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GFT Technologies SE Annual Report 2005

Mar 31, 2006

182_10-k_2006-03-31_dca25589-66ef-4900-afcc-0aaf55145001.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2005

The Engineers of IT.

Der GFT Konzern im Überblick

Kennzahlen nach IFRS in Mio. e 01.01.–31.12.2005 01.01.–31.12.2004
Umsatz 120,944 125,527
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) 2,111 1,603
Abschreibungen insgesamt 1,262 4,209
Abschreibungen auf Firmenwerte 0 2,389
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 0,849 -2,605
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1,579 -2,195
Überschuss/Fehlbetrag zum 31.12. 1,064 -3,866
Ergebnis/Aktie nach IAS 33 in c 0,04 -0,14
Anlagevermögen 18,208 18,473
Flüssige Mittel und Wertpapiere 28,648 30,637
Restliches Umlaufvermögen 25,847 20,379
Eigenkapitalquote in % 57 57
Anzahl Mitarbeiter, absolut zum Jahresende 981 1.039

Unsere Segmente

Services

Business-/IT-Consulting Application Development Application Management Software

Document Management Solutions Enterprise Content Management Business Process Management

Resourcing Third Party Management Resource Management

Services

Im Segment Services sind Beratungsleistungen zu Prozess- und Technologie-Themen sowie die Entwicklung und der Betrieb von IT-Anwendungen zusammengefasst. In den internationalen Produktionszentren entwickeln unsere Teams neue Softwarelösungen oder passen bestehende Systeme an neue Anforderungen an. In diesem klassischen Projektgeschäft konzentrieren wir uns auf die Branchen Banken und Versicherungen sowie Postund Logistikunternehmen. Sind IT-Lösungen einmal eingeführt und in Betrieb, so kümmern wir uns um deren Pflege, Wartung und Optimierung.

Software

Im Segment Software realisiert GFT maßgeschneiderte Lösungen zur Optimierung von dokumentenbasierten Geschäftsprozessen. Dies geschieht auf Basis standardisierter Softwareprodukte, die von uns entwickelt, vertrieben und implementiert werden. Speziell handelt es sich hierbei um GFT hyparchiv, eine ausgereifte Produktfamilie rund um elektronische Archivierung, Verarbeitung und Pflege von Dokumenten sowie die Gestaltung von dokumentenbasierten Arbeitsabläufen.

Resourcing

Das Segment Resourcing steht für den gesamten Beschaffungsprozess sowie das Vertrags- und Lieferantenmanagement von nicht-strategischen IT-Dienstleistern: vom einzelnen freiberuflichen IT-Spezialisten bis zu kompletten IT-Zulieferern. Dies umfasst die Expertensuche bzw. Lieferantenauswahl ebenso wie die Abrechnung und das individuelle Berichtswesen. Auf diese Weise ersetzen wir einzelne Bereiche von Einkaufsabteilungen, helfen unseren Kunden den Einkaufsprozess und die Lieferantenstrukturen zu vereinfachen und dadurch den Beschaffungsaufwand zu reduzieren und günstigere Konditionen zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

The Engineers of IT 1
Vorwort des Vorstands 6
Bericht des Aufsichtsrats 8
Unsere Segmente 14
Services 14
Software 15
Resourcing 15
Innovation und Entwicklung 20
Unsere Mitarbeiter 26
Unsere Aktie 34
Corporate Governance 38
Lagebericht 45
Geschäftstätigkeit 46
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 46
Geschäftsverlauf 47
Umsatz- und Ertragslage 48
Finanzlage 54
Vermögenslage 54
Mitarbeiter
Forschung und Entwicklung
55
56
Risikobericht 56
Nachtragsbericht 62
Prognosebericht 62
Konzernabschluss 65
Konzernbilanz 66
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 68
Kapitalflussrechnung 69
Eigenkapitalveränderungsrechnung 70
Konzernanhang inklusive
Segmentberichterstattung 72
Bestätigungsvermerk 111
Jahresabschluss der GFT Technologies AG 113
Bilanz 114
Gewinn- und Verlustrechnung 116
Anhang 117
Organe der Gesellschaft 128
Bestätigungsvermerk 129
Service
Glossar 130

Finanzkalender/Impressum Der GFT Konzern Standorte

Was macht eine Lösung zu einer guten oder sogar herausragenden Lösung? Ihre Einzigartigkeit? Ihre Neuartigkeit? Ihre Einfachheit? Nicht nur. In unseren Augen muss sich jede Lösung vor allem an einer Größe messen lassen: an ihrer Anwendbarkeit. Also daran, welchen Nutzen und welche Vorteile den Menschen geboten wird.

Wir denken deshalb bei allem, was wir tun, immer auch aus der Perspektive unseres Kunden. Nehmen seinen Blickwinkel ein. Folgen seinen Prozessen. Orientieren uns daran, was er von unserer Lösung erwartet. Wir beherrschen unsere Arbeit und verstehen die unseres Kunden. Können mit ihm auf Augenhöhe diskutieren und neue Wege finden.

Eine Perspektive, die wir einnehmen können, weil wir immer ganz nah dran sind – an den Menschen, an ihren Märkten und ihren Anforderungen. Weil wir mittendrin sind. Oft persönlich, aber in jedem Fall mit unseren Leistungen und Produkten.

Mit diesem Denken und Handeln und mit unserem ständigen Streben nach herausragenden, innovativen Problemlösungen sind wir einer der führenden Business- und Technologie-Partner für integrierte IT-Lösungen in Europa geworden.

Oder anders ausgedrückt:

The Engineers of IT.

Passt schon.

Eine moderne Sportarena bietet Platz für bis zu 70.000 Menschen. Aber sie funktioniert auch für 20.000 oder 500. Dann werden einfach weniger Sitze belegt und fertig. Die Möglichkeiten sind da, werden sie nicht gebraucht – auch gut. Eine hoch skalierbare Software-Architektur funktioniert im Prinzip genauso. Nur noch besser. Denn sie kann bei Bedarf auch problemlos erweitert werden.

GFT bringt ausgereifte Lösungen ins Spiel.

Eine ausgereifte Software-Architektur muss hoch verfügbar, performant und skalierbar sein, um den wachsenden Anforderungen moderner Unternehmen zu entsprechen. Nur erfahrene IT-Spezialisten wie die Engineers von GFT sind in der Lage, diesen technischen Anforderungen zu entsprechen und dem Kunden den Betrieb unterschiedlichster Applikationen auf einer integrierten IT-Umgebung zu ermöglichen. Dafür entwickeln wir nur in den seltensten Fällen eine komplett neue Software-Architektur. Viel effizienter ist es, auf bereits vorhandene Komponenten in den IT-Systemen des Kunden zurückzugreifen und diese nach Bedarf zu verknüpfen. Und genau das ist das Prinzip der SOA – der Service orientierten Architektur. Durch den Einsatz dieser Technologie können wir vorhandene Systeme in eine neue Software-Architektur integrieren, durch diese erweitern oder vollständig austauschen. Das Zauberwort lautet hierbei Wiederverwendung – denn eine einmal mittels SOA implementierte Geschäftslogik bleibt dauerhaft flexibel. Existierende

Dienste lassen sich in immer neuen Kontexten zusammenstellen, Geschäftspartner wie Kunden und Zulieferer können jederzeit problemlos in bestehende Prozesse eingebunden werden. Vorteil: Bisher getätigte IT-Investitionen sind nicht länger vergeblich und Unternehmen können jederzeit kurzfristig und kostengünstig auf eventuelle Veränderungen ihrer Rahmenbedingungen und Geschäftsanforderungen reagieren. So lassen sich nicht zuletzt Innovationen einfacher umsetzen – die zentrale Grundvoraussetzung, um im Wettbewerb langfristig am Ball zu bleiben.

Funktioniert auf allen Plätzen. Das zeigen unsere Referenzen:

  • Banco Bradesco

  • Banco Santander

  • Banc Sabadell

  • Deutsche Bank

  • Deutsche Post

wir freuen uns, Ihnen von einem positiven Geschäftsjahr 2005 für die GFT Gruppe berichten zu können. In einem freundlichen wirtschaftlichen Umfeld konnten wir unsere operative Ertragskraft deutlich verbessern und GFT zurück in die Gewinnzone führen. Bei einem Umsatz von rund 121 Mio. c erzielten wir im Jahr 2005 einen Vorsteuergewinn von 1,6 Mio. c.

In den vergangenen zwölf Monaten haben wir wichtige strategische Ziele erreicht: Es ist uns gelungen, unsere Marktposition in den von uns definierten Zielbranchen auszubauen und die Internationalisierung weiter voranzutreiben. Gleichzeitig haben wir die Leistungsfähigkeit der GFT Gruppe weiter gesteigert und unsere Kosteneffizienz erhöht. Damit sind wir für die Zukunft gut positioniert, um dynamisch wachsen zu können. Wichtige Weichen haben wir dafür im vergangenen Jahr gestellt.

Im Zuge der Konzentration auf Kernkompetenzen haben wir uns im Berichtsjahr von den nicht-strategischen Bereichen GFT Media und dem emagine Hauptversammlungsservice getrennt. Der Fokus gilt nun verstärkt Geschäftsfeldern, in denen wir uns eine wettbewerbsfähige Marktstellung erarbeitet haben und von denen wir überdurchschnittliche Wachstumsimpulse erwarten. Das trifft für die Geschäftsfelder Services, Software und Resourcing zu, die wir Ihnen auf den Seiten 14 und 15 näher vorstellen. Das Umsatzwachstum im Geschäftsfeld Services bestätigt, dass wir mit der Konzentration auf die Branchen Finanzund Postdienstleistungen richtig liegen.

Dank unserer ausgewiesenen Branchenexpertise und der langjährigen Erfahrung mit internationalen Großprojekten haben wir im Geschäftsjahr 2005 mehrere neue Großaufträge für uns gewinnen können. Ein Beispiel hierfür ist das interessante Projekt, das wir derzeit für einen führenden Finanzdienstleister in Brasilien realisieren. Im Mittelpunkt dieser Lösung stehen die Entwicklung einer zukunftsfähigen IT-Architektur sowie die Konzeption und Erneuerung der so genannten Kernbankanwendungen. Es handelt sich um den bisher größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Wir haben diese Chance genutzt und sind mit unseren Aktivitäten in erheblichem Umfang über den europäischen Markt hinaus gewachsen. In São Paulo eröffnen wir unsere erste operative Einheit auf dem südamerikanischen Kontinent.

Dieser Auftrag aus Brasilien unterstreicht auch die Bedeutung unseres internationalen Software-Produktionsverbunds. Immer mehr Kunden greifen auf das Know-how aus den GFT Entwicklungszentren in Spanien, Ungarn und Indien zurück und binden diese verstärkt in Projekte ein. Dabei stellen wir sicher, dass sich die Qualitätsstandards international auf dem gleichen anspruchsvollen Niveau befinden. Alle unsere Produktionseinheiten wenden bei der Software- und Systementwicklung die international anerkannte Methode des "Capability Maturity Model Integration" (CMMI) an. Ein Meilenstein, den wir im Jahr 2005 erreicht haben, war die Zertifizierung nach Stufe 2 in unseren Gesellschaften in Deutschland, Spanien und Großbritannien.

V. l. n. r.:

Marika Lulay, Ulrich Dietz (Vorstandsvorsitzender), Dr. Jochen Ruetz

Mit großer Energie erschließen wir das Geschäftsfeld Resourcing, das wir Anfang 2006 durch eine Akquisition deutlich gestärkt haben. Durch die Übernahme des operativen Geschäfts der Parity Group plc in Deutschland und Frankreich konnten wir in Deutschland eine führende Marktposition bei der Beschaffung und dem Management von externen Personalressourcen erreichen. Dieses Geschäftsfeld werden wir zügig weiter ausbauen. Vielversprechende Verhandlungen und Gespräche mit großen Unternehmen zeigen uns, dass dieser Markt erhebliches Potenzial hat.

Positive Perspektiven für das Software-Geschäft erwarten wir von dem Trend, Geschäftsprozesse zunehmend zu automatisieren. Genau darauf zielt unsere Produktfamilie ab, die wir im vergangenen Jahr mit Weitblick erweitert und optimiert haben.

All diese Wachstumspotenziale werden wir im laufenden und in den folgenden Jahren gezielt adressieren. Dabei trauen wir uns schon in naher Zukunft höhere Renditen zu. Unser Ziel für das Jahr 2006 lautet: Ein organisches Wachstum von 10 % im Segment Services und von jeweils 20 % in den Segmenten Software und Resourcing. Für die GFT Gruppe streben wir im Jahr 2006 einen Umsatz von rund 170 Mio. c und eine operative Marge von mindestens 3 % vor Steuern an.

Dass unsere Anstrengungen nicht nur von unseren Kunden, sondern zunehmend auch vom Kapitalmarkt honoriert werden, zeigt der Börsenwert der Gesellschaft. Die GFT Aktie entwickelt sich dabei deutlich besser als der

DAX bzw. der TecDAX. Von Januar bis zum Dezember 2005 ist der Kurs um 58 % gestiegen. Mit der Erhöhung des Streubesitzes auf 57 % im Februar 2006 ist die GFT Aktie nun für institutionelle Anleger noch attraktiver.

Unsere Mitarbeiter und das Vorstandsteam arbeiten weiter mit vollem Einsatz daran, die gesteckten Ziele verlässlich zu erreichen und dadurch den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dabei besinnen wir uns auf unsere Herkunft und unsere Wurzeln: Innovationen im Bereich Informationstechnoloie zu schaffen und diese effizient zu produzieren.

Mit diesem Geschäftsbericht halten Sie eine unserer wichtigsten Unternehmenspublikationen in Händen, die unser Selbstverständnis als "The Engineers of IT" aus den unterschiedlichsten Perspektiven darstellt.

Wir danken vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die kontinuierlich hohe Leistung erbringen und dabei aufgrund unserer internationalen Projekte große Flexibilität beweisen. Unser Dank gilt darüber hinaus unseren Kunden, Investoren und Geschäftspartnern für ihre Loyalität und ihr Vertrauen in unsere langfristige Perspektive.

Ihr

Ulrich Dietz

gemäß Gesetz und Satzung hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat stets zeitnah, umfassend und regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft. Auch außerhalb der Sitzungen ließ sich der Aufsichtsrat laufend über wesentliche Geschäftsvorgänge und Entscheidungen schriftlich und in Einzelgesprächen vom Vorstand unterrichten.

Aufsichtsratssitzungen und Schwerpunkte der Sitzungen

Im Geschäftsjahr 2005 trat der Aufsichtsrat zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Der Aufsichtsrat besprach in diesen Sitzungen alle wichtigen Vorkommnisse und führte auf dieser Basis die erforderlichen Entscheidungen herbei. In den turnusgemäßen Sitzungen, die jeweils zum Quartalsabschluss einberufen wurden, beschäftigte sich das Kontrollgremium umfassend mit der operativen Geschäftsentwicklung der GFT Technologies AG und ihrer Konzerngesellschaften. Im Rahmen dieser Sitzungen legte der Vorstand Quartalsabschlüsse vor und berichtete detailliert über die finanzielle Entwicklung und Ertragslage sowie über die Finanz-, Investitions- und Personalplanung des Konzerns. In der Regel waren bei diesen Sitzungen alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.

In der Sitzung am 23. März 2005 befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem vom Abschlussprüfer bestätigten Jahresabschluss und Konzernabschluss 2004, nebst Lageberichten und Prüfungsberichten, die gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern ausführlich erörtert wurden. Die Abschlüsse und das Ergebnis der Abschlussprüfung haben wir nach eigener Prüfung gebilligt. Die Jahresabschlüsse 2004 wurden somit festgestellt. Darüber hinaus ließen wir uns über die Vertriebsstrategie in Deutschland unterrichten sowie über das Risikomanagementsystem der Gesellschaft. Letzteres wurde im Berichtsjahr auf alle Tochtergesellschaften übertragen, so dass jetzt konzernweit ein einheitlich hoher Standard herrscht. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Tagesordnung der bevorstehenden Hauptversammlung.

In der Aufsichtsratssitzung am 9. Mai 2005 berichtete der Vorstand ausführlich über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2005.

Zur Vorbereitung der Hauptversammlung kam der Aufsichtsrat am 6. Juni 2005 zusammen. Turnusgemäß wurde auch hier die aktuelle Unternehmenslage erörtert.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Sitzung vom 8. August 2005 lag auf der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr. Weiterhin wurde die beabsichtigte Veräußerung der GFT Media im Zuge der weiteren Konzentration auf die Kernkompetenzen der Gesellschaft diskutiert. Der Aufsichtsrat erteilte dazu seine Zustimmung, woraufhin dieser Geschäftsbereich am 20. September 2005 an die Pixelpark AG verkauft wurde.

Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2005 stand als zentrales Thema auf der Agenda der Sitzung vom 7. November 2005. Darüber hinaus diskutierten wir unsere Auffassung zu den Richtlinien des Corporate Governance Kodex zur transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung. Besonders intensiv setzten wir uns mit der Gestaltung der Vergütungssysteme von Vorstand und Aufsichtsrat und der Berichterstattung darüber auseinander. Weitere Informationen zur Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand finden Sie im Kapitel Corporate Governance auf Seite 40 des Geschäftsberichts.

Am 12. Dezember 2005 stand die Erörterung und Verabschiedung des Budgets für das Jahr 2006 im Mittelpunkt unserer Sitzung. Darüber hinaus haben wir die aktualisierte Corporate Governance Erklärung verabschiedet, die auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht wurde. Die Effizienz unserer Arbeit als Aufsichtsrat überprüften wir systematisch anhand eines Fragebogens. Dabei haben sich keine Beanstandungen hinsichtlich der Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Unabhängigkeit ergeben.

Strategische Themen, die den Aufsichtsrat über einen längeren Zeitraum auch außerhalb der Sitzungen intensiv beschäftigten, waren das Engagement in Brasilien sowie

die Ausweitung des Segments Resourcing. Nach intensiven Beratungen sind wir davon überzeugt, dass die Gesellschaft mit der eingeschlagenen Strategie auf dem richtigen Weg ist. Der Vorstand genießt dabei die uneingeschränkte Unterstützung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat hielt es auch im Berichtsjahr nicht für erforderlich, Ausschüsse zu bilden, da derzeit eine Spezialisierung in Ausschüssen keinen zusätzlichen Nutzen verspricht.

Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats

Dr. Markus Kerber hat sein Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender mit Wirkung zum 31. Dezember 2005 niedergelegt. Er trat zu Jahresbeginn 2006 eine neue berufliche Herausforderung im Bundesministerium des Innern an und ist daher gemäß den Erfordernissen des öffentlichen Dienstrechts aus dem Aufsichtsrat der GFT Technologies AG ausgeschieden. Wir danken ihm für sein Engagement und seine langjährige Tätigkeit als Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft. Bis zur Wahl eines Nachfolgers auf der bevorstehenden Hauptversammlung bestellte auf Antrag des Vorstands das zuständige Amtsgericht Villingen-Schwenningen Rechtsanwalt Dr. Peter Opitz zur Ergänzung des Aufsichtsrats.

Prüfung von Jahresabschluss und Konzernabschluss 2005

Der von der Hauptversammlung am 7. Juni 2005 gewählte Abschlussprüfer, Grant Thornton GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hamburg, Zweigniederlassung Stuttgart, hat nach Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der GFT Technologies AG für das Geschäftsjahr 2005 nebst Lagebericht und Konzernlagebericht 2005 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Der Jahresabschluss der GFT AG und der Konzernabschluss für den GFT Konzern, der Lagebericht, der Konzernlagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands zur Verwen-

Franz Niedermaier, Aufsichtsratsvorsitzender

dung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und in der Bilanzsitzung am 27. März 2006 in Anwesenheit der über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtenden Wirtschaftsprüfer ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat sich aufgrund seiner eigenen Prüfung dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Damit hat er den Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005 gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit nach § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr tatkräftiges Engagement seinen Dank und seine Anerkennung aus. Ihre Leistungsbereitschaft und die Arbeit der vergangenen Jahre wurden mit Erfolgen im Geschäftsjahr 2005 belohnt. Wir wünschen allen Mitgliedern im GFT Team, dass sie diesen Erfolg im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen.

Stuttgart, den 27. März 2006 Für den Aufsichtsrat

Franz Niedermaier

Da geht's lang. Und da. Und da.

Überall, wo man ihn sucht, ist auch ein Weg. Manchmal gibt es sogar mehrere. Welcher der richtige ist, hängt vom individuellen Ziel ab. Das ist im Park nicht anders als in der IT. Deshalb ist hier wie dort gut, wenn man sich auskennt. Oder wenn man jemanden kennt, der sich auskennt. Am besten in allen Richtungen.

GFT ist immer der richtige Weg.

Wir beherrschen unser Geschäft – egal, in welche Richtung es geht: Ob bei der Beratung, Realisierung, Pflege und Weiterentwicklung von Anwendungen im Rahmen von IT-Projekten, bei der Entwicklung erprobter Standardsoftware zur Automatisierung von Geschäftsprozessen oder bei der Übernahme von IT-Einkaufsprozessen als Outsourcingpartner. In allen drei Geschäftsfeldern stehen unseren Kunden erfahrene GFT Engineers zur Seite. Engineers, die stets wissen, wo es lang geht, da sie bestens mit den aktuellen Anforderungen des Marktes, den Problemen der Kunden und natürlich den geeigneten Technologien vertraut sind. So schaffen wir auch in komplexen Umgebungen kreative, durchdachte und verlässliche Lösungen mit maximalem Kundennutzen. Und das nicht nur aus unserer langjährigen Erfahrung heraus, sondern auch durch die ständige Bereitschaft zum Um- und Neudenken, aus der wir immer wieder wertvolle Impulse für neuartige Lösungsansätze ziehen. Wir verstehen uns als Wegbereiter im

buchstäblichen Sinn. Unsere Engineers kennen sich in der komplexen Welt der Informationstechnologie aus, geben Orientierung. So helfen wir unseren Kunden, ihre Ziele schnell und sicher zu erreichen – ohne Umwege. Dabei räumen wir auch schon mal Steine aus dem Weg, bauen Brücken und zeigen Abkürzungen auf.

Unsere Segmente

Richtungsweisend sind unsere drei Geschäftsfelder: Services, Software und Resourcing. Mit diesem Angebot sind wir in der Lage, alle wichtigen Stufen der Wertschöpfungskette im IT-Dienstleistungsbereich anzubieten: Angefangen bei der Beschaffung von IT-Spezialisten über die Entwicklung leistungsfähiger Softwareprodukte bis hin zur Realisierung von internationalen IT-Projekten unterschiedlicher Größenordnung. Wann immer ein IT-Problem zu lösen ist, steht GFT als kompetenter Partner mit innovativen Ideen zur Verfügung.

Branchenfokus ja, vor allem im Projektgeschäft

Unser Fokus im Segment Services, dem klassischen Projektgeschäft, gilt den Branchen Finanz- und Postdienstleistungen. Dort verbinden unsere Ingenieure Technologiekompetenz mit einem intensiven Verständnis für Geschäftsprozesse. Das zeichnet uns gegenüber Wettbewerbern aus. Im Segment Resourcing ist vor allem unser Prozess-Know-how bei der Beschaffung und dem Management von IT-Spezialisten gefragt. Hier kommt es vor allem auf eine effiziente Vorgehensweise an, die für unsere Kunden Kostenvorteile bringt. Deshalb öffnen wir uns im Segment Resourcing zunehmend auch für andere Branchen. Vollkommen branchenunabhängig kann man unsere Softwareprodukte einsetzen. Sie stehen für unsere Kompetenz, Geschäftsprozesse mit Hilfe von Technologie zu automatisieren. Konkret sind dies dokumentenbasierte Arbeitsabläufe, die jedes Unternehmen bewältigen muss.

Märkte mit Potenzial, kundenorientiert betreut

Mit 20 Standorten in neun Ländern adressieren wir vor allem den europäischen Raum. Gleichzeitig zielen wir auf Märkte, in denen wir besonderes Wachstumspotenzial sehen. Dabei gehen wir stark fokussiert vor. Entwicklungskapazitäten mit spezialisierten Profilen wurden von uns in Deutschland, Spanien, Ungarn, Indien und seit kurzem auch in Brasilien aufgebaut. Dort produzieren wir Software, nach international hohen Qualitätsstandards und zu attraktiven Preisen. Projekte besetzen wir maßgeschneidert nach den Bedürfnissen des Kunden, betreut

wird dieser aus einer Hand, geliefert wird budget- und termingerecht.

Mit Erfahrung und Flexibilität ans Ziel

In unserem Geschäft ist Flexibilität gefragt – eine Eigenschaft, die unsere Kunden an GFT schätzen. Ebenso wie Erfahrung und die erforderliche Größe, um Projekte mit ganz unterschiedlichem Umfang erfolgreich und zuverlässig fertigzustellen. Gleichzeitig haben wir die richtige Unternehmensgröße, um Kunden individuell zu betreuen und ihnen partnerschaftlich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Das zeichnet uns als flexibles, kundenorientiertes, mittelständisches Unternehmen aus.

Services

Im Segment Services kommen unsere IT- und Branchenexperten zum Einsatz. Sie beraten zu Prozess- und Technologiethemen und identifizieren für unsere Kunden neue Marktchancen und Geschäftsmodelle vor allem aus dem Finanz- und Postdienstleistungsbereich.

So gehen wir vor: Zunächst analysieren wir bestehende Prozesse und Systeme. Darauf aufbauend machen wir Optimierungsvorschläge und entwerfen anschließend Strategien und neue Konzepte für Geschäftsmodelle. Unsere Spezialisten in den Entwicklungszentren realisieren dann fertige IT-Lösungen. Die Arbeit von GFT ist damit noch nicht beendet: Wir kümmern uns auch um die Pflege, Wartung und stete Weiterentwicklung dieser

Lösungen – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Wir halten so unseren Kunden den Rücken frei, damit sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Im Jahr 2006 werden wir die IT-orientierte Strategieberatung als eigenständige Einheit länderübergreifend ausbauen. Unsere Beratungsexperten sind mit den Kernprozessen der Finanzindustrie vertraut, etwa der Vertriebssteuerung, dem Kundenmanagement, dem Handel von Finanzinstrumenten, ebenso mit den Prozessen und Notwendigkeiten des Kreditgeschäfts und des Wertpapierhandels. Dieses Spezialwissen ist ein wesentlicher Grund, weshalb uns führende Finanzinstitute als Berater hinzuziehen. Ein Beispiel: Für die brasilianische Privatbank Bradesco realisieren wir gemeinsam mit einem Partner ein Großprojekt – das bisher größte in unserer Unternehmensgeschichte. GFT ist hier für die Migration sämtlicher IT-Anwendungen auf eine neue, zukunftsfähige Multikanalarchitektur verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen die Architekturentwicklung und IT-Beratung sowie die Konzeption und Erneuerung der Kernbankanwendungen. Rund 40 GFT Mitarbeiter sind derzeit für dieses Projekt in Brasilien vor Ort im Einsatz.

Software

Im Segment Software konzipieren, entwickeln und implementieren wir Lösungen rund um dokumentenund prozessbasierte Arbeitsabläufe – Themen mit denen wir uns schon seit vielen Jahren beschäftigen. Bereits 1989 haben wir mit GFT hyparchiv eine der ersten Archivlösungen in Deutschland eingeführt. Ein Gradmesser für die Zuverlässigkeit des Systems und für die Zufriedenheit der Kunden sind weltweit mehr als 1.700 Installationen, die in den verschiedensten Branchen im Einsatz sind.

Aufgrund der Sättigung des Marktes für klassische Archivlösungen haben wir bereits im Jahr 2000 mit der Erweiterung unseres Technologieportfolios begonnen. Mit der Business Process Management (BPM) Produktlinie GFT inspire haben wir eine Plattform entwickelt, die es Unternehmen erlaubt, Geschäftsprozesse vollständig zu automatisieren. Eine praktische Anwendung ist die automatisierte Verarbeitung von Eingangsrechnungen – von der Digitalisierung der Rechnungen über die elektronische Prüfung und Freigabe bis hin zur automatisierten Buchung und revisionssicheren Archivierung der Belege.

In nur vier Monaten haben wir so beispielsweise eine Lösung für die mittelständische Unternehmensgruppe A. Berger realisiert.

Die Automatisierung von standardisierten Geschäftsprozessen ist ein dynamisch wachsender Markt. Deshalb haben wir zu Beginn des Jahres 2006 mit sieben namhaften IT-Anbietern eine Allianz ins Leben gerufen, die dieses Thema vorantreiben wird.

Resourcing

Im Segment Resourcing, das wir bisher unter der Bezeichnung Business Process Outsourcing geführt haben, übernehmen wir für andere Unternehmen die Beschaffung und das Management von externen IT-Fachkräften: vom einzelnen freiberuflichen IT-Spezialisten bis hin zu IT-Dienstleistern. Wir finden und vermitteln die gesuchten Experten und übernehmen alle administrativen Aufgaben des Beschaffungsprozesses – schnell und unkompliziert.

Dabei schöpfen wir aus einer Datenbank mit mehr als 250.000 Profilen von vorab qualifizierten freiberuflichen IT-Spezialisten aus der ganzen Welt. Profile und Kontakte, die wir kontinuierlich pflegen. So können wir auf Anfragen schnell reagieren und dafür sorgen, dass die richtigen Spezialisten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Für diese Leistungen steht der Geschäftsbereich Resourcing Solutions von Parity, dessen operatives Geschäft in Deutschland und Frankreich wir Anfang 2006 übernommen haben.

Immer mehr Kunden legen die Beschaffung komplett in unsere Hände. Wir übernehmen und vereinfachen den Einkaufsprozess und die Lieferantenstrukturen. Zu unseren Leistungen zählen die Lieferantenauswahl, das Vertrags- und Lieferantenmanagement sowie das individuelle Berichtswesen. Die Vorteile: niedrigere Kosten, bessere Prozessqualität und höhere Rechtssicherheit. Hinter all dem steckt unsere Tochtergesellschaft emagine.

Aktiv sind wir in diesem Geschäft bisher in Deutschland und in Frankreich für Kunden aus verschiedensten Branchen. Der Trend zeigt: Großunternehmen werden den Einkauf von IT-Spezialisten künftig verstärkt bündeln und nach außen verlagern. GFT ist gut positioniert, um hierbei als Partner eine tragende Rolle zu spielen.

110 gute Gründe.

Bankkunden wünschen sich heute einen guten Grund, um ihre Bank persönlich zu besuchen. Q110 – Die Deutsche Bank der Zukunft liefert ihnen gleich eine ganze Reihe guter Gründe. Mit einem vollkommen neuartigen, erlebnisorientierten Filialkonzept, bei dem den Kunden neben Lounge, Trendshop und kid's corner auch jede Menge innovative Technologien erwarten. Zum Beispiel von uns.

Finanzdienstleister setzen aus gutem Grund auf GFT.

Einen Großteil unserer Projekte realisieren wir im Bereich Financial Services. Als einer der führenden europäischen IT-Partner für den Finanzdienstleistungssektor wissen wir genau, was diese Branche ausmacht – worauf es beispielsweise bei erfolgreichen IT-Lösungen für zielgerichtete Kundenberatung ankommt. Dieser Aspekt spielte auch bei dem neuen Filialkonzept Q110 der Deutschen Bank eine wichtige Rolle. Eine Filiale, die sich öffnet. Gleichzeitig Lounge und Trendshop, Treffpunkt und – ganz nebenbei – Bank ist, in der Kunden vollkommen papierlos und losgelöst von der klassischen Schalterarchitektur ihre Bankgeschäfte tätigen können. Drahtlose Vernetzung und elektronische Unterschrift sind da nur zwei Stichworte, die es hinsichtlich innovativer Technologien zu implementieren galt.

Q110 ist eine richtungsweisende Antwort auf die Wünsche moderner Filialkunden und sichert damit die so wichtigen direkten Kundenkontakte. Wie? Indem der Besuch in der Filiale wieder attraktiver wird. Über Mehrwertleistungen, einladende Raumgestaltung, effektive und individuelle Beratung und Services vor Ort – die Filiale als Einkaufszentrum, als fester Programmpunkt auf der persönlichen Shoppingtour.

Wir tragen dazu bei, dass das funktionieren kann. Reibungslos. Mit intelligenten Beratungsapplikationen und vielen weiteren innovativen und sicheren IT-Lösungen unterstützen wir Finanzdienstleister überall da, wo sie Bedarf haben. Was bleibt, ist mehr Zeit und Qualität für die Beratung der Kunden. Mit dem Ergebnis, dass Kundenzufriedenheit und Kundentreue spürbar wachsen.

Innovation und Entwicklung

Bankgeschäfte in der Lounge abwickeln oder Postsendungen über das Internet frankieren – wir entwickeln Visionen und Lösungen für die Geschäftsprozesse der Zukunft. Und das aus gutem Grund: Die Art und Weise "wie" Geschäfte künftig abgewickelt werden, ist inzwischen mindestens so wichtig für den Geschäftserfolg wie ein Produkt oder eine Dienstleistung selbst. Als überzeugte Engineers of IT wirken wir dabei meist im Verborgenen. Das ändert aber nichts daran, dass unsere Innovationen die Geschäftswelt revolutionieren und entscheidende Impulse für Wachstum und Wettbewerbsvorteile geben.

Wir bei GFT treiben den digitalen Fortschritt unserer Lebens- und Arbeitswelt schon seit knapp 20 Jahren voran, in einigen unserer Geschäftsbereiche sogar noch länger. Informationstechnologie ist unsere Kernkompetenz. In dieser Disziplin sind bahnbrechende Entwicklungen, unerwartete Umbrüche und permanente Veränderung eher Regel als Ausnahme. Bei komplexen Anforderungen schaffen wir durchdachte und technisch ausgefeilte Anwendungen, die verständlich, solide und verlässlich sind. Funktionalität und Kundennutzen stehen dabei im Vordergrund – ganz nach dem Motto: Neues ausprobieren und an Bewährtem festhalten.

Innovationen für Finanzdienstleister

Als Bankkunde kann man dieses Prinzip nachvollziehen: Bargeld und Kontoauszüge holt man am Geldautomaten, Überweisungen erledigt man online, bei komplexeren Transaktionen greift man schon einmal zum Telefon – bevorzugt natürlich rund um die Uhr. Wenn es aber um grundlegende Anlageentscheidungen oder Finanzierungsvorhaben geht, dann zieht man doch die individuelle Beratung in der Filiale vor. Neue Möglichkeiten werden zwar genutzt, keiner möchte bei wichtigen Angelegenheiten jedoch auf den persönlichen Kontakt verzichten. Unsere Kunden im Finanzdienstleistungsbereich betrachten das aus einem anderen Blickwinkel. Sie möchten administrative Tätigkeiten wie das Ausfüllen eines Überweisungsformulars oder den Kauf eines Wertpapiers möglichst automatisiert abwickeln, das spart Kosten. Die Berater in den Filialen sollen möglichst viel Zeit der qualifizierten Beratung und dem Vertrieb widmen können, denn das bindet Kunden langfristig und schafft Neugeschäft. Egal über welchen Weg der Bankkunde seine Finanzgeschäfte abwickelt: Unsere IT-Engineers sorgen dafür, dass die zu Grunde liegende Technologie funktioniert: effektiv, zuverlässig, fehlerfrei und sicher. Da viele von unseren Mitarbeitern selbst jahrelang in Banken und Sparkassen tätig waren, sind sie auch bestens mit den komplexen Abläufen hinter dem Bankschalter vertraut. Nicht zuletzt deshalb hat man uns damit beauftragt, die Geschäftsprozesse einer der führenden Privatbanken Brasiliens technologisch umzusetzen – ein Projekt, in dem wir unsere Innovationskraft mit den Besten messen können.

Anerkennung und Bestätigung findet unsere Arbeit durch das große Vertrauen, das Kunden aus vielen Ländern in uns setzen. Regelmäßig werden unsere Lösungen auch von unabhängigen Gremien ausgezeichnet. Das von GFT entwickelte Informations- und Kommunikationsportal für eine führende Fondsgesellschaft etwa wird seit Jahren mit Preisen gekrönt und setzt über Europas Grenzen hinweg Maßstäbe. Zuletzt überzeugte unsere Lösung im Februar 2006 das Wirtschaftsmagazin CAPITAL, das die Internetauftritte von 100 Fondsanbietern testen ließ.

Impulse für Postdienstunternehmen

Auch für Postdienstunternehmen setzen wir immer wieder innovative Impulse und geben Anregungen und Anstöße für neue Anwendungsgebiete. Zu einem Dauererfolg entwickelte sich etwa die Internet-Briefmarke STAMPIT, die vor fünf Jahren gemeinsam mit der Deutschen Post konzipiert und realisiert wurde. Die PC-Frankierung startete mit einer Basissoftware, die über die letzten fünf Jahre kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Inzwischen sind die Produkte STAMPIT HOME und STAMPIT BUSINESS für die entsprechenden Zielgruppen am Markt erhältlich. STAMPIT läuft aktuell auf mehr als 100.000 Computern – schon das ist ein großer Erfolg. Aber damit nicht genug: Seit 2005 ist das Frankieren von Briefen, Päckchen und DHL-Paketen auch direkt über den Internet-Browser möglich. STAMPIT WEB – die einfache Online-Frankierung – ist eingebunden in den führenden Online-Marktplatz eBay, kann aber auch unabhängig davon über die Seite www.stampit.de genutzt werden. Ein PC, ein Drucker und der kostenfreie Adobe Reader genügen. Auch international hat diese Innovation Standards gesetzt und das Interesse von Postdienstleistern geweckt. Lösungsvarianten davon sind bereits in Großbritannien und der Schweiz im Einsatz.

Geschäftsprozesse von morgen

Die Diskussion über das papierlose Büro fand gestern statt. Heute wird es gelebt, soweit es praktikabel ist. Und morgen? Unsere Spezialisten im Geschäftsbereich für Softwareprodukte arbeiten daran, dass immer mehr Geschäftsprozesse automatisiert und ohne Papier verfolgt werden können. Wir nennen das Business Process Management. Die Lösung dazu: GFT inspire. Unsere Produktfamilie hilft, die wachsende Flut an Schriftverkehr und Dokumenten, mit denen man zu tun hat – E-Mails, Faxe, Briefe, Lieferscheine, Rechnungen – in den Griff zu bekommen: vom digitalen Erfassen über die Bearbeitung bis zur Archivierung. Wir sind überzeugt davon, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, neue Möglichkeiten zur effektiven Prozessdefinition zu schaffen. Deshalb haben wir gemeinsam mit anderen namhaften Anbietern eine Allianz gegründet, die dieses Thema nach vorne treibt und die gemeinsame Qualitätsstandards entwickelt.

Zum Nachahmen empfohlen

Bevor wir bestimmte Technologien empfehlen oder in Lösungen einbinden, testen wir diese auf "Herz und Nieren". Möglichst unter realen Bedingungen in unserem eigenen Unternehmen. Dort experimentieren wir gerne mit dem Neuesten des Neuen und sammeln so Erfahrungen, die wir in Kundenprojekte einbringen. So arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere eigenen Systeme zu vereinheitlichen. Teilweise sind an unseren Standorten verschiedene Systeme im Einsatz – ganz typisch für ein Unternehmen, das durch Zukäufe gewachsen ist. Doch das soll sich ändern. Schritt für Schritt führen wir diese Systeme zusammen. Unser Ziel: eine einheitliche Plattform für alle Mitarbeiter, die GFT Workspace.

Gut, besser, noch besser

Unsere Ansprüche an uns selbst sind hoch. Von Jahr zu Jahr legen wir die Messlatte ein Stück höher. Nur so werden wir immer besser. Dies gilt für alle Bereiche unseres Unternehmens. Ganz besonders aber für Planung, Durchführung und Kontrolle von IT-Projekten – unsere Kernkompetenz. Dass die Qualität dort stimmt, lassen wir uns regelmäßig von unabhängigen Auditoren bestätigen: 2005 haben wir Stufe 2 von CMMI erreicht, einem international anerkannten Vorgehensmodell für Software- und Systementwicklung. Damit wollen wir uns aber nicht zufrieden geben. Deshalb haben wir die Messlatte noch ein Stück höher gelegt: Bis Ende 2007 streben wir Stufe 3 an.

Im Dienst von Wirtschafts- und Innovationsförderung

Unsere Entwicklungszentren in Deutschland, Spanien, Ungarn und Indien pflegen die Zusammenarbeit mit ausgewählten Technologiepartnern und Hochschulen. Dort holen wir uns kreative Impulse für unsere Arbeit und geben unser Wissen auch an andere weiter. Eine besondere Auszeichnung wurde uns in Spanien zuteil: Die katalanische Regierung lud GFT ein, an einer Innovationsinitiative für Dienstleistungsunternehmen mitzuwirken. In einem Pilotprojekt haben wir zusammen mit renommierten Partnern die Basis für diese Initiative geschaffen.

Gerade weil Informationstechnologie und Innovationen so wichtig für die Wirtschaftskraft sind, hat auch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung für 2006 das "Informatikjahr" ausgerufen. Es gibt mindestens 110 Gründe, weshalb wir das gut finden. Der wichtigste davon: Das, was wir tun, ist spannend. Denn wir arbeiten schon heute an der Zukunft.

Willkommen in überall.

Die Einsatzmöglichkeiten für integrierte IT-Lösungen sind nahezu grenzenlos. Und genauso arbeiten wir auch. In grenzüberschreitenden Projektteams. International. Interdisziplinär. Immer genau da, wo unsere Kunden uns gerade brauchen. Und das ist eigentlich überall. Überall, wo nach vorne gedacht wird.

GFT kennt keine Grenzen.

Im Bereich der Informationstechnologie muss man bereit sein, Grenzen zu überschreiten und neue Wege zu gehen, um viel versprechende Ideen in innovative Lösungen umsetzen zu können. Das gilt auch geografisch. Nachdem GFT seine Fühler mit einem indischen Standort bereits im Jahr 2003 erfolgreich außerhalb Europas ausgestreckt hatte, bauen wir jetzt auch in Lateinamerika eine erste Tochtergesellschaft in São Paulo, Brasilien auf. Ein Expansionskurs, den wir auch in Zukunft kontinuierlich fortsetzen werden. Dabei ist der Erfolg unseres internationalen Produktionsmodells unser bester Antrieb. Ein Modell, das sich durch die Entscheidung für kostenattraktive Entwicklungsstandorte und maximale Kundennähe bestens bewährt hat: Mit internationalen Produktionszentren in Deutschland, Spanien, Ungarn und Indien verfügen wir heute über einen Standortverbund mit interessanter Kostenstruktur. Gemeinsam mit den Kunden entscheiden wir so je nach Projektgegebenheiten, Zeit- und Budgetvorgaben, wo entwickelt wird. Dank eines standardisierten und eingespielten Produktionsprozesses garantieren wir dabei überall konstant gute Projektergebnisse. Ganz wichtig: Unsere Kunden betreuen wir immer aus einer Hand – unabhängig davon, wie viele Standorte eingebunden sind. Das setzt eine hohe geografische Flexibilität unserer Mitarbeiter und Mehrsprachigkeit voraus, da viele unserer Projektteams multinational geprägt sind. Und genau das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass auch der künftigen Ausdehnung von GFT keine Grenzen gesetzt sind.

Unsere Mitarbeiter

Das GFT Team, das sind rund 1.000 Menschen aus 32 Nationen an 20 Standorten in neun Ländern. Unser Wissen und unsere Persönlichkeiten bringen wir ein, um das Geschäft unserer Kunden mit exzellenten Lösungen voranzutreiben. Dabei gibt jeder von uns sein Bestes, überall und grenzüberschreitend.

International und interdisziplinär eingestellt

Unser Unternehmen hat sich verändert: Fast drei Viertel der GFT Mitarbeiter sind heute außerhalb Deutschlands tätig, wo unsere Wurzeln liegen – Tendenz weiter steigend. Von Spanien aus haben wir im vergangenen Jahr den Sprung auf den südamerikanischen Kontinent gewagt. Unsere neue Tochtergesellschaft dort wird in São Paulo beheimatet sein. Von Beginn an in ein Kundenprojekt eingebunden, war für uns das Risiko gering und wir konnten uns regional in die Nähe unserer Kunden bewegen. Auf genau diese Weise schaffen wir uns ein Netzwerk – überall dort, wo wir vor Ort gebraucht werden. Und wenn das morgen Osteuropa ist? Der Nahe Osten oder China? Wir packen das an, denn wir sind flexibel und mobil.

Darüber hinaus sind wir offen für Neues und neugierig auf das, was wir noch nicht kennen. Deshalb pflegen wir den Gedankenaustausch über die Grenzen von Unternehmen, Geschäftsbereichen und Standorten hinweg. Spezialisten aller Hierarchien sowie unterschiedlichster Disziplinen und Kulturen arbeiten eng und kollegial zusammen. Das bringt uns weiter in unserem Denken und Handeln. Und was noch wichtiger ist: Es zeigt uns auf, welches große Potenzial in unserem Unternehmen steckt. Dieses Potenzial nutzen wir und entwickeln es weiter.

Mitarbeiter nach Ländern zum 31.12.2005

Lebenslang lernen

Im Schnitt ist unser Team 35 Jahre alt. 84 % unserer Mitarbeiter haben einen Hochschulabschluss. Doch ausgelernt haben wir nie, schon gar nicht in unserem schnelllebigen Geschäft. Wir sind auf lebenslanges Lernen eingestellt, im fachlichen, methodischen und persönlichen Bereich. Darauf ist auch unser Aus- und Weiterbildungsangebot abgestimmt. Um uns konzernweit kontinuierlich auf dem neuesten Stand zu halten, nutzen wir auch bei der Fortbildung innovative Technologien. Nicht etwa, weil man das von uns als Technologieführer erwartet, sondern

weil es praktisch und effizient ist. Der Name dazu ist Programm: GOAL, die GFT Online Academy Lernplattform, soll uns helfen, noch besser zu werden als andere und das gilt im operativen Geschäft ebenso wie in den unterstützenden Funktionen.

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Karrierewege fest im Blick

Manche machen zufällig Karriere, sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir jedoch wollen die berufliche Zukunft unserer Mitarbeiter nicht dem Zufall überlassen. Denn nur wer weiß, wo er hin will und was er dafür können muss, kann sich daraufhin bewegen. Deshalb haben wir ein unternehmensweites Programm zur Personalentwicklung initiiert: Es soll uns helfen, Talente zu identifizieren und ihnen Karrierewege und berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Je nach Eignung und Neigung, aber auch nach unserem Bedarf arbeiten wir dann gemeinsam daran, Talente weiterzuentwickeln. Dann ist der nächste Karriereschritt greifbar nah.

Was für diejenigen gilt, die bereits im Beruf etabliert sind, das gilt erst recht für Berufsanfänger. Wir setzen uns dafür ein, dass junge Menschen ihren Weg finden.

Sao Paulo Trichy

Standorte im Überblick

Dazu bilden wir zusammen mit Berufsakademien (BA) Studenten aus. Praktikanten, Werkstudenten und Diplomanden erhalten bei uns einen Einblick in den Arbeitsalltag. Wir geben unser Wissen gerne weiter. Deshalb arbeiten wir in Deutschland eng mit der Fachhochschule Furtwangen zusammen, agieren als Mitglieder des Informatik-Forums der Universität Stuttgart sowie der Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) Business School und dozieren an der Steinbeis-Hochschule Berlin im MBA-Studiengang Internet & New Media. Kontakte pflegen wir auch zur Escuela Superior de Administración y Dirección de Empreseas (ESADE) in Barcelona und der IESE Business School in Navarra.

Beruf, Familie und Freizeit vereinbaren

Wir wissen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. Deshalb bieten wir Möglichkeiten, Beruf, Familie und Freizeit miteinander zu vereinbaren. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter stimmen wir individuell mit den Anforderungen unseres Unternehmens ab. Unser Vorteil dabei: Wir können Mitarbeiter verstärkt nach Bedarf einsetzen. Bei Mitarbeitern besonders gefragt sind unsere Beschäftigungsmodelle mit flexibler Zeiteinteilung. Telearbeitsplätze erlauben es ihnen, von zuhause zu arbeiten, und so genannte Sabbaticals, für einen bestimmten Zeitraum unbezahlten Urlaub anzutreten. Von diesen Modellen profitieren alle: Mitarbeiter und Unternehmen.

Dialog und Austausch fördern

Interne Kommunikation gewinnt für uns zunehmend an Bedeutung. Das hat damit zu tun, dass wir über viele Standorte verteilt arbeiten. Zur geografischen Distanz kommt die Sprachvielfalt – auch das ist eine Herausforderung. Unser größtes Potenzial können wir dann ausschöpfen, wenn das gesamte Wissen allen zugänglich ist und strategische Entscheidungen transparent und nachvollziehbar sind. Unser Anspruch ist, dass alle Mitarbeiter – auch über Hierarchieebenen, Geschäftsbereiche und Standorte hinweg – in feste Kommunikationswege eingebunden sind und gut informiert werden. Neben etablierten Informationsveranstaltungen nutzen wir dazu ein konzernweites Mitarbeiterportal als Wissens- und Kommunikationsplattform.

Zusätzlich findet ein intensiver Austausch der Geschäftsleitung mit den Interessenvertretern der Arbeitnehmer statt, sowohl mit den Mitgliedern des Betriebsrats am Standort Eschborn als auch mit den Vertretern des Round Table, unserem alternativen Modell der Mitarbeitervertretung. Durch diesen Dialog stellen wir sicher, dass die Anregungen und Ideen der Mitarbeiter in die Unternehmensstrategie einfließen.

Bei unserem Handeln orientieren wir uns an gemeinsamen Leistungswerten:

  • Wir sind stark als ein internationales Unternehmen.
  • Unser Wert ist die fachliche, technische und soziale Kompetenz.
  • Wir nutzen die richtigen Technologien für Lösungen, die begeistern.
  • Wir übertreffen die Erwartungen unserer Kunden.
  • Wir sind da, wo und wann der Kunde uns braucht.
  • Jeder von uns steht zu seinen Versprechungen.
  • Jeder Einzelne bringt die Firma voran.
  • Wir respektieren und schätzen uns.
  • Wir sind stolz auf unsere Ergebnisse.

Bewegte Zeiten.

Die Börse ist von einem permanenten Auf und Ab geprägt. Für börsennotierte Unternehmen liegt die Herausforderung darin, sich in diesem bewegten Umfeld zu behaupten – und auszuzeichnen. Durch eine nachhaltige Performance, durch konsequente Entscheidungen und durch eine langfristige Strategie, die den richtigen Weg weist.

Mit GFT bleiben Sie auf Kurs.

Technologiewerte durchlaufen häufig eine sehr volatile Entwicklung mit vielen Hochs und Tiefs. Der wahre Wert einer Technologieaktie zeigt sich jedoch in der langfristig positiven Entwicklung. Erst ein anhaltend positiver Trend weckt das Vertrauen der Anleger in die dauerhafte Stärke eines Unternehmens. Die positive Ergebnisentwicklung von GFT im Jahr 2005 ist ein erfreulicher Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Profitabilität und solidem Wachstum. Wachstum, das wir in jedem unserer drei Geschäftsfelder erzielen wollen. Und das zeigt, dass unsere Strategie die richtige ist: Konzentration auf ausgewählte Technologien und Branchen. Ein Erfolg, auf dem wir uns dennoch nicht ausruhen. Denn solide zu sein bedeutet für uns auch, dauerhaft Höchstleistungen zu erbringen und das Vertrauen in die Leistungsstärke von GFT immer wieder neu unter Beweis zu stellen. Unser Ziel ist es, einer der führenden europäischen Anbieter für innovative IT-Lösungen zu sein, der Vertrauen genießt, weil er verantwortungsbewusst und vorausschauend agiert. Dazu zählt für uns auch die bewusste Verpflichtung zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung ist bei GFT ein Anspruch, der alle Bereiche umfasst. Schon immer. Ebenso wie die enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken und Chancen. Durch eine transparente und offene Kommunikation wollen wir darüber hinaus das Vertrauen unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter dauerhaft festigen, damit auch jeder sieht, dass und wie wir auf Kurs bleiben.

Unsere Aktie

In einem freundlichen Börsenumfeld setzte die GFT Aktie den Aufwärtstrend, den sie zum Jahresende 2004 aufgenommen hatte, fort. Über das gesamte Jahr 2005 hinweg hob sie sich positiv von den Vergleichsindices ab und wurde mit deutlichen Kursaufschlägen belohnt. Insgesamt erzielte sie eine Wertsteigerung von 58 %. Die Anleger honorieren unsere strategischen Weichenstellungen, die auf künftiges Wachstum ausgelegt sind.

Kapitalmarkt positiv gestimmt

Im Jahr 2005 herrschte ein freundliches Klima an den Kapitalmärkten – und dies trotz Zinserhöhungen, Rekordpreisen beim Öl, Terroranschlägen und Naturkatastrophen. An der deutschen Börse machte sich der anspringende Konjunkturmotor bemerkbar: Der Deutsche Aktienindex (DAX) schloss mit einem Plus von 27 % bei 5.408 Punkten und notierte damit so hoch wie seit vier Jahren nicht mehr. Mit dieser dynamischen Entwicklung konnte der US-Börsenindex Dow Jones nicht mithalten, er gab um 0,6 % auf rund 10.718 Punkte nach. Technologieaktien wurden an den Märkten uneinheitlich bewertet. Während sie sich in Europa im Marktdurchschnitt bewegten, ließ die US-Technologiebörse NASDAQ den Dow Jones leicht hinter sich: Sie legte um 0,9 % zu. In Deutschland blieb der TecDAX mit einem Plus von 14 % hinter der Kursentwicklung des DAX deutlich zurück.

Wertzuwachs von 58 % für GFT Aktie

Einen wesentlich höheren Wertzuwachs verzeichnete die GFT Aktie: Wer zu Jahresbeginn in GFT investierte, konnte sich am Jahresende über eine Kurssteigerung von 58 % freuen. Die Marktkapitalisierung von GFT stieg innerhalb nur eines Jahres um 29 Mio. 1 auf 71 Mio. 1.

Noch beflügelt von den positiven Ergebnissen im dritten Quartal 2004 startete die GFT Aktie mit einem Aufwärtstrend in das Jahr 2005. Dabei setzte sie sich von Beginn an positiv von den Vergleichsindices ab und erreichte am 7. Februar ihren vorläufigen Höchststand mit 2,22 1. Danach folgte eine relativ volatile Seitwärtsbewegung, bei der der Eröffnungskurs von 1,71 1 zu Jahresbeginn bis Anfang Juni an insgesamt fünf Handelstagen leicht unterschritten wurde. Ihren Jahrestiefststand erreichte die Aktie am 5. Mai mit 1,66 1. Nach oben testete sie mehrmals die Marken von 2,00 1 und 2,20 1. Ende August setzte die Aktie zu einer Rallye an, die bis Jahresende 2005 anhielt. Sie schloss mit einem Kurs von 2,70 1. Nach einer kurzen Verschnaufpause Anfang Januar 2006 – die Aktie startete mit 2,62 1 – nahm sie die positive Dynamik wieder auf und erreichte bis Ende Februar einen Kurs von 3,35 1. Die Wertsteigerung im derzeit laufenden Geschäftsjahr beläuft sich demnach bis Ende Februar bereits auf 28 %.

Getragen wurde diese Kursentwicklung vor allem durch Quartalsergebnisse, die zeigten, dass wir unsere fundamentale Substanz weiter gefestigt und ausgebaut haben. Das seit Mitte 2004 positive Vorsteuerergebnis konnte kontinuierlich verbessert werden. Unsere nachhaltig positive Entwicklung, aber auch unsere strategischen Wei-

Andrea Wlcek Leiterin Investor Relations chenstellungen, die auf künftiges Wachstum ausgerichtet sind, weckten das Interesse von Investoren. Die Trennung von Randgeschäften gehört ebenso dazu wie der Ausbau von Kerngeschäftsfeldern durch Großaufträge und Akquisitionen sowie die Ausweitung unseres internationalen Produktionskonzepts in neue geografische Regionen.

Streubesitz erhöht, Aktionärsstruktur verändert

Auch der abermals erweiterte Streubesitz macht die GFT Aktie für Anleger noch attraktiver. So veräußerte Ulrich Dietz im Juni 2005 450.000 Aktien bzw. 1,7 % der ausstehenden Aktien marktschonend in einer Privattransaktion an einen institutionellen Investor. Seit Mitte Februar 2006 befinden sich nunmehr 57,23 % der Anteile im Streubesitz. Unmittelbar vorausgegangen war eine Umplatzierung, bei der sich die Deutsche Bank von ihren Anteilen trennte. Neben internationalen institutionellen Investoren nutzte die KST Beteiligungs AG (KST) diese Gelegenheit zum Einstieg und erwarb Anteile in Höhe von 7,06 %. Wir begrüßen KST, mit deren Management wir seit vielen Jahren gute Beziehungen pflegen, als neuen strategischen Investor in unserem Aktionärskreis. KST beteiligt sich hauptsächlich an kleinen und mittelgroßen börsennotierten Unternehmen im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt ihrer Anlageentscheidung steht die fundamentale Basis eines Unternehmens. Ihr wichtigstes Anlageziel ist eine langfristig positive Rendite.

Aktionärsstruktur

Die verbreiterte Aktionärsbasis und die positive Entwicklung von GFT steigerten das Interesse an der Aktie und führten zu einer deutlich erhöhten Liquidität im Handel: Das Handelsvolumen hat sich mehr als verdoppelt. Wurden im Jahr 2004 über das elektronische Handelssystem Xetra und auf dem Frankfurter Parkett noch durchschnittlich 42.252 Aktien pro Tag gehandelt, so waren es im Jahr 2005 täglich 70.650 Stück. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2006 erhöhte sich das durchschnittliche Handelsvolumen weiter auf 153.120 Stück am Tag.

Nach wie vor befinden sich 35,71 % der Anteile in den Händen von Ulrich und Maria Dietz aus der Gründerfamilie – ein Grund dafür, dass GFT im German Entrepreneurial Index (GEX) gelistet ist. Dieser Börsenindex fasst 108 deutsche inhabergeführte Aktiengesellschaften zusammen, bei denen die Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder oder deren Familien zwischen 25 % und 75 % der Stimmrechte halten. Im Jahr 2005 schnitt der GEX mit einem Kursgewinn von 38 % besser ab als der DAX mit 27 %.

Ergebnis je Aktie erstmals seit 2000 wieder positiv

Das Ergebnis je Aktie nach IAS 33 ist erstmals seit dem Jahr 2000 wieder positiv. Es beläuft sich auf 0,04 1 gegenüber -0,14 1 im Vorjahr. Die Ausschüttung einer Dividende ist nicht geplant.

Aktienoptionsprogramme ausgelaufen

In den Berichtszeitraum fiel die letzte Ausübungsmöglichkeit für das von der Gesellschaft aufgelegte Aktienoptionsprogramm vom Sommer 2000. Da die GFT Aktie die erforderlichen Kriterien nicht erfüllte, kam es nicht zur Ausübung und die Bezugsrechte sind verfallen. Weitere Bezugsrechte bestehen seit 1. Juli 2005 nicht mehr.

Im Dialog mit dem Kapitalmarkt

GFT hat auch 2005 die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt aktiv gestaltet und die Marktteilnehmer kontinuierlich, zeitnah und umfassend über Finanzzahlen, Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie unterrichtet. Ziel der Investor-Relations-Aktivitäten ist es, nach erfolgreicher Restrukturierung das Vertrauen der Investoren und der Öffentlichkeit in das Unternehmen, seine dauerhafte Profitabilität und sein solides Wachstum wieder nachhaltig zu stärken. Wir glauben, dass eine transparente Kommunikation dafür unverzichtbar ist. Als Ergänzung zur Geschäftsund Quartalsberichterstattung bieten wir bei wichtigen und erklärungsbedürftigen Neuigkeiten Telefonkonferenzen für Finanzanalysten und Journalisten an. Darüber hinaus haben wir das Unternehmen im November 2005 auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentiert. Im Jahr 2006 wollen wir unser Unternehmen auch wieder verstärkt auf nationalen und internationalen Roadshows für institutionelle Investoren präsentieren.

Inhalte der Gespräche des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit institutionellen Investoren und Analysten waren insbesondere die Aktivitäten zur Umsetzung der Unternehmensstrategie, die künftige Entwicklung der GFT Gruppe sowie aktuelle Trends der IT-Branche.

Wichtigste Säule in der Kommunikation mit den Privatanlegern war die Hauptversammlung am 7. Juni 2005 in Stuttgart. Darüber hinaus bietet unsere neu gestaltete und inhaltlich überarbeitete Internetpräsenz unter der Rubrik "Investor Relations" ausführliche Informationen über die GFT Aktie und unser Unternehmen. Interessierte Anleger können dort auch aktuelle Presse- und Pflichtmitteilungen als E-Mail-Newsletter abonnieren. Anfragen, die uns schriftlich oder per Telefon erreichen, beantworten wir wie gewohnt zeitnah.

Geschäftsbericht ausgezeichnet

Viel Lob bekamen wir vergangenes Jahr für unseren Geschäftsbericht. Beim 2004 Vision Award, einem Wettbewerb der besten Geschäftsberichte, errang GFT in der

Kategorie "Technologie" die zweithöchste Auszeichnung, den Gold Award. Die League of American Communications Professionals führte uns insgesamt auf Rang 47 von 1.400 eingereichten Berichten aus 17 Ländern. Dies ist uns Bestätigung und Ansporn zugleich.

Wir wollen den gewohnt hohen Standard, den wir uns für den Dialog mit Aktionären, Analysten sowie der Wirtschafts- und Finanzpresse gesetzt haben, auch weiterhin aufrechterhalten. Dazu haben wir zahlreiche Maßnahmen geplant.

Gerne geben Mitarbeiter des Bereichs Investor Relations weitere Informationen zur GFT Aktie:

GFT Technologies AG Andrea Wlcek Leiterin Investor Relations Leopoldstrasse 1, 78112 St. Georgen, Tel.: 07724 9411-440, Fax: 07724 9411-883, Internet: www.gft.de/ir, E-Mail: [email protected]

Informationen zur GFT Aktie

ISIN DE0005800601
Beginn der Börsennotierung 28. Juni 1999
Marktsegment Prime Standard
Index German Entrepreneurial Index (GEX)
Designated Sponsor HSBC Trinkaus & Burkhardt
Anzahl ausgegebener Inhaberaktien mit 1 1 Nennwert je Aktie 26.325.946
2005 2004
Eröffnungskurs am Jahresanfang 1,71 1 2,68 1
Schlusskurs am Jahresende 2,70 1 1,63 1
Wertveränderung +58 % -39 %
Höchster Kurs 2,82 1
(27.12.2005)
3,02 1
(22.01.2004)
Tiefster Kurs 1,66 1
(05.05.2005)
1,14 1
(13.08.2004)
Marktkapitalisierung per 31.12. 71 Mio. 1 43 Mio. 1
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag in Stück 70.650 42.252

Kursverlauf der Aktie

indexiert (Basis 3. Januar 2005)

Kursverlauf der Aktie

in 1

Corporate Governance Bericht nach Ziffer 3.10 des Kodex

Unser unternehmerisches Handeln ist geprägt von den Grundsätzen einer verantwortungsvollen, auf Wertschöpfung ausgerichteten effizienten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle.

Dabei fühlen wir uns den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Unser Ziel ist es, dem Vertrauen unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter dauerhaft zu entsprechen. Dazu arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand der GFT AG besteht aus drei Mitgliedern. Er leitet in eigener Verantwortung die Gesellschaft. Die Geschäfte führt er nach dem Gesetz, der Satzung und der Geschäftsordnung. Schwerpunktmäßig gehören die Entwicklung und Umsetzung der Strategie des Unternehmens, die Führung des Konzerns, die Planung sowie die Gewährleistung eines effizienten Risikomanagements und -controllings zu seinen Aufgaben. Dabei stimmt sich der Vorstand eng mit dem Aufsichtsrat ab und informiert diesen regelmäßig und umfassend über die laufende Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Planungsumsetzung sowie die Zielerreichung. Bei bestimmten Geschäften, die in der Geschäftsordnung festgelegt sind, holt er die vorherige Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Vorstand und steht in regelmäßigem Kontakt mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Dabei unterrichtet er diesen umgehend über eintretende Entwicklungen, die für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft wichtig sind, sowie über sämtliche Ereignisse von wesentlicher Bedeutung. Den Bericht des Vorstands finden Sie auf Seite 6 des

Geschäftsberichts. Interessenkonflikte nach Ziffer 4.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind auch im Geschäftsjahr 2005 nicht aufgetreten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der GFT AG besteht aus sechs Mitgliedern. Sie überwachen den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und stehen ihm beratend zur Seite. Bei diesen Aufgaben stützt er sich auf das Gesetz, die Satzung sowie seine Geschäftsordnung. Der Aufsichtsrat ist zuständig für die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, die Festlegung der Vergütung der Vorstände, die Verabschiedung des Jahresabschlusses sowie die Zustimmung zu bestimmten Geschäften, die in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt sind. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Vorstands plant er deren langfristige Nachfolge. Die GFT Technologies AG verzichtet im Hinblick auf die überschaubare Größe des Aufsichtsrats generell auf die Bildung von Ausschüssen und weicht damit von Ziffer 5.3 des Kodex ab. Durch den Verzicht auf die Ausschussbildung wird eine vollständige Information aller Aufsichtsratsmitglieder über alle wichtigen Sachverhalte

gewährleistet. Die Größe des Gremiums erlaubt gleichwohl eine effiziente Tätigkeit, diese Struktur des Aufsichtsrats hat sich in der Vergangenheit bewährt und soll so fortgeführt werden.

Der Aufsichtsrat wurde zuletzt in der Hauptversammlung 2004 für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Die Amtsperiode ist für alle Aufsichtsratsmitglieder von gleicher Dauer.

Seine Effizienz hat der Aufsichtsrat am 6. Juni 2005 überprüft und festgestellt, dass die Kontrolle des Unternehmens effizient und professionell erfolgt. Der "Bericht des Aufsichtsrats" auf den Seiten 8 und 9 informiert über die maßgeblichen Themen und Entscheidungen der Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat sich außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden über alle wesentlichen Entwicklungen ausgetauscht und ihn aktuell über wichtige Ereignisse informiert.

Interessenkonflikte nach Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind auch im Geschäftsjahr 2005 nicht aufgetreten.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung 2005 über die Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands informiert. Die Vergütung setzt sich zusammen aus einer Fixvergütung und aus erfolgsorientierten Komponenten. Bemessungsgrundlage hierfür sind der Umsatz und das Ergebnis des Konzerns sowie individuell mit den einzelnen Vorständen vereinbarte persönliche Ziele. Des Weiteren umfasst die jeweilige Vergütung auch ein zur privaten Nutzung überlassenes Firmenfahrzeug sowie, in zwei Fällen, gewährte Zuschüsse zur Altersversorgung im üblichen Rahmen. Eine nachträgliche Änderung der Bezugsgrößen ist ausgeschlossen. Die GFT Technologies AG behält auch zukünftig die bisherige Berichtsstruktur bei, nach der die Vorstandsvergütung nur für den Vorstand insgesamt, gegebenenfalls aufgeteilt nach Geldleistungen sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (z. B. Aktienoptionen) ausgewiesen wird. Es wird insoweit von Ziffer 4.2.4 des Kodex abgewichen.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Veröffentlichung der Gesamtbezüge des Vorstands im Hinblick auf die überschaubare Mitgliederanzahl des Vorstands ausreichende Transparenz bietet. Der Schutz der Privatsphäre der einzelnen Vorstandsmitglieder überwiegt nach Ansicht der Gesellschaft der Forderung nach weiterer Transparenz und Detaillierung.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2005 betrugen 1,196 Mio c.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der überschaubaren Struktur über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans nicht auf der Internetseite der Gesellschaft sondern nur im Geschäftsbericht berichtet. Damit wurde von Ziffer 4.2.3 Absatz 3 des Kodex abgewichen.

Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme existieren derzeit für den Vorstand nicht.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und besteht ausschließlich aus einer festen Vergütung, die für das gesamte Gremium im abgelaufenen Geschäftsjahr 56.250,00 1 betrug. Die Vergütung beträgt für die Mitglieder Frau Ingrid Schmidt, Herrn Prof. Dr. Gerhard Barth, Herrn Dr. Thorsten Demel und Herrn Dr. Simon Kischkel 7.500 1. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Franz Niedermaier, erhält den doppelten Betrag, sein Stellvertreter, Herr Dr. Markus Kerber, den eineinhalbfachen Betrag.

Die Einzelvergütung der Aufsichtsratsmitglieder ergibt sich aus folgender Übersicht:

Geschäftsjahr 2005 in e
Franz Niedermaier 15.000
Dr. Markus Kerber 11.250
Prof. Dr. Gerhard Barth 7.500
Dr. Thorsten Demel 7.500
Dr. Simon Kischkel 7.500
Ingrid Schmidt 7.500
Summe 56.250

Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütung für das

Weitere Vorteile bzw. Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden nicht gewährt.

Die Aufsichtsratsmitglieder der GFT Technologies AG erhalten ausschließlich eine fixe Vergütung, die Gesellschaft weicht insofern von Ziffer 5.4.7 Absatz 2 des Kodex ab. Die Gesellschaft vertritt die Auffassung, dass zusätzliche variable Vergütungsanreize, die in der Praxis bei anderen Unternehmen nahezu durchweg zu einer deutlichen Erhöhung der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und damit zu einer erhöhten Belastung für die Gesellschaft geführt haben, im Vergleich zu der derzeitigen fixen Vergütung nachteilig für die Gesellschaft wären. Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme existieren derzeit für den Aufsichtsrat nicht.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr 2004 im Anhang des Konzernabschlusses noch nicht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen. Es wurde daher bislang von Ziffer 5.4.5 Absatz 3 des Kodex abgewichen. Diese Abweichung resultierte aus einer internen Umstellung der Berichterstattung im Jahre 2004.

Dieser Empfehlung wird mit dem vorliegenden Bericht für das Geschäftsjahr 2005 gefolgt.

Hohe Transparenz schafft Vertrauen

Um eine möglichst hohe Transparenz zu gewährleisten, legen wir sämtliche unternehmensrelevanten Informationen zeitnah offen und berichten regelmäßig über unsere Geschäftsergebnisse. Dabei stellen wir alle Informationen zeitgleich sowohl in Deutsch als auch in Englisch zur Verfügung.

Neben der kontinuierlichen Berichterstattung unterrichten wir in Presseinformationen, Ad-hoc-Mitteilungen sowie auf unserer Website über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Den gestiegenen Anforderungen des Anlegerschutzes und der Unternehmensintegrität tragen wir durch, im Bedarfsfall gebildete Spezialteams, Rechnung. Sie agieren im Sinne einer hohen Transparenz für alle Marktteilnehmer.

Nachfolgender Aufstellung ist der Besitz von Aktien an unserer Gesellschaft von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gemäß Ziffer 6.6 Absatz 2 des Corporate Governance Kodex zu entnehmen:

Mitglieder des Vorstands Anzahl Aktien
Ulrich Dietz 6.856.240
Marika Lulay 5.000
Dr. Jochen Ruetz 40.000
Summe 6.901.240
Mitglieder des Aufsichtsrats Anzahl Aktien
Franz Niedermaier 10.000
Dr. Markus Kerber 1.155.258
Prof. Dr. Gerhard Barth
Dr. Thorsten Demel
Dr. Simon Kischkel 1.302
Ingrid Schmidt 1.000
Summe 1.167.560

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte nach Ziffer 6.6 des Kodex

Für das Geschäftsjahr 2005 wurden der Gesellschaft folgende mitteilungspflichtige Transaktionen, die unter den Anwendungsbereich von Ziffer 6.6 Abs. 1 des Corporate Governance Kodex fallen, gemäß § 15a WpHG gemeldet:

Handelstag Name Position/
Aufgaben-
bereich
Bezeichnung
des Finanz-
instruments
WKN/ISIN Geschäfts-
art
Stückzahl/
Nennbetrag
Kurs/Preis/
Währung
8.6.2005/
außerbörslich
Ulrich
Dietz
Vorsitzender
des Vorstands
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktien-
verkauf
300.000 1 1,70
9.6.2005/
außerbörslich
Ulrich
Dietz
Vorsitzender
des Vorstands
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktien-
verkauf
150.000 1 1,72
9.6.2005/
XETRA
Franz
Niedermaier
Vorsitzender
des Aufsichtsrats
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 5.000 1 1,70
9. 6.2005/
XETRA
Franz
Niedermaier
Vorsitzender
des Aufsichtsrats
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 5.000 1 1,70
26.9.2005/
XETRA
Dr. Jochen
Ruetz
Vorstand für
Finanz-,Rechnungs-
und Personalwesen
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 2.585 1 1,98
27.9.2005/
XETRA
Dr. Jochen
Ruetz
Vorstand für
Finanz-, Rechnungs-
und Personalwesen
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 1.415 1 1,98
27.9.2005/
XETRA
Dr. Jochen
Ruetz
Vorstand für
Finanz-, Rechnungs-
und Personalwesen
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 10.000 1 1,95
27.9.2005/
Frankfurt
Marika
Lulay
Vorstand für
Produktion
und Vertrieb
GFT Aktien 580060/
DE000
5800601
Aktienkauf 2.500 1 2,02

Corporate Governance in der praktischen Umsetzung

Unser Richtlinienbeauftragter (Compliance Beauftragter) stellt mit seiner Arbeit sicher, dass die im Kodex und in den Geschäftsordnungen aufgestellten Richtlinien und Prozesse auch von unseren Tochtergesellschaften im Inund Ausland eingehalten werden. Die gesetzlichen Vorgaben in den einzelnen Ländern sowie die allgemein anerkannten und in der Praxis bewährten Verfahren werden durch den Kodex sinnvoll ergänzt und erweitert.

Weiterentwicklung des Kodex berücksichtigt

Die im Jahr 2005 vorgenommenen Änderungen im Kodex, die sich auch durch diverse neue gesetzliche Anforderungen ergaben, haben wir zeitnah diskutiert und bewertet und in unsere internen und externen Prozesse integriert.

Der vorliegende Corporate Governance Bericht wird erstmals für das Geschäftsjahr 2005 erstellt. Die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre sind seit 1. Januar 2006 auf der Internetseite zugänglich. Damit wurde von Ziffer 3.10 des Kodex in der Fassung vom 2. Juni 2005 abgewichen. Durch diese Abweichung soll eine periodengerechte Abbildung der Corporate Governance ermöglicht werden.

Ein interner Corporate Governance Beauftragter wird auch weiterhin die Einhaltung der Regeln des Kodex sicherstellen und regelmäßig dem Aufsichtsrat über aktuelle Entwicklungen berichten.

GFT Technologies AG Im März 2006

Lagebericht

Geschäftstätigkeit 46
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 46
Geschäftsverlauf 47
Umsatz- und Ertragslage 48
Finanzlage 54
Vermögenslage 54
Mitarbeiter 55
Forschung und Entwicklung 56
Risikobericht 56
Nachtragsbericht 62
Prognosebericht 62

1 Geschäftstätigkeit

Organisation und Unternehmensbereiche

Die GFT Technologies AG (GFT AG) und die mit ihr im Konzern verbundenen Unternehmen sind ein europäischer Anbieter für innovative IT-Lösungen, der an 20 Standorten in neun Ländern aktiv ist. Das Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe reicht von Beratung, Systemintegration, Anwendungsentwicklung und -betrieb bis hin zur Beschaffung von IT-Experten und zum Outsourcing von IT-Einkaufsprozessen.

Drei Geschäftsfelder beschreiben unsere Kernkompetenz als IT-Dienstleister:

  • Services zu Konzeption, Entwicklung, Betrieb und Wartung von innovativen IT-Anwendungen, die Geschäftsprozesse von Banken und Versicherungen sowie Postund Logistikdienstleistern zukunftsfähig gestalten. Diese klassischen Projektleistungen erbringen wir mit Mitarbeitern vor Ort in Deutschland, im kosteneffizienten europäischen Ausland oder preisgünstig in Indien und Brasilien.
  • Software der Produktfamilie GFT hyparchiv, die GFT entwickelt und implementiert und die es Unternehmen aller Branchen erlaubt, dokumentenbasierte Geschäftsprozesse zu automatisieren.
  • Resourcing (ehemals Business Process Outsourcing, BPO), das die Beschaffung und das Management von externen Personalressourcen für andere Unternehmen umfasst: von einzelnen freiberuflichen IT-Spezialisten bis hin zu kompletten IT-Zulieferern.

GFT ist in der Lage, alle Stufen der Wertschöpfungskette im IT-Dienstleistungsbereich anzubieten. In Europa gibt es nur wenige IT-Unternehmen mit einem so umfangreichen Leistungsportfolio.

Die GFT AG ist selbst operativ tätig und Führungsgesellschaft des GFT Konzerns. Sie legt die Strategie fest, steuert die Konzerngesellschaften und stellt zentrale Ressourcen für die anderen, rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften innerhalb und außerhalb Deutschlands zur Verfügung. GFT verfolgt die Strategie eines nachhaltigen, ertragsorientierten Wachstums und zielt dabei auf die stetige Steigerung des Unternehmenswertes. Die operative Steuerung erfolgt über Niederlassungen, rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften und über so genannte Business Units, die sich innerhalb dieser Einheiten auf einzelne Branchen konzentrieren.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2005 robust. Niedrige Zinsen, günstige Absatzperspektiven und eine positive Ertragslage der Unternehmen sorgten für Wachstumsimpulse. Gedämpft wurde diese Entwicklung durch den starken Preisanstieg für Öl sowie anderer Rohstoffe und Energie. Im Gegensatz zu den Regionen Nordamerikas und Asiens, in denen sich die Konjunktur besonders dynamisch entwickelte, verhielt sich die Wirtschaft in Westeuropa eher verhalten.

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den Absatzmärkten von GFT verlangsamte sich – mit Ausnahme von Spanien, das mit einer Jahreswachstumsrate von 3,4 % (Vorjahr: 3,1 %) erneut an Dynamik gewann. In den anderen Ländern verzeichnet Ungarn mit 3,7 % (Vorjahr: 4,6 %) das größte Wachstum, gefolgt von den USA mit 3,5 % (Vorjahr: 4,2 %), der Schweiz mit 1,9 % (Vorjahr: 2,1 %), Großbritannien mit 1,8 % (Vorjahr: 3,2 %), Österreich mit 1,7 % (Vorjahr: 2,4 %) sowie Frankreich mit 1,5 % (Vorjahr: 2,3 %). Schlusslicht war abermals Deutschland mit einem Plus von 0,9 % (Vorjahr: 1,6 %). Erneut war es primär der Export, der hier für Wachstum sorgte. Positive Impulse für die Binnenkonjunktur blieben hingegen weitgehend aus.

Branchenentwicklung

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Entwicklung der IT-Branche ab. Während der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) dem Weltmarkt für das Jahr 2005 ein beschleunigtes Wachstum bescheinigte, stabilisierte es sich in Europa auf solidem Niveau. Gleichwohl wuchs die Branche stärker als die Gesamtwirtschaft Europas und wurde damit zum Konjunkturmotor. Besonders starke Marktbereiche waren und sind Software und IT-Dienstleistungen – Segmente, die von GFT bedient werden. Sie wachsen derzeit um rund 5 %.

Diese Entwicklung bestätigt, dass die Unternehmen wieder in Informationstechnologie investieren, dabei aber ganz gezielt vorgehen. Budgets werden für Lösungen freigegeben, die für die Wettbewerbsfähigkeit oder das Tagesgeschäft entscheidend sind und in kurzer Zeit einen messbaren Mehrwert erzielen. Wo dies nicht der Fall ist, wird weiterhin gespart. Unter diesen Voraussetzungen verzichtet ein Großteil der Unternehmen auch weitgehend auf den Aufbau eigener Personalressourcen im IT-Bereich. Sie setzen stattdessen auf externe Spezialisten, mit denen sie eigene Teams bei Bedarf verstärken. Im Gegensatz zu reinen Systemintegratoren oder spezialisierten Personalvermittlern kann GFT mit ihrem breiten Portfolio sowohl von der Investitionsneigung als auch von den Kostensenkungsmaßnahmen ihrer Kunden profitieren.

Unser Produktionsmodell ist eine Antwort auf den preissensitiven Verdrängungswettbewerb, dem sich IT-Dienstleister stellen müssen: Damit setzen wir auf kosteneffiziente Entwicklungskapazitäten im europäischen Ausland sowie in Indien und Brasilien. Mit diesem Modell haben wir die geplante Dienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union (EU) faktisch bereits vorweg genommen, die zum Ziel hat, das Angebot und die Inanspruchnahme von grenzüberschreitenden Dienstleistungen in der EU zu erleichtern. Einen erhöhten Wettbewerbsdruck erwarten wir durch die Öffnung der Märkte nicht. Der IT-Dienstleistungsmarkt ist ohnehin bereits seit Jahren international aufgestellt. Allerdings erhoffen wir uns, dass durch diese gesetzliche Neuregelung bürokratische und administrative Hürden wegfallen.

3 Geschäftsverlauf

Wesentliche Ereignisse und ihre Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf

In diesem wirtschaftlichen Umfeld konnte sich GFT im vergangenen Geschäftsjahr gut behaupten. Unsere Bemühungen, den gestiegenen Anforderungen mit geeigneten Strategien zu begegnen, zeigen nachhaltig Wirkung. Konsequent haben wir uns noch stärker auf unsere Kernkompetenzen konzentriert und im Jahr 2005 die beiden nicht-strategischen Bereiche emagine Hauptversammlungsservice (HV- Service) und GFT Media verkauft. Bereits im Jahr 2004 hatten wir uns von der GFT Systems GmbH getrennt.

Im Zuge der Realisierung eines Großauftrags für einen brasilianischen Finanzdienstleister sowie zum Ausbau unserer internationalen Produktionskapazitäten auch für europäische Kunden haben wir eine nicht aktive Vorratsgesellschaft in Brasilien erworben. Zum Jahresende 2005 wurde über diese Tochtergesellschaft allerdings noch kein operatives Geschäft abgewickelt.

Insgesamt ist der Vorstand mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2005 zufrieden. Wie in den Planungen vorgesehen erzielte der Konzern Quartal für Quartal positive Vorsteuerergebnisse. Dieses Ziel erreichten wir, obwohl wir den Umsatz nicht wie erwartet auf Vorjahresniveau halten konnten. Im ersten Halbjahr 2005 lag der Umsatz noch über dem Niveau des Vorjahres. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres entwickelten sich die Umsätze bei stetig steigender Tendenz jedoch nicht mit der gleichen Dynamik wie im Jahr 2004. Insbesondere im Segment Resourcing lagen die Umsätze unter den Erwartungen.

Der Jahresüberschuss im Konzern belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 1,1 Mio. c (Vorjahr: -3,9 Mio. c). Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich von -2,2 Mio. c im Jahr 2004 auf 1,6 Mio. c im Berichtsjahr.

In der GFT AG betrug der Jahresüberschuss zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2,8 Mio. c gegenüber -1,2 Mio. c im Vorjahr. Vor Steuern konnte ein positives Ergebnis von 2,8 Mio. c erzielt werden (Vorjahr: -1,2 Mio. c). Der Geschäftserfolg von GFT als internationalem IT-Dienstleister beruht im Wesentlichen auf den Fähigkeiten und der Motivation der Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund beziehen sich die nicht finanziellen Leistungsindikatoren bei GFT ausschließlich auf die Belange der Mitarbeiter. Sie werden im Risikobericht detailliert dargestellt.

4 Umsatz- und Ertragslage

Umsatz des Gesamtkonzerns 4 % unter Vorjahr, GFT AG steigert Umsatz um 10 %

Der GFT Konzern verzeichnete im Jahr 2005 einen Umsatz von 120,9 Mio. c gegenüber 125,5 Mio. c im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Rückgang um 4,6 Mio. c oder knapp 4 %. Bereinigt um die verkauften Bereiche GFT Systems GmbH, HV-Service und GFT Media beträgt der Umsatzrückgang 1,6 Mio. c oder 1,3 %.

Zwischen den einzelnen Segmenten kam es zu einer deutlichen Verschiebung der Umsatzanteile. Der Umsatz im Segment Resourcing lag aufgrund von Sparmaßnahmen bei einem Großkunden deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang konnte durch anziehende Umsätze im Segment Services teilweise ausgeglichen werden.

In der GFT AG kam es zu einem deutlichen Umsatzwachstum um 7,2 Mio. c oder 10 % von 71,7 Mio. c auf 78,9 Mio. c. Dieses Umsatzwachstum wurde vor allem durch das Segment Services und hier durch Kunden der Branchen Finanzdienstleistung sowie Post und Logistik verursacht. Rückläufig waren die Umsätze im Segment Resourcing sowie bei industriellen Kunden. Die Gesamtleistung der GFT AG, also Umsatz und Bestandsveränderungen, erhöhte sich um 3,9 Mio. c oder 5,3 % auf 76,6 Mio. c.

Entwicklung von Umsatz und Ergebnis vor Steuern im Quartalsvergleich Mio. c

sind nicht Teil des geprüften Lageberichts.

Im GFT Konzern stiegen wie im Vorjahr sowohl Nachfrage als auch Kapazitätsauslastung im Jahresverlauf 2005 über die Quartale hin an. Während das traditionell schwache erste Quartal sowie die folgenden beiden stärkeren Quartale in Summe nahezu auf dem Niveau des Vorjahres lagen, lag die Nachfrage im vierten Quartal, insbesondere im Segment Resourcing, unter der des Vorjahres. Für die GFT AG lässt sich ein ähnlicher Verlauf feststellen. Eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Nachfrage im Bereich Resourcing konnte durch einen im Quartalsverlauf deutlichen Nachfrageanstieg im Bereich Services kompensiert werden. Die Auslastung der produktiven Mitarbeiter in fakturierbaren Kundenprojekten lag in der GFT AG im Jahr 2005 mit 72 % exakt auf dem Niveau des Vorjahres.

Umsatz nach Segmenten

Bei der Umsatzverteilung nach Segmenten hat sich im GFT Konzern eine Verschiebung vom Segment Resourcing zum Segment Services ergeben.

Der Geschäftsbereich Services verzeichnete mit 77,4 Mio. c (Vorjahr: 74,9 Mio. c) einen Umsatzanteil von rund 64 % des Gesamtumsatzes, nach 60 % im Vorjahr. Der Umsatz legte damit um 2,5 Mio. c gegenüber dem Vorjahr zu. Berücksichtigt man die verkauften Bereiche GFT Systems GmbH, HV-Service und GFT Media, so ergibt sich auf vergleichbarer Basis ein Anstieg des Segmentumsatzes von

5,5 Mio. c oder 8 %. Positiv zum Umsatzwachstum des Segments Services trugen die Landesgesellschaften in Deutschland, Spanien und die neu gegründete Niederlassung der GFT AG in Frankreich bei. Der Umsatzanstieg wurde im Wesentlichen durch Kunden aus dem Finanzdienstleistungsbereich getragen.

Im Segment Resourcing belief sich der Umsatz im Berichtsjahr auf 38,0 Mio. c (Vorjahr: 44,2 Mio. c). Das entspricht einem Umsatzanteil von rund 31 % am Konzernumsatz nach 35 % im Vorjahr. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr belief sich dabei auf 6,2 Mio. c oder 14 %. Ursache hierfür ist ein Großkunde, der konsequent IT-Projekte mit ausgewählten strategischen Lieferanten durchführte und gleichzeitig den Einsatz nicht-strategischer IT-Lieferanten reduzierte. Hier zeigt sich der Vorteil unseres Geschäftsmodells, in dem sich ein verändertes Nachfrageverhalten auf Kundenseite nicht zwingend durch Umsatzverluste, sondern durch Umsatzverschiebungen innerhalb der Segmente ausdrückt. Auf das Ergebnis hatte diese Verschiebung tendenziell einen positiven Einfluss, weil die Margen im Bereich Services höher liegen als bei Resourcing.

Die Umsätze im Segment Software waren rückläufig: Nach 6,4 Mio. c im Vorjahr konnten im Berichtsjahr nur Umsätze in Höhe von 5,6 Mio. c erzielt werden, dies entspricht einem Rückgang von 13 %. Der relative Umsatzanteil von rund 5 % im Vorjahr konnte dabei konstant gehalten werden. Die Investitionen in Neuprodukte im Segment Software, insbesondere in die Produktlinie Business Process Management, lassen uns für das Jahr 2006 von steigenden Segmentumsätzen ausgehen.

Die dargestellte Verschiebung der Segmentumsätze vom Bereich Resourcing zu Services betraf im Wesentlichen die GFT AG, da das gesamte Segment Resourcing im Jahr 2005 Bestandteil der GFT AG war.

Umsatz nach Ländern

Die Umsatzverteilung nach Ländern hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Mit 81,4 Mio. c (Vorjahr: 84,4 Mio. c) erzielte der GFT Konzern im Jahr 2005 wieder rund 67 % des Gesamtumsatzes in Deutschland. Deutliche Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr konnten in Deutschland im Segment Services erzielt werden. Spanien verzeichnet erneut rund 10 % des Konzernumsatzes und die Schweiz nahezu 4 %. Großbritannien, das im Jahr 2005 nach einem außerordentlich guten Vorjahr 4 Prozentpunkte einbüßte, erwirtschaftete einen Umsatzanteil von 8 %. Hier war das Geschäft mit unserem größten lokalen Bestandskunden von internen Kostenreduktionsmaßnahmen geprägt. In diesem Zusammenhang kam es zu intensivierten Vertriebsaufwendungen. Durch diese Investition seitens GFT soll die Übernahme wieder größerer Umsatzanteile bei dem Bestandskunden gewährleistet und durch langfristige Verträge abgesichert werden. Für das Jahr 2006 erwarten wir in Großbritannien wieder anziehende Umsätze.

Die Umsätze in Brasilien, die wir erstmals gesondert ausweisen, haben einen Anteil von rund 4 % erreicht und beliefen sich im Berichtsjahr auf 4,6 Mio. c (Vorjahr: 0,9 Mio. c). Hier spiegelt sich das lokale Geschäft mit den brasilianischen Kunden wider, da im Geschäftsjahr 2005 noch keine brasilianischen Leistungen für europäische Kunden erbracht wurden. Dies wird im Jahr 2006

verstärkt der Fall sein und vor Ort durch unsere neue Gesellschaft in Brasilien ermöglicht.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt für uns das Geschäft mit Kunden aus anderen Ländern, darunter Frankreich, Italien, Österreich, Ungarn sowie den USA: Ihr Umsatzanteil belief sich im Jahr 2005 unverändert auf 7 %, worin Brasilien im Vorjahr noch enthalten war. Insbesondere in Frankreich kam es durch die neu gegründete Niederlassung der GFT AG zu einer positiven Umsatzentwicklung von 0,2 Mio. c im Vorjahr auf 0,8 Mio. c im Berichtsjahr. Hier konnten bereits im ersten vollen Jahr der Geschäftstätigkeit lokale Kunden in unseren Zielbranchen akquiriert werden, sodass wir auch in Zukunft von wachsenden Umsätzen ausgehen.

Die GFT AG erzielte ihre Umsätze nahezu ausschließlich im Inland.

Umsatz nach Branchen

Die Umsatzverteilung nach Branchen hat sich leicht zugunsten der Branchen verschoben, auf die wir uns im dominanten Segment Services verstärkt konzentrieren. Die kontinuierliche Veräußerung von Randaktivitäten verstärkt diesen Effekt. Rund 79 % des Gesamtumsatzes, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, erzielten wir mit Finanz- und Versicherungsunternehmen. Auf Post- und Logistikdienstleister entfielen 10 % statt bisher 8 %. Entsprechend abgenommen hat der Umsatzanteil mit Industriekunden, der rund 6 % nach 9 % im Vorjahr beträgt. Der Umsatzanteil unter Sonstige, der auch die Branchen Öffentlicher Sektor und Konsumgüter beinhaltet, ging von 6 % auf 5 % zurück.

In der GFT AG spiegelt sich exakt der gleiche Trend wider. Im Segment Services konnten wir in den Branchen Finanzund Postdienstleistungen deutliche Umsatzzuwächse realisieren, während die Umsätze in den Branchen Industrie und Sonstige zurückgingen. Im Sektor Finanzdienstleistungen trug die erfolgreiche Ausweitung unseres Nearshore-Produktionsmodells bei unseren Stammkunden wesentlich zum Umsatzanstieg bei. Der Abschluss von langfristigen Verträgen und die Stellung als strategischer Zulieferer wirkten sich hier positiv aus.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im GFT Konzern im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 Mio. c auf 4,3 Mio. c reduziert. Wie im Vorjahr betrifft die größte Einzelposition mit 1,5 Mio. c die Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: 2,6 Mio. c). Ebenfalls enthalten sind die Erträge aus dem Verkauf von GFT Media mit 0,7 Mio. c sowie von HV-Service mit 0,4 Mio. c.

In der GFT AG gingen die sonstigen betrieblichen Erträge von 6,5 Mio. c im Jahr 2004 auf 5,6 Mio. c im Berichtsjahr zurück. Die größte Einzelposition ist hier der Ertrag aus der Verwaltungskostenumlage zur Abgeltung konzernübergreifender Dienstleistungsfunktionen von 3,1 Mio. c (Vorjahr: 2,7 Mio. c). Die oben erwähnten Erträge aus dem Verkauf von GFT Media und HV-Service sind Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge der GFT AG.

Kostenstruktur

Das Verhältnis von Umsatz und Kosten konnte im Jahr 2005 weiter verbessert werden, was unter anderem auf die kontinuierlichen Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Während im Konzern der Umsatzrückgang zum Vorjahr 3,7 % betrug, gingen die Aufwandspositionen in Summe überproportional um 6,5 % oder 8,6 Mio. c zurück. Die wesentlichen Kostensenkungen betreffen die Aufwendungen für bezogene Leistungen (-3,5 Mio. c), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-3,2 Mio. c), sowie die Abschreibungen auf Firmenwerte und Sachanlagen (-2,9 Mio. c).

Auch in der GFT AG konnte trotz der Zunahme der Gesamtleistung um 5,3 % die Summe der Aufwandspositionen um 0,6 % oder 0,5 Mio. c reduziert werden.

Materialaufwand

Der Materialaufwand konnte im Konzern um 6,7 % auf 47,6 Mio. c im Jahr 2005 reduziert werden (Vorjahr: 51,0 Mio. c). Dies resultiert fast ausschließlich aus einem geringeren Einkauf von freiberuflichen Mitarbeitern für das Resourcing-Geschäft.

In der GFT AG kam es zu einem leichten Anstieg der Materialkosten um 0,6 % auf 51,3 Mio. c (Vorjahr: 51,0 Mio. c). Hier wurden die rückläufigen Zukäufe des Resourcing-Geschäfts kompensiert durch höhere interne Zukäufe aus Spanien zur Umsetzung des Nearshore-Modells mit unserem größten Bestandskunden.

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg im GFT Konzern bei leicht rückläufiger Mitarbeiterzahl um 1,9 % auf 57,4 Mio. c (Vorjahr: 56,4 Mio. c). Löhne und Gehälter stiegen dabei stärker als die sozialen Abgaben. Diese Entwicklung verdeutlicht den schrittweisen Lohnanpassungsprozess der Nearshore-Produktionszentren mit anhaltenden Lohnkostensteigerungen. Umso wichtiger bleibt es für die GFT Gruppe, auch weiterhin den Ausbau der kostengünstigen Offshore-Produktionskapazitäten voranzutreiben.

In der GFT AG stieg der Personalaufwand um 1,7 % auf 19,8 Mio. c (Vorjahr: 19,5 Mio. c). Dieser Anstieg ist die Folge unserer Konzentration auf hochwertige Vertriebs-, Beratungs- und IT- Architekturdienstleistungen im Inland.

Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen reduzierten sich im GFT Konzern deutlich um 70 % auf 1,3 Mio. c (Vorjahr: 4,2 Mio. c). Sie bezogen sich im Berichtsjahr fast ausschließlich auf Abschreibungen auf Sachanlagen. Während im Vorjahr noch 2,5 Mio. c Abschreibungen auf Firmenwerte beinhaltet waren, fielen im Jahr 2005 nach IFRS 3 und IAS 36 keine Firmenwertabschreibungen mehr an.

In der GFT AG reduzierten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ebenfalls von 0,8 Mio. c auf 0,5 Mio. c. Hierin sind wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Posten enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns gingen um 15 % auf 17,6 Mio. c zurück (Vorjahr: 20,8 Mio. c). Im Rahmen unseres konsequenten Sparkurses sanken die Betriebsaufwendungen um 0,6 Mio. c auf 5,6 Mio. c, die Vertriebsaufwendungen um 0,8 Mio. c auf 6,5 Mio. c und die Verwaltungsaufwendungen um 0,5 Mio. c auf 4,7 Mio. c.

Auch in der GFT AG konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert werden. Sie beliefen sich auf 9,5 Mio. c und lagen damit um 0,9 Mio. c unter dem Vorjahreswert von 10,4 Mio. c. Die wesentlichen Einsparungen resultierten aus geringeren Raumkosten sowie Rechts- und Beratungskosten.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis war im GFT Konzern mit 0,2 Mio. c leicht höher als im Vorjahr (0,16 Mio. c). Zinserträgen im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren von 0,8 Mio. c (Vorjahr: 0,5 Mio. c) standen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere von 0,5 Mio. c (Vorjahr: 0,3 Mio. c) gegenüber. Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um nicht realisierte Verluste von risikoarmen, festverzinslichen Wertpapieren.

Das Finanzergebnis der GFT AG erhöhte sich von 1,2 Mio. c auf 1,7 Mio. c. Die GFT AG konnte Zinserträge

Bilanzstruktur 2004 – 2005

Mio. c

von 0,7 Mio. c (Vorjahr: 0,4 Mio. c) und Erträge aus Beteiligungen von 1,5 Mio. c (Vorjahr: 1,7 Mio. c) erzielen. Dem gegenüber standen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapieren von 0,5 Mio. c (Vorjahr: 0,8 Mio. c).

Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern, die zentrale interne Steuerungsgröße des GFT Konzerns, verbesserte sich um 3,8 Mio. c. Es belief sich im Berichtsjahr auf 1,6 Mio. c nach -2,2 Mio. c im Vorjahr. Die Umsatzrentabilität des Vorsteuerergebnisses betrug 1,3 % gegenüber -1,7 %. Wie im Vorjahr verbesserte sich das Ergebnis im Jahresverlauf. Während in der ersten Jahreshälfte ein Ergebnis vor Steuern von 0,2 Mio. c erzielt wurde, belief sich dieses in der zweiten Jahreshälfte auf 1,4 Mio. c. Wie geplant konnte in allen Quartalen ein positives Vorsteuerergebnis erwirtschaftet werden.

Die Verbesserung des operativen Ergebnisses ist auf die deutlich verbesserte Ertragslage des Segments Services zurückzuführen. Das Segmentergebnis betrug 3,0 Mio. c nach -1,5 Mio. c im Vorjahr. Dazu haben im Wesentlichen die Bereiche Financial Services in Deutschland, Spanien und Brasilien sowie Post und Logistik in Deutschland und Großbritannien beigetragen. Hier konnten erfolgreiche und profitable Großprojekte abgewickelt werden. Wir gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung durch lang laufende Verträge im Jahr 2006 fortsetzen wird. In Frankreich mussten Anlaufinvestitionen verkraftet werden. Der deutliche Umsatzzuwachs im ersten Jahr der operativen Geschäftstätigkeit lässt uns für das Jahr 2006 jedoch von einem positiven Ergebnis ausgehen. Operativ negativ waren die Gesellschaften in der Schweiz, in Österreich und in Ungarn. In der Schweiz verlängerte sich die Laufzeit der Verlustprojekte, sodass zum Jahresende projektbezogene Rückstellungen nicht im vorgesehenen Umfang aufgelöst werden konnten. In Österreich und Ungarn verursachten sinkende Preise sowie eine geringere Auslastung einen operativen Verlust. Der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften in Österreich und Ungarn ist im ersten Quartal des Jahres 2006 aus dem GFT Konzern ausgeschieden.

Im Segment Software verschlechterte sich das Segmentergebnis von -0,5 Mio. c auf -0,7 Mio. c. Dies ist einerseits bedingt durch niedrigere Segmentumsätze im Vergleich zum Vorjahr, andererseits spiegeln sich darin die kontinuierlichen Investitionen in die Neuproduktentwicklung wider. Das negative Segmentergebnis ist im Wesentlichen beeinflusst durch das negative operative Ergebnis der GFT Solutions GmbH.

Der positive Ergebnisbeitrag des Segments Resourcing sank von 2,3 Mio. c auf 0,7 Mio. c im Berichtsjahr. Dieser Rückgang resultiert aus niedrigeren Umsätzen und Margen bei unseren Großkunden, dem wir durch einen gezielten Ausbau des Neukundengeschäfts entgegen wirken. Der Ausbau des Neukundengeschäfts verzögerte sich im Berichtsjahr durch Verhandlungen, die länger als erwartet andauerten. Wir gehen davon aus, dass sich die Anlaufinvestitionen in das Neukundengeschäft dieses Segments im laufenden Geschäftsjahr auszahlen.

Auch die GFT AG konnte die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 2,8 Mio. c nach -1,1 Mio. c im Vorjahr. Während das operative Geschäft vor allem in der ersten Jahreshälfte noch belastet war durch Überzüge bei Festpreisprojekten sowie durch niedrigere Umsätze als geplant, entwickelten sich die Bereiche Financial Services, Post und Logistik in der zweiten Jahreshälfte positiv. Die Business Unit Industries war ganzjährig durch rückläufige Umsätze sowie durch einen negativen operativen Ergebnisbeitrag gekennzeichnet.

Positiv wirkten sich im Bereich der Holdingfunktionen der GFT AG die Dividende der GFT Iberia Solutions S.A. in Höhe von 1,5 Mio. c aus. Im Vorjahr betrugen die Erträge aus den Beteiligungen von verbundenen Unternehmen noch 1,7 Mio. c. Ebenfalls positiv wirkten sich die Erträge aus den verkauften Bereichen HV-Service und GFT Media auf das Holdingergebnis aus. Hingegen belasteten Forderungsverzichte gegenüber der GFT Technologies (Schweiz) AG, der GFT Solutions GmbH sowie der GFT Technologies GmbH (Wien) das Ergebnis der GFT AG mit 1,5 Mio. c (Vorjahr: 0,3 Mio. c).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich im GFT Konzern im Berichtsjahr auf 0,5 Mio. c (Vorjahr: 1,7 Mio. c). Die Steuerquote betrug im GFT Konzern 33 %. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 4,9 Mio. c auf 1,1 Mio. c (Vorjahr: -3,8 Mio. c).

In der GFT AG belief sich der Jahresüberschuss auf 2,8 Mio. c nach -1,2 Mio. c im Vorjahr.

5 Finanzlage

Finanzlage des Konzerns

Die Finanzlage des GFT Konzerns ist unverändert sehr stabil. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2005 auf 20,7 Mio. c nach 20,5 Mio. c zum Vorjahreszeitpunkt. Zusammen mit den Wertpapieren standen dem Konzern 28,6 Mio. c liquide Mittel zur Verfügung. Dem standen keine wesentlichen kurz- oder langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug -0,8 Mio. c nach -3,9 Mio. c im Vorjahr. Die Verbesserung beruht insbesondere auf dem positiven Ergebnis sowie dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten. Negativ wirkten sich die Inanspruchnahme von längeren Zahlungszielen von Kunden in Großbritannien, Spanien sowie Deutschland aus, die zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf 1,0 Mio. c im Vergleich zu -8,1 Mio. c im Vorjahr. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen lagen mit 0,8 Mio. c leicht über dem Vorjahresniveau (0,7 Mio. c). Im Berichtsjahr wurden mehr Wertpapiere in Zahlungsmittel umgewandelt, sodass sich ein positiver Saldo aus den Finanzmittelanlagen in Höhe von 2,0 Mio. c ergab (Vorjahr: -7,6 Mio. c).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war unwesentlich und betrug im Konzern -0,01 Mio. c (Vorjahr: -0,3 Mio. c).

Finanzlage der GFT AG

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten der GFT AG beliefen sich zum 31. Dezember 2005 auf 16,2 Mio. c und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 17,3 Mio. c. Trotz eines positiven Periodenergebnisses war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit -2,7 Mio. c negativ (Vorjahr: -2,0 Mio. c). Wie im Konzern kam es auch in der GFT AG zu einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mio. c auf 6,8 Mio. c (Vorjahr: 4,4 Mio. c). Zum Vorjahreszeitpunkt verfügte die GFT AG zusätzlich über außergewöhnlich hohe Anzahlungen von Kunden in Höhe von 5,8 Mio. c. Diese lagen zum Ende des Berichtsjahres um 3,9 Mio. c niedriger und betrugen 1,9 Mio. c.

Beim Cashflow aus Investitionstätigkeit ergibt sich ein ähnliches Bild wie im Konzern: Während die Investitionen in das Sachanlagevermögen leicht über dem Vorjahresniveau lagen (0,4 Mio. c, im Vorjahr 0,3 Mio. c), ergab sich ein positiver Saldo aus den Finanzmittelanlagen, sodass der Cashflow aus Investitionstätigkeit 1,6 Mio. c betrug (Vorjahr: -8,8 Mio. c).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 0,02 Mio. c (Vorjahr: -0,01 Mio. c).

Sowohl der GFT Konzern als auch die GFT AG waren jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

6 Vermögenslage

Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme des GFT Konzerns wuchs um 2,5 Mio. c auf 78,4 Mio. c. Dieser Anstieg ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 0,9 Mio. c auf 24,1 Mio. c (Vorjahr: 25,0 Mio. c). Dies resultierte einerseits aus um 0,3 Mio. c geringeren Sachanlagen. Andererseits wurden die latenten Steueransprüche durch Inanspruchnahme der Verlustvorträge um 0,7 Mio. c reduziert. Die Geschäfts- und Firmenwerte belaufen sich auf nahezu unverändert 15,3 Mio. c. Gemäß IFRS 3 werden die Geschäfts- und Firmenwerte erstmals im Berichtsjahr nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen.

Der Zuwachs der kurzfristigen Vermögensgegenstände resultierte im Wesentlichen aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich zum Bilanzstichtag auf 22,6 Mio. c (Vorjahr: 17,7 Mio. c) beliefen. Auch die sonstigen Vermögenswerte stiegen unter anderem durch höhere Umsatzsteuer- und sonstige Steuererstattungsansprüche sowie Forderungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von GFT Media um 1,4 Mio. c auf 2,2 Mio. c an. Dem gegenüber steht ein Rückgang des Bestands an Wertpapieren um 2,2 Mio. c auf 8,0 Mio. c.

Der Anstieg des Eigenkapitals von 43,1 Mio. c auf 44,5 Mio. c ist einerseits auf den Jahresüberschuss (1,1 Mio. c), andererseits auf die Marktbewertung der Wertpapiere (0,2 Mio. c) zurückzuführen. Erstmals im Berichtsjahr werden gemäß IAS 39 die Zeitwertveränderungen der "zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere" nicht mehr erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, sondern erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt. Die Eigenkapitalquote belief sich unverändert auf 57 %.

Die langfristigen Schulden sind von 3,8 Mio. c um 0,3 Mio. c auf 4,1 Mio. c gestiegen. Der wesentliche Einflussfaktor war eine erhaltene langfristige Anzahlung eines Kunden in der Höhe von 1,3 Mio. c. Die kurzfristigen Schulden stiegen von 29,0 Mio. c auf 29,8 Mio. c.

Die solide Bilanzstruktur des GFT Konzerns wird zusätzlich durch einen hohen Anlagedeckungsgrad belegt: Die langfristigen Vermögenswerte von 24,1 Mio. c (Vorjahr: 25,0 Mio. c) werden zu 184 % durch Eigenkapital gedeckt, im Vorjahr belief sich diese Kennzahl auf 172 %.

Vermögenslage der GFT AG

Im Gegensatz zum GFT Konzern war die Bilanzsumme der GFT AG rückläufig. Sie sank von 48,5 Mio. c um 1,9 Mio. c auf 46,6 Mio. c.

Auf der Aktivseite resultierte dies vor allem aus einer Reduktion des Umlaufvermögens. Hier war der Rückgang an unfertigen Leistungen, an Wertpapieren sowie des Kassenbestands höher als der Anstieg an Forderungen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit 16,2 Mio. c wie im Vorjahr die größten Aktivposten.

Das Anlagevermögen verringerte sich unwesentlich von 10,4 Mio. c auf 10,3 Mio. c, vor allem durch einen geringeren Bestand an Sachanlagen. Anteile an verbundenen Unternehmen bestanden wie im Vorjahr in Höhe von 9,1 Mio. c.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich deutlich von 47 % auf 55 %. Der Anstieg des Eigenkapitals um 2,8 Mio. c entsprach dem Jahresüberschuss, zum Bilanzstichtag betrug es 25,4 Mio. c (Vorjahr: 22,6 Mio. c).

Die Rückstellungen gingen im Wesentlichen durch den Verbrauch von sonstigen Rückstellungen um 0,3 Mio. c auf 6,9 Mio. c (Vorjahr: 7,2 Mio. c) zurück.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 4,4 Mio. c auf 14,2 Mio. c (Vorjahr: 18,6 Mio. c). Hier wirkten sich geringere erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

7 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2005 beschäftigte die GFT Gruppe 981 Mitarbeiter, 58 weniger als zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Durch den Verkauf der beiden Bereiche HV-Service und GFT Media verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2005 um 25 Mitarbeiter. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

erhöhte sich mit 1.010 gegenüber dem Vorjahr mit 952. Der Anteil der Mitarbeiter, der zum Jahresende 2005 außerhalb Deutschlands tätig war, stieg von 70 % auf 72 %.

Zum Jahresende 2005 waren in der GFT AG 212 Mitarbeiter fest angestellt, 34 weniger als zum Vorjahresstichtag.

8 Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr haben wir konzernweit 5,4 Mio. c (Vorjahr: 5,8 Mio. c) in Forschung und Entwicklung investiert. Damit ist der Anteil am Umsatz bei 4,5 % nahezu konstant geblieben. Den überwiegenden Teil dieser Investitionen machen Personalkosten aus.

Den Schwerpunkt haben wir im ersten Halbjahr auf Prozessinnovationen gelegt. Konkret haben wir unsere Vorgehensweise bei der Software- und Systementwicklung nach dem international anerkannten Standard CMMI (Capability Maturity Model Integration) fortentwickelt. Anhand der CMMI-Methodik haben wir Prozesse zur Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten sowie zur Sicherung der Prozessqualität definiert und unsere Mitarbeiter dahingehend geschult. Das unabhängige Software Engineering Institute (SEI) hat uns bestätigt, dass unsere Produktionseinheiten die anspruchvollen Qualitätsanforderungen der CMMI-Stufe 2 erfüllen. Seit dem 22. April 2005 sind wir in Deutschland und seit dem 24. Juni 2005 in England und in Spanien nach CMMI-Stufe 2 zertifiziert.

Darüber hinaus haben wir die Entwicklung unserer Softwareproduktfamilie rund um dokumenten- und prozessbasierte Arbeitsabläufe unter markt- und kundenorientierten Gesichtspunkten kontinuierlich vorangetrieben.

Unser Fokus lag auch auf der Entwicklung interner Anwendungen, die uns helfen sollen, unser Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Dazu zählen der Aufbau einer E-Learning-Plattform sowie einer Kollaborationsplattform, die wir auch für Online-Schulungen von Kunden einsetzen.

Wir nutzen sowohl interne als auch externe Kompetenzen, um Innovationen voranzutreiben, um unser Produktund Dienstleistungsportfolio auszubauen und um neue Märkte und Anwendungen zu erschließen. Deshalb investieren wir in Partnerschaften mit ausgewählten Technologieanbietern, Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

9 Risikobericht

GFT sieht sich als international agierender IT-Dienstleister einer Reihe von unternehmerischen Chancen und Risiken gegenüber. Unser unternehmerisches Handeln basiert auf dem Grundsatz, Chancen frühzeitig zu erkennen, sich daraus ergebende Risiken abzuwägen und mit der Unternehmensstrategie abzugleichen. Wir analysieren Chancen gründlich und nehmen diese nur wahr, wenn sie in Einklang mit unserer Unternehmensstrategie stehen, einen überwiegenden Nutzen für den Konzern erwarten lassen und der Unternehmenswert gesteigert werden kann. Mögliche negative Auswirkungen der Chancen müssen dabei beherrschbar bleiben, sodass eine Bestandsgefährdung unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden kann.

Das Risikomanagementsystem ist daher ein fester Bestandteil der Unternehmensführung und als solcher in alle relevanten Entscheidungsprozesse integriert.

9.1 Risikomanagement bei GFT

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu minimieren. Das Risikomanagementsystem des GFT Konzerns ermöglicht

es, systematisch und effizient mit Risiken umzugehen. Die direkte Verantwortung, Risiken zu erkennen und zu steuern liegt bei den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften sowie bei den Prozess- und Projektverantwortlichen. Diese machen ihre Mitarbeiter mit dem Risikomanagementsystem vertraut, das als Risikomanagement-Leitfaden ausführlich formuliert für alle Mitarbeiter des Konzerns zugänglich ist. Wir legen großen Wert darauf, dass jeder Einzelne dazu beiträgt, Chancen und Risiken zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Unser Risikomanagementsystem umfasst Planungs-, Informations- und Steuerungsprozesse sowie Kontrollverfahren. Risiken werden folglich regelmäßig überprüft und bewertet. Dies basiert auf einem hierarchieübergreifenden Berichtswesen mit definiertem Ablauf. Parallel werden periodische Analysen und Berichte zur wirtschaftlichen Situation des GFT Konzerns erstellt. Regelmäßige Besprechungen der GFT Gremien stellen einen optimalen Informationsaustausch zwischen operativen und zentralen Bereichen über alle Ebenen und Länder hinweg sicher. Ändert sich unsere Einschätzung einer Risikosituation, greifen festgelegte Prozesse, um schnellstmöglich geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Sollten Risiken plötzlich auftreten, steht der Risk Coordinator für alle Mitarbeiter als Anlaufstelle zur Verfügung. Er ist jederzeit erreichbar, bestens mit dem Risikomanagementprozess vertraut und kann entsprechend interagieren.

Wir haben in allen Konzerngesellschaften einheitliche Risikogruppen definiert und unterscheiden zwischen externen, betrieblichen, finanzwirtschaftlichen und organisatorischen Risiken. Externe Risiken können aus dem wirtschaftlichen Umfeld, der Branchenentwicklung, der Wettbewerbssituation, dem technologischen Fortschritt sowie dem Kapitalmarkt resultieren. Der GFT Vorstand und der Lenkungsausschuss Risikomanagement überwachen diese. In ihrer Aufgabe werden sie vom Konzerncontrolling, dem Team Investor Relations und den verantwortlichen Mitarbeitern für Vertrieb und Produktion unterstützt. Die Realisierung von Softwareprojekten kann betriebliche Risiken bergen. GFT hat eine konzernweit gültige "Software Development Policy" formuliert und implementiert. Diese ist für alle Projektmanager verbindlich und definiert die organisatorischen Anforderungen an den Ablauf von IT-Projekten. In den monatlich stattfindenden Treffen des "Financial Councils" werden die relevanten finanzwirtschaftlichen Steuerungsparameter wie Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung geplant, analysiert und bewertet. Die organisatorischen Risiken umfassen die Wagnisse in den Bereichen Personal, Informationstechnologie und allgemeine Organisation. Sie werden von den zuständigen Bereichsleitern überwacht und gesteuert.

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung werden der Aufbau und die Funktion des Risikofrüherkennungssystems geprüft. Die interne Revision führt Audits von einzelnen Konzerngesellschaften und Projekten sowie Sonderprüfungen durch. Die gewonnenen Erkenntnisse dieser beiden Kontrollinstanzen lassen wir in das Risikomanagementsystem einfließen, um es kontinuierlich zu verbessern.

9.2 Geschäftsrisiken

Das Geschäftsumfeld von GFT wird sowohl durch die konjunkturellen Rahmenbedingungen als auch durch die Marktbedingungen der Informationstechnologiebranche beeinflusst. Bestehen Unsicherheiten im wirtschaftlichen und politischen Umfeld, so kann das die Investitionsbereitschaft in IT-Dienstleistungen und Softwareprodukte beeinträchtigen und unsere Prognosen erschweren. Der IT-Markt ist darüber hinaus wettbewerbsintensiv, vor allem hinsichtlich Preisbildung und Servicequalität. Da sich die Informationstechnologie rasant weiterentwickelt, müssen wir den Markt intensiv beobachten und

fortwährend innovative Lösungen entwickeln, um Bedürfnisse unserer Kunden vorausschauend berücksichtigen zu können.

Da die Risikostruktur in den drei Hauptgeschäftsaktivitäten von GFT – Services, Software und Resourcing – je nach Leistungsspektrum unterschiedlich ist, betrachten wir die Risiken der zukünftigen Entwicklung für jedes unserer Segmente getrennt.

9.2.1 Services

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Für das Jahr 2006 sagen die Experten des Branchenverbands EITO (European Information Technology Observation) ein gesundes Wachstum für den IT-Dienstleistungsmarkt voraus. In Deutschland wird eine Wachstumsrate von 4,5 % erwartet, in Europa sogar von 5,4 %. Wir gehen davon aus, dass die IT-Ausgaben in der Finanzdienstleistungsbranche, auf die wir uns im Segment Services besonders konzentrieren, höher als der Durchschnitt liegen. Sollte es uns nicht gelingen, dieses Potenzial konsequent auszuschöpfen, könnte dies die Umsatzund Ergebnisentwicklung des GFT Konzerns oder einzelner Tochtergesellschaften negativ beeinflussen. Mit unserer Strategie, die sowohl auf brachenspezifische als auch auf technologische Kompetenzen fokussiert ist, sind wir einerseits flexibel genug, um diese Chancen konsequent zu nutzen und andererseits breit genug aufgestellt, um auf konjunkturelle Schwankungen und kurzfristige technologische Trends zu reagieren.

GFT ist im Segment Services mit starken nationalen und internationalen Wettbewerbern konfrontiert, von denen einige größer sind und über umfangreiche Entwicklungsressourcen, etwa in Indien, verfügen. Enge und langjährige Kundenbeziehungen mit unseren großen Kunden in Kombination mit der Erfahrung aus der erfolgreichen Umsetzung von komplexen IT-Projekten in unseren Zielbranchen sind für uns eine solide Basis, wenn es um die Akquisition von neuen Projekten geht. Unser internationaler Produktionsverbund, den wir kontinuierlich ausbauen, verschafft unseren Kunden Kostenvorteile. Durch die Möglichkeit zwischen Onshore-, Nearshore-, und Offshore-Entwicklung zu wählen, können wir unser Projektangebot genau auf die Kundenbedürfnisse abstimmen. Einen erheblichen Anteil unserer Umsatzerlöse generieren wir aus unserer großen Bestandskundenbasis, deren IT-Umgebung wir über die Jahre hinweg sehr gut kennen gelernt haben. Diese Umsätze haben wir teilweise auch mit langfristigen Verträgen abgesichert.

Projektrisiken

Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Segments Services am Gesamtumsatz der GFT Gruppe hängt unsere Ertragslage im Wesentlichen von der Fähigkeit ab, IT-Projekte zu den vereinbarten Budget- und Terminkonditionen mit hoher Qualität umzusetzen. In der IT-Branche werden große und komplexe Projekte häufig anhand einer wettbewerbsintensiven Angebotsphase vergeben. Die in Festpreisverträgen erzielbaren Ergebnismargen können während der Laufzeit aufgrund von unerwarteten technischen Problemen oder unvorhersehbaren Entwicklungen von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Aus den vertraglichen Zusicherungen in Bezug auf Preis, Fertigstellungszeitpunkt und Leistungsumfang können sich finanzielle Risiken ergeben. Um dem vorzubeugen, hat GFT detaillierte und verbindliche Vorgaben für die Angebotserstellung sowie das Projekt- und Qualitätsmanagement erarbeitet. Dabei gehen wir nach dem international anerkannten Prozessmodell Capability Maturity Model Integration (CMMI) vor. Die Einführung von CMMI hat gezeigt, dass diese Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, tech- nische Probleme sowie Budget- und Terminüberschreitungen wesentlich zu reduzieren.

Abhängigkeit von Großkunden

Im Berichtsjahr wurde das Umsatzwachstum im Bereich Services wesentlich durch den größten Kunden Deutsche Bank getragen. Der Umsatz mit diesem Kunden, der im Jahr 2005 um 7 % gesteigert werden konnte, belief sich im Segment Services auf 48 %. Eine zurückhaltende Nachfrage der Deutschen Bank könnte sich negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Langfristige Verträge, eine intensive Kundenbetreuung auf Vorstandsebene sowie ein gezieltes Account Management sichern diese hohen Umsatzanteile und die damit verbundenen Zahlungsstromschwankungen ab. Durch ein im November 2005 gewonnenes Großprojekt, das GFT in den nächsten beiden Jahren für einen führenden brasilianischen Finanzdienstleister realisiert, wird sich der Umsatzanteil der Deutschen Bank am Gesamtumsatz im Bereich Services sichtbar reduzieren.

9.2.2 Software

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Für den Software-Markt in Deutschland erwarten die EITO-Experten ein Wachstum von rund 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. Unsere Tochtergesellschaft GFT Solutions GmbH ist mit GFT hyparchiv, einer der ersten elektronischen Archivlösungen, bereits seit 1989 als erfahrener Anbieter am Markt, sie befindet sich jedoch in einem harten Wettbewerb mit einer Reihe von größeren und kleineren Anbietern. Die hohe Anzahl der erfolgreichen Installationen in den verschiedensten Branchen sehen

wir als Gradmesser sowohl für unsere Erfahrung und Zuverlässigkeit als auch für das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden. Dabei handelt es sich um ein ausgereiftes Produkt, das kontinuierliche Funktionserweiterungen und Modernisierung erfordert. Dazu nutzen wir unsere Entwicklungskapazitäten in Indien und sind so in der Lage, die Produktfamilie um GFT hyparchiv zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten. Wachstumspotenzial für elektronische Archivierung und Dokumentenmanagement sehen wir neben Deutschland vor allem in der Schweiz und in Osteuropa.

Mit GFT inspire hat die GFT Solutions GmbH im vergangenen Jahr verstärkt in ein neues Produkt im Bereich Business Process Management investiert, dem eine leistungsstarke Plattform zur vollständigen Automatisierung von standardisierten Geschäftsprozessen zugrunde liegt. Auf den hervorragenden Marktpotenzialen dieses Produkts gründet unsere optimistische Einschätzung für das Wachstum des gesamten Geschäftsfelds. Hier muss sich zeigen, inwieweit sich GFT inspire in der Praxis bewährt und ob wir in der Lage sind, die Marktpotenziale auszuschöpfen. Die Erfahrungen aus den ersten Installationen und Projekten stimmen uns zuversichtlich.

Bei der Risikobewertung des Segments Software ist zu berücksichtigen, dass der Umsatzanteil dieses Segments lediglich 5 % am Gesamtumsatz der GFT Gruppe beträgt. Ferner dienen die Softwareprodukte häufig auch als Türöffner für produktnahe Projekte im Segment Services.

9.2.3 Resourcing

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Was die Wachstumspotenziale im Segment Resourcing betreffen, so gehen wir davon aus, dass sich der Trend zur Konsolidierung der IT-Lieferanten bei großen Unternehmen fortsetzen und eventuell sogar noch verstärken wird. Immer mehr Großunternehmen legen Wert auf vereinheitlichte und gleichzeitig verschlankte Prozesse und betrachten das Einkaufsmanagement der nicht-strategischen Dienstleister nicht als Kernfunktion des Unternehmens. Eine steigende Nachfrage nach Third-Party-Management-Lösungen ist spürbar. Auch das Marktumfeld für das Resourcing von externen IT-Spezialisten ist derzeit freundlich. Insbesondere vor dem Hintergrund einer weiterhin moderat wachsenden Gesamtwirtschaft begegnen Unternehmen Personalengpässen zunächst, indem sie Stellen mit flexibel einsetzbaren externen Spezialisten besetzen, bevor sie eigene Mitarbeiter einstellen. Sollte es GFT nicht gelingen, von diesem günstigen Marktumfeld zu profitieren, könnte dies die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der GFT Gruppe beeinträchtigen. Da GFT mit externen IT-Dienstleistern keine Anstellungsverträge, sondern nur für die Dauer des vom Kunden beauftragten Einsatzes befristete Verträge abschließt, ist selbst bei sinkender Nachfrage eine schnelle und flexible Reaktion auf die geänderten Rahmenbedingungen möglich. Durch die Übernahme des Geschäftsbereichs Resourcing Solutions der Parity Group in Deutschland und Frankreich im Januar 2006 wird GFT wesentliche Marktanteile gewinnen: In Deutschland zählt GFT nun zu den führenden Anbietern für Third-Party- und Resource-Management.

Abhängigkeit von Großkunden

Wie im Segment Services weist GFT auch im Bereich Resourcing eine sehr homogene Kundenstruktur auf. Größter Kunde ist auch hier die Deutsche Bank mit einem Umsatzanteil von rund 82 % des Konzernumsatzes im Jahr 2005. Ein drastischer Nachfragerückgang an externen IT-Spezialisten seitens der Deutschen Bank würde sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis der gesamten GFT Gruppe auswirken. Mit dem Zukauf des Geschäftsbereichs Resourcing Solutions der Parity Group in Deutschland und Frankreich hat sich die Kundenstruktur im Segment Resourcing insgesamt deutlich verbreitert. Die Abhängigkeit vom Großkunden Deutsche Bank reduziert sich dadurch wesentlich. Darüber hinaus konnten wir im Verlauf des Jahres 2005 sowie in den vergangenen Monaten weitere Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche mit nennenswertem Umsatz- und Ergebnispotenzial hinzugewinnen.

Integrationsrisiko

Wenn es GFT nicht gelingt, die im Januar 2006 erworbenen Parity-Gesellschaften rasch in das Segment Resourcing einzugliedern und die vorhandenen Synergiepotenziale zu nutzen, könnte dies die Umsatz- und Ergebnissituation des Segments beeinträchtigen. Zur Steuerung und Kontrolle des Integrationsprozesses hat der Vorstand einen Lenkungsausschuss gebildet, der wöchentlich den Fortschritt der Integrationsaktivitäten anhand eines detaillierten Projektplanes prüft.

9.3 Personelle Risiken

Für GFT als internationalen IT-Dienstleister sind das Wissen, die Leistungsbereitschaft und die Flexibilität der Mitarbeiter entscheidende Erfolgsfaktoren. Durch Fluktuation könnte GFT kostbares Wissen und Erfahrungswerte verlieren und Vorteile am Markt einbüßen. Als Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung haben wir attraktive Vergütungssysteme sowie bedarfsgerechte Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme etabliert. Damit wollen wir eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter erreichen.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten oder Insiderinformationen zu tun haben, verpflichten sich schriftlich, damit verantwortungsvoll umzugehen und die gesetzlichen und internen Vorschriften einzuhalten.

9.4 Technologische Risiken

Das Geschäft von GFT in den Segmenten Services und Software ist einer rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung unterworfen. Um unsere Position als Technologie- und Innovationsführer nicht zu gefährden, dürfen wir maßgebliche Trends nicht versäumen. Dem vorzubeugen widmet sich eine eigene Abteilung, die Technology Group. Sie beobachtet den Markt, analysiert und bewertet technologische Trends. Darüber hinaus führt sie regelmäßig Technologie-Audits im gesamten Konzern durch und sorgt dafür, dass einheitliche Technologiestandards etabliert werden.

Risiken im Hinblick auf die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Effizienz unserer IT-Systeme begegnen wir durch laufende Überwachung und Anpassungsmaßnahmen. Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen gewährleisten Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit unserer Daten und IT-Systeme. Unberechtigter Zugriff und wesentlicher Datenverlust wird hierdurch nahezu ausgeschlossen. Hierzu zählen ein umfangreiches Sicherheitskonzept, eine Notfallplanung aber auch technische Schutzmaßnahmen wie Datensicherungen, Zugangsschutz, Netzwerküberwachung, der Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen. Qualifizierte interne Experten sind für die Wartung und Optimierung unserer IT-Infrastruktur verantwortlich.

9.5 Finanz- und Währungsrisiken

Das Risikomanagementsystem umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen große Finanzdienstleister, sodass sich die Ausfallrisiken auf Großkunden konzentrieren, jedoch als gering eingeschätzt werden. Die offenen und überfälligen Forderungen von Großkunden werden monatlich an den Finanzvorstand und die entsprechenden Kunden berichtet.

Unser operatives Geschäft ist mit Zins-, Währungs- und Liquiditätsrisiken verbunden, denen wir durch ein aktives Treasury-Management begegnen. Rund 5 % unseres Geschäfts werden in Fremdwährung fakturiert, wobei wir den Bedarf an Währungsabsicherung individuell prüfen. Im Jahr 2005 wurden solche Maßnahmen nicht angewendet. Fremdwährungseffekte, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ergeben und nicht zahlungswirksam sind, sichern wir grundsätzlich nicht ab. Das Zins- und Liquiditätsmanagement, das mittel- und langfristig ausgerichtet ist, steuern wir zentral. Um unsere variabel verzinsten Geldanlagen gegen negative Zinsentwicklungen abzusichern, nutzen wir in Einzelfällen derivative Zinsinstrumente, die vom Vorstand freizugeben sind. Zum Jahresende verfügt GFT über einen Zins-Swap.

9.6 Rechtliche Risiken

Im Zuge ihrer Geschäftstätigkeit geht GFT Haftungsrisiken ein, insbesondere aufgrund von Gewährleistungen. Bedingen Projekte Abweichungen bzw. individuelle Anpassungen von Standardverträgen, müssen diese von unserer Rechtsabteilung freigegeben werden. Soweit der Kunde eigene Verträge vorlegt, werden diese von unserer Rechtsabteilung überprüft und verhandelt.

9.7 Gesamtrisikoeinschätzung

Die Risikolage des GFT Konzerns ist stabil. Die identifizierten Risiken sind überschaubar und gefährden den Fortbestand des Unternehmens nicht. Risiken, die in der Zukunft eine Bestandsgefährdung des Unternehmens darstellen könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

10 Nachtragsbericht

GFT hat zum 31. Januar 2006 den operativen Geschäftsbereich Resourcing Solutions von Parity Group plc. in Deutschland und Frankreich erworben. Es handelt sich um fünf Gesellschaften, die zusammen 40 Mitarbeiter beschäftigen und im Jahr 2005 mit einem soliden Kundenstamm einen Umsatz von 43 Mio. c erzielt haben. Damit bauen wir das bestehende Segment Resourcing aus und beschleunigen den Aufbau unseres Geschäfts in Frankreich.

Am 10. Februar 2006 erwarb die GFT AG sämtliche Geschäftsanteile an der noch nicht operativ tätigen GFT Business Development GmbH, Eschborn, zur Abwicklung zukünftiger Auslandsaktivitäten.

Im Februar 2006 veränderte sich die Eigentümerstruktur der GFT AG. Im Zuge einer Umplatzierung reduzierte die Deutsche Bank ihre Anteile an GFT auf unter 5 %. Dies nutzte die KST Beteiligungs AG, die nun 7,06 % an GFT hält, zum Einstieg. Weitere Anteile wurden von internationalen institutionellen Investoren erworben. Der Streubesitz der GFT AG hat sich auf 57,23 % erhöht.

11 Prognosebericht

Das Konjunkturbarometer zeigt weiter nach oben, darin sind sich führende Experten einig. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich das bisher relativ hohe Wachstumstempo durch weiter steigende Ölpreise und mögliche Zinserhöhungen etwas verlangsamt. In Europa dürfte eine moderate Beschleunigung des Wachstums gelingen. Vieles spricht dafür, dass auch Deutschland und die anderen Absatzmärkte von GFT von dieser Dynamik profitieren werden.

Für den europäischen IT-Markt stützen wir uns auf Prognosen der Branchenverbände BITKOM und EITO. Diese erwarten für das Jahr 2006 bei den markttreibenden Segmenten IT-Dienstleistungen und Software einen Zuwachs von 5,4 % bzw. 5,0 %. Unsere Chancen bestehen insbesondere darin, durch die Spezialisierung auf wachstumsstarke Branchen überdurchschnittlich von dieser Entwicklung zu profitieren.

Im Segment Services planen wir ein organisches Umsatzwachstum von 10 %. In den Segmenten Resourcing und Software sind jeweils 20 % geplant. Zusätzlich werden die von Parity übernommenen Gesellschaften ab Februar 2006 zum Umsatz der GFT Gruppe beitragen. Insgesamt streben wir im Jahr 2006 einen Umsatz in Höhe von rund 170 Mio. c an. Es ist davon auszugehen, dass die Umsätze über die Quartale hinweg kontinuierlich ansteigen werden.

Das bewährte Kostenmanagement führen wir uneingeschränkt fort. Dies lässt erwarten, dass die Gewinne deutlich ansteigen werden. Insbesondere in den personalintensiven Segmenten Services und Software werden sich anziehende Umsätze erfreulich im Ergebnis niederschlagen. Einschließlich der neuen Unternehmenseinheiten im Segment Resourcing gehen wir für das Jahr 2006 von einer operativen Marge von mindestens 3 % vor Steuern aus. Nach unseren Planungen wird das Ergebnis von Quartal zu Quartal ansteigen.

Im Geschäftsjahr 2006 wollen wir im Segment Services die Fokussierung auf die Branchen Finanzdienstleister, Versicherungen, Post und Logistik weiter intensivieren. Dabei ziehen wir auch gezielte strategische Ergänzungen, die unser Leistungs- und Kundenportfolio stärken, in Erwägung.

Das Segment Software wird im Jahr 2006 wesentliche Teile der Produktentwicklung von unserem indischen Produktionsstandort beziehen. Die Mitarbeiter in Deutschland setzen wir fokussiert im Vertrieb, sowie in der Beratung und der Systemimplementierung bei unseren Kunden ein.

Im Segment Resourcing nutzen wir im Rahmen der Integration der neu hinzugekommenen Gesellschaften die bestehenden Cross-Selling-Potenziale und setzen auf gezieltes Umsatzwachstum. Dabei wollen wir an den aktuell attraktiven Wachstumsraten bei der Vermittlung freiberuflicher IT-Spezialisten überproportional partizipieren.

Bei steigenden Umsätzen und Margen ist unsere Strategie darauf ausgerichtet, die Wachstumspotenziale der kommenden Jahre gezielt zu adressieren. Darüber hinaus wollen wir unser erweitertes Dienstleistungsportfolio sowohl international als auch in Deutschland verstärkt etablieren und uns bei unseren Kunden, Partnern und Aktionären als "The Engineers of IT" nachhaltig verankern.

St. Georgen, den 6. März 2006 GFT Technologies Aktiengesellschaft Der Vorstand

Ulrich Dietz Marika Lulay Dr. Jochen Ruetz Vorstand (Vorsitzender) Vorstand Vorstand

Konzernabschluss

Konzernbilanz 66
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 68
Kapitalflussrechnung 69
Eigenkapitalveränderungsrechnung 70
Konzernanhang inklusive
Segmentberichterstattung
72
Bestätigungsvermerk 111

Konzernbilanz (IFRS)

zum 31. Dezember 2005

Aktiva Anhang 31.12.2005
e
31.12.2004
e
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte (7) 382.077,51 405.967,70
Geschäfts- oder Firmenwert (7) 15.347.712,05 15.282.665,61
15.729.789,56 15.688.633,31
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (8) 2.478.672,05 2.784.234,17
Finanzanlagen
Beteiligungen (9) 0,00 0,00
Sonstige Vermögenswerte (12) 246.274,66 226.078,07
Latente Steueransprüche (16) 5.655.394,92 6.338.718,16
24.110.131,19 25.037.663,71
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (11) 135.587,26 193.514,19
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (11) 22.647.276,19 17.737.673,96
Wertpapiere (13) 7.996.004,68 10.165.460,46
Laufende Ertragsteueransprüche (16) 617.924,77 1.443.377,98
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (13) 20.652.062,51 20.472.430,62
Sonstige Vermögenswerte (12) 2.199.463,67 777.605,46
54.248.319,08 50.790.062,67
78.358.450,27 75.827.726,38
Passiva Anhang 31.12.2005
e
31.12.2004
e
Eigenkapital
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (14) 26.325.946,00 26.325.946
- Bedingtes Kapital c 8.280.000,00 (i.Vj. c 8.280.000,00)
Kapitalrücklage (14) 67.346.563,99 67.346.563,99
Gewinnrücklagen (14)
Gesetzliche Rücklage 1.387,65 1.387,65
Andere Gewinnrücklagen 2.343.349,97 2.343.349,97
Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen (14)
Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 87.641,94 52.910,25
Marktbewertung Wertpapiere 181.250,00
Konzernbilanzverlust (14) -51.829.043,39 -52.958.512,85
44.457.096,16 43.111.645,01
Minderheitsanteile (14) 0,00
Schulden 44.457.096,16 43.111.645,01
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen (15) 820.394,00 777.147,00
Sonstige Rückstellungen (17) 1.314.982,41 1.755.224,09
Finanzverbindlichkeiten (18, 19) 132.918,00 75.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten (18, 20) 1.316.828,58 24.040,58
Latente Steuerverbindlichkeiten (16) 499.675,24 1.124.935,39
4.084.798,23 3.756.347,06
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen (17) 9.476.765,40 9.978.334,89
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten (16) 640.323,49 932.301,41
Finanzverbindlichkeiten (18, 19) 10.332,00 5.807,49
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (18) 10.261.121,35 10.627.219,52
Sonstige Verbindlichkeiten (18, 20) 9.428.013,64 7.416.071,00
29.816.555,88 28.959.734,31
33.901.354,11 32.716.081,37
78.358.450,27 75.827.726,38

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)

für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005

Anhang 2005
e
2004
e
Umsatzerlöse (19) 120.944.113,35 125.527.299,88
Sonstige betriebliche Erträge (21) 4.319.249,13 4.587.396,52
125.263.362,48 130.114.696,40
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren (22) 548.964,89 522.498,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (22) 47.002.456,55 50.467.780,62
47.551.421,44 50.990.279,29
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (22) 48.088.344,09 47.071.938,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
(22) 9.380.132,12 9.347.113,92
57.468.476,21 56.419.052,02
Abschreibungen auf langfristige immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen (23) 1.261.754,34 4.208.696,20
Sonstige betriebliche Aufwendungen (24) 17.635.931,81 20.851.571,54
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 1.345.778,68 -2.354.902,65
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (26) 761.966,67 488.447,43
Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere
(23,12) 496.300,00 250.537,09
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (26) 32.653,62 77.770,94
Finanzergebnis 233.013,05 160.139,40
Ergebnis vor Steuern 1.578.791,73 -2.194.763,25
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) 514.368,71 1.671.167,47
Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 1.064.423,02 -3.865.930,72
- davon auf Minderheitsgesellschafter entfallend (14) 0,00 56.532,23
- davon auf Gesellschafter des Mutter
unternehmens entfallend (Konzernergebnis) 1.064.423,02 -3.809.398,49
Vortrag aus dem Vorjahr -52.893.466,41 -49.149.114,36
Konzernbilanzverlust -51.829.043,39 -52.958.512,85
Ergebnis je Aktie – unverwässert (28) 0,04 -0,14
Ergebnis je Aktie – verwässert (28) 0,04 -0,14

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005

2005
e
2004
e
Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 1.064.423,02 -3.865.930,72
Abschreibungen auf langfristige immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 1.261.754,34 4.290.857,62
Veränderungen der Rückstellungen -1.815.802,24 -1.972.483,57
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 496.300,00 907.922,19
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von langfristigen
immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen
-4.711,22 22.413,59
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.909.602,23 -1.635.665,48
Veränderungen der anderen Aktiva 124.648,58 -327.503,15
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva
2.938.632,47 -1.310.547,65
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -844.357,28 -3.890.937,17
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 87.358,30 35.559,93
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -752.801,85 -708.774,54
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen immateriellen Vermögenswerten 62.500,00
Auszahlungen für Investitionen in langfristige immaterielle Vermögenswerte -324.647,26 -294.849,98
Investitionen in Finanzanlagen / Veränderungen
Konsolidierungskreis
0,00 -82.161,42
Verkauf von konsolidierten Unternehmen abzüglich
veräußerter Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
0,00 630.165,77
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich
erworbener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
0,00
Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im
Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
39.333.117,12 53.506.452,48
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im
Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition
-37.369.961,34 -61.173.355,13
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 1.035.564,97 -8.086.962,89
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 68.250,00 75.355,56
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -5.807,49 -7.638,80
Übrige Veränderungen des Eigenkapitals und der Minderheitsanteile -74.018,31 -335.144,23
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11.575,80 -267.427,47
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 179.631,89 -12.245.327,53
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.472.430,62 32.717.758,15
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 20.652.062,51 20.472.430,62

Eigenkapitalveränderungsrechnung des GFT Konzerns zum 31. Dezember 2005

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinnrücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Andere
Gewinn
rücklagen
e e e e
Stand 31.12.2003 26.325.946,00 67.346.563,99 1.387,65 2.343.349,97
Entkonsolidierung GFT Systems GmbH
Differenzen aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochterunternehmen
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
Jahresfehlbetrag
Gesamte Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2004
Stand 31.12.2004 26.325.946,00 67.346.563,99 1.387,65 2.343.349,97
Ausbuchung negativer Geschäfts- oder Firmenwert 1.1.2005 (IFRS 3.81)
Stand 1.1.2005 angepasst 26.325.946,00 67.346.563,99 1.387,65 2.343.349,97
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere):
- im Eigenkapital erfasste Änderung des beizulegenden Zeitwertes
- in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen
Differenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer
Tochterunternehmen
Latente Steuern auf direkt mit dem
Eigenkapital verrechnete Wertänderungen
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen
Jahresüberschuss
Gesamte Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres 2005
Stand 31.12.2005 26.325.946,00 67.346.563,99 1.387,65 2.343.349,97
Summe
Eigenkapital
Minderheits
anteile
Den Gesellschaf
tern des Mut
Erfolgsneutrale
Konzern
Eigenkapitalveränderungen
bilanzverlust
terunternehmens
zurechenbarer
Anteil am
Eigenkapital
Markt
bewertung
Wertpapiere
Ausgleichsposten
aus Währungs
umrechnung
e e e e e e
47.312.719,96 328.627,08 46.984.092,88 -49.149.114,36 0,00 115.959,63
-272.094,85 -272.094,85
-63.049,38 -63.049,38 -63.049,38
-335.144,23 -272.094,85 -63.049,38 0,00 0,00 -63.049,38
-3.865.930,72 -56.532,23 -3.809.398,49 -3.809.398,49
-4.201.074,95 -328.627,08 -3.872.447,87 -3.809.398,49 0,00 -63.049,38
43.111.645,01 0,00 43.111.645,01 -52.958.512,85 0,00 52.910,25
65.046,44 65.046,44 65.046,44
43.176.691,45 0,00 43.176.691,45 -52.893.466,41 0,00 52.910,25
290.000,00
0,00
290.000,00
0,00
290.000,00
0,00
34.731,69 34.731,69 34.731,69
-108.750,00 -108.750,00 -108.750,00
215.981,69 0,00 215.981,69 0,00 181.250,00 34.731,69
1.064.423,02 0,00 1.064.423,02 1.064.423,02
1.280.404,71 0,00 1.280.404,71 1.064.423,02 181.250,00 34.731,69
44.457.096,16 0,00 44.457.096,16 -51.829.043,39 181.250,00 87.641,94

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Grundlagen und Methoden

1. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der GFT Technologies Aktiengesellschaft ("GFT AG") für das Geschäftsjahr 2005 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden. Bedeutsame Auswirkungen neuer oder geänderter Standards haben wir nachstehend beschrieben. Der Konzernabschluss der GFT AG zum 31. Dezember 2005 steht mit den IFRS in Einklang.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 6. März 2006 verabschiedet und wird durch den Aufsichtsrat am 27. März 2006 zur Veröffentlichung freigegeben.

GFT ist ein international aufgestellter Anbieter innovativer IT-Lösungen mit Aktivitäten in den Bereichen Services, Resourcing und Software (s. auch Segmentberichterstattung). Die GFT AG ist unter der Rechtsform einer Aktiengesellschaft in Deutschland registriert und hat ihren Sitz in Leopoldstrasse 1, 78112 St. Georgen. Die GFT AG ist das oberste Mutterunternehmen des GFT Konzerns.

2. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards

Die im Rahmen des so genannten "Improvement Project" des IASB neu erlassenen IFRS sowie die beschlossenen Änderungen bestehender Standards finden ab 1. Januar 2005 Anwendung. Nennenswerte Auswirkungen im Vergleich zum Konzernabschluss 2004 ergaben sich in folgenden Bereichen:

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2005 entfiel die planmäßige Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwerte (2004: Tc 2.410); stattdessen findet mindestens einmal jährlich eine Wertminderungsprüfung statt. Der Buchwert des zum 31. Dezember 2004 bestehenden negativen Geschäfts- oder Firmenwerts wurde zum 1. Januar 2005 unter Berücksichtigung einer entsprechenden Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts des Konzernbilanzverlustes im Eigenkapital ausgebucht (Tc 65). Durch die Anwendung von IFRS 3 verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zur Vorjahresbewertungsmethode um Tc 2.283.

IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Durch den überarbeiteten IAS 39 sind Fair-Value-Veränderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (available for sale) erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Das Unternehmen stufte jedoch im Zuge der Erstanwendung des überarbeiteten IAS 39 sämtliche früher angesetzten Wertpapiere als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit and loss) ein, sodass eine Änderung der Vorträge im Eigenkapital nicht erforderlich war. Auch die im Jahr 2005 neu angeschafften Wertpapiere wurden bis auf ein Wertpapier als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte designiert, sodass sich insoweit keine Änderung zur bisherigen Bewertungsmethodik ergab. Lediglich bei einem im Jahr 2005 angeschafften Wertpapier handelt es sich um einen "available for sale"-finanziellen Vermögenswert, dessen Zeitwertänderung erfolgsneutral in einer separaten Rücklage im Eigenkapital erfasst wurde. Hierdurch verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zur Vorjahresbewertungsmethode um Tc 181. Die "at fair value through profit and loss"-designierten Wertpapiere hatten zum 31. Dezember 2005 einen Buchwert (= beizulegender Zeitwert) von Tc 6.706 (i.Vj. Tc 10.165), das "available for sale"-Wertpapier hatte einen Buchwert (= beizulegender Zeitwert) von Tc 1.290 (i.Vj. nicht vorhanden).

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Aufgrund der Erstanwendung von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" in der ab 1. Januar 2005 anzuwendenden Fassung wurde die Gliederung der Konzernbilanz geändert. Die Vorjahreszahlen sind an den geänderten Ausweis angepasst worden. Die Neugliederung der Bilanz erfolgt strikt nach Fristigkeit; die für die Gliederung verwendeten Begriffe wurden entsprechend angepasst. Die neu gegliederten Posten betreffen im Wesentlichen langfristige sonstige Vermögenswerte (Tc 246; i.Vj. Tc 226), langfristige sonstige Rückstellungen (Tc 1.315; i.Vj. Tc 1.755) und langfristige sonstige Verbindlichkeiten (Tc 1.317; i.Vj. Tc 24). Minderheitenanteile sind nach der Neugliederung Teil des Eigenkapitals (Tc –; i.Vj. Tc –).

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 wurden neben der GFT Technologies Aktiengesellschaft ("GFT AG") folgende Tochterunternehmen einbezogen (vollkonsolidiert):

  • GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen, Schweiz
  • GFT Solutions GmbH, Hamburg
  • GFT Websolutions Kft., Budapest, Ungarn
  • GFT Technologies GmbH, Wien, Österreich
  • GFT UK Limited, London, Großbritannien
  • GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés, Spanien
  • emagine gmbh, Eschborn
  • GFT Technologies (India) Private Limited, Trichy, Indien
  • Emagine Servicios de Consultoría e Informática, S.A., Sant Cugat del Vallés, Spanien
  • GFT Brasil Consultoria Informática Ltda., São Paulo, Brasilien.

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Die im November 2005 erworbene Tochtergesellschaft GFT Brasil Consultoria Informática Ltda., São Paulo, Brasilien, wurde erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Da diese Gesellschaft im Jahr 2005 noch keine operativen Tätigkeiten entfaltete, hatte der erstmalige Einbezug keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns; ebenso ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nicht beeinflusst.

Im Vorjahreskonzernabschluss war bis zum Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis am 19. August 2004 noch die Tochtergesellschaft GFT Systems GmbH, Ilmenau, enthalten. Der Anteil der GFT Systems GmbH an den Umsatzerlösen des Konzerns betrug im ersten Halbjahr 2004 1,0 %; insofern ist die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre 2005 und 2004 durch ihr Ausscheiden nicht wesentlich beeinträchtigt.

4. Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den GFT Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren Zeitwerten angesetzt. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Als Anschaffungskosten für Anteile an Tochterunternehmen, die im Wege der Hingabe von GFT Aktien erworben wurden, wurde der Börsenkurs der GFT Aktie zum Tag des Tausches bzw. ein dem Erwerber vertraglich garantierter Mindestkurs zugrunde gelegt.

Die im Geschäftsjahr in den Einzelabschlüssen vorgenommenen Zu- bzw. Abschreibungen auf Anteile an Konzerngesellschaften werden im Konzernabschluss wieder storniert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Insbesondere im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.

Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei denen die GFT AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss, in der Regel durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Nach der Equity-Methode werden dagegen solche Beteiligungen bewertet, bei denen die GFT AG – in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % und 50 % – einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Bei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bewertet sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem GFT Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Derzeit besitzt GFT keine Beteiligung, die nach der Equity-Methode zu bewerten ist.

Die Bilanzstichtage der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entsprechen dem Konzernabschlussstichtag (31. Dezember).

5. Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. In den Bilanzen werden monetäre Posten in fremder Währung zum Stichtagskurs am Jahresende umgerechnet, wobei die eingetretenen Währungskursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei derzeit allen Tochterunternehmen ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital gesondert als "Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

6. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögenswerte und Wertminderungsprüfung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und – mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und immaterielle Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer – planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei handelt es sich insbesondere um Software, die über drei Jahre abgeschrieben wird; die Abschreibungen beginnen mit dem jeweiligen Erwerbszeitpunkt. Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen dürfen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen im GFT Konzern nicht vor.

Geschäfts- oder Firmenwerte, auch solche aus der Kapitalkonsolidierung, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Gemäß IFRS 3 und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Wertminderungsprüfung häufiger durchzuführen.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten werden im GFT Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash generating units") mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("recoverable amount"), das heißt dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ("fair value less costs to sell") und seinem Nutzungwert ("value in use") verglichen. Der Definition einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit entsprechend werden grundsätzlich die strategischen Bereiche des GFT Konzern als Cash Generating Units verwendet.

In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertminderungen wird im ersten Schritt der Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen strategischen Einheit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Die Wertberichtigungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.

Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuellen Planungen des GFT Konzerns. Der Kapitalisierungszinssatz wird als Vorsteuerzinssatz unter Berücksichtigung einer Risikokomponente ermittelt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Solange der voraussichtliche künftige wirtschaftliche Nutzen von eigenen Entwicklungen nicht zuverlässig geschätzt werden kann, werden Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen; bisher wurden sämtliche Entwicklungskosten als Aufwand erfasst.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen und um außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren vorgenommen. Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Zur Vorgehensweise bei der Wertminderungsprüfung verweisen wir auf vorstehenden Ausführungen zu den immateriellen Vermögenswerten und Wertminderungsprüfung.

Sind Sachanlagen (oder langfristige immaterielle Vermögenswerte) geleast und liegt das wirtschaftliche Eigentum bei der jeweiligen Konzerngesellschaft ("finance lease"), werden sie mit dem zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwert oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingraten gemäß IAS 17 aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben; die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Falls das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, werden die Leasingraten linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst ("operating lease").

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Vorräte und unfertige Leistungen

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (Waren). Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Behandlung der unfertigen Leistungen erfolgt entsprechend IAS 11 auf der Grundlage der dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Realisierung der Auftragserlöse und der dazu gehörenden Auftragskosten. Gewinne werden damit entsprechend der zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen realisiert, dabei wird der Fertigstellungsgrad der Projekte jeweils auf Basis der Projektzeiten der Mitarbeiter/Subunternehmer bestimmt. Verluste aus Projekten werden sofort als Aufwand erfasst.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt am Tag der Übergabe des Vermögenswerts. Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterteilt.

Originäre Finanzinstrumente

Bei originären Finanzinstrumenten der Aktivseite (finanzielle Vermögenswerte) handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere, sonstige Vermögenswerte sowie um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Originäre Finanzinstrumente der Passivseite (finanzielle Verbindlichkeiten) sind insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei GFT gemäß IAS 39 in die Kategorien "zur Veräußerung verfügbar" (available for sale), "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" (fair value through profit and loss) oder "Kredite und Forderungen" (loans and receivables) eingeordnet. Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" werden zum beizulegenden Zeitwert; Vermögenswerte der Kategorie "Kredite und Forderungen" zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel dem Markt- oder Börsenwert. Der Marktwert eines originären Finanzinstruments ist der am Markt erzielbare Preis, also der Preis, zu dem das Finanzinstrument in einer laufenden Transaktion zwischen zwei voneinander unabhängigen Partnern frei gehandelt werden kann. Existiert für ein Wertpapier kein aktiver Markt wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt und durch Bestätigung der Banken überprüft.

Falls objektive, substantielle Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird geprüft, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird in Höhe der Differenz eine Wertminderung vorgenommen. Hinweise für einen Wertminderungsbedarf liegen vor bei einer Verschlechterung des Marktwerts, einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einem konkreten Vertragsbruch, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder der Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Verbindlichkeit sowie beim Verschwinden eines aktiven Marktes. Bei Fortfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehören der Kategorie "Kredite und Forderungen" an; sie sind mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zweifelhafte Forderungen sind mit einem Betrag angesetzt, der aufgrund wahrscheinlicher Ausfallquoten für realisierbar gehalten wird. Sobald bekannt wird, dass eine bestimmte Forderung mit Risiken behaftet ist, die über das allgemeine Kreditrisiko hinausgehen (z.B. mangelnde Bonität des Schuldners) wird die Forderung geprüft und – wenn die Umstände darauf schließen lassen, dass die Forderung uneinbringlich ist – wertgemindert.

Wertpapiere werden bei der erstmaligen Erfassung als "zur Veräußerung verfügbare" oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete" finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Wertpapiere der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" werden zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral bilanziert. Ein Gewinn oder Verlust aus einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines "zur Veräußerung verfügbaren" Wertpapiers wird in der Rücklage "Marktbewertung Wertpapiere" – mit Ausnahme von Wertberichtigungen und von Gewinnen und Verlusten aus der Währungsumrechnung – solange direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier ausgebucht wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis berücksichtigt. Ein Gewinn oder Verlust aus einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Wertpapiers der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" wird erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalbetrag bilanziert.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Liegen bei einem sonstigen finanziellen Vermögenswert Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Bei Fortfall der Gründe für eine Wertminderung werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Über die Anschaffungskosten hinaus dürfen jedoch keine Wertaufholungen berücksichtigt werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen werden. Langfristige Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode bilanziert, soweit sie nicht das Grundgeschäft in einem bilanziell zulässigen Sicherungszusammenhang darstellen.

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Für die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergeben sich aufgrund ihrer kurzen Laufzeit keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten.

Derivative Finanzinstrumente

Derivate gelten als zu Handelszwecken gehalten und fallen damit in die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind.

Derivate, die im GFT Konzern nach betriebswirtschaftlichen Kriterien der Zins-, Währungs- oder Preissicherung dienen, jedoch die strengen Kriterien des IAS 39 nicht erfüllen, werden in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" eingeordnet. Zum 31. Dezember 2005 existiert ein solches Derivat (Zinsswap), wobei der Verlust aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts im Periodenergebnis erfasst ist.

Voraussetzung für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) ist, dass der eindeutige Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert und nachgewiesen ist. Die bilanzielle Berücksichtigung der Fair-Value-Änderungen der Sicherungsinstrumente ist von der Art der Sicherungsbeziehung abhängig. Im Fall der Absicherung gegen Wertänderungsrisiken von Bilanzposten (Fair-Value-Hedges) wird sowohl das Sicherungsinstrument als auch der gesicherte Risikoanteil des Grundgeschäfts zum Fair Value angesetzt. Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) erfolgt die Bewertung der Sicherungsinstrumente ebenfalls zum Fair Value. Bewertungsänderungen des effektiven Teils des Derivats werden zunächst erfolgsneutral in einer separaten Rücklage im Eigenkapital und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil eines Hedge wird sofort erfolgswirksam erfasst. Zum 31. Dezember 2005 existiert kein Derivat, das Teil einer Sicherungsbeziehung im Sinne von IAS 39 ist.

Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Fremdkapitalkosten

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung. Fremdkapitalkosten werden ohne Rücksicht auf die Verwendung des Fremdkapitals in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf der in IAS 19 vorgeschriebenen "projected unit credit method". Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus seinem Ereignis der Vergangenheit besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37, gegebenenfalls auch nach IAS 19, mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wäre. Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Umsatz- und Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden realisiert, wenn die Waren geliefert worden sind und der Gefahrenübergang auf den Kunden stattgefunden hat.

Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungen werden entsprechend IAS 11 und IAS 18 nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäftes am Bilanzstichtag realisiert ("Percentage of Completion Method"). Die Erträge werden erfasst, wenn die Höhe des Umsatzes verlässlich geschätzt werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem GFT Konzern der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird, der Fertigstellungsgrad des Geschäfts am Bilanzstichtag verlässlich bestimmt werden kann, und die für das Geschäft angefallenen Kosten sowie die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich bestimmt werden können.

Die Ertragsrealisierung aus Zinsen, Nutzungsentgelten, Mieten, Lizenzeinnahmen u.ä. wird periodengerecht abgegrenzt; Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches realisiert.

Ertragsteuern

Die tatsächlichen Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen die betroffene Gesellschaft tätig ist, ermittelt.

Die Berechnung der latenten Ertragsteuern nach IAS 12 beinhaltet die Berechnung von Steuerabgrenzungen auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva in Handelsbilanz (IFRS) und Steuerbilanz, auf Konsolidierungsvorgänge und auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge. Aktive latente Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen und für steuerliche Verlustvorträge, die zu versteuernde temporäre Differenzen übersteigen, werden nur in dem Umfang ausgewiesen, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielen wird. Aktive und passive latente Steuern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu den am Bilanzstichtag gültigen oder für die Zukunft rechtswirksam in Kraft gesetzten Steuersätzen. Für die geschäftliche Tätigkeit in Deutschland werden unternehmensindividuelle Mischsteuersätze zur Berücksichtigung der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Auswirkungen angesetzt, die zwischen 37,5 % und 40,3 % betragen (i.Vj. zwischen 37,2 % und 40,3 %).

Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen, den Fertigstellungsgrad unfertiger Kundenprojekte, die Einbringbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und die Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist.

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
01.01.2005
e
Eliminierung
der kumulierten
Abschreibung
vor Anwendung
des IFRS 3
e
Zugänge
e
Abgänge
e
Stand
31.12.2005
e
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
4.908.148,44 0,00 324.647,26 128.451,15 5.104.344,55
Geschäfts- oder Firmenwert 53.920.513,03 -38.572.800,98 0,00 0,00 15.347.712,05
Negativer Geschäfts- oder Firmenwert -190.304,55 0,00 0,00 -190.304,55 0,00
58.638.356,92 -38.572.800,98 324.647,26 -61.853,40 20.452.056,60
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsaustattung
18.384.954,54 0,00 752.801,85 6.494.163,35 12.643.593,04
Finanzanlagen
Beteiligungen 1.209.503,00 0,00 0,00 0,00 1.209.503,00
78.232.814,46 -38.572.800,98 1.077.449,11 6.432.309,95 34.305.152,64
Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2005
e
Eliminierung
der kumulierten
Abschreibung
vor Anwendung
des IFRS 3
e
Abschreibungen
des Geschäfts-
jahres
e
Abgänge
e
Stand
31.12.2005
e
Stand
31.12.2005
e
Stand
31.12.2004
e
4.502.180,74 0,00 286.037,45 65.951,15 4.722.267,04 382.077,51 405.967,70
38.572.800,98 -38.572.800,98 0,00 0,00 0,00 15.347.712,05 15.347.712,05
-125.258,11 0,00 0,00 -125.258,11 0,00 0,00 -65.046,44
42.949.723,61 -38.572.800,98 286.037,45 -59.306,96 4.722.267,04 15.729.789,56 15.688.633,31
15.600.720,37 0,00 975.716,89 6.411.516,27 10.164.920,99 2.478.672,05 2.784.234,17
1.209.503,00 0,00 0,00 0,00 1.209.503,00 0,00 0,00
59.759.946,98 -38.572.800,98 1.261.754,34 6.352.209,31 16.096.691,03 18.208.461,61 18.472.867,48

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

7. Immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwert

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts des GFT Konzerns ist in der Anlage 1 zum Konzernanhang dargestellt. Dabei zeigen die Spalten "Eliminierung der kumulierten Abschreibung vor Anwendung des IFRS 3" die Aufrechnung des Buchwerts der kumulierten Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert (Tc 38.573) mit einer entsprechenden Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts zum 1. Januar 2005 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 3. Aus demselben Grund wurde der im Vorjahr ausgewiesene Buchwert des negativen Geschäfts- oder Firmenwerts (Tc 65) zum 1. Januar 2005 unter Berücksichtigung einer entsprechenden Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts des Konzernbilanzverlusts im Eigenkapital ausgebucht.

Seit 1. Januar 2005 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte auf Basis der zukünftig geschätzten Cashflows, die aus der Planung abgeleitet wurden. Die Planung basierte auf dem verabschiedeten Budget für das kommende Geschäftsjahr 2006, das für die folgenden zwei Jahre mit definierten Wachstumsraten fortgeschrieben wurde. Die Werte des dritten Jahres wurden dann als für die weitere Zukunft konstant angesehen. Die Cashflows wurden mit einem einheitlichen Abzinsungssatz von 9 % vor Steuern abgezinst. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde insofern als Nutzungswert bestimmt.

Bei den Cashflow-Prognosen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Services – Finance & Insurance" geht das Management davon aus, dass sich das Bestandskundengeschäft mit der Deutschen Bank auf einem anhaltend hohen Niveau bewegt, das Bestandskundengeschäft mit der Deutschen Post moderat ansteigt und das Wachstum im wesentlichen durch das Neukundengeschäft getrieben wird. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Resourcing" geht das Management ebenfalls von einem konstanten Verlauf bei den Bestandskunden und positivem Wachstum mit Neukunden aus. Unsere Annahmen basieren sowohl auf Erfahrungen als auch auf den von den Märkten empfangenen Signalen.

Der Buchwert des gesamten Geschäfts- oder Firmenwerts ist den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten
Services – Finance & Insurance 14.333 14.268
Services – Postal & Logistics & Others
Resourcing 1.015 1.015
Software
15.348 15.283

Aufgrund des Ergebnisses der Wertminderungsprüfung waren im Geschäftsjahr 2005 (wie im Vorjahr) keine außerplanmäßigen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte vorzunehmen.

Die übrigen langfristigen immateriellen Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) betreffen entgeltlich erworbene Software (Tc 382; i.Vj. Tc 406). Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen bei GFT nicht vor.

8. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen des GFT Konzerns ist auf den Seiten 82 und 83 zum Konzernanhang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen aufgrund von Wertminderungen waren im Geschäftsjahr 2005 wie im Vorjahr nicht erforderlich.

9. Finanzanlagen

Die als Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen die Beteiligungen an Thinkmap, Inc., New York, USA (18,7 %) sowie an incowia GmbH (vormals GFT Systems GmbH), Ilmenau (10,0 %). Die Beteiligung an der Thinkmap, Inc. war bereits in Vorjahren wegen Wertminderung auf Null abgeschrieben worden. Die Beteiligung an der ehemaligen Tochtergesellschaft GFT Systems GmbH ging im Geschäftsjahr 2004 im Zusammenhang mit dem Verkauf von 71 % der Anteile dieser Gesellschaft zu (Tc 82) und repräsentiert die bei der GFT AG verbleibenden 10,0 % der Anteile; die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr 2004 wegen Wertminderung auf Null abgeschrieben.

10. Anteilsbesitz

Die GFT AG hält zum 31. Dezember 2005 unmittelbar und mittelbar Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil am
Kapital
Eigenkapital
31.12.2005
Ergebnis des
Geschäftsjahres
Unmittelbare Beteiligungen
GFT Technologies (Schweiz) AG Wallisellen,
Schweiz
99 % CHF 20.000,00 CHF 0,00
GFT Solutions GmbH Hamburg 100 % EUR 82.316,59 EUR -82.200,35
GFT Websolutions Kft. Budapest 100 % HUF 73.605.422 HUF -16.731.204
GFT Technologies GmbH Wien 100 % EUR 20.000,00 EUR -101.939,20
GFT UK Limited London 100 % GBP 445.213,00 GBP 75.300,00
GFT Iberia Solutions, S.A. Sant Cugat
del Vallés, Spanien
100 % EUR 4.566.315,19 EUR 1.133.733,70
emagine gmbh Eschborn 100 % EUR 30.424,39 EUR 818,60
GFT Technologies (India)
Private Limited
Trichy,
Indien
100 % INR 19.974.385 INR 4.354.407
Mittelbare Beteiligungen
Emagine Servicios de Consultoría
e Informática, S.A.
Sant Cugat
del Vallés, Spanien
100 % EUR 901.329,89 EUR 467.803,89
GFT Brasil Consultoria
Informática Ltda.
São Paulo
Brasilien
100 % BRL 115.684,62 BRL -4.643,38

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

11. Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die ausgewiesenen Vorräte betreffen wie im Vorjahr Waren (Hard- und Software), die im Rahmen von Projekten zur Veräußerung bestimmt sind.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem laufenden Geschäft und sind wie im Vorjahr sämtlich kurzfristig fällig. Erforderliche Einzelwertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, sind mit Tc 940 (i.Vj. Tc 1.141) berücksichtigt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus gemäß IAS 11 realisierten Umsatzerlösen aus zum Bilanzstichtag unfertigen Projekten in Höhe von Tc 3.986 (i.Vj. Tc 8.526) abzüglich hierfür erhaltener Anzahlungen in Höhe von Tc 2.757 (i.Vj. Tc 5.747) enthalten.

12. Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Langfristige sonstige Vermögenswerte
Kautionen 246 226
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte
Umsatzsteuer- und sonstige Steuererstattungsansprüche 679 155
Restkaufpreis aus Verkauf "GFT Media" 400
Aktive Rechnungsabgrenzungen 376 311
Zinsabgrenzungen 312 128
Kautionen 66 42
Forderung auf Zuschüsse 61 30
Restkaufpreis aus Verkauf "emagine Hauptversammlungsservice" 59
Versicherungserstattungen 56
Forderungen gegen Mitarbeiter 20 20
Debitorische Kreditoren 20 5
Übrige 150 87
2.199 778
Gesamte sonstige Vermögenswerte 2.445 1.004

Zu den Verkäufen "GFT Media" und "emagine Hauptversammlungsservice" verweisen wir auf Punkt 22 Sonstige betriebliche Erträge.

13. Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Wertpapiere des GFT Konzerns zum 31. Dezember 2005 dienen der Liquiditätsvorsorge und Zinsoptimierung und bestehen aus fest und variabel verzinslichen Schuldtiteln. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Kategorie gemäß IAS 39
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
6.706 10.165
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.290
7.996 10.165

Die Bewertung der "zur Veräußerung verfügbaren" Wertpapiere führte zum 31. Dezember 2005 zu einer Einstellung in die Rücklage "Marktbewertung Wertpapiere" im Eigenkapital in Höhe von Tc 290 (abzüglich latenter Steuern von Tc 109).

Die Bewertung der "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" Wertpapiere führte im Geschäftsjahr 2005 zu Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von Tc 496 (i.Vj. Tc 168) und zu Erträgen in Höhe von Tc – (i.Vj. Tc 32).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel (Tc 7; i.Vj. Tc 12) und kurzfristig liquide Guthaben bei Kreditinstituten (Tc 20.645; i.Vj. Tc 20.460).

14. Eigenkapital

Zur Entwicklung des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2005 und 2004 verweisen wir auf die gesondert dargestellte Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Zum 31. Dezember 2005 besteht das gezeichnete Kapital (Grundkapital) in Höhe von c 26.325.946,00 aus 26.325.946 nennbetragslosen Stückaktien (unverändert zum 31. Dezember 2004). Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren sämtlich gleiche Rechte.

Die Kapitalrücklage umfasst den Betrag, der bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurde. Die Gewinnrücklagen betreffen Beträge, die in früheren Geschäftsjahren aus dem Ergebnis gebildet worden sind.

Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen enthalten Erträge und Aufwendungen, die direkt im Eigenkapital zu erfassen sind, zum einen aus Währungsumrechnung (IAS 21) und zum anderen aus der Bewertung von als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingeordneten Wertpapieren (IAS 39).

Der Konzernbilanzverlust zum 31. Dezember 2005 enthält einen angepassten Vortrag aus dem Vorjahr in Höhe von Tc -52.893 (i.Vj. Tc -49.149). Die Anpassung in Höhe von Tc 65 betrifft die Ausbuchung eines negativen Geschäftsoder Firmenwerts zum 1. Januar 2005 aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 3.

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, um bis zu insgesamt c 7.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2002). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen.

Ferner ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmalig, um bis zu insgesamt c 2.632.594,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2002). Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Damit besteht zum 31. Dezember 2005 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von c 10.132.594,00.

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2005 beträgt c 8.280.000,00 (i.Vj. c 8.280.000,00).

Das Grundkapital ist um bis zu nominal c 780.000,00, eingeteilt in bis zu 780.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I/1999). Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juni 1999.

Die Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 hat eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu c 7.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe beschlossen (Bedingtes Kapital II/2002). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 bis zum 26. Mai 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 26. Mai 2007 einmalig oder mehrmals Options- oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu c 100 Mio. mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren zu begeben oder für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen und den Inhabern oder Gläubigern von solchen Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu c 7,5 Mio. nach näherer Maßgabe der jeweiligen Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren.

Aktienoptionsprogramme

Die außerordentliche Hauptversammlung vom 4./24. Juni 1999 beschloss die bedingte Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von bis zu 260.000 Stückaktien (entspricht nach Aktiensplit 1:3 vom 16. Mai 2000 780.000 Stückaktien, Bedingtes Kapital I/1999) zur ausschließlichen Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen sowie die Grundzüge der durch den Vorstand aufzulegenden Aktienoptionsprogramme. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Bezugsberechtigte sind ausschließlich Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der GFT Technologies AG sowie von 100%-igen Tochtergesellschaften, denen Bezugsrechte gewährt worden sind. Die Bezugsrechte aus den vom Vorstand aufgelegten Aktienoptionsprogrammen "1999/2004" und "2000/2005" sind am 6. Juli 2004 bzw. am 1. Juli 2005 ohne Ausübung verfallen. Somit bestehen seit 1. Juli 2005 keine Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG mehr.

Minderheitsanteile

Anteile anderer Gesellschafter bestanden bis zur Entkonsolidierung im August 2004 an der GFT Systems GmbH, Ilmenau; seither bestehen keine Minderheitsanteile mehr. Im Geschäftsjahr 2004 waren den Minderheitsgesellschaftern Verluste in Höhe von Tc 57 zuzurechnen.

15. Pensionsrückstellungen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt durch beitragsorientierte und leistungsorientierte Versorgungspläne. Bei beitragsorientierten Plänen werden von dem Unternehmen Beiträge aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis an staatliche oder private Rentenversicherungsträger gezahlt. Die im Geschäftsjahr 2005 geleisteten Beiträge für beitragsorientierte Pläne an staatliche und private Rentenversicherungsträger betragen Tc 4.755 (i.Vj. Tc 4.733) und sind im Personalaufwand enthalten.

Die leistungsorientierten Pläne betreffen unmittelbare Verpflichtungen in Deutschland aufgrund von Einzelzusagen auf Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung gegenüber einem aktiven und einem ausgeschiedenen leitenden Angestellten sowie gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft (Rentenempfänger) (i.Vj. gegenüber zwei aktiven leitenden Angestellten und dem Rentenempfänger).

Zur Ermittlung des versicherungsmathematischen Werts der Pensionsrückstellungen wurden folgende Parameter berücksichtigt:

31.12.2005 31.12.2004
Rechnungszinsfuß 4,0 % 4,5 % – 5,0 %
Erwartete Rentenentwicklung 1,0 % 1,75 % – 2,0 %
Erwartete Gehaltsentwicklung 0,0 % – 2,5 % 0,0 % – 2,5 %
Durchschnittliche Fluktuation 0,0 % 0,0 %

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

Annahmen zur durchschnittlichen Fluktuation waren aufgrund der geringen Personenzahl nicht erforderlich. Für die versicherungsmathematischen Annahmen in Bezug auf die Sterblichkeit wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005) zugrunde gelegt (i.Vj. "Richttafeln 1998" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 1998)).

2005
Te
2004
Te
Veränderung des Anwartschaftsbarwerts
Anwartschaftsbarwert 1.1. 918 917
Dienstzeitaufwand der Periode 35 21
Zinsaufwand 42 41
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) -40 152
Pensionszahlungen -38 -38
Veränderung des Konsolidierungskreises -175
Anwartschaftsbarwert 31.12. 917 918
Veränderung des Planvermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 1.1. 94
Veränderung des Konsolidierungskreises -94
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12.
Nettoverpflichtung 917 918
Anpassung aufgrund nicht realisierter versicherungs
mathematischer Gewinne (+) / Verluste (-) -97 -141
Pensionsrückstellungen 820 777

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (d.h. Auswirkungen von Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung und von Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen) werden unter Anwendung des sogenannten Korridoransatzes als Aufwand oder Ertrag auf die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der von dem Plan erfassten Arbeitnehmer verteilt, soweit sie 10 % des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung überschreiten.

Die Pensionsaufwendungen des Geschäftsjahres setzten sich wie folgt zusammen:

2005
Te
2004
Te
Dienstzeitaufwand der Periode 35 21
Zinsaufwand 42 41
Amortisation von versicherungs
mathematischen Gewinnen (-) / Verlusten (+)
4 122
Pensionsaufwendungen 81 184

Die Pensionsaufwendungen sind im Personalaufwand enthalten.

16. Ertragsteuern

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft:

2005
Te
2004
Te
Tatsächlicher Steueraufwand 563 1.220
Latenter Steuerertrag (i.Vj. Latenter Steueraufwand) -49 451
Steueraufwand 514 1.671

In dem tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde tatsächliche Ertragsteuererträge in Höhe von Tc 535 (i.Vj. Tc -74) enthalten. Aufgrund der Nutzung von bisher nicht latent berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen (Tc 1.748; i.Vj. Tc 885) wurde der tatsächliche Steueraufwand um Tc 656 (i.Vj. 266) gemindert.

Die latenten Ertragsteuern resultieren aus folgenden Ursachen:

2005
Te
2004
Te
Aus temporären Differenzen -49 483
Aus steuerlichen Verlustvorträgen -32
Latenter Steuerertrag (i.Vj. Latenter Steueraufwand) -49 451

Der ausgewiesene latente Steuerertrag (i.Vj. latenter Steueraufwand) enthält einen latenten Steueraufwand infolge von Abwertungen von latenten Steueransprüchen in Höhe von Tc 397 (i.Vj. 107). Aus Posten, die direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben wurden, resultierten latente Steuern in Höhe von Tc 109 (i.Vj. Tc –).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Ertragsteueransprüche bzw. Ertragsteuerverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Latente Steueransprüche 5.655 6.339
Laufende Ertragsteueransprüche 618 1.443
6.273 7.782

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Latente Steuerverbindlichkeiten 500 1.125
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 640 932
1.140 2.057

Die latenten Steuerabgrenzungen sind den einzelnen Bilanzposten wie folgt zuzuordnen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Steuerliche Verlustvorträge 5.000 5.000
Jubiläumsrückstellungen 258 229
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 242 251
Rückstellungen für drohende Verluste (v.a. Mietverträge) 116 839
Pensionsrückstellungen 24 1
Verbindlichkeiten 14 8
Übrige Rückstellungen 1 11
Latente Steueransprüche 5.655 6.339
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Forderungen 391 1.125
Wertpapiere 109
Latente Steuerverbindlichkeiten 500 1.125

Für kumulierte steuerliche Verlustvorträge bei Konzerngesellschaften in Höhe von c 19,4 Mio. (i.Vj. c 18,9 Mio.) und für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von c 1,2 Mio. (i.Vj. c 0,2 Mio.) wurden keine latenten Steueransprüche gebildet, da mit einem zukünftigen Ausgleich derzeit nicht gerechnet werden kann; die Verlustvorträge sind nicht verfallbar. Der latente Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste zum 31. Dezember 2005 betrifft ausschließlich die GFT Technologies AG (Tc 5.000; i.Vj. Tc 5.000). Nachdem die GFT AG im Geschäftsjahr 2005 erstmals steuerliche Verlustvorträge in Höhe von c 1,7 Mio. nutzen konnte, geht der Vorstand unter Zugrundelegung der Ertragsplanung davon aus, dass in Zukunft bei der GFT AG ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die ungenutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Die Überleitung zwischen dem effektiven Steuersatz des GFT Konzerns und dem deutschen Steuersatz der GFT AG von 37,5 % (i.Vj. 37,2 %) stellt sich wie folgt dar, wobei sich der anzuwendende Steuersatz der GFT AG geringfügig aufgrund geänderter Gewerbesteuerhebesätze geändert hat:

2005
Te
2004
Te
Ergebnis vor Steuern 1.579 -2.195
Erwarteter Steueraufwand bei 37,5 % (i.Vj. Steuerertrag 37,2 %) 592 -817
Nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 889
Andere nicht abzugsfähige Aufwendungen und steuerfreie Erträge 125 416
Wertberichtigungen/Nichtansatz von aktiven latenten Steuern 397 191
Verluste des laufenden Geschäftsjahres, für die keine Steueran
sprüche bilanziert werden können
655 1.394
Nachträglicher Ansatz aktiver latenter Steuern -793 -571
Steuersatzunterschiede 38 122
Aperiodische Effekte -475 65
Sonstige Steuereffekte -25 -18
Effektiver Steueraufwand 514 1.671
Effektiver Steuersatz 32,6 % -76,1 %

17. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zeigen im Geschäftsjahr 2005 folgende Entwicklung:

Stand
01.01.2005
Te
Verbrauch
Auflösung (A)
Te
Zuführung
Te
Stand
31.12.2005
Te
Mitarbeiterprovisionen/-boni/
Jubiläen/Abfindungen/
Freistellungsgehälter
5.268 3.891
755
(A)
4.578 5.200
Drohende Verluste aus Mietverträgen 2.354 1.017
164
(A)
224 1.397
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.295 882
243
(A)
1.090 1.260
Urlaubsverpflichtungen 831 831 989 989
Gewährleistung 518 87 150 581
Berufsgenossenschaftsbeiträge 118 114
4
(A)
105 105
Übrige 1.350 580
369
(A)
859 1.260
11.734 7.402
1.535
(A)
7.995 10.792

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

Aufgrund der Fristigkeit, d.h. der erwarteten Fälligkeit resultierender Abflüsse wirtschaftlichen Nutzens werden die sonstigen Rückstellungen in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Langfristige sonstige Rückstellungen 1.315 1.755
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 9.477 9.979
Gesamte sonstige Rückstellungen 10.792 11.734

Abgezinste langfristige sonstige Rückstellungen haben sich aufgrund des Zeitablaufs im Geschäftsjahr 2005 um Tc 61 (i.Vj. Tc 88) erhöht.

18. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch
Pfandrechte und
ähnliche Rechte
Art und Form
bis zu 1 Jahr
e
mehr als 5 Jahre
e
31.12.2005
e
gesichert
e
der Sicherheit
Finanzverbindlichkeiten 10.332,00
(i.Vj. Tc 6)
0,00
(i.Vj. Tc –)
143.250,00
(i.Vj. Tc 81)
23.250,00
(i.Vj. Tc –)
Sicherungs-
übereignung Kfz
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen u. Leistungen
10.261.121,35
(i.Vj. Tc 10.627)
0,00
(i.Vj. Tc –)
10.261.121,35
(i.Vj. Tc 10.627)
Übliche Eigen-
tumsvorbehalte
Latente Steuerverbind
lichkeiten
0,00
(i.Vj. Tc –)
0,00
(i.Vj. Tc –)
499.675,24
(i.Vj. Tc 1.125)
Laufende Ertragsteuer
verbindlichkeiten
640.323,49
(i.Vj. Tc 932)
0,00
(i.Vj. Tc –)
640.323,49
(i.Vj. Tc 932)
Sonstige Verbindlichkeiten 9.428.013,64
(i.Vj. Tc 7.416)
0,00
(i.Vj. Tc –)
10.744.842,22
(i.Vj. Tc 7.440)
- davon aus Steuern
(nicht Ertragsteuern)
- davon im Rahmen
2.851.046,64
(i.Vj. Tc 3.502)
der sozialen Sicherheit 1.297.430,84
(i.Vj. Tc 1.041)
20.339.790,48
(i.Vj. Te 18.981)
0,00
(i.Vj. Te –)
22.289.212,30
(i.Vj. Te 20.205)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von Tc 27 (i.Vj. Tc 248) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

19. Finanzverbindlichkeiten

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Darlehen eines Forschungsförderungsfonds 120 75
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 133 75
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10 6
Gesamte Finanzverbindlichkeiten 143 81

Die Finanzverbindlichkeiten sind in Höhe von Tc 23 durch die Sicherungsübereignung eines Kfz besichert (i.Vj. Tc –).

20. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.300
Abgegrenzte erhaltene Zuschüsse 17 24
1.317 24
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
Lohnsteuer-, Umsatzsteuer- und sonstige
Steuerverbindlichkeiten 2.851 3.502
Passive Rechnungsabgrenzungen 2.569 555
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.251 1.675
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungsbeiträgen 1.297 1.041
Kreditorische Debitoren 151 368
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 93 62
Schwerbehindertenabgabe 31 40
Abgegrenzte erhaltene Zuschüsse 7 7
Übrige 178 166
9.428 7.416
Gesamte sonstige Verbindlichkeiten 10.745 7.440

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

21. Segmentberichterstattung

Als primäres Berichtsformat zur Segmentberichterstattung sind im vorliegenden Abschluss die Geschäftssegmente Services, Software und Resourcing (im Vorjahresabschluss Business Process Outsourcing genannt) definiert. Im Segment Services sind sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit IT-Lösungen (Dienstleistungen und Projekte) zusammengefasst. Das Segment Software betrifft die eigene Softwareproduktentwicklung, deren Vertrieb sowie die damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Das Segment Resourcing umfasst die Vermittlung von freiberuflichen IT-Spezialisten sowie im Vorjahr noch den Hauptversammlungsservice (siehe Punkt 22). Die Berichterstattung über die Geschäftssegmente ist in Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellt.

Services Software Resourcing
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
Erträge
Externe Verkäufe 77.370 74.900 5.600 6.419 37.974 44.208
Verkäufe zwischen den Segmenten 470 11 1.578
Gesamte Erträge 77.370 74.900 6.070 6.419 37.985 45.786
Ergebnis
Segmentergebnis 2.957 -1.479 -732 -484 686 2.281
Nicht zugeordnete Aufwendungen und Erträge
Betriebsergebnis
Zinsaufwendungen
Zinserträge
Anteiliges Periodenergebnis assoziierter Unternehmen
Ergebnis vor Steuern
Ertragsteuern
Periodenergebnis
Andere Informationen
Segmentvermögen 45.436 42.374 1.855 1.786 17.326 15.064
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten
assoziierten Unternehmen
Nicht zugeordnete gemeinschaftliche Vermögenswerte
Konsolidierte Vermögenswerte
Segmentschulden 22.002 20.172 2.155 1.456 8.079 8.141
Nicht zugeordnete Schulden
Konsolidierte Schulden
Investitionen 841 768 171 134 44 71
Abschreibungen 1.047 3.634 147 163 43 281
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer
Abschreibungen
771

<-- PDF CHUNK SEPARATOR -->

Summe Überleitung Konsolidiert
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
31.12.2005
Te
31.12.2004
Te
120.944 125.527
481 1.578 -481 -1.578
121.425 127.105 -481 -1.578 120.944 125.527
2.911 318 2.911 318
-2.062 -2.923
849 -2.605
-33 -78
762 488

1.578

-2.195
-514 -1.671
1.064 -3.866
64.617 59.224 64.617 59.224
13.741 16.604 13.741 16.604
78.358 75.828
32.236 29.769 32.236 29.769
1.665 2.947 1.665 2.947
33.901 32.716
1.056 973 21 113 1.077 1.086
1.237 4.078 25 213 1.262 4.291
771 496 168 496 939

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

Zusätzlich zu den an der Unternehmensstruktur ausgerichteten Segmentdaten nach Geschäftsfeldern, beinhaltet die folgende Tabelle die regionalen Daten gemäß IAS 14 (sekundäre Segmentinformationen).

Buchwert des Seg-
Außenumsatz*
mentvermögens
Investitionen in
Sachanlagen und
immaterielle
Vermögenswerte
2005
Mio. e
2004
Mio. e
2005
Mio. e
2004
Mio. e
2005
Mio. e
2004
Mio. e
Deutschland 81,3 84,4 57,2 60,2 0,7 0,6
Spanien 12,3 13,1 12,2 7,1 0,3 0,2
Großbritannien 9,6 14,5 6,5 5,8 0,0 0,0
Schweiz 4,2 4,8 1,2 1,6 0,0 0,1
Brasilien 4,6 0,0 0,0
Übriges Ausland 8,9 8,7 1,3 1,1 0,1 0,1
Summe 120,9 125,5 78,4 75,8 1,1 1,0

* Nach Sitz der Kunden

22. Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten beinhaltet: 2005
Te
2004
Te
Auflösung von Rückstellungen 1.535 2.626
Ertrag aus dem Verkauf des Bereichs "GFT Media" 723
Ertrag aus dem Verkauf des Bereichs
"emagine Hauptversammlungsservice"
438
Sachbezüge – Private Kfz-Nutzung Arbeitnehmer 303 357
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen
und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen
258 72
Erträge aus Verbindlichkeitsausbuchungen 229
Erträge aus Abgängen von und Zuschreibungen zu Wertpapieren 131 93
Zuwendungen von privater und öffentlicher Hand 123 361
Periodenfremde Erträge 92 212
Mieterträge 80 44
Versicherungsentschädigungen 57 7
Gewinne aus Anlagenabgängen 19 22
Erträge im Zusammenhang mit dem Erwerb der GFT
Technologies (India) Private Limited, Trichy, Indien
17 183
Ertrag aus Kursdifferenzen 15 215
Übrige 299 396
4.319 4.588

Mit Wirkung zum 30. September 2005 veräußerte der Konzern den Bereich "GFT Media" mit 14 Mitarbeitern und realisierte hieraus einen Ertrag in Höhe von Tc 723. Dieser Ertrag kann sich um maximal Tc 400 verringern, falls der Erwerber bestimmte Umsatzziele bis 30. September 2006 nicht erreicht. Der veräußerte Bereich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 Umsatzerlöse von c 2,0 Mio. mit einem positiven Ergebnisbeitrag. Es handelt sich nicht um einen aufgegebenen Geschäftsbereich im Sinne von IFRS 5.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 veräußerte der Konzern den Bereich "emagine Hauptversammlungsservice" mit 9 Mitarbeitern und realisierte hieraus einen Ertrag in Höhe von Tc 438. Der veräußerte Bereich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 Umsatzerlöse von c 1,1 Mio. mit einem leicht negativen Ergebnisbeitrag. Es handelt sich nicht um einen aufgegebenen Geschäftsbereich im Sinne von IFRS 5.

Die Zuwendungen von privater und öffentlicher Hand des Jahres 2005 betreffen Zuschüsse von lokalen Fördergesellschaften in Österreich und Spanien. Soweit sie als Prozentsatz der angefallenen Aufwendungen gewährt wurden, werden sie in der Periode der entsprechenden Aufwendung als Ertrag erfasst. Soweit Zuschüsse für getätigte Investitionen erhalten wurden, werden sie über die Nutzungsdauer der Investition ertragswirksam vereinnahmt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, in Höhe von Tc 2.133 (i.Vj. Tc 2.874). Sie betreffen die Auflösung von Rückstellungen (Tc 1.535; Tc 2.626), Herabsetzung von Wertberichtigungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen (Tc 258; i.Vj. Tc 14), Verbindlichkeitsausbuchungen (Tc 229; i.Vj. Tc –), sonstige periodenfremde Erträge (Tc 92; i.Vj. Tc 212) und Gewinne aus Anlagenabgängen (Tc 19; i.Vj. Tc 22).

23. Materialaufwand, Personalaufwand

Neben Aufwendungen für im Rahmen von Projekten weiterverkaufte Soft- und Hardware (Tc 549; i.Vj. Tc 522) sind im Materialaufwand ganz überwiegend Aufwendungen für bezogene Leistungen von freien Mitarbeitern (Berater, Softwareentwickler) und Subunternehmern enthalten (Tc 47.002; i.Vj. Tc 50.468), darunter auch die Aufwendungen für die Freelance Agency-Umsätze.

Der Personalaufwand enthält die Aufwendungen für die eigenen Mitarbeiter des GFT Konzerns. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen Tc 660 (i.Vj. Tc 725).

24. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Geschäftsjahres 2005 enthalten keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (i.Vj. Tc 2.467). Die Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte des Vorjahres entfielen in Höhe von Tc 2.410 auf planmäßige Abschreibungen und in Höhe von Tc 57 auf außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen. Die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte des Vorjahres wurden vermindert um die Auflösung des negativen Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von Tc 78 (2005: Tc –).

Die Abschreibungen auf langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen des Geschäftsjahres 2005 enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen (i.Vj. Tc 57).

Der Posten Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere betrifft Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Wertpapieren (Tc 496; i.Vj. Tc 168) sowie im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung (10 %) an incowia GmbH (vormals GFT Systems GmbH), Ilmenau (Tc –; i.Vj. Tc 82).

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

25. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus:

2005
Te
2004
Te
Betriebsaufwendungen 5.639 6.184
Vertriebsaufwendungen 6.509 7.328
Verwaltungsaufwendungen 4.730 5.255
Aufwendungen aus Leerständen gemieteter Räume 224 80
Wertberichtigungen und Forderungsausfälle 136 272
Projektverluste, Vertragsstrafen, Gewährleistungen 134 609
Periodenfremde Aufwendungen 51 35
Kursverluste 25 157
Verluste aus Anlagenabgängen 15 44
Verlust aus Veräußerung von 71 % der Anteile
an GFT Systems GmbH, Ilmenau 771
Andere betriebliche Aufwendungen 173 117
17.636 20.852

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von Tc 66 (i.Vj. Tc 79).

26. Forschungs- und Entwicklungsausgaben

Im Geschäftsjahr 2005 sind als Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung Tc 5.437 als Aufwand erfasst worden (i.Vj. Tc 5.797). Der Konzern fasst dabei unter Forschung und Entwicklung die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Technologien (Tc 4.086; i.Vj. Tc 4.371) sowie die Aufwendungen für die Qualifikation von Mitarbeitern auf für den Konzern neuen Gebieten (Tc 1.351; i.Vj. Tc 1.426) zusammen.

27. Zinserträge, Zinsaufwendungen

Das Zinsergebnis ergibt sich wie folgt:

2005 2004
Te Te
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen aus Wertpapieren 560 266
Zinsen aus Bankguthaben 124 207
Zinsen aus Steuerforderungen 78 15
762 488
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsen auf Finanzverbindlichkeiten -23 -21
Zinsen auf Steuerschulden -10 -57
-33 -78
Zinsergebnis 729 410

Sonstige Angaben

28. Unternehmenszusammenschlüsse während des Geschäftsjahres

Im November 2005 erwarb GFT 100 % der Anteile an der GFT Brasil Consultoria Informática Ltda., São Paulo, Brasilien. Es handelte sich um eine Vorratsgesellschaft, die zur Ausweitung der brasilianischen Produktionskapazitäten erworben wurde, jedoch im Jahr 2005 noch keine operative Tätigkeit ausübte. Die Anschaffungskosten betrugen Tc 1 und wurden in Geld beglichen. Das erworbene Unternehmen hatte als Vermögenswerte lediglich ein Bankguthaben in Höhe von Tc 1. Durch den Unternehmenszusammenschluss entstand kein Geschäfts- oder Firmenwert. Vom Erwerbszeitpunkt bis 31. Dezember 2005 wies das erworbene Unternehmen einen Verlust von Tc 2 auf, der in den Jahresüberschuss 2005 des GFT Konzerns eingeflossen ist.

29. Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Bilanzstichtag

Am 10. Februar 2006 erwarb die GFT AG 100 % der Anteile an der GFT Business Development GmbH, Eschborn. Es handelte sich um eine Vorratsgesellschaft, die zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit in Süd- und Osteuropa einschließlich der GUS-Staaten erworben wurde, jedoch seither noch keine operative Tätigkeit ausübte. Die Anschaffungskosten betrugen Tc 28 und wurden in Geld beglichen. Das erworbene Unternehmen hatte als Vermögenswerte lediglich ein Bankguthaben in Höhe von Tc 13 und ausstehende Einlagen von Tc 12. Durch den Unternehmenszusammenschluss entstand voraussichtlich ein Geschäfts- oder Firmenwert von Tc 3.

Mit Kaufvertrag vom 26. Januar 2006 – im folgenden "Kaufvertrag" genannt – hat die GFT AG mit Wirkung zum 31. Januar 2006 sämtliche Geschäftsanteile an den folgenden Gesellschaften erworben:

    1. PARITY EUROSOFT S.A.R.L., Paris, Frankreich
    1. PARITY BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT GMBH, Frankfurt am Main
    2. einschließlich deren Tochtergesellschaften
    3. Parity Selection GmbH, München
    4. Parity Eurosoft GmbH, Frankfurt am Main und
    5. Parity Business Solutions GmbH, Frankfurt am Main.
  • alle zusammen "Parity Mainland Europe" genannt.

Mit diesem Erwerb hat die GFT AG den Geschäftsbereich Resourcing Solutions von Parity in Deutschland und Frankreich erworben. Der Geschäftsbereich umfasst das Management von externen IT-Dienstleistern von der Expertensuche über die Verwaltung der Dienstleister und das Vertragsmanagement bis zur Abrechnung und Berichtserstattung. Mit dem Erwerb soll das bestehende GFT Segment Resourcing ausgebaut und der Aufbau des Geschäftes in Frankreich beschleunigt werden.

Der Ausgangskaufpreis für sämtliche Geschäftsanteile der Parity Mainland Europe beträgt Tc 5.893 und verteilt sich laut Kaufvertrag wie folgt auf die erworbenen Gesellschaften:

Te
PARITY EUROSOFT S.A.R.L. 1.000
PARITY BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT GMBH 4.893

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

Der Kaufvertrag beinhaltet Anpassungsmechanismen, die in Abhängigkeit von heute noch nicht bekannten Daten zu einer Änderung des Kaufpreises führen können. Die gesamten Anschaffungskosten setzen sich aus heutiger Sicht vor Berücksichtigung der gegebenenfalls noch eintretenden Kaufpreisanpassungen wie folgt zusammen:

Te
Kaufpreis 5.893
Due Dillingence, Rechts- und Beratungskosten und Notargebühren 220
Gesamte Anschaffungskosten 6.113

Die Anschaffungskosten sind in Geld sowie gegebenenfalls durch die Übernahme von Verbindlichkeiten zu begleichen.

Die für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden der erworbenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge ergeben sich derzeit wie folgt:

Buchwert
= beizulegender Zeitwert
Te
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 37
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14.111
Bankguthaben und Kassenbestand 1.015
15.126
15.163
Schulden
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 467
Sonstige Rückstellungen 4.478
Verbindlichkeiten 8.180
13.125
Erworbenes Reinvermögen 2.038
Geschäfts- oder Firmenwert 4.075
Anschaffungskosten 6.113

Die Faktoren, die zu den Anschaffungskosten beitrugen, die zum Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes führten, sind wie folgt:

  • a. Qualifikation und Tätigkeit der Mitarbeiter von Parity Mainland Europe
  • b. Positionierung der Parity Mainland Europe bei den Kunden einschließlich bestehender Rahmenverträge
  • c. Aktuelle und umfangreich gepflegte Datenbank über verfügbare IT-Dienstleister
  • d. Prozess-Know-how zur kostengünstigen Abwicklung der Freelancer-Vermittlung
  • e. Erwartetes Synergiepotential mit dem Kundenportfolio der GFT Gruppe.

Die Identifizierung eines gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert anzusetzenden immateriellen Vermögenswertes ist nicht möglich.

30. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des GFT Konzerns für das Geschäftsjahr 2005 ist separat dargestellt. Die ergänzenden Angaben gemäß IAS 7 ergeben sich wie folgt:

Der der Kapitalflussrechnung zugrunde liegende Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten); er entspricht dem gleichnamigen Bilanzposten. Über Guthaben bei Kreditinstituten bestehen keine Verfügungsbeschränkungen (i.Vj. Tc 33).

Der Cashflow aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2005 beträgt Tc -37 (Netto-Auszahlung; i.Vj. Tc -944); er ist wie der Cashflow aus Zinsen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten. Die Zinsauszahlungen des Geschäftsjahres 2005 betragen Tc 34 (i.Vj. Tc 76), die Einzahlungen aus Zinserträgen Tc 578 (i.Vj. Tc 415).

Die Angaben zu den Unternehmensakquisitionen im Jahr 2005 ergeben sich aus nachfolgender Tabelle (siehe auch Punkt 28):

Kaufpreis
Te
Anteil der
Zahlungsmittel
am Kaufpreis
%
Erworbene
Zahlungsmittel
Te
Erworbenes
sonstiges
Vermögen
Te
Erworbene
Verbindlich
keiten
Te
Erwerb 2005
Einbezogene
Gesellschaften
1 100,0 1

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

31. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) gemäß IAS 33 für den GFT Konzern ergibt sich gemäß der nachfolgenden Tabelle.

2005
e
2004
e
Unverwässertes Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,04 -0,14
- dabei berücksichtigtes Periodenergebnis 1.064.423 -3.809.398
- dabei berücksichtigte Anzahl der Stammaktien 26.325.946 26.325.946
Verwässertes Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,04 -0,14
- dabei berücksichtigtes Periodenergebnis 1.064.423 -3.809.398
- dabei berücksichtigte Anzahl der Stammaktien 26.325.946 26.325.946

Nachdem das letzte aufgelegte Aktienoptionsprogramm der GFT AG zum 1. Juli 2005 ausgelaufen ist, können seither keine verwässernden potenziellen Stammaktien mehr entstehen. Zum 31. Dezember 2004 war die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht erforderlich, da am Bilanzstichtag keines der vorgegebenen Erfolgsziele für die Ausübung der Bezugsrechte erfüllt war.

32. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

GFT ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken sowie deren Behandlung dargestellt.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, Schulden sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Der GFT Konzern weist derzeit ein geringes Währungsrisiko auf, da die wesentlichen Vertragsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten auf Euro-Basis getroffen werden. Aus diesem Grund werden keine Absicherungsinstrumente zur Vermeidung von Währungsrisiken in Form derivativer Finanzinstrumente eingesetzt.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, das heißt Wertänderungen eines Finanzinstruments bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes, liegt vor allem bei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden mit Laufzeiten über einem Jahr vor. Die am Abschlussstichtag vorliegenden finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden mit einer Laufzeit über einem Jahr weisen jedoch aufgrund ihres geringen Werts keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken auf.

Weitere Zinsrisiken bestehen bei vereinbarten variablen Zinssätzen im Rahmen von Wertpapieranlagen. Diese Zinsrisiken werden in ausgewählten Fällen unter Nutzung derivativer Finanzinstrumente, insbesondere Zinsswaps, abgesichert.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven beizulegenden Zeitwerte gegenüber den jeweiligen Vertragspartnern. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch die gebildeten Wertberichtigungen für Forderungsausfälle Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert liegen nicht vor, ein Ausfallrisiko besteht somit insoweit nicht.

Originäre Finanzinstrumente

Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz ersichtlich (siehe Punkt 6).

Derivative Finanzinstrumente

Am 31. Dezember 2005 besteht ein zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument der Art "Swap" mit einem Nominalvolumen von Tc 1.000 und einem beizulegenden Zeitwert von Tc -40. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der markettomarket-Bewertungsmethode unter Verwendung der Marktmittelkurse zum Tagesende ermittelt. Das derivative Finanzinstrument ist zum 31. Dezember 2005 mit einem Buchwert von Tc -40 unter den kurzfristigen Schulden in dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst. Der Zinsswap stellt wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar, erfüllt jedoch nicht die strengen Kriterien des IAS 39 für Hedge-Accounting. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts wurde daher direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2004 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Der Gesamtbetrag der Veränderung des mit Hilfe einer Bewertungsmethode geschätzten beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, der für die Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst wurde, beträgt Tc 40.

33. Haftungsverhältnisse

Über Wertpapierdepots bei Kreditinstituten in Höhe von Tc 5.009 (i.Vj. Tc 3.454) kann der GFT Konzern nur mit ausdrücklicher Zustimmung der entsprechenden Banken verfügen. Des Weiteren sind Wertpapiere bis zu einer Sicherungssumme von Tc 250 (i.Vj. Tc 250) zur Absicherung einer bestehenden Pensionszusage an den Berechtigten verpfändet. Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Notaranderkonten in Höhe von Tc – (i.Vj. Tc 33), über die die Gesellschaft nur beschränkt verfügen kann.

34. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2005
Te
2004
Te
Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing
und Lizenzverträgen zu Nominalwerten:
- 2006 3.754 4.195
- 2007 – 2009 6.629 4.835
- 2010 und später (ohne unbefristete Verpflichtungen) 2.154 1.771
12.537 10.801
Jährliche Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen: 517 430

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

35. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die bislang nahestehende Deutsche Bank AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaft ARGFRAN Beteiligungs Aktiengesellschaft, beide Frankfurt am Main, die zum Jahresbeginn 19,9 % der Aktien der GFT AG hielt, hat gemäß den bei uns eingegangenen Mitteilungen ihre Beteiligung am 14. Februar 2006 auf 2,47 % verringert. Der GFT Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2005 Umsatzerlöse mit Gesellschaften des Deutsche Bank-Konzerns in Höhe von c 75,1 Mio. (i.Vj. c 77,7 Mio.); die Leistungen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet. Am 31. Dezember 2005 bestanden Forderungen gegen Gesellschaften des Deutsche Bank-Konzerns in Höhe von c 5,2 Mio. (i.Vj. c 4,1 Mio.); es handelt sich hierbei ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eine Gruppe nahestehender Personen sind die Altaktionäre, wobei unter Altaktionären die Aktionäre verstanden werden, die vor dem Börsengang im Juni 1999 die Anteile an der Gesellschaft hielten. Zu den Altaktionären gehören der Vorstandsvorsitzende Herr Ulrich Dietz, die als Prokuristin der GFT AG tätige Frau Maria Dietz sowie das ehemalige Vorstandsmitglied (bis 31. August 2003) und ehemalige Aufsichtsratsmitglied (bis 31. Dezember 2005) Herr Dr. Markus Kerber. Herr Ulrich Dietz und Frau Maria Dietz haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass ihnen am 1. April 2002 29,94 % bzw. 9,67 % der Stimmrechte an der GFT Technologies AG zustehen. Herr Ulrich Dietz hält zum 31. Dezember 2005 26,04 % (i.Vj. 27,75 %) der GFT Aktien. Herr Dr. Markus Kerber hielt zum Zeitpunkt seines Ausscheidens als Vorstandsmitglied am 31. August 2003 4,39 % der GFT Aktien, zum 31. Dezember 2005 hält er 4,39 % der GFT Aktien. Neben den bestehenden Dienstverhältnissen mit den genannten Personen bestanden im Geschäftsjahr 2005 keine weiteren Beziehungen oder Geschäfte.

Im Geschäftsjahr 2005 hielt das Vorstandsmitglied Frau Marika Lulay eine Aktie (= 0,33 %) der Tochtergesellschaft GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen/Schweiz.

Zur Zusammensetzung der nahestehenden Personen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie deren Vergütung und Besitz an GFT Aktien verweisen wir auf den nachfolgenden Abschnitt Organe des Mutterunternehmens.

36. Organe des Mutterunternehmens

Vorstand

Herr Ulrich Dietz, Vorstand für Strategie und Marketing, Vorsitzender

Aufsichtsratsmandate: GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés, Spanien (stellvertretender Vorsitzender) Sparkasse Schwarzwald-Baar (Verwaltungsrat) weitere Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien: Deutsche Bank AG, Stuttgart (Beirat)

Frau Marika Lulay, Vorstand für Produktion und Vertrieb Aufsichtsratsmandate: GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés, Spanien GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen (Verwaltungsrat) GFT UK Limited, London (Member of the Board)

GFT Technologies (India) Private Limited, Trichy, Indien (Member of the Board)

Herr Dr. Jochen Ruetz, Vorstand für Finanz- und Rechnungswesen und Personalwesen Aufsichtsratsmandate: G. Elsinghorst Handelsgesellschaft mbH, Bocholt GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés, Spanien (seit 28. April 2005)

Aufsichtsrat

Herr Franz Niedermaier, ehemaliger Geschäftsführer Oracle Deutschland GmbH, Vorsitzender weitere Aufsichtsratsmandate: SECARON AG, München Intrafind Software AG, München (Vorsitzender) (seit 21. Dezember 2005)

Herr Prof. Dr. Gerhard Barth, ehemaliger Vorstand Dresdner Bank AG

Herr Dr. Thorsten Demel, Chief Operating Officer Global Technology Deutsche Bank AG weitere Aufsichtsratsmandate: DB Payments Projektgesellschaft für Zahlungssysteme mbH, Frankfurt (bis 30. Juni 2005) GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbH, Bad Vilbel (seit 16. Juni 2005) Pago eTransaction GmbH, Köln sinius GmbH, Düsseldorf (bis 6. Februar 2006)

Herr Dr. Markus Kerber, ehemaliger Vorstand GFT Technologies AG, St. Georgen (bis 31. Dezember 2005, bis dahin stellvertretender Vorsitzender) weitere Aufsichtsratsmandate: The Eureka Interactive Fund Limited, George Town, Cayman Islands (bis 30. April 2005) Computershare Limited, Melbourne, Australien

Herr Dr. Simon Kischkel, Project Director GFT Technologies AG, St. Georgen (Mitarbeiter)

Herr Dr. Peter Opitz, Rechtsanwalt (seit 27. Januar 2006)

Frau Ingrid Schmidt, Project Manager GFT Technologies AG, St. Georgen (Mitarbeiterin)

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2005 auf Tc 1.196 (i.Vj. Tc 1.094). Es handelt sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen i.S.v. IAS 24.

Konzernanhang

zum 31. Dezember 2005

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2005 betrugen Tc 56 (i.Vj. Tc 56). Sie bestehen ausschließlich aus einer festen, erfolgsunabhängigen Komponente und teilen sich wie folgt auf:

Aufsichtsratsmitglieder Vergütung in e
Franz Niedermaier 15.000
Dr. Markus Kerber 11.250
Prof. Dr. Gerhard Barth 7.500
Dr. Thorsten Demel 7.500
Dr. Simon Kischkel 7.500
Ingrid Schmidt 7.500
56.250

Im Geschäftsjahr 2005 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Die Bestände an GFT Aktien, die die Mitglieder der Organe des Konzerns im Geschäftsjahr 2005 innehatten, entwickelten sich wie folgt:

Vorstände
Aktien
Ulrich
Dietz
Stückzahl
Marika
Lulay
Stückzahl
Dr. Jochen
Ruetz
Stückzahl
Gesamt
Stückzahl
Stand 1.1.2005 7.306.240 2.500 26.000 7.334.740
Zugänge 0 2.500 14.000 16.500
Abgänge -450.000 0 0 -450.000
Stand 31.12.2005 6.856.240 5.000 40.000 6.901.240
Aufsichts-
räte
Aktien
Franz
Nieder-
maier
Stückzahl
Prof. Dr.
Gerhard
Barth
Stückzahl
Dr.
Thorsten
Demel
Stückzahl
Dr.
Markus
Kerber
Stückzahl
Dr.
Simon
Kischkel
Stückzahl
Ingrid
Schmidt
Stückzahl
Gesamt
Stückzahl
Stand
1.1.2005 0 0 0 1.155.258 1.302 1.000 1.157.560
Zugänge 10.000 0 0 0 0 0 10.000
Abgänge 0 0 0 0 0 0 0
Stand
31.12.2005
10.000 0 0 1.155.258 1.302 1.000 1.167.560

Die von der Aufsichtsrätin Schmidt am 1. Januar 2005 gehaltenen 1.500 Bezugsrechte auf GFT Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm "2000/2005" sind am 1. Juli 2005 ohne Ausübung verfallen.

37. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2005 wurden im Durchschnitt 1.010, in 2004 952 Angestellte beschäftigt.

38. Honorar des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, Grant Thornton GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, im Geschäftsjahr 2005 als Aufwand erfasste Honorar beträgt für:

Te
Die Abschlussprüfungen 167
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 65
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen, die für das Mutterunternehmen
oder Tochterunternehmen erbracht worden sind 4
236

39. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum 6. März 2006 ergaben sich folgende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag:

Zum 31. Januar 2006 hat die GFT AG den Geschäftsbereich Resourcing Solutions von Parity in Deutschland und Frankreich erworben (s. Punkt 29).

Am 10. Februar 2006 erwarb die GFT AG die Vorratsgesellschaft GFT Business Development GmbH, Eschborn (s. Punkt 29).

Im Februar 2006 veränderte sich die Eigentümerstruktur der GFT AG (s. Punkt 40).

40. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der GFT AG wurde am 14. Februar 2006 durch die KST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Stuttgart, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die KST Beteiligungs Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart hat uns mit Schreiben vom 14. Februar 2006 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 14. Februar 2006 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 7,06 % beträgt."

Der GFT AG wurde am 15. Februar 2006 durch die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt/M hat uns mit Schreiben vom 15. Februar 2006 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 14. Februar 2006 die Schwellen von 10 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 2,47 % beträgt. Es wurde weiter mitgeteilt, dass dieser Stimmrechtsanteil von 2,47 % der Deutschen Bank Aktiengesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen ist."

Konzernanhang zum 31. Dezember 2005

Der GFT AG wurden am 3. April 2002 durch Herrn Ulrich Dietz und Frau Maria Dietz, St. Georgen, Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Herr Ulrich Dietz, Wohnort: St. Georgen, hat uns am 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihm am 1. April 2002 29,94 % der Stimmrechte an der GFT Technologies AG zustehen. Frau Maria Dietz, Wohnort: St. Georgen, hat uns am 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 9,67 % der Stimmrechte an der GFT Technologies AG zustehen."

Der GFT AG wurde am 27. Januar 2004 durch die Deutsche Post AG, Bonn, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die Deutsche Post AG mit Sitz in Bonn hat uns am 27. Januar 2004 gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Deutsche Post World Net Business Consulting GmbH (vormals: Deutsche Post eBusiness GmbH) mit Sitz in Bonn an der GFT Technologies AG am 28. August 2003 die Schwelle von 10% unterschritten und 0% betragen hat.

Weiterhin hat uns die Deutsche Post AG am 27. Januar 2004 gemäß § 21 Abs. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 28. August 2003 die Schwelle von 10 % weiterhin überschritten und 11,8 % betragen hat. Die Stimmrechte waren der Deutschen Post AG bisher nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

In ihrer Mitteilung gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG (Korrektur der Mitteilung vom 14. Januar 2004, Veröffentlichung in der Börsen-Zeitung vom 17. Januar 2004) hat uns die Deutsche Post AG am 27. Januar 2004 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 29. Dezember 2003 die Schwelle von 10 % unterschritten und 4,2 % betragen hat."

Der GFT AG wurde am 29. Januar 2004 durch die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet: "Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost mit Sitz in Bonn hat uns am 29. Januar 2004 gemäß §§ 21 Abs. 1 Satz 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Bundesrepublik Deutschland an der GFT Technologies AG am 29. Dezember 2003 die Schwelle von 10 % unterschritten und 4,2 % betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil ist der Bundesrepublik Deutschland nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

41. Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 12. Dezember 2005 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären seit 15. Dezember 2005 auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

St. Georgen, den 6. März 2006 GFT Technologies Aktiengesellschaft Der Vorstand

(Vorsitzender)

Ulrich Dietz Marika Lulay Dr. Jochen Ruetz Vorstand Vorstand Vorstand

GFT Technologies Aktiengesellschaft, St. Georgen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der GFT Technologies Aktiengesellschaft, St. Georgen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass der Fortbestand der Tochterunternehmen GFT Solutions GmbH, Hamburg, GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen/Schweiz und GFT Technologies GmbH, Wien/Österreich aufgrund nachhaltiger operativer Verluste gefährdet ist und im Geschäftsjahr 2005 durch Unterstützungsmaßnahmen der GFT Technologies Aktiengesellschaft gesichert wurde. Die GFT Technologies Aktiengesellschaft hat sich gegenüber ihren Tochtergesellschaften GFT Solutions GmbH und GFT Technologies (Schweiz) AG verpflichtet, während des gesamten Jahres 2006 die jeweils notwendigen Maßnahmen zur Abwendung einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der jeweiligen Tochtergesellschaft vorzunehmen.

Müller Hämmerle

Stuttgart, den 10. März 2006 Grant Thornton GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

GFT Geschäftsbericht 2005 | Jahresabschluss AG

Jahresabschluss der GFT Technologies AG

Bilanz 114
Gewinn- und Verlustrechnung 116
Anhang 117
Organe der Gesellschaft 128
Bestätigungsvermerk 129

Bilanz (HGB)

zum 31. Dezember 2005

Aktiva 31.12.2005
e
31.12.2004
e
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte 175.396,74 167.669,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
175.396,74 167.669,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 986.365,08 1.118.664,00
III.Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.103.629,43 9.138.707,10
2. Beteiligungen 0,00 0,00
9.103.629,43 9.138.707,10
10.265.391,25 10.425.040,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 1.371.890,82 3.683.986,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.838.395,94 4.427.299,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.024.577,36 1.412.471,22
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.137.285,48 1.106.317,48
11.000.258,78 6.946.087,70
III.Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 7.354.700,00 9.818.920,25
IV.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 16.230.843,15 17.309.199,83
35.957.692,75 37.758.193,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.890,12 104.953,56
D. Aktive Latente Steuern 248.996,00 228.592,00
46.605.970,12 48.516.779,49
Passiva 31.12.2005
e
31.12.2004
e
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
- Bedingtes Kapital c 8.280.000,00 (i.Vj. c 8.280.000,00)
26.325.946,00 26.325.946,00
II. Kapitalrücklage 27.943.824,20 27.943.824,20
III.Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.387,65 1.387,65
2. Andere Gewinnrücklagen 2.343.349,97 2.343.349,97
IV.Verlustvortrag -33.987.557,78 -32.837.638,79
V. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 2.763.579,50
25.390.529,54
-1.149.918,99
22.626.950,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 190.269,00 200.571,00
2. Steuerrückstellungen 596.370,00 576.748,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.064.133,34 6.388.489,83
6.850.772,34 7.165.808,83
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.250,00 5.807,49
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.909.914,60
8.961.773,58
5.843.243,87
8.488.180,05
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.054.236,85 1.692.390,01
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
27.119,65 219.050,06
6. Sonstige Verbindlichkeiten 2.232.185,38 2.379.968,26
14.208.480,06 18.628.639,74
D. Rechnungsabgrenzungsposten 156.188,18 95.380,88
46.605.970,12 48.516.779,49

Gewinn- und Verlustrechnung (HGB)

für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005

2005
e
2004
e
1.
Umsatzerlöse
78.918.439,20 71.690.551,96
2. Verminderung (i.Vj. Erhöhung) des Bestands
an unfertigen Leistungen -2.312.095,23 1.054.960,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.625.467,56 6.515.895,59
82.231.811,53 79.261.408,43
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Waren 18.319,62 37.569,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 51.303.335,90 50.980.870,69
51.321.655,52 51.018.439,83
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 17.196.967,10 16.692.059,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
- davon für Altersversorgung c 54.018,77 (i.Vj. Tc 95)
2.627.219,16 2.800.550,20
19.824.186,26 19.492.609,77
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
523.371,53 752.781,10
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.488.006,61 10.367.826,42
1.074.591,61 -2.370.248,69
8. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus verbundenen Unternehmen c 1.500.000,00 (i.Vj. Tc 1.700)
1.500.000,00 1.700.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen c 27.851,96 (i.Vj. Tc 39)
730.491,50 425.278,22
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 531.377,67 847.564,37
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen c 2.794,45 (i.Vj. Tc 3)
7.360,88 38.311,84
1.691.752,95 1.239.402,01
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.766.344,56 -1.130.846,68
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.246,31 295,86
14. Sonstige Steuern 19.011,37 18.776,45
2.765,06 19.072,31
15. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 2.763.579,50 -1.149.918,99

Anhang (HGB) zum 31. Dezember 2005

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der GFT Technologies Aktiengesellschaft (im folgenden "GFT AG" oder "Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Euro erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und planmäßig über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Andere erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Sachanlagevermögen linear über Nutzungsdauern von drei bis dreizehn Jahren vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten. Projekte mit Verlusterwartung werden zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bewertet.

Der Teilwert der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 6 % errechnet. Der Berechnung wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2005) zugrunde gelegt (i.Vj. "Richttafeln 1998" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 1998)). Die Verwendung der neuen Richttafeln führte im Geschäftsjahr 2005 zu einem Aufwand in Höhe von T1 2. Die Jubiläumsrückstellungen werden auf Basis eines Zinsfußes von 5,5 % unter Zugrundelegung derselben "Richttafeln 2005 G" berechnet.

Die "sonstigen Rückstellungen" berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Steuerrückstellungen beinhalten gegebenenfalls neben den tatsächlichen Verpflichtungen auch latente Steuerverpflichtungen.

Anhang (HGB) zum 31. Dezember 2005

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 120 und 121 dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2005 unmittelbar und mittelbar Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:

Name Sitz Anteil
am Kapital
Eigenkapital
31.12.2005
Ergebnis des
Geschäftsjahres
Unmittelbare Beteiligungen
GFT Technologies (Schweiz) AG Wallisellen, Schweiz 99 % CHF 20.000,00 CHF 0,00
GFT Solutions GmbH Hamburg 100 % c 82.316,59 c -82.200,35
GFT Websolutions Kft. Budapest, Ungarn 100 % HUF 73.605.422 HUF -16.731.204
GFT Technologies GmbH Wien, Österreich 100 % c 20.000,00 c -101.939,20
GFT UK Limited London,
Großbritannien
100 % GBP 445.213,00 GBP 75.300,00
GFT Iberia Solutions, S.A. Sant Cugat
del Vallés, Spanien
100 % c 4.566.315,19 c 1.133.733,70
emagine gmbh Eschborn 100 % c 30.424,39 c 818,60
GFT Technologies (India)
Private Limited
Trichy, Indien 100 % INR 19.974.385 INR 4.354.407
Mittelbare Beteiligungen
Emagine Servicios de Consultoría
e Informática, S.A.
Sant Cugat
del Vallés, Spanien
100 % c 901.329,89 c 467.803,89
GFT Brasil Consultoria
Informática Ltda.
São Paulo, Brasilien 100 % BRL 115.684,62 BRL -4.643,38

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T1 6 (i.Vj. T1 252) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T1 3.019 (i.Vj. T1 1.160).

Aktive Latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen Unterschiede in der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres 2005 beinhalten einen Ertrag aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahresstichtag in Höhe von T1 20 (i.Vj. T1 62).

Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2005 besteht das Grundkapital in Höhe von 1 26.325.946,00 aus 26.325.946 nennbetragslosen Stückaktien (unverändert zum 31. Dezember 2004). Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren sämtlich gleiche Rechte.

Die Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzverlust gemäß § 158 Abs. 1 AktG ergibt sich wie folgt:

2005
e
2004
e
15. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag) 2.763.579,50 -1.149.918,99
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -33.987.557,78 -32.837.638,79
17. Bilanzverlust -31.223.978,28 -33.987.557,78

Die Veränderungen des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2005 und 2004 ergeben sich im Überblick wie folgt:

Gezeichnetes
Kapital
e
Kapital-
rücklage
e
Gesetzl.
Rücklage
e
And. Gewinn-
rücklagen
e
Bilanzverlust
e
Stand 31.12.2003 26.325.946,00 27.943.824,20 1.387,65 2.343.349,97 -32.837.638,79
Jahresfehlbetrag 2004 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.149.918,99
Stand 31.12.2004 26.325.946,00 27.943.824,20 1.387,65 2.343.349,97 -33.987.557,78
Jahresüberschuss 2005 0,00 0,00 0,00 0,00 2.763.579,50
Stand 31.12.2005 26.325.946,00 27.943.824,20 1.387,65 2.343.349,97 -31.223.978,28

Eine Einstellung in die gesetzliche Rücklage entfällt zum einen, da kein einstellungsfähiger Jahresüberschuss i.S.v. § 150 Abs. 2 AktG vorliegt, zum anderen da der gesetzliche Reservefonds gemäß § 150 Abs. 2 AktG durch die hohen Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB bereits mehr als 10 % des Grundkapitals beträgt.

Anhang (HGB) zum 31. Dezember 2005

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand
01.01.2005
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2005
e e e e
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
3.172.208,01 146.882,78 75.409,03 3.243.681,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 127.822,97 0,00 0,00 127.822,97
3.300.030,98 146.882,78 75.409,03 3.371.504,73
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.491.612,94 386.661,57 5.115.548,23 6.762.726,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 33.607.581,11 0,00 0,00 33.607.581,11
2. Beteiligungen 1.109.679,15 0,00 0,00 1.109.679,15
34.717.260,26 0,00 0,00 34.717.260,26
49.508.904,18 533.544,35 5.190.957,26 44.851.491,27
Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2005
Abschreibungen
des Geschäfts-
jahres
Abgänge Stand
31.12.2005
Stand
31.12.2005
Stand
31.12.2004
e e e e e e
3.004.539,01 76.655,04 12.909,03 3.068.285,02 175.396,74 167.669,00
127.822,97 0,00 0,00 127.822,97 0,00 0,00
3.132.361,98 76.655,04 12.909,03 3.196.107,99 175.396,74 167.669,00
10.372.948,94 446.716,49 5.043.304,23 5.776.361,20 986.365,08 1.118.664,00
24.468.874,01 35.077,67 0,00 24.503.951,68 9.103.629,43 9.138.707,10
1.109.679,15 0,00 0,00 1.109.679,15 0,00 0,00
25.578.553,16 35.077,67 0,00 25.613.630,83 9.103.629,43 9.138.707,10
39.083.864,08 558.449,20 5.056.213,26 34.586.100,02 10.265.391,25 10.425.040,10

Anhang (HGB) zum 31. Dezember 2005

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geld- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, um bis zu insgesamt 1 7.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I/2002). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen.

Ferner ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. Mai 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmalig, um bis zu insgesamt 1 2.632.594,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II/2002). Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Damit besteht zum 31. Dezember 2005 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 1 10.132.594,00.

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2005 beträgt 1 8.280.000,00 (i.Vj. 1 8.280.000,00).

Das Grundkapital ist um bis zu nominal 1 780.000,00, eingeteilt in bis zu 780.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I/1999). Diese bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter verbundener Unternehmen nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 4. Juni 1999.

Die Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 hat eine bedingte Kapitalerhöhung um bis zu 1 7.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe beschlossen (Bedingtes Kapital II/2002). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 bis zum 26. Mai 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2002 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 26. Mai 2007 einmalig oder mehrmals Options- oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 100 Mio. mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren zu begeben oder für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen und den Inhabern oder Gläubigern von solchen Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 1 7,5 Mio. nach näherer Maßgabe der jeweiligen Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren.

Aktienoptionsprogramme

Die außerordentliche Hauptversammlung vom 4./24. Juni 1999 beschloss die bedingte Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von bis zu 260.000 Stückaktien (entspricht nach Aktiensplit 1:3 vom 16. Mai 2000 780.000 Stückaktien, Bedingtes Kapital I/1999) zur ausschließlichen Gewährung von Bezugsrechten im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen sowie die Grundzüge der durch den Vorstand aufzulegenden Aktienoptionsprogramme. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Bezugsrecht gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG Gebrauch machen. Bezugsberechtigte sind ausschließlich Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der GFT Technologies AG sowie von 100%-igen Tochtergesellschaften, denen Bezugsrechte gewährt worden sind.

Die Bezugsrechte aus den vom Vorstand aufgelegten Aktienoptionsprogrammen "1999/2004" und "2000/2005" sind am 6. Juli 2004 bzw. am 1. Juli 2005 ohne Ausübung verfallen. Somit bestehen seit 1. Juli 2005 keine Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG mehr.

Sonstige Rückstellungen

T3
Sonstige Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang
Mitarbeiterprovisionen / -boni 1.528
Drohende Verluste aus Mietverträgen 1.328
Jubiläumsverpflichtungen 801
Abfindungen, Freistellungsgehälter 663
Ausstehende Eingangsrechnungen 425
Urlaubsverpflichtungen 279
Abschlusserstellung und -prüfung 215
Hauptversammlung / Geschäftsbericht 165
Prozesskosten 162
5.566
Übrige 498
6.064

Anhang (HGB)

zum 31. Dezember 2005

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon durch
Pfandrechte
Art u. Form
der
bis zu 1 Jahr
3
mehr als 5 Jahre
3
31.12.2005
3
und ähnliche
Rechte gesichert
3
Sicherheit
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
10.332,00
(i.Vj. T1 6)
0,00
(i.Vj. T1 –)
23.250,00
(i.Vj. T1 6)
23.250,00
(i.Vj. T1 –)
Sicherungs
übereignung
Kfz
Erhaltene
Anzahlungen auf
Bestellungen
1.909.914,60
(i.Vj. T1 5.843)
0,00
(i.Vj. T1 –)
1.909.914,60
(i.Vj. T1 5.843)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
8.961.773,58
(i.Vj. T1 8.488)
0,00
(i.Vj. T1 –)
8.961.773,58
(i.Vj. T1 8.488)
Übliche
Eigentums
vorbehalte
Verbindlichkeiten
gegenüber verbun
denen Unternehmen
1.054.236,85
(i.Vj. T1 1.693)
0,00
(i.Vj. T1 –)
1.054.236,85
(i.Vj. T1 1.693)
Verbindlichkeiten
gegenüber
Unternehmen,
mit denen ein
Beteiligungsverhältnis
besteht
27.119,65
(i.Vj. T1 219)
0,00
(i.Vj. T1 –)
27.119,65
(i.Vj. T1 219)
Sonstige
Verbindlichkeiten
- davon aus
Steuern
- davon im
Rahmen der so
zialen Sicherheit
2.232.185,38
(i.Vj. T1 2.380)
1.453.000,36
(i.Vj. T1 1.713)
456.121,08
(i.Vj. T1 383)
0,00
(i.Vj. T1 –)
2.232.185,38
(i.Vj. T1 2.380)
14.195.562,06
(i.Vj. Te 18.629)
0,00
(i.Vj. Te –)
14.208.480,06
(i.Vj. Te 18.629)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T1 986; i.Vj. T1 1.693) sowie sonstige Verbindlichkeiten (T1 68; i.Vj. T1 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen (T1 27; i.Vj. T1 219).

Derivative Finanzinstrumente

Am 31. Dezember 2005 besteht ein zinsbezogenes derivatives Finanzinstrument der Art "Swap" mit einem Nominalvolumen von T1 1.000 und einem beizulegenden Zeitwert von T1 -40. Der beizulegende Zeitwert wurde mit der "mark-to-market"-Bewertungsmethode unter Verwendung der Marktmittelkurse zum Tagesende ermittelt. Das derivative Finanzinstrument ist zum 31. Dezember 2005 mit einem Buchwert von T1 -40 in dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2005 2004
T3 T3
Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen
Beratung und Software-Entwicklung 38.962 26.935
Agenturgeschäft (Freelance Agency) 37.974 43.090
Wartungserlöse 1.909 415
Verkauf Software-Produkte 5 9
Sonstige Umsatzerlöse 68 1.242
78.918 71.691
2005 2004
T3 T3
Aufgliederung nach Regionen
Inland 77.576 70.342
Ausland 1.342 1.349
78.918 71.691

Sonstige betriebliche Erträge / sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit T1 872 (i.Vj. T1 2.607) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen (T1 687; i.Vj. T1 1.827), Eingänge auf abgeschriebene Forderungen (T1 146; i.Vj. T1 761) sowie Erträge aus Anlagenabgängen (T1 16; i.Vj. T1 19).

Mit Wirkung zum 30. September 2005 veräußerte die Gesellschaft den Bereich "GFT Media" und realisierte hieraus einen Ertrag in Höhe von T1 723. Dieser Ertrag kann sich um maximal T1 400 verringern, falls der Erwerber bestimmte Umsatzziele bis 30. September 2006 nicht erreicht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von T1 29 (i.Vj. T1 1).

Abschreibungen

Die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts über 15 Jahre erfolgt in Anlehnung an §7 Abs.1 S.3 EStG. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen nach § 253 Abs. 2 S. 3 HGB in Höhe von T1 35 (i.Vj. T1 679).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererträge für Vorjahre in Höhe von T1 222 (i.Vj. Steueraufwendungen T1 57), Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von T1 226 (i.Vj. T1 5) sowie einen latenten Steuerertrag in Höhe von T1 20 (i.Vj. T1 62).

Anhang (HGB) zum 31. Dezember 2005

III. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die GFT AG hat gegenüber ihrer Tochtergesellschaft GFT UK Limited, London, eine Garantieerklärung abgegeben, dergemäß sie GFT UK Limited fortlaufende finanzielle Unterstützung gewähren wird.

Die GFT AG hat sich gegenüber ihren Tochtergesellschaften GFT Solutions GmbH, Hamburg, und GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen/Schweiz, verpflichtet, während des gesamten Jahres 2006 die jeweils notwendigen Maßnahmen zur Abwendung einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der jeweiligen Tochtergesellschaft vorzunehmen.

Über Wertpapierdepots bei Kreditinstituten in Höhe von T1 5.009 (i.Vj. T1 3.454) kann die Gesellschaft nur mit ausdrücklicher Zustimmung der entsprechenden Banken verfügen.

Zugunsten eines verbundenen Unternehmens hat die GFT AG gegenüber einer Bank eine Bürgschaft übernommen (T1 28; i.Vj. T1 28).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von T1 2.469 (i.Vj. T1 3.326). Daneben bestehen Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen in Höhe von T1 305 p.a. (i.Vj. T1 338 p.a.).

Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Der GFT AG wurde am 14. Februar 2006 durch die KST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Stuttgart, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die KST Beteiligungs Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart hat uns mit Schreiben vom 14. Februar 2006 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 14. Februar 2006 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 7,06 % beträgt."

Der GFT AG wurde am 15. Februar 2006 durch die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die Deutsche Bank Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt/M hat uns mit Schreiben vom 15. Februar 2006 gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 14. Februar 2006 die Schwellen von 10% und 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 2,47 % beträgt. Es wurde weiter mitgeteilt, dass dieser Stimmrechtsanteil von 2,47 % der Deutschen Bank Aktiengesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen ist."

Der GFT AG wurden am 3. April 2002 durch Herrn Ulrich Dietz und Frau Maria Dietz, St. Georgen, Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Herr Ulrich Dietz, Wohnort: St. Georgen, hat uns am 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihm am 1. April 2002 29,94 % der Stimmrechte an der GFT Technologies AG zustehen. Frau Maria Dietz, Wohnort: St. Georgen, hat uns am 3. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 9,67 % der Stimmrechte an der GFT Technologies AG zustehen."

Der GFT AG wurde am 27. Januar 2004 durch die Deutsche Post AG, Bonn, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet:

"Die Deutsche Post AG mit Sitz in Bonn hat uns am 27.Januar 2004 gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Deutsche Post World Net Business Consulting GmbH (vormals: Deutsche Post eBusiness GmbH) mit Sitz in Bonn an der GFT Technologies AG am 28. August 2003 die Schwelle von 10 % unterschritten und 0 % betragen hat.

Weiterhin hat uns die Deutsche Post AG am 27. Januar 2004 gemäß § 21 Abs. 1 i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 28. August 2003 die Schwelle von 10 % weiterhin überschritten und 11,8 % betragen hat. Die Stimmrechte waren der Deutschen Post AG bisher nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

In ihrer Mitteilung gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG (Korrektur der Mitteilung vom 14. Januar 2004, Veröffentlichung in der Börsen-Zeitung vom 17. Januar 2004) hat uns die Deutsche Post AG am 27. Januar 2004 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GFT Technologies AG am 29. Dezember 2003 die Schwelle von 10 % unterschritten und 4,2 % betragen hat."

Der GFT AG wurde am 29. Januar 2004 durch die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn, eine Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung gemacht, deren veröffentlichter Inhalt wie folgt lautet: "Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost mit Sitz in Bonn hat uns am 29. Januar 2004 gemäß §§ 21 Abs. 1 Satz 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Bundesrepublik Deutschland an der GFT Technologies AG am 29. Dezember 2003 die Schwelle von 10 % unterschritten und 4,2 % betragen hat. Dieser Stimmrechtsanteil ist der Bundesrepublik Deutschland nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 12. Dezember 2005 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären seit 15. Dezember 2005 auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2005 als Aufwand erfasste Honorar beträgt für:

T3
Die Abschlussprüfung 141
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 65
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen 4
210

Organe der Gesellschaft

(Siehe Darstellung auf Seite 128)

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2005 auf T1 1.196 (i.Vj. T1 1.094). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2005 betrugen T1 56 (i.Vj. T1 56).

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2005 wurden im Durchschnitt 236 (i.Vj.191) Angestellte beschäftigt; im Vorjahr sind die Mitarbeiter der verschmolzenen GFT Financial Solutions GmbH, Eschborn, ab Oktober 2004 (Wirksamkeit der Verschmelzung) berücksichtigt.

Konzernabschluss

Die GFT AG stellt als Mutterunternehmen des GFT Konzerns einen Konzerabschluss gemäß § 315a HGB auf.

St. Georgen, den 1. März 2006 GFT Technologies Aktiengesellschaft Der Vorstand

Ulrich Dietz Marika Lulay Dr. Jochen Ruetz Vorstand (Vorsitzender) Vorstand Vorstand

Organe der Gesellschaft

Vorstand Aufsichtsratsmandate weitere Mitgliedschaften in
vergleichbaren Kontrollgremien
Herr Ulrich Dietz
Vorstand für Strategie und Marketing,
Vorsitzender
GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés,
Spanien (stellvertretender Vorsitzender)
Sparkasse Schwarzwald-Baar (Verwaltungsrat)
Deutsche Bank AG, Stuttgart (Beirat)
Frau Marika Lulay
Vorstand für Produktion und Vertrieb
GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés,
Spanien
GFT Technologies (Schweiz) AG, Wallisellen
(Verwaltungsrat)
GFT UK Limited, London (Member of the Board)
GFT Technologies (India) Private Limited, Trichy, Indien
(Member of the Board)
Herr Dr. Jochen Ruetz
Vorstand für Finanz- und Rechnungswesen
und Personalwesen
G. Elsinghorst Handelsgesellschaft mbH, Bocholt
GFT Iberia Solutions, S.A., Sant Cugat del Vallés,
Spanien (seit 28. April 2004)
Aufsichtsrat Aufsichtsratsmandate
Herr Franz Niedermaier
ehemaliger Geschäftsführer Oracle
Deutschland GmbH, Vorsitzender
SECARON AG, München
Intrafind Software AG, München (Vorsitzender)
(seit 21. Dezember 2005)
Herr Prof. Dr. Gerhard Barth
ehemaliger Vorstand Dresdner Bank AG
Herr Dr. Thorsten Demel
Chief Operating Officer Global Technology
Deutsche Bank AG
DB Payments Projektgesellschaft für
Zahlungssysteme mbH, Frankfurt
(bis 30. Juni 2005)
GZS Gesellschaft für Zahlungssysteme mbH,
Bad Vilbel (seit 16. Juni 2005)
Pago eTransaction GmbH, Köln
sinius GmbH, Düsseldorf (bis 6. Februar 2006)
Herr Dr. Markus Kerber
ehemaliger Vorstand GFT Technologies AG,
St. Georgen (bis 31. Dezember 2005,
bis dahin stellvertretender Vorsitzender)
The Eureka Interactive Fund Limited,
George Town, Cayman Islands (bis 30.April 2005)
Computershare Limited, Melbourne, Australien
Herr Dr. Simon Kischkel
Project Director GFT Technologies AG,
St. Georgen (Mitarbeiter)
Herr Dr. Peter Opitz
Rechtsanwalt (seit 27. Januar 2006)
Frau Ingrid Schmidt
Project Manager GFT Technologies AG,
St. Georgen (Mitarbeiterin)

GFT Technologies Aktiengesellschaft, St. Georgen Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der GFT Technologies Aktiengesellschaft, St. Georgen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 6. März 2006 Grant Thornton GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Müller Hämmerle

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Glossar

Applikation

Softwareanwendung

Application Development

Entwicklung von Software für betriebliche Informationssysteme und technische Anwendungen.

Application Management

Betrieb, Überwachung und Wartung von Softwareanwendungen auf Basis von Dienstleistungsverträgen.

Audit

Prüfung, Kontrolle, Revision; zum Beispiel von Gesellschaften, Prozessen oder Projekten.

Backend

Bezeichnung für etablierte operationale Hardund/oder Software-Systeme, die existierende Geschäftsprozesse im Hintergrund unterstützen.

Business Consulting

Aufgrund umfassende Kompetenz im Vertriebsmanagement, in der Prozessorganisation und Technologieunterstützung berät GFT Finanzdienstleister bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen, der Analyse und dem Design von technologischen Lösungen sowie beim Umsetzungs- und Qualitätsmanagement. Das Leistungsspektrum erstreckt sich von der Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen, über die Spezifikation von Anforderungen und Funktionen nach der bewährten GFT Roadmap-Methodik, die Bewertung und Auswahl von leistungsfähigen und flexiblen Systemen bis zum Programm- und Qualitätsmanagement bei Implementierungsprojekten.

Business Intelligence

Integration von Unternehmensdaten in ein Datawarehouse als Datenquelle, um dadurch eine Vielzahl von Geschäftsprozessen zu unterstützen.

Business Process Management (BPM)

Erweiterte Workflow-Systeme, die eine Automatisierung von Geschäftsprozessen ermöglichen. Die Prozesse werden dadurch standardisiert, beschleunigt und somit effizienter.

Resourcing

Resourcing steht für ein Geschäftsfeld von GFT. Es umfasst den gesamten Beschaffungsprozess sowie das Vertrags- und Lieferantenmanagement von nicht-strategischen IT-Dienstleistern: von einzelnen freiberuflichen IT-Spezialisten bis zu kompletten IT-Zulieferern.

Capability Maturity Model Integration (CMMI)

Standardisiertes Prozessmodell in der Software und Systementwicklung zur Beurteilung und Verbesserung der Qualität ("Reife") von

Produkt-Entwicklungsprozessen. CMMI ist die neue Version des Software Capability Maturity Model (kurz SW-CMM oder kurz CMM).

Client-Server-System

Client-Server-System ist ein Begriff aus der Elektronischen Datenverarbeitung. Ein Client-Server-System besteht aus einem Client, der eine Verbindung mit einem Server aufbaut. Der Server stellt einen Dienst zur Verfügung. Der Client bietet die Benutzeroberfläche oder die Benutzerschnittstelle zur Anwendung an.

Compliance

Dauerhafte Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien.

Content Management Systeme

Systeme zur Verwaltung und Pflege von Website-Inhalten.

Corporate Governance Kodex

Regelkatalog zur Unternehmensleitung und -überwachung, der auf international anerkannten Standards guter und verantwortlicher Unternehmensführung beruht.

Cross-Border Development

Softwareentwicklung, die standort- bzw. länderübergreifend durchgeführt wird, um Zeit und Kosten zu sparen.

Cross-Selling Potenzial

Möglichkeit, den Vertriebserfolgs von Produkten/Dienstleistungen in einem Bereich auf der Grundlage einer bestehenden Kundenbeziehung auch auf andere Vertriebskanäle oder Leistungs-/ Produktbereiche eines Unternehmens auszudehnen.

Customer Relationship Management (CRM)

Englisch für Kundenbeziehungsmanagement; es bezeichnet den Aufbau sowie die Verwaltung und Pflege von Kundenbeziehungen.

Customer Self Service (CSS)

Customer Self Services sind Dienstleistungen, die von Kunden und Interessenten über interaktive Medien eigenständig und rund um die Uhr genutzt werden können. Sie erhöhen die Transparenz sowie Effizienz der Geschäftsbeziehung, indem sie den Kunden in die Erstellung des Prozesses integrieren und dem Anbieter Kosteneinsparungen ermöglichen.

Digitale Signatur

Elektronische Unterschrift. Soll Zweifel über die Identität eines Kommunikations- und Geschäftspartners im Internet ausräumen, vor allem beim Zahlungsverkehr und rechtlich verbindlichen Transaktionen. Wird von einer autorisierten Stelle (Trust Center) zugewiesen.

Directors' Dealings

Personen, die bei einem Emittenten von Aktien Führungsaufgaben wahrnehmen haben gemäß § 15a WpHG eigene Geschäfte mit Aktien des Emittenten dem Emittenten und der Bundesanstalt innerhalb von fünf Werktagen mitzuteilen.

Dokumentenmanagement

dient der datenbankgestützten Verwaltung elektronischer Dokumente. Unter dem Begriff versteht man in Deutschland die Verwaltung von ursprünglich meist papiergebundenen Dokumenten in elektronischen Systemen. Bei der Verwaltung von Papierdokumenten spricht man dagegen von Schriftgutverwaltung. Die Abkürzung DMS steht für Dokumenten-Management-System und wird in einem erweiterten Sinn als Branchenbezeichnung verwendet. Inzwischen gilt Dokumentenmanagement als eine Komponente des übergreifenden Enterprise Content Management (ECM).

Document Management Solutions

Lösungen im Bereich dokumentenbasierter Arbeitsabläufe.

Dokumentenmanagement System (DMS) Software-Applikation zur Umsetzung von Dokumentenmanagement

DVFA

Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management. Berufsverband der Finanzmarktexperten in Deutschland.

Enterprise Application Integration (EAI) Einsetzen von Methoden, Technologien und Werkzeugen mit dem Ziel, Informationssysteme unternehmensweit und plattformunabhängig zu modernisieren, konsolidieren und integrieren.

Enterprise Content Management (ECM)

Unter dem Begriff Enterprise Content Management werden Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung von organisatorischen Prozessen zusammengefasst.

Enterprise Portals

Umfassende Online-Plattform mit zentralem Zugang und Management, die sowohl Präsentation als auch Funktionalitäten aller bestehenden Webseiten eines Unternehmens (Internet, Extranet und Intranet) bündelt.

Enterprise Resource Planning (ERP)

Betriebswirtschaftliche Anwendersoftware (z.B. SAP R/3), die unternehmensweite Ressourcen identifiziert und plant. Mit ihrer Hilfe können Kundenaufträge vom Eingang bis zur Rechnungsstellung und Buchung abgewickelt werden.

ERP-System

ERP-Systeme bestehen aus komplexer Anwendungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung einer ganzen Unternehmung.

EU-Richtlinie über Dienstleitungen im Binnenmarkt

Ziel des im Januar 2004 angenommenen Richtlinienvorschlags ist es, die rechtlichen und administrativen Hindernisse für den Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten zu beseitigen, damit ein echter Dienstleistungsbinnenmarkt entstehen kann. Die vorgeschlagene Richtlinie brächte Dienstleistungserbringern ein höheres Maß an Rechtssicherheit, wenn sie von den im EG Vertrag festgeschriebenen Grundfreiheiten der Niederlassungsund der Dienstleistungsfreiheit Gebrauch machen wollen. Das Angebot und die Inanspruchnahme von grenzüberschreitenden Dienstleistungen in der EU würden erleichtert. Dadurch stiege der Wettbewerb im grenzüberschreitenden Dienstleistungsmarkt, was zu niedrigeren Preisen, höherer Qualität der Produkte und einem größeren Angebot für Verbraucher führte. Die Richtlinie stärkte zudem die Rechte von Dienstleistungsempfängern, zum Beispiel durch die Aufnahme eines Diskriminierungsverbots.

Festpreisprojekt

Projekt, bei dem feste Zusagen in Bezug auf Preis, Fertigstellungszeitpunkt und Leistungsumfang gemacht werden.

Firmenwertberichtigung

Erfassung und Verrechnung von Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich, wenn der Kaufpreis eines Unternehmens den Wert der übernommenen Vermögens- und Schuldposten übersteigt. Dieser Mehrpreis wird als Firmenwert in der Bilanz abgebildet und planmäßig über eine bestimmte Laufzeit abgeschrieben.

Freelance-Geschäft

Vermittlung von freiberuflichen Arbeitskräften sowie deren Management.

Frontend

Grafische Benutzeroberfläche, die dem Anwender Navigation, Interaktion und Kommunikation sowie den Zugriff auf hinterlegte Programme ermöglicht.

German Entrepreneurial Index (GEX)

Der GEX ist ein neuer Aktienindex, der von der deutschen Börse seit dem 3. Januar 2005 als Performance-Index und als Kursindex berechnet und veröffentlicht wird. Er gibt die Entwicklung der Aktien Eigentümergeführter deutscher Unternehmen wieder. Der GEX enthält deutsche Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, die seit maximal zehn Jahren börsennotiert sind und von ihren Eigentümern

geführt werden. Die Eigentümer müssen über mindestens 25 % der Aktien verfügen.

GFT hyparchiv

Archivierungs- und Dokumentenmanagement-System von GFT. Es organisiert den gesamten Dokumenten-Pool im Unternehmen und ist über Schnittstellen in heterogenen IT-Landschaften implementierbar. GFT hyparchiv gewährleistet die revisionssichere Langzeit-Archivierung für ERP-, Mail-Systeme und Web-Applikationen.

GFT inspire

Mit der Business Process Management Lösung von GFT steht Ihnen eine leistungsstarke Plattform für die vollständige Automatisierung Ihrer Geschäftsprozesse zur Verfügung. Verzögerungen, Manipulationen und Brüche auch komplexer Geschäftsprozesse gehören mit dem Einsatz von GFT inspire der Vergangenheit an.

GOAL

GFT Online Academy Plattform. Lernplattform für die Mitarbeiter von GFT.

Großbritannien

Großbritannien wird als Synonym für das Vereinigte Königreich verwendet und besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland.

Human Resources

Englisch für Personalabteilung.

Informationstechnologie (IT)

Reicht von der Datenverarbeitung in Unternehmen über Internet-Technologien bis zur mobilen Kommunikation über Handys.

Integration

Die Integration in der Informatik, speziell in der Softwaretechnik, dient zur Verknüpfung von verschiedenen Anwendungen. Im Unterschied zur Kopplung handelt es sich hierbei um eine Verringerung und Vermeidung von Schnittstellen. Es lassen sich Funktionsintegration, Datenintegration und Geschäftsprozessintegration unterscheiden.

Investor Relations

Pflege der Beziehungen einer Aktiengesellschaft zu ihren Privatanlegern, institutionellen Investoren und Analysten.

Migration

Im Kontext von IT steht Migration für die Integration bzw. Überführung von alter Technologie in neue Technologien unter weitgehender Nutzung vorhandener Technologie.

Nearshoring

Verlagerung von Dienstleistungen an externe Anbieter und gleichzeitig Verlagerung auf andere Kontinente.

Offshoring

Verlagerung von Dienstleistungen in andere Länder und auf andere Kontinente, z. B. Indien, China.

Offshore-Outsourcing

Vergabe von Leistungen an externe Anbieter und gleichzeitig Verlagerung auf andere Kontinente.

Outsourcing

Endgültige Vergabe von Leistungen, die bisher selbst erstellt wurden, an externe Anbieter.

Portal

Der Ausdruck Portal bezeichnet in der IT ein Anwendungssystem, das folgenden Zwecken dient:

  • Suche und Präsentation von Informationen.
  • Integration von Anwendungen, Prozessen und Diensten.
  • Bereitstellung von Funktionen zur Personalisierung, Sicherheit, Navigation und Benutzerverwaltung.

Prime Standard

Im Januar 2003 eingeführtes Qualitäts-Segment am deutschen Aktienmarkt.

Resource Management

Bei GFT: Beschaffung und Verwaltung von IT-Spezialisten.

Return on Investment (ROI)

Anlagen- bzw. Kapitalrendite.

Reports

Englisch für Berichte.

Service Level Agreement (SLA)

Schriftliche Vereinbarung zwischen einem Kunden und einem Dienstleister (häufig als Bestandteil eines Dienstleistungs- oder Wartungsvertrages) zur Regelung von Geschäftsabläufen, Kompetenzen und Kosten. Darunter fallen Umfang und Funktionalität bereitzustellender Dienste ebenso wie deren Leistungsniveau.

SOA

Service-orientierte Architektur (englisch: Service Oriented Architecture): in der Softwarearchitektur bzw. im Softwaredesign ein Ansatz zum Entwurf von verteilten Systemen.

Third Party Management

Vollständige Auslagerung des Beschaffungsprozesses nicht strategischer Lieferanten. Die GFT Tochter emagine bietet Unternehmen die Administration von freiberuflichen IT-Spezialisten sowie kleinen IT-Dienstleistern an, um die Beschaffungs- und Prozesskosten des einkaufenden Unternehmens deutlich zu senken.

Der GFT Konzern

Finanzkalender/Impressum

Termine

Bilanzpressekonferenz 29. März 2006
Bericht zum 1. Quartal 12. Mai 2006
Hauptversammlung 23. Mai 2006
Bericht zum 2. Quartal 10. August 2006
Bericht zum 3. Quartal 9. November 2006

Weitere Informationen

Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben. Unser Investor Relations Team beantwortet sie Ihnen gerne. Oder besuchen Sie uns im Internet unter www.gft.com/ir. Dort finden Sie weitere Informationen zu unserem Unternehmen und der GFT Aktie.

GFT Technologies AG

Investor Relations Andrea Wlcek Leopoldstrasse 1 D-78112 St. Georgen T +49 7724 9411-440 F +49 7724 9411-883 [email protected]

Der Geschäftsbericht 2005 liegt auch in englischer Sprache vor. Die Online-Versionen des deutschen und englischen Geschäftsberichts sind im Internet unter www.gft.de/ir verfügbar.

emagine, HYPARCHIV und smartbloxTM sind eingetragene Namen, Markennamen und/oder Markenzeichen des GFT Konzerns. Auch andere in diesem Geschäftsbericht verwendete Bezeichnungen können Marken sein, deren unberechtigte Benutzung durch Dritte die Rechte ihrer Inhaber verletzen kann.

Impressum

Konzeption und Text: GFT Technologies AG, St. Georgen
Bildkonzept und Design: wolf media lounge, Berlin, www.wolfmedialounge.de
Beratung und Realisation: IR-One AG & Co. KG, Hamburg, www.ir-1.com
Fotografie: Rüdiger Nehmzow, www.nehmzow.de

© Copyright 2006: GFT Technologies AG, St. Georgen

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Parity Eurosoft GmbH Stadthausbrücke 3 D-20355 Hamburg Phone: +49-40-3764-4958 Telefax: +49-40-3764-4500

München

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St. Georgen (Schwarzwald)

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Brasilien

São Paulo GFT Brasil Consultoria Informatica Ltda. Rua Dom José de Barros, 177 2º andar 01038-100 São Paulo Brasilien

Frankreich

Paris GFT Technologies AG (France)/ Parity Eurosoft SARL 15 Avenue d' Eylau F-75116 Paris Phone: +33-1-5690-2800 Telefax: +33-1-5690-2819

Großbritannien

London

GFT UK Limited 40 Lime Street UK-EC3M 5BY London Phone: +44-207397-4220 Telefax: +44-207626-1232

Indien

Trichy, India GFT Technologies AG 95, Bharathidasan Salai I-620001 Trichy, Cantonment Phone: +91-431-2418398 Telefax: +91-431-2418698

Österreich

Wien

GFT Technologies GmbH Canovagasse 7/2 A-1010 Wien Phone: +43-1-5030603-0 Telefax: +43-1-5030603-99

Schweiz

Basel

GFT Technologies (Schweiz) AG Holbeinstraße 16 CH-4051 Basel Phone: +41-61-20565-65 Telefax:+41-61-20565-66

Wallisellen/Zürich

GFT Technologies (Schweiz) AG Neugutstraße 60 CH-8304 Wallisellen Phone: +41-44-87816-00 Telefax: +41-44-87816-01

Spanien

Madrid

GFT Iberia Solutions S.A. Paseo de la Castellana n°42 E-28046 Madrid Phone: +34-91-781-4880 Telefax: +34-91-781-4899

San Cugat del Vallés / Barcelona

GFT Iberia Solutions S.A. Parc d' Activitats Econòmiques Can Sant Joan Avenida de la Generalitat, s/n E-08174 San Cugat del Vallés Phone: +34-93565-9100 Telefax: +34-93565-9128

Valencia

GFT Iberia Solutions S.A. Av Barón de Cárcer, 48 E-46001 Valencia Phone: +34-96-310-2400 Telefax: +34-96-310-2410

Zaragoza

GFT Iberia Solutions S.A. C/Manifestación 38 E-53003 Zaragoza Phone: +34-97-67636-00 Telefax: +34-97-67636-10

Ungarn

Budapest GFT WebSolutions Kft. Pacsirtamezõ utca 41. H-1036 Budapest Phone: +36-143606-60 Telefax: +36-143606-50

GFT Technologies AG Leopoldstrasse 1 78112 St. Georgen

T +49 7724 9411-0 F +49 7724 9411-94

[email protected] www.gft.com