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Gerresheimer AG Annual Report 2016

May 11, 2017

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Annual Report

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Gerresheimer AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2015 bis zum 30.11.2016

Lagebericht und Jahresabschluss

Inhalt

Lagebericht der Gerresheimer AG

Die Gerresheimer AG

Geschäftstätigkeit


Geschäftsbereiche


Zweigniederlassungen

Unternehmensstrategie und Ziele


Steuerungssystem

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Konjunktur- und Marktumfeld

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen


Branchenentwicklung


Entwicklung an den Devisenmärkten


Entwicklung an den Energie- und Rohstoffmärkten


Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf

Einfluss der Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf


Prognoseerreichung im Geschäftsjahr 2016 (Gerresheimer Konzern)

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf
 

Ertragslage der ­Gerresheimer AG

Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der 
 ­Gerresheimer AG

Vermögenslage


Finanz- und Liquiditätslage


Gesamtaussage des Vorstands zur 
wirtschaftlichen Lage

Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren der ­Gerresheimer AG und des Gerresheimer Konzerns

Mitarbeiter


Innovation, Forschung und Entwicklung


Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung


Compliance


Umwelt


Business Excellence


Kundenzufriedenheit


Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands


Vergütung des Aufsichtsrats


Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie 
erläuternder Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB


Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate 
Governance Kodex


Angaben zu Unternehmensführungspraktiken


Chancen- und Risikobericht

Konzerneinheitliches Chancen- und Risikomanagement


Internes Kontrollsystem in Bezug auf den 
 Rechnungslegungsprozess


Chancen der künftigen Entwicklung


Risiken der zukünftigen Entwicklung


Übersicht der Risiken und ihre finanziellen 
Auswirkungen


Unternehmensstrategische Risiken


Operative Risiken


Finanzwirtschaftliche Risiken


Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns 
und der Gerresheimer AG

Nachtragsbericht

Prognosebericht

Ausrichtung des Konzerns


Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen


Markt- und Geschäftschancen für den Gerresheimer 
Konzern und die Gerresheimer AG

Megatrends


Erwartete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage


Erwartete Entwicklung nicht finanzieller Erfolgsfaktoren

Erwartete Finanzlage und Liquidität


Dividendenpolitik


Gesamtaussage zum Prognosebericht


Jahresabschluss der Gerresheimer AG

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Anhang


Entwicklung des Anlagevermögens


Anteilsbesitzliste


Organe

Erklärung des Vorstands

Bestätigungsvermerk

Impressum

LAGEBERICHT der GERRESHEIMER AG für das Geschäftsjahr 1. Dezember 2015 
bis 30. November 2016

DIE GERRESHEIMER AG

Die Gerresheimer AG mit Sitz in Düsseldorf (Deutschland) fungiert als Holding der Unternehmen des Gerresheimer Konzerns. Sie steuert die von ihr gehaltene Beteiligung an der Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf (Deutschland) sowie indirekt die von der Gerresheimer Holdings GmbH gehaltenen Beteiligungen. Von diesen Beteiligungen erhält die Gerresheimer AG Beteiligungserträge. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gerresheimer AG ist insbesondere durch diese Beteiligungserträge und damit wesentlich durch die Geschäftsentwicklung des gesamten Gerresheimer Konzerns geprägt. Nachfolgend wird, soweit nicht anders vermerkt, die Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns beschrieben.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Der Gerresheimer Konzern ist ein weltweit führender Hersteller hochwertiger Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Healthcare-Industrie. Wir bieten auf Basis eigener Entwicklungen und modernster Produktionstechnologien zum einen pharmazeutische Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systeme an, zum anderen Diagnostiksysteme und Verpackungen für die Kosmetikindustrie.

GESCHÄFTSBEREICHE

Der Gerresheimer Konzern wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese werden nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Materialien, die wir für unsere Produkte verwenden, zu berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst. Unser Geschäftsmodell ist seit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research zum 31. Oktober 2016 in die zwei berichtspflichtigen operativen Geschäftsbereiche Plastics & Devices und Primary Packaging Glass gegliedert.

PLASTICS & DEVICES

Unser Produktportfolio im Geschäftsbereich Plastics & Devices umfasst komplexe kundenspezifische Produkte zur einfachen und sicheren Verabreichung von Medikamenten. Dazu zählen beispielsweise Insulin-Pens, Inhalatoren oder vorfüllbare Spritzen. Darüber hinaus gehören zu diesem Bereich Produkte für die Diagnostik und Medizintechnik wie Stechhilfen und Testsysteme sowie pharmazeutische Kunststoffbehälter für flüssige und feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheitssystemen.

Wir entwickeln einerseits komplexe Systeme und Systemkomponenten aus Kunststoff im Rahmen individueller Projektgeschäfte. Unsere Zielgruppe umfasst dabei Kunden aus der Pharmaindustrie, der Diagnostik und der ­Medizintechnik. Diesen Kunden bieten wir individuelle Serviceleistungen an und decken damit sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette ab. Das Produktspektrum unserer medizinischen Kunststoffsysteme reicht von Inhalatoren für die gezielte Behandlung von Atemwegserkrankungen über Lanzetten und Insulin-Pen-Systeme für Diabetiker bis hin zu den unterschiedlichsten Testsystemen und Einmalprodukten für die Labor- und Molekulardiagnostik.

Andererseits umfasst der Geschäftsbereich Plastics & Devices Systemverpackungen aus Kunststoff, die für flüssige und feste Medikamente eingesetzt werden können. Zu unserer breiten Palette hochwertiger Primärverpackungen für Arzneimittel zählen unter anderem Applikations- und Dosiersysteme wie Augentropfen- oder Nasensprayfläschchen sowie Spezialbehälter für Tabletten und Pulver. Überdies beinhaltet unser Sortiment multifunktionale Verschlusssysteme mit Originalitätssicherungen, kindergesicherten und seniorengerechten Applikationen sowie integrierten Feuchtigkeitsabsorbern.

In den USA ist der Markt für verschreibungspflichtige Medikamente von dem sogenannten „pour-and-count“-System geprägt. Die in der Verschreibung genannte genaue Menge der oral einzunehmenden Medikamente wird speziell für den einzelnen Patienten in Kunststoffverpackungen abgefüllt. Auch für dieses Marktsegment haben wir ein starkes Produktportfolio und beliefern landesweite und regionale Apothekenketten, Supermärkte und Großhändler.

PRIMARY PACKAGING GLASS

Im Geschäftsbereich Primary Packaging Glass produzieren wir Primärverpackungen aus Glas für Medikamente und Kosmetik. Dazu zählen zum Beispiel Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen, Parfümflakons und Cremetiegel sowie spezielle Gläser für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Für die pharmazeutische Industrie umfasst unser Angebot vielfältige Primärverpackungen aus Glas. Zu den Produkten aus Behälterglas gehören beispielsweise Injektions-, Tropf- und Sirupflaschen in mannigfaltigen markt- und bedarfsgerechten Ausführungen. Zudem produzieren wir aus Borosilikatglas-Röhren hochwertige Spezialprodukte wie Ampullen, Fläschchen und Karpulen. So bieten wir eine praktisch lückenlose Weiß- und Braunglaspalette für Pharmaverpackungen an.

Unser Produktportfolio für die Kosmetikindustrie umfasst hochwertige Glasverpackungen wie Fläschchen und Gläser für Parfüms, Deodorants, Hautpflege- oder Wellnessprodukte. Wir verarbeiten Klar-, Farb- und Opalglas. Hierfür verfügen wir über sämtliche Technologien zur Form- und Farbgebung, zum Bedrucken sowie zur exklusiven Veredelung.

Für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie bieten wir sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Fläschchen, Flaschen, Gläschen und Gläser, die unter anderem für Kleinspirituosen genutzt werden. Unser Produktionsspektrum umfasst verschiedene Variationen, wie beispielsweise Braun-, Weiß-, Farb- oder Opalglas, diverse Formvarianten und zahlreiche Möglichkeiten der Veredelung.

LIFE SCIENCE RESEARCH 
(VERKAUFT ZUM 31. OKTOBER 2016)

Im Geschäftsbereich Life Science Research haben wir bis zum 31. Oktober 2016 Glasgefäße und Systeme für die speziellen Anforderungen in der Forschung, Entwicklung und Analytik hergestellt. Darüber hinaus haben wir auch Produkte für den allgemeinen Laborbedarf angeboten. Die entsprechende Gesellschaft Kimble Chase Life Science and Research Products LLC wurde 2007 aus der Zusammenlegung der jeweiligen Laborglassparten als Joint-Venture von Gerresheimer (51 %) und Chase Scientific Glass, Inc. (49 %) gegründet.

Zum 31. Oktober 2016 haben wir den Geschäftsbereich Life Science Research (Kimble Chase) an die Duran Gruppe, eine Beteiligungsgruppe von One Equity Partners, verkauft. Bei der Herstellung von Laborglas gibt es wenige bis keine Synergien mit unserem Kerngeschäft, der Herstellung pharmazeutischer Primärverpackungen und Produkte zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten. Märkte und Kunden unterscheiden sich. Auch sind die Herstellungsprozesse von Laborglas stark durch manuelle Anteile geprägt und wesentlich anders als unsere Produktionstechniken für Pharmaglas. Produktionsstätten von Kimble Chase befinden sich in Rockwood (Tennessee/USA), in Rochester (New York/USA), in Queretaro (Mexiko), in Meiningen-Dreissigacker (Deutschland) und in Peking (China). Mit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research haben wir die Anzahl unserer Werke um fünf reduziert.

ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die Gerresheimer AG unterhält keine Zweigniederlassungen.

UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND ZIELE

Die Nachfrage nach medizinischer Versorgung wächst weltweit stetig. Wesentliche Treiber sind globale Entwicklungen wie beispielsweise die steigende Lebenserwartung, das Wachstum der Weltbevölkerung, steigendes Wohlstandsniveau, Umweltveränderungen und die Entwicklung neuer Medikamente und Therapien. Die steigende Anzahl patentfreier Medikamente sowie der Trend zur Selbstmedikation bedeuten auch künftig für die Pharma- und Gesundheitsindustrie weiteres Wachstumspotenzial. Neben den zunehmenden Stückzahlen steigen gleichzeitig die Qualitätsanforderungen an die pharmazeutischen Verpackungen und Produkte zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten. Dies gilt besonders für Wirkstoffe mit komplexer Molekülstruktur wie biotechnisch hergestellte Medikamente und stellt alle Marktteilnehmer vor Herausforderungen.

Für uns als strategischen Partner bei der Entwicklung und Produktion hochwertiger Spezialverpackungen für die Pharma- und Kosmetikindustrie eröffnen sich damit Chancen für weiteres Wachstum. Mit unserer globalen Kompetenz erfüllen wir die steigenden Anforderungen unserer Kunden an höchste Qualität – in den Industrienationen wie auch in den Schwellenländern.

UNSERE VISION UND MISSION

Wir verfolgen die Vision, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Dabei ist die Leidenschaft unserer Mitarbeiter die Grundlage für unseren Erfolg.

In den letzten zwei Jahren haben wir dieser Vision folgend das Profil unseres Unternehmens weiter geschärft: Wir haben den führenden Hersteller von Kunststoffbehältern und Verschlüssen für oral einzunehmende verschreibungspflichtige Medikamente in den USA gekauft, das Röhrenglasgeschäft verkauft und uns zuletzt von unserer Laborglassparte getrennt. Unser breites Portfolio an Produkten und Services sowie unsere globale Präsenz machen uns einzigartig und festigen unsere Position als wichtiger Partner der Pharma- und Kosmetikbranche.

Bei der weiteren Umsetzung der Vision helfen uns diese Leitlinien:

1. 
Wir möchten die Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und ihnen Lösungen für ihre gegenwärtigen und künftigen Anforderungen bieten.

Herausragende Qualität und unbedingte Liefertreue auch bei sehr hohen Volumina zeichnen uns aus und sind für unsere Kunden die unbedingte Voraussetzung, um den hohen Anforderungen des Marktes und der Regulierungsbehörden nachzukommen. Gemeinsam mit unseren Kunden gehen wir aber auch neue Wege, um Trends wie Selbstmedikation oder biologisch hergestellte Medikamente zu antizipieren, neue Produkte und Prozesse zu entwickeln und Innovationen zu fördern.

2. 
Wir verpflichten uns zu kontinuierlicher Innovation und herausragender Qualität.

Wir entwickeln unser Angebotsspektrum insbesondere für neue Medikamente und neue Qualitätsanforderungen fortlaufend weiter und investieren in diese wichtigen Wachstumsmärkte der Zukunft. Unsere langjährige Erfahrung, die hohe Expertise und Motivation unserer Mitarbeiter wie auch unsere konsequente Investitionspolitik basierend auf unserer finanziellen Stabilität machen uns dabei zu einem bevorzugten Lieferanten der Pharmaindustrie.

3. 

Wir wollen unser Technologie-Know-how und unsere Kompetenzen nutzen und als ein Team agieren.

Wir produzieren seit vielen Jahrzehnten Verpackungen aus Glas und Kunststoff. Dieses Wissen bedeutet einen hohen Wert, das wir im Sinne unserer Kunden nutzen und über Fortbildung und Schulungen noch erweitern. Wir standardisieren unsere Produktionsanlagen und Prozesse über Werksgrenzen hinweg, sorgen teamübergreifend für den Transfer von Know-how und messen das Ergebnis an definierten Operational Excellence Kennzahlen.

4. 
Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber mit hoch motivierten und engagierten Mitarbeitern weltweit sein.

Unsere rund 10.000 Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren heutigen und zukünftigen Erfolg. Dementsprechend setzen wir auf gute Arbeitsbedingungen, Talentmanagement und auf umfassendes, lebenslanges Lernen. Wir vertrauen dabei auf eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Mitarbeitern, die wir durch systematische Aus- und Weiterbildung in die Lage versetzen, sich für die ständig steigenden Anforderungen zu qualifizieren und ihre Arbeitsplatzzufriedenheit sicherzustellen.

Auf diesen vier Leitlinien aufbauend ergibt sich das Ziel:

Wir wollen unsere globale Präsenz ausbauen und profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen.

Bereits heute sind wir mit unseren Werken in Europa, Nord- und Südamerika wie auch in Asien global vertreten und bedienen Kunden und Märkte in vielen Teilen der Welt mit lokaler Produktion. Dabei gibt es weiterhin Möglichkeiten, unsere globale Präsenz auszubauen und alle Kunden mit unserem kompletten Portfolio überall und gleichermaßen zu bedienen. Gerade in den asiatischen Wachstumsmärkten wie Indien und China sowie im südamerikanischen Raum setzen wir verstärkt auf den Ausbau unserer Präsenz, um in diesen Ländern unsere bestehenden internationalen Kunden wie auch neue Kunden mit unseren Produkten versorgen zu können.

UNSERE STRATEGISCHEN ZIELE

1. Nachhaltiges Wachstum

Wir wollen weiter nachhaltig wachsen. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir den Umsatz mit unseren bestehenden Kunden steigern, neue Produkte anbieten sowie weitere Regionen, Märkte und Kunden für uns erschließen. Um dies zu erreichen, greifen wir auch gezielt auf Akquisitionen zurück. Unser Fokus liegt dabei auf Zukäufen, die uns entweder den Zugang zu neuen Regionen oder den Erwerb neuer Technologien ermöglichen. Dabei streben wir immer führende Positionen in den Märkten an, in denen wir aktiv sind.

2. Steigende Profitabilität

Wir konzentrieren uns auf ein profitables Wachstum, das sich in einem steigenden Adjusted EBITDA, einem höheren Operating Cash Flow und mittelfristig einem verbesserten Return on Capital Employed (ROCE) widerspiegeln soll. Qualifizierte Mitarbeiter, moderne und effiziente Technologie, strikte Kostenkontrolle sowie ein hohes Qualitätsniveau sind die Voraussetzungen dafür. Wir investieren gezielt in Fortbildung, in effiziente Produktion und in hohe Qualität. Dabei sichert uns die zuverlässige Lieferung qualitativ hochwertiger Pharma- und Kosmetikverpackungen eine Spitzenpositionierung als weltweit anerkannter Lieferant und grenzt uns zu unseren Wettbewerbern ab.

3. Attraktives Investment und starker Partner

Ein nachhaltiges Wachstum und steigende Profitabilität machen uns für unsere bestehenden und zukünftigen Investoren zu einem attraktiven Investment. Wir beteiligen unsere Aktionäre über unsere Dividende an unserem Erfolg. Unsere finanzielle Solidität macht uns zudem auch für unsere Kunden und Zulieferer zu einem verlässlichen und starken Partner in einem Umfeld, das auf langfristige und stabile Beziehungen großen Wert legt.

Die Eckpfeiler unserer Strategie gelten unverändert seit vielen Jahren. Wir stellen im Rahmen der jährlichen operativen und strategischen Planung die Weichen für die Folgejahre und formulieren konkrete Ziele für das nächste Geschäftsjahr, die wir mit Beginn eines jeden Geschäftsjahres – jeweils für das laufende Geschäftsjahr – veröffentlichen.

Unsere Strategie hat sich auch im Geschäftsjahr 2016 operativ in mehreren strategischen Projekten manifestiert und wurde im Rahmen dieser Projekte erfolgreich umgesetzt. Strategische Projekte wie der Verkauf der Laborglassparte, die Fläschchen-Maschinenstrategie, die Einführung neuer Produkte, der Ausbau der Produktionskapazitäten und vieles mehr werden im Detail im weiteren Lagebericht beschrieben. Alle diese Maßnahmen tragen maßgeblich zur Verbesserung unserer Position als globaler Partner der Pharmaindustrie bei, erhöhen unsere Profitabilität und machen Gerresheimer zu einem attraktiven Investment.

STEUERUNGSSYSTEM

Unser unternehmerisches Handeln ist auf nachhaltig profitables Wachstum und globale Marktführerschaft in den Bereichen Pharma und Healthcare sowie Kosmetik ausgerichtet. Daraus leiten sich Umsatzwachstum, Adjusted EBITDA, Operating Cash Flow, Investitionen, Net Working Capital und ROCE als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren für den Gerresheimer Konzern ab.

Das Wachstum messen wir anhand der organischen Umsatzveränderung des Gerresheimer Konzerns und seiner Geschäftsbereiche. Im Falle von Akquisitionen oder Desinvestitionen bereinigen wir die Wachstumsrate um die daraus resultierenden Effekte genauso wie um Währungseffekte.

Unsere Profitabilität ermitteln wir in erster Linie anhand des Adjusted ­EBITDA. Dies setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um die Positionen Restrukturierungsaufwand und einmalige Aufwendungen und Erträge. Unter die einmaligen Aufwendungen und Erträge fassen wir Abfindungen für den Vorstand, Kosten einer Refinanzierung, Personalabbau und Restrukturierungen in größerem Umfang (strukturell und strategisch), die nicht die engen Kriterien des IAS 37 erfüllen, Kosten für Akquisitionen (bis zum Zeitpunkt der Akquisition) und Desinvestitionen, Kosten aus der Historie von Gerresheimer, wie z. B. Schiedsgerichtsverfahren, und Ergebnisse aus Betriebsprüfungen. Bei den Bereichen Kosten, Technologien, Mitarbeiter und Prozesse streben wir eine führende Wettbewerbsposition an. Dies ist die Basis, um die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Qualität, Service, Preis und Innovation zu erfüllen und über dem Branchendurchschnitt liegende Renditen (Adjusted EBITDA/Umsatz) zu erzielen.

Wir legen großen Wert darauf, einen ausreichenden Cash Flow zu erzielen, um die unterschiedlichen Erwartungen unserer Anspruchsgruppen zu erfüllen. Wir messen dies anhand des Operating Cash Flows, der sich wie folgt errechnet: Adjusted EBITDA zuzüglich bzw. abzüglich der Veränderung des Net Working Capitals (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene/geleistete Anzahlungen) abzüglich Investitionen. Für die Kennzahlen Adjusted EBITDA und Operating Cash Flow haben wir pro Geschäftsbereich und Geschäftsfeld individuelle Zielniveaus festgelegt. Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Steuerung der Investitionen. Wir bewerten jedes Projekt in jeder Geschäftseinheit nach den gleichen Zielparametern. Dabei spielen die Berechnung gemäß Discounted Cash Flow, also der diskontierten Einnahmenüberschüsse, sowie die Payback-Periode, also die Amortisationsdauer, eine wesentliche Rolle. Erweiterungs- und Rationalisierungsprojekte sollten dabei eine Mindestverzinsung nach Steuern (interner Zinssatz) von 18 % und eine Payback-Zeit von unter drei Jahren erzielen. Bei strategischen Projekten sollte die Payback-Zeit fünf Jahre im Regelfall nicht übersteigen. Bei Werksneubauten und -erweiterungen kann die Payback-Zeit auch darüber liegen.

Das Net Working Capital ist neben dem Adjusted EBITDA und den Investitionen die dritte Stellgröße beim Operating Cash Flow. Auch hierauf liegt ein permanenter Schwerpunkt unserer vielfältigen Optimierungsmaßnahmen, wie veränderte Zahlungsbedingungen, verbessertes Mahnwesen oder Optimierungen in der Produktionsplanung zwecks Bestandsreduzierung. Dabei ist die Senkung des auf Monatsbasis berechneten durchschnittlichen Net Working Capitals unser Ziel, um so den Kapitaleinsatz dauerhaft zu minimieren.

Durch die Fokussierung auf Adjusted EBITDA, Investitionen (und damit indirekt auch auf die Abschreibungen) sowie Net Working Capital haben wir im Übrigen die wesentlichen operativen Stellgrößen des ROCE im Blick. Dieser definiert sich bei Gerresheimer als Adjusted EBITA im Verhältnis zum durchschnittlichen Kapitaleinsatz, also Eigenkapital plus verzinsliches Fremdkapital abzüglich liquider Mittel bzw. alternativ berechnet als Bilanzsumme abzüglich unverzinslicher Verbindlichkeiten und liquider Mittel. Neben den oben genannten Kennzahlen stellt der ROCE eine wichtige mittel- bis langfristige Zielgröße für uns dar. Basierend auf der angestrebten Mindestverzinsung nach Steuern (interner Zinssatz) von 18 % für Erweiterungs- und Rationalisierungsprojekte sollte dieser über 12 % für den Gerresheimer Konzern liegen.

Neben den Indikatoren zur Beurteilung der finanziellen Geschäftsentwicklungen spielen auch nicht finanzielle Steuerungsgrößen eine wesentliche Rolle für den Erfolg unseres Unternehmens. Aus Konzernsicht sind hier die Innovationsbereitschaft, die Lösungskompetenz sowie insbesondere die Attraktivität für hoch qualifizierte Mitarbeiter und deren Bindung an das Unternehmen für uns von zentraler Bedeutung.

Steuerungsgröße für die Gerresheimer AG als Konzernobergesellschaft ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn. Insbesondere durch Gewinnabführungen und Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen soll die Umsetzung unserer langfristigen ergebnisorientierten Dividendenpolitik sichergestellt werden.

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Die finanzielle Steuerung und Optimierung des Gerresheimer Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral aus dem Konzern-Treasury der Gerresheimer AG. Unser vornehmliches Ziel ist es, die Liquidität jederzeit durch eine zentrale Beschaffung der Finanzmittel und die aktive Steuerung der Fremdwährungs- sowie der Zinsänderungsrisiken zu sichern. Die stets angemessene Ausstattung mit Finanzmitteln stellen wir durch eine rollierende Liquiditätsplanung und ein zentrales Cash-Management sicher.

Um die Entscheidungs- und Steuerungsprozesse im Rahmen der Liquiditätssicherung, der Finanzplanung und des diesbezüglichen Risikomanagements zu institutionalisieren, hat der Vorstand einen Anlagenausschuss eingesetzt. Dieser besteht aus dem Finanzvorstand sowie den Leitern der Abteilungen Unternehmensentwicklung und Controlling, Mergers & Acquisition und Treasury und tritt grundsätzlich einmal pro Quartal zusammen. Zentrale Aufgabe des Anlagenausschusses ist es, die relevanten finanziellen Rahmenbedingungen für den Gerresheimer Konzern zu erörtern und zu überwachen. Dabei werden mögliche Veränderungen von externen Einflussfaktoren durch aktuelle Marktprognosen ebenso bewertet wie die Finanzierungssituation und strategische Wachstumsoptionen. Alle Ideen und anstehenden Maßnahmen von größerem finanziellem Umfang werden hier gebündelt und auf ihre Finanzierbarkeit geprüft sowie unter Risikogesichtspunkten nochmals durchleuchtet. Damit haben wir in Ergänzung zum durchgängigen Vier-Augen-Prinzip eine zusätzliche Kontroll- und Früherkennungsinstanz.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung tätigen wir zahlreiche Geschäfte in fremden Währungen. Um dem damit verbundenen Risiko der für uns nachteiligen Wechselkursschwankungen zu begegnen, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Diese sichern die Cash Flows aus noch nicht erfüllten Aufträgen in Fremdwährungen ab. Aufträge, Forderungen oder Verbindlichkeiten werden regelmäßig im Zeitpunkt ihrer Entstehung durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Um Zinsänderungsrisiken zu begegnen, beobachtet das Konzern-Treasury der Gerresheimer AG ständig die Zinsentwicklung und schließt im Bedarfsfall entsprechende Zinssicherungsgeschäfte ab.

KONJUNKTUR- UND MARKTUMFELD

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF)1 rechnet in seinem im Oktober 2016 veröffentlichten Prognosebericht mit einer leichten Zunahme der Wachstumsrate der Weltwirtschaft. Allerdings bergen zunehmende isolationistische Tendenzen, wie das britische Votum für den EU-Austritt sowie protektionistische Absichten in den USA und Europa erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft. Solche Tendenzen könnten Unternehmen dazu veranlassen, sich mit Investitionen zurückzuhalten und weniger neue Jobs zu schaffen. Trotz der Risiken halten die Experten des IWF an ihrer Prognose für das kommende Jahr 2017 fest und sagen ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % (Vorjahr: 3,1 %) voraus. Dabei werde mittelfristig das Wachstum der Industriestaaten weiter schwach bleiben, bei den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF dagegen eher ein Anziehen der Konjunktur.

Im Hinblick auf die Entwicklung in der Eurozone zeigt sich der IWF besorgt, dass sich der Druck auf die Politik verstärke, einen „populistischen, nach innen gerichteten“ Kurs einzuschlagen. Gleichwohl korrigiert er seine Prognose leicht nach oben: Für 2016 liegt sie bei 1,7 % und für das nächste Jahr bei 1,5 %. Diese Entwicklung wird unter anderem begünstigt durch eine steigende Binnennachfrage, die wachstumsorientierte Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen wie beispielsweise dem US-Dollar. Auch Länder wie Italien und Spanien, die sich in den letzten Jahren eher verhalten entwickelt hätten, begännen langsam wieder Fuß zu fassen. So wuchs Spanien im zweiten Quartal so kräftig wie seit über acht Jahren nicht mehr. Und obwohl die griechische Wirtschaft weiter schrumpft, sieht hier der IWF keine Ansteckungsgefahr für die Eurozone.

Für Deutschland erhöhte der IWF die Wachstumsprognose von 1,6 % auf 1,7 % für das Berichtsjahr (Vorjahr: 1,5 %) und für das Jahr 2017 von 1,2 % auf 1,4 %. Die Vorhersage aus Washington liegt damit etwas unter jener der fünf führenden deutschen Wirtschaftsinstitute. Diese rechnen für das Jahr 2016 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 %. Für 2017 erwarten die Institute aber ebenso wie der IWF 1,4 %.

1 Internationaler Währungsfonds: „World Economic Outlook”, Oktober 2016.

Für die USA dagegen zeigt sich der IWF skeptischer als noch im Juli. Für die weltgrößte Volkswirtschaft senkte der Fonds seine Wachstumsprognose für 2017 auf 2,2 % von 2,5 %. Das US-Wachstum habe 2016 enttäuscht. Einen Grund dafür sehen die Experten in der hohen Verschuldung der USA, die im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekordwert gestiegen sei.

Die Stimmung in der Volksrepublik China ist laut IWF positiv. Die Transformation in eine Dienstleistungsgesellschaft komme voran und die Kreditexpansion und der wachsende Konsumanteil am Bruttoinlandsprodukt bieten eine gute Basis für Wachstum. Damit sei es sogar möglich, eine denkbare Abkühlung bei den Investitionen auszugleichen. Mit einem erwarteten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 6,6 % im Jahr 2016 ist China nach wie vor eines der wachstumsstärksten Länder der Welt überhaupt.

In der Prognose für andere große Entwicklungsländer hat sich nur wenig geändert. So schrumpfe die Wirtschaft in Russland (-0,8 %) und auch Brasilien (-3,3 %) in diesem Jahr. Allerdings könnte die Rezession in beiden Ländern schon 2017 überwunden sein, glaubt der IWF. Russland helfe der gestiegene Ölpreis. In Brasilien schöpften Verbraucher und die Wirtschaft erneut Vertrauen und das Bruttoinlandsprodukt habe sich weniger verringert als erwartet. Demzufolge könnte sich die Rezession in den beiden Ländern allmählich abschwächen und ab 2017 sei wieder Wachstum möglich. Indien zeige sich dagegen bereits heute in einer stabilen Verfassung mit soliden Wachstumsraten.

BRANCHENENTWICKLUNG

Nach mit nahezu 9 % unerwartet hohen Wachstumsraten in den beiden Jahren 2014 und 2015 zeigte sich der weltweite Pharmamarkt in 2016 auf niedrigerem Niveau stabil mit einem anhaltend positiven Geschäftsklima. Der Markt wurde in den vergangenen zwei Jahren getrieben von unerwarteten Entwicklungen, nämlich von der hohen Durchschlagskraft der Hepatitis-C-Blockbuster, der hohen Anzahl ablaufender Patente sowie dem hohen Volumenwachstum in den Pharmerging Markets. 2016 entfielen zwei Drittel des Umsatzes auf die Top fünf nationalen Märkte USA, Japan, China, Deutschland und Frankreich. Auf den Rest der Welt verteilt sich das letzte Drittel, angeführt von Italien, gefolgt von UK und Brasilien.

Im Jahr 2016 war die Branche erneut geprägt durch Übernahme- und Fusionsaktivitäten. Während 2015 im Pharmasektor Übernahmen im Umfang von rund USD 350 Mrd. getätigt wurden, waren bis zum dritten Quartal 2016 Akquisitionen und Fusionen im Gesamtumfang von USD 42 Mrd. zu beobachten². Unabhängig von den Transaktionen zeichnet sich die Pharmabranche weiterhin durch eine hohe Innovationskraft aus. Sie ist daher ein wichtiger wirtschaftlicher Treiber für eine Volkswirtschaft – auch in Deutschland. In der Bundesrepublik sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angesichts der guten Konjunkturlage und der hohen Steuereinnahmen weiterhin günstig, um den Pharmastandort Deutschland zu stärken. Im Jahr 2016 betrug der Umsatz in der Pharmaindustrie in Deutschland rund USD 43,1 Mrd.

Für den Welt-Pharmamarkt geht das renommierte Forschungsunternehmen Quintiles IMS Institute³ für 2016 bis 2021 von einem jährlichen durchschnittlichen Ausgabenzuwachs von 4 % bis 7 % auf rund USD 1,5 Billionen in 2021 aus. Dabei prognostiziert Quintiles IMS in den USA, nach wie vor der weltgrößte Pharmamarkt, ein jährliches durchschnittliches Ausgabenwachstum von 6 % bis 9 % für die kommenden Jahre bis 2021, während in den europäischen Ländern Wachstumsraten im niedrigeren einstelligen Prozentbereich zu erwarten seien. In den Pharmerging Markets sei dagegen weiterhin von jährlichen durchschnittlichen Wachstumsraten in Höhe von 6 % bis 9 % für die kommenden fünf Jahre auszugehen.

Das Volumenwachstum, also die Anzahl der verkauften Medikamente, wird dem Bericht zufolge durch die weitere Zunahme an Generika getrieben sowie durch einen im Vergleich zu den Vorjahren etwas moderateren Anstieg der medizinischen Versorgung in den Pharmerging Markets. Wie im Zeitraum 2011 bis 2016 geht Quintiles IMS für 2016 bis 2021 von einem durchschnittlichen jährlichen globalen Volumenwachstum in Höhe von 3 % aus, das vor allem durch die Pharmerging Markets getrieben wird.

Insgesamt gilt die Pharmabranche als eine der krisensichersten. Sie profitiert weiterhin von nachhaltigen Wachstumstreibern wie beispielsweise der demografischen Entwicklung, welche in Verbindung mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung zu einem wachsenden Bedarf an medizinischer Versorgung führt. Weit verbreitete Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, Demenzerkrankungen, Krebs und Allergien führen darüber hinaus zu einem erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den für uns relevanten Megatrends wider: Trend zu Generika, Erstarken der Gesundheitssysteme in den Pharmerging Markets, Zunahme der regulatorischen Anforderungen, Entwicklung neuer Medikamente, Zunahme akuter und chronischer Krankheiten, Selbstmedikation (siehe hierzu auch das Kapitel „Megatrends” auf Seite 34).

In der Konsequenz steigt die Anzahl von Arzneimitteln mit patentfreien Wirkstoffen sowie biotechnologisch hergestellten Medikamenten. Die Branche profitiert gleichzeitig von der steigenden Weltbevölkerung und der wachsenden Mittelschicht: Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Asthma und Diabetes nehmen zu, entsprechend steigen die Ausgaben für die medizinische Versorgung. Neue Präparate und neue Wirkstoffe erfordern neben innovativen Herstellungsverfahren eine Weiterentwicklung der Verpackungen und Verabreichungen. Der Schutz der hochwertigen Inhaltsstoffe, die Qualitätssicherung und eine uneingeschränkte Funktionalität stehen dabei an erster Stelle. Immer mehr innovative Biotech-Medikamente kommen auf den Markt, die in Form von Injektionen dargereicht werden und in entsprechender Konzentration in Fläschchen und/oder vorgefüllten Spritzen erhältlich sein müssen. Für den Bereich der Verpackung von Medikamenten heißt das: Die Hersteller müssen ein breites Portfolio an Technologien über möglichst weite Teile der Wertschöpfungskette anbieten.

Auch der stärker konjunkturabhängige Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016 gut. Unverändert werden Glasverpackungen mit hoher Wertanmutung sehr geschätzt, so dass Design und zusätzliche Veredelungsprozesse der Glasbehälter auch im vergangenen Jahr von entscheidender Bedeutung waren.

ENTWICKLUNG AN DEN DEVISENMÄRKTEN

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar lag im Geschäftsjahr 2016 innerhalb des Korridors zwischen 1,05 und 1,15 US-Dollar je Euro, wobei der Stand von Ende 2016 in etwa dem Stand von Ende 2015 entsprach. Die zwischenzeitliche Stärke des Euro mit Kursen um 1,15 US-Dollar ging zum Ende des Jahres 2016 im Vorfeld und nach Veröffentlichung des Ergebnisses der US-Präsidentenwahl wieder verloren, zudem erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren US-Leitzinserhöhung nach der im Dezember 2015 erfolgten ersten Erhöhung des Leitzinses. Die Europäische Zentralbank EZB wird die Wirtschaft hingegen anscheinend noch längere Zeit mit einer wachstumsorientierten Niedrigzinspolitik stützen.

2 PwC „Global Pharma & Life Sciences Deals Insights Q3 2016 Update”.

3 Quintiles IMS Institute: „Outlook for Global Medicines through 2021”, December 2016.

Der Durchschnittskurs für das Geschäftsjahr 2016 vom 1. Dezember 2015 bis zum 30. November 2016 lag bei 1,10 US-Dollar und somit knapp unter dem durchschnittlichen Niveau des Vorjahres von 1,12 US-Dollar je Euro.

Andere Währungen, die für uns im Rahmen der Quartals- und Jahresabschlüsse zu Umrechnungseffekten in die Berichtswährung Euro führen, haben während des Berichtszeitraumes zumeist ihren Wert im Vergleich zum Euro vermindert. Damit hat in Summe der stärkere Euro-Kurs im Berichtszeitraum dafür gesorgt, dass die Translationseffekte aus der Umrechnung von anderen Währungen in die Konzernwährung Euro das Umsatzwachstum reduziert haben. Aus diesem Grund geben wir im Kapitel „Umsatzentwicklung“ das Umsatzwachstum organisch, das heißt um Währungseffekte und Akquisitionen bzw. Desinvestitionen bereinigt, an. Im Geschäftsjahr 2016 lag für den US-Dollar folgender Plankurs zugrunde: 1 Euro entspricht 1,12 US-Dollar. Darüber hinaus sind im Konzern-Anhang unter der Angabe (4) die Stichtags- und Durchschnittskurse der wesentlichen Währungen für den Gerresheimer Konzern für das Geschäftsjahr 2016 und für das Vorjahr detailliert dargestellt.

ENTWICKLUNG AN DEN ENERGIE- UND ROHSTOFFMÄRKTEN

Ein erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Wir haben einen permanent hohen Bedarf an Energieträgern, insbesondere aufgrund der energieintensiven Brenn- und Schmelzvorgänge in den Hochtemperaturschmelzöfen. Ein wesentlicher Anstieg der Energiepreise könnte die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten. Daher haben wir die besondere Ausgleichsregelung für stromintensive Unternehmen nach § 64 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) in Anspruch genommen. Der Konzern hat sich gegen anziehende Energiepreise (Strom und Gas) umfassend abgesichert, um Energiekostensteigerungen aufzufangen.

Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten sind wir unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Als Hersteller hochwertiger pharmazeutischer Primärverpackungen setzen wir für die Glasprodukte in erster Linie die Rohstoffe Quarzsand, Natronkalk sowie diverse Zusatzstoffe in vergleichsweise geringen Mengen ein. Die genannten Rohstoffe sind gut verfügbare Grunderzeugnisse, die wir von verschiedenen Lieferanten beziehen.

Mit dem Verkauf unseres Röhrenglasgeschäftes an Corning im Jahr 2015 haben wir einen 10-Jahres-Liefervertrag für Borosilikatglas-Röhren abgeschlossen und damit den Bedarf des für unser Converting-Geschäft wichtigen Vorproduktes langfristig sichergestellt.

Insgesamt haben wir bei wesentlichen Kundenverträgen Preisanpassungsklauseln vereinbart, die diese Kostenveränderungen weitestgehend kompensieren. Dies bedeutet, dass wir nicht wesentlich von dem im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 gesunkenen Ölpreis profitiert haben. Auf der anderen Seite werden wir aber wahrscheinlich auch nicht wesentlich betroffen sein, sollte der Ölpreis wieder ansteigen.

Weitere Informationen zum Umgang des Gerresheimer Konzerns mit Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen finden sich im gleichnamigen Unterpunkt des Kapitels „Operative Risiken“.

ÄNDERUNG DER REGULATORISCHEN ­RAHMENBEDINGUNGEN

Nach wie vor legen die politischen Entscheider, insbesondere in den europäischen Industrieländern und den USA, großen Wert auf den Nachweis eines signifikanten Zusatznutzens, bevor neue Medikamente zugelassen werden. Aus diesem Grund wird in der Regel von den entsprechenden Behörden eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, bevor Medikamente für den Markt zugelassen werden können. Dies hat auch im Geschäftsjahr 2016 zu einer Zunahme der Bedeutung generisch hergestellter Medikamente in den Industrieländern geführt.

Tendenziell nehmen Umfang und Anzahl der regulatorischen Auflagen jährlich zu. Bei hohem Nutzen für die Patienten sind für alle Marktteilnehmer damit große Herausforderungen verbunden. Insgesamt haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen auf den für Gerresheimer wichtigen Pharmamärkten für unser Geschäft im Jahr 2016 allerdings nicht wesentlich verändert. Außerdem stellen die hohen Anforderungen an unser Geschäft eine hohe Eintrittsbarriere für mögliche neue Wettbewerber dar.

GESCHÄFTSVERLAUF

EINFLUSS DER RAHMENBEDINGUNGEN AUF DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Die regulatorischen Rahmenbedingungen auf den für uns wichtigen Pharmamärkten haben sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wesentlich verändert und somit auch unsere Geschäftsentwicklung nicht erheblich beeinflusst. Der stärker konjunkturabhängige Markt für hochwertige Kosmetikverpackungen aus Glas entwickelte sich tendenziell positiv. Insbesondere bei den Parfüm- und Pflegeprodukten verzeichneten die Hersteller Zuwächse.

Wir vertreiben hauptsächlich spezialisierte und hochwertige Primärverpackungsprodukte und Drug-Delivery-Systeme aus Glas und Kunststoff. In den Märkten und in den Produktsegmenten, in denen wir tätig sind, wollen wir unsere Wettbewerbsposition Nr. 1 oder Nr. 2 halten bzw. streben wir an, diese Wettbewerbsposition nachhaltig zu erreichen.

PROGNOSEERREICHUNG IM GESCHÄFTSJAHR 2016 (GERRESHEIMER KONZERN)

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gerresheimer AG ist abhängig von der Geschäftsentwicklung des Gerresheimer Konzerns. Die Unternehmensstrategie und Steuerung erfolgt ausschließlich über die Kennzahlen des Konzerns. Aus diesem Grund wird auf eine Prognoseerstellung auf Ebene des Einzelabschlusses verzichtet und berichten wir an dieser Stelle ausschließlich über die Prognoseentwicklung des Gerresheimer Konzerns.

Um unseren Aktionären, Kunden und allen anderen Partnern die Möglichkeit zu geben, unsere Geschäftsentwicklung zu beurteilen, veröffentlichen wir unsere Erwartungen jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres und aktualisieren diese bei Bedarf im Jahresverlauf. Unsere Prognose umfasst dabei Angaben zu der erwarteten Entwicklung des währungsbereinigten Umsatzes, der organischen Wachstumsrate des Umsatzes, des Adjusted EBITDA und der Investitionsausgaben in Prozent vom währungsbereinigten Umsatz.

Der Vergleich der Prognose mit den berichteten Geschäftsjahreszahlen zeigt, dass wir die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2016 gut eingeschätzt haben. Wir hatten nach dem Verkauf unseres Geschäftsbereiches Life Science Research zum 31. Oktober 2016 angekündigt, eher am unteren Ende unserer Jahresprognose beim währungsbereinigten Konzernumsatz in Höhe von EUR 1,4 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.) zu sein. Der währungsbereinigte Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2016 bei EUR 1.383,1 Mio., und damit voll im Rahmen unserer Erwartungen. Der organische Umsatzzuwachs lag bei 2,9 % für 2016. Das Adjusted EBITDA zu konstanten Wechselkursen und ohne Berücksichtigung des Geschäftsbereiches Life Science Research liegt mit EUR 311,3 Mio. am oberen Ende der prognostizierten EUR 305 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.). Auch das Verhältnis Investitionsausgaben zu Umsatz zu konstanten Wechselkursen und ohne Berücksichtigung von Life Science Research lag mit 8,2 % im veranschlagten Zielbereich von 8 %. Der Umsatz- und Ergebnisbeitrag von Life Science Research ist seit dem Zeitpunkt der Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich zum 1. September 2016 sowohl für das aktuelle Geschäftsjahr bis zum Abschluss des Verkaufs zum 31. Oktober 2016 sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2015 in Abzug zu bringen.

Die für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierten Cash-Kennzahlen haben wir ebenfalls erreicht. Unsere Investitionen lagen bei 8,2 % und das durchschnittliche Net Working Capital bei 15,8 % vom währungsbereinigten Umsatz (ohne den Geschäftsbereich Life Science Research). Des Weiteren sind wir sowohl für unsere Operating Cash Flow-Marge als auch für unseren ROCE voll in der Planung.

Die folgende Tabelle zeigt die Prognoseentwicklung im Jahresverlauf:

Entwicklung der Prognose im Geschäftsjahresverlauf 2016 Ausblick GJ 2016

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Ausblick GJ 2016 Anpassung des Ausblicks GJ 2016 Ergebnis 2016
11.02.2016 06.10.2016
(Verkauf Life Science Research)
Umsatz
 (konst. Wechselkurse) EUR 1.500 Mio. (+/- EUR 25 Mio.) EUR 1.400 Mio. (+/- EUR 25 Mio.) EUR 1.383,1 Mio.
entspricht ca. +4 % bis +5 % 
organisches Wachstum entspricht ca. +4 % bis +5 % 
organisches Wachstum +2,9 % organisches Wachstum
Adjusted EBITDA EUR 320 Mio. (+/- EUR 10 Mio.) EUR 305 Mio. (+/- EUR 10 Mio.) EUR 311,3 Mio.
(konst. Wechselkurse)
Investitionen
(konst. Wechselkurse) 8 % vom Umsatz Bestätigung Ausblick GJ 2016 8,2 %1)
11.02.2016
Durchschnittliches NWC (in % vom Umsatz)
 (konst. Wechselkurse) 17  % Bestätigung Ausblick GJ 2016 15,8 %1)
11.02.2016
Der Verkauf von Life Science Research wurde zum 31. Oktober 2016 vollzogen; gemäß internationalen Rechnungslegungsvorschriften sind die Zahlen für diesen Geschäftsbereich als aufgegebener Geschäftsbereich gesondert auszuweisen. Das waren für 2015 rund EUR 100 Mio. Umsatz und gut EUR 15 Mio. Adjusted EBITDA.
Weitere Kennzahlen
Operating Cash Flow-Marge (konst. Wechselkurse) rund 13 % im Geschäftsjahr 2018 Bestätigung Ausblick GJ 2016 14,3 %1)
11.02.2016
ROCE > = 12 % im Geschäftsjahr 2018 Bestätigung Ausblick GJ 2016 12,6 %
11.02.2016

1) Ohne Berücksichtigung des Geschäftsbereiches Life Science Research.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Für die Gerresheimer AG war der operative Geschäftsverlauf sehr zufriedenstellend. Das handelsrechtliche Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg wie erwartet aufgrund höherer Beteiligungserträge von EUR 17,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 71,0 Mio. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass wir bei der Gerresheimer AG eine konsequente Steuerungsphilosophie verfolgen und in Abhängigkeit von geplanten Investitionen in den jeweiligen Regionen die Dividenden von Tochterunternehmen steuern. Demzufolge kann das Beteiligungsergebnis im Jahresvergleich stark schwanken. Der Jahresüberschuss betrug EUR 61,5 Mio. nach EUR 7,0 Mio. im Vorjahr. Das Eigenkapital stieg demzufolge von EUR 648,6 Mio. auf EUR 683,4 Mio.

Der Gerresheimer Konzern hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz stieg um 7,2 % auf EUR 1.375,5 Mio. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 2,9 % bzw. einem währungsbereinigten Umsatz von EUR 1.383,1 Mio. Unser Umsatz mit der Pharmaindustrie hat sich somit auch im Geschäftsjahr 2016 als robust erwiesen. Das Adjusted EBITDA zu konstanten Wechselkursen und ohne Berücksichtigung des Geschäftsbereiches Life Science Research lag bei EUR 311,3 Mio. Das berichtete Adjusted EBITDA lag bei EUR 307,8 Mio., was einer Marge von 22,4 % entspricht. Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern lag im Geschäftsjahr 2016 mit EUR 168,2 Mio. deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von EUR 112,7 Mio. Das bereinigte Konzernergebnis betrug EUR 139,0 Mio. nach EUR 117,7 Mio. in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

ERTRAGSLAGE DER 
GERRESHEIMER AG

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von EUR 37,8 Mio. im Vorjahr um EUR 10,6 Mio. auf nunmehr EUR 27,2 Mio. verringert. Dies ist im Wesentlichen auf niedrigere Währungserträge sowie auf geringere Weiterbelastungen, insbesondere im Zusammenhang mit einer Akquisition und einer Desinvestition im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen.

Der Personalaufwand der Gerresheimer AG ging um EUR 3,4 Mio. auf EUR 14,3 Mio. im Geschäftsjahr 2016 zurück. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen auf deutlich niedrigeren Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen aktienkursorientierten variablen Barvergütung (Phantom Stocks) des Vorstands der Gerresheimer AG im aktuellen Geschäftsjahr.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 18,1 Mio. auf EUR 29,0 Mio. (Vorjahr: EUR 47,1 Mio.) ist im Wesentlichen auf niedrigere Aufwendungen für Währungen und Währungsderivate in Höhe von EUR 11,3 Mio. (Vorjahr: EUR 22,2 Mio.) zurückzuführen. Diese Aufwendungen sind im Wesentlichen bedingt durch die Währungssicherung des USD Darlehens an die Gerresheimer Glass Inc., Vineland (New Jersey/USA). Weiterhin haben sich die Beratungskosten aufgrund einer im Geschäftsjahr 2015 getätigten Akquisition und einer durchgeführten Desinvestition deutlich reduziert.

Zwischen der Gerresheimer AG und der Gerresheimer Holdings GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Danach ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Gerresheimer AG abzuführen. Die Gerresheimer AG muss entsprechend jeglichen Jahresfehlbetrag ausgleichen. Der Ertrag aus dem Gewinnabführungsvertrag beträgt im Geschäftsjahr 2016 EUR 58,9 Mio. (Vorjahr: EUR 16,4 Mio.). Die Gewinnabführung der Gerresheimer Holdings GmbH wird dabei maßgeblich bestimmt durch die Gewinnabführungen der Gerresheimer Group GmbH und deren Organgesellschaft GERRESHEIMER GLAS GmbH, die als Zwischenholding für in- und ausländische Tochtergesellschaften fungiert.

Die Veränderung des Ertrags aus der Gewinnabführung bei der Gerresheimer AG gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 resultiert zum einen aus einem Ertrag im Vorjahr in Höhe von EUR 52,0 Mio. aus der Veräußerung der Anteile an der Gerresheimer Pisa S.p.A., Pisa (Italien) im Rahmen des Verkaufs des Röhrenglasgeschäftes. Zum anderen ergab sich auf Ebene der GERRESHEIMER GLAS GmbH im Vorjahr ein gegenläufiger Effekt aufgrund von Portfoliooptimierungen im Gerresheimer Konzern, die zu Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte sowie zu Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von EUR 75,4 Mio. geführt haben. Weiterhin haben sich aufgrund von bestehenden Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträgen auf Ebene der GERRESHEIMER GLAS GmbH die Beteiligungserträge um EUR 16,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Auch die positive Entwicklung in den einzelnen Tochtergesellschaften führte im Jahr 2016 zu einem Anstieg der Dividendenerträge um EUR 4,7 Mio im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 8,8 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.).

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 2016 EUR 45,8 Mio. und waren damit unverändert zur vergleichbaren Vorjahresperiode.

Das Netto-Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von EUR -17,2 Mio. (Vorjahr: EUR -17,3 Mio.) setzt sich aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von EUR 3,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,0 Mio.) und Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 20,7 Mio. (Vorjahr: EUR 22,3 Mio.) zusammen. Bei den Erträgen des laufenden Geschäftsjahres handelt es sich um Zinserträge aus Darlehen an Tochterunternehmen. Der Rückgang des Zinsaufwandes resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der im Vorjahr getätigten Brückenfinanzierung in Bezug mit der Centor Akquisition und der Ablösung der alten Rahmenfinanzierung im Juni 2015.

Der Jahresüberschuss der Gerresheimer AG betrug EUR 61,5 Mio. nach EUR 7,0 Mio. im Vorjahr. Das nach IFRS ermittelte Ergebnis des Gerresheimer Konzern für das Geschäftsjahr 2016 beträgt EUR 168,2 Mio. und liegt damit EUR 55,5 Mio. über dem Vorjahreswert. Der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Gerresheimer AG erhöhte sich von EUR 91,5 Mio. im Vorjahr auf nunmehr EUR 126,3 Mio. Dies liegt insbesondere am deutlich höheren Jahresüberschuss der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2016 und wurde gegenläufig durch die Ausschüttungen an die Anteilseigner der Gerresheimer AG in Höhe von EUR 26,7 Mio. beeinflusst.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG werden der Hauptversammlung am 26. April 2017 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 1,05 je Aktie (Vorjahr EUR 0,85 je Aktie) für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von EUR 33,0 Mio. und einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende um 23,5 %. Die Ausschüttungsquote beträgt 24,9 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen. Diese Ausschüttung bewegt sich im Rahmen unserer Dividendenpolitik, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 20 % bis 30 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an unsere Aktionäre auszuschütten. Des Weiteren wird vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 93,3 Mio. auf neue Rechnung vorzutragen. Damit profitieren die Gerresheimer Aktionäre auch in diesem Jahr vom Geschäftserfolg des Gerresheimer Konzerns.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE DER GERRESHEIMER AG

VERMÖGENSLAGE

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich die immateriellen Vermögensgegenstände um EUR 0,7 Mio. auf nunmehr EUR 1,8 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten Aktivierungen von IT Software und Lizenzen zurückzuführen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben sich von EUR 297,1 Mio. zum Vorjahresstichtag um EUR 24,3 Mio. auf EUR 321,4 Mio. zum 30. November 2016 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an höheren Forderungen aus dem Cash-Pooling sowie gegenläufig aus einer Reduzierung des kurzfristigen USD-Darlehens an die Gerresheimer Glass Inc., Vineland (New Jersey/USA), welches im Geschäftsjahr 2016 um USD 40,0 Mio. zurück gezahlt wurde. Damit valutiert dieses Darlehen zum Bilanzstichtag mit EUR 150,6 Mio.

Das Eigenkapital hat sich von EUR 648,6 Mio. zum 30. November 2015 um EUR 34,8 Mio. auf nunmehr EUR 683,4 Mio. zum 30. November 2016 erhöht. Dies ist auf den deutlich höheren Jahresüberschuss sowie gegenläufig auf die Ausschüttungen an die Anteilseigner der Gerresheimer AG zurückzuführen.

Weiterhin haben sich die Steuerrückstellungen um EUR 7,6 Mio. auf EUR 2,1 Mio. verringert. Diese Reduzierung ist auf die Steuerzahlungen im Zusammenhang mit abgeschlossenen Betriebsprüfungen zurückzuführen.

Die oben beschriebenen Transaktionen waren im Wesentlichen ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2016 um EUR 25,2 Mio. bzw. 1,8 % auf EUR 1.436,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1.411,1 Mio.).

Die Eigenkapital-Quote beläuft sich somit zum Stichtag 30. November 2016 auf 47,6 % (Vorjahr: 46,0 %).

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSLAGE

Unsere Rahmenfinanzierung besteht aktuell aus drei Hauptelementen. Sie erfolgt zum einen über eine am 19. Mai 2011 zum Kurs von 99,4 % ausgegebene Schuldverschreibung über EUR 300 Mio. mit einem Zinskupon von 5,0 % p. a., siebenjähriger Laufzeit und einer daraus folgenden Endfälligkeit im Mai 2018.

Zudem hat die Gerresheimer AG im Rahmen einer Refinanzierung am 9. Juni 2015 einen Konsortialkredit mit fünfjähriger Laufzeit in Form eines revolvierenden Darlehens in Höhe von EUR 450,0 Mio. unterzeichnet. Damit wurde der bisherige, im März 2011 abgeschlossene Rahmenkredit am 15. Juni 2015 abgelöst. Die dem aktuellen Konsortialkredit zugrunde liegende und einzuhaltende Kenngröße (Financial Covenant) ist das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA (EBITDA Leverage) (jeweils Gerresheimer Konzern). Das revolvierende Darlehen wird verzinst über einen Basiszins entsprechend dem Euribor für die jeweilige Ziehungsperiode zuzüglich eines Margenaufschlages zwischen 0,45 % und 1,30 % je nach dem Erfüllungsgrad der EBITDA Leverage-Covenant sowie zuzüglich einer Nutzungsprovision in Abhängigkeit vom jeweiligen Darlehensstand. Zum Stichtag 30. November 2016 haftet die Gerresheimer AG im Rahmen des Garantorenkonzeptes für dieses Darlehen in Höhe von EUR 163,0 Mio. (Vorjahr: EUR 232,8 Mio.). Aufgrund der soliden Bilanz- und langfristigen Finanzierungsstruktur der Gerresheimer AG und ihrer Tochtergesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme nach unseren Erkenntnissen nicht zu rechnen.

Anlässlich des Erwerbs der Centor US Holding Inc. am 1. September 2015 hatte die Gerresheimer AG eine Brückenfinanzierung in Höhe von EUR 550,0 Mio. mit einer maximalen Laufzeit von zwölf Monaten – zuzüglich einer Verlängerungsoption von weiteren sechs Monaten – abgeschlossen. Diese Brückenfinanzierung wurde im November 2015 durch eine erfolgreiche Schuldscheinemission der Gerresheimer AG in Höhe von EUR 425,0 Mio. sowie anteilig aus den Erlösen aufgrund der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes abgelöst. Das am 2. November 2015 unterzeichnete und am 10. November 2015 ausgezahlte Schuldscheindarlehen der Gerresheimer AG teilt sich in eine fünfjährige Tranche über EUR 189,5 Mio., eine siebenjährige Tranche über EUR 210,0 Mio. sowie eine zehnjährige Tranche über EUR 25,5 Mio. auf. Die jeweiligen Tranchen werden überwiegend fix, aber zum Teil auch variabel verzinst.

Ein fester Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung ist die Liquiditätssicherung des Gerresheimer Konzerns, unter Berücksichtigung von entsprechenden Reserven für mögliche Sondereinflüsse. Hierbei ermöglicht der konzerninterne Finanzausgleich im Rahmen des Cash-Poolings und mittels Intercompany-Darlehen eine effiziente Nutzung von Liquiditätsüberschüssen einzelner Konzerngesellschaften für den Bedarf an Finanzmitteln anderer Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr 2016 bestanden aufgrund ausreichender Cash-Pool-Kreditlinien sowie hinreichender Intercompany-Darlehen weder Finanzierungs- noch Liquiditätsengpässe.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Gerresheimer Konzern weiter positiv entwickelt. Hervorzuheben ist neben dem Umsatzanstieg von 7,2 % insbesondere die gestiegene Profitabilität, die sich in einer Verbesserung der Adjusted EBITDA-Marge von rund 2 Prozentpunkten ausdrückt. Weiterhin hat sich das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern je Aktie ohne nicht beherrschende Anteile auf sehr gute EUR 4,22 und damit um 23,8 % gesteigert (Vorjahr: EUR 3,41). Mit dem Verkauf des Geschäftsbereiches Life Science Research haben wir uns nach dem Verkauf des Röhrenglasgeschäftes von einem weiteren nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereich getrennt.

NICHT FINANZIELLE ERFOLGSFAKTOREN DER GERRESHEIMER AG UND DES GERRESHEIMER KONZERNS

MITARBEITER

SCHWERPUNKTE UNSERES PERSONALMANAGEMENTS

Unsere Erfolge beruhen auf dem Wissen, Können und Engagement unserer Mitarbeiter4. Sie sind die eigentlichen Treiber und Motoren unseres Unternehmens, nicht austauschbare Maschinen und Anlagen. Wir werden in den kommenden Jahren unsere ambitionierten Ziele und unsere Vision nur dann erreichen, wenn wir unsere Mitarbeiter fördern und entwickeln sowie die Entwicklung der Mitarbeiter mit der des Unternehmens einhergeht.

MITARBEITERSTRUKTUR

Im Durchschnitt beschäftigte die Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2016 89 Angestellte (davon 13 leitendende und 76 andere Angestellte). Im Vorjahr waren 89 Angestellte in der Gerresheimer AG beschäftigt (davon 13 leitende und 76 andere Angestellte). Alle Mitarbeiter waren ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.

4 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Die Gerresheimer Gruppe beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2016 9.904 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.684). Dies entspricht einer Verringerung um 7,3 % (Vorjahr: -3,7 %) im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015. Der Hauptgrund für die Verringerung unserer Mitarbeiterzahl liegt insbesondere im Verkauf unseres Geschäftsbereiches Life Science Research. Mit dem Verkauf verließen Ende Oktober 2016 rund 740 Mitarbeiter die Gerresheimer Gruppe.

DIVERSITY

Unseren wirtschaftlichen Erfolg erzielen wir durch enge Zusammenarbeit in leistungsstarken Teams. Diese setzen sich zusammen aus Mitarbeitern beiderlei Geschlechts, einer Vielfalt an Nationalitäten sowie Mitarbeitern aller Altersstufen. Wir sind überzeugt, dass Vielfalt in der Belegschaft ein wichtiger Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor für uns ist. Deswegen fördern wir als Arbeitgeber die Zusammenarbeit durch eine offene Feedback-Kultur, durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen für Teams und Individuen sowie durch herausfordernde Aufgaben im globalen Kontext. Bei zu besetzenden Vakanzen berücksichtigen wir ausschließlich die Qualifikationen der Bewerber, ungeachtet von Herkunft, Alter oder Geschlecht.

Unsere 9.904 Mitarbeiter kommen insgesamt aus 57 Ländern. Unser jüngster Auszubildender ist 16 Jahre, unser ältester Mitarbeiter ist 69 Jahre. Aufgrund der häufig körperlich fordernden und anstrengenden Tätigkeiten ist der Frauenanteil insbesondere im gewerblichen Bereich mit 34,1 % (Vorjahr: 34,6 %) relativ gering. In der Verwaltung ist der Anteil der Mitarbeiterinnen mit 36,4 % (Vorjahr: 35,9 %) etwas höher. Über das ganze Unternehmen hinweg gesehen, liegt der Frauenanteil bei 34,6 % (Vorjahr: 34,9 %). Wir arbeiten weiterhin daran, durch gezielte Förderung den Frauenanteil insbesondere auch in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen. Aktuell liegt der Anteil der Frauen über alle Führungspositionen hinweg bei 24,4 %. Der Frauenanteil auf den ersten beiden Führungsebenen lag zum Ende des Berichtsjahres bei 16,7 % (Vorjahr: 11,2 %). Hierbei sehen wir uns auf einem guten Weg. Wir versuchen unseren Mitarbeitern durch individuelle Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten und Heimarbeitsplätze sowie Teilzeitprogramme die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern und die Gerresheimer Gruppe noch stärker als familienfreundlichen und attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

DEMOGRAFISCHER WANDEL & GESUNDHEITS­MANAGEMENT

Das Durchschnittsalter der Gerresheimer Belegschaft liegt aktuell bei 40,8 Jahren. Aufgrund eines in vielen Regionen der Welt steigenden Durchschnittslebensalters ist die Tendenz eher steigend. Dabei stehen vor allem unsere Werke in Europa mit einem hohen Altersdurchschnitt von 41,2 Jahren im Fokus. Im Rahmen eines umfassenden Gesundheitsmanagements bieten wir deshalb an vielen Standorten eine Vielzahl von Maßnahmen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit an. Wir brauchen für unsere körperlich oft fordernden Tätigkeiten leistungsstarke Mitarbeiter und sind somit schon aus wirtschaftlichen Gründen an einer gesunden Belegschaft interessiert. Dementsprechend verstärken und fördern wir Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Mitarbeitergesundheit.

Darüber hinaus beschäftigen wir uns verstärkt mit Know-how-Transfer und -Erhalt. Viele unserer Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren das Unternehmen in den Ruhestand verlassen. Diese Mitarbeiter sind Spezialisten in ihrem Fach und haben einen großen Erfahrungsschatz. Es gibt verschiedene Initiativen, dieses Fachwissen noch besser zu erhalten und an unsere jüngeren Kollegen weiterzugeben. Parallel dazu haben wir unsere Aktivitäten in der Personal- und Nachwuchsgewinnung erneut erhöht und investieren weiterhin intensiv in die Ausbildung junger Menschen.

AUSBILDUNG

Eine gute fachliche Ausbildung legt den Grundstein für den persönlichen Erfolg eines jungen Menschen und gleichzeitig sichert sie den Erfolg unseres Unternehmens. Aktuell vermitteln wir unseren Auszubildenden das nötige Know-how in 16 Ausbildungsberufen, die vom Zerspanungsmechaniker bis hin zum Fremdsprachenindustriekaufmann reichen. Darüber hinaus bieten wir auch zwölf duale Studiengänge an, wie z. B. zum Bachelor of Engineering – Fachrichtung Maschinenbau. Wir sehen diese Form der Ausbildung als eine gute Möglichkeit, die Lücke zwischen der praktischen dualen Ausbildung und einem theoretischen Hochschulstudium zu schließen. Der Erfolg unserer Bemühungen zeigt sich darin, dass unsere Auszubildenden im Landesvergleich regelmäßig auf den vorderen Plätzen bei der Ausbildung liegen und ihre Leistungen mit Auszeichnungen und Preisen gewürdigt werden. So wurden zum Beispiel im Juli 2016 drei Auszubildende und duale Studenten unseres Standorts in Regensburg (Deutschland) mit dem Förderpreis vom Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Sie belegten dabei bundesweit die ersten drei Plätze. Insgesamt wurde unser Standort in Regensburg bisher mit 27 Auszeichnungen im Bereich Ausbildung prämiert.

Zum 30. November 2016 absolvierten in der Gerresheimer Gruppe 187 junge Menschen in Deutschland ihre Ausbildung (Vorjahr: 202). Mit einer Ausbildungsquote von 5,5 % liegen wir über der bundesweiten Ausbildungsquote der glasverarbeitenden Industrie von 4,2 % sowie der kunststoffverarbeitenden Industrie von 5,15 %. Wir bilden Spezialisten aus, die wir dringend benötigen und die in vielen Fällen auf dem externen Bewerbermarkt nicht zu bekommen sind. Von unseren 64 Auszubildenden, die im Jahr 2016 ihren Abschluss machten, übernahmen wir 45 Auszubildende. Lediglich zehn Auszubildende wurden auf eigenen Wunsch nicht übernommen und nur neun Auszubildenden wurde kein Vertragsangebot nach erfolgter Ausbildung gemacht.

ARBEITSSICHERHEIT

Unsere Verantwortung für die Sicherheit unserer Mitarbeiter sowie unserer Umwelt nehmen wir sehr ernst. Wir versuchen an jedem Standort weltweit die maximal mögliche Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten. Gleichzeitig wollen wir negative Auswirkungen unserer Aktivitäten auf Umwelt und Natur minimieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde in diesem Jahr die zentrale Stelle des „Group Coordinator Environment Health and Safety“ in der Konzernzentrale geschaffen. Um dies auch rechtssicher und formal zu bestätigen, haben wir weltweit rechtliche Vereinbarungen zu diesen Themen mit Arbeitnehmervertretungen oder Gewerkschaften getroffen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Die Anzahl von Arbeitsunfällen pro eine Million Arbeitsstunden lag weltweit bei 386 (Vorjahr: 354). Dies entspricht einem Anstieg von 9,0 % zum Vorjahr. Die Anzahl an schweren Arbeitsunfällen steigerte sich auf 207 (Vorjahr: 194). Bei sechs Arbeitsunfällen war ein längerer Produktionsstopp nötig. Insgesamt resultierten aus der Gesamtheit an Arbeitsunfällen 4.166 Fehltage.

Der Großteil der Arbeitsunfälle ist auf Verhaltensfehler von Mitarbeitern zurückzuführen. Aus diesem Grund haben wir im Oktober das Projekt „Behavior based Safety“ gestartet. Das Ziel des Projektes ist es, den Mitarbeitern die Gefahren durch Verhaltensfehler zu verdeutlichen und bewusst zu machen, um die Belegschaft noch stärker für die Vermeidung von Risiken zu sensibilisieren. Wir werden so lange kontinuierlich an unseren Sicherheitskonzepten und -vorkehrungen arbeiten, bis wir keine Arbeitsunfälle mehr vermelden müssen.

Wir als Unternehmen sehen uns zudem in der Pflicht, jegliche Verletzung der Menschenrechte in unserem Unternehmen mit allen Möglichkeiten zu unterbinden. Im Geschäftsjahr 2016 sind uns keine Fälle von Menschenrechtsverletzungen in unserem Unternehmen bekannt. Damit dies so bleibt, haben wir im Jahr 2016 diverse neue Maßnahmen (vor allem in Risikoländern) zur Aufdeckung und Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen eingeführt. So gibt es zum Beispiel eine Hotline, in der alle Verstöße anonym zur Anzeige gebracht werden können. Durch Maßnahmen dieser Art stellen wir sicher, dass es in unseren Werken weder Kinder- noch Zwangsarbeit gibt. Gleichzeitig gewährleisten wir die Vereinigungsfreiheit unserer Mitarbeiter. Diese Ansprüche richten wir zwingend auch an unsere Lieferanten.

FÜNF JAHRE VISION, MISSION, VALUES

Vor fünf Jahren entstanden für die gesamte Gerresheimer Gruppe eine Vision, eine Mission und ein einheitliches Wertegerüst. Sie sorgen seitdem dafür, dass wir uns nicht nur als losen Zusammenschluss von 42 Standorten in 14 Ländern sehen, sondern ein gemeinsames Verständnis von „One Gerresheimer“ leben. So lehnen sich beispielsweise auch unsere Jahresmitarbeitergespräche an unseren Werten an.

Gleichzeitig bilden unsere Werte die Basis für die globale Entwicklung und Schulung unseres Executive Managements. Jedes Jahr wird dabei der Schwerpunkt auf einen unserer fünf Werte gelegt, die damit ein einheitliches Entwicklungsprogramm für unser Executive Management bilden. Im Jahr 2016 war dies der Wert „Höchstleistung“, zu dem es Schulungen gab, an denen 68 Mitglieder unseres Executive Managements teilnahmen.

GLOBALE PERSONALENTWICKLUNG

Neben unserem Executive Management investieren wir selbstverständlich auch in die fachliche, methodische und persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Für uns bedeutet Personalentwicklung Menschen zu entwickeln. Und zwar systematisch. Wir klären den Bedarf und fördern die Kompetenzen zielgerichtet. Dabei versuchen wir die Unternehmensziele mit den individuellen beruflichen Vorstellungen in Einklang zu bringen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Menschen zu motivieren, zu fördern und auch Menschen mit Menschen in einen Dialog zu bringen. Wir bieten weltweite und divisionsübergreifende Trainings, Coachings und Weiterentwicklung unserer Organisation an und betreuen darüber hinaus Projekte, wie z. B. die weltweite Mitarbeiterbefragung oder die Sales Academy. Für unsere Führungskräfte bieten wir verschiedene Entwicklungsprogramme an. Hierzu zählt „Leading White“, das Führungskräfte aus der Verwaltung auf ihre verschiedenen Rollen vorbereitet. Als Pendant dazu haben wir für unsere gewerblichen Führungskräfte das Programm „Leading Blue“ entwickelt, um sie in ihrer Rolle zu stärken. Sie stehen als Meister und Schichtleiter häufig im Spannungsverhältnis zwischen Mitarbeitern und Management. Im Geschäftsjahr 2016 nahmen neun unserer Führungskräfte am Leading White und 89 unserer Führungskräfte am Leading Blue Training teil. Talentierte Mitarbeiter im Finanzbereich wiederum können für unser Finanzförderprogramm nominiert werden, das sich an den individuellen Stärken und Lernfeldern ausrichtet. Insgesamt betrug das zentrale Weiterbildungsbudget für das Geschäftsjahr 2016 des Gerresheimer Konzerns rund EUR 3,4 Mio. und umfasste über 200.000 Trainingsstunden.

GEMEINSAME GLOBALE AKTIVITÄTEN

Trotz unserer dezentralen Struktur leben wir „One Gerresheimer“ und fördern gemeinsame Aktivitäten, die uns inhaltlich, thematisch, aber auch lokal über den normalen Arbeitsalltag hinaus zusammenbringen. Aus diesem Grund haben wir in 2016 zum zweiten Mal eine „One Gerresheimer Week“ veranstaltet, eine Woche im Geschäftsjahr, in der wir rund um unsere Kernwerte gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten organisieren. Bei der „One Gerresheimer Week“ im Juli 2016 stand der Wert „Höchstleistung“ im Mittelpunkt, um den herum unsere Mitarbeiter an allen Standorten weltweit Events und Aktionen organisierten. Diese reichten von Workshops zu den Themen „Höchstleistung“ und „Lean Office“ bis hin zu Vorträgen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Dabei stand jede Aktion unter einem Charity-Gedanken, was zur Folge hatte, dass unsere Mitarbeiter während der „One Gerresheimer Week“ Spenden für einen guten Zweck sammelten. Die Erlöse gingen anschließend an ein Wohltätigkeitsprojekt, das der jeweilige Standort selbst wählen konnte. Darüber hinaus fand die Gerresheimer Fußball „Weltmeisterschaft“ im Geschäftsjahr 2016 bereits zum 15. Mal statt. Hier treffen sich sportbegeisterte Spieler aus allen Standorten, um sich beim Fußball oder Volleyball sportlich zu messen und das Zusammensein zu pflegen. Veranstalter des Turnieres war unser Werk in Boleslawiec (Polen). Im Geschäftsjahr 2017 wird diese schöne Tradition in unserem Werk in Pfreimd (Deutschland) fortgeführt.

INNOVATION, FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir haben den Anspruch, der weltweit führende Partner für Lösungen zu werden, die die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen unserer Kunden: Innovationen und Qualität spielen im Markt eine immer wichtigere Rolle. Dementsprechend sind Themen wie der steigende Qualitätsanspruch sowie innovative Produkte und Lösungen Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir investieren kontinuierlich sowohl in die Optimierung der Produktions- und Produktqualität als auch in die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Dabei arbeiten wir eng mit unseren Kunden und Partnern aus der Industrie, der Wissenschaft und weiteren Einrichtungen zusammen.

Wir produzieren spezialisierte Produkte, die in unmittelbaren Kontakt mit Arzneimitteln kommen und im Alltag von Patienten zur Medikamenteneinnahme benutzt werden. Unsere pharmazeutischen Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices spielen eine wichtige Rolle für die Pharmaindustrie. Primärverpackungen und Drug-Delivery-Devices unterliegen strengsten Auflagen nationaler und internationaler Zulassungsbehörden, insbesondere was Herstellungsverfahren und Produktqualität anbelangt. Die Anforderungen an die pharmazeutischen Primärverpackungen und deren Qualität steigen auch durch neu entwickelte Medikamente. Außerdem spielt die einfache und sichere Applikation von Medikamenten eine zunehmende Rolle. Mit unseren fortlaufenden Verbesserungen bei Produkten und Prozessen sowie Innovationen haben wir im Markt und bei unseren Kunden eine gute Position aufgebaut, die es weiter zu verbessern gilt.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der Gerresheimer AG statt. Sie orientieren sich stark an den Bedürfnissen unserer Kunden und werden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen durchgeführt. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter der Pharmaunternehmen in unseren Kompetenzzentren mit. Die Kosten für diese kundenspezifische Forschung und Entwicklung tragen weitgehend unsere Kunden.

REINRAUMTECHNIK

Ein wichtiges Element unserer Qualitätsverbesserungen ist der verstärkte Einsatz von Reinraumtechnik. In vielen Werken werden unsere Produkte in Reinraumumgebung produziert. In anderen Werken finden die Qualitätskontrolle, Sterilisierung und sichere Verpackung in Reinräumen oder in kontrollierter Umgebung statt.

Im Geschäftsjahr 2016 haben wir in unserem Werk in Boleslawiec (Polen) einen dritten Reinraum für die Produktion von pharmazeutischen Primärverpackungen aus Kunststoff fertiggestellt. Dieser ist in drei getrennte Abschnitte unterteilt: für die Produktion mit Spritzgussmaschinen, für die Folienverpackung der Produkte und in einen Packraum für die finale Verpackung auf Paletten. Auch in dem Werk für pharmazeutische Kunststoffverpackungen in Butanta (Sao Paulo/Brasilien) haben wir die Reinraumkapazitäten modernisiert und optimiert. Im spanischen Werk in Zaragoza des gleichen Geschäftsfeldes wurde ebenfalls ein neuer Reinraum gebaut. In Kundli (Indien) haben wir einen neuen Produktionsbereich einschließlich Reinraum fertiggestellt und im Geschäftsjahr 2016 mit modernster Spritzgusstechnologie ausgestattet. Im Behälterglaswerk in Chicago Heights (Illinois/USA) finden seit der grundlegenden Modernisierung des Werkes im Spätsommer 2015 die Inspektionskontrolle und die Verpackung unter kontrollierten Bedingungen statt.

ENGINEERING

Durch unsere langjährige Erfahrung mit den Materialien Glas und Kunststoff wie auch mit komplexen Produktionsprozessen haben wir hohe Engineering-Kompetenz zur kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse und der Produktqualität aufgebaut. In jedem Geschäftsfeld gibt es bei uns eigene Engineering- und Entwicklungs-Kompetenzen.

Im Geschäftsfeld Medical Systems betreiben wir vier Technical Competence Center (TCC). In den TCC in Wackersdorf (Deutschland), in Peachtree City (Georgia/USA) und in Dongguan City (China) widmen sich die Experten der Entwicklung und der Konstruktion kundenspezifischer medizinischer Kunststoffprodukte. Ein weiteres TCC für vorfüllbare Spritzen und Sicherheitszubehör gibt es in Bünde (Deutschland). Entwicklung und Produktdesign für Neuentwicklungen werden außerdem von der Gerresheimer item GmbH angeboten, einer Tochtergesellschaft der Gerresheimer AG.

Für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Produktions- und Qualitätsprozesse im Tubular Glass Converting, also der Weiterverarbeitung von Röhrenglas zu Injektionsfläschchen, Ampullen, Karpulen und Spritzen, gibt es ein Engineering Team in den USA. Dort entwickeln wir unsere Maschinen und Inspektionssysteme, mit denen die Produkte kontrolliert werden, kontinuierlich weiter. Die Endprodukte werden nur dann zur Auslieferung freigegeben, wenn sie unseren hohen Qualitätsansprüchen genügen. Unsere Eigenentwicklungen sind Teil eines engmaschigen Prüfsystems, das höchste Genauigkeit und Qualitätssicherung nach modernstem Standard garantiert. Mit unserem Gx® G3-Inspektionssystem für vorfüllbare Spritzen und Injektionsfläschchen können alle Bereiche mit höchster Kameraauflösung inspiziert werden. Gx® RHOC steht für ein Gerresheimer-eigenes Kamerasystem von hoher dimensionaler Qualität. Gx® THOR (Thermal Hydrolytic Optimization and Reduction) ist eine neue Gerresheimer Technologie zur Reduktion der Delaminationsneigung von Fläschchen, die in die bestehenden Umformungslinien integriert wird. Gx® FLASH beschreibt ein Gerresheimer-eigenes Testverfahren zur Vorhersage der Delaminationsneigung von Fläschchen. Und Gx® Tekion ist ein von Gerresheimer entwickeltes Verfahren zur Reinigung von Glasröhren mit ionisierter Luft.

Ebenfalls im Geschäftsfeld Tubular Glass Converting läuft seit 2014 das auf mehrere Jahre angelegte Projekt der globalen Maschinenstrategie. Wir wollen unsere Kunden mit deutlich verbesserten Injektionsfläschchen auf höchstem Qualitätsniveau versorgen, unabhängig vom produzierenden Werk und unabhängig von der Region. Wir installieren zwei Arten von Maschinen, die Injektionsfläschchen produzieren, die in kosmetischer und dimensionaler Hinsicht den Industriestandard übertreffen. Die beiden Maschinentypen werden ergänzt um standardisierte Kontroll-, Inspektions- und Verpackungstechnologien. Nach den Werken in den USA haben wir in 2016 die Maschinenmodernisierung im Werk in Queretaro (Mexiko) abgeschlossen. In Boleslawiec (Polen) sind 2016 ebenfalls die ersten neuen Maschinen installiert worden.

Im Geschäftsfeld Moulded Glass investieren wir kontinuierlich in moderne Produktions- und Inspektionsanlagen. Durch regelmäßige Erneuerung der Schmelzwannen ist es uns gelungen, die Kapazität unserer Behälterglaswerke in den letzten zehn Jahren deutlich zu steigern – bei gleichzeitig signifikant reduziertem Energieverbrauch je Tonne Glas. Regelmäßige Automatisierungen bei der Rohstofflieferung und der Gemengeherstellung tragen ebenso wie moderne Kontrollsysteme der Wannen zu einer stetig steigenden Effizienz am heißen Ende bei. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir insbesondere die Wannenkapazitäten im Behälterglaswerk in Tettau (Deutschland) erhöht und in weitere Fertigungs- und Veredelungslinien für Kosmetikverpackungen aus Glas investiert.

Bei der Herstellung von Behälterglas für Medikamente und Kosmetika sind die Entwicklung und der Bau präzisester Formen von entscheidender Bedeutung. Gerresheimer zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität und breite Produktvielfalt sowohl bei Pharmagläsern wie auch bei Kosmetikglas aus. Eine perfekte, gleichmäßige Verteilung des flüssigen Glases in den Formen ist für die Festigkeit der hochsensiblen Produkte wichtig. Wir setzen dafür moderne Simulationssoftware ein, die für die besonderen Anforderungen unserer Produkte von uns optimiert wurde. Die Simulation stimmt die Produktionsparameter auf Basis von numerischer Strömungsmechanik ab. Unter Berücksichtigung aller chemischen und physikalischen Glasparameter werden dabei der formgebende Fertigungsprozess und das Design der Formen optimiert. So verbessert die Simulationssoftware nicht nur die Produkte, sondern verkürzt auch entscheidend die Entwicklungszeit.

PRODUKTINNOVATIONEN

Damit Tabletten in Kunststoffbehältern noch besser gegen Luftfeuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden, haben wir die Duma® Twist-off Protect Produktgruppe entwickelt. Dabei wird erstmals ein Kunststoffbehälter in Multilayer-Struktur in einem Spritzblasverfahren hergestellt. Durch das neuartige Produktionsverfahren kann die Zugabe von Beuteln mit Trockenmitteln entfallen. Die Produktgruppe wurde 2016 weiterentwickelt. Weiterhin haben wir aufgrund neuer Anforderungen der amerikanischen Pharmaregulierungsbehörde FDA das Verschlusssystem der Augentropfflaschen angepasst. Ein zusätzlicher Schutzring gewährleistet, dass der Patient ein Produkt erhält, das seit der Abfüllung noch nicht geöffnet wurde. In der Produktgruppe der Tablettenspender Duma® Pocket haben wir 2016 ein zusätzliches, größeres Format mit 100ml-Volumen im Markt eingeführt. Beim Duma® Combi enthält der Tablettenbehälter ein integriertes Beipackfach für umfangreiche Patienteninformationen.

Unter dem Namen BioPack haben wir ein breites Produktportfolio an Kunststoffverpackungen für Medikamente und Kosmetika, die aus Biomaterial anstatt aus konventionellem Polyethylen (PET) hergestellt werden, auf den Markt gebracht. Biomaterialien werden statt aus Rohöl aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, beispielsweise aus der Zuckerrohrpflanze. Verpackungen aus Biomaterialien sind vollständig recyclingfähig, haben dieselben Eigenschaften wie konventionelle Verpackungen und können auf den bestehenden Füll- und Verpackungslinien eingesetzt werden.

INNOVATIONEN FÜR BIOTECH UND MEHR

Eine Vielzahl neuer Medikamente, gerade auch biotechnisch hergestellte Medikamente und Onkologie-Medikamente, stellen noch einmal höhere Anforderungen an die pharmazeutischen Primärverpackungen. Wir entwickeln für diesen stark wachsenden Markt ein breites Portfolio an neuen und verbesserten Produkten.

Im Geschäftsjahr 2016 haben wir die neuartige Gx RTF® ClearJect®-Spritze vorgestellt. Es handelt sich dabei um die Kombination aus dem bereits bestehenden Spritzen-Produktportfolio aus dem Hochleistungskunststoff COP (Cyclic-Olefin-Polymer) und dem ready-to-fill Konzept der vorfüllbaren Glasspritzen von Gerresheimer. Das erste Produkt der neuen Linie, eine 1 ml Spritze mit integrierter Kanüle, wird von Gerresheimer in Europa produziert. Der Werkstoff COP bietet zahlreiche Vorteile, insbesondere werden Zusatzstoffe in der Verarbeitung wie Wolfram und Klebstoff für die Kanüle nicht benötigt. Damit ist die Gx RTF® ClearJect®-Spritze besonders für anspruchsvolle Medikamente geeignet.

Das Pendant des Injektionsfläschchens in unserem Produktspektrum ist das MultiShell®-Fläschchen. Diese Injektionsfläschchen bestehen aus einer einzigartigen dreilagigen Struktur mit zwei COP-Schichten und einer Mittellage aus Polyamid. Sie weisen einzigartige Barriereeigenschaften auf, die die Stabilität der Medikamente verbessern und somit die Haltbarkeit entsprechend verlängern. Die hohe Durchstoßfestigkeit der mehrlagigen Struktur verhindert ein Auslaufen der Flüssigkeit, selbst bei Einwirkung starker mechanischer Belastung. MultiShell®-Fläschchen eignen sich somit für zytotoxische Medikamente, sind biokompatibel und erfüllen wichtige regulatorische Vorgaben für pharmazeutische Verpackungen. Das Produktportfolio umfasst unterschiedliche Füllgrößen.

Auch die vorfüllbaren Glasspritzen, die Gerresheimer als Gx RTF®-Spritzen vermarktet, werden beständig weiterentwickelt, um sie zum bevorzugten Primärverpackungsmittel für neuartige Medikamente zu machen. Ein Beispiel: Im Formungsprozess für vorfüllbare Glasspritzen werden häufig Wolframdorne verwendet, um die Bohrung der Spritzen zu formen. In bestimmten Fällen können Wolfram- und Wolframoxid-Rückstände nach dem Füllen der Spritze zu Interaktionen mit dem Medikament führen, insbesondere bei ophthalmologischen und biotechnischen Medikamenten. Für sensible Anwendungen dieser Art entwickeln wir wolframarme oder wolframfreie Spritzen.

Zweites Beispiel zur Weiterentwicklung der vorfüllbaren Glasspritzen: Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften des Kolbenstopfens von vorfüllbaren Spritzen wird typischerweise der innere Spritzenkörper mit einer Silikonschicht überzogen. Zahlreiche neue und besonders strengen Anforderungen unterliegende biologische Medikamente erfordern einen neuen Systemansatz. Eine umfangreiche Studie von Gerresheimer bestätigt dabei, dass wir durch die Kombination der hauseigenen Einbrennsilikonisierung mit neuartigen Kolbenstopfen die Belastungen so minimieren konnten, dass sie den hohen Anforderungen für therapeutische Proteinprodukte entsprechen.

Für die anspruchsvolle Verpackung von zu spritzenden Medikamenten in Injektionsfläschchen aus Glas haben wir die Gx® Elite Glass-Produktfamilie entwickelt. Diese Röhrenglasfläschchen aus Typ-I-Borosilikatglas erfüllen die gestiegenen Kundenanforderungen im Pharmamarkt und die hohen Ansprüche an die Sicherheit der Anwender. Sie sind zwei- bis dreimal so widerstandsfähig wie das normale Typ-I-Glas, erheblich bruchresistenter auf der Abfülllinie und bei der Lyophilisation und übertreffen den Industriestandard in kosmetischer und dimensionaler Hinsicht. Darüber hinaus entwickelt Gerresheimer zusammen mit Corning in einem gemeinsamen Joint-Venture weitere qualitativ hochwertige pharmazeutische Primärverpackungen aus Glas für spezielle Anwendungen.

Intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist auch der Entwicklung der neuen Gx® ARMOR Vials vorausgegangen. Temperaturspitzen in der Fertigung sind der wichtigste Auslöser für Delamination bei Injektionsfläschchen aus Röhrenglas. Dies ist das Ergebnis der Langzeitstudie von Gerresheimer mit der New Yorker Alfred University, das zur Entwicklung der Gx® ARMOR Vials geführt hat. Diese neue Produktlinie ist für parenterale Lösungen mit aggressiven Wirkstoffen ausgelegt und speziell gegen Delamination gerüstet.

KUNDENSPEZIFISCHE ENTWICKLUNGEN

Für kundenspezifische medizinische Kunststoffprodukte haben wir in unseren Kompetenzzentren des Geschäftsbereiches Plastics & Devices die Entwicklung, den Maschinen- und Formenbau sowie die Industrialisierung zusammengefasst. Diese befinden sich in Wackersdorf (Deutschland), Peachtree City (Georgia/USA) und in Dongguan City (China). Daneben gibt es eine integrierte Kleinserienfertigung, um den Kunden bei dem mehrstufigen Zulassungsprozess der pharmazeutischen und medizintechnischen Produkte zu unterstützen. Für den Entwicklungs- und Zulassungsprozess müssen wir immer wieder kleine Stückzahlen als klinische Muster oder Stabilitätschargen produzieren.

Bei der Vorbereitung der Großserienfertigung spielt die Automatisierungstechnik eine große Rolle. Für die Handlingsysteme an den zumeist vollautomatischen Produktionslinien haben die Techniker, Mechaniker, Elektriker, Konstrukteure und Programmierer des Entwicklungszentrums in Wackersdorf eine neue Generation des Bestück- und Entnahmehandlings für Spritzgussmaschinen entwickelt. Und in einem anderen Projekt haben unsere Werkzeugspezialisten aus Wackersdorf gemeinsam mit den Spritzenexperten aus Bünde (Deutschland) deutliche Verbesserungen für Kunststoffnester erzielt, in die die vorfüllbaren Glasspritzen verpackt und für die Abfülllinien vorbereitet werden.

Kundenspezifische Entwicklungen spielen auch im Geschäft mit Kosmetikglasverpackungen, wie Parfümflakons oder Cremetiegeln, eine große Rolle. Dabei stellen unsere Kunden wie auch wir selbst hohe Ansprüche an unsere Prozesse sowie die Qualität der Produkte. Kosmetikverpackungen aus Glas fertigen wir vornehmlich in den Behälterglaswerken in Tettau (Deutschland) und in Momignies (Belgien). Im letzten Jahr entwickelten wir rund 100 neue Verpackungsprodukte aus Glas für die Kosmetikindustrie. Darüber hinaus produzieren wir mehrere hundert Varianten dieser Glaskosmetikverpackungen, teils durch aufwändige Veredelungsprozesse wie Besprühung und Metallisierung. Gerade auch der Ausbau der Veredelungstechnologien in diesen Werken war und ist ein Investitionsschwerpunkt für den wachsenden Markt der hochwertigen Kosmetikverpackungen.

Weitere Informationen zum Thema Qualität finden Sie im Abschnitt „Qualitätsmanagement“.

NACHHALTIGKEIT UND UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Unternehmerische Verantwortung ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit und der unternehmerischen Verantwortung sind integraler Bestandteil unserer Vision, unseres Mission Statements und unserer fünf Unternehmenswerte Integrität, Verantwortung, Höchstleistung, Teamwork und Innovation. An allen unseren Standorten weltweit arbeiten und handeln wir nach diesen Prinzipien. Weitere Informationen zu Vision, Mission und Werten finden Sie auf unserer Website unter www.gerresheimer.com/unternehmen/vision-mission-werte.

Den Begriff Nachhaltigkeit betrachten wir in allen seinen Facetten. Im Vordergrund stehen für uns unsere Produkte sowie der Nutzen, den sie stiften. Mit der Entwicklung und Herstellung von Produkten zur nachhaltigen Verpackung von Medikamenten, der einfachen und sicheren Dosierung und Verabreichung von Arzneimitteln leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden der Gesellschaft. Dementsprechend hat der verantwortungsvolle Umgang mit den Entwicklungs- und Produktionsprozessen für uns Priorität. Unsere eigenen, ständig steigenden Ansprüche an Qualität, Schonung von Ressourcen, Vermeidung von Verschwendung, einfache Handhabung und größtmögliche Sicherheit unserer Produkte geben uns den Weg vor.

Wir fassen unsere unternehmerische Verantwortung und unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit aber wesentlich weiter und haben uns deshalb Grundsätze unternehmerischer Verantwortung auferlegt. Wir beschreiben darin die Aspekte unserer unternehmerischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, unseren Mitarbeitern, den Investoren, unseren Kunden und Lieferanten sowie der Umwelt. An diesen Grundsätzen lassen wir uns öffentlich messen.

Unternehmerische Verantwortung und nachhaltiges Wirtschaften beinhalten für uns sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Aspekte. Über die selbstverständliche Einhaltung rechtlicher Vorschriften hinaus setzen wir eigene Standards und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Unsere Grundsätze zur Nachhaltigkeit sind in unserem Gerresheimer Management System (GMS) enthalten und dienen für die Produktions-, Einkaufs- und Verbesserungsprozesse als Richtschnur an allen unseren Standorten weltweit. Weitere Informationen enthält das Kapitel „Business Excellence“. Die Mitarbeiter an unseren Produktionsstandorten engagieren sich überdies regelmäßig in lokalen Projekten und übernehmen damit Verantwortung für die Region, insbesondere mit Blick auf die Förderung von Bildung und Ausbildung, aber auch in vielfältigen lokalen sozialen Projekten. Beispielhaft sei hier die Einrichtung dualer Ausbildungsgänge in unserem tschechischen Werk in Horsovsky Tyn genannt, die wegen ihres Vorbildcharakters vielfach ausgezeichnet wurden. Unser Geschäftsfeld Medical Systems fördert die Hochschule Amberg-Weiden in vielfältiger Weise, beispielsweise durch eine Stiftungsprofessur, und kooperiert mit der Hochschule beim dualen Studiengang Medizintechnik. In Tettau sind wir Gründungsmitglied und engagieren uns seit 2012 in einem regionalen Generationenprojekt wie auch in einem regionalen Innovationsnetzwerk, das unter anderem eng mit der Hochschule Coburg kooperiert. Unser Werk im indischen Kundli unterstützt Schulen für verbesserte Ausbildungsmöglichkeiten. Das Werk ist Pate für etliche Schulen in der Region und investiert unter anderem in neue Klassenzimmer, Mensen und Toiletten. Insbesondere gibt es an den Schulen sauberes Trinkwasser für Schüler, Studenten und die Lehrkräfte. In vielen Werken gab es 2016 wieder zahlreiche weitere Aktionen zur Unterstützung karitativer Zwecke, so beispielsweise in Sao Paulo (Brasilien), in Vaerloese (Dänemark), und in Berlin (Ohio/USA). Im Sommer 2016 fand in allen Werken weltweit eine One Gerresheimer Week statt. Unterschiedlichste Aktivitäten der Mitarbeiter dienten auch dazu, Spenden und Unterstützung für lokale karitative Einrichtungen zu erzielen. Weitere Informationen enthält der Abschnitt „Gemeinsame Globale Aktivitäten“.

Darüber hinaus beteiligen wir uns mit allen Werken weltweit an der Messung und Kontrolle von Emissionen im Rahmen des Carbon Disclosure Projects. In unseren Werken realisieren wir zahlreiche Projekte zur umweltschonenden Produktion und zum verantwortlichen Umgang mit Ressourcen. Weitere Informationen hierzu enthält das Kapitel „Umwelt“. Wir beziehen dabei unsere Zulieferer und Partner mit ein, die wir auf unsere Prinzipien für ein verantwortungsvolles Einkaufsmanagement verpflichten. Wir pflegen eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung bei Nachhaltigkeit und unternehmerischer Verantwortung, die auch von unseren Kunden und den Kapitalmarktakteuren eingefordert sowie immer wieder für einzelne Werke ebenso wie für den Gerresheimer Konzern erfolgreich auditiert wird.

Weitere Informationen zu Gerresheimers unternehmerischer Verantwortung, zur Nachhaltigkeit und zu unseren Prinzipien für ein verantwortungsbewusstes Supply Chain Management sind auf unserer Internetseite unter 
www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung zu finden.

COMPLIANCE

Für den Erfolg des Gerresheimer Konzerns ist es unerlässlich, dass alle Unternehmen innerhalb der Gruppe nach wirtschaftsethischen Grundsätzen verantwortungsvoll und im Einklang mit den Gesetzen und den Regeln des fairen Wettbewerbs geführt werden. Das Gerresheimer Compliance Programm soll unsere Mitarbeiter dabei unterstützen, Gesetze und Unternehmensrichtlinien richtig anzuwenden und sie dabei vor Verstößen bewahren. Ein wesentliches Instrument hierzu sind die Konzernrichtlinien und Merkblätter, die Mindestverhaltensstandards für alle Mitarbeiter des Konzerns festlegen. Das Gerresheimer Compliance Programm fokussiert sich auf die Bereiche Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht und ist auf unserer Internetseite unter www.gerresheimer.com/unternehmen/compliance zugänglich.

Um das Verständnis von Compliance zu verbessern und die Bereitschaft zu erhöhen, entsprechend zu handeln, ist die Schulung unserer Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil unseres Compliance Systems. Wir bieten weltweit regelmäßige Einführungsschulungen als Präsenzveranstaltungen an. Zusätzlich stellen wir ausgewählten Mitarbeitern webbasierte E-Learning-Programme zu den wichtigsten Themen der Compliance zur Verfügung, die diese Mitarbeiter absolvieren müssen, wobei sie die Schulung an ihrem Arbeitsplatz in ihren Arbeitsalltag integrieren und dort erledigen können.

Trotz der Aufstellung von Compliance-Richtlinien und präventiv wirkender Schulungsmaßnahmen kommt es letztlich darauf an, ob die regulatorischen Vorgaben von den Mitarbeitern eingehalten sowie Verstöße gemeldet und vom Unternehmen geahndet werden. Wir bieten deshalb ein webbasiertes Hinweisgebersystem als Mittel zur Aufklärung von Compliance Verstößen an. Dieses System sichert die Anonymität des Hinweisgebers, sei er Mitarbeiter, Kunde, Lieferant oder Dritter. Um den Zugang so einfach wie möglich zu gestalten, ist das Hinweisgebersystem im Internet in allen für uns relevanten Sprachen verfügbar.

UMWELT

Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Schonung der Umwelt und die Vermeidung von Emissionen und Abfällen sind Kernbestandteile unserer unternehmerischen Verantwortung. Unsere Ausrichtung auf nachhaltiges Wirtschaften umfasst ökonomische, soziale und insbesondere ökologische Aspekte. Als produzierendes Unternehmen sehen wir uns hier in einer besonderen Verantwortung. Unsere Umweltschutzmaßnahmen gehen oft deutlich über die gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Länder hinaus. Umweltschonende Produktionsmethoden, die Verringerung von Abfällen und Emissionen sowie der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Gegenstand unseres weltweit implementierten Gerresheimer Management Systems (GMS) und finden sich in unseren Prinzipien unternehmerischer Verantwortung wie auch in den Leitlinien für verantwortungsvolles Einkaufsmanagement wieder.

Da die Produktionsprozesse in den Geschäftsfeldern mitunter stark variieren, liegt die Verantwortung für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen dezentral bei den jeweiligen Führungskräften vor Ort. Dabei spielt der kontinuierliche Austausch eine große Rolle, so dass die Produktionsstandorte voneinander lernen und erfolgreiche Maßnahmen kopieren und adaptieren können. Wir stoßen fortlaufend neue Initiativen an, mit denen wir unser Handeln im Sinne der Umwelt- und Ressourcenschonung kontinuierlich weiterentwickeln. Die ökologischen Verbesserungen führen in den meisten Fällen gleichzeitig zu nachhaltigen ökonomischen Vorteilen.

Für uns ist die Zertifizierung der Produktionsstandorte von großer Bedeutung, um unsere ökologischen Fortschritte gegenüber unseren Kunden und der Öffentlichkeit sichtbar und nachweisbar zu machen. 13 unserer großen Produktionsstandorte wurde nach ISO 14001 ein modernes Umweltmanagement bescheinigt. Darüber hinaus legen wir, gerade auch in unseren energieintensiven Behälterglaswerken, großen Wert auf die Einführung moderner Energiemanagementsysteme. Elf Standorte sind nach dem ISO 50001 (Energiemanagementsystem) zertifiziert, darunter die deutschen Werke in Lohr, Tettau, Essen, Bünde und Pfreimd. Die Werke in Wertheim (Deutschland) und in Horsovsky Tyn (Tschechische Republik) sowie die Konzernzentrale in Düsseldorf (Deutschland) wurden in 2016 erstmals nach ISO 50001 zertifiziert. Alle Zertifizierungen werden regelmäßig überprüft und in einem festen Rhythmus neu erarbeitet. In den Werken gehören entsprechende Schulungen zum effizienten Einsatz von Energie und zum Schutz der Umwelt zum Standard.

UMWELTSCHUTZ BEI PRODUKTEN

Unter dem Namen BioPack wurde ein breites Produktportfolio an Kunststoffverpackungen für Medikamente und Kosmetika, die aus Biomaterial anstatt aus konventionellen Polyethylen (PET) hergestellt werden, von uns auf den Markt gebracht. Biomaterialien werden statt aus Rohöl aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, beispielsweise aus der Zuckerrohrpflanze. Verpackungen aus Biomaterialien sind vollständig recyclingfähig, haben dieselben Eigenschaften wie konventionelle Verpackungen und können auf den bestehenden Füll- und Verpackungslinien eingesetzt werden.

Centor beliefert amerikanische Apotheken mit Kunststoffbehältern zur Verpackung von Medikamenten und stellt neben anderen Produkten auch Flaschen und Fläschchen aus zu 100 % recyceltem PET her. Diese Flaschen sind in verschiedenen Größen erhältlich und werden von den Apotheken benutzt, um vor Ort flüssige Medikamente darin abzufüllen und zu verpacken. Des Weiteren verzichtet Centor beim Versand von Verschlüssen für Tablettenbehälter auf weitere Umverpackungen wie Plastikbeutel. Dadurch wird Material gespart und die Umweltbelastung reduziert.

Bei der Herstellung von Pharmagläsern und Kosmetikglasverpackungen wird als Ersatz für die Rohstoffe in hohem Maße Recyclingglas (Scherben) eingesetzt. Solche Scherben kommen aus dem eigenen, internen Kreislauf, aber in kontrollierter Weise auch aus dem Recyclingkreislauf privater Haushalte. Scherben werden in dem Maße eingesetzt, wie sie in entsprechender Qualität verfügbar sind, die Qualität der Endprodukte nicht beeinträchtigen und es keine begrenzenden Vorschriften durch pharmazeutische oder kosmetische Regulierung gibt.

UMWELTAUFLAGEN UND FUHRPARK

Die unbedingte Einhaltung aller gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben, auch im Hinblick auf die Schonung von Ressourcen und der Umwelt, ist selbstverständlich für uns. Im Hinblick auf Umweltauflagen gab es an unseren Werken weltweit im letzten Jahr zwei Verstöße in Boleslawiec (Polen) und Kosamba (Indien). Unsere Firmenfahrzeugflotte besteht weltweit aus 237 Fahrzeugen. Bei den Vorgaben für Dienstfahrzeuge spielen auch Umweltaspekte bei uns eine Rolle. Bisher waren die meisten unserer Firmenfahrzeuge mit Diesel-Motoren ausgestattet, deren Einsatz im Hinblick auf Energieeffizienz und Umwelteinflüsse inzwischen auf dem Prüfstand steht. Bei der Anschaffung und beim Betrieb unserer Fahrzeugflotte streben wir den bestmöglichen technologischen Stand an und wollen die Schadstoffemissionen senken. Wir haben 2016 die entsprechenden Richtlinien überarbeitet, so dass zukünftig auch Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektromotoren angeschafft werden können.

BUSINESS EXCELLENCE

In unserer Vision setzen wir uns zum Ziel, der führende globale Partner für unsere Kunden zu werden: „Dabei ist die Leidenschaft unserer Mitarbeiter die Grundlage für unseren Erfolg.“ Ein Wegbereiter zur Erreichung unserer Vision ist das Gerresheimer Management System (GMS). Mit GMS wurden konzernweite Standards festgelegt sowie Methoden und Werkzeuge definiert, um eine kontinuierliche Prozessverbesserung in allen Teilen der Wertschöpfungskette nachhaltig zu implementieren und dabei eine schlanke Produktion sowie eine konsequente Qualitäts- und Kundenfokussierung zu etablieren. GMS bricht die strategischen Unternehmensziele in messbare Standort- und Abteilungsziele herunter und verknüpft diese über Leistungsindikatoren mit Prozessparametern und -messgrößen. Auf diese Weise können die im GMS zur Verfügung gestellten Methoden und Werkzeuge passgenau ausgewählt und entsprechend eingesetzt werden.

Der Erfolg des GMS beruht auf seiner Akzeptanz, Verbreitung und Umsetzung auf allen Organisationsebenen innerhalb unseres Konzerns. Wir entwickeln und definieren werksspezifische Verbesserungspläne im Rahmen des operativen und strategischen Planungsprozesses. Mittels sogenannter Operational Excellence-Kennzahlen und eines standardisierten Evaluationssystems messen und beurteilen wir regelmäßig, ob diese Ziele erreicht und die durch das GMS definierten Standards eingehalten wurden. Zu diesem Zweck sind mehr als 200 Mitarbeiter zu sogenannten GMS Auditoren ausgebildet worden, die nachhaltig zur Umsetzung des Systems beitragen. Diese intern ausgebildeten Auditoren sind untereinander vernetzt und bieten uns eine ausgezeichnete Grundlage für den werks- und divisionsübergreifenden Austausch von Lösungen und die konzerninterne Beratung durch Experten. Aus diesen Bewertungen werden jeweils standortspezifische Empfehlungen und Maßnahmenpläne entwickelt, um die weitere zielgerichtete, kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen. Bei der Umsetzung kommt unseren Mitarbeitern eine zentrale Rolle zu. Daher wird das Ausbildungsprogramm für GMS kontinuierlich weiterentwickelt.

Während der jährlich stattfindenden GMS Konferenz kamen in diesem Jahr über 70 Teilnehmer aus 13 Ländern zusammen, um die aktuellen Entwicklungen von GMS im Rahmen von Vorträgen, Workshops und Werksbesichtigungen zu besprechen, Netzwerke auf- und auszubauen, Erfahrungen mit der Umsetzung sowie Erfolgsgeschichten auszutauschen. Unter dem diesjährigen Motto „Team-up for Excellence“ fanden Workshops zu Problemstellungen statt, die aus dem Produktionsumfeld kamen. Hier konnten die Teilnehmer gemeinsam Lösungen erarbeiten, die aus diesem Bereich mitgebrachte Problemstellungen betrafen. Die so entstandenen Teams haben die Vertiefung und Umsetzung der erarbeiteten Lösungsideen auch nach der Konferenz gemeinsam vorangetrieben. Anerkennung für exzellente Umsetzungsprojekte erhielten vier Projektteams und ein Werk im Rahmen der sechsten Verleihung der „GMS Awards“ durch den Vorstand.

Darüber hinaus wurde in 2016 eine umfängliche Überarbeitung des GMS Handbuches gestartet – des Rahmenwerks der Standards und Methoden. Außerdem befassen sich weltweite, funktionsübergreifende Expertenteams mit dem Evaluationssystems, das ebenfalls überarbeitet wird. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Mitte 2017 vorgesehen.

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Die kontinuierliche Verbesserung der Services und Produkte für unsere Kunden steht im Fokus unserer globalen Kundenzufriedenheitsstudien, die wir regelmäßig mit Hilfe eines renommierten Marktforschungsinstitutes durchführen. Wir verfolgen damit das Ziel, unser Verständnis von den Kundenbedürfnissen zu vertiefen und damit Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu steigern. Hierfür führen wir eine standardisierte Online-Befragung durch, die in zehn verschiedenen Sprachen angeboten wird. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir einerseits für die Verbesserung unseres Kundenservices und andererseits, um konkrete Handlungsempfehlungen zur Prozessoptimierung abzuleiten.

An dieser Erhebung nehmen unsere operativen Gesellschaften konzernübergreifend mit ihren jeweiligen Kunden teil: von Argentinien und Brasilien, Mexiko und den USA über die europäischen Werke bis hin zu den Standorten in China und Indien. Im Mittelpunkt der Befragung stehen insbesondere unsere Entwicklungsarbeit, das Produktangebot, kundenspezifische Systemlösungen, Auftragsabwicklung und Logistik, Fachkompetenz und Engagement unserer Vertriebsmitarbeiter sowie unser technischer Support und die Reklamationsbearbeitung. Mit ihren Antworten zeigen uns die Kunden auf, welche Aktionsfelder ihnen besonders wichtig sind, wo unsere Leistung sie bereits zufriedenstellt und wo wir besser werden müssen. Um noch weitere Erkenntnisse zu unseren Kunden und dem Markt im Allgemeinen zu erhalten, haben wir unsere Umfrage erweitert und die Kunden auch zur relativen Einschätzung des Wettbewerbs befragt.

Nach den weltweiten Erhebungen 2011 und 2013 fand im Frühjahr 2016 die dritte Welle der Gerresheimer Kundenzufriedenheitsstudien statt. Im Vergleich zur vorherigen Befragung hat sich Gerresheimer insgesamt leicht verbessert. In allen Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern gibt es im Detail weiterhin Verbesserungspotenziale.

Die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsstudie wurden dem Vorstand im Juni vorgestellt und diskutiert. Die Analysen wurden zudem jeweils für alle Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder sowie Regionen und Werke aufbereitet. Die Resultate wurden in den verschiedensten Zusammensetzungen von Fachleuten und auf unterschiedlichsten Ebenen kommuniziert und analysiert. Die Expertenteams in allen Geschäftsbereichen entwickelten daraus Aktions- und Maßnahmenpläne auf Werks- und übergeordneter Ebene, die sukzessive implementiert werden. Die Umsetzung wird vom zuständigen Management nachgehalten.

Mit der regelmäßigen Durchführung unserer gruppenweiten globalen Kundenzufriedenheitsstudie bekommen wir fortlaufend Einblick in die Kundenwünsche sowie eine Bewertung unserer Services und Produkte. Zudem kommen wir den Anforderungen der ISO-Audits und unserer eigenen Richtlinien gemäß dem GMS nach. Im Ergebnis lässt sich damit über die Jahre hinweg kontrollieren, ob die bei der letzten Erhebung eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen Erfolg hatten und vom Kunden wahrgenommen wurden.

Darüber hinaus befragen wir unsere Kunden in zusätzlichen regionalen und projektbezogenen Erhebungen auch zwischen den Erhebungszeiträumen der gruppenweiten Kundenzufriedenheitsstudie, um bei Bedarf schnell und themenbezogen auf besondere Wünsche und Fragestellungen reagieren zu können.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht entspricht den Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Hauptversammlung hat am 30. April 2015 ein neues Vergütungssystem für den Vorstand gebilligt. Diese Änderungen waren für Herrn Röhrhoff bereits im Geschäftsjahr 2014 und für Herrn Beaujean im Geschäftsjahr 2016 gültig. Für Herrn Schütte werden diese Änderungen ab dem Geschäftsjahr 2017 gültig sein und sollen zukünftig bei Verlängerung der bestehenden Vorstandsverträge oder Neubestellung eines Vorstandsmitglieds wirksam werden. Die Änderungen sind im Folgenden erläutert.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Gesamtvergütung des aktiven Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um ein Festgehalt, eine kurzfristige erfolgsabhängige Tantieme, eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung, Aktienwertsteigerungsrechte, übliche Nebenleistungen und um Pensionszusagen.

ERFOLGSUNABHÄNGIGE KOMPONENTEN

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem Fixum und aus Nebenleistungen in Form von Sachbezügen. Die Sachbezüge enthalten im Wesentlichen Versicherungsprämien (unter anderem für eine Gruppenunfall- und Invaliditätsversicherung) sowie die Dienstwagennutzung. Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die einen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG vorsieht.

ERFOLGSABHÄNGIGE KOMPONENTEN

Kurzfristige variable Barvergütung

Die kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung ist an den Grad des Erreichens von dienstvertraglich definierten Jahreszielen geknüpft, deren Höhe sich jeweils aus dem vom Aufsichtsrat genehmigten Budget ableitet.

Bisher beziehen sich diese auf die Kennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse, Net Working Capital und Investitionsvolumen. Bei Erreichen sämtlicher Zielwerte beträgt die kurzfristige variable Barvergütung 50 % des individuellen Festgehaltes. Die kurzfristige variable Barvergütung ist begrenzt auf einen Betrag in Höhe von 60 % des individuellen Festgehaltes und wird im Folgejahr nach Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ausgezahlt.

Seit der Billigung des neuen Vergütungssystems durch die Hauptversammlung am 30. April 2015 ist bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen sowie bei Neubestellung eines Vorstandsmitglieds der Jahresbonus als kurzfristige variable Barvergütung an das Erreichen der drei unterschiedlich gewichteten Finanzkennzahlen Adjusted EBITDA, Umsatzerlöse und Net Working Capital geknüpft. Die Zielkomponente Investitionsvolumen entfällt. Bei der Zielkomponente Net Working Capital wird von einer digitalen auf eine durchschnittliche Zielerreichung mit einem Zielkorridor von 95 % bis 105 % umgestellt. Bei Erreichen sämtlicher Zielwerte beträgt der Jahresbonus 50 % des individuellen Festgehaltes. Der Jahresbonus ist begrenzt auf einen Betrag in Höhe von 70 % des individuellen Festgehaltes.

Langfristige variable Barvergütung

Die Komponente mit langfristiger Anreizwirkung besteht aus einem rollierenden Bonussystem, das an das Erreichen bestimmter Ziele über einen Zeitraum von drei Jahren anknüpft. Die für die Zielerreichung relevanten Kennzahlen sind das organische Umsatzwachstum und die Gesamtkapitalrendite (ROCE).

Bisher wird die Zielerreichung anhand des arithmetischen Mittels der Einzelwerte jedes Jahres des dreijährigen Bemessungszeitraumes festgestellt. Bei Erreichen des Zielvolumens beträgt der auszuzahlende Bonus 30 % des individuellen Festgehaltes. Er kann maximal (bei Erreichen eines Zielvolumens von 133 %) knapp 40 % des individuellen Festgehaltes betragen. Die Auszahlung erfolgt, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren.

Seit der Billigung des neuen Vergütungssystems durch die Hauptversammlung am 30. April 2015 soll bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen sowie bei Neubestellung eines Vorstandsmitglieds der ROCE-Zielkorridor statt der bisher vorgegebenen festen Werte auf Basis der Unternehmensplanung jährlich neu für den Dreijahreszeitraum festgelegt werden. Die Auszahlungen erfolgen, bezogen auf das Basisjahr, nach drei Jahren. Bei Erreichen des Zielvolumens beträgt der aufgrund der Nachhaltigkeitskomponente auszuzahlende Bonus 40 % des individuellen Festgehaltes. Die Nachhaltigkeitskomponente kann maximal 55 % des individuellen Festgehaltes betragen.

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung (Phantom Stocks)

Zusätzlich hat die Gesellschaft mit sämtlichen Mitgliedern des Vorstands ­Vereinbarungen über eine langfristige aktienkursorientierte variable Vergütung geschlossen. Diese Vereinbarungen sehen vor, dass jedes Vorstandsmitglied in Abhängigkeit vom jeweiligen Aktienkurs in jedem Jahr der Vorstandstätigkeit eine bestimmte Anzahl sogenannter Aktienwertsteigerungsrechte (Phantom Stocks) erhält. Jedes Aktienwertsteigerungsrecht berechtigt das Vorstandsmitglied zum Erhalt einer Zahlung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses. Dabei legt die sogenannte Erfolgshürde fest, dass die Zahlung nur möglich ist, wenn der Kurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung den Ausgangswert der jeweiligen Tranche um mindestens 12 % übersteigt oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist. Für die Aktienwertsteigerungsrechte, die das Jahr 2016 betreffen, gilt der Ausgabepreis von EUR 68,87 als Ausgangswert. Die Erfolgshürde ist lediglich für die Frage der Zahlungsberechtigung, nicht aber für die Berechnung der Zahlungshöhe relevant. Nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren können die Aktienwertsteigerungsrechte innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von 16 Monaten (Ausübungszeitraum) ausgeübt werden. Der Vergütungsanspruch entspricht dem Betrag, um den der Aktienkurs im jeweiligen Zeitraum zwischen der Ausgabe der Aktienwertsteigerungsrechte und der Ausübung absolut gestiegen ist. Die Höhe des Vergütungsanspruches ist jedoch für jede Tranche auf den Betrag begrenzt, der 25 % des Ausgangswertes sämtlicher Aktienwertsteigerungsrechte dieser Tranche entspricht. Mit dem Ausscheiden des jeweiligen Vorstandsmitgliedes verfallen alle noch nicht ausgeübten Aktienwertsteigerungsrechte, sofern das Ausscheiden nicht durch Todesfall oder dauernde Erwerbsunfähigkeit eintritt oder die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit der jeweiligen ausgegebenen Tranche nicht mindestens ein volles Jahr bestand. Sämtliche Ansprüche auf weitere Aktienwertsteigerungsrechte verfallen ebenfalls mit dem Ausscheiden. Die Gesellschaft hat sich das Recht vorbehalten, die Aktienwertsteigerungsrechte gegebenenfalls in Aktien zu erfüllen, wobei aber die Begleichung in bar beabsichtigt ist.

Seit der Billigung des neuen Vergütungssystems durch die Hauptversammlung am 30. April 2015 gilt bei Verlängerung bestehender Vorstandsbestellungen oder Neubestellung eines Vorstandsmitglieds eine neue Vereinbarung, welche vorsieht, dass jedes Vorstandsmitglied eine wertbasierte Zuteilung erhält. Die Vorstandsmitglieder bekommen also nicht mehr eine bestimmte Stückzahl von Aktienwertsteigerungsrechten, sondern erhalten einen Zahlungsanspruch (Wertanspruch) für den Fall, dass die Ausübungs- und Zahlungsvoraussetzungen vorliegen. Das Vorstandsmitglied ist berechtigt, nach Ablauf einer Sperrfrist von fünf Jahren innerhalb eines sich anschließenden Zeitraums von 24 Monaten eine Zahlung in Höhe der zwischen dem Ausgabezeitpunkt und dem Ausübungszeitpunkt (Laufzeit) eingetretenen, nach dem Börsenkurs bemessenen Wertsteigerung der Gerresheimer-Aktie zu verlangen. Voraussetzung für die Auszahlung ist, dass innerhalb der Laufzeit eine Wertsteigerung von mindestens 20 % oder eine höhere prozentuale Wertsteigerung als die des MDAX eingetreten ist und die Mitgliedschaft im Vorstand innerhalb der Laufzeit mindestens ein volles Jahr lang bestand. Die Zielvergütung soll bei Erreichung der Ausübungshürde einer 20%igen Steigerung des Börsenkurses 40 % des individuellen Festgehaltes je Vorstandsmitglied betragen. Beträgt die Börsenkurssteigerung während der Laufzeit 40 % oder mehr, ist der Wertanspruch der Vorstandsmitglieder auf maximal 80 % des individuellen Festgehaltes begrenzt.

Pensionszusage

Die den derzeitigen Vorstandsmitgliedern erteilten Pensionszusagen werden über einen Pensionsfonds abgewickelt, soweit die Anwartschaften bis zum 1. Mai 2007 erdient wurden. Sie wurden durch eine einmalige Zahlung im Geschäftsjahr 2007 finanziert. So weit sind keine weiteren laufenden Zahlungen mehr zu leisten. Seit dem 1. Mai 2007 entstehende Anwartschaften werden in der Regel über eine Unterstützungskasse abgewickelt.

Die derzeitigen Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich berechtigt, nach Ausscheiden aus dem Gerresheimer Konzern ab dem Erreichen des 65. Lebensjahres Pensionsleistungen zu beziehen. Der jährliche Pensionsanspruch beträgt, in Abhängigkeit vom Lebensalter zum Zeitpunkt der Pensionszusage, zwischen 1,5 % und 2,2 % des letzten Festgehaltes. Dieser Prozentsatz steigt in Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstjahre als Mitglied des Vorstands auf maximal 40 %. Die Witwenrente beträgt 60 % und die Waisenrente pro Kind jeweils 20 % der Rentenansprüche des Verstorbenen. Die Witwen- und Waisenrente ist insgesamt auf 100 % der Rentenansprüche des Verstorbenen begrenzt.

Der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG hat am 10. Februar 2015 für neu zu bestellende Vorstandsmitglieder als integralen Bestandteil des neuen Vergütungssystems auch das Pensionssystem geändert. Die bisher im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung für heutige Vorstandsmitglieder gegebene Leistungszusage von 1,5 % bis 2,2 % pro Dienstjahr, begrenzt auf 40 % der Festbezüge bei Rentenbeginn im Alter von 65 Jahren, soll für neue Vorstandsmitglieder auf eine beitragsorientierte Zusage umgestellt werden.

Zukünftig errechnen sich die von der Gesellschaft für die Altersversorgung der neuen Vorstandsmitglieder aufzubringenden Beträge aus der Summe von 20 % des Festgehaltes und 20 % des erzielten Jahresbonusses. Zur Verwendung dieser Beiträge hat ein neues Vorstandsmitglied die Wahl zwischen drei Optionen: (1) Einzahlung von 20 % des Festgehaltes in eine Versicherung und Einzahlung von 20 % des Bonusses in eine Kapitalanlage; (2) Einzahlung von 20 % des Festgehaltes in eine Versicherung und Auszahlung von 20 % des Bonusses zur Eigenvorsorge; (3) Auszahlung von 20 % des Festgehaltes und 20 % des Bonusses zur Eigenvorsorge.

Aus der Versicherung erwirbt das Vorstandsmitglied bei Renteneintritt Ansprüche gegen die Versicherung auf eine wiederkehrende Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrente. Alternativ kann das Vorstandsmitglied bei Renteneintritt die Auszahlung des gesamten angesammelten Kapitals wählen. In diesem Fall entfallen dann aber die Versorgungsansprüche.

Bei der kapitalbasierten Leistung besteht für die Gesellschaft bei Renteneintritt (Leistungsfall) des Vorstands das Risiko einer Ausgleichspflicht zur Auffüllung bis zur Höhe der eingezahlten Beträge, falls der Wert der Kapitalanlage fällt, da das Unternehmen zur Anerkennung als betriebliche Altersversorgung den Kapitalerhalt garantieren muss. Deshalb müssen vor dem Zeitpunkt des Leistungsfalls – gegebenenfalls nur temporär – sich ergebende rechnerische Unterdeckungen bilanziert werden.

Wenn das Vorstandsmitglied während der Laufzeit seines Anstellungsvertrages die Auszahlung des jährlich vorgesehenen Beitragssatzes als zusätzlichen Gehaltsbestandteil zur Eigenvorsorge erhält, besteht nach Auszahlung in diesem Fall für die Gesellschaft keine weitere Verpflichtung mehr.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund oder infolge eines Kontrollwechsels sind Abfindungshöchstgrenzen im Rahmen der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen. Somit sind Zahlungen einschließlich Nebenleistungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund auf den Wert von zwei Jahren begrenzt und dürfen nicht mehr als die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages umfassen. Für die Berechnung der Abfindungscaps ist auf die Gesamtvergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr abzustellen. Der Aufsichtsrat hat mit Herrn Röhrhoff ein nachvertragliches, zweijähriges Wettbewerbsverbot vereinbart, das grundsätzlich eine Karenzentschädigung in Abhängigkeit von der im Jahr vor Beendigung der Tätigkeit gezahlten Festvergütung vorsieht.

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat, und besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung mindestens ein Jahr bestanden hat und noch eine Laufzeit von neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen, deren Höhe drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen entspricht. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene volle Geschäftsjahr einschließlich variabler Vergütungsbestandteile und Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm.

Bei Verlängerung von Vorstandsverträgen und Neubestellungen ist die Abfindungsregelung modifiziert worden, so dass etwaige Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm den Anspruch auf Abfindung nicht mehr erhöhen.

Für den Fall, dass bis zum 30. April 2022 eine andere Person als Herr Schütte neue Vorsitzende oder neuer Vorsitzender des Vorstands wird, hat Herr Schütte ein Sonderkündigungsrecht. Dieses Sonderkündigungsrecht kann erst zwölf Monate nach dem Tag des Dienstbeginns der oder des neuen Vorsitzenden des Vorstands, und dann nur innerhalb einer Zwei-Wochen-Frist ausgeübt werden. Die Kündigungsfrist beträgt nach Ausspruch der Kündigung neun Monate. Im Falle der Ausübung dieses Sonderkündigungsrechts erhält Herr Schütte keine Abgeltung von Restbezügen und keine Abfindung. Die kurz- und langfristige variable Barvergütung wird pro rata temporis abgerechnet. Sollte von dem beschriebenen Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht werden, hat Herr Schütte ein Wettbewerbsverbot für die Dauer von zwei Jahren nach Beendigung des Dienstvertrages (nachvertragliches Wettbewerbsverbot). Danach darf er weder unmittelbar noch mittelbar für ein anderes in- oder ausländisches Unternehmen und/oder eine Person, welche(s) mit der Gerresheimer AG oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen im Wettbewerb oder potenziell im Wettbewerb steht, tätig werden. Die Gesellschaft kann frühestens ein Jahr vor Ablauf des (etwaigen) nachvertraglichen Wettbewerbsverbots auf die Einhaltung des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots verzichten. Für die Dauer des (etwaigen) nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erhält Herr Schütte jährlich, vorbehaltlich eines Verzichts auf das nachvertragliche Wettbewerbsverbot mithin zwei Jahre, eine Entschädigung in Höhe von 100 % der zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstvertrags geltenden festen Grundvergütung. Diese jährliche Karenzentschädigung wird in zwölf monatlichen Raten jeweils am Ende des Monats gezahlt. Ein von der Gesellschaft gezahltes Ruhegeld wird auf die bei einem (etwaigen) nachvertraglichen Wettbewerbsverbot fällige Karenzentschädigung angerechnet. Entsprechendes gilt für Ruhegeldzahlungen verbundener Unternehmen. Ebenso werden andere Einkünfte auf die Karenzentschädigung angerechnet, die Herr Schütte durch anderweitigen Einsatz seiner Arbeitskraft während der Dauer des zweiten Jahres des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erzielt, soweit die Karenzentschädigung unter Hinzurechnung der anderweitigen Einkünfte 110 % der maßgeblichen festen Grundvergütung übersteigt, wobei die Abrechnung auf monatlicher Basis erfolgt.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr

Im Rahmen der Ermittlung der Vergütung des Vorstands wurde die Empfehlung des „Deutscher Corporate Governance Kodex“ umgesetzt.

Die Gesamtbezüge für die aktiven Vorstandsmitglieder zusammen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 insgesamt auf T EUR 8.492 (Vorjahr: T EUR 8.278). Davon entfielen T EUR 2.050 (Vorjahr: T EUR 1.975) auf die erfolgsunabhängige Vergütung und T EUR 2.885 (Vorjahr: T EUR 2.428) auf die erfolgsabhängige Vergütung. Der laufende Dienstzeitaufwand der Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 2016 T EUR 974 (Vorjahr: T EUR 614) und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand T EUR 1.019 (Vorjahr: T EUR 0). Die im laufenden Geschäftsjahr erdiente Vergütung aus der aktienorientierten Vergütung betrug T EUR 1.564 (Vorjahr: T EUR 3.261).

Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2016 ist den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen:

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Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender Primary Packaging Glass
Rainer Beaujean

CFO
Andreas Schütte

Plastics & Devices
Gewährte Zuwendungen in T EUR 2016 2016 Min. 2016 Max. 2015 2016 2016 Min.
Festvergütung 770 770 770 770 610 610
Sachbezüge 24 24 24 26 20 20
Summe 794 794 794 796 630 630
Kurzfristige variable Barvergütung 385 539 385 305
Langfristige variable Barvergütung 308 424 308 225
Plan 2015 – 2018 308
Plan 2016 – 2019 308 424 225
Phantom Stocks
Summe 1.487 794 1.757 1.489 1.160 630
Laufender Dienstzeitaufwand (IAS 19) 326 326 326 316 340 340
Nachzuverrechnender 
Dienstzeit-aufwand (IAS 19) 1.019 1.019
Gesamtvergütung 1.813 1.120 2.083 1.805 2.519 1.989

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Gewährte Zuwendungen in T EUR 2016 Max. 2015 2016 2016 Min. 2016 Max. 2015
Festvergütung 610 570 605 605 605 570
Sachbezüge 20 20 21 21 21 19
Summe 630 590 626 626 626 589
Kurzfristige variable Barvergütung 408 285 303 363 285
Langfristige variable Barvergütung 307 171 182 2.762 171
Plan 2015 – 2018 171 171
Plan 2016 – 2019 307 182 242
Phantom Stocks 2.520
Summe 1.345 1.046 1.110 626 3.751 1.045
Laufender Dienstzeitaufwand (IAS 19) 340 308 308 308 298
Nachzuverrechnender 
Dienstzeit-aufwand (IAS 19) 1.019
Gesamtvergütung 2.704 1.046 1.418 934 4.059 1.343

Als weitere Bezüge wurden im Geschäftsjahr 2016 Herrn Schütte aufgrund der Verlängerung seines Vorstandsvertrages neue Aktienwertsteigerungsrechte (Tranche 11 bis 15) gewährt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Tranchen ist im Absatz „Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung (Phantom Stocks)“ zu finden. Da es sich im Wesentlichen um eine wertbasierte Zusage handelt, existiert zum Zeitpunkt der Gewährung kein beizulegender Zeitwert.

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Uwe Röhrhoff Rainer Beaujean Andreas Schütte
Vorstands­vorsitzender Primary Packaging Glass CFO Plastics & Devices
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Zufluss
in T EUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Festvergütung 770 770 610 570 605 570
Sachbezüge 24 26 20 20 21 19
Summe 794 796 630 590 626 589
Kurzfristige variable Barvergütung 391 315 287 247 290 235
Langfristige variable ­Barvergütung 1.028 994 200 689 637
Plan 2012 – 2015 259 188
Plan 2013 – 2016 252 200 171
Phantom Stocks 776 735 518 449
Summe 2.213 2.105 1.117 837 1.605 1.461
Laufender Dienstzeitaufwand (IAS19) 326 316 340 308 298
Nachzuverrechnender 
Dienstzeitaufwand (IAS 19) 1.019
Gesamtvergütung 2.539 2.421 2.476 837 1.913 1.759

Langfristige aktienkursorientierte variable Barvergütung

In der Übersicht zur Vergütung des Vorstands ist die aktienorientierte Vergütung mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung enthalten.

Pensionszusage

Der auf die einzelnen Vorstandsmitglieder entfallende Dienstzeitaufwand und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ist in der Übersicht zur Vergütung des Vorstands enthalten.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der Gerresheimer AG geregelt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Jahresvergütung von EUR 30.000,00. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats steht das Zweieinhalbfache und dem stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache dieser Vergütung zu. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 20.000,00 und jedes weitere Mitglied des Prüfungsausschusses erhält eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00. Vorsitzende von anderen Ausschüssen erhalten für jeden Vorsitz eine zusätzliche feste Vergütung von EUR 10.000,00 und jedes weitere Mitglied eines anderen Ausschusses erhält für jede Ausschussmitgliedschaft eine zusätzliche Vergütung von EUR 5.000,00. Diese Regelung gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG. Die Vergütung für den Vorsitz und die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss ist auf die Jahre beschränkt, in denen der Ausschuss tagt. Zusätzlich zu der Jahresvergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, denen sie angehören, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 1.500,00 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 1.500,00 pro Kalendertag. Angemessene Auslagen werden auf Nachweis erstattet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zusätzlich eine variable Vergütung. Diese beträgt EUR 100,00 pro EUR 0,01 des durchschnittlichen bereinigten Konzernergebnisses je Aktie der Gerresheimer AG im abgelaufenen Geschäftsjahr und den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren, falls dieser Wert den Betrag von EUR 0,50 erreicht. Überschreitet dieses durchschnittliche bereinigte Konzernergebnis je Aktie der Gerresheimer AG den Betrag von EUR 3,00 bleibt der überschreitende Betrag bei der Berechnung der variablen Vergütung außer Betracht. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie ergibt sich aus dem im Konzernabschluss ausgewiesenen Konzernergebnis vor den zahlungsunwirksamen Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen und den Sondereffekten aus Restrukturierungsaufwendungen, den außerplanmäßigen Abschreibungen sowie dem Saldo aus einmaligen Erträgen und Aufwendungen (einschließlich wesentlicher zahlungsunwirksamer Aufwendungen) und den darauf entfallenden Steuereffekten, nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilen, bezogen auf die zum Bilanzstichtag ausgegebenen Aktien. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweieinhalbfache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser variablen Vergütung.

Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2016 betrug EUR 1.076.376,72.

Die Bezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder setzen sich wie folgt zusammen:

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Name Sitzungsgelder Festvergütung Variable Vergütung Summe
Andrea Abt 6.000,00 30.000,00 30.000,00 66.000,00
Sonja Apel (bis 31. Dezember 2015) 2.547,95 2.547,95 5.095,90
Lydia Armer 10.500,00 35.000,00 30.000,00 75.500,00
Dr. Karin Dorrepaal 6.000,00 35.000,00 30.000,00 71.000,00
Francesco Grioli 16.500,00 60.000,00 45.000,00 121.500,00
Eugen Heinz 6.000,00 30.000,00 30.000,00 66.000,00
Dr. Axel Herberg 16.500,00 105.000,00 75.000,00 196.500,00
Seppel Kraus 12.000,00 40.000,00 30.000,00 82.000,00
Katja Mögel (seit 20. Januar 2016) 6.000,00 25.890,41 25.890,41 57.780,82
Dr. Peter Noé 12.000,00 40.000,00 30.000,00 82.000,00
Markus Rocholz 12.000,00 40.000,00 30.000,00 82.000,00
Theodor Stuth 12.000,00 50.000,00 30.000,00 92.000,00
Udo J. Vetter 9.000,00 40.000,00 30.000,00 79.000,00
124.500,00 533.438,36 418.438,36 1.076.376,72

Das Aufsichtsratsmitglied Lydia Armer erhält für ihre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Regensburg GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahres eine angemessene Vergütung, die durch Beschluss der ordentlichen Gesellschafterversammlung der Gerresheimer Regensburg GmbH festgesetzt wird. Für das Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschafterversammlung die Vergütung, die im Geschäftsjahr 2016 ausbezahlt wurde, auf EUR 5.000,00 festgesetzt.

Das Aufsichtsratsmitglied Markus Rocholz erhält für seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gerresheimer Tettau GmbH nach Abschluss eines Geschäftsjahres eine Vergütung von EUR 5.000,00. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 wurde im Geschäftsjahr 2016 ausbezahlt.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Die Gerresheimer AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), namentlich im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gerresheimer AG belief sich zum 30. November 2016 auf EUR 31,4 Millionen. Es ist eingeteilt in 31,4 Mio. auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Zum Abschlussstichtag bestehen keine satzungsmäßigen, gesetzlichen oder dem Vorstand bekannten sonstigen Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen betreffend die Aktien der Gerresheimer AG. Sämtliche zum 30. November 2016 ausgegebenen Stückaktien der Gerresheimer AG sind uneingeschränkt übertragbar sowie voll stimmberechtigt und gewähren in der Hauptversammlung je eine Stimme.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns zum 30. November 2016 nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Keine der von der Gerresheimer AG ausgegebenen Aktien beinhaltet Rechte, die deren Inhabern besondere Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Informationen über die Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen uns nicht vor.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Das gesetzliche Leitungs- und Vertretungsorgan der Gerresheimer AG ist der Vorstand. Er besteht gemäß Gesellschaftssatzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird im Übrigen vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Zudem ernennt der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands oder zu dessen Sprecher.

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren bestellt. Wiederholte Bestellungen oder Verlängerungen der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, sind zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, etwa bei grober Pflichtverletzung oder wenn die Hauptversammlung dem Vorstandsmitglied das Vertrauen entzieht.

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit dem nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Befugnis des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 15,7 Mio. zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

› 
um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

› 
soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten oder den zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften begeben wurden oder noch werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde;

› 
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes oder sonstiger Vermögensgegenstände;

› 
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Anteil am Grundkapital 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Betrag geringer ist, des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht oder mit Wandlungs- oder Optionspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die Summe der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 6,28 Mio. (entsprechend 20 % des derzeitigen Grundkapitals) nicht übersteigen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere vorgenannten Ausführungen zu den „Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen“.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen „Schuldverschreibungen“), jeweils mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder mit Wandlungs- oder Optionspflichten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 26. April 2012 beschlossenen Ermächtigung bis zum 25. April 2017 von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG ausgegeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird oder Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Die Darlehen unter dem Vertrag über Kreditfazilitäten im Gesamtbetrag von EUR 450 Mio., die zum Stichtag mit insgesamt EUR 162,7 Mio. in Anspruch genommen sind, werden durch die Kreditgeber kündbar und sind als Folge von den Kreditnehmern in voller Höhe vorzeitig zurückzuführen, wenn ein Dritter oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Dritte 50,01 % oder mehr der Anteile oder der Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben.

Im Falle eines Kontrollwechsels ist die Gerresheimer AG verpflichtet, den Gläubigern der Schuldverschreibung in Höhe von EUR 300 Mio. den Kontrollwechsel bekannt zu machen. Diese haben dann das Recht, alle oder einzelne Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig zu stellen. Als Kontrollwechsel gilt, wenn eine oder mehrere Personen mindestens 50,01 % der Aktien oder Stimmrechte der Gerresheimer AG erwerben oder anderweitig beherrschen und 90 Tage danach kein Investmentgrade Rating mehr für die Schuldverschreibung besteht.

Jeder Darlehensgeber der Schuldscheindarlehen ist zur Kündigung seines Anteils an dem Darlehen berechtigt, wenn eine oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen direkt oder indirekt das Recht erwerben, die Mehrheit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG bestellen zu können, oder direkt oder indirekt mehr als 50 % der Aktien oder Stimmrechte an der Gerresheimer AG erwerben.

Ein Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots hätte unter Umständen Auswirkungen auf einige unserer operativen Verträge, in denen Vereinbarungen über einen Kontrollwechsel enthalten sind. Dies sind marktübliche Change-of-Control-Klauseln, die dem jeweiligen Vertragspartner bei einem Kontrollwechsel das Recht einräumen, vorzeitig zu kündigen.

Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder ein einmaliges Sonderkündigungsrecht, den Dienstvertrag mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende zu kündigen und ihr Amt zum Ende der Kündigungsfrist niederzulegen. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur innerhalb von drei Monaten, nachdem das Vorstandsmitglied vom Kontrollwechsel Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen musste. Das Sonderkündigungsrecht besteht nur, wenn der Dienstvertrag zum Zeitpunkt des Ausspruchs der Kündigung noch eine Laufzeit von mindestens neun oder mehr Monaten hat. Wird das Sonderkündigungsrecht von den Vorstandsmitgliedern ausgeübt, ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied eine Abfindung zu zahlen. Ihre Höhe entspricht drei Jahresvergütungen abzüglich der während der Sonderkündigungsfrist geleisteten Zahlungen. Als Jahresvergütung gilt die Gesamtjahresvergütung für das der Kündigungserklärung vorangegangene Geschäftsjahr. Im Geschäftsjahr 2014 wurde bei der Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Röhrhoff die Abfindungsregelung im Fall der Sonderkündigung modifiziert, so dass nunmehr etwaige Ansprüche aus dem Aktienwertsteigerungsprogramm den Anspruch auf Abfindung nicht erhöhen. Zu weiteren Details verweisen wir auf den Vergütungsbericht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Fassung vor der Änderung durch das Gesetz vom 17.07.2015 (BGBl. I S. 1245) wurden diese Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben zuletzt am 8. September 2016 die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

„Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gerresheimer AG zu den Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ gemäß § 161 Aktiengesetz.

Mit Ausnahme der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 hat die Gerresheimer AG allen Empfehlungen der ‚Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 9. September 2015 entsprochen.

Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex‘ in der Fassung vom 5. Mai 2015 wird die Gerresheimer AG zukünftig ebenfalls mit folgender Ausnahme entsprechen:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1: Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt.

Begründung: Die Eignung zur Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit hängt nach unserer Überzeugung allein von den jeweiligen Bedürfnissen der Gesellschaft und den individuellen Fähigkeiten der Aufsichtsräte ab. Die Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat halten wir nicht für sinnvoll, da dem Unternehmen auch die Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stehen soll.“

ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Der Gerresheimer Konzern sieht in einem wirksamen Risikomanagement einen bedeutenden Faktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswertes. Aus diesem Grund ist die Steuerung von Chancen und Risiken ein integraler Bestandteil unserer gesamten Aufbau- und Ablauforganisation. Der zentrale Baustein des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und in der Holding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

Wir haben für die Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung definiert. Darüber hinaus bauen wir unser Risikofrüherkennungssystem stetig weiter aus und passen es kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen an. Wesentliche Elemente des Risikomanagementsystems werden in dem Kapitel „Chancen- und Risikobericht“ im Geschäftsbericht beschrieben, der auf unserer Internetseite unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte zugänglich ist.

UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG

Gerresheimer ist einer der weltweit führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie. Mit Produkten aus Glas und Kunststoff zur Verpackung und Verabreichung von Medikamenten leisten wir einen sinnvollen und wichtigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden.

In einer Zeit zunehmender globaler Vernetzung sowie wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sind wir uns unserer unternehmerischen Verantwortung bewusst, welche weit über die Produktwelt hinausgeht. Wir füllen diese Rolle aktiv, umfassend und nachhaltig aus und lassen uns entsprechend an unseren Grundsätzen messen. In unserem unternehmerischen Handeln fühlen wir uns verantwortlich gegenüber Gesellschaft, Mitarbeitern, Investoren, Kunden, Lieferanten und Umwelt.

Unsere Grundsätze sind zusammengefasst in der Publikation „Unsere unternehmerische Verantwortung“, die auf unserer Internetseite unter www.gerresheimer.com/unternehmen/unternehmerische-verantwortung abrufbar ist.

BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT SOWIE DER ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE IHRER AUSSCHÜSSE

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich in dem Kapitel „Organe“. Die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Aufsichtsratsausschüsse werden im Geschäftsbericht im Rahmen des „Corporate-Governance-Berichts“ beschrieben. Dieser Geschäftsbericht ist ebenfalls im Internet zugänglich unter www.gerresheimer.com/investor-relations/berichte.

FESTLEGUNG ZUR FÖRDERUNG DER TEILHABE VON FRAUEN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN NACH § 76 ABS. 4 UND § 111 ABS. 5 DES AKTIENGESETZES

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die betroffenen Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen bis zum 30. September 2015 beschlossen haben. Dabei durfte bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist gesetzlich nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen. Bei der nächsten Festlegung einer Umsetzungsfrist kann der Zeitraum bis zu fünf Jahre betragen.

Eine Ausnahme sieht das Gesetz für den Frauenanteil im Aufsichtsrat börsennotierter und zugleich mitbestimmter Gesellschaften wie der Gerresheimer AG vor: Hier gilt bereits ein gesetzlicher Mindestanteil von jeweils 30 % Frauen und 30 % Männern für Neubesetzungen von frei werdenden Aufsichtsratsmandaten ab dem 1. Januar 2016.

Der Aufsichtsrat der Gerresheimer AG hat am 9. September 2015 für den Frauenanteil im Vorstand der Gerresheimer AG eine Zielgröße von 0 % bis zum 30. April 2017 beschlossen.

Für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Gerresheimer AG am 24. August 2015 Zielgrößen von jeweils 25 % zum 30. Juni 2017 beschlossen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

KONZERNEINHEITLICHES CHANCEN- UND 
RISIKOMANAGEMENT

Wir sind als global agierendes Unternehmen einer Vielzahl von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Erst unsere Bereitschaft, unternehmerische Wagnisse einzugehen, ermöglicht es uns, sich bietende Chancen zu nutzen. Im Rahmen einer definierten Risikobereitschaft gehen wir daher bewusst Risiken ein, wenn sich ein ausgewogenes Chancen-Risikoprofil ergibt.

Wir beachten das Chancen- und Risikomanagement grundsätzlich getrennt. Unser Risikomanagementsystem identifiziert, bewertet und dokumentiert Risiken und unterstützt deren Überwachung. Die Erfassung und Kommunikation von Chancen erfolgt dagegen als integraler Bestandteil der regelmäßigen Kommunikation zwischen den Tochtergesellschaften und dem Controlling der Gerresheimer AG in ihrer Funktion als Holding.

Das zentrale Element des Risikomanagementsystems ist die Erkennung und Eingrenzung betrieblicher Risiken durch die in den Gesellschaften und der Managementholding vorhandenen Überwachungs-, Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Mit unserer Risikomanagementstrategie verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, zu bewerten und potentielle Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden bzw. zu verringern sowie gegebenenfalls diese Risiken auf Dritte zu übertragen. Auch ein Risikomanagementsystem ermöglicht keine absolute Sicherheit für die Vermeidung von Risiken. Es unterstützt uns aber dabei, Risiken zu begrenzen und damit die Unternehmensziele zu erreichen.

Dem Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG obliegen die Einrichtung und die wirksame Unterhaltung des Risikomanagementsystems. Die Risikoüberwachung, -früherkennung, -analyse, -steuerung und -kommunikation beziehen die gesetzlichen Vertreter der operativen Gesellschaften und die Leiter der wesentlichen Funktionsbereiche der Konzernzentrale mit ein. Wir haben für unsere Tochtergesellschaften und wesentliche Funktionsbereiche der Konzernzentrale Richtlinien zur Risikoberichterstattung aufgestellt. Darüber hinaus entwickeln wir unser Risikomanagementsystem stetig weiter, um es kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen anzupassen.

Das konzernweite Risikomanagementsystem besteht aus folgenden wesentlichen Elementen:

› 
einheitliche, periodische Risikoberichterstattung der Tochtergesellschaften an die Konzernzentrale

› 
regelmäßige Risikoerhebung in wesentlichen Zentralbereichen

› 
Segmentierung der Risiken nach Markt, Kunden, Finanzwirtschaft, Umweltschutz, Rechtsbeziehungen, externen politischen und gesetzlichen Vorgaben sowie strategischen Entscheidungen

› 
Quantifizierung der Risiken durch den Ansatz von potenziellen Schadensbeträgen und Eintrittswahrscheinlichkeiten

› 
Erfassung der Ergebnisauswirkung nach Geschäftsfeldern

› 
Eingrenzung durch Schadensverhütung und Risikotransfer

Sofern identifizierte Risiken bereits in den operativen und strategischen Planungen, im Forecast oder im Monats-, Quartals- oder Jahresabschluss enthalten sind, werden sie nicht in der Risikoberichterstattung berücksichtigt. Andernfalls ergäbe sich eine Doppelerfassung von Risiken im Risikomanagementsystem der Gerresheimer AG. Zudem bleiben Risiken unberücksichtigt, deren Eintritt ohne weitere Bewertung mit nahezu an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist (beispielsweise Erdbeben mit verheerenden Auswirkungen in Deutschland).

Für den Umgang mit Risiken gelten im Gerresheimer Konzern risikopolitische Grundsätze. Diese sehen eine Null-Risikotoleranz vor für Verstöße gegen behördliche Vorschriften, Gesetze oder Compliance-Vorschriften des Unternehmens sowie hinsichtlich fehlerhafter Produkte und mangelnder Produktqualität.

In regelmäßigen Abständen überwachen wir die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit unseres Risikofrüherkennungssystems durch unsere Interne Revision als prozessunabhängiges Element des Risikomanagementsystems. Zudem beurteilt der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung das Risikofrüherkennungssystem und erstattet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat hierüber Bericht. Unser Risikofrüherkennungssystem entspricht uneingeschränkt den gesetzlichen Anforderungen und steht ferner im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

INTERNES KONTROLLSYSTEM IN BEZUG AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Gerresheimer Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, soweit diese für die Anwendung in der Europäischen Union anerkannt wurden und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften entsprechen.

Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung. Die Verantwortung für die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt beim Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG, die zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontrollsystems beurteilen. Zum 30. November 2016 wurde die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung festgestellt.

Wir erstellen den Jahresabschluss der Gerresheimer AG mit Hilfe der Software SAP. Die laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses sind in funktionale Prozessschritte gegliedert. In allen Prozessen sind entweder automatisierte oder manuelle Kontrollen integriert. Die organisatorischen Regelungen stellen sicher, dass alle Geschäftsvorfälle und die Jahresabschlusserstellung vollständig, zeitnah, richtig und periodengerecht erfasst, verarbeitet und dokumentiert werden. Unter Berücksichtigung der notwendigen IFRS-Anpassungen werden die relevanten Daten aus dem Einzelabschluss der Gerresheimer AG in das Konzernkonsolidierungssystem übertragen. Die Gerresheimer AG trägt die Verantwortung für den konzerneinheitlichen Kontenrahmen und die Durchführung der zentralen Konsolidierungsmaßnahmen sowie die terminliche und sachliche Organisation des Konzernabschlussprozesses.

In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung geprüft und im Anschluss regelmäßig geschult. Bei uns gilt grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderung der einzelnen Posten. Das Rechnungswesen stellt sicher, dass fachbereichsbezogene Informationen durch die jeweiligen Fachabteilungen gemeldet und im Jahresabschluss verarbeitet werden. Die zur Einhaltung der rechnungslegungsrelevanten

Richtlinien in den Tochtergesellschaften und der Konzernzentrale implementierten Kontrollen werden durch unsere Interne Revision auf ihre Wirksamkeit geprüft. Im Rahmen der Abschlussprüfung 2016 hat der Abschlussprüfer unser Risikofrüherkennungssystem gemäß § 317 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 91 Abs. 2 AktG geprüft und dessen Ordnungsmäßigkeit bestätigt.

Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem obliegt ihm die Prüfung der Unterlagen zum Einzelabschluss der Gerresheimer AG und zum Konzernabschluss und er erörtert den Einzelabschluss der Gerresheimer AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte zu diesen Abschlüssen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer.

CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Der Gerresheimer Konzern ist aufgrund seiner globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Chancen und Risiken ausgesetzt. Auch in Zukunft wollen wir die sich uns bietenden Chancen optimal nutzen.

Für uns bieten vor allem unsere technischen Kompetenzzentren (TCC) wesentliches Chancenpotenzial. Diese Entwicklungszentren sind ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für uns und bieten entscheidenden Mehrwert für unsere Kunden. Mit Investitionen, beispielsweise in unser Technologiezentrum für Glasspritzen und medizinische Kunststoffsysteme, möchten wir zukünftig bestehende Produkte mit unseren Kunden weiterentwickeln und unser Produktportfolio insgesamt stärker diversifizieren. Außerdem planen wir den Aufbau eines auf den Biotech-Sektor zugeschnittenen Portfolios, das bestehende Gerresheimer Produkte umfasst und durch Weiter- und Neuentwicklungen zielgerichtet ergänzt werden soll. Weitere Details zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden sich im Kapitel „Innovation, Forschung und Entwicklung“.

Unternehmensstrategische Chancen sehen wir darüber hinaus in der weiteren Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik in den Schwellenländern durch lokale Präsenz partizipieren und dort unseren Umsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen. In den letzten Jahren haben wir durch gezielte Investitionen in den Ländern Brasilien, Indien und China die Basis für weiteres Wachstum gelegt. Zusätzliches Wachstum verspricht ferner die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten des Geschäftsbereiches Plastics & Devices nach Nordamerika.

Den Generikaherstellern wird künftig eine größere Bedeutung zukommen. Wir wollen an dem zu erwartenden Mengenwachstum partizipieren, da auch diese Medikamente fachgerecht verpackt und verabreicht werden müssen. In Zukunft werden zudem Verpackungen für Arzneimittel an Bedeutung gewinnen, welche die Sicherheit bei der Verabreichung erhöhen und den Umgang mit dem Medikament erleichtern.

Weitere Wachstumschancen sehen wir im demografischen Wandel und in dem bei älteren Menschen steigenden Bedarf an medizinischer Versorgung, im medizinisch-technologischen Fortschritt und auf dem Feld biotechnologisch hergestellter Medikamente.

RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Der Gerresheimer AG ist als Holding-Gesellschaft des Gerresheimer Konzerns aufgrund dessen globalen und umfangreichen Geschäftstätigkeiten vielfältigen Risiken ausgesetzt. Soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, wurde für alle erkennbaren Risiken eine angemessene Vorsorge getroffen.

In den folgenden Abschnitten werden Risiken beschrieben, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns haben können. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken erfolgt nach den Kriterien:

› 
unwahrscheinlich = Eintrittswahrscheinlichkeit < 10 %

› 
möglich = Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 10 % und 50 %

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 % werden wenn möglich gebucht bzw. sind in der Planung berücksichtigt.

Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkungen erfolgt nach den Kriterien:

› 
moderat = Nettoschaden bis EUR 10 Mio.

› 
wesentlich = Nettoschaden > EUR 10 Mio.

Der Nettoschaden beschreibt das Verlustpotenzial im Falle eines Risikoeintritts unter Berücksichtigung der greifenden Gegensteuerungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen.

ÜBERSICHT DER RISIKEN UND IHRER FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
Unternehmensstrategische Risiken
Risiken aus Akquisitionen unwahrscheinlich wesentlich
Produkteinführungen möglich wesentlich
Operative Risiken
Risiken aus der gesamt­wirtschaftlichen Entwicklung möglich wesentlich
Risiken aus einer Änderung 
von ­regulatorischen Rahmen­bedingungen möglich wesentlich
Risiken aus der künftigen ­Entwicklung der staatlichen ­Gesundheitssysteme möglich wesentlich
Produkthaftungsrisiken möglich wesentlich
Energie und Rohstoffpreise möglich wesentlich
Personalrisiken möglich moderat
IT-Risiken möglich moderat
Steuerliche Risiken möglich moderat
Rechtliche Risiken möglich moderat
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währungs- und Zinsrisiko unwahrscheinlich moderat
Kreditrisiko unwahrscheinlich wesentlich
Liquiditätsrisiko unwahrscheinlich moderat

Auf bestehende Risiken wird im Folgenden im Detail eingegangen:

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

AKQUISITIONEN

Mögliche Auswirkungen:

Akquisitionen sind Bestandteil unserer Strategie. Beim Erwerb von Unternehmen besteht das Risiko, dass im Rahmen einer Due Diligence nicht alle wesentlichen Risiken erkannt werden. Trotz sorgfältiger Due-Diligence-Prüfungen ist es aufgrund von Änderungen des Umfeldes möglich, dass die ursprünglichen Zielsetzungen nicht oder nur teilweise erreicht werden.

Gegenmaßnahmen:

Durch die frühzeitige Einbindung der Fachabteilungen und gegebenenfalls externer Spezialisten während der Due Diligence werden Akquisitionsvorhaben eingehend geprüft. Den Gesamtprozess steuert unsere zentrale Abteilung Corporate Merger & Acquisition. Wir wollen Risiken durch kontinuierliche und intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung frühestmöglich erkennen und mittels geeigneter Maßnahmen vermeiden bzw. minimieren.

PRODUKTEINFÜHRUNGEN

Mögliche Auswirkungen:

Die Markteinführung innovativer Produkte – in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden – bildet eine wesentliche Komponente unserer Wachstumsstrategie. Im Rahmen einer verantwortlichen Unternehmensführung sind wir uns bewusst, dass damit nicht nur Chancen, sondern gleichfalls Risiken einhergehen. Trotz aller Anstrengungen können wir nicht sicherstellen, dass sich alle Produkte auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden.

Gegenmaßnahmen:

Basierend auf umfangreichen Marktanalysen und Kundenverträgen stellen wir sicher, dass die Chancen einer erfolgreichen Produkteinführung maximiert und mögliche Risiken minimiert werden.

OPERATIVE RISIKEN

Zu den operativen Risiken zählen wir Betriebsrisiken sowie Organisations-, Personal- und Sicherheitsrisiken. Sie werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz und hohe Anforderungen an das Produktions-, Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Wir decken Haftungsrisiken derzeit weitgehend durch eine Haftpflichtversicherung ab und versichern aktuell mögliche Eigenschäden unter anderem durch eine Allgefahren-Sachversicherung zum Neuwert. Vor einem eventuellen Ertragsausfall bei Betriebsunterbrechungen in den Werken schützt uns gegenwärtig eine Betriebsunterbrechungsversicherung auf Allgefahrenbasis, die wie die Allgefahren-Sachversicherung mit entsprechenden Selbstbehalten versehen wurde.

RISIKEN AUS DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG

Mögliche Auswirkungen:

Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum des Gerresheimer Konzerns. Auch im Verlauf des Geschäftsjahres 2016 war keine Entspannung der Gesamtrisikosituation zu beobachten. Niemand kann derzeit mit absoluter Sicherheit sagen, wie sich die Euro- und Finanzkrise weiter auf die Realwirtschaft, die Kunden und die Lieferanten auswirken und wie lange diese Krise andauern wird.

Gegenmaßnahmen:

Wir begegnen diesem Risiko, indem wir laufend die Entwicklung der Weltwirtschaft beobachten. Im Falle einer Veränderung konzentrieren wir beispielsweise die Auslastung auf Produktionsstandorte mit hoher Produktivität.

RISIKEN AUS EINER ÄNDERUNG VON REGULATORISCHEN RAHMENBEDINGUNGEN

Mögliche Auswirkungen:

Tendenziell nehmen Umfang und Anzahl der regulatorischen Auflagen jährlich zu. Bei hohem Nutzen für die Patienten sind für alle Marktteilnehmer damit große Herausforderungen verbunden. Politische Entscheider, insbesondere in den europäischen Industrieländern und den USA, legen großen Wert auf den Nachweis eines signifikanten Zusatznutzens, bevor neue Medikamente zugelassen werden.

Aus diesem Grund wird in der Regel von den entsprechenden Behörden eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt, bevor Medikamente für den Markt zugelassen werden können. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf Zeitpunkt und Umfang von Einführungen neuer Medikamente und dementsprechend Absatzrisiken für unsere Primärverpackungen. Darüber hinaus können die steigenden Qualitätserwartungen unserer Kunden zu erhöhtem Investitionsbedarf führen.

Gegenmaßnahmen:

Wir begegnen diesen Risiken, indem wir kontinuierlich an unseren eigenen Qualitätsanforderungen arbeiten. Darüber hinaus spiegeln wir die Absatzprognosen unserer Kunden mit unseren eigenen Untersuchungen.

RISIKEN AUS DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER STAATLICHEN GESUNDHEITSSYSTEME

Mögliche Auswirkungen:

Gerresheimer erzielte im Geschäftsjahr 2016 rund 83 % der Konzernumsätze im Marktsegment Pharma und Healthcare. In den letzten Jahren waren die Regierungen und Krankenkassen in Europa und den Vereinigten Staaten bestrebt, den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu reduzieren. Dies führte in der Konsequenz zu einem höheren Preisdruck auf die Pharmaindustrie. Aufgrund des begrenzten Patentschutzes und der stetig steigenden Produktentwicklungskosten verstärkt sich damit die Notwendigkeit der Kostenkontrolle in der Pharmaindustrie. Diese Entwicklung kann zu einem steigenden Preisdruck auf unsere Produkte führen, obwohl auf die pharmazeutische Primärverpackung in der Regel nur ein geringer Prozentsatz der Gesamtkosten eines Medikamentes für den Verbraucher entfällt. Für den Fall, dass der Preisdruck nicht durch Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen kompensiert wird, kann sich dies wesentlich nachteilig auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Gegenmaßnahmen:

Wichtige Bestandteile unserer Unternehmenssteuerung sind daher das frühzeitige Erkennen sich abzeichnender Entwicklungen und ein aktives Portfoliomanagement. Zudem kann der Gerresheimer Konzern durch seine Präsenz in verschiedenen Ländern und Märkten zyklische Schwankungen der Einzelmärkte bzw. in einzelnen Ländern besser ausgleichen als andere Unternehmen, die nicht so global aufgestellt sind.

PRODUKTHAFTUNGSRISIKEN

Mögliche Auswirkungen:

Trotz interner Maßnahmen zur Gewährleistung von Produktqualität und Produktsicherheit kann der Gerresheimer Konzern nicht ausschließen, dass der Gebrauch und die Verwendung der hergestellten Verpackungsprodukte und -systeme Schäden bei Kunden oder Endverbrauchern verursachen. Für die Qualitätssicherung ergeben sich aus den verschärften Kundenanforderungen in Richtung „Null-Fehler-Toleranz“ besondere Herausforderungen. Folgende Beispiele sollen mögliche Produkthaftungsrisiken verdeutlichen: Die Lieferung mangelhafter Produkte an die Kunden könnte bei diesen zu Beschädigungen der Produktionsanlagen oder gar zu Betriebsunterbrechungen führen. Für uns besteht darüber hinaus die Möglichkeit, dass dies Reputationsschäden für den Gerresheimer Konzern bedeutet. Ferner könnten mangelhafte Produkte des Gerresheimer Konzerns in Verbindung mit den Medikamenten und Wirkstoffen seiner Kunden aus der Pharma- und Healthcare-Industrie Gesundheitsschädigungen bei Verbrauchern verursachen. In diesen Fällen wäre nicht auszuschließen, dass der Konzern dadurch Kunden verliert. Außerdem könnte Gerresheimer entsprechenden Haftungsansprüchen ausgesetzt sein. Dazu zählen zum Beispiel Schadensersatzansprüche von Kunden oder Ansprüche der Endverbraucher aus den Vorschriften zur Produkthaftung. Etwaige Produkthaftungsansprüche gegen Gerresheimer können insbesondere bei Sammelklagen in den USA erheblich sein. Zudem besteht das Risiko, dass der Konzern möglicherweise erhebliche Kosten für Rückrufaktionen zu tragen hat. Außerdem ist nicht gewährleistet, dass Gerresheimer auch in Zukunft einen ausreichenden Versicherungsschutz zu den gegenwärtigen Konditionen erhalten wird. Diese Beispiele zeigen, dass negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gerresheimer Konzerns nicht auszuschließen sind.

Gegenmaßnahmen:

Um Produkthaftungsfälle zu vermeiden, arbeitet der Gerresheimer Konzern mit weitreichenden Qualitätssicherungsmaßnahmen. Der Prozess der Qualitätssicherung und Fehlerbeseitigung wird bei unseren Produkten ständig optimiert und weiterentwickelt. Eine Produkthaftpflicht- und Rückrufkostenversicherung soll zudem entstehende Schäden weitgehend abdecken.

ENERGIE- UND ROHSTOFFPREISE

Mögliche Auswirkungen:

Wir haben einen permanent hohen Bedarf an Energieträgern, insbesondere aufgrund der energieintensiven Brenn- und Schmelzvorgänge unserer Hochtemperaturschmelzöfen. Ein wesentlicher Anstieg der Energiepreise kann die Ertragslage des Gerresheimer Konzerns wesentlich belasten.

Ein weiterer erheblicher Teil der Produktionskosten entfällt auf Rohstoffe für die Glas- und Kunststoffherstellung. Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten sind wir unter anderem auf die Vorprodukte Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol angewiesen. Deren Preise hängen zu einem großen Teil von der Entwicklung des Ölpreises ab.

Gegenmaßnahmen:

Um Energiekostensteigerungen aufzufangen, haben wir die besondere Ausgleichsregel für stromintensive Unternehmen nach § 64 des Gesetzes für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) in Deutschland in Anspruch genommen und haben uns zudem gegen anziehende Energiepreise umfassend durch Sicherungsgeschäfte abgesichert. Bei einigen Kundenverträgen haben wir außerdem Preisanpassungsklauseln vereinbart. Durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes in 2015 sowie die endgültige Stilllegung des Behälterglaswerkes in Millville, ebenfalls in 2015, wurde die Anzahl der von uns betriebenen Schmelzöfen um insgesamt acht auf 13 reduziert und damit insbesondere auch die Energiekosten.

PERSONALRISIKEN

Mögliche Auswirkungen:

Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um unsere wachstumsorientierte Unternehmensstrategie zu realisieren. Sollte es uns zukünftig nicht gelingen, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichendem Maße für unser Unternehmen auszubilden, zu gewinnen und langfristig an uns zu binden, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Zusätzlich ergeben sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des daraus möglicherweise resultierenden Fachkräftemangels mittel- bis langfristige Personalrisiken.

Gegenmaßnahmen:

Wir begegnen diesen Risiken, indem wir uns weltweit als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Hierzu gehören eine wettbewerbsfähige Vergütung, fachspezifische Fort- und Weiterbildung, eine strukturierte Nachfolgeplanung und die spezifische Förderung junger Fach- und Nachwuchskräfte. Zudem verfolgen wir eine auf personelle Vielfalt (Diversity) ausgerichtete Personalpolitik und betreiben zudem zielgruppenspezifisches Personalmarketing.

IT-RISIKEN

Mögliche Auswirkungen:

Computergestützte Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die Anwendung von IT-Systemen für die interne und externe Kommunikation nehmen weiter zu. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall dieser Systeme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen.

Gegenmaßnahmen:

Die IT-Systeme werden konzernweit standardisiert, harmonisiert, geprüft und weiterentwickelt, um die Sicherheit und Effizienz unserer Geschäftsprozesse zu gewährleisten bzw. zu erhöhen. Industrietypische IT-Mindeststandards wie Backups, redundante Datenverbindungen und getrennte Rechenzentren dienen dazu, Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen wie SAP, Websites und IT-Infrastrukturkomponenten zu minimieren.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die vom Vorstand genehmigte Konzern-IT-Strategie konsequent weiter umgesetzt und damit auch der Ausbau der SAP-2-Mandanten-Strategie vorangetrieben. Dazu gehörten insbesondere im Bereich Applikationen der Rollout von SAP Templates an den Standorten Wertheim (Deutschland), Vaerloese (Dänemark) sowie Besancon (Frankreich) mit jeweils einem Template je Geschäftsbereich Primary Packaging Glass und Plastics & Devices. Im Bereich Infrastruktur konnten weitere sicherheitsrelevante Infrastruktur- sowie Informationssicherheitsprojekte umgesetzt werden, wie etwa eine weltweite Informationssicherheitskampagne für über 3.500 Computeranwender in neun Sprachen. Schwerpunkte waren der Umgang mit Phishing, Social Engineering, Passwort Sicherheit, Social Networking und Secure Workplace, mit denen die Computeranwender für den Umgang mit informationssicherheitsrelevanten Themen sensibilisiert und geschult wurden. Die in den Vorjahren begonnene Implementierung von McAfee Endpoint Protection (Virenschutz) wurde in 2016 abgeschlossen. Das Projekt Rollout One Active Directory wurde weiter vorangebracht und wird in 2017 abgeschlossen. Außerdem waren durch den Zukauf von Centor sowie die Verkäufe des Röhrenglasgeschäftes und des Geschäftsbereiches Life Science Research die IT Teams von Applikationen und Infrastruktur mit der Migration in bzw. dem Carve out aus dem Gerresheimer Konzern beschäftigt.

Gerresheimer wird die Harmonisierung der ERP-Systeme auf SAP ECC 6.0 ebenso nachhaltig fortführen wie die Standardisierung der IT-Infrastruktur in den Bereichen Netzwerk, Hardware, Kommunikation und Sicherheit. IT-Governance und IT-Compliance sollen die Umsetzung und Erfüllung gesetzlicher, unternehmensinterner und vertraglicher Anforderungen in der Gerresheimer AG sichern.

STEUERLICHE RISIKEN

Mögliche Auswirkungen:

Die Globalisierung der operativen Geschäfte im Gerresheimer Konzern hat zur Folge, dass eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Regelungen von Finanzverwaltungen zu berücksichtigen sind. Abgabenrechtliche Risiken können durch unzureichende Berücksichtigung von steuerlichen Vorschriften oder durch die unterschiedliche steuerliche Würdigung von Sachverhalten und Transaktionen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen und sich daraus möglicherweise ergebende Prüfungsfeststellungen mit entsprechenden Zinswirkungen und Steuernachzahlungen können zu einer Belastung für den Konzern führen.

Gegenmaßnahmen:

Die steuerlichen Risiken werden regelmäßig und systematisch geprüft und bewertet. Daraus resultierende Maßnahmen zur Risikominderung werden zwischen dem Bereich Group Tax der Gerresheimer AG und den Landesgesellschaften abgestimmt.

RECHTLICHE RISIKEN

Mögliche Auswirkungen:

Als international tätiges Unternehmen muss der Gerresheimer Konzern unterschiedliche Rechtsnormen beachten. Daraus können sich vielfältige vertrags-, wettbewerbs-, umwelt-, marken- und patentrechtliche Risiken ergeben.

Gegenmaßnahmen:

Diese Risiken begrenzen wir durch juristische Prüfungen unserer internen Rechtsabteilungen und indem wir externe Spezialisten für das jeweilige nationale Recht zu Rate ziehen.

Damit die weltweiten Gesetze und Regeln insbesondere in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Kartellrecht und Kapitalmarktrecht eingehalten werden, haben wir ein globales Compliance-Programm etabliert. Die Beachtung der Compliance Richtlinien obliegt allen Organmitgliedern und Mitarbeitern der Gerresheimer AG und der Konzerngesellschaften. Die Einhaltung von Rechtsvorschriften sowie die Beachtung der Konzernrichtlinien des Gerresheimer Compliance-Programms sind von herausragender Bedeutung für die Gerresheimer AG und ihre verbundenen Unternehmen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben, sind nicht bekannt.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Im Rahmen der operativen Tätigkeit sind wir finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Über ein konzernweites Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Konzerns zentral durch die verantwortliche Abteilung Konzern Treasury überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert der Konzern nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

WÄHRUNGS- UND ZINSRISIKO

Mögliche Auswirkungen:

Als Gesellschaft mit Sitz in Deutschland stellt der Euro die Konzern- und Berichtswährung dar. Da wir einen großen Teil unseres Geschäfts außerhalb der Euroländer abwickeln, können Währungsschwankungen das Ergebnis beeinflussen. Die Zunahme der Volatilitäten der Wechselkurse in den letzten Jahren hat entsprechende Chancen und Risiken steigen lassen. Zudem sind wir im Rahmen der Fremdkapitalfinanzierung einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Zinssatzschwankungen können sich auf die Höhe der Zinszahlungen für bestehende Schulden sowie auf die Kosten von Refinanzierungen auswirken.

Gegenmaßnahmen:

Um Wechselkursrisiken im operativen Geschäft zu begrenzen, tätigen wir Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente verwendet der Konzern ausschließlich zur Risikosteuerung im Zusammenhang mit kommerziellen Grundgeschäften. Um die Zinsänderungsrisiken zu begrenzen, tätigen wir gegebenenfalls Zinsswapgeschäfte.

KREDITRISIKO

Mögliche Auswirkungen:

Das Ausfallrisiko bei den originären und derivativen Finanzinstrumenten ergibt sich daraus, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungs- und Erfüllungsverpflichtungen möglicherweise nicht nachkommen können.

Gegenmaßnahmen:

Durch das Kredit- und Forderungsmanagement sowie die Vertriebsbereiche der operativen Gesellschaften überwachen wir die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen der Gruppe ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterziehen wir Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, die über kein erstklassiges Rating verfügen, werden versichert, soweit ein entsprechender Versicherungsschutz gewährt wird. Zur Vermeidung von Kreditrisiken aus Finanzinstrumenten werden diese nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Mögliche Auswirkungen:

Es besteht das Risiko, aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können.

Gegenmaßnahmen:

Die Liquiditätssituation des Konzerns wird auf Basis einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlichen Liquiditätsplanung überwacht und gesteuert. Darüber hinaus stehen dem Gerresheimer Konzern zur Liquiditätssicherung ein revolvierendes Darlehen (im Juni 2015 refinanziert), eine Euro-Bond-Schuldverschreibung und ein im November 2015 platziertes Schuldscheindarlehen zur Verfügung. An dieser Stelle ist zudem auf die quartalsweisen Zusammenkünfte des Anlagenausschusses und dessen liquiditätsüberwachende Aufgabe hinzuweisen.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION DES KONZERNS UND DER GERRESHEIMER AG

Unser Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für die Einschätzung des Gesamtrisikos durch den Vorstand. Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden alle Risiken zusammengefasst, die von den Tochtergesellschaften und den Zentralbereichen gemeldet werden. Diese Risikoberichterstattung erfolgt regelmäßig gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat.

Die Risiken des Gerresheimer Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Nach unserer Einschätzung des Gesamtrisikos bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Gerresheimer Konzerns oder der Gerresheimer AG gefährden oder ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Die Bonität von Gerresheimer wird durch die führenden Ratingagenturen Standard & Poor‘s und Moody‘s regelmäßig bewertet.

Die Rahmenkredite unterliegen sogenannten Financial Covenants. Diese werden im Kapitel „Finanzierungsinstrumente“ erläutert. In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wurden die vorgegebenen Financial Covenants eingehalten. Unter Zugrundelegung der vorliegenden Mehrjahresplanung gehen wir davon aus, die Financial Covenants auch zukünftig einzuhalten.

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem 30. November 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Gerresheimer Konzerns zu erwarten ist.

PROGNOSEBERICHT

AUSRICHTUNG DES KONZERNS

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des Gerresheimer Konzerns sowie der Gerresheimer AG und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN

ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT/ENTWICKLUNG 
IN DEN EINZELNEN REGIONEN5

Erwartete Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes

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Veränderungen in % 2017 2016
Welt 3,4 3,1
USA 2,2 1,6
Euro-Zone 1,5 1,7
Deutschland 1,4 1,7
Schwellenländer 4,6 4,2
China 6,2 6,6
Indien 7,6 7,6
Brasilien 0,5 -3,3
Russland 1,1 -0,8

Quelle: Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2016.

Für das Jahr 2017 rechnet der IWF wieder mit einem stärkeren Wachstum der Weltwirtschaft. Nach etwa 3,1 % in 2016 wird für 2017 mit einem Anstieg des Wachstums auf 3,4 % gerechnet. Die erwartete Steigerung wird sowohl den Schwellenländern als auch den Industrienationen zugeschrieben. Die Prognose beruht auf der Annahme, dass selbst Länder, die 2016 unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten litten, ihr Negativwachstum umkehren und sich besser entwickeln können. Dazu zählen vor allem Brasilien und Russland. Nach Angaben des IWF sollte deren positive Entwicklung den prognostizierten leichten Rückgang der Wachstumsrate in China überkompensieren. Innerhalb der wichtigen Industrieregionen wird vor allem für die USA wieder ein stärkeres Wachstum erwartet.

Den Prognosen des IWF zufolge werden im Jahr 2017 die USA wiederum einen wichtigen Wachstumsimpuls für die Weltwirtschaft beisteuern. Erwartet wird ein gegenüber dem Vorjahr leicht stärkeres Wirtschaftswachstum von etwa 2,2 %. Im Jahr 2016 hatte der Zuwachs noch etwa 1,6 % betragen. Wichtig sei dem IWF zufolge, dass die Normalisierung der Geldpolitik schrittweise vollzogen werde, um die Erholung der Wirtschaft weiter zu stützen.

Für Europa gehen die Schätzungen für das Jahr 2017 von einer leichten Abnahme des Wirtschaftswachstums auf etwa 1,5 % aus – nach dem Plus von etwa 1,7 % im Jahr 2016. Wichtige Einflussgrößen sind hier unter anderem die immer noch niedrige Ölnotierung, die Lockerung der Geldpolitik und die Abwertung des Euro.

Analog der Entwicklung in Europa sieht der IWF auch für Deutschland einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,4 % voraus (Vorjahr: 1,7 %).

Die vom IWF für die Schwellenländer im Jahr 2017 prognostizierte Wachstumsrate liegt mit 4,6 % leicht über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 4,2 %. Die Zuwachsrate ist damit deutlich höher als die der Industrienationen. Im Einzelnen geht der IWF für China von einem Zuwachs des BIP in Höhe von 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %) aus, für Indien wird ein Wachstumsplus von 7,6 % (Vorjahr: 7,6 %) vorausgesagt und in Brasilien soll das BIP erstmals wieder wachsen 0,5 % (Vorjahr: -3,3 %).

Auch die russische Volkswirtschaft könne für das Jahr 2017 wieder mit einem positiven Wachstum von 1,1 % rechnen. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung verglichen mit dem Negativwachstum von 0,8 % im Vorjahr. Offensichtlich hat sich laut IWF die Ukraine-Krise bisher nur auf die hiervon direkt betroffenen Länder sowie deren unmittelbare Nachbarländer ausgewirkt. Deshalb sollten sich die ökonomischen Folgen auf die Absatzmärkte des Gerresheimer Konzerns, obwohl sie schwer einschätzbar sind, in Grenzen halten.

Gleiches gilt für die potenziellen Folgen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Nahen Osten. Der Gerresheimer Konzern erwirtschaftet in Summe jährlich rund EUR 17 Mio. an Umsatzerlösen im Nahen Osten. Entsprechend gehen wir davon aus, dass sich auch die ökonomischen Folgen auf die Absatzmärkte des Gerresheimer Konzerns in Grenzen halten werden.

MARKT- UND GESCHÄFTSCHANCEN FÜR DEN GERRESHEIMER KONZERN UND DIE 
GERRESHEIMER AG

DIE PERSPEKTIVEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Die Weltwirtschaft wird sich laut den Prognosen des IWF im Jahr 2017 mit moderatem Tempo weiterentwickeln. Gleichzeitig mahnen die Experten des IWF zur Vorsicht, da zunehmende isolationistische Tendenzen, wie das britische Votum für den EU-Austritt sowie protektionistische Absichten in den USA und Europa, einige Risiken für die Weltwirtschaft bergen. Unabhängig davon, aber auch vor dem Hintergrund eines verbesserten Marktumfeldes in Brasilien, gehen wir davon aus, dass wir unser Kerngeschäft mit Primärverpackungen und Drug-Delivery-Systemen für die Pharma- und Gesundheitsindustrie auch im Geschäftsjahr 2017 weiter ausbauen werden.

In den vergangenen Jahren wurde in den Schwellenländern verstärkt mit dem Auf- bzw. Ausbau der medizinischen Versorgung begonnen. Damit einhergehend stieg dort der Einsatz bzw. die Vergabe von patentfreien Wirkstoffen. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend weiterhin Gültigkeit besitzt und 2017 zu einer Steigerung der Nachfrage führen wird.


5 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Oktober 2016.)

MEGATRENDS

Bei der Prognose unserer Markt- und Geschäftschancen versuchen wir vor allem, sehr wahrscheinliche Entwicklungen in unseren Märkten zu identifizieren. Besondere Bedeutung haben hier langfristige globale Trends, die auch als Megatrends bezeichnet werden. Diese weisen meist eine sehr stabile Entwicklung auf und sind wenig anfällig für Rückschläge. Die Identifikation solcher Trends ist für uns notwendig, um strategische Entscheidungen für unser Unternehmen treffen zu können. Es handelt sich hierbei um Fragestellungen wie bzw. die Entwicklung neuer Wachstumsmärkte sowie Veränderungen bezüglich Art und Umfang der Nachfrage nach unseren Produkten. Zur Beurteilung dieser Themen gilt es zu hinterfragen, welche der aktuell zu beobachtenden Entwicklungen auf kurzfristigen Trends beruhen und welche Entwicklungen voraussichtlich langfristig und weitestgehend unbeeinflusst von politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen anhalten werden. Hier sind vor allem sechs Megatrends zu nennen, von denen wir ausgehen, dass diese unsere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen werden.

1. TREND ZU GENERIKA

Die Experten des Quintiles IMS Institutes schätzen, dass in den entwickelten Ländern der Umsatz mit Generika von 28,8 % in 2016 auf insgesamt 31 % der Pharmaausgaben in 2021 ansteigen wird.6Und auch in den Pharmerging Markets werden die Generikaumsätze stark wachsen, da die Medikamente nach Wegfall des Patentschutzes für viele Patienten preislich erschwinglich werden. In den traditionellen, bereits weiterentwickelten Märkten richten sowohl die Zulassungs- und Prüfbehörden als auch die Krankenkassen ihr Augenmerk auf eine gute Kosten/Nutzen-Analyse, die häufig dazu führt, dass Generika zugelassen und vermehrt verschrieben werden. Dies ist eine für uns günstige Entwicklung, da der Verkaufspreis des Medikaments für uns zweitrangig ist. Für uns zählt vor allem das Volumenwachstum, und somit treibt das Wachstum des Generikamarkts unseren Konzernumsatz und damit auch unseren Konzerngewinn an.

2. GESUNDHEITSSYSTEME IN DEN PHARMERGING ­MARKETS WACHSEN

Das Quintiles IMS Institute geht davon aus, dass die Umsätze mit Medikamenten in den Pharmerging Markets zwischen 2016 und 2021 zwischen 6 % und 9 % pro Jahr wachsen werden – was einem leichten Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber den in 2015 veröffentlichten Werten entspricht und damit das etwas schwächere Wirtschaftswachstum in diesen Ländern widerspiegelt7. Zu den wichtigsten Märkten gehört China, gefolgt von Indien und Brasilien. Aber selbst das bevölkerungsreiche China weist, gemessen an den Pharmaumsätzen, noch ein relativ geringes Volumen im Vergleich zu den USA auf. 2016 wurden in China rund USD 116 Mrd. für Medikamente ausgegeben, in den USA mehr als USD 461 Mrd.8 Angesichts des Bevölkerungsreichtums in den Pharmerging Markets verbinden wir mit dem Erstarken der dortigen Gesundheitssysteme deutliches Wachstumspotenzial und sind mit zahlreichen Werken in China, Indien, Brasilien und Mexiko bereits gut vertreten.

3. REGULATORISCHE ANFORDERUNGEN NEHMEN ZU

Die Anforderungen der Gesundheitsbehörden, insbesondere der amerikanischen Gesundheitsbehörde, steigen weiter. Die Auflagen betreffen längst nicht allein die Herstellung der Wirkstoffe, sondern genauso die Verpackung für die Medikamente. Die Primärverpackung muss die Medikamente schützen, erhalten, und verhindern, dass das Medikament seine Wirksamkeit verliert oder verändert. Aus diesem Grund erteilen die Gesundheitsbehörden die Zulassung für ein neues Medikament nur in Verbindung mit der Zulassung für die dazugehörige Primärverpackung. Schließlich geht es bei allem um die Gesundheit der Patienten. Daher investieren wir weltweit in Qualität und halten hierdurch auch potenzielle Wettbewerber auf Distanz, da die Eintrittsbarrieren dadurch ständig steigen.

4. NEUE MEDIKAMENTE WERDEN ENTWICKELT

Neue Wirkstoffe stellen regelmäßig neue Anforderungen an die Verpackung. Die Experten des Quintiles IMS Institutes erwarten in den kommenden fünf Jahren eine historisch hohe Zahl von jährlich 45 neuen Wirkstoffen auf dem Markt, das Ergebnis der intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Pharmakonzerne. Erwartet werden innovative Behandlungsmethoden und neue Systematiken.9 Dafür bieten wir Lösungen aus neuen Werkstoffen wie dem Hochleistungskunststoff COP (Cyclic-Olefin-Polymer) oder aus gehärtetem Glas an. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für uns ist unsere hohe Materialkompetenz, aber auch unser sehr breites Produktspektrum im Vergleich zum Wettbewerb. Denn für uns kommt es nicht darauf an, dass neue Medikamente eine bestimmte Darreichungsform haben, weil wir eine außerordentlich breite Produktpalette haben, die nahezu sämtliche Lösungen aus Glas und Kunststoff beinhaltet, die für flüssige, feste und auch Medikamente in Pulverform genutzt werden können. Genauso haben wir ein breites Angebot an Verpackungen für traditionell chemisch hergestellte Medikamente, für biotechnologisch hergestellte Medikamente, ebenso für Generika oder auch alle Arten von frei verkäuflichen Arzneimitteln.

5. AKUTE UND CHRONISCHE KRANKHEITEN NEHMEN ZU

Die Verbreitung chronischer Krankheiten nimmt zu. Heute leiden rund 415 Mio. Menschen unter Diabetes, in 25 Jahren könnten es Schätzungen zufolge schon 642 Mio. sein. Ist heute noch einer von elf Menschen von Diabetes betroffen, so wird im Jahr 2040 aller Voraussicht nach jeder zehnte Mensch an der Krankheit leiden, und dies bei einem weiteren Anstieg der Weltbevölkerung. Hinzu kommt, dass bis heute nur jeder zweite von der Krankheit betroffene Mensch eine entsprechende Diagnose erhalten hat.(10 IDF, „Diabetes Atlas”, 7th edition, 2015 (www.diabetesatlas.org).) Somit erfordert die Behandlung einer wachsenden Anzahl von Patienten die Bereitstellung steigender Wirkstoffmengen, wobei jedes einzelne Medikament eine geeignete Verpackung und Darreichungsform erhalten muss. Dazu entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden Insulin-Pens, Diabetiker-Stechhilfen und Asthma-Inhalatoren, die täglich millionenfach zum Einsatz kommen. Hier haben die Pharmaunternehmen den Wunsch, die Patienten mit nutzerfreundlichen, aber auch visuell und haptisch attraktiven Produkten zur sicheren Verabreichung von Medikamenten für sich zu gewinnen. Die Entwicklung dieser Produkte zusammen mit unseren Kunden ist eine unserer besonderen Stärken.

6. SELBSTMEDIKATION GEWINNT AN BEDEUTUNG

Wenn Patienten sich selbst medikamentös versorgen müssen, sind dazu zuverlässige und einfache Lösungen erforderlich. Hier bieten wir viele intelligente Produkte an, die den Patienten die Selbstmedikation ermöglichen. Gleichzeitig erleichtern diese Produkte die Einnahme des Medikaments, helfen, Medikationsfehler zu vermeiden, und ermöglichen den Patienten ein flexibleres und angenehmeres Leben. Außerdem helfen diese Produkte, die Kosten in den Gesundheitssystemen zu reduzieren, weil sie vielfach zum Ziel haben, Anzahl und Dauer ansonsten erforderlicher ambulanter oder stationärer Behandlungen zu reduzieren.

6 Quintiles IMS Institute: „Outlook for Global Medicines through 2021”, Dezember 2016.

7 Quintiles IMS Institute: „Outlook for Global Medicines through 2021”, Dezember 2016.

8 Quintiles IMS Institute: „Outlook for Global Medicines through 2021”, Dezember 2016.

9 Quintiles IMS Institute: „Outlook for Global Medicines through 2021”, Dezember 2016.

ERWARTETE VERMÖGENS-, FINANZ- UND 
ERTRAGSLAGE

Als Obergesellschaft des Konzerns vereinnahmt die Gerresheimer AG über Ergebnisabführungsverträge die Ergebnisse der wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften. Diese können auch Beteiligungserträge aus dem Ausland erhalten. Insoweit wirkt sich die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen direkt auf den Jahresabschluss der Gerresheimer AG und deren Bilanzgewinn aus. Eine entsprechende Ergebnisentwicklung im Konzern vorausgesetzt, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017 ein positives Jahresergebnis der Gerresheimer AG, einen Bilanzgewinn sowie eine Fortsetzung unserer Dividendenpolitik.

Das übergeordnete Ziel des Konzerns ist es, der führende globale Partner für Lösungen zu werden, die zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Dazu wollen wir unsere globale Präsenz ausbauen sowie ein profitables und nachhaltiges Wachstum erzielen.

PLASTICS & DEVICES

Für unsere kundenspezifischen Produkte aus Glas und Kunststoff zur sicheren Verabreichung von Medikamenten erwarten wir im Jahr 2017 weitere Zuwächse. Dabei bleiben die Drug-Delivery-Devices für verschreibungspflichtige Medikamente die Hauptumsatzträger. Zu diesen Produkten zählen vor allem Insulin-Pens und Inhalatoren, aber auch das Geschäft mit Diabetes Care-Produkten und Spritzen. Regional gesehen bleibt Europa Schwerpunkt unseres Geschäftes mit Drug-Delivery-Devices für verschreibungspflichtige Medikamente. Insgesamt bleibt unser Geschäft in diesem Bereich aufgrund klarer und intakter Langfristtrends weiter auf Wachstum ausgerichtet. Dies spiegelt sich auch in den Erweiterungsinvestitionen an Standorten in den USA und der Tschechischen Republik wider, die auf die Inbetriebnahme neuer Produktionslinien zielen.

Der Umsatz mit unseren Primärpackmitteln aus Kunststoff dürfte sich unverändert in Europa, USA und in den Schwellenländern im Geschäftsjahr 2017 gut entwickeln.

PRIMARY PACKAGING GLASS

In unserem Geschäftsbereich Primary Packaging Glass planen wir mit einem leichten Umsatzwachstum für unsere Verpackungen aus Glas wie Pharmagläser, Ampullen, Injektionsfläschchen, Karpulen oder auch Parfümflakons und Cremetiegel. Auch 2017 arbeiten wir mit verschiedenen Maßnahmen an der weiteren Verbesserung unserer Produktivität. Dazu investieren wir vor allem in die Standardisierung unseres Maschinenparks in der Glasproduktion.

Umsatzzuwächse erwarten wir – ähnlich wie in den Vorjahren – vor allem in unseren Werken in den Schwellenländern. Aufgrund der guten Prognosen für die Entwicklung des Pharmamarktes in den Schwellenländern haben wir beginnend mit dem Jahr 2015 ein neues Werk in Kosamba (Indien) gebaut, welches wir nun in den kommenden Jahren konsequent mit Maschinen und Produkten auslasten wollen.

Der Umsatz mit Pharmaverpackungen aus Glas sollte sich weiterhin robust entwickeln. Auch im Bereich Kosmetik gehen wir von einem positiven Umfeld aus und erwarten, im Geschäftsjahr 2017 unseren Umsatz mit Kosmetikprodukten aus Glas ebenfalls leicht ausbauen zu können.

ERWARTETE ENTWICKLUNG NICHT FINANZIELLER ERFOLGSFAKTOREN

MITARBEITER

Angesichts des erwarteten Wachstums und der weiteren von uns geplanten Standardisierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen erwarten wir, dass die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern zukünftig stabil bleiben wird. Die regionale Verteilung wird sich aufgrund zunehmender Globalisierung zugunsten der Schwellenländer verändern.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden wir auch in Zukunft einen hohen Stellenwert beimessen, um das Wachstum des Unternehmens langfristig durch Innovationen sichern zu können.

BESCHAFFUNG

Auch im Jahr 2017 werden wir unseren Einkauf nachhaltig optimieren: Preise, Konditionen und insbesondere die Qualität sind zentrale Bausteine, um unseren Ertrag weiter zu steigern. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen an den Finanz- und den realen Märkten gehen wir davon aus, dass die Volatilität der Preise bestehen bleibt.

PRODUKTION

Wir streben danach, unsere Produktion in Richtung einer Null-Fehler-Produktion bei Massenartikeln zu entwickeln. Dies ist eine große Herausforderung, denn wir produzieren für die pharmazeutische Industrie Produkte in sehr hohen Stückzahlen, das heißt Milliarden von Fläschchen, Behältern und Ampullen. Um die Qualität unserer Produkte auszubauen, aber auch um die Komplexität in unseren Werken zu reduzieren, werden wir auch im Geschäftsjahr 2017 weiterhin stark in die Standardisierung und die Weiterentwicklung unseres Maschinenparks investieren. Im Rahmen dieser Mehrjahresinitiative tauschen wir unter anderem Maschinen zur Herstellung von Injektionsfläschchen gegen neue Maschinen aus, die über eine verbesserte Prozesssicherheit verfügen. Diese Maschinen wurden in Eigenentwicklung speziell für unseren Bedarf entwickelt.

UMWELT

Wir wollen auch in Zukunft verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umgehen und die Umwelt schonen. So haben wir uns bereits zum achten Mal in Folge an dem Projekt Carbon Disclosure Project beteiligt. Dazu erheben, analysieren und managen wir unsere CO2-Emissionen an allen Produktionsstandorten und erstatten jährlich über deren Zusammensetzung und Entwicklung, vor allem aber über die verschiedensten Maßnahmen zu deren Verringerung, ausführlich Bericht. Mit unserer Umweltstrategie verfolgen wir das Ziel, das Verhältnis von Emissionen zu Umsätzen zu reduzieren. So sollen unsere Umsätze in der Zukunft schneller wachsen als die zu deren Erzielung unvermeidbaren Emissionen. Auch 2017 werden wir uns wieder am Carbon Disclosure Project beteiligen.

ERWARTETE FINANZLAGE UND LIQUIDITÄT

Zum 30. November 2016 verfügte der Gerresheimer Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 118,4 Mio. (Vorjahr: EUR 93,7 Mio.). Darüber hinaus stand uns zum Bilanzstichtag aus dem revolvierenden Darlehen ein nicht in Anspruch genommener Betrag in Höhe von EUR 287,3 Mio. (Vorjahr: EUR 217,2 Mio.) zur Verfügung. Diesen können wir bis zu einem Verschuldungsgrad von höchstens 3,5x Nettofinanzschulden/Adjusted EBITDA in Anspruch nehmen. Damit befinden wir uns in einer stabilen finanziellen Situation und werden auch im kommenden Geschäftsjahr genügend liquide Mittel zur Verfügung haben, um unsere geplanten Investitionen zu finanzieren und unseren sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

DIVIDENDENPOLITIK

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 26. April 2017 gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von EUR 1,05 je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende um 23,5 %. Die Ausschüttungsquote beträgt 24,9 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen. Wir wollen auch im Geschäftsjahr 2017 an unserer Dividendenpolitik festhalten, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 20 % und 30 % des bereinigten Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an unsere Aktionäre auszuschütten.

GESAMTAUSSAGE ZUM PROGNOSEBERICHT

Für die kommenden Geschäftsjahre ist unser Unternehmen gut gerüstet. Durch bereits getätigte und geplante Investitionen in ertragreichen Märkten sowie durch die Akquisitionen der Vergangenheit sind wir für die Chancen und Entwicklungen im Bereich Pharma hervorragend aufgestellt. Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, eine langfristige Finanzierung und eine klare Unternehmensstrategie, die auf langfristigen Megatrends basiert. Wir werden unser Unternehmen weiter globalisieren, Märkte konsolidieren und interessante Technologien in unser Portfolio aufnehmen. Die Zielrichtung aller Aktivitäten ist die weitere Fokussierung auf die Pharma- und Healthcare-Industrie sowie den Kosmetikbereich. Dabei werden neben dem organischen Wachstum, das wir aus dem operativen Cash Flow finanzieren wollen, Akquisitionen nach sorgfältiger Prüfung von Chancen und Risiken auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Im Vergleich mit unseren Wettbewerbern sind wir sehr gut aufgestellt.

GESAMTKONZERN

Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir derzeit von folgenden Erwartungen aus, gemessen jeweils zu konstanten Wechselkursen. Dabei haben wir für den US-Dollar, der mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz in 2017 den größten Währungseinfluss auf die Konzernwährung haben dürfte, eine Wechselkursannahme von rund USD 1,10 je EUR 1,00 zugrunde gelegt.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir einen währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,43 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.) nach EUR 1.375,5 Mio. in 2016. Für das Adjusted EBITDA rechnen wir im Geschäftsjahr 2017 mit einem Anstieg auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.) nach EUR 308 Mio. in 2016. Basierend auf der Verbesserung beim Adjusted EBITDA soll sich das bereinigte Ergebnis je Aktie nach nicht beherrschenden Anteilen, als Basis der Ausschüttungspolitik der Gerresheimer AG, auf einen Wert in der Bandbreite von EUR 4,20 je Aktie bis EUR 4,55 je Aktie erhöhen (2016 bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich Life Science Research: EUR 4,07 je Aktie).

Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2017 wird im Wesentlichen aufgrund unserer guten Wachstumsperspektiven sowie infolge unserer Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung voraussichtlich rund 8 % des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen.

Darüber hinaus haben wir folgende Erwartungen bis Ende 2018:

› 
Wir streben eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes in Höhe von 4 % bis 5 % an.

› 
Für die Adjusted EBITDA-Marge streben wir einen Zielwert von rund 23 % für das Geschäftsjahr 2018 an und erhöhen damit unsere bisherige Erwartung von über 22 % für diese Kennzahl.

› 
Neben den operativen Maßnahmen hat sich unser Net Working Capital-Profil u.a. auch durch den Verkauf des Röhrenglasgeschäftes und des Geschäftsbereiches Life Science Research sowie durch die Akquisition von Centor deutlich verbessert So erwarten wir künftig ein durchschnittliches Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von rund 16 % (vormals rund 17 %).

› 
Wir erwarten weiterhin eine Operating Cash Flow-Marge von ca. 13 %.

Als langfristige Zielvorgabe streben wir weiterhin an:

› 
Unverändert einen ROCE von mindestens 12 % zu erreichen.

› 
Wir halten ein Verhältnis Nettofinanzschulden zu Adjusted EBITDA von rund 2,5x für Gerresheimer für richtig, was temporär darunter bzw. darüber liegen darf, da sinnvolle M&A Aktivitäten nicht genau planbar sind.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2015 bis 30. November 2016

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1.12.2015 – 30.11.2016 1.12.2014 – 30.11.2015
in EUR in T EUR
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Sonstige betriebliche Erträge 27.229.209,12 37.836
Personalaufwand -14.263.098,21 -17.702
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -518.635,18 -369
Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.999.308,55 -47.073
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 58.908.388,62 16.431
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45.802.844,04 45.803
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.509.687,48 4.987
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.699.226,39 -22.258
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 70.969.860,93 17.655
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.485.101,23 -10.689
Sonstige Steuern -33.927,07 -12
Jahresüberschuss 61.450.832,63 6.954
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 64.820.337,22 84.556
Bilanzgewinn 126.271.169,85 91.510

Bilanz zum 30. November 2016

Aktiva

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30.11.2016 30.11.2015
in EUR in T EUR
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Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.832.641,55 1.129
Sachanlagen 393.462,00 385
Finanzanlagen 1.111.176.294,85 1.111.176
1.113.402.398,40 1.112.690
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 321.427.917,88 297.065
Flüssige Mittel 439.235,45 6
321.867.153,33 297.071
Rechnungsabgrenzungsposten 1.065.206,32 1.369
Summe Aktiva 1.436.334.758,05 1.411.130
Passiva
30.11.2016 30.11.2015
in EUR in T EUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 31.400.000,00 31.400
bedingtes Kapital EUR 6.280.000,00 (Vorjahr T EUR 6.280)
Kapitalrücklage 525.720.605,98 525.721
Bilanzgewinn 126.271.169,85 91.510
683.391.775,83 648.631
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 2.076.549,86 9.657
Sonstige Rückstellungen 14.370.711,97 14.321
16.447.261,83 23.978
Verbindlichkeiten 734.891.539,39 734.963
Passive latente Steuern 1.604.181,00 3.559
Summe Passiva 1.436.334.758,05 1.411.130

ANHANG (HGB) der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2015 bis 30. November 2016

VORBEMERKUNG

Die Gerresheimer AG ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB i.V.m. § 264 d HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die Aktien der Gerresheimer AG werden unter dem Börsenkürzel „GXI“ bzw. unter der ISIN „DE000A0LD6E6“ geführt. Seit Ende Dezember 2008 ist die Gerresheimer-Aktie im MDAX enthalten.

Zwischen der Gerresheimer AG und der Gerresheimer Holdings GmbH besteht ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag. Danach ist die Gerresheimer Holdings GmbH verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Gerresheimer AG abzuführen. Die Gerresheimer AG muss entsprechend jeglichen Jahresfehlbetrag ausgleichen.

GLIEDERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Im Interesse einer klareren Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Der gesonderte Ausweis erfolgt in den jeweiligen Posten des Anhangs. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss der Gerresheimer AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetztes (AktG) aufgestellt.

Die Bewertung der einzelnen Posten wurde nach folgenden Grundsätzen vorgenommen:

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über drei bis fünf Jahre abgeschrieben, es sei denn, dass sich eine vertraglich abweichende Nutzungsdauer ergibt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Immaterielle Vermögensgegenstände werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden über die voraussichtliche Nutzungszeit von drei bis 13 Jahren linear abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150 werden direkt als Aufwand erfasst. Die Sachanlagen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit am Abschlussstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist, wird diesem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden mit Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Werden für Fremdwährungsforderungen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, so werden Bewertungseinheiten zwischen Sicherungs- und Grundgeschäften gebildet. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Durchbuchungsmethode. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden für den effektiven Teil als Vermögensgegenstand oder Rückstellung bilanziert.

Flüssige Mittel sind zum Nominalbetrag angesetzt.

Im Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

PASSIVA

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Rückstellung für virtuelle Aktien erfolgt zum inneren Wert (anteilsbasierte Zusagen) bzw. zum Zeitwert (wertbasierte Zusagen) und wird unter Berücksichtigung des Zeitraums von der Gewährung bis zum erstmöglichen Ausübungstag angesammelt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Gerresheimer AG bilanziert auch die latenten Steuern ihrer Organgesellschaften und ihrer deutschen Personengesellschaften. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der Gerresheimer AG von aktuell 29,0 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer (15,0 %), Gewerbesteuer (13,0 %) und Solidaritätszuschlag (5,5 %). Abweichend hiervon werden latente Steuern aus temporären Unterschieden bei Beteiligungsunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft unter Berücksichtigung eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,8 %. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

AKTIVA

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sind in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2016 belaufen sich auf T EUR 1.114 und betreffen im Wesentlichen Software und Lizenzen für Software.

(3) Sachanlagen

Die Zugänge zu den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016 belaufen sich auf T EUR 117 und betreffen Geschäftsausstattung und geringwertige Anlagegüter.

(4) Finanzanlagevermögen/Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich unverändert auf T EUR 418.780 und betreffen die Gerresheimer Holdings GmbH.

(5) Finanzanlagevermögen/Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Mit Wirkung zum 19. Mai 2011 hat die Gesellschaft der GERRESHEIMER GLAS GmbH ein Darlehen in Höhe von T EUR 296.100 (Vorjahr: T EUR 296.100) ausgereicht, das eine Laufzeit bis zum 19. Mai 2018 hat. Darüber hinaus ­besteht ein langfristiges Darlehen an die Gerresheimer Holdings GmbH, das zum Stichtag 30. November 2016 mit T EUR 396.296 (Vorjahr: T EUR 396.296) valutiert. Die Zinsen für beide Darlehen werden in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen gezeigt.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in T EUR 30.11.2016 30.11.2015
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 320.128 296.182
Sonstige Vermögensgegenstände 1.300 883
321.428 297.065

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T EUR 109.371 (Vorjahr: T EUR 81.301) gegen die GERRESHEIMER GLAS GmbH aus Cash-Pool-Forderungen sowie in Höhe von T EUR 58.908 (Vorjahr: T EUR 16.431) gegen die Gerresheimer Holdings GmbH aus Gewinnabführung. Zudem wurde ein kurzfristiges USD-Darlehen in Höhe von T USD 160.116 (Vorjahr: T USD 200.000) an die Gerresheimer Glass Inc. vergeben, das zum Stichtag mit T EUR 150.555 (Vorjahr: T EUR 189.054) valutiert. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T EUR 1.294 (Vorjahr: T EUR 9.396) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Zur Absicherung des Währungsrisikos aus dem an die Gerresheimer Glass Inc. vergebenen USD-Darlehen wurden Devisenkontrakte abgeschlossen. Sowohl Darlehen als auch Sicherungsgeschäft werden bilanziell erfasst und bilden eine Bewertungseinheit.

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Risiko Grundgeschäft Sicherungsinstrument Laufzeit Art der Bewertungseinheit Ermittlungsmethode
Variable Art Art Betrag Art Betrag
--- --- --- --- --- ---
Währung Kontrahierter Zahlungsstrom Vermögensgegenstand 100 Mio. USD;

umgerechnet: 94,0 Mio EUR
Dollarteminverkauf 100 Mio. USD
Währung Kontrahierter Zahlungsstrom Vermögensgegenstand 40 Mio. USD;

umgerechnet: 37,7 Mio EUR
Dollarteminverkauf 40 Mio. USD
Währung Kontrahierter Zahlungsstrom Vermögensgegenstand 20 Mio. USD;

umgerechnet: 18,8 Mio EUR
Dollarteminverkauf 20 Mio. USD

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Risiko Ausgleich – Gründe Effektivitätstest
Variable (Designations-zeitraum)
--- --- --- --- --- ---
Währung 30.11.2016 – 31.01.2017 Micro-Hedge Critical-Term-Match-Methode Risikohomogenität Prospektiv
Währung 31.10.2016 – 30.12.2016 Micro-Hedge Critical-Term-Match-Methode Risikohomogenität Prospektiv
Währung 31.10.2016 – 30.12.2016 Micro-Hedge Critical-Term-Match-Methode Risikohomogenität Prospektiv

(7) Flüssige Mittel

Diese Position enthält den Kassenbestand sowie Bankguthaben.

(8) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält die noch nicht amortisierten Disagio-Beträge aus der am 19. Mai 2011 begebenen Anleihe. Das Disagio beläuft sich zum 30. November 2016 auf T EUR 377 (Vorjahr: T EUR 634) und wird über die Laufzeit der Anleihe bis zum 19. Mai 2018 ratierlich aufgelöst. Zudem sind hier Vorauszahlungen enthalten.

PASSIVA

(9) Gezeichnetes Kapital

Zum 30. November 2016 beläuft sich das Grundkapital auf T EUR 31.400, eingeteilt in 31.400.000 Stückaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00.

(10) Kapitalrücklage

Zum 30. November 2016 beläuft sich die Kapitalrücklage auf T EUR 525.721. Die Beträge stammen aus zwei Kapitalerhöhungen in Vorjahren.

(11) Bilanzgewinn

Im Geschäftsjahr 2016 entwickelte sich der Bilanzgewinn wie folgt:

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in T EUR
Bilanzgewinn zum 30.11.2015 vor Dividendenausschüttung 91.510
Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2014/2015 -26.690
Jahresüberschuss 61.451
Bilanzgewinn 126.271

(12) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. April 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt T EUR 15.700 zu erhöhen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 6.280.000 durch Ausgabe von bis zu 6.280.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht.

(13) Steuerrückstellungen

Es handelt sich um die Rückstellung für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von T EUR 688 und für Gewerbesteuer in Höhe von T EUR 1.388.

(14) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten überwiegend Rückstellungen für Personalkosten und Aufsichtsratsvergütung, Drohverluste, Hauptversammlung und Geschäftsbericht, Projektkosten sowie Jahresabschlusskosten.

(15) Verbindlichkeiten

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in T EUR 30.11.2016 30.11.2015
Anleihen 308.055 308.033
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 
(Schuldscheindarlehen) 425.294 425.293
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 
und Leistungen 485 1.186
Sonstige Verbindlichkeiten* 1.058 451
734.892 734.963
* davon: aus Steuern 1.011 415
im Rahmen der sozialen Sicherheit 44 23

Die Gerresheimer AG hat am 19. Mai 2011 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 300 Mio. emittiert. Die Anleihe mit der ISIN XS0626028566 hat eine Laufzeit von sieben Jahren und einen jährlichen Zinskupon von 5,00 %. Der Ausgabekurs belief sich auf 99,40 %.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gerresheimer AG anlässlich des Erwerbs der Centor US Holding Inc. am 1. September 2015 eine Brückenfinanzierung in Höhe von EUR 550 Mio. abgeschlossen. Diese Brückenfinanzierung wurde im November 2015 durch eine erfolgreiche Schuldscheinemission in Höhe von EUR 425 Mio. sowie anteilig aus den Erlösen aufgrund der Veräußerung des Röhrenglasgeschäftes abgelöst. Das am 2. November 2015 unterzeichnete und am 10. November 2015 ausgezahlte Schuldscheindarlehen teilt sich in eine fünfjährige Tranche über EUR 189,5 Mio., eine siebenjährige Tranche über EUR 210 Mio. sowie eine zehnjährige Tranche über EUR 25,5 Mio. auf. Die jeweiligen Laufzeiten werden überwiegend fix, aber zum Teil auch variabel verzinst.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellten sich zum 30. November 2016 wie folgt dar:

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in T EUR kleiner bzw. 
gleich 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre Summe
Anleihen 30.11.2016 8.055 300.000 308.055
30.11.2015 8.033 300.000 308.033
Schuldscheindarlehen 30.11.2016 294 189.500 235.500 425.294
30.11.2015 293 189.500 235.500 425.293
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.11.2016 485 485
30.11.2015 1.186 1.186
Sonstige Verbindlichkeiten 30.11.2016 1.058 1.058
30.11.2015 451 451
Summe 30.11.2016 9.892 489.500 235.500 734.892
30.11.2015 9.963 489.500 235.500 734.963

(16) Passive latente Steuern

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Passivüberhang von T EUR 1.604 (Vorjahr: T EUR 3.559). Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen, Verbindlichkeiten und sonstigen Rückstellungen. Die Differenzen, die zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen, Geschäfts- oder Firmenwert, Finanzanlagen und Grundstücken. Die Differenzen betreffen die Gerresheimer AG sowie die Gesellschaften, die zum steuerlichen Organkreis gehören.

(17) Haftungsverhältnisse

Die Gerresheimer AG hat zur Sicherheit der bei verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Mithaftung in Form einer Höchstbetragsbürgschaft über EUR 450 Mio. übernommen. Insgesamt ergibt sich für die Gerresheimer AG hieraus eine Mithaftung für Bankkredite von verbundenen Unternehmen von EUR 163,0 Mio. zum Bilanzstichtag (Vorjahr: EUR 233,1 Mio.). Die darüber hinaus zum Vorjahresstichtag bestandenen Garantiezusagen in Höhe von EUR 4,5 Mio. für einzelne Verbindlichkeiten verschiedener Tochtergesellschaften außerhalb der Rahmenkreditverträge wurden im laufenden Geschäftsjahr auf eine indirekt gehaltene Tochtergesellschaft der Gerresheimer AG übertragen. Aufgrund der soliden Bilanz- und langfristigen Finanzierungsstruktur der Gerresheimer AG und ihrer Tochtergesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme nach unseren Erkenntnissen nicht zu rechnen.

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Leasing- und Mietverpflichtungen betragen T EUR 6.507 (Vorjahr: T EUR 7.168) und betreffen Gebäudemiete, PKW sowie EDV-Ausstattung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND ­VERLUSTRECHNUNG

(19) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T EUR 1.316 (Vorjahr: T EUR 267). Darüber hinaus enthalten sie Erträge aus vertraglich vereinbarten Serviceleistungen an Tochtergesellschaften sowie Weiterbelastungen von Kosten. Die Währungserträge betragen im Geschäftsjahr 2016 T EUR 7.543 (Vorjahr: T EUR 14.208).

(20) Personalaufwand

Die Aufwendungen für Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2016 T EUR 13.203 (Vorjahr: T EUR 16.634) und für soziale Abgaben T EUR 1.060 (Vorjahr: T EUR 1.066) und für Altersversorgung T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 2).

(21) Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Zu den Abschreibungen verweisen wir auf die Entwicklung des Anlagevermögens.

(22) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Rechts- und Beratungsaufwendungen, EDV-Aufwendungen, Aufwendungen für Versicherungen, Mietaufwendungen, Reisekosten, Werbe- und Repräsentationsaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, sowie Aufwendungen für Hauptversammlung und Geschäftsberichte. Diesen Aufwendungen stehen teilweise entsprechende Erträge aus Weiterbelastungen gegenüber. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiterbelastete Aufwendungen für sonstige Leistungen von verbundenen Unternehmen. Aufwendungen für Währung und Währungsderivate sind mit T EUR 11.339 (Vorjahr: T EUR 22.246) enthalten. Sie betreffen zum überwiegenden Teil Aufwendungen aus der Sicherung des USD-Darlehens an die Gerresheimer Glass Inc.

(23) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2016 beinhalten die Ergebnisübernahme der Gerresheimer Holdings GmbH.

(24) Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf T EUR 45.803 (Vorjahr: T EUR 45.803) und sind wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen Unternehmen angefallen.

(25) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge belaufen sich auf T EUR 3.510 (Vorjahr: T EUR 4.987) und betreffen zum überwiegenden Teil die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von T EUR 3.455 (Vorjahr: T EUR 4.987) sowie Zinserträge aus Steuern T EUR 49 (Vorjahr: T EUR 0).

(26) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen belaufen sich im ­Geschäftsjahr 2016 auf T EUR 20.699 (Vorjahr: T EUR 22.258) und betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für die begebene Unternehmensanleihe sowie das ausgegebene Schuldscheindarlehen. Daneben sind in Höhe von T EUR 153 (Vorjahr: T EUR 40) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Zinsaufwendungen aus Steuern von T EUR 132 (Vorjahr: T EUR 532) angefallen.

(27) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand des Geschäftsjahres in Höhe von T EUR 9.485 (Vorjahr: T EUR 10.689) setzt sich zusammen aus einem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von T EUR 11.440 (Vorjahr: T EUR 11.845) und aus einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von T EUR 1.955 (Vorjahr: T EUR 1.156). Die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer in Höhe von T EUR 5.704 (Vorjahr: T EUR 5.467), Gewerbesteuer in Höhe von T EUR 5.233 (Vorjahr: T EUR 5.207) sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von T EUR 314 (Vorjahr: T EUR 304) für den deutschen Organkreis. Weiterhin sind Steuern für Vorjahre in Höhe von T EUR 150 (Vorjahr: T EUR 826) sowie Quellensteuer in Höhe von T EUR 40 (Vorjahr: T EUR 41) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

(28) Mitarbeiter

Im Durchschnitt beschäftigte die Gerresheimer AG im Geschäftsjahr 2016 90 Angestellte (davon 11 leitendende und 79 andere Angestellte). Im Vorjahr waren 89 Angestellte in der Gerresheimer AG beschäftigt (davon 13 leitende und 76 andere Angestellte). Alle Mitarbeiter waren ausschließlich in der Verwaltung beschäftigt.

(29) Angaben zu Organmitgliedern

Dem Vorstand der Gerresheimer AG gehörten an:

› 
Herr Uwe Röhrhoff, Mönchengladbach, Vorstandsvorsitzender und Vorstand Primary Packaging Glass

› 
Herr Rainer Beaujean, Meerbusch, Finanzvorstand

› 
Herr Andreas Schütte, Meerbusch, Vorstand Plastics & Devices

Jeder Vorstand vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen Vorstand oder gemeinsam mit einem Prokuristen.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus Festgehalt (inklusive Neben­leistungen) und erfolgsabhängiger Tantieme belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf T EUR 4.935 (Vorjahr: T EUR 4.403).

Details zur Vorstandsvergütung, die das Geschäftsjahr 2016 betreffen, können dem Vergütungsbericht im Lagebericht entnommen werden.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands der Gerresheimer AG belaufen sich auf T EUR 0 (Vorjahr: T EUR 750).

Eine Liste der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 ist in diesem Anhang enthalten. Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 betrugen T EUR 1.076 (Vorjahr: T EUR 1.111). Details zur Aufsichtsratvergütung, die das Geschäftsjahr 2016 betreffen, können dem Vergütungsbericht im Lagebericht entnommen werden.

(30) Anteilsbesitz

Eine Übersicht über den Anteilsbesitz ist am Ende des Anhangs enthalten.

(31) Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz (AktG) muss das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) mitgeteilt worden ist, angegeben werden. Dabei ist der nach § 20 Abs. 6 AktG oder der nach 
§ 25 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Inhalt der Mitteilung anzugeben.

18. Juli 2012

Korrektur der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG vom 16. Juli 2012

Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 12. Juli 2012 erhalten:

1. 
Emittent: Gerresheimer AG, Benrather Straße 18-20, 40213 Düsseldorf, Deutschland

2. 
Mitteilungspflichtiger: Eton Park Overseas Fund, Ltd., Camana Bay, Grand Cayman, Cayman Inseln

3. 
Art der Schwellenberührung: Schwellenunterschreitung

4. 
Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. 
Datum der Schwellenberührung: 10. Juli 2012

6. 
Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 4,92 % (entspricht: 1.544.217 Stimmrechten), bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von: 31.400.000

7. 
Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten: 4,92 % (entspricht 1.544.217 Stimmrechten), Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0 % (entspricht 0 Stimmrechten)

8. 
Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen: Eton Park Master Fund, Ltd.

17. September 2014

1. 
Die ING Groep N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der ING Groep N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: NN Group N.V., ING Insurance Eurasia N.V., Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Nationale Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.

2. 
Die NN Group N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20% (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der NN Group N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: ING Insurance Eurasia N.V., Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.

3. 
Die ING Insurance Eurasia N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der ING Insurance Eurasia N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.

4. 
Die Nationale-Nederlanden Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Nationale-Nederlanden Nederland B.V. 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 0,21 % (67.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V.

5. 
Die Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V., ­Rotterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der Nationale-Nederlanden Levensverzekering Maatschappij N.V. 0,44% (137.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

6. 
Die ING Re (Netherlands) N.V., Den Haag, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Re (Netherlands) N.V. 4,98 % (1.562.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

7. 
Die ING Continental Europe Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Continental Europe Holdings B.V. 0,21 % (67.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

8. 
Die ING Life Belgium nv, Brüssel, Belgien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 10. September 2014 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,20 % (1.632.500 Stimmrechte) beträgt. Davon werden der ING Life Belgium nv 4,98 % (1.565.000 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

23. Januar 2015

Old Mutual Plc, London, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 20. Januar 2015 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 
3,01 % (945.130 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Old Mutual Plc gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

30. Juli 2015

1. 
APG Asset Management N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 27. Juli 2015 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,10 % (1.602.791 Stimmrechte) beträgt.

2. 
APG Groep N.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 27. Juli 2015 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,10 % (1.602.791 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden der APG Groep N.V. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: APG Asset Management N.V.

3. 
Stichting Pensioenfonds ABP, Heerlen, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 27. Juli 2015 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,10 % (1.602.791 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte werden dem Stichting Pensioenfonds ABP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten: APG Asset Management N.V., APG Groep N.V.

11. September 2015

Die Franklin Advisory Services LLC, Wilmington, Delaware, U.S.A., hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Gerresheimer AG am 3. September 2015 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,73 % (1.485.300 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind der Franklin Advisory Services LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

19. Februar 2016

1. Angaben zum Emittenten

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Str. 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll

Name: Registrierter Sitz und Staat:
Templeton Investment Counsel, LLC Wilmington, Delaware
- Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

12.02.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) (Summe 7.a. + 7.b.)
--- --- --- --- ---
neu 4,31 % % 4,31 % 31.400.000
letzte Mitteilung 5,21 % % 5,21 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen 
a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A0LD6E6 1352650 % 4,31 %
Summe 1352650 4,31 %

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

X 
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

Nach dem Bilanzstichtag:

15. Dezember 2016

1. Angaben zum Emittenten

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Str. 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll

Name: Registrierter Sitz und Staat:
BNP Paribas Asset Management S.A.S. Paris Frankreich

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

02.12.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte 
des Emittenten
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) (Summe 7.a. + 7.b.)
--- --- --- --- ---
neu 3,12 % % 3,12 % 31.400.000
letzte Mitteilung % % % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen 
a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A0LD6E6 558258 421184 1,78 % 1,34 %
Summe 979442 3,12 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder 
physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

□ Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

X 
□ vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Asset Management S.A.S. 3,12 % % %

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher BNP Paribas Investment Partners S.A. % % % BNP Paribas Asset Management S.A.S. 3,12 % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

16. Dezember 2016

Korrektur der Veröffentlichung vom 15.12.2016

1. Angaben zum Emittenten

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Str. 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll

Name: Registrierter Sitz und Staat:
BNP Paribas Investment Partners S.A. Paris Frankreich

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

07.12.2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte 
 des Emittenten
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) (Summe 7.a. + 7.b.)
--- --- --- --- ---
neu 5,07 % % 5,07 % 31.400.000
Mitteilung 3,46 % % 3,46 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen 
□ a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A0LD6E6 1593164 % 5,07 %
Summe 1593164 5,07 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder 
 physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

□
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

X 
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Asset Management S.A.S. 3,29 % % %
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners Belgium S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners Luxembourg S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners BE Holding S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners NL Holding S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners Nederland N.V. % % %
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
BNP Paribas Investment Partners UK Ltd. % % %
BNP Paribas Investment Partners S.A. % % %
CamGestion S.A. % % %
BNP Paribas S.A. % % %
BNP Paribas USA, Inc. % % %
BNP Paribas Investment Partners USA Holdings, Inc. % % %
FFTW Inc. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

12. Januar 2017

1. Angaben zum Emittenten

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Str. 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten

Erwerb/Veräußerung von Instrumenten

Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte

Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

scroll

Name: Registrierter Sitz und Staat:
Ministry of Finance on behalf 
of the State of Norway Oslo Norwegen

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

10.01.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte Anteil Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte 
des Emittenten
(Summe 7.a.) (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) (Summe 7.a. + 7.b.)
--- --- --- --- ---
neu 2,91 % 0,01 % 2,92 % 31.400.000
letzte Mitteilung 3,01 % % 3,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen 
a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
DE000A0LD6E6 - 914.888 % 2,91 %
Summe 914.888 2,91 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit/Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Rückforderungsanspruch aus Wertpapierleihe N/A Jederzeit 3.236 0,01 %
Summe 3.236 0,01 %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit /Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder 
physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

□
Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).

X 
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
State of Norway % % %
Norges Bank % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

(32) Honorar des Abschlussprüfers

Für die Angabe der für das Geschäftsjahr 2016 berechneten Abschlussprüferhonorare wird auf den Konzernabschluss der Gerresheimer AG zum 30. November 2016 verwiesen.

(33) Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der Gerresheimer AG haben am 8. September 2016 eine jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben. Die Erklärung wird auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

(34) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Gerresheimer AG für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt zu verwenden:

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in EUR
Bilanzgewinn vor Ausschüttung der Dividende 126.271
Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,05 je Stückaktie 32.970
Vortrag auf neue Rechnung 93.301

(35) reignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine für die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gerresheimer AG wesentlichen Ereignisse eingetreten.

(36) Konzernverhältnisse

Die Gerresheimer AG ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gerresheimer AG stellt gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf.

Düsseldorf, 23. Januar 2017

­Gerresheimer AG

Der Vorstand

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungskosten
in T EUR 01.12.2015 Zugänge Abgänge 30.11.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 
und ähnliche Rechte 2.595 1.083 3.678
Geleistete Anzahlungen 67 31 98
2.662 1.114 3.776
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 852 117 11 958
852 117 11 958
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 418.780 418.780
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.396 692.396
1.111.176 1.111.176
1.114.690 1.231 11 1.115.910

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Wertberichtigungen
in T EUR 01.12.2015 Zugänge Abgänge 30.11.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 
und ähnliche Rechte 1.533 410 1.943
Geleistete Anzahlungen
1.533 410 1.943
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 467 109 11 565
467 109 11 565
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
2.000 519 11 2.508

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Buchwert
in T EUR 30.11.2016 30.11.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 
und ähnliche Rechte 1.735 1.062
Geleistete Anzahlungen 98 67
1.833 1.129
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 393 385
393 385
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 418.780 418.780
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 692.396 692.396
1.111.176 1.111.176
1.113.402 1.112.690

Anteilsbesitzliste

Geschäftsjahr 2016 (1. Dezember 2015 bis 30. November 2016)

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in Euro/Landeswährung/nach lokalem Handelsrecht Beteiligungsanteil Währung Eigenkapital Ergebnis
(direkt und indirekt)
--- --- --- --- ---
Direkte Beteiligung
Gerresheimer Holdings GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 418,8 b)
Indirekte Beteiligung
Asien
Gerresheimer Medical Plastic Systems Dongguan Co. Ltd., 
Wang Niu Dun Town, Dongguan City (China) h) 100,00 % Mio. CNY 88,1 16,45
Gerresheimer Pharmaceutical Packaging Mumbai Private Ltd., 
Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR 131,4 -87,26
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) Co. Ltd., 
Danyang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 176,3 9,03
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) Co. Ltd., Zhenjiang, Jiangsu (China) 60,00 % Mio. CNY 96,7 29,88
Neutral Glass & Allied Industries Private Ltd., Mumbai (Indien) 100,00 % Mio. INR 228,6 -259,12
Triveni Polymers Private Ltd., Neu Delhi (Indien) 75,00 % Mio. INR 1.223,4 128,85
Europa
DSTR S.L.U., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 0,5 -0,04
Gerresheimer Boleslawiec S.A., Boleslawiec (Polen) 100,00 % Mio. PLN 153,2 20,47
Gerresheimer Bünde GmbH, Bünde/Westfalen a) 100,00 % Mio. EUR 12,7 b)
Gerresheimer Chalon SAS, Chalon-sur-Saone (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR -1,1 -1,18
Gerresheimer Denmark A/S, Vaerloese (Dänemark)f) 100,00 % Mio. DKK 239,9 -0,04
Gerresheimer Essen GmbH, Essen-Steele a) 100,00 % Mio. EUR 4,2 b)
GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 493,8 b)
Gerresheimer Group GmbH, Düsseldorf a) 100,00 % Mio. EUR 418,7 b)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH, Düsseldorf a), c) 100,00 % Mio. EUR b)
Gerresheimer Hallenverwaltungs GmbH & Co. 
Objekt Düsseldorf KG, ­Düsseldorf d), e) 100,00 % Mio. EUR 2,1 0,3
Gerresheimer Horsovsky Tyn spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) 100,00 % Mio. CZK 2.080,8 844,35
Gerresheimer item GmbH, Münster a) 100,00 % Mio. EUR 0,1 b)
Gerresheimer Küssnacht AG, Küssnacht (Schweiz) 100,00 % Mio. CHF 20,3 10,69
Gerresheimer Lohr GmbH, Lohr/Main a) 100,00 % Mio. EUR 5,3 b)
Gerresheimer Medical Plastic Systems GmbH, Regensburg a), c) 100,00 % Mio. EUR - b)
Gerresheimer Momignies S.A., Momignies (Belgien) 100,00 % Mio. EUR 25,8 1,10
Gerresheimer Moulded Glass GmbH, Tettau/Oberfranken a), c) 100,00 % Mio. EUR - b)
Gerresheimer Plastic Packaging SAS, Besancon (Frankreich) 100,00 % Mio. EUR 0,9 0,03
Gerresheimer Regensburg GmbH, Regensburg a) 100,00 % Mio. EUR 278,0 b)
Gerresheimer Spain S.L.U., Epila (Spanien) 100,00 % Mio. EUR 0,6 -0,19
Gerresheimer Tettau GmbH, Tettau/Oberfranken a) 100,00 % Mio. EUR 12,4 b)
Gerresheimer Vaerloese A/S, Vaerloese (Dänemark) 100,00 % Mio. DKK 125,8 46,15
Gerresheimer Valencia S.L.U., Masalaves (Spanien) 99,91 % Mio. EUR -1,1 1,36
Gerresheimer Werkzeugbau Wackersdorf GmbH, Wackersdorf a) 100,00 % Mio. EUR 0,5 b)
Gerresheimer Wertheim GmbH, Wertheim a) 100,00 % Mio. EUR 1,1 b)
Gerresheimer Zaragoza S.A., Epila (Spanien) 99,91 % Mio. EUR 1,1 0,12
Amerika
Centor Inc., Perrysburg, OH (USA) 100,00 % Mio. USD 695,6 27,28
Centor Pharma Inc., Perrysburg, OH (USA) c), f) 100,00 % Mio. USD
Centor U.S. Holding Inc., Perrysburg, OH (USA) f) 100,00 % Mio. USD 731,2 -0,10
Gerresheimer Buenos Aires S.A., Buenos Aires (Argentinien) 99,91 % Mio. ARS 18,4 4,62
Gerresheimer Glass Inc., Vineland, NJ (USA) h) 100,00 % Mio. USD 450,3 -6,46
Gerresheimer Mexico Holding LLC, Wilmington, DE (USA) h) 100,00 % Mio. USD 18,7 -0,01
Gerresheimer MH Inc., Wilmington, DE (USA) c), h) 100,00 % Mio. USD -0,01
Gerresheimer Peachtree City (USA) L.P., Peachtree City, GA (USA) c) 100,00 % Mio. USD -2,35
Gerresheimer Peachtree City Inc., Peachtree City, GA (USA) c) 100,00 % Mio. USD -0,03
Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Embu (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 248,2 9,55
Gerresheimer Queretaro S.A., Queretaro (Mexiko) h) 100,00 % Mio. MXN 0,4 0,10
Gerresheimer Sistemas Plasticos Medicinais Sao Paulo Ltda., 
Indaiatuba (Brasilien) 100,00 % Mio. BRL 36,5 6,78
Kimble Chase Holding LLC, Vineland, NJ (USA) 51,00 %c) Mio. USD 6,9 89,51
Nouvelles Verreries de Momignies Inc., Larchmont, NY (USA) g) 100,00 % Mio. USD
Assoziierte Unternehmen
Corning Pharmaceutical Packaging LLC, Wilmington, DE (USA) 25,00 % Mio. USD 0,3
Gerresheimer Tooling LLC, Peachtree City, GA (USA) h) 30,00 % Mio. USD 0,8 0,39
PROFORM CNC Nastrojarna spol. s r.o., Horsovsky Tyn (Tschechien) f), h) 30,15 % Mio. CZK 3,3 -0,44

a) Die Gesellschaften sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie teilweise von der Prüfungspflicht und der Offenlegung des Jahresabschlusses befreit.

b) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

c) Eigenkapital unter 50 (Währung in ’000).

d) Die GERRESHEIMER GLAS GmbH, Düsseldorf, ist Kommanditistin.

e) Die Gesellschaft hat von der Befreiung gemäß § 264b HGB Gebrauch gemacht.

f) Ergebnis unter T EUR 5.

g) Die Gesellschaft erstellt keinen Jahresabschluss mehr.

h) Zugrunde gelegter Jahresabschluss 30. November 2015 bzw. 31. Dezember 2015.

Für die Umrechnung der in Landeswährung angegebenen Eigenkapital-Beträge ist der jeweilige Stichtagskurs anzuwenden, der sich aus der folgenden Tabelle ergibt. Die angegebenen Ergebnisse sind mit dem entsprechenden Durchschnittskurs umzurechnen.

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Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs
zum EUR 30.11.2016 zum EUR 
2016
--- --- ---
1 ARS 16,6599 15,7970
1 BRL 3,6118 3,9023
1 CHF 1,0803 1,0914
1 CNY 7,3205 7,2798
1 CZK 27,0600 27,0420
1 DKK 7,4403 7,4484
1 INR 72,8590 73,9900
1 MXN 21,8775 20,2194
1 PLN 4,4483 4,3534
1 SEK 9,7538 9,4229
1 USD 1,0635 1,1026

Organe

Aufsichtsrat

Geschäftsjahr 2016 (1. Dezember 2015 – 30. November 2016)

Dr. Axel Herberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer The Blackstone Group Germany GmbH

a) 
Leica Camera AG

b) 
Jack Wolfskin Gruppe (Funktionsbekleidung,
Outdoorausrüstung, Schuhe)
 JW Germany Holding GmbH (Vorsitzender) (bis 21. Oktober 2016) 
Leica Gruppe (Fotografie und Sportoptik) 
Lisa Germany Holding GmbH 
Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG

Francesco Grioli

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Landesbezirksleiter Rheinland-Pfalz/Saarland der IG Bergbau, 
Chemie, Energie

a) 
BASF SE 
Villeroy & Boch AG

b) 
Steag New Energies GmbH (stellvertretender Vorsitzender) 
Villeroy & Boch Fliesen GmbH

Andrea Abt

Master of Business Administration,

ehemals Leiterin Supply Chain Management des Sektors 
Infrastruktur der Siemens AG

b) 
Brammer plc., Großbritannien 
SIG plc., Großbritannien
Petrofac Ltd., Jersey (seit 19. Mai 2016)

Sonja Apel (bis 31. Dezember 2015)

Bereichsleiterin Group Accounting der Gerresheimer AG

b) 
Gerresheimer Mexico Holding LLC, USA (bis 31. Dezember 2015)
 Gerresheimer MH Inc., USA (bis 31. Dezember 2015)
 Gerresheimer Spain S.L.U., Spanien (bis 31. Dezember 2015) 
Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (bis 31. Dezember 2015) Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien 
(bis 31. Dezember 2015)
 Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (bis 31. Dezember 2015)

Lydia Armer

Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer Regensburg GmbH

a) 
Gerresheimer Regensburg GmbH

Dr. Karin Dorrepaal

Unternehmensberaterin,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Schering AG

a) Paion AG (stellvertretende Vorsitzende)

b) 
Triton Beteiligungsberatung GmbH 
Almirall S.A., Spanien 
Kerry Group plc, Irland 
Humedics GmbH (Vorsitzende)
 Julius Clinical Research BV, Niederlande (seit 1. Oktober 2016)

Eugen Heinz

Mitglied des Betriebsrats der Gerresheimer Lohr GmbH

Seppel Kraus

Landesbezirksleiter Bayern der IG Bergbau, Chemie, Energie

a) 
Hexal AG 
Novartis Deutschland GmbH 
Wacker Chemie AG

Katja Mögel (seit 20. Januar 2016)

Bereichsleiterin Business Excellence and Continuous Improvement 
bei der Gerresheimer AG

Dr. Peter Noé

Diplom-Kaufmann,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der Hochtief AG

b) 
BlackRock Private Equity Partners AG, Schweiz

Markus Rocholz

Vorsitzender des Betriebsrats der Gerresheimer Essen GmbH

a) 
Gerresheimer Tettau GmbH

Theodor Stuth

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

b) 
Wickeder Holding GmbH 
Wickeder Profile Walzwerk GmbH 
Linet Group SE, Niederlande

Udo J. Vetter

Pharmazeut und geschäftsführender Gesellschafter der 
UV-Cap GmbH & Co. KG

a) 
ITM AG (Vorsitzender)

b) 
Vetter Pharma-Fertigungs GmbH & Co. KG (Vorsitzender) 
Atoll GmbH (Vorsitzender) (bis 31. März 2016)
HSM GmbH & Co. KG 
Gland Pharma Pte. Ltd., Indien 
Paschal India, Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzender)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Vorstand

Geschäftsjahr 2016 (1. Dezember 2015 – 30. November 2016)

Uwe Röhrhoff

Vorstandsvorsitzender

a) 
Gerresheimer Tettau GmbH (Vorsitzender)
 Gerresheimer Regensburg GmbH (Vorsitzender)

b) 
Gerresheimer Glass Inc., USA (Vorsitzender)
 Gerresheimer Momignies S.A., Belgien (Vorsitzender)
 Gerresheimer Queretaro S.A., Mexiko (Vorsitzender)
 Neutral Glass and Allied Industries Pvt. Ltd., Indien
 Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Glass (Danyang) 
Co. Ltd., China (Vorsitzender) 
Gerresheimer Shuangfeng Pharmaceutical Packaging (Zhenjiang) 
Co. Ltd., China (Vorsitzender) 
Corning Pharmaceutical Packaging LLC, USA

Rainer Beaujean

a) 
Gerresheimer Tettau GmbH (stellvertretender Vorsitzender) 
Gerresheimer Regensburg GmbH (stellvertretender Vorsitzender)

b) 
Gerresheimer Glass Inc., USA
 Kimble Chase Life Science and Research Products LLC, USA (Vorsitzender) (bis 31. Oktober 2016)
 Kontes Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko (bis 31. Oktober 2016) 
Kimble Kontes LLC, USA (bis 31. Oktober 2016)
 Kimble Chase Holding LLC, USA (Vorsitzender) (seit 8. Juli 2016) 
Centor US Holding Inc., USA 
Centor Inc., USA 
Centor Pharma Inc., USA

Andreas Schütte

b) Gerresheimer Denmark A/S, Dänemark (Vorsitzender)
 Gerresheimer Vaerloese A/S, Dänemark (Vorsitzender)
 Gerresheimer Zaragoza S.A., Spanien (stellvertretender Vorsitzender)
 Gerresheimer Plasticos Sao Paulo Ltda., Brasilien
 Gerresheimer Boleslawiec S.A., Polen (Vorsitzender)
Triveni Polymers Pvt. Ltd., Indien
Centor US Holding Inc., USA (Vorsitzender)
 Centor Inc., USA (Vorsitzender)
 Centor Pharma Inc., USA (Vorsitzender)

a) Mitgliedschaft in anderen nach deutschen Gesetzen zu bildenden Aufsichtsräten.

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Erklärung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, 23. Januar 2017

Der Vorstand

Uwe Röhrhoff

Rainer Beaujean

Andreas Schütte

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gerresheimer AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2015 bis 30. November 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Gerresheimer AG, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 23. Januar 2017

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

*(Bedenbecker)

Wirtschaftsprüfer*

*(Kadlubowski)

Wirtschaftsprüfer*

Impressum

Herausgeber

Gerresheimer AG

Klaus-Bungert-Straße 4

40468 Düsseldorf

Deutschland

Tel +49 211 6181-00

Fax +49 211 6181-295

E-Mail [email protected]

www.gerresheimer.com

Konzept und Gestaltung

Kirchhoff Consult AG, Hamburg

Text

Gerresheimer AG