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Gerresheimer AG Interim / Quarterly Report 2016

Jul 7, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Publication

Gerresheimer AG

Düsseldorf

Quartalsfinanzbericht Q2 2016

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT DEZEMBER 2015 - MAI 2016

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

Der Internationale Währungsfonds (IWF)1) hat seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft erneut gesenkt. Ursache ist ein schwächeres Wachstum der Industrieländer und zunehmender Gegenwind für die relativ wachstumsstarken Schwellenländer. Für 2016 rechnet der IWF daher mit nur noch 3,2 % (Januar-Update: 3,4 %) Wachstum und für 2017 mit 3,5 % (3,6 %). Die Dynamik wäre damit zwar immer noch etwas stärker als 2015, als die Weltwirtschaft um 3,1 % wuchs. Allerdings sei das Risiko "signifikant", dass sich auch diese neuen Prognosen als zu optimistisch erweisen. "Die globale Erholung hält an, aber mit einem immer langsameren Tempo", konstatiert der IWF in seinem aktuellen Weltwirtschaftsbericht.

Das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft USA ist im ersten Quartal mit 0,5 % zum Vorquartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.2) Experten hatten mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,7 % gerechnet, nach einem Zuwachs von 1,4 % im vierten Quartal 2015. Demgegenüber ist die Wirtschaft in der Eurozone unerwartet stark gewachsen. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat3) hat das BIP in den 19 Staaten der Währungsunion im ersten Quartal um 0,5 % im Vergleich zum Jahresende und um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Erste Daten aus den Euroländern deuten darauf hin, dass kauffreudige Verbraucher die Konjunktur angeschoben haben. Nicht zuletzt die niedrige Inflation stützt den privaten Konsum. Die französische Wirtschaft wuchs gegenüber dem Vorquartal um 0,5 %, weil die Ausgaben der Haushalte so stark zulegten wie seit 2004 nicht mehr. Spanien schaffte sogar ein Plus von 0,8 %, in Deutschland waren es 0,7 %.

China, das laut IWF gemessen an der Kaufkraft inzwischen die weltweit größte Volkswirtschaft ist, verzeichnet zwar weiterhin ein hohes Wachstum (6,5 %), allerdings durchläuft das Land einen komplexen Transformationsprozess hin zu nachhaltigerem Wachstum, das stärker auf Konsum und Dienstleistungen beruht. Schwierige Abschnitte auf diesem Weg können schnell starke Auswirkungen für Schwellen- und Entwicklungsländer haben. Derzeit besonders schwierig sehen die Aussichten für Brasilien aus. Der IWF senkte seine Prognose für 2016 um weitere 0,3 Prozentpunkte auf minus 3,8 %, gefolgt von für das Folgejahr 2017 erwarteten 0,0 % Wachstum.

Weiterhin robust zeigt sich der weltweite Pharmamarkt. Seit Jahrzehnten wächst der Sektor schneller als die Gesamtwirtschaft.4) So ist der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung in den USA seit 1970 von 7 % auf mehr als 17 % gestiegen, und auch der weltweite Gesundheitsmarkt wächst kontinuierlich und konjunkturunabhängig. Er erreicht bei aktuell circa 5 % jährlichen Wachstums 2016 ein Volumen von knapp acht Billionen US-Dollar. Eines der überdurchschnittlich wachsenden Segmente des Sektors sind die Arzneimittel mit einem derzeitigen Jahresumsatz von mehr als einer Billion US-Dollar. Und auch in Europa wächst die Gesundheitswirtschaft insgesamt stärker als die Gesamtwirtschaft. Beispielsweise lag die jahresdurchschnittliche Wachstumsrate in Deutschland die letzten zehn Jahre mit 3,5 % um mehr als 1 Prozentpunkt über der Zunahme der Gesamtwirtschaft.5) Haupttreiber des positiven Trends in der Pharmabranche sind die steigende Lebenserwartung, die Zunahme chronischer Krankheiten und die Einführung innovativer und häufig auch zugleich teurer Medikamente, wie der "2016 Global Life Sciences Outlook" von Deloitte feststellt.6) Allerdings haben viele Länder Maßnahmen getroffen, um die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen: Dazu zählen u. a. Preisgrenzen, Zwangsrabatte sowie nutzenbasierte Preisgestaltung und Erstattungsmodelle. Als Reaktion passen Pharmaunternehmen ihr Portfolio an, senken die Kosten und setzen ihren Fokus verstärkt auf hochspezialisierte Indikationsgebiete.

1) International Monetary Fund: "Global Economy faltering from too slow growth for too long", 13. April 2016.

2) Handelsblatt Online "US-Wirtschaft wächst langsamer", 28. April 2016.

3) Eurostat http://ec.europa.eu/eurostat/web/national-accounts/publications/news-releases, 13. Mai 2016.

4) Börse Online: "Der Gesundheitssektor als Wachstumsmodell", 28. April 2016.

5) BMWi Bundesministerium für Wirtschaft: Monatsbericht 06-2016.

6) Deloitte, Report: "2016 Global Life Sciences Outlook".

GESCHÄFTSVERLAUF

Im 2. Quartal 2016 konnte der Gerresheimer Konzern sein Umsatzwachstum weiter fortführen. Der Konzern erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 370,5 Mio. und lag damit um 4,0 % über dem Umsatz des Vorjahresquartals, unter Berücksichtigung, dass insbesondere die margenschwachen Toolumsätze im Geschäftsbereich Plastics & Devices im 2. Quartal 2016 schwächer waren als im 2. Quartal 2015. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, blieb der Umsatz des Gerresheimer Konzerns folglich auf dem gleichen Niveau wie im 2. Quartal 2015. Im Geschäftsjahr 2015 gab es viele Veränderungen, die für die Beurteilung der Geschäftslage wesentlich sind. Dies ist im Geschäftsbereich Plastics & Devices die Akquisition von Centor im 4. Quartal 2015 und deren erstmalige Berücksichtigung im gesamten Geschäftsjahr 2016. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass kam es im Geschäftsjahr 2015 einerseits zum Verkauf des Röhrenglasgeschäftes, und andererseits wurden Portfoliooptimierungen, insbesondere die endgültige Stilllegung unseres Werkes in Millville, USA, durchgeführt. Die Portfoliooptimierungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices waren eher von untergeordneter Bedeutung. Zu genaueren Hintergründen und Erläuterungen verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2015.

Das Adjusted EBITDA erreichte im 2. Quartal 2016 einen Wert von EUR 84,7 Mio. und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 72,1 Mio. Folglich stieg auch die Adjusted EBITDA-Marge auf 22,8 % und liegt damit deutlich über dem Vorjahresquartalsniveau von 20,2 %. Im 1. Halbjahr 2016 lag das Adjusted EBITDA bei EUR 150,7 Mio. im Vergleich zu einem Adjusted EBITDA von EUR 123,0 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Währungsbereinigt erreichte das Adjusted EBITDA im 2. Quartal 2016 einen Wert von EUR 86,2 Mio. und im 1. Halbjahr 2016 einen Wert von EUR 152,2 Mio.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg insbesondere aufgrund des höheren operativen Ergebnisses an und erreichte im 2. Quartal 2016 EUR 53,0 Mio. nach EUR 40,0 Mio. im vergleichbaren Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2016 wuchs das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf EUR 86,3 Mio. nach EUR 64,5 Mio. im 1. Halbjahr des Vorjahres. Das Konzernergebnis nach Steuern des 2. Quartals 2016 in Höhe von EUR 31,1 Mio. lag um EUR 8,7 Mio. über dem Konzernergebnis nach Steuern des Vorjahresquartals von EUR 22,4 Mio. Auch das Konzernergebnis nach Steuern des 1. Halbjahres 2016 übertraf mit EUR 48,6 Mio. den Wert des 1. Halbjahres 2015 um EUR 13,6 Mio.

Die Vermögenslage war trotz der Akquisition von Centor unverändert sehr solide. Die Eigenkapitalquote lag mit 29,2 % leicht über dem Niveau vom 30. November 2015 (28,8 %). Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme lag mit 76,0 % leicht unter dem Wert zum 30. November 2015 (77,8 %). Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag mit 2,9 auf dem Niveau des Wertes per 30. November 2015. Positiv hervorzuheben ist im 1. Halbjahr 2016 die Entwicklung des Operating Cash Flows, der sich im Vergleich zur Vorjahresperiode, und zwar insbesondere durch die Berücksichtigung von Centor, um EUR 38,0 Mio. auf EUR 94,0 Mio. deutlich verbessert hat.

Durch unsere starke Präsenz im Ausland haben externe Faktoren wie Währungsschwankungen Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Aus diesem Grund geben wir im Lagebericht das Umsatzwachstum auch währungsbereinigt an. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir für den US-Dollar folgenden Plankurs zugrunde gelegt: 1 Euro entspricht 1,12 US-Dollar. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.

Insgesamt entsprach die Entwicklung des 2. Quartals im Geschäftsjahr 2016 unseren Erwartungen.

UMSATZENTWICKLUNG

Im 2. Quartal 2016 übertraf der Gerresheimer Konzern den vergleichbaren Vorjahresquartalsumsatz um 4,0 % bzw. EUR 14,1 Mio. Im 1. Halbjahr 2016 stieg der Umsatz auf EUR 712,9 Mio. bzw. um 8,3 % im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode an. Organisch, d. h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, verzeichnete der Gerresheimer Konzern im 2. Quartal 2016 kein Umsatzwachstum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. Während der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ein organisches Umsatzplus erzielte, war im Geschäftsbereich Plastics & Devices der Umsatz organisch leicht rückläufig. Der Hauptgrund dafür lag an den margenschwachen Toolumsätzen, die unter dem Vorjahresquartal lagen. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das organische Umsatzwachstum 2,0 % verglichen mit dem 1. Halbjahr 2015.

Q2 Q2 Veränderung Q1-Q2 Q1-Q2 Veränderung
in Mio. EUR 2016 2015 in %1) 2016 2015 in %1)
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
Plastics & Devices 193,2 168,6 14,6 370,8 306,2 21,1
Primary Packaging Glass 154,3 166,8 -7,5 297,0 313,2 -5,1
Life Science Research 24,5 26,3 -6,8 47,8 49,1 -2,6
Zwischensumme 372,0 361,7 2,8 715,6 668,5 7,0
Innenumsätze -1,5 -5,3 -71,2 -2,7 -10,3 -72,6
Summe Umsatzerlöse 370,5 356,4 4,0 712,9 658,2 8,3

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Plastics & Devices stieg im 2. Quartal 2016 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 14,6 % bzw. EUR 24,6 Mio. auf EUR 193,2 Mio. Im 1. Halbjahr 2016 wuchs der Umsatz um EUR 64,6 Mio. auf EUR 370,8 Mio. und erzielte damit ein Plus von 21,1 %. Hauptgrund für diesen Anstieg ist im Wesentlichen der Umsatzanteil von Centor in der Berichtsperiode, welcher in der vergleichbaren Vorjahresperiode nicht berücksichtigt ist, da die Transaktion zum 1. September 2015 abgeschlossen wurde. Das organische Umsatzwachstum betrug -2,2 % im 2. Quartal 2016 bzw. ein Plus von 0,8 % im 1. Halbjahr 2016. Die Hauptursache für diese rückläufige Umsatzentwicklung ist in den niedrigmargigen Toolumsätzen zu sehen, die unter dem Vorjahresquartal lagen. Schwankungen im Tool-Geschäft sind üblich und im Wesentlichen durch die Abrechnung von größeren Kundenprojekten bedingt. Für das Gesamtjahr gehen wir weiterhin von Toolumsätzen in der Größenordnung des Geschäftsjahres 2015 aus. Der Teileumsatz im 2. Quartal 2016 entwickelte sich wie im Vorquartal erfreulich.

Der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass erzielte im 2. Quartal 2016 einen Umsatz von EUR 154,3 Mio. gegenüber EUR 166,8 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 7,5 %. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 war der Umsatz des Geschäftsbereiches um 5,1 % zwar rückläufig, was im Wesentlichen aber auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes am 2. November 2015 zurückzuführen ist, da die Umsätze aus diesem Bereich im 1. Halbjahr 2015 noch in den Umsatzerlösen enthalten waren. Organisch konnten wir jedoch einen Umsatzzuwachs von 3,6 % im 2. Quartal 2016 verzeichnen bzw. 4,6 % im 1. Halbjahr 2016. Erfreulich entwickelten sich hierbei sowohl der Bereich Tubular Glass Converting, wo sich der positive Umsatztrend der letzen Quartale, insbesondere in Amerika, weiter fortsetzte, als auch der Bereich Moulded Glass und hier insbesondere der Kosmetikbereich.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Life Science Research ging im 2. Quartal 2016 um EUR 1,8 Mio. auf nunmehr EUR 24,5 Mio. bzw. im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um 2,6 % auf EUR 47,8 Mio. zurück. Dies ist insbesondere auf einen temporär schwächeren Markt im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen.

ERTRAGSLAGE

Im 2. Quartal 2016 erwirtschaftete der Gerresheimer Konzern ein Adjusted EBITDA von EUR 84,7 Mio. und übertraf damit das Niveau des Vorjahresquartals um 17,5 %. Die Adjusted EBITDA-Marge betrug im 2. Quartal 2016 22,8 % und wuchs damit über das Niveau der Adjusted EBITDA-Marge der Vergleichsperiode von 20,2 % hinaus. Im 1. Halbjahr 2016 wurde ein Adjusted EBITDA von EUR 150,7 Mio. erzielt. Dies ist ein Anstieg von EUR 27,7 Mio. bzw. 22,5 %. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 1. Halbjahr 2016 bei 21,1 % und damit ebenfalls über dem Niveau des 1. Halbjahres 2015, die einen Wert von 18,7 % erreicht hat. Alle drei Geschäftsbereiche haben zu dieser guten Margenentwicklung beigetragen.

Marge in %
in Mio. EUR Q2 2016 Q2 2015 Q2 2016 Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Adjusted EBITDA
Plastics & Devices 52,2 36,3 27,0 21,5 94,3 61,8
Primary Packaging Glass 35,0 36,8 22,7 22,1 61,2 64,7
Life Science Research 3,9 3,8 16,1 14,5 6,5 6,6
Zwischensumme 91,1 76,9 - - 162,0 133,1
Zentralstellen/ Konsolidierung -6,4 -4,8 - - -11,3 -10,1
Summe Adjusted EBITDA 84,7 72,1 22,8 20,2 150,7 123,0
Marge in %
in Mio. EUR Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
--- --- ---
Adjusted EBITDA
Plastics & Devices 25,4 20,2
Primary Packaging Glass 20,6 20,7
Life Science Research 13,7 13,4
Zwischensumme - -
Zentralstellen/ Konsolidierung - -
Summe Adjusted EBITDA 21,1 18,7

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices steigerte im Vergleich zum Vorjahresquartal das Adjusted EBITDA im 2. Quartal 2016 um EUR 15,9 Mio. auf EUR 52,2 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 2. Quartal 2016 mit 27,0 % deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Im 1. Halbjahr 2016 stieg das Adjusted EBITDA um EUR 32,5 Mio. auf EUR 94,3 Mio., die Adjusted EBITDA-Marge erzielte einen Wert von 25,4 % nach 20,2 % im vergleichbaren Vorjahreshalbjahr. Diese Entwicklung ist neben der Akquisition von Centor am 1. September 2015 auf einen geringeren Umsatzanteil des Tool-Geschäftes im 2. Quartal 2016 zurückzuführen, das weniger hohe Margen aufweist.

Mit EUR 35,0 Mio. erzielte der Geschäftsbereich Primary Packaging Glass ein Adjusted EBITDA, das mit 4,9 % unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal liegt. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes zum 2. November 2015 zurückzuführen. In den ersten beiden Quartalen 2016 wurde insgesamt ein Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 61,2 Mio. erwirtschaftet. Dieser Wert lag um EUR 3,5 Mio. unter dem Niveau der vergleichbaren Vorjahresperiode, was ebenfalls auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes zum 2. November 2015 zurückzuführen ist. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 2. Quartal 2016 mit 22,7 % leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals von 22,1 %. Die Marge im 1. Halbjahr 2016 blieb mit 20,6 % auf dem Niveau des 1. Halbjahres 2015 in Höhe von 20,7 %. Sowohl der Moulded Glass Bereich als auch in stärkerem Maß der Tubular Glass Converting Bereich übertrafen ihre EBITDA-Niveaus in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zur Vorjahresperiode. Trotz des negativen Margeneffektes aus dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes konnte der Geschäftsbereich aufgrund von Umsatz- und Produktivitätssteigerungen eine Marge nahezu auf Vorjahresniveau erreichen, was unsere Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres übertroffen hat.

Im Geschäftsbereich Life Science Research übertrafen wir mit einem Adjusted EBITDA von EUR 3,9 Mio. den Wert des 2. Quartals 2015. Die Adjusted EBITDA-Marge erreichte einen Wert von 16,1 % und lag damit über der Adjusted EBITDA-Marge des Vorjahresquartals von 14,5 %. Im 1. Halbjahr 2016 lag das Adjusted EBITDA mit EUR 6,5 Mio. leicht unter dem Wert des 1. Halbjahres 2015. Trotz niedrigeren Umsatzes im Vorjahresvergleich konnte aufgrund eines konsequenten Kostenmanagements die Adjusted EBITDA-Marge im 1. Halbjahr 2016 von 13,4 % auf 13,7 % gesteigert werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:

in Mio. EUR Q2 2016 Q2 2015 Veränderung Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Veränderung
Adjusted EBITDA 84,7 72,1 12,6 150,7 123,0 27,7
Planmäßige Abschreibungen -21,9 -21,7 -0,2 -43,4 -44,0 0,6
Adjusted EBITA 62,8 50,4 12,4 107,3 79,0 28,3
Verkauf Röhrenglasgeschäft - -0,7 0,7 0,3 -1,0 1,3
Portfoliooptimierungen -0,1 -5,7 5,6 -1,2 -5,8 4,6
Einmalige Aufwendungen und Erträge1) -0,4 -0,3 -0,1 -0,6 -0,3 -0,3
Einmaleffekte gesamt -0,5 -6,7 6,2 -1,5 -7,1 5,6
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen2) -9,3 -3,7 -5,6 -19,5 -7,4 -12,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 53,0 40,0 12,8 86,3 64,5 21,7

1) Die Position "Einmalige Aufwendungen und Erträge" umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als "Restrukturierungsaufwendungen" auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012, der Akquisition von Triveni im Dezember 2012 sowie der Akquisition von Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.

Ausgehend vom Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 84,7 Mio. im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 72,1 Mio.) führen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 21,9 Mio. (2. Quartal 2015: EUR 21,7 Mio.) zu einem Adjusted EBITA von EUR 62,8 Mio. im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 50,4 Mio.). Einmaleffekte mit einem Gesamtwert von EUR 0,5 Mio. in der Berichtsperiode (Vorjahresquartal: EUR 6,7 Mio.) sowie planmäßige Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 9,3 Mio. (2. Quartal 2015: EUR 3,7 Mio.) leiten auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 53,0 Mio. im 2. Quartal 2016 über, nach einem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 40,0 Mio. Die Einmaleffekte enthielten im 2. Quartal 2016 ebenso wie im 1. Halbjahr 2016 im Wesentlichen noch nicht buchbare Folgeeffekte aus den im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und durchgeführten Portfoliooptimierungen und in geringem Maße eine Anpassung des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes im Geschäftsjahr 2015.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen belaufen sich im 2. Quartal 2016 auf EUR 9,3 Mio. nach EUR 3,7 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Anstieg von EUR 5,6 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der im September 2015 abgeschlossenen Akquisition von Centor. Im 1. Halbjahr 2016 beliefen sich die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen auf EUR 19,5 Mio. nach EUR 7,4 Mio. im 1. Halbjahr 2015.

Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte im 2. Quartal 2016 somit einen Wert von EUR 31,1 Mio. und lag damit um EUR 8,7 Mio. über dem Ergebnis des vergleichbaren Vorjahresquartals. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das Konzernergebnis nach Steuern EUR 48,6 Mio. nach EUR 35,0 Mio. im 1. Halbjahr 201 5. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen ergab sich zum 31. Mai 2015 ein Ergebnisanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens von EUR 45,6 Mio. (Vorjahreshalbjahr: EUR 31,3 Mio.).

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Konzernergebnisses zum bereinigten Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen:

in Mio. EUR Q2 2016 Q2 2015 Veränderung Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Veränderung
Konzernergebnis 31,1 22,4 8,7 48,6 35,0 13,6
Verkauf Röhrenglasgeschäft - -0,7 0,7 0,3 -1,0 1,3
darauf entfallender Steuereffekt - 0,2 -0,2 -0,1 0,3 -0,4
Portfoliooptimierungen -0,1 -5,7 5,6 -1,2 -5,8 4,6
darauf entfallender Steuereffekt - 2,2 -2,2 0,4 2,2 -1,8
Einmalige Aufwendungen und Erträge -0,4 -0,3 -0,1 -0,6 -0,3 -0,3
darauf entfallender Steuereffekt 0,1 0,1 - 0,2 0,1 0,1
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -9,3 -3,7 -5,6 -19,5 -7,4 -12,1
darauf entfallender Steuereffekt 3,1 1,1 2,0 6,5 2,2 4,3
Bereinigtes Konzernergebnis 37,7 29,2 8,5 62,6 44,7 17,9
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 1,7 2,1 -0,4 3,0 3,7 -0,7
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -0,4 -0,6 0,2 -0,8 -1,2 0,4
darauf entfallender Steuereffekt - 0,1 -0,1 0,1 0,1 -
Bereinigte Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 2,1 2,6 -0,5 3,7 4,8 -1,1
Bereinigtes Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen 35,6 26,6 9,0 58,9 39,9 19,0
Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie in EUR nach nicht beherrschenden Anteilen 1,13 0,84 0,30 1,88 1,27 0,61

Das bereinigte Konzernergebnis (definiert als: Konzernergebnis inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und den gesamten Einmaleffekten und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im 2. Quartal 2016 EUR 37,7 Mio. nach EUR 29,2 Mio. im Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2016 betrug das bereinigte Konzernergebnis EUR 62,6 Mio. und liegt damit um EUR 17,9 Mio. über dem Wert von EUR 44,7 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Das bereinigte Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug im 2. Quartal 2016 EUR 35,6 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 26,6 Mio.) und erhöhte sich damit um EUR 9,0 Mio. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielten wir ein bereinigtes Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 58,9 Mio. nach EUR 39,9 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Konzernergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen von EUR 1,13 im 2. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 0,84). Im 1. Halbjahr 2016 betrug das bereinigte Konzernergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen EUR 1,88 nach EUR 1,27 im 1. Halbjahr 2015.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSDARSTELLUNG

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im 1. Halbjahr 2016 wie folgt entwickelt:

Veränderung
Aktiva in Mio. EUR 31.05.2016 30.11.2015 in %1)
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.774,8 1.862,9 -4,7
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0,2 0,2 -
Sonstige langfristige Vermögenswerte 19,2 19,4 -0,8
Langfristige Aktiva 1.794,2 1.882,5 -4,7
Vorräte 190,4 186,4 2,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 229,6 219,0 4,8
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 145,2 132,0 10,0
Kurzfristige Aktiva 565,2 537,4 5,2
Bilanzsumme 2.359,4 2.419,9 -2,5
Veränderung
Passiva in Mio. EUR 31.05.2016 30.11.2015 in %1)
--- --- --- ---
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 687,8 698,1 -1,5
Langfristige Rückstellungen 165,0 165,0 -
Finanzverbindlichkeiten 740,8 740,8 -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 139,0 146,8 -5,3
Langfristige Schulden 1.044,8 1.052,6 -0,7
Finanzverbindlichkeiten 279,7 249,6 12,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148,6 160,9 -7,6
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 198,5 258,6 -23,3
Kurzfristige Schulden 626,8 669,2 -6,3
Bilanzsumme 2.359,4 2.419,9 -2,5

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Zum 31. Mai 2016 sank die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum 30. November 2015 um EUR 60,5 Mio. auf EUR 2.359,4 Mio. Innerhalb der Bilanzstruktur ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.

Die langfristigen Aktiva lagen mit EUR 1.794,2 Mio. um EUR 88,3 Mio. unter dem Niveau des 30. Novembers 2015. Die betragsmäßig größte Veränderung ergibt sich bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer Reduzierung von EUR 64,6 Mio. gegenüber dem 30. November 2015. Dies resultiert zum einen aus einer Reduzierung des Geschäftswertes aufgrund von Währungsveränderungen von EUR 17,6 Mio. und einer Reduzierung der Kundenbeziehungen um EUR 44,5 Mio., wovon EUR 25,9 Mio. ebenfalls auf die Währungsveränderung und EUR 18,6 Mio. auf Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen zurückzuführen sind. Weiterhin ist der Wert der Sachanlagen um EUR 23,5 Mio. zurückgegangen. Die langfristigen Aktiva betrugen zum 31. Mai 2016 76,0 % und zum 30. November 2015 insgesamt 77,8 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Aktiva lagen mit EUR 565,2 Mio. um EUR 27,8 Mio. unter dem Wert zum 30. November 2015. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Das Konzerneigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist zum 31. Mai 2016 von EUR 698,1 Mio. auf EUR 687,8 Mio. gefallen. Hierin sind zwei gegenläufige Effekte zu verzeichnen, einerseits das positive Konzernergebnis der Berichtsperiode in Höhe von EUR 48,6 Mio. und andererseits die Entwicklung der Fremdwährungen, welche einen negativen Effekt auf das Eigenkapital hatte, sowie die Ausschüttung der Dividende am 29. April 2016. Die Eigenkapitalquote stieg leicht von 28,8 % zum 30. November 2015 auf 29,2 % zum 31. Mai 2016.

Die langfristigen Schulden haben sich mit EUR 1.044,8 Mio. per Ende Mai 2016 um EUR 7,8 Mio. im Vergleich zu EUR 1.052,6 Mio. per Ende November 2015 reduziert.

Die kurzfristigen Schulden sind um EUR 42,4 Mio. auf EUR 626,8 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Zahlung der Steuerverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes in den USA und eine deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten angestiegen.

NET WORKING CAPITAL

Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 31. Mai 2016 mit EUR 230,7 Mio. um EUR 17,0 Mio. höher als zum 30. November 2015.

in Mio. EUR 31.05.2016 30.11.2015 31.05.2015
Vorräte 190,4 186,4 214,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 229,6 219,0 216,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148,6 160,9 115,1
Erhaltene Anzahlungen 40,7 30,8 38,4
Net Working Capital 230,7 213,7 277,2

Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum 30. November 2015 ist erwartungsgemäß auf die gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf leicht erhöhte Bestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen aus. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg des Net Working Capitals im 1. Halbjahr 2016 lediglich EUR 21,7 Mio. nach EUR 33,2 Mio. im 1. Halbjahr 2015.

Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate ist das durchschnittliche Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von 20,0 % auf 17,2 % gesunken und bewegt sich nun bereits auf der Zielgröße für das Gesamtjahr von rund 17 %.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. EUR 31.05.2016 30.11.2015 31.05.2015
Finanzschulden
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen (bis 15.06.2015)1) - - 75,7
Revolvierendes Darlehen (bis 15.06.2015)1) - - 149,5
Revolvierendes Darlehen (ab 15.06.2015)1) 264,5 232,8 -
Summe Konsortialkredite 264,5 232,8 225,2
Schuldverschreibung - Euro Bond 300,0 300,0 300,0
Schuldscheindarlehen 425,0 425,0 -
Lokale Kreditlinien1) 11,1 7,6 7,5
Finanzierungsleasing 4,8 5,8 6,3
Summe Finanzschulden 1.005,4 971,2 539,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 105,4 93,7 73,4
Nettofinanzschulden 900,0 877,5 465,6

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 31. Mai 2016: EUR 1,00/USD 1,1154; zum 30. November 2015: EUR 1,00/USD 1,0579; zum 31. Mai 2015: EUR 1,00/USD 1,0970.

Die Nettofinanzschulden sind zum 31. Mai 2016 um EUR 22,5 Mio. auf EUR 900,0 Mio. gestiegen (30. November 2015: EUR 877,5 Mio.). Dies ist einerseits auf die im 1. Quartal 2016 und im Rahmen des Jahresabschlusses kommunizierte und mittlerweile geleistete Steuerzahlung in Höhe von rund EUR 35 Mio. aufgrund des Verkaufes des Röhrenglasgeschäftes in den USA sowie andererseits auf die im 2. Quartal 2016 geleistete Dividendenzahlung am 29. April 2016 in Höhe von EUR 26,7 Mio. und die jährliche Zinszahlung aus der Schuldverschreibung in Höhe von EUR 15,0 Mio. zurückzuführen. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag bei 2,9.

Das bestehende revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 450 Mio. war zum 31. Mai 2016 mit EUR 264,5 Mio. in Anspruch genommen.

INVESTITIONEN

Im 1. Halbjahr 2016 tätigte Gerresheimer folgende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:

in Mio. EUR Q2 2016 Q2 2015 Veränderung in %1) Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Veränderung in %1)
Plastics & Devices 6,0 5,2 14,7 14,7 9,4 57,0
Primary Packaging Glass 14,5 14,4 0,2 19,2 23,8 -19,4
Life Science Research 0,4 0,2 117,1 0,6 0,3 85,4
Zentralstellen 0,4 0,1 >100,0 0,5 0,3 93,8
Summe Investitionen 21,3 19,9 7,6 35,0 33,8 3,6

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Im 2. Quartal 2016 hat der Gerresheimer Konzern Investitionen in Höhe von EUR 21,3 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 19,9 Mio.) getätigt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 35,0 Mio. (Vorjahreshalbjahr: EUR 33,8 Mio.) vorgenommen. Der größte Teil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Primary Packaging Glass. Hier lag der Schwerpunkt hauptsächlich in Fläschchen- und Karpulenmaschinen im Rahmen der weltweiten Standardisierung. Zudem stellten die turnusmäßigen Generalüberholungen von Schmelzwannen wesentliche Investitionen dar. Der Geschäftsbereich Plastics & Devices wurde hauptsächlich durch den Kauf eines Grundstückes für einen neuen Plastic Packaging Standort in Brasilien sowie Restaktivitäten in Peachtree City, USA, beeinflusst.

KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG)

in Mio. EUR Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 31,1 33,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -36,0 -33,7
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 19,3 1,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 14,4 1,9
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -2,7 3,6
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 93,7 67,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 105,4 73,4

In den ersten sechs Monaten 2016 lag der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit EUR 31,1 Mio. leicht unter dem Mittelzufluss des Vorjahreshalbjahres von EUR 33,7 Mio. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass wir im 1. Quartal 2016 eine Steuerzahlung aufgrund des Verkaufs des Röhrenglasgeschäftes in den USA von rund EUR 35 Mio. geleistet haben.

Ohne diese Einmalzahlung hätte der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit rund EUR 66 Mio. betragen und wäre damit deutlich über dem Wert des Vorjahreshalbjahres gewesen. Dies ist im Wesentlichen auf das deutlich verbesserte Net Working Capital zurückzuführen.

Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 36,0 Mio. war um EUR 2,3 Mio. geringfügig höher als in den ersten sechs Monaten 2015. Der Mittelabfluss beinhaltet in beiden berichteten Quartalen Ausgaben für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in der aktuellen Berichtsperiode Kaufpreisanpassungen für die Centor Akquisition sowie den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes. Einzahlungen aus Anlagenverkäufen hatten in den jeweiligen Quartalen eine untergeordnete Bedeutung.

Der Mittelzufluss im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2016 EUR 19,3 Mio. nach EUR 1,9 Mio. im 1. Halbjahr 2015. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit EUR 105,4 Mio. um EUR 32,0 Mio. höher als zum 31. Mai 2015.

OPERATING CASH FLOW

in Mio. EUR Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Adjusted EBITDA 150,7 123,0
Veränderung des Net Working Capitals -21,7 -33,2
Investitionen -35,0 -33,8
Operating Cash Flow 94,0 56,0
Gezahlte Zinsen (netto) -17,1 -17,8
Gezahlte Steuern (netto) -66,1 -18,1
Pensionszahlungen -6,0 -8,2
Sonstiges -8,4 -11,9
Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen -3,6 -
Akquisitionen/Desinvestitionen -1,3 -
Finanzierungstätigkeit 19,3 1,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 14,4 1,9

Der Operating Cash Flow hat sich insbesondere aufgrund des um EUR 27,7 Mio. höheren Adjusted EBITDA von EUR 56,0 Mio. zum Ende des 1. Halbjahres 2015 auf nunmehr EUR 94,0 Mio. verbessert. Alle drei Geschäftsbereiche weisen positive Operating Cash Flows aus. Weitere Details sind der Übersicht zu den Segmentdaten nach Geschäftsbereichen im Anhang zu diesem Quartalsfinanzbericht zu entnehmen.

MITARBEITER

Zum 31. Mai 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 10.689 Mitarbeiter (30. November 2015: 10.684).

31.05.2016 30.11.2015
Schwellenländer 3.965 4.025
Deutschland 3.448 3.471
Europa (ohne Deutschland) 1.895 1.856
Amerika 1.381 1.332
Summe 10.689 10.684

Zum 31. Mai 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 37 % der Mitarbeiter in den Schwellenländern, 32 % der Mitarbeiter in Deutschland, 18 % der Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland) sowie 13 % in Amerika.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Gerresheimer setzt auch im Geschäftsjahr 2016 auf Wachstum in den pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices. Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme und des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft.

Existenzgefährdende Risiken sind für den Gerresheimer Konzern derzeit nicht erkennbar. Gegenüber den im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" unseres Geschäftsberichts 2015 gemachten Aussagen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Entwicklung der Weltwirtschaft/Entwicklung in den einzelnen Regionen

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN

Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016

Die Einschätzung der Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016 hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.

Gesamtkonzern

Der Gerresheimer Konzern verfolgt eine klare und erfolgreiche Strategie, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir unverändert von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Berücksichtigung von Akquisitionen oder Desinvestitionen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2016 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir weiterhin einen währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.). Der Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von rund 9 % im Vergleich zum Umsatz des Geschäftsjahres 2015 und einem organischen Umsatzwachstum von 4 % bis 5 %.7)

7) Gemessen zu konstanten Wechselkursen, inklusive eines Pro-Forma-Beitrages von Centor für zwölf Monate im Geschäftsjahr 2015, sowie unter Herausrechnung des verkauften Röhrenglasgeschäftes für das gesamte Jahr 2015 und der Annahme, dass die Optimierungen des Unternehmensportfolios im Geschäftsjahr 2015 schon erfolgt waren.

Für das Adjusted EBITDA rechnen wir im Geschäftsjahr 2016 mit einem Anstieg auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.).

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2016 wird rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen und somit am unteren Ende unserer zuvor gegebenen Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 von 8,0 % bis 9,0 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen liegen. Dies ist ein großer Erfolg, da wir weiterhin aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung in unser Unternehmen investieren. Möglich wird das, da wir im Geschäftsjahr 2015 vielfältige Maßnahmen unternommen haben, um unser Geschäft deutlich weniger kapitalintensiv zu gestalten. So haben wir durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes sowie die endgültige Stilllegung des Behälterglaswerkes in Millville die Anzahl der von uns betriebenen Schmelzöfen um insgesamt acht auf nunmehr 13 deutlich reduziert. Dies führt neben der Reduktion der Anzahl und des Umfangs von nötigen Instandhaltungsmaßnahmen auch zu geringeren Investitionserfordernissen, da Schmelzöfen sehr kapitalintensiv sind. Hilfreich ist darüber hinaus, dass das neu erworbene Unternehmen Centor lediglich 3 % bis 4 % vom Umsatz als jährliche Investitionen benötigt und damit den Trend zu weniger Investitionen verstärkt.

Außerdem erwarten wir eine Verringerung des erforderlichen Net Working Capitals im Verhältnis zum Umsatz, da wir unter anderem durch den bedarfsgerechten Zukauf der fertigen Glasröhren nach unserem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes insgesamt weniger Vorräte halten müssen. Aus unserer Sicht bestehen gute Chancen, dass sich das durchschnittliche Net Working Capital um rund 2 Prozentpunkte auf ca. 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen in 2016 verbessern kann. Im 1. Halbjahr 2016 konnten wir eine deutliche Absenkung des durchschnittlichen Wertes über ein Jahr auf 17,2 % verzeichnen, was zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Der vollständige positive Verbesserungseffekt auf den Free Cash Flow aus den geringeren Investitionen und dem zu erwartenden geringeren Working Capital wird jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2017 erkennbar, da wir -wie bereits kommuniziert -im 1. Quartal 2016 rund EUR 35 Mio. an tatsächlichen Steuerzahlungen aus dem Veräußerungserfolg des Röhrenglasgeschäftes in den USA beglichen haben.8)

Darüber hinaus bestätigen wir die Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018, jeweils gemessen zu konstanten Wechselkursen, und haben auch hier eine Wechselkursannahme von USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Für den genannten Zeitraum streben wir eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an.9)
Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 22 % für das Geschäftsjahr 2018 an.9)

Damit sollte die Operating Cash Flow-Marge im Geschäftsjahr 2018 nunmehr rund 13 % betragen (vormals über 10 %) sowie der ROCE sich weiterhin über dem Niveau unserer langfristigen Zielvorgabe von 12 % bewegen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich ein deutlich geringeres jährliches Investitionsvolumen in der Größenordnung von nur noch rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen.

Das durchschnittliche Net Working Capital soll im Jahr 2018 nur noch rund 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen (vormals rund 18 %).

8) Buchhalterisch wurde dieser bereits im Konzernabschluss 2015 in der Konzern-GuV berücksichtigt. D.h. es handelte sich im 1. Quartal 2016 lediglich um einen Liquiditätsabfluss.

9) Unverändert seit der letzten Anpassung im Zuge der Verkündung der Akquisition von Centor am 28. Juli 2015.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS DEZEMBER 2015 - MAI 2016

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016

in T EUR Anhang Q2 2016 Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Umsatzerlöse 370.533 356.444 712.861 658.209
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -250.096 -250.418 -492.016 -474.833
Bruttoergebnis vom Umsatz 120.437 106.026 220.845 183.376
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -69.288 -62.605 -137.216 -119.129
Sonstige betriebliche Erträge (4) 3.609 4.615 6.869 9.779
Restrukturierungsaufwendungen -10 -4.779 -10 -4.896
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.806 -3.287 -4.238 -4.638
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 52.942 39.970 86.250 64.492
Finanzerträge 6.334 776 7.142 1.666
Finanzaufwendungen -15.094 -8.072 -24.291 -16.033
Finanzergebnis -8.760 -7.296 -17.149 -14.367
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 44.182 32.674 69.101 50.125
Ertragsteuern (6) -13.114 -10.304 -20.471 -15.107
Konzernergebnis 31.068 22.370 48.630 35.018
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 29.376 20.273 45.621 31.292
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 1.692 2.097 3.009 3.726
Ergebnis je Aktie (in EUR)1) 0,94 0,65 1,45 1,00

1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stimmt mangels potentieller verwässerter Aktien mit dem verwässerten Ergebnis überein.

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016

in T EUR Q2 2016 Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Konzernergebnis 31.068 22.370 48.630 35.018
Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sowie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 139 -4 821
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag - -69 - -413
Ertragsteuern - -27 1 -158
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 43 -3 250
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -4.300 -3.539 -31.961 2.745
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung -4.300 -3.539 -31.961 2.745
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird -4.300 -3.496 -31.964 2.995
Sonstiges Ergebnis -4.300 -3.496 -31.964 2.995
Gesamtergebnis 26.768 18.874 16.666 38.013
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 26.253 15.195 15.662 25.792
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 515 3.679 1.004 12.221

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-BILANZ

zum 31. Mai 2016

AKTIVA

in T EUR Anhang 31.05.2016 30.11.2015 31.05.2015
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.187.936 1.252.508 553.294
Sachanlagen 581.062 604.605 587.275
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.761 5.791 3.861
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 237 237 86
Ertragsteuerforderungen 545 732 444
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.339 5.245 5.747
Sonstige Forderungen 3.981 5.267 2.081
Aktive latente Steuern 9.316 8.085 9.156
1.794.177 1.882.470 1.161.944
Kurzfristige Aktiva
Vorräte (8) 190.364 186.392 214.334
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 229.595 219.014 216.392
Ertragsteuerforderungen 3.920 3.598 2.902
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.883 10.882 3.427
Sonstige Forderungen 29.000 23.903 28.327
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 105.408 93.668 73.414
565.170 537.457 538.796
Summe Aktiva 2.359.347 2.419.927 1.700.740

PASSIVA

in T EUR Anhang 31.05.2016 30.11.2015 31.05.2015
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31.400 31.400 31.400
Kapitalrücklage 513.827 513.827 513.827
IAS-39-Rücklage -39 -36 -35
Rücklage aus Währungsumrechnung -61.894 -31.938 -37.879
Angesammelte Ergebnisse 132.083 113.152 38.346
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 615.377 626.405 545.659
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 72.445 71.726 69.509
687.822 698.131 615.168
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 139.006 146.509 31.059
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 158.109 158.210 172.282
Sonstige Rückstellungen 6.873 6.826 6.540
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 740.820 740.782 303.178
Sonstige Verbindlichkeiten 8 277 287
1.044.816 1.052.604 513.346
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.943 19.292 14.474
Sonstige Rückstellungen 56.643 64.573 64.435
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148.646 160.940 115.135
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 279.688 249.611 249.128
Ertragsteuerverbindlichkeiten 10.100 56.487 17.099
Sonstige Verbindlichkeiten 115.689 118.289 111.955
626.709 669.192 572.226
1.671.525 1.721.796 1.085.572
Summe Passiva 2.359.347 2.419.927 1.700.740

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016

Sonstiges Ergebnis
in T EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage IAS 39-Rücklage Rücklage aus Währungsumrechnung Angesammelte Ergebnisse Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens
--- --- --- --- --- --- ---
Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 31.400 513.827 -263 -31.655 30.108 543.417
Konzernergebnis - - - - 31.292 31.292
Sonstiges Ergebnis - - 228 -6.224 496 -5.500
Gesamtergebnis - - 228 -6.224 31.788 25.792
Ausschüttung - - - - -23.550 -23.550
Zum 31. Mai 2015 31.400 513.827 -35 -37.879 38.346 545.659
Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 31.400 513.827 -36 -31.938 113.152 626.405
Konzernergebnis - - - - 45.621 45.621
Sonstiges Ergebnis - - -3 -29.956 - -29.959
Gesamtergebnis - - -3 -29.956 45.621 15.662
Ausschüttung - - - - -26.690 -26.690
Zum 31. Mai 2016 31.400 513.827 -39 -61.894 132.083 615.377
in T EUR Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 60.955 604.372
Konzernergebnis 3.726 35.018
Sonstiges Ergebnis 8.495 2.995
Gesamtergebnis 12.221 38.013
Ausschüttung -3.667 -27.217
Zum 31. Mai 2015 69.509 615.168
Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 71.726 698.131
Konzernergebnis 3.009 48.630
Sonstiges Ergebnis -2.005 -31.964
Gesamtergebnis 1.004 16.666
Ausschüttung -285 -26.975
Zum 31. Mai 2016 72.445 687.822

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016

in T EUR Anhang Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Konzernergebnis 48.630 35.018
Ertragsteuern (6) 20.471 15.107
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 41.885 42.683
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 21.026 8.799
Portfoliobereinigungen 68 897
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -4.536 -6.418
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -3.278 -4.542
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -46 81
Finanzergebnis 17.149 14.367
Gezahlte Zinsen -17.818 -18.600
Erhaltene Zinsen 714 757
Gezahlte Ertragsteuern -66.706 -19.721
Erhaltene Ertragsteuern 635 1.633
Veränderung der Vorräte -7.831 -11.954
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva -16.332 -8.031
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva -12.707 -13.650
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 9.767 -2.739
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 31.091 33.687
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 332 94
Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen -33.765 -32.981
in immaterielle Vermögenswerte -1.257 -816
Einzahlungen aus Desinvestitionen (2) -2.275 -
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel (2) 1.013 -
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -35.952 -33.703
Ausschüttungen an Dritte -27.029 -25.380
Aufnahme von Finanzkrediten 77.759 110.575
Rückzahlung von Finanzkrediten -30.621 -83.006
Rückzahlung von Finanzierungsleasing -825 -321
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 19.284 1.868
Zahlungswirksame Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 14.423 1.852
Wechselkursbedingte Änderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.683 3.626
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 93.668 67.936
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 105.408 73.414

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-ANHANG

der Gerresheimer AG zum Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 31. Mai 2016

(1) Grundlagen der Berichterstattung

Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den gültigen Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. November 2015 gelesen werden. Eine prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer hat nicht stattgefunden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Es gelten grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss 2015.

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig verpflichtend angewendet:

IAS 19, Leistungsbezogene Pläne - Beiträge von Mitarbeitern
Änderungen der IFRS

Im Dezember 2013 hat das IASB den fünften Sammelstandard mit insgesamt sechs Änderungen an sieben verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind von Unternehmen mit Sitz in der EU erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.

Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzern-Zwischenabschluss.

Bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern in die Berichtswährung werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR 31.05.2016 31.05.2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
--- --- --- --- --- ---
Argentinien ARS 15,5647 9,8720 14,9960 9,9885
Brasilien BRL 3,9850 3,4522 4,1678 3,2804
Schweiz CHF 1,1044 1,0341 1,0962 1,0920
China CNY 7,3363 6,7994 7,1797 7,1073
Tschechische Republik CZK 27,0220 27,4010 27,0362 27,5684
Dänemark DKK 7,4376 7,4597 7,4541 7,4553
Indien INR 74,9510 69,9893 73,9469 71,8271
Mexiko MXN 20,5185 16,8433 19,4165 17,0508
Polen PLZ 4,3865 4,1298 4,3353 4,1563
Schweden SEK 9,2910 9,3272 9,2500 9,3449
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,1154 1,0970 1,1036 1,1447

Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2015 ist im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.

(2) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Gerresheimer Konzerns im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind gesondert ausgewiesen. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Wechsel sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten "Einzahlungen aus Desinvestitionen" in der Berichtsperiode steht im Zusammenhang mit der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes und resultiert aus Auszahlungen für im Vorjahr bilanzierte Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen. Der Posten "Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel" beinhaltet in der Berichtsperiode den Erhalt einer Kaufpreisanpassung für den Erwerb der US-amerikanischen Centor, welche Teil der vertraglichen Regelungen war.

(3) Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Das Geschäft unterliegt saisonalen Einflüssen, so dass die Umsätze und der Cash Flow während der Ferienzeiten im Dezember/Januar und während der Sommermonate in Europa und Nordamerika üblicherweise am niedrigsten ausfallen.

ERLÄUTERUNGEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

(4) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Betrag von T EUR 1.580 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 2.618) und Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von T EUR 179 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 1.957) enthalten.

(5) Abschreibung auf Fair Value-Anpassungen

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen betreffen die Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese (vormals: Dudek Plast Gruppe) Ende Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012, der Triveni im Dezember 2012 sowie der Centor im September 2015.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen sind vollständig im Funktionsbereich Vertriebskosten ausgewiesen.

In der Berichtsperiode sind Wertminderungen auf Kundenbeziehungen in Höhe von T EUR 277 in den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices enthalten.

(6) Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwandes setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Tatsächliche Ertragsteuern -22.735 -20.438
Latente Ertragsteuern 2.264 5.331
-20.471 -15.107

Die aktuelle Steuerquote des Konzerns beträgt 29,6 % (Vorjahreshalbjahr: 30,1 %).

(7) Ausschüttungen an Dritte

In der Berichtsperiode wurde eine Dividende an nicht beherrschende Anteile der Triveni Polymers Private Ltd., Indien, in Höhe von T EUR 339 beschlossen und gezahlt.

Im Vorjahreshalbjahr entfielen bei den Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile T EUR 1.830 auf Chase Scientific Glass Inc., USA, die mit 49 % an Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA, beteiligt sind.

(8) Vorräte

in T EUR 31.05.2016 30.11.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 53.350 50.776
Unfertige Erzeugnisse/ Leistungen 24.571 24.231
Fertige Erzeugnisse und Waren 108.698 105.206
Geleistete Anzahlungen 3.745 6.179
Vorräte 190.364 186.392

Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt in der Berichtsperiode T EUR 2.654 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 4.718). Bei Wegfall der Gründe, welche zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen in der Berichtsperiode T EUR 272 (Vorjahreshalbjahr: T EUR 476).

(9) Finanzielle Verbindlichkeiten

Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. Juni 2015 ein neues revolvierendes Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von T EUR 450.000 unterzeichnet. Der in 2016 regulär auslaufende Bankkredit in Höhe von ursprünglich T EUR 400.000 wurde damit am 15. Juni 2015 abgelöst. Zum Stichtag war das revolvierende Darlehen in Höhe von T EUR 264.487 in Anspruch genommen.

Die Anleihe in Höhe von T EUR 300.000 ist unverändert im Bestand. Diese wurde am 19. Mai 2011 zu einem Ausgabekurs von 99,4 % und einem Zinskupon von 5,0 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Jahr 2018 ausgestattet ist.

Zum 10. November 2015 wurden zudem Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt T EUR 425.000 begeben.

(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betragen zum 31. Mai 2016 T EUR 899.945 (30. November 2015: T EUR 877.453), und das Net Working Capital beläuft sich auf T EUR 230.737 (30. November 2015: T EUR 213.698).

Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und dessen Maßnahmen zur Überwachung der einzuhaltenden Covenants im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts im Konzernabschluss zum 30. November 2015 dargestellt.

Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen

Nach Art der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sind drei Hierarchiestufen zu unterscheiden. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte zu den einzelnen Hierarchiestufen überprüft Gerresheimer jeweils zum Ende einer Berichtsperiode.

Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten bestimmt.

Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Die der Stufe 2 zuzurechnenden beizulegenden Zeitwerte wurden anhand von Preisen in jüngsten Geschäftsvorfällen mit vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern oder unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche Vermögenswerte oder Schulden bestimmt.

Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, in die am Markt nicht beobachtbare Inputfaktoren eingehen und das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen.

31.05.2016 30.11.2015
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total Stufe 1 Stufe 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Wertpapiere 648 - - 648 653 -
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 151 - 151 - 117
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 648 151 - 799 653 117
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 1.696 - 1.696 - 1.161
Put-Optionen - 13.638 - 13.638 - -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 15.334 - 15.334 - 1.161
30.11.2015
in T EUR Stufe 3 Total
--- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Wertpapiere - 653
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 117
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 770
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 1.161
Put-Optionen 13.747 13.747
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 13.747 14.908

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:

31.05.2016
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 199.776 199.776 - 199.7761)
Kredite und Forderungen 199.776 199.776 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11.423 11.191 799 12.222
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2322) - 648
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 151
Kredite und Forderungen 11.191 11.191 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 105.408 105.408 - 105.408
Finanzielle Vermögenswerte 316.607 316.375 799 317.406
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.005.174 1.035.341 15.334 1.020.508
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.005.174 1.035.341 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 15.334
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 148.646 148.646 - 148.646
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 148.646 148.646 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.153.820 1.183.987 15.334 1.169.154

1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 29.819 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 232 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

30.11.2015
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200.130 200.130 - 200.1301)
Kredite und Forderungen 200.130 200.130 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.357 15.121 770 16.127
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2362) - 653
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 117
Kredite und Forderungen 15.121 15.121 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93.668 93.668 - 93.668
Finanzielle Vermögenswerte 309.155 308.919 770 309.925
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 975.485 1.005.940 14.908 990.393
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 975.485 1.005.940 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 14.908
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.940 160.940 - 160.940
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 160.940 160.940 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.136.425 1.166.880 14.908 1.151.333

1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 18.884 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 236 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind. Zum 31. Mai 2016 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf T EUR 4.803 (30. November 2015: T EUR 5.708).

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und der Bonität des Schuldners am Abschlussstichtag Rechnung trägt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht signifikant von den Buchwerten ab.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in T EUR 31.05.2016 30.11.2015
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 44.545 43.157
Bestellobligo aus Investitionen 18.356 17.135
Bürgschaften 154 210
Andere finanzielle Verpflichtungen 7.469 7.278
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 70.524 67.780

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.

(12) Segmentberichterstattung

Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentberichterstattung am internen Berichtswesen.

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand der Gerresheimer AG als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.

Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden.

Der Gerresheimer Konzern gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche Plastics & Devices, Primary Packaging Glass und Life Science Research.

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten und Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass werden alle Primärverpackungsmittel aus Glas für Medikamente und Kosmetik produziert.

Der Geschäftsbereich Life Science Research produziert für Forschung, Entwicklung und Analytik wiederverwendbare Laborglasprodukte sowie Laboreinwegartikel und weitere Speziallaborgläser.

Die Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als "Zentralstellen/Konsolidierung" dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.

Im Folgenden werden die von der Gerresheimer AG zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen dargestellt:

in T EUR Plastics & Devices Primary Packaging Glass Life Science Research
Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segmentes 370.813 306.188 297.041 313.237 47.828 49.080
Innenumsätze -305 -352 -2.516 -9.944 - -
Umsatz mit Dritten 370.508 305.836 294.525 303.293 47.828 49.080
Adjusted EBITDA 94.279 61.790 61.169 64.704 6.538 6.564
Planmäßige Abschreibungen -21.040 -17.497 -21.394 -25.563 -747 -814
Adjusted EBITA 73.239 44.293 39.775 39.141 5.791 5.750
Net Working Capital 109.703 113.410 99.236 134.496 24.263 31.941
Operating Cash Flow1) 69.706 33.700 30.583 27.478 7.008 4.732
Investitionen 14.690 9.359 19.204 23.841 623 336
Mitarbeiter (Durchschnitt) 4.676 4.445 5.180 5.685 747 807
in T EUR Zentralstellen/Konsolidierung Konzern
Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015 Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
--- --- --- --- ---
Umsatz des Segmentes - - 715.682 668.505
Innenumsätze - - -2.821 -10.296
Umsatz mit Dritten - - 712.861 658.209
Adjusted EBITDA -11.287 -10.030 150.699 123.028
Planmäßige Abschreibungen -202 -210 -43.383 -44.084
Adjusted EBITA -11.489 -10.240 107.316 78.944
Net Working Capital -2.465 -2.688 230.737 277.159
Operating Cash Flow1) -13.252 -9.938 94.045 55.972
Investitionen 505 261 35.022 33.797
Mitarbeiter (Durchschnitt) 96 106 10.699 11.043

1) Operating Cash Flow: Adjusted EBITDA zuzüglich beziehungsweise abzüglich Veränderung Net Working Capital abzüglich Investitionen.

Eine Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum Konzernergebnis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

in T EUR Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
Adjusted EBITA der Segmente 118.805 89.184
Zentralstellen/Konsolidierung -11.489 -10.240
Adjusted EBITA Konzern 107.316 78.944
Verkauf Röhrenglasgeschäft 322 -977
Portfoliooptimierungen -1.221 -5.793
Einmalige Aufwendungen und Erträge -640 -284
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -19.527 -7.398
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 86.250 64.492
Finanzergebnis (netto) -17.149 -14.367
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 69.101 50.125

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(13) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch sie bzw. ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der Gerresheimer AG.

Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dar:

Q1-Q2 2016 Q1-Q2 2015
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- --- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 1.232 - 213 - 1.318 -
Assoziierte Unternehmen - 1.289 - 66 - 1.437
1.232 1.289 213 66 1.318 1.437
Q1-Q2 2015
in T EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
--- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 283 -
Assoziierte Unternehmen - 125
283 125

Die getätigten Geschäfte betreffen das Unternehmen Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG, Ravensburg, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht.

Sämtliche getätigten Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.

(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 31. Mai 2016 sind keine für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Der Vorstand hat den Konzern-Zwischenabschluss nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 6. Juli 2016 freigegeben.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Düsseldorf, 6. Juli 2016

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff Rainer Beaujean Andreas Schütte

FINANZKALENDER

06.10.2016 Quartalsfinanzbericht 3 Quartal 2016

IMPRESSUM

Herausgeber

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Straße 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

Tel +49 211 6181-00

Fax +49 211 6181-295

E-Mail [email protected]

www.gerresheimer.com

Konzept und Gestaltung

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Text

Gerresheimer AG, Düsseldorf

Hinweis zum Quartalsfinanzbericht

Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.

Rundungshinweis

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Quartalsfinanzbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Gerresheimer Konzerns sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse des Gerresheimer Konzerns, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Quartalsfinanzbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.