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Gerresheimer AG Management Reports 2014

Mar 17, 2015

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Management Reports

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Gerresheimer AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2013 bis zum 30.11.2014

Zusammengefasster Lagebericht für die Gerresheimer AG und den Gerresheimer Konzern für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2013 bis 30. November 2014

Der Lagebericht der Gerresheimer AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der zusammengefasste Lagebericht ist im Geschäftsbericht enthalten.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 stehen im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zur Verfügung.

Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2014 werden bei dem Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

ÜBERBLICK ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

> Ziele 2014 erreicht

Umsatz wächst um 1,9 % auf EUR 1.290,0 Mio.; ohne Währungseffekte sowie bereinigt um die Portfoliooptimierungen des letzten Jahres steigt der Umsatz im Rahmen der Prognose um 3,7 %
Adjusted EBITDA liegt währungsbereinigt bei EUR 258,5 Mio. und damit oberhalb des Zielkorridors von EUR 255 Mio. bis EUR 258 Mio. Ohne den sonstigen betrieblichen Ertrag aus der Verbuchung der Triveni-Put-Option von EUR 2,4 Mio. liegt das Adjusted EBITDA mit EUR 256,1 Mio. in der Mitte des Zielkorridors
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen mit EUR 126,6 Mio. bzw. 9,8 % vom Umsatz in der geplanten Spanne zwischen 9 % bis 10 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen

> Internationale Expansion geht weiter voran

Erfolgreiche Eröffnung: Neues Technisches Kompetenzzentrum in China ist das dritte seiner Art
Grundsteinlegung für neues Produktionsgebäude in Indien im Bereich Pharmaglas

> Dividendenausschüttung steigt

Dividendenvorschlag von EUR 0,75 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,70 je Aktie)

DER GERRESHEIMER KONZERN

Geschäftstätigkeit

Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Hersteller hochwertiger Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Healthcare-Industrie. Wir bieten auf der Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme, Verpackungen für die Kosmetikindustrie sowie das komplette Spektrum an Glasprodukten für den Bereich Life Science Research.

Der Konzern umfasst sowohl die Gerresheimer AG als auch die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen. Für die Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland, waren zum Ende des Geschäftsjahres 2014 weltweit 11.096 Mitarbeiter an über 45 Standorten in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien tätig.

Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und steuert die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Geschäftsbereiche

Der Gerresheimer Konzern wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese werden durch ihre spezifischen Herstellungstechnologien und Materialien, die wir für unsere Produkte verwenden, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2014 gliedern wir unser Geschäft in die drei berichtspflichtigen operativen Geschäftsbereiche Plastics & Devices, Primary Packaging Glass und Life Science Research.

Wir berichten entsprechend dem Rechnungslegungsstandard IFRS 8 nach Geschäftssegmenten unter Anwendung des sogenannten „Management Approach“. Entsprechend orientiert sich unsere externe Berichterstattung an dem internen Berichtswesen.

Plastics & devices

Unser Produktportfolio im Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Dazu zählen beispielsweise Insulin-Pens, Inhalatoren oder vorfüllbare Spritzen. Darüber hinaus gehören zu diesem Bereich Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices setzt sich aus den drei Geschäftsfeldern Medical Plastic Systems, Plastic Packaging und Syringe Systems zusammen.

Wir entwickeln im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems komplexe Systeme und Systemkomponenten aus Kunststoff im Rahmen individueller Projektgeschäfte. Unsere Zielgruppe umfasst Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der Medizintechnik. Wir bieten mit Medical Plastic Systems individuellen Service über sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette. Das Leistungsspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme reicht von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen über Lanzetten und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichsten Testsystemen und Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.

Im Geschäftsfeld Plastic Packaging bieten wir Systemverpackungen aus Kunststoff an, die für flüssige und feste Medikamente eingesetzt werden. Zu unserer breiten Palette hochwertiger Primärverpackungen für Arzneimittel zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfen- oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Überdies umfasst unser Sortiment multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, kindergesicherten und seniorengerechten Merkmalen und integrierten Feuchtigkeitsabsorbern, wie sie sich unter der Marke Duma® finden.

Das Geschäftsfeld Syringe Systems ergänzt unser Produktportfolio durch vorfüllbare Spritzensysteme aus Glas und Kunststoff sowie entsprechendes Zubehör. Wir bieten unseren Kunden aus der Pharma- und Biotech-Industrie hochwertige Primärverpackungen mittels unseres hoch spezialisierten Know-hows und pharmakonformer Technologien. Heute erzielen wir den größten Teil des Umsatzes mit Spritzensystemen, die wir unter unserer führenden Spritzenmarke Gx RTF® (ready-to-fill) vertreiben. Wir liefern Spritzen dieser Marke in verschiedensten Ausführungen, beispielsweise gewaschen, silikonisiert, vormontiert, sterilisiert und somit komplett füllfertig an die Pharma- und Biotech-Industrie.

PRIMARY PACKAGING GLASS

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produzieren wir Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik. Dazu zählen zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen, Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Für die pharmazeutische Industrie umfasst unser Angebot vielfältige Primärverpackungen aus Glas. Zu den Produkten aus Behälterglas gehören beispielsweise Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in mannigfaltigen markt- und bedarfsgerechten Ausführungen. Wir produzieren darüber hinaus Borosilikatglas-Röhren. Diese wiederum bilden das Ausgangsmaterial zahlreicher unserer hochwertigen Spezialprodukte wie Ampullen, Fläschchen und Karpulen. Auf dieser Basis vertreiben wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette für Pharmaverpackungen.

Unser Produktportfolio für die Kosmetikindustrie umfasst hochwertige Glasverpackungen wie Fläschchen und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege- oder Wellnessprodukte. Wir verarbeiten Klar-, Farb- und Opalglas. Hierfür verfügen wir über sämtliche Technologien zur Form- und Farbgebung, Bedruckung sowie der exklusiven Veredelung.

Für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie bieten wir sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Fläschchen, Flaschen, Gläschen und Gläser, die unter anderem für Kleinspirituosen genutzt werden. Unser Produktionsspektrum umfasst verschiedene Variationen, wie beispielsweise Braun-, Weiß-, Farb- oder Opalglas, diverse Formvarianten und zahlreiche Möglichkeiten der Veredelung.

LIFE SCIENCE RESEARCH

Im Geschäftsbereich Life Science Research produzieren wir Glasgefäße und Systeme für die speziellen Anforderungen in der Forschung, Entwicklung und Analytik. Darüber hinaus bieten wir Produkte für den allgemeinen Laborbedarf an.

Die Bandbreite der Produkte erstreckt sich von Standardartikeln für die Nass-Chemie wie etwa Messkolben, Bechergläser, Erlenmeyerkolben oder Fläschchen für Laboranalytik bis hin zu komplexeren Produkten wie Destillations- oder Filtrationsgeräten sowie Komponenten für Präzisionslaser. Wir fertigen außerdem zahlreiche anwendungsspezifische Varianten, die eine genaue Abstimmung auf die jeweiligen Einsatzzwecke ermöglichen.

KONZERNSTRATEGIE UND ZIELE

Die Nachfrage nach medizinischer Versorgung weltweit wächst stetig. Wesentliche Treiber sind globale Entwicklungen wie beispielsweise die steigende Lebenserwartung, das Wachstum der Weltbevölkerung und die Umweltveränderungen. Die steigende Anzahl patentfreier Medikamente sowie der Trend zur Selbstmedikation bedeuten auch künftig für die Pharma- und Gesundheitsindustrie weiteres Wachstumspotenzial. Neben den zunehmenden Stückzahlen steigen gleichzeitig die Qualitätsanforderungen an die pharmazeutischen Verpackungen. Dies gilt besonders für Wirkstoffe mit komplexer Molekülstruktur und stellt alle Marktteilnehmer vor Herausforderungen.

Für uns als Partner bei der Entwicklung und Produktion hochwertiger Spezialverpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie eröffnen sich damit Chancen auf weiteres Wachstum. Mit unserer globalen Entwicklungs- und Produktionskompetenz erfüllen wir die steigenden Anforderungen unserer Kunden an höchste Qualität - in den Industrienationen wie auch in den Schwellenländern.

Wir verfolgen die Vision, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die Gesundheit und Wohlbefinden verbessern.

Als Kompass auf diesem Weg dienen uns die folgenden Leitlinien:

Wir möchten die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und ihnen Lösungen für ihre gegenwärtigen und künftigen Anforderungen bieten.
Wir verpflichten uns zu herausragender Qualität und kontinuierlichen Innovationen.
Wir wollen unsere Kompetenzen und unser Technologie-Know-how nutzen und als ein Team agieren.
Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber mit hoch motivierten und engagierten Mitarbeitern sein - weltweit.

Wir wollen profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen und streben in unseren Märkten die globale Marktführerschaft an.

Konkret bedeutet dies dreierlei:

> Nachhaltiges Wachstum

Wir wollen weiter wachsen. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir den Umsatz mit unseren bestehenden Kunden steigern, neue Produkte anbieten sowie weitere Regionen und Kunden für uns erschließen. Um dies zu erreichen, greifen wir auch gezielt auf Akquisitionen zurück. Unser Fokus liegt auf Zukäufen, die uns entweder den Zugang zu neuen Regionen oder den Erwerb neuer Technologien ermöglichen.

> Steigende Profitabilität

Wir streben an, die führende Wettbewerbsposition in unseren Zielmärkten einzunehmen, und dies sowohl kostenseitig als auch mit Blick auf Technologien und Prozesse. Wir setzen dabei auf hoch qualifizierte Mitarbeiter und ein weltweites Produktionsnetzwerk. Dies ermöglicht uns neben einer hohen Produktionsqualität vor allem die Kostenseite zu steuern. Wir konzentrieren uns auf ein profitables Wachstum, das sich in einem steigenden Adjusted EBITDA, einem höheren Operating Cash Flow und mittelfristig einem verbesserten ROCE widerspiegeln soll.

> Attraktives Investment und starker Partner

Ein nachhaltig profitables Wachstum macht uns für unsere bestehenden und zukünftigen Investoren zu einem attraktiven Investment und für unsere Kunden zu einem verlässlichen und finanziell starken Partner. Dies ist insbesondere in der Pharma- und Gesundheitsindustrie von wesentlicher Bedeutung, denn langfristige und stabile Beziehungen sind in unserer Branche ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Die Eckpfeiler unserer Strategie gelten unverändert seit mehreren Jahren. Wir stellen im Rahmen der jährlichen operativen und strategischen Planung die Weichen für die Folgejahre und formulieren konkrete Ziele für das nächste Geschäftsjahr, die wir mit Beginn eines jeden Geschäftsjahres - jeweils für das laufende Geschäftsjahr - veröffentlichen.

STEUERUNGSSYSTEM

Unser unternehmerisches Handeln ist auf profitables Wachstum und globale Marktführerschaft in den Bereichen Pharma und Healthcare ausgerichtet. Daraus leiten sich Umsatzwachstum, Adjusted EBITDA, Operating Cash Flow, Investitionen, Net Working Capital und Return on Capital Employed (ROCE) als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren für den Gerresheimer Konzern ab.

Das Wachstum messen wir anhand der organischen Umsatzveränderung des Gerresheimer Konzerns und seiner Geschäftsbereiche. Im Falle von Akquisitionen oder Desinvestitionen bereinigen wir die Wachstumsrate um die daraus resultierenden Effekte genauso wie um Währungseffekte. Unser Ziel ist es, die so ermittelte organische Wachstumsrate über der Steigerungsrate unseres Marktes zu halten, wobei wir pro Geschäftsbereich und Geschäftsfeld jeweilige Zielgrößen für das Wachstum definiert haben.

Unsere Profitabilität ermitteln wir in erster Linie anhand des Adjusted EBITDA. Dies setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen bereinigt um die Positionen Restrukturierungsaufwand und einmalige Aufwendungen und Erträge. Unter die einmaligen Aufwendungen und Erträge fassen wir Abfindungen für den Vorstand, Kosten einer Refinanzierung, Personalabbau und Restrukturierungen in größerem Umfang (strukturell und strategisch), die nicht die engen Kriterien des IAS 37 erfüllen, Kosten für Akquisitionen (bis zum Zeitpunkt der Akquisition) und Desinvestitionen, Kosten aus der Historie von Gerresheimer, wie z. B. Schiedsgerichtsverfahren, und Ergebnisse aus Betriebsprüfungen. Bei den Bereichen Kosten, Technologien, Mitarbeiter und Prozesse streben wir eine führende Wettbewerbsposition an. Dies ist die Basis, um die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Qualität, Service, Preis und Innovation zu erfüllen und über dem Branchendurchschnitt liegende Renditen (Adjusted EBITDA/Umsatz) zu erzielen.

Wir legen großen Wert darauf, einen ausreichenden Cash Flow zu erzielen, um die unterschiedlichen Erwartungen unserer Anspruchsgruppen zu erfüllen. Wir messen dies anhand des Operating Cash Flow, der sich wie folgt errechnet: Adjusted EBITDA zuzüglich beziehungsweise abzüglich der Veränderung des Net Working Capitals (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene/geleistete Anzahlungen) abzüglich Investitionen. Für die Kennzahlen Adjusted EBITDA und Operating Cash Flow haben wir pro Geschäftsbereich und Geschäftsfeld individuelle Zielniveaus festgelegt.

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Steuerung der Investitionen. Wir bewerten jedes Projekt in jeder Geschäftseinheit nach den gleichen Zielparametern. Dabei spielen die Berechnung gemäß Discounted Cash Flow, also der diskontierten Einnahmenüberschüsse, sowie die Payback-Periode, also die Amortisationsdauer, eine wesentliche Rolle. Erweiterungs- und Rationalisierungsprojekte sollten dabei eine Mindestverzinsung nach Steuern (interner Zinssatz) von 18 % und eine Payback-Zeit von unter drei Jahren erzielen. Bei strategischen Projekten sollte die Payback-Zeit fünf Jahre im Regelfall nicht übersteigen. Bei Werksneubauten und -erweiterungen kann die Payback-Zeit auch darüber liegen.

Das Net Working Capital ist neben dem Adjusted EBITDA und den Investitionen die dritte Stellgröße beim Operating Cash Flow. Auch hierauf liegt ein permanenter Schwerpunkt unserer vielfältigen Optimierungsmaßnahmen, wie z. B. veränderte Zahlungsbedingungen, verbessertes Mahnwesen oder Optimierungen in der Produktionsplanung zwecks Bestandsreduzierung. Dabei ist die Senkung des auf Monatsbasis berechneten durchschnittlichen Net Working Capitals unser Ziel, um so den Kapitaleinsatz dauerhaft zu minimieren.

Durch die Fokussierung auf Adjusted EBITDA, Investitionen (und damit indirekt auch auf die Abschreibungen) sowie Net Working Capital haben wir im Übrigen die wesentlichen operativen Stellgrößen des ROCE (Return on Capital Employed) im Blick. Dieser definiert sich als Adjusted EBITA im Verhältnis zum durchschnittlichen Kapitaleinsatz, also Eigenkapital plus verzinsliches Fremdkapital abzüglich liquider Mittel bzw. alternativ berechnet als Bilanzsumme abzüglich unverzinslicher Verbindlichkeiten und liquider Mittel. Neben den oben genannten Kennzahlen stellt der ROCE eine wichtige mittel- bis langfristige Zielgröße für uns dar. Basierend auf der angestrebten Mindestverzinsung nach Steuern (interner Zinssatz) von 18 % für Erweiterungs- und Rationalisierungsprojekte sollte dieser über 12 % liegen.

Neben den Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklungen spielen auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen eine wesentliche Rolle für den Erfolg unseres Unternehmens. Aus Konzernsicht sind insbesondere die Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie die Attraktivität für hoch qualifizierte Mitarbeiter und deren Bindung an das Unternehmen von zentraler Bedeutung.

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) 1) rechnete in seinem im Oktober 2014 veröffentlichten Gutachten für das Jahr 2014 mit einem stabilen Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 3,3 % (2013: 3,3 %). Danach dürfte das Wachstum in den Industrieländern mit einem Plus von 1,8 % im Jahr 2014 etwas stärker ausgefallen sein als im Vorjahr. In 2013 hatte der Anstieg 1,4 % betragen. Für die Schwellenländer wurde ein Zuwachs von 4,4 % im Jahr 2014 prognostiziert. Das Wachstum dürfte damit etwas niedriger ausgefallen sein als noch im Vorjahr (2013: 4,7 %).

Insgesamt stand die Weltwirtschaft laut IWF weiterhin vor der Aufgabe, die Folgen der Finanzkrise, und hier insbesondere die gestiegenen Schulden und die höhere Arbeitslosigkeit, zu bewältigen. Dabei befanden sich die USA an der Schwelle, die Krise zu überwinden und bereits wieder eine gute Wachstumsrate zu erzielen. Demgegenüber wurden für die Volkswirtschaften der Eurozone im Jahr 2014 nur geringe Wachstumsraten vorhergesagt. Gleiches gilt für die russische Volkswirtschaft. Hier wurde für 2014 mit 0,2 % Wachstum nach 1,3 % im Vorjahr praktisch eine Stagnation des Wirtschaftswachstums vorausgesagt. Dennoch hat sich laut IWF die Ukraine-Krise bisher nur auf die hiervon direkt betroffenen Länder sowie deren unmittelbare Nachbarländer ausgewirkt. In den Schwellenländern sollte das Wachstum deutlich über der Expansionsrate in den Industrieländern gelegen haben.

Nach der Einschätzung des IWF dürfte das Bruttoinlandsprodukt in den USA im Jahr 2014 wie im Vorjahr ein Wachstum von 2,2 % erreicht haben. Damit wurde für die USA im dritten Jahr in Folge eine relativ deutlich über dem Wachstum der Industrieländer liegende Expansion erwartet. Diese gute Prognose beruhte auf der unterstützenden Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), der in Summe verbesserten Vermögenssituation der US-amerikanischen Haushalte sowie der laufenden Erholung des Immobilienmarktes in den USA. Darüber hinaus sollte sich die gute Entwicklung am US-Arbeitsmarkt ebenfalls positiv auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt haben.

In der Eurozone hingegen war nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 % im Vorjahr für das Jahr 2014 nun ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,8 % erwartet worden. Dieses Wachstum wurde laut IWF von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, einer geringeren Steuerbelastung und einem generell verbesserten Zugang zu Krediten unterstützt. Der Beitrag der einzelnen Länder der Eurozone zur prognostizierten Steigerung war uneinheitlich: Während die deutsche, die spanische und die irische Volkswirtschaft im Jahr 2014 zu den Triebfedern des Wachstums in der Eurozone gehört haben dürften, wurden beispielsweise für die Ökonomien in Italien und Finnland leichte Rückgänge erwartet.

Für die deutsche Wirtschaft erwartete der IWF im Jahr 2014 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,4 % (Vorjahr: +0,5 %). Die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft wurden zwar aufgrund der zuletzt etwas schwächeren Erholung der Inlandsnachfrage leicht nach unten korrigiert, jedoch sollten laut IWF die positiven Tendenzen überwogen haben. Die deutsche Volkswirtschaft dürfte daher im Jahr 2014 eine der am schnellsten wachsenden Ökonomien innerhalb der Eurozone gewesen sein.

1) Internationaler Währungsfonds: „World Economic Outlook“, Oktober 2014.

In den Schwellenländern wurde das Wachstum für das Jahr 2014 mit 4,4 % prognostiziert und dürfte damit etwas weniger stark ausgefallen sein als noch im Jahr 2013. Im Vorjahr hatte das Wachstum 4,7 % betragen. Die Schwellenländer profitieren laut IWF vor allem von einer guten Inlandsnachfrage sowie einer Erholung der Auslandsnachfrage als Folge des Wachstums in den Industrienationen. Zwar lag die prognostizierte Steigerung für 2014 leicht unter dem Zuwachs der vergangenen Jahre, und einige strukturelle Hemmnisse dürften laut IWF frühestens mittelfristig abbaubar sein, jedoch dürften die Schwellenländer aller Voraussicht nach auch im Jahr 2014 der Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft geblieben sein. Für die für Gerresheimer bedeutsamsten Schwellenländer ergeben sich im Einzelnen folgende Einschätzungen:

Für die chinesische Volkswirtschaft lag das Wachstum im Jahr 2014 den Annahmen zufolge bei 7,4 %. Dieses Ergebnis liegt leicht unter dem Vorjahreswachstum von 7,7 % und deutlich unter den Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft in den vorangegangenen Jahren. Jedoch lag der Wert weiterhin deutlich über dem Durchschnitt aller Schwellenländer. Die chinesische Regierung verfolgte im Jahr 2014 eine wachstumsfördernde Politik, bei der sie vor allem steuerliche Erleichterungen für kleinere und mittelgroße Unternehmen beschloss. Dazu gehörten flankierende Investitionen in die Infrastruktur des Landes und Maßnahmen für eine erleichterte Kreditvergabe.

In Indien dürfte das Wirtschaftswachstum laut der Prognose des IWF im Jahr 2014 ein Niveau von 5,6 % erreicht haben. Damit sollte das erwartete Wachstum über dem Anstieg des Vorjahres von 5,0 % liegen. Dabei hatte die indische Volkswirtschaft im Jahr 2014 mit witterungsbedingten Effekten zu kämpfen. Allerdings dürften der gut laufende Export und die hohen Investitionen das Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode noch leicht verstärkt haben.

Für die brasilianische Volkswirtschaft rechnete der IWF im Jahr 2014 mit einem Wachstum von 0,3 %. Gegenüber dem Vorjahreswachstum von 2,5 % wurde somit eine deutliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität prognostiziert. Das Wachstum dürfte laut IWF sowohl durch eine niedrige Investitionsbereitschaft auf Seiten der Unternehmen als auch infolge des deutlich geringeren Verbrauchervertrauens gebremst worden sein. Außerdem dürfte die insgesamt schwächere Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Wirtschaft deren wirtschaftliche Erholung erschwert haben.

Branchenentwicklung

Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch im Jahr 2014 robust. Während die Industrieländer weiterhin eher moderate Wachstumsraten aufwiesen, verlief die Entwicklung in den aufstrebenden Ländern2) deutlich dynamischer. Hier profitierte der Pharmasektor von steigenden öffentlichen Ausgaben für die medizinische Versorgung sowie von höheren privaten Ausgaben für Vorsorge und Gesundheit. Die staatlichen Bestrebungen in den Industrieländern, den Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen, haben das Wachstum der Pharmaindustrie bisher nicht nachhaltig beeinträchtigt. Die Bedeutung der Generikahersteller wird zukünftig weiter steigen. Allerdings sind einige Generikahersteller vom Ukraine-Konflikt mit seinen möglicherweise größeren Auswirkungen auf die osteuropäischen Märkte insgesamt betroffen.

Insgesamt gilt die Pharmaindustrie jedoch unverändert als weitgehend krisenunabhängig. Sie profitiert weiterhin von nachhaltigen Wachstumstreibern. Dazu gehören der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen sowie biotechnologisch hergestellte Medikamente.

Der stärker konjunkturabhängige Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas entwickelte sich im Geschäftsjahr eher verhalten. Insbesondere bei den Parfüm- und Pflegeprodukten verlangsamte sich das Wachstum. Unverändert werden Glasverpackungen mit hoher Wertanmutung sehr geschätzt, so dass Design und zusätzliche Veredelungsprozesse der Glasbehälter auch im Jahr 2014 von entscheidender Bedeutung waren.

Die Nachfrage im Markt für Life Science Research-Produkte war zwar weiterhin geprägt von Bestandsreduzierungen und Budgetrestriktionen in den USA. Dennoch wurden im Jahr 2014 erste Konsolidierungstendenzen erkennbar.

Entwicklung an den Devisenmärkten

Nachdem der Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr im Zuge des US-Schuldenstreites im Vergleich zum US-Dollar auf einen Schlusskurs von 1,36 US-Dollar je Euro angestiegen war, setzte sich der Aufwärtstrend zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 zunächst fort. Am 16. März 2014 markierte der Kurs bei 1,39 US-Dollar je Euro sein Jahreshoch. In der Folge ging der Kurs Anfang Mai 2014 in einen Abwärtstrend über. Zu diesem Zeitpunkt realisierten die Teilnehmer am Devisenmarkt immer mehr, dass sich die US-Wirtschaft im Vergleich zur Wirtschaft in der Eurozone in den kommenden Jahren relativ stärker entwickeln dürfte. So erwartet der IWF für die Jahre 2014 bis 2016 ein durchschnittliches jährliches Wachstum in Höhe von 2,6 % für die US-Wirtschaft. Dem gegenüber steht für den gleichen Zeitraum ein erwartetes Wachstum in der Eurozone in Höhe von durchschnittlich 1,2 % pro Jahr. Nach einer Abwärtsbewegung im 2. und 3. Quartal erreichte die US-Währung am 6. November 2014 ihr Jahrestief bei 1,24 US-Dollar je Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres am 30. November 2014 notierte der Euro bei 1,25 US-Dollar je Euro. Der Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr 2014 vom 1. Dezember 2013 bis zum 30. November 2014 lag damit bei 1,34 US-Dollar und somit über dem durchschnittlichen Niveau des Vorjahres von 1,32 US-Dollar je Euro.

Andere Währungen, die für uns im Rahmen der Quartals- und Jahresabschlüsse gegebenenfalls zu Umrechnungseffekten bei der Umrechnung in die Berichtswährung Euro führen, haben während des Berichtszeitraumes zumeist ihren Wert im Vergleich zum Euro stabil gehalten oder sind gegenüber dem Euro gefallen. Damit hat der in Summe stärkere Euro gegenüber den für den Gerresheimer Konzern relevanten Währungen im Berichtszeitraum dafür gesorgt, dass diese sogenannten Translationseffekte das Umsatzwachstum leicht gebremst haben. Aus diesem Grund geben wir im Kapitel „Umsatzentwicklung“ das Umsatzwachstum währungsbereinigt als auch organisch, das heißt um Währungseffekte und Akquisitionen bzw. Desinvestitionen bereinigt, an. Im Geschäftsjahr 2014 lag für den US-Dollar folgender Plankurs zugrunde: 1 Euro entspricht 1,30 US-Dollar. Darüber hinaus sind im Konzernanhang unter der Angabe (4) die Stichtags- und Durchschnittskurse der wesentlichen Währungen für den Gerresheimer Konzern für das Geschäftsjahr 2014 und für das Vorjahr detailliert dargestellt.

2) IMS Health: Zu den Schwellenländern, die vom IMS-Institut als „Pharmerging Countries“ bezeichnet werden, gehören Ägypten, Algerien, Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine, Venezuela und Vietnam.

ENTWICKLUNG AN DEN ENERGIE- UND ROHSTOFFMÄRKTEN

Ein erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Wir haben einen permanent hohen Bedarf an Energieträgern, insbesondere aufgrund der energieintensiven Brenn- und Schmelzvorgänge in den Hochtemperaturschmelzöfen. Ein wesentlicher Anstieg der Energiepreise kann die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten. Daher haben wir die besondere Ausgleichsregel für stromintensive Unternehmen nach § 64 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in Anspruch genommen. Der Konzern hat sich gegen anziehende Energiepreise (Strom und Gas) umfassend abgesichert, um Energiekostensteigerungen aufzufangen.

Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten sind wir unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Insgesamt haben wir bei wesentlichen Kundenverträgen Preisanpassungsklauseln vereinbart, die diese Kostensteigerungen weitestgehend kompensieren.

Weitere Informationen zum Umgang des Gerresheimer Konzerns mit Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen finden sich im gleichnamigen Unterpunkt des Kapitels „Operative Risiken“.

Änderung der Regulatorischen Rahmenbedingungen

Nach wie vor legen die politischen Entscheider, insbesondere in den europäischen Industrieländern und den USA, großen Wert auf den Nachweis eines signifikanten Zusatznutzens, bevor neue Medikamente zugelassen werden. Aus diesem Grund wird in der Regel von den entsprechenden Behörden eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, bevor Medikamente für den Markt zugelassen werden können. Dies hat im Geschäftsjahr 2014 zu einer Zunahme der Bedeutung generisch hergestellter Medikamente in den Industrieländern geführt.

Tendenziell nehmen Umfang und Anzahl der regulatorischen Auflagen jährlich zu. Bei hohem Nutzen für die Patienten sind für alle Marktteilnehmer damit große Herausforderungen verbunden. Die Erfüllung und Umsetzung der regulatorischen Auflagen hat bei unseren Kunden in Einzelfällen im abgelaufenen Geschäftsjahr Produktionsunterbrechungen erforderlich werden lassen, in deren Folge die Nachfrage nach unseren pharmazeutischen Verpackungen temporär beeinträchtigt war.

Insgesamt haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen auf den für Gerresheimer wichtigen Pharmamärkten für unser Geschäft im Jahr 2014 allerdings nicht wesentlich verändert.

ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

EINFLUSS DER RAHMENBEDINGUNGEN AUF DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Mit 83 % des Gesamtumsatzes ist das Geschäft mit der Pharma- und Healthcare-Industrie für den Gerresheimer Konzern besonders wichtig. Im Geschäftsjahr 2014 erzielten wir ein Umsatzwachstum von 1,9 %, organisch von 3,7 %.

Da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen auf den für uns wichtigen Pharmamärkten im Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich verändert haben, hat dies unsere Geschäftsentwicklung nicht erheblich beeinflusst. Allerdings haben die zunehmende Anzahl und der steigende Umfang an regulatorischen Auflagen unser Geschäft temporär belastet, da es bei einigen unserer Kunden dadurch zu Produktionsunterbrechungen kam. Im konjunkturnäheren Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas verlief das Jahr verhalten. Das Wachstum verlangsamte sich insbesondere bei den Parfüm- und Pflegeprodukten. Im Markt für Life Science Research-Produkte waren im Geschäftsjahr 2014 erste Konsolidierungstendenzen erkennbar, auch wenn er weiterhin von Bestandsreduzierungen sowie Budgetrestriktionen in den USA geprägt war.

Wir vertreiben hauptsächlich spezialisierte und hochwertige Primärverpackungsprodukte und Drug-Delivery-Systeme aus Glas und Kunststoff. Das Angebot einer vollständig integrierten Produktion unterscheidet uns von unseren Wettbewerbern. In den Märkten und in den Produktsegmenten, in denen wir tätig sind, wollen wir unsere Wettbewerbsposition 1 oder 2 halten beziehungsweise streben wir an, diese Wettbewerbsposition zu erreichen.

Prognoseerreichung im Geschäftsjahr 2014

Um unseren Aktionären, Kunden und allen anderen Partnern die Möglichkeit zu geben, unsere Geschäftsentwicklung zu beurteilen, veröffentlichen wir unsere Erwartungen jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres. Unsere Prognose umfasst dabei Angaben zu der erwarteten Entwicklung des Umsatzes, des Adjusted EBITDA und der Investitionsausgaben.

Der Vergleich der Prognose mit den berichteten Geschäftsjahreszahlen zeigt, dass wir die Geschäftsentwicklung richtig eingeschätzt haben. Der organische Umsatzzuwachs von 3,7 % entsprach unserer Umsatzprognose von rund 4 %. Das Adjusted EBITDA liegt mit EUR 258,5 Mio. zu konstanten Wechselkursen oberhalb des Zielkorridors von EUR 255 Mio. bis EUR 258 Mio. Unter Herausrechnung des sonstigen betrieblichen Ertrages für die Optionsbewertung aus der Triveni-Akquisition in Höhe von EUR 2,4 Mio. liegt das Adjusted EBITDA mit EUR 256,1 Mio. innerhalb der veranschlagten Bandbreite. Auch die Investitionsausgaben in Höhe von EUR 126,6 Mio. liegen mit 9,8 % in dem veranschlagten Korridor von 9 % bis 10 % vom Umsatz. Die untenstehende Tabelle zeigt die Prognoseentwicklung im Jahresverlauf.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Der Gerresheimer Konzern kann im Geschäftsjahr 2014 auf eine stabile Geschäftsentwicklung zurückblicken. Der Umsatz stieg um 1,9 % auf EUR 1.290,0 Mio. (organisch ein Anstieg von 3,7 %). Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern lag trotz der fortgeführten Restrukturierungmaßnahmen im Geschäftsjahr 2014 mit EUR 72,9 Mio. über dem Ergebnis des Vorjahres von EUR 68,5 Mio. Das bereinigte Konzernergebnis betrug EUR 97,9 Mio. nach EUR 103,5 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich auch im Geschäftsjahr 2014 als wachstumsstark und weitgehend konjunkturunabhängig erwiesen. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass haben Bestandsreduzierungen und Produktionsstillstände aufgrund von Auflagen der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA bei einigen unserer Kunden im US-amerikanischen Markt insgesamt wachstumsdämpfend gewirkt. Im eher zyklischen Bereich der Kosmetikverpackungen war die Entwicklung eher verhalten. Der Geschäftsbereich Life Science Research verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 trotz der weiter anhaltenden Budgetrestriktionen in den USA einen leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg.

Auch für die Gerresheimer AG als Mutterunternehmen war der operative Geschäftsverlauf zufriedenstellend. Im HGB-Einzelabschluss der Gerresheimer AG ging das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wie erwartet aufgrund geringerer Beteiligungserträge von EUR 55,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 53,2 Mio. zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass wir bei Gerresheimer eine konsequente Steuerungsphilosophie verfolgen und in Abhängigkeit von geplanten Investitionen in den jeweiligen Regionen gegebenenfalls keine Dividenden von Tochterunternehmen erwarten. Demzufolge kann das Beteiligungsergebnis im Jahresvergleich stark schwanken. Der Jahresüberschuss betrug EUR 40,4 Mio. nach EUR 39,7 Mio. im Vorjahr. Das Eigenkapital stieg von EUR 646,8 Mio. auf EUR 665,2 Mio. Weitere Details können dem Kapitel „Jahresabschluss der Gerresheimer AG“ entnommen werden.

UMSATZENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2014 stieg der Gerresheimer Konzernumsatz um 1,9 % bzw. EUR 24,1 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2013. Bereinigt um Währungseffekte und Akquisitionen bzw. Desinvestitionen betrug das organische Umsatzwachstum 3,7 %. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf das starke Wachstum in dem Geschäftsbereich Plastics & Devices zurückzuführen. Während auch der Geschäftsbereich Life Science Research zu dem Umsatzwachstum beitrug, entwickelte sich der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass erwartungsgemäß leicht rückläufig.

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung

in %
Umsatzerlöse
Plastics & Devices 598,8 561,6 6,6
Primary Packaging Glass 622,2 635,4 -2,1
Life Science Research 87,3 86,8 0,7
Zwischensumme 1.308,3 1.283,8 1,9
Innenumsätze -18,3 -17,9 -2,2
Summe Umsatzerlöse 1.290,0 1.265,9 1,9

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices steigerte seinen Umsatz im Jahr 2014 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 561,6 Mio. auf EUR 598,8 Mio. Dies entspricht einem Wachstum von 6,6 % (organisch 10,1 %). Der Umsatzanstieg wurde im Geschäftsjahr 2014 im Wesentlichen im Bereich der Primärverpackungen als auch im Bereich der medizinischen Systeme erzielt. Hier konnten insbesondere in den Bereichen der Inhalatoren und Insulin-Pens Zuwächse erwirtschaftet werden. Auch das Geschäftsjahr 2014 war erneut durch hohe Umsätze im Engineering- und Werkzeugbereich gekennzeichnet. Der Bereich Syringe Systems erwirtschaftete leichte Umsatzzuwächse.

Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 bei einem Umsatz von EUR 622,2 Mio. einen Umsatzrückgang von 2,1 % (organisch -1,5 %) gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2014 haben drei Haupteffekte die Umsatzentwicklung dieses Geschäftsbereiches belastet. Auflagen der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA führten bei einigen unserer Kunden im US-amerikanischen Markt zu Produktionsstillständen, wodurch es zu geringeren Liefermengen von uns an diese Kunden kam. Zusätzlich führten Bestandsreduzierungen bei einigen unserer US-amerikanischen Pharmakunden bei uns zu geringeren Umsätzen als noch im vorherigen Geschäftsjahr. Zudem führte eine ungeplante Ofenreparatur zu deutlich geringeren verkaufbaren Produkten im US-Markt durch uns.

Der Umsatz des Geschäftsbereiches Life Science Research betrug im Berichtsjahr EUR 87,3 Mio. nach EUR 86,8 Mio. im Vorjahr und stieg somit um 0,7 % (organisch 1,7 %).

Umsatz nach Wirtschaftsregionen

Den weitaus größten Teil seines Konzernumsatzes erzielt Gerresheimer im Ausland. Der Auslandsumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf EUR 978,1 Mio. bzw. 76 %. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der im Ausland erzielte Umsatz EUR 980,1 Mio. bzw. 77 %. Die Regionen Europa und Amerika stellen für Gerresheimer weiterhin die wichtigsten geografischen Absatzregionen dar. Der Umsatz in den Schwellenländern steht als Wachstumsregion auch weiterhin im Fokus. Insgesamt blieben die Umsätze prozentual in allen Regionen auf dem Niveau des Vorjahres.

Der IMS Health hat im Geschäftsjahr 2014 seine Definition der Schwellenländer erweitert. Es sind nunmehr 21 statt 17 Länder als Schwellenländer definiert. Neu hinzugekommen sind die Länder Algerien, Kolumbien, Nigeria und Saudi-Arabien. Wir haben unsere Berichterstattung an diese erweiterte Definition angepasst und das Vorjahr entsprechend vergleichbar gemacht.

Der Umsatz der Region Europa stieg um EUR 21,0 Mio. bzw. 4,7 % auf EUR 467,0 Mio. Obwohl die Wirtschaftsleistung in Europa insgesamt nur ein leichtes Wachstum verzeichnen konnte, stieg der Umsatzanteil des Gerresheimer Konzerns dort auf nunmehr 36,2 % nach 35,2 % im Vorjahr. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die positive Entwicklung der Umsätze in Spanien, Italien und Schweden zurückzuführen. Hier erzielten wir einen Umsatzanstieg von 12,1 %. Auch in Deutschland nahmen die Umsatzerlöse deutlich zu. Sie stiegen um EUR 26,1 Mio. bzw. um 9,1 %. Damit steigerte Deutschland seinen Umsatzanteil am Konzernumsatz von 22,6 % auf 24,2 %.

Mit einem Anteil von 20,3 % (Vorjahr: 22,3 %) am Konzernumsatz ist Amerika unverändert ein wichtiger Absatzmarkt des Gerresheimer Konzerns. Aufgrund der Präsenz weltweit operierender Pharmaunternehmen und des Bevölkerungspotenzials bleiben insbesondere die USA auch in Zukunft eine der Kernregionen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit. Wie bereits beschrieben führten gestiegene regulatorische Anforderungen, Bestandsreduzierungen bei einigen unserer Kunden sowie die ungeplante Ofenreparatur insbesondere in den USA zu rückläufigen Umsätzen.

Der Umsatz in den Schwellenländern trug in 2014 wie auch im Jahr 2013 mit rund 17 % zum Gesamtumsatz des Konzerns bei. Während der Umsatz in Brasilien und Indien insbesondere währungsbedingt leicht rückläufig war, verzeichneten wir in China dagegen eine erfreuliche Entwicklung. Bereinigt um Währungseffekte und um die Portfolioveränderungen im Vorjahr stieg der Umsatz organisch in den Schwellenländern um 5,7 % von EUR 214,6 Mio. auf EUR 226,9 Mio.

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete der Gerresheimer Konzern mit EUR 253,4 Mio. ein Adjusted EBITDA, das leicht über dem Vorjahr von EUR 249,8 Mio. liegt. Die Adjusted EBITDA-Marge lag bei 19,6 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres von 19,7 %. Währungsbereinigt stieg das Adjusted EBITDA auf EUR 258,5 Mio. Ohne den sonstigen betrieblichen Ertrag aus der Verbuchung der Triveni-Put-Option von EUR 2,4 Mio. in 2014 und EUR 7,5 Mio. in 2013 ergibt sich eine Steigerung der Adjusted EBITDA-Marge von 19,1 % in 2013 auf 19,5 % in 2014.

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung

in %
Adjusted EBITDA
Plastics & Devices 126,1 120,8 4,4
Primary Packaging Glass 134,0 138,0 -2,9
Life Science Research 12,4 11,5 7,8
Zwischensumme 272,5 270,3 0,8
Zentralstellen/Konsolidierung -19,1 -20,5 -6,8
Summe Adjusted EBITDA 253,4 249,8 1,4

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Plastics & Devices stieg um EUR 5,3 Mio. auf EUR 126,1 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug 21,1 % nach 21,5 % im Vorjahr. Hierin enthalten ist ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 2,4 Mio. aus der Fair Value-Bewertung der Triveni-Put-Option zum Bilanzstichtag. Bereinigt um diesen Effekt stieg die Adjusted EBITDA-Marge von 20,2 % im Vorjahr auf 20,7 % im Jahr 2014, und dies trotz höherem Anteil an Umsätzen aus dem Engineering- und Werkzeugbau.

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ging das Adjusted EBITDA erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % auf EUR 134,0 Mio. im Jahr 2014 zurück. Aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements blieb die Adjusted EBITDA-Marge mit 21,6 % auf dem Niveau des Vorjahres. Wie bereits bei den Umsatzerlösen erläutert führten unter anderem temporäre Produktionsanpassungen bei einigen unserer US-amerikanischen Kunden zu niedrigeren Umsätzen und damit zu geringeren Ergebnissen.

Der Geschäftsbereich Life Science Research übertraf im Berichtsjahr 2014 mit EUR 12,4 Mio. das Adjusted EBITDA des Vorjahres. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im Geschäftsjahr 2014, 14,2 % gegenüber 13,2 % im Geschäftsjahr 2013. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine verbesserte Produktivität des Geschäftsbereiches zurückzuführen.

Die Kosten der Zentralstellen bzw. die Konsolidierungseffekte liegen mit EUR 19,1 Mio. um EUR 1,4 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Im Berichtszeitraum 2014 sind insbesondere die Personalaufwendungen in der Gerresheimer AG gesunken.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung
Adjusted EBITDA 253,4 249,8 3,6
Restrukturierungsaufwendungen 4,4 4,8 -0,4
Einmalige Aufwendungen und Erträge 1) 1,5 3,8 -2,3
EBITDA 247,5 241,2 6,3
Planmäßige Abschreibungen 87,5 83,7 3,8
EBITA 160,0 157,5 2,5
Abschreibung Fair Value-Anpassungen 2) 17,5 19,0 -1,5
Portfoliobereinigungen 12,6 5,6 7,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 129,9 132,9 -3,0
Sonstiger betrieblicher Ertrag (Triveni) -2,4 -7,5 5,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (ohne Triveni) 127,5 125,4 2,1

1) Die Position „einmalige Aufwendungen und Erträge“ umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als „Restrukturierungsaufwendungen“ auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharmaglas-Sparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012 sowie der Akquisition von Triveni im Dezember 2012.

Ausgehend von dem Adjusted EBITDA leiten Restrukturierungsaufwendungen sowie einmalige Erträge und Aufwendungen zum EBITDA über. Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. beinhalten im Wesentlichen Abfindungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung, Straffung und Optimierung der Geschäftsbereiche. Im Kontext unserer Q3-Quartalsfinanzberichterstattung hatten wir bereits kommuniziert, dass durch Fortführung der Standardisierung und Optimierung der Produktionsstandorte voraussichtlich Kosten in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages anfallen können.

Der Saldo der einmaligen Aufwendungen und Erträge in Höhe von EUR 1,5 Mio. enthält im Geschäftsjahr 2014 einen Betrag von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) im Zusammenhang mit der erläuterten Neuordnung der Geschäftsbereiche und EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) Aufwendungen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Akquisitionsprojekten stehen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind um EUR 3,8 Mio. höher als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf die hohe Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2014 zurückzuführen. Nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen wurde im Geschäftsjahr 2014 ein EBITA von EUR 160,0 Mio. erzielt, das EUR 2,5 Mio. über dem Vorjahr liegt. Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 17,5 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,5 Mio. niedriger ausgefallen. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Abschreibungen aus früheren Akquisitionen aufgrund der zugrundeliegenden Nutzungsdauern auslaufen.

Im Zusammenhang mit der angekündigten Straffung und Optimierung der Geschäftsbereiche sind Portfoliobereinigungen vorgenommen worden, die im Geschäftsjahr 2014 zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 12,6 Mio. führten, die im Wesentlichen in den USA in Vorbereitung des kommunizierten Ausbaus unseres Werkes in Chicago angefallen sind. Der Aufwand des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 5,6 Mio. betrifft unter anderem den Verkauf unserer Anteile an der Minderheitsgesellschaft Beijing Gerresheimer Glass Co., Ltd.

Insgesamt erzielte der Gerresheimer Konzern ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, das mit EUR 129,9 Mio. um EUR 3,0 Mio. unter dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit des Vorjahres liegt. Bereinigt um den Ergebniseffekt aus der Bewertung der Triveni-Put-Option zum Bilanzstichtag ergab sich ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von EUR 127,5 Mio. nach EUR 125,4 Mio. im Vorjahr.

RETURN ON CAPITAL EMPLOYED

Der Return on Capital Employed (ROCE) ist als Messgröße für die Rentabilität auf Konzernebene implementiert und gibt Aufschluss darüber, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital umgehen. Diese Kennzahl stellt eine wichtige mittel- bis langfristige Zielgröße dar. Sie definiert sich als Adjusted EBITA im Verhältnis zum durchschnittlichen Kapitaleinsatz, berechnet als Bilanzsumme abzüglich unverzinslicher Verbindlichkeiten und liquider Mittel.

WESENTLICHE POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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2014

in Mio. EUR
in %

vom Umsatz
2013

in Mio. EUR
in %

vom Umsatz
Umsatzerlöse 1.290,0 1.265,9
Herstellungskosten -933,9 -72,4 -901,7 -71,2
Vertriebskosten -135,7 -10,5 -140,3 -11,1
Verwaltungskosten -86,4 -6,7 -90,9 -7,2
Restrukturierungskosten -4,4 -0,3 -4,8 -0,4
Sonstige Aufwendungen und Erträge 0,3 0,0 4,7 0,4
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 129,9 10,1 132,9 10,5
Finanzergebnis (netto) 1) -30,5 -2,4 -34,2 -2,7
Ertragsteuern -26,5 -2,1 -30,2 -2,4
Konzernergebnis 72,9 5,7 68,5 5,4
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 6,5 6,3
Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens 66,4 62,2
Bereinigtes Konzernergebnis (Adjusted Net Income) 97,9 103,5
Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie in EUR 2,89 3,08

1) Das Finanzergebnis (netto) umfasst Zinserträge sowie Zinsaufwendungen bezogen auf die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns. Zudem werden unter dem Finanzergebnis (netto) auch der Nettozinsaufwand für Pensionsrückstellungen sowie Währungseffekte aus den Finanzierungsgeschäften und den dazugehörigen derivativen Sicherungsgeschäften ausgewiesen.

FUNKTIONSKOSTEN

Die Herstellungskosten stiegen um 3,6 % auf EUR 933,9 Mio. (Vorjahr: EUR 901,7 Mio.); im Verhältnis zum Umsatz betrug der Anstieg 1,2 Prozentpunkte. Ursächlich hierfür waren einerseits gestiegene Personalkosten im Rahmen der üblichen Gehaltstrends und andererseits Aufwendungen im Zusammenhang mit Qualitätsverbesserungen unserer Produkte. Daneben sind hier auch Aufwendungen für unsere ungeplante Wannenreparatur in Chicago angefallen. Die Vertriebskosten sind im Verhältnis zum Umsatz leicht zurückgegangen. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Vertriebsoptimierung des Vorjahres zurückzuführen. Absolut gingen die Vertriebskosten um EUR 4,6 Mio. zurück. Die Verwaltungskosten sind im Verhältnis zum Umsatz ebenfalls wie geplant leicht rückläufig. Dies ergibt sich im Wesentlichen durch die Zusammenlegung der Leitungsfunktionen wie bereits im Vorjahr kommuniziert.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,4 Mio. zurückgegangen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Ertrag aus der Fair Value-Bewertung der Triveni-Put-Option zurückzuführen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb von 75 % der Anteile an Triveni zum 20. Dezember 2012 hat Gerresheimer den Minderheitsgesellschaftern das Recht eingeräumt, die verbliebenen 25 % ab dem 1. April 2016 zum Kauf anzudienen. Der Kaufpreis basiert auf dem lokalen EBITDA der Gesellschaft Triveni für das am 31. März 2016 endende Geschäftsjahr. Aufgrund der Fair Value-Bewertung der Put-Option zum Bilanzstichtag wurde die Kaufpreisverbindlichkeit um EUR 2,4 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.) reduziert.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2014 resultiert in einem Aufwand von EUR 30,5 Mio. und liegt damit um EUR 3,7 Mio. unter dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 34,2 Mio. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen niedrigere Zinsaufwendungen aus den Konsortialkrediten, da das langfristige Darlehen planmäßig zurückgezahlt wurde. Demzufolge wurde das niedriger verzinsliche revolvierende Darlehen stärker in Anspruch genommen.

ERTRAGSTEUERN

Der Ertragsteueraufwand beträgt EUR 26,5 Mio. nach EUR 30,2 Mio. im Vorjahr. Zum 30. November 2014 betrug die Steuerquote 26,7 % und lag damit unter der Steuerquote des Vorjahres in Höhe von 30,6 %.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Betriebsprüfung für den deutschen Organkreis für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2008 abgeschlossen. Für die sich daraus ergebenden zusätzlichen Steueraufwendungen wurde im Geschäftsjahr 2014 eine entsprechende Vorsorge getroffen. Im Vorjahr hatten wir eine Reihe steuerlicher Sondereffekte, die wir im Geschäftsbericht 2013 ausführlich erläutert haben. Würde die Steuerquote um diese Sondereffekte bereinigt, ergäbe sich für das Berichtsjahr 2013 eine bereinigte Steuerquote von 21,7 %. Steuerreduzierend wirken hierbei im Wesentlichen die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden Steuern, ein steuerfreier Investitionszuschuss einer tschechischen Gesellschaft sowie Steuerfreibeträge bezüglich der amerikanischen Inlandsproduktion und die Nachaktivierung von Verlustvorträgen aus Vorjahren aufgrund positiver Unternehmensentwicklung.

KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS

Zum 30. November 2014 wies der Gerresheimer Konzern mit EUR 72,9 Mio. ein Konzernergebnis aus, das um EUR 4,4 Mio. über dem Vorjahreswert lag.

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung

in %
Konzernergebnis 72,9 68,5 4,4
Abschreibung Fair Value-Anpassungen 17,5 19,0 -1,5
darauf entfallender Steuereffekt -5,5 -5,6 0,1
Restrukturierungsaufwendungen 4,4 4,8 -0,4
darauf entfallender Steuereffekt -1,3 -1,4 0,1
Einmalige Aufwendungen und Erträge 1,5 3,8 -2,3
darauf entfallender Steuereffekt -0,5 -1,1 0,6
Portfoliobereinigungen 12,6 5,6 7,0
darauf entfallender Steuereffekt -4,5 -0,8 -3,7
Steuerliche Sondereffekte 0,8 10,7 -9,9
Bereinigtes Konzernergebnis 97,9 103,5 -5,6
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 6,5 6,3 0,2
Abschreibung Fair Value-Anpassungen 0,9 0,7 0,2
darauf entfallender Steuereffekt -0,1 -0,2 0,1
Bereinigte Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 7,3 6,8 0,5
Bereinigtes Ergebnis nach Minderheiten 90,6 96,7 -6,1

Das bereinigte Konzernergebnis bzw. Adjusted Net Income (definiert als Konzernergebnis inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im Geschäftsjahr 2014 EUR 97,9 Mio. nach EUR 103,5 Mio. im Vorjahr. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben sich einerseits aus den bereits erläuterten Portfoliobereinigungen und andererseits aus den bekannten Steuereffekten aus 2013. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich damit auf EUR 2,89 nach EUR 3,08 im Vorjahr (jeweils nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen).

GEWINNVERWENDUNG (DIVIDENDENVORSCHLAG)

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 30. April 2015 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,75 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,70 je Aktie) für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 23,6 Mio. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 84,5 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen. Damit profitieren die Gerresheimer Aktionäre vom Geschäftserfolg des Gerresheimer Konzerns.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSDARSTELLUNG

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

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Aktiva in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013 Veränderung

in %1)
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.140,6 1.115,3 2,3
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0,1 0,1 -5,5
Sonstige langfristige Vermögenswerte 13,0 13,4 -2,3
Langfristige Aktiva 1.153,7 1.128,8 2,2
Vorräte 193,7 194,5 -0,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 208,5 192,6 8,3
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 100,0 99,9 0,0
Kurzfristige Aktiva 502,2 487,0 3,1
Bilanzsumme 1.655,9 1.615,8 2,5
Passiva in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013 Veränderung

in %1)
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 604,4 563,4 7,3
Langfristige Rückstellungen 175,2 165,7 5,7
Finanzverbindlichkeiten 386,1 404,6 -4,6
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34,4 48,5 -28,9
Langfristige Schulden 595,7 618,8 -3,7
Finanzverbindlichkeiten 124,2 103,8 19,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 125,5 127,0 -1,2
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 206,1 202,8 1,6
Kurzfristige Schulden 455,8 433,6 5,1
Bilanzsumme 1.655,9 1.615,8 2,5

1) Die Veränderungen wurden auf Basis von TEUR berechnet.

Die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns betrug zum 30. November 2014 EUR 1.655,9 Mio. Sie lag damit um EUR 40,1 Mio. bzw. 2,5 % über dem Wert des Vorjahres. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Veränderung der Wechselkurse zurückzuführen, die zu einem Anstieg - insbesondere im Anlagevermögen - geführt haben.

BILANZSTRUKTUR UND KENNZAHLEN

Die langfristigen Aktiva haben sich auf EUR 1.153,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1.128,8 Mio.) erhöht. Dies entspricht einem Anstieg um EUR 24,9 Mio. bzw. 2,2 %. Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr auf 69,7 % (Vorjahr: 69,9 %) zurückgegangen. Die kurzfristigen Aktiva stiegen zum Bilanzstichtag um 3,1 % auf EUR 502,2 Mio. (Vorjahr: EUR 487,0 Mio.). Bezogen auf die Bilanzsumme lag ihr Anteil bei 30,3 % (Vorjahr: 30,1 %). Höhere Investitionen und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen prägten die Aktivseite der Bilanz im Geschäftsjahr 2014.

LANGFRISTIGE AKTIVA

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich am Bilanzstichtag auf einen Wert von EUR 1.140,6 Mio. (Vorjahr: EUR 1.115,3 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen die Folge von Wechselkursveränderungen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 126,6 Mio. (Vorjahr: EUR 119,1 Mio.) wurden durch planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 87,5 Mio. (Vorjahr: EUR 83,7 Mio.) und Fair Value-Abschreibungen in Höhe von EUR 17,5 Mio. (Vorjahr: 19,0 Mio.) verringert. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 12,6 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.) und sind auf die im 3. Quartal 2014 angekündigten Portfoliobereinigungen und weitere Standardisierung im Konzern zurückzuführen.

Die sonstigen langfristigen Aktiva sind um 2,3 % auf EUR 13,0 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.) gesunken. Sie enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche für Pensionsleistungen in Höhe von EUR 3,9 Mio., sonstige Ausleihungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. sowie aktive latente Steuern in Höhe von EUR 7,3 Mio.

KURZFRISTIGE AKTIVA

Die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % gestiegen. Die Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag EUR 193,7 Mio. (Vorjahr: EUR 194,5 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf EUR 208,5 Mio. (Vorjahr: EUR 192,6 Mio.). Die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere aufgrund des Umsatzwachstums angestiegen. Der Anteil der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 24,3 % im Vergleich zu 24,0 % im Vorjahr.

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile stieg um EUR 41,0 Mio. auf EUR 604,4 Mio. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das positive Konzernergebnis zurückzuführen, das die Ausschüttungen in Höhe von EUR 29,6 Mio. überkompensierte. Zusätzlich wurde das Eigenkapital durch die versicherungsmathematischen Verluste (nach Steuern) in Höhe von EUR 8,3 Mio. reduziert, die sich aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung bei der Neubewertung der Pensionsrückstellungen ergeben haben. Zum 30. November 2014 lag die Eigenkapitalquote bei 36,5 % nach 34,9 % zum Geschäftsjahresende 2013.

LANGFRISTIGE SCHULDEN

Die langfristigen Schulden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 595,7 Mio. (Vorjahr: EUR 618,8 Mio.). Sie sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 23,1 Mio. gesunken. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 5,7 %. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Pensionsrückstellungen durch den stark gesunkenen Diskontierungszinssatz zurückzuführen. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind um EUR 18,5 Mio. gesunken und beliefen sich am Bilanzstichtag auf EUR 386,1 Mio. (Vorjahr: EUR 404,6 Mio.). Das ist ein Rückgang um 4,6 %. Auch die langfristigen latenten Steuerschulden sind zurückgegangen.

KURZFRISTIGE SCHULDEN

Die kurzfristigen Schulden lagen zum Bilanzstichtag bei EUR 455,8 Mio., ein Plus von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag damit bei 27,5 % (Vorjahr: 26,8 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen stichtagsbedingt auf EUR 125,5 Mio. (Vorjahr: EUR 127,0 Mio.) zurück. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 56,5 Mio. nach EUR 45,7 Mio. im Vorjahr. Hierin sind insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen und Personalverpflichtungen enthalten, die im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,2 Mio. gestiegen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 114,0 Mio. (Vorjahr: EUR 119,5 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

NET WORKING CAPITAL

Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 30. November 2014 mit EUR 233,1 Mio. um EUR 31,2 Mio. höher als zum 30. November 2013.

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in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013
Vorräte 193,7 194,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 208,5 192,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 125,5 127,0
Erhaltene Anzahlungen 43,6 58,2
Net Working Capital 233,1 201,9

Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum Vorjahr ist auf stichtagsbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate lag das durchschnittliche Net Working Capital zum 30. November 2014 mit 19,0 % leicht über dem Niveau vom 30. November 2013 mit 18,7 %. Stichtagsbezogen betrug das Net Working Capital bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate 18,1 %.

AUßERBILANZIELLE POSITIONEN

Am Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 53,0 Mio. (Vorjahr: EUR 50,3 Mio.). Sie umfassen operatives Leasing und Mietverträge für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge und EDV. Des Weiteren bestanden in geringem Umfang Bürgschaften zugunsten von Leasinggesellschaften.

EINFLUSS DER BILANZPOLITIK

Im Konzernabschluss 2014 sind keine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie damit verbundene Wahlrechte angewandt worden, die von den Vorjahren abweichen und bei einer anderen Anwendung einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt hätten. Angaben zum Einfluss der Verwendung von Schätzungen sowie zu den getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen finden sich im Konzernanhang.

Entwicklung der Prognose im Geschäftsjahresverlauf 2014

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IST GJ 2013 Ausblick GJ 2014 13.02.2014 Präzisierung Ausblick GJ 2014 08.10.2014
Umsatz EUR 1.266 Mio. 4 % bis 6 % (konst. Wechselkurse) Rund 4 % (konst. Wechselkurse sowie bereinigt um die Portfoliooptimierungen 2013)
Adjusted EBITDA Adj. EBITDA EUR 242,1 Mio. (konst. Wechselkurse, ohne Triveni) Adj. EBITDA-Korridor von EUR 250 Mio. bis EUR 265 Mio. (konst. Wechselkurse) Adj. EBITDA-Korridor von EUR 255 Mio. bis EUR 258 Mio. (konst. Wechselkurse)
Investitionen EUR 119,1 Mio. Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz Etwa 9 % bis 10 % vom Umsatz

Leitet man den ROCE aus den veröffentlichten Jahresabschlusskennzahlen (ermittelt als Durchschnitt der Stichtagswerte des Vorjahres und des laufenden Jahres) ab, ergibt sich ein ROCE von 14,0 % für 2014 und 14,8 % für 2013.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Die finanzielle Steuerung und Optimierung des Gerresheimer Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral aus dem Konzern-Treasury der Gerresheimer AG. Unser vornehmliches Ziel ist es, die Liquidität jederzeit durch eine zentrale Beschaffung der Finanzmittel und die aktive Steuerung der Fremdwährungs- sowie der Zinsänderungsrisiken zu sichern. Die stets angemessene Ausstattung mit Finanzmitteln stellen wir durch eine rollierende Liquiditätsplanung und ein zentrales Cash-Management sicher.

Um die Entscheidungs- und Steuerungsprozesse im Rahmen der Liquiditätssicherung, der Finanzplanung und des diesbezüglichen Risikomanagements zu institutionalisieren, hat der Vorstand einen Anlagenausschuss eingesetzt. Dieser besteht aus dem Finanzvorstand sowie den Leitern der Abteilungen Unternehmensentwicklung und Controlling, Mergers & Acquisition und Treasury und tritt grundsätzlich einmal pro Quartal zusammen. Zentrale Aufgabe des Anlagenausschusses ist es, die relevanten finanziellen Rahmenbedingungen für den Gerresheimer Konzern zu erörtern und zu überwachen. Dabei werden mögliche Veränderungen von externen Einflussfaktoren durch aktuelle Marktprognosen ebenso bewertet wie die Finanzierungssituation und strategische Wachstumsoptionen. Alle Ideen und anstehenden Maßnahmen von größerem finanziellem Umfang werden hier gebündelt und auf ihre Finanzierbarkeit geprüft sowie unter Risikogesichtspunkten nochmals durchleuchtet. Damit haben wir in Ergänzung zum durchgängigen Vier-Augen-Prinzip eine zusätzliche Kontroll- und Früherkennungsinstanz.

Als global agierendes Unternehmen setzen wir verschiedene Instrumente ein, um ein effektives Finanzmanagement sicherzustellen. Dadurch minimieren wir negative Auswirkungen von Ausfall-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Cash Flows des Gerresheimer Konzerns.

Aus dem Forderungsbestand ist der Gerresheimer Konzern maximal bis zur Höhe der Forderungsbuchwerte einem Kreditausfallrisiko ausgesetzt. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit räumen wir unseren Kunden Zahlungsziele ein und nehmen laufend Bewertungen hinsichtlich bestimmter Finanzkonditionen vor (Bonitätskontrolle). Für zweifelhafte Forderungen erfassen wir Wertminderungen. Als Maßstab des Ausfallrisikos bestimmter Kunden dienen Erfahrungen mit dem Einzug von Forderungen in der Vergangenheit sowie sonstige Informationen wie zum Beispiel Bonitätsauskünfte. Dem Adressenausfallrisiko begegnen wir mit der Beschränkung auf Vertragspartner guter bis sehr guter Bonität. Grundlage bilden die Bewertungen nationaler und internationaler Kreditauskunfteien und die konsequente Einhaltung des von der Warenkreditversicherung oder intern vorgegebenen Risikolimits.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung tätigen wir zahlreiche Geschäfte in fremden Währungen. Um dem damit verbundenen Risiko der für uns nachteiligen Wechselkursschwankungen zu begegnen, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Diese sichern die Cash Flows aus noch nicht erfüllten Aufträgen in Fremdwährungen ab. Aufträge, Forderungen oder Verbindlichkeiten werden regelmäßig im Zeitpunkt ihrer Entstehung durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Um Zinsänderungsrisiken zu begegnen, hat Gerresheimer für einen Teil seiner Rahmenkreditfinanzierung Zinsswapgeschäfte abgeschlossen.

Ein fester Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung ist die Liquiditätssicherung des Gerresheimer Konzerns, unter Berücksichtigung von entsprechenden Reserven für mögliche Sondereinflüsse. Hierbei ermöglicht der konzerninterne Finanzausgleich im Rahmen des sogenannten Cash-Poolings und von Intercompany-Darlehen eine effiziente Nutzung von Liquiditätsüberschüssen einzelner Konzerngesellschaften für den Bedarf an Finanzmitteln anderer Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2014 bestanden durch ausreichende Cash-Pool-Kreditlinien sowie hinreichende Intercompany-Darlehen weder Finanzierungs- noch Liquiditätsengpässe.

FINANZIERUNGSINSTRUMENTE

Unsere Rahmenfinanzierung ruht auf zwei Säulen. Sie erfolgt zum einen über eine am 19. Mai 2011 zum Kurs von 99,4 % ausgegebene Schuldverschreibung über EUR 300 Mio. mit einem Zinskupon von 5,0 % p. a., siebenjähriger Laufzeit und einer daraus folgenden Endfälligkeit im Jahr 2018. Zum anderen wurde am 9. März 2011 ein Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit unterzeichnet, der sich in ein langfristiges Tilgungsdarlehen in Höhe von ursprünglich EUR 150 Mio. (vollständig gezogen in US-Dollar und rückzahlbar in vier Jahresraten über jeweils 15 % und einer Abschlusstilgung über 40 % des Darlehenswertes) und ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250 Mio. aufspaltet. Die dem Konsortialkredit zugrundeliegenden Financial Covenants, also die zugrundeliegenden finanziellen Verpflichtungen, gliedern sich auf in Zinsdeckungskennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA zu Finanzergebnis), EBITDA Leverage (Verhältnis Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA), EBITDA-Kennzahlen (Verhältnis Adjusted EBITDA des Konzerns zu Adjusted EBITDA der mithaftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften) und Vermögenswertkennzahlen (Verhältnis der bereinigten Konzernvermögenswerte zu den bereinigten Vermögenswerten der mithaftenden Gesellschaften und der über einen Ergebnisabführungsvertrag verbundenen Gesellschaften). Das langfristige Tilgungsdarlehen wird verzinst über einen Basiszinssatz entsprechend dem US-Dollar-Libor zuzüglich eines Margenaufschlages zwischen 1,10 % und 2,40 % je nach dem Erfüllungsgrad der EBITDA Leverage-Covenant. Das revolvierende Darlehen wird verzinst über einen Basiszins entsprechend dem Euribor für die jeweilige Ziehungsperiode zuzüglich eines Margenaufschlages zwischen 0,90 % und 2,20 % je nach dem Erfüllungsgrad der EBITDA Leverage-Covenant.

Daneben finanzieren sich unsere ausländischen Tochtergesellschaften über zugesagte bilaterale Kreditlinien in Höhe von umgerechnet EUR 15,2 Mio.

FINANZVERBINDLICHKEITEN UND KREDITLINIEN

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Gerresheimer Konzern keine neuen Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen.

Die Nettofinanzschulden haben sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013
Finanzschulden
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen 1) 91,4 106,7
Revolvierendes Darlehen 1) 86,0 68,8
Summe Konsortialkredite 177,4 175,5
Schuldverschreibung - Euro Bond 300,0 300,0
Lokale Kreditlinien 1) 8,6 9,1
Finanzierungsleasing 5,7 5,1
Summe Finanzschulden 491,7 489,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 67,9 73,1
Nettofinanzschulden 423,8 416,6
Adjusted EBITDA 253,4 249,8
Adjusted EBITDA Leverage 1,7 1,7

1)  Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: Zum 30. November 2013: EUR 1,00/USD 1,3611; zum 30. November 2014: EUR 1,00/USD 1,2483.

Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und betrugen EUR 423,8 Mio. nach EUR 416,6 Mio. im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Finanzierung des im Vergleich zum 30. November 2013 höheren Net Working Capitals als auch auf Währungseffekte zurückzuführen. Der Adjusted EBITDA Leverage (berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA) betrug zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr 1,7.

Die 2014 ausgewiesenen Konsortialkredite umfassten den aktuellen Stand (EUR 177,4 Mio.) des langfristigen Tilgungsdarlehens in Höhe von ursprünglich EUR 150,0 Mio. (vollständig gezogen in US-Dollar) und das im Rahmenkreditvertrag zugesagte revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 250,0 Mio. Das revolvierende Darlehen war zum 30. November 2014 in Höhe von EUR 86,0 Mio. in Anspruch genommen und steht somit in Höhe von EUR 164,0 Mio. für Investitionen, Akquisitionen sowie für weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung.

UNTERNEHMENSVERKÄUFE UND -ZUKÄUFE

Mit Wirkung zum 9. Dezember 2013 erwarb der Gerresheimer Konzern die übrigen 1 % der Anteile an der Gerresheimer Momignies S.A., Momignies, Belgien. Am 5. März 2014 akquirierten wir die restlichen Anteile von 2,3 % an der Gesellschaft Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd., Mumbai, Indien. Somit beträgt der Anteil des Gerresheimer Konzerns an beiden Gesellschaften nunmehr 100 %.

Die Gesellschaft Gerresheimer UK Ltd., Reading, Großbritannien, wurde mit Wirkung zum 26. Dezember 2013 liquidiert.

Weitere Informationen finden Sie im Anhang unter der Angabe (2).

INVESTITIONSANALYSE

Im Geschäftsjahr 2014 tätigte Gerresheimer die folgenden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung

in %
Plastics & Devices 63,5 55,8 13,8
Primary Packaging Glass 60,4 62,4 -3,2
Life Science Research 2,1 0,9 > 100
Zentralstellen 0,6 - > 100
Summe Investitionen 126,6 119,1 6,3
Planmäßige Abschreibungen 87,5 83,7 4,5
Reinvestitionsquote in % 144,7 142,3 -

Schwerpunkte unserer Investitionstätigkeit lagen in diesem Geschäftsjahr auf Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen sowie auf Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Projekte zur Steigerung der Anlagensicherheit, zur Qualitätsverbesserung und zur Einhaltung von Umweltschutzvorschriften wurden wie in den Vorjahren planmäßig umgesetzt.

Den Schwerpunkt der Investitionen im Geschäftsbereich Plastics & Devices bildete die Fortführung des Aufbaus zusätzlicher Produktionskapazitäten an unserem Standort in Horsovsky Tyn, Tschechische Republik. Zusätzlich wurden Investitionen in die Erweiterung der Produktionsfläche in unserem Werk in Peachtree, USA, vorgenommen.

Investitionen im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass betrafen hauptsächlich die Umsetzung der im letzten Geschäftsjahr beschlossenen Maschinenstrategie in der Fläschchenproduktion sowie den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten in Indien. Zudem stellten die turnusmäßige Generalüberholung von Schmelzwannen sowie Ausgaben für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen wesentliche Investitionen dar.

Die Reinvestitionsquote (Verhältnis Investitionen in Sachanlagen zu planmäßigen Abschreibungen) lag bei 144,7 % (Vorjahr: 142,3 %).

Die Investitionen verteilen sich folgendermaßen auf die Wirtschaftsregionen:

Im Geschäftsjahr 2014 entfielen aus regionaler Sicht 24,6 % der Sachinvestitionen auf Amerika (Vorjahr: 13,4 %), 22,0 % auf die Schwellenländer (Vorjahr: 20,7 %), 30,6 % auf das europäische Ausland (Vorjahr: 25,2 %) und 22,8 % (Vorjahr: 40,7 %) auf das Inland.

Bei den Investitionen in Europa handelte es sich im Wesentlichen um Kapazitätserweiterungsmaßnahmen im Geschäftsbereich Plastics & Devices sowie um die Generalüberholung einer Schmelzwanne im Geschäftsbereich Moulded Glass. In Amerika wurde insbesondere in den Auf- und Ausbau des Technischen Kompetenzzentrums investiert. Weitere Investitionen in Amerika fielen im Zusammenhang mit der im letzten Geschäftsjahr beschlossenen Maschinenstrategie in der Fläschchenproduktion an.

OPERATING CASH FLOW

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in Mio. EUR 2014 2013
Adjusted EBITDA 253,4 249,8
Veränderung des Net Working Capitals -23,2 -26,3
Investitionen -126,6 -119,1
Operating Cash Flow 103,6 104,4
Gezahlte Zinsen (netto) -20,6 -22,6
Gezahlte Steuern (netto) -41,6 -29,6
Pensionszahlungen -14,2 -15,3
Sonstiges 6,1 -6,6
Freier Cash Flow vor Akquisitionen 33,3 30,3
Akquisition - -52,2
Finanzierungstätigkeit -41,1 11,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -7,8 -10,4

Der Operating Cash Flow liegt mit EUR 103,6 Mio. um EUR 0,8 Mio. unter dem Wert des Vorjahres von EUR 104,4 Mio., im Wesentlichen bedingt durch höhere Investitionen als im Vorjahr. Die gezahlten Steuern stiegen um EUR 12,0 Mio. und enthalten im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen Steuervorauszahlungen aufgrund aufgebrauchter Verlustvorträge.

Kapitalflussrechnung

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in Mio. EUR 2014 2013
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 158,3 146,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -125,0 -168,6
Mittelab-/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit -41,1 11,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -7,8 -10,4
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 2,6 -2,6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 73,1 86,1
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 67,9 73,1

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2014 um 7,9 % auf EUR 158,3 Mio. Diese Entwicklung ist zum einen auf das gestiegene Konzernergebnis und zum anderen auf die deutlich geringeren Auszahlungen aus den sonstigen Rückstellungen zurückzuführen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 125,0 Mio. lag unter dem Vorjahreswert von EUR 168,6 Mio. In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen flossen EUR 126,6 Mio., ein etwas höherer Betrag als im Vorjahr (EUR 119,1 Mio.). Für Akquisitionen fielen im Geschäftsjahr 2014 keine Auszahlungen an. Im Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit des Vorjahres war die Akquisition der Triveni Polymers Private Ltd. im Dezember 2012 in Höhe von EUR 52,2 Mio. enthalten. Einzahlungen aus Desinvestitionen und Anlagenverkäufen fielen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.) an. Weitere Informationen zu den im Geschäftsjahr 2014 vorgenommenen Investitionen sind im Abschnitt „Investitionsanalyse“ enthalten.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr saldiert EUR 41,1 Mio. (Vorjahreszeitraum: Mittelzufluss EUR 11,5 Mio.) und resultierte im Wesentlichen aus den Ausschüttungen an Dritte in Höhe von EUR 29,9 Mio. und der Rückzahlung von Darlehen.

Zum 30. November 2014 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 67,9 Mio. (Vorjahr: EUR 73,1 Mio.). Darüber hinaus stand Gerresheimer zum Ende der Berichtsperiode ein revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 250,0 Mio. zur Verfügung, das zum 30. November 2014 mit EUR 86,0 Mio. in Anspruch genommen wurde. Der verbleibende Betrag steht Gerresheimer unter anderem für Investitionen, Akquisitionen und weitere betriebliche Zwecke zur Verfügung.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Im Geschäftsjahr 2014 befand sich die Weltwirtschaft auf Erholungskurs. Allerdings ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts und der Lage in Nahost nicht stabil. Auch für den Gerresheimer Konzern war das Geschäftsjahr 2014 ein Jahr mit Herausforderungen, die im Wesentlichen den Bereich der Primärverpackungen in den USA betrafen. Trotzdem haben wir unsere Ziele 2014 erneut erreichen können.

Die Investitionen lagen mit EUR 126,6 Mio. über dem Wert des Vorjahres. Der Verschuldungsgrad, berechnet als Verhältnis der verzinslichen Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, lag mit 1,7 auf dem Niveau des Vorjahreswertes von 1,7. Die Vermögenslage ist unverändert sehr solide. Die langfristigen Aktiva waren zu 104,0 % durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt (Vorjahr: 104,7 %). Die Eigenkapitalquote stieg von 34,9 % im Vorjahr auf nunmehr 36,5 %.

JAHRESABSCHLUSS DER GERRESHEIMER AG

Die Gerresheimer AG ist das Mutterunternehmen des Gerresheimer Konzerns und hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die wesentlichen Leitungsfunktionen des Gesamtunternehmens liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gerresheimer AG. Er legt unter anderem die Konzernstrategie fest, verteilt die Ressourcen und verantwortet das Finanzmanagement. Die Lage der Gerresheimer AG wird im Wesentlichen durch den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bestimmt.

Im Folgenden wird die Entwicklung der Gerresheimer AG erläutert. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Entwicklung der Ertragslage der Gerresheimer AG

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in Mio. EUR 2014 2013
Sonstige betriebliche Erträge 11,2 11,9
Personalaufwand -13,2 -15,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,4 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14,6 -14,7
Beteiligungsergebnis 40,3 44,5
Finanzergebnis 29,9 30,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 53,2 55,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12,8 -15,8
Jahresüberschuss 40,4 39,7
Gewinnvortrag aus Vorjahr 67,7 50,0
Bilanzgewinn 108,1 89,7

Die Ertragslage der Gerresheimer AG wird maßgeblich durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und das Finanzergebnis als Resultat der Konzernfinanzierung geprägt.

Im Rahmen der Wahrnehmung von Führungs- und Verwaltungsfunktionen im Gerresheimer Konzern fielen bei der Gerresheimer AG sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge von per Saldo EUR -3,4 Mio. (Vorjahr: EUR -2,8 Mio.) an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen hauptsächlich Aufwendungen im Zusammenhang mit IT, Versicherungen, Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten, Mieten und Leasing sowie der Ausrichtung von Messen. Soweit sie wirtschaftlich von den Tochtergesellschaften verursacht sind, werden diese Kosten konzernintern weiterbelastet.

Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr von EUR 15,8 Mio. auf EUR 13,2 Mio. Im Berichtszeitraum 2013 waren im Personalaufwand Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Ausscheiden eines Mitgliedes aus dem Vorstand der Gerresheimer AG enthalten.

Im Geschäftsjahr 2014 umfasste das Beteiligungsergebnis Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von EUR 40,3 Mio. nach EUR 44,5 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses ist im Wesentlichen auf geringere Dividendenausschüttungen an die Tochtergesellschaft GERRESHEIMER GLAS GmbH zurückzuführen.

Das Finanzergebnis lag mit EUR 29,9 Mio. insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Es enthält im Wesentlichen Erträge aus Ausleihungen an die GERRESHEIMER GLAS GmbH und die Gerresheimer Holdings GmbH in Höhe von EUR 45,8 Mio. (Vorjahr: EUR 45,8 Mio.). Im Zinsaufwand sind im Wesentlichen die Zinsen im Zusammenhang mit der begebenen Anleihe in Höhe von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,3 Mio.) enthalten.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging um EUR 2,3 Mio. auf EUR 53,2 Mio. zurück. Der Steueraufwand betrug EUR 12,8 Mio. im Geschäftsjahr 2014 nach EUR 15,8 Mio. im Geschäftsjahr 2013. Er setzt sich zusammen aus dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 14,5 Mio. (Vorjahr: EUR 14,8 Mio.) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: Aufwand aus latenten Steuern: EUR 1,0 Mio.). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2014 EUR 40,4 Mio. (Vorjahr: EUR 39,7 Mio.). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 108,1 Mio. (Vorjahr: EUR 89,7 Mio.).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam die Entscheidung getroffen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von EUR 0,75 je Aktie vorzuschlagen.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der Gerresheimer AG

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Aktiva in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,6 0,6
Sachanlagen 0,4 0,2
Finanzanlagen 809,5 809,5
810,5 810,3
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 190,0 172,5
Flüssige Mittel - -
190,0 172,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 1,5
Summe Aktiva 1.002,0 984,3
Passiva in Mio. EUR 30.11.2014 30.11.2013
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31,4 31,4
Kapitalrücklage 525,7 525,7
Bilanzgewinn 108,1 89,7
665,2 646,8
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 10,7 12,1
Sonstige Rückstellungen 10,1 9,4
20,8 21,5
Verbindlichkeiten 311,3 309,6
Passive latente Steuern 4,7 6,4
Summe Passiva 1.002,0 984,3

Die Vermögens- und Finanzlage der Gerresheimer AG spiegelt ihre Funktion als Holding wider. Die Gerresheimer AG finanziert als Holding die gesamten Konzernaktivitäten. Dies zeigt sich vor allem in der Höhe der Finanzanlagen sowie auch in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Im Anlagevermögen wurden für das Jahr 2014 im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 117,1 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 692,4 Mio. ausgewiesen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen machen 69 % (Vorjahr: 70 %) der Bilanzsumme aus.

Im Umlaufvermögen sind im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 188,8 Mio. aus dem Cash-Pooling sowie aus verzinslichen kurzfristigen Darlehen enthalten (Vorjahr: EUR 172,4 Mio.). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf die Forderung aus dem Cash-Pooling mit der GERRESHEIMER GLAS GmbH zurückzuführen.

Das Eigenkapital stieg zum Bilanzstichtag auf EUR 665,2 Mio. (Vorjahr: EUR 646,8 Mio.). Der Rückgang des Eigenkapitals aufgrund der Dividendenzahlung für 2013 in Höhe von EUR 22,0 Mio. wurde durch den im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten Jahresüberschuss von EUR 40,4 Mio. überkompensiert. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 65,7 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 66,4 % zum 30. November 2014.

Im Berichtsjahr stiegen die Verbindlichkeiten leicht von EUR 309,6 Mio. auf EUR 311,3 Mio. Sie bestehen im Wesentlichen aus der im Rahmen der Refinanzierung platzierten Anleihe zuzüglich aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 308,0 Mio.

Die Gerresheimer AG ist mit den übrigen deutschen Konzerngesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden, das durch die GERRESHEIMER GLAS GmbH durchgeführt wird. Die Gerresheimer AG selbst hat keine Bankbestände.

NICHT FINANZIELLE ERFOLGSFAKTOREN DES GERRESHEIMER KONZERNS UND DER GERRESHEIMER AG

MITARBEITER

SCHWERPUNKTE UNSERES PERSONALMANAGEMENTS

Unsere wichtigste Ressource sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Teamleistung ist die Basis, damit wir auch in Zukunft unsere ambitionierten Ziele erreichen. Wir verfolgen daher das vorrangige Ziel, attraktive und herausfordernde Arbeitsbedingungen zu schaffen, um zukünftig die Leidenschaft und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter zu fördern. Der Fokus unserer langfristigen Personalstrategie liegt entsprechend auf den drei Feldern: Gezielte Weiterentwicklung unserer Führungskräfte, Identifikation, Förderung und Gewinnung neuer Talente sowie Nutzung und Förderung der Fähigkeiten und Vielfalt unserer globalen Belegschaft.

Wir sind ein global agierendes dezentrales Unternehmen. Dies spiegelt sich in unseren Märkten, Kunden, Standorten und Mitarbeitern wider. In der jüngeren Vergangenheit sind wir insbesondere durch Akquisitionen sehr stark gewachsen. Damit haben wir uns nicht nur breiter und internationaler aufgestellt, sondern unser Unternehmen auch durch andere Kulturen und Denkweisen bereichert. Auch in den nächsten Jahren stehen die Weichen auf Wachstum: Sowohl organisch als auch weiterhin durch den Zukauf von Unternehmen oder indem wir Joint Ventures eingehen. Dabei verstehen wir uns aber nicht als loser Zusammenschluss von über 40 Werken in Europa, Nord- und Südamerika und Asien, sondern wir sind „One Gerresheimer“ - eine starke Einheit.

Der Schwerpunkt unseres Personalmanagements ist es, diesen Wandel zu begleiten und die Integration voranzutreiben. Um ein einheitliches Verständnis von „One Gerresheimer“ sicherzustellen, haben wir eine gemeinsame Vision, Mission und Werte entwickelt, die alle unsere Mitarbeiter anleiten. Die Werte Integrität, Verantwortung, Höchstleistung, Teamwork und Innovation sind die Maxime unseres Handelns. Um diese mit Leben zu füllen, finden in allen Werken und mit allen Mitarbeitern Veranstaltungen hierzu statt. Auf diese Weise geben wir allen Mitarbeitern die Möglichkeit, unsere Vision, Mission und Werte zu erfahren, zu wissen, wie sie konkret zur Umsetzung beitragen können und was auf dem Weg dorthin von ihnen erwartet wird.

MITARBEITERSTRUKTUR

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten wir 11.096 Mitarbeiter. Damit ist die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % gesunken.

Die Größe unserer Geschäftsbereiche ist in Bezug auf die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert. Das größte Wachstum verzeichnete der Geschäftsbereich Plastics & Devices, dessen Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr um 32 auf 4.462 Mitarbeiter wuchs. Gestiegen ist die Mitarbeiterzahl insbesondere an unserem Standort in Tschechien, wo neue Produktionskapazitäten aufgebaut wurden. Rückläufig war dagegen die Mitarbeiterzahl des Geschäftsbereiches Primary Packaging Glass, in dem zum Stichtag 5.736 Mitarbeiter tätig waren (Vorjahr: 5.919 Mitarbeiter). Während in den europäischen Moulded Glass-Werken die Anzahl der Mitarbeiter erhöht werden konnte, kam es in Mexiko zu einer Reduktion aufgrund von Kapazitätsanpassungen. In unserem Geschäftsbereich Life Science Research ist die Anzahl der Mitarbeiter annähernd konstant geblieben. Zudem waren 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 17 Mitarbeiter) für die Geschäftsbereiche tätig. In der Gerresheimer AG waren zum Stichtag 89 Mitarbeiter (Vorjahr: 85 Mitarbeiter) beschäftigt.

Wir sind ein Konzern mit einem starken Fokus auf Technologie und Produktion. So lag der Anteil der gewerblichen Mitarbeiter im letzten Geschäftsjahr bei 75,9 % (Vorjahr: 76,1 %). Viele Tätigkeiten bei uns sind mit höheren körperlichen Anstrengungen verbunden und erwarten vom jeweiligen Mitarbeiter eine überdurchschnittliche körperliche Leistungsfähigkeit. Dies führt dazu, dass wir traditionell einen hohen Männeranteil in der Belegschaft haben. Wir steigern seit Jahren den Frauenanteil, obgleich uns das häufig aufgrund von fehlenden Bewerbungen geeigneter Kandidatinnen schwerfällt. In Deutschland beträgt unser Frauenanteil 25,5 %, im Ausland liegen wir bei 39,2 %. Damit ist der Anteil der weiblichen Belegschaft im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Unserer Philosophie entsprechend produzieren wir in den Ländern, in denen sich unsere Absatzmärkte befinden. Die Entwicklung unserer Mitarbeiterzahlen in Deutschland ist somit ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort, nachdem wir zum wiederholten Male hier mehr Mitarbeiter gewinnen und halten konnten. Ein Grund für den Mitarbeiterrückgang in den Vereinigten Staaten sind Kapazitätsanpassungen, die auf die Bestandsreduzierungen einiger US-amerikanischer Pharmakunden zurückzuführen sind. Zudem wurde im 3. Quartal in den USA weniger Pharmaglas ausgeliefert, da einige Pharmaunternehmen aufgrund regulatorischer Auflagen Produktionsstillstände hinnehmen mussten.

FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN

Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Anzahl der weiblichen Führungskräfte zu steigern. Konzernweit sind 11,3 % Frauen in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands in verschiedenen Leitungsfunktionen tätig. Dies bedeutet einen Anstieg um 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt haben wir den Anteil der weiblichen Führungskräfte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht.

Wir freuen uns auf der einen Seite über eine geringe Fluktuation in Führungspositionen. Dies führt auf der anderen Seite allerdings dazu, dass wir jährlich nur wenige neue Stellen besetzen, was zu einer geringen Zahl von Neueinstellungen und Veränderungen in den Führungsebenen führt. Daher vollzieht sich dieser Prozess zwar langsam, aber kontinuierlich.

WERTORIENTIERTE PERSONALENTWICKLUNG

Unsere Werte sind integraler Bestandteil des Umgangs untereinander und der täglichen Arbeit. Sie spielen bei der Bewertung und Förderung unserer Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Um sicherzustellen, dass unsere Werte aktiv gelebt werden, erfolgt zudem unsere Führungskräfteentwicklung auf dieser Grundlage. Entsprechend haben wir ein aus fünf Modulen bestehendes Führungskräfteentwicklungsprogramm mit dem Namen „Leadership powered by values“ entwickelt. Dabei legen wir über fünf Jahre hinweg jedes Jahr den Schwerpunkt auf einen anderen unserer Werte. Im Jahr 2014 stand „Innovation“ im Fokus. Unsere Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene einigten sich hier auf ein gemeinsames Verständnis des Wertes Innovation sowie die Förderung der Innovationsfähigkeit und den Abbau von Innovationsbarrieren. Das Führungskräftetraining ist für diese Führungskräfte verbindlich und bietet Unterstützung in allen Phasen der Entwicklung als Führungskraft und der weiteren Gestaltung unseres Unternehmens. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Unternehmenskultur dauerhaft und nachhaltig über alle Standorte hinweg gelebt und weiterentwickelt wird.

Die Mitarbeiterbefragung des Jahres 2012 hatte gezeigt, dass wir noch stärker in die Führungskompetenz unserer Mitarbeiter investieren müssen. Wir haben daraufhin verschiedene Weiterbildungsprogramme entwickelt: Neben den Trainings „Leadership powered by values“ für das Top-Management bieten wir das Training „Leading White“ für Führungskräfte des mittleren Managements an. Deren Mitarbeiter sind hauptsächlich im kaufmännischen und administrativen Bereich tätig. Unser Training „Leading Blue“ richtet sich an alle Führungskräfte im gewerblichen Bereich. Im Jahr 2013/2014 veranstalteten wir 21 Führungskräftetrainings für Mitarbeiter des mittleren Managements (4x Leading White, 17x Leading Blue), an denen insgesamt 208 Führungskräfte teilnahmen. Für das 1. Halbjahr des kommenden Geschäftsjahres planen wir weitere Veranstaltungen für rund 95 Führungskräfte des mittleren Managements. Für uns stellt die Qualifikation unserer Mitarbeiter einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Deswegen haben wir neben den Trainingsmaßnahmen für das Management auch noch eine breite Palette zur methodischen und fachlichen Entwicklung unserer Mitarbeiter im letzten Jahr durchgeführt. Die Maßnahmen reichten von fachspezifischen Seminaren zur Optimierung des Produktionsprozesses über die Ausbildung in unserem Gerresheimer Management System („GMS“) bis zur sprachlichen Weiterbildung und Qualitätsmanagementseminaren. Einen besonderen Schwerpunkt hatte die Begleitung von Veränderungsprozessen.

Turnusgemäß führen wir unsere nächste weltweite Mitarbeiterbefragung im Frühjahr 2015 durch, um regelmäßig die Umsetzung unserer Maßnahmenpläne zu überprüfen und qualifiziertes Feedback von unseren Mitarbeitern zu Kultur und Arbeitsbedingungen in unserem Unternehmen zu erhalten sowie Anregungen und Verbesserungsvorschläge aufzunehmen.

ARBEITSSICHERHEIT

Wir verfolgen das Ziel, für unsere Mitarbeiter ein größtmögliches Maß an Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Wir freuen uns, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Nichtsdestotrotz werden wir hier zukünftig unsere Anstrengungen ausbauen und unsere Investitionen in den Arbeitsschutz intensivieren. Alle Standorte verfügen entsprechend ihrer standortspezifischen Arbeitsprozesse und im Einklang mit der lokalen Gesetzgebung über Arbeitssicherheitsprogramme. Deren Einhaltung und Umsetzung werden sowohl durch interne als auch durch externe Gutachter überprüft. So wurden unter anderem unsere deutschen Moulded Glass-Werke mit dem „AMS-Arbeitsschutz mit System“ Gütesiegel der VBG-Berufsgenossenschaft zertifiziert. Zudem überprüfen wir regelmäßig die Wirksamkeit der Maßnahmen, um eine kontinuierliche Optimierung sicherzustellen. Wir haben 2014 noch stärker in unser Gesundheitsmanagement investiert, denn Gerresheimer strebt danach, die Arbeitsbedingungen attraktiv zu gestalten und die körperlichen und psychischen Belastungen so niedrig wie möglich zu halten. So möchten wir eine angenehme und ergonomisch ansprechende Arbeitsumgebung anbieten. Damit tragen wir den Anforderungen des demografischen Wandels Rechnung, optimieren Schnittstellen und schaffen eine der Kommunikation förderliche Atmosphäre über die gesamte Organisation. Wir wollen in Zukunft noch schneller, produktiver und wettbewerbsfähiger agieren sowie die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit unserer Mitarbeiter erhalten.

ARBEITGEBERATTRAKTIVITÄT

Wir haben uns als beliebter Arbeitgeber etabliert. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in der Außenwahrnehmung: Das Nachrichtenmagazin Focus in Kooperation mit XING, dem führenden beruflichen Netzwerk im deutschsprachigen Raum, und Kununu, dem größten deutschsprachigen Arbeitgeberbewertungsportal verliehen uns 2014 das Prädikat „Top Arbeitgeber“. Die Auszeichnung honoriert innovative Arbeitsmodelle, die Lösungsansätze für die Herausforderungen der Arbeitswelt von morgen liefern.

DEMOGRAPHISCHE RISIKEN

Der demografische Wandel in vielen Gesellschaften beeinflusst auch uns. Damit gehen für unser Geschäftsmodell Chancen und Risiken einher. Wir haben im Rahmen unserer strategischen Personalplanung im Jahr 2014 eine Demografieanalyse unserer Werke durchgeführt. Ihr Ziel war es, die Risiken für unsere Belegschaftsstruktur zu untersuchen und zu quantifizieren. Die Resultate bestätigten für die nächsten zehn Jahre keine erhöhten Risiken durch altersbedingte Austritte. Zudem wurden im Rahmen unserer internen Nachfolgeplanung die Schlüsselpositionen innerhalb des Konzerns ermittelt, potenzielle Nachfolger identifiziert und es wurde damit begonnen, diese auf eine Nachfolge vorzubereiten. Dies ist ein weiterer Schritt, um langfristige fluktuationsbedingte Risiken zu reduzieren. Eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 10,84 Jahren zeigt uns, dass unsere Mitarbeiter unser Unternehmen als verlässlichen Arbeitgeber schätzen.

AUSBILDUNG

Wir sehen die Ausbildung von jungen Menschen als einen Teil unserer sozialen Verantwortung als erfolgreiches Unternehmen. Als einer der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands geben wir Perspektiven und fördern die individuellen Talente unserer Auszubildenden und Mitarbeiter. Durch unternehmensübergreifende Projekte unterstützen wir die Vernetzung und den Austausch unserer Auszubildenden und bieten ihnen Foren, sich selbst einzubringen. Wir bieten im Bereich Ausbildung in Deutschland mehr als 20 Ausbildungsberufe an. Im Jahr 2014 wurde jedem Auszubildenden, der seinen Abschluss gemacht hatte, ein Übernahmeangebot unterbreitet. Im Jahr 2014 wurde jedem Auszubildenden, der seinen Abschluss gemacht hat, ein Übernahmeangebot unterbreitet und erneut 64 Auszubildende eingestellt. Unter den Neueinstellungen sind auch sieben Studierende in dualen Studiengängen. Insgesamt erlernen in Deutschland derzeit 208 Auszubildende und Studierende einen Beruf bei Gerresheimer. Unsere Ausbildungsquote liegt mit 6,2 % deutlich über der Ausbildungsquote von 4,8 % in der glasverarbeitenden Industrie. Alle unsere Prüflinge bestanden ihre Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer beziehungsweise erlangten ihren Bachelor-Abschluss. Um unser schnelles Wachstum an unserem tschechischen Standort in Horovsky Tyn erfolgreich zu begleiten, bilden wir dort seit 2013 junge Menschen nach dem deutschen dualen Ausbildungssystem aus. Dieses Modell hat sich bewährt und findet vor Ort eine große Nachfrage.

VERGÜTUNGSSYSTEME FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE

Gerresheimer fordert und fördert die Leistung seiner Mitarbeiter und honoriert dies durch eine wettbewerbsfähige Vergütung. Unser Vergütungssystem für Führungskräfte berücksichtigt sowohl die persönliche Leistung als auch den Unternehmenserfolg. Letzterer bemisst sich an der Erreichung unserer jährlichen Finanzziele und belohnt zudem die mittelfristige Entwicklung unseres Unternehmens. So haben wir im Jahr 2012 das kurzfristige variable Vergütungssystem für die Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene überarbeitet, weltweit harmonisiert und darauf aufbauend im Jahr 2014 ein mittelfristig orientiertes Anreizsystem eingeführt. Das System ersetzt das vorige Optionsprogramm (Phantom Stocks) und legt den Fokus stärker auf eine nachhaltige, langfristige wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Wir sind zuversichtlich, dass dies für uns mehrere Vorteile mit sich bringt: Dazu zählen eine verbesserte Position im Wettbewerb um talentierte Führungskräfte, der Ausbau der Stellung als attraktiver Arbeitgeber sowie die Unterstützung der erfolgreichen, langfristigen und nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens.

INTERNE KAMPAGNE „GERRESHEIMER PRODUCT WORLD“

Wir haben in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 die interne Kampagne „Gerresheimer product world“ durchgeführt, um allen Mitarbeitern zu verdeutlichen, welchen Beitrag jeder Einzelne mit seiner tagtäglichen Arbeit zu unserem Unternehmenserfolg leistet. Entsprechend richtete sich die Initiative weltweit an alle der etwa 11.000 Mitarbeiter.

In verschiedenen Kampagnenelementen wurde das Produktportfolio des Unternehmens vorgestellt und die Anwendung unserer Produkte erklärt. Zudem wurden Situationen aufgezeigt, in denen unsere Produkte den Menschen im Alltag begegnen: In Apotheken, Krankenhäusern, Arztpraxen und zu Hause. Ziel der Kampagne war es, nicht nur die Produktkenntnis unserer Beschäftigten zu verbessern, sondern vielmehr das Verantwortungsgefühl für die Produktqualität zu stärken und den eigenen Beitrag zu betonen - für Gesellschaft, Gesundheit und Wohlbefinden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir haben den Anspruch, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen unserer Kunden: Innovationen und Qualität spielen im Markt eine immer wichtigere Rolle. Dementsprechend sind Themen wie der steigende Qualitätsanspruch sowie innovative Produkte und Lösungen Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir investieren laufend sowohl in die Optimierung der Produktions- und Produktqualität als auch in die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Dabei arbeiten wir eng mit unseren Kunden und Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft und weiteren öffentlichen Einrichtungen zusammen.

Wir produzieren spezialisierte Produkte, die in unmittelbaren Kontakt mit Arzneimitteln kommen und damit für die Pharmaindustrie von besonderer Relevanz sind. Sie unterliegen dabei strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden, insbesondere was Herstellungsverfahren und Produktqualität anbelangt. Aufgrund unserer modernen Technologien und hohen Innovationskraft haben wir uns eine führende Stellung erarbeitet, die wir weiter ausbauen wollen.

KUNDEN TRAGEN WEITGEHEND KOSTEN FÜR FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Darüber hinaus haben wir 2014 weitere EUR 1,8 Mio. Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.).

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharmaunternehmen in unseren Kompetenzzentren mit. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der Gerresheimer AG statt. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen unsere Kunden.

QUALITÄTSVERBESSERUNG

Bei der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen achten wir darauf, unser Produktspektrum nicht nur zu erweitern, sondern auch immer weiter zu verbessern. Die Basis hierfür ist eine fortlaufende Optimierung der Qualität. Für uns ist klar: Wenn es um die sichere Verabreichung von Medikamenten in den menschlichen Körper und damit um die Gesundheit des Menschen geht, kann der Qualitätsanspruch nicht hoch genug sein. Dabei steht die Optimierung von Technologien und Prozessen klar im Fokus unserer Aktivitäten, damit Unregelmäßigkeiten gar nicht erst entstehen können.

Ein wichtiges Element unserer Qualitätsverbesserungen ist der verstärkte Einsatz von Reinraumtechnik. Überdies steigen die Anforderungen unserer Pharmakunden an die Herstellung von pharmazeutischen Primärverpackungen. Gefragt sind immer höhere Genauigkeiten und damit immer geringere Toleranzgrenzen. Wir reagieren auf diese Entwicklung, indem wir unsere Produktionssysteme fortlaufend optimieren. Das Resultat einer mehrjährigen gemeinsamen Studie zum Delaminationsverhalten von Glas - damit bezeichnet man das Ablösen von Glaspartikeln - ist in ein verbessertes Produktionsverfahren von Primärverpackungen wie Injektionsfläschchen aus Glas eingeflossen. Das hat zu einer erhöhten Delaminationsbeständigkeit dieser Produkte geführt. Wir arbeiten zusätzlich an einem verbesserten Produktionsverfahren, um Risse und Kratzer in Glaskörpern zu vermeiden und somit die Bruchfestigkeit der Primärverpackungen aus Glas um ein Vielfaches zu erhöhen.

Neben der Optimierung von Produktionsabläufen beschäftigen wir uns laufend mit der kontinuierlichen und lückenlosen Qualitätskontrolle unserer Produkte. Hierfür entwickeln wir unsere Inspektionssysteme weiter, mit denen die Produkte kontrolliert und nur dann zur Auslieferung freigegeben werden, wenn sie den hohen Qualitätsansprüchen genügen. Für diesen Zweck setzen wir hochauflösende Kamerasysteme wie unser System Gx® Tekion™ ein. Die Eigenentwicklung reduziert die Zahl der losen Partikel, die beim Schneiden der Glasröhren entstehen, um 99 %. Mit unserem Gx® G3-Inspektionssystem für vorfüllbare Spritzen können alle Bereiche des Spritzenkörpers mit höchster Kameraauflösung inspiziert werden. Die Gx® G3-Technologie erlaubt zudem die Vermessung von Injektionsfläschchen während des Glasformprozesses.

ENTWICKLUNG VON SPRITZEN UND INJEKTIONSFLÄSCHCHEN FÜR BESONDERE ANFORDERUNGEN

Für uns ist die Weiterentwicklung unserer füllfertigen sterilen Glasspritzen eine der wichtigsten Aufgaben. „Füllfertig“ bedeutet, dass die Spritzen direkt mit Wirkstoffen befüllt und anschließend gebrauchsfertig verschlossen werden können. In unserem Werk in Bünde (Deutschland) befindet sich das Entwicklungs- und Produktionszentrum für sterile Ganzglas-Spritzensysteme unserer Marke Gx RTF® (ready-to-fill). Mit Blick auf die erhöhte Anwendungssicherheit rund um die Injektion befasst sich unsere Produktentwicklung außerdem mit praxisorientiertem Zubehör. Bei der neuen vierten Gx RTF®-Produktionslinie wurde eine neue Generation des Produktionsprozesses installiert, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Dazu gehört unter anderem die deutliche Reduktion von Partikeln und Kratzern, denn im Produktionsprozess wird der Glas-zu-Glas-Kontakt vermieden. Der Waschprozess entspricht höchsten Ansprüchen, und die vielfältigen Kontrollmechanismen nach den einzelnen Produktionsschritten garantieren beste Qualität schon im laufenden Produktionsprozess.

In Zusammenarbeit mit einem Partner bieten wir darüber hinaus ein innovatives Drug-Delivery-System aus einem speziellen Kunststoff an, der glasähnliche Eigenschaften besitzt. Dabei handelt es sich um den Kunststoff COP (Cyclo-Olefin-Polymer), der unter dem Namen ClearJect® vermarktet wird. Da klassische Glasspritzen bei anspruchsvollen pharmazeutischen oder biopharmazeutischen Medikamenten an ihre Grenzen stoßen können, suchen Entwickler nach geeigneten Alternativen. Speziell für solche Anwendungen wurden die ClearJect®-Spritzen entwickelt. Sie erweitern die bisherigen Einsatzmöglichkeiten von vorfüllbaren Spritzen.

Ein weiteres Beispiel für unsere Innovationsstärke sind die von uns entwickelten MultiShell®-Kunststofffläschchen zur Verpackung von besonders anspruchsvollen flüssigen Medikamenten. Die neuartigen Kunststofffläschchen gibt es in unterschiedlichen Größen als sogenannte ready-to-use- und ready-to-sterilize-Varianten.

KUNDENSPEZIFISCHE ENTWICKLUNGEN FÜR PHARMA-ANWENDUNGEN UND KOSMETIK

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices betreibt schon seit vielen Jahren zwei Technical Competence Center (TCC) in Wackersdorf (Deutschland) und Peachtree City (USA) speziell für die Entwicklung und die Konstruktion kundenspezifischer medizinischer Kunststoffprodukte. Im Oktober 2014 ist ein drittes Entwicklungszentrum im chinesischen Dongguan hinzugekommen. Im TCC konzentrieren wir unsere Produktentwicklung auf den praktischen Einsatz der Systeme und Komponenten, die für pharmazeutische, diagnostische und medizintechnische Zwecke bestimmt sind.

Wir haben in der Vergangenheit insbesondere im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems verstärkt unsere Design- und Entwicklungskompetenz ausgebaut. Daraus resultieren laufend neue Projekte und die Entwicklung innovativer Produktideen. Wir forschen beispielsweise an der Entwicklung von Adaptoren aus Kunststoff. Diese sollen die Bruchfestigkeit und damit Funktionsfähigkeit von in Autoinjektoren eingesetzten Glasspritzen deutlich verbessern. Autoinjektoren werden auch als Notfall-Pens bezeichnet und ermöglichen beispielsweise Allergikern die schnelle und sichere Injektion von Arzneimitteln im Notfall. Ferner entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden komplette Autoinjektor-Systeme, die wir im Anschluss im Kundenauftrag produzieren.

Von der Idee bis zur Serienfertigung durchlaufen pharmazeutische und medizintechnische Produkte einen langwierigen Zulassungsprozess. Für diesen müssen immer wieder kleine Stückzahlen als klinische Muster oder Stabilitätschargen produziert werden. Wir haben hierfür in unserem Entwicklungszentrum in Wackersdorf (Deutschland) eine eigene Kleinserienproduktion aufgebaut, maßgeschneidert für diese Anforderungen unserer Kunden beispielsweise in den klinischen Phasen vor der Zulassung eines neuen Medikamentes. Hier fertigen wir in geringen Stückzahlen bereits in Serienqualität und übertragen das gewonnene Know-how später direkt auf die Großserienfertigung. Dies erlaubt uns zu jedem Projektzeitpunkt eine schnelle und unkomplizierte Produktfertigung, sei es für die Herstellung von Entwicklungsmustern, klinischen Mustern oder Produkten als Kleinserie für spezielle Anforderungen.

In der Entwicklung und Produktion von Kosmetikglas für Parfümflakons oder Cremetiegel stellen wir ebenfalls höchste Ansprüche an unsere Prozesse sowie die Qualität der Produkte. Dementsprechend geschätzt sind unsere Kosmetikverpackungen, die vornehmlich in den Behälterglaswerken im deutschen Tettau und im belgischen Momignies gefertigt werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten wir rund 100 neue Verpackungsprodukte aus Glas für die Kosmetikindustrie. Darüber hinaus produziert Gerresheimer mehrere Hundert Varianten dieser Glaskosmetikverpackungen, teils durch aufwändige Veredelungsprozesse wie Besprühung und Metallisierung.

BESCHAFFUNG

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der gesamte Materialaufwand des Gerresheimer Konzerns (inklusive der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Energiekosten, Verpackungsmaterial und zugekaufter Leistungen) auf EUR 473,0 Mio. (Vorjahr: EUR 469,7 Mio.). Damit lag unsere Einkaufsquote - die Kosten der Beschaffung von Material, bezogen auf den Umsatz - mit 36,7 % etwas unter der Vorjahresquote von 37,1 %. Gerresheimer ist im Beschaffungswesen aufgrund der unterschiedlichen Aktivitäten in den drei Geschäftsbereichen weitestgehend dezentral organisiert. Verschiedene Rohmaterialien und Energie beschaffen wir jedoch divisionsübergreifend. Gleiches gilt für nicht produktionsrelevante Güter und Dienstleistungen wie Beratungsleistungen, Datennetze oder Hard- und Software, wobei diese zentral eingekauft werden.

Unser Umgang mit Lieferanten ist durch das Gerresheimer Compliance Programm sowie die Einkaufsrichtlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Ebenso legen wir großen Wert darauf, dass Lieferanten den hohen Qualitätsanforderungen an unser Geschäft entsprechen. Deswegen arbeiten wir vorzugsweise mit Lieferanten zusammen, die gemäß den relevanten ISO-Normen zertifiziert sind und zudem die offiziellen Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Produktion von Arzneimitteln und Wirkstoffen (Good Manufacturing Practice, „GMP“) einhalten. Wir sorgen dafür, dass Zulieferer die „Gerresheimer Prinzipien für ein verantwortungsbewusstes Supply Chain Management“ (auf unserer Internetseite zu finden unter: www.gerresheimer.com/investor-relations/unternehmerische-verantwortung/kunden-lieferanten) zur Anwendung bringen, die unter anderem wichtige Grundsätze zu Umweltschutz, Gesundheit am Arbeitsplatz und ethischem Geschäftsgebaren beinhalten. Regelmäßige Lieferantenaudits dienen uns zur Überprüfung dieser Vorgaben.

Als Hersteller hochwertiger pharmazeutischer Primärverpackungen setzen wir für die Glasproduktion in erster Linie die Rohstoffe Quarzsand, Natronkalk sowie diverse Zusatzstoffe in vergleichsweise geringen Mengen ein. Die genannten Rohstoffe sind gut verfügbare Grunderzeugnisse, die wir von verschiedenen Lieferanten beziehen. Daher kam es im Berichtszeitraum nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Des Weiteren erfordert die Glasproduktion den Einsatz von Energie, vor allem von Strom und Gas. In einigen Kundenverträgen sind automatische Anpassungen bei sich ändernden Energiepreisen mit Zeitversatz vorgesehen. Da Verträge im Glasbereich selten mit einer vereinbarten Laufzeit von mehr als zwei Jahren ausgestattet sind, werden in der Regel bei Vertragsverlängerungen - falls erforderlich - entsprechende Anpassungen an veränderte Energiepreise vorgenommen. Etwaige Restrisiken minimieren wir mit Hilfe von Sicherungsgeschäften weitestgehend. Siehe Kapitel „Finanzwirtschaftliche Risiken“.

Für die Produktion von pharmazeutischen Primärverpackungen, dazu zählen insbesondere die komplexen Drug-Delivery-Systeme wie Insulin-Pens und Inhalatoren, werden in erster Linie spezielle Kunststoffgranulate und Energie benötigt. Die genannten Rohstoffe sind ebenfalls gut verfügbare Grunderzeugnisse, die wir von verschiedenen Lieferanten beziehen. Daher kam es im Berichtszeitraum auch hier nicht zu Lieferausfällen oder -engpässen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. Die Verträge für die Produktion von Drug-Delivery-Systemen verfügen in der Regel über eine Laufzeit von mehreren Jahren, deshalb sind in diesen Verträgen üblicherweise Anpassungen bei sich ändernden Granulat- und Energiepreisen mit Zeitversatz vorgesehen, so dass Preisänderungsrisiken bei den genannten Grunderzeugnissen gering sind.

PRODUKTION

Analog zur Herstellung von Arzneimitteln gelten auch für die Herstellung von pharmazeutischen Primärverpackungen außerordentlich hohe Qualitätsanforderungen. Deren Einhaltung wird regelmäßig von unseren internen Fachleuten, von unseren Kunden, externen Gutachtern und Aufsichtsbehörden überprüft. Diese Standards werden unter dem Begriff Good Manufacturing Practice (GMP) zusammengeführt. Trotz unterschiedlicher Produktionsprozesse in den drei Geschäftsbereichen gelten in allen Gerresheimer Werken weltweit die Prinzipien des GMS (siehe Kapitel „Business Excellence“). Damit stellen wir einheitliche Managementsysteme und Qualitätsstandards sicher.

In den einzelnen Geschäftsbereichen werden die Produktionskapazitäten auf Grundlage der Auftragslage, Liefertermine und regulatorischer Aspekte grundsätzlich zentral geplant sowie je nach Auftrag regional oder global auf die Werke in den jeweiligen Geschäftsbereichen verteilt. Dabei spielen Effizienz und optimale Kapazitätsauslastung eine wichtige Rolle. Insbesondere im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ist eine hohe Kapazitätsauslastung entscheidend für die Profitabilität, da bei dessen Produktionsprozessen in energieintensiven Schmelzwannen verschiedene Rohstoffe zu Glas geschmolzen werden. Ein weiterer Faktor für die Profitabilität ist die Minimierung von Leerlaufzeiten. Die sogenannten Rüstzeiten geben an, wie viel Zeit für den Wechsel der Werkzeuge für ein zu fertigendes Produkt auf das nächste benötigt wird. In den letzten Jahren haben wir uns insbesondere im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass im Hinblick auf die optimale Ausnutzung der Schmelzöfen sowie eine Optimierung der Rüstzeiten stetig verbessert. Dies ist bei der großen Anzahl von unterschiedlichen Produkten in diesem Bereich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Für die Pharmaindustrie sind die Beschaffungssicherheit und die Verlässlichkeit der Lieferungen ein kritischer Faktor. Entsprechend setzen wir in allen unseren Werken weltweit standardisierte oder zumindest vergleichbare Technologien ein und wenden einheitlich das GMS an. Das bietet für uns den Vorteil, dass viele unserer Produkte im Fall lokaler Produktionsengpässe auch an einem weiteren Produktionsstandort gefertigt werden können. Dies führt für unsere Kunden zu einem deutlichen Anstieg der Versorgungssicherheit und bedeutet für uns einen wichtigen Vorteil im Wettbewerb.

QUALITÄTSINITIATIVE UND WELTWEITE ZERTIFIZIERUNGEN

Ein hohes Qualitätsniveau über alle Produkte und Produktionsstandorte hinweg ist nicht nur eines unserer wichtigsten Ziele, sondern gleichfalls ein wesentliches Kriterium für unsere Kunden, wenn es um die Auswahl ihrer Lieferanten geht. Die im Jahr 2011 eingeführte konzernweite Qualitätsinitiative hat über alle Geschäftsbereiche hinweg verbindliche Qualitätsvorgaben und Kennziffern (sogenannte KPI - Key Performance Indicators) entwickelt, getestet und in den Werken umgesetzt. Diese Kennzahlen messen unter anderem zentrale Qualitätsgrößen wie beispielsweise Produktqualität, Umfang und Vollständigkeit der Lieferungen, Beschwerdekennziffern, Kosten durch Qualitätsmängel, Anmerkungen bei Kundenaudits und Verbesserungspläne. Wir überwachen anhand dieser Kennziffern fortlaufend sowohl die Produktionsstandorte als auch das Qualitätsniveau der Produktion. Dies verkürzt deutlich unsere Reaktionszeiten, falls es zu Abweichungen von unseren selbstgesetzten Zielvorgaben kommt. Die Beobachtung und Messung der internen Kennziffern wird ergänzt durch die regelmäßig stattfindende globale Kundenzufriedenheitsstudie, welche im Kapitel „Business Excellence“ weiter ausgeführt wird. Gegenüber unseren Kunden wollen wir ein gleichbleibend hohes Qualitätsversprechen abgeben, unabhängig vom Ort der Produktion oder dem Produkt. Über die globalen Qualitätsziele hinaus entwickeln wir weitere individuelle Qualitätsvereinbarungen mit unseren Kunden.

Die Zertifizierung unserer Produktionen und Prozesse ist ein wichtiger Nachweis für unsere Leistungen. Dabei stellen wir uns in vielfältiger Weise den Anforderungen des Marktes und gehen zum Teil darüber hinaus. Alle unsere Produktionsstandorte sind für ihr Qualitätsmanagement zertifiziert nach der ISO-Norm 9001. Überdies erfüllen 16 Werke die ISO-Norm 15378 für die speziellen Anforderungen bei der Herstellung von pharmazeutischen Primärverpackungsmitteln. Die Zertifizierung nach ISO-Norm 13485, die Erfordernisse für ein umfassendes Managementsystem für das Design und die Herstellung von Medizinprodukten repräsentiert, ist von elf Produktionsstandorten erfolgreich bestanden worden. 13 Werke besitzen außerdem eine ISO 14001 Zertifizierung für ihr Umweltmanagement. Drei deutsche Behälterglaswerke erfüllen die Norm nach ISO 50001 für ein modernes Energiemanagementsystem. Seit dem Geschäftsjahr 2014 erfüllen auch unsere Werke bzw. Standorte in Bünde, Pfreimd, Wackersdorf, Regensburg und Münster diese Norm (siehe Kapitel „Umwelt“). Das Werk in Pfreimd (Deutschland) hat zudem eine Herstellerlaubnis nach dem Arzneimittelgesetz zum Sekundärverpacken in der Serienproduktion sowie zur Produktion von klinischen Testmustern. Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung der anspruchsvollen GMP-Regeln aus der Pharmazie auf die Kosmetikverpackungen (ISO 22716) in unserem Werk in Tettau (Deutschland).

NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Unternehmerische Verantwortung ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der unternehmerischen Verantwortung sind integraler Bestandteil unserer Vision, unseres Mission-Statements und unserer fünf Unternehmenswerte Integrität, Verantwortung, Höchstleistung, Teamwork und Innovation. An allen unseren Standorten weltweit arbeiten und handeln wir nach diesen Prinzipien. Für weitere Details zu unserer Vision besuchen Sie unsere Internetpräsenz unter www.gerresheimer.com/unternehmen/vision-mission-werte.

Den Begriff Nachhaltigkeit betrachten wir in allen seinen Facetten. Im Vordergrund stehen für uns unsere Produkte sowie der Nutzen, den sie stiften. Mit der Entwicklung und Herstellung von Produkten zur nachhaltigen Verpackung von Medikamenten, der einfachen und sicheren Dosierung und Verabreichung von Arzneimitteln leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden der Gesellschaft. Dementsprechend hat der verantwortungsvolle Umgang mit den Entwicklungs- und Produktionsprozessen für uns Priorität. Unsere eigenen, ständig steigenden Ansprüche an Qualität, Schonung von Ressourcen, Vermeidung von Verschwendung, einfache Handhabung und größtmögliche Sicherheit unserer Produkte sind für uns wichtige Treiber.

Neben den Produkten und deren Weiterentwicklung fassen wir unsere unternehmerische Verantwortung und unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit aber wesentlich weiter. Dazu haben wir uns Grundsätze unternehmerischer Verantwortung auferlegt. Wir beschreiben darin die Aspekte unserer unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt. An diesen Grundsätzen lassen wir uns öffentlich messen.

Unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften beinhalten für uns sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte. Über die selbstverständliche Einhaltung rechtlicher Vorschriften hinaus setzen wir eigene Standards und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Unsere Grundsätze zur Nachhaltigkeit sind im GMS enthalten und dienen für die Produktions-, Einkaufs- und Verbesserungsprozesse in unseren Werken weltweit als Richtschnur. Weitere Informationen enthält das Kapitel „Business Excellence“. Die Mitarbeiter an unseren Produktionsstandorten engagieren sich überdies regelmäßig in lokalen Projekten und übernehmen damit Verantwortung für die Region, insbesondere mit Blick auf die Förderung von Bildung und Ausbildung. Darüber hinaus beteiligen wir uns gruppenweit am Carbon Disclosure Project und realisieren weitere Projekte an unseren Produktionsstandorten zur umweltschonenden Produktion und zum verantwortlichen Umgang mit Ressourcen. Weitere Informationen hierzu enthält das Kapitel „Umwelt“. Wir beziehen dabei unsere Zulieferer und Partner mit ein, die wir auf unsere Prinzipien für ein verantwortungsvolles Einkaufsmanagement verpflichten. Wir pflegen eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung bei Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung, die auch von unseren Kunden und den Kapitalmarktakteuren eingefordert sowie immer wieder für einzelne Werke ebenso wie für die Gerresheimer Gruppe erfolgreich auditiert wird.

Weitere Informationen zur Gerresheimer unternehmerischen Verantwortung, zu Nachhaltigkeit und unseren Prinzipien für ein verantwortungsbewusstes Supply Chain Management sind auf unserer Homepage zu finden unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

COMPLIANCE

Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen innerhalb der Gruppe nach wirtschaftsethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbs geführt werden. Das Gerresheimer Compliance Programm soll unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiter des Konzerns festlegen. Das Gerresheimer Compliance Programm fokussiert sich auf die Bereiche Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht und ist im Internet unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance zugänglich.

Um das Verständnis von Compliance zu verbessern und die Bereitschaft zu erhöhen, entsprechend zu handeln, ist die Schulung unserer Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil unseres Compliance Systems. Wir bieten weltweit regelmäßige Einführungsschulungen als Präsenzveranstaltungen an. Seit Oktober 2014 stellen wir unseren Mitarbeitern zusätzlich web-basierte eLearning Programme zu den wichtigsten Themen der Compliance zur Verfügung, die jeder Mitarbeiter absolvieren muss, wobei er die Schulung an seinem Arbeitsplatz in seinen Arbeitsalltag integrieren und dort erledigen kann.

Trotz der Aufstellung von Compliance Richtlinien und präventiv wirkender Schulungsmaßnahmen kommt es letztlich darauf an, ob die regulatorischen Vorgaben von den Mitarbeitern eingehalten, Verstöße gemeldet und vom Unternehmen geahndet werden. Seit Mai 2014 bieten wir deshalb ein webbasiertes Hinweisgebersystem als Mittel zur Aufklärung von Compliance Verstößen. Dieses System sichert die Anonymität des Hinweisgebers, sei er Mitarbeiter, Kunde, Lieferant oder Dritter. Um den Zugang so einfach wie möglich zu gestalten, ist das Hinweisgebersystem im Internet in allen relevanten Sprachen verfügbar.

UMWELT

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Abfällen sind Kernbestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften umfasst ökonomische, soziale und insbesondere ökologische Aspekte. Als produzierendes Unternehmen sehen wir uns hier in einer besonderen Verantwortung. Unsere Umweltschutzmaßnahmen gehen oft deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Länder hinaus. Umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Gegenstand unseres weltweit implementierten GMS und finden sich in unseren Prinzipien unternehmerischer Verantwortung wie auch in den Leitlinien für verantwortungsvolles Einkaufsmanagement wieder.

Da die Produktionsprozesse in den Geschäftsfeldern mitunter stark variieren, liegt die Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen dezentral bei den jeweiligen Führungskräften vor Ort. Dabei spielt der kontinuierliche Austausch eine große Rolle, so dass die Produktionsstandorte voneinander lernen und erfolgreiche Maßnahmen kopieren und adaptieren können. Wir stoßen fortlaufend neue Initiativen an, mit denen wir unser Handeln im Sinne der Umwelt- und Ressourcenschonung kontinuierlich weiterentwickeln. Die ökologischen Verbesserungen führen in den meisten Fällen gleichzeitig zu nachhaltigen ökonomischen Vorteilen.

Für uns ist die Zertifizierung der Produktionsstandorte von großer Bedeutung, um unsere ökologischen Fortschritte gegenüber unseren Kunden und der Öffentlichkeit sichtbar und nachweisbar zu machen. Bisher wurde 13 unserer großen Produktionsstandorte nach ISO 14001 ein modernes Umweltmanagement bescheinigt, darunter dem Werk für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Kundli (Indien) sowie den chinesischen Werken zur Herstellung von Injektionsfläschchen und Ampullen in Danyang und Zhenjiang. Insbesondere in unseren energieintensiven Behälterglaswerken legen wir außerdem großen Wert auf die Einführung moderner Energiemanagementsysteme. Alle deutschen Behälterglaswerke in Essen, Tettau und Lohr sind nach dem neuesten ISO-Standard für Energiemanagementsysteme 50001 zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2014 haben die Werke in Lohr und Tettau erfolgreich ein Überprüfungs-Audit durchlaufen, das Werk in Essen wurde drei Jahre nach Erstzertifizierung rezertifiziert. Allen drei Werken wurden gute Fortschritte bei der Verbesserung der Energieeffizienz bescheinigt. Im Geschäftsfeld Medical Plastic Systems wurden erstmals alle deutschen Werke und Standorte in Pfreimd, Wackersdorf, Regensburg und Münster erfolgreich nach ISO 50001 zertifiziert. Gleiches gilt für das Spritzenwerk in Bünde (Deutschland).

Umweltschutz in der Produktion

Umweltschutz geht bei uns Hand in Hand mit dem effizienten Einsatz von Energie. Daher überholen und erneuern wir in regelmäßigen Abständen energieintensive Einrichtungen in unserem Konzern, wie die Schmelzwannen in unseren Behälterglaswerken. Dadurch können wir neueste Technologien für die Glasschmelze einsetzen und die weitere Produktionstechnologie modernisieren. So erzielen wir durchweg Verbesserungen der Energieeffizienz, bei kleinen oder großen Wannenreparaturen. Im Rahmen der grundlegenden Überholung einer Schmelzwanne im Werk in Essen (Deutschland) erreichten wir nach dem Wannenneubau in 2014 sowohl eine maßgebliche Optimierung bei dem benötigten Energieeinsatz als auch eine Reduktion des CO2 -Ausstoßes pro Einheit produzierten Glases. Die richtige Mischung aus Befeuerung durch Erdgas und Beheizen der Wanne durch Stromelektroden führte zu mehr Effizienz und geringerem Energieeinsatz pro Einheit Glas. Auch beispielsweise sind bei den Wannenneubauten in Indien deutliche Energieeinsparungen je geschmolzene Tonne Glas erzielt worden.

Daneben starteten wir in den europäischen Behälterglaswerken Projekte zur Identifizierung von Einsparpotenzialen bei Ressourceneinsatz und Energieeffizienz. Wir überprüften hierbei alle eingesetzten Motoren hinsichtlich ihrer Effizienzklasse in Abhängigkeit der Benutzungsstunden. Im Berichtsjahr trafen wir ferner die Vorbereitungen für den Einsatz einer Regelungstechnik für die Kompressorenanlagen der vier europäischen Behälterglaswerke zur energieeffizienteren Druckluftbereitstellung.

Energiesparen beginnt bei uns bereits in der Produktentwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzten wir verstärkt auf computergesteuerte Simulationen bei der Entwicklung und Bemusterung von neuen Fläschchen für Pharma-Anwendungen wie auch für Kosmetik, Nahrungsmittel und Getränke. Auf diese Weise reduzierten wir die Anzahl der Musterungen und damit einhergehend den Energieeinsatz.

Es ist uns gelungen, den Energieaufwand bei der Glasschmelze durch den Einsatz von sortierten Scherben, die wir aus dem Sekundärkreislauf beziehen, weiter zu verringern. Das Resultat: 2014 produzierte unser Kosmetikglaswerk in Momignies (Belgien) vielfältige Aufträge internationaler Kosmetikkunden in einer speziellen Glaskategorie unter Nutzung von bis zu 35 % Glasscherben für Kosmetikverpackungen wie Cremetiegel oder Parfümflakons.

Einen hohen Energieeinsatz erfordert darüber hinaus die Herstellung von pharmazeutischem Röhrenglas als Vorprodukt für Glasspritzen, Injektionsfläschchen, Karpulen und Ampullen. Auch hier bietet sich der energiemindernde Einsatz von Glasscherben an, er wird allerdings durch die pharma-regulatorischen Auflagen deutlich eingeengt, da ausschließlich sortenreine Glasscherben eingesetzt werden dürfen. Unser Röhrenglaswerk im amerikanischen Vineland begann daher bereits im Jahr 2010, die Scherben der angeschlossenen Werke, in denen die Glasröhren zu fertigen Produkten weiterverarbeitet werden, einzusammeln. Nach erfolgter Sortierung werden diese dann dem Schmelzvorgang erneut zugeführt. Neben den benachbarten Werken in Vineland, Forest Grove und Rockwood beziehen wir seit 2013 das Werk in Morganton in diesen Recyclingkreislauf mit ein. Damit erzielen wir mehrere positive Effekte: Wir senken deutlich den Verbrauch neuer Rohstoffe, vermeiden die sonst übliche Endlagerung der Glasscherben in Deponien und benötigen weniger Energie für den Schmelzvorgang. Außerdem erreichen wir mit diesem Vorgehen weitere Kosteneinsparungen im Vergleich zum Einsatz neuer Rohstoffe. Wir sind bestrebt, dieses System zukünftig weiter zu verbessern.

Um den Energiebedarf unserer Werke zu decken, greifen wir vermehrt auf erneuerbare Energien zurück. Im Sommer 2012 nahmen wir eine der größten Photovoltaikanlagen der USA an unserem Standort in Vineland in Betrieb. Die 44.000 m2 große Photovoltaikanlage entspricht in ihren Abmessungen in etwa der Größe von sieben Fußballfeldern. Sie wurde auf der Dachfläche unseres amerikanischen Röhrenglaswerkes installiert. Wir reduzieren mit dieser Maßnahme den CO2 -Ausstoß unseres Werkes um 1.350 Tonnen pro Jahr. Die Photovoltaikanlage befindet sich im Eigentum eines amerikanischen Photovoltaikunternehmens, das für den Bau verantwortlich war und den reibungslosen Betrieb gewährleistet. Wir werden in den nächsten 13 Jahren den gesamten dort erzeugten Strom für unseren Produktionsstandort beziehen.

Im September 2014 startete der Betrieb unseres ersten Blockheizkraftwerkes am Produktionsstandort in Bünde (Deutschland). Auch hier verfolgten wir das Ziel, den Primärenergieverbrauch sowie den CO2 -Ausstoß zu verringern. Das Blockheizkraftwerk produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung dezentral Strom und Wärme. Den Kern der Anlage bildet ein Motor, der mit Gas betrieben wird und dadurch Strom erzeugt. Die Abwärme des Motors wird über ein System von Wärmetauschern ausgekoppelt und für die Heizung sowie die Warmwasserversorgung genutzt. Der Vorteil dieser Technologie liegt in der hocheffizienten Erzeugung von Strom und Wärme direkt vor Ort - ohne Transportverluste. Wir erreichen mit dieser Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von rund 90 %, können die eingesetzte Energie also fast vollständig umsetzen.

Im Zuge der Neu- und Ausbautätigkeiten des Geschäftsfeldes Medical Plastic Systems ist es uns gelungen, die Bauausführung besonders in den versorgungstechnischen Bereichen zu standardisieren und zu verbessern. Dies gilt insbesondere für unsere Standorte in Pfreimd (Deutschland), Horsovsky Tyn (Tschechien), Küssnacht (Schweiz) und Peachtree City (USA). Dies ermöglicht uns einen qualitativen Vergleich der Betriebsverbräuche über alle Standorte hinweg sowie die Sicherstellung eines energieeffizienteren Betriebes der Produktionsräume. Wir setzen dabei auf neue Techniken wie zum Beispiel auf ein Zweikreis-Kühlsystem für die Hydraulik und Werkzeugkühlung der Spritzgussmaschinen. Weitere Maßnahmen waren die Erweiterung der Wärmerückgewinnung im Druckluftsystem, der Einsatz von Freikühlsystemen anstatt Kältemaschinen, der Einsatz von LED-Beleuchtungstechnik in der neu gebauten Produktionshalle in Peachtree City sowie die Nutzung von Kühlwasserabwärme zur Beheizung der Bodenfläche im Außenbereich des Logistikhofes in Pfreimd und damit die Einsparung von Tausalz im Winter.

Im Rahmen der Zertifizierung der deutschen Standorte des Geschäftsfeldes Medical Plastic Systems nach ISO 50001 wurden 2014 ein einheitliches Managementsystem und ein Energiemanagementhandbuch erstellt. Darüber hinaus erfolgte die Schulung aller Mitarbeiter an energierelevanten Arbeitsplätzen. Wir erfassten ferner alle Energieverbraucher an jedem Standort im Zuge der Erstellung von Energieraumbüchern. Diese bilden den Kern unseres Energiemanagements und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Wir leiten daraus energierelevante Kennzahlen ab, die die Basis für Vergleiche und daraus resultierende Maßnahmen bilden. Für das Geschäftsjahr 2015 haben wir uns vorgenommen, die Lichttechnik im Hinblick auf Nutzungszeiten zu überprüfen und den Einsatz von Photovoltaikanlagen auf Produktionshallendächern zu analysieren.

Im Geschäftsfeld Plastic Packaging haben wir als Pilotprojekt erstmalig von einer hydraulisch betriebenen auf eine rein elektrisch betriebene Spritzgussmaschine umgestellt. Diese verbraucht zwischen 30 % bis 40 % weniger Energie.

CARBON DISCLOSURE PROJECT

Ziele, Strategien sowie Erfolge unserer Initiativen und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt veröffentlichen wir regelmäßig im Rahmen unserer Teilnahme am Carbon Disclosure Project (CDP). Dabei handelt es sich um die weltweit größte Umweltinitiative zur Reduktion von CO2 -Emissionen. Seit sechs Jahren in Folge engagieren wir uns im Rahmen des CDP. Wir erheben, analysieren und managen unsere CO2 -Emissionen an allen Produktionsstandorten und berichten jährlich sowohl über deren Zusammensetzung und Entwicklung als auch über die verschiedensten Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 -Emissionen. Die Daten für das Geschäftsjahr 2013 wurden international einheitlich im Frühjahr 2014 erhoben und im Herbst 2014 vom CDP publiziert. Das Ziel unserer Umweltstrategie ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen zu reduzieren. So sollen unsere Umsätze in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Wir haben diese Zielvorgabe im Geschäftsjahr 2013 zum wiederholten Male erreicht: Das Verhältnis der Emissionen zum Umsatz sank um 4,7 %. Damit haben wir die stärkste prozentuale Verbesserung erzielt, seit wir am CDP teilnehmen. Eine positive Entwicklung zeigt sich außerdem im Mehrjahresvergleich.

Unsere Ergebnisse im Überblick:

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2008 2009 2010 2011 2012 2013
Gesamtemissionen in t 760.076 716.702 733.576 775.372 825.235 817.097
Umsatz in T EUR 1.060.130 1.000.227 1.024.804 1.094.681 1.219.068 1.265.931
Emissionen im Verhältnis zum Umsatz (t/T EUR) 0,717 0,717 0,716 0,708 0,677 0,645

Nachdem unser Engagement im Geschäftsjahr 2012 von den Organisatoren des CDP mit einer Auszeichnung für die stärkste unterjährige Verbesserung honoriert wurde, ist es uns im Geschäftsjahr 2013 gelungen, uns weiter zu verbessern. Dabei wird der Erfolg in zwei Kategorien gemessen. Zum einen geht es um den Grad der Offenlegung und Transparenz („Disclosure“), zum anderen wird die Zielerreichung projektseitig definierter Kriterien („Performance“) bewertet. Innerhalb der Kategorie Offenlegung und Transparenz kann ein Unternehmen bis zu 100 Punkte erreichen. Hier honorierten die Juroren unsere Leistungen mit 84 Punkten im Jahr 2013 (Vorjahr: 81 Punkte). In der Kategorie Zielerreichung erlangten wir von den fünf möglichen Einstufungen mit einem C den drittbesten Wert.

Weiterführende Informationen und Definitionen finden sich unter

www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung/carbon-disclosure-projekt und www.cdproject.net.

Die Prinzipien unternehmerischer Verantwortung und die Leitlinien für verantwortungsvolles Supply Chain Management sind im Internet veröffentlicht unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

BUSINESS EXCELLENCE

„Stillstand bedeutet Rückschritt“ - dieses Prinzip wollen wir mit Leben füllen und damit dem Anspruch unserer Kunden an höchste Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen gerecht werden. Dazu haben wir das GMS eingeführt, das bereits bestehende Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung zusammenführt. Wir verfolgen damit das Ziel, die Leistungen für unsere Kunden hinsichtlich Qualität, Service und Kosten beständig zu verbessern, die Effizienz unserer betrieblichen Strukturen und Prozesse zu steigern und die kontinuierliche Verbesserung in allen Unternehmensbereichen zu ermöglichen.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden mit dem GMS konzernweite Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Teilen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren. Die Anwendung der durch das GMS zur Verfügung gestellten Methoden und Werkzeuge erfolgt durch unsere Mitarbeiter. Durch systematische Aus- und Weiterbildung versetzten wir diese in die Lage, die GMS-Prinzipien einzusetzen, um für unsere Kunden Effizienzsteigerungen und eine gruppenweit einheitliche hohe Qualität unserer Produkte und Services zu gewährleisten. Im Jahr 2014 haben wir das GMS-Ausbildungsprogramm weiter ergänzt durch die Entwicklung und Umsetzung eines standardisierten Trainings zum stärkeren Ausbau der Kompetenzen unserer Beschäftigten im Bereich Führung von produktionsnahen Teams und Teamarbeit. Der Erfolg des GMS beruht auf seiner Akzeptanz, Verbreitung und Umsetzung auf allen Organisationsebenen innerhalb des Gerresheimer Konzerns und nicht zuletzt durch die kontinuierliche Anwendung in den vergangenen zehn Jahren.

Wir entwickeln und definieren werksspezifische Verbesserungspläne im Rahmen des operativen und strategischen Planungsprozesses. Mittels sogenannter Operational Excellence-Kennzahlen und eines standardisierten Evaluationssystems messen und beurteilen wir regelmäßig, ob diese Ziele erreicht und die durch das GMS definierten Standards eingehalten wurden. Zu diesem Zweck sind mehr als 200 Mitarbeiter zu Auditoren ausgebildet worden, die nachhaltig zur Umsetzung des Systems beitragen. Wir legen einen besonderen Fokus auf den internen Charakter der Evaluationen, da dieser die Akzeptanz des GMS deutlich erhöht. Aus den Evaluationen werden jeweils standortspezifische Empfehlungen und Maßnahmenpläne entwickelt, um die weitere zielgerichtete, kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

Kundenzufriedenheitsstudien

Die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse steht auch im Fokus unserer globalen Kundenzufriedenheitsstudien, die wir regelmäßig mit Hilfe eines renommierten Marktforschungsinstitutes durchführen. Wir verfolgen damit das Ziel, ein tiefes Verständnis der Kundenbedürfnisse im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu erlangen. Hierfür führen wir eine standardisierte Befragung durch, die in zehn verschiedenen Sprachen angeboten wird. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir einerseits für die Verbesserung unseres Kundenservices und andererseits, um konkrete Handlungsempfehlungen zur Prozessoptimierung abzuleiten.

An dieser Erhebung nehmen unsere operativen Gesellschaften konzernübergreifend mit ihren jeweiligen Kunden teil: Von Argentinien und Brasilien, Mexiko und den USA über die europäischen Werke bis hin zu den Standorten in China und Indien. Im Mittelpunkt der Befragung stehen insbesondere unsere Entwicklungsarbeit, das Produktangebot, kundenspezifische Systemlösungen, Auftragsabwicklung und Logistik, Fachkompetenz und Engagement unserer Vertriebsmitarbeiter sowie unser technischer Support und die Reklamationsbearbeitung. Mit ihren Antworten zeigen uns die Kunden auf, welche Aktionsfelder ihnen besonders wichtig sind, wo unsere Leistung sie bereits zufriedenstellt und wo wir besser werden müssen.

Die Ergebnisse der Befragungen bieten damit für uns zahlreiche Möglichkeiten der Implementierung. Wir erläutern und diskutieren die Resultate in den verschiedensten Zusammensetzungen von Fachleuten und auf unterschiedlichsten Ebenen. Die Expertenteams in allen Geschäftsbereichen entwickeln daraus Aktions- und Maßnahmenpläne, die sukzessive implementiert werden.

Mit der regelmäßigen Durchführung unserer gruppenweiten globalen Kundenzufriedenheitsstudie kommen wir den Anforderungen der ISO-Audits und unserer eigenen Richtlinien gemäß dem GMS nach. Zudem lässt sich über die Jahre hinweg nachverfolgen, ob die bei der letzten Erhebung eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen Erfolg hatten und vom Kunden wahrgenommen wurden. Wir ermitteln auf diese Weise kontinuierlich Optimierungsansätze für die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und die Steigerung der Kundenzufriedenheit.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht entspricht den Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Struktur der Vorstandsvergütung überprüft und teilweise geändert. Diese Änderungen sind für Herrn Röhrhoff bereits für das Geschäftsjahr 2014 gültig und werden zukünftig bei Verlängerung der bestehenden Vorstandsverträge oder Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes wirksam. Die Änderungen sind im Folgenden erläutert.

Vergütung des Vorstands

Vergütungsstruktur

Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine kurzfristige erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktienwertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und Pensionszusagen.

Erfolgsunabhängige Komponente

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und aus Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Die Sachbezüge enthalten im Wesentlichen Versicherungsprämien (unter anderem für eine Gruppenunfall- und Invaliditätsversicherung) sowie die Dienstwagennutzung. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.

Erfolgsabhängige Komponenten

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung ist an den Grad des Erreichens von dienstvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem vom Aufsichtsrat genehmigten Budget ableitet.

Bisher beziehen sich diese auf die Kennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Bei Erreichen sämtlicher Zielwerte beträgt die kurzfristige variable Barvergütung 50 % des individuellen Festgehaltes. Die kurzfristige variable Barvergütung ist begrenzt auf einen Betrag in Höhe von 60 % des individuellen Festgehaltes und wird im Folgejahr nach Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ausgezahlt.

Für Herrn Röhrhoff und zukünftig bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen sowie bei Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes ist der Jahresbonus als kurzfristige variable Barvergütung nur noch an das Erreichen der drei unterschiedlich gewichteten Finanzkennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse und Net Working Capital geknüpft. Die Zielkomponente Investitionsvolumen entfällt. Bei der Zielkomponente Net Working Capital wird von einer digitalen Zielerreichung auf einen Zielkorridor von 95 % bis 105 % umgestellt. Bei Erreichen sämtlicher Zielwerte beträgt der Jahresbonus 50 % des individuellen Festgehaltes. Der Jahresbonus ist begrenzt auf einen Betrag in Höhe von 70 % des individuellen Festgehaltes.

Langfristige variable Barvergütung

Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE).

Bisher wird die Zielerreichung anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Bei Erreichen des Zielvolumens beträgt der auszuzahlende Bonus 30 % des individuellen Festgehaltes. Er kann maximal (bei Erreichen eines Zielvolumens von 133 %) knapp 40 % des individuellen Festgehaltes betragen. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren.

Für Herrn Röhrhoff und zukünftig bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen sowie bei Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes soll der ROCE-Zielkorridor statt der bisher vorgegebenen festen Werte zukünftig auf Basis der Unternehmensplanung jährlich neu für den Drei-Jahres-Zeitraum festgelegt werden. Die Auszahlungen erfolgen, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren. Bei Erreichen des Zielvolumens beträgt der aufgrund der Nachhaltigkeitskomponente auszuzahlende Bonus 40 % des individuellen Festgehaltes. Die Nachhaltigkeitskomponente kann maximal 55 % des individuellen Festgehaltes betragen.

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung (Phantom Stocks)

Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass jedes Vorstandsmitglied in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktienkurs in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die Aktienwertsteigerungsrechte, die das Jahr 2014 betreffen, gilt der Ausgabepreis von EUR 48,82 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraumes von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.

Die neue Vereinbarung, die bereits für Herrn Röhrhoff gültig ist und zukünftig bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen oder Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes gilt, sieht vor, dass jedes Vorstandsmitglied eine wertbasierte statt stückbasierte Zuteilung erhält. Die Vorstandsmitglieder bekommen also nicht mehr eine bestimmte Stückzahl von Aktienwertsteigerungsrechten, sondern erhalten einen Zahlungsanspruch (Wertanspruch) für den Fall, dass die Ausübungs- und Zahlungsvoraussetzungen vorliegen. Das Vorstandsmitglied ist berechtigt, nach Ablauf einer Sperrfrist von fünf Jahren innerhalb eines sich anschließenden Zeitraumes von 24 Monaten eine Zahlung in Höhe der zwischen dem Ausgabezeitpunkt und dem Ausübungszeitpunkt (Laufzeit) eingetretenen, nach dem Börsenkurs bemessenen Wertsteigerung der Gerresheimer Aktie zu verlangen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass innerhalb der Laufzeit eine Wertsteigerung von mindestens 20 % oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist und die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit mindestens ein volles Jahr lang bestand. Die Zielvergütung soll bei Erreichung der Ausübungshürde einer 20 %igen Steigerung des Börsenkurses 40 % des individuellen Festgehaltes je Vorstandsmitglied betragen. Beträgt die Börsenkurssteigerung während der Laufzeit 40 % oder mehr, ist der Wertanspruch der Vorstandsmitglieder auf maximal 80 % des individuellen Festgehaltes begrenzt.

Pensionszusage

Die den Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. Soweit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden in der Regel über eine Unterstützungskasse abgewickelt.

Die Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus dem Gerresheimer Konzern ab dem Erreichen des 65. Lebensjahres Pensionsleistungen zu beziehen. Der jährliche Pensionsanspruch beträgt, in Abhängigkeit vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Pensionszusage, zwischen 1,5 % und 2,2 % des letzten Festgehaltes. Dieser Prozentsatz steigt in Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstjahre als Mitglied des Vorstands auf maximal 40 %. Die Witwenrente beträgt 60 % und die Waisenrente pro Kind jeweils 20 % der Rentenansprüche des Verstorbenen. Die Witwen- und die Waisenrente sind insgesamt auf 100 % der Rentenansprüche des Verstorbenen begrenzt.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund oder infolge eines Kontrollwechsels sind Abfindungshöchstgrenzen im Rahmen der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen. Somit sind Zahlungen einschließlich Nebenleistungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahren begrenzt und dürfen nicht mehr als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages umfassen. Für die Berechnung der Abfindungscaps ist auf die Gesamtvergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr abzustellen. Der Aufsichtsrat hat mit Herrn Röhrhoff ein nachvertragliches zweijähriges Wettbewerbsverbot vereinbart, das grundsätzlich eine Karenzentschädigung in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung vorsieht.

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat, und besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruches der Kündigung mindestens ein Jahr bestanden und noch eine Laufzeit von mindestens neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm. Im Geschäftsjahr 2014 wurde bei der Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Röhrhoff die Abfindungsregelung im Fall der Sonderkündigung modifiziert, so dass nunmehr etwaige Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm den Anspruch auf Abfindung nicht erhöhen.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr

Im Rahmen der Ermittlung der Vergütung des Vorstands wurde die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex umgesetzt.

Die Gesamtbezüge für die aktiven Vorstandsmitglieder zusammen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf T EUR 5.263 (Vorjahr: T EUR 6.432). Davon entfielen T EUR 1.910 (Vorjahr: T EUR 2.327) auf die erfolgsunabhängige Vergütung und T EUR 2.142 (Vorjahr: T EUR 1.923) auf die erfolgsabhängige Vergütung. Der Dienstzeitaufwand der Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 2014 T EUR 491 (Vorjahr: T EUR 530) und die im laufenden Geschäftsjahr erdiente Vergütung aus der aktienorientierten Vergütung T EUR 720 (Vorjahr: T EUR 1.652). Die Vorjahreswerte enthalten auch die Bezüge für die im Geschäftsjahr 2013 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Herrn Grote und Herrn Wiecha. Für die individuellen Bezüge dieser ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wird auf den Geschäftsbericht 2013 verwiesen.

Die Vergütung (HGB) der einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2014 ist den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen:

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Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

Primary Packaging Glass
Rainer Beaujean

CFO

Life Science Research
Andreas Schütte

Plastics & Devices
Gewährte Zuwendungen

in T EUR
2014 2014 Min. 2014 Max. 2013 2014 2014 Min. 2014 Max. 2013 2014 2014 Min. 2014 Max. 2013
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 741 741 741 720 570 570 570 570 537 537 537 490
Sachbezüge 25 25 25 25 19 19 19 19 18 18 18 18
Summe 766 766 766 745 589 589 589 589 555 555 555 508
Kurzfristige variable Barvergütung 370 - 519 360 285 - 342 285 268 - 322 245
Langfristige variable ­Barvergütung 296 - 1.593 216 171 - 228 516 161 - 215 147
Plan 2012-2015 - - - - - - - - - - - -
Plan 2013-2016 - - - 216 - - - 171 - - - 147
Plan 2014-2017 296 - 407 - 171 - 228 - 161 - 215 -
Phantom Stocks - - 1.185 - - - - 345 - - - -
Summe 1.433 766 2.877 1.321 1.045 589 1.159 1.390 984 555 1.091 900
Dienstzeitaufwand (IAS 19) 264 264 264 286 - - - - 227 227 227 244
Gesamtvergütung 1.697 1.030 3.141 1.607 1.045 589 1.159 1.390 1.211 782 1.318 1.144

Als weitere Bezüge wurden Herrn Röhrhoff im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der Verlängerung seines Vorstandsvertrages neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 9 und 10) gewährt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Tranchen ist im Absatz „Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung (Phantom Stocks)“ zu finden. Da es sich um eine wertbasierte Zusage handelt, existiert zum Zeitpunkt der Gewährung kein beizulegender Zeitwert.

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Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

Primary Packaging Glass
Rainer Beaujean

CFO

Life Science Research
Andreas Schütte

Plastics & Devices
Zufluss in T EUR 2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 741 720 570 570 537 490
Sachbezüge 25 25 19 19 18 18
Summe 766 745 589 589 555 508
Kurzfristige variable Barvergütung 275 327 218 - 187 224
Langfristige variable ­Barvergütung 884 226 - - 578 167
Plan 2010-2013 - 226 - - - 167
Plan 2011-2014 259 - - - 172 -
Plan 2012-2015 - - - - - -
Plan 2013-2016 - - - - - -
Phantom Stocks 625 - - - 406 -
Summe 1.925 1.298 807 589 1.320 899
Dienstzeitaufwand (IAS 19) 264 286 - - 227 244
Gesamtvergütung 2.189 1.584 807 589 1.547 1.143

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung

In der Übersicht zur Vergütung des Vorstands (HGB) ist die aktienorientierte Vergütung mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung enthalten.

Nach IFRS umfasst die Gesamtvergütung den beizulegenden Zeitwert des in dem jeweiligen Geschäftsjahr erdienten Anspruches. Dies bedeutet, dass ab dem Jahr der Gewährung in einem vierjährigen Erdienungszeitraum der jeweilige beizulegende Zeitwert über vier Jahre ergebniswirksam erfasst wird. Dementsprechend ergeben sich für die bestehenden Phantom Stocks gemäß IFRS 2 folgende Details:

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Phantom Stocks IFRS
Uwe Röhrhoff (Vorsitzender) Rainer Beaujean Andreas Schütte
--- --- --- --- ---
Anteil am Gesamtaufwand in T EUR 2014 409 81 230
2013 694 126 504
Zeitwert in T EUR 2014 1.684 397 1.238
2013 2.062 462 1.719
Anzahl der Phantom Stocks 2014 340.000 110.000 265.000
2013 360.000 110.000 330.000

Pensionszusage

Der auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallende Dienstzeitaufwand ist in der Übersicht zur Vergütung des Vorstands enthalten. Nach IFRS ist zudem noch der Barwert der Pensionsverpflichtungen anzugeben. Diese ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

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in T EUR Uwe Röhrhoff (Vorsitzender) Andreas Schütte
Barwert 2014 4.105 1.643
2013 3.130 1.017

Die Gesamtvergütung nach IFRS ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

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in T EUR 2014
Festvergütung 1.848
Sachbezüge 62
Summe der kurzfristigen erfolgsunabhängigen Vergütung 1.910
Kurzfristige variable Barvergütung 680
Summe der kurzfristigen Vergütung 2.590
Langfristige variable Barvergütung 1.462
Im laufenden Jahr erdiente Vergütung aus Phantom Stocks 720
Dienstzeitaufwand für im laufenden Jahr erdiente Pensionszusage 491
Summe der langfristigen Vergütung 2.673
Gesamt 5.263

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Gerresheimer AG geregelt. Einzelne Bestandteile der Aufsichtsratsvergütung wurden im Geschäftsjahr 2014 geändert. Die in Bezug auf die Aufsichtsratsvergütung geänderte Satzung der Gerresheimer AG wurde auf der Hauptversammlung am 30. April 2014 vorgestellt und von der Hauptversammlung in der vorgelegten Form beschlossen. Die Änderungen betrafen die Ausrichtung der variablen Aufsichtsratsvergütung auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung durch Einführung einer dreijährigen Berechnungsbasis für das bereinigte Konzernergebnis je Aktie sowie die Neuregelung der Festvergütung für den Aufsichtsratsvorsitzenden und für die Mitglieder des Prüfungsausschusses.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von EUR 30.000. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweieinhalbfache (bis 2013: das Zweifache) und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 20.000 (bis 2013: EUR 10.000) und jedes weitere Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000 (bis 2013: EUR 5.000). Vorsitzende von anderen Ausschüssen erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000 und jedes weitere Mitglied eines anderen Ausschusses erhält für jede Ausschussmitgliedschaft eine zusätzliche Vergütung von EUR 5.000. Diese Regelung gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG. Die Vergütung für den Vorsitz und die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss ist auf die Jahre beschränkt, in denen der Ausschuss tagt. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des durchschnittlichen bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der Gerresheimer AG im abgelaufenen Geschäftsjahr und den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet dieses durchschnittliche bereinigte Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00, bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und der darauf entfallenden Steuereffekte, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen (Minderheiten), bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2014 betrug EUR 1.085.866,63.

Die Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder setzen sich wie folgt zusammen:

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Name Sitzungsgelder Festvergütung Variable Vergütung Summe
Sonja Apel 7.500,00 30.000,00 28.633,33 66.133,33
Lydia Armer 10.500,00 35.000,00 28.633,33 74.133,33
Dr. Karin Louise Dorrepaal 10.500,00 32.931,50 28.633,33 72.064,83
Francesco Grioli 16.500,00 60.000,00 42.950,00 119.450,00
Eugen Heinz 7.500,00 30.000,00 28.633,33 66.133,33
Dr. Axel Herberg 9.000,00 20.520,55 16.787,76 46.308,31
Seppel Kraus 13.500,00 40.000,00 28.633,33 82.133,33
Dr. Peter Noé 13.500,00 40.000,00 28.633,33 82.133,33
Hans Peter Peters 3.000,00 16.547,95 11.845,57 31.393,52
Markus Rocholz 13.500,00 40.000,00 28.633,33 82.133,33
Gerhard Schulze 21.000,00 105.000,00 71.583,33 197.583,33
Theodor Stuth 13.500,00 50.000,00 28.633,33 92.133,33
Udo J. Vetter 10.500,00 35.000,00 28.633,33 74.133,33
150.000,00 535.000,00 400.866,63 1.085.866,63

Das Aufsichtsratsmitglied Lydia Armer erhält für ihre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Regensburg GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahres eine angemessene Vergütung, die durch Beschluss der ordentlichen Gesellschafterversammlung der Gerresheimer Regensburg GmbH festgesetzt wird. Für das Geschäftsjahr 2013 hat die Gesellschafterversammlung die Vergütung auf EUR 5.000,00 festgesetzt, die im Geschäftsjahr 2014 ausbezahlt wurde.

Das Aufsichtsratsmitglied Markus Rocholz erhält für seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Tettau GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahres eine Vergütung von EUR 5.000,00. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 wurde im Geschäftsjahr 2014 ausbezahlt.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 und § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2014 auf EUR 31,4 Mio. Es ist eingeteilt in 31,4 Millionen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen betreffend die Aktien der Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2014 ausgegebenen Stückaktien der Gerresheimer AG sind uneingeschränkt übertragbar sowie voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung je eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2014 nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Keine der von der Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhaltet Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen uns nicht vor.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Das gesetzliche Leitungs- und Vertretungsorgan der Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitgliedes vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten oder den zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften begeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechtes oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde;
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes oder sonstiger Vermögensgegenstände;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Anteil am Grundkapital 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Betrag geringer ist, des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechtes in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechtes gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 6,28 Mio. (entsprechend 20 % des derzeitigen Grundkapitals) nicht übersteigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhaltes der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen „Schuldverschreibungen“), jeweils mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder mit Wandlungs- oder Optionspflichten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 26. April 2012 beschlossenen Ermächtigung bis zum 25. April 2017 von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechtes oder der Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von EUR 400 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 177,4 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr der Anteile oder der Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben.

Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer AG verpflichtet, den Gläubigern der Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. den Kontrollwechsel bekannt zu machen. Diese haben dann das Recht, alle oder einzelne Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig zu stellen. Als Kontrollwechsel gilt, wenn eine oder mehrere Personen mindestens 50,01 % der Aktien oder Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben oder anderweitig beherrschen und 90 Tage danach kein Investment Grade Rating mehr für die Schuldverschreibung besteht.

Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige unserer Kundenverträge, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Dies sind marktübliche Change-of-Control-Klauseln, die den Kunden bei einem Kontrollwechsel das Recht einräumen, vorzeitig zu kündigen.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruches der Kündigung mindestens ein Jahr bestanden hat und noch eine Laufzeit von mindestens neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen. Deren Höhe entspricht drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene Geschäftsjahr. Im Geschäftsjahr 2014 wurde bei der Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Röhrhoff die Abfindungsregelung im Fall der Sonderkündigung modifiziert, so dass nunmehr etwaige Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm den Anspruch auf Abfindung nicht erhöhen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 9. September 2014 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz.

Die Gerresheimer AG hat allen Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit der letzten unterjährigen Änderung der Entsprechenserklärung vom 22. Mai 2014 entsprochen.

Die Gerresheimer AG wird auch zukünftig allen Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 13. Mai 2013 entsprechen.“

ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

Risikomanagementsystem

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil unserer gesamten Aufbau- und Ablauforganisation. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Holding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

Wir haben für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung definiert. Darüber hinaus bauen wir unser Risikofrüherkennungssystem stetig weiter aus und passen es kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen an. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden in dem Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ im Geschäftsbericht beschrieben, der im Internet unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.

Unternehmerische Verantwortung

Gerresheimer ist einer der weltweit führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leisten wir einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung sowie wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sind wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst, die weit über die Produktwelt hinausgeht. Wir füllen diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lassen uns entsprechend an unseren Grundsätzen messen. In unserem unternehmerischen Handeln fühlen wir uns verantwortlich gegenüber Gesellschaft, Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten und Umwelt.

Unsere Grundsätze sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die im Internet zugänglich ist unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung.

Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise ihrer Ausschüsse

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich in dem Kapitel „Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des Corporate Governance-Berichts beschrieben. Dieser Geschäftsbericht ist ebenfalls im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

KONZERNEINHEITLICHES CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT

Wir sind als global agierendes Unternehmen einer Vielzahl von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Erst unsere Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es uns, sich bietende Chancen zu nutzen. Im Rahmen einer definierten Risikobereitschaft gehen wir daher bewusst Risiken ein, wenn sich ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil ergibt.

Wir beachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Unser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Die Erfassung und Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der AG in ihrer Funktion als Holding.

Das zentrale Element des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Mit unserer Risikomanagementstrategie verfolgen wir das Ziel einer frühzeitigen Erkennung, Bewertung, Vermeidung und Verringerung von Risiken sowie gegebenenfalls die Übertragung dieser auf Dritte. Auch ein Risikomanagementsystem ermöglicht keine absolute Sicherheit für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt uns aber dabei, Risiken zu vermeiden und damit die Unternehmensziele zu erreichen.

Dem Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG obliegen die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems. Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale mit ein. Wir haben für unsere Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung aufgestellt. Darüber hinaus entwickeln wir unser Risikomanagementsystem stetig weiter, um es kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen anzupassen.

Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems:

Einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale
Regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen
Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen
Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadensbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten
Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern
Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer

Sofern identifizierte Risiken bereits in den operativen und strategischen Planungen, im Forecast oder im Monats-, Quartals- oder Jahresabschluss enthalten sind, werden sie nicht in der Risikoberichterstattung berücksichtigt. Andernfalls ergäbe sich eine Doppelerfassung von Risiken im Risikomanagementsystem der Gerresheimer AG. Zudem bleiben Risiken unberücksichtigt, deren Eintritt ohne weitere Bewertung mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind (beispielsweise Erdbeben mit verheerenden Auswirkungen in Deutschland).

Für den Umgang mit Risiken gelten im Gerresheimer Konzern risikopolitische Grundsätze. Diese sehen eine Null-Risiko-Toleranz vor für Verstöße gegen behördliche Vorschriften, Gesetze oder Compliance Vorschriften des Unternehmens sowie hinsichtlich fehlerhafter Produkte und mangelnder Produktqualität.

In regelmäßigen Abständen überwachen wir die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit unseres Risikofrüherkennungssystems durch unsere Interne Revision als prozessunabhängiges Element des Risikomanagementsystems. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Vorstand sowie dem Aufsichtsrat hierüber Bericht. Unser Risikofrüherkennungssystem entspricht uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen und steht ferner im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

INTERNES KONTROLLSYSTEM IN BEZUG AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Der Gerresheimer Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen. Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die Gerresheimer AG erstellt einen zusammengefassten Lagebericht, der sowohl für den Gerresheimer Konzern als auch für die Gerresheimer AG gilt.

Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung. Die Verantwortung für die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt beim Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG, die zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontrollsystems beurteilen. Zum 30. November 2014 wurde die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung festgestellt.

Wir erstellen den Konzernabschluss in einem mehrstufigen Prozess mit Hilfe anerkannter Konsolidierungssysteme. Die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüften und vorkonsolidierten Teilkonzernabschlüsse werden mit den geprüften beziehungsweise einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Abschlüssen der übrigen Tochtergesellschaften zum Konzernabschluss der Gerresheimer AG zusammengefasst. Die Gerresheimer AG trägt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses.

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gilt eine einheitliche Richtlinie zur Bilanzierung und Bewertung nach den IFRS. Diese umfasst eine Beschreibung der allgemeinen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit den IFRS. Die bestehende Richtlinie, die unter Berücksichtigung der Entwicklung der IFRS kontinuierlich modifiziert wird, steht allen Tochtergesellschaften über das Gerresheimer Intranet zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen verbindlichen Abschlussterminkalender.

Im Rahmen des Abschlussprozesses werden neben der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung auch Informationen hinsichtlich Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Anhang und Lagebericht systemseitig bereitgestellt. Die wirksame Unterhaltung des Systems erfolgt zentralisiert durch das Konzernrechnungswesen. Neben den vorhandenen systemseitigen Prüfungen werden manuelle Kontrollen hinsichtlich der Vollständigkeit und Richtigkeit durch die operativen Gesellschaften und die Konzernzentrale durchgeführt. In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung geprüft und im Anschluss regelmäßig geschult. Bei uns gilt grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderung der einzelnen Posten. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Konzernabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der konzernrechnungslegungsrelevanten Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch unsere Interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Im Rahmen der Abschlussprüfung 2014 hat der Abschlussprüfer unser Risikofrüherkennungssystem gemäß § 317 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 91 Abs. 2 AktG geprüft und dessen Ordnungsmäßigkeit bestätigt.

Wir erstellen den Jahresabschluss der Gerresheimer AG mit Hilfe der Software SAP. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In alle Prozesse sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschluss-erstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernkonsolidierungssystem übertragen.

Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem obliegt ihm die Prüfung der Unterlagen zum Einzelabschluss der Gerresheimer AG und zum Konzernabschluss, und er erörtert den Einzelabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu diesen Abschlüssen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Auch in Zukunft wollen wir die sich uns bietenden Chancen optimal nutzen.

Für uns bietet vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung wesentliches Chancenpotenzial. Mit Investitionen, beispielsweise in unsere Technologiezentren für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, möchten wir zukünftig bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt stärker diversifizieren. Weitere Details zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden sich im Kapitel „Forschung und Entwicklung“.

Unternehmensstrategische Chancen sehen wir darüber hinaus in der weiteren Globalisierung unseres Geschäftes. Wir wollen an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und dort unseren Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. In den letzten Jahren haben wir durch gezielte Investitionen in den Ländern Brasilien, Indien und China die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Zusätzliches Wachstum verspricht ferner die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Bereiches Plastics & Devices nach Nordamerika.

Den Generikaherstellern wird künftig eine höhere Bedeutung zukommen. Wir wollen an dem zu erwartenden Mengenwachstum partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. In Zukunft werden zudem Verpackungen für Arzneimittel an Bedeutung gewinnen, die die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen und den Umgang mit dem Medikament erleichtern.

Weitere Wachstumschancen sehen wir im demografischen Wandel und in dem bei älteren Menschen steigenden Bedarf an medizinischer Versorgung, im medizinisch-technologischen Fortschritt und auf dem Feld biotechnologisch hergestellter Medikamente.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen.

In den folgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben, die Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns haben können. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken erfolgt nach den Kriterien:

unwahrscheinlich = Eintrittswahrscheinlichkeit < 10 %
möglich = Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 10 % und 50 %

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 % werden gebucht bzw. sind in der Planung berücksichtigt.

Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkungen erfolgt nach den Kriterien:

moderat = Nettoschaden zwischen EUR 1 Mio. und EUR 10 Mio.
wesentlich = Nettoschaden > EUR 10 Mio.

ÜBERSICHT DER RISIKEN UND IHRER FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
Unternehmensstrategische Risiken
Risiken aus Akquisitionen unwahrscheinlich moderat
Operative Risiken
Risiken aus der gesamt- wirtschaftlichen Entwicklung möglich wesentlich
Energie und Rohstoffpreise möglich wesentlich
Produkthaftungsrisiken möglich wesentlich
Risiken aus der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme möglich wesentlich
Pensionszahlungen möglich moderat
Personalrisiken möglich moderat
IT-Risiken möglich wesentlich
Steuerliche Risiken möglich moderat
Rechtliche Risiken möglich moderat
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungs- und Zinsrisiko unwahrscheinlich moderat
Kreditrisiko möglich wesentlich
Liquiditätsrisiko unwahrscheinlich moderat

Auf bestehende Risiken wird im Folgenden im Detail eingegangen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Akquisitionen sind Bestandteil unserer Strategie. Da Entscheidungen dieser Art entsprechende Risiken beinhalten, werden Akquisitionsvorhaben im Rahmen eines Due Diligence-Prozesses eingehend geprüft. Den Gesamtprozess steuert unsere zentrale Mergers & Acquisition-Abteilung. Trotz sorgfältiger Due Diligence-Prüfungen ist es aufgrund von Änderungen des Umfeldes möglich, dass die ursprünglichen Zielsetzungen nicht oder nur teilweise erreicht werden. Wir versuchen, diese unternehmensstrategischen Risiken durch eine regelmäßige und intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung frühestmöglich zu erkennen und mittels geeigneter Maßnahmen zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren.

Die Markteinführung innovativer Produkte bildet eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie. Im Rahmen einer verantwortlichen Unternehmensführung sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern gleichfalls Risiken einhergehen. Trotz aller Anstrengungen können wir nicht sicherstellen, dass sich alle Produkte auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden. Wir stellen sicher, dass basierend auf umfangreicher Marktanalysen die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und mögliche Risiken minimiert werden.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Betriebsrisiken sowie Organisations-, Personal- und Sicherheitsrisiken. Sie werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz und hohe Anforderungen an das Produktions-, Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Wir decken Haftungsrisiken durch eine Haftpflichtversicherung ab und versichern mögliche Eigenschäden, unter anderem durch eine Allgefahren-Sachversicherung zum Neuwert. Vor einem eventuellen Ertragsausfall bei Betriebsunterbrechungen in den Werken schützt uns eine Betriebsunterbrechungsversicherung auf Allgefahrenbasis, die mit entsprechenden Selbstbehalten versehen wurde.

RISIKEN AUS DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG

Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Gerresheimer Konzerns. Auch im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 war keine Entspannung der Gesamtrisikosituation zu beobachten. Niemand kann derzeit mit absoluter Sicherheit sagen, wie sich die Euro- und Finanzkrise weiter auf die Realwirtschaft, die Kunden und die Lieferanten auswirken und wie lange diese Krise andauern wird.

Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung der Weltwirtschaft beobachten. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir beispielsweise die Auslastung auf Produktionsstandorte mit hoher Produktivität.

ENERGIE- UND ROHSTOFFPREISE

Wir haben einen permanent hohen Bedarf an Energieträgern, insbesondere aufgrund der energieintensiven Brenn- und Schmelzvorgänge unserer Hochtemperaturschmelzöfen. Ein wesentlicher Anstieg der Energiepreise kann die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten. Daher haben wir die besondere Ausgleichsregel für stromintensive Unternehmen nach § 64 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in Anspruch genommen.

Ein weiterer erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten sind wir unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Der Konzern hat sich gegen anziehende Energiepreise umfassend abgesichert, um Energiekostensteigerungen aufzufangen. Zudem haben wir bei Kundenverträgen teilweise Preisanpassungsklauseln vereinbart.

Produkthaftungsrisiken

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei Kunden oder Endverbrauchern verursachen. Folgende Beispiele sollen dies verdeutlichen: Die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden könnte bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Für uns besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass dies Reputationsschäden für den Gerresheimer Konzern bedeutet. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen seiner Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen wäre nicht auszuschließen, dass der Konzern dadurch Kunden verliert. Dies könnte zu nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns führen. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus den Vorschriften zur Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Diese Beispiele zeigen, dass negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns nicht auszuschließen sind.

Um Produkthaftungsfälle zu vermeiden, arbeitet der Gerresheimer Konzern mit weitreichenden Qualitätssicherungsmaßnahmen. Eine Produkthaftpflicht- und Rückrufkostenversicherung soll zudem entstehende Schäden weitgehend abdecken.

RISIKEN AUS DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER STAATLICHEN GESUNDHEITSSYSTEME

Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2014 rund 83 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies führte in der Konsequenz zu einem höheren Preisdruck auf die Pharmaindustrie. Aufgrund des begrenzten Patentschutzes und der stetig steigenden Produktentwicklungskosten verstärkt sich damit die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie. Diese Entwicklung kann zu einem steigenden Preisdruck auf unsere Produkte führen, obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikamentes für den Verbraucher entfällt. Für den Fall, dass der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert wird, kann sich dies wesentlich nachteilig auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Wichtige Bestandteile unserer Unternehmenssteuerung sind daher das frühzeitige Erkennen sich abzeichnender Entwicklungen und ein aktives Portfoliomanagement. Zudem kann der Gerresheimer Konzern durch seine Präsenz in verschiedenen Ländern und Märkten zyklische Schwankungen der Einzelmärkte beziehungsweise in einzelnen Ländern besser ausgleichen als andere Unternehmen, die nicht so global vertreten sind.

PERSONALRISIKEN

Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um unsere wachstumsorientierte Unternehmensstrategie zu realisieren. Sollte es uns zukünftig nicht gelingen, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Maße für unser Unternehmen auszubilden, zu gewinnen und langfristig an uns zu binden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Zusätzlich ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken.

Wir begegnen diesen Risiken, indem wir uns weltweit, stärker als bisher, als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Hierzu gehören eine wettbewerbsfähige Vergütung, fachspezifische Fort- und Weiterbildung, eine strukturierte Nachfolgeplanung und die spezifische Förderung junger Fach- und Nachwuchskräfte. Zudem verfolgen wir eine auf personelle Vielfalt (Diversity) ausgerichtete Personalpolitik und betreiben zudem zielgruppenspezifisches Personalmarketing.

IT-RISIKEN

Computergestützte Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die Anwendung von IT-Systemen für die interne und externe Kommunikation nehmen weiter zu. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall dieser Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Die IT-Systeme werden konzernweit standardisiert, harmonisiert, geprüft und weiterentwickelt, um die Sicherheit und Effizienz unserer Geschäftsprozesse zu gewährleisten beziehungsweise zu erhöhen. Industrietypische IT-Mindeststandards wie Backups, redundante Datenverbindungen und getrennte Rechenzentren dienen dazu, Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen wie SAP, Websites und IT-Infrastrukturkomponenten zu minimieren.

Im Geschäftsjahr 2014 genehmigte der Vorstand eine überarbeitete Konzern-IT-Strategie, die Fortführung der Optimierung der Applikationen SAP und der Konsolidierungssoftware von Infor, die Komplettierung des Umstieges vom Betriebssystem XP auf Windows 7, den Rollout von SAP in einer weiteren Gesellschaft und die Fortführung der Umsetzung sicherheitsrelevanter Infrastrukturprojekte wie Antivirus, Internet-Protection, Active Directory und LAN-Standardisierung.

Gerresheimer wird die Harmonisierung der ERP-Systeme auf SAP ECC 6.0 ebenso konsequent fortführen wie die Standardisierung der IT-Infrastruktur in den Bereichen Netzwerk, Hardware, Kommunikation und Sicherheit. IT-Governance und IT-Compliance sollen die Umsetzung und Erfüllung gesetzlicher, unternehmensinterner und vertraglicher Anforderungen in der GerresheimerAG sichern.

STEUERLICHE RISIKEN

Die Globalisierung der operativen Geschäfte im Gerresheimer Konzern hat zur Folge, dass eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Regelungen von Finanzverwaltungen zu berücksichtigen sind. Abgabenrechtliche Risiken können durch unzureichende Berücksichtigung von steuerlichen Vorschriften oder durch die unterschiedliche steuerliche Würdigung von Sachverhalten und Transaktionen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen und daraus sich möglicherweise ergebende Prüfungsfeststellungen mit entsprechenden Zinswirkungen und Steuernachzahlungen können zu einer Belastung für den Konzern führen.

Die steuerlichen Risiken werden regelmäßig und systematisch geprüft und bewertet. Daraus resultierende Maßnahmen zur Risikominderung werden zwischen dem Bereich Group Tax der GerresheimerAG und den Landesgesellschaften abgestimmt.

RECHTLICHE RISIKEN

Als international tätiges Unternehmen muss der Gerresheimer Konzern unterschiedliche Rechtsnormen beachten. Daraus können sich vielfältige vertrags-, wettbewerbs-, umwelt-, marken- und patentrechtliche Risiken ergeben.

Diese Risiken begrenzen wir durch juristische Prüfungen unserer internen Rechtsabteilungen und indem wir externe Spezialisten für das jeweilige nationale Recht zu Rate ziehen.

Damit die weltweiten Gesetze und Regeln insbesondere in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht eingehalten werden, haben wir ein globales Compliance Programm etabliert. Die Beachtung der Compliance Richtlinien obliegt allen Organmitgliedern und Mitarbeitern der GerresheimerAG und der Konzerngesellschaften. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften sowie die Beachtung der Konzernrichtlinien des Gerresheimer Compliance Programmes sind von herausragender Bedeutung für die GerresheimerAG und ihre verbundenen Unternehmen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, sind nicht bekannt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen der operativen Tätigkeit sind wir finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Group Treasury-Abteilung überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

WÄHRUNGS- UND ZINSRISIKO

Als Gesellschaft mit Sitz in Deutschland stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen großen Teil unseres Geschäftes außerhalb der Euroländer abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Die Zunahme der Volatilitäten der Wechselkurse in den letzten Jahren hat entsprechende Chancen und Risiken steigen lassen. Um Wechselkursrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigen wir Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften.

Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken. Wir tätigen Zinsswapgeschäfte, um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen.

KREDITRISIKO

Durch das Kredit- und Forderungsmanagement sowie die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwachen wir die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert, soweit ein entsprechender Versicherungsschutz gewährt wird. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Gerresheimer Konzern zentral durch die GerresheimerAG gesteuert. Die Liquiditätssituation des Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlichen Liquiditätsplanung überwacht und gesteuert. Darüber hinaus stehen dem Gerresheimer Konzern zur Liquiditätssicherung ein langfristiges Tilgungsdarlehen sowie ein revolvierendes Darlehen und eine Euro-Bond-Schuldverschreibung zur Verfügung.

Eine detailliertere Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken und deren Management findet sich im Anhang zum Konzernabschluss unter der Angabe (6) „Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente“.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS

Unser Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für die Einschätzung des Gesamtrisikos durch den Vorstand. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden alle Risiken zusammengefasst, die von den Tochtergesellschaften und den Zentralbereichen gemeldet werden. Diese Risikoberichterstattung wird regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet.

Die Risiken des Gerresheimer Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der GerresheimerAG gefährden oder ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen Standard & Poor‘s und Moody‘s regelmäßig bewertet. Das Rating von Standard & Poor‘s liegt mit BBB- mit stabilem Ausblick ebenso wie das Rating von Moody‘s mit Baa3 mit stabilem Ausblick im Bereich des Investment Grade Rating.

Die Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Diese werden im Abschnitt „Finanzierungsinstrumente“ erläutert. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 wurden die vorgegebenen Financial Covenants eingehalten. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem 30. November 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns oder der GerresheimerAG zu erwarten ist.

PROGNOSEBERICHT

AUSRICHTUNG DES KONZERNS

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der GerresheimerAG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT/ENTWICKLUNG IN DEN EINZELNEN REGIONEN3)

Für das Jahr 2015 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Zuwachs der Weltwirtschaft um 3,8 %. Die Entwicklung der Wirtschaft werde regional sehr unterschiedlich ausfallen und bleibe dabei anfällig für Abwärtsrisiken. So können etwa deutlich steigende Ölpreise das Weltwirtschaftswachstum ebenso beeinträchtigen wie eine unerwartete Verschlechterung der Finanzierungskonditionen, etwa getrieben durch steigende Langfristzinsen in den USA oder eine generell steigende Risikoaversion. Die inzwischen langanhaltende geringe Nachfrage in den Industrieländern könne letztlich das Wachstum weltweit beeinträchtigen.

Regional gesehen dürfte der größte Wachstumsimpuls für die Weltwirtschaft im Jahr 2015 Prognosen des IWF zufolge aus den USA resultieren. Erwartet wird ein gegenüber dem Vorjahr leicht stärkeres Wirtschaftswachstum von etwa 3,1 %. Im Jahr 2014 hatte der Zuwachs noch etwa 2,2 % betragen. Wichtig sei unterdessen, dass die Normalisierung der Geldpolitik schrittweise vollzogen werde, um die Erholung der Wirtschaft weiter zu stützen.

Für Europa belaufen sich die Schätzungen - nach dem Plus von etwa 1,5 % im Jahr 2014 - auf eine Zunahme des Wirtschaftswachstums um etwa 1,9 %. Dabei sei das Wachstumstempo innerhalb Europas sehr unterschiedlich verteilt und immer mit dem Risiko verbunden, dass sich das Wachstum bei gleichzeitig geringer Inflation auf niedrigem Niveau etabliere. In Europa gelte es daher zunächst, die Erholung der Wirtschaft zu unterstützen, die Inflation zu erhöhen sowie mittelfristig das Wachstum zu steigern. Wünschenswert sei dazu eine unterstützende Geldpolitik, aber auch eine Stärkung der Bilanzen, und zwar sowohl der Banken als auch der Unternehmen. Letztlich sei Europa gut beraten, strukturelle Reformen umzusetzen, um mittelfristig die Herausforderungen des Wirtschaftswachstums meistern zu können.

Für die russische Volkswirtschaft wird für 2015 mit 0,5 % Wachstum nach 0,2 % im Vorjahr wiederum ein sehr verhaltenes Wirtschaftswachstum vorausgesagt. Dennoch hat sich laut IWF die Ukraine-Krise bisher nur auf die hiervon direkt betroffenen Länder sowie deren unmittelbare Nachbarländer ausgewirkt. Deshalb sollten sich die ökonomischen Folgen auf die Absatzmärkte des Gerresheimer Konzerns, obwohl sie schwer einschätzbar sind, in Grenzen halten.

Gleiches gilt für die potenziellen Folgen der Entwicklungen im Nahen Osten. Aufgrund der Tatsache, dass der Gerresheimer Konzern weniger als EUR 10 Mio. an jährlichen Umsatzerlösen in den Regionen Mittlerer und Naher Osten zusammengenommen erwirtschaftet, sollten sich auch hier die ökonomischen Folgen auf die Absatzmärkte des Gerresheimer Konzerns in Grenzen halten.

Für Deutschland geht der IWF im Jahr 2015 von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um etwa 1,5 % aus. Im Jahr zuvor wurde ein Plus von etwa 1,4 % im Jahr 2014 erwirtschaftet. Nach erfolgreicher Konsolidierung seines Steuerhaushaltes gelte es nun für Deutschland, unter anderem die Investitionen der öffentlichen Hand in Ausbau und Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur voranzutreiben.

Die vom IWF für die Schwellenländer im Jahr 2015 prognostizierte Wachstumsrate liegt mit 6,6 % etwa auf dem Wert des Vorjahres in Höhe von 6,5 %. Die Zuwachsrate ist damit nach wie vor deutlich dynamischer als die der Industrienationen. Gleichwohl erreicht der erwartete Produktionszuwachs nicht die Spitzenwerte der Vergangenheit. Die Schwellenländer bleiben dessen ungeachtet auch im Jahr 2015 aus heutiger Sicht Motor der Weltwirtschaft. Insbesondere China und Indien gelten unverändert als Wachstumstreiber für den Welthandel. Für China liegen die Wachstumsprognosen für das Jahr 2015 bei 7,1 % nach 7,4 % im Vorjahr. Für Indien werden im Jahr 2015 etwa 6,4 % Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes erwartet, nach 5,6 % im Vorjahr. Für Brasilien belaufen sich die Prognosen auf einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 1,4 % im Jahr 2015 nach etwa 0,3 % im Jahr 2014.

3) Internationaler Währungsfonds: „World Economic Outlook“, Oktober 2014, S. 45ff.

Entwicklung in den Branchen

Die weltweite Nachfrage nach Pharma- und Healthcare-Produkten dürfte allein aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen. Das Wachstum der Weltbevölkerung wie auch der zunehmende Anteil älterer Menschen, einhergehend mit dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, sollte weiter zu einer positiven Geschäftsentwicklung des Konzerns beitragen. Während die Pharmaausgaben in den sogenannten reifen Märkten wie den USA und Europa nach Schätzungen des IMS Instituts4) im Zeitraum 2013 bis 2018 jährlich um etwa 3 % steigen werden, sind in den Schwellenländern5) überdurchschnittliche Wachstumsraten zu erwarten, da dort mit zunehmendem Wohlstand die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung ausgebaut wird. Für die Schwellenländer erwarten die Experten des IMS im Zeitraum 2013 bis 2018 jährliche Steigerungen der Pharmaausgaben um rund 10 %. Im Durchschnitt der Regionen ergibt sich daraus eine Zunahme um jährlich etwa 5 %.

Auch die Frage des Patentschutzes spielt eine Rolle. So rechnen die IMS-Experten im Zeitraum 2013 bis 2018 mit einem Zuwachs der patentgeschützten Medikamente von jährlich etwa 2 %. Für die patentfreien Wirkstoffe lauten die Vorhersagen im gleichen Zeitraum auf Zuwächse von etwa 11 %. Im Mittel ergibt sich damit auch hier ein erwarteter jährlicher Zuwachs von etwa 5 %.

Ursächlich für diese Entwicklungen ist unter anderem die stetig steigende Zahl chronischer Erkrankungen. Dazu gehören Krankheiten wie beispielsweise Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Diabetes, die immer häufiger aufgrund zivilisatorischer und umweltbezogener Veränderungen auftreten. Aber auch steigende Anforderungen an die Verpackung und Darreichung von Medikamenten im Zuge der Selbstmedikation treiben das Wachstum der Branche.

Markt- und Geschäftschancen für den Gerresheimer Konzern

DIE PERSPEKTIVEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Die Weltwirtschaft wird sich laut den Prognosen des IWF im Jahr 2015 mit moderatem Tempo entwickeln. Gleichzeitig mahnen die Experten zur Sorge, da ein Nachlassen oder Abflachen der Dynamik in einzelnen Regionen nicht ausgeschlossen werden kann. Trotz eines für unsere Kunden schwierigeren Marktumfeldes in den USA und möglicher weiterer Einschränkungen bei der Umsatzentwicklung unserer Kunden mit dem Absatzmarktziel Osteuropa gehen wir weiter davon aus, dass wir unser Kerngeschäft mit Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systemen für die Pharma- und Gesundheitsindustrie auch im Geschäftsjahr 2015 weiter ausbauen können.

In den vergangenen Jahren wurde in den Schwellenländern verstärkt mit dem Auf- bzw. Ausbau der medizinischen Versorgung begonnen. Damit einhergehend stieg dort der Einsatz bzw. die Vergabe von patentfreien Wirkstoffen. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend ungebrochen fortsetzt und auch 2015 zu einer weiteren Steigerung der Nachfrage führen wird.

ERWARTETE ERTRAGSLAGE

Der Konzern

Ziel des Konzerns ist es, der führende globale Partner für Lösungen zu werden, die zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Dazu wollen wir unsere globale Präsenz ausbauen sowie profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen.

Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die GerresheimerAG über Ergebnisabführungsverträge die Ergebnisse der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Diese können auch Beteiligungserträge aus dem Ausland erhalten. Insoweit wirkte sich die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der GerresheimerAG aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 wiederum ein positives Jahresergebnis der GerresheimerAG.

Plastics & Devices

Für unsere kundenspezifischen Produkte aus Glas und Kunststoff zur sicheren Verabreichung von Medikamenten erwarten wir im Jahr 2015 neuerlich Zuwächse. Dabei bleiben die Drug-Delivery-Devices für verschreibungspflichtige Medikamente die Hauptumsatzträger. Zu diesen Produkten zählen vor allem Insulin-Pens und Inhalatoren, aber auch das Geschäft mit Diabetes Care-Produkten. Regional gesehen bleibt Europa Schwerpunkt unseres Geschäftes mit Drug-Delivery-Devices für verschreibungspflichtige Medikamente. Unserer Erwartung nach wird der Umsatzzuwachs im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr ein geringeres Volumen erreichen. Maßgeblich sind dafür zwei Effekte. So dürfte sich das zur Anbahnung dieser Umsätze erforderliche Geschäft mit der Entwicklung und Fertigung von Werkzeugen nach dem Rekordjahr 2014 im Geschäftsjahr 2015 wieder normalisieren. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass die Volumenzuwächse eines Produktes langsamer als ursprünglich erwartet realisiert werden können. Dennoch bleibt unser Geschäft aufgrund klarer und intakter Langfristtrends weiter auf Wachstum ausgerichtet. Dies spiegelt sich auch in den Erweiterungsinvestitionen an Standorten in den USA und Tschechien wider, die auf die Inbetriebnahme neuer Produktionslinien zielen.

Der Umsatz mit unseren Pharmaverpackungen aus Kunststoff für die freiverkäuflichen Arzneien dürfte sich unverändert gut entwickeln und im Geschäftsjahr 2015 weiter durch die Schwellenländer getrieben werden.

4) IMS Health, „Pharma: transformation in turbulent times”, März 2014.

5) Zu den Schwellenländern, die vom IMS-Institut als „Pharmerging Countries“ bezeichnet werden, gehören Ägypten, Algerien, Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine, Venezuela und Vietnam.

Primary Packaging Glass

In unserem Geschäftsbereich Primary Packaging Glass erwarten wir leichtes Umsatzwachstum für unsere Verpackungen aus Glas wie Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen oder auch Parfümflakons und Cremetiegel. Verschiedene Maßnahmen zielen auch im Jahr 2015 auf eine weitere Verbesserung der Produktivität. Dazu gehören die Modernisierung eines unserer US-Werke ebenso wie die Investitionen in die Standardisierung unseres Maschinenparks in der Glasproduktion.

Umsatzzuwächse erwarten wir - ähnlich wie in den Vorjahren - vor allem in unseren Werken in den Schwellenländern. Aufgrund der guten Prognosen für die Entwicklung des Pharmamarktes in den Schwellenländern haben wir mit dem Bau eines neuen Werkes in Kosamba, Indien, begonnen, um unsere Produktionskapazität über das bestehende Werk hinaus zu erweitern.

Der Umsatz mit Pharmaverpackungen aus Glas sollte sich robust entwickeln. Im Bereich Kosmetik gehen wir von einem positiven Umfeld aus und erwarten, im Geschäftsjahr 2015 unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten aus Glas leicht ausbauen zu können.

Life Science Research

Im Geschäftsbereich Life Science Research ist die Visibilität aufgrund der Struktur des Geschäftsmodells geringer als in den anderen Geschäftsbereichen, da wir hier unsere Produkte nicht direkt, sondern über Distributoren verkaufen und die Vorlaufzeiten bei Bestellungen sehr kurz sind. Da die Geschäftsentwicklung stark von der US-amerikanischen Konjunktur abhängt, sind Prognosen mit großer Unsicherheit behaftet. Der Umsatz sollte sich stabil entwickeln, da wir tendenziell davon ausgehen, dass unsere Kunden ihre vorsichtigere Ausgabenpolitik auch im Jahr 2015 aufgrund von Budgetrestriktionen beibehalten werden.

ERWARTETE ENTWICKLUNG NICHT FINANZIELLER ERFOLGSFAKTOREN

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern wird angesichts des erwarteten Wachstums in Zukunft steigen. Die regionale Verteilung wird sich aufgrund zunehmender Globalisierung zugunsten der Schwellenländer verändern.

Forschung und Entwicklung

Unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden wir auch in Zukunft einen hohen Stellenwert beimessen, um das Wachstum des Unternehmens langfristig durch Innovationen sichern zu können.

Beschaffung

Auch im Jahr 2015 werden wir unseren Einkauf nachhaltig optimieren: Preise, Konditionen und insbesondere die Qualität sind zentrale Bausteine, um unseren Ertrag weiter zu steigern. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Finanz- und den realen Märkten gehen wir davon aus, dass die Volatilität der Preise erhalten bleibt.

Produktion

Unser Ziel ist, unsere Produktion in Richtung einer Null-Fehler-Produktion bei Massenartikeln zu entwickeln. Dies ist eine große Herausforderung, denn wir produzieren für die pharmazeutische Industrie Produkte in extrem hohen Stückzahlen, das heißt Milliarden von Fläschchen, Behältern und Ampullen. Um die Qualität unserer Produkte auszubauen, aber auch um die Komplexität in unseren Werken zu reduzieren, werden wir auch im Geschäftsjahr 2015 stark in die Standardisierung und die Weiterentwicklung unseres Maschinenparks investieren. Fast alle Maschinen für pharmazeutische Glasfläschchen werden im Rahmen dieser Initiative gegen Maschinen mit höherer Prozesssicherheit ausgetauscht, die wir für unseren Bedarf entwickelt haben.

Umwelt

Wir wollen auch in Zukunft verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umgehen und die Umwelt schonen. So haben wir uns bereits zum sechsten Mal in Folge an dem Projekt Carbon Disclosure Project beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung ausführlich Bericht. Ziel unserer Umweltstrategie ist es, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen zu reduzieren. So sollen unsere Umsätze in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Auch 2015 werden wir uns wieder am Carbon Disclosure Project beteiligen.

ERWARTETE FINANZLAGE UND LIQUIDITÄT

Zum 30. November 2014 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 67,9 Mio. (Vorjahr: EUR 73,1 Mio.). Darüber hinaus stand uns zum Bilanzstichtag aus dem revolvierenden Darlehen ein nicht in Anspruch genommener Betrag in Höhe von EUR 164,0 Mio. (Vorjahr: EUR 181,2 Mio.) zur Verfügung. Damit befinden wir uns in einer stabilen finanziellen Situation und werden auch im kommenden Geschäftsjahr genügend liquide Mittel haben, um unsere geplanten Investitionen zu finanzieren und unseren sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

DIVIDENDENPOLITIK

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 30. April 2015 gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von EUR 0,75 je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende um 7,1 %. Die Ausschüttungsquote beträgt 26 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Minderheiten. In Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg wollen wir auch im Geschäftsjahr 2015 an unserer Dividendenpolitik festhalten und zwischen 20 % bis 30 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Minderheiten an unsere Aktionäre ausschütten.

MEGATRENDS

Bei der Prognose unserer Geschäftsentwicklung versuchen wir vor allem, sehr wahrscheinliche Entwicklungen in unseren Märkten zu identifizieren. Besondere Bedeutung haben hier langfristige globale Trends, die auch als Megatrends bezeichnet werden. Diese weisen meist eine sehr stabile Entwicklung auf und sind wenig anfällig für Rückschläge. Die Identifikation solcher Trends ist für uns notwendig, um strategische Entscheidungen für unser Unternehmen treffen zu können. Es handelt sich hierbei um Fragestellungen wie beispielsweise die Entwicklung neuer Wachstumsmärkte sowie Veränderungen bezüglich Art und Umfang der Nachfrage nach unseren Produkten. Zur Beurteilung dieser Fragestellungen gilt es zu hinterfragen, welche der aktuell zu beobachtenden Entwicklungen auf kurzfristigen Trends beruhen und welche Entwicklungen voraussichtlich langfristig und weitestgehend unbeeinflusst von politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen anhalten werden. Hier sind vor allem sechs Megatrends zu nennen, von denen wir ausgehen, dass diese unsere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen werden.

1. GENERIKA-PRÄPARATE NEHMEN ZU

Experten schätzen, dass die Umsätze mit Generika in der Zeit von 2013 bis 2018 um jährlich rund 11 % wachsen werden.6) Insbesondere in den Schwellenländern werden die Generika-Umsätze stark wachsen, da die Medikamente nach Wegfall des Patentschutzes für viele Patienten preislich erschwinglich werden. Eine für uns günstige Entwicklung, da der Preis des Produktes für uns ohne Belang ist, jedoch jede verkaufte Verpackung zählt.

2. GESUNDHEITSSYSTEME IN DEN SCHWELLENLÄNDERN WACHSEN

Rund 10 % pro Jahr werden die Umsätze mit Medikamenten in den Schwellenländern zwischen 2013 bis 2018 wachsen.7) Zu den wichtigsten Märkten gehört China, gefolgt von Indien und Brasilien. Aber selbst das bevölkerungsreiche China ist gemessen an den Pharma-Umsätzen klein im Vergleich zu den USA. 2013 wurden in China rund USD 100 Mrd. für Medikamente ausgegeben, in den USA mehr als USD 350 Mrd. Angesichts der großen Bevölkerung verbinden wir mit dem Erstarken der Gesundheitssysteme in den Schwellenländern deutliches Wachstumspotenzial und sind mit zahlreichen Werken in China, Indien, Brasilien und Mexiko bereits gut vertreten.

3. REGULATORISCHE ANFORDERUNGEN NEHMEN ZU

Die Anforderungen der Gesundheitsbehörden, insbesondere der amerikanischen Gesundheitsbehörde, steigen. Die Auflagen betreffen längst nicht allein die Herstellung der Wirkstoffe, sondern genauso die Produktion der Verpackung für die Medikamente. Schließlich geht es bei allem um die Gesundheit der Patienten. Daher investieren wir weltweit in Qualität.

4. NEUE MEDIKAMENTE WERDEN ENTWICKELT

Neue Wirkstoffe verlangen manchmal von der Verpackung neue Eigenschaften. Dafür bieten wir Lösungen aus neuen Werkstoffen wie dem Hochleistungskunststoff COP oder aus gehärtetem Glas an. Unsere Materialkompetenz und die Vielzahl unserer Produkte gereicht uns dabei zum Vorteil.

5. AKUTE UND CHRONISCHE KRANKHEITEN NEHMEN ZU

Die Verbreitung chronischer Krankheiten nimmt zu. Heute leiden 385 Mio. Menschen unter Diabetes, in 20 Jahren könnten es schon 600 Mio. sein.8) Die fortlaufend erforderliche Behandlung einer wachsenden Anzahl von Patienten erfordert die Bereitstellung steigender Wirkstoffmengen. Jedes einzelne Medikament muss dabei eine geeignete Verpackung und Darreichungsform erhalten. Dazu entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden Insulin-Pens, Diabetiker-Stechhilfen und Asthma-Inhalatoren, die millionenfach täglich im Einsatz sind.

6. SELBSTMEDIKATION GEWINNT AN BEDEUTUNG

Wenn Patienten sich selbst medikamentös versorgen müssen, sind dazu zuverlässige und einfache Lösungen erforderlich. Ca. 30 % bis 50 % der Medikamente werden gar nicht, zur falschen Zeit oder in der falschen Dosierung eingenommen. Hier bieten wir viele intelligente Produkte, die den Patienten die Einnahme erleichtern und Fehler vermeiden sollen.

6) IMS Health, „Pharma: transformation in turbulent times”, März 2014.

7) IMS Health, „Pharma: transformation in turbulent times”, März 2014.

8) IDF, „Diabetes Atlas”, 6th edition, 2014 (www.idf.org/diabetesatlas/update-2014).

GESAMTAUSSAGE ZUM PROGNOSEBERICHT

Für die kommenden Geschäftsjahre ist unser Unternehmen gut gerüstet. Durch bereits getätigte und geplante Investitionen in ertragreichen Märkten sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie, die auf langfristigen Megatrends basiert. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma- und Healthcare-Industrie. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren wollen, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Im Vergleich mit unseren Wettbewerbern sind wir gut aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir derzeit von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Umsatzanteil von 20 % am Konzernumsatz den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung hat, eine Wechselkursannahme von rund EUR 1,30 zugrunde gelegt.

Umsatz:

Wir erwarten ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von 1 % bis 3 %. Dies entspricht einem Umsatzkorridor von rund EUR 1.300 Mio. bis EUR 1.330 Mio.

Adjusted EBITDA:

Wir erwarten einen Anstieg des Adjusted EBITDA in einem Zielkorridor von EUR 255 Mio. bis EUR 265 Mio.

Investitionsvolumen:

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2015 wird im Wesentlichen aufgrund unserer Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung rund 9 % bis 10 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen.

Darüber hinaus haben wir langfristige Ziele für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 formuliert, jeweils gemessen zu konstanten Wechselkursen. In diesem Zeitraum streben wir eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 6 % an. Für die Adjusted EBITDA-Marge haben wir einen Zielwert von 21 % für das Jahr 2018 ausgelobt. Damit sollte sich die Operating Cash Flow-Marge in 2018 oberhalb von 10 % sowie der ROCE sich weiterhin auf dem Niveau unserer langfristigen Zielvorgabe bewegen. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich jährlich ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von 9 % bis 10 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen. Das durchschnittliche Net Working Capital soll im Jahr 2018 rund 18 % betragen.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2013 bis 30. November 2014

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1.12.2013- 30.11.2014

in EUR
1.12.2012- 30.11.2013

in T EUR
Sonstige betriebliche Erträge 11.192.783,13 11.912
Personalaufwand -13.210.031,45 -15.794
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -385.241,41 -409
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.612.409,36 -14.715
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 40.340.660,95 44.482
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45.802.844,04 45.803
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31,13 99
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.932.834,63 -15.848
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 53.195.802,40 55.530
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.782.727,70 -15.784
Sonstige Steuern -7.394,07 -65
Jahresüberschuss 40.405.680,63 39.681
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 67.700.680,20 50.000
Bilanzgewinn 108.106.360,83 89.681

Bilanz zum 30. November 2014

Aktiva

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30.11.2014

in EUR
30.11.2013

in T EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 604.448,00 601
Sachanlagen 421.686,00 152
Finanzanlagen 809.526.093,58 809.526
810.552.227,58 810.279
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 189.950.154,11 172.564
Flüssige Mittel 610,12 0
189.950.764,23 172.564
Rechnungsabgrenzungsposten 1.518.459,74 1.500
Summe Aktiva 1.002.021.451,55 984.343
Passiva
30.11.2014

in EUR
30.11.2013

in T EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital bedingtes Kapital EUR 6.280.000,00 (Vorjahr: T EUR 6.280) 31.400.000,00 31.400
Kapitalrücklage 525.720.605,98 525.721
Bilanzgewinn 108.106.360,83 89.681
665.226.966,81 646.802
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 10.686.938,35 12.088
Sonstige Rückstellungen 10.110.181,14 9.432
20.797.119,49 21.520
Verbindlichkeiten 311.282.565,25 309.583
Passive latente Steuern 4.714.800,00 6.438
Summe Passiva 1.002.021.451,55 984.343

Anhang (HGB) für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2013 bis 30. November 2014

der Gerresheimer AG

VORBEMERKUNG

Die Gerresheimer AG ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB i.V.m. § 264 d HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel „GXI“ bzw. unter der ISIN „DE000A0LD6E6“ geführt. Seit Ende Dezember 2008 ist die Gerresheimer-Aktie im MDAX enthalten.

Zwischen der Gerresheimer AG und der Gerresheimer Holdings GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Danach ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Gerresheimer AG abzuführen. Die Gerresheimer AG muss entsprechend jeglichen Jahresfehlbetrag ausgleichen.

Der Lagebericht der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2014 wurde in Anwendung von § 315 Abs. 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 3 HGB mit dem Lagebericht des Gerresheimer Konzerns zusammengefasst.

GLIEDERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Im Interesse einer klareren Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Der gesonderte Ausweis erfolgt in den jeweiligen Posten des Anhangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Bewertung der einzelnen Posten wurde nach folgenden Grundsätzen vorgenommen:

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben, es sei denn, dass sich eine vertraglich abweichende Nutzungsdauer ergibt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird über die voraussichtliche Nutzungszeit von drei bis dreizehn Jahren linear abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150 werden direkt als Aufwand erfasst. Soweit ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen erfasst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit am Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist, wird diesem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet.

Flüssige Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Im Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Wahlrecht des § 250 Abs. 3 HGB aktivische Abgrenzungen von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten ausgewiesen.

PASSIVA

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellung für virtuelle Aktien erfolgt zum inneren Wert und wird unter Berücksichtigung des Zeitraums von der Gewährung bis zum erstmöglichen Ausübungstag angesammelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Gerresheimer AG bilanziert auch die latenten Steuern ihrer Organgesellschaften und ihrer deutschen Personengesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Gerresheimer AG von aktuell 29 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer (15 %), Gewerbesteuer (13,1 %) und Solidaritätszuschlag (5,5 %). Abweichend hiervon werden latente Steuern aus temporären Unterschieden bei Beteiligungsunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft unter Berücksichtigung eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,83 %. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 sind in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2014 belaufen sich auf T EUR 301 und betreffen im Wesentlichen Software und Lizenzen für Software.

(3) Sachanlagen

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2014 belaufen sich auf T EUR 373 und betreffen Geschäftsausstattung.

(4) Finanzanlagevermögen/Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T EUR 117.130 und betreffen die Gerresheimer Holdings GmbH.

(5) Finanzanlagevermögen/Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Mit Wirkung zum 19. Mai 2011 hat die Gesellschaft der Gerresheimer Glas GmbH ein Darlehen in Höhe von T EUR 296.100 ausgereicht, das eine Laufzeit bis zum 19. Mai 2018 hat. Darüber hinaus besteht ein langfristiges Darlehen an die Gerresheimer Holdings GmbH, das zum Stichtag 30. November 2014 mit T EUR 396.296 valutiert. Die Zinsen für beide Darlehen werden in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen gezeigt.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in T EUR 30.11.2014 30.11.2013
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 188.793 172.421
Sonstige Vermögensgegenstände 1.157 143
189.950 172.564

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T EUR 147.832 (Vorjahr: T EUR 127.497) gegen die Gerresheimer Glas GmbH aus Cash-Pool Forderungen sowie in Höhe von T EUR 40.341 (Vorjahr: T EUR 44.482) gegen die Gerresheimer Holdings GmbH aus Gewinnabführung. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T EUR 620 (Vorjahr: T EUR 442) resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr hatten T EUR 138 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(7) Flüssige Mittel

Diese Position enthält den Kassenbestand.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die noch nicht amortisierten Disagio-Beträge aus der am 19. Mai 2011 begebenen Anleihe. Das Disagio beläuft sich zum 30. November 2014 auf T EUR 891 (Vorjahr: T EUR 1.149) und wird über die Laufzeit der Anleihe bis zum 19. Mai 2018 ratierlich aufgelöst.

PASSIVA

(9) Gezeichnetes Kapital

Zum 30. November 2014 beläuft sich das Grundkapital auf T EUR 31.400, eingeteilt in 31.400.000 Stückaktien.

(10) Kapitalrücklage

Zum 30. November 2014 beläuft sich die Kapitalrücklage auf T EUR 525.721. Die Beträge stammen aus zwei Kapitalerhöhungen im Jahre 2007.

(11) Bilanzgewinn

Im Geschäftsjahr 2014 entwickelte sich der Bilanzgewinn wie folgt:

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in T EUR
Bilanzgewinn zum 30.11.2013 vor Dividendenausschüttung 89.681
Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2012/2013 -21.980
Jahresüberschuss 40.405
Bilanzgewinn 108.106

(12) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt T EUR 15.700 zu erhöhen.

(13) Steuerrückstellungen

Es handelt sich um die Rückstellung für Gewerbesteuer (T EUR 5.551), für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (T EUR 5.113) sowie für sonstige Steuern (T EUR 23).

(14) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten und Aufsichtsratsvergütung, Hauptversammlung und Geschäftsbericht, Projektkosten sowie Jahresabschlusskosten.

(15) Verbindlichkeiten

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in T EUR 30.11.2014 30.11.2013
Anleihen 308.033 308.033
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 566 473
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten* 2.684 1.077
311.283 309.583
* davon: aus Steuern 2.648 1.046
im Rahmen der sozialen Sicherheit 29 25

Die Gerresheimer AG hat am 19. Mai 2011 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 300 Mio. emittiert. Die Anleihe mit der ISIN XS0626028566 hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen jährlichen Zinskupon von 5,00 %. Dementsprechend sind die ausgewiesenen Zinsen von T EUR 8.033 innerhalb eines Jahres fällig. Der Ausgabekurs belief sich auf 99,40 %.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben T EUR 566 (Vorjahr: T EUR 473) und von den sonstigen Verbindlichkeiten T EUR 2.684 (Vorjahr: T EUR 1.077) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(16) Passive latente Steuern

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Passivüberhang der latenten Steuern von T EUR 4.715 (Vorjahr: T EUR 6.438). Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen, Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen. Die Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Goodwill, Finanzanlagen und Grundstücken.

(17) Haftungsverhältnisse

Die Gerresheimer AG hat zur Sicherheit der bei verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Mithaftung in Form einer Höchstbetragsbürgschaft über EUR 400 Mio. übernommen. Insgesamt ergibt sich für die Gerresheimer AG hieraus eine Mithaftung für Bankkredite von verbundenen Unternehmen von EUR 177,8 Mio. zum Bilanzstichtag (Vorjahr: EUR 175,9 Mio.). Darüber hinaus bestehen Garantiezusagen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 9,6 Mio.) für einzelne Verbindlichkeiten verschiedener Tochtergesellschaften außerhalb der Rahmenkreditverträge. Aufgrund der soliden Bilanz- und langfristigen Finanzierungsstruktur der Gerresheimer AG und ihrer Tochtergesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme nach unseren Erkenntnissen nicht zu rechnen.

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Leasing- und Mietverpflichtungen betragen T EUR 7.858 und betreffen Gebäudemiete, PKW sowie EDV-Ausstattung. Im Sommer 2014 ist die Gerresheimer AG in ein neues Gebäude umgezogen. Für dieses neue Gebäude „Klaus-Bungert-Straße 4“ wurde ein Mietvertrag über die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Die Mietverpflichtung für diesen Zeitraum beträgt T EUR 7.477 und ist im Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen enthalten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND ­VERLUSTRECHNUNG

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T EUR 160 (Vorjahr: T EUR 403). Darüber hinaus enthalten sie Erträge aus vertraglich vereinbarten Serviceleistungen an Tochtergesellschaften sowie Weiterbelastungen von Kosten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2014 T EUR 2 (Vorjahr: T EUR 2).

(20) Personalaufwand

Die Aufwendungen für Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2014 T EUR 12.173 (Vorjahr: T EUR 14.733), für soziale Abgaben T EUR 1.036 (Vorjahr: T EUR 1.060) und für Altersversorgung T EUR 1 (Vorjahr: T EUR 1).

(21) Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Zu den Abschreibungen wird auf die Entwicklung des Anlagevermögens verwiesen.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten, Kosten für Versicherungen, Mietaufwendungen, Reisekosten, Werbe- und Repräsentationskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsberichte enthalten. Diesen Kosten stehen teilweise entsprechende Erträge aus Weiterbelastungen gegenüber. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterbelastete Aufwendungen für sonstige Leistungen von verbundenen Unternehmen. Aufwendungen für Währungsumrechnung sind mit T EUR 2 (Vorjahr: T EUR 1) enthalten.

(23) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2014 beinhalten die Ergebnisübernahme der Gerresheimer Holdings GmbH.

(24) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf T EUR 45.803 (Vorjahr: T EUR 45.803) und sind wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen angefallen.

(25) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Im Geschäftsjahr 2014 sind in Höhe von T EUR 115 (Vorjahr: T EUR 102) Aufwendungen aus Aufzinsungen von Rückstellungen angefallen.

(26) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von T EUR 12.783 (Vorjahr: T EUR 15.784) setzt sich zusammen aus einem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von T EUR 14.506 (Vorjahr: T EUR 14.826) und aus einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von T EUR 1.723 (Aufwand im Vorjahr: T EUR 958). Die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten für das Geschäftsjahr Körperschaftsteuer in Höhe von T EUR 7.134 (Vorjahr: T EUR 4.674), Gewerbesteuer in Höhe von T EUR 6.749 (Vorjahr: T EUR 4.634) sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von T EUR 392 (Vorjahr: T EUR 249) für den deutschen Organkreis. Weiterhin sind Steuern für Vorjahre in Höhe von T EUR 176 (Vorjahr: T EUR 5.268) sowie Quellensteuer in Höhe von T EUR 55 (Vorjahr: T EUR 150) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

(27) Mitarbeiter

Im Durchschnitt beschäftigte die Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2014 88 Angestellte (davon 12 leitendende und 76 andere Angestellte). Im Vorjahr waren 87 Angestellte in der Gerresheimer AG beschäftigt (davon 13 leitende und 74 andere Angestellte). Alle Mitarbeiter waren ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.

(28) Angaben zu Organmitgliedern

Dem Vorstand der Gerresheimer AG gehörten an:

Herr Uwe Röhrhoff, Mönchengladbach, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Primary Packaging Glass (ab 1. Dezember 2013)
Herr Rainer Beaujean, Meerbusch, Finanzvorstand sowie Vorstand Life Science Research
Herr Andreas Schütte, Meerbusch, Vorstand Plastics & Devices (ab 1. Dezember 2013)

Jeder Vorstand vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus Festgehalt (inklusive Nebenleistungen) und erfolgsabhängiger Tantieme belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf T EUR 4.088 (Vorjahr: T EUR 4.212). Im Rahmen der Darstellung der Vergütung des Vorstands wurde die Empfehlung des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ bereits im Geschäftsjahr 2013 umgesetzt.

Details zur Vorstandsvergütung, die das Geschäftsjahr 2014 betreffen, können dem Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht entnommen werden.

Eine Liste der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 ist in diesem Anhang enthalten.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands der Gerresheimer AG belaufen sich auf T EUR 691 (Vorjahr: T EUR 0).

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 betrugen T EUR 1.086 (Vorjahr: T EUR 1.001). Details zur Aufsichtsratvergütung, die das Geschäftsjahr 2014 betreffen, können dem Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht entnommen werden.

(29) Anteilsbesitz

Eine Übersicht über den Anteilsbesitz ist am Ende des Anhangs enthalten.

(30) Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) muss das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden ist, angegeben werden. Dabei ist der nach § 20 Abs. 6 AktG oder der nach § 25 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Inhalt der Mitteilung anzugeben.

16. Februar 2010

Herr Gilchrist B. Berg, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 25. Januar 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,10 % (974.402 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind Herrn Berg gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Ferner sind Herrn Berg davon 2,61 % (819.315 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

23. Mai 2012

Die Edinburgh Partners Limited, Edinburgh, Großbritannien, hat uns gemäß­ § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 22. Mai 2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,11 % (976.414 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Edinburgh Partners Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

16. Juli 2012

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 12. Juli 2012 erhalten:

1. Emittent: Gerresheimer AG, Benrather Straße 18-20, 40213 Düsseldorf, Deutschland
2. Mitteilungspflichtiger: Eton Park Overseas Fund, Ltd., Grand Cayman, Cayman Inseln
3. Art der Schwellenberührung: Schwellenunterschreitung
4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %
5. Datum der Schwellenberührung: 10. Juli 2012
6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 4,92 % (entspricht: 1.544.217 Stimmrechten), bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 31.400.000
7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0 % (entspricht 0 Stimmrechten)
8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen: Eton Park Master Fund, Ltd.

18. Juli 2012

Korrektur der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG vom 16. Juli 2012

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 12. Juli 2012 erhalten:

1. Emittent: Gerresheimer AG, Benrather Straße 18-20, 40213 Düsseldorf, Deutschland
2. Mitteilungspflichtiger: Eton Park Overseas Fund, Ltd., Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln
3. Art der Schwellenberührung: Schwellenunterschreitung
4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %
5. Datum der Schwellenberührung: 10. Juli 2012
6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 4,92 % (entspricht: 1.544.217 Stimmrechten), bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 31.400.000
7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0 % (entspricht 0 Stimmrechten)
8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen: Eton Park Master Fund, Ltd.

14. März 2014

Black Creek Investment Management Inc., Ontario, Kanada, hat uns gemäß­ § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. März 2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,07 % (965.040 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Black Creek Investment Management Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

26. März 2014

Die Templeton Investment Counsel LLC, Wilmington, Delaware, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 21. März 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,0549 % (1.587.227 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Templeton Investment Counsel LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

25. Juni 2014

Die Templeton Global Advisors Limited, Nassau, Bahamas, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 23. Juni 2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,04 % (955.487 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Templeton Global Advisors Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

9. September 2014

Threadneedle Asset Management Limited, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 1. September 2014 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,94 % (1.552.600 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Threadneedle Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ­­Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden der Threadneedle Asset Management Limited Stimmrechte zugerechnet: Threadneedle Investment Funds ICVC.

17. September 2014

1. Die ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der ING Groep N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ­Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: NN Group N.V., ING Insurance Eurasia N.V., Nationale Nederlanden Nederland B.V., Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
2. Die NN Group N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ­Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der NN Group N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: ING Insurance Eurasia N.V., Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
3. Die ING Insurance Eurasia N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der ING Insurance Eurasia N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
4. Die Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Amsterdam,Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Nationale-Nederlanden Nederland B.V. 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 0,21 % (67.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ­Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
5. Die Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V., Rotterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V. 0,44 % (137.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
6. Die ING Re (Netherlands) N.V., Den Haag, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Re (Netherlands) N.V. 4,98 % (1.562.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
7. Die ING Continental Europe Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Continental Europe Holdings B.V. 0,21 % (67.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
8. Die ING Life Belgium nv, Brüssel, Belgien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Life Belgium nv 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

18. September 2014

Korrektur der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG vom 17. September 2014

1. Die ING Re (Netherlands) N.V., Den Haag, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Re (Netherlands) N.V. 4,98 % (1.562.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
2. Die ING Continental Europe Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Continental Europe Holdings B.V. 0,21 % (67.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.
3. Die ING Life Belgium nv, Brüssel, Belgien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Life Belgium nv 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.

Nach dem Bilanzstichtag:

8. Dezember 2014

Black Creek Investment Management Inc., Ontario, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,01 % (1.573.961 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Black Creek Investment Management Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

(31) Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt T EUR 178 (Vorjahr: T EUR 220). Hierin enthalten ist das Honorar für die Abschlussprüfung T EUR 152 (Vorjahr: T EUR 152), für andere Bestätigungsleistungen T EUR 11 (Vorjahr: T EUR 4), für Steuerberatungsleistungen T EUR 7 (Vorjahr: T EUR 28) und für sonstige Leistungen T EUR 8 (Vorjahr: T EUR 36).

(32) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der ­Gerresheimer AG haben am 9. September 2014 eine jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung wird auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

(33) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt zu verwenden:

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in EUR
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 108.106.361
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,75 je Stückaktie 23.550.000
Vortrag auf neue Rechnung 84.556.361

(34) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

(35) Konzernverhältnisse

Die Gerresheimer AG ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gerresheimer AG stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf.

Düsseldorf, 16. Januar 2015

Gerresheimer AG

Der Vorstand

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungskosten
in T EUR 30.11.2013 Zugänge Abgänge 30.11.2014
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.955 301 152 2.104
1.955 301 152 2.104
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 561 373 151 783
561 373 151 783
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 0 0 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.396 0 0 692.396
809.526 0 0 809.526
812.042 674 303 812.413

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Wertberichtigungen
in T EUR 30.11.2013 Zugänge Abgänge 30.11.2014
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.354 298 152 1.500
1.354 298 152 1.500
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 409 87 135 361
409 87 135 361
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
1.763 385 287 1.861

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Buchwert
in T EUR 30.11.2014 30.11.2013
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 604 601
604 601
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 422 152
422 152
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 117.130 117.130
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.396 692.396
809.526 809.526
810.552 810.279

Anteilsbesitzliste

Geschäftsjahr 2014 (1. Dezember 2013 bis 30. November 2014)

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in Euro/Landeswährung/nach lokalem Handelsrecht Beteiligungsanteil (direkt und indirekt) Währung Eigenkapital Ergebnis
Direkte Beteiligung
Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 117,1 b)
Indirekte Beteiligung
Asien
Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co. Ltd., Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) k) 100,00 % Mio. CNY 48,7 7,52
Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR 92,0 -21,69
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., Danyang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 174,2 18,90
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 80,4 26,44
Kimble Bomex (Beijing) Labware Co. Ltd., Peking (China) k) 70,00 %c) Mio. CNY 6,2 -0,56
Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR 820,7 41,25
Triveni Polymers Private Ltd., Neu Dehli (Indien) 75,00% Mio. INR 999,8 197,72
Europa
DSTR S.L.U., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 0,5 -0,03
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) 100,00 % Mio. PLZ 110,0 20,10
Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen a) 100,00 % Mio. EUR 14,5 b)
Gerresheimer Chalon SAS, Chalon-sur-Saone (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR 1,7 0,45
Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 234,4 -1,00
Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele a) 100,00 % Mio. EUR 4,2 b)
GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 192,1 b)
Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 117,1 b)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf a), d) 100,00 % Mio. EUR - b)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. Objekt Düsseldorf KG, Düsseldorf e), f) 100,00 % Mio. EUR 2,1 b)
Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) 100,00 % Mio. CZK 1.183,1 463,45
Gerresheimer item GmbH, Münster a) 100,00 % Mio. EUR 0,1 b)
Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) 100,00 % Mio. CHF 19,4 6,15
Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main a) 100,00 % Mio. EUR 5,3 b)
Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg a), d) 100,00 % Mio. EUR - b)
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 100,00 % Mio. EUR 23,0 1,10
Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken a), d) 100,00 % Mio. EUR - d)
Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) 100,00 % Mio. EUR 5,6 -2,69
Gerresheimer Plastic Packaging AB, Malmö (Schweden) 100,00 % Mio. SEK 0,9 -0,05
Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR 0,8 0,17
Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg a) 100,00 % Mio. EUR 278,0 b)
Gerresheimer Spain S.L.U., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 2,7 -0,08
Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken a) 100,00 % Mio. EUR 12,4 b)
Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 46,0 24,36
Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) 99,84 % Mio. EUR 5,0 -0,04
Gerresheimer Werkzeugbau Wackersdorf GmbH, Wackersdorf a) 100,00 % Mio. EUR 0,5 b)
Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim a) 100,00 % Mio. EUR 1,1 b)
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 99,84 % Mio. EUR 1,9 -0,08
Scherf-Präzision Europa GmbH, Meiningen-Dreissigacker 100,00 %c) Mio. EUR 5,5 0,31
VR-Leasing SALMO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn d), g), h), i) 100,00 % Mio. EUR - -
Amerika
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 99,84 % Mio. ARS 14,4 1,00
Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) 100,00 % Mio. USD 92,0 5,97
Gerresheimer Mexico Holding LLC, Wilmington, DE (USA) 100,00 % Mio. USD 18,7 0,97
Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) d) 100,00 % Mio. USD - 0,95
Gerresheimer Peachtree City (USA) L.P., Peachtree City, GA (USA) 100,00 % Mio. USD 5,0 0,50
Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) d), i) 100,00 % Mio. USD - -
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Embu (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 237,2 15,84
Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) k) 100,00 % Mio. MXN 343,7 26,08
Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., Indaiatuba (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 24,7 4,84
Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, Vineland, NJ (USA) 51,00 % Mio. USD 48,7 9,80
Kimble Kontes LLC, Vineland, NJ (USA) i) 100,00 %c) Mio. USD 2,3 -
Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Queretaro (Mexiko) k) 100,00 %c) Mio. MXN 77,3 9,22
Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) j) 100,00 % Mio. USD - -
Assoziierte Unternehmen
Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, GA (USA) k) 30,00 % Mio. USD 0,4 0,42
PROFORM CNC Nastrojarna spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) i), k) 30,15 % Mio. CZK 1,9 0,62

a) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts und der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

b) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

c) Die Angaben über die Anteile stellen den direkten Beteiligungsanteil der Kimble Chase Life Science and Research Products LLC., Vineland, NJ (USA), dar.

d) Eigenkapital unter 50 (Währung in ’000).

e) Die GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf, ist Kommanditistin.

f) Die Gesellschaft hat von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht.

g) Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

h) Die Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg, ist Kommanditistin.

i) Ergebnis unter TEUR 5.

j) Die Gesellschaft erstellt keinen Jahresabschluss mehr.

k) Zugrunde gelegter Jahresabschluss 31. Dezember 2013.

Für die Umrechnung der in Landeswährung angegebenen Eigenkapital-Beträge ist der jeweilige Stichtagskurs anzuwenden, der sich aus der folgenden Tabelle ergibt. Die angegebenen Ergebnisse sind mit dem entsprechenden Durchschnittskurs umzurechnen.

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Stichtagskurs zum

EUR
Durchschnittskurs zum

EUR
Währung 30.11.2014 2014
--- --- ---
1 ARS 10,6374 10,5534
1 BRL 3,1831 3,1131
1 CHF 1,2018 1,2159
1 CNY 7,6673 7,4561
1 CZK 27,6520 27,5194
1 DKK 7,4409 7,4561
1 GBP 0,7953 0,8098
1 INR 77,5469 81,6901
1 MXN 17,2709 17,6661
1 PLZ 4,1839 4,1853
1 SEK 9,2660 9,0684
1 USD 1,2483 1,3368

Organe

Aufsichtsrat

Geschäftsjahr 2014 (1. Dezember 2013 bis 30. November 2014)

Gerhard Schulze

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Diplom-Betriebswirt,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Gerresheimer Glas AG

b) Wickeder Holding GmbH (Vorsitzender)

Linet Group SE, Niederlande (Vorsitzender)

Francesco Grioli

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Landesbezirksleiter Rheinland-Pfalz/Saarland der IG Bergbau, Chemie, Energie

a) Symrise AG (bis 14. Mai 2014)

BASF SE (seit 2. Mai 2014)

Villeroy & Boch AG (seit 21. März 2014)
b) Steag New Energies GmbH (stellvertretender Vorsitzender) (seit 8. April 2014)

Villeroy & Boch Fliesen GmbH (seit 10. Juni 2014)

Sonja Apel

Bereichsleiterin Group Accounting der Gerresheimer AG

b) Gerresheimer Mexico Holding LLC, USA

Gerresheimer MH Inc., USA

Gerresheimer UK Ltd., Großbritannien (bis 26. Dezember 2013)

Gerresheimer Spain S.L.U., Spanien

Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien

Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen

Lydia Armer

Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer Regensburg GmbH

a) Gerresheimer Regensburg GmbH

Dr. Karin Louise Dorrepaal

Unternehmensberaterin,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Schering AG

a) Paion AG (stellvertretende Vorsitzende)
b) Triton Beteiligungsberatung GmbH

Grontmij N.V., Niederlande

Almirall S.A., Spanien

Kerry Group plc, Irland (seit 1. Januar 2015)

Eugen Heinz

Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer Lohr GmbH

Dr. Axel Herberg (seit 30. April 2014)

Geschäftsführer The Blackstone Group Germany GmbH

a) Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA ­(Vorsitzender)

Leica Camera AG
b) Jack Wolfskin Gruppe (Funktionsbekleidung, Outdoorausrüstung, Schuhe)

JW Germany Holding GmbH (Vorsitzender)

Leica Gruppe (Fotografie und Sportoptik)

Lisa Germany Holding GmbH

Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG

Seppel Kraus

Landesbezirksleiter Bayern der IG Bergbau, Chemie, Energie

a) Hexal AG

Novartis Deutschland GmbH

Wacker Chemie AG

Dr. Peter Noé

Diplom-Kaufmann,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Hochtief AG

b) BlackRock Private Equity Partners AG, Schweiz

Hans Peter Peters (bis 30. April 2014)

Chairman Advisory Board Lincoln International LP

b) Lincoln Spain S.L., Spanien (Vorsitzender)

German Mid-Cap Fonds (GMF) (Vorsitzender)

Bank J. Safra Sarasin (Deutschland) AG

Scope Corporation AG (stellvertretender Vorsitzender)

Markus Rocholz

Vorsitzender des Betriebsrats der Gerresheimer Essen GmbH

a) Gerresheimer Tettau GmbH

Theodor Stuth

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

b) Wickeder Holding GmbH

Wickeder Profile Walzwerk GmbH

Linet Group SE, Niederlande

Udo J. Vetter

Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter der UV-Cap GmbH & Co. KG

a) ITM AG (Vorsitzender)
b) Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

Atoll GmbH (Vorsitzender)

HSM GmbH & Co. KG

K & M Präzisionstechnik GmbH (bis 30. Juli 2014)

SeaLionPharma Pte. Ltd., Singapur (Vorsitzender) (bis 30. September 2014)

Gland Pharma Pte. Ltd., Indien

Paschal India Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Vorstand

Geschäftsjahr 2014 (1. Dezember 2013 bis 30. November 2014)

Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

a) Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender)

Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)

Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (Vorsitzender)

Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (Vorsitzender)

Neutral Glass and Allied Industries Pvt. Ltd., Indien

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., China (Vorsitzender)

Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., China (Vorsitzender)

Rainer Beaujean

a) Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

Gerresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender)
b) Gerresheimer Glass Inc., USA

Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA ­(Vorsitzender)

Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko

Kimble Kontes LLC, USA

Andreas Schütte

b) Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (Vorsitzender)

Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (stellvertretender Vorsitzender)

Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien

Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (Vorsitzender)

Triveni Polymers Pvt. Ltd., Indien

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, 16. Januar 2015

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff

Rainer Beaujean

Andreas Schütte

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Gerresheimer AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2013 bis 30. November 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Düsseldorf, den 16. Januar 2015

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Harnacke, Wirtschaftsprüfer

gez. Grünewald, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. Zu diesen zählen Beratungen auf der Basis regelmäßiger, zeitnaher und umfassender Informationen durch den Vorstand, die Einbindung des Aufsichtsrats in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowie die notwendige Überwachung der Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat ließ sich eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichten. Nach gründlicher Prüfung und Beratung gab er in fünf Aufsichtsratssitzungen und einmal im Wege einer Telefonkonferenz sein Votum zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands ab, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen bzw. den Regelungen der Geschäftsordnung erforderlich war. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dessen Vorsitzenden. Dieser unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden laufend und zeitnah über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014 Gerhard Schulze als Vorsitzender, Francesco Grioli als stellvertretender Vorsitzender, Sonja Apel, Lydia Armer, Dr. Karin Dorrepaal, Eugen Heinz, Dr. Axel Herberg (seit 30. April 2014), Seppel Kraus, Dr. Peter Noé, Hans Peter Peters (bis 30. April 2014), Markus Rocholz, Theodor Stuth und Udo J. Vetter an.

Dem Vorstand der Gesellschaft gehörten im gesamten Berichtsjahr Uwe Röhrhoff als Vorsitzender, Rainer Beaujean und Andreas Schütte an. Veränderungen in der Besetzung des Vorstands erfolgten in diesem Zeitraum nicht.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsratsplenum war die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des gesamten Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche.

Gegenstand einer Telefonkonferenz des Aufsichtsrats am 10. Dezember 2013 war die Zwischenabstimmung über eine mögliche Akquisition.

In der Aufsichtsratssitzung am 12. Februar 2014 wurden der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Aufsichtsrats gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. In dieser Sitzung stimmte der Aufsichtsrat ferner dem Abschluss eines Beherrschungsvertrags und der Änderungsvereinbarung zum Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag, jeweils mit der Gerresheimer Holdings GmbH, zu und befasste sich erstmals mit Überlegungen zur Änderung der Vergütungsstruktur des Vorstands.

In seiner Sitzung nach der ordentlichen Hauptversammlung am 30. April 2014 wählte der Aufsichtsrat die Nachfolger für den aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Hans Peter Peters im Präsidialausschuss und im Nominierungsausschuss.

Der Aufsichtsrat beschloss in seiner Sitzung am 22. Mai 2014 Änderungen des Vergütungssystems für den Vorstand, die die variable Kurzfristkomponente, die variable Langfristkomponente und die Aktienwertsteigerungsrechte betrafen. Ferner wurde die Bestellung von Herrn Röhrhoff zum Mitglied des Vorstands und seine Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden verlängert. Mehreren Änderungsvereinbarungen zu verschiedenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen wurde zugestimmt und es erfolgte eine unterjährige Änderung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz.

In der Aufsichtsratssitzung am 9. September 2014 war der Schwerpunkt die intensive Befassung mit der vom Vorstand erarbeiteten Unternehmensstrategie. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz sowie der Beauftragung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 24. November 2014 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2015. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der durchgeführten Effizienzprüfung.

An den fünf Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 haben alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Bei der Telefonkonferenz am 10. Dezember 2013 ist ein Mitglied des Aufsichtsrats verhindert gewesen.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 10. Februar 2015 waren die Billigung des Jahresabschlusses der Gerresheimer AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns. Ferner beschloss der Aufsichtsrat eine neue Pensionsregelung für neu in die Gesellschaft eintretende Vorstandsmitglieder.

SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet: Den Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz, den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss. Diese Ausschüsse bereiten Themen zur Beschlussfassung im Plenum des Aufsichtsrats vor und sind in bestimmten Fällen auch selbst entscheidungsbefugt. Der Vermittlungsausschuss und der Präsidialausschuss bestehen aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls paritätisch besetzt und besteht aus sechs Mitgliedern. Der Nominierungsausschuss hat drei Mitglieder und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Entscheidungen über die Vorstandsvergütung. Anstelle des Aufsichtsrats entscheidet der Präsidialausschuss unter anderem über Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder, soweit es nicht um Vergütungsfragen geht, die dem Aufsichtsratsplenum vorbehalten sind. Der Präsidialausschuss tagte am 20. Januar 2014, 19. Mai 2014 und am 26. September 2014 sowie nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 am 16. Dezember 2014. Der Ausschuss befasste sich mit der Überprüfung der Vorstandsvergütungen, Änderungen der Vergütungsstruktur für Vorstände, einer neuen Pensionsregelung für zukünftige Vorstandsmitglieder, der Wiederbestellung von Uwe Röhrhoff und seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden sowie der Wiederbestellung von Rainer Beaujean. Ferner stimmte der Präsidialausschuss im Rahmen eines schriftlichen Umlaufbeschlusses der Übernahme einer Nebentätigkeit für ein Vorstandsmitglied zu.

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses zählen insbesondere die Vorbereitung der Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Erörterung der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der Risikoberichterstattung und des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems sowie der Compliance. Der Prüfungsausschuss tagte in vier Sitzungen am 11. Februar 2014, 9. April 2014, 9. Juli 2014 und 7. Oktober 2014. Schwerpunkte der Beratungen waren die Berichte über die Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2013 sowie die Quartalsfinanzberichte und der Halbjahresfinanzbericht 2014. Ferner befasste sich der Prüfungsausschuss mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Festlegung und Überwachung des Prüfungsablaufs und der Prüfungsschwerpunkte einschließlich der Vereinbarung des Prüfungshonorars. Zudem behandelte der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Revisionssystems und die Compliance der Gesellschaft.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Besetzung der Aufsichtsratsmandate als Vertreter der Anteilseigner. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tagte der Nominierungsausschuss am 22. Oktober 2014 und am 26. November 2014 sowie nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 zusätzlich am 15. Dezember 2014. In diesen Sitzungen befasste sich der Ausschuss mit der Nachfolge von Gerhard Schulze im Aufsichtsrat nach dessen Ausscheiden mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 und erarbeitete einen Wahlvorschlag zur Vorlage an das Aufsichtsratsplenum.

Der Vermittlungsausschuss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getagt.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat die Weiterentwicklung der Corporate Governance-Standards fortlaufend beobachtet. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft berichten über die Corporate Governance des Gerresheimer Konzerns auf den Seiten 19 bis 23 des Geschäftsberichts. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 9. September 2014 die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

JAHRESABSCHLUSS UND KONZERNABSCHLUSS 2014

Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2013 bis zum 30. November 2014 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Prüfungsausschuss hat die Dokumente in seiner Sitzung am 9. Februar 2015 im Detail erörtert und geprüft sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht, den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die hierzu erstatteten Prüfungsberichte des Abschlussprüfers in der Aufsichtsratssitzung am 10. Februar 2015 geprüft. Der Abschlussprüfer war bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats anwesend und berichtete über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er stand für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erklärt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzern- und Beteiligungsgesellschaften für ihren Beitrag zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Gerresheimer Konzerns im Geschäftsjahr 2014.

Düsseldorf, den 10. Februar 2015

Gerhard Schulze, Vorsitzender des Aufsichtsrats