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Gerresheimer AG Interim / Quarterly Report 2017

Apr 6, 2017

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Interim / Quarterly Report

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Gerresheimer AG

Düsseldorf

Quartalsfinanzbericht 1. Quartal Dezember 2016-Februar 2017

Unser erstes Quartal

KONZERN-KENNZAHLEN

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Geschäftsjahr zum 30.11. Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %8) GJ 2016
Ertragslage im Berichtszeitraum in Mio. EUR
Umsatz 302,8 320,2 -5,4 1.375,5
Adjusted EBITDA1) 59,9 63,5 -5,7 307,8
in % vom Umsatz 19,8 19,8 - 22,4
Adjusted EBITA2) 37,2 42,3 -11,9 220,9
in % vom Umsatz 12,3 13,2 - 16,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 28,2 31,6 -10,6 180,5
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13,3 16,2 -18,0 104,5
Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft3) 18,7 22,7 -17,7 127,8
Vermögenslage zum Stichtag in Mio. EUR
Bilanzsumme 2.373,7 2.358,8 0,6 2.374,3
Eigenkapital 789,9 688,0 14,8 763,3
Eigenkapitalquote in % 33,3 29,2 - 32,1
Net Working Capital 222,1 229,1 -3,1 200,3
in % vom Umsatz der letzten zwölf Monate 16,4 17,3 - 14,6
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 15,1 13,7 10,5 113,2
Nettofinanzschulden 789,8 894,4 -11,7 788,2
Adjusted EBITDA Leverage4) 2,6 2,9 - 2,6
Finanz- und Liquiditätslage im Berichtszeitraum in Mio. EUR
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10,4 -6,2 - 173,5
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -13,4 -14,8 9,7 7,9
davon: Auszahlungen für Investitionen -15,1 -13,7 -10,5 -110,7
Freier Cash Flow vor Finanzierung -2,9 -21,0 - 181,3
Mitarbeiter
Mitarbeiter zum Stichtag (gesamt) 9.807 10.708 -8,4 9.904
Aktie
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Mio. Stück 31,4 31,4 - 31,4
Aktienkurs5) zum Stichtag in EUR 74,01 65,94 12,2 68,85
Marktkapitalisierung zum Stichtag in Mio. EUR 2.323,9 2.070,5 12,2 2.161,9
Höchstkurs5) im Berichtszeitraum in EUR 76,56 75,02 - 76,86
Tiefstkurs5) im Berichtszeitraum in EUR 67,14 57,10 - 57,10
Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie6) in EUR 0,60 0,72 -16,7 4,07
Dividende je Aktie in EUR - - - 1,057)

1) Adjusted EBITDA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.

2) Adjusted EBITA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.

3) Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft: Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, Wertminderungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und darauf entfallende Steuereffekte.

4) Adjusted EBITDA Leverage: Beschreibt das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung.

5) Xetra-Tagesschlusskurs.

6) Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen, bezogen auf 31,4 Mio. Aktien.

7) Gewinnverwendungsvorschlag.

8) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

GESCHÄFTSBEREICHE

Plastics & Devices

Das Produktportfolio des Geschäftsbereiches Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten wie Insulin-Pens, Inhalatoren und vorfüllbare Spritzen. Außerdem Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %3) GJ 2016
Umsatz 164,6 177,6 -7,3 765,4
Adjusted EBITDA 40,3 42,1 -4,3 204,0
in % vom Umsatz 24,5 23,7 - 26,6
Investitionen 6,7 8,7 -22,8 51,6

Life Science Research (verkauft zum 31. Oktober 2016)

Der Geschäftsbereich Life Science Research produziert für Forschung, Entwicklung und Analytik wiederverwendbare Laborglasprodukte wie Bechergläser, Erlenmeyerkolben, Messzylinder sowie Laboreinwegartikel wie Reagenzgläser, Pipetten, Chromatografie-Fläschchen und weitere Speziallaborgläser. Zur weiteren Darstellung verweisen wir auf Angabe (2) des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2016.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %3) GJ 2016
Umsatz1) - - - -
Adjusted EBITDA2) - - - -
in % vom Umsatz - - - -
Investitionen - 0,2 - 1,4

Primary Packaging Glass

Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produziert Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik wie zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen oder auch Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %3) GJ 2016
Umsatz1) 138,6 142,7 -2,9 610,6
Adjusted EBITDA 24,3 26,2 -7,1 124,7
in % vom Umsatz 17,5 18,3 - 20,4
Investitionen 5,9 4,8 24,3 58,8

1) Die Umsätze der Geschäftsbereiche enthalten Konzerninnenumsätze.

2) Adjusted EBITDA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.

3) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

KEY FACTS 1. QUARTAL 2017

Trotz eines Umsatzrückgangs von 5,4 % auf EUR 302,8 Mio. (währungsbereinigt EUR 301,1 Mio.) bleibt die Adjusted EBITDA-Marge mit 19,8 % auf Vorjahresniveau (Q1 2016: 19,8 %). Somit beträgt das Adjusted EBITDA EUR 59,9 Mio., was einem Rückgang von EUR 3,6 Mio. entspricht
Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft beläuft sich auf EUR 19,2 Mio. (Q1 2016: EUR 23,3 Mio.)
Das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen beträgt EUR 0,60 nach EUR 0,72 im Vorjahresquartal
Solider Operating Cash Flow in Höhe von EUR 24,7 Mio.; der EBITDA Leverage bleibt unverändert bei 2,6x
Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2017. Aufgrund des erwartet schwierigen Starts in das Geschäftsjahr 2017 liegt unsere Umsatzerwartung zunächst am unteren Ende der von uns kommunizierten Bandbreite von EUR 1,405 Mrd. bis EUR 1,455 Mrd.

GERRESHEIMER AM KAPITALMARKT

UNSERE AKTIE MIT DEUTLICHER ERHOLUNG IM ERSTEN QUARTAL

Die Ende des Geschäftsjahres 2016 begonnene Erholung an den internationalen Aktienmärkten setzte sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017 trotz weiterhin bestehender globaler politischer Unsicherheiten weiter fort.

Die Gerresheimer Aktie folgte dem positiven Trend ihres Vergleichsindex MDAX, dem zweitwichtigsten deutschen Aktienindex, mit einem Kursanstieg. Zum Ende des Quartals am 28. Februar 2017 schloss unsere Aktie bei EUR 74,01, mit einem Plus von 7,5 % gegenüber dem Kurs zum Ende November 2016. Mit einem Abstand von 4,4 % entwickelte sich die Aktie der Gerresheimer AG leicht schlechter als der MDAX.

DIVIDENDENVORSCHLAG: EUR 1,05 JE AKTIE

Aufgrund der guten Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 26. April 2017 gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von EUR 1,05 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,85 je Aktie) für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 33,0 Mio. und einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende um 23,5 % und wäre die sechste Dividendenerhöhung in Folge. Die Ausschüttungsquote beträgt 24,9 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen. Diese Ausschüttung bewegt sich im Rahmen unserer Dividendenpolitik, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 20 % bis 30 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an unsere Aktionäre auszuschütten.

MEHRHEITLICHE KAUFEMPFEHLUNG DER ANALYSTEN

Nach wie vor spricht die Mehrheit der 16 Bankanalysten, die bis zum Stichtag über die Gerresheimer Aktie berichteten, eine Kaufempfehlung aus. Zum Verkauf riet nur ein Analyst. Das durchschnittliche Kursziel betrug per 28. Februar 2017 EUR 80,19.

Kennzahlen zur Aktie

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Q1 2017 Q1 2016 GJ 2016
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Mio. Stück 31,4 31,4 31,4
Aktienkurs1) zum Stichtag in EUR 74,01 65,94 68,85
Marktkapitalisierung zum Stichtag in Mio. EUR 2.323,9 2.070,5 2.161,9
Höchstkurs1) im Berichtszeitraum in EUR 76,56 75,02 76,86
Tiefstkurs1) im Berichtszeitraum in EUR 67,14 57,10 57,10
Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie2) in EUR 0,60 0,72 4,07
Dividende je Aktie in EUR - - 1,053)

1) Xetra-Tagesschlusskurs.

2) Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen, bezogen auf 31,4 Mio. Aktien.

3) Gewinnverwendungsvorschlag.

KURS DER GERRESHEIMER ANLEIHE

Das Anleihekursniveau der Gerresheimer Anleihe verlief weiterhin stabil auf hohem Niveau. Zum Stichtag 28. Februar 2017 notierte die Anleihe bei 105,9 % und erzielte eine Effektivverzinsung von rund 0,3 % p. a. Die Anleihe kann in Frankfurt im Parketthandel sowie an den deutschen Regionalbörsen gehandelt werden. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's beurteilen zum Stichtag 28. Februar 2017 Gerresheimer mit Baa3 bzw. BBB- und damit als Investmentgrade-Investment.

Stammdaten der Anleihe

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ISIN XS0626028566
WKN A1H3VP
Emittent Gerresheimer AG
Volumen EUR 300 Mio.
Kupon/Zinstermin 5 % p.a./19.05.
Fälligkeit 19.05.2018
Anleihekurs1) zum Stichtag 105,9 %
Effektivverzinsung2) zum Stichtag 0,3 % p.a.
Anleiherating zum Stichtag Standard & Poor's: BBB-, Ausblick stabil

Moody's: Baa3, Ausblick negativ
Unternehmensrating zum Stichtag Standard & Poor's: BBB-, Ausblick stabil Moody's Baa3, Ausblick negativ
Kleinste handelbare Einheit EUR 1.000,00 Nominalwert
Börsenplätze Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Parkett), Hamburg, Hannover, München, Stuttgart

1) Tagesschlusskurs an der Börse Stuttgart.

2) Bezogen auf den Tagesschlusskurs an der Börse Stuttgart.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT DEZEMBER 2016 - FEBRUAR 2017

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner im Januar veröffentlichten Prognoseaktualisierung1) mit einer leichten Zunahme des globalen Wirtschaftswachstums in 2017. Allerdings gingen die derzeit hohen Unsicherheiten in Bezug auf die neue US Regierung und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft mit einer aktuell erhöhten Prognoseunsicherheit einher. Die Experten des IWF halten dennoch an ihrer Prognose für das kommende Jahr fest und sagen ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % in 2017, gegenüber geschätzten 3,1 % für 2016, voraus. Allerdings habe sich das erwartete Wachstum der Industriestaaten verbessert, während sich die Prognosen für die Schwellen- und Entwicklungsländer aufgrund einer Verschärfung der makroökonomischen Situation einiger Länder verschlechtert hätten.

Die Prognose für das Wirtschaftswachstum im Euroraum erhöht der IWF von 1,5 % im Oktober 2016 marginal um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 1,6 % (2016 geschätzt: 1,7 %). Diese Entwicklung wird unter anderem begünstigt durch eine steigende Binnennachfrage, die wachstumsorientierte Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen wie beispielsweise dem US-Dollar. Auch Länder wie Italien und Spanien, die sich in den letzten Jahren eher verhalten entwickelt haben, begännen langsam wieder Fuß zu fassen.

Für Deutschland erhöhte der IWF seine Prognose für das Wirtschaftswachstum 2017 im Januar, nach einer 0,2 prozentigen Erhöhung im Oktober 2016, erneut von 1,4 % auf 1,5 %.

Die IWF Prognose für das Wirtschaftswachstum der USA in 2017 wurde im Januar unter der Annahme eines erwarteten fiskalischen Stimulierungspakets marginal auf 2,3 % erhöht. Die US Wirtschaft nähere sich außerdem, nach einer schwachen ersten Hälfte 2016, nun der Vollbeschäftigung. Der IWF betont allerdings, dass aufgrund der politischen Situation für die USA eine besonders hohe Prognoseunsicherheit gelte.

1) Internationaler Währungsfonds: "World Economic Outlook (WEO) Update", Januar 2017.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern zeige sich ein gemischtes Bild. Während die Wachstumsrate in China aufgrund des laufenden Konjunkturprogramms zuletzt besser ausgefallen sei als erwartet, lägen einige lateinamerikanische Länder wie Argentinien und Brasilien unterhalb der Erwartungen. Grundsätzlich geht der IWF allerdings davon aus, dass sich das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer insgesamt verstärkt. Die aktuelle Erwartung beträgt hier 4,5 % Wachstum, gegenüber geschätzten 4,1 % für 2016. Für China wurde die Prognose um 0,3 Prozentpunkte auf 6,5 % erhöht. Dennoch herrsche hier aufgrund der Abhängigkeit von Stimulierungspaketen verbunden mit einer rapiden Expansion der Staatsverschuldung und nur geringen Fortschritten im Bereich der Budgetbeschränkungen staatlicher Unternehmen das Risiko einer stärkeren wirtschaftlichen Verlangsamung. Diese könne sich durch Kapitalabfluss gar weiter verschärfen. Die Erwartung für Lateinamerika wurde aufgrund von gedämpften Erwartungen bezüglich einer kurzfristigen Erholung in Argentinien und Brasilien, gestiegener Zinssätze und verstärktem Gegenwind durch US-politische Unsicherheiten in Mexiko reduziert.

Für den Welt-Pharmamarkt geht das Forschungsunternehmen Quintiles IMS Institute2) für 2016 bis 2021 von einem jährlichen durchschnittlichen Ausgabenzuwachs von 4 % bis 7 % auf rund USD 1,5 Billionen in 2021 aus. Dabei prognostiziert Quintiles IMS in den USA, nach wie vor der weltgrößte Pharmamarkt, ein jährliches durchschnittliches Ausgabenwachstum von 6 % bis 9 % für die kommenden Jahre bis 2021, während in den europäischen Ländern Wachstumsraten im niedrigeren einstelligen Prozentbereich zu erwarten seien. In den Schwellenländern sei dagegen weiterhin von jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten in Höhe von 6 % bis 9 % für die kommenden fünf Jahre auszugehen. Das Volumenwachstum - welches die relevante Zielgröße für Gerresheimer ist - wird dem Bericht zufolge durch die weitere Zunahme an Generika getrieben sowie durch einen im Vergleich zu den Vorjahren etwas moderateren Anstieg der medizinischen Versorgung in den Schwellenländern. Wie im Zeitraum 2011 bis 2016 geht Quintiles IMS für 2016 bis 2021 von einem durchschnittlichen jährlichen globalen Volumenwachstum in Höhe von 3 % aus, das vor allem durch die Schwellenländer getrieben wird.

2) Quintiles IMS Institute: "Outlook for Global Medicines through 2021 ".

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar lag im ersten Quartal 2017 innerhalb des Korridors von 1,04 und 1,08 US-Dollar je Euro, wobei der Stand zum Quartalsende in etwa dem Stand zum 30. November 2016 entspricht. Die zuvor herrschende Stärke des Euro ging zum Ende des Jahres 2016 im Vorfeld und nach Veröffentlichung des Ergebnisses der US-Präsidentenwahl wieder verloren, zudem erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren US-Leitzinserhöhung, die Mitte März, nach Abschluss unseres 1. Quartals, umgesetzt wurde.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Start des Gerresheimer Konzerns in das Geschäftsjahr 2017 verlief erwartungsgemäß. So wurde im 1. Quartal 2017 ein Umsatz in Höhe von EUR 302,8 Mio. erzielt. Dieser Umsatz lag um 5,4 % unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahresquartals. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen bzw. Desinvestitionen, verzeichnete der Gerresheimer Konzern im 1. Quartal 2017 einen Umsatzrückgang von 6,2 %. Zum 31. Oktober 2016 haben wir den Geschäftsbereich Life Science Research an die Duran Gruppe verkauft. Bei der Herstellung von Laborglas gab es wenige bis keine Synergien mit unserem Kerngeschäft, der Herstellung pharmazeutischer Primärverpackungen und Produkte zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten. Mit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research haben wir die Anzahl unserer Werke um fünf reduziert. Zu weitergehenden Erläuterungen und Hintergrundinformationen verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2016.

Das Adjusted EBITDA lag im 1. Quartal 2017 bei EUR 59,9 Mio. nach EUR 63,5 Mio. im vergleichbaren Vorjahresquartal. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im Berichtsquartal bei 19,8 % und damit auf demselben Niveau des Vorjahresquartals trotz des Umsatzrückgangs um 5,4 %.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag mit EUR 28,2 Mio. um EUR 3,4 Mio. unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 31,6 Mio. Ursächlich für den Rückgang des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit war im Wesentlichen das niedrigere Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft des 1. Quartals 2017 in Höhe von EUR 13,3 Mio. lag um EUR 2,9 Mio. unter dem Wert des vergleichbaren Vorjahresquartals von EUR 16,2 Mio. Der zum 31. Oktober 2016 verkaufte Geschäftsbereich Life Science Research erzielte im 1. Quartal 2016 ein positives Ergebnis nach Steuern von EUR 1,4 Mio., welches zum Konzernergebnis von EUR 17,6 Mio. im 1. Quartal 2016 überleitet.

Die Vermögenslage war unverändert sehr solide. Die Eigenkapitalquote lag mit 33,3 % leicht über dem Niveau vom 30. November 2016 (32,1 %). Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme lag mit 77,0 % auf unverändertem Niveau verglichen mit dem Wert zum 30. November 2016 (77,1 %). Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag mit 2,6x unverändert auf dem Niveau des Wertes per 30. November 2016. Im 1. Quartal 2017 erzielten wir einen Operating Cash Flow in Höhe von EUR 24,7 Mio. nach EUR 33,5 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Durch unsere starke Präsenz im Ausland haben externe Faktoren wie Währungsschwankungen Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Aus diesem Grund geben wir im Lagebericht das Umsatzwachstum auch währungsbereinigt an. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir für den US-Dollar folgenden Plankurs zugrunde gelegt: 1 Euro entspricht 1,10 US-Dollar. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.

Insgesamt entsprach die Entwicklung des 1. Quartals im Geschäftsjahr 2017 unseren Erwartungen.

UMSATZENTWICKLUNG

Im 1. Quartal 2017 hat der Gerresheimer Konzern einen Umsatz von EUR 302,8 Mio. erzielt und lag damit um 5,4 % unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 320,2 Mio. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, sank der Umsatz im 1. Quartal 2017 um 6,2 %.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %1)
Umsatzerlöse
Plastics & Devices 164,6 177,6 -7,3
Primary Packaging Glass 138,6 142,7 -2,9
Zwischensumme 303,2 320,3 -5,3
Innenumsätze -0,4 -0,1 > 100,0
Summe Umsatzerlöse 302,8 320,2 -5,4

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Im Geschäftsbereich Plastics & Devices ging der Umsatz im 1. Quartal 2017 um 7,3 % bzw. EUR 13,0 Mio. auf EUR 164,6 Mio. zurück. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt im Bereich der medizinischen Systeme. Einerseits ist der Engineering- und Werkzeugumsatz im 1. Quartal 2017 geringer als im 1. Quartal 2016. Temporäre Schwankungen im Jahresverlauf des Engineering- und Werkzeuggeschäftes sind üblich und im Wesentlichen durch die Abrechnung von größeren Kundenprojekten bedingt. Andererseits gab es eine geringere Nachfrage bei einigen Pharmakunden, bei denen wir Alleinlieferant sind, die wir aber bereits zu Beginn des Geschäftsjahres angedeutet hatten. Insgesamt lag der Umsatz des Geschäftsbereiches Plastics & Devices organisch 9,0 % unter dem Umsatz des Vorjahresquartals.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass betrug EUR 138,6 Mio. und lag damit 2,9 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 142,7 Mio. Der Hauptgrund des geringeren Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt insbesondere an den rückläufigen Umsatzerlösen in der Region Nordamerika. Hier hat die erhöhte Unsicherheit im Zusammenhang mit der neuen US-Regierung eine relativ hohe Zurückhaltung unserer Pharma-Großkunden bei der Platzierung von Bestellungen ausgelöst. Organisch ging der Umsatz im 1. Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,5 % zurück. Im Kosmetikgeschäft konnten wir allerdings ein organisches Umsatzwachstum im 1. Quartal 2017 erzielen.

ERTRAGSLAGE

Das Adjusted EBITDA ist von EUR 63,5 Mio. im 1. Quartal 2016 auf EUR 59,9 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den beschriebenen Umsatzrückgang zurückzuführen. Währungsbereinigt betrug das Adjusted EBITDA EUR 59,8 Mio. Trotz des Umsatzrückgangs um 5,4 % konnte die Adjusted EBITDA-Marge auf dem Rekordniveau von 19,8 % für ein erstes Quartal stabilisiert werden.

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Marge in %
in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
--- --- --- --- ---
Adjusted EBITDA
Plastics & Devices 40,3 42,1 24,5 23,7
Primary Packaging Glass 24,3 26,2 17,5 18,3
Zwischensumme 64,6 68,3 - -
Zentralstellen/ Konsolidierung -4,7 -4,8 - -
Summe Adjusted EBITDA 59,9 63,5 19,8 19,8

Die Adjusted EBITDA-Marge des Geschäftsbereiches Plastics & Devices verbesserte sich von 23,7 % im Vorjahresquartal auf nunmehr 24,5 % im 1. Quartal 2017, obwohl das Adjusted EBITDA insgesamt um EUR 1,8 Mio. auf EUR 40,3 Mio. sank. Die positive Margenentwicklung resultiert hauptsächlich aus dem reduzierten Anteil der niedrigmargigeren Engineering-und Werkzeugumsätze gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Primary Packaging Glass betrug EUR 24,3 Mio. und lag damit um rund EUR 1,9 Mio. unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 26,2 Mio. Dabei lag die Adjusted EBITDA-Marge im 1. Quartal 2017 mit 17,5 % um 0,8 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahresquartals von 18,3 %. Positiv zu erwähnen ist, dass die Adjusted EBITDA-Marge im Geschäftsfeld Tubular Glass Converting im Vergleich zur Vorjahresquartalsmarge insbesondere durch die positiven Kosteneffekte aus der Implementierung der Fläschchenmaschinen-Strategie verbessert werden konnte. Im Gegensatz dazu war die Adjusted EBITDA-Marge im Geschäftsfeld Moulded Glass rückläufig, was unter anderem auch auf die geplante und im Berichtsquartal durchgeführte Ofenreparatur in Belgien zurückzuführen ist. Zur Verbesserung der Produktivität wurde auf die erwartete geringere Nachfrage einiger Pharma-Großkunden mit erweiterten Werksferien im 1. Quartal 2017 reagiert.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung
Adjusted EBITDA 59,9 63,5 -3,6
Planmäßige Abschreibungen -22,7 -21,2 -1,5
Adjusted EBITA 37,2 42,3 -5,1
Verkauf Röhrenglasgeschäft - 0,3 -0,3
Portfoliooptimierungen - -1,1 1,1
Einmalige Aufwendungen und Erträge1) -0,1 -0,2 0,1
Einmaleffekte gesamt -0,1 -1,0 0,9
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen2) -8,9 -9,7 0,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 28,2 31,6 -3,4

1) Die Position "Einmalige Aufwendungen und Erträge" umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als "Restrukturierungsaufwendungen" auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012, der Akquisition von Triveni im Dezember 2012 sowie der Akquisition von Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.

Ausgehend vom Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 59,9 Mio. im 1. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 63,5 Mio.) führen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 22,7 Mio. (1. Quartal 2016: EUR 21,2 Mio.) zu einem Adjusted EBITA von EUR 37,2 Mio. im 1. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 42,3 Mio.). Einmaleffekte mit einem Gesamtwert von EUR 0,1 Mio. in der Berichtsperiode (Vorjahresquartal: EUR 1,0 Mio.) sowie planmäßige Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 8,9 Mio. (1. Quartal 2016: EUR 9,7 Mio.) leiten auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 28,2 Mio. im 1. Quartal 2017 über nach einem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 31,6 Mio. Im 1. Quartal 2016 standen die Einmaleffekte hauptsächlich im Zusammenhang mit noch nicht buchbaren Folgeeffekten aus den im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und durchgeführten Portfoliooptimierungen und in geringem Maße einer Anpassung des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes im Geschäftsjahr 2015.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 28,2 31,6 -3,4
Finanzergebnis -8,5 -8,4 -0,1
Ertragsteuern -6,4 -7,0 0,6
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13,3 16,2 -2,9

Das Finanzergebnis im 1. Quartal 2017 resultiert in einem Aufwand von EUR 8,5 Mio. und liegt damit annähernd auf dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 8,4 Mio. Einem leichten Rückgang der Zinsaufwendungen von EUR 0,1 Mio. und identischen Zinserträgen im Vergleich zum Vorjahresquartal steht dabei ein um EUR 0,2 Mio. höherer Aufwand im sonstigen Finanzergebnis gegenüber, der im Wesentlichen aus höheren Währungsaufwendungen resultiert.

Der Ertragsteueraufwand in der Berichtsperiode beträgt EUR 6,4 Mio. nach EUR 7,0 Mio. im 1. Quartal 2016. Zum 28. Februar 2017 beträgt die Steuerquote 32,6 % und liegt damit über der Steuerquote des Vorjahresquartals von 30,2 %. Dies liegt im Wesentlichen an rund EUR 0,3 Mio. niedrigeren steuerfreien Erträgen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Im Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 wies der Gerresheimer Konzern ein Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft in Höhe von EUR 13,3 Mio. aus. Dieser Wert lag um EUR 2,9 Mio. unter dem vergleichbaren Vorjahresquartalswert von EUR 16,2 Mio.

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13,3 16,2 -2,9
Einmalige Aufwendungen und Erträge -0,1 -1,0 0,9
darauf entfallender Steuereffekt - 0,4 -0,4
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -8,9 -9,7 0,8
darauf entfallender Steuereffekt 3,1 3,2 -0,1
Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 19,2 23,3 -4,1
Ergebnisanteile aus fortzuführendem Geschäft von nicht beherrschenden Anteilen 0,4 0,5 -0,1
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -0,2 -0,1 -0,1
darauf entfallender Steuereffekt 0,1 - 0,1
Bereinigte Ergebnisanteile aus fortzuführendem Geschäft von nicht beherrschenden Anteilen 0,5 0,6 -0,1
Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen 18,7 22,7 -4,0
Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen 0,60 0,72 -0,12

Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft (definiert als: Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und den gesamten Einmaleffekten und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im 1. Quartal 2017 EUR 19,2 Mio. nach EUR 23,3 Mio. im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen betrug EUR 18,7 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 22,7 Mio.) und verringerte sich damit um EUR 4,0 Mio. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen von EUR 0,60 im 1. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 0,72).

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13,3 16,2 -2,9
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft - 1,4 -1,4
Konzernergebnis 13,3 17,6 -4,3

Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft im 1. Quartal 2016 in Höhe von EUR 1,4 Mio. resultiert aus dem laufenden Nach-Steuer-Ergebnis des am 31. Oktober 2016 verkauften Geschäftsbereiches Life Science Research.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSDARSTELLUNG

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im 1. Quartal 2017 wie folgt entwickelt:

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Aktiva in Mio. EUR 28.02.2017 30.11.2016 Veränderung in %1)
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.806,8 1.809,8 -0,2
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0,2 0,3 -29,8
Sonstige langfristige Vermögenswerte 21,8 21,5 1,5
Langfristige Aktiva 1.828,8 1.831,6 -0,1
Vorräte 171,1 155,4 10,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215,6 232,1 -7,1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 158,2 155,2 1,9
Kurzfristige Aktiva 544,9 542,7 0,4
Bilanzsumme 2.373,7 2.374,3 -

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Passiva in Mio. EUR 28.02.2017 30.11.2016 Veränderung in %1)
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 789,9 763,3 3,5
Langfristige Rückstellungen 167,6 167,5 0,1
Finanzverbindlichkeiten 745,5 744,6 0,1
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 158,2 157,8 0,2
Langfristige Schulden 1.071,3 1.069,9 0,1
Finanzverbindlichkeiten 194,8 185,4 5,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 128,0 157,0 -18,5
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 189,7 198,7 -4,5
Kurzfristige Schulden 512,5 541,1 -5,3
Bilanzsumme 2.373,7 2.374,3 -

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Zum 28. Februar 2017 sank die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum 30. November 2016 um EUR 0,6 Mio. auf EUR 2.373,7 Mio. Innerhalb der Bilanzstruktur ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.

Die langfristigen Aktiva lagen mit EUR 1.828,8 Mio. um EUR 2,8 Mio. unter dem Niveau des 30. Novembers 2016. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich um EUR 1,0 Mio. gegenüber dem Wert zum 30. November 2016 erhöht. Dies resultiert zum einen aus einer Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes aufgrund von Währungsveränderungen von EUR 4,1 Mio. sowie einer Reduzierung der Kundenbeziehungen um EUR 6,0 Mio., wovon EUR 8,7 Mio. auf Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und gegenläufig EUR 2,7 Mio. auf die Währungsveränderung zurückzuführen sind. Weiterhin wurde eine erworbene Lizenz im Zusammenhang mit der Entwicklung des neuen Produktportfolios vorfüllbarer, steriler Injektionsfläschchen Gx RTF® Vials in Höhe von EUR 2,3 Mio. aktiviert. Der Wert der Sachanlagen ist um EUR 4,0 Mio. zurückgegangen. Zum 28. Februar 2017 betrugen die langfristigen Aktiva 77,0 % und zum 30. November 2016 insgesamt 77,1 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Aktiva lagen mit EUR 544,9 Mio. annähernd auf dem Niveau vom 30. November 2016.

Das Konzerneigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist zum 28. Februar 2017 im Vergleich zum 30. November 2016 von EUR 763,3 Mio. auf EUR 789,9 Mio. gestiegen. Diese Erhöhung resultiert einerseits aus dem positiven Konzernergebnis der Berichtsperiode und andererseits aus der Entwicklung der Fremdwährungen, welche ebenfalls einen positiven Effekt auf das Eigenkapital hatte. Die Eigenkapitalquote stieg von 32,1 % zum 30. November 2016 auf 33,3 % zum 28. Februar 2017.

Die langfristigen Schulden haben sich mit EUR 1.071,3 Mio. per Ende Februar 2017 um EUR 1,4 Mio. im Vergleich zu EUR 1.069,9 Mio. per Ende November 2016 leicht erhöht.

Die kurzfristigen Schulden sind um EUR 28,6 Mio. auf EUR 512,5 Mio. gesunken. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

NET WORKING CAPITAL

Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 28. Februar 2017 mit EUR 222,1 Mio. um EUR 21,8 Mio. über dem Wert zum 30. November 2016.

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in Mio. EUR 28.02.2017 30.11.2016 29.02.2016
Vorräte 171,1 155,4 188,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215,6 232,1 221,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 128,0 157,0 142,6
Erhaltene Anzahlungen 36,6 30,2 38,3
Net Working Capital 222,1 200,3 229,1

Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum 30. November 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig wirkte sich die leichte Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen aus. Der Anstieg der Vorräte sowie gegenläufig der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gleichen sich faktisch aus. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg des Net Working Capitals im 1. Quartal 2017 lediglich EUR 20,1 Mio. nach EUR 18,8 Mio. im 1. Quartal 2016.

Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate ist das durchschnittliche Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von 17,3 %3) auf 16,1 % gesunken und bewegt sich nun bereits auf der Zielgröße zum Ende des Geschäftsjahres 2018 von rund 16 %.

FINANZVERBINDLICHKEITEN UND KREDITLINIEN

Die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. EUR 28.02.2017 30.11.2016 29.02.2016
Finanzschulden
Konsortialkredite
Revolvierendes Darlehen (ab 15.06.2015)1) 165,2 162,7 241,6
Summe Konsortialkredite 165,2 162,7 241,6
Schuldverschreibung -Euro Bond 300,0 300,0 300,0
Schuldscheindarlehen 425,0 425,0 425,0
Lokale Kreditlinien inkl. Kontokorrentverbindlichkeiten1) 15,0 11,7 10,5
Finanzierungsleasing 7,2 7,2 5,6
Summe Finanzschulden 912,4 906,6 982,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 122,6 118,4 88,3
Nettofinanzschulden 789,8 788,2 894,4

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 28. Februar 2017: EUR 1,00/USD 1,0597, zum 30. November 2016: EUR 1,00/USD 1,0635, zum 29. Februar 2016: EUR 1,00/USD 1,0888.

Die Nettofinanzschulden sind zum 28. Februar 2017 um EUR 1,6 Mio. auf EUR 789,8 Mio. leicht gestiegen (30. November 2016: EUR 788,2 Mio.). Der Anstieg der Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2017 ist im Wesentlichen auf eine höhere Inanspruchnahme des revolvierenden Darlehens sowie höhere lokale Kreditlinien inkl. Kontokorrentverbindlichkeiten und gegenläufig angestiegenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag bei 2,6x und damit unverändert im Vergleich zum 30. November 2016.

Das bestehende revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 450 Mio. wurde zum 28. Februar 2017 mit EUR 165,2 Mio. in Anspruch genommen.

INVESTITIONEN

Im 1. Quartal 2017 tätigte Gerresheimer folgende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016 Veränderung in %1)
Plastics & Devices 6,7 8,7 -22,8
Primary Packaging Glass 5,9 4,8 24,3
Life Science Research - 0,2 -100,0
Zentralstellen 2,5 - > 100,0
Summe Investitionen 15,1 13,7 10,5

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Wir investieren weiterhin unverändert stark in die guten Wachstumsperspektiven unseres Unternehmens sowie in unsere Initiativen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung. Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2017 EUR 15,1 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 13,7 Mio.). Der größte Teil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Plastics & Devices. Den Schwerpunkt bildete hier der Kauf eines Grundstücks in den USA sowie die Schaffung von zusätzlichen Produktionskapazitäten ebenfalls in den USA. Die Investitionen im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass betrafen im Wesentlichen die Ofenreparatur an unserem Standort in Belgien sowie in Fläschchen-und Karpulenmaschinen im Rahmen der weltweiten Standardisierung im Geschäftsfeld Tubular Glass Converting. Zudem erfolgten, wie in den Vorjahren, Investitionen für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen. Die Investitionen in den Zentralstellen betreffen im Wesentlichen die Entwicklung des neuen Produktportfolios vorfüllbarer, steriler Injektionsfläschchen Gx RTF® Vials und dazugehörigem technologischen Know-how.

OPERATING CASH FLOW

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016
Adjusted EBITDA 59,9 66,01)
Veränderung des Net Working Capitals -20,1 -18,8
Investitionen -15,1 -13,7
Operating Cash Flow 24,7 33,5
davon: Operating Cash Flow ohne den Geschäftsbereich Life Science Research 24,7 29,2
Gezahlte Zinsen (netto) -0,9 -0,7
Gezahlte Steuern (netto) -16,6 -43,2
Pensionszahlungen -2,9 -2,7
Sonstiges -8,5 -6,6
Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen -4,2 -19,7
davon: Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen ohne den Geschäftsbereich Life Science Research -4,2 -21,2
Akquisitionen/Desinvestitionen 1,4 -1,3
Finanzierungstätigkeit 2,5 14,6
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -0,3 -6,4

1) Die Darstellung des Adjusted EBITDA im Zusammenhang mit der Berechnung des Operating Cash Flows beinhaltet auch das Adjusted EBITDA des aufgegebenen Geschäftsbereiches Life Science Research.

Im 1. Quartal 2017 haben wir einen Operating Cash Flow in Höhe von EUR 24,7 Mio. erzielt. Dieser liegt um EUR 8,8 Mio. unter dem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 33,5 Mio. Dies liegt im Wesentlichen am geringeren Adjusted EBITDA, aber auch an höheren Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode. Beide Geschäftsbereiche weisen positive Operating Cash Flows aus. Weitere Details sind der Übersicht zu den Segmentdaten nach Geschäftsbereichen im Anhang zu diesem Quartalsfinanzbericht zu entnehmen.

KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG)

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in Mio. EUR Q1 2017 Q1 2016
Mittelzu-/-abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10,4 -6,2
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -13,3 -14,8
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 2,6 14,6
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -0,3 -6,4
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 1,9 -2,3
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 107,7 87,1
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 109,3 78,4

Im 1. Quartal 2017 haben wir einen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 10,4 Mio. erzielt (1. Quartal 2016: Mittelabfluss EUR 6,2 Mio.). Der wesentliche Treiber des gestiegenen Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind geringere Steuerzahlungen im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 13,3 Mio. war um EUR 1,5 Mio. geringfügig niedriger als im Vorjahresquartal. Der Mittelabfluss beinhaltet in beiden berichteten Quartalen Ausgaben für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in der aktuellen Berichtsperiode eine Einzahlung in Höhe von EUR 1,4 Mio. im Zusammenhang mit der Kaufpreisanpassung aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research. Einzahlungen aus Anlagenverkäufen hatten in den jeweiligen Quartalen eine untergeordnete Bedeutung.

Der Mittelzufluss im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Quartal 2017 EUR 2,6 Mio. nach EUR 14,6 Mio. im 1. Quartal 2016. Der Finanzmittelbestand betrug somit EUR 109,3 Mio. nach EUR 78,4 Mio. zum Ende des 1. Quartals 2016.

MITARBEITER

Zum 28. Februar 2017 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 9.807 Mitarbeiter (30. November 2016: 9.904).

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28.02.2017 30.11.2016
Schwellenländer 3.566 3.599
Deutschland 3.346 3.375
Europa (ohne Deutschland) 1.864 1.885
Amerika 1.031 1.045
Summe 9.807 9.904

Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Gerresheimer Konzern 36 % der Mitarbeiter in den Schwellenländern, 34 % der Mitarbeiter in Deutschland, 19 % der Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland) sowie 11 % der Mitarbeiter in Amerika.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Gerresheimer setzt auch im Geschäftsjahr 2017 auf Wachstum in den pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices. Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme und des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft.

Existenzgefährdende Risiken sind für den Gerresheimer Konzern derzeit nicht erkennbar. Gegenüber den im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" unseres Geschäftsberichts 2016 gemachten Aussagen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Entwicklung der Weltwirtschaft/Entwicklung in den einzelnen Regionen

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2016. Die Experten des IWF halten zwar weiterhin an ihrer Prognose für das kommende Jahr fest und sagen ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % in 2017 voraus, was allerdings derzeit hohe Unsicherheiten in Bezug auf die neue US Regierung und damit zusammenhängende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft mit einer aktuell erhöhten Prognoseunsicherheit beinhaltet.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN

Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2017

Die Einschätzung der Perspektiven für das Geschäftsjahr 2017 hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2016.

Gesamtkonzern

Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir derzeit von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2017 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,10 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Nach aktuellen Erkenntnissen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin einen währungsbereinigten Konzernumsatz zunächst am unteren Ende der von uns kommunizierten Bandbreite von EUR 1,405 Mrd. bis EUR 1,455 Mrd. nach EUR 1.375,5 Mio. in 2016. Dies auch vor dem Hintergrund, dass wir - sowie die Experten des IWF - eine erhöhte Prognoseunsicherheit in Bezug auf die neue US Regierung sehen. Aufgrund der damit einhergehenden möglichen Veränderung im US- bzw. weltweiten Pharmamarkt beobachten wir bei unseren großen Pharmakunden ein deutlich vorsichtigeres Bestellverhalten mit Auswirkungen auf das erste Halbjahr 2017.

Für das Adjusted EBITDA sind wir hingegen optimistischer, da wir durch die vorgenommenen Veränderungen in unseren Kostenstrukturen in den Vorjahren konsequent auf das veränderte Verhalten unserer Kunden reagieren können und dies auch getan haben. Hier rechnen wir im Geschäftsjahr 2017 mit einem Anstieg dieser Kenngröße auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.) nach EUR 308 Mio. in 2016. Basierend auf der Verbesserung beim Adjusted EBITDA soll sich das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen, als Basis der Ausschüttungspolitik der Gerresheimer AG, auf einen Wert in der Bandbreite von EUR 4,20 je Aktie bis EUR 4,55 je Aktie erhöhen (2016 bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich Life Science Research: EUR 4,07 je Aktie).

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2017 wird im Wesentlichen aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung voraussichtlich rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen.

Darüber hinaus haben wir folgende Erwartungen bis Ende 2018:

Wir streben eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an.
Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 23 % für das Geschäftsjahr 2018 an und erhöhen damit unsere bisherige Erwartung von über 22 % für diese Kennzahl.
Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich ein jährliches Investitionsvolumen in der Größenordnung von rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen.
Neben den operativen Maßnahmen hat sich unser Net Working Capital-Profil u. a. auch durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes und des Geschäftsbereiches Life Science Research sowie durch die Akquisition von Centor deutlich verbessert. So erwarten wir künftig ein durchschnittliches Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von rund 16 % (vormals rund 17 %).
Wir erwarten weiterhin eine Operating Cash Flow-Marge von ca. 13 %.

Als langfristige Zielvorgabe streben wir weiterhin an:

Unverändert einen ROCE von mindestens 12 % zu erreichen.
Wir halten ein Verhältnis Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA von rund 2,5x für Gerresheimer für richtig, was temporär darunter bzw. darüber liegen darf, da sinnvolle M&A-Aktivitäten nicht genau planbar sind.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DEZEMBER 2016 - FEBRUAR 2017

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017

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in T EUR Anhang Q1 2017 Q1 2016
Umsatzerlöse 302.813 320.153
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -214.370 -226.272
Bruttoergebnis vom Umsatz 88.443 93.881
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -62.373 -63.139
Sonstige betriebliche Erträge (4) 3.940 3.000
Restrukturierungsaufwendungen -9 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.765 -2.142
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 28.236 31.600
Zinserträge 758 805
Zinsaufwendungen -8.007 -8.093
Sonstiges Finanzergebnis -1.264 -1.095
Finanzergebnis -8.513 -8.383
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 19.723 23.217
Ertragsteuern (6) -6.437 -7.023
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13.286 16.194
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft - 1.368
Konzernergebnis 13.286 17.562
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 12.920 16.245
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 366 1.317
Ergebnis je Aktie (in EUR)1) 0,41 0,52

1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stimmt mangels potentieller verwässerter Aktien mit dem verwässerten Ergebnis überein.

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017

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in T EUR Q1 2017 Q1 2016
Konzernergebnis 13.286 17.562
Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sowie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - -4
Ertragsteuern - 1
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - -3
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 13.312 -27.661
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung 13.312 -27.661
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird 13.312 -27.664
Sonstiges Ergebnis 13.312 -27.664
Gesamtergebnis 26.598 -10.102
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 24.877 -10.591
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 1.721 489

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-BILANZ

zum 28. Februar 2017

AKTIVA

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in T EUR Anhang 28.02.2017 30.11.2016 29.02.2016
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.194.941 1.193.902 1.211.748
Sachanlagen 606.164 610.169 584.790
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.732 5.732 5.791
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 184 262 237
Ertragsteuerforderungen 1.293 1.173 957
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.276 5.262 5.234
Sonstige Forderungen 1.438 1.481 4.137
Aktive latente Steuern 13.803 13.570 8.336
1.828.831 1.831.551 1.821.230
Kurzfristige Aktiva
Vorräte (8) 171.135 155.433 188.307
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 215.604 232.051 221.667
Ertragsteuerforderungen 1.987 7.118 4.138
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.859 10.555 7.557
Sonstige Forderungen 24.666 19.157 27.610
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 122.624 118.391 88.285
544.875 542.705 537.564
Summe Aktiva 2.373.706 2.374.256 2.358.794

PASSIVA

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in T EUR Anhang 28.02.2017 30.11.2016 29.02.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31.400 31.400 31.400
Kapitalrücklage 513.827 513.827 513.827
IAS-39-Rücklage -41 -41 -39
Rücklage aus Währungsumrechnung -14.485 -26.442 -58.771
Angesammelte Ergebnisse 220.333 207.413 129.397
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 751.034 726.157 615.814
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 38.859 37.138 72.215
789.893 763.295 688.029
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 157.980 157.633 140.418
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 158.772 159.590 158.662
Sonstige Rückstellungen 8.846 7.928 6.376
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 745.510 744.551 740.522
Sonstige Verbindlichkeiten 203 198 303
1.071.311 1.069.900 1.046.281
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.348 13.621 16.587
Sonstige Rückstellungen 52.576 53.446 59.752
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.962 156.996 142.622
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 194.828 185.428 266.241
Ertragsteuerverbindlichkeiten 11.336 25.001 20.999
Sonstige Verbindlichkeiten 112.452 106.569 118.283
512.502 541.061 624.484
1.583.813 1.610.961 1.670.765
Summe Passiva 2.373.706 2.374.256 2.358.794

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017

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Sonstiges Ergebnis
in T EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage IAS-39-Rücklage Rücklage aus Währungsumrechnung Angesammelte Ergebnisse Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens
--- --- --- --- --- --- ---
Zum 30. November/1. Dezember 2015 31.400 513.827 -36 -31.938 113.152 626.405
Konzernergebnis - - - - 16.245 16.245
Sonstiges Ergebnis - - -3 -26.833 - -26.836
Gesamtergebnis - - -3 -26.833 16.245 -10.591
Zum 29. Februar 2016 31.400 513.827 -39 -58.771 129.397 615.814
Zum 30. November/1. Dezember 2016 31.400 513.827 -41 -26.442 207.413 726.157
Konzernergebnis - - - - 12.920 12.920
Sonstiges Ergebnis - - - 11.957 - 11.957
Gesamtergebnis - - - 11.957 12.920 24.877
Zum 28. Februar 2017 31.400 513.827 -41 -14.485 220.333 751.034

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in T EUR Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Zum 30. November/1. Dezember 2015 71.726 698.131
Konzernergebnis 1.317 17.562
Sonstiges Ergebnis -828 -27.664
Gesamtergebnis 489 -10.102
Zum 29. Februar 2016 72.215 688.029
Zum 30. November/1. Dezember 2016 37.138 763.295
Konzernergebnis 366 13.286
Sonstiges Ergebnis 1.355 13.312
Gesamtergebnis 1.721 26.598
Zum 28. Februar 2017 38.859 789.893

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017

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in T EUR Anhang Q1 2017 Q1 2016
Konzernergebnis 13.286 17.562
Ertragsteuern (6) 6.437 7.357
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 22.132 20.842
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 9.383 10.903
Portfoliobereinigungen - 68
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -318 -2.869
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -2.054 -2.093
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten/Schulden -21 -11
Finanzergebnis 8.513 8.389
Gezahlte Zinsen -1.355 -1.045
Erhaltene Zinsen 459 364
Gezahlte Ertragsteuern -18.678 -43.828
Erhaltene Ertragsteuern 2.119 635
Veränderung der Vorräte -14.502 -4.684
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva 13.405 -7.599
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva -27.123 -16.636
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.255 6.461
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.428 -6.184
Einzahlungen aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 416 167
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -11.979 -13.267
in immaterielle Vermögenswerte -3.110 -385
Einzahlungen aus Desinvestitionen abzüglich abgegebener Zahlungsmittel (2) 1.356 -2.275
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel (2) - 1.013
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -13.317 -14.747
Ausschüttungen von Dritten 78 -
Aufnahme von Finanzkrediten 16.699 39.920
Rückzahlung von Finanzkrediten -14.075 -25.208
Auszahlungen für Finanzierungsleasing -161 -112
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.541 14.600
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -348 -6.331
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelbestandes 1.906 -2.347
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 107.742 87.090
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 109.300 78.412
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 122.624 88.285
Kontokorrentverbindlichkeiten -13.324 -9.873
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 109.300 78.412

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-ANHANG

der Gerresheimer AG zum Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017

(1) Grundlagen der Berichterstattung

Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den gültigen Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. November 2016 gelesen werden. Eine prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer hat nicht stattgefunden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Es gelten grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss 2016.

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig verpflichtend angewendet:

IFRS 10, IFRS 12, IAS 28, Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme
IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit
IAS 1, Darstellung des Abschlusses - Angabeninitiative
IAS 16, Sachanlagen und IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
IAS 16, Sachanlagen und IAS 41, Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen
IAS 27, Separate Abschlüsse - Anwendung der Equity-Methode in Einzelabschlüssen
Änderungen der IFRS

Im September 2014 hat das IASB den siebten Sammelstandard mit insgesamt fünf Änderungen an vier verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzern-Zwischenabschluss.

Bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern in die Berichtswährung werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR 28.02.2017 29.02.2016 Q1 2017 Q1 2016
--- --- --- --- --- ---
Argentinien ARS 16,3973 16,8918 16,7283 14,0980
Brasilien BRL 3,2810 4,3394 3,4192 4,2747
Schweiz CHF 1,0648 1,0914 1,0715 1,0944
China CNY 7,2780 7,1351 7,3289 7,0440
Tschechische Republik CZK 27,0210 27,0570 27,0308 27,0355
Dänemark DKK 7,4332 7,4602 7,4363 7,4615
Indien INR 70,6290 74,3825 71,9705 72,8872
Mexiko MXN 21,0800 19,8005 21,7537 19,0624
Polen PLN 4,3148 4,3543 4,3743 4,3266
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,0597 1,0888 1,0632 1,0828

Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2016 ist im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.

(2) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbstand des Gerresheimer Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind gesondert ausgewiesen. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, bestehend aus Kassenbeständen, Schecks, Wechseln und Guthaben bei Kreditinstituten sowie gegenläufigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Der Posten "Einzahlungen aus Desinvestitionen abzüglich abgegebener Zahlungsmittel" in der Berichtsperiode steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereiches Life Science Research und beinhaltet Einzahlungen für im Vorjahr bilanzierte Forderungen aus Kaufpreisanpassungen. Im Vorjahr resultiert diese Position aus Auszahlungen für bilanzierte Verbindlichkeiten aus der Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes. Der Posten "Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel" beinhaltet im Vorjahresvergleichszeitraum den Erhalt einer Kaufpreisanpassung für den Erwerb der US-amerikanischen Centor.

(3) Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Das Geschäft unterliegt saisonalen Einflüssen, so dass die Umsätze und der Cash Flow während der Ferienzeiten im Dezember/Januar und während der Sommermonate in Europa und Nordamerika üblicherweise am niedrigsten ausfallen.

ERLÄUTERUNGEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

(4) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus sonstigen Erstattungsansprüchen gegen Dritte in Höhe von TEUR 1.234 (Vorjahresquartal: TEUR 470) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Betrag von TEUR 774 (Vorjahresquartal: TEUR 872) enthalten.

(5) Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen betreffen die Akquisitionen der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012, der Triveni im Dezember 2012 sowie der Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen sind vollständig im Funktionsbereich Vertriebskosten ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr sind keine Wertminderungen in den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen enthalten (Vorjahresquartal: Wertminderungen auf Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 277 im Geschäftsbereich Plastics & Devices).

(6) Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in T EUR Q1 2017 Q1 2016
Tatsächliche Ertragsteuern -7.996 -8.922
Latente Ertragsteuern 1.559 1.899
Ertragsteuern -6.437 -7.023

Die aktuelle Steuerquote des Konzerns beträgt 32,6 % (Vorjahresquartal: 30,3 %).

(7) Ausschüttungen an Dritte

Im 1. Quartal 2017 haben, wie im 1. Quartal 2016, keine Ausschüttungen an Dritte stattgefunden.

(8) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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in T EUR 28.02.2017 30.11.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.452 49.968
Unfertige Erzeugnisse/ Leistungen 19.280 18.429
Fertige Erzeugnisse und Waren 97.245 83.983
Geleistete Anzahlungen 3.158 3.053
Vorräte 171.135 155.433

Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt in der Berichtsperiode TEUR 1.684 (Vorjahresquartal: TEUR 1.934). Bei Wegfall der Gründe, welche zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen in der Berichtsperiode TEUR 96 (Vorjahresquartal: TEUR 220).

(9) Finanzielle Verbindlichkeiten

Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. Juni 2015 ein neues revolvierendes Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von EUR 450.000 unterzeichnet. Der in 2016 regulär auslaufende Bankkredit in Höhe von ursprünglich TEUR 400.000 wurde damit am 15. Juni 2015 abgelöst. Zum Stichtag war das revolvierende Darlehen in Höhe von TEUR 165.150 in Anspruch genommen.

Die Anleihe in Höhe von TEUR 300.000 ist unverändert im Bestand. Diese wurde am 19. Mai 2011 zu einem Ausgabekurs von 99,4 % und einem Zinskupon von 5,0 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Mai 2018 ausgestattet ist.

Zum 10. November 2015 wurden zudem Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt TEUR 425.000 begeben.

(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betragen zum 28. Februar 2017 TEUR 789.791 (30. November 2016: TEUR 788.188), und das Net Working Capital beläuft sich auf TEUR 222.084 (30. November 2016: TEUR 200.300).

Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und dessen Maßnahme zur Überwachung der einzuhaltenden Covenants im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts im Konzernabschluss zum 30. November 2016 dargestellt.

Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen

Nach Art der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sind drei Hierarchiestufen zu unterscheiden. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte zu den einzelnen Hierarchiestufen überprüft Gerresheimer jeweils zum Ende einer Berichtsperiode.

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Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten bestimmt.
Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Die der Stufe 2 zuzurechnenden beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von Preisen in jüngsten Geschäftsvorfällen mit vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern oder unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden bestimmt.
Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, in die am Markt nicht beobachtbare Inputfaktoren eingehen und das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen.

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28.02.2017
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie

"zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Wertpapiere 646 - - 646
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 70 - 70
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 646 70 - 716
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 1.494 - 1.494
Put-Optionen - - 15.542 15.542
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 1.494 15.542 17.036

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30.11.2016
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie

"zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Wertpapiere 646 - - 646
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 77 - 77
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 646 77 - 723
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 2.990 - 2.990
Put-Optionen - - 14.706 14.706
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 2.990 14.706 17.696

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:

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28.02.2017
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 188.347 188.347 - 188.3471)
Kredite und Forderungen 188.347 188.347 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.419 13.183 716 14.135
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2362) - 646
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 70
Kredite und Forderungen 13.183 13.183 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 122.624 122.624 - 122.624
Finanzielle Vermögenswerte 324.390 324.154 716 325.106
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 923.302 941.683 17.036 940.338
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 923.302 941.683 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 17.036
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 127.962 127.962 - 127.962
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 127.962 127.962 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.051.264 1.069.645 17.036 1.068.300

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30.11.2016
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 211.265 211.265 - 211.2653)
Kredite und Forderungen 211.265 211.265 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.094 14.859 723 15.817
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2354) - 646
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 77
Kredite und Forderungen 14.859 14.859 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 118.391 118.391 - 118.391
Finanzielle Vermögenswerte 344.750 344.515 723 345.473
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 912.283 933.982 17.696 929.979
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 912.283 933.982 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 17.696
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 156.996 156.996 - 156.996
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 156.996 156.996 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.069.279 1.090.978 17.696 1.086.975

1) Zusätzlich werden in der Bilanz TEUR 27.257 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit TEUR 236 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

3) Zusätzlich werden in der Bilanz TEUR 20.786 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

4) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit TEUR 235 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind. Zum 28. Februar 2017 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf TEUR 7.158 (30. November 2016: TEUR 7.245).

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und der Bonität des Schuldners am Abschlussstichtag Rechnung trägt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht signifikant von den Buchwerten ab.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in T EUR 28.02.2017 30.11.2016
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 44.843 44.172
Bestellobligo aus Investitionen 9.955 11.391
Andere finanzielle Verpflichtungen 8.782 7.564
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 63.580 63.127

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.

(12) Segmentberichterstattung

Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentberichterstattung am internen Berichtswesen.

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand der Gerresheimer AG als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.

Der Gerresheimer Konzern wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese werden nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Materialien, die wir für unsere Produkte verwenden, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst. Unser Geschäftsmodell ist seit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research zum 31. Oktober 2016 in die zwei berichtspflichtigen operativen Geschäftsbereiche Plastics & Devices und Primary Packaging Glass gegliedert.

Unser Produktportfolio im Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Dazu zählen beispielsweise Insulin-Pens, Inhalatoren oder vorfüllbare Spritzen. Darüber hinaus gehören zu diesem Bereich Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produzieren wir Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik. Dazu zählen zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen, Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Die Auswirkungen von Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als "Zentralstellen/Konsolidierung" dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.

Im Folgenden werden die von der Gerresheimer AG zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen dargestellt:

Segmentdaten nach Bereichen

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Primary Packaging Life Science
in T EUR Plastics & Devices Glass Research2)
--- --- --- --- --- --- ---
Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segmentes 164.585 177.615 138.603 142.695 - -
Innenumsätze -203 -101 -172 -56 - -
Umsatz mit Dritten 164.382 177.514 138.431 142.639 - -
Adjusted EBITDA 40.296 42.121 24.309 26.165 - -
Planmäßige Abschreibungen -11.333 -10.397 -11.124 -10.714 - -
Adjusted EBITA 28.963 31.724 13.185 15.451 - -
Net Working Capital 116.032 107.645 108.393 101.171 - 24.047
Operating Cash Flow1) 24.195 25.130 7.982 9.015 - 4.327
Investitionen 6.730 8.721 5.881 4.731 - 191
Mitarbeiter 4.540 4.684 5.172 5.173 - 754

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Zentralstellen /
in T EUR Konsolidierung Konzern
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Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
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Umsatz des Segmentes - - 303.188 320.310
Innenumsätze - - -375 -157
Umsatz mit Dritten - - 302.813 320.153
Adjusted EBITDA -4.749 -4.838 59.856 63.448
Planmäßige Abschreibungen -184 -87 -22.641 -21.198
Adjusted EBITA -4.933 -4.925 37.215 42.250
Net Working Capital -2.341 -3.758 222.084 229.105
Operating Cash Flow1) -7.523 -5.018 24.654 33.454
Investitionen 2.478 9 15.089 13.652
Mitarbeiter 95 97 9.807 10.708

1) Operating Cash Flow: Adjusted EBITDA zuzüglich bzw. abzüglich Veränderung Net Working Capital abzüglich Investitionen.

2) Die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung sind aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches Life Science Research im Vorjahr angepasst worden. In den Vorjahreszahlen der Bilanz, in der Kapitalflussrechnung für das Vorjahr sowie in den Mitarbeiterzahlen ist der Geschäftsbereich Life Science Research dagegen weiterhin vollständig enthalten.

Die Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

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in T EUR Q1 2017 Q1 2016
Adjusted EBITA der Segmente 42.148 47.175
Zentralstellen/Konsolidierung -4.933 -4.925
Adjusted EBITA Konzern 37.215 42.250
Verkauf Röhrenglasgeschäft - 325
Portfoliooptimierungen -21 -1.140
Einmalige Aufwendungen und Erträge -84 -170
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -8.874 -9.665
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 28.236 31.600
Finanzergebnis -8.513 -8.383
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 19.723 23.217
Ertragsteuern -6.437 -7.023
Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft 13.286 16.194

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(13) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Gerresheimer AG oder ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der Gerresheimer AG.

Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dar:

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Q1 2017 28.02.2017
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 562 - 355 -
Assoziierte Unternehmen - 746 - 78
562 746 355 78

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Q1 2016 29.02.2016
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
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Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 632 - 248 -
Assoziierte Unternehmen - 654 - 159
632 654 248 159

Die getätigten Geschäfte betreffen das Unternehmen Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG, Ravensburg, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht.

Sämtliche getätigten Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.

(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 28. Februar 2017 sind keine für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Der Vorstand hat den Konzern-Zwischenabschluss nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 5. April 2017 freigegeben.

FINANZKALENDER

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26.04.2017 Hauptversammlung 2017
13.07.2017 Quartalsfinanzbericht 2. Quartal 2017
11.10.2017 Quartalsfinanzbericht 3. Quartal 2017

IMPRESSUM

Herausgeber

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Straße 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

Tel +49 211 61 81-00

Fax +49 211 61 81-295

E-Mail [email protected]

www.gerresheimer.com

Konzept und Gestaltung

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Text

Gerresheimer AG, Düsseldorf

Hinweis zum Quartalsfinanzbericht

Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.

Rundungshinweis

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Quartalsfinanzbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Gerresheimer Konzerns sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse des Gerresheimer Konzerns, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Quartalsfinanzbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.