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Gerresheimer AG — Interim / Quarterly Report 2017
Jul 13, 2017
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Interim / Quarterly Report
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Gerresheimer AG
Düsseldorf
Quartalsfinanzbericht 2. Quartal
Unser zweites Quartal
Dezember 2016 - Mai 2017
KONZERN-KENNZAHLEN
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| Geschäftsjahr zum 30.11. | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung in %7) | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung in %7) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage im Berichtszeitraum in Mio. EUR | ||||||
| Umsatzerlöse | 339,5 | 347,3 | -2,2 | 642,3 | 667,5 | -3,8 |
| Adjusted EBITDA1) | 75,8 | 80,7 | -6,1 | 135,6 | 144,2 | -5,8 |
| in % der Umsatzerlöse | 22,3 | 23,2 | - | 21,1 | 21,6 | - |
| Adjusted EBITA2) | 53,0 | 59,3 | -10,7 | 90,2 | 101,6 | -11,2 |
| in % der Umsatzerlöse | 15,6 | 17,1 | - | 14,0 | 15,2 | - |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 43,9 | 50,3 | -12,5 | 72,2 | 81,9 | -11,8 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 25,1 | 28,9 | -13,3 | 38,4 | 45,1 | -15,0 |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen3) | 30,4 | 34,2 | -11,4 | 49,0 | 56,9 | -13,9 |
| Vermögenslage zum Stichtag in Mio. EUR | ||||||
| Bilanzsumme | 2.289,3 | 2.359,4 | -3,0 | 2.289,3 | 2.359,4 | -3,0 |
| Eigenkapital | 752,0 | 687,8 | 9,3 | 752,0 | 687,8 | 9,3 |
| Eigenkapitalquote in % | 32,9 | 29,2 | - | 32,9 | 29,2 | - |
| Net Working Capital | 230,4 | 230,7 | -0,2 | 230,4 | 230,7 | -0,2 |
| in % der Umsatzerlöse der letzten zwölf Monate | 17,1 | 17,2 | - | 17,1 | 17,2 | - |
| Investitionen | 35,4 | 35,0 | 1,1 | 35,4 | 35,0 | 1,1 |
| Nettofinanzschulden | 812,6 | 900,0 | -9,7 | 812,6 | 900,0 | -9,7 |
| Adjusted EBITDA Leverage4) | 2,7 | 2,9 | - | 2,7 | 2,9 | - |
| Finanz- und Liquiditätslage im Berichtszeitraum in Mio. EUR | ||||||
| Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 22,9 | 37,3 | -38,7 | 33,3 | 31,1 | 7,1 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -18,6 | -21,2 | 12,2 | -31,9 | -36,0 | 11,2 |
| davon: Auszahlungen für Investitionen | -20,3 | -21,3 | 5,0 | -35,4 | -35,0 | -1,1 |
| Freier Cash Flow vor Finanzierung | 4,2 | 16,1 | -73,6 | 1,4 | -4,9 | >100,0 |
| Mitarbeiter | ||||||
| Mitarbeiter zum Stichtag (gesamt) | 9.792 | 10.689 | -8,4 | 9.792 | 10.689 | -8,4 |
| Aktie | ||||||
| Anzahl der Aktien zum Stichtag in Mio. Stück | 31,4 | 31,4 | - | 31,4 | 31,4 | - |
| Aktienkurs5) zum Stichtag in EUR | 76,24 | 71,61 | 6,5 | 76,24 | 71,61 | 6,5 |
| Marktkapitalisierung zum Stichtag in Mio. EUR | 2.393,9 | 2.248,6 | 6,5 | 2.393,9 | 2.248,6 | 6,5 |
| Höchstkurs5) im Berichtszeitraum in EUR | 76,24 | 75,02 | - | 76,56 | 75,02 | - |
| Tiefstkurs5) im Berichtszeitraum in EUR | 70,75 | 57,10 | - | 67,14 | 57,10 | - |
| Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen6) | 0,97 | 1,08 | -10,2 | 1,56 | 1,80 | -13,3 |
1) Adjusted EBITDA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.
2) Adjusted EBITA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.
3) Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen: Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, Portfoliobereinigungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und darauf entfallende Steuereffekte.
4) Adjusted EBITDA Leverage: Beschreibt das Verhältnis der Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung.
5) Xetra-Tagesschlusskurs.
6) Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen, bezogen auf 31,4 Mio. Aktien.
7) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
GESCHÄFTSBEREICHE
Plastics & Devices
Das Produktportfolio des Geschäftsbereiches Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten wie Insulin-Pens, Inhalatoren und vorfüllbare Spritzen. Außerdem Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.
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| Q2 | Q2 | Veränderung | Q1-Q2 | Q1-Q2 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | in %3) | 2017 | 2016 | in %3) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse1) | 185,8 | 193,2 | -3,8 | 350,4 | 370,8 | -5,5 |
| Adjusted EBITDA2) | 50,2 | 52,2 | -3,7 | 90,5 | 94,3 | -4,0 |
| in % der Umsatzerlöse | 27,0 | 27,0 | - | 25,8 | 25,4 | - |
| Investitionen | 14,0 | 6,0 | >100,0 | 20,7 | 14,7 | 40,9 |
Life Science Research (verkauft zum 31.Oktober 2016)
Der Geschäftsbereich Life Science Research produziert für Forschung, Entwicklung und Analytik wiederverwendbare Laborglasprodukte wie Bechergläser, Erlenmeyerkolben, Messzylinder sowie Laboreinwegartikel wie Reagenzgläser, Pipetten, Chromatografiefläschchen und weitere Speziallaborgläser. Zur weiteren Darstellung verweisen wir auf Angabe (2) des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2016.
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| Q2 | Q2 | Veränderung | Q1-Q2 | Q1-Q2 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | in %3) | 2017 | 2016 | in %3) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse1) | - | - | - | - | - | - |
| Adjusted EBITDA2) | - | - | - | - | - | - |
| in % der Umsatzerlöse | - | - | - | - | - | - |
| Investitionen | - | 0,4 | -100,0 | - | 0,6 | -100,0 |
Primary Packaging Glass
Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produziert Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik wie zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen oder auch Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.
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| Q2 | Q2 | Veränderung | Q1-Q2 | Q1-Q2 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | in %3) | 2017 | 2016 | in %3) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz-erlöse1) | 153,7 | 154,3 | -0,4 | 292,3 | 297,0 | -1,6 |
| Adjusted EBITDA2) | 31,4 | 35,0 | -10,3 | 55,7 | 61,2 | -8,9 |
| in % der Umsatzerlöse | 20,4 | 22,7 | - | 19,1 | 20,6 | - |
| Investitionen | 6,2 | 14,5 | -57,0 | 12,1 | 19,2 | -37,0 |
1) Die Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche enthalten Konzerninnenumsatzerlöse.
2) Adjusted EBITDA: Konzernergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen, planmäßigen Abschreibungen, Wertminderungen, Restrukturierungsaufwand sowie einmaligen Aufwendungen und Erträgen.
3) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
KEY FACTS 2. QUARTAL 2017
| ― | Umsatzrückgang von 2,2 % auf EUR 339,5 Mio. (währungsbereinigt EUR 339,2 Mio.) zeigt die erwartete Verbesserung des negativen Trends gegenüber dem ersten Quartal 2017 |
| ― | Adjusted EBITDA-Marge liegt bei 22,3 % im 2. Quartal 2017 gegenüber 23,2 % im Vorjahresquartal, was im Wesentlichen auf eine geringere Auslastung im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass zurückzuführen ist. Im Geschäftsbereich Plastics & Devices bleibt die Adjusted EBITDA-Marge unverändert auf einem hohen Niveau |
| ― | Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen beläuft sich auf EUR 30,4 Mio. (Q2 2016: EUR 34,2 Mio.) |
| ― | Das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen beträgt EUR 0,97 nach EUR 1,08 im Vorjahresquartal |
| ― | Leichter Anstieg des EBITDA-Leverage auf 2,7x nach 2,6x zum 30. November 2016 aufgrund der Zahlung der Dividende und der Zinsen der Schuldverschreibung |
| ― | Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 konkretisiert. Unsere Umsatzerwartung liegt jetzt währungsbereinigt bei rund EUR 1,4 Mrd. Für das Adjusted EBITDA gehen wir von einem Wert von circa EUR 320 Mio. aus. Des Weiteren konkretisieren wir unsere Erwartung für das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen auf einen Wert von rund 4,25 EUR. |
GERRESHEIMER AM KAPITALMARKT
DEUTLICHER KURSGEWINN FÜR UNSERE AKTIE IM 1. HALBJAHR
Seit Beginn des 1. Halbjahres 2017 (1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017) standen die internationalen Aktienmärkte im Spannungsfeld zwischen anhaltenden globalen politischen Unsicherheiten und einer grundsätzlich gefestigten Weltkonjunktur. Im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen verzeichneten die Aktienmärkte zwischenzeitlich spürbare Kurseinbußen. Nach Bekanntwerden der Ergebnisse des ersten Wahlgangs am 23. April 2017 zogen die Aktienkurse jedoch wieder deutlich an.
Zwar verzeichnete die Gerresheimer Aktie im Verlauf des Berichtszeitraums, wie auch der MDAX, zeitweilig Kursrückgänge, jedoch konnte sie ihren zu Jahresanfang begonnenen Aufwärtstrend letztendlich fortsetzen. So schloss die Aktie das 1. Halbjahr 2017 zum Stichtag 31. Mai 2017 bei EUR 76,24. Unter Berücksichtigung der gezahlten Dividende in Höhe von EUR 1,05 erzielte unsere Aktie damit einen deutlichen Kursgewinn von 12,3 % seit dem 1. Dezember 2016. Dies vergleicht sich mit einer Entwicklung des MDAX von 20,4 % im Vergleichszeitraum.
HAUPTVERSAMMLUNG 2017 BESCHLIESST MIT DIVIDENDE VON EUR 1,05 JE AKTIE DIE SECHSTE ERHÖHUNG IN FOLGE
Mit 77,7 % konnte auf der Hauptversammlung am 26. April 2017 erneut das hohe Niveau der Präsenz des Grundkapitals gehalten werden. Im Jahr zuvor lag die Präsenz bei 78,8 %. Es wurde eine Dividende in Höhe von EUR 1,05 je Aktie beschlossen und am 2. Mai 2017 ausgezahlt. Die Dividende wurde somit zum sechsten Mal in Folge erhöht. Im Vorjahr wurde eine Dividende von EUR 0,85 je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Sämtlichen Beschlussvorlagen stimmten die Aktionäre mit großer Mehrheit zu.
UNVERÄNDERT MEHRHEITLICHE KAUFEMPFEHLUNG DER ANALYSTEN
Nach wie vor spricht die Mehrheit der 16 Bankanalysten, die bis zum Stichtag über die Gerresheimer Aktie berichteten, eine Kaufempfehlung aus. Zum Verkauf riet nur ein Analyst. Das durchschnittliche Kursziel betrug per 31. Mai 2017 EUR 79,93.
Kennzahlen zur Aktie
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| Q2 2017 | Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Aktien zum Stichtag in Mio. Stück | 31,4 | 31,4 | 31,4 | 31,4 |
| Aktienkurs1) zum Stichtag in EUR | 76,24 | 71,61 | 76,24 | 71,61 |
| Marktkapitalisierung zum Stichtag in Mio. EUR | 2.393,9 | 2.248,6 | 2.393,9 | 2.248,6 |
| Höchstkurs1) im Berichtszeitraum in EUR | 76,24 | 75,02 | 76,56 | 75,02 |
| Tiefstkurs1) im Berichtszeitraum in EUR | 70,75 | 57,10 | 67,14 | 57,10 |
| Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen2) | 0,97 | 1,08 | 1,56 | 1,80 |
1) Xetra-Tagesschlusskurs.
2) Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen, bezogen auf 31,4 Mio. Aktien.
KURS DER GERRESHEIMER ANLEIHE
Nach wie vor verläuft das Kursniveau der Gerresheimer Anleihestabil auf hohem Niveau. Zum Stichtag 31. Mai 2017 notierte die Anleihe bei 104,6 % und erzielte eine Effektivverzinsung von rund 0,4 % p. a. Die durchgängig sehr niedrige Effektivverzinsung zeigt, dass die Investoren die Sicherheit eines Investments in die Gerresheimer Anleihe als weiterhin hoch beurteilen. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's sehen Gerresheimer mit einer Bewertung von Baa3 bzw. BBB- weiterhin im Investmentgrade, diese Einschätzung wurde erneut im Laufe des 2. Quartals 2017 von beiden Ratingagenturen bestätigt. Die Anleihe kann in Frankfurt im Parketthandel sowie an den deutschen Regionalbörsen gehandelt werden.
Stammdaten der Anleihe
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| ISIN | XS0626028566 |
| WKN | A1H3VP |
| Emittent | Gerresheimer AG |
| Volumen | EUR 300 Mio |
| Kupon/Zinstermin | 5 % pa/1905 |
| Fälligkeit | 19 05 2018 |
| Anleihekurs1) zum Stichtag | 104,6 % |
| Effektivverzinsung2) zum Stichtag | 0,4 % p.a. |
| Anleiherating zum Stichtag | Standard & Poor's: BBB-, Ausblick stabil Moody's: Baa3, Ausblick negativ |
| Unternehmensrating zum Stichtag | Standard & Poor's: BBB-, Ausblick stabil Moody's Baa3, Ausblick negativ |
| Kleinste handelbare Einheit | EUR 1.000,00 Nominalwert |
| Börsenplätze | Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Parkett), Hamburg, Hannover, München, Stuttgart |
1) Tagesschlusskurs an der Börse Stuttgart.
2) Bezogen auf den Tagesschlusskurs an der Börse Stuttgart.
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT DEZEMBER 2016 - MAI 2017
KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2017 derzeit mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,5 %1) . Dies entspricht einer leichten Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte gegenüber der Januarprognose und vergleicht sich mit einem Wachstum von 3,1 %, das im Jahr 2016 erzielt wurde. Während die Schätzung für Schwellen- und Entwicklungsländer konstant verblieb, wurde die Erwartung für die Industrieländer, getrieben von einer besser als erwarteten Entwicklung in Japan und den entwickelten europäischen Ländern, um weitere 0,1 Prozentpunkte gegenüber Januar erhöht. Allerdings betont der IWF nach wie vor, dass insbesondere die Prognose für die Industriestaaten aufgrund potenzieller Veränderungen des politischen Kurses der US-Regierung derzeit als unsicher zu werten ist.
Die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum im Euroraum erhöht der IWF gegenüber der jüngsten Prognose ebenfalls leicht von 1,6 % auf 1,7 %, was dem in 2016 erzielten Wachstum entspricht. Diese sich fortsetzende Erholung sei auf eine weitere milde fiskalische Expansion, verbunden mit einem schwächeren Euro und Effekten aus erwarteten Stimulierungspaketen in den USA zurückzuführen. In seinem im April veröffentlichten Bericht weist der IWF allerdings auf Unsicherheiten aufgrund diverser bevorstehender Wahlen und der Unklarheit über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien hin.
Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist die deutsche Wirtschaft gut in das Jahr 2017 gestartet.2) Neben dem Baugewerbe und dem Industriesektor hätten hierzu erneut nahezu alle Dienstleistungsbereiche beigetragen. So erwartet das BMWi, dass der Aufschwung sich mit einem soliden Tempo fortsetzen wird. Dies spiegelt sich in der IWF-Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in 2017 wider, die im April erneut um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 1,6 % erhöht wurde.
Die Erwartung der IWF-Experten an die USA verbleibt, nach einer Erhöhung um 0,1 Prozentpunkte im Januar, derzeit konstant bei 2,3 % gegenüber 1,6 %, die in 2016 erzielt wurden. Dieser starke Kurzfristtrend reflektiere das Momentum der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres, welches unter anderem von einem soliden Konsumwachstum und der Erwartung einer fiskalischen Stimulierung getrieben wurde. Diese habe zuletzt die Finanzmärkte unterstützt und das Geschäftsklima gestärkt. Auf längere Sicht, so der IWF, sei die Prognose für die USA allerdings gedämpfter.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern zeigten sich nach wie vor gemischte Tendenzen. So konnte China zuletzt erneut stark wachsen, während sich die wirtschaftliche Aktivität in Indien aufgrund der Bargeldreform abgeschwächt habe und sich Brasilien zuletzt in einer tiefen Rezession befand. Die Prognose für China wurde nach einer Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte im Januar um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 % angehoben. Dieses prognostizierte starke Kurzfristwachstum basiert auf der Annahme einer weiterhin unterstützenden Politik in Form eines starken Kreditwachstums und öffentlicher Investitionen. Für Indien wurde die Prognose von 7,2 % für 2017 nach einer Reduktion von 0,4 Prozentpunkten im Januar aufrechterhalten. Diese war auf den jüngsten Konsumschock aufgrund der Geldknappheit zurückzuführen, die durch die Bargeldreform verursacht wurde. Mittelfristig wird hier allerdings ein Wachstum von rund 8 % erwartet. Auch für Brasilien wurde die im Januar von -0,1 % auf 0,2 % erhöhte Prognose für 2017 bestätigt, während jene für 2018 um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 1,7 % erhöht wurde. Getrieben sei diese graduelle Erholung von einer reduzierten politischen Unsicherheit, einer sich lockernden Geldpolitik und weiteren Fortschritten bei der Reformagenda.
Für den Welt-Pharmamarkt geht das Forschungsunternehmen Quintiles IMS Institute3) für 2016 bis 2021 von einem jährlichen durchschnittlichen Ausgabenzuwachs von 3 % bis 6 % auf rund USD 1,4 Billionen in 2021 aus. Dabei prognostiziert Quintiles IMS in den USA, nach wie vor der weltgrößte Pharmamarkt, ein jährliches durchschnittliches Ausgabenwachstum von 4 % bis 8 % für die kommenden Jahre bis 2021, während in den europäischen Ländern Wachstumsraten im niedrigeren einstelligen Prozentbereich zu erwarten seien. In den Schwellenländern sei dagegen weiterhin von jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten in Höhe von 6 % bis 9 % für die kommenden fünf Jahre auszugehen. Das Volumenwachstum wird dem Bericht zufolge durch die weitere Zunahme an Generika getrieben sowie durch einen im Vergleich zu den Vorjahren etwas moderateren Anstieg der medizinischen Versorgung in den Schwellenländern. Wie im Zeitraum 2011 bis 2016 geht Quintiles IMS für 2016 bis 2021 von einem durchschnittlichen jährlichen globalen Volumenwachstum in Höhe von 3 % aus, das vor allem durch die Schwellenländer getrieben wird.
1) Internationaler Währungsfonds: World Economic Outlook, April 2017.
2) Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Monatsbericht Juni 2017.
3) Quintiles IMS Institute: IMS Market Prognosis Q1 2017.
WÄHRUNGSEINFLÜSSE
Durch unsere starke Präsenz im Ausland haben externe Faktoren wie Währungsschwankungen Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Aus diesem Grund geben wir im Lagebericht das Umsatzwachstum auch währungsbereinigt an. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir für den US-Dollar folgenden Plankurs zugrunde gelegt: 1 Euro entspricht 1,10 US-Dollar. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.
UMSATZENTWICKLUNG
Im 2. Quartal 2017 hat der Gerresheimer Konzern Umsatzerlöse von EUR 339,5 Mio. erzielt und lag damit um 2,2 % unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 347,3 Mio. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, sanken die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2017 um 3,7 %. Im 1. Halbjahr 2017 sanken die Umsatzerlöse auf EUR 642,3 Mio. bzw. um 3,8 % im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode. Organisch gingen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2017 um 4,9 % zurück.
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| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung in %1) | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung in %1) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||||
| Plastics & Devices | 185,8 | 193,2 | -3,8 | 350,4 | 370,8 | -5,5 |
| Primary Packaging Glass |
153,7 | 154,3 | -0,4 | 292,3 | 297,0 | -1,6 |
| Zwischensumme | 339,5 | 347,5 | -2,3 | 642,7 | 667,8 | -3,8 |
| Innenumsatzerlöse | -0,2 | >100,0 | -0,4 | -0,3 | -1,3 | |
| Summe Umsatzerlöse | 339,5 | 347,3 | -2,2 | 642,3 | 667,5 | -3,8 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Im Geschäftsbereich Plastics & Devices gingen die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2017 um 3,8 % bzw. EUR 7,4 Mio. auf EUR 185,8 Mio. zurück. Organisch gingen die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2017 um 5,9 % zurück. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt im Geschäft mit Medizinischen Kunststoffsystemen. Einerseits gab es bei einigen Pharmakunden, bei denen wir Alleinlieferant sind, eine geringere Nachfrage, die wir bereits zu Beginn des Geschäftsjahres angekündigt hatten. Zusätzlich verstärkt wurde dieser Effekt durch einige Verschiebungen von Kundenaufträgen im Inhalatorgeschäft vom ersten in das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2017. Andererseits sind die Umsatzerlöse im Engineering- und Werkzeuggeschäft im 2. Quartal 2017 geringer als im 2. Quartal 2016. Temporäre Schwankungen im Jahresverlauf des Engineering- und Werkzeuggeschäftes sind üblich und im Wesentlichen durch die Abrechnungen von größeren Kundenprojekten bedingt. Das Geschäft mit Kunststoffverpackungen für feste und flüssige Medikamente hat sich im 2. Quartal 2017 hingegen positiv entwickelt. Damit erzielte der Geschäftsbereich Plastics & Devices im 1. Halbjahr 2017 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 350,4 Mio. nach EUR 370,8 Mio. Organisch gingen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2017 um 7,4 % zurück.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass betrugen im 2. Quartal 2017 EUR 153,7 Mio. und lagen damit annähernd auf dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 154,3 Mio. Organisch gingen die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2017 um 1,1 % zurück. Der Hauptgrund für die geringeren Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt insbesondere in den rückläufigen Umsatzerlösen in der Region Nordamerika. Hier hat die erhöhte Unsicherheit im Zusammenhang mit der neuen US-Regierung eine relativ hohe Zurückhaltung unserer Pharma-Großkunden bei der Platzierung von Bestellungen ausgelöst. Außerhalb der Region Nordamerika stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal an. Somit erzielte der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 292,3 Mio. nach EUR 297,0 Mio. im 1. Halbjahr 2016. Dies entspricht einem Rückgang von EUR 4,7 Mio. bzw. 1,6 %. Organisch gingen die Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 um 1,8 % zurück.
ERTRAGSLAGE
Das Adjusted EBITDA ist von EUR 80,7 Mio. im 2. Quartal 2016 auf EUR 75,8 Mio. hingegen nur leicht gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den zuvor beschriebenen Umsatzrückgang zurückzuführen. Währungsbereinigt betrug das Adjusted EBITDA ebenfalls EUR 75,8 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge im 2. Quartal 2017 liegt mit 22,3 % unter der Marge der vergleichbaren Vorjahresperiode von 23,2 %, und zwar im Wesentlichen aufgrund der geringeren Auslastung der aufgebauten Kapazitäten des Geschäftsbereiches Primary Packaging Glass. Im 1. Halbjahr 2017 wurde ein Adjusted EBITDA von EUR 135,6 Mio. erzielt. Dies ist ein Rückgang von EUR 8,6 Mio. bzw. 5,8 %. Trotz des Umsatzrückgangs um 3,8 % haben wir in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 eine Adjusted EBITDA-Marge von 21,1 % erzielt.
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| Marge in % | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Q2 2017 | Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Adjusted EBITDA | ||||||
| Plastics & Devices | 50,2 | 52,2 | 27,0 | 27,0 | 90,5 | 94,3 |
| Primary Packaging Glass | 31,4 | 35,0 | 20,4 | 22,7 | 55,7 | 61,2 |
| Zwischensumme | 81,6 | 87,2 | - | - | 146,2 | 155,5 |
| Zentralstellen/ Konsolidierung | -5,8 | -6,5 | - | - | -10,6 | -11,3 |
| Summe Adjusted EBITDA | 75,8 | 80,7 | 22,3 | 23,2 | 135,6 | 144,2 |
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| Marge in % | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
| --- | --- | --- |
| Adjusted EBITDA | ||
| Plastics & Devices | 25,8 | 25,4 |
| Primary Packaging Glass | 19,1 | 20,6 |
| Zwischensumme | - | - |
| Zentralstellen/ Konsolidierung | - | - |
| Summe Adjusted EBITDA | 21,1 | 21,6 |
Der Geschäftsbereich Plastics & Devices erzielte im 2. Quartal 2017 ein Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 50,2 Mio. nach EUR 52,2 Mio. im Vorjahresquartal. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im 2. Quartal 2017 gute 27,0 % und war damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals, und zwar trotz eines Umsatzrückgangs von 3,8 %. Zur Stabilität der Adjusted EBITDA-Marge haben, trotz des Umsatzrückgangs, das positiv verlaufende Geschäft mit Kunststoffverpackungen für feste und flüssige Medikamente, der geringe Anteil der niedrigmargigen Engineering- und Werkzeugumsatzerlöse wie auch Preisanpassungsklauseln in den Device-Verträgen aufgrund des geringen Volumens beigetragen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 lag das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Plastics & Devices bei EUR 90,5 Mio. nach EUR 94,3 Mio. in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016. Im 1. Halbjahr 2017 konnten wir die Adjusted EBITDA-Marge sogar auf 25,8 % (1. Halbjahr 2016: 25,4 %) leicht steigern. Diese positive Margenentwicklung im 1. Halbjahr 2017 verglichen mit dem 1. Halbjahr 2016 resultiert hauptsächlich aus dem reduzierten Anteil der niedrigmargigeren Engineering- und Werkzeugumsatzerlöse in den ersten sechs Monaten. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Umsatzerlöse in diesem Geschäft im Gesamtjahr auf Vorjahresniveau sein werden.
Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Primary Packaging Glass betrug im 2. Quartal 2017 EUR 31,4 Mio. und lag damit um EUR 3,6 Mio. unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 35,0 Mio. Dabei lag die Adjusted EBITDA-Marge im 2. Quartal 2017 mit 20,4 % um 2,3 Prozentpunkte unter dem hohen Niveau des Vorjahresquartals von 22,7 %, was im 2. Quartal 2016 durch einen anderen Umsatzmix begründet war. Der Hauptgrund für diesen Rückgang sind insbesondere die geringeren Umsatzerlöse in der Region Nordamerika. Davon ausgehend, dass wir in der zweiten Jahreshälfte und hier insbesondere im vierten Quartal aus dieser Region wieder höhere Umsatzerlöse erwarten, haben wir die Kapazitäten in einigen Werken angepasst, aber nicht grundsätzlich reduziert. Folglich ist die Margenverschlechterung neben dem unterschiedlichen Produktmix in der geringeren Werksauslastung begründet. Im 1. Halbjahr 2017 erzielte der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ein Adjusted EBITDA von EUR 55,7 Mio. nach EUR 61,2 Mio. im 1. Halbjahr 2016. Die Adjusted EBITDA-Marge in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 betrug 19,1 % nach 20,6 % in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016.
Die Kosten der Zentralstelle bzw. die Konsolidierungseffekte liegen mit EUR 5,8 Mio. im 2. Quartal 2017 um EUR 0,7 Mio. unter dem Wert der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt in einem hohen Pensionsaufwand im 2. Quartal 2016, aufgrund des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes in Bezug auf die Pensionszusage eines Vorstandsmitglieds. Damit ergeben sich Kosten der Zentralstelle bzw. Konsolidierungseffekte im 1. Halbjahr 2017 in Höhe von EUR 10,6 Mio. (1. Halbjahr 2016: EUR 11,3 Mio.).
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:
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| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | 75,8 | 80,7 | -4,9 | 135,6 | 144,2 | -8,6 |
| Planmäßige Abschreibungen | -22,8 | -21,4 | -1,4 | -45,4 | -42,6 | -2,8 |
| Adjusted EBITA | 53,0 | 59,3 | -6,3 | 90,2 | 101,6 | -11,4 |
| Verkauf Röhrenglasgeschäft | - | - | - | - | 0,3 | -0,3 |
| Portfoliooptimierungen | - | - | - | - | -1,2 | 1,2 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge1) | -0,5 | -0,1 | -0,4 | -0,6 | -0,2 | -0,4 |
| Einmaleffekte gesamt | -0,5 | -0,1 | -0,4 | -0,6 | -1,1 | 0,5 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen2) | -8,6 | -8,9 | 0,3 | -17,4 | -18,6 | 1,2 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 43,9 | 50,3 | -6,4 | 72,2 | 81,9 | -9,7 |
1) Die Position "Einmalige Aufwendungen und Erträge" umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als "Restrukturierungsaufwendungen" auszuweisen sind.
2) Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012, der Akquisition von Triveni im Dezember 2012 sowie der Akquisition von Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.
Ausgehend vom Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 75,8 Mio. im 2. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 80,7 Mio.) führen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 22,8 Mio. (2. Quartal 2016: EUR 21,4 Mio.) zu einem Adjusted EBITA von EUR 53,0 Mio. im 2. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 59,3 Mio.). Einmaleffekte mit einem Gesamtwert von EUR 0,5 Mio. in der Berichtsperiode (Vorjahresquartal: EUR 0,1 Mio.) sowie planmäßige Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 8,6 Mio. (2. Quartal 2016: EUR 8,9 Mio.) leiten auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 43,9 Mio. im 2. Quartal 2017 über, nach einem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 50,3 Mio. Die Einmaleffekte im 2. Quartal 2017 sowie im 1. Halbjahr 2017 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Analyse zu einem Akquisitionsprojekt, das aufgrund nicht kongruenter Preisvorstellungen mit dem Verkäufer nicht realisiert werden konnte.
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| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 43,9 | 50,3 | -6,4 | 72,2 | 81,9 | -9,7 |
| Finanzergebnis | -8,6 | -8,8 | 0,2 | -17,1 | -17,2 | 0,1 |
| Ertragsteuern | -10,2 | -12,6 | 2,4 | -16,7 | -19,6 | 2,9 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 25,1 | 28,9 | -3,8 | 38,4 | 45,1 | -6,7 |
Das Finanzergebnis im 2. Quartal 2017 resultiert in einem Aufwand von EUR 8,6 Mio. und liegt damit leicht unter dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 8,8 Mio. Einem leichten Rückgang der Zinsaufwendungen und identischen Zinserträgen im Vergleich zum Vorjahresquartal steht dabei ein höherer Aufwand im sonstigen Finanzergebnis gegenüber, der im Wesentlichen aus höheren Währungsaufwendungen resultiert. Im 1. Halbjahr 2017 resultiert das Finanzergebnis in einem Aufwand von EUR 17,1 Mio. und liegt damit auf demselben Niveau wie das Finanzergebnis des 1. Halbjahres 2016. Dabei lagen die Zinsaufwendungen mit EUR 16,3 Mio. um EUR 0,4 Mio. unter den Zinsaufwendungen der vergleichbaren Vorjahresperiode. Die Zinserträge lagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 mit EUR 1,6 Mio. auf gleichem Niveau wie im 1. Halbjahr 2016. Im Wesentlichen bedingt durch höhere Währungsaufwendungen lag das sonstige Finanzergebnis mit EUR 2,4 Mio. um EUR 0,4 Mio. unter dem Wert des 1. Halbjahres 2016.
Der Ertragsteueraufwand im 2. Quartal 2017 betrug EUR 10,2 Mio. nach EUR 12,6 Mio. im 2. Quartal 2016. Im 1. Halbjahr 2017 betrug der Steueraufwand EUR 16,7 Mio. nach EUR 19,6 Mio. in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016. Die Steuerquote im 2. Quartal 2017 lag mit 29,0 % leicht unter dem Vorjahresquartal von 30,3 %. Im 1. Halbjahr 2017 betrug die Steuerquote 30,3 % und war damit auf dem gleichen Niveau wie im 1. Halbjahr 2016.
Im Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017 wies der Gerresheimer Konzern ein Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft in Höhe von EUR 38,4 Mio. aus. Dieser Wert lag um EUR 6,7 Mio. unter dem vergleichbaren Vorjahresquartalswert von EUR 45,1 Mio.
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| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung | Q1 -Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 25,1 | 28,9 | -3,8 | 38,4 | 45,1 | -6,7 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge | -0,5 | -0,1 | -0,4 | -0,6 | -1,1 | 0,5 |
| darauf entfallender Steuereffekt | 0,2 | - | 0,2 | 0,2 | 0,4 | -0,2 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -8,6 | -8,9 | 0,3 | -17,4 | -18,6 | 1,2 |
| darauf entfallender Steuereffekt | 3,0 | 3,2 | -0,2 | 6,1 | 6,4 | -0,3 |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 31,0 | 34,7 | -3,7 | 50,1 | 58,0 | -7,9 |
| Ergebnisanteile aus fortzuführendem Geschäft von nicht beherrschenden Anteilen | 0,5 | 0,4 | 0,1 | 0,9 | 0,9 | - |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -0,1 | -0,2 | 0,1 | -0,3 | -0,3 | - |
| darauf entfallender Steuereffekt | 0,1 | -0,1 | 0,1 | 0,1 | - | |
| Bereinigte Ergebnisanteile aus fortzuführendem Geschäft von nicht beherrschenden Anteilen | 0,6 | 0,5 | 0,1 | 1,1 | 1,1 | - |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen | 30,4 | 34,2 | -3,8 | 49,0 | 56,9 | -7,9 |
| Bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen | 0,97 | 1,08 | -0,11 | 1,56 | 1,80 | -0,24 |
Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft (definiert als: Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und den gesamten Einmaleffekten und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im 2. Quartal 2017 EUR 31,0 Mio. nach EUR 34,7 Mio. im Vorjahresquartal. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen betrug EUR 30,4 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 34,2 Mio.) und verringerte sich damit um EUR 3,8 Mio. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 0,97 im 2. Quartal 2017 (Vorjahresquartal: EUR 1,08).
Im 1. Halbjahr 2017 erzielten wir ein bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft von EUR 50,1 Mio. nach EUR 58,0 Mio. in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft nach nicht beherrschenden Anteilen lag bei EUR 49,0 Mio. um EUR 7,9 Mio. unter dem Wert des 1. Halbjahres 2016. Somit erzielten wir in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 ein bereinigtes Ergebnis aus fortzuführendem Geschäft je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 1,56 (1. Halbjahr 2016: EUR 1,80).
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| in Mio. EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Veränderung | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 25,1 | 28,9 | -3,8 | 38,4 | 45,1 | -6,7 |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft | - | 2,2 | -2,2 | - | 3,5 | -3,5 |
| Konzernergebnis | 25,1 | 31,1 | -6,0 | 38,4 | 48,6 | -10,2 |
Das Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft im 2. Quartal 2016 in Höhe von EUR 2,2 Mio. bzw. im 1. Halbjahr 2016 von EUR 3,5 Mio. resultiert aus dem laufenden Nach-Steuer-Ergebnis des am 31. Oktober 2016 verkauften Geschäftsbereiches Life Science Research.
VERMÖGENSLAGE
VERMÖGENSDARSTELLUNG
Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im 1. Halbjahr 2017 wie folgt entwickelt:
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| Aktiva in Mio. EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 | Veränderung in %1) |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.741,4 | 1.809,8 | -3,8 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0,2 | 0,3 | -29,8 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 20,6 | 21,5 | -4,0 |
| Langfristige Aktiva | 1.762,2 | 1.831,6 | -3,8 |
| Vorräte | 172,5 | 155,4 | 11,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 222,9 | 232,1 | -3,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 131,7 | 155,2 | -15,1 |
| Kurzfristige Aktiva | 527,1 | 542,7 | -2,9 |
| Bilanzsumme | 2.289,3 | 2.374,3 | -3,6 |
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| Passiva in Mio. EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 | Veränderung in %1) |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile | 752,0 | 763,3 | -1,5 |
| Langfristige Rückstellungen | 166,3 | 167,5 | -0,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 446,0 | 744,6 | -40,1 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 153,9 | 157,8 | -2,5 |
| Langfristige Schulden | 766,2 | 1.069,9 | -28,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 474,4 | 185,4 | 155,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 126,7 | 157,0 | -19,3 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 170,0 | 198,7 | -14,5 |
| Kurzfristige Schulden | 771,1 | 541,1 | 42,5 |
| Bilanzsumme | 2.289,3 | 2.374,3 | -3,6 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Zum 31. Mai 2017 sank die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum 30. November 2016 um EUR 85,0 Mio. auf EUR 2.289,3 Mio. Im Vergleich zum 30. November 2016 haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten deutlich reduziert und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten deutlich erhöht. Hierbei handelt es sich um den Ausweis der am 19. Mai 2018 fälligen Schuldverschreibung, die als kurzfristig zu klassifizieren ist. Neben diesem Sachverhalt ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen innerhalb der Bilanzstruktur.
Die langfristigen Aktiva lagen mit EUR 1.762,2 Mio. um EUR 69,4 Mio. unter dem Niveau per 30. November 2016. Die immateriellen Vermögenswerte haben sich um EUR 49,8 Mio. gegenüber dem Wert zum 30. November 2016 reduziert. Dies resultiert zum einen aus einer Reduzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes aufgrund von Währungsveränderungen von EUR 13,7 Mio. sowie einer Reduzierung der Kundenbeziehungen um EUR 39,3 Mio., wovon EUR 17,3 Mio. auf Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und EUR 22,0 Mio. auf die Währungsveränderung zurückzuführen sind. Weiterhin wurde eine erworbene Lizenz im Zusammenhang mit der Entwicklung des neuen Produktportfolios vorfüllbarer, steriler Injektionsfläschchen Gx RTF® Vials in Höhe von EUR 2,3 Mio. aktiviert. Der Wert der Sachanlagen ist um EUR 18,6 Mio. zurückgegangen. Zum 31. Mai 2017 betrugen die langfristigen Aktiva 77,0 % und zum 30. November 2016 insgesamt 77,1 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Aktiva lagen mit EUR 527,1 Mio. um EUR 15,6 Mio. unter dem Wert zum 30. November 2016. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aufgrund der Zahlung der Dividende sowie der Zinsen der Schuldverschreibung sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenläufig einem Anstieg der Vorräte zurückzuführen.
Das Konzerneigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist zum 31. Mai 2017 im Vergleich zum 30. November 2016 von EUR 763,3 Mio. auf EUR 752,0 Mio. gesunken. Diese Reduzierung resultiert einerseits aus der gezahlten Dividende in Höhe von EUR 33,0 Mio. und aus der Entwicklung der Fremdwährungen, welche ebenfalls einen negativen Effekt auf das Eigenkapital hatte. Gegenläufig erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund des positiven Konzernergebnisses der Berichtsperiode. Die Eigenkapitalquote stieg von 32,1 % zum 30. November 2016 auf 32,9 % zum 31. Mai 2017.
Die langfristigen Schulden haben sich von EUR 1.069,9 Mio. per 30. November 2016 um EUR 303,7 Mio. auf EUR 766,2 Mio. per 31. Mai 2017 reduziert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Änderung des Ausweises der Schuldverschreibung, welche erstmalig zum 31. Mai 2017 als kurzfristig zu klassifizieren ist, da die Fälligkeit der Schuldverschreibung auf unter zwölf Monate gesunken ist.
Gegenläufig haben sich die kurzfristigen Schulden um EUR 230,0 Mio. auf EUR 771,1 Mio., inbesondere durch den Ausweis der Schuldverschreibung als kurzfristige Verbindlichkeit, erhöht. Gegenläufig haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Ertragsteuerverbindlichkeiten entwickelt.
NET WORKING CAPITAL
Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 31. Mai 2017 mit EUR 230,4 Mio. um EUR 30,1 Mio. über dem Wert zum 30. November 2016.
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| in Mio. EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 | 31.05.2016 |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 172,5 | 155,4 | 190,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 222,9 | 232,1 | 229,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 126,7 | 157,0 | 148,6 |
| Erhaltene Anzahlungen | 38,3 | 30,2 | 40,7 |
| Net Working Capital | 230,4 | 200,3 | 230,7 |
Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum 30. November 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Anstieg der Vorräte. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen aus. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg des Net Working Capitals im 1. Halbjahr 2017 EUR 31,6 Mio. nach EUR 21,7 Mio. im 1. Halbjahr 2016.
Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate ist das durchschnittliche Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 16,1 %1) auf 16,4 % leicht angestiegen, bewegt sich aber weiterhin auf der Zielgröße zum Ende des Geschäftsjahres 2018 von rund 16 %.
1) Ohne Berücksichtigung des Geschäftsbereiches Life Science Research.
FINANZVERBINDLICHKEITEN UND KREDITLINIEN
Die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Mio. EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 | 31.05.2016 |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | |||
| Konsortialkredite | |||
| Revolvierendes Darlehen (ab 15.06.201 5)1) | 156,0 | 162,7 | 264,5 |
| Summe Konsortialkredite | 156,0 | 162,7 | 264,5 |
| Schuldverschreibung -Euro Bond | 300,0 | 300,0 | 300,0 |
| Schuldscheindarlehen | 425,0 | 425,0 | 425,0 |
| Lokale Kreditlinien inkl. Kontokorrentverbindlichkeiten1) | 16,0 | 11,7 | 11,1 |
| Finanzierungsleasing | 6,8 | 7,2 | 4,8 |
| Summe Finanzschulden | 903,8 | 906,6 | 1.005,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91,2 | 118,4 | 105,4 |
| Nettofinanzschulden | 812,6 | 788,2 | 900,0 |
1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet:zum 31. Mai 2017: EUR 1,00/USD 1,1221, zum 30. November 2016: EUR 1,00/USD 1,0635, zum 31. Mai 2016: EUR 1,00/USD 1,1154.
Die Nettofinanzschulden sind zum 31. Mai 2017 um EUR 24,4 Mio. auf EUR 812,6 Mio. gestiegen (30. November 2016: EUR 788,2 Mio.). Der Anstieg der Nettofinanzschulden zum 31. Mai 2017 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und dem Anstieg der lokalen Kreditlinien sowie gegenläufig aus einer niedrigeren Inanspruchnahme des revolvierenden Darlehens. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag bei 2,7x und damit leicht über dem Wert per 30. November 2016 von 2,6x. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus der Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Gerresheimer AG in Höhe von EUR 33,0 Mio. und der Zahlung von EUR 15,0 Mio. für die Zinsen der Schuldverschreibung. Das bestehende revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 450 Mio. wurde zum 31. Mai 2017 mit EUR 156,0 Mio. in Anspruch genommen.
INVESTITIONEN
Im 1. Halbjahr 2017 tätigte Gerresheimer folgende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:
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| Q2 | Q2 | Veränderung | Q1-Q2 | Q1-Q2 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2017 | 2016 | in %1) | 2017 | 2016 | in %1) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Plastics & Devices | 14,0 | 6,0 | >100,0 | 20,7 | 14,7 | 40,9 |
| Primary Packaging Glass | 6,2 | 14,5 | -57,0 | 12,1 | 19,2 | -37,0 |
| Life Science Research | 0,4 | -100,0 | - | 0,6 | -100,0 | |
| Zentralstellen | 0,1 | 0,4 | -70,0 | 2,6 | 0,5 | >100,0 |
| Summe Investitionen | 20,3 | 21,3 | -5,0 | 35,4 | 35,0 | 1,1 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Wir investieren weiterhin unverändert stark in die guten Wachstumsperspektiven unseres Unternehmens sowie in unsere Initiativen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung. Die Investitionen betrugen im 1. Halbjahr 2017 EUR 35,4 Mio. (1. Halbjahr 2016: EUR 35,0 Mio.). Der größte Teil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Plastics & Devices. Den Schwerpunkt bildete hier die Schaffung von zusätzlichen Produktionskapazitäten in den USA. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass investierten wir im Wesentlichen in die Ofenreparatur an unserem Standort in Belgien sowie - im Rahmen der weltweiten Standardisierung im Geschäftsfeld Tubular Glass Converting - in Fläschchen- und Karpulenmaschinen. Zudem erfolgten, wie in den Vorjahren, Investitionen für Formen, Werkzeuge und Modernisierungsmaßnahmen.
OPERATING CASH FLOW
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| in Mio. EUR | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | 135,6 | 150,71) |
| Veränderung des Net Working Capitals | -31,6 | -21,7 |
| Investitionen | -35,4 | -35,0 |
| Operating Cash Flow | 68,6 | 94,0 |
| davon: Operating Cash Flow ohne den Geschäftsbereich Life Science Research | 68,6 | 87,0 |
| Gezahlte Zinsen (netto) | -17,1 | -17,1 |
| Gezahlte Steuern (netto) | -30,5 | -66,1 |
| Pensionszahlungen | -6,0 | -6,0 |
| Sonstiges | -15,0 | -8,4 |
| Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen | 0,0 | -3,6 |
| davon: Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen ohne den Geschäftsbereich Life Science Research | 0,0 | -6,4 |
| Akquisitionen/Desinvestitionen | 1,4 | -1,3 |
| Finanzierungstätigkeit | -29,4 | 16,1 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -28,0 | 11,2 |
1) Die Darstellung des Adjusted EBITDA im Zusammenhang mit der Berechnung des Operating Cash Flows beinhaltet auch das Adjusted EBITDA des aufgegebenen Geschäftsbereiches Life Science Research.
Im 1. Halbjahr 2017 haben wir einen Operating Cash Flow in Höhe von EUR 68,6 Mio. erzielt. Dieser liegt um EUR 25,4 Mio. unter dem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 94,0 Mio. Dies liegt im Wesentlichen am geringeren Adjusted EBITDA sowie an einer höheren Veränderung des Net Working Capitals im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016. Beide Geschäftsbereiche weisen positive Operating Cash Flows aus. Weitere Details sind der Übersicht zu den Segmentdaten nach Geschäftsbereichen im Anhang zu diesem Quartalsfinanzbericht zu entnehmen.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| in Mio. EUR | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 33,3 | 31,1 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -31,9 | -36,0 |
| Mittelab-/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit | -29,4 | 16,1 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -28,0 | 11,2 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | -1,6 | -2,3 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 107,7 | 87,1 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 78,1 | 96,0 |
Im 1. Halbjahr 2017 haben wir einen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR 33,3 Mio. erzielt (1. Halbjahr 2016: Mittelzufluss EUR 31,1 Mio.). Der wesentliche Treiber des gestiegenen Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind geringere Steuerzahlungen im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 31,9 Mio. war um EUR 4,1 Mio. niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Mittelabfluss beinhaltet in beiden Berichtsperioden Ausgaben für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in der aktuellen Berichtsperiode eine Einzahlung in Höhe von EUR 1,4 Mio. im Zusammenhang mit der Kaufpreisanpassung aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research. Des Weiteren betrugen die Einzahlungen aus Anlagenverkäufen im 1. Halbjahr 2017 EUR 2,1 Mio. nach EUR 0,3 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2017 EUR 29,4 Mio. (1. Halbjahr 2016: Mittelzufluss EUR 16,1 Mio.). Der Finanzmittelbestand betrug somit EUR 78,1 Mio. nach EUR 96,0 Mio. zum Ende des 1. Halbjahres 2016.
MITARBEITER
Zum 31. Mai 2017 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 9.792 Mitarbeiter (30. November 2016: 9.904).
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| 31.05.2017 | 30.11.2016 | |
|---|---|---|
| Schwellenländer | 3.548 | 3.599 |
| Deutschland | 3.327 | 3.375 |
| Europa (ohne Deutschland) | 1.862 | 1.885 |
| Amerika | 1.055 | 1.045 |
| Summe | 9.792 | 9.904 |
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Gerresheimer Konzern 36 % der Mitarbeiter in den Schwellenländern, 34 % der Mitarbeiter in Deutschland, 19 % der Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland) sowie 11 % der Mitarbeiter in Amerika.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Gerresheimer setzt auch im Geschäftsjahr 2017 auf Wachstum in den pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices. Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme und des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft.
Existenzgefährdende Risiken sind für den Gerresheimer Konzern derzeit nicht erkennbar. Gegenüber den im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" unseres Geschäftsberichts 2016 gemachten Aussagen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.
PROGNOSEBERICHT
Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.
ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN
Entwicklung der Weltwirtschaft/Entwicklung in den einzelnen Regionen
Die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2016. Die Experten des IWF haben ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft marginal von 3,4 % auf 3,5 % in 2017 erhöht, wobei die bisherigen Trends nach wie vor gelten. Dennoch betonen sie auch in ihrem jüngst veröffentlichten Bericht, dass insbesondere die Prognose für die Industriestaaten aufgrund potenzieller Veränderungen des politischen Kurses der US-Regierung derzeit als unsicher zu werten ist.
MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN
Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2017
Die Einschätzung der Perspektiven für das Geschäftsjahr 2017 hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2016.
Gesamtkonzern
Der Gerresheimer Konzern verfolgt eine klare und erfolgreiche Strategie, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist. Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Akquisitionen oder Desinvestitionen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2017 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,10 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.
Auf Basis unserer aktuellen Visibilität sowie der nachfrageseitigen Indikation unserer Kunden erwarten wir, wie bereits kommuniziert, das untere Ende der Umsatzbandbreite (Bandbreite: EUR 1,405 Mrd. bis EUR 1,455 Mrd.). Wir präzisieren folglich unsere Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2017 auf rund EUR 1,4 Mrd. nach Umsatzerlösen von EUR 1.375,5 Mio. im Geschäftsjahr 2016. Für das Adjusted EBITDA bestätigen wir unsere bisherige Erwartung eines Anstiegs auf rund EUR 320 Mio. nach EUR 308 Mio. in 2016 (bisher: EUR 320 Mio. plus/minus EUR 10 Mio.). Hier können wir durch die in den Vorjahren vorgenommenen Veränderungen in unseren Kostenstrukturen auf temporär verändertes Verhalten unserer Kunden reagieren. Des Weiteren konkretisieren wir unsere Erwartung für das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen auf einen Wert in Höhe von rund EUR 4,25 (bisher: Bandbreite von EUR 4,20 je Aktie bis EUR 4,55 je Aktie) nach einem um den aufgegebenen Geschäftsbereich Life Science Research bereinigten Vorjahreswert von EUR 4,07 je Aktie.
Unverändert erwarten wir, dass das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2017 im Wesentlichen aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung voraussichtlich rund 8% des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen wird.
Darüber hinaus haben wir folgende Erwartungen bis Ende 2018:
| ― | Wir streben eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an. |
| ― | Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 23 % für das Geschäftsjahr 2018 an und erhöhen damit unsere bisherige Erwartung von über 22 % für diese Kennzahl. |
| ― | Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich ein jährliches Investitionsvolumen in der Größenordnung von rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen. |
| ― | Neben den operativen Maßnahmen hat sich unser Net Working Capital-Profil u. a. auch durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes und des Geschäftsbereiches Life Science Research sowie durch die Akquisition von Centor deutlich verbessert. So erwarten wir künftig ein durchschnittliches Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von rund 16 % (vormals rund 17 %). |
| ― | Wir erwarten weiterhin eine Operating Cash Flow-Marge von ca. 13 %. |
Als langfristige Zielvorgabe streben wir weiterhin an:
| ― | Unverändert einen ROCE von mindestens 12 % zu erreichen. |
| ― | Wir halten ein Verhältnis Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA von rund 2,5x für Gerresheimer für richtig, welches temporär darunter bzw. darüber liegen darf, da sinnvolle M&A-Aktivitäten nicht genau planbar sind. |
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DEZEMBER 2016 - MAI 2017
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017
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| in T EUR | Anhang | Q2 2017 | Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 339.532 | 347.324 | 642.345 | 667.477 | |
| Umsatzkosten | -235.510 | -234.639 | -449.880 | -460.911 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 104.022 | 112.685 | 192.465 | 206.566 | |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -65.804 | -64.716 | -128.177 | -127.855 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (4) | 7.092 | 3.389 | 11.032 | 6.389 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | -10 | -9 | -10 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.366 | -1.100 | -3.131 | -3.242 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 43.944 | 50.248 | 72.180 | 81.848 | |
| Zinserträge | 798 | 768 | 1.556 | 1.573 | |
| Zinsaufwendungen | -8.244 | -8.566 | -16.251 | -16.659 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.183 | -954 | -2.447 | -2.049 | |
| Finanzergebnis | -8.629 | -8.752 | -17.142 | -17.135 | |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 35.315 | 41.496 | 55.038 | 64.713 | |
| Ertragsteuern | (6) | -10.241 | -12.573 | -16.678 | -19.596 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 25.074 | 28.923 | 38.360 | 45.117 | |
| Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäft | - | 2.145 | - | 3.513 | |
| Konzernergebnis | 25.074 | 31.068 | 38.360 | 48.630 | |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutternehmens | 24.534 | 29.376 | 37.454 | 45.621 | |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 540 | 1.692 | 906 | 3.009 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)1) | 0,78 | 0,94 | 1,19 | 1,45 |
1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stimmt mangels potentiell verwässernden Aktien mit dem verwässerten Ergebnis überein.
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017
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| in T EUR | Q2 2017 | Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 25.074 | 31.068 | 38.360 | 48.630 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sowie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
- | - | - | -4 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | 51 | - | 51 | - |
| Ertragsteuern | -15 | - | -15 | 1 |
| Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 36 | - | 36 | -3 |
| Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften |
-30.005 | -4.300 | -16.693 | -31.961 |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung | -30.005 | -4.300 | -16.693 | -31.961 |
| Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird |
-29.969 | -4.300 | -16.657 | -31.964 |
| Sonstiges Ergebnis | -29.969 | -4.300 | -16.657 | -31.964 |
| Gesamtergebnis | -4.895 | 26.768 | 21.703 | 16.666 |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens | -4.256 | 26.253 | 20.621 | 15.662 |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | -639 | 515 | 1.082 | 1.004 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-BILANZ
zum 31. Mai 2017
AKTIVA
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| in T EUR | Anhang | 31.05.2017 | 30.11.2016 | 31.05.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.144.089 | 1.193.902 | 1.187.936 | |
| Sachanlagen | 591.583 | 610.169 | 581.062 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.732 | 5.732 | 5.761 | |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 184 | 262 | 237 | |
| Ertragsteuerforderungen | 1.294 | 1.173 | 545 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.180 | 5.262 | 5.339 | |
| Sonstige Forderungen | 1.584 | 1.481 | 3.981 | |
| Aktive latente Steuern | 12.561 | 13.570 | 9.316 | |
| 1.762.207 | 1.831.551 | 1.794.177 | ||
| Kurzfristige Aktiva | ||||
| Vorräte | (8) | 172.456 | 155.433 | 190.364 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 222.889 | 232.051 | 229.595 | |
| Ertragsteuerforderungen | 6.218 | 7.118 | 3.920 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11.082 | 10.555 | 6.883 | |
| Sonstige Forderungen | 23.171 | 19.157 | 29.000 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91.240 | 118.391 | 105.408 | |
| 527.056 | 542.705 | 565.170 | ||
| Summe Aktiva | 2.289.263 | 2.374.256 | 2.359.347 |
PASSIVA
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| in T EUR | Anhang | 31.05.2017 | 30.11.2016 | 31.05.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 31.400 | 31.400 | 31.400 | |
| Kapitalrücklage | 513.827 | 513.827 | 513.827 | |
| IAS-39-Rücklage | -5 | -41 | -39 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -43.311 | -26.442 | -61.894 | |
| Angesammelte Ergebnisse | 211.897 | 207.413 | 132.083 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 713.808 | 726.157 | 615.377 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 38.220 | 37.138 | 72.445 | |
| 752.028 | 763.295 | 687.822 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Passive latente Steuern | 153.666 | 157.633 | 139.006 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 156.941 | 159.590 | 158.109 | |
| Sonstige Rückstellungen | 9.373 | 7.928 | 6.873 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 446.015 | 744.551 | 740.820 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 142 | 198 | 8 | |
| 766.137 | 1.069.900 | 1.044.816 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 11.803 | 13.621 | 15.943 | |
| Sonstige Rückstellungen | 45.619 | 53.446 | 56.643 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 126.734 | 156.996 | 148.646 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 474.438 | 185.428 | 279.688 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 6.345 | 25.001 | 10.100 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 106.159 | 106.569 | 115.689 | |
| 771.098 | 541.061 | 626.709 | ||
| 1.537.235 | 1.610.961 | 1.671.525 | ||
| Summe Passiva | 2.289.263 | 2.374.256 | 2.359.347 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017
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| Sonstiges Ergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | IAS 39-Rücklage | Rücklage aus Währungsumrechnung | Angesammelte Ergebnisse | Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 | 31.400 | 513.827 | -36 | -31.938 | 113.152 | 626.405 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 45.621 | 45.621 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -3 | -29.956 | - | -29.959 |
| Gesamtergebnis | - | - | -3 | -29.956 | 45.621 | 15.662 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | -26.690 | -26.690 |
| Zum 31. Mai 2016 | 31.400 | 513.827 | -39 | -61.894 | 132.083 | 615.377 |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2016 | 31.400 | 513.827 | -41 | -26.442 | 207.413 | 726.157 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 37.454 | 37.454 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 36 | -16.869 | - | -16.833 |
| Gesamtergebnis | - | - | 36 | -16.869 | 37.454 | 20.621 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | -32.970 | -32.970 |
| Zum 31. Mai 2017 | 31.400 | 513.827 | -5 | -43.311 | 211.897 | 713.808 |
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| in T EUR | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 | 71.726 | 698.131 |
| Konzernergebnis | 3.009 | 48.630 |
| Sonstiges Ergebnis | -2.005 | -31.964 |
| Gesamtergebnis | 1.004 | 16.666 |
| Ausschüttung | -285 | -26.975 |
| Zum 31. Mai 2016 | 72.445 | 687.822 |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2016 | 37.138 | 763.295 |
| Konzernergebnis | 906 | 38.360 |
| Sonstiges Ergebnis | 176 | -16.657 |
| Gesamtergebnis | 1.082 | 21.703 |
| Ausschüttung | - | -32.970 |
| Zum 31. Mai 2017 | 38.220 | 752.028 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017
scroll
| in T EUR | Anhang | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 38.360 | 48.630 | |
| Ertragsteuern | (6) | 16.678 | 20.471 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 44.347 | 41.885 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 18.539 | 21.026 | |
| Portfoliobereinigungen | - | 68 | |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -5.705 | -4.536 | |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -4.331 | -3.278 | |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten/Schulden | -1.371 | -46 | |
| Finanzergebnis | 17.142 | 17.149 | |
| Gezahlte Zinsen | -18.010 | -17.818 | |
| Erhaltene Zinsen | 957 | 714 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -32.647 | -66.706 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | 2.128 | 635 | |
| Veränderung der Vorräte | -18.452 | -7.831 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva | -858 | -16.332 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva | -32.191 | -12.707 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 8.702 | 9.767 | |
| Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 33.288 | 31.091 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 2.105 | 332 | |
| Auszahlungen für Investitionen | |||
| in Sachanlagen | -30.828 | -33.765 | |
| in immaterielle Vermögenswerte | -4.562 | -1.257 | |
| Einzahlungen aus Desinvestitionen abzüglich abgegebener Zahlungsmittel | (2) | 1.356 | -2.275 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | (2) | - | 1.013 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -31.929 | -35.952 | |
| Ausschüttungen an Dritte | -32.970 | -27.029 | |
| Ausschüttungen von Dritten | 78 | - | |
| Aufnahme von Finanzkrediten | 26.936 | 73.524 | |
| Rückzahlung von Finanzkrediten | -23.158 | -29.580 | |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing | -315 | -825 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -29.429 | 16.090 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -28.070 | 11.229 | |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelbestandes | -1.612 | -2.345 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 107.742 | 87.090 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 78.060 | 95.974 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91.240 | 105.408 | |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | -13.180 | -9.434 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 78.060 | 95.974 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-ANHANG
der Gerresheimer AG zum Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis 31. Mai 2017
(1) Grundlagen der Berichterstattung
Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den gültigen Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. November 2016 gelesen werden. Eine prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer hat nicht stattgefunden.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Es gelten grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss 2016.
Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig verpflichtend angewendet:
| ― | IFRS 10, IFRS 12, IAS 28, Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme |
| ― | IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit |
| ― | IAS 1, Darstellung des Abschlusses - Angabeninitiative |
| ― | IAS 16, Sachanlagen und IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden |
| ― | IAS 16, Sachanlagen und IAS 41, Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen |
| ― | IAS 27, Separate Abschlüsse - Anwendung der Equity-Methode in Einzelabschlüssen |
| ― | Änderungen der IFRS |
Im September 2014 hat das IASB den siebten Sammelstandard mit insgesamt fünf Änderungen an vier verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzern-Zwischenabschluss.
Bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.
Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern in die Berichtswährung werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR | 31.05.2017 | 31.05.2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Argentinien | ARS | 18,1596 | 15,5647 | 16,9042 | 14,9960 |
| Brasilien | BRL | 3,6485 | 3,9850 | 3,4539 | 4,1678 |
| Schweiz | CHF | 1,0896 | 1,1044 | 1,0754 | 1,0962 |
| China | CNY | 7,6449 | 7,3363 | 7,4088 | 7,1797 |
| Tschechische Republik | CZK | 26,4220 | 27,0220 | 26,9281 | 27,0362 |
| Dänemark | DKK | 7,4398 | 7,4376 | 7,4373 | 7,4541 |
| Indien | INR | 72,3340 | 74,9510 | 71,4106 | 73,9469 |
| Mexiko | MXN | 21,0559 | 20,5185 | 21,2626 | 19,4165 |
| Polen | PLN | 4,1712 | 4,3865 | 4,3025 | 4,3353 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,1221 | 1,1154 | 1,0767 | 1,1036 |
Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2016 ist im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.
(2) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelbestand des Gerresheimer Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind gesondert ausgewiesen. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, bestehend aus Kassenbeständen, Schecks, Wechseln und Guthaben bei Kreditinstituten sowie gegenläufigen Kontokorrentverbindlichkeiten. Der Posten "Einzahlungen aus Desinvestitionen abzüglich abgegebener Zahlungsmittel" in der Berichtsperiode steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereiches Life Science Research und beinhaltet Einzahlungen für im Vorjahr bilanzierte Forderungen aus Kaufpreisanpassungen. Im Vorjahr resultierte diese Position aus Auszahlungen für bilanzierte Verbindlichkeiten aus der Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes. Der Posten "Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel" beinhaltet im Vorjahresvergleichszeitraum den Erhalt einer Kaufpreisanpassung für den Erwerb der US-amerikanischen Centor.
(3) Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Das Geschäft unterliegt saisonalen Einflüssen, so dass die Umsätze und der Cash Flow während der Ferienzeiten im Dezember/Januar und während der Sommermonate in Europa und Nordamerika üblicherweise am niedrigsten ausfallen.
ERLÄUTERUNGEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
(4) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus sonstigen Erstattungsansprüchen gegen Dritte in Höhe von T EUR 1.456 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 877) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Betrag von T EUR 4.111 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 1.558) enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus nicht mehr benötigten, in der Vergangenheit gebildeten, Rückstellungen für Gewährleistungen.
(5) Abschreibung auf Fair Value-Anpassungen
Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen betreffen die Akquisitionen der Gerresheimer Regensburg Gruppe Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012, der Triveni im Dezember 2012 sowie der Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.
Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen sind vollständig im Funktionsbereich Vertriebskosten ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr sind keine Wertminderungen in den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen enthalten (Vorjahreshalbjahr: Wertminderungen auf Kundenbeziehungen in Höhe von T EUR 277 im Geschäftsbereich Plastics & Devices).
(6) Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
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| in T EUR | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 12.978 | 21.653 |
| Latente Ertragsteuern | 3.700 | -2.057 |
| Ertragsteuern | 16.678 | 19.596 |
Die aktuelle Steuerquote des Konzerns beträgt 30,3 % (Vorjahreshalbjahr: 30,3 %).
(7) Ausschüttungen an Dritte
Neben der Dividende in Höhe von T EUR 32.970 an die Anteilseigner der Gerrersheimer AG haben im 1. Halbjahr 2017 keine Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile stattgefunden.
Im Vorjahreshalbjahr wurde eine Dividende an die Anteilseigner der Gerresheimer AG von T EUR 26.690 sowie an nicht beherrschende Anteile der Triveni Polymers Ltd., Indien, in Höhe von T EUR 339 beschlossen und gezahlt.
(8) Vorräte
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 50.980 | 49.968 |
| Unfertige Erzeugnisse/ Leistungen | 20.124 | 18.429 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 98.894 | 83.983 |
| Geleistete Anzahlungen | 2.458 | 3.053 |
| Vorräte | 172.456 | 155.433 |
Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt in der Berichtsperiode T EUR 2.598 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 2.654). Bei Wegfall der Gründe, welche zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen in der Berichtsperiode T EUR 326 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 272).
(9) Finanzielle Verbindlichkeiten
Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. Juni 2015 ein neues revolvierendes Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von T EUR 450.000 unterzeichnet. Der in 2016 regulär ausgelaufene Bankkredit in Höhe von ursprünglich T EUR 400.000 wurde damit am 15. Juni 2015 abgelöst. Zum Stichtag war das revolvierende Darlehen in Höhe von T EUR 155.966 in Anspruch genommen.
Die Anleihe in Höhe von T EUR 300.000 ist unverändert im Bestand. Diese wurde am 19. Mai 2011 zu einem Ausgabekurs von 99,4 % und einem Zinskupon von 5,0 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Mai 2018 ausgestattet ist.
Zum 10. November 2015 wurden zudem Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt T EUR 425.000 begeben.
(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betragen zum 31. Mai 2017 T EUR 812.581 (30. November 2016: T EUR 788.188), und das Net Working Capital beläuft sich auf T EUR 230.338 (30. November 2016: T EUR 200.300).
Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und dessen Maßnahme zur Überwachung der einzuhaltenden Covenants im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts im Konzernabschluss zum 30. November 2016 dargestellt.
Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen
Nach Art der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sind drei Hierarchiestufen zu unterscheiden. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte zu den einzelnen Hierarchiestufen überprüft Gerresheimer jeweils zum Ende einer Berichtsperiode.
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| Stufe 1: | Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten bestimmt. |
| Stufe 2: | Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Die der Stufe 2 zuzurechnenden beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von Preisen in jüngsten Geschäftsvorfällen mit vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern oder unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden bestimmt. |
| Stufe 3: | Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, in die am Markt nicht beobachtbare Inputfaktoren eingehen und das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen. |
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| 31.05.2017 | 30.11.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Total | Stufe 1 | Stufe 2 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" |
||||||
| Wertpapiere | 75 | - | - | 75 | 646 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 3.384 | - | 3.384 | - | 77 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 75 | 3.384 | - | 3.459 | 646 | 77 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 78 | - | 78 | - | 2.990 |
| Put-Optionen | - | - | 15.539 | 15.539 | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | 78 | 15.539 | 15.617 | - | 2.990 |
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| 30.11.2016 | ||
|---|---|---|
| in T EUR | Stufe 3 | Total |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" |
||
| Wertpapiere | - | 646 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 77 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | 723 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 2.990 |
| Put-Optionen | 14.706 | 14.706 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 14.706 | 17.696 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:
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| 31.05.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T EUR | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Buchwert | Buchwert laut Bilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 190.578 | 190.578 | - | 190.5781) |
| Kredite und Forderungen | 190.578 | 190.578 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12.803 | 12.571 | 3.459 | 16.262 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2322) | - | 75 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 3.384 | |
| Kredite und Forderungen | 12.571 | 12.571 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91.240 | 91.240 | - | 91.240 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 294.621 | 294.389 | 3.459 | 298.080 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 904.836 | 919.335 | 15.617 | 920.453 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 904.836 | 919.335 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 15.617 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 126.734 | 126.734 | - | 126.734 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 126.734 | 126.734 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.031.570 | 1.046.069 | 15.617 | 1.047.187 |
1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 32.311 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 232 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
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| 30.11.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T EUR | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Buchwert | Buchwert laut Bilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 211.265 | 211.265 | - | 211.2653) |
| Kredite und Forderungen | 211.265 | 211.265 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15.094 | 14.859 | 723 | 15.817 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2354) | - | 646 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 77 | |
| Kredite und Forderungen | 14.859 | 14.859 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 118.391 | 118.391 | - | 118.391 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 344.750 | 344.515 | 723 | 345.473 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 912.283 | 933.982 | 17.696 | 929.979 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 912.283 | 933.982 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 17.696 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156.996 | 156.996 | - | 156.996 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 156.996 | 156.996 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.069.279 | 1.090.978 | 17.696 | 1.086.975 |
3) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 20.786 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
4) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 235 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind. Zum 31. Mai 2017 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf T EUR 6.766 (30. November 2016: T EUR 7.245).
Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und der Bonität des Schuldners am Abschlussstichtag Rechnung trägt.
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht signifikant von den Buchwerten ab.
(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| in T EUR | 31.05.2017 | 30.11.2016 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Operating Leasing-Verträgen | 40.616 | 44.172 |
| Bestellobligo aus Investitionen | 10.695 | 11.391 |
| Andere finanzielle Verpflichtungen | 5.902 | 7.564 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 57.213 | 63.127 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Operating Leasing-Verträgen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.
(12) Segmentberichterstattung
Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentberichterstattung am internen Berichtswesen.
Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand der Gerresheimer AG als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.
Der Gerresheimer Konzern wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese werden nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Materialien, die wir für unsere Produkte verwenden, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst. Unser Geschäftsmodell ist seit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research zum 31. Oktober 2016 in die zwei berichtspflichtigen operativen Geschäftsbereiche Plastics & Devices und Primary Packaging Glass gegliedert.
Unser Produktportfolio im Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Dazu zählen beispielsweise Insulin-Pens, Inhalatoren oder vorfüllbare Spritzen. Darüber hinaus gehören zu diesem Bereich Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.
Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produzieren wir Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik. Dazu zählen zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen, Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.
Die Auswirkungen von Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als "Zentralstellen/Konsolidierung" dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.
Im Folgenden werden die von der Gerresheimer AG zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen dargestellt:
Segmentdaten nach Geschäftsbereichen
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| in T EUR | Plastics & Devices | Primary Packaging Glass | Life Science Research2) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz des Segmentes | 350.413 | 370.813 | 292.304 | 297.041 | - | - |
| Innenumsätze | -204 | -305 | -168 | -72 | - | - |
| Umsatz mit Dritten | 350.209 | 370.508 | 292.136 | 296.969 | - | - |
| Adjusted EBITDA | 90.508 | 94.279 | 55.717 | 61.169 | - | - |
| Planmäßige Abschreibungen | -22.732 | -21.040 | -22.251 | -21.394 | - | - |
| Adjusted EBITA | 67.776 | 73.239 | 33.466 | 39.775 | - | - |
| Net Working Capital | 118.128 | 109.703 | 115.093 | 99.236 | - | 24.263 |
| Operating Cash Flow1) | 56.969 | 69.706 | 24.642 | 30.583 | - | 7.008 |
| Investitionen | 20.702 | 14.690 | 12.099 | 19.204 | - | 623 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 4.534 | 4.676 | 5.169 | 5.180 | - | 747 |
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| in T EUR | Zentralstellen/ Konsolidierung | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz des Segmentes | - | - | 642.717 | 667.854 |
| Innenumsätze | - | - | -372 | -377 |
| Umsatz mit Dritten | - | - | 642.345 | 667.477 |
| Adjusted EBITDA | -10.617 | -11.287 | 135.608 | 144.161 |
| Planmäßige Abschreibungen | -452 | -202 | -45.435 | -42.636 |
| Adjusted EBITA | -11.069 | -11.489 | 90.173 | 101.525 |
| Net Working Capital | -2.883 | -2.465 | 230.338 | 230.737 |
| Operating Cash Flow1) | -12.997 | -13.252 | 68.614 | 94.045 |
| Investitionen | 2.589 | 505 | 35.390 | 35.022 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 97 | 96 | 9.800 | 10.699 |
1) Operating Cash Flow: Adjusted EBITDA zuzüglich bzw. abzüglich Veränderung Net Working Capital abzüglich Investitionen.
2) Die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung sind aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbereiches Life Science Research im Vorjahr angepasst worden. In den Vorjahreszahlen der Bilanz, in der Kapitalflussrechnung für das Vorjahr sowie in den Mitarbeiterzahlen ist der Geschäftsbereich Life Science Research dagegen weiterhin vollständig enthalten.
Die Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
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| in T EUR | Q1-Q2 2017 | Q1-Q2 2016 |
|---|---|---|
| Adjusted EBITA der Segmente | 101.242 | 113.014 |
| Zentralstellen/Konsolidierung | -11.069 | -11.489 |
| Adjusted EBITA Konzern | 90.173 | 101.525 |
| Verkauf Röhrenglasgeschäft | - | 322 |
| Portfoliooptimierungen | -21 | -1.221 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge | -521 | -228 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -17.451 | -18.550 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 72.180 | 81.848 |
| Finanzergebnis | -17.142 | -17.135 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 55.038 | 64.713 |
| Ertragsteuern | -16.678 | -19.596 |
| Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft | 38.360 | 45.117 |
Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
(13) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Gerresheimer AG oder ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der Gerresheimer AG.
Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dar:
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| Q1-Q2 2017 | 31.05.017 | Q1-Q2 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht | 1.303 | - | 308 | - | 1.232 | - |
| Assoziierte Unternehmen | 41 | 1.509 | - | 251 | - | 1.289 |
| 1.344 | 1.509 | 308 | 251 | 1.232 | 1.289 |
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| 31.05.016 | ||
|---|---|---|
| in T EUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| --- | --- | --- |
| Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht | 213 | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | 66 |
| 213 | 66 |
Die getätigten Geschäfte betreffen das Unternehmen Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG, Ravensburg, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht.
Sämtliche getätigten Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.
(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem 31. Mai 2017 sind keine für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Der Vorstand hat den Konzern-Zwischenabschluss nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 12. Juli 2017 freigegeben.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Düsseldorf, 12. Juli 2017
Der Vorstand
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| Uwe Röhrhoff | Rainer Beaujean | Andreas Schütte |
FINANZKALENDER
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| 11.10.2017 | Quartalsfinanzbericht 3. Quartal 2017 |
IMPRESSUM
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Konzept und Gestaltung
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Text
Gerresheimer AG, Düsseldorf
Hinweis zum Quartalsfinanzbericht
Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.
Rundungshinweis
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Quartalsfinanzbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Gerresheimer Konzerns sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse des Gerresheimer Konzerns, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Quartalsfinanzbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.
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