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Gerresheimer AG Interim / Quarterly Report 2016

Apr 13, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Publication

Gerresheimer AG

Düsseldorf

Quartalsfinanzbericht 1. Quartal 2016

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

DEZEMBER 2015 - FEBRUAR 2016

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

Die Erholung in Europa hat sich nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) auch im laufenden Jahr langsam, aber stetig fortgesetzt." Für Rückenwind sorgten dabei die starke Binnennachfrage, die leichte Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere in den Industriestaaten, und die weitere Lockerung der Geld- und Finanzpolitik in Europa. Die gestiegene Beschäftigung und der stark gesunkene Ölpreis haben sich in den ersten drei Monaten 2016 positiv auf den Konsum ausgewirkt und die schwächelnden Exportaktivitäten der Unternehmen auf Grund der verhaltenen globalen Nachfrage, insbesondere aus den Schwellenländern, aufgewogen. Dabei wurde im 1. Quartal 2016 die konjunkturelle Entwicklung durch die zum Teil sehr hartnäckigen strukturellen Probleme in einzelnen europäischen Ländern gebremst.

Die Europäische Kommission erwartet für die Europäische Union einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,9 % für dieses Jahr und für die Eurozone im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 1,7 %. Die aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in seinem neuesten World Economic Outlook (WEO)2) gehen für die Eurozone ebenfalls von einem Plus von 1,7 % in diesem Jahr aus, während die OECD für 2016 einen etwas geringeren Zuwachs von 1,4 % prognostiziert. Als stabil bewertet der IWF die Situation in den USA, die auf einem bescheidenen Wachstumspfad bleibt - mit einem Plus von 2,6 % bis Jahresende. Ein moderates Wachstum in Japan (plus 1 %) sehen die Experten ebenfalls als gesichert - dank steuerlicher Unterstützungsmaßnahmen, niedrigen Ölpreisen, günstigen Finanzierungsbedingungen und steigenden Einkommen. Für die Weltwirtschaft insgesamt sagt der IWF für das laufende Jahr einen Zuwachs von 3,4 % voraus, nach geschätzten 3,1 % in 2015.

Die weitere Entwicklung der Entwicklungs- und Schwellenländer stellen allerdings erhebliche Prognoserisiken dar. So geht der Internationale Währungsfonds für 2016 zwar von einem Wachstum von 4,3 % aus - nach 4 % in 2015, dem niedrigsten Wert seit der Finanzkrise in 2008 bis 2009. Dieser Zuwachs ist demnach jedoch von Unsicherheiten geprägt, die sich vor allem aus der aktuellen Situation dieser Ländergruppe ergeben. So könnte sich zum Beispiel die Transformation Chinas langsamer als erhofft vollziehen, was wiederum negative Effekte auf die gesamte Weltwirtschaft hätte. Zwar rechnet China in 2016 mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 % bis 7 %. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag das Wachstum in China bei 6,9 % des Bruttoinlandsproduktes - so niedrig wie zuletzt vor einem Vierteljahrhundert. Doch dafür müsste Peking der gewaltige Umbau der Wirtschaft in Richtung Konsum und Dienstleistung gelingen, und diese dabei nicht zu sehr an Fahrt verlieren. Risiken für die Weltwirtschaft ergeben sich aber auch aufgrund zahlreicher geopolitischer Unsicherheiten, wie sie beispielsweise in Brasilien und Russland herrschen, die sich nach wie vor in einer Rezession befinden und als Impulsgeber ausfallen. Zudem hat der niedrige Ölpreis in einigen Ländern des Mittleren Ostens erhebliche Unsicherheiten gebracht. Wenn der Ölpreis niedrig bleibt, könnte dies zu weiteren Instabilitäten führen. Lediglich Indien und die übrigen asiatischen Schwellenländer verzeichnen generell stabile Wachstumsraten (7,5 % bzw. 4,8 %) - obwohl einige dieser Länder durch die Neuausrichtung der chinesischen Wirtschaft mit erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu tun haben.

Der weltweite Pharmamarkt zeigte sich auch zu Beginn des Jahres 2016 robust. Während die Industrieländer weiterhin einen verhaltenen Aufschwung aufweisen, war das globale Wachstum von gesteigerten Aktivitäten gekennzeichnet. Für die Pharmaindustrie hat die Ratingagentur Scope3) weltweit ein jährliches Umsatzwachstum von 5 % bis 7 % ermittelt, was deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum liegt. Einer der Gründe hierfür ist im Anstieg der Gesundheitsausgaben zu sehen, die nach Einschätzungen der Pharmaindustrie4) um durchschnittlich 4,3 % jährlich ansteigen - nach einem Rückgang des Medikamentenumsatzes um 2,7 % im vergangenen Jahr. Verantwortlich dafür waren der Preisdruck in den USA sowie die labile wirtschaftliche Lage in Brasilien, Russland und China - allein auf diese vier Länder entfiel rund die Hälfte des weltweiten Pharma-Umsatzes. Zudem sind die staatliche Gesundheitsfürsorge und die Ausgaben von Selbstzahlern zurückgegangen. Insgesamt gilt die Pharmaindustrie jedoch unverändert als weitgehend krisenunabhängig. Sie profitierte im 1. Quartal 2016 erneut von nachhaltigen Wachstumstreibern. Dazu gehören der demografische Wandel, einhergehend mit dem bei älteren Menschen erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung, der medizinisch-technologische Fortschritt und die steigende Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen sowie biotechnologisch hergestellte Medikamente.

1) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI): "Europa trotzt den globalen Turbulenzen", 22.02.2016.

2) Internationaler Währungsfonds: "World Economic Outlook" Update - An update of the key WEO projections, Januar 2016.

3) Börsen-Zeitung: "Scope sieht Pharma vor Trendwende", 05.03.2016.

4) Boerse.ARD.de: "Pharma-Aktien: Wieder mehr Zuversicht", 21.12.2015.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Start des Gerresheimer Konzerns in das Geschäftsjahr 2016 verlief erwartungsgemäß gut. So wurde im 1. Quartal 2016 ein Umsatz in Höhe von EUR 342,3 Mio. erzielt, der um 13,4 % über dem Umsatz des Vorjahresquartals lag. Organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, verzeichnete der Gerresheimer Konzern im 1. Quartal 2016 einen Umsatzanstieg von 4,4 %. Im Geschäftsjahr 2015 gab es viele Veränderungen, die für die Beurteilung der Geschäftslage wesentlich sind. Dies ist im Geschäftsbereich Plastics & Devices die Akquisition von Centor im 4. Quartal 2015 und deren erstmalige Berücksichtigung im gesamten Geschäftsjahr 2016. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass kam es im Geschäftsjahr 2015 einerseits zum Verkauf des Röhrenglasgeschäftes, und andererseits wurden Portfoliooptimierungen, insbesondere die endgültige Stilllegung unseres Werkes in Millville, USA, durchgeführt. Die Portfoliooptimierungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices waren eher von untergeordneter Bedeutung. Zu genaueren Hintergründen und Erläuterungen verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2015.

Das Adjusted EBITDA lag im 1. Quartal 2016 bei EUR 66,0 Mio. nach EUR 51,0 Mio. im vergleichbaren Vorjahresquartal. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 1. Quartal 2016 bei 19,3 % und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals von 16,9 %.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit lag mit EUR 33,3 Mio. um EUR 8,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 24,6 Mio. Ursächlich für den Anstieg des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit war im Wesentlichen das höhere operative Ergebnis, u.a. auch durch die Berücksichtigung unserer neuen Beteiligung Centor. Das Konzernergebnis nach Steuern des 1. Quartals 2016 in Höhe von EUR 17,6 Mio. lag um EUR 4,9 Mio. über dem Konzernergebnis des Vorjahresquartals von EUR 12,7 Mio.

Die Vermögenslage war trotz der Akquisition von Centor unverändert sehr solide. Die Eigenkapitalquote lag mit 29,2 % leicht über dem Niveau vom 30. November 2015 (28,8 %). Der Anteil der langfristigen Aktiva an der Bilanzsumme lag mit 77,2 % leicht unter dem Wert zum 30. November 2015 (77,8 %). Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag mit 2,9 auf dem Niveau des Wertes per 30. November 2015, obwohl die einmalige Steuerzahlung von rund EUR 35 Mio. im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes in den USA bereits geleistet wurde. Positiv hervorzuheben ist im 1. Quartal 2016 die Entwicklung des Operating Cash Flows, der sich im Vergleich zum Vorjahresquartal, und zwar insbesondere durch die Berücksichtigung von Centor, um EUR 17,6 Mio. auf EUR 33,5 Mio. deutlich verbessert hat.

Durch unsere starke Präsenz im Ausland haben externe Faktoren wie Währungsschwankungen Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Aus diesem Grund geben wir im Lagebericht das Umsatzwachstum auch währungsbereinigt an. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir für den US-Dollar folgenden Plankurs zugrunde gelegt: 1 Euro entspricht 1,12 US-Dollar. Wertschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro haben aufgrund der Produktionsstandorte in den USA und Finanzschulden in US-Dollar keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns, sondern führen im Wesentlichen lediglich zu Translationseffekten. Wie bereits in den Vorjahren hatten im Berichtszeitraum externe Faktoren wie die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise wenig Einfluss auf die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns. Preisschwankungen in den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie werden im Wesentlichen durch vertragliche Preisgleitklauseln, Sicherungsgeschäfte, Produktivitätssteigerungen und Preisanpassungen ausgeglichen.

Insgesamt entsprach die Entwicklung des 1. Quartals im Geschäftsjahr 2016 unseren Erwartungen.

UMSATZENTWICKLUNG

Im 1. Quartal 2016 hat der Gerresheimer Konzern einen Umsatz von EUR 342,3 Mio. erzielt und lag mit diesem Umsatz um 13,4 % über dem Wert des Vorjahresquartals von EUR 301,8 Mio. Organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen und Desinvestitionen, stieg der Umsatz im 1. Quartal 2016 um starke 4,4 %.

Umsatzerlöse

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015 Veränderung in %1)
Plastics & Devices 177,6 137,6 29,1
Primary Packaging Glass 142,7 146,4 -2,5
Life Science Research 23,3 22,8 2,4
Zwischensumme 343,6 306,8 12,0
Innenumsätze -1,3 -5,0 -74,0
Summe Umsatzerlöse 342,3 301,8 13,4

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Im Geschäftsbereich Plastics & Devices stieg der Umsatz im 1. Quartal 2016 um 29,1 % bzw. EUR 40,0 Mio. auf EUR 177,6 Mio. Hauptgrund hierfür ist der Umsatzanteil von Centor im Berichtsquartal, welcher in der vergleichbaren Vorjahresperiode nicht berücksichtigt ist, da die Transaktion zum 1. September 2015 abgeschlossen wurde und erst ab diesem Zeitpunkt die Umsatzerlöse dem Gerresheimer Konzern zuzurechnen sind. Weiterhin wurde ein deutlicher Umsatzanstieg mit Produkten zur Verabreichung von Medikamenten wie Inhalatoren, Insulin-Pens oder vorfüllbaren Spritzen erzielt. Der Bereich der Primärverpackungen aus Kunststoff lag währungsbereinigt auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Organisch lag der Umsatz des Geschäftsbereiches Plastics & Devices mit 4,2 % über dem Umsatz des Vorjahresquartals.

Der Umsatz im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass betrug EUR 142,7 Mio. und lag damit leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals von EUR 146,4 Mio. Der Hauptgrund des geringeren Umsatzes im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt in im Vorjahr noch berücksichtigten Umsatzerlösen des Röhrenglasgeschäftes, welche aufgrund der Veräußerung im November 2015 im 1. Quartal 2016 nicht mehr in den Umsatzerlösen enthalten sind. Erfreulich entwickelte sich der Bereich Converting, wo sich der positive Umsatztrend der letzten beiden Quartale weiter fortsetzte. Der Moulded Glass Bereich stagnierte zwar währungsbereinigt auf dem Niveau des Vorjahresquartals; allerdings war dies im Wesentlichen durch die Umsatzrückgänge bedingt, die als Folge der endgültigen Stilllegung unseres Werkes in Millville in den USA zwecks Portfoliooptimierung entstanden. Organisch stieg der Umsatz im 1. Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um über den Erwartungen liegende 5,6 %, insbesondere aufgrund des guten Kosmetikgeschäftes.

Der Geschäftsbereich Life Science Research zeigte im 1. Quartal 2016 in Euro eine Umsatzsteigerung um 2,4 % auf EUR 23,3 Mio. Organisch ging der Umsatz um 3,5 % zurück. Hauptursache war hier die erwartete Bestandsoptimierung einiger unserer Kunden zu deren Geschäftsjahresende, auf die wir mit erweiterten Werksferien und geringeren Produktionsleistungen reagiert haben.

ERTRAGSLAGE

Das Adjusted EBITDA konnten wir von EUR 51,0 Mio. im 1. Quartal 2015 um 29,6 % auf EUR 66,0 Mio. steigern. Währungsbereinigt betrug das Adjusted EBITDA ebenfalls EUR 66,0 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge lag im 1. Quartal 2016 bei 19,3 % und übertraf damit das Niveau der Adjusted EBITDA-Marge der Vergleichsperiode von 16,9 % deutlich.

Adjusted EBITDA

Marge in %
in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015 Q1 2016 Q1 2015
--- --- --- --- ---
Plastics & Devices 42,1 25,5 23,7 18,5
Primary Packaging Glass 26,2 27,9 18,3 19,1
Life Science Research 2,6 2,8 11,1 12,1
Zwischensumme 70,9 56,2 - -
Zentralstellen/

Konsolidierung
-4,9 -5,2 - -
Summe Adjusted EBITDA 66,0 51,0 19,3 16,9

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Plastics & Devices stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um EUR 16,6 Mio. auf EUR 42,1 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge konnte von 18,5 % im Vorjahresquartal auf nunmehr 23,7 % im 1. Quartal 2016 deutlich gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen auf die Akquisition von Centor am 1. September 2015 zurückzuführen.

Das Adjusted EBITDA des Geschäftsbereiches Primary Packaging Glass betrug EUR 26,2 Mio. und lag damit leicht unter dem Wert des Vorjahresquartals. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes zum 2. November 2015 zurückzuführen. Sowohl der Moulded Glass Bereich als auch in stärkerem Maße der Converting Bereich übertrafen ihre EBITDA-Niveaus des Vorjahresquartals. Die Adjusted EBITDA-Marge im 1. Quartal 2016 lag mit 18,3 % leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals von 19,1 %. Neben dem bereits beim Verkauf kommunizierten stark negativen Margeneffekt aus dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes ist die Steigerung der Produktivität im Converting Bereich in Nordamerika ursächlich dafür, dass die Marge nur um 0,8 Prozentpunkte unterhalb der Vorjahresquartalsmarge liegt.

Im Geschäftsbereich Life Science Research ging das Adjusted EBITDA von EUR 2,8 Mio. im 1. Quartal 2015 auf nunmehr EUR 2,6 Mio. zurück. Die Adjusted EBITDA-Marge verringerte sich geringfügig um 1,0 Prozentpunkte.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Adjusted EBITDA zum Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit:

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015 Veränderung
Adjusted EBITDA 66,0 51,0 15,0
Planmäßige Abschreibungen -21,5 -22,3 0,8
Adjusted EBITA 44,5 28,7 15,8
Verkauf Röhrenglasgeschäft 0,3 -0,3 0,6
Portfoliooptimierungen -1,1 -0,1 -1,0
Einmalige Aufwendungen und Erträge1) -0,2 - -0,2
Einmaleffekte gesamt -1,0 -0,4 -0,6
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen2) -10,2 -3,7 -6,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 33,3 24,6 8,7

1) Die Position "Einmalige Aufwendungen und Erträge" umfasst außergewöhnliche Vorgänge, die nicht als Indikator für die fortlaufende Geschäftstätigkeit herangezogen werden können. Hierunter fallen unter anderem diverse Reorganisations- und Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach IFRS nicht als "Restrukturierungsaufwendungen" auszuweisen sind.

2) Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen beziehen sich auf die identifizierten Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese im Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg im Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, der Neugründung des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, den Akquisitionen der Gerresheimer Zaragoza und der Gerresheimer Sao Paulo im Januar 2008, der Akquisition von Vedat im März 2011, der Akquisition von Neutral Glass im April 2012, der Akquisition von Triveni im Dezember 2012 sowie der Akquisition von Centor im September 2015. Bei den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen handelt es sich um Abschreibungen auf identifizierte immaterielle Vermögenswerte.

Ausgehend vom Adjusted EBITDA in Höhe von EUR 66,0 Mio. im 1. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 51,0 Mio.) führen die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 21,5 Mio. (1. Quartal 2015: EUR 22,3 Mio.) zu einem Adjusted EBITA von EUR 44,5 Mio. im 1. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 28,7 Mio.). Einmaleffekte mit einem Gesamtwert von EUR 1,0 Mio. in der Berichtsperiode (Vorjahresquartal: EUR 0,4 Mio.) sowie planmäßige Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen in Höhe von EUR 10,2 Mio. (1. Quartal 2015: EUR 3,7 Mio.) leiten auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von EUR 33,3 Mio. im 1. Quartal 2016 über nach einem Wert in der vergleichbaren Vorjahresperiode von EUR 24,6 Mio. Die Einmaleffekte betreffen im Wesentlichen, wie im Vorjahresquartal, noch nicht buchbare Folgeeffekte aus den im Geschäftsjahr 2015 beschlossenen und durchgeführten Portfoliooptimierungen und in geringem Maße eine Anpassung des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes im Geschäftsjahr 2015.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen belaufen sich im 1. Quartal 2016 auf EUR 10,2 Mio. nach EUR 3,7 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Der Anstieg von EUR 6,5 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der im September 2015 abgeschlossenen Akquisition von Centor.

Im Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016 wies der Gerresheimer Konzern mit EUR 17,6 Mio. ein Konzernergebnis aus, das um EUR 4,9 Mio. über dem Vorjahresquartal von EUR 12,7 Mio. lag.

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015 Veränderung
Konzernergebnis 17,6 12,7 4,9
Verkauf Röhrenglasgeschäft 0,3 -0,3 0,6
darauf entfallender Steuereffekt -0,1 0,1 -0,2
Portfoliooptimierungen -1,1 -0,1 -1,0
darauf entfallender Steuereffekt 0,4 - 0,4
Einmalige Aufwendungen und Erträge -0,2 - -0,2
darauf entfallender Steuereffekt 0,1 - 0,1
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -10,2 -3,7 -6,5
darauf entfallender Steuereffekt 3,4 1,1 2,3
Bereinigtes Konzernergebnis 25,0 15,6 9,4
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 1,3 1,6 -0,3
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -0,4 -0,6 0,2
darauf entfallender Steuereffekt - - -
Bereinigte Ergebnisanteile von nicht beherrschendenAnteilen 1,7 2,2 -0,5
Bereinigtes Ergebnis nach nicht beherrschendenAnteilen 23,3 13,4 9,9
Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie in EUR nach nicht beherrschendenAnteilen 0,74 0,43 0,31

Das bereinigte Konzernergebnis (definiert als: Konzernergebnis inklusive der Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen und den gesamten Einmaleffekten und der darauf entfallenden Steuereffekte) betrug im 1. Quartal 2016 EUR 25,0 Mio. nach EUR 15,6 Mio. im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen betrug EUR 23,3 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 13,4 Mio.) und erhöhte sich damit um EUR 9,9 Mio. Als Konsequenz ergibt sich damit das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen von EUR 0,74 im 1. Quartal 2016 (Vorjahresquartal: EUR 0,43).

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSDARSTELLUNG

Die Vermögenslage des Gerresheimer Konzerns hat sich im 1. Quartal 2016 wie folgt entwickelt:

Aktiva in Mio. EUR 29.02.2016 30.11.2015 Veränderung

in %1)
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.802,3 1.862,9 -3,3
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0,2 0,2 -
Sonstige langfristige Vermögenswerte 18,7 19,4 -3,4
Langfristige Aktiva 1.821,2 1.882,5 -3,3
Vorräte 188,3 186,4 1,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 221,7 219,0 1,2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 127,6 132,0 -3,4
Kurzfristige Aktiva 537,6 537,4 -
Bilanzsumme 2.358,8 2.419,9 -2,5
Passiva in Mio. EUR 29.02.2016 30.11.2015 Veränderung

in %1)
Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 688,0 698,1 -1,4
Langfristige Rückstellungen 165,1 165,0 -
Finanzverbindlichkeiten 740,5 740,8 -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 140,7 146,8 -4,1
Langfristige Schulden 1.046,3 1.052,6 -0,6
Finanzverbindlichkeiten 266,3 249,6 6,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142,6 160,9 -11,4
Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 215,6 258,6 -16,6
Kurzfristige Schulden 624,5 669,2 -6,7
Bilanzsumme 2.358,8 2.419,9 -2,5

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Zum 29. Februar 2016 sank die Bilanzsumme des Gerresheimer Konzerns im Vergleich zum 30. November 2015 um EUR 61,1 Mio. auf EUR 2.358,8 Mio.Innerhalb der Bilanzstruktur ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen.

Die langfristigen Aktiva lagen mit EUR 1.821,2 Mio. um EUR 61,3 Mio. unter dem Niveau des 30. Novembers 2015. Die betragsmäßig größte Veränderung ergibt sich bei den immateriellen Vermögenswerten mit einer Reduzierung von EUR 40,8 Mio. gegenüber dem 30. November 2015. Dies resultiert zum einen aus einer Reduzierung des Geschäftswertes aufgrund von Währungsveränderungen von EUR 13,8 Mio. und einer Reduzierung der Kundenbeziehungen um EUR 24,7 Mio., wovon EUR 15,1 Mio. ebenfalls auf die Währungsveränderung und EUR 9,6 Mio. auf Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen zurückzuführen sind. Weiterhin ist der Wert der Sachanlagen um EUR 19,8 Mio. zurückgegangen. Die langfristigen Aktiva betrugen zum 29. Februar 2016 77,2 % und zum 30. November 2015 insgesamt 77,8 % der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Aktiva lagen mit EUR 537,6 Mio. annähernd auf dem Niveau vom 30. November 2015.

Das Konzerneigenkapital des Gerresheimer Konzerns einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist zum 29. Februar 2016 von EUR 698,1 Mio. auf EUR 688,0 Mio. gefallen. Hierin sind zwei gegenläufige Effekte zu verzeichnen, einerseits das positive Konzernergebnis der Berichtsperiode und andererseits die Entwicklung der Fremdwährungen, welche einen negativen Effekt auf das Eigenkapital hatte. Die Eigenkapitalquote stieg von 28,8 % zum 30. November 2015 auf 29,2 % zum 29. Februar 2016.

Die langfristigen Schulden haben sich mit EUR 1.046,3 Mio. per Ende Februar 2016 um EUR 6,3 Mio. im Vergleich zu EUR 1.052,6 Mio. per Ende November 2015 reduziert.

Die kurzfristigen Schulden sind um EUR 44,7 Mio. auf EUR 624,5 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Zahlung der Steuerverbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes in den USA und einer deutlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten angestiegen.

NET WORKING CAPITAL

Das Net Working Capital des Gerresheimer Konzerns lag zum 29. Februar 2016 mit EUR 229,1 Mio. um EUR 15,4 Mio. höher als zum 30. November 2015.

in Mio. EUR 29.02.2016 30.11.2015 28.02.2015
Vorräte 188,3 186,4 213,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 221,7 219,0 209,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142,6 160,9 112,3
Erhaltene Anzahlungen 38,3 30,8 47,6
Net Working Capital 229,1 213,7 263,4

Der Anstieg des Net Working Capitals im Vergleich zum 30. November 2015 ist erwartungsgemäß auf die gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf leicht erhöhte Bestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen aus. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg des Net Working Capitals im 1. Quartal 2016 lediglich EUR 18,8 Mio. nach EUR 21,2 Mio. im 1. Quartal 2015.

Bezogen auf den Umsatz der letzten zwölf Monate ist das durchschnittliche Net Working Capital im Vergleich zum Vorjahr von 19,6 % auf 18,0 % gesunken.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die Nettofinanzschulden des Gerresheimer Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:

Finanzschulden

in Mio. EUR 29.02.2016 30.11.2015 28.02.2015
Konsortialkredite
Langfristiges Darlehen (bis 15.06.2015)1) - - 101,5
Revolvierendes Darlehen (bis 15.06.201 5)1) - - 88,7
Revolvierendes Darlehen (ab 15.06.2015)1) 241,6 232,8 -
Summe Konsortialkredite 241,6 232,8 190,2
Schuldverschreibung -Euro Bond 300,0 300,0 300,0
Schuldscheindarlehen 425,0 425,0 -
Lokale Kreditlinien1) 10,5 7,6 12,3
Finanzierungsleasing 5,6 5,8 6,2
Summe Finanzschulden 982,7 971,2 508,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 88,3 93,7 67,6
Nettofinanzschulden 894,4 877,5 441,1

1) Bei der Umrechnung von in US-Dollar aufgenommenen Krediten in Euro wurden die folgenden Wechselkurse verwendet: zum 29. Februar 2016: EUR 1,00/USD 1,0888, zum 30. November 2015: EUR 1,00/USD 1,0579, zum 28. Februar 2015: EUR 1,00/USD 1,1240.

Die Nettofinanzschulden sind zum 29. Februar 2016 um EUR 16,9 Mio. auf EUR 894,4 Mio. gestiegen (30. November 2015: EUR 877,5 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf die im Rahmen des Jahresabschlusses kommunizierte und mittlerweile geleistete Steuerzahlung in Höhe von rund EUR 35 Mio. aufgrund des Verkaufes des Röhrenglasgeschäftes in den USA zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Entwicklung des US-Dollars aus. Der Adjusted EBITDA Leverage, berechnet als Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate, gemäß der gültigen Rahmenkreditvereinbarung, lag bei 2,9.

Das bestehende revolvierende Darlehen in Höhe von EUR 450 Mio. war zum 29. Februar 2016 mit EUR 241,6 Mio. in Anspruch genommen.

INVESTITIONEN

Im 1. Quartal 2016 tätigte Gerresheimer folgende Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015 Veränderung in %1)
Plastics & Devices 8,7 4,2 109,8
Primary Packaging Glass 4,8 9,4 -49,6
Life Science Research 0,2 0,1 39,4
Zentralstellen - 0,2 -96,5
Summe Investitionen 13,7 13,9 -2,1

1) Die Veränderung wurde auf Basis von T EUR berechnet.

Wir investieren weiterhin unverändert stark in die guten Wachstumsperspektiven unseres Unternehmens sowie in unsere Initiativen zur Qualitäts- und Produktivitätssteigerung. Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2016 EUR 13,7 Mio. (Vorjahresquartal: EUR 13,9 Mio.). Der größte Teil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Plastics & Devices. Hier lag der Schwerpunkt insbesondere im Kauf eines Grundstückes für einen neuen Plastic Packaging Standort in Brasilien sowie Restaktivitäten in Peachtree City, USA. Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass wurde hauptsächlich in Fläschchen- und Karpulenmaschinen im Rahmen der weltweiten Standardisierung investiert.

OPERATING CASH FLOW

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015
Adjusted EBITDA 66,0 51,0
Veränderung des Net Working Capitals -18,8 -21,2
Investitionen -13,7 -13,9
Operating Cash Flow 33,5 15,9
Gezahlte Zinsen (netto) -0,7 -1,2
Gezahlte Steuern (netto) -43,2 -6,7
Pensionszahlungen -2,7 -4,1
Sonstiges -6,6 -8,1
Freier Cash Flow vor Akquisitionen/ Desinvestitionen -19,7 -4,2
Akquisitionen/Desinvestitionen -1,3 -
Finanzierungstätigkeit 18,2 0,7
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -2,8 -3,5

Der Operating Cash Flow hat sich insbesondere aufgrund des um EUR 15,0 Mio. höheren Adjusted EBITDA von EUR 15,9 Mio. zum Ende des 1. Quartals 2015 auf nunmehr EUR 33,5 Mio. verbessert. Alle drei Geschäftsbereiche weisen positive Operating Cash Flows aus. Weitere Details sind der Übersicht zu den Segmentdaten nach Geschäftsbereichen im Anhang zu diesem Quartalsfinanzbericht zu entnehmen.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

(KURZFASSUNG)

in Mio. EUR Q1 2016 Q1 2015
Mittelab/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6,2 9,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -14,8 -13,9
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 18,2 0,7
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -2,8 -3,5
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes -2,6 3,2
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 93,7 67,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 88,3 67,6

Im 1. Quartal 2016 lag der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit EUR 6,2 Mio. deutlich unter dem Mittelzufluss des Vorjahresquartals von EUR 9,7 Mio. Dies ist hauptsächlich getrieben durch die Steuerzahlung aufgrund des Verkaufes des Röhrenglasgeschäftes in den USA von rund EUR 35 Mio. Ohne diese Einmalzahlung hätte der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit rund EUR 29 Mio. betragen und wäre damit deutlich über dem Vorjahresquartalswert gewesen.

Der Mittelabfluss im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von saldiert EUR 14,8 Mio. war um EUR 0,9 Mio. geringfügig höher als im Vorjahresquartal. Der Mittelabfluss beinhaltet in beiden berichteten Quartalen Ausgaben für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in der aktuellen Berichtsperiode Kaufpreisanpassungen für die Centor Akquisition sowie den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes. Einzahlungen aus Anlagenverkäufen hatten in den jeweiligen Quartalen eine untergeordnete Bedeutung.

Der Mittelzufluss im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im 1. Quartal 2016 EUR 18,2 Mio. nach EUR 0,7 Mio. im 1. Quartal 2015. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit EUR 88,3 Mio. um EUR 20,7 Mio. höher als im 1. Quartal 2015.

MITARBEITER

Zum 29. Februar 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 10.708 Mitarbeiter (30. November 2015: 10.684).

29.02.2016 30.11.2015
Schwellenländer 4.029 4.025
Deutschland 3.476 3.471
Europa (ohne Deutschland) 1.839 1.856
Amerika 1.364 1.332
Summe 10.708 10.684

Zum 29. Februar 2016 beschäftigte der Gerresheimer Konzern 17 % der Mitarbeiter in Europa (ohne Deutschland), 32 % der Mitarbeiter in Deutschland, 13 % in Amerika sowie 38 % der Mitarbeiter in den Schwellenländern.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Gerresheimer setzt auch im Geschäftsjahr 2016 auf Wachstum in den pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices. Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der staatlichen Gesundheitssysteme und des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft.

Existenzgefährdende Risiken sind für den Gerresheimer Konzern derzeit nicht erkennbar. Gegenüber den im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" unseres Geschäftsberichts 2015 gemachten Aussagen ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Entwicklung der Weltwirtschaft/Entwicklung in den einzelnen Regionen

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN

Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016

Die Einschätzung der Perspektiven für das Geschäftsjahr 2016 hat sich verglichen mit unseren Ausführungen im Rahmen unseres Geschäftsberichts grundsätzlich nicht verändert. Daher verweisen wir hierzu auf das Kapitel "Prognosebericht" in unserem Geschäftsbericht 2015.

Gesamtkonzern

Der Gerresheimer Konzern verfolgt eine klare und erfolgreiche Strategie, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum ausgerichtet ist. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir unverändert von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen sowie ohne Berücksichtigung von Akquisitionen oder Desinvestitionen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2016 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir einen währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.). Der Konzernumsatz von rund EUR 1,5 Mrd. entspricht einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von rund 9 % im Vergleich zum Umsatz des Geschäftsjahres 2015 und einem organischen Umsatzwachstum von 4 %bis 5 %.5)

Für das Adjusted EBITDA rechnen wir im Geschäftsjahr 2016 mit einem Anstieg auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.).

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2016 wird rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen und somit am unteren Ende unserer zuvor gegebenen Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018 von 8,0 % bis 9,0 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen liegen. Dies ist ein großer Erfolg, da wir weiterhin aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung in unser Unternehmen investieren. Möglich wird das, da wir im Geschäftsjahr 2015 vielfältige Maßnahmen unternommen haben, um unser Geschäft deutlich weniger kapitalintensiv zu gestalten. So haben wir durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes sowie die endgültige Stilllegung des Behälterglaswerkes in Millville die Anzahl der von uns betriebenen Schmelzöfen um insgesamt acht auf nunmehr 13 deutlich reduziert. Dies führt neben der Reduktion der Anzahl und des Umfangs von nötigen Instandhaltungsmaßnahmen auch zu geringeren Investitionserfordernissen, da Schmelzöfen sehr kapitalintensiv sind. Hilfreich ist darüber hinaus, dass das neu erworbene Unternehmen Centor lediglich 3 % bis 4 % vom Umsatz als jährliche Investitionen benötigt und damit den Trend zu weniger Investitionen verstärkt.

Außerdem erwarten wir eine Verringerung des erforderlichen Net Working Capitals im Verhältnis zum Umsatz, da wir unter anderem durch den bedarfsgerechten Zukauf der fertigen Glasröhren nach unserem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes insgesamt weniger Vorräte halten müssen. Aus unserer Sicht bestehen gute Chancen, dass sich das durchschnittliche Net Working Capital um rund 2 Prozentpunkte auf ca. 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen in 2016 verbessern kann. Im 1. Quartal 2016 konnten wir eine deutliche Absenkung des durchschnittlichen Wertes über ein Jahr auf 18,0 % verzeichnen, was zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Der vollständige positive Verbesserungseffekt auf den Free Cash Flow aus den geringeren Investitionen und dem zu erwartenden geringeren Working Capital wird jedoch erst ab dem Geschäftsjahr 2017 erkennbar, da wir - wie bereits kommuniziert - im 1. Quartal 2016 rund EUR 35 Mio. an tatsächlichen Steuerzahlungen aus dem Veräußerungserfolg des Röhrenglasgeschäftes in den USA beglichen haben.6)

Darüber hinaus bestätigen wir die Indikation für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018, jeweils gemessen zu konstanten Wechselkursen, und haben auch hier eine Wechselkursannahme von USD 1,12 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Für den genannten Zeitraum streben wir eine durchschnittliche jährliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an.7)
Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 22 % für das Geschäftsjahr 2018 an.7)

Damit sollte die Operating Cash Flow-Marge im Geschäftsjahr 2018 nunmehr rund 13 % betragen (vormals über 10 %), sowie der ROCE sich weiterhin über dem Niveau unserer langfristigen Zielvorgabe von 12 % bewegen.

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir höchstwahrscheinlich ein deutlich geringeres jährliches Investitionsvolumen in der Größenordnung von nur noch rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen benötigen.

Das durchschnittliche Net Working Capital soll im Jahr 2018 nur noch rund 17 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen (vormals rund 18 %).

5) Gemessen zu konstanten Wechselkursen, inklusive eines Pro-Forma-Beitrages von Centor für zwölf Monate im Geschäftsjahr 2015, sowie unter Herausrechnung des verkauften Röhrenglasgeschäftes für das gesamte Jahr 2015 und der Annahme, dass die Optimierungen des Unternehmensportfolios im Geschäftsjahr 2015 schon erfolgt waren.

6) Buchhalterisch wurde dieser bereits im Konzernabschluss 2015 in der Konzern-GuV berücksichtigt. D.h. es handelte sich im 1. Quartal 2016 lediglich um einen Liquiditätsabfluss.

7) Unverändert seit der letzten Anpassung im Zuge der Verkündung der Akquisition von Centor am 28. Juli 2015.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

DEZEMBER 2015 - FEBRUAR 2016

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016

in T EUR Anhang Q1 2016 Q1 2015
Umsatzerlöse 342.328 301.765
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -241.920 -224.415
Bruttoergebnis vom Umsatz 100.408 77.350
Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten -67.928 -56.524
Sonstige betriebliche Erträge (4) 3.260 5.164
Restrukturierungsaufwendungen - -117
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.432 -1.351
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 33.308 24.522
Finanzerträge 808 890
Finanzaufwendungen -9.197 -7.961
Finanzergebnis -8.389 -7.071
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 24.919 17.451
Ertragsteuern (6) -7.357 -4.803
Konzernergebnis 17.562 12.648
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens 16.245 11.019
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 1.317 1.629
Ergebnis je Aktie (in EUR)1) 0,52 0,35

1) Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stimmt mangels potentieller verwässerter Aktien mit dem verwässerten Ergebnis überein.

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016

in T EUR Q1 2016 Q1 2015
Konzernergebnis 17.562 12.648
Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sowie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -4 682
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag - -344
Ertragsteuern 1 -131
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten -3 207
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -27.661 6.284
Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung -27.661 6.284
Sonstiges Ergebnis, das unter bestimmten Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird -27.664 6.491
Sonstiges Ergebnis -27.664 6.491
Gesamtergebnis -10.102 19.139
Ergebnisanteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens -10.591 10.597
Ergebnisanteile von nicht beherrschenden Anteilen 489 8.542

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-BILANZ

zum 29. Februar 2016

AKTIVA

in T EUR Anhang 29.02.2016 30.11.2015 28.02.2015
Langfristige Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1.211.748 1.252.508 558.770
Sachanlagen 584.790 604.605 588.399
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.791 5.791 3.861
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 237 237 86
Ertragsteuerforderungen 957 732 120
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.234 5.245 5.953
Sonstige Forderungen 4.137 5.267 1.532
Aktive latente Steuern 8.336 8.085 9.528
1.821.230 1.882.470 1.168.249
Kurzfristige Aktiva
Vorräte (8) 188.307 186.392 213.438
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 221.667 219.014 209.921
Ertragsteuerforderungen 4.138 3.598 4.581
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.557 10.882 4.546
Sonstige Forderungen 27.610 23.903 27.319
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 88.285 93.668 67.634
537.564 537.457 527.439
Summe Aktiva 2.358.794 2.419.927 1.695.688

PASSIVA

in T EUR Anhang 29.02.2016 30.11.2015 28.02.2015
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31.400 31.400 31.400
Kapitalrücklage 513.827 513.827 513.827
IAS-39-Rücklage -39 -36 -72
Rücklage aus Währungsumrechnung -58.771 -31.938 -32.538
Angesammelte Ergebnisse 129.397 113.152 41.397
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 615.814 626.405 554.014
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 72.215 71.726 69.497
688.029 698.131 623.511
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 140.418 146.509 33.034
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 158.662 158.210 172.943
Sonstige Rückstellungen 6.376 6.826 6.313
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 740.522 740.782 400.878
Sonstige Verbindlichkeiten 303 277 1.075
1.046.281 1.052.604 614.243
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.587 19.292 14.123
Sonstige Rückstellungen 59.752 64.573 56.160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.622 160.940 112.342
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 266.241 249.611 133.210
Ertragsteuerverbindlichkeiten 20.999 56.487 23.455
Sonstige Verbindlichkeiten 118.283 118.289 118.644
624.484 669.192 457.934
1.670.765 1.721.796 1.072.177
Summe Passiva 2.358.794 2.419.927 1.695.688

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016

Sonstiges Ergebnis
in T EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage IAS 39-

Rücklage
Rücklage aus Währungs-

umrechnung
Angesammelte

Ergebnisse
Anteile der Anteilseigner des Mutterunternehmens
--- --- --- --- --- --- ---
Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 31.400 513.827 -263 -31.655 30.108 543.417
Konzernergebnis - - - - 11.019 11.019
Sonstiges Ergebnis - - 191 -883 270 -422
Gesamtergebnis - - 191 -883 11.289 10.597
Zum 28. Februar 2015 31.400 513.827 -72 -32.538 41.397 554.014
Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 31.400 513.827 -36 -31.938 113.152 626.405
Konzernergebnis - - - - 16.245 16.245
Sonstiges Ergebnis - - -3 -26.833 - -26.836
Gesamtergebnis - - -3 -26.833 16.245 -10.591
Zum 29. Februar 2016 31.400 513.827 -39 -58.771 129.397 615.814
Sonstiges Ergebnis
in T EUR Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
--- --- ---
Zum 30. November/ 1. Dezember 2014 60.955 604.372
Konzernergebnis 1.629 12.648
Sonstiges Ergebnis 6.913 6.491
Gesamtergebnis 8.542 19.139
Zum 28. Februar 2015 69.497 623.511
Zum 30. November/ 1. Dezember 2015 71.726 698.131
Konzernergebnis 1.317 17.562
Sonstiges Ergebnis -828 -27.664
Gesamtergebnis 489 -10.102
Zum 29. Februar 2016 72.215 688.029

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016

in T EUR Anhang Q1 2016 Q1 2015
Konzernergebnis 17.562 12.648
Ertragsteuern (6) 7.357 4.803
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 20.842 21.669
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 10.903 4.340
Portfoliobereinigungen 68 -
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -2.869 -2.030
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -2.093 -2.229
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -11 -15
Finanzergebnis 8.389 7.071
Gezahlte Zinsen -1.045 -1.631
Erhaltene Zinsen 364 422
Gezahlte Ertragsteuern -43.828 -7.070
Erhaltene Ertragsteuern 635 349
Veränderung der Vorräte -4.684 -12.510
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Aktiva -7.599 -2.114
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Passiva -16.636 -11.260
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 6.461 -2.732
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6.184 9.711
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 167 54
Auszahlungen für Investitionen
in Sachanlagen -13.267 -13.429
in immaterielle Vermögenswerte -385 -514
Einzahlungen aus Desinvestitionen (2) -2.275 -
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel (2) 1.013 -
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -14.747 -13.889
Aufnahme von Finanzkrediten 44.031 22.369
Rückzahlung von Finanzkrediten -25.745 -21.456
Rückzahlung von Finanzierungsleasing -112 -261
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 18.174 652
Zahlungswirksame Veränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.757 -3.526
Wechselkursbedingte Änderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.626 3.224
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 93.668 67.936
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 88.285 67.634

Die Anhangsangaben (1) bis (14) sind ein integraler Bestandteil des Konzern-Zwischenabschlusses.

KONZERN-ANHANG

der Gerresheimer AG zum Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Dezember 2015 bis 29. Februar 2016

(1) Grundlagen der Berichterstattung

Der Gerresheimer Konzern mit Sitz in Düsseldorf umfasst die Gerresheimer AG sowie die von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde nach den gültigen Vorschriften der von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (ASB), den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. November 2015 gelesen werden. Eine prüferische Durchsicht durch den Abschlussprüfer hat nicht stattgefunden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt und um eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung ergänzt. Es gelten grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für den Konzernabschluss 2015.

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmalig verpflichtend angewendet:

IAS 19, Leistungsbezogene Pläne - Beiträge von Mitarbeitern
Änderungen der IFRS

Im Dezember 2013 hat das IASB den fünften Sammelstandard mit insgesamt sechs Änderungen an sieben verschiedenen Standards veröffentlicht. Die Änderungen sind von Unternehmen mit Sitz in der EU erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.

Aus der verpflichtenden Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzern-Zwischenabschluss.

Bei der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses in Übereinstimmung mit angewandten Rechnungslegungsprinzipien werden Schätzungen vorgenommen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, die Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung von Aktiva und Passiva haben sowie sich auf die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Bilanzstichtag und auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen im Berichtszeitraum auswirken. Obwohl die Schätzungen auf dem besten Wissen des Managements bezüglich der laufenden Ereignisse und Handlungen basieren, können die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb geringfügige Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern in die Berichtswährung werden die folgenden Wechselkurse zugrunde gelegt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR 29.02.2016 28.02.2015 Q1 2016 Q1 2015
--- --- --- --- --- ---
Argentinien ARS 16,8918 9,8027 14,0980 10,1501
Brasilien BRL 4,3394 3,2579 4,2747 3,1730
Schweiz CHF 1,0914 1,0636 1,0944 1,1288
China CNY 7,1351 7,0485 7,0440 7,3310
Tschechische Republik CZK 27,0570 27,4380 27,0355 27,6538
Dänemark DKK 7,4602 7,4660 7,4615 7,4486
Indien INR 74,3825 69,4822 72,8872 73,5778
Mexiko MXN 19,8005 16,8723 19,0624 17,2277
Polen PLZ 4,3543 4,1524 4,3266 4,2135
Schweden SEK 9,3219 9,3693 9,2663 9,3678
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,0888 1,1240 1,0828 1,1797

Der Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2015 ist im Bundesanzeiger in deutscher Sprache und im Internet unter der Adresse www.gerresheimer.com veröffentlicht.

(2) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Gerresheimer Konzerns im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Auswirkungen von Akquisitionen, Effekte aus Desinvestitionen und sonstigen Änderungen des Konsolidierungskreises sind gesondert ausgewiesen. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Schecks, Wechsel sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten "Einzahlungen aus Desinvestitionen" in der Berichtsperiode steht im Zusammenhang mit der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes und resultiert aus Auszahlungen für im Vorjahr bilanzierte Verbindlichkeiten aus Kaufpreisanpassungen. Der Posten "Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel" beinhaltet in der Berichtsperiode den Erhalt einer Kaufpreisanpassung für den Erwerb der US-amerikanischen Centor, welche Teil der vertraglichen Regelungen war.

(3) Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Das Geschäft unterliegt saisonalen Einflüssen, so dass die Umsätze und der Cash Flow während der Ferienzeiten im Dezember/Januar und während der Sommermonate in Europa und Nordamerika üblicherweise am niedrigsten ausfallen.

ERLÄUTERUNGEN ZUM VERKÜRZTEN KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

(4) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit einem Betrag von T EUR 894 (Vorjahresquartal: T EUR 1.209) und Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von T EUR 69 (Vorjahresquartal: T EUR 1.402) enthalten.

(5) Abschreibung auf Fair Value-Anpassungen

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen betreffen die Akquisitionen der Gerresheimer Vaerloese (vormals: Dudek Plast Gruppe) Ende Dezember 2005, der Gerresheimer Regensburg Gruppe (vormals: Wilden Gruppe) Anfang Januar 2007, der Pharma-Glassparte der US-amerikanischen Comar Inc. im März 2007, des Joint Ventures Kimble Chase im Juli 2007, der Gerresheimer Zaragoza und Gerresheimer Plasticos Sao Paulo im Januar 2008, der Vedat Tampas Hermeticas (verschmolzen auf Gerresheimer Plasticos Sao Paulo) im März 2011, der Neutral Glass im April 2012, der Triveni im Dezember 2012 sowie der Centor im September 2015.

Die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen sind vollständig im Funktionsbereich Vertriebskosten ausgewiesen.

In der Berichtsperiode sind Wertminderungen auf Kundenbeziehungen in Höhe von T EUR 277 in den Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen im Geschäftsbereich Plastics & Devices enthalten.

(6) Ertragsteuern

Die wesentlichen Bestandteile des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteueraufwandes setzen sich wie folgt zusammen:

in T EUR Q1 2016 Q1 2015
Tatsächliche Ertragsteuern -9.392 -8.888
Latente Ertragsteuern 2.035 4.085
-7.357 -4.803

Die aktuelle Steuerquote des Konzerns beträgt 29,5 % (Vorjahresquartal: 27,5%).

(7) Ausschüttungen an Dritte

Im 1. Quartal 2016 haben, wie im 1. Quartal 2015, keine Ausschüttungen an Dritte stattgefunden.

(8) Vorräte

in T EUR 29.02.2016 30.11.201 5
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.334 50.776
Unfertige Erzeugnisse/ Leistungen 24.647 24.231
Fertige Erzeugnisse und Waren 108.310 105.206
Geleistete Anzahlungen 3.016 6.179
Vorräte 188.307 186.392

Der Aufwand aus der Wertberichtigung von Vorräten beträgt in der Berichtsperiode T EUR 1.934 (Vorjahresquartal: T EUR 3.509). Bei Wegfall der Gründe, welche zu einer Abwertung geführt haben, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Die Wertaufholungen betragen in der Berichtsperiode T EUR 220 (Vorjahresquartal: T EUR 220).

(9) Finanzielle Verbindlichkeiten

Im Rahmen der Refinanzierung der bisherigen Konsortialkredite wurde am 9. Juni 2015 ein neues revolvierendes Darlehen mit fünfjähriger Laufzeit in Höhe von T EUR 450.000 unterzeichnet. Der in 2016 regulär auslaufende Bankkredit in Höhe von ursprünglich T EUR 400.000 wurde damit am 15. Juni 2015 abgelöst. Zum Stichtag war das revolvierende Darlehen in Höhe von T EUR 241.559 in Anspruch genommen.

Die Anleihe in Höhe von T EUR 300.000 ist unverändert im Bestand. Diese wurde am 19. Mai 2011 zu einem Ausgabekurs von 99,4 % und einem Zinskupon von 5,0 % p. a. begeben, der mit einer Endfälligkeit im Jahr 2018 ausgestattet ist.

Zum 10. November 2015 wurden zudem Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren in Höhe von insgesamt T EUR 425.000 begeben.

(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen im Wesentlichen in der Aufrechterhaltung und Sicherstellung einer optimalen Kapitalstruktur zur Reduzierung der Kapitalkosten, in der Sicherstellung ausreichender liquider Mittel und in dem aktiven Management des Nettoumlaufvermögens. Die Nettofinanzschulden betragen zum 29. Februar 2016 T EUR 894.377 (30. November 2015: T EUR 877.453), und das Net Working Capital beläuft sich auf T EUR 229.105 (30. November 2015: T EUR 213.698).

Das Risikomanagementsystem des Gerresheimer Konzerns für das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und einzelne Marktrisiken, insbesondere Zinsrisiken, Währungsrisiken und Preisrisiken, wird einschließlich seiner Ziele, Methoden, Prozesse und dessen Maßnahme zur Überwachung der einzuhaltenden Covenants im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts im Konzernabschluss zum 30. November 2015 dargestellt.

Information zu den Finanzinstrumenten nach Kategorien und Klassen

Nach Art der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sind drei Hierarchiestufen zu unterscheiden. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte zu den einzelnen Hierarchiestufen überprüft Gerresheimer jeweils zum Ende einer Berichtsperiode.

Stufe 1: Die beizulegenden Zeitwerte werden anhand von öffentlich notierten Marktpreisen an aktiven Märkten bestimmt.
Stufe 2: Besteht kein aktiver Markt für einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit, basiert

die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Bewertungsmodellen. Die der Stufe 2 zuzurechnenden beizulegenden

Zeitwerte wurden anhand von Preisen in jüngsten Geschäftsvorfällen mit vertragswilligen und unabhängigen

Vertragspartnern oder unter Verwendung von Preisen bei beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen für ähnliche

Vermögenswerte oder Schulden bestimmt.
Stufe 3: Die Bewertungen der beizulegenden Zeitwerte beruhen auf Modellen, in die am Markt nicht beobachtbare Inputfaktoren

eingehen und das Bewertungsergebnis signifikant beeinflussen.
29.02.2016
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle

Vermögenswerte"
Wertpapiere 648 - - 648
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 308 - 308
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 648 308 - 956
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 1.001 - 1.001
Put-Optionen - - 13.387 13.387
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 1.001 13.387 14.388
30.11.2015
in T EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Total
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle

Vermögenswerte"
Wertpapiere 653 - - 653
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 117 - 117
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 653 117 - 770
Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden

Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 1.161 - 1.161
Put-Optionen - - 13.747 13.747
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 1.161 13.747 14.908

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet sie auf die entsprechenden Bilanzpositionen über:

29.02.2016
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 195.523 195.523 - 195.5231)
Kredite und Forderungen 195 523 195.523 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 835 11.601 956 12.791
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2342) - 648
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 308
Kredite und Forderungen 11.601 11.601 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 88.285 88.285 - 88.285
Finanzielle Vermögenswerte 295.643 295.409 956 296.599
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 992.375 1.022.542 14.388 1.006.763
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 992.375 1.022.542 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 14.388
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142.622 142.622 - 142.622
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 142.622 142.622 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.134.997 1.165.164 14.388 1.149.385

1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 26.144 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 234 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

30.11.2015
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Zum beizulegenden Zeitwert bewertet
--- --- --- --- ---
in T EUR Buchwert Nachrichtlich: beizulegender Zeitwert Buchwert Buchwert laut Bilanz
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200.130 200.130 - 200.1301)
Kredite und Forderungen 200.130 200.130 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.357 15.121 770 16.127
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2362) - 653
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 117
Kredite und Forderungen 15.121 15.121 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93.668 93.668 - 93.668
Finanzielle Vermögenswerte 309.155 308.919 770 309.925
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 975.485 1.005.940 14.908 990.393
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 975.485 1.005.940 -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 14.908
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 160.940 160.940 - 160.940
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 160.940 160.940 -
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.136.425 1.166.880 14.908 1.151.333

1) Zusätzlich werden in der Bilanz T EUR 18.884 Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

2) In Ermangelung eines verlässlich schätzbaren Marktwertes wird auf die Angabe des beizulegenden Zeitwertes für die mit T EUR 236 bilanzierten Beteiligungen verzichtet.

In den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen die Konzerngesellschaften Leasingnehmer sind. Zum 29. Februar 2016 belaufen sich diese Verbindlichkeiten auf T EUR 5.572 (30. November 2015: T EUR 5.708).

Der beizulegende Zeitwert von Forderungen, Krediten oder Verbindlichkeiten wird als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse oder -abflüsse ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mit einem Zinssatz, der der jeweiligen Fälligkeit des Aktivpostens bzw. der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten und der Bonität des Schuldners am Abschlussstichtag Rechnung trägt.

Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten weichen die beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht signifikant von den Buchwerten ab.

(11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

in T EUR 29.02.2016 30.11.2015
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 43.955 43.157
Bestellobligo aus Investitionen 24.300 17.135
Bürgschaften 199 210
Andere finanzielle Verpflichtungen 6.815 7.278
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 75.269 67.780

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen sowie betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude.

(12) Segmentberichterstattung

Nach dem Management Approach orientiert sich die Segmentberichterstattung am internen Berichtswesen.

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente werden im Gerresheimer Konzern durch den Vorstand der Gerresheimer AG als Hauptentscheidungsträger wahrgenommen. Die Abgrenzung der Segmente und der Regionen sowie die aufgeführten Kennzahlen stimmen mit dem internen Steuerungs- und Berichtswesen überein.

Der Gerresheimer Konzern wird über die strategischen Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert, die durch ihre wirtschaftlichen Merkmale des Geschäftes zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden.

Der Gerresheimer Konzern gliedert sich in die drei Geschäftsbereiche Plastics & Devices, Primary Packaging Glass und Life Science Research.

Der Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten und Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass werden alle Primärverpackungsmittel aus Glas für Medikamente und Kosmetik produziert.

Der Geschäftsbereich Life Science Research produziert für Forschung, Entwicklung und Analytik wiederverwendbare Laborglasprodukte sowie Laboreinwegartikel und weitere Speziallaborgläser.

Die Dienstleistungen der Gerresheimer AG, Konsolidierungsmaßnahmen und Überleitungen zwischen den Segmenten werden in der Segmentberichterstattung als "Zentralstellen/Konsolidierung" dargestellt. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde.

Im Folgenden werden die von der Gerresheimer AG zur Beurteilung der Leistung der Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen dargestellt:

in T EUR Plastics & Devices Primary Packaging Glass Life Science Research
Q1 2016 Q1 2015 Q1 2016 Q1 2015 Q1 2016 Q1 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz des Segmentes 177.615 137.566 142.695 146.366 23.296 22.758
Innenumsätze -101 -199 -1.177 -4.726 - -
Umsatz mit Dritten 177.514 137.367 141.518 141.640 23.296 22.758
Adjusted EBITDA 42.121 25.504 26.165 27.887 2.590 2.760
Planmäßige Abschreibungen -10.397 -8.650 -10.714 -13.191 -385 -367
Adjusted EBITA 31.724 16.854 15.451 14.696 2.205 2.393
Net Working Capital 107.645 106.910 101.171 130.984 24.047 28.270
Operating Cash Flow1) 25.130 9.692 9.015 7.120 4.327 4.067
Investitionen 8.721 4.156 4.731 9.392 191 137
Mitarbeiter (Durchschnitt pro Quartal) 4.684 4.452 5.173 5.682 754 809
in T EUR Zentralstellen/ Konsolidierung Konzern
Q1 2016 Q1 2015 Q1 2016 Q1 2015
--- --- --- --- ---
Umsatz des Segmentes - - 343.606 306.690
Innenumsätze - - -1.278 -4.925
Umsatz mit Dritten - - 342.328 301.765
Adjusted EBITDA -4.838 -5.183 66.038 50.968
Planmäßige Abschreibungen -87 -104 -21.583 -22.312
Adjusted EBITA -4.925 -5.287 44.455 28.656
Net Working Capital -3.758 -2.717 229.105 263.447
Operating Cash Flow1) -5.018 -5.066 33.454 15.813
Investitionen 9 258 13.652 13.943
Mitarbeiter (Durchschnitt pro Quartal) 97 107 10.708 11.050

1) Operating Cash Flow: Adjusted EBITDA zuzüglich beziehungsweise abzüglich Veränderung Net Working Capital abzüglich Investitionen.

Eine Überleitungsrechnung vom Adjusted EBITA der Segmente zum Konzernergebnis ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

in T EUR Q1 2016 Q1 2015
Adjusted EBITA der Segmente 49.380 33.943
Zentralstellen/Konsolidierung -4.925 -5.287
Adjusted EBITA Konzern 44.455 28.656
Verkauf Röhrenglasgeschäft 325 -316
Portfoliooptimierungen -1.140 -117
Einmalige Aufwendungen und Erträge -170 -4
Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen -10.162 -3.697
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 33.308 24.522
Finanzergebnis (netto) -8.389 -7.071
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 24.919 17.451

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden anhand marktüblicher Konditionen wie unter fremden Dritten ermittelt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(13) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes unterhalten wir Geschäftsbeziehungen zu juristischen oder natürlichen Personen, die auf die Gerresheimer AG oder deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch sie bzw. ihre Tochterunternehmen ausgesetzt sind.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen gehören Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung stehen, nicht konsolidierte Gesellschaften und assoziierte Unternehmen sowie die Organmitglieder der Gerresheimer AG.

Die folgende Tabelle stellt das Lieferungs- und Leistungsvolumen mit nahestehenden Unternehmen und Personen dar:

Q1 2016
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 632 - 248 -
Assoziierte Unternehmen - 654 - 159
632 654 248 159
Q1 2015
in T EUR Erbrachte Lieferungen und Leistungen Empfangene Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Unternehmen, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht 723 - 312 -
Assoziierte Unternehmen - 994 - 52
723 994 312 52

Die getätigten Geschäfte betreffen das Unternehmen Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG, Ravensburg, das mit einem Mitglied des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG in Beziehung steht.

Sämtliche getätigten Geschäfte wurden zu marktüblichen Preisen und Konditionen wie zwischen fremden Dritten durchgeführt.

(14) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem 29. Februar 2016 sind keine für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Der Vorstand hat den Konzern-Zwischenabschluss nach Erörterung mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats am 12. April 2016 freigegeben.

FINANZKALENDER

28.04.2016 Hauptversammlung 2016
07.07.2016 Quartalsfinanzbericht 2 Quartal 2016
06.10.2016 Quartalsfinanzbericht 3 Quartal 2016

IMPRESSUM

Herausgeber

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Straße 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

Tel+49 211 6181-00

Fax +49 211 6181-295

E-Mail [email protected]

www.gerresheimer.com

Konzept und Gestaltung

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Text

Gerresheimer AG, Düsseldorf

Hinweis zum Quartalsfinanzbericht

Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.

Rundungshinweis

Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Quartalsfinanzbericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen. In die Zukunft gerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen und solche in die Zukunft gerichteten Formulierungen wie "glaubt", "schätzt", "geht davon aus", "erwartet", "nimmt an", "prognostiziert", "beabsichtigt", "könnte", "wird" oder "sollte" oder Formulierungen ähnlicher Art enthalten. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen Risiken und Ungewissheiten, da sie sich auf zukünftige Ereignisse beziehen und auf gegenwärtigen Annahmen der Gesellschaft basieren, die gegebenenfalls in der Zukunft nicht oder nicht wie angenommen eintreten werden. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass solche zukunftsgerichteten Aussagen keine Garantie für die Zukunft sind; die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich der Finanzlage und der Profitabilität des Gerresheimer Konzerns sowie der Entwicklung der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen können wesentlich von denjenigen abweichen (insbesondere negativer ausfallen), die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Selbst wenn die tatsächlichen Ergebnisse des Gerresheimer Konzerns, einschließlich der Finanzlage und Profitabilität sowie der wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, mit den zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Quartalsfinanzbericht übereinstimmen sollten, kann nicht gewährleistet werden, dass dies auch weiterhin in der Zukunft der Fall sein wird.