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Gerresheimer AG — Interim / Quarterly Report 2016
Jul 7, 2016
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Interim / Quarterly Report
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Publication

Gerresheimer AG
Düsseldorf
Quartalsfinanzbericht Q2 2016
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT DEZEMBER 2015 - MAI 2016
KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD
Der Internationale Währungsfonds (IWF)1) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut gesenkt. Ursache ist ein schwächeres Wachstum der Industrieländer und zunehmender Gegenwind für die relativ wachstumsstarken Schwellenländer. Für 2016 rechnet der IWF daher mit nur noch 3,2 % (Januar-Update: 3,4 %) Wachstum und für 2017 mit 3,5 % (3,6 %). Die Dynamik wäre damit zwar immer noch etwas stärker als 2015, als die Weltwirtschaft um 3,1 % wuchs. Allerdings sei das Risiko "signifikant", dass sich auch diese neuen Prognosen als zu optimistisch erweisen. "Die globale Erholung hält an, aber mit einem immer langsameren Tempo", konstatiert der IWF in seinem aktuellen Weltwirtschaftsbericht.
Das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft USA ist im ersten Quartal mit 0,5 % zum Vorquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.2) Experten hatten mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,7 % gerechnet, nach einem Zuwachs von 1,4 % im vierten Quartal 2015. Demgegenüber ist die Wirtschaft in der Eurozone unerwartet stark gewachsen. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat3) hat das BIP in den 19 Staaten der Währungsunion im ersten Quartal um 0,5 % im Vergleich zum Jahresende und um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Erste Daten aus den Euroländern deuten darauf hin, dass kauffreudige Verbraucher die Konjunktur angeschoben haben. Nicht zuletzt die niedrige Inflation stützt den privaten Konsum. Die französische Wirtschaft wuchs gegenüber dem Vorquartal um 0,5 %, weil die Ausgaben der Haushalte so stark zulegten wie seit 2004 nicht mehr. Spanien schaffte sogar ein Plus von 0,8 %, in Deutschland waren es 0,7 %.
China, das laut IWF gemessen an der Kaufkraft inzwischen die weltweit größte Volkswirtschaft ist, verzeichnet zwar weiterhin ein hohes Wachstum (6,5 %), allerdings durchläuft das Land einen komplexen Transformationsprozess hin zu nachhaltigerem Wachstum, das stärker auf Konsum und Dienstleistungen beruht. Schwierige Abschnitte auf diesem Weg können schnell starke Auswirkungen für Schwellen- und Entwicklungsländer haben. Derzeit besonders schwierig sehen die Aussichten für Brasilien aus. Der IWF senkte seine Prognose für 2016 um weitere 0,3 Prozentpunkte auf minus 3,8 %, gefolgt von für das Folgejahr 2017 erwarteten 0,0 % Wachstum.
Weiterhin robust zeigt sich der weltweite Pharmamarkt. Seit Jahrzehnten wächst der Sektor schneller als die Gesamtwirtschaft.4) So ist der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung in den USA seit 1970 von 7 % auf mehr als 17 % gestiegen, und auch der weltweite Gesundheitsmarkt wächst kontinuierlich und konjunkturunabhängig. Er erreicht bei aktuell circa 5 % jährlichen Wachstums 2016 ein Volumen von knapp acht Billionen US-Dollar. Eines der überdurchschnittlich wachsenden Segmente des Sektors sind die Arzneimittel mit einem derzeitigen Jahresumsatz von mehr als einer Billion US-Dollar. Und auch in Europa wächst die Gesundheitswirtschaft insgesamt stärker als die Gesamtwirtschaft. Beispielsweise lag die jahresdurchschnittliche Wachstumsrate in Deutschland die letzten zehn Jahre mit 3,5 % um mehr als 1 Prozentpunkt über der Zunahme der Gesamtwirtschaft.5) Haupttreiber des positiven Trends in der Pharmabranche sind die steigende Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Krankheiten und die Einführung innovativer und häufig auch zugleich teurer Medikamente, wie der "2016 Global Life Sciences Outlook" von Deloitte feststellt.6) Allerdings haben viele Länder Maßnahmen getroffen, um die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen: Dazu zählen u. a. Preisgrenzen, Zwangsrabatte sowie nutzenbasierte Preisgestaltung und Erstattungsmodelle. Als Reaktion passen Pharmaunternehmen ihr Portfolio an, senken die Kosten und setzen ihren Fokus verstärkt auf hochspezialisierte Indikationsgebiete.
1) International Monetary Fund: "Global Economy faltering from too slow growth for too long", 13. April 2016.
2) Handelsblatt Online "US-Wirtschaft wächst langsamer", 28. April 2016.
3) Eurostat http://ec.europa.eu/eurostat/web/national-accounts/publications/news-releases, 13. Mai 2016.
4) Börse Online: "Der Gesundheitssektor als Wachstumsmodell", 28. April 2016.
5) BMWi Bundesministerium für Wirtschaft: Monatsbericht 06-2016.
6) Deloitte, Report: "2016 Global Life Sciences Outlook".
GESCHÄFTSVERLAUF
Im 2. Quartal 2016 konnte der Gerresheimer Konzern sein Umsatzwachstum weiter fortführen. Der Konzern erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 370,5 Mio. und lag damit um 4,0 % über dem Umsatz des Vorjahresquartals, unter Berücksichtigung, dass insbesondere die margenschwachen Toolumsätze im Geschäftsbereich Plastics & Devices im 2. Quartal 2016 schwächer waren als im 2. Quartal 2015. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, blieb der Umsatz des Gerresheimer Konzerns folglich auf dem gleichen Niveau wie im 2. Quartal 2015. Im Geschäftsjahr 2015 gab es viele Veränderungen, die für die Beurteilung der Geschäftslage wesentlich sind. Dies ist im Geschäftsbereich Plastics & Devices die Akquisition von Centor im 4. Quartal 2015 und deren erstmalige Berücksichtigung im gesamten Geschäftsjahr 2016. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass kam es im Geschäftsjahr 2015 einerseits zum Verkauf des Röhrenglasgeschäftes, und andererseits wurden Portfoliooptimierungen, insbesondere die endgültige Stilllegung unseres Werkes in Millville, USA, durchgeführt. Die Portfoliooptimierungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices waren eher von untergeordneter Bedeutung. Zu genaueren Hintergründen und Erläuterungen verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2015.
Das Adjusted EBITDA erreichte im 2. Quartal 2016 einen Wert von EUR 84,7 Mio. und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 72,1 Mio. Folglich stieg auch die Adjusted EBITDA-Marge auf 22,8 % und liegt damit deutlich über dem Vorjahresquartalsniveau von 20,2 %. Im 1. Halbjahr 2016 lag das Adjusted EBITDA bei EUR 150,7 Mio. im Vergleich zu einem Adjusted EBITDA von EUR 123,0 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Währungsbereinigt erreichte das Adjusted EBITDA im 2. Quartal 2016 einen Wert von EUR 86,2 Mio. und im 1. Halbjahr 2016 einen Wert von EUR 152,2 Mio.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg insbesondere aufgrund des höheren operativen Ergebnisses an und erreichte im 2. Quartal 2016 EUR 53,0 Mio. nach EUR 40,0 Mio. im vergleichbaren Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2016 wuchs das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf EUR 86,3 Mio. nach EUR 64,5 Mio. im 1. Halbjahr des Vorjahres. Das Konzernergebnis nach Steuern des 2. Quartals 2016 in Höhe von EUR 31,1 Mio. lag um EUR 8,7 Mio. über dem Konzernergebnis nach Steuern des Vorjahresquartals von EUR 22,4 Mio. Auch das Konzernergebnis nach Steuern des 1. Halbjahres 2016 übertraf mit EUR 48,6 Mio. den Wert des 1. Halbjahres 2015 um EUR 13,6 Mio.
Die Vermögenslage war trotz der Akquisition von Centor unverändert sehr solide. Die Eigenkapitalquote lag mit 29,2 % leicht über dem Niveau vom 30. November 2015 (28,8 %). Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme lag mit 76,0 % leicht unter dem Wert zum 30. November 2015 (77,8 %). Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag mit 2,9 auf dem Niveau des Wertes per 30. November 2015. Positiv hervorzuheben ist im 1. Halbjahr 2016 die Entwicklung des Operating Cash Flows, der sich im Vergleich zur Vorjahresperiode, und zwar insbesondere durch die Berücksichtigung von Centor, um EUR 38,0 Mio. auf EUR 94,0 Mio. deutlich verbessert hat.
Durch unsere starke Präsenz im Ausland haben externe Faktoren wie Währungsschwankungen Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Aus diesem Grund geben wir im Lagebericht das Umsatzwachstum auch währungsbereinigt an. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir für den US-Dollar folgenden Plankurs zugrunde gelegt: 1 Euro entspricht 1,12 US-Dollar. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.
Insgesamt entsprach die Entwicklung des 2. Quartals im Geschäftsjahr 2016 unseren Erwartungen.
UMSATZENTWICKLUNG
Im 2. Quartal 2016 übertraf der Gerresheimer Konzern den vergleichbaren Vorjahresquartalsumsatz um 4,0 % bzw. EUR 14,1 Mio. Im 1. Halbjahr 2016 stieg der Umsatz auf EUR 712,9 Mio. bzw. um 8,3 % im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode an. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, verzeichnete der Gerresheimer Konzern im 2. Quartal 2016 kein Umsatzwachstum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. Während der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ein organisches Umsatzplus erzielte, war im Geschäftsbereich Plastics & Devices der Umsatz organisch leicht rückläufig. Der Hauptgrund dafür lag an den margenschwachen Toolumsätzen, die unter dem Vorjahresquartal lagen. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das organische Umsatzwachstum 2,0 % verglichen mit dem 1. Halbjahr 2015.
| Q2 | Q2 | Veränderung | Q1-Q2 | Q1-Q2 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2016 | 2015 | in %1) | 2016 | 2015 | in %1) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Plastics & Devices | 193,2 | 168,6 | 14,6 | 370,8 | 306,2 | 21,1 |
| Primary Packaging Glass | 154,3 | 166,8 | -7,5 | 297,0 | 313,2 | -5,1 |
| Life Science Research | 24,5 | 26,3 | -6,8 | 47,8 | 49,1 | -2,6 |
| Zwischensumme | 372,0 | 361,7 | 2,8 | 715,6 | 668,5 | 7,0 |
| Innenumsätze | -1,5 | -5,3 | -71,2 | -2,7 | -10,3 | -72,6 |
| Summe Umsatzerlöse | 370,5 | 356,4 | 4,0 | 712,9 | 658,2 | 8,3 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Plastics & Devices stieg im 2. Quartal 2016 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 14,6 % bzw. EUR 24,6 Mio. auf EUR 193,2 Mio. Im 1. Halbjahr 2016 wuchs der Umsatz um EUR 64,6 Mio. auf EUR 370,8 Mio. und erzielte damit ein Plus von 21,1 %. Hauptgrund für diesen Anstieg ist im Wesentlichen der Umsatzanteil von Centor in der Berichtsperiode, welcher in der vergleichbaren Vorjahresperiode nicht berücksichtigt ist, da die Transaktion zum 1. September 2015 abgeschlossen wurde. Das organische Umsatzwachstum betrug -2,2 % im 2. Quartal 2016 bzw. ein Plus von 0,8 % im 1. Halbjahr 2016. Die Hauptursache für diese rückläufige Umsatzentwicklung ist in den niedrigmargigen Toolumsätzen zu sehen, die unter dem Vorjahresquartal lagen. Schwankungen im Tool-Geschäft sind üblich und im Wesentlichen durch die Abrechnung von größeren Kundenprojekten bedingt. Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von Toolumsätzen in der Größenordnung des Geschäftsjahres 2015 aus. Der Teileumsatz im 2. Quartal 2016 entwickelte sich wie im Vorquartal erfreulich.
Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass erzielte im 2. Quartal 2016 einen Umsatz von EUR 154,3 Mio. gegenüber EUR 166,8 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 7,5 %. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 war der Umsatz des Geschäftsbereiches um 5,1 % zwar rückläufig, was im Wesentlichen aber auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes am 2. November 2015 zurückzuführen ist, da die Umsätze aus diesem Bereich im 1. Halbjahr 2015 noch in den Umsatzerlösen enthalten waren. Organisch konnten wir jedoch einen Umsatzzuwachs von 3,6 % im 2. Quartal 2016 verzeichnen bzw. 4,6 % im 1. Halbjahr 2016. Erfreulich entwickelten sich hierbei sowohl der Bereich Tubular Glass Converting, wo sich der positive Umsatztrend der letzen Quartale, insbesondere in Amerika, weiter fortsetzte, als auch der Bereich Moulded Glass und hier insbesondere der Kosmetikbereich.
Der Umsatz im Geschäftsbereich Life Science Research ging im 2. Quartal 2016 um EUR 1,8 Mio. auf nunmehr EUR 24,5 Mio. bzw. im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um 2,6 % auf EUR 47,8 Mio. zurück. Dies ist insbesondere auf einen temporär schwächeren Markt im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen.
ERTRAGSLAGE
Im 2. Quartal 2016 erwirtschaftete der Gerresheimer Konzern ein Adjusted EBITDA von EUR 84,7 Mio. und übertraf damit das Niveau des Vorjahresquartals um 17,5 %. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im 2. Quartal 2016 22,8 % und wuchs damit über das Niveau der Adjusted EBITDA-Marge der Vergleichsperiode von 20,2 % hinaus. Im 1. Halbjahr 2016 wurde ein Adjusted EBITDA von EUR 150,7 Mio. erzielt. Dies ist ein Anstieg von EUR 27,7 Mio. bzw. 22,5 %. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 1. Halbjahr 2016 bei 21,1 % und damit ebenfalls über dem Niveau des 1. Halbjahres 2015, die einen Wert von 18,7 % erreicht hat. Alle drei Geschäftsbereiche haben zu dieser guten Margenentwicklung beigetragen.
| Marge in % | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | Q2 2016 | Q2 2015 | Q2 2016 | Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Adjusted EBITDA | ||||||
| Plastics & Devices | 52,2 | 36,3 | 27,0 | 21,5 | 94,3 | 61,8 |
| Primary Packaging Glass | 35,0 | 36,8 | 22,7 | 22,1 | 61,2 | 64,7 |
| Life Science Research | 3,9 | 3,8 | 16,1 | 14,5 | 6,5 | 6,6 |
| Zwischensumme | 91,1 | 76,9 | - | - | 162,0 | 133,1 |
| Zentralstellen/ Konsolidierung | -6,4 | -4,8 | - | - | -11,3 | -10,1 |
| Summe Adjusted EBITDA | 84,7 | 72,1 | 22,8 | 20,2 | 150,7 | 123,0 |
| Marge in % | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
| --- | --- | --- |
| Adjusted EBITDA | ||
| Plastics & Devices | 25,4 | 20,2 |
| Primary Packaging Glass | 20,6 | 20,7 |
| Life Science Research | 13,7 | 13,4 |
| Zwischensumme | - | - |
| Zentralstellen/ Konsolidierung | - | - |
| Summe Adjusted EBITDA | 21,1 | 18,7 |
Der Geschäftsbereich Plastics & Devices steigerte im Vergleich zum Vorjahresquartal das Adjusted EBITDA im 2. Quartal 2016 um EUR 15,9 Mio. auf EUR 52,2 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 2. Quartal 2016 mit 27,0 % deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Im 1. Halbjahr 2016 stieg das Adjusted EBITDA um EUR 32,5 Mio. auf EUR 94,3 Mio., die Adjusted EBITDA-Marge erzielte einen Wert von 25,4 % nach 20,2 % im vergleichbaren Vorjahreshalbjahr. Diese Entwicklung ist neben der Akquisition von Centor am 1. September 2015 auf einen geringeren Umsatzanteil des Tool-Geschäftes im 2. Quartal 2016 zurückzuführen, das weniger hohe Margen aufweist.
Mit EUR 35,0 Mio. erzielte der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ein Adjusted EBITDA, das mit 4,9 % unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal liegt. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes zum 2. November 2015 zurückzuführen. In den ersten beiden Quartalen 2016 wurde insgesamt ein Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 61,2 Mio. erwirtschaftet. Dieser Wert lag um EUR 3,5 Mio. unter dem Niveau der vergleichbaren Vorjahresperiode, was ebenfalls auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes zum 2. November 2015 zurückzuführen ist. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 2. Quartal 2016 mit 22,7 % leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals von 22,1 %. Die Marge im 1. Halbjahr 2016 blieb mit 20,6 % auf dem Niveau des 1. Halbjahres 2015 in Höhe von 20,7 %. Sowohl der Moulded Glass Bereich als auch in stärkerem Maß der Tubular Glass Converting Bereich übertrafen ihre EBITDA-Niveaus in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode. Trotz des negativen Margeneffektes aus dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes konnte der Geschäftsbereich aufgrund von Umsatz- und Produktivitätssteigerungen eine Marge nahezu auf Vorjahresniveau erreichen, was unsere Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres übertroffen hat.
Im Geschäftsbereich Life Science Research übertrafen wir mit einem Adjusted EBITDA von EUR 3,9 Mio. den Wert des 2. Quartals 2015. Die Adjusted EBITDA-Marge erreichte einen Wert von 16,1 % und lag damit über der Adjusted EBITDA-Marge des Vorjahresquartals von 14,5 %. Im 1. Halbjahr 2016 lag das Adjusted EBITDA mit EUR 6,5 Mio. leicht unter dem Wert des 1. Halbjahres 2015. Trotz niedrigeren Umsatzes im Vorjahresvergleich konnte aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements die Adjusted EBITDA-Marge im 1. Halbjahr 2016 von 13,4 % auf 13,7 % gesteigert werden.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:
| in Mio. EUR | Q2 2016 | Q2 2015 | Veränderung | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | 84,7 | 72,1 | 12,6 | 150,7 | 123,0 | 27,7 |
| Planmäßige Abschreibungen | -21,9 | -21,7 | -0,2 | -43,4 | -44,0 | 0,6 |
| Adjusted EBITA | 62,8 | 50,4 | 12,4 | 107,3 | 79,0 | 28,3 |
| Verkauf Röhrenglasgeschäft | - | -0,7 | 0,7 | 0,3 | -1,0 | 1,3 |
| Portfoliooptimierungen | -0,1 | -5,7 | 5,6 | -1,2 | -5,8 | 4,6 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge1) | -0,4 | -0,3 | -0,1 | -0,6 | -0,3 | -0,3 |
| Einmaleffekte gesamt | -0,5 | -6,7 | 6,2 | -1,5 | -7,1 | 5,6 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen2) | -9,3 | -3,7 | -5,6 | -19,5 | -7,4 | -12,1 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 53,0 | 40,0 | 12,8 | 86,3 | 64,5 | 21,7 |
1) Die Position "Einmalige Aufwendungen und Erträge" umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als "Restrukturierungsaufwendungen" auszuweisen sind.
2) Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012, der Akquisition von Triveni im Dezember 2012 sowie der Akquisition von Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.
Ausgehend vom Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 84,7 Mio. im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 72,1 Mio.) führen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 21,9 Mio. (2. Quartal 2015: EUR 21,7 Mio.) zu einem Adjusted EBITA von EUR 62,8 Mio. im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 50,4 Mio.). Einmaleffekte mit einem Gesamtwert von EUR 0,5 Mio. in der Berichtsperiode (Vorjahresquartal: EUR 6,7 Mio.) sowie planmäßige Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 9,3 Mio. (2. Quartal 2015: EUR 3,7 Mio.) leiten auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 53,0 Mio. im 2. Quartal 2016 über, nach einem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 40,0 Mio. Die Einmaleffekte enthielten im 2. Quartal 2016 ebenso wie im 1. Halbjahr 2016 im Wesentlichen noch nicht buchbare Folgeeffekte aus den im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und durchgeführten Portfoliooptimierungen und in geringem Maße eine Anpassung des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes im Geschäftsjahr 2015.
Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen belaufen sich im 2. Quartal 2016 auf EUR 9,3 Mio. nach EUR 3,7 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Anstieg von EUR 5,6 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der im September 2015 abgeschlossenen Akquisition von Centor. Im 1. Halbjahr 2016 beliefen sich die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen auf EUR 19,5 Mio. nach EUR 7,4 Mio. im 1. Halbjahr 2015.
Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte im 2. Quartal 2016 somit einen Wert von EUR 31,1 Mio. und lag damit um EUR 8,7 Mio. über dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresquartals. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das Konzernergebnis nach Steuern EUR 48,6 Mio. nach EUR 35,0 Mio. im 1. Halbjahr 201 5. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen ergab sich zum 31. Mai 2015 ein Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens von EUR 45,6 Mio. (Vorjahreshalbjahr: EUR 31,3 Mio.).
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Konzernergebnisses zum bereinigten Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen:
| in Mio. EUR | Q2 2016 | Q2 2015 | Veränderung | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 31,1 | 22,4 | 8,7 | 48,6 | 35,0 | 13,6 |
| Verkauf Röhrenglasgeschäft | - | -0,7 | 0,7 | 0,3 | -1,0 | 1,3 |
| darauf entfallender Steuereffekt | - | 0,2 | -0,2 | -0,1 | 0,3 | -0,4 |
| Portfoliooptimierungen | -0,1 | -5,7 | 5,6 | -1,2 | -5,8 | 4,6 |
| darauf entfallender Steuereffekt | - | 2,2 | -2,2 | 0,4 | 2,2 | -1,8 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge | -0,4 | -0,3 | -0,1 | -0,6 | -0,3 | -0,3 |
| darauf entfallender Steuereffekt | 0,1 | 0,1 | - | 0,2 | 0,1 | 0,1 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -9,3 | -3,7 | -5,6 | -19,5 | -7,4 | -12,1 |
| darauf entfallender Steuereffekt | 3,1 | 1,1 | 2,0 | 6,5 | 2,2 | 4,3 |
| Bereinigtes Konzernergebnis | 37,7 | 29,2 | 8,5 | 62,6 | 44,7 | 17,9 |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 1,7 | 2,1 | -0,4 | 3,0 | 3,7 | -0,7 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -0,4 | -0,6 | 0,2 | -0,8 | -1,2 | 0,4 |
| darauf entfallender Steuereffekt | - | 0,1 | -0,1 | 0,1 | 0,1 | - |
| Bereinigte Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 2,1 | 2,6 | -0,5 | 3,7 | 4,8 | -1,1 |
| Bereinigtes Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen | 35,6 | 26,6 | 9,0 | 58,9 | 39,9 | 19,0 |
| Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen | 1,13 | 0,84 | 0,30 | 1,88 | 1,27 | 0,61 |
Das bereinigte Konzernergebnis (definiert als: Konzernergebnis inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und den gesamten Einmaleffekten und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im 2. Quartal 2016 EUR 37,7 Mio. nach EUR 29,2 Mio. im Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das bereinigte Konzernergebnis EUR 62,6 Mio. und liegt damit um EUR 17,9 Mio. über dem Wert von EUR 44,7 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Das bereinigte Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug im 2. Quartal 2016 EUR 35,6 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 26,6 Mio.) und erhöhte sich damit um EUR 9,0 Mio. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielten wir ein bereinigtes Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 58,9 Mio. nach EUR 39,9 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Konzernergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 1,13 im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 0,84). Im 1. Halbjahr 2016 betrug das bereinigte Konzernergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen EUR 1,88 nach EUR 1,27 im 1. Halbjahr 2015.
VERMÖGENSLAGE
VERMÖGENSDARSTELLUNG
Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im 1. Halbjahr 2016 wie folgt entwickelt:
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| Aktiva in Mio. EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 | in %1) |
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.774,8 | 1.862,9 | -4,7 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0,2 | 0,2 | - |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 19,2 | 19,4 | -0,8 |
| Langfristige Aktiva | 1.794,2 | 1.882,5 | -4,7 |
| Vorräte | 190,4 | 186,4 | 2,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 229,6 | 219,0 | 4,8 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 145,2 | 132,0 | 10,0 |
| Kurzfristige Aktiva | 565,2 | 537,4 | 5,2 |
| Bilanzsumme | 2.359,4 | 2.419,9 | -2,5 |
| Veränderung | |||
|---|---|---|---|
| Passiva in Mio. EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 | in %1) |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile | 687,8 | 698,1 | -1,5 |
| Langfristige Rückstellungen | 165,0 | 165,0 | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 740,8 | 740,8 | - |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 139,0 | 146,8 | -5,3 |
| Langfristige Schulden | 1.044,8 | 1.052,6 | -0,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 279,7 | 249,6 | 12,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 148,6 | 160,9 | -7,6 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 198,5 | 258,6 | -23,3 |
| Kurzfristige Schulden | 626,8 | 669,2 | -6,3 |
| Bilanzsumme | 2.359,4 | 2.419,9 | -2,5 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Zum 31. Mai 2016 sank die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum 30. November 2015 um EUR 60,5 Mio. auf EUR 2.359,4 Mio. Innerhalb der Bilanzstruktur ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.
Die langfristigen Aktiva lagen mit EUR 1.794,2 Mio. um EUR 88,3 Mio. unter dem Niveau des 30. Novembers 2015. Die betragsmäßig größte Veränderung ergibt sich bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer Reduzierung von EUR 64,6 Mio. gegenüber dem 30. November 2015. Dies resultiert zum einen aus einer Reduzierung des Geschäftswertes aufgrund von Währungsveränderungen von EUR 17,6 Mio. und einer Reduzierung der Kundenbeziehungen um EUR 44,5 Mio., wovon EUR 25,9 Mio. ebenfalls auf die Währungsveränderung und EUR 18,6 Mio. auf Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen zurückzuführen sind. Weiterhin ist der Wert der Sachanlagen um EUR 23,5 Mio. zurückgegangen. Die langfristigen Aktiva betrugen zum 31. Mai 2016 76,0 % und zum 30. November 2015 insgesamt 77,8 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Aktiva lagen mit EUR 565,2 Mio. um EUR 27,8 Mio. unter dem Wert zum 30. November 2015. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Das Konzerneigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist zum 31. Mai 2016 von EUR 698,1 Mio. auf EUR 687,8 Mio. gefallen. Hierin sind zwei gegenläufige Effekte zu verzeichnen, einerseits das positive Konzernergebnis der Berichtsperiode in Höhe von EUR 48,6 Mio. und andererseits die Entwicklung der Fremdwährungen, welche einen negativen Effekt auf das Eigenkapital hatte, sowie die Ausschüttung der Dividende am 29. April 2016. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 28,8 % zum 30. November 2015 auf 29,2 % zum 31. Mai 2016.
Die langfristigen Schulden haben sich mit EUR 1.044,8 Mio. per Ende Mai 2016 um EUR 7,8 Mio. im Vergleich zu EUR 1.052,6 Mio. per Ende November 2015 reduziert.
Die kurzfristigen Schulden sind um EUR 42,4 Mio. auf EUR 626,8 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Zahlung der Steuerverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes in den USA und eine deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten angestiegen.
NET WORKING CAPITAL
Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 31. Mai 2016 mit EUR 230,7 Mio. um EUR 17,0 Mio. höher als zum 30. November 2015.
| in Mio. EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 | 31.05.2015 |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 190,4 | 186,4 | 214,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 229,6 | 219,0 | 216,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 148,6 | 160,9 | 115,1 |
| Erhaltene Anzahlungen | 40,7 | 30,8 | 38,4 |
| Net Working Capital | 230,7 | 213,7 | 277,2 |
Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum 30. November 2015 ist erwartungsgemäß auf die gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf leicht erhöhte Bestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen aus. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg des Net Working Capitals im 1. Halbjahr 2016 lediglich EUR 21,7 Mio. nach EUR 33,2 Mio. im 1. Halbjahr 2015.
Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate ist das durchschnittliche Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von 20,0 % auf 17,2 % gesunken und bewegt sich nun bereits auf der Zielgröße für das Gesamtjahr von rund 17 %.
FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 | 31.05.2015 |
|---|---|---|---|
| Finanzschulden | |||
| Konsortialkredite | |||
| Langfristiges Darlehen (bis 15.06.2015)1) | - | - | 75,7 |
| Revolvierendes Darlehen (bis 15.06.2015)1) | - | - | 149,5 |
| Revolvierendes Darlehen (ab 15.06.2015)1) | 264,5 | 232,8 | - |
| Summe Konsortialkredite | 264,5 | 232,8 | 225,2 |
| Schuldverschreibung - Euro Bond | 300,0 | 300,0 | 300,0 |
| Schuldscheindarlehen | 425,0 | 425,0 | - |
| Lokale Kreditlinien1) | 11,1 | 7,6 | 7,5 |
| Finanzierungsleasing | 4,8 | 5,8 | 6,3 |
| Summe Finanzschulden | 1.005,4 | 971,2 | 539,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 105,4 | 93,7 | 73,4 |
| Nettofinanzschulden | 900,0 | 877,5 | 465,6 |
1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 31. Mai 2016: EUR 1,00/USD 1,1154; zum 30. November 2015: EUR 1,00/USD 1,0579; zum 31. Mai 2015: EUR 1,00/USD 1,0970.
Die Nettofinanzschulden sind zum 31. Mai 2016 um EUR 22,5 Mio. auf EUR 900,0 Mio. gestiegen (30. November 2015: EUR 877,5 Mio.). Dies ist einerseits auf die im 1. Quartal 2016 und im Rahmen des Jahresabschlusses kommunizierte und mittlerweile geleistete Steuerzahlung in Höhe von rund EUR 35 Mio. aufgrund des Verkaufes des Röhrenglasgeschäftes in den USA sowie andererseits auf die im 2. Quartal 2016 geleistete Dividendenzahlung am 29. April 2016 in Höhe von EUR 26,7 Mio. und die jährliche Zinszahlung aus der Schuldverschreibung in Höhe von EUR 15,0 Mio. zurückzuführen. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag bei 2,9.
Das bestehende revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 450 Mio. war zum 31. Mai 2016 mit EUR 264,5 Mio. in Anspruch genommen.
INVESTITIONEN
Im 1. Halbjahr 2016 tätigte Gerresheimer folgende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:
| in Mio. EUR | Q2 2016 | Q2 2015 | Veränderung in %1) | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Veränderung in %1) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Plastics & Devices | 6,0 | 5,2 | 14,7 | 14,7 | 9,4 | 57,0 |
| Primary Packaging Glass | 14,5 | 14,4 | 0,2 | 19,2 | 23,8 | -19,4 |
| Life Science Research | 0,4 | 0,2 | 117,1 | 0,6 | 0,3 | 85,4 |
| Zentralstellen | 0,4 | 0,1 | >100,0 | 0,5 | 0,3 | 93,8 |
| Summe Investitionen | 21,3 | 19,9 | 7,6 | 35,0 | 33,8 | 3,6 |
1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.
Im 2. Quartal 2016 hat der Gerresheimer Konzern Investitionen in Höhe von EUR 21,3 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 19,9 Mio.) getätigt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 35,0 Mio. (Vorjahreshalbjahr: EUR 33,8 Mio.) vorgenommen. Der größte Teil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Primary Packaging Glass. Hier lag der Schwerpunkt hauptsächlich in Fläschchen- und Karpulenmaschinen im Rahmen der weltweiten Standardisierung. Zudem stellten die turnusmäßigen Generalüberholungen von Schmelzwannen wesentliche Investitionen dar. Der Geschäftsbereich Plastics & Devices wurde hauptsächlich durch den Kauf eines Grundstückes für einen neuen Plastic Packaging Standort in Brasilien sowie Restaktivitäten in Peachtree City, USA, beeinflusst.
KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG)
| in Mio. EUR | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|
| Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 31,1 | 33,7 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -36,0 | -33,7 |
| Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 19,3 | 1,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 14,4 | 1,9 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | -2,7 | 3,6 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 93,7 | 67,9 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 105,4 | 73,4 |
In den ersten sechs Monaten 2016 lag der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit EUR 31,1 Mio. leicht unter dem Mittelzufluss des Vorjahreshalbjahres von EUR 33,7 Mio. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass wir im 1. Quartal 2016 eine Steuerzahlung aufgrund des Verkaufs des Röhrenglasgeschäftes in den USA von rund EUR 35 Mio. geleistet haben.
Ohne diese Einmalzahlung hätte der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit rund EUR 66 Mio. betragen und wäre damit deutlich über dem Wert des Vorjahreshalbjahres gewesen. Dies ist im Wesentlichen auf das deutlich verbesserte Net Working Capital zurückzuführen.
Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 36,0 Mio. war um EUR 2,3 Mio. geringfügig höher als in den ersten sechs Monaten 2015. Der Mittelabfluss beinhaltet in beiden berichteten Quartalen Ausgaben für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in der aktuellen Berichtsperiode Kaufpreisanpassungen für die Centor Akquisition sowie den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes. Einzahlungen aus Anlagenverkäufen hatten in den jeweiligen Quartalen eine untergeordnete Bedeutung.
Der Mittelzufluss im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2016 EUR 19,3 Mio. nach EUR 1,9 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit EUR 105,4 Mio. um EUR 32,0 Mio. höher als zum 31. Mai 2015.
OPERATING CASH FLOW
| in Mio. EUR | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|
| Adjusted EBITDA | 150,7 | 123,0 |
| Veränderung des Net Working Capitals | -21,7 | -33,2 |
| Investitionen | -35,0 | -33,8 |
| Operating Cash Flow | 94,0 | 56,0 |
| Gezahlte Zinsen (netto) | -17,1 | -17,8 |
| Gezahlte Steuern (netto) | -66,1 | -18,1 |
| Pensionszahlungen | -6,0 | -8,2 |
| Sonstiges | -8,4 | -11,9 |
| Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen | -3,6 | - |
| Akquisitionen/Desinvestitionen | -1,3 | - |
| Finanzierungstätigkeit | 19,3 | 1,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 14,4 | 1,9 |
Der Operating Cash Flow hat sich insbesondere aufgrund des um EUR 27,7 Mio. höheren Adjusted EBITDA von EUR 56,0 Mio. zum Ende des 1. Halbjahres 2015 auf nunmehr EUR 94,0 Mio. verbessert. Alle drei Geschäftsbereiche weisen positive Operating Cash Flows aus. Weitere Details sind der Übersicht zu den Segmentdaten nach Geschäftsbereichen im Anhang zu diesem Quartalsfinanzbericht zu entnehmen.
MITARBEITER
Zum 31. Mai 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 10.689 Mitarbeiter (30. November 2015: 10.684).
| 31.05.2016 | 30.11.2015 | |
|---|---|---|
| Schwellenländer | 3.965 | 4.025 |
| Deutschland | 3.448 | 3.471 |
| Europa (ohne Deutschland) | 1.895 | 1.856 |
| Amerika | 1.381 | 1.332 |
| Summe | 10.689 | 10.684 |
Zum 31. Mai 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 37 % der Mitarbeiter in den Schwellenländern, 32 % der Mitarbeiter in Deutschland, 18 % der Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland) sowie 13 % in Amerika.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Gerresheimer setzt auch im Geschäftsjahr 2016 auf Wachstum in den pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices. Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme und des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft.
Existenzgefährdende Risiken sind für den Gerresheimer Konzern derzeit nicht erkennbar. Gegenüber den im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" unseres Geschäftsberichts 2015 gemachten Aussagen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.
PROGNOSEBERICHT
Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.
ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN
Entwicklung der Weltwirtschaft/Entwicklung in den einzelnen Regionen
Die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.
MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN
Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016
Die Einschätzung der Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016 hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.
Gesamtkonzern
Der Gerresheimer Konzern verfolgt eine klare und erfolgreiche Strategie, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir unverändert von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Berücksichtigung von Akquisitionen oder Desinvestitionen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2016 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.
Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir weiterhin einen währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.). Der Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von rund 9 % im Vergleich zum Umsatz des Geschäftsjahres 2015 und einem organischen Umsatzwachstum von 4 % bis 5 %.7)
7) Gemessen zu konstanten Wechselkursen, inklusive eines Pro-Forma-Beitrages von Centor für zwölf Monate im Geschäftsjahr 2015, sowie unter Herausrechnung des verkauften Röhrenglasgeschäftes für das gesamte Jahr 2015 und der Annahme, dass die Optimierungen des Unternehmensportfolios im Geschäftsjahr 2015 schon erfolgt waren.
Für das Adjusted EBITDA rechnen wir im Geschäftsjahr 2016 mit einem Anstieg auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.).
Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2016 wird rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen und somit am unteren Ende unserer zuvor gegebenen Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 von 8,0 % bis 9,0 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen liegen. Dies ist ein großer Erfolg, da wir weiterhin aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung in unser Unternehmen investieren. Möglich wird das, da wir im Geschäftsjahr 2015 vielfältige Maßnahmen unternommen haben, um unser Geschäft deutlich weniger kapitalintensiv zu gestalten. So haben wir durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes sowie die endgültige Stilllegung des Behälterglaswerkes in Millville die Anzahl der von uns betriebenen Schmelzöfen um insgesamt acht auf nunmehr 13 deutlich reduziert. Dies führt neben der Reduktion der Anzahl und des Umfangs von nötigen Instandhaltungsmaßnahmen auch zu geringeren Investitionserfordernissen, da Schmelzöfen sehr kapitalintensiv sind. Hilfreich ist darüber hinaus, dass das neu erworbene Unternehmen Centor lediglich 3 % bis 4 % vom Umsatz als jährliche Investitionen benötigt und damit den Trend zu weniger Investitionen verstärkt.
Außerdem erwarten wir eine Verringerung des erforderlichen Net Working Capitals im Verhältnis zum Umsatz, da wir unter anderem durch den bedarfsgerechten Zukauf der fertigen Glasröhren nach unserem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes insgesamt weniger Vorräte halten müssen. Aus unserer Sicht bestehen gute Chancen, dass sich das durchschnittliche Net Working Capital um rund 2 Prozentpunkte auf ca. 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen in 2016 verbessern kann. Im 1. Halbjahr 2016 konnten wir eine deutliche Absenkung des durchschnittlichen Wertes über ein Jahr auf 17,2 % verzeichnen, was zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Der vollständige positive Verbesserungseffekt auf den Free Cash Flow aus den geringeren Investitionen und dem zu erwartenden geringeren Working Capital wird jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2017 erkennbar, da wir -wie bereits kommuniziert -im 1. Quartal 2016 rund EUR 35 Mio. an tatsächlichen Steuerzahlungen aus dem Veräußerungserfolg des Röhrenglasgeschäftes in den USA beglichen haben.8)
Darüber hinaus bestätigen wir die Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018, jeweils gemessen zu konstanten Wechselkursen, und haben auch hier eine Wechselkursannahme von USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.
| ― | Für den genannten Zeitraum streben wir eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an.9) |
| ― | Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 22 % für das Geschäftsjahr 2018 an.9) |
Damit sollte die Operating Cash Flow-Marge im Geschäftsjahr 2018 nunmehr rund 13 % betragen (vormals über 10 %) sowie der ROCE sich weiterhin über dem Niveau unserer langfristigen Zielvorgabe von 12 % bewegen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich ein deutlich geringeres jährliches Investitionsvolumen in der Größenordnung von nur noch rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen.
Das durchschnittliche Net Working Capital soll im Jahr 2018 nur noch rund 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen (vormals rund 18 %).
8) Buchhalterisch wurde dieser bereits im Konzernabschluss 2015 in der Konzern-GuV berücksichtigt. D.h. es handelte sich im 1. Quartal 2016 lediglich um einen Liquiditätsabfluss.
9) Unverändert seit der letzten Anpassung im Zuge der Verkündung der Akquisition von Centor am 28. Juli 2015.
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DEZEMBER 2015 - MAI 2016
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016
| in T EUR | Anhang | Q2 2016 | Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 370.533 | 356.444 | 712.861 | 658.209 | |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -250.096 | -250.418 | -492.016 | -474.833 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 120.437 | 106.026 | 220.845 | 183.376 | |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -69.288 | -62.605 | -137.216 | -119.129 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (4) | 3.609 | 4.615 | 6.869 | 9.779 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -10 | -4.779 | -10 | -4.896 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.806 | -3.287 | -4.238 | -4.638 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 52.942 | 39.970 | 86.250 | 64.492 | |
| Finanzerträge | 6.334 | 776 | 7.142 | 1.666 | |
| Finanzaufwendungen | -15.094 | -8.072 | -24.291 | -16.033 | |
| Finanzergebnis | -8.760 | -7.296 | -17.149 | -14.367 | |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 44.182 | 32.674 | 69.101 | 50.125 | |
| Ertragsteuern | (6) | -13.114 | -10.304 | -20.471 | -15.107 |
| Konzernergebnis | 31.068 | 22.370 | 48.630 | 35.018 | |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 29.376 | 20.273 | 45.621 | 31.292 | |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 1.692 | 2.097 | 3.009 | 3.726 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR)1) | 0,94 | 0,65 | 1,45 | 1,00 |
1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stimmt mangels potentieller verwässerter Aktien mit dem verwässerten Ergebnis überein.
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016
| in T EUR | Q2 2016 | Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 31.068 | 22.370 | 48.630 | 35.018 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sowie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - | 139 | -4 | 821 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | - | -69 | - | -413 |
| Ertragsteuern | - | -27 | 1 | -158 |
| Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - | 43 | -3 | 250 |
| Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -4.300 | -3.539 | -31.961 | 2.745 |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung | -4.300 | -3.539 | -31.961 | 2.745 |
| Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird | -4.300 | -3.496 | -31.964 | 2.995 |
| Sonstiges Ergebnis | -4.300 | -3.496 | -31.964 | 2.995 |
| Gesamtergebnis | 26.768 | 18.874 | 16.666 | 38.013 |
| Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 26.253 | 15.195 | 15.662 | 25.792 |
| Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen | 515 | 3.679 | 1.004 | 12.221 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-BILANZ
zum 31. Mai 2016
AKTIVA
| in T EUR | Anhang | 31.05.2016 | 30.11.2015 | 31.05.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.187.936 | 1.252.508 | 553.294 | |
| Sachanlagen | 581.062 | 604.605 | 587.275 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.761 | 5.791 | 3.861 | |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 237 | 237 | 86 | |
| Ertragsteuerforderungen | 545 | 732 | 444 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.339 | 5.245 | 5.747 | |
| Sonstige Forderungen | 3.981 | 5.267 | 2.081 | |
| Aktive latente Steuern | 9.316 | 8.085 | 9.156 | |
| 1.794.177 | 1.882.470 | 1.161.944 | ||
| Kurzfristige Aktiva | ||||
| Vorräte | (8) | 190.364 | 186.392 | 214.334 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 229.595 | 219.014 | 216.392 | |
| Ertragsteuerforderungen | 3.920 | 3.598 | 2.902 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.883 | 10.882 | 3.427 | |
| Sonstige Forderungen | 29.000 | 23.903 | 28.327 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 105.408 | 93.668 | 73.414 | |
| 565.170 | 537.457 | 538.796 | ||
| Summe Aktiva | 2.359.347 | 2.419.927 | 1.700.740 |
PASSIVA
| in T EUR | Anhang | 31.05.2016 | 30.11.2015 | 31.05.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 31.400 | 31.400 | 31.400 | |
| Kapitalrücklage | 513.827 | 513.827 | 513.827 | |
| IAS-39-Rücklage | -39 | -36 | -35 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -61.894 | -31.938 | -37.879 | |
| Angesammelte Ergebnisse | 132.083 | 113.152 | 38.346 | |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 615.377 | 626.405 | 545.659 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 72.445 | 71.726 | 69.509 | |
| 687.822 | 698.131 | 615.168 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| Passive latente Steuern | 139.006 | 146.509 | 31.059 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 158.109 | 158.210 | 172.282 | |
| Sonstige Rückstellungen | 6.873 | 6.826 | 6.540 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 740.820 | 740.782 | 303.178 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8 | 277 | 287 | |
| 1.044.816 | 1.052.604 | 513.346 | ||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 15.943 | 19.292 | 14.474 | |
| Sonstige Rückstellungen | 56.643 | 64.573 | 64.435 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 148.646 | 160.940 | 115.135 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 279.688 | 249.611 | 249.128 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 10.100 | 56.487 | 17.099 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 115.689 | 118.289 | 111.955 | |
| 626.709 | 669.192 | 572.226 | ||
| 1.671.525 | 1.721.796 | 1.085.572 | ||
| Summe Passiva | 2.359.347 | 2.419.927 | 1.700.740 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016
| Sonstiges Ergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | IAS 39-Rücklage | Rücklage aus Währungsumrechnung | Angesammelte Ergebnisse | Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 | 31.400 | 513.827 | -263 | -31.655 | 30.108 | 543.417 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 31.292 | 31.292 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 228 | -6.224 | 496 | -5.500 |
| Gesamtergebnis | - | - | 228 | -6.224 | 31.788 | 25.792 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | -23.550 | -23.550 |
| Zum 31. Mai 2015 | 31.400 | 513.827 | -35 | -37.879 | 38.346 | 545.659 |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 | 31.400 | 513.827 | -36 | -31.938 | 113.152 | 626.405 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 45.621 | 45.621 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -3 | -29.956 | - | -29.959 |
| Gesamtergebnis | - | - | -3 | -29.956 | 45.621 | 15.662 |
| Ausschüttung | - | - | - | - | -26.690 | -26.690 |
| Zum 31. Mai 2016 | 31.400 | 513.827 | -39 | -61.894 | 132.083 | 615.377 |
| in T EUR | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 | 60.955 | 604.372 |
| Konzernergebnis | 3.726 | 35.018 |
| Sonstiges Ergebnis | 8.495 | 2.995 |
| Gesamtergebnis | 12.221 | 38.013 |
| Ausschüttung | -3.667 | -27.217 |
| Zum 31. Mai 2015 | 69.509 | 615.168 |
| Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 | 71.726 | 698.131 |
| Konzernergebnis | 3.009 | 48.630 |
| Sonstiges Ergebnis | -2.005 | -31.964 |
| Gesamtergebnis | 1.004 | 16.666 |
| Ausschüttung | -285 | -26.975 |
| Zum 31. Mai 2016 | 72.445 | 687.822 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016
| in T EUR | Anhang | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 48.630 | 35.018 | |
| Ertragsteuern | (6) | 20.471 | 15.107 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 41.885 | 42.683 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 21.026 | 8.799 | |
| Portfoliobereinigungen | 68 | 897 | |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -4.536 | -6.418 | |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -3.278 | -4.542 | |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -46 | 81 | |
| Finanzergebnis | 17.149 | 14.367 | |
| Gezahlte Zinsen | -17.818 | -18.600 | |
| Erhaltene Zinsen | 714 | 757 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -66.706 | -19.721 | |
| Erhaltene Ertragsteuern | 635 | 1.633 | |
| Veränderung der Vorräte | -7.831 | -11.954 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva | -16.332 | -8.031 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva | -12.707 | -13.650 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 9.767 | -2.739 | |
| Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 31.091 | 33.687 | |
| Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens | 332 | 94 | |
| Auszahlungen für Investitionen | |||
| in Sachanlagen | -33.765 | -32.981 | |
| in immaterielle Vermögenswerte | -1.257 | -816 | |
| Einzahlungen aus Desinvestitionen | (2) | -2.275 | - |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | (2) | 1.013 | - |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -35.952 | -33.703 | |
| Ausschüttungen an Dritte | -27.029 | -25.380 | |
| Aufnahme von Finanzkrediten | 77.759 | 110.575 | |
| Rückzahlung von Finanzkrediten | -30.621 | -83.006 | |
| Rückzahlung von Finanzierungsleasing | -825 | -321 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 19.284 | 1.868 | |
| Zahlungswirksame Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 14.423 | 1.852 | |
| Wechselkursbedingte Änderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -2.683 | 3.626 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 93.668 | 67.936 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 105.408 | 73.414 |
Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.
KONZERN-ANHANG
der Gerresheimer AG zum Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016
(1) Grundlagen der Berichterstattung
Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den gültigen Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. November 2015 gelesen werden. Eine prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer hat nicht stattgefunden.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Es gelten grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss 2015.
Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig verpflichtend angewendet:
| ― | IAS 19, Leistungsbezogene Pläne - Beiträge von Mitarbeitern |
| ― | Änderungen der IFRS |
Im Dezember 2013 hat das IASB den fünften Sammelstandard mit insgesamt sechs Änderungen an sieben verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind von Unternehmen mit Sitz in der EU erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.
Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzern-Zwischenabschluss.
Bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.
Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern in die Berichtswährung werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR | 31.05.2016 | 31.05.2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Argentinien | ARS | 15,5647 | 9,8720 | 14,9960 | 9,9885 |
| Brasilien | BRL | 3,9850 | 3,4522 | 4,1678 | 3,2804 |
| Schweiz | CHF | 1,1044 | 1,0341 | 1,0962 | 1,0920 |
| China | CNY | 7,3363 | 6,7994 | 7,1797 | 7,1073 |
| Tschechische Republik | CZK | 27,0220 | 27,4010 | 27,0362 | 27,5684 |
| Dänemark | DKK | 7,4376 | 7,4597 | 7,4541 | 7,4553 |
| Indien | INR | 74,9510 | 69,9893 | 73,9469 | 71,8271 |
| Mexiko | MXN | 20,5185 | 16,8433 | 19,4165 | 17,0508 |
| Polen | PLZ | 4,3865 | 4,1298 | 4,3353 | 4,1563 |
| Schweden | SEK | 9,2910 | 9,3272 | 9,2500 | 9,3449 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,1154 | 1,0970 | 1,1036 | 1,1447 |
Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2015 ist im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.
(2) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Gerresheimer Konzerns im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind gesondert ausgewiesen. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Wechsel sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten "Einzahlungen aus Desinvestitionen" in der Berichtsperiode steht im Zusammenhang mit der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes und resultiert aus Auszahlungen für im Vorjahr bilanzierte Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen. Der Posten "Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel" beinhaltet in der Berichtsperiode den Erhalt einer Kaufpreisanpassung für den Erwerb der US-amerikanischen Centor, welche Teil der vertraglichen Regelungen war.
(3) Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Das Geschäft unterliegt saisonalen Einflüssen, so dass die Umsätze und der Cash Flow während der Ferienzeiten im Dezember/Januar und während der Sommermonate in Europa und Nordamerika üblicherweise am niedrigsten ausfallen.
ERLÄUTERUNGEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
(4) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Betrag von T EUR 1.580 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 2.618) und Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von T EUR 179 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 1.957) enthalten.
(5) Abschreibung auf Fair Value-Anpassungen
Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen betreffen die Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese (vormals: Dudek Plast Gruppe) Ende Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012, der Triveni im Dezember 2012 sowie der Centor im September 2015.
Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen sind vollständig im Funktionsbereich Vertriebskosten ausgewiesen.
In der Berichtsperiode sind Wertminderungen auf Kundenbeziehungen in Höhe von T EUR 277 in den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices enthalten.
(6) Ertragsteuern
Die wesentlichen Bestandteile des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwandes setzen sich wie folgt zusammen:
| in T EUR | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | -22.735 | -20.438 |
| Latente Ertragsteuern | 2.264 | 5.331 |
| -20.471 | -15.107 |
Die aktuelle Steuerquote des Konzerns beträgt 29,6 % (Vorjahreshalbjahr: 30,1 %).
(7) Ausschüttungen an Dritte
In der Berichtsperiode wurde eine Dividende an nicht beherrschende Anteile der Triveni Polymers Private Ltd., Indien, in Höhe von T EUR 339 beschlossen und gezahlt.
Im Vorjahreshalbjahr entfielen bei den Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile T EUR 1.830 auf Chase Scientific Glass Inc., USA, die mit 49 % an Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA, beteiligt sind.
(8) Vorräte
| in T EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 53.350 | 50.776 |
| Unfertige Erzeugnisse/ Leistungen | 24.571 | 24.231 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 108.698 | 105.206 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.745 | 6.179 |
| Vorräte | 190.364 | 186.392 |
Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt in der Berichtsperiode T EUR 2.654 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 4.718). Bei Wegfall der Gründe, welche zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen in der Berichtsperiode T EUR 272 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 476).
(9) Finanzielle Verbindlichkeiten
Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. Juni 2015 ein neues revolvierendes Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von T EUR 450.000 unterzeichnet. Der in 2016 regulär auslaufende Bankkredit in Höhe von ursprünglich T EUR 400.000 wurde damit am 15. Juni 2015 abgelöst. Zum Stichtag war das revolvierende Darlehen in Höhe von T EUR 264.487 in Anspruch genommen.
Die Anleihe in Höhe von T EUR 300.000 ist unverändert im Bestand. Diese wurde am 19. Mai 2011 zu einem Ausgabekurs von 99,4 % und einem Zinskupon von 5,0 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Jahr 2018 ausgestattet ist.
Zum 10. November 2015 wurden zudem Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt T EUR 425.000 begeben.
(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betragen zum 31. Mai 2016 T EUR 899.945 (30. November 2015: T EUR 877.453), und das Net Working Capital beläuft sich auf T EUR 230.737 (30. November 2015: T EUR 213.698).
Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und dessen Maßnahmen zur Überwachung der einzuhaltenden Covenants im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts im Konzernabschluss zum 30. November 2015 dargestellt.
Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen
Nach Art der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sind drei Hierarchiestufen zu unterscheiden. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte zu den einzelnen Hierarchiestufen überprüft Gerresheimer jeweils zum Ende einer Berichtsperiode.
Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten bestimmt.
Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Die der Stufe 2 zuzurechnenden beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von Preisen in jüngsten Geschäftsvorfällen mit vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern oder unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden bestimmt.
Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, in die am Markt nicht beobachtbare Inputfaktoren eingehen und das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen.
| 31.05.2016 | 30.11.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Total | Stufe 1 | Stufe 2 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | ||||||
| Wertpapiere | 648 | - | - | 648 | 653 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 151 | - | 151 | - | 117 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 648 | 151 | - | 799 | 653 | 117 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 1.696 | - | 1.696 | - | 1.161 |
| Put-Optionen | - | 13.638 | - | 13.638 | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | 15.334 | - | 15.334 | - | 1.161 |
| 30.11.2015 | ||
|---|---|---|
| in T EUR | Stufe 3 | Total |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" | ||
| Wertpapiere | - | 653 |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | - | 117 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | 770 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 1.161 |
| Put-Optionen | 13.747 | 13.747 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 13.747 | 14.908 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:
| 31.05.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T EUR | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Buchwert | Buchwert laut Bilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 199.776 | 199.776 | - | 199.7761) |
| Kredite und Forderungen | 199.776 | 199.776 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11.423 | 11.191 | 799 | 12.222 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2322) | - | 648 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 151 | |
| Kredite und Forderungen | 11.191 | 11.191 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 105.408 | 105.408 | - | 105.408 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 316.607 | 316.375 | 799 | 317.406 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.005.174 | 1.035.341 | 15.334 | 1.020.508 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.005.174 | 1.035.341 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 15.334 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 148.646 | 148.646 | - | 148.646 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 148.646 | 148.646 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.153.820 | 1.183.987 | 15.334 | 1.169.154 |
1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 29.819 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 232 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
| 30.11.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T EUR | Buchwert | Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert | Buchwert | Buchwert laut Bilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 200.130 | 200.130 | - | 200.1301) |
| Kredite und Forderungen | 200.130 | 200.130 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15.357 | 15.121 | 770 | 16.127 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2362) | - | 653 | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 117 | |
| Kredite und Forderungen | 15.121 | 15.121 | - | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 93.668 | 93.668 | - | 93.668 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 309.155 | 308.919 | 770 | 309.925 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 975.485 | 1.005.940 | 14.908 | 990.393 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 975.485 | 1.005.940 | - | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | 14.908 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 160.940 | 160.940 | - | 160.940 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 160.940 | 160.940 | - | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 1.136.425 | 1.166.880 | 14.908 | 1.151.333 |
1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 18.884 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 236 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.
In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind. Zum 31. Mai 2016 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf T EUR 4.803 (30. November 2015: T EUR 5.708).
Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und der Bonität des Schuldners am Abschlussstichtag Rechnung trägt.
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht signifikant von den Buchwerten ab.
(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in T EUR | 31.05.2016 | 30.11.2015 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 44.545 | 43.157 |
| Bestellobligo aus Investitionen | 18.356 | 17.135 |
| Bürgschaften | 154 | 210 |
| Andere finanzielle Verpflichtungen | 7.469 | 7.278 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 70.524 | 67.780 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.
(12) Segmentberichterstattung
Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentberichterstattung am internen Berichtswesen.
Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand der Gerresheimer AG als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.
Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden.
Der Gerresheimer Konzern gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche Plastics & Devices, Primary Packaging Glass und Life Science Research.
Der Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten und Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.
Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass werden alle Primärverpackungsmittel aus Glas für Medikamente und Kosmetik produziert.
Der Geschäftsbereich Life Science Research produziert für Forschung, Entwicklung und Analytik wiederverwendbare Laborglasprodukte sowie Laboreinwegartikel und weitere Speziallaborgläser.
Die Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als "Zentralstellen/Konsolidierung" dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.
Im Folgenden werden die von der Gerresheimer AG zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen dargestellt:
| in T EUR | Plastics & Devices | Primary Packaging Glass | Life Science Research | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz des Segmentes | 370.813 | 306.188 | 297.041 | 313.237 | 47.828 | 49.080 |
| Innenumsätze | -305 | -352 | -2.516 | -9.944 | - | - |
| Umsatz mit Dritten | 370.508 | 305.836 | 294.525 | 303.293 | 47.828 | 49.080 |
| Adjusted EBITDA | 94.279 | 61.790 | 61.169 | 64.704 | 6.538 | 6.564 |
| Planmäßige Abschreibungen | -21.040 | -17.497 | -21.394 | -25.563 | -747 | -814 |
| Adjusted EBITA | 73.239 | 44.293 | 39.775 | 39.141 | 5.791 | 5.750 |
| Net Working Capital | 109.703 | 113.410 | 99.236 | 134.496 | 24.263 | 31.941 |
| Operating Cash Flow1) | 69.706 | 33.700 | 30.583 | 27.478 | 7.008 | 4.732 |
| Investitionen | 14.690 | 9.359 | 19.204 | 23.841 | 623 | 336 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 4.676 | 4.445 | 5.180 | 5.685 | 747 | 807 |
| in T EUR | Zentralstellen/Konsolidierung | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz des Segmentes | - | - | 715.682 | 668.505 |
| Innenumsätze | - | - | -2.821 | -10.296 |
| Umsatz mit Dritten | - | - | 712.861 | 658.209 |
| Adjusted EBITDA | -11.287 | -10.030 | 150.699 | 123.028 |
| Planmäßige Abschreibungen | -202 | -210 | -43.383 | -44.084 |
| Adjusted EBITA | -11.489 | -10.240 | 107.316 | 78.944 |
| Net Working Capital | -2.465 | -2.688 | 230.737 | 277.159 |
| Operating Cash Flow1) | -13.252 | -9.938 | 94.045 | 55.972 |
| Investitionen | 505 | 261 | 35.022 | 33.797 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 96 | 106 | 10.699 | 11.043 |
1) Operating Cash Flow: Adjusted EBITDA zuzüglich beziehungsweise abzüglich Veränderung Net Working Capital abzüglich Investitionen.
Eine Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum Konzernergebnis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
| in T EUR | Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 |
|---|---|---|
| Adjusted EBITA der Segmente | 118.805 | 89.184 |
| Zentralstellen/Konsolidierung | -11.489 | -10.240 |
| Adjusted EBITA Konzern | 107.316 | 78.944 |
| Verkauf Röhrenglasgeschäft | 322 | -977 |
| Portfoliooptimierungen | -1.221 | -5.793 |
| Einmalige Aufwendungen und Erträge | -640 | -284 |
| Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen | -19.527 | -7.398 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 86.250 | 64.492 |
| Finanzergebnis (netto) | -17.149 | -14.367 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 69.101 | 50.125 |
Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
(13) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch sie bzw. ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der Gerresheimer AG.
Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dar:
| Q1-Q2 2016 | Q1-Q2 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T EUR | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht | 1.232 | - | 213 | - | 1.318 | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | 1.289 | - | 66 | - | 1.437 |
| 1.232 | 1.289 | 213 | 66 | 1.318 | 1.437 |
| Q1-Q2 2015 | ||
|---|---|---|
| in T EUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
| --- | --- | --- |
| Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht | 283 | - |
| Assoziierte Unternehmen | - | 125 |
| 283 | 125 |
Die getätigten Geschäfte betreffen das Unternehmen Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG, Ravensburg, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht.
Sämtliche getätigten Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.
(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem 31. Mai 2016 sind keine für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Der Vorstand hat den Konzern-Zwischenabschluss nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 6. Juli 2016 freigegeben.
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Düsseldorf, 6. Juli 2016
Der Vorstand
| Uwe Röhrhoff | Rainer Beaujean | Andreas Schütte |
FINANZKALENDER
| 06.10.2016 | Quartalsfinanzbericht 3 Quartal 2016 |
IMPRESSUM
Herausgeber
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Deutschland
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E-Mail [email protected]
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Konzept und Gestaltung
Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Text
Gerresheimer AG, Düsseldorf
Hinweis zum Quartalsfinanzbericht
Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.
Rundungshinweis
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Quartalsfinanzbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Gerresheimer Konzerns sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse des Gerresheimer Konzerns, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Quartalsfinanzbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.