Verträge anzuwenden: Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen; Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen, IAS 27 Einzelabschlüsse oder IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen fallen sowie Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge.

Insofern ist der mögliche Anwendungsbereich im GK-Konzern beschränkt. Dieser wird derzeit auf Basis des vorliegenden Diskussionsstandes auf mögliche Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des GK-Konzerns untersucht.

Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden

Mit den im Mai 2014 veröffentlichten Änderungen an IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte hat das IASB Klarstellungen zu akzeptablen Abschreibungsmethoden publiziert. Inhalt der Änderung(en) sind zusätzliche Leitlinien in Bezug auf zulässige Abschreibungsmethoden bei Sachanlagen (IAS 16) und immateriellen Vermögenswerten (IAS 38). Durch die Änderung an IAS 16 wird eine Abschreibung auf Basis der erwarteten Erlöse ausgeschlossen. (Umsatz-) Erlöse spiegeln die Erzeugung des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens aus der Geschäftstätigkeit wider und nicht den Verbrauch des erwarteten wirtschaftlichen Nutzens eines materiellen Vermögenswerts. Somit sind an der künftigen Erlöserwartung ausgerichtete Methoden nach IAS 16 nicht zulässig. In IAS 38 wurde eine entsprechende Änderung als widerlegbare Vermutung aufgenommen. Regelmäßig ist eine erlösbasierte Abschreibungsmethode nicht sachgerecht.

Aus dieser Klarstellung zu den zulässigen Abschreibungsmethoden erwartet der GK-Konzern keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da keine umsatzbasierten Abschreibungen zur Anwendung gelangen.

1.3. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind die GK Software AG und alle aktiven Gesellschaften einbezogen, bei denen der GK Software AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen drei inländische Gesellschaften nämlich die 1. Waldstraße GmbH, beide Schöneck/V., die AWEK GmbH und die AWEK microdata GmbH, Barsbüttel, sowie fünf ausländische Gesellschaften (EUROSOFTWARE s.r.o., Pilsen/Tschechische Republik, OOO GK Software RUS, Moskau/Russland, GK Software USA Inc., Raleigh/USA, GK Software Africa (Pty) Ltd., Store-Weaver GmbH, Dübendorf/Schweiz mit einer deutschen Niederlassung in St. Ingbert). Die AWEK Hong Kong Ltd., an der der GK Software AG indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, wurde nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hat.

1.4. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernzwischenabschluss wird auf der Grundlage konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eli-

1.5. Währungsumrechnung

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung im Einzelabschluss fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Monetäre Vermögenswerte und monetäre Schulden in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen die aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen resultieren werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

1.6. Wesentliche Ereignisse

Über wesentliche Ereignisse bis zum 30. September 2015 ist wie folgt zu berichten.

Die GK Software hat am 19. März 2015 im Zuge eines Asset-Deals das "Retail-Segment" der USamerikanischen DBS Data Business Systems, Inc. erworben. Im Zuge dessen wurden 21 Mitarbeiter in den USA sowie mehrere zum bisherigen Angebot der GK Software komplementäre Software-Lösungen übernommen. Der Kaufpreis betrug 19.107 Tsd. USD.

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 ist durch die vorläufige Kaufpreisermittlung geprägt. Folgende Übersicht gibt vorläufig die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs wieder.

Erworbene Vermögenswerte und Schulden

T.13 Zeitwert
TUSD Vorläufige PPA
Langfristige Vermögenswerte 13.795
Sachanlagen 24
Fremdlizenzen 16
Erworbene Technologien (Softwareentwicklung) 2.917
Kundenbeziehung 9.759
Auftragsbestand 1.079
Kurzfristige Vermögenswerte 889
Sonstige Forderungen 889
Saldo = Firmenwert 4.423

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. September 2015 sind nicht zu berichten.

1.7. Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus der Veräußerung von Hard- und Software und der Erbringung von Dienstleistungen für europäische Kunden.

Im Berichtszeitraum wurden Umsätze in Höhe von 504 Tsd. Euro, die nach IAS 18.20 ermittelt werden, erfasst. Es wurden Umsätze in Höhe von 1.836 Tsd. Euro für Umsätze, die nach IAS 18.26 ermittelt werden, in der Berichtsperiode realisiert.

Insgesamt weisen alle enthaltenen Kundenaufträge einen aktivischen Saldo aus und werden in einem Betrag in der Position "Forderungen aus Leistungsfortschritt" ausgewiesen. Geleistete Anzahlungen von Kunden wurden passivisch gemindert. Für die Zusammensetzung der bedeutsamen Kategorien der Erlöse verweisen wir auf den Abschnitt 1.9. Segmentberichterstattung. Für diese Erlöse wurden insgesamt im Berichtzeitraum Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von 40 Tsd. Euro neu zugeführt und 120 Tsd. Euro verbraucht. Somit sind zum Bilanzstichtag insgesamt 534 Tsd. Euro (Vj. 614 Tsd. Euro) für erwartete Gewährleistungen erfasst.

1.8. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt als Quotient aus dem Konzernperiodenfehlbetrag und dem gewichteten Durchschnitt der während der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien im Durchschnitt

der Berichtsperiode 2015 beträgt 1.890.000 (Vorjahr: 1.890.000). Der Konzernperiodenfehlbetrag 2015 beträgt -4.347 Tsd. Euro (Q3 2014: -3.113 Tsd. Euro). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von -2,30 Euro (Q3 2014: -1,65 Euro).

Zum Stichtag 30. September 2015 gab es keine Aktien bei denen der Aktienkurs im Jahresdurchschnitt über den Ausübungshürden lag.

1.9. Segmentberichterstattung

Seit der Akquisition der AWEK-Gruppe ist das Marktangebot des Konzerns erweitert. Neben den Produkten GK/Retail und SQRS und damit verbundenen Dienstleistungen bietet der Konzern jetzt auch allgemeine IT-Services für den Einzelhandel an. Die Struktur der Umsätze gliedert sich in beiden Geschäftsbereichen nach dem Lizenzverkauf, dem Wartungs- und den Einführungs- und Anpassungsdienstleistungen. Weiterhin wird auch in geringem Umfange Hardware für die Filial-IT vertrieben, die von Dritten hergestellt wird.

Im Segment GK/Retail wird die Einzelhandelssparte der DBS ausgewiesen.

Die folgende Übersicht stellt die Verteilung der Umsätze nach Produkten und Tätigkeitsbereichen dar:

Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird aufgrund von Dienstleistungsverträgen, die sich an den üblichen Erlösen der Segmente in ihren Drittmärkten orientieren geregelt. Verwaltungsleistungen werden auf Basis von Besorgungsverträgen gemäß einer erfahrungsgemäßen Zeitaufwandschätzung zu den Selbstkosten der erbrachten Verwaltungsleistung berechnet.

Umsätze mit Kunden, deren Entscheidungszentrale außerhalb Deutschlands angesiedelt ist, betrugen im Berichtszeitraum 8.682 Tsd. Euro.

1.10. Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Aufwendungen für Wertberichtigungen oder uneinbringliche Forderungen gegenüber nahestehenden Personen waren nicht erforderlich bzw. nicht vorhanden.

Geschäftsfälle zwischen der GK Software AG und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Das unmittelbare Mutterunternehmen ist die GK Software Holding GmbH, Schöneck. Bis zum 30. September 2015 bestanden Geschäftsbeziehungen in Form eines Geschäftsbesorgungsvertrages, daraus resultieren Erträge in Höhe von 1 Tsd. Euro.

GK/Retail SQRS IT-Services Eliminierungen Konzern
TEUR 9M
2015
9M
2014
GJ
2014
9M
2015
9M
2014
GJ
2014
9M
2015
9M
2014
GJ
2014
9M
2015
9M
2014
GJ
2014
9M
2015
9M
2014
GJ
2014
- - -
Umsätze mit Dritten
Lizenzen
4.458 33.238 20.921 31.660
1.210
4.223 -
788
-
798
-
1.053
7.949
239
80 8.843 11.921
168
- - - 4.697 41.975 30.562 44.634
1.290
4.391
Wartung 8.658 6.270 8.478 740 704 934 5.479 5.555 7.610 - - - 14.877 12.529 17.022
Dienstleistung 19.016 13.241 18.599 48 94 119 1.506 282 3.786 - - - 20.570 13.617 22.504
GK Academy 161 - 44 - - - - - - - - - 161 - 44
Sonstiges 969 212 332 - - - 761 2.973 416 - - - 1.730 3.185 748
Erlösschmälerungen -24 -12 -16 - - - -36 -47 -59 - - - -60 -59 -75
Umsätze mit anderen
Segmenten
288 382 472 - - - - - 96 -288 -382 -568 - - -
Segment EBIT -3.598 -3.537 -4.255 335 253 159 -98 1.074 1.080 -1 -16 - -3.361 -2.226 -3.016
Vermögenswerte 56.809 36.782 40.664 2.211 2.070 1.841 7.585 6.955 5.932 -4.740 -2.312 -3.764 61.865 43.495 44.673
Schulden 32.560 9.511 11.970 284 382 232 6.853 5.528 4.901 -3.962 -1.534 -2.986 35.733 13.887 14.117
Liquide Mittel 3.917 9.621 9.021 676 1.619 304 1.641 1.916 848 - - - 6.234 13.156 10.173

Umsatz nach Segmenten

Es wurden zwei Darlehen an nahestehende Unternehmen ausgereicht. Das eine Darlehen mit einem Darlehensrahmen von 2.000 Tsd. Euro wurde auf unbestimmte Dauer gewährt, kann mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende gekündigt werden und wird mit 4 % p.  a. verzinst. Dies valutiert zum Bilanzstichtag mit 1.999 Tsd. Euro. Zur Absicherung des Darlehens dienen Gehaltsansprüche von Herrn Rainer Gläß sowie Herrn Stephan Kronmüller an die GK Software AG.

Das zweite Darlehen wurde mit einer KK-Linie bis zu 20 Tsd. Euro auf unbestimmte Dauer gewährt und wird mit 6 Prozent verzinst. Der aktuelle Valutastand beträgt 0 Tsd. Euro.

Des Weiteren bestehen Mietverhältnisse mit einem weiteren nahestehenden Unternehmen. Im Geschäftsjahr sind Mietaufwendungen in Höhe von 39 Tsd. Euro angefallen.

Zusätzlich wurden Aufwendungen für Fremdleistungen mit nahestehenden Unternehmen in Höhe von 191 Tsd. Euro in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurden Erträge mit nahestehenden Unternehmen im Zusammenhang mit Fahrzeuggestellungen, Serviceleistungen und Hardwareverkauf in Höhe von 113 Tsd. Euro sowie Aufwendung für weitere Serviceleistungen in Höhe von 226 Tsd. Euro generiert. Weiterhin sind Aufwendungen aus der Erbringung von Projektleistungen in Höhe von 369 Tsd. Euro entstanden. Die ausstehenden Forderungen mit diesem Unternehmen valutieren zum Bilanzstichtag mit 254 Tsd. Euro.

Alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen betreffen nach der Kategorisierung des IAS 24.19 sonstige nahestehende Unternehmen.

1.11. Wesentliche Ereignisse

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. September 2015 sind nicht zu berichten.

1.12. Freigabe des Abschlusses

Der verkürzte Zwischenabschluss wurde am 26. November 2015 vom Vorstand genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Schöneck, 26. November 2015

Der Vorstand

Rainer Gläß Vorstandsvorsitzender

André Hergert Vorstand für Finanzen und Personal

Finanzkalender

28. April 2016 Geschäftsbericht 2015

26. Mai 2016 Zwischenbericht zum 31. März 2016

16. Juni 2016 Ordentliche Hauptversammlung 2016 in Schöneck/V.

30. August 2016 Zwischenbericht zum 30. Juni 2016

November 2016 Eigenkapitalforum in Frankfurt/M

29. November 2016 Zwischenbericht zum 30. September 2016

Impressum/Hinweise

Impressum

Herausgeber:

GK Software AG Waldstraße 7 08261 Schöneck

T: +49 37464 84-0 F: +49 37464 84-15

www.gk-software.com [email protected]

Aufsichtsratsvorsitzender:

Dipl.-Volkswirt Uwe Ludwig

Vorstand:

Dipl.-Ing. Rainer Gläß, CEO Dipl.-Kfm. André Hergert, CFO

Amtsgericht Chemnitz HRB 19157

USt.-ID. DE 141 093 347

Kontakt Investor Relations

GK Software AG Dr. René Schiller Friedrichstr. 204 10117 Berlin

T: +49 37464 84-264 F: +49 37464 84-15

[email protected]

Hinweise

Hinweis zum Zwischenbericht

Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Der Zwischenbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter http://investor.gk-software.com zum Download bereit.

Rundungshinweis

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der GK Software AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung des Einzelhandels- und IT-Marktes, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der GK Software AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.